diff --git "a/validation/1700-1799/eiteritz_affe_1719.jsonl" "b/validation/1700-1799/eiteritz_affe_1719.jsonl" new file mode 100644--- /dev/null +++ "b/validation/1700-1799/eiteritz_affe_1719.jsonl" @@ -0,0 +1,6249 @@ +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":0,"date":1719,"orig":"Des getreuen Eckarths Mediciniſcher Maũl-Affe Oder der Entlarvte Marckt-Schreyer.","norm":"Des getreuen Ekarts medizinischer Maul-Affe Oder der Entlarvte Marktschreier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.208300113677978} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1,"date":1719,"orig":"Jn welchen vornehmlich der Marcktſchreyer und Quackſalber Boßheit und Betruͤgereyen/ wie dieſelben zu erkennen und zu meiden/ hernach bewaͤhrtheſte Artzney-Mittel/ in allerhand Kranckheiten und Zufaͤllen Menſchlichen Leibes zu gebrauchen.","norm":"In welchen vornehmlich der Marktschreier und Quacksalber Bosheit und Betrügereien / wie dieselben zu erkennen und zu meiden / hernach bewährteste Arzneimittel / in allerhand Krankheiten und Zufällen menschlichen Leibes zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121900081634521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2,"date":1719,"orig":"Jngleichen eine gruͤndliche Beſchreibung und Gebrauch des Hirſchberger-Landecker- Johannis-Toͤplitzer-Egeriſchen Sauerbrunn-und Carls-Bades.","norm":"Ingleichen eine gründliche Beschreibung und Gebrauch des Hirschberger-Landecker-Johannis-Töplitzer-Egerischen Sauerbrunn-und Carls-Bades.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218100070953369} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3,"date":1719,"orig":"Dann ſonderliche Philoſophiſche/ Politiſche/ Chymiſche/ am meiſten aber Mediciniſche Anmerckungen; wie auch eine gruͤndliche Eroͤrterung vieler zweifelhaffter Vortraͤge; Endlich/ welcher geſtalt man ſich auf Reiſen/ und ſo wohl in frembden als einheimiſchen Zuſammenkuͤnfften verhalten ſoll.","norm":"Dann sonderliche philosophische / Politische / Chemische / am meisten aber medizinische Anmerkungen; wie auch eine gründliche Erörterung vieler zweifelhafter Vorträge; Endlich / welcher Gestalt man sich auf Reisen / und so wohl in fremden als einheimischen Zusammenkünften verhalten soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.78410005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4,"date":1719,"orig":"Mit Beyfuͤgung Sinn-und Lehrreichen/ erſchroͤcklichen und luſtigen Begebenheiten vermehrter und unter gewiſſen Capiteln vorgeſtellet worden.","norm":"Mit Beifügung Sinn-und lehrreichen / erschröcklichen und lustigen Begebenheiten vermehrter und unter gewissen Kapiteln vorgestellt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.642300128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5,"date":1719,"orig":"Franckfurth und Leipzig / Bey Michael Rohrlachs ſeel. Wittib und Erben.","norm":"Frankfurt und Leipzig / Bei Michael Rohrlachs seel. Wittib und Erben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.799699783325195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6,"date":1719,"orig":"1719 .","norm":"1719.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.578499794006348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":7,"date":1719,"orig":"Erklaͤrung Des Kupffer-Blats.","norm":"Erklärung des Kupferblatts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.980199813842773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":8,"date":1719,"orig":"HJer ſteht der Wundermann Apollo unſer’r Zeiten/ Bey dem Hygæa muß noch in die Schule gehn.","norm":"Hier steht der Wundermann Apollo unserer Zeiten / Bei dem Hygaea muss noch in die Schule gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.807700157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":9,"date":1719,"orig":"Der kan Machaons-Ruhm durch ſeine Kunſt ausbreiten/ Vor ihm muß Lacheſis in vollen Fꝛuͤchten ſteh’n.","norm":"Der kann Machaons-Ruhm durch seine Kunst ausbreiten / Vor ihm muss Lachesis in vollen Früchten stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.801300048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":10,"date":1719,"orig":"Sein Lob iſt ungemein durch Oſt/ Suͤd/ Weſt und Norden/ Und ſeiner Curen Glantz erfuͤllt die gantze Welt.","norm":"Sein Lob ist ungemein durch Ost / Süden / West und Norden / Und seiner Kuren Glanz erfüllt die ganze Welt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5833001136779785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":11,"date":1719,"orig":"Wie aber iſt er denn ſo bald zum Affen worden/ Schaut wie er ſich anjetzt verzagt und albern ſtellt/ Nachdem ihn Eckarth hat die Larve abgezogen Und ſein gefaͤlſchtes Haar vom Haupte abgebracht; Zeigt er hier jedermann: daß alles ſey erlogen/ Was dieſer Luͤgen-Artzt den’n Leuthen weiß gemacht/ Sein Ehe-Weib erſtaunt/ ſie kan ihn nicht erkennen/ Der Hund bellt ſelbſten jetzt ſein’n eignen Herren an.","norm":"Wie aber ist er denn so bald zum Affen worden / Schaut wie er sich anjetzt verzagt und albern stellt / Nachdem ihn Eckart hat die Larve abgezogen und sein gefälschtes Haar vom Haupte abgebracht; zeigt er hier jedermann: dass alles sei erlogen / Was dieser Lügen-Artzt denn Leuten weiß gemacht / Sein Eheweib erstaunt / sie kann ihn nicht erkennen / Der Hund bellt selbst jetzt seinen eigenen Herren an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.661200046539307} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":12,"date":1719,"orig":"Der Courtiſan erſchrickt/ will ihn nicht Herr mehr nennen/ Und laufft als waͤr er toll von ſeines Meiſters Plan/ Das Volck will auf den Platz vor Lachen faſt vergehen/ Weil die Verwandelung ihn ſo verſtellet hat.","norm":"Der Courtisan erschrickt / will ihn nicht Herr mehr nennen / Und lauft als wäre er toll von seines Meisters Plan / Das Volk will auf den Platz vor Lachen fast vergehen / Weil die Verwandelung ihn so verstellet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.559899806976318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":13,"date":1719,"orig":"Nun kan ihn jedermann entlarvet vor ihm ſehen/ Und mercket den Betrug von ſeiner Wunderthat.","norm":"Nun kann ihn jedermann entlarvet vor ihm sehen / Und merkt den Betrug von seiner Wundertat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.456699848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":14,"date":1719,"orig":"Drumb iſt nicht alles Gold/ was Glantz und Gelbe fuͤhret/ Die Probe weiß’t was Gold und auch was Meſſing iſt/ Ob gleich ein Seidner Stoff den Mann von auſſen zieret/ So iſt ſein Jnnerſtes doch nur Betrug und Liſt.","norm":"Darum ist nicht alles Gold / was Glanz und Gelbe führt / Die Probe weißt was Gold und auch was Messing ist / Ob gleich ein seidener Stoff den Mann von außen zieret / So ist sein Innerstes doch nur Betrug und List.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.337100028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":15,"date":1719,"orig":"Die Farben ſind nur Schein/ die Waſſer in ſich hegen/ Ein Bild davon gemacht/ haͤlt ſeine Daure nicht.","norm":"Die Farben sind nur Schein / die Wasser in sich hegen / Ein Bild davon gemacht / hält seine Daure nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.523900032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":16,"date":1719,"orig":"Hergegen wo den Grund das Oel und Firniß legen/ Da hat ein Waͤhrungs-Stuͤck der Mahler zugericht.","norm":"Hergegen wo den Grund das Öl und Firnis legen / Da hat ein Währungs-Stück der Maler zugerichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5472002029418945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":17,"date":1719,"orig":"So wird der Frevler Liſt die Krancken nicht mehr plagen/ Weil ein ſo helles Licht uns Eckarth auffgeſteckt/ Wer nun ſich aͤffen laͤſt/ den darff man nicht beklagen/ Denn der Marcktſchreyer iſt entlarvet und entdeckt.","norm":"So wird der Frevler List die Kranken nicht mehr plagen / Weil ein so helles Licht uns Eckart aufgesteckt / Wer nun sich äffen lässt / den darf man nicht beklagen / Denn der Marktschreier ist entlarvet und entdeckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241499900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":18,"date":1719,"orig":"Vorrede An den Leſer.","norm":"Vorrede an den Leser.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.2846999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":19,"date":1719,"orig":"Geehrteſter Leſer!","norm":"Geehrtester Leser!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.305500030517578} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":20,"date":1719,"orig":"ES meldet Salomon ſchon zu ſeinen Zeiten/ daß des Buͤcher-ſchreibens kein Ende ſey/ und daß ich geſchweige; wie etliche hundert Jahr vor dieſen Hoch-erleuchteten und weiſen Koͤnige/ Moyſes in aller Weißheit der Egyptier/ welche er anders nicht als durch Lehre und Beyleſung derer Buͤcher faſſen koͤnnen/ unterrichtet worden.","norm":"Es meldet Salomon schon zu seinen Zeiten / dass des Bücherschreibens kein Ende sei / und dass ich geschweige; wie etliche hundert Jahr vor diesen Hocherleuchteten und weisen Könige / Moses in aller Weisheit der Ägypter / welche er anders nicht als durch Lehre und Beylesung derer Bücher fassen können / unterrichtet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9481000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":21,"date":1719,"orig":"So hat man zu Ptolomæi Zeiten/ in deſſen Bibliothec mehr als 54000.","norm":"So hat man zu Ptolomaei Zeiten / in dessen Bibliothek mehr als 54000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.485199928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":22,"date":1719,"orig":"Buͤcher vorgezeiget; dieſe Buͤcher aber alle/ waren nur geſchrieben/ und bemuͤheten ſich Grund-gelehrte Maͤnner zu allen Zeiten/ umb ihnen bey der Poſterität und Nachkommen einen unſterblichen Nahmen zu machen/ dasjenige; was ſie durch ihre Erforſchung ausgeſucht und erfunden/ in Schrifften heraus zu geben.","norm":"Bücher vorgezeigt; diese Bücher aber alle / waren nur geschrieben / und bemühten sich Grundgelehrte Männer zu allen Zeiten / um ihnen bei der Posterität und Nachkommen einen unsterblichen Namen zu machen / dasjenige; was sie durch ihre Erforschung ausgesucht und erfunden / in Schriften herauszugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":23,"date":1719,"orig":"Deren Schrifften muſten von denen Begierigen entweder ſelbſt-haͤndig ahgeſchrieben/ oder von andern mit groſſen Koſten nachgezeichnet werden.","norm":"Deren Schriften mussten von denen Begierigen entweder selbst-händig ahgeschrieben / oder von anderen mit großen Kosten nachgezeichnet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.371600151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":24,"date":1719,"orig":"Welche nun unter denen Autoribus ſich in denen Diſciplinen und Schreib-Arthen vor andern hervor thaten/ wurden von denen Nachkommen Anteſignani oder Clasſici genennet/ denen ſie als vortrefflichen Vorfuͤhrern ſo genau nachfolgten/ daß ſie ihr Studium ihnen einig und alleine zuwidmeten.","norm":"Welche nun unter denen Autorebus sich in denen Disziplinen und Schreib-Arten vor anderen hervortaten / wurden von denen Nachkommen Antesignani oder Classici genannt / denen sie als vortrefflichen Vorführern so genau nachfolgten / dass sie ihr Studium ihnen einig und alleine zuwidmeten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.160799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":25,"date":1719,"orig":"Es gieng zur ſelbigen Zeit ſchwer zu/ und koſtete allzuviel/ eine vollkommene Wiſſenſchafft vorgenommener Sachen zu erlangen.","norm":"Es ging zur selbigen Zeit schwer zu / und kostete allzu viel / eine vollkommene Wissenschaft vorgenommener Sachen zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6905999183654785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":26,"date":1719,"orig":"Nachdem aber die Edle Kunſt der Druckerey an den Tag kommen/ bemuͤhete ſich ein Jeder durch dieſe Gutthat denen Vorfahrern nichts zuvor zu geben/ ſondern das vorgelegte durch ſorgfaͤltiges Nachſinnen wohl zu ergaͤntzen und zu verbeſſern und ſich alſo der Unſterbligkeit zu naͤhern.","norm":"Nachdem aber die Edle Kunst der Druckerei an den Tag kommen / bemühte sich ein Jeder durch diese Guttat denen Vorfahrern nichts zuvor zu geben / sondern das vorgelegte durch sorgfältiges Nachsinnen wohl zu ergänzen und zu verbessern und sich also der Unsterblichkeit zu nähern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.600200176239014} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":27,"date":1719,"orig":"Unter dieſen nun funden ſich dreyerley Sorten; da denn die kluͤgſten und verſtaͤndigſten/ derer alten Autorum Schrifften mit ſonderbahren Zierligkeiten umbſetzten/ und durch ihren hohen ungemeinen Verſtand/ und Klugheit/ ihre Schuͤler es vor das Jhrige anzunehmen/ beredeten/ ſetzten auch unterweilen/ dergleichen wohl-geſchmuͤckte Federlein hin und her mit ein/ welches der Sache einen ſolchen Schein gab; daß ſo vorſichtig als man ſeyn wolte/ man doch glauben und zugeſtehen muſte/ der Autor, haͤtte alles aus dem Schatz eigener Wiſſenſchafft hervor geſucht.","norm":"Unter diesen nun fanden sich dreierlei Sorten; da denn die klügsten und verständigsten / derer alten Autorum Schriften mit sonderbaren Zierlichkeiten umsetzten / und durch ihren hohen ungemeinen Verstand / und Klugheit / ihre Schüler es vor das Ihrige anzunehmen / beredeten / setzten auch unterweilen / dergleichen wohl-geschmückte Federlein hin und her mit ein / welches der Sache einen solchen Schein gab; dass so vorsichtig als man sein wollte / man doch glauben und zugestehen musste / der Autor, hätte alles aus dem Schatz eigener Wissenschaft hervorgesucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.409900188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":28,"date":1719,"orig":"Andere wolten dieſen nachfolgen und indem ſie den Glantz der Vortreffligkeit durch Beyſetzung allerhand Arthen viel-farbiger Federn vergroͤſſern wolten/ verdunckelten ſie denſelben mit ihrem Zuſatz ſo ſehr/ daß da man zuvor noch ein ziemliches Licht hatte/ nunmehro die Verfinſterung ſo groß wurde/ daß man etwas zu erlangen mehr die Haͤnde zum Tappen/ als die Augen zum Sehen brauchen muſte/ daß man alſo vielmehr Muͤhe hatte/ den Verſtand des Geſchriebenen zu ergruͤnden/ als man jemahls zuvor bey der erſteren Vorſtellung im Nachdencken Muͤh und Fleiß anwenden muͤſſen.","norm":"Andere wollten diesen nachfolgen und indem sie den Glanz der Vortrefflichkeit durch Beisetzung allerhand Arten viel-farbiger Federn vergrößern wollten / verdunkelten sie denselben mit ihrem Zusatz so sehr / dass da man zuvor noch ein ziemliches Licht hatte / nunmehr die Verfinsterung so groß wurde / dass man etwas zu erlangen mehr die Hände zum Tappen / als die Augen zum Sehen brauchen musste / dass man also vielmehr Mühe hatte / den Verstand des Geschriebenen zu ergründen / als man jemals zuvor bei der ersteren Vorstellung im Nachdenken Mühe und Fleiß anwenden müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.885900020599365} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":29,"date":1719,"orig":"Letzlich funden ſich andere die umb der Nach-Welt ihre Klug-oder vielmehr Thorheit vorzulegen/ und in dieſer Sterbligkeit auch ein Andencken/ das Pappier bekleckt/ und die Drucker-Farbe verderbet zu haben/ hinter ſich zu laſſen/ ihnen angelegen ſeyn lieſſen: ſchrieben allerhand aͤrgerliche Poſſen/ Narrentheidungen und Zoten; unter den Titul: Luſtiger Garten-Geſellſchafften/ Rollwagen/ und dergleichen/ und wann dieſe Autores ein ſolch Scriptum verfertiget/ und in ſelbigen alles/ was ſie etwan beym Feder-Leſen oder Spinn-Wocken von alten Weibern und Maͤgden gehoͤret/ auffgezeichnet hatten/ ſo ergoͤtzten ſie ſich in ſolcher Durchleſung ſo ſehr/ daß ſie ſelbſt-muͤthig mit groſſen Gelaͤchter dieſelbe vielmahl wiederholten und ihren Cameraden umb von ihnen einig Vergnuͤgen des Ruhms ſchoͤner Erfindung zu haben/ bey nur ereigneter Gelegenheit vorlaſen.","norm":"Letztlich fanden sich andere die um der Nachwelt ihre Klug- oder vielmehr Torheit vorzulegen / und in dieser Sterblichkeit auch ein Andenken / das Papier bekleckt / und die Druckerfarbe verderbet zu haben / hinter sich zu lassen / ihnen angelegen sein ließen: schrieben allerhand ärgerliche Possen / Narreteidunen und Zoten; unter den Titel: Lustiger Garten-Gesellschaften / Rollwagen / und dergleichen / und wann diese Autores ein solch Skript verfertiget / und in selbigen alles / was sie etwan beim Feder-Lesen oder Spinn-Wocken von alten Weibern und Mägden gehöret / aufgezeichnet hatten / so ergötzten sie sich in solcher Durchlesung so sehr / dass sie selbst-müthig mit großen Gelächter dieselbe vielmal wiederholten und ihren Kameraden um von ihnen einig Vergnügen des Ruhms schöner Erfindung zu haben / bei nur ereigneter Gelegenheit vorlasen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.209400177001953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":30,"date":1719,"orig":"Weiln nun dergleichen Schrifften mehr Aergerniß als Erbauung verurſachten/ wolten dieſer Thorheit zu ſteuren/ vortrefflich gelehrte Leuthe in einer ſittſamen Arth die Tugend-Bahn ſo wohl durch das Widerſpiel/ als Gleichheit der Sachen zeigen; nahmen dahero Anlaß einen denen Leuthen angenehmen Titul ihren Schrifften vorzuſetzen/ umb durch ſolche Annehmligkeit die Leſende deſto begieriger zu machen; Es wurden aber dergleichen Scripta von vielen gantz ungleich geleſen/ und mehr auf das Jucundum als Utile, mehr auf die Schaale als den Kern geſehen.","norm":"Weil nun dergleichen Schriften mehr Ärgernis als Erbauung verursachten / wollten dieser Torheit zu steuern / vortrefflich gelehrte Leute in einer sittsamen Art die Tugendbahn so wohl durch das Widerspiel / als Gleichheit der Sachen zeigen; nahmen daher Anlass einen denen Leuten angenehmen Titel ihren Schriften vorzusetzen / um durch solche Annehmlichkeit die Lesende desto begieriger zu machen; es wurden aber dergleichen Scripta von vielen ganz ungleich gelesen / und mehr auf das Jucundum als Utile, mehr auf die Schale als den Kern gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.576700210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":31,"date":1719,"orig":"Wie nun andere vermerckten/ daß dieſe Schreib-Arth denen Leuthen gefiel/ wurden von luſtigen Purſchen unter allerley Tituln mehr und mehr heraus gegeben/ daß dannenhero/ die wohlgemeynten Patrioten genoͤthiget wurden/ ihre Schreib-Arth gantz zu aͤndern/ und was ſie bey denen Neugierigen nicht durch Schertzhaffte Schrifften verrichten kunten/ mit Ernſthafften ausrichten muſten.","norm":"Wie nun andere vermerkten / dass diese Schreibart denen Leuten gefiel / wurden von lustigen Burschen unter allerlei Titeln mehr und mehr herausgegeben / dass dannenher / die wohlgemeinten Patrioten genötigt wurden / ihre Schreibart ganz zu ändern / und was sie bei denen Neugierigen nicht durch scherzhafte Schriften verrichten konnten / mit Ernsthaften ausrichten mussten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2870001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":32,"date":1719,"orig":"So wurde der Grund-gelehrte Mann/ der den Politiſchen Maul-Affen der Welt vorgezeiget hatte/ durch andere von anderen ausgeworffene Politiſche Stock- Fiſch ꝛc. gereitzet folgender Zeit dergleichen Schreib-Arth auszuſetzen.","norm":"So wurde der Grundgelehrte Mann / der den politischen Maulaffen der Welt vorgezeigt hatte / durch andere von anderen ausgeworfene Politische Stock-Fisch etc. gereizt folgender Zeit dergleichen Schreibart auszusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.454800128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":33,"date":1719,"orig":"Nun haͤtte ich zwar aus anderer Leuthe Schaden ſchuͤchtern werden und gleich-lautende Schreib-Arth auf die Seite ſetzen ſollen/ damit andere mir auf vorgemeldete Weiſe nicht auch mitfahren moͤchten.","norm":"Nun hätte ich zwar aus anderer Leute Schaden schüchtern werden und gleichlautende Schreibart auf die Seite setzen sollen / damit andere mir auf vorgemeldete Weise nicht auch mitfahren möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.872700214385986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":34,"date":1719,"orig":"Dem aber ohngeachtet/ habe ich es gewagt.","norm":"Dem aber ungeachtet / habe ich es gewagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.88070011138916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":35,"date":1719,"orig":"Wiſſe aber geneigter Leſer daß auſſer dieſen Buch der Mediciniſche Maul- Affe intitulirt; welcher aus ſieben Theilen/ deren ſechſe ſchon der Welt vorgeleget worden ſind beſtehen wird/ von denen ich dir abermahl den erſten Theil deſſelben nehmlich den entlarvten Marcktſchreyer viel vermehrter als ehemahl vorſtelle/ ich kein anders (wo mir GOtt der HErr Leben und Geſundheit verleihen wird) unter gleichformigen Titul jemahls mehr werde ausgeben/ will auch dergleichen kuͤnfftige Nachahmung vor meine Arbeit nicht erkennen/ wuͤſte auch nicht worzu es noͤthig waͤre/ indem in dieſen und anderen Abtheilungen/ nicht allein alle und jede bekannte Kranckheiten und Zufaͤlle/ und die auf ſie gerichtete Mittel und Artzneyen/ allerhand rare Medicniſche/ Chymiſche wie auch Chirurgiſche Obſervationes und Anmerckungen/ und was einen Medicum und Huͤlff-begierigen in ſeiner Praxis gluͤckſeelig/ beruͤhmt und vergnuͤgen koͤnne/ vorgewieſen; daß ich zweifele!","norm":"Wisse aber geneigter Leser dass außer diesen Buch der Medizinische Maul-Affe intitulirt; welcher aus sieben Teilen / deren Sechs schon der Welt vorgelegt worden sind bestehen wird / von denen ich dir abermals den ersten Teil desselben nämlich den entlarvten Marktschreier viel vermehrter als ehemahl vorstelle / ich kein anders (wo mir Gott der Herr Leben und Gesundheit verleihen wird) unter gleichförmigen Titel jemals mehr werde ausgeben / will auch dergleichen künftige Nachahmung vor meine Arbeit nicht erkennen / wüsste auch nicht wozu es nötig wäre / indem in diesen und anderen Abteilungen / nicht allein alle und jede bekannte Krankheiten und Zufälle / und die auf sie gerichtete Mittel und Arzneien / allerhand rare Medicnische / Chemische wie auch chirurgische Observationes und Anmerkungen / und was einen Medicum und Hilfbegierigen in seiner Praxis glückselig / berühmt und vergnügen könne / vorgewiesen; dass ich zweifele!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.604100227355957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":36,"date":1719,"orig":"Es werde etwas mangeln/ daß demſelben nicht einverleibet ſey/ ſondern auch welcher geſtalt man in Zuſammenkuͤnfften und Reiſen ſich verhalten/ und ſo wohl in Politiſchen/ Haͤußlichen und andern Diſciplinen ihnen einigen Nutzen zueignen ſolle/ vorgezeiget worden; mit jetzigen Anhang/ auf was Arth und Weiſe die warmen Baͤder zu gebrauchen ſind.","norm":"Es werde etwas mangeln / dass demselben nicht einverleibet sei / sondern auch welcher Gestalt man in Zusammenkünften und Reisen sich verhalten / und so wohl in Politischen / häuslichen und anderen Disziplinen ihnen einigen Nutzen zueignen solle / vorgezeigt worden; mit jetzigen Anhang / auf was Art und Weise die warmen Bäder zu gebrauchen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.128900051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":37,"date":1719,"orig":"Aus Buͤchern habe ich wenig oder nichts geklaubet/ ſondern aus eigener Erfahrung dir zu frommen und beſten geſchrieben/ und die eingeſchobene Federn ihren Meiſtern zugeeignet/ ziehe die eingeſteckte Federn welche dir frembde zu ſeyn ſcheinen/ aus/ es wird unter denenſelben kein Rabe verborgen liegen/ ſondern die Achtbahrkeit ein wie das andere mahl ihren Glantz behalten.","norm":"Aus Büchern habe ich wenig oder nichts geklaubt / sondern aus eigener Erfahrung dir zu frommen und besten geschrieben / und die eingeschobene Federn ihren Meistern zugeeignet / ziehe die eingesteckte Federn welche dir fremde zu sein scheinen / aus / es wird unter denselben kein Rabe verborgen liegen / sondern die Achtbarkeit ein wie das andere Mal ihren Glanz behalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.571000099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":38,"date":1719,"orig":"Gedencke auch nicht/ wann dir etwas anzuͤgliches vorkommt/ ich haͤtte deinen Wahn und Einbildung nach einen oder den andern/ den du dir deinen Gedancken nach vorſtelleſt/ angegriffen; keinesweges! kuͤtzle dich nur nicht damit/ denn vielleicht moͤchteſt du/ indem du andere auslacheſt/ dich allzubloß geben/ daß jedermann dich vor den Ausgelachten anſehe und hielte.","norm":"gedenke auch nicht / wann dir etwas Anzügliches vorkommt / ich hätte deinen Wahn und Einbildung nach einen oder den anderen / den du dir deinen Gedanken nach vorstellest / angegriffen; keineswegs! kitzle dich nur nicht damit / denn vielleicht möchtest du / indem du andere auslachest / dich allzubloß geben / dass jedermann dich vor den Ausgelachten ansehe und hielte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063099861145019} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":39,"date":1719,"orig":"Solte ich aber ja wider meinen Willen einen oder den andern mir unwiſſend rouchirt oder troffen haben/ der ſchreye nicht/ damit er nicht in die Rolle der Mediciniſchen Maul-Affen moͤchte aufgezeichnet werden. Habe ich auch einen oder den andern Mediciniſchen Maul-Affen allzukenntlich vorgeſtellet/ der wiſſe daß mein Amt und Gewiſſen es erfordert/ und iſt gewiß bey dieſer Zeit hoͤchſt-noͤthig/ denen Leuthen zu weiſen/ was ein von Gott erwehlter Medicus und hergegen ein Poͤfels-Doctor, der andern als ein Affe nachahmet und Schaden verurſachet/ ſey:","norm":"Sollte ich aber ja wider meinen Willen einen oder den anderen mir unwissend rauchert oder troffen haben / der schreie nicht / damit er nicht in die Rolle der medizinischen Maulaffen möchte aufgezeichnet werden . Habe ich auch einen oder den anderen medizinischen Maulaffen allzukenntlich vorgestellt / der wisse dass mein Amt und Gewissen es erfordert / und ist gewiss bei dieser Zeit höchstnötig / denen Leuten zu weisen / was ein von Gott Erwählter Medikus und hingegen ein Pöfels-Doctor, der anderen als ein Affe nachahmet und Schaden verursachet / sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.309999942779541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":40,"date":1719,"orig":"Mit dieſen Itinerario Dialogico nicht aber einer Romaine, wie man mir der unnoͤthigen Meynung (die mir niemahln in Sinn kommen/ auch mit ſolcher dieſer Modus Scribendi nicht uͤbereintrifft) nach aufbuͤrden wollen; nimm geneigter Leſer vor gut/ durchlieſe dieſes geringe vermehrte Buͤchlein/ brauche es zu deinem Nutzen und bleibe hinfort mir mit deiner Gewogenheit ferner zugethan.","norm":"Mit diesen Itinerario Dialogico nicht aber einer Romaine, wie man mir der unnötigen Meinung (die mir niemals in Sinn kommen / auch mit solcher dieser Modus Scribendi nicht übereintrifft) nach aufbürden wollen; nimm geneigter Leser vor gut / durchließe dieses geringe vermehrte Büchlein / brauche es zu deinem Nutzen und bleibe hinfort mir mit deiner Gewogenheit ferner zugetan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.27239990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":41,"date":1719,"orig":"Womit dir alles Heyl und Wohlergehen anwuͤntſchet","norm":"Womit dir alles Heil und Wohlergehen anwünscht","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.495699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":42,"date":1719,"orig":"Dein getreueſter Freund Eckarth.","norm":"Dein getreuester Freund Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8225998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":43,"date":1719,"orig":"Das I. Capitel.","norm":"Das I. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.74399995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":44,"date":1719,"orig":"Ehrenfrieden beſuchen in ſeinen Garten/ einige gute bekannte und Freunde mit ihren Eheliebſten/ woſelbſt ſie allerſeits ſich recht vergnuͤgt erluſtigen/ unterdeſſen dieſelben in denen anliegenden Feldern ſpatzieren gehen/ laͤſt Ehrenfried die Zimmer aufs beſte zurichten/ koͤſtliche Confituren und Weine auffſetzen/ auch die beſtellten Muſicanten einfuͤhren/ und kommt ohnverſehens Muͤlard einer von Ehrenfrieds alten bekannten mit eingetrettten/ welche einander hertzinniglich empfiengen/ und weil Muͤlard bey der Compagnie wegen Muͤdigkeit von der ferneꝛen Reiſe nicht verbleiben wolte/ ließ ihn Ehrenfried nach Beſcheid thun etlicher Glaͤſer Weins zur Ruhe begleiten/ und die zuruckkom̃ende Geſellſchafft mit allen Liebes-Erſinnlichkeiten ſo wohl der Muſic und allerhand Vergnuͤglichkeiten ergoͤtzen.","norm":"Ehrenfrieden besuchen in seinen Garten / einige gute bekannte und Freunde mit ihren Eheliebsten / woselbst sie allerseits sich recht vergnügt erlustigen / unterdessen dieselben in denen anliegenden Feldern spazieren gehen / lässt Ehrenfried die Zimmer aufs beste zurichten / köstliche Konfitüren und Weine aufsetzen / auch die bestellten Musikanten einführen / und kommt unversehens Mülard einer von Ehrenfrieds alten bekannten mit eingetreten / welche einander herzinniglich empfingen / und weil Mülard bei der Compagnie wegen Müdigkeit von der ferneren Reise nicht verbleiben wollte / ließ ihn Ehrenfried nach Bescheid tun etlicher Gläser Weins zur Ruhe begleiten / und die zurückkommende Gesellschaft mit allen Liebes-Ersinnlichkeiten so wohl der Musik und allerhand Vergnüglichkeiten ergötzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.673500061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":45,"date":1719,"orig":"Die ſich uͤber die geſchwinde Anſchaffung/ alß auch der ewigbrennenden Lampe wegen/ verwunderten.","norm":"Die sich über die geschwinde Anschaffung / als auch der ewigbrennenden Lampe wegen / verwunderten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9004998207092285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":46,"date":1719,"orig":"Es wird eine Arie geſungen.","norm":"Es wird eine Arie gesungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.685400009155273} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":47,"date":1719,"orig":"Wettſtreit wegen Ehrenfrieds Augen-Thraͤnen/ wird davon eine Arie geſungen/ Ehrenfried erzehlet die Urſache vergoſſener Thraͤnen/ und gibt der Filinda gewonnen.","norm":"Wettstreit wegen Ehrenfrieds Augentränen / wird davon eine Arie gesungen / Ehrenfried erzählt die Ursache vergossener Tränen / und gibt der Filinda gewonnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.041500091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":48,"date":1719,"orig":"Edelmuth wie ſie von der Gegenwart ihres Vettern Muͤlard erfaͤhret/ alterirt ſie ſich/ daß ſie ihn nicht bald empfangen ſoll.","norm":"Edelmut wie sie von der Gegenwart ihres Vettern Mülard erfährt / alteriert sie sich / dass sie ihn nicht bald empfangen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.989099979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":49,"date":1719,"orig":"Gibt ſich aber auf einreden ihres Herrn Gemahls und anderer Freunde zufrieden/ es wird eine Abſchieds- und Invitations-Arie geſungen; die Compagnie bedancket ſich gegen Ehrenfrieden vor alle erwieſene Hoͤfligkeiten/ und nehmen nach Anerwuͤntſchung geſunder Nacht-Ruhe/ einige bey Ehrenfrieden und die anderen in Liebholds Luſt-Hauß; ihr Verbleiben.","norm":"Gibt sich aber auf Einreden ihres Herrn Gemahls und anderer Freunde zufrieden / es wird eine Abschieds- und Invitations-Arie gesungen; die Compagnie bedanket sich gegen Ehrenfrieden vor alle erwiesene Höflichkeiten / und nehmen nach Anerwüntschung gesunder Nachtruhe / einige bei Ehrenfrieden und die anderen in Liebholds Lusthaus; ihr Verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814700126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":50,"date":1719,"orig":"Fruͤh des andern Tages beſuchet Ehrenfried Muͤlarden/ wuͤntſchen einander einen froͤligen Morgen/ und fuͤhren Wechſel-Reden untereinander.","norm":"Früh des anderen Tages besuchet Ehrenfried Mülarden / wünschen einander einen fröhlichen Morgen / und führen Wechsel-Reden untereinander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.098999977111816} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":51,"date":1719,"orig":"Muͤlards Diener bringet ſeinen Herren ſeine leichte Kleider/ und nimmt die Reiſe-Kleider mit zuruͤck.","norm":"Mülards Diener bringt seinen Herren seine leichte Kleider / und nimmt die Reisekleider mit zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.429699897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":52,"date":1719,"orig":"Edelmuth mit ihren Herren Rannefort gehen zu Muͤlarden und bewillkommen ſich mit ihm.","norm":"Edelmut mit ihren Herren Rannefort gehen zu Mülarden und bewillkommen sich mit ihm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.438300132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":53,"date":1719,"orig":"Muͤlard verehret Edelmuth einen Ring.","norm":"Mülard verehret Edelmut einen Ring.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.251299858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":54,"date":1719,"orig":"Filinda ſinget ihr Morgen-Lied/ ſie ſiehet Ehrenfrieds Jungfer Tochter Sylvia in Garten kommen/ gehet ihr entgegen/ empfaͤnget ſie mit einem Kuß/ erzehlet ihr die geſtrigen Begebenheiten/ und gehen miteinander ins Luſt-Hauß.","norm":"Filinda singet ihr Morgenlied / sie sieht Ehrenfrieds Jungfer Tochter Sylvia in Garten kommen / geht ihr entgegen / empfängt sie mit einem Kuss / erzählt ihr die gestrigen Begebenheiten / und gehen miteinander ins Lusthaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.42549991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":55,"date":1719,"orig":"Ehrenfried kommt aus den Zimmer/ empfaͤngt die Filinda, welche ins Zimmer tritt/ wuͤntſchet allen Anweſenden einen gluͤckſeeligen Morgen/ und Herrn Muͤlard eine vergnuͤgte Ankunfft.","norm":"Ehrenfried kommt aus den Zimmer / empfängt die Filinda, welche ins Zimmer tritt / wünschet allen Anwesenden einen glückseligen Morgen / und Herrn Mülard eine vergnügte Ankunft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472700119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":56,"date":1719,"orig":"Ehrenfried befiehlt ſeiner Tochter Sylvia in ſeinem Hauſe/ vor Herr Muͤlarden ein Zimmer auszumeubiliren/ ſeine Sachen dahin lociren zu laſſen und nachdem wieder in Garten zu kommen/ er verfuͤgt ſich wieder in die Kammer redet mit der Filinda, Kunigundis kommt mit Euſebia in denen Haͤnden tragende/ eingemachte Confituren/ Pfefferkuchen/ Aqua vit und Refraichir-Waſſer in Begleitung der uͤbrigen Geſellſchafft/ ſie bewillkommen ſich mit denen Anweſenden.","norm":"Ehrenfried befiehlt seiner Tochter Sylvia in seinem Hause / vor Herr Mülarden ein Zimmer auszumeubiliren / seine Sachen dahin lozieren zu lassen und nachdem wieder in Garten zu kommen / er verfügt sich wieder in die Kammer redet mit der Filinda, Kunigundis kommt mit Eusebia in denen Händen tragende / eingemachte Konfitüren / Pfefferkuchen / Aqua vit und Refraichir-Wasser in Begleitung der übrigen Gesellschaft / sie bewillkommen sich mit denen Anwesenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.032100200653076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":57,"date":1719,"orig":"Es wird eine Arie geſungen.","norm":"Es wird eine Arie gesungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.685400009155273} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":58,"date":1719,"orig":"Thierhold eroͤrtert Muͤlards Fragen/ von den Nutzen und Schaden der Confituren/ Pfefferkuchen/ gebrandten und Refrichir-Waſſern/ ingleichen von denen Fontanellen- und Salivations-Cur mit dem Auro fulminante Helmontii, wofuͤr ſich Muͤlard und die andern ſich bedancken.","norm":"Tierhold erörtert Mülards Fragen / von den Nutzen und Schaden der Konfitüren / Pfefferkuchen / gebrandeten und Refrichir-Wassern / ingleichen von denen Fontanellen- und Salivationskur mit dem Auro fulminante Helmontii, wofür sich Mülard und die anderen sich bedanken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.755199909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":59,"date":1719,"orig":"Thierhold excüſe ſeiner Unwiſſenheit.","norm":"Tierhold excüse seiner Unwissenheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.8471999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":60,"date":1719,"orig":"JN dem der Silberwuͤrdige Mond mit der hoͤchſten Annehmlichkeit die blaugewoͤlbte Demmerung durchbrach, lockte deſſen anmuthiges Anſchauung, die liebwehrteſte Geſellſchafft, die in Ehrenfrieds Garten ſich recht vergnuͤgt in nutzbahrlich und ſchertzhafften Diſcourſen bey einen Zwieback und Glaß Wein aufgehalten, zumahln weiln die lieblich ſingende Nachtigallen, Wechſels-Weiſe die Ohren der Anweſenden je mehr und mehr reitzten, ſie begieriger in freyer Lufft, als in Luſt- Hauſe anzuhoͤren, die Felder mit ihren Hertzens Goͤnnerin zu durchgehen, und bey ſo angenehmer Zeit alle Sinnen voͤllig zu contentiren.","norm":"Indem der Silberwürdige Mond mit der höchsten Annehmlichkeit die blaugewölbte Dämmerung durchbrach, lockte dessen anmutiges Anschauung, die liebwerteste Gesellschaft, die in Ehrenfrieds Garten sich recht vergnügt in nutzbahrlich und scherzhaften Diskursen bei einen Zwieback und Glas Wein aufgehalten, zumal weil die lieblich singende Nachtigallen, Wechselsweise die Ohren der Anwesenden je mehr und mehr reizten, sie begieriger in freier Luft, als in Lust-Hause anzuhören, die Felder mit ihren Herzens Gönnerin zu durchgehen, und bei so angenehmer Zeit alle Sinnen völlig zu kontentieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313000202178955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":61,"date":1719,"orig":"Weiln aber der redliche Ehrenfried ſeine uͤbermaͤßige Freude nicht beſſer zu ſtillen wuſte, als ſeinen Hertzens-Gaͤſten und Freunden, eine Gunſt uͤber die andere zu erzeigen:","norm":"Weil aber der redliche Ehrenfried seine übermäßige Freude nicht besser zu stillen wusste, als seinen Herzens-Gästen und Freunden, eine Gunst über die andere zu erzeigen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6529998779296875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":62,"date":1719,"orig":"Beurlaubte er ſich bey der abgehenden Compagnie; Zeitwaͤhrenden Spatziergangs, ein Brieflein, ſo fruͤhzeitig ſolte abgeſchicket werden, zu verfertigen; Es war aber die lieb-gepaarte Schaar zur Garten-Thuͤr kaum ausgetreten, befahl Ehrenfried, ſeinen bedienten Feſtheim die ſchon beſtellten Muſicanten alsbald herbey zu rufen, und unterdeſſen die Tafel mit allerhand Confituren beſetzen zu laſſen, umb ſeine wehrteſte Freunde vor ihren Abſchied noch recht zu ergoͤtzen.","norm":"Beurlaubte er sich bei der abgehenden Compagnie; Zeitwährenden Spatziergangs, ein Brieflein, so frühzeitig sollte abgeschickt werden, zu verfertigen; es war aber die lieb-gepaarte Schar zur Gartentür kaum ausgetreten, befahl Ehrenfried, seinen bedienten Festheim die schon bestellten Musikanten alsbald herbei zu rufen, und unterdessen die Tafel mit allerhand Konfitüren besetzen zu lassen, um seine werteste Freunde vor ihren Abschied noch recht zu ergötzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.523200035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":63,"date":1719,"orig":"Wehrender Zeit da alles beſtellet wurde, ſaß Ehrenfried in ſo tieffen Gedancken, daß er nicht wuſte ob Freunde oder Feinde ins Zimmer traten:","norm":"Währender Zeit da alles bestellet wurde, saß Ehrenfried in so tiefen Gedanken, dass er nicht wusste ob Freunde oder Feinde ins Zimmer traten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.351600170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":64,"date":1719,"orig":"Als Muͤlard, ſein alter Freund, bey Eintritt der Muſicanten aufrieff:","norm":"Als Mülard, sein alter Freund, bei Eintritt der Musikanten aufrief:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":65,"date":1719,"orig":"Wie ſo in tieffen Gedancken, Ehrenfried, ſollen wir das Liedlein aufſpielen?","norm":"Wie so in tiefen Gedanken, Ehrenfried, sollen wir das Liedlein aufspielen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.798799991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":66,"date":1719,"orig":"Adieu Melancholey mit deinen Grillen, &c. Ehrenfried gleichſam erwachende rieff:","norm":"Adieu Melancholie mit deinen Grillen, & c. Ehrenfried gleichsam erwachende rief:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.428400039672852} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":67,"date":1719,"orig":"Jſt das nicht deine Stimme Muͤlard mein Hertzens-Freund?","norm":"Ist das nicht deine Stimme Mülard mein Herzensfreund?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.208600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":68,"date":1719,"orig":"Alleine, ich betruͤge mich vielleicht, daß ich gedencken ſollte, dich uͤber 60. Meilen abweſenden, und bey ſo ſpaͤter Nacht bey mir zu ſehen.","norm":"Alleine, ich betrüge mich vielleicht, dass ich Gedenken sollte, dich über 60. Meilen abwesenden, und bei so später Nacht bei mir zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.397900104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":69,"date":1719,"orig":"Ach! verſetzte Muͤlard vor Freuden: Ehrenfried kein Betrug, kein Geiſt, keine fliegende Stimme hier, der, derjenige der dich als ſeine Seele liebet, kommet noch einmahl als vielleicht ein nunmehro Sterbender, dir die letzte Ehre und Pflicht, der ehemahls gepflogenen Freundſchafft zu thun; Hiermit fiel er den jetzt aufſtehenden Ehrenfried um den Halß, und zerbrach durch die Freuden-Thraͤnen, die gleichſam Stromweiſe ſich aus ſeinen Augen ergoſſen, die Worte; Ehrenfried haͤtte ſelbſten faſt in Thraͤnen zerflieſen moͤgen, und ob er gleich vielmahl reden wolte, ließen doch die wallenden Hertzens-Freuden nicht zu, aus einen verſchloſſenen Schrein einiges Wort auszuſtoſſen; Stunden alſo dieſe verbundene Hertzen ſo feſt, und nach ihrer Umhalſung unbeweglich: daß wofern nicht einer von denen Muſicanten geruffen haͤtte; die wehrteſte Geſellſchafft naͤherte ſich, halte ich davor, es haͤtte ſie eher der Todt voͤllig binden ſollen, als ſie wiederum koͤnnen von einander gebracht werden.","norm":"Ach! versetzte Mülard vor Freuden: Ehrenfried kein Betrug, kein Geist, keine fliegende Stimme hier, der, derjenige der dich als seine Seele liebet, kommet noch einmal als vielleicht ein nunmehr Sterbender, dir die letzte Ehre und Pflicht, der ehemals gepflogenen Freundschaft zu tun; hiermit fiel er den jetzt aufstehenden Ehrenfried um den Hals, und zerbrach durch die Freudentränen, die gleichsam Stromweise sich aus seinen Augen ergossen, die Worte; Ehrenfried hätte selbst fast in Tränen fliesen mögen, und ob er gleich vielmal reden wollte, ließen doch die wallenden Herzensfreuden nicht zu, aus einen verschlossenen Schrein einiges Wort auszustoßen; Stunden also diese verbundene Herzen so fest, und nach ihrer Umhalsung unbeweglich: dass so fern nicht einer von denen Musikanten gerufen hätte; die werteste Gesellschaft näherte sich, halte ich davor, es hätte sie eher der Tod völlig binden sollen, als sie wiederum können voneinander gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.427599906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":70,"date":1719,"orig":"Nachdem dieſe zwey Freunde ſich wieder erholet hatten; nahm Ehrenfried ein Glaß rothen Wein, und brachte Muͤlarden eins auf Hertzens-Vergnuͤgung zu, welches er wegen Abgang der Kraͤffte, ſo wohl der ferneren Reiſe, die er innerhalb acht Tagen verrichtet hatte, als auch der hefftigen Liebes-Erregung halben alsbald Beſcheid that, und mit einen Gegen-Trunck die Geſundheit verdoppelte.","norm":"Nachdem diese zwei Freunde sich wieder erholet hatten; nahm Ehrenfried ein Glas roten Wein, und brachte Mülarden eins auf Herzensvergnügung zu, welches er wegen Abgang der Kräfte, sowohl der ferneren Reise, die er innerhalb acht Tagen verrichtet hatte, als auch der heftigen Liebes-Erregung halben alsbald Bescheid tat, und mit einen Gegen-Trunk die Gesundheit verdoppelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.500999927520752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":71,"date":1719,"orig":"Weiln aber aus dem immer annaͤherenden Gemurmel, man verſpuͤrte: daß die geliebte Geſellſchafft mit ſachten Schritten dem Garten naͤher kamen, bath Muͤlard Ehrenfrieden, ihme zu vergoͤnnen, vor dieſesmahl ſeinen Abſchied zu nehmen, umb durch ſeine Gegenwart der ankommenden Compagnie keine Verdruͤßligkeit zu verurſachen.","norm":"Weil aber aus dem immer annähernden Gemurmel, man verspürte: dass die geliebte Gesellschaft mit sachten Schritten dem Garten näher kamen, bat Mülard Ehrenfrieden, ihm zu vergönnen, vor diesmal seinen Abschied zu nehmen, um durch seine Gegenwart der ankommenden Compagnie keine Verderüßligkeit zu verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326200008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":72,"date":1719,"orig":"Ehrenfried antwortete: Hertzens-Bruͤdergen, keine Verdruͤßligkeit, ſondern das groͤſte Vergnuͤgen, in Verſicherung, daß ich zweifele, es ſey kein eintziges in der hoch-geſchaͤtzten Geſellſchafft, daß nicht eines des andern Freude durch tauſentfache Liebesreitzungen wuͤrde angenehm machen.","norm":"Ehrenfried antwortete: Hertzens-Brüdergen, keine Verderüßligkeit, sondern das größte Vergnügen, in Versicherung, dass ich zweifele, es sei kein einziges in der hochgeschätzten Gesellschaft, dass nicht eines des anderen Freude durch tausendfache Liebesreitzungen würde angenehm machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.966599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":73,"date":1719,"orig":"Jedennoch ſo es ja alſo dein Wille iſt, ſo verſchmaͤhe wenigſtens meine geringe Land- Behauſung nicht, dich, weiln du mir doch lieber als alles, was mich ergoͤtzen kan; ich anietzo in einem Stande lebe, da meine Seite ein neues Vergnuͤgen haben wuͤrde, ein ſo lang entferntes Hertze anliegend zu haben, in meinen Bette dich an derjenigen Stelle, die ich mehr als mich, und alſo wie dich geliebet habe, zu legen; damit nach unſerer Ausraſtung ich nicht laͤnger aufgehalten werde, die edlen Fruͤchte deiner mir hoͤchſt angenehmen Gegenwart alsbald zu genieſſen, ſeinen Diener aber befohl er heimlich; Herrn Muͤlarden mit guten Erfriſchungen entgegen zu gehen, ihn wohl zu bedienen, und ehe nicht von ihm zu weichen, biß er in voͤlliger Ruhe waͤre; ihme auch in allen, was er befehlen wuͤrde, als ihme ſelbſten zu gehorſamen; Hiermit nahm Muͤlard von Ehrenfrieden, als ſeinen geliebteſten Freunde, mit Vergieſſung einiger Thraͤnen, Abſchied, und begab ſich nach Anweiſung des Dieners, weiln er es auch wohl bedurffte, zur Ruhe.","norm":"Dennoch so es ja also dein Wille ist, so verschmähe wenigstens meine geringe Land-Behausung nicht, dich, weil du mir doch lieber als alles, was mich ergötzen kann; ich anjetzt in einem Stande lebe, da meine Seite ein neues Vergnügen haben würde, ein so lang entferntes Herze anliegend zu haben, in meinen Bette dich an derjenigen Stelle, die ich mehr als mich, und also wie dich geliebt habe, zu legen; damit nach unserer Ausrastung ich nicht länger aufgehalten werde, die edlen Früchte deiner mir höchst angenehmen Gegenwart alsbald zu genießen, seinen Diener aber befahl er heimlich; Herrn Mülarden mit guten Erfrischungen entgegenzugehen, ihn wohl zu bedienen, und ehe nicht von ihm zu weichen, bis er in völliger Ruhe wäre; ihm auch in allen, was er befehlen würde, als ihm selbst zu gehorsamen; hiermit nahm Mülard von Ehrenfrieden, als seinen geliebtesten Freunde, mit Vergießung einiger Tränen, Abschied, und begab sich nach Anweisung des Dieners, weil er es auch wohl bedurfte, zur Ruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6504998207092285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":74,"date":1719,"orig":"So bald nur Muͤlard abgetreten war, kamen die gluͤckſeeligſt-Vergnuͤgende nicht ſo bald in das Luſt-Hauß eingetreten, daß nicht alsbald Paucken und Trompeten erſchallten, und ein ſchnell umbfliegender und wohl-riechender Schwaͤrmer in einem Augenblick, durch Anzuͤndung vieler Kertzen das Zimmer erleuchtete.","norm":"So bald nur Mülard abgetreten war, kamen die glückseeligst-Vergnügende nicht so bald in das Lusthaus eingetreten, dass nicht alsbald Pauken und Trompeten erschallten, und ein schnell umfliegender und wohl-riechender Schwärmer in einem Augenblick, durch Anzündung vieler Kerzen das Zimmer erleuchtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.814700126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":75,"date":1719,"orig":"Die Wehrteſte deſſen alles Unwiſſende, entſatzten ſich mit lieb-vergnuͤgenden Geberden, vielmehr aber verwunderten ſie ſich, daß das Luſt-Gemach ſo ſchoͤn ausgezieret war, und dem Raume nach, ſo viel Lichter brandten, als Sternlein denſelben haͤtten anfuͤllen koͤnnen, ingleichen war die Tafel mit denen koͤſtlichſten Confituren, allerhand Wein und Luſt-Waſſer beſetzt.","norm":"Die Wehrteste dessen alles Unwissende, entsatzten sich mit lieb-vergnügenden Gebärden, vielmehr aber verwunderten sie sich, dass das Lustgemach so schön ausgeziert war, und dem Raume nach, so viel Lichter brannten, als Sternlein denselben hätten anfüllen können, ingleichen war die Tafel mit denen köstlichsten Konfitüren, allerhand Wein und Lustwasser besetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.90749979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":76,"date":1719,"orig":"Jndem die Compagnie dieſes alles betrachtete, und ſacht liſpelende einander anredeten, traten zwey ſchoͤn bekleidete Knaben ein, ſo bald verwandelte ſich das brauſende Gethoͤne in die lieblichſte Muſic:","norm":"Indem die Compagnie dieses alles betrachtete, und sacht lispelnde einander anredeten, traten zwei schön bekleidete Knaben ein, so bald verwandelte sich das brausende Getöne in die lieblichste Musik:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127099990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":77,"date":1719,"orig":"Ehrenfried ermahnete die Angekommene ihren vorigen Sitz hoch-geneigt zu nehmen.","norm":"Ehrenfried ermahnte die Angekommene ihren vorigen Sitz hochgeneigt zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.599899768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":78,"date":1719,"orig":"Allein weiln ſie nicht wuſten, ob nicht ein ander Agricola gegenwaͤrtig, der ihnen ſolches Erſtaunen verurſachte, fieng Solimund ein Freund von Ehrenfried an, ſagende:","norm":"Allein weil sie nicht wussten, ob nicht ein ander Agricola gegenwärtig, der ihnen solches Erstaunen verursachte, fing Solimund ein Freund von Ehrenfried an, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.881700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":79,"date":1719,"orig":"Die hochwehrteſte Verſammlung, wuͤrde in unſeren ſonderbahren Vergnuͤgen mich noch weiter vergnuͤgen, wann ſie meiner Kuͤhnheit verzeihende erlauben werden, meine ungegruͤndete Meynung vorzutragen.","norm":"Die hochwerteste Versammlung, würde in unseren sonderbaren Vergnügen mich noch weiter vergnügen, wann sie meiner Kühnheit verzeihende erlauben werden, meine ungegründete Meinung vorzutragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9532999992370605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":80,"date":1719,"orig":"Es ſcheinet Herr Ehrenfried wolle uns mit Ketten der Verwunderung binden, und wuͤrde ſein Brieflein, anders mir ſeiner Verrichtungen Schnelligkeit nicht bekannt waͤre, einen allzubehenden Courrier gehabt haben, der alles in ſo kurtzer Zeit, herbey geſchafft haͤtte.","norm":"Es scheinet Herr Ehrenfried wolle uns mit Ketten der Verwunderung binden, und würde sein Brieflein, anders mir seiner Verrichtungen Schnelligkeit nicht bekannt wäre, einen allzubehenden Courrier gehabt haben, der alles in so kurzer Zeit, herbeigeschafft hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.674799919128418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":81,"date":1719,"orig":"Allein wehrt-geſchaͤtzte Freunde, verwundert euch nicht ſehr uͤber dem, was euere Augen Circulweiſe in der Vorbildung deſſen, was wir allererſt am Firmament betrachtet haben, ſehen, ſondern erweget holdſeeligſte Freunde und Freundinne, die in der mitten ohne aufhoͤren und Verzehrung brennende Ampel, in Mitternacht eine Sonne vorſtellende:","norm":"Allein wertgeschätzte Freunde, verwundert euch nicht sehr über dem, was eure Augen Circulweise in der Vorbildung dessen, was wir allererst am Firmament betrachtet haben, sehen, sondern erwäget holdseligste Freunde und Freundinnen, die in der mitten ohne aufhören und Verzehrung brennende Ampel, in Mitternacht eine Sonne vorstellende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.636300086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":82,"date":1719,"orig":"Deren Strahl allen Licht Sternen gleichſam den Glantz und Schein giebet; Ob gleich ſie ſolchen nicht gleich der großen Welt- Sonnen ihrer mittheilet:","norm":"Deren Strahl allen Licht Sternen gleichsam den Glanz und Schein gibt; ob gleich sie solchen nicht gleich der großen Welt-Sonnen ihrer mitteilet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.731100082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":83,"date":1719,"orig":"Setzet euch Liebwehrteſte in weichen Marmor und Alabaſter bekleidete Seelen; ſetzet euch verwechſelte Beherrſcherinnen unſerer Gemuͤther, und die ihr euern Ohren, der wunderſingenden Nachtigallen gegoͤnnet, ergebet jetzt dieſelben dieſen liebreitzenden Stimmen, vergnuͤget unſern Freund Ehrenfried, und laſſet deſſen Bitte uns ſtatt eines Befehls dienen, denn kein vergnuͤgter Leben wird gefunden, als in Verſammlungen allezeit Gegen-Gehorſam erweiſen.","norm":"Setzet euch Liebwehrteste in weichen Marmor und Alabaster bekleidete Seelen; setzet euch verwechselte Beherrscherinnen unserer Gemüter, und die ihr euren Ohren, der wundersingenden Nachtigallen gegönnt, ergebet jetzt dieselben diesen liebreizenden Stimmen, vergnüget unseren Freund Ehrenfried, und lasst dessen Bitte uns statt eines Befehls dienen, denn kein vergnügter Leben wird gefunden, als in Versammlungen allezeit Gegen-Gehorsam erweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.753699779510498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":84,"date":1719,"orig":"Als nun die hochgeſchaͤtzte Compagnie ihren Platz genommen hatte/ und eine bundte Reyhe gemacht; fingen zwey Lauten nebſt einer Viol di gamba und ein eintzelen murmurenden Baſſ in liebligſter Harmoney ein klein Præambulum an, bey deſſen Endigung erſchallte von denen beyden wohlgekleideten Knaben folgende Arie:","norm":"Als nun die hochgeschätzte Compagnie ihren Platz genommen hatte / und eine bunte Reihe gemacht; fingen zwei Lauten nebst einer Viol di Gamba und ein einzeln murmurenden Bass in lieblichster Harmonie ein klein Praeambulum an, bei dessen Endigung erschallte von denen beiden wohlgekleideten Knaben folgende Arie:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.41480016708374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":85,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":86,"date":1719,"orig":"Vergnuͤgter Freunde Luſt/ Eroͤffnet meine Bruſt.","norm":"Vergnügter Freunde Lust / Eröffnet meine Brust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3927998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":87,"date":1719,"orig":"Und ſetzet mich in Freuden/ So kan mein Hertze weiden/ Und gaͤntzen meine Bruſt/ Vergnuͤgter Freunde Luſt.","norm":"Und setzet mich in Freuden / So kann mein Herze weiden / Und Gänsen meine Brust / Vergnügter Freunde Lust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.256100177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":88,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":89,"date":1719,"orig":"Schaut unſre Freunde an/ Hier zeiget ſich der Plan/ Mit Liebligkeit gezieret/ Und was nur Anmuth fuͤhret/ Vergnuͤget dieſen Plan/ Schaut unſre Freunde an.","norm":"Schaut unsere Freunde an / Hier zeiget sich der Plan / Mit Lieblichkeit geziert / Und was nur Anmut führt / Vergnüget diesen Plan / Schaut unsere Freunde an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.680500030517578} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":90,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":91,"date":1719,"orig":"Verbund’ne Seelen-Kron’ Jch ſeh’ anjetzo ſchon Auf dir die Roſen bluͤhen/ Die unſern Geiſt beziehen/ Es iſt geſchehen ſchon/ Verbund ne Seelen-Kron’","norm":"Verbundene Seelen-Kron ’ Ich sehe jetzt schon auf dir die Rosen blühen / Die unseren Geist beziehen / Es ist geschehen schon / Verbund ne Seelen-Kron'","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.071499824523926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":92,"date":1719,"orig":"IV.","norm":"IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":2.057800054550171} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":93,"date":1719,"orig":"Was unſer Hertz vergnuͤgt/ Und unſern Geiſt beſiegt/ Wird in Verbindung ſtehen/ So lang die Sterne gehen/ Muß bleiben unbeſiegt Was unſer Hertz vergnuͤgt.","norm":"Was unser Herz vergnügt / Und unseren Geist besiegt / Wird in Verbindung stehen / So lang die Sterne gehen / Muss bleiben unbesiegt was unser Herz vergnügt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196499824523926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":94,"date":1719,"orig":"Jndeſſen die wehrteſte Geſellſchafft mit denen aufgeſetzten Tractamenten ſich ergoͤtzte/ fieng Reinharts Ehe-Liebſte, Frau Euſebia, als ſie an Ehrenfrieds Augen ſahe, daß dieſelben einiger Thraͤnen muͤſten vergoſſen haben, an: Hoch-geneigteſte Anweſende, mich daͤucht, ich wuͤrde Zweiffels ohne nicht weit vom Ziele treffen, oͤb ich gleich nicht ſo wohl, als mein Mann, oder meine Frau Schweſter, welche wohl ehemahlen zu Pferde mit der Piſtol nach der Scheibe geſchoſſen, und das Ziel getroffen, in der Schießkunſt erfahren bin, wofern ich mich erkuͤhnen doͤrffte zu ſagen:","norm":"Indessen die werteste Gesellschaft mit denen aufgesetzten Traktamenten sich ergötzte / fing Reinharts Eheliebste, Frau Eusebia, als sie an Ehrenfrieds Augen sah, dass dieselben einiger Tränen müssten vergossen haben, an: Hochgeneigteste Anwesende, mich deucht, ich würde zweifelsohne nicht weit vom Ziele treffen, öb ich gleich nicht so wohl, als mein Mann, oder meine Frau Schwester, welche wohl ehemals zu Pferde mit der Pistole nach der Scheibe geschossen, und das Ziel getroffen, in der Schießkunst erfahren bin, sofern ich mich erkühnen dürfte zu sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.570199966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":95,"date":1719,"orig":"Es habe Herr Ehrenfried ein Liebes-Thraͤnlein vergoſſen, denn die von ihm uns ſonſt ungewohnte Roͤthe der Augen, und die, verzeihe wehrteſter Freund und Ehrenfried, verwirrte Reden machen mich in meiner Meynung deſto gewiſſer; zudem wuſte ich auch nicht, wann die Augen die wohl ehemahlen dem Frauenzimmer hold geweſen, denen Gedancken in die Ferne zu ſehen nicht einige Staͤrcke lehnen ſolten, in ſeiner betruͤbten Einſamkeit ein Muſter ſeiner ehemalig geliebten Ehewirthin, vergieb, o Wehrteſter, daß durch meine Unvorſichtigkeit ich ihme ſeine noch trieffende Wunden zu einen hefftigeren bluten reitze, zu betrachten, und ſeinen beſten Alter noch einige Annehmlichkeit zuwuͤntſche.","norm":"Es habe Herr Ehrenfried ein Liebes-Tränlein vergossen, denn die von ihm uns sonst ungewohnte Röte der Augen, und die, verzeihe wertester Freund und Ehrenfried, verwirrte Reden machen mich in meiner Meinung desto gewisser; zudem wusste ich auch nicht, wann die Augen die wohl ehemals dem Frauenzimmer hold gewesen, denen Gedanken in die Ferne zu sehen nicht einige Stärke lehnen sollten, in seiner betrübten Einsamkeit ein Muster seiner ehemalig geliebten Ehewirthin, vergib, o Wehrtester, dass durch meine Unvorsichtigkeit ich ihm seine noch triefende Wunden zu einen heftigeren bluten Reize, zu betrachten, und seinen besten Alter noch einige Annehmlichkeit zuwünsche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.405099868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":96,"date":1719,"orig":"Nein liebſte Schweſter, unterbrach ihre Reden Filinda, ſagende:","norm":"Nein liebste Schwester, unterbrach ihre Reden Filinda, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.903200149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":97,"date":1719,"orig":"So fern du nur ein klein Vergroͤßerungs- Glaß auch in einen duͤſteren Orthe, allwo nur das wenigſte Licht dir einen Platz der Veraͤnderung geben koͤnte, deinen Augen vorhalten ſolteſt, wuͤrdeſt du eine dergleichen Abwechſelung deiner Gedancken ſehen, die in einem Stuͤcke eine ſolche Ungleichheit und in andern eine verſtellte Gleichheit zuſammen dir wuͤrden vor Augen ſtellen, daß du mir, ſo ungern du auch wollteſt, recht und gewonnen geben muͤſſeſt, vergoͤnne geneigteſter Ehrenfried, vergoͤnne einer Verwegenen, und erlaube derjenigen, die wohl ehemahl denen Maͤnnern das Kleinod aus denen Haͤnden geriſſen, daß ich in ſeinen Anliegen naͤher als meine Frau Schweſter zum Ziel treffen moͤge.","norm":"Sofern du nur ein klein Vergrößerungs-Glas auch in einen düsteren Orte, wo nur das wenigste Licht dir einen Platz der Veränderung geben könnte, deinen Augen vorhalten solltest, würdest du eine dergleichen Abwechslung deiner Gedanken sehen, die in einem Stücke eine solche Ungleichheit und in anderen eine verstellte Gleichheit zusammen dir würden vor Augen stellen, dass du mir, so ungern du auch wolltest, recht und gewonnen geben müssest, vergönne geneigtester Ehrenfried, vergönne einer Verwegenen, und erlaube derjenigen, die wohl ehemahl denen Männern das Kleinod aus denen Händen gerissen, dass ich in seinen Anliegen näher als meine Frau Schwester zum Ziel treffen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.453100204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":98,"date":1719,"orig":"Er wird ſo dann als ein unpartheiſcher Schiedsmann unſeres Streits mir den Ruhm der Errathung zutheilen.","norm":"Er wird so dann als ein unpartheischer Schiedsmann unseres Streits mir den Ruhm der Erratung zuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.20359992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":99,"date":1719,"orig":"Freundſchaffts-Thraͤnen, ſind wohl Liebes-Thraͤnen, aber nicht Verliebter Liebes-Thraͤnen, verzeihe hertz-geliebteſte Schweſter! die Affecten die aus denen Verwunderungs-Augen durch die Roͤthe ſich hervor thun, und die untereinander vermeynte Reden unſers hoch-wehrteſten Ehrenfrieds zeigen gar ein anders an, denn indem er ſich bemuͤhet, uns noch mit mehrerer Luſt uͤber denen bereits geſchehenen Vergnuͤgungen zu erwecken, hat er uns zu liebe in aufwallenden Hertzens-Gedancken thraͤnende deſſen Begierigkeit hervor thun wollen, und ſein ſtammlender Mund zeuget noch mehrere Begierde an erſinnlicher Luſtigkeiten, welche er ferner, die doch hoͤchſt unnoͤtig, erzeigen, und uns mit Wohlthun gleichſam unempfindlich machen will.","norm":"Freundschafts-Tränen, sind wohl Liebestränen, aber nicht Verliebter Liebestränen, verzeihe herz-geliebteste Schwester! die Affekten die aus denen Verwunderungsaugen durch die Röte sich hervortun, und die untereinander vermeinte Reden unseres hochwertesten Ehrenfrieds zeigen gar ein anders an, denn indem er sich bemühet, uns noch mit mehrerer Lust über denen bereits geschehenen Vergnügungen zu erwecken, hat er uns zu liebe in aufwallenden Herzensgedanken tränende dessen Begierigkeit hervortun wollen, und sein stammelnder Mund zeuget noch mehrere Begierde an ersinnlicher Lustigkeiten, welche er ferner, die doch höchst unnötig, erzeigen, und uns mit Wohltun gleichsam unempfindlich machen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038000106811523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":100,"date":1719,"orig":"Doch! indem ſie weiter reden wolte, legte ihr hoch-geliebter Ehe-Herr Adelbrecht mit einen ſachten Liebes-Schlag ihr drey Finger auf dem Mund, ſagende:","norm":"Doch! indem sie weiter reden wollte, legte ihr hoch-geliebter Eheherr Adelbrecht mit einen sachten Liebesschlag ihr drei Finger auf dem Mund, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813799858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":101,"date":1719,"orig":"Mein Engel beliebe einmahlein Ende zu machen, umb unſern allzuliebwehrteſten Herrn Wirth nicht zur Ungedult zu reitzen, und uͤberlaße es nun ſeinen Ausſchlag: Jedennoch ſo hertzlich gerne ich dir den Preiß der Uberwindung goͤnne, ſo halte ich doch dafuͤr, du werdeſt gleich der holdſeeligen Euſebia verfehlet haben; Den- noch wenigſtens naͤher getroffen, mein Schatz replicirte Filinda.","norm":"Mein Engel beliebe einmahlein Ende zu machen, um unseren liebwertesten Herrn Wirt nicht zur Ungeduld zu reizen, und überlasse es nun seinen Ausschlag: Dennoch so herzlich gerne ich dir den Preis der Überwindung gönne, so halte ich doch dafür, du werdest gleich der holdseligen Eusebia verfehlet haben; Den- noch wenigstens näher getroffen, mein Schatz replizierte Filinda.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.693299770355225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":102,"date":1719,"orig":"Ehrenfried nahm ein Glaß mit Wein, ſagende: Allerwehrteſte Euſebia, wann dero Tugenden nicht verdrießlich fiele, wie ich denn wohl weiß, daß ſie eher eine Wunde erdulten, als ihr Hertz durch einige Ungedult der Verdrießligkeit wuͤrde reitzen laſſen, werde ich dieſes Glaß Wein deren Frau Hertzens- und Blut-Schweſter als einer guten Schuͤtzin, ob ſie wohl nicht ins Rothe, ſondern nur ins Weiſſe getroffen hat, in Geſundheit ihrer, ſich zu der freymuͤthigen Filinda kehrend, uͤberreichen, und ſo dann nach beguͤnſtigſter Anhoͤrung einer ſchlechten Arie den Grund und Wahrheit meiner verfloſſenen Thraͤnen, die ich nicht leugnen kan, und bißhero gefuͤhrter Reden, ſelbſt-muͤndig einer ſo hoch-anſehnlichen Compagnie, ſo ſie anders als ich nicht zweifele, ein Viertelſtuͤndgen ihre zuneigende Ohren meinen ſchlechten Reden goͤnnen wollen, erzehlen:","norm":"Ehrenfried nahm ein Glas mit Wein, sagende: Allerwerteste Eusebia, wann deren Tugenden nicht verdrießlich fiele, wie ich denn wohl weiß, dass sie eher eine Wunde erdulden, als ihr Herz durch einige Ungeduld der Verdrießlichkeit würde reizen lassen, werde ich dieses Glas Wein deren Frau Hertzens- und Blut-Schwester als einer guten Schützin, ob sie wohl nicht ins Rote, sondern nur ins Weiße getroffen hat, in Gesundheit ihrer, sich zu der freimütigen Filinda kehrend, überreichen, und so dann nach begünstigtster Anhörung einer schlechten Arie den Grund und Wahrheit meiner verflossenen Tränen, die ich nicht leugnen kann, und bisher geführter Reden, selbst-mündig einer so hochansehnlichen Compagnie, so sie anders als ich nicht zweifele, ein Viertelstündigen ihre zuneigende Ohren meinen schlechten Reden gönnen wollen, erzählen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151999950408935} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":103,"date":1719,"orig":"Hierauff fiengen vorige Knaben folgende Arie an zu ſingen.","norm":"Hierauf fingen vorige Knaben folgende Arie an zu singen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.05810022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":104,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":105,"date":1719,"orig":"Wer weiß des Menſchen Hertz/ Wann Thraͤnen-volle Stroͤhme flieſſen/ Und ſich gleich einen Meer vergieſſen/ Geſchichts aus Freuden oder Schmertz.","norm":"Wer weiß des Menschen Herz / Wann Tränenvolle Ströme fließen / Und sich gleich einen Meer vergießen / Geschichtes aus Freuden oder Schmerz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.250400066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":106,"date":1719,"orig":"Das Hertz allein kan ſeine Freude nennen/ Und was es ſchmertzt aus ſeinem Grund erkennen.","norm":"Das Herz allein kann seine Freude nennen / Und was es schmerzt aus seinem Grund erkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.746500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":107,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":108,"date":1719,"orig":"Es pfleget offt ein Freund/ Den man ſehr lange nicht geſehen/ Und nun vergnuͤgter kan umgehen/ Zu machen daß man weint/ Drum kan das Hertz nur ſeine Freude nennen/ Und was es liebt aus ſeinem Grund erkennen.","norm":"Es pflegt oft ein Freund / Den man sehr lange nicht gesehen / Und nun vergnügter kann umgehen / Zu machen dass man weint / Darum kann das Herz nur seine Freude nennen / Und was es liebt aus seinem Grund erkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231100082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":109,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":110,"date":1719,"orig":"Auch ein verliebtes Paar Wird manchmahl durch die heiſſe Zaͤhren/ Den Liebes-Mund anfeuchten und ernaͤhren/ Und ſetzt ſich in Gefahr/ Drum kan das Hertz nur ſeine Freude nennen/ Und was es liebt ans ſeinem Grund erkennen.","norm":"Auch ein verliebtes Paar wird manchmal durch die heiße Zähren / Den Liebes-Mund anfeuchten und ernähren / Und setzt sich in Gefahr / Darum kann das Herz nur seine Freude nennen / Und was es liebt ans seinem Grund erkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.364999771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":111,"date":1719,"orig":"Nach vollendeter Arie fieng Ehrenfried, ſich zu der begluͤckten Compagnie wendende, an: Hoch-geſchaͤtzte Lieb-wehrteſte, und Ehren-geneigte Freunde und Freundinne, ſie wundern ſich meiner Thraͤnen und Reden halben nicht, denn es war kaum eine halbe Viertelſtunde vergangen, nachdem dieſelben, ihre Sinnen zu erluſtigen die Garten-Thiere paßiret und die Muſicanten ihren Platz nehmen ſolten; Siehe da trat ein Freund, den ich in vielen Jahren nicht geſehen, noch einiges Brieflein ſeines Wohlſtandes von ihm gehabt, mit ihnen ins Gemach, redete mich mit folgenden Worten an:","norm":"Nach vollendeter Arie fing Ehrenfried, sich zu der beglückten Compagnie wendende, an: Hoch-geschätzte Lieb-werteste, und Ehrengeneigte Freunde und Freundinnen, sie wundern sich meiner Tränen und Reden halben nicht, denn es war kaum eine halbe Viertelstunde vergangen, nachdem dieselben, ihre Sinnen zu erlustigen die Garten-Tiere passieret und die Musikanten ihren Platz nehmen sollten; Siehe da trat ein Freund, den ich in vielen Jahren nicht gesehen, noch einiges Brieflein seines Wohlstandes von ihm gehabt, mit ihnen ins Gemach, redete mich mit folgenden Worten an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085100173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":112,"date":1719,"orig":"Wie Ehrenfried, wie ſo in Gedancken &c.","norm":"Wie Ehrenfried, wie so in Gedanken etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.239500045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":113,"date":1719,"orig":"Jch hatte kaum die Stimme meines Freundes gehoͤret, ſtund ich auf umb zu ſehen, ob es ein Geſichte waͤre, oder ob es ſich in Wahrheit alſo verhielte; Allein ich hatte mich kaum aufgerichtet, fiel der ehrliche Muͤlard mir um den Halß, und indem er ferner vor Freuden-Thraͤnen kein Wort mehr vorbringen kunte, verſetzte mir die allzugroße Freude, Zung und Mund alſo, daß ich meine Begierden ſelbſt nicht anders, als durch Gegen-Thraͤnen auszupreſſen vermochte, gerieth auch daruͤber ſammt ihme in eine ſolche Entzuͤckung, daß, wofern nicht einer von denen Muſicanten, uns der Annaͤherung der lieb-geſchaͤtzten Geſellſchafft errinnert haͤtte, waͤren wir, halt ich dafuͤr, voͤllig in einander erſtarret und geblieben ſeyn; Muͤlard! ſchrye Edelmuth die Holdſeeligſte, eine Tochter Adelgundis, Muͤlards Schweſter, und Ehe- Gemahlin des tapfferen und niemahls genung geprieſenen Heldens Ranneforts, mein Vetter iſt hier geweſen, indem wolte ſie, nachdem nach vorhergehender Roͤthe eine allzuſchnelle Weiße ihr lieb-reitzendes Angeſichte uͤberzog, zur Erden ſincken, enthielt ſich aber an einen Stuhl, und nachdem ihr Gemahl mit ein wenig Wein ihr unter das Geſichte geſpruͤtzt hatte, erholte ſie ſich alſobald, liſpelende erhoͤhete ſie allmaͤhlig die Honig angenehmſten Worte: Muͤlard geweſen, und nicht mehr!","norm":"Ich hatte kaum die Stimme meines Freundes gehöret, stand ich auf um zu sehen, ob es ein Gesichte wäre, oder ob es sich in Wahrheit also verhielte; allein ich hatte mich kaum aufgerichtet, fiel der ehrliche Mülard mir um den Hals, und indem er ferner vor Freudentränen kein Wort mehr vorbringen konnte, versetzte mir die allzu große Freude, Zunge und Mund also, dass ich meine Begierden selbst nicht anders, als durch Gegen-Tränen auszupressen vermochte, geriet auch darüber samt ihm in eine solche Entzückung, dass, sofern nicht einer von denen Musikanten, uns der Annäherung der lieb-geschätzten Gesellschaft erinnert hätte, wären wir, halte ich dafür, völlig ineinander erstarret und geblieben sein; Mülard! schrie Edelmut die Holdseligste, eine Tochter Adelgundis, Mülards Schwester, und Ehe-Gemahlin des tapferen und niemals genug gepriesenen Heldens Ranneforts, mein Vetter ist hier gewesen, indem wollte sie, nachdem nach vorhergehender Röte eine allzuschnelle Weiße ihr lieb-reizendes Angesichte überzog, zur Erden sinken, enthielt sich aber an einen Stuhl, und nachdem ihr Gemahl mit ein wenig Wein ihr unter das Gesichte gespritzt hatte, erholte sie sich alsobald, lispelnde erhöhte sie allmählich die Honig angenehmsten Worte: Mülard gewesen, und nicht mehr!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.806300163269043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":114,"date":1719,"orig":"Ehrenfried die Alteration ſehende, grieff ihr nach der Hand, kuͤſſete dieſelbe, und ſagte: Schoͤnſte Edelmuth, ſie wird Herr Muͤlarden eheſtens ſehen, er iſt noch da!","norm":"Ehrenfried die Alteration sehende, griff ihr nach der Hand, küsste dieselbe, und sagte: Schönste Edelmut, sie wird Herr Mülarden ehestens sehen, er ist noch da!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.479899883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":115,"date":1719,"orig":"Aber wo? fragte Edelmuth, wohlverwahrt, antwortete Ehrenfried, denn nachdem er von der Reiſe ſehr entkraͤfftet und von denen Liebes-Affecten ermattet war, bath mich ihn laͤnger nicht auffzuhalten, welches, ob ich gleich hertzlich gerne geſehen, daß er unſere Compagnie vergroͤſſert haͤtte, ihme nicht abſchlagen kunte, befahl demnach meinen Diener, ihn in mein hierſtehendes Garten- Hauß zu fuͤhren; der Ruhe zu pflegen/ wann ſo dann ſeine ermuͤdeten Glieder werden ausgeruhet haben, wird ſie hold-ſeeligſte Frau denſelben mit groͤſſeren Freuden empfangen koͤnnen.","norm":"Aber wo? fragte Edelmut, wohlverwahrt, antwortete Ehrenfried, denn nachdem er von der Reise sehr entkräftet und von denen Liebes-Affekten ermattet war, bat mich ihn länger nicht aufzuhalten, welches, ob ich gleich herzlich gerne gesehen, dass er unsere Compagnie vergrößert hätte, ihm nicht abschlagen konnte, befahl demnach meinen Diener, ihn in mein hierstehendes Garten-Haus zu führen; der Ruhe zu pflegen / wann so dann seine ermüdeten Glieder werden ausgeruht haben, wird sie holdseligste Frau denselben mit größeren Freuden empfangen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.147999763488769} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":116,"date":1719,"orig":"Allein die allzu-begierige Edelmuth wolte ihn noch dieſen Abend ſehen, es ergriff ſie aber ihr Gemahl bey der Hand, kuͤſſete ſie, und ſprach:","norm":"Allein die begierige Edelmut wollte ihn noch diesen Abend sehen, es ergriff sie aber ihr Gemahl bei der Hand, küsste sie, und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.316400051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":117,"date":1719,"orig":"Meine Hertzens-Taube, breche doch der hoch-anſehnlichen Geſellſchafft zu liebe ihre Affecten, und vergoͤnne den lieb-wehrtheſten Vetter die Ruhe, gieb dich zu frieden, morgen, geliebts GOtt, fruͤhe werden wir ihn uͤberfallen, und ihme deſto groͤßeres Vergnuͤgen erregen:","norm":"Meine Herzens-Taube, breche doch der hochansehnlichen Gesellschaft zu liebe ihre Affekten, und vergönne den lieb-wertesten Vetter die Ruhe, gib dich zu Frieden, morgen, geliebtes Gott, frühe werden wir ihn überfallen, und ihm desto größeres Vergnügen erregen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5015997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":118,"date":1719,"orig":"Wohl gut, mein Maͤnnchen, verſetzte Edelmuth, deiner willen bin ich nie zuwider geweſen, auch dieſesmahl nicht; zu dem, hoch-geneigte Geſellſchafft, wird es meiner Uhr nach bereits halb eins ſeyn, ich hielte davor, wir ſuchten mit unſern Maͤnnern die Federn, und lieſſen Herrn Ehrenfrieden durch ſo groſſe Hoͤfligkeiten ermuͤdet, auch etliche Stunden der Ruhe pflegen.","norm":"Wohl gut, mein Männchen, versetzte Edelmut, deiner Willen bin ich nie zuwider gewesen, auch diesmal nicht; zu dem, hochgeneigte Gesellschaft, wird es meiner Uhr nach bereits halb eins sein, ich hielte davor, wir suchten mit unseren Männern die Federn, und ließen Herrn Ehrenfrieden durch so große Höflichkeiten ermüdet, auch etliche Stunden der Ruhe pflegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.397200107574463} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":119,"date":1719,"orig":"Noch ein Stuͤndgen replicirte Ehrenfried, noch ein Stuͤndgen, ſo dann werde ich der wehrteſten Verſammlung ihres Willens leben; Wohlan, ihr Herren Muſicanten, laßet ein Taͤntz-Liedlein hoͤren/ ich will unterdeſſen meine Augen in denen Bewegungen wohl-geſchickter Leiber unſerer Hoch-geſchaͤtzten weiden; Hierauff ergoͤtzten ſich die Vergnuͤgende mit zierlichen Gegen-Taͤntzen bey nahe einer Stunden lang:","norm":"Noch ein Stünden replizierte Ehrenfried, noch ein Stünden, so dann werde ich der wertesten Versammlung ihres Willens leben; Wohlan, ihr Herren Musikanten, lasst ein Täntz-Liedlein hören / ich will unterdessen meine Augen in denen Bewegungen wohl-geschickter Leiber unserer Hoch-geschätzten weiden; hierauf ergötzten sich die Vergnügende mit zierlichen Gegen-Tänzen bei nahe einer Stunden lang:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.411499977111816} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":120,"date":1719,"orig":"Gnung rieff Edelmuth die Zeit iſt um, Filinda war bald fertig, ſagende: Liebes Schweſterchen, wann man Frauenzimmer zu Nachtruͤffern nehme, wuͤrde die Obrigkeit unrecht thun, wann ſie dir dieſe Charge nicht vor andern zulieſſe, weiln du den Seiger ſo accurat im Kopffe haſt; Dein Muͤlard iſt dir eine behende Unruhe in deiner Uhr, jedoch du errinnerſt wohl, Zeit hat Ehre, es iſt genung geſchwaͤrmet.","norm":"Genug rief Edelmut die Zeit ist um, Filinda war bald fertig, sagende: Liebes Schwesterchen, wann man Frauenzimmer zu Nachtrüffern nehme, würde die Obrigkeit Unrecht tun, wann sie dir diese Charge nicht vor anderen zuließe, weil du den Seiger so akkurat im Kopfe hast; Dein Mülard ist dir eine behände Unruhe in deiner Uhr, jedoch du erinnerst wohl, Zeit hat Ehre, es ist genug geschwärmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.675300121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":121,"date":1719,"orig":"Ehrenfried bath die Compagnie ehe ſie aufbrechen, ein wenig auszuruhen:","norm":"Ehrenfried bat die Compagnie ehe sie aufbrechen, ein wenig auszuruhen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":122,"date":1719,"orig":"Als ſie ſich nun geſetzt hatte, ſungen die vorigen Knaben folgende Arie:","norm":"Als sie sich nun gesetzt hatte, sangen die vorigen Knaben folgende Arie:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8668999671936035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":123,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":124,"date":1719,"orig":"Wann das volle Monden-Licht/ Durch die truͤben Wolcken bricht.","norm":"Wann das volle Mondlicht / Durch die trüben Wolken bricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":125,"date":1719,"orig":"Kan es in den’n Sommer-Zeiten/ Uns mit ſuͤſſer Kuͤhle leiten.","norm":"Kann es in denn Sommerzeiten / Uns mit süßer Kühle leiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.140500068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":126,"date":1719,"orig":"Dann ſo koͤnnen Freunde Hertzen/ Jn vergnuͤgter Ruhe ſchertzen.","norm":"Dann so können Freunde Herzen / In vergnügter Ruhe scherzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.937699794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":127,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":128,"date":1719,"orig":"Setzet ſich die Nachtigall/ Und laͤßt ihren Liebes-Schall/ Durch die ſtillen Luͤffte gehen/ Muß man recht vergnuͤget ſtehen/","norm":"Setzet sich die Nachtigall / Und lässt ihren Liebesschall / Durch die stillen Lüfte gehen / Muss man recht vergnüget stehen /","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924699783325195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":129,"date":1719,"orig":"Denn dieß Voͤgleins helles Singen/ Kan uns ſtets Ergotzung bringen.","norm":"Denn dies Vögleins helles Singen / Kann uns stets Ergötzung bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.384799957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":130,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":131,"date":1719,"orig":"Kommt geliebte Freunde-Schaar/ Setzet euch bey Paar und Paar Unter Lielien und Roſen/ Laſt uns um die Kraͤntze loſen/ Die jetzt ſelbſt die Liebe windet/ Und ein Hertz ans and’re bindet.","norm":"Kommt geliebte Freunde-Schaar / Setzet euch bei Paar und Paar unter Lilien und Rosen / Last uns um die Kränze losen / Die jetzt selbst die Liebe windet / Und ein Herz ans andere bindet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.463500022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":132,"date":1719,"orig":"IV.","norm":"IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":2.057800054550171} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":133,"date":1719,"orig":"Sternen fuͤhrt der Himmel auf/ Und wer mercket ihren Lauf/ Ohn Verwunderungs-Gedancken/ Gleich in gleichen Anmuths- Schrancken/ Laſſen unſ’re Liebes-Auen/ Sich mit ſo viel Blumen ſchauen.","norm":"Sternen führt der Himmel auf / Und wer merkt ihren Lauf / Ohne Verwunderungs-Gedanken / Gleich in gleichen Anmuths-Schranken / Lassen unsere Liebes-Auen / Sich mit so viel Blumen schauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496699810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":134,"date":1719,"orig":"V.","norm":"V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":2.73140001296997} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":135,"date":1719,"orig":"Warum ſoll dieß Luſt-Revier, Euch/ Hertz-wertheſte ſein Gebuͤhr/ Nicht nach Moͤglichkeit erlegen/ Und mit ſeinen Wolluſt-Seegen/ Euch noch eine Zeit ergoͤtzen/ Und euer Hertz in Luſt verſetzen.","norm":"Warum soll dies Lust-Revier, Euch / Herzwerteste sein Gebühr / Nicht nach Möglichkeit erlegen / Und mit seinen Wollust-Segen / Euch noch eine Zeit ergötzen / Und euer Herz in Lust versetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638999938964844} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":136,"date":1719,"orig":"VI.","norm":"VI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":1.959800004959106} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":137,"date":1719,"orig":"Gehen euch die Augen zu/ Schoͤnſte leget euch zur Ruh/ Und vergoͤnn’t mir Morgen wieder/ Eure Anmuths volle Glieder/ Hier in meiner Au’ zu gehen/ Gute Nacht!","norm":"Gehen euch die Augen zu / Schönste leget euch zur Ruhe / Und vergönnt mir Morgen wieder / Eure Anmut volle Glieder / Hier in meiner Au zu gehen / Gute Nacht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172100067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":138,"date":1719,"orig":"ich werd euch ſehen.","norm":"ich werde euch sehen.","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.909299850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":139,"date":1719,"orig":"Morgen geliebts GOtt, aller-wehrteſte Freunde, ſehen wir einander in meinem Garten-Hauſe, nach vollbrachter geſunder Nacht- Ruh, bey einen ſchlechten Fruͤhſtuͤck wieder: ſagte Ehrenfried, ſich zugleich gegen die angenehmſte Geſellſchafft, die bereits ſchon aufgeſtanden, und zum Abgehen fertig war, hoͤfligſt bedanckende, daß durch deren hohen Gegenwart und Gunſt-Bezeugungen ſie ſeinem Garten die Ehre bey ſo ſchlechten Tractamenten, bittende: mit ſolchen hoch-geneigt vorlieb zu nehmen, gegoͤnnet, und ihme das hoͤchſte Vergnuͤgen verurſachet haͤtte.","norm":"Morgen geliebtes Gott, Allerwerteste Freunde, sehen wir einander in meinem Gartenhaus, nach vollbrachter gesunder Nacht-Ruhe, bei einen schlechten Frühstück wieder: sagte Ehrenfried, sich zugleich gegen die angenehmste Gesellschaft, die bereits schon aufgestanden, und zum Abgehen fertig war, höflichst bedankende, dass durch deren hohen Gegenwart und Gunstbezeugungen sie seinem Garten die Ehre bei so schlechten Traktamenten, bittende: mit solchen hochgeneigt vorliebzunehmen, gegönnt, und ihm das höchste Vergnügen verursachet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.512899875640869} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":140,"date":1719,"orig":"Liebhold ſagte in Nahmen der gantzen Compagnie Ehren- und Freund-ſchuldigſten Danck, der unverdienten gnung-vollen und immer Ruhm-wuͤrdigſten Bewirthung/ ſo Herr Ehrenfried ſeinen Freunden erweiſen wollen, bevoraus weil deſſen Ehren-Bezeugung einen Schiff-reichen Fluße gleich in gleich waͤhrenden Gange erhalten werden, und dieweil doch die geſammte Geſellſchafft auch des Herrn Muͤlards, als einen vornehmen Mannes und Hertzen- Freundes Ehrenfrieds und Edelmuths mit genieſſen wollen, wuͤꝛden ſie nach gehabteꝛ Nacht- Ruhe ſich deſto fruͤh-zeitiger einfinden, und ſo wohl mit angenehmer Unterredung, als Genieſſung der Morgen-Luſt ſich zu unterhalten, und weil mein Garten gleich in der Naͤhe iſt, und ein jedes unter der hoch-wehrteſten Compagnie mit obgleich ſchlechten Betten daſelbſt moͤgten verſehen werden, ſo bitte ich meinem Garten-Haͤußlein die hohe Ehre zu goͤnnen, und daſelbſt ihre Nacht-Ruhe groß-guͤnſtig zu nehmen, nicht zu verſchmaͤhen.","norm":"Liebhold sagte in Namen der ganzen Compagnie Ehren- und Freund-schuldigsten Dank, der unverdienten gnung-vollen und immer Ruhmwürdigsten Bewirtung / so Herr Ehrenfried seinen Freunden erweisen wollen, bevoraus weil dessen Ehrenbezeugung einen Schiffreichen Flusse gleich in gleich währenden Gange erhalten werden, und dieweil doch die gesamte Gesellschaft auch des Herrn Mülards, als einen vornehmen Mannes und Hertzen-Freundes Ehrenfrieds und Edelmuts mit genießen wollen, würden sie nach gehabter Nacht-Ruhe sich desto früh-zeitiger einfinden, und so wohl mit angenehmer Unterredung, als Genießung der Morgen-Lust sich zu unterhalten, und weil mein Garten gleich in der Nähe ist, und ein jedes unter der hochwertesten Compagnie mit obgleich schlechten Betten daselbst möchten versehen werden, so bitte ich meinem Gartenhäuslein die hohe Ehre zu gönnen, und daselbst ihre Nachtruhe großgünstig zu nehmen, nicht zu verschmähen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.437600135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":141,"date":1719,"orig":"Nein! verſetzte Ehrenfried, den Anfang ſoll auch das Ende begleiten; Jedennoch weil des Herrn praͤchtiges Garten-Palatium einer ſo hohen Compagnie anſtaͤndiger als mein kleines Haͤußlein ſeyn wird, ſo bitte ich mir drey Paar aus, die ſo gut als in der Eil moͤglichſt beſtellte Nacht-Zimmer einzunehmen, und zu ihrer beſten Bequemlichkeit zu gebrauchen.","norm":"Nein! versetzte Ehrenfried, den Anfang soll auch das Ende begleiten; dennoch weil des Herrn prächtiges Garten-Palatium einer so hohen Compagnie anständiger als mein kleines Häuslein sein wird, so bitte ich mir drei Paar aus, die so gut als in der Eile möglichst bestellte Nacht-Zimmer einzunehmen, und zu ihrer besten Bequemlichkeit zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.312399864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":142,"date":1719,"orig":"Edelmuth war die erſte, die ſich bey Ehrenfrieden zu verbleiben anboth, wie auch Filinda mit ihren Eheherrn, die andern alle aber, nahmen nach vielen Danckſagungen ihren Abſchied, begaben ſich nach Liebholdens wohl-auffgebauten Garten-Hauſe, und nahmen in denen herrlich meubilirten und ausgezierten Zimmern paar und paar ihre Nacht-Ruhe.","norm":"Edelmut war die erste, die sich bei Ehrenfrieden zu verbleiben anbot, wie auch Filinda mit ihren Eheherrn, die anderen alle aber, nahmen nach vielen Danksagungen ihren Abschied, begaben sich nach Liebholdes wohl-aufgebauten Gartenhaus, und nahmen in denen herrlich meubilirten und verzierten Zimmern paar und paar ihre Nachtruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.180099964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":143,"date":1719,"orig":"Ehrenfried, nachdem er ſeinen gedoppelten Paar die Zimmer angewieſen hatte, legte ſich in ſeinen Schlaf Rock auff ſein gewoͤhnlich Parade- und Ruhe-Bette, umb ſeinen wehrteſten Freund an ſeiner Ruhe nicht zu ſtoͤren, zumahln da die Nacht dem Tage weichen wolte:","norm":"Ehrenfried, nachdem er seinen gedoppelten Paar die Zimmer angewiesen hatte, legte sich in seinen Schlaf Rock auf sein gewöhnlich Parade- und Ruhebette, um seinen wertesten Freund an seiner Ruhe nicht zu stören, zumal da die Nacht dem Tage weichen wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.198699951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":144,"date":1719,"orig":"Es hatte aber der Diener in der Kammer wo Muͤlard ſeiner Ruhe pflag, auff Befehl ſeines Herrn die Fenſter-Laden angezogen, damit der ermuͤdete Muͤlard der Ruhe deſto laͤnger genieſſen kunte.","norm":"Es hatte aber der Diener in der Kammer wo Mülard seiner Ruhe pflegte, auf Befehl seines Herrn die Fensterladen angezogen, damit der ermüdete Mülard der Ruhe desto länger genießen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059100151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":145,"date":1719,"orig":"Muͤlard, als er erwachte, und durch die Fugen der Laden, die Sonne ſcheinen ſahe; ſchaͤmete ſich ſo lange geſchlaffen zu haben, und nachdem er auff die Seite grieff, und niemand bey ſich liegend fuͤhlte: ſprang er eiligſt aus denen Federn, riß den Fenſter-Laden auff, ſiehe:","norm":"Mülard, als er erwachte, und durch die Fugen der Laden, die Sonne scheinen sah; schämte sich so lange geschlafen zu haben, und nachdem er auf die Seite Griff, und niemand bei sich liegend fühlte: sprang er eiligst aus denen Federn, riss den Fensterladen auf, siehe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047299861907959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":146,"date":1719,"orig":"da war es heller Tag; wer war unvergnuͤgter als Muͤlard, ſo bald nur Ehrenfried an den Auffthun des Ladens verſpuͤrte, daß Muͤlard muͤſte erwacht ſeyn, gieng er gantz maͤhlig in die Kammer, gruͤſſete ſeinen Hertzens-Freund mit allen Ehr-und Liebes-Bezeugungen.","norm":"da war es heller Tag; wer war unvergnügter als Mülard, so bald nur Ehrenfried an den Auftun des Ladens verspürte, dass Mülard müsste erwacht sein, ging er ganz mehlig in die Kammer, grüßte seinen Herzensfreund mit allen Ehr- und Liebesbezeugungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232800006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":147,"date":1719,"orig":"Muͤlard, nach abgelegter Gegen-Bedanckungen, entſchuldigte ſich auffs Beſte begangener Unhoͤfligkeit halben.","norm":"Mülard, nach abgelegter Gegen-Bedankungen, entschuldigte sich aufs Beste begangener Unhöflichkeit halben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.642099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":148,"date":1719,"orig":"Ehrenfried aber verſetzte: Hertzens-Freunde reden ſo nicht, ſiehe, alles was ich habe iſt das Deinige, thue damit nach deinen Gefallen, dein alter Ehrenfried aͤndert ſich zu keiner Zeit; Und dein Muͤlard hat ſich ſeinen wehrteſten Ehrenfried mit allen den Seinigen auf ewig verſchrieben, replicirte Muͤlard.","norm":"Ehrenfried aber versetzte: Herzensfreunde reden so nicht, siehe, alles was ich habe ist das Deinige, tue damit nach deinen Gefallen, dein alter Ehrenfried ändert sich zu keiner Zeit; und dein Mülard hat sich seinen wertesten Ehrenfried mit allen den Seinigen auf ewig verschrieben, replizierte Mülard.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.577099800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":149,"date":1719,"orig":"Jndem dieſe Freunde mit einander redeten, kam Ehrenfrieds Diener klopffte an die Kammer- Thuͤr, mit vermelden an den auffthuenden Ehrenfried:","norm":"Indem diese Freunde miteinander redeten, kam Ehrenfrieds Diener klopfte an die Kammer-Tür, mit vermelden an den auftuenden Ehrenfried:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.225800037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":150,"date":1719,"orig":"Es waͤre ein Kutſcher vor dem Hauſe der fragte nach Herrn Muͤlard.","norm":"Es wäre ein Kutscher vor dem Hause der fragte nach Herrn Mülard.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.273099899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":151,"date":1719,"orig":"So bald er zugeruffen worden, befahl ihm Muͤlard etwas ins Ohr, und damit gieng der Kutſcher des ihme gegebenen Befehls nachzuleben, eine halbe Stunde darauff, nachdem unterdeſſen Muͤlard Ehrenfrieden allerhand Zufaͤlle, die ihme begegnet waren, erzehlte, kam Muͤlards Diener mit einen Paqvet, nach deſſen Aufthuung nahm Muͤlard ſeine leichte Kleider, zog ſelbige an, und gab dem Diener die Reiſe-Kleider zuruͤck, mit Befehl alles wohl zu verwahren; als derſelbe abgetreten war, fragte Ehrenfried Muͤlarden, in was vor einen Wirthshauſe er eingekehret waͤre?","norm":"Sobald er zugerufen worden, befahl ihm Mülard etwas ins Ohr, und damit ging der Kutscher des ihm gegebenen Befehls nachzuleben, eine halbe Stunde darauf, nachdem unterdessen Mülard Ehrenfrieden allerhand Zufälle, die ihm begegnet waren, erzählte, kam Mülards Diener mit einen Paqvet, nach dessen Auftuung nahm Mülard seine leichte Kleider, zog selbige an, und gab dem Diener die Reisekleider zurück, mit Befehl alles wohl zu verwahren; als derselbe abgetreten war, fragte Ehrenfried Mülarden, in was vor einen Wirtshause er eingekehrt wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2052998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":152,"date":1719,"orig":"Er antwortete:","norm":"Er antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.494100093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":153,"date":1719,"orig":"Jn goldenen Krebſe.","norm":"In goldenen Krebse.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":7.942999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":154,"date":1719,"orig":"Es war wenig Zeit verfloſſen, daß dieſe Freunde mit Erzehlung ihrer Begebenheiten einander vergnuͤgten: ſiehe!","norm":"Es war wenig Zeit verflossen, dass diese Freunde mit Erzählung ihrer Begebenheiten einander vergnügten: siehe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.679800033569336} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":155,"date":1719,"orig":"da klopffte jemand gantz leiſe an das Zimmer, als Ehrenfried aufthat, trat die lieb-reichſte Edelmuth auffs aller-lieblichſte angekleidet, mit ihren Herrn Gemahl den tapfferen Rannefort ein, fiel ihren wehrteſten Vetter Herrn Muͤlard umb die Fuͤſſe, ſagende:","norm":"da klopfte jemand ganz leise an das Zimmer, als Ehrenfried auftat, trat die lieb-reichste Edelmut aufs allerlieblichste angekleidet, mit ihren Herrn Gemahl den tapferen Rannefort ein, fiel ihren wertesten Vetter Herrn Mülard um die Füße, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.065400123596191} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":156,"date":1719,"orig":"Einiger Troſt meines Vergnuͤgens Hoch-wehrteſter Herr Vetter, deſſen hohe Præſentz erqvicket meine Seele ſo ſehr, als meiner ‒ ‒ indem fielen ihr die Zaͤhren Stromweiſe aus denen lieb-reitzenden Augen, nunmehro verſtorbenen ſeel.","norm":"Einiger Trost meines Vergnügens Hoch-wertester Herr Vetter, dessen hohe Präsenz erquicket meine Seele so sehr, als meiner ‒ ‒ indem fielen ihr die Zähren Stromweise aus denen liebreizenden Augen, nunmehr verstorbenen Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.746799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":157,"date":1719,"orig":"Eltern taͤgliche Troſt- und Ermahnungs-Worte mich contentiret.","norm":"Eltern tägliche Trost- und Ermahnungs-Worte mich kontentieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.816800117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":158,"date":1719,"orig":"Meine Jugend æſtimire ich vor ungluͤckſeelig, daß ich von der erſten Bluͤthe meiner Jahre nichts von einem ſo hoch-geliebten Freunde geſehen, ſondern nur durch Erzehlung und bey meinen ſeel. Eltern, offt in ungemeiner Hochachtung erwehnten Nahmen Muͤlard mein Gemuͤth muͤſſen vergnuͤgt ſeyn laſſen.","norm":"Meine Jugend ästimiere ich vor unglückselig, dass ich von der ersten Blüte meiner Jahre nichts von einem so hoch-geliebten Freunde gesehen, sondern nur durch Erzählung und bei meinen seel. Eltern, oft in ungemeiner Hochachtung erwähnten Namen Mülard mein Gemüt müssen vergnügt sein lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.582900047302246} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":159,"date":1719,"orig":"Nunmehro aber hoͤchſt-begluͤckte Edelmuth erfreue dich, den ſo lang gewuͤntſchten Vetter zu ſehen. Schauet; hoch-geſchaͤtzter Herr Muͤlard, eure ſeel. Schweſter Adelgundis Tochter mit Vett- und Vaͤterlichen Augen an, und laſſet euere Zuneigung auff mich als euere Tochter gehen: Mein Wille ſoll getheilet ſeyn, euch und meinen Mann zu lieben, zu ehren, zu gehorſamen und eueren Winck zu folgen.","norm":"Nunmehr aber höchstbeglückte Edelmut erfreue dich, den so lang gewünschten Vetter zu sehen . Schauet; hochgeschätzter Herr Mülard, eure seel . Schwester Adelgundis Tochter mit Vett- und Väterlichen Augen an, und lasst eure Zuneigung auf mich als eure Tochter gehen: Mein Wille soll geteilt sein, euch und meinen Mann zu lieben, zu ehren, zu gehorsamen und eueren Wink zu folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.541299819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":160,"date":1719,"orig":"Stehet auff meine Tochter Edelmuth, ſtehet auff ſagte Muͤlard, und verſichert euch, daß mein gantzes Gemuͤth euch zugethan verbleibet, und zum Zeichen meiner Vett- und Vaͤterlichen Treu und Affection, verſchmaͤhet nicht dieſes kleine Andencken meiner Gewogenheit anzunehmen, indem ergriff er ſie bey der Hand und verehrte ſie mit einem koſtbahren Diamantenen Ring.","norm":"Steht auf meine Tochter Edelmut, steht auf sagte Mülard, und versichert euch, dass mein ganzes Gemüt euch zugetan verbleibet, und zum Zeichen meiner Vett- und Väterlichen Treue und Affektion, verschmähet nicht dieses kleine Andenken meiner Gewogenheit anzunehmen, indem ergriff er sie bei der Hand und verehrte sie mit einem kostbaren diamantenen Ring.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.191800117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":161,"date":1719,"orig":"Sie wegerte ſich zwar mit hoͤchſt-angenehmen Gebehrden, ſolchen anzunehmen, doch lieſſe ſie ihres Vettern gute Zuneigung ihr durch Annehmung des Ringes, nach geſchehener tieffen Bedanckung hoͤchſt gefaͤllig ſeyn.","norm":"Sie wegerte sich zwar mit höchstangenehmen Gebärden, solchen anzunehmen, doch ließe sie ihres Vettern gute Zuneigung ihr durch Annehmung des Ringes, nach geschehener tiefen Bedankung höchst gefällig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.036300182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":162,"date":1719,"orig":"Der tapffere Rannefort aber, nachdem er ſeiner Gemahlin zu Liebe, wie auch aus erforderender Verwandſchaffts-Pflicht Muͤlarden mit allen Ehren-Bezeugungen empfangen, ſagte: Edler Herr Muͤlard, ſeine Tugenden und Ruhm-wuͤrdige Ausrichtungen haben mich ehemahlen gereitzet, deſſen hoch-geachtete Perſon zu ſehen, und deſſen Verwunderungs- Worte in meinen gewiſſen Angelegenheiten als ein Oraculum zu hoͤren, eine weite Reiſe von Oranto nach Siliſtria zu thun: Errinnere er ſich edler Muͤlard, daß vor ohngefehr 12. Jahren, ich als damaliger Rittmeiſter, unter denen Waffen des aller-gluͤckſeeligſten Herren und Fuͤrſten von Leuenkron dienende, wegen vielleicht noch wohl bewuſten wichtigen Affairen und Verrichtungen, ich deſſen hohen Raths und Gutachten gepflogen.","norm":"Der tapfere Rannefort aber, nachdem er seiner Gemahlin zuliebe, wie auch aus erfordernder Verwandschaffts-Pflicht Mülarden mit allen Ehrenbezeugungen empfangen, sagte: Edler Herr Mülard, seine Tugenden und Ruhmwürdige Ausrichtungen haben mich ehemals gereizt, dessen hoch-geachtete Person zu sehen, und dessen Verwunderungs-Worte in meinen gewissen Angelegenheiten als ein Oraculum zu hören, eine weite Reise von Oranto nach Silistria zu tun: erinnere er sich edler Mülard, dass vor ungefähr 12. Jahren, ich als damaliger Rittmeister, unter denen Waffen des aller-glückseeligsten Herren und Fürsten von Leuenkron dienende, wegen vielleicht noch wohl bewussten wichtigen Affären und Verrichtungen, ich dessen hohen Rats und Gutachten gepflegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416800022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":163,"date":1719,"orig":"Zeithero aber mir das Gluͤcke ſo wohl gewolt, daß ich die holdſeelige Edelmuth vor drey Jahren von deren lieb-wehrteſten ſeel. Eltern erwarb, und alſo in die Verwandſchafft eines ſo hochgeachten Goͤnners kommen bin.","norm":"Zeither aber mir das Glücke so wohl gewollt, dass ich die holdselige Edelmut vor drei Jahren von deren lieb-wertesten seel. Eltern erwarb, und also in die Verwandtschaft eines so hochgeachteten Gönners kommen bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.174399852752685} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":164,"date":1719,"orig":"So erlaube er edler Herr Muͤlard, ihn kuͤnfftiger Zeit mit meiner allerliebſten Gemahlin als einen Vater zu ehren.","norm":"So erlaube er edler Herr Mülard, ihn künftiger Zeit mit meiner allerliebsten Gemahlin als einen Vater zu ehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.270100116729736} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":165,"date":1719,"orig":"Liebſte Kinder! antwortete Muͤlard, lebet zu tauſendmahlen vergnuͤget, meinen Seegen ſetze ich den Seegen euer ſeel. Eltern bey.","norm":"Liebste Kinder! antwortete Mülard, lebet zu Tausendmalen vergnüget, meinen Segen setze ich den Segen euer seel. Eltern bei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9604997634887695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":166,"date":1719,"orig":"GOtt der Herr laſſe euch in vollen Lieb- und Hertzens-Vergnuͤgen euere Jahre biß ins hoͤchſte Alter bringen, und gebe euch was euer Hertze euch ſelber zuwuͤntſchet.","norm":"Gott der Herr lasse euch in vollen Lieb- und Herzens-Vergnügen eure Jahre bis ins höchste Alter bringen, und gebe euch was euer Herze euch selber zuwünschet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.583600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":167,"date":1719,"orig":"Die freymuͤthige Filinda hatte auch ſchon das Lager verlaſſen, und ſich in Roſenbluͤt fluͤchtig doch anmuthig angekleidet.","norm":"Die freimütige Filinda hatte auch schon das Lager verlassen, und sich in Rosenblüte flüchtig doch anmutig angekleidet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.745699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":168,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie ihr Morgen-Gebeth verrichtet hatte, ſatzte ſie ſich an das Fenſter, und hoͤrete mit hoͤchſten Vergnuͤgen denen ſtreitenten Saͤngern der Lufft zu.","norm":"Nachdem sie ihr Morgengebet verrichtet hatte, setzte sie sich an das Fenster, und hörte mit höchsten Vergnügen denen streitenden Sängern der Luft zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.487299919128418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":169,"date":1719,"orig":"Sie wolte aber ihnen, zumahlen ſie eine vortreffliche Saͤngerin war, wie ſie Abends den Ruhm der Genehmhaltung denen Menſchen, alſo auch in der Singe-Kunſt denen Lufft-gefluͤgelten den Preiß abdiſputiren, ſunge demnach mit lieblichſter Stimme folgendes Morgen-Lied:","norm":"Sie wollte aber ihnen, zumal sie eine vortreffliche Sängerin war, wie sie Abends den Ruhm der Genehmhaltung denen Menschen, also auch in der Singekunst denen Lufft-geflügelten den Preis abdisputiren, sunge demnach mit lieblichster Stimme folgendes Morgenlied:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.956900119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":170,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":171,"date":1719,"orig":"Filinda lebet noch/ Und kan das Sonnen-Licht jetzt ſehen/ Nachdem ich ruhig ausgeſchlaffen/ Und in der Nacht des Satans Waffen/ Mir nicht entgegen duͤrffen ſtehen/ Noch ein vergaͤlltes Kranckheits-Joch/ Mein’n Leib noch Sinnen doͤrffen brechen/ That GOtt/ der macht daß ich kan ſprechen:","norm":"Filinda lebet noch / Und kann das Sonnenlicht jetzt sehen / Nachdem ich ruhig ausgeschlafen / Und in der Nacht des Satans Waffen / Mir nicht entgegen dürfen stehen / Noch ein vergälltes Krankheits-Joch / Mein 'n Leib noch Sinnen dürfen brechen / Tat Gott / der macht dass ich kann sprechen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.886899948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":172,"date":1719,"orig":"Filinda lebet noch.","norm":"Filinda lebet noch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"sv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.256800174713135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":173,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":174,"date":1719,"orig":"Mein Leib/ Hertz/ Seel und Sinn/ Und was du Hoͤchſter mir gegeben/ Befehl ich jetzt in deine Haͤnde/ Nun mir non deinem Throne ſende/ Der mich beſchuͤtz in meinem Leben/ Und ſey bey mir ſtets wo ich bin.","norm":"Mein Leib / Herz / Seele und Sinn / Und was du höchster mir gegeben / Befehl ich jetzt in deine Hände / Nun mir non deinem Throne sende / Der mich beschütz in meinem Leben / Und sei bei mir stets wo ich bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.881199836730957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":175,"date":1719,"orig":"Laß deine Hut nie von mir wancken/ So ſoll dir hier und ewig dancken/ Mein Leib/ Hertz/ Seel und Sinn.","norm":"Lass deine Hut nie von mir wanken / So soll dir hier und ewig danken / Mein Leib / Herz / Seele und Sinn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.752799987792969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":176,"date":1719,"orig":"Sie hatte es kaum geendiget, ſahe ſie gegen das Garten-Hauß ein in gruͤn und weiß bekleidetes Frauenzimmer, in lieblichſter Unordnung das Haupt mit allerhand Blumen gezieret, ankommen, ſo bald dieſe ein wenig annaͤherte und erkennte, daß es die lieb-ſeeligſte Sylvia, Eh- Ehrenfrieds Jungfer Tochter war, lieff ſie die Stiegen ab, und indem ſie in der Thuͤr einander begegneten, fiel die Filinda der Sylvia umb den Halß, kuͤſſeten einander, und nachdem ſie die Filinda der Sylvien alle Begebenheiten geſtriges Tages erzehlet hatte, giengen ſie beyderſeits in Ehrenfrieds Luſt-Zimmer, da denn als die Sylvia gantz leiſe an die Thuͤre ſtieß, Ehrenfried heraus zu ihr kam, welchen ſie als ihren lieben Herrn Vater, des Landes Gewohnheit nach umb die Fuͤſſe fiel, einen gluͤckſeeligen Morgen anerwuͤntſchte, erwartende:","norm":"Sie hatte es kaum geendigt, sah sie gegen das Gartenhaus ein in Grün und weiß bekleidetes Frauenzimmer, in lieblichster Unordnung das Haupt mit allerhand Blumen geziert, ankommen, so bald diese ein wenig annäherte und erkennte, dass es die lieb-seligste Sylvia, Eh-Ehrenfrieds Jungfer Tochter war, lief sie die Stiegen ab, und indem sie in der Tür einander begegneten, fiel die Filinda der Sylvia um den Hals, küssten einander, und nachdem sie die Filinda der Sylvien alle Begebenheiten gestriges Tages erzählt hatte, gingen sie beiderseits in Ehrenfrieds Lust-Zimmer, da denn als die Sylvia ganz leise an die Türe stieß, Ehrenfried heraus zu ihr kam, welchen sie als ihren lieben Herrn Vater, des Landes Gewohnheit nach um die Füße fiel, einen glückseligen Morgen anerwüntschte, erwartende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.771200180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":177,"date":1719,"orig":"was ihres Herrn Vaters Befehl waͤre.","norm":"was ihres Herrn Vaters Befehl wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.773200035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":178,"date":1719,"orig":"Ehrenfried, nachdem er der Filinda einen froͤligen Morgen both, ſagte er: Freymuͤthige Filinda, wann dieſelbe einen hoch-geſchaͤtzten Freund ſehen will, iſt ihrer Kuͤhnheit ſchon erlaubet, Muͤlards und mein Nacht- Zimmer zu beſchreiten, worauff Filinda ſich in die Kammer begab, und nachdem ſie allerſeits einen begluͤckten Morgen anerwuͤntſchet, bey neben ſich mit der lieb-werthen Edelmuth beſprochen hatte, machte ſie gegen Muͤlarden eine ſonderliche Complimente, ſagende: Allerliebſtes Schweſterchen Edelmuth, geſtrige Begierde deinen hoch-geachten Herrn Vetter zu ſehen, halte ich, ſey nicht zu tadeln, wann ich dir zu geſtehen muß, daß die Achtbarkeit eines ſolchen Freundes, mich in Erkaͤntniß der Verwandſchafft, zumahlen du des Bildniß deiner ſeel. Frau Mutter in wahrer Vollkommenheit allhier anſchauen kanſt, gantz verzuckt machen wuͤrde.","norm":"Ehrenfried, nachdem er der Filinda einen fröhlichen Morgen bot, sagte er: Freimütige Filinda, wann dieselbe einen hochgeschätzten Freund sehen will, ist ihrer Kühnheit schon erlaubet, Mülards und mein Nacht-Zimmer zu beschreiten, worauf Filinda sich in die Kammer begab, und nachdem sie allerseits einen beglückten Morgen anerwüntschet, bei neben sich mit der liebwerten Edelmut besprochen hatte, machte sie gegen Mülarden eine sonderliche Komplimente, sagende: Allerliebstes Schwesterchen Edelmut, gestrige Begierde deinen hoch-geachten Herrn Vetter zu sehen, halte ich, sei nicht zu tadeln, wann ich dir zu gestehen muss, dass die Achtbarkeit eines solchen Freundes, mich in Erkenntnis der Verwandtschaft, zumal du des Bildnis deiner seel . Frau Mutter in wahrer Vollkommenheit allhier anschauen kannst, ganz verzuckt machen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.257100105285644} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":179,"date":1719,"orig":"Und er hoch-geſchaͤtzter Herr Muͤlard, verzeihe meiner Freyheit, als einer noch Unbekandten, wann ihn die Muͤdigkeit der allzuſchweren Reiſe uns geſtriges Tages nicht entzogen haͤtte, hielte ich davor, daß wir noch mit groͤſſeren Vergnuͤgen uns wuͤrden geletzet haben.","norm":"Und er hochgeschätzter Herr Mülard, verzeihe meiner Freiheit, als einer noch Unbekannten, wann ihn die Müdigkeit der allzuschweren Reise uns gestriges Tages nicht entzogen hätte, hielte ich davor, dass wir noch mit größeren Vergnügen uns würden geletzt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.596499919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":180,"date":1719,"orig":"Ehrenfried unterdeſſen befahl der Sylvia, daß ſie ſein beſtes meubilirtes Zimmer zu Hauſe aufs netteſte ausſtafieren, Herrn Muͤlards Sachen durch deſſen Diener aus den Wirthshauſe abholen, dahin legen laſſen, und ihm ſo dann den Schluͤſſel vom Zimmer zuſtellen, hernach ſich wiederum heraus in den Garten verfuͤgen, und vor dieſen Tag der Compagnie Geſellſchafft leiſten ſollte: hiermit kuͤſſete er ſie auf die Stirne; ſie eilete hierauff, fuhr nach Hauſe, und verrichtete alles was ihr Herr Vater ihr anbefohlen hatte.","norm":"Ehrenfried unterdessen befahl der Sylvia, dass sie sein bestes meubilirtes Zimmer zu Hause aufs netteste ausstaffieren, Herrn Mülards Sachen durch dessen Diener aus den Wirtshause abholen, dahin legen lassen, und ihm so dann den Schlüssel vom Zimmer zustellen, hernach sich wiederum heraus in den Garten verfügen, und vor diesen Tag der Compagnie Gesellschaft leisten sollte: hiermit küsste er sie auf die Stirn; sie eilte hierauf, fuhr nach Hause, und verrichtete alles was ihr Herr Vater ihr anbefohlen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121699810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":181,"date":1719,"orig":"Darnach gieng Ehrenfried wieder in die Kammer, ſich zur Filinda kehrend, ſagende:","norm":"Danach ging Ehrenfried wieder in die Kammer, sich zur Filinda kehrend, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.085800170898437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":182,"date":1719,"orig":"Willkommen wehrteſte Filinda, hier ſiehet ſie den Augen-Magnet der die Freuden-Thraͤnen ausgezogen, und ſie den Preiß der Muthmaßung erlanget.","norm":"Willkommen werteste Filinda, hier sieht sie den Augen-Magnet der die Freudentränen ausgezogen, und sie den Preis der Mutmassung erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.941800117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":183,"date":1719,"orig":"Sie laſſe ſich nicht ver- ‒ ‒ indem pochte jemand an die Thuͤre, und trat mit den aufmachen zugleich die luſtige Kunigundis in das Gemach, in der einen Hand einen ſilbernen Teller mit allerhand eingemachten Confituren, in der andern aber eine von Rubin-Glaß gemachte Flaſche mit koͤſtlichen Aqua vitæ haltende: nach ihr die fromme Euſebia mit einen Teller geſchnittenen Thorniſchen Pfefferkuchen, und einer Cryſtallinen Flaſchen mit refrichir-Waſſern, die ſie beyderſeits denen Dienern aus denen Haͤnden genommen, ihnen folgte die uͤbrige Geſellſchafft, begruͤßten die Anweſenden nebenſt Muͤlarden aufs freundligſte, und brachten die Morgen-Zeit, nachdem ein Knabe folgende Arie in die Laute geſungen:","norm":"Sie lasse sich nicht ver- ‒ ‒ indem pochte jemand an die Türe, und trat mit den aufmachen zugleich die lustige Kunigundis in das Gemach, in der einen Hand einen silbernen Teller mit allerhand eingemachten Konfitüren, in der anderen aber eine von Rubin-Glaß gemachte Flasche mit köstlichen Aqua vitae haltende: nach ihr die fromme Eusebia mit einen Teller geschnittenen Thornisschen Pfefferkuchen, und einer kristallinen Flaschen mit refrichir-Wassern, die sie beiderseits denen Dienern aus denen Händen genommen, ihnen folgte die übrige Gesellschaft, begrüßten die Anwesenden neben Mülarden aufs freundlichste, und brachten die Morgenzeit, nachdem ein Knabe folgende Arie in die Laute gesungen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.940199851989746} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":184,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":185,"date":1719,"orig":"So lebt man recht vergnuͤgt/ Wann man mit GOtt Und ſeinen Nechſten friedlich lebt/ Dann muß die Laͤſter-Rott Die um uns ſchwebt/ Von fernen traurig ſtehen/ Und unſ’re Luſt mit naſſen Augen ſehen/ Und wird beſiegt. :/:","norm":"So lebt man recht vergnügt / Wann man mit Gott und seinen Nächsten friedlich lebt / Dann muss die Läster-Rott die um uns schwebt / Von fernen traurig stehen / Und unsere Lust mit nassen Augen sehen / Und wird besiegt .: /:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.461599826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":186,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":187,"date":1719,"orig":"Laßt uns nur Sorg loß ſeyn/ Der wird ja noch Uns und die Unſ’ren wohl verſorg’n Wann wir des Liebes-Joch So heut als Morg’n Auf gleichen Achſeln tragen/ Der noch kein Voͤglein ließ ſein Hertz abnagen/ Sorg’t nur allein. :/:","norm":"Lasst uns nur Sorge los sein / Der wird ja noch uns und die Unsren wohl versorgen wann wir des Liebesjoch so heute als Morgen auf gleichen Achseln tragen / Der noch kein Vöglein ließ sein Herz abnagen / Sorgt nur allein .: /:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8180999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":188,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":189,"date":1719,"orig":"Ein Treu-geſinntes Hertz Traͤgt offt die Laſt/ Die ſeines Freundes Hertz beklemm’t Und dieß iſt ihm verhaßt/ Wann Falſchheit hemm’t/ Die Achtbarkeit der Sinnen/ So dann will alle Redligkeit zerrinnen/ Und machet Schmertz. :/:","norm":"Ein Treu-gesinntes Herz trägt oft die Last / Die seines Freundes Herz beklemmt und dies ist ihm verhasst / Wann Falschheit hemmt / Die Achtbarkeit der Sinnen / So dann will alle Redlichkeit zerrinnen / Und macht Schmerz .: /:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.736700057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":190,"date":1719,"orig":"IV.","norm":"IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":2.057800054550171} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":191,"date":1719,"orig":"Doch unſ’re Redligkeit Wird Silber/ Gold/ Noch was die Augen blenden kan/ Kein’n frembden Falſchheits-Sold Hier nehmen an/ Wie treue Freunde lieben/ Soll als in Stahl bey uns ſeyn angeſchrieben/ Durch alle Zeit. :/:","norm":"Doch unsere Redlichkeit wird Silber / Gold / Noch was die Augen blenden kann / Kein 'n fremden Falschheits-Sold hier nehmen an / Wie treue Freunde lieben / Soll als in Stahl bei uns sein angeschrieben / Durch alle Zeit .: /:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.103899955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":192,"date":1719,"orig":"mit allerhand erbaulichen Diſcurſen zu, da denn bey Genieſſung des Auffgeſetzten/ von Muͤlarden die Frage entſtund:","norm":"mit allerhand erbaulichen Diskursen zu, da denn bei Genießung des Aufgesetzten / von Mülarden die Frage entstand:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.958700180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":193,"date":1719,"orig":"Ob auch dergleichen Confituren, und ſtarck-gewuͤrtzte Pfeffer-Kuchen, nebenſt denen gebrandten Waſſern des Morgens zu gebrauchen, der Leibes-Conſtitution des Menſchen ſolten nuͤtz- und dienlich ſeyn?","norm":"Ob auch dergleichen Konfitüren, und stark-gewürzte Pfeffer-Kuchen, neben denen gebrandeten Wassern des Morgens zu gebrauchen, der Leibeskonstitution des Menschen sollten nütz- und dienlich sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.173999786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":194,"date":1719,"orig":"Kunigundis ſagte zu ihren Ehe-Liebſten: Mein Schatz, ihme wird als ein Medicus obliegen, Herrn Muͤlard dieſer Frage halben ein Genuͤgen zu thun.","norm":"Kunigundis sagte zu ihren Eheliebsten: Mein Schatz, ihm wird als ein Medikus obliegen, Herrn Mülard dieser Frage halben ein Genügen zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.920899868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":195,"date":1719,"orig":"Hertzlich gerne mein Kind, replicirte Thierhold; wann die hoch-geneigte Aſſemblee mir auff ein Viertelſtuͤndgen geneigte Audientz goͤnnen, und meinen hiervon ſchlechten Diſcourse groß-guͤnſtig Gehoͤr geben wollen.","norm":"Herzlich gerne mein Kind, replizierte Tierhold; wann die hochgeneigte Assemblee mir auf ein Viertelstündigen geneigte Audienz gönnen, und meinen hiervon schlechten Diskurse großgünstig Gehör geben wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.588200092315674} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":196,"date":1719,"orig":"Monſieur Thierhold, verſetzte Muͤlard, der Herr wird fuͤrwahr in Eroͤrterung meines Zweiffels mir, und hoffentlich der wehrten Compagnie einen groſſen Gefallen erweiſen.","norm":"Monsieur Tierhold, versetzte Mülard, der Herr wird fürwahr in Erörterung meines Zweifels mir, und hoffentlich der wehrten Compagnie einen großen Gefallen erweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9741997718811035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":197,"date":1719,"orig":"Wohlan denn, hoch-geſchaͤtzte Freunde und Freundinne, fieng Thierhold an:","norm":"Wohlan denn, hochgeschätzte Freunde und Freundinnen, fing Tierhold an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.055200099945068} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":198,"date":1719,"orig":"Wann ich insgemein wie es denn hier nicht anders ſeyn kan, von denen Confituren, welche theils in Jndien, theils in unſern Landen condirt und eingemacht werden, und von denen gewuͤrtzten Pfeffer- Kuchen, er ſey welcherley Arth er wolle, reden ſoll, ob dieſelben Morgens fruͤh der Leibes- Conſtitution des Menſchens nuͤtzlich oder ſchaͤdlich ſeyn?","norm":"Wann ich insgemein wie es denn hier nicht anders sein kann, von denen Konfitüren, welche teils in Indien, teils in unseren Landen condirt und eingemacht werden, und von denen gewürzten Pfeffer-Kuchen, er sei welcherlei Art er wolle, reden soll, ob dieselben Morgens früh der Leibes-Konstitution des Menschen nützlich oder schädlich sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.139999866485596} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":199,"date":1719,"orig":"ſo muß ich mit ja und nein antworten/ mit ja denenjenigen, die wegen angelegten Schleim an des Magens Mundloch, welcher ihnen fruͤh ein groſſes Reuſpern und Ubligkeit verurſachet, leiden muͤſſen, und die allzu phlegmatiſch und kalter Conſtitution ſeyn, die thun wohl, wann ſie von denen eingemachten Sachen in Munde kauen und ein wenig von Lufft-Waſſer oder ſonſten guten Aquavit zuſchlingen, oder von gewuͤrtzten Pfeffer-Kuchen einweichen und alſo genieſſen.","norm":"so muss ich mit Ja und nein antworten / mit Ja denjenigen, die wegen angelegten Schleim an des Magens Mundloch, welcher ihnen früh ein großes Räuspern und Ubligkeit verursachet, leiden müssen, und die allzu phlegmatisch und kalter Konstitution sein, die tun wohl, wann sie von denen eingemachten Sachen in Munde kauen und ein wenig von Luftwasser oder sonsten guten Aquavit zuschlingen, oder von gewürzten Pfeffer-Kuchen einweichen und also genießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117599964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":200,"date":1719,"orig":"Diejenigen aber verfahren am beſten und vorſichtigſten, die von beydes einige Biſcurten nehmen, ſolche in einen Canari-Sect oder Frontiniac weichen und eſſen.","norm":"Diejenigen aber verfahren am besten und vorsichtigsten, die von beides einige Biscurten nehmen, solche in einen Kanarisekt oder Frontiniac weichen und essen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.899899959564209} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":201,"date":1719,"orig":"Die Gemeinen aber, die es nicht in Vermoͤgen haben, nehmen ein ſtuͤcklein von der Ober-Rinde des Brods, ſtreuen ein wenig Jngber darauff, tuncken es in Roßmarien oder andern Braudewein ein, und eſſen es:","norm":"Die Gemeinen aber, die es nicht in Vermögen haben, nehmen ein Stücklein von der Ober-Rinde des Brots, streuen ein wenig Ingwer darauf, tunken es in Roßmarien oder anderen Braudewein ein, und essen es:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.015399932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":202,"date":1719,"orig":"Aber mein Kind, ſagte Kunigundis, nicht aber wie jener Kutſcher der einen Weck oder Schittgen (Struͤtzel) umb 3. Groſchen vor ein Kruͤmchen mit dem Bier abſchluckete!","norm":"Aber mein Kind, sagte Kunigundis, nicht aber wie jener Kutscher der einen Weck oder Schütten (Strützel) um 3. Groschen vor ein Krümelchen mit dem Bier abschlackte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.555500030517578} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":203,"date":1719,"orig":"Oho Schweſterchen verſetzte Filinda, das große Meſſer vergiß nicht; Es iſt geſchehen meine wehrteſte Filinda, replicirte Kunigundis, er wird aber ein groͤßer Maul als du gehabt haben.","norm":"Oho Schwesterchen versetzte Filinda, das große Messer vergiss nicht; es ist geschehen meine werteste Filinda, replizierte Kunigundis, er wird aber ein größer Maul als du gehabt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.835400104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":204,"date":1719,"orig":"Denen aber fuhr Thierhold fort, die Bilioſi, die Gallenſuͤchtig, auch denen die fluͤßiger Conſtitution ſeyn, und deshalben uͤbel-gegruͤndete Fontanellen tragen muͤſſen.","norm":"Denen aber fuhr Tierhold fort, die Biliosi, die Gallensüchtig, auch denen die flüssiger Konstitution sein, und deshalb übel-gegründete Fontanellen tragen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.032100200653076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":205,"date":1719,"orig":"Jngleichen die dem Wein-Trincken ergeben ſind, denen Scharbockiſchen, Geſchwollenen, und der Gicht-ergebenen mit Nein; denen erſteren werden dergleichen gewuͤrtzte Sachen und hitzige Waſſer allerhand Entzuͤndungen erwecken, daß, wo die Natur das Serum nicht in Kupffer-Blaͤtterlein ausſtoͤſſet, gar leicht eine Entzuͤndung der Lungen, denen anderen aber, eine Umbtreibung derer boͤſen Feuchtigkeiten mit dem Gebluͤthe, und indem die Suͤßigkeiten, ſo wohl vom Zucker als Honige, in denen Maͤgen ein unordentliches Gahren erregen, in Saͤure ſich verwandeln, und denen nutzbahren Stuͤcken einige Dicke und Niederſchlag verurſachen, die hitzigen Getraͤncke aber die dar zu kommen, den Sod und Brennen des Mundlochs des Magens zuwege bringen, entſtehen kan, daß aber das Frauenzimmer hergegen bey Genieß der eingemachten Sachen allzuſehr auff die Refrichir- Waſſer fallen, improbire ich gantz und gar, und iſt mit allen unordentlichen Genieſſungen des Weibes-Volcks in eine Claſſe zu ſetzen, bald klagen ſie Seiten-Stechen, bald Magen-Weh, bald erſtarren ſie gar durch Erkaͤlt- und Verſchleimung der Mutter, und daher entſtehen Verſtopffungen der Monatlichen Blume, und was dergleichen daraus entſpringenden Ungelegenheiten mehr ſind.","norm":"Ingleichen die dem Weintrinken ergeben sind, denen Scharbockischen, Geschwollenen, und der Gicht-ergebenen mit Nein; denen ersteren werden dergleichen gewürzte Sachen und hitzige Wasser allerhand Entzündungen erwecken, dass, wo die Natur das Serum nicht in Kupfer-Blätterlein ausstößt, gar leicht eine Entzündung der Lungen, denen anderen aber, eine Umtreibung derer bösen Feuchtigkeiten mit dem Geblüt, und indem die Süßigkeiten, so wohl vom Zucker als Honige, in denen Mägen ein unordentliches Garen erregen, in Säure sich verwandeln, und denen nutzbaren Stücken einige Dicke und Niederschlag verursachen, die hitzigen Getränke aber die dar zu kommen, den Sod und Brennen des Mundlochs des Magens zuwege bringen, entstehen kann, dass aber das Frauenzimmer hingegen bei Genieße der eingemachten Sachen allzu sehr auf die Refrichir-Wasser fallen, improbire ich ganz und gar, und ist mit allen unordentlichen Genießungen des Weibsvolks in eine Klasse zu setzen, bald klagen sie Seitenstechen, bald Magenweh, bald erstarren sie gar durch Erkält- und Verschleimung der Mutter, und daher entstehen Verstopfungen der monatlichen Blume, und was dergleichen daraus entspringenden Ungelegenheiten mehr sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.209199905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":206,"date":1719,"orig":"Wohl! ſagte Euſebia, Monſr.","norm":"Wohl! sagte Eusebia, Monsr.","lang_fastText":"ja","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.8491997718811035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":207,"date":1719,"orig":"Thierhold, dieſes fuͤrwahr ſeiner Ehe-Liebſten taͤglich vorzutragen hoͤchſt noͤthig.","norm":"Tierhold, dieses fürwahr seiner Eheliebsten täglich vorzutragen höchst nötig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.836100101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":208,"date":1719,"orig":"Ach Euſebia! wandte Kunigundis ein, deine Scheinheiligkeit wird deinen Fehlern ſchon eine Decke vorhaͤngen: Allein, ich halte mich nach des Celſi Meynung: daß ein Geſunder keine Regel habe und nach dem gemeinen Sprich- Wort:","norm":"Ach Eusebia! wandte Kunigundis ein, deine Scheinheiligkeit wird deinen Fehlern schon eine Decke vorhängen: Allein, ich halte mich nach des Celsi Meinung: dass ein Gesunder keine Regel habe und nach dem gemeinen Sprich-Wort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.994999885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":209,"date":1719,"orig":"Jch eſſe was mir ſchmeckt, und leide was ich kan.","norm":"Ich esse was mir schmeckt, und leide was ich kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.444499969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":210,"date":1719,"orig":"Thierhold antwortete, ſchoͤnſte Euſebia, mein Weibgen redet mehr nach ihren freyen Gemuͤthe, als ſie der Sage nach thut.","norm":"Tierhold antwortete, schönste Eusebia, mein Weibchen redet mehr nach ihren freien Gemüte, als sie der Sage nach tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.015999794006348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":211,"date":1719,"orig":"Das loſe Kind, ſagte Edelmuth, verbeiſt es, ſo viel ihr moͤglich, wann ihr gleich ein Zufall anſtoͤßt, alleine! wertheſte Schweſter, Denck-Mann und Reu-Melcher werden gewiß einmahl kommen.","norm":"Das lose Kind, sagte Edelmut, verbeißt es, so viel ihr möglich, wann ihr gleich ein Zufall anstößt, alleine! werteste Schwester, Denk-Mann und Reu-Melcher werden gewiss einmal kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4944000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":212,"date":1719,"orig":"Schweiget ihr loſen Vetteln alle mit einander, replicirte Kunigundis, oder ich ſage, was ich von euch weiß, ſo dann werdet ihr ſo harte beſtehen wie Butter an der Sonnen.","norm":"Schweiget ihr losen Vetteln alle miteinander, replizierte Kunigundis, oder ich sage, was ich von euch weiß, so dann werdet ihr so harte bestehen wie Butter an der Sonnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.607399940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":213,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":214,"date":1719,"orig":"Thierhold, ſprach Muͤlard, er hat mich mit ſeinen gelehrten Vortrag ſehr wohl contentiret, allein, weil ich in deſſen Discourſen ein Wort von ungegruͤndeten Fontanellen vernommen, ſo treibet mich die allzu-hefftige Begierde, hiervon ein beſſeres Fundament zu hoͤren an, daß die Vortraͤge ſo vieler alter beruͤhmter Medicorum, die durch ſo viel Jahr-hundert vor ſelbige geſtanden, nichtig ſeyn ſolten; So kan man ja auch nicht leugnen, daß die Fontanellen in Schwindel, Haupt- und Augen-Fluͤſſen groſſe Huͤlffe gethan haben: Alſobald, hoch-geehrter Herr Muͤlard, verſetzte Thierhold, werde ich nach Vermoͤgen mein Gutachten daruͤber eroͤffnen.","norm":"Tierhold, sprach Mülard, er hat mich mit seinen gelehrten Vortrag sehr wohl kontentieret, allein, weil ich in dessen Diskursen ein Wort von ungegründeten Fontanellen vernommen, so treibet mich die heftige Begierde, hiervon ein besseres Fundament zu hören an, dass die Vorträge so vieler alter berühmter Medicorum, die durch so viel Jahrhundert vor selbige gestanden, nichtig sein sollten; so kann man ja auch nicht leugnen, dass die Fontanellen in Schwindel, Haupt- und Augen-Flüssen große Hilfe getan haben: Alsobald, hochgeehrter Herr Mülard, versetzte Tierhold, werde ich nach Vermögen mein Gutachten darüber eröffnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.069200038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":215,"date":1719,"orig":"Es muß hoffentlich ein jeder Menſch oder wenigſtens ein jeder Chriſt mir dieſes zugeſtehen, daß der Schoͤpffer aller Creaturen, eine jede Creatur ihren Weſen nach hoͤchſt-vollkommen erſchaffen, und denenſelben, bevoraus aber denen Menſchen, ſo wohl die Uberfluͤßigkeiten, als Bedraͤngungen der Natur, durch gewiſſe Emunctoria oder Auswerffungs-Oerther auszufuͤhren, an deren Coͤrper biß zum Uberfluß anerſchaffen habe.","norm":"Es muss hoffentlich ein jeder Mensch oder wenigstens ein jeder Christ mir dieses zugestehen, dass der Schöpfer aller Kreaturen, eine jede Kreatur ihren Wesen nach höchstvollkommen erschaffen, und denselben, bevoraus aber denen Menschen, so wohl die Überflüssigkeiten, als Bedrängungen der Natur, durch gewisse Emunctoria oder Auswerfungs-Örter auszuführen, an deren Körper bis zum Überfluss anerschaffen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326200008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":216,"date":1719,"orig":"So befinden ſich bey dem Menſchen die Ohren, die durch das Ohren- Schmaltz die Reinigungen derer Duͤnſte des Haupts, die Augen, welche durch ihr ſaltzigtes Waſſer die Abſonderung derer ſaltzigten von denen genehm-werthen Theilen des Gehirns ausſtoſſen, die Naſen-Loͤcher, ſo ihren Mucum, ſ. v. Rotz oder zaͤhen und duͤnnen Ausfluß, als durch ein ſubtil Cloac ſo wohl von denen auffſteigenden Magen-Duͤnſten, als auch abflieſſenden Beſchwernuͤſſen derer oberen Theile auswerffen, der Mund durch welchen der Magen das Unnoͤthige durch Raͤuſpern oder gewaltſames Erbrechen, vermittelſt ſeines Schlundes, oder die Lunge ihre Bedraͤngniſſe von zaͤher Materia, Schleim, Eyter &c.","norm":"So befinden sich bei dem Menschen die Ohren, die durch das Ohren-Schmalz die Reinigungen derer Dünste des Haupts, die Augen, welche durch ihr salziges Wasser die Absonderung derer salzigen von denen genehm-werten Teilen des Gehirns ausstoßen, die Nasenlöcher, so ihren Mucum, s. v. Rotz oder zähen und dünnen Ausfluss, als durch ein subtil Cloac sowohl von denen aufsteigenden Magen-Dünsten, als auch abfließenden Beschwernissen derer oberen Teile auswerfen, der Mund durch welchen der Magen das Unnötige durch Räuspern oder gewaltsames Erbrechen, vermittels seines Schlundes, oder die Lunge ihre Bedrängnisse von zäher Materie, Schleim, Eiter etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.492800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":217,"date":1719,"orig":"Durch die Lufft-Roͤhre oder auch die inneren Theile des Gaumens, wie auch des gantzen Leibes, mit Beyhuͤlffe derer Speichel-Roͤhren durch offters Ausſpeyen des Speichels in geſchehener Zertheilung von der Natur von ſich geben.","norm":"Durch die Luftröhre oder auch die inneren Teile des Gaumens, wie auch des ganzen Leibes, mit Beihilfe derer Speichelröhren durch öfters Ausspeien des Speichels in geschehener Zerteilung von der Natur von sich geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.921599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":218,"date":1719,"orig":"Der Urin- oder Harn- Gang, durch welchen das Gebluͤthe ſich von ſeinen unnuͤtzen und uͤberfluͤßigen Sero oder Lympha Waſſerkeit, wie auch zum offtern der gantze Leib ſich von ſeinen Unreinigkeiten und Uberfluß befreyet.","norm":"Der Urin- oder Harn-Gang, durch welchen das Geblüt sich von seinen unnützen und überflüssigen Sero oder Lympha Wasserkit, wie auch zum Öfteren der ganze Leib sich von seinen Unreinigkeiten und Überfluss befreiet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8734002113342285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":219,"date":1719,"orig":"Der Maſtdarm, durch welchen, nachdem in dem zwoͤlff Finger- Gedaͤrme (Duodeno) vermittelſt zuflieſiender Galle, das Gute von den unnuͤtzen ſegregiret worden, die Feces oder Unrath ausgehen, wie auch bey denen Frauen der verordnete Ausgang, durch welchen ſo wohl die Monatliche Blume, als ein Ausſchuß des uͤberfluͤßigen Gebluͤths, wie auch anderer Beſchwerniſſen derer Gewaͤchſe, Geſchwuͤre &c. ausgeworffen werden, ſo ſtoͤſſet auch bey denen Manns-Perſonen die Natur durch den Saamen-Gang offt viel Hinderung ihres Wohlſeyns von ſich.","norm":"Der Mastdarm, durch welchen, nachdem in dem zwölf Finger-Gedärme (Duodena) vermittels zufliesiender Galle, das Gute von den unnützen segregieret worden, die Fezes oder Unrat ausgehen, wie auch bei denen Frauen der verordnete Ausgang, durch welchen so wohl die monatliche Blume, als ein Ausschuss des überflüssigen Geblüts, wie auch anderer Beschwernissen derer Gewächse, Geschwüre & c. ausgeworfen werden, so stößt auch bei denen Mannspersonen die Natur durch den Saamen-Gang oft viel Hinderung ihres Wohlseins von sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039000034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":220,"date":1719,"orig":"Die goldenen Adern (Hæmorrhoides) die bey unterſchiedenen Perſonen zu gewiſſen Zeiten ſich ſelbſt oͤffnen, geben dick, ſchwartz, unreines, ſchweres Gebluͤth von ſich.","norm":"Die goldenen Adern (Hämorrhoide) die bei unterschiedenen Personen zu gewissen Zeiten sich selbst öffnen, geben dick, schwarz, unreines, schweres geblüht von sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8907999992370605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":221,"date":1719,"orig":"Endlich iſt ja der gantze Leib mit viel tauſent Loͤchlein angefuͤllet, da die bey einen jeden Loͤchlein (Poro) liegende Glandul gleich einen Schwaͤmmlein, die unreine Feuchtigkeiten an ſich ziehen, und hernach durch den Schweiß von ſich ſtoſſen, halte ich alſo davor, daß ein rechtſchaffener Medicus bey einen dergleichen durch-loͤcherichten Corpus keine groſſe Muͤhe haben wuͤrde, der Natur als ein getreuer Diener in ihren Bedraͤngniſſen beyraͤthig zu ſeyn, als durch ein neues Loch dieſelbe durch erregte Schmertzen von ihren rechtmaͤſſigen Verdauungen abziehen, und zu einen ungewoͤhnlichen Auswurff zu noͤthigen.","norm":"Endlich ist ja der ganze Leib mit viel tausend Löchlein angefüllt, da die bei einen jeden Löchlein (Poro) liegende Glandul gleich einen Schwämmlein, die unreine Feuchtigkeiten an sich ziehen, und hernach durch den Schweiß von sich stoßen, halte ich also davor, dass ein rechtschaffener Medikus bei einen dergleichen durch-löcherichten Corpus keine große Mühe haben würde, der Natur als ein getreuer Diener in ihren Bedrängnissen beirätig zu sein, als durch ein neues Loch dieselbe durch erregte Schmerzen von ihren rechtmäßigen Verdauungen abziehen, und zu einen ungewöhnlichen Auswurf zu nötigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000800132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":222,"date":1719,"orig":"Ferner, wann wir bey denen Fontanellen betrachten, die Beſchaffenheit in taͤglicher Ausreinigung und Verbindung, die Verdrießligkeit des Eyterhafften Geruchs, bevoraus zu Sommers-Zeiten, wann der Schweiß mit zu kommt, da man nicht allein in Geſellſchafften denen Anweſenden einen Eckel verurſachet, ſondern auch ihme ſelbſten bey ſolchen Garſt-Geruch gram und gehaͤßig wird.","norm":"Ferner, wann wir bei denen Fontanellen betrachten, die Beschaffenheit in täglicher Ausreinigung und Verbindung, die Verdrießlichkeit des Eiterhaften Geruchs, bevoraus zu Sommerzeiten, wann der Schweiß mit zu kommt, da man nicht allein in Gesellschaften denen Anwesenden einen Ekel verursachet, sondern auch ihm selbst bei solchen Garst-Geruch Gram und gehässig wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.560500144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":223,"date":1719,"orig":"Weiln aber Herr Muͤlard einwendet:","norm":"Weil aber Herr Mülard einwendet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.490600109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":224,"date":1719,"orig":"Es waͤre doch nicht zu leugnen, daß die Fontanellen in gewiſſen Zufaͤllen ihre gute Ausrichtung thaͤten; Hierauff antworte ich: daß es zuweilen zu geſchehen pflege, aber auf was fuͤr Arth?","norm":"Es wäre doch nicht zu leugnen, dass die Fontanellen in gewissen Zufällen ihre gute Ausrichtung täten; hierauf antworte ich: dass es zuweilen zu geschehen pflege, aber auf was für Art?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.284800052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":225,"date":1719,"orig":"Nehmlich: indem die guten Humores abgehen, ſo muß ſtante circulatione humorum, auch zu Zeiten das duͤnne Boͤſe mit gehen, die dicke Materie aber, wann ſie nicht durch Schweren und Eytern ihren Ausgang ſuchet, verurſachet ſie großes Reiſſen in denen Gliedern, und unterſchiedenen Theilen des menſchlichen Leibes, und diejenigen die nicht ſehr corpulent und feiſt ſind, und da die genoſſenen Sachen nicht haͤufig zur Nahrung gehen, oder die Wein- und Bier-Glaͤſer nicht fleißig ausſtuͤrtzen, gerathen in ein ſolch Abnehmen des Leibes Beſtaͤndniß, daß ſie als Schatten einher gehen, und dieſes ſind die vortheilhafften Wirckungen derer Fontanellen.","norm":"Nämlich: indem die guten Humores abgehen, so muss stante circulatione humorum, auch zu Zeiten das dünne Böse mit gehen, die dicke Materie aber, wann sie nicht durch Schweren und Eitern ihren Ausgang suchet, verursachet sie großes Reißen in denen Gliedern, und unterschiedenen Teilen des menschlichen Leibes, und diejenigen die nicht sehr korpulent und feist sind, und da die genossenen Sachen nicht häufig zur Nahrung gehen, oder die Wein- und Biergläser nicht fleißig ausstürzen, geraten in ein solch Abnehmen des Leibes Beständniß, dass sie als Schatten einhergehen, und dieses sind die vorteilhaften Wirkungen derer Fontanellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.152999877929687} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":226,"date":1719,"orig":"Allein! fragte Muͤlard, wie aber deme zu rathen, der ſich ſonſten in der Diæt moderat haͤlt, und nun eine Fontanelle oder mehr an ſeinen Leibe hat?","norm":"Allein! fragte Mülard, wie aber dem zu raten, der sich sonsten in der Diät moderat hält, und nun eine Fontanelle oder mehr an seinen Leibe hat?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.495500087738037} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":227,"date":1719,"orig":"Ehrenfried fiel ihm in die Rede, ſagende: Lieber Bruder, ſo viel als die Bauren in der Schweitz ihnen Laß-Koͤpffe hacken und ſetzen laſſen.","norm":"Ehrenfried fiel ihm in die Rede, sagende: Lieber Bruder, so viel als die Bauern in der Schweiz ihnen Lass-Köpfe hacken und setzen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.669300079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":228,"date":1719,"orig":"Kan man ſie auch, fuhr Muͤlard fort, zumahln die Natur ſich nun daran gewoͤhnt, und ihren Ausgang dahin genommen, wieder eingehen laſſen?","norm":"Kann man sie auch, fuhr Mülard fort, zumal die Natur sich nun daran gewöhnt, und ihren Ausgang dahin genommen, wieder eingehen lassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791999816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":229,"date":1719,"orig":"Thierhold antwortete:","norm":"Tierhold antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.855100154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":230,"date":1719,"orig":"So ploͤtzlich dieſelbe eingehen einfallen zu laſſen, wolte ich niemanden rathen, es ſey dann, daß ein verſtaͤndiger Medicus der Natur, nach dem er ſie nach und nach durch gelinde Laxantia alterirt, den zum geweſenen Zufall gehoͤrigen Ausgang, durch ordentlich bewehrte Mittel weiſe, und ſo dann durch einen Chirurgum die Fontanellen bey maͤhligen zuheilen lieſſe:","norm":"So plötzlich dieselbe eingehen einfallen zu lassen, wollte ich niemanden raten, es sei dann, dass ein verständiger Medikus der Natur, nach dem er sie nach und nach durch gelinde Laxantia alteriert, den zum gewesenen Zufall gehörigen Ausgang, durch ordentlich bewehrte Mittel weise, und so dann durch einen Chirurgum die Fontanellen bei mehligen zuheilen ließe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5833001136779785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":231,"date":1719,"orig":"Jch muß geſtehen, daß ich in meiner kurtzen Praxi mehr als dreyzehen Perſonen mit großen Vergnuͤgen, und beſſerer erfolgender Leibes-Beſtaͤndniß von dieſen Ubel auf gleiche Art liberirt habe, und wann man ja auf dergleichen Sicherung ſein Propos ſetzen wolte, ſo gebrauche man ſich des hoch-erfahrnen Helmontii Auri Horizontalis, ſo wird ſolches, nachdem es den gantzen Leib gereiniget hat, durch eine entſtehende Salivation oder Geiferung eher und beſſere Ausrichtung als die Fontanellen thun, und deren Stelle reichlichlich erſetzen.","norm":"Ich muss gestehen, dass ich in meiner kurzen Praxi mehr als dreizehn Personen mit großen Vergnügen, und besserer erfolgender Leibes-Beständniß von diesen Übel auf gleiche Art liberirt habe, und wann man ja auf dergleichen Sicherung sein Propos setzen wollte, so gebrauche man sich des hocherfahrenen Helmontii Auri Horizontalis, so wird solches, nachdem es den ganzen Leib gereinigt hat, durch eine entstehende Salivation oder Geiferung eher und bessere Ausrichtung als die Fontanellen tun, und deren Stelle reichlichlich ersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.748700141906738} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":232,"date":1719,"orig":"Muͤlard verſetzte: Monſr.","norm":"Mülard versetzte: Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.954000473022461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":233,"date":1719,"orig":"Thierhold, ich muß geſtehen, daß er mich gaͤntzlich in ſeine Meynung gebracht, betrachtende, wie verwegen derjenige ſey, der ſeinen Schoͤpffer in ſeinen Wercken einigen Mangel einer Unvollkommenheit ausſtellet, und gleichet ein ſolcher Kluͤgling demjenigen, welcher den Uberfluß mit einen Zuſatz vergroͤſſerte, Waſſer ins Meer, und Holtz in Wald tragen wolte.","norm":"Tierhold, ich muss gestehen, dass er mich gänzlich in seine Meinung gebracht, betrachtende, wie verwegen derjenige sei, der seinen Schöpfer in seinen Werken einigen Mangel einer Unvollkommenheit ausstellet, und gleichet ein solcher Klüglich demjenigen, welcher den Überfluss mit einen Zusatz vergrößerte, Wasser ins Meer, und Holz in Wald tragen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.485099792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":234,"date":1719,"orig":"Wofern aber ich als ein Frembder ſo gluͤckſeelig ſeyn koͤnte, und die hoch-geliebte Compagnie ob meiner Curioſitaͤt nicht einen Eckel, Monſr.","norm":"Sofern aber ich als ein fremder so glückselig sein könnte, und die hochgeliebte Compagnie ob meiner Kuriosität nicht einen Ekel, Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.685200214385986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":235,"date":1719,"orig":"Thierhold aber einen Verdruß haben wolte, daß ich denſelben als einen vorſichtigen Medicum, deſſen Discourſe ſo verwickelt ſeyn, daß man nicht auffhoͤren kan, ihn des eingemengten halben mehr und mehr zu fragen, umb genaueren Unterricht zu ſchoͤpffen, noch einmahl belaͤftigen moͤge.","norm":"Tierhold aber einen Verdruss haben wollte, dass ich denselben als einen vorsichtigen Medicum, dessen Diskurse so verwickelt sein, dass man nicht aufhören kann, ihn des eingemengten halben mehr und mehr zu fragen, um genaueren Unterricht zu schöpfen, noch einmal belästigen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.466599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":236,"date":1719,"orig":"Ehrenfried replicirte:","norm":"Ehrenfried replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.780200004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":237,"date":1719,"orig":"Es wird wohl bald Zeit zum Mittags-Mahl ſeyn, jedennoch werden wir allerſeits mit Hertzens- Vergnuͤgen meines wertheſten Freundes Herrn Muͤlards nochmahlige Frage, und derſelben Eroͤrterung begierig anhoͤren.","norm":"Es wird wohl bald Zeit zum Mittagsmahl sein, dennoch werden wir allerseits mit Hertzens-Vergnügen meines wertesten Freundes Herrn Mülards nochmalige Frage, und derselben Erörterung begierig anhören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.329899787902832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":238,"date":1719,"orig":"Die Errinnerung der Salivation, ſagte Muͤlard, die vermittelſt des Auri Horizontalis Helmontii zu wege gebracht wird, reitzet mich an, nebenſt derſelben rechtmaͤßigen Cur und Adhibirung, und worzu ſie ſo noͤthig als ſie mir bereits von vortreflichen Medicis nicht genungſam kan geruͤhmet werden, einen rechten Grund zu wiſſen.","norm":"Die Erinnerung der Salivation, sagte Mülard, die vermittels des Auri Horizontalis Helmontii zu Wege gebracht wird, reizet mich an, neben derselben rechtmäßigen Kur und Adhibirung, und wozu sie so nötig als sie mir bereits von vortrefflichen Medicis nicht genugsam kann gerühmt werden, einen rechten Grund zu wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.913000106811523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":239,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":240,"date":1719,"orig":"Muͤlard, antwortete Thierhold, weiln die hoch-werthe Geſellſchafft in dieſem Stuͤcke ich ſehr attent zu ſeyn vermercke: will ich ohne Verdruß denenſelben nach meinen Vermoͤgen und Meynung gerne zu willen leben: daß ich aber erſt melde, was die Salivation ſey, errinnere ich nochmahls: ſie ſey nichts anders als ein Geifern, da denn durch die Speichel-Roͤhren, der Speichel, und mit ihme alle zertheilte und fluͤßig-gemachte Unreinigkeiten ausgehen’, ſolche Beſchwerung nun von ihrer Crasſities und Dicke zu zertheilen, duͤnne zu machen, und aus den Coͤrper durch die Speichel-Roͤhren zu treiben, ſind vielerley Arten:","norm":"Mülard, antwortete Tierhold, weil die hoch-werte Gesellschaft in diesem Stücke ich sehr attent zu sein Vermerke: will ich ohne Verdruss denselben nach meinen Vermögen und Meinung gerne zu Willen leben: dass ich aber erst melde, was die Salivation sei, erinnere ich nochmals: Sie sei nichts anders als ein Geifern, da denn durch die Speichelröhren, der Speichel, und mit ihm alle zerteilte und flüssiggemachte Unreinigkeiten ausgehen, solche Beschwerung nun von ihrer Crassities und Dicke zu zerteilen, dünne zu machen, und aus den Körper durch die Speichelröhren zu treiben, sind vielerlei Arten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654600143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":241,"date":1719,"orig":"Als durch Mercurialiſches Schmieren, Raͤuchern, &c. welche Modos ich alle gaͤntzlich improbire und mit nichten gut heiſſe; ſintemahl der Mercurius bey vielen, wann er auf gemeldete Arth und Weiſe in den Coͤrper getrieben wird, ſelten dergeſtalt kan ausgefuͤhret werden, daß nicht eine Contractur, Fieber, ja ein lauffender Mercurius ſelbſt, als bey vielen nach dem Abſterben gefunden, auch bey Lebens-Zeiten durch den Schweiß ausgegangen, ſolte zuruͤcke bleiben.","norm":"Als durch Mercurialisches Schmieren, Räuchern, & c. welche Modos ich alle gänzlich improbire und mit nichten gutheiße; sintemal der Mercurius bei vielen, wann er auf gemeldete Art und Weise in den Körper getrieben wird, selten dergestalt kann ausgeführt werden, dass nicht eine Kontraktur, Fieber, ja ein laufender Mercurius selbst, als bei vielen nach dem Absterben gefunden, auch bei Lebenszeiten durch den Schweiß ausgegangen, sollte zurückbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":242,"date":1719,"orig":"Etliche grobe Knollen ſchmieren ſo lange, biß ein Ducaten, den der Patiente im Munde haͤlt, von denen Exhalationibus Mercurii, oder Queckſilbers weiß und verqvickt wird.","norm":"Etliche grobe Knollen schmieren so lange, bis ein Dukaten, den der Patiente im Munde hält, von denen Exhalationibus Mercurii, oder Quecksilbers weiß und verquickt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":243,"date":1719,"orig":"Der aber denen Patienten nach vorhergehender Ausreinigung durch ein innerliches Medicament die Dicke des Phlegmatis duͤnne machet, und durch die Speichel- Roͤhren ausfuͤhren kan, der hat in der Medicin was gutes, vielen Beſchwerniſſen entgegen zu gehen, gefunden, und hierzu iſt kein zulaͤnglicheres Mittel, als des Welt-beruͤhmten Helmontii Aurum Horizontale von welchen, wann der Patient vier Gran mit gleich viel Antimonii diaphoretici vermiſcht, nur einmahl, oder ſo es das erſtere mahl ſeine Wirckung nicht thaͤte, zweymahl brauchet, ſo wird es erſtlich einen Vomitum, hernach 3. biß 4. Sedes, nach dieſen einen Schweiß mit Ausgang des Urins cauſiren, und wofern ſich der Patient nur warm haͤlt, ſo fangen die Speichel- Roͤhren an zu ſchwellen, und gehet nachmahls das Geifern an, welches ſo lange dauret, biß die Kranckheit gaͤntzlich gehoben iſt, wie mit mehrern in den verwegenen Chirurgo erwehnet und beſchrieben iſt.","norm":"Der aber denen Patienten nach vorhergehender Ausreinigung durch ein innerliches Medikament die Dicke des Phlegmatis dünne macht, und durch die Speichel-Röhren ausführen kann, der hat in der Medizin was Gutes, vielen Beschwernissen entgegenzugehen, gefunden, und hierzu ist kein zulänglicheres Mittel, als des Weltberühmten Helmontii Aurum Horizontale von welchen, wann der Patient vier Gran mit gleich viel Antimonii diaphoretici vermischt, nur einmal, oder so es das erstere Mal seine Wirkung nicht täte, zweimal brauchet, so wird es erstlich einen Vomitum, hernach 3. bis 4. Sedes, nach diesen einen Schweiß mit Ausgang des Urins kausieren, und sofern sich der Patient nur warm hält, so fangen die Speichel-Röhren an zu schwellen, und geht nachmals das Geifern an, welches so lange dauert, bis die Krankheit gänzlich gehoben ist, wie mit mehreren in den verwegenen Chirurg erwähnt und beschrieben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085299968719482} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":244,"date":1719,"orig":"Wohlan ſagte Ehrenfried, Monſr.","norm":"Wohlan sagte Ehrenfried, Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.511500358581543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":245,"date":1719,"orig":"Thierhold hat ſein Fruͤh- Stuͤck wohl-verdienet; Muͤlard bedanckte ſich ingleichen aufs hoͤflichſte, ſo wohl gegen Thierhold, daß er ihme die Gedult nehmen, und auf ſeine vorwitzige Fragen ihm ſolchen guten Bericht geben wollen; wofuͤr er nicht nur anjetzo mit dem Munde, ſondern auch eheſtens im Wercke gegen denſelben ſich danckbahr erweiſen wuͤrde, als auch gegen die anweſende hoch-geneigte Compagnie, daß ſie mit gedultigen Ohren ſeiner unnoͤthigen Vortraͤgen Eroͤrterung anzuhoͤren, und ihr Vergnuͤgen eine Zeitlang zu unterbrechen, guͤnſtig geweſen.","norm":"Tierhold hat sein Früh-Stück wohl-verdient; Mülard bedankte sich ingleichen aufs höflichste, sowohl gegen Tierhold, dass er ihm die Geduld nehmen, und auf seine vorwitzige Fragen ihm solchen guten Bericht geben wollen; wofür er nicht nur jetzt mit dem Munde, sondern auch ehestens im Werke gegen denselben sich dankbar erweisen würde, als auch gegen die anwesende hochgeneigte Compagnie, dass sie mit geduldigen Ohren seiner unnötigen Vorträgen Erörterung anzuhören, und ihr Vergnügen eine Zeitlang zu unterbrechen, günstig gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2895002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":246,"date":1719,"orig":"Thierhold verſetzte, ſagende:","norm":"Tierhold versetzte, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.4461002349853525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":247,"date":1719,"orig":"Herr Muͤlard waͤre ihm keinen Danck ſchuldig, er baͤthe nur vor dieſesmahl mit ſeiner unzeitigen Meynung als von einem jungen Medico Groß-G. vorlieb zu nehmen, biß durch einem wohl-erfahrnen Alten dieſelbigen gruͤndlicher moͤchten vorgezeiget werden.","norm":"Herr Mülard wäre ihm keinen Dank schuldig, er bäte nur vor diesmal mit seiner unzeitigen Meinung als von einem jungen Medico Groß-G. vorliebzunehmen, bis durch einem wohlerfahrenen Alten dieselbigen gründlicher möchten vorgezeigt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9644999504089355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":248,"date":1719,"orig":"Liebhold antwortete in Nahmen der gantzen werthen Geſellſchafft:","norm":"Liebhold antwortete in Namen der ganzen werten Gesellschaft:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.176000118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":249,"date":1719,"orig":"Dem was einen vergnuͤget kan man wohl zuhoͤren, und waͤren ſie Herrn Muͤlarden hoͤchſt verbunden, daß durch ſeine Curioſitaͤt ihren Verlangen von Monſr.","norm":"Dem was einen vergnüget kann man wohl zuhören, und wären sie Herrn Mülarden höchst verbunden, dass durch seine Kuriosität ihren Verlangen von Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9456000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":250,"date":1719,"orig":"Thierholden ein Gnuͤgen geſchehen waͤre; ſie wolten dahin befliſſen leben, ſolches mit allen Liebes- und Freundſchaffts-Bezeugungen wiederumb zu verſchulden.","norm":"Tierholden ein Genügen geschehen wäre; sie wollten dahin beflissen leben, solches mit allen Liebes- und Freundschaftsbezeugungen wiederum zu verschulden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.746500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":251,"date":1719,"orig":"Thierhold ſprach: Mir iſt unbekannt daß ich mit meinen ſchlechten Diſcourſen der lieb-werthen Compagnie eine ſolche Zufriedenheit geben koͤnnen, die einiger Marque, geſchweige einiges| Dancks werth ſeyn.","norm":"Tierhold sprach: Mir ist unbekannt dass ich mit meinen schlechten Diskursen der liebwerten Compagnie eine solche Zufriedenheit geben können, die einiger Marque, geschweige einiges | Danks wert sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.856900215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":252,"date":1719,"orig":"Jch bin ſchuldig vor geneigteſte Audience verbundenſten Danck zu ſagen.","norm":"Ich bin schuldig vor geneigteste Audience verbundensten Dank zu sagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.698500156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":253,"date":1719,"orig":"Das II. Capitel.","norm":"Das II. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.719399929046631} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":254,"date":1719,"orig":"Ehrenfried invitirt ſeine Gaͤſte in die Sommer- Loͤbe auf ein Fruͤh-Stuͤcke.","norm":"Ehrenfried invitiert seine Gäste in die Sommer-Lobe auf ein Frühstücke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378900051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":255,"date":1719,"orig":"Filinden Schertz- Reden und Ehren-frieds Gegen-Rede.","norm":"Filinden Schertz-Reden und Ehren-frieds Gegenrede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.809500217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":256,"date":1719,"orig":"Liſtig verdeckte Waſſer-Kuͤnſte/ durch welche |das Frauenzimmer benetzet wird/ nach dem die Compagnie ſich geſetzet hatte/ wurde eine Arie geſungen/ und nach verrichteten Tiſch-Gebeth das Fruͤh-Stuͤck mit untermengten Discourſen genoſſen.","norm":"Listig verdeckte Wasserkünste / durch welche | das Frauenzimmer benetzet wird / nach dem die Compagnie sich gesetzt hatte / wurde eine Arie gesungen / und nach verrichteten Tischgebet das Frühstück mit untermengten Diskursen genossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.112400054931641} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":257,"date":1719,"orig":"Wechſel-Reden von der ewig-brennenden Lampen/ von wem Ehrenfried ſelbige bekommen habe; der Filinden Frage hiervon und Liebholds Antwort.","norm":"Wechsel-Reden von der ewigbrennenden Lampen / von wem Ehrenfried selbige bekommen habe; der Filinden Frage hiervon und Liebholds Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.514599800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":258,"date":1719,"orig":"Kunigundens Anfrage an ihren Liebſten/ wird von ihme beantwortet/ redet von der Stein-Wolle/ Unachtſamkeit der Berg-Leuthe in Unterſuchung derer Mineralien.","norm":"Kunigundes Anfrage an ihren Liebsten / wird von ihm beantwortet / redet von der Steinwolle / Unachtsamkeit der Bergleute in Untersuchung derer Mineralien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.757999897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":259,"date":1719,"orig":"Muͤlards Frage/ ob Eckarth noch lebe oder nicht/ beantwortet Nannefort.","norm":"Mülards Frage / ob Eckart noch lebe oder nicht / beantwortet Nannefort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.714799880981445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":260,"date":1719,"orig":"Ob der Krieg den Vorzug vor die Gelehrſamkeit habe/ eroͤrtert Eckarth/ erzehlet/ warumb er den Degen vor die Feder erkieſet habe.","norm":"Ob der Krieg den Vorzug vor die Gelehrsamkeit habe / erörtert Eckart / erzählt / warum er den Degen vor die Feder erkieset habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.077099800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":261,"date":1719,"orig":"Sylvia, Ehrenfrieds Tochter koͤmmt in die Geſellſchafft.","norm":"Sylvia, Ehrenfrieds Tochter kommt in die Gesellschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.635499954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":262,"date":1719,"orig":"Relegation ſoll mit guten bedacht geſchehen/ damit ſie nicht in Verachtung kommen; worzu Univerſitaͤten aufgerichtet ſind.","norm":"Relegation soll mit guten bedacht geschehen / damit sie nicht in Verachtung kommen; wozu Universitäten aufgerichtet sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.853499889373779} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":263,"date":1719,"orig":"Ranneforts Leib-Schuͤtze meldet ihn an/ daß einer nach ihn gefragt und wartete ſeiner vor der Garten-Thuͤre/ ſo Eckarth war/ welchen Rannefort empſieng/ und/ nachdem ſich Eckarth vermasquiret hatte/ ihn in die Compagnie fuͤhrte.","norm":"Ranneforts Leib-Schütze meldet ihn an / dass einer nach ihn gefragt und wartete seiner vor der Gartentüre / so Eckart war / welchen Rannefort empsieng / und / nachdem sich Eckart vermasquiret hatte / ihn in die Compagnie führte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.895400047302246} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":264,"date":1719,"orig":"Eckarth gibt ſich vor einen Marck- Schreyer aus/ ſaget Muͤlarden aus dem Geſicht und Hand wahr/ lehret der ſragenden Edelmuth zwey gute Mittel wider das Zahn- Weh/ und Muͤlarden von ſeinen krummen Finger.","norm":"Eckart gibt sich vor einen Marck-Schreier aus / sagt Mülarden aus dem Gesicht und Hand wahr / lehrt der schragenden Edelmut zwei gute Mittel wider das Zahn-Weh / und Mülarden von seinen krummen Finger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.099299907684326} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":265,"date":1719,"orig":"Der vermasquirte Eckarth wird von Muͤlarden entlarvet.","norm":"Der vermasquirte Eckart wird von Mülarden entlarvet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.508299827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":266,"date":1719,"orig":"Eckarths Anrede an die Compagnie.","norm":"Ekarts Anrede an die Compagnie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.100299835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":267,"date":1719,"orig":"Sophiens Gegen-Satz und Ehrenfrieds Beantwortung an Eckarthen.","norm":"Sophies Gegensatz und Ehrenfrieds Beantwortung an Eckarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.33180046081543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":268,"date":1719,"orig":"Liebholdens Wuntſch an die drey gute Freunde/ trinckt deren Geſundheit/ die ſie allerſeits Beſcheid thaten.","norm":"Liebholdes Wunsch an die drei gute Freunde / trinkt deren Gesundheit / die sie allerseits Bescheid taten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.333600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":269,"date":1719,"orig":"Florigundens Vorrede| und Gluͤckwuͤnſehung/ welche Adelbrecht und die andern alle/ doch jedes inſonderheit/ in gebundener Rede verfolgten; worauff Ehrenfried in Nahmen ſeiner Muͤlards und Eckarths ihren verbundneſten Danck mit einen Gegen- Wuntſch ablegte; darauff wurde eine Arie geſungen.","norm":"Florigundens Vorrede | und Glückwünsehung / welche Adelbrecht und die anderen alle / doch jedes in Sonderheit / in gebundener Rede verfolgten; worauf Ehrenfried in Namen seiner Mülards und Ekarts ihren verbundensten Dank mit einen Gegen-Wunsch ablegte; darauf wurde eine Arie gesungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.093999862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":270,"date":1719,"orig":"Nach der Mahlzeit erluſtigte ſich die Geſellſchafft mit einigen Luſt-Spielen.","norm":"Nach der Mahlzeit erlustigte sich die Gesellschaft mit einigen Lustspielen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313700199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":271,"date":1719,"orig":"Gegen Abend lude Rannefort die Compagnie in ſein Qvartier auf eine Abend-Colation ein/ da ſie denn von Ehrenfried Danck-verbundneſten Abſchied nahmen/ in die Stadt fuhren/ und bey Rannefort einkehrten.","norm":"Gegen Abend lude Rannefort die Compagnie in sein Quartier auf eine Abend-Colation ein / da sie denn von Ehrenfried Danck-verbundnesten Abschied nahmen / in die Stadt fuhren / und bei Rannefort einkehrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.254799842834473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":272,"date":1719,"orig":"Nach geendigten Eſſen bath Rannefort Ehrenfried/ Muͤlard und Eckarthen und die andern in ſein Neben-Stuͤblein auf ein Pfeiffgen Toback; etliche mit den Frauenzimmer verblieben in den Saal/ da denn Euſebia und Filinda Thierholden bathen/ von des Tobacks Eigenſchafft einen Unterricht mit zu theilen/ der dann ſo fort von des Tobacks Nutzen/ Schaden/ ſo wohl in Schmauchen/ Kauen und Schnupffen mit Beyfuͤhrung einiger Hiſtorien vorzeiget.","norm":"Nach geendigten Essen bat Rannefort Ehrenfried / Mülard und Eckarten und die anderen in sein Nebenstüblein auf ein Pfeifen Tabak; etliche mit den Frauenzimmer verblieben in den Saal / da denn Eusebia und Filinda Tierholden baten / von des Tobaks Eigenschaft einen Unterricht mitzuteilen / der dann so fort von des Tobaks Nutzen / Schaden / so wohl in Schmauchen / Kauen und Schnupfen mit Beyführung einiger Historien vorzeiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.235000133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":273,"date":1719,"orig":"Sophien und Filindens Schertz-Reden.","norm":"Sofi und Filindens Scherz-Reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.8927001953125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":274,"date":1719,"orig":"Die Compagnie kommt wieder zuſammen/ bedancket ſich gegen Rannefort erwieſene Hoͤfligkeit/ und fuhr nach Anerwuͤntſchung einer geſunden Nacht-Ruhe eine jede Part ihren Wohnungen zu.","norm":"Die Compagnie kommt wieder zusammen / bedanket sich gegen Rannefort erwiesene Höflichkeit / und fuhr nach Anerwüntschung einer gesunden Nachtruhe eine jede Part ihren Wohnungen zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.745100021362305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":275,"date":1719,"orig":"NUn dann: ſagte Ehrenfried, wertheſte Freunde und Freundinne, bitte ich ſie allerſeits, auf ein klein Fruͤh-Stuͤcke hinnab in meine Sommer-Loͤbe, und mit denen ſchlechten Tractamenten, die ſich zeigen werden, hoch-geneigt vor lieb zu nehmen.","norm":"Nun dann: sagte Ehrenfried, werteste Freunde und Freundinnen, bitte ich sie allerseits, auf ein klein Frühstücke hinab in meine Sommerlöbe, und mit denen schlechten Traktamenten, die sich zeigen werden, hochgeneigt vor lieb zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8881001472473145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":276,"date":1719,"orig":"Schlecht genung verſetzte Filinda, wann ſie ſich nur zeigen ſollen, davon werden unſere Magen nicht geſaͤttiget werden.","norm":"Schlecht genug versetzte Filinda, wann sie sich nur zeigen sollen, davon werden unsere Magen nicht gesättigt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.214799880981445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":277,"date":1719,"orig":"Filinda, Filinda, replicirte Ehrenfried, ſie iſt mir, ſie iſt mir, was gilts es wird nicht lange anſtehen, werde ich meine Revange ſuchen; damit erhuben ſich die Hochgeachtete, und verfuͤgten ſich hinnab in den Garten in die Sommer-Loͤbe, da ſie ſich wegen kuͤnſtlicher Ausarbeitung derſelben nicht gnung verwundern kunten.","norm":"Filinda, Filinda, replizierte Ehrenfried, sie ist mir, sie ist mir, was gilt es es wird nicht lange anstehen, werde ich meine Revanche suchen; damit erhoben sich die Hochgeachtete, und verfügten sich hinab in den Garten in die Sommerlöbe, da sie sich wegen künstlicher Ausarbeitung derselben nicht genug verwundern konnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.965799808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":278,"date":1719,"orig":"Ehrenfried rief der Filinda, ſagende: Schoͤnſte Filinda, ſie beliebe nur denen ſchoͤnen Zug allhier zu beſehen, und als ſie am genaueſten die Zierligkeit betrachtete; wurden von dem Gaͤrtner, aus Befehl Ehrenfrieds, etliche Kunſt-Roͤhren geoͤffnet, die benetzten die gute Filinda in einen Augenblick, daß ſie da ſtund als ein gebadet Maͤußgen; Das heiſt vergolten, Herr Ehrenfried, ſagte Filinda, ſolcher behenden Rache haͤtte ich mich nicht verſehen.","norm":"Ehrenfried rief der Filinda, sagende: Schönste Filinda, sie beliebe nur denen schönen Zug allhier zu besehen, und als sie am genauesten die Zierlichkeit betrachtete; wurden von dem Gärtner, aus Befehl Ehrenfrieds, etliche Kunströhren geöffnet, die benetzten die gute Filinda in einen Augenblick, dass sie da stand als ein gebadet Mäusen; das heißt vergolten, Herr Ehrenfried, sagte Filinda, solcher behänden Rache hätte ich mich nicht versehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.648799896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":279,"date":1719,"orig":"Ehrenfried antwortete: Schoͤnſte Filinda, mir iſt davon nichts bewuſt, in dem hoͤrete ſie daß Kunigundis ſchrye, denn als dieſelbe an einen gewiſſen Orth kam, und auftrat, gieng aus einer Roͤhre die ſich durch den Tritt oͤffnete, ihr ein Waſſer-Sprung an den Leib unter den Rock, gleiches geſchahe auch der hold-ſeeligen Edelmuth, und nachdem ſie ſich aus der Loͤbe ſalviren wolten, gieng an allen Seiten das Waſſer etliche Klafftern hoch haͤufig herfuͤr, woruͤber ein groß Gelaͤchter entſtund.","norm":"Ehrenfried antwortete: Schönste Filinda, mir ist davon nichts bewusst, in dem hörte sie dass Kunigundis schrie, denn als dieselbe an einen gewissen Ort kam, und auftrat, ging aus einer Röhre die sich durch den Tritt öffnete, ihr ein Wasser-Sprung an den Leib unter den Rock, gleiches geschah auch der holdseligen Edelmut, und nachdem sie sich aus der Lobe salvieren wollten, ging an allen Seiten das Wasser etliche Klaftern hoch häufig herfür, worüber ein groß Gelächter entstand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.922500133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":280,"date":1719,"orig":"Ehrenfried aber bath, daß ſie allerſeits groß-guͤnſtig belieben wolten, jedes eigenen Gefallen nach einen Orth zu erkieſen, und keine Stelle die Obere ſeyn laſſen, denn unter Gemuͤths-Freunden waͤre dieſes nichts anders als ein Zunder aller Verdrießligkeiten, daraus nachmahls Zanck und Feindſchafft entſtuͤnden.","norm":"Ehrenfried aber bat, dass sie allerseits großgünstig belieben wollten, jedes eigenen Gefallen nach einen Ort zu erkiesen, und keine Stelle die Obere sein lassen, denn unter Gemütsfreunden wäre dieses nichts anders als ein Zunder aller Verdrießlichkeiten, daraus nachmals Zank und Feindschaft entstünden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.865699768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":281,"date":1719,"orig":"Hier aber wuͤrde man ſich gelieben laſſen, den Haupt-Spruch unſers Heylandes zu exequiren, daß der Hoͤheſte ſoll ſeyn wie der Niedrigſte.","norm":"Hier aber würde man sich Geliebe lassen, den Hauptspruch unseres Heilandes zu exequieren, dass der Höchste soll sein wie der Niedrigste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.40369987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":282,"date":1719,"orig":"Dieweil nun die Compagnie ſich nicht eher ſetzen wolte, bevor Muͤlard als ein Frembder, Platz genommen haͤtte, ſo ergriff er den Stuhl der am naͤheſten vor ihm ſtunde, worauff die andern Anweſende auch ihren Sitz nach einander nahmen, ſo bald ſie ſich geſetzt hatten, und man die Speiſen aufftrug; waren zwey Knaben, zwey Lauten mit einer Viol di Gamba und einen Baß in der Neben-Loͤbe, die lieſſen folgende Aria hoͤren:","norm":"Dieweil nun die Compagnie sich nicht eher setzen wollte, bevor Mülard als ein fremder, Platz genommen hätte, so ergriff er den Stuhl der am nächsten vor ihm stand, worauf die anderen Anwesende auch ihren Sitz nach einander nahmen, sobald sie sich gesetzt hatten, und man die Speisen Aufdruck; waren zwei Knaben, zwei Lauten mit einer Viol di Gamba und einen Bass in der Neben-Lobe, die ließen folgende Aria hören:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.208600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":283,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":284,"date":1719,"orig":"Hertzens-Freunde ſeyd gegruͤſſet/ Daß ihr meine Luſt verſuͤſſet/ Und ich euch in meinen Auen/ Jetzt vergnuͤgt kan wieder ſchauen.","norm":"Herzensfreunde seid gegrüßt / Dass ihr meine Lust versüßet / Und ich euch in meinen Auen / Jetzt vergnügt kann wieder schauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121099948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":285,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":286,"date":1719,"orig":"Jch erlaube euch zu holen Tauſent Blumen und Violen/ Und was meine Felder tragen/ Steht zu euren Luſt-Behagen.","norm":"Ich erlaube euch zu holen tausend Blumen und Violen / Und was meine Felder tragen / Steht zu euren Lust-Behagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.228899955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":287,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":288,"date":1719,"orig":"Windet ſtarcke Liebes-Kraͤntze/ Daß ſich Hertz an Hertz ergaͤntze/ Schlieſſet ihr geſchmuͤckte Reyhen/ Wird ſich mein Revier erfreuen.","norm":"Windet starke Liebes-Kränze / Dass sich Herz an Herz ergänze / Schließet ihr geschmückte Reihen / Wird sich mein Revier erfreuen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.828800201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":289,"date":1719,"orig":"IV.","norm":"IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":2.057800054550171} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":290,"date":1719,"orig":"Koͤnt’ ich die drey Jahres-Zeiten/ Uber euer Haupt ausbreiten/ Glaubt es ſoll mein gantz Vermoͤgen Euch Herbſt/ Fruͤhling/ Som̃er hegen.","norm":"Könnte ich die drei Jahreszeiten / Über euer Haupt ausbreiten / Glaubt es soll mein ganz Vermögen Euch Herbst / Frühling / Sommer hegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82390022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":291,"date":1719,"orig":"V.","norm":"V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":2.73140001296997} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":292,"date":1719,"orig":"Denn ſo wuͤrde ich euch ſehen Wohl vergnuͤgt in Blumen gehen/ Und von meinen Baͤumen klauben/ Kirſchen/ Aepffel/ Pflaumẽ/ Trauben.","norm":"Denn so würde ich euch sehen wohl vergnügt in Blumen gehen / Und von meinen Bäumen klauben / Kirschen / Äpfel / Pflaumen / Trauben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.142099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":293,"date":1719,"orig":"VI.","norm":"VI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":1.959800004959106} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":294,"date":1719,"orig":"Weil mir aber dieß verwehret/ Der/ der alles macht und nehret/ So vergnuͤgt jetzt euer Gemuͤthe Werthſte Schaar an meiner Bluͤthe.","norm":"Weil mir aber dies verwehret / Der / der alles macht und nähret / So vergnügt jetzt euer Gemüte Wertste Schar an meiner Blüte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.108200073242187} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":295,"date":1719,"orig":"VII.","norm":"VII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":3.952300071716308} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":296,"date":1719,"orig":"So dann ſoll zu euren Fuͤſſen Sich gleich einen Strohm ergieſſen/ Alles was ich nur kan haben/ Das wird Hertz und Sinne laben.","norm":"So dann soll zu euren Füßen sich gleich einen Strom ergießen / Alles was ich nur kann haben / Das wird Herz und Sinne laben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.476399898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":297,"date":1719,"orig":"Nach vollendeter Aria betete die geſammte Geſellſchafft in der Stille das Tiſch-Gebeth, und genoſſen zwiſchen allerhand Luſt-Schertz- und Ernſt-Discourſen die aufgeſetzten Speiſen.","norm":"Nach vollendeter Aria betete die gesamte Gesellschaft in der Stille das Tischgebet, und genossen zwischen allerhand Lust-Schertz- und Ernst-Discoursen die aufgesetzten Speisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.408199787139893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":298,"date":1719,"orig":"Weiln aber bey dergleichen Unterredungen allerhand vorkommt: Fragte Florigunda Ehrenfried, ob denn die ſchoͤne Lampe die geſtern im Zimmer in der Mitten gehangen, noch brennete?","norm":"Weil aber bei dergleichen Unterredungen allerhand vorkommt: Fragte Florigunda Ehrenfried, ob denn die schöne Lampe die gestern im Zimmer in der Mitten gehangen, noch brennte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.994200229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":299,"date":1719,"orig":"Ehrenfried bejahete ſolches, und wird ſprach er:","norm":"Ehrenfried bejahte solches, und wird sprach er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.400300025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":300,"date":1719,"orig":"ſo lange ihre Flamme behalten, als das Glaß gantz verbleiben, und keinen Spalt oder Riß empfangen wird.","norm":"solange ihre Flamme behalten, als das Glas ganz verbleiben, und keinen Spalt oder Riss empfangen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.835999965667725} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":301,"date":1719,"orig":"Florigunda replicirte: das kan ja gar leicht geſchehen, daß die Flamme das Glaß mit ihrer Hitze zerſprenget, zumahln weil es an der oberſten Roͤhre und Halſe zugeſchmeltzet iſt, und alſo die Lufft keinen Aus noch Eingang hat.","norm":"Florigunda replizierte: das kann ja gar leicht geschehen, dass die Flamme das Glas mit ihrer Hitze zersprenget, zumal weil es an der obersten Röhre und Halse zugeschmälzt ist, und also die Luft keinen Aus noch Eingang hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.391900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":302,"date":1719,"orig":"Ehrenfried antwortete: Wertheſte Frau, dieſe Ampel oder Lampe iſt zwar ein Glaß das oben wohl zugeſchmeltzet iſt, allein das brennende Dacht hat zu Erhaltung ſeiner Flammen in ſeinen Umbkreiß und Diameter Lufft und Raum genung, daß ſie nicht ausleſche, noch mit ihrer Hitze der Diſtantz wegen das Glaß zerſprenge.","norm":"Ehrenfried antwortete: Werteste Frau, diese Ampel oder Lampe ist zwar ein Glas das oben wohl zugeschmälzt ist, allein das brennende Dachte hat zu Erhaltung seiner Flammen in seinen Umkreis und Diameter Luft und Raum genug, dass sie nicht Ausleschen, noch mit ihrer Hitze der Distanz wegen das Glas zersprenge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9156999588012695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":303,"date":1719,"orig":"Florigunda wandte ein; wann nun das Dacht angezuͤndet und durch das Zuſchmeltzen ihm die eingehende euſere Lufft benommen wird, ſo muß es ja nothwendig verloͤſchen.","norm":"Florigunda wandte ein; wann nun das Dachte angezündet und durch das Zuschmelzen ihm die eingehende äußere Luft benommen wird, so muss es ja notwendig verlöschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6280999183654785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":304,"date":1719,"orig":"Ehrenfried verſetzte, wertheſte Florigunda, die Lampe oder das glaͤſerne Behaͤltniß, nachdem das Dacht eingemacht und der Liquor oder hierzu gehoͤrige Feuchtigkeit uͤbergoſſen worden iſt, wird der Halß oben zugeſchmeltzt, und das Dacht vermittelſt eines Brenn-Spiegels, von denen Sonnen-Strahlen im Glaße angezuͤndet.","norm":"Ehrenfried versetzte, werteste Florigunda, die Lampe oder das gläserne Behältnis, nachdem das Dachte eingemacht und der Likör oder hierzu gehörige Feuchtigkeit übergossen worden ist, wird der Hals oben zugeschmälzt, und das Dachte vermittels eines Brennspiegels, von denen Sonnenstrahlen im Glase angezündet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.663899898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":305,"date":1719,"orig":"Die Compagnie, vornehmlich das Frauenzimmer war hoͤchſt-begierig, dieſe Lampe naͤher als geſtern zu ſehen, und deſto genauer zu betrachten.","norm":"Die Compagnie, vornehmlich das Frauenzimmer war höchstbegierig, diese Lampe näher als gestern zu sehen, und desto genauer zu betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.548699855804443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":306,"date":1719,"orig":"Ehrenfried gieng, holete und zeigte ihnen dieſe ewig-brennende Lampe/ nahm ſie aus den ſilbernen Gehaͤuſe, damit ſie alle ſelbige aufs genaueſte, ſo wohl das brennende Dacht, als deſſen goldene Roͤhre, den Liquorem und die Vermach- und Zuſchmeltzung ſehen kunten: nachdem ſetzte er die Lampe wieder in ihr Behaͤltniß, und trug ſie an den vorigen Orth.","norm":"Ehrenfried ging, holte und zeigte ihnen diese ewigbrennende Lampe / nahm sie aus den silbernen Gehäuse, damit sie alle selbige aufs genaueste, so wohl das brennende Dachte, als dessen goldene Röhre, den Liquorem und die Vermach- und Zuschmeltzung sehen konnten: nachdem setzte er die Lampe wieder in ihr Behältnis, und trug sie an den vorigen Ort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.202099800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":307,"date":1719,"orig":"Wie Ehrenfried zuruͤcke kam, bedanckte Albrecht in Nahmen der gantzen Compagnie vor ewieſene Courteſie, und guͤnſtiger Erlaubniß ihre Begierde zu ſtillen; Zugleich fragende:","norm":"Wie Ehrenfried zurückkam, bedankte Albrecht in Namen der ganzen Compagnie vor ewiesene Courtesie, und günstiger Erlaubnis ihre Begierde zu stillen; zugleich fragende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.496099948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":308,"date":1719,"orig":"Wie Herr Ehrenfried zu dieſer ſonderbahren Raritaͤt kommen waͤre.","norm":"Wie Herr Ehrenfried zu dieser sonderbaren Rarität kommen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.901599884033203} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":309,"date":1719,"orig":"Ehrenfried antwortete: Hoch-geehrteſte Freunde und Freundinne.","norm":"Ehrenfried antwortete: Hochgeehrteste Freunde und Freundinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.496099948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":310,"date":1719,"orig":"Es werden kaum 6. Wochen verfloſſen ſeyn, da ſich ein Paſſagier bey mir anmelden laſſen, umb perſoͤnlich mit mir zu reden:","norm":"Es werden kaum 6. Wochen verflossen sein, da sich ein Passagier bei mir anmelden lassen, um persönlich mit mir zu reden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.58519983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":311,"date":1719,"orig":"Als ich ihn vor mir ließ, machte er mir einige Complimente, mit Bitte ihme mit 12. Rthr.","norm":"Als ich ihn vor mir ließ, machte er mir einige Komplimente, mit Bitte ihm mit 12. Rthr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134200096130371} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":312,"date":1719,"orig":"Geld zu asſiſtiren, wofuͤr er mir dieſes ſilberne Gehaͤuſe mit einer brennende Lampe einſetzen wolte, mit Verſicherung, ſelbige laͤngſtens innerhalb 4. Wochen auszuloͤſen.","norm":"Geld zu assistieren, wofür er mir dieses silberne Gehäuse mit einer brennende Lampe einsetzen wollte, mit Versicherung, selbige längstens innerhalb 4. Wochen auszulösen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.647200107574463} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":313,"date":1719,"orig":"Jch gab ihme die 12. Rthr. mit Anbiethung, wann er mehr benoͤthiget waͤre, ihme damit zu willfahren, mit Bitte in etwas zu verziehen, ihme einige Hoͤfligkeit zu erweiſen; der Freund ſprach: die Zeit iſt zu kurtz!","norm":"Ich gab ihm die 12. Rthr . mit Anbietung, wann er mehr benötiget wäre, ihm damit zu willfahren, mit Bitte in etwas zu verziehen, ihm einige Höflichkeit zu erweisen; der Freund sprach: Die Zeit ist zu kurz!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":314,"date":1719,"orig":"wegen einbrechenden Abend mich aufzuhalten, ich bedancke mich vor geſchehene Willfaͤhrigkeit, und nahm damit ſein Adicu.","norm":"wegen einbrechenden Abend mich aufzuhalten, ich bedanke mich vor geschehene Willfährigkeit, und nahm damit sein Adicu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.912600040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":315,"date":1719,"orig":"Jch verwahrte dieſes Pfand aufs beſt-moͤglichſte als ich nur zu thun wuſte, 14. Tage nachdem bekam ich ein Schreiben, ohne Datum, locum, egreſſus, & ſine nominis ſubſcriptione.","norm":"Ich verwahrte dieses Pfand aufs bestmöglichste als ich nur zu tun wusste, 14. Tage nachdem bekam ich ein Schreiben, ohne Datum, locum, egressus, & sine nominis Subskription.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292399883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":316,"date":1719,"orig":"Alſo lautende: Lieb-wertheſter Herr Ehrenfried, der vor 14. Tagen bey ihm Unbekannter, ehemahls aber ſehr Wohl-bekannter (deme er tauſent Wohlthaten erzeiget hat) treugeweſener Freund, uͤberſendet allhier die ihme damahlige vorgelehnte 12. Rthlr. mit Bitte ſtatt der Intereſſen die von ihm ihme uͤbergebene ewig brennende Lampe guͤnſtig anzunehmen, und ſein ehemahliges Widerſprechen, daß dergleichen nicht koͤnne verfertiget werden nun zu widerruffen:","norm":"Also lautende: Lieb-wertester Herr Ehrenfried, der vor 14. Tagen bei ihm Unbekannter, ehemals aber sehr Wohl-bekannter (dem er tausend Wohltaten erzeiget hat) treugewesener Freund, übersendet allhier die ihm damalige vorgelehnte 12. Rthlr . mit Bitte statt der Interessen die von ihm ihm übergebene ewig brennende Lampe günstig anzunehmen, und sein ehemaliges Widersprechen, dass dergleichen nicht könne verfertiget werden nun zu widerrufen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.820700168609619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":317,"date":1719,"orig":"Er nehme dieſes Stuͤcke wohl in acht, denn wo das Glaß einen Ritz oder Lufft bekommt, ſo verliſcht die Flammen alsbald; der Herr frage nicht wer ich bin/ und muͤhe ſich nicht meinen Nahmen zu erforſchen; Genung!","norm":"Er nehme dieses Stücke wohl in acht, denn wo das Glas einen Ritz oder Luft bekommt, so verlischt die Flammen alsbald; der Herr frage nicht wer ich bin / und Mühe sich nicht meinen Namen zu erforschen; genug!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.926300048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":318,"date":1719,"orig":"ich verbleibe des Herrn guter Freund.","norm":"ich verbleibe des Herrn guter Freund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.133699893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":319,"date":1719,"orig":"Filinda fragte:","norm":"Filinda fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.9654998779296875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":320,"date":1719,"orig":"Ob niemand in der lieb-geneigten Geſellſchafft waͤre, der von der Zubereitung einer ſolchen Lampe einige Wiſſenſchafft haͤtte?","norm":"Ob niemand in der lieb-geneigten Gesellschaft wäre, der von der Zubereitung einer solchen Lampe einige Wissenschaft hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.172900199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":321,"date":1719,"orig":"Liebhold ſprach:","norm":"Liebhold sprach:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.106200218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":322,"date":1719,"orig":"Auf meinen Reiſen traf ich in Pariß einen Laboranten an, der discurrirte von der Zubereitung einer ewig-brennenden Lampe, vorgebende:","norm":"Auf meinen Reisen traf ich in Paris einen Laboranten an, der diskurrierte von der Zubereitung einer ewigbrennenden Lampe, vorgebende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.038300037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":323,"date":1719,"orig":"Er haͤtte nicht das Vermoͤgen zu ſeinen Unterhalt, ſonſten wolte er darthun, ſolche Ausarbeitung zu verrichten, und zu einen, und zu einen gluͤcklichen Ende zu bringen, er gab vor, der Liquor wuͤrde von einen Vitriol-Oel und Spir.","norm":"Er hätte nicht das Vermögen zu seinen Unterhalt, sonsten wollte er dartun, solche Ausarbeitung zu verrichten, und zu einen, und zu einen glücklichen Ende zu bringen, er gab vor, der Likör würde von einen Vitrioloel und Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14079999923706} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":324,"date":1719,"orig":"Tartari mit zugeſetzten Spir.","norm":"Tartari mit zugesetzten Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.663899898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":325,"date":1719,"orig":"Vini alcoholiſato vermiſcht gemacht, dieſer Liquor wuͤrde in ein ſchoͤn helles Cryſtalliniſches Glaß, darinnen ein goldenes Roͤhrlein, in welchen ein Dacht von einer Mineraliſchen Stein-Wolle oder zugerichteten Asbeſto gethan, eingeblaſen waͤre, gegoſſen, daß er den vierdten Theil der Hoͤle des Glaſes anfuͤlle, wann alles fertig, dann wuͤrde das Glaß oben am Halſe hermetice verſiegelt und auffs genaueſte geſchloſſen, wann nun alles ſeine Richtigkeit hat, ſo wuͤrde das angefeuchte Dacht vermittelſt eines hierzu geſchickten Brenn-Spiegels von denen Sonnen-Strahlen angezuͤndet.","norm":"Vini alcoholisato vermischt gemacht, dieser Likör würde in ein schön helles Kristallinisches Glas, darinnen ein goldenes Röhrlein, in welchen ein Dachte von einer mineralischen Steinwolle oder zugerichteten Asbesto getan, eingeblasen wäre, gegossen, dass er den vierten Teil der Höhle des Glases anfülle, wann alles fertig, dann würde das Glas oben am Halse hermetice versiegelt und aufs genaueste geschlossen, wann nun alles seine Richtigkeit hat, so würde das Angefeuchte dachte vermittels eines hierzu geschickten Brennspiegels von denen Sonnenstrahlen angezündet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353099822998047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":326,"date":1719,"orig":"Der Liquor, ob es gleich ſchiene von der Flamme verzehcet zu werden, ſo circulire er ſich nur in der Peripheria des Glaſes und gienge wieder an denen Seiten herab, wegen ſeiner Subtilitaͤt aber wuͤrde man am Glaſe kein Anlauffen ſehen, wo es nicht von der umbſtreichen- Lufft oder Anhauchen auſſerhalb geſchehe, welches mit einen ſauberen Tuͤchlein kan abgewiſchet werden; Kunigundis ſagte zu ihren Ehe-Liebſten: Mein Kind, iſt ihme davon als einen Medico nichts bewuſt?","norm":"Der Likör, ob es gleich schiene von der Flamme verzehcet zu werden, so Circulire er sich nur in der Peripherie des Glases und ginge wieder an denen Seiten herab, wegen seiner Subtilität aber würde man am Glase kein anlaufen sehen, wo es nicht von der umbstreichen-Luft oder Anhauchen außerhalb geschehe, welches mit einen sauberen Tüchlein kann abgewischt werden; Kunigundis sagte zu ihren Eheliebsten: Mein Kind, ist ihm davon als einen Medico nichts bewusst?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.641300201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":327,"date":1719,"orig":"Jch muß geſtehen antwortete Thierhold, daß ich dieſer Operation nicht kundig bin, ob ich gleich in denen Hiſtorien von denen unter-irrdiſchen Lampen, die in die Begraͤbniſſe hoher Perſonen bey denen Egyptern, Roͤmern und Nationen eingeſetzet worden ſind, unterſchiedenes geleſen habe, kan ich dieſe Aus-Arbeitung nicht penetriren/ zumahln da ich jetzt mehr an meine Patienten, als dergleichen Raritaͤt zu gedencken habe:","norm":"Ich muss gestehen antwortete Tierhold, dass ich dieser Operation nicht kundig bin, ob ich gleich in denen Historien von denen unterirdischen Lampen, die in die Begräbnisse hoher Personen bei denen Ägyptern, Römern und Nationen eingesetzt worden sind, unterschiedenes gelesen habe, kann ich diese Ausarbeitung nicht penetrieren / zumal da ich jetzt mehr an meine Patienten, als dergleichen Rarität zu gedenken habe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259399890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":328,"date":1719,"orig":"doch habe ich in meiner Durch- Reiſe in Wien das Gluͤck gehabt, bey den ehrlichen teutſchen Kaͤyſerlichen Leib-Medico, Herrn Rath Jllmern Von und In Wartenberg, die Stein oder Mineral-Wolle zu ſehen, welche ſo weiß als ein Schnee, doch nicht ſo weich als eine Schaaff-oder Baum-Wolle war.","norm":"doch habe ich in meiner Durch-Reise in Wien das Glück gehabt, bei den ehrlichen deutschen Kaiserlichen Leibmedico, Herrn Rat Jllmern von und in Wartenberg, die Stein oder Mineral-Wolle zu sehen, welche so weiß als ein Schnee, doch nicht so weich als eine Schaaff- oder Baumwolle war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114200115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":329,"date":1719,"orig":"Muͤlard ſprach:","norm":"Mülard sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.816800117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":330,"date":1719,"orig":"Jch glaube, wann kluge und nachſinnliche Berg-Leuthe die Kluͤffte genauer als geſchaͤhe unterſuchten, wuͤrde manche Raritaͤt die aus Unachtſamkeit und Unverſtand weggeſchmiſſen wird, an das Licht und Erkenntniß gebracht werden.","norm":"Ich glaube, wann kluge und nachsinnliche Bergleute die Klüfte genauer als geschähe untersuchten, würde manche Rarität die aus Unachtsamkeit und Unverstand weggeschmissen wird, an das Licht und Erkenntnis gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.271200180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":331,"date":1719,"orig":"Dieſer Materia ihr vollkommenes Recht zu thun/ wuͤrde der heutige Tag nicht zulaͤnglich ſeyn:","norm":"Dieser Materie ihr vollkommenes Recht zu tun / würde der heutige Tag nicht zulänglich sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.518899917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":332,"date":1719,"orig":"Doch verlohnt es noch wohl der Muͤhe/ daß man davon zu handeln einige Zeit und Weile darauff ſpendire.","norm":"Doch verlohnt es noch wohl der Mühe / dass man davon zu handeln einige Zeit und Weile darauf spendiere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5594000816345215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":333,"date":1719,"orig":"Damit wir aber der alten Bekannten, und guter Freunde auch gedencken, moͤchte ich wohl rechte gruͤndliche Nachricht haben; Ob auch der redliche Eckarth noch lebe, und wo er ſich aufhalte?","norm":"Damit wir aber der alten Bekannten, und guter Freunde auch gedenken, möchte ich wohl rechte gründliche Nachricht haben; ob auch der redliche Eckart noch lebe, und wo er sich aufhalte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.82889986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":334,"date":1719,"orig":"Ehrenfried antwortete:","norm":"Ehrenfried antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.254000186920166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":335,"date":1719,"orig":"Es ſind nun bey nahe 6. Jahr daß ich ihn nicht geſehen habe, ob er nun unter der Zeit geheyrathet, oder noch lebet, oder geſtorben iſt, iſt mir unwiſſend.","norm":"Es sind nun bei nahe 6. Jahr dass ich ihn nicht gesehen habe, ob er nun unter der Zeit geheiratet, oder noch lebet, oder gestorben ist, ist mir unwissend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481100082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":336,"date":1719,"orig":"Der edle Rannefort fiel Ehrenfrieden in die Rede, ſagende: Hoch-geehrteſter Herr Vater, er lebet noch, und hat unlaͤngſt mein Fendrich, den ich mit 30.","norm":"Der edle Rannefort fiel Ehrenfrieden in die Rede, sagende: Hochgeehrtester Herr Vater, er lebet noch, und hat unlängst mein Fähndrich, den ich mit 30.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.518599987030029} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":337,"date":1719,"orig":"Mann nach dem Hauſe Fliard, von hier ausſenden muſte, 5. Meilen von hier in ſeinem Guthe Liddo, welches er ihm vor kurtzer Zeit erkaufft, im Nacht-Qvartier gelegen, und als er ihn auf eine Soldaten Koſt, ſo gut als ſeine Wirthſchafft in der Eil vortragen koͤnnen, zu ſich erbethen, hat er, nachdem er ihn von mir, meinen Zuſtand und anderen Freunden befragt, ſich heraus gelaſſen, daß er ſich reſolvirt haͤtte, ehiſtens mich und andere gute Freunde zu erſuchen.","norm":"Mann nach dem Hause Fliard, von hier aussenden musste, 5. Meilen von hier in seinem Gute Lido, welches er ihm vor kurzer Zeit erkauft, im Nachtquartier gelegen, und als er ihn auf eine Soldaten Kost, so gut als seine Wirtschaft in der Eile vortragen können, zu sich erbeten, hat er, nachdem er ihn von mir, meinen Zustand und anderen Freunden befragt, sich herausgelassen, dass er sich resolviert hätte, ehestens mich und andere gute Freunde zu ersuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.970099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":338,"date":1719,"orig":"Mich wundert ſehr, wandte Muͤlard ein, wie der ehrliche Grund-gelehrte Mann ſich in das Krieges-Weſen verliebt hat, da doch das Jahr zuvor, als ich von der hoch-beruͤhmten Univerſitaͤt Laſana zog, und er wuͤrdig war in welcher Facultaͤt ihn beliebte Lauream zu nehmen, er, der doch ſtets von beſtaͤndigen Gemuͤthe war, ſich ſo bald aͤndern, und die hohen Wiſſenſchafften an den Nagel haͤngen koͤnnen? wertheſter Herr Vater, antwortete Rannefort, die Noth wie auch die Schaam hat ihn darzu getrieben; Seine Gelehrſantkeit, iſt neben ſeiner ungemeinen Tapfferkeit, gleich wohl in gleichen Schrancken gegangen, und fuͤgte ihn das Gluͤck, daß er in den erſten halben Jahre unter den hoch-begluͤckten Fuͤrſten und Herren von Leuenkron, die Obriſt-Lieutenant-Stelle bekam, er war zur ſelbigen Zeit einer von denen liſtigſt- und vorſichtigſten Parthey-Gaͤngern, und hatte eine Frey-Compagnie Kuraſſierer unter ſich, unter welchen ich als Wacht- Meiſter unter deſſen Commando erlernet, was einen rechtſchaffenen Soldaten zukommt, und wie man mit der Zeit die Stelle und Charge eines redlichen Officieres verwalten ſoll.","norm":"Mich wundert sehr, wandte Mülard ein, wie der ehrliche Grundgelehrte Mann sich in das Kriegswesen verliebt hat, da doch das Jahr zuvor, als ich von der hochberühmten Universität Lasana zog, und er würdig war in welcher Fakultät ihn beliebte Lauream zu nehmen, er, der doch stets von beständigen Gemüte war, sich so bald ändern, und die hohen Wissenschaften an den Nagel hängen können? wertester Herr Vater, antwortete Rannefort, die Not wie auch die Scham hat ihn dazu getrieben; Seine Gelehrsantkeit, ist neben seiner ungemeinen Tapferkeit, gleich wohl in gleichen Schranken gegangen, und fügte ihn das Glück, dass er in den ersten halben Jahre unter den hoch-beglückten Fürsten und Herren von Leuenkron, die Obrist-Lieutenant-Stelle bekam, er war zur selbigen Zeit einer von denen listigst- und vorsichtigsten Parteigängern, und hatte eine Freicompagnie Kürassiere unter sich, unter welchen ich als Wacht-Meister unter dessen Kommando erlernet, was einen rechtschaffenen Soldaten zukommt, und wie man mit der Zeit die Stelle und Charge eines redlichen Offizieres verwalten soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854899883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":339,"date":1719,"orig":"Und dieweil er eine ſonderliche Affection auf mich geworffen hatte, muſte ich vielmahl ihm die Zeit zu kuͤrtzen, auf ein Pfeiffgen Toback, Trunck Wein, Bier oder Wa��ſer, wie es die Gelegenheit gab in ſein Gezelt kommen, da fieng er einsmahls an mich folgender Geſtalt zu fragen:","norm":"Und dieweil er eine sonderliche Affektion auf mich geworfen hatte, musste ich vielmal ihm die Zeit zu kürzen, auf ein Pfeifen Tabak, Trunk Wein, Bier oder Wasser, wie es die Gelegenheit gab in sein Gezelt kommen, da fing er einsmals an mich folgender Gestalt zu fragen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.023600101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":340,"date":1719,"orig":"Was meineſt du wohl Rannefort, welches æſtimireſt du hoͤher den Krieg oder die Gelehrſamkeit?","norm":"Was meinest du wohl Rannefort, welches ästimierest du höher den Krieg oder die Gelehrsamkeit?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.26609992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":341,"date":1719,"orig":"Jch antwortete: das wird der Herr Obriſte-Lieutenant, als welcher in beyden den Ruhm der Gnuͤgſamkeit erlanget, ſein hohes Judicium mir beſſer mittheilen koͤnnen, als daß ich, als in beyden unerfahren, hiervon urtheilen ſolte.","norm":"Ich antwortete: Das wird der Herr Obristelieutenant, als welcher in beiden den Ruhm der Genügsamkeit erlanget, sein hohes Judicium mir besser mitteilen können, als dass ich, als in beiden unerfahren, hiervon urteilen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.446199893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":342,"date":1719,"orig":"Aber replicirte Eckarth, jedennoch erlaube ich dir vor dieſesmahl den Ausſchlag zu thun: Wann ſo dann der Herr Obriſt-Lieutenant befiehlt, antwortete ich:","norm":"Aber replizierte Eckart, dennoch erlaube ich dir vor diesmal den Ausschlag zu tun: Wann so dann der Herr Obristleutnant befiehlt, antwortete ich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.784200191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":343,"date":1719,"orig":"ſo hielt ich das Soldaten-Leben vor das gluͤckſeeligſte.","norm":"so hielt ich das Soldatenleben vor das glückseligste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.493100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":344,"date":1719,"orig":"O blinder Rannefort, verſetzte er, du erwehleſt ein Stuͤck das der Unbeſtaͤndigkeit am meiſten unterworffen iſt, und deſſen Ende Kranckheit und Armuth einen neuen Anfang machet.","norm":"O blinder Rannefort, versetzte er, du erwählest ein Stück das der Unbeständigkeit am meisten unterworfen ist, und dessen Ende Krankheit und Armut einen neuen Anfang macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.257900238037109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":345,"date":1719,"orig":"Ein Krieg, Rannefort, wird von dem einen Theil freventlich angefangen, und der andere Theil beſchuͤtzt das Seinige, welche Dienſte man nun annehmen ſoll, iſt zweiffelhafftig, daß nicht allezeit auch auf den gerechteſten Theile einige Unbilligkeit, in Einbildung einer erlaubten Gegen-Rache vielmahl vorgehen ſolte, fuͤrwahr Rannefort; Soldaten- Geld haͤlt keine Daure, wie es kommt, ſo gehet es fort, und frießt bey denen Nachkommenen hernach, wann es nicht ehe geſchicht, das Wohl-gewonnene mit auff.","norm":"Ein Krieg, Rannefort, wird von dem einen Teil freventlich angefangen, und der andere Teil beschützt das Seinige, welche Dienste man nun annehmen soll, ist zweifelhaft, dass nicht allezeit auch auf den gerechtesten Teile einige Unbilligkeit, in Einbildung einer erlaubten Gegen-Rache vielmal vorgehen sollte, fürwahr Rannefort; Soldaten-Geld hält keine Daure, wie es kommt, so geht es fort, und Frist bei denen Nachkommen hernach, wann es nicht ehe geschieht, das Wohl-gewonnene mit auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":346,"date":1719,"orig":"Biſt du im Kriege ungluͤcklich, wirſt krumm, lohm, blind, geſchoſſen oder gehauen, oder faͤlleſt dich zum Krippel, wie der Seelen gerathen wird, wann man bleibet, und welcher Geſtalt das Gewiſſen einen hernach beiſſet ſeines luͤderlich-gefuͤhrten Lebens halben, will ich geſchweigen; Wo haſt du deine Zuflucht hin!","norm":"Bist du im Kriege unglücklich, wirst krumm, lohem, blind, geschossen oder gehauen, oder fällest dich zum Krüppel, wie der Seelen geraten wird, wann man bleibt, und welcher Gestalt das Gewissen einen hernach beißet seines lüderlich-geführten Lebens halben, will ich geschweigen; wo hast du deine Zuflucht hin!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.310800075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":347,"date":1719,"orig":"ſo muſt du einen Bettler abgeben, und ſo viel tauſent verdruͤßliche Worte hoͤren, oder das Vieh huͤten, und GOtt dancken, wann du nur auf deine alte Tage Brod genung bekommen magſt, und das Sprichwort wahr machen:","norm":"so musst du einen Bettler abgeben, und so viel tausend verdrussliche Worte hören, oder das Vieh hüten, und Gott danken, wann du nur auf deine alte Tage Brot genug bekommen magst, und das Sprichwort wahr machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.090000152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":348,"date":1719,"orig":"Ein junger Soldat ein alter Bettler:","norm":"Ein junger Soldat ein alter Bettler:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.441199779510498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":349,"date":1719,"orig":"So lange man dienen kan, ſo hat einen der Fuͤrſte lieb, wann man aber die vorigen Dienſte zu verrichten unvermoͤgend wird, wird man gleich denen alten Jagd-Hunden ausgetrieben.","norm":"Solange man dienen kann, so hat einen der Fürste lieb, wann man aber die vorigen Dienste zu verrichten unvermögend wird, wird man gleich denen alten Jagdhunden ausgetrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":350,"date":1719,"orig":"Wird Friede gemacht, wirſt abgedanckt, und haſt nichts vor dir bracht, ſo muſt du, verſteheſt du ſonſten nichts, einen Straſſen-Raͤuber, einen Hunger-Leider, einen Schalcks-Narren, Fuchsſchwaͤntzer und Teller-Lecker abgeben, dem Hunderſten, ja den Tauſenden gluͤckts kaum, daß er bey denen Land-Voͤlckern bleibet, oder in eine Stadt und Feſtung als Commendant geleget wird, daß er ſo dann in Vergeltung ſeiner ehemahligen Dienſte, ſeines Lebens Unterhalt haben kan.","norm":"Wird Friede gemacht, wirst abgedankt, und hast nichts vor dir brachte, so musst du, verstehest du sonsten nichts, einen Straßenräuber, einen Hunger-Leider, einen Schalksnarren, Fuchsschwänzer und Tellerlecker abgeben, dem Hundertsten, ja den Tausenden glückt kaum, dass er bei denen Land-Völkern bleibt, oder in eine Stadt und Festung als Kommandant gelegt wird, dass er so dann in Vergeltung seiner ehemaligen Dienste, seines Lebens Unterhalt haben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.297800064086914} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":351,"date":1719,"orig":"Hergegen die Gelehrſamkeit, findet uͤberall, ſo wohl in Krieg-als Friedens-Zeiten ſeinen Wehr-Mann.","norm":"Hergegen die Gelehrsamkeit, findet überall, so wohl in Krieg- als Friedenszeiten seinen Wehr-Mann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418399810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":352,"date":1719,"orig":"Man lerne nur was rechtſchaffenes, und fuͤrchte GOtt, die Befoͤrderung wird zu keiner Zeit auſſen bleiben, und hat ein ſolcher das Gluͤck ſelber in Haͤnden, daſſelbe kan einen dergleichen gelehrten Mann keinen ſo ſchweren Stoß geben, daß er ihm nicht allerwege wiederumb helffen und unterbringen koͤnne; Er fuͤhret ſeinen Schatz uͤberall bey ſich, und gehet mit dem Arion durch Fluthen, Feuer, Raͤuber und allen Ungluͤck.","norm":"Man lerne nur was Rechtschaffenes, und fürchte Gott, die Beförderung wird zu keiner Zeit außen bleiben, und hat ein solcher das Glück selber in Händen, dasselbe kann einen dergleichen gelehrten Mann keinen so schweren Stoß geben, dass er ihm nicht allerwege wiederum helfen und unterbringen könne; er führt seinen Schatz überall bei sich, und geht mit dem Arion durch Fluten, Feuer, Räuber und allen Unglück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924200057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":353,"date":1719,"orig":"Die Gelehrſamkeit ſetzet den geringſten Koͤnigen an die Seite, und ohne ſie ſtehen die Throne, gleichſam auf verfaulten Stuͤtzen.","norm":"Die Gelehrsamkeit setzet den geringsten Königen an die Seite, und ohne sie stehen die Throne, gleichsam auf verfaulten Stützen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813499927520752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":354,"date":1719,"orig":"Ach!","norm":"Ach!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0,"norm_lmscore":3.069200038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":355,"date":1719,"orig":"Rannefort, wiſſe demnach, warum ich den Degen vor die Feder erkohren:","norm":"Rannefort, wisse demnach, warum ich den Degen vor die Feder erkoren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.32289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":356,"date":1719,"orig":"Als ich einsmahls auf der beruͤhmten Univerſitaͤt Laſana, von dar ich gleich nach 8. Wochen, mich hinweg begeben, und meiner Wiſſenſchafft einen Sitz erwehlen wolte, einen meiner guten Freunde, welcher gehabter Haͤndel wegen, mit einen andern ſich in ein Duell begab, ſecundirte, wurde nach geſchehener Action, weiln meines Freundes Contra-part einen Stoß durch die rechte Seite bekam, dieſes alles lautbar.","norm":"Als ich einsmals auf der berühmten Universität Lasana, von dar ich gleich nach 8. Wochen, mich hinwegbegeben, und meiner Wissenschaft einen Sitz erwählen wollte, einen meiner guten Freunde, welcher gehabter Händel wegen, mit einen anderen sich in ein Duell begab, sekundierte, wurde nach geschehener Aktion, weil meines Freundes Contra-Part einen Stoß durch die rechte Seite bekam, dieses alles lautbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.671500205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":357,"date":1719,"orig":"Der Rector Magnificus ließ uns ſo bald vor das Conſiſtorium fordern, und nach geſchehener Sache, Uberleg- und Berathſchlagung, wurde ſo wohl mein Freund als Duellant, ob wohln Provocatus, als auch ich als Secundante mit der Relegation belegt, und ob wohln vor Publicirung des Edicts ich nach aller Moͤglichkeit flehete und bath:","norm":"Der Rektor Magnificus ließ uns so bald vor das Konsistorium fordern, und nach geschehener Sache, Uberleg- und Beratschlagung, wurde so wohl mein Freund als Duellant, ob wohlen Provocatus, als auch ich als Secundante mit der Relegation belegt, und ob wohlen vor Publizierung des Edikts ich nach aller Möglichkeit flehte und bat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047699928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":358,"date":1719,"orig":"Es wolle doch das hoch-loͤbliche Conſiſtorium in Betrachtung, meines ſonſt wohl gefuͤhrten Academiſchen Lebens und meiner Studien halben, zumahln; weiln ich auch ehiſtens zu abſolviren willens waͤre, mich dero hohe Gunſt und Gewogenheit genieſſen laſſen.","norm":"Es wolle doch das hochlöbliche Konsistorium in Betrachtung, meines sonst wohl geführten akademischen Lebens und meiner Studien halben, zumal; weil ich auch ehestens zu absolvieren Willens wäre, mich deren hohe Gunst und Gewogenheit genießen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.876100063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":359,"date":1719,"orig":"Allein es war leider denen Tauben geprediget.","norm":"Allein es war leider denen Tauben gepredigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.273200035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":360,"date":1719,"orig":"Bevoraus Herr D. Rhadregt, der gar zu ſingulair, war der That ſo zu wider, daß es bey den geſchloſſenen Decret verbliebe, das jener auff acht, ich aber auf 3. Jahr relegirt wurde.","norm":"Voraus Herr D. Rhadregt, der gar zu singulär, war der Tat so zu wider, dass es bei den geschlossenen Dekret verbliebe, das jener auf acht, ich aber auf 3. Jahr relegiert wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.605000019073486} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":361,"date":1719,"orig":"Dieſen Schimpff zog ich mir dergeſtalt zu Hertzen, daß ich mich reſolvirte, der Feder abzudancken, und meinen Vaterlande zu Nutzen den Degen zu ergreiffen:","norm":"Diesen Schimpf zog ich mir dergestalt zu Herzen, dass ich mich resolvierte, der Feder abzudanken, und meinen Vaterlande zu Nutzen den Degen zu ergreifen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.795599937438965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":362,"date":1719,"orig":"Gab mich deswegen, bey den Feld-Marſchall Wernagel an, der mich alsbald zu ſeinen Principal fuͤhrte, und nachdem dem Durchlauchtigſten Fuͤrſten meine Perſon gefiel, und mein Anliegen gnaͤdigſt angehoͤret hatte; begnadigte er mich mit der Cornet-Charge, innerhalb 4. Wochen wurde ich Lieutenant, und 8. Wochen darauff, als mein Rittmeiſter in einer Rencontre blieb, uͤberkam ich deſſen Stelle, und weiln mich das Gluͤck in unterſchiedenen Parthey-Gaͤngen ſonderlich anlachte, uͤbergab mir Jhro Durchlauchtigkeit die Compagnie als eine Frey-Compagnie, und eignete mir den Titul als Obriſt-Lieutenant zu.","norm":"Gab mich deswegen, bei den Feldmarschall Wehrnagel an, der mich alsbald zu seinen Prinzipal führte, und nachdem dem Durchlauchtigsten Fürsten meine Person gefiel, und mein Anliegen gnädigst angehört hatte; begnadigte er mich mit der Kornett-Charge, innerhalb 4. Wochen wurde ich Leutnant, und 8. Wochen darauf, als mein Rittmeister in einer Rencontre blieb, überkam ich dessen Stelle, und weil mich das Glück in unterschiedenen Partei-Gängen sonderlich anlachte, übergab mir Ihrer Durchlauchtigkeit die Compagnie als eine Freicompagnie, und eignete mir den Titel als Obristleutnant zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.719200134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":363,"date":1719,"orig":"Nun trug ſichs ohngefehr ein halb Jahr nach meiner Relegation zu, daß mir die Quartier umb die Gegend Laſana asſignirt wurden, da errinnerte ich mich, weiln mein ehemaliges Bitten und Flehen bey D. Rhadregten nichts verfangen wolte, ihme eins mit zu ſpielen, damit er erfuͤhre wie mir armen Menſchen damahl zu muthe geweſen; Jndem kam Ehrenfrieds Liebſte und einige Jungfer Tochter Sylvia, wurden alſo die Reden, durch ihre Ehr-Bezeugung, gegen Herr Muͤlarden und der gantzen Compagnie unterbrochen; alsbald ſie aber ſich nieder geſetzt hatten, fuhr Rannefort folgender Geſtalt fort:","norm":"Nun trug sich es ungefähr ein halb Jahr nach meiner Relegation zu, dass mir die Quartier um die Gegend Lasana assigniert wurden, da erinnerte ich mich, weil mein ehemaliges Bitten und Flehen bei D. Rhadregten nichts verfangen wollte, ihm eins mitzuspielen, damit er erführe wie mir armen Menschen damals zu mute gewesen; indem kam Ehrenfrieds liebste und einige Jungfer Tochter Sylvia, wurden also die Reden, durch ihre Ehrbezeugung, gegen Herr Mülarden und der ganzen Compagnie unterbrochen; alsbald sie aber sich niedergesetzt hatten, fuhr Rannefort folgender Gestalt fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.692599773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":364,"date":1719,"orig":"ſo erkundigte ich mich, wann derſelbe etwa auf das Land fahren moͤgte, und traf ſich gleich die Gelegenheit, daß die Herren Geiſtlichen die Kirchen-Viſitation auf dem Lande halten ſollten.","norm":"so erkundigte ich mich, wann derselbe etwa auf das Land fahren möchte, und traf sich gleich die Gelegenheit, dass die Herren Geistlichen die Kirchenvisitation auf dem Lande halten sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.529799938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":365,"date":1719,"orig":"Nachdem ich vernommen, daß ſie des andern Tages fruͤh zu geſchehen beſchloſſen war, nahm ich 6. von meinen beſten und vertrauteſten Reutern zu mir, inſtruirte ſie in allen, welcher maſſen ſie ſich verhalten ſolten.","norm":"Nachdem ich vernommen, dass sie des anderen Tages früh zu geschehen beschlossen war, nahm ich 6. von meinen besten und vertrautesten Reutern zu mir, instruierte sie in allen, welcher Maßen sie sich verhalten sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712800025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":366,"date":1719,"orig":"Es ſchlug die Uhr achte, da die Geiſtlichen ausfuhren, und durch einen Reuther uns hinterbracht wurde, ſtellten demnach uns, als wann wir ihnen entgegen kaͤmen; Sie waren kaum ein Viertel-Weges von der Stadt, da ritt ich zur Caroſſe, und befahl dem Kutſcher ſtille zu halten, fragte beyneben wem er fuͤhre?","norm":"Es schlug die Uhr achte, da die Geistlichen ausfuhren, und durch einen Reuther uns hinterbracht wurde, stellten demnach uns, als wann wir ihnen entgegenkämen; Sie waren kaum ein Viertel-Weges von der Stadt, da ritt ich zur Karosse, und befahl dem Kutscher stille zu halten, fragte beineben wem er führe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4618000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":367,"date":1719,"orig":"Er antwortete: die Herren Geiſtlichen zur Kirchen-Viſitation, ich fragte nochmahln, wer ſind ſie und wie heiſſen ſie?","norm":"Er antwortete: die Herren Geistlichen zur Kirchenvisitation, ich fragte nochmals, wer sind sie und wie heißen sie?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.631100177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":368,"date":1719,"orig":"Der Kutſcher nannte mir einen nach den andern her, als er aber den Nahmen Rhadregt nannte; ſagte ich:","norm":"Der Kutscher nannte mir einen nach den anderen her, als er aber den Namen Rhadregt nannte; sagte ich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8414998054504395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":369,"date":1719,"orig":"Eben dieſen will ich haben.","norm":"Eben diesen will ich haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.577899932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":370,"date":1719,"orig":"Herr D. Rhadregt rieff ich, er beliebe heraus zu kommen, ich will etliche Worte mit demſelben ſprechen.","norm":"Herr D. Rhadregt rief ich, er beliebe heraus zu kommen, ich will etliche Worte mit demselben sprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.03819990158081} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":371,"date":1719,"orig":"Die Herrn Geiſtlichen gantz erſchrocken antworteten:","norm":"Die Herrn Geistlichen ganz erschrocken antworteten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.48199987411499} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":372,"date":1719,"orig":"Der Herr laſſe uns pasſiren, die Straſſen ſind ja jedermann frey zu reiſen:","norm":"Der Herr lasse uns passieren, die Straßen sind ja jedermann frei zu reisen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ht","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.416900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":373,"date":1719,"orig":"Jch verſetzte: Jch verlange euer keinen, als vorgenannten D. Rhadrecht.","norm":"Ich versetzte: Ich verlange euer keinen, als vorgenannten D. Rhadrecht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.739699840545654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":374,"date":1719,"orig":"Wohlan denn antwortete er, wann er mich verlanget, hier bin ich, und hiermit ſtieg er aus der Caroſſe, und fragte mich:","norm":"Wohlan denn antwortete er, wann er mich verlanget, hier bin ich, und hiermit stieg er aus der Karosse, und fragte mich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.478899955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":375,"date":1719,"orig":"was mein Begehren waͤre?","norm":"was mein Begehren wäre?","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.81220006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":376,"date":1719,"orig":"Jch gab zur Antwort:","norm":"Ich gab zur Antwort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916999816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":377,"date":1719,"orig":"Er wuͤrde vielleicht vergeſſen haben, wie er mich ehemahliger Zeit tractirt, und mich umb meine zeitliche Wohlfahrt gebracht haͤtte: Worauff er replicirte: ſolches waͤre ihm alles unwiſſend; davor ſolt ihr ſagte ich, mit euren Leben buͤſſen, koͤnnet alſo kniend oder ſtehend euch GOtt befehlen, und ſo bald befahl ich meinen 6. Reutern, die ich umb ihn geſtellet hatte, daß ſie ihre Carabiner auf ihn loͤſen und erſchieſſen ſolten:","norm":"Er würde vielleicht vergessen haben, wie er mich ehemaliger Zeit traktiert, und mich um meine zeitliche Wohlfahrt gebracht hätte: worauf er replizierte: solches wäre ihm alles unwissend; davor sollt ihr sagte ich, mit euren Leben büßen, könnet also kniend oder stehend euch Gott befehlen, und so bald befahl ich meinen 6. Reutern, die ich um ihn gestellt hatte, dass sie ihre Karabiner auf ihn lösen und erschießen sollten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.442500114440918} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":378,"date":1719,"orig":"Dieſe nicht faul, legten die Hand an das Gewehr, der gute Mann ſolches ſehende, kunte kein Wort noch Sylbe mehr vorbringen, und erblaßte gleich einer Leiche, ſeinen Todt nun vor Augen ſehende; darauff ſchrye ich, halt Cameraden; und zu D. Rhadregten ſagte ich: Dieſesmahl ſoll ihme das Leben geſchencket ſeyn, ſtieg von meinem Roß, trat zu ihm und erzehlte ihm wer ich waͤre, und wie daß er damahls meinetwegen ſo ſehr auf die Relegation gedrungen, und gleich wie ihm dieſesmahl zu muthe geweſen, gleicher Geſtalt haͤtte ſelbiger Zeit mein Hertz in der Angſt-Preſſe gelegen, als ich meine Studia dieſes Schimpffs wegen verlaſſen, und den Krieg erkieſen muͤſſen.","norm":"Diese nicht faul, legten die Hand an das Gewehr, der gute Mann solches sehende, konnte kein Wort noch Silbe mehr vorbringen, und erblasste gleich einer Leiche, seinen Tod nun vor Augen sehende; darauf schrie ich, halte Kameraden; und zu D. Rhadregten sagte ich: Diesmal soll ihm das Leben geschenkt sein, stieg von meinem Ross, trat zu ihm und erzählte ihm wer ich wäre, und wie dass er damals meinetwegen so sehr auf die Relegation gedrungen, und gleich wie ihm diesmal zu mute gewesen, gleicher Gestalt hätte selbiger Zeit mein Herz in der Angst-Presse gelegen, als ich meine Studia dieses Schimpfs wegen verlassen, und den Krieg erkiesen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":379,"date":1719,"orig":"Damit hub ich ihn wieder in den Wagen, und ließ ſie ſaͤmmtlich in GOttes Nahmen fortfahren.","norm":"Damit hob ich ihn wieder in den Wagen, und ließ sie sämtlich in Gottes Namen fortfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.948299884796142} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":380,"date":1719,"orig":"Dieſe Ombrage hat dennoch bey dem Mann ſo viel gewuͤrcket, daß nachdem, wann dergleichen Sachen in Conſiſtorio tractiret worden, er niemahln mehr dahin kommen iſt, noch ſein Votum darzu gegeben hat.","norm":"Diese Ombrage hat dennoch bei dem Mann so viel gewirkt, dass nachdem, wann dergleichen Sachen in Konsistorio traktiert worden, er niemals mehr dahin kommen ist, noch sein Votum dazugegeben hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.827700138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":381,"date":1719,"orig":"Jch muß zugeſtehen, verſetzte Muͤlard, daß dieſes eine wohl ausgeſonnene Revange und Wieder-Vergeltung geweſen.","norm":"Ich muss zugestehen, versetzte Mülard, dass dieses eine wohl ausgesonnene Revanche und Wiedervergeltung gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277500152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":382,"date":1719,"orig":"Solimund wande hierauff ein, ſagende:","norm":"Solimund wand hierauf ein, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.901500225067139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":383,"date":1719,"orig":"Man iſt zuweilen allzu-behende mit dem Relegiren, daß es endlich bey denen Studioſis gar in Veracht gezogen worden, und es ihnen etliche vor einen Ruhm gehalten haben, wann ſie offters relegirt worden, ich errinnere mich hierbey der Rede eines Fuͤrſtlichen Raths mit dem ich in einer Reiſe-Compagnie war.","norm":"Man ist zuweilen behände mit dem Relegieren, dass es endlich bei denen Studiosi gar in Verachte gezogen worden, und es ihnen etliche vor einen Ruhm gehalten haben, wann sie öfters relegiert worden, ich erinnere mich hierbei der Rede eines fürstlichen Rats mit dem ich in einer Reisecompagnie war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.735199928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":384,"date":1719,"orig":"Abends, als allerhand Discourſe und Reden von Academien, und dem daſelbſt gefuͤhrten Studenten Leben vorgiengen: kam man endlich auf die Frage:","norm":"Abends, als allerhand Diskurse und Reden von Akademien, und dem daselbst geführten Studenten Leben vorgingen: kam man endlich auf die Frage:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046999931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":385,"date":1719,"orig":"Ob es profitabel und nuͤtzlich waͤre, daß man viel Univerſitaͤten beſuchte?","norm":"Ob es profitabel und nützlich wäre, dass man viel Universitäten besuchte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.199100017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":386,"date":1719,"orig":"Da nun unter andern ein Secretarius erwehnten Fuͤrſtlichen Raths Bruder unterſchiedene Univerſitaͤten, die er wehrender Zeit ſeiner Studien beſucht haͤtte, ihme zum Ruhme nennete, ward der Rath in etwas entruͤſtet; und ſprach zu ſeinen Bruder, was wilt du von vielen Univerſitaͤten ſagen die du beſucht haſt, ich bin von mehr Univerſitaͤten relegirt, als du geweſen biſt, Ehrenfried ſagte:","norm":"Da nun unter anderen ein Sekretarius erwähnten fürstlichen Rats Bruder unterschiedene Universitäten, die er währender Zeit seiner Studien besucht hätte, ihm zum Ruhme nannte, wurde der Rat in etwas entrüstet; und sprach zu seinen Bruder, was willst du von vielen Universitäten sagen die du besucht hast, ich bin von mehr Universitäten relegiert, als du gewesen bist, Ehrenfried sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":388,"date":1719,"orig":"Univerſitaͤten ſind Oerther zu Erlernung vortrefflicher Wiſſenſchafften, nicht aber zum Duelliren aufgerichtet.","norm":"Universitäten sind Örter zu Erlernung vortrefflicher Wissenschaften, nicht aber zum Duellieren aufgerichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.896599769592285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":389,"date":1719,"orig":"Gleich nach Endigung dieſer Rede kam Ranneforts Leib-Schuͤtze, mit Vermeldung an ſeinen Herrn, es waͤre einer vor dem Garten, welcher mit ihme ſprechen wolte; Denn als er vor das Stadt- Thor kam, und der Gefreyte ihn fragte, und wiſſen wolte, wer er waͤre?","norm":"Gleich nach Endigung dieser Rede kam Ranneforts Leib-Schütze, mit Vermeldung an seinen Herrn, es wäre einer vor dem Garten, welcher mit ihm sprechen wollte; denn als er vor das Stadt-Tor kam, und der Gefreite ihn fragte, und wissen wollte, wer er wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.768499851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":390,"date":1719,"orig":"Antwortete er:","norm":"Antwortete er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.593899965286255} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":391,"date":1719,"orig":"Das wolle er den Commendanten des Orths ſelber ſagen, nachdem er vernahm, daß der Herr Major nicht einheimiſch waͤre, bath er wo moͤglich nur ein paar Worte mit dem Fendrich zu reden:","norm":"Das wolle er den Kommandanten des Orts selber sagen, nachdem er vernahm, dass der Herr Major nicht einheimisch wäre, bat er wo möglich nur ein paar Worte mit dem Fähndrich zu reden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.544099807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":392,"date":1719,"orig":"Als derſelbe zu ihm kam, redete er etliche Worte mit ihme in geheimbd, ſo fort befahl mir der Herr Fendrich, ihn heraus in dieſen Garten zu den Herrn Major zu fuͤhren, ſo ich auch gethan.","norm":"Als derselbe zu ihm kam, redete er etliche Worte mit ihm in geheimbd, so fort befahl mir der Herr Fähndrich, ihn heraus in diesen Garten zu den Herrn Major zu führen, so ich auch getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.875199794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":393,"date":1719,"orig":"Huy verſetzte Rannefort: Lupus in fabula, wer weiß ob es nicht unſer Eckarth iſt, ich will doch ſelbſten gehen und ſehen, wer ſo begierig iſt in Perſon mit mir zu ſprechen.","norm":"Huy versetzte Rannefort: Lupus in fabula, wer weiß ob es nicht unser Eckart ist, ich will doch selbst gehen und sehen, wer so begierig ist in Person mit mir zu sprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.860599994659424} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":394,"date":1719,"orig":"Jndem er mit den Leib- Schuͤtzen der Garten-Thuͤre zueilete, raunte er ihm ins Ohr, ſeinem Koche anzumelden, daß er ſo gut als moͤglich auff 16. Perſonen das Abend-Eſſen verfertigen ſolte, und, wofern ihme was mangelte, es anders woher erſetzen:","norm":"Indem er mit den Leib-Schützen der Gartentüre zueilte, raunte er ihm ins Ohr, seinem Koche anzumelden, dass er so gut als möglich auf 16. Personen das Abend-Essen verfertigen sollte, und, sofern ihm was mangelte, es anders woher ersetzen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.538300037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":395,"date":1719,"orig":"Bey Aufmachung der Thuͤr ſprach Eckarth: Wie!","norm":"Bei Aufmachung der Tür sprach Eckart: wie!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.5569000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":396,"date":1719,"orig":"Rannefort, kennet man die alten Freunde nicht mehr?","norm":"Rannefort, kennet man die alten Freunde nicht mehr?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426400184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":397,"date":1719,"orig":"Wie ſo! replicirte Rannefort, mein Herr ſehe mich vor ſo unbeſonnen nicht an, daß ich alte Freunde und Wohlthaͤter ſo bald ſolte aus denen Augen ſetzen.","norm":"Wie so! replizierte Rannefort, mein Herr sehe mich vor so unbesonnen nicht an, dass ich alte Freunde und Wohltäter so bald sollte aus denen Augen setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.059599876403809} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":398,"date":1719,"orig":"Gleich haben wir deſſen in allen guten gedacht, und ſind von alten Bekannten unterſchiedene hier beyſammen, die mit mir nichts liebers, als ihre wertheſte Præſence wuͤntſchen und verlangen.","norm":"Gleich haben wir dessen in allen guten gedacht, und sind von alten Bekannten unterschiedene hier beisammen, die mit mir nichts Lieberes, als ihre werteste Praesence wünschen und verlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.845600128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":399,"date":1719,"orig":"Wohl! ſagte Eckarth, er beliebe nur meinen Vorſatz gut zu heiſſen, damit die Luſt vervielfaͤltiget werde.","norm":"Wohl! sagte Eckart, er beliebe nur meinen Vorsatz gutzuheißen, damit die Lust vervielfältiget werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.642499923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":400,"date":1719,"orig":"Hierauff langete er aus der Taſchen ein falſches Haar, mit angehenckter langen Naſen, dieſes zog er ſich uͤber das Haupt, ſagende: Wertheſter Rannefort, alſo werde ich unkenntlich genung ſeyn.","norm":"Hierauf langte er aus der Taschen ein falsches Haar, mit angehängter langen Nasen, dieses zog er sich über das Haupt, sagende: Wertester Rannefort, also werde ich unkenntlich genug sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.615699768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":401,"date":1719,"orig":"Er beliebe nur voraus zu gehen, und gebe vor, es ſey ein Marck-Schreyer vorhanden, der ein ſonderlicher Chiromantiſte waͤre, und aus denen Haͤnden wahrſagen koͤnte, wann der hoch-wehrteſten Geſellſchafft gefiele, wolte er mich ihr zeigen.","norm":"Er beliebe nur vorauszugehen, und gebe vor, es sei ein Markschreier vorhanden, der ein sonderlicher Chiromantist wäre, und aus denen Händen wahrsagen könnte, wann der hochwertesten Gesellschaft gefiele, wollte er mich ihr zeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.385900020599365} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":402,"date":1719,"orig":"Wohl gut antwortete Rannefort, ��o gehe ich dann nach ſeinen Begehr voran! und ich, verſetzte Eckarth, werde allmaͤhlig folgen.","norm":"Wohl gut antwortete Rannefort, so gehe ich dann nach seinen Begehre voran! und ich, versetzte Eckart, werde allmählich folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.988100051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":403,"date":1719,"orig":"Rannefort, als er zur Loͤbe eintrat, und alle auffſtunden, den neuen Gaſt zu bewillkommen, ſprach: Aller-wehrteſte, ſie belieben zu ſitzen.","norm":"Rannefort, als er zur Lobe eintrat, und alle aufstünden, den neuen Gast zu bewillkommen, sprach: Allerwerteste, sie belieben zu sitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447800159454346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":404,"date":1719,"orig":"Jch gedachte Herr Eckarthen anzutreffen, ſiehe, ſo war es ein Quackſalber, der ſtrich ſeine Sachen gewaltig heraus mit dem Zuſatz, daß er einen jeden aus der Hand ſagen wolte was er verlangte, ſo habe ich ihn mir heiſſen nachfolgen, wann ihn nun die hoch-geſchaͤtzte Compagnie ſehen will, wird er vor ſie erſcheinen.","norm":"Ich gedachte Herr Eckarten anzutreffen, siehe, so war es ein Quacksalber, der strich seine Sachen gewaltig heraus mit dem Zusatz, dass er einen jeden aus der Hand sagen wollte was er verlangte, so habe ich ihn mir heißen nachfolgen, wann ihn nun die hochgeschätzte Compagnie sehen will, wird er vor sie erscheinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.158400058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":405,"date":1719,"orig":"Ja!","norm":"Ja!","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fi","lang_de":0,"norm_lmscore":3.311800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":406,"date":1719,"orig":"Ja! rieff das Frauenzimmer alleſammt.","norm":"Ja! rief das Frauenzimmer allesamt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.076399803161621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":407,"date":1719,"orig":"Als nun Rannefort Eckarthen in die Loͤbe zu kommen bath, trat dieſer in ſeiner ſchoͤnen Geſtalt ein, daß das Frauenzimmer uͤber die große Naſe laut ſchryen und lachten.","norm":"Als nun Rannefort Eckarten in die Lobe zu kommen bat, trat dieser in seiner schönen Gestalt ein, dass das Frauenzimmer über die große Nase laut schrien und lachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.980100154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":408,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":409,"date":1719,"orig":"O liebe Jungfern und Frauen lachet nicht ſo ſehr uͤber dieſe meine Naſe, meine Bruͤder deren juſt ein Mandel ſind, haben viel groͤſſere Naſen als meine iſt, dann dieſe iſt unter allen denen andern die kuͤrtzte und wohl-proportionirte.","norm":"O liebe Jungfern und Frauen lachet nicht so sehr über diese meine Nase, meine Brüder deren just ein Mandel sind, haben viel größere Nasen als meine ist, dann diese ist unter allen denen anderen die kürzte und wohlproportionierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.902599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":410,"date":1719,"orig":"Wer verlangt nun daß ich ihme wahrſagen ſoll?","norm":"Wer verlangt nun dass ich ihm wahrsagen soll?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.936299800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":411,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":412,"date":1719,"orig":"Muͤlard ſagte: Rannefort wird wohl der Erſtere in der Reyhe ſeyn.","norm":"Mülard sagte: Rannefort wird wohl der Erstere in der Reihe sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.485099792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":413,"date":1719,"orig":"Wohlan dann ſprach Muͤlard, ehe und bevor ich euch meine Haͤnde zeige, ſo ſaget mir aus dem Geſicht, wie alt ich bin, und dann wie ihr heiſſet. Euer Alter, antwortete der verſtellte Eckarth, wird uͤber 56. Jahr nicht ſeyn, und ich werde insgemein Martin Huffeiſen genannt; Hiermit, wieſe er ihm die rechte Hand, darauff erzehlete ihm Eckarth etliche Stuͤcklein, die er zu ſeiner Zeit auf Univerſitaͤten begangen hatte:","norm":"Wohlan dann sprach Mülard, ehe und bevor ich euch meine Hände zeige, so sagt mir aus dem Gesicht, wie alt ich bin, und dann wie ihr heißt . Euer Alter, antwortete der verstellte Eckart, wird über 56. Jahr nicht sein, und ich werde insgemein Martin Hufeisen genannt; hiermit, wiese er ihm die rechte Hand, darauf erzählte ihm Eckart etliche Stücklein, die er zu seiner Zeit auf Universitäten begangen hatte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361800193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":414,"date":1719,"orig":"Als er weiter reden wolte, ſprach Muͤlard: Genung vor dieſes mahl, aber habt ihr auch von euren Artzeneyen etwas mit bracht?","norm":"Als er weiter reden wollte, sprach Mülard: Genug vor dieses Mal, aber habt ihr auch von euren Arzneien etwas mitbrachte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.42609977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":415,"date":1719,"orig":"Ach liebe Herren, Frauen und Jungfern wer ihr ſeyd, verſetzte Eckarth.","norm":"Ach liebe Herren, Frauen und Jungfern wer ihr seid, versetzte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.000699996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":416,"date":1719,"orig":"Jch wolte euch gerne allen rathen, allein mein Capſelchen hat mein Diener, den ſie ſtatt meiner unter dem Thore mit ſammt meinen Pferde in Arreſt behalten, darumb ich hieher kam, umb bey den Herrn Commendanten umb Einlaſſung in die Stadt zu bitten.","norm":"Ich wollte euch gerne allen raten, allein mein Kapselchen hat mein Diener, den sie statt meiner unter dem Tore mit samt meinen Pferde in Arrest behalten, darum ich hierherkam, um bei den Herrn Kommandanten um Einlassung in die Stadt zu bitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813799858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":417,"date":1719,"orig":"Rannefort replicirte:","norm":"Rannefort replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"it","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.576000213623047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":418,"date":1719,"orig":"Der Diener wird ſchon mit dem Pferde und Medicamenten in der Stadt ſeyn, denn ich meinen Leib-Schuͤtzen anbefohlen ihn pasſiren zu laſſen.","norm":"Der Diener wird schon mit dem Pferde und Medikamenten in der Stadt sein, denn ich meinen Leibschützen anbefohlen ihn passieren zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":419,"date":1719,"orig":"Jhr werdet ja, fuhr Muͤlard fort, aufs wenigſte in euren Gehirne etwas zuruͤck geleget haben, daß ihr denen Huͤlff-Benoͤthigten einen guten Rath werdet mittheilen koͤnnen.","norm":"Ihr werdet ja, fuhr Mülard fort, aufs wenigste in euren Gehirne etwas zurückgelegt haben, dass ihr denen Hülff-Benöthigten einen guten Rat werdet mitteilen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2895002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":420,"date":1719,"orig":"Oho! antwortete der vermummete Eckarth, deſſen zur Genuͤge, wann es daran gelegen iſt, will ich heutiges Tages einen jeden, in dieſer fruchtbringenden Geſellſchafft (auf das Frauenzimmer zeigende) ſo viel mittheilen, daß eine jegliche einen eigenen Schuͤbe-Karn, umb ſolches nach Hauſe zu fuͤhren beduͤrffen wird.","norm":"Oho! antwortete der vermummte Eckart, dessen zur Genüge, wann es daran gelegen ist, will ich heutiges Tages einen jeden, in dieser fruchtbringenden Gesellschaft (auf das Frauenzimmer zeigende) so viel mitteilen, dass eine jegliche einen eigenen Schübe-Karn, um solches nach Hause zu führen bedürfen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.283100128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":421,"date":1719,"orig":"Der Sudwind aber hat im Hergehen mir die Gurgel ſo ſehr ausgetrocknet, daß mein Schlund gantz zuſammen geſchrumpffen iſt, und meine Fuͤſſe ſind von dem Gange ſo faul, daß mein Ober-Leib bald einfallen wird.","norm":"Der Sudwind aber hat im Hergehen mir die Gurgel so sehr ausgetrocknet, dass mein Schlund ganz zusammen Geschrumpfe ist, und meine Füße sind von dem Gange so faul, dass mein Oberleib bald einfallen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.993599891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":422,"date":1719,"orig":"Wohlan denn, ſprach Ehrenfried:","norm":"Wohlan denn, sprach Ehrenfried:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.846199989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":423,"date":1719,"orig":"Herr D. Hufeiſen, ſo ſetzet euch und thut mir dieſes Glaß Wein beſcheid, in Geſundheit der hoch-geſchaͤtzten Compagnie, ſo auch nach den Uberreichen bald geſchach; nach ausgetrunckenen Wein ſtrich er den Bart, fragende, wer nun was vorzubringen haͤtte, der ſolte es thun? hierauf fieng Edelmuth an:","norm":"Herr D. Hufeisen, so setzet euch und tut mir dieses Glas Wein bescheid, in Gesundheit der hochgeschätzten Compagnie, so auch nach den Überreichen bald geschah; nach ausgetrunkenen Wein strich er den Bart, fragende, wer nun was vorzubringen hätte, der sollte es tun? hierauf fing Edelmut an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.346399784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":424,"date":1719,"orig":"Ach mein lieber Freund, wann ihr mir von meinen Zahn- Schmertzen koͤntet helffen, ich wolte euch ein gut Trinck-Geldt geben.","norm":"Ach mein lieber Freund, wann ihr mir von meinen Zahn-Schmerzen könntet helfen, ich wollte euch ein gut Trinkgeld geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.27239990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":425,"date":1719,"orig":"Schoͤne Jungfer oder Jungefrau, verzeihet mir, ſo ich euch euren rechten Titul nicht gebe, denn weiln das Floͤh- oder Frauenzimmer wolt ich ſagen, alle Hauben tragen, weiß ich nicht bey welchen ich das e einſtecken oder ausziehen ſoll: Ob wohln viel Mittel vor das Zahn-Weh ſind, ſo will ich euch nur zwey der aller-bewertheſten ſagen: Erſtlich nehmet Alaun, laſſet denſelben in einen eiſernen Loͤffel, bey gelinden Kohl- Feuer-flieſſen, ſo bald er flieſſet, ſo gieſſet ihn auff einen glatten Stein, ſtoſſet ihn ab und verwahret ihn zum Gebrauch.","norm":"Schöne Jungfer oder Jungefrau, verzeihet mir, so ich euch euren rechten Titel nicht gebe, denn weil das Flöh- oder Frauenzimmer wollte ich sagen, alle Hauben tragen, weiß ich nicht bei welchen ich das e einstecken oder ausziehen soll: Ob wohlen viel Mittel vor das Zahnweh sind, so will ich euch nur zwei der aller-bewerthesten sagen: Erstlich nehmet Alaun, lasst denselben in einen eisernen Löffel, bei gelinden Kohl-Feuer-Fliessen, sobald er fließet, so gießet ihn auf einen glatten Stein, stoßet ihn ab und verwahret ihn zum Gebrauch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811100006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":426,"date":1719,"orig":"Von dieſer gegoſſenen Alaun, (Alumen fuſum) nehmet ein Qvintl. zerſtoſſet ihn gantz zart, ferner vermiſchet ihn mit einen Qvintl. ausgepreßten Muſcaten Oel, oder nehmet an ſtatt deſſen klein geriebene Muſcaten-Nuß, darzu thut ein oder anderthalb Loth reines Honigs, vermiſchet es alles in einen glaͤſernen Moͤrſer wohl zuſammen und untereinander, daß es einer Salbe gleich werde, von dieſer Salbe nehmet ein wenig, ſchmieret den weh-thuenden Zahn damit, Edelmuth fragte.","norm":"Von dieser gegossenen Alaun, (Alumen fusum) nehmet ein Qvintl . zerstoßet ihn ganz zart, ferner vermischet ihn mit einen Qvintl . ausgepressten Muskaten Öl, oder nehmet an stattdessen klein geriebene Muskatnuss, dazutut ein oder anderthalb Lot reines Honigs, vermischet es alles in einen gläsernen Mörser wohl zusammen und untereinander, dass es einer Salbe gleich werde, von dieser Salbe nehmet ein wenig, schmieret den wehtuenden Zahn damit, Edelmut fragte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":427,"date":1719,"orig":"Allein, wann von der Salbe jemanden etwas in Leib kaͤme, thut es auch Schaden?","norm":"Allein, wann von der Salbe jemanden etwas in Leib käme, tut es auch Schaden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.487800121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":428,"date":1719,"orig":"D. Huffeiſen antwortete: gar keinen, ſondern nutzet vielmehr, indem es denen die es verſchlingen, noch gelinde Stuhl-Gaͤnge verurſachet, und kan man dieſes Saͤlblein auch bey denen kleinen Kindern adhibiren.","norm":"D. Hufeisen antwortete: gar keinen, sondern nutzet vielmehr, indem es denen die es verschlingen, noch gelinde Stuhlgänge verursachet, und kann man dieses Salblein auch bei denen kleinen Kindern adhibieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.068399906158447} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":429,"date":1719,"orig":"Oder aber nehmet gedoͤrrte Juden-Kirſchen, pulveriſiret ſie, ſtreuet von dieſen Pulver ein wenig auf gluͤende Kohlen, laſſet den Rauch, doch ohne einziehen, an die Zaͤhne und Halß gehen, haltet ein Glaß mit Waſſer unter, ſo werden kleine ſubtile Zaͤſerlein oder Wuͤrmlein aus dem Munde, jedoch mit vorhergehenden groſſen Schmertzen fallen, und dieſe Wuͤrmlein ſind der weh-thuenden Zaͤhne meiſte Urſache.","norm":"Oder aber nehmet gedörrte Judenkirschen, pulverisieret sie, streuet von diesen Pulver ein wenig auf glühende Kohlen, lasst den Rauch, doch ohne einziehen, an die Zähne und Hals gehen, haltet ein Glas mit Wasser unter, so werden kleine subtile Zäserlein oder Würmlein aus dem Munde, jedoch mit vorhergehenden großen Schmerzen fallen, und diese Würmlein sind der wehtuenden Zähne meiste Ursache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50540018081665} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":430,"date":1719,"orig":"Wohlan denn ſagte Muͤlard, ſo werdet ihr mir zu Gefallen ein Mittel ſagen: wie ich meinen krummen Finger gleich machen ſoll.","norm":"Wohlan denn sagte Mülard, so werdet ihr mir zu Gefallen ein Mittel sagen: wie ich meinen krummen Finger gleich machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460599899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":431,"date":1719,"orig":"Was Raths iſt hierzu noͤthig? antwortete Eckarth: Den Finger in eine gleich weite angegluͤete eiſerne Roͤhre geſteckt, wird ihm gar bald gerade machen:","norm":"Was Rats ist hierzu nötig? antwortete Eckart: Den Finger in eine gleich weite angeglühte eiserne Röhre gesteckt, wird ihm gar bald gerade machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.557700157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":432,"date":1719,"orig":"Weiln nun der vermeynte Quackſalber nahe an Muͤlarden ſaß, riß er ihme die Naſe mit ſammt denen falſchen Haaren und Barte ab, ſagende: Du alter teutſcher Degen-Knopff, was haͤlteſt du mich ſo lange auff, deine Stimme verraͤth dich, daß du Eckarth, mein ehemahliger Academiſcher Camerad biſt, die Comedie eines Mediciniſchen Maul-Affens haſt du lang genung geſpielet, wir muͤſſen den Quackſalber und Marckt-Schreyer entlarven/ und ſolchen wertheſten Freundes mit beſſeren Vergnuͤgen genieſſen.","norm":"Weil nun der vermeinte Quacksalber nahe an Mülarden saß, riss er ihm die Nase mit samt denen falschen Haaren und Barte ab, sagende: Du alter deutscher Degenknopf, was helltest du mich so lange auf, deine Stimme verrät dich, dass du Eckart, mein ehemaliger akademischer Kamerad bist, die Comedie eines Medizinischen Maulaffens hast du lang genug gespielt, wir müssen den Quacksalber und Marktschreier entlarven / und solchen wertesten Freundes mit besseren Vergnügen genießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.376800060272217} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":433,"date":1719,"orig":"Nun, hoch-geehrteſte Compagnie, verſetzte der entlarvte Eckarth, dieweil nun meine Perſon entdeckt iſt, ſo bitt ich erſtlich meinen unhoͤflichen Schertz mir hoch-geneigt zu verzeihen, Sophia Solimunds Ehe-Liebſte wande ein:","norm":"Nun, hochgeehrteste Compagnie, versetzte der entlarvte Eckart, dieweil nun meine Person entdeckt ist, so bitte ich erstlich meinen unhöflichen Scherz mir hochgeneigt zu verzeihen, Sophia Solimunds Eheliebste wand ein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.766900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":434,"date":1719,"orig":"Ein Schertz mit Gutthaten und Lehren vermiſcht, wird von guten Freunden ſehr wohl aufgenommen; und vorsandere fuhr Eckarth fort, meine Wenigkeit in deren Lieb-reiche Geſellſchafft großguͤnſtig an- und aufzunehmen.","norm":"Ein Scherz mit Guttaten und Lehren vermischt, wird von guten Freunden sehr wohl aufgenommen; und vorsandere fuhr Eckart fort, meine Wenigkeit in deren Liebreiche Gesellschaft großgünstig an- und aufzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.397799968719482} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":435,"date":1719,"orig":"Ehrenfried antwortete: Warumb nicht!","norm":"Ehrenfried antwortete: warum nicht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.878900051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":436,"date":1719,"orig":"Niemahls genung preiß-wuͤrdiger Eckarth!","norm":"niemals genug preiswürdiger Eckart!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.722599983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":437,"date":1719,"orig":"Jch halte mir dieſes vor die hoͤchſte Gluͤckſeeligkeit, daß ich ſo zwey lieb-wertheſte und lang verborgene alte redliche Freunde, heute und bevoraus in meinen Garten beyſammen ſehen und bewirthen kan.","norm":"Ich halte mir dieses vor die höchste Glückseligkeit, dass ich so zwei liebwerteste und lang verborgene alte redliche Freunde, heute und bevoraus in meinen Garten beisammen sehen und bewirten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.55590009689331} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":438,"date":1719,"orig":"Nimb nur vorlieb wertheſter Herr Bruder, mit dem wenigen noch Ubrigen, es ſoll hinfort bey ehiſter Gelegenheit mein Hertze dir zeigen, daß es noch unveraͤndert und das Vorige ſey.","norm":"Nimm nur vorlieb wertester Herr Bruder, mit dem wenigen noch Übrigen, es soll hinfort bei ehester Gelegenheit mein Herze dir zeigen, dass es noch unverändert und das Vorige sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.917600154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":439,"date":1719,"orig":"Liebhold rieff:","norm":"Liebhold rief:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.797900199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":440,"date":1719,"orig":"O hoch-begluͤcktes Klee-Blat!","norm":"O hoch-beglücktes Kleeblatt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.348400115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":441,"date":1719,"orig":"O ſtarck-gewundene dreyfache Schnur!","norm":"O stark-gewundene dreifache Schnur!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.783899784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":442,"date":1719,"orig":"O gluͤckſeeliger Tag!","norm":"O glückseliger Tag!","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":5.686299800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":443,"date":1719,"orig":"Es ſcheinet, der Himmel freue ſich ſelbſt an dergleichen drey-geſetzten Treu und Einigkeit, der Hoͤchſte laſſe ſie biß ins hoͤchſte Alter begluͤckt und vergnuͤgt zuſammen leben, damit wir alle Lebens lang ihres getreuen Raths genieſſen moͤgen.","norm":"Es scheinet, der Himmel freue sich selbst an dergleichen dry-gesetzten Treue und Einigkeit, der Höchste lasse sie bis ins höchste Alter beglückt und vergnügt zusammen leben, damit wir alle Lebens lang ihres getreuen Rats genießen mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275100231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":444,"date":1719,"orig":"Sie leben, rieff die gantze Compagnie.","norm":"Sie leben, rief die ganze Compagnie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.189799785614014} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":445,"date":1719,"orig":"Wohl ſprach Liebhold.","norm":"Wohl sprach Liebhold.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.124499797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":446,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":447,"date":1719,"orig":"Rannefort, in Geſundheit des unauſloͤßlichen drey-gewirckten Bandes, Vivant die Redlichen, replicirte Rannefort, und winckte ſeinen Schalmey.","norm":"Rannefort, in Gesundheit des unauslößlichen Drei-Gewirkten Bandes, Vivant die Redlichen, replizierte Rannefort, und winkte seinen Schalmei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.74560022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":448,"date":1719,"orig":"Pfeiffern, die er ohne der andern Vorwiſſen mit ein paar hoͤltzernen Paucken in den Garten verborgen hatte, die ein Runda darzu aufblieſſen, welches, weiln es niemanden, auch Ehrenfrieden nicht bewuſt war, allen frembde vor kam, doch bracht ſie Rannefort bald aus ihren Sorgen.","norm":"Pfeiffern, die er ohne der anderen Vorwissen mit ein paar hölzernen Pauken in den Garten verborgen hatte, die ein Runda dazu aufbliesen, welches, weil es niemanden, auch Ehrenfrieden nicht bewusst war, allen fremde vorkam, doch brachte sie Rannefort bald aus ihren Sorgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.640500068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":449,"date":1719,"orig":"Als nun die ausgebrachte Geſundheit mit dem groſſen Glaſe bey denen Herren, beym Frauenzimmer aber mit einen kleineren herumbgegangen war, ſieng Florigunda, Liebholdens Ehe-Liebſte, an: Wie hertzlich getreue Seelen einander erfreuen, wann deren ungeſchminckte Redligkeit, ſo feſte verknuͤpfft ſiehet, daß die Falſchheit ſelbſten geſtehen muß, daß ſo ſpitzig ſie auch ihren Keil mache, ſie auf einigerley Arth bey derſelben keinen Eingang finden kan, iſt mit keiner Feder zu beſchreiben.","norm":"Als nun die ausgebrachte Gesundheit mit dem großen Glase bei denen Herren, beim Frauenzimmer aber mit einen kleineren herumgegangen war, fing Florigunda, Liebholdes Eheliebste, an: Wie herzlich getreue Seelen einander erfreuen, wann deren ungeschminkte Redlichkeit, so feste verknüpft sieht, dass die Falschheit selbst gestehen muss, dass so spitzig sie auch ihren Keil mache, sie auf Einigerlei Art bei derselben keinen Eingang finden kann, ist mit keiner Feder zu beschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.612800121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":450,"date":1719,"orig":"So lebet gluͤckſeelige Drey und vereiniget euere Zeiten, mit vollen ſelb-erwuͤntſchen Vergnuͤgen, ſo lange biß die Sterne in einer Zuſammenkunfft in dem hoͤchſten Alter, euch zugleich den letzten Tag ankuͤndigen werden.","norm":"So lebet glückselige Drei und vereiniget eure Zeiten, mit vollen selb-erwüntschen Vergnügen, solange bis die Sterne in einer Zusammenkunft in dem höchsten Alter, euch zugleich den letzten Tag ankündigen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6203999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":451,"date":1719,"orig":"Wohlan denn! ſagte Adelbrecht, ſie ſollen unſer aller Hertzen, denen Drey Geeinigten durch einen treu-meynenden Wuntſch ihre Schuldigkeit erweiſen, fleng demnach folgender Geſtalt zu erſt an:","norm":"Wohlan denn! sagte Adelbrecht, sie sollen unser aller Herzen, denen Drei Geeinigten durch einen treu-meinenden Wunsch ihre Schuldigkeit erweisen, fleng demnach folgender Gestalt zuerst an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.396299839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":452,"date":1719,"orig":"Wo Treu und Redlichkeit in dreyen Hertzen wohnen/ Und ſich die Einigkeit den’n beyden ſetzet bey/ Die wird der Himmel ſtets mit ſeiner Gunſt belohnen/ Und Freunde ſagen/ daß dem nichts zu gleichen ſey.","norm":"Wo Treue und Redlichkeit in drei Herzen wohnen / Und sich die Einigkeit denn beiden setzet bei / Die wird der Himmel stets mit seiner Gunst belohnen / Und Freunde sagen / dass dem nichts zu gleichen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4096999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":453,"date":1719,"orig":"Jhme folgte die fromme Euſebia, ſagende:","norm":"Ihm folgte die fromme Eusebia, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"en","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.562099933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":454,"date":1719,"orig":"Ein Klee-Blat treuer Arth/ ein Hertz in zweyen Hertzen/ Erkenn’t in Freud und Leid den wohl-gemeynten Freund/ So brennen dieſe Drey/ der’r Freundſchaffts Freunden-Kertzen.","norm":"Ein Kleeblatt treuer Art / ein Herz in zweien Herzen / Erkennt in Freude und Leid den wohlgemeinten Freund / So brennen diese drei / der Freundschafts Freunden-Kertzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.019999980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":455,"date":1719,"orig":"So lange als ein Glantz in denen Sternen ſcheint.","norm":"So lange als ein Glanz in denen Sternen scheint.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.510799884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":456,"date":1719,"orig":"Dieſer folgte Solimund in Nachkommenden.","norm":"Dieser folgte Solimund in Nachkommenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.89300012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":457,"date":1719,"orig":"Drey Freunde in der Noth ſind wohlgeſetzte Stuͤtzen/ Die auch ein Ungluͤcks-Strahl niemahl zertrennen kan/ So woll der Hoͤchſte GOtt auch unſ’re Freunde ſchuͤtzen.","norm":"Drei Freunde in der Not sind wohlgesetzte Stützen / Die auch ein Unglücks-Strahl niemals zertrennen kann / So wohl der höchste Gott auch unsere Freunde schützen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.64109992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":458,"date":1719,"orig":"Daß man durch lange Zeit ihr Wohlſeyn ſehe an.","norm":"Dass man durch lange Zeit ihr Wohlsein sehe an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156099796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":459,"date":1719,"orig":"Nach dem reimete die freymuͤthige Filinda alſo:","norm":"Nach dem reimte die freimütige Filinda also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.470600128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":460,"date":1719,"orig":"Ein Pfeil wird auf einmahl nicht auf drey Scheiben fliegen/ Hier aber kan ein Schmertz wohl auff drey Hertzen gehn/ Denn was das eine druͤckt/ wird auch die andern biegen/ GOtt aber laß uns hier nichts als Vergnuͤgung ſehn.","norm":"Ein Pfeil wird auf einmal nicht auf drei Scheiben fliegen / Hier aber kann ein Schmerz wohl auf drei herzen gehen / Denn was das eine drückt / wird auch die anderen biegen / Gott aber lass uns hier nichts als Vergnügung sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":461,"date":1719,"orig":"Rannefort ſtimmete denen andern alſo bey.","norm":"Rannefort stimmte denen anderen also bei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.535099983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":462,"date":1719,"orig":"Drey Mauren kan noch wohl ein ſtarckes Heer beſteigen/ So feſte als ſie ſind/ bricht ſie Gewalt und Liſt.","norm":"Drei Mauren kann noch wohl ein starkes Heer besteigen / So feste als sie sind / bricht sie Gewalt und List.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.11329984664917} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":463,"date":1719,"orig":"Doch muͤſſen beyde hier bey unſer’n Freunden ſchweigen/ Weil ihrer Mauren Trutz des Hoͤchſten Beyſtand iſt.","norm":"Doch müssen beide hier bei unsern Freunden schweigen / Weil ihrer Mauren Trutz des höchsten Beistand ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.399499893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":464,"date":1719,"orig":"Die hold-ſeeligſte Edelmuth wolte ihren Gemahl nichts nachgeben, und brach in folgende Reime aus:","norm":"Die holdseligste Edelmut wollte ihren Gemahl nichts nachgeben, und brach in folgende Reime aus:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8730998039245605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":465,"date":1719,"orig":"Lebt Vater/ Vetter/ Freund/ lebt wohl vergnuͤgt zuſammen/ Des Hoͤchſten Wunder-Schluß verſetze eure Zeit/ Wann noch durch manches Jahr der Pyramiden Flammen.","norm":"Lebt Vater / Vetter / Freund / lebt wohl vergnügt zusammen / Des höchsten Wunderschluß versetze eure Zeit / Wann noch durch manches Jahr der Pyramiden Flammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.998600006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":466,"date":1719,"orig":"Jn vollen Feur gebrannt/ in jene Ewigkeit.","norm":"In vollen Feuer gebrannt / in jene Ewigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.576099872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":467,"date":1719,"orig":"Thierhold, welchen die Reyhe traff, verfertiget nachfolgendes:","norm":"Tierhold, welchen die Reihe traf, verfertiget nachfolgendes:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.958700180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":468,"date":1719,"orig":"Das Gold/ der Wein/ der Menſch/ der Auszug aller Sachen/ So unſre Unteꝛwelt in Einigkeit eꝛhaͤlt/ Wann die gedritte Schaar ſich aus der Welt wird machen/ Denn ſey auch diß die Zeit die unſ’re Freunde faͤllt.","norm":"Das Gold / der Wein / der Mensch / der Auszug aller Sachen / So unsere Unterwelt in Einigkeit erhält / Wann die dritte Schar sich aus der Welt wird machen / Denn sei auch dies die Zeit die unsere Freunde fällt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.818299770355225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":469,"date":1719,"orig":"Die luſtige Kunigundis gab das Jhrige mit zu, alſo:","norm":"Die lustige Kunigundis gab das Ihrige mit zu, also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5802998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":470,"date":1719,"orig":"Wann Lieb und Luſtigkeit/ und Treue ſich verbinden/ Da wird des Neidharts Liſt/ von uns nur ausgelacht/ So muß die Traurigkeit und alle Angſt verſchwinden/ Und dieſes bleibet ſtehn was uns vergnuͤgend macht.","norm":"Wann Liebe und Lustigkeit / und Treue sich verbinden / Da wird des Neidharts List / von uns nur ausgelacht / So muss die Traurigkeit und alle Angst verschwinden / Und dieses bleibt stehen was uns vergnügend macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093500137329102} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":471,"date":1719,"orig":"Liebhold gab ſeine Zuneigung folgender maſſen an Tag:","norm":"Liebhold gab seine Zuneigung folgendermaßen an Tag:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.248499870300293} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":472,"date":1719,"orig":"Wertheſte Freunde geliebteſte Drey/ Gehet in Frieden u. lebet in Freuden/ Euer Vergnuͤgen das werde ſtets neu/ Biß ihr recht ſeelig von hinnen| werdt ſcheiden.","norm":"Werteste Freunde geliebteste Drei / Gehet in Frieden u. lebet in Freuden / Euer Vergnügen das werde stets neu / Bis ihr recht selig von hinnen werdet scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0559000968933105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":473,"date":1719,"orig":"Die lieb-wertheſte Sophia beehrte unſere Freunde mit folgenden Reimen:","norm":"Die liebwerteste Sophia beehrte unsere Freunde mit folgenden Reimen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.83620023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":474,"date":1719,"orig":"Jch dachte Redligkeit ſey ſchon davon geflogen/ Und unſer Unter-Welt gegeben gute Nacht/ Doch hat noch das Geluͤck hier| drey in eins gezogen/ Das mir als Toden nun mein Leben wiederbracht.","norm":"Ich dachte Redlichkeit sei schon davon geflogen / Und unser Unterwelt gegeben gute Nacht / Doch hat noch das Glück hier drei in eins gezogen / Das mir als Toden nun mein Leben wiederbracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.680699825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":475,"date":1719,"orig":"Reinhard Euſebiens Ehe-Liebſter, welcher wegen eines gewiſſen Zufalls vor dieſesmahl nicht wohl reden kunte, ſchrieb nachfolgende Reimen auf ein Taͤflein, das allda eines Spiels halben hieng:","norm":"Reinhard Eusebiens Eheliebster, welcher wegen eines gewissen Zufalls vor diesmal nicht wohl reden konnte, schrieb nachfolgende Reimen auf ein Täflein, das allda eines Spiels halben hing:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5503997802734375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":476,"date":1719,"orig":"Ob ich gleich dieſesmahl die Zung| und Mund muß ſchonen/ Will ich doch meinen Wuntſch mit Kreide ſchreiben auff; GOtt laß euch werthſte Drey in einer Huͤtten wohnen/ So lange biß der Mond wird enden ſeinen Lauff.","norm":"Ob ich gleich diesmal die Zunge und Mund muss schonen / Will ich doch meinen Wunsch mit Kreide schreiben auf; Gott lass euch wertste Drei in einer Hütten wohnen / So lange bis der Mond wird enden seinen Lauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.597599983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":477,"date":1719,"orig":"Florigunda die Sittſame, beſchloß folgender maſſen:","norm":"Florigunda die Sittsame, beschloss folgendermaßen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.975200176239014} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":478,"date":1719,"orig":"Muß ich gleich einer Ruth verlohrne Aehren leſen/ So wird ein Koͤrnchen doch noch angenehme ſeyn; GOtt der da iſt/ wird ſeyn/ und auch zuvor geweſen/ Der ſchreibe unſre Drey ins Buch des Lebens ein.","norm":"Muss ich gleich einer Ruth verlorene Ähren lesen / So wird ein Körnchen doch noch angenehme sein; Gott der da ist / wird sein / und auch zuvor gewesen / Der schreibe unsere Drei ins Buch des Lebens ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.973100185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":479,"date":1719,"orig":"Hiernach wandte ſich Ehrenfried zu ſeiner Tochter, ſagende: Mein liebſtes Kind Sylvia, dieweil die hoch-geneigte Compagnie, unſer Klee-Blat mit ſo viel herrlichen Wuͤntſchen beehret hat, ſo ſage doch auch ſo gut als es dir einfaͤllt ein paar Reimchen her:","norm":"Hiernach wandte sich Ehrenfried zu seiner Tochter, sagende: Mein liebstes Kind Sylvia, dieweil die hochgeneigte Compagnie, unser Kleeblatt mit so viel herrlichen Wünschen beehret hat, so sage doch auch so gut als es dir einfällt ein paar Reimchen her:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.265399932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":480,"date":1719,"orig":"Wie mein Herr Vater befiehlt, antwortete Sylvia, ſo gehorſame ich; nur daß mich niemand auslache, wann ich es nicht ſo kuͤnſtlich als ſchon geſchehen, hervorbringe; worauff ſie alſo redete:","norm":"Wie mein Herr Vater befiehlt, antwortete Sylvia, so gehorsame ich; nur dass mich niemand auslache, wann ich es nicht so künstlich als schon geschehen, hervorbringe; worauf sie also redete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26200008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":481,"date":1719,"orig":"Des Eckarths Redligkeit will ich in Jaſpis graben/ Und Muͤlards Treue wird in Alabaſter ſteh’n/ Des Vaters Liebe ſoll die Schrifft in Marmor haben/ Und dieſer Dreyen Ruhm wird zu den’n Sternen gehn.","norm":"Des Ekarts Redlichkeit will ich in Jaspis graben / Und Mülards Treue wird in Alabaster stehe 'n / Des Vaters Liebe soll die Schrift in Marmor haben / Und dieser Drei Ruhm wird zu denn Sternen gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.537799835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":482,"date":1719,"orig":"Muͤlard bedanckte ſich im Nahmen Ehrenfrieds und Eckarths, gegen die Tugendſamen, vor unverdiente Zuneigung und hohe Gunſt, wie auch herrlich und hertzlicher Wuntſch der hoch-anſehnlichen Compagnie, wuͤntſchende:","norm":"Mülard bedankte sich im Namen Ehrenfrieds und Ekarts, gegen die Tugendsamen, vor unverdiente Zuneigung und hohe Gunst, wie auch herrlich und herzlicher Wunsch der hochansehnlichen Compagnie, wünschende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7291998863220215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":483,"date":1719,"orig":"Daß er nebenſt ſeinen zweyen Hertzens- Freunden, einen jeden mit allen Liebes- und treuen Dienſten, nach Verlangen wiederrumb zu Gefallen leben moͤchte, nach welcher Bedanckung, wurde der geſammten Geſellſchafft zu Ehren eine Arie geſungen.","norm":"Dass er neben seinen zweien Hertzens-Freunden, einen jeden mit allen Liebes- und treuen Diensten, nach Verlangen wiederum zu Gefallen leben möchte, nach welcher Bedankung, wurde der gesamten Gesellschaft zu Ehren eine Arie gesungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.432400226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":484,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":485,"date":1719,"orig":"Wo Freunde ſich recht lieben/ Kan nichts als Freude ſeyn:","norm":"Wo Freunde sich recht lieben / Kann nichts als Freude sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.868500232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":486,"date":1719,"orig":"Da ſchlieſſet ſich Betruͤben/ Und Neidſucht faͤllet ein.","norm":"Da schließet sich Betrüben / Und Neidsucht fället ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.008900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":487,"date":1719,"orig":"Es muß nur Luſt und Treue bluͤhen/ Und laͤſſet ſeine Frucht Die Redligkeit mit Lieb umbziehen/ Die unſre Seele ſucht.","norm":"Es muss nur Lust und Treue blühen / Und lässt seine Frucht die Redlichkeit mit Liebe umziehen / Die unsere Seele sucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.79040002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":488,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":489,"date":1719,"orig":"So lebt man in Vergnuͤgen Wann Drey in Eins ſich ſchlingt/ Denn muß die Laͤſter-Luͤgen/ Wann ſie ihr Liedlein ſingt/ Nur Taube zu zuhoͤren haben/ Hergegen redt die Treu!","norm":"So lebt man in Vergnügen wann Drei in Eins sich schlingt / Denn muss die Läster-Lügen / Wann sie ihr Liedlein singt / Nur Taube zuzuhören haben / Hergegen redet die Treue!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.190299987792969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":490,"date":1719,"orig":"So kan ſie Ohrn und Hertzen laben/ Und ſetzet Eins in Drey.","norm":"So kann sie Ohren und Herzen laben / Und setzet Eins in drei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.281400203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":491,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":492,"date":1719,"orig":"Laßt uns in Liebe wallen/ Auf dieſen Erden-Rund Uns Freunden zu Gefallen/ Schließt einen feſten Bund.","norm":"Lasst uns in Liebe wallen / Auf diesen Erdenrund uns Freunden zu Gefallen / Schließt einen festen Bund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.474400043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":493,"date":1719,"orig":"Daß weil wir hier zuſammen leben/ Jn vielen ſey ein Sinn; Und in verſuͤßter Luſt zu ſchweben/ Sey allen ein Gewinn.","norm":"Dass weil wir hier zusammen leben / In vielen sei ein Sinn; und in versüßter Lust zu schweben / Sei allen ein Gewinn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.665900230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":494,"date":1719,"orig":"Nachdem geſchahen allerhand Unterredungen, biß die Mahlzeit ſich endigte.","norm":"Nachdem geschahen allerhand Unterredungen, bis die Mahlzeit sich endigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.516900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":495,"date":1719,"orig":"Da denn nach verrichteten Tiſch-Gebeth und geſungenen Nun dancket alle GOtt! die geſammte Compagnie in denen Garten-Gaͤngen ſpatzieren gieng, und nachmahls mit einen Kegel-Spiel und fliegenden Vogel ſich beluſtigten, bis Abends nach ſechs Uhr, da invitirte Rannefort die Geſellſchafft auff ein Gerichte gerne ſehen bey ihm ein.","norm":"Da denn nach verrichteten Tischgebet und gesungenen nun danket alle Gott! die gesamte Compagnie in denen Gartengängen spazieren ging, und nachmals mit einen Kegelspiel und fliegenden Vogel sich belustigten, bis Abends nach sechs Uhr, da invitierte Rannefort die Gesellschaft auf ein Gerichte gerne sehen bei ihm ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.70359992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":496,"date":1719,"orig":"Die hold-ſeelige Edelmuth ſeine Gemahlin erſchrack, ſagende:","norm":"Die holdselige Edelmut seine Gemahlin erschrak, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.54610013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":497,"date":1719,"orig":"Mein lieber Mann, was thuſt du, du ladeſt ein, und weißt ja daß wenig oder nichts verhanden iſt, womit wir ſolche werthe Freunde nach Vergnuͤgen bewirthen koͤnnen!","norm":"Mein lieber Mann, was tust du, du ladest ein, und weißt ja dass wenig oder nichts vorhanden ist, womit wir solche werte Freunde nach Vergnügen bewirten können!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.633200168609619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":498,"date":1719,"orig":"Mein auserwehlter Engel, verſetzte Rannefort, gute Freunde nehmen auch mit Saltz, Kaͤſe und Brodt verlieb.","norm":"Mein auserwählter Engel, versetzte Rannefort, gute Freunde nehmen auch mit Salz, Käse und Brot verlieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.121699810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":499,"date":1719,"orig":"Filinda wande ein, Schweſterchen wir ſind ohne dem ſatt, und unſere angefuͤllte Maͤgen koͤnnen leicht zum Nacht- Eſſen und ſolte es nur Semmeln, Hollaͤndiſcher Kaͤſe und Butter ſeyn, geſaͤttiget werden.","norm":"Filinda wand ein, Schwesterchen wir sind ohne dem satt, und unsere angefüllte Mägen können leicht zum Nacht-Essen und sollte es nur Semmeln, holländischer Käse und Butter sein, gesättigt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.379499912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":500,"date":1719,"orig":"Wohlan denn! replicirte Edelmuth, der gebethen hat, mag auch die Sorge und Schuld tragen, ich habe nichts damit zu thun, ich will alſo auch ein Gaſt meines Mannes mit ſeyn und begebe mich auff heute meines Kuͤchen-Rechts:","norm":"Wohlan denn! replizierte Edelmut, der gebeten hat, mag auch die Sorge und Schuld tragen, ich habe nichts damit zu tun, ich will also auch ein Gast meines Mannes mit sein und begebe mich auf heute meines Küchen-Rechts:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.071899890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":501,"date":1719,"orig":"Weiln die Caroſſen bereits vor dem Garten beſpannet hielten, ſatzten die Lieb-wertheſten, nachdem Ehrenfried gegen die Compagnie ſich nochmahln auffs hoͤfligſte bedancket, und Muͤlard im Nahmen derſelben eine Gegen-Danckſagung an Ehrenfrieden gethan hatte, nacheinander auff, und fuhren in die Stadt vor des Ranneforts Behauſung, da ſie denn nicht ſo bald abgeſtiegen waren, und ins Hauß traten, lieſſen ſich Paucken und Schalmeyen hoͤren/ wie ſie aber in Voͤrder- Saal kamen, war die Tafel gedeckt, und mit allerhand Speiſen angefuͤllet, woruͤber ſie ſich allerſeits, ſonderlich die Edelmuth, welcher dieſes alles unwiſſend war, hoͤchlich verwunderten.","norm":"Weil die Karossen bereits vor dem Garten bespannet hielten, sattsten die Liebwertesten, nachdem Ehrenfried gegen die Compagnie sich nochmals aufs höflichste bedanket, und Mülard im Namen derselben eine Gegen-Danksagung an Ehrenfrieden getan hatte, nacheinander auf, und fuhren in die Stadt vor des Ranneforts Behausung, da sie denn nicht so bald abgestiegen waren, und ins Haus traten, ließen sich Pauken und Schalmeien hören / wie sie aber in Vörder-Saal kamen, war die Tafel gedeckt, und mit allerhand Speisen angefüllt, worüber sie sich allerseits, sonderlich die Edelmut, welcher dieses alles unwissend war, höchlich verwunderten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252099990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":502,"date":1719,"orig":"Nach dem nun ein jedes ſeinen Sitz genommen, und die Mahlzeit, dieweil niemand groſſen Hunger hatte, bald verrichtet ward, bath Rannefort, Eckarth, Muͤlarden und Ehrenfrieden in ſein Neben-Zimmer auf ein Pfeiffgen Taback, denen Adelbrecht und Liebhold folgten:","norm":"Nach dem nun ein jedes seinen Sitz genommen, und die Mahlzeit, dieweil niemand großen Hunger hatte, bald verrichtet wurde, bat Rannefort, Eckart, Mülarden und Ehrenfrieden in sein Nebenzimmer auf ein Pfeifen Tabak, denen Adelbrecht und Liebhold folgten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.960100173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":503,"date":1719,"orig":"Als dieſe hinweg waren, fieng Euſebia an:","norm":"Als diese hinweg waren, fing Eusebia an:","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.150400161743164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":504,"date":1719,"orig":"Ach mit dem ſchaͤndlichen Taback, ich habe meinen Mann noch einmahl ſo lieb, daß er keinen Taback ſchmauchet, Filinda regerirte.","norm":"Ach mit dem schändlichen Tabak, ich habe meinen Mann noch einmal so lieb, dass er keinen Tabak schmauchet, Filinda regerirte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.831200122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":505,"date":1719,"orig":"Ach!","norm":"Ach!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0,"norm_lmscore":3.069200038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":506,"date":1719,"orig":"wie gluͤckſeelig wolte ich mich ſchaͤtzen, wann mein Mann den Taback lieſſe.","norm":"wie glückselig wollte ich mich schätzen, wann mein Mann den Tabak ließe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.639500141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":507,"date":1719,"orig":"Aber Monſr.","norm":"Aber Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":11.612099647521973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":508,"date":1719,"orig":"Thierhold was haͤlt er von den verdrießlichen Taback?","norm":"Tierhold was hält er von den verdrießlichen Tabak?","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.326000213623047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":509,"date":1719,"orig":"Hoch-geneigteſte Goͤnnerinnen, ihnen iſt gar wohl bekannt, daß ich kein Liebhaber des Tabacks bin, jedennoch kan ich ihn ſchlechter Dinges nicht verwerffen, gab Thierhold zur Antwort:","norm":"Hochgeneigteste Gönnerinnen, ihnen ist gar wohl bekannt, dass ich kein Liebhaber des Tabaks bin, dennoch kann ich ihn schlechter Dinges nicht verwerfen, gab Tierhold zur Antwort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.473700046539307} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":510,"date":1719,"orig":"Er fuͤhret ſeine Tugenden ſo wohl als alle andere Kraͤuter bey ſich, und gleich wie dieſe ohne Unterſcheid nicht einen jeden dienen, alſo auch jener, doch hielte ich davor wertheſteſte Frau Euſebia, es wuͤrde deren Ehe-Herr denen Fluͤſſen nicht ſo ſehr unterworffen ſeyn, wann er ſich ein wenig des Taback-Rauchs bedienete.","norm":"Er führt seine Tugenden so wohl als alle andere Kräuter bei sich, und gleich wie diese ohne Unterschied nicht einen jeden dienen, also auch jener, doch hielte ich davor werthesteste Frau Eusebia, es würde deren Eheherr denen Flüssen nicht so sehr unterworfen sein, wann er sich ein wenig des Tabakrauchs bediente.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.857999801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":511,"date":1719,"orig":"Wohlan dennn hoch-geſchaͤtzter Herr Bruder, ſagte Solimund, ſo gebe er uns dann von dieſem Kraute nach deſſen Belieben in etwas Nachricht.","norm":"Wohlan denen hochgeschätzter Herr Bruder, sagte Solimund, so gebe er uns dann von diesem Kraute nach dessen Belieben in etwas Nachricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.671899795532227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":512,"date":1719,"orig":"Gantz gerne antwortete Thierhold.","norm":"Ganz gerne antwortete Tierhold.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.466899871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":513,"date":1719,"orig":"Woher dieſes Krautes Nahme komme, was ſein Urſprung ſey, und welcher Geſtalt es zu uns Teutſche transportirt und uͤberbracht worden, will ich vor dieſesmahl, weil hieran, zumahln anietzo, da dieſes Kraut in unſern Landen ſo gemein iſt, daß des Nutzens halber viel Aecker damit angefuͤllet, und nach deſſen Zubereitung uͤberall hin verfuͤhret werden wenig gelegen, mit Stillſchweigen uͤbergehen, deſſen Gebrauch iſt ſo wohl in-als aͤuſſerlich ſehr nuͤtzlich, und wird dannenhero zu ſelbigen auf unterſchiedene Arth zugerichtet; daß ich nur mit wenigen deſſen Tugenden beruͤhre, ehe ich zu deſſelben Ausrauch- und Schmauchung komme, ſo errinnere ich mich, daß ein vortrefflicher Medicus zu Stockholm in Schweden, in gefaͤhrlichen Kranckheiten das davon ausgezogene Saltz mit groſſen Vortheil derer Patienten gebraucht habe, man frage Helmontium, was er in dieſen Kraut vor eine Cur in denen Fiebern geſucht.","norm":"Woher dieses Krautes Nahme komme, was sein Ursprung sei, und welcher Gestalt es zu uns Deutsche transportiert und überbracht worden, will ich vor diesmal, weil hieran, zumal anjetzt, da dieses Kraut in unseren Landen so gemein ist, dass des Nutzens halber viel Äcker damit angefüllt, und nach dessen Zubereitung überall hin verführet werden wenig gelegen, mit Stillschweigen übergehen, dessen Gebrauch ist so wohl in- als äußerlich sehr nützlich, und wird dannenher zu selbigen auf unterschiedene Art zugerichtet; dass ich nur mit wenigen dessen Tugenden berühre, ehe ich zu desselben Ausrauch- und Schmauchung komme, so erinnere ich mich, dass ein vortrefflicher Medikus zu Stockholm in Schweden, in gefährlichen Krankheiten das davon ausgezogene Salz mit großen Vorteil derer Patienten gebraucht habe, man frage Helmontium, was er in diesen Kraut vor eine Kur in denen Fiebern gesucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.462600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":514,"date":1719,"orig":"Solimund verſetzte, verzeihe wertheſter Freund, daß ich die Kuͤhnheit nehme, ihme in die Rede zu fallen; ich errinnere mich nicht, daß Helmont etwas davon in ſeinen Tractat de Febribus gedencket.","norm":"Solimund versetzte, verzeihe wertester Freund, dass ich die Kühnheit nehme, ihm in die Rede zu fallen; ich erinnere mich nicht, dass Helmont etwas davon in seinen Traktat de Febribus gedenkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786399841308594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":515,"date":1719,"orig":"Thierhold replicirte: Hoch-geſchaͤtzter Solimund; Er wird aber ja wohl daſelbſt von einen Discutiente, welches er in vier-taͤgigen Fiebern ſonderlich recommendirt geleſen haben, und zu ſeiner Zeit ſoll derſelbe deswegen beſſere Nachricht von mir zu gewarten haben: Ferner, was dieſes Oleum in alten Schaͤden that, iſt kuntbar, ſonſt iſt das Kraut gruͤne auff eine friſche Wunde gelegt, ſehr heilſam, und ein rechtes Wund-Kraut.","norm":"Tierhold replizierte: Hoch-geschätzter Solimund; er wird aber ja wohl daselbst von einen Discutiente, welches er in viertägigen Fiebern sonderlich rekommandiert gelesen haben, und zu seiner Zeit soll derselbe deswegen bessere Nachricht von mir zu gewarten haben: Ferner, was dieses Oleum in alten Schäden tat, ist kuntbar, sonst ist das Kraut grüne auf eine frische Wunde gelegt, sehr heilsam, und ein rechtes Wundkraut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.857699871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":516,"date":1719,"orig":"Andere Wuͤrckungen von welchen Magnenus in ſeinen ob wohl kleinen Tractaͤtgen de Tabaco, gar fein und kurtz discurrirt zu geſchweigen, wende ich mich zu den allgemeinen Gebrauch, da ihn unſere Lands-Leuthe entweder ſchmauchen, im Munde kauen oder in die Naſe ſchnupffen, welcher dreyerley Gebrauch gewiſſer Maſſen ſeinen herrlichen Nutzen hat.","norm":"Andere Wirkungen von welchen Magnenus in seinen ob wohl kleinen Traktätchen de Tabaco, gar fein und kurz diskurriert zu geschweigen, wende ich mich zu den allgemeinen Gebrauch, da ihn unsere Landsleute entweder schmauchen, im Munde kauen oder in die Nase schnupfen, welcher dreierlei Gebrauch gewissermaßen seinen herrlichen Nutzen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585700035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":517,"date":1719,"orig":"Denn diejenigen die feuchter Complexion ſind und einen ſtarcken Zufluß derer Feuchtigkeiten erdulten muͤſſen, ziehen ihnen in maͤßigen Gebrauch vieler Meynungen nach, die Fluͤſſe nicht zu, ſondern zertheilen vielmehr dieſelben, eroͤffnen die Speichel-Roͤhren, und trocknen ſie zugleich mit aus, doch rathe ich, daß man in hitzigen Zufaͤllen ſich derer zu liberiren, des Taback-Rauchs ſich nicht bedienen ſoll.","norm":"Denn diejenigen die feuchter Komplexion sind und einen starken Zufluss derer Feuchtigkeiten erdulden müssen, ziehen ihnen in mäßigen Gebrauch vieler Meinungen nach, die Flüsse nicht zu, sondern zerteilen vielmehr dieselben, eröffnen die Speichelröhren, und trockenen sie zugleich mit aus, doch rate ich, dass man in hitzigen Zufällen sich derer zu liberiren, des Tabakrauchs sich nicht bedienen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.619500160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":518,"date":1719,"orig":"Jch errinnere mich daß einsmahl in Gurau in Nieder-Schleſten ein Schmied 3. Jahr rothe fluͤßige Augen gehabt, der Medicus ſelbigen Orths ihme gerathen, er ſolte einen Hut mit einen groſſen Rande aufſetzen, den Kopff der Tabacks-Pfeiffe oben durch ein darein geſchnitten Loch ausſtecken, und denn ihm den ausgeblaſenen Rauch in die Augen gehen laſſen, der Schmidt verlachte dieſen Rath, endlich aber reſolviret er ſich ſolches zu thun, ſiehe da gehet ihme zu dreyenmahlen uͤber ein Quart Waſſer zum Augen heraus, die Fluͤſſe verlohren ſich, und er bekam ein gut Geſichte.","norm":"Ich erinnere mich dass einsmahl in Gurau in Nieder-Schlesten ein Schmied 3. Jahr rote flüssige Augen gehabt, der Medikus selbigen Orts ihm geraten, er sollte einen Hut mit einen großen Rande aufsetzen, den Kopf der Tabakspfeife oben durch ein darein geschnitten Loch ausstecken, und denn ihm den ausgeblasenen Rauch in die Augen gehen lassen, der Schmidt verlachte diesen Rat, endlich aber resolvieret er sich solches zu tun, siehe da geht ihm zu dreyenmahlen über ein Quart Wasser zum Augen heraus, die Flüsse verloren sich, und er bekam ein gut Gesichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.755300045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":519,"date":1719,"orig":"Dieſer Schmidt kommt an einen andern Orth zu einen Schuſter der mit gleichen, aber einer hitzigen Arth Zufall an denen Augen befallen war, rathet ihm er ſolte dieſem was ihme gerathen worden, auch nachkommen.","norm":"Dieser Schmidt kommt an einen anderen Ort zu einen Schuster der mit gleichen, aber einer hitzigen Art Zufall an denen Augen befallen war, ratet ihm er sollte diesem was ihm geraten worden, auch nachkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.450200080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":520,"date":1719,"orig":"Der gute Mann folget, allein er bekam in die Augen dergleichen ſtarcke Entzuͤndungen, daß der Medicus Muͤhe genung hatte ihn wieder in einen guten Stand zu bringen:","norm":"Der gute Mann folget, allein er bekam in die Augen dergleichen starke Entzündungen, dass der Medikus Mühe genug hatte ihn wieder in einen guten Stand zu bringen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2494001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":521,"date":1719,"orig":"Hernach verurſacht er einen Schlaff, ob gleich etliche, ſonderlich die See-fahrende davor halten, er vertreibe denſelben/ wiewohl die Gewohnheit denen Menſchen ſich allen accommodiret.","norm":"Hernach verursacht er einen Schlaf, ob gleich etliche, sonderlich die Seefahrende davor halten, er vertreibe denselben / wiewohl die Gewohnheit denen Menschen sich allen akkommodieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.962200164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":522,"date":1719,"orig":"Jch muß mich verwundern, wann ich bedencke, wie die Arbeiter in denen Glaß-Huͤtten in ihrer Arbeit bey der aller-hefftigſten Hitze, den gantzen Tag die Pfeiffe mit Taback gefuͤllt glimmende im Munde haben, und faſt ohne Aufhoͤren ſchmauchen.","norm":"Ich muss mich verwundern, wann ich bedenke, wie die Arbeiter in denen Glashütten in ihrer Arbeit bei der allerheftigsten Hitze, den ganzen Tag die Pfeife mit Tabak gefüllt glimmende im Munde haben, und fast ohne Aufhören schmauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4141998291015625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":523,"date":1719,"orig":"Etliche verſchlingen den Rauch und erregen hierdurch ein Brechen, davon ich aber nichts halte; Andere haben einen Modum erfunden den Taback- Rauch per inferiora in den Leib vermittelſt einer Clyſtier-Roͤhre zu blaſen, abſonderlich ſoll dieſes ein herrliches Mittel ſeyn in der Colica und Mutter-Beſchwerung.","norm":"Etliche verschlingen den Rauch und erregen hierdurch ein Brechen, davon ich aber nichts halte; Andere haben einen Modum erfunden den Taback-Rauch per inferiore in den Leib vermittels einer Clystier-Röhre zu blasen, absonderlich soll dieses ein herrliches Mittel sein in der Colica und Mutterbeschwerung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392300128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":524,"date":1719,"orig":"Hieruͤber muſte das Frauenzimmer lachen:","norm":"Hierüber musste das Frauenzimmer lachen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712500095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":525,"date":1719,"orig":"Thierhold fuhr fort:","norm":"Tierhold fuhr fort:","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.560100078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":526,"date":1719,"orig":"Die nun an ſtatt des Rauchens den Taback kaͤuen, die eroͤffnen durch dergleichen Maſtication die Speichel-Roͤhren, allein ſie ziehen ihnen viel Verdrießligkeiten zu, indem ſie wegen des ſtinckenden Athens nicht allein andern Leuthen ein Verdruß machen, ſondern auch ihren Lebens-Geiſtern, welche durch den Geruch am meiſten koͤnnen afficiret werden, thun ſie groſſen Schaden, und errinnere ich mich, daß einsmahls einer meiner guten Freunde, durch dergleichen Taback-Kaͤuen in einen Schwindel gerieth, daß ich faſt ein Jahr mit ihme zu thun hatte, ehe ich ihnen liberiren kunte.","norm":"Die nun anstatt des Rauchens den Tabak kauen, die eröffnen durch dergleichen Mastication die Speichelröhren, allein sie ziehen ihnen viel Verdrießlichkeiten zu, indem sie wegen des stinkenden Athens nicht allein anderen Leuten ein Verdruss machen, sondern auch ihren Lebensgeistern, welche durch den Geruch am meisten können affizieret werden, tun sie großen Schaden, und erinnere ich mich, dass einsmals einer meiner guten Freunde, durch dergleichen Tabak-Käuen in einen Schwindel geriet, dass ich fast ein Jahr mit ihm zu tun hatte, ehe ich ihnen liberiren konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.040900230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":527,"date":1719,"orig":"Darumb wohl Monſ.","norm":"Darum wohl Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"jv","lang_cld3":"ht","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.182100296020508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":528,"date":1719,"orig":"Thierhold, wandte Euſebia ein, halte ich davor, iſt es dieſem Manne ſo uͤbel bekommen; ſo wird es denenjenigen, die den Taback-Rauch ſo offters einziehen, alſo ihr Gehirn gaͤntzlich austrocknen, oder wenigſtens gleich einen Camin ſchwartz uͤberziehen, viel aͤrger ergehen.","norm":"Tierhold, wandte Eusebia ein, halte ich davor, ist es diesem Manne so übel bekommen; so wird es denjenigen, die den Tabakrauch so öfters einziehen, also ihr Gehirn gänzlich austrocknen, oder wenigstens gleich einen Kamin schwarz überziehen, viel ärger ergehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.366700172424316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":529,"date":1719,"orig":"Schoͤnſte Euſebia, verſetzte Thierhold, ſie verzeihe Ehren-geneigt, dieſes iſt nur ein eingebildeter Wahn der Leuthe; denn wann derſelben die Structur des menſchlichen Haupts bekannt waͤre, wuͤrde ſie meinem Vortrage bald beyfaͤllig werden.","norm":"Schönste Eusebia, versetzte Tierhold, sie verzeihe Ehren-geneigt, dieses ist nur ein eingebildeter Wahn der Leute; denn wann derselben die Struktur des menschlichen Haupts bekannt wäre, würde sie meinem Vortrage bald beifällig werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.89139986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":530,"date":1719,"orig":"Was die Austrockung des Gehirns belangt, errinnere ich mich ſelbſt, daß bey einer Section einsmahls ein hoch-gelehrter und Welt-beruͤhmter Medicus ihm eingebildet, der Coͤrper haͤtte kein Gehirn gehabt, welches aber ſein Grund-gelehrter Sohn ihn eines andern ſattſamlich beredete, denn wo ſolche gewaltſame Eintrocknung geſchehen ſolte, wuͤrden erſchreckliche Zufaͤlle entſtehen, und der Tod ohnfehlbahr darauff erfolgen muͤſſen.","norm":"Was die Austrockung des Gehirns belangt, erinnere ich mich selbst, dass bei einer Section einsmals ein hochgelehrter und Weltberühmter Medikus ihm eingebildet, der Körper hätte kein Gehirn gehabt, welches aber sein Grundgelehrter Sohn ihn eines anderen sattsamlich beredete, denn wo solche gewaltsame Eintrocknung geschehen sollte, würden erschreckliche Zufälle entstehen, und der Tod unfehlbar darauf erfolgen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.89169979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":531,"date":1719,"orig":"Des Ruſes oder der Schwaͤrtze halber, die ſich bey denen Taback-Rauchenden durch und uͤber das Gehirne ziehen ſoll, iſt noch nie erwieſen noch gefunden worden, wie ſehr man ſich auch daruͤber bemuͤhet hat; Jnſonderheit hat der vortreffliche Hollaͤndiſche Sector Wilhelmus von der Meer angemercket, daß, ob er gleich viel Coͤrper, Ertz-Taback-Schmaucher anatomirt oder zerleget habe, habe er niemahln die geringſte Anzeigung einiges Dampffes noch Schwaͤrtze finden koͤnnen.","norm":"Des Ruses oder der Schwärze halber, die sich bei denen Tabak-rauchenden durch und über das Gehirne ziehen soll, ist noch nie erwiesen noch gefunden worden, wie sehr man sich auch darüber bemühet hat; Insonderheit hat der vortreffliche Holländische Sector Wilhelm von der Meer angemerkt, dass, ob er gleich viel Körper, Ertz-Taback-Schmaucher anatomiert oder zerleget habe, habe er niemals die geringste Anzeigung einiges Dampffes noch Schwärze finden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.113100051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":532,"date":1719,"orig":"Er meldet daſelbſt (wie auch andere mehr) von einem der unter andern Taback-Schmauchern der Beruͤhmteſte geweſen, auch nach geſprochenen Urtheil vor der Todes-Stunde, den Taback noch ſehr begierig geſchmaucht hat, habe er alsbald nach ſeinen Tode das Gehirne geoͤffnet, allein, weder einige Schwaͤrtze, noch einig Merckmahl eines Dunſtes daſelbſt verſpuͤren koͤnnen:","norm":"Er meldet daselbst (wie auch andere mehr) von einem der unter anderen Tabak-Schmauchern der Berühmteste gewesen, auch nach gesprochenen Urteil vor der Todesstunde, den Tabak noch sehr begierig geschmaucht hat, habe er alsbald nach seinen Tode das Gehirne geöffnet, allein, weder einige Schwärze, noch einig Merkmal eines Dunstes daselbst verspüren können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.339300155639648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":533,"date":1719,"orig":"Wohl aber wertheſte Euſebia, iſt er denen Lungen ſchaͤdlich, und hat uns die Erfahrung deswegen unterſchiedene Exempel vorgeſtellt.","norm":"Wohl aber werteste Eusebia, ist er denen Lungen schädlich, und hat uns die Erfahrung deswegen unterschiedene Exempel vorgestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.556000232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":534,"date":1719,"orig":"Allein! replicirte Euſebia, Monſr.","norm":"Allein! replizierte Eusebia, Monsr.","lang_fastText":"ja","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gl","lang_de":0,"norm_lmscore":7.36899995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":535,"date":1719,"orig":"Thierhold wird mir doch zugeſtehen, daß dieſe Taback- Schmaͤucher Schwindel, Ermattung der Glieder und allerhand verdrießliche Zufaͤlle erdulden muͤſſen.","norm":"Tierhold wird mir doch zugestehen, dass diese Taback-Schmaucher Schwindel, Ermattung der Glieder und allerhand verdrießliche Zufälle erdulden müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992599964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":536,"date":1719,"orig":"Das iſt wahr, hold-ſeeligſte Frau Euſebia, antwortete Thierhold, allein das kommt her aus den unmaͤßigen Gebrauch, und bey denen Ungewohnten, die den Taback ſo lange ſchmauchen, bis der Speichel, welcher den Magen in der Verdauung die beſte Befoͤrderung giebt, als ein Cryſtallen-Waſſer, zum Munde ausfleuſt, weil ſo dann auch das Orificium Ventriculi oder des Magens Mund-Loch, und die daſelbſt herumb-liegende Nerven ſehr geſchwaͤcht werden, ſo entſtehet denn per conſenſum verwandſchaffts halben, Ubelkeit, Schwindel des Haupts, Ermattung der Glieder und andern Ungelegenheiten mehr, bevoraus, wann man noch den abgehenden Speichel mit vielen Bier-guͤſſen erſetzet, und mit dererley Unrath den Magen beſchweret und die Rohigkeit davon in die Glieder getrieben wird, ſo iſt es auch hoͤchſt-ſchaͤdlich, wann der Taback bey hitzigen und trockenen Tagen, bevoraus von Mageren Leuthen gerauchet wird; da hergegen bey feuchten und naſſen Wetter er dienlich- und nuͤtzlicher kan adhibiret werden.","norm":"Das ist wahr, holdseligste Frau Eusebia, antwortete Tierhold, allein das kommt her aus den unmäßigen Gebrauch, und bei denen Ungewohnten, die den Tabak so lange schmauchen, bis der Speichel, welcher den Magen in der Verdauung die beste Beförderung gibt, als ein Crystallen-Wasser, zum Munde ausfliest, weil so dann auch das Orificium Ventriculi oder des Magens Mund-Loch, und die daselbst herumliegende Nerven sehr geschwächt werden, so entstehet denn per consensum Wandschafts halben, Übelkeit, Schwindel des Haupts, Ermattung der Glieder und anderen Ungelegenheiten mehr, bevoraus, wann man noch den abgehenden Speichel mit vielen Bier-Güssen ersetzet, und mit derlei Unrat den Magen beschweret und die Rohheit davon in die Glieder getrieben wird, so ist es auch höchstschädlich, wann der Tabak bei hitzigen und trockenen Tagen, bevoraus von mageren Leuten geraucht wird; da hingegen bei feuchten und nassen Wetter er dienlich- und nützlicher kann adhibieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.927999973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":537,"date":1719,"orig":"Diejenigen nun, die nach den Toback-Rauchen ſtarckes aqua vitæ, oder Brandtewein umb wegen des eingegoſſenen Biers den Magen zu ſtaͤrcken, trincken, die werden erfahren, daß ſie allerhand Arthritiſche Zufaͤlle, Reiſſen und Zittern in Gliedern empfinden werden.","norm":"Diejenigen nun, die nach den Tobak-Rauchen starkes aqua vitae, oder Branntwein um wegen des eingegossenen Biers den Magen zu stärken, trinken, die werden erfahren, dass sie allerhand arthritische Zufälle, Reißen und Zittern in Gliedern empfinden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.56279993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":538,"date":1719,"orig":"Mit dieſen Wenigen nun geliebe das hoch-loͤbliche Frauenzimmer vor dieſes mahl Ehren-guͤnſtig zufrieden zuleben, denn ſonſten wo ich alles ausfuͤhrlich beſchreiben ſolte, wuͤrde ich in zweyen Tagen nicht fertig werden.","norm":"Mit diesen Wenigen nun Geliebe das hochlöbliche Frauenzimmer vor dieses Mal Ehren-günstig zufrieden zuleben, denn sonsten wo ich alles ausführlich beschreiben sollte, würde ich in zweien Tagen nicht fertig werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.696899890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":539,"date":1719,"orig":"Wann aber und zu welcher Zeit iſt der Taback am nuͤtzlichſten zu gebrauchen, Fruͤh, Mittags oder Abends? fragte Sophia Solimunds Ehe- Liebſte.","norm":"Wann aber und zu welcher Zeit ist der Tabak am nützlichsten zu gebrauchen, Früh, Mittags oder Abends? fragte Sophia Solimunds Ehe-Liebste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.75540018081665} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":540,"date":1719,"orig":"Thierhold antwortete, des Morgens halten ihn etliche am geſundeſten, der Meynung, er loͤſe den Schleim, præſervire vor boͤſes aufſteigendes Gewitter, ein jeder muß ſeiner Meynung gewiß ſeyn, die ihn bald nach den Mittags-Eſſen brauchen, verderben den Magen und durch zugeſetzte ſtarcke Guͤſſe die gantze Subſtantz menſchlicher Conſtitution, des Abends eine oder ein paar Stunden vor der Mahlzeit, macht er einen guten Appetit zum Eſſen, wie auch eine Stunde nach dein Eſſen, ehe man zu Bette gehet mit wenigen geraucht, wird der Concoction mit Hinwegnehmung des zaͤhen Schleims gute Beyhuͤlffe thun, und zugleich einen ſanfften Schlaff verurſachen.","norm":"Tierhold antwortete, des Morgens halten ihn etliche am gesündesten, der Meinung, er löse den Schleim, präserviere vor böses aufsteigendes Gewitter, ein jeder muss seiner Meinung gewiss sein, die ihn bald nach den Mittagessen brauchen, verderben den Magen und durch zugesetzte starke Güsse die ganze Substanz menschlicher Konstitution, des Abends eine oder ein paar Stunden vor der Mahlzeit, macht er einen guten Appetit zum Essen, wie auch eine Stunde nach dein Essen, ehe man zu Bette geht mit wenigen geraucht, wird der Concoction mit Hinwegnehmung des zähen Schleims gute Beihilfe tun, und zugleich einen sanften Schlaf verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177599906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":541,"date":1719,"orig":"Die lieb-wertheſte Edelmuth wolte wiſſen/ ob man denn den Taback mit nichts temperiren koͤnne, daß er denen Leuthen nicht ſo aus dem Halſe ſtaͤncke, oder wann ihn ja jemand ſchmauchte, derſelbe den Geſtanck mit Hinlegung der Pfeiffe zugleich mit ablegte?","norm":"Die liebwerteste Edelmut wollte wissen / ob man denn den Tabak mit nichts temperieren könne, dass er denen Leuten nicht so aus dem Halse stänke, oder wann ihn ja jemand schmauchte, derselbe den Gestank mit Hinlegung der Pfeife zugleich mit ablegte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":542,"date":1719,"orig":"Was das erſte belanget, hoch-geneigteſte Frau, antwortete Thierhold:","norm":"Was das erste belanget, hoch-geneigteste Frau, antwortete Tierhold:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.868100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":543,"date":1719,"orig":"Da werden zuweiln allerhand wohl-riechende Species mit untergemiſcht, oder aber in den Taback-Spinnen zugleich mit eingemacht, andere feuchten ihn mit gewiſſen Olitaͤten an, ich aber halte von allen nichts, der Taback-Rauch gehet doch denen andern vor, man laſſe ſchon ein jedes bey ſeiner Arth und Eigenſchafft.","norm":"Da werden zuweilen allerhand wohlriechende Species mit untergemischt, oder aber in den Tabak-Spinnen zugleich mit eingemacht, andere feuchten ihn mit gewissen Olitäten an, ich aber halte von allen nichts, der Tabakrauch geht doch denen anderen vor, man lasse schon ein jedes bei seiner Art und Eigenschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.533999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":544,"date":1719,"orig":"Die ſo nun den Taback ſchmauchen und den Geruch daͤmpffen wollen, ſpielen erſtlich den Gaumen mit Waſſer aus, eſſen darauff einen Borßdorffer oder in Ermangelung deſſen einen andern Apffel auf, allein man thue was man wolle, man eſſe oder trincke darauf, was einen jeden gefaͤllt, man hauche an eine ſteinerne Mauer oder hoͤltzerne Wand, ſo wird doch der Taback-Geruch, ob wohl nicht ſo ſtarck, als ſonſten verbleiben.","norm":"Die so nun den Tabak schmauchen und den Geruch dämpfen wollen, spielen erstlich den Gaumen mit Wasser aus, essen darauf einen Borßdorffer oder in Ermangelung dessen einen anderen Apfel auf, allein man tue was man wolle, man esse oder trinke darauf, was einen jeden gefällt, man hauche an eine steinerne Mauer oder hölzerne Wand, so wird doch der Tabak-Geruch, ob wohl nicht so stark, als sonsten verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9131999015808105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":545,"date":1719,"orig":"Wer ſich damit nicht will ein perfumiren, der laſſe ihn gar mit frieden:","norm":"Wer sich damit nicht will ein perfumiren, der lasse ihn gar mit Frieden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.766200065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":546,"date":1719,"orig":"Dieſer Meynung bin ich auch, ſagte Thierholds Ehe- Liebſte; Allein mein Schatz den Schnupff- Taback vergiß nicht, zumahlen er ſelbſten davon ein groſſer Liebhaber iſt; Nur ſachte mein Kind, verſetzte Thierhold, laſſe mich nur ein wenig Athem holen, und den Gaumen anfeuchten, hierauf truncke er es ſeiner Frau Nachbarin der luſtigen Filinda, zu, unterdeſſen ſagte Solimund, finden ſich noch wohl Arthen von Taback, die auch ohne eingemiſchte wohl-riechende Species einen angenehmen, oder doch nicht allzuwiedrigen Geruch von ſich geben, da denn unter andern die Oberhand der Kanaſter-Taback, nach ihn der gute Engliſche Cartuſe-Taback und Tuͤrckiſche Toutan in gar kleinen Blaͤttern, der Indianiſch gelbroͤthlichter Blaͤtter-Taback und unterſchiedene andere Sorten.","norm":"Dieser Meinung bin ich auch, sagte Thierholds Ehe-Liebste; allein mein Schatz den Schnupff-Tabak vergiss nicht, zumal er selbst davon ein großer Liebhaber ist; nur sachte mein Kind, versetzte Tierhold, lasse mich nur ein wenig Atem holen, und den Gaumen anfeuchten, hierauf Trunke er es seiner Frau Nachbarin der lustigen Filinda, zu, unterdessen sagte Solimund, finden sich noch wohl Arten von Tabak, die auch ohne eingemischte wohlriechende Species einen angenehmen, oder doch nicht widrigen Geruch von sich geben, da denn unter anderen die Oberhand der Kanaster-Taback, nach ihn der gute Englische Cartuse-Taback und türkische Toutan in gar kleinen Blättern, der Indianisch gelbrötlicher Blättertabak und unterschiedene andere Sorten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.417600154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":547,"date":1719,"orig":"Thierhold replicirte, ich kan hierinnen das Naſen-Urtheil nicht ſprechen.","norm":"Tierhold replizierte, ich kann hierinnen das Nasen-Urteil nicht sprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.234300136566162} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":548,"date":1719,"orig":"Fuhr demnach in ſeiner Rede fort, damit ich auch den Schnupff Taback ſein Recht thue, ſo kan dieſer auf hunderterley Arthen zugerichtet und zum Gebrauch angewendet werden, man bereitet ihn aus denen Toback- Strincken oder Stielen, ausgetrockneten Braſilien und Blaͤtter-Taback, die aber den gemeinen Mann, der ſich nunmehro gar ſehr des Schnupff-Tabacks ohne einigen Vortheil bloß die Gewohnheit mit zu machen, mit dem verdorbenen und zuſammen geriebenen Pulver verſorgen, und den daraus entſtehenden Schaden von denen Gebrauchenden nicht achten, ſtelle ich dahin, ob es recht oder unrecht gethan ſey, welche reiben ihn gantz zart, faſt einem Staube gleich zu Pulver, andere granuliren und koͤrnen ihn, den zarten geben ſie den Nahmen Spaniſchen-Taback, dieſer faͤhret denen Ungewohnten durch die Naſe in den Gaumen, die aber dieſe Verdrießlichkeit nicht leiden wollen, nehmen den granulirten oder gekoͤrnten Taback, andere nehmen die Blaͤtter naͤſſen ſie an, machen Wicken davon, und ſtecken ſie in die Naſen- Locher, umb den Mucum und ſchleimichte Materia abzuziehen.","norm":"Fuhr demnach in seiner Rede fort, damit ich auch den Schnupf Tabak sein Recht tue, so kann dieser auf hunderterlei Arten zugerichtet und zum Gebrauch angewendet werden, man bereitet ihn aus denen Toback-Strünken oder Stielen, ausgetrockneten Brasilien und Blättertabak, die aber den gemeinen Mann, der sich nunmehr gar sehr des Schnupf-Tabaks ohne einigen Vorteil bloß die Gewohnheit mitzumachen, mit dem verdorbenen und zusammen geriebenen Pulver versorgen, und den daraus entstehenden Schaden von denen Gebrauchenden nicht achten, stelle ich dahin, ob es recht oder unrecht getan sei, welche reiben ihn ganz zart, fast einem Staube gleich zu Pulver, andere granulieren und körnen ihn, den zarten geben sie den Namen Spanischen-Tabak, dieser fährt denen Ungewohnten durch die Nase in den Gaumen, die aber diese Verdrießlichkeit nicht leiden wollen, nehmen den granulierten oder gekörnten Tabak, andere nehmen die Blätter nässen sie an, machen Wicken davon, und stecken sie in die Nasen-Locher, um den Mucum und schleimige Materie abzuziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.795400142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":549,"date":1719,"orig":"Auff daß ich nun deſſen Nutzen anfuͤhre, ſo iſt ſein maͤßiger Gebrauch denen, die denen Haupt-Fluͤſſen ergeben ſind, ſehr dienlich, zumahln wann er mit Haupt ſtaͤrckenden Speciebus vermiſchet, und mit Olitaͤten angefeuchtet wird, bevoraus wann es nuͤchtern geſchicht, und der Magen noch ledig iſt; Er ermuntert die Augen, und mindert die hartnaͤckigten Haupt-Schmertzen, ziehet den Schleim aus den Gaumen durch die Naſe, doch muß ſein Gebrauch moderat ſeyn.","norm":"Auf dass ich nun dessen Nutzen anführe, so ist sein mäßiger Gebrauch denen, die denen Hauptflüssen ergeben sind, sehr dienlich, zumal wann er mit Haupt stärkenden Speciebus vermischet, und mit Olitäten angefeuchtet wird, bevoraus wann es nüchtern geschieht, und der Magen noch ledig ist; er ermuntert die Augen, und mindert die hartnäckigen Hauptschmerzen, ziehet den Schleim aus den Gaumen durch die Nase, doch muss sein Gebrauch moderat sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020800113677978} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":550,"date":1719,"orig":"Bey der Mahlzeit aber oder bald nach dem Eſſen zu ſchnupffen, halte ich vor hoͤchſt-ſchaͤdlich, denn durch die ſtarcke Concusſion, welche durch das Nieſſen cauſiret wird, wird die Verdauligkeit ſehr verhindert, und hat man Exempel, daß offters ein Brechen darauff erfolget iſt; der uͤberfluͤßige Gebrauch, wie ich eine Liebens-wuͤrdige Perſon gekannt die mir anverwand war, welche ohne Luͤgen zu ſagen, des Tages vor einen Groſchen gemeinen ſchwartzen Taback ihr zu Pulver reiben ließ, und es faſt ohne Auffhoͤren in die Naſe zog, dadurch ſie ihr eine ſolche Trockene verurſachte, daß ſie mit Verliehrung ihrer Schoͤnheit auch das Leben verlohr; verurſachet allerhand ſchaͤdliche Zufaͤlle; abſonderlich wann er hefftiges und ſtarckes Nieſſen macht.","norm":"Bei der Mahlzeit aber oder bald nach dem Essen zu schnupfen, halte ich vor höchstschädlich, denn durch die starke Concussion, welche durch das Nissen kausiert wird, wird die Verdaulichkeit sehr verhindert, und hat man Exempel, dass öfters ein Brechen darauf erfolget ist; der überflüssige Gebrauch, wie ich eine Liebenswürdige Person gekannt die mir anverwandt war, welche ohne Lügen zu sagen, des Tages vor einen Groschen gemeinen schwarzen Tabak ihr zu Pulver reiben ließ, und es fast ohne aufhören in die Nase zog, dadurch sie ihr eine solche Trockene verursachte, dass sie mit Verlierung ihrer Schönheit auch das Leben verlor; verursachet allerhand schädliche Zufälle; absonderlich wann er heftiges und starkes Nissen macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.148099899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":551,"date":1719,"orig":"Jch habe einen Becker geſehen, der gebrauchte ſich des Haupt-Pulvers mit Nieſſe-Wurtz vermiſcht gar ſtarck, und ob ich ihm ſolches gleich ſehr wiederrieth, wurde doch guter Rath nicht angenommen, zumahln er trockner und Melancholiſcher Conſtitution war, einsmahls geſchach es, daß er nach dem Gebrauch dieſes Nieſſe-Pulvers 24. mahl nacheinander genieſſet, das 25te mahl aber die Seele zugleich mit ausnieſſete, und todt zur Erden fiel; nach der Section funde man oberhalb des Gehirnes viel Blut, welches aus denen zerriſſenen Pulß-Aederlein gangen, und die pia mater oder duͤnnes Hirn-Haͤutlein, war an zweyen Orthen geriſſen.","norm":"Ich habe einen Becker gesehen, der gebrauchte sich des Haupt-Pulvers mit Niesse-Wurtz vermischt gar stark, und ob ich ihm solches gleich sehr wiederriet, wurde doch guter Rat nicht angenommen, zumal er trockener und melancholischer Konstitution war, einsmals geschah es, dass er nach dem Gebrauch dieses Niesse-Pulvers 24. Mal nacheinander genießet, das 25te Mal aber die Seele zugleich mit ausniessete, und tot zur Erden fiel; nach der Section fand man oberhalb des Gehirnes viel Blut, welches aus denen zerrissenen Pulß-Aederlein gegangen, und die pia mater oder dünnes Hirnhäutlein, war an zweien Orten gerissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151199817657471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":552,"date":1719,"orig":"Es ſchwaͤchet auch in Ubermaß genommen, das Gedaͤchtniß, verſtopffet der Lufft den freyen Zugang zum Gehirne, taubet das Gehoͤr und machet Sauſen und Klingen der Ohren: Etliche haben durch unmaͤßigen Gebrauch ihre Augen uud Geſichte verderbet, wie an vielen Jtaliaͤnern und Spaniern, welche Nation vor andern darinnen ihr meiſtes Vergnuͤgen ſuchen, zu ſehen:","norm":"Es schwächet auch in Übermaß genommen, das Gedächtnis, verstopfet der Luft den freien Zugang zum Gehirne, taubet das Gehör und macht Sausen und Klingen der Ohren: Etliche haben durch unmäßigen Gebrauch ihre Augen und Gesichte verderbet, wie an vielen Italienern und Spaniern, welche Nation vor anderen darinnen ihr meistes Vergnügen suchen, zu sehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.06220006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":553,"date":1719,"orig":"Doch mag meinetwegen ein jeder thun was ihme beliebet; Jch verhoffe nun dem lieb-werthen Frauenzimmer, ihren Verlangen ein ſattſames Gnuͤgen gethan zu haben.","norm":"Doch mag meinetwegen ein jeder tun was ihm beliebet; Ich verhoffe nun dem liebwerten Frauenzimmer, ihren Verlangen ein sattsames Genügen getan zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.127399921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":554,"date":1719,"orig":"Ja, wertheſter Herr Thierhold, ſagte Euſebia, er hat uns ſonderlich contentiret, ich wuͤrde gerne in etwas den Geruch vertragen, wann meinen Liebſten dadurch einiger maſſen koͤnte gerathen werden.","norm":"Ja, wertester Herr Tierhold, sagte Eusebia, er hat uns sonderlich kontentieret, ich würde gerne in etwas den Geruch vertragen, wann meinen Liebsten dadurch Maßen könnte geraten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.15910005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":555,"date":1719,"orig":"Filinda fragte Thierholden:","norm":"Filinda fragte Tierholden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.858200073242188} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":556,"date":1719,"orig":"Ob denn auch denen Frauens-Perſonen Taback zu ſchmauchen erlaubet waͤre?","norm":"Ob denn auch denen Frauenpersonen Tabak zu schmauchen erlaubet wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.264900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":557,"date":1719,"orig":"Warumb nicht, wertheſte Frau, denen Frauen faſt noch eher als denen Maͤnnern, weil ohne dem das Weibes- Volck insgemein fluͤßiger und feuchter Complexion iſt, als das Manns-Volck.","norm":"Warum nicht, werteste Frau, denen Frauen fast noch eher als denen Männern, weil ohne dem das Weibes-Volk insgemein flüssiger und feuchter Komplexion ist, als das Mannsvolk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.580900192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":558,"date":1719,"orig":"Jch halte doch wohl Filinda, verſetzte Sophia, es iſt dein Ernſt?","norm":"Ich halte doch wohl Filinda, versetzte Sophia, es ist dein Ernst?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.929900169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":559,"date":1719,"orig":"Ja freylich, antwortete Filinda, und warumb nicht!","norm":"Ja freilich, antwortete Filinda, und warum nicht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.099100112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":560,"date":1719,"orig":"Jn Holl- und Engelland wie ich gehoͤret habe, ladet das Frauenzimmer das Manns-Volck wohl ſelbſten auf ein Pipgen Taback ein.","norm":"In Holl- und England wie ich gehöret habe, ladet das Frauenzimmer das Mannsvolk wohl selbst auf ein Pipen Tabak ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.759500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":561,"date":1719,"orig":"Du ſagteſt ja wertheſtes Schweſterchen zuvor, replicirte Sophia, du wolteſt dich gluͤckſeelig ſchaͤtzen, wann dein Herr keinen Taback ſchmauchte:","norm":"Du sagtest ja wertestes Schwesterchen zuvor, replizierte Sophia, du wolltest dich glückselig schätzen, wann dein Herr keinen Tabak schmauchte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.011000156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":562,"date":1719,"orig":"es iſt nicht allezeit mein Ernſt was ich rede, antwortete Filinda, ich muſte ja meiner Frau Schweſter zu Liebe etwas vorbringen.","norm":"es ist nicht allezeit mein Ernst was ich rede, antwortete Filinda, ich musste ja meiner Frau Schwester zuliebe etwas vorbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.632199764251709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":563,"date":1719,"orig":"So biſt du mir eine feine Frau, ſagte Sophia, wann du aus einem Munde kalt und warm blaſen kanſt.","norm":"So bist du mir eine feine Frau, sagte Sophia, wann du aus einem Munde kalt und warm blasen kannst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.646999835968018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":564,"date":1719,"orig":"Filinda verſetzte/ warumb will es die Welt alſo haben, wer unter denen Woͤlffen iſt, muß mit ihnen heulen.","norm":"Filinda versetzte / warum will es die Welt also haben, wer unter denen Wölfen ist, muss mit ihnen heulen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.27869987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":565,"date":1719,"orig":"Jn dem ſie ferner reden wolte, kam die abgegangene Geſellſchafft wieder in das Zimmer getreten, und nachdem ein jedes von dem andern Abſchied genommen, nebenſt freundlicher Danckſagung aller erzeigten Hoͤfligkeiten, eines dem andern eine geſund vergnuͤgte Nacht-Ruhe anerwuͤntſchet, verfuͤgte ſich ein jedes Paar nach ſeiner Wohnung, Muͤlard gieng mit Ehrenfried, und Eckarth bleib bey Rannefort, und legte ſich ein jedes zur Ruhe.","norm":"Indem sie ferner reden wollte, kam die abgegangene Gesellschaft wieder in das Zimmer getreten, und nachdem ein jedes von dem anderen Abschied genommen, neben freundlicher Danksagung aller erzeigten Höflichkeiten, eines dem anderen eine gesund vergnügte Nachtruhe anerwüntschet, verfügte sich ein jedes Paar nach seiner Wohnung, Mülard ging mit Ehrenfried, und Eckart bleibe bei Rannefort, und legte sich ein jedes zur Ruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.417200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":566,"date":1719,"orig":"Das III. Capitel.","norm":"Das III. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.794099807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":567,"date":1719,"orig":"Rannefort bekommt von ſeinen Fuͤrſten/ zu ihm zu kommen/ reiſet ab. Ehrenfried/ Muͤlard und Eckarth divertiren ſich einige Tage in Ehrenfrieds Garten.","norm":"Rannefort bekommt von seinen Fürsten / zu ihm zu kommen / reiset ab. Ehrenfried / Mülard und Eckart divertieren sich einige Tage in Ehrenfrieds Garten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.143400192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":568,"date":1719,"orig":"Ehrenfried und Muͤlard reden von ihrer Familie, berathſchlagen ihre Soͤhne reiſen zu laſſen/ und was ſie vor einen erfahrnen Mann ſie zu vertrauen bekommen moͤchten.","norm":"Ehrenfried und Mülard reden von ihrer Familie, beratschlagen ihre Söhne reisen zu lassen / und was sie vor einen erfahrenen Mann sie zu vertrauen bekommen möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609300136566162} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":569,"date":1719,"orig":"Eckarth bietet ſich darzu an/ fernere Discourſe unter ihnen Dreyen.","norm":"Eckart bietet sich dazu an / fernere Diskurse unter ihnen Drei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.021599769592285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":570,"date":1719,"orig":"Ranneforts Zuruckkunfft.","norm":"Ranneforts Zurückkunft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.300299644470215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":571,"date":1719,"orig":"Muͤlard reiſet nach Siliſtria.","norm":"Mülard reiset nach Silistria.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.415900230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":572,"date":1719,"orig":"Ehrenfried ſchreibet an ſeineu Sohn/ mit Einſchluß Muͤlards Brieff an ſeinen Sohn.","norm":"Ehrenfried schreibet an seineu Sohn / mit Einschluss Mülards Brief an seinen Sohn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.714700222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":573,"date":1719,"orig":"Muͤlard/ als er nach Hauſe kam/ beredete er ſich mit ſeiner Tochter/ ſeiner Abreiſe halben/ deren antwort/ reiſet ab von Siliſtria.","norm":"Mülard / als er nach Hause kam / beredete er sich mit seiner Tochter / seiner Abreise halben / deren Antwort / reiset ab von Silistria.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649099826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":574,"date":1719,"orig":"Ehrenfried ziehet mit ſeiner Tochter/ ſein und Muͤlards Sohne den ankommenden Muͤlard entgegen/ ihn und ſeine Tochter zu empfangen/ begleiten ſie in Paliro, ſpeiſen zu Mittag bey Rannefort.","norm":"Ehrenfried ziehet mit seiner Tochter / sein und Mülards Sohne den ankommenden Mülard entgegen / ihn und seine Tochter zu empfangen / begleiten sie in Paliro, speisen zu Mittag bei Rannefort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814700126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":575,"date":1719,"orig":"Edelmuth bewillkommet ſich mit Jungfer Freymuth.","norm":"Edelmut bewillkommet sich mit Jungfer Freimut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.108699798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":576,"date":1719,"orig":"Ehrenfried/ Muͤlard und andere gute Freunde/ wollen Eckarthen ohnverſehens auf ſeinen Guthe uͤberfallen/ ſo aber Eckarth erfaͤhret/ ſie bey ihrer Ankunfft mit allen Ehren-Bezeugungen empfieng/ und ihnen wie er ihr Vorhaben erfahren haͤtte/ erzehlet/ ſie tractiret und eine Erb- Schicht ſeines Vermoͤgens/ an Ehrenfried und Muͤlards Kinder machet.","norm":"Ehrenfried / Mülard und andere gute Freunde / wollen Eckarten unversehens auf seinen Gute überfallen / so aber Eckart erfährt / sie bei ihrer Ankunft mit allen Ehrenbezeugungen empfing / und ihnen wie er ihr Vorhaben erfahren hätte / erzählt / sie traktiert und eine Erb-Schicht seines Vermögens / an Ehrenfried und Mülards Kinder macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.816999912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":577,"date":1719,"orig":"Die Compagnie faͤhret nach Bedanckuug an Eckarthen wiederum nach Paliro.","norm":"Die Compagnie fährt nach Bedanckuug an Eckarten wiederum nach Paliro.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.756800174713135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":578,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart verbleiben bey Eckarthen/ der ſie in allen noͤthigen Exercitien unterrichtet; wie ſie auf den Felde bey denen Schnittern ſtehen/ kommt ein angekleideter Ziegeuner qver Feld eingeritten/ bitten von Eckarthen Erlaubniß ſeinen Kram in Liddo auszulegen/ und einige Tage als ein Zahn-Artzt denen Leuthen allda zu halten:","norm":"Siegfried und Gotthart verbleiben bei Eckarten / der sie in allen nötigen Exerzitien unterrichtet; wie sie auf den Felde bei denen Schnittern stehen / kommt ein angekleideter Zigeuner quer Feld eingeritten / bitten von Eckarten Erlaubnis seinen Kram in Lido auszulegen / und einige Tage als ein Zahnarzt denen Leuten allda zu halten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.028299808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":579,"date":1719,"orig":"Er muſte aber zuvor noch einmahl zu Eckarthen kommen/ welcher von dergleichen Land-Streichern raiſonirt/ Friedrich der Ziegeuner laͤſt ſich Abends bey Eckarthen anmelden/ er wird vorgelaſſen.","norm":"Er musste aber zuvor noch einmal zu Eckarten kommen / welcher von dergleichen Land-Streichern raisoniert / Friedrich der Zigeuner lässt sich Abends bei Eckarten anmelden / er wird vorgelassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.800000190734863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":580,"date":1719,"orig":"Eckarth befragt ihn ſeines Zuſtandes und Gewerbes wegen/ worauff der Ziegeuner Relation thut von ſeiner Ankunfft/ erlernter Wiſſenſchafft und jetzt-treibender Profesſion, zugleich nochmahls umb Erlaubniß bittende: ſolche in den Dorffe zu practiciren/ ſo er auch erhaͤlt und in ſein Quartier gieng.","norm":"Eckart befragt ihn seines Zustandes und Gewerbes wegen / worauf der Zigeuner Relation tut von seiner Ankunft / erlernter Wissenschaft und jetzt-treibender Profession, zugleich nochmals um Erlaubnis bittende: Solche in den Dorfe zu praktizieren / so er auch erhält und in sein Quartier ging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.479800224304199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":581,"date":1719,"orig":"Gotthart ſinget in die Laute ein Ernden-Lied oder Arie.","norm":"Gotthart singet in die Laute ein Ernden-Lied oder Arie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.666800022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":582,"date":1719,"orig":"Des andern Tages ſtellete ſich der Ziegeuner Eckarths Verlaß nach/ wieder ein; Eckarth laͤſt ihn vor ſich kommen/ ſragt ihn ferner ſeiner Wiſſenſchafft wegen/ der Ziegeuner giebt auf Eckarths Fragen guten Beſcheid/ beſchreibet ſeinen Sineſiſchen Wund-Balſam und Fieber-Pulver/ Eckarth behaͤlt ihn zum Abend- Eſſen/ die Krebs-Steine werden ihrer Tugendhalben geruͤhmt.","norm":"Des anderen Tages stellte sich der Zigeuner Ekarts Verlass nach / wieder ein; Eckart lässt ihn vor sich kommen / schragt ihn ferner seiner Wissenschaft wegen / der Zigeuner gibt auf Ekarts Fragen guten Bescheid / beschreibet seinen chinesischen Wundbalsam und Fieberpulver / Eckart behält ihn zum Abend-Essen / die Krebssteine werden ihrer Tugendhalben gerühmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.781700134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":583,"date":1719,"orig":"D. Rumler ordinirt die Krebs- Steine gar ſehr/ und warumb unter ſolche einige Tropffen Wein-Eßig vermiſcht werden.","norm":"D. Rummler ordiniert die Krebs-Steine gar sehr / und warum unter solche einige Tropfen Weinessig vermischt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.963500022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":584,"date":1719,"orig":"Schlechte Mittel die ſchalen Weine gut zu machen/ erzehlet Gotthart.","norm":"Schlechte Mittel die schalen Weine gutzumachen / erzählt Gotthart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.857100009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":585,"date":1719,"orig":"Eckarth beredet Friedrich den Ziegeuner eine ruͤhmlichere Arth zu leben zu erkieſſen/ ſo er auch verſpricht/ und nachdem er ſich anders angekleidet hatte/ reiſete er mit Eckarthen/ Siegfried und Gottharten nach Paliro, woſelbſt die letzteren Drey in Ehrenfrieds Hauſe/ Friedrich aber in Gaſt-Hofe einkehrten.","norm":"Eckart beredet Friedrich den Zigeuner eine rühmlichere Art zu leben zu erkiesen / so er auch verspricht / und nachdem er sich anders angekleidet hatte / reiste er mit Eckarten / Siegfried und Gottharten nach Paliro, woselbst die letzteren Drei in Ehrenfrieds Hause / Friedrich aber in Gasthof einkehrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.878600120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":586,"date":1719,"orig":"DEn andern Tag, nachdem als die Sonne der Berge Gipffel kaum beſtrichen hatte; kam ein Courier an den Commendanten, von ſeinem Herrn und Principal, mit Befehl in haltender Ordres nach ſchleunigen Gehorſam zu leiſten.","norm":"Den anderen Tag, nachdem als die Sonne der Berge Gipfel kaum bestrichen hatte; kam ein Kurier an den Kommandanten, von seinem Herrn und Prinzipal, mit Befehl in haltender Ordres nach schleunigen Gehorsam zu leisten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.690999984741211} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":587,"date":1719,"orig":"Worauff Rannefort nach entſiegelten Schreiben alsbald die Pferde ſatteln ließ, nahm jedennoch Urlaub von dem jetzt erwehnden Eckarth, mit Bitte Zeit ſeiner Abweſenheit in ſeiner Behauſung nach eigenen Willen zu ſchallten und zu befehlen, und ritte damit ſammt zwey Reit- Knechten, nachdem er das Commando ſeinen Lieutenant anbefohlen hatte, in aller Eile fort; Eckarth aber, nachdem er ausgeruhet hatte, gieng zu Ehrenfrieden, welcher nach gehaltenen Mittags-Eſſen, mit Muͤlard und Eckarthen in ſeinen Garten fuhr, woſelbſt ſie auch in die drey Tage lang verblieben, und mit allerhand Freundſchaffts-Vergnuͤgungen ſich ergoͤtzten.","norm":"Worauf Rannefort nach entsiegelten Schreiben alsbald die Pferde satteln ließ, nahm dennoch Urlaub von dem jetzt erwähnten Eckart, mit Bitte Zeit seiner Abwesenheit in seiner Behausung nach eigenen Willen zu schallten und zu befehlen, und ritt damit samt zwei Reit-Knechten, nachdem er das Kommando seinen Leutnant anbefohlen hatte, in aller Eile fort; Eckart aber, nachdem er ausgeruht hatte, ging zu Ehrenfrieden, welcher nach gehaltenen Mittagessen, mit Mülard und Eckarten in seinen Garten fuhr, woselbst sie auch in die drei Tage lang verblieben, und mit allerhand Freundschafts-Vergnügungen sich ergötzten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.772799968719482} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":588,"date":1719,"orig":"Unter andern ſagte Ehrenfried gegen Muͤlarden auf befragen:","norm":"Unter anderen sagte Ehrenfried gegen Mülarden auf befragen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.605799674987793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":589,"date":1719,"orig":"Ob er denn kein Kind mehr haͤtte als die eintzige Tochter? wie er noch einen Sohn, der ſich vorjetzo auff der hohe Schuhle Pliſſana auffhielte, Nahmens Siegfried nebenſt der Tochter erzeuget haͤtte.","norm":"Ob er denn kein Kind mehr hätte als die einzige Tochter? wie er noch einen Sohn, der sich Vorjetzt auf der hohe Schule Plissana aufhielte, Namens Siegfried neben der Tochter erzeuget hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.538099765777588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":590,"date":1719,"orig":"Wohl denn ſprach Muͤlard, meine Haushaltung belaufft ſich auff gleiche Zahl, einen Sohn der auch auff der Univerſitaͤt Pliſſana ſtudieret, und eine Tochter, mit des Herrn Bruders ſeiner bey nahe in einen Alter; Weil nun mein Sohn in ſtudio juridico bereits abſolvirt hat, bin ich geſonnen ihn ehiſtens reiſen zu laſſen.","norm":"Wohl denn sprach Mülard, meine Haushaltung belauft sich auf gleiche Zahl, einen Sohn der auch auf der Universität Plissana studieret, und eine Tochter, mit des Herrn Bruders seiner bei nahe in einen Alter; weil nun mein Sohn in studio juridico bereits absolviert hat, bin ich gesonnen ihn ehestens reisen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642899990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":591,"date":1719,"orig":"Gleiches Sinnes bin ich auch mit meinen Sohne vorzunehmen, verſetzte Ehrenfried, zumahln er in Studio Medico das Seine ziemlich gethan, und unlaͤngſt ſumma cum laude disputiret hat: Nachdem wir nun beyderſeits gleicher Meynung ſind: Zweiffelt mir nicht, der Herr Bruder wird auch hierinnen mir beyfaͤllig ſeyn, daß man ſie beyderſeits, zumahln der Orth nicht 20. Meilen von hier iſt, anhero beſcheide; der Herr Bruder beliebe biß zu ihrer Ankunfft allhier zu verbleiben, unter der Zeit wollen wir uns umb einen der Oerther erfahrnen und gelehrten Mann umbthun, ihnen denſelben zum Inſpector mit zu geben, und ſo dann in JEſus Nahmen ſie die Reiſe von hieraus antretten laſſen.","norm":"Gleiches Sinnes bin ich auch mit meinen Sohne vorzunehmen, versetzte Ehrenfried, zumal er in Studio Medico das Seine ziemlich getan, und unlängst summa cum laude disputieret hat: Nachdem wir nun beiderseits gleicher Meinung sind: zweifelt mir nicht, der Herr Bruder wird auch hierinnen mir beifällig sein, dass man sie beiderseits, zumal der Ort nicht 20. Meilen von hier ist, anher bescheide; der Herr Bruder beliebe bis zu ihrer Ankunft allhier zu verbleiben, unter der Zeit wollen wir uns um einen der Örter erfahrenen und gelehrten Mann umtun, ihnen denselben zum Inspektor mitzugeben, und so dann in Jesus Namen sie die Reise von hieraus antreten lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.986700057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":592,"date":1719,"orig":"Der Herr Bruder nimt mir die Rede aus dem Munde, ſagte Muͤlard, und iſt dieſes auch meine eigentliche Meynung, ich aber werde waͤhrender Zeit, dieweil mein Sohn ſeine Diſputation noch verrichten ſoll, mich wieder nach Hauſe begeben, alle Anſtalt machen, meine Guͤther daſelbſt zu verkauffen, und ſo dann die Wirthſchafft meinem getreuen Diener anbefehlen, mit meiner einigen Tochter aber dieſer Orthen zu kommen, da dann in dieſen und allen andern wir weitere Unterredung pflegen wollen; Allein, wo werden wir einen vernuͤnfftigen, erfahrnen und gelehrten Mann antreffen, der unſern Propos ein Genuͤgen thun wird.","norm":"Der Herr Bruder nimmt mir die Rede aus dem Munde, sagte Mülard, und ist dieses auch meine eigentliche Meinung, ich aber werde währender Zeit, dieweil mein Sohn seine Disputation noch verrichten soll, mich wieder nach Hause begeben, alle Anstalt machen, meine Güter daselbst zu verkaufen, und so dann die Wirtschaft meinem getreuen Diener anbefehlen, mit meiner einigen Tochter aber dieser Orten zu kommen, da dann in diesen und allen anderen wir weitere Unterredung pflegen wollen; allein, wo werden wir einen vernünftigen, erfahrenen und gelehrten Mann antreffen, der unseren Propos ein Genügen tun wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.911300182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":593,"date":1719,"orig":"Nein!","norm":"Nein!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.121799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":594,"date":1719,"orig":"Nein! wie groſſe Sorge verſetzte Eckarth; wann euch meine Perſon anſtehet, will ich ſie mit Gottes Huͤlffe von hier ab, und mit guten Vergnuͤgen zuruͤcke fuͤhren.","norm":"Nein! wie große Sorge versetzte Eckart; wann euch meine Person anstehet, will ich sie mit Gottes Hilfe von hier ab, und mit guten Vergnügen zurückführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.849299907684326} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":595,"date":1719,"orig":"Eckarth ſchertze nicht mit deinen Freunden, gab Ehrenfried zur Antwort.","norm":"Eckart scherze nicht mit deinen Freunden, gab Ehrenfried zur Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.516600131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":596,"date":1719,"orig":"Warumb ſchertzen, replicirte Eckarth:","norm":"Warum scherzen, replizierte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"eu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.458199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":597,"date":1719,"orig":"Jch bin erſt zwey und funffzig Jahr alt, mein Guͤthgen uͤbergebe ich euer Obſicht, und eure beyde Soͤhne ſollen meine Soͤhne und nach meinem Tode meine aͤchte Erben ſeyn, dann die Luſt meine alte gute Cameraden und Freunde hin und her zu beſuchen, reitzet mich ſelbſten mehr und mehr darzu an, zu dem ſo verlange ich von euch nicht allein kein Salarium, ſondern biethe auch noch meine wenige Baarſchafft zu euer Soͤhne Reiſe an, ich werde ſo am laͤngſten gelebet haben, mein Guͤthgen traͤgt mir jaͤhrlich mein leidlich Auskommen noch zu, und zudem wird euere Redlichkeit, wo nicht voͤllig, doch wenigſtens in etwas auf euere Kinder geerbet ſeyn, kein Weib verlange ich auch nicht zu nehmen.","norm":"Ich bin erst zweiundfünfzig Jahr alt, mein Güten übergebe ich euer Sicht, und eure beide Söhne sollen meine Söhne und nach meinem Tode meine echte Erben sein, dann die Lust meine alte gute Kameraden und Freunde hin und her zu besuchen, reizet mich selbst mehr und mehr dazu an, zu dem so verlange ich von euch nicht allein kein Salarium, sondern biete auch noch meine wenige Barschaft zu euer Söhne Reise an, ich werde so am längsten gelebt haben, mein Güten trägt mir jährlich mein leidlich Auskommen noch zu, und zudem wird eure Redlichkeit, wo nicht völlig, doch wenigstens in etwas auf eure Kinder geerbt sein, kein Weib verlange ich auch nicht zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.077099800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":598,"date":1719,"orig":"O Freund!","norm":"O Freund!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.510499954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":599,"date":1719,"orig":"O Redlichkeit! rieff Muͤlard, nicht ſo allerwertheſter Eckarth! ſollen wir deinen Vortrag annehmen, mit unſern Soͤhnen zu reiſen, ſo laß aufs wenigſte zu, dich nicht allein mit einen guten Salario zu verſehen, ſondern auch dich dergeſtalt zu recompenſiren, daß wir als danckbahre Freunde, uͤbernommener groſſer und verdrießlicher Muͤhwaltung moͤgten erfunden werden.","norm":"O Redlichkeit! rief Mülard, nicht so wertester Eckart! sollen wir deinen Vortrag annehmen, mit unseren Söhnen zu reisen, so lass aufs wenigste zu, dich nicht allein mit einen guten Salario zu versehen, sondern auch dich dergestalt zu rekompensieren, dass wir als dankbare Freunde, übernommener großer und verdrießlicher Mühwaltung möchten erfunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.382500171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":600,"date":1719,"orig":"Stille!","norm":"Stille!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.618299961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":601,"date":1719,"orig":"Stille! verſetzte Eckarth, was ich geſagt habe, das bleibet.","norm":"Stille! versetzte Eckart, was ich gesagt habe, das bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763400077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":602,"date":1719,"orig":"GOtt gebe nur gute Geſundheit, und laſſe mich euere beyderſeits Soͤhne mit eheſten geſund und friſch hier ſehen; du aber liebſter Bruder Muͤlard, kanſt Zeit meiner Ab-Reiſe mit deiner Jnngfer Tochter, mein Guͤthlein Liddo dieweile in Verwaltung nehmen/ und damit nach deinen Gefallen ſchalten und walten, biß du deine Sachen nach Wuntſch und Willen wirſt ausgefuͤhret und vollendet haben.","norm":"Gott gebe nur gute Gesundheit, und lasse mich eure beiderseits Söhne mit ehesten gesund und frisch hier sehen; du aber liebster Bruder Mülard, kannst Zeit meiner Abreise mit deiner Jnngfer Tochter, mein Gütlein Lido dieweil in Verwaltung nehmen / und damit nach deinen Gefallen schalten und walten, bis du deine Sachen nach Wunsch und Willen wirst ausgeführt und vollendet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.000400066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":603,"date":1719,"orig":"Muͤlard bedanckte ſich gegen Eckarthen aufs allerfreundlichſte mit Verſicherung, Zeit ſeiner Abweſenheit das Seinige, als waͤre es ſein eigen, in allerbeſte Obacht zu nehmen.","norm":"Mülard bedankte sich gegen Eckarten aufs allerfreundlichste mit Versicherung, Zeit seiner Abwesenheit das Seinige, als wäre es sein eigen, in allerbeste Obacht zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.623199939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":604,"date":1719,"orig":"Nachdem Rannefort von Hofe wieder nach Hauſe kommen war, ohne einigen Rapport und Meldung an ſeine ob gleich vertrauteſte Freunde, was waͤhrender Zeit pasſirt waͤre, zu thun; letzten ſich dieſe gute Freunde nochmahls, worauff Muͤlard nachdem er einen Brieff an ſeinen Sohn nach Pliſſana zuruͤck gelaſſen, mit Befehl an ihn ſeine Sachen ſo moͤglich zum Ende zu bringen, und ſo dann der Ordres, welche Herr Ehrenfried an ſeinen Sohn uͤberſchrieben, als ſeiner eigenen gemaͤß zu leben, wiederum nach Siliſtria reiſete, deme Ehrenfried, Eckarth und Thierhold biß auf das erſte Nacht-Lager das Geleite gaben; nach geſchehener Zuruͤckkunfft nahm auch Eckarth ſeinen Abſchied, und fuhr wieder auf ſein Guth Liddo, Unterdeſſen ſchrieb Ehrenfried nebenſt Einſchlieſſung Muͤlards Brieflein an ſeinen Sohn folgender maſſen.","norm":"Nachdem Rannefort von Hofe wieder nach Hause kommen war, ohne einigen Rapport und Meldung an seine ob gleich vertrauteste Freunde, was währender Zeit passiert wäre, zu tun; letzten sich diese gute Freunde nochmals, worauf Mülard nachdem er einen Brief an seinen Sohn nach Plissana zurückgelassen, mit Befehl an ihn seine Sachen so möglich zum Ende zu bringen, und so dann der Ordres, welche Herr Ehrenfried an seinen Sohn überschrieben, als seiner eigenen gemäß zu leben, wiederum nach Silistria reiste, dem Ehrenfried, Eckart und Tierhold bis auf das erste Nachtlager das Geleite gaben; nach geschehener Zurückkunft nahm auch Eckart seinen Abschied, und fuhr wieder auf sein Gut Lido, unterdessen schrieb Ehrenfried neben Einschließung Mülards Brieflein an seinen Sohn Maßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513599872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":605,"date":1719,"orig":"Lieber Sohn.","norm":"Lieber Sohn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.242700099945068} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":606,"date":1719,"orig":"YAchdem du bey guter Geſundheit, dabey dich GOtt der HErr bis ins hohe Alter mir zur Freude gnaͤdiglich erhalten wolle, das Studium Medicum abſolvirt, auch wie ich vernommen, dein ſpecimen eruditionis bereits abgelegt haſt, ſo halte ich nun vors noͤthigſte, daß du zu beſſerer Stabilirung derſelben, als auch genauer Erkaͤnntniß allerhand Nationen und kuͤnfftiger nutzbahrer Correſpondentz vornehmer und gelehrter Leuthe, kommenden Herbſt deine Reiſe ſo wohl einheimiſch-als auslaͤndiſcher Oerther zu beſuchen angeheſt; zum Reiſe-Conſorten wirſt du dir meines einigen Freundes Herrn Muͤlards einigen Sohn, an welchen inliegender Brieff, den du alsbald an ihn abgeben ſollſt, erwaͤhlen, und mit ihm nach geſchehener ſeiner vorhabenden Diſputation, dich hieher nach Paliro zu mir je ehe je beſſer begeben.","norm":"Yachdem du bei guter Gesundheit, dabei dich Gott der Herr bis ins hohe Alter mir zur Freude gnädiglich erhalten wolle, das Studium Medicum absolviert, auch wie ich vernommen, dein specimen eruditionis bereits abgelegt hast, so halte ich nun vors nötigste, dass du zu besserer Stabilirung derselben, als auch genauer Erkenntnis allerhand Nationen und künftiger nutzbarer Korrespondenz vornehmer und gelehrter Leute, kommenden Herbst deine Reise so wohl einheimisch- als ausländischer Örter zu besuchen angehest; zum Reise-Konsorten wirst du dir meines einigen Freundes Herrn Mülards einigen Sohn, an welchen inliegender Brief, den du alsbald an ihn abgeben sollst, erwählen, und mit ihm nach geschehener seiner vorhabenden Disputation, dich hierher nach Paliro zu mir je ehe je besser begeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.738999843597412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":607,"date":1719,"orig":"Da dann nach fernerer Anordnung euerer Sachen euch wird gerathen werden.","norm":"Da dann nach fernerer Anordnung eurer Sachen euch wird geraten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.36899995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":608,"date":1719,"orig":"Stelle alles in gute Richtigkeit:","norm":"Stelle alles in gute Richtigkeit:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.656300067901611} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":609,"date":1719,"orig":"GOtt aber ſey euer beyderſeits Geleits-Mann, deme euch zu treuer Obſicht empfiehlet","norm":"Gott aber sei euer beiderseits Geleitsmann, dem euch zu treuer Sicht empfiehlt","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.01639986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":610,"date":1719,"orig":"dein getreuer Vater Ehrenfried ꝛc.","norm":"dein getreuer Vater Ehrenfried etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.311600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":611,"date":1719,"orig":"Muͤlard, als er ſeine Retour mit guter Ge- Geſundheit vollbracht hatte, rieff er einsmahls ſeine einige Tochter Freymuth zu ſich, er offenbahrte ihr ſein Vorhaben, wie er in Siliſtria alles zu Gelde machen und ſo dann ſich mit ihr nach Paliro ſeiner Vaͤterl. Stadt wenden wolte.","norm":"Mülard, als er seine Retour mit guter Ge-Gesundheit vollbracht hatte, rief er einsmals seine einige Tochter Freimut zu sich, er offenbarte ihr sein Vorhaben, wie er in Silistria alles zu Gelde machen und so dann sich mit ihr nach Paliro seiner Väterl. Stadt wenden wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":612,"date":1719,"orig":"Freymuth ſprach er:","norm":"Freimut sprach er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.798199653625488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":613,"date":1719,"orig":"Meine wertheſte einige und aller-liebſte Tochter, ob ich wohl nicht ſchuldig bin, dich in meinen Vorhaben umb Rath zu fragen, jedennoch, weiln ich dich jederzeit getreu erfunden habe, will ich doch gleichwohl von dir vernehmen, wie dein Gemuͤth ſich hierinnen beqvemen wird?","norm":"Meine werteste einige und allerliebste Tochter, ob ich wohl nicht schuldig bin, dich in meinen Vorhaben um Rat zu fragen, dennoch, weil ich dich jederzeit getreu erfunden habe, will ich doch gleichwohl von dir vernehmen, wie dein Gemüt sich hierinnen bequemen wird?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.856100082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":614,"date":1719,"orig":"Wie!","norm":"Wie!","lang_fastText":"sv","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":8.265199661254883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":615,"date":1719,"orig":"Hertz-liebſter Herr Vater, antwortete Freymuth, bin ich denn ſeinen Willen und Befehl jemahln zuwider geweſen?","norm":"Herz-Liebster Herr Vater, antwortete Freimut, bin ich denn seinen Willen und Befehl jemals zuwider gewesen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.511000156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":616,"date":1719,"orig":"Sein Begehren ehre ich als ein Geboth, und deſſen Mißfallen erreget in mir Todes-Angſt.","norm":"Sein Begehren ehre ich als ein Gebot, und dessen Missfallen erreget in mir Todesangst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.900700092315674} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":617,"date":1719,"orig":"Herr Vater, er thue was er beſchloſſen hat, ein jeder Orth da er lebet, wird mein Paradieß, und das wildeſte Land das ihme einig Vergnuͤgen geben kan, mein Himmel ſeyn, er ziehe wohin er will, ſo werde ich ſeine ſtetige Begleiterin auch biß in den Todt ſeyn; Hiermit kuͤßte ſie Muͤlard auf die Stirne, ſagende: Lieb-wertheſtes Kind, GOtt uͤberſchuͤtte dich mit tauſendfachen Seegen, und laſſe dein Erbe unter denen Gerechten ſeyn.","norm":"Herr Vater, er tue was er beschlossen hat, ein jeder Ort da er lebet, wird mein Paradies, und das wildeste Land das ihm einig Vergnügen geben kann, mein Himmel sein, er ziehe wohin er will, so werde ich seine stetige Begleiterin auch bis in den Tod sein; hiermit küsste sie Mülard auf die Stirn, sagende: Lieb-wertestes Kind, Gott überschütte dich mit tausendfachen Segen, und lasse dein Erbe unter denen Gerechten sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05649995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":618,"date":1719,"orig":"Darauff machte Muͤlard allerhand Anſtalt, ſo wohl ſein Hauß als Guth, und andere beſchwerliche Mobilien zu verkauffen, worzu ſich auch bald Kaͤuffer funden, ſo, daß er innerhalb 10. Wochen wider ſeine Meynung alles mehrentheils zu Gelde gemacht hatte, und weiln ein Schiff-reicher Strohm von Siliſtria auch biß Paliro gieng, ließ er ſeine uͤbrige noͤthige Mobilien auf ein Schiff laden, dem er ſeinen Schreiber und alten getreuen Diener Torto zu gab, und nach Paliro fuͤhren.","norm":"Darauf machte Mülard allerhand Anstalt, so wohl sein Haus als Gut, und andere beschwerliche Mobilien zu verkaufen, wozu sich auch bald Käufer fanden, so, dass er innerhalb 10. Wochen wieder seine Meinung alles mehrenteils zu Gelde gemacht hatte, und weil ein Schiffreicher Strom von Silistria auch bis Paliro ging, ließ er seine Übrige nötige Mobilien auf ein Schiff laden, dem er seinen Schreiber und alten getreuen Diener Torto zugab, und nach Paliro führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.388599872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":619,"date":1719,"orig":"Er aber mit ſeiner Tochter und einer Magd ſtellten ihre Reiſe zu Lande fort.","norm":"Er aber mit seiner Tochter und einer Magd stellten ihre Reise zu Lande fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.751699924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":620,"date":1719,"orig":"Waͤhrender Zeit hatten ſich ſo wohl Ehrenfrieds als Muͤlards Sohn bereits eingeſtellet, und weil das Schiff vier Tage vor Muͤlarden von Siliſtria abgangen war, erfuhr Ehrenfried Muͤlards Ankunfft einen Tag eher als er ankam, weshalben ihn Ehrenfried nebenſt beyden Sbhnen und ſeiner Tochter auf drey Meilen entgegen reiſeten, da ſie ihn gleich bey den Abend-Eſſen antrafen; wer war erfreuter als Muͤlard, da er ſeinen Sohn, und Freymuth als ſie ihren lieben Bruder friſch und geſund ſahen, bevoraus, als nach tauſendfachen Freuden Bezeugungen, Gotthart ſeinem Vater vermeldete, daß er und Siegfried in Pliſſana vertrauete Gemeinſchafft gehalten und einander als leibliche Bruͤder geliebet haͤtten, wie ſie denn auch ein Jahrlang Stuben-Cameraden geweſen, und an einen Tiſch gegangen waͤren.","norm":"Währender Zeit hatten sich so wohl Ehrenfrieds als Mülards Sohn bereits eingestellt, und weil das Schiff vier Tage vor Mülarden von Silistria abgegangen war, erfuhr Ehrenfried Mülards Ankunft einen Tag eher als er ankam, weshalb ihn Ehrenfried neben beiden Sbhnen und seiner Tochter auf drei Meilen entgegen reisten, da sie ihn gleich bei den Abend-Essen antrafen; wer war erfreuter als Mülard, da er seinen Sohn, und Freimut als sie ihren lieben Bruder frisch und gesund sahen, bevoraus, als nach tausendfachen Freuden Bezeugungen, Gotthart seinem Vater vermeldete, dass er und Siegfried in Plissana vertraute Gemeinschaft gehalten und einander als leibliche Brüder geliebt hätten, wie sie denn auch ein Jahrlang Stuben-Kameraden gewesen, und an einen Tisch gegangen wären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.287399768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":621,"date":1719,"orig":"Die zwey Jungfern auch, ob ſie gleich einander nie geſehen hatten, umbfaßten ſich als zwey leibliche Schweſtern, die lange von einander geweſen waͤren, hielten ſich auch von der Zeit an ſo zuſam̃en, als wañ ſie in einen Kloſter zu leben und zu ſterben Geluͤbde gethan haͤtten, welches beyden Vaͤtern Ehrenfried u. Muͤlarden eine hertzliche Freude war.","norm":"Die zwei Jungfern auch, ob sie gleich einander nie gesehen hatten, umfassten sich als zwei leibliche Schwestern, die lange voneinander gewesen wären, hielten sich auch von der Zeit an so zusammen, als wann sie in einen Kloster zu leben und zu sterben Gelübde getan hätten, welches beiden Vätern Ehrenfried u. Mülarden eine herzliche Freude war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.962600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":622,"date":1719,"orig":"Nach der Abend-Mahlzeit ſchickte Ehrenfried ſo fort einen reitenden Bothen nach Paliro, und ließ den Commendanten Muͤlards Ankunfft zu wiſſen thun, und beyneben an die hold-ſeeligſte Edelmuth eine Ehren-ſchuldige Entpfehlung ablegen, mit Bitte, ihm nicht zu verargen, daß er nebenſt denen ankommenden Freunden Morgen geliebts GOtt zum Mittags-Mahl auf ein Gerichte gerne ſehen ihre liebe Gaͤſte ſeyn wolten.","norm":"Nach der Abendmahlzeit schickte Ehrenfried so fort einen reitenden Boten nach Paliro, und ließ den Kommandanten Mülards Ankunft zu wissen tun, und beineben an die holdseligste Edelmut eine Ehren-schuldige Empfehlung ablegen, mit Bitte, ihm nicht zu verargen, dass er neben denen ankommenden Freunden Morgen geliebtes Gott zum Mittagsmahl auf ein Gerichte gerne sehen ihre liebe Gäste sein wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.293700218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":623,"date":1719,"orig":"Nachdem der Wirth denen Jungfern ein eigenes Zimmerlein mit aufgebetteten Betten angewieſen hatte, rauchte Muͤlard mit Ehrenfrieden ein Pfeiffgen Taback, indeſſen ſich die junge Herren mit denen Jungfern in des Wirths Garten ein halb Stuͤndgen divertirten, und ſie ſo dann biß an ihr Ruhe-Zimmer begleiteten, wurde von dem Knechte vor die Herren eine gute Streue mit aufgelegten Pfuͤlen und Kuͤſſen zubereitet, worauff bey einbrechender Nacht umb ein wenig zu ruhen, die Herren allerſeits ſich auch legten.","norm":"Nachdem der Wirt denen Jungfern ein eigenes Zimmerlein mit aufgebetteten Betten angewiesen hatte, rauchte Mülard mit Ehrenfrieden ein Pfeifen Tabak, indessen sich die junge Herren mit denen Jungfern in des Wirts Garten ein halb Stünden divertierten, und sie so dann bis an ihr Ruhe-Zimmer begleiteten, wurde von dem Knechte vor die Herren eine gute Streue mit aufgelegten Pfühlen und Küssen zubereitet, worauf bei einbrechender Nacht um ein wenig zu ruhen, die Herren allerseits sich auch legten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.930300235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":624,"date":1719,"orig":"So bald die Morgen-Roͤthe anbrach, rieff Muͤlard ſeinem Sohne, der ſchon munter war, auf, umb denen Kutſchern ſich fertig zu halten anzubefehlen, und denen Jungfern aus denen Federn zu helffen.","norm":"Sobald die Morgenröte anbrach, rief Mülard seinem Sohne, der schon munter war, auf, um denen Kutschern sich fertig zu halten anzubefehlen, und denen Jungfern aus denen Federn zu helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.595799922943115} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":625,"date":1719,"orig":"Nachdem die Pferde abgefuͤttert waren, wurde eingeſpannet, und fuhren unſere Freunde zuſammen der Stadt zu, woſelbſt ſie eine Stunde Vormittags anlangten, ſtiegen bey Ehrenfrieden ab, und als ſich die Angekommenen ein wenig anders angekleidet hatten, kam Rannefort mit ſeiner Gemahlin gefahren, und bewillkommten Muͤlarden und ſeine Jungfer Tochter mit vielen Ehr-und Liebes-Bezeugungen, zugleich bittende:","norm":"Nachdem die Pferde abgefüttert waren, wurde eingespannt, und fuhren unsere Freunde zusammen der Stadt zu, woselbst sie eine Stunde Vormittags anlangten, stiegen bei Ehrenfrieden ab, und als sich die Angekommenen ein wenig anders angekleidet hatten, kam Rannefort mit seiner Gemahlin gefahren, und bewillkommten Mülarden und seine Jungfer Tochter mit vielen Ehr- und Liebesbezeugungen, zugleich bittende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.996600151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":626,"date":1719,"orig":"Dieweil Herr Ehrenfried die wertheſten Freunde vor dieſesmahl nicht bewirthen koͤnte, bey ihnen mit einer kleinen Mahlzeit Groß-guͤnſtig vorlieb zu nehmen, biß die Gelegenheit zu beſſerer Bedienung ihnen wuͤrde entgegen gehen, wovor Muͤlard fuͤr ſich und die Seinigen ſich zum freundlichſten bedanckte, ſatzten ſich alſo die hold ſeelige Edelmuth mit Ehrenfrieds und Muͤlards Jungfern Toͤchtern auff die Caroſſe, und fuhren nach Ranneforts Behauſung; Rannefort aber, Muͤlaꝛd, Ehrenfried und beyde junge Herren folgten ihnen zu Fuße nach, u. genoſſen das Mittags-Mahl mit hoͤchſten Vergnuͤgen, abſonderlich Edelmuth, die ſich allzuſehr in die Liebens-wuͤrdige Freymuth, Muͤlards Tochter verliebte, geſchahe zwiſchen derſelben und Ehrenfrieds Tochter Jgf.","norm":"Dieweil Herr Ehrenfried die wertesten Freunde vor diesmal nicht bewirten könnte, bei ihnen mit einer kleinen Mahlzeit Großgünstig vorliebzunehmen, bis die Gelegenheit zu besserer Bedienung ihnen würde entgegengehen, wovor Mülard für sich und die Seinigen sich zum freundlichsten bedankte, sattsten sich also die hold selige Edelmut mit Ehrenfrieds und Mülards Jungfern Töchtern auf die Karosse, und fuhren nach Ranneforts Behausung; Rannefort aber, Mülard, Ehrenfried und beide junge Herren folgten ihnen zu Fuße nach, u. genossen das Mittagsmahl mit höchsten Vergnügen, absonderlich Edelmut, die sich allzu sehr in die Liebenswürdige Freimut, Mülards Tochter verliebte, geschah zwischen derselben und Ehrenfrieds Tochter Jgf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373000144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":627,"date":1719,"orig":"Sylvia ein Liebes- Streit, welche die Jungfer Freymuth bey ihr behalten ſolte, biß endlich Jungfer Sylvia den Platz behielt, doch mit dem Bedinge, daß Edelmuth auch um Freymuthen bleiben moͤge.","norm":"Sylvia ein Liebes-Streit, welche die Jungfer Freimut bei ihr behalten sollte, bis endlich Jungfer Sylvia den Platz behielt, doch mit dem Bedinge, dass Edelmut auch um Freimuten bleiben möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.905200004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":628,"date":1719,"orig":"Abends wurde nur eine kleine Collation gehalten, und weil die Reiſende muͤde waren, giengen ſie etwas fruͤher als ihre Gewohnheit war zu Bette, die anderen Tage ließ Muͤlard ſeine Sachen in Ehrenfrieds Hauß, in die ihme zugewidmete Zimmer tragen.","norm":"Abends wurde nur eine kleine Kollation gehalten, und weil die Reisende müde waren, gingen sie etwas früher als ihre Gewohnheit war zu Bette, die anderen Tage ließ Mülard seine Sachen in Ehrenfrieds Haus, in die ihm zugewidmet Zimmer tragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093699932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":629,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen wurde unter Ehrenfried und Muͤlarden beſchloſſen, weil Rannefort als Commendant nicht abweſent ſeyn dorffte, mit deſſen Gemahlin und andern guten Freunden Eckarthen ploͤtzlich und unvermerckt zu uͤberfallen.","norm":"Unterdessen wurde unter Ehrenfried und Mülarden beschlossen, weil Rannefort als Kommandant nicht abwesend sein durfte, mit dessen Gemahlin und anderen guten Freunden Eckarten plötzlich und unvermerkt zu überfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.052800178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":630,"date":1719,"orig":"Sie hatten aber ſolches kaum verabredet, ließ Rannefort durch einen Reit- Knecht es Eckarthen zu wiſſen thun, mit Bitte, ſich es nicht mercken zu laſſen, daß ihme einige Nachricht ihres Vorhabens waͤre gegeben worden.","norm":"Sie hatten aber solches kaum verabredet, ließ Rannefort durch einen Reit-Knecht es Eckarten zu wissen tun, mit Bitte, sich es nicht merken zu lassen, dass ihm einige Nachricht ihres Vorhabens wäre gegeben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7677001953125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":631,"date":1719,"orig":"Wie nun dieſe gute Freunde ihr Deſſein bewerckſtellten und des Abends zu Liddo ankamen, in Meynung Eckarthen unvermuthet zu uͤberfallen, ſiehe!","norm":"Wie nun diese gute Freunde ihr Dessin bewerckstellten und des Abends zu Lido ankamen, in Meinung Eckarten unvermutet zu überfallen, siehe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.727200031280518} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":632,"date":1719,"orig":"ſo war alles ſchon zum Abend-Eſſen fertig und bereitet.","norm":"so war alles schon zum Abend-Essen fertig und bereitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117899894714355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":633,"date":1719,"orig":"Eckarth von Hertzen erfreuet, empfieng ſeine lieben Gaͤſte mit allen Freuden-und Ehren- Bezeugungen, ließ durch ſeinen Hauß-Voigt denen Kutſchern die Gelegenheit ſo wohl der Wagen als Pferde halben anweiſen, er fuͤhrte ſeine Gaͤſte dieweil in den Obſt-Garten in ſein Garten-Haͤußlein, bald aber darauff nachdem alles bereitet war, bath er ſie auf den Saal in ſeiner ſchlechten Land-Wohnung, mit dem, was in der Eil vor ſolche liebe Gaͤſte haͤtte koͤnnen angerichtet werden, Groß-guͤnſtig vorlieb zu nehmen.","norm":"Eckart von Herzen erfreuet, empfing seine lieben Gäste mit allen Freuden-und Ehren-Bezeugungen, ließ durch seinen Hauß-Voigt denen Kutschern die Gelegenheit so wohl der Wagen als Pferde halben anweisen, er führte seine Gäste dieweil in den Obstgarten in sein Gartenhäuslein, bald aber darauf nachdem alles bereitet war, bat er sie auf den Saal in seiner schlechten Land-Wohnung, mit dem, was in der Eile vor solche liebe Gäste hätte können angerichtet werden, Großgünstig vorliebzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.405200004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":634,"date":1719,"orig":"Ehrenfried und Muͤlard fragten Eckarth, wer ihme die Zeitung von ihrer Ankunfft zu wiſſen gethan haͤtte?","norm":"Ehrenfried und Mülard fragten Eckart, wer ihm die Zeitung von ihrer Ankunft zu wissen getan hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.109799861907959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":635,"date":1719,"orig":"Geliebten Hertzens-Freunde antwortete Eckarth, mich traͤumte verwichene Woche, als wann Muͤlard in Paliro wieder angelanget waͤre, und weiln mein Hauß-Voigt einiger Geſchaͤffte halber ſich bey den Commendanten anmelden muͤſſen, hatte er von dem Fourier vernommen, daß etliche frembde Gaͤſte bey ihme waͤren, und deswegen eine Stunde verziehen muͤſſen, ehe und bevor er haͤtte vorkommen koͤnnen, und weil er, wie dergleichen Leuthe Gewohnheit iſt, alles genau wiſſen wollen, hat er erfahren daß es der Herr Bruder mit ſeiner Jungfer Tochter die geſtern von Siliſtria kommen, waͤre:","norm":"Geliebten Herzensfreunde antwortete Eckart, mich träumte verwichene Woche, als wann Mülard in Paliro wieder angelanget wäre, und weil mein Hauß-Voigt einiger Geschäfte halber sich bei den Kommandanten anmelden müssen, hatte er von dem Fourier vernommen, dass etliche fremde Gäste bei ihm wären, und deswegen eine Stunde verziehen müssen, ehe und bevor er hätte vorkommen können, und weil er, wie dergleichen Leute Gewohnheit ist, alles genau wissen wollen, hat er erfahren dass es der Herr Bruder mit seiner Jungfer Tochter die gestern von Silistria kommen, wäre:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.790800094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":636,"date":1719,"orig":"Als er mir ſolches nach ſeiner Zuruͤckkunfft referirte, habe ich ſo fort Anſtalt gemacht, euch wertheſte Freunde anhero auf mein ſchlechtes Bauer Guͤthlein zu bitten; nachdem aber mein Hauß-Voigt zu wiſſen bekommen, daß ſie mich unvermuthet uͤberfallen wolten, und alles auf heutigen Tag fertig gemacht, hat er meinen Befehl nicht nachkommen, ſondern mir dieſe angenehme Zeitung bringen wollen, worauff ich es gewagt und getroffen habe.","norm":"Als er mir solches nach seiner Zurückkunft referierte, habe ich so fort Anstalt gemacht, euch werteste Freunde anher auf mein schlechtes Bauer Gütlein zu bitten; nachdem aber mein Hauß-Voigt zu wissen bekommen, dass sie mich unvermutet überfallen wollten, und alles auf heutigen Tag fertig gemacht, hat er meinen Befehl nicht nachkommen, sondern mir diese angenehme Zeitung bringen wollen, worauf ich es gewagt und getroffen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.494999885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":637,"date":1719,"orig":"Ach wiewohl! ſagte Muͤlard errinnerte Monſr.","norm":"Ach wiewohl! sagte Mülard erinnerte Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":10.27340030670166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":638,"date":1719,"orig":"Rannefort, als wir den Herrn Bruder mit einer Freundſchaffts-Liſt zu begegnen beſchloſſen hatten; das auch die Waͤnde Ohren haͤtten, und Ehrenfried bejahete es in Vortragung, wann die Kunſt die Zimmer alſo zurichtete, daß man an allen Ecken und Enden deſſelbigen jedes Wort ſo deutlich, als wann man es aus den Munde des Redenden ſelbſten hoͤrete, vernehmen koͤnte:","norm":"Rannefort, als wir den Herrn Bruder mit einer Freundschafts-List zu begegnen beschlossen hatten; das auch die Wände Ohren hätten, und Ehrenfried bejahte es in Vortragung, wann die Kunst die Zimmer also zurichtete, dass man an allen Ecken und Enden desselbigen jedes Wort so deutlich, als wann man es aus den Munde des Redenden selbst hörte, vernehmen könnte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.330699920654297} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":639,"date":1719,"orig":"Eckarth bath ſeine Gaͤſte ohne Complimenten Waſſer zu nehmen, und ſich zu ſitzen belieben laſſen.","norm":"Eckart bat seine Gäste ohne Komplimenten Wasser zu nehmen, und sich zu sitzen belieben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554800033569336} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":640,"date":1719,"orig":"Waͤhrender Mahlzeit wurden allerhand freundliche Discourſe gefuͤhret.","norm":"Währender Mahlzeit wurden allerhand freundliche Diskurse geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.469399929046631} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":641,"date":1719,"orig":"Bevoraus gefielen Eckarthen, Ehrenfrieds und Muͤlards Soͤhne, Siegfried und Gotthart ſehr wohl, und bekam eine ſonderliche Affection zu ihnen.","norm":"Voraus gefielen Eckarten, Ehrenfrieds und Mülards Söhne, Siegfried und Gotthart sehr wohl, und bekam eine sonderliche Affektion zu ihnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.928800106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":642,"date":1719,"orig":"Nach Eſſens accommodirte Eckarth ſeine Gaͤſte ſo gut, als es ſein Zuſtand zuließ.","norm":"Nach Essens akkommodierte Eckart seine Gäste so gut, als es sein Zustand zuließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.41540002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":643,"date":1719,"orig":"Des andern Tages nach dem Mittags-Mahl, als das Frauenzimmer auf denen Wieſen ſich ergoͤtzten, zumahlen da das Graß ſchon abgehauen, und das Krum̃et in die Hoͤhe gewachſen war, ſaß Muͤlard, Ehrenfried und Eckarth in Garten-Haͤußlein beyſammen, da fieng Eckarth an zu Ehrenfried und Muͤlard: Wertheſte Freunde, dieſes Guth Liddo verehre ich eueren vier Kindern, und weiln einen jeden unter euch das Gluͤck einen Sohn und eine Tochter gegeben, und in GOttes Rath beſchloſſen waͤre, daß zwey und zwey mit einen Heyraths- Bande verknuͤpfft wuͤrden, ſo gebe ich eueren Toͤchtern meine paare Mittel jeder die Helffte zum Heyrath-Guthe.","norm":"Des anderen Tages nach dem Mittagsmahl, als das Frauenzimmer auf denen Wiesen sich ergötzten, zumal da das Gras schon abgehauen, und das Krummet in die Höhe gewachsen war, saß Mülard, Ehrenfried und Eckart in Gartenhäuslein beisammen, da fing Eckart an zu Ehrenfried und Mülard: Werteste Freunde, dieses Gut Lido verehre ich eueren vier Kindern, und weil einen jeden unter euch das Glück einen Sohn und eine Tochter gegeben, und in Gottes Rat beschlossen wäre, dass zwei und zwei mit einen Heyraths-Bande verknüpft würden, so gebe ich eueren Töchtern meine paare Mittel jeder die Hälfte zum Heirat-Gute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.130499839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":644,"date":1719,"orig":"Worauff Muͤlard und Ehrenfried lachten und ſich zum ſchoͤnſten bedanckten.","norm":"Worauf Mülard und Ehrenfried lachten und sich zum schönsten bedankten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.176000118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":645,"date":1719,"orig":"Muͤlard fuhr Eckarth fort, dieweil du alle das Deinige zu Siliſtria verkaufft haſt, und dich in eine neue Hauß-Wirthſchaft nicht ſo bald einrichten kanſt, ich aber kuͤnfftiger Zeit, wegen Ausfuͤhrung eurer Soͤhne in allen nicht beyweſent ſeyn kan, ſo nimb dieweil mein Guth mit deiner Jungfer Tochter in Poſſeſs, wie denn innerhalb vier Wochen, mit GOttes Beyſtand und guten Wetter, ich alles eingefuͤhrt zu haben gedencke, da werde ich dir alsdenn alles zu treuen Haͤnden uͤberlieffern, und damit meine Worte beſſere Krafft haben moͤgen, ſo ſoll nach Ubergebung vor meiner Abreiſe, weiln doch unſer Ende in des HErren Haͤnden ſtehet, mein Teſtament und eigentlicher Wille bey denen Gerichten eingeleget werden.","norm":"Mülard fuhr Eckart fort, dieweil du alle das Deinige zu Silistria verkauft hast, und dich in eine neue Hauswirtschaft nicht so bald einrichten kannst, ich aber künftiger Zeit, wegen Ausführung eurer Söhne in allen nicht beywesent sein kann, so nimm dieweil mein Gut mit deiner Jungfer Tochter in Possess, wie denn innerhalb vier Wochen, mit Gottes Beistand und guten Wetter, ich alles eingeführt zu haben gedenke, da werde ich dir alsdann alles zu treuen Händen überliefern, und damit meine Worte bessere Kraft haben mögen, so soll nach Übergebung vor meiner Abreise, weil doch unser Ende in des Herren Händen steht, mein Testament und eigentlicher Wille bei denen Gerichten eingelegt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.356400012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":646,"date":1719,"orig":"So dann werde euch und andere gute Freunde ich nochmahln ſo gut als es die Zeit leiden wird, allhier bewirthen und mein Valet-Mahl geben; Muͤlard bedanckte ſich aufs hoͤflichſte, mit Verſprechen in allen deſſen Nutzen moͤglichſten Fleißes zu ſuchen.","norm":"So dann werde euch und andere gute Freunde ich nochmals so gut als es die Zeit leiden wird, allhier bewirten und mein Valet-Mal geben; Mülard bedankte sich aufs höflichste, mit Versprechen in allen dessen Nutzen möglichsten Fleißes zu suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1427998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":647,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie noch zwey Tage lang ſich bey Eckarthen aufgehalten hatten; die Erndte auch herzu nahete, wolten ſie Eckarthen, ob er gleich inſtaͤndig bey ihnen anhielte, nicht laͤnger moleſtiren und beſchwerlich ſeyn, ſondern fuhren nach abgelegter Danckſagung vor gute Bewirthung wieder nach Paliro.","norm":"Nachdem sie noch zwei Tage lang sich bei Eckarten aufgehalten hatten; die Ernte auch herzu nahte, wollten sie Eckarten, ob er gleich inständig bei ihnen anhielte, nicht länger molestieren und beschwerlich sein, sondern fuhren nach abgelegter Danksagung vor gute Bewirtung wieder nach Paliro.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.200900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":648,"date":1719,"orig":"Siegfried aber und Gotthart, weil Eckarth ſie von ihren Vaͤtern ausgebethen hatte, blieben die Erndte-Zeit uͤber bey Eckarth, der ſie die Zeit uͤber in allerhand Exercitiis fleißig uͤbete, und wie man ſich auf Reiſen verhalten ſoll, getreulich informirte.","norm":"Siegfried aber und Gotthart, weil Eckart sie von ihren Vätern ausgebeten hatte, blieben die Erntezeit über bei Eckart, der sie die Zeit über in allerhand Exercitiis fleißig übte, und wie man sich auf Reisen verhalten soll, getreulich informierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.768400192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":649,"date":1719,"orig":"Einsmahls als ſie bey denen Schnittern ſtunden, geſchah es, daß auff der Straſſe von Fliard her, ein hauffen Volcks einen reitenden Kerl, der zum offtern ſtille hielt, nach lieff, und von dem naͤheſten Dorffe Reida, das ein Viertel Weges von Liddo und unter ein Kirchſpiel gehoͤrete, war.","norm":"Einsmals als sie bei denen Schnittern standen, geschah es, dass auf der Straße von Fliard her, ein Haufen Volks einen reitenden Kerl, der zum Öfteren stille hielt, nach lief, und von dem Nähesten Dorfe Riede, das ein Viertel Weges von Lido und unter ein Kirchspiel gehörte, war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2154998779296875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":650,"date":1719,"orig":"Als ſie nun naͤherten, vernahm man unterweilen ein lautendes Lachen: Eckarth und die jungen Herren giengen von Acker gegen die Straſſe, um zu ſehen, was dieſes vor ein poßirlicher Auffzug waͤre; Siehe!","norm":"Als sie nun näherten, vernahm man unterweilen ein lautendes Lachen: Eckart und die jungen Herren gingen von Acker gegen die Straße, um zu sehen, was dieses vor ein possierlicher Aufzug wäre; Siehe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.396399974822998} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":651,"date":1719,"orig":"da ſaß ein angekleideter Ziegeuner zu Pferde, hatte eine ſechsfache Kette von ausgenommenen Zaͤhnen uͤber den Rock hangend, auf der lincken Achſel eine Meer-Katze ſitzend, und an Sattel-Knopff eine groſſe Taſche mit ſeinen Werck-Zeuge haͤngend.","norm":"da saß ein angekleideter Zigeuner zu Pferde, hatte eine sechsfache Kette von ausgenommenen Zähnen über den Rock hangend, auf der Linken Achsel eine Meerkatze sitzend, und an Sattelknopf eine große Tasche mit seinen Werkzeuge hängend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.029200077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":652,"date":1719,"orig":"Schauet! ſprach Eckarth zu beyden Juͤnglingen, einen Mediciniſchen Maul-Affen der geringeren Sorte, einen Betruͤger, der mit ſonderlichen Griffen denen Leuthen das Geld aus den Saͤckel practiciren kan; Als dieſer an ſie kam, und an Eckarthen muthmaßte, er muͤſſe der Herr des Dorffes ſeyn, neigte er ſich mit dem Haupte gegen ihn, ſagende: Geſtrenger Herr, mir zweifelt nicht daß mich meine Augen betruͤgen ſolten, ſie vor den Herrn dieſes Orthes anzuſehen, wo dem alſo iſt, ſo erlauben ſie meiner Wenigkeit ein oder zwey Tage vor den Kretſchem oder Schencke meinen Kram auszulegen, und meine Profesſion als ein Zahn-Artzt und was mir die Kunſt ferner mitgetheilet hat, denen armen preßhafften Menſchen mitleidentlich zu helffen, zu practiciren.","norm":"Schauet! sprach Eckart zu beiden Jünglingen, einen medizinischen Maulaffen der geringeren Sorte, einen Betrüger, der mit sonderlichen Griffen denen Leuten das Geld aus den Säckel praktizieren kann; als dieser an sie kam, und an Eckarten mutmaßte, er müsse der Herr des Dorffes sein, neigte er sich mit dem Haupte gegen ihn, sagende: Gestrenger Herr, mir zweifelt nicht dass mich meine Augen betrügen sollten, sie vor den Herrn dieses Ortes anzusehen, wo dem also ist, so erlauben sie meiner Wenigkeit ein oder zwei Tage vor den Kretscham oder Schenke meinen Kram auszulegen, und meine Profession als ein Zahnarzt und was mir die Kunst ferner mitgeteilt hat, denen armen Presshaften Menschen mitleidentlich zu helfen, zu praktizieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.255599975585937} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":653,"date":1719,"orig":"Wohl, antwortete Eckarth, es kan euch wohl erlaubet werden, zuvor aber werdet ihr eure Perſon bey mir legitimiren, und ſo bald ihr euer Pferd beſchickt habt, und euere Sachen in Verwahrung gethan, euch auf meinen Hauſe einſtellen.","norm":"Wohl, antwortete Eckart, es kann euch wohl erlaubet werden, zuvor aber werdet ihr eure Person bei mir legitimieren, und so bald ihr euer Pferd beschickt habt, und eure Sachen in Verwahrung getan, euch auf meinen Hause einstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915500164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":654,"date":1719,"orig":"Jch gehorſame geſtrenger Herr, gab der Ziegeuner zur Antwort, worauff er nach einigen Kopff-Neigen den Kretſchem oder Schencke mit ſeinen Begleitern zuritte.","norm":"Ich gehorsame gestrenger Herr, gab der Zigeuner zur Antwort, worauf er nach einigen Kopf-Neigen den Kretscham oder Schenke mit seinen Begleitern zuritte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.402599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":655,"date":1719,"orig":"Eckarth wandte ſich zu denen Juͤnglingen, ſagende: Lieben Soͤhne, ſehet die Verwegenheit eines Menſchen, das elendeſte Handwerck, ein Stuͤcklein Brodt mit hoͤchſten Unrecht und Verliehrung der Seeligkeit zu erwerben.","norm":"Eckart wandte sich zu denen Jünglingen, sagende: Lieben Söhne, sehet die Verwegenheit eines Menschen, das elendeste Handwerk, ein Stücklein Brot mit höchsten Unrecht und Verlierung der Seligkeit zu erwerben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6402997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":656,"date":1719,"orig":"Entlauffeue Soldaten welche ihren Officieren niemahls billigen Gehorſam geleiſtet, ſind mehrentheils ſolche Geſellen, die ſich, umb nicht erkannt zu werden in dergleichen Habit verſtellen, die Leuthe betruͤgen, und offters die Reiſende in denen Waͤldern und Buͤſchen, wo ſie ihrer maͤchtig werden, wo nicht ermorden, wenigſtens ihnen doch das Jhrige abnehmen, und wo mir anders recht iſt, ſcheinet an denen Federn dieſes Vogels er auch aus gleicher Arth zu ſeyn; und weil die Sonne zu ruͤſte gehet, ſo kommt meine Herren Soͤhne, wir wollen unterdeſſen ſehen, was uns unſere Meyer-Mutter gutes zugerichtet hat, und dieſes Maul-Affens erwarten, umb unſern Spaß mit ihme zu haben, und zu ſehen, ob bey dieſem Unkraut noch ein Halm ſchoͤner Weitzen wird anzutreffen ſeyn, welcher bey Abziehung ſeiner Larve und Abſtreichung ſeiner Schmincke bald wird kunt werden.","norm":"Entlauffeue Soldaten welche ihren Offizieren niemals billigen Gehorsam geleistet, sind mehrenteils solche Gesellen, die sich, um nicht erkannt zu werden in dergleichen Habit verstellen, die Leute betrügen, und öfters die Reisende in denen Wäldern und Büschen, wo sie ihrer mächtig werden, wo nicht ermorden, wenigstens ihnen doch das Ihrige abnehmen, und wo mir anders recht ist, scheinet an denen Federn dieses Vogels er auch aus gleicher Art zu sein; und weil die Sonne zu rüste geht, so kommt meine Herren Söhne, wir wollen unterdessen sehen, was uns unsere Meier-Mutter gutes zugerichtet hat, und dieses Maulaffens erwarten, um unseren Spaß mit ihm zu haben, und zu sehen, ob bei diesem Unkraut noch ein Halm schöner Weizen wird anzutreffen sein, welcher bei Abziehung seiner Larve und Abstreichung seiner Schminke bald wird kund werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299300193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":657,"date":1719,"orig":"Wie nun Eckarth mit ſeinen zwey Gaͤſten nach Hauſe kam, ſatzte ihnen die Meyer- Mutter eine abgeſottene Milch mit Semmeln eingebrockt, einen Ziegen-Kaͤſe, Butter und friſch gebacken Brod zur Veſper fuͤr; nachdem ſie geſſen hatten, meldete Eckarths Diener an, es ſey der Ziegeuner vor der Thuͤr und baͤthe umb Audientz.","norm":"Wie nun Eckart mit seinen zwei Gästen nach Hause kam, setzte ihnen die Meyer-Mutter eine abgesottene Milch mit Semmeln eingebrockt, einen Ziegenkäse, Butter und frisch gebacken Brot zur Vesper für; nachdem sie gegessen hatten, meldete Ekarts Diener an, es sei der Zigeuner vor der Tür und bäte um Audienz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.677700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":658,"date":1719,"orig":"Eckarth hieß ihn einkommen, und befahl ihm zu ſitzen, darauff redete ihn Eckarth folgender Geſtalt an:","norm":"Eckart hieß ihn einkommen, und befahl ihm zu sitzen, darauf redete ihn Eckart folgender Gestalt an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.053299903869629} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":659,"date":1719,"orig":"Mein Freund, wer ihr auch ſeyd, mich wundert ſehr, warumb ihr alß ein Teutſcher euch dieſer Lotterbubiſchen Kleidung bedienet, ſeyd ihr denn aus der Geſellſchafft der Ziegeuner, ſo wundert mich nicht weniger, warumb ihr euch aus derſelben begeben, alſo alleine herumb ziehet, und das Land durchſtreichet, wie mir es aber vorkommt, halte ich davor, ich wuͤrde euch nicht unrecht thun, wann ich ſagte:","norm":"Mein Freund, wer ihr auch seid, mich wundert sehr, warum ihr als ein Deutscher euch dieser Lotterbübischen Kleidung bedienet, seid ihr denn aus der Gesellschaft der Zigeuner, so wundert mich nicht weniger, warum ihr euch aus derselben begeben, also alleine herum ziehet, und das Land durchstreichet, wie mir es aber vorkommt, halte ich davor, ich würde euch nicht unrecht tun, wann ich sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.601799964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":660,"date":1719,"orig":"Jhr haͤttet ehemahln das Soldaten Handwerck getrieben, und nachdem euch das Pulver zu uͤbel gerochen, eueren Abſchied neben bey ausgenommen, und euch auf dieſe elende luͤderliche Nahrung begeben; doch dem ſey wie ihm wolle, ſo ſaget mir, was iſt denn euer Thun, und wie weit erſtreckt ſich euere Profesſion, denen Leuthen zu helffen oder zu ſchaden?","norm":"Ihr hättet ehemals das Soldaten Handwerk getrieben, und nachdem euch das Pulver zu übel gerochen, eueren Abschied nebenbei ausgenommen, und euch auf diese elende luderliche Nahrung begeben; doch dem sei wie ihm wolle, so sagt mir, was ist denn euer Tun, und wie weit erstreckt sich eure Profession, denen Leuten zu helfen oder zu schaden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.533400058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":661,"date":1719,"orig":"da denn nach Befindung der Bewehrniß, ich euch euer Thun hier, ob wohln bey bereits angehabener Erndte ihr wenigen oder gar keinen Profit werdet erjagen koͤnnen, zu treiben erlauben, oder weiter zu gehen anbefehlen will.","norm":"da denn nach Befindung der Bewehrniß, ich euch euer Tun hier, ob wohlen bei bereits angehobener Ernte ihr wenigen oder gar keinen Profit werdet erjagen können, zu treiben erlauben, oder weiterzugehen anbefehlen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4120001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":662,"date":1719,"orig":"Der vermummte Ziegeuner antwortete ohne einiges Entſetzen und Alteration: Geſtrenger Herr, deren von mir geſchoͤpffter Argwohn wuͤrde mich ſonderlich ſchmertzen, wann ich nicht umb ein Stuͤcklein Brod zu erſchnappen, ſolchen verbeiſſen und ſonſt offtermahl hoͤren muͤſſen.","norm":"Der vermummte Zigeuner antwortete ohne einiges Entsetzen und Alteration: Gestrenger Herr, deren von mir geschöpfter Argwohn würde mich sonderlich Schmerzen, wann ich nicht um ein Stücklein Brot zu erschnappen, solchen verbeißen und sonst oftmals hören müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.929599761962891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":663,"date":1719,"orig":"Dieweil ich mich aber des Bettelns ſchaͤme, ſo habe ich dieſe Nahrung, ob wohln mit meiner ſelbſt eigenen Verdrießligkeit, ergreiffen muͤſſen.","norm":"Dieweil ich mich aber des Bettelns schäme, so habe ich diese Nahrung, ob wohlen mit meiner selbst eigenen Verdrießlichkeit, ergreifen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.71019983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":664,"date":1719,"orig":"Wiſſet demnach geſtrenge und hoch-geehrte Herren, der Orth meiner Geburth-Stadt heiſt Alloeſt, mein Vater bediente bey der Geiſtligkeit die Charge einen Nachtreter oder Kuͤſter abzugeben.","norm":"Wisset demnach gestrenge und hochgeehrte Herren, der Ort meiner Geburt-Stadt heißt Alloest, mein Vater bediente bei der Geistlichkeit die Charge einen Nachtreter oder Küster abzugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.065100193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":665,"date":1719,"orig":"Es geſchach aber daß meine Mutter mir zeitlich abſturbe, und weiln nach deren Tode niemand war, der meinen Vater von ſeinen luͤderlichen Leben abhielt, ſo gerieth er in eine ſolche Verſchwendung, daß, nachdem ihn die Herren Geiſtlichen offtermahln vermahnet, er ſolte ſich ſeines Amptes ſo treulich als zuvor annehmen, ſonſten wo er alſo fortfahren wuͤrde, muͤſten ſie auf eine ſorgfaͤltigere Perſon bedacht ſeyn; welches auch, weil bey meinen Vater kein Ermahnen verfangen wolte, bald darauf geſchahe, und er ſeines Dienſtes entſetzt wurde; Nachdem nun die Mittel, zumahln er alles was das Hauß vermochte verkaufft und durch die Gurgel gejaget hatte, abgenommen, und die Sonne eher in die Kam̃er ſchiene, als ein Pfenning zu Brodte im Hauſe war, ließ er mich mit noch zwey Schweſtern ſitzen, und verlohr ſich von uns, daß niemand wuſte, wo er hin geſtoben oder geflogen war.","norm":"Es geschah aber dass meine Mutter mir zeitlich abstürbe, und weil nach deren Tode niemand war, der meinen Vater von seinen luderlichen Leben abhielt, so geriet er in eine solche Verschwendung, dass, nachdem ihn die Herren Geistlichen öftermals vermahnet, er sollte sich seines Amtes so treulich als zuvor annehmen, sonsten wo er also fortfahren würde, müssten sie auf eine sorgfältigere Person bedacht sein; welches auch, weil bei meinen Vater kein Ermahnen verfangen wollte, bald darauf geschah, und er seines Dienstes entsetzt wurde; nachdem nun die Mittel, zumal er alles was das Haus vermochte verkauft und durch die Gurgel gejagt hatte, abgenommen, und die Sonne eher in die Kammer schiene, als ein Pfennig zu Brote im Hause war, ließ er mich mit noch zwei Schwestern sitzen, und verlor sich von uns, dass niemand wusste, wo er hin gestoben oder geflogen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.793900012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":666,"date":1719,"orig":"Wir umb nicht Hungers zu ſterben, muſten uns zum Betteln beqvemen; zu Dienſte wolte uns niemand haben, aus Beyſorge, der Apffel fiele nicht weit vom Stamme, endlich erbarmte ſich die Frau Superintendentin uͤber eine Schweſter, und nahm ſie zu ihr, wie auch die Frau Stadt-Schreiberin gab der anderen Dienſte, mich aber lieſſen alle gehen, wie ſehr ich mich auch anerboth Gutes zu thun/ vornehmlich, weil ich erſt zehn Jahr alt war, und keine groſſe Arbeit verrichten kunte.","norm":"Wir um nicht Hungers zu sterben, mussten uns zum Betteln bequemen; zu Dienste wollte uns niemand haben, aus Beisorge, der Apfel fiele nicht weit vom Stamme, endlich erbarmte sich die Frau Superintendentin über eine Schwester, und nahm sie zu ihr, wie auch die Frau Stadtschreiberin gab der anderen Dienste, mich aber ließen alle gehen, wie sehr ich mich auch anerbot Gutes zu tun / vornehmlich, weil ich erst zehn Jahr alt war, und keine große Arbeit verrichten konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.792600154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":667,"date":1719,"orig":"Endlich war ein alter verdorbener Goldmacher der denen Doctoribus allerhand Spiritus und Eſſentzen elaborirte, der erboth ſich wann ich wolte treu ſeyn und gehorchen, wolte er mich mit Kleidern und Nahrung verſehen.","norm":"Endlich war ein alter verdorbener Goldmacher der denen Doctoribus allerhand Spiritus und Essenzen elaborierte, der erbot sich wann ich wollte treu sein und gehorchen, wollte er mich mit Kleidern und Nahrung versehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.348400115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":668,"date":1719,"orig":"Jch nach meinen Vermoͤgen, verſprach mein euſerſtes zu thun.","norm":"Ich nach meinen Vermögen, versprach mein äußerstes zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.232900142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":669,"date":1719,"orig":"Nun hatte er ein alt vernuͤffeltes Weib, ob es ſeine Haußhaͤlterin oder angetraute war, weiß ich nicht, dieſe, wann es um 12. oder 1. Uhr zu Mittage kam, rieff ſie: Fritze, komm und iß! wann ich nun nach meiner ſauren Muͤhe, denn ich immer Kohlen, Waſſer, Holtz ꝛc. zutragen muſte, ohn einiges Fruͤh-Stuͤcke halb verhungert ankam, und vermeynte meinen Magen in etwas zu laben, ſo lag da ein klein ſchnittlein ſchwartzes Brod und harter Kaͤſe, war denn eine ungemachte Waſſer-Suppe dabey, ſo war es viel, das war meine Mittags-Mahlzeit, zum Abend-Eſſen bekam ich ein wenig Brodt und Saltz, meinen Trunck muſte ich aus den Keller ſechs Klafftern tieff, und eine Spanne breit, holen, und damit meinen Durſt ſtillen, Donnerſtags und Soñtags war es dies bratibilis, da gieng es in floribus, da hatten wir arme Ritter von ſchwartzen Brod-Schnitten mit Schmeer, welches ſie von denen Koͤchinnen in der Stadt, die es ihr zuſammen hielten, erkauffte, uͤberſtrichen, oder hoͤchſtens gebackene Rinds-Fuͤſſe, ſo waͤre ich noch endlich zu frieden geweſen, wann ich nur deſſen noch genung bekommen haͤtte; Allein weil mein Herr es auch nicht beſſer hatte, aß ich in Gedult mit zu, ſahe aber, daß, wann etwa wo eine Hochzeit war, daß ich etwas Abgangenes aus der Kuͤche bekam, und meinen Magen ergoͤtzte.","norm":"Nun hatte er ein alt vernüffeltes Weib, ob es seine Haushälterin oder angetraute war, weiß ich nicht, diese, wann es um 12. oder 1. Uhr zu Mittage kam, rief sie: Fritze, komme und esse! wann ich nun nach meiner sauren Mühe, denn ich immer Kohlen, Wasser, Holz etc. zutragen musste, ohne einiges Frühstücke halb verhungert ankam, und vermeinte meinen Magen in etwas zu laben, so lag da ein klein Schnittlein schwarzes Brot und harter Käse, war denn eine ungemachte Wassersuppe dabei, so war es viel, das war meine Mittagsmahlzeit, zum Abend-Essen bekam ich ein wenig Brot und Salz, meinen Trunk musste ich aus den Keller sechs Klaftern tief, und eine Spanne breit, holen, und damit meinen Durst stillen, donnerstags und sonntags war es dies bratibilis, da ging es in floribus, da hatten wir arme Ritter von schwarzen Brotschnitten mit Schmer, welches sie von denen Köchinnen in der Stadt, die es ihr zusammen hielten, erkaufte, überstrichen, oder höchstens gebackene Rindsfüsse, so wäre ich noch endlich zu Frieden gewesen, wann ich nur dessen noch genug bekommen hätte; allein weil mein Herr es auch nicht besser hatte, aß ich in Geduld mit zu, sah aber, dass, wann etwa wo eine Hochzeit war, dass ich etwas Abganges aus der Küche bekam, und meinen Magen ergötzte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.720200061798096} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":670,"date":1719,"orig":"Die Kleidung die er mir gab, waren alte zerriſſene Lumpen, an denen alle Faden auseinander gangen waren.","norm":"Die Kleidung die er mir gab, waren alte zerrissene Lumpen, an denen alle Faden auseinander gegangen waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.759900093078613} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":671,"date":1719,"orig":"Bey dieſen Laboranten brachte ich zwey Jahr lang zu, unterdeſſen war einem von denen Medicis, welchen mein Herr laborirte ſein Junge entlauffen, der fragte mich, ob ich bey ihm Dienſte annehmen wolte?","norm":"Bei diesen Laboranten brachte ich zwei Jahr lang zu, unterdessen war einem von denen Medicis, welchen mein Herr laborierte sein Junge entlaufen, der fragte mich, ob ich bei ihm Dienste annehmen wollte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3805999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":672,"date":1719,"orig":"Jch antwortete, mit Ja! gieng damit zu meinen Alten, und kuͤndigte ihm dem Dienſt auf, mit Bitte, dieweil ich die zwey Jahr uͤber mich bey ihm redlich verhalten haͤtte, mein Gluͤck nicht zu hindern, ſondern bey Herr D. Rumlern mir ein gut Wort zu verleihen, denn weil ihm ſein Junge entlauffen waͤre, koͤnte ich anietzo bey ihme Dienſt bekommen.","norm":"Ich antwortete, mit Ja! ging damit zu meinen Alten, und kündigte ihm dem Dienst auf, mit Bitte, dieweil ich die zwei Jahr über mich bei ihm redlich verhalten hätte, mein Glück nicht zu hindern, sondern bei Herr D. Rumleeren mir ein gut Wort zu verleihen, denn weil ihm sein Junge entlaufen wäre, könnte ich anjetzt bei ihm Dienst bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":673,"date":1719,"orig":"Der Alte zog die Achſeln, und war ihme nicht allerdinges wohl darbey, doch ſprach er, deine Wohlfahrt will ich nicht verabſaͤumen, und weil dich der Herr D. verlangt, will ich ihn mir deinet wegen nicht zum Feinde machen, gehe in GOttes Nahmen, Morgen geliebts GOtt will ich auch ſelbſt mit ihme reden, und dich beſter maſſen bey ihnen recommendiren.","norm":"Der Alte zog die Achseln, und war ihm nicht Dinges wohl dabei, doch sprach er, deine Wohlfahrt will ich nicht verabsäumen, und weil dich der Herr D. verlangt, will ich ihn mir dienet wegen nicht zum Feinde machen, gehe in Gottes Namen, Morgen geliebtes Gott will ich auch selbst mit ihm reden, und dich bester Maßen bei ihnen rekommendieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.652100086212158} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":674,"date":1719,"orig":"Bey dieſen Medico, dieweil es mir ſo wohl in Kleidung als Eſſen beſſer als bey meinen vorigen Herrn gieng, verblieb ich biß ins ſechſte Jahr, da ich denn zumahln er ein guter Practicus war, ich mir allerhand, ſintemahl die letzteren zwey Jahre ich alle ſeine Artzeneyen verfertigen muſte, zu Nutzen machte.","norm":"Bei diesen Medico, dieweil es mir so wohl in Kleidung als Essen besser als bei meinen vorigen Herrn ging, verblieb ich bis ins sechste Jahr, da ich denn zumal er ein guter Practicus war, ich mir allerhand, sintemal die letzteren zwei Jahre ich alle seine Arzneien verfertigen musste, zu Nutzen machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.124899864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":675,"date":1719,"orig":"Es geſchach aber, daß ich einsmahls mit etlichen meines gleichen uns eine Luſt machen wolten, giengen demnach auf ein Dorff, ohngefehr ein Viertel Meil Weges von der Stadt.","norm":"Es geschah aber, dass ich einsmals mit etlichen meines gleichen uns eine Lust machen wollten, gingen demnach auf ein Dorf, ungefähr ein Viertel Meil Weges von der Stadt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.776400089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":676,"date":1719,"orig":"Jn dem Wirths Hauß oder Schencke, waren gleich Schwediſche Werber ankommen, und nachdem wir allerſeits etwas truncken worden, uͤberredeten uns die Werber, daß wir alle Geld auf die Hand nahmen und uns werben lieſſen; Ob es uns nun wohl fruͤh gereuete, wir auch allerhand Gelegenheit ſuchten, umb zu ſehen, wo der Zimmermann ein Loch davon zu ſpringen vor uns uͤbrig gelaſſen, wolte es uns doch nicht gelingen, indem wir allzu genau in acht genommen, und auf uns gute Wache gehalten worden.","norm":"In dem Wirts Haus oder Schenke, waren gleich Schwedische Werber ankommen, und nachdem wir allerseits etwas trunken worden, überredeten uns die Werber, dass wir alle Geld auf die Hand nahmen und uns werben ließen; ob es uns nun wohl früh gereute, wir auch allerhand Gelegenheit suchten, um zu sehen, wo der Zimmermann ein Loch davon zu springen vor uns übrig gelassen, wollte es uns doch nicht gelingen, indem wir allzu genau in Acht genommen, und auf uns gute Wache gehalten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.871200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":677,"date":1719,"orig":"Fruͤh ſpatzierten wir mit denen Werbern in die Stadt, da bekamen wir alle zuſammen Mundirung, meine Liverey nahm ein Werber, und uͤberbrachte ſie meinen Herren, derſelbe erſchrack deſſen ſehr, und ob er ſich wohl bemuͤhete mich loß zu machen, ſpanneten ſie doch die Seiten ſo hoch, daß es ihm ſeinen Zweck zu erreichen unmoͤglich war, muſte mich alſo ihnen ſchon uͤberlaſſen.","norm":"Früh spazierten wir mit denen Werbern in die Stadt, da bekamen wir alle zusammen Mundierung, meine Liverei nahm ein Werber, und überbrachte sie meinen Herren, derselbe erschrak dessen sehr, und ob er sich wohl bemühte mich loszumachen, spannten sie doch die Seiten so hoch, dass es ihm seinen Zweck zu erreichen unmöglich war, musste mich also ihnen schon überlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.184999942779541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":678,"date":1719,"orig":"Vierzehen Tage hernach, wurden unſer 50. an der Zahl nach Natterau ins Haupt-Quartier gefuͤhret, da bekamen wir Gewehr und muſten zur Fahne ſchweren, wem war die erſten vier Wochen baͤnger als mir, nachmahls aber ſchickte ich mich allmaͤhlig darein, und verhielte mich als einen Mußqvetierer zukam, gieng meiner Hauptmaͤnnin nach ihren Gefallen an die Hand, die brachte mir endlich bey ihren Herrn zuwege, daß ich nach einem Jahre Gefreyeter, und weiln ich in allen mich willig erzeugte, wurde ich einige Wochen darauff Fourierer.","norm":"Vierzehn Tage hernach, wurden unser 50. an der Zahl nach Natterau ins Hauptquartier geführt, da bekamen wir Gewehr und mussten zur Fahne schweren, wem war die ersten vier Wochen banger als mir, nachmals aber schickte ich mich allmählich darein, und verhielte mich als einen Mußqvetierer zukam, ging meiner Hauptmännin nach ihren Gefallen an die Hand, die brachte mir endlich bei ihren Herrn zuwege, dass ich nach einem Jahre Gefreiter, und weil ich in allen mich willig erzeugte, wurde ich einige Wochen darauf Fouriere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.421999931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":679,"date":1719,"orig":"Als ich nun ziemlich lange dem Kalb-Fell nachgefolget, und durch dick und duͤnne durchgewadet war, paßten einsmahls unſer 14. auf etliche Marquetenner, ihnen etwas abzujagen, ob gleich ſelbigen Morgen, daß niemand bey Leib und Lebens Straffe ſich auſſerhalb des Lagers machen ſolte, verbothen worden.","norm":"Als ich nun ziemlich lange dem Kalbfell nachgefolgt, und durch dick und dünne durchgewatet war, passten einsmals unser 14. auf etliche Marquetenner, ihnen etwas abzujagen, ob gleich selbigen Morgen, dass niemand bei Leib und Lebens Strafe sich außerhalb des Lagers machen sollte, verboten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.000800132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":680,"date":1719,"orig":"Wie wir in unſern Vorhaben am beſten begriffen waren, ſahe ich von ferne eine Schwadron Reuter, und erkannte dabey den General-Profoſs der in vollen Courier auf uns zurannte, ich ſchrye meinen Cameraden zu, und damit gieng ich durch, 6. folgten mir in einen Buſche nach, und weil daſelbſt ein Strohm, der ein ſehr hohes Ufer und unten Straͤuche hatte, ſprungen wir hinnunter, und verbargen uns ſo gut wir kunten; wo die andern 7. hinkommen ſind, ob ſie der Profoſs wie denn kein Zweiffel ertappt hat, oder gleich uns entkommen ſind, lieſſen wir uns unbekuͤmmert, wir blieben in unſern Loche, den uͤbrigen Tag und die halbe Nacht, bey Demmerung krochen wir ſo lange das Gebuͤſche wehrete, den Fluß ab, und ſahen von ferne ein Dorff, den Tag uͤber lagen wir ſtille, und bey annahender Abend-Daͤmmerung wurffen wir das Looß, welche aus uns in das Dorff gehen ſolten/ zu hoͤren, umb welche Gegend wir waͤren, und wie wir nach Erlangung eines Stuͤcke Brods ferner ſicher fortkommen koͤnnen.","norm":"Wie wir in unseren Vorhaben am besten begriffen waren, sah ich von ferne eine Schwadron Reuter, und erkannte dabei den General-Profoss der in vollen Kurier auf uns zurannte, ich schrie meinen Kameraden zu, und damit ging ich durch, 6. folgten mir in einen Busche nach, und weil daselbst ein Strom, der ein sehr hohes Ufer und unten Sträucher hatte, sprangen wir hinunter, und verbargen uns so gut wir konnten; wo die anderen 7. hinkommen sind, ob sie der Profoss wie denn kein Zweifel ertappt hat, oder gleich uns entkommen sind, ließen wir uns unbekümmert, wir blieben in unseren Loche, den übrigen Tag und die halbe Nacht, bei Dämmerung krochen wir so lange das Gebüsche währte, den Fluss ab, und sahen von ferne ein Dorf, den Tag über lagen wir stille, und bei annahender Abenddämmerung würfen wir das Los, welche aus uns in das Dorf gehen sollten / zu hören, um welche Gegend wir wären, und wie wir nach Erlangung eines Stücke Brots ferner sicher fortkommen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8084001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":681,"date":1719,"orig":"Das Looß fiel auf mich und einen Barbierer, wie wir nun bey vollen Abend allda anlangten, vernahmen wir, daß in dem groͤſten Hauſe, ſo wir vor die Schencke hielten, viel Pferde im Hofe ſtunden, und in dem Hauſe und Stube war von Leuthen die wir vor Tragouner hielten ein groß Getuͤmmel, mein Camerad ſagte zu mir: Bruder, anjetzo giebt uns das Gluͤck die Gelegenheit an die Hand, uns beritten zu machen und zu ſalviren.","norm":"Das Los fiel auf mich und einen Barbierer, wie wir nun bei vollen Abend allda anlangten, vernahmen wir, dass in dem größten Hause, so wir vor die Schenke hielten, viel Pferde im Hofe standen, und in dem Hause und Stube war von Leuten die wir vor Tragouner hielten ein groß Getümmel, mein Kamerad sagte zu mir: Bruder, jetzt gibt uns das Glück die Gelegenheit an die Hand, uns beritten zu machen und zu salvieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.541800022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":682,"date":1719,"orig":"Allein ich wandte ein, wir koͤnnen mit guten Gewiſſen unſere ruͤckſtaͤndige Spieß-Geſellen nicht verlaſſen.","norm":"Allein ich wandte ein, wir können mit guten Gewissen unsere rückständige Spießgesellen nicht verlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404500007629394} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":683,"date":1719,"orig":"Wohlan denn? antwortete mein Compagnion, ſo reiten wir hin, und ſagen ihnen unſer Fortun, bald zogen wir zwey Pferde aus, ſatzten uns auf, ritten zu unſern Mit-Bruͤdern, erzehlten ihnen unſern Ebentheuer, und giengen ſo dann aufs aller-ſchleunigſte fort, unſere Cameraden verlaſſende.","norm":"Wohlan denn? antwortete mein Compagnion, so reiten wir hin, und sagen ihnen unser Fortun, bald zogen wir zwei Pferde aus, sattsten uns auf, ritten zu unseren Mitbrüdern, erzählten ihnen unseren Abenteuer, und gingen so dann aufs aller-schleunigste fort, unsere Kameraden verlassende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.511000156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":684,"date":1719,"orig":"Des Morgens nachdem wir einen Weg von 6. Meilen hinter uns geleget hatten, gelangten wir bey der Stadt Fanella an, deſſen Principal waͤhrendes Krieges neutral war, daſelbſt verkaufften wir unſere Pferde, und, nachdem wir uns eine Zeitlang allda aufgehalten hatten, giengen wir zu Schiffe, biß Donell, allwo, weiln bey uns die Mittel ziemlich ins Abnehmen kommen waren, wir uns (zumahln uns die Leuthe an ſelbigen Orthe, indem ſie taͤglich allerhand neues gerne hoͤreten, ſehr neugierig vorkamen) reſolvirten, wir wolten, weil mein Camerad einen Zahn- und Wund-Artzt abgab, und ich auch noch etwas ruͤckſtaͤndiges von meinen erſteren Herrn erlernet hatte, zu meinen Nutzen auszugeben, umb etwas zu verdienen, Quackſalber abgeben; blieb alſo mein Geſpan als ein anſehnlicher Menſch Principal, ich aber agirte den Diener, den Pickelhering oder Courtiſan, und als es uns ein wenig zuſchlug, kamen wir bald in Beruff, verdienten ein ziemliches unſern Weg weiter zu ſetzen, bey dieſen erlernte ich denen Leuthen die weh-thuende Zaͤhne auszunehmen, von dar reiſeten wir nach Nanten in Purgia, daſelbſt theilte mein Camerad allen Profit mit mir, ſagende: Lieber Bruder, nunmehro wir in Sicherheit ſind, und ich dieſer abſcheulichen Arth ein Stuͤcklein Bꝛods zu verdienen uͤberdruͤßig bin, will ich vor dieſesmahl meinen Abſchied von dir nehmen, damit Adjeu lieber Bruder, GOtt laß dirs wohl gehen.","norm":"Des Morgens nachdem wir einen Weg von 6. Meilen hinter uns gelegt hatten, gelangten wir bei der Stadt Fanelle an, dessen Prinzipal währendes Krieges neutral war, daselbst verkauften wir unsere Pferde, und, nachdem wir uns eine Zeitlang allda aufgehalten hatten, gingen wir zu Schiffe, bis Donell, wo, weil bei uns die Mittel ziemlich ins Abnehmen kommen waren, wir uns (zumal uns die Leute an selbigen Orte, indem sie täglich allerhand neues gerne hörten, sehr neugierig vorkamen) resolvierten, wir wollten, weil mein Kamerad einen Zahn- und Wundartzt abgab, und ich auch noch etwas Rückständiges von meinen ersteren Herrn erlernet hatte, zu meinen Nutzen auszugeben, um etwas zu verdienen, Quacksalber abgeben; blieb also mein Gespann als ein ansehnlicher Mensch Prinzipal, ich aber agierte den Diener, den Pickelhering oder Courtisan, und als es uns ein wenig zuschlug, kamen wir bald in Beruf, verdienten ein ziemliches unseren Weg weiter zu setzen, bei diesen erlernte ich denen Leuten die wehtuende Zähne auszunehmen, von dar reisten wir nach nannten in Purgia, daselbst teilte mein Kamerad allen Profit mit mir, sagende: Lieber Bruder, nunmehr wir in Sicherheit sind, und ich dieser abscheulichen Art ein Stücklein Brods zu verdienen überdrüssig bin, will ich vor diesmal meinen Abschied von dir nehmen, damit Adieu lieber Bruder, Gott lass dir es wohl gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.028500080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":685,"date":1719,"orig":"Jch, als wann mich ein Donner-Strahl getroffen haͤtte, ſtunde gantz erſtaunt, ehe ich wieder zu mir ſelber kam, war mir mein liebſter Bruder aus denen Augen und entwiſcht, kunte auch nachmahls, wie fleißig ich auch nach ihn forſchte, keine Nachricht mehr von ihm haben.","norm":"Ich, als wann mich ein Donnerstrahl getroffen hätte, stand ganz erstaunt, ehe ich wieder zu mir selber kam, war mir mein liebster Bruder aus denen Augen und entwischt, konnte auch nachmals, wie fleißig ich auch nach ihn forschte, keine Nachricht mehr von ihm haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8404998779296875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":686,"date":1719,"orig":"So bald mein Freund hinweg war, begab ich mich bey einen ſo genannten Bruch- und Stein- Schneider, und bediente bey ihm meine vorige Charge, bey dieſen verblieb ich 6. Jahr lang und als er der Arth zu leben auch ſatt, und ein ziemliches vor ſich gebracht hatte, kauffte er zu Rindelau ein Haͤußlein, und danckte uns alle ab.","norm":"So bald mein Freund hinweg war, begab ich mich bei einen so genannten Bruch- und Stein-Schneider, und bediente bei ihm meine vorige Charge, bei diesen verblieb ich 6. Jahr lang und als er der Art zu leben auch satt, und ein ziemliches vor sich gebracht hatte, kaufte er zu Rindelau ein Häuslein, und dankte uns alle ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249100208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":687,"date":1719,"orig":"Von derſelben Zeit an, hab ich mich in dieſen Habit geſteckt, und bin nun in die vier Jahr hero auf ſolche Arth herum geſtrichen, da mich denn das Schickſal auch hieher gefuͤhret, umb zu ſehen! ob ich etwas verdienen moͤchte, mich weiter zu machen.","norm":"Von derselben Zeit an, habe ich mich in diesen Habit gesteckt, und bin nun in die vier Jahr her auf solche Art herum gestrichen, da mich denn das Schicksal auch hierhergeführt, um zu sehen! ob ich etwas verdienen möchte, mich weiterzumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.831399917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":688,"date":1719,"orig":"Meine Profesſion erſtrackt ſich nicht weiter, als deuen Leuthen die weh-thuenden Zaͤhne auszunehmen, ſo weiß ich auch eine jede Wunde in kurtzer Zeit zu heilen, und ferner bereite ich aus einer gewiſſen gebrannten Erde ein herrliches Fieber-Pulver, meine andern Artzeneyen die ich denen Patienten in allerhand Gebrechen gebe, werden wo keine Huͤlffe erfolget ihnen auch keinen Schaden verurſachen.","norm":"Meine Profession Ersttrakt sich nicht weiter, als deuen Leuten die wehtuenden Zähne auszunehmen, so weiß ich auch eine jede Wunde in kurzer Zeit zu heilen, und ferner bereite ich aus einer gewissen gebrannten Erde ein herrliches Fieberpulver, meine anderen Arzneien die ich denen Patienten in allerhand Gebrechen gebe, werden wo keine Hilfe erfolget ihnen auch keinen Schaden verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.597300052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":689,"date":1719,"orig":"Woferne nun euer Gerſtreng. mir die hohe Gunſt, umb ſelbige allhier zu practiciren und zu verkauffen erzeigen wollen, werde ich mich ſchuldigſt davor danckbahrlich einſtellen.","norm":"Sofern nun euer Gestreng . mir die hohe Gunst, um selbige allhier zu praktizieren und zu verkaufen erzeigen wollen, werde ich mich schuldigst davor danckbahrlich einstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.429100036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":690,"date":1719,"orig":"Eckarth reichte ihm einen Becher mit Bier, ſagende: Mein Freund, trincket dieſes Bier aus, ſo dann kehret nach Hauſe, es ſoll euch euere Kunſt allhier zu exerciren erlaubet ſeyn.","norm":"Eckart reichte ihm einen Becher mit Bier, sagende: Mein Freund, trinket dieses Bier aus, so dann kehret nach Hause, es soll euch eure Kunst allhier zu exerzieren erlaubet sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5355000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":691,"date":1719,"orig":"Doch ſtellet euch Morgen Abends umb dieſe Zeit hier wiederumb bey mir ein, damit ich und dieſe Herren eurer Beſchaffenheit nach beſſere Nachricht haben moͤgen.","norm":"Doch stellet euch Morgen Abends um diese Zeit hier wiederum bei mir ein, damit ich und diese Herren eurer Beschaffenheit nach bessere Nachricht haben mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3805999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":692,"date":1719,"orig":"Nachdem er den Becher von Bier entlediget hatte, bedanckte er ſich ſo wohl des Geſchenckes als auch geſchehener Erlaubniß halben, mit dem Verſprechen, deren Befehl zu beſtimmter Zeit gehorſamſt nachzuleben.","norm":"Nachdem er den Becher von Bier entlediget hatte, bedankte er sich sowohl des Geschenkes als auch geschehener Erlaubnis halben, mit dem Versprechen, deren Befehl zu bestimmter Zeit gehorsamst nachzuleben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054200172424316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":693,"date":1719,"orig":"Als dieſer Ziegeuner abgegangen war, ſprach Eckarth zu Siegfrieden und Gotthart:","norm":"Als dieser Zigeuner abgegangen war, sprach Eckart zu Siegfrieden und Gotthart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6778998374938965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":694,"date":1719,"orig":"Sehet meine lieben Herren Soͤhne, welcher Geſtalt luͤderliche Eltern ihren Kindern gleiche Laſter einpflantzen, doch findet ſich bey dieſen Unkraut, noch ein eingemengter Weitzen.","norm":"Sehet meine lieben Herren Söhne, welcher Gestalt luderliche Eltern ihren Kindern gleiche Laster einpflanzen, doch findet sich bei diesen Unkraut, noch ein eingemengter Weizen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.546599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":695,"date":1719,"orig":"So GOtt will, werde ich ihm Morgen beſſer als heute geſchehen, auf den Zahn fuͤhlen.","norm":"So Gott will, werde ich ihm Morgen besser als heute geschehen, auf den Zahn fühlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.94379997253418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":696,"date":1719,"orig":"Wie Eckarth ausgeredet hatte, fieng Gotthart an:","norm":"Wie Eckart ausgeredet hatte, fing Gotthart an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.045199871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":697,"date":1719,"orig":"Mein groſſer Patron, wo mir recht iſt, habe ich in deren Studier-Stuͤblein geſtern eine Laute haͤngen geſehen, wann bey ſie ich die hohe Zuneigung erbitten koͤnte, daß mir ſelbige anjetzo moͤchte gereichet werden, wolte ich um hoch-geneigte Erlaubniß bitten, zumahln die ſchoͤne Abend-Roͤthe mich anlocket den Herrn Vater eine kleine Arie in ſolche zu ſingen, Eckarth befahl ſeinen Diener alsbald die Laute zu holen, und nachdem ſie Gotthart empfangen und geſtimmet hatte, fieng er folgende Arie in dieſelbe, ſelbſt ſchlagend zu ſingen an:","norm":"Mein großer Patron, wo mir recht ist, habe ich in deren Studierstüblein gestern eine Laute hängen gesehen, wann bei sie ich die hohe Zuneigung erbitten könnte, dass mir selbige jetzt möchte gereichet werden, wollte ich um hochgeneigte Erlaubnis bitten, zumal die schöne Abendröte mich anlocket den Herrn Vater eine kleine Arie in solche zu singen, Eckart befahl seinen Diener alsbald die Laute zu holen, und nachdem sie Gotthart empfangen und gestimmt hatte, fing er folgende Arie in dieselbe, selbst schlagend zu singen an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832499980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":698,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":699,"date":1719,"orig":"Sey ſtille Menſch laß deinen Schoͤpffer ſorgen/ Der heute dich getraͤnckt/ der ſpeiß’t dich Morgen/ Du kanſt faſt mehr als Garben Menſchen zehlen.","norm":"Sei stille Mensch lass deinen Schöpfer sorgen / Der heute dich getränkt / der speist dich Morgen / Du kannst fast mehr als Garben Menschen zählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.8867998123168945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":700,"date":1719,"orig":"Doch muß es keinem nicht an Brodte fehlen.","norm":"Doch muss es keinem nicht an Brote fehlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.518400192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":701,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":702,"date":1719,"orig":"Offt pflegt ein Stuͤcklein Brodt ſo groß zu werden/ Daß es viel Menſchen naͤhrt auf dieſer Erden/ Fuͤllt heut ein wenig Meel nur einen Loͤffel/ Getroſt! den Morgen drauff gehts kaum in Scheffel.","norm":"Oft pflegt ein Stücklein Brot so groß zu werden / Dass es viel Menschen nährt auf dieser Erden / Füllt heute ein wenig Mehl nur einen Löffel / Getrost! den Morgen draufgeht es kaum in Scheffel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.76170015335083} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":703,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":704,"date":1719,"orig":"Kan ich mit Maltern nicht den Boden fuͤllen/ Es kan den Hunger wohl ein’ Hand voll ſtillen/ Liegt mein Getreide nicht in groſſen Saͤcken/ Es kan das Kleine ſich zum groſſen ſtrecken.","norm":"Kann ich mit Maltern nicht den Boden füllen / Es kann den Hunger wohl eine Hand voll stillen / Liegt mein Getreide nicht in großen Säcken / Es kann das Kleine sich zum großen Strecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.427000045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":705,"date":1719,"orig":"IV.","norm":"IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":2.057800054550171} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":706,"date":1719,"orig":"Es laß der Geitz-Halß ſich den Kummer nagen/ Er mag ſich Tag und Nacht mit rechnen plagen/ Jch kan die gantze Nacht ohn Sorgen ſchlaffen/ Denn GOtt/ der vor mir wacht wird Speiſe ſchaffen.","norm":"Es lass der Geitz-Halß sich den Kummer nagen / Er mag sich Tag und Nacht mit rechnen plagen / Ich kann die ganze Nacht ohne Sorgen schlafen / Denn Gott / der vor mir Wacht wird Speise schaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.409900188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":707,"date":1719,"orig":"V.","norm":"V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":2.73140001296997} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":708,"date":1719,"orig":"Jch lebe wohl vergnuͤgt bey GOttes Seegen/ Hab ich im Korbe nichts/ er kan einlegen/ Er hat viel tauſent Jahr nun Hauß gehalten/ Drumb laß als Vater ihn ich jetzund walten.","norm":"Ich lebe wohl vergnügt bei Gottes Segen / Hab ich im Korbe nichts / er kann einlegen / Er hat viel tausend Jahr nun Haus gehalten / Darum lass als Vater ihn ich jetzund walten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.325900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":709,"date":1719,"orig":"VI.","norm":"VI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":1.959800004959106} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":710,"date":1719,"orig":"Er wird mich als ſein Kind hinfort ernehren/ Jch kan/ was er mir giebt niemahl verzehren/ Sind manchmahl untern Meel auch ſproͤde Kleyen/ Das Mengſel iſt auch gut und bringt Gedeyen.","norm":"Er wird mich als sein Kind hinfort ernähren / Ich kann / was er mir gibt niemals verzehren / Sind manchmal unteren Mehl auch spröde Kleien / Das Mengsel ist auch gut und bringt Gedeihen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":711,"date":1719,"orig":"VII.","norm":"VII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":3.952300071716308} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":712,"date":1719,"orig":"Ein ſchlechtes Kruͤſtlein (Rindlein) Brod mit Saltz beſtreuet/ Hat offt in Hungers-Noth mein Hertz erfreuet/ So wird mein grobes Brodt zu Mandel-Fladen/ Wann meine Seele ſteht in GOttes Gnaden.","norm":"Ein schlechtes Krustlein (Rindlein) Brot mit Salz bestreuet / Hat oft in Hungersnot mein Herz erfreuet / So wird mein grobes Brot zu Mandel-Fladen / Wann meine Seele steht in Gottes Gnaden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":713,"date":1719,"orig":"Nach geſungener Arie gieng Eckarth zu ſeinen Arbeitern die von Felde kamen, indeſſen divertirten ſich Gotthart und Siegfried in Garten mit allerhand Geſpraͤchen.","norm":"Nach gesungener Arie ging Eckart zu seinen Arbeitern die von Felde kamen, indessen divertierten sich Gotthart und Siegfried in Garten mit allerhand Gesprächen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.410600185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":714,"date":1719,"orig":"Nach welchen ſie ſich allerſeits zur Ruhe begaben.","norm":"Nach welchen sie sich allerseits zur Ruhe begaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.588699817657471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":715,"date":1719,"orig":"Des andern Tages darauff gegen Abend, meldete ſich der Ziegeuner gegebener Paroles nach, an, und wurde nach Anmeldung von Eckarthen, welcher ſich mit Gotthart und Siegfrieden in Garten-Hauſe mit Muſicaliſchen Stuͤckgen ergoͤtzten, daſelbſt hinzukommen geruffen.","norm":"Des anderen Tages darauf gegen Abend, meldete sich der Zigeuner gegebener Paroles nach, an, und wurde nach Anmeldung von Eckarten, welcher sich mit Gotthart und Siegfrieden in Gartenhaus mit musikalischen Stücken ergötzten, daselbst hinzukommen gerufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.952899932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":716,"date":1719,"orig":"Als der Ziegeuner denen Herren einen gluͤck-ſeeligen Abend anerwuͤnſcht, und ſich auf Eckarths Befehl geſetzt hatte, fragte ihn Eckarth:","norm":"Als der Zigeuner denen Herren einen glückseligen Abend anwünscht, und sich auf Ekarts Befehl gesetzt hatte, fragte ihn Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.62529993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":717,"date":1719,"orig":"Nun, habt ihr auch heute guten Marckt gehabt? gar ſchlecht, Jhr Geſtrengen, antwortete der Ziegeuner, weswegen ich mich auch reſolvirt habe uͤbermorgen geliebts GOtt, weil mir die Erndte wenig Zuhoͤrer noch wenigere Kaͤuffer vergoͤnnet, mich von hier nach Paliro, woſelbſt innerhalb 8. Tagen Jahrmarckt ſeyn wird, zu begeben. Habe ich es euch nicht geſtern bereits geſagt, verſetzte Eckarth, daß in dem Dorffe, zumahln zu der Zeit, da der Bauer das Geld, noͤthigere Ausgaben zu thun, weiß anzuwenden, ihr und eures gleichen Leuthe wenig profitiren werdet:","norm":"Nun, habt ihr auch heute guten Markt gehabt? gar schlecht, Ihr Gestrengen, antwortete der Zigeuner, weswegen ich mich auch resolviert habe übermorgen geliebtes Gott, weil mir die Ernte wenig Zuhörer noch weniger Käufer vergönnet, mich von hier nach Paliro, woselbst innerhalb 8. Tagen Jahrmarkt sein wird, zu begeben . Habe ich es euch nicht gestern bereits gesagt, versetzte Eckart, dass in dem Dorfe, zumal zu der Zeit, da der Bauer das Geld, nötigere Ausgaben zu tun, weiß anzuwenden, ihr und eures gleichen Leute wenig profitieren werdet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.575300216674805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":718,"date":1719,"orig":"doch errinnere ich mich eueres geſtrigen Discours, daß ihr eine Wunde in kurtzer Zeit heilen wollet, wie auch euch ruͤhmet eines gewiſſen Stuͤckleins das Fieber zu vertreiben, zudem habe ich auch von einen meines Geſindes vernommen, daß ihr euere Wahre nicht theuer verkaufft, weswegen, ſo es euch anders gefaͤllig iſt, ich von euch davon einige Nachricht haben moͤchte; ich werde euch in euer Profesſion keinen Schaden thun, ſondern, ſo es mir und meinen Leuthen einigen Nutzen in ihren Zufaͤllen geben kan, vielmehr euch eine Vergeltung thun.","norm":"doch erinnere ich mich eueres gestrigen Diskurs, dass ihr eine Wunde in kurzer Zeit heilen wollet, wie auch euch rühmet eines gewissen Stückleins das Fieber zu vertreiben, zudem habe ich auch von einen meines Gesindes vernommen, dass ihr eure Wahre nicht teuer verkauft, weswegen, so es euch anders gefällig ist, ich von euch davon einige Nachricht haben möchte; ich werde euch in euer Profession keinen Schaden tun, sondern, so es mir und meinen Leuten einigen Nutzen in ihren Zufällen geben kann, vielmehr euch eine Vergeltung tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.761600017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":719,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr, antwortete der Ziegeuner, denenſelben wolte ich auf Begehren mehr als dieſes offenbahren.","norm":"Gestrenger Herr, antwortete der Zigeuner, denselben wollte ich auf Begehren mehr als dieses offenbaren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.126800060272217} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":720,"date":1719,"orig":"Das Erſtere belangend, nehme ich, wann es friſche Wunden, und dieſelben wohl geſchloſſen ſind, (denn allzutiefe und Eiterende Wunden und Schaͤden nehme ich nicht an) ſchoͤnen weiſſen Specks, den laß ich an gelinden Feuer zergehen, nachmahls miſche ich zu einem Pfund Speck vier Loth Wachs, und ſo viel Terbenthin, laß es zuſammen untereinander gehen, und dann ruͤhre ich darunter reinen und zart geriebenen Gruͤnſpan, wann alles wohl beyſammen iſt, gieſſe ich aus den Tiegel in kalt Waſſer, ſchmiere die Haͤnde mit weiß Lielien-Oehl, oder, wann ich das nicht habe mit andern reinen Oehl, daraus mache ich eine haͤrtliche Salbe, thue ſolche in Buͤchslein und dieſe nenne ich meinen Sineſiſchen Wund-Balſam.","norm":"Das Erstere belangend, nehme ich, wann es frische Wunden, und dieselben wohl geschlossen sind, (denn allzutiefe und Eiterende Wunden und Schäden nehme ich nicht an) schönen weißen Specks, den lass ich an gelinden Feuer zergehen, nachmals mische ich zu einem Pfund Speck vier Lot Wachs, und so viel Terpentin, lass es zusammen untereinander gehen, und dann rühre ich darunter reinen und zart geriebenen Grünspan, wann alles wohl beisammen ist, gieße ich aus den Tiegel in Kaltwasser, schmiere die Hände mit weiß Lielien-Oehl, oder, wann ich das nicht habe mit anderen reinen Öl, daraus mache ich eine härtliche Salbe, tue solche in Büchslein und diese nenne ich meinen chinesischen Wundbalsam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196400165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":721,"date":1719,"orig":"Was aber das Fieber-Pulver betrifft, pflege ich von denen zerbrochenen Engliſch-oder Hollaͤndiſchen neuen Tabacks-Pfeiffen (deren ich um einen Groſchen ein groſſe Menge haben kan) zu nehmen; dieſe ſtoſſe ich gantz fein wie ein Meel, da thue ich unter ein Pfund dieſes Pulvers, ſchoͤnes weiſſen Salmiacs drey Loth, gemeines Zinnobers zwey Qvintlein, dieſes reibe ich wohl untereinander, davon gebe ich einen alten erwachſenen Menſchen, ein halb bis gantz Qvintlein in ein Loͤffel voll warm Bier, darauff muß er ſchwitzen, denen juͤngeren gebe ich etwas wenigers, und verſichere euer Geſtreng. daß ich vielen damit geholffen habe.","norm":"Was aber das Fieberpulver betrifft, pflege ich von denen zerbrochenen Englisch- oder Holländischen neuen Tabakspfeifen (deren ich um einen Groschen ein große Menge haben kann) zu nehmen; diese stoße ich ganz fein wie ein Mehl, da tue ich unter ein Pfund dieses Pulvers, schönes weißen Salmiaks drei Lot, gemeines Zinnobers zwei Quentlein, dieses reibe ich wohl untereinander, davon gebe ich einen alten erwachsenen Menschen, ein halb bis ganz Quentlein in ein Löffel voll warm Bier, darauf muss er schwitzen, denen jüngeren gebe ich etwas Wenigeres, und versichere euer Gestreng . dass ich vielen damit geholfen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.494999885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":722,"date":1719,"orig":"Jhr habt eure Zeit bey euren Herrn noch wohl angelegt, ſagte Eckarth, ich haͤtte wohl Urſach von ein und den andern euch zu fragen, ſo wohl wegen des Gruͤnſpans in der Salbe, als des gemeinen Zinnobers in dem Fieber-Pulver, ich will es aber vor dieſes mahl dabey bewenden laſſen.","norm":"Ihr habt eure Zeit bei euren Herrn noch wohl angelegt, sagte Eckart, ich hätte wohl Ursache von ein und den anderen euch zu fragen, so wohl wegen des Grünspans in der Salbe, als des gemeinen Zinnobers in dem Fieberpulver, ich will es aber vor dieses Mal dabei bewenden lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193900108337402} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":723,"date":1719,"orig":"Warum, antwortete der Ziegeuner, wann euer Geſtrengen ein wenig Gedult nehmen wollen mich zu hoͤren, will ihnen ich bald aus den Traume helffen.","norm":"Warum, antwortete der Zigeuner, wann euer Gestrengen ein wenig Geduld nehmen wollen mich zu hören, will ihnen ich bald aus den Traume helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.629199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":724,"date":1719,"orig":"Mein Camerad der Barbierer, hatte eine herrliche Salbe bey ſich, welche mit meiner faſt einerley Compoſition war, allein an ſtatt des gemeinen Gruͤnſpans hatte er ein von Kupffer ſublimirtes zartes gruͤnes Puͤlverlein, welches er darunter miſchte, damit er faſt Wunder in Wunden und alten vergiffteten Schaͤden that, dieweil ich aber den Gruͤnſpan vor ein zertrenntes Kupffer hielt, ſetzte ich es an ſtatt deſſen, machte ihn von aller Unſauberkeit rein, da es denn das Seinige noch ziemlich gethan hat; Des Fieber-Pulvers, bediente ſich Herr D. Rumler, bey den ich ehemahls ſervirte, der nahm zwar an ſtatt des reinen Salmiacs, dem von Croco martis ſublimirten, und gewachſenen rectificirten Berg-Zinnober, und verrichtete gluͤckliche Curen; dieweil ich aber den gemeinen Zinnober der ſo ſchoͤn hoch-roth ausſahe, eben ſo gut zu ſeyn vermeynte, wagte ichs, und habe befunden, daß er keinen Schaden verurſachet.","norm":"Mein Kamerad der Barbierer, hatte eine herrliche Salbe bei sich, welche mit meiner fast einerlei Komposition war, allein anstatt des gemeinen Grünspans hatte er ein von Kupfer sublimiertes zartes grünes Pülverlein, welches er darunter mischte, damit er fast Wunder in Wunden und alten vergifteten Schäden tat, dieweil ich aber den Grünspan vor ein zertrenntes Kupfer hielt, setzte ich es anstatt dessen, machte ihn von aller Unsauberkeit rein, da es denn das Seinige noch ziemlich getan hat; des Fieber-Pulvers, bediente sich Herr D. Rummler, bei den ich ehemals servierte, der nahm zwar an statt des reinen Salmiaks, dem von Croco martis sublimierten, und gewachsenen rektifizierten Bergzinnober, und verrichtete glückliche Kuren; dieweil ich aber den gemeinen Zinnober der so schön hochrot aussah, ebenso gut zu sein vermeinte, wagte ich es, und habe befunden, dass er keinen Schaden verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7947998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":725,"date":1719,"orig":"Mein Freund, verſetzte Eckarth, ihr habt euer Examen wohl ausgehalten, vor heute ſollt ihr mein Gaſt ſeyn, muͤſſet aber mit Bauren vorlieb nehmen.","norm":"Mein Freund, versetzte Eckart, ihr habt euer Examen wohl ausgehalten, vor heute sollt ihr mein Gast sein, müsset aber mit Bauern vorliebnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019899845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":726,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr antwortete der Ziegeuner, wie ſie befehlen, ſo gehorſame ich; Nachdem allerhand Reden vorgangen waren, ruckte die Zeit zum Abend-Eſſen herbey, und weil Eckarth im Garten-Hauſe verbleiben wolte, ließ er die Speiſen dahin bringen; Unter denen kam auch eine Schuͤſſel mit geſottenen Krebſen auf den Tiſch, bey welchen Herumlegen fragte Eckarth den Ziegeuner; was haltet ihr von dieſen gepantzerten Fiſchen?","norm":"Gestrenger Herr antwortete der Zigeuner, wie sie befehlen, so gehorsame ich; nachdem allerhand Reden vorgegangen waren, ruckte die Zeit zum Abend-Essen herbei, und weil Eckart im Gartenhaus verbleiben wollte, ließ er die Speisen dahin bringen; unter denen kam auch eine Schüssel mit gesottenen Krebsen auf den Tisch, bei welchen Herumlegen fragte Eckart den Zigeuner; was haltet ihr von diesen gepanzerten Fischen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.66349983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":727,"date":1719,"orig":"Allzuviel Geſtrenger Herr, antwortete der Ziegeuner, mein Herr, der D. Rumler ſagte vielmahl, daß derſelben Steine (oder ſo genannte Krebs-Augen) ihren Tugenden nach hoͤher als der beniembte Bezoar-Stein zu ſchaͤtzen waͤren, es iſt auch ſelten eine Artzeney geweſen, darunter er ſie nicht gemiſcht haͤtte, doch nur rohe und zart geſtoſſen, weswegen ich vielmahl dachte, warumb er nicht die Preparirten nehme:","norm":"Allzuviel Gestrenger Herr, antwortete der Zigeuner, mein Herr, der D. Rummler sagte vielmal, dass derselben Steine (oder so genannte Krebsaugen) ihren Tugenden nach höher als der beniembte Bezoarstein zu schätzen wären, es ist auch selten eine Arznei gewesen, darunter er sie nicht gemischt hätte, doch nur rohe und zart gestoßen, weswegen ich vielmal dachte, warum er nicht die Präparierten nehme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.488500118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":728,"date":1719,"orig":"Weil ich nun bey meinen vorigen Herren Goldmacher viel Pfund hatte præpariren muͤſſen, erkuͤhnte ich mich den Herren Doctor zu fragen:","norm":"Weil ich nun bei meinen vorigen Herren Goldmacher viel Pfund hatte präparieren müssen, erkühnte ich mich den Herren Doktor zu fragen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7769999504089355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":729,"date":1719,"orig":"Ob er nicht auch dergleichen zu ſeinen Artzeneyen brauchte?","norm":"Ob er nicht auch dergleichen zu seinen Arzneien brauchte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.176700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":730,"date":1719,"orig":"Narr! antwortete er mir, dein Verſtand iſt viel zu ſeichte, zu penetriren, was ein gantzes Weſen, das in ſich ſelbſt unveraͤnderlich thut, als eins, welches ſeine ſubtile durchdringende Krafft durch dergleichen Reiben verliehret, Wirckung ſchafft.","norm":"Narr! antwortete er mir, dein Verstand ist viel zu seichte, zu penetrieren, was ein ganzes Wesen, das in sich selbst unveränderlich tut, als eins, welches seine subtile durchdringende Kraft durch dergleichen Reiben verlieret, Wirkung schafft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670199871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":731,"date":1719,"orig":"Wiſſe das Præparata und Magiſteria, es waͤren denn reſinoſa weniger Krafft haben, als ein Stuͤcklein Kreide.","norm":"Wisse das Praeparata und Magisteria, es wären denn resinosa weniger Kraft haben, als ein Stücklein Kreide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.86329984664917} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":732,"date":1719,"orig":"Jedennoch obſervirte ich, daß, wann er jemanden die Krebs-Augen zu brauchen verordnete: Befahl er allezeit, daß, worinnen ſie es einnahmen, wenigſtens 20. bis 30. Tropffen Wein-Eßig mit zu troͤpfelen muſten, warumb dieſes geſchehen, kunte ich nicht erforſchen.","norm":"Dennoch observierte ich, dass, wann er jemanden die Krebsaugen zu brauchen verordnete: Befahl er allezeit, dass, worin sie es einnahmen, wenigstens 20. bis 30. Tropfen Weinessig mit zu tröpfele mussten, warum dieses geschehen, konnte ich nicht erforschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.323699951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":733,"date":1719,"orig":"Warumb? ſagte Eckarth, Monſr.","norm":"Warum? sagte Eckart, Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.692599773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":734,"date":1719,"orig":"Sie gfried iſt es ihm bekannt, ſo bitte ich ihme den Kummer zu benehmen.","norm":"Sie gfried ist es ihm bekannt, so bitte ich ihm den Kummer zu benehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.532199859619141} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":735,"date":1719,"orig":"Wohl, antwortete Siegfried, wie der Herr Vater befiehlt, darumb pfleget dieſes meines Erachtens zu geſchehen, damit anders man die Krebs-Steine/ nicht alleine das Acidum oder Saͤure des Magens zu præcipitiren, ſondern zu einen andern Zweck auch zu gebrauchen willens iſt, dieſe accidentaliſche Saͤure ſich mit denen geſtoſſenen Krebs-Augen vermiſche, und der Magen- Saͤure gleichſam einen Stimulum gebe, umb dieſes Ingeſtum deſto eher zu ſolviren, und gleich einer Milch ad locum affectum zu fuͤhren.","norm":"Wohl, antwortete Siegfried, wie der Herr Vater befiehlt, darum pflegt dieses meines Erachtens zu geschehen, damit anders man die Krebssteine / nicht alleine das Acidum oder Säure des Magens zu präzipitieren, sondern zu einen anderen Zweck auch zu gebrauchen Willens ist, diese accidentalische Säure sich mit denen gestoßenen Krebsaugen vermische, und der Magen-Säure gleichsam einen Stimulum gebe, um dieses Ingestum desto eher zu solvieren, und gleich einer Milch ad locum affectum zu führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.419000148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":736,"date":1719,"orig":"Jch bin ſelbſt der Meynung, ſprach Eckarth: Mich wundert aber doch was die Urſache ſey, daß dieſelben den Werthe nach ſo hoch geſtiegen, und das vorige Pretium faſt ſiebenfach uͤberſtiegen ſeyn? geſtrenger Herr, verſetzte der Ziegeuner, das iſt kein Wunder, zumahln man dieſe herrliche Artzeney nicht allein denen Menſchen zum beſten brauchet, ſondern auch, umb den ſchalen und ſauren Wein einen lieblichern und beſſeren Geſchmack zu geben anwendet.","norm":"Ich bin selbst der Meinung, sprach Eckart: Mich wundert aber doch was die Ursache sei, dass dieselben den Werte nach so hoch gestiegen, und das vorige Pretium fast siebenfach überstiegen sein? gestrenger Herr, versetzte der Zigeuner, das ist kein Wunder, zumal man diese herrliche Arznei nicht allein denen Menschen zum besten brauchet, sondern auch, um den schalen und sauren Wein einen lieblicheren und besseren Geschmack zu geben anwendet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.131100177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":737,"date":1719,"orig":"O Thorheit rieff Gottharth, kan denn der Wein nicht durch ein ander Mittel, das uͤberall, und um den aller-leichteſten Preiß, auch an vielen Orthen gar umſonſt zu bekommen iſt, von der Saͤure entlediget und verbeſſert werden, als eben durch die Krebs-Augen; man hat ja Muſcheln genung in denen Waſſern, ſo ſind auch Auſter-Schaalen und allerhand Arthen der Muſcheln geſchickt genung und manchmahl noch beſſer, wann ſie auf gleiche Arth geſtoſſen, und in Saͤcklein in Wein gehangen werden als die Krebs-Augen.","norm":"O Torheit rief Gottart, kann denn der Wein nicht durch ein ander Mittel, das überall, und um den allerleichtesten Preis, auch an vielen Orten gar umsonst zu bekommen ist, von der Säure entlediget und verbessert werden, als eben durch die Krebsaugen; man hat ja Muscheln genug in denen Wassern, so sind auch Austerschalen und allerhand Arten der Muscheln geschickt genug und manchmal noch besser, wann sie auf gleiche Art gestoßen, und in Säcklein in Wein gehangen werden als die Krebsaugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.160900115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":738,"date":1719,"orig":"Die rothen Schaalen von denen geſottenen Krebſen, wann ſie zuvor ein wenig calcinirt worden, pulveriſirt, geben hierinnen denen Krebs-Augen nichts nach, und haben wir in unſeren Hauſe den Wein damit von aller Saͤure gereiniget, ſind gut blieben, und haben faſt einen Muſcateller-Geſchmack empfangen.","norm":"Die roten Schalen von denen gesottenen Krebsen, wann sie zuvor ein wenig kalziniert worden, pulverisiert, geben hierinnen denen Krebsaugen nichts nach, und haben wir in unseren Hause den Wein damit von aller Säure gereinigt, sind gut blieben, und haben fast einen Muskateller-Geschmack empfangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.391600131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":739,"date":1719,"orig":"Nach dieſen fragte Eckarth den Ziegeuner, ob er denn nicht Luſt haͤtte, dieſe elende Nahrung fahren zu laſſen, und ſich auf eine gewiſſe und beſſere zu legen?","norm":"Nach diesen fragte Eckart den Zigeuner, ob er denn nicht Lust hätte, diese elende Nahrung fahren zu lassen, und sich auf eine gewisse und bessere zu legen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.688700199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":740,"date":1719,"orig":"Ja antwortete Friedrich der Ziegeuner!","norm":"Ja antwortete Friedrich der Zigeuner!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.22100019454956} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":741,"date":1719,"orig":"Hertzlich gerne!","norm":"Herzlich gerne!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8308000564575195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":742,"date":1719,"orig":"Allein, wer kan heute zu Tage wohl fortkommen, der ihme nicht groſſe Foͤrderer durchs Geld erkauffen kan! waͤre einer der Allergeſchickteſte, ſo wird er vorjetzo wohl ohne Geld zuruͤck bleiben muͤſſen.","norm":"Allein, wer kann heute zu Tage wohl fortkommen, der ihm nicht große Förderer durchs Geld erkaufen kann! wäre einer der Geschickteste, so wird er Vorjetzt wohl ohne Geld zurückbleiben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.095200061798096} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":743,"date":1719,"orig":"Wohlan denn Friedrich, replicirte Eckarth, meynet ihr denn nicht, daß auch noch wohl Leuthe in der Welt ſeyn, die einen geſchickten Geiſt hoͤher als Geld æſtimiren, und aufrichtige redliche Hertzen, die auch ohne Geld befoͤrderen.","norm":"Wohlan denn Friedrich, replizierte Eckart, meinet ihr denn nicht, dass auch noch wohl Leute in der Welt sein, die einen geschickten Geist höher als Geld ästimieren, und aufrichtige redliche Herzen, die auch ohne Geld befördere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.066699981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":744,"date":1719,"orig":"Man ſiehet den Ochſen dennoch an denen Hoͤrnern und den Eſel erkennet man an ſeinen langen Ohren, ob ſie gleich noch ſo dichte mit Gold uͤberzogen waͤren; Jch werde nach GOtt euer Foͤrderer ſeyn.","norm":"Man sieht den Ochsen dennoch an denen Hörnern und den Esel erkennt man an seinen langen Ohren, ob sie gleich noch so dichte mit Gold überzogen wären; Ich werde nach Gott euer Förderer sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.395299911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":745,"date":1719,"orig":"Verbleibet 3. Tage noch allhier, und ſo dann koͤnnet ihr mit uns nach Paliro gehen, woſelbſt ich weitere Vorſehung fuͤr euch haben werde.","norm":"Verbleibet 3. Tage noch allhier, und so dann könnet ihr mit uns nach Paliro gehen, woselbst ich weitere Vorsehung für euch haben werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.892600059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":746,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr, antwortete Friedrich, ich bedancke mich gehorſambſt vor alle hohe von mir unverdiente Gnade, und werde bemuͤhet leben vor ſolche Zuneigung ihr getreueſter Knecht Lebens-lang zu verbleiben.","norm":"Gestrenger Herr, antwortete Friedrich, ich bedanke mich gehorsamst vor alle hohe von mir unverdiente Gnade, und werde bemühet leben vor solche Zuneigung ihr getreuester Knecht Lebenslang zu verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8769001960754395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":747,"date":1719,"orig":"Nach dreyen Tagen ließ Eckarth Friedrichen vermelden, ſich fertig zu halten, aber in andern als gewoͤhnlichen Kleidern zu erſcheinen.","norm":"Nach drei Tagen ließ Eckart Friedrich vermelden, sich fertig zu halten, aber in anderen als gewöhnlichen Kleidern zu erscheinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916299819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":748,"date":1719,"orig":"Wer war vergnuͤgter als Friedrich, er ſtellte ſich bald ein und both Eckarthen ſeine Meer- Katze zum Geſchencke an, der ſich aber dafuͤr bedanckte, ſagende:","norm":"Wer war vergnügter als Friedrich, er stellte sich bald ein und bot Eckarten seine Meer-Katze zum Geschenke an, der sich aber dafür bedankte, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.602799892425537} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":749,"date":1719,"orig":"Jch wolte euer Geſchencke zu Danck annehmen, wann ich wuͤſte, daß dieſes unnuͤtze Thier mir einigen Nutzen ſchaffen koͤnte, ſo aber wird es euch, wann ihr ſie nebſt euren Pferde zu Gelde machet, an euer Montirung zutraͤglicher ſeyn, und hiermit reißten ſie insgeſammt nach Paliro, und kehrten bey Ehrenfrieden, Friedrich aber in Gaſthof ein; der Commendant aber ließ Eckarths Pferd und Wagen bey ihm einziehen mit Bitte an ihn, ſein altes Stelchen wieder einzunehmen.","norm":"Ich wollte euer Geschenke zu Dank annehmen, wann ich wüsste, dass dieses unnütze Tier mir einigen Nutzen schaffen könnte, so aber wird es euch, wann ihr sie nebst euren Pferde zu Gelde macht, an euer Montierung zuträglicher sein, und hiermit reisten sie insgesamt nach Paliro, und kehrten bei Ehrenfrieden, Friedrich aber in Gasthof ein; der Kommandant aber ließ Ekarts Pferd und Wagen bei ihm einziehen mit Bitte an ihn, sein altes Stelchen wieder einzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":750,"date":1719,"orig":"Das IV. Capitel.","norm":"Das IV. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.079400062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":751,"date":1719,"orig":"Der Commendant Rannefort tractirt die Compagnie.","norm":"Der Kommandant Rannefort traktiert die Compagnie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.820899963378906} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":752,"date":1719,"orig":"Friedrich der Ziegeuner wird von ihm unter die Guarniſon genommen.","norm":"Friedrich der Zigeuner wird von ihm unter die Garnison genommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4390997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":753,"date":1719,"orig":"Das Frauenzimmer kommt auf die Schmincke zu reden.","norm":"Das Frauenzimmer kommt auf die Schminke zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.376999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":754,"date":1719,"orig":"Thierhold beſchreibet die Schmincken/ wovon ſie gemacht werden/ gedencket des Talck-Oels/ und wie ſolches zu gebrauchen ſey.","norm":"Tierhold beschreibet die Schminken / wovon sie gemacht werden / gedenkt des Talckoels / und wie solches zu gebrauchen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.99970006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":755,"date":1719,"orig":"Jungfer Freymuths Koͤchin gebraucht das Jnſelt-Oel an ſtatt des Talck-Oels zur Schmincke/ in Mineraliſchen Arbeiten iſt die Gewaltſamkeit des offenen Feuers nichts nuͤtze.","norm":"Jungfer Freimuts Köchin gebraucht das Jnselt-Oel anstatt des Talckoels zur Schminke / in mineralischen Arbeiten ist die Gewaltsamkeit des offenen Feuers nichts nütze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.806099891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":756,"date":1719,"orig":"Zwey Hiſtorien von gebrauchten Talck-Oel werden angefuͤhret.","norm":"Zwei Historien von gebrauchten Talköl werden angeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.5731000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":757,"date":1719,"orig":"Thierhold lehret das Elementaliſche Waſſer zu machen.","norm":"Tierhold lehrt das Elementalische Wasser zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.765100002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":758,"date":1719,"orig":"Die Compagnie verabſcheidet ſich/ wird von Eckarthen auf ſein Guth eingeladen/ er faͤhret mit Siegfrieden und Gottharten zuruͤck nach Liddo, die Compagnie ſtellet ſich auf Eckarths Guth ein; ergoͤtzen ſich daſelbſt etliche Tage mit allerhand Luſt-Spielen und angenehmen Discourſen.","norm":"Die Compagnie verabschiedet sich / wird von Eckarten auf sein Gut eingeladen / er fährt mit Siegfrieden und Gottharten zurück nach Lido, die Compagnie stellet sich auf Ekarts Gut ein; ergötzen sich daselbst etliche Tage mit allerhand Lustspielen und angenehmen Diskursen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103799819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":759,"date":1719,"orig":"Gotthart gewinnet eine Zuneigung zu Jungfer Sylvia, und Filindens poßirliches Vorbringen von den Monden/ und der andern Beytrag.","norm":"Gotthart gewinnet eine Zuneigung zu Jungfer Sylvia, und Filindens possierliches Vorbringen von den Monden / und der anderen Beitrag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.096099853515625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":760,"date":1719,"orig":"Eckarth fordert ſein Hauß-Geſinde vor ſich/ ſaget ihnen von ſeiner vorhabenden Reiſe/ und befiehlet ihnen unterdeſſen Herr Muͤlarden zu gehorſamen/ womit er ihm die Schluͤſſel und Verwaltung uͤbergiebt/ fahren zuſammen nach Paliro.","norm":"Eckart fordert sein Hausgesinde vor sich / sagt ihnen von seiner vorhabenden Reise / und befiehlt ihnen unterdessen Herr Mülarden zu gehorsamen / womit er ihm die Schlüssel und Verwaltung übergibt / fahren zusammen nach Paliro.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.015100002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":761,"date":1719,"orig":"Ehrenfried giebt Eckarthen und ſeinen und Muͤlards Sohne in ſeinen Garten den Valet- Schmauß.","norm":"Ehrenfried gibt Eckarten und seinen und Mülards Sohne in seinen Garten den Valet-Schmaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.048799991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":762,"date":1719,"orig":"Worauff Eckarth mit ſeiner Tochter/ Sohne und Siegfrieden nach Liddo fahren.","norm":"Worauf Eckart mit seiner Tochter / Sohne und Siegfrieden nach Lido fahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.259399890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":763,"date":1719,"orig":"Eckarth macht ſich Reiſe-fertig/ Muͤlard giebt ſeinem Sohne und Siegfried den Seegen/ nehmen von einander Abſchied.","norm":"Eckart macht sich Reisefertig / Mülard gibt seinem Sohne und Siegfried den Segen / nehmen voneinander Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5100998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":764,"date":1719,"orig":"Freymuths Verehrung an Siegfrieden.","norm":"Freimuts Verehrung an Siegfrieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.8678998947143555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":765,"date":1719,"orig":"Muͤlard begleitet mit ſeiner Tochter unſere Neiſende eine Meil-Weges/ faͤhret zuruͤck nach Liddo, und dieſe nach Paliro.","norm":"Mülard begleitet mit seiner Tochter unsere Niesende eine Meilweges / fährt zurück nach Lido, und diese nach Paliro.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.072700023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":766,"date":1719,"orig":"Ehrenfried ſeegnet ſeinen Sohn und Gottharten mit Verſorgung zu vorhabender Reiſe.","norm":"Ehrenfried segnet seinen Sohn und Gottharten mit Versorgung zu vorhabender Reise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.02400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":767,"date":1719,"orig":"Gotthart wird von der Sylvia beſchencket/ worauff ſie ſich auf die Reiſe fertig machen.","norm":"Gotthart wird von der Sylvia beschenket / worauf sie sich auf die Reise fertig machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706600189208984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":768,"date":1719,"orig":"Solimund invitirt Eckarthen in ſeinen Garten/ deſſen Entſchuldigung.","norm":"Solimund invitiert Eckarten in seinen Garten / dessen Entschuldigung.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.920000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":769,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſenden nehmen ihren voͤlligen Abſchied und ſetzen ihre Reiſe unter| Goͤttlichen Geleite fort; werden in Solimunds Garten zur Mittags- Mahlzeit genoͤthiget/ nach vollbrachter Mahlzeit/ nehmen ſie von denen Anweſenden nochmahln Adjeu, und fahren unter tauſent Gluͤckwuͤntſchungen ihren Weg/ und legten den Tag noch 3. Meilen hinter ſich; den andern Tag finden ſie auf einen Creutz-Wege ein Hembdlein mit einer Muͤtze liegen/ wie auch angebundene Lumpen an ein Feld-Crucifix.","norm":"Unsere Reisenden nehmen ihren völligen Abschied und setzen ihre Reise unter | Göttlichen Geleite fort; werden in Solimunds Garten zur Mittags-Mahlzeit genötigt / nach vollbrachter Mahlzeit / nehmen sie von denen Anwesenden nochmals Adieu, und fahren unter tausend Glückwünschungen ihren Weg / und legten den Tag noch 3. Meilen hinter sich; den anderen Tag finden sie auf einen Kreuzwege ein Hemdlein mit einer Mütze liegen / wie auch angebundene Lumpen an ein Feldcrucifix.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3719000816345215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":770,"date":1719,"orig":"Eckarth raiſonirt hiervon.","norm":"Eckart raisoniert hiervon.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.714000225067139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":771,"date":1719,"orig":"Hiſtorig von zweyen Perſonen/ die durch hingelegte und hernach an ihren Leibe getragene Sachen die ſchwere Noth bekommen.","norm":"Historig von zweien Personen / die durch hingelegte und hernach an ihren Leibe getragene Sachen die schwere Not bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.375100135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":772,"date":1719,"orig":"Mittel wodurch ſie wieder liberiret worden ſind.","norm":"Mittel wodurch sie wieder liberiret worden sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.175000190734863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":773,"date":1719,"orig":"Jm Nacht-Quartier treffen ſie eine Land-ſtreicherin an/ dieſe giebt unſeren Reiſenden Urſache von denen Quackſalber und Land-ſtuͤrtzern zu reden/ ſie verfolgen den andern Tag den Discours, den fuͤnfften Tag gelangen ſie in Luſebra an.","norm":"Im Nachtquartier treffen sie eine Landstreicherin an / diese gibt unseren Reisenden Ursache von denen Quacksalber und Land-stürtzern zu reden / sie verfolgen den anderen Tag den Diskurs, den fünften Tag gelangen sie in Lusebra an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.72629976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":774,"date":1719,"orig":"Gotthart uͤberſendet Sylvia ein Geſchenck mit einem Briefe.","norm":"Gotthart übersendet Sylvia ein Geschenk mit einem Briefe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.74560022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":775,"date":1719,"orig":"Der Wechſel-Herr invitirt ſie zum Abend-Eſſen discurriren von Thee, Chavee ihrer Wirckung/ Gegen- Satz der teutſchen Kraͤuter.","norm":"Der Wechselherr invitiert sie zum Abend-Essen diskurrieren von Tee, Café ihrer Wirkung / Gegen-Satz der deutschen Kräuter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.281099796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":776,"date":1719,"orig":"Monſr. de l’ Orme bouillon rouge oder rother Tranck wird mit angefuͤhret/ deſſen Zubereitung und Gebrauch; endlich wird auch der Chocolade und deren Zubereit- und Wirckung gedacht/ Wilhelm bedanckt ſich gegen Eckarthen und ladet ſie auf den andern Tag auf ein Gerichte Auſtern ein/ laͤſt ins Clavier eine Arie ſingen.","norm":"Monsr . de l' Orme Bouillon rouge oder roter Trank wird mit angeführt / dessen Zubereitung und Gebrauch; endlich wird auch der Schokolade und deren Zubereit- und Wirkung gedacht / Wilhelm bedankt sich gegen Eckarten und ladet sie auf den anderen Tag auf ein Gerichte Austern ein / lässt ins Klavier eine Arie singen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.89300012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":777,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende bedancken ſich gegen Wilhelm und gehen in ihr Logiment.","norm":"Unsere Reisende bedanken sich gegen Wilhelm und gehen in ihr Logement.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.344399929046631} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":778,"date":1719,"orig":"DEs anderen Tages tractirte Rannefort die Compagnie, da denn bey der Mahlzeit von Eckarthen des Ziegeuners gedacht wurde, mit Recommendation an Rannefort, ſich ihme befohlen ſeyn zu laſſen, welchen, nachdem er vorgefordert wurde, der Commendant von ein und den andern befragte: und nachdem er ihn in allen contentirte, verſprach er ihn in der Guarniſon, dieweil vor einen Muſquetierer anzunehmen, wuͤrde er aber ſich wohl verhalten, und er ſehen, daß er das ihm Anbefohlne getreulich abwartete, auf Recommendation dieſer Herren ihn eheſtens vor andern zu befoͤrdern, wofuͤr ſich Friedrich zum unterthaͤnigſten bedanckte; worauff der Leib-Schuͤtze alsbald den Corporal von der Wache ruffen muſte, welchen der Commendant Friedrichen befahl, doch ſolten ihm noch 6. Tage frey gelaſſen werden keine Dienſte zu thun, bis er ſeine Sachen verſilbert und zu Gelde gemacht haͤtte; denn ſolte der Corporal mit Friedrich ſich bey ihm wieder anmelden, da er ihm ferner Beſcheid geben wolte:","norm":"Des anderen Tages traktierte Rannefort die Compagnie, da denn bei der Mahlzeit von Eckarten des Zigeuners gedacht wurde, mit Recommendation an Rannefort, sich ihm befohlen sein zu lassen, welchen, nachdem er vorgefordert wurde, der Kommandant von ein und den anderen befragte: und nachdem er ihn in allen kontentierte, versprach er ihn in der Garnison, dieweil vor einen Musketierer anzunehmen, würde er aber sich wohl verhalten, und er sehen, dass er das ihm Anbefohlene getreulich abwartete, auf Recommendation dieser Herren ihn ehestens vor anderen zu befördern, wofür sich Friedrich zum untertänigsten bedankte; worauf der Leib-Schütze alsbald den Korporal von der Wache rufen musste, welchen der Kommandant Friedrich befahl, doch sollten ihm noch 6. Tage frei gelassen werden keine Dienste zu tun, bis er seine Sachen versilbert und zu Gelde gemacht hätte; denn sollte der Korporal mit Friedrich sich bei ihm wieder anmelden, da er ihm ferner Bescheid geben wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.725399971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":779,"date":1719,"orig":"Darauff wurde den Corporal ein Becher mit Wein gereichet, den er den Friedrich auf Geſundheit Jhro Hoch- Fuͤrſtl. Durchlauchtigkeit zutrunck, welchen Friedrich austrunck, und nach nochmahliger Danckſagung mit dem Corporal fort gieng.","norm":"Darauf wurde den Korporal ein Becher mit Wein gereichet, den er den Friedrich auf Gesundheit Ihrer Hoch-Fürstl. Durchlauchtigkeit Zutrunk, welchen Friedrich austrank, und nach nochmaliger Danksagung mit dem Korporal fort ging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.865600109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":780,"date":1719,"orig":"Nach vollendeter Mahlzeit, weil damahl Thierhold mit ſeiner Ehe-Liebſten Kunigundis auch zugegen war, verblieb er mit Gotthart und Siegfried bey den Frauenzimmer; unter welcher Zeit Rannefort mit Eckarthen, Ehrenfried, Muͤlard und anderen ihnen die Zeit mit allerhand Discourſen bey einer Pfeiffe Taback verkuͤrtzten; das Frauenzimmer, die mit Wechſel-Reden ſich ergoͤtzten, kamen auch von denen geſchminckten Weibes Perſonen zu reden.","norm":"Nach vollendeter Mahlzeit, weil damals Tierhold mit seiner Eheliebsten Kunigundis auch zugegen war, verblieb er mit Gotthart und Siegfried bei den Frauenzimmer; unter welcher Zeit Rannefort mit Eckarten, Ehrenfried, Mülard und anderen ihnen die Zeit mit allerhand Diskursen bei einer Pfeife Tabak verkürzten; das Frauenzimmer, die mit Wechsel-Reden sich ergötzten, kamen auch von denen geschminkten Weibes Personen zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.626299858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":781,"date":1719,"orig":"Daher nahm Jungfer Sylvia die Kuͤhnheit Thierholden zu fragen:","norm":"Daher nahm Jungfer Sylvia die Kühnheit Tierholden zu fragen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.997799873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":782,"date":1719,"orig":"Was er wohl von dergleichen Anſtrich hielte, und ob ſie wohl als ein garſtig Maͤgdgen derſelben beduͤrfftig waͤre, haͤtte ſie doch jederzeit angeſtanden, einige Schmincke, wie die auch Nahmen haben moͤchte, zu gebrauchen, ſo wohl, weil ſie es vor eine Suͤnde hielte, als auch andere mit einer uͤberzogenen Tuͤnche zu betruͤgen.","norm":"Was er wohl von dergleichen Anstrich hielte, und ob sie wohl als ein garstig Mädchen derselben bedürftig wäre, hätte sie doch jederzeit angestanden, einige Schminke, wie die auch Namen haben möchte, zu gebrauchen, sowohl, weil sie es vor eine Sünde hielte, als auch andere mit einer überzogenen Tünche zu betrügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5578999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":783,"date":1719,"orig":"Schoͤne Sylvia, antwortete Thierhold, deren Schoͤnheit welcher ſie ſich aus Hoͤfligkeit begiebt, wird als eine natuͤrliche Klarheit, den gemachten Kleiſter weit bevor gehen, wann ſie ja ein Luͤſtern, einige Schmincke zu gebrauchen empfunden, wuͤrde ſie ſich dadurch mehr verſtellet als verſchoͤnert haben.","norm":"Schöne Sylvia, antwortete Tierhold, deren Schönheit welcher sie sich aus Höflichkeit begibt, wird als eine natürliche Klarheit, den gemachten Kleister weit bevor gehen, wann sie ja ein Lüstern, einige Schminke zu gebrauchen empfunden, würde sie sich dadurch mehr verstellet als verschönert haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.783999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":784,"date":1719,"orig":"Derer Schmincken ſind gar vielerley; die weiſſen Anſtrichs-Pulver, ſind von Marcaſit, Mercurio præcipitat und andere Metall- und Mineraliſchen Gewaͤchſen, ſie ſeyn von ihren Aufloͤſungs Menſtruis, Scheide-Waſſer &c. ſo wohl ausgeſuͤſſet als immer moͤglich, und ſo fein und zart als ein Sonnen-Staͤublein, geben ſie wohl einen Anſtrich, allein die kurtze Zeit darauff weiſet aus deſſen Urſachen die Runtzeln ehe als das Alter vor, oder von diſtilirten Waſſern, ſie ſeyn von weiſſen Lielien.","norm":"Derer Schminken sind gar vielerlei; die weißen Anstrichs-Pulver, sind von Markasit, Mercurio praecipitat und andere Metall- und Mineralischen Gewächsen, sie sein von ihren Auflösung Menstruis, Scheidewasser & c. so wohl ausgesüßt als immer möglich, und so fein und zart als ein Sonnenstäublein, geben sie wohl einen Anstrich, allein die kurze Zeit darauf weiset aus dessen Ursachen die Runzeln ehe als das Alter vor, oder von distilirten Wassern, sie sein von weißen Lilien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.595699787139893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":785,"date":1719,"orig":"Salomons-Wurtzel, See-Blumen, weiſſen Bohnen &c. weil die Haut noch Fleiſch unter ihr hat, klaͤret es ja ein wenig; aber mit der Zeit wird eine ſonſt zarte weiche Haut, in eine ſchrumpffigte Elephanten Haut verwandelt, und ſchadet ein Kuͤchen-Rauch und Feuer, welches die Jungfern offtermahln, umb nicht ein veraltertes Geſicht zu bekommen, aͤrger als die Peſt ſcheuen, den zehenden Theil nicht ſo ſehr, als eine dergleichen Schmincke und Anſtrich; was die rothe Anfaͤrbung von Forna Solis oder le Pezzetta belangt, iſt es dem Vorigen gleich zu ſchaͤtzen.","norm":"Salomons-Wurtzel, Seeblumen, weißen Bohnen & c. weil die Haut noch Fleisch unter ihr hat, kläret es ja ein wenig; aber mit der Zeit wird eine sonst zarte weiche Haut, in eine schrumpfige Elefanten Haut verwandelt, und schadet ein Küchen-Rauch und Feuer, welches die Jungfern öftermals, um nicht ein gealtertes Gesicht zu bekommen, ärger als die Pest scheuen, den zehnten Teil nicht so sehr, als eine dergleichen Schminke und Anstrich; was die rote Anfärbung von Forna Solis oder le Pezzetta belangt, ist es dem Vorigen gleich zu schätzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.239099979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":786,"date":1719,"orig":"Es mag eine jede ihre Haut zu Marckte tragen und erfahren, welchem Liebhaber ein ſolch bekleiſtertes Geſichte/ oder eine reine natuͤrliche ſaubere Haut gefaͤllt.","norm":"Es mag eine jede ihre Haut zu Markte tragen und erfahren, welchem Liebhaber ein solch bekleistertes Gesichte / oder eine reine natürliche saubere Haut gefällt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014200210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":787,"date":1719,"orig":"Was aber ſie hold-ſeeligſte Jungfer Sylvia vorgibt, daß es eine Suͤnde ſey, halte ich ſelbſt dafuͤr, bevoraus, wenn man in denen Gedancken ſtehet, ſich ſchoͤner als GOtt der HErr einen geſchaffen, und haben will zu præſentiren.","norm":"Was aber sie holdseligste Jungfer Sylvia vorgibt, dass es eine Sünde sei, halte ich selbst dafür, bevoraus, wenn man in denen Gedanken steht, sich schöner als Gott der Herr einen geschaffen, und haben will zu präsentieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.512599945068359} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":788,"date":1719,"orig":"Allein, daß auch Mittel gefunden werden, umb ſo wohl die Schoͤnheit, welche durch vielerley Zufaͤlle und Kranckheiten kan verletzet werden, zu reſtituiren, als auch zu erhalten, iſt kein Zweiffel, und dannenhero in Gebrauchung derſelben keine Suͤnde.","norm":"Allein, dass auch Mittel gefunden werden, um sowohl die Schönheit, welche durch vielerlei Zufälle und Krankheiten kann verletzet werden, zu restituieren, als auch zu erhalten, ist kein Zweifel, und dannenher in Gebrauchung derselben keine Sünde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5725998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":789,"date":1719,"orig":"Mir iſt ein Waſſer bekannt, ſo nur ein ſchlechtes Waſſer, und von der Natur ausgearbeitet iſt, und durch alle vier Jahres-Zeiten von Himmel und Erden diſtillirt worden, ſo offt man ſich mit denſelben waͤſchet, wird allezeit ein Schmutz und Unſauberkeit abgehen, die Haut auch ſchoͤn zart, weiß und weich werden und verbleiben; Ubrigens hat die Natur auch eine herrliche Weiſſe, indem vermeynt fetten Talck geſetzet, aus welchen man mit leichter Muͤh ohne einigen Zuſatz ein ſchoͤn weiß-gruͤnliches Oel, (zuweilen pflegt es auch roͤthlich zu kommen, und dieſes iſt nicht ſo gut als das Vorige) ziehen kan, das von ungemeiner Wirckung iſt.","norm":"Mir ist ein Wasser bekannt, so nur ein schlechtes Wasser, und von der Natur ausgearbeitet ist, und durch alle vier Jahreszeiten von Himmel und Erden destilliert worden, so oft man sich mit denselben wäscht, wird allezeit ein Schmutz und Unsauberkeit abgehen, die Haut auch schön zart, weiß und weich werden und verbleiben; übrigens hat die Natur auch eine herrliche Weiße, indem vermeint fetten Talk gesetzt, aus welchen man mit leichter Mühe ohne einigen Zusatz ein schön weiß-grünliches Öl, (zuweilen pflegt es auch rötlich zu kommen, und dieses ist nicht so gut als das Vorige) ziehen kann, das von ungemeiner Wirkung ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.717400074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":790,"date":1719,"orig":"Wann man in obgedachtes Waſſers ein Pfund 20. Tropffen von dem Oele gieſſet, ſich zuvor im Geſicht und Leibe mit reinen Waſſer abwaͤſchet, nachmahls mit imprægnirten Waſſer ſich beſtreichet, alſo eintrocknen und die Nacht uͤber verbleiben laͤſſet, fruͤhe ſich wiederumb mit ſchlechten oder vorigungemiſchten Waſſer abwaͤſchet, wird man den Effect bald verſpuͤren.","norm":"Wann man in obgedachtes Wassers ein Pfund 20. Tropfen von dem Öle gießet, sich zuvor im Gesicht und Leibe mit reinen Wasser abwäscht, nachmals mit imprägnierten Wasser sich bestreichet, also eintrocknen und die Nacht über verbleiben lässt, frühe sich wiederum mit schlechten oder vorigungemischten Wasser abwäscht, wird man den Effekt bald verspüren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232699871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":791,"date":1719,"orig":"Dieweil aber dieſes Oel ſehr koſtbahr iſt, ſo iſts genung wann man es die Woche hoͤchſtens zweymahl braucht, und dieſes kan des Jahrs etliche mahl geſchehen, bevoraus in Sommer-Zeit, ſo werden die Geſichter und Leiber zu einer dergleichen Schoͤnheit kommen, daß letzlich kein Anſtrich mehr noͤthig ſeyn wird; Wer aber von Natur mager und ungeſtalt iſt, dem wird es wohl ein weiß und zartes aber nicht ein fettes und wohlgeſtaltes Geſichte machen.","norm":"Dieweil aber dieses Öl sehr kostbar ist, so ist es genug wann man es die Woche höchstens zweimal braucht, und dieses kann des Jahrs etliche Mal geschehen, bevoraus in Sommerzeit, so werden die Gesichter und Leiber zu einer dergleichen Schönheit kommen, dass letztlich kein Anstrich mehr nötig sein wird; wer aber von Natur mager und ungestalt ist, dem wird es wohl ein weiß und zartes aber nicht ein fettes und wohlgestaltes Gesichte machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798900127410889} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":792,"date":1719,"orig":"Es iſt mir und ihnen allen die ſeel. Frau von H. bekannt geweſen, die bey nahe auf das ſechzigſte Jahr kommen war, und doch nie vor aͤlter, als von 30. Jahren zu ſeyn angeſehen worden, auch nach ihren Tode iſt ſie in gleicher Schoͤnheit wie ſie gelebet verblieben.","norm":"Es ist mir und ihnen allen die seel. Frau von H. bekannt gewesen, die bei nahe auf das sechzigste Jahr kommen war, und doch nie vor älter, als von 30. Jahren zu sein angesehen worden, auch nach ihren Tode ist sie in gleicher Schönheit wie sie gelebt verblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039400100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":793,"date":1719,"orig":"Dieſe hohe Perſon hat zuweilen ſich dieſes Talck-Oels bedienet:","norm":"Diese hohe Person hat zuweilen sich dieses Talckoels bedienet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.25600004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":794,"date":1719,"orig":"Jch habe viel von den Talck-Oel gehoͤret, wandte Jungfer Freymuth ein, und weil mein Menſch ihr einbildete auch ſchoͤn zu werden, und den Vortrag erſchnappt hatte, gehet ſie, fraget den Apothecker-Jungen, der ihr befreundet war, ob er ihr nicht Talck-Oel zuwege bringen koͤnte; (Es wird aber bey uns das Unſchlit Talck genennet,) weil es doch nicht viel koſten wuͤrde.","norm":"Ich habe viel von den Talköl gehöret, wandte Jungfer Freimut ein, und weil mein Mensch ihr einbildete auch schön zu werden, und den Vortrag erschnappt hatte, geht sie, fraget den Apothekerjungen, der ihr befreundet war, ob er ihr nicht Talköl zuwege bringen könnte; (Es wird aber bei uns das Unschlitt Talk genannt,) weil es doch nicht viel kosten würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.323400020599365} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":795,"date":1719,"orig":"Der Junge, welcher auch in der Meynung war bildete ihm ein, dieweil ohnlaͤngſt eine Pferde-Salbe bereitet worden, zu der ſie damahls die Fettigkeit von Jnſelt oder Talck durch Sand, daß es gleich einem Oel uͤber geſtiegen zubereitet hatten, dieſes ſey das rechte Talck-Oel, und bringet ihr ein Glaͤßlein davon.","norm":"Der Junge, welcher auch in der Meinung war bildete ihm ein, dieweil unlängst eine Pferde-Salbe bereitet worden, zu der sie damals die Fettigkeit von Jnselt oder Talk durch Sand, dass es gleich einem Öl über gestiegen zubereitet hatten, dieses sei das rechte Talköl, und bringt ihr ein Gläslein davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.97760009765625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":796,"date":1719,"orig":"Dieſe Aeffin ſchmierte ſich fleißig damit, und da ſie noch zuvor noch fein war, wird ihr das Geſichte gelb und gleiſſend, daß ſie daruͤber erſchrickt, biß endlich Monſr.","norm":"Diese Äffin schmierte sich fleißig damit, und da sie noch zuvor noch fein war, wird ihr das Gesichte gelb und gleißend, dass sie darüber erschrickt, bis endlich Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006899833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":797,"date":1719,"orig":"Briel, als er uns beſuchte, ihr den Rath gab, ſie ſolte das Geſichte nur offters mit Mandel-Kleyen reiben, ſo wuͤrde es vergehen, wie es auch geſchach:","norm":"Briel, als er uns besuchte, ihr den Rat gab, sie sollte das Gesichte nur öfters mit Mandelkleien reiben, so würde es vergehen, wie es auch geschah:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.714300155639648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":798,"date":1719,"orig":"Hierauff fieng das Frauenzimmer an zu lachen, daß ſie haͤtten zerſpringen moͤgen, und weil die Magd in den Zimmer aufwartete, haͤtten ſie ſie moͤgen tumm machen, wann ſie nicht waͤre hinnaus gangen.","norm":"Hierauf fing das Frauenzimmer an zu lachen, dass sie hätten zerspringen mögen, und weil die Magd in den Zimmer aufwartete, hätten sie sie mögen dumm machen, wann sie nicht wäre hinausgegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.561500072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":799,"date":1719,"orig":"Deshalben fuhr Jungfer Freymuth, nachdem das Gelaͤchter aufgehoͤret hatte, fort, moͤchte ich gerne einigen Unterricht haben, was denn der Talck ſey, wie er waͤchſet, wo er zu bekommen ſey, was er vor eine Geſtalt und Anſehen habe, und wie ſeine Wirckung ſich vorzeige in dem Gebrauch deſſelben.","norm":"Deshalb fuhr Jungfer Freimut, nachdem das Gelächter aufgehört hatte, fort, möchte ich gerne einigen Unterricht haben, was denn der Talk sei, wie er wächst, wo er zu bekommen sei, was er vor eine Gestalt und Ansehen habe, und wie seine Wirkung sich vorzeige in dem Gebrauch desselben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111700057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":800,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":801,"date":1719,"orig":"Thierhold verzeihe aber guͤnſtig meiner verwegenen Curioſitaͤt, deſſen ſonderbahre Erudition die mich hierzu angereitzet hat, wird auch meinen Fehler leichtlich entſchuldigen, und einen Zweiffel durch deſſen gute Inſtruction großguͤnſtig heben.","norm":"Tierhold verzeihe aber günstig meiner verwegenen Kuriosität, dessen sonderbare Erudition die mich hierzu angereizt hat, wird auch meinen Fehler leichtlich entschuldigen, und einen Zweifel durch dessen gute Instruktion großgünstig heben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.367800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":802,"date":1719,"orig":"Wohl, ſagte Thierhold, wertheſte.","norm":"Wohl, sagte Tierhold, werteste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.411799907684326} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":803,"date":1719,"orig":"Jungfer Freymuth, ſie wiſſe demnach, daß der beruͤhrte Talck ein Mineral- oder unter-irrdiſches Berg- Gewaͤchſe iſt, und mit dem Frauen oder Marien-Glaß zu vergleichen, indem es ſich auff gleiche Arth ſchiefert und ſtuͤckelt, hat einen fettlichen Angrieff, und dennoch laͤſt es auch das gewaltigſte Feuer unbemeiſtert, im Deutſchen wird es Katzen-Silber benahmet, der beſte iſt der Venetianiſche/ dieſem folget der Moſcowittiſche und dann der Schwediſche.","norm":"Jungfer Freimut, sie wisse demnach, dass der berührte Talk ein Mineral- oder unterirdisches Berg-Gewächse ist, und mit dem Frauen oder Marien-Glaß zu vergleichen, indem es sich auf gleiche Art schiefert und stückelt, hat einen fettlichen Angriff, und dennoch lässt es auch das gewaltigste Feuer unbemeistert, im Deutschen wird es Katzensilber benahmt, der beste ist der Venezianische / diesem folget der Moskowitische und dann der Schwedische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611999988555908} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":804,"date":1719,"orig":"Frau Edelmuth verſetzte:","norm":"Frau Edelmut versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.878200054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":805,"date":1719,"orig":"Wann mein Herr Thierhold wie er ſelber zugeſtehet, der Talck von keinem Feuer bezwungen wird, welcher Geſtalt kan er denn deſſen Jnnerſtes heraus bringen.","norm":"Wann mein Herr Tierhold wie er selber zugestehet, der Talk von keinem Feuer bezwungen wird, welcher Gestalt kann er denn dessen Innerstes herausbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":806,"date":1719,"orig":"Aller-wertheſte Frau, antwortete Thierhold mit dem wenigſten Feuer, es waͤchſet gleichſam, und iſt laͤngſtens in einer Stunde verrichtet; Dieſen Meiſter-Streich weil er vor das Frauenzimmer zu ſchwer iſt, bleibet mit deren hoch-geneigter Erlaubniß vor dieſes mahl verdeckt, vielleicht hat die Operation Monſr.","norm":"Allerwerteste Frau, antwortete Tierhold mit dem wenigsten Feuer, es wächst gleichsam, und ist längstens in einer Stunde verrichtet; diesen Meisterstreich weil er vor das Frauenzimmer zu schwer ist, bleibt mit deren hochgeneigter Erlaubnis vor dieses Mal verdeckt, vielleicht hat die Operation Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.176700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":807,"date":1719,"orig":"Ettner in ſeinen Roſeto Chymico vorgezeiget.","norm":"Ettner in seinen Roseto Chymico vorgezeigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.267600059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":808,"date":1719,"orig":"Sophia gab vor, die Bemeiſterung des Feuers wuͤrde nicht viel darzu contribuiren, wann nicht eine andere Arth der Bereitung darzu kaͤme.","norm":"Sophia gab vor, die Bemeisterung des Feuers würde nicht viel dazu kontribuieren, wann nicht eine andere Art der Bereitung dazukäme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.48960018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":809,"date":1719,"orig":"Mir iſt noch nicht entfallen, daß, als uns vor einigen Jahren Monſr.","norm":"Mir ist noch nicht entfallen, dass, als uns vor einigen Jahren Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514800071716309} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":810,"date":1719,"orig":"Ettner beſuchte, und wir auf gleichmaͤßigen Discours geriethen, ſprach er: Alle Gewaltſamkeiten des offenen Feuers waͤre in dergleichen Mineraliſchen Ausarbeitungen kein nuͤtze, wann ſeine Ausziehung der innerſten Weſenheit nicht durch eine gelinde Digeſtion vor ſich oder Beyſetzung gewiſſer Menſtrucrum geſchehe:","norm":"Ettner besuchte, und wir auf gleichmäßigen Diskurs gerieten, sprach er: Alle Gewaltsamkeiten des offenen Feuers wäre in dergleichen mineralischen Ausarbeitungen kein nütze, wann seine Ausziehung der innersten Wesenheit nicht durch eine gelinde Digestion vor sich oder Beisetzung gewisser Menstrucrum geschehe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.114500045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":811,"date":1719,"orig":"Doch replicirte er auf meines Ehe-Liebſten Nachtrag.","norm":"Doch replizierte er auf meines Eheliebsten Nachtrag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.837100028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":812,"date":1719,"orig":"Es waͤre doch beſſer, wann in denen Mineralibus durch den Vulcanum erſtlich die Schaale von dem Kerne abgeloͤſet wuͤrde:","norm":"Es wäre doch besser, wann in denen Mineralibus durch den Vulcanum erstlich die Schale von dem Kerne abgelöst würde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.232699871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":813,"date":1719,"orig":"Es waͤre nicht ohne, wann ein Minerale metalliſch waͤre und viel Unreinigkeiten bey ſich haͤtte, gleich wie das Antimonium, Arſenicum, Kobald &c. wo aber eine duͤnne Haut den unter liegenden umzogen haͤtte, wie in dem Talck, Vitriol, Sulphure, Cinnabr.","norm":"Es wäre nicht ohne, wann ein Minerale metallisch wäre und viel Unreinigkeiten bei sich hätte, gleich wie das Antimonium, Arsenicum, Kobalt & c. wo aber eine dünne Haut den unter liegenden umzogen hätte, wie in dem Talk, Vitriol, Sulphure, Cinnabr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.291800022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":814,"date":1719,"orig":"Electro immaturo, Lap. hæmatit und dergleichen. wovon in den entlauffenen Chymico mit mehrern angefuͤhret worden waͤre, waͤre dieſe Tortura ignis ohne Deſtruir-und Verderbung des Mineralis nicht noͤthig.","norm":"Electro immaturo, Lap . Hämatit und dergleichen . wovon in den entlaufenen Chymico mit mehreren angeführt worden wäre, wäre diese Tortura ignis ohne Destruir- und Verderbung des Mineralis nicht nötig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.501999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":815,"date":1719,"orig":"Thierhold ſprach: Hierwieder habe ich nichts einzuwenden, weil ich in gemeldeten Elaborationibus wegen genauer Obſicht meiner Praxis und beduͤrfftiger Artzeneyen Ausarbeitung noch nicht ſo exercirt bin, von allen einen gruͤndlichen Unterricht zu geben.","norm":"Tierhold sprach: Hierwider habe ich nichts einzuwenden, weil ich in gemeldeten Elaborationibus wegen genauer Sicht meiner Praxis und bedürftiger Arzneien Ausarbeitung noch nicht so exerziert bin, von allen einen gründlichen Unterricht zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.756999969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":816,"date":1719,"orig":"Edelmuth ſagte: Wir werden uns uͤber dieſe Zubereitung nicht aͤngſtigen, wann wir nur von gedachten Oel jederzeit zum Gebrauch als noͤthig iſt, werden etwas koͤnnen habhafft werden.","norm":"Edelmut sagte: Wir werden uns über diese Zubereitung nicht ängstigen, wann wir nur von gedachten Öl jederzeit zum Gebrauch als nötig ist, werden etwas können habhaft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.900899887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":817,"date":1719,"orig":"Thierhold fuhr fort, wie er waͤchſet, iſt mir nicht wiſſend, doch muthmaßlich durch eine aufſetzende Witterung, wie in allen Metallen und Mineralien geſchiehet, und denen genau unterſuchenden Berg-Verſtaͤndigen wiſſend iſt, wo er zu bekommen ſey? bey denen Materialiſten, was er vor eine Geſtalt und Anſehen habe, habe ich zuvor ſattſamen Unterricht gegeben, wie auch ſeine Wirckung ſey, doch iſt noch noth zu wiſſen; daß, wann ſich nun nach den Abwaſchen eine Perſon mit dem imprægnirten Waſſer beſtrichen hat, ſo wird es die Nacht uͤber den damit beſtrichenen Orth, durch Ausziehung der Unreinigkeit erſtlich anſchwaͤrtzen und ſchmutzig machen, ſo bald aber ſie ſich mit reinen Waſſer abwaͤſchet, gehet die Unreinigkeit ab, und wird die Haut rein und klar.","norm":"Tierhold fuhr fort, wie er wächst, ist mir nicht wissend, doch mutmaßlich durch eine aufsetzende Witterung, wie in allen Metallen und Mineralien geschieht, und denen genau untersuchenden Bergverständigen wissend ist, wo er zu bekommen sei? bei denen Materialisten, was er vor eine Gestalt und Ansehen habe, habe ich zuvor sattsamen Unterricht gegeben, wie auch seine Wirkung sei, doch ist noch Not zu wissen; dass, wann sich nun nach den Abwaschen eine Person mit dem imprägnierten Wasser bestrichen hat, so wird es die Nacht über den damit bestrichenen Ort, durch Ausziehung der Unreinigkeit erstlich anschwärzen und schmutzig machen, so bald aber sie sich mit reinen Wasser abwäscht, geht die Unreinigkeit ab, und wird die Haut rein und klar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730899810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":818,"date":1719,"orig":"Sophia ſagte:","norm":"Sophia sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.232700109481811} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":819,"date":1719,"orig":"Wie damahls, wie vor gemeldet Monſr.","norm":"Wie damals, wie vorgemeldet Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.94279956817627} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":820,"date":1719,"orig":"Ettner uns beſuchte, erzehlte er, daß, als er Zeit ſeiner Praxis in Thoren, Herr Sachtlebens Jungfer Tochter an denen Blattern curirt hatte, und nach geheilten Geſichte, ihr das Talck-Oel applicirte, wurde er von ihrer Frau Mutter bey Beſuchung des andern Tages mit lauter Lamentiren und harten Worten empfangen.","norm":"Ettner uns besuchte, erzählte er, dass, als er Zeit seiner Praxis in Toren, Herr Sachtlebens Jungfer Tochter an denen Blattern kuriert hatte, und nach geheilten Gesichte, ihr das Talköl applizierte, wurde er von ihrer Frau Mutter bei Besuchung des anderen Tages mit lauter Lamentieren und harten Worten empfangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302999973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":821,"date":1719,"orig":"Ach Herr Doctor, ach was hat er meiner Tochter vor ein Geſichte gemacht; ſie ſiehet aus als eine Mohrin, ach!","norm":"Ach Herr Doktor, ach was hat er meiner Tochter vor ein Gesichte gemacht; sie sieht aus als eine Mohrin, ach!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.109499931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":822,"date":1719,"orig":"ich armes Weib, mein armes Kind, ich kan mich unmoͤglich zufrieden geben.","norm":"ich armes Weib, mein armes Kind, ich kann mich unmöglich zufriedengeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7878999710083012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":823,"date":1719,"orig":"Ach! haͤtte ich doch ſeinem Rathe nicht gefolget, uͤber ihn werde ich ſchreyen und ſeufftzen.","norm":"Ach! hätte ich doch seinem Rate nicht gefolgt, über ihn werde ich schreien und seufzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053800106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":824,"date":1719,"orig":"&c.","norm":"etc.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":1.557199954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":825,"date":1719,"orig":"Nun, Nun Madame, nicht ſo traurig antwortete Rente, es wird unter der ſchwartze die weiſſe verborgen liegen, gieng damit mit der brummenden Mutter zur Tochter, die weinte, drauf nahm er ein weich Tuͤchlein, tunckte es in friſch Waſſer und wuſchte ihr den Schmutz gelinde ab; die Mutter umnicht einen Filtzer zu hoͤren, gieng fort, die Jungfer aber ward voller Freuden, und furchte ſich ein garſtig Angeſicht zu behalten gar nicht, biß ſie ihre Schoͤnheit wieder bekam.","norm":"Nun, nun Madame, nicht so traurig antwortete Rente, es wird unter der Schwarze die weiße verborgen liegen, ging damit mit der brummenden Mutter zur Tochter, die weinte, drauf nahm er ein weich Tüchlein, tunkte es in Frischwasser und wuscht ihr den Schmutz gelinde ab; die Mutter umnicht einen Filzer zu hören, ging fort, die Jungfer aber wurde voller Freuden, und furchte sich ein garstig Angesicht zu behalten gar nicht, bis sie ihre Schönheit wieder bekam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083000183105469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":826,"date":1719,"orig":"Edelmuth ſagte: weil ſie wertheſtes Schweſterchen, von der Anſchwaͤrtzung geredet haſt, faͤllet mir bey, was an einen wohl-bekannten Koͤniglichen Hofe ein Kuͤnſtler der Koͤnigin, weil ſie nach Befragen/ wie theuer er das Talck-Oel hielte, und die geforderte Summa vermindern wolte, vor einen Poſſen gethan.","norm":"Edelmut sagte: weil sie wertestes Schwesterchen, von der Anschwärzung geredet hast, fället mir bei, was an einen wohl-bekannten königlichen Hofe ein Künstler der Königin, weil sie nach Befragen / wie teuer er das Talköl hielte, und die geforderte Summa vermindern wollte, vor einen Possen getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.475299835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":827,"date":1719,"orig":"Er verrichtete die Probe an ihrer Mohrinne, beſtrich die Helffte des Geſichts mit dem Talck-Oel, mit Ermahnen, vor den andern Tag nichts zu thun, hernach ſich aber abwaſchen, er wuͤrde ſchon zu rechter Zeit ſich wieder einſtellen; nachdem ſich die Mohrinne gewaſchen hatte, war die eine Helffte des Angeſichts weiß und die andere Helffte verblieb ſchwartz, der Kuͤnſtler blieb weg, und kam nicht wieder, ob gleich ein guter Recompens ausgebothen wurde, blieb der Meiſter weg, muſte alſo die Mohrin eine Zeitlang einer ſchwartzen Schmincke ſich bedienen; Dem ſey nun wie ihm wolle, ſo habe ich mir zum offtern ſagen laſſen, das Talck- Oel ſey ſo penetrant und durchdringend, daß, wann man davon nur einen einigen Tropffen auff den Wirbel des Haupts fallen lieſſe, derſelbe den gantzen Menſchlichen Leib durchgienge, machte ihn ſchoͤn, rein und endlich unverweßlich.","norm":"Er verrichtete die Probe an ihrer Mohrinnen, bestrich die Hälfte des Gesichts mit dem Talköl, mit Ermahnen, vor den anderen Tag nichts zu tun, hernach sich aber abwaschen, er würde schon zu rechter Zeit sich wieder einstellen; nachdem sich die Mohrinnen gewaschen hatte, war die eine Hälfte des Angesichts weiß und die andere Hälfte verblieb schwarz, der Künstler blieb weg, und kam nicht wieder, ob gleich ein guter Rekompens ausgeboten wurde, blieb der Meister weg, musste also die Mohrin eine Zeitlang einer schwarzen Schminke sich bedienen; dem sei nun wie ihm wolle, so habe ich mir zum Öfteren sagen lassen, das Talck-Öl sei so penetrant und durchdringend, dass, wann man davon nur einen einigen Tropfen auf den Wirbel des Haupts fallen ließe, derselbe den ganzen menschlichen Leib durchgienge, machte ihn schön, rein und endlich unverweslich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785299777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":828,"date":1719,"orig":"Hieruͤber fieng Siegfried an zu laͤcheln, ſagende: Sie verzeihe mir Ruhmwuͤrdigſte Frau, dergleichen iſt mir auch zu Ohren kommen, ich zweiffele aber ſehr, daß ein Tropffen in einer dichten Subſtantz und allzu-weitlaͤufftiger Circumferentz, dergleichen Extenſion und Wirckung thun ſolte.","norm":"Hierüber fing Siegfried an zu lächeln, sagende: Sie verzeihe mir Ruhmwürdigste Frau, dergleichen ist mir auch zu Ohren kommen, ich zweifele aber sehr, dass ein Tropfen in einer dichten Substanz und allzu-weitläufftiger Zirkumferenz, dergleichen Extension und Wirkung tun sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.876200199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":829,"date":1719,"orig":"Thierhold ſagte: Freylich wird dem Talck- Oel hierinnen allzuviel zugeſchrieben; wuͤrde es doch in einem fluͤßigen Dinge, mit dem es vermiſcht wuͤrde ſehr ſchwer zugehen, daß es daſſelbige reinigen ſolte, geſchweige in einen ſolchen dichten Weſen; Doch iſt es nicht zu leugnen, daß das Talck-Oel ſeine Krafft ziemlich extendire, und das aller-vortrefflichſte Cosmeticum und Schmincke ſey.","norm":"Tierhold sagte: Freilich wird dem Talck-Öl hierinnen allzu viel zugeschrieben; würde es doch in einem flüssigen Dinge, mit dem es vermischt würde sehr schwer zugehen, dass es dasselbe reinigen sollte, geschweige in einen solchen dichten Wesen; doch ist es nicht zu leugnen, dass das Talköl seine Kraft ziemlich extendiere, und das aller-vortrefflichste Kosmetikum und Schminke sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.181399822235107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":830,"date":1719,"orig":"Nach dieſen fiengen ſie ein Spiel untereinander an, unter welchen Frau Edelmuth Thierholden bath, wann das Abwiſch- und Elementariſche Waſſer ſeinen Vortheil durch Offenbahrung keinen Schaden braͤchte, wuͤrde ſie ſo wohl vor ſich als beyweſendes Frauenzimmer eine Bitte einlegen, ihnen von deren Zubereitung einige Inſtruction zu geben.","norm":"Nach diesen fingen sie ein Spiel untereinander an, unter welchen Frau Edelmut Tierholden bat, wann das Abwisch- und Elementarische Wasser seinen Vorteil durch Offenbahrung keinen Schaden brächte, würde sie so wohl vor sich als beywesendes Frauenzimmer eine Bitte einlegen, ihnen von deren Zubereitung einige Instruktion zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.822500228881836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":831,"date":1719,"orig":"Thierhold antwortete, hertzlich gerne; Dieſes Elementaliſche Waſſer wird folgender Geſtalt geſammelt und zugerichtet.","norm":"Tierhold antwortete, herzlich gerne; dieses Elementalische Wasser wird folgender Gestalt gesammelt und zugerichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.786099910736084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":832,"date":1719,"orig":"Erſtlich ſammelt man einigen Schnee im Mertz, laͤſt den zergehen, geuſt es in eine Flaſche, laͤſt das Waſſer ſich nach und nach von der noch beyweſenden Unreinigkeit ſaubern, wie den lieben Frauens-Volck es wohl bekannt iſt.","norm":"Erstlich sammelt man einigen Schnee im März, lässt den zergehen, geust es in eine Flasche, lässt das Wasser sich nach und nach von der noch beywesenden Unreinigkeit sauberen, wie den lieben Frauensvolck es wohl bekannt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6641998291015625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":833,"date":1719,"orig":"Zum andern muß man ſich bemuͤhen, daß man von denen Wein- Gaͤrtnern und Wintzern eine Quantitaͤt Thraͤnen oder Waſſer von denen Reben erhalte, dieſe werden auf gleiche Arth gereiniget.","norm":"Zum anderen muss man sich bemühen, dass man von denen Wein-Gärtnern und Winzern eine Quantität Tränen oder Wasser von denen Reben erhalte, diese werden auf gleiche Art gereinigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.164299964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":834,"date":1719,"orig":"Zum dritten, ſammelt man den Meyen-Thau, wann 4. biß 5. Tage nach einander ſchoͤn klar Wetter geweſen iſt, und reiniget ihn wie voriges, und ſo verfahret man auch vierdtens mit dem in Sommer bey den Donner-Wetter abfallenden Regen-Waſſer, auff welchen eine Schweffel-gelbe Erde lieget.","norm":"Zum dritten, sammelt man den Meyen-Thau, wann 4. bis 5. Tage nach einander schön klar Wetter gewesen ist, und reiniget ihn wie voriges, und so verfahret man auch viertens mit dem in Sommer bei den Donnerwetter abfallenden Regenwasser, auf welchen eine Schwefel-gelbe Erde liegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.385200023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":835,"date":1719,"orig":"Wann nun die Waſſer beyſammen ſind, geußt man ſie zuſammen in eine Flaſche und behaͤlts zum Gebrauch auff.","norm":"Wann nun die Wasser beisammen sind, gießt man sie zusammen in eine Flasche und behält zum Gebrauch auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826099872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":836,"date":1719,"orig":"Nachdem kamen die Herren zuruͤck, und verabſchiede ſich die Compagnie, und verfuͤgte ſich nach ihren Quartieren und Behauſungen.","norm":"Nachdem kamen die Herren zurück, und verabschiede sich die Compagnie, und verfügte sich nach ihren Quartieren und Behausungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593699932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":837,"date":1719,"orig":"Eckarth der zu kuͤnfftiger Tractirung ſeiner Gaͤſte alles einkauffen laſſen, nahm von ſeinen werthen Freunden Urlaub, mit freundlicher Bitte an alle, innerhalb 6. Tagen auf ſeinen Guͤthlein zu erſcheinen, und wem ſie liebes haͤtten mit zu bringen, und fuhr den Tag darauff in Begleitung Siegfrieds und Gottharts wiederumb nach Liddo.","norm":"Eckart der zu künftiger Traktierung seiner Gäste alles einkaufen lassen, nahm von seinen wehrten Freunden Urlaub, mit freundlicher Bitte an alle, innerhalb 6. Tagen auf seinen Gütlein zu erscheinen, und wem sie liebes hätten mitzubringen, und fuhr den Tag darauf in Begleitung Siegfrieds und Gottharts wiederum nach Lido.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.58489990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":838,"date":1719,"orig":"Nach verfloſſener Zeit, ſtellten ſich alle gute Freunde und Geſellſchaffterinnen ohne Rannefort bey Eckarthen ein, und ergoͤtzten ſich daſelbſt einige Tage lang mit allerhand Luſt-Spielen, hoͤflich- und ſchertzhafften Discourſen.","norm":"Nach verflossener Zeit, stellten sich alle gute Freunde und Gesellschafterinnen ohne Rannefort bei Eckarten ein, und ergötzten sich daselbst einige Tage lang mit allerhand Lustspielen, höflich- und scherzhaften Diskursen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.590199947357178} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":839,"date":1719,"orig":"Bey ſolcher Converſation begunte in Gottharts Hertzen ein Liebes-Funcken gegen Jungfer Sylvia, Ehrenfrieds Jungfer Tochter, wie auch in ihr gegen ihm auffzuſteigen.","norm":"Bei solcher Conversation begann in Gottharts Herzen ein Liebesfunken gegen Jungfer Sylvia, Ehrenfrieds Jungfer Tochter, wie auch in ihr gegen ihm aufzusteigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.011899948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":840,"date":1719,"orig":"Doch hatte noch keines ſich den andern offenbahret, wann nicht durch eine Arie, die Gotthart in die Laute ſung, in Gegenwart Sylvia und andern er ſich allzuſehr kunt gethan haͤtte.","norm":"Doch hatte noch keines sich den anderen offenbaret, wann nicht durch eine Arie, die Gotthart in die Laute sang, in Gegenwart Sylvia und anderen er sich allzu sehr kund getan hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5879998207092285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":841,"date":1719,"orig":"Weiln es Abends mehrentheils heller Monden-Schein war, divertirte ſich unſere Geſellſchafft auf denen nah angelegenen Wieſen, beſahen in ihren Umbgehen den ſchoͤn beſtirnnten Himmel und die um den Mond herumbziehende und gleichſam ſpielende kleine Woͤlcklein, welche tauſenterley Figuren und Verwandelung derſelben vorſtellten.","norm":"Weil es Abends mehrenteils heller Mondenschein war, divertierte sich unsere Gesellschaft auf denen nah angelegenen Wiesen, besahen in ihren umgehen den schön bestirnten Himmel und die um den Mond herumziehende und gleichsam spielende kleine Wölklein, welche tausenderlei Figuren und Verwandelung derselben vorstellten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.050399780273437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":842,"date":1719,"orig":"Filinda als eine curieuſe freymuͤthige Frau, ſprach:","norm":"Filinda als eine kuriose freimütige Frau, sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.93310022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":843,"date":1719,"orig":"Jn meiner Jugend wann ich in den Monden ſahe, und die Flecken deſſelben admirirte, machten meine Begleitende mir weiß, es ſey in ſolchen ein Maͤnnlein das traͤge ein Buͤndlein Holtz, mit deſſen Zulegung daſſelbe den Monden anfeuerte; Nachdem ich groͤſſer und im Leſen fertiger wurde, bekam ich ein Buͤchlein mit Nahmen der fliegende Wanders-Mann in den Mond, zu leſen, das mir den vorigen, mir ſtets zweiffelhafften Wahn benahm, und im Durchleſen mich ſeinen Vortrag zu approbiren gaͤntzlich beredete, dieweil ich die hin und wieder in Umkreiß und Zirckel des Mondes zerſtreuete Flecke, vor Berge, Huͤgel, Staͤdte, Doͤrffer und dergleichen anſahe, und wann der fliegende Wanders- Mann mir ſeine Transporteurs haͤtte uͤberlaſſen oder mir gleiche Sorte anſchaffen koͤnnen, ich haͤtte dieſe Monden-Reiſe aus Curioſitaͤt mit ihme gantz begierig antretten und ihn begleiten wollen.","norm":"In meiner Jugend wann ich in den Monden sah, und die Flecken desselben admirierte, machten meine Begleitende mir weiß, es sei in solchen ein Männlein das träge ein Bündlein Holz, mit dessen Zulegung dasselbe den Monden anfeuerte; nachdem ich größer und im Lesen fertiger wurde, bekam ich ein Büchlein mit Namen der fliegende Wandersmann in den Mond, zu lesen, das mir den vorigen, mir stets zweifelhaften Wahn benahm, und im Durchlesen mich seinen Vortrag zu approbieren gänzlich beredete, dieweil ich die hin und wieder in Umkreis und Zirkel des Mondes zerstreute Fleck, vor Berge, Hügel, Städte, Dörfer und dergleichen ansah, und wann der fliegende Wanders-Mann mir seine Transporteurs hätte überlassen oder mir gleiche Sorte anschaffen können, ich hätte diese Mondenreise aus Kuriosität mit ihm ganz begierig antreten und ihn begleiten wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085599899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":844,"date":1719,"orig":"Kunigundis ſprach: Filinda du biſt in deinen Jugend-Jahren unter uns allezeit die poßierlichſte geweſen, und haſt uns zuweilen manche Luſt mit deinen Einfaͤllen und Vortraͤgen gemacht, der Himmel, deſſen Lichter und Wolcken, waren dir lauter Zeichen und Wunder, daß, wann du in denen alten Zeiten unſerer Vorfahren gelebet haͤtteſt/ du gantz gewiß vor eine Wahrſagerin und Barda waͤreſt verehret worden.","norm":"Kunigundis sprach: Filinda du bist in deinen Jugendjahren unter uns allezeit die possierlichste gewesen, und hast uns zuweilen manche Lust mit deinen Einfällen und Vorträgen gemacht, der Himmel, dessen Lichter und Wolken, waren dir lauter Zeichen und Wunder, dass, wann du in denen alten Zeiten unserer Vorfahren gelebt hättest / du ganz gewiss vor eine Wahrsagerin und Barda wärest verehret worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.160299777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":845,"date":1719,"orig":"Jndem die andern in ein Gelaͤchter geriethen, kam in der Lufft uͤber ſie ein heller Strahl gefahren, Euſebia faßte ihre Schweſter Filinda bey den Arm ſagende: Liebe Schweſter, ſchau!","norm":"Indem die anderen in ein Gelächter gerieten, kam in der Luft über sie ein heller Strahl gefahren, Eusebia fasste ihre Schwester Filinda bei den Arm sagende: Liebe Schwester, schau!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5792999267578125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":846,"date":1719,"orig":"Luna ſchicket dir einen Bothen, dich zur Reiſe anzureitzen.","norm":"Luna schicket dir einen Boten, dich zur Reise anzureizen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.661799907684326} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":847,"date":1719,"orig":"Filinda antwortete:","norm":"Filinda antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.656000137329102} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":848,"date":1719,"orig":"Wann ich gleich meiner Curioſitaͤt ein Genuͤge thun wolte, muͤſte ich doch meinen lieben Mann regardiren, ihn nicht alleine zulaſſen, oder ſonſten bey ihme eine Jalouſie zu erwecken.","norm":"Wann ich gleich meiner Kuriosität ein Genüge tun wollte, müsste ich doch meinen lieben Mann regardieren, ihn nicht alleine zulassen, oder sonsten bei ihm eine Jalousie zu erwecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.048299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":849,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":850,"date":1719,"orig":"Adelbrecht ihr Ehe-Liebſter ſprach: Mein Hertze, ſie darff nicht erſt dem Monde zu reiſen; dieſer Planete hat ſo wohl uͤber ſie als uͤber anderes Frauenzimmer ein gar groß und weitlaͤufftiges Regiment, daß ihr der Luna als euerer Gebietherin zu Fuſſe fallen muͤſſet, auf daß ſie euch allezeit in eueren Zufaͤllen und Noͤthen behuͤlfflich ſeyn moͤge.","norm":"Adelbrecht ihr Eheliebster sprach: Mein Herze, sie darf nicht erst dem Monde zu reisen; dieser Planete hat so wohl über sie als über anderes Frauenzimmer ein gar groß und weitläufiges Regiment, dass ihr der Luna als eurer Gebieterin zu Fuße fallen müsset, auf dass sie euch allezeit in eueren Zufällen und Nöten behilflich sein möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.104899883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":851,"date":1719,"orig":"Filinda regerirte: Lieber Mann, er fuͤhret uns von unſerere Rede gantz ab, das iſt wahr mein Engel, antwortete Adelbrecht; Jch will beyzeiten abſtehen; damit die erzoͤrnte Luna mich nicht zur Straffe ziehe, und uns ihr helles Geſichte ter zu ſchauen verwegere; bevorab weil ſie durch ihren klaren weiſſen Schein, uns Morgen geliebts GOtt, ein klares Wetter und ſchoͤnen Tag weiſſaget, nach den bekannten Vers:","norm":"Filinda regerirte: Lieber Mann, er führt uns von unserer Rede ganz ab, das ist wahr mein Engel, antwortete Adelbrecht; Ich will beizeiten abstehen; damit die erzürnte Luna mich nicht zur Strafe ziehe, und uns ihr helles Gesichte ter zu schauen wegere; vorab weil sie durch ihren klaren weißen Schein, uns Morgen geliebtes Gott, ein klares Wetter und schönen Tag weissaget, nach den bekannten Vers:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.928800106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":852,"date":1719,"orig":"Pallida Luna pluit, rubicunda flat, alba ſerenat.","norm":"Pallida Luna pluit, rubicunda flat, alba serenat.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"id","lang_de":0,"norm_lmscore":6.043499946594238} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":853,"date":1719,"orig":"Liebhold replicirte, zuweilen iſt der nachfolgende Tag heiter und ſchoͤne, wann der Monden des Abends zuvor ſich roth auffuͤhret.","norm":"Liebhold replizierte, zuweilen ist der nachfolgende Tag heiter und schöne, wann der Monden des Abends zuvor sich rot aufführet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.090799808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":854,"date":1719,"orig":"Sophia ſagte:","norm":"Sophia sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.232700109481811} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":855,"date":1719,"orig":"Der Meynung bin ich auch geweſen.","norm":"Der Meinung bin ich auch gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.703500032424926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":856,"date":1719,"orig":"Adelbrecht verſetzte:","norm":"Adelbrecht versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.578400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":857,"date":1719,"orig":"Mit ſtarcken Winden vermiſcht, doch trifft die Beſchreibung nicht allezeit zu, ſo, daß wann auch der Monden noch ſo ſchoͤne hell und weiß ſeinen Umbkreiß durchlaufft, der Tag darauff unſtett und ſtuͤrmiſch iſt.","norm":"Mit starken Winden vermischt, doch trifft die Beschreibung nicht allezeit zu, so, dass wann auch der Monden noch so schöne hell und weiß seinen Umkreis durchlauft, der Tag darauf unstet und stürmisch ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378200054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":858,"date":1719,"orig":"Euſebia ſprach:","norm":"Eusebia sprach:","lang_fastText":"ja","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ga","lang_de":0,"norm_lmscore":4.399400234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":859,"date":1719,"orig":"Es iſt ja faſt alles in der Welt der Unbeſtaͤndigkeit unterworffen, alſo wird der Mond als ein Ebenbild derſelben nicht ausgeſchloſſen ſeyn, bey Anſchauung dieſes Lichts, welches faſt taͤglich ſeinen Wechſel vorzeiget indem es bald klein iſt, zunimbt und groß wird, bald wieder abnimbt und wieder kleine wird, kan man ihme eine Vorſtellung eines wanckel-muͤthigen Menſchen, der in ſeinen Lebens-Wandel ſich faſt ſtuͤndlich aͤndert, daß in ſolchen keine Gewißheit zu ſetzen iſt, machen:","norm":"Es ist ja fast alles in der Welt der Unbeständigkeit unterworfen, also wird der Mond als ein Ebenbild derselben nicht ausgeschlossen sein, bei Anschauung dieses Lichts, welches fast täglich seinen Wechsel vorzeiget indem es bald klein ist, zunimmt und groß wird, bald wieder abnimmt und wieder kleine wird, kann man ihm eine Vorstellung eines wankelmütigen Menschen, der in seinen Lebens-Wandel sich fast stündlich ändert, dass in solchen keine Gewissheit zu setzen ist, machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.555600166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":860,"date":1719,"orig":"Mithin verfuͤgte ſich die Compagnie zuruͤck, wuͤntſchten allerſeits Eckarthen eine vergnuͤgliche Nacht- Ruhe, dergleichen Eckarth auch that, und giengen in ihre angewieſene Zimmer zur Ruhe.","norm":"Mithin verfügte sich die Compagnie zurück, wünschten allerseits Eckarten eine vergnügliche Nacht-Ruhe, dergleichen Eckart auch tat, und gingen in ihre angewiesene Zimmer zur Ruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.775599956512451} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":861,"date":1719,"orig":"Den Tag zuvor, ehe die Compagnie Abſchied nahm, forderte Eckarth ſeinen Hauß- Voigt und andere Bediente in Gegenwart der gantzen Lieb-wertheſten Geſellſchafft vor ſich, und redete ſie mit folgenden Worten an:","norm":"Den Tag zuvor, ehe die Compagnie Abschied nahm, forderte Eckart seinen Hauß-Voigt und andere Bediente in Gegenwart der ganzen Liebwertesten Gesellschaft vor sich, und redete sie mit folgenden Worten an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.503300189971924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":862,"date":1719,"orig":"Jhr meine lieben Kinder, anjetzo iſt es Zeit euch zu eroͤffnen, wie daß ich willens bin mit dieſen zwey jungen Herren drey oder vier Jahr ſo lange es GOtt gefaͤllt, und die Zeiten vergoͤnnen, ſo wohl einheimiſche als frembde Laͤnder zu beſuchen, mein Guͤthlein aber waͤhrender Zeit eines getreuen Vorſtehers vonnoͤthen hat; So ſtelle ich euch an meiner ſtatt vor, dieſen meinen getreuen Bruder und Freund, Herr Muͤlarden mit ſeiner Jungfer Tochter, mit Befehl an euch, ihnen als mir ſelbſt getreu zu ſeyn, und in allen zu gehorchen, wie ich denn dir wertheſter Herr Bruder hiermit die Schluͤſſel, und mit denenſelben alle Gewalt in und mit meinem Guthe zu ſchalten und zu walten, wie du es am beſten verſteheſt und dir gefaͤllt, uͤbergebe.","norm":"Ihr meine lieben Kinder, jetzt ist es Zeit euch zu eröffnen, wie dass ich Willens bin mit diesen zwei jungen Herren drei oder vier Jahr so lange es Gott gefällt, und die Zeiten vergönnen, so wohl einheimische als fremde Länder zu besuchen, mein Gütlein aber währender Zeit eines getreuen Vorstehers vonnöten hat; so stelle ich euch an meiner statt vor, diesen meinen getreuen Bruder und Freund, Herr Mülarden mit seiner Jungfer Tochter, mit Befehl an euch, ihnen als mir selbst getreu zu sein, und in allen zu gehorchen, wie ich denn dir wertester Herr Bruder hiermit die Schlüssel, und mit denselben alle Gewalt in und mit meinem Gute zu schalten und zu walten, wie du es am besten verstehest und dir gefällt, übergebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.767600059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":863,"date":1719,"orig":"Der Hauß- Voigt mit denen andern Bedienten, verſprachen des Herren Befehl in allen gehorſambſt nachzuleben, nur Pylama die Maͤyer- oder Kaͤſe-Mutter fieng an zu weinen, und ſprach zu Eckarthen ihren Herrn: Ach! mit eueren Reiſen bleibet hier lieber bey uns, koͤnnet ihr doch alle Tage, wann es euch gefaͤllt, in Garten oder auf das Feld gehen, wohin ihr wollt, ſo iſt ja Paliro auch weit genung, wann ihr ja ſehen wollet, was die Staͤdiſche machen.","norm":"Der Hauß-Voigt mit denen anderen Bedienten, versprachen des Herren Befehl in allen gehorsamst nachzuleben, nur Pylama die Mäyer- oder Käsemutter fing an zu weinen, und sprach zu Eckarten ihren Herrn: ach! mit eueren Reisen bleibt hier lieber bei uns, könnet ihr doch alle Tage, wann es euch gefällt, in Garten oder auf das Feld gehen, wohin ihr wollt, so ist ja Paliro auch weit genug, wann ihr ja sehen wollet, was die Städtische machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.209799766540527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":864,"date":1719,"orig":"Stille, liebe Mutter: verſetzte Eckarth, du wirſt hier auch eine gute Herrſchafft haben, bethe fleißig vor mich, bey meiner Ruͤckkehr werde ich dir einen neuen Peltz mit bringen; damit wurde der guten Alten ihr Kummer auch geſtillet.","norm":"Stille, liebe Mutter: versetzte Eckart, du wirst hier auch eine gute Herrschaft haben, bete fleißig vor mich, bei meiner Rückkehr werde ich dir einen neuen Pelz mitbringen; damit wurde der guten Alten ihr Kummer auch gestillt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.918300151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":865,"date":1719,"orig":"Auf daß aber das Geſinde nach ſeinen Abreiſen dem neuen Herrn ſich nicht wiederſpenſtig erzeigen moͤchte, nahm er den Hauß- Voigt, als die geſammte Compagnie nach genommenen Abſchied, ſich mit Eckarthen wieder nach Paliro begab, mit ihm, und uͤbergab in deſſen Gegenwart daſelbſt dem Muͤlard das Seine Gerichtlich, ſeine paare Mittel, die er, wann er ſterben ſolte, denen zweyen Jungfern Sylvien und Freymuthen, mit gewiſſen Beding vermachte, legte er bey Herrn Ehrenfried gerichtlich verſiegelt ein.","norm":"Auf dass aber das Gesinde nach seinen Abreisen dem neuen Herrn sich nicht widerspenstig erzeigen möchte, nahm er den Hauß-Voigt, als die gesamte Compagnie nach genommenen Abschied, sich mit Eckarten wieder nach Paliro begab, mit ihm, und übergab in dessen Gegenwart daselbst dem Mülard das Seine Gerichtlich, seine paare Mittel, die er, wann er sterben sollte, denen zweien Jungfern Sylvien und Freimuten, mit gewissen Beding vermachte, legte er bei Herrn Ehrenfried gerichtlich versiegelt ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.640600204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":866,"date":1719,"orig":"Nachdem Ehrenfried in ſeinem Garten ſeinem lieben Eckarth, ſammt ſeinen und Muͤlards Soͤhne, in accompagnirung vieler guten Freunde einen Valet-Schmauß gegeben hatte, reiſete Muͤlard nebenſt ſeiner Jungfer Tochter, Siegfried und Gotthart mit Eckarthen auf ſein Guth Liddo, und weil der Herbſt herannahete, ſagte Eckarth:","norm":"Nachdem Ehrenfried in seinem Garten seinem lieben Eckart, samt seinen und Mülards Söhne, in accompagnirung vieler guten Freunde einen Valetschmaus gegeben hatte, reiste Mülard neben seiner Jungfer Tochter, Siegfried und Gotthart mit Eckarten auf sein Gut Lido, und weil der Herbst herannahte, sagte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.364299774169922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":867,"date":1719,"orig":"Aller-liebſter Herr Bruder, die Zeit erforderts auffzubrechen, und unſere Reiſe anzuſtellen, lebe zu tauſendmahl vergnuͤgt, die Guͤthigkeit des Hoͤchſten verleihe, daß ich deinen und Ehrenfrieds Soͤhne unter ſeinen Schutz ſo, als ich ſie geſund ausfuͤhre, auch mit Goͤttlicher Asſiſtentz in gleichen Zuſtande wiederumb zuruͤcke bringe, und wir euch allerſeits in guten Wohl-Stande und vollen Vergnuͤgen wieder antreffen moͤgen.","norm":"Allerliebster Herr Bruder, die Zeit erfordert aufzubrechen, und unsere Reise anzustellen, lebe zu tausendmal vergnügt, die Gütigkeit des Höchsten verleihe, dass ich deinen und Ehrenfrieds Söhne unter seinen Schutz so, als ich sie gesund ausführe, auch mit göttlicher Assistenz in gleichen Zustande wiederum zurückbringe, und wir euch allerseits in guten Wohlstande und vollen Vergnügen wieder antreffen mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":868,"date":1719,"orig":"Muͤlard bedanckte ſich gegen Eckarthen zum ſchoͤnſten, und gab ſo wohl ſeinem als Ehrenfrieds Sohne folgenden Unterricht und Seegen:","norm":"Mülard bedankte sich gegen Eckarten zum schönsten, und gab so wohl seinem als Ehrenfrieds Sohne folgenden Unterricht und Segen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.180799961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":869,"date":1719,"orig":"Meine lieb wertheſte Soͤhne, ſprach er:","norm":"Meine lieb werteste Söhne, sprach er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.530799865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":870,"date":1719,"orig":"Hier habt ihr den getreuen Eckarth, den liebet als eueren Vater, folget ſeinen Vermahnungen, GOtt der Heerſchaaren ſey mit euch, und der Schutz ſeiner heiligen Engel umbgebe euch; der HErr ſeegne euch und behuͤte euch, der HErr erhebe ſein Antlitz auf euch, und ſey euch gnaͤdig! der HErr erhebe ſein Angeſicht uͤber euch, und gebe euch ſeinen Frieden; das Schwerd des HErren ſey wieder euere Feinde, habet allezeit GOtt vor Augen, und williget in keine Suͤnde, ziehet hin meine Soͤhne und GOtt laſſe mich euch geſund in vollen Seegen wieder ſehen:","norm":"Hier habt ihr den getreuen Eckart, den liebet als eueren Vater, folget seinen Vermahnungen, Gott der Heerscharen sei mit euch, und der Schutz seiner heiligen Engel umgebe euch; der Herr segne euch und behüte euch, der Herr erhebe sein Antlitz auf euch, und sei euch gnädig! der Herr erhebe sein Angesicht über euch, und gebe euch seinen Frieden; das Schwert des Herren sei wieder eure Feinde, habet allezeit Gott vor Augen, und williget in keine Sünde, ziehet hin meine Söhne und Gott lasse mich euch gesund in vollen Segen wieder sehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.965100049972534} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":871,"date":1719,"orig":"Was zu deiner Reiſe mein liebſter Sohn Gotthart, von noͤthen ſeyn wird, iſt ſchon alles angeſchafft, und wirſt es von Herrn Ehrenfrieden zu empfangen haben, deſſen Herrn Sohn meinen wertheſten Siegfried, wolleſt du als deinen Leiblichen Bruder lieben, und dieſer treuen Gegen-Liebe verſehe ich mich auch zu euch, mein lieber Herr Sohn Siegfried.","norm":"Was zu deiner Reise mein liebster Sohn Gotthart, vonnöten sein wird, ist schon alles angeschafft, und wirst es von Herrn Ehrenfrieden zu empfangen haben, dessen Herrn Sohn meinen wertesten Siegfried, wollest du als deinen leiblichen Bruder lieben, und dieser treuen Gegenliebe versehe ich mich auch zu euch, mein lieber Herr Sohn Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249899864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":872,"date":1719,"orig":"Siegfried antwortete: Herr Vater, Herr Muͤlard, dieſes Hertze verbleibet mit Goͤttlichen Beyſtand einig und allein meinen liebſten Gotthart zugethan.","norm":"Siegfried antwortete: Herr Vater, Herr Mülard, dieses Herze verbleibet mit göttlichen Beistand einig und allein meinen liebsten Gotthart zugetan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.517399787902832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":873,"date":1719,"orig":"Wie auch das Meinige dir mein Hertzens-Bruͤdergen, replicirte Gotthart:","norm":"Wie auch das Meinige dir mein Hertzens-Brüdergen, replizierte Gotthart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.441999912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":874,"date":1719,"orig":"Und hiermit fielen beyde einander um den Halß und kuͤßten ſich.","norm":"Und hiermit fielen beide einander um den Hals und küssten sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.574399948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":875,"date":1719,"orig":"Jungfer Freymuth aber, welche bereits eine heimliche Liebes-Neigung gegen Siegfrieden hegte, kuͤßte mit einen Gluͤckwuntſch und heiſſen Zaͤhren-Guß ihren lieben Bruder Gotthart, und verehrte Siegfried mit einen wohl-gewirckten Andenckungs-Band, und einen ſchoͤnen Diamantenen Ringe, in dem Bande waren folgende Worte eingewirckt.","norm":"Jungfer Freimut aber, welche bereits eine heimliche Liebesneigung gegen Siegfrieden hegte, küsste mit einen Glückwunsch und heißen Zähren-Guss ihren lieben Bruder Gotthart, und verehrte Siegfried mit einen wohl-gewirkten Andenkungs-Band, und einen schönen diamantenen Ringe, in dem Bande waren folgende Worte eingewirkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.430099964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":876,"date":1719,"orig":"Beſtand wird erkannt.","norm":"Bestand wird erkannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.825900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":877,"date":1719,"orig":"Muͤlard mit ſeiner Tochter gaben Eckarth und denen jungen Herren auf ein Meil Weges gegen Paliro zu das Geleite, und nach nochmahliger Gluͤckwuͤntſchung und Vermahnung fuhr Muͤlard mit ſeiner Begleiterin wiederumb zuruͤck auf Eckarths Guth, und verwaltete daſſelbe Zeit ſeines Auſſenbleibens mit ſeiner Jungfer Tochter aufs Beſte als ihnen immer moͤglich war.","norm":"Mülard mit seiner Tochter gaben Eckart und denen jungen Herren auf ein Meil Weges gegen Paliro zu das Geleite, und nach nochmaliger Glückwünschung und Vermahnung fuhr Mülard mit seiner Begleiterin wiederum zurück auf Ekarts Gut, und verwaltete dasselbe Zeit seines Außenbleibens mit seiner Jungfer Tochter aufs Beste als ihnen immer möglich war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.072500228881836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":878,"date":1719,"orig":"Nachdem unſere Reiſende in Paliro ankommen waren, kehreten ſie bey Ehrenfrieden ein; da denn den andern Tag darauff Ehrenfried Eckarthen einen offenen Wechſel zu Luſebra zu empfangen addreſſe gab, Gottharten aber und ſeinem Sohne Siegfried, gab er einen jeden ein paar Leinwandne Unter-Hoſen mit eingenehten 50. Ducaten in Gold, ſolche in Nothfall anzugreiffen, wie auch ihr Reiſe-Geraͤthe mit Vaͤterlicher Inſtruction Herrn Eckarth als ihren Vater zu lieben, zu ehren, zu gehorſamen, ohne ſeinen Willen und Conſens nichts vorzunehmen, liederliche Geſellſchafft zu meiden, die Leuthe wohl zu unterſcheiden lernen, und ſich zuſammen als Bruͤder zu lieben, womit er ſie beyderſeits mit ſeinen Vaͤterlichen Seegen bedeckte, und daß ſie ihre Reiſe alſo verrichteten vermahnte, daß er und Muͤlard in geſunder Zuruͤckkunfft, die er ihnen hertzlich anerwuͤntſche, ſofern es GOttes Wille waͤre, und ſie noch leben ſolten, groſſe Freude und Ruhm an ihnen erleben moͤchten.","norm":"Nachdem unsere Reisende in Paliro ankommen waren, kehrten sie bei Ehrenfrieden ein; da denn den anderen Tag darauf Ehrenfried Eckarten einen offenen Wechsel zu Lusebra zu empfangen Adresse gab, Gottharten aber und seinem Sohne Siegfried, gab er einen jeden ein paar Leinwandne Unterhosen mit eingenähten 50. Dukaten in Gold, solche in Notfall anzugreifen, wie auch ihr Reisegeräte mit väterlicher Instruktion Herrn Eckart als ihren Vater zu lieben, zu ehren, zu gehorsamen, ohne seinen Willen und Konsens nichts vorzunehmen, liederliche Gesellschaft zu meiden, die Leute wohl zu unterscheiden lernen, und sich zusammen als Brüder zu lieben, womit er sie beiderseits mit seinen väterlichen Segen bedeckte, und dass sie ihre Reise also verrichteten vermahnte, dass er und Mülard in gesunder Zurückkunft, die er ihnen herzlich anerwüntsche, sofern es Gottes Wille wäre, und sie noch leben sollten, große Freude und Ruhm an ihnen erleben möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.250999927520752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":879,"date":1719,"orig":"Dieweil Jungfer Freymuth gegen Siegfrieden ſich ſo wohl gehalten hatte, wolte Jungfer Sylvia auch nicht weniger ihre Liebe gegen Gottharten ſehen laſſen, uͤbergab denſelben ein ſchoͤn Gedaͤchtnis-Band von Purpur und Gold gewirckt, mit folgenden Buchſtaben.","norm":"Dieweil Jungfer Freimut gegen Siegfrieden sich so wohl gehalten hatte, wollte Jungfer Sylvia auch nicht weniger ihre Liebe gegen Gottharten sehen lassen, übergab denselben ein schön Gedächtnis-Band von Purpur und Gold gewirkt, mit folgenden Buchstaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.517499923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":880,"date":1719,"orig":"Hoch-geacht/ danckbahr macht/ ſammt einem mit ſchoͤnen Diamanten verſetzten Bruſt-Stuͤck, in deſſen verborgnes ihr Contrafait aufs kuͤnſtlichſte eingemahlet war.","norm":"Hoch-geacht / dankbar macht / samt einem mit schönen Diamanten versetzten Bruststück, in dessen verborgenes ihr Contrafait aufs künstlichste eingemahlet war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8968000411987305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":881,"date":1719,"orig":"Bey empfang ſagte Gotthart:","norm":"Bei Empfang sagte Gotthart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.462699890136719} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":882,"date":1719,"orig":"Meine Hertzens-Schoͤne, die groſſe Gegen.","norm":"Meine Herzens-Schöne, die große Gegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.387400150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":883,"date":1719,"orig":"Vergeltung, welche ich vor ein dergleichen koſtbahres Geſchencke thun ſolte, wuͤrde Zweiffels ohne wieder geſchehen, wann es die Schleunigkeit der Reiſe es nicht verhinderte, doch ſoll ſolches, wo ich anders verſichert werde, daß es bey ihr Hertz-wertheſte Sylvia guͤnſtig ſolte angenommen werden, vom erſten Orth aus gleicher Weiſe geſchehen:","norm":"Vergeltung, welche ich vor ein dergleichen kostbares Geschenke tun sollte, würde zweifelsohne wieder geschehen, wann es die Schleunigkeit der Reise es nicht verhinderte, doch soll solches, wo ich anders versichert werde, dass es bei ihr Herzwerteste Sylvia günstig sollte angenommen werden, vom ersten Ort aus gleicherweise geschehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.022900104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":884,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen aber ſage ich unendlich verbundneſten Danck.","norm":"Unterdessen aber sage ich unendlich verbundensten Dank.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.81689977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":885,"date":1719,"orig":"Unterthaͤnigſt bittende: meiner bey ihr allezeit in geneigten Andencken ſeyn zu laſſen; Sylvia antwortete: Monſr.","norm":"Untertänigst bittende: meiner bei ihr allezeit in geneigten Andenken sein zu lassen; Sylvia antwortete: Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.32919979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":886,"date":1719,"orig":"Gotthart nehme mit den Wenigen vorlieb, ſich verſicherend haltent, daß auch den Anſehen nach das Geringſte von der Gewogenheit mir zugeſchicktes ich als das koſtbahreſte Kleinod æſtimiren werde/ und dero lieb-wertheſte Perſon wird mir nicht aus meinen Hertzen geſchweige Gedancken kommen, und wird mich keine Luſt abhalten vor dero Wohlſeyn taͤglich zu beten: Wormit Gotthart ihr einen Reverentz machte.","norm":"Gotthart nehme mit den Wenigen vorlieb, sich versichernd haltend, dass auch den Ansehen nach das Geringste von der Gewogenheit mir zugeschicktes ich als das kostbarste Kleinod ästimieren werde / und deren liebwerteste Person wird mir nicht aus meinen Herzen geschweige Gedanken kommen, und wird mich keine Lust abhalten vor deren Wohlsein täglich zu beten: Womit Gotthart ihr einen Reverenz machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.475299835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":887,"date":1719,"orig":"Den dritten Tag ward zur Reiſe alles fertig gemacht, der Kutſcher packte auf, und nachdem unſere Compagnie das Fruͤck-Stuͤcke zu ſich genommen hatte, kam Solimund, mit Bitte dieſen Tag noch zu verbleiben, und weiln ohnedem der Weg ſeinen Garten vorbey gieng, den Abend mit einer geringen Abend- Koſt vorlieb zu nehmen, und ſo denn Morgens in aller Fruͤh ihre Reiſe fort zu ſetzen; Alleine Eckarth entſchuldigte ſich aufs freundligſte, ſagende: Monſr.","norm":"Den dritten Tag wurde zur Reise alles fertig gemacht, der Kutscher packte auf, und nachdem unsere Compagnie das Frück-Stücke zu sich genommen hatte, kam Solimund, mit Bitte diesen Tag noch zu verbleiben, und weil ohnedem der Weg seinen Garten vorbeiging, den Abend mit einer geringen Abend-Kost vorliebzunehmen, und so denn Morgens in aller Früh ihre Reise fortzusetzen; alleine Eckart entschuldigte sich aufs freundlichste, sagende: Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.409900188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":888,"date":1719,"orig":"Solimund, deſſen angebothene Hoͤfligkeit nehmen wir als geſchehen an, Reiſe-Leuthe muͤſſen nicht ſchwere Koͤpffe mit auf den Weg nehmen.","norm":"Solimund, dessen angebotene Höflichkeit nehmen wir als geschehen an, Reise-Leute müssen nicht schwere Köpfe mit auf den Weg nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36269998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":889,"date":1719,"orig":"Man weiß nicht was ſich zutragen kan, und wenn man denn des Abends betruncken iſt, wie es bey dergleichen Valet-Schmaͤuſſen pflegt herzugehen, laͤſt es ſich nicht fruͤh wohl aufſtehen.","norm":"Man weiß nicht was sich zutragen kann, und wenn man denn des Abends betrunken ist, wie es bei dergleichen Valet-Schmäusen pflegt herzugehen, lässt es sich nicht früh wohl aufstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.159900188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":890,"date":1719,"orig":"Ein guter Freund wird ſeinen abreiſenden Freunde alſo mehr eine Laſt als Luſt verurſachen.","norm":"Ein guter Freund wird seinen abreisenden Freunde also mehr eine Last als Lust verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.92519998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":891,"date":1719,"orig":"Wohl dann! replicirte Solimund, Monſr.","norm":"Wohl dann! replizierte Solimund, Monsr.","lang_fastText":"hr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.934800148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":892,"date":1719,"orig":"Eckarth hat recht, doch waͤre es mir hertzlich lieb geweſen, denſelben noch zu guter letzt mit einer kleinen Abend-Mahlzeit in meinen Garten zu bedienen.","norm":"Eckart hat recht, doch wäre es mir herzlich lieb gewesen, denselben noch zu guter Letzt mit einer kleinen Abendmahlzeit in meinen Garten zu bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.604100227355957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":893,"date":1719,"orig":"Hiermit nahmen Eckarth, Gotthart und Siegfried von Rannefort, Ehrenfried und Beyweſenden Abſchied, ſatzten ſich auf die Land-Kutſche und fuhren unter Goͤttlichen Geleite fort:","norm":"Hiermit nahmen Eckart, Gotthart und Siegfried von Rannefort, Ehrenfried und Beywesenden Abschied, sattsten sich auf die Landkutsche und fuhren unter Göttlichen Geleite fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.273399829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":894,"date":1719,"orig":"Wie ſie aber vor Solimunds Garten vorbey fahren wolten, fiel Liebhold den Kutſcher in die Pferde, und Edelmuth und Adelbrecht bathen unſere Reiſende zum Mittags-Mahl hinnein, indem ſich aber Eckarth wegerte; und den Kutſcher fortzufahren befahl, kam Rannefort, Ehrenfried, Solimund, Thierhold, mit ihren Ehe-Liebſtinnen, wie auch Jungfer Sylvia mit Frau Filinda gefahren, die noͤthigten unſere Reiſende abzuſteigen, und das Mittags-Mahl zu nehmen, da ſie denn etliche Stunden in Vergnuͤgung zubrachten.","norm":"Wie sie aber vor Solimunds Garten vorbeifahren wollten, fiel Liebhold den Kutscher in die Pferde, und Edelmut und Adelbrecht baten unsere Reisende zum Mittagsmahl hinein, indem sich aber Eckart wegerte; und den Kutscher fortzufahren befahl, kam Rannefort, Ehrenfried, Solimund, Tierhold, mit ihren Ehe-Liebstinnen, wie auch Jungfer Sylvia mit Frau Filinda gefahren, die nötigten unsere Reisende abzusteigen, und das Mittagsmahl zu nehmen, da sie denn etliche Stunden in Vergnügung zubrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.243599891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":895,"date":1719,"orig":"Als nun der Mittag vorbey war, ſtund Eckarth mit ſeinen Liebes Soͤhnen und Reiſe-Compagnions auf, nahmen nochmahln von der gantzen verſammelten Compagnie, die ihnen tauſendfach Gluͤck zuwuͤntſchten, freundlichſten Abſchied und fuhren ſelbigen Abends noch bis Piſcaira, ein Flecken drey Meilen von Paliro.","norm":"Als nun der Mittag vorbei war, stand Eckart mit seinen Liebes Söhnen und Reisecompagnions auf, nahmen nochmals von der ganzen versammelten Compagnie, die ihnen tausendfach Glück zuwünschten, freundlichsten Abschied und fuhren selbigen Abends noch bis Piscaira, ein Flecken drei Meilen von Paliro.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.697700023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":896,"date":1719,"orig":"Den 4ten Tag als ſie zu einen Dorffe, Nahmens Schoͤnau kamen, hielt der Kutſcher und rieff unſeren Reiſenden.","norm":"Den 4ten Tag als sie zu einen Dorfe, Namens Schönau kamen, hielt der Kutscher und rief unseren Reisenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.797999858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":897,"date":1719,"orig":"Eckarth ſtieg ab, und fragte was da waͤre?","norm":"Eckart stieg ab, und fragte was da wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.601600170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":898,"date":1719,"orig":"da wieſe ihm der Kutſcher auf den Creutz-Wege ein Hembdlein mit einer kleinen Muͤtze liegen, bath Eckarthen, ſolches doch mit ſeinen Stabe auf den Acker zu ſchmeiſſen, damit er foͤrder fahren koͤnte.","norm":"da wiese ihm der Kutscher auf den Kreuzwege ein Hemdlein mit einer kleinen Mütze liegen, bat Eckarten, solches doch mit seinen Stabe auf den Acker zu schmeißen, damit er förder fahren könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497000217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":899,"date":1719,"orig":"Nachdem Eckarth des Kutſchers Bitte vollbracht hatte, und wiederumb aufgeſeſſen war; ſprach Er:","norm":"Nachdem Eckart des Kutschers Bitte vollbracht hatte, und wiederum aufgesessen war; sprach er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.150000095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":900,"date":1719,"orig":"O verfluchte Boßheit, o verdammte Transplantation!","norm":"O verfluchte Bosheit, o verdammte Transplantation!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.018700122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":901,"date":1719,"orig":"Da ein Menſch um ſich und die Seinigen von der ſchweren Noth zu erretten, ſie einen andern durch einen ſolchen ſchlechten Weg zukauffet.","norm":"Da ein Mensch um sich und die Seinigen von der schweren Not zu erretten, sie einen anderen durch einen solchen schlechten Weg zukaufet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.969399929046631} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":902,"date":1719,"orig":"Sehet lieben Herren Soͤhne, dieſes Hembdlein kommt von einem Kinde, welches die ſchwere Noth oder das hoͤchſte Gebrechen hat, weil nun deſſen Eltern ihr Kind des Ubels gerne wolten befreyet ſehen, ſo legen ſie das Hembdlein worinnen das Kind den Zufall erlitten, auf den Creutz-Weg, den nothwendig jemand gehen, reiten oder fahren muß, kommt nun ein Einfaͤltiges das es nicht verſtehet, das nimbt entweder die Muͤtze oder das Hembdlein oder beydes zugleich, damit empfaͤhet derjenige die boͤſe Seuche, und der vorige Patiente verliehret die Kranckheit; Dieſe Leuthe ſetzen GOttes Ordnung aus den Wege, und indem ſie ihren Nechſten ſchaden, und in ſolcher Suͤnde fortgehen, erhalten ſie vor dieſe Kranckheit die ewige Marter und Quaal.","norm":"Sehet lieben Herren Söhne, dieses Hemdlein kommt von einem Kinde, welches die schwere Not oder das höchste Gebrechen hat, weil nun dessen Eltern ihr Kind des Übels gerne wollten befreiet sehen, so legen sie das Hemdlein worin das Kind den Zufall erlitten, auf den Creutz-Weg, den notwendig jemand gehen, reiten oder fahren muss, kommt nun ein Einfältiges das es nicht verstehet, das nimmt entweder die Mütze oder das Hemdlein oder beides zugleich, damit empfähet derjenige die böse Seuche, und der vorige Patiente verlieret die Krankheit; diese Leute setzen Gottes Ordnung aus den Wege, und indem sie ihren Nächsten schaden, und in solcher Sünde fortgehen, erhalten sie vor diese Krankheit die ewige Marter und Qual.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.936800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":903,"date":1719,"orig":"Jndem ſie ſo redeten, fuhren ſie einen Feld-Crucifix oder Marter-Saͤule welches voller Lumpen hieng vorbey, da fragte Siegfried; Herr Vater! was bedeutet aber dieſes?","norm":"Indem sie so redeten, fuhren sie einen Feldcrucifix oder Martersäule welches voller Lumpen hing vorbei, da fragte Siegfried; Herr Vater! was bedeutet aber dieses?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.952400207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":904,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete:","norm":"Eckart antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.00600004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":905,"date":1719,"orig":"Es hat faſt einerley Gemeinſchafft mit dem Vorigen, doch kan es eine natuͤrliche Urſache bey ſich fuͤhren.","norm":"Es hat fast einerlei Gemeinschaft mit dem Vorigen, doch kann es eine natürliche Ursache bei sich führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.441400051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":906,"date":1719,"orig":"Dieſe Lumpen ſind von Leuthen, die entweder das Fieber, die gelbe Sucht, wie auch ſchweres Gebrechen haben, die ſind der Meynung, wann ſie die mit Schweiß durch zogene Sachen an eine ſolche Saͤule haͤngen, ſo verliehre ſich die Kranckheit, die es nun thun als ſolte ihnen das Crucifix helffen, die laͤſtern GOtt und entheiligen den Nahmen GOttes, welche aber in denen Gedancken ſeyn, daß die umbſtreichende Lufft in Anwehung dergleichen beſchweiſte Tuͤcher ſympathetiſcher Weiſe beruͤhren, und alſo hierdurch den Patienten einige Huͤlffe verurſache, ſind zu entſchuldigen; und pflegt unterweilen, ſo wohl die Lufft als das Waſſer auf dergleichen ſympathetiſcher Arth etwas auszurichten.","norm":"Diese Lumpen sind von Leuten, die entweder das Fieber, die gelbe Sucht, wie auch schweres Gebrechen haben, die sind der Meinung, wann sie die mit Schweiß durchzogen Sachen an eine solche Säule hängen, so verliere sich die Krankheit, die es nun tun als sollte ihnen das Kruzifix helfen, die lästern Gott und entheiligen den Namen Gottes, welche aber in denen Gedanken sein, dass die umstreichende Luft in Anwehung dergleichen beschweißte Tücher sympathetischer Weise berühren, und also hierdurch den Patienten einige Hilfe verursache, sind zu entschuldigen; und pflegt unterweilen, so wohl die Luft als das Wasser auf dergleichen sympathetischer Art etwas auszurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436500072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":907,"date":1719,"orig":"Jch weiß mich noch wohl zu errinneren, ſprach Siegfried, daß einsmahls in unſer Nachbarſchafft Herr Roͤhrers Koͤchin, als ſie fruͤh zu Marckte gangen, in dem Sack-Gaͤßlein ein Gebuͤndel von allerhand ſchoͤnen Zeuge, Hembde, Schuͤrtzen, Tuͤchlein &c. gefunden, wer war froher als ſie.","norm":"Ich weiß mich noch wohl zu erinnere, sprach Siegfried, dass einsmals in unser Nachbarschaft Herr Röhrers Köchin, als sie früh zu Markte gegangen, in dem Sack-Gässlein ein Gebündel von allerhand schönen Zeuge, Hemd, Schürzen, Tüchlein & c. gefunden, wer war froher als sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.558599948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":908,"date":1719,"orig":"Sie fragte uͤberall nach, wer es verlohren haͤtte, allein es wolte ſich kein Verlierer anmelden, hiermit behielt ſie die gefundene Sachen, den Sonntag darauff ziehet ſie das inficirte Hembde an, da bekommt das arme Menſche Haupt-Schmertzen, endlich gegen Abend, reiſt es ihr in allen Gliedern, die Nacht weil ſie das Hembde ausgezogen hatte, iſt ihr ein wenig beſſer: Morgens, als ſie an ihre Arbeit gehen will, bekommt ſie einen Schwindel, faͤllt uͤbern Hauffen und greifft ſie die ſchwere Seuche aufs hefftigſte an.","norm":"Sie fragte überall nach, wer es verloren hätte, allein es wollte sich kein Verlierer anmelden, hiermit behielt sie die gefundene Sachen, den Sonntag darauf ziehet sie das infizierte Hemd an, da bekommt das arme Mensch Hauptschmerzen, endlich gegen Abend, reißt es ihr in allen Gliedern, die Nacht weil sie das Hemd ausgezogen hatte, ist ihr ein wenig besser: Morgens, als sie an ihre Arbeit gehen will, bekommt sie einen Schwindel, fällt übern Haufen und greift sie die schwere Seuche aufs heftigste an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.792300224304199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":909,"date":1719,"orig":"Jhre Muhme der ſie davon eine Haube verehret hatte, wiederfuhr gleicher Zufall, bald nach dreyen Stunden als ſie die Haube nur aufgeſetzt hatte, es iſt die Magd faſt zwey Jahr lang mit der Kranckheit geplaget worden; die andere muſte anderthalb Jahr das Ubel tragen.","norm":"Ihre Muhme der sie davon eine Haube verehret hatte, widerfuhr gleicher Zufall, bald nach drei Stunden als sie die Haube nur aufgesetzt hatte, es ist die Magd fast zwei Jahr lang mit der Krankheit geplagt worden; die andere musste anderthalb Jahr das Übel tragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406199932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":910,"date":1719,"orig":"Endlich funde ſich eine Schaͤfferin, die nahm alle das Zeug zu ſich, und damit wurden ſie beyde wiederumb befreyet:","norm":"Endlich fand sich eine Schäferin, die nahm alle das Zeug zu sich, und damit wurden sie beide wiederum befreiet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.963699817657471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":911,"date":1719,"orig":"doch hat das Menſch immer noch eine ſtarcke Bloͤdigkeit des Haupts.","norm":"doch hat das Mensch immer noch eine starke Blödigkeit des Haupts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.844799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":912,"date":1719,"orig":"So hat ein Teuffel den andern einen Poſſen geriſſen, ſprach Eckarth, wer weiß wem es die Schaͤfferin aufs neue mag angehencket haben.","norm":"So hat ein Teufel den anderen einen Possen gerissen, sprach Eckart, wer weiß wem es die Schäferin aufs neue mag angehängt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.461400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":913,"date":1719,"orig":"Nein! antwortete Siegfried, man hat nachgeforſchet, was vor ein Mittel ſie darzu gebrauchet haͤtte, ſo ſoll ſie die abgeholte Sachen verbrand, die wenige Aſche mit dem aus der Linden gefloſſenen Waſſer vermiſcht, in eine junge Eiche in welche ein Loch biß auff den Kern gebohret worden, in welches Loch ſie die zu Kugeln gedruckte Aſche gethan, und daſſelbe mit einen eichenen Pflock zugeſpuͤndet, der Magd aber von den Linden-Waſſer drey Wochen zu trincken befohlen haben.","norm":"Nein! antwortete Siegfried, man hat nachgeforscht, was vor ein Mittel sie dazu gebraucht hätte, so soll sie die abgeholte Sachen verbrannt, die wenige Asche mit dem aus der Linden geflossenen Wasser vermischt, in eine junge Eiche in welche ein Loch bis auf den Kern gebohrt worden, in welches Loch sie die zu Kugeln gedruckte Asche getan, und dasselbe mit einen eichenen Pflock zugespundet, der Magd aber von den Linden-Wasser drei Wochen zu trinken befohlen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":914,"date":1719,"orig":"Dieſes laͤſt ſich hoͤren: ſagte Eckarth und habe alſo mit meinen zu fruͤhen Urtheil, der Schaͤfferin, die wohl ſonſten nicht die Beſten und Froͤmmſten ſeyn, vor dieſesmahl zu viel gethan.","norm":"Dieses lässt sich hören: sagte Eckart und habe also mit meinen zu frühen Urteil, der Schäferin, die wohl sonsten nicht die Besten und Frommsten sein, vor diesmal zu viel getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.941500186920166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":915,"date":1719,"orig":"Auf was Arth hat ſie das aus der Linden gefloſſene Waſſer bekommen, fragte Eckarth.","norm":"Auf was Art hat sie das aus der Linden geflossene Wasser bekommen, fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7718000411987305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":916,"date":1719,"orig":"Mein Herr Vater gab Siegfried zur Antwort, ſie ſoll es erſtlich nicht haben melden wollen, endlich aber auf der Frauen inſtaͤndiges Anhalten, die es ſelbſten uns erzehlet hat, hat ſie vorgegeben, im Fruͤhling, wann der Safft in die Baͤume trit, grabe ſie um die Linde eine Grube, bis zur Wurtzel, und wann ſie dahin kaͤme, ſchneide ſie die kleinen neben Wuͤrtzlein mit einem neuen Meſſer entzwey, ſtecke dieſelbe in Waſſerſer, vermache ſolche feſte mit Wachs, decke nachmahls die Grube zu, nach und nach laufft das Waſſer aus denen Wurtzeln in die Glaͤſer, und wann ſie des Waſſers eine ziemliche Menge habe, verkleibe ſie die verſchnittenen Wurtzeln mit Wachs, und verwerffe die Grube wieder, und dieſes Waſſers brauche ſie dann denen Leuthen in der ſchweren Noth, Haupt- Schmertzen und anderen Zufaͤllen.","norm":"Mein Herr Vater gab Siegfried zur Antwort, sie soll es erstlich nicht haben melden wollen, endlich aber auf der Frauen inständiges Anhalten, die es selbst uns erzählt hat, hat sie vorgegeben, im Frühling, wann der Saft in die Bäume tritt, grabe sie um die Linde eine Grube, bis zur Wurzel, und wann sie dahin käme, schneide sie die kleinen neben Würzlein mit einem neuen Messer entzwei, stecke dieselbe in Wassers, vermache solche feste mit Wachs, decke nachmals die Grube zu, nach und nach lauft das Wasser aus denen Wurzeln in die Gläser, und wann sie des Wassers eine ziemliche Menge habe, verkleibe sie die verschnittenen Wurzeln mit Wachs, und verwerfe die Grube wieder, und dieses Wassers brauche sie dann denen Leuten in der schweren Not, Haupt-Schmerzen und anderen Zufällen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.768899917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":917,"date":1719,"orig":"Das laͤſt ſich hoͤren, ſprach Eckarth, aber daruͤber muß ich mich verwundern, daß die tummen Leuthe in gleicher Kranckheit denen Kindern die beſchweiſten Hembdlein an denen Leibern mitten voneinander reiſſen, und daſſelbe verbrennen, gleich als wann der Riß etwas darbey thun ſolte, ſo es das Feuer ausrichten ſoll, wuͤrde es ſo wohl an den gantzen Hembdlein als deſſen beyden geriſſenen Theilen, ſeine Krafft ausuͤben koͤnnen.","norm":"Das lässt sich hören, sprach Eckart, aber darüber muss ich mich verwundern, dass die tumben Leute in gleicher Krankheit denen Kindern die beschweißten Hemdlein an denen Leibern mitten voneinander reißen, und dasselbe verbrennen, gleich als wann der Riss etwas dabei tun sollte, so es das Feuer ausrichten soll, würde es so wohl an den ganzen Hemdlein als dessen beiden gerissenen Teilen, seine Kraft ausüben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.48960018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":918,"date":1719,"orig":"Des Abends als ſie vor das Wirths-Hauß kamen, hoͤrten ſie ein groß Gelaͤchter, und waͤre Eckarth gerne weiter gefahren, wenn ihnen die Nacht nicht allzu behaͤnde auf den Halß kommen waͤre, ſtiegen demnach ab, giengen in das Hauß, und wie ſie in die Stube kamen, ſahen ſie ein Weib, die auf einer Leyer ſchlug und allerhand Poſſen angab, ſo kunte ſie auch aus der Taſche ſpielen.","norm":"Des Abends als sie vor das Wirtshaus kamen, hörten sie ein groß Gelächter, und wäre Eckart gerne weiter gefahren, wenn ihnen die Nacht nicht allzu behände auf den Hals kommen wäre, stiegen demnach ab, gingen in das Haus, und wie sie in die Stube kamen, sahen sie ein Weib, die auf einer Leier schlug und allerhand Possen angab, so konnte sie auch aus der Tasche spielen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.264900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":919,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende fragten den Wirth, ob er nicht ein Zimmer uͤbrig haͤtte, dahin er ſie logiren koͤnte?","norm":"Unsere Reisende fragten den Wirt, ob er nicht ein Zimmer übrig hätte, dahin er sie logieren könnte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.677299976348877} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":920,"date":1719,"orig":"Ach ja meine Herren antwortete der Wirth, ſie gedulten ſich ein wenig, ich werde es gleich ſaubern laſſen.","norm":"Ach ja meine Herren antwortete der Wirt, sie gedulden sich ein wenig, ich werde es gleich sauberen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127399921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":921,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen ſie in der Schenck-Stube verzogen, hoͤreten ſie daß das Weib Waͤſſerlein wieder die Wuͤrme verkauffte; Eckarth ſagte gegen die jungen Herren heimlich: Schauet eine rechte Maulaͤffin, dennoch ob ich gleich nicht bald von dieſen Weibe urtheilen will, ſcheinet ſie doch eine Ertz-Buͤbinne zu ſeyn, und mag entweder ein Commis-Nickel, Feld-Hure, oder eine verdorbene Marqvetennerinne geweſen ſeyn; laſſen wir uns bey dieſen Tiſche nieder, und thun, als wann wir nicht auf ſie hoͤreten.","norm":"Unterdessen sie in der Schenkstube verzogen, hörten sie dass das Weib Wässerlein wieder die Würmer verkaufte; Eckart sagte gegen die jungen Herren heimlich: Schauet eine rechte Mauläffin, dennoch ob ich gleich nicht bald von diesen Weibe urteilen will, scheinet sie doch eine Ertz-Bübinne zu sein, und mag entweder ein Commis-Nickel, Feld-Hure, oder eine verdorbene Marqvetennerinne gewesen sein; lassen wir uns bei diesen Tische nieder, und tun, als wann wir nicht auf sie hörten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.552700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":922,"date":1719,"orig":"Herr Wirth bringet einen Trunck Bier her rieff Eckarth, gar gerne meine Herren, antwortete der Wirth, ſie hatten ſich kaum geſetzt; fieng das Weib an: Sie haͤtte Purgir- Pillen mit denen ſie Teuffel aus denen Beſeſſenen treiben koͤnte, ſo gebe ſie auch denen Huͤlffbegierigen ein Pflaſter, daß die Weiber, die nicht ſchwanger waͤren, innerhalb 3. Viertel Jahren, wann ſie empfiengen ein Kind zur Welt braͤchten.","norm":"Herr Wirt bringt einen Trunk Bier herrief Eckart, gar gerne meine Herren, antwortete der Wirt, sie hatten sich kaum gesetzt; fing das Weib an: sie hätte Purgir-Pillen mit denen sie Teufel aus denen Besessenen treiben könnte, so gebe sie auch denen Hilfbegierigen ein Pflaster, dass die Weiber, die nicht schwanger wären, innerhalb 3. Viertel Jahren, wann sie empfingen ein Kind zur Welt brächten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.155300140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":923,"date":1719,"orig":"Jndem ſie dieſes redete, ſaß ein Bauer und hatte den Kopff in die Hand geleget, zu dem ſagte ſie: Lieber Freund, ihr habt vielleicht gleiches Anliegen, ſchicket nur euere Mutter zu mir ich will ihr bald helffen.","norm":"Indem sie dieses redete, saß ein Bauer und hatte den Kopf in die Hand gelegt, zu dem sagte sie: Lieber Freund, ihr habt vielleicht gleiches Anliegen, schicket nur eure Mutter zu mir ich will ihr bald helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.63700008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":924,"date":1719,"orig":"Der Bauer lachte und ſprach: Dieſes mahl habt ihr es nicht getroffen, ich habe ſchon meines Theils genung.","norm":"Der Bauer lachte und sprach: Dieses Mal habt ihr es nicht getroffen, ich habe schon meines Teils genug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.389699935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":925,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen kam der Wirth und bath unſere Reiſende, wann ihnen nicht laͤnger gefiele dieſer Plauderinnen zu zuhoͤren, koͤnten ſie das Ober-Stuͤblein einnehmen, und es zu ihrer Beqvemlichkeit brauchen.","norm":"Unterdessen kam der Wirt und bat unsere Reisende, wann ihnen nicht länger gefiele dieser Plauderrinnen zuzuhören, könnten sie das Ober-Stüblein einnehmen, und es zu ihrer Bequemlichkeit brauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.078700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":926,"date":1719,"orig":"Als die Geſellſchafft in das Zimmer kam, fieng Eckarth an:","norm":"Als die Gesellschaft in das Zimmer kam, fing Eckart an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.658699989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":927,"date":1719,"orig":"Meine Herren, dieſes Weib in der Schenck-Stube iſt eine ertz Vettel, die werth waͤre, man ſchluͤge ſie ihrer Leichtfertigkeit halben zur Staupe, an der Canalie iſt nicht ein gutes Haar, und dannenhero nicht werth daß man ihrer einmahl gedencke.","norm":"Meine Herren, dieses Weib in der Schenkstube ist eine Erz Vettel, die wert wäre, man schlüge sie ihrer Leichtfertigkeit halben zur Staube, an der Canalie ist nicht ein gutes Haar, und dannenher nicht wert dass man ihrer einmal gedenke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.40500020980835} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":928,"date":1719,"orig":"Schlaͤge ſind manchmahl, wo nicht ein elender Todt darzu kommt, ſolcher Leuthe beſtes Trinck- Geld; Ferdinand ein Kauffmann unter denen Reiſenden ſagte, dergleichen Geſchmeiſſe werden in und vor der Stadt Luſebra meine Herren die Menge finden, und iſt faſt kein entlauffener Soldat, Hencker, verdorbener Handwercker, unnuͤtze Land-Laͤuffer, Bauer und allerhand Geſchloͤder, der nicht daſelbſt einen Artz ſolte abgeben, unter denen finden ſich einige deren Curen ſich ſo weit extendiren, daß auch wohl Hohe und Vornehme ſie zu ſich erbitten, oder in Perſon zu ihnen gehen, und iſt zuweilen der Zulauff von allerhand Leuthen ſo groß, daß, wie man zu ſagen pflegt, in ihren Wohnungen vor der Menge der Leuthe kaum ein Apffel zur Erden fallen wuͤrde.","norm":"Schläge sind manchmal, wo nicht ein elender Tod dazukommt, solcher Leute bestes Trinck-Geld; Ferdinand ein Kaufmann unter denen Reisenden sagte, dergleichen Geschmeiß werden in und vor der Stadt Lusebra meine Herren die Menge finden, und ist fast kein entlaufener Soldat, Henker, verdorbener Handwerker, unnütze Landläufer, Bauer und allerhand Geschlöder, der nicht daselbst einen Artz sollte abgeben, unter denen finden sich einige deren Kuren sich so weit extendieren, dass auch wohl Hohe und Vornehme sie zu sich erbitten, oder in Person zu ihnen gehen, und ist zuweilen der Zulauf von allerhand Leuten so groß, dass, wie man zu sagen pflegt, in ihren Wohnungen vor der Menge der Leute kaum ein Apfel zur Erden fallen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.283400058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":929,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte: dulden denn die Herren Medici ſolche Aufſetzer in der Stadt?","norm":"Eckart fragte: dulden denn die Herren Medici solche Aufsetzer in der Stadt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.492300033569336} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":930,"date":1719,"orig":"Mein Hoch-geehrter antwortete Ferdinand.","norm":"Mein Hochgeehrter antwortete Ferdinand.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.023699760437012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":931,"date":1719,"orig":"Es haben zum offtern die Herren Medici ſich daruͤber beſchweret, allein, wie geſagt, weiln unter denen Vornehmen etliche ſich ihres Miſchmaſches zugleich mit bedienen, wird ihnen zu groſſen Schimpff der Herren Medicorum durch die Finger geſehen.","norm":"Es haben zum Öfteren die Herren Medici sich darüber beschweret, allein, wie gesagt, weil unter denen Vornehmen etliche sich ihres Mischmasches zugleich mit bedienen, wird ihnen zu großen Schimpf der Herren Medicorum durch die Finger gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.529399871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":932,"date":1719,"orig":"Weil wir aber morgen geliebts GOtt, noch einen ziemlichen Weg vor uns haben, will ich meine Herren mit dieſen Discours vorjetzo nicht laͤnger aufhalten, ſondern ſo dann unter Wegens Ubriges nach deren Verlangen vollends erzehlen.","norm":"Weil wir aber morgen geliebtes Gott, noch einen ziemlichen Weg vor uns haben, will ich meine Herren mit diesen Diskurs Vorjetzt nicht länger aufhalten, sondern so dann unter Wegen Übriges nach deren Verlangen vollends erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.595099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":933,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie ihre kalte Kuͤche hervor geſucht hatten, ſatzte ſich die Compagnie zuſammen, aßen, und nach geſchehenen Tiſch- Gebeth ließ Eckarth die Taback-Pfeiffen Budel bringen, und rauchten die Liebhabende des Tabacks ein Pfeiffgen, wornach ſie ſich auf die zubereitete Streue legten, und etliche Stunden ſchlieffen, Fruͤh als ſie der Kutſcher aufgeweckt und ſich angezogen hatten, zahlten ſie den Wirth und fuhren unter Goͤttlichen Geleite ihren Weg weiter.","norm":"Nachdem sie ihre kalte Küche hervorgesucht hatten, setzte sich die Compagnie zusammen, aßen, und nach geschehenen Tisch-Gebet ließ Eckart die Tabakpfeifen Budel bringen, und rauchten die Liebhabende des Tabaks ein Pfeifen, wonach sie sich auf die zubereitete Streue legten, und etliche Stunden schliefen, früh als sie der Kutscher aufgeweckt und sich angezogen hatten, zahlten sie den Wirt und fuhren unter Göttlichen Geleite ihren Weg weiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.89900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":934,"date":1719,"orig":"Nach geſchehenen Morgen-Gebet lieſſen unſere Reiſende etliche Morgen-Lieder hoͤren, und nach deren Endigung fieng Eckarth zu Ferdinanden an:","norm":"Nach geschehenen Morgengebet ließen unsere Reisende etliche Morgenlieder hören, und nach deren Endigung fing Eckart zu Ferdinanden an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.696899890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":935,"date":1719,"orig":"Mein Herr verzeihe Groß-G. daß ich an denſelben eine freundliche Errinnerung thue ſein ſelbſt eigenes Verſprechen, wobey es geſtern verblieben, vor dieſesmahl wiederumb anzuheben, uud nach Belieben zu endigen.","norm":"Mein Herr verzeihe Groß-G. dass ich an denselben eine freundliche Erinnerung tue sein selbst eigenes Versprechen, wobei es gestern verblieben, vor diesmal wiederum anzuheben, und nach Belieben zu endigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.668700218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":936,"date":1719,"orig":"Meine hoch-geehrte Herren antwortete Ferdinand, daß ich meinen geſtrigen Discours verfolge, ſo findet ſich unter denen Medicaſtris ein Agyrta, Nahmens Daniel Silberſtrick, der unter allen andern den meiſten Zulauff hat, dieſer war in den Dorffe Steinfeld in Gebahriſchen Fuͤrſtenthum gelegen, in ſeinen jungen Jahren ein Kraͤuter- und Wurtzel- Sammler, der, weiln ihn dieſelben kenntlich waren, er bey neben etwas leſen und ein wenig ſchreiben oder mit der Feder kritzeln kunte, vermeynte er, es waͤre ſchon genung zum Doctor-Handwerck, gieng hin, kauffte ihm des Coleri Hauß-Buch, aus ſelbigen richtete er allerhand Pulver von Kraͤutern, Wurtzeln und Saamen zu, ließ ihme Buͤchſen drechſeln, ſtrich die mit Farben an, und ſetzte ſie auf den Rechen oder Simbß, gab denen bey ihme Huͤlff-ſuchenden von ſeinen Pulvern, dadurch kam der gute Daniel in Kuntſchafft, dieſer das merckende; legte ſich auch auf die Waſſer- Beſehungs-Kunſt, und log denen Leuthen etwas her.","norm":"Meine hochgeehrte Herren antwortete Ferdinand, dass ich meinen gestrigen Diskurs verfolge, so findet sich unter denen Medicastris ein Agierte, Namens Daniel Silberstrick, der unter allen anderen den meisten Zulauf hat, dieser war in den Dorfe Steinfeld in Gebahrischen Fürstentum gelegen, in seinen jungen Jahren ein Kräuter- und Wurtzel-Sammler, der, weil ihn dieselben kenntlich waren, er bei neben etwas lesen und ein wenig schreiben oder mit der Feder kritzeln konnte, vermeinte er, es wäre schon genug zum Doktor-Handwerk, ging hin, kaufte ihm des Coleri Hausbuch, aus selbigen richtete er allerhand Pulver von Kräutern, Wurzeln und Samen zu, ließ ihm Büchsen drechseln, strich die mit Farben an, und setzte sie auf den Rechen oder Sims, gab denen bei ihm Hülffsuchenden von seinen Pulvern, dadurch kam der gute Daniel in Kundschaft, dieser das merkende; legte sich auch auf die Wasser-Besehungs-Kunst, und log denen Leuten etwas her.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.213900089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":937,"date":1719,"orig":"Endlich wurde er hochmuͤthig, kam zu einen meiner guten Freunde, und weil dieſer eine Reiſe in Rechts-Sachen nach Hofe thun muſte, bath er ihn, wann er ihm doch daſelbſt ein Privilegium auswircken koͤnte, daß er ſeine Practa ungehindert treiben moͤchte.","norm":"Endlich wurde er hochmütig, kam zu einen meiner guten Freunde, und weil dieser eine Reise in Rechtssachen nach Hofe tun musste, bat er ihn, wann er ihm doch daselbst ein Privilegium auswirken könnte, dass er seine Practa ungehindert treiben möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.875999927520752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":938,"date":1719,"orig":"Als ihme aber dieſer ſeiner Verwegenheit verwieß, kam er nicht mehr zu ihm, und nachdem er veꝛmeynte, der Medicin genungſam gewachſen zu ſeyn, machte er ſich vom Dorffe weg, und zog nach Luſebra, da hielt er ſich eine Zeitlang auf, bis endlich die allzuneu-begierigen Leuthe ſich an ihn gewoͤhnten, endlich wurde er auch von Vornehmen geholet, und wo andere gelehrte Medici deſperirten, da erholte man ſich bey dieſen Dan.","norm":"Als ihm aber dieser seiner Verwegenheit verwies, kam er nicht mehr zu ihm, und nachdem er vermeinte, der Medizin genugsam gewachsen zu sein, machte er sich vom Dorfe weg, und zog nach Lusebra, da hielt er sich eine Zeitlang auf, bis endlich die neu-begierigen Leute sich an ihn gewöhnten, endlich wurde er auch von Vornehmen geholt, und wo andere gelehrte Medici desperirten, da erholte man sich bei diesen Dann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.282800197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":939,"date":1719,"orig":"Jgel, oder Doctor Silberſtrick Raths, und weil es ihme etlichemahl gluͤckte, kam er mit der Zeit in einen ſolchen Ruff, daß ihme auch einer von denen Groſſen, ein Privilegium frey zu practiciren von Hofe verſchaffte, uñ er nunmehro ſich wohl bedienen laͤſſet, ehe er denen gemeinen Leuthen zu Willen lebet, giebt auch denen Huͤlff ſuchenden, bevoraus wann es ihme nicht gelegen, harte Worte:","norm":"Igel, oder Doktor Silberstrick Rats, und weil es ihm etliche Mal glückte, kam er mit der Zeit in einen solchen Ruf, dass ihm auch einer von denen Großen, ein Privilegium frei zu praktizieren von Hofe verschaffte, und er nunmehr sich wohl bedienen lässt, ehe er denen gemeinen Leuten zu Willen lebet, gibt auch denen Hilfe suchenden, bevoraus wann es ihm nicht gelegen, harte Worte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.54040002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":940,"date":1719,"orig":"Ja er leugnet auch gar, daß er der ehemaliger Kraͤuter Danigel iſt, denn, als ihn mein guter Freund erſehen hatte, errinnerte er ihm deſſen alles was zwiſchen ihnen vorgangen waͤre, er aber leugnete alles, ſagende:","norm":"Ja er leugnet auch gar, dass er der ehemaliger Kräuter Danigel ist, denn, als ihn mein guter Freund ersehen hatte, erinnerte er ihm dessen alles was zwischen ihnen vorgegangen wäre, er aber leugnete alles, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.366600036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":941,"date":1719,"orig":"Jch kenne den Herrn nicht, vielleicht ſiehet er mich vor eine ihme ſonſt bekannte Perſon an, bitte mich zu verſchonen, damit gieng er in ſein Hauß, vorgebende:","norm":"Ich kenne den Herrn nicht, vielleicht sieht er mich vor eine ihm sonst bekannte Person an, bitte mich zu verschonen, damit ging er in sein Haus, vorgebende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.070300102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":942,"date":1719,"orig":"Er koͤnne bey ihme nicht laͤnger verziehen, er muͤſte vor dieſesmahl ſeine Patienten abwarten.","norm":"Er könne bei ihm nicht länger verziehen, er müsste vor diesmal seine Patienten abwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.042699813842773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":943,"date":1719,"orig":"Hat er aber Gluͤck in ſeinen Curen? fragte Eckarth:","norm":"Hat er aber Glück in seinen Kuren? fragte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481800079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":944,"date":1719,"orig":"Ja antwortete Ferdinand, doch einmahl beſſer als das anderemahl, dannenhero etliche in die Gedancken kommen, er habe einen unſichtbahren Beyhelffer.","norm":"Ja antwortete Ferdinand, doch einmal besser als das andere Mal, dannenher etliche in die Gedanken kommen, er habe einen unsichtbaren Beihelfer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.77400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":945,"date":1719,"orig":"Brauchen ihn denn auch gelehrte Leuthe? fragte Eckarth ferner.","norm":"Brauchen ihn denn auch gelehrte Leute? fragte Eckart ferner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117899894714355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":946,"date":1719,"orig":"Allerdinges! replicirte Ferdinand, und ſollen auch Medici wie man vorgiebt, ihrer Patienten Urin ihme durch unbekannte Weiber zuſchicken, damit ſie nach Erfahrung ihre Curen beſſer ausfuͤhren moͤgen.","norm":"Dinges! replizierte Ferdinand, und sollen auch Medici wie man vorgibt, ihrer Patienten Urin ihm durch unbekannte Weiber zuschicken, damit sie nach Erfahrung ihre Kuren besser ausführen mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.256800174713135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":947,"date":1719,"orig":"O ungeſchickte Maulaffen, rieff Eckarth, wann ein Kluger von einen Narren Unterricht nehmen will, ich will es wohl noch nicht glauben, aber daß ihn andere Gelehrte, denen ja wenigſtens die Vernunfft zeigen ſolte, daß es unmoͤglich ſey, aus einer ſtinckenden Pfuͤtze reines Waſſer zu holen, brauchen, wundert mich nicht wenig.","norm":"O ungeschickte Maulaffen, rief Eckart, wann ein Kluger von einen Narren Unterricht nehmen will, ich will es wohl noch nicht glauben, aber dass ihn andere Gelehrte, denen ja wenigstens die Vernunft zeigen sollte, dass es unmöglich sei, aus einer stinkenden Pfütze reines Wasser zu holen, brauchen, wundert mich nicht wenig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":948,"date":1719,"orig":"Hierunter ſtecket etwas anders verborgen; Mich deucht immer, es wird hinter dem Fuchſe Meiſter, kan alles ſtecken, und dieſe Scheinheilige Deſperation macht mir bey manchen die Gedancken, weil der Todt bitter zu ſeyn pfleget, bevoraus bey einem der nicht am beſten gelebet hat, und dannenhero gerne laͤnger Inducias und Auffſchub von GOtt ſich zu bekehren, oder das Seinige in beſſere Richtigkeit zu bringen verlanget.","norm":"Hierunter stecket etwas anders verborgen; mich deucht immer, es wird hinter dem Fuchse Meister, kann alles stecken, und diese Scheinheilige Desperation macht mir bei manchen die Gedanken, weil der Tod bitter zu sein pflegt, bevoraus bei einem der nicht am besten gelebt hat, und dannenher gerne länger Inducias und Aufschub von Gott sich zu bekehren, oder das Seinige in bessere Richtigkeit zu bringen verlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.581699848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":949,"date":1719,"orig":"Dieſer wann er ſiehet, GOtt entziehet denen natuͤrlichen Mitteln, die ihm ein verſtaͤndiger Medicus ordnet die Wirckung und Krafft.","norm":"Dieser wann er sieht, Gott entziehet denen natürlichen Mitteln, die ihm ein verständiger Medikus ordnet die Wirkung und Kraft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.927599906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":950,"date":1719,"orig":"Er laͤſſet noch mehr zu holen, es will auch nicht verfangen, ſo reſolvirt er ſich endlich das Flectere zu brauchen/ und ob er wohl nicht in die verwegene Worte: Will GOtt nicht helffen, ſo helffe der Teuffel, heraus bricht, ſo entſchuldiget er ſich doch gegen die Ermahnende mit folgenden Reden: ehe man verdirbt muß man Huͤlffe ſuchen, die Doctores kuͤnſteln zu ſehr, ein ſolcher Mann bleibet bey gemeinen Sachen, die verrichten offters das Jhrige beſſer, als die koſtbahrſten Artzeneyen.","norm":"Er lässt noch mehr zu holen, es will auch nicht verfangen, so resolviert er sich endlich das Flectere zu brauchen / und ob er wohl nicht in die verwegene Worte: Will Gott nicht helfen, so helfe der Teufel, herausbricht, so entschuldiget er sich doch gegen die Ermahnende mit folgenden Reden: ehe man verdirbt muss man Hilfe suchen, die Doctores künsteln zu sehr, ein solcher Mann bleibt bei gemeinen Sachen, die verrichten öfters das Ihrige besser, als die kostbarsten Arzneien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.140900135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":951,"date":1719,"orig":"Dieſe verlaſſen GOtt ihren Troſt, aͤndern ſeine Ordnungen, und ſo ſie in dergleichen Cur ſterben, zweiffelt man nicht unbillich an ihrer Seeligkeit.","norm":"Diese verlassen Gott ihren Trost, ändern seine Ordnungen, und so sie in dergleichen Kur sterben, zweifelt man nicht unbillig an ihrer Seligkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.228400230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":952,"date":1719,"orig":"Jch will zwar nicht von gemeldeten mediciniſchen Maul-Affen ſagen:","norm":"Ich will zwar nicht von gemeldeten medizinischen Maulaffen sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.585599899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":953,"date":1719,"orig":"Jedennoch errinnere ich mich, was mir unlaͤngſt Monſieur Rente, als er in Sachſen practicirte, von einen dergleichen Maul-Affen der denen Patienten wohl ein Viertel Jahr zuvor auch verkuͤndiget, erzehlet hat.","norm":"Dennoch erinnere ich mich, was mir unlängst Monsieur Rente, als er in Sachsen praktizierte, von einen dergleichen Maulaffen der denen Patienten wohl ein Viertel Jahr zuvor auch verkündigt, erzählt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.150800228118896} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":954,"date":1719,"orig":"Dieſem Medico kommen zwey Patienten von ihme zu, einer ein Fiſcher, der am Leibe abnahm und Cachexia laborirte, die andere eine Jungfer von Adel, welche ein Blut-Speyen hatte, ihn bittende ſich ihrer anzunehmen, denn von dem Artzte zu Molſcha waͤre dem erſteren um Johann, und der andern umb St. Annen-Tag der Sterbens-Termin angekuͤndiget worden.","norm":"Diesem Medico kommen zwei Patienten von ihm zu, einer ein Fischer, der am Leibe abnahm und Cachexia laborierte, die andere eine Jungfer von Adel, welche ein Blutspeien hatte, ihn bittende sich ihrer anzunehmen, denn von dem Arzte zu Molscha wäre dem ersteren um Johann, und der anderen um St. Annen-Tag der Sterbens-Termin angekündigt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.485400199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":955,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":956,"date":1719,"orig":"Rente fragte:","norm":"Rente fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.315699577331543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":957,"date":1719,"orig":"Habt ihr noch nichts von ſeinen Artzeneyen gebraucht? ſie antworteten mit Nein!","norm":"Habt ihr noch nichts von seinen Arzneien gebraucht? sie antworteten mit Nein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.531400203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":958,"date":1719,"orig":"Hierauff nahm er beyde in die Cur, GOtt gab Gluͤck und Geſundheit, alſo, daß dieſe Perſonen lebendig verblieben.","norm":"Hierauf nahm er beide in die Kur, Gott gab Glück und Gesundheit, also, dass diese Personen lebendig verblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.918600082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":959,"date":1719,"orig":"Was geſchicht; Hierdurch wurden dem Manne ſeine Curen vernichtet, und nachdem dieſes falliret, begab es ſich, daß hernach alle, denen er das Leben abſagte, davon kamen, und denen er gute Vertroͤſtung zu leben gab, ſturben.","norm":"Was geschieht; hierdurch wurden dem Manne seine Kuren vernichtet, und nachdem dieses fallieret, begab es sich, dass hernach alle, denen er das Leben absagte, davon kamen, und denen er gute Vertröstung zu leben gab, stürben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4430999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":960,"date":1719,"orig":"Nach dieſen kommt einsmahl einer aus der Stadt, woſelbſt Monſr.","norm":"Nach diesen kommt einsmahl einer aus der Stadt, woselbst Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.970799922943115} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":961,"date":1719,"orig":"Rente practicirte zu dieſen Manne, mit Bitte, ihm einen guten Rath mit zu theilen.","norm":"Rente praktizierte zu diesen Manne, mit Bitte, ihm einen guten Rat mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.87529993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":962,"date":1719,"orig":"Dieſer ſchnarchet ihn an, ſagende:","norm":"Dieser schnarchet ihn an, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"jv","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.117700099945068} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":963,"date":1719,"orig":"Er ſolte ſich zu ſeinen Doctor packen, es waͤre ihm ein Poſſen wiederfahren, und er wolte, daß ſie der Teuffel geholet haͤtte ehe jemand von ihnen waͤre zu ihm kommen.","norm":"Er sollte sich zu seinen Doktor packen, es wäre ihm ein Possen widerfahren, und er wollte, dass sie der Teufel geholt hätte ehe jemand von ihnen wäre zu ihm kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.73330020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":964,"date":1719,"orig":"Als ich ſolches erfahren, ſagte Monſr.","norm":"Als ich solches erfahren, sagte Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.467399597167969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":965,"date":1719,"orig":"Rente zu mir, habe ich die Sachen genau unterſucht und befunden, daß er von Hunderten eine gewiſſe Zahl ſeinen Verſchreiben nach lieffern muſte/ und dieweil ihm die zwey aus der Zahl geriſſen worden, haͤtte er in ſeinem Calculo verfehlen muͤſſen, iſt alſo hernach in groſſe Verachtung gerathen, weswegen, halt ich davor, es wird auch hier nicht allerdinges richtig zugehen.","norm":"Rente zu mir, habe ich die Sachen genau untersucht und befunden, dass er von Hunderten eine gewisse Zahl seinen Verschreiben nach liefern musste / und dieweil ihm die zwei aus der Zahl gerissen worden, hätte er in seinem Calculo verfehlen müssen, ist also hernach in große Verachtung geraten, weswegen, halte ich davor, es wird auch hier nicht Dinges richtig zugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151700019836426} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":966,"date":1719,"orig":"Wo will einen Idioten die Wiſſenſchafft der Naturen bekannt werden, und wie kan eine gute Experientz kommen, wo das Fundament der inneren Wiſſenſchafft boͤſe iſt, daß gleich oben Monſr.","norm":"Wo will einen Idioten die Wissenschaft der Naturen bekannt werden, und wie kann eine gute Experientz kommen, wo das Fundament der inneren Wissenschaft böse ist, dass gleich oben Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.15910005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":967,"date":1719,"orig":"Siegfried von der Schaͤferin errinnert, ein Menſch in einem Stuͤcke einer Kranckheit zu helffen ein Mittel davor durchs Gehoͤr oder Leſen uͤberkommt, iſt wohl glaͤublich, aber die Unterſchiedlichkeit der Naturen in denen Individuis nnd allerhand Kranckheiten zu erkennen, uͤberredet mich niemand.","norm":"Siegfried von der Schäferin erinnert, ein Mensch in einem Stücke einer Krankheit zu helfen ein Mittel davor durchs Gehör oder Lesen überkommt, ist wohl glaublich, aber die Unterschiedlichkeit der Naturen in denen Individuis und allerhand Krankheiten zu erkennen, überredet mich niemand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0802998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":968,"date":1719,"orig":"Es gehoͤret mehr darzu als eine Buͤchſe voll Schweinfett oder Hirſch- Jnſelt.","norm":"Es gehöret mehr dazu als eine Büchse voll Schweinfett oder Hirsch-Jnselt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.45359992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":969,"date":1719,"orig":"Es muß was anders darhinter ſtecken; wann ich einen ſolchen verwegenen Qvackſalber in meinem Dorffe antreffen ſolte, wolte ich ihn ſchon anders pfeiffen lehren, daß er ſagen ſolte; aus was fuͤr Macht er ſolches thue, und wie weit er in ſeiner Wiſſenſchafft kommen waͤre, aufweiſen; daß aber Herren gefunden werden, die dergleichen Idioten noch Privilegia von der hoͤchſten Obrigkeit auswircken, wundert mich nicht wenig, ich halte gaͤntzlich dafuͤr, daß ſie an jenen geſtrengen Gerichte GOttes dermahleinſt davor ſchwere Rechenſchafft werden geben muͤſſen:","norm":"Es muss was anders dahinter stecken; wann ich einen solchen verwegenen Quacksalber in meinem Dorfe antreffen sollte, wollte ich ihn schon anders Pfeifen lehren, dass er sagen sollte; aus was für Macht er solches tue, und wie weit er in seiner Wissenschaft kommen wäre, aufweisen; dass aber Herren gefunden werden, die dergleichen Idioten noch Privilegia von der höchsten Obrigkeit auswirken, wundert mich nicht wenig, ich halte gänzlich dafür, dass sie an jenen gestrengen Gerichte Gottes dermaleinst davor schwere Rechenschaft werden geben müssen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.219900131225586} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":970,"date":1719,"orig":"Denn in Anſehung eines ſolchen Privilegii werden einfaͤltige Leuthe betrogen, ihnen einbildende, es muͤſſen ja bey einen dergleichen privilegirten Manne ſonderliche Wiſſenſchafften gefunden werden, die nun von einen ſolchen unverſtaͤndigen Idioten hingerichtet werden, muß der Patron hernachmahls gewiß bey GOtt verantworten, denn haͤtte er einen ſolchen Maul-Affen nicht patrocinirt, waͤre mancher vielleicht noch davon kommen, der entweder aus Unverſtand, Verwegenheit oder ex pacto eines dergleichen Medicaſtri umbkommen muͤſſen.","norm":"Denn in Ansehung eines solchen Privilegii werden einfältige Leute betrogen, ihnen einbildende, es müssen ja bei einen dergleichen privilegierten Manne sonderliche Wissenschaften gefunden werden, die nun von einen solchen unverständigen Idioten hingerichtet werden, muss der Patron hernachmals gewiss bei Gott verantworten, denn hätte er einen solchen Maulaffen nicht patrocinirt, wäre mancher vielleicht noch davon kommen, der entweder aus Unverstand, Verwegenheit oder ex pacto eines dergleichen Medicastri umkommen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.284999847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":971,"date":1719,"orig":"Wie denn nicht unbillich, (weil doch ein unverſtaͤndiger Artzt und ein Moͤrder in gleichen Werthe ſind) die Hiſtoria jenes Moͤrders, welchen der Fuͤrſte bey dem erſten Morde perdonnirt hatte, gehoͤret, als er nun in ſolcher Miſſethat fortgefahren, und von den Fuͤrſten befraget wurde, warum er denn ſo viel Mord-Thaten wieder begangen haͤtte, da er es doch nach geſchehenen Perdon bey der erſten haͤtte ſollen bewenden laſſen?","norm":"Wie denn nicht unbillig, (weil doch ein unverständiger Arzt und ein Mörder in gleichen Werte sind) die Historia jenes Mörders, welchen der Fürste bei dem ersten Morde perdonnirt hatte, gehöret, als er nun in solcher Missetat fortgefahren, und von den Fürsten befraget wurde, warum er denn so viel Mordtaten wieder begangen hätte, da er es doch nach geschehenen Pardon bei der ersten hätte sollen bewenden lassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.859600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":972,"date":1719,"orig":"da antwortete der Moͤrder, er haͤtte nicht mehr als die einige, die anderen aber alle der Fuͤrſt, weil er ihn damahls ſeinen Verdienſte nach nicht abſtraffen laſſen, verrichtet.","norm":"da antwortete der Mörder, er hätte nicht mehr als die einige, die anderen aber alle der Fürst, weil er ihn damals seinen Verdienste nach nicht abstrafen lassen, verrichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.60260009765625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":973,"date":1719,"orig":"Ferdinand wandte ein, mein hoch-geehrter Herr, daß ein Werckzeug des Teuffels nach ſeinen Gefallen die Leuthe geſchehener Zahl nach ſolte hinrichten koͤnnen, zweiffelt mir daß es GOtt der HErr zulieſſe, bevoraus, wann es die Leuthe unwiſſend thun.","norm":"Ferdinand wandte ein, mein hochgeehrter Herr, dass ein Werkzeug des Teufels nach seinen Gefallen die Leute geschehener Zahl nach sollte hinrichten können, zweifelt mir dass es Gott der Herr zuließe, bevoraus, wann es die Leute unwissend tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.429500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":974,"date":1719,"orig":"Der Herr weiß ja wohl, antwortete Eckarth, daß, wer aus der Ordnung die ihm GOtt vorgeſetzt ſchreitet, der verlaͤſt GOtt ſeinen Helffer und gehet nach Ekron, ſo verlaͤſt ihn GOtt wieder und laͤſt es ergehen, wie der Menſch es ihm ſelbſt ausgeſucht, und bringet ſich eigenwillig ins Ungluͤck, GOtt gebe nur daß die Seele nicht zugleich mit Noth leide.","norm":"Der Herr weiß ja wohl, antwortete Eckart, dass, wer aus der Ordnung die ihm Gott vorgesetzt schreitet, der verlässt Gott seinen Helfer und geht nach Ekron, so verlässt ihn Gott wieder und lässt es ergehen, wie der Mensch es ihm selbst ausgesucht, und bringt sich eigenwillig ins Unglück, Gott gebe nur dass die Seele nicht zugleich mit Not leide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.802199840545654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":975,"date":1719,"orig":"Des fuͤnfften Tages gelangeten ſie Nachmittage in Luſebra an und kehreten in Gaſt- Hofe, die Stadt Londen zum Zeichen habende, ein.","norm":"Des fünften Tages gelangten sie Nachmittage in Lusebra an und kehrten in Gast-Hofe, die Stadt London zum Zeichen habende, ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.724599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":976,"date":1719,"orig":"Den andern Tag darnach, ließ ſich Eckarth bey den Wechſel-Herrn anmelden, welcher ſich ihme und denen jungen Herren zu allen Dienſten anerboth, und brachte zuwege, daß mit Erlaubniß E. E. Raths und Commendanten, ihnen alles Sehens-wuͤrdige zu beſchauen vergoͤnſtiget wurde.","norm":"Den anderen Tag danach, ließ sich Eckart bei den Wechselherrn anmelden, welcher sich ihm und denen jungen Herren zu allen Diensten anerbot, und brachte zuwege, dass mit Erlaubnis E. E. Rats und Kommandanten, ihnen alles Sehens-würdige zu beschauen vergünstiget wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.670400142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":977,"date":1719,"orig":"Jn dieſer Stadt hielten ſie ſich drey Wochen lang auf.","norm":"In dieser Stadt hielten sie sich drei Wochen lang auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.958199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":978,"date":1719,"orig":"Gotthart errinnerte ſich ſeiner Zuſage an ſeine wertheſte Jungfer Sylvia, und weiln ſein Beutel eine gleiche Gegen-Vergeltung zu thun nicht vermoͤgend war, offenbahrte er ſich Herr Eckarthen, welcher, weil es ihm ſehr lieb war, gab er ihm was ihm hierzu noͤthig war, dieſes lieſſe er waͤhrender Zeit die ſie ſich in Luſebra aufhielten, verfertigen, und uͤberſandte es mit ſicherer Gelegenheit an ſeine liebſte Jungfer Sylvia mit bey-geſchloſſenen Briefflein:","norm":"Gotthart erinnerte sich seiner Zusage an seine werteste Jungfer Sylvia, und weil sein Beutel eine gleiche Gegenvergeltung zu tun nicht vermögend war, offenbarte er sich Herr Eckarten, welcher, weil es ihm sehr lieb war, gab er ihm was ihm hierzu nötig war, dieses ließe er währender Zeit die sie sich in Lusebra aufhielten, verfertigen, und übersandte es mit sicherer Gelegenheit an seine liebste Jungfer Sylvia mit beigeschlossenen Brieflein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256499767303467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":979,"date":1719,"orig":"Hold-ſeeligſte Jungfer Sylvia.","norm":"Holdseligste Jungfer Sylvia.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"jv","lang_cld3":"gl","lang_de":0,"norm_lmscore":7.441800117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":980,"date":1719,"orig":"DEroſelben hohe Tugenden haben mich unendlich verbunden, Sie als eine wertheſte Schweſter zu verehren.","norm":"Deroselben hohe Tugenden haben mich unendlich verbunden, Sie als eine werteste Schwester zu verehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.106500148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":981,"date":1719,"orig":"Von Liebe gegen deren Schoͤnheit, darff ich vor dieſesmahl, der ich meine Gedancken noch zur Zeit auf dasjenige appliciren muß, welches mich dermahleins mit einer dergleichen hoch-geſchaͤtzten Seele Lebens-lang zu leben vergnuͤgend machen koͤnne, nichts melden.","norm":"Von Liebe gegen deren Schönheit, darf ich vor diesmal, der ich meine Gedanken noch zur Zeit auf dasjenige applizieren muss, welches mich dermaleinst mit einer dergleichen hochgeschätzten Seele Lebenslang zu leben vergnügend machen könne, nichts melden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.519700050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":982,"date":1719,"orig":"Jn Wegerung aber deſſen verſichert mich Dero mir hoͤchſt-anvertrautes, durch die Verlaͤngerungs-Zeit meiner aller-holdſeeligſten Sylvien hohe Zuneigung.","norm":"In Wegerung aber dessen versichert mich Deren mir höchstanvertrautes, durch die Verlängerungs-Zeit meiner aller-holdseeligsten Sylvien hohe Zuneigung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.162000179290771} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":983,"date":1719,"orig":"Zu mehrer Feſthaltung, habe ich meiner Schuld ingedenck, alsbald wir GOtt Lob geſund in Luſebra ankommen ſind, inliegendes ſchlechtes Andencken meiner Schoͤnen uͤberſenden wollen, Ehren-ſchuldigſt bittende, ſolches mit hoch-geneigten Augen zu betrachten, und deren hohen Verwahrung großguͤnſtig zu behalten/ biß die Guͤte des Hoͤchſten, uns mit vollen Verngnuͤgen geſund wieder zuſammen fuͤhren, und ſo dann meine Einig-wertheſte vergoͤnnen wird, mich zu nennen.","norm":"Zu mehrerer Festhaltung, habe ich meiner Schuld eingedenk, alsbald wir Gott Lob gesund in Lusebra ankommen sind, inliegendes schlechtes Andenken meiner Schönen übersenden wollen, Ehrenschuldigst bittende, solches mit hochgeneigten Augen zu betrachten, und deren hohen Verwahrung großgünstig zu behalten / bis die Güte des Höchsten, uns mit vollen Verngnügen gesund wieder zusammen führen, und so dann meine Einig-werteste vergönnen wird, mich zu nennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.039000034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":984,"date":1719,"orig":"Dero Tugenden Treu-Ergebenſter Gotthart.","norm":"Deren Tugenden Treu-Ergebenster Gotthart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.219200134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":985,"date":1719,"orig":"Eines Tages bath der Wechſel-Herr unſere Reiſende auf das Abend-Eſſen, da er ſie aufs beſt-moͤglichſte bewirthete, unter andern Discourſen kamen ſie auf den Thee- und Chavee-Tranck, den der Herr ſehr liebte, und ſich ſo wohl des Morgens als Abends deſſen bediente, zu reden.","norm":"Eines Tages bat der Wechselherr unsere Reisende auf das Abend-Essen, da er sie aufs bestmöglichste bewirtete, unter anderen Diskursen kamen sie auf den Thee- und Chavee-Tranck, den der Herr sehr liebte, und sich so wohl des Morgens als Abends dessen bediente, zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032000064849853} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":986,"date":1719,"orig":"Da fragte Willhelm, ſo hieß der Wechſel-Herr, mein hoch-geehrter Herr Eckarth, was haͤlt derſelbe von dieſen beyden gekochten Traͤncken? welche mir meiner Meynung nach wohl bekommen, denn ich befinde mich in meinen Verrichtungen alard, die ich zuvor auſſer dieſen Getraͤncken nicht thun koͤnnen?","norm":"Da fragte Wilhelm, so hieß der Wechselherr, mein hochgeehrter Herr Eckart, was hält derselbe von diesen beiden gekochten Tränken? welche mir meiner Meinung nach wohl bekommen, denn ich befinde mich in meinen Verrichtungen alard, die ich zuvor außer diesen Getränken nicht tun können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.041900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":987,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete:","norm":"Eckart antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.00600004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":988,"date":1719,"orig":"Ob wohln in Paliro und andern Orthen man dieſen Tranck, ſo wohl als hier ſtarck brauchet, ſo halt ich meines Theils wenig oder nichts davon.","norm":"Ob wohlen in Paliro und anderen Orten man diesen Trank, so wohl als hier stark brauchet, so halte ich meines Teils wenig oder nichts davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.143799781799316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":989,"date":1719,"orig":"Ob gleich vortreffliche Medici dieſe beyde Getraͤncke ſonderlich recommendiren, halte ich ihre Anordnung mehr vor eine mediciniſche Politique, die Leuthe in einer beſſern und beqvemern Diæt zu erhalten.","norm":"Ob gleich vortreffliche Medici diese beide Getränke sonderlich rekommendieren, halte ich ihre Anordnung mehr vor eine medizinische Politique, die Leute in einer besseren und bequemeren Diät zu erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.442999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":990,"date":1719,"orig":"Zum Exempel, ich errinnere mich eines Empirici, damit ich eins zum andern beſſerer Erlaͤuterung halben ſetze, der vor etlichen Jahren in Dreßden das Podagra felicisſime hemmte, und denen Patienten eine ziemliche Zeit, Ruhe ſchaffte, dieſer befahl denen Bedraͤngten, daß ſie vier Wochen lang nichts anders, als Semmel in Milch geweicht, eſſen, und davon trincken muſten, nebenſt ein wenig Haber-Suppen, und ſcharffe regnichte Lufft und Wetter zu meiden.","norm":"Zum Exempel, ich erinnere mich eines Empirici, damit ich eins zum anderen besserer Erläuterung halben setze, der vor etlichen Jahren in Dresden das Podagra felicissime hemmte, und denen Patienten eine ziemliche Zeit, Ruhe schaffte, dieser befahl denen Bedrängten, dass sie vier Wochen lang nichts anders, als Semmel in Milch geweicht, essen, und davon trinken mussten, neben ein wenig Habesuppen, und scharfe regnichte Luft und Wetter zu meiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.630199909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":991,"date":1719,"orig":"Die nun dieſer vorgeſchriebenen Diæt nachlebten, von ihren Debauchen abſtunden, empfunden Linderung und wurden geſund.","norm":"Die nun dieser vorgeschriebenen Diät nachlebten, von ihren Debauchen abstünden, empfunden Linderung und wurden gesund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.35290002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":992,"date":1719,"orig":"Daraus ſiehet man was eine gute Diæt thut; Jch kenne alte Leuthe, die ſich ſonſt ordentlich in der Diæt gehalten, und ein gekochtes Haber-und Aniß-Waſſer, gleich- wie man anjetzo das Thee und Coffee braucht getruncken, und haben ihr Alter ohne einigen ſonderlichen Anſtoß aufs Hoͤchſte bracht.","norm":"Daraus sieht man was eine gute Diät tut; Ich kenne alte Leute, die sich sonst ordentlich in der Diät gehalten, und ein gekochtes Haber-und Anis-Wasser, gleich- wie man jetzt das Tee und Kaffee braucht getrunken, und haben ihr Alter ohne einigen sonderlichen Anstoß aufs Höchste brachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3694000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":993,"date":1719,"orig":"Alſo halte ich hier ebenfals davon, wann mir erwegen: Erſtlich die Subſtantz des Indianiſchen Thee-Kraͤutleins, ſo finden wir in ſelbigen gar einen ſubtilen Geiſt, welcher ſich in einer gelind-adſtringirenden angenehmen Bitterkeit hervor thut, ſo die groſſen Thaten die man ihme zuſchreibet verrichten ſoll, wiewohl der Landes Arth nach eines von denen andern different iſt, da iſt das ordinaire Thee.","norm":"Also halte ich hier ebenfalls davon, wann mir erwägen: Erstlich die Substanz des indianischen Thee-Kräutleins, so finden wir in selbigen gar einen subtilen Geist, welcher sich in einer gelind-adstringierenden angenehmen Bitterkeit hervortut, so die großen Taten die man ihm zuschreibet verrichten soll, wiewohl der Landes Art nach eines von denen anderen different ist, da ist das ordinäre Tee.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258299827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":994,"date":1719,"orig":"Thee du bois.","norm":"Tee du bois.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":6.25439977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":995,"date":1719,"orig":"Kaͤyſer-und Blumen-Thee, des Chineſiſche Thee hat dunckel oder ſchwartz-gruͤne Blaͤtter, und einen bittern anhaltenden Geſchmack, das Japoniſche ſiehet etwas Licht-gruͤne aus und hat einen lie blichern und anmuthigeren Geſchmack, in denenſelben Laͤndern gebrauchen ſich dieſes Trancks ſonderlich die hohen Haͤupter und Herren, und halten damit denen ankommenden Gaͤſten das Gaſt-Recht, indem ſie es ihnen vor die groͤſte Ehre halten, wann ſie auf ihren koͤſtlichen Herdlein, das ſie nebenſt beygelegten wohl-riechenden Holtze in ihren geheimbteſten Zimmer haben, ihren Gaͤſten, dieſen Tranck in denen koſtbahreſten Geſchirr, die zuweiln viel tauſent Ducaten koſten, zurichten.","norm":"Käyser- und Blumen-Thee, des chinesische Tee hat dunkel oder schwarzgrüne Blätter, und einen bitteren anhaltenden Geschmack, das Japanische sieht etwas Licht-grüne aus und hat einen Li blichen und anmutigeren Geschmack, in denselben Ländern gebrauchen sich dieses Tranks sonderlich die hohen Häupter und Herren, und halten damit denen ankommenden Gästen das Gastrecht, indem sie es ihnen vor die größte Ehre halten, wann sie auf ihren köstlichen Herdlein, das sie neben beigelegten wohlriechenden Holze in ihren Geheimtesten Zimmer haben, ihren Gästen, diesen Trank in denen kostbarsten Geschirr, die zuweilen viel tausend Dukaten kosten, zurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.24370002746582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":996,"date":1719,"orig":"Derſelben Lande Jnnwohnern bekommt dieſer Tranck ſehr wohl, ſtaͤrcket das Gehirne, ermuntert die Conſtitution der Menſchen, befeſtiget die Natur, behuͤtet vor Trunckenheit, und feſſelt den Schlaff, daß man gantze Naͤchte ohne Verdruß ſeinen Verrichtungen obliegen kan.","norm":"Derselben Lande Inwohnern bekommt dieser Trank sehr wohl, stärket das Gehirne, ermuntert die Konstitution der Menschen, befestiget die Natur, behütet vor Trunkenheit, und fesselt den Schlaf, dass man ganze Nächte ohne Verdruss seinen Verrichtungen obliegen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8607001304626465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":997,"date":1719,"orig":"Etliche nehmen von dieſem Kraute ein halb oder gantz Qvintlein, daruͤber gieſſen ſie ein halb oder gantz Quart, auch mehr nach eines jeden Gefallen ſiedendes Waſſer, ſo die Krafft dem Kraute ausziehet, hierzu thun ſie ein wenig Zucker; die Perſianer wann ſie es gekocht haben, thun ſie ein wenig Aniß, Fenchel, oder Naͤgelein darzu, verſuͤſſen es mit Zucker und trincken dieſen Tranck, ſo warm er zu erleiden iſt aus; Solcher Geſtalt laß ich es pasſiren, daß der ſo vom Thee ſtarck gemachte Tranck noch etwas ſonderlich, wann das Kraut noch nicht ſehr ausgetrocknet iſt, wircket.","norm":"Etliche nehmen von diesem Kraute ein halb oder ganz Quentlein, darüber gießen sie ein halb oder ganz Quart, auch mehr nach eines jeden Gefallen siedendes Wasser, so die Kraft dem Kraute ausziehet, hierzu tun sie ein wenig Zucker; die Persianer wann sie es gekocht haben, tun sie ein wenig Anis, Fenchel, oder Nelken dazu, versüßen es mit Zucker und trinken diesen Trank, so warm er zu erleiden ist aus; solcher Gestalt lass ich es passieren, dass der so vom Tee stark gemachte Trank noch etwas sonderlich, wann das Kraut noch nicht sehr ausgetrocknet ist, wirket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861100196838379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":998,"date":1719,"orig":"Wann wir aber conſideriren, wie wir Teutſchen das Thee zurichten, daß wir kaum das ſechſte Theil von einen Qvintel nehmen, daruͤber ein Quart und wohl mehr ſiedendes Waſſer gieſſen, und alſo entweder vor ſich oder mit Zucker angeſuͤſſet, trincken, ſo wird dergleichen Tranck gar wenig Krafft von dem Kraute erlangen, und alſo auch die Wirckung davon ſehr ſchlecht ſeyn, vornehmlich wann wir betrachten die allzu-fernere Reiſe, die zarten Blaͤttlein des Thee-Kraͤutleins, die Conſtitution unſerer teutſchen Voͤlcker gegen jene Nation, ſo wird ein Nachſinnlicher deſſen Æſtim und Achtbarkeit bald in Zweiffel ſetzen muͤſſen.","norm":"Wann wir aber consideriren, wie wir Deutschen das Tee zurichten, dass wir kaum das sechste Teil von einen Quintal nehmen, darüber ein Quart und wohl mehr siedendes Wasser gießen, und also entweder vor sich oder mit Zucker angesüßt, trinken, so wird dergleichen Trank gar wenig Kraft von dem Kraute erlangen, und also auch die Wirkung davon sehr schlecht sein, vornehmlich wann wir betrachten die fernere Reise, die zarten Blättlein des Thee-Kräutleins, die Konstitution unserer deutschen Völker gegen jene Nation, so wird ein Nachsinnlicher dessen Aestim und Achtbarkeit bald in Zweifel setzen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.438700199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":999,"date":1719,"orig":"Jch bin vor mein Theil allezeit der Meynung geweſen, daß, nachdem innerhalb zwey hundert Jahren hero uns die Exotica zugefuͤhret worden, und wir Teutſchen uns derſelben mehr als unſerer National-Gewaͤchſe gebraucht haben, daß die Naturen umb ein gutes geſchwaͤcht, und von unſer Vorfahren Conſtitution ſehr abgewichen ſind.","norm":"Ich bin vor mein Teil allezeit der Meinung gewesen, dass, nachdem innerhalb zweihundert Jahren her uns die Exotica zugeführt worden, und wir Deutschen uns derselben mehr als unserer National-Gewächse gebraucht haben, dass die Naturen um ein gutes geschwächt, und von unser Vorfahren Konstitution sehr abgewichen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.626999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1000,"date":1719,"orig":"Die alten Teutſchen lieſſen ihnen an ihren Gerſten- Tranck genuͤgen, und waren ſtarcke dauerhaffte Leuthe, anjetzo weil man ſiehet, daß die Leuthe ſo gerne gekochte Waſſer trincken, richten ſich die Weitzen-und Gerſten-Brauer auch darnach, und machen an ſtatt Bier gekochtes Waſſer, dahero nun die Coͤrper zu dergleichen Indiſpoſition gerathen, daß man unter hunderten, ja offt tauſenden einen recht geſunden ſtarcken Menſchen kaum wird finden koͤnnen.","norm":"Die alten Deutschen ließen ihnen an ihren Gersten-Trank genügen, und waren starke dauerhafte Leute, jetzt weil man sieht, dass die Leute so gerne gekochte Wasser trinken, richten sich die Weitzen- und Gersten-Brauer auch danach, und machen anstatt Bier gekochtes Wasser, daher nun die Körper zu dergleichen Indisposition geraten, dass man unter hunderten, ja oft tausenden einen recht gesunden starken Menschen kaum wird finden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.987500190734863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1001,"date":1719,"orig":"Wann uns aber ja geluͤſtete einen gekochten Kraͤuter-Tranck zu trincken, ſo haben wir ja unſere Betonica, Bathenge.","norm":"Wann uns aber ja gelüstete einen gekochten Kräuter-Trank zu trinken, so haben wir ja unsere Betonica, Bathenge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.294099807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1002,"date":1719,"orig":"Veronica, Ehrenpreiß, Pulmonaria, Lungen- Kraut &c. welche auf gleiche Arth wie das Thee gekocht, wir mit beſſeren Nutzen trincken koͤnnen.","norm":"Veronica, Ehrenpreis, Pulmonaria, Lungen-Kraut & c. welche auf gleiche Art wie das Tee gekocht, wir mit besseren Nutzen trinken können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.838900089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1003,"date":1719,"orig":"Jch errinnere mich, daß ein groſſer Koͤnig Glor-wuͤrdigen Andenckens und deſſen Groſſe, auf Einrathung derer Medicorum an ſtatt des Thee, die Veronica mit etlichen Bluͤmlein Centaur min.","norm":"Ich erinnere mich, dass ein großer König Glorwürdigen Andenkens und dessen Große, auf Einratung derer Medicorum anstatt des Tee, die Veronica mit etlichen Blümlein Kentaur mein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.244999885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1004,"date":1719,"orig":"Tauſendgulden-Kraut oder ein wenig Waſſer-Klee und etwas Zucker, auf gleiche Arth ihnen zurichten laſſen, und alſo gebrauchende, ſich gar wohl darauff befunden haben:","norm":"Tausendguldenkraut oder ein wenig Wasserklee und etwas Zucker, auf gleiche Art ihnen zurichten lassen, und also gebrauchende, sich gar wohl darauf befunden haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9618000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1005,"date":1719,"orig":"Etliche wollen die Guͤte des Thees aus der Farbe des Waſſers Urtheilen, ſagende:","norm":"Etliche wollen die Güte des Thees aus der Farbe des Wassers Urteilen, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.168900012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1006,"date":1719,"orig":"Wann das Waſſer gruͤnlicht oder gelb-gruͤnlicht faͤllt, waͤre das ordinaire Thee gut.","norm":"Wann das Wasser grünlich oder gelbgrünlich fällt, wäre das ordinäre Tee gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.38100004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1007,"date":1719,"orig":"Das Thee de bois iſt braun-roth &c. Siegfried bath nicht unguͤtig zu nehmen etwas vorzubringen, ſo ihm anjetzo beyfiele.","norm":"Das Tee de bois ist braunrot & c. Siegfried bat nicht ungütig zu nehmen etwas vorzubringen, so ihm jetzt beifiele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.65500020980835} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1008,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte keines Weges, Siegfried fuhr fort.","norm":"Eckart sagte keines Weges, Siegfried fuhr fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.22629976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1009,"date":1719,"orig":"Jch errinnere mich daß Monſr.","norm":"Ich erinnere mich dass Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.414999961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1010,"date":1719,"orig":"Ettner in Præſentz unſer etlicher Studioſorum zu unſern Profeſſor ſagte:","norm":"Ettner in Präsenz unser etlicher Studiosorum zu unseren Professor sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.137999534606934} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1011,"date":1719,"orig":"Der Herr Bruder verſichere ſich, daß unter denen Kraͤutern ſo viel mir wiſſend ſind, dem Indianiſchen Thee am Geſchmack, Coleur und viel beſſerer Wirckung gleiche, als die Acetoſella oder Sauer-Klee, wann man dieſes wo moͤglich vor der Sonnen Aufgang ſammlen kan, ſo lege man das Kraut von einander zwiſchen zwey Tuͤcher, laß es an einen warmen Orth trocknen, (doch daß kein Sonnen-Schein darzu komme,) hebe es wohl verwahrt auff, davon nehme man des Krauts ein Qvintlein ſchwer zu einen Quart ſiedenden Waſſer, ſo wird der Herr Bruder erfahren daß ich wahr geredet habe, der Profeſſor probirte es, und bejahete daß Monſr.","norm":"Der Herr Bruder versichere sich, dass unter denen Kräutern so viel mir wissend sind, dem indianischen Tee am Geschmack, Coleur und viel besserer Wirkung gleiche, als die Acetosella oder Sauerklee, wann man dieses wo möglich vor der Sonnen Aufgang sammeln kann, so lege man das Kraut voneinander zwischen zwei Tücher, lass es an einen warmen Ort trockenen, (doch dass kein Sonnenschein dazukomme,) hebe es wohl verwahrt auf, davon nehme man des Krauts ein Quentlein schwer zu einen Quart siedenden Wasser, so wird der Herr Bruder erfahren dass ich wahr geredet habe, der Professor probierte es, und bejahte dass Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.555600166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1012,"date":1719,"orig":"Ettner recht haͤtte:","norm":"Ettner recht hätte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.375199794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1013,"date":1719,"orig":"Ferner ſagte er, iſt mir ein Tranck der gar wohl an ſtatt des Thees kan adhibiret werden, von einen guten Freunde Schrifflich zugeſchickt worden, es ſoll ihn ein Medicus in Franckreich Monſ. de l’orme genannt, erfunden, welchen er fleißig zu Erhaltung ſeiner Geſundheit gebraucht und 99. Jahr alt worden, es wird genennet Bouillon rouye oder das rothe Waſſer; der Profeſſor dictirte uns die Beſchreibung, welche ich aber zu Hauſe bey meinen andern Schrifften liegen laſſen, doch iſt mir dieſelbe ſo bekannt, daß ich ſolche ohne Manquement vorbringen werde.","norm":"Ferner sagte er, ist mir ein Trank der gar wohl anstatt des Thees kann adhibieret werden, von einen guten Freunde Scherifflich zugeschickt worden, es soll ihn ein Medikus in Frankreich Mons . de l'orme genannt, erfunden, welchen er fleißig zu Erhaltung seiner Gesundheit gebraucht und 99. Jahr alt worden, es wird genannt Bouillon rouye oder das rote Wasser; der Professor diktierte uns die Beschreibung, welche ich aber zu Hause bei meinen anderen Schriften liegen lassen, doch ist mir dieselbe so bekannt, dass ich solche ohne Manquement vorbringen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.400000095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1014,"date":1719,"orig":"Nehmlich:","norm":"Nämlich:","lang_fastText":"ds","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.138599872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1015,"date":1719,"orig":"R. Borrago.","norm":"R. Borrago.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":6.092000007629394} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1016,"date":1719,"orig":"Buglorſum.","norm":"Buglorsum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"tr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.47100019454956} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1017,"date":1719,"orig":"Cichorium.","norm":"Cichorium.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.158699989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1018,"date":1719,"orig":"Rad. Graminis.","norm":"Rad. Graminis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"id","lang_de":0,"norm_lmscore":6.337399959564209} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1019,"date":1719,"orig":"Fragaria.","norm":"Fragarie.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.810500144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1020,"date":1719,"orig":"Agrimonia.","norm":"Agrimonia.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":3.355299949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1021,"date":1719,"orig":"Acetoſa.","norm":"Acetosa.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"haw","lang_de":0,"norm_lmscore":6.021200180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1022,"date":1719,"orig":"Polygonum.","norm":"Polygonum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":3.968199968338012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1023,"date":1719,"orig":"Nimb Borragen-Kraut.","norm":"Nimm Borragenkraut.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"uz","lang_de":0.333,"norm_lmscore":11.50059986114502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1024,"date":1719,"orig":"Ochſen Zungen.","norm":"Ochsen Zungen.","lang_fastText":"ja","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.589699745178223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1025,"date":1719,"orig":"Wilde Zigorien.","norm":"Wilde Zichorien.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"nl","lang_de":0,"norm_lmscore":4.915900230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1026,"date":1719,"orig":"Hundsgraß-Wurtzel.","norm":"Hundsgraß-Wurtzel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.685299873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1027,"date":1719,"orig":"Erdbeer-Kraut.","norm":"Erdbeer-Kraut.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"af","lang_de":0,"norm_lmscore":3.162300109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1028,"date":1719,"orig":"Ottermennig.","norm":"Ottermennige.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"is","lang_de":0,"norm_lmscore":6.598100185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1029,"date":1719,"orig":"Sauerampff.","norm":"Sauerampff.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.576000213623047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1030,"date":1719,"orig":"Wegetritt.","norm":"Wegetritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.9278998374938965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1031,"date":1719,"orig":"Nimb von einer jeden Species eine Hand voll.","norm":"Nimm von einer jeden Species eine Hand voll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.543900012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1032,"date":1719,"orig":"Du kanſt auch einen Vorrath auff ein gantzes Jahr machen, laß die Kraͤuter zwiſchen zwey leinen-Tuͤcher trocknen, und wann du die Kraͤuter nicht haben kanſt, ſo nimb von ſolchen die Wurtzeln thue ſie in einen jrdenen geglaͤſten Topff der 5. bis 6. Quart Waſſer haͤlt, daruͤber gieſſe ſo viel Waſſer daß es einer Hand hoch uͤber die eingedruckten Kraͤuter gehe, vermache den Topff wohl mit einer Stuͤrtze die in der Mitten ein Loͤchlein habe, ſetze den Topff zu einen Kohl-Feuer, waͤrme ihn nach und nach an bis das Waſſer ſiede, laß es zwey Stunden lang ſieden, darbey nimb in acht, daß wann dieſer Tranck geſotten hat, und von Feuer genommen wird, oͤffnet man die Stuͤrtze und gieſſet alsbald ein Quart friſch kalt Waſſer darzu, ohne daß daſſelbe mehr geſotten wird, denn dadurch wird ihme die Bitterkeit benommen.","norm":"Du kannst auch einen Vorrat auf ein ganzes Jahr machen, lass die Kräuter zwischen zwei Leinen-Tücher trockenen, und wann du die Kräuter nicht haben kannst, so nimm von solchen die Wurzeln tue sie in einen irdenen geglasten Topf der 5. bis 6. Quart Wasser hält, darüber gieße so viel Wasser dass es einer Hand hoch über die eingedruckten Kräuter gehe, vermache den Topf wohl mit einer Stürze die in der Mitten ein Löchlein habe, setze den Topf zu einen Kohlfeuer, wärme ihn nach und nach an bis das Wasser siede, lass es zwei Stunden lang sieden, dabei nimm in acht, dass wann dieser Trank gesotten hat, und von Feuer genommen wird, öffnet man die Stürze und gießet alsbald ein Quart frisch Kaltwasser dazu, ohne dass dasselbe mehr gesotten wird, denn dadurch wird ihm die Bitterkeit benommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7459001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1033,"date":1719,"orig":"Wenn der erſtere Tranck ausgetruncken iſt, kan man auf die zuruͤckgebliebene Kraͤuter wiederumb friſch Waſſer gieſſen, noch einſt ſieden laſſen, und in allen wie bey der erſten Arbeit geſchehen/ verfahren, und ſo dann wie den vorigen trincken, man muß auch das Waſſer auf denen Kraͤutern ſtehen laſſen, weiln es dadurch ſeine Kraͤffte beſſer behaͤlt.","norm":"Wenn der erstere Trank ausgetrunken ist, kann man auf die zurückgebliebene Kräuter wiederum Frischwasser gießen, noch einst sieden lassen, und in allen wie bei der ersten Arbeit geschehen / verfahren, und so dann wie den vorigen trinken, man muss auch das Wasser auf denen Kräutern stehen lassen, weil es dadurch seine Kräfte besser behält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8242998123168945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1034,"date":1719,"orig":"Jn Sommer kan ſich dieſer Tranck etliche Tage halten, in Winter aber haͤlt er ſich laͤnger, ehe er anfaͤnget zu ſauren.","norm":"In Sommer kann sich dieser Trank etliche Tage halten, in Winter aber hält er sich länger, ehe er anfängt zu sauren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.996000051498413} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1035,"date":1719,"orig":"Von dieſen Tranck kan man des Morgens nuͤchtern, auch vor den Nacht-Eſſen, wann man innerhalb 4. Stunden nichts geſſen hat, und ehe man zu Tiſche gehet, nehmen.","norm":"Von diesen Trank kann man des Morgens nüchtern, auch vor den Nachtessen, wann man innerhalb 4. Stunden nichts gegessen hat, und ehe man zu Tische geht, nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.769199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1036,"date":1719,"orig":"Der Medicus de l’orme unterließ nicht alle Tage davon zweymahl zu nehmen, die Eigenſchafften dieſes Trancks ſind, daß ſolcher das Gebluͤht reiniget, die Verſtopffungen oͤffnet, und den Leib offen haͤlt, iſt zutraͤglich wieder allerhand Fieber, wieder den Sand und Stein, deſſen Wachsthum durch den Gebrauch dieſes Trancks verhindert wird, wieder die Gall und Melancholey, er dienet auch denen wohl, die mit der Gicht und Podagra behafftet ſind, mindert die Winde, die den Schwindel, Kopffweh und Schlag verurſachen.","norm":"Der Medikus de l'orme unterließ nicht alle Tage davon zweimal zu nehmen, die Eigenschaften dieses Tranks sind, dass solcher das Geblüht reiniget, die Verstopfungen öffnet, und den Leib offen hält, ist zuträglich wieder allerhand Fieber, wieder den Sand und Stein, dessen Wachstum durch den Gebrauch dieses Tranks verhindert wird, wieder die Gall und Melancholie, er dient auch denen wohl, die mit der Gicht und Podagra behaftet sind, mindert die Winde, die den Schwindel, Kopfweh und Schlag verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.654799938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1037,"date":1719,"orig":"Man hat nicht zu beſorgen, daß aus dem Gebrauch dieſes Waſſers, ob ſchon ſolches in ziemlicher Quantitaͤt getruncken wird, die Waſſerſucht entſtehen koͤnne, weil es geſotten iſt, und bald wieder durchgehet.","norm":"Man hat nicht zu besorgen, dass aus dem Gebrauch dieses Wassers, ob schon solches in ziemlicher Quantität getrunken wird, die Wassersucht entstehen könne, weil es gesotten ist, und bald wieder durchgehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4994001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1038,"date":1719,"orig":"Demnach es innerlich die Hitze abkuͤhlet, es iſt auch denen gut die zum Naſen-Bluten geneiget ſind und roth in Geſichte ſehen, er machet einen guten Appetit, erhaͤlt die Geſundheit, und dienet ſonderlich denen Alten ihre Geſundheit zu conſerviren.","norm":"Demnach es innerlich die Hitze abkühlet, es ist auch denen gut die zum Nasenbluten geneigt sind und rot in Gesichte sehen, er macht einen guten Appetit, erhält die Gesundheit, und dient sonderlich denen Alten ihre Gesundheit zu konservieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.557700157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1039,"date":1719,"orig":"Ferdinand bath Siegfrieden; wann er ihm die Deſcription wolte zukommen laſſen, er waͤre willens ſich deſſen zu bedienen.","norm":"Ferdinand bat Siegfrieden; wann er ihm die Deskription wollte zukommen lassen, er wäre Willens sich dessen zu bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.008399963378906} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1040,"date":1719,"orig":"Eckarth fuhr fort, auf gleiche Weiſe wird auch der Tranck insgemein Cofee, Coffee, Chave genannt, aus der Tuͤrckiſchen Bohne Bon, welche in einen abſonderlich hierzu gemachten hol-runden Inſtrument, oder auch in einen Eiſernen Tiegel, biß ſie braͤunlicht worden, gebraten wird, bereitet.","norm":"Eckart fuhr fort, auf gleiche Weise wird auch der Trank insgemein Cofee, Kaffee, Café genannt, aus der türkischen Bohne Bon, welche in einen absonderlich hierzu gemachten hol-runden Instrument, oder auch in einen eisernen Tiegel, bis sie bräunlich worden, gebraten wird, bereitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.420899868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1041,"date":1719,"orig":"Hernach wird es fein geſtoſſen oder in einer abſonderlich hiezu gemachten Muͤhle gemahlen.","norm":"Hernach wird es fein gestoßen oder in einer absonderlich hierzu gemachten Mühle gemahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.667500019073486} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1042,"date":1719,"orig":"Von dieſen Pulver nimbt man ein Loth, thut es in ein Kuͤpffern, Meßing oder thoͤnernes Geſchirr, einige thun darzu ein wenig gebrochenen Zimmet, laſſen es zwey biß drey mahl aufwallen, gieſſen ſo dann ein wenig kalt Waſſer zu daß es ſchreckt und das Pulver zu Boden faͤllt, (weiln aber anjetzo die Zubereitung des Coffees jedermann bekannt iſt, will ich davon weiter keine Meldung thun.)","norm":"Von diesen Pulver nimmt man ein Lot, tut es in ein Kupfern, Messing oder tönernes Geschirr, einige tun dazu ein wenig gebrochenen Zimt, lassen es zwei bis drei Mal aufwallen, gießen so dann ein wenig Kaltwasser zu dass es schreckt und das Pulver zu Boden fällt, (weil aber jetzt die Zubereitung des Coffees jedermann bekannt ist, will ich davon weiter keine Meldung tun.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.875800132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1043,"date":1719,"orig":"Einige meliren zu den in Schaͤlchen gegoſſenen Chave-Waſſer ſo viel warme Milch mit zu, und trincken es aus.","norm":"Einige melieren zu den in Schälchen gegossenen Chave-Wasser so viel warme Milch mit zu, und trinken es aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.182000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1044,"date":1719,"orig":"Gotthart ſprach:","norm":"Gotthart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.121699810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1045,"date":1719,"orig":"Jch halte es davor daß unſere teutſche Sau- Bohnen und Erbſen auff gleiche Arth moͤgen gebrannt, und an ſtatt des Coffees adhibiret werden, die faſt gleiche Wirckung als die auslaͤndiſche Bohnen verrichten werden.","norm":"Ich halte es davor dass unsere deutsche Sau-Bohnen und Erbsen auf gleiche Art mögen gebrannt, und anstatt des Coffees adhibieret werden, die fast gleiche Wirkung als die ausländische Bohnen verrichten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.733799934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1046,"date":1719,"orig":"Die Einbildung hat auch in dieſen Tranck ihr einen Vortheil ausgeſucht, und ſoll er bey denen Frauenzimmer eine ſonderliche Krafft haben die Blume zu foͤrdern und den Magen zu ſaͤttigen.","norm":"Die Einbildung hat auch in diesen Trank ihr einen Vorteil ausgesucht, und soll er bei denen Frauenzimmer eine sonderliche Kraft haben die Blume zu fördern und den Magen zu sättigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.968299865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1047,"date":1719,"orig":"Jch laſſe einen jeden bey ſeiner Meynung, welche einen Dinge offt die beſte Krafft und Wirckung giebt.","norm":"Ich lasse einen jeden bei seiner Meinung, welche einen Dinge oft die beste Kraft und Wirkung gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.997000217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1048,"date":1719,"orig":"Zu Olearii Zeiten hielten die Perſianer davor, dieſer Tranck verurſache die Unfruchtbarkeit, daher er in ſeiner Perſianiſchen Reiſe-Beſchreibung p. 589. gedenckt, daß die Koͤnigin, als ſie geſehen welcher Geſtalt man ſich bemuͤhete einen Hengſt um zu wallachen, nieder zu werffen, fragte: Warumb man dieſes thaͤte? und zur Antwort bekam, daß es darumb geſchehe, damit ihm der Muth und die Wolluſt benommen wuͤrde auf die Stutten zu ſpringen, da ſagte ſie, es waͤre ſolcher Muͤhe nicht von noͤthen, man ſolte ihm nur das ſchaͤndliche Chavee-Waſſer zu ſauffen geben, ſo wuͤrde es dem Sultan Mahmud Caſnin (ſo hieß der Koͤnig) bald gleich werden.","norm":"Zu Olearii Zeiten hielten die Persianer davor, dieser Trank verursache die Unfruchtbarkeit, daher er in seiner persischen Reisebeschreibung p. 589. gedenkt, dass die Königin, als sie gesehen welcher Gestalt man sich bemühte einen Hengst um zu Wallachen, niederzuwerfen, fragte: Warum man dieses täte? und zur Antwort bekam, dass es darum geschehe, damit ihm der Mut und die Wollust benommen würde auf die Stuten zu springen, da sagte sie, es wäre solcher Mühe nicht vonnöten, man sollte ihm nur das schändliche Chavee-Wasser zu saufen geben, so würde es dem Sultan Mahmud Casnin (so hieß der König) bald gleich werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1049,"date":1719,"orig":"Jch vor mein Theil habe noch nichts remarquables auſſer der Einbildung, uñ was ich zuvor geſagt, durch Thee und Coffee verrichten ſehen.","norm":"Ich vor mein Teil habe noch nichts remarquables außer der Einbildung, und was ich zuvor gesagt, durch Tee und Kaffee verrichten sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7596001625061035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1050,"date":1719,"orig":"Jch will aber nicht hoffen meinen Herrn, zumahln er es ſelbſten verlanget, mit meinen Discours touchirt zu haben.","norm":"Ich will aber nicht hoffen meinen Herrn, zumal er es selbst verlanget, mit meinen Diskurs touchiert zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.46619987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1051,"date":1719,"orig":"Gantz im geringſten nicht mein hochgeehrter Herr, replicirte Wilhelm, es hat mich deſſen Unterricht, wovor ich ſchuldigen Danck ſage, mehr contentiret/ als mir den geringſten Mißfallen erreget, ich bin gaͤntzlich geſonnen, kuͤnfftiger Zeit mich des teutſchen Thee der Veronica, Acetoſella oder der bouillon rouge, Monſr. de l’orme an ſtatt des Auslaͤndiſchen zu brauchen.","norm":"Ganz im Geringsten nicht mein hochgeehrter Herr, replizierte Wilhelm, es hat mich dessen Unterricht, wovor ich schuldigen Dank sage, mehr kontentieret / als mir den geringsten Missfallen erreget, ich bin gänzlich gesonnen, künftiger Zeit mich des deutschen Tee der Veronica, Acetosella oder der Bouillon rouge, Monsr. de l'orme anstatt des Ausländischen zu brauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.632900238037109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1052,"date":1719,"orig":"Weiln aber derſelbe in Eroͤrterung gemeldter beyder Getraͤncke ſo guͤnſtig geweſen, moͤchte ich, wofern es meinem hoch-geehrten Herrn nicht zuwider waͤre, von der Chocolade deſſen hohes Sentiment auch gerne vernehmen, weil ſo viel Weſens von deren Tugend gemacht wird.","norm":"Weil aber derselbe in Erörterung gemeldeter beider Getränke so günstig gewesen, möchte ich, sofern es meinem hochgeehrten Herrn nicht zuwider wäre, von der Schokolade dessen hohes Sentiment auch gerne vernehmen, weil so viel Wesens von deren Tugend gemacht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.862599849700928} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1053,"date":1719,"orig":"Ohne einige Widerrede mein Herr Wilhelm, antwortete Eckarth, doch mit der Proteſtation, daß mein Vorgeben, ſo moderat moͤchte angenommen werden, daß es mehr vor eine Meynung, als Fundament der Sache moͤchte gehalten werden; Die Chocolade, die als eine zuſammen geſetzte Maſſa von dem Coccos-Safft, wie man davor haͤlt, Mandeln und andere hierzu dienlichen Gewuͤrtze in Jndien oder Spanien, daher ſie auch ihrer Guͤte nach den Nahmen hat, zubereitet, und mit einen doppelten Spaniſchen Creutze gezeichnet wird.","norm":"Ohne einige Widerrede mein Herr Wilhelm, antwortete Eckart, doch mit der Protestation, dass mein Vorgeben, so moderat möchte angenommen werden, dass es mehr vor eine Meinung, als Fundament der Sache möchte gehalten werden; die Schokolade, die als eine zusammen gesetzte Massa von dem Coccos-Safft, wie man davor hält, Mandeln und andere hierzu dienlichen Gewürze in Indien oder Spanien, daher sie auch ihrer Güte nach den Namen hat, zubereitet, und mit einen doppelten spanischen Kreuze gezeichnet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496600151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1054,"date":1719,"orig":"Sie ſey in Rollen oder Tafeln, wird die an der Farbe braun und gelinde am Geſchmack vor die beſte gehalten, die rothe in Schachteln gedruckt, iſt die ſchlechteſte, alten Leuthen aber dienlicher als die erſte, iſt aber anjetzo nicht mehr zu bekommen.","norm":"Sie sei in Rollen oder Tafeln, wird die an der Farbe Braun und gelinde am Geschmack vor die beste gehalten, die rote in Schachteln gedruckt, ist die schlechteste, alten Leuten aber dienlicher als die erste, ist aber jetzt nicht mehr zu bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53439998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1055,"date":1719,"orig":"Die Jtaliaͤner, Spanier, Frantzoſen brauchen ſie mit Waſſer, mit welchen ſie ſie uͤber Kohlen- Feuer in die Hoͤhe ſieden laſſen, wehrenden Kochen nehmen ſie ein Ruͤthlein, damit peitſchen ſie die Chocolade daß ſie zergehe, und trincken ſie alſo ohne einigen Zuſatz ſo warm als ſie es erleiden koͤnnen in ſich.","norm":"Die Italiener, Spanier, Franzosen brauchen sie mit Wasser, mit welchen sie sie über Kohlen-Feuer in die Höhe sieden lassen, währenden Kochen nehmen sie ein Rutlein, damit peitschen sie die Schokolade dass sie zergehe, und trinken sie also ohne einigen Zusatz so warm als sie es erleiden können in sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.458799839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1056,"date":1719,"orig":"Unter uns Teutſchen ſind ihrer viel, die ihnen nachfolgen, thun aber ein wenig Zucker mit unter.","norm":"Unter uns Deutschen sind ihrer viel, die ihnen nachfolgen, tun aber ein wenig Zucker mit unter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.189099788665771} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1057,"date":1719,"orig":"Etliche kochen ſie mit Milch, thun Zucker darzu und trincken ſie.","norm":"Etliche kochen sie mit Milch, tun Zucker dazu und trinken sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.055099964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1058,"date":1719,"orig":"Andere laſſen ſie einen Wall mit Wein thun, miſchen Zucker mit unter und genieſſen ſie, bevoraus zu Winters Zeit. Jch (und andere mehr) wann ich ſie trincken will, richte ich mir ſie folgender Geſtalt zu.","norm":"Andere lassen sie einen Wall mit Wein tun, mischen Zucker mit unter und genießen sie, bevoraus zu Winters Zeit . Ich (und andere mehr) wann ich sie trinken will, richte ich mir sie folgender Gestalt zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.140600204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1059,"date":1719,"orig":"Jch nehme ein halb Quart Wein, darein thue ich ein Loth geriebene Choccolade, ein wenig geſtoſſene Cardomoͤmlein, Zimmet/ ein halb Loth Zucker, zuvor aber ehe ich die zuſammen vermiſchte Species einthue, laß ich in den Wein ein Eydotter zerſchlagen, ſo bald nun der Wein ſie det und einen Wall gethan hat, werffe ich die Species nach und nach ein, qverrle es wohl untereinander, gieß es in zween Becher oder Schaͤlchen hin und wieder, und wann ich vermercke, daß ich es am Munde erleiden kan, trincke ich dieſe alſo zugerichtete Choccolade ſo warm als moͤglich hinnein, und befinde mich ſehr wohl darauff.","norm":"Ich nehme ein halb Quart Wein, darein tue ich ein Lot geriebene Choccolade, ein wenig gestoßene Cardomömlein, Zimt / ein halb Lot Zucker, zuvor aber ehe ich die zusammen vermischte Species eintue, lass ich in den Wein ein Eydotter zerschlagen, so bald nun der Wein sie det und einen Wall getan hat, werfe ich die Species nach und nach ein, qverrle es wohl untereinander, gieße es in zweien Becher oder Schälchen hin und wieder, und wann ich Vermerke, dass ich es am Munde erleiden kann, trinke ich diese also zugerichtete Choccolade so warm als möglich hinein, und befinde mich sehr wohl darauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331500053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1060,"date":1719,"orig":"Es nehret vortreflich, ſo, daß ich nach deren Gebrauch den gantzen Tag ohne Eſſen zubringen kan.","norm":"Es nähret vortrefflich, so, dass ich nach deren Gebrauch den ganzen Tag ohne Essen zubringen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.868500232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1061,"date":1719,"orig":"Es ſtaͤrcket die Natur, bevoraus bey denen ſchwachen und kalten Perſonen, denen Venus-Rittern verleihet ſie gute Krafft und Beſtand das Jhrige zu verrichten, erwaͤrmet den Leib und kommt der Dauung des Magens zu Huͤlffe.","norm":"Es stärket die Natur, bevoraus bei denen schwachen und kalten Personen, denen Venus-Rittern verleihet sie gute Kraft und Bestand das Ihrige zu verrichten, erwärmet den Leib und kommt der Tauung des Magens zu Hilfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8506999015808105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1062,"date":1719,"orig":"Fruͤh halte ich ſie am dienlichſten, wiewohl ſie Abends zumahl dem, der das Abend-Eſſen nicht achtet, ſehr nuͤtzlich iſt, die Choccolade iſt allem Alter zutraͤglich, wir ſind in der Zubereitung und Uberſieden gewiſſer als beym Thee, weswegen ich ein Schaͤlchen warme Choccolade, wann ſie gleich in Waſſer gekocht iſt, hoͤher als funffzig Schaͤlchen Thee oder Chavee halte.","norm":"Früh halte ich sie am dienlichsten, wiewohl sie Abends zumal dem, der das Abend-Essen nicht achtet, sehr nützlich ist, die Choccolade ist allem Alter zuträglich, wir sind in der Zubereitung und Übersieden gewisser als beim Tee, weswegen ich ein Schälchen warme Choccolade, wann sie gleich in Wasser gekocht ist, höher als fünfzig Schälchen Tee oder Café halte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.995200157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1063,"date":1719,"orig":"Mit dieſer meiner Meynung, geliebe mein Herr groß-guͤnſtig vor Willen zu nehmen, wuͤntſchende in anderer Gelegenheit vor erwieſene Hoͤfligkeit mit danckbahren Dienſten entgegen zu gehen.","norm":"Mit dieser meiner Meinung, Geliebe mein Herr großgünstig vor Willen zu nehmen, wünschende in anderer Gelegenheit vor erwiesene Höflichkeit mit dankbaren Diensten entgegenzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3805999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1064,"date":1719,"orig":"Wilhelm antworte: Mein groſſer Patron, deſſen hohe Compagnie hat mich ſonderlich vergnuͤgt, ich wuͤntſche nur daß denſelben und geliebten Jhrigen alſo koͤnte entgegen gegangen werden, daß ſie voͤlliges Vergnuͤgen von meiner ſchuldigen Willfaͤhrigkeit haben moͤchten.","norm":"Wilhelm antworte: Mein großer Patron, dessen hohe Compagnie hat mich sonderlich vergnügt, ich wünsche nur dass denselben und geliebten Ihrigen also könnte entgegengegangen werden, dass sie völliges Vergnügen von meiner schuldigen Willfährigkeit haben möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.600200176239014} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1065,"date":1719,"orig":"Vor dieſes mahl ergoͤtzen ſich meine Herren nach ſelbſt-beliebigen Gefallen, und morgen geliebts GOtt goͤnnen ſie mir die Ehre ſich wiederumb in meiner ſchlechten Behauſung auf ein Gericht Auſtern hoch-geneigt einzuſtellen.","norm":"Vor dieses Mal ergötzen sich meine Herren nach selbstbeliebigen Gefallen, und morgen geliebtes Gott gönnen sie mir die Ehre sich wiederum in meiner schlechten Behausung auf ein Gericht Austern hochgeneigt einzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.697299957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1066,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, Monſr.","norm":"Eckart versetzte, Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.802000045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1067,"date":1719,"orig":"Wilhelm, es iſt vor heute uns als Unverdienten mehr als zuviel Gewogenheit wiederfahren, wir bedancken uns auch ſchuldigſt, doch weiln unſer Gutthaͤter uns noch ferner mit Gutthaten uͤberfuͤllen will, nehmen wir ſolches zu groſſen Dancke an, bitten aber, im Geringſten ferner keine Ungelegenheit zu machen, denn die Gegen-Vergeltung wuͤrde uns als Reiſenden ſodann unmoͤglich fallen, und wir alſo als Undanckbahre von Luſebra abzuſcheiden genoͤthiget werden.","norm":"Wilhelm, es ist vor heute uns als Unverdienten mehr als zu viel Gewogenheit widerfahren, wir bedanken uns auch schuldigst, doch weil unser Guttäter uns noch ferner mit Guttaten überfüllen will, nehmen wir solches zu großen Danke an, bitten aber, im Geringsten ferner keine Ungelegenheit zu machen, denn die Gegenvergeltung würde uns als Reisenden sodann unmöglich fallen, und wir also als Undankbare von Lusebra abzuscheiden genötigt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.255099773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1068,"date":1719,"orig":"Nicht ſo meine hoch-geneigte und wertheſte Herren, replicirte Wilhelm, ob ſie gleich frembde ſind, ſo weiß man nicht wo und in welchem Lande einem ohnverſehens wiederumb ein Gefallen kan erwieſen werden:","norm":"Nicht so meine hochgeneigte und werteste Herren, replizierte Wilhelm, ob sie gleich fremde sind, so weiß man nicht wo und in welchem Lande einem unversehens wiederum ein Gefallen kann erwiesen werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.336999893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1069,"date":1719,"orig":"Ein Stuͤcke Brodt kan einen manchmahl einen ſolchen Freund erwerben, den man ihme zur Zeit der Noth gerne mit viel tauſend Thalern kauffen wuͤrde, wann man nur einen koͤnte habhafft werden.","norm":"Ein Stücke Brot kann einen manchmal einen solchen Freund erwerben, den man ihm zur Zeit der Not gerne mit viel tausend Talern kaufen würde, wann man nur einen könnte habhaft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.595600128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1070,"date":1719,"orig":"Dieſes Wenige aber meritirt ja ſeiner Achtbahrkeit nach nicht einmahl daran zu gedencken.","norm":"Dieses Wenige aber meritiert ja seiner Achtbarkeit nach nicht einmal daran zu gedenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.01669979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1071,"date":1719,"orig":"Und weil Wilhelm einen armen Knaben im Hauſe hielt welcher eine liebliche Stimme hatte, ließ er ihn unter waͤhrender Mahlzeit folgende Arie in das Clavier ſingen:","norm":"Und weil Wilhelm einen armen Knaben im Hause hielt welcher eine liebliche Stimme hatte, ließ er ihn unter währender Mahlzeit folgende Arie in das Klavier singen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.132800102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1072,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1073,"date":1719,"orig":"Wer GOtt zum Freunde hat/ Der laͤſt die Welt mit ihren Kindern toben Sie ſchelten oder loben/ So gilts ihm gleich/ es muß ihr Laͤſter- Blat Jn einem Nu Verderben/ Und der muß Gluͤck und Gunſt erwerben/ Wer GOtt zum Freunde hat.","norm":"Wer Gott zum Freunde hat / Der lässt die Welt mit ihren Kindern toben Sie schelten oder loben / So gilt es ihm gleich / es muss ihr Läster-Blatt in einem nun Verderben / Und der muss Glück und Gunst erwerben / Wer Gott zum Freunde hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.982800006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1074,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1075,"date":1719,"orig":"Wer GOtt zum Freunde hat/ Der kan aus Coloquinten Zucker machen/ Und ſeiner Feinde lachen/ Wañ ſie aus Neid beſchlieſſen einen Rath Jhn gaͤntzlich zu ertoͤdten/ Und der wird bald erloͤßt aus Noͤthen/ Wer GOtt zum Freunde hat.","norm":"Wer Gott zum Freunde hat / Der kann aus Coloquinten Zucker machen / Und seiner Feinde lachen / Wann sie aus Neid beschließen einen Rat ihn gänzlich zu ertöten / Und der wird bald erlöst aus Nöten / Wer Gott zum Freunde hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.388299942016602} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1076,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1077,"date":1719,"orig":"Wer GOtt zum Freunde hat/ Dem laͤſt er einen treuen Freund zukom̃en/ Zu ſeinen Nutz und Frommen/ Der ſteht ihm bey/ es ſey fruͤh oder ſpat/ Und all ſein Thun und Tichten/ Wird der zum beſten Ende richten/ Wer GOtt zum Freunde hat.","norm":"Wer Gott zum Freunde hat / Dem lässt er einen treuen Freund zukommen / Zu seinen Nutz und Frommen / Der steht ihm bei / es sei früh oder spät / Und all sein Tun und Dichten / Wird der zum besten Ende richten / Wer Gott zum Freunde hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.441999912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1078,"date":1719,"orig":"Nachdem die Mahlzeit vollbracht war, bedanckten ſich unſere Reiſende gegen Herr Willhelm aufs hoͤfligſte, wuͤntſchende:","norm":"Nachdem die Mahlzeit vollbracht war, bedankten sich unsere Reisende gegen Herr Wilhelm aufs höflichste, wünschende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8435001373291025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1079,"date":1719,"orig":"Es dermahleins gegen ihn oder die Seinigen wieder gleich zu machen, und hiermit verfuͤgten ſie ſich in ihr Logiment.","norm":"Es dermaleinst gegen ihn oder die Seinigen wieder gleichzumachen, und hiermit verfügten sie sich in ihr Logement.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.972799777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1080,"date":1719,"orig":"Das V. Capitel.","norm":"Das V. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.833899974822998} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1081,"date":1719,"orig":"Wilhelm laͤßt unſere Reiſende nochmahlen einladen/ welche ſich auch zu beſtimmter Zeit einſtellen.","norm":"Wilhelm lässt unsere Reisende nochmals einladen / welche sich auch zu bestimmter Zeit einstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.530399799346924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1082,"date":1719,"orig":"Sehen eine junge Braut mit einen alten Braͤutigam in die Kirche zur Trauung gehen.","norm":"Sehen eine junge Braut mit einen alten Bräutigam in die Kirche zur Trauung gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.886499881744384} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1083,"date":1719,"orig":"Davon Eckarth und die andern raiſoniren.","norm":"Davon Eckart und die anderen räsonieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.214499950408935} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1084,"date":1719,"orig":"Nach geſchehener Tractir-und von Eckarth geſchehene Bedanckung vermeldet er an Wilhelm, wie ſie unter Goͤttlichen Geleite ihre Reiſe zu proſequiren geſonnen waͤren; nehmen von Wilhelm Abſchied/ der ihnen an ſeinen Herrn Correſpondenten in Garpa Recommendation giebt/ und Gluͤck zur Reiſe wuͤntſchet.","norm":"Nach geschehener Tractir- und von Eckart geschehene Bedankung vermeldet er an Wilhelm, wie sie unter Göttlichen Geleite ihre Reise zu prosequiren gesonnen wären; nehmen von Wilhelm Abschied / der ihnen an seinen Herrn Korrespondierenden in Garpa Recommendation gibt / und Glück zur Reise wünschet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.918300151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1085,"date":1719,"orig":"Kommen den Tag nach ihrer Abreiſe zu Gebara an; werden mit einen Land-Artzt Antonius Spregel bekannt/ der ihnen ſeine ausgebenden Artzneyen beſchrieb; discurriren von ſeiner Gold- Tinctur, flieſſenden Balſamation, eroͤffnet ihre Zubereitung Gleichniß-weiſe; der Artzt wird abgeruffen.","norm":"Kommen den Tag nach ihrer Abreise zu Gebara an; werden mit einen Landarzt Antonius Spregel bekannt / der ihnen seine ausgebenden Arzneien beschrieb; diskurrieren von seiner Gold-Tinktur, fließenden Balsamation, eröffnet ihre Zubereitung Gleichnisweise; der Arzt wird abgerufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.29610013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1086,"date":1719,"orig":"Eckarth beklaget daß Spregel ſeine Wiſſenſchafft nicht auf eine ruͤhmliche Arth der Welt vorzeiget.","norm":"Eckart beklagt dass Spregel seine Wissenschaft nicht auf eine rühmliche Art der Welt vorzeiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.988100051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1087,"date":1719,"orig":"Es wird ein Quackſalber ins Loch gefuͤhret.","norm":"Es wird ein Quacksalber ins Loch geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.921900033950805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1088,"date":1719,"orig":"Eckarth reſolvirt ſich/ noch den andern Tag zu verziehen/ umb den Ausgang zu erfahren.","norm":"Eckart resolviert sich / noch den anderen Tag zu verziehen / um den Ausgang zu erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.1605000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1089,"date":1719,"orig":"Der Quackſalber wird oͤffentlich vor den Stadt-Rath verhoͤret/ und vom Phyſico ſeines Betrugs halben uͤberwieſen; es kommen vielerley Betruͤgereyen/ die er practiciret hat heraus/ und bekommet ſeine verdiente Straffe.","norm":"Der Quacksalber wird öffentlich vor den Stadtrat verhöret / und vom Physico seines Betrugs halben überwiesen; es kommen vielerlei Betrügereien / die er praktiziert hat heraus / und bekommet seine verdiente Strafe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0671000480651855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1090,"date":1719,"orig":"Finnii Urtheil uͤber diejenigen Patienten die ſich denen Quackſalbern vertrauen. Jhro Koͤnigl. Majeſt. in Schweden gute Verordnung der Marcktſchreyer wegen/ wird geruͤhmet.","norm":"Fini Urteil über diejenigen Patienten die sich denen Quacksalbern vertrauen . Ihrer Königl. Majest. in Schweden gute Verordnung der Marktschreier wegen / wird gerühmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7322998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1091,"date":1719,"orig":"Eckarth beklaget die Freyheit dieſer Leuthe in Teutſchland.","norm":"Eckart beklagt die Freiheit dieser Leute in Deutschland.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.214700222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1092,"date":1719,"orig":"Spregel erzehlet eine luſtige Hiſtoria von einen Land-Streicher.","norm":"Spregel erzählt eine lustige Historia von einen Landstreicher.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.247499942779541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1093,"date":1719,"orig":"Sylvander bringet eine laͤcherliche Begebenheit mit einen Quackſalber geſchehen vor.","norm":"Sylvander bringt eine lächerliche Begebenheit mit einen Quacksalber geschehen vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.723100185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1094,"date":1719,"orig":"Eckarth nimbt Abſchied/ bedancket ſich vor liebreiche Converſation und ſetzen unſere Compagnie nach Garpa fort.","norm":"Eckart nimmt Abschied / bedanket sich vor liebreiche Conversation und setzen unsere Compagnie nach Garpa fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.551199913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1095,"date":1719,"orig":"Zu Zagel meldet ſich Andreas Licht-Vogel ein Leinweber-Geſelle bey unſeren Reiſenden an/ mit Bitte/ ihn zu erlauben mit nach Garpa zu reiſen/ ſo ihm auch vergoͤnſtiget wird; weiln nun Andreas vormahls bey Spregeln gedienet und bey ihm vor einen Pickelhering agirt hatte/ befragte ihn Eckarth von denen Quackſalben ein und das andere/ worauff er aufs genaueſte derer Marckt-Schreyer ſchaͤndliche Betruͤgereyen/ Spitzfindigkeiten und Boßheiten in ihren Curen/ und auch andern Begebenheiten in ihren Curen; gelangen in einen Wald/ hoͤren eine umb Huͤlff-ruffende Stimme; Eckarth laͤſt den Wagen halten/ nimbt ſein Gewehr und gehet mit Siegfried dem Geſchreye nach/ wird von zweyen Moͤrdern angeſprengt/ er ſchieſſet den einen/ der ander entſpringt/ gehen fort/ trifft auf einen Platz einen ausgezogenen und an einen Baum angebundenen Juͤngling mit 6. Raͤubern an/ Eckarth erſchieſſet 2. Moͤrder/ einen laͤhmet er den Siegfried durchſtoͤßt/ 2. entgehen und 1. gewahrt gehalten/ der nachmahls auch ſeinen Lohn bekommen.","norm":"Zu Zagel meldet sich Andreas Licht-Vogel ein Leinwebergeselle bei unseren Reisenden an / mit Bitte / ihn zu erlauben mit nach Garpa zu reisen / so ihm auch vergünstiget wird; weil nun Andreas vormals bei Spregeln gedient und bei ihm vor einen Pickelhering agiert hatte / befragte ihn Eckart von denen Quaksalben ein und das andere / worauf er aufs genaueste derer Marktschreier schändliche Betrügereien / Spitzfindigkeiten und Bosheiten in ihren Kuren / und auch anderen Begebenheiten in ihren Kuren; gelangen in einen Wald / hören eine um Hülff-ruffende Stimme; Eckart lässt den Wagen halten / nimmt sein Gewehr und geht mit Siegfried dem Geschrei nach / wird von zweien Mördern angesprengt / er schießet den einen / der ander entspringt / gehen fort / trifft auf einen Platz einen ausgezogenen und an einen Baum angebundenen Jüngling mit 6. Räubern an / Eckart erschießet 2. Mörder / einen lähmet er den Siegfried durchstößt / 2. entgehen und 1. gewahrt gehalten / der nachmals auch seinen Lohn bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.605599880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1096,"date":1719,"orig":"Verfolg der gantzen Geſchicht/ was in allen weiter mit dem erloͤßten Juͤngling ſo die verkleidete Fraͤulein Solucka war/ und ihren in Weibs-Kleidern verkleidete Vetter Soluçki und den verkapten Obriſten Landretz vorgangen ſey.","norm":"Verfolg der ganzen Geschichte / was in allen weiter mit dem erlösten Jüngling so die verkleidete Fräulein Solucka war / und ihren in Weibskleidern verkleidete Vetter Solucki und den verkapten Obristen Landrats vorgegangen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.174499988555908} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1097,"date":1719,"orig":"Die Fraͤulein mit ihren Vetter verwechſeln die Kleider und beſuchen die alte Frau Mutter.","norm":"Die Fräulein mit ihren Vetter verwechseln die Kleider und besuchen die alte Frau Mutter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.24370002746582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1098,"date":1719,"orig":"Eckarth und die Seinigen nehmen ihr Adjeu und fahren fort.","norm":"Eckart und die Seinigen nehmen ihr Adieu und fahren fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853899955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1099,"date":1719,"orig":"Den andern Tag reiſet die alte Soluçka mit denen Jhrigen wieder zuruͤck nach Camia, woſelbſt ſie des Abends aulangten.","norm":"Den anderen Tag reiset die alte Solucka mit denen Ihrigen wieder zurück nach Zamia, woselbst sie des Abends aulangten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.721399784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1100,"date":1719,"orig":"DEn Tag darauff Fruͤh umb 8. Uhr ſchickte Wilhelm zu unſere Reiſende, mit Bitte geſtrigen Verlaß nach umb 10. Uhr ihme die Ehre der Beſuchung zu goͤnnen.","norm":"Den Tag darauf Früh um 8. Uhr schickte Wilhelm zu unsere Reisende, mit Bitte gestrigen Verlass nach um 10. Uhr ihm die Ehre der Besuchung zu gönnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.08620023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1101,"date":1719,"orig":"Da denn umb beſtimmte Zeit Eckarth mit Siegfried und Gotthart ſich bey Wilhelm einſtellen, eine Stunde darauff kam der Diener vermeldente:","norm":"Da denn um bestimmte Zeit Eckart mit Siegfried und Gotthart sich bei Wilhelm einstellen, eine Stunde darauf kam der Diener vermeldete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.174399852752685} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1102,"date":1719,"orig":"Daß die Braut kaͤme/ unſere Reiſende nahmen auf Anweiſung Wilhelms die Fenſter ein, ſiehe, da kam ein aller-liebſte ſchoͤne Jungfrau, daß ſie ſich allerſeits ihrer Hold- Leutſeelig-und Froͤmmigkeit nebenſt ihrer angebohrnen Schoͤnheit verwunderten, doch vermerckte Eckarth eine ziemlich traurige Mine in ihrem Geſichte, worauff er gegen Wilhelm ſprach:","norm":"Dass die Braut käme / unsere Reisende nahmen auf Anweisung Wilhelms die Fenster ein, siehe, da kam ein allerliebste schöne Jungfrau, dass sie sich allerseits ihrer Hold-Leutseelig-und Frömmigkeit neben ihrer angeborenen Schönheit verwunderten, doch vermerkte Eckart eine ziemlich traurige Mine in ihrem Gesichte, worauf er gegen Wilhelm sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.866300106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1103,"date":1719,"orig":"Es ſcheinet dieſe Braut wird ihr den Braͤutigam wohl nicht gerne genommen haben; freylich antwortete Wilhelm, zumahlen ſie die Galanteſten, ſo wohl von Gelehrten, als der Kauffmannſchafft zu Freyern gehabt, ihr aber von den Vater, vornehmlich aber von ihrer eigen-nuͤtzigen Stieff-Mutter, welche auch dieſe Heyrath eben ſo gerne als die Vorigen ſiehet, vernichtiget worden, indem ihr hoͤchſter Wuntſch waͤre, wann ſie ſich nur mit dem Tode vermaͤhlen wolte, damit ſie ſo dann das Wenige, ſo der Braut von Rechts-wegen noch zukommt, ihren Kindern zufallen moͤchte.","norm":"Es scheinet diese Braut wird ihr den Bräutigam wohl nicht gerne genommen haben; freilich antwortete Wilhelm, zumal sie die Galantesten, so wohl von Gelehrten, als der Kaufmannschaft zu Freiern gehabt, ihr aber von den Vater, vornehmlich aber von ihrer eigennützigen Stiefmutter, welche auch diese Heirat ebenso gerne als die Vorigen sieht, vernichtigt worden, indem ihr höchster Wunsch wäre, wann sie sich nur mit dem Tode vermählen wollte, damit sie so dann das Wenige, so der Braut von Rechtswegen noch zukommt, ihren Kindern zufallen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1104,"date":1719,"orig":"Ja!","norm":"Ja!","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fi","lang_de":0,"norm_lmscore":3.311800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1105,"date":1719,"orig":"Ja! verſetzte Eckarth, ſolche Kraͤutlein ſind etliche Stieff-Muͤtter, bevoraus wann ihnen die Lauß in Grind kommt, und ſie ihre Armuth durch eine krumme Hand und leichtfertigen Nachſinnen ſubleviren koͤnnen.","norm":"Ja! versetzte Eckart, solche Kräutlein sind etliche Stiefmütter, bevoraus wann ihnen die Laus in Grind kommt, und sie ihre Armut durch eine krumme Hand und leichtfertigen Nachsinnen subleviren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.844799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1106,"date":1719,"orig":"Jndem kam auch der Braͤutigam, als ihn Gotthart erſahe, ſprach er: HErr Vater, ſie belieben die unerhoͤrte Ungleichheit des Braͤutigams und der Braut zu betrachten:","norm":"Indem kam auch der Bräutigam, als ihn Gotthart ersah, sprach er: Herr Vater, sie belieben die unerhörte Ungleichheit des Bräutigams und der Braut zu betrachten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.651700019836426} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1107,"date":1719,"orig":"Er ein Mann von etliche 60. Jahren ſie von zwantzigen, er als ein Sceleton, ſie als ein Alabaſternes Bild, er den Leibe nach ungeſtalt, ſie in der groͤſten Schoͤnheit; Wohl geurtheilt Herr Sohn, replicirte Eckarth.","norm":"Er ein Mann von etliche 60. Jahren sie von zwantzigen, er als ein Skeleton, sie als ein Alabasternes Bild, er den Leibe nach ungestalt, sie in der größten Schönheit; Wohl geurteilt Herr Sohn, replizierte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.875699996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1108,"date":1719,"orig":"Ach ſchade, ſchade, wie ſo gar verblendet der Teuffel dergleichen Eltern, die ihre Kinder in ein ſolche Labyrinth des leidigen Geldes halber ſetzen, nicht ſo wohl daß ſie vermeynen ihnen daſſelbe zu zuſchantzen, ſondern nur dadurch Gelegenheit ſuchen, wann ſie dasjenige, was ihren Kindern von Rechts-wegen zukommt, verſchwendet und durchgebracht haben, ihnen nicht zuſtellen doͤrffen; Jndem ſie alſo redeten kam einer Nerbo genannt, ſchwartz bekleidet hinnein; Da denn nach geſchehenen Complimenten er ſich niederſetzte.","norm":"Ach schade, schade, wie so gar verblendet der Teufel dergleichen Eltern, die ihre Kinder in ein solche Labyrinth des leidigen Geldes halber setzen, nicht so wohl dass sie vermeinen ihnen dasselbe zuzuschanzen, sondern nur dadurch Gelegenheit suchen, wann sie dasjenige, was ihren Kindern von Rechtswegen zukommt, verschwendet und durchgebracht haben, ihnen nicht zustellen dürfen; indem sie also redeten kam einer Nerbo genannt, schwarz bekleidet hinein; da denn nach geschehenen Komplimenten er sich niedersetzte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.384900093078613} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1109,"date":1719,"orig":"Eckarth fuhr fort:","norm":"Eckart fuhr fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.286499977111816} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1110,"date":1719,"orig":"Dieſer Verderbungs-Gaſt ziehet ſolchen Eltern eine Ochſen-Haut vor die Augen, daß, obgleich das Gewiſſen ihnen Sternlein und Spinneweben genung vor das Geſichte kommen laͤßt, damit doch dergleichen Eltern ihre Fehler erkennen moͤchten, und wann gleich nach offtern Zudruͤcken ſolche Schimmerung ſich ſtaͤrcker und ſtaͤrcker einfindet, ziehen ſie ihnen doch ſelbſt-Haͤndig die Haut deſto dichter an die Augen, des Gewiſſens-Regungen nicht zu ſehen, welches ihnen vorſtellen ſoll zu erwegen: Erſtlich die Leibes-Gefahr, indem ein ſolch zartes Kind, zumahln wann ſie nicht fromm und immer denen Regungen widerſtrebet, einen dergleichen abgeſchmackten duͤrren Leib als ein Geſpenſte ſcheuet, und durch ſolchen Eckel ihr eine immer-wehrende Kranckheit anhaͤnget.","norm":"Dieser Verderbungs-Gast ziehet solchen Eltern eine Ochsenhaut vor die Augen, dass, obgleich das Gewissen ihnen Sternlein und Spinneweben genug vor das Gesichte kommen lässt, damit doch dergleichen Eltern ihre Fehler erkennen möchten, und wann gleich nach Öfteren Zudrücken solche Schimmerung sich stärker und stärker einfindet, ziehen sie ihnen doch selbst-Händig die Haut desto dichter an die Augen, des Gewissens-Regungen nicht zu sehen, welches ihnen vorstellen soll zu erwägen: Erstlich die Leibesgefahr, indem ein solch zartes Kind, zumal wann sie nicht fromm und immer denen Regungen widerstrebet, einen dergleichen abgeschmackten dürren Leib als ein Gespenste scheuet, und durch solchen Ekel ihr eine immerwährende Krankheit anhänget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.271699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1111,"date":1719,"orig":"Zum andern Ehren-Gefahr, in welche ſie fallen muß, ſie ſey auch ſo fromm als ſie immer woll, ſo wird doch das Laͤſter- Maul ausgeben, es ſey unmoͤglich daß eine dergleichen junge und liebens-wuͤrdige Perſon ihre Ehre, abſonderlich in luſtigen Gelacken, ſo ſtrenge in acht halten koͤnte, daß ſie nicht einen Juͤngern und Bekannten einige Blumen der Vergnuͤgung goͤnnen ſolte; Und was endlich das Erſchrecklichſte, die daraus entſtehende Seelen-Gefahr, da denn der Feind aller Menſchen ihr tauſent Einwuͤrffe in den Weg leget, entweder untreu an ihren Ehe- Herrn zu werden/ oder, wann dergleichen Beywohnung in die Laͤnge verziehet, gar Deſperation ausſuͤnt, wie ich ſolcher Exempel ſehr viel vorbringen koͤnte.","norm":"Zum anderen Ehrengefahr, in welche sie fallen muss, sie sei auch so fromm als sie immer wohl, so wird doch das Läster-Maul ausgeben, es sei unmöglich dass eine dergleichen junge und liebenswürdige Person ihre Ehre, absonderlich in lustigen Gelacke, so strenge in acht halten könnte, dass sie nicht einen Jüngeren und Bekannten einige Blumen der Vergnügung gönnen sollte; und was endlich das Erschrecklichste, die daraus entstehende Seelengefahr, da denn der Feind aller Menschen ihr tausend Einwürfe in den Weg leget, entweder untreu an ihren Ehe-Herrn zu werden / oder, wann dergleichen Beiwohnung in die Länge verziehet, gar Desperation aussind, wie ich solcher Exempel sehr viel vorbringen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116899967193603} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1112,"date":1719,"orig":"Auff Seiten der Eltern zeiget das Gewiſſen ihnen den Fluch, welchen GOtt auf die Entwendung des Nechſten und ſeines Guths ſetzet.","norm":"Auf Seiten der Eltern zeiget das Gewissen ihnen den Fluch, welchen Gott auf die Entwendung des Nächsten und seines Guts setzet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.097300052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1113,"date":1719,"orig":"Ein ſolcher Vater ſiehet von ferne alles hieraus entſtehende Unheil.","norm":"Ein solcher Vater sieht von ferne alles hieraus entstehende Unheil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.697500228881836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1114,"date":1719,"orig":"Er entziehet GOtt ſeine auſſerleſene Fruͤchte, die ihme eine Perſon von dergleichen Alter haͤtte zufuͤhren koͤnnen, deren Mutter verſchlieſt ein ſolcher Mann recht verwegener und muthwilliger Weiſe, weshalben ich davor halte, daß ſein Erbe von der Erden werde vertilget werden, und muß Hertzeleid, Schmach und Schande an ſeinen Kindern erleben, der Seegen gehet weg von ſeinem Hauſe, und der Fluch hergegen beſitzet alle Winckel ſeines Erbes.","norm":"Er entziehet Gott seine auserlesene Früchte, die ihm eine Person von dergleichen Alter hätte zuführen können, deren Mutter verschließt ein solcher Mann recht verwegener und mutwilliger Weise, weshalb ich davor halte, dass sein Erbe von der Erden werde vertilget werden, und muss Herzeleid, Schmach und Schande an seinen Kindern erleben, der Segen geht weg von seinem Hause, und der Fluch hingegen besitzet alle Winkel seines Erbes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593200206756592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1115,"date":1719,"orig":"Sein Weib muß in der Grube von ihren eigenen Kindern gehoͤnet werden, und der Zehrer nimbt hinweg was noch uͤbrig blieben iſt.","norm":"Sein Weib muss in der Grube von ihren eigenen Kindern gehöhnt werden, und der Zehrer nimmt hinweg was noch übrig blieben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472899913787842} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1116,"date":1719,"orig":"Ja mein Herr Eckarth, ſagte Wilhelm, alß unlaͤngſt ſie ein feiner gelehrter Menſch verlangte, und ihme auch pro forma Hoffnung gemacht wurde, die Jungfer auch ihme wohl affectionirt war, ſprach ihr Herr Vater als er ihr beſtaͤndiges Gemuͤthe merckte, zu ihr:","norm":"Ja mein Herr Eckart, sagte Wilhelm, als unlängst sie ein feiner gelehrter Mensch verlangte, und ihm auch pro forma Hoffnung gemacht wurde, die Jungfer auch ihm wohl affektioniert war, sprach ihr Herr Vater als er ihr beständiges Gemüte merkte, zu ihr:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.213799953460693} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1117,"date":1719,"orig":"Ja du magſt ihn nehmen, aber GOtt laß mich deinen Hochzeit-Tag nicht erleben.","norm":"Ja du magst ihn nehmen, aber Gott lass mich deinen Hochzeittag nicht erleben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.537600040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1118,"date":1719,"orig":"Hatte er denn etwas wieder ihn auszuſetzen? fragte Siegfried:","norm":"Hatte er denn etwas wieder ihn auszusetzen? fragte Siegfried:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.61899995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1119,"date":1719,"orig":"Jm geringſten nichts, antwortete Wilhelm.","norm":"Im Geringsten nichts, antwortete Wilhelm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.227499961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1120,"date":1719,"orig":"O nicht-wuͤrdiger Vater! fiel Eckarth ein/ o ſchaͤndlicher Eigen-Nutz; Ein Vater einer frommen Tochter einen ſolchen Seegen zu geben, wann ſie ihre Affection, und was der Himmel beſchloſſen auf Befragen eroͤffnet.","norm":"O nicht-würdiger Vater! fiel Eckart ein / o schändlicher Eigennutz; ein Vater einer frommen Tochter einen solchen Segen zu geben, wann sie ihre Affektion, und was der Himmel beschlossen auf Befragen eröffnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.79610013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1121,"date":1719,"orig":"O! alberne und thoͤrigte Eltern, die ihr euer Recht das euch GOtt gegeben, euere Boßheit zu extendiren, und euer frommes Kind ohne einige Urſache, damit ihr bloß eueren Vortheil ausuͤben koͤnnet, mit den Fluch zu belegen brauchet.","norm":"O! alberne und törichte Eltern, die ihr euer Recht das euch Gott gegeben, eure Bosheit zu extendieren, und euer frommes Kind ohne einige Ursache, damit ihr bloß eueren Vorteil ausüben könnet, mit den Fluch zu belegen brauchet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785600185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1122,"date":1719,"orig":"Wiſſet ihr aber nicht, daß ein ſolcher unverdienter Fluch ſey einer harten Kugel gleich, die man wieder einen harten Stein ſchieſſet, dieſer wird keines Weges verletzet, allein die Kugel prallet zuruͤck und toͤdtet den frevelen Menſchen.","norm":"Wisset ihr aber nicht, dass ein solcher unverdienter Fluch sei einer harten Kugel gleich, die man wieder einen harten Stein schießet, dieser wird keines Weges verletzet, allein die Kugel prallet zurück und tötet den frevelen Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.705699920654297} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1123,"date":1719,"orig":"Der Fluch des Ungerechten wird ihn ſelbſten treffen und aus der Huͤtten der Gerechten ausgeſtoſſen werden.","norm":"Der Fluch des Ungerechten wird ihn selbst treffen und aus der Hütten der Gerechten ausgestoßen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.029900074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1124,"date":1719,"orig":"Der gute Mann muß in ſeinen Chriſtenthum uͤbel informiret ſeyn, und den 15. Pſalm nicht ſtudiret haben.","norm":"Der gute Mann muss in seinen Christentum übel informieret sein, und den 15. Psalm nicht studiert haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.123400211334228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1125,"date":1719,"orig":"Nein liebe Eltern, ſo weit gehet euer Recht nicht, GOtt hat es ſuspendirt; denn wie mancher Vater deſſen Kind nicht mit ihm zum Teuffel fahren wollen, hat denſelben den Fluch gegeben, allein er hat ihn ſelbſt getroffen, und der Sohn iſt geſeegnet worden und geblieben.","norm":"Nein liebe Eltern, so weit geht euer Recht nicht, Gott hat es suspendiert; denn wie mancher Vater dessen Kind nicht mit ihm zum Teufel fahren wollen, hat denselben den Fluch gegeben, allein er hat ihn selbst getroffen, und der Sohn ist gesegnet worden und geblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9731998443603525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1126,"date":1719,"orig":"So ſcheinet, ſo wird es hier deꝛ Ausgang ſelbſten weiſen.","norm":"So scheinet, so wird es hier der Ausgang selbst weisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.635300159454346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1127,"date":1719,"orig":"Jch glaube aber nimmermehr, daß es der Jungfer Wille jemahln geweſen ihr dieſen Mann zu nehmen.","norm":"Ich glaube aber nimmermehr, dass es der Jungfer Wille jemals gewesen ihr diesen Mann zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.597300052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1128,"date":1719,"orig":"Nerbo verſetzte:","norm":"Nerbo versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.658400058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1129,"date":1719,"orig":"Mein Herr umb Verzeihung, dieſe Braut iſt ein witziges frommes Kind und eine feine kluge Jungfer, welche ihren Willen nicht mehr als billich ihres Herrn Vatern Geboth gehorſamlich unterworffen, und den Firniß der Eitelkeit verachtet; der Braͤutigam iſt ein reicher Mann, und dannenhero bey ihme wohl verſorget, und wolte GOtt der HErr, der gute Mann koͤnte alle ſeine Kinder auf ſolche Weiſſe anbringen.","norm":"Mein Herr um Verzeihung, diese Braut ist ein witziges frommes Kind und eine feine kluge Jungfer, welche ihren Willen nicht mehr als billig ihres Herrn Vaters Gebot gehorsamlich unterworfen, und den Firnis der Eitelkeit verachtet; der Bräutigam ist ein reicher Mann, und dannenher bei ihm wohl versorgt, und wollte Gott der Herr, der gute Mann könnte alle seine Kinder auf solche Weiße anbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.008200168609619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1130,"date":1719,"orig":"Monſieur, gab Eckarth zur Antwort, ich bin ein Frembder, und habe dannenhero nicht Urſache, die Sache genau zu unterſuchen:","norm":"Monsieur, gab Eckart zur Antwort, ich bin ein fremder, und habe dannenher nicht Ursache, die Sache genau zu untersuchen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.146599769592285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1131,"date":1719,"orig":"Jch aber halte dafuͤr, dieſe liebe Jungfer wuͤrde ihren andern Geſchwiſter diejenige Vergnuͤgung gerne goͤnnen, wann ſie nur mit demjenigen, den ſie liebet in Vergnuͤgung leben ſolte.","norm":"Ich aber halte dafür, diese liebe Jungfer würde ihren anderen Geschwister diejenige Vergnügung gerne gönnen, wann sie nur mit demjenigen, den sie liebet in Vergnügung leben sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.040699958801269} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1132,"date":1719,"orig":"Narren heiſſen Reichthum beym Verdruß eine Zufriedenheit, und Schweine haben ihre Luſt in Kothangefuͤllten Pfuͤtzen.","norm":"Narren heißen Reichtum beim Verdruss eine Zufriedenheit, und Schweine haben ihre Lust in Kotangefüllten Pfützen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.821700096130371} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1133,"date":1719,"orig":"Man nehme einen Boden voll Ducaten und Gold-Guͤlden, und weltze ſich ein liebhabender Menſch viel Jahr lang darauff herumb, er wird nach dem eben ſo vergnuͤgt von dem Gold-Hauffen hinweg gehen, als er zuvor geweſen da er hinnauff geſtiegen war.","norm":"Man nehme einen Boden voll Dukaten und Goldgülden, und wälze sich ein liebhabender Mensch viel Jahr lang darauf herum, er wird nach dem eben so vergnügt von dem Gold-Haufen hinweggehen, als er zuvor gewesen da er hinauf gestiegen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890500068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1134,"date":1719,"orig":"Jch wuͤntſche der lieben Seele nichts als Goͤttlichen Beyſtand, der erhalte ſie in Gedult.","norm":"Ich wünsche der lieben Seele nichts als göttlichen Beistand, der erhalte sie in Geduld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.055300235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1135,"date":1719,"orig":"Jndem kam die Braut aus der Kirche, und im Vorbey-Gehen ſagte Eckarth: Gehe liebſtes Hertz, GOtt deſſen Vorſehung dir aus Muthwillen deiner Eltern entriſſen, ſey dein Troſt, der erqvicke dich in deinen kuͤnfftigen verdrießlichen Ehe-Stande, und ſein heiliger Engel ſey mit dir auf allen deinen Wegen; deinen ungerechten Vater gebe er die Erkenntniß vor ſeinem Ende, damit er ſehe und erfahre was es ſey, GOtt zu widerſtehen und die Seinigen zu verderben; Er gebe dir alles/ was dein Hertze wuͤntſchet, und behuͤte dich vor allen Boͤſen.","norm":"Indem kam die Braut aus der Kirche, und im Vorbey-Gehen sagte Eckart: Gehe liebstes Herz, Gott dessen Vorsehung dir aus Mutwillen deiner Eltern entrissen, sei dein Trost, der erquicke dich in deinen künftigen verdrießlichen Ehestand, und sein heiliger Engel sei mit dir auf allen deinen Wegen; deinen ungerechten Vater gebe er die Erkenntnis vor seinem Ende, damit er sehe und erfahre was es sei, Gott zu widerstehen und die Seinigen zu verderben; er gebe dir alles / was dein Herze wünschet, und behüte dich vor allen Bösen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.372799873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1136,"date":1719,"orig":"Nerbo war gantz entruͤſtet, ob er es gleich nicht wolte mercken laſſen, und nahm mit kurtzen adieu von allen Abſchied.","norm":"Nerbo war ganz entrüstet, ob er es gleich nicht wollte merken lassen, und nahm mit kurzen adieu von allen Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.112800121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1137,"date":1719,"orig":"Als dieſer hinweg war, ſagte Willhelm, Monſr.","norm":"Als dieser hinweg war, sagte Wilhelm, Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.932700157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1138,"date":1719,"orig":"Eckarth, er hat dieſen Herrn gantz rappel-Koͤpffiſch gemacht/ es iſt aber gar recht, daß ſeiner uͤbrigen Klugheit einmahl ſo begegnet worden.","norm":"Eckart, er hat diesen Herrn ganz Rappel-Köpffisch gemacht / es ist aber gar recht, dass seiner übrigen Klugheit einmal so begegnet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.828100204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1139,"date":1719,"orig":"Gehet er denn der Braut oder den Braͤutigam etwas an? fragte Eckarth.","norm":"Gehet er denn der Braut oder den Bräutigam etwas an? fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.102099895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1140,"date":1719,"orig":"Ach nein! antwortete Wilhelm, ſeine Ehe-Liebſte und der Braut Stieff-Mutter, ſind einander etwas verwandt, und dannenhero hat ihn meines hoch-geehrten Herrn Discours ſo touchirt, vielleicht verſetzte Eckarth, iſt er wohl ein Rathgeber mit in der Sache geweſen, warumb iſt er aber nicht auf dem Hochzeit-Mahl?","norm":"Ach nein! antwortete Wilhelm, seine Eheliebste und der Braut Stiefmutter, sind einander etwas verwandt, und dannenher hat ihn meines hochgeehrten Herrn Diskurs so touchiert, vielleicht versetzte Eckart, ist er wohl ein Ratgeber mit in der Sache gewesen, warum ist er aber nicht auf dem Hochzeitsmahl?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1141,"date":1719,"orig":"Wilhelm antwortete:","norm":"Wilhelm antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.455100059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1142,"date":1719,"orig":"Die Urſache iſt, weiln ihm unlaͤngſt ſein juͤngſter und liebſter Sohn geſtorben.","norm":"Die Ursache ist, weil ihm unlängst sein jüngster und liebster Sohn gestorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.644199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1143,"date":1719,"orig":"Wohl, ſagte Eckarth: hier heiſt es recht!","norm":"Wohl, sagte Eckart: hier heißt es recht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.63070011138916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1144,"date":1719,"orig":"GOtt hat Eckel an denen Falſchen.","norm":"Gott hat Ekel an denen Falschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.236499786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1145,"date":1719,"orig":"Damit wir aber des Unſrigen nicht vergeſſen, ſo ſind wir willens unter Goͤttlichen Schutz auf die neue Woche, unſere Reiſe nach Garpa fortzuſetzen, allwo wir uns eine Zeitlang aufhalten woͤchten, weswegen geſchicht an meinen hoch-geehrten Herrn unſer allerſeits dienſtliches Bitten, daſelbſt hin an deſſen Herrn Correſpondenten uns beſtermaſſen Groß-G. zu recommandiren.","norm":"Damit wir aber des Unsrigen nicht vergessen, so sind wir Willens unter göttlichen Schutz auf die neue Woche, unsere Reise nach Garpa fortzusetzen, wo wir uns eine Zeitlang aufhalten wögen, weswegen geschieht an meinen hochgeehrten Herrn unser allerseits dienstliches Bitten, daselbst hin an dessen Herrn Korrespondierenden uns bestermaßen Groß-G. zu rekommandieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649700164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1146,"date":1719,"orig":"Vor erzeigte Gunſt-Gewogenheiten ſagen wir verbundneſten Danck und erwarten Gelegenheit denſelben wiederumb einige Liebes-Dienſte zu erweiſen.","norm":"Vor erzeigte Gunstgewogenheiten sagen wir verbundensten Dank und erwarten Gelegenheit denselben wiederum einige Liebesdienste zu erweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.311200141906738} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1147,"date":1719,"orig":"Wilhelm bedanckte ſich gegen Eckarth und die junge Herren, daß ſie ſeinem Hauſe die Ehre der Beſuchung goͤnnen wollen, bittende: mit dem Wenigen groß-guͤnſtig vorlieb zu nehmen; Wormit nach gemachten Gegen-Complimenten, unſere Freunde ihren Abſchied nahmen.","norm":"Wilhelm bedankte sich gegen Eckart und die junge Herren, dass sie seinem Hause die Ehre der Besuchung gönnen wollen, bittende: mit dem Wenigen großgünstig vorliebzunehmen; womit nach gemachten Gegenkomplimenten, unsere Freunde ihren Abschied nahmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.748499870300293} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1148,"date":1719,"orig":"Die andere Woche darauff dungen ſie vor ſich eine Kutſche bis Garpa.","norm":"Die andere Woche darauf Dunen sie vor sich eine Kutsche bis Garpa.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9284000396728525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1149,"date":1719,"orig":"Als ſie nach Gebara kamen, war gleich Jahr-Marckt, woſelbſt unterſchiedene Qvackſalber ihre Sachen aufs beſte herausſtrichen, unter welchen zwey faſt zu Schlaͤgen kommen waͤren, indem immer einer des andern Wahre verachtete; wann dieſem Unheil zu ſteuren ein Stadt-Rath ihnen einige Uneinigkeit zu machen nicht bey Straffe verbothen haͤtte.","norm":"Als sie nach Gebara kamen, war gleich Jahrmarkt, woselbst unterschiedene Quacksalber ihre Sachen aufs beste herausstrichen, unter welchen zwei fast zu Schlägen kommen wären, indem immer einer des anderen Wahre verachtete; wann diesem Unheil zu steuern ein Stadtrat ihnen einige Uneinigkeit zu machen nicht bei Strafe verboten hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683700084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1150,"date":1719,"orig":"Unter denen war einer, der wolte vor andere was ſonderliches ſeyn, hatte viel Leuthe, und womit er das Volck an ſich lockte, machte er nach Verkauffung ſeiner Medicamente denenſelben allezeit ein Luſt- oder Nach-Spiel.","norm":"Unter denen war einer, der wollte vor andere was Sonderliches sein, hatte viel Leute, und womit er das Volk an sich lockte, machte er nach Verkaufung seiner Medicamente denselben allezeit ein Lust- oder Nach-Spiel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.250899791717529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1151,"date":1719,"orig":"Er gab eine Artzeney aus, die nannte er, Mors mortorum, oder der Kranckheiten Todt.","norm":"Er gab eine Arznei aus, die nannte er, Mors mortorum, oder der Krankheiten Tod.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2316999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1152,"date":1719,"orig":"Dieſer Marckt-Schreyer logirte eben in dem Wirthshauſe, wo unſere Reiſende auch eingekehret waren, er gab ein Paqvetlein vor 2. Groſchen, und davon muſte er ſo viel Volcks erhalten.","norm":"Dieser Marktschreier logierte eben in dem Wirtshause, wo unsere Reisende auch eingekehrt waren, er gab ein Paqvetlein vor 2. Groschen, und davon musste er so viel Volks erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.346199989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1153,"date":1719,"orig":"Dieſer Mann, dem Anſehen nach corpulent und wohl Geſtalt, nachdem er ſeinen Kram gehalten hatte, ſpeiſete nebenſt ſeiner Ehe-Frau mit an des Wirths Tiſch.","norm":"Dieser Mann, dem Ansehen nach korpulent und wohl Gestalt, nachdem er seinen Kram gehalten hatte, speiste neben seiner Ehefrau mit an des Wirts Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.580399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1154,"date":1719,"orig":"Eckarth ſuchte offt Gelegenheit mit ihme zu reden, dem er auf alle ſeine Fragen mit einer ſonderbahren Beſcheidenheit antwortete; Wie endlich Eckarth verſpuͤhrte, daß dieſer Land-Artzt ein Liebhaber des Tabacks war, ſprach er, nachdem er von Tiſch aufgeſtanden war zu ihm, hat der Herr etwas gutes von Taback? dieſer Nahmens Antonius Spregel antwortete:","norm":"Eckart suchte oft Gelegenheit mit ihm zu reden, dem er auf alle seine Fragen mit einer sonderbaren Bescheidenheit antwortete; wie endlich Eckart verspürte, dass dieser Landarzt ein Liebhaber des Tabaks war, sprach er, nachdem er von Tisch aufgestanden war zu ihm, hat der Herr etwas Gutes von Tabak? dieser Namens Antonius Spregel antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.578800201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1155,"date":1719,"orig":"Jch weiß nicht ob er denen Herren ſchmecken moͤchte, Eckarth replicirte: mit deſſen Erlaubniß wollen wir ihn probiren; hiermit giengen ſie zuſammen in ein Neben-Zimmer, allwo Kohlen in ein Camin angeleget waren, daherumb ſatzte ſich die Compagnie, und in waͤhrenden Schmauchen fieng Eckarth zu Spregeln an:","norm":"Ich weiß nicht ob er denen Herren schmecken möchte, Eckart replizierte: mit dessen Erlaubnis wollen wir ihn probieren; hiermit gingen sie zusammen in ein Nebenzimmer, wo Kohlen in ein Kamin angelegt waren, daherumb setzte sich die Compagnie, und in währenden Schmauchen fing Eckart zu Spregeln an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.824999809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1156,"date":1719,"orig":"Mein Herr derſelbe verzeihe, daß ich als ein Unbekannter in frembden Sachen ſo ſorgfaͤltig bin.","norm":"Mein Herr derselbe verzeihe, dass ich als ein Unbekannter in fremden Sachen so sorgfältig bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.47790002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1157,"date":1719,"orig":"Mich wundert ſehr wie derſelbe ſeiner koͤſtlichen Artzeney ſo viel umb ein ſo wenig Geld geben, davon mit ſo vielen Volck leben, und ſein Auskommen darzu haben koͤnne.","norm":"Mich wundert sehr wie derselbe seiner köstlichen Arznei so viel um ein so wenig Geld geben, davon mit so vielen Volk leben, und sein Auskommen dazu haben könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.986800193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1158,"date":1719,"orig":"Ja, mein Herr antwortete Spregel, dieſe Artzeney iſt ſehr gut und wohlfeil zuzurichten.","norm":"Ja, mein Herr antwortete Spregel, diese Arznei ist sehr gut und wohlfeil zuzurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5295000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1159,"date":1719,"orig":"Jch nehme das trockene Elixir proprietatis oder vielmehr die Species davon, die vermiſche ich mit Zucker und Honig, und mache daraus ein Electuarium oder Lattwerge, der Titul muß bey unſern Sachen zum offtern das Beſte thun, das Pulver, welches ich mein Engeliſches Pulver nenne, wird gemacht von Terra ſigillata und geriebenen Blut-Stein, und die Egyptiſche Zahn-Pille præparire ich von Alaun, Muſcatennuß und Honig, dann formirt und mit Wachs uͤberzogen.","norm":"Ich nehme das trockene Elixier proprietatis oder vielmehr die Species davon, die vermische ich mit Zucker und Honig, und mache daraus ein Electuarium oder Latwerge, der Titel muss bei unseren Sachen zum Öfteren das Beste tun, das Pulver, welches ich mein Englisches Pulver nenne, wird gemacht von Terra sigillata und geriebenen Blutstein, und die ägyptische Zahn-Pille präpariere ich von Alaun, Muscatennuß und Honig, dann formiert und mit Wachs überzogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8836002349853525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1160,"date":1719,"orig":"Meine Leuthe haben wenig Befoldung von mir, in dieſes was der Courtiſan verkaufft, theilen ſie ſich mit meinem Weibe, ſie haben ihr gewiſſes Wochen-Geld, davon muͤſſen ſie ſich bekoͤſtigen, ſonſten aber habe ich ſo wohl im Staar-Stechen, als Bruch-Schneiden einen ſonderlichen Handgriff, und nachdem ich der Chymie ſehr zugethan bin, ſind mir ferner herrliche Arcana bekannt, als zum Exempel die Tinctura Solis oder Gold-Tinctur, von welcher ich des Jahrs ſehr viel verthue, und ob ich gleich dem Golde ſein Sulphur extrahire, verbleibet mir doch ein fixes Corpus, das verſetze ich mit einen Schweffel, der aus ſeiner eigenen Minera gezogen, und bekomme mein voriges Gold am Glantze ſo ſchoͤn als zuvor, und am Gewichte nicht ſonderlich verringert, wieder.","norm":"Meine Leute haben wenig Besoldung von mir, in dieses was der Courtisan verkauft, teilen sie sich mit meinem Weibe, sie haben ihr gewisses Wochengeld, davon müssen sie sich beköstigen, sonsten aber habe ich so wohl im Starstechen, als Bruchschneiden einen sonderlichen Handgriff, und nachdem ich der Chemie sehr zugetan bin, sind mir ferner herrliche Arcana bekannt, als zum Exempel die Tinctura Solis oder Goldtinktur, von welcher ich des Jahrs sehr viel vertue, und ob ich gleich dem Golde sein Sulphur extrahiere, verbleibet mir doch ein fixes Corpus, das versetze ich mit einen Schwefel, der aus seiner eigenen Minera gezogen, und bekomme mein voriges Gold am Glanze so schön als zuvor, und am Gewichte nicht sonderlich verringert, wieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000699996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1161,"date":1719,"orig":"Eckarth wandte ein, er hielte davor, daß dem Golde, als einen dichten Coͤrper, gar nichts abgienge, und der Spiritus Vini die wenige Coleur vom Sale, welches ſich in etwas vom Golde faͤrbet vermittelſt der Digeſtion empfienge.","norm":"Eckart wandte ein, er hielte davor, dass dem Golde, als einen dichten Körper, gar nichts abgienge, und der Spiritus Vini die wenige Coleur vom Sale, welches sich in etwas vom Golde färbet vermittels der Digestion empfinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.429599761962891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1162,"date":1719,"orig":"Hernach habe ich ſagte Spregel, die flieſſende Balſamation, mir iſt auch bekannt, fiel ihm Eckarth in die Rede, welcher Geſtalt allerley Arthen Thiere in den Spiritu Vini koͤnnen erhalten werden.","norm":"Hernach habe ich sagte Spregel, die fließende Balsamation, mir ist auch bekannt, fiel ihm Eckart in die Rede, welcher Gestalt allerlei Arten Tiere in den Spiritu Vini können erhalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.490699768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1163,"date":1719,"orig":"Um Perdon mein Herr antwortete Spregel, an dieſer wird derſelbe faſt keinen Geſchmack finden.","norm":"Um Pardon mein Herr antwortete Spregel, an dieser wird derselbe fast keinen Geschmack finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.634200096130371} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1164,"date":1719,"orig":"Junge rieff er, gehe hole die Flaſche mit denen Voͤgeln herab, als dieſer die Flaſche brachte, band ſie der Land-Artzt auf, und uͤberreichte ſie Eckarthen und denen andern, daß ſie belieben moͤchten zu koſten, ſo ſie auch thaten, aber keinen Geſchmack eines Spiritus empfinden kunten.","norm":"Junge rief er, gehe hole die Flasche mit denen Vögeln herab, als dieser die Flasche brachte, band sie der Landarzt auf, und überreichte sie Eckarten und denen anderen, dass sie belieben möchten zu kosten, so sie auch taten, aber keinen Geschmack eines Spiritus empfinden konnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.667500019073486} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1165,"date":1719,"orig":"Meine Herren, ſagte Spregel, dieſes iſt ein ſchlechtes Waſſer, und wird mir theuer bezahlt.","norm":"Meine Herren, sagte Spregel, dieses ist ein schlechtes Wasser, und wird mir teuer bezahlt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1166,"date":1719,"orig":"Jch will ihnen die Zubereitung und wo dieſes Waſſer zu bekommen iſt Gleichniß-weiſſe offenbahren.","norm":"Ich will ihnen die Zubereitung und wo dieses Wasser zu bekommen ist Gleichnis-Weisse offenbaren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.773399829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1167,"date":1719,"orig":"Es iſt ein ſchneller Vogel, beſtehet laͤnger in der Kaͤlte als Waͤrme, denſelben muß man ohne Haͤnde fangen und wohl verſchlieſſen, damit er faule und zu lauter Waſſer werde.","norm":"Es ist ein schneller Vogel, bestehet länger in der Kälte als Wärme, denselben muss man ohne Hände fangen und wohl verschließen, damit er faule und zu lauter Wasser werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.167300224304199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1168,"date":1719,"orig":"Nun wird ſich eine Erde von den Coͤrper dieſes Vogels ab- ſondern, dieſelbe nimbt man und hebet ſie auf zu einen andern Gebrauch, das Waſſer diſtilire ich gantz reine davon, hebe es zum Gebrauch auf, darein pflege ich denn ein wenig Roſen-Spiritus zu gieſſen, damit es einen feinen Geruch bekomme, und ſo iſt es bereitet: Ferner, ſind mir auch unterſchiedene Stuͤcklein bewuſt, daraus ich immer etwas loͤſe.","norm":"Nun wird sich eine Erde von den Körper dieses Vogels ab- sondern, dieselbe nimmt man und hebet sie auf zu einen anderen Gebrauch, das Wasser distilire ich ganz reine davon, hebe es zum Gebrauch auf, darein pflege ich denn ein wenig Rosenspiritus zu gießen, damit es einen feinen Geruch bekomme, und so ist es bereitet: Ferner, sind mir auch unterschiedene Stücklein bewusst, daraus ich immer etwas löse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.068399906158447} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1169,"date":1719,"orig":"Waͤre es aber nicht beſſer, fragte Eckarth, wann der Herr, zumahln er in der Chymie gute Wiſſenſchafft hat, an einen gewiſſen Orthe ſich niederlieſſe, und des Seinigen geruhiger abwartete?","norm":"Wäre es aber nicht besser, fragte Eckart, wann der Herr, zumal er in der Chemie gute Wissenschaft hat, an einen gewissen Orte sich niederließe, und des Seinigen geruhiger abwartete?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.242099761962891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1170,"date":1719,"orig":"Noch zur Zeit habe ich nicht willens mein Leben in der Kalmaͤuſerey zu zubringen, antwortete Spregel, ſondern die Welt noch ein wenig zu durchſtreichen, ich habe allezeit Gelegenheit etwas zu probiren, wann ich nur Ziegeln und Kohlen habe, eine Eiſerne Capelle fuͤhre ich allezeit bey mir, die ich unter Weges an ſtatt des Koch-Keſſeln brauche.","norm":"Noch zur Zeit habe ich nicht Willens mein Leben in der Kalmäuserey zuzubringen, antwortete Spregel, sondern die Welt noch ein wenig zu durchstreichen, ich habe allezeit Gelegenheit etwas zu probieren, wann ich nur Ziegeln und Kohlen habe, eine eiserne Kapelle führe ich allezeit bei mir, die ich unter Weges anstatt des Koch-Kesseln brauche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521200180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1171,"date":1719,"orig":"Jndem wurde der Artzt geruffen, daß er in ſein Zimmer kaͤme, weil jemand ſchon lange auf ihn gewartet haͤtte.","norm":"Indem wurde der Arzt gerufen, dass er in sein Zimmer käme, weil jemand schon lange auf ihn gewartet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.390599966049194} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1172,"date":1719,"orig":"Hiermit nahm er von unſern Reiſenden Abſchied, mit Bitte, ſeiner allezeit im Beſten zu gedencken.","norm":"Hiermit nahm er von unseren Reisenden Abschied, mit Bitte, seiner allezeit im Besten zu gedenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324399948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1173,"date":1719,"orig":"Nach ſeinen Abtritt, ſprach Eckarth, ſehet lieben Soͤhne, wie muthwillig ein ſonſt geſchicktes Subjectum ſich proſtituiret und zum Maul-Affen macht.","norm":"Nach seinen Abtritt, sprach Eckart, sehet lieben Söhne, wie mutwillig ein sonst geschicktes Subjectum sich prostituieret und zum Maulaffen macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.628499984741211} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1174,"date":1719,"orig":"Dieſer Mann, wann er ſeinen Wiſſenſchafften nachfolgete, koͤnte manches ſchoͤnes Arcanum in der Chymie und Artzeney- Kunſt erfinden; allein wie es pfleget zu heiſſen, aus denen prafeſten Leuthen werden die aͤrgſten Spitz-Buben, wie auch hier in dieſer Profesſion, als ſie noch redeten, kam der Wirth und ſagte:","norm":"Dieser Mann, wann er seinen Wissenschaften nachfolgte, könnte manches schönes Arkanum in der Chemie und Artzeney-Kunst erfinden; allein wie es pflegt zu heißen, aus denen prafesten Leuten werden die ärgsten Spitzbuben, wie auch hier in dieser Profession, als sie noch redeten, kam der Wirt und sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481599807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1175,"date":1719,"orig":"Jhr Herren was neues!","norm":"Ihr Herren was Neues!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.704899787902832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1176,"date":1719,"orig":"Anjetzo haben ſie einen von denen zweyen Qvackſalbern, die ſich heute Abend gezanckt haben/ in das ſchwartze Loch gefuͤhret, man ſaget, es habe ein Bauer-Weib auf ihn geklagt, daß ſie bey ihm eine Artzeney vor ihr kranckes Kind bekommen, und ſobald ſie ſolche dem Kinde eingegeben hatte, haͤtte es ſich gegebrochen, und ſey daruͤber geſtorben.","norm":"Jetzt haben sie einen von denen zweien Quacksalbern, die sich heute Abend gezankt haben / in das schwarze Loch geführt, man sagt, es habe ein Bauerweib auf ihn geklagt, dass sie bei ihm eine Arznei vor ihr krankes Kind bekommen, und sobald sie solche dem Kinde eingegeben hatte, hätte es sich gegebrochen, und sei darüber gestorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8302998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1177,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte zu Siegfried und Gotthart, lieben Herren Soͤhne, dieweil ohne dem auf unſrer Reiſe nebenſt unſern noͤthigern Affairen, wir uns vorgenommen haben, die mediciniſchen Maul-Affen die uns begegnen werden, auf zu notiren, und weil dieſer gewiß ein abgefaͤumter Vogel ſeyn mag, von dem wir ſonderliche Stuͤcklein begangen zu haben hoͤren werden, wollen wir vernehmen ob unſer Kutſcher Morgen noch hier verbleiben wolte.","norm":"Eckart sagte zu Siegfried und Gotthart, lieben Herren Söhne, dieweil ohne dem auf unserer Reise neben unseren nötigeren Affären, wir uns vorgenommen haben, die medizinischen Maulaffen die uns begegnen werden, auf zu notieren, und weil dieser gewiss ein abgesäumter Vogel sein mag, von dem wir sonderliche Stücklein begangen zu haben hören werden, wollen wir vernehmen ob unser Kutscher Morgen noch hier verbleiben wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399099826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1178,"date":1719,"orig":"Gar wohl Herr Vater, antwortete Gotthart, wie es ihnen gefaͤllt, ſo laſſen wir es uns auch gefallen.","norm":"Gar wohl Herr Vater, antwortete Gotthart, wie es ihnen gefällt, so lassen wir es uns auch gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.666900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1179,"date":1719,"orig":"Hierauff ließ Eckarth den Kutſcher ruffen, als dieſer kam, fragte Eckarth, hoͤrt Martin, wie ſtehet es um euch und euere Sachen? werden wir auch Morgen gel.","norm":"Hierauf ließ Eckart den Kutscher rufen, als dieser kam, fragte Eckart, hört Martin, wie steht es um euch und eure Sachen? werden wir auch Morgen gell.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.001999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1180,"date":1719,"orig":"GOtt fruͤhzeitig von hinnen fahren?","norm":"Gott frühzeitig von hinnen fahren?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.146999835968018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1181,"date":1719,"orig":"Jch weiß nicht meine liebe Herren, antwortete Martin, es hat vor einer Stunde ein Pferd des andern auf die Hufe getreten daß es ſehr hincket, halte alſo wohl davor, daß ich es noch Morgen werde anſehen, und Rath darzu ſchaffen muͤſſen.","norm":"Ich weiß nicht meine liebe Herren, antwortete Martin, es hat vor einer Stunde ein Pferd des anderen auf die Hufe getreten dass es sehr hinket, halte also wohl davor, dass ich es noch Morgen werde ansehen, und Rat dazu schaffen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416299819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1182,"date":1719,"orig":"Wohl denn Martin, wir ſehen es wohl nicht gerne, replicirte Eckarth, allein wer kan vor Ungluͤck, GOtt gebe bald Beſſerung, da trinckt einmahl; nachdem der Kutſcher getruncken hatte/ bedanckte er ſich, ſagende:","norm":"Wohl denn Martin, wir sehen es wohl nicht gerne, replizierte Eckart, allein wer kann vor Unglück, Gott gebe bald Besserung, da trinkt einmal; nachdem der Kutscher getrunken hatte / bedankte er sich, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.020299911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1183,"date":1719,"orig":"Die Herren ſeyn nicht unwillig, es iſt mir ſelbſt nicht lieb, ich werde ſchon zuſehen, daß ich es wieder einbringe.","norm":"Die Herren sein nicht unwillig, es ist mir selbst nicht lieb, ich werde schon zusehen, dass ich es wieder einbringe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.127399921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1184,"date":1719,"orig":"Gut, gut Martin, verſetzte Eckarth, gehet in GOttes Nahmen.","norm":"Gut, gut Martin, versetzte Eckart, geht in Gottes Namen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452199935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1185,"date":1719,"orig":"Hierauff machten unſere drey Herren Feyer- Abend, giengen zu Bette, und erwarteten den Morgen mit Verlangen.","norm":"Hierauf machten unsere drei Herren Feyer-Abend, gingen zu Bette, und erwarteten den Morgen mit Verlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609300136566162} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1186,"date":1719,"orig":"Weil nun der Qvackſalber oͤffentlich verhoͤret wurde, giengen unſere Reiſende mit dem Wirth umb ſeine Entſchuldigung zu hoͤren/ aufs Rathhauß.","norm":"Weil nun der Quacksalber öffentlich verhöret wurde, gingen unsere Reisende mit dem Wirt um seine Entschuldigung zu hören / aufs Rathaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.542900085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1187,"date":1719,"orig":"Als er nun bekennen ſolte, was er den verſtorbenen Kinde gegeben, und wovor es haͤtte helffen ſollen?","norm":"Als er nun bekennen sollte, was er den verstorbenen Kinde gegeben, und wovor es hätte helfen sollen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059100151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1188,"date":1719,"orig":"Antwortete er, es waͤre nichts anders, als ein wenig geleuterte Kreide mit Schweffel und Bolus vermiſchet, und er haͤtte es dem Kinde vor den Steck-Fluß gegeben.","norm":"Antwortete er, es wäre nichts anders, als ein wenig geläuterte Kreide mit Schwefel und Bolus vermischet, und er hätte es dem Kinde vor den Steckfluss gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.675099849700928} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1189,"date":1719,"orig":"Der Phyſicus der gegenwaͤrtig war, ſagte:","norm":"Der Physicus der gegenwärtig war, sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.438300132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1190,"date":1719,"orig":"Jhr leichtfertiger Menſch!","norm":"Ihr leichtfertiger Mensch!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.257100105285644} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1191,"date":1719,"orig":"da ihr eine Sache nicht verſtehet, ſollet ihr ſolches zu thun euch nicht unterwinden.","norm":"da ihr eine Sache nicht verstehet, sollet ihr solches zu tun euch nicht unterwinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.211999893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1192,"date":1719,"orig":"Ferner, wurde er befraget:","norm":"Ferner, wurde er befraget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.08489990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1193,"date":1719,"orig":"Was er vor Pillen verkauffte? und wie er ſie zurichtete?","norm":"Was er vor Pillen verkaufte? und wie er sie zurichtete?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814899921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1194,"date":1719,"orig":"Geſtrenge Herren antwortete er; Jch nehme Kirſch-Muß, darunter miſche ich Kuͤhn-Ruß und ein wenig Coloquinten-Extract, und daraus mache ich meine Pillen.","norm":"Gestrenge Herren antwortete er; Ich nehme Kirschmuß, darunter mische ich Kühn-Ruß und ein wenig Coloquinten-Extract, und daraus mache ich meine Pillen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1195,"date":1719,"orig":"Sehet! welche eine tumme Kuͤhnheit von einen Land-Streicher, ſprach der Phyſicus, und was habt ihr denn vor ein Glieder- Oel?","norm":"Sehet! welche eine dumme Kühnheit von einen Landstreicher, sprach der Physicus, und was habt ihr denn vor ein Glieder-Öl?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.700399875640869} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1196,"date":1719,"orig":"Es iſt/ antwortete er, Kuͤhn-Oel.","norm":"Es ist / antwortete er, Kühn-Oel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.655300140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1197,"date":1719,"orig":"Schoͤne Artzeneyen, replicirte der Phyſicus.","norm":"Schöne Arzneien, replizierte der Physicus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.185400009155273} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1198,"date":1719,"orig":"Sehet ihr Boͤſewicht, wie ihr bey mir waret, habt ihr eurer Sache ein ſchoͤn Faͤrblein anſtreichen koͤnnen, und wo das Gluͤcke gut iſt, ſo wird die Artzeney die ich von euch zur Probe bekommen, gantz anders ſeyn; als es ſich auch befunden.","norm":"Sehet ihr Bösewicht, wie ihr bei mir wart, habt ihr eurer Sache ein schön Färblein anstreichen können, und wo das Glücke gut ist, so wird die Arznei die ich von euch zur Probe bekommen, ganz anders sein; als es sich auch befunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.918600082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1199,"date":1719,"orig":"Jhr Ertz-Betruͤger fuhr der Phyſicus fort, ihr ſolt hierdurch verurſacht haben, ins kuͤnfftige mit euers gleichen ein ſchaͤrffer Examen vorzunehmen.","norm":"Ihr Erzbetrüger fuhr der Physicus fort, ihr sollt hierdurch verursacht haben, ins Künftige mit eures gleichen ein schärfer Examen vorzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.685699939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1200,"date":1719,"orig":"Hier ſiehet ein Edler Rath die ſchaͤndliche Verwegenheit und Betrug.","norm":"Hier sieht ein edler Rat die schändliche Verwegenheit und Betrug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.970699787139893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1201,"date":1719,"orig":"Hierauff fragte ihn der Buͤrger- Meiſter; dieweil ihr nun ein ſolcher Betruͤger ſeyd, warumb habt ihr euch geſtern denn mit euern Nachbahren ſo ſehr gezanckt?","norm":"Hierauf fragte ihn der Bürger-Meister; dieweil ihr nun ein solcher Betrüger seid, warum habt ihr euch gestern denn mit euren Nachbarn so sehr gezankt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.892899990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1202,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr, antwortete der Qvackſalber, wir ſind gute Cameraden, und dieſes geſchicht nur denen Leuthen einen blauen Dunſt zu machen, ſonſten gehen wir auf einen Pfennig, und in ſolchen Zulauff der Leuthe, finden ſich unſere Conſorten, die ihnen im Gedraͤngniß die Beutel fegen.","norm":"Gestrenger Herr, antwortete der Quacksalber, wir sind gute Kameraden, und dieses geschieht nur denen Leuten einen blauen Dunst zu machen, sonsten gehen wir auf einen Pfennig, und in solchen Zulauf der Leute, finden sich unsere Konsorten, die ihnen im Gedrängniß die Beutel fegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.876299858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1203,"date":1719,"orig":"So biſt du der Arth, ſagte der Buͤrgermeiſter, warte! wir wollen deinen Cameraden auch her holen laſſen, und befahl den Marcktmeiſter, denen Knechten mit zu geben, daß ſie den andern Qvackſalber alsbald ſuchen und mitbringen ſolten.","norm":"So bist du der Art, sagte der Bürgermeister, warte! wir wollen deinen Kameraden auch herholen lassen, und befahl den Marktmeister, denen Knechten mitzugeben, dass sie den anderen Quacksalber alsbald suchen und mitbringen sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874300003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1204,"date":1719,"orig":"Allein wie er geſucht wurde, war er uͤber alle Berge, und nirgend anzutreffen.","norm":"Allein wie er gesucht wurde, war er über alle Berge, und nirgend anzutreffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.769000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1205,"date":1719,"orig":"Jndem war unter denen Zuſchauern ein frembder Mann, der bath umb Erlaubniß etliche Worte vorzutragen.","norm":"Indem war unter denen Zuschauern ein fremder Mann, der bat um Erlaubnis etliche Worte vorzutragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.268700122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1206,"date":1719,"orig":"Es wurde ihm erlaubet; darauff fieng er an: Edle Herren ich bin ein Buͤrger und Schuſter aus Thoren in Preuſſen, wie dieſer Land-Betruͤger ſeinen Kram daſelbſt aufgerichtet hatte, ließ er bey uns Stadt-Schuſtern und Meiſtern insgeſammt, wie auch bey denen Jahr- Marckts-Gaͤſten allerley eintzelne Schuhe holen, wer ſolte gebencken daß ein ſolcher Großſprecher einen ſolchen Betrug bey ſich fuͤhren ſolte! nachdem er nun eine ziemliche Menge beyſammen hatte, entwiſchte er/ und niemand bekam ſeine Schuhe wieder, hatten wir alſo doppelten Schaden, woruͤber die Zuhoͤrer lachen muſten; Der Buͤrgermeiſter fragte ihn, ob er Vorgebrachtes zugeſtuͤnde? dieſer bejahete es alsbald, ſagende:","norm":"Es wurde ihm erlaubet; darauf fing er an: Edle Herren ich bin ein Bürger und Schuster aus Toren in Preußen, wie dieser Landbetrüger seinen Kram daselbst aufgerichtet hatte, ließ er bei uns Stadt-Schustern und Meistern insgesamt, wie auch bei denen Jahr-Markts-Gästen allerlei einzelne Schuhe holen, wer sollte Gebäcken dass ein solcher Großsprecher einen solchen Betrug bei sich führen sollte! nachdem er nun eine ziemliche Menge beisammen hatte, entwischte er / und niemand bekam seine Schuhe wieder, hatten wir also doppelten Schaden, worüber die Zuhörer lachen mussten; der Bürgermeister fragte ihn, ob er vorgebrachtes zugestünde? dieser bejahte es alsbald, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1427001953125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1207,"date":1719,"orig":"Der Schuſter haͤtte recht.","norm":"Der Schuster hätte recht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.807199954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1208,"date":1719,"orig":"Darauff wurde er befraget, wie er denn ihme die Schuhe zu Nutze gemacht haͤtte? antwortete er, aus vielen iſt gut Ausleſen, die Ubrigen habe ich umb ein ſchlechtes Geld verkaufft.","norm":"Darauf wurde er befraget, wie er denn ihm die Schuhe zu Nutze gemacht hätte? antwortete er, aus vielen ist gut Auslesen, die Übrigen habe ich um ein schlechtes Geld verkauft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7652997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1209,"date":1719,"orig":"Der Buͤrgermeiſter hieß ihn wieder abfuͤhren, und wurde die Sache dem Stadt-Richter uͤbergeben, da ihm denn nach der Zeit der Proceß gemacht wurde, daß er drey Stunden am Pranger mit Ruthen in beyde Armen gebunden, ſtehen muſte, und wurde hernach des Landes verwieſen.","norm":"Der Bürgermeister hieß ihn wieder abführen, und wurde die Sache dem Stadtrichter übergeben, da ihm denn nach der Zeit der Prozess gemacht wurde, dass er drei Stunden am Pranger mit Ruten in beide Armen gebunden, stehen musste, und wurde hernach des Landes verwiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.260700225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1210,"date":1719,"orig":"Uber der Mittags-Mahlzeit, wurde von denen anweſenden Gaͤſten hiervon unterſchiedlich discurrirt.","norm":"Über der Mittagsmahlzeit, wurde von denen anwesenden Gästen hiervon unterschiedlich diskurriert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.640200138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1211,"date":1719,"orig":"Es gab aber Finnius den Ausſchlag:","norm":"Es gab aber Finnius den Ausschlag:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.842800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1212,"date":1719,"orig":"Wer nicht in die rechte Kuͤche gehen will, der mag ihm auch gefallen laſſen, wann er bey einen Sudler Kraͤhen vor Rebhuͤner, und Katzen vor Haaſen bekaͤme, zu dem ſehe man manchmahl ein weniges Geld an, und geſchehen hernach, durch dergleichen Licentz die groͤſten Ubelthaten, die dann nicht ſo leicht zu remediren ſtuͤnden.","norm":"Wer nicht in die rechte Küche gehen will, der mag ihm auch gefallen lassen, wann er bei einen Sudler Krähen vor Rebhühner, und Katzen vor Hasen bekäme, zu dem sehe man manchmal ein weniges Geld an, und geschehen hernach, durch dergleichen Licentz die größten Übeltaten, die dann nicht so leicht zu remedieren stünden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342199802398682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1213,"date":1719,"orig":"Unter andern war ein Schwede, Karſten Sohn, der erzehlte, daß einsmahls ein Marckt-Schreyer Nahmens Latro, dem Koͤnige alle Partiten welche die Landfahrer zu treiben pflegen, erzehlet; vermeynende:","norm":"Unter anderen war ein Schwede, Karsten Sohn, der erzählte, dass einsmals ein Marktschreier namens Latro, dem Könige alle Partiten welche die Landfahrer zu treiben pflegen, erzählt; vermeinende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.19980001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1214,"date":1719,"orig":"die andern zu verſchneiden, und ſich allein am Brete zu erhalten, alleine es wurde den andern Tag darauff von Jhro Majeſt. dem Koͤnige bald reſolviret, dieſem Latro das Reich zu verbiethen, und von der Zeit an keinen Qvackſalber und Land- Stuͤrtzer in gantzen Koͤnigreiche zu leiden, welches auch noch ſo ſtricte gehalten wird, daß ſo bald ein ſolcher Wurm-Schneider in die Graͤntze des Koͤnigreichs kommt, ihm alle ſeine Sachen, Inſtrumenta, Artzeneyen und dergleichen weggenommen werden, und wird er, wo er es noch ſo gut hat, daß er nicht etliche Tage gefangen ſitzen muß, alsbald aus dem Lande zuruͤck getrieben.","norm":"die anderen zu verschneiden, und sich allein am Brette zu erhalten, alleine es wurde den anderen Tag darauf von Ihrer Majest . dem Könige bald resolvieret, diesem Latro das Reich zu verbieten, und von der Zeit an keinen Quacksalber und Land-Stürzer in ganzen Königreiche zu leiden, welches auch noch so stricte gehalten wird, dass so bald ein solcher Wurmschneider in die Grenze des Königreichs kommt, ihm alle seine Sachen, Instrumenta, Arzneien und dergleichen weggenommen werden, und wird er, wo er es noch so gut hat, dass er nicht etliche Tage gefangen sitzen muss, alsbald aus dem Lande zurückgetrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.744900226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1215,"date":1719,"orig":"Ach! wolte GOtt, ſagte Eckarth, daß in unſern teutſchen Landen mit gleicher Schaͤrffe wider dergleichen Land-Jgel verfahren wuͤrde; Wann man genaue Unterſuchung thun wolte, hielte ich davor, man wuͤrde von der Arth unnuͤtzen Geſindel mehr als zwey Regimenter ſtellen koͤnnen.","norm":"Ach! wollte Gott, sagte Eckart, dass in unseren deutschen Landen mit gleicher Schärfe wider dergleichen Land-Igel verfahren würde; Wann man genaue Untersuchung tun wollte, hielte ich davor, man würde von der Art unnützen Gesindel mehr als zwei Regimenter stellen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4928998947143555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1216,"date":1719,"orig":"Spregel der Empyricus war nicht beym Eſſen, als dieſer Discours vorgieng, vielleicht, weil er den Braten roch, merckende:","norm":"Spregel der Empyricus war nicht beim Essen, als dieser Diskurs vorging, vielleicht, weil er den Braten roch, merkende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481400012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1217,"date":1719,"orig":"Das wohl nach dem es die Materia an die Hand gab, dergleichen Reden bey Tiſche vorgehen wuͤrden.","norm":"Das wohl nach dem es die Materie an die Hand gab, dergleichen Reden bei Tische vorgehen würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.175300121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1218,"date":1719,"orig":"Jedennoch wurde bey den Abend-Eſſen der Discours continuirt, worauff der Empyricus Spregel einwarff, daß dergleichen Lotter-Buben es einem reiſenden rechtſchaffenem Artzte uͤbel machten, und geſchehe einen ſolchen Holuncken recht, daß er andern zum Abſcheu abgeſtraffet wuͤrde.","norm":"Dennoch wurde bei den Abend-Essen der Diskurs kontinuiert, worauf der Empyricus Spregel einwarf, dass dergleichen Lotterbuben es einem reisenden rechtschaffenem Arzte übel machten, und geschehe einen solchen Holunken recht, dass er anderen zum Abscheu abgestraft würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.767000198364258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1219,"date":1719,"orig":"Mir iſt einer bekannt fuhr er fort, aus gleicher Spitzbuͤbiſchen Sorte, welcher zwey Maͤgdlein, die er vor ſeine Schweſtern ausgiebt, Maniſtiſcher Secte mit ſich fuͤhret, dieſer Vogel hat ſelbige zweymahl an unterſchiedenen Orthen tauffen laſſen, auch ſonſten groſſen Diebſtahl begangen.","norm":"Mir ist einer bekannt fuhr er fort, aus gleicher spitzbübischen Sorte, welcher zwei Mägdlein, die er vor seine Schwestern ausgibt, Monistischer Sekte mit sich führt, dieser Vogel hat selbige zweimal an unterschiedenen Orten Taufen lassen, auch sonsten großen Diebstahl begangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.573800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1220,"date":1719,"orig":"Einsmahls mangelte es ihn am Gelde, da ließ er in Ambſterdam eine Baude aufbauen, gab vor, es waͤre ein rarer groſſer Indianiſcher Vogel zu ſehen.","norm":"Einsmals mangelte es ihn am Gelde, da ließ er in Amsterdam eine Baude aufbauen, gab vor, es wäre ein rarer großer indianischer Vogel zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.849800109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1221,"date":1719,"orig":"Dieſer zog ſich gantz nackent aus, ließ ſich in ein bundt Feder-Habit einnehen, und wuſte ſeine Vogel-Perſon ſo meiſterlich zu ſpielen, daß es innerhalb dreyen Tagen niemand merckte, daß es was anders als ein natuͤrlicher Vogel waͤre, als er aber durch ſeinen Spion vernahm, wie ihrer etliche Raths worden, den Vogel recht zu befuͤhlen, denn ihnen in deſſen Actionen ein und das andere wunderlich vorkaͤme, ſiehe!","norm":"Dieser zog sich ganz nackend aus, ließ sich in ein Bund Feder-Habit einnähen, und wusste seine Vogel-Person so meisterlich zu spielen, dass es innerhalb drei Tagen niemand merkte, dass es was anders als ein natürlicher Vogel wäre, als er aber durch seinen Spion vernahm, wie ihrer etliche Rats worden, den Vogel recht zu befühlen, denn ihnen in dessen Aktionen ein und das andere wunderlich vorkäme, siehe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145599842071533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1222,"date":1719,"orig":"da flog unſer Vogel mit dem verdiebten Gelde davon, und ließ denen Betrogenen das Nachſehen.","norm":"da flog unser Vogel mit dem verdiebten Gelde davon, und ließ denen Betrogenen das Nachsehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.704599857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1223,"date":1719,"orig":"Jedennoch ſtreicht er unter Veraͤnderung des Nahmens das Land durch, und weil er der Sprachen ziemlich kundig iſt, giebt er ſich bald vor einen Spanier, Pohlen, Frantzoſen oder Hollaͤnder aus; doch hat er dieſe Tugend an ſich, daß er ſich mit keinen groß gemein macht, als dem er ſonderlich zu trauen vermeynt, doch iſt er einsmahls von einem ſeiner Cameraden ſchaͤndlich betrogen worden.","norm":"Dennoch streicht er unter Veränderung des Namens das Land durch, und weil er der Sprachen ziemlich kundig ist, gibt er sich bald vor einen Spanier, Polen, Franzosen oder Holländer aus; doch hat er diese Tugend an sich, dass er sich mit keinen groß gemein macht, als dem er sonderlich zu trauen vermeint, doch ist er einsmals von einem seiner Kameraden schändlich betrogen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.683700084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1224,"date":1719,"orig":"Denn indem ihn dieſer Boͤſewicht bey einen Polniſchen Herrn eine Grube grub, fiel er ſelber ſo tieff hinnein, daß er ſein Leben verlohren haͤtte, wo er nicht die weite Religion gehabt, denn an allen Orthen wo er hinkam, nahm er die Religion an, durch welche er ihm einigen Vortheil ſchaffen konte.","norm":"Denn indem ihn dieser Bösewicht bei einen polnischen Herrn eine Grube grub, fiel er selber so tief hinein, dass er sein Leben verloren hätte, wo er nicht die weite Religion gehabt, denn an allen Orten wo er hinkam, nahm er die Religion an, durch welche er ihm einigen Vorteil schaffen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.426599979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1225,"date":1719,"orig":"Ach weh einen ſolchen Menſchen, verſetzte Eckarth, der iſt weder kalt noch warm, und ein Ertz-Betruͤger darzu, dergleichen Boͤſewicht haͤtte in der Zeitligkeit die groͤßte Straffe verdienet, damit er der groſſen Hoͤllen-Gefahr, in die er ſich muthwilliger Weiſſe ſtuͤrtzt, noch entriſſen wuͤrde.","norm":"Ach weh einen solchen Menschen, versetzte Eckart, der ist weder kalt noch warm, und ein Erzbetrüger dazu, dergleichen Bösewicht hätte in der Zeitlichkeit die größte Strafe verdienet, damit er der großen Höllen-Gefahr, in die er sich mutwilliger Weiße stürzt, noch entrissen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64300012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1226,"date":1719,"orig":"Sylvander ein Raths-Herr von Lindara erzehlte eine Hiſtorie, welcher Geſtalt unlaͤngſt ein Qvackſalber vor dem Raths-Collegio von denen Chirurgis waͤre beſchimpffet worden.","norm":"Sylvander ein Rathsherr von Lindara erzählte eine Historie, welcher Gestalt unlängst ein Quacksalber vor dem Rathscollegio von denen Chirurgis wäre beschimpfet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.166800022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1227,"date":1719,"orig":"Selbiger, weiln er in ſeinen ausgeworffenen Zettel alles zu verſtehen ſich ruͤhmte, vorgebende:","norm":"Selbiger, weil er in seinen ausgeworfenen Zettel alles zu verstehen sich rühmte, vorgebende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1228,"date":1719,"orig":"Er waͤre des Theophraſti Paracelſi Nachfolger, und ſo auch Frauen, die unfruchtbahr waͤren, wolte er ihnen, wann ſie zu ihm kaͤmen, alſo rathen, daß ſie bald empfangen und fruchtbahr werden ſolten.","norm":"Er wäre des Theophrasti Paracelsi Nachfolger, und so auch Frauen, die unfruchtbar wären, wollte er ihnen, wann sie zu ihm kämen, also raten, dass sie bald empfangen und fruchtbar werden sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.384799957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1229,"date":1719,"orig":"Dieſen Punct wurffen ihme die Barbierer am erſten vor, ſagende:","norm":"Diesen Punkt würfen ihm die Barbierer am ersten vor, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.941999912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1230,"date":1719,"orig":"Wann er Theophraſti Nachfolger waͤre, die unfruchtbaren Weiber fruchtbar uñ ſchwanger zu machen, ſo muͤſte er aufweiſen, ob er auch gleich jenen caſtrirt waͤre, (denn man haͤlt davor, Paracelſus waͤre in ſeiner Jugend von einem Schweine ſeines Anhangs beraubt worden) ſonſten wuͤrde der aller-groͤbſte Bauer die Kunſt ſo wohl als er practiciren koͤnnen.","norm":"Wann er Theophrasti Nachfolger wäre, die unfruchtbaren Weiber fruchtbar und schwanger zu machen, so müsste er aufweisen, ob er auch gleich jenen kastriert wäre, (denn man hält davor, Paracelsus wäre in seiner Jugend von einem Schweine seines Anhangs beraubt worden) sonsten würde der allergröbste Bauer die Kunst so wohl als er praktizieren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9842000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1231,"date":1719,"orig":"Hiermit war der gute Menſch gantz beſchaͤmt, und machte ſich noch denſelben Tag aus der Stadt.","norm":"Hiermit war der gute Mensch ganz beschämt, und machte sich noch denselben Tag aus der Stadt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.079400062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1232,"date":1719,"orig":"Dieſer hat noch Zeit ſich zu bekehren gehabt, wandte Eckarth ein, ehe ihm noch ein aͤrger Poſſe wiederfahren moͤchte.","norm":"Dieser hat noch Zeit sich zu bekehren gehabt, wandte Eckart ein, ehe ihm noch ein ärger Posse widerfahren möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3480000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1233,"date":1719,"orig":"Jch halte davor, daß ſo vielerley Sorten dieſer Leuthe ſind, ſo vielerley Arthen finden ſich auch die Leuthe aufzuſetzen, und ihnen das Geld abzulocken.","norm":"Ich halte davor, dass so vielerlei Sorten dieser Leute sind, so vielerlei Arten finden sich auch die Leute aufzusetzen, und ihnen das Geld abzulocken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554299831390381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1234,"date":1719,"orig":"Endlich gieng die Mahlzeit zum Ende, da denn Eckarth mit denen jungen Herren ſich gegen die Herren Gaͤſte erzeigter Hoͤfligkeit wegen bedanckten, die ihnen hinwiederumb zu bevorſtehender Reiſe Gluͤck und Vergnuͤgung wuͤntſchten, wormit ſie ſich zur Nacht-Ruhe begaben.","norm":"Endlich ging die Mahlzeit zum Ende, da denn Eckart mit denen jungen Herren sich gegen die Herren Gäste erzeigter Höflichkeit wegen bedankten, die ihnen hinwiederum zu bevorstehender Reise Glück und Vergnügung wünschten, womit sie sich zur Nachtruhe begaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059000015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1235,"date":1719,"orig":"Den andern Tag zahlten ſie den Wirth, und weil des Kutſchers Pferd wieder gut war, ſetzten ſie ihre Reiſe in GOttes Nahmen weiter.","norm":"Den anderen Tag zahlten sie den Wirt, und weil des Kutschers Pferd wieder gut war, setzten sie ihre Reise in Gottes Namen weiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.98959994316101} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1236,"date":1719,"orig":"Als ſie nach Zagel kamen und ſpeiſeten, trat ein feiner Menſch von etwa 24. Jahren in das Zimmer, nach abgelegten guten Abend, bath er, wofern die Herren ihn als einen Unbekannten die groſſe Gnade erzeigen, und ihm hochgeneigt erlauben wolten, mit bis Garpa zu fahren, wolte er nicht allein ihnen hiervon in allen zu Dienſte leben, ſondern auch waͤhrender Zeit auf ihren Winck zu willen ſeyn.","norm":"Als sie nach Zagel kamen und speisten, trat ein feiner Mensch von etwa 24. Jahren in das Zimmer, nach abgelegten guten Abend, bat er, sofern die Herren ihn als einen Unbekannten die große Gnade erzeigen, und ihm hochgeneigt erlauben wollten, mit bis Garpa zu fahren, wollte er nicht allein ihnen hiervon in allen zu Dienste leben, sondern auch währender Zeit auf ihren Wink zu Willen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.603499889373779} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1237,"date":1719,"orig":"Was iſt denn euere Profesſion? fragte Eckarth; der Freund antwortete:","norm":"Was ist denn eure Profession? fragte Eckart; der Freund antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.865099906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1238,"date":1719,"orig":"Jch bin meiner Profesſion nach ein Leinweber-Geſell, mein Nahme iſt Andreas Lichtvogel, von Eger gebuͤrtig.","norm":"Ich bin meiner Profession nach ein Leinweber-Gesell, mein Nahme ist Andreas Lichtvogel, von Eger gebürtig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8506999015808105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1239,"date":1719,"orig":"Als die Werbungen vor 6. Jahren ſtarck giengen, gab ich mich zu einem beruͤhmten Artzt, der im Lande herumb zog, und weil ich von luſtiger Arth war, agirte ich den Harlequin oder Pickelhering.","norm":"Als die Werbungen vor 6. Jahren stark gingen, gab ich mich zu einem berühmten Arzt, der im Lande herumzog, und weil ich von lustiger Art war, agierte ich den Harlequin oder Pickelhering.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.589900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1240,"date":1719,"orig":"Nachdem ich aber dieſer Arth zu leben uͤberdruͤßig war, habe ich meinen Herrn einen andern an meine Stelle geſchafft und Abſchied genommen, nun will ich noch ein paar Jahr meinem Handwerck nachwandern, und ſo dann mich mit GOttes Huͤlffe wieder in mein Vaterland machen, Wohl! ſagte Eckarth, ſo ſehet zu, wie ihr mit dem Kutſcher eins werdet, unſern Willen habt ihr ſchon.","norm":"Nachdem ich aber dieser Art zu leben überdrüssig war, habe ich meinen Herrn einen anderen an meine Stelle geschafft und Abschied genommen, nun will ich noch ein paar Jahr meinem Handwerk nachwandern, und so dann mich mit Gottes Hilfe wieder in mein Vaterland machen, Wohl! sagte Eckart, so sehet zu, wie ihr mit dem Kutscher eins werdet, unseren Willen habt ihr schon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.541800022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1241,"date":1719,"orig":"Des folgenden Tages fruͤh, ſtellte ſich der Leinweber-Geſelle ein.","norm":"Des folgenden Tages früh, stellte sich der Leinwebergeselle ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.009399890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1242,"date":1719,"orig":"Eckarth hieß ihn auf den Wagen ſitzen, und waͤhrender Reiſe fragte ihn Eckarth einsmahls, mein Andreas, dieweil ihr euch ſo lange bey einen umbſtreichenden Artzt aufgehalten habet, ſo wird euch, zumahl ihr die vornehmſte Perſon mit im Spiel geweſen ſeyd/ wohl wiſſend ſeyn, wie ſie ihre Sachen fuͤhren, und auf was vor Manier ſie ſich mit ſo vielen Volck durchs Land bringen koͤnnen?","norm":"Eckart hieß ihn auf den Wagen sitzen, und währender Reise fragte ihn Eckart einsmals, mein Andreas, dieweil ihr euch so lange bei einen umstreichenden Arzt aufgehalten habet, so wird euch, zumal ihr die vornehmste Person mit im Spiel gewesen seid / wohl wissend sein, wie sie ihre Sachen führen, und auf was vor Manier sie sich mit so vielen Volk durchs Land bringen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.318399906158447} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1243,"date":1719,"orig":"Mein Herr, antwortete Andreas.","norm":"Mein Herr, antwortete Andreas.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.931700229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1244,"date":1719,"orig":"Ob wohl mein geweſener Herr ein wohl-erfahrner Artzt war, und ſonderliche Hand- Griffe im Staar-Stechen, Stein-und Bruch-Schnitt, auch darneben viel andere Secreta in der Chymie hatte, und dannenhero von allen ſeinen guten Schnitt haben kunte, ſo wurde doch dieſes mehrentheils an ihme getadelt, daß er allen ſeinen Artzeneyen allzupraͤchtige Titul gab, jedennoch habe ich die Zeit uͤber bey denen andern und Unverſtaͤndigern wunderliche Griffe geſehen, ſich und die Jhrigen auszuhalten.","norm":"Ob wohl mein gewesener Herr ein wohl-erfahrener Arzt war, und sonderliche Hand-Griffe im Starstechen, Stein- und Bruch-Schnitt, auch daneben viel andere Secreta in der Chemie hatte, und dannenher von allen seinen guten Schnitt haben konnte, so wurde doch dieses mehrenteils an ihm getadelt, dass er allen seinen Arzneien allzuprächtige Titel gab, dennoch habe ich die Zeit über bei denen anderen und Unverständigeren wunderliche Griffe gesehen, sich und die Ihrigen auszuhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.337999820709228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1245,"date":1719,"orig":"Ehe ihr noch weiter redet, fiehl ihm Eckarth in die Rede, ſo nennet mir den Nahmen euers geweſenen Herrn?","norm":"Ehe ihr noch weiter redet, viel ihm Eckart in die Rede, so nennt mir den Namen eures gewesenen Herrn?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.853600025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1246,"date":1719,"orig":"Mein geweſener Herr, antwortete Andreas, hieß Antonius Spregel, ſo! ſagte Eckarth, iſt dieſer euer Herr geweſen, ich habe erſt vor 3. Tagen zu Gebara mit ihm geſprochen, fahret aber fort Andreas in euerer Erzehlung.","norm":"Mein gewesener Herr, antwortete Andreas, hieß Antonius Spregel, so! sagte Eckart, ist dieser euer Herr gewesen, ich habe erst vor 3. Tagen zu Gebara mit ihm gesprochen, fahret aber fort Andreas in eurer Erzählung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.995699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1247,"date":1719,"orig":"Meine hoch-geehrteſte Herren, fuhr Andreas fort, ihnen nur etliche Stuͤcklein, mit denen ſie die Leuthe an ſich zu locken pflegen, zu erzehlen, ſo machen ſie allerhand Gauckeleyen, und wann ſie nun ihre Thaten ruͤhmen, ſind bereit etliche unter dem Volck die von ihnen darzu beſtellt ſind, die locken entweder denen Leuthen die verkauffte Sachen ein, oder aber geben ſich ſelbſt vor Preßhaffte aus, unterwerffen ſich ſolcher Aertzte und Betruͤger Huͤlffe, nachdem treten ſie auff das Theatrum und Schau-Buͤhne, als ein Exempel einer wohl-verbrachten Cur.","norm":"Meine hochgeehrteste Herren, fuhr Andreas fort, ihnen nur etliche Stücklein, mit denen sie die Leute an sich zu locken pflegen, zu erzählen, so machen sie allerhand Gaukeleien, und wann sie nun ihre Taten rühmen, sind bereit etliche unter dem Volk die von ihnen dazu bestellt sind, die locken entweder denen Leuten die verkaufte Sachen ein, oder aber geben sich selbst vor Presshafte aus, unterwerfen sich solcher Ärzte und Betrüger Hilfe, nachdem treten sie auf das Theatrum und Schaubühne, als ein Exempel einer wohl-verbrachten Kur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.221499919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1248,"date":1719,"orig":"Die Zuſchauer ſolches erſehende, bilden ihnen von denen Leuthen groſſe Dinge ein, wann ſie hernach Huͤlffe bey ihnen ſuchen, nehmen ſie die ohne Unterſcheid an, was ihnen vorkommt, fordern von wohlhabenden Perſonen zu 100, 50, 30, 10, 5. Thl. geben vor:","norm":"Die Zuschauer solches ersehende, bilden ihnen von denen Leuten große Dinge ein, wann sie hernach Hilfe bei ihnen suchen, nehmen sie die ohne Unterschied an, was ihnen vorkommt, fordern von wohlhabenden Personen zu 100, 50, 30, 10, 5. Thl. geben vor:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4079999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1249,"date":1719,"orig":"Man muͤſſe zur Cur erſt eine gute Diſpoſition machen, ſie muͤſten die Helffte des Geforderten voraus haben, denn ſie beduͤrfften zu ihren Unguenten, Pflaſtern und andern Artzeneyen koſtbahre Materialien, und damit ſie ſich zu verſichern, nicht ihr eigenes Geld umbſonſt moͤchten ausgegeben haben, ſo wuͤrde es denen Patienten nicht mißfallen, die Helffte zu Erkauffung derſelben voraus zu geben, und ob man ihnen gleich vorhaͤlt, ſie haͤtten ja verſprochen die Cur erſt zu endigen, ehe ſie einiger Bezahlung gedencken wolten.","norm":"Man müsse zur Kur erst eine gute Disposition machen, sie müssten die Hälfte des Geforderten voraus haben, denn sie bedürften zu ihren Unguenten, Pflastern und anderen Arzneien kostbare Materialien, und damit sie sich zu versichern, nicht ihr eigenes Geld umsonst möchten ausgegeben haben, so würde es denen Patienten nicht missfallen, die Hälfte zu Erkaufung derselben voraus zu geben, und ob man ihnen gleich vorhält, sie hätten ja versprochen die Kur erst zu endigen, ehe sie einiger Bezahlung Gedenken wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.961900234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1250,"date":1719,"orig":"Ja antworten ſie, ich kan nicht alles bey mir fuͤhren, ich habe viel Volcks, ſolche zu erhalten muß ich groſſe Speſen machen, und umbſonſt borgen mir die Materialiſten nicht, oder ſie waͤren jetzt nicht bey dergleichen Mitteln daß ſie das Geld auslegen koͤnten.","norm":"Ja antworten sie, ich kann nicht alles bei mir führen, ich habe viel Volks, solche zu erhalten muss ich große Spesen machen, und umsonst borgen mir die Materialisten nicht, oder sie wären jetzt nicht bei dergleichen Mitteln dass sie das Geld auslegen könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.040699958801269} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1251,"date":1719,"orig":"Hernach wann ſie die Patienten angenommen haben, geben ſie ihnen gefaͤrbte Pulver von Terra Sigillata Bolus, oder Kreide, oder miſchen ein angemachtes Waſſer mit Brunnen-Waſſer, thun ein wenig Hollunder-Safft darunter, erkundigen ſich unterdeſſen bey dem Geſinde im Hauſe, durch alte Weiber, die ſie hierzu brauchen, wie ſich der Krancke verhalte, und laſſen weiter von der alten Vettel den Patienten zu gebrauchen etwas vorſchlagen, dieſe, wann ſie nun von ihren Ausgeſchickten alles vernommen haben, machen ſie es ihnen zu Nutze, und geben bey Verlaͤngerung der Cur, ſonderlich bey dem Urin-Beſehen, bald diß bald das vor.","norm":"Hernach wann sie die Patienten angenommen haben, geben sie ihnen gefärbte Pulver von Terra Sigillata Bolus, oder Kreide, oder mischen ein angemachtes Wasser mit Brunnenwasser, tun ein wenig Holundersaft darunter, erkundigen sich unterdessen bei dem Gesinde im Hause, durch alte Weiber, die sie hierzu brauchen, wie sich der Kranke verhalte, und lassen weiter von der alten Vettel den Patienten zu gebrauchen etwas vorschlagen, diese, wann sie nun von ihren Ausgeschickten alles vernommen haben, machen sie es ihnen zu Nutze, und geben bei Verlängerung der Kur, sonderlich bei dem Urin-Besehen, bald dies bald das vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.112400054931641} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1252,"date":1719,"orig":"Hiermit bekommen die Leuthe der erkaufften Wiſſenſchafft halben ein Vertrauen zu dem Artzt, daß dieſer ſo dann die andere Helffte auch heraus locket, und ſolches thut er bey vielen, ziehet ſie ſo lange bey der Naſe herumb, bis er vorgiebt; die Patienten ſollen ſich gedulten, ſie muͤſten nur zu dem und dem von Adel, deſſen Nahmen ſie nennen, oder in dieſes oder jenes nah anliegendes Staͤdlein, einen Patienten zu beſehen verreiſen, und damit machen ſie ſich unſichtbahr, oder wann er ſeinen Beutel geſpickt hat, nimbt er heimlich hinter der Thuͤre Abſchied, und verliehret ſich ehe es jemand gewahr wird.","norm":"Hiermit bekommen die Leute der erkauften Wissenschaft halben ein Vertrauen zu dem Arzt, dass dieser so dann die andere Hälfte auch heraus locket, und solches tut er bei vielen, ziehet sie so lange bei der Nase herum, bis er vorgibt; die Patienten sollen sich gedulden, sie müssten nur zu dem und dem von Adel, dessen Namen sie nennen, oder in dieses oder jenes nah anliegendes Städtlein, einen Patienten zu besehen verreisen, und damit machen sie sich unsichtbar, oder wann er seinen Beutel gespickt hat, nimmt er heimlich hinter der Türe Abschied, und verlieret sich ehe es jemand gewahr wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.743100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1253,"date":1719,"orig":"Etliche ſind ſo verwegen, greiffen, weil ſie etwas erſchnapt haben, die Curen an, und nehmen mit leichtfertiger Vorſicht die Krancken von Tode und verdorbene Menſchen an, ſetzen ihre Reden auf Schrauben, die ſie denn nach gluͤck-oder ungluͤcklicher Erfolgung nach ihren ſelbſt eigenen Gefallen drehen, gelingt es unter 50 mahlen nur einmahl, ſo bitten ſie des wegen bald ein Atteſtatum aus, ſchlaͤgt aber die Cur fehl, ſo entſchuldigen ſie ſich auf tauſenderley Arthen, und ſchieben die Schuld entweder auf den Patienten oder auf das Gewitter, ja ſie ſcheuen ſich nicht GOtt zum Deckel ihrer Boßheit anzufuͤhren und auff ihn die Schuld zu werffen.","norm":"Etliche sind so verwegen, greifen, weil sie etwas erschnapt haben, die Kuren an, und nehmen mit leichtfertiger Vorsicht die Kranken von Tode und verdorbene Menschen an, setzen ihre Reden auf Schrauben, die sie denn nach glück- oder unglücklicher Erfolgung nach ihren selbst eigenen Gefallen drehen, gelingt es unter 50 malen nur einmal, so bitten sie deswegen bald ein Attestatum aus, schlägt aber die Kur fehl, so entschuldigen sie sich auf tausenderlei Arten, und schieben die Schuld entweder auf den Patienten oder auf das Gewitter, ja sie scheuen sich nicht Gott zum Deckel ihrer Bosheit anzuführen und auf ihn die Schuld zu werfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.10890007019043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1254,"date":1719,"orig":"Etliche luͤgen ſo groſſe Grumpen daher, und bereden die einfaͤltige Leuthe ſolcher Sachen die nie erhoͤrt worden, und offters der Natur ſchnur ſtracks entgegen ſtehn.","norm":"Etliche lügen so große Grumpen daher, und bereden die einfältige Leute solcher Sachen die nie erhört worden, und öfters der Natur Schnur stracks entgegenstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.960000038146973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1255,"date":1719,"orig":"Jndem ſie alſo redeten, kamen ſie an einen Wald, da hoͤrten ſie eine weh-klagende und umb Huͤlffe ruffende Stimme, Eckarth rieff, Kutſcher, was bedeutet das? der Kutſcher antwortete: Mir iſt ſelber nicht wohl bey der Sache.","norm":"Indem sie also redeten, kamen sie an einen Wald, da hörten sie eine weh-klagende und um Hilfe rufende Stimme, Eckart rief, Kutscher, was bedeutet das? der Kutscher antwortete: Mir ist selber nicht wohl bei der Sache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4328999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1256,"date":1719,"orig":"Fahret zu, ſagte Eckarth, daß wir, wo noͤthig Huͤlffe thun moͤgen.","norm":"Fahret zu, sagte Eckart, dass wir, wo nötig Hilfe tun mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.787499904632568} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1257,"date":1719,"orig":"Der Kutſcher ſprach:","norm":"Der Kutscher sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.495699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1258,"date":1719,"orig":"Herr! wir wollen lieber bey Zeiten zuruͤck kehren; So reden Memmen und alte Weiber, fahre fort ſchrye Eckarth, die Pferde wolten nicht aus der Stelle gehen, der Kutſcher mochte ſie peitſchen wie er wolte:","norm":"Herr! wir wollen lieber beizeiten zurückkehren; so reden Memmen und alte Weiber, fahre fort schrie Eckart, die Pferde wollten nicht aus der Stelle gehen, der Kutscher mochte sie peitschen wie er wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.662300109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1259,"date":1719,"orig":"Oho! ſprach Eckarth, iſt es hier alſo beſchaffen, nahm ſeine Piſtolen ſteckte ſie an den Gurt und die Muſqueton in die Hand, ſprang aus den Wagen und dem Geſchreye nach, Siegfried ſagte:","norm":"Oho! sprach Eckart, ist es hier also beschaffen, nahm seine Pistolen steckte sie an den Gurt und die Musqueton in die Hand, sprang aus den Wagen und dem Geschrei nach, Siegfried sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5472002029418945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1260,"date":1719,"orig":"Bruder Gotthart und Andreas bleibet ihr bey den Wagen, ich werde Herr Eckarthen folgen, nahm darauff Gottharts Piſtolen in die Haͤnde, und ſeine trug er am Guͤrtel, und folgete dem entruͤſteten Eckarth.","norm":"Bruder Gotthart und Andreas bleibt ihr bei den Wagen, ich werde Herr Eckarten folgen, nahm darauf Gottharts Pistolen in die Hände, und seine trug er am Gürtel, und folgte dem entrüsteten Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.56220006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1261,"date":1719,"orig":"Eckarth war kaum ein Piſtolen-Schuß im Buſch, ſiehe da kamen zwey Buſchkloͤpffer, ſchryen ihn grauſam an, daß er ſich ſo fort ſolte gefangen geben, und ſich nicht geluͤſten laſſen, die Haͤnde zu ruͤhren.","norm":"Eckart war kaum ein Pistolenschuss im Busch, siehe da kamen zwei Buschklöpffer, schrien ihn grausam an, dass er sich so fort sollte gefangen geben, und sich nicht gelüsten lassen, die Hände zu rühren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.979400157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1262,"date":1719,"orig":"Eckarth aber gantz entruͤſtet, ſagte: ihr Galgen-Voͤgel, wir wollen anders mit einander reden, legte die Muſqueton an und wolte Feuer geben, ſieh da verſagte ſie ihm, indem ſprunge der eine hinzu, ihn zu greiffen, allein Eckarth nahm die Piſtole, gab Feuer/ traff auch den Moͤrder ſo wohl, daß er todt vor ihm niederfiel.","norm":"Eckart aber ganz entrüstet, sagte: ihr Galgenvögel, wir wollen anders miteinander reden, legte die Musqueton an und wollte Feuer geben, sieh da versagte sie ihm, indem Sprunge der eine hinzu, ihn zu greifen, allein Eckart nahm die Pistole, gab Feuer / traf auch den Mörder so wohl, dass er tot vor ihm niederfiel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3572998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1263,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen kam Siegfried auch herzu, und als er auf den andern ſchieſſen wolte, verſagte ihm die Piſtole gleichfals.","norm":"Unterdessen kam Siegfried auch herzu, und als er auf den anderen schießen wollte, versagte ihm die Pistole gleichfalls.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.364399909973144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1264,"date":1719,"orig":"Eckarth ſchoß mit der ſeinigen hinter den Fliehenden her, traff ihn auch, aber es gieng nicht durch.","norm":"Eckart schoss mit der seinigen hinter den Fliehenden her, traf ihn auch, aber es ging nicht durch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2453999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1265,"date":1719,"orig":"Holla Schelmen, ſprach Eckarth, ſeyd ihr der Haare, wartet wir wollen dieſen Tag einander noch beſſer in die Schule fuͤhren, nahm beyde paar Piſtolen von Siegfrieden, gab ſie ihm wieder mit Vermahnung, ſich nicht zu hazardiren, ſondern ſich nur hinter ihm und zum Laden allezeit fertig zu halten, nahm hierauff ein paar geladene Piſtolen von Siegfried, und gab ihm die loß-geſchoſſenen umb ſelbige wieder zu laden, zuruͤck, dieſe beyde giengen dem Geſchrey nach, und traffen einen Juͤngling an, welchen die Raͤuber deren ſechs waren, bereits ausgezogen, an einen Baum gebunden hatten, und nun an dem war, daß ſie ihn vollend hinrichten wolten.","norm":"Holla Schelmen, sprach Eckart, seid ihr der Haare, wartet wir wollen diesen Tag einander noch besser in die Schule führen, nahm beide paar Pistolen von Siegfrieden, gab sie ihm wieder mit Vermahnung, sich nicht zu hazardiren, sondern sich nur hinter ihm und zum Laden allezeit fertig zu halten, nahm hierauf ein paar geladene Pistolen von Siegfried, und gab ihm die losgeschossenen um selbige wieder zu laden, zurück, diese beide gingen dem Geschrei nach, und trafen einen Jüngling an, welchen die Räuber deren sechs waren, bereits ausgezogen, an einen Baum gebunden hatten, und nun an dem war, dass sie ihn vollende hinrichten wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.115200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1266,"date":1719,"orig":"Jndem ſie daß Geraͤuſche von unſern beyden hoͤreten, wanden ſie ſich umb/ und ehe ſie nach ihnen ſahen, geſchach ein ſo erſchrecklicher Schuß, der zwyen von dieſen Schelmen ertoͤdete und einen laͤhmte.","norm":"Indem sie dass Geräusche von unseren beiden hörten, wanden sie sich um / und ehe sie nach ihnen sahen, geschah ein so erschrecklicher Schuss, der zweien von diesen Schelmen ertötete und einen lähmte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946899890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1267,"date":1719,"orig":"So bald ſprang Eckarth, nachdem er die Muſqueton von ſich geworffen hatte, welche Siegfried nahm und wieder ladete, auſſen Buſch auff ihren Moͤrder-Platz, ruffende: Holla Bruder!","norm":"So bald sprang Eckart, nachdem er die Musqueton von sich geworfen hatte, welche Siegfried nahm und wieder ladet, außen Busch auf ihren Mörder-Platz, rufende: Holla Bruder!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.632500171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1268,"date":1719,"orig":"hier ſind die Schelmen, ſchlagt zu, ſchießt todt, zween ſpanneten das Haaſen-Pannier auf und giengen durch, der Dritte aber voller Erſtaunen, kunte ſich nicht von der Stelle ruͤhren, fiel auf die Knie, und bath um Friſtung ſeines Lebens.","norm":"hier sind die Schelmen, schlagt zu, schießt tot, zweien spannten das Haasen-Pannier auf und gingen durch, der Dritte aber voller Erstaunen, konnte sich nicht von der Stelle rühren, fiel auf die Knie, und bat um Fristung seines Lebens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.610000133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1269,"date":1719,"orig":"Wohl dann, ſagte Eckarth, du Natterbrutt, ſo loͤſe mir dieſen Menſchen alſobald ab vom Baume, als dieſes geſchehen war, rieff er:","norm":"Wohl dann, sagte Eckart, du Natterbrut, so löse mir diesen Menschen alsobald ab vom Baume, als dieses geschehen war, rief er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.40310001373291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1270,"date":1719,"orig":"Juͤngling ermuntert euch und ſaͤumet nicht, wo ihr euer bereits verlohrnes Leben retten wollet.","norm":"Jüngling ermuntert euch und säumet nicht, wo ihr euer bereits verlorenes Leben retten wollet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.247300148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1271,"date":1719,"orig":"Dieweil dieſer Menſch gantz erſchrocken war, konnte er ſobald ſich nicht beſinnen; doch kam er bey einer kleinen Weile wieder zurechte, nahm die ausgezogenen Kleider, zohe ſie wieder an.","norm":"Dieweil dieser Mensch ganz erschrocken war, konnte er sobald sich nicht besinnen; doch kam er bei einer kleinen Weile wieder zurechte, nahm die ausgezogenen Kleider, zog sie wieder an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.615200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1272,"date":1719,"orig":"Jndem daß Eckarth den Raͤuber ſeine Mißhandlung verwieß, geſchach ein Schuß, traff Eckarthen an die Seite, doch ohne Schaden, und dieſer kam von dem auf der Erden liegenden erlahmten Moͤrder.","norm":"Indem dass Eckart den Räuber seine Misshandlung verwies, geschah ein Schuss, traf Eckarten an die Seite, doch ohne Schaden, und dieser kam von dem auf der Erden liegenden erlahmten Mörder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.631700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1273,"date":1719,"orig":"Der Schuß war kaum geſchehen, ſo durchſtieß ihn Siegfried mit ſeinen Degen.","norm":"Der Schuss war kaum geschehen, so durchstieß ihn Siegfried mit seinen Degen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4797000885009775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1274,"date":1719,"orig":"Wer weiß, ſprach Siegfried gegen Eckarthen, Herr Vater, was vor Gefahr wir weiter unterworffen ſeyn moͤchten, laſſet uns unſern Weg wieder zum Wagen nehmen, um zu ſehen was daſelbſten vorgehet!","norm":"Wer weiß, sprach Siegfried gegen Eckarten, Herr Vater, was vor Gefahr wir weiter unterworfen sein möchten, lasst uns unseren Weg wieder zum Wagen nehmen, um zu sehen was daselbst vorgehet!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.555600166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1275,"date":1719,"orig":"Eilet Juͤngling, und ziehet euer Ubriges in beſſerer Sicherheit an.","norm":"Eilet Jüngling, und ziehet euer Übriges in besserer Sicherheit an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44189977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1276,"date":1719,"orig":"Aber dir du Ottern-Gezuͤchte, ſprach Eckarth wieder den lebenden Raͤuber, dir ſolte man mehrere zu betruͤgen das Leben ſchencken!","norm":"Aber dir du Otterngezüchte, sprach Eckart wieder den lebenden Räuber, dir sollte man mehrere zu betrügen das Leben schenken!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.354499816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1277,"date":1719,"orig":"Gehe voraus Boͤſewicht, und huͤte dich weder hieher noch dorthin zu weichen, wo anders nicht eine Kugel dir deine verfluchte Seel ſoll aus den Leibe jagen.","norm":"Gehe voraus Bösewicht, und hüte dich weder hierher noch dorthin zu weichen, woanders nicht eine Kugel dir deine verfluchte Seele soll aus den Leibe jagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.981200218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1278,"date":1719,"orig":"Siegfried ſagte in geheim zu Eckarthen.","norm":"Siegfried sagte in geheim zu Eckarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.950200080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1279,"date":1719,"orig":"Mein Herr Vater, man laſſe dieſem Juͤnglinge zu, den Moͤrder den Reſt zu geben, weil es doch zu viel Muͤhe koſten wuͤrde, dieſen Vogel alſo einzuſperren, umb ihn an gehoͤrigen Orth zu bringen.","norm":"Mein Herr Vater, man lasse diesem Jünglinge zu, den Mörder den Rest zu geben, weil es doch zu viel Mühe kosten würde, diesen Vogel also einzusperren, um ihn an gehörigen Ort zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.364200115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1280,"date":1719,"orig":"Wohlan ſprach Eckarth, Juͤngling ich habe euch etliche Worte zu ſagen:","norm":"Wohlan sprach Eckart, Jüngling ich habe euch etliche Worte zu sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.546199798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1281,"date":1719,"orig":"Erkuͤhnet ihr euch wohl, dieſem eueren Hencker das Leben zu nehmen.","norm":"Erkühnet ihr euch wohl, diesem eueren Henker das Leben zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9456000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1282,"date":1719,"orig":"Ja wohl, antwortete der Juͤngling, wann es mir nur erlaubet iſt.","norm":"Ja wohl, antwortete der Jüngling, wann es mir nur erlaubet ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.541900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1283,"date":1719,"orig":"Nun denn ſagte Eckarth, nehmet dieſes Gewehr, (hiermit uͤberreichte er ihm eine geladene Piſtol,) und beraubet denjenigen ſeines unwuͤrdigen Lebens, der euch vor kurtzer Zeit den Garaus machen wollen.","norm":"Nun denn sagte Eckart, nehmet dieses Gewehr, (hiermit überreichte er ihm eine geladene Pistole,) und beraubet denjenigen seines unwürdigen Lebens, der euch vor kurzer Zeit den Garaus machen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103899955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1284,"date":1719,"orig":"Jndem dieſe redeten, nahm der Moͤrder die Gelegenheit in acht, und wolte Reißaus nehmen.","norm":"Indem diese redeten, nahm der Mörder die Gelegenheit in acht, und wollte Reißaus nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.658699989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1285,"date":1719,"orig":"Eckarth erſahe dieſes, legte die Muſqueton an, gab Feuer nach ihm, und ſchlug ihn mit 6. Kugeln beyde Fuͤſſe entzwey.","norm":"Eckart ersah dieses, legte die Musqueton an, gab Feuer nach ihm, und schlug ihn mit 6. Kugeln beide Füße entzwei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.823800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1286,"date":1719,"orig":"Hierauff ſprang der Juͤngling zu, und wolte ihm noch den Reſt geben.","norm":"Hierauf sprang der Jüngling zu, und wollte ihm noch den Rest geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.223999977111816} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1287,"date":1719,"orig":"Haltet innen Juͤngling/ rieff Eckarth; dieſe Hoͤllen-Brut wird groͤſſere Schmertzen an denen zermorſchten Beinen haben, und kuͤnfftiger Zeit nicht mehr eilen Blut zu vergieſſen.","norm":"Haltet innen Jüngling / rief Eckart; diese Höllenbrut wird größere Schmerzen an denen morschten Beinen haben, und künftiger Zeit nicht mehr eilen Blut zu vergießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.018099784851074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1288,"date":1719,"orig":"Aber wohl deſto beſſeren Rath ſeinen annoch uͤbrigern Ernehrern mittheilen, antwortete der Juͤngling.","norm":"Aber wohl desto besseren Rat seinen annoch übrigeren Ernährern mitteilen, antwortete der Jüngling.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.420599937438965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1289,"date":1719,"orig":"Wohl dann, ſprach Eckarth, thut und verfahret mit ihm nach euern Gefallen.","norm":"Wohl dann, sprach Eckart, tut und verfahret mit ihm nach euren Gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.138800144195557} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1290,"date":1719,"orig":"Jndem der Juͤngling ihn bey dem Kopff erwiſchte, ſtieß ihn der Boͤſewicht mit einen Meſſer ins Ober-Bein.","norm":"Indem der Jüngling ihn bei dem Kopf erwischte, stieß ihn der Bösewicht mit einen Messer ins Oberbein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.336699962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1291,"date":1719,"orig":"Nun, ſagte der Juͤngling, ſo fahre hin zu deinen Lehrmeiſter, du wirſt kuͤnfftiger Zeit keine betruͤbte Eltern mehr machen, und hiermit ſchoß er ihn durch den Kopff, weil er ihn aber nicht recht troffen hatte, und der Menſch ſich ſehr auf der Erden herumb weltzte, rieff Eckarth, Juͤngling, hier habt ihr noch eine Piſtole, gebet ihn voͤllig den Reſt.","norm":"Nun, sagte der Jüngling, so fahre hin zu deinen Lehrmeister, du wirst künftiger Zeit keine betrübte Eltern mehr machen, und hiermit schoss er ihn durch den Kopf, weil er ihn aber nicht recht troffen hatte, und der Mensch sich sehr auf der Erden herumwälzte, rief Eckart, Jüngling, hier habt ihr noch eine Pistole, Gebet ihn völlig den Rest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.918399810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1292,"date":1719,"orig":"Mein Erloͤſer erlaube ſeinem Knechte, bath der Juͤngling, dieſen Hund in gegenwaͤrtiger Marter ſterben zu laſſen.","norm":"Mein Erlöser erlaube seinem Knechte, bat der Jüngling, diesen Hund in gegenwärtiger Marter sterben zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.810699939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1293,"date":1719,"orig":"Alleine verſetzte Siegfried, er wird aber verzweiffelen.","norm":"Alleine versetzte Siegfried, er wird aber verzweifele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.040500164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1294,"date":1719,"orig":"Der Juͤngling antwortete:","norm":"Der Jüngling antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1295,"date":1719,"orig":"Der boͤſe gelebt, kan nicht wohl ſterben, und laͤſſet GOtt der HErr einen ſolchen Verderber billich die Hoͤllen-Marter noch vor ſeinem Ende empfinden.","norm":"Der böse gelebt, kann nicht wohl sterben, und lässt Gott der Herr einen solchen Verderber billig die Höllenmarter noch vor seinem Ende empfinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.76669979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1296,"date":1719,"orig":"So laßt denn, ſprach Eckarth, dieſen Wuͤterich liegen, und ſein Leben in derjenigen Marter endigen, die er wohl vielen mag angethan haben.","norm":"So lasst denn, sprach Eckart, diesen Wüterich liegen, und sein Leben in derjenigen Marter endigen, die er wohl vielen mag angetan haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.548699855804443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1297,"date":1719,"orig":"Hiemit giengen ſie aus den Buſch zu den Wagen, da denn die Zuruͤck gelaſſene mit Schmertzen auf ihre Geſpannſchafft warteten.","norm":"Hiermit gingen sie aus den Busch zu den Wagen, da denn die Zurück gelassene mit Schmerzen auf ihre Gespannschaft warteten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426400184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1298,"date":1719,"orig":"Der Juͤngling kunte wegen empfangener Wunde nicht wohl fort, und weil nicht uͤbriger Platz in Wagen war, muſte Andreas dieweil ſich auf den Hinter-Wagen begeben, damit der Juͤngling ſeine Beqvemlichkeit deſto beſſer haben kunte.","norm":"Der Jüngling konnte wegen empfangener Wunde nicht wohl fort, und weil nicht übriger Platz in Wagen war, musste Andreas dieweil sich auf den Hintere-Wagen begeben, damit der Jüngling seine Bequemlichkeit desto besser haben konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.973800182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1299,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie unter Goͤttlichen Geleite ihren Weg fortfuhren, redete Eckarth den erloͤßten Juͤngling mit folgenden Worten an:","norm":"Nachdem sie unter Göttlichen Geleite ihren Weg fortfuhren, redete Eckart den erlösten Jüngling mit folgenden Worten an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.239099979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1301,"date":1719,"orig":"Seyd nunmehro wieder gutes Muths, die ſchlechte Wunde die ihr bekommen, wird mit Wenigen zu heilen ſeyn, ſo bald wir das Dorff erreichen, ſoll hierzu Rath geſchaffet werden.","norm":"Seid nunmehr wieder gutes Muts, die schlechte Wunde die ihr bekommen, wird mit Wenigen zu heilen sein, sobald wir das Dorf erreichen, soll hierzu Rat geschafft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433899879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1302,"date":1719,"orig":"Aber mein Freund, wie ſeyd ihr in diß Ungluͤck gerathen, habt ihr euch denn ſo alleine durch dieſen wuͤſten Wald gewaget, ohne Gewehr, ohne Pferd, ohne Geſellſchafft?","norm":"Aber mein Freund, wie seid ihr in dies Unglück geraten, habt ihr euch denn so alleine durch diesen wüsten Wald gewagt, ohne Gewehr, ohne Pferd, ohne Gesellschaft?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.042900085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1303,"date":1719,"orig":"Hoch-geehrter Herr, antwortete der Juͤngling, die ausgeſtandene Erſchreckniß hemmet mir bis dato noch meine Zunge einig Wort vollkommen auszuſprechen, doch wuͤrde ich mich gluͤckſeelig ſchaͤtzen, wann ich in Betrachtung der tapfferen Thaten deſſelben, meines hoch-geſchaͤtzten Erloͤſers Nahmen wiſſen ſolte.","norm":"Hochgeehrter Herr, antwortete der Jüngling, die ausgestandene Erschreckniß hemmet mir bis dato noch meine Zunge einig Wort vollkommen auszusprechen, doch würde ich mich glückselig schätzen, wann ich in Betrachtung der tapferen Taten desselben, meines hochgeschätzten Erlösers Namen wissen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.842100143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1304,"date":1719,"orig":"Der ſoll euch Wertheſter unverholen ſeyn, gab Eckarth zur Antwort:","norm":"Der soll euch Wertester unverhohlen sein, gab Eckart zur Antwort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.839900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1305,"date":1719,"orig":"Mein Nahme heiſt Eckarth, und nachdem ich den Kriegs-Weſen abgedanckt habe, ſitze ich anjetzo auf einen Guͤthlein in Lande Ponila, fuͤnff Meilen von der Haupt-Stadt Paliro deſſelben Fuͤrſtenthums gelegen.","norm":"Mein Nahme heißt Eckart, und nachdem ich den Kriegswesen abgedankt habe, sitze ich jetzt auf einen Gütlein in Lande Ponila, fünf Meilen von der Hauptstadt Paliro desselben Fürstentums gelegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426300048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1306,"date":1719,"orig":"Aus Gewogenheit aber gegen dieſe junge Herren, habe ich eine Reiſe mit ihnen zu thun vorgenommen; GOtt gebe daß wir ſie zu ſeiner Zeit auch gluͤcklich endigen moͤgen.","norm":"Aus Gewogenheit aber gegen diese junge Herren, habe ich eine Reise mit ihnen zu tun vorgenommen; Gott gebe dass wir sie zu seiner Zeit auch glücklich endigen mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.589499950408935} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1307,"date":1719,"orig":"Ach gluͤckſeeliger Soluçki! von dem aller-wertheſten Freunde meines Herrn Vaters errettet zu werden.","norm":"Ach glückseliger Solucki! von dem Allerwertesten Freunde meines Herrn Vaters errettet zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.941999912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1308,"date":1719,"orig":"Wo mir recht iſt, hat mein Herr Vater, der alte Soluçki, General und Commendant in Carnia 6. Meilen von hier gelegen, eines vortrefflichen Parthey-Gaͤngers zu ſeiner Zeit, unter den gluͤckſeeligen Fuͤrſten von Leuenkron, von welchen er in der Schlacht bey Moluda gefangen, und auf Parole wieder erlaſſen worden, mit Nahmen Eckarth zu unterſchiedenen mahlen in beſten gedacht, und ſeine vortreffliche Thaten Himmel-hoch erhoben hat, auch zum offtern gewuͤntſcht, denſelben vor ſeinen Ende noch einmahl zu ſprechen, wo ich nun an der Perſon nicht fehle, ſo freue dich du alter Soluçki, deinen wahren, werthen und einigen Freund, der deine Tochter von der Hand boͤſer Buben, welche ihr in einen Augenblick das Leben verkuͤrtzen wolten, tapffer-muthig errettet, nach deinen Wuntſch eheſtens zu ſehen; indem erroͤthete die tapffere Soluçka, und uͤbergieng ſie eine kleine Ohnmacht:","norm":"Wo mir recht ist, hat mein Herr Vater, der alte Solucki, General und Kommandant in Carnia 6. Meilen von hier gelegen, eines vortrefflichen Parteigängers zu seiner Zeit, unter den glückseligen Fürsten von Leuenkron, von welchen er in der Schlacht bei Moluda gefangen, und auf Parole wieder erlassen worden, mit Namen Eckart zu unterschiedenen malen in besten gedacht, und seine vortreffliche Taten Himmelhoch erhoben hat, auch zum Öfteren gewünscht, denselben vor seinen Ende noch einmal zu sprechen, wo ich nun an der Person nicht fehle, so freue dich du alter Solucki, deinen wahren, werten und einigen Freund, der deine Tochter von der Hand böser Buben, welche ihr in einen Augenblick das Leben verkürzen wollten, tapfer-mutig errettet, nach deinen Wunsch ehestens zu sehen; indem errötete die tapfere Solucka, und übergieng sie eine kleine Ohnmacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.048500061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1309,"date":1719,"orig":"Eckarth ergrieff ſie bey der Hand, rieff ihr zu, nachdem er ſie mit ein wenig Schlag-Eßig, den er bey ſich fuͤhrte/ beſtrichen hatte; ſagende: Schoͤnſte Fraͤulein Soluçka, ſie entſetzen ſich nicht, daß nachdem ſie ihr Geſchlechte verrathen, ſie einiger Gefahr lauffen ſollen.","norm":"Eckart ergriff sie bei der Hand, rief ihr zu, nachdem er sie mit ein wenig Schlag-Eßig, den er bei sich führte / bestrichen hatte; sagende: Schönste Fräulein Solucka, sie entsetzen sich nicht, dass nachdem sie ihr Geschlecht verraten, sie einiger Gefahr laufen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26140022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1310,"date":1719,"orig":"So wohl als mir GOtt die Gnade gegeben hat, ſie aus der Raͤuber Hand zu erretten, ſo gewiß wird ſie auch kein Frevler, bis zu Uberliefferung an ihren Herrn Vater ihre Ehre antaſten doͤrffen.","norm":"So wohl als mir Gott die Gnade gegeben hat, sie aus der Räuber Hand zu erretten, so gewiss wird sie auch kein Frevler, bis zu Überlieferung an ihren Herrn Vater ihre Ehre antasten dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741700172424316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1311,"date":1719,"orig":"Aber mein tapfferes Fraͤulein, wofern von derſelben wir die hohe Gnade ausbitten koͤnten, daß aus deren hold ſeeligen Munde wir erfahren moͤchten, warum dero Tugenden in ein Manns-Habit ſich geſteckt und ſo groſſer Lebens-Gefahr ſich unterworffen haben, wuͤrde uns eine groſſe Gnade, die nicht zu vergelten, geſchehen.","norm":"Aber mein tapferes Fräulein, sofern von derselben wir die hohe Gnade ausbitten könnten, dass aus deren hold seligen Munde wir erfahren möchten, warum deren Tugenden in ein Mannshabit sich gesteckt und so großer Lebensgefahr sich unterworfen haben, würde uns eine große Gnade, die nicht zu vergelten, geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.260200023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1312,"date":1719,"orig":"Monſieur, antwortete Fraͤulein Soluçka, deſſen Hoͤfligkeit wird meiner Weinigkeit erlauben, mich ein klein wenig zu erholen, alsdenn werde ich ſo fort denenſelben ihr Begehren nach favoriſiren.","norm":"Monsieur, antwortete Fräulein Solucka, dessen Höflichkeit wird meiner Weinigkeit erlauben, mich ein klein wenig zu erholen, alsdann werde ich so fort denselben ihr Begehren nach favorisieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468699932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1313,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen Monſ.","norm":"Unterdessen Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":9.288200378417969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1314,"date":1719,"orig":"Eckarth benehme mich meines Zweiffels, ob derſelbe der erwehnte Eckarth ſey oder ein ander?","norm":"Eckart benehme mich meines Zweifels, ob derselbe der erwähnte Eckart sei oder ein ander?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.96019983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1315,"date":1719,"orig":"Hold-ſeeligſtes Fraͤulein Soluçka, antwortete Eckarth, ja ich bin derſelbe Eckarth, der in der Schlacht bey Moluda ihren Herrn Vater eben zu der Zeit gefangen nahm, als ihn einer von denen Curasſirern meines Volcks den letzten Stoß geben wolte, und anjetzo æſtimire ich mich noch gluͤckſeeliger, daß ich ſeine geliebte Fraͤulein Tochter gleichfals erretten koͤnnen.","norm":"Holdseligstes Fräulein Solucka, antwortete Eckart, ja ich bin derselbe Eckart, der in der Schlacht bei Moluda ihren Herrn Vater eben zu der Zeit gefangen nahm, als ihn einer von denen Curassirern meines Volks den letzten Stoß geben wollte, und jetzt ästimiere ich mich noch glückseliger, dass ich seine geliebte Fräulein Tochter gleichfalls erretten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.31689977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1316,"date":1719,"orig":"Nun hoffen wir allerſeits/ ſie ſchoͤnſtes Fraͤulein werden nunmehro ihren Verſprechen nachzukommen gnaͤdig geruhen, und Monſr.","norm":"Nun hoffen wir allerseits / sie schönstes Fräulein werden nunmehr ihren Versprechen nachzukommen gnädig geruhen, und Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.2027997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1317,"date":1719,"orig":"Gottharts Bitte keinen Fehl- Schlag thun laſſen.","norm":"Gottharts Bitte keinen Fehl-Schlag tun lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.773600101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1318,"date":1719,"orig":"Hertzlich gerne tapfferer Herr Eckarth und Ehren geneigte Herren, ſagte Fraͤulein Soluçka; ſie wiſſen demnach, daß ohngefehr vor drey Jahren ein gewiſſer Spaniſcher Cavallier, Nahmens Dominico Landretz, Obriſter uͤber ein Regiment Infanterie, lang von Perſon, ein Herr von 40. Jahren/ zu unterſchiedenen mahlen meinen Herrn Vater beſuchte; als er mich erſahe, warff er eine Liebe auff mich; Jch als ein Maͤgdlein von 15. Jahren, wuſte in deſſen Liebkoſen mich nicht zu finden, und deſſen Beſchenckungen kamen mir gantz frembde vor, bis einsmahls meine Frau Mutter mich fragte: wie mir der Obriſte Landretz gefiele?","norm":"Herzlich gerne tapferer Herr Eckart und Ehren geneigte Herren, sagte Fräulein Solucka; sie wissen demnach, dass ungefähr vor drei Jahren ein gewisser Spanischer Cavalier, Namens Dominico Landrats, Oberster über ein Regiment Infanterie, lang von Person, ein Herr von 40. Jahren / zu unterschiedenen malen meinen Herrn Vater besuchte; als er mich ersah, warf er eine Liebe auf mich; Ich als ein Mägdlein von 15. Jahren, wusste in dessen Liebkosen mich nicht zu finden, und dessen Beschenkungen kamen mir ganz fremde vor, bis einsmals meine Frau Mutter mich fragte: wie mir der oberste Landrats gefiele?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.601600170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1319,"date":1719,"orig":"Jch antwortete, Hertzens Frau Mutter, er iſt ein vortrefflicher Cavallier, von ungemeinen Qualitaͤten, und wohl werth/ daß man ihme alle erſinnliche Ehren-Bezeugungen anthue.","norm":"Ich antwortete, Herzens Frau Mutter, er ist ein vortrefflicher Cavalier, von ungemeinen Qualitäten, und wohl wert / dass man ihm alle ersinnliche Ehrenbezeugungen Andy.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639699935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1320,"date":1719,"orig":"Aber, verſetzte meine Frau Mutter, koͤnteſt du ihn auch wohl lieben, wann er dich zu ſeinen Gemahl auserſehen haͤtte?","norm":"Aber, versetzte meine Frau Mutter, könntest du ihn auch wohl lieben, wann er dich zu seinen Gemahl ausersehen hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.964300155639648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1321,"date":1719,"orig":"Ach Frau Mutter, antwortete ich:","norm":"Ach Frau Mutter, antwortete ich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.059700012207031} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1322,"date":1719,"orig":"Das Lieben iſt mir noch unbekannt, und weil meine Jugend noch keine Erkaͤnntniß deſſelben hat, ſo erlaube ſie, mich noch etliche Jahr in der Wirthſchafft, als andern anſtaͤndlichen Jungfraͤulichen Tugenden zu unterrichten, ſo dann werde ich demjenigen, was ſie und mein Herr Vater mir rathen werden, als einer gehorſamen Tochter zukommt, nachleben.","norm":"Das Lieben ist mir noch unbekannt, und weil meine Jugend noch keine Erkenntnis desselben hat, so erlaube sie, mich noch etliche Jahr in der Wirtschaft, als anderen anständlichen jungfräulichen Tugenden zu unterrichten, so dann werde ich demjenigen, was sie und mein Herr Vater mir raten werden, als einer gehorsamen Tochter zukommt, nachleben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6504998207092285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1323,"date":1719,"orig":"Hierbey hatte es ſeine Bewandniß.","norm":"Hierbei hatte es seine Bewandtnis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.508500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1324,"date":1719,"orig":"Es giengen wohl zwey Jahre hin, daß dieſes zumuthen meiner Frau Mutter verſteckt lage, endlich ſatzte ſie wieder an mich, zeigende:","norm":"Es gingen wohl zwei Jahre hin, dass dieses zumuten meiner Frau Mutter versteckt Lage, endlich setzte sie wieder an mich, zeigende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.428500175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1325,"date":1719,"orig":"Was ich vor eine gute Parthey thun wuͤrde, wann ich dieſen Cavallier heyrathete.","norm":"Was ich vor eine gute Partei tun würde, wann ich diesen Cavalier heiratete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.57889986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1326,"date":1719,"orig":"Jch entſchuldigte mich aber nochmahln mit vorigen Einwenden.","norm":"Ich entschuldigte mich aber nochmals mit vorigen Einwenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.03439998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1327,"date":1719,"orig":"Einsmahls als ich vermerckte, daß mein Herr Vater alleine war, gieng ich vor ſein Zimmer, und ließ mich bey ihn anmelden; Wie ich nun in das Gemach kam, fiel ich meinen Herrn Vater zu Fuſſe, und erzehlte ihm, was die Frau Mutter mir zugemuthet haͤtte, erforſchende, ob es auch ſein Wille und Gutachten waͤre, demjenigen zu folgen.","norm":"Einsmals als ich vermerkte, dass mein Herr Vater alleine war, ging ich vor sein Zimmer, und ließ mich bei ihn anmelden; wie ich nun in das Gemach kam, fiel ich meinen Herrn Vater zu Fuße, und erzählte ihm, was die Frau Mutter mir zugemutet hätte, erforschende, ob es auch sein Wille und Gutachten wäre, demjenigen zu folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.146299839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1328,"date":1719,"orig":"Mein Kind, replicirte mein Herr Vater, ich werde ſelbſt deswegen mit deiner Frau Mutter reden.","norm":"Mein Kind, replizierte mein Herr Vater, ich werde selbst deswegen mit deiner Frau Mutter reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006499767303467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1329,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen halte dich, als einer Tugend-hafften Jungfer zukommt, das Maͤnner-Nehmen kommt noch zeitlich genung, und den dir GOtt wird auserſehen haben, wird nicht auſſen bleiben.","norm":"Unterdessen halte dich, als einer Tugend-Haften Jungfer zukommt, das Männer-Nehmen kommt noch zeitlich genug, und den dir Gott wird ausersehen haben, wird nicht außen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.033999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1330,"date":1719,"orig":"Hiermit nahm ich gebuͤhrenden Abſchied, und verfuͤgte mich wieder in mein Zimmer.","norm":"Hiermit nahm ich gebührenden Abschied, und verfügte mich wieder in mein Zimmer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2230000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1331,"date":1719,"orig":"Vor ohngefehr einen Viertel Jahre trug ſichs zu, daß meines Herrn Vaters Bruders Sohn uns beſuchte, und weil wir als Geſchwiſter-Kinder freundlich mit einander umbgiengen, verſpuͤhrte ich an den Obriſten Landretz, wann er bey meinen Herrn Vater zur Tafel war, eine ſonderliche Jalouſie, welche ich meinen Vetter bald zu verſtehen gab, ihn zugleich warnende, ſich vor ihm am meiſten in acht zu nehmen.","norm":"Vor ungefähr einen Viertel Jahre trug sich es zu, dass meines Herrn Vaters Bruders Sohn uns besuchte, und weil wir als Geschwisterkinder freundlich miteinander umgienen, verspürte ich an den Obristen Landrats, wann er bei meinen Herrn Vater zur Tafel war, eine sonderliche Jalousie, welche ich meinen Vetter bald zu verstehen gab, ihn zugleich warnende, sich vor ihm am meisten in Acht zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110400199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1332,"date":1719,"orig":"Der Obriſte Landretz wuſte aber nicht anders, als daß dieſer mein Vetter ein junger Cavallier waͤre/ der meinen Herrn Vater um in Krieges-Dienſten befoͤrdert zu werden, aufwartete.","norm":"Der oberste Landrats wusste aber nicht anders, als dass dieser mein Vetter ein junger Cavalier wäre / der meinen Herrn Vater um in Kriegsdiensten befördert zu werden, aufwartete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.937399864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1333,"date":1719,"orig":"Die Eyferſucht wuchs unterdeſſen zuſehend, ſo, daß mein Vetter ſich wieder nach Hauſe begab, vor ohngefehr 14. Tagen kam er wieder zu uns, umb der kuͤnfftigen Wein-Luſt ſich mit uns zu gebrauchen.","norm":"Die Eifersucht wuchs unterdessen zusehend, so, dass mein Vetter sich wieder nach Hause begab, vor ungefähr 14. Tagen kam er wieder zu uns, um der künftigen Wein-Lust sich mit uns zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916600227355957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1334,"date":1719,"orig":"Der Obriſte Landretz entfaͤrbte ſich nach ſeiner Ankunfft, als wann man eine Eſſe entzuͤndet haͤtte, legte auf alle ſeine Tritt und Schritte Garne der Verwickelung/ umb dieſen vermeynten Neben-Buhler aus den Wege zu raͤumen.","norm":"Der oberste Landrats entfärbte sich nach seiner Ankunft, als wann man eine Esse entzündet hätte, legte auf alle seine Tritt und Schritte Garne der Verwickelung / um diesen vermeinten Nebenbuhler aus den Wege zu räumen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6915998458862305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1335,"date":1719,"orig":"Vorgeſtern Abends bath mich mein Vetter bey meinen Herrn Vater aus, mich nebenſt der Frau Mutter auf unſer Guth, 9. Meilen von Carnia gelegen, Nahmens Fildo zu begleiten.","norm":"Vorgestern Abends bat mich mein Vetter bei meinen Herrn Vater aus, mich neben der Frau Mutter auf unser Gut, 9. Meilen von Carnia gelegen, Namens Fildo zu begleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.291999816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1336,"date":1719,"orig":"Landretz der eben zu der Zeit bey der Tafel mit war, vernahm ſolches mit ſonderbahren Freuden, umb ſein Buben-Stuͤck an uns deſto beſſer auszufuͤhren, dieſelbe Nacht hatte ich einen ſchweren Traum.","norm":"Landrats der eben zu der Zeit bei der Tafel mit war, vernahm solches mit sonderbaren Freuden, um sein Bubenstück an uns desto besser auszuführen, dieselbe Nacht hatte ich einen schweren Traum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.773499965667725} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1337,"date":1719,"orig":"Jch gieng gleichſam auf einer Wieſen, von dar uͤber eine ſchoͤne Bruͤcke an ein vortrefflich Palatium, ſo aber auſſerhalb mit Dornen bewachſen war, als ich nun durch die Dornen gehen wolte, kam eine groſſe Schlange und umbwunde meinen gantzen Leib, ich ſchrye, daß doch jemand mich retten ſolte, ſiehe! da kam ein Leue, fiel die Schlange an und zerriſſe ſie, wie ich aber ihren Kopffe zu nahe kam, ſtach ich mich an einen ihren Zahn in den Fuß, das mich ſehr ſchmertzte, und daruͤber erwachte ich.","norm":"Ich ging gleichsam auf einer Wiesen, von dar über eine schöne Brücke an ein vortrefflich Palatium, so aber außerhalb mit Dornen bewachsen war, als ich nun durch die Dornen gehen wollte, kam eine große Schlange und umwande meinen ganzen Leib, ich schrie, dass doch jemand mich retten sollte, siehe! da kam ein Leue, fiel die Schlange an und zerrisse sie, wie ich aber ihren Kopfe zu nahe kam, stach ich mich an einen ihren Zahn in den Fuß, das mich sehr schmerzte, und darüber erwachte ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.516300201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1338,"date":1719,"orig":"Fruͤh ſonne ich dieſen Traume nach, und war mir nicht wohl darbey, doch kunte ich deſſen Deutung nicht ergruͤnden.","norm":"Früh Sonne ich diesen Traume nach, und war mir nicht wohl dabei, doch konnte ich dessen Deutung nicht ergründen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103099822998047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1339,"date":1719,"orig":"Jch erzehlte den Morgen darauff meinen Vetter den Traum, der ominirte auch nichts Gutes.","norm":"Ich erzählte den Morgen darauf meinen Vetter den Traum, der ominirte auch nichts Gutes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.203499794006348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1340,"date":1719,"orig":"Wohlan hold-ſeeligſtes Schweſterchen, ſagte er; Weil wir beyde einander gantz aͤhnlich ſind, wird uns niemand kennen, wann wir unſere Kleider wechſeln, und iſt geſchickter ich ſtehe die Ebentheuer aus, als ſie, nach vollbrachter Reiſe koͤnnen wir der Frau Mutter eine Luſt machen.","norm":"Wohlan holdseligstes Schwesterchen, sagte er; weil wir beide einander ganz ähnlich sind, wird uns niemand kennen, wann wir unsere Kleider wechseln, und ist geschickter ich stehe die Abenteuer aus, als sie, nach vollbrachter Reise können wir der Frau Mutter eine Lust machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.767300128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1341,"date":1719,"orig":"Jch gieng ſeinen Vortrag ein, zog ſeine Kleider die er mir durch meine getreue Kammer-Magd uͤberſendete, an, und er die Meinigen.","norm":"Ich ging seinen Vortrag ein, zog seine Kleider die er mir durch meine getreue Kammermagd übersendete, an, und er die Meinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487199783325195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1342,"date":1719,"orig":"Weil aber wir beyde etwas zeitlicher an den Orth ſeyn wolten als die Frau Mutter, ſatzten wir uns beyde neben zwey Dienern zu Pferde, und ritten voraus, kamen auch geſtern Abend gluͤcklich zu Halid, ein Dorff, ohngefehr eine Meile von hier an, eine halbe Stunde darauff kam auch meine Frau Mutter nachgefahren, alda blieben wir uͤber Nacht.","norm":"Weil aber wir beide etwas zeitlicher an den Ort sein wollten als die Frau Mutter, sattsten wir uns beide neben zwei Dienern zu Pferde, und ritten voraus, kamen auch gestern Abend glücklich zu Halid, ein Dorf, ungefähr eine Meile von hier an, eine halbe Stunde darauf kam auch meine Frau Mutter nachgefahren, allda blieben wir über Nacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.068900108337402} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1343,"date":1719,"orig":"Heute Morgen bey guter Zeit giengen wir mit der Frau Mutter aus, ritten aber ein wenig voran, und als wir nahe an den Wald kamen, wolten wir die Frau Mutter erwarten, ſandten einen Diener von uns ab, umb zu ſehen, ob ſie bald nachkaͤme, und ritten mit einen Diener Schrit vor Schrit voraus.","norm":"Heute Morgen bei guter Zeit gingen wir mit der Frau Mutter aus, ritten aber ein wenig voran, und als wir nahe an den Wald kamen, wollten wir die Frau Mutter erwarten, sandten einen Diener von uns ab, um zu sehen, ob sie bald nachkäme, und ritten mit einen Diener Schritt vor Schritt voraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7720999717712402} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1344,"date":1719,"orig":"Ehe wir es uns verſahen, kamen eilff Reuter gegen uns angeſprengt; der laͤngſte ſo verkappt war, gieng auf meinen Vetter, als der verkleideten Jungfer zu, dieſer nicht faul, zog die Piſtole, und ſchrye er ſolte vom Leibe bleiben oder gebe Feuer, ſo auch geſchahe, verfehlte aber.","norm":"Ehe wir es uns versahen, kamen elf Reuter gegen uns angesprengt; der längste so verkappt war, ging auf meinen Vetter, als der verkleideten Jungfer zu, dieser nicht faul, zog die Pistole, und schrie er sollte vom Leibe bleiben oder gebe Feuer, so auch geschah, verfehlte aber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.42609977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1345,"date":1719,"orig":"Hiermit zog er vom Leder, jener wolte lange nicht, muſte aber doch endlich ſein Gewehr bloͤſſen, ſagende; wann Jungfern ſo ſcharff fechten wollen, muß man die Guͤtigkeit ſo lange auf die Seite ſetzen, biß ſich die Grauſamkeit geleget hat.","norm":"Hiermit zog er vom Leder, jener wollte lange nicht, musste aber doch endlich sein Gewehr Blößen, sagende; wann Jungfern so scharf fechten wollen, muss man die Gütigkeit so lange auf die Seite setzen, bis sich die Grausamkeit gelegt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467599868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1346,"date":1719,"orig":"Der eine Schelm fiel meinem Pferde in den Zaum, und ehe ich noch nach dem Gewehr greiffen kunte, ward ich umbringet, und ſagte der Boͤſewicht der mein Pferd hielt: Verwegener, du Jungfern-Raͤuber, gib dich gefangen, oder wir wollen in den Augenblick die Straffe deines Verbrechens dir anthun.","norm":"Der eine Schelm fiel meinem Pferde in den Zaum, und ehe ich noch nach dem Gewehr greifen konnte, wurde ich umbringet, und sagte der Bösewicht der mein Pferd hielt: Verwegener, du Jungfern-Räuber, gib dich gefangen, oder wir wollen in den Augenblick die Strafe deines Verbrechens dir antun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.611599922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1347,"date":1719,"orig":"Hiermit wurde ich vom Pferde gehoben, und von achten der Schelmen, die ihre Pferde mit den Meinigen in dem Gebuͤſche ſtehen lieſſen, in den Wald gefuͤhret, im Ruͤckſehen, erſahe ich noch meinen lieben Vetter mit dem verkapten Teuffel ſich herumb hauen.","norm":"Hiermit wurde ich vom Pferde gehoben, und von achten der Schelmen, die ihre Pferde mit den Meinigen in dem Gebüsche stehen ließen, in den Wald geführt, im Rücksehen, ersah ich noch meinen lieben Vetter mit dem verkapten Teufel sich herumhauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.465799808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1348,"date":1719,"orig":"Es kamen ihm aber noch zween Schelme zu Huͤlffe, deren ſich zu erwehren ihm wohl ohnmoͤglich fallen wird, der Diener aber gieng Spornſtreichs zuruͤck, welchen ein Raͤuber verfolgte, ob er ihn wird erjaget haben, lehret die Zeit.","norm":"Es kamen ihm aber noch zweien Schelme zu Hilfe, deren sich zu erwehren ihm wohl unmöglich fallen wird, der Diener aber ging Spornstreichs zurück, welchen ein Räuber verfolgte, ob er ihn wird erjagt haben, lehrt die Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.694499969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1349,"date":1719,"orig":"Mich Elende aber, in Meynung ſie haͤtten meinen Vetter, fuͤhrten die acht Moͤrder durch Dicke und Duͤnne, mit tauſent Schmach-Reden biß an den Orth, allwo mein Erloͤſer mich angetroffen.","norm":"Mich Elende aber, in Meinung sie hätten meinen Vetter, führten die acht Mörder durch Dicke und Dünne, mit tausend Schmachreden bis an den Ort, wo mein Erlöser mich angetroffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654699802398682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1350,"date":1719,"orig":"Zween von denen Voͤgeln wurden auff die Wacht gegen die Land-Straſſe geſtellt, mich Armſeelige zogen ſie aus biß auff das Camiſol und Schlaff-Hoſen, und bunden mich an einen Baum, ſagende:","norm":"Zweien von denen Vögeln wurden auf die Wacht gegen die Landstraße gestellt, mich Armselige zogen sie aus bis auf das Kamisol und Schlafhosen, und bunten mich an einen Baum, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.086100101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1351,"date":1719,"orig":"Ein Todt iſt viel zu wenig, dich boͤſen Buben und Ertz- Boͤſewicht hinzurichten, ſondern die groͤſſeſte Pein und Marter ſoll dir ein Endſchafft deiner verfluchten Buhlerey machen.","norm":"Ein Tod ist viel zu wenig, dich bösen Buben und Ertz-Bösewicht hinzurichten, sondern die größte Pein und Marter soll dir ein Endschaft deiner verfluchten Buhlerei machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854300022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1352,"date":1719,"orig":"Jch, wann ich mich haͤtte zu erkennen gegeben, haͤtte ich vielleicht mein Leben, meine Ehre aber ſchwerlich retten koͤnnen, ſchwieg alſo, lieber ehrlich zu ſterben, als in Schande und Unehren zu leben, erwartende die Gnade des Himmels, welcher mir ſchon Huͤlffe und einen Erretter ſenden wuͤrde.","norm":"Ich, wann ich mich hätte zu erkennen gegeben, hätte ich vielleicht mein Leben, meine Ehre aber schwerlich retten können, schwieg also, lieber ehrlich zu sterben, als in Schande und Unehren zu leben, erwartende die Gnade des Himmels, welcher mir schon Hilfe und einen Erretter senden würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.434800148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1353,"date":1719,"orig":"Jndem die Voͤgel uͤber meinen Todt deliberirten, hoͤreten ſie einen Schuß, bald wieder einen, der eine ſprach:","norm":"Indem die Vögel über meinen Tod deliberierten, hörten sie einen Schuss, bald wieder einen, der eine sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258399963378906} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1354,"date":1719,"orig":"Wir ſind verrathen, laſt uns lauffen, der Andere, welches eben der Schelm war an dem ich mich gerochen habe, ſagte:","norm":"Wir sind verraten, lässt uns laufen, der Andere, welches eben der Schelm war an dem ich mich gerächt habe, sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.448500156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1355,"date":1719,"orig":"Unſere Wache wird wohl anmelden was pasſiret, der Dritte verſetzte: Stoßt den Hund todt, und gehen wir fort, aber was hoͤre ich vor ein Geraͤuſche, vielleicht wird es unſere ausgeſtellte Wache ſeyn, laſt uns nur dieſen Schelm den Befehl nach hinrichten; indem geſchach ein ſolcher Knall, der mich Ohnmaͤchtige gantz auſſer mir ſelbſten brachte, vermeynende, dieſes waͤre der Strahl der meinen Lebens-Faden abſtoſſen ſolte, legte aber deren zween meiner Moͤrder in den Sand, waͤhrenden ſolchen Tumult war mir, als wann lauter Weſpen mir in denen Ohren ſummten, biß ich befand, daß ich frey wurde, und hoͤrete eine Stimme, Juͤngling ermuntert euch, und ſaͤumet nicht eure Kleider anzulegen.","norm":"Unsere Wache wird wohl anmelden was passiert, der Dritte versetzte: Stoßt den Hund tot, und gehen wir fort, aber was höre ich vor ein Geräusche, vielleicht wird es unsere ausgestellte Wache sein, lässt uns nur diesen Schelm den Befehl nach hinrichten; indem geschah ein solcher Knall, der mich Ohnmächtige ganz außer mir selbst brachte, vermeinende, dieses wäre der Strahl der meinen Lebensfaden abstoßen sollte, legte aber deren zweien meiner Mörder in den Sand, währenden solchen Tumult war mir, als wann lauter Wespen mir in denen Ohren summten, bis ich befand, dass ich frei wurde, und hörte eine Stimme, Jüngling ermuntert euch, und säumet nicht eure Kleider anzulegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361800193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1356,"date":1719,"orig":"Da ermannete ich mich, und ſahe meinen Erloͤſer vor mir, vor welche hohe Gnade mein Herr Vater und ich Lebenslang Schuldner verbleiben werden.","norm":"Da ermannte ich mich, und sah meinen Erlöser vor mir, vor welche hohe Gnade mein Herr Vater und ich Lebenslang Schuldner verbleiben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.621300220489502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1357,"date":1719,"orig":"Schoͤnſte Fraͤulein Soluçka, verſetzte Eckarth, ſtille!","norm":"Schönste Fräulein Solucka, versetzte Eckart, stille!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.740099906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1358,"date":1719,"orig":"Ein Cavallier iſt verflichtet, mit Hindanſetzung ſeines Lebens, denen Bedraͤngten jederzeit beyzuſpringen, denn ſo bald ich das Geſchrey hoͤrte, reſolvirte ich mich auch die groͤßte Gefahr auszuſtehen, dieſer Noth-leidenden Perſon zu helffen, und GOtt der HErr hat meinen Fuß dahin geleitet, und meine Haͤnde geſtaͤrcket, den Frevel gebuͤhrend abzuſtraffen.","norm":"Ein Cavalier ist verflechtet, mit Hintansetzung seines Lebens, denen Bedrängten jederzeit beizuspringen, denn so bald ich das Geschrei hörte, resolvierte ich mich auch die größte Gefahr auszustehen, dieser Notleidenden Person zu helfen, und Gott der Herr hat meinen Fuß dahin geleitet, und meine Hände gestärkt, den Frevel gebührend abzustrafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.87939977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1359,"date":1719,"orig":"Die drey entlauffenen Moͤrder werden ihren Principal die Poſt bereit zugebracht haben, welcher Geſtalt ſie gebutzt worden ſind.","norm":"Die drei entlaufenen Mörder werden ihren Prinzipal die Post bereit zugebracht haben, welcher Gestalt sie geputzt worden sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7505998611450195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1360,"date":1719,"orig":"Anjetzo gereuet mich faſt, daß wir den Letzteren nicht haben leben laſſen, und mit genommen, umb des geſchehenen Uberfalls beſſere Nachricht zu haben.","norm":"Jetzt gereuet mich fast, dass wir den Letzteren nicht haben leben lassen, und mit genommen, um des geschehenen Überfalls bessere Nachricht zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049099922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1361,"date":1719,"orig":"Wer wird mein hoch-geehrter Herr Eckarth der verkappte Vogel anders ſeyn, als eben derjenige, der meiner Ehre nachgeſtrebet, wandte Fraͤulein Soluçka ein, mit dieſen Reden kamen ſie aus dem Walde, und ob wohl unſerer Reiſenden ihr Weg anderwerts hingienge; bath Eckarth den Kutſcher, vor dieſesmahl ſeinen Weg auf Halid zu zunehmen.","norm":"Wer wird mein hochgeehrter Herr Eckart der verkappte Vogel anders sein, als eben derjenige, der meiner Ehre nachgestrebt, wandte Fräulein Solucka ein, mit diesen Reden kamen sie aus dem Walde, und ob wohl unserer Reisenden ihr Weg anderwärts hingienge; bat Eckart den Kutscher, vor diesmal seinen Weg auf Halid zuzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.945300102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1362,"date":1719,"orig":"Als ſie nicht weit vom Dorffe waren, kam ein Diener an die Kutſche geritten; fragende:","norm":"Als sie nicht weit vom Dorfe waren, kam ein Diener an die Kutsche geritten; fragende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.673299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1363,"date":1719,"orig":"Ob ihnen nicht ein junger Herr mit einer Madamoiſelle und einen Diener begegnet waͤre, denn ſie haͤtten ihn zuruͤck nach der alten Frau Soluçka geſchickt, welche, weiln ihr eine Ubligkeit zugeſtoſſen waͤre, haͤtte muͤſſen zuruͤck kehren, er waͤre hin und her geritten und koͤnte niemanden antreffen, boͤthe alſo, wo ſie einige Nachricht von ihnen haͤtten, ihme ſolches zu wiſſen zu thun, damit er ihnen nachjagen, und ſie einholen moͤchte.","norm":"Ob ihnen nicht ein junger Herr mit einer Madamoiselle und einen Diener begegnet wäre, denn sie hätten ihn zurück nach der alten Frau Solucka geschickt, welche, weil ihr eine Ubligkeit zugestoßen wäre, hätte müssen zurückkehren, er wäre hin und her geritten und könnte niemanden antreffen, böte also, wo sie einige Nachricht von ihnen hätten, ihm solches zu wissen zu tun, damit er ihnen nachjagen, und sie einholen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.746300220489502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1364,"date":1719,"orig":"Fraͤulein Soluçka rieff zum Wagen aus: Daniel biſt du es? bleib hier bey uns, weil wir nahe am Dorffe ſind.","norm":"Fräulein Solucka rief zum Wagen aus: Daniel bist du es? bleibe hier bei uns, weil wir nahe am Dorfe sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.270599842071533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1365,"date":1719,"orig":"Hoch-gebiethendes gnaͤdiges Fraͤulein, fragte Daniel.","norm":"Hoch-gebietendes gnädiges Fräulein, fragte Daniel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.915599822998047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1366,"date":1719,"orig":"Wie ſo alleine, ohne Pferd, ohne ihren Begleiter, und ohne den Reit-Knecht?","norm":"Wie so alleine, ohne Pferd, ohne ihren Begleiter, und ohne den Reitknecht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.691100120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1367,"date":1719,"orig":"Du wirſt es ſchon hoͤren, antwortete ſie, es fehlet wenig, du haͤtteſt mich nicht mehr lebendig geſehen; Jndem ſie redeten, kam der junge Soluçki qver Feld ein geſprengt, voller Blut an Kleidern und am Pferde.","norm":"Du wirst es schon hören, antwortete sie, es fehlet wenig, du hättest mich nicht mehr lebendig gesehen; indem sie redeten, kam der junge Solucki querfeldein gesprengt, voller Blut an Kleidern und am Pferde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.234799861907959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1368,"date":1719,"orig":"Hier kommt mein verkleideter Vetter, rieff Fraͤulein Soluçka, der Himmel ſey Danck der ihm beygeſtanden, und ihn von der Hand ſeiner Feinde errettet hat:","norm":"Hier kommt mein verkleideter Vetter, rief Fräulein Solucka, der Himmel sei Dank der ihm beigestanden, und ihn von der Hand seiner Feinde errettet hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.60290002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1369,"date":1719,"orig":"Der Diener ritte ihm entgegen und erzehlte ihm, wie daß er die Fraͤulein bey frembden Herrn in einer Kutſche ſitzend angetroffen haͤtte.","norm":"Der Diener ritt ihm entgegen und erzählte ihm, wie dass er die Fräulein bei fremden Herrn in einer Kutsche sitzend angetroffen hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.109799861907959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1370,"date":1719,"orig":"GOtt Lob, ſprach der junge Soluçki, wann ſie nur lebt, ſo bin ich ſchon zu frieden; Aber was bedeutet das mein Herr, daß ſie ſo mit Blute beſpruͤtzet ſind? fragte Daniel.","norm":"Gott Lob, sprach der junge Solucki, wann sie nur lebt, so bin ich schon zu Frieden; Aber was bedeutet das mein Herr, dass sie so mit Blute bespritzet sind? fragte Daniel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122099876403809} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1371,"date":1719,"orig":"Lieber Daniel, antwortete der junge Herr, du wirſt es hernach vernehmen, gruͤſſe mein allerliebſtes Muͤhmgen, und weil ich mich an einer Wunde ſehr verblute, muß ich eilen deſto eher Huͤlffe zu erlangen, und damit ritte er dem Dorffe zu; Unſere Compagnie eilete auch aufs moͤglichſte, nachdem ſie den abreitenden Diener verbothen der alten Frau Generalin nichts mehr zu ſagen, als ihre Fraͤulein Tochter und junger Vetter, gleich gegenwaͤrtig ſeyn und ihr aufwarten wuͤrden:","norm":"Lieber Daniel, antwortete der junge Herr, du wirst es hernach vernehmen, Grüße mein allerliebstes Muhmen, und weil ich mich an einer Wunde sehr verblute, muss ich eilen desto eher Hilfe zu erlangen, und damit ritt er dem Dorfe zu; unsere Compagnie eilte auch aufs möglichste, nachdem sie den abreitenden Diener verboten der alten Frau Generalin nichts mehr zu sagen, als ihre Fräulein Tochter und junger Vetter, gleich gegenwärtig sein und ihr aufwarten würden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.119800090789795} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1372,"date":1719,"orig":"So bald als ſie ankamen, zog ſich der junge Soluçki aus, da befunde Eckarth, daß die eine Wunde uͤber die Hand zwey Adern getroffen, die ſtillete er alsbald mit ſeinen anhaltenden Waſſer vom Vitriol und Neſſel-Waſſer, die andere auf der Achſel hatte nicht viel zu bedeuten.","norm":"So bald als sie ankamen, zog sich der junge Solucki aus, da Befunde Eckart, dass die eine Wunde über die Hand zwei Adern getroffen, die stillte er alsbald mit seinen anhaltenden Wasser vom Vitriol und Nessel-Wasser, die andere auf der Achsel hatte nicht viel zu bedeuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.141300201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1373,"date":1719,"orig":"Eckarth verbunde ihn in der Eil ſo gut als er vermochte.","norm":"Eckart Bunde ihn in der Eile so gut als er vermochte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.547500133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1374,"date":1719,"orig":"Die Fraͤulein nahm Johannis-Oel druckte ſolches mit einen Laͤplein in die Wunde, und verband ſich dieweil biß zu beſſerer Abwartung, und als hernach der junge Soluçki von ſeiner Fraͤulein Muhme alles was pasſirt war vernommen, fiel er Eckarthen umb den Halß, und bedanckte ſich vor geleiſtete Huͤlffe zu tauſentmahlen.","norm":"Die Fräulein nahm Johannisöl drückte solches mit einen Läplein in die Wunde, und verband sich dieweil bis zu besserer Abwartung, und als hernach der junge Solucki von seiner Fräulein Muhme alles was passiert war vernommen, fiel er Eckarten um den Hals, und bedankte sich vor geleistete Hilfe zu Tausendmalen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.120200157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1375,"date":1719,"orig":"Jch, fuhr er fort, nachdem ich mich mit den verkapten Teuffel lange herumb gehauen hatte, und er meiner erſtlich ſchonete, wurde er, weil ich mich nicht ergeben wolte, endlich verbittert, ſagende:","norm":"Ich, fuhr er fort, nachdem ich mich mit den verkapten Teufel lange herum gehauen hatte, und er meiner erstlich schonte, wurde er, weil ich mich nicht ergeben wollte, endlich verbittert, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.959700107574463} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1376,"date":1719,"orig":"Weil du denn meine Liebe verachteſt, ſolſt du dich mit dem Tode vermaͤhlen, rieff auff ſeine Mit-Conſorten, ſchieſt, ſchlaget todt und ſchonet nicht mehr, indem er aber ſo hart auf mich drunge/ ſchlug ich ſein Pferd auf das Maul, davon prallte es in die Hoͤhe, ich ritte ihn in ſolcher Aufbaͤumen an die Seite, und rennte ihn meinen Degen durch und durch, ſagende:","norm":"Weil du denn meine Liebe verachtest, sollst du dich mit dem Tode vermählen, rief auf seine Mitkonsorten, schießt, schlaget tot und schonet nicht mehr, indem er aber so hart auf mich drang / schlug ich sein Pferd auf das Maul, davon prallte es in die Höhe, ich ritt ihn in solcher Aufbäumen an die Seite, und rennte ihn meinen Degen durch und durch, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.051899909973144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1377,"date":1719,"orig":"So nimb hin den Danck deiner wuͤtenden Liebe; Als ich mich nun wandte und ſehen wolte, wo ſie allerwerthes Schweſterchen hinkommen waͤre, eilte ich den Walde zu, einer von denen Knechten verfolgte mich, ſchoß auch nach mir, verfehlte aber, hierauff wandte ich mich gegen ihn zu, und im Wenden bekam ich einen Hieb auf die Achſel, und indem ich ihme einen Stoß beybringen wolte, ſpringt mir die Klinge auf ſeiner Bruſt vor dem Gefaͤß ab.","norm":"So nimm hin den Dank deiner wütenden Liebe; als ich mich nun wandte und sehen wollte, wo sie wertes Schwesterchen hinkommen wäre, eilte ich den Walde zu, einer von denen Knechten verfolgte mich, schoss auch nach mir, verfehlte aber, hierauf wandte ich mich gegen ihn zu, und im Wenden bekam ich einen Hieb auf die Achsel, und indem ich ihm einen Stoß beibringen wollte, springt mir die Klinge auf seiner Brust vor dem Gefäß ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.484899997711182} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1378,"date":1719,"orig":"Hiermit ſchwenckte ich mein Pferd, zog die Piſtole gab Feuer auf ihn, gerieth auch ſo wohl, daß ich ihm ſein Pferd unter dem Leibe erſchoß, als ich nun niemanden mehr ſahe, ließ ich den Schelm, und rennte was das Pferd lauffen kunte, bald da bald dorthin, allein ich ſahe niemande, und indem ich uͤber den Graben ſetzen wolte, kam ich zwar uͤber, allein ich ſtuͤrtzte mit dem Pferde, und zu meinen Ungluͤck ſchlug ich mit der Hand auff ein ſcharffes Holtz, welches mich mehr als meine Feinde verletzt hat.","norm":"Hiermit schwenkte ich mein Pferd, zog die Pistole gab Feuer auf ihn, geriet auch so wohl, dass ich ihm sein Pferd unter dem Leibe erschoss, als ich nun niemanden mehr sah, ließ ich den Schelm, und rennte was das Pferd laufen konnte, bald da bald dorthin, allein ich sah niemand, und indem ich über den Graben setzen wollte, kam ich zwar über, allein ich stürzte mit dem Pferde, und zu meinen Unglück schlug ich mit der Hand auf ein scharfes Holz, welches mich mehr als meine Feinde verletzt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.419600009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1379,"date":1719,"orig":"Ob nun der verkappte Teuffel von dem Stoſſe geſtorben iſt, iſt mir unwiſſend, wo mein Reit- Knecht hinkommen weiß ich auch nicht; indem kam Daniel hinnein und that den jungen Herrn kunt, daß der Reit-Knecht auch ankommen waͤre, und ſo bald das Pferd zum Hofe eingelauffen, ſey es unter ihn nieder gefallen, lebete aber noch.","norm":"Ob nun der verkappte Teufel von dem Stoße gestorben ist, ist mir unwissend, wo mein Reit-Knecht hinkommen weiß ich auch nicht; indem kam Daniel hinein und tat den jungen Herrn kund, dass der Reitknecht auch ankommen wäre, und so bald das Pferd zum Hofe eingelaufen, sei es unter ihn niedergefallen, lebete aber noch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895299911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1380,"date":1719,"orig":"Nun, wer fraget nach dem Pferde, ſprach der junge Soluçki, das wird ſich wohl erholen, wann nur der Knecht noch am Leben, und ihm kein Schaden wiederfahren iſt; hlermit aͤnderte der junge Soluçki und die Fraͤulein ihre Kleider, und beſuchten die alte Frau Generalin, ſagten ihr aber nichts von dem was vorgangen war.","norm":"Nun, wer fraget nach dem Pferde, sprach der junge Solucki, das wird sich wohl erholen, wann nur der Knecht noch am Leben, und ihm kein Schaden widerfahren ist; hlermit änderte der junge Solucki und die Fräulein ihre Kleider, und besuchten die alte Frau Generalin, sagten ihr aber nichts von dem was vorgegangen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.113399982452393} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1381,"date":1719,"orig":"Die Fraͤulein bath Eckarthen und die anderen Herren, ihren Herrn Vater die hohe Ehre zu goͤnnen, und ihn zumahln doch der Weg von Garpa nicht weit von der Land-Straſſe abgienge, und nur 7. Meilen von Carnia lege, groß-guͤnſtig zu erſuchen.","norm":"Die Fräulein bat Eckarten und die anderen Herren, ihren Herrn Vater die hohe Ehre zu gönnen, und ihn zumal doch der Weg von Garpa nicht weit von der Landstraße abgienge, und nur 7. Meilen von Carnia lege, großgünstig zu ersuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8155999183654785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1382,"date":1719,"orig":"Eckarth aber bedanckte ſich aufs hoͤflichſte, umb Verzeihung bittende, daß er vor dieſes mahl nicht willfahren koͤnte, es ſolte aber gewiß aufs allereheſte, wann ſie nur zu Garpa wuͤrden angelanget ſeyn, geſchehen, den Herrn Vater als einen alten Bekannten, und ihnen alleſammt ſchuldigſt aufzuwarten, ſo dann wuͤrden ſie beſſere Gelegenheit haben, ſich deſto vorgnuͤgter mit einander zu ſprechen.","norm":"Eckart aber bedankte sich aufs höflichste, um Verzeihung bittende, dass er vor dieses Mal nicht willfahren könnte, es sollte aber gewiss aufs eheste, wann sie nur zu Garpa würden angelanget sein, geschehen, den Herrn Vater als einen alten Bekannten, und ihnen allesamt schuldigst aufzuwarten, so dann würden sie bessere Gelegenheit haben, sich desto vorgenügte miteinander zu sprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.482100009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1383,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen boͤthe er die Fraͤulein Ehren-ſchuldigſt, an dero hochgeliebten Herrn Vater von den alten Eckarth einen freundlichen Gruß mit zu nehmen.","norm":"Unterdessen böte er die Fräulein Ehrenschuldigst, an deren hochgeliebten Herrn Vater von den alten Eckart einen freundlichen Gruß mitzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.783599853515625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1384,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie geſpeiſet hatten, nahm Eckarth mit Siegfried und Gotthart von allen gebuͤhrenden Abſchied, wuͤntſchende: Sie insgeſammt ehiſtens in Carnia bey guter Geſundheit, und weit beſſeren Vergnuͤgen zu ſehen; hiermit gab der junge Soluçki den Kutſcher 3. Gulden.","norm":"Nachdem sie gespeist hatten, nahm Eckart mit Siegfried und Gotthart von allen gebührenden Abschied, wünschende: Sie insgesamt ehestens in Carnia bei guter Gesundheit, und weit besseren Vergnügen zu sehen; hiermit gab der junge Solucki den Kutscher 3. Gulden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.349599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1385,"date":1719,"orig":"Eckarth aber mit denen jungen Herren und Andreas reiſeten ihren Weg fort.","norm":"Eckart aber mit denen jungen Herren und Andreas reisten ihren Weg fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.563700199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1386,"date":1719,"orig":"Die alte Frau Soluçka mit ihren Fraͤulein Tochter und Vetter blieben den Tag uͤber noch zu Halid, und ſandten Daniel voraus nach Carnia, umb etliche Soldaten zur Convoy bey den alten Herrn aus zu bitten.","norm":"Die alte Frau Solucka mit ihren Fräulein Tochter und Vetter blieben den Tag über noch zu Halid, und sandten Daniel voraus nach Carnia, um etliche Soldaten zur Konvoi bei den alten Herrn auszubitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.735099792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1387,"date":1719,"orig":"Des Morgens weil es ſich mit der alten Frau Generalin etwas gebeſſert hatte, fuhren ſie wieder nach Carnia zuruͤck, gegen Mittag kamen zwantzig Reuter, die der General ſeiner Gemahlin und Fraͤulein Tochter entgegen ſchickte, die ſie biß Carnia convoyrten, woſelbſt ſie des Abends mit Thorſchluß ſicher und ohne Gefahr anlangten.","norm":"Des Morgens weil es sich mit der alten Frau Generalin etwas gebessert hatte, fuhren sie wieder nach Carnia zurück, gegen Mittag kamen zwanzig Reuter, die der General seiner Gemahlin und Fräulein Tochter entgegenschickte, die sie bis Carnia convoyrten, woselbst sie des Abends mit Thorschluss sicher und ohne Gefahr anlangten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.79010009765625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1388,"date":1719,"orig":"Das VI. Capitel.","norm":"Das VI. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eo","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.170400142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1389,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende verwundern ſich uͤber geſchehene Action.","norm":"Unsere Reisende verwundern sich über geschehene Aktion.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.963200092315674} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1390,"date":1719,"orig":"Eckarth mahnet Andreas an/ in Beſchreibung der Marckt-Schreyer fort zu fahren/ ſo er thut mit Vermelden/ daß der Betrug und die Luͤgen/ der Qvackſalber Proprium ſey; erzehlet einige merckwuͤrdige Exempel/ wie gleichfals ihre betruͤgeriſche Proben an und in ihren Leibern und Verblendung/ nebenſt anderen ihren leichfertigen Practiquen.","norm":"Eckart mahnet Andreas an / in Beschreibung der Marktschreier fortzufahren / so er tut mit Vermelden / dass der Betrug und die Lügen / der Quacksalber Proprium sei; erzählt einige merkwürdige Exempel / wie gleichfalls ihre betrügerische Proben an und in ihren Leibern und Verblendung / neben anderen ihren leichfertigen Praktiken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5868000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1391,"date":1719,"orig":"Siegfried aͤrgert ſich uͤber dergleichen Leuthe ihre verwegene Boßheit/ und von vornehmen gelehrten Portiruug und Schutz.","norm":"Siegfried ärgert sich über dergleichen Leute ihre verwegene Bosheit / und von vornehmen gelehrten Portiruug und Schutz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.655900001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1392,"date":1719,"orig":"Eckarth redet Siegfrieden ein/ deſſen Gegen-Rede.","norm":"Eckart redet Siegfrieden ein / dessen Gegenrede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.293300151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1393,"date":1719,"orig":"Eckarth ferneres Zureden/ wie auch Gottharts Anmahnung zur Gedult.","norm":"Eckart ferneres Zureden / wie auch Gottharts Anmahnung zur Geduld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.354599952697754} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1394,"date":1719,"orig":"Siegfrieds Antwort und Reſolution; Sie gelangen in ein Dorff/ in welchen ſich ein Bauren-Doctor der viel Patienten hat und beruͤhmt iſt/ aufhaͤlt.","norm":"Siegfrieds Antwort und Resolution; Sie gelangen in ein Dorf / in welchen sich ein Bauren-Doctor der viel Patienten hat und berühmt ist / aufhält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.870299816131592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1395,"date":1719,"orig":"Der Wirth erzehlet von ihm allerhand Curen/ die er biß zur Verwunderung gethan hat.","norm":"Der Wirt erzählt von ihm allerhand Kuren / die er bis zur Verwunderung getan hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232100009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1396,"date":1719,"orig":"Unſere Compagnie ſchicket Anderas mit ſeinen Urin zu ihm/ der ihm daraus ſein Anliegen wahrſaget/ gibt ihm davor ein langes Recept, ſolches in der Apothecken zurichten zu laſſen.","norm":"Unsere Compagnie schicket Anderas mit seinen Urin zu ihm / der ihm daraus sein Anliegen wahrsaget / gibt ihm davor ein langes Rezept, solches in der Apotheken zurichten zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.603300094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1397,"date":1719,"orig":"Eckarth durchlieſet das ungeſchickte Recept, ſein und der andern Judicium daruͤber/ uͤber den Gewinnſuͤchtigen Apothecker des Zurichtens und Phyſico des Nachſehens wegen. Koͤnigl. Maj. Daͤnnemarck hohe Vorſorge wegen der Apothecken wird geruͤhmet.","norm":"Eckart durchliest das ungeschickte Rezept, sein und der anderen Judicium darüber / über den gewinnsüchtigen Apotheker des Zurichtens und Physico des Nachsehens wegen. Königl. Maj. Dänemark hohe Vorsorge wegen der Apotheken wird gerühmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.087299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1398,"date":1719,"orig":"Eckarth fuͤhret die Urſachen des Aufkommens der Marckt-Schreyer an.","norm":"Eckart führt die Ursachen des Aufkommens der Marktschreier an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.089799880981445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1399,"date":1719,"orig":"Jn Jure finden ſich auch vielerley Maul-Affen/ daß es noͤthig waͤre einen Juriſtiſchen Maul-Affen zu beſchreiben.","norm":"In Jure finden sich auch vielerlei Maulaffen / dass es nötig wäre einen juristischen Maulaffen zu beschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.19980001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1400,"date":1719,"orig":"Nach Eſſens legen ſich unſere Reiſende zur Ruhe.","norm":"Nach Essens legen sich unsere Reisende zur Ruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.599100112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1401,"date":1719,"orig":"Des Tages darauff als ſie fortfahren ſitzet Andreas gar traurig/ umb deſſen Urſache ihn Eckarth befraget; Der ihn nach ſeiner Antwort vertroͤſtet/ und ihn aufmuntert von denen betruͤgeriſchen Vortheln der Landſtuͤrtzer weiter zu reden/ ſo er auch thut; bringet eine laͤcherliche Abentheuer zwiſchen zwey Storchern fuͤr.","norm":"Des Tages darauf als sie fortfahren sitzet Andreas gar traurig / um dessen Ursache ihn Eckart befraget; der ihn nach seiner Antwort vertröstet / und ihn aufmuntert von denen betrügerischen Vortelen der Landstürzer weiterzureden / so er auch tut; bringt eine lächerliche Abenteuer zwischen zwei Storchern für.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609000205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1402,"date":1719,"orig":"Eckarth erzehlet auch eine Hiſtoria.","norm":"Eckart erzählt auch eine Historia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.144400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1403,"date":1719,"orig":"Andreas redet von denen Alkumiſten ihren Pralereyen und Proceſſen.","norm":"Andreas redet von denen Alkumisten ihren Prahlereien und Prozessen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.034899711608887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1404,"date":1719,"orig":"Eckarth weiſet die 4. Elementa in einen Glaſe zu machen.","norm":"Eckart weiset die 4. Elementa in einen Glase zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.701099872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1405,"date":1719,"orig":"Andreas weiſet was die groſſe Kunſt ſey.","norm":"Andreas weiset was die große Kunst sei.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"af","lang_de":0,"norm_lmscore":6.12939977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1406,"date":1719,"orig":"Eckarths Improbation, Stein der Weiſſen kan nicht geleugnet werden/ beweiſet Eckarth durch Selbſtſicht/ und was bey dem Hertzog von Leuenkron mit einen legirten Degen pasſiret ſey.","norm":"Ekarts Improbation, Stein der Weißen kann nicht geleugnet werden / beweiset Eckart durch Selbstsicht / und was bei dem Herzog von Leuenkron mit einen legierten Degen passiert sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.288099765777588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1407,"date":1719,"orig":"Kluge Anrede des Hertzogs an ſeine Officirer/ theilet die transmutirte Gelder aus.","norm":"Kluge Anrede des Herzogs an seine Offizier / teilet die transmutierte Gelder aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8805999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1408,"date":1719,"orig":"Eckarth trifft in Thoren einen Virtuoſen an/ der macht aus einen Faͤßlein Wein und Waſſer/ zwey Faͤßlein Wein/ zeiget Eckarthen den Lap. Phil. auf roth und weiß.","norm":"Eckart trifft in Toren einen Virtuosen an / der macht aus einen Fässlein Wein und Wasser / zwei Fässlein Wein / zeiget Eckarten den Lap. Phil. auf Rot und weiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.934599876403809} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1409,"date":1719,"orig":"Curiret einen 60. Jaͤhrigen Mann inner 5. Tagen an der Gicht.","norm":"Kurieret einen 60. Jährigen Mann inner 5. Tagen an der Gicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.443699836730957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1410,"date":1719,"orig":"Eckarth discurrirt von der Univerſal- Medicin, Transplantation &c. Laͤcherliches Voꝛgeben der Juden von ihren Schamhamphoras, was mit dem Koͤnige Salomon und den Teuffel vorgangen ſey.","norm":"Eckart diskurriert von der Universal-Medizin, Transplantation & c. Lächerliches Vorgeben der Juden von ihren Schamhamphoras, was mit dem Könige Salomon und den Teufel vorgegangen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.281499862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1411,"date":1719,"orig":"Eckarths Meynung von denen Mansfeldiſchen Thalern/ Bey GOtt iſt Rath und That.","norm":"Ekarts Meinung von denen Mansfeldischen Talern / Bei Gott ist Rat und Tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.872799873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1412,"date":1719,"orig":"Andreas faͤhret fort in Erzehlung der Betruͤgereyen der Qvackſalber; Hat Haͤndel mit zweyen Bettlern.","norm":"Andreas fährt fort in Erzählung der Betrügereien der Quacksalber; hat Händel mit zweien Bettlern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217400074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1413,"date":1719,"orig":"Eckarths getreue Warnung ſich auf Reiſen in acht zu nehmen.","norm":"Ekarts getreue Warnung sich auf Reisen in Acht zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.991499900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1414,"date":1719,"orig":"Des Wirths Kind hat die ſchwere Noth.","norm":"Des Wirts Kind hat die schwere Not.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.971799850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1415,"date":1719,"orig":"Eckarth curirt es; Der Wirth iſt danckbahr.","norm":"Eckart kuriert es; der Wirt ist dankbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.752500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1416,"date":1719,"orig":"Gelangen in Garpa an/ und kehren in Gaſt- Hof der goldne Stern benahmet ein.","norm":"Gelangen in Garpa an / und kehren in Gast-Hof der goldene Stern benahmt ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.059400081634521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1417,"date":1719,"orig":"UNſere Reiſe-Compagnie verwunderten ſich ungemein uͤber die Boßheit und Jalouſie des Spanigers, und uͤber das tapffere und heroiſche Gemuͤth einer Weibes-Perſon, vornehmlich aber uͤber den jungen Soluçki, daß er ſeinen Gegner ſo freymuͤthig, und mit unerſchrockenen Hertzen als ein Juͤngling von ohngefehr zwantzig Jahren, gegen einen alten verſuchten Cavallier und Obriſten begegnet hat.","norm":"Unsere Reisecompagnie verwunderten sich ungemein über die Bosheit und Jalousie des Spanigers, und über das tapfere und heroische Gemüt einer Weibsperson, vornehmlich aber über den jungen Solucki, dass er seinen Gegner so freimütig, und mit unerschrockenen Herzen als ein Jüngling von ungefähr zwanzig Jahren, gegen einen alten versuchten Cavalier und Obristen begegnet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.632800102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1418,"date":1719,"orig":"Andreas, fieng Eckarth an, weiln die heutige Compagnie gluͤcklich zu Ende gelauffen iſt, ſo laſſet euch nicht verdrieſſen eueren Discours wieder da anzufangen, allwo ihr ihn heute ſtehen laſſen.","norm":"Andreas, fing Eckart an, weil die heutige Compagnie glücklich zu Ende gelaufen ist, so lasst euch nicht verdrießen eueren Diskurs wieder da anzufangen, wo ihr ihn heute stehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2027997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1419,"date":1719,"orig":"Meine hoch-geehrteſte Herren, antwortete Andreas: Mein Gedaͤchtniß iſt mir vor Erſchreckniß gantz in die Hoſen gefallen!","norm":"Meine hochgeehrteste Herren, antwortete Andreas: Mein Gedächtnis ist mir vor Erschreckniß ganz in die Hosen gefallen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433199882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1420,"date":1719,"orig":"doch will ich nach Vermoͤgen einige Gnuͤge leiſten, was aber heute ermangeln wird, ſoll Morgen geliebts GOtt, nach Vermoͤgen erſetzet werden:","norm":"doch will ich nach Vermögen einige Genüge leisten, was aber heute ermangeln wird, soll Morgen geliebtes Gott, nach Vermögen ersetzet werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35830020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1421,"date":1719,"orig":"Wie geſagt; ſo iſt der Betrug mit beygeſetzten Luͤgen ſolcher Land Stuͤrtzer Proprium.","norm":"Wie gesagt; so ist der Betrug mit beigesetzten Lügen solcher Land Stürzer Proprium.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.7093000411987305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1422,"date":1719,"orig":"Daß ich nur ein paar Exempel anfuͤhre: gab einer bey einer Patientin vor, es haͤtte ſich bey ihr ein Berg auf die Mutter geſetzt, deſſen Spitze reichte bis an den Magen, dieſe verurſachte, daß wann ſie eße, daß ein Theil der Speiſe in der einen Hoͤle liegend bliebe, und ihr hernach ſolch Magen-Druͤcken machte, wuͤrde auch wohl daran ſterben muͤſſen.","norm":"Dass ich nur ein paar Exempel anführe: gab einer bei einer Patientin vor, es hätte sich bei ihr ein Berg auf die Mutter gesetzt, dessen Spitze reichte bis an den Magen, diese verursachte, dass wann sie esse, dass ein Teil der Speise in der einen Höhle liegend bliebe, und ihr hernach solch Magendrücken machte, würde auch wohl daran sterben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.580599784851074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1423,"date":1719,"orig":"Eben auf gleiche Arth gab dieſer bey einen andern vor, er haͤtte gleichfals zwey Berge in den Magen, zwiſchen welchen die Speiſen vermoderen muͤſten, und dieſe erweckten die gelbe Sucht.","norm":"Eben auf gleiche Art gab dieser bei einen anderen vor, er hätte gleichfalls zwei Berge in den Magen, zwischen welchen die Speisen vermodere müssten, und diese erweckten die gelbe Sucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.622499942779541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1424,"date":1719,"orig":"O du Ertz-Holuncke, du Berg Narre, rieff Eckarth, habe ich doch dergleichen verwegenes Vorbringen nie gehoͤret; doch Andreas fahret fort in eueren Hiſtorien: Hoch-geehrte Herren, ſprach Andreas, dieſe ſind noch mit aus der oberſten Sorte, ſie werden noch liederlicher und verwegener als vorgemeldete kommen.","norm":"O du Ertz-Holuncke, du Berg Narr, rief Eckart, habe ich doch dergleichen verwegenes Vorbringen nie gehöret; doch Andreas fahret fort in eueren Historien: Hochgeehrte Herren, sprach Andreas, diese sind noch mit aus der obersten Sorte, sie werden noch liederlicher und verwegener als vorgemeldete kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.548999786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1425,"date":1719,"orig":"Ein ander kam zu einer Patientin, und weil er ſahe daß Wuͤrſte im Hauſe hiengen, gab er bey Beſehung des Urins vor, weil die Kranckheit nicht weichen wolte, waͤre Urſache, daß ſie geſtern Wuͤrſte geſſen haͤtte, ſo er im Urin ſehe.","norm":"Ein ander kam zu einer Patientin, und weil er sah dass Würste im Hause hingen, gab er bei Besehung des Urins vor, weil die Krankheit nicht weichen wollte, wäre Ursache, dass sie gestern Würste gegessen hätte, so er im Urin sehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.015200138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1426,"date":1719,"orig":"Mein GOtt, ſagte Siegfried, welche Boßheit verfuͤhret dieſe Menſchen, daß ſie die hoch-edle Medicin ſo luͤderlich traduciren und gering halten, dennoch wundert mich nicht wenig, daß das arme Volck ſich als ein tummes Vieh zur Schlacht-Banck fuͤhren laͤſt.","norm":"Mein Gott, sagte Siegfried, welche Bosheit verführet diese Menschen, dass sie die hochedle Medizin so luderlich traduciren und gering halten, dennoch wundert mich nicht wenig, dass das arme Volk sich als ein dummes Vieh zur Schlachtbank führen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.549200057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1427,"date":1719,"orig":"Meine Herren, fuhr Andreas fort.","norm":"Meine Herren, fuhr Andreas fort.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.411699771881103} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1428,"date":1719,"orig":"Etliche, die ſich unter denen Landfahrern vor andern wollen ſehen laſſen, probiren ſie ihre Artzeneyen an ihren Leibern, da pflegen ſie allerhand Gifft einzuſauffen, damit ihnen aber ſolches nicht ſchade, trincken ſie einen ziemlichen Theil Baum-Oel, ehe und bevor ſie daſſelbe einſauffen, ſo dann ſchlingen ſie das Gifft ab, da es dann das Baum-Oel nicht einlaͤſt, machet ein Auflauffen des Magens, hernach nehmen ſie Theriac mit Saltz vermiſcht, trincken es hinnab, dieſes erreget alsbald ein Brechen, und damit gehet das Gifft, Baum-Oel, und alles mit einander hinweg, andere laſſen die Haut ſtarck in die Hoͤhe ziehen, ſtechen ſich dadurch, und weiſen ſich den dritten Tag geheilet.","norm":"Etliche, die sich unter denen Landfahrern vor anderen wollen sehen lassen, probieren sie ihre Arzneien an ihren Leibern, da pflegen sie allerhand Gift Einzusaufen, damit ihnen aber solches nicht schade, trinken sie einen ziemlichen Teil Baumöl, ehe und bevor sie dasselbe Einsaufen, so dann schlingen sie das Gift ab, da es dann das Baumöl nicht einlässt, macht ein auflaufen des Magens, hernach nehmen sie Theriak mit Salz vermischt, trinken es hinab, dieses erreget alsbald ein Brechen, und damit geht das Gift, Baumöl, und alles miteinander hinweg, andere lassen die Haut stark in die Höhe ziehen, stechen sich dadurch, und weisen sich den dritten Tag geheilt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.893700122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1429,"date":1719,"orig":"Etliche koͤnnen durch vorhergehendes Schmieren, die Haͤnde mit allerhand brennenden Materien waſchen.","norm":"Etliche können durch vorhergehendes Schmieren, die Hände mit allerhand brennenden Materien waschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349800109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1430,"date":1719,"orig":"Einige freſſen das Feuer gar.","norm":"Einige fressen das Feuer gar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5167999267578125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1431,"date":1719,"orig":"Gotthart ſprach:","norm":"Gotthart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.121699810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1432,"date":1719,"orig":"O luͤderliche Canalie, die ihren Leib ſo muthwilliger Weiſe wehe thun.","norm":"O luderliche Canalie, die ihren Leib so mutwilliger Weise wehe tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.211900234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1433,"date":1719,"orig":"Jſts auch wohl moͤglich, daß ich eine ſolche Beſtie, einen Menſchen, der ſo ein Ertz-verwegener Boͤſewicht, nennen kan, und jemahls ſeelig werden.","norm":"Ist es auch wohl möglich, dass ich eine solche Bestie, einen Menschen, der so ein Erz-verwegener Bösewicht, nennen kann, und jemals selig werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.233399868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1434,"date":1719,"orig":"O wie recht iſt es, das Eltern ihre Kinder die ſolchen Geſchmeiße folgen, enterben koͤnnen.","norm":"O wie recht ist es, das Eltern ihre Kinder die solchen Geschmeiß folgen, enterben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428800106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1435,"date":1719,"orig":"Mein Herr, antwortete Andreas, ſie haben allerhand Schmieralien, die verhindern daß die brennende Materia ihnen keinen Schaden verurſachen kan, und die Gifft-Freſſer purgiren nur auf gemeldete Arth den boͤſen Magen aus.","norm":"Mein Herr, antwortete Andreas, sie haben allerhand Schmieralien, die verhindern dass die brennende Materie ihnen keinen Schaden verursachen kann, und die Gift-Fresser purgieren nur auf gemeldete Art den bösen Magen aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.338500022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1436,"date":1719,"orig":"So purgire du Ertz-Boͤſewicht, ſprach Gotthart, deine Boßheit und Schelmereyen auf einmahl heraus, damit nicht dermaleins die ewig-brennende Materie, wieder welche weder Eibiſch noch einige Brandſalbe helffen wird, dir immerwaͤhrenden Brand und Schmertzen verurſachen moͤchte.","norm":"So purgiere du Erzbösewicht, sprach Gotthart, deine Bosheit und Schelmereien auf einmal heraus, damit nicht dermaleinst die ewigbrennende Materie, wieder welche weder Eibisch noch einige Brandsalbe helfen wird, dir immerwährenden Brand und Schmerzen verursachen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.726600170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1437,"date":1719,"orig":"Allein wo bleibet denn der Stich, wann ja das Vorige ohne Gefahr iſt? fragte Gotthart weiter.","norm":"Allein wo bleibt denn der Stich, wann ja das Vorige ohne Gefahr ist? fragte Gotthart weiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.079999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1438,"date":1719,"orig":"Mein Herr, antwortete Andreas, zuweilen pflegt es wohl zu geſchehen, allein der Dolch oder Meſſer iſt zuvor mit Menſchen oder Schweinfett geſchmieret, zum oͤfftern aber geſchichts, daß ſie unter den Hembde einen Darm mit Blut gefuͤllet haben, und den ſtechen ſie durch und betruͤgen alſo die Leuthe.","norm":"Mein Herr, antwortete Andreas, zuweilen pflegt es wohl zu geschehen, allein der Dolch oder Messer ist zuvor mit Menschen oder Schweinfett geschmiert, zum Öfteren aber Geschichtes, dass sie unter den Hemd einen Darm mit Blut gefüllt haben, und den stechen sie durch und betrügen also die Leute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2453999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1439,"date":1719,"orig":"Etliche haben eine ſonderliche Verblendung, daß ihnen die Leuthe einbilden etwas zu ſehen, da es doch nichts iſt.","norm":"Etliche haben eine sonderliche Verblendung, dass ihnen die Leute einbilden etwas zu sehen, da es doch nichts ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.189300060272217} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1440,"date":1719,"orig":"Vielleicht verſetzte Eckarth, werden ſie es denen Chineſern nachthun wollen, da ſich einer in einen kleinen Korb ſetzet, und laͤſſet ſich tauſendmahl durchſtechen, daß das Blut Strohm-weiſe abfleuſt, und hernach ſtehet er doch geſund und friſch ohne einige Wunde und Schaden auff.","norm":"Vielleicht versetzte Eckart, werden sie es denen Chinesen nachtun wollen, da sich einer in einen kleinen Korb setzet, und lässt sich tausendmal durchstechen, dass das Blut Stromweise abflaust, und hernach steht er doch gesund und frisch ohne einige Wunde und Schaden auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.287600040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1441,"date":1719,"orig":"Dieſes moͤchte ich wohl gerne ſehen, antwortete Andreas.","norm":"Dieses möchte ich wohl gerne sehen, antwortete Andreas.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.304699897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1442,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, ihr muͤſſet hinreiſen, mein Freund, ohne Zweiffel geſchicht es durch Verblendung und Beyhuͤlffe des Teuffels, der der voꝛig erzehlter Landſtuͤrtzer Camerad und Reiſe-Gefaͤhrte iſt:","norm":"Eckart replizierte, ihr müsset hinreisen, mein Freund, ohne Zweifel geschieht es durch Verblendung und Beihilfe des Teufels, der der vorig erzählter Landstürzer Kamerad und Reisegefährte ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.228199958801269} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1443,"date":1719,"orig":"Oho! fuhre Andreas fort, das iſt bey denen Landſtuͤrtzern eben nichts neues, daß ſie zuweilen die Straſſen auch mit reine halten, Dieberey und andere Practiquen vornehmen, hernach dennoch wohl auf denen Maͤrckten ſich vor vornehme Aertzte ausgeben, und was iſts wunder, daß dergleichen Verwegene ſich mit Gelde beſtechen laſſen, mit Giffte denen Leuthen in die andere Welt zu helffen, da ſie ſolches an denen Jhrigen ſelbſt practiciren, indem ich einen gekannt habe, der drey von ſeinen Weibern auf gleiche Arth fortgeholffen hat, bey der vierdten kam es heraus, und muſte einen unbekandten Orth ſuchen, ſonſten waͤre ſeiner uͤbel gewartet worden.","norm":"Oho! Fuhre Andreas fort, das ist bei denen Landstürzern eben nichts Neues, dass sie zuweilen die Straßen auch mit reine halten, Dieberei und andere Praktiken vornehmen, hernach dennoch wohl auf denen Märkten sich vor vornehme Ärzte ausgeben, und was ist es Wunder, dass dergleichen verwegene sich mit Gelde bestechen lassen, mit Gifte denen Leuten in die andere Welt zu helfen, da sie solches an denen Ihrigen selbst praktizieren, indem ich einen gekannt habe, der drei von seinen Weibern auf gleiche Art fortgeholfen hat, bei der vierten kam es heraus, und musste einen Unbekannten Ort suchen, sonsten wäre seiner übel gewartet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4496002197265625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1444,"date":1719,"orig":"Unter denen Qvackſalbern ſind welche, die von denen Wittben und Muͤndeln, derer verſtorbenen Aertzte Privilegia erhandeln, und pflegt zuweilen zu geſchehen, daß dieſelben wohl das vierdte und mehrmahl zu Erbe und Marckte gehen, welches der Tag und die Jahr-Zahl ausweiſen, und ſind offters dergleichen erkauffte Privilegia aͤlter, als des Aufweiſenden Groß-und Elter-Vater ſeyn mag.","norm":"Unter denen Quacksalbern sind welche, die von denen Wittiben und Mündeln, derer verstorbenen Ärzte Privilegia erhandeln, und pflegt zuweilen zu geschehen, dass dieselben wohl das vierte und mehrmals zu Erbe und Markte gehen, welches der Tag und die Jahr-Zahl ausweisen, und sind öfters dergleichen erkaufte Privilegia älter, als des Aufweisenden Groß- und Eltervater sein mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.607800006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1445,"date":1719,"orig":"Dieſe haͤngen ſie zu Marckt-Zeiten aus, und ruͤhmen ſich, daß ihnen dieſelben von dieſen oder jenem Koͤnige, Fuͤrſten, Grafen, Herrn, Stadt und Dorff gehabter gluͤcklicher Cur halben mitgetheilet worden, ſo doch alles erlogen iſt.","norm":"Diese hängen sie zu Marktzeiten aus, und rühmen sich, dass ihnen dieselben von diesen oder jenem Könige, Fürsten, Grafen, Herrn, Stadt und Dorf gehabter glücklicher Kur halben mitgeteilt worden, so doch alles erlogen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.18120002746582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1446,"date":1719,"orig":"Legen alſo denen einfaͤltigen Leuthen einen falſchen Schein vor die Augen.","norm":"Legen also denen einfältigen Leuten einen falschen Schein vor die Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1447,"date":1719,"orig":"Andere geben vor, ſie waͤren lange Zeit in Jndien, Perſien, Tuͤrckey, ja gar bey den groſſen Mogul geweſen, allwo ſie ſonderliche Wiſſenſchafften erlernet haͤtten, erzehlen auch unterſchiedene Begebenheiten her, die ſie etwan in einer Chronica geleſen haben, als waͤren ſie ſelbſten zugegen geweſen, ſtreichen ihre Perſonen heraus, und ruͤhmen was vor Correſpondentz ſie noch daſelbſt hin haͤtten, von welchen Oerthern aus ihnen die Sachen, welche ſie zu ihren Medicamenten brauchten, mit groſſer Muͤh und Unkoſten zugeſchickt wuͤrden.","norm":"Andere geben vor, sie wären lange Zeit in Indien, Persien, Türkei, ja gar bei den großen Mogul gewesen, wo sie sonderliche Wissenschaften erlernet hätten, erzählen auch unterschiedene Begebenheiten her, die sie etwan in einer Chronica gelesen haben, als wären sie selbst zugegen gewesen, streichen ihre Personen heraus, und rühmen was vor Korrespondenz sie noch daselbst hin hätten, von welchen Örtern aus ihnen die Sachen, welche sie zu ihren Medikamenten brauchten, mit großer Mühe und Unkosten zugeschickt würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763299942016602} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1448,"date":1719,"orig":"Etliche ziehen ein Schweitzer-Habit an, geben vor, ſie haͤtten wahrhafftiges Gembſen- Fett, da es doch nichts mehr als Hirſch-oder wohl gar Bock-Jnſelt mit ein wenig Wachs zuſammen geſchmoltzen iſt, zu verkauffen, und wer kan alle ihre Betruͤgereyen, die ſie auf tauſenterley Arth ausuͤben, erzehlen.","norm":"Etliche ziehen ein Schweizer-Habit an, geben vor, sie hätten wahrhaftiges Gembsen-Fett, da es doch nichts mehr als Hirsch- oder wohl gar Bock-Jnselt mit ein wenig Wachs zusammen geschmolzen ist, zu verkaufen, und wer kann alle ihre Betrügereien, die sie auf tausenderlei Art ausüben, erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080599784851074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1449,"date":1719,"orig":"Etliche haben weite Ermel da partieren ſie ihre Diebes-Stuͤcke hinnein, und ſind die aͤrgſten Spitzbuben in der Haut.","norm":"Etliche haben weite Ärmel da partieren sie ihre Diebes-Stücke hinein, und sind die ärgsten Spitzbuben in der Haut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.222799777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1450,"date":1719,"orig":"Vor einiger Zeit war ein ſolcher Betruͤger, der nahm Kalbes- Zaͤhne, feilte ſie nach der Arth als er ſie haben wolte, gab vor, es waͤren Schlangen- Kronen aus der Jnſel Maltha, verkauffte auch an die Bierſchencken mit Blaſen uͤberzogene Diebes-Daumen, hatte aber die Klauen von denen Schweinen voneinander geſpalten, dieſelben in Geſtalt eines Fingers formirt, und mit Schweins-Blaſen uͤberzogen, dieſer wurde verrathen, und ihme der Ruͤcken durch Meiſter Bartheln brave abgekehret.","norm":"Vor einiger Zeit war ein solcher Betrüger, der nahm Kalbes-Zähne, feilte sie nach der Art als er sie haben wollte, gab vor, es wären Schlangen-Kronen aus der Insel Malta, verkaufte auch an die Bierschenken mit Blasen überzogene Diebes-Daumen, hatte aber die Klauen von denen Schweinen voneinander gespalten, dieselben in Gestalt eines Fingers formiert, und mit Schweinsblasen überzogen, dieser wurde verraten, und ihm der Rücken durch Meister Barteln brave abgekehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.113900184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1451,"date":1719,"orig":"Der hat ſeinen verdienten Lohn rechtſchaffen bekommen, ſprach Siegfried.","norm":"Der hat seinen verdienten Lohn rechtschaffen bekommen, sprach Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5817999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1452,"date":1719,"orig":"Hiermit ſagte Andreas, will ich vor heute die Betruͤgereyen ſo mir wiſſend ſind, mit Erlaubniß meiner hochgeehrten Herren beſchlieſſen.","norm":"Hiermit sagte Andreas, will ich vor heute die Betrügereien so mir wissend sind, mit Erlaubnis meiner hochgeehrten Herren beschließen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.196100234985352} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1453,"date":1719,"orig":"Mein GOtt, ſprach Siegfried, es ſolte mich faſt gereuen, daß ich der Medicin obgelegen, weil dergleichen Ehr-vergeſſene Buben, ſo verkehrt mit derſelben umbgehen, auch zuweilen noch von der Obrigkeit wieder rechtſchaffene Medicos geſchuͤtzet, und offters hoͤher als ein Mann, der es ihm von Jugend auf in Studiren, Anatomiren und Laboriren Blut ſauer werden laſſen, Zeit, Unkoſten und Geſundheit angewendet, reſpectiret werden.","norm":"Mein Gott, sprach Siegfried, es sollte mich fast gereuen, dass ich der Medizin obgelegen, weil dergleichen Ehrvergessene Buben, so verkehrt mit derselben umgehen, auch zuweilen noch von der Obrigkeit wieder rechtschaffene Medicos geschützt, und öfters höher als ein Mann, der es ihm von Jugend auf in Studieren, Anatomieren und Laborieren Blut sauer werden lassen, Zeit, Unkosten und Gesundheit angewendet, respektieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277699947357178} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1454,"date":1719,"orig":"Was vor boͤſe Zeiten haſt du o GOtt uns erleben laſſen!","norm":"Was vor böse Zeiten hast du o Gott uns erleben lassen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.674099922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1455,"date":1719,"orig":"Es ſcheinet daß dieſe zugelaſſene Blindheit von GOtt uͤber die Menſchen gefallen, daß ſie mit ſehenden Augen blind ſeyn muͤſſen, und wie ein von GOtt und Natur erſchaffener Medicus billich als ein Seel-Sorger und Eltern ſoll in Ehren gehalten werden, es aber bey dieſen Lieb-und Ehr-loſen Zeiten wenig geſchicht!","norm":"Es scheinet dass diese zugelassene Blindheit von Gott über die Menschen gefallen, dass sie mit sehenden Augen blind sein müssen, und wie ein von Gott und Natur erschaffener Medikus billig als ein Seelsorger und Eltern soll in Ehren gehalten werden, es aber bei diesen Lieb-und Ehrlosen Zeiten wenig geschieht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087999820709228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1456,"date":1719,"orig":"Ja wohl noch von gelehrten, jedoch unverſtaͤndigen, gehaͤßigen Perſonen ehrliche Medici, vielleicht, weil jenen nicht die Geldſucht von dieſen nicht in etwas gleich von andern Pralhanſen geſchiehet, geſtillet wird.","norm":"Ja wohl noch von gelehrten, jedoch unverständigen, gehässigen Personen ehrliche Medici, vielleicht, weil jenen nicht die Geldsucht von diesen nicht in etwas gleich von anderen Prahlhansen geschieht, gestillt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611100196838379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1457,"date":1719,"orig":"Ulcera Reipublica, Geſchwuͤre, freſſende Schaͤden einer Gemeine genennet, und intituliret werden, ſo geſchicht auch denen Leuthen recht, daß ihnen GOtt zur Straffe dergleichen Gezuͤchte uͤber ihren ſiechen Leib ſchicket.","norm":"Ulcera Reipublica, Geschwüre, fressende Schäden einer Gemeine genannt, und intituliret werden, so geschieht auch denen Leuten recht, dass ihnen Gott zur Strafe dergleichen Gezüchte über ihren siechen Leib schicket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.775300025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1458,"date":1719,"orig":"Mein wertheſter Herr Siegfried, fiel ihm Eckarth in die Rede, nicht ſo geſchwinde geaͤndert!","norm":"Mein wertester Herr Siegfried, fiel ihm Eckart in die Rede, nicht so geschwinde geändert!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.700300216674805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1459,"date":1719,"orig":"Welche Profesſion hat nicht ihre Schaͤnder? muß doch GOtt ſelbſt ſich von denen Menſchen tadeln laſſen.","norm":"Welche Profession hat nicht ihre Schänder? muss doch Gott selbst sich von denen Menschen tadeln lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.751500129699707} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1460,"date":1719,"orig":"Ein rechtſchaffener Medicus wird dennoch erhoben und vor andern beruͤhmt, man muß nicht allezeit auf die verderbende Zeiten ſehen.","norm":"Ein rechtschaffener Medikus wird dennoch erhoben und vor anderen berühmt, man muss nicht allezeit auf die verderbende Zeiten sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.630099773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1461,"date":1719,"orig":"Wer weiß nicht daß die hoch-ſchaͤtzbahre Medicin zu Zeiten eben ſo wohl ihre Verderber geſehen hat.","norm":"Wer weiß nicht dass die hochschätzbare Medizin zu Zeiten eben so wohl ihre Verderber gesehen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.625100135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1462,"date":1719,"orig":"Jſt doch derſelben, als ſie noch ein Kind war, viel Gifft in ihren Brey mit eingemiſchet worden, und nachdem ſie wuchs, ſchlichen immerfort Neben-Helffer, und Schaden-Bringer mit ein, was iſt es Wunder, daß, nachdem ſie zu ihren Maͤnnlichen Jahren kommen iſt, nicht einer oder der andere zu ſeinen Behuf und Nutzen ihr etwas abzwacken ſolte.","norm":"Ist doch derselben, als sie noch ein Kind war, viel Gift in ihren Brei mit eingemischt worden, und nachdem sie wuchs, schlichen immerfort Neben-Helfer, und Schaden-Bringer mit ein, was ist es Wunder, dass, nachdem sie zu ihren männlichen Jahren kommen ist, nicht einer oder der andere zu seinen Behuf und Nutzen ihr etwas abzwacken sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022299766540527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1463,"date":1719,"orig":"Man ſehe die Klagen der Alten an, man erforſche wie vor zweyhundert Jahren der aufrichtige Baſilius, Valentinus, Lullius und andere, vor hundert Jahren Theophraſtus, in vorigen SeculoHelmonutius, Sylvius und andere mehr uͤber dergleichen Medicaſtros und Veraͤchter der Artzeney-Kunſt ihre Klagen gefuͤhret haben.","norm":"Man sehe die Klagen der Alten an, man erforsche wie vor zweihundert Jahren der aufrichtige Basilius, Valentinus, Lullius und andere, vor hundert Jahren Theophrastus, in vorigen SeculoHelmonutius, Sylvius und andere mehr über dergleichen Medicastros und Verächter der Arzneikunst ihre Klagen geführt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.839600086212158} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1464,"date":1719,"orig":"Es ſind doch immer welche, mein Herr Sohn, die auch eines ehrlichen Medici ihre Muͤhe hoch halten und belohnen, und muͤſſen endlich ihre Veraͤchter zum offtern, indem ſie ſich ſolchen Holuncken vertrauen, andere zum Exempel mit den Leben bezahlen.","norm":"Es sind doch immer welche, mein Herr Sohn, die auch eines ehrlichen Medici ihre Mühe hochhalten und belohnen, und müssen endlich ihre Verächter zum Öfteren, indem sie sich solchen Holunken vertrauen, andere zum Exempel mit den Leben bezahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.375999927520752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1465,"date":1719,"orig":"Geſchicht es auch, daß ein dergleichen Laͤſter- Maul ſich an einen ehrlichen Mann reiben wolte, ſo gedencke man, quid ſi aſinus me calcitret!","norm":"Geschichte es auch, dass ein dergleichen Läster-Maul sich an einen ehrlichen Mann reiben wollte, so gedenke man, quid sie asinus me calcitret!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.684199810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1466,"date":1719,"orig":"Ob ein Eſel ſchreyet, oder ein ſolcher eingebildeter vollbruͤſtiger Kluͤgling was ſaget, iſt in einem Werthe zu halten.","norm":"Ob ein Esel schreiet, oder ein solcher eingebildeter vollbrüstiger Klüglich was sagt, ist in einem Werte zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.526100158691406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1467,"date":1719,"orig":"Es fuͤget ſich offters, daß ein dergleichen Spoͤtter in der Noth tauſend gute Worte geben muß, daß der Verachtete ihn nur auf ein Wort zu ſprechen erſuchen moͤchte.","norm":"Es füget sich öfters, dass ein dergleichen Spötter in der Not tausend gute Worte geben muss, dass der Verachtete ihn nur auf ein Wort zu sprechen ersuchen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.166600227355957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1468,"date":1719,"orig":"Siegfried replicirte:","norm":"Siegfried replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"sk","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.051700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1469,"date":1719,"orig":"Jch geſtehe es Herr Vater, haͤtte ich mir das zu Anfang meiner Studien ſollen ſagen laſſen, ich haͤtte lieber ein Saͤu- Hirte werden, als mich der Medicin ergeben wollen.","norm":"Ich gestehe es Herr Vater, hätte ich mir das zu Anfang meiner Studien sollen sagen lassen, ich hätte lieber ein Säu-Hirte werden, als mich der Medizin ergeben wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128099918365478} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1470,"date":1719,"orig":"Es iſt zwar noch Zeit umbzukehren, weil ich aber meinen lieben Vater nicht betruͤben will, ſo will ich mit Goͤttlichen Beyſtande fortfahren, und den Ausgang mit freudiger Gedult erwarten.","norm":"Es ist zwar noch Zeit umzukehren, weil ich aber meinen lieben Vater nicht betrüben will, so will ich mit Göttlichen Beistande fortfahren, und den Ausgang mit freudiger Geduld erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.31059980392456} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1471,"date":1719,"orig":"Allerliebſter Herr Siegfried, verſetzte Eckarth, hat es doch unſer Heyland, als der Ober-Artzt und Helffer aller Menſchen, in ſeinen Curen nicht beſſer gehabt, haben ihn die Juden nicht gar vor einen Zauberer und Teuffels-Banner ausgeſchryen, da er doch alles wohl gemacht.","norm":"Allerliebster Herr Siegfried, versetzte Eckart, hat es doch unser Heiland, als der Ober-Arzt und Helfer aller Menschen, in seinen Kuren nicht besser gehabt, haben ihn die Juden nicht gar vor einen Zauberer und Teufelsbanner ausgeschrien, da er doch alles wohl gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.637599945068359} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1472,"date":1719,"orig":"Theophraſtus bekam einen gleichen Titul, und weiln er durch ſeine Arcana ungemeine und unmoͤglich eingebildete Curen verrichtete, muſte er durch Beyſtand des Teuffels ſelbige gethan haben.","norm":"Theophrastus bekam einen gleichen Titel, und weil er durch seine Arcana ungemeine und unmöglich eingebildete Kuren verrichtete, musste er durch Beistand des Teufels selbige getan haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231500148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1473,"date":1719,"orig":"Daher der ſonſt vortreffliche Rhetius an einen ſeiner Freunde, der Gelehrſamkeit und Erfahrenheit halber dieſes an uns ſchrieb:","norm":"Daher der sonst vortreffliche Rhetius an einen seiner Freunde, der Gelehrsamkeit und Erfahrenheit halber dieses an uns schrieb:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241000175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1474,"date":1719,"orig":"Es ſchiene, daß bey dieſen jungen Manne entweder alle Gaben des Heil.","norm":"Es schiene, dass bei diesen jungen Manne entweder alle Gaben des Heil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.362800121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1475,"date":1719,"orig":"Geiſtes, oder die Menge der Hoͤlliſchen Heerſcharen bey ihme ihren Sitz muͤſten genommen haben.","norm":"Geistes, oder die Menge der höllischen Heerscharen bei ihm ihren Sitz müssten genommen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.676499843597412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1476,"date":1719,"orig":"Faſſet euch mit Gedult, die Erfolg der Zeiten wird ein beſſeres mit ihr bringen.","norm":"Fasset euch mit Geduld, die Erfolg der Zeiten wird ein besseres mit ihr bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35860013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1477,"date":1719,"orig":"Gotthart wandte ein, ſagende: Lieber Bruder, wer iſt Urſach daran, als die Medici ſelbſten?","norm":"Gotthart wandte ein, sagende: Lieber Bruder, wer ist Ursache daran, als die Medici selbst?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.122799873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1478,"date":1719,"orig":"Es iſt ja faſt kein Schuͤler, ſo bald er nur ein Exercitium verfertigen kan, der nicht gedencket ein Doctor zu werden, und damit er ſich vor der Zeit beruͤhmt mache, ſetzet er ſich hin, und vertirt einen lateiniſchen Autorem ins Deutſche, da er doch zuweilen nicht einmahl die Terminos, ob ihme gleich die Lexica wenig Huͤlffe geben, verſtehet.","norm":"Es ist ja fast kein Schüler, sobald er nur ein Exerzitium verfertigen kann, der nicht gedenkt ein Doktor zu werden, und damit er sich vor der Zeit berühmt mache, setzet er sich hin, und vertiert einen lateinischen Autor ins Deutsche, da er doch zuweilen nicht einmal die Terminos, ob ihm gleich die Lexika wenig Hilfe geben, verstehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.820700168609619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1479,"date":1719,"orig":"Jſt nicht der unvergleichliche Helmontius unter den Nahmen ſeines Sohnes Mercurii verdeutſcht, ſo unſcheinbahr gemacht, daß man ihn faſt nicht kennet; Der Teutſchen Kraͤuter-Buͤcher und und anderer zu geſchweigen; daher kommts daß ſolche Land-Striegler ſich hinſetzen, etliches was ihnen anſtaͤndig iſt, heraus ziehen, hernach untereinander miſchen, und ſodann an denen Menſchen ihre Qvackeleyen probiren.","norm":"Ist nicht der unvergleichliche Helmontius unter den Namen seines Sohnes Mercurii verdeutscht, so unscheinbar gemacht, dass man ihn fast nicht kennet; der Deutschen Kräuterbücher und und anderer zu geschweigen; daher kommt es dass solche Land-Striegler sich hinsetzen, etliches was ihnen anständig ist, herausziehen, hernach untereinander mischen, und sodann an denen Menschen ihre Quackeleien probieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.383699893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1480,"date":1719,"orig":"Es iſt wahr lieber Bruder Gotthart, antworte Siegfried, es hat mich wohl vielmahl geaͤrgert, zumahln/ daß man dieſelben Autores in unſerer teutſchen Sprache heraus giebet, die doch in ihrer Wiſſenſchafft in beliebiger Latein-Griegiſch-Frantzoͤſiſch-Engliſch- und Jtaliaͤniſcher Sprache mehr als zu ſchwer zu aſſequiren, oder zu verſtehen ſeyn.","norm":"Es ist wahr lieber Bruder Gotthart, antworte Siegfried, es hat mich wohl vielmal geärgert, zumal / dass man dieselben Autores in unserer deutschen Sprache herausgibt, die doch in ihrer Wissenschaft in beliebiger Latein-Griegisch-Frantzösisch-Englisch- und italienischer Sprache mehr als zu schwer zu assequiren, oder zu verstehen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.504799842834473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1481,"date":1719,"orig":"Was hilffts! die Welt will betrogen ſeyn, ſo gehe ſie ſo dann in ihrer Einbildung mit ihren Schaden hin, und ſuche ihre Medicos wie ſie ſelbſten verlanget; ich aber will dem Studio medico mit Goͤttlichen Beyſtand ferner obliegen, Trutz allen neidiſchen und verachtenden Gemuͤthern.","norm":"Was hilft es! die Welt will betrogen sein, so gehe sie so dann in ihrer Einbildung mit ihren Schaden hin, und suche ihre Medicos wie sie selbst verlanget; ich aber will dem Studio medico mit göttlichen Beistand ferner obliegen, Trutz allen neidischen und verachtenden Gemütern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468599796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1482,"date":1719,"orig":"Vox eſt prætereaque nihil.","norm":"Vox est praetereaque nihil.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"is","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":6.8109002113342285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1483,"date":1719,"orig":"Der Ochſe zertheilet ſo wohl die Lufft mit ſeinem Gebruͤlle, als die Nachtigal mit ihren lieblichen Geſang, nur iſt dieſes der Unterſcheid, daß man der letzteren Stimme hoch haͤlt, des erſteren Bruͤllen aber ohne einig Achthabung verſtreichen laͤſt.","norm":"Der Ochse zerteilet so wohl die Luft mit seinem Gebrülle, als die Nachtigall mit ihren lieblichen Gesang, nur ist dieses der Unterschied, dass man der letzteren Stimme hochhält, des ersteren Brüllen aber ohne einig Achthabung verstreichen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.736999988555908} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1484,"date":1719,"orig":"Jndem ſie alſo redeten: rieff Martin der Kutſcher.","norm":"Indem sie also redeten: rief Martin der Kutscher.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.163700103759766} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1485,"date":1719,"orig":"Meine Herren, hier in dem Dorffe das vor uns lieget, wohnet ein beruͤhmter Doctor, der kan denen Menſchen an denen Augen anſehen, was ihnen mangelt, ſo haben wir auch hier einen guten Wirth, ſonſt muͤſten wir noch wohl zwey Meilen fahren, ehe wir wieder ein gutes Wirthshauß bekommen, ſo ruͤckt der Abend ſchon heran, wann es denen Herren beliebet, bleiben wir heute hier.","norm":"Meine Herren, hier in dem Dorfe das vor uns liegt, wohnet ein berühmter Doktor, der kann denen Menschen an denen Augen ansehen, was ihnen mangelt, so haben wir auch hier einen guten Wirt, sonst müssten wir noch wohl zwei Meilen fahren, ehe wir wieder ein gutes Wirtshaus bekommen, so rückt der Abend schon heran, wann es denen Herren beliebet, bleiben wir heute hier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.711599826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1486,"date":1719,"orig":"Wie ihr vermeynet Martin, laſſen wir es uns gefallen, antwortete Eckarth, in GOttes Nahmen, ſo koͤnnen wir Morgen geliebts GOtt deſto fruͤher ausfahren.","norm":"Wie ihr vermeinet Martin, lassen wir es uns gefallen, antwortete Eckart, in Gottes Namen, so können wir Morgen geliebtes Gott desto früher ausfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.616700172424316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1487,"date":1719,"orig":"Wie ſie an das Dorff kamen, ſahen ſie vor einen Bauer-Hauſe viel Wagen halten, da fragte Eckarth was bedeutet das Martin? der Kutſcher antwortete: Mein Herr, hier wohnet der Doctor, und dieſes ſind die Patienten die weit und breit umb ſich curiren zu laſſen hieher reiſen.","norm":"Wie sie an das Dorf kamen, sahen sie vor einen Bauerhause viel Wagen halten, da fragte Eckart was bedeutet das Martin? der Kutscher antwortete: Mein Herr, hier wohnet der Doktor, und dieses sind die Patienten die weit und breit um sich kurieren zu lassen hierher reisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.206200122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1488,"date":1719,"orig":"Nun ſagte Eckarth ein neuer Maul-Affe und Leuth-Betruͤger.","norm":"Nun sagte Eckart ein neuer Maulaffe und Leut-Betrüger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.639800071716309} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1489,"date":1719,"orig":"Als unſere Reiſende an das Wirthshaus kamen, empfieng ſie der Wirth gar hoͤflich, und fuͤhrte ſie oben auf in eine reinliche Stube, fragte, ob ſie einen Trunck beliebten? unſere Compagnie blieb in der Stube, unterdeſſen trug Andreas ihre Reiſe-Truͤchlein hinnauff zu ſie.","norm":"Als unsere Reisende an das Wirtshaus kamen, empfing sie der Wirt gar höflich, und führte sie oben auf in eine reinliche Stube, fragte, ob sie einen Trunk beliebten? unsere Compagnie blieb in der Stube, unterdessen trug Andreas ihre Reise-Trüchlein hinauf zu sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.986199855804443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1490,"date":1719,"orig":"Als der Wirth das Bier brachte, fragte Eckarth:","norm":"Als der Wirt das Bier brachte, fragte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.657400131225586} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1491,"date":1719,"orig":"Herr Wirth ich habe mich heute ſehr verwundet, iſt nicht etwan ein verſtaͤndiger Mann hier der mir helffe.","norm":"Herr Wirt ich habe mich heute sehr verwundet, ist nicht etwan ein verständiger Mann hier der mir helfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.556000232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1492,"date":1719,"orig":"Jhr Bauren wiſſet doch immer einige Hauß-Mittel ſelbige in Fall der Noth zu gebrauchen?","norm":"Ihr Bauern wisset doch immer einige Hausmittel selbige in Fall der Not zu gebrauchen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.574699878692627} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1493,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr, antwortete der Wirth, es iſt hier ein Bauer, welcher vor dieſen einen Schmied abgegeben und gluͤcklich in Pferde-Curen geweſen, derſelbe iſt auch anjetzo bey denen Menſchen ein ſonderlicher Doctor, ſo, daß ſie von weit entlegenen Orten ſich bey ihme Raths erholen, der wird den geſtrengen Herrn bald helffen.","norm":"Gestrenger Herr, antwortete der Wirt, es ist hier ein Bauer, welcher vor diesen einen Schmied abgegeben und glücklich in Pferde-Curen gewesen, derselbe ist auch jetzt bei denen Menschen ein sonderlicher Doktor, so, dass sie von weit entlegenen Orten sich bei ihm Rats erholen, der wird den gestrengen Herrn bald helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.270599842071533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1494,"date":1719,"orig":"Er hat eine gute Salbe, mit welcher er innerhalb 24. Stunden einen Bruch heilen kan.","norm":"Er hat eine gute Salbe, mit welcher er innerhalb 24. Stunden einen Bruch heilen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.193600177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1495,"date":1719,"orig":"Herr Wirth, replicirte Eckarth, das iſt unmoͤglich.","norm":"Herr Wirt, replizierte Eckart, das ist unmöglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.24809980392456} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1496,"date":1719,"orig":"Ja!","norm":"Ja!","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fi","lang_de":0,"norm_lmscore":3.311800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1497,"date":1719,"orig":"Ja! gab der Wirth zur Antwort, Euer Geſtrengl. moͤgen es wohl glaͤuben, aus eben derſelben Buͤchſe curirt er alle Schaͤden.","norm":"Ja! gab der Wirt zur Antwort, Euer Gestrengl . mögen es wohl glauben, aus eben derselben Büchse kuriert er alle Schäden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.855500221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1498,"date":1719,"orig":"Es darff auch nicht einmahl ein Patiente in Perſon zu ihn kommen, ſondern ihn nur ſeinen Urin oder ſein Hembde ſenden, ſo wird er alsbald ſagen, was die Kranckheit ſey, ob der Menſch wieder werde geneſen, oder an der Kranckheit ſterben muͤſſen.","norm":"Es darf auch nicht einmal ein Patiente in Person zu ihn kommen, sondern ihn nur seinen Urin oder sein Hemd senden, so wird er alsbald sagen, was die Krankheit sei, ob der Mensch wieder werde genesen, oder an der Krankheit sterben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558499813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1499,"date":1719,"orig":"Das iſt gewiß ein groſſer Kuͤnſtler, der von der Pferde-Cur, ſo bald ſolche Wiſſenſchafft erlernet hat, auch Menſchen zu curiren, verſetzte Siegfried:","norm":"Das ist gewiss ein großer Künstler, der von der Pferdecur, so bald solche Wissenschaft erlernet hat, auch Menschen zu kurieren, versetzte Siegfried:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.586299896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1500,"date":1719,"orig":"Ja Herr, fuhr der Wirth fort, nicht allein dieſes thut er, was ich zuvor geſagt habe, ſondern er kan auch aus dem Urine erkennen, was den Menſchen kuͤnfftiger Zeit begegnen ſoll.","norm":"Ja Herr, fuhr der Wirt fort, nicht allein dieses tut er, was ich zuvor gesagt habe, sondern er kann auch aus dem Urine erkennen, was den Menschen künftiger Zeit begegnen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.690400123596191} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1501,"date":1719,"orig":"Deñ neulichſt war vom naͤheſten Dorffe meine Gevatter Walpa mit ihren Urin zu ihm kommen, und ihn umb Rath gefragt, da ſagte er ihr unter andeꝛn Beſchwerniſſen, es muͤſte ſie auch ein Hund gebiſſen haben.","norm":"Denn neulichst war vom Nähesten Dorfe meine Gevatter Walpa mit ihren Urin zu ihm kommen, und ihn um Rat gefragt, da sagte er ihr unter andern Beschwernissen, es müsste sie auch ein Hund gebissen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.469200134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1502,"date":1719,"orig":"Nein! antwortete ſie, dieſes iſt nicht geſchehen.","norm":"Nein! antwortete sie, dieses ist nicht geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217599868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1503,"date":1719,"orig":"Nun denn ſagte der Doctor, ſo ſehet euch fuͤr, daß euch nicht, ſobald ihr von mir gehen werdet, einer beißen moͤge.","norm":"Nun denn sagte der Doktor, so sehet euch für, dass euch nicht, sobald ihr von mir gehen werdet, einer beißen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.620699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1504,"date":1719,"orig":"Sie war kaum aus des Docters Hauſe getretten, ſiehe da ſchleicht ein Hund hinter ihr her, und beiſſet ihr zwey Loͤcher in Fuß.","norm":"Sie war kaum aus des Docters Hause getreten, siehe da schleicht ein Hund hinter ihr her, und beißet ihr zwei Löcher in Fuß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127399921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1505,"date":1719,"orig":"Jn Summa ſeines gleichen iſt nicht zu finden, doch halten wir Bauren in unſeren Dorffe nicht viel von ihm, weiln ihn aber die Herrſchafft dultet und ſchuͤtzet, ich auch von denen ankommenden Gaͤſten guten Genieß habe, ſchweige ich auch ſtille darzu, ich verhoffe, die Herren werden mich nicht verrathen, denn mir kommt aus ihren Geberden vor, daß ſie dergleichen Leuthe nicht groß achten.","norm":"In Summa seinesgleichen ist nicht zu finden, doch halten wir Bauern in unseren Dorfe nicht viel von ihm, weil ihn aber die Herrschaft duldet und schützet, ich auch von denen ankommenden Gästen guten Genieße habe, schweige ich auch stille dazu, ich verhoffe, die Herren werden mich nicht verraten, denn mir kommt aus ihren Gebärden vor, dass sie dergleichen Leute nicht groß achten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.681099891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1506,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, Herr Wirth kuͤmmert euch nicht, wir werden ſchon reinen Mund halten, koͤnnen wir aber wohl mit ihm zu reden kommen, wann wir ihn hieruͤber zu uns erbitten lieſſen?","norm":"Eckart sprach, Herr Wirt kümmert euch nicht, wir werden schon reinen Mund halten, können wir aber wohl mit ihm zu reden kommen, wann wir ihn hierüber zu uns erbitten ließen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452000141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1507,"date":1719,"orig":"Ach ja! antwortete der Wirth, der Mann iſt ſo ſtoltz, und wann ein Fuͤrſte hier waͤre, und ſchickte ihm eine Caroſſo mit 6. Pferden beſpannet, er gienge nicht aus ſeinem Hauſe.","norm":"Ach ja! antwortete der Wirt, der Mann ist so stolz, und wann ein Fürste hier wäre, und schickte ihm eine Carosso mit 6. Pferden bespannet, er ginge nicht aus seinem Hause.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1508,"date":1719,"orig":"Muß doch unſer gnaͤdiger Herr wohl etliche mahl ſchicken, ehe er zu ihm kommet.","norm":"Muss doch unser gnädiger Herr wohl etliche Mal schicken, ehe er zu ihm kommet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.919600009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1509,"date":1719,"orig":"Gotthart fragte:","norm":"Gotthart fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.128099918365478} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1510,"date":1719,"orig":"Wie ſtellet er denn ſein Weſen mit dem Hembde an, und iſt er auch theuer mit ſeinen Curen?","norm":"Wie stellet er denn sein Wesen mit dem Hemd an, und ist er auch teuer mit seinen Kuren?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915999889373779} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1511,"date":1719,"orig":"Nein mein Herr, antwortete der Wirth, theuer iſt er nicht, ſondern vor ein jedes was er thut, fordert er nicht mehr denn zwey Groſchen, er ſchreibet auch Zettel, die man in denen Apothecken und Staͤdten zum Gebrauch muß zurichten laſſen.","norm":"Nein mein Herr, antwortete der Wirt, teuer ist er nicht, sondern vor ein jedes was er tut, fordert er nicht mehr denn zwei Groschen, er schreibet auch Zettel, die man in denen Apotheken und Städten zum Gebrauch muss zurichten lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.210999965667725} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1512,"date":1719,"orig":"Was er aber mit dem Hembde angiebet, weiß ich nicht eigentlich, da ſoll er in ein Neben-Zimmer, welches an die Stube als eine Capelle gebauet iſt, gehen, darinnen reden und murmeln, und habe ich davon nicht mehr erfahren, als was ein Buͤrger von Laptun, einem Staͤdlein 3. Meilen von hier mir erzehlet hat, daß, als er ihm ſeines Kindes Hembde gegeben haͤtte, waͤre er in das vorerwehnte Neben-Zimmerlein gangen.","norm":"Was er aber mit dem Hemd angibt, weiß ich nicht eigentlich, da soll er in ein Nebenzimmer, welches an die Stube als eine Kapelle gebaut ist, gehen, darinnen reden und murmeln, und habe ich davon nicht mehr erfahren, als was ein Bürger von Laptun, einem Städtlein 3. Meilen von hier mir erzählt hat, dass, als er ihm seines Kindes Hemd gegeben hätte, wäre er in das vorerwähnte Neben-Zimmerlein gegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.348800182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1513,"date":1719,"orig":"Er haͤtte aber vermerckt, daß in der Thuͤr ein Ritz geweſen, da er durchſehen koͤnnen, dahin waͤre er heimlich geſchlichen, und haͤtte durchgegucket, da haͤtte der Doctor immer gemurmelt, und das Hembdlein in die Laͤnge auf den Tiſch geleget, da haͤtte ſich das Hembdlein aufgerichtet, und waͤre auf den Tiſch herumb geſprungen, bald haͤtte es ſich wieder nieder gelegt und wieder aufgeſprungen, und dieſes haͤtte es zu dreyenmahlen gethan, darauf haͤtte er es zuſammen gelegt, unterdeſſen waͤre er der Buͤrger an ſeinen vorigen Orth getreten, nachdem der Doctor wieder heraus kommen waͤre, haͤtte er geſagt: Mein Freund gebet euch zu frieden, gehet wieder nach Hauſe, innerhalb dreyen Tagen wird euer Kind wieder geſund ſeyn, ſo viel erzehlte mir der Buͤrger nach ſeiner Zuruͤckkunfft; kan man aber nicht ein Recept von ihme bekommen? fragte Siegfried.","norm":"Er hätte aber vermerkt, dass in der Tür ein Ritz gewesen, da er durchsehen können, dahin wäre er heimlich geschlichen, und hätte durchgeguckt, da hätte der Doktor immer gemurmelt, und das Hemdlein in die Länge auf den Tisch gelegt, da hätte sich das Hemdlein aufgerichtet, und wäre auf den Tisch herumgesprungen, bald hätte es sich wieder niedergelegt und wieder aufgesprungen, und dieses hätte es zu dreyenmahlen getan, darauf hätte er es zusammen gelegt, unterdessen wäre er der Bürger an seinen vorigen Ort getreten, nachdem der Doktor wieder herauskommen wäre, hätte er gesagt: Mein Freund Gebet euch zu Frieden, geht wieder nach Hause, innerhalb drei Tagen wird euer Kind wieder gesund sein, so viel erzählte mir der Bürger nach seiner Zurückkunft; kann man aber nicht ein Rezept von ihm bekommen? fragte Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.313899993896484} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1514,"date":1719,"orig":"Ja mein Herr, antwortete der Wirth, ſie belieben nur jemanden mit dem Urin an ihn zu ſchicken, ein Glaß will ich ſchon darzu her lehnen, und laſſen ihme ſagen, wie ſie nicht warten koͤnten, er ſolte ihnen nur etwas verordnen, ſie wolten es ihnen in der naͤheſten Stadt-Apothecken laſſen zurichten.","norm":"Ja mein Herr, antwortete der Wirt, sie belieben nur jemanden mit dem Urin an ihn zu schicken, ein Glas will ich schon dazu her lehnen, und lassen ihm sagen, wie sie nicht warten könnten, er sollte ihnen nur etwas verordnen, sie wollten es ihnen in der Nähesten Stadt-Apotheken lassen zurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93149995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1515,"date":1719,"orig":"Gut Herr Wirth, ſagte Siegfried.","norm":"Gut Herr Wirt, sagte Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.481599807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1516,"date":1719,"orig":"Andreas hoͤret, thut uns den Gefallen, nehmet das Urin-Glaß das euch der Wirth geben wird, laſſet eueren Urin darein, bringet ihn den Doctor, und richtet es alſo aus, als wir es hier abgeredet haben.","norm":"Andreas höret, tut uns den Gefallen, nehmet das Uringlaß das euch der Wirt geben wird, lasst eueren Urin darein, bringt ihn den Doktor, und richtet es also aus, als wir es hier abgeredet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357200145721435} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1517,"date":1719,"orig":"Gar gerne mein Herr, antwortete Andreas.","norm":"Gar gerne mein Herr, antwortete Andreas.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.921000003814697} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1518,"date":1719,"orig":"Dieſer that wie ihm befohlen war, und gieng hin.","norm":"Dieser tat wie ihm befohlen war, und ging hin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.146599769592285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1519,"date":1719,"orig":"Er vermochte aber vor Menge der Leuthe bey den Herrn Doctor nicht bald vorkommen, und muſte uͤber eine gute Stunde warten, biß er die andern abgefertiget hatte.","norm":"Er vermochte aber vor Menge der Leute bei den Herrn Doktor nicht bald vorkommen, und musste über eine gute Stunde warten, bis er die anderen abgefertigt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.894499778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1520,"date":1719,"orig":"So bald er zu ihn kam, nahm er den Urin von ihm, gieng in ſein Neben-Zimmer, nach ein paar Vater Unſer lang kam er zuruͤck, und ſprach zu Andreas.","norm":"Sobald er zu ihn kam, nahm er den Urin von ihm, ging in sein Nebenzimmer, nach ein paar Vater unser lang kam er zurück, und sprach zu Andreas.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303400039672852} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1521,"date":1719,"orig":"Mein Freund! das Waſſer iſt euer eigen, | ihr habt ein ſonderliches Anliegen, daruͤber ihr euch bekuͤmmert, laſſet euch aber den Kummer vergehen, denn ihr werdet nur lediges Stroh dreſchen:","norm":"Mein Freund! das Wasser ist euer eigen, | ihr habt ein sonderliches Anliegen, darüber ihr euch bekümmert, lasst euch aber den Kummer vergehen, denn ihr werdet nur lediges Stroh dreschen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.31220006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1522,"date":1719,"orig":"Weil ihr aber nicht Zeit zu warten habt, will ich euch etwas verſchreiben, wie ihr euch verhalten, und was ihr brauchen ſollet.","norm":"Weil ihr aber nicht Zeit zu warten habt, will ich euch etwas verschreiben, wie ihr euch verhalten, und was ihr brauchen sollet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9556000232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1523,"date":1719,"orig":"Gieng hierauff in ſein Zimmerlein, nach einer halben Viertel Stunde kam er zuruͤck, und brachte ihm einen langen Zettel von einen halben Bogen gantz voll beſchrieben, ſagende: Nehmet hin dieſes Recept und kommet dem fleißig nach, ihr werdet ſchon leſen, wie ihr es gebrauchen ſollt.","norm":"Ging hierauf in sein Zimmerlein, nach einer halben Viertel Stunde kam er zurück, und brachte ihm einen langen Zettel von einen halben Bogen ganz voll beschrieben, sagende: Nehmet hin dieses Rezept und kommet dem fleißig nach, ihr werdet schon lesen, wie ihr es gebrauchen sollt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264999866485596} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1524,"date":1719,"orig":"Als er ihn fragte:","norm":"Als er ihn fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.269000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1525,"date":1719,"orig":"Was davor waͤre?","norm":"Was davor wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"es","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.722499847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1526,"date":1719,"orig":"Antwortete der Doctor, gebet was ihr wollet.","norm":"Antwortete der Doktor, Gebet was ihr wollet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.657199859619141} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1527,"date":1719,"orig":"Andreas gab ihm einen Ortsthaler.","norm":"Andreas gab ihm einen Ortstaler.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.669400215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1528,"date":1719,"orig":"Er ſprach es iſt zu viel, und brachte ihm 4. Groſchen wieder, als es Andreas nicht nehmen wolte, wurde er zornig und ſprach:","norm":"Er sprach es ist zu viel, und brachte ihm 4. Groschen wieder, als es Andreas nicht nehmen wollte, wurde er zornig und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.206500053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1529,"date":1719,"orig":"ſo gebet mir mein Cuſilium wieder.","norm":"so Gebet mir mein Cusilium wieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.499599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1530,"date":1719,"orig":"Andreas ließ es nach des Doctoris Willen ergehen, nahm die 4. Groſchen zuruͤck, bedanckte ſich vor gehabte Muͤhe, und gieng wieder in das Wirthshauß, daſelbſt erzehlete er unſern Reiſenden, alles was er geſehen, und wie der Doctor in allen verfahren haͤtte, brachte auch den langen Zettel mit.","norm":"Andreas ließ es nach des Doktor Willen ergehen, nahm die 4. Groschen zurück, bedankte sich vor gehabte Mühe, und ging wieder in das Wirtshaus, daselbst erzählte er unseren Reisenden, alles was er gesehen, und wie der Doktor in allen verfahren hätte, brachte auch den langen Zettel mit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.949900150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1531,"date":1719,"orig":"Wahre genung/ ſagte Eckarth, vor 2. Groſchen.","norm":"Wahre genug / sagte Eckart, vor 2. Groschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.667200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1532,"date":1719,"orig":"Als ſie den Zettel durchlaſen, haͤtten ſie vor Lachen zerberſten moͤgen, ſonderlich da ſie zu denen ſchonen Recepten kamen, da ſtund; Den dritten Tag nach Gebrauch der Kraͤuter ſoll man purgiren, darzu war das Recept alſo: Nimb Hart. pecr. cagarcic eine Untze, Traland acht Pfeffer koͤrner ſchwer, Elexorpir 4. Tropffen, mache Pillen daraus &c. hernach laß dir dieſe Latwerge zur Staͤrckung zurichten.","norm":"Als sie den Zettel durchlasen, hätten sie vor Lachen zerbersten mögen, sonderlich da sie zu denen schonen Rezepten kamen, da stand; den dritten Tag nach Gebrauch der Kräuter soll man purgieren, dazu war das Rezept also: Nimm hart . pecr . cagarcic eine Unze, Traland acht Pfefferkörner schwer, Elexorpir 4. Tropfen, mache Pillen daraus & c. hernach lass dir diese Latwerge zur Stärkung zurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.804500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1533,"date":1719,"orig":"Nimb Baldriankr.","norm":"Nimm Baldriankr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"uz","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.802000045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1534,"date":1719,"orig":"Sieghaar, Kraͤntze, jedes ein Hand voll, Tutrepart zwey Qvintl.","norm":"Sieghaar, Kränze, jedes ein Hand voll, Tutrepart zwei Qvintl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.347599983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1535,"date":1719,"orig":"Antomin Taphrit ein Qvintl.","norm":"Antomin Taphrit ein Qvintl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.198699951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1536,"date":1719,"orig":"Honig ein halb Qvart, mache eine Latwerge daraus, davon alle Tage einer welſchen Nuß groß einzunehmen.","norm":"Honig ein halb Quart, mache eine Latwerge daraus, davon alle Tage einer welschen Nuss groß einzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.059199810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1537,"date":1719,"orig":"Siegfried wolte vor Lachen faſt vergehen, Eckarth aber ſprach:","norm":"Siegfried wollte vor Lachen fast vergehen, Eckart aber sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.343900203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1538,"date":1719,"orig":"Wie verblendet doch der Teuffel die Leuthe, daß ſie der Luͤgen glauben, und ihr Leben in Gefahr ſetzen.","norm":"Wie verblendet doch der Teufel die Leute, dass sie der Lügen glauben, und ihr Leben in Gefahr setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.31059980392456} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1539,"date":1719,"orig":"Jn ſo kurtzer Zeit hat der Kerl einen ſolchen langen Zettel ſchreiben koͤnnen, dieſes iſt nimmermehr wahr, der Teuffel muͤſte ihn denn an ſtatt ſeiner geſchrieben haben, ich halte dafuͤr, der Mann muß dergleichen beſchriebene Pappier ſchon in Vorrath haben, und umb ein ſo weniges Geld ſich eine ſolche Muͤhe auf den Halß zu laden, wundert mich ſehr?","norm":"In so kurzer Zeit hat der Kerl einen solchen langen Zettel schreiben können, dieses ist nimmermehr wahr, der Teufel müsste ihn denn anstatt seiner geschrieben haben, ich halte dafür, der Mann muss dergleichen beschriebene Papier schon in Vorrat haben, und um ein so weniges Geld sich eine solche Mühe auf den Hals zu laden, wundert mich sehr?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013599872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1540,"date":1719,"orig":"Hernach dergleichen Beſtialiſche Recepte, und ſo undeutlich, daß es kaum der Tauſende wird errathen koͤnnen, zu ſchreiben: als Hart. pecr. cagarcic, ſoll heiſſen: Elect.","norm":"Hernach dergleichen bestialische Rezepte, und so undeutlich, dass es kaum der Tausende wird erraten können, zu schreiben: als Hart . pecr . cagarcic, soll heißen: Elect.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.051899909973144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1541,"date":1719,"orig":"Hieræ picræ cum agarico, Traland, fuͤr Trochiſcorum alhandal, Elexorpir fuͤr Elexir proprietatis &c.","norm":"Hierae picrae cum agarico, Traland, für Trochiscorum alhandal, Elexorpir für Elexir proprietatis etc.","lang_fastText":"no","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.894599914550781} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1542,"date":1719,"orig":"Und wer hat jemahls erhoͤret eine Hertz-Staͤrckung Tutia welches Tutrepart ſeyn ſoll, zu verſchreiben.","norm":"Und wer hat jemals erhöret eine Herzstärkung Tutia welches Tutrepart sein soll, zu verschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9506001472473145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1543,"date":1719,"orig":"Am verwunderlichſten iſt es, daß die Gewinn-ſuͤchtigen Apothecker dergleichen Recepte zurichten, und ihr Gewiſſen, eines ſo kleinen Gewinſts halber ſo leicht an den Nagel haͤngen.","norm":"Am verwunderlichsten ist es, dass die Gewinnsüchtigen Apotheker dergleichen Rezepte zurichten, und ihr Gewissen, eines so kleinen Gewinsts halber so leicht an den Nagel hängen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594399929046631} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1544,"date":1719,"orig":"Ja wohl, verſetzte Siegfried, waͤre kein Haͤler, ſo waͤre kein Stehler; nicht allein dieſes meine Herren, ſagte der Wirth, der Doctor hat auch noch ſeinen guten Gewinſt aus der Apothecke von Gewuͤrtz und anderen Materialien, und weiln es der Phyſicus nicht ſo genau nimbt, indem er den Trunck und eine Gaſterey mehr als die Patienten liebt, ſo nimbt der Apothecker den Gewinnſt auch mit.","norm":"Ja wohl, versetzte Siegfried, wäre kein Heller, so wäre kein Stehler; nicht allein dieses meine Herren, sagte der Wirt, der Doktor hat auch noch seinen guten Gewinst aus der Apotheke von Gewürz und anderen Materialien, und weil es der Physicus nicht so genau nimmt, indem er den Trunk und eine Gasterey mehr als die Patienten liebt, so nimmt der Apotheker den Gewinn auch mit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.051000118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1545,"date":1719,"orig":"Und alle drey zugleich die ewige Verdammniß, verſetzte Eckarth, ſo wohl der Schreiber, aus allen deſſen Actionen, ſonderlich des Hembdes, man Haar-klein erſiehet, daß er des Teuffels Leib-eigener ſey, als der ſo connivirt, und durch die Finger ſiehet, uñ der ſolche unverſtaͤndige Recepte denen Leuthen zurichtet.","norm":"Und alle drei zugleich die ewige Verdammnis, versetzte Eckart, so wohl der Schreiber, aus allen dessen Aktionen, sonderlich des Hemdes, man Haarklein ersieht, dass er des Teufels Leib-eigener sei, als der so konniviert, und durch die Finger sieht, und der solche unverständige Rezepte denen Leuten zurichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.605400085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1546,"date":1719,"orig":"Wie ſehr iſt doch die hohe Vorſorge Koͤnigl. Maj. in Daͤnnemarck zu loben, da in ſeinem gantzen Koͤnigreiche kein Recept welches in die Apothecke geſchickt wird, und von andern als denen Medicis ordinariis verſchrieben worden, der Apothecker verfertigen darff, ehe und bevor er es dem Phyſico communitatis ordinario uͤberſendet, und von ſelbigen Licentz es zu zurichten erlanget hat.","norm":"Wie sehr ist doch die hohe Vorsorge Königl. Maj. in Dänemark zu loben, da in seinem ganzen Königreiche kein Rezept welches in die Apotheke geschickt wird, und von anderen als denen Medicis ordinariis verschrieben worden, der Apotheker verfertigen darf, ehe und bevor er es dem Physico communitatis ordinario übersendet, und von selbigen Licentz es zuzurichten erlanget hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.09689998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1547,"date":1719,"orig":"Hernach brachte der Wirth zu eſſen, unter wehrender Mahlzeit fuͤhrte Eckarth allerhand Discourſe von Hochachtung der Medicin, und wie dergleichen Idioten denen Affen gleich waͤren, die denen Menſchen was ſie ihnen in ihren Actionen abſehen, nachthun wollen, offters aber braͤchte jenen ſo wohl als dieſen dergleichen Nachaͤffung groſſe Gefahr, ſo waͤre auch an ſolcher Leuthe Aufkommen, die Neugierigkeit des Volcks und Unachtſamkeit derer Medicorum und Chirurgorum groſſe Schuld, denn gleich wie jenes wann es was neues ſiehet und hoͤret, gar zu begierig iſt, alſo waͤren dieſe gar zu nachlaͤßig ihres Thuns abzuwarten, und ſich nach guten und bewehrten Artzeneyen umbzuthun.","norm":"Hernach brachte der Wirt zu essen, unter währender Mahlzeit führte Eckart allerhand Diskurse von Hochachtung der Medizin, und wie dergleichen Idioten denen Affen gleich wären, die denen Menschen was sie ihnen in ihren Aktionen absehen, nachtun wollen, öfters aber brächte jenen so wohl als diesen dergleichen Nachäffung große Gefahr, so wäre auch an solcher Leute Aufkommen, die Neugierigkeit des Volks und Unachtsamkeit derer Medicorum und Chirurgorum große Schuld, denn gleich wie jenes wann es was Neues sieht und höret, gar zu begierig ist, also wären diese gar zu nachlässig ihres Tuns abzuwarten, und sich nach guten und bewehrten Arzneien umzutun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1548,"date":1719,"orig":"Wie denn dieſe Sorte unter denen mediciniſchen Maul-Affen oben an ſolten geſetzet werden.","norm":"Wie denn diese Sorte unter denen medizinischen Maulaffen oben an sollten gesetzt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.779799938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1549,"date":1719,"orig":"Weil wir aber dieſe zu erkundigen auf eine andere Zeit verſparen wollen, ſo mag es auch biß dahin aufgeſchoben verbleiben.","norm":"Weil wir aber diese zu erkundigen auf eine andere Zeit versparen wollen, so mag es auch bis dahin aufgeschoben verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.126299858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1550,"date":1719,"orig":"Ja wohl! ſagte Siegfried, giebts unter denen die rechte Medici und Wund-Aertzte ſeyn wollen, welche durch Hochmuth, Negligentz und Unwiſſenheit ſich des gebuͤhrenden Tituls berauben, noch aͤrgere Maul-Affen, als unter denen Land-Schwaͤrmern: Doch, weil ich noch ein Anfaͤnger bin will ich nicht zu fruͤhzeitig judiciren, damit ich nicht, ehe ich mich es verſehe in ſelbſt eigene Straffe falle.","norm":"Ja wohl! sagte Siegfried, gibt es unter denen die rechte Medici und Wundärzte sein wollen, welche durch Hochmut, Negligentz und Unwissenheit sich des gebührenden Titels berauben, noch ärgere Maulaffen, als unter denen Landschwärmern: Doch, weil ich noch ein Anfänger bin will ich nicht zu frühzeitig judizieren, damit ich nicht, ehe ich mich es versehe in selbst eigene Straffe falle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.363100051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1551,"date":1719,"orig":"Stille!","norm":"Stille!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.618299961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1552,"date":1719,"orig":"Lieber Bruder Siegfried, wandte Gotthart ein, ihr habt in der Medicin noch nicht alle Maul-Affen, in denen Rechten finden ſich ihrer vielleicht noch mehr, wofern nur jemand im Ausſuchen recht Achtung geben wolte, wann ich Zeit haͤtte, wolte ich die Muͤhe auff mich nehmen, dergleichen Volck mit auf zu notiren, es mag aber vor dieſesmahl verbleiben, biß ihm ein ander die Zeit nimbt den juriſtiſchen Maul- Affen der Welt vorzuzeigen.","norm":"Lieber Bruder Siegfried, wandte Gotthart ein, ihr habt in der Medizin noch nicht alle Maulaffen, in denen Rechten finden sich ihrer vielleicht noch mehr, sofern nur jemand im Aussuchen recht Achtung geben wollte, wann ich Zeit hätte, wollte ich die Mühe auf mich nehmen, dergleichen Volk mit auf zu notieren, es mag aber vor diesmal verbleiben, bis ihm ein ander die Zeit nimmt den juristischen Maul-Affen der Welt vorzuzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.665500164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1553,"date":1719,"orig":"Ja wohl! ſagte Eckarth, wie viel giebt es nicht der unnuͤtzen Zungen Dreſcher, Memorial-Schreiber und dergleichen Holuncken, die, wann ſie nur ein Notariat-Buch haben, oder die Land-und Stadt-Ordnung beſitzen, erkuͤhnen ſich vor zu tretten, und zuweilen ſolche Proceſſe zu fuͤhren, da wohl der vornehmſte und geuͤbteſte Advocat ſelbige auszufuͤhren genung wuͤrde zu thun haben.","norm":"Ja wohl! sagte Eckart, wie viel gibt es nicht der unnützen Zungen Drescher, Memorial-Schreiber und dergleichen Holunken, die, wann sie nur ein Notariat-Buch haben, oder die Land- und Stadtordnung besitzen, erkühnen sich vorzutreten, und zuweilen solche Prozesse zu führen, da wohl der vornehmste und geübteste Advokat selbige auszuführen genug würde zu tun haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.189599990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1554,"date":1719,"orig":"Was hilfft es, es muß in allen Staͤnden unnuͤtzes Volck ſeyn, damit die Rechtſchaffenen von ihnen erkannt werden.","norm":"Was hilft es, es muss in allen Ständen unnützes Volk sein, damit die Rechtschaffenen von ihnen erkannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.513899803161621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1555,"date":1719,"orig":"Nach vollbrachten Abend-Eſſen, legten ſich unſere Reiſenden zur Ruhe.","norm":"Nach vollbrachten Abend-Essen, legten sich unsere Reisenden zur Ruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.257599830627441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1556,"date":1719,"orig":"Als der Tag anbrach, lieſſen ſie durch Andreas den Kutſcher ruffen, der auch bereits die Stiegen aufkam, unſere Herren aufzuwecken.","norm":"Als der Tag anbrach, ließen sie durch Andreas den Kutscher rufen, der auch bereits die Stiegen aufkam, unsere Herren aufzuwecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.355800151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1557,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie ſich angelegt und gebetet hatten, rufften ſie den Wirth, zahlten was ſie verzehret hatten, ſetzten ſich auf den Wagen, und fuhren in GOttes Nahmen ihren Weg fort.","norm":"Nachdem sie sich angelegt und gebetet hatten, rußten sie den Wirt, zahlten was sie verzehret hatten, setzten sich auf den Wagen, und fuhren in Gottes Namen ihren Weg fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8285999298095703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1558,"date":1719,"orig":"Nach geſungenen Morgen-Liedern, als Andreas gar melancholiſch ausſahe, fragte ihn Eckarth, wie, Freund Andreas ſo traurig, was fehlet euch?","norm":"Nach gesungenen Morgenliedern, als Andreas gar melancholisch aussah, fragte ihn Eckart, wie, Freund Andreas so traurig, was fehlet euch?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252200126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1559,"date":1719,"orig":"Nichts, mein hoch-geehrteſter Herr, es ſchmertzet mich daß ich heute meinen Abſchied nehmen ſoll, ich wolte wuͤntſchen! daß ich mit denen Herren weiter reiſen ſolte.","norm":"Nichts, mein hochgeehrtester Herr, es schmerzet mich dass ich heute meinen Abschied nehmen soll, ich wollte wünschen! dass ich mit denen Herren weiter reisen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.296599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1560,"date":1719,"orig":"Ja mein lieber Andreas, replicirte Eckarth, endlich durch Teutſchland ſo ihr getreu, verſchwiegen und aufrichtig ſeyn wollet, koͤnnten wir euch wohl mit nehmen, aber an andern Oertheꝛn weiß ich nicht, ob es ſich ſchicken wird, wir wollen der Zeit erwarten, in Garpa, ſo uns GOtt der HErr geſund hin hilfft, werden wir ſehen, was wir thun werden, unterdeſſen muntert euch auf und kommet eueren geſtrigen Verſprechen nach.","norm":"Ja mein lieber Andreas, replizierte Eckart, endlich durch Deutschland so ihr getreu, verschwiegen und aufrichtig sein wollet, könnten wir euch wohl mitnehmen, aber an anderen Örtern weiß ich nicht, ob es sich schicken wird, wir wollen der Zeit erwarten, in Garpa, so uns Gott der Herr gesund hin hilft, werden wir sehen, was wir tun werden, unterdessen muntert euch auf und kommet eueren gestrigen Versprechen nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151599884033203} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1561,"date":1719,"orig":"Hoch-geehrteſte Herren, gab Andreas zur Antwort, wo ſoll ich wieder anfangen, wann ich der Land-Laͤuffer Boßheit und Tuͤcke erzehlen ſolte, denn derer ſind unzehlich viel, daß, wann man fie beſchreiben wolte, wuͤrde es ein groͤſſer Buch als des Galeni und Theophraſti Schrifften werden, ſo ſind mir auch die wenigſten Betruͤgereyen die ſie angeben, bewuſt; Vor ungefehr zwey Jahren trat in Lycia ein Storcher auf, die Leuthe beredente, er haͤtte eine ſonderliche Wiſſenſchafft alte und junge Perſonen die ungeſtalt, pucklicht und krumme Glieder haͤtten, zu einer guten Geſtalt zu verhelffen, alleine ſie muͤſſen die Cur ſo wohl am Leibe als Beutel aushalten.","norm":"Hochgeehrteste Herren, gab Andreas zur Antwort, wo soll ich wieder anfangen, wann ich der Landläufer Bosheit und Tücke erzählen sollte, denn derer sind unzählig viel, dass, wann man fie beschreiben wollte, würde es ein größer Buch als des Galeni und Theophrasti Schriften werden, so sind mir auch die wenigsten Betrügereien die sie angeben, bewusst; vor ungefähr zwei Jahren trat in Lycia ein Storcher auf, die Leute beredete, er hätte eine sonderliche Wissenschaft alte und junge Personen die ungestalt, bucklig und krumme Glieder hätten, zu einer guten Gestalt zu verhelfen, alleine sie müssen die Kur so wohl am Leibe als Beutel aushalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.146900177001953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1562,"date":1719,"orig":"Dieſen gegen uͤber war ein ander, der gab vor, innerhalb 24. Stunden, die krancken Leuthe in Hoſpital, gehend zu machen!","norm":"Diesen gegenüber war ein ander, der gab vor, innerhalb 24. Stunden, die kranken Leute in Hospital, gehend zu machen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.826099872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1563,"date":1719,"orig":"Jener antwortete:","norm":"Jener antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.717400074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1564,"date":1719,"orig":"Er wolle ſich den Ellebogen kuͤſſen, wo er ſolches effectuiren koͤnte.","norm":"Er wolle sich den Ellbogen küssen, wo er solches effektuieren könnte.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.321199893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1565,"date":1719,"orig":"Dieſer ſprach:","norm":"Dieser sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.603600025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1566,"date":1719,"orig":"Er wolle eine Wette mit ihme eingehen, daß er ſein Vorbringen ehe in Stand ſetzen wolte, als er einen Patienten ein Ober-Bein, geſchweige einen Puckel hinweg bringen ſolte.","norm":"Er wolle eine Wette mit ihm eingehen, dass er sein Vorbringen ehe in Stand setzen wollte, als er einen Patienten ein Oberbein, geschweige einen Buckel hinwegbringen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.366899967193603} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1567,"date":1719,"orig":"Jener ſagte ja, damit wurde die Wette approbirt, und bald darauff gerichtlich aſſecurirt, der andere Tag wurde angeſtellt, und weil des Erſten Curen vor unmoͤglich gehalten wurden, wurde er ſeiner Cur halben befragt?","norm":"Jener sagte ja, damit wurde die Wette approbiert, und bald darauf gerichtlich assekuriert, der andere Tag wurde angestellt, und weil des ersten Kuren vor unmöglich gehalten wurden, wurde er seiner Kur halben befragt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.685100078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1568,"date":1719,"orig":"Er war bald fertig, ſagende:","norm":"Er war bald fertig, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.394899845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1569,"date":1719,"orig":"Erſtlich ziehe ich die pucklichten Perſonen auff einer Leiter auseinander, ſchmiere ſie mit einer guten Salben ein, darnach nehme ich mein Buckſen-Inſtrument, (in Vorzeigen war es eine Breite mit einem hohen Einſatz eiſerne Blatte,) das ſchraube ich den Patienten nachdem der Puckel iſt, mit unterſchiedenen Schrauben an, daß es feſte haͤlt, und der Puckel nicht wieder austreten kan, und ſo verrichte ich auch die anderen Curen, doch mit veraͤnderten Inſtrumenten.","norm":"Erstlich ziehe ich die buckligen Personen auf einer Leiter auseinander, schmiere sie mit einer guten Salben ein, danach nehme ich mein Bucksen-Instrument, (in Vorzeigen war es eine Breite mit einem hohen Einsatz eiserne Blatte,) das schraube ich den Patienten nachdem der Buckel ist, mit unterschiedenen Schrauben an, dass es feste hält, und der Buckel nicht wieder austreten kann, und so verrichte ich auch die anderen Kuren, doch mit veränderten Instrumenten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.950399875640869} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1570,"date":1719,"orig":"Der Andere wurde nach des Erſteren Abgang auch eingelaſſen, und ſeiner Methode halben befragt, dieſer ſprach:","norm":"Der Andere wurde nach des ersteren Abgang auch eingelassen, und seiner Methode halben befragt, dieser sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.973499774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1571,"date":1719,"orig":"Edle Herren, es gehet hier keine Gewaltſamkeit vor, und weiln die Hefftigkeit der Artzeney, ſo nur von der Lufft herruͤhret, niemanden einen Schaden verurſachen wird, ſo verhoffe ich, ſie werden hoch-geneigten Regard des Ausganges meiner Verſicherung haben:","norm":"Edle Herren, es geht hier keine Gewaltsamkeit vor, und weil die Heftigkeit der Arznei, so nur von der Luft herrühret, niemanden einen Schaden verursachen wird, so verhoffe ich, sie werden hochgeneigten Regard des Ausganges meiner Versicherung haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.673500061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1572,"date":1719,"orig":"Es wurden beyde Propoſitiones und modos curandi unterſchiedenen preßhafften Perſonen und den Spital-Krancken vorgeſchlagen.","norm":"Es wurden beide Propositiones und modos curandi unterschiedenen Presshaften Personen und den Spital-Kranken vorgeschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.683800220489502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1573,"date":1719,"orig":"Zu denen Erſteren wolte niemand den Anfang machen, noch die Probe an ihm thun laſſen:","norm":"Zu denen Ersteren wollte niemand den Anfang machen, noch die Probe an ihm tun lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.659200191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1574,"date":1719,"orig":"Die Letzteren weil es ihnen ſo leichte vorkame, ſchryen alle, ſie waͤren damit zu frieden.","norm":"Die Letzteren weil es ihnen so leichte vorkam, schrien alle, sie wären damit zu Frieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.759500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1575,"date":1719,"orig":"Der Erſtere muſte wegen Mangel der Patienten einlegen.","norm":"Der Erstere musste wegen Mangel der Patienten einlegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.932400226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1576,"date":1719,"orig":"Der Andere, als er in das Spittal kam, ſagte er:","norm":"Der Andere, als er in das Spittal kam, sagte er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7193000316619873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1577,"date":1719,"orig":"Jhr lieben Leuthe, euere Wohlfahrt iſt euch jetzt vor eueren Augen, ich verhoffe, es wird wenigſtens einer der gantzen Commun dienen, denn jetzund verhele ich meine Kunſt nicht mehr, einer der ſich aus den Zimmer nicht begeben kan und zuruͤck verbleibet, der muß in einen Moͤrſer geſtoſſen werden, und daraus mache ich mit andern Sachen eine Artzeney, die, wenn ſie die andern einnehmen, voͤllig geſund werden, ſo bald er kaum ausgeredet hatte, machten die Krancken ein Getuͤmmel, und muͤheten ſich alle zur Stube hinnaus, ſo gut als ſie kunten und ihnen moͤglich war, daß keiner der Letztere ſeyn wolte, und damit hatte der Letztere vor den Erſteren die Wette gewonnen, ſo ihm auch aller Ausrede und Gegenſatz, jener dieſen auszahlen muſte.","norm":"Ihr lieben Leute, eure Wohlfahrt ist euch jetzt vor eueren Augen, ich verhoffe, es wird wenigstens einer der ganzen Kommun dienen, denn jetzund verhehle ich meine Kunst nicht mehr, einer der sich aus den Zimmer nicht begeben kann und zurück verbleibet, der muss in einen Mörser gestoßen werden, und daraus mache ich mit anderen Sachen eine Arznei, die, wenn sie die anderen einnehmen, völlig gesund werden, sobald er kaum ausgeredet hatte, machten die Kranken ein Getümmel, und mühten sich alle zur Stube hinaus, so gut als sie konnten und ihnen möglich war, dass keiner der Letztere sein wollte, und damit hatte der Letztere vor den Ersteren die Wette gewonnen, so ihm auch aller Ausrede und Gegensatz, jener diesen auszahlen musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.831399917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1578,"date":1719,"orig":"Siegfried ſprach:","norm":"Siegfried sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.692699909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1579,"date":1719,"orig":"Was des Erſteren ſein Vortrag belanget, iſt eben ſo gar unmoͤglich nicht, ſonderlich bey jungen Leuthen die in ihren Wachsthum noch ſind, denn ſo haben wir die Chirurgiſche Harniſche deren Abbildung in des Sculteti armamentario, und Aquæpendentis Wund-Artzeney, man ſehen kan, und ſind mir unterſchiedene erwachſene Perſonen gewieſen worden, die in ihrer Jugend ausgewachſen geweſen, krumme Armen und Fuͤſſe gehabt haben, ſo gut und gerade als ich, GOtt ſey gedanck, einher gangen ſind.","norm":"Was des Ersteren sein Vortrag belanget, ist eben so gar unmöglich nicht, sonderlich bei jungen Leuten die in ihren Wachstum noch sind, denn so haben wir die Chirurgische Harnische deren Abbildung in des Sculteti armamentario, und Aquaependentis Wundarznei, man sehen kann, und sind mir unterschiedene erwachsene Personen gewiesen worden, die in ihrer Jugend ausgewachsen gewesen, krumme Armen und Füße gehabt haben, so gut und gerade als ich, Gott sei Gedanke, einher gegangen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.622600078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1580,"date":1719,"orig":"Aber vom Wachsthum auff ein alt nunmehro feſtgeſetztes und verhaͤrtetes gleiche Probe richten, iſt recht thoͤricht gehandelt, was wuͤrden durch dergleichen Extenſion und Compresſion nicht vor Symptomata, unleidliche Schmertzen, und endlich der Todt ſelbſt verurſachet werden.","norm":"Aber vom Wachstum auf ein alt nunmehr festgesetztes und verhärtetes gleiche Probe richten, ist recht töricht gehandelt, was würden durch dergleichen Extension und Kompression nicht vor Symptomata, unleidliche Schmerzen, und endlich der Tod selbst verursachet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.966800212860107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1581,"date":1719,"orig":"Des Andern ſeine Methode mit der Lufft-Artzeney, gefaͤllt mir wohl.","norm":"Des Anderen seine Methode mit der Lufft-Artzeney, gefällt mir wohl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.313799858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1582,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1583,"date":1719,"orig":"Jetzt faͤllt mir bey, was Monſr.","norm":"Jetzt fällt mir bei, was Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.292900085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1584,"date":1719,"orig":"Rente mir erzehlet, was in Thorn mit einen Marckt-Schreyer pasſirt ſey, derſelbe hat vorgegeben, er wolte diejenigen Perſonen welche von Blattern im Geſichte lauter Gruben bekommen haͤtten, ſo ſchoͤne glat und voͤllig machen, als wann ſie nie den geringſten Fehler gehabt haͤtten.","norm":"Rente mir erzählt, was in Thorn mit einen Marktschreier passiert sei, derselbe hat vorgegeben, er wollte diejenigen Personen welche von Blattern im Gesichte lauter Gruben bekommen hätten, so schöne glatt und völlig machen, als wann sie nie den geringsten Fehler gehabt hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.53410005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1585,"date":1719,"orig":"Dieſem wolte ſich eine vornehme Frau vertrauen, wie er aber ſagte, er muͤſſe ihr zuvor das Haͤutlein vom Geſichte abziehen, die Ungleichheit eben machen, und ſo dann eine neue Haut uͤberziehen, da bedanckte ſich das Frauenzimmer, lieber ihre anhabende Haut mit denen Gruben und Narben zu behalten, als eine andere durch ſo viel Schmertzen und vielleicht ſchaͤndlichere Erfolge ihr uͤberziehen zu laſſen.","norm":"Diesem wollte sich eine vornehme Frau vertrauen, wie er aber sagte, er müsse ihr zuvor das Häutlein vom Gesichte abziehen, die Ungleichheit eben machen, und so dann eine neue Haut überziehen, da bedankte sich das Frauenzimmer, lieber ihre anhabende Haut mit denen Gruben und Narben zu behalten, als eine andere durch so viel Schmerzen und vielleicht schändlichere Erfolge ihr überziehen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.034800052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1586,"date":1719,"orig":"Siegfried regerirte, ich halte davor, dieſe Leuthe geben mit Fleiß dergleichen unmoͤgliche Cur zu verrichten vor, wohl wiſſende: daß ſich niemand einer ſolchen Schmertz-hafften und ungewiſſen Cur unterwerffen werde, auf daß ſie vor ſonderliche Kuͤnſtler moͤchten gehalten werden, umb ihre andere Vermiſchung deſto beſſer loß zu werden.","norm":"Siegfried regerirte, ich halte davor, diese Leute geben mit Fleiß dergleichen unmögliche Kur zu verrichten vor, wohl wissende: dass sich niemand einer solchen Schmerz-Haften und ungewissen Kur unterwerfen werde, auf dass sie vor sonderliche Künstler möchten gehalten werden, um ihre andere Vermischung desto besser loszuwerden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.885799884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1587,"date":1719,"orig":"Fahret fort Andreas; Andreas ſprach:","norm":"Fahret fort Andreas; Andreas sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"ga","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.097000122070312} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1588,"date":1719,"orig":"Zuweilen finden ſich unter ihnen Alkumiſten, wie ſie ſich nennen, die wollen ihre Artzeneyen in den Monden zurichten, und in der Sonne diſtilliren, und fuͤhren den Spruch aus den 19ten Pſalm an.","norm":"Zuweilen finden sich unter ihnen Alkumisten, wie sie sich nennen, die wollen ihre Arzneien in den Monden zurichten, und in der Sonne destillieren, und führen den Spruch aus den 19ten Psalm an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.403800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1589,"date":1719,"orig":"Ein Tag verkuͤndiget es den andern, und eine Nacht thuts kunt der andern, wie auch melden ſie, der Mond muͤſſe den Anfang machen, wann die Sonne was Gutes auswircken ſolte, andere vermeynen dem Wercke naͤher zu kommen, mit den Seegen Jacobs dem er den Joſeph gab, du biſt geſeegnet mit Seegen oben vom Himmel herab, mit Seegen von der Tieffe.","norm":"Ein Tag verkündigt es den anderen, und eine Nacht tut es kund der anderen, wie auch melden sie, der Mond müsse den Anfang machen, wann die Sonne was Gutes auswirken sollte, andere vermeinen dem Werke näherzukommen, mit den Segen Jacobs dem er den Joseph gab, du bist gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.086900234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1590,"date":1719,"orig":"Eckarth fiel Andreas in die Rede, der Seegen Moſes welchen der Stamm Joſephs empfieng iſt etwas weiter extendirt im Devt. c. 33. v. 13, 14, 15, 16. nehmlich:","norm":"Eckart fiel Andreas in die Rede, der Segen Moses welchen der Stamm Josephs empfing ist etwas weiter extendiert im Devt. c. 33. v. 13, 14, 15, 16. nämlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5868000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1591,"date":1719,"orig":"Sein Land liegt im Seegen des HErren, da ſind edle Fruͤchte vom Himmel, vom Thau und von der Ttieffe die unten liegt.","norm":"Sein Land liegt im Segen des Herren, da sind edle Früchte vom Himmel, vom Tau und von der Tiefe die unten liegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.465000152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1592,"date":1719,"orig":"Da ſind edle Fruͤchte von der Sonnen und edle reiffe Fruͤchte der Monden, und von denen hohen Bergen gegen Morgen, und von denen Huͤgeln fuͤr und fuͤr, und edlen Fruͤchten von der Erden, und was darinnen iſt, vom Thau des Himmels und der Fettigkeit der Erden; Und gewiß ſtecken in dieſen Worten groſſe Geheimniſſe, doch ich moͤchte mich zu weit vergehen.","norm":"Da sind edle Früchte von der Sonnen und edle reife Früchte der Monden, und von denen hohen Bergen gegen Morgen, und von denen Hügeln für und für, und edlen Früchten von der Erden, und was darinnen ist, vom Tau des Himmels und der Fettigkeit der Erden; und gewiss stecken in diesen Worten große Geheimnisse, doch ich möchte mich zu weit vergehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9173998832702632} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1593,"date":1719,"orig":"Andreas fahret fort in eueren Discours; ſie ſchneiden, ſagte Andreas, denen Leuthen ſolche Flecken her, daß man vermeynet, es waͤren lauter Purpur und Goldne Stuͤcke, da es, wann es aufs Hoͤchſte kommet, kaum ein alt Kutzen-Tuch oder beſudelter Kuͤchen-Hader iſt.","norm":"Andreas fahret fort in eueren Diskurs; sie schneiden, sagte Andreas, denen Leuten solche Flecken her, dass man vermeinet, es wären lauter Purpur und Goldene Stücke, da es, wann es aufs Höchste kommet, kaum ein alt Kutzen-Tuch oder besudelter Küchen-Hader ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.64769983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1594,"date":1719,"orig":"Sie geben vor, ſie haͤtten den Stein der Weiſen, wann ſie nur nicht ihr Bißlein Brodt zu verdienen, alſo herumb vagiren muͤſten, wolten ſie denſelben wohl verfertigen, tragen ſich mit Proceſſen, die ſie aus den alten Ritter-Krieg oder ſonſt einen Buche zuſammen geleſen, mit allerhand Figuren von Thieren, Koͤnigen, Schwanen, Raben, Pfauen, Leuen, Adlern, Drachen, Jungfern, Maͤnnern, Weibern, Kindern, Schlangẽ, Hunden, Woͤlffen, Salamandern, Phœnix, Pelican, Fuͤchſen, Hanen, Cꝛocodillen, und dergleichen unzehlichen Narren-Poſſen bezeichnet, mit Beyſatz verborgenen Reden, von fliegenden Adlern, todten Leichen, gruͤnen und rothen Leuen, freſſenden Wuͤrmern, Regenbogen, Carfunckel und was des Dinges mehr iſt, und wann ſie nun ihre erdichtete Phantaſtereyen herleſen, ſo halten ſie die Hand vor, damit ihnen ja niemand die Kunſt ausſehe, und ſehen ſo ernſthafft darzu aus, als wann ſie auch mit denen Lippen einen Verſtand gemacht haͤtten, ihr Geheimniß nicht ſo leicht zu offenbahren.","norm":"Sie geben vor, sie hätten den Stein der Weisen, wann sie nur nicht ihr Bisslein Brot zu verdienen, also herum vagieren müssten, wollten sie denselben wohl verfertigen, tragen sich mit Prozessen, die sie aus den alten Ritter-Krieg oder sonst einen Buche zusammen gelesen, mit allerhand Figuren von Tieren, Königen, Schwanen, Raben, Pfauen, Leuen, Adlern, Drachen, Jungfern, Männern, Weibern, Kindern, Schlangen, Hunden, Wölfen, Salamandern, Phoenix, Pelikan, Füchsen, Hanen, Crocodillen, und dergleichen unzähligen Narrenpossen bezeichnet, mit Beisatz verborgenen Reden, von fliegenden Adlern, toten Leichen, grünen und roten Leuen, fressenden Würmern, Regenbogen, Karfunkel und was des Dinges mehr ist, und wann sie nun ihre erdichtete Phantastereien herlesen, so halten sie die Hand vor, damit ihnen ja niemand die Kunst aussehe, und sehen so ernsthaft dazu aus, als wann sie auch mit denen Lippen einen Verstand gemacht hätten, ihr Geheimnis nicht so leicht zu offenbaren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.587299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1595,"date":1719,"orig":"Fragt ſie nun jemand, ob ihnen der Proceß nicht feil waͤre?","norm":"Fragt sie nun jemand, ob ihnen der Prozess nicht feil wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.063600063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1596,"date":1719,"orig":"So thun ſie ſo heilig damit, als wann ſie ſehr behutſam damit umbgehen muͤſten, auf daß es ja kein unwuͤrdiger bekaͤme; doch laſſen ſie ſich endlich erbitten, und fordern eine ſo groſſe Summa, daß einen die Haare davor moͤchten zu Berge ſtehen, und wann man denn den Proceß anſiehet, ſo kommen ſolche abgeſchmackte Sachen heraus, daß einen verſtaͤndigen Mann uͤbel davon werden moͤchte; kommen ſie denn an einen Haaſen, den fangen ſie mit ihren Narren-Seil, wann ſie nun den Anfang zur Probe machen ſollen, ſo ſuchen ſie das Loth, welches der Zimmermann zum Ausgehen uͤbrig gelaſſen hat, und damit davon.","norm":"So tun sie so heilig damit, als wann sie sehr behutsam damit umgehen müssten, auf dass es ja kein unwürdiger bekäme; doch lassen sie sich endlich erbitten, und fordern eine so große Summa, dass einen die Haare davor möchten zu Berge stehen, und wann man denn den Prozess ansieht, so kommen solche abgeschmackte Sachen heraus, dass einen verständigen Mann übel davon werden möchte; kommen sie denn an einen Hasen, den fangen sie mit ihren Narrenseil, wann sie nun den Anfang zur Probe machen sollen, so suchen sie das Lot, welches der Zimmermann zum Ausgehen übrig gelassen hat, und damit davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.740699768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1597,"date":1719,"orig":"Mein Andreas, ſagte Eckarth; Mich wundert euers Discours, wann ihr ein Gelehrter waͤret, ſolte es mir nicht ſeltſam vorkommen, euch von dergleichen Sachen reden zu hoͤren, allein ſo ſeyd ihr ein Menſch, der ihm nicht dergleichen Materia ins Hertze praͤget.","norm":"Mein Andreas, sagte Eckart; mich wundert eures Diskurs, wann ihr ein Gelehrter wäret, sollte es mir nicht seltsam vorkommen, euch von dergleichen Sachen reden zu hören, allein so seid ihr ein Mensch, der ihm nicht dergleichen Materie ins Herze präget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218999862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1598,"date":1719,"orig":"Aber, mein fahret fort, Andreas antwortete:","norm":"Aber, mein fahret fort, Andreas antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816500186920166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1599,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr, ſie wundern ſich deswegen gar nicht, denn mein Herr, bey dem ich gedienet habe, und gewiß ein Mann von guten Verſtande war, den habe ich offt mit andern von dergleichen Sachen reden gehoͤret, und ſo dann ſeine Meynung davon eingenommen, ob ich es gleich nicht alles verſtanden habe, bin ich doch begierig geweſen, ſolches mit anzuhoͤren.","norm":"Gestrenger Herr, sie wundern sich deswegen gar nicht, denn mein Herr, bei dem ich gedient habe, und gewiss ein Mann von guten Verstande war, den habe ich oft mit anderen von dergleichen Sachen reden gehöret, und so dann seine Meinung davon eingenommen, ob ich es gleich nicht alles verstanden habe, bin ich doch begierig gewesen, solches mit anzuhören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.102399826049805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1600,"date":1719,"orig":"Andere bejahen, ſie haͤtten eine Univerſal-Medicin vor alle Kranckheiten, wie ſie Nahmen haben moͤgen, etliche ziehen ſie aus der Lufft, etliche aus einer gewiſſen Erde, etliche aus den Waſſer, etliche aus einen verborgenen Feuer, etliche aus zweyen, aus dreyen und etliche aus allen Elementen, und damit ſie den gemeinen Manne eine Naſe anmachen, nehmen ſie Baum-Oel und thun allerhand farbichte Waſſer uͤbereinander, und weiſen ihn die vier Elementen.","norm":"Andere bejahen, sie hätten eine Universalmedizin vor alle Krankheiten, wie sie Namen haben mögen, etliche ziehen sie aus der Luft, etliche aus einer gewissen Erde, etliche aus den Wasser, etliche aus einen verborgenen Feuer, etliche aus zweien, aus drei und etliche aus allen Elementen, und damit sie den gemeinen Manne eine Nase anmachen, nehmen sie Baumöl und tun allerhand farbige Wasser übereinander, und weisen ihn die vier Elementen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.942500114440918} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1601,"date":1719,"orig":"Lieber Andreas, fiel ihn Eckarth in die Rede, dieſe Meſcolantz, wie ihr ſie vorgebracht habt, wird in Umſchuͤtteln unter einander gehen, und ein unanſehnlich Miſchmaſch machen, ich will euch aber die Kunſt die 4. Elementa vorzuzeigen beſſer lehren, als:","norm":"Lieber Andreas, fiel ihn Eckart in die Rede, diese Mescolantz, wie ihr sie vorgebracht habt, wird in Umschütteln untereinander gehen, und ein unansehnlich Mischmasch machen, ich will euch aber die Kunst die 4. Elementa vorzuzeigen besser lehren, als:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6402997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1602,"date":1719,"orig":"Nehmet ſchoͤn rein gebranntes Sal Tartari, (Weinſtein- Saltz,) daruͤber gieſſet einen guten Brandewein, laſſet es in Digeſtion 24. Stunden lang ſtehen, ſo wird ſich der Brandewein roth und gruͤnlicht gefaͤrbet haben, ihr moͤget den Brandewein unter einander ſchuͤtteln wie ihr nur wollet, ſo wird bey erfolgter Ruhe, ſich eine jede Coleur, die rothe oben und die gruͤne unten wieder herſtellen, nun nehmet ein Glaͤßlein, thut ein wenig Sand darein, darauff gieſſet von der gruͤnen und hernach von der rothen Extraction, und zuletzt ein ſchoͤn weiſſes Baum-oder ein ander Oel, verbindet das Glaͤßlein, ihr moͤget nun das Glaͤßlein ruͤhren und ſchuͤtteln, daß alles untereinander gehet, ſo wird ſich in einer kurtzen Zeit ein jedes wieder an ſeinen Orth ſetzen und an der Coleur helle bleiben, der Sand als die Erde faͤllt zu Boden, darauff folget die gruͤne Farbe das Waſſer, ferner die rothe das Feuer, und endlich das Baum-oder ander Oel als die Lufft, auf dieſe Arth werdet ihr beſſer als mit eueren Vortrag fort kommen:","norm":"Nehmet schön rein gebranntes Soll Tartari, (Weinstein-Salz,) darüber gießet einen guten Branntwein, lasst es in Digestion 24. Stunden lang stehen, so wird sich der Branntwein rot und grünlich gefärbt haben, ihr möget den Branntwein untereinander schütteln wie ihr nur wollet, so wird bei erfolgter Ruhe, sich eine jede Coleur, die rote oben und die grüne unten wieder herstellen, nun nehmet ein Gläslein, tut ein wenig Sand darein, darauf gießet von der grünen und hernach von der roten Extraktion, und zuletzt ein schön weißes Baum- oder ein ander Öl, verbindet das Gläslein, ihr möget nun das Gläslein rühren und schütteln, dass alles untereinander geht, so wird sich in einer kurzen Zeit ein jedes wieder an seinen Ort setzen und an der Coleur helle bleiben, der Sand als die Erde fällt zu Boden, darauf folget die grüne Farbe das Wasser, ferner die rote das Feuer, und endlich das Baum- oder ander Öl als die Luft, auf diese Art werdet ihr besser als mit eueren Vortrag fort kommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.439000129699707} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1603,"date":1719,"orig":"Andreas bedanckte ſich, fuhr fort und ſprach:","norm":"Andreas bedankte sich, fuhr fort und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.330800056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1604,"date":1719,"orig":"Wann nun die Narren ihre Haupt-und Cardinal-Artzeney fertig haben, koͤnnen ſie ſ. v. nicht eine Lauß damit vertreiben, noch einen Hund aus den Offen locken.","norm":"Wann nun die Narren ihre Haupt- und Cardinal-Artzeney fertig haben, können sie s. v. nicht eine Laus damit vertreiben, noch einen Hund aus den Offen locken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.849800109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1605,"date":1719,"orig":"Andere machen aus allen ihren Medicinen Pflaſtern, Pillen, Pulvern, Salben, &c. Univerſal-Pflaſter, Univerſal- Pillen, &c. da ſie doch nur, wann es noch ſo weit kommt, damit kaum eine ſchlechte Wunde heilen, oder in den geringſten Zufall etwas ausrichten koͤnnen.","norm":"Andere machen aus allen ihren Medizinen Pflastern, Pillen, Pulvern, Salben, & c. Universalpflaster, Universal-Pillen, & c. da sie doch nur, wann es noch so weit kommt, damit kaum eine schlechte Wunde heilen, oder in den geringsten Zufall etwas ausrichten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031499862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1606,"date":1719,"orig":"Noch andere ruͤhmen ſich der groſſen Kunſt, ich, der ich nicht wuſte was die groſſe Kunſt waͤre, fragte darumb, da wurde mir zur Antwort gegeben, alle Kranckheiten ohne Adhibirung einiger Artzeney zu curiren durch Characteres, Bindungen, waͤchſinen Bildern, Monden-Schieſſen, Sigillum Salomonis, Verpflantzungen und dergleichen.","norm":"Noch andere rühmen sich der großen Kunst, ich, der ich nicht wusste was die große Kunst wäre, fragte darum, da wurde mir zur Antwort gegeben, alle Krankheiten ohne Adhibirung einiger Arznei zu kurieren durch Characteres, Bindungen, wächsinen Bildern, Mondän-Schiessen, Sigillum Salomonis, Verpflanzungen und dergleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.311600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1607,"date":1719,"orig":"Dieſe Sachen waren mir Boͤhmiſche Doͤrffer, allein ich habe von denen Leuthen noch keinen damit curiren geſehen, wann nicht der Patient von ſich ſelbſt aus Guͤtigkeit der Natur waͤre geſund worden, oder einen ſonderlichen Aberglauben darzu gehabt haͤtte.","norm":"Diese Sachen waren mir böhmische Dörfer, allein ich habe von denen Leuten noch keinen damit kurieren gesehen, wann nicht der Patient von sich selbst aus Gütigkeit der Natur wäre gesund worden, oder einen sonderlichen Aberglauben dazu gehabt hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.670000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1608,"date":1719,"orig":"Mein lieber Andreas, verſetzte Eckarth; Man vernimbt wohl, daß ihr viel gehoͤret, aber nicht verſtanden habt, allein, dieſes muß nicht alſobald verworffen werden, daß es unmoͤglich zu practiciren ſey, bevoraus von einen verſtaͤndigen und erfahrnen Manne.","norm":"Mein lieber Andreas, versetzte Eckart; man vernimmt wohl, dass ihr viel gehöret, aber nicht verstanden habt, allein, dieses muss nicht alsobald verworfen werden, dass es unmöglich zu praktizieren sei, bevoraus von einen verständigen und erfahrenen Manne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285900115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1609,"date":1719,"orig":"Ob gleich zuweilen dergleichen Reden Unverſtaͤndige, umb ſich einen Nahmen zu machen imitiren und zur Folge brauchen, im Effect aber nichts erweiſen noch darthun.","norm":"Ob gleich zuweilen dergleichen Reden unverständige, um sich einen Namen zu machen imitieren und zur Folge brauchen, im Effekt aber nichts erweisen noch dartun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.996099948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1610,"date":1719,"orig":"Daß ihr von Stein der Weiſen redet, kommen mir derer Scribenten wunderliche Arthen ſelbſt ſeltzam vor, ob er kan alſo zugerichtet werden, daß er in Kranckheiten ſolche Krafft habe, als man ihme zuſchreibet, und in Verwandelung der Metallen gleiche Wirckung thue, will ich nicht verneinen:","norm":"Dass ihr von Stein der Weisen redet, kommen mir derer Skribenten wunderliche Arten selbst seltsam vor, ob er kann also zugerichtet werden, dass er in Krankheiten solche Kraft habe, als man ihm zuschreibet, und in Verwandelung der Metallen gleiche Wirkung tue, will ich nicht verneinen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378900051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1611,"date":1719,"orig":"Daß ein Stein der Weiſen ſey, muß ich geſtehen, und halte ich vor unnoͤthig, davon ſo viel Dicentes zu machen, denn die Natur weiſet es uns ſelbſten; Jch habe ihn auf roth und weiß in meinem Haͤnden gehabt, der rothe ſahe aus als ein verbrandes Blut, den weiſſen aber gleichte ſeine Klarheit auch nicht der erſt gefallene Schnee, welcher gegen ſelbigen ſchwartz zu ſcheinen ſchiene.","norm":"Dass ein Stein der Weisen sei, muss ich gestehen, und halte ich vor unnötig, davon so viel Dicentes zu machen, denn die Natur weiset es uns selbst; Ich habe ihn auf Rot und weiß in meinem Händen gehabt, der rote sah aus als ein Brandes Blut, den weißen aber gleiche seine Klarheit auch nicht der erst gefallene Schnee, welcher gegen selbigen schwarz zu scheinen schiene.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085599899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1612,"date":1719,"orig":"Jndem hielt Eckarth etwas ſtille:","norm":"Indem hielt Eckart etwas stille:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.102399826049805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1613,"date":1719,"orig":"Mein Herr Vater, ſagte Siegfried, wo es ihnen nicht zuwider waͤre, bitte ich zum gehorſambſten dieſen Discours ein wenig weitlaͤufftiger großguͤnſtig auszufuͤhren.","norm":"Mein Herr Vater, sagte Siegfried, wo es ihnen nicht zuwider wäre, bitte ich zum gehorsamsten diesen Diskurs ein wenig weitläufiger großgünstig auszuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9822998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1614,"date":1719,"orig":"Nach ſeinen Gefallen wertheſter Herr Siegfried, antwortete Eckarth.","norm":"Nach seinen Gefallen wertester Herr Siegfried, antwortete Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.349400043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1615,"date":1719,"orig":"Jch habe ehemaliger Zeit, als ich erſt in Krieges-Dienſte gangen war, an dem Dinge einen ſonderlichen Narren gefreſſen, zumahln nachdem ich ſehe, daß mein gnaͤdigſter Fuͤrſt und Herr von einen ſterbenden Soldaten ſein Degen, weil der Sterbende es alſo legiret, erbete, der Fuͤrſt als ein kluger Herr, bildete ihm leichtlich ein, es muͤſte was ſonderliches darhinter ſtecken, beſahe den Degen hinten und vornen, oben und unten, und auf allen Seiten, die Scheide ſchnitte er ſelbſt von einander, alleine, man ſahe an derſelben keine andere Arbeit als an einer andern, vor allen Dingen betrachtete er den Knopff, welcher etwas groͤſſer als ſonſten uͤblich war, da verſpuͤrte er unten am Aufſatz einen Strich, ließ darauf einen Schloſſer ruffen, wie der kam, befahl er ihm zu obſerviren, wie dem Dinge koͤnte gerathen werden.","norm":"Ich habe ehemaliger Zeit, als ich erst in Kriegsdienste gegangen war, an dem Dinge einen sonderlichen Narren gefressen, zumal nachdem ich sehe, dass mein gnädigster Fürst und Herr von einen sterbenden Soldaten sein Degen, weil der Sterbende es also legieret, erbete, der Fürst als ein kluger Herr, bildete ihm leichtlich ein, es müsste was Sonderliches dahinter stecken, besah den Degen hinten und vorne, oben und unten, und auf allen Seiten, die Scheide schnitte er selbst voneinander, alleine, man sah an derselben keine andere Arbeit als an einer anderen, vor allen Dingen betrachtete er den Knopf, welcher etwas größer als sonsten üblich war, da verspürte er unten am Aufsatz einen Strich, ließ darauf einen Schlosser rufen, wie der kam, befahl er ihm zu observieren, wie dem Dinge könnte geraten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7993998527526855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1616,"date":1719,"orig":"Dieſer antwortete, Durchlauchtigſter Fuͤrſt, gnaͤdigſter Herr, dieſer Knopff iſt aufzuſchrauben, wann ſie befehlen, will ich den Degen mit nach Hauſe nehmen und ihn aufmachen.","norm":"Dieser antwortete, Durchlauchtigster Fürst, gnädigster Herr, dieser Knopf ist aufzuschrauben, wann sie befehlen, will ich den Degen mit nach Hause nehmen und ihn aufmachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.110000133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1617,"date":1719,"orig":"Meiſter, ſprach der Fuͤrſt, holet euere hlerzu beduͤrffige Sachen hieher, und drehet ihn hier in meiner Gegenwart auf, dieſes geſchach; Allein, wie ihn der Fuͤrſt ſelbſt aufzudrehen vermoͤchte, ſagte er: Meiſter, ihr habt das Eurige verrichtet, und ob gleich wir Officirer, deren unſere etliche umb ihn ſtunden, und was doch in den Degen-Knopffe muͤſte verborgen ſeyn,, gerne gewuſt haͤtten, nahm der Hertzog den Degen, legte ihn auf die Seite, ſagende:","norm":"Meister, sprach der Fürst, holet eure hlerzu bedürffige Sachen hierher, und drehet ihn hier in meiner Gegenwart auf, dieses geschah; allein, wie ihn der Fürst selbst aufzudrehen vermöchte, sagte er: Meister, ihr habt das Eurige verrichtet, und ob gleich wir Offizier, deren unsere etliche um ihn standen, und was doch in den Degenknopfe müsste verborgen sein,, gerne gewusst hätten, nahm der Herzog den Degen, legte ihn auf die Seite, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22730016708374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1618,"date":1719,"orig":"Jhr meine allerliebſten und getreueſten Diener, euere Begierigkeit moͤchte wohl gerne wiſſen und erfahren, was doch der ehrliche Soldate mir in dieſen Degen-Knopffe hinterlaſſen haͤtte; allein ſo lieb ich euch habe, ſo werdet ihr dieſes nicht eher erfahren, biß es vor ſich ſelbſt wird ausbrechen.","norm":"Ihr meine allerliebsten und getreuesten Diener, eure Begierigkeit möchte wohl gerne wissen und erfahren, was doch der ehrliche Soldat mir in diesen Degenknopfe hinterlassen hätte; allein so lieb ich euch habe, so werdet ihr dieses nicht eher erfahren, bis es vor sich selbst wird ausbrechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.999100208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1619,"date":1719,"orig":"Nehmet hieran ein Exempel der Verſchwiegenheit und Vorſichtigkeit eines getreuen Generals, der in ſeinen Kriegs- Expeditionen ſo vorſichtig ſeyn ſoll, ſelbige niemanden zu offenbahren, jedennoch aber ſeinen Neben-Officirern eine Begierde machen, ſolchem nachzuſinnen, damit ſie in der Munterkeit erhalten werden, und ſo dann ihre Schuldigkeit mit beſſeren Muth und Tapfferkeit bey Befehl und Ordres ins Werck ſetzen moͤgen, und alſo ſein Vorhaben nicht eher erfahren, biß es bereits vollzogen worden; ſonſten erſiehet ein Luchs, einen einigen Ritz, ſo erkennet er bald was ihm profitabel iſt, kan ſo denn der Feind gewarnet, und er demjenigen, der ihn zu beruͤcken gedencket, am erſten den Garaus machen.","norm":"Nehmet hieran ein Exempel der Verschwiegenheit und Vorsichtigkeit eines getreuen Generals, der in seinen Kriegs-Expeditionen so vorsichtig sein soll, selbige niemanden zu offenbaren, dennoch aber seinen Neben-Officirern eine Begierde machen, solchem nachzusinnen, damit sie in der Munterkeit erhalten werden, und so dann ihre Schuldigkeit mit besseren Mut und Tapferkeit bei Befehl und Ordres ins Werk setzen mögen, und also sein Vorhaben nicht eher erfahren, bis es bereits vollzogen worden; sonsten ersieht ein Luchs, einen einigen Ritz, so erkennt er bald was ihm profitabel ist, kann so denn der Feind gewarnt, und er demjenigen, der ihn zu berücken gedenkt, am ersten den Garaus machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.523200035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1620,"date":1719,"orig":"Wir, als wir merckten, daß der Fuͤrſt allein ſeyn wolte, fragte der General-Major Kurtzheim: Ob Jhro Durchl. noch was zu befehlen haͤtte?","norm":"Wir, als wir Märkten, dass der Fürst allein sein wollte, fragte der Generalmajor Kurtzheim: ob Ihrer Durchl . noch was zu befehlen hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.906099796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1621,"date":1719,"orig":"Nein! antwortete der Fuͤrſt, als was ſchon befohlen iſt, dem lebet nach, wormit nahmen wir allerſeits unſeren Abſchied.","norm":"Nein! antwortete der Fürst, als was schon befohlen ist, dem lebet nach, womit nahmen wir allerseits unseren Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9807000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1622,"date":1719,"orig":"Es giengen kaum vier Wochen vorbey, ließ der Fuͤrſt alle Ober-Officirer zuſammen fordern, als nun ein jeder in ſeinen beſten Habit erſchienen; denn der Fuͤrſt ein groſſes Feſtin, wegen der vor dem Jahre erhaltenen Sieg-reichen Schlacht bey Lispa, halten ließ, ſagte er: Liebe Getreue, an dieſen Tage ſolt ihr mich zuvor in die Kirche begleiten, und ſo dann nach vollbrachten Gottes-Dienſt meine lieben Gaͤſte ſeyn.","norm":"Es gingen kaum vier Wochen vorbei, ließ der Fürst alle Oberoffizier zusammen fordern, als nun ein jeder in seinen besten Habit erschienen; denn der Fürst ein großes Fest, wegen der vor dem Jahre erhaltenen Siegreichen Schlacht bei Lispa, halten ließ, sagte er: Liebe getreue, an diesen Tage sollt ihr mich zuvor in die Kirche begleiten, und so dann nach vollbrachten Gottesdienst meine lieben Gäste sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274400234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1623,"date":1719,"orig":"Wir machten unſeren Reverentz und begleiteten den Fuͤrſten zur Kirche.","norm":"Wir machten unseren Reverenz und begleiteten den Fürsten zur Kirche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1624,"date":1719,"orig":"Nach vollendeten Gottes-Dienſte, wurde Koͤniglich tractiret, und wehrender Tafel bey denen Geſundheits- Truͤncken die Stuͤcke geloͤſet, vor Auftragung des Confects fieng der Fuͤrſt an:","norm":"Nach vollendeten Gottesdienste, wurde Königlich traktiert, und währender Tafel bei denen Gesundheits-Trünken die Stücke gelöst, vor Auftragung des Konfekts fing der Fürst an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.77400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1625,"date":1719,"orig":"Was kan ich meinen Getreuen, die ihr Leben in der jaͤhrigen Schlacht eingebuͤſſet, und meiner hohen Perſon wohl gewolt haben, heute an dieſem Tage in ihrer Grube vor eine groͤſſere Ehre erzeigen, als daß ich ihnen zu ihren Andencken ein donnerndes Ehren-Gedaͤchtniß auffuͤhren laſſe.","norm":"Was kann ich meinen Getreuen, die ihr Leben in der jährigen Schlacht eingebüßt, und meiner hohen Person wohl gewollt haben, heute an diesem Tage in ihrer Grube vor eine größere Ehre erzeigen, als dass ich ihnen zu ihren Andenken ein donnerndes Ehrengedächtnis aufführen lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570199966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1626,"date":1719,"orig":"Ließ darauff an den Artollerie-Hauptmann den Befehl ergehen, alle Stuͤcke nacheinander loͤſen zu laſſen, ſo auch geſchach.","norm":"Ließ darauf an den Artollerie-Hauptmann den Befehl ergehen, alle Stücke nacheinander lösen zu lassen, so auch geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5980000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1627,"date":1719,"orig":"Darauff befahl er ſeinem Secretario, die in ſeinen geheimden Cabinet verſiegelte zwo Schachteln auf die Tafel zu bringen, nachdem er ſie gebracht hatte, oͤffnete ſie der Hertzog ſelbſt-Haͤndig, und ſprach: Euch, ihr meine Getreueſten, wird noch unentfallen ſeyn, wie mir unlaͤngſt ein ehrlicher Soldat vor ſeinen Tode uns ſeinen Degen legiret und vermacht hat, dazumahl war euer Gemuͤthe begierig zu wiſſen, was doch immermehr vor Geheimniſſe in demſelben moͤchten enthalten ſeyn, nun ſoll es euch eroͤffnet und mitgetheilet werden.","norm":"Darauf befahl er seinem Secretario, die in seinen geheimen Cabinet versiegelte zwei Schachteln auf die Tafel zu bringen, nachdem er sie gebracht hatte, öffnete sie der Herzog selbst-Händig, und sprach: Euch, ihr meine Getreuesten, wird noch unentfallen sein, wie mir unlängst ein ehrlicher Soldat vor seinen Tode uns seinen Degen legieret und vermacht hat, dazumal war euer Gemüte begierig zu wissen, was doch immer mehr vor Geheimnisse in demselben möchten enthalten sein, nun soll es euch eröffnet und mitgeteilt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.976799964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1628,"date":1719,"orig":"Hierauff machte der Fuͤrſt beyde Schachteln auf, da denn die eine voll Goldener, die andere voll Silberner Muͤntze lag.","norm":"Hierauf machte der Fürst beide Schachteln auf, da denn die eine voll Goldener, die andere voll silberner Münze lag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985599994659424} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1629,"date":1719,"orig":"Sehet, dieſes alles und noch mehr, ſind in den Knopffe und Gefaͤße des Degens geſteckt, auf daß ihr aber zum Theil dieſes Gluͤcke mit genießet, nahm er ſo wohl von der Goldenen als Silbernen Muͤntze, und gab einen jeden nach ſeinen Gefallen, das uͤbrige Wenige, ſo noch in denen Schachteln verblieb, wurff er unter die Auffwarteden.","norm":"Sehet, dieses alles und noch mehr, sind in den Knopfe und Gefäße des Degens gesteckt, auf dass ihr aber zum Teil dieses Glücke mit genießet, nahm er so wohl von der Goldenen als silbernen Münze, und gab einen jeden nach seinen Gefallen, das übrige Wenige, so noch in denen Schachteln verblieb, Wurf er unter die Aufwarteten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.430699825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1630,"date":1719,"orig":"Wir bedanckten uns vor die Fuͤrſtliche Gnade aufs aller-unterthaͤnigſte.","norm":"Wir bedankten uns vor die fürstliche Gnade aufs alleruntertänigste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6290998458862305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1631,"date":1719,"orig":"Beſehet nur das Zeichen der Muͤntze wohl, ſagte der Fuͤrſt zu uns/ und eroͤffnet uns euere Meynung daruͤber, es ſoll einen jeden unter euch erlaubet ſeyn, wer den Anfang machen will:","norm":"Besehet nur das Zeichen der Münze wohl, sagte der Fürst zu uns / und eröffnet uns eure Meinung darüber, es soll einen jeden unter euch erlaubet sein, wer den Anfang machen will:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013400077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1632,"date":1719,"orig":"Jch ſahe es am erſten, daß die zwey Zeichen auff der Silbernen Muͤntze alſo, (ſchrieb mit ein wenig Kreide auff den Schlag des Wagens,)","norm":"Ich sah es am ersten, dass die zwei Zeichen auf der silbernen Münze also, (schrieb mit ein wenig Kreide auf den Schlag des Wagens,)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321199893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1633,"date":1719,"orig":"( ☿) in der Goldenen aber, eben die Zeichen zertheilet ſtunden.","norm":"(☿) in der Goldenen aber, eben die Zeichen zerteilet standen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.256700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1634,"date":1719,"orig":"Weswegen ich von der Tafel aufſtunde, gieng zu dem Fuͤrſten, fiel ihm zu Fuſſe, ſagende: Durchlauchtigſter Fuͤrſt, gnaͤdigſter Herr, GOtt der HErr laſſe die Vermehrung derer Siege ſo unendlich werden, als dieſes Erbe in viel Tauſend ſich wird ausgetheilet haben.","norm":"Weswegen ich von der Tafel aufstünde, ging zu dem Fürsten, fiel ihm zu Fuße, sagende: Durchlauchtigster Fürst, gnädigster Herr, Gott der Herr lasse die Vermehrung derer Siege so unendlich werden, als dieses Erbe in viel Tausend sich wird ausgeteilt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1635,"date":1719,"orig":"Stehet auf Eckarth, replicirte der Fuͤrſt, und nehmet eueren Platz wieder ein, euer Wuntſch ſoll euerer Tapfferkeit bey eheſter Gelegenheit einen erwuͤntſchten Vortheil geben.","norm":"Steht auf Eckart, replizierte der Fürst, und nehmet eueren Platz wieder ein, euer Wunsch soll eurer Tapferkeit bei ehester Gelegenheit einen erwünschten Vorteil geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.573200225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1636,"date":1719,"orig":"Als vor hohe Fuͤrſtliche Genade ich mich zum unterthaͤnigſten bedanckt und wieder geſetzt hatte, fieng der Fuͤrſt an:","norm":"Als vor hohe fürstliche Gnade ich mich zum untertänigsten bedankt und wieder gesetzt hatte, fing der Fürst an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.718999862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1637,"date":1719,"orig":"Wiſſet demnach meine Aller-Wehrteſte, daß in den Degen-Knopff zwey Brieflein lagen, in dem einen war ein rothes, in dem andern ein weiſſes zartes Puͤlverlein, von ungemeiner Schwere, darbey war ein klein Zettelein, darinnen war beſchrieben, wie man mit denen Puͤlverlein verfahren ſolte.","norm":"Wisset demnach meine Allerwerteste, dass in den Degenknopf zwei Brieflein lagen, in dem einen war ein rotes, in dem anderen ein weißes zartes Pülverlein, von ungemeiner Schwere, dabei war ein klein Zetteleien, darinnen war beschrieben, wie man mit denen Pülverlein verfahren sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.470900058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1638,"date":1719,"orig":"Jch ließ mir die Materie und was darzu gehoͤrte holen, verbothe meinem Secretario bey Lebens-Straffe, einen andern vor meiner ſelbſt-gefaͤlligen Divulgirung, das Geringſte zu ſagen, und mit deſſen Beyſtande, habe ich ein gewiſſes Metall an der Menge tingirt, daß ich 30000.","norm":"Ich ließ mir die Materie und was dazugehörte holen, Verbote meinem Secretario bei Lebensstraffe, einen anderen vor meiner selbst-gefälligen Divulgirung, das Geringste zu sagen, und mit dessen Beistande, habe ich ein gewisses Metall an der Menge tingiert, dass ich 30000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.71560001373291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1639,"date":1719,"orig":"Ducaten an Gold-Stuͤcken, und 50000.","norm":"Dukaten an Goldstücken, und 50000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.703999996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1640,"date":1719,"orig":"Rthl. ohne die Groſchen (darauff ſtund, nach alten Schrot und Korn) von denſelben habe muͤntzen laſſen/ und referirte der Gvardein, daß er feiner Gold und beſſer Silber in der Probe nie geſehen habe:","norm":"Rthl. ohne die Groschen (darauf stand, nach alten Schrot und Korn) von denselben habe Münzen lassen / und referierte der Gvardein, dass er feiner Gold und besser Silber in der Probe nie gesehen habe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889699935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1641,"date":1719,"orig":"Jſt das nicht ein koſtbahres Erbe von einen gemeinen Soldaten? koͤnte mir auch wohl einer von euch meine Wertheſte, ein ſolch ſtattlich Erbe ausſetzen.","norm":"Ist das nicht ein kostbares Erbe von einen gemeinen Soldaten? könnte mir auch wohl einer von euch meine Werteste, ein solch stattlich Erbe aussetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33620023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1642,"date":1719,"orig":"Weiln auch die gantze Soldateſca in Gewehr erſcheinen muſte, ließ der Fuͤrſt von denen kleineren Sorten auch unter ſie austheilen, wir aber wuͤntſchten nach groſſer Verwunderung geſchehener Verwandlung, daß GOtt der HErr noch tauſendmahl ſo viel dem Erbe haͤtte zuſetzen moͤgen, und was Euer Durchlauchtigkeit, wir an dergleichen nicht zu geben vermoͤgen, ſoll unſer Blut, welches wir biß auf den letzten Tropffen vor Euer Durchlauchtigkeit Leben und Wohlfahrth darſetzen wollen, ſelbiges gleich machen.","norm":"Weil auch die ganze Soldateska in Gewehr erscheinen musste, ließ der Fürst von denen kleineren Sorten auch unter sie austeilen, wir aber wünschten nach großer Verwunderung geschehener Verwandlung, dass Gott der Herr noch tausendmal so viel dem Erbe hätte zusetzen mögen, und was Euer Durchlauchtigkeit, wir an dergleichen nicht zu geben vermögen, soll unser Blut, welches wir bis auf den letzten Tropfen vor Euer Durchlauchtigkeit Leben und Wohlfahrt darsetzen wollen, selbiges gleich machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.901800155639648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1643,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt verſetzte, an euer Tapfferkeit und Treue, welche mir lieber als tauſent dergleichen Degen-Knoͤpffe ſeyn, zweiffeln wir gar nicht, es iſt nur unſer Schertz geweſen.","norm":"Der Fürst versetzte, an euer Tapferkeit und Treue, welche mir lieber als tausend dergleichen Degen-Knöpfe sein, zweifeln wir gar nicht, es ist nur unser Scherz gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457699775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1644,"date":1719,"orig":"Hierauff gieng es drunten von der Soldateſca auf ein Vivat, im Saal aber auf die Geſundheiten loß, biß nach geendigter Tafel, ein jeder mit gebuͤhrenden Reverentz Abſchied nahm, und ſich nach erlangter Dimisſion in ſein Quartier begab.","norm":"Hierauf ging es drunten von der Soldateska auf ein Vivat, im Saal aber auf die Gesundheiten los, bis nach geendigter Tafel, ein jeder mit gebührenden Reverenz Abschied nahm, und sich nach erlangter Dimission in sein Quartier begab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.136600017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1645,"date":1719,"orig":"Nachdem ich dieſes hoͤrte und ſahe, vermeynte ich, es ſolte noch wohl ein mahl geſchehen, daß ich zu der Wiſſenſchafft der Verwandlung der Metallen kommen und gelangen wuͤrde, und wann ich nur Zeit hatte, laß ich fleißig im Baſilio Valentino, den ich, weil er mir ehemahls ſonderlich recommendiret wurde, ſehr æſtimirte; Jch bekam endlich durch vieles und wiederholtes Leſen einige, ob gleich ungegruͤndete Wiſſenſchafft, biß ich einsmahls zu Thoren in Preuſſen, im Wirths-Hauſe zum dreyen Koͤnigen einen Tiſch-Cameraden hatte, derſelbe war ein Menſch von vortreff lichen Qualitaͤten, und ein perfecter Chymicus der ſagte einsmahls, ich muß doch meinen Herren ein einiges Kunſt-Stuͤcklein zeigen, damit der Herr Wirth keine boͤſe Gedancken, als wuͤrde ich ihn nicht bezahlen, weil ich keine Reiſe-Truhen mit mir fuͤhre, von mir machen moͤchte, und weiln gleich ein Hungariſcher Wein-Haͤndler mit am Tiſche war, ſprach er zu ihm: Mein Herr wird ihm und der Compagnie dieſes zu Liebe thun, und uns ein Faͤßlein Wein umbs Geld uͤberlaſſen, von denſelben Faͤßlein ſollen Morgen geliebts GOtt, zwey dergleichen, und zwar mit beſſeren Weine als der Uberreichte ſeyn wird, angefuͤllet uͤberlieffert werden.","norm":"Nachdem ich dieses hörte und sah, vermeinte ich, es sollte noch wohl ein Mal geschehen, dass ich zu der Wissenschaft der Verwandlung der Metallen kommen und gelangen würde, und wann ich nur Zeit hatte, lass ich fleißig im Basilio Valentino, den ich, weil er mir ehemals sonderlich rekommandieret wurde, sehr ästimierte; Ich bekam endlich durch vieles und wiederholtes Lesen einige, ob gleich ungegründete Wissenschaft, bis ich einsmals zu Toren in Preußen, im Wirtshause zum drei Königen einen Tischkameraden hatte, derselbe war ein Mensch von Vortreff Lichen Qualitäten, und ein perfekter Chymicus der sagte einsmals, ich muss doch meinen Herren ein einiges Kunststücklein zeigen, damit der Herr Wirt keine böse Gedanken, als würde ich ihn nicht bezahlen, weil ich keine Reisetruhen mit mir führe, von mir machen möchte, und weil gleich ein Hungarischer Weinhändler mit am Tische war, sprach er zu ihm: Mein Herr wird ihm und der Compagnie dieses zu Liebe tun, und uns ein Fässlein Wein ums Geld überlassen, von denselben Fässlein sollen Morgen geliebtes Gott, zwei dergleichen, und zwar mit besseren Weine als der Überreichte sein wird, angefüllt überliefert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.248000144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1646,"date":1719,"orig":"Dieſer Herr war bald willig und gab den Wein her.","norm":"Dieser Herr war bald willig und gab den Wein her.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.816699981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1647,"date":1719,"orig":"Unſer Curioſus nahm ein groß Schaff oder Geltte, goß den Wein hinnein, und auch ein Faͤßlein rein Brunnen- Waſſer darzu, ruͤhrte beydes wohl untereinander, fuͤllete beyde Faͤßlein mit den vermiſchten Weine an, legte ſie von weiten auf den Herd gegen das Feuer, uͤber eine kleine Weile warff er von einen weiſſen Pulverlein in ein jedes Faͤßlein eine kleine Meſſer-Spitze voll ein, ließ die Faͤßlein verſpuͤndet in den Keller tragen.","norm":"Unser Curiosus nahm ein groß Schaffe oder gelte, goss den Wein hinein, und auch ein Fässlein rein Brunnen-Wasser dazu, rührte beides wohl untereinander, füllte beide Fässlein mit den vermischten Weine an, legte sie von weiten auf den Herd gegen das Feuer, über eine kleine Weile warf er von einen weißen Pulverlein in ein jedes Fässlein eine kleine Messerspitze voll ein, ließ die Fässlein verspundet in den Keller tragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116000175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1648,"date":1719,"orig":"Des andern Tages zu Mittag, hieß er beyde Faͤßlein herbey bringen, goß aus beyden in zwey Kruͤge, und gab uns den Wein zu probiren, ſiehe, da war der Wein ſo koͤſtlich am Geſchmack, daß, als wir den Vorigen dargegen koſteten, gar ein groſſer Unterſcheid verſpuͤret wurde.","norm":"Des anderen Tages zu Mittag, hieß er beide Fässlein herbeibringen, goss aus beiden in zwei Krüge, und gab uns den Wein zu probieren, siehe, da war der Wein so köstlich am Geschmack, dass, als wir den Vorigen dagegen kosteten, gar ein großer Unterschied verspüret wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5167999267578125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1649,"date":1719,"orig":"Der Hungariſche Herr fuͤlte das eine Faͤßlein aus den andern wieder voll, und ließ es in Keller tragen, das andere aber truncken wir in bona charitate aus, dieweil er auch ein Liebhaber des Tabacks war, rauchten wir zum offtern ein Pipgen mit einander, wannenhero dieſer Paſſagier eine ſonderliche Affection auff mich warff, ſagende: Mein Herr, er beliebe beyde Haͤnde von einander zu thun, ich werde ihm etwas weiſen, ſo er die Zeit ſeines Lebens nie geſehen hat, auch vielleicht nach dieſen nicht mehr ſehen wird.","norm":"Der Hungarische Herr fühlte das eine Fässlein aus den anderen wieder voll, und ließ es in Keller tragen, das andere aber trunken wir in bona charitate aus, dieweil er auch ein Liebhaber des Tabaks war, rauchten wir zum Öfteren ein Pipen miteinander, wannenhero dieser Passagier eine sonderliche Affektion auf mich warf, sagende: Mein Herr, er beliebe beide Hände voneinander zu tun, ich werde ihm etwas weisen, so er die Zeit seines Lebens nie gesehen hat, auch vielleicht nach diesen nicht mehr sehen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232399940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1650,"date":1719,"orig":"Wie ich meine Haͤnde von einander machte, legte er mir in die eine Hand ein dunckel-rothes, und in die andere ein Schnee weiſſes Pulver, die, ob ſie gleich der Quantitaͤt nach, ein Weniges austrugen, fuͤhlte man doch, daß ſie derſelben nach ſehr ſchwer waren, ſagende; hier hat der Herr, wornach ſo viel tauſend ſich geſehnet, aber nicht geſehen noch erlanget haben.","norm":"Wie ich meine Hände voneinander machte, legte er mir in die eine Hand ein dunkelrotes, und in die andere ein Schnee weißes Pulver, die, ob sie gleich der Quantität nach, ein Weniges austrugen, fühlte man doch, dass sie derselben nach sehr schwer waren, sagende; hier hat der Herr, wonach so viel tausend sich gesehnt, aber nicht gesehen noch erlanget haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.583700180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1651,"date":1719,"orig":"So that er auch innerhalb 5. Tagen an einen Kauffmann und Wein- Haͤndler Herr Peters Sohn, eine ſolche Cur, daß er ihn von der Gicht in der kurtzen Zeit gantz und gar befreyete, und hat derſelbe dieſe Beſchwerniß biß an ſein letztes Ende, welches 6. Jahr nach dieſer Cur an einem Magen- Weh (denn der Herr ſchon 68. Jahr alt war,) erfolgte, keinen Anſtoß mehr empfunden, ſo ich vor einigen Jahren, da ich wieder durchreiſete und mich deſſen erkundigte, erfahren; der Patiente gab vor die Cur, was ſein Medicus im Wirthshauſe ſchuldig war, welches er auch gerne that, indem es ein Weniges nehmlich 8. Rthl. betrug, nachfolgends, bey einiger Zeit Beſtand gewuͤntſcht, ſeines Artztes Auffenthalt zu wiſſen, ihme aus Danckbahrkeit 80. Ducaten zu zu ſenden.","norm":"So tat er auch innerhalb 5. Tagen an einen Kaufmann und Wein-Händler Herr Peters Sohn, eine solche Kur, dass er ihn von der Gicht in der kurzen Zeit ganz und gar befreite, und hat derselbe diese Beschwernis bis an sein letztes Ende, welches 6. Jahr nach dieser Kur an einem Magen-Weh (denn der Herr schon 68. Jahr alt war,) erfolgte, keinen Anstoß mehr empfunden, so ich vor einigen Jahren, da ich wieder durchreiste und mich dessen erkundigte, erfahren; der Patiente gab vor die Kur, was sein Medikus im Wirtshause schuldig war, welches er auch gerne tat, indem es ein Weniges nämlich 8. Rthl. betrug, nachfolgendes, bei einiger Zeit Bestand gewünscht, seines Arztes Aufenthalt zu wissen, ihm aus Dankbarkeit 80. Dukaten zuzusenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038899898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1652,"date":1719,"orig":"Siegfried ſprach: gelt Andreas, was meynet ihr, dieſer waͤre ein guter Camerade vor uns auf der Reiſe, er koͤnte uns Unkoſten frey halten?","norm":"Siegfried sprach: gelt Andreas, was meinet ihr, dieser wäre ein guter Kamerad vor uns auf der Reise, er könnte uns Unkosten frei halten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.417399883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1653,"date":1719,"orig":"Ja Herr, antwortete Andreas; Jch wolte mein Handwerck bald an den Nagel hencken, wann ich ſo gluͤckſeelig waͤre.","norm":"Ja Herr, antwortete Andreas; Ich wollte mein Handwerk bald an den Nagel henken, wann ich so glückselig wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854400157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1654,"date":1719,"orig":"Nein!","norm":"Nein!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.121799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1655,"date":1719,"orig":"Nein! replicirte Eckarth.","norm":"Nein! replizierte Eckart.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"it","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.009699821472168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1656,"date":1719,"orig":"Andreas, die gebratenen Tauben kommen niemanden ins Maul gepflogen, es iſt beſſer, ihr verbleibet bey eueren Handwerck, darzu doͤrfft ihr nicht ſo viel Verlag haben, denn dieſe Kunſt zu erforſchen, hat viel hundert arm gemacht, ehe ein einiger etwas davon begriffen hat.","norm":"Andreas, die gebratenen Tauben kommen niemanden ins Maul gepflegt, es ist besser, ihr verbleibet bei eueren Handwerk, dazu dürft ihr nicht so viel Verlag haben, denn diese Kunst zu erforschen, hat viel hundert arm gemacht, ehe ein einiger etwas davon begriffen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.51669979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1657,"date":1719,"orig":"Es iſt ein Buͤchlein von einen Engellaͤnder unter den Nahmen Philaletha, welches er nennet Introitus apertus ad occluſum Regis Palatium heraus kommen, derſelbe Tractat gefaͤllt mir nebenſt deſſen Kern der Alchymie, und des Jean d’ Eſpagnet, kurtzen und Sinn-reichen Schreiben ſehr wohl, es iſt mir ein guter Freund bekannt, der aus denenſelben eine gute Wiſſenſchafft erlanget hat, und es ziemlich weit gebracht, und ob ich wohl von deſſen Anfang, Fortgang und Ende, welches die Philoſophi alles in geheime Figuren und Reden der Unverſtaͤndigen wegen verſtecken, unterſchiedene Wiſſenſchafften habe, und davon discuriren koͤnte, will doch vor dieſesmahl von der Materia abſchneiden, und wegen der Univerſal-Medicin einige Abhandlung thun.","norm":"Es ist ein Büchlein von einen Engländer unter den Namen Philaletha, welches er nennt Introitus apertus ad occlusum Regis Palatium herauskommen, derselbe Traktat gefällt mir neben dessen Kern der Alchemie, und des Jean d' Espagnet, kurzen und Sinnreichen Schreiben sehr wohl, es ist mir ein guter Freund bekannt, der aus denselben eine gute Wissenschaft erlanget hat, und es ziemlich weit gebracht, und ob ich wohl von dessen Anfang, Fortgang und Ende, welches die Philosophie alles in geheime Figuren und Reden der Unverständigen wegen verstecken, unterschiedene Wissenschaften habe, und davon diskurieren könnte, will doch vor diesmal von der Materie abschneiden, und wegen der Universalmedizin einige Abhandlung tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230500221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1658,"date":1719,"orig":"Dieſe wird allerdinges in jeden und allen Elementen, ſuo reſpectu, auf ſeine Arth und Weiſe gefunden und ausgeſucht.","norm":"Diese wird Dinges in jeden und allen Elementen, suo respectu, auf seine Art und Weise gefunden und ausgesucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.478300094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1659,"date":1719,"orig":"Sie gehet dem Stein der Weiſen an der Seite, und kan auch ohne dieſen ſeyn, ob ſie gleich beyde aus einer Materia koͤnnen zubereitet werden.","norm":"Sie geht dem Stein der Weisen an der Seite, und kann auch ohne diesen sein, ob sie gleich beide aus einer Materie können zubereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080599784851074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1660,"date":1719,"orig":"Aber! daß man aus allen Artzeneyen Univerſal-Medicamenta machen will, iſt nur Thorheit und Pralerey, und wird ein ſolcher Phantaſte bey klugen Leuthen ausgelacht.","norm":"Aber! dass man aus allen Arzneien Universal-Medikamente machen will, ist nur Torheit und Prahlerei, und wird ein solcher Phantast bei klugen Leuten ausgelacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.495800018310547} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1661,"date":1719,"orig":"Daß alle Kranckheiten ohne Adhibirung einiger Artzeney koͤnne curiret werden, will ich nicht gantz und gar verneinen, laſſe es an ſeinen Orth geſtellet ſeyn, ob es wohl ſchwer zu glauben iſt:","norm":"Dass alle Krankheiten ohne Adhibirung einiger Arznei könne kurieret werden, will ich nicht ganz und gar verneinen, lasse es an seinen Ort gestellt sein, ob es wohl schwer zu glauben ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.628200054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1662,"date":1719,"orig":"Denn, wer hat jemahls den Abgrund der Natur in der Syn- und Antipathie ergruͤndet?","norm":"Denn, wer hat jemals den Abgrund der Natur in der Syn- und Antipathie ergründet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7083001136779785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1663,"date":1719,"orig":"Wegen der Transplantation, die mit denen Characteribus hier den Vorzug hat, iſt es freylich eine ſchoͤne Sache, und wundert mich ſehr, daß ihrer ſo wenig recht von derſelben geſchrieben haben, vielleicht iſt es boͤſer Erfolg halber geſchehen.","norm":"Wegen der Transplantation, die mit denen Characteribus hier den Vorzug hat, ist es freilich eine schöne Sache, und wundert mich sehr, dass ihrer so wenig recht von derselben geschrieben haben, vielleicht ist es böser Erfolg halber geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.220600128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1664,"date":1719,"orig":"Das Binden oder Schieſſen, ob es gleich Natuͤrlicher Weiſe geſchiehet, denn der Teuffel kan uͤber die Natur nichts ausuͤben, iſt nicht zulaͤßig, es laufft wider die Chriſtliche Liebe, wie auch mit denen Waͤchſinen Bildern, bevoraus, wann es den Nechſten zu Schaden gehet, der Heilung halber iſt es ruͤhmlich, und habe ich einen Officirer gekoͤnnt, welcher dergleichen wohl zu practiciren gewuſt, das Monden- Schieſſen iſt eine Zauberey und verdammlich.","norm":"Das Binden oder Schießen, ob es gleich natürlicherweise geschieht, denn der Teufel kann über die Natur nichts ausüben, ist nicht zulässig, es lauft wider die christliche Liebe, wie auch mit denen Wächsinen Bildern, bevoraus, wann es den Nächsten zu Schaden geht, der Heilung halber ist es rühmlich, und habe ich einen Offizier gekonnt, welcher dergleichen wohl zu praktizieren gewusst, das Monden-Schiessen ist eine Zauberei und verdammend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2256999015808105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1665,"date":1719,"orig":"Sigillum Salomonis, kommt mit denen Characteribus uͤber ein/ und iſt gleiches davon zu halten.","norm":"Sigillum Salomonis, kommt mit denen Characteribus über ein / und ist gleiches davon zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.149600028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1666,"date":1719,"orig":"Es erzehlen die Juden, daß in den Schamhamphoras groſſe und Wunder-thaͤtige Geheimniſſe ſtecken und verborgen liegen, denen auch einige Chriſten beypflichten, es iſt aber wieder das andere Geboth, und wird der Nahme des groſſen GOttes nur mißbraucht.","norm":"Es erzählen die Juden, dass in den Schamhamphoras große und Wunder-tätige Geheimnisse stecken und verborgen liegen, denen auch einige Christen beipflichten, es ist aber wieder das andere Gebot, und wird der Nahme des großen Gottes nur missbraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3856000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1667,"date":1719,"orig":"Sie die Juden geben vor, Salomon habe den Teuffel an einer ſolchen Kette, da dieſer Nahme auffgeſtanden, in ſeinen Koͤniglichen Saal gefangen gehalten; Als nun einsmahls der Koͤnig einen ziemlichen Rauſch gehabt, habe er den Teuffel gefraget, was er mache?","norm":"Sie die Juden geben vor, Salomon habe den Teufel an einer solchen Kette, da dieser Nahme aufgestanden, in seinen königlichen Saal gefangen gehalten; als nun einsmals der König einen ziemlichen Rausch gehabt, habe er den Teufel gefragt, was er mache?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317299842834473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1668,"date":1719,"orig":"Dieſer habe geantwortet, entledige mich nur dieſer Kette, ſo will ich dir bald weiſen, was ich machen werde.","norm":"Dieser habe geantwortet, entledige mich nur dieser Kette, so will ich dir bald weisen, was ich machen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.394499778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1669,"date":1719,"orig":"Salomon habe befohlen ihn loß zu laſſen, umb zu ſehen, was er doch beginnen wuͤrde, ſo bald der Teuffel loß war, verſchlung er den Koͤnig Salomon, und ſpye ihn einen ſo fernen Weg hin, daß er ſieben Jahr reiſen muͤſſen, ehe er wieder in Jeruſalem anlangen koͤnnen; Unter der Zeit haͤtte der Teuffel Salomons Perſon præſentiret, und als ein Koͤnig regiret, bey allen in Meynung, es ſey der rechte Koͤnig Salomon.","norm":"Salomon habe befohlen ihn loszulassen, um zu sehen, was er doch beginnen würde, sobald der Teufel los war, verschlang er den König Salomon, und spie ihn einen so fernen Weg hin, dass er sieben Jahr reisen müssen, ehe er wieder in Jerusalem anlangen können; unter der Zeit hätte der Teufel Salomons Person praesentiret, und als ein König regieret, bei allen in Meinung, es sei der rechte König Salomon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.539299964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1670,"date":1719,"orig":"Waͤhrender Zeit findet der Salomon, weil er aller Thiere Gewaͤchſe &c. Eigenſchafften verſtunde, ein Wuͤrmlein mit welchen, wann er einen Strich uͤber einen Stein zog, ſpaltete ſich derſelbe nach den Strich, welches Wuͤrmleins er ſich hernachmahls nach ſeiner Zuruͤckkunfft bey Aufbauung des Tempels, in Schneidung der Steine gebraucht, weswegen man keinen Hammerſchlag bey Erbauung des Tempels gehoͤret, wie ſtehet 1. Reg. 6. v. 7.","norm":"Währender Zeit findet der Salomon, weil er aller Tiere Gewächse & c. Eigenschaften verstand, ein Würmlein mit welchen, wann er einen Strich über einen Stein zog, spaltete sich derselbe nach den Strich, welches Würmleins er sich hernachmals nach seiner Zurückkunft bei Aufbauung des Tempels, in Schneidung der Steine gebraucht, weswegen man keinen Hammerschlag bei Erbauung des Tempels gehöret, wie steht 1. Reg . 6. v. 7.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565800189971924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1671,"date":1719,"orig":"Er, der Salomon, verfertigte auch die Zeit uͤber ein neues Schamhamphoras-Band; Als er nun nach verfloſſenen ſieben Jahren wieder nach Jeruſalem kam, ließ er ſeinen treuen Diener Saphi kommen, den offenbahrete er ſich, und erzehlet ihm was ihme bißher begegnet waͤre.","norm":"Er, der Salomon, verfertigte auch die Zeit über ein neues Schamhamphoras-Band; als er nun nach verflossenen sieben Jahren wieder nach Jerusalem kam, ließ er seinen treuen Diener Safe kommen, den offenbarte er sich, und erzählt ihm was ihm bisher begegnet wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.951200008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1672,"date":1719,"orig":"Erſuchet ihn, daß er doch verſchaffen wolle, daß er mit dem jetzig vermeynten Koͤnige Salomon ſprechen moͤge:","norm":"Ersuchet ihn, dass er doch verschaffen wolle, dass er mit dem jetzig vermeinten Könige Salomon sprechen möge:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5609002113342285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1673,"date":1719,"orig":"Alß ſolches geſchicht, wirfft der rechte Salomon dem Teuffel das Band uͤber den Kopff, in dem Augenblick wurde der vermeynte Koͤnig Salomon wieder ein Teuffel, und auffs neue angelegt.","norm":"als solches geschieht, wirft der rechte Salomon dem Teufel das Band über den Kopf, in dem Augenblick wurde der vermeinte König Salomon wieder ein Teufel, und aufs neue angelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.432700157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1674,"date":1719,"orig":"Dieſe Leuthe, ſprach Gotthart, ſind wohl recht in ihren Tichten eitel worden, und folgen an ſtatt der Wahrheit ſolchen albern Maͤhrlein und Luͤgen:","norm":"Diese Leute, sprach Gotthart, sind wohl recht in ihren Dichten eitel worden, und folgen anstatt der Wahrheit solchen albern Mährlein und Lügen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627999782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1675,"date":1719,"orig":"Gleiches urtheile ich von denen Mannsfeldiſchen Thalern, fuhr Eckarth fort, welche von denen Krieges-Leuthen ſo theuer bezahlet werden, daß ſie vor ein Stuͤck wohl 4. 6. biß 8. Rthl. und mehr geben, vornehmlich vor die, die Anno 1611. und 1613. gemuͤntzet worden, und uͤber das Wappen folgende Worte: BEI GOTT IST RATH UND THAT ſtehen, ihnen einbildente, daß, wer dergleichen Thaler bey ſich truͤge, den koͤnne der Feind nicht ſchaden!","norm":"Gleiches urteile ich von denen Mannsfeldischen Talern, fuhr Eckart fort, welche von denen Krieges-Leuten so teuer bezahlet werden, dass sie vor ein Stück wohl 4. 6. bis 8. Rthl. und mehr geben, vornehmlich vor die, die Anno 1611 . und 1613 . gemünzt worden, und über das Wappen folgende Worte: BEI GOTT IST Rat UND THAT stehen, ihnen einbildete, dass, wer dergleichen Taler bei sich trüge, den könne der Feind nicht schaden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020800113677978} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1676,"date":1719,"orig":"Ja, wenn der Thaler zur Errinnerung und Andencken aufgepraͤgten Haupt- Spruches bey ſich gefuͤhret, will ich nicht improbiren, wann man aber den Thaler mit der Schrifft, wie ſie darauff gepraͤget iſt, vor beyraͤthig haͤlt, halte ich nichts darvon, und machet man einen GOtt daraus, welches GOtt der HErr ausdruͤcklich verbothen hat.","norm":"Ja, wenn der Taler zur Erinnerung und Andenken aufgeprägten Haupt-Spruches bei sich geführt, will ich nicht improbiren, wann man aber den Taler mit der Schrift, wie sie darauf geprägt ist, vor beirätig hält, halte ich nichts davon, und macht man einen Gott daraus, welches Gott der Herr ausdrücklich verboten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.942599773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1677,"date":1719,"orig":"Wie gluͤckſeelig waͤre der Potentate, wann er mit dergleichen Thalern Sieg und Gluͤck haben koͤnte, er moͤchte ſchon vor einen ſolchen Thaler 50. andere geben, und einen jeden Soldaten einen in den Rock nehen laſſen.","norm":"Wie glückselig wäre der Potentat, wann er mit dergleichen Talern Sieg und Glück haben könnte, er möchte schon vor einen solchen Taler 50. andere geben, und einen jeden Soldaten einen in den Rock nähen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.446800231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1678,"date":1719,"orig":"Jhr aber Andreas, continuiret nun euere Erzehlung, Andreas ſagte:","norm":"Ihr aber Andreas, kontinuiert nun eure Erzählung, Andreas sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"es","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.7692999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1679,"date":1719,"orig":"Es finden ſich unter den Hauffen zuweilen Zauberer, und dieſe thun bey denen Patienten heimlichen Diebſtahl.","norm":"Es finden sich unter den Haufen zuweilen Zauberer, und diese tun bei denen Patienten heimlichen Diebstahl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.289999961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1680,"date":1719,"orig":"Die aber mit Gauckeleyen umbgehen, und denen Zuſehenden allerhand Poſſen reiſſen, Zahn-Brecher, Wurm-Schneider, Schlangen-Beſchwerer, Pfeiffen-Dreher, ſind von der geringeren Sorte, und werden mehrentheils mit denen ordinairen Spitzbuben in eine Rolle geſetzt.","norm":"Die aber mit Gaukeleien umgehen, und denen Zusehenden allerhand Possen reißen, Zahn-Brecher, Wurmschneider, Schlangenbeschwerer, Pfeifen-Dreher, sind von der geringeren Sorte, und werden mehrenteils mit denen ordinären Spitzbuben in eine Rolle gesetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032599925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1681,"date":1719,"orig":"Jhrer Zettel welche ſie auswerffen laſſen, in etwas zu gedencken, da ſchneiden ſie mit den groſſen Meſſer ſo ſtarck, daß man gedencken ſolte, es waͤre ein Stuͤck von einen Hirſch-oder Rehe-Braten, da, wann es darzu kommt, kaum eine zerſchnittene Klaue iſt, die die Fleiſcher im Schlachten weggeworffen haben.","norm":"Ihrer Zettel welche sie auswerfen lassen, in etwas zu gedenken, da schneiden sie mit den großen Messer so stark, dass man Gedenken sollte, es wäre ein Stück von einen Hirsch- oder Rehbraten, da, wann es dazukommt, kaum eine zerschnittene Klaue ist, die die Fleischer im Schlachten weggeworfen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1682,"date":1719,"orig":"Da brauchen ſie poßierliche Woͤrter die ſie ſelbſten nicht verſtehen.","norm":"Da brauchen sie possierliche Wörter die sie selbst nicht verstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.064499855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1683,"date":1719,"orig":"Sie geben vor, es haͤtten vornehme Leuthe ſie an den Orth wo ſie ſich aufhalten, beſtellt, da doch nicht der geringſte Gaͤnſe-Junge, geſchweige vornehme Leuthe dergleichen Holuncken verlanget.","norm":"Sie geben vor, es hätten vornehme Leute sie an den Ort wo sie sich aufhalten, bestellt, da doch nicht der geringste Gänse-Junge, geschweige vornehme Leute dergleichen Holunken verlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.245999813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1684,"date":1719,"orig":"Dieſe Spitzbuben, damit ſie neugierige Leuthe anlocken, geben vor, wann ja das Frauenzimmer ſich ſchaͤmeten ihnen ihr Anliegen zu ſagen, ſolten ſie es nur ihren Frauen offenbahren, da es ſich doch zum offtern begiebt, daß die ſo genannten Frauen, nur ihre Concubinen und leichtfertige Vetteln ſeyn, oder verkleiden auch wohl einen Juͤngling, der der betraͤngten Frauen oder Jungfer ihre Noth anhoͤren muß, und, auf daß ſie denen guten Frauens-Perſonen eine Naſe drehen, ruͤhmen ſie ſich allerhand koſtbahre Schmincke zu haben, und wanns zur That kommt, iſt es Bohnen-Mehl mit Roſen-Waſſer angefeuchtet, oder wofern es nicht Waſſer iſt, darinnen etliche Tropffen von der Bentzons-Tinctur oder Schweffel-Oel gethan, nehmen ſie Maͤyen-Thau oder Mertz-Schnee-Waſſer, und das heiſſen ſie Jungfern-Milch.","norm":"Diese Spitzbuben, damit sie neugierige Leute anlocken, geben vor, wann ja das Frauenzimmer sich schämten ihnen ihr Anliegen zu sagen, sollten sie es nur ihren Frauen offenbaren, da es sich doch zum Öfteren begibt, dass die so genannten Frauen, nur ihre Konkubinen und leichtfertige Vetteln sein, oder verkleiden auch wohl einen Jüngling, der der bedrängten Frauen oder Jungfer ihre Not anhören muss, und, auf dass sie denen guten Frauenpersonen eine Nase drehen, rühmen sie sich allerhand kostbare Schminke zu haben, und wann es zur Tat kommt, ist es Bohnenmehl mit Rosenwasser angefeuchtet, oder sofern es nicht Wasser ist, darinnen etliche Tropfen von der Bentzons-Tinctur oder Schweffel-Oel getan, nehmen sie Mäyenthau oder Mertz-Schnee-Wasser, und das heißen sie Jungfernmilch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.869800090789795} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1685,"date":1719,"orig":"Etliche geben das in Keller gefloſſene Weinſtein- Oel vor Talck-Oel aus.","norm":"Etliche geben das in Keller geflossene Weinstein-Öl vor Talköl aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.117000102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1686,"date":1719,"orig":"Siegfried fragte:","norm":"Siegfried fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.345799922943115} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1687,"date":1719,"orig":"Machen ſie nicht auch Schminck-Pulver von Marcaſit, Qveckſilber und dergleichen Mineralien?","norm":"Machen sie nicht auch Schmink-Pulver von Markasit, Quecksilber und dergleichen Mineralien?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.208099842071533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1688,"date":1719,"orig":"Ja wohl mein Herr, antwortete Andreas, ſo viel Fleißes wenden die faulen Kerl nicht daran, und wo wuͤrden ſie zu rechte kommen.","norm":"Ja wohl mein Herr, antwortete Andreas, so viel Fleißes wenden die faulen Kerl nicht daran, und wo würden sie zu rechte kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.336699962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1689,"date":1719,"orig":"Zuweiln geſchichts wohl, daß ſie manchmahl etwas erſchnappt haben, das gut zuſchlaͤgt:","norm":"Zuweilen Geschichtes wohl, dass sie manchmal etwas erschnappt haben, das gut zuschlägt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.310500144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1690,"date":1719,"orig":"So hatte einer in Verſtopffung des Leibes ein bewerthes Mittel, ſo ein roth Zaͤpflein war, wenn die Leuthe noch ſo ſehr verhaͤrtet waren, oͤffnete ſich nach deſſen Applicirung der Maſt-Darm, und ob ihn mein voriger Herr gleich viel gute Worte es ihm zu offenbahren, gab, wolte er es dennoch nicht thun.","norm":"So hatte einer in Verstopfung des Leibes ein bewerte Mittel, so ein rot Zäpflein war, wenn die Leute noch so sehr verhärtet waren, öffnete sich nach dessen Applizierung der Mastdarm, und ob ihn mein voriger Herr gleich viel gute Worte es ihm zu offenbaren, gab, wollte er es dennoch nicht tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1427001953125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1691,"date":1719,"orig":"Was wird es anders geweſen ſeyn, verſetzte Eckarth, als ein Stuͤcklein Alaun, in Forme eines Zaͤpfleins gemacht, und mit gekochten Braſilien-Spaͤnen gefaͤrbet, ich muß geſtehen, daß ich eben mit dieſen vielen Soldaten, die ſehr verhaͤrteten Leibes waren, geholffen habe.","norm":"Was wird es anders gewesen sein, versetzte Eckart, als ein Stücklein Alaun, in Forme eines Zäpfleins gemacht, und mit gekochten Brasilien-Spänen gefärbt, ich muss gestehen, dass ich eben mit diesen vielen Soldaten, die sehr verhärteten Leibes waren, geholfen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.091400146484375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1692,"date":1719,"orig":"So ſind auch die Zaͤpflein von Zucker und Tragant, mit etlichen Tropffen diſtillirtes Garben-oder Till-Oel gemacht, ſehr gut, denn, nebenſt der Eroͤffnung, ziehen ſie auch die Winde an ſich, damit der Leib von denenſelben nicht alſo verunruhiget werde.","norm":"So sind auch die Zäpflein von Zucker und Tragant, mit etlichen Tropfen destilliertes Garben- oder Till-Oel gemacht, sehr gut, denn, neben der Eröffnung, ziehen sie auch die Winde an sich, damit der Leib von denselben nicht also verunruhiget werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.012499809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1693,"date":1719,"orig":"Nun bin ich ſchon gelehrter, als mein geweſener Herr, ſagte Andreas, fuhr auch in ſeiner Erzehlung folgender maſſen fort:","norm":"Nun bin ich schon gelehrter, als mein gewesener Herr, sagte Andreas, fuhr auch in seiner Erzählung folgendermaßen fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877999782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1694,"date":1719,"orig":"Wann die Qvackſalber zu Marckte ziehen, und in einer Stadt, in welcher ſie denen Phyſicis, ehe und bevor ihnen ein Ausſtand erlaubet wird, ihre Artzeneyen die ſie verkauffen wollen, vorzeigen muͤſſen, haben ſie etwas anders, das ſie aus denen Apothecken erkauffen, welches ſie ihnen zur Probe geben, auf den Marckte aber, bieten ſie gantz andere Sachen aus, als die uͤbergebene Probe iſt.","norm":"Wann die Quacksalber zu Markte ziehen, und in einer Stadt, in welcher sie denen Physicis, ehe und bevor ihnen ein Ausstand erlaubet wird, ihre Arzneien die sie verkaufen wollen, vorzeigen müssen, haben sie etwas anders, das sie aus denen Apotheken erkaufen, welches sie ihnen zur Probe geben, auf den Markte aber, bieten sie ganz andere Sachen aus, als die übergebene Probe ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.545499801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1695,"date":1719,"orig":"Dieſe Leuthe ſind rechte Ulcera Reipublicæ, und nicht rechtſchaffene Medici zu ſchelten, ſprach Siegfried, alleine, wo das Utile dem Honeſto vorgehet, ſiehet man den Betrug nicht, ſolte gleich Argus ſeine hundert Augen einen ſolchen Geld-Hambſter lehnen.","norm":"Diese Leute sind rechte Ulcera Reipublicae, und nicht rechtschaffene Medici zu schelten, sprach Siegfried, alleine, wo das Utile dem Honesto vorgehet, sieht man den Betrug nicht, sollte gleich Argus seine hundert Augen einen solchen Geld-Hamster lehnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9328999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1696,"date":1719,"orig":"Andreas buͤckte ſich zum Wagen aus, und ſahe zween Bettler von ferne mit einander ſchertzen, da ſagte er:","norm":"Andreas bückte sich zum Wagen aus, und sah zweien Bettler von ferne miteinander scherzen, da sagte er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786300182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1697,"date":1719,"orig":"Meine hoch-geehrte Herren, dort nicht weit von uns ſchertzen zween Menſchen, was gilts wann mir vorbey fahren, werden ſie umb eine Gabe betteln.","norm":"Meine hochgeehrte Herren, dort nicht weit von uns Scherzen zweien Menschen, was gilt es wann mir vorbeifahren, werden sie um eine Gabe betteln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.414899826049805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1698,"date":1719,"orig":"Es geſchach auch, denn als der Wagen an ſie kam, war der eine lahm der andere ſtumm; Der Lahme bath umb eine Gabe vor ſich und den Stummen.","norm":"Es geschah auch, denn als der Wagen an sie kam, war der eine lahm der andere stumm; der Lahme bat um eine Gabe vor sich und den Stummen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43149995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1699,"date":1719,"orig":"Andreas ſprach zu ihnen:","norm":"Andreas sprach zu ihnen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7515997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1700,"date":1719,"orig":"Jhr Galgen-Voͤgel wartet, ich will euch bald gehend und redend machen, ſprang damit aus den Wagen, zog ſeinen Degen aus, und hieb auf die Bettler als waͤre es im Ernſte, loß, die Bettler nicht faul, der vermeynte Lahme nahm ſeine Kruͤcke, zog aus der einen eine lange Stiliet-Klinge, und wurff den Stummen die andere zu, und alſo beyde auff Andreas loß, ſie wuͤrden ihm auch endlich ſchwer gefallen ſeyn, wann unſere Reiſende ihme nicht zu Huͤlffe kommen waͤren, und die Bettler das Reißaus zu nehmen gezwungen haͤtten.","norm":"Ihr Galgenvögel wartet, ich will euch bald gehend und redend machen, sprang damit aus den Wagen, zog seinen Degen aus, und hieb auf die Bettler als wäre es im Ernste, los, die Bettler nicht faul, der vermeinte Lahme nahm seine Krücke, zog aus der einen eine lange Stiliet-Klinge, und Wurf den Stummen die andere zu, und also beide auf Andreas los, sie würden ihm auch endlich schwergefallen sein, wann unsere Reisende ihm nicht zu Hilfe kommen wären, und die Bettler das Reißaus zu nehmen gezwungen hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.069399833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1701,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie ſich alle wieder in Wagen geſetzt hatten, ſagte Eckarth zu Andreas: Andreas, Vorwitz macht Jungfern theuer, waͤren wir euch nicht zu Huͤlffe kommen, die Bettler wuͤrden euch uͤbel tractiret haben.","norm":"Nachdem sie sich alle wieder in Wagen gesetzt hatten, sagte Eckart zu Andreas: Andreas, Vorwitz macht Jungfern teuer, wären wir euch nicht zu Hilfe kommen, die Bettler würden euch übel traktiert haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.247099876403809} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1702,"date":1719,"orig":"Auf Reiſen iſt es ſehr naͤrriſch gehandelt, wann man ſich ohne Noth in Gefahr geben will, man laſſe einen jeden wer er iſt, man muß auff Reiſen allezeit blind und ſtumm ſeyn, nicht alles ſehen, und von niemanden weder Gutes noch Boͤſes reden, ſondern thun als wann man die Perſon, von der geredet wird nicht kennete, oder uͤmb derſelben Thun ſich nicht ſonderlich bekuͤmmerte, vornehmlich ſehe man nicht an, einen Bettler, ob er es gleich nicht wuͤrdig iſt, eine Gabe zu zuwerffen, es hat ein ſolch Allmoſen manchen ſo viel genutzt, daß er durch ihre Warnungen vielen Ungluͤck entgangen iſt.","norm":"Auf Reisen ist es sehr närrisch gehandelt, wann man sich ohne Not in Gefahr geben will, man lasse einen jeden wer er ist, man muss auf Reisen allezeit blind und stumm sein, nicht alles sehen, und von niemanden weder Gutes noch Böses reden, sondern tun als wann man die Person, von der geredet wird nicht kennte, oder um derselben Tun sich nicht sonderlich bekümmerte, vornehmlich sehe man nicht an, einen Bettler, ob er es gleich nicht würdig ist, eine Gabe zuzuwerfen, es hat ein solch Almosen manchen so viel genutzt, dass er durch ihre Warnungen vielen Unglück entgangen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906700134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1703,"date":1719,"orig":"Doch iſt zu verwundern, daß die Land-und Stadt-Phyſici ihre Beſoldung dahin nehmen, und dergleichen Land und Stadt-Bettler, ob ſie gebrechlich ſeyn oder nicht, nicht genau unterſuchen.","norm":"Doch ist zu verwundern, dass die Land- und Stadt-Physici ihre Besoldung dahin nehmen, und dergleichen Land und Stadt-Bettler, ob sie gebrechlich sein oder nicht, nicht genau untersuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.106100082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1704,"date":1719,"orig":"Wer weiß! wandte Gotthart ein, ob es auch der Obrigkeit gelegen iſt, daß ein Phyſicus ohne ihren Befehl ihm eine ſolche Gurcke heraus nehme.","norm":"Wer weiß! wandte Gotthart ein, ob es auch der Obrigkeit gelegen ist, dass ein Physicus ohne ihren Befehl ihm eine solche Gurke herausnehme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331900119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1705,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte.","norm":"Eckart replizierte.","lang_fastText":"sq","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0,"norm_lmscore":5.420499801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1706,"date":1719,"orig":"Mein Herr Sohn, es iſt ja leider anjetzo dahin kommen, daß ein jeder der was zu befehlen hat, ſeine Beſoldete und Unterthanen nach eigenen Gefallen tractiren will, und damit bleibet alles zuruͤck, ein jeder wird ſeines Amtes halben Rechenſchafft geben muͤſſen.","norm":"Mein Herr Sohn, es ist ja leider jetzt dahin kommen, dass ein jeder der was zu befehlen hat, seine Besoldete und Untertanen nach eigenen Gefallen traktieren will, und damit bleibt alles zurück, ein jeder wird seines Amtes halben Rechenschaft geben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1707,"date":1719,"orig":"Allein, wie mancher Handwercks-Burſch und Reiſender, wird von dergleichen Boͤſewichtern umbgebracht, wie denn vor einigen Jahren im Lande Nieder-Schleſien vor Liegnitz, Rauten und Wohlau ſolche Bettler juſtificirt worden, und hat der eine zum Rauten uͤber viertzig Morde und 30. Mord-Braͤnde gethan zu haben, bekannt.","norm":"Allein, wie mancher Handwerksbursch und Reisender, wird von dergleichen Bösewichtern umgebracht, wie denn vor einigen Jahren im Lande Niederschlesien vor Liegnitz, Rauten und Wohlau solche Bettler justifiziert worden, und hat der eine zum Rauten über vierzig Morde und 30. Mordbrände getan zu haben, bekannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.719799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1708,"date":1719,"orig":"Dahero ich ſie meine wertheſte Herren Soͤhne, als ein getreuer Freund rathen und ermahnen will, wehrender Reiſe ſich nicht lange von Wagen zu halten, damit ſie nicht aus den rechten Weg auf den Jrr- Weg gerathen, und alſo in groß Ungluͤck gerathen moͤgen.","norm":"Daher ich sie meine werteste Herren Söhne, als ein getreuer Freund raten und ermahnen will, währender Reise sich nicht lange von Wagen zu halten, damit sie nicht aus den rechten Weg auf den Jrr-Weg geraten, und also in groß Unglück geraten mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486100196838379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1709,"date":1719,"orig":"Hiermit kamen unſere Compagnie in das Dorff woſelbſt ſie zu Mittag ſpeiſen und fuͤttern wolten.","norm":"Hiermit kamen unsere Compagnie in das Dorf woselbst sie zu Mittag speisen und füttern wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.999000072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1710,"date":1719,"orig":"Als ſie nun ins Wirthshaus kamen und in die Stube traten, ſiehe da war ein elendes Spectacul, denn das Wirths Kind hatte das Hoͤchſte oder die ſchwere Noth, daß es ſich ein Stein in der Erden haͤtte erbarmen moͤgen.","norm":"Als sie nun ins Wirtshaus kamen und in die Stube traten, siehe da war ein elendes Spektakel, denn das Wirts Kind hatte das Höchste oder die schwere Not, dass es sich ein Stein in der Erden hätte erbarmen mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.644599914550781} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1711,"date":1719,"orig":"Eckarth nahm etwas aus ſeinen Feld Kiſtlein, gab dem Kinde drey Tropffen davon ein, damit ermunterte ſich das Kind, und ſchlieff darauff ein.","norm":"Eckart nahm etwas aus seinen Feld Kistlein, gab dem Kinde drei Tropfen davon ein, damit ermunterte sich das Kind, und schlief darauf ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.644700050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1712,"date":1719,"orig":"Die Seuche ließ ein wenig nach, in einer halben Stunde reichte er ihm wieder drey Tropffen, da wurde dem Kinde noch beſſer.","norm":"Die Seuche ließ ein wenig nach, in einer halben Stunde reichte er ihm wieder drei Tropfen, da wurde dem Kinde noch besser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5954999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1713,"date":1719,"orig":"Der Wirth bedanckte ſich gegen Eckarthen aufs beſt-moͤglichſte und hoͤflichſte, als es ſeine Arth mit ſich brachte, und bath ihm ein wenig von der Artzeney umb gure Zahlung zukommen zu laſſen.","norm":"Der Wirt bedankte sich gegen Eckarten aufs bestmöglichste und höflichste, als es seine Art mit sich brachte, und bat ihm ein wenig von der Arznei um gurre Zahlung zukommen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.212399959564209} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1714,"date":1719,"orig":"Ja, antwortete Eckarth, mein Freund, ich fuͤhre nur etwas zur Noth bey mir, doch will ich euch etliche Tropffen hinterlaſſen, ſo auch geſchach.","norm":"Ja, antwortete Eckart, mein Freund, ich führe nur etwas zur Not bei mir, doch will ich euch etliche Tropfen hinterlassen, so auch geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6392998695373535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1715,"date":1719,"orig":"Als nun Eckarth den Wirth fragte?","norm":"Als nun Eckart den Wirt fragte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.998600006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1716,"date":1719,"orig":"Aus was Urſachen es denn geſchehe, daß die Seuche das Kind ſo hefftig angriffe: Herr, antwortete der Wirth, wir halten davor, die Zaͤhne verurſachen dieſes Ubel.","norm":"Aus was Ursachen es denn geschehe, dass die Seuche das Kind so heftig angriffe: Herr, antwortete der Wirt, wir halten davor, die Zähne verursachen dieses Übel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.696000099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1717,"date":1719,"orig":"Die Zaͤhne ſind es nicht alleine, mein lieber Herr Wirth, verſetzte Eckarth; vielleicht werdet ihr dem Kinde warm Brodt, in Butter gepregelte Speiſen oder Gebackenes zu eſſen gegeben haben, oder die Mutter wird gerne ſaures eſſen und Brandtewein trincken.","norm":"Die Zähne sind es nicht alleine, mein lieber Herr Wirt, versetzte Eckart; vielleicht werdet ihr dem Kinde warm Brot, in Butter gepregelte Speisen oder Gebackenes zu essen gegeben haben, oder die Mutter wird gerne saures essen und Branntwein trinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1092000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1718,"date":1719,"orig":"Ja Herr, antwortete der Wirth, die Sache verhaͤlt ſich alſo, wie derſelbe erzehlet, wir haͤtten uns aber nimmermehr eingebildet, daß erwehnte Sachen dem Kinde eben ſo viel ſchaden ſolten.","norm":"Ja Herr, antwortete der Wirt, die Sache verhält sich also, wie derselbe erzählt, wir hätten uns aber nimmermehr eingebildet, dass erwähnte Sachen dem Kinde ebenso viel schaden sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8069000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1719,"date":1719,"orig":"Allerdinges, replicirte Eckarth, laſſet euch kuͤnfftiger Zeit meine wenige Rede zur Regel dienen, ſo wird die Kranckheit ſo leichtlich ſich nicht wieder einfinden.","norm":"Dinges, replizierte Eckart, lasst euch künftiger Zeit meine wenige Rede zur Regel dienen, so wird die Krankheit so leichtlich sich nicht wieder einfinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.751200199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1720,"date":1719,"orig":"Der Wirth tractirte unſere Reiſende wohl, und als ſie zahlen wolten, wolte der Wirth aus Danckbahrkeit kein Geld annehmen.","norm":"Der Wirt traktierte unsere Reisende wohl, und als sie zahlen wollten, wollte der Wirt aus Dankbarkeit kein Geld annehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9328999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1721,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich gegen ihn vor erzeigten guten Willen, und wuͤntſchte ihm und ſeinem Hauſe beſſer Gluͤck.","norm":"Eckart bedankte sich gegen ihn vor erzeigten guten Willen, und wünschte ihm und seinem Hause besser Glück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.263299942016602} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1722,"date":1719,"orig":"Nachdem der Kutſcher angeſpannet hatte, ſatzten ſich unſere Reiſende auf, und fuhren noch die uͤbrige Meile biß Garpa, da denn unter Wegens Siegfried Eckarthen bath:","norm":"Nachdem der Kutscher angespannt hatte, sattsten sich unsere Reisende auf, und fuhren noch die übrige Meile bis Garpa, da denn unter Wegen Siegfried Eckarten bat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.813399791717529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1723,"date":1719,"orig":"Ob er nicht ſo guͤnſtig ſeyn, und ihm das Medicament welches er dem Kinde gegeben, hoch-geneigt offenbahren wolte?","norm":"Ob er nicht so günstig sein, und ihm das Medikament welches er dem Kinde gegeben, hochgeneigt offenbaren wollte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246399879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1724,"date":1719,"orig":"Mein wertheſter Herr Siegfried, antwortete Eckarth:","norm":"Mein wertester Herr Siegfried, antwortete Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.592299938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1725,"date":1719,"orig":"Was ſoll ich ihme verbergen, und ſagte ihm in ein Ohr: Es iſt das Sal volatile Tartari.","norm":"Was soll ich ihm verbergen, und sagte ihm in ein Ohr: Es ist das Soll volatile Tartari.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.75600004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1726,"date":1719,"orig":"Jch bedancke mich unterthaͤnig, ſagte Siegfried.","norm":"Ich bedanke mich untertänig, sagte Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.29449987411499} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1727,"date":1719,"orig":"Dieſes iſt gewiß ein herrliches und durchdringendes Mittel, und nachdem ſie noch einige Discourſe gefuͤhret hatten, gelangten ſie gluͤcklich in Garpa an, und kehrten in Gaſt-Hofe zum goldenen Sterne ein.","norm":"Dieses ist gewiss ein herrliches und durchdringendes Mittel, und nachdem sie noch einige Diskurse geführt hatten, gelangten sie glücklich in Garpa an, und kehrten in Gasthof zum goldenen Sterne ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.722300052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1728,"date":1719,"orig":"Das VII. Capitel.","norm":"Das VII. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.183000087738037} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1729,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende verwechſeln den Gaſt-Hoff/ mit Camera locante.","norm":"Unsere Reisende verwechseln den Gasthof / mit Kamera locante.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.460599899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1730,"date":1719,"orig":"Des Wirthſchaffters Sohn hat den Durchbruch den Siegfried curiret.","norm":"Des Wirtschafters Sohn hat den Durchbruch den Siegfried kurieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.052800178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1731,"date":1719,"orig":"Eckarth nimmt Andreas zum Bedienten an.","norm":"Eckart nimmt Andreas zum Bedienten an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.171199798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1732,"date":1719,"orig":"Der Graf Salanin General und Commendant in Garpa, laͤſt Eckarthen durch einen Cavallier auſſuchen/ ihn zu der Ankunfft gratuliren/ und ihn zu ſich zum Mittagmahl invitiren.","norm":"Der Graf Solanin General und Kommandant in Garpa, lässt Eckarten durch einen Cavalier aussuchen / ihn zu der Ankunft gratulieren / und ihn zu sich zum Mittagmahl invitieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.94290018081665} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1733,"date":1719,"orig":"Eckarths Gegen-Complimenten; Des Cavalliers Antwort.","norm":"Ekarts Gegenkomplimenten; des Kavaliers Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.389100074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1734,"date":1719,"orig":"Eckarth wird zur Mahlzeit abgeholet.","norm":"Eckart wird zur Mahlzeit abgeholt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.386199951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1735,"date":1719,"orig":"Eckarths verſtelltes Mißtrauen gegen den Cavallier, wird von denſelben wieder wett gemacht.","norm":"Ekarts verstelltes Misstrauen gegen den Cavalier, wird von denselben wieder wett gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.001900196075439} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1736,"date":1719,"orig":"Der General bewillkommt ſich mit Eckarthen/ und dieſer mit jenem; ſetzen ſich zur Tafel.","norm":"Der General bewillkommt sich mit Eckarten / und dieser mit jenem; setzen sich zur Tafel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9822001457214355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1737,"date":1719,"orig":"Der General befraget ſich mit Eckarthen/ worauff dieſer ihm vergnuͤgliche Antwort giebt.","norm":"Der General befraget sich mit Eckarten / worauf dieser ihm vergnügliche Antwort gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9309000968933105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1738,"date":1719,"orig":"Der General ruͤhmet Eckarths Conduite gegen ſeine Officirer.","norm":"Der General rühmet Ekarts Konduite gegen seine Offizier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.972400188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1739,"date":1719,"orig":"Eckarth proteſtiret darwider.","norm":"Eckart protestiert dawider.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"br","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":6.019899845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1740,"date":1719,"orig":"Der General bietet ihn Hauß und Tafel an/ invitirt ihn aufs neue mit ſeinen Reiſe-Cameraden zum Morgenden Mittags- Mahl/ gehen aufs Altan und haben bey einer Pfeiffe Taback unterſchiedene Discourſe/ nach welchen Eckarth von General Abſchied nimbt und nach ſeinen Quartier faͤhret.","norm":"Der General bietet ihn Haus und Tafel an / invitiert ihn aufs neue mit seinen Reisekameraden zum Morgenden Mahl / gehen aufs Altan und haben bei einer Pfeife Tabak unterschiedene Diskurse / nach welchen Eckart von General Abschied nimmt und nach seinen Quartier fährt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0117998123168945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1741,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart reden von Bruͤderſchafft-Trincken/ pro & contra.","norm":"Siegfried und Gotthart reden von Brüderschafft-Trincken / pro & contra.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.01579999923706} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1742,"date":1719,"orig":"Siegfried ruͤhmet ſolches und erzehlet die Arth und Weiſe wie ſelbige geſtifftet wird.","norm":"Siegfried rühmet solches und erzählt die Art und Weise wie selbige gestiftet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1402997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1743,"date":1719,"orig":"Gottharts fernere Rede und Eckarths Endſchluß.","norm":"Gottharts fernere Rede und Ekarts Endschluss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.354700088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1744,"date":1719,"orig":"Des andern Tages darauf wird Eckarth mit Siegfried und Gotthart zum General zum Mittags-Eſſen abgehohlet/ welcher ſie gar gnaͤdig empfaͤngt.","norm":"Des anderen Tages darauf wird Eckart mit Siegfried und Gotthart zum General zum Mittagessen abgeholt / welcher sie gar gnädig empfängt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.291800022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1745,"date":1719,"orig":"Des Generals Frage an die jungen Herren wird von Gottharten beantwortet.","norm":"Des Generals Frage an die jungen Herren wird von Gottharten beantwortet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.208399772644043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1746,"date":1719,"orig":"Nach der Mahlzeit nehmen Siegfried und Gotthart mit unterthaͤnigen Reverentz an den General Abſchied.","norm":"Nach der Mahlzeit nehmen Siegfried und Gotthart mit untertänigen Reverenz an den General Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.998499870300293} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1747,"date":1719,"orig":"Der General verſchlieſt ſich mit Eckarthen in ein Neben-Stuͤblein/ haben geheime Reden untereinander/ hernach fraget der General/ ob die Welſchen die die Gebuͤrge durchkriegen/ Gold finden und nach ihren Laͤndern tragen?","norm":"Der General verschließt sich mit Eckarten in ein Nebenstüblein / haben geheime Reden untereinander / hernach fraget der General / ob die Welschen die die Gebirge durchkriegen / Gold finden und nach ihren Ländern tragen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.702099800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1748,"date":1719,"orig":"Eckarth beantwortet ſie.","norm":"Eckart beantwortet sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.797599792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1749,"date":1719,"orig":"Gold kan wachſend gemacht werden.","norm":"Gold kann wachsend gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.89900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1750,"date":1719,"orig":"Fernere Fragen des Generals von der Extraction guter Metallen/ aus denen Geringern/ beantwortet Eckarth aus ſelbſtgemachter Probe von Stahl/ aus welchen er Gold gezogen.","norm":"Fernere Fragen des Generals von der Extraktion guter Metallen / aus denen Geringeren / beantwortet Eckart aus selbstgemachter Probe von Stahl / aus welchen er Gold gezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.696499824523926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1751,"date":1719,"orig":"Stahl wird in Kupffer verwandelt/ und aus Zinn Silber gezogen; Redet weiter von Lap. Phil. beſtaͤtiget deſſen Weſenheit/ discuriren von denen Adeptis und Beſitzern dieſes Geheimniſſes.","norm":"Stahl wird in Kupfer verwandelt / und aus Zinn Silber gezogen; redet weiter von Lap. Phil. bestätiget dessen Wesenheit / diskurieren von denen Adeptis und Besitzern dieses Geheimnisses.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.161900043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1752,"date":1719,"orig":"Eckarth fuͤhret ihren rechten Titul vom Kerckringen gegeben an/ welchen der General beſtaͤtiget.","norm":"Eckart führt ihren rechten Titel vom Kehrkringen gegeben an / welchen der General bestätiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.6834001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1753,"date":1719,"orig":"Aurum potabile und Tinctura Solis, Gold-Pulver und dergleichen Eſſentzen wie und welcher Geſtalt ſie zubereitet werden/ davon Eckarth raiſonnirt/ gedencket eines Freundes der e corpore Solis, Electro immaturo und andern mineraliſchen Schwefeln zu groſſen Nutzen der Patienten/ Tincturen oder Eſſentzen ausgearbeitet habe.","norm":"Aurum potabile und Tinctura Solis, Goldpulver und dergleichen Essenzen wie und welcher Gestalt sie zubereitet werden / davon Eckart räsoniert / gedenkt eines Freundes der e corpore Solis, Electro immaturo und anderen mineralischen Schwefeln zu großen Nutzen der Patienten / Tinkturen oder Essenzen ausgearbeitet habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.172399997711182} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1754,"date":1719,"orig":"Aberglaube der Leuthe der eingemiſchten Gold- Blaͤttlein unter die Artzeneyen/ D. Ammans ſpeciale Hertzſtaͤrckung.","norm":"Aberglaube der Leute der eingemischten Gold-Blättlein unter die Arzneien / D. Ammans speciale Herzstärkung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.924300193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1755,"date":1719,"orig":"Eckarths Vortrag von denen unterſchiedlichen Arthen der ſo genannten Einhoͤrner und deren Wirckung/ welches das wahre unter denen vorgezeigten ſey.","norm":"Ekarts Vortrag von denen unterschiedlichen Arten der so genannten Einhörner und deren Wirkung / welches das wahre unter denen vorgezeigten sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.569699764251709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1756,"date":1719,"orig":"Der General bedancket ſich gegen Eckarthen/ und laͤſt eine kalte Abend-Collation auftragen.","norm":"Der General bedanket sich gegen Eckarten / und lässt eine kalte Abendkollation auftragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.469299793243408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1757,"date":1719,"orig":"Ob das Abend-Eſſen dienlich ſey oder nicht/ wird eroͤrtert.","norm":"Ob das Abend-Essen dienlich sei oder nicht / wird erörtert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406700134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1758,"date":1719,"orig":"Eckarth giebt den General ein Mittel vor hitzige boͤſe Augen und uͤbles Gehoͤr.","norm":"Eckart gibt den General ein Mittel vor hitzige böse Augen und übles Gehör.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.40310001373291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1759,"date":1719,"orig":"Eckarth nimmt von General nach Bedanckung vor erwieſene Gnade ſein Adjeu.","norm":"Eckart nimmt von General nach Bedankung vor erwiesene Gnade sein Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.294700145721435} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1760,"date":1719,"orig":"Eckarths Wirthin geneſet eines jungen Sohnes/ worzu ihr Eckarth gratuliren laͤſt.","norm":"Ekarts Wirtin geneset eines jungen Sohnes / wozu ihr Eckart gratulieren lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.598800182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1761,"date":1719,"orig":"Der Wirth bittet Eckarthen zu Gefattern/ Eckarths Raiſonirung von den Gefatter-Bitten/ wie auch von dem Gefatter-Eſſen/ und von denen unnoͤthigen Unkoſten und Pracht/ welches die Leuthe auf ſolche Gaſtreyen und andere Umbſtaͤnde wenden.","norm":"Der Wirt bittet Eckarten zu Gefattern / Ekarts Raisonierung von den Gefatter-Bitten / wie auch von dem Gefatter-Essen / und von denen unnötigen Unkosten und Pracht / welches die Leute auf solche Gastreyen und andere Umstände wenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.841899871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1762,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende reſolviren ſich vor das Thor ſpatzieren zu gehen.","norm":"Unsere Reisende resolvieren sich vor das Tor spazieren zu gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.003900051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1763,"date":1719,"orig":"NAchdem unſere Compagnie ſich allda eine Wochen lang aufgehalten hatten, und ihren Wechſel Herrn Ludwig Steuner, ihnen ein fein Logiament zu zuweiſen gebethen, weil ſie willens wahren, den Winter uͤber in Garpa ſich aufzuhalten, mietheten ſie ihnen was ſie bedurfften, und hatten die Koſt zugleich auch im Hauſe, weiln der Wirth Tiſch-Gaͤnger hielt, nahmen ſie von den goldenen Stern-Wirth, nach guter Bezahlung ihren Abſchied, und bezogen ihre gemiethete Zimmer; es hatte aber der Wirthſchaffter einen Knaben von 12. Jahren, welcher bey nahe 4. Wochen lang den Durchlauff gehabt, von allen Kraͤfften kommen war, und ihm nichts mehr helffen wolte.","norm":"Nachdem unsere Compagnie sich allda eine Wochen lang aufgehalten hatten, und ihren Wechsel Herrn Ludwig Steuner, ihnen ein fein Logiament zuzuweisen gebeten, weil sie Willens wahren, den Winter über in Garpa sich aufzuhalten, mieteten sie ihnen was sie bedurften, und hatten die Kost zugleich auch im Hause, weil der Wirt Tischgänger hielt, nahmen sie von den goldenen Stern-Wirt, nach guter Bezahlung ihren Abschied, und bezogen ihre gemietete Zimmer; es hatte aber der Wirtschafter einen Knaben von 12. Jahren, welcher bei nahe 4. Wochen lang den Durchlauf gehabt, von allen Kräften kommen war, und ihm nichts mehr helfen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36269998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1764,"date":1719,"orig":"Siegfried, als er dieſes ſahe und erfahren, was den Knaben mangelte? ſprach er: Monſr.","norm":"Siegfried, als er dieses sah und erfahren, was den Knaben mangelte? sprach er: Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.898900032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1765,"date":1719,"orig":"Sulecki, ſo hieß der Wirth, er bemuͤhe ſich daß er Eßig von Eichenholtze bekomme, ſo will ich ihn als gehoͤrig zurichten, dann wird eueren Sohne bald geholffen werden.","norm":"Sulecki, so hieß der Wirt, er bemühe sich dass er Essig von Eichenholze bekomme, so will ich ihn als gehörig zurichten, dann wird eueren Sohne bald geholfen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.184800148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1766,"date":1719,"orig":"Der Wirth gieng und brachte Siegfrieden zwey Maß:","norm":"Der Wirt ging und brachte Siegfrieden zwei Maß:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.661399841308594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1767,"date":1719,"orig":"Dieſer nahm ein Pfund Sal Tartari, goß den Eßig in eine Kolben, that das Saltz darzu, ſchuͤttelte es wohl unter einander, denn zog er den Spiritum noch ſelbigen Tag und Nacht uͤber, des Morgens darauff, gab er den Knaben einen halben Loͤffel voll in ein wenig warm Bier ein, gleich bekam der Knabe Linderung, und nachdem er es vier biß fuͤnff mahl gebraucht hatte/ ſtunde der Durchbruch, und der Knabe wurde geſund.","norm":"Dieser nahm ein Pfund Soll Tartari, goss den Essig in eine Kolben, tat das Salz dazu, schüttelte es wohl untereinander, denn zog er den Spiritum noch selbigen Tag und Nacht über, des Morgens darauf, gab er den Knaben einen halben Löffel voll in ein wenig warm Bier ein, gleich bekam der Knabe Linderung, und nachdem er es vier bis fünf Mal gebraucht hatte / stand der Durchbruch, und der Knabe wurde gesund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230199813842773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1768,"date":1719,"orig":"Und dieweil unſere Reiſende doch einen Diener umb ſich haben muſten, Andreas auch ihnen ziemlich anſtund, reſolvirten ſie ſich ihn den Winter uͤber zu behalten, alsdenn wolten ſie bey Fortſetzung ihrer Reiſe ſehen, wie es die Gelegenheit geben wuͤrde.","norm":"Und dieweil unsere Reisende doch einen Diener um sich haben mussten, Andreas auch ihnen ziemlich anstand, resolvierten sie sich ihn den Winter überzubehalten, alsdann wollten sie bei Fortsetzung ihrer Reise sehen, wie es die Gelegenheit geben würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.133399963378906} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1769,"date":1719,"orig":"Es waren kaum 6. Tage vorbey geſtrichen, kam der Hauß-Knecht aus den Goldedenen Stern, mit einen Cavallier und Fourirer ins Hauß, fragten nach Monſr.","norm":"Es waren kaum 6. Tage vorbeigestrichen, kam der Hausknecht aus den Goldedenen Stern, mit einen Cavalier und Fouriere ins Haus, fragten nach Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.23199987411499} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1770,"date":1719,"orig":"Eckarthen?","norm":"Eckarten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.619999885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1771,"date":1719,"orig":"Der Wirth wieſe ſie hinnauff ins Zimmer, der Hauß-Knecht aber gieng wieder zuruͤck.","norm":"Der Wirt wiese sie hinauf ins Zimmer, der Hausknecht aber ging wieder zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826700210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1772,"date":1719,"orig":"Der Cavallier pochte ſachte an die Stuben-Thuͤre an, Gotthart machte auf, da fragte er:","norm":"Der Cavalier pochte sachte an die Stubentür an, Gotthart machte auf, da fragte er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501800060272217} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1773,"date":1719,"orig":"Ob hierinnen nicht ein Cavallier Monſr.","norm":"Ob hierinnen nicht ein Cavalier Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.008500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1774,"date":1719,"orig":"Eckarth logirte?","norm":"Eckart logierte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"is","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.659200191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1775,"date":1719,"orig":"Gotthart antwortete mit Ja, und rieff Eckarthen.","norm":"Gotthart antwortete mit Ja, und rief Eckarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.418099880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1776,"date":1719,"orig":"Eckarth, als er kam, bath er den Cavallier ſich zu naͤhern, und ſein geringes Zimmer nicht zuverſchmaͤhen.","norm":"Eckart, als er kam, bat er den Cavalier sich zu nähern, und sein geringes Zimmer nicht zuverschmähen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537600040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1777,"date":1719,"orig":"Dieſer bedanckte ſich zum hoͤflichſten, bittende:","norm":"Dieser bedankte sich zum höflichsten, bittende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.388899803161621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1778,"date":1719,"orig":"Jhme nur etliche Worte anzubringen großguͤnſtig zu erlauben.","norm":"Ihm nur etliche Worte anzubringen großgünstig zu erlauben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.641499996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1779,"date":1719,"orig":"Als aber Eckarth ſich mit ihme noͤthigte, bath der Cavallier umb Verzeihung, der Fourirer aber blieb auſſerhalb des Zimmers; Eckarth bath ihn ſich nieder zu laſſen, es wolte aber der Cavallier ſein Anbringen nicht anders als ſtehend verrichten, ſagende: Mein Herr, der Graff von Salanin, General Feld-Marſchall-Lieutenant und Commendant dieſer Koͤniglichen Stadt Garpa, entpfielet ſich den tapfferen und niemahls genung Preiß-wuͤrdigen Monſr.","norm":"Als aber Eckart sich mit ihm nötigte, bat der Cavalier um Verzeihung, der Fouriere aber blieb außerhalb des Zimmers; Eckart bat ihn sich niederzulassen, es wollte aber der Cavalier sein Anbringen nicht anders als stehend verrichten, sagende: Mein Herr, der Graf von Solanin, General Feld-Marschall-Lieutenant und Kommandant dieser königlichen Stadt Garpa, empfiehlt sich den tapferen und niemals genug Preiswürdigen Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230800151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1780,"date":1719,"orig":"Eckarth zum Dienſt-ſchuldigſten, denn nachdem von dem Herrn General Soluçki Commendant in Carnia, ihme ſchon vor 8. Tagen aviſiret worden, daß der Obriſte Lieutenant Monſr.","norm":"Eckart zum Dienst-schuldigsten, denn nachdem von dem Herrn General Solucki Kommandant in Carnia, ihm schon vor 8. Tagen avisieret worden, dass der oberste Leutnant Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1781,"date":1719,"orig":"Eckarth, der ihn ehemahln bey Moluda gefangen, und zu unterſchiedenen mahlen bey getroffenen Stillſtand der Waffen ��ich mit ihnen rencontrirt, auch ſeine Fraͤulein Tochter von denen Raͤubern errettet haͤtte, ſich in Garpa wuͤrde aufhalten: Alſo baͤthe er, wann der Herr Graf ihme die Gnade thun, und durch ſeine Leuthe ihn auf zu ſuchen, gnaͤdigſten Befehl ertheilen wolle, wuͤrde er es vor eine ſonderbahre Gnade aufnehmen, und mit allen Gegen-Dienſten wiederumb verſchulden.","norm":"Eckart, der ihn ehemals bei Moluda gefangen, und zu unterschiedenen malen bei getroffenen Stillstand der Waffen sich mit ihnen rencontrirt, auch seine Fräulein Tochter von denen Räubern errettet hätte, sich in Garpa würde aufhalten: Also bäte er, wann der Herr Graf ihm die Gnade tun, und durch seine Leute ihn aufzusuchen, gnädigsten Befehl erteilen wolle, würde er es vor eine sonderbare Gnade aufnehmen, und mit allen Gegendiensten wiederum verschulden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.883500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1782,"date":1719,"orig":"Nachdem wir nun in der Stadt die Wirthshaͤuſer ziemlich durchſuchet haben, bekamen wir erſt geſtern in Goldenen Stern die Nachricht, daß ſie ſich daſelbſt zwar aufgehalten haͤtten, alleine ſie haͤtten Camera locante geſucht, und ſich aus den Wirthshauſe gemacht, weswegen nach deren Erkundigung mein Herr der General, an meinen hoch-geehrteſten Herrn mich nebenſt einen Fourier abgeordnet, ihnen von ſeinetwegen, geſunder gluͤcklicher Ankunfft halber, in Garpa ſchuldigſt zu gratuliren, zugleich umb Verzeihung bittende:","norm":"Nachdem wir nun in der Stadt die Wirtshäuser ziemlich durchsuchet haben, bekamen wir erst gestern in goldenen Stern die Nachricht, dass sie sich daselbst zwar aufgehalten hätten, alleine sie hätten Kamera locante gesucht, und sich aus den Wirtshause gemacht, weswegen nach deren Erkundigung mein Herr der General, an meinen hochgeehrtesten Herrn mich neben einen Fourier abgeordnet, ihnen von seinetwegen, gesunder glücklicher Ankunft halber, in Garpa schuldigst zu gratulieren, zugleich um Verzeihung bittende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.993000030517578} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1783,"date":1719,"orig":"Daß er nicht ehe davon Bericht gehabt, umb ſeine Devoirs zeitlicher abzulegen, mit dienſtlichen Erſuchen ihme die hohe Ehre zu goͤnnen, und heute zu Mittage auf eine kleine Mahlzeit ſein hoch-geſchaͤtzter Gaſt zu ſeyn, gegen welche Zeit meinen hoch-geehrteſten Herrn ich ſchuldigſt abzuholen, werde verpflichtet leben.","norm":"Dass er nicht ehe davon Bericht gehabt, um seine Devoirs zeitlicher abzulegen, mit dienstlichen Ersuchen ihm die hohe Ehre zu gönnen, und heute zu Mittage auf eine kleine Mahlzeit sein hochgeschätzter Gast zu sein, gegen welche Zeit meinen hochgeehrtesten Herrn ich schuldigst abzuholen, werde verpflichtet leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.537099838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1784,"date":1719,"orig":"Monſieur, antwortete Eckarth, verzeihe, wo ich ihn ſeiner Perſon und Dignitaͤten nach, als ein Unwiſſender nicht Reſpect thue, vor die hohe und gnaͤdige Affection, Jhr. Excell. des Herrn Grafen von Salanin, als einer der tapfferſten Cavallier die jetzo leben, ſage ich gehorſambſten Danck, erfreue mich hertzlich ſeines Wohlſtandes, am meiſten aber, daß ich noch die Ehre denſelben aufzuwarten genieſſen ſoll.","norm":"Monsieur, antwortete Eckart, verzeihe, wo ich ihn seiner Person und Dignitäten nach, als ein Unwissender nicht Respekt tue, vor die hohe und gnädige Affektion, Jhr. Excell. des Herrn Grafen von Solanin, als einer der tapfersten Cavalier die jetzt leben, sage ich gehorsamsten Dank, erfreue mich herzlich seines Wohlstandes, am meisten aber, dass ich noch die Ehre denselben aufzuwarten genießen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168000221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1785,"date":1719,"orig":"Jch bitte Monſieur, er nehme die groſſe Muͤhwaltung auf ſich, Jhro Hoch-Graͤfl. Excell. dieſes guͤnſtig zu hinterbringen, daß ihnen ich mich gehorſambſt entpfele, und erwarte mit Hertzens-Vergnuͤgung die Stunde meiner Aufwartung.","norm":"Ich bitte Monsieur, er nehme die große Mühwaltung auf sich, Ihrer Hochgräfl. Excell . dieses günstig zu hinterbringen, dass ihnen ich mich gehorsamst empfehle, und erwarte mit Herzensvergnügung die Stunde meiner Aufwartung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.661200046539307} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1786,"date":1719,"orig":"Doch vergoͤnne Monſr. daß ich umb etwas frage?","norm":"Doch vergönne Monsr . dass ich um etwas frage?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.169400215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1787,"date":1719,"orig":"Gar gerne, mein hoch-geehrteſter Herr, ſie haben es gute Macht, antwortete der Cavallier.","norm":"Gar gerne, mein hochgeehrtester Herr, sie haben es gute Macht, antwortete der Cavalier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9106998443603525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1788,"date":1719,"orig":"Warumb fragte Eckarth, hat der Herr Graf nicht ehe von mir gewuſt, indem ja die Wache unter dem Thore uns ziemlich ſcharff ausgefragt?","norm":"Warum fragte Eckart, hat der Herr Graf nicht ehe von mir gewusst, indem ja die Wache unter dem Tore uns ziemlich scharf ausgefragt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.991600036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1789,"date":1719,"orig":"Mein Patron, replicirte der Cavallier, der Graff mein Herr, iſt etliche Tage her ſehr unpaͤßlich geweſen, und der Obriſt-Lieutenant, weiln der Nahme Eckarth, als einen Hoffmeiſter junger Herren auff notirt war, hat vermeynt, es wuͤrde ſo viel nicht zu bedeuten haben, den Grafen davon part zu geben, wiewohl der Herr General nach empfangenen Brieff von Carnia ſehr ungehalten auff ihn war, auch deshalben Befehl gethan, kuͤnfftiger Zeit ihme alle Tage frembder Paſſagiers halben rapport zu thun.","norm":"Mein Patron, replizierte der Cavalier, der Graf mein Herr, ist etliche Tage her sehr unpässlich gewesen, und der Obristleutnant, weil der Nahme Eckart, als einen Hoffmeister junger Herren auf notiert war, hat vermeint, es würde so viel nicht zu bedeuten haben, den Grafen davon part zu geben, wiewohl der Herr General nach empfangenen Brief von Carnia sehr ungehalten auf ihn war, auch deshalb Befehl getan, künftiger Zeit ihm alle Tage fremder Passagiers halben Rapport zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3403000831604} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1790,"date":1719,"orig":"Es iſt ſchon gut, mein Herr, ſagte Eckarth; weil die Poſt ſo ſchnell iſt, ſo verzeihe derſelbe, daß ich vor dieſesmahl meine Schuldigkeit nicht ablege, werde aber mit eheſten vor erzeigte Hoͤfligkeit denſelben einen Gegen-Dienſt zu thun beflieſſen leben.","norm":"Es ist schon gut, mein Herr, sagte Eckart; weil die Post so schnell ist, so verzeihe derselbe, dass ich vor diesmal meine Schuldigkeit nicht ablege, werde aber mit ehesten vor erzeigte Höflichkeit denselben einen Gegen-Dienst zu tun beflissen leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.56820011138916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1791,"date":1719,"orig":"Der Cavallier verſetzte, mein Patron, ich bin obligat einen jeden, bevoraus einen ſolchen Helden als ſie ſind, aufzuwarten; Unterdeſſen befehle ich mich in deren hohe Gunſt, und werde meines Patrons Gegen- Affection meinen Herrn General gehorſambſt melden.","norm":"Der Cavalier versetzte, mein Patron, ich bin obligat einen jeden, bevoraus einen solchen Helden als sie sind, aufzuwarten; unterdessen befehle ich mich in deren hohe Gunst, und werde meines Patrons Gegen-Affektion meinen Herrn General gehorsamst melden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.861800193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1792,"date":1719,"orig":"Hiermit begleitete Eckarth den Cavallier, wiewohl mit deſſen Proteſtation biß an die Hauß-Thuͤr.","norm":"Hiermit begleitete Eckart den Cavalier, wiewohl mit dessen Protestation bis an die Haustür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.042200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1793,"date":1719,"orig":"Als der Cavallier oder Hauptmann zu den General kam, meldete er Eckarths Gegen-Complimenten an, und erzehlte, was ihn Eckarth geſagt haͤtte; Unterdeſſen zog ſich Eckarth an, und als es eilffe ſchlug, kam eine vergoldete Caroſſe mit ſechſen beſpannet gefahren, darinnen ſaß der vorige Cavallier, und lieffen zwey Diener in Liverey mit dem Fourier bey her; Der Hauptmann ſtieg ab, gieng hinnauff, klopffte an das Zimmer, als Eckarth auffthat, bath er ihn in Nahmen des Herrn Generals, ihme die hohe Gunſt zu goͤnnen, mit aufzuſitzen, und ſeines Principaln kleine Offerten nicht zu verachten.","norm":"Als der Cavalier oder Hauptmann zu den General kam, meldete er Ekarts Gegenkomplimenten an, und erzählte, was ihn Eckart gesagt hätte; unterdessen zog sich Eckart an, und als es eilffe schlug, kam eine vergoldete Karosse mit Sechsen bespannet gefahren, darinnen saß der vorige Cavalier, und liefen zwei Diener in Liverei mit dem Fourier bei her; der Hauptmann stieg ab, ging hinauf, klopfte an das Zimmer, als Eckart auftat, bat er ihn in Namen des Herrn Generals, ihm die hohe Gunst zu gönnen, mit aufzusitzen, und seines Prinzipalen kleine Offerten nicht zu verachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05649995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1794,"date":1719,"orig":"Monſieur, ſprach Eckarth, es wird hoffentlich nicht etwan ein Betrug dahinter ſtecken, daß nicht mein Feind mich etwan einladen, und vor die Tractamenten mir etwas, das mir nicht gefallen moͤchte, vorſetzen; Der Cavallier replicirte, mein Patron faſſe doch von meiner Wenigkeit nicht ſo boͤſe Gedancken, ich thu was mir befohlen iſt und was ich geredet habe iſt die Wahrheit.","norm":"Monsieur, sprach Eckart, es wird hoffentlich nicht etwan ein Betrug dahinter stecken, dass nicht mein Feind mich etwan einladen, und vor die Traktamenten mir etwas, das mir nicht gefallen möchte, vorsetzen; der Cavalier replizierte, mein Patron fasse doch von meiner Wenigkeit nicht so böse Gedanken, ich tue was mir befohlen ist und was ich geredet habe ist die Wahrheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.18149995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1795,"date":1719,"orig":"Wohlan denn, verſetzte Eckarth, ſo beliebe mir der Herr den Weg zu weiſen.","norm":"Wohlan denn, versetzte Eckart, so beliebe mir der Herr den Weg zu weisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916299819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1796,"date":1719,"orig":"Nach meines groſſen Patrons Befehl gehorſame ich.","norm":"Nach meines großen Patrons Befehl gehorsame ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.632999897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1797,"date":1719,"orig":"Als ſie nun vor die Thuͤr kamen, bath Eckarth den Cavallier, ſeinen Platz zu nehmen; Dieſer entſchuldigte ſich mit Bitte, ihme doch die Ehre die er nicht meritirte an zu biethen, er waͤre ein geringer Diener von deſſen hoher Condulte.","norm":"Als sie nun vor die Tür kamen, bat Eckart den Cavalier, seinen Platz zu nehmen; dieser entschuldigte sich mit Bitte, ihm doch die Ehre die er nicht meritierte anzubieten, er wäre ein geringer Diener von dessen hoher Condulte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853600025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1798,"date":1719,"orig":"Hierauff bath Eckarth umb Verzeihung, und ſatzte ſich.","norm":"Hierauf bat Eckart um Verzeihung, und setzte sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.856900215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1799,"date":1719,"orig":"Der Hauptmann aber ſatzte ſich auf die andere Seite, warumb fragte Eckarth, nicht auf meine Seite?","norm":"Der Hauptmann aber setzte sich auf die andere Seite, warum fragte Eckart, nicht auf meine Seite?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6493000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1800,"date":1719,"orig":"Darumb, antwortete der Cavallier, daß mein Patron keinen ferneren Argwohn ſchoͤpffen moͤchte, als wann ich mich ſo denn durch Liſt deren Gewehr bemaͤchtigen, und ſie als einen Gefangenen lieffern wolte.","norm":"Darum, antwortete der Cavalier, dass mein Patron keinen ferneren Argwohn schöpfen möchte, als wann ich mich so denn durch List deren Gewehr bemächtigen, und sie als einen Gefangenen liefern wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447199821472168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1801,"date":1719,"orig":"Alſo kan mein hoch geehrteſter Herr ſehen, was mein Vornehmen iſt, und ſich dannenhero deſto eher zur Defenſion fertig halten.","norm":"Also kann mein hoch geehrtester Herr sehen, was mein Vornehmen ist, und sich dannenher desto eher zur Defension fertig halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717899799346924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1802,"date":1719,"orig":"Monſieur, replicirte Eckarth, er contentiret mich ungemein, daß er meinem Schertz wiederumb begegnet hat, ich werde bemuͤhet leben, gegen den Herrn Grafen deſſen in beſten zu gedencken; Worfuͤr der Hauptmann ſich auffs hoͤfligſte bedanckte, fuhren alſo fort.","norm":"Monsieur, replizierte Eckart, er kontentieret mich ungemein, dass er meinem Scherz wiederum begegnet hat, ich werde bemühet leben, gegen den Herrn Grafen dessen in besten zu gedenken; Worfür der Hauptmann sich aufs höflichste bedankte, fuhren also fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.009500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1803,"date":1719,"orig":"Wie ſie an des Generals Logiment kamen, ſtund die Haupt-Wache im Gewehr, und der General lehnte ſich in der Thuͤr auff zween Fourirs, der Hauptmann ſprung alsbald aus der Caroſſe, machte Eckarthen auf, dieſer ſtieg alsbald aus, druckte den Hauptmann die Hand, und gieng gegen den General zu, welcher auch etliche Schritte unſern Eckarthe naͤherte, machte ſeine Complimente, wuͤntſche denſelben gute Beſſerung und hohes Wohlergehen, darneben ſich bedanckende, vor die hohe von ihm unverdiente Gnade.","norm":"Wie sie an des Generals Logement kamen, stand die Hauptwache im Gewehr, und der General lehnte sich in der Tür auf zweien Fouriers, der Hauptmann Sprung alsbald aus der Karosse, machte Eckarten auf, dieser stieg alsbald aus, drückte den Hauptmann die Hand, und ging gegen den General zu, welcher auch etliche Schritte unseren Ekart näherte, machte seine Komplimente, wünsche denselben gute Besserung und hohes Wohlergehen, daneben sich bedankende, vor die hohe von ihm unverdiente Gnade.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236100196838379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1804,"date":1719,"orig":"Der General antwortete:","norm":"Der General antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683599948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1805,"date":1719,"orig":"Es iſt meine Schuldigkeit, wie gehet es aber den Herrn Bruder, und wie bin ich ſo gluͤckſeelig, daß ich noch vor meinem Ende ihn bey mir ſehen ſoll.","norm":"Es ist meine Schuldigkeit, wie geht es aber den Herrn Bruder, und wie bin ich so glückselig, dass ich noch vor meinem Ende ihn bei mir sehen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.121200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1806,"date":1719,"orig":"Jch bitte, der Herr Bruder geliebe in mein Tafel-Gemach zu gehen, als er ſich wegerte, voran zu gehen, verſetzte der General, ſo will ich ihn hinnein fuͤhren, nahm ihn bey der Hand, und fuͤhrte ihn alſo in die Stube, da denn die Tafel ſchon gedeckt, und aufs Koͤſtlichſte zubereitet war.","norm":"Ich bitte, der Herr Bruder Geliebe in mein Tafelgemach zu gehen, als er sich wegerte, voranzugehen, versetzte der General, so will ich ihn hineinführen, nahm ihn bei der Hand, und führte ihn also in die Stube, da denn die Tafel schon gedeckt, und aufs Köstlichste zubereitet war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.410799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1807,"date":1719,"orig":"Der General bath Eckarthen ſich zu ihm zu ſetzen, und keine Complimenten zu machen, denn er ſeinen gewiſſen Platz ſchon haͤtte, da er allezeit bey Tiſche zu ſitzen pflegte, und ſo dann mit einer geringen Soldaten-Mahlzeit vorlieb zu nehmen.","norm":"Der General bat Eckarten sich zu ihm zu setzen, und keine Komplimenten zu machen, denn er seinen gewissen Platz schon hätte, da er allezeit bei Tische zu sitzen pflegte, und so dann mit einer geringen Soldatenmahlzeit vorliebzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.688399791717529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1808,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, wie Jhro Ercell. befehlen, ſo gehorſame ich.","norm":"Eckart versetzte, wie Ihrer Ercell . befehlen, so gehorsame ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.38670015335083} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1809,"date":1719,"orig":"Was Excellentz, ſagte der General, iſt die alte Freundſchafft ſchon vergeſſen, wie iſt es die Zeithero, als wir einander nicht geſehen haben, ergangen? wo haͤlt man ſich anjetzo auf? und wie iſt der Herr Bruder darzu kommen, daß er junger Herrn Hoffmeiſter iſt?","norm":"Was Exzellenz, sagte der General, ist die alte Freundschaft schon vergessen, wie ist es die Zeither, als wir einander nicht gesehen haben, ergangen? wo hält man sich jetzt auf? und wie ist der Herr Bruder dazukommen, dass er junger Herrn Hoffmeister ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7972002029418945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1810,"date":1719,"orig":"Mein Herr Graf, antwortete Eckarth: Nachdem der Krieg ein Loch bekam, wurde mir zwar von den Wuͤrtenbergiſchen Fuͤrſten die Commendanten-Stelle in einer gewiſſen Feſtung angetragen, allein, weil ich ſo viel vor mich bracht hatte, wolte ich lieber in Ruhe leben, bedanckte mich deshalben gegen Jhr. Durchl. und kauffte ein Guͤthlein Nahmens Liddo, fuͤnff Meilen von der Haupt-Stadt des Fuͤrſtenthums Ponila, Paliro genannt, gelegen, und weiln meiner alten guten Academiſchen Freunde Soͤhne reiſen ſolten, both ich mich ſelbſten darzu an, mit ihnen Europa zu durchſehen, und meine alte Bekannten und Cameraden, noch einmahl vor meinen Ende zu beſuchen.","norm":"Mein Herr Graf, antwortete Eckart: Nachdem der Krieg ein Loch bekam, wurde mir zwar von den württembergischen Fürsten die Kommendanten-Stelle in einer gewissen Festung angetragen, allein, weil ich so viel vor mich brachte hatte, wollte ich lieber in Ruhe leben, bedankte mich deshalb gegen Jhr . Durchl . und kaufte ein Gütlein namens Lido, fünf Meilen von der Hauptstadt des Fürstentums Ponila, Paliro genannt, gelegen, und weil meiner alten guten akademischen Freunde Söhne reisen sollten, bot ich mich selbst dazu an, mit ihnen Europa zu durchsehen, und meine alte Bekannten und Kameraden, noch einmal vor meinen Ende zu besuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.125699996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1811,"date":1719,"orig":"Jſt denn der Herr Bruder nicht verheyrathet, und kan er gleichwohl ſo abkommen? fragte der General.","norm":"Ist denn der Herr Bruder nicht verheiratet, und kann er gleichwohl so abkommen? fragte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.829800128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1812,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete, ich habe das Frauen-Volck nie geachtet, vielweniger die Verdrießlichkeit des Eheſtandes angehen wollen, da man ſeine edle Freyheit einem Weibe uͤbergibt, die einen, als einen gefaͤſſelten Sclaven tractiret, bald wuͤrde ihr der Taback anſtincken, bald wuͤrde ihr dieſes, bald jenes nicht anſtehen.","norm":"Eckart antwortete, ich habe das Frauenvolk nie geachtet, viel weniger die Verdrießlichkeit des Ehestandes angehen wollen, da man seine edle Freiheit einem Weibe übergibt, die einen, als einen gefesselten Sklaven traktiert, bald würde ihr der Tabak anstinken, bald würde ihr dieses, bald jenes nicht anstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.780799865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1813,"date":1719,"orig":"Meine Wirthſchafft habe ich dieweil Herrn Muͤlard, meinen alten guten Freunde uͤbergeben, deſſen Sohn ich bey mir habe.","norm":"Meine Wirtschaft habe ich dieweil Herrn Mülard, meinen alten guten Freunde übergeben, dessen Sohn ich bei mir habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.769700050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1814,"date":1719,"orig":"Aber ſage er mir doch, fragte der Grafe, wo iſt denn ſein damahliger Cornet, Monſr.","norm":"Aber sage er mir doch, fragte der Grafe, wo ist denn sein damaliger Kornett, Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.988900184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1815,"date":1719,"orig":"Rannefort, hinkommen, lebet er noch?","norm":"Rannefort, hinkommen, lebet er noch?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.9770002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1816,"date":1719,"orig":"Ja er lebet, antwortete Eckarth, und iſt Major und Commendant in ermelder Stadt Paliro.","norm":"Ja er lebet, antwortete Eckart, und ist Major und Kommandant in ermelder Stadt Paliro.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.192100048065185} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1817,"date":1719,"orig":"Lieber Herr Bruder, ſprach der General, wann er der Orten ſchreibet, bitte ich ein Brieflein von mir an ihn einzuſchlieſſen, denn ich ihn ſehr liebe.","norm":"Lieber Herr Bruder, sprach der General, wann er der Orten schreibet, bitte ich ein Brieflein von mir an ihn einzuschließen, denn ich ihn sehr liebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.987400054931641} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1818,"date":1719,"orig":"Gar gerne, antwortete Eckarth, wie der Herr Grafe befiehlt, ſoll es mir ſonderlich erfreuen denſelben gehorſambſt nach zu kommen.","norm":"Gar gerne, antwortete Eckart, wie der Herr Grafe befiehlt, soll es mir sonderlich erfreuen denselben gehorsamst nachzukommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.356299877166748} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1819,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen geſchahen allerhand Discourſe, und der General befragte ihn abſonderlich, ihme unbeſchwert Relation zu thun, von der Action die mit des Commendanten zu Carnia, Fraͤulein Tochter vorgegangen.","norm":"Unterdessen geschahen allerhand Diskurse, und der General befragte ihn absonderlich, ihm unbeschwert Relation zu tun, von der Aktion die mit des Kommandanten zu Carnia, Fräulein Tochter vorgegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.108399868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1820,"date":1719,"orig":"Als ihm nun Eckarth alle Umbſtaͤnde und was pasſiret war, erzehlet hatte, ſprach der General, ſchade! ſchade! umb den vortreflichen Cavallier, dergleichen wenig in ſeiner Nation die mir bekannt ſind, zu finden, daß er ſich die Liebe ſo verblenden laſſen, eine ſolche Thorheit zu begehen, und gegen die Letzt ſein Leben mit einen ſolchen Schand-Fleck, und von einen Juͤngling der noch keinen Feind als ihn vor ſich geſehen, endigen muͤſſen:","norm":"Als ihm nun Eckart alle Umstände und was passiert war, erzählt hatte, sprach der General, schade! schade! um den vortrefflichen Cavalier, dergleichen wenig in seiner Nation die mir bekannt sind, zu finden, dass er sich die Liebe so verblenden lassen, eine solche Torheit zu begehen, und gegen die Letzt sein Leben mit einen solchen Schandfleck, und von einen Jüngling der noch keinen Feind als ihn vor sich gesehen, endigen müssen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025700092315674} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1821,"date":1719,"orig":"Jſt er denn geſtorben? fragte Eckarth; Ach freylich, antwortete der General, doch iſt noch ſeiner Seelen gerathen worden, indem er nach dem Stoſſe noch drey Tage gelebet, wovon der Herr Bruder von den General Soluçki, den wir kuͤnfftigen Mittwoch geliebts GOtt, miteinander auf ein Gerichte Lax-Fohren zuſprechen wollen, ausfuͤhrlichere Nachricht wird haben koͤnnen.","norm":"Ist er denn gestorben? fragte Eckart; ach freilich, antwortete der General, doch ist noch seiner Seelen geraten worden, indem er nach dem Stoße noch drei Tage gelebt, wovon der Herr Bruder von den General Solucki, den wir künftigen Mittwoch geliebtes Gott, miteinander auf ein Gerichte Lax-Fohren zusprechen wollen, ausführlichere Nachricht wird haben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.799300193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1822,"date":1719,"orig":"Mein Herr General, ſagte Eckarth, ich bedaure den guten Cavallier, ob ich ihn gleich nicht gekannt habe, daß er ſich die Eyferſucht, welcher dieſe Nation allzuſehr ergeben iſt, ſo weit verleiten laſſen, doch muß ich geſtehen, daß der junge Soluçki ein Juͤngling von ungemeiner Courage und behender Reſolution iſt; So wuͤrde auch die Fraͤulein, wofern ſie zum Gewehr kommen koͤnnen, das Jhrige noch ziemlich gethan haben, denn ich mich ſonderlich verwundern muſte, mit was fuͤr einer Generoſitaͤt ſie den einen Moͤrder ergrief, und ihn die Piſtole an den Kopff ſatzte:","norm":"Mein Herr General, sagte Eckart, ich bedaure den guten Cavalier, ob ich ihn gleich nicht gekannt habe, dass er sich die Eifersucht, welcher diese Nation allzu sehr ergeben ist, so weit verleiten lassen, doch muss ich gestehen, dass der junge Solucki ein Jüngling von ungemeiner Courage und behänder Resolution ist; so würde auch die Fräulein, sofern sie zum Gewehr kommen können, das Ihrige noch ziemlich getan haben, denn ich mich sonderlich verwundern musste, mit was für einer Generosität sie den einen Mörder ergriff, und ihn die Pistole an den Kopf setzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8993000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1823,"date":1719,"orig":"Nun warte! ſagte der General, ich werde ſie damit gut ſchrauben.","norm":"Nun warte! sagte der General, ich werde sie damit gut schrauben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.833600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1824,"date":1719,"orig":"Wie iſt es Herr Hauptmann, ſich gegen den Cavallier welcher Eckarthen abgeholet, wendend, moͤcht ihr auch wohl mit einer ſolchen Amazonin zu Felde ziehen. Jhro Excell. antwortete der Hauptmann, ja wohl! aber ſo ſcharff doͤrffte ſie mir nicht begegnen.","norm":"Wie ist es Herr Hauptmann, sich gegen den Cavalier welcher Eckarten abgeholt, wendend, möchte ihr auch wohl mit einer solchen Amazonen zu Felde ziehen . Ihrer Excell. antwortete der Hauptmann, ja wohl! aber so scharf dürfte sie mir nicht begegnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82480001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1825,"date":1719,"orig":"Darumb nehmet euch beſſer als der Obriſte Landretz in acht, verſetzte der General.","norm":"Darum nehmet euch besser als der oberste Landrats in acht, versetzte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.417900085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1826,"date":1719,"orig":"Als ſie nun von allerhand discurrirt hatten, fieng der General zu allen anweſenden Officirern an.","norm":"Als sie nun von allerhand diskurriert hatten, fing der General zu allen anwesenden Offizieren an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.753699779510498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1827,"date":1719,"orig":"Sehet meine wertheſte Freunde, dieſer mein hertz liebſter Bruder Herr Eckarth, iſt ein Muſter aller Soldaten.","norm":"Sehet meine werteste Freunde, dieser mein Herz liebster Bruder Herr Eckart, ist ein Muster aller Soldaten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.94950008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1828,"date":1719,"orig":"Er weiß den Degen ſo ſchnell als die Feder, und dieſe ſo behutſam als jenen tapffer zu fuͤhren, ich habe zur ſelbigen Zeit, ob er gleich auf unſer Contraparts Seiten war, viel von ihm gelernet, wann wir ein Armiſtitium hatten, oder in Quartieren lagen, kamen wir offters zuſammen, nie aber ohne Lehre von ihme zuruͤck, und ſo vertraͤulich als wir mit ihm umbgiengen, ſo wenig kunten wir von ſeinen Vorhaben erfahren.","norm":"Er weiß den Degen so schnell als die Feder, und diese so behutsam als jenen tapfer zu führen, ich habe zur selbigen Zeit, ob er gleich auf unser Contraparts Seiten war, viel von ihm gelernt, wann wir ein Armistitium hatten, oder in Quartieren lagen, kamen wir öfters zusammen, nie aber ohne Lehre von ihm zurück, und so vertraulich als wir mit ihm umgienen, so wenig konnten wir von seinen Vorhaben erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.90880012512207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1829,"date":1719,"orig":"Er war den Fuͤrſten von Leuenkron ſo getreu, daß er ſich ehe ſchinden, als ein Wort zu unſern Vortheil und ſeinen Principal zu Schaden haͤtte von ihm gehen laſſen; Wann ich einen Sohn haͤtte, ich wolte ihn unter dieſes Herren Aufſicht wuͤntſchen.","norm":"Er war den Fürsten von Leuenkron so getreu, dass er sich ehe schinden, als ein Wort zu unseren Vorteil und seinen Prinzipal zu Schaden hätte von ihm gehen lassen; wann ich einen Sohn hätte, ich wollte ihn unter dieses Herren Aufsicht wünschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.583199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1830,"date":1719,"orig":"O gluͤckſeelige Vaͤter, die ihnen einen ſo getreuen Freund erworben, der eine ſo groſſe Muͤhe der Jhrigen halben, und in einem dergleichen Alter uͤber ſich nimbt.","norm":"O glückselige Väter, die ihnen einen so getreuen Freund erworben, der eine so große Mühe der Ihrigen halben, und in einem dergleichen Alter über sich nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.731400012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1831,"date":1719,"orig":"Herr Graf, ſagte Eckarth zum General, dieſelben beſchaͤmen mich nicht alſo, vor ihren Herren Officirern.","norm":"Herr Graf, sagte Eckart zum General, dieselben beschämen mich nicht also, vor ihren Herren Offizieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.452700138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1832,"date":1719,"orig":"Der General replicirte:","norm":"Der General replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.115900039672852} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1833,"date":1719,"orig":"Was die Wahrheit iſt, muß man ſagen; Mein liebſter Herr Bruder aber wolle kuͤnfftig ſich meines Hauſes und meiner Tafel, als waͤre es ſein eigen bedienen, vor dieſes mahl aber vor gut nehmen, Morgen geliebts GOtt bitte ſeine Herren Liebes-Soͤhne mit zu bringen, ich verlaſſe mich gewiß darauff.","norm":"Was die Wahrheit ist, muss man sagen; Mein liebster Herr Bruder aber wolle künftig sich meines Hauses und meiner Tafel, als wäre es sein eigen bedienen, vor dieses Mal aber vor gut nehmen, Morgen geliebtes Gott bitte seine Herren Liebessöhne mitzubringen, ich verlasse mich gewiss darauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889699935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1834,"date":1719,"orig":"Mein Herr Graf, antwortete Eckarth, es iſt mir bereits Gnade genung wiederfahren, doch erwarte ich deren gnaͤdigen Befehl, Monſr.","norm":"Mein Herr Graf, antwortete Eckart, es ist mir bereits Gnade genug widerfahren, doch erwarte ich deren gnädigen Befehl, Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.968200206756592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1835,"date":1719,"orig":"Kronau, fragte der General, iſt auf meinen Altan alles fertig wie ich befohlen habe?","norm":"Kronau, fragte der General, ist auf meinen Altan alles fertig wie ich befohlen habe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.597700119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1836,"date":1719,"orig":"Ja/ Jhro Excellentz, antwortete der Hauptmann, ſchon laͤngſt!","norm":"Ja / Ihrer Exzellenz, antwortete der Hauptmann, schon längst!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.940700054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1837,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie nun abgeſpeiſet hatten, ſprach der Graf zu Eckarthen.","norm":"Nachdem sie nun abgespeist hatten, sprach der Graf zu Eckarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.874899864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1838,"date":1719,"orig":"Es wird wohl dieſe ſchoͤne und warme Herbſt-Lufft mir nicht ſchaden, ich bitte den Herrn Bruder auf unſer gemeines Confect in die freye Lufft, er beliebe nur mit Monſr.","norm":"Es wird wohl diese schöne und warme Herbstluft mir nicht schaden, ich bitte den Herrn Bruder auf unser gemeines Konfekt in die freie Luft, er beliebe nur mit Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.400599956512451} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1839,"date":1719,"orig":"Kronau voraus zu gehen/ ich werde bald folgen.","norm":"Kronau vorauszugehen / ich werde bald folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.807799816131592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1840,"date":1719,"orig":"Eckarth machte eine Complimente und ſagte:","norm":"Eckart machte eine Komplimente und sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1841,"date":1719,"orig":"Wie mein Herr Grafe befiehlt, ſo folge ich, gieng damit mit den Hauptmann Kronau auf das Altan, auf welchen eine ſchoͤne Rundung mit hohen Fenſtern gebauet war, auf den Tiſche ſtund ein Silberner Teller mit geſchnittenen Taback, Pfeiffen und Pappiernen Fidibus, nebenſt zwey Wachs-Kertzen auf Silbernen Leuchtern.","norm":"Wie mein Herr Grafe befiehlt, so folge ich, ging damit mit den Hauptmann Kronau auf das Altan, auf welchen eine schöne Rundung mit hohen Fenstern gebaut war, auf den Tische stand ein Silberner Teller mit geschnittenen Tabak, Pfeifen und Pappiernen Fidibus, neben zwei Wachskerzen auf silbernen Leuchtern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236400127410889} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1842,"date":1719,"orig":"Als Eckarth mit dem Hauptmann auf und abgieng, kam der General auch nach geſchlichen, denn ihn zwey Soldaten fuͤhren und heben muſten, ſagende:","norm":"Als Eckart mit dem Hauptmann auf und abging, kam der General auch nach geschlichen, denn ihn zwei Soldaten führen und heben mussten, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.543799877166748} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1843,"date":1719,"orig":"Nun, Monſr.","norm":"Nun, Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":8.660599708557129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1844,"date":1719,"orig":"Eckarth, wie gefallen ihm dieſe Tractamenten, iſt man auch noch ein Liebhaber davon?","norm":"Eckart, wie gefallen ihm diese Traktamenten, ist man auch noch ein Liebhaber davon?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.910600185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1845,"date":1719,"orig":"Ach ja mein Herr Graf, antwortete Eckarth, ich habe ihn noch nicht abandonirt.","norm":"Ach ja mein Herr Graf, antwortete Eckart, ich habe ihn noch nicht abandonniert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1846,"date":1719,"orig":"Wohlan denn, verſetzte der General, ſo beliebe der Herr Bruder ſich zu ſetzen, und laſſe ihn meine Weiſe gefallen, und ihr Herr Hauptmann, ſetzet euch, was gefaͤllt aber den Herrn Bruder zum Taback zu trincken, Bier oder Wein, ſo befehle er, es ſtehet beydes da, er greiffe zu welchen er will; wie es den Herrn Grafen gefaͤllt, ſo mache ich mit, replicirte Eckarth.","norm":"Wohlan denn, versetzte der General, so beliebe der Herr Bruder sich zu setzen, und lasse ihn meine Weise gefallen, und ihr Herr Hauptmann, setzet euch, was gefällt aber den Herrn Bruder zum Tabak zu trinken, Bier oder Wein, so befehle er, es steht beides da, er greife zu welchen er will; wie es den Herrn Grafen gefällt, so mache ich mit, replizierte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.561600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1847,"date":1719,"orig":"Jndem ſie beyſammen ſaſſen, fragte der General Eckarthen von unterſchiedenen Sachen, darauff er ihn nach aller Moͤglichkeit Beſcheid gab.","norm":"Indem sie beisammen saßen, fragte der General Eckarten von unterschiedenen Sachen, darauf er ihn nach aller Möglichkeit Bescheid gab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.926000118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1848,"date":1719,"orig":"Als nun Eckarth bey zwey Stunden lang, ſich bey dem General aufgehalten hatte, bath er umb Verzeihung ſeines Langbleibens, und nahm ſeinen Abſchied.","norm":"Als nun Eckart bei zwei Stunden lang, sich bei dem General aufgehalten hatte, bat er um Verzeihung seines Langbleibens, und nahm seinen Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.907700061798096} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1849,"date":1719,"orig":"Der General wolte ihn durchaus nicht gehen laſſen, endlich aber auf viel Anhalten, ließ er Eckarthen von ſich, mit dem Bedinge, ihn Morgen wiederum zu beſuchen/ befahl die Chaiſe anzuſpannen, und Eckarthen in ſein Logiment zu fuͤhren, ſo auch geſchach.","norm":"Der General wollte ihn durchaus nicht gehen lassen, endlich aber auf viel Anhalten, ließ er Eckarten von sich, mit dem Bedinge, ihn Morgen wiederum zu besuchen / befahl die Chaise anzuspannen, und Eckarten in sein Logement zu führen, so auch geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.593699932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1850,"date":1719,"orig":"Nachdem Eckarth ſich mit den ihn begleitenden Hauptmann verabſcheidet, und den General ſich nochmahln entpfohlen hatte; gieng er ſeinen Zimmer zu, da er im Aufmachen Gottharten reden hoͤrte, fragte er, wovon ſie discurrirten?","norm":"Nachdem Eckart sich mit den ihn begleitenden Hauptmann verabschiedet, und den General sich nochmals empfohlen hatte; ging er seinen Zimmer zu, da er im Aufmachen Gottharten reden hörte, fragte er, wovon sie diskurrierten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.078700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1851,"date":1719,"orig":"Gotthart antwortete, hochgeehrteſter Herr Vater, wir haben unter allerhand Discurſen auch das Bruͤderſchafft-Trincken vorgebracht, da Herr Siegfried behaupten will, es ſey nichts vergnuͤglichers, als wann gute Freunde ſich gleichſam durch einen Trunck ver-Bruͤderten, da man denn deſto vertraulicher miteinander umbgehen koͤnte, und nicht alle Worte auf die Gold-Wage legen doͤrffte, man haͤtte auch gute Freunde die einem in Nothfall beyſtaͤnden, und ſo man ja abweſend von jemanden traducirt wuͤrde, dem ein Capiſtrum anlegten, Summa:","norm":"Gotthart antwortete, hochgeehrtester Herr Vater, wir haben unter allerhand Diskursen auch das Brüderschafft-Trincken vorgebracht, da Herr Siegfried behaupten will, es sei nichts Vergnüglicheres, als wann gute Freunde sich gleichsam durch einen Trunk verbrüderten, da man denn desto vertraulicher miteinander umgehen könnte, und nicht alle Worte auf die Goldwaage legen dürfte, man hätte auch gute Freunde die einem in Notfall beiständen, und so man ja abwesend von jemanden traducirt würde, dem ein Capistrum anlegten, Summa:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.96619987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1852,"date":1719,"orig":"Was einen in der Welt vergnuͤgen koͤnte, waͤre bey dergleichen Amitie gefunden.","norm":"Was einen in der Welt vergnügen könnte, wäre bei dergleichen Amitie gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.98859977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1853,"date":1719,"orig":"Jch aber habe ihm obſtatt und das Contrarium, durch die ihme ſelbſt bekannte Exempel gehalten:","norm":"Ich aber habe ihm statt und das Contrarium, durch die ihm selbst bekannte Exempel gehalten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.146699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1854,"date":1719,"orig":"Es iſt nicht ohne, daß man mit einen ſonſt wohl-geuͤbten und probirten Freunde, wie auch Profesſions-Verwandten eine Cordiale Verbruͤderung mache, nicht eben durch einen Trunck Wein oder Bier, ſondern durch vertrauliche Conferentz und Rathſchlagung.","norm":"Es ist nicht ohne, dass man mit einen sonst wohl-geübten und probierten Freunde, wie auch Professions-Verwandten eine Kordiale Verbrüderung mache, nicht eben durch einen Trunk Wein oder Bier, sondern durch vertrauliche Konferenz und Ratschlagung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.844299793243408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1855,"date":1719,"orig":"Alleine, daß man mit den Wein- und Bier- Glaße oder Becher, in welchen ein ziemblicher Kuh-Soff eingeſchencket wird, die verknuͤpffende Bruͤderſchafft, nicht allein ſeines gleichen, ſondern auch hohen und niedrigen zum offtern unbekannten Perſonen zuſaufft, und hernach wie es faſt ein Gebrauch worden, mit Reckeln, Luͤmmeln, Schurcken, Holuncken und vor vertrauliche Hertzens-Worte, und andere ſchoͤne nachahmende Bierſchluͤffels- Formelchen, die ich wegen ſelbſt-gehoͤrter Vorfuͤhrung nicht nennen will, die rechte Vertrauligkeit vorſtellet; Da denn bey Zuſchleichender Trunckenheit an ſtatt des Kußes eine Mißhelligkeit, Widerwillen und allerhand Schlaͤgereyen, und offtere Wunden und Entleibung entſtehen.","norm":"Alleine, dass man mit den Wein- und Bier-Glase oder Becher, in welchen ein ziemlicher Kuh-Soff eingeschenkt wird, die verknüpfende Brüderschaft, nicht allein seinesgleichen, sondern auch hohen und niedrigen zum Öfteren unbekannten Personen zusauft, und hernach wie es fast ein Gebrauch worden, mit räkeln, Lümmeln, Schurken, Holunken und vor vertrauliche Herzensworte, und andere schöne nachahmende Bierschlüffels-Formelchen, die ich wegen selbst-gehörter Vorführung nicht nennen will, die rechte Vertraulichkeit vorstellet; da denn bei Zuschleichend Trunkenheit anstatt des Kusses eine Misshelligkeit, Widerwillen und allerhand Schlägereien, und öftere Wunden und Entleibung entstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3231000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1856,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1857,"date":1719,"orig":"Meine Herren Soͤhne, mir iſt gar lieb daß ihr auf dieſen Vortrag kommen ſeyd, damit koͤnnen wir die noch uͤbrige Abend-Zeit wohl vertreiben.","norm":"Meine Herren Söhne, mir ist gar lieb dass ihr auf diesen Vortrag kommen seid, damit können wir die noch übrige Abendzeit wohl vertreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.370800018310547} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1858,"date":1719,"orig":"Weil denn Herr Siegfried affirmativam behauptet, ſo wird ihn die Formula des Bruͤderſchafft-Trinckens wohl wiſſend ſeyn, und zumahln der Verſtand der Sache die beſte Erklaͤhrung gibt, als erſuche ich ihn Herr Siegfried freundlich, derſelbe beliebe uns ohne Verdruß ſolche liebreichſt vorzuſtellen.","norm":"Weil denn Herr Siegfried affirmativam behauptet, so wird ihn die Formula des Brüderschafft-Trinckens wohl wissend sein, und zumal der Verstand der Sache die beste Erklärung gibt, als ersuche ich ihn Herr Siegfried freundlich, derselbe beliebe uns ohne Verdruss solche liebreichst vorzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.023600101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1859,"date":1719,"orig":"Siegfried antwortete; wie der Herr Vater befiehlt, gehorſame ich ohne einigen Chagrin, zumahln ich wohl weiß, daß ihnen dergleichen nicht unwiſſend iſt, und ich und mein lieber Bruder Gotthart, durch deren hohes Gutachten, deſto eher den Austrag unſers Vortrags erhalten werden.","norm":"Siegfried antwortete; wie der Herr Vater befiehlt, gehorsame ich ohne einigen Chagrin, zumal ich wohl weiß, dass ihnen dergleichen nicht unwissend ist, und ich und mein lieber Bruder Gotthart, durch deren hohes Gutachten, desto eher den Austrag unseres Vortrags erhalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.23960018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1860,"date":1719,"orig":"Wann zwenen Perſonen oder mehr, ſich in Bruͤderſchafft einzulaſſen geſinnet ſind, ſo geſchiehet es entweder ſitzend, ſtehend, oder wann ſie aufs Verbindlichſte ſeyn ſoll, kniend; wann nun der eine von den andern dergleichen Verbindung verlanget, iſt der erſtere Vortrag, Monſr. nachdem wir einige Zeit unterſchiedene Liebes-Compagnien zuſammen frequentirt haben, und ich aus unſer Converſation eine ſonderliche Harmonie und Amitie verſpuͤhret, als zwinget mich meine Zuneigung zu ihm dieſes Glaß Wein (oder Bier) auff gute Vertraulichkeit und Freundſchafft zu zu bringen, der andere verſetzt, Monſr. ich weiß nicht wie ich darzu komme, doch nehme ich ſolches mit gleicher Gemuͤths-Affection an, nicht zweiffelnde: Derſelbe werde ſich, als wie ich auch zu thun verſpreche, gegen mir, als ein vertrauter Freund auffuͤhren.","norm":"Wann zwenen Personen oder mehr, sich in Brüderschaft einzulassen gesinnt sind, so geschieht es entweder sitzend, stehend, oder wann sie aufs Verbindlichste sein soll, kniend; wann nun der eine von den anderen dergleichen Verbindung verlanget, ist der erstere Vortrag, Monsr . nachdem wir einige Zeit unterschiedene Liebes-Compagnien zusammen frequentiert haben, und ich aus unser Conversation eine sonderliche Harmonie und Amitie verspüret, als zwinget mich meine Zuneigung zu ihm dieses Glas Wein (oder Bier) auf gute Vertraulichkeit und Freundschaft zuzubringen, der andere versetzt, Monsr . ich weiß nicht wie ich dazukomme, doch nehme ich solches mit gleicher Gemüths-Affection an, nicht zweifelnde: Derselbe werde sich, als wie ich auch zu tun verspreche, gegen mir, als ein vertrauter Freund aufführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025300025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1861,"date":1719,"orig":"Nachdem der Zubringer ſein Glaß ausgetruncken hat, ſtuͤrtzt er das Glaß umb auf den Nagel des Daumens, zum Zeugniß, daß er es voͤllig ut ne gutta ſuper ſit ausgetruncken habe, hiemit laͤſſet er es wieder einſchencken, und uͤberreichet es den andern, der thut es mit gleicher Ceremonie Beſcheid, der Erſtere nimbt wieder ein Glaß voll des anweſenden Trancks, trincktes den andern wieder zu, auff beſtaͤndige Bruͤderſchafft mit beteurter Verſicherung, womit ſie beyde die Haͤnde zuſammen ſchlagen, deſſen Wohlfahrt auch mit ſeinen Schaden zu ſuchen, auch mit Guth und Blut wider jedermann der ihme zuwider leben moͤchte, ſeinen ehrlichen Nahmen zu defendiren, bey Tag und Nacht auf deſſen Verlangen ihme zu asſiſtiren, und biß in den Todt treu und beſtaͤndig zu verbleiben.","norm":"Nachdem der Zubringer sein Glas ausgetrunken hat, stürzt er das Glas um auf den Nagel des Daumens, zum Zeugnis, dass er es völlig ut ne gutta super sit ausgetrunken habe, hiermit lässt er es wieder einschenken, und überreichet es den anderen, der tut es mit gleicher Zeremonie Bescheid, der Erstere nimmt wieder ein Glas voll des anwesenden Tranks, trincktes den anderen wieder zu, auf beständige Brüderschaft mit beteuerter Versicherung, womit sie beide die Hände zusammen schlagen, dessen Wohlfahrt auch mit seinen Schaden zu suchen, auch mit Gut und Blut wider jedermann der ihm zuwider leben möchte, seinen ehrlichen Namen zu defendieren, bei Tag und Nacht auf dessen Verlangen ihm zu assistieren, und bis in den Tod treu und beständig zu verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.858500003814697} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1862,"date":1719,"orig":"Darauff trinckt der das Glaß mit obigen Ceremonien aus, und der andere thut es mit gleichen Conteſtationen Beſcheid, wo nun die Bruͤderſchafft recht confirmiret wird, ſo wird der Trunck repetirt und wiederholt, und darauff das Glaß zerbrochen.","norm":"Darauf trinkt der das Glas mit obigen Zeremonien aus, und der andere tut es mit gleichen Contestationen Bescheid, wo nun die Brüderschaft recht konfirmieret wird, so wird der Trunk repetiert und wiederholt, und darauf das Glas zerbrochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.372300148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1863,"date":1719,"orig":"Gotthart ſagte, ſo bald das Glaß zerbrochen worden, iſt offt die Bruͤderſchafft auch zerbrochen.","norm":"Gotthart sagte, sobald das Glas zerbrochen worden, ist oft die Brüderschaft auch zerbrochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450699806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1864,"date":1719,"orig":"Und dieſes, fuhr Siegfried fort/ iſt die hoch-geachte Bruͤderſchafft, etliche machen nicht viel Dicentes, ſondern trincken einander auf ein vertrauliches Du und Du zu, mit Verſprechung einander biß in den Todt getreu verbleiben, was iſt nun vergnuͤglichers als ein ſolch verknuͤpfftes Conſortium zu haben; Zumahln wann man deren Nahmen in ein Stam-Buch colligiret hat, da denn hernach in Durchblaͤtterung deſſelben man gleichſam eine neue Vergnuͤgung empfaͤhet.","norm":"Und dieses, fuhr Siegfried fort / ist die Hochgeachte Brüderschaft, etliche machen nicht viel Dicentes, sondern trinken einander auf ein vertrauliches Du und Du zu, mit Versprechung einander bis in den Tod getreu verbleiben, was ist nun vergnüglicheres als ein solch verknüpftes Consortium zu haben; zumal wann man deren Namen in ein Stam-Buch colligiret hat, da denn hernach in Durchblätterung desselben man gleichsam eine neue Vergnügung empfähet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.599599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1865,"date":1719,"orig":"Gotthart ſprach:","norm":"Gotthart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.121699810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1866,"date":1719,"orig":"Wie jener Doctor Juris, der, wann er ſich eine Ergoͤtzlichkeit machen wolte, ließ ſich eine groſſe Flaſche Wein bringen, nahm ſein Stamm- Buch, trunck es ſeinen eingeſchriebenen guten Bruͤdern zu/ mit denen Worten, Bruder deine Geſundheit wo du noch lebeſt, und belapperte ſich dergeſtalt daß man ihn wohl berauſchet zu Bette fuͤhren muſte.","norm":"Wie jener Doktor Juris, der, wann er sich eine Ergötzlichkeit machen wollte, ließ sich eine große Flasche Wein bringen, nahm sein Stamm-Buch, Trunk es seinen eingeschriebenen guten Brüdern zu / mit denen Worten, Bruder deine Gesundheit wo du noch lebest, und plapperte sich dergestalt dass man ihn wohl berauschet zu Bette führen musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.345399856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1867,"date":1719,"orig":"Jch vor mein Theil halte wenig oder nichts auf die Sauff-Bruͤderſchafft, die offters nicht laͤnger dauret als der Trunck die Kehle abfleuſt, auſſer dieſen æſtimire ich allezeit einen guten bekandten Freund, ob er gleich nicht mein Sauff Bruder iſt.","norm":"Ich vor mein Teil halte wenig oder nichts auf die Saufbrüderschaft, die öfters nicht länger dauert als der Trunk die Kehle abflaust, außer diesen ästimiere ich allezeit einen guten bekannten Freund, ob er gleich nicht mein Sauf Bruder ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.705999851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1868,"date":1719,"orig":"Die Sauff-Bruͤder verderben einen manche ſchoͤne Stunden, die man ſonſt nuͤtzlicher haͤtte anwenden koͤnnen.","norm":"Die Saufbrüder verderben einen manche schöne Stunden, die man sonst nützlicher hätte anwenden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.243100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1869,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1870,"date":1719,"orig":"Jch halte es mit Herr Gotthart.","norm":"Ich halte es mit Herr Gotthart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.696700096130371} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1871,"date":1719,"orig":"Ob gleich man es zuweilen nach lang gehabter Converſation nicht vermeiden kan; daß man aber mit allerhand Leuthen Bruͤderſchafft macht, iſt ſo wohl des Reſpects halber, als auch ſonſten der Gemeinſchafft wegen nicht convenabel.","norm":"Ob gleich man es zuweilen nach lang gehabter Conversation nicht vermeiden kann; dass man aber mit allerhand Leuten Brüderschaft macht, ist sowohl des Respekts halber, als auch sonsten der Gemeinschaft wegen nicht konvenabel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.901299953460693} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1872,"date":1719,"orig":"Jch gedencke noch, daß zu meiner Zeit ein Sohn mit ſeinen leiblichen Vater Bruͤderſchafft machte, und beſoffen ſich beyde zur Bruͤderſchaffts-Confirmation ſo voll, daß man ſie ins Bette tragen muſte, ein rechter guter Freund iſt mir lieber, als zehen Sauff-Bruͤder, die in der Noth mich ſtecken laſſen, wo es heiſt, ein Freund in der Noth, ein Freund im Todt, ein Freund hinter den Ruͤcken, das ſind drey ſtarcke Bruͤcken.","norm":"Ich gedenke noch, dass zu meiner Zeit ein Sohn mit seinen leiblichen Vater Brüderschaft machte, und besoffen sich beide zur Brüderschaffts-Confirmation so voll, dass man sie ins Bette tragen musste, ein rechter guter Freund ist mir lieber, als zehn Saufbrüder, die in der Not mich stecken lassen, wo es heißt, ein Freund in der Not, ein Freund im Tod, ein Freund hinter den Rücken, das sind drei starke Brücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2565999031066895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1873,"date":1719,"orig":"Da kan man ſich erfreuen und eine gewiſſe Zuverſicht in ihn ſetzen; Es wurden noch einige Hiſtorien gemachter Bruͤderſchafft mit angefuͤhret, biß zur Abend-Collation, nach welcher ſie ſich mit einen Spiel im Brete divertirten und hernach die Federn ſuchten.","norm":"Da kann man sich erfreuen und eine gewisse Zuversicht in ihn setzen; es wurden noch einige Historien gemachter Brüderschaft mit angeführt, bis zur Abendkollation, nach welcher sie sich mit einen Spiel im Brette divertierten und hernach die Federn suchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436100006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1874,"date":1719,"orig":"Des andern Tages Vormittag umb eilff Uhr, ſchickte der General den Wagen nach Eckarth, da dann derſelbe, den Verlaß nach die jungen Herren mit ſich nahm, welche bey ihrer Ankunfft der General gnaͤdig bewillkommte.","norm":"Des anderen Tages Vormittag um elf Uhr, schickte der General den Wagen nach Eckart, da dann derselbe, den Verlass nach die jungen Herren mit sich nahm, welche bei ihrer Ankunft der General gnädig bewillkommte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.09689998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1875,"date":1719,"orig":"Waͤhrender Tafel, wann der General ein oder das andere ſie fragte/ antworteten ſie mit aller Beſcheidenheit und kurtz:","norm":"Währender Tafel, wann der General ein oder das andere sie fragte / antworteten sie mit aller Bescheidenheit und kurz:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.375400066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1876,"date":1719,"orig":"Endlich rieff der Grafe, wie ſo ſtille ihr jungen Herren? Jhro Excell. antwortete Gotthart, wir ſind deroſelben gehorſambſte Diener, und dieweil unſere Erfahrung noch gar ſchwach iſt, und gleichſam an Gaͤngel-Bande gefuͤhret wird, werden ſie ihren Dienern gnaͤdigſt erlauben, ſich beſſer zu etabiliren, ſtumme Zuhoͤrer als unnuͤtze Waͤſcher, die ihr Maul vornan haben wollen, abzugeben.","norm":"Endlich rief der Grafe, wie so stille ihr jungen Herren? Ihrer Excell . antwortete Gotthart, wir sind derselben gehorsamste Diener, und dieweil unsere Erfahrung noch gar schwach ist, und gleichsam an Gängelbande geführt wird, werden sie ihren Dienern gnädigst erlauben, sich besser zu etabiliren, stumme Zuhörer als unnütze Wäscher, die ihr Maul vornan haben wollen, abzugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.759500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1877,"date":1719,"orig":"Wohl geredet, ſprach der General.","norm":"Wohl geredet, sprach der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.749300003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1878,"date":1719,"orig":"Gluͤckſeelige Juͤnglinge, die ihr einen ſolchen Herrn Inſpector habt, welcher ein Muſter aller Tugenden iſt.","norm":"Glückselige Jünglinge, die ihr einen solchen Herrn Inspektor habt, welcher ein Muster aller Tugenden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.998499870300293} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1879,"date":1719,"orig":"Wie wohl ſtehts wann junge Leuthe Zucht faſſen, die Zeit erhoͤhet ſie am erſten.","norm":"Wie wohl steht es wann junge Leute Zucht fassen, die Zeit erhöhet sie am ersten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.2581000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1880,"date":1719,"orig":"Ach!","norm":"Ach!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0,"norm_lmscore":3.069200038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1881,"date":1719,"orig":"der Laßduͤnckel und unnuͤtze Einbildung verderbet manchen jungen Menſchen.","norm":"der Lassdünkel und unnütze Einbildung verderbet manchen jungen Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.362199783325195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1882,"date":1719,"orig":"Mein Herr Bruder, fuhr der Grafe fort, weil deſſen liebe Herren Soͤhne ihm bey verſtrichener Action, mit der Fraͤulein Soluçka vergeſellſchafftet geweſen, ſo werden ſie wie billich auch uns nach Carnia begleiten.","norm":"Mein Herr Bruder, fuhr der Grafe fort, weil dessen liebe Herren Söhne ihm bei verstrichener Aktion, mit der Fräulein Solucka vergesellschaftet gewesen, so werden sie wie billig auch uns nach Carnia begleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.073800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1883,"date":1719,"orig":"Der Wirth, deme ich es auch abſonderlich werde anbefehlen laſſen, wird auff deren Geraͤthe ſchon gute Acht haben.","norm":"Der Wirt, dem ich es auch absonderlich werde anbefehlen lassen, wird auf deren Geräte schon gute Acht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.442800045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1884,"date":1719,"orig":"Nach vollendeten Mahle bedanckten ſich Siegfried und Gotthart gegen den General, vor erzeigte hoch-Graͤfliche Gnade aufs Gehorſambſte, und verfuͤgten ſich wieder nach Hauſe, Eckarth aber muſte verbleiben.","norm":"Nach vollendeten Mahle bedankten sich Siegfried und Gotthart gegen den General, vor erzeigte hochgräfliche Gnade aufs Gehorsamste, und verfügten sich wieder nach Hause, Eckart aber musste verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.748300075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1885,"date":1719,"orig":"Da denn der General in einen Neben- Stuͤblein ſich mit ihm umb alleine zu ſeyn, verſchloß, da befragte ſich der General bey Eckarthen umb viel geheimbde Sachen, endlich kam er auff den Discours:","norm":"Da denn der General in einen Neben-Stüblein sich mit ihm um alleine zu sein, verschloss, da befragte sich der General bei Eckarten um viel geheimbde Sachen, endlich kam er auf den Diskurs:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.552000045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1886,"date":1719,"orig":"Ob auch die Welſchen, welche um die Gegend Garpa ſich hin und wieder bey denen Bergen und Fluͤſſen ſehen lieſſen, wie die gemeine Sage waͤre, Gold und Silber ſuchten und finden, ſelbiges fein machten und aus den Lande truͤgen?","norm":"Ob auch die Welschen, welche um die Gegend Garpa sich hin und wieder bei denen Bergen und Flüssen sehen ließen, wie die gemeine Sage wäre, Gold und Silber suchten und finden, selbiges fein machten und aus den Lande trügen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.509500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1887,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete; Mein Herr Graf, ſie legen mir eine ſolche Frage vor, die ich meinen Unverſtande nach, nach Vergnuͤgen nicht werde aufloͤſen und beantworten koͤnnen.","norm":"Eckart antwortete; Mein Herr Graf, sie legen mir eine solche Frage vor, die ich meinen Unverstand nach, nach Vergnügen nicht werde auflösen und beantworten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201000213623047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1888,"date":1719,"orig":"Ein Schelm macht es beſſer als er kan/ replicirte der General.","norm":"Ein Schelm macht es besser als er kann / replizierte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1493000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1889,"date":1719,"orig":"Wohlan, denn antwortete Eckarth, ſo will ich meine gering-ſchaͤtzige Meynung davon ſagen:","norm":"Wohlan, denn antwortete Eckart, so will ich meine geringschätzige Meinung davon sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1890,"date":1719,"orig":"Daß die Erde, der Sand, Thon und Leimen allerhand Metalle bey ſich fuͤhren, iſt kein Zweiffel; allein ich halte davor, daß die Suppe offtermahls hoͤher als das Fleiſch zu ſtehen komme, und werden die Welſchen deswegen wohl ſchwerlich das Gebuͤrge bekriechen.","norm":"Dass die Erde, der Sand, Ton und Leimen allerhand Metalle bei sich führen, ist kein Zweifel; allein ich halte davor, dass die Suppe öftermals höher als das Fleisch zu stehen komme, und werden die Welschen deswegen wohl schwerlich das Gebirge bekriechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053100109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1891,"date":1719,"orig":"Jch halte aber mit dem hoch-erfahrnen Berg und Probier-Meiſter Lazaro Ercker davor, daß ſie den Sand oder Steinlein mehr zu denen Fluͤſſen in Faͤrbung derer Glaͤſer gebrauchen, treffen ſie aber auf einen guten Orth, der was tuͤchtiges mit ſich fuͤhret, ſo nehmen ſie es mit, ob es ihnen aber die Muͤhe, Gefahr und Unkoſtet bezahlet, eine gantze Heerde ſilberne Schaafe und einen goldenen Hirten in Lebens-Groͤße, von dergleichen aufgeſammelte Steinlein erlangen, laſſe ich dahin geſtellet ſeyn.","norm":"Ich halte aber mit dem hocherfahrenen Berg und Probier-Meister Lazaro Ercker davor, dass sie den Sand oder Steinlein mehr zu denen Flüssen in Färbung derer Gläser gebrauchen, treffen sie aber auf einen guten Ort, der was Tüchtiges mit sich führt, so nehmen sie es mit, ob es ihnen aber die Mühe, Gefahr und Unkostet bezahlet, eine ganze Herde silberne Schafe und einen goldenen Hirten in Lebensgröße, von dergleichen aufgesammelte Steinlein erlangen, lasse ich dahin gestellt sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634900093078613} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1892,"date":1719,"orig":"Das Gold und Silber, wie auch allerhand Arten der Metallen wachſend zu machen, glaube ich, und uͤberlaſſe es denenjenigen, die viel Geld auf dieſe koſtbahre Curioſitaͤt legen koͤnnen und wollen.","norm":"Das Gold und Silber, wie auch allerhand Arten der Metallen wachsend zu machen, glaube ich, und überlasse es denjenigen, die viel Geld auf diese kostbare Kuriosität legen können und wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.355599880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1893,"date":1719,"orig":"Jch habe mich einsmahls auch uͤber dergleichen Bachkoͤrnlein gemacht, bekam auch den Probier-Gewichte nach aus den Centner 50. Ducaten an Silber und Gold, es gieng an in der groͤſſeren Probe, allein, weil die zugehoͤrige Sachen und Unkoſten den Gewinn uͤberwogen, bemuͤhete ich mich darumb nicht mehr, doch ſolte einer der beſſere Zeit und Gelegenheit darzu haͤtte, wohl ein mehrers mit geringern Unkoſten und guten Profit ausbringen moͤgen; Der beruͤhmte D. Beccher in ſeiner Minera arenaria, fuͤhret es etlicher Maßen aus.","norm":"Ich habe mich einsmals auch über dergleichen Bachkörnlein gemacht, bekam auch den Probier-Gewichte nach aus den Zentner 50. Dukaten an Silber und Gold, es ging an in der größeren Probe, allein, weil die zugehörige Sachen und Unkosten den Gewinn überwogen, bemühte ich mich darum nicht mehr, doch sollte einer der bessere Zeit und Gelegenheit dazu hätte, wohl ein mehreres mit geringeren Unkosten und guten Profit ausbringen mögen; der berühmte D. Beccher in seiner Minera arenaria, führt es etlicher Maßen aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.488699913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1894,"date":1719,"orig":"Mein Herr Bruder, koͤnnen denn aber nicht aus denen ſchlechteren Metallen ein Edleres ausgezogen werden? fragte der General.","norm":"Mein Herr Bruder, können denn aber nicht aus denen schlechteren Metallen ein Edleres ausgezogen werden? fragte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.453199863433838} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1895,"date":1719,"orig":"Ja allerdinges Herr Graf antwortete Eckarth, zeiget nicht das Kupffer ſeiner uͤbrigen Roͤthe wegen an, daß es das Naͤheſte zum Golde ſey; Jch habe einmahl ein Pfund Stahl genommen, dieſes richtete ich mit figirenden Pulvern zu, dann trieb ich den zugerichteten Stahl ins Silber, da bekam ich aus einen Loth 10. Aaͤß des feinſten Goldes, in allen Proben beſtaͤndig, hieruͤber machte ich den Uberſchlag, was auf 100. Marck Silber vor ein Ausſchuß bleiben wuͤrde, wann der Arbeiter Lohn und die darzu gehoͤrige noͤthige Unkoſten abgerechnet wuͤrden, und er belieff ſich auff 4000. Flor.","norm":"Ja Dinges Herr Graf antwortete Eckart, zeiget nicht das Kupfer seiner übrigen Röte wegen an, dass es das Näheste zum Golde sei; Ich habe einmal ein Pfund Stahl genommen, dieses richtete ich mit figierenden Pulvern zu, dann trieb ich den zugerichteten Stahl ins Silber, da bekam ich aus einen Lot 10. Aäß des feinsten Goldes, in allen Proben beständig, hierüber machte ich den Überschlag, was auf 100. Mark Silber vor ein Ausschuss bleiben würde, wann der Arbeiter Lohn und die dazugehörige nötige Unkosten abgerechnet würden, und er belief sich auf 4000 . Flor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.579500198364258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1896,"date":1719,"orig":"Doch bauete ich keine Schloͤſſer darauff, ſondern reſolvirte bey mir ſelbſten einer gewiſſen Communitaͤt, umb aus ihren Schulden ſich zu retten, dieſes Stuͤcke zu communiciren.","norm":"Doch baute ich keine Schlösser darauf, sondern resolvierte bei mir selbst einer gewissen Kommunität, um aus ihren Schulden sich zu retten, dieses Stücke zu kommunizieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.741499900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1897,"date":1719,"orig":"Ehe ich aber jemanden davon etwas meldete, wolte ich es auch mit anderen Stahl auff eine Marck Silber verſuchen, allein die Probe gieng nicht an, deswegen ſchwieg ich ſtille, und ließ das Werck gar liegen.","norm":"Ehe ich aber jemanden davon etwas meldete, wollte ich es auch mit anderen Stahl auf eine Mark Silber versuchen, allein die Probe ging nicht an, deswegen schwieg ich stille, und ließ das Werk gar liegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.926199913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1898,"date":1719,"orig":"Doch gereuet mich daß ich das Pfund vom vorigen Stahl nicht voͤllig ins Silber getrieben habe, ſo haͤtte ich doch wenigſtens ein Schau-Stuͤcke vom 5. biß 6. Ducaten guten Freunden zu zeigen, haben koͤnnen.","norm":"Doch gereuet mich dass ich das Pfund vom vorigen Stahl nicht völlig ins Silber getrieben habe, so hätte ich doch wenigstens ein Schaustücke vom 5. bis 6. Dukaten guten Freunden zu zeigen, haben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.205999851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1899,"date":1719,"orig":"Wie kam es aber, daß der Herr Bruder es ſo verſehen? fragte der General.","norm":"Wie kam es aber, dass der Herr Bruder es so versehen? fragte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.909599781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1900,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete, ich hatte damahls Bekanntſchafft mit einen wohlerfahrnen Gvardein, der beredete mich, ich ſolte den uͤbrigen Stahl ins Bley treiben, ſo kaͤmen wir im Scheiden und Abtreiben naͤher zu, und erſparten ſo wohl die Muͤhe als das Silber und Scheide-Waſſer.","norm":"Eckart antwortete, ich hatte damals Bekanntschaft mit einen wohlerfahrenen Gvardein, der beredete mich, ich sollte den übrigen Stahl ins Blei treiben, so kämen wir im Scheiden und Abtreiben näher zu, und ersparten so wohl die Mühe als das Silber und Scheidewasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193099975585937} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1901,"date":1719,"orig":"Jch wolte erſt lange nicht drein willigen, vorwendende, es truͤge ſich ja zum ſelteſten zu, daß ein Koͤnig mit einer Bauer-Magd ſich vermaͤhlte.","norm":"Ich wollte erst lange nicht drein willigen, vorwendende, es trüge sich ja zum seltesten zu, dass ein König mit einer Bauermagd sich vermählte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.575799942016602} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1902,"date":1719,"orig":"So wuͤrde auch der mißgoͤnſtige Saturnus das noch fluͤchtige Gold rauben und mit ſich fuͤhren; Allein deſſen ohngeachtet perſvadirte er mich endlich, daß ich allen meinen Vorrath ins Bley trieb.","norm":"So würde auch der missgünstige Saturnus das noch flüchtige Gold rauben und mit sich führen; allein dessen ungeachtet persuadierte er mich endlich, dass ich allen meinen Vorrat ins Blei trieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.747000217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1903,"date":1719,"orig":"Nachdem ſetzten wir es auf den Teſt und lieſſen es treiben, ich muß geſtehen, es gieng das Bley mit der Materia bald mit Blumen, ſo, daß ich gedachte, es wuͤrde ein halb Pfund Gold uͤbrig verbleiben, allein es trieb mit Blumen, und blickte ſo offt, biß endlich auſſer des ſchoͤnen Spectaculs nichts mehr als ein kleines Koͤrnlein Silber, welches vielleicht in den Bley geweſen, uͤbrig blieb.","norm":"Nachdem setzten wir es auf den Test und ließen es treiben, ich muss gestehen, es ging das Blei mit der Materie bald mit Blumen, so, dass ich gedachte, es würde ein halb Pfund Gold übrig verbleiben, allein es trieb mit Blumen, und blickte so oft, bis endlich außer des schönen Spectaculs nichts mehr als ein kleines Körnlein Silber, welches vielleicht in den Blei gewesen, übrig blieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.065599918365478} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1904,"date":1719,"orig":"Da war alles hinweg!","norm":"Da war alles hinweg!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"br","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.318699836730957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1905,"date":1719,"orig":"ich ließ es zwar nicht mercken/ aber wie es mich ſchmertzte daß ich dieſen Manne gefolget hatte, koͤnnen der Herr Graf leicht gnaͤdigſt erachten.","norm":"ich ließ es zwar nicht merken / aber wie es mich schmerzte dass ich diesen Manne gefolgt hatte, können der Herr Graf leicht gnädigst erachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7993998527526855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1906,"date":1719,"orig":"Den Stahl und Eiſen in Kupffer zu verwandeln, iſt gar ein leichtes und kan die Arbeit in einen Tage verrichtet werden.","norm":"Den Stahl und Eisen in Kupfer zu verwandeln, ist gar ein leichtes und kann die Arbeit in einen Tage verrichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813399791717529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1907,"date":1719,"orig":"Aus Zinn Silber zu bringen ſind einige die es bejahen, und ſtellen es auch ins Werck.","norm":"Aus Zinn Silber zu bringen sind einige die es bejahen, und stellen es auch ins Werk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.723999977111816} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1908,"date":1719,"orig":"Was aber die Anfaͤrbung der Metallen betrifft, in Silber oder Gold kan einer wohl fuͤr ſich zur Parade anwenden, andere aber damit zu betruͤgen iſt nicht redlich.","norm":"Was aber die Anfärbung der Metallen betrifft, in Silber oder Gold kann einer wohl für sich zur Parade anwenden, andere aber damit zu betrügen ist nicht redlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392300128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1909,"date":1719,"orig":"Ein Metall aber alſo zu zeitigen, daß es die Geſtalt und Daure in allen Proben, in gleichen Gewichte eines fixeren und vollkommenern annimbt ohne Zuſatz der Univerſal-Tinctur, zweiffelt mir gar ſehr, wo nun dieſelbe zu bekommen ſey, ſehe ich zwar in Schrifften viel Buchſtaben, aber wenigen Effect, und weiln ich davon keine Erfahrung habe, nun auch bey meinen 54jaͤhrigen Alter, mir ein Adeptus zu werden die Zeit zu kurtz faͤllt, denn mich doch niemand verſichern kan, daß ich im 66. Jahr als der Graf Bernhard von Tervis dazu gelangen oder ſo lange leben werde, ſo will ich deshalben keinen Liebhaber hierinnen Eintrag thun.","norm":"Ein Metall aber also zu zeitigen, dass es die Gestalt und Daure in allen Proben, in gleichen Gewichte eines fixeren und vollkommeneren annimmt ohne Zusatz der Universaltinktur, zweifelt mir gar sehr, wo nun dieselbe zu bekommen sei, sehe ich zwar in Schriften viel Buchstaben, aber wenigen Effekt, und weil ich davon keine Erfahrung habe, nun auch bei meinen 54-jährigen Alter, mir ein Adeptus zu werden die Zeit zu kurz fällt, denn mich doch niemand versichern kann, dass ich im 66. Jahr als der Graf Bernhard von Tervis dazu gelangen oder so lange leben werde, so will ich deshalb keinen Liebhaber hierinnen Eintrag tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.659299850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1910,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1911,"date":1719,"orig":"Ettner hat einen Tractat Roſetum Chymicum genannt heraus gegeben, in welchen, wie auch in Monſr.","norm":"Ettner hat einen Traktat Rosetum Chymicum genannt herausgegeben, in welchen, wie auch in Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.670400142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1912,"date":1719,"orig":"Bechers Chymiſcher Gluͤcks-Hafen, hat man unter dergleichen Proceſſen das Ausleſen, der General verſetzte:","norm":"Bechers chemischer Glückshafen, hat man unter dergleichen Prozessen das Auslesen, der General versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.731800079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1913,"date":1719,"orig":"Jch bin vor dieſen auf die Transmutation der Metallen ſehr erpicht geweſen, allein ſo viel noch von dergleichen Adeptis zu mir kommen ſind, habe ich doch von ihnen noch kein Kunſt-Stuͤck geſehen, endlich gerieth ich auf die Gedancken, daß wer ein rechter Beſitzer dieſer Kunſt waͤre, und dadurch gleichſam alles beſaͤſſe, wuͤrde ſich nicht erſt einen andern kunt thun, und ihn umbs Geld ſeine Wiſſenſchafften mittheilen.","norm":"Ich bin vor diesen auf die Transmutation der Metallen sehr erpicht gewesen, allein so viel noch von dergleichen Adeptis zu mir kommen sind, habe ich doch von ihnen noch kein Kunststück gesehen, endlich geriet ich auf die Gedanken, dass wer ein rechter Besitzer dieser Kunst wäre, und dadurch gleichsam alles besäße, würde sich nicht erst einen anderen kundtun, und ihn ums Geld seine Wissenschaften mitteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1914,"date":1719,"orig":"Herr Graf, antwortete Eckarth, doch habe ich in Thorn einen gekennet, bey dem ich, weil er mein Tiſch-Camerad war, den Lapidem Philoſophorum auf roth und weiß geſehen, und in meinen Haͤnden gehabt, er hatte auch ſonſten allerhand ſchoͤne Kunſt-Stuͤcke; Alleine er hielt rar damit, und nach Bezahlung des Wirths, verlohr er ſich, wohin, wuſte niemand.","norm":"Herr Graf, antwortete Eckart, doch habe ich in Thorn einen gekannt, bei dem ich, weil er mein Tisch-Kamerad war, den Lapidem Philosophorum auf Rot und weiß gesehen, und in meinen Händen gehabt, er hatte auch sonsten allerhand schöne Kunststücke; alleine er hielt rar damit, und nach Bezahlung des Wirts, verlor er sich, wohin, wusste niemand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314700126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1915,"date":1719,"orig":"Der die Kunſt der Veraͤnderung derer geringeren Metallen, in beſſere verneinen wolte, wuͤrde wieder die Wercke der Natur reden.","norm":"Der die Kunst der Veränderung derer geringeren Metallen, in bessere verneinen wollte, würde wieder die Werke der Natur reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.550300121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1916,"date":1719,"orig":"Man muß es glauben daß es ſey und ſolte in der gantzen Welt auch nur ein einiger ſeyn, der dieſes Geheimniß beſaͤſſe.","norm":"Man muss es glauben dass es sei und sollte in der ganzen Welt auch nur ein einiger sein, der dieses Geheimnis besäße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.583399772644043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1917,"date":1719,"orig":"Mein Herr Bruder ſprach der General, ich bedancke mich wegen geſchehener Erlaͤuterung meines Verlangens ſchuldigſt, ich wuͤntſche denſelben ſtets um und bey mir zu haben.","norm":"Mein Herr Bruder sprach der General, ich bedanke mich wegen geschehener Erläuterung meines Verlangens schuldigst, ich wünsche denselben stets um und bei mir zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.669000148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1918,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, der Herr Graff ſey nicht ungnaͤdig auf meine ungeſchickte Reden, ich discourire von der Sache, wie der Blinde von denen Farben, indem ich hierinnen wenig Erkaͤnntniß und noch wenigere Erfahrung habe.","norm":"Eckart replizierte, der Herr Graf sei nicht ungnädig auf meine ungeschickte Reden, ich discourire von der Sache, wie der Blinde von denen Farben, indem ich hierinnen wenig Erkenntnis und noch weniger Erfahrung habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.157800197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1919,"date":1719,"orig":"Genung daß wir es nicht beduͤrffen, verſetzte der General, wer ihm in ſeinem Stande genuͤgen laͤſt, halt ich davor, ſey der beſte Adeptus.","norm":"Genug dass wir es nicht bedürfen, versetzte der General, wer ihm in seinem Stande genügen lässt, halte ich davor, sei der beste Adeptus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.42549991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1920,"date":1719,"orig":"Ja wohl antwortete Eckarth, doch will die Welt bey ihren Reichthumb immer mehr haben, und wann die Stunde des Todes kom̃t halt ich davor, wird auch der vornehmſte Adeptus, ja Elias Artiſta ſelbſt vor den beſtimmten Todt ſich nicht ſchuͤtzen, noch ihn mit ſeinen groſſen Guth und koſtbahreſten Stuͤcken, daß er noch eine kleine Zeit verziehe, aufhalten koͤnnen.","norm":"Ja wohl antwortete Eckart, doch will die Welt bei ihren Reichtum immer mehr haben, und wann die Stunde des Todes kommt halte ich davor, wird auch der vornehmste Adeptus, ja Elias Artist selbst vor den bestimmten Tod sich nicht schützen, noch ihn mit seinen großen Gut und kostbarsten Stücken, dass er noch eine kleine Zeit verziehe, aufhalten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.330100059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1921,"date":1719,"orig":"Es iſt in dieſer Zeitlichkeit, wem es GOtt der HErr goͤnnet, nach dem Anſchauen GOttes, die allergroͤßte gluͤckſeeligkeit, ich glaube auch, daß ein wahrer Adeptus mit rechte Sanctisſimus zu nennen ſey, denn indem er alles beſitzet, und ſeine Schaͤtze nie verringert werden koͤnnen, laͤſſet er alle Welt-Geſchaͤffte fahren, vergnuͤget ſich einig und allein in GOtt, lebet fromm und ſtill, thut ſeinen Naͤheſten guts wo er weiß und kan, und hilfft allen Elenden aufs euſſerſte, dahero gefaͤlt mir ſonderlich, die Dedication des vortrefflichen Kerkrings, vor ſeinen Commendario in Currum Triumphalem Antimonii Baſilii Valentini an die Adeptos, welche auff Lateiniſch alſo lautet:","norm":"Es ist in dieser Zeitlichkeit, wem es Gott der Herr gönnet, nach dem Anschauen Gottes, die allergrößte Glückseligkeit, ich glaube auch, dass ein wahrer Adeptus mit rechte Sanctissimus zu nennen sei, denn indem er alles besitzet, und seine Schätze nie verringert werden können, lässt er alle Weltgeschäfte fahren, vergnüget sich einig und allein in Gott, lebet fromm und still, tut seinen Nähesten Gutes wo er weiß und kann, und hilft allen Elenden aufs äußerste, daher gefällt mir sonderlich, die Dedikation des vortrefflichen Kehrkrings, vor seinen Commendario in Currum triumphalem Antimonii Basilii Valentini an die Adeptos, welche auf Lateinisch also lautet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92609977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1922,"date":1719,"orig":"ILLUSTRIBUS. VENERABILIBUS. SANCTISSIMIS.","norm":"ILLUSTRIBUS . VENERABILIBUS. SANCTISSIMIS.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.436600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1923,"date":1719,"orig":"ET FORTUNATISSIMIS. VIRIS. VERAM PHILOSOPHIAM ADEPTIS. VIRTUTIS CULTORIBUS. FORTUNÆ DOMINIS.","norm":"ET FORTUNATISSIMIS. VIRIS. VERAM PHILOSOPHIAM ADEPTIS. VIRTUTIS CULTORIBUS. FORTUNAE DOMINIS.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ps","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.202600002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1924,"date":1719,"orig":"MUNDI CONTEMPTORIBUS. QUORUM VITAM SANCTITATE. SANCTIT AS IN SCIENTIA. SCIENTIA IN OPERE. OPUS IN ÆGRORUM ET PAUPERUM SUBLEVATIONE CONSISTIT.","norm":"MUNDI CONTEMPTORIBUS. QUORUM VITAM SANCTITATE. SANCTIT AS IN SCIENTIA. SCIENTIA IN OPERE. OPUS IN AEGRORUM ET PAUPERUM SUBLEVATIONE CONSISTIT.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.132800102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1925,"date":1719,"orig":"Die Teutſche Verſion lautet wie folget:","norm":"Die Deutsche Version lautet wie folget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.293200016021728} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1926,"date":1719,"orig":"Denen Aller-Edelſten/ Hoch verehrenden/ Heiligſten/ und Gluͤckſeeligſten/ HERREN.","norm":"Denen Alleredelsten / Hoch verehrenden / Heiligsten / und Glückseligsten / HERREN.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.826600074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1927,"date":1719,"orig":"Der wahren Philoſophi zugethanen/ Verehrern der Tugend/ Herren des Gluͤcks/ Veraͤchtern der Welt/ Welcher Leben in Heiligkeit/ Welcher Heiligkeit in Erfahrung/ Welcher Erfahrung in Wercken/ Welcher Wercke in Auffricht-und Beyſpringung derer Krancken und Duͤrfftigen beſtehet.","norm":"Der wahren Philosophie zugetanen / Verehrern der Tugend / Herren des Glücks / Verächtern der Welt / Welcher Leben in Heiligkeit / Welcher Heiligkeit in Erfahrung / Welcher Erfahrung in Werken / Welcher Werke in Auffricht- und Beispringung derer Kranken und dürftigen bestehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.997600078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1928,"date":1719,"orig":"Dieſen Titul meritiren ſie auch mit guten Rechte zu fuͤhren, gab der General vor.","norm":"Diesen Titel meritieren sie auch mit guten Rechte zu führen, gab der General vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.67519998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1929,"date":1719,"orig":"Wie ſtehet es aber mit denen mediciniſchen Gold- Tincturen Auro potabili, Gold-Eſſentzen, Gold-Pulvern und dergleichen, Eckarth ſprach:","norm":"Wie steht es aber mit denen medizinischen Gold-Tinkturen Auro potabili, Gold-Essenzen, Gold-Pulvern und dergleichen, Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1930,"date":1719,"orig":"Mein Herr Graf/ hier wolte ich wuͤntſchen daß ein guter Chymicus, der ihnen davon beſſere Nach-und Unterricht geben wuͤrde, gegenwaͤrtig ſeyn moͤchte; doch will ich ſo viel ich davon hin und wieder gehoͤret und geſehen habe, ob ich gleich wie zuvor, in einer ſo hohen Sache, keine Satisfaction werde geben koͤnnen, vorbringen:","norm":"Mein Herr Graf / hier wollte ich wünschen dass ein guter Chymicus, der ihnen davon bessere Nach- und Unterricht geben würde, gegenwärtig sein möchte; doch will ich so viel ich davon hin und wieder gehöret und gesehen habe, ob ich gleich wie zuvor, in einer so hohen Sache, keine Satisfaktion werde geben können, vorbringen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.176300048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1931,"date":1719,"orig":"Einige wollen behaupten, das Aurum Potabile und die Eſſentia oder Tinctura Solis, wie auch andere Gold-Artzeneyen, muͤſten nicht anders als aus den Coͤrperlichen Metall, dem Golde gemacht und zubereitet werden.","norm":"Einige wollen behaupten, das Aurum Potabile und die Essenz oder Tinctura Solis, wie auch andere Gold-Artzeneyen, müssten nicht anders als aus den körperlichen Metall, dem Golde gemacht und zubereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.878600120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1932,"date":1719,"orig":"Die nun der Meynung ſeyn, nehmen das Corporaliſche Gold, laſſen es mit Salien oder Aqua Regis zerfreſſen, ſuͤſſen es wieder aus, nachdem ſie das Aqua Regis oder Scheide-Waſſer davon biß zur Trockene abgezogen haben; dann exaltiren ſie mit den Salmiac eine gilbe, thun einen Roſen-oder andern Spiritus darzu, diluiren ſolches, dann iſt die Gold-Tinctur und Aurum potabile fertig; das Gold aber nimbt der Laborante aus dem Reſiduo zuruͤck, welches er einander mahl wiederumb brauchen und denen Leichtglaubenden geben kan; Der General ſagte, die Tinctur wird aber corroſiviſch ſeyn!","norm":"Die nun der Meinung sein, nehmen das körperliche Gold, lassen es mit Salien oder Aqua Regis zerfressen, süßen es wieder aus, nachdem sie das Aqua Regis oder Scheidewasser davon bis zur Trockene abgezogen haben; dann exaltieren sie mit den Salmiak eine gilbe, tun einen Rosen- oder anderen Spiritus dazu, diluieren solches, dann ist die Goldtinktur und Aurum potabile fertig; das Gold aber nimmt der Laborante aus dem Residuo zurück, welches er einander Mal wiederum brauchen und denen Leichtglaubenden geben kann; der General sagte, die Tinktur wird aber corrosivisch sein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216300010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1933,"date":1719,"orig":"Mein Herr Graf, deſto beſſer kan ſie den Magen ausſcheuren, und die Wirckung deſto ſchneller den gantzen Leibe communiciren, und ſo iſt es auch von denen andern Pillen, Pulvern ꝛc. zu verſtehen.","norm":"Mein Herr Graf, desto besser kann sie den Magen ausscheuern, und die Wirkung desto schneller den ganzen Leibe kommunizieren, und so ist es auch von denen anderen Pillen, Pulvern etc. zu verstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2221999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1934,"date":1719,"orig":"Mir iſt ein guter Freund bekannt, derſelbe hat das Aurum potabile e corpore Solis, ſo ſchoͤne roth und ſuͤſſe als moͤchte gewuͤntſchet werden, es præcipitirt ſich keines weges und iſt das Gold gantz zertheilet, daß der Laborant nichts oder wenig in Reſiduo behaͤlt, es iſt eine ſchoͤne Operation, aber laborieus, wie ich es ſelbſten geſehen.","norm":"Mir ist ein guter Freund bekannt, derselbe hat das Aurum potabile e corpore Solis, so schöne rot und süße als möchte gewünscht werden, es präzipitiert sich keines Weges und ist das Gold ganz zerteilet, dass der Laborant nichts oder wenig in Residuo behält, es ist eine schöne Operation, aber laborieus, wie ich es selbst gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361800193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1935,"date":1719,"orig":"Der General fragte, kan aber das Gold wieder reducirt und zuruͤck gebracht werden?","norm":"Der General fragte, kann aber das Gold wieder reduziert und zurückgebracht werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.756700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1936,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete:","norm":"Eckart antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.00600004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1937,"date":1719,"orig":"Jch fragte den Freund auch/ der gab mir zur Antwort:","norm":"Ich fragte den Freund auch / der gab mir zur Antwort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.597400188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1938,"date":1719,"orig":"Er haͤtte es wohl noch nicht verſucht, er hielte aber quod ſic dafuͤr, entweder mit einer Qveckſilber-Kochung oder Eintreibung ins Silber und durch ein gemein Aquæfort- Scheidung.","norm":"Er hätte es wohl noch nicht versucht, er hielte aber quod sic dafür, entweder mit einer Quecksilber-Kochung oder Eintreibung ins Silber und durch ein gemein Aquaefort-Scheidung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.245800018310547} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1939,"date":1719,"orig":"Doch wuͤrde es ſchwer zugehen und wuͤrde nicht wohl gehandelt ſeyn, wann man eine ſolche zweiffelhaffte Curieuſitaͤt mit einen groſſen Verluſt geſchehener muͤhſamen Ausarbeitung erfahren wolte; Dieſer Freund zeigte mir eine andere Tinctura oder Eſſentia Solis die gantz dunckel roth war, ſagende:","norm":"Doch würde es schwer zugehen und würde nicht wohl gehandelt sein, wann man eine solche zweifelhafte Curieusität mit einen großen Verlust geschehener mühsamen Ausarbeitung erfahren wollte; dieser Freund zeigte mir eine andere Tinctura oder Essenz Solis die ganz dunkelrot war, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.356900215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1940,"date":1719,"orig":"Von dieſer Gold-Tinctur die aus einen Electro immaturo ausgearbeitet und mit Sale Tartari volatili imprægnirt worden, halt ich in ihrer Wirckung mehr als von der vorigen, die e corpore fabricirt worden.","norm":"Von dieser Goldtinktur die aus einen Electro immaturo ausgearbeitet und mit Sale Tartari volatili imprägniert worden, halte ich in ihrer Wirkung mehr als von der vorigen, die e corpore fabriziert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.316699981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1941,"date":1719,"orig":"Doch muß man einen jeden ſeinen Willen nachfugen, dieſer hegte beyde Meynungen, doch fiel er mehr auf die andern welche vorgeben, die Gold-Tincturen pro medicamento waͤren die zutraͤglichſten, die aus einen reinen Antimonialiſchen Cinnabariniſchen und andern rothen Berg-Schweffel gemacht wuͤrden.","norm":"Doch muss man einen jeden seinen Willen nachfugen, dieser hegte beide Meinungen, doch fiel er mehr auf die anderen welche vorgeben, die Goldtinkturen pro medicamento wären die zuträglichsten, die aus einen reinen Antimonialischen Cinnabarinischen und anderen roten Berg-Schwefel gemacht würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457200050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1942,"date":1719,"orig":"Wann dieſe Schweffel von ihren Arſenicaliſchen Zuſatz gereiniget werden, ſo ſind ſie recht guͤldiſch, und iſt hoͤchſt præjudicirlich, wann man die Leuthe umb eine beſſere Confidence zu haben, bereden will, das Gold mit zu der Arbeit kaͤme, oder ſie gar daraus gemacht wuͤrde, mit dem Beyſatz/ wie groſſen Verluſt man bey Mißrathung der Arbeit leiden muͤſte, man laͤſt es manchmahl, wann es nur wohl ausgearbeitet worden und gute Wirckung thut, einer Communitaͤt ihres ſonſt guten Abſehens halben pasſiren, als das man durch Zwietracht den Richter daruͤber Verdruß verurſachen wolte, und durch Bey- Nutz und Abſchlag des Verkauffs eine Artzeney, die das Jhrige thut, denigriren; der General verſetzte, die Leuthe ſind ſchon von alten Zeiten her uͤberredet worden, daß wo nur Gold in denen Artzeneyen iſt, ſo muß es mehr Wirckung thun als wo es nicht iſt; es iſt wahr Herr Graf, replicirte Eckarth, das ſiehet man an den Schlag-Waſſer, Hertz-Marggraffen Haupt- und andern Pulvern, darein ſie zerſchnittene Gold-Blaͤttlein mit untermiſchen; Mein Herr Bruder, regerirte der General, man kan es denen gemeinen Leuthen nicht ſo ſehr vor uͤbel zu halten, ſintemahl Medici gefunden werden, die vor gewiß ausgeben, daß die Blaͤttlein Gold eine ſehr groſſe Hertz-Staͤrckung verurſachten, dannenhero ſie wohl 12. und mehr Gold-Blaͤttlein mit unter die Artzeneyen miſchen.","norm":"Wann diese Schwefel von ihren Arsenicalischen Zusatz gereinigt werden, so sind sie recht güldisch, und ist höchst praejudicirlich, wann man die Leute um eine bessere Confidence zu haben, bereden will, das Gold mit zu der Arbeit käme, oder sie gar daraus gemacht würde, mit dem Beisatz / wie großen Verlust man bei Missratung der Arbeit leiden müsste, man lässt es manchmal, wann es nur wohl ausgearbeitet worden und gute Wirkung tut, einer Kommunität ihres sonst guten Absehens halben passieren, als das man durch Zwietracht den Richter darüber Verdruss verursachen wollte, und durch Bey-Nutz und Abschlag des Verkaufs eine Arznei, die das Ihrige tut, denigriren; der General versetzte, die Leute sind schon von alten Zeiten her überredet worden, dass wo nur Gold in denen Arzneien ist, so muss es mehr Wirkung tun als wo es nicht ist; es ist wahr Herr Graf, replizierte Eckart, das sieht man an den Schlag-Wasser, Hertz-Marggraffen Haupt- und anderen Pulvern, darein sie zerschnittene Goldblättlein mit untermischen; Mein Herr Bruder, regerirte der General, man kann es denen gemeinen Leuten nicht so sehr vor übel zu halten, sintemal Medici gefunden werden, die vor gewiss ausgeben, dass die Blättlein Gold eine sehr große Herzstärkung verursachten, dannenher sie wohl 12. und mehr Goldblättlein mit unter die Arzneien mischen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1943,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1944,"date":1719,"orig":"ich habe ſelbſt einen ſolchen Medicum der gleicher Meynung war, geſehen.","norm":"ich habe selbst einen solchen Medicum der gleicher Meinung war, gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.302499771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1945,"date":1719,"orig":"Es faͤllt mir hiermit bey, was einmahl Herr D. Ammam Profeſſor in Leipzig, in Horto Botanico daſelbſt, bey Vorzeigung der florum borraginis vorbrachte, ſagende:","norm":"Es fällt mir hiermit bei, was einmal Herr D. Ammam Professor in Leipzig, in Horto Botanico daselbst, bei Vorzeigung der florum borraginis vorbrachte, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.227700233459473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1946,"date":1719,"orig":"Jhr Herren Studioſi, dieſe Blumen ſollen das Hertze ſtaͤrcken, wollen ſie es glauben ich glaube es nicht, aber ein Silberner Becher mit 50. Ducaten, den Jhr. Durchl. vor Præſentirung der Zitronen aus dieſen Garten mir uͤberſchickte, ſtaͤrckte das Hertze beſſer als dieſe Blumen, ſo wird es hier auch ſeyn, wann man einige hundert oder tauſend Gold-Blaͤttlein zuſammen ſchmeltzte, und zu ſeiner Nothdurfft brauchte, wuͤrde es gleicher Maßen das Hertze wohl ſtaͤrcken; Der General muſte lachen, vorgebend:","norm":"Ihr Herren Studiosi, diese Blumen sollen das Herze stärken, wollen sie es glauben ich glaube es nicht, aber ein Silberner Becher mit 50. Dukaten, den Jhr . Durchl . vor Präsentierung der Zitronen aus diesen Garten mir überschickte, stärkte das Herze besser als diese Blumen, so wird es hier auch sein, wann man einige hundert oder tausend Goldblättlein zusammen schmälzte, und zu seiner Notdurft brauchte, würde es gleichermaßen das Herze wohl stärken; der General musste lachen, vorgebend:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.350900173187256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1947,"date":1719,"orig":"Er waͤre der Meynung ſelbſten, bevoraus, wo der Geld-Mangel einen das malum hypochondriacum verurſachte.","norm":"Er wäre der Meinung selbst, bevoraus, wo der Geldmangel einen das malum hypochondriacum verursachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.72629976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1948,"date":1719,"orig":"Wir wollen uns nun von denen Gold-Arbeiten abwenden, und erfahren was der Herr Bruder von andern Raritaͤten und Staͤrckungen halte, hier will ich ihm ein Stuͤck von wahren Einhorne zeigen, welches mir unlaͤngſt vor eine groſſe Raritaͤt verehret worden, gieng hiermit zu ſeiner Scatulle, nahm es und uͤberreichte es Eckarthen mit folgenden Worten:","norm":"Wir wollen uns nun von denen Gold-Arbeiten abwenden, und erfahren was der Herr Bruder von anderen Raritäten und Stärkungen halte, hier will ich ihm ein Stück von wahren Einhorne zeigen, welches mir unlängst vor eine große Rarität verehret worden, ging hiermit zu seiner Scatulle, nahm es und überreichte es Eckarten mit folgenden Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14870023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1949,"date":1719,"orig":"Er beliebe es nur wohl zu betrachten, es thut das Seinige wohl, wie ich es denn ſelbſten in meiner neulichen Kranckheit erfahren habe.","norm":"Er beliebe es nur wohl zu betrachten, es tut das Seinige wohl, wie ich es denn selbst in meiner neulichen Krankheit erfahren habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.967899799346924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1950,"date":1719,"orig":"Wann ich von dieſen vorgezeigten Stuͤcklein Einhorn judiciren ſoll, verſetzte Eckarth, ſo bitte ich den Herrn Grafen umb Erlaubniß, die eigentliche Wahrheit zu ſagen, iſt dieſes nichts anders als ein Steinmarck, vielleicht in der Erde gefunden, oder aber ein Stuͤcklein von einen verfallenen Corper eines Thieres.","norm":"Wann ich von diesen vorgezeigten Stücklein Einhorn judizieren soll, versetzte Eckart, so bitte ich den Herrn Grafen um Erlaubnis, die eigentliche Wahrheit zu sagen, ist dieses nichts anders als ein Steinmark, vielleicht in der Erde gefunden, oder aber ein Stücklein von einen verfallenen Corper eines Tieres.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.17579984664917} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1951,"date":1719,"orig":"Es iſt nicht zu leugnen, daß dieſes Unicornu fosſile in boͤſen gifftigen Kranckheiten, gleich einer feinen aͤchten Terra ſigillata vortreffliche Tugenden bey ihm fuͤhre, und durch den Schweiß eine ziemliche Linderung ſchafft.","norm":"Es ist nicht zu leugnen, dass dieses Unicornu fossile in bösen giftigen Krankheiten, gleich einer feinen echten Terra sigillata vortreffliche Tugenden bei ihm führe, und durch den Schweiß eine ziemliche Linderung schafft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2083001136779785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1952,"date":1719,"orig":"Der General ſprach:","norm":"Der General sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.91379976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1953,"date":1719,"orig":"Jch habe mir gaͤntzlich eingebildet, es ſey von einen ſolchen gewundenen Einhorn, als wie hier eins im Koͤniglichen Schatz vorgewieſen wird, welches ehmahliger Zeit vor 50000.","norm":"Ich habe mir gänzlich eingebildet, es sei von einen solchen gewundenen Einhorn, als wie hier eins im königlichen Schatz vorgewiesen wird, welches ehemaliger Zeit vor 50000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.624000072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1954,"date":1719,"orig":"Flor oder Rthr. erkaufft worden; Nein mein Herr Graf, antwortete Eckarth, denn daran erkennen ſie es, daß ein Bein nicht an die Zunge faͤllt, als dieſes, wann ſie es mit der Zunge beruͤhren, ſo hafftet es an dieſelbe.","norm":"Flor oder Rthr . erkauft worden; Nein mein Herr Graf, antwortete Eckart, denn daran erkennen sie es, dass ein Bein nicht an die Zunge fällt, als dieses, wann sie es mit der Zunge berühren, so haftet es an dieselbe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.492800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1955,"date":1719,"orig":"Jedennoch wuͤrden ſie ſich auch irren, wann ſie vermeynten es ſey das im Koͤniglichen Schatze verwahrte Einhorn, das wahre Einhorn.","norm":"Dennoch würden sie sich auch irren, wann sie vermeinten es sei das im königlichen Schatze verwahrte Einhorn, das wahre Einhorn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.516499996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1956,"date":1719,"orig":"Dieſes Horn kommt her von einen See-Fiſche der heiſt Narvahl, und wird in Groͤnland bey dem Wallfiſch-Fang mit gefangen/ ihm das Horn von dem Maul abgebrochen, denn es iſt nur ein langer Zahn im Oberkiefer, der unter der Naſe dem Fiſche vorraget, und zu uns heraus bracht wird.","norm":"Dieses Horn kommt her von einen Seefische der heißt Narvahl, und wird in Grönland bei dem Walfischfang mit gefangen / ihm das Horn von dem Maul abgebrochen, denn es ist nur ein langer Zahn im Oberkiefer, der unter der Nase dem Fische vorraget, und zu uns herausbrachte wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.208799839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1957,"date":1719,"orig":"Wie dieſes ſo genannte Horn rar war, hat man die Einfalt damit ziemlich herumb gefuͤhret, nun es aber gemein und nicht mehr ſo rar iſt, kan man anjetzo ein ſolches Horn 3. Ellen lang und laͤnger vor 20. biß 30. Rthlr. auch noch wohlfeiler erkauffen, deßwegen thut es doch ſeine Wirckung, wegen des bey ſich fuͤhrenden haͤuffigen fluͤchtigen Saltzes in denen Kranckheiten, ſehr gut, ſonſten iſt es eben nicht hoͤher als ein geraſpeltes Ebur oder Hirſchhorn zu achten.","norm":"Wie dieses so genannte Horn rar war, hat man die Einfalt damit ziemlich herumgeführt, nun es aber gemein und nicht mehr so rar ist, kann man jetzt ein solches Horn 3. Ellenlang und länger vor 20. bis 30. Rthlr . auch noch wohlfeiler erkaufen, deswegen tut es doch seine Wirkung, wegen des bei sich führenden häufigen flüchtigen Salzes in denen Krankheiten, sehr gut, sonsten ist es eben nicht höher als ein geraspeltes Ebur oder Hirschhorn zu achten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.10830020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1958,"date":1719,"orig":"So iſt denn alſo kein Einhorn in der Welt? fragte der General.","norm":"So ist denn also kein Einhorn in der Welt? fragte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.252500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1959,"date":1719,"orig":"Denn wo mir recht iſt, fuͤhret es GOtt der HErr im 39. Cap. v. 12. des Buͤchlein Hiobs, ſeiner erſchaffenden Natur nach unter andern Thieren mit vor, ſo kan ja GOtt nicht luͤgen, oder er wird ja der albernen Leuthe Vorgeben nach, nicht nur ein Einhorn in den Kaſten Noaͤ haben gehen laſſen, da doch ſeine allmaͤchtige Vorſichtigkeit damahls ein anders geordnet hat, ſo iſt ja GOtt kein Menſch, der dieſes von ihm erſchaffene Thier gleich dem Hiob, als ein Menſch nicht baͤndigen koͤnne.","norm":"Denn wo mir recht ist, führt es Gott der Herr im 39. Cap. v. 12. des Büchlein Hiobs, seiner erschaffenden Natur nach unter anderen Tieren mit vor, so kann ja Gott nicht lügen, oder er wird ja der albernen Leute Vorgeben nach, nicht nur ein Einhorn in den Kasten Noahs haben gehen lassen, da doch seine allmächtige Vorsichtigkeit damals ein anders geordnet hat, so ist ja Gott kein Mensch, der dieses von ihm erschaffene Tier gleich dem Hiob, als ein Mensch nicht bändigen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.855100154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1960,"date":1719,"orig":"Weil denn dieſes einmahl wahr iſt, ſo ſage mir der Herr Bruder ſeine hievon gefaßte Meynung; Hoch-gebohrner Herr Graf gnaͤdiger Herr, antwortete Eckarth, deren Reden ſind keinesweges verwerfflich, und der wuͤrde thoͤricht handeln, welcher den allmaͤchtigen GOtt einer Ohnmaͤchtigkeit zeihen wolte.","norm":"Weil denn dieses einmal wahr ist, so sage mir der Herr Bruder seine hiervon gefasste Meinung; Hoch-gebohrner Herr Graf gnädiger Herr, antwortete Eckart, deren Reden sind keineswegs verwerflich, und der würde töricht handeln, welcher den allmächtigen Gott einer Ohnmächtigkeit zeihen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.18720006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1961,"date":1719,"orig":"Es iſt allerdinges ein Einhorn, deſſen Olaus Wormius in ſeinen Muſæo am 287. Blat, wegen unterſchiedener Beſchreibung derer Autorum, die doch nicht allerdinges uͤberein treffen, alſo gedencket:","norm":"Es ist Dinges ein Einhorn, dessen Olaus Wormius in seinen Musaeo am 287. Blatt, wegen unterschiedener Beschreibung derer Autorum, die doch nicht Dinges überein treffen, also gedenkt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.53439998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1962,"date":1719,"orig":"Es ſey ein Abgeſandter des Koͤnigs von Longa, Nahmens Franciscus Marquis, der Nation ein Africaniſcher Mohr geweſen, welcher in Gegenwart Jhro Koͤnigl. Majeſt. in Dennemarck und deſſen geheimbden Raͤthen und Bedienten erzehlet, daß in der Wuͤſten Cano ein gehoͤrntes Thier Nahmens Torè Binà lebte, der Groͤße nach, waͤre es als ein mittelmaͤßiges Roß geſtaltet, der Kopff, die Schenckel und die Fuͤſſe verglichen ſich denen gleichen Theilen derer Pferde, waͤren Haaricht, haͤtte eine Maͤhne einer Spannen lang, wie auch einen Schweif, gleich denen Pferden, an der Farbe ſehe es grau, und uͤber den Ruͤcken haͤtte es einen dunckeln Strich wie die Eſel, der Bauch mit dem Unter-Halſe ſey weiß, haͤtte weiche kurtze Haare, in der Mitte der Stirne truͤge es einen langen Schopff, aus welchen das Horn hervorragte, dieſer Schopff bliebe auch an den ausgeriſſenen Horn feſte, das Horn iſt drey Spannen lang, am Einſatze acht oder neun Daumen dicke, und nimbt gegen der Spitze zu ab, an welcher wieder ein Buſch Purpur-Farbene Haare einer Fauſt dicke hange, das Horn habe keine gewundene Streiffe oder Zuͤge, ſondern gienge gleich aus, und ſey gelb-braͤunlich an der Farbe.","norm":"Es sei ein Abgesandter des Königs von Longa, Namens Franciscus Marquis, der Nation ein afrikanischer Mohr gewesen, welcher in Gegenwart Ihrer Königl . Majest . in Dänemark und dessen geheimbden Räten und Bedienten erzählt, dass in der Wüssten Cano ein gehörntes Tier Namens Tore Bina lebte, der Größe nach, wäre es als ein mittelmäßiges Ross gestaltet, der Kopf, die Schenkel und die Füße verglichen sich denen gleichen Teilen derer Pferde, wären haarig, hätte eine Mähne einer Spannen lang, wie auch einen Schweife, gleich denen Pferden, an der Farbe sehe es grau, und über den Rücken hätte es einen dunklen Strich wie die Esel, der Bauch mit dem Unter-Halse sei weiß, hätte weiche kurze Haare, in der Mitte der Stirn trüge es einen langen Schopf, aus welchen das Horn hervorragte, dieser Schopf bliebe auch an den ausgerissenen Horn feste, das Horn ist drei Spannen lang, am Einsatze acht oder neun Daumen dicke, und nimmt gegen der Spitze zu ab, an welcher wieder ein Busch Purpurfarbene Haare einer Faust dicke hange, das Horn habe keine gewundene Streife oder Züge, sondern ginge gleich aus, und sei gelbbräunlich an der Farbe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.794899940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1963,"date":1719,"orig":"Dieſes Thier waͤre ſehr ſchnell im Lauffen, und koͤnte nicht gefangen, ſondern muͤſſe mit Pfeilen erſchoſſen werden, welches nachmahls in der Wuͤſten von der dritten oder vierdten Hand todt gefunden wuͤrde.","norm":"Dieses Tier wäre sehr schnell im Laufen, und könnte nicht gefangen, sondern müsse mit Pfeilen erschossen werden, welches nachmals in der Wüssten von der dritten oder vierten Hand tot gefunden würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.933800220489502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1964,"date":1719,"orig":"Die Africaner hielten dieſes Horn wegen der vortrefflichen Krafft, welche es wieder das Gifft, ſo wohl aͤuſer- als innerlich gebraucht, wircke, in groſſen Werth.","norm":"Die Afrikaner hielten dieses Horn wegen der vortrefflichen Kraft, welche es wieder das Gift, so wohl äuser- als innerlich gebraucht, wirke, in großen Wert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404500007629394} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1965,"date":1719,"orig":"Gedachtes Thier ehe es zu ſauffen pflege, ſo truͤbe und bewege daſſelbe zuvor das Waſſer mit ſeinem Horn, dahero auch die Africaner das Waſſer mit dem aͤuſerſten Schopff oder Buͤſchel Purpur-Haaren ruͤhreten, welches alsbald darauff anfienge zu ſchaͤumen und zu ſieden, als wenn es am Feuer ſtuͤnde, dann trincken ſie das Waſſer und wuͤrden geſund, und dieſes iſt vermuthlich das Einhorn, von welchen GOtt der HErr der Schnelligkeit und Staͤrcke halben gegen Hiob, als der Herr Graf zuvor angefuͤhret hat, erwehnet.","norm":"Gedachtes Tier ehe es zu saufen pflege, so trübe und bewege dasselbe zuvor das Wasser mit seinem Horn, daher auch die Afrikaner das Wasser mit dem äußersten Schopf oder Büschel Purpurhaaren rührten, welches alsbald darauf anfinge zu schäumen und zu sieden, als wenn es am Feuer stünde, dann trinken sie das Wasser und würden gesund, und dieses ist vermutlich das Einhorn, von welchen Gott der Herr der Schnelligkeit und Stärke halben gegen Hiob, als der Herr Graf zuvor angeführt hat, erwähnt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.937600135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1966,"date":1719,"orig":"Kommt denn kein dergleichen Horn heraus in unſer Land? fragte der General.","norm":"Kommt denn kein dergleichen Horn heraus in unser Land? fragte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716800212860107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1967,"date":1719,"orig":"Mir zweiffelt ſehr, antwortete Eckarth, ſintemahl erwehnter Geſandte errinnerte, daß dieſe Hoͤrner dem Koͤnige des Orths bey Leib- und Lebens-Straffe muͤſten uͤberlieffert werden.","norm":"Mir zweifelt sehr, antwortete Eckart, sintemal erwähnter Gesandte erinnerte, dass diese Hörner dem Könige des Orts bei Leib- und Lebensstraffe müssten überliefert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.360499858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1968,"date":1719,"orig":"Dieſer Geſandte verſprach, mit Erlaubniß ſeines Koͤniges, Jhro Koͤnigl. Maj. zu Dennemarck ein ſolch ausgeweidetes gantzes Thier zuſenden:","norm":"Dieser Gesandte versprach, mit Erlaubnis seines Königes, Ihrer Königl. Maj. zu Dänemark ein solch ausgeweidetes ganzes Tier zusenden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.581299781799316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1969,"date":1719,"orig":"Ob es geſchehen weiß ich nicht, doch faͤllt mir bey, daß ich der Beſchreibung nach, ein dergleichen Horn im Schatze der Kron Pohlen liegen geſehen, welches ſehr rar, und eine ſehr groſſe Summa Geldes geſchaͤtzet wird; doch wird daſſelbige in der Krafft des Fiſches ſeinem Zahn oder Horn nicht viel nehmen.","norm":"Ob es geschehen weiß ich nicht, doch fällt mir bei, dass ich der Beschreibung nach, ein dergleichen Horn im Schatze der Krone Polen liegen gesehen, welches sehr rar, und eine sehr große Summa Geldes geschätzt wird; doch wird dasselbe in der Kraft des Fisches seinem Zahn oder Horn nicht viel nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36929988861084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1970,"date":1719,"orig":"Der General ſagte, mein wertheſter Herr Bruder, dieſe Beſchreibung iſt mir ſo lieb, als wann mir einer was groſſes geſchencket haͤtte, weswegen ich mich gegen denſelben zum freundlichſten bedancke.","norm":"Der General sagte, mein wertester Herr Bruder, diese Beschreibung ist mir so lieb, als wann mir einer was Großes geschenkt hätte, weswegen ich mich gegen denselben zum freundlichsten bedanke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1149001121521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1971,"date":1719,"orig":"Hiermit ſtampffte der General mit dem Fuße auf den Boden, darauff kam der Kammer-Diener und zwey Fourirer, der eine mit zwey Schuͤſſeln, da in der einen Zucker-Brod und Zwyback, in der andern geſchnittene Zerbelat-Wurſt und geriebener Parmeſan-Kaͤſe lagen, der andere mit zwey Flaſchen weiſſen und rothen Wein, nach ihnen ein Page, der brachte Brodt, Semmeln und Butter, mit dieſen Wenigen ſprach der General, nehme der Herr Bruder als einer kleinen Abend-Collation mit mir guͤnſtig vorlieb, denn ich anders! keine Abend-Mahlzeit halte, und befinde mich ſehr wohl dabey.","norm":"Hiermit stampfte der General mit dem Fuße auf den Boden, darauf kam der Kammer-Diener und zwei Fouriere, der eine mit zwei Schüsseln, da in der einen Zuckerbrot und Zwieback, in der anderen geschnittene Zerbelatwurst und geriebener Parmesankäse lagen, der andere mit zwei Flaschen weißen und roten Wein, nach ihnen ein Page, der brachte Brot, Semmeln und Butter, mit diesen Wenigen sprach der General, nehme der Herr Bruder als einer kleinen Abendkollation mit mir günstig vorlieb, denn ich anders! keine Abendmahlzeit halte, und befinde mich sehr wohl dabei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.491399765014648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1972,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1973,"date":1719,"orig":"Vor hohe Gnade ſage ich unterthaͤnigen Danck, und pflege ich es zu Hauſe auch alſo zu halten; etliche vermeynen wann ſie des Abends gar nicht ſpeiſen, waͤre es ihnen ſehr zutraͤglich, alleine ich finde bey mir das Widerſpiel, denn wann ich ſolches gethan und nicht geſpeiſet habe, habe ich einen Schwindel des Morgens drauff im Haupte empfunden, und verſpuͤre daß es nicht gut gethan ſey, wann der Magen des Nachts uͤber gar nichts zu verdauen hat, aber ein wenig iſt gut, damit der muͤhſame Magen nur etwas zu thun findet, da denn die aufſteigende gelinde Duͤnſte einen ſanffteren Schlaff verurſachen.","norm":"Vor hohe Gnade sage ich untertänigen Dank, und pflege ich es zu Hause auch also zu halten; etliche vermeinen wann sie des Abends gar nicht speisen, wäre es ihnen sehr zuträglich, alleine ich finde bei mir das Widerspiel, denn wann ich solches getan und nicht gespeist habe, habe ich einen Schwindel des Morgens drauf im Haupte empfunden, und verspüre dass es nicht gutgetan sei, wann der Magen des Nachts über gar nichts zu verdauen hat, aber ein wenig ist gut, damit der mühsame Magen nur etwas zu tun findet, da denn die aufsteigende gelinde Dünste einen sanfteren Schlaf verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.034299850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1974,"date":1719,"orig":"Jch kenne einen betagten vortrefflichen Medicum, der den gantzen Tag nicht eher einen Biſſen iſſet, noch einen Trunck trincket, biß gegen Abend, da er erſt etwas Speiſe und Trancks zu ſich nimbt.","norm":"Ich kenne einen betagten vortrefflichen Medicum, der den ganzen Tag nicht eher einen Bissen isst, noch einen Trunk trinket, bis gegen Abend, da er erst etwas Speise und Tranks zu sich nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.036399841308594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1975,"date":1719,"orig":"Der Herr Bruder hat recht, antwortete der General, fragte ihn auch:","norm":"Der Herr Bruder hat recht, antwortete der General, fragte ihn auch:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.896200180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1976,"date":1719,"orig":"Ob ihm nicht etwas bekannt waͤre, das vor hitzige Augen und uͤbel Gehoͤr gut waͤre?","norm":"Ob ihm nicht etwas bekannt wäre, das vor hitzige Augen und übel Gehör gut wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.373700141906738} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1977,"date":1719,"orig":"denn ſeine aͤltiſte Tochter haͤtte daran ſonderliche Pasſion und Zufaͤlle.","norm":"denn seine älteste Tochter hätte daran sonderliche Passion und Zufälle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.704500198364258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1978,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, gnaͤdiger Herr Graf, dieſe Zufaͤlle fuͤhren ihren Urſprung von einen ſonderlichen Orthe her, welchen ein junger Cavallier beſſer als die Artzeneyen rathen wuͤrde.","norm":"Eckart sprach, gnädiger Herr Graf, diese Zufälle führen ihren Ursprung von einen sonderlichen Orte her, welchen ein junger Cavalier besser als die Arzneien raten würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.312099933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1979,"date":1719,"orig":"Dannenhero ein Medicus, der bereits der gnaͤdigen Fraͤulein Diæt am beſten weiß, ihr fuͤglicher als ich, wuͤrde beyraͤthig ſeyn koͤnnen.","norm":"Dannenher ein Medikus, der bereits der gnädigen Fräulein Diät am besten weiß, ihr füglicher als ich, würde beirätig sein können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.999100208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1980,"date":1719,"orig":"Jedennoch, wann es etwan aus einer Particulairen Verſtopffung und daher ruͤhrender Entzuͤndung kaͤme, iſt ſehr dienlich ein Eyerklar in einen zinnernen Schuͤßlein mit einem Stuͤcke Alaun umgeruͤhrt, ſo lange biß es dicke und einer Salbe aͤhnlich wird, von dieſer Salbe ſtreiche man ein wenig zwiſchen zwey zarte Tuͤcher, und lege es alſo uͤber das von Augenlieder zugemachten Auge, doch waͤre auch zugleich mit gut, inwendig ein præcipitirendes Puͤlverlein einzunehmen, es ſey nun von Corallen, Krebs-Augen, Perlen-Mutter, Marggrafen, Bezoar-Pulver und dergleichen.","norm":"Dennoch, wann es etwan aus einer Particulairren Verstopfung und daher rührender Entzündung käme, ist sehr dienlich ein Eierklar in einen zinnernen Schüsslein mit einem Stücke Alaun umgerührt, solange bis es dicke und einer Salbe ähnlich wird, von dieser Salbe streiche man ein wenig zwischen zwei zarte Tücher, und lege es also über das von Augenlider zugemachten Auge, doch wäre auch zugleich mit gut, inwendig ein präzipitierendes Pülverlein einzunehmen, es sei nun von Korallen, Krebsaugen, Perlenmutter, Markgrafen, Bezoarpulver und dergleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.27839994430542} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1981,"date":1719,"orig":"Wegen uͤbeln Gehoͤrs, wann ſonſten innerliche Zufaͤlle mit Beyweſend ſeyn, habe ich nie was beſſers funden als neben Adhibirung eines Bezoar-Pulvers, ein wenig Altheæ-Saͤlblein, darein troͤpfle ich 3. biß 4. Tropffen diſtillirtes Ol.","norm":"Wegen üblen Gehörs, wann sonsten innerliche Zufälle mit Beywesend sein, habe ich nie was Besseres fanden als neben Adhibirung eines Bezoar-Pulvers, ein wenig Altheae-Sälblein, darein tröpfle ich 3. bis 4. Tropfen destilliertes Ol.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.708600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1982,"date":1719,"orig":"Anethin oder Till-Oel, und thue darzu ſo viel gantz feine præparirte Tutia, biß es der Conſiſtentz nach ſo dicke worden, das man Wicken daraus machen koͤnne, da man denn in das krancke Ohr eine ſolche Wicke geſteckt, dieſelbe 8. Stunden darinnen liegen laſſen, und ſo dann nach der Zeit wieder renovirt, darneben muß man auch das Ohr von den Unflat mit einen beqvemen Ohr-Loͤfflein ſaubern.","norm":"Anethin oder Till-Oel, und tue dazu so viel ganz feine präparierte Tutia, bis es der Konsistenz nach so dicke worden, das man Wicken daraus machen könne, da man denn in das Kranke Ohr eine solche Wicke gesteckt, dieselbe 8. Stunden darinnen liegen lassen, und so dann nach der Zeit wieder renoviert, daneben muss man auch das Ohr von den Unflat mit einen bequemen Ohr-Löfflein sauberen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.384900093078613} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1983,"date":1719,"orig":"Jch bedancke mich gegen den Herrn Bruder, verſetzte der General, und werde ich mich vor gluͤckſeelig æſtimiren, denſelben noch lange hier zuſehen.","norm":"Ich bedanke mich gegen den Herrn Bruder, versetzte der General, und werde ich mich vor glückselig ästimieren, denselben noch lange hier zusehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103499889373779} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1984,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie noch von unterſchiedenen Begebenheiten discouriret hatten, nahm Eckarth vom General mit gehorſamen Danck Abſchied.","norm":"Nachdem sie noch von unterschiedenen Begebenheiten discouriret hatten, nahm Eckart vom General mit gehorsamen Dank Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.742400169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1985,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen Eckarth bey dem General ſich verweilet hatte, hat GOtt der HErr der Wirthin in ſeinen Logiament einen jungen Sohn beſcheret, als Eckarth nach Hauſe kam und die bona nova erfuhr, ließ er noch denſelben Abend den Wirth durch Andreas Gluͤck wuͤntſchen.","norm":"Unterdessen Eckart bei dem General sich verweilet hatte, hat Gott der Herr der Wirtin in seinen Logiament einen jungen Sohn beschert, als Eckart nach Hause kam und die bona nova erfuhr, ließ er noch denselben Abend den Wirt durch Andreas Glück wünschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508800029754639} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1986,"date":1719,"orig":"Der Wirth zur Danckſagung bath Eckarthen den andern Tag zu Gevattern.","norm":"Der Wirt zur Danksagung bat Eckarten den anderen Tag zu Gevattern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.22569990158081} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1987,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich gegen den Wirth zum beſten und ſprach:","norm":"Eckart bedankte sich gegen den Wirt zum besten und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.624599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1988,"date":1719,"orig":"Mein Herr Sulezki, die Ehre welche er mir anthut, iſt mir hertzlich lieb, allein was kan ich ihn oder den lieben Kinde mit der Zeit dienen, denn heute bin ich hier und morgen anderswo.","norm":"Mein Herr Sulezki, die Ehre welche er mir antut, ist mir herzlich lieb, allein was kann ich ihn oder den lieben Kinde mit der Zeit dienen, denn heute bin ich hier und morgen anderswo.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.716000080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1989,"date":1719,"orig":"Mein lieber Herr Wirth, er ſuche ihn einen andern beſtaͤndigeren Freund, und ich werde meine Schuldigkeit ſo ablegen, als wenn ich ſelbſten geſtanden waͤre, ſo dann hat er ſeinen Kinde einen beſſeren Vortheil geſchafft, doch laſſe ich mir ſeine gute Zuneigung gefallen.","norm":"Mein lieber Herr Wirt, er suche ihn einen anderen beständigeren Freund, und ich werde meine Schuldigkeit so ablegen, als wenn ich selbst gestanden wäre, so dann hat er seinen Kinde einen besseren Vorteil geschafft, doch lasse ich mir seine gute Zuneigung gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.787600040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1990,"date":1719,"orig":"Hoch-geehrteſter Herr replicirte der Wirth, nichts als mein Gemuͤthe zu denſelben verurſachet mich dieſes Anbringen zu thun, und wer weiß denn wo meinem Kinde, ſo es GOtt gefaͤllt, leben zu laſſen, an einen frembden Orthe auch koͤnne gerathen werden: Wohlan denn replicirte Eckarth, ſo bedancke ich mich ſeiner redlichen Zuneigung wegen, mein Herr Sulezki ich werde mich ſchon als ein getreuer Tauf-Zeuge zu beſtimmter Zeit einfinden; Der Wirth machte eine Gegen-Bedanckung und gieng ſeiner Wege:","norm":"Hochgeehrtester Herr replizierte der Wirt, nichts als mein Gemüte zu denselben verursachet mich dieses Anbringen zu tun, und wer weiß denn wo meinem Kinde, so es Gott gefällt, leben zu lassen, an einen fremden Orte auch könne geraten werden: Wohlan denn replizierte Eckart, so bedanke ich mich seiner redlichen Zuneigung wegen, mein Herr Sulezki ich werde mich schon als ein getreuer Taufzeuge zu bestimmter Zeit einfinden; der Wirt machte eine Gegen-Bedankung und ging seiner Wege:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.191999912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1991,"date":1719,"orig":"Nachdem wandte ſich Eckarth zu denen jungen Herren, ſagende:","norm":"Nachdem wandte sich Eckart zu denen jungen Herren, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.964700222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1992,"date":1719,"orig":"Es gibt wohl wunderliche Leuthe in der Welt, bevoraus wann ſie zu Gefattern bitten ſollen, und da ſonſten dieſes Heilige Werck zum Heyl der armen Kinder angeordnet und angeſehen iſt, ſuchen manche Eltern darinnen ihren Eigen-Nutz, pflegen dannenhero gemeine Leuthe zum offtern Stands- Perſonen, hohe Officianten oder reiche Leuthe zu bitten, und damit der Herr Gevatter ſo dann wann ein Dienſtgen offen iſt, ihnen moͤchte behuͤlfflich ſeyn, oder wann ihnen Geld noͤthig waͤre, etwas auf nimmer wieder zu geben, zu borgen bekommen.","norm":"Es gibt wohl wunderliche Leute in der Welt, bevoraus wann sie zu Gefattern bitten sollen, und da sonsten dieses Heilige Werk zum Heil der armen Kinder angeordnet und angesehen ist, suchen manche Eltern darinnen ihren Eigennutz, pflegen dannenher gemeine Leute zum Öfteren Stands-Personen, hohe Offizianten oder reiche Leute zu bitten, und damit der Herr Gevatter so dann wann ein Diensten offen ist, ihnen möchte behilflich sein, oder wann ihnen Geld nötig wäre, etwas auf nimmer wiederzugeben, zu borgen bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.566299915313721} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1993,"date":1719,"orig":"Es waͤre allhier wohl geſchickter ein jedes verbliebe bey ſeines gleichen, oder baͤthen gute ehrliche Leuthe die einmahl einem ſolchen Kinde beyraͤthig ſeyn koͤnten.","norm":"Es wäre allhier wohl geschickter ein jedes verbliebe bei seinesgleichen, oder beten gute ehrliche Leute die einmal einem solchen Kinde beirätig sein könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.760200023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1994,"date":1719,"orig":"Gotthart ſagte: Herr Vater, wir Chriſten ſolten in einen ſo heiligen Wercke kein Ausleſen machen, ſondern alle einander gleich ſeyn.","norm":"Gotthart sagte: Herr Vater, wir Christen sollten in einen so heiligen Werke kein Auslesen machen, sondern alle einander gleich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.408599853515625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1995,"date":1719,"orig":"Es iſt wohl wahr mein Herr Sohn replicirte Eckarth, wann es nur aus guter Affection und Liebe wie hier bey unſern Wirthe, geſchicht.","norm":"Es ist wohl wahr mein Herr Sohn replizierte Eckart, wann es nur aus guter Affektion und Liebe wie hier bei unseren Wirte, geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.106500148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1996,"date":1719,"orig":"Allein wo man das Utile und Jucundum dieſem heiligen Wercke mit einmiſchet, iſt es gleich wie bey denen Juden, die ihre Wechſel-Tiſche in den Tempel ſetzten, und alſo aus der Kirche ein Kauff-Hauß machten.","norm":"Allein wo man das Utile und Jucundum diesem heiligen Werke mit einmischet, ist es gleich wie bei denen Juden, die ihre Wechseltische in den Tempel setzten, und also aus der Kirche ein Kaufhaus machten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.220799922943115} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1997,"date":1719,"orig":"Des andern Tages wurde das Kind zur heiligen Tauffe getragen, und Eckarth ſtund mit zwey andern Perſonen zu Gevattern, nach vollbrachten Tauff-Actus, ward ein groß Gaſt-Geboth gehalten:","norm":"Des anderen Tages wurde das Kind zur heiligen Taufe getragen, und Eckart stand mit zwei anderen Personen zu Gevattern, nach vollbrachten Tauffactus, wurde ein groß Gastgebot gehalten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565199851989746} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1998,"date":1719,"orig":"Eckarth aber wolte ſich vom Wirth mit beyweſend zu ſeyn keinesweges erbitten laſſen, ſagende:","norm":"Eckart aber wollte sich vom Wirt mit beywesend zu sein keineswegs erbitten lassen, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.100100040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":1999,"date":1719,"orig":"Man laſſe den Frauens-Volck ihre Luſt, ich wuͤrde unter ihnen gleich einer Eulen unter denen Voͤgeln ſeyn, und zu denen jungen Herren ſprach er:","norm":"Man lasse den Frauensvolck ihre Lust, ich würde unter ihnen gleich einer Eulen unter denen Vögeln sein, und zu denen jungen Herren sprach er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.216599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2000,"date":1719,"orig":"Sehet lieben Herren Soͤhne, welche eine uͤble Gewohnheit iſt bey manchen Voͤlckern, daß, da ſie GOtt den HErrn vor die hohe Gnade, welche ihren Kindern in der heiligen Tauffe wiederfahren, dancken ſollen, und der abgematteten Sechswoͤchnerinn und Kindbetterinn nebenſt dem Kinde die Ruhe goͤnnen, ſo jauchzen, ſpringen und tantzen ſie, und laßen ihnen wohl ſeyn, beſſer waͤre es ja, wann es nach denen Sechs-Wochen geſchaͤhe, daß die Kindbetterinn die Luſt mit genieſſen koͤnte.","norm":"Sehet lieben Herren Söhne, welche eine üble Gewohnheit ist bei manchen Völkern, dass, da sie Gott den Herrn vor die hohe Gnade, welche ihren Kindern in der heiligen Taufe widerfahren, danken sollen, und der abgematteten Sechswöchnerin und Kindbeterin neben dem Kinde die Ruhe gönnen, so jauchzen, springen und tanzen sie, und lassen ihnen wohl sein, besser wäre es ja, wann es nach denen Sechs Wochen geschähe, dass die Kindbeterin die Lust mit genießen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.754499912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2001,"date":1719,"orig":"Einige Leuthe fuͤhren bey dieſen Actus eine dergleichen Verſchwendung, daß ſie lange Zeit zur Wieder-Erhaltung ſammeln muͤſſen, ſtecken ſich in Schulden, daß ſie ſolche zu bezahlen wohl es muͤſſen anſtehen laſſen, und endlich durch eine dergleichen Tractament wohl das weite Feld ſuchen muͤſſen.","norm":"Einige Leute führen bei diesen Aktus eine dergleichen Verschwendung, dass sie lange Zeit zur Wieder-Erhaltung sammeln müssen, stecken sich in Schulden, dass sie solche zu bezahlen wohl es müssen anstehen lassen, und endlich durch eine dergleichen Traktament wohl das weite Feld suchen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.51140022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2002,"date":1719,"orig":"Weiln aber dieſes Sachen ſind, die zu unſern Propos nicht gehoͤren, wollen wir ein wenig in die freye Lufft ſpatzieren, und ſehen was pasſiret.","norm":"Weil aber dieses Sachen sind, die zu unseren Propos nicht gehören, wollen wir ein wenig in die freie Luft spazieren, und sehen was passiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2003,"date":1719,"orig":"Das VIII. Capitel.","norm":"Das VIII. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.086999893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2004,"date":1719,"orig":"Eckarth mit Siegfried/ Gotthart und zweyen Studenten ſpatzieren vor das Thor/ es begegnet ihnen ein Patritius.","norm":"Eckart mit Siegfried / Gotthart und zweien Studenten spazieren vor das Tor / es begegnet ihnen ein Patritius.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2005,"date":1719,"orig":"Eckarth lehret was ein Reiſender in acht nehmen ſoll/ und was zu einen rechtſchaffenen Patritio gehoͤre.","norm":"Eckart lehrt was ein Reisender in Acht nehmen soll / und was zu einen rechtschaffenen Patritio gehöre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.871500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2006,"date":1719,"orig":"Stoltz iſt die groͤſſeſte Thorheit eines Staats-Schuͤlers/ pro & contra-Reden/ was denengleichen Leuthen nuͤtz-oder ſchaͤdlich ſey.","norm":"Stolz ist die größte Torheit eines Staats-Schülers / pro & Contra-Reden / was Dänengleichen Leuten nütz- oder schädlich sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.141900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2007,"date":1719,"orig":"Machiacelliſche Maximen werden vorgewieſen/ und wie man ſolchen Vorſtellungen entgegen gehen ſoll.","norm":"Machiacellische Maximen werden vorgewiesen / und wie man solchen Vorstellungen entgegengehen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.735799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2008,"date":1719,"orig":"Tauber Neſſeln und Ulmen-Wuͤrmlein Wirckung in allerhand Zufaͤllen.","norm":"Tauber Nesseln und Ulmen-Würmlein Wirkung in allerhand Zufällen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.147999763488769} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2009,"date":1719,"orig":"Eckarth beſtaͤtigt ſolche mit Exempeln/ gehen wieder in ihr Quartier und behalten die zween Studioſos bey dem Abend-Eſſen.","norm":"Eckart bestätigt solche mit Exempeln / gehen wieder in ihr Quartier und behalten die zweien Studiosus bei dem Abend-Essen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.863800048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2010,"date":1719,"orig":"Es kommt eine groſſe Compagnie Studenten/ die den Decano Jurid.","norm":"Es kommt eine große Compagnie Studenten / die den Decano Jurid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.930099964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2011,"date":1719,"orig":"Facult. ein Muſicaliſches Staͤndgen bringen/ und wird eine Arie geſungen.","norm":"Facult . ein Musikalisches Ständen bringen / und wird eine Arie gesungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.928899765014648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2012,"date":1719,"orig":"Lob den Muſicaliſchen Staͤndgen/ wann ſie zur Ergoͤtzung nicht aber zu einer Staats-Rache wieder die Stadt- Diener oder ſonſten angeſtellet werden.","norm":"Lob den musikalischen Ständen / wann sie zur Ergötzung nicht aber zu einer Staats-Rache wieder die Stadt-Diener oder sonsten angestellt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.078199863433838} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2013,"date":1719,"orig":"Gotthart erzehlet/ daß daſelbſt geſchehene Betraurungs-wuͤrdige Staͤndgen und Action mit denen Haͤſchern/ in welcher ein Studioſus erſtochen worden.","norm":"Gotthart erzählt / dass daselbst geschehene Betraurungs-würdige Ständen und Aktion mit denen Häschern / in welcher ein Studiosus erstochen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.812900066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2014,"date":1719,"orig":"Eckarths Inſtruction wie ſich ein Studioſus gegen dergleichen Diener verhalten und in begegnender Brutalitaͤt Revenge ſuchen ſoll.","norm":"Ekarts Instruktion wie sich ein Studiosus gegen dergleichen Diener verhalten und in begegnender Brutalität Revenge suchen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.826399803161621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2015,"date":1719,"orig":"Es wird eine Hiſtoria von dergleichen Revenge vorgefuͤhret.","norm":"Es wird eine Historia von dergleichen Revenge vorgeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.30049991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2016,"date":1719,"orig":"Obrigkeit ſollen ihren Stadt-Dienern nicht allzugroſſe Freyheit einen Menſchen zu beſchaͤdigen zulaſſen.","norm":"Obrigkeit sollen ihren Stadtdienern nicht allzu große Freiheit einen Menschen zu beschädigen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.536799907684326} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2017,"date":1719,"orig":"Threnacker und Fronhart nehmen nach Danckſagung vor erwieſene Hoͤfligkeit ihren Abſchied.","norm":"Thraker und Fronhart nehmen nach Danksagung vor erwiesene Höflichkeit ihren Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.462800025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2018,"date":1719,"orig":"Es kommt ein Cavallier von Grafen Salanin, welcher Eckarthen und ſeine Herren Soͤhne auf die Reiſe nach Carnia zum General Solucki verabredeter Maßen invitirte.","norm":"Es kommt ein Cavalier von Grafen Solanin, welcher Eckarten und seine Herren Söhne auf die Reise nach Carnia zum General Solucki verabredeter Maßen invitierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.002500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2019,"date":1719,"orig":"Eckarths Antwort.","norm":"Ekarts Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.082500457763672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2020,"date":1719,"orig":"Der General laͤſt ſie den andern Tag abholen/ und ſetzen nach vollbrachten Fruͤhſtuͤcke ihre vorhabende Reiſe fort/ kommen nach Cibara wo gleich Jahrmarckt iſt/ daſelbſt ſind zwey Quackſalber von welchen der Wirth und die abgeſchickte Bediententen beyderſeits Aufzuͤge und Gauckel-Poſſen/ und was ſie zu verkauffen haben/ erzehlen.","norm":"Der General lässt sie den anderen Tag abholen / und setzen nach vollbrachten Frühstücke ihre vorhabende Reise fort / kommen nach Cibara wo gleich Jahrmarkt ist / daselbst sind zwei Quacksalber von welchen der Wirt und die abgeschickte Bediententen beiderseits Aufzüge und Gaukelpossen / und was sie zu verkaufen haben / erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.476600170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2021,"date":1719,"orig":"Des Generals Frage an Andreas und deſſen Antwort/ ingleichen Eckarths Antwort auf des Generals Frage.","norm":"Des Generals Frage an Andreas und dessen Antwort / ingleichen Ekarts Antwort auf des Generals Frage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.01200008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2022,"date":1719,"orig":"Nach den Eſſen fahren ſie biß Schlemma woſelbſt ſie uͤbernachteten.","norm":"Nach den Essen fahren sie bis Schlemme woselbst sie übernachteten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.028600215911865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2023,"date":1719,"orig":"Der General erzehlet/ was ſich mit einen Marckt-Schreyer in Venedig zugetragen habe/ von deſſen liſtigen Vortraͤgen und ausgegebenen Artzeneyen.","norm":"Der General erzählt / was sich mit einen Marktschreier in Venedig zugetragen habe / von dessen listigen Vorträgen und ausgegebenen Arzneien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.206299781799316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2024,"date":1719,"orig":"Es wird eine Qvackſalberin vorgeſtellet/ wie ſelbige die Leuthe mit ſonderlicher Beredung angefuͤhret habe.","norm":"Es wird eine Quacksalberin vorgestellt / wie selbige die Leute mit sonderlicher Beredung angeführt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378900051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2025,"date":1719,"orig":"Jhre Statur und Habit wird beſchrieben.","norm":"Ihre Statur und Habit wird beschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.643499851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2026,"date":1719,"orig":"Eckarth erzehlet von einen ſich ausgegebenen Virtuoſen von hohen Alter.","norm":"Eckart erzählt von einen sich ausgegebenen Virtuosen von hohen Alter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.207399845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2027,"date":1719,"orig":"Der General vermeldet wie er unter der Decke groſſer Baͤrte/ ſeine Recrouten bekommen/ welche nach Abſchehrung derſelben junge Kerle geweſen.","norm":"Der General vermeldet wie er unter der Decke großer Bärte / seine Rekruten bekommen / welche nach Abscherung derselben junge Kerle gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.18179988861084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2028,"date":1719,"orig":"Nach Verlangen des Generals ſtellet Andreas einen Marckt- Schreyer auf/ der ſich zu ſeinen Vortheil anreden laſſen er ſey ein Printz des Kayſers von Fetz und Marocco, nnd was weiter mit ihm vorgangen ſey.","norm":"Nach Verlangen des Generals stellet Andreas einen Marckt-Schreier auf / der sich zu seinen Vorteil anreden lassen er sei ein Prinz des Kaisers von Fetz und Marokko, und was weiter mit ihm vorgegangen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.564199924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2029,"date":1719,"orig":"Des Generals Meynung daruͤber.","norm":"Des Generals Meinung darüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.259599685668945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2030,"date":1719,"orig":"Andreas erzehlet noch eine Hiſtoria von einen gantz ſilbernen Qvackſalber.","norm":"Andreas erzählt noch eine Historia von einen ganz silbernen Quacksalber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.244400024414062} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2031,"date":1719,"orig":"Das Frauenzimmer verfuͤgen ſich in ihr angewieſene Kammer.","norm":"Das Frauenzimmer verfügen sich in ihr angewiesene Kammer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.231500148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2032,"date":1719,"orig":"Der General und die andern Herrn in das Neben-Stuͤblein und legen ſich zur Ruhe; Die Bedienten aber verbleiben in der Schenck- Stube und halten auff der Streue ihr Nacht- Lager.","norm":"Der General und die anderen Herrn in das Nebenstüblein und legen sich zur Ruhe; die bedienten aber verbleiben in der Schenck-Stube und halten auf der Streue ihr Nacht-Lager.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.225800037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2033,"date":1719,"orig":"JN dem Eckarth mit denen jungen Heren ſich zum Ausgehen fertig gemacht hatte, kamen zwey Studioſi Leonhard und Threnacker, umb Siegfried und Gottharten zu beſuchen; wie ſie ſahen, daß ſie allerſeits Wegfertig waren, bathen die Studioſi Eckarthen, wann er erlauben wolte, daß ſie die Gunſt ſie zu accompagniren mit genießen koͤnnten, wuͤrden ſie es ihnen vor die groͤſte Ehre ſchaͤtzen.","norm":"In dem Eckart mit denen jungen Herren sich zum Ausgehen fertig gemacht hatte, kamen zwei Studiosi Leonhard und Thraker, um Siegfried und Gottharten zu besuchen; wie sie sahen, dass sie allerseits Wegfertig waren, baten die Studiosi Eckarten, wann er erlauben wollte, dass sie die Gunst sie zu akkompagnieren mit genießen könnten, würden sie es ihnen vor die größte Ehre schätzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6331000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2034,"date":1719,"orig":"Mesſieurs antwortete Eckarth, ſie doͤrffen nicht umb Erlaubniß bitten, ſondern ihre werthe Aſſociation, als bereits hier der Stadtkundige, wird unſern Vorhaben einen groſſen Unterricht geben koͤnnen.","norm":"Messieurs antwortete Eckart, sie dürfen nicht um Erlaubnis bitten, sondern ihre werte Association, als bereits hier der Stadtkundige, wird unseren Vorhaben einen großen Unterricht geben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6230998039245605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2035,"date":1719,"orig":"Als ſie nun vor das Thor kamen und umb den Graben giengen, kam von weiten ihnen ein wohl-gebutzter Cavallier, deſſen Kleid uͤber und uͤber mit Silber bordiret war, mit einen gravitaͤtiſchen Gange, und einen Diener in Liverey hinter ihm, entgegen.","norm":"Als sie nun vor das Tor kamen und um den Graben gingen, kam von weiten ihnen ein wohl-gebützter Cavalier, dessen Kleid über und über mit Silber bordieret war, mit einen gravitätischen Gange, und einen Diener in Liverei hinter ihm, entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203199863433838} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2036,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte Leonharden, was dieſes vor ein angebutztes Bild waͤre welches ihnen entgegen kaͤme?","norm":"Eckart fragte Leonharden, was dieses vor ein angeputztes Bild wäre welches ihnen entgegenkäme?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.531899929046631} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2037,"date":1719,"orig":"Leonhard antwortete; Es iſt ein Patritius dieſer Stadt, reicher Eltern einiger Sohn, der Hoffnung hat mit der Zeit bey der Regierung ein hohes Officium zu bekommen.","norm":"Leonhard antwortete; es ist ein Patritius dieser Stadt, reicher Eltern einiger Sohn, der Hoffnung hat mit der Zeit bei der Regierung ein hohes Officium zu bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.307400226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2038,"date":1719,"orig":"Hat er auch wohl ſtudiret? fragie Eckarth weiter: Leonhart antwortete:","norm":"Hat er auch wohl studiert? fragie Eckart weiter: Leonhart antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.15500020980835} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2039,"date":1719,"orig":"Seine Accrementa in Studiis moͤgen ſo hin beſchaffen ſeyn; Allein er iſt vortrefflich gereiſet.","norm":"Seine Accrementa in Studiis mögen so hin beschaffen sein; allein er ist vortrefflich gereist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.132199764251709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2040,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2041,"date":1719,"orig":"Wann die Gelehrſamkeit und gutes Nachſinnen ſich denen Reiſen mit beyfuͤget, ſo mag ſich ein Staat erfreuen, ſolche Leuthe dermahleins im Regiement zu haben, wo aber das Reiſen nur in Geld zu verthun, ſtattliche Pallaͤſte zu ſehen, das Frauenzimmer mehr als gelehrte Leuthe und gute Exercitien-Meiſter zu beſuchen, ſeinen Zweck auf lauter Phantaſtereyen als Staats- Unterſuchung, und guten Nachſinnen zu ſetzen, daß, wann man in Patriam zuruͤck kom̃t, mehr was den Leibe ergoͤtzlich, als der Seele und Gemuͤthe zutraͤglich geweſen, erzehlet, mehr Dames die man bedienet, als gelehrte und erfahrne Maͤnner denen man aufgewartet hat, her rechnet, beſtehet: Sollen es hernach die groſſen Mittel, die vornehme Eltern und Freundſchafft ausmachen, ſo iſt es ſehr ſchlecht beſtellt:","norm":"Wann die Gelehrsamkeit und gutes Nachsinnen sich denen Reisen mit beifüget, so mag sich ein Staat erfreuen, solche Leute dermaleinst im Regiment zu haben, wo aber das Reisen nur in Geld zu vertun, stattliche Paläste zu sehen, das Frauenzimmer mehr als gelehrte Leute und gute Exerzitienmeister zu besuchen, seinen Zweck auf lauter Phantastereien als Staats-Untersuchung, und guten Nachsinnen zu setzen, dass, wann man in Patriam zurückkommt, mehr was den Leibe ergötzlich, als der Seele und Gemüte zuträglich gewesen, erzählt, mehr Dames die man bedienet, als gelehrte und erfahrene Männer denen man aufgewartet hat, her rechnet, bestehet: Sollen es hernach die großen Mittel, die vornehme Eltern und Freundschaft ausmachen, so ist es sehr schlecht bestellt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.862800121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2042,"date":1719,"orig":"Wehe hernach einem Regiement welches Kinder und Unerfahrne zu Vorſtehern hat.","norm":"Wehe hernach einem Regiment welches Kinder und Unerfahrene zu Vorstehern hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2043,"date":1719,"orig":"Es gehoͤret fuͤrwahr zu einen Staats-Cavallier, rechten Patritium der ein rechter Patriot des Vaterlands ſeyn ſoll, abzugeben, mehr als eine blaue oder rothe Scharlachene Huͤlle mit Gold oder Silber bordirt, umb ſich zu hengen, und einen ſilbernen, wann es auch gleich ein goldener mit Diamanten verſetzter Degen waͤre, mit einen mit Gold oder Silber beſchlagenen Stock zu tragen, und mit einen pathetiſchen Gange die Erde zu treten, waͤhrender Rede gieng dieſer Patritius ihnen ohn einig Hutrucken vorbey, ſein Diener aber zog den Hut tieff ab, dem ſie auch danckten.","norm":"Es gehöret fürwahr zu einen Staats-Cavallier, rechten Patritium der ein rechter Patriot des Vaterlands sein soll, abzugeben, mehr als eine blaue oder rote Scharlachene Hülle mit Gold oder Silber bordiert, um sich zu hängen, und einen silbernen, wann es auch gleich ein goldener mit Diamanten versetzter Degen wäre, mit einen mit Gold oder Silber beschlagenen Stock zu tragen, und mit einen pathetischen Gange die Erde zu treten, währender Rede ging dieser Patritius ihnen ohne einig Hutrucken vorbei, sein Diener aber zog den Hut tief ab, dem sie auch dankten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.16510009765625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2044,"date":1719,"orig":"Oho! ſprach Eckarth, vor der Zeit ſtoltzieren iſt eine der groͤſſeſten Thorheit, dieſes aufgeblaſenen Herrns Diener, koͤnte ſeiner Hoͤflichkeit wegen ſchon vor, und ſein Herr ihme nachtreten.","norm":"Oho! sprach Eckart, vor der Zeit stolzieren ist eine der größten Torheit, dieses aufgeblasenen Herrn Diener, könnte seiner Höflichkeit wegen schon vor, und sein Herr ihm nachtreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.530900001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2045,"date":1719,"orig":"Hochmuth ſtehet keinen Regenten, viel weniger einen Anfaͤngling und Lehr-Schuͤler des Staats an.","norm":"Hochmut steht keinen Regenten, viel weniger einen Anfänglich und Lehrschüler des Staats an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.932799816131592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2046,"date":1719,"orig":"Sanfftmuth, Leuthſeelig-und Hoͤflichkeit, ſind die Stuͤtzen der Gunſt des gemeinen Mannes, welcher Zuneig-und Hochachtung zu haben, ein ſolcher Menſch hoͤchſt-bemuͤhet leben ſoll.","norm":"Sanftmut, Leuthseelig-und Höflichkeit, sind die Stützen der Gunst des gemeinen Mannes, welcher Zuneig- und Hochachtung zu haben, ein solcher Mensch höchstbemüht leben soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.710899829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2047,"date":1719,"orig":"Threnacker ſagte:","norm":"Thraker sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.970799922943115} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2048,"date":1719,"orig":"Was fragt ein dergleichen Schwuͤlſtling nach der Liebe und Gunſt des gemeinen Mannes/ den er nicht hoͤher als einen Leibeignen Unterthanen achtet.","norm":"Was fragt ein dergleichen Schwülstlich nach der Liebe und Gunst des gemeinen Mannes / den er nicht höher als einen Leibeignen Untertanen achtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.524099826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2049,"date":1719,"orig":"Dieſe Leuthe deren Herrſchafft offters ſich nicht weiter erſtreckt, als man mit einer Wind-Buͤchſe ſchieſſen kan, ſind von ſo hoher Einbildung daß ſie vermeynen, alle Thuͤrme in der Stadt muͤſten ſich vor ſie neigen, wann ſie daher getreten kommen.","norm":"Diese Leute deren Herrschaft öfters sich nicht weiter erstreckt, als man mit einer Wind-Büchse schießen kann, sind von so hoher Einbildung dass sie vermeinen, alle Türme in der Stadt müssten sich vor sie neigen, wann sie daher getreten kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.056300163269043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2050,"date":1719,"orig":"Aber was hilffts!","norm":"Aber was hilft es!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.000500202178955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2051,"date":1719,"orig":"Es iſt doch auch zuweilen ein gutes Korn mit unter, welches hernach in ſeinen Wachsthum, die Unfruchtbarkeit eines ſolchen tauben Weitzens erſetzen muß.","norm":"Es ist doch auch zuweilen ein gutes Korn mit unter, welches hernach in seinen Wachstum, die Unfruchtbarkeit eines solchen tauben Weizens ersetzen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.336100101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2052,"date":1719,"orig":"Es gehet aber ſchwer zu, wande Gotthart ein, wann einer allein alle Laſt auf den Halſe hat, und geſchiehet zum offtern/ daß, wofern ein verſtaͤndiger Mann wegen Ehehafften nicht allezeit gegenwaͤrtig ſeyn kan; Man ſich gewaltig proſtituiret.","norm":"Es geht aber schwer zu, wand Gotthart ein, wann einer allein alle Last auf den Halse hat, und geschieht zum Öfteren / dass, sofern ein verständiger Mann wegen Ehehaften nicht allezeit gegenwärtig sein kann; man sich gewaltig prostituieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.523499965667725} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2053,"date":1719,"orig":"Ja wohl antwortete Threnacker, die beſte Maxima iſt, man achte es nicht, der Affrondirte kan ſich nicht verantworten, zumahln, wann man auf ſeinen Miſte krehet, moͤgen doch die Leuthe anderwerts davon halten was ſie wollen, die Laͤnge der Zeit und die Verweilung, wird den Beleidigten wohl auf einen andern Sinn bringen, will er nicht mag er es laſſen bleiben, man kan ihme wohl ſonſten eins laſſen anhencken, man gebe nur auf ſeine Actiones achtung, vernichtige alle ſein Thun, treibe ihn unter denen Knechten und Maͤgden herumb, und wo man ihn einen Poſſen beweiſen kan, muß man es nicht durch die dritte Hand ſondern wohl durch die ſiebende und zehende verrichten, man muß Brieffe ſtilliſiren und andern Zeigen, als kaͤmen ſie von frembden Orthen/ wo ſich der Freund ehmahliger Zeit aufgehalten hat, her, ſeiner Correſpondentz muß man hintertreiben, die Brieffe zuruͤck halten, auch gar oͤffnen und ſehen, ob auch etwas verfaͤngliches darinnen enthalten ſey.","norm":"Ja wohl antwortete Thraker, die beste Maxima ist, man achte es nicht, der Affrontierte kann sich nicht verantworten, zumal, wann man auf seinen Miste krähet, mögen doch die Leute anderwärts davon halten was sie wollen, die Länge der Zeit und die Verweilung, wird den Beleidigten wohl auf einen anderen Sinn bringen, will er nicht mag er es lassen bleiben, man kann ihm wohl sonsten eins lassen anhängen, man gebe nur auf seine Actiones Achtung, vernichtige alle sein Tun, treibe ihn unter denen Knechten und Mägden herum, und wo man ihn einen Possen beweisen kann, muss man es nicht durch die dritte Hand sondern wohl durch die siebende und zehnte verrichten, man muss Briefe stilisieren und anderen Zeigen, als kämen sie von fremden Orten / wo sich der Freund ehemaliger Zeit aufgehalten hat, her, seiner Korrespondenz muss man hintertreiben, die Briefe zurückhalten, auch gar öffnen und sehen, ob auch etwas Verfängliches darinnen enthalten sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038700103759766} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2054,"date":1719,"orig":"Jſt ein Ampt offen, ihme durch den Dritten oder Vierdten Angelegenheit geben, darumb anzuhalten, thut er es, ſo dann ihme weiſen wie hoch ihre Freundſchafft und Patrocinium zu æſtimiren ſey; Das erſtremahl ihn nichts erhalten laſſen, umb ihn durch Geringachtung zu zeigen was es ſey, den hohen Prieſter zu ſchelten.","norm":"Ist ein Amt offen, ihm durch den Dritten oder vierten Angelegenheit geben, darum anzuhalten, tut er es, so dann ihm weisen wie hoch ihre Freundschaft und Patrocinium zu ästimieren sei; das erstremahl ihn nichts erhalten lassen, um ihn durch Geringachtung zu zeigen was es sei, den hohen Priester zu schelten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6620001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2055,"date":1719,"orig":"Ja mein Herr Threnacker, fiel ihm Eckarth in die Rede, der Herr redet gar wohl, und dieſes ſind heut zu Tage die Binden, womit man einen Scharffſichtigen die Augen verziehet.","norm":"Ja mein Herr Thraker, fiel ihm Eckart in die Rede, der Herr redet gar wohl, und dieses sind heute zu Tage die Binden, womit man einen Scharfsichtigen die Augen verziehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.247399806976318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2056,"date":1719,"orig":"Alleine, wann einer iſt, den ein dergleichen Staat weder ſchaden noch nutzen kan, der ihre Befoͤrderung nichts achtet, der Welt ſeiner Redlichkeit halben bekannt iſt, ſich auch in keine Staats-Geſchoͤffte verwickelt, weitlaͤufftige Correſpondentz hat, und ſeine Briefe auf vielerley Arth an Orth und Stelle durch gute Freunde befoͤrdern kan, der die Macht und Verſtand hat hoͤhere Officia ſeinen Feinden zu ſchaden zu erlangen, und in allen ſchauet, daß er jedermann mit Redlichkeit unter die Augen trit, das Simulare nichts achtet; GOtt, und ſo viel als menſch-und moͤglich ſeinen Naͤheſten dienet, mit dem laͤſt es ſich nicht alſo ſpielen.","norm":"Alleine, wann einer ist, den ein dergleichen Staat weder schaden noch nutzen kann, der ihre Beförderung nichts achtet, der Welt seiner Redlichkeit halben bekannt ist, sich auch in keine Staatsgeschöffte verwickelt, weitläufige Korrespondenz hat, und seine Briefe auf vielerlei Art an Ort und Stelle durch gute Freunde befördern kann, der die Macht und Verstand hat höhere Officia seinen Feinden zu schaden zu erlangen, und in allen schauet, dass er jedermann mit Redlichkeit unter die Augen tritt, das Simulare nichts achtet; Gott, und so viel als mensch- und möglich seinen Nähesten dient, mit dem lässt es sich nicht also spielen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472499847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2057,"date":1719,"orig":"Denn ob er ſich gleich in acht nimbt niemanden ſchaͤdlich zu ſey, ſo iſt er doch ein Menſch, und kan denn leicht bey ereignender Gelegenheit einen dergleichen Verfolger ein ſolches Contra-Spiel miſchen, daß jenen angſt und bange wird, und wuͤntſche einen ſolchen Menſchen nie etwas Leides gethan zu haben, zumahln wann er ander Orthen die uͤber den geringen Staat zu herrſchen haben, in Æſtim und Hochachtung lebet; Aber alsdenn kommt die Reue zu ſpat.","norm":"Denn ob er sich gleich in Acht nimmt niemanden schädlich zu sei, so ist er doch ein Mensch, und kann denn leicht bei ereignender Gelegenheit einen dergleichen Verfolger ein solches Contra-Spiel mischen, dass jenen Angst und bange wird, und wünsche einen solchen Menschen nie etwas Leides getan zu haben, zumal wann er ander Orten die über den geringen Staat zu herrschen haben, in Aestim und Hochachtung lebet; Aber alsdann kommt die Reue zu spät.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306399822235107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2058,"date":1719,"orig":"Threnacker verſetzte, mein hoch-geehrter Herr pardonnire, daß ich auch hierinnen aus Erfahrung eines meiner faſt auf vorig erzehlter Arth guten Freundes, der deren Gegen-Satz faſt voͤllig nachgefolget hat, noch einen Entgegen- Satz vorbringen mag, auch gegen einen kleinen Strohm deſſen Adern mit in den groſſen See flieſſen muß man Vorſicht haben, nicht zu erſauffen, ob einen gleich mit ſeinen Schiflein auf der groſſen See zu fahren erlaubet iſt; Die Arth auch kleiner Adern zu genieſſen ſind vielen gar angenehm, will es nicht bald rucken, Gedult, was der Martius nicht bringet, kan der Junius tragen, will es auch hier nicht, man erwarte den Herbſt, erlaͤngert es ſich ferner, ſo muß man allen Fleiß anwenden, durch beygelegte Waͤrme es den Winter auszubruͤtten/ es findet ſich denn ſchon eine Gelegenheit, daß man mit Manier durch Unterlegen des Freundes Wohlwollen den Foͤrderer, obgleich ihm unwiſſend, zu ſeinen Nutz und Willen erlange, nichts achtende, es entſtehe daraus was und wie es wolle, die Communitaͤt und der Verfolgte muß die Unkoſten und Stich-Pfennige ſchon bezahlen:","norm":"Thraker versetzte, mein hochgeehrter Herr pardoniere, dass ich auch hierinnen aus Erfahrung eines meiner fast auf vorig erzählter Art guten Freundes, der deren Gegensatz fast völlig nachgefolgt hat, noch einen Entgegen-Satz vorbringen mag, auch gegen einen kleinen Strom dessen Adern mit in den großen See fließen muss man Vorsicht haben, nicht zu ersaufen, ob einen gleich mit seinen Schifflein auf der großen See zu fahren erlaubet ist; die Art auch kleiner Adern zu genießen sind vielen gar angenehm, will es nicht bald rucken, Geduld, was der Martius nicht bringt, kann der Junis tragen, will es auch hier nicht, man erwarte den Herbst, erlanget es sich ferner, so muss man allen Fleiß anwenden, durch beigelegte Wärme es den Winter auszubrüten / es findet sich denn schon eine Gelegenheit, dass man mit Manier durch Unterlegen des Freundes Wohlwollen den Förderer, obgleich ihm unwissend, zu seinen Nutz und Willen erlange, nichts achtende, es entstehe daraus was und wie es wolle, die Kommunität und der Verfolgte muss die Unkosten und Stich-Pfennige schon bezahlen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3993000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2059,"date":1719,"orig":"Jſt er bey denen groſſen zu maͤchtig; man findet doch wohl ein Loch daß man auch dem rathen kan, will es dennoch nicht klappen, weil die Muͤhle geſtellet iſt, ſo werffe man etwas von Gold- Sand mit unter das Mehl es wird ſich wohl geben, die Groſſen ſind ſo wohl Menſchen als andere, und muͤſſen jene gleich dieſen ſterben, dañ fallen die Stuͤtzen dahin, weiter will ich vor dieſesmahl meine Rede endigen.","norm":"Ist er bei denen großen zu mächtig; man findet doch wohl ein Loch dass man auch dem raten kann, will es dennoch nicht klappen, weil die Mühle gestellt ist, so werfe man etwas von Gold-Sand mit unter das Mehl es wird sich wohl geben, die Großen sind so wohl Menschen als andere, und müssen jene gleich diesen sterben, dann fallen die Stützen dahin, weiter will ich vor diesmal meine Rede endigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617400169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2060,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete, Monſr.","norm":"Eckart antwortete, Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.29419994354248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2061,"date":1719,"orig":"Threnacker hat recht, ich haͤtte noch ein und das andere hier mit beyzutragen, ich will es aber biß auff eine andere und beqvemere Zeit und Gelegenheit verſparen.","norm":"Thraker hat recht, ich hätte noch ein und das andere hier mit beizutragen, ich will es aber bis auf eine andere und bequemere Zeit und Gelegenheit versparen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9847002029418945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2062,"date":1719,"orig":"Daß wir uns nun von dieſen Stadt-Cavallier abwenden, ſo ſage er mir mein Herr Sohn Siegfried, was iſt das vor ein Kraut das hier vor uns hin ſtehet?","norm":"Dass wir uns nun von diesen Stadt-Cavallier abwenden, so sage er mir mein Herr Sohn Siegfried, was ist das vor ein Kraut das hier vor uns hin steht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.254300117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2063,"date":1719,"orig":"Siegfried antwortete: Herr Vater, es ſind taube Neſſeln.","norm":"Siegfried antwortete: Herr Vater, es sind taube Nesseln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.53439998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2064,"date":1719,"orig":"Ja wohl verſetzte Eckarth, ſinds taube, aber dem Lateiniſchen nach nicht tode Neſſeln.","norm":"Ja wohl versetzte Eckart, sind es taube, aber dem Lateinischen nach nicht Tode Nesseln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.54040002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2065,"date":1719,"orig":"Freylich muß die Liebe taub und zuweilen auch ſtumm ſeyn, dieſes Krauts Effect und Wirckung, iſt ſehr wunderlich, ich will aber vor ietzo meine Begierde in Eroͤffnung derſelben biß auff eine andere Zeit ausſtellen, die Herren werden aus meinen wenigen Worten genung verſtanden haben, ſo veraͤchtlich dieſes Kraut iſt, ſo haͤufig wuͤrde es abgeriſſen werden, wann mancher wuͤſte, was hinter ihm verborgen lege, in der hefftigſten Kranckheit, da kein Mittel helffen will, ſchaffete dieſes dem Leidenden Ruhe und Vergnuͤgen; Aſt ſapienti ſat. Genung.","norm":"Freilich muss die Liebe taub und zuweilen auch stumm sein, dieses Krauts Effekt und Wirkung, ist sehr wunderlich, ich will aber vor jetzt meine Begierde in Eröffnung derselben bis auf eine andere Zeit ausstellen, die Herren werden aus meinen wenigen Worten genug verstanden haben, so verächtlich dieses Kraut ist, so häufig würde es abgerissen werden, wann mancher wüsste, was hinter ihm verborgen lege, in der heftigsten Krankheit, da kein Mittel helfen will, schaffte dieses dem leidenden Ruhe und Vergnügen; Ast sapienti sat. Genug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361400127410889} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2066,"date":1719,"orig":"Was iſt dieſes vor ein Baum der uns hier entgegen ſtehet? fragte Eckarth ſerner.","norm":"Was ist dieses vor ein Baum der uns hier entgegensteht? fragte Eckart serener.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8491997718811035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2067,"date":1719,"orig":"Ein Ulmen-Baum antwortete Siegfried, deſſen gedencket Henr. ab Heer. in ſeinen Obſervationibus Oppidoraris, daß auf ſeinen Blaͤttern ſich weiſe Blattern zeigen ſollen, welche im Monath Majo inwendig voller Staub waͤren, aus dem im Monat Junio kleine rothe Wuͤrmlein werden, dieſelben thut man in ein ſauberes Glaß, ſetzte es in die Sonne, die diſtillirt ſie alsdenn in ein Waſſer, das in denen beſchaͤdigten Augen vortrefflich ſeyn ſoll, und weil dieſer Autor recht aufrichtig iſt, ſo iſt ihn meines Erachtens wohl zu trauen.","norm":"Ein Ulmenbaum antwortete Siegfried, dessen gedenkt Henr . ab Heer . in seinen Observationibus Oppidoraris, dass auf seinen Blättern sich weise Blattern zeigen sollen, welche im Monat Maja inwendig voller Staub wären, aus dem im Monat Junio kleine rote Würmlein werden, dieselben tut man in ein sauberes Glas, setzte es in die Sonne, die destilliert sie alsdann in ein Wasser, das in denen beschädigten Augen vortrefflich sein soll, und weil dieser Autor recht aufrichtig ist, so ist ihn meines Erachtens wohl zu trauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.420599937438965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2068,"date":1719,"orig":"Es iſt wahr meine Herren ſprach Eckarth, und nicht zu leugnen, denn ich mit dem Waſſer einsmahls einer guten Freundin, die des Abends in der Wirthſchafft handthierend, ihr mit einen Nagel das rechte Auge zerriß, das Geſichte ſo ſchoͤn zurecht gebracht, das ihr es weiter nichts geſchadet, und wieder ſo gut als zuvor ſehen koͤnnen.","norm":"Es ist wahr meine Herren sprach Eckart, und nicht zu leugnen, denn ich mit dem Wasser einsmals einer guten Freundin, die des Abends in der Wirtschaft handthierend, ihr mit einen Nagel das rechte Auge zerriss, das Gesichte so schön zurecht gebracht, das ihr es weiter nichts geschadet, und wieder so gut als zuvor sehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.473100185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2069,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie nun wehrenden Spatzier-Gangs allerhand Discours gefuͤhret hatten, verfuͤgten ſie ſich wieder nach ihren Logiment, die beyden Studioſi wolten ihren Abſchied nehmen, da bath ſie Eckarth ſie wolten ſo guͤtig ſeyn und mit einer kleinen Abend-Collation mit ihnen verlieb nehmen: welches ſie nach freundl.","norm":"Nachdem sie nun währenden Spaziergangs allerhand Diskurs geführt hatten, verfügten sie sich wieder nach ihren Logement, die beiden Studiosi wollten ihren Abschied nehmen, da bat sie Eckart sie wollten so gütig sein und mit einer kleinen Abendkollation mit ihnen verlieb nehmen: welches sie nach freundl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.658400058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2070,"date":1719,"orig":"Bedanckung annahmen und verblieben, nach verrichteter Collation, weil nunmehro die Nacht ſchon zeitlich annaͤherte, hoͤreten ſie von fernen eine groſſe Compagnie Studioſorum mit Violinea, Violdi Gamben, Lautenen und andern Inſtrumenten gehen, und weil ſie vermerckten, daß ſie ſich je mehr und mehr naͤherte, warteten ſie am Fenſter biß die Muſique vorbey gieng, am dritten Hauſe davon ſtille hielt, und folgende Arie in ein Clavier-Inſtrument, zwey Lauten und einen ſtillen Paß von einen Tenoriſten geſungen wurde:","norm":"Bedankung annahmen und verblieben, nach verrichteter Kollation, weil nunmehr die Nacht schon zeitlich annäherte, hörten sie von fernen eine große Compagnie Studiosorum mit Violine, Violdi Gamben, Lauten und anderen Instrumenten gehen, und weil sie vermerkten, dass sie sich je mehr und mehr näherte, warteten sie am Fenster bis die Musique vorbeiging, am dritten Hause davon stille hielt, und folgende Arie in ein Klavier-Instrument, zwei Lauten und einen stillen Pass von einen Tenoristen gesungen wurde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.166900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2071,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2072,"date":1719,"orig":"Schaue Vater deine Kinder/ Die dir Themis zugefuͤhrt/ Bringen/ groſſer Rechts-Ergruͤnder/ Dir was Soͤhnen ſtets gebuͤhrt.","norm":"Schaue Vater deine Kinder / Die dir Themis zugeführt / Bringen / großer Rechts-Ergründer / Dir was Söhnen stets gebührt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.793700218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2073,"date":1719,"orig":"Nimb die ſchlechten Demuths-Zeilen/ Von uns zum Geſchencke an/ Und vergoͤnn’ uns zu verweilen/ Hier auf deinen Tugend-Plan.","norm":"Nimm die schlechten Demuts-Zeilen / Von uns zum Geschenke an / Und vergönne uns zu verweilen / Hier auf deinen Tugendplan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.629199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2074,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2075,"date":1719,"orig":"Fuͤrſten fragen dich zu Rathe/ Und der große LEOPOLD/ Als ſein Ohr zu dir ſich nah’te.","norm":"Fürsten fragen dich zu Rate / Und der große LEOPOLD / Als sein Ohr zu dir sich nahe te.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.472300052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2076,"date":1719,"orig":"Ward er deinen Spruͤchen hold/ Und wir/ die dich taͤglich hoͤren/ Solten ſtumm und lebloß ſeyn/ Nein! wir wollen dich verehren/ Biß der Himmel faͤllet ein.","norm":"Wurde er deinen Sprüchen hold / Und wir / die dich täglich hören / sollten stumm und leblos sein / Nein! wir wollen dich verehren / Bis der Himmel fället ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.872600078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2077,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2078,"date":1719,"orig":"GOtt laß deine Jahre bluͤhen/ Gleich der ſchoͤnen Aloe.","norm":"Gott lass deine Jahre blühen / Gleich der schönen Aloe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.882400035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2079,"date":1719,"orig":"Und ins hoͤchſte Alter ziehen/ Deines Hauptes Silber-Schnee/ Er verſetze deine Zeiten/ Jn der erſten Vaͤter-Zahl/ So wird ſich dein Ruhm ausbreiten/ Hier und ſonſten uͤberall.","norm":"Und ins höchste Alter ziehen / Deines Hauptes Silber-Schnee / Er versetze deine Zeiten / In der ersten Väter-Zahl / So wird sich dein Ruhm ausbreiten / Hier und sonsten überall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.384500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2080,"date":1719,"orig":"IV.","norm":"IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":2.057800054550171} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2081,"date":1719,"orig":"Der dich uns zum Lehrer geben/ Staͤrcke deiner Sinnen Krafft/ Und verleihe dir darneben/ Was dir Freud’ und Ehre ſchafft/ Daß du deine Tugend-Soͤhne/ Schaueſt mit Vergnuͤgen an/ Gehn mit Lob-und Danck-Gethoͤne/ Auf der Themis Wunder-Bahn.","norm":"Der dich uns zum Lehrer geben / Stärke deiner Sinnen Kraft / Und verleihe dir daneben / Was dir Freude und Ehre schafft / Dass du deine Tugend-Söhne / Schauest mit Vergnügen an / Gehen mit Lob-und Dankgetöne / Auf der Themis Wunder-Bahn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611100196838379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2082,"date":1719,"orig":"V.","norm":"V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":2.73140001296997} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2083,"date":1719,"orig":"Lebe unſer Haupt und Vater/ Dein Ruhm ſtehe unverruͤckt/ Lebe Stadt-und Lands-Berather/ Leb zu tauſendmahl begluͤckt/ GOtt leg ſeinen reichen Seegen/ Dir mit Centnern in dein Hauß/ Und auf deinen Steg und Wegen/ Geh er mit dir ein und aus.","norm":"Lebe unser Haupt und Vater / Dein Ruhm stehe unverrückt / Lebe Stadt- und Lands-Berater / Lebe zu tausendmal beglückt / Gott leg seinen reichen Segen / Dir mit Zentnern in dein Haus / Und auf deinen Steg und Wegen / Gehe er mit dir ein und aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.726200103759766} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2084,"date":1719,"orig":"Als ſie nun uͤber eine Stunde ihr Devoirs erwieſen hatten, giengen ſie in guter Ordnung, mit wehrender Muſic zuruͤcke.","norm":"Als sie nun über eine Stunde ihr Devoirs erwiesen hatten, gingen sie in guter Ordnung, mit währender Musik zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002099990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2085,"date":1719,"orig":"Ja ſagte Eckarth, muſicaliſche Staͤndgen laſſen ſich wohl hoͤren, wann den Ruͤckweg die Vernunfft und Beſcheidenheit begleiten.","norm":"Ja sagte Eckart, musikalische Ständen lassen sich wohl hören, wann den Rückweg die Vernunft und Bescheidenheit begleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.376299858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2086,"date":1719,"orig":"Allein wo man bey dergleichen Verſammlung ſich einander ſelbſten anhetzet; ſolche gute Gelegenheit ſich an einen oder den andern, es ſey nun die Gvarniſon, Nachtwaͤchter, Haͤſcher oder was ſonſt die naͤrriſche Einbildung ihr vor einen Staats-Feind zueignet, zu raͤchen, nicht aus denen Haͤnden gehen zu laſſen, ſo waͤre beſſer, man braͤchte einen ſo vornehmen Profeſſori lieber eine Katzen-Muſic, als ein dergleichen Staͤndgen und Ehren-Muſic, welche in Receſſu Unehre Blut und Todt mit ſich fuͤhret.","norm":"Allein wo man bei dergleichen Versammlung sich einander selbst anhetzet; solche gute Gelegenheit sich an einen oder den anderen, es sei nun die Gvarnison, Nachtwächter, Häscher oder was sonst die närrische Einbildung ihr vor einen Staats-Feind zueignet, zu rächen, nicht aus denen Händen gehen zu lassen, so wäre besser, man brächte einen so vornehmen Professori lieber eine Katzenmusik, als ein dergleichen Ständen und Ehren-Musik, welche in Recessu Unehre Blut und Tod mit sich führt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4496002197265625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2087,"date":1719,"orig":"Er wuͤrde ihm das erſtere ſchaͤndliche Geheule und Geſchrey nicht ſo ſchimpflich, als die herrlichſte Zuſammenſtimmung aller muſicaliſchen Inſtrumenten, welche ihn als eine mitbegleitende Urſache unternommener Verwegenheit vorſtellet, in ſolchen Fall verdrießlich ſeyn laſſen.","norm":"Er würde ihm das erstere schändliche Geheule und Geschrei nicht so schimpflich, als die herrlichste Zusammenstimmung aller musikalischen Instrumenten, welche ihn als eine mitbegleitend Ursache unternommener Verwegenheit vorstellet, in solchen Fall verdrießlich sein lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.265100002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2088,"date":1719,"orig":"Wem ſind nicht die Blutigen Staͤndgen, die jemahls zu Albina und Salana vorgegangen ſind, bekannt? und was vor einigen Jahren zu Pliſſana ſich zugetragen hat, wer betrauret nicht deſſen ungluͤcklichen Ausgang, Threnacker gab vor:","norm":"Wem sind nicht die blutigen Ständen, die jemals zu Albina und Salana vorgegangen sind, bekannt? und was vor einigen Jahren zu Plissana sich zugetragen hat, wer betrauert nicht dessen unglücklichen Ausgang, Thraker gab vor:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460700035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2089,"date":1719,"orig":"Er haͤtte wohl von der Action erzehlen gehoͤret, alleine es waͤre ihm auff unterſchiedene Weiſe vorgebracht worden, daß er alſo nicht wiſſen koͤnte, welchem er Beyfall geben ſolte:","norm":"Er hätte wohl von der Aktion erzählen gehöret, alleine es wäre ihm auf unterschiedene Weise vorgebracht worden, dass er also nicht wissen könnte, welchem er Beifall geben sollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.076700210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2090,"date":1719,"orig":"Wofern aber Monſr.","norm":"Sofern aber Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"cy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":10.174200057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2091,"date":1719,"orig":"Eckarth ſo guͤtig ſeyn und den gruͤndlichen Verlauff dieſer Sache groß-guͤnſtig zu erzehlen, die Gedult auf ſich zu nehmen geliebte: wuͤrde er verpflichtet leben, davor ſonderlich danckbahr zu ſeyn.","norm":"Eckart so gütig sein und den gründlichen Verlauf dieser Sache großgünstig zu erzählen, die Geduld auf sich zu nehmen geliebte: würde er verpflichtet leben, davor sonderlich dankbar zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.583499908447266} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2092,"date":1719,"orig":"Monſr.","norm":"Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2093,"date":1719,"orig":"Threnacker replicirte Eckarth, ich habe es auch nur von hoͤren ſagen; hier aber Monſr.","norm":"Thraker replizierte Eckart, ich habe es auch nur von hören sagen; hier aber Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.620999813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2094,"date":1719,"orig":"Gotthart, welcher mit beyweſend geweſen, wird denſelben am beſten contentiren koͤnnen, wandte ſich hierauff gegen Gotthart, ſagende:","norm":"Gotthart, welcher mit beywesend gewesen, wird denselben am besten kontentieren können, wandte sich hierauf gegen Gotthart, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.134900093078613} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2095,"date":1719,"orig":"Mein Herr Sohn er thue dieſen Herren die Liebe, als ein beygeweſener Zeuge ihr Vergnuͤgen hierinnen zu erfuͤllen.","norm":"Mein Herr Sohn er tue diesen Herren die Liebe, als ein beygewesener Zeuge ihr Vergnügen hierinnen zu erfüllen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660200119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2096,"date":1719,"orig":"Hertzlich gerne antwortete Gotthart.","norm":"Herzlich gerne antwortete Gotthart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.245699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2097,"date":1719,"orig":"Meine Herren fuhr er fort, denenſelben wird die Freundſchafft welche die Herren Studioſi zu Pliſſana, wieder die Haͤſcher und Schwerdt-Diener E. E. Raths daſelbſt haben, bereits kunt ſeyn.","norm":"Meine Herren fuhr er fort, denselben wird die Freundschaft welche die Herren Studiosi zu Plissana, wieder die Häscher und Schwert-Diener E. E. Rats daselbst haben, bereits kund sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.03439998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2098,"date":1719,"orig":"Nun trug es ſich zu, daß eine groſſe Menge Studioſorum den Rectori Magnifico ſelbiger Zeit, Herrn D. Geißlern eine Nacht-Muſic brachten, als ſie nun nach deren Endigung uͤber den Marckt oder Ring mit lautenden Inſtrumenten giengen, da denn beyneben die Herren Concomitantes die Haͤſcher-Rotte, mit denen ihnen gewidtmeten Tituln angriffen, auch ſie ohne Auffhoͤren incommodirten, ſo kamen die Clauditgen angemarchiret mit ihren Harniſch und Pantzern angethan, und zerſtreueten die Studenten-Geſellſchafft, thaten auch groſſen Schaden an Inſtrumenten.","norm":"Nun trug es sich zu, dass eine große Menge Studiosorum den Rectori Magnifico selbiger Zeit, Herrn D. Geißlern eine Nachtmusik brachten, als sie nun nach deren Endigung über den Markt oder Ring mit lautenden Instrumenten gingen, da denn beineben die Herren Concomitantes die Häscherrotte, mit denen ihnen gewidmeten Titeln angriffen, auch sie ohne aufhören inkommodierten, so kamen die Clauditgen angemarchiret mit ihren Harnisch und Panzern angetan, und zerstreuten die Studenten-Gesellschaft, taten auch großen Schaden an Instrumenten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7210001945495605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2099,"date":1719,"orig":"Hierauff wurde unter denen Purſchen ein Conſilium gehalten, was zu thun?","norm":"Hierauf wurde unter denen Burschen ein Consilium gehalten, was zu tun?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.916399955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2100,"date":1719,"orig":"da denn beſchloſſen wurde, man ſolte an alle Tiſche ſchicken, und die Studioſos zuſammen zu kommen erbitten laſſen, hernach mit einhelligen Schluß, wie denen Haͤſchern eins anzuhencken waͤre, ſich reſolviren und zu Werck richten, einer ſolte vor alle, und alle vor einen ſtehen.","norm":"da denn beschlossen wurde, man sollte an alle Tische schicken, und die Studiosus zusammenzukommen erbitten lassen, hernach mit einhelligen Schluss, wie denen Häschern eins anzuhängen wäre, sich resolvieren und zu Werk richten, einer sollte vor alle, und alle vor einen stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.719200134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2101,"date":1719,"orig":"Wie nun eine groſſe Menge Studenten beyſammen war, wurde beſchloſſen, bald Abends darauff, ehe und bevor ihr Vorhaben verrathen wuͤrde/ die Haͤſcher anzugreiffen, und zwar ſolte die eine Parthey, welche ihr den Nahmen Sonntag gab, die Knechte durch Schmaͤh-Worte und Geſchrey auf den Marckt locken, und ſo dann ſolte die andere Parthey die Montag hieß, wann die erſte wich, von hinten zu kommen, daß ſie alſo die Schelmen in der Mitten bekaͤmen, und ſie ihnen den Lohn fuͤr die zerbrochenen Inſtrumente geben koͤnten.","norm":"Wie nun eine große Menge Studenten beisammen war, wurde beschlossen, bald Abends darauf, ehe und bevor ihr Vorhaben verraten würde / die Häscher anzugreifen, und zwar sollte die eine Partei, welche ihr den Namen Sonntag gab, die Knechte durch Schmähworte und Geschrei auf den Markt locken, und so dann sollte die andere Partei die Montag hieß, wann die erste wich, von hinten zu kommen, dass sie also die Schelmen in der Mitten bekämen, und sie ihnen den Lohn für die zerbrochenen Instrumente geben könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8867998123168945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2102,"date":1719,"orig":"Allein ſo geheim als dieſer Anſchlag ſolte gehalten werden, konten ſie doch nicht verhindern, daß er nicht waͤre verrathen worden, weshalben ſich die Haͤſcher in ihren Loche wohl verwahrt hielten.","norm":"Allein so geheim als dieser Anschlag sollte gehalten werden, konnten sie doch nicht verhindern, dass er nicht wäre verraten worden, weshalb sich die Häscher in ihren Loche wohl verwahrt hielten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020500183105469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2103,"date":1719,"orig":"Als nun die Studioſi ſahen, daß ihr Vohaben vergeblich war, reſolvirten ſie ſich, das Loch auf beyden Seiten zu ſtuͤrmen, und ſie in ihren eigenen Neſt zu attaquiren.","norm":"Als nun die Studiosi sahen, dass ihr Vohaben vergeblich war, resolvierten sie sich, das Loch auf beiden Seiten zu stürmen, und sie in ihren eigenen Nest zu attackieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.810699939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2104,"date":1719,"orig":"Dieſe Menſchen wehrten ſich, ſo gut es ihnen moͤglich war, es wuͤrde auch ihnen, in die Laͤnge auszuhalten zu ſchwer gefallen ſeyn, wann nicht ein Stuoſus Nahmens Todt, allzuſehr auf den Marckt Meiſter gedrungen waͤre, und dieſer ſich zu defendiren jenen in gebogenen Lager in Verfolgen einen allzuharten Stoß zumaß, welcher ihm etliche Lebens-Theile verwundete, und davon mit Leidweſen der geſammten Univerſitaͤt, den dritten Tag darauff, doch mit Verzeihung des geſchehenen und Bereuung dieſer Suͤnde und Thorheit, dieſes Zeitliche geſegnen muſte.","norm":"Diese Menschen wehrten sich, so gut es ihnen möglich war, es würde auch ihnen, in die Länge auszuhalten zu schwergefallen sein, wann nicht ein Stuosus Namens Tod, allzu sehr auf den Markt Meister gedrungen wäre, und dieser sich zu defendieren jenen in gebogenen Lager in Verfolgen einen allzuharten Stoß zumaß, welcher ihm etliche Lebensteile verwundete, und davon mit Leidwesen der gesamten Universität, den dritten Tag darauf, doch mit Verzeihung des geschehenen und Bereuung dieser Sünde und Torheit, dieses Zeitliche gesegnen musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.645899772644043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2105,"date":1719,"orig":"Ob nun wohl hierdurch die Studioſi ſehr verbittert wurden, muſten ſie doch, weiln die Gvarniſon ins Gewehr gebothen wurde, ſich beguͤtigen laſſen.","norm":"Ob nun wohl hierdurch die Studiosi sehr verbittert wurden, mussten sie doch, weil die Gvarnison ins Gewehr geboten wurde, sich begütigen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.940400123596191} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2106,"date":1719,"orig":"Aber verſetzte Eckarth, was iſt denn den Holuncken den Marckt-Schreyer wiederfahren? hat er nicht davor leiden muͤſſen?","norm":"Aber versetzte Eckart, was ist denn den Holunken den Marktschreier widerfahren? hat er nicht davor leiden müssen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.106599807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2107,"date":1719,"orig":"Nein! antwortete Gotthart, weiln es eine Defenſion geweſen war, hat man providirt, daß er fortgeſchafft, und alſo die Rache wieder ihn denen Studioſis benommen worden.","norm":"Nein! antwortete Gotthart, weil es eine Defension gewesen war, hat man providirt, dass er fortgeschafft, und also die Rache wieder ihn denen Studiosi benommen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.072199821472168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2108,"date":1719,"orig":"Threnacker ſagte, Monſ.","norm":"Thraker sagte, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.453400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2109,"date":1719,"orig":"Gotthart, vor geſchehene Relation bedancke ich mich ſchuldigſt, und lebe mit meinen Herrn Cameraden davor verbunden.","norm":"Gotthart, vor geschehene Relation bedanke ich mich schuldigst, und lebe mit meinen Herrn Kameraden davor verbunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.328999996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2110,"date":1719,"orig":"Aber ſchade umb den guten Todt, wie mich deucht war er ein einiger Sohu ſehr beguͤteter Eltern.","norm":"Aber schade um den guten Tod, wie mich deucht war er ein einiger Sohu sehr begüteter Eltern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.559899806976318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2111,"date":1719,"orig":"So iſt es antwortete Gotthart.","norm":"So ist es antwortete Gotthart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.150400161743164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2112,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach hierauff:","norm":"Eckart sprach hierauf:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.82480001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2113,"date":1719,"orig":"Jch bin auch in meiner Jugend auf Univerſitaͤten eben nicht einer von denen Froͤmmſten geweſen, alleine ich habe mir es allezeit vor eine Unehre gehalten, der Holuncken der Haͤſcher oder Philiſter mit einem Worte zu gedencken, ſondern ſelbige vielmehr verachtet, und ihnen dennoch gewieſen, ihre Reckeley zu keiner Tapfferkeit zu machen.","norm":"Ich bin auch in meiner Jugend auf Universitäten eben nicht einer von denen Frommsten gewesen, alleine ich habe mir es allezeit vor eine Unehre gehalten, der Holunken der Häscher oder Philister mit einem Worte zu gedenken, sondern selbige vielmehr verachtet, und ihnen dennoch gewiesen, ihre Rekelei zu keiner Tapferkeit zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2114,"date":1719,"orig":"Der Rath einer Stadt kan ohne dergleichen Leuthe nicht ſeyn, ſonſten muͤſten ſie es ſelbſten verrichten; Meine Meynung hierinnen iſt, es ſey beſſer, man laße die Kerl ihre Wege gehen, ich halte ſchwerlich davor, daß ſie einem Studioſo, der ſeinen Weg vor ſich hat etwas ſolten in Weg legen, geſchaͤhe es denn, ſo haͤtte man bey ihren Oberen deswegen ſich zu beſchweren, kaͤme keine Huͤlffe, ſo gebe man ſich meines wenigen Erachtens bey dem Rectore Magnifico an, um Satisfaction zu ſuchen, mit Bedrohung, wo ſelbige nicht erfolgte, wuͤrde man, ſolte darauff etwas wiedriges erfolgen, entſchuldiget ſeyn.","norm":"Der Rat einer Stadt kann ohne dergleichen Leute nicht sein, sonsten müssten sie es selbst verrichten; Meine Meinung hierinnen ist, es sei besser, man lasse die Kerl ihre Wege gehen, ich halte schwerlich davor, dass sie einem Studioso, der seinen Weg vor sich hat etwas sollten in Weg legen, geschähe es denn, so hätte man bei ihren Oberen deswegen sich zu beschweren, käme keine Hilfe, so gebe man sich meines wenigen Erachtens bei dem Rektor Magnifico an, um Satisfaktion zu suchen, mit Bedrohung, wo selbige nicht erfolgte, würde man, sollte darauf etwas Widriges erfolgen, entschuldiget sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.318699836730957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2115,"date":1719,"orig":"Auf ſolche Arth wuͤrde dieſen Maul Eſeln ſchon ein Gebiß angeleget werden, geſchaͤhe es denn nicht, ſo muß man dieſe Geſellen nicht in ihren Neſte angreiffen, oder ſie voriger Arth nach auslocken, ſondern ſie an einen andern Orth in die enge bringen, und ihnen hoͤflichere Mores lehren.","norm":"Auf solche Art würde diesen Maul Eseln schon ein Gebiss angelegt werden, geschähe es denn nicht, so muss man diese Gesellen nicht in ihren Neste angreifen, oder sie voriger Art nach auslocken, sondern sie an einen anderen Ort in die enge bringen, und ihnen höflichere Mores lehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426300048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2116,"date":1719,"orig":"Jch errinnere mich, was einen meiner guten Freunde als er ſeinen Cameraden einen Abſchieds- Schmauß gab, begegnete, weiln nun in denſelben Hauſe auch andere Gaͤſte ſich enthielten, erkuͤhnte ſich ein ſolcher Vogel verwegentlich ſich in die Compagnie zu ſetzen.","norm":"Ich erinnere mich, was einen meiner guten Freunde als er seinen Kameraden einen Abschieds-Schmaus gab, begegnete, weil nun in denselben Hause auch andere Gäste sich enthielten, erkühnte sich ein solcher Vogel verwegenetlich sich in die Compagnie zu setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135700225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2117,"date":1719,"orig":"Als nun dieſer Freund an ſeinen Federn erkennete cujus generis er war, ſprang er unverſehens uͤber den Tiſch, ſchlug den Haͤſcher vom Schemmel, und trat ihn mit Fuͤſſen, dieſem kam ein ander und Frembder gleiches Geſchlechts zu Huͤlffe.","norm":"Als nun dieser Freund an seinen Federn erkannte cujus generis er war, sprang er unversehens über den Tisch, schlug den Häscher vom Schemel, und trat ihn mit Füßen, diesem kam ein ander und fremder gleiches Geschlechts zu Hilfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.255099773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2118,"date":1719,"orig":"Allein der Freund war ihnen zu maͤchtig, nahmen alſo beyde Holuncken das Reißaus, die anderen Studioſi verfolgten ſie, biß unter den Schatten ihres Schutzes, und wie mich deucht, iſt es nicht lange vor obiger Action geſchehen, eben dieſer gute Freund fuhr Eckarth fort in ſeiner Rede, gieng mit ſeinen Tiſch-Cameraden auf dem Groß-Vater, (iſt wann man auf die Hochzeiten gehet den Tantz zu ſchauen,) weil die Hochzeit neben bey war, wie ſie nun die Stiegen aufgehen wollen, ſtoͤſſet ihn der Haͤſcher welcher die Wache hielt, zuruͤck.","norm":"Allein der Freund war ihnen zu mächtig, nahmen also beide Holunken das Reißaus, die anderen Studiosi verfolgten sie, bis unter den Schatten ihres Schutzes, und wie mich deucht, ist es nicht lange vor obiger Aktion geschehen, eben dieser gute Freund fuhr Eckart fort in seiner Rede, ging mit seinen Tischkameraden auf dem Großvater, (ist wann man auf die Hochzeiten geht den Tanz zu schauen,) weil die Hochzeit nebenbei war, wie sie nun die Stiegen aufgehen wollen, stößt ihn der Häscher welcher die Wache hielt, zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.493000030517578} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2119,"date":1719,"orig":"Jener nicht faul und bezahlet dieſen Augenblicklich mit einen ſolchen Maulſchlag und Ohrfeige, daß der Kerl taumelte die Stiegen abfiel, ſo bald dieſes geſchehen war, kam die Schaar zuſammen.","norm":"Jener nicht faul und bezahlet diesen Augenblicklich mit einen solchen Maulschlag und Ohrfeige, dass der Kerl taumelte die Stiegen abfiel, so bald dieses geschehen war, kam die Schar zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.555699825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2120,"date":1719,"orig":"Die Compagnie reterirte ſich in ihr Wohnhauß, darauff lieffen die Haͤſcher hin und holten ihren Freßauf, der kam mit ihnen, er mit ſeiner Fuchtel heraus, und coujonirte gewaltig, ſagende:","norm":"Die Compagnie retirierte sich in ihr Wohnhaus, darauf liefen die Häscher hin und holten ihren Freßauf, der kam mit ihnen, er mit seiner Fuchtel heraus, und kujonierte gewaltig, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.511300086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2121,"date":1719,"orig":"Jch bin ein Lieutenant geweſen, und habe manchen rechtſchaffenen Menſchen vor mir geſehen, ſcheret euch heraus ſo ihr Courage habt.","norm":"Ich bin ein Leutnant gewesen, und habe manchen rechtschaffenen Menschen vor mir gesehen, scheret euch heraus so ihr Courage habt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.347499847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2122,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen lieſſen die Studioſi allerhand Materialien auf den Boden tragen, die Haͤſcher aber hatten ſich von auſſen Creutz-weiſe an die Hauß-Thuͤr gelegt, in Meynung, wo jemand heraus kaͤme ihn zu fangen, der gute Freund rieff/ ſeine Mitpurſche ſolten nur ein paar Toͤpffe mit Waſſer von oben abgieſſen; Dieſes geſchahe, hiermit ruckten die bey der Thuͤr aufdie Gaſſe, ſo fort ließ er die Thuͤr angelweit aufmachen, ſprang mit bloſſen Degen ploͤtzlich hinnaus, und auf den Großſprecher allzubehende loß/ trat ihn zu Boden, und zerlaͤſterte ihm das Geſichte mit dem Degen-Gefaͤße, daß er ſchaͤndlich ausgeſehen, die andern wurden unterdeſſen auch vertrieben.","norm":"Unterdessen ließen die Studiosi allerhand Materialien auf den Boden tragen, die Häscher aber hatten sich von außen Kreuzweise an die Haustür gelegt, in Meinung, wo jemand herauskäme ihn zu fangen, der gute Freund rief / seine Mitbursche sollten nur ein paar Töpfe mit Wasser von oben abgießen; dieses geschah, hiermit ruckten die bei der Tür aufdie Gasse, so fort ließ er die Tür angelweit aufmachen, sprang mit bloßen Degen plötzlich hinaus, und auf den Großsprecher allzubehende los / trat ihn zu Boden, und lästerte ihm das Gesichte mit dem Degengefäße, dass er schändlich ausgesehen, die anderen wurden unterdessen auch vertrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.382900238037109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2123,"date":1719,"orig":"Nachdem nun der eingebildete Haaſen-Kopff gut ausgedonnert worden/ wolte er gleichwohl nicht aufhoͤren, damit wurffe man auf ihn und ſeine wieder herkommende Geſellen, allerhand weiche und harte Materien, mit welchen ſie dieſelbe Nacht vorlieb nehmen muſten; ſolche Revenge macht furcht, aber wann man nur mit Schelmen, darzu man doch keine Urſache hat, umb ſich werffen will, ſo verwundere man ſich ſo dann auch nicht, wann ein ſo grober Flegel ſeiner Manier nach mit einem Studioſo umbgehet, daß aber eine Obrigkeit dergleichen Holuncken nicht beſſer und ſchaͤrffer im Zaume haͤlt, und ihnen eine Moderation zu gebrauchen anbefiehlt, zumahln, da zum offtern zu geſchehen pflegt, daß ein feines Subjectum, welches dermahleins dem ſtatu eccleſiaſtico oder Politico groſſen Nutzen ſchaffen koͤnte, ſich bey guter Compagnie den Trunck uͤberwaͤltigen, und ſo dann in ſolchen Ubermaße die Zunge nicht nach der gewoͤhnlichen Richt-Schnur gehen laͤßt, unter dieſe Reckel verfaͤllt, von ihnen aus Haß denn dergeſtalt tractiret wird, daß er ſo fort hierdurch zum elenden Menſchen werden muß, iſt nicht zu loben, und ihrer Ehren und Gewiſſen gewißlich nicht ein geringer Schand-Fleck und Brand-Mahl iſt; Leonhart ſprach:","norm":"Nachdem nun der eingebildete Haasen-Kopff gut aufgedonnert worden / wollte er gleichwohl nicht aufhören, damit Wurfe man auf ihn und seine wieder herkommende Gesellen, allerhand weiche und harte Materien, mit welchen sie dieselbe Nacht vorliebnehmen mussten; solche Revenge macht Furcht, aber wann man nur mit Schelmen, dazu man doch keine Ursache hat, um sich werfen will, so verwundere man sich so dann auch nicht, wann ein so grober Flegel seiner Manier nach mit einem Studioso umgehet, dass aber eine Obrigkeit dergleichen Holunken nicht besser und schärfer im Zaume hält, und ihnen eine Moderation zu gebrauchen anbefiehlt, zumal, da zum Öfteren zu geschehen pflegt, dass ein feines Subjectum, welches dermaleinst dem statu ecclesiastico oder Politico großen Nutzen schaffen könnte, sich bei guter Compagnie den Trunk überwältigen, und so dann in solchen Übermaße die Zunge nicht nach der gewöhnlichen Richtschnur gehen lässt, unter diese Rekel verfällt, von ihnen aus Hass denn dergestalt traktiert wird, dass er so fort hierdurch zum elenden Menschen werden muss, ist nicht zu loben, und ihrer Ehren und Gewissen gewisslich nicht ein geringer Schandfleck und Brandmal ist; Leonhart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2124,"date":1719,"orig":"Ein jeder thut was er will, man muß Gedult haben, biß es einmahl beſſer werden wird; Unterdeſſen ſagen ich und Monſr.","norm":"Ein jeder tut was er will, man muss Geduld haben, bis es einmal besser werden wird; unterdessen sagen ich und Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.394999980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2125,"date":1719,"orig":"Threnacker vor alle uns erwieſene, von uns unverdiente hohe Gunſt und Zuneigung verbundneſten Danck, umb davor zu allerzeit unſer Schuldigkeit nach es wieder zu verſchulden; Unſere Herren bathen mit dem Wenigen vor dieſesmahl guͤnſtig vorlieb zu nehmen, kuͤnfftig hin ſie ferner in geneigten Andencken zu erhalten, und fernerweit nach deren Gelegenheit, ſie ihres Hierverbleibens mit deren Beſuchung zu vergnuͤgen, ſie wuͤrden allezeit dahin trachten ihnen mit aller Complaiſance entgegen zu gehen.","norm":"Thraker vor alle uns erwiesene, von uns unverdiente hohe Gunst und Zuneigung verbundensten Dank, um davor zu allzeit unser Schuldigkeit nach es wieder zu verschulden; unsere Herren baten mit dem Wenigen vor diesmal günstig vorliebzunehmen, künftig hin sie ferner in geneigten Andenken zu erhalten, und fernerweit nach deren Gelegenheit, sie ihres Hieverbleibens mit deren Besuchung zu vergnügen, sie würden allezeit dahin trachten ihnen mit aller Complaisance entgegenzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6641998291015625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2126,"date":1719,"orig":"Worauf nach gemachter Gegen-Complimente Leonhart mit Threnacker, unſer Compagnie eine geſunde Nacht-Ruhe anerwuͤntſchende ihren Abſchied nahmen, und von Gotthart und Siegfried Abſchied nahmen, nnd von Gotthart und Siegfried aller Proteſtation, ohnerachtet biß an die Hauß-Thuͤr begleitet wurden.","norm":"Worauf nach gemachter Gegenkomplimente Leonhart mit Thraker, unser Compagnie eine gesunde Nachtruhe anerwüntschende ihren Abschied nahmen, und von Gotthart und Siegfried Abschied nahmen, und von Gotthart und Siegfried aller Protestation, unerachtet bis an die Haustür begleitet wurden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.428199768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2127,"date":1719,"orig":"Die beyde Herren waren kaum zuruͤck ins Zimmer kommen, kam ein Laqvey mit einer Fackel; dieſen folgte ein Cavallier, welcher, nachdem er an die Hauß-Thuͤr klopffte, den auffthuenden Knecht fragte:","norm":"Die beide Herren waren kaum zurück ins Zimmer kommen, kam ein Laqvey mit einer Fackel; diesen folgte ein Cavalier, welcher, nachdem er an die Haustür klopfte, den auftuenden Knecht fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2128,"date":1719,"orig":"Ob Monſr.","norm":"Ob Monsr.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":12.013099670410156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2129,"date":1719,"orig":"Eckarth einheimiſch waͤre? als er ihm mit ja geantwortet, und eingelaſſen wurde, naͤherte er ſich unſern Freunden, da ihn Eckarth bath, ſeine Wohn-Stube mit deſſen Præſentz gluͤcklich zu machen, der Cavallier entſchuldigte ſich, wie daß er nach abgelegter Commisſion ſich bald wieder zuruͤck begeben muͤſte.","norm":"Eckart einheimisch wäre? als er ihm mit Ja geantwortet, und eingelassen wurde, näherte er sich unseren Freunden, da ihn Eckart bat, seine Wohnstube mit dessen Präsenz glücklich zu machen, der Cavalier entschuldigte sich, wie dass er nach abgelegter Kommission sich bald wieder zurückbegeben müsste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110400199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2130,"date":1719,"orig":"Worauff ſprach der Cavallier:","norm":"Worauf sprach der Cavalier:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.976399898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2131,"date":1719,"orig":"Jhro Excellentz mein Herr General, laͤſt ſich dem Herrn Obriſt Lieutenant ſchuldigſt entpfehlen, verhoffende, ſie werden Morgen geliebts GOtt fruͤh umb 8. Uhr, denen ehegeſtrigen Verſprechen geneigt nachkommen, und nebenſt deren jungen Herren, dem Herrn General in ſeiner Wohnung und Quartier, die Beſuchung zu goͤnnen, umb mit Jhro Excellentz zu den Herrn General Soluçki nach Carnia zu fahren, womit mein Herr General dem Obriſt- Lieutenant und denen lieben Jhrigen eine geſunde Nacht-Ruhe durch mich anerwuͤntſchen laͤſt.","norm":"Ihrer Exzellenz mein Herr General, lässt sich dem Herrn Oberst Leutnant schuldigst empfehlen, verhoffende, sie werden Morgen geliebtes Gott früh um 8. Uhr, denen ehegestrigen Versprechen geneigt nachkommen, und neben deren jungen Herren, dem Herrn General in seiner Wohnung und Quartier, die Besuchung zu gönnen, um mit Ihrer Exzellenz zu den Herrn General Solucki nach Carnia zu fahren, womit mein Herr General dem Obrist-Leutnant und denen lieben Ihrigen eine gesunde Nachtruhe durch mich anerwüntschen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.689599990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2132,"date":1719,"orig":"Monſieur verſetzte Eckarth, vor deſſen Hoͤfligkeit und Muͤhwaltung bedancke ich mich dienſt-ſchuldigſt, und erwarte Gelegenheit in andern ihme gefaͤllige Gelegenheiten der Gebuͤhr nach es wiederumb gleich zu machen, gegen Jhro Excellentz den Herrn General, bedancke ich mich vor gnaͤdige Invitation gehorſambſt, deren Befehl ich Morgen geliebts GOtt, mit meinen beyden lieben Soͤhnen unterthaͤnigſt nachleben werde, wuͤntſchend:","norm":"Monsieur versetzte Eckart, vor dessen Höflichkeit und Mühwaltung bedanke ich mich dienst-schuldigst, und erwarte Gelegenheit in anderen ihm gefällige Gelegenheiten der Gebühr nach es wiederum gleichzumachen, gegen Ihrer Exzellenz den Herrn General, bedanke ich mich vor gnädige Invitation gehorsamst, deren Befehl ich Morgen geliebtes Gott, mit meinen beiden lieben Söhnen untertänigst nachleben werde, wünschend:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.685100078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2133,"date":1719,"orig":"Daß der Herr Graf in dero hohe Gnade mich einen Diener wolle erſterben laſſen.","norm":"Dass der Herr Graf in deren hohe Gnade mich einen Diener wolle ersterben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8007001876831055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2134,"date":1719,"orig":"Nach gemachten Complimenten, und Anerwuͤntſchung einer vergnuͤgten Nacht-Ruhe, nahm der Cavallier wieder ſein Adjeu: Des andern Tages fruͤh umb 8. Uhr, ſendete der Commendante ſeine Chaiſe, umb Eckarthen und beyde junge Herren abzuholen.","norm":"Nach gemachten Komplimenten, und Anerwüntschung einer vergnügten Nachtruhe, nahm der Cavalier wieder sein Adieu: des anderen Tages früh um 8. Uhr, sendete der Commendante seine Chaise, um Eckarten und beide junge Herren abzuholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2135,"date":1719,"orig":"Die auch allerſeits, nachdem ſie das Jhrige wohl verſchloſſen, dem Wirth die Schluͤſſel uͤbergeben und zu ſeiner Fraun anbefohlen hatten, ſich aufſatzten, und des Generals Behauſung zufuhren, da ſie denn mit ihm in aller Eile ein klein Fruͤhſtuͤck, ſo er zubereiten laſſen, einnehmen, und darnach bald mit drey Caroſſen/ und zwoͤlff Reutern ihren Weg nach Carnia fortſtellten; Der General mit ſeiner Gemahlin und der aͤltiſten Conteſſe nebenſt Eckarth, ſaſſen in der einen, die jungen Herren und Hauptmann Kronau mit der Cammer-Frau in der andern, in der dritten aber der Secretarius des Generals, Kammer- Diener und ein paar Kammer-Maͤgdlein, die Laqveyen und Andreas, nehmen ihren Platz auf der Pritzſche.","norm":"Die auch allerseits, nachdem sie das Ihrige wohl verschlossen, dem Wirt die Schlüssel übergeben und zu seiner Frauen anbefohlen hatten, sich aufsatzten, und des Generals Behausung zufuhren, da sie denn mit ihm in aller Eile ein klein Frühstück, so er zubereiten lassen, einnehmen, und danach bald mit drei Karossen / und zwölf Reutern ihren Weg nach Carnia fortstellten; der General mit seiner Gemahlin und der ältesten Contessa neben Eckart, saßen in der einen, die jungen Herren und Hauptmann Kronau mit der Kammerfrau in der anderen, in der dritten aber der Sekretarius des Generals, Kammer-Diener und ein paar Kammermägdlein, die Lakaien und Andreas, nehmen ihren Platz auf der Pritzsche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826600074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2136,"date":1719,"orig":"Als dieſe Compagnie gegen zwey Uhr Nachmittag in einen kleinen Flecken Libara genannt drey Meilen von Garpa kamen, ſahen ſie ein großes Gewimmel von Menſchen auf den Marckt, und hoͤreten zuweilen ein lautendes Gelaͤchter.","norm":"Als diese Compagnie gegen zwei Uhr Nachmittag in einen kleinen Flecken Libara genannt drei Meilen von Garpa kamen, sahen sie ein großes Gewimmel von Menschen auf den Markt, und hörten zuweilen ein lautendes Gelächter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.185800075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2137,"date":1719,"orig":"Als ſie ins Wirthshauß gelangten, fragte der General den Wirth, was auf den Marckt oder Ringe vor ein Getuͤmmel und Gelaͤchter waͤre? der Wirth antwortete: Jhro hoch- Graͤfliche Excellentz es iſt allhier Jahrmarckt, darumb ſich auch einige Marckt-Schreyer und Qvackſalber mit eingefunden, ſonderlich ſind zwey vorhanden der eine ein Zahnbrecher, der treibet allerhand Poſſen, der ander der dieſen gleich uͤber ſtehet, iſt ein Schlangen-Faͤnger, gleiches Gelichters, wann der eine nun einen Schnacken vorbringt, ſo macht der andere einen andern dargegen, daß man vor Lachen vergehen moͤchte:","norm":"Als sie ins Wirtshaus gelangten, fragte der General den Wirt, was auf den Markt oder Ringe vor ein Getümmel und Gelächter wäre? der Wirt antwortete: Ihrer hoch-Gräfliche Exzellenz es ist allhier Jahrmarkt, darum sich auch einige Marktschreier und Quacksalber mit eingefunden, sonderlich sind zwei vorhanden der eine ein Zahnbrecher, der treibet allerhand Possen, der ander der diesen gleich übersteht, ist ein Schlangenfänger, gleiches Gelichters, wann der eine nun einen Schnacken vorbringt, so macht der andere einen anderen dagegen, dass man vor Lachen vergehen möchte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122300148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2138,"date":1719,"orig":"Es ſcheinet ſie muͤſſen einander wohl verſtehen.","norm":"Es scheinet sie müssen einander wohl verstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.749800205230713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2139,"date":1719,"orig":"Der General gab ſeinen Bedienten auf eine halbe Stunde verlaub, denen Qvackſalbern zu zuhoͤren, und zuſehen was pasſiret.","norm":"Der General gab seinen Bedienten auf eine halbe Stunde Verlaub, denen Quacksalbern zuzuhören, und zusehen was passiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037499904632568} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2140,"date":1719,"orig":"Eckarth rieff Andreas und ſagte zu ihm, weil ihr ſchon Beſcheid umb dieſe Leuthe habet, ſo gehet auch mit und ſehet was vorgehet.","norm":"Eckart rief Andreas und sagte zu ihm, weil ihr schon Bescheid um diese Leute habet, so geht auch mit und sehet was vorgehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.351900100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2141,"date":1719,"orig":"Sie waren kaum ankommen, fieng der Zahnbrecher an:","norm":"Sie waren kaum ankommen, fing der Zahnbrecher an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.138199806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2142,"date":1719,"orig":"Jn den rothen Rock den jener Laqvey an hat, und erſt herkommen iſt, wird man die zwey Eyer finden, die ich erſt gewieſen und in die Lufft geworffen habe, die ſind nun dahin kommen, als nun dieſer in die Taſche grieff, funde er die zwey Eyer.","norm":"In den roten Rock den jener Laqvey anhat, und erst herkommen ist, wird man die zwei Eier finden, die ich erst gewiesen und in die Luft geworfen habe, die sind nun dahin kommen, als nun dieser in die Tasche Griff, fand er die zwei Eier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.281499862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2143,"date":1719,"orig":"Der Schlangen-Faͤnger fieng an zu ſchreyen, hieher! darauff wandte ſich das Volck, damit ſtach er ſich ein Dolch in die Bruſt, und zog an ſtatt des Dolchs drey Schlangen aus den Buſen hervor, indem ſchrie eine Magd, und klagte, daß ihr vier Groſchen aus den Schubſack geſtohlen waͤren, der Zahnbrecher machte ſeine Gauckel-Poſſen und rieff, der Junge der bey euch ſtehet, hat die vier Groſchen in ſeinem rechten Schuch, der Junge wuſte von nichts, und leugnete, daß er ſie mit Augen nicht geſehen haͤtte, der Junge muſte den Schuch ausziehen, da fiel das Geld aus dem Schuch, hieruͤber wolte die Magd den Jungen beym Kopffe nehmen.","norm":"Der Schlangenfänger fing an zu schreien, hierher! darauf wandte sich das Volk, damit stach er sich ein Dolch in die Brust, und zog anstatt des Dolchs drei Schlangen aus den Busen hervor, indem schrie eine Magd, und klagte, dass ihr vier Groschen aus den Schubsack gestohlen wären, der Zahnbrecher machte seine Gaukelpossen und rief, der Junge der bei euch steht, hat die vier Groschen in seinem rechten Schuh, der Junge wusste von nichts, und leugnete, dass er sie mit Augen nicht gesehen hätte, der Junge musste den Schuh ausziehen, da fiel das Geld aus dem Schuh, hierüber wollte die Magd den Jungen beim Kopfe nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.442399978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2144,"date":1719,"orig":"Da ſchrie der Schlangen-Faͤnger wieder, hieher!","norm":"Da schrie der Schlangenfänger wieder, hierher!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.388700008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2145,"date":1719,"orig":"da zergieng der Streit.","norm":"da zerging der Streit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.488800048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2146,"date":1719,"orig":"Er ſteckte zwey Schlangen in den Mund, und zog ſie bey dem Genicke wieder hervor, und dergleichen Gauckeley trieb immer einer umb den andern.","norm":"Er steckte zwei Schlangen in den Mund, und zog sie bei dem Genicke wieder hervor, und dergleichen Gaukelei trieb immer einer um den anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653900146484375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2147,"date":1719,"orig":"Es ſtund ein Bauer unter dem Volck, ſahe fleißig zu und ſperrte das Maul auff, ehe er ſichs verſahe, hatte er ein Schloß am Maule, deſſen er ſehr erſchrack, der Zahnbrecher aber nahm einen Schluͤſſel machte das Schloß auff, und liberirte den Bauer von ſeiner Angſt, mit Ermahnung, er ſolte kuͤnfftig das Maul nicht mehr aufſperren, denn wann ihm das Schloß nicht waͤre ans Maul geworffen worden, ſo waͤre eine Hornuͤſſe eingeflogen, und haͤtte ihn erſtickt:","norm":"Es stand ein Bauer unter dem Volk, sah fleißig zu und sperrte das Maul auf, ehe er sich es versah, hatte er ein Schloss am Maule, dessen er sehr erschrak, der Zahnbrecher aber nahm einen Schlüssel machte das Schloss auf, und liberirte den Bauer von seiner Angst, mit Ermahnung, er sollte künftig das Maul nicht mehr aufsperren, denn wann ihm das Schloss nicht wäre ans Maul geworfen worden, so wäre eine Hornisse eingeflogen, und hätte ihn erstickt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.588799953460693} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2148,"date":1719,"orig":"&c.","norm":"etc.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":1.557199954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2149,"date":1719,"orig":"Unter andern hatte der Zahnbrecher eine Kunſt, daß er denen Leuthen die boͤſen und holen Zaͤhne ausfiedelte und auspfiffe, beyde aber waren perfecte Taſchen- Spieler, denn einer practicirte den andern Feuer in ſein Kleid, daß es anfieng zu brennen, und dieſer jenem ein ziemblich gebackenen Daͤniſchen Lord, deren man auf denen Bauer- Kirmeſſen hinter denen Zaͤunen in groſſer Menge findet, unter andern Gauckel-Poſſen, hatte einer eine große Cypriſche Katze, die gab er vor ſeinen ſpiritum familiarem aus, und wann dieſer ſeine Katze am beſten caresſirte, kam des andern ſein Hund, und auff die Katze loß, dann hatte er genung zu wehren, daß ihm die Katze nicht entſprung.","norm":"Unter anderen hatte der Zahnbrecher eine Kunst, dass er denen Leuten die bösen und holen Zähne aussiedelte und auspfiffe, beide aber waren perfecte Taschen-Spieler, denn einer praktizierte den anderen Feuer in sein Kleid, dass es anfing zu brennen, und dieser jenem ein ziemlich gebackenen dänischen Lord, deren man auf denen Bauer-Kirmessen hinter denen Zäunen in großer Menge findet, unter anderen Gaukelpossen, hatte einer eine große Zyprische Katze, die gab er vor seinen spiritum familiarem aus, und wann dieser seine Katze am besten karessierte, kam des anderen sein Hund, und auf die Katze los, dann hatte er genug zu wehren, dass ihm die Katze nicht entsprang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.40850019454956} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2150,"date":1719,"orig":"Wie nun die Ausgeſchickten zuruͤcke kamen, erzehlten ſie was ihnen wiederfahren waͤre, und was ſie geſehen haͤtten, der General ſprach; wann wir uns verweilen koͤnten, wolte ich dieſe luſtige Purſche zu uns ruffen laſſen.","norm":"Wie nun die Ausgeschickten zurückkamen, erzählten sie was ihnen widerfahren wäre, und was sie gesehen hätten, der General sprach; wann wir uns verweilen könnten, wollte ich diese lustige Bursche zu uns rufen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.344699859619141} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2151,"date":1719,"orig":"Hatten ſie auch etwas zu kauffe? fragte Eckarth.","norm":"Hatten sie auch etwas zu kaufe? fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127099990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2152,"date":1719,"orig":"Andreas antwortete: Pimpernuͤßlein, Salbe von Saͤrgen-oder Todten-Brettern/ und eiſerne Zahn-Stocher von denen Naͤgeln der Saͤrge zubereitet.","norm":"Andreas antwortete: Pimpernüsslein, Salbe von Särgen- oder Toten-Brettern / und eiserne Zahnstocher von denen Nägeln der Särge zubereitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.01669979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2153,"date":1719,"orig":"Was ſind denn das Pimpernuͤßlein? fragte Eckarth:","norm":"Was sind denn das Pimpernüsslein? fragte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.539100170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2154,"date":1719,"orig":"Mein Herr antwortete Andreas, es waren Maſtix-Koͤrner die befahl der Zahnbrecher in denen Zahn- Schmertzen im Munde zu kaͤuen, ſo wuͤrde ein ſtarcker Schleim aus dem Munde gehen.","norm":"Mein Herr antwortete Andreas, es waren Mastixkörner die befahl der Zahnbrecher in denen Zahn-Schmerzen im Munde zu kauen, so würde ein starker Schleim aus dem Munde gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.028600215911865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2155,"date":1719,"orig":"Die Salbe ſolte man brauchen den wehthuenden Zahn damit zu ſchmieren, und denſelben mit dem Zahn-Stocher zu ſtochern, ſo wuͤrde er ohn einige Schmertzen und Wehethun ausfallen.","norm":"Die Salbe sollte man brauchen den wehtuenden Zahn damit zu schmieren, und denselben mit dem Zahnstocher zu stochern, so würde er ohne einige Schmerzen und Wehtun ausfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.048900127410889} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2156,"date":1719,"orig":"Hoͤrt Andreas ſagte der General, mir kommt vor, als wann ihr die Kunſt auch verſtuͤndet?","norm":"Hört Andreas sagte der General, mir kommt vor, als wann ihr die Kunst auch verstündet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.083600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2157,"date":1719,"orig":"Jhro Excellentz antwortete Andreas, nicht gar zu wohl, denn ich bin in denen Lehr-Jahren verderbet worden.","norm":"Ihrer Exzellenz antwortete Andreas, nicht gar zu wohl, denn ich bin in denen Lehrjahren verderbet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.752500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2158,"date":1719,"orig":"Aus welcher Sorte meynet ihr Andreas, daß dieſe Kerle ſeyn? fragte Eckarth.","norm":"Aus welcher Sorte meinet ihr Andreas, dass diese Kerle sein? fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.149700164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2159,"date":1719,"orig":"Andreas, antwortete:","norm":"Andreas, antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.563300132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2160,"date":1719,"orig":"Aus der Geringſten ohne eine, denn bey denen iſt noch etwas, ob wohl ſehr wenig gutes, es iſt noch der weiſſe Schaum vom Fleiſche.","norm":"Aus der Geringsten ohne eine, denn bei denen ist noch etwas, ob wohl sehr wenig Gutes, es ist noch der weiße Schaum vom Fleische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.25600004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2161,"date":1719,"orig":"Was! ſprach der General, hat denn der Herr Bruder gewiſſe Ordnung ſolcher Umbſtreicher?","norm":"Was! sprach der General, hat denn der Herr Bruder gewisse Ordnung solcher Umstreicher?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.316100120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2162,"date":1719,"orig":"Gnaͤdiger Herr Graf antwortete Eckarth, weil wir auf dieſer Reiſe uns vorgenommen haben, die mediciniſchen Maul-Affen aufzu notiren, und uns dieſer unſer Diener auf der Reiſe von Luſebra nach Garpa aufgeſtoſſen iſt, der ſich eine Zeitlang bey einem Empyrico aufgehalten, und die Stelle eines Courtiſans vertreten hat, ſo hat er in Erzehlung dieſer Leuthe Actionen ihnen ſelbſten die Ordnungen alſo ausgeſetzt und in gewiſſe Sorten eingetheilet.","norm":"Gnädiger Herr Graf antwortete Eckart, weil wir auf dieser Reise uns vorgenommen haben, die medizinischen Maulaffen aufzu notieren, und uns dieser unser Diener auf der Reise von Lusebra nach Garpa aufgestoßen ist, der sich eine Zeitlang bei einem Empyrico aufgehalten, und die Stelle eines Courtisans vertreten hat, so hat er in Erzählung dieser Leute Aktionen ihnen selbst die Ordnungen also ausgesetzt und in gewisse Sorten eingeteilt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.757500171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2163,"date":1719,"orig":"Sie ſind ſchon bereits unter ihnen ſelbſt unterſchieden, gab Andreas vor, zugleich umb Verzeihung bittende: und trat hinter Eckarthen.","norm":"Sie sind schon bereits unter ihnen selbst unterschieden, gab Andreas vor, zugleich um Verzeihung bittende: und trat hinter Eckarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.824999809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2164,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen wurde der Tiſch gedecket, und nachdem die Mahlzeit verrichtet war, ſaſſen ſie wieder auff, und fuhren biß Schlemma, ein Staͤdtlein zwey Meilen von Carnia, woſelbſt ſie ihr Nacht-Lager auffſchlugen.","norm":"Unterdessen wurde der Tisch gedeckt, und nachdem die Mahlzeit verrichtet war, saßen sie wieder auf, und fuhren bis Schlemme, ein Städtlein zwei Meilen von Carnia, woselbst sie ihr Nachtlager aufschlugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.976599931716919} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2165,"date":1719,"orig":"Der General fieng an und ſprach, es iſt noch Zeit genung die Steine zu ſuchen, weil wir auf den Discours von denen Quackſalbern und Marckt- Schreyern gerathen ſind, errinnere ich mich einer ſonderlich-und ſehr vortheilhaffter Begebenheit, die in meinen Reiſen in Venedig vorgieng, es kam ein anſehnlicher Mann mit einen groſſen Comitat Bedienten nach Venedig, und bey Anſuchung ſich auf den S.","norm":"Der General fing an und sprach, es ist noch Zeit genug die Steine zu suchen, weil wir auf den Diskurs von denen Quacksalbern und Marckt-Schreiern geraten sind, erinnere ich mich einer sonderlich- und sehr vorteilhafter Begebenheit, die in meinen Reisen in Venedig vorging, es kam ein ansehnlicher Mann mit einen großen Comitat bedienten nach Venedig, und bei Ansuchung sich auf den S.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9120001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2166,"date":1719,"orig":"Marcus Platz mit Luſt-Spielen nach Mittag zu divertiren, und denen Zuſchauern einiges Vergnuͤgen zu machen, erhielt er von der Signoria, ſeinen Auditoribus und Spectatoribus eine Luſt zu zeigen.","norm":"Marcus Platz mit Lustspielen nach Mittag zu divertieren, und denen Zuschauern einiges Vergnügen zu machen, erhielt er von der Signoria, seinen Auditoribus und Spectatoribus eine Lust zu zeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.052999973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2167,"date":1719,"orig":"Was geſchach, dieſer Mann ſpielte mit ſeinen Asſiciatis faſt bey vier Wochen lang unterſchiedene Vorſtellung und Comœdien, ſo, daß taͤglich ſich die Spectatores mehrten, nach verfloſſener Zeit ſagte er:","norm":"Was geschah, dieser Mann spielte mit seinen Assiciatis fast bei vier Wochen lang unterschiedene Vorstellung und Komödien, so, dass täglich sich die Spectatores mehrten, nach verflossener Zeit sagte er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.702300071716309} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2168,"date":1719,"orig":"Meine Herren Spectatores, ich vernehme, daß dieſelben ſich verwundern, wie und warumb ich taͤglich, ihnen mit allerhand Divertiſſementen ohne einige Speſen und Zahlung ſo viel Ergoͤtzung mache?","norm":"Meine Herren Spectatores, ich vernehme, dass dieselben sich verwundern, wie und warum ich täglich, ihnen mit allerhand Divertissement ohne einige Spesen und Zahlung so viel Ergötzung mache?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.409599781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2169,"date":1719,"orig":"ich muß wohl zu geſtehen, daß ich mit ſo viel Bedienten taͤglich und biß hieher groſſe Unkoſten und Ausgaben gethan habe, allein das iſt vor mein Vermoͤgen ein ſchlechtes, ich achte mich gluͤckſeelig in dieſer Welt-bekannten Stadt Venedig, denen lieben Jnnwohnern einig Andencken meiner nach meinen Abreiſen, welches nun bald geſchehen moͤchte, zu hinterlaſſen.","norm":"ich muss wohl zu gestehen, dass ich mit so viel Bedienten täglich und bis hierher große Unkosten und Ausgaben getan habe, allein das ist vor mein Vermögen ein schlechtes, ich achte mich glückselig in dieser Weltbekannten Stadt Venedig, denen lieben Inwohnern einig Andenken meiner nach meinen Abreisen, welches nun bald geschehen möchte, zu hinterlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.670899868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2170,"date":1719,"orig":"Es iſt wohl bey einigen Nachſinnlichen die Muthmaßung entſtanden, es waͤre doch ein groſſes, dergleichen Speſen vor ſein Plaiſir anderen eine Luſt zu machen, ohne einige Gegen- Vergeltung zu thun, ich muͤſte den Lapidem Philoſophorum, oder ein groſſes Particulare haben.","norm":"Es ist wohl bei einigen Nachsinnlichen die Mutmassung entstanden, es wäre doch ein großes, dergleichen Spesen vor sein Plaisir anderen eine Lust zu machen, ohne einige Gegen-Vergeltung zu tun, ich müsste den Lapidem Philosophorum, oder ein großes Particulare haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.215700149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2171,"date":1719,"orig":"Jch geſtehe aber vor euch alleſammt, daß ich weder das Erſte beſitze, noch das Andere kundig bin, alleine, daß ich vortreffliche, herrliche und koſtbahre Artzeneyen habe, das iſt wahr, und deren Quantitaͤt iſt ſo wenig, daß ich kaum vor mich und meine Leuthe genung uͤbrig haben werde, weswegen aus erfolgenden Mangel, ich jemanden kaum etwas werde koͤnnen zu laſſen; Dannenhero ich nach meiner Abreiſe durch deren Zubereiten mir einen neuen Vorrath anſchaffen muß, wann ich ſo dann ſolche verkaufft habe, pflege ich wie hier geſchehen, mir eine Luſt, durch ander Leuthe Vergnuͤgen zu machen:","norm":"Ich gestehe aber vor euch allesamt, dass ich weder das Erste besitze, noch das Andere kundig bin, alleine, dass ich vortreffliche, herrliche und kostbare Arzneien habe, das ist wahr, und deren Quantität ist so wenig, dass ich kaum vor mich und meine Leute genug übrig haben werde, weswegen aus erfolgenden Mangel, ich jemanden kaum etwas werde können zu lassen; Dannenher ich nach meiner Abreise durch deren Zubereiten mir einen neuen Vorrat anschaffen muss, wann ich so dann solche verkauft habe, pflege ich wie hier geschehen, mir eine Lust, durch ander Leute Vergnügen zu machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.968100070953369} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2172,"date":1719,"orig":"Was geſchicht; die Zeit uͤber als er noch in Venedig verblieb, beſuchten ihn viel groſſe Herren aus dem Senat, Adelſchafft und Frembden, umb etwas von ſeinen Artzeneyen zu erlangen, wie ich denn auch ſelbſt mich mit einen Wenigen providirt habe.","norm":"Was geschieht; die Zeit über als er noch in Venedig verblieb, besuchten ihn viel große Herren aus dem Senat, Adelschaft und Fremden, um etwas von seinen Arzneien zu erlangen, wie ich denn auch selbst mich mit einen Wenigen providirt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.233699798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2173,"date":1719,"orig":"Er hielt ſehr rar und feſte damit, mit Vorgeben, er moͤchte letzlich ſelbſt nichts uͤbrig behalten.","norm":"Er hielt sehr rar und feste damit, mit Vorgeben, er möchte letztlich selbst nichts übrig behalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.211299896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2174,"date":1719,"orig":"Doch aus groſſer Bitte theilte er was ſehr Weniges mit, und muſte man ihm ein klein Glaͤßlein Tinctur oder ein Puͤlverlein, umb 10. 20. 30. und mehr Scudi bezahlen.","norm":"Doch aus großer Bitte teilte er was sehr Weniges mit, und musste man ihm ein klein Gläslein Tinktur oder ein Pülverlein, um 10. 20. 30. und mehr Scudi bezahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.657800197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2175,"date":1719,"orig":"Summa, es reichte in zertheilter Wenigkeit ſo zu, daß faſt alle Impetranten vor die Bezahlung bekamen, daß der Sage nach uͤber zehn biß funffzehen tauſent Scudi eingenommen hat.","norm":"Summa, es reichte in zerteilter Wenigkeit so zu, dass fast alle Impetranten vor die Bezahlung bekamen, dass der Sage nach über zehn bis fünfzehntausend Scudi eingenommen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.986499786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2176,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte, war denn die Artzeney gut?","norm":"Eckart fragte, war denn die Arznei gut?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.262400150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2177,"date":1719,"orig":"Der General antwortete, die es noch gebraucht haben denen iſt ſie wohl bekommen, wie ich deſſen ein ſelbſt probirender Zeuge bin, die Tinctur ſahe etwas rothgiblicht aus, und hatte einen vortrefflich anmuthigen Geſchmack, daß Pulver ſahe ſchwartz-braun aus, und cauſirte einen hefftigen Schweiß; Jch bin mit der Wirckung dieſer Artzeneyen wohl zu frieden geweſen, allein das Pretium war zu hoch, ſonſten haͤtte ich mich damahls mit mehrern verſorget.","norm":"Der General antwortete, die es noch gebraucht haben denen ist sie wohl bekommen, wie ich dessen ein selbst probierender Zeuge bin, die Tinktur sah etwas rothgiblicht aus, und hatte einen vortrefflich anmutigen Geschmack, dass Pulver sah schwarzbraun aus, und kausierte einen heftigen Schweiß; Ich bin mit der Wirkung dieser Arzneien wohl zu Frieden gewesen, allein das Pretium war zu hoch, sonsten hätte ich mich damals mit mehreren versorgt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357500076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2178,"date":1719,"orig":"Die Generalin ſprach, mein Schatz, was gut iſt iſt auch theuer.","norm":"Die Generalin sprach, mein Schatz, was gut ist ist auch teuer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.486000061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2179,"date":1719,"orig":"Es ſcheinet dieſer Mann hat die Kunſt denen Leuthen das Geld auszulocken wohl erlernet, und ſeine den gemeinen Mann zu vergnuͤgen aufgewendete Unkoſten, ben die Wohlhabende bezahlen muͤſſen, doch haben ſie noch umbs Geld eine gute Artzeney bekommen; Monſr.","norm":"Es scheinet dieser Mann hat die Kunst denen Leuten das Geld auszulocken wohl erlernet, und seine den gemeinen Mann zu vergnügen aufgewendete Unkosten, ben die Wohlhabende bezahlen müssen, doch haben sie noch ums Geld eine gute Arznei bekommen; Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.202099800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2180,"date":1719,"orig":"Eckarth, aus was vor einer Sorte der mediciniſchen Maul-Affen haͤlt er dieſen liſtigen Qvackſalber; Eckarth machte einen Reverentz ſagende:","norm":"Eckart, aus was vor einer Sorte der medizinischen Maulaffen hält er diesen listigen Quacksalber; Eckart machte einen Reverenz sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.270100116729736} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2181,"date":1719,"orig":"Jhro hoch-Graͤfliche Gnaden, dieſer iſt aus der aller oberſten Reyhe, der alle Schulen wohl durchgangen hat, durch einen nuͤtzlichen Betrug denen Leuthen einen Dunſt vorzumachen, und ihnen mit einen kleinen Verdruß das Geld aus denen Beuteln zu ziehen; wegen der Artzeneyen wuͤrden ſie eben ihm ſo hoch nicht zu ſtehen kommen.","norm":"Ihrer hochgräfliche Gnaden, dieser ist aus der aller obersten Reihe, der alle Schulen wohl durchgegangen hat, durch einen nützlichen Betrug denen Leuten einen Dunst vorzumachen, und ihnen mit einen kleinen Verdruss das Geld aus denen Beuteln zu ziehen; wegen der Arzneien würden sie eben ihm so hoch nicht zu stehen kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14300012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2182,"date":1719,"orig":"Doch was ſchadet einen Wohlhabenden etliche Scudi auszugeben; Doch iſt er weit beſſer als diejenigen Chirurgiſchen Marckt-Schreyern; welche einen groſſen Staat fuͤhren, und durch Betrug die Umbſtehenden aͤffen, die Patienten nach geledigten Beutel verlaſſen, auch zuweilen ſie in einen elenden Zuſtand, als ſie zuvor gehabt freventlich ſetzen.","norm":"Doch was schadet einen Wohlhabenden etliche Scudi auszugeben; doch ist er weit besser als diejenigen Chirurgischen Marktschreiern; welche einen großen Staat führen, und durch Betrug die Umstehenden äffen, die Patienten nach geldigen Beutel verlassen, auch zuweilen sie in einen elenden Zustand, als sie zuvor gehabt freventlich setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.965799808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2183,"date":1719,"orig":"Der General wandte ſich gegen den Hauptmann Kronau ſagende: Monſr.","norm":"Der General wandte sich gegen den Hauptmann Kronau sagende: Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.016200065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2184,"date":1719,"orig":"Kronau, ich zweifele nicht er wird ſich noch gar wohl zu beſinnen wiſſen, auff die Qvackſalberin, welche vor ungefehr einen Viertel Jahr in Garpa ausgeſtanden war.","norm":"Kronau, ich zweifele nicht er wird sich noch gar wohl zu besinnen wissen, auf die Quacksalberin, welche vor ungefähr einen Viertel Jahr in Garpa ausgestanden war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.261600017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2185,"date":1719,"orig":"Kronau machte ſeinen Reverentz dem General antwortende:","norm":"Kronau machte seinen Reverenz dem General antwortende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.426400184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2186,"date":1719,"orig":"Ja, wie Jhro Excellentz befehlen.","norm":"Ja, wie Ihrer Exzellenz befehlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.687399864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2187,"date":1719,"orig":"Dieſe Marckt-Schreyerin zog auf in Perſianiſcher Kleidung mit hohen Turband und abhangenden ſeidenen Ablaße, einen guldenen Pantzer-Leibgen, ein andermahl in einer Amatzoniſchen Kleidung, vorgebende: Sie waͤre in Egypten gebohren, und waͤre hernach mit ihren Vater und Bruder, den ſie hier bey ſich haͤtte nach Abſterben ihrer Mutter nach Perſien kommen; weil nun ihr Vater in Zubereitung der Artzeneyen einige Wiſſenſchafft gehabt haͤtte, waͤre er mit einen Teutſchen in Bekanntſchafft gerathen, derſelbe, weil er einige Jahre bey ihren Vater aus-und eingangen waͤre, haͤtte er auf ſie eine ſonderliche Zuneigung geworffen, ihr allezeit etwas angenehmes mitgebracht, wodurch ſie ob wohl aus Unverſtand ihme gut worden, wie ſie nun erwachſen und das 16te Jahr erreichet hatte, hatte dieſer Teutſche mit Einwilligung ihres Vaters ſich mit ihr verehliget, womit ihr Vater den Teutſchen alle ſeine Geheimniß offenbahret, worauff er in zwey Jahren verſtorben waͤre:","norm":"Diese Marktschreierin zog auf in persischer Kleidung mit hohen Turband und abhangenden seidenen Ablasse, einen goldenen Panzer-Leiben, ein andermal in einer Amazonischen Kleidung, vorgebende: sie wäre in Ägypten geboren, und wäre hernach mit ihren Vater und Bruder, den sie hier bei sich hätte nach Absterben ihrer Mutter nach Persien kommen; weil nun ihr Vater in Zubereitung der Arzneien einige Wissenschaft gehabt hätte, wäre er mit einen Deutschen in Bekanntschaft geraten, derselbe, weil er einige Jahre bei ihren Vater aus- und eingegangen wäre, hätte er auf sie eine sonderliche Zuneigung geworfen, ihr allezeit etwas Angenehmes mitgebracht, wodurch sie ob wohl aus Unverstand ihm gut worden, wie sie nun erwachsen und das 16te Jahr erreichet hatte, hatte dieser Deutsche mit Einwilligung ihres Vaters sich mit ihr verehelicht, womit ihr Vater den Deutschen alle seine Geheimnis offenbaret, worauf er in zwei Jahren verstorben wäre:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.952899932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2188,"date":1719,"orig":"Jhr Mann haͤtte ſie einsmahls gefragt:","norm":"Ihr Mann hätte sie einsmals gefragt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.525300025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2189,"date":1719,"orig":"Ob ſie wohl mit ihme nach Teutſchland reiſen wolte, darauff haͤtte ſie geantwortet.","norm":"Ob sie wohl mit ihm nach Deutschland reisen wollte, darauf hätte sie geantwortet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.159299850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2190,"date":1719,"orig":"Mein Hertz wo du bleibeſt, da bleibe ich auch, doch kan ich meinen Bruder nicht zuruͤck laſſen; Hiermit hatte er ihr verſprochen ihn nicht zu verlaſſen, ſondern ihn als ſeinen Leiblichen Bruder zu lieben und zu verſorgen, hierauff haͤtten ſie das Jhrige, was ihnen haͤtte verhinderlich ſeyn koͤnnen, verkaufft; und ſich nach Alexandria begeben, woſelbſt ſie ein Hollaͤndiſch Schiff, das nach Ambſterdam ſeine Reiſe fortſtellen wolle, und zum Auslauffen fertig gelegen, angetroffen, da ſie ſich denn mit dem Schiffer veraccordirt haͤtten, und unter Goͤttlichen Geleite nach Verflieſſung dreyer Monath Ambſterdam erlanget, von dar ſie mit ihren Manne in ſeine Heymath gereiſet ſey.","norm":"Mein Herz wo du bleibest, da bleibe ich auch, doch kann ich meinen Bruder nicht zurücklassen; hiermit hatte er ihr versprochen ihn nicht zu verlassen, sondern ihn als seinen leiblichen Bruder zu lieben und zu versorgen, hierauf hätten sie das Ihrige, was ihnen hätte verhinderlich sein können, verkauft; und sich nach Alexandria begeben, woselbst sie ein holländisch Schiff, das nach Amsterdam seine Reise fortstellen wolle, und zum Auslaufen fertig gelegen, angetroffen, da sie sich denn mit dem Schiffer akkordiert hätten, und unter Göttlichen Geleite nach Verfließung dreier Monat Amsterdam erlanget, von dar sie mit ihren Manne in seine Heimat gereist sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.482699871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2191,"date":1719,"orig":"Er waͤre aber kaum ein Viertel Jahr lang zu Hauſe geweſen, haͤtte ihn ein Fleck-Fieber uͤberfallen, woran er auch geſtorben waͤre, mit Hinterlaſſung zweyer Kinder, einen Sohn und einer Tochter die hier vor ihr ſtuͤnden.","norm":"Er wäre aber kaum ein Viertel Jahr lang zu Hause gewesen, hätte ihn ein Fleck-Fieber überfallen, woran er auch gestorben wäre, mit Hinterlassung zweier Kinder, einen Sohn und einer Tochter die hier vor ihr stünden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4842000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2192,"date":1719,"orig":"Weiln ſie nun ihres Vaters und verſtorbenen Mannes Wiſſenſchafft auch erlernet haͤtte, waͤre ſie, weiln ohne dem in ihres Mannes Vaterland vor ſie nichts profitabels zu finden, der Reſolution worden, mit ſolcher ihren Neben-Menſchen zu Erlangung ihrer Geſundheit und ander Erforderniſſen zu dienen, und damit ihr nicht, das zu ihren Artzeneyen und andern curieuſen Sachen noͤthige abgehen moͤchte, waͤre ſie wieder nach Ambſterdam gereiſet, und ihr einen Correſpondenten ausgeſucht welcher nach Alexandria zu negotiiren haͤtte, von dar aus ſie ihre Briefe nach Perſien und Egypten ſpediren, uud daſelbſt her alſo die Olitaͤten und andere Materialien habhafft werden koͤnte; Sie hatte einen weiſen Balſam oder Oel welches ſie den Balſam aus Gilead nennete, der von ungemeiner Wirckung in vielen Kranckheiten ſeyn ſolte, wie der von ihr ausgeworffene Zettel bezeigete:","norm":"Weil sie nun ihres Vaters und verstorbenen Mannes Wissenschaft auch erlernet hätte, wäre sie, weil ohne dem in ihres Mannes Vaterland vor sie nichts profitabel zu finden, der Resolution worden, mit solcher ihren Nebenmenschen zu Erlangung ihrer Gesundheit und ander Erfordernissen zu dienen, und damit ihr nicht, das zu ihren Arzneien und anderen kuriosen Sachen nötige abgehen möchte, wäre sie wieder nach Amsterdam gereist, und ihr einen Korrespondierenden ausgesucht welcher nach Alexandria zu negotiiren hätte, von dar aus sie ihre Briefe nach Persien und Ägypten spedieren, und daselbst her also die Olitäten und andere Materialien habhaft werden könnte; sie hatte einen weisen Balsam oder Öl welches sie den Balsam aus Gilead nannte, der von ungemeiner Wirkung in vielen Krankheiten sein sollte, wie der von ihr ausgeworfene Zettel bezeigte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195600032806396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2193,"date":1719,"orig":"Jngleichen hatte ſie ſonderliche Anſtriche vor das Frauenzimmer ihnen eine zarte Haut zu machen, und gewiß, wo ihre Oele, Pulver, Pillen und andere Sachen die ſie verkauffte, die von ihr ihnen zu beſchriebenen Kraͤffte auswircken, ſo geſtehe ich, daß man bey ihr umb ein wohlfeiles Geld eine ziembliche Quantitaͤt ankauffen koͤnte.","norm":"Ingleichen hatte sie sonderliche Anstriche vor das Frauenzimmer ihnen eine zarte Haut zu machen, und gewiss, wo ihre Öle, Pulver, Pillen und andere Sachen die sie verkaufte, die von ihr ihnen zu beschriebenen Kräfte auswirken, so gestehe ich, dass man bei ihr um ein wohlfeiles Geld eine ziembliche Quantität ankaufen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.872499942779541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2194,"date":1719,"orig":"Sie gab auch vor, daß ſie bey ihr gaͤntzlich beſchloſſen haͤtte, mit denen Jhrigen wieder nach Perſien oder Egypten zu ziehen.","norm":"Sie gab auch vor, dass sie bei ihr gänzlich beschlossen hätte, mit denen Ihrigen wieder nach Persien oder Ägypten zu ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6356000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2195,"date":1719,"orig":"Von Perſon war ſie eine mittel Perſon, weiß-gelb von Haut und Geſichte, wohl gewachſen, von guten Mundwerck, redete gut Deutſch als eine Hochteutſche, davor ich auch dieſe Maul-Verkauferin halte, ſonſt hatte ſie eine ſtarcke Compagnie bey ihr, und aus ungemeinen ob wohln ſo geſtellten Careſſen, kunte man erſehen, daß der bey ihr agirende Courtiſan ihr Mann ſeyn muſte, doch hat ſie mit ihꝛen Pralereyen ein ziemblichen Abgang gehabt und Geld erbeutet; Eckarth ſprach, wer will allen Betrug dieſer Betruͤger ergruͤnden.","norm":"Von Person war sie eine Mittel Person, weißgelb von Haut und Gesichte, wohl gewachsen, von guten Mundwerk, redete gut Deutsch als eine Hochdeutsche, davor ich auch diese Maul-Verkauferin halte, sonst hatte sie eine starke Compagnie bei ihr, und aus ungemeinen ob wohlen so gestellten Zaressen, konnte man ersehen, dass der bei ihr agierende Courtisan ihr Mann sein musste, doch hat sie mit ihren Prahlereien ein Ziemblechen Abgang gehabt und Geld erbeutet; Eckart sprach, wer will allen Betrug dieser Betrüger ergründen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.631700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2196,"date":1719,"orig":"Jch errinnere mich genannte Vettel auch geſehen zu haben, es hat immer einer eine andere Facon die Leuthe anzuſetzen als der andere; Dann wann der gemeine Mann, etwas ihnen Unwiſſendes vor ſeiner ſiehet und hoͤret, ſo faͤlt er in eine Hochachtung der Perſon, denn folget die Beſtaͤtigung der Luͤgen-hafften und betruͤgeriſchen Reden.","norm":"Ich erinnere mich genannte Vettel auch gesehen zu haben, es hat immer einer eine andere Fasson die Leute anzusetzen als der andere; dann wann der gemeine Mann, etwas ihnen Unwissendes vor seiner sieht und höret, so fällt er in eine Hochachtung der Person, denn folget die Bestätigung der Lügen-Haften und betrügerischen Reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353700160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2197,"date":1719,"orig":"Jn meiner Jugend als ich in Gerana frequentirte, kam ein anſehnliche Perſon in einen langen weiſen Barte und Haupt-Haaren, einen hohen Tuͤrckiſchen Bund und Talar anhabende, der gab vor, daß er durch die vielen Jahre die er auf ſich haͤtte, bey nahe die gantze Welt durchwandert, und dannenhero durch viel Converſiren mit gelehrten, vornehmen und hohen Perſonen, dergleichen Vorrath von allerhand Wiſſenſchafften und Geheimniſſen ihme colligirt haͤtte; daß er faſt einen jeden in ſeinen Anliegen beyraͤthig ſeyn koͤnte, was er hier verkauffte, waͤre nur umb denen armen Leuthen damit eine Conſolation zu machen; Wer aber in geheimen Zufaͤllen, ihme ſich vertrauen und in ſeinen Logiament beſuchen wolte, der wuͤrde ihm gewiß davor Danck wiſſen, der Kerl bekam einen groſſen Zulauff, allein es hieß in kurtzen, ultima frigent Summa, es gieng auf ein la mi aus, und verſchwunde die Tuͤrckiſche Maſquera mit ſeinem Collegiaten ehe es jemand innen wurde; Der General gab vor, wer weiß ob er nicht falſche Haare gehabt?","norm":"In meiner Jugend als ich in Gerana frequentierte, kam ein ansehnliche Person in einen langen weisen Barte und Haupthaaren, einen hohen türkischen Bund und Talar anhabende, der gab vor, dass er durch die vielen Jahre die er auf sich hätte, bei nahe die ganze Welt durchwandert, und dannenher durch viel Konversieren mit gelehrten, vornehmen und hohen Personen, dergleichen Vorrat von allerhand Wissenschaften und Geheimnissen ihm colligirt hätte; dass er fast einen jeden in seinen Anliegen beirätig sein könnte, was er hier verkaufte, wäre nur um denen armen Leuten damit eine Consolation zu machen; wer aber in geheimen Zufällen, ihm sich vertrauen und in seinen Logiament besuchen wollte, der würde ihm gewiss davor Dank wissen, der Kerl bekam einen großen Zulauf, allein es hieß in kurzen, ultima frigent Summa, es ging auf ein la mi aus, und verschwunde die türkische Masquera mit seinem Kollegiaten ehe es jemand innen wurde; der General gab vor, wer weiß ob er nicht falsche Haare gehabt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.553500175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2198,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete:","norm":"Eckart antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.00600004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2199,"date":1719,"orig":"Mein Herr Graf, nein; Die Sprache verrieth ſeine Jugend wohl, vielleicht hat er die Haare und Bart mit Beeren-Schmaltz eingeſchmieret.","norm":"Mein Herr Graf, nein; die Sprache verriet seine Jugend wohl, vielleicht hat er die Haare und Bart mit Beeren-Schmalz eingeschmiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.253900051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2200,"date":1719,"orig":"Der General verſetzte, als ich Lieutenant war, ſolte ich 40. biß 50. Perſonen anwerben, ich hatte damahln wenig Liebhaber, endlich reſolvirte ich mich, grieff die lang Baͤrtigen Land-Bettler an, ließ ihnen die Baͤrte abſcheren, und befunde, daß unter dieſer |Larve ich die braveſten und dem Alter nach junge und tuͤgliche Perſonen antraff; Dieſe ließ ich alle in Feſſel legen, und durch meine Leuthe bewachen, gab ihnen aber was ihnen noͤthig war, ich bekam meine Zahl innerhalb 4. Wochen voll, da ließ ich meine zuſammen geraffelte Perſonen gefeſſelt auf vier Wagen laden, und ließ ſie den Sammel- Platz zufuͤhren, und waren meine unter denen neu Angeworbenen die beſten Purſche, ſo wnd es hier auch geweſen ſeyn.","norm":"Der General versetzte, als ich Leutnant war, sollte ich 40. bis 50. Personen anwerben, ich hatte damals wenig Liebhaber, endlich resolvierte ich mich, griff die lang bärtigen Landbettler an, ließ ihnen die Bärte abscheren, und Befunde, dass unter dieser | Larve ich die bravsten und dem Alter nach junge und tügliche Personen antraf; diese ließ ich alle in Fessel legen, und durch meine Leute bewachen, gab ihnen aber was ihnen nötig war, ich bekam meine Zahl innerhalb 4. Wochen voll, da ließ ich meine zusammen geraffelte Personen gefesselt auf vier Wagen laden, und ließ sie den Sammel-Platz zuführen, und waren meine unter denen neu Angeworbenen die besten Bursche, so wend es hier auch gewesen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.086699962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2201,"date":1719,"orig":"Andreas, iſt euch von denen Umbſtreichern nicht auch etwas extraordinaires wiſſend?","norm":"Andreas, ist euch von denen Umstreichern nicht auch etwas extraordinaires wissend?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115300178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2202,"date":1719,"orig":"Andreas antwortete: Jhro hoch-Graͤfliche Excellentz, von dergleichen betruͤgeriſchen Umbziehern finden ſich die Menge, ich habe ihr Weſen aus Unwiſſenheit nicht ſo genau unterſucht, als was ich dann und wann geſehen und gehoͤret habe.","norm":"Andreas antwortete: Ihrer hochgräfliche Exzellenz, von dergleichen betrügerischen Umziehern finden sich die Menge, ich habe ihr Wesen aus Unwissenheit nicht so genau untersucht, als was ich dann und wann gesehen und gehöret habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.94950008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2203,"date":1719,"orig":"Der General ſagte:","norm":"Der General sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.751299858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2204,"date":1719,"orig":"Es ſey euch erlaubet einige dergleichen unnuͤtzes Geſindel vorzufuͤhren.","norm":"Es sei euch erlaubet einige dergleichen unnützes Gesindel vorzuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.265200138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2205,"date":1719,"orig":"Andreas machte ſeinen Reverentz, ſagende:","norm":"Andreas machte seinen Reverenz, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.648600101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2206,"date":1719,"orig":"Es war vor einigen Jahren ein ſonſt nicht unerfahrner Chirurgus, der verkleidete ſich in ein Ziegeuner-Habit, ritt zu Pferde auf den Ring-oder Marckt-Platz, und nahm denen Leuthen die faulen und wehthuende Zaͤhne aus, lange Zeit hernach, weiln er von guten Anſehen und alt war, gab er ſich vor einen Artzt aus, hatte auch unterſchiedenen Huͤlffſuchenden mit guten und erſprießlichen Rath beygeſtanden, dahero einige in die Gedancken kamen, er muͤſte einen Spiritum familiarem haben, dieſer als ein guter Schnacke ſolches vernehmende, laͤſt durch ſeinen Bedienten ihme ein paar Molcken-Diebe oder Sommer- Voͤgel auffangen, verſperret ſie in ein Glaß, wie nun viel Leuthe bey ihme ſeyn, hat er ſein Handthieren mit dem Glaſe, oͤffnet ſolches, ſiehe da flogen die weiſen Spiritus in den Zimmer herumb, und weil ein paar Fenſter offen waren, flogen die Spiritus hinnaus, er ließ ſeinen Diener nachlauffen, umb ſolche wieder zu fangen, da wurden die Leuthe in ihrer Meynung noch mehr beſtaͤtiget.","norm":"Es war vor einigen Jahren ein sonst nicht unerfahrener Chirurg, der verkleidete sich in ein Zigeuner-Habit, ritt zu Pferde auf den Ring- oder Marktplatz, und nahm denen Leuten die faulen und wehtuende Zähne aus, lange Zeit hernach, weil er von guten Ansehen und alt war, gab er sich vor einen Arzt aus, hatte auch unterschiedenen Hülffsuchenden mit guten und ersprießlichen Rat beigestanden, daher einige in die Gedanken kamen, er müsste einen Spiritum familiarem haben, dieser als ein guter Schnacke solches vernehmende, lässt durch seinen Bedienten ihm ein paar Molkendiebe oder Sommer-Vögel auffangen, versperret sie in ein Glas, wie nun viel Leute bei ihm sein, hat er sein Hantieren mit dem Glase, öffnet solches, siehe da flogen die weisen Spiritus in den Zimmer herum, und weil ein paar Fenster offen waren, flogen die Spiritus hinaus, er ließ seinen Diener nachlaufen, um solche wieder zu fangen, da wurden die Leute in ihrer Meinung noch mehr bestätiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.998899936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2207,"date":1719,"orig":"Dem ohngeacht nahm die Menge der Patienten mehr zu als ab; mein geweſener Herr beſuchte ihn einmahl, zu dem ſprach er: Mein lieber Herr Spregel, ich habe bißhero nicht recht gewuſt wo mein Urſprung herruͤhre, nunmehro aber habe ich die Nachricht daß ich ein Printz von Geburth bin, und koͤnte zwey Kronen auf meinen Haupte tragen.","norm":"Dem ungeachtet nahm die Menge der Patienten mehr zu als ab; mein gewesener Herr besuchte ihn einmal, zu dem sprach er: Mein lieber Herr Spregel, ich habe bisher nicht recht gewusst wo mein Ursprung herrühre, nunmehr aber habe ich die Nachricht dass ich ein Prinz von Geburt bin, und könnte zwei Kronen auf meinen Haupte tragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000699996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2208,"date":1719,"orig":"Mein Herr, der hinter den Berge halten konte fragte; Je von was vor einen Hauſe?","norm":"Mein Herr, der hinter den Berge halten konnte fragte; je von was vor einen Hause?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.545300006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2209,"date":1719,"orig":"Er antwortete, von einen Kaͤyſerlichen, von Fetz und Marocco, mein Herr ſo ſehr an ſich halten wolte, konte er das Lachen nicht laßen/ der Printz von Fetz und Marocco entruͤſtete ſich in etwas, und ſprach:","norm":"Er antwortete, von einen Kaiserlichen, von Fetz und Marokko, mein Herr so sehr an sich halten wollte, konnte er das Lachen nicht lassen / der Prinz von Fetz und Marokko entrüstete sich in etwas, und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.703999996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2210,"date":1719,"orig":"Jch wolte ihm wohl noch mehr erzehlen, weiln er es aber vor eine Phantaſie haͤlt, will ich ſchweigen, die Zeit wird es weiſen, ob ich wahr oder unwahr geredet habe.","norm":"Ich wollte ihm wohl noch mehr erzählen, weil er es aber vor eine Phantasie hält, will ich schweigen, die Zeit wird es weisen, ob ich wahr oder unwahr geredet habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.319900035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2211,"date":1719,"orig":"Mein Herr recolligirte ſich, machte ihn einen Reverentz, wuͤntſchende daß er bald die bona nova erfahren moͤchte; denn wolte er ihm tauſent Gluͤckwuͤntſche thun, unterdeſſen ſich in denen Gnade recommendirende, wolte er mit gnaͤdiger Erlaubniß ihme die edle Zeit ſeiner Achthabung mit ſeiner Anweſenheit nicht weiter tourbiren, womit er ſein Adjeu nahm.","norm":"Mein Herr recolligirte sich, machte ihn einen Reverenz, wünschende dass er bald die bona nova erfahren möchte; denn wollte er ihm tausend Glückwünsche tun, unterdessen sich in denen Gnade rekommandierende, wollte er mit gnädiger Erlaubnis ihm die edle Zeit seiner Achthabung mit seiner Anwesenheit nicht weiter turbieren, womit er sein Adieu nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.618500232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2212,"date":1719,"orig":"Auf eine andere Zeit ſchickte dieſer Printz zu meinen Herren mit Bitte, ihn vor ſeiner Abreiſe noch einmahl zu beſuchen, ſo er auch that, wie er in das Zimmer koͤmmt lieget der Printz im Bette, ſich beklagende, daß er aus Bewandniß ſeines Leibes anjetzo erſehe, daß er gantz anders als andere Perſonen waͤre, zeiget ihnen ſeine Bruſt und Unter-Leib, ihn bereden wollende, es waͤre recht wie eine Eiſerne Blatte, und ſchlug immer mit beyden Faͤuſten darauff, verſicherende, daß er davon nicht das allergeringſte fuͤhlte, woraus er ſeinen hohen Stand deſto mehr confirmiren koͤnte.","norm":"Auf eine andere Zeit schickte dieser Prinz zu meinen Herren mit Bitte, ihn vor seiner Abreise noch einmal zu besuchen, so er auch tat, wie er in das Zimmer kommt liegt der Prinz im Bette, sich beklagende, dass er aus Bewandtnis seines Leibes jetzt ersehe, dass er ganz anders als andere Personen wäre, zeiget ihnen seine Brust und Unterleib, ihn bereden wollende, es wäre recht wie eine eiserne Blatte, und schlug immer mit beiden Fäusten darauf, versichernde, dass er davon nicht das allergeringste fühlte, woraus er seinen hohen Stand desto mehr konfirmieren könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.540500164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2213,"date":1719,"orig":"Mein Herr, aus allen denen Actionen wehnende, er muͤſte naͤrriſch oder von andern deſſen beredet worden ſeyn, mein Herr fuͤhlte ihn auf den Zahn, und erfuhr in Nachforſchen, daß er ſeiner Sinnen im geringſten beraubet waͤre, andern aber zu Gefallen ſich deſſen bereden laſſen, durch welche ſimulirte Einbildung in beſtaͤtigender Veneration, er ein groſſes Geld und Defragirung gehoben und genoſſen:","norm":"Mein Herr, aus allen denen Aktionen wähnende, er müsste närrisch oder von anderen dessen beredet worden sein, mein Herr fühlte ihn auf den Zahn, und erfuhr in Nachforschen, dass er seiner Sinnen im Geringsten beraubet wäre, anderen aber zu Gefallen sich dessen bereden lassen, durch welche simulierte Einbildung in bestätigender Veneration, er ein großes Geld und Defragirung gehoben und genossen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249499797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2214,"date":1719,"orig":"Der General ſagte, dieſer iſt ein Muſter eines klug tummen Politici geweſen.","norm":"Der General sagte, dieser ist ein Muster eines klug tumben Politici gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8719000816345215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2215,"date":1719,"orig":"Fahret fort Andreas, nach gemachten Reverentz ſagte er:","norm":"Fahret fort Andreas, nach gemachten Reverenz sagte er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.397900104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2216,"date":1719,"orig":"Vor zwey Jahren ohngefehr, war in Oderana ein Landklecker, der war in lauter Silber gekleidet, die Schuhe hatten ſilberne Abſaͤtze, umb den Hut hatte er ein breit geſchlagen ſilbernes Blech, auff den Rocke herab groſſe ſilberne Knoͤpffe, in der Groͤſſe einer Pfuͤndigten Kugel, und die Knopff-Loͤcher mit ſilbern Bleche beſchlagen, in Summa, wo man hin ſahe da war Masſiv-Silberne Arbeit:","norm":"Vor zwei Jahren ungefähr, war in Oderana ein Landklecker, der war in lauter Silber gekleidet, die Schuhe hatten silberne Absätze, um den Hut hatte er ein breit geschlagen silbernes Blech, auf den Rocke herab große silberne Knöpfe, in der Größe einer pfundigen Kugel, und die Knopf-Löcher mit silbern Bleche beschlagen, in Summa, wo man hinsah da war Massiv-Silberne Arbeit:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.109700202941894} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2217,"date":1719,"orig":"Der gab vor, daß er das Gluͤck gehabt den groſſen Mogul und unterſchiedene von ſeinen hohen Miniſtern zu curiren, von denen er ſehr herrlich waͤre beſchencket worden, daß er eine Grafſchafft haͤtte kauffen koͤnnen, als er aber zur See ſich wieder in Holland begeben wollen, haͤtte er ſeinen Schatz getheilet und in zwey Schiffe gegeben, nun haͤtte er das Malheur gehabt, daß wie das eine Schiff in Noth geweſen, und man daſſelbe leichtern wollen, waͤre ſein Kaſten gleich vorgeſtanden, und indem man vermeynt, weil der Kaſten ſo ſchwer waͤre, wolten ſie ihn am erſten in die See werffen, ſo auch geſchehen, er alſo umb die Helffte ſeines Schatzes kommen waͤre, das andere und zwar geringſte haͤtte er davon bracht, unter welchen nach ſeine ihme colligirte Schrifften geweſen, woraus er dieſe hier præſentirte vortreffliche Artzeneyen und Kunſt-Stuͤcke waͤren bereitet worden:","norm":"Der gab vor, dass er das Glück gehabt den großen Mogul und unterschiedene von seinen hohen Ministern zu kurieren, von denen er sehr herrlich wäre beschenket worden, dass er eine Grafschaft hätte kaufen können, als er aber zur See sich wieder in Holland begeben wollen, hätte er seinen Schatz geteilt und in zwei Schiffe gegeben, nun hätte er das Malheur gehabt, dass wie das eine Schiff in Not gewesen, und man dasselbe leichteren wollen, wäre sein Kasten gleich vorgestanden, und indem man vermeint, weil der Kasten so schwer wäre, wollten sie ihn am ersten in die See werfen, so auch geschehen, er also um die Hälfte seines Schatzes kommen wäre, das andere und zwar geringste hätte er davon brachte, unter welchen nach seine ihm colligirte Schriften gewesen, woraus er diese hier präsentierte vortreffliche Arzneien und Kunststücke wären bereitet worden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8383002281188965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2218,"date":1719,"orig":"Er wolte aber niemanden rathen das er ſolche Sachen ſeinen Gutduͤncken nach brauchte, ſondern man muͤſte von wenigen anfahen und probiren ob ſie wohl anſchluͤgen, ſo das geſchaͤhe, koͤnte man weiter mit ſolchen fortfahren.","norm":"Er wollte aber niemanden raten das er solche Sachen seinen Gutdünken nach brauchte, sondern man müsste von wenigen anfangen und probieren ob sie wohl anschlügen, so das geschähe, könnte man weiter mit solchen fortfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.668900012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2219,"date":1719,"orig":"Der General ſprach:","norm":"Der General sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.91379976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2220,"date":1719,"orig":"Er hat ihme ſelbſten ſchlechte Recommendation gethan.","norm":"Er hat ihm selbst schlechte Recommendation getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.518599987030029} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2221,"date":1719,"orig":"Andreas ſprach, er hatte auch nicht viel Abgang, aber deſto mehr verdiente er mit Staar-Stechen und Bruch-Schneiden, in welchen er ſonderliche und geſchwinde Handgriffe hatte.","norm":"Andreas sprach, er hatte auch nicht viel Abgang, aber desto mehr verdiente er mit Starstechen und Bruchschneiden, in welchen er sonderliche und geschwinde Handgriffe hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.588900089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2222,"date":1719,"orig":"Hiermit machte Andreas ſeinen Reverentz und gieng auf die Seite; mitlerweile hatte der Wirth und des Generals Bediente, die Streu und Betten in einen andern Zimmer zurechte gemacht, da denn auf der Kammer-Frau vermelden die Generalin mit der Conteſſe, nach Anerwuͤntſchung einer geſunden Nacht-Ruh an Eckarthen, und die andern ſich mit ihren Frauenzimmer dahin begaben.","norm":"Hiermit machte Andreas seinen Reverenz und ging auf die Seite; mittlerweile hatte der Wirt und des Generals bediente, die Streue und Betten in einen anderen Zimmer zurechte gemacht, da denn auf der Kammerfrau vermelden die Generalin mit der Contessa, nach Anerwüntschung einer gesunden Nachtruhe an Eckarten, und die anderen sich mit ihren Frauenzimmer dahin begaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.906199932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2223,"date":1719,"orig":"Der General, Eckarth, Hauptmann Kronau und die jungen Herren verzogen noch eine Weile, damit giengen ſie in das Neben-Stuͤblein woſelbſt auch das Nacht-Lager vor ſie zubereitet war, und legten ſich nach allerſeitiger Gluͤckwuͤntſchung nieder; denen die Bedienten in der Stube auch nachfolgten.","norm":"Der General, Eckart, Hauptmann Kronau und die jungen Herren verzogen noch eine Weile, damit gingen sie in das Nebenstüblein woselbst auch das Nachtlager vor sie zubereitet war, und legten sich nach allseitiger Glückwünschung nieder; denen die Bedienten in der Stube auch nachfolgten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.63040018081665} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2224,"date":1719,"orig":"Das IX. Capitel.","norm":"Das IX. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.117199897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2225,"date":1719,"orig":"Die Compagnie gelangen in Carnia, wird von den General Soluęki, ſeiner Gemahlin/ Fraͤulein Tochter und Vetter aufs freundlichſte empfangen/ deſſen Embraſſement und Rede an Eckarth und der Fraͤulein Reverence, machen den General Salanin wehmuͤthig; Deſſen Rede an die Fraͤulein Soluęka, und ihre Antwort/ desgleichen an den jungen Soluęki und ſeine Bedanckung.","norm":"Die Compagnie gelangen in Carnia, wird von den General Solueki, seiner Gemahlin / Fräulein Tochter und Vetter aufs freundlichste empfangen / dessen Embrassement und Rede an Eckart und der Fräulein Reverence, machen den General Solanin wehmütig; dessen Rede an die Fräulein Solueka, und ihre Antwort / desgleichen an den jungen Solueki und seine Bedankung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.422200202941894} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2226,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte umb den ferneren Verlauff mit den Obriſten Landretz; Welchen die Fraͤulein biß nach ſeinem Abſterben erzehlet/ wofuͤr Eckarth ſich bedancket.","norm":"Eckart fragte um den ferneren Verlauf mit den Obristen Landrats; welchen die Fräulein bis nach seinem Absterben erzählt / wofür Eckart sich bedanket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.633500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2227,"date":1719,"orig":"Allerhand Fragen und Antwort zwiſchen den General Salanin, Fraͤulein Soluęka und Eckarth.","norm":"Allerhand Fragen und Antwort zwischen den General Solanin, Fräulein Solueka und Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.658400058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2228,"date":1719,"orig":"Dieſen bringt die Fraͤulein Soluęka eine Verehrung; Die er erſtlich nicht annehmen will/ doch auff viel Anhalten einwilliget/ ſich zu einer Gegen-Vergeltung verbindende.","norm":"Diesen bringt die Fräulein Solueka eine Verehrung; die er erstlich nicht annehmen will / doch auf viel Anhalten einwilliget / sich zu einer Gegenvergeltung verbindende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.270199775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2229,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart werden auch regalirt/ davor ſie ſich gehorſambſt bedancken.","norm":"Siegfried und Gotthart werden auch regaliert / davor sie sich gehorsamst bedanken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.258500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2230,"date":1719,"orig":"Nach 4 Taͤgiger Verweilung bricht die Compagnie auf.","norm":"Nach 4-tägiger Verweilung bricht die Compagnie auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.836400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2231,"date":1719,"orig":"Verabſcheiden ſich mit den General Soluęki ſeiner Gemahlin/ Fraͤulein und Vetter; Bedancket ſich vor alle erwieſene Gunſt-Bezeugung und Tractamenten/ und faͤhret zuruͤck nach Garpa.","norm":"Abscheiden sich mit den General Solueki seiner Gemahlin / Fräulein und Vetter; Bedanket sich vor alle erwiesene Gunstbezeugung und Traktamenten / und fährt zurück nach Garpa.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.037199974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2232,"date":1719,"orig":"Eckarths und des Generals Salanin Schertz-Reden an Hauptmann Kronau, und deſſen Antwort.","norm":"Ekarts und des Generals Solanin Scherz-Reden an Hauptmann Kronau, und dessen Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.69320011138916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2233,"date":1719,"orig":"Sie kommen in Tillendorff/ da des Wirths Weib ſehr kranck iſt.","norm":"Sie kommen in Tillendorff / da des Wirts Weib sehr krank ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.770999908447266} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2234,"date":1719,"orig":"Der General und die Gemahlin fragen den Wirth umb ihre Kranckheit.","norm":"Der General und die Gemahlin fragen den Wirt um ihre Krankheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5345001220703125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2235,"date":1719,"orig":"Des Wirths Erzehlung.","norm":"Des Wirts Erzählung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":10.844599723815918} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2236,"date":1719,"orig":"Es kommt die Aertztin und Mutterheberin in die Stube/ die die Generalin zu ſich rufft/ und fraget ſie umb Rath in ihren Zufaͤllen.","norm":"Es kommt die Ärztin und Mutterheberin in die Stube / die die Generalin zu sich ruft / und fraget sie um Rat in ihren Zufällen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.955399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2237,"date":1719,"orig":"Des Weibes Antwort/ ſie gehet zur Wirthin/ im Zuruͤckkehren wird ſie von Eckarth ihrer Profesſion halben befragt/ ihr Vorgeben reprehendirt/ und eine beſſere ehrlichere Nahrung zu erwehlen angewieſen/ wird abgefuͤhret.","norm":"Des Weibes Antwort / sie geht zur Wirtin / im Zurückkehren wird sie von Eckart ihrer Profession halben befragt / ihr Vorgeben reprehendirt / und eine bessere ehrlichere Nahrung zu erwählen angewiesen / wird abgeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.053400039672852} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2238,"date":1719,"orig":"Unſere Compagnie begiebt ſich zur Ruh/ und weiln gegen Morgen der Monden ſcheinet/ machet ſie ſich fruͤhe auf.","norm":"Unsere Compagnie begibt sich zur Ruhe / und weil gegen Morgen der Monden scheinet / macht sie sich frühe auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.745999813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2239,"date":1719,"orig":"Die Conteſſe Salanin muſte auf Befehl ihres Herrn Vaters ſich auf den andern Wagen ſetzen/ und ihre Stelle Siegfrieden uͤberlaſſen/ ſetzen ihre Reiſe fort/ da denn Siegfried auf Anmahnung des Generals/ ſein Sentiment von der Mutterheberin gibt/ und die Structur der Gebaͤhr-Mutter beſchreibet.","norm":"Die Contessa Solanin musste auf Befehl ihres Herrn Vaters sich auf den anderen Wagen setzen / und ihre Stelle Siegfrieden überlassen / setzen ihre Reise fort / da denn Siegfried auf Anmahnung des Generals / sein Sentiment von der Mutterheberin gibt / und die Struktur der Gebärmutter beschreibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.613900184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2240,"date":1719,"orig":"Die Generalin erzehlet von den Mutter- Fall den ſie von einen Sprung bekommen/ und wie ihr gerathen worden ſey.","norm":"Die Generalin erzählt von den Mutter-Fall den sie von einen Sprung bekommen / und wie ihr geraten worden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.332099914550781} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2241,"date":1719,"orig":"Siegfried ſaget die Urſache der hohen Leiber und deren Cur; Lehret die trockene Zitronen-Eſſentz zu bereiten/ und Mittel vor arme Leuthe.","norm":"Siegfried sagt die Ursache der hohen Leiber und deren Kur; lehrt die trockene Zitronen-Essenz zu bereiten / und Mittel vor arme Leute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.683700084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2242,"date":1719,"orig":"Eckarth lobet die Vorſichtigkeit eines Medici.","norm":"Eckart lobet die Vorsichtigkeit eines Medici.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.67140007019043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2243,"date":1719,"orig":"Weiber-und Kinder- Kranckheiten erfordern einen guten Thereticum und Practicum.","norm":"Weiber- und Kinder-Krankheiten erfordern einen guten Thereticum und Practicum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.153800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2244,"date":1719,"orig":"Siegfried discurirt von denen Kinder-Kranckheiten/ woran ſie zu erkennen ſind/ wie ſie entſtehen/ und wie ihnen zu rathen ſey.","norm":"Siegfried diskuriert von denen Kinderkrankheiten / woran sie zu erkennen sind / wie sie entstehen / und wie ihnen zu raten sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.771100044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2245,"date":1719,"orig":"Urſache eines jaͤhen Todes bey einen jungen Herrlein/ zeiget Eckarth durch ein gleiches Exempel vor.","norm":"Ursache eines jähen Todes bei einen jungen Herrlein / zeiget Eckart durch ein gleiches Exempel vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.367700099945068} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2246,"date":1719,"orig":"Der Generalin Vortrag/ ob einer Gebaͤhrenden und Sechswoͤchnerinn Wein zu trincken erlaubet ſey oder nicht?","norm":"Der Generalin Vortrag / ob einer Gebärenden und Sechswöchnerin Wein zu trinken erlaubet sei oder nicht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.438700199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2247,"date":1719,"orig":"Wird mit ja beantwortet.","norm":"Wird mit Ja beantwortet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.204800128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2248,"date":1719,"orig":"Lob des Weines/ und wie er nuͤtzlich zu genieſſen ſey.","norm":"Lob des Weines / und wie er nützlich zu genießen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.071800231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2249,"date":1719,"orig":"Siegfrieds Meynung von denen kalten Schaalen oder Merthen in denen Sechswochen zu trincken.","norm":"Siegfrieds Meinung von denen kalten Schalen oder mehrten in denen Sechswochen zu trinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.201200008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2250,"date":1719,"orig":"Der General v. Salanin lobet Siegfrieds Einſamkeit/ der ſich ſeiner Unwuͤrdigkeit wegen entſchuldiget.","norm":"Der General v. Solanin lobet Siegfrieds Einsamkeit / der sich seiner Unwürdigkeit wegen entschuldiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.577600002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2251,"date":1719,"orig":"Der Generalin Fragen von Pappe/ Entwehnung/ Beſchreyen/ wie ſolches zu erkennen und zu helffen ſey/ beantwortet Siegfried und weiſet zwey Mittel/ bedancket ſich vor hohe Gnade die ihm die Generalin angebothen.","norm":"Der Generalin Fragen von Pappe / Entwehnung / Beschreien / wie solches zu erkennen und zu helfen sei / beantwortet Siegfried und weiset zwei Mittel / bedanket sich vor hohe Gnade die ihm die Generalin angeboten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4496002197265625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2252,"date":1719,"orig":"DEs folgenden Tages nachdem ſie allerſeits ausgeruhet, und ſich zur Reiſe fertig gemacht hatten, nahmen ſie einen warmen Trunck Thee zu ſich, und alſo ſetzten ſie ihre Reiſe fort biß Carnia; Da denn bey ihrer Ankunfft, der General daſelbſt Baron Soluęki drey Canonen loͤſen, und die Paucken und Trompeten brave hoͤren ließ.","norm":"Des folgenden Tages nachdem sie allerseits ausgeruht, und sich zur Reise fertig gemacht hatten, nahmen sie einen warmen Trunk Tee zu sich, und also setzten sie ihre Reise fort bis Carnia; da denn bei ihrer Ankunft, der General daselbst Baron Solueki drei Kanonen lösen, und die Pauken und Trompeten brave hören ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.012400150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2253,"date":1719,"orig":"Er empfieng die ankommende Gaͤſte unter dem Thore ſelbſt in Perſon, und fuͤhrete ſie in die wohl meubilirte Gaſt-Stube; Nachdem er den General und Graf von Salanin, deſſen Gemahlin und Fraͤulein complimentirt hatte, fiel er Eckarthen umb den Halß; und vergoß vor Freuden die Thraͤnen haͤufig, ſagende: Allerliebſter Hertzens-Bruder, die Gutthaten und Hoͤflichkeiten, die du ehemahls mir und denen Meinigen, vor weniger Zeit zu meiner hoͤchſten Conſolation erwieſen haſt, wuͤrden mit der Helffte aller meiner Guͤther nicht koͤnnen recompenſiret werden!","norm":"Er empfing die ankommende Gäste unter dem Tore selbst in Person, und führte sie in die wohl meubilirte Gaststube; nachdem er den General und Graf von Solanin, dessen Gemahlin und Fräulein komplimentiert hatte, fiel er Eckarten um den Hals; und vergoss vor Freuden die Tränen häufig, sagende: Allerliebster Herzensbruder, die Guttaten und Höflichkeiten, die du ehemals mir und denen Meinigen, vor weniger Zeit zu meiner höchsten Consolation erwiesen hast, würden mit der Hälfte aller meiner Güter nicht können rekompensieret werden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.164400100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2254,"date":1719,"orig":"Ach gluͤckſeelige Stunden, die ihr vor dem Ende meines Lebens mir einen ſolchen wertheſten Freund zugeſchickt habt; So dir einiger Troſt meines Hauſes meine Charge anſtehet, und dir Jhro Kaͤyſerl. Majeſt. zu dienen beliebet, will ich dir ſie willich abtreten, und bey dir die uͤbrige Zeit meines Lebens, als eine Privat- Perſon hier zubringen.","norm":"Ach glückselige Stunden, die ihr vor dem Ende meines Lebens mir einen solchen wertesten Freund zugeschickt habt; so dir einiger Trost meines Hauses meine Charge anstehet, und dir Ihrer Käyserl. Majest. zu dienen beliebet, will ich dir sie willig abtreten, und bei dir die übrige Zeit meines Lebens, als eine Privat-Person hier zubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.612199783325195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2255,"date":1719,"orig":"Die Fraͤulein Soluęka empfieng alle nach einander, Standes Gebuͤhr nach.","norm":"Die Fräulein Solueka empfing alle nach einander, Standes Gebühr nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.585700035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2256,"date":1719,"orig":"Den Grafen Salanin giengen die Augen uͤber, als er beyde den Soluęki und Eckarthen ſich umbhalſen ſahen, abſonderlich/ da die Fraͤulein Soluęka Eckarthen umb den Fuß fiel, und ihm als ihren ehemaligen Erloͤſer vor geſchehene Huͤlffe zu tauſentmahln danckte.","norm":"Den Grafen Solanin gingen die Augen über, als er beide den Solueki und Eckarten sich umhalsen sahen, absonderlich / da die Fräulein Solueka Eckarten um den Fuß fiel, und ihm als ihren ehemaligen Erlöser vor geschehene Hilfe zu tausendmal dankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.335000038146973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2257,"date":1719,"orig":"Doch ſagte der General v. Salanin zu der Fraͤulein Soluęka: Fraͤulein Soluęka, kuͤnfftig hin gebe ſie keinen Cavallier mehr ab/ die Probe wuͤrde ihr gar uͤbel bekommen ſeyn, wo ihr der Himmel nicht den aller Tapfferſten Eckarth zugeſendet haͤtte.","norm":"Doch sagte der General v. Solanin zu der Fräulein Solueka: Fräulein Solueka, künftig hingebe sie keinen Cavalier mehr ab / die Probe würde ihr gar übel bekommen sein, wo ihr der Himmel nicht den aller tapfersten Eckart zugesendet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889699935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2258,"date":1719,"orig":"Fraͤulein Soluęka replicirte:","norm":"Fräulein Solueka replizierte:","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.229700088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2259,"date":1719,"orig":"Jhro Excellentz, vielleicht hat es das Schickſal ſo haben wollen, ſonſten haͤtte ich mich doch dem Obriſten Landretz ergeben, und mein lieber Vetter den elendeſten Todt ausſtehen muͤſſen.","norm":"Ihrer Exzellenz, vielleicht hat es das Schicksal so haben wollen, sonsten hätte ich mich doch dem Obristen Landrats ergeben, und mein lieber Vetter den elendesten Tod ausstehen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.139900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2260,"date":1719,"orig":"GOtt dem Herren aber ſey Hertz-inniglich gedancket, der alles nach ſeinen allweiſen Rath uns zum beſten dirigirt und gelencket hat, die alte Frau Soluęka empfieng auch unſern Eckarth mit der tieffſten Compliment, Landes Gewohnheit nach, wie auch der junge Soluęki, zu welchen ſich der General Salanin wendente, ſprach: Tapfferer Soluęky, euere Tugenden haben ein groſſes meritirt, und bleibet das Sprichwort wohl wahr, daß Adler keine Eulen ziehlen, die Tapfferkeit eueres Herrn Vaters Seel. iſt auf euch geerbet, und ſtuͤnde euere Jugend nicht im Wege, es ſolte des Obriſten Landretz vacirendes Regiment euch wohl koͤnnen zugeſtellet werden, dennoch ſolt ihr beym Rucken die juͤngſte Hauptmann-Stelle, umb welche ich und euer Herr Vetter, bey Jhro Kaͤyſerl. Majeſt. uns bemuͤhen wollen, uͤberkommen, der junge Soluęky bedanckte ſich gegen den General in aller Unterthaͤnigkeit.","norm":"Gott dem Herren aber sei Herzinniglich gedankt, der alles nach seinen allweisen Rat uns zum besten dirigiert und gelenkt hat, die alte Frau Solueka empfing auch unseren Eckart mit der tiefsten Kompliment, Landes Gewohnheit nach, wie auch der junge Solueki, zu welchen sich der General Solanin wendete, sprach: Tapferer Solueky, eure Tugenden haben ein großes meritiert, und bleibt das Sprichwort wohl wahr, dass Adler keine Eulen zielen, die Tapferkeit eueres Herrn Vaters Seele . ist auf euch geerbt, und stünde eure Jugend nicht im Wege, es sollte des Obristen Landrats vazierendes Regiment euch wohl können zugestellt werden, dennoch sollt ihr beim Rucken die jüngste Hauptmann-Stelle, um welche ich und euer Herr Vetter, bei Ihrer Käyserl . Majest . uns bemühen wollen, überkommen, der junge Solueky bedankte sich gegen den General in aller Untertänigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.604700088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2261,"date":1719,"orig":"Hiermit wurden die liebe Gaͤſte in die vor ſie zubereitete Zimmer eingewieſen, und die Conteſſe Salanin blieb bey der Fraͤulein Soluęka.","norm":"Hiermit wurden die liebe Gäste in die vor sie zubereitete Zimmer eingewiesen, und die Contessa Solanin blieb bei der Fräulein Solueka.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.941999912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2262,"date":1719,"orig":"Nicht lange darauff wurde zur Tafel geblaſen, uͤber welcher allerhand Discourſe gefuͤhret wurden, da denn Eckarth den General Soluęky fragte:","norm":"Nicht lange darauf wurde zur Tafel geblasen, über welcher allerhand Diskurse geführt wurden, da denn Eckart den General Solueky fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.257599830627441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2263,"date":1719,"orig":"Wertheſter Herr Bruder, wie iſt denn die Sache mit dem Obriſten Landretz ferner abgelauffen? derſelbe goͤnne mir die Vergnuͤgung zu haben, den Verlauff voͤllig zu hoͤren.","norm":"Wertester Herr Bruder, wie ist denn die Sache mit dem Obristen Landrats ferner abgelaufen? derselbe gönne mir die Vergnügung zu haben, den Verlauf völlig zu hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.264699935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2264,"date":1719,"orig":"Liebſter Herr Bruder antwortete der General Soluęki, meine Tochter wird demſelben hiervon ausfuͤhrlichen Bericht abſtatten koͤnnen; wandte ſich zu ihr, ſagende: Mein einiges und liebſtes Kind, es wird dir nicht ſchwer fallen, noch zuwider ſeyn, deinem Erloͤſer den vollkommenen Ausgang deiner Hiſtorien mit dem Landretz zu erzehlen.","norm":"Liebster Herr Bruder antwortete der General Solueki, meine Tochter wird demselben hiervon ausführlichen Bericht abstatten können; wandte sich zu ihr, sagende: Mein einiges und liebstes Kind, es wird dir nicht schwerfallen, noch zuwider sein, deinem Erlöser den vollkommenen Ausgang deiner Historien mit dem Landrats zu erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.735000133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2265,"date":1719,"orig":"Hertzlich gerne allerliebſter Herr Vater, antwortete Fraͤulein Soluęka, ich bin Herrn Eckarthen ein mehrers als dieſes zu thun verpflichtet.","norm":"Herzlich gerne allerliebster Herr Vater, antwortete Fräulein Solueka, ich bin Herrn Eckarten ein mehreres als dieses zu tun verpflichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.539000034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2266,"date":1719,"orig":"Sie wiſſen demnach daß den Morgen drauff, nachdem wir nach Hauſe gelanget waren, ein reitender Bothe kam, der Brieffe an meinen Herrn Vater und mich brachte.","norm":"Sie wissen demnach dass den Morgen drauf, nachdem wir nach Hause gelangt waren, ein reitender Bote kam, der Briefe an meinen Herrn Vater und mich brachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.999499797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2267,"date":1719,"orig":"Wie ich den meinigen aufbrach und oͤffnete, auch nach den unterſchriebenen Nahmen ſahe, ſtund Dominico Landretz, ich erſchrack, und brachte den Brieff meinem Herrn Vater, der ſprach zu mir: Ließ ihn doch her, daß man hoͤret waser von dir haben will.","norm":"Wie ich den meinigen aufbrach und öffnete, auch nach den unterschriebenen Namen sah, stand Dominico Landrats, ich erschrak, und brachte den Brief meinem Herrn Vater, der sprach zu mir: Ließ ihn doch her, dass man höret wasser von dir haben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.186500072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2268,"date":1719,"orig":"Der Jnnhalt war folgender, hiermit ruffte ſie den Kammer- Maͤgdlein, daß ſie den Brieff aus ihren Zimmer holen ſolte, als ſie ihn brachte, laß die Fraͤulein Soluęka:","norm":"Der Inhalt war folgender, hiermit ruft sie den Kammer-Mägdlein, dass sie den Brief aus ihren Zimmer holen sollte, als sie ihn brachte, lass die Fräulein Solueka:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.588900089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2269,"date":1719,"orig":"Tapffer-muͤthiges gnaͤdiges Fraͤulein.","norm":"Tapfer-mutiges gnädiges Fräulein.","lang_fastText":"zh","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.707699775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2270,"date":1719,"orig":"DJe Hefftigkeit meiner bruͤnſtigen Liebe, zu Dero unſchaͤtzbahre Tugenden, hat wegen einiges Mißtrauens einen hefftigen Eyfer und Jalouſie gegen einen jungen Cavallier, welchen ich gerne wo er noch lebete, ſein Leben goͤnnen wolte, in mir erwecket, denſelben aus den Wege zu raͤumen, und ſie ſo dann als ein koſtbahres Kleinod einig und allein zu beſitzen; Allein diejenige, die mir mein Leben verlaͤngern ſollen, hat daſſelbe mir durch einen ungluͤcklichen Stoß dergeſtalt verkuͤrtzet, daß vielleicht die wenige Zeit, die noch zu meiner Buße reſtirt, allzukurtz ſeyn moͤchte, eine voͤllige Verzeihung von Dero Tugenden zu erbitten.","norm":"Die Heftigkeit meiner brünstigen Liebe, zu Deren unschätzbare Tugenden, hat wegen einiges Misstrauens einen heftigen Eifer und Jalousie gegen einen jungen Cavalier, welchen ich gerne wo er noch lebete, sein Leben gönnen wollte, in mir erwecket, denselben aus den Wege zu räumen, und sie so dann als ein kostbares Kleinod einig und allein zu besitzen; allein diejenige, die mir mein Leben verlängern sollen, hat dasselbe mir durch einen unglücklichen Stoß dergestalt verkürzet, dass vielleicht die wenige Zeit, die noch zu meiner Buße restiert, kurz sein möchte, eine völlige Verzeihung von deren Tugenden zu erbitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.974100112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2271,"date":1719,"orig":"Kan ich als ein Unwuͤrdiger vor meinem Ende noch die Gnade haben, dieſelben mit Dero Herrn Vater bey mir zu ſehen, ſo ich aber aufs ſchleunigſte zu geſchehen bitte, ſo werde ich mein Hertz und Gewiſſen dergeſtalt befreyen, daß ich in recht ſeeliger Zufriedenheit von dieſer Zeitlichkeit abſcheide, Dero Achtbahrkeit wird die letzte Bitte ihres Landretz gelten laſſen.","norm":"Kann ich als ein Unwürdiger vor meinem Ende noch die Gnade haben, dieselben mit deren Herrn Vater bei mir zu sehen, so ich aber aufs schleunigste zu geschehen bitte, so werde ich mein Herz und Gewissen dergestalt befreien, dass ich in recht seliger Zufriedenheit von dieser Zeitlichkeit abscheide, deren Achtbarkeit wird die letzte Bitte ihres Landrats gelten lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.119699954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2272,"date":1719,"orig":"Dominico Landretz.","norm":"Dominico Landrats.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"oc","lang_cld3":"sr","lang_de":0,"norm_lmscore":9.59220027923584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2273,"date":1719,"orig":"Weil nun die Seele dieſes Menſchens in der hoͤchſten Gefahr ſtunde, reſolvirte mein Herr Vater mit mir, und meinen lieben Vetter Soluęky, ſammt denen zwey Dienern, die damahln umb uns waren und anderen, alsbald fortzufahren, ſo auch geſchach, wir kamen noch vor Abends zu ihm, da befunden wir ihn ſehr ſchwach, es war auch der Prieſter gegenwaͤrtig/ der ihm das heilige Oel reichen wolte.","norm":"Weil nun die Seele dieses Menschen in der höchsten Gefahr stand, resolvierte mein Herr Vater mit mir, und meinen lieben Vetter Solueky, samt denen zwei Dienern, die damals um uns waren und anderen, alsbald fortzufahren, so auch geschah, wir kamen noch vor Abends zu ihm, da befunden wir ihn sehr schwach, es war auch der Priester gegenwärtig / der ihm das heilige Öl reichen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.149700164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2274,"date":1719,"orig":"Als uns der Obriſte Landretz erſahe, wurde er etwas munter, da ſchaͤrffte ihm mein Herr Vater mit wenig Worten ſein begangenes Stuͤcklein, was er ſeiner Tapfferkeit vor einen Schand-Fleck angehaͤnget haͤtte, und ob er wohl ein ander procedere mit ihm ſpielen wolte, ſo ſehe er doch vor dieſesmahl ſeine hoͤchſte Schwachheit und Naͤherung zur Ewigkeit an, vergebe ihm demnach alles und jedes, was er gegen ihn und die Seinigen begangen haͤtte; Er ſolte auch wiſſen, daß nicht ſeine Tochter, ſondern dieſer ſein lieber Vetter und Sohn der junge Soluęky, in ſeiner Tochter Kleidern ihm den Stoß zugemeſſen habe, welcher allhier gegenwaͤrtig iſt.","norm":"Als uns der oberste Landrats ersah, wurde er etwas munter, da schärfte ihm mein Herr Vater mit wenig Worten sein begangenes Stücklein, was er seiner Tapferkeit vor einen Schandfleck angehängt hätte, und ob er wohl ein ander procedere mit ihm spielen wollte, so sehe er doch vor diesmal seine höchste Schwachheit und Näherung zur Ewigkeit an, vergebe ihm demnach alles und jedes, was er gegen ihn und die Seinigen begangen hätte; er sollte auch wissen, dass nicht seine Tochter, sondern dieser sein lieber Vetter und Sohn der junge Solueky, in seiner Tochter Kleidern ihm den Stoß zugemessen habe, welcher allhier gegenwärtig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.88129997253418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2275,"date":1719,"orig":"Worauff mein Vetter herzutrat, ſagende: Herr Obriſte, euer Zwang erforderte von mir dergleichen Defenſion, und ob wohl euere Verwegenheit, anders euer Leben laͤnger dauren ſollen, bey unſern aller-gnaͤdigſten Kaͤyſer und Herren ich wuͤrde vorgeſtellet haben, ſo will ich doch vor dismahl einen Stein daruͤber legen, und vergebe euch umb Chriſti willen alles Unrecht, welches ihr gegen mir unſchuldigen begangen habt, GOtt mache euch ſeelig.","norm":"Worauf mein Vetter herzutrat, sagende: Herr Oberste, euer Zwang erforderte von mir dergleichen Defension, und ob wohl eure Verwegenheit, anders euer Leben länger dauern sollen, bei unseren allergnädigsten Kaiser und Herren ich würde vorgestellt haben, so will ich doch vor diesmal einen Stein darüber legen, und vergebe euch um Christi Willen alles Unrecht, welches ihr gegen mir unschuldigen begangen habt, Gott mache euch selig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.267099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2276,"date":1719,"orig":"So iſt denn das wertheſte Fraͤulein hingerichtet worden, erſeufftſte er?","norm":"So ist denn das werteste Fräulein hingerichtet worden, ersäuftste er?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.15910005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2277,"date":1719,"orig":"Nichtswuͤrdiger, fuhr ich heraus, die Hand des Hoͤchſten hat ob mir gehalten, und eine frembde Hand hat durch Erlegung ſechs euer Schandthats-Cameraden, mich GOtt ſey in Ewigkeit davor gedancket, erlediget; Sehe ich nicht die Barmhertzigkeit GOttes, und die Bluttrieffenden Wunden JEſu Chriſti unſers Heylandes an, ich wolte euch weiſen was es ſey, ſo freventlich einen Jungfer-und Straſſen-Raͤuber abzugeben; Allein, weil ich auch hoffe, daß dieſelben mein letztes Ende werden gut machen, ſo vergebe ich ihm, als einen reuenden und buͤſenden Suͤnder, umb deswillen alles, was ſeine boͤſe Gedancken uͤber mich beſchloſſen hatten.","norm":"Nichtswürdiger, fuhr ich heraus, die Hand des Höchsten hat ob mir gehalten, und eine fremde Hand hat durch Erlegung sechs euer Schandtats-Kameraden, mich Gott sei in Ewigkeit davor gedankt, erlediget; sehe ich nicht die Barmherzigkeit Gottes, und die Bluttriefenden Wunden Jesu Christi unseres Heilandes an, ich wollte euch weisen was es sei, so freventlich einen Jungfer- und Straßenräuber abzugeben; allein, weil ich auch hoffe, dass dieselben mein letztes Ende werden gut machen, so vergebe ich ihm, als einen reuenden und büßenden Sünder, um deswillen alles, was seine böse Gedanken über mich beschlossen hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081500053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2278,"date":1719,"orig":"GOtt der Herr laſſe ihm nach ſeiner Barmhertzigkeit ſeine Bekehrung wohl gefallen, und weil doch ſein ihm ſelbſt verurſachendes Ende herzu nahet, ſo mache der HErr JEſus aus ihm ein Kind der ewigen Seeligkeit.","norm":"Gott der Herr lasse ihm nach seiner Barmherzigkeit seine Bekehrung wohl gefallen, und weil doch sein ihm selbst verursachendes Ende herzu nahet, so mache der Herr Jesus aus ihm ein Kind der ewigen Seligkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.452700138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2279,"date":1719,"orig":"Hierauff fielen ihm die Thraͤnen aus denen Augen, und druckte uns allen die Haͤnde, hernach bath er mit ihme zu beten, und nachdem er vor GOtt und allen Heiligen conteſtirte, daß es ihm alles hertzlich leid waͤre, was er an allen und jeden begangen haͤtte, wurde er von dem Prieſter abſolvirt, empfieng das Sanctisſimum, und dann die letzte Oelung.","norm":"Hierauf fielen ihm die Tränen aus denen Augen, und drückte uns allen die Hände, hernach bat er mit ihm zu beten, und nachdem er vor Gott und allen Heiligen kontestierte, dass es ihm alles herzlich leid wäre, was er an allen und jeden begangen hätte, wurde er von dem Priester absolviert, empfing das Sanktissimum, und dann die letzte Oelung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.719900131225586} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2280,"date":1719,"orig":"Da er denn nachdem er ſich aufrichten laſſen, fragte:","norm":"Da er denn nachdem er sich aufrichten lassen, fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135499954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2281,"date":1719,"orig":"Nun iſt alles vergeben?","norm":"Nun ist alles vergeben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.999599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2282,"date":1719,"orig":"Ja antworteten wir: Alles!","norm":"Ja antworteten wir: alles!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6971001625061035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2283,"date":1719,"orig":"Nun mein GOtt ſprach er:","norm":"Nun mein Gott sprach er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.279500007629394} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2284,"date":1719,"orig":"Wie gnaͤdig biſt du doch, daß deine Langmuͤthigkeit mir vergoͤnnet, meinen von mir Beleidigten Abbitte zu thun, die heilige Abſolution und deinen heiligſten Leib, nebenſt dem heiligen Oel zu empfangen. Habe Danck vor deine Treue und Barmhertzigkeit.","norm":"Wie gnädig bist du doch, dass deine Langmütigkeit mir vergönnet, meinen von mir beleidigten Abbitte zu tun, die heilige Absolution und deinen heiligsten Leib, neben dem heiligen Öl zu empfangen . Habe Dank vor deine Treue und Barmherzigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.708799839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2285,"date":1719,"orig":"Lebet wohl wertheſte Freunde, und verſchmaͤhet nicht meinen letzten Willen nach meinem Tode zu exequiren und zu erfuͤllen, aber dir Blut-trieffender JEſu, was ich Boͤſes gethan, erſetze mit deinem Gehorſam und Verdienſte, verbitte meine Boßheit bey deinen himmliſchen Vater, und dein heiliges Blut vertrete mich bey ihm.","norm":"Lebet wohl werteste Freunde, und verschmähet nicht meinen letzten Willen nach meinem Tode zu exequieren und zu erfüllen, aber dir Blutttriefender Jesu, was ich Böses getan, ersetze mit deinem Gehorsam und Verdienste, verbitte meine Bosheit bei deinen himmlischen Vater, und dein heiliges Blut vertrete mich bei ihm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.981800079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2286,"date":1719,"orig":"Nun HErr JESU dir ſterbe ich, in deine Haͤnde befehle ich meinen Geiſt, (hiermit fieng er an ſchwach zu reden,) erloͤſe mich von allen Ubel; darauff ſtreckte er die Arme gegen uns aus, und fielen den jetzt Sterbenden mit dem Worte Amen, noch etliche Thraͤnen aus denen Augen, damit verſchied er ohne einige Ungeberde, und iſt hoffentlich in die ewige Freude und Herrligkeit eingangen.","norm":"Nun Herr Jesu dir sterbe ich, in deine Hände befehle ich meinen Geist, (hiermit fing er an schwach zu reden,) erlöse mich von allen Übel; darauf streckte er die Arme gegen uns aus, und fielen den jetzt Sterbenden mit dem Worte Amen, noch etliche Tränen aus denen Augen, damit verschied er ohne einige Ungeberde, und ist hoffentlich in die ewige Freude und Herrlichkeit eingegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.255599975585937} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2287,"date":1719,"orig":"Nach ſeinen Tode oͤffneten wir das Kaͤſtlein, das vor ſeinen Bette ſtunde, in beyweſen des Auditeurs und etlicher Officirer, darinnen funden wir eine Schrifft oder Teſtament, welches alſo lautete:","norm":"Nach seinen Tode öffneten wir das Kästlein, das vor seinen Bette stand, in beywesen des Auditeurs und etlicher Offizier, darinnen fanden wir eine Schrift oder Testament, welches also lautete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.288000106811523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2288,"date":1719,"orig":"Jch Dominico Landretz vermache meine Seele GOtt den Allmaͤchtigen und Barmhertzigen, meinen Leib der Erden, denen Armen und Kirchen 1500.","norm":"Ich Dominico Landrats vermache meine Seele Gott den Allmächtigen und Barmherzigen, meinen Leib der Erden, denen Armen und Kirchen 1500.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.240399837493896} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2289,"date":1719,"orig":"Rthl. alles mein uͤbriges Vermoͤgen, wie es Nahmen haben mag, den hoch-gebohrnen Fraͤulein Sophia Soluęka, aus welchen ſie mich, als einen Cavallier gehoͤrig ſoll begraben laſſen, das andere mag ſie als ihr eigen Proper-Guth anwenden, wie es ihr gefaͤllig iſt, und ſo fort: Worauff wir alles verſiegeln, und hieher nach Carnia haben bringen laſſen, der Coͤrper wurde dieweil beygeſetzt, und innerhalb vier Wochen wird mein Hertzliebſter Herr Vater die Funeration auſtellen laſſen:","norm":"Rthl . alles mein übriges Vermögen, wie es Namen haben mag, den hochgeborenen Fräulein Sophia Solueka, aus welchen sie mich, als einen Cavalier gehörig soll begraben lassen, das andere mag sie als ihr eigen Proper-gut anwenden, wie es ihr gefällig ist, und so fort: worauf wir alles versiegeln, und hierher nach Carnia haben bringen lassen, der Körper wurde dieweil beigesetzt, und innerhalb vier Wochen wird mein Herzliebster Herr Vater die Funration ausstellen lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642300128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2290,"date":1719,"orig":"Schoͤnſte Fraͤulein ſprach Eckarth, daß ſie uns die Gnade und Gunſt erzeigen wollen, die Endſchafft dieſer traurigen Hiſtorien zu erzehlen, erſtatte ich gehorſamen Danck.","norm":"Schönste Fräulein sprach Eckart, dass sie uns die Gnade und Gunst erzeigen wollen, die Endschaft dieser traurigen Historien zu erzählen, erstatte ich gehorsamen Dank.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.764900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2291,"date":1719,"orig":"Der General Salanin fragte: Fraͤulein Soluęka umb ein ſolch reich Erbtheil ſtuͤnde ſie auch wohl noch einmahl die Gefahr aus?","norm":"Der General Solanin fragte: Fräulein Solueka um ein solch reich Erbteil stünde sie auch wohl noch einmal die Gefahr aus?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.746099948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2292,"date":1719,"orig":"Nein Jhro Excellentz antwortete die Fraͤulein, es moͤchte nicht alle Zeit ſo gut ablauffen.","norm":"Nein Ihrer Exzellenz antwortete die Fräulein, es möchte nicht alle Zeit so gut ablaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.178800106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2293,"date":1719,"orig":"Er fragte weiter, was bekommt aber ihr Erloͤſer Monſr.","norm":"Er fragte weiter, was bekommt aber ihr Erlöser Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.74429988861084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2294,"date":1719,"orig":"Eckarth von den Erbtheil?","norm":"Eckart von den Erbteil?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.853300094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2295,"date":1719,"orig":"Die Fraͤulein antwortete: alles, und mich ſelbſten zu eigen, wenn er mich verlanget; nun ſagte der General zu Eckarthen, was meynet der Herr Bruder, die Parthey waͤre noch wohl vor ihm und nicht auszuſchlagen, allein ein junger Cavallier wuͤrde ihr wertheſte Fraͤulein beſſer anſtehen.","norm":"Die Fräulein antwortete: alles, und mich selbst zu eigen, wenn er mich verlanget; nun sagte der General zu Eckarten, was meinet der Herr Bruder, die Partei wäre noch wohl vor ihm und nicht auszuschlagen, allein ein junger Cavalier würde ihr werteste Fräulein besser anstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.774099826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2296,"date":1719,"orig":"Nein, Fuͤrwahr Jhr Excellentz replicirte die Fraͤulein, Herr Eckarth zehenmahl lieber als der juͤngſte Cavallier!","norm":"Nein, Fürwahr Ihr Exzellenz replizierte die Fräulein, Herr Eckart zehnmal lieber als der jüngste Cavalier!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.538300037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2297,"date":1719,"orig":"Meine Schoͤne, fiel ihr Eckarth in die Rede und kuͤßte ihr die Hand, ſie genieſſen der Jugend Fruͤchte und lieben denjenigen der ſie laͤnger als ich wird vergnuͤgen koͤnnen, die meiſte Zeit meines Lebens iſt dahin und was iſt noch uͤbrig, daß ich nach Beſuchung meiner lieben Freunde und Bekannte noch meine wenige Zeit in himmliſchen Betrachtungen zubringe, und die Kunſt recht wohl und ſeelig zu ſterben erlerne.","norm":"Meine Schöne, fiel ihr Eckart in die Rede und küsste ihr die Hand, sie genießen der Jugend Früchte und lieben denjenigen der sie länger als ich wird vergnügen können, die meiste Zeit meines Lebens ist dahin und was ist noch übrig, dass ich nach Besuchung meiner lieben Freunde und Bekannte noch meine wenige Zeit in himmlischen Betrachtungen zubringe, und die Kunst recht wohl und selig zu sterben erlerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874199867248535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2298,"date":1719,"orig":"Jhr Blutig erworbenes Erb-Theil vervielfaͤltige der Grund-guͤtigſte GOtt mit ſeinem reichen Seegen, und gebe ihr alles was ihr Hertze wuͤntſchet, die Guͤtigkeit des Hoͤchſten hat mein Weniges alſo geſetzt, daß mir nicht mehr noͤthig, doch bedancke ich mich Ehren-ſchuldigſt vor dero hohe Gnade und Zuneigung, und erkenne es geſchehen zu ſeyn.","norm":"Ihr Blutig erworbenes Erbteil vervielfältige der Grund-gütigste Gott mit seinem reichen Segen, und gebe ihr alles was ihr Herze wünschet, die Gütigkeit des Höchsten hat mein Weniges also gesetzt, dass mir nicht mehr nötig, doch bedanke ich mich Ehrenschuldigst vor deren hohe Gnade und Zuneigung, und erkenne es geschehen zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193999767303467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2299,"date":1719,"orig":"Das war ein Korb! ſprach der General Salanin Fraͤulein Soluęka, ſo gehet es, wann die Jungfern ſich ſelbſten verheyrathen wollen.","norm":"Das war ein Korb! sprach der General Solanin Fräulein Solueka, so geht es, wann die Jungfern sich selbst verheiraten wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.956200122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2300,"date":1719,"orig":"Warumb Jhr.","norm":"Warum Ihr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.596700191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2301,"date":1719,"orig":"Excellentz verſetzte die Fraͤulein Soluęka, eine Hoͤfligkeit iſt der andern werth, und ſtehet meinem Erloͤſer frey mit mir zu thun was ihm beliebet, deſſentwegen ſoll er doch, weil ich lebe aus meinem Hertzen nimmermehr kommen, und ſo der Himmel zur Heyrath mich auserſehen hat, wird dennoch mein kuͤnfftiger Gemahl leiden muͤſſen, daß die Helffte meines Hertzens meinem Erloͤſer zugethan verbleibet; Eckarth replicirte: Gnaͤdiges Fraͤulein, ſie ſoll vor dero Treue in meinem Hertzen biß in meinen Todt ruhen, und ſo meine Kraͤffte es zulaſſen, ich einheimiſch ſeyn werde, und dero hohe Gewogenheit bey dero Vermaͤhlung, welche der Himmel bald geben wolle, mich gerne ſiehet, ſo wird mich auſer GOttes Gewalt nichts aufhalten, die kleine Reiſe hieher zu thun, und wenigſtens einen froͤlichen Zuſchauer und Gaſt abzugeben: Weßhalben die Fraͤulein ſich ſchuldigſt bedanckte.","norm":"Exzellenz versetzte die Fräulein Solueka, eine Höflichkeit ist der anderen wert, und steht meinem Erlöser frei mit mir zu tun was ihm beliebet, dessentwegen soll er doch, weil ich lebe aus meinem Herzen nimmermehr kommen, und so der Himmel zur Heirat mich ausersehen hat, wird dennoch mein künftiger Gemahl leiden müssen, dass die Hälfte meines Herzens meinem Erlöser zugetan verbleibet; Eckart replizierte: Gnädiges Fräulein, sie soll vor deren Treue in meinem Herzen bis in meinen Tod ruhen, und so meine Kräfte es zulassen, ich einheimisch sein werde, und deren hohe Gewogenheit bei deren Vermählung, welche der Himmel bald geben wolle, mich gerne sieht, so wird mich außer Gottes Gewalt nichts aufhalten, die kleine Reise hierher zu tun, und wenigstens einen fröhlichen Zuschauer und Gast abzugeben: Weshalb die Fräulein sich schuldigst bedankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.979599952697754} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2302,"date":1719,"orig":"Unſere Compagnie brachte faſt vier Tage lang bey den General Soluęki zu, welchen ſie mit allerhand moͤglichen Divertisſement, und der Zeit nach leidenden Ergoͤtzlichkeiten beehrte.","norm":"Unsere Compagnie brachte fast vier Tage lang bei den General Solueki zu, welchen sie mit allerhand möglichen Divertissement, und der Zeit nach leidenden Ergötzlichkeiten beehrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.640699863433838} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2303,"date":1719,"orig":"Waͤhrender Zeit ſchiene es als wann Hauptmann Kronau nicht eine gemeine Liebe auff die holdſeelige Fraͤulein Soluęka warff, und weil er ein Cavallier von ungemeinen Qualitaͤten war, fande ſich bey der Fraͤulein auch eine nichts mindere Affection gegen ihn, den Tag vor den Abſchied unſer Compagnie, als ſie zu Mittage ſpeiſeten, brachte die Fraͤulein Soluęka eine groſſe ſilberne Schale, die mit einen Carmeſin Atlaß bedeckt war, und præſentirte ſelbige Eckarthen uͤber der Tafel mit einen gebuͤhrenden Reverentz, ſagende: Wertheſter und tapfferer Herr Eckarth mein Erloͤſer!","norm":"Währender Zeit schiene es als wann Hauptmann Kronau nicht eine gemeine Liebe auf die holdselige Fräulein Solueka warf, und weil er ein Cavalier von ungemeinen Qualitäten war, fand sich bei der Fräulein auch eine nichts mindere Affektion gegen ihn, den Tag vor den Abschied unser Compagnie, als sie zu Mittage speisten, brachte die Fräulein Solueka eine große silberne Schale, die mit einen Karmesin Atlas bedeckt war, und präsentierte selbige Eckarten über der Tafel mit einen gebührenden Reverenz, sagende: Wertester und tapferer Herr Eckart mein Erlöser!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2677001953125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2304,"date":1719,"orig":"Weiln der Himmel zu deren Gemahlin mich nicht erkohren hat, ſo nehme er als mein groͤſter Wohlthaͤter, wenigſtens dieſe geringe Danckbahrkeit mit hohen Guͤnſten von deren Dienerinne an; Eckarth ſtund auf und ſprach: Genaͤdiges Fraͤulein, das Geringſte, geſchweige dieſes ſind meine geſchehene Meriten bey weiten nicht werth dergleichen anzunehmen, ich wuͤrde deſſentwegen von jedermann vor unhoͤflich geſcholten werden, der alte General Soluęky verſetzte:","norm":"Weil der Himmel zu deren Gemahlin mich nicht erkoren hat, so nehme er als mein größter Wohltäter, wenigstens diese geringe Dankbarkeit mit hohen Gunsten von deren Dienerinne an; Eckart stand auf und sprach: Gnädiges Fräulein, das Geringste, geschweige dieses sind meine geschehene Meriten bei weiten nicht wert dergleichen anzunehmen, ich würde dessentwegen von jedermann vor unhöflich gescholten werden, der alte General Solueky versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.540599822998047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2305,"date":1719,"orig":"Der Herr Bruder wird meine Tochter beſchaͤmen, dieſes allzuſchlechte Denck-und Danck-Mahl, erſetzet nicht die geringſte Muͤhe, die du gegen mir, geſchweige gegen ihr gethan haſt, der General Salanin fieng gleichfals an:","norm":"Der Herr Bruder wird meine Tochter beschämen, dieses allzuschlechte Denck-und Dankmal, ersetzet nicht die geringste Mühe, die du gegen mir, geschweige gegen ihr getan hast, der General Solanin fing gleichfalls an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.662899971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2306,"date":1719,"orig":"Herr Bruder es muß genommen ſeyn, dieſes iſt ein ſchlechtes Andencken, des andern ſoll auch nicht vergeſſen werden.","norm":"Herr Bruder es muss genommen sein, dieses ist ein schlechtes Andenken, des anderen soll auch nicht vergessen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.104300022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2307,"date":1719,"orig":"Nun denn replicirte Eckarth, weil ſo viel mich beſtuͤrmen, muß ich mich endlich ergeben, und ſage meiner gnaͤdigen Fraͤulein hievor unterthaͤnigen Danck, nahm hierauff das Præſent mit Kuͤſſung der Fraͤulein Haͤnde an, als er es nun entdeckte, da lag ein koſtbahrer Diamantener Ring, der Fraͤulein Portrait mit Rubinen, und des alten Herr Soluęky ſeines mit Diamanten carmaſiret, ein goldenes Degen-Gefaͤß mit zuhoͤrigen, mit Diamanten und Schmaragden verſetzt, und bey nahe umbher auf die tauſent Ducaten geſchuͤttet, Eckarth erroͤthete und ſagte allzuviel!","norm":"Nun denn replizierte Eckart, weil so viel mich bestürmen, muss ich mich endlich ergeben, und sage meiner gnädigen Fräulein hievor untertänigen Dank, nahm hierauf das präsent mit Küssung der Fräulein Hände an, als er es nun entdeckte, da lag ein kostbarer diamantener Ring, der Fräulein Porträt mit Rubinen, und des alten Herr Solueky seines mit Diamanten carmasiret, ein goldenes Degengefäß mit zuhören, mit Diamanten und Schmaragden versetzt, und bei nahe umher auf die tausend Dukaten geschüttet, Eckart errötete und sagte allzu viel!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565299987792969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2308,"date":1719,"orig":"ich verbleibe Schuldner und werde ſehen mich beſtmoͤglichſtens zu revengiren.","norm":"ich verbleibe Schuldner und werde sehen mich bestmöglichstes zu revengiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.099400043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2309,"date":1719,"orig":"Der General Salanin dem die Fraͤulein ein ſilbernes Schaͤchtlein gab, uͤberreichte er ſelbiges Siegfrieden mit folgenden Worten:","norm":"Der General Solanin dem die Fräulein ein silbernes Schächtlein gab, überreichte er selbiges Siegfrieden mit folgenden Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5192999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2310,"date":1719,"orig":"Liebwertheſter Herr Siegfried, die Fraͤulein bedancket ſich Ehren-ſchuldigſt vor erzeigte Beydienſte, und hoffet derſelbe wird mit inliegenden ſchlechten Ringe zum Andencken geſchehener Beyſpringung vorlieb zu nehmen.","norm":"Liebwertester Herr Siegfried, die Fräulein bedanket sich Ehrenschuldigst vor erzeigte Beydienste, und hoffet derselbe wird mit inliegenden schlechten Ringe zum Andenken geschehener Beispringung vorliebzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.339499950408935} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2311,"date":1719,"orig":"Siegfried ſtund auf, gieng zur Fraͤulein kuͤßte ihr die Hand und ſprach: Genaͤdigſte Fraͤulein, mir wuͤrde nicht gebuͤhren, als ein Verpflichter aller und jeder, auch das Allerwenigſte anzunehmen, weil aber dero hohe Gnade es alſo befiehlet, werde zum hoͤchſten regard dieſelben Lebenslang unterthaͤnigſt verehren, womit er nach geſchehener Reverentz ſich dem General naͤherte, und mit einer ſubmiſſen Compliment das Schaͤchtlein mit dem Ringe vom General zu ſich nahm.","norm":"Siegfried stand auf, ging zur Fräulein küsste ihr die Hand und sprach: Gnädigste Fräulein, mir würde nicht gebühren, als ein Verpflichteter aller und jeder, auch das Allerwenigste anzunehmen, weil aber deren hohe Gnade es also befiehlt, werde zum höchsten regard dieselben Lebenslang untertänigst verehren, womit er nach geschehener Reverenz sich dem General näherte, und mit einer submissen Kompliment das Schächtlein mit dem Ringe vom General zu sich nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.150400161743164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2312,"date":1719,"orig":"Der alte Herr Soluęky hatte in einen Pappier, einen Hut bogen mit Diamanten carmaſirt, den præſentirte er zum Zeichen ſeiner Gnade und Affection Gottharten, welches ihn mit Entſchuldigung ungeleiſteter Dienſte und tieffſten Reverentz annahm.","norm":"Der alte Herr Solueky hatte in einen Papier, einen Hut bogen mit Diamanten carmasirt, den präsentierte er zum Zeichen seiner Gnade und Affektion Gottharten, welches ihn mit Entschuldigung ungeleisteter Dienste und tiefsten Reverenz annahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.286900043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2313,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich nochmahl vor ſich und ſeine Liebes-Soͤhne.","norm":"Eckart bedankte sich nochmal vor sich und seine Liebessöhne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.269199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2314,"date":1719,"orig":"Nachdem die Compagnie ſich genung divertiret hatten, nahmen ſie von den General Soluęky und denen lieben Seinigen ihr Adjeu, mit tauſentfachen Danck-Bezeugungen vor erwieſene Ehre und Hoͤfligkeit, und fahren nach vollbrachten Fruͤhſtuͤck, der General Graf Salanin mit denen Seinigen, Eckarthen und beyden jungen Herren wieder nach Garpa zuruͤck, da denn unterwegens unterſchiedene Discourſe vorfielen.","norm":"Nachdem die Compagnie sich genug divertieret hatten, nahmen sie von den General Solueky und denen lieben Seinigen ihr Adieu, mit Tausentfachen Dankbezeugungen vor erwiesene Ehre und Höflichkeit, und fahren nach vollbrachten Frühstück, der General Graf Solanin mit denen Seinigen, Eckarten und beiden jungen Herren wieder nach Garpa zurück, da denn unterwegs unterschiedene Diskurse vorfielen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.250599861145019} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2315,"date":1719,"orig":"Hauptmann Kronau aber ſaß in Gedancken, dahero auch in den Quartier Stillendorff, wohin ſie in einen Futter gefahren waren, wie Kronau noch ſo Melancholiſch war, Eckarth zu ihm ſagte: Monſr.","norm":"Hauptmann Kronau aber saß in Gedanken, daher auch in den Quartier Stillendorf, wohin sie in einen Futter gefahren waren, wie Kronau noch so Melancholisch war, Eckart zu ihm sagte: Monsr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.079400062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2316,"date":1719,"orig":"Kronau, derſelbe hat ſich meinetwegen nicht ſo traurig zu ſtellen, noch von mir eines Einſpruchs zu befahren, ich uͤberlaße denſelben meine Part an die Fraͤulein Soluęka gantz willig und gerne.","norm":"Kronau, derselbe hat sich meinetwegen nicht so traurig zu stellen, noch von mir eines Einspruchs zu befahren, ich überlasse denselben meine Part an die Fräulein Solueka ganz willig und gerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.092199802398682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2317,"date":1719,"orig":"Wie ſo, verſetzte der General Salanin.","norm":"Wie so, versetzte der General Solanin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.964300155639648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2318,"date":1719,"orig":"Herr Hauptmann ich halte doch wohl es iſt Ernſt!","norm":"Herr Hauptmann ich halte doch wohl es ist Ernst!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.814499855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2319,"date":1719,"orig":"Jhro Excellentz ſchertzen mit ihrem Knechte nicht, replicirte Kronau! und warumb? wuͤrde ich denn eine Suͤnde thun, wann ich ein ſolch Liebens-wuͤrdige Fraͤulein verehrte.","norm":"Ihrer Exzellenz scherzen mit ihrem Knechte nicht, replizierte Kronau! und warum? würde ich denn eine Sünde tun, wann ich ein solch Liebenswürdige Fräulein verehrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.105400085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2320,"date":1719,"orig":"Jndem ſie ſpeiſeten, hoͤreten ſie jemand winſeln, da fragte Eckarth den Wirth, was ſich ſo klaͤglich ſtellte?","norm":"Indem sie speisten, hörten sie jemand winseln, da fragte Eckart den Wirt, was sich so kläglich stellte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32889986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2321,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr antwortete der Wirth, es iſt mein Weib, die hat ſtarcke Wehe-Tage im Leibe, nun wolte ich ihr gerne helffen laſſen, und nichts ſparen, wann ihr nur koͤnte gerathen werden, iſt denn niemanden in den Flecken zu finden, der euch beyraͤthig ſeyn kan? fragte der General.","norm":"Gestrenger Herr antwortete der Wirt, es ist mein Weib, die hat starke Wehetage im Leibe, nun wollte ich ihr gerne helfen lassen, und nichts sparen, wann ihr nur könnte geraten werden, ist denn niemanden in den Flecken zu finden, der euch beirätig sein kann? fragte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.935699939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2322,"date":1719,"orig":"Nein, Jhro Excellenz, antwortete der Wirth, wann jemanden unter uns was mangelt, oder kranck iſt, ſo erholen wir uns in Garpa Rath.","norm":"Nein, Ihrer Exzellenz, antwortete der Wirt, wann jemanden unter uns was mangelt, oder krank ist, so erholen wir uns in Garpa Rat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.860400199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2323,"date":1719,"orig":"Es findet ſich aber anietzo hier ein kluges Weib, die vermeynet, ſie haͤtte groͤſſere und beſſere Erfahrung bevoraus in Weiber-und Kinder-Curen, als die Docter, dieſelbe habe ſich meines Weibes halben umb Rath befragt, was mein Weib vor eine Kranckheit habe, und wie ihr zu helffen ſey?","norm":"Es findet sich aber anjetzt hier ein kluges Weib, die vermeinet, sie hätte größere und bessere Erfahrung bevoraus in Weiber- und Kinderkuren, als die Docter, dieselbe habe sich meines Weibes halben um Rat befragt, was mein Weib vor eine Krankheit habe, und wie ihr zu helfen sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.441500186920166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2324,"date":1719,"orig":"So bekam ich von ihr zur Antwort:","norm":"So bekam ich von ihr zur Antwort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.242000102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2325,"date":1719,"orig":"Es waͤre meinem Weibe die Mutter von dem Stuhle gefallen, und die muͤſte ihr gehoben und wieder aufgeſetzet werden, wann ſie ſich nun ihr vertrauen wolte, wuͤrde ſie in kurtzem von ihrer Kranckheit geneſen.","norm":"Es wäre meinem Weibe die Mutter von dem Stuhle gefallen, und die müsste ihr gehoben und wieder aufgesetzt werden, wann sie sich nun ihr vertrauen wollte, würde sie in kurzem von ihrer Krankheit genesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.947800159454346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2326,"date":1719,"orig":"Eckarth fieng nebenſt denen andern uͤber dieſes Vorbringen an zu lachen.","norm":"Eckart fing neben denen anderen über dieses Vorbringen an zu lachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.121900081634521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2327,"date":1719,"orig":"Der Wirth aber fuhr fort: Allein mein Weib wil ſich darzu nicht bereden laſſen, weil ſie ſich befuͤrchtet, es moͤchte uͤbel ablauffen, deñ ſie zweyen Frauen in der Nachbarſchafft die Mutter gehoben/ welche beyde in der Cur geſtorben ſind.","norm":"Der Wirt aber fuhr fort: Allein mein Weib will sich dazu nicht bereden lassen, weil sie sich befürchtet, es möchte übel ablaufen, denn sie zweien Frauen in der Nachbarschaft die Mutter gehoben / welche beide in der Kur gestorben sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.173299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2328,"date":1719,"orig":"Die Frau Generalin ſagte: Euer Weib, Herr Wirth, thut recht daran, daß ſie ſich deſſen nicht bereden laͤſt, und wo ihr anders euer Weib lieb habt, ſo widerrathet es ihr, ſo viel moͤglich.","norm":"Die Frau Generalin sagte: Euer Weib, Herr Wirt, tut recht daran, dass sie sich dessen nicht bereden lässt, und wo ihr anders euer Weib lieb habt, so widerratet es ihr, so viel möglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7270002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2329,"date":1719,"orig":"Jch habe von dieſer Mutterheberin unterſchiedenes gehoͤret, und haben ſie die Medici aus Garpa ausweiſen laſſen.","norm":"Ich habe von dieser Mutterheberin unterschiedenes gehöret, und haben sie die Medici aus Garpa ausweisen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.035500049591064} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2330,"date":1719,"orig":"Herr Wirth, fragte Eckarth, koͤnnet ihr es nicht zuwege bringen, daß man die Vettel koͤnte zu ſprechen bekommen?","norm":"Herr Wirt, fragte Eckart, könnet ihr es nicht zuwege bringen, dass man die Vettel könnte zu sprechen bekommen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436100006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2331,"date":1719,"orig":"Ja, Jhr Geſtreng, antwortete der Wirth, es wird nicht lange anſtehen, ſo wird ſie ſich einfinden, denn Abends umb ſieben Uhr koͤmmt ſie gemeiniglich zu meinem Weibe.","norm":"Ja, Ihr Gestreng, antwortete der Wirt, es wird nicht lange anstehen, so wird sie sich einfinden, denn Abends um sieben Uhr kommt sie gemeiniglich zu meinem Weibe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.302000045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2332,"date":1719,"orig":"Mein Hertze! ſprach der General zu ſeiner Gemahlin, wenn es dir gefiele, koͤnteſt du mit dem Weibe uns eine Luſt machen.","norm":"Mein Herze! sprach der General zu seiner Gemahlin, wenn es dir gefiele, könntest du mit dem Weibe uns eine Lust machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.415699958801269} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2333,"date":1719,"orig":"Mein Kind! gedulde ſich nur, antwortete die Gemahlin, ich habe mir ſchon etwas ausgedacht daß ich ſie fangen wil.","norm":"Mein Kind! gedulde sich nur, antwortete die Gemahlin, ich habe mir schon etwas ausgedacht dass ich sie fangen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.688600063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2334,"date":1719,"orig":"Sie hatte kaum ausgeredet, ſo kam das kluge Weib anmarchiret, und weil ſie zu der Wirthin anders nicht als durch die Stube kommen kunte, ſo fuͤhrte ſie der Wirth dadurch, im Durchgehen rieff die Generalin: Herr Wirth, was iſt das vor ein Weib?","norm":"Sie hatte kaum ausgeredet, so kam das kluge Weib anmarchiret, und weil sie zu der Wirtin anders nicht als durch die Stube kommen konnte, so führte sie der Wirt dadurch, im Durchgehen rief die Generalin: Herr Wirt, was ist das vor ein Weib?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.561999797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2335,"date":1719,"orig":"Der Wirth antwortete, es iſt eine gute Freundin, welche meiner Wirthin in ihren Beſchwerden beyraͤthig iſt.","norm":"Der Wirt antwortete, es ist eine gute Freundin, welche meiner Wirtin in ihren Beschwerden beirätig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144700050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2336,"date":1719,"orig":"Hoͤrt doch meine liebe Frau, rieff die Generalin, ſeyd ihr eine ſolche Perſon, welche denen Leuthen in Kranckheiten huͤlffliche Hand leiſten kan? kom̃t doch etwas naͤher herbey daß man mit euch reden koͤñe:","norm":"Hört doch meine liebe Frau, rief die Generalin, seid ihr eine solche Person, welche denen Leuten in Krankheiten hilfliche Hand leisten kann? kommt doch etwas näher herbei dass man mit euch reden könne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.848299980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2337,"date":1719,"orig":"ich moͤchte ſelbſt gerne in ein und dem andern eueres guten Raths mich bedienen; Gnaͤdige Frau, antwortete das Weib, ich bin nur fuͤr gemeine Leuthe, Jhr Gnaden aber einen guten Rath mitzutheilen, werde ich nicht vermoͤgend ſeyn.","norm":"ich möchte selbst gerne in ein und dem anderen eueres guten Rats mich bedienen; gnädige Frau, antwortete das Weib, ich bin nur für gemeine Leute, Ihr Gnaden aber einen guten Rat mitzuteilen, werde ich nicht vermögend sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.140100002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2338,"date":1719,"orig":"Herr Wirth, ſetzet ihr einen Schemel, befahl die Generalin, und zu den Weibe, meine liebe Frau, ſetzet euch zu uns, damit wir naͤher beyſammen ſeyn.","norm":"Herr Wirt, setzet ihr einen Schemel, befahl die Generalin, und zu den Weibe, meine liebe Frau, setzet euch zu uns, damit wir näher beisammen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.715400218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2339,"date":1719,"orig":"Meine gute Frau, fuhr die Generalin fort, ich moͤchte doch gerne wiſſen und genauen Unterricht haben woheres mir komme, daß ſo bald ich etwas eſſe, wird mir uͤbel, ſodann faͤnget mir das Haupt an wehe zu thun, und endlich ziehet es ſich wie ein kalter Schauer durch den gantzen Leib, hierauf folget auf der lincken Seite eine fliegende Hitze, und pfleget ſich der Leib aufzudoͤhnen, denn gehet es durch einen Schweiß aus.","norm":"Meine gute Frau, fuhr die Generalin fort, ich möchte doch gerne wissen und genauen Unterricht haben woheres mir komme, dass so bald ich etwas esse, wird mir übel, sodann fängt mir das Haupt anwehe zu tun, und endlich ziehet es sich wie ein kalter Schauer durch den ganzen Leib, hierauf folget auf der linken Seite eine fliegende Hitze, und pflegt sich der Leib aufzudöhnen, denn geht es durch einen Schweiß aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9822001457214355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2340,"date":1719,"orig":"Gnaͤdige Frau, antwortete das Weib, das iſt nichts anders als die Mutter, welche vielerley Art iſt und allerley Kranckheiten an ſich nimmt, dieſelbe, wann ſie aus ihrem Lager kommen iſt, ſo gehet ſie nach der Speiſe in Magen, und zehret, das verurſachet eine Ubligkeit, und wird die Magen-Mutter genennet.","norm":"Gnädige Frau, antwortete das Weib, das ist nichts anders als die Mutter, welche vielerlei Art ist und allerlei Krankheiten an sich nimmt, dieselbe, wann sie aus ihrem Lager kommen ist, so geht sie nach der Speise in Magen, und zehret, das verursachet eine Ubligkeit, und wird die Magen-Mutter genannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.345600128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2341,"date":1719,"orig":"Dann laufft ſie aus dem Magen ins Gehirn, und verurſachet Schwindel und Kopff-Weh, und wird die Gehirn-Mutter geheiſſen, wann ſie nun daſelbſt genung gewuͤtet hat, ſo durchlaufft ſie den gantzen Leib, und ereignet erſtlich die Kaͤlte, biß ſie in die Miltz faͤllt, und wird die Miltz-Mutter benahmet, blaͤſet dieſe auf, und erwecket eine fliegende Hitze/ biß ſie wieder in ihre Hoͤhle gehet, und wenn ſie ihren rechten Ort nicht finden kan, dehnet ſie den untern Leib auf, und durch dieſe Beaͤngſtigung erfolget ein Schweiß.","norm":"Dann lauft sie aus dem Magen ins Gehirn, und verursachet Schwindel und Kopfweh, und wird die Gehirn-Mutter geheißen, wann sie nun daselbst genug gewütet hat, so durchlauft sie den ganzen Leib, und ereignet erstlich die Kälte, bis sie in die Milz fällt, und wird die Milz-Mutter benahmt, bläst diese auf, und erwecket eine fliegende Hitze / bis sie wieder in ihre Höhle geht, und wenn sie ihren rechten Ort nicht finden kann, dehnet sie den unteren Leib auf, und durch diese Beängstigung erfolget ein Schweiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.407899856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2342,"date":1719,"orig":"Wofern nun Jhr Gnaden dem Ubel wollen abgehoͤlffen wiſſen, werden ſie ſich umb ein Weib, welche in Mutterheben erfahren ſey, umbthun.","norm":"Sofern nun Ihr Gnaden dem Übel wollen abgeholfen wissen, werden sie sich um ein Weib, welche in Mutterheben erfahren sei, umtun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.306300163269043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2343,"date":1719,"orig":"Jch halte wohl davor, verſetzte die Generalin, ihr werdet mir in dieſer Sache am beſten rathen koͤnnen, wo ihr euch das unterſtehen wollet, und ich meines Ubels loß werde, ſolt ihr gewiß einen guten Recompens bekommen.","norm":"Ich halte wohl davor, versetzte die Generalin, ihr werdet mir in dieser Sache am besten raten können, wo ihr euch das unterstehen wollet, und ich meines Übels loswerde, sollt ihr gewiss einen guten Rekompens bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.097799777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2344,"date":1719,"orig":"Koͤnnet ihr aber auch dieſes bald verrichten?","norm":"Könnet ihr aber auch dieses bald verrichten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134900093078613} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2345,"date":1719,"orig":"Gnaͤdige Frau, antwortete das Weib, Dero Hohe Perſon erkuͤhne ich mich nicht ſo leicht anzunehmen, und ob ich wohl unterſchiedenen Frauen, in einem biß hoͤchſtens dreyen Tagen die Mutter gehoben habe, daß ſie in ihr Lager wieder kommen iſt, ſo wuͤrde Euer Gnaden ſich wenigſtens 7. bis 8. Tage gedulden muͤſſen.","norm":"Gnädige Frau, antwortete das Weib, deren hohe Person erkühne ich mich nicht so leicht anzunehmen, und ob ich wohl unterschiedenen Frauen, in einem bis höchstens drei Tagen die Mutter gehoben habe, dass sie in ihr Lager wieder kommen ist, so würde Euer Gnaden sich wenigstens 7. bis 8. Tage gedulden müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.882699966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2346,"date":1719,"orig":"Die Generalin ſagte:","norm":"Die Generalin sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.781599998474121} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2347,"date":1719,"orig":"Gut Ding wil Weile haben!","norm":"Gut Ding will Weile haben!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.64739990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2348,"date":1719,"orig":"Jch werde euch ſchon in allem folgen; unterdeſſen koͤnt ihr die Wirthen beſuchen, und zuſehen, daß ihr ihr helffet.","norm":"Ich werde euch schon in allem folgen; unterdessen könnt ihr die Wirten besuchen, und zusehen, dass ihr ihr helfet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.47160005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2349,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie ſich bey der Wirthen eine ziemliche Weile aufgehalten hatte, beſchloß die Compagnie das Weib noch beſſer zu examiniren, und ſie ſodenn mit einer guten Reprimende ihren Weg gehen zu laſſen.","norm":"Nachdem sie sich bei der Wirten eine ziemliche Weile aufgehalten hatte, beschloss die Compagnie das Weib noch besser zu examinieren, und sie Soden mit einer guten Reprimende ihren Weg gehen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.421599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2350,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen war die Mahlzeit zum Ende, und alles abgeraumt, als die Mutterheberin wieder von der Wirthen zuruͤcke kam, da rieff ſie die Generalin zu ſich, und hieß ſie ſitzen.","norm":"Unterdessen war die Mahlzeit zum Ende, und alles abgeraumt, als die Mutterheberin wieder von der Wirten zurückkam, da rief sie die Generalin zu sich, und hieß sie sitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5644001960754395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2351,"date":1719,"orig":"Da fieng Eckarth zu dem Weibe an, mein gutes Weib, wiſſet ihr auch wie die Mutter in menſchlichen Leibe beſchaffen ſey?","norm":"Da fing Eckart zu dem Weibe an, mein gutes Weib, wisset ihr auch wie die Mutter in menschlichen Leibe beschaffen sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5619001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2352,"date":1719,"orig":"Was ſolt ich es nicht wiſſen! antwortete das Weib.","norm":"Was sollte ich es nicht wissen! antwortete das Weib.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1894001960754395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2353,"date":1719,"orig":"Es iſt gar ein heckel Ding umb die Mutter, ſie regieret den gantzen Leib, und iſt es umb ein leichtes geſchehen, daß ſie vom Stuhle faͤllt, und muß hernach gehoben werden.","norm":"Es ist gar ein häkel Ding um die Mutter, sie regieret den ganzen Leib, und ist es um ein leichtes geschehen, dass sie vom Stuhle fällt, und muss hernach gehoben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.623899936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2354,"date":1719,"orig":"Jhr ſeyd gar recht daran, verſetzte Eckarth, ſie ſitzet auf einen Stuhl, aber der Stuhl iſt von hinten und vornen, von oben und unten, auf denen Seiten und allenthalben, ſo befeſtiget, daß die Mutter nicht wancken, geſchweige abfallen oder aufſteigen ſolte; Es waͤre denn in ſchweren Geburthen, Steinſchmertzen, Verwegenheit u. Ungeſchickligkeit derer Weh- Mutter, daß ein Mutter-Fall oder Mutter- Bruch geſchehe; mich daͤucht, ihr werdet noch wenig aufweiſen koͤnnen, denen ihr geholffen habt, aber wohl viel, die keine Mutter-Beſchwerung mehr in dieſer Welt bekom̃en werden, und den Tod in Rachen geliefert, ſchaͤmet euch dergleichen abgeſchmackt Dingvorzubringen, und hohe Stands-Perſonen zu einem ſolchen Unternehmen zu bereden; Wie ſeyd ihr aber zu dieſer Wiſſenſchafft gelanget?","norm":"Ihr seid gar recht daran, versetzte Eckart, sie sitzet auf einen Stuhl, aber der Stuhl ist von hinten und vorne, von oben und unten, auf denen Seiten und allenthalben, so befestiget, dass die Mutter nicht wanken, geschweige abfallen oder aufsteigen sollte; es wäre denn in schweren Geburten, Steinschmerzen, Verwegenheit u. Ungeschicklichkeit derer Weh-Mutter, dass ein Mutter-Fall oder Mutter-Bruch geschehe; mich deucht, ihr werdet noch wenig aufweisen können, denen ihr geholfen habt, aber wohl viel, die keine Mutterbeschwerung mehr in dieser Welt bekommen werden, und den Tod in Rachen geliefert, schämet euch dergleichen abgeschmackt Dingvorzubringen, und hohe Standspersonen zu einem solchen Unternehmen zu bereden; wie seid ihr aber zu dieser Wissenschaft gelangt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2355,"date":1719,"orig":"Mein Herr gehet mich gar rauh an, antwortete die Vettel.","norm":"Mein Herr geht mich gar rau an, antwortete die Vettel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.094699859619141} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2356,"date":1719,"orig":"Jch bin in die 16. Jahr lang bey einer alten Weh-Mutter, Stuhl-Traͤgerin oder Handreicherin geweſen, da habe ich die Zeit uͤber gute acht gehabt, und bin alſo zu dieſer Wiſſenſchafft kommen.","norm":"Ich bin in die 16. Jahr lang bei einer alten Wehmutter, Stuhl-Trägerin oder Handreicherin gewesen, da habe ich die Zeit über gute acht gehabt, und bin also zu dieser Wissenschaft kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2357,"date":1719,"orig":"Mein liebes Weib, replicirte Eckarth, ihr habet noch ſehr ſchwachen Grund, und kommt mir vor wie jener Froſch, der ſich ſo dicke als der Ochſe der vor ihm ſtunde, war, aufblaſen wolte, und zerborſtete.","norm":"Mein liebes Weib, replizierte Eckart, ihr habet noch sehr schwachen Grund, und kommt mir vor wie jener Frosch, der sich so dicke als der Ochse der vor ihm stand, war, aufblasen wollte, und borstete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.480199813842773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2358,"date":1719,"orig":"Es mag euere Koſt Frau wohl ein kluges verſtaͤndiges Weib geweſen ſeyn; allein, weil ihr ihr aufgewartet habt, euch einbildet, ihre Wiſſenſchafft erlanget zu haben, iſt noch in weitem Felde.","norm":"Es mag eure Kost Frau wohl ein kluges verständiges Weib gewesen sein; allein, weil ihr ihr aufgewartet habt, euch einbildet, ihre Wissenschaft erlanget zu haben, ist noch in weitem Felde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.99560022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2359,"date":1719,"orig":"Jch haͤtte mit euch noch was mehrers zu reden, allein weil die Nacht herbey ruͤckt, wil ich euch dieſen Rath geben, laſſet von dieſer Sache ab, ehe euch etwas anders wieder fahren moͤchte, arbeitet lieber, ſpinnet Flachs oder Wolle, oder ſchauet zu, wie ihr ſonſten einen ehrlichen Pfennig verdienen moͤget, als daß ihr mit dieſer euer eingebildeten Kunſt die geſunden Leuthe verderbet und kranck machet, und die Krancken gar zum Tode befoͤrdert, der Herr verzeihe mir, verſetzte die Alte, und wolte ferner reden:","norm":"Ich hätte mit euch noch was mehreres zu reden, allein weil die Nacht herbei rückt, will ich euch diesen Rat geben, lasst von dieser Sache ab, ehe euch etwas anders wieder fahren möchte, arbeitet lieber, spinnet Flachs oder Wolle, oder schauet zu, wie ihr sonsten einen ehrlichen Pfennig verdienen möget, als dass ihr mit dieser euer eingebildeten Kunst die gesunden Leute verderbet und krank macht, und die Kranken gar zum Tode befördert, der Herr verzeihe mir, versetzte die Alte, und wollte ferner reden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.722400188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2360,"date":1719,"orig":"Der General aber ſagte zu ihr, packe dich du betruͤgeriſche Vettel, oder ich wil dir Land Streicherin was anders weiſen laſſen, hiermit faſſeten ſie zween Laquaͤyen, und ſprachen zu ihr: Mutter kommet, gehet mit uns, wir wollen euch zu einer alten Sau fuͤhren, der ſollet ihr die Mutter heben, daruͤber wurde ein Gelaͤchter, das Weib aber weinete und gieng ihrer Wege; Ob ſie wieder zum Wirthe kommen, iſt zweifelhafftig.","norm":"Der General aber sagte zu ihr, packe dich du betrügerische Vettel, oder ich will dir Land Streicherin was anders weisen lassen, hiermit Facetten sie zweien Laquäyen, und sprachen zu ihr: Mutter kommet, geht mit uns, wir wollen euch zu einer alten Sau führen, der sollet ihr die Mutter heben, darüber wurde ein Gelächter, das Weib aber weinte und ging ihrer Wege; ob sie wieder zum Wirte kommen, ist zweifelhaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.520199775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2361,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen die Compagnie in denen vom Wirth ihnen angewieſenen Zimmern ſich zur Ruhe begeben hatte, hatten die Bedienten noch immer ihren Spaß unter einander, biß ſie ſich auch auf ihre Streue gelegt; nachdem unſere Reiſende ausgeruhet hatten, und der Mond zu ſcheinen pflag, machten ſie ſich fruͤh auf, und alles fertig war, und man nun fortfahren wolte, ſprach der General zu der Conteſſe ſeiner Tochter, meine liebſte Tochter; du wirſt heute Hrn. Siegfried an deiner Statt bey uns ſeyn laſſen, und mit der Havilla, ſo hieß die Kam̃er-Frau, Hn. Gotthart u. Hauptman Kronau fahren.","norm":"Unterdessen die Compagnie in denen vom Wirt ihnen angewiesenen Zimmern sich zur Ruhe begeben hatte, hatten die Bedienten noch immer ihren Spaß untereinander, bis sie sich auch auf ihre Streue gelegt; nachdem unsere Reisende ausgeruht hatten, und der Mond zu scheinen pflegte, machten sie sich früh auf, und alles fertig war, und man nun fortfahren wollte, sprach der General zu der Contessa seiner Tochter, meine liebste Tochter; du wirst heute Hrn. Siegfried an deiner Stadt bei uns sein lassen, und mit der Havilla, so hieß die Kammer-Frau, Hn. Gotthart u. Hauptmann Kronau fahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93209981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2362,"date":1719,"orig":"Wie mein Gnaͤdiger Papa befiehlet ſo folge ich, antwortete die Conteſſe.","norm":"Wie mein gnädiger Papa befiehlt so folge ich, antwortete die Contessa.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.088799953460693} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2363,"date":1719,"orig":"Siegfried machte gegen ſie einen tieffen Rverenz, ſagende: Hochgebietende Conteſſe, Gnaͤdige Fraͤul. ſie perdonniren gnaͤdigſt, der Folge meiner Unterthaͤnigk. u Gehorſam den Befehl, Dero Gnaͤdigen Hn. Vaters nach zu leben, und werffen auf mich als einen Unhoͤfflichen keine Ungenade.","norm":"Siegfried machte gegen sie einen tiefen Reverenz, sagende: Hochgebietende Contessa, Gnädige Fräul . sie perdonniren gnädigst, der Folge meiner Unterthänigk. u Gehorsam den Befehl, deren Gnädigen Hn. Vaters nachzuleben, und werfen auf mich als einen Unhöflichen keine Ungnade.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.643400192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2364,"date":1719,"orig":"Jm geringſten nicht/ Mons.","norm":"Im Geringsten nicht / Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.599400043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2365,"date":1719,"orig":"Siegfried/ antwortete die Conteſſe, der Wechſel iſt beliebig/ und der Gehorſam ehrlich/ deswegen keine Jalouſie.","norm":"Siegfried / antwortete die Contessa, der Wechsel ist beliebig / und der Gehorsam ehrlich / deswegen keine Jalousie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.025899887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2366,"date":1719,"orig":"Hiermit fuͤhrte Siegfried die Conteſſe zu dem Wagen/ hub ſie mit einer hoͤfflichen Manier auf denſelben/ machte einen ſubmiſſen Reverenz, begab ſich zu dem General, ſeiner Gemahlin und Eckarth.","norm":"Hiermit führte Siegfried die Contessa zu dem Wagen / hob sie mit einer höflichen Manier auf denselben / machte einen submissen Reverenz, begab sich zu dem General, seiner Gemahlin und Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.84660005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2367,"date":1719,"orig":"So bald ſie aufgeſeſſen waren/ und fortfuhren/ fragte der General Siegfrieden/ was er von der geſtrigen Mutterheberin hielte?","norm":"Sobald sie aufgesessen waren / und fortfuhren / fragte der General Siegfrieden / was er von der gestrigen Mutterheberin hielte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.964600086212158} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2368,"date":1719,"orig":"Jhro Excellenz, antwortete Siegfried/ darzu bin ich viel zu gering/ mein Gutachten zu geben/ doch weil ſie befehlen/ ſo gehorſame ich.","norm":"Ihrer Exzellenz, antwortete Siegfried / dazu bin ich viel zu gering / mein Gutachten zu geben / doch weil sie befehlen / so gehorsame ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460100173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2369,"date":1719,"orig":"Es iſt/ fuhr Siegfried fort/ umb ein ſolch liederliches Weib ein ſchaͤndliches Thun/ welche den allerweiſen Schoͤpffer meiſtern will/ halte auch nicht davor/ daß die Unwiſſenheit an jenem groſſen Gerichts-Tage ſie entſchuldigen wird; die Matrix oder Mutter wird mit zwey breiten ſtarcken Baͤndern/ einer Kappen gleich uͤberzogen/ welche dieſelbe ſo feſte halten/ daß ſie nimmer in die Hoͤhe ſteigen kan/ ſo hat auch der weiſe GOtt an die weiblichen Saamen-Gefaͤſſe/ ſolche breite und ſtarcke Ligamenta, welche auf Lateiniſch Tubæ Fallopianæ, auf Deutſch aber die Fledermaͤuß-Fliegel genennet werden/ ange��etzt/ die halten die Mutter in einem ſolchen Gleich- Stande/ daß es niemahln als durch allzuſchwere Geburth und mitwirckende ungeſchickte Haͤnde unvorſichtiger Hebammen/ hohen Fall/ oder ſtarcken Sprung/ moͤglich abzufallen/ welches denn ein Mutter-Abfall/ oder Mutter-Bruch genennet wird/ wie aber ſolcher zu heben/ und die Baͤnder zu deſſen Behaͤltniß wieder zu ſtaͤrcken ſeyn/ halte ich davor/ daß es durch gute Behungen/ Mutter-Pflaſter/ und andern Sachen/ wie davon in des getreuen Eckarths Unvorſichtiger Kinder-Mutter genuͤglich gehandelt worden iſt/ koͤñe verrichtet werden.","norm":"Es ist / fuhr Siegfried fort / um ein solch liederliches Weib ein schändliches Tun / welche den weisen Schöpfer meistern will / halte auch nicht davor / dass die Unwissenheit an jenem großen Gerichtstage sie entschuldigen wird; die Matrix oder Mutter wird mit zwei breiten starken Bändern / einer Kappen gleich überzogen / welche dieselbe so feste halten / dass sie nimmer in die Höhe steigen kann / so hat auch der weise Gott an die weiblichen Saamengefäße / solche breite und starke Ligamenta, welche auf Lateinisch Tubae Fallopianae, auf Deutsch aber die Fledermäuß-Fliegel genannt werden / angesetzt / die halten die Mutter in einem solchen Gleich-Stande / dass es niemals als durch allzuschwere Geburt und Mitwirkende ungeschickte Hände unvorsichtiger Hebammen / hohen Fall / oder starken Sprung / möglich abzufallen / welches denn ein Mutter-Abfall / oder Mutterbruch genannt wird / wie aber solcher zu heben / und die Bänder zu dessen Behältnis wieder zu stärken sein / halte ich davor / dass es durch gute Bähungen / Mutterpflaster / und anderen Sachen / wie davon in des getreuen Ekarts unvorsichtiger Kindermutter genüglich gehandelt worden ist / könne verrichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4704999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2370,"date":1719,"orig":"Meine liebe Herren/ ſagte die Generalin/ als ich mit meiner mittelſten Tochter Seel. gelegen/ wiederfuhr mir nach ſchwerer Geburth/ daß/ als in waͤhrenden Sechswochen Feuer geſch ryen wurde/ ich mich behende aus dem Bette werffe/ wil die Stiegen ablauffen und fehle/ weil ich nun nicht fallen wolte/ muſte ich einen Sprung uͤber drey biß vier Stiegen abthun/ ich wurde es ſo bald nicht gewahr daß mir etwas wiederfahren waͤre/ biß ich ins Zimmer wieder zuruͤck kam; da fiel ich aus einer Ohnmacht in die andere/ daß meine Leuthe/ umb mich wieder zu Sinnen zu bringen/ genung mit mir zu thun hatten.","norm":"Meine liebe Herren / sagte die Generalin / als ich mit meiner mittelsten Tochter Seele . gelegen / widerfuhr mir nach schwerer Geburt / dass / als in währenden Sechswochen Feuer gesch ryen wurde / ich mich behände aus dem Bette werfe / will die Stiegen ablaufen und fehle / weil ich nun nicht fallen wollte / musste ich einen Sprung über drei bis vier Stiegen abtun / ich wurde es so bald nicht gewahr dass mir etwas widerfahren wäre / bis ich ins Zimmer wieder zurückkam; da fiel ich aus einer Ohnmacht in die andere / dass meine Leute / um mich wieder zu Sinnen zu bringen / genug mit mir zu tun hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.882199764251709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2371,"date":1719,"orig":"Als ich nun zu mir ſelber kam/ fuͤhlte ich/ daß mir etwas in der Mutter-Scheide/ gleich einem Sacke hieng/ ich erſchrack/ und weil ich nicht wuſte/ was ich thun ſolte/ ließ ich die Wehe-Mutter holen/ dieſelbe ſagte zu mir/ Gnaͤdige Frau/ dieſes iſt ein Mutter-Bruch/ und weil ſie ihren Leib-Medicum haben/ ſo ziehen ſie ſelbigen mit zu Rathe.","norm":"Als ich nun zu mir selber kam / fühlte ich / dass mir etwas in der Mutterscheide / gleich einem Sacke hing / ich erschrak / und weil ich nicht wusste / was ich tun sollte / ließ ich die Wehemutter holen / dieselbe sagte zu mir / Gnädige Frau / dieses ist ein Mutterbruch / und weil sie ihren Leibmedikum haben / so ziehen sie selbigen mit zu Rate.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.611700057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2372,"date":1719,"orig":"Jch ließ mir ihre Meynung wohlgefallen/ und den Medicum zu mir erbitten/ der ſprach: Gnaͤdige Frau/ die Hebamme hat recht/ ich werde deswegen mit ihr reden/ und ſie lehren/ welcher geſtalt ſie mit Jhro Gnaden verfahren ſoll.","norm":"Ich ließ mir ihre Meinung wohlgefallen / und den Medicum zu mir erbitten / der sprach: Gnädige Frau / die Hebamme hat recht / ich werde deswegen mit ihr reden / und sie lehren / welcher Gestalt sie mit Ihrer Gnaden verfahren soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2373,"date":1719,"orig":"Nur dieſes hoffe ich/ werden ſie in genaue Obſervanz nehmen/ daß ſie 9. bis 10. Wochen lang ſich in Bette halte/ das Creutz und die Fuͤſſe etwas hoch legen/ auch meiner noͤthigen Anordnung gnaͤdigſt nachkommen.","norm":"Nur dieses hoffe ich / werden sie in genaue Observanz nehmen / dass sie 9. bis 10. Wochen lang sich in Bette halte / das Kreuz und die Füße etwas hoch legen / auch meiner nötigen Anordnung gnädigst nachkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.541500091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2374,"date":1719,"orig":"Nachdem nun der Medicus die Hebam̃e unterrichtet hatte/ hat er einen Ring von Jorck oder Pantoffel-Holtz gemacht/ mit einem zarten Tuͤchlein umbwunden/ und mit weiſſen Wachs uͤberzogen/ ohngefehr in der Groͤſſe eines halben Thalers/ und eines halben Fingers dicke/ ihr gegeben/ dieſen Ring nahm das Weib/ und nachdem ſie mich mit gekochtem Maſtix-Oel beſtrichen hatte/ ſchob ſie den Ring nach und nach gantz ſachte in die Mutter-Scheide/ in die Hoͤhe/ biß ſie vermeynte/ daß die Mutter ſo weit gehoben waͤre/ als ſonſten ihre natuͤrliche Stelle erfordere/ hernach legte ſie mir ein Hart-Pflaſter von Gummi Sagapeno und Faccamahacca, welches ſie zuvor uͤber Kohlen weich machte/ auf das Creutz; dieſes zog ſehr an/ alle Tage aber muſte ich mich von unten auf/ Morgens und Abends mit Maſtix-Koͤrnern raͤuchern:","norm":"Nachdem nun der Medikus die Hebamme unterrichtet hatte / hat er einen Ring von Jorck oder Pantoffelholz gemacht / mit einem zarten Tüchlein umwunden / und mit weißen Wachs überzogen / ungefähr in der Größe eines halben Talers / und eines halben Fingers dicke / ihr gegeben / diesen Ring nahm das Weib / und nachdem sie mich mit gekochtem Mastixoel bestrichen hatte / schob sie den Ring nach und nach ganz sachte in die Mutterscheide / in die Höhe / bis sie vermeinte / dass die Mutter so weit gehoben wäre / als sonsten ihre natürliche Stelle erfordere / hernach legte sie mir ein Hartpflaster von Gummi Sagapeno und Faccamahacca, welches sie zuvor über Kohlen weich machte / auf das Kreuz; dieses zog sehr an / alle Tage aber musste ich mich von unten auf / Morgens und Abends mit Mastix-Körnern räuchern:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.824399948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2375,"date":1719,"orig":"Es giengen kaum 14. Tage vorbey/ ſo war mir ſo wohl/ daß ich haͤtte tantzen und ſpringen koͤnnen.","norm":"Es gingen kaum 14. Tage vorbei / so war mir so wohl / dass ich hätte tanzen und springen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2565999031066895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2376,"date":1719,"orig":"Allein der Medicus ſagte zu mir: Gnaͤdige Frau/ wo ſie anders ihre Geſundheit lieben/ ſo kommen ſie meiner Erinnerung gnaͤdigſt nach/ ſonſten wuͤrde es ihnen ergehen/ wie einem Menſchen/ der einen zerbrochenen Fuß gehabt/ und nach einer wenigen Heilung/ auf ſelbigen weiln er vermeynet/ ihme feſte genung zu ſeyn/ zu gehen ſich erkuͤhnet/ ihn auffs neue zerbricht/ beſſer etliche Wochen laͤnger das Bette gehuͤtet/ als ein elender Menſch zu werden.","norm":"Allein der Medikus sagte zu mir: Gnädige Frau / wo sie anders ihre Gesundheit lieben / so kommen sie meiner Erinnerung gnädigst nach / sonsten würde es ihnen ergehen / wie einem Menschen / der einen zerbrochenen Fuß gehabt / und nach einer wenigen Heilung / auf selbigen weil er vermeinet / ihm feste genug zu sein / zu gehen sich erkühnt / ihn aufs neue zerbricht / besser etliche Wochen länger das Bette gehütet / als ein elender Mensch zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.698500156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2377,"date":1719,"orig":"Jch folgte/ und bekam mir ſehr wohl/ ich habe auch nach der Zeit/ ob ſchon GOtt der HErr mich noch dreymahl ins Kind-Bette kommen laſſen/ nach dieſem GOtt Lob! nichts mehr verſpuͤret.","norm":"Ich folgte / und bekam mir sehr wohl / ich habe auch nach der Zeit / ob schon Gott der Herr mich noch dreimal ins Kindbette kommen lassen / nach diesem Gott Lob! nichts mehr verspüret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.31790018081665} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2378,"date":1719,"orig":"Aber Mons.","norm":"Aber Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":9.067700386047363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2379,"date":1719,"orig":"Siegfried/ woher kommt es/ daß viel Weiber nach der Geburth/ ſo groſſe und erhobene Leiber behalten? kan denn denen armen Leuthen hieriñen nicht gerathen werden?","norm":"Siegfried / woher kommt es / dass viel Weiber nach der Geburt / so große und erhobene Leiber behalten? kann denn denen armen Leuten hierinnen nicht geraten werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.941400051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2380,"date":1719,"orig":"Siegfried antwortete:","norm":"Siegfried antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.400000095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2381,"date":1719,"orig":"Jhro Hoch-Graͤfl. Gnaden/ dieſes wird ihnen als einer hoch-erfahrnen Matron zur Gnuͤge bekannt ſeyn; meines wenigen Erachtens geſchiehet ſolche Blehung/ wenn nach denen Geburthen/ denen Kindbetterinnen nicht alsbald beygeſprungen wird/ damit ſie ins Bette kommen/ wohl erwaͤrmet/ und zum rechten Lager gelegt/ noch gefaſchet oder gebunden werden/ wo das nicht geſchicht/ kan gar leicht durch Erkaͤltung und umſtreichenden Winden/ eine dergleichen Auffblehung geſchehen/ welche ſo dann ſchwer zu curiren ſind/ doch verſucht man die Cur auf allerhand Arten/ daß man die Natur von denen Winden ſo wohl aͤuſſerlich durch gute Baͤder von Roͤmiſchen-Camomillen!","norm":"Ihrer Hochgräfl. Gnaden / dieses wird ihnen als einer hocherfahrenen Matrone zur Genüge bekannt sein; meines wenigen Erachtens geschieht solche Blähung / wenn nach denen Geburten / denen Kindbetterinnen nicht alsbald beigesprungen wird / damit sie ins Bette kommen / wohl erwärmet / und zum rechten Lager gelegt / noch gefascht oder gebunden werden / wo das nicht geschieht / kann gar leicht durch Erkältung und umstreichenden Winden / eine dergleichen Aufblähung geschehen / welche so dann schwer zu kurieren sind / doch versucht man die Kur auf allerhand Arten / dass man die Natur von denen Winden so wohl äußerlich durch gute Bäder von Römischen-Camomillen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617099761962891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2382,"date":1719,"orig":"Roßmarien und Pappeln erwaͤrme/ ſo thut auch das diſtillirte Till-Oel aͤuſſerlich 3. bis 4. Tropffen in die Hoͤle des Nabels getroͤffelt/ ſehr gut/ als innerlich die Flatus durch die Wind-treibende Carminatiff- Eſſenz, da denn Meliſſen-Eſſenz (wann ſie die Weibes-Perſonen vertragen koͤnnen/ eins von denen vornehmſten und bewertheſten Mitteln/ entledige/ wie auch dem Gebluͤte/ ſo noch verſtockt liegt/ in beſſeren Gang durch gelinde treibende Mittel/ welche zugleich mit Blut-Reinigungen ſeyn ſollen/ bringe.","norm":"Roßmarien und Pappeln erwärme / so tut auch das destillierte Till-Oel äußerlich 3. bis 4. Tropfen in die Höhle des Nabels getrüffelt / sehr gut / als innerlich die Flatus durch die Windtreibende Carminatiff-Essenz, da denn Melissen-Essenz (wann sie die Weibespersonen vertragen können / eins von denen vornehmsten und bewehrtesten Mitteln / entledige / wie auch dem Geblüt / so noch verstockt liegt / in besseren Gang durch gelinde treibende Mittel / welche zugleich mit Blut-Reinigungen sein sollen / bringe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.676799774169922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2383,"date":1719,"orig":"Die den Zimmet oder Cauell vertragen/ die haben an ſeiner Tinctur oder Oel eine gedoppelte Artzeney die keiner andern reichet/ wann ſie von der erſteren 20. bis 30. Tropffen/ von dem andern aber einen/ zwey bis drey Tropffen mit ein wenig Zucker vermiſcht in einen Loͤffel voll Wein brauchen/ ſo iſt auch bey Vermerckung eines Giffts/ welche Widrigkeit bey entſtehender Faͤulniß allezeit gegenwaͤrtig iſt, die trockene Citronen-Eſſenz gar dienlich; wie wird denn dieſe zubereitet? fragte die Generalin.","norm":"Die den Zimt oder Cauell vertragen / die haben an seiner Tinktur oder Öl eine gedoppelte Arznei die keiner anderen reichet / wann sie von der ersteren 20. bis 30. Tropfen / von dem anderen aber einen / zwei bis drei Tropfen mit ein wenig Zucker vermischt in einen Löffel voll Wein brauchen / so ist auch bei Vermerkung eines Gifts / welche Widrigkeit bei entstehender Fäulnis allezeit gegenwärtig ist, die trockene Zitronenessenz gar dienlich; wie wird denn diese zubereitet? fragte die Generalin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44320011138916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2384,"date":1719,"orig":"Jhro Gnaden, ſprach Siegfried, es iſt eine behende Zubereitung:","norm":"Ihrer Gnaden, sprach Siegfried, es ist eine behände Zubereitung:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.416100025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2385,"date":1719,"orig":"Man nimmt eine ſchoͤne wohl-riechende friſche Citrone, und ein groß Stuͤck Zucker, auf den Zucker reibet man die gelbe Schaale an der Citronen voͤllig ab, und ſo dann verwahret man den abgeriebenen imprægnirten Zucker in einem ſaubern Glaſe wohl vermacht, zum Gebrauch, hievon nimmt man zwey bis drey Meſſerſpitzen voll, troͤpfelt darunter ein biß zwey Tropffen diſtillirt Neglein-Oel, oder wer es vertragen kan, Zimmet oder auch diſtillirt Till oder Garben- Oel ein paar Tropffen, und nimmt ſolches in ein Glaͤßlein Wein ein.","norm":"Man nimmt eine schöne wohlriechende frische Zitrone, und ein groß Stück Zucker, auf den Zucker reibet man die gelbe Schale an der Zitronen völlig ab, und so dann verwahret man den abgeriebenen imprägnierten Zucker in einem sauberen Glase wohl vermacht, zum Gebrauch, hiervon nimmt man zwei bis drei Messerspitzen voll, tröpfelt darunter ein bis zwei Tropfen destilliert Neglein-Oel, oder wer es vertragen kann, Zimt oder auch destilliert Till oder Garben-Öl ein paar Tropfen, und nimmt solches in ein Gläslein Wein ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837500095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2386,"date":1719,"orig":"Allein mein Herr Siegfried, verſetzte die Generalin, dieſes ſind wohl gute Artzeneyen aber nur vor Reiche und Vermoͤgende, iſt denn nichts uͤbrig vor die Armen und Unvermoͤgenden?","norm":"Allein mein Herr Siegfried, versetzte die Generalin, dieses sind wohl gute Arzneien aber nur vor Reiche und Vermögende, ist denn nichts übrig vor die Armen und Unvermögenden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.330399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2387,"date":1719,"orig":"Jhro Gnaden, antwortete Siegfried, iſt doch der weiſſe Zimmet oder Caſſia viel kraͤfftiger als vorige, davon geſtoſſener eine Meſſerſpitze voll in ein Loͤffel warmer Bier-Suppen kan genommen werden, ſo habe ich bereits des Garben- und Till-Oels gedacht.","norm":"Ihrer Gnaden, antwortete Siegfried, ist doch der weiße Zimt oder Cassia viel kräftiger als vorige, davon gestoßener eine Messerspitze voll in ein Löffel warmer Biersuppen kann genommen werden, so habe ich bereits des Garben- und Till-Oels gedacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.757699966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2388,"date":1719,"orig":"Ferner ſind die Suppen von geſtoſſenen Bibenel, Lorbeern, Galgant und dergleichen in dieſen Zufall ſehr profitabel.","norm":"Ferner sind die Suppen von gestoßenen Bibel, Lorbeeren, Galgant und dergleichen in diesen Zufall sehr profitabel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609899997711182} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2389,"date":1719,"orig":"Jch erinnere mich, daß mein Profeſſor in Pliſſana mir bey Befragen zugeſtunde, wie daß er allezeit das diſtillirte Ol. Cæryophyll. deſt. diſtillirte Negelein-Oel bey ſich truͤge, und ſelbiges in allen weiblichen Kranckheiten vor die beſte und zutraͤglichſte Artzeney hielte.","norm":"Ich erinnere mich, dass mein Professor in Plissana mir bei Befragen zugestünde, wie dass er allezeit das destillierte Ol . Caeryophyll . dest . destillierte Negelein-Oel bei sich trüge, und selbiges in allen weiblichen Krankheiten vor die beste und zuträglichste Arznei hielte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.78000020980835} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2390,"date":1719,"orig":"Es ſtehet einem Medico ſehr wohl an, wandte Eckarth ein, daß er ſich denen Patienten als moͤglich und nuͤtzlich nach ihren Willen und Beutel accommodire; Hierauf ſagte der General: Mons.","norm":"Es steht einem Medico sehr wohl an, wandte Eckart ein, dass er sich denen Patienten als möglich und nützlich nach ihren Willen und Beutel akkommodiere; hierauf sagte der General: Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.820499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2391,"date":1719,"orig":"Siegfried beweiſet, daß er auf ein gut Fundament gebauet habe, GOtt der HErr verleihe weiter gute Geſundheit, und ein beſtaͤndiges ſcharffes Nachſinnen, denen Krancken getreulich beyraͤthig zu ſeyn.","norm":"Siegfried beweiset, dass er auf ein gut Fundament gebaut habe, Gott der Herr verleihe weiter gute Gesundheit, und ein beständiges scharfes Nachsinnen, denen Kranken getreulich beirätig zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.771299839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2392,"date":1719,"orig":"Siegfried bedanckte ſich gehorſamſt vor den gnaͤdigen Wuntſch; die Frau Generalin fuhr fort, ſagende: Mons.","norm":"Siegfried bedankte sich gehorsamst vor den gnädigen Wunsch; die Frau Generalin fuhr fort, sagende: Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.432499885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2393,"date":1719,"orig":"Siegfried, es ſcheinet, er wil ſich in allem perfect machen, vornemlich in Weiber- und Kinder-Curen, die auch meines Erachtens die ſchwereſten und variabelſten ſeyn, antwortete Siegfried, denn deren beyderſeits Unterſuchung erfordert bey einem Theoretico, vielmehr aber bey einem Practico das allergenaueſte Nachſinnen.","norm":"Siegfried, es scheinet, er will sich in allem perfekt machen, vornehmlich in Weiber- und Kinderkuren, die auch meines Erachtens die schwersten und variabelsten sein, antwortete Siegfried, denn deren beiderseits Untersuchung erfordert bei einem Theoretico, vielmehr aber bei einem Practico das allergenaueste Nachsinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232800006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2394,"date":1719,"orig":"Es waͤre zu wuͤntſchen, daß ein Medicus alle Zufaͤlle der Weiber und Kinder an ſeinem eigenem Leibe erfahren koͤnte, ſo wuͤrde groſſen und ſchweren Kranckheiten gerathen werden, die nun in Ermangelung deſſen bey dem Frauen- Zimmer auf ein gerathwohl muͤſſen beſorget werden, wann man nicht erſt ex poſt facto, aber zu ſpaͤt, wo Cauſa morbi gelegen, und die entſtandene Zufaͤlle erreget worden ſind, gewahr wird.","norm":"Es wäre zu wünschen, dass ein Medikus alle Zufälle der Weiber und Kinder an seinem eigenem Leibe erfahren könnte, so würde großen und schweren Krankheiten geraten werden, die nun in Ermangelung dessen bei dem Frauen-Zimmer auf ein Geratewohl müssen besorget werden, wann man nicht erst ex post facto, aber zu spät, wo Causa morbi gelegen, und die entstandene Zufälle erreget worden sind, gewahr wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.845099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2395,"date":1719,"orig":"Bey denen Kindern iſt es etwas gewiſſer, denn ob die ſelben gleich nicht reden noch ſagen koͤnnen, was und wo es ihnen fehlet und wehe thut, ſo kan doch von dem Auswurff die gute und boͤſe Verdauung und Zuflieſſung derer Feuchtig- und Unreinigkeiten ſehr wohl judiciret und gerathen werden.","norm":"Bei denen Kindern ist es etwas gewisser, denn ob dieselben gleich nicht reden noch sagen können, was und wo es ihnen fehlet und wehe tut, so kann doch von dem Auswurf die gute und böse Verdauung und Zufließung derer Feuchtig- und Unreinigkeiten sehr wohl judizieret und geraten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9475998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2396,"date":1719,"orig":"Mein lieber Herr Siegfried, verſetzte die Generalin, von ermeldeten genauen und beſſeren Unterricht zu haben, bin ich ſo begierig als aufmerckſam.","norm":"Mein lieber Herr Siegfried, versetzte die Generalin, von ermeldeten genauen und besseren Unterricht zu haben, bin ich so begierig als aufmerksam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.439599990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2397,"date":1719,"orig":"Wann Jhro Gnaden mein verwegenes Plaudern in Hohen Gnaden auffnehmen wollen, ſo folge ich deren Befehl billich gehorſamſt, bitte aber zugleich Jhro Excellenz ſich zum General wendent, nehmen nicht in Ungnaden auf, wann ich nicht nach deroſelben Vergnuͤgen meine Devoirs und Schuldigkeit werde darlegen koͤnnen.","norm":"Wann Ihrer Gnaden mein verwegenes Plaudern in hohen Gnaden aufnehmen wollen, so folge ich deren Befehl billig gehorsamst, bitte aber zugleich Ihrer Exzellenz sich zum General wendend, nehmen nicht in Ungnade auf, wann ich nicht nach derselben Vergnügen meine Devoirs und Schuldigkeit werde darlegen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.680600166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2398,"date":1719,"orig":"Herr Siegfried, ſprach der General, was meiner lieben Gemahlin einiges Vergnuͤgen erwecket, kan mir keinen Verdruß machen.","norm":"Herr Siegfried, sprach der General, was meiner lieben Gemahlin einiges Vergnügen erwecket, kann mir keinen Verdruss machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.221799850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2399,"date":1719,"orig":"Hierauff machte Siegfried einen Reverenz, und fuhr in ſeiner Rede fort; ſagende:","norm":"Hierauf machte Siegfried einen Reverenz, und fuhr in seiner Rede fort; sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.807300090789795} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2400,"date":1719,"orig":"Die Saͤure werde ich zum Koͤnige derer mehrern Zufaͤlle, welche bey denen Kindern entſtehen, vorſtellen; die denn, bey der Verdauung, die in ihrer Reſidenz den Magen, entweder vor ſich mehr an ihrer Uberfluͤßigkeit als Mangel ſchadet, oder mit zugehenden Feuchtigkeiten der Galle, Schleim, etc. dieſe oder jene ſchaͤdliche Zufaͤlle erwecket.","norm":"Die Säure werde ich zum Könige derer mehreren Zufälle, welche bei denen Kindern entstehen, vorstellen; die denn, bei der Verdauung, die in ihrer Residenz den Magen, entweder vor sich mehr an ihrer Überflüssigkeit als Mangel schadet, oder mit zugehenden Feuchtigkeiten der Galle, Schleim, etc. diese oder jene schädliche Zufälle erwecket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5370001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2401,"date":1719,"orig":"Daß aber die Saͤure bey denen Kindern ein ſolch Temperament, als bey denen, die die Speiſe ſelbſt kaͤuen koͤnnen, nicht hat, iſt die Ermangelung des Speichels Urſache, welcher gleichſam das beſte Ferment und Temperirung der Saͤure, und daraus erfolglicher guter Verdauligkeit derer Speiſen iſt, wann ich meine Gedancken in denen mediciniſchen Auen umher ſpatzieren laſſe, ſo finde ich in guter Aufferziehung derer Saͤuglinge, ſo viel gute Kraͤuter und Blumen, als bittere Coloquinten und Diſteln, daß ich in der Verwirrung nicht weiß, wo ich meines vorgeſetzten Zwecks Anfang, viel weniger deſſen Endſchluß machen ſoll.","norm":"Dass aber die Säure bei denen Kindern ein solch Temperament, als bei denen, die die Speise selbst kauen können, nicht hat, ist die Ermangelung des Speichels Ursache, welcher gleichsam das beste Ferment und Temperierung der Säure, und daraus erfolglicher guter Verdaulichkeit derer Speisen ist, wann ich meine Gedanken in denen medizinischen Auen umherspazieren lasse, so finde ich in guter Auferziehung derer Säuglinge, so viel gute Kräuter und Blumen, als bittere Coloquinten und Disteln, dass ich in der Verwirrung nicht weiß, wo ich meines vorgesetzten Zwecks Anfang, viel weniger dessen Endschluss machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.099699974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2402,"date":1719,"orig":"Betrachte ich die Conſtitution eines ſolchen Huͤlff-benoͤthigten Saͤuglings, ſo kommt mir das erſte Nutriment alſo bald vor die Augen, deſſen erſteres Colluſtrum oder waͤſſerigte Milch der Saͤugerin halten etliche vor gut, denen Kindern anfaͤnglich als ein zugleich natuͤrliches Purgans des reſtirenden Meconii oder ſchwartzen Unflats genieſſen zu laſſen.","norm":"Betrachte ich die Konstitution eines solchen Hülff-benöthigten Säuglings, so kommt mir das erste Nutriment also bald vor die Augen, dessen ersteres Collustrum oder wässerige Milch der Säugerin halten etliche vor gut, denen Kindern anfänglich als ein zugleich natürliches Purgans des restierenden Meconii oder schwarzen Unflats genießen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.392199993133545} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2403,"date":1719,"orig":"Etliche halten das Gegentheil, und uͤberlaſſen es entweder jungen Hunden auszuſaugen, oder aber durch ein Weib oder ein hierzu bequemes Glaß abzuziehen.","norm":"Etliche halten das Gegenteil, und überlassen es entweder jungen Hunden auszusaugen, oder aber durch ein Weib oder ein hierzu bequemes Glas abzuziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.623199939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2404,"date":1719,"orig":"Nehme ich deren erſteren Parthey an, ſo zeugen mir die andern, die ſtarcke Faͤulniß oder aber allzuviele Unreinigkeiten die in dem Colloſtro als verwandelten Monatlichen-Fluͤſſe, verborgen liegen, welche denen Kindern hefftiges Reiſſen, Grind, Ausſchlag, ja gar den Ausſatz, indem ſie den Anſprung, obwohln unbillich einem Ausſatz-gleichen Zufall vergleichen, und Schwaͤmme verurſachen.","norm":"Nehme ich deren ersteren Partei an, so zeugen mir die anderen, die starke Fäulnis oder aber allzu viele Unreinigkeiten die in dem Collostro als verwandelten Monatlichen-Flüsse, verborgen liegen, welche denen Kindern heftiges Reißen, Grind, Ausschlag, ja gar den Aufsatz, indem sie den Ansprung, obwohl unbillig einem Aussatz-gleichen Zufall vergleichen, und Schwämme verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565499782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2405,"date":1719,"orig":"Falle ich denen andern bey, die in Verwerffung der erſtern Opinion dem Kinde drey oder vier Tage von einer ander Ammen gute Milch zu trincken zu laſſen wollen, damit die Sechswoͤchnerin unterdeſſen ſich nicht ſo wohl erhole, und des ausgehenden Gebluͤts in etwas entlediget werde, alſo auch nach ſolcher Zeit eine beſſere Milch der Conſisſtenz und Guͤte nach, dem Saͤuglinge zum beſten hervor komme, ſo ſtehet mir wieder entgegen der allzuſchwache Magen des neugebohrnen Kindes, denn weil man doch nicht allezeit eine dergleichen Amme haben kan, die etwan zwey bis drey Wochen erſt getraͤncket haͤtte, welche Milch ich vor einen angehenden Saͤugling am beſten zu ſeyn halte, der die allzufette und ſtarcke Milch nicht allzuwohl wuͤrde verdauen koͤnnen, ſondern vielmehr in Grumos denen zerhackten Eyern gleich ſie niederſchlagen, alſo denen armen Kindern ſtarckes und hefftiges Reiſſen, ſchwere Noth, oder auch gar den Tod verurſachen; etliche wollen dieſen zwar helffen und vorbeugen, und geben denen Saͤuglingen neben bey/ ein Knoͤſpelchen von Brodt u. Zucker in Milch oder Nach- Bier eingetunckt, in den Mund.","norm":"Falle ich denen anderen bei, die in Verwerfung der ersteren Opinion dem Kinde drei oder vier Tage von einer ander Ammen gute Milch zu trinken zu lassen wollen, damit die Sechswöchnerin unterdessen sich nicht so wohl erhole, und des ausgehenden Geblüts in etwas entlediget werde, also auch nach solcher Zeit eine bessere Milch der Konsistenz und Güte nach, dem Säuglinge zum besten hervorkomme, so steht mir wieder entgegen der allzuschwache Magen des neugeborenen Kindes, denn weil man doch nicht allezeit eine dergleichen Amme haben kann, die etwan zwei bis drei Wochen erst getränkt hätte, welche Milch ich vor einen angehenden Säugling am besten zu sein halte, der die allzufette und starke Milch nicht allzu wohl würde verdauen können, sondern vielmehr in Grumos denen zerhackten Eiern gleich sie niederschlagen, also denen armen Kindern starkes und heftiges Reißen, schwere Not, oder auch gar den Tod verursachen; etliche wollen diesen zwar helfen und vorbeugen, und geben denen Säuglingen nebenbei / ein Knospelchen von Brot u. Zucker in Milch oder Nach-Bier eingetunkt, in den Mund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.320300102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2406,"date":1719,"orig":"Allein ich weiß nicht, ob dieſes nicht mehr Schleim und Saͤure, als Zertheilung derſelben und der Milch machen werde.","norm":"Allein ich weiß nicht, ob dieses nicht mehr Schleim und Säure, als Zerteilung derselben und der Milch machen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306399822235107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2407,"date":1719,"orig":"Dieweil ich aber noch zur Zeit mich keinem Theile recht zugeſellen kan, ſo halte ich meines wenigſten Erachtens davor, die, welche es haben koͤnnen, folgen denen andern und meinem Vortrage nach, welche aber nach der Zeit und ihrer Gelegenheit ſich bequemen muͤſſen, halten es mit denen erſteren, oder mit denen andern, und vertrauen dem Vater aller Kinder, der wird durch ſeine vaͤterliche Direction und Vorſorge, ſo wohl denen armen Bauern und Burgern, als denen reichen und Standes-Perſonen hierinnen ſeine Huͤlffe nicht verſagen.","norm":"Dieweil ich aber noch zur Zeit mich keinem Teile recht zugesellen kann, so halte ich meines wenigsten Erachtens davor, die, welche es haben können, folgen denen anderen und meinem Vortrage nach, welche aber nach der Zeit und ihrer Gelegenheit sich bequemen müssen, halten es mit denen ersteren, oder mit denen anderen, und vertrauen dem Vater aller Kinder, der wird durch seine väterliche Direktion und Vorsorge, so wohl denen armen Bauern und Burgern, als denen reichen und Standespersonen hierinnen seine Hilfe nicht versagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049300193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2408,"date":1719,"orig":"Des beruͤhmten Helmontii ſein Mittel von Brodt-Krumen gemacht, welche in Nach-Bier gantz zerkocht, nachmahls durch ein Tuch geſeuget werden, in den Keller in einen neuen Toͤpflein wohl zugedeckt, zu einer Gallerte worden, von welcher zum Gebrauch etwas in gelinde Bier zertheilet, mit geklaͤrten Zucker vermiſcht, und denen Kindern biß zum Wachsthumb gegeben wird, iſt, wo es kan gebraucht werden, nicht zu verachten, denn es kan nicht ſo leicht als die Milch durch vielerley einkommende contrare Sachen ſchaͤdlich ſeyn.","norm":"Des berühmten Helmontii sein Mittel von Brot-Krumen gemacht, welche in Nachbier ganz zerkocht, nachmals durch ein Tuch gesäugt werden, in den Keller in einen neuen Töpflein wohl zugedeckt, zu einer Gallerte worden, von welcher zum Gebrauch etwas in gelinde Bier zerteilet, mit geklärten Zucker vermischt, und denen Kindern bis zum Wachstum gegeben wird, ist, wo es kann gebraucht werden, nicht zu verachten, denn es kann nicht so leicht als die Milch durch vielerlei einkommende contrare Sachen schädlich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.029399871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2409,"date":1719,"orig":"Mein lieber Herr Siegfried er contentiret mich ſehr, ſprach die Generalin.","norm":"Mein lieber Herr Siegfried er kontentieret mich sehr, sprach die Generalin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.500500202178955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2410,"date":1719,"orig":"Weiln wir auf die kleinen Dinger kom̃en ſind, moͤchte ich wohl gerne wiſſen, was doch dieſes bey denen Kindern vor eine Kranckheit ſeyn muß: vor ohngefehr 14. Jahren trug ſich ein jaͤher und behender Zufall mit der Graͤfin Condi ihren jungen Herrlein zu, den lieben Kinde mangelte nichts, es war hurtig und luſtig, ohngefehr 15. Wochen alt, nach Mitternacht that es einen Hall oder hellen Schrey, und als man zuſahe, war das Kind todt, man beſahe fruͤh das Kind allenthalben, allein man funde kein verurſachendes Todes-Zeichen, das Kind war weiß ohne einigen Flecken, und giengen ihm etliche Bluts- Tropffen zum Naͤßlein aus?","norm":"Weil wir auf die kleinen Dinger kommen sind, möchte ich wohl gerne wissen, was doch dieses bei denen Kindern vor eine Krankheit sein muss: vor ungefähr 14. Jahren trug sich ein jäher und behänder Zufall mit der Gräfin Condi ihren jungen Herrlein zu, den lieben Kinde mangelte nichts, es war hurtig und lustig, ungefähr 15. Wochen alt, nach Mitternacht tat es einen Hall oder hellen Schrei, und als man zusah, war das Kind tot, man besah früh das Kind allenthalben, allein man fand kein verursachendes Todeszeichen, das Kind war weiß ohne einigen Flecken, und gingen ihm etliche Bluts-Tropfen zum Nässlein aus?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256100177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2411,"date":1719,"orig":"Hochgebietende Frau, ihnen auf dieſen Wunder-behenden Tod, der mir ſehr verwunderlich vorkommt, wird meine Erudition, zumahln ich noch ein Theoreticus und in Praxi zur Zeit wenig verſiret bin, auch mir etwas davon geleſen zu haben nicht wiſſend, eine allzuſchlechte Antwort geben koͤnnen.","norm":"Hochgebietende Frau, ihnen auf diesen Wunder-behenden Tod, der mir sehr verwunderlich vorkommt, wird meine Erudition, zumal ich noch ein Theoreticus und in Praxi zur Zeit wenig versieret bin, auch mir etwas davon gelesen zu haben nicht wissend, eine allzuschlechte Antwort geben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460100173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2412,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte die Generalin; Gnaͤdige Frau, haben dieſelben die Urſache des Todes nicht erfahren?","norm":"Eckart fragte die Generalin; gnädige Frau, haben dieselben die Ursache des Todes nicht erfahren?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.927700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2413,"date":1719,"orig":"Nein wertheſter Herr Eckarth antwortete die Generalin, etliche hielten es vor einen Schlag-Fluß, etliche vor ein Erwuͤrgen und jaͤhen Steck-Fluß, der Medicus aber vermeynte, das Kind ſey durch gewaltthaͤtige Hand erwuͤrget worden.","norm":"Nein wertester Herr Eckart antwortete die Generalin, etliche hielten es vor einen Schlagfluss, etliche vor ein Erwürgen und jähen Steckfluss, der Medikus aber vermeinte, das Kind sei durch gewalttätige Hand erwürget worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.355400085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2414,"date":1719,"orig":"Wurde aber ferner keine Nachſuchung gethan? fragte Eckarth.","norm":"Wurde aber ferner keine Nachsuchung getan? fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.494699954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2415,"date":1719,"orig":"Nein! antwortete die Generalin, der Graf hielte dafuͤr, es muͤſte es eine Hexe gethan haben, weil er an dergleichen Geſchmeiſſe ſcharffe Execution ergehen ließ.","norm":"Nein! antwortete die Generalin, der Graf hielte dafür, es müsste es eine Hexe getan haben, weil er an dergleichen Geschmeiß scharfe Exekution ergehen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.02839994430542} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2416,"date":1719,"orig":"Jhro Hoch- Graͤflichen Gnaden verſetzte Eckarth, goͤnnen mir die Gnade/ dieſes Herrleins Tod zu ſagen.","norm":"Ihrer Hoch-Gräflichen Gnaden versetzte Eckart, gönnen mir die Gnade / dieses Herrleins Tod zu sagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703499794006348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2417,"date":1719,"orig":"Gar gerne ſagte die Generalin, vielleicht, fuhr Eckarth fort, iſt das Kinder-Weib oder Amme, wann ſonſten dem Herrlein Niemand anders zu nahe kommen, ſelbſt Schuld daran.","norm":"Gar gerne sagte die Generalin, vielleicht, fuhr Eckart fort, ist das Kinder-Weib oder Amme, wann sonsten dem Herrlein niemand anders zu nahe kommen, selbst Schuld daran.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649700164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2418,"date":1719,"orig":"Die Generalin erſchrack ſehr, fragende:","norm":"Die Generalin erschrak sehr, fragende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.321800231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2419,"date":1719,"orig":"Wie ſo?","norm":"Wie so?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.827600002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2420,"date":1719,"orig":"Monſ.","norm":"Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"te","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":4.882400035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2421,"date":1719,"orig":"Eckarth.","norm":"Eckart.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":4.405900001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2422,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete: dieſes leichtfertige Volck nehmen eine lange Nadel, und ſtechen die Kinder bey der Oeffnung des Haupts oder Blaͤtlein ein, worauf die Kinder einen jaͤhen Gall oder Schrey thun und ſterben; wann man den Ort recht betrachtet, wird man ein Flecklein mit Blut unterlauffen daſelbſt unter der Haut antreffen.","norm":"Eckart antwortete: dieses leichtfertige Volk nehmen eine lange Nadel, und stechen die Kinder bei der Öffnung des Haupts oder Blättlein ein, worauf die Kinder einen jähen Gall oder Schrei tun und sterben; wann man den Ort recht betrachtet, wird man ein Flecklein mit Blut unterlaufen daselbst unter der Haut antreffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314899921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2423,"date":1719,"orig":"Denn dergleichen trug ſich einmahl bey meines Cameraden des Obriſten Roſens Gemahlin zu Augſpurg zu, da ich das Kind oͤffnen ließ, funden wir noch die Nadel im Gehirne ſtecken.","norm":"Denn dergleichen trug sich einmal bei meines Kameraden des Obristen Rosens Gemahlin zu Augsburg zu, da ich das Kind öffnen ließ, fanden wir noch die Nadel im Gehirne stecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.999800205230713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2424,"date":1719,"orig":"Jſt es denn moͤglich mein allerliebſter Herr Eckarth, fragte die Generalin mit hoͤchſter Beſtuͤrtzung, daß ſolch verteufeltes Geſchmeiſſe in der Welt zu finden ſey?","norm":"Ist es denn möglich mein allerliebster Herr Eckart, fragte die Generalin mit höchster Bestürzung, dass solch verteufeltes Geschmeiß in der Welt zu finden sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.963000059127807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2425,"date":1719,"orig":"O verdammte Brut, ſprach der General, die ein unſchuldiges Wuͤrmlein dergeſtalt, um ſich an der Herrſchafft offt eines Straff-Worts halber zu raͤchen, auf die Schlacht-Banck liefert, wann die Beſtie noch lebet, wie ich denn, alsbald ich nach Hauſe komme, deswegen an den Grafen Condi ſchreiben wil, ſoll ihr ein ſolcher Proceß gemacht werden, daß gantz Nehmborland ein Andencken dieſer Mordthat haben ſoll.","norm":"O verdammte Brut, sprach der General, die ein unschuldiges Würmlein dergestalt, um sich an der Herrschaft oft eines Straff-Worts halber zu rächen, auf die Schlachtbank liefert, wann die Bestie noch lebet, wie ich denn, alsbald ich nach Hause komme, deswegen an den Grafen Condi schreiben will, soll ihr ein solcher Prozess gemacht werden, dass ganz Nehmborland ein Andenken dieser Mordtat haben soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.234000205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2426,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete, Gnaͤdige Frau, es geſchehen noch viel heimlichere Mordthaten, die zu melden hoͤchſt-erſchrecklich fallen wuͤrden.","norm":"Eckart antwortete, gnädige Frau, es geschehen noch viel heimlichere Mordtaten, die zu melden höchsterschrecklich fallen würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.307499885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2427,"date":1719,"orig":"Aber Gnaͤdiger Graf, ſie werden durch dergleichen Execution einen Fluch auf mich bringen, doch iſt dem alſo, und iſt beſſer, wo ſie noch lebet, ſie leide hier und werde bekehret, als daß ſie in der Suͤnde fortgehet und verdammet werde.","norm":"Aber gnädiger Graf, sie werden durch dergleichen Exekution einen Fluch auf mich bringen, doch ist dem also, und ist besser, wo sie noch lebet, sie leide hier und werde bekehret, als dass sie in der Sünde fortgehet und verdammet werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.187600135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2428,"date":1719,"orig":"Die Graͤfin ſagte:","norm":"Die Gräfin sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.184899806976318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2429,"date":1719,"orig":"Jch muß es zugeſtehen, daß gewiſſer Urſachen halben bey unſerer Nation mehr Boßheit als bey andern im Schwange gehet, doch will ich ſchweigen, damit ich das Kalb nicht in die Augen ſchlage.","norm":"Ich muss es zugestehen, dass gewisser Ursachen halben bei unserer Nation mehr Bosheit als bei anderen im Schwange geht, doch will ich schweigen, damit ich das Kalb nicht in die Augen schlage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.066100120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2430,"date":1719,"orig":"Und gleichwohl replicirte der General, ſind ſcharffe Straffen auf das Verbrechen in dieſem Lande verordnet, aber bey Groſſen langweilige Nachſicht/ verſetzte die Generalin.","norm":"Und gleichwohl replizierte der General, sind scharfe Strafen auf das Verbrechen in diesem Lande verordnet, aber bei Großen langweilige Nachsicht / versetzte die Generalin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.968400001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2431,"date":1719,"orig":"Mein Schatz ſprach der General, iſt dir das Sprichwort unbekannt:","norm":"Mein Schatz sprach der General, ist dir das Sprichwort unbekannt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.258900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2432,"date":1719,"orig":"Kleine Diebe hencket man, groſſe laͤſt man lauffen, der Hanff-Strick iſt nur fuͤr geringe Diebe, fuͤr die groſſen aber der goldene.","norm":"Kleine Diebe henket man, große lässt man laufen, der Hanf-Strick ist nur für geringe Diebe, für die großen aber der goldene.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.547599792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2433,"date":1719,"orig":"Allein genung es ſind odieuſe Sachen.","norm":"Allein genug es sind odieuse Sachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.676599979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2434,"date":1719,"orig":"Mein Kind beliebe den Diſcours zu aͤndern, und auf den vorigen zu kommen, damit Herr Siegfried uns die Kuͤrtze des Weges noch mehr verkuͤrtze.","norm":"Mein Kind beliebe den Discours zu ändern, und auf den vorigen zu kommen, damit Herr Siegfried uns die Kürze des Weges noch mehr verkürze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.281199932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2435,"date":1719,"orig":"Hertzlich gerne mein Graf, antwortete die Generalin.","norm":"Herzlich gerne mein Graf, antwortete die Generalin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.107999801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2436,"date":1719,"orig":"Herr Siegfried fuhr ſie fort, wir wollen weil wir in die Sechswochen-Stube kommen ſind, die Kindbetterin und ihr Kindlein rechtſchaffen beſuchen, Siegfried regerirte, Jhro Hoch- Graͤfl. Gnaden legen mir ein ſchweres Stuͤcke vor, davon ich ein gnaͤdig vermeyntes ſattſames Vergnuͤgen nicht werde præſtiren koͤnnen.","norm":"Herr Siegfried fuhr sie fort, wir wollen weil wir in die Sechswochen-Stube kommen sind, die Kindbetterin und ihr Kindlein rechtschaffen besuchen, Siegfried regerirte, Ihrer Hoch-Gräfl. Gnaden legen mir ein schweres Stücke vor, davon ich ein gnädig vermeintes sattsames Vergnügen nicht werde prästieren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.837600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2437,"date":1719,"orig":"Jch habe als eine ledige Perſon dergleichen noch nicht erfahren, ſondern meine Wiſſenſchafft iſt nur noch aus der Lehre und Buͤchern entſproſſen, wer achtet es: replicirte die Generalin/ ein Medicus der unverheyrathet iſt, macht es manchmahl beſſer und vorſichtiger, als ein beweibter.","norm":"Ich habe als eine ledige Person dergleichen noch nicht erfahren, sondern meine Wissenschaft ist nur noch aus der Lehre und Büchern entsprossen, wer achtet es: replizierte die Generalin / ein Medikus der unverheiratet ist, macht es manchmal besser und vorsichtiger, als ein beweibter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.220099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2438,"date":1719,"orig":"Wie Jhro Gnaden befehlen ſo gehorſame ich antwortete Siegfried, die Generalin fragte weiter:","norm":"Wie Ihrer Gnaden befehlen so gehorsame ich antwortete Siegfried, die Generalin fragte weiter:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.044600009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2439,"date":1719,"orig":"Mein Herr Siegfried, was haͤlt denn derſelbe davon, wann GOTT der HErr eine Weibes Perſon geſegnet hat, und dieſelbe im Kreiſſen iſt, wollen die Umſtehenden ihr zur Labſal keinen Wein zu trincken laſſen, da doch jene ihren Kragen damit ziemlich anfuͤllen, denn ich erinnere mich? daß vor einigen Wochen meiner Kammer-Frau ihrer Tochter in ſchweren Kreiſſen Niemand einen Tropffen Wein zu trincken zulaſſen wolte, haͤtten auch das arme Weib verſchmachten laſſen, wann ihre Mutter nicht zu mir und dem Medico geſchickt haͤtte, und ſich deſſen befragen laſſen.","norm":"Mein Herr Siegfried, was hält denn derselbe davon, wann GOTT der Herr eine Weibes Person gesegnet hat, und dieselbe im Kreißen ist, wollen die Umstehenden ihr zur Labsal keinen Wein zu trinken lassen, da doch jene ihren Kragen damit ziemlich anfüllen, denn ich erinnere mich? dass vor einigen Wochen meiner Kammerfrau ihrer Tochter in schweren Kreißen niemand einen Tropfen Wein zu trinken zulassen wollte, hätten auch das arme Weib verschmachten lassen, wann ihre Mutter nicht zu mir und dem Medico geschickt hätte, und sich dessen befragen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317599773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2440,"date":1719,"orig":"Da ich ſo wohl als er, ihr Wein zu geben approbirt und gut geheiſſen, da ſie denn nach dem Trunck ſich erquickt und bald nach verneueten Kraͤfften eines Soͤhnleins geneſen; und damit wir zwey in eins faſſen, ſo ſtehen ſo wohl die Medici als alle Rathungs Frauen gantz feſt in der Opinion und Wahn, daß keiner Sechs-Woͤchnerin, bevoraus in denen erſteren Tagen nach der Niederkunfft eine kalte Schaale zu ſich zu nehmen, erlaubet ſey, ſondern ſollen allezeit bey den warmen Trunck verbleiben, welches mir gleichermaſſen mit dem vorigen recht tyranniſch zu ſeyn vorkommt, denn wie ſoll ein ſolch abgemattetes Hertze, welches nach ſo ſchwerer Geburth und Vergieſſung des Gebluͤts in die Laͤnge aushalten koͤnnen, wann ſie nur alleine bey dem warmen Geſchlappem bleiben und ſich keines weges erquicken ſoll?","norm":"Da ich so wohl als er, ihr Wein zu geben approbiert und gutgeheißen, da sie denn nach dem Trunk sich erquickt und bald nach verneuten Kräften eines Söhnleins genesen; und damit wir zwei in eins fassen, so stehen so wohl die Medici als alle Ratung Frauen ganz fest in der Opinion und Wahn, dass keiner Sechs-Wöchnerin, bevoraus in denen ersteren Tagen nach der Niederkunft eine kalte Schale zu sich zu nehmen, erlaubet sei, sondern sollen allezeit bei den warmen Trunk verbleiben, welches mir gleichermaßen mit dem vorigen recht tyrannisch zu sein vorkommt, denn wie soll ein solch abgemattetes Herze, welches nach so schwerer Geburt und Vergießung des Geblüts in die Länge aushalten können, wann sie nur alleine bei dem warmen Geschlappem bleiben und sich keines Weges erquicken soll?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.078000068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2441,"date":1719,"orig":"Gnaͤdige Frau antwortete Siegfried, meines wenigen Erachtens, halte ich das erſtere verfahren nicht ſo wohl vor barbariſch, zu mahln wann die Umbſtehenden durch den Tod der Sechs-Woͤchnerin nichts zu hoffen haben, als vor unverſtaͤndig und einfaͤltig, denn wer die Natur und Eigenſchaft des herrlichen Gewaͤchſes des Weins verſtehet, muß ſagen, daß wann der Wein aufrichtig und ohnverfaͤlſcht iſt, nach dem Gold kein herrlich- und kraͤfftigers Labſal und Staͤrckung zu finden iſt, dieſer verrichtet alles in ſeiner Art ohne einige andere Ausarbeitung/ worzu das andere wegen ſeiner harten Verſchlieſſung erſt muß zugerichtet, und deſſen anhangenden Unreinen von dem inwohnenden Guten geſchieden werden.","norm":"Gnädige Frau antwortete Siegfried, meines wenigen Erachtens, halte ich das erstere verfahren nicht so wohl vor barbarisch, zu Mals wann die Umstehenden durch den Tod der Sechs-Wöchnerin nichts zu hoffen haben, als vor unverständig und einfältig, denn wer die Natur und Eigenschaft des herrlichen Gewächses des Weins verstehet, muss sagen, dass wann der Wein aufrichtig und unverfälscht ist, nach dem Gold kein herrlich- und Kräftigers Labsal und Stärkung zu finden ist, dieser verrichtet alles in seiner Art ohne einige andere Ausarbeitung / wozu das andere wegen seiner harten Verschließung erst muss zugerichtet, und dessen Anhangenden unreinen von dem innewohnenden Guten geschieden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.316800117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2442,"date":1719,"orig":"Jener ſagte, Vinum Rhenænum eſt meum arcanum und alle generoſe reine Weine, ſind ein wahres Arcanum, welches genung iſt, die wohlgeſchmuͤckteſten Apotecken und koſtbareſten Laboratoria uͤber den Hauffen zu werffen, iſt alſo kein Bedencken einiges Zufalls, wofern derſelbe nicht zuvor/ dem der Wein gantz und gar ſchaͤdlich waͤre, gegegenwaͤrtig oder verborgen, in Darreichung des Weins bey einer Sechs-Woͤchnerin, vornemlich wann ſie in der Arbeit ſich ſehr entkraͤftet, zu machen, ſo ferner er nur mit Maß und nicht mit Maaſſen und groſſen Bechern dargereichet wird, ſonſten iſt der Wein, gleichwie alles Gute in Uberfluß ſchaͤdlich und ein Gifft.","norm":"Jener sagte, Vinum Rhenaenum est meum arcanum und alle generose reine Weine, sind ein wahres Arkanum, welches genug ist, die wohlgeschmücktesten Apotheken und kostbarsten Laboratoria über den Haufen zu werfen, ist also kein Bedenken einiges Zufalls, sofern derselbe nicht zuvor / dem der Wein ganz und gar schädlich wäre, gegegenwärtig oder verborgen, in Darreichung des Weins bei einer Sechs-Wöchnerin, vornehmlich wann sie in der Arbeit sich sehr entkräftet, zu machen, so ferner er nur mit Maß und nicht mit Massen und großen Bechern dargereicht wird, sonsten ist der Wein, gleichwie alles Gute in Überfluss schädlich und ein Gift.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26140022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2443,"date":1719,"orig":"Mein Herr Sohn wandte Eckarth ein, wann aber ein jaͤher Trunck geſchicht, kan es ſich auch zutragen, daß nach dem Trunck der Tod erfolget?","norm":"Mein Herr Sohn wandte Eckart ein, wann aber ein jäher Trunk geschieht, kann es sich auch zutragen, dass nach dem Trunk der Tod erfolget?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231800079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2444,"date":1719,"orig":"Hochgeehrteſter Herr Vater antwortete Siegfried, wo man ſich deſſen befuͤrchtet, kan man die Kindbetterin erinnern, den Wein gemachſam abzuſchlingen, oder aber ihr ein weniges und deſto offters geben, doch weiß ich nicht wann der Wein rein und gelinde iſt, auch ſo bald der Tod erfolgen ſolte, indem doch die Mattigkeit der Zunge und des Gaumens ein dergleichen ſtarckes Einſchlingen nicht thun kan, daß er nicht gradatim und maͤhlig ſolte abgehen, und die ermattete mehr erquicken als toͤdten.","norm":"Hochgeehrtester Herr Vater antwortete Siegfried, wo man sich dessen befürchtet, kann man die Kindbetterin erinnern, den Wein gemachsam abzuschlingen, oder aber ihr ein weniges und desto öfters geben, doch weiß ich nicht wann der Wein rein und gelinde ist, auch so bald der Tod erfolgen sollte, indem doch die Mattigkeit der Zunge und des Gaumens ein dergleichen starkes Einschlingen nicht tun kann, dass er nicht gradatim und mehlig sollte abgehen, und die ermattete mehr erquicken als töten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188899993896484} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2445,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, Herr Sohn er hat recht, was das andere der kalte Schaale halben belanget, fuhr Siegfried fort, ſo iſt mir in der Welt nichts laͤcherliches als dieſes Verboth vorkommen, und wird mehr auf das Wort kalt, als auf die inwohnende Waͤrme und Krafft geſehen, und ſagen Jhro Gnaden nicht unrecht, daß es tyranniſch zu heiſſen, einen abgematteten mehr zu entkraͤfften als zu erquicken!","norm":"Eckart sprach, Herr Sohn er hat recht, was das andere der kalte Schale halben belanget, fuhr Siegfried fort, so ist mir in der Welt nichts Lächerliches als dieses Verbot vorkommen, und wird mehr auf das Wort kalt, als auf die innewohnende Wärme und Kraft gesehen, und sagen Ihrer Gnaden nicht Unrecht, dass es tyrannisch zu heißen, einen abgematteten mehr zu entkräften als zu erquicken!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.169400215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2446,"date":1719,"orig":"O Aſyla ignorantiæ!","norm":"O Asyla ignorantiae!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":8.025799751281738} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2447,"date":1719,"orig":"da immer einer dem andern nachhincket; Jch ob ich gleich ein Medicus zu werden mir vorgeſetzet habe, ſo ſage ich doch rund heraus, wann man alle laͤppiſche ungegruͤndete Reden, und getraͤumte Einfaͤlle und betruͤgenden Einbildungen von der Medicin abnehme, wuͤrde ihre Klarheit zwar viel ſchoͤner als unter dieſen garſtigen Loden hervor leuchten und denen Bedraͤngten beſſeren Troſt geben, allein die Gewinnſuͤchtigen wuͤrden den Beutel nicht mehr ſo ſehr als noch geſchickt, ſpicken koͤnnen.","norm":"da immer einer dem anderen nachhinket; Ich ob ich gleich ein Medikus zu werden mir vorgesetzt habe, so sage ich doch rund heraus, wann man alle läppische ungegründete Reden, und geträumte Einfälle und betrügenden Einbildungen von der Medizin abnehme, würde ihre Klarheit zwar viel schöner als unter diesen garstigen Loden hervorleuchten und denen Bedrängten besseren Trost geben, allein die Gewinnsüchtigen würden den Beutel nicht mehr so sehr als noch geschickt, spicken können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.463699817657471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2448,"date":1719,"orig":"Man darff ja die Worte, um den Patienten eine gute Confidence einzureden, nicht kauffen.","norm":"Man darf ja die Worte, um den Patienten eine gute Confidence einzureden, nicht kaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.382900238037109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2449,"date":1719,"orig":"Aber a prospos, daß man denen Sechswoͤchnerinnen nichts als warmes geben will, iſt die Meynung daß man das ſtockende und faule Gebluͤt, durch das kalte (ſo auch allerdinges geſchicht) nicht erſchrecke, und den Auswurff in ſeinem gange erhalte, damit dadurch allen daraus entſtehenden Unheil moͤge vorgebeuget werden:","norm":"Aber a prospos, dass man denen Sechswöchnerinnen nichts als warmes geben will, ist die Meinung dass man das stockende und faule Geblüt, durch das kalte (so auch Dinges geschieht) nicht erschrecke, und den Auswurf in seinem Gange erhalte, damit dadurch allen daraus entstehenden Unheil möge vorgebeugt werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.19980001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2450,"date":1719,"orig":"Wann man aber die erfolgende Abmattung bedencket, ſo ſehe ich gar nicht, warumb nicht zu weilen eine Sechs-Woͤchnerin eine kalte Schaale oder Merthe, von halb Wein und halb Bier, mit Zimmet, Negelein, Cardomoimlein, oder ein paar Tropffen von deren Oel, und den Citronen-Zucker oder trockener Citronen-Eſſenz, mit eingekruͤmelten Brodt und Zucker oder (Muſcaten) Brod, Bißcuiten, zubereiten laſſen, und davon zu weilen etliche Loͤffel voll, doch mit der Bewaͤhrung, auf daß man zwey Stuͤck in einem verrichte, daß ſie allezeit das Genieſſende ein wenig im Munde halte, ehe und bevor ſie es abſchlinge, gebrauchen.","norm":"Wann man aber die erfolgende Abmattung bedenket, so sehe ich gar nicht, warum nicht zu weilen eine Sechs-Wöchnerin eine kalte Schale oder mehrte, von halb Wein und halb Bier, mit Zimt, Negelein, Cardomoimlein, oder ein paar Tropfen von deren Öl, und den Zitronen-Zucker oder trockener Zitronenessenz, mit eingekrümelten Brot und Zucker oder (Muskaten) Brot, Bißcuiten, zubereiten lassen, und davon zu weilen etliche Löffel voll, doch mit der Bewährung, auf dass man zwei Stück in einem verrichte, dass sie allezeit das Genießende ein wenig im Munde halte, ehe und bevor sie es abschlinge, gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946499824523926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2451,"date":1719,"orig":"Sie wird der gegebenen Cautel und Warnung nach nicht allein den Gaumen erfriſchen, ſondern durch das Behalten im Munde, ſo wohl die Spiritus corroboriren, als auch durch dahero entſtandene Lauligkeit weder den Magen, noch dem Gebluͤte ſchaden.","norm":"Sie wird der gegebenen Cautel und Warnung nach nicht allein den Gaumen erfrischen, sondern durch das Behalten im Munde, sowohl die Spiritus corroboriren, als auch durch daher entstandene Laulichkeit weder den Magen, noch dem Geblüt schaden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2452,"date":1719,"orig":"Der General ſprach: Mein Kind, dieſer waͤre ein Medicus vor dich.","norm":"Der General sprach: Mein Kind, dieser wäre ein Medikus vor dich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6859002113342285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2453,"date":1719,"orig":"Jch halte davor, Herr Siegfried gibt dir mehr aus Hoͤfligkeit zu, als er ſelbſten vor gut haͤlt.","norm":"Ich halte davor, Herr Siegfried gibt dir mehr aus Höflichkeit zu, als er selbst vor gut hält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.086999893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2454,"date":1719,"orig":"Nein! mein Graf replicirte die Gemahlin, dieſe Muthmaſſung wird mein Kind von Herrn Siegfrieden nicht beweiſen noch ausfuͤhren koͤnnen.","norm":"Nein! mein Graf replizierte die Gemahlin, diese Mutmassung wird mein Kind von Herrn Siegfrieden nicht beweisen noch ausführen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.211400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2455,"date":1719,"orig":"Jſt es nicht wahr Monſ.","norm":"Ist es nicht wahr Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.074699878692627} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2456,"date":1719,"orig":"Siegfried? verſetzte der General.","norm":"Siegfried? versetzte der General.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.513500213623047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2457,"date":1719,"orig":"Jhro Excellenz ſchertzen mit ihrem Diener antwortete Siegfried mit ſacht laͤchelndem Munde.","norm":"Ihrer Exzellenz scherzen mit ihrem Diener antwortete Siegfried mit sacht lächelndem Munde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706399917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2458,"date":1719,"orig":"Jn dieſem Stuͤcke muß ich meine Meynung von Hertzen ſagen, denn ſolte eine Confidenz in meine Woꝛte geſetzt, und ſie zur Probe gefuͤhret werden, wuͤrde ich bey nicht Erfolgung, nicht alleine mit Schimpff beſtehen, ſondern auch meinem Gewiſſen ein groſſes Brandmahl anhaͤngen.","norm":"In diesem Stücke muss ich meine Meinung von Herzen sagen, denn sollte eine Konfidenz in meine Worte gesetzt, und sie zur Probe geführt werden, würde ich bei nicht Erfolgung, nicht alleine mit Schimpf bestehen, sondern auch meinem Gewissen ein großes Brandmal anhängen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172999858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2459,"date":1719,"orig":"Mein Herr Siegfried, ſagte der General, der Anfang iſt gut, gluͤcklich wird ſein Ende ſeyn, ſo er alſo continuiret, und nach ſeinem Tode der Ruhm unſterblich.","norm":"Mein Herr Siegfried, sagte der General, der Anfang ist gut, glücklich wird sein Ende sein, so er also kontinuiert, und nach seinem Tode der Ruhm unsterblich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.774700164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2460,"date":1719,"orig":"Ogluͤckſeelige Eltern, die ihr euch ſolche Staͤbe erzogen, die eueren Schultern eine Stuͤtze und eueren Hertzen im Alter ein Troſt ſeyn.","norm":"Oglückseelige Eltern, die ihr euch solche Stäbe erzogen, die eueren Schultern eine Stütze und eueren Herzen im Alter ein Trost sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381800174713135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2461,"date":1719,"orig":"Jhro Excellenz beſchaͤmen ihren Knecht gantz und gar replicirte Siegfried mit einer Scham-Roͤthe, GOtt der HErr aber beſtaͤtige deren gnaͤdigen Wuntſch, vor welchen ich unterthaͤnigen Danck ablege, Dero Hoch-Graͤfliche Gnade wird mir ein Sporn ſeyn, mich immer mehr und mehr anzugreiffen, damit mit goͤttlichen Beyſtande Jhro Excellenz Hohe und gnaͤdige Præſumtion von mir moͤchte ausgefuͤhret werden.","norm":"Ihrer Exzellenz beschämen ihren Knecht ganz und gar replizierte Siegfried mit einer Schamröte, Gott der Herr aber bestätige deren gnädigen Wunsch, vor welchen ich untertänigen Dank ablege, deren Hochgräfliche Gnade wird mir ein Sporn sein, mich immer mehr und mehr anzugreifen, damit mit göttlichen Beistande Ihrer Exzellenz hohe und gnädige Präsumtion von mir möchte ausgeführt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.376299858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2462,"date":1719,"orig":"Herr Siegfried erinnerte die Generalin, daß wir wieder auf die Kinder kommen, ſo moͤchte ich gerne wiſſen, ob es auch recht ſey, daß man denenſelben ſo zeitlich Mehlpaͤppe, Muß oder Brey in Milch oder Waſſer gekocht, reiche?","norm":"Herr Siegfried erinnerte die Generalin, dass wir wieder auf die Kinder kommen, so möchte ich gerne wissen, ob es auch recht sei, dass man denselben so zeitlich Mehlpäppe, muss oder Brei in Milch oder Wasser gekocht, reiche?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638999938964844} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2463,"date":1719,"orig":"Gnaͤdige Frau antwortete Siegfried, wo es moͤglich ſeyn kan halte ich davor, daß man auffs wenigſte ein Viertel-Jahr lang, ihnen dergleichen Gerichte entziehe, und ſie bloß bey der Ammen- Milch verbleiben laſſe.","norm":"Gnädige Frau antwortete Siegfried, wo es möglich sein kann halte ich davor, dass man aufs wenigste ein Vierteljahr lang, ihnen dergleichen Gerichte entziehe, und sie bloß bei der Ammen-Milch verbleiben lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22189998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2464,"date":1719,"orig":"Welcher Paͤppe iſt aber beſſer, der mit Milch oder der mit Waſſer zugerichtet worden, fragte die Generalin.","norm":"Welcher Peppe ist aber besser, der mit Milch oder der mit Wasser zugerichtet worden, fragte die Generalin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.269499778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2465,"date":1719,"orig":"Jhro Gnaden antwortete Siegfried, die es mit der Milch halten, bleiben in der Continuation der Natur gemaͤß, die aber vor das Waſſer ſeyn, halten davor es werde die Milch welche der Saͤugling von der Mutter oder Am̃e geneuſt, beſſer diluirt, und koͤñe ihr die Saͤure nicht ſolchen Schaden/ als ſonſtẽ geſchaͤhe/ verurſachen:","norm":"Ihrer Gnaden antwortete Siegfried, die es mit der Milch halten, bleiben in der Kontinuation der Natur gemäß, die aber vor das Wasser sein, halten davor es werde die Milch welche der Säugling von der Mutter oder Amme genaust, besser diluiert, und könne ihr die Säure nicht solchen Schaden / als sonsten geschähe / verursachen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.958799839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2466,"date":1719,"orig":"Alleine es ſind Muthmaſſungen, und ſagte einsmahl mein Profeſſor, eꝛ wolte, daß eꝛ ſeinem erſten Kinde nimmermehr einen Waſſer-Paͤppe haͤtte reichen laſſen; das Waſſer nehme die Art eines Ferments bey den Grieß-Mehl, und dergleichen bey zukommender Saͤure viele ehe als die Milch an ſich, quaͤlle auf, und mache ſchaͤdliche Zufaͤlle, beſſer waͤre es, bey der Natur Art verbleiben, und mit der Milch zu frieden ſeyn, welcher Meynung ich auch billich beyfalle.","norm":"Alleine es sind Mutmassungen, und sagte einsmahl mein Professor, er wollte, dass er seinem ersten Kinde nimmermehr einen Wasser-Päppe hätte reichen lassen; das Wasser nehme die Art eines Ferments bei den Grießmehl, und dergleichen bei zukommender Säure viele ehe als die Milch an sich, Quelle auf, und mache schädliche Zufälle, besser wäre es, bei der Natur Art verbleiben, und mit der Milch zu Frieden sein, welcher Meinung ich auch billig beifalle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.63539981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2467,"date":1719,"orig":"Jch halte es ſelbſten mit ſagte die Generalin, denn was ſollen doch die armen Kinder von dem unſchmackbahren rohen, und mineraliſchen Waſſern vor Nahrung und Kraͤffte bekommen, eine Milch iſt ja der Kern des Gebluͤts wohl ausgekocht und der Natur eines Kindes meinem Verſtande nach zutraͤglicher; wie aber fuhr ſie fort, wann die Leuthe nebenſt dem Brey, die Kinder mit gekaͤueten Fleiſch und Brodt anfuͤllen?","norm":"Ich halte es selbst mit sagte die Generalin, denn was sollen doch die armen Kinder von dem unschmackbahren rohen, und mineralischen Wassern vor Nahrung und Kräfte bekommen, eine Milch ist ja der Kern des Geblüts wohl ausgekocht und der Natur eines Kindes meinem Verstande nach zuträglicher; wie aber fuhr sie fort, wann die Leute neben dem Brei, die Kinder mit gekäuten Fleisch und Brot anfüllen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.266200065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2468,"date":1719,"orig":"Dieſes improbire ich gaͤntzlich antwortete Siegfried, und ſoll man einem Kinde von rechtswegen, vor der Entwehnung, an keines dergleichen gewoͤhnen, denn die Verdaͤuung des Magens noch viel zu ſchwach iſt (zumahln wann die ſelbſt eigene Kaͤuung, ſolche Speiſe zu zermalmen nicht maͤchtig genung iſt) auff richtige Art genannte Sachen zu kochen, und dem Coͤrper zur Nahrung zu ſchicken.","norm":"Dieses improbire ich gänzlich antwortete Siegfried, und soll man einem Kinde von Rechts wegen, vor der Entwehnung, an keines dergleichen gewöhnen, denn die Vertäuung des Magens noch viel zu schwach ist (zumal wann die selbst eigene Käuung, solche Speise zu zermalmen nicht mächtig genug ist) auf richtige Art genannte Sachen zu kochen, und dem Körper zur Nahrung zu schicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.492099761962891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2469,"date":1719,"orig":"Weiln wir der Entwehnung gedacht haben, ſagte die Generalin, ſo erklaͤre er mir doch mein Herr Siegfried meinen Zweifel, da die Leuthe vorgeben, es waͤre hoͤchſt-ſchaͤdlich, wann man ein Kind bereits entwehnet habe, und es wiederumb nach dem an die Bruſt zu ſaugen auffs neue anlege?","norm":"Weil wir der Entwehnung gedacht haben, sagte die Generalin, so erkläre er mir doch mein Herr Siegfried meinen Zweifel, da die Leute vorgeben, es wäre höchstschädlich, wann man ein Kind bereits entwehnet habe, und es wiederum nach dem an die Brust zu saugen aufs neue anlege?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.102799892425537} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2470,"date":1719,"orig":"Dieſe Saͤuglinge ſollen hernach bey ihrer Erwachſung, nicht allein vielen Ungluͤck unterworffen ſeyn, ſondern auch die Schaͤdligkeit an ihnen haben, daß ſie andere Menſchen ihnen unwiſſend beruffen oder beſchreyen.","norm":"Diese Säuglinge sollen hernach bei ihrer Erwachsung, nicht allein vielen Unglück unterworfen sein, sondern auch die Schädlichkeit an ihnen haben, dass sie andere Menschen ihnen unwissend berufen oder beschreien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7505998611450195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2471,"date":1719,"orig":"Siegfried gab zur Antwort:","norm":"Siegfried gab zur Antwort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36870002746582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2472,"date":1719,"orig":"Jhr Gnaden laſſen ihnen dergleichen Sachen nicht bereden; Dennoch iſt es in vielerley Wege nicht gut, wann dergleichen wehmuͤthige Muͤtter, nach der Entwehnung die Kinder wieder auffs neue anlegen, denn hernach wird es ſehr ſchwer zugehen, ſie de novo zu entwehnen, ſo wird auch der Magen gleichſam von ſeiner bereits angenommenen und eingerichteten Verdaͤuligkeit wiederum verwehnet, und ſchwaͤchet ſich in leichter Verdauung auffs neue, daher denn zu kommen pflegt, daß dergleichen Saͤuglinge bey erwachſenen Jahren kꝛaͤnckliche Leuthe, Valetudinarii werden.","norm":"Ihr Gnaden lassen ihnen dergleichen Sachen nicht bereden; dennoch ist es in vielerlei Wege nicht gut, wann dergleichen wehmütige Mütter, nach der Entwehnung die Kinder wieder aufs neue anlegen, denn hernach wird es sehr schwer zugehen, sie de novo zu entwehnen, so wird auch der Magen gleichsam von seiner bereits angenommenen und eingerichteten Verdäuligkeit wiederum verwehend, und schwächet sich in leichter Verdauung aufs neue, daher denn zu kommen pflegt, dass dergleichen Säuglinge bei erwachsenen Jahren kränkliche Leute, Valetudinarii werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5142998695373535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2473,"date":1719,"orig":"Was man aber vom Beſchreyen vorbringt, iſt mir davon kein Exempel bekannt, und ſind nur Ausſinnungen derer alten Muͤtterlein, die ihre Sorgfalt in Wartung der Kinder, auch in unnoͤthigen Dingen vorzeigen und erweiſen wollen; das Beſchreyen aber/ welches wohl eine halbe Hexerey mag genennet werden, iſt gar ein ander Ding, deſſen Urſprung allezeit aus boͤſer Menſchen Neid und Boßheit herruͤhret, und koͤnte eher ein Verwuͤntſchen, als ein Beruffen und Beſchreyen intituliret werden.","norm":"Was man aber vom Beschreien vorbringt, ist mir davon kein Exempel bekannt, und sind nur Aussinnungen derer alten Mütterlein, die ihre Sorgfalt in Wartung der Kinder, auch in unnötigen Dingen vorzeigen und erweisen wollen; das Beschreien aber / welches wohl eine halbe Hexerei mag genannt werden, ist gar ein ander Ding, dessen Ursprung allezeit aus böser Menschen Neid und Bosheit herrühret, und könnte eher ein Verwünschen, als ein berufen und Beschreien intituliret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.222700119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2474,"date":1719,"orig":"Es moͤchte aber die Zeit zu kurtz, und mein ſchlechter Diſcours in Ungnaden auffgenommen werden, dieſe Materie in etwas zu durchgehen.","norm":"Es möchte aber die Zeit zu kurz, und mein schlechter Discours in Ungnade aufgenommen werden, diese Materie in etwas zu durchgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.575099945068359} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2475,"date":1719,"orig":"Gar nicht verſetzte der General, Monſ.","norm":"Gar nicht versetzte der General, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.066100120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2476,"date":1719,"orig":"Siegfried, es wird uns deſſen Vorbringen von dieſer Sache hoͤchſt angenehm ſeyn.","norm":"Siegfried, es wird uns dessen Vorbringen von dieser Sache höchst angenehm sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317100048065185} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2477,"date":1719,"orig":"Wie Jhro Excellenz befehlen ſo folge ich antwortete Siegfried.","norm":"Wie Ihrer Exzellenz befehlen so folge ich antwortete Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.568999767303467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2478,"date":1719,"orig":"Das ſo genandte Beruffen oder Beſchreyen iſt dem Gluͤckwuͤntſchen entgegen geſetzt, es hat wohl den Schein einer guten Meynung, wann dergleichen Kinder die Leuthe loben, ſagende, iſt das nicht ein ſchoͤnes liebes Kind, allein ihr inwendiges iſt voller Falſchheit und Betrug, durch ſolches Liebkoſen, benehmen ſie denen Eltern allen Argwohn, den ſie leicht auf dieſe Art Perſonen werffen moͤchten, damit ſie denen Kindern deſto naͤher kommen koͤnnen, geben ſie entweder durch ihr Anhauchen vermittelſt eines Kuſſes dem Kinde das Gifft, oder aber verwuͤntſchen heimlich daß ſie alles Ungluͤck anſtoſſen moͤchte, nicht ſo wohl der Kinder halben, als der Eltern wegen denen ſie mißguͤnſtig und gram ſind.","norm":"Das so genannte berufen oder Beschreien ist dem Glückwünschen entgegengesetzt, es hat wohl den Schein einer guten Meinung, wann dergleichen Kinder die Leute loben, sagende, ist das nicht ein schönes liebes Kind, allein ihr inwendiges ist voller Falschheit und Betrug, durch solches Liebkosen, benehmen sie denen Eltern allen Argwohn, den sie leicht auf diese Art Personen werfen möchten, damit sie denen Kindern desto näher kommen können, geben sie entweder durch ihr Anhauchen vermittels eines Kusses dem Kinde das Gift, oder aber verwünschen heimlich dass sie alles Unglück anstoßen möchte, nicht so wohl der Kinder halben, als der Eltern wegen denen sie missgünstig und Gram sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.084000110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2479,"date":1719,"orig":"Etliche ſind in der verteufelten Boßheit verſtrickt, daß wofern es GOtt der HErr ihnen zulieſſe, auf gleiche Art die Frucht in Mutterleibe toͤdteten, und vermoͤchte ich davon ein Exempel ſo meiner Muhme widerfahren iſt vorzuzeigen; Woran erkennet man aber dieſes, denn das Kind zu mahln es auch todt, nichts ſagen kan? fragte der General, Jhro Excellenz antwortete Siegfried, am Blutzeichen, da dergleichen ermordete Kinder nach dem Tode, durch die Naſe, Mund, Blaͤtlein oder Roͤhrlein bluten, weßwegen man ja bey geſegneten Leibe, ſo wohl als bey der Geburth und ferner Aufferziehungs- Zeit, die lieben Gewaͤchſe, durch ein andaͤchtiges Gebet, mit dem Blute ihres Heylandes beſprengen ſoll, damit kein Verfluchter Mehlthau dieſelben verletze.","norm":"Etliche sind in der verteufelten Bosheit verstrickt, dass so fern es Gott der Herr ihnen zuließe, auf gleiche Art die Frucht in Mutterleibe töteten, und vermöchte ich davon ein Exempel so meiner Muhme widerfahren ist vorzuzeigen; woran erkennt man aber dieses, denn das Kind zu Mals es auch tot, nichts sagen kann? fragte der General, Ihrer Exzellenz antwortete Siegfried, am Blutzeichen, da dergleichen ermordete Kinder nach dem Tode, durch die Nase, Mund, Blättlein oder Röhrlein bluten, weswegen man ja bei gesegneten Leibe, so wohl als bei der Geburt und ferner Aufferziehungs-Zeit, die lieben Gewächse, durch ein andächtiges Gebet, mit dem Blute ihres Heilandes besprengen soll, damit kein Verfluchter Mehltau dieselben verletze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.041399955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2480,"date":1719,"orig":"Es iſt eine Art/ dieſer eingefleiſchten Teufel, welche mit der vermoderten Auswerffung die Strahlen des Monden vergiften.","norm":"Es ist eine Art / dieser eingefleischten Teufel, welche mit der vermoderten Auswerfung die Strahlen des Monden vergiften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.332900047302246} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2481,"date":1719,"orig":"Wann nun ihre Inficirung geſchehen/ ſo dann inficiren ſie ſich ſelbſten durch Anſchauung des Mondes in Gegen Schein per reflexionem, dann ſuchen ſie den Unſchuldigen zu ſchaden, und weiln die Kinder die Art an ſich haben, daß ſie alle Menſchen, die freundlich mit ihnen umgehen, ſtarck anzuſehen pflegen, ſo empfangen ſie denn von dieſen Baſilißken das Gifft, welches ihnen hernach vielerley Zufaͤlle, wo nicht offt den Tod verurſachet, den Gifft aber, welchen ſie nicht laſſen koͤnnen/ ſchieſſen ermeldete Unholden in ein flammendes Feuer zuruͤck, daher ſiehet man daß dergleichen boßhafftige Leuthe von denen Strahlen die aus dem Feuer in dieſer Arbeit gegen ſie ſchieſſen, ihnen ſo dann rothe trieffende Augen zu wege bringen, daher ſolchen gezeichneten Vetteln gar nicht zu trauen iſt.","norm":"Wann nun ihre Infizierung geschehen / so dann infizieren sie sich selbst durch Anschauung des Mondes in gegen Schein per reflexionem, dann suchen sie den Unschuldigen zu schaden, und weil die Kinder die Art an sich haben, dass sie alle Menschen, die freundlich mit ihnen umgehen, stark anzusehen pflegen, so empfangen sie denn von diesen Basilisken das Gift, welches ihnen hernach vielerlei Zufälle, wo nicht oft den Tod verursachet, den Gift aber, welchen sie nicht lassen können / schießen ermeldete Unholden in ein flammendes Feuer zurück, daher sieht man dass dergleichen boshafte Leute von denen Strahlen die aus dem Feuer in dieser Arbeit gegen sie schießen, ihnen so dann rote triefende Augen zu Wege bringen, daher solchen gezeichneten Vetteln gar nicht zu trauen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.957799911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2482,"date":1719,"orig":"Jſt denn aber kein Mittel von GOTT geſchaffen, dieſen Teufels-Volcke zu begegnen? fragte die Generalin.","norm":"Ist denn aber kein Mittel von GOTT geschaffen, diesen Teufels-Volke zu begegnen? fragte die Generalin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.391300201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2483,"date":1719,"orig":"Allerdinges Gnaͤdige Frau, antwortete Siegfried.","norm":"Dinges gnädige Frau, antwortete Siegfried.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.1981000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2484,"date":1719,"orig":"Dieſer Canalie zu begegnen, iſt mir ein Gegen- Mittel bekannt, daß man dieſe Unmenſchen biß auf den Tod martern, ja gar verbrennen kan, weiln aber auch der Lufft, alles in dieſelbe zu reden nicht zu tꝛauen/ daß ſie es nicht einen andeꝛn der es mißbrauchen moͤchte, zutruͤge, bitte bey Jhr Hoch-Graͤflichen Gnaden ich mir die gnaͤdige Erlaubniß unterthaͤnig aus, denenſelben bey begnadigter geheimbder Auffwartung ſelbiges ſchuldigſt zu offenbahren.","norm":"Dieser Canalie zu begegnen, ist mir ein Gegen-Mittel bekannt, dass man diese Unmenschen bis auf den Tod martern, ja gar verbrennen kann, weil aber auch der Luft, alles in dieselbe zu reden nicht zu trauen / dass sie es nicht einen andern der es missbrauchen möchte, zutrüge, bitte bei Ihr Hochgräflichen Gnaden ich mir die gnädige Erlaubnis untertänig aus, denselben bei begnadigter geheimbder Aufwartung selbiges schuldigst zu offenbaren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.445099830627441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2485,"date":1719,"orig":"Hernach ſind alle Gewaͤchſe nach dem Electro magico, die extranaturaliter ihren Urſprung haben, als da ſind, die Muͤſpeln, abſonderlich aber der Eichen und Haſel Muͤſpeln ſehr gut, von welchen letzteren man drey zweige, wann ſie noch friſch und gruͤn mit Holtz, Blaͤtter und Beeren in Stuͤcken zerſchneidet und zerſtoͤſt mit geſchmoltzenen reinen Hunde-Fets vier Untzen, Baͤren-Schmaltz acht Untzen, und Kaphan- Fets vier und zwantzig Untzen, zuſammen vermiſcht, und in einen Engſter-Glaß wohl verwahꝛt, ſieben biß acht Wochen lang an die Sonne ſetzt, ſo bekommt man einen ſchoͤnen gruͤnlichten Balſam oder Salbe, wann nun mit dieſem Balſam die behexte Oerther beſtrichen werden, ſchaffet ſolcher mit gottlichem Beyſtande gute Huͤlffe.","norm":"Hernach sind alle Gewächse nach dem Electro magico, die extranaturaliter ihren Ursprung haben, als da sind, die Mispeln, absonderlich aber der Eichen und Hasel Mispeln sehr gut, von welchen letzteren man drei zweige, wann sie noch frisch und grün mit Holz, Blätter und Beeren in Stücken zerschneidet und zerstößt mit geschmolzenen reinen Hunde-Fets vier Unzen, Bärenschmalz acht Unzen, und Kaphan-Fets vierundzwanzig Unzen, zusammen vermischt, und in einen Engster-Glaß wohl verwahrt, sieben bis acht Wochen lang an die Sonne setzt, so bekommt man einen schönen grünlichen Balsam oder Salbe, wann nun mit diesem Balsam die behexte Örter bestrichen werden, schaffet solcher mit gottlichem Beistande gute Hilfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2486,"date":1719,"orig":"Unter andern iſt dieſen Nattern, das Biebergeil Aſſafoetida ſo zu wider, daß ſie lieber das hoͤlliſche Bech, als erwehntes Riechen werden.","norm":"Unter anderen ist diesen Nattern, das Biebergeil Assafoetida so zu wider, dass sie lieber das höllische Bech, als erwähntes Riechen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.25029993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2487,"date":1719,"orig":"Was der Menſch ſ. v. mit ſeinem Auswurff wider dergleichen Bindung ausrichten kan, iſt vielen bekannt.","norm":"Was der Mensch s. v. mit seinem Auswurf wider dergleichen Bindung ausrichten kann, ist vielen bekannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9430999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2488,"date":1719,"orig":"Jm Nothfall gebraucht man gemeiniglich das Zeißgen- oder Beruff- Krauts Sideritis genannt, etliche nehmen es alleine, andere thun Johannis-Kraut Hypericon darzu, gieſſen darauff ſiedendes Waſſer, kochen hernach das Kraut, ſeugen das abgekochte Waſſer von dem Kraut durch die Leinwand ab, hernach waſchen ſie das Kind, oder den Beruffenen Menſchen, laſſen das Waſſer von der Haut in ein Becken lauffen, dieſes Waſſer wird, wann es erkaltet iſt, einer dicken oder duͤnnen Gallerten gleich, nach dem die Beſchwerung hefftig oder wenig geſchehen, ſolches Abwaſchen verrichten ſie zu 3. 4. und mehr mahlen, ſo lange, biß das Waſſer nicht mehr zuſammen gehet und ſich ausklaͤret, hernach ſchuͤtten ſie das impeſtirte Waſſer in ein flieſſenden Strom, oder vergraben es.","norm":"Im Notfall gebraucht man gemeiniglich das Zeißgen- oder Beruff-Krauts Sideritis genannt, etliche nehmen es alleine, andere tun Johanniskraut Hypericon dazu, gießen darauf siedendes Wasser, kochen hernach das Kraut, säugen das abgekochte Wasser von dem Kraut durch die Leinwand ab, hernach waschen sie das Kind, oder den berufenen Menschen, lassen das Wasser von der Haut in ein Becken laufen, dieses Wasser wird, wann es erkaltet ist, einer dicken oder dünnen Gallerten gleich, nach dem die Beschwerung heftig oder wenig geschehen, solches Abwaschen verrichten sie zu 3. 4. und mehr malen, solange, bis das Wasser nicht mehr zusammen geht und sich aufkläret, hernach schütten sie das impastierte Wasser in ein fließenden Strom, oder vergraben es.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730599880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2489,"date":1719,"orig":"Woran aber erkennt man es/ (fragte die Generalin) eigentlich, wann die Kinder beſchryen oder gebunden ſind?","norm":"Woran aber erkennt man es / (fragte die Generalin) eigentlich, wann die Kinder beschrien oder gebunden sind?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349400043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2490,"date":1719,"orig":"Gnaͤdige Frau antwortete Siegfried, etliche vermeynen, wann ſie vermercken, daß das Kind erblaſſet, ſich ſehr windet, ſchreyet, oder ſtill als todt da lieget, wann es nichts zu ſich nehmen will, vom Leibgen abnimmt, mit dem Koͤpffgen ſchwindelt, und des Tages Licht noch andern Schein nicht vertragen kan, ſondern mit denen Augen wimmert, es ſo dann mit der Zunge uͤberlecken, und einen ſaltzigten Geſchmack verſpuͤren, ſo ſey es ein gewiſſes Anzeigen und Merckmahl der Beſchreyung/ bey denen Erwachſenen findet ſich eine ſtarcke fliegende Hitze/ ſchneidendes Reiſſen bey denen Schlaͤffen/ Klingen und Sauſen der Ohren/ hefftige Hauptſchmertzen/ es wird ihnen uͤbel und fallen gantz ohnmaͤchtig dahin oder ſitzen gantz erſtarret/ und dieſe erzehlte Zufaͤlle/ werden vor gewiſſe Kennzeichen des Beſchreyens gehalten; dergleichen wiederfuhr einsmahls meines Profeſſoris und Hauß-Herrens Koͤchin/ die ſaß gantz erſtarret da/ als wann ſie todt waͤre/ und als ſie ein wenig zu rechte kam/ hat ſie erzehlet/ daß ihr vorher/ alle vorerwehnte Zufaͤlle begegnet waͤren.","norm":"Gnädige Frau antwortete Siegfried, etliche vermeinen, wann sie vermerken, dass das Kind erblasset, sich sehr windet, schreiet, oder still als tot da liegt, wann es nichts zu sich nehmen will, vom Leibchen abnimmt, mit dem Köpfen schwindelt, und des Tages Licht noch anderen Schein nicht vertragen kann, sondern mit denen Augen wimmert, es so dann mit der Zunge überlecken, und einen salzigen Geschmack verspüren, so sei es ein gewisses Anzeigen und Merkmal der Beschreiung / bei denen Erwachsenen findet sich eine starke fliegende Hitze / schneidendes Reißen bei denen Schläfen / Klingen und Sausen der Ohren / heftige Hauptschmerzen / es wird ihnen übel und fallen ganz ohnmächtig dahin oder sitzen ganz erstarret / und diese erzählte Zufälle / werden vor gewisse Kennzeichen des Beschreiens gehalten; dergleichen widerfuhr einsmals meines Professoris und Hausherren Köchin / die saß ganz erstarret da / als wann sie tot wäre / und als sie ein wenig zu rechte kam / hat sie erzählt / dass ihr vorher / alle vorerwähnte Zufälle begegnet wären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.056099891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2491,"date":1719,"orig":"Was aber mit dem Sincken und Schwimmen der Kohlen/ und Stuͤcklein Brods die Beruffung zu erkennen vorgenommen wird/ ſind Phantaſeyen und ungewiſſe Zeichen/ auf welche nicht zu bauen iſt.","norm":"Was aber mit dem sinken und Schwimmen der Kohlen / und Stücklein Brots die Berufung zu erkennen vorgenommen wird / sind Phantasien und ungewisse Zeichen / auf welche nicht zu bauen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.454699993133545} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2492,"date":1719,"orig":"Die Generalin ſprach, Mons.","norm":"Die Generalin sprach, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.879899978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2493,"date":1719,"orig":"Siegfried ich bedancke mich vor auffgenommene Muͤhe mich meines bißher gefuͤhrten Zweifels zu benehmen/ ich werde danckbar ſeyn.","norm":"Siegfried ich bedanke mich vor aufgenommene Mühe mich meines bisher geführten Zweifels zu benehmen / ich werde dankbar sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.879700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2494,"date":1719,"orig":"Siegfried ſagte/ Euer Hoch-Graͤflichen Gnaden bin ich mehr als dieſes zu thun ſchuldig/ ich wuͤntſche nur daß ich mich alſo aufgefuͤhret haͤtte/ daß von ihnen ich als ein Gehorſambſter Knecht mit gnaͤdigen Augen jederzeit moͤchte angeſehen werden.","norm":"Siegfried sagte / Euer Hochgräflichen Gnaden bin ich mehr als dieses zu tun schuldig / ich wünsche nur dass ich mich also aufgeführt hätte / dass von ihnen ich als ein gehorsamster Knecht mit gnädigen Augen jederzeit möchte angesehen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179900169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2495,"date":1719,"orig":"Das X. Capitel.","norm":"Das X. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.56689977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2496,"date":1719,"orig":"Der General lobet Siegfriedens gehaltene Diſcurſe/ wie auch ſeinen Kutſcher ſeiner Treue halben/ erzehlet die Untreue der Kutſcher durch Stehlung des Habers.","norm":"Der General lobet Siegfriedens gehaltene Diskurse / wie auch seinen Kutscher seiner Treue halben / erzählt die Untreue der Kutscher durch Stehlung des Habers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.240399837493896} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2497,"date":1719,"orig":"Die Compagnie gelanget in Garpa an.","norm":"Die Compagnie gelangt in Garpa an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.105700016021728} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2498,"date":1719,"orig":"Eckarth/ Siegfried und Gotthart bleiben bey dem General zum Mittags-Mahl.","norm":"Eckart / Siegfried und Gotthart bleiben bei dem General zum Mittagsmahl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.720300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2499,"date":1719,"orig":"Jn denen Zeitungen wird eines Chirurgi Colimber, und des alten teutſchen Wirths in Padua gedacht/ nach geendigten Mahl/ machen Siegfried und Gotthart ihren Reverenz dem General u. Anweſenden und gehen in ihr Logiament.","norm":"In denen Zeitungen wird eines Chirurgi Colimber, und des alten deutschen Wirts in Padua gedacht / nach geendigten Mahl / machen Siegfried und Gotthart ihren Reverenz dem General u. Anwesenden und gehen in ihr Logiament.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.825500011444092} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2500,"date":1719,"orig":"Der General, Eckarth/ der Obriſt-Lieutenant und Kronau gehen ins Neben-Zimmer: Nehmen den Colimber vor.","norm":"Der General, Eckart / der Obristleutnant und Kronau gehen ins Nebenzimmer: Nehmen den Colimber vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.546299934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2501,"date":1719,"orig":"Ruhm des Schweitzer- Balbiers in Dreßden ſeiner Curen wegen.","norm":"Ruhm des Schweitzer-Balbiers in Dresden seiner Kuren wegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.699100017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2502,"date":1719,"orig":"Eckarth beſchreibet wer der Colimber geweſen und was ſich in Roſtock mit ihm zugetragen habe.","norm":"Eckart beschreibet wer der Colimber gewesen und was sich in Rostock mit ihm zugetragen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5229997634887695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2503,"date":1719,"orig":"Der General fraget wer die Doctores bullatos mache?","norm":"Der General fraget wer die Doctores bullatos mache?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.0914998054504395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2504,"date":1719,"orig":"ſo Eckarth beantwortet: Kom̃en auf Perſonen hohen Alters zu reden; Hiſtorie von einen uhralten Hanackiſchen Bauern/ von uhralten Maͤñern.","norm":"so Eckart beantwortet: Kommen auf Personen hohen Alters zu reden; Historie von einen uralten Hanackischen Bauern / von uralten Männern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.58519983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2505,"date":1719,"orig":"Die Lebens-Zeit kan durch debauchen verkuͤrtzt/ durch gute Diæt biß zum Termino vitæ erhalten/ nicht aber uͤber ſolchen verlaͤngert werden; es wird vom General eine Hiſtoria von einen ſehr alten Manne beygefuͤhret/ Alter hat vor der Jugend in geheimen Wiſſenſchafften keinen Vorzug: die Medicin muß ſo wohl denen Betruͤgern zum Deckel ihrer Spitzbuͤberey als wohlerfahrnen Medicis gleich ein verwandelen des Chamæleon dienen.","norm":"Die Lebenszeit kann durch debauchen verkürzt / durch gute Diät bis zum Termino vitae erhalten / nicht aber über solchen verlängert werden; es wird vom General eine Historia von einen sehr alten Manne beygeführet / Alter hat vor der Jugend in geheimen Wissenschaften keinen Vorzug: Die Medizin muss so wohl denen Betrügern zum Deckel ihrer Spitzbüberei als wohlerfahrenen Medicis gleich ein verwandele des Chamaeleon dienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.001299858093262} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2506,"date":1719,"orig":"Eckarths Antwort auf des Generals Muthmaſſung.","norm":"Ekarts Antwort auf des Generals Mutmassung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.145899772644043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2507,"date":1719,"orig":"Die Compagnie ſcheidet von einander.","norm":"Die Compagnie scheidet voneinander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.968999862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2508,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart beſuchet Threnacker/ welchen Eckarth erſuchet/ ihn mit einen deren Baͤder-kuͤndigen Medico bekannt zu machen/ ſo auch geſchah.","norm":"Siegfried und Gotthart besuchet Thraker / welchen Eckart ersuchet / ihn mit einen deren Bäder-Kündigen Medico bekannt zu machen / so auch geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.948299884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2509,"date":1719,"orig":"Threnacker fuͤhret unſere Reiſende in einen Garten/ wo der Medicus war.","norm":"Thraker führt unsere Reisende in einen Garten / wo der Medikus war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.682499885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2510,"date":1719,"orig":"Eckarth gewinnet Rede an ihn und befraget ſich bey ihm der warmen Baͤder halben.","norm":"Eckart gewinnet Rede an ihn und befraget sich bei ihm der warmen Bäder halben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8709001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2511,"date":1719,"orig":"Der Medicus Pilovski beſchreibet das warme Bad hinter Hirſchberg/ redet von deſſen Situation, Beſtaͤndniß was vor Mineralien es bey ſich fuͤhret/ in welchen Zufaͤllen das Bad dienlich und in welchen es ſchaͤdlich ſey/ ſo wohl inn als euſerlich; was bey Frequentirung des Bades eine Diæt zu halten/ und was zu meiden ſey/ der Gebrauch und was ein Huͤlff-ſuchender ſeiner Geſundheit zum beſten in acht nehmen ſoll.","norm":"Der Medikus Pilovski beschreibet das warme Bad hinter Hirschberg / redet von dessen Situation, Beständniß was vor Mineralien es bei sich führt / in welchen Zufällen das Bad dienlich und in welchen es schädlich sei / so wohl in als äußerlich; was bei Frequentierung des Bades eine Diät zu halten / und was zu meiden sei / der Gebrauch und was ein Hülffsuchender seiner Gesundheit zum besten in Acht nehmen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.68720006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2512,"date":1719,"orig":"Erinnerung des Ausſchlags wegen und wie ſich derjenige deꝛ ſich des Bades bedienet in deꝛ Ruͤckreiſe u. zu Hauſe ſich verhalten ſoll.","norm":"Erinnerung des Ausschlags wegen und wie sich derjenige der sich des Bades bedienet in der Rückreise u. zu Hause sich verhalten soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.566299915313721} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2513,"date":1719,"orig":"Ob auch hier das Trincken des Bades gut ſey? beantwortet Pilovski.","norm":"Ob auch hier das Trinken des Bades gut sei? beantwortet Pilovski.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9492998123168945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2514,"date":1719,"orig":"Eckarth ladet den Medicum und die zwey Studioſos auf den andern Tag zur Mittags-Mahlzeit ein/ womit ſie ſich verabſcheiden.","norm":"Eckart ladet den Medicum und die zwei Studiosus auf den anderen Tag zur Mittagsmahlzeit ein / womit sie sich verabschieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.478400230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2515,"date":1719,"orig":"Des andern Tags ſtellen ſich die Gaͤſte bey Eckarthen ein/ gehen nach geendigter Mahlzeit in des Wirths Garten.","norm":"Des anderen Tags stellen sich die Gäste bei Eckarten ein / gehen nach geendigter Mahlzeit in des Wirts Garten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.142099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2516,"date":1719,"orig":"Pilovski diſcurirt auf Eckarths Erſuchen/ von den Landecker Bad/ deſſen Erfindung/ Nahmen/ was es vor Mineralien bey ſich fuͤhret.","norm":"Pilovski diskuriert auf Ekarts Ersuchen / von den Landecker Bad / dessen Erfindung / Namen / was es vor Mineralien bei sich führt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.955399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2517,"date":1719,"orig":"Gebrauch/ Wirckung ſo wohl inn-als euſerlich/ wird von einigen dem Hirſchberger Bade vorgezogen: Obſervanz in der Diæt iſt den vorigen gleich.","norm":"Gebrauch / Wirkung so wohl inn- als äußerlich / wird von einigen dem Hirschberger Bade vorgezogen: Observanz in der Diät ist den vorigen gleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.153800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2518,"date":1719,"orig":"Wie die Wannen ſollen angewaͤrmet u. gebraucht werden/ redet ferner von den S.","norm":"Wie die Wannen sollen angewärmt u. gebraucht werden / redet ferner von den S.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.061699867248535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2519,"date":1719,"orig":"Johannis-Bade u. Brunn.","norm":"Johannis-Bade u. Brunnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.802999973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2520,"date":1719,"orig":"Deſſen Situation, Ingredientien/ Zubereitung der Wannen/ Gebrauch und Wirckung/ welche Zeit des Jahres am bequemſten und dienlichſten iſt die Baͤder zu gebrauchen; endiget den Discurs.","norm":"Dessen Situation, Ingredienzien / Zubereitung der Wannen / Gebrauch und Wirkung / welche Zeit des Jahres am bequemsten und dienlichsten ist die Bäder zu gebrauchen; endigt den Diskurs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329500198364258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2521,"date":1719,"orig":"Eckarth dedancket ſich vor gegebenen Unterricht/ behaͤlt ſie zur Abend-Collation, nach welcher der Medicus, Threnacker/ Leonhard ihren Abſchied nehmen/ die unſrigen aber die Betten ſuchten.","norm":"Eckart dedancket sich vor gegebenen Unterricht / behält sie zur Abendkollation, nach welcher der Medikus, Thraker / Leonhard ihren Abschied nehmen / die unsrigen aber die Betten suchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8145999908447275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2522,"date":1719,"orig":"DEr General ſprach/ Monſ.","norm":"Der General sprach / Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"kn","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.131600379943848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2523,"date":1719,"orig":"Siegfried er iſt heute in ſeinen Examine wohl beſtanden/ und hat ſein Penſum gut abſolvirt/ meine Gemahlin mag dahin bedacht ſeyn vor deſſen Bemuͤhung ſich danckbar aufzufuͤhren.","norm":"Siegfried er ist heute in seinen Examine wohl bestanden / und hat sein Pensum gut absolviert / meine Gemahlin mag dahin bedacht sein vor dessen Bemühung sich dankbar aufzuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.328700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2524,"date":1719,"orig":"Jch halte davor wir werden vielleicht nicht weit mehr von Garpa ſeyn. Coſcha (ſo hieß der Kutſcher) ſind wir noch weit von der Stadt/ der Kutſcher antwortete:","norm":"Ich halte davor wir werden vielleicht nicht weit mehr von Garpa seyn. Gosche (so hieß der Kutscher) sind wir noch weit von der Stadt / der Kutscher antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642600059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2525,"date":1719,"orig":"Jhr Excellenz, das Thor nicht mehr weit iſt vor uns/ ich ſehe ſchon Schildwach/ jetzt kommt Vorſtadt/ werden bald zu Wache kommen.","norm":"Ihr Exzellenz, das Tor nicht mehr weit ist vor uns / ich sehe schon Schildwache / jetzt kommt Vorstadt / werden bald zu Wache kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8246002197265625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2526,"date":1719,"orig":"Das iſt ein Teutſch-Verderber ſagte Eckarth; der General verſetzte/ allein ein guter getreuer Kerl/ ich halte davor/ er ließ ſein Leben vor mich und die Meinigen/ ich kan mich auf ihn verlaſſen/ er nimmt die Pferde wohl in acht/ und ſtehen auch gut bey ihm/ ſo macht er auch das ihme zukom̃ende in aller Stille fort/ iſt kein Saͤuffer noch Spieler.","norm":"Das ist ein Deutsch-Verderber sagte Eckart; der General versetzte / allein ein guter getreuer Kerl / ich halte davor / er ließ sein Leben vor mich und die Meinigen / ich kann mich auf ihn verlassen / er nimmt die Pferde wohl in acht / und stehen auch gut bei ihm / so macht er auch das ihm zukommende in aller Stille fort / ist kein Säufer noch Spieler.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.953100204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2527,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2528,"date":1719,"orig":"Das iſt ein ſchoͤnes Lob vor einem Diener/ der bey ſeinen Hn. in ſolchem Werth iſt/ alleine, alleine!","norm":"Das ist ein schönes Lob vor einem Diener / der bei seinen Hn. in solchem Wert ist / alleine, alleine!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.570099830627441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2529,"date":1719,"orig":"Heute zu Tage ſind deꝛgleichen Diener und Knechte rarer als die Paradieß-Voͤgel.","norm":"Heute zu Tage sind dergleichen Diener und Knechte rarer als die Paradiesvögel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.073599815368652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2530,"date":1719,"orig":"Es zeugen es die Pferde an ihren Fleiſche ſelbſten an/ die dergleichen Diebiſche Verſorger haben/ ſonderlich bey denen Huͤfften wann ſie Gruben haben und geſchwunden ſeyn.","norm":"Es zeugen es die Pferde an ihren Fleische selbst an / die dergleichen diebische Versorger haben / sonderlich bei denen Hüften wann sie Gruben haben und geschwunden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.51800012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2531,"date":1719,"orig":"Jch habe in meiner Wirthſchafft dergleichen Voͤgel unterſchiedene gehabt/ abſonderlich die beweibt geweſen ſind/ deren Weiber haben den Haber unter denen Windeln u. Unterleg-Tuͤchern hinweg getragen, und die Schubſaͤcke voll Haber haben ihnen bey denen Partitten-macheriſchen Bierſchencken vor den Trunck an ſtatt des Geldes dienen muͤſſen; der General ſagte:","norm":"Ich habe in meiner Wirtschaft dergleichen Vögel unterschiedene gehabt / absonderlich die beweibt gewesen sind / deren Weiber haben den Hafer unter denen Windeln u. Unterleg-Tüchern hinweggetragen, und die Schubsäcke voll Hafer haben ihnen bei denen Partitten-macherischen Bierschenken vor den Trunk anstatt des Geldes dienen müssen; der General sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.07859992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2532,"date":1719,"orig":"Lieber Herr Bruder, dieſe Schelmerey iſt noch nichts!","norm":"Lieber Herr Bruder, diese Schelmerei ist noch nichts!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2533,"date":1719,"orig":"Meinen Fourier ſchicke ich einmahl Abends zu den Lieutenant, des Morgens bald fruͤh bey mir zu erſcheinen/ in Hinwege gehet ein Kerl vor ihn her und traͤget ein weiſſes Ding einen todten Menſchen gleich auf den Ruͤcken/ der Fourier eilet/ umb zu ſehen/ was es iſt/ jener laufft/ und hucket ſeine Laſt in die Hoͤhe/ darauff muß er ſtille ſtehen/ die Urſache folget/ der Fourier faßt ihn bey den einen Arm und ſpricht, hoͤr Kerl/ was traͤgſt du da/ der kennet den Fourierer/ faͤllet ihn zu Fuͤſſen und bittet ihn doch nicht zu verrathen/ er wolle den Diebſtahl wieder nach Hauſe tragen/ und es kuͤnfftig nicht mehr thun/ was hat der Vogel gethan?","norm":"Meinen Fourier schicke ich einmal Abends zu den Leutnant, des Morgens bald früh bei mir zu erscheinen / in Hinwege geht ein Kerl vor ihn her und trägt ein weißes Ding einen toten Menschen gleich auf den Rücken / der Fourier eilet / um zu sehen / was es ist / jener lauft / und hucket seine Last in die Höhe / darauf muss er stille stehen / die Ursache folget / der Fourier fasst ihn bei den einen Arm und spricht, höre Kerl / was trägst du da / der kennet den Fouriere / fället ihn zu Füßen und bittet ihn doch nicht zu verraten / er wolle den Diebstahl wieder nach Hause tragen / und es künftig nicht mehr tun / was hat der Vogel getan?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.864999771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2534,"date":1719,"orig":"Er hatte ein Hembde genom̃en, unten und an denen Ermeln zu gebunden und ſolches hernach gantz voll Haber gefuͤllet/ und alſo hinweg tragen wollen, in Hinaufruͤcken/ gehet der eine Ermel auf/ und lauffet der Haber aus/ woruͤber ihn mein Fourier erhaſchet und attrapirt hat.","norm":"Er hatte ein Hemd genommen, unten und an denen Ärmeln zu gebunden und solches hernach ganz voll Hafer gefüllt / und also hinwegtragen wollen, in Hinaufrücken / geht der eine Ärmel auf / und lauft der Hafer aus / worüber ihn mein Fourier erhaschet und attrapirt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.588799953460693} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2535,"date":1719,"orig":"Wer kan aller ſolcher ungetreuen Holuncken und ihrer Verheler Schelmereyen Ausſuchen:","norm":"Wer kann aller solcher ungetreuen Holunken und ihrer Hehler Schelmereien Aussuchen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.393499851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2536,"date":1719,"orig":"ich will ſelber darben als an einem Vieh Kuͤrtze thun laſſen.","norm":"ich will selber darben als an einem Vieh Kürze tun lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.59250020980835} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2537,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte/ die Pferde/ wie auch ander Vieh haben offters die Arten an ſich/ wann ſie ihr Futter nicht richtig bekommen, es gleichſam der zukommenden Herrſchafft mit einen Anſchauen klagen.","norm":"Eckart sagte / die Pferde / wie auch ander Vieh haben öfters die Arten an sich / wann sie ihr Futter nicht richtig bekommen, es gleichsam der zukommenden Herrschaft mit einen Anschauen klagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.332499980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2538,"date":1719,"orig":"Sie haͤtten weiter geredet/ indem ſchrye die Schildwache ins Gewehr/ worauf in der Wache die Trommel geruͤhret wurde/ und erwarteten im Gewehr ihres Generals und Commendanten/ im Durchfahren warff der General aus der Kutſche der Wache ein Trinckgeld zu/ ſo auch Eckarth that.","norm":"Sie hätten weiter geredet / indem schrie die Schildwache ins Gewehr / worauf in der Wache die Trommel gerührt wurde / und erwarteten im Gewehr ihres Generals und Kommandanten / im Durchfahren warf der General aus der Kutsche der Wache ein Trinkgeld zu / so auch Eckart tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6107001304626465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2539,"date":1719,"orig":"Wie ſie nun an des Generals Quartier kamen; bath der General Eckarthen mit ſeinen lieben Herrn Soͤhnen den Mittag mit einer ſchlechten Soldaten-Mahlzeit bey ihm vorlieb zu nehmen, es hatte gleich 12. Uhr geſchlagen, nach Eckarths Bedancken ſtiegen ſie allerſeits ab, und weil die Tafel bereits gedeckt war, verfuͤgten ſie ſich in das Tafel-Zimmer und nahmen das Mittags-Mahl mit Vergnuͤgen ein.","norm":"Wie sie nun an des Generals Quartier kamen; bat der General Eckarten mit seinen lieben Herrn Söhnen den Mittag mit einer schlechten Soldatenmahlzeit bei ihm vorliebzunehmen, es hatte gleich 12. Uhr geschlagen, nach Ekarts Bedanken stiegen sie allerseits ab, und weil die Tafel bereits gedeckt war, verfügten sie sich in das Tafelzimmer und nahmen das Mittagsmahl mit Vergnügen ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.148900032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2540,"date":1719,"orig":"Wehrender Mahlzeit fragte der General den Obriſten Lieutenant der zu gegen war, was die Zeitung neues gebracht haͤtte? der Obriſt-Lieutenant antwortete, es iſt nichts was zu remarquiren waͤre darinnen, hier habe ich ſie noch bey mir, und uͤberreichte ſie den General, der General gab ſie dem Muſter-Schreiber, der damahls aufwartete, und befahl ihme die Zeitung zu leſen; in dem erſten Blaͤtlein am Ende ſtunde in der Anmerckung, denen Liebhabern wird zu wiſſen gemacht/ daß der Welt-beruͤhmte Operator und Chirurgus Andreas Solomon Colimber Medicinæ Chirurgicæ Doctor und Medicus, eine alte Frau die 30. Jahr lang nicht geſehen hat, wieder zu ihren Geſichte geholffen, 2. vier Perſonen auf eine ſonderliche Manier den Bruch geſchnitten.","norm":"Währender Mahlzeit fragte der General den Obristen Leutnant der zu gegen war, was die Zeitung neues gebracht hätte? der Obristleutnant antwortete, es ist nichts was zu remorquieren wäre darinnen, hier habe ich sie noch bei mir, und überreichte sie den General, der General gab sie dem Musterschreiber, der damals aufwartete, und befahl ihm die Zeitung zu lesen; in dem ersten Blättlein am Ende stand in der Anmerkung, denen Liebhabern wird zu wissen gemacht / dass der Weltberühmte Operator und Chirurg Andreas Solomon Colimber Medicinae Chirurgicae Doktor und Medikus, eine alte Frau die 30. Jahr lang nicht gesehen hat, wieder zu ihren Gesichte geholfen, 2. vier Personen auf eine sonderliche Manier den Bruch geschnitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.101500034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2541,"date":1719,"orig":"Einen dick-geſchwollenen Mann von der Waſſerſucht liberirt und ſo weiter.","norm":"Einen dick-geschwollenen Mann von der Wassersucht liberirt und so weiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.794400215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2542,"date":1719,"orig":"Wer nun beliebt in dergleichen und anderen Zufaͤllen ihnen helffen und rathen zu laſſen, der kan ſich in Hamburg in der Sporer Gaſſe/ allwo der Kaͤyſerl. und Chur-Brandenburgiſche Adler mit dem Chur-Saͤchſiſchen Wappen aushaͤnget, bey ihnen angeben.","norm":"Wer nun beliebt in dergleichen und anderen Zufällen ihnen helfen und raten zu lassen, der kann sich in Hamburg in der Sporer Gasse / wo der Käyserl . und Kurbrandenburgische Adler mit dem Kursächsischen Wappen aushänget, bei ihnen angeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0903000831604} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2543,"date":1719,"orig":"Jn andern Blaͤtlein war, den 12. Auguſt iſt in Padua, der teutſche Wirth Nicolaus Fichtel, insgemein Nicolo Todeſco benahmt, im 107ten Jahre ſeines Alters verſchieden.","norm":"In anderen Blättlein war, den 12. August ist in Padua, der deutsche Wirt Nicolaus Fichtel, insgemein Nicolo Todesco benahmt, im 107ten Jahre seines Alters verschieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.114999771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2544,"date":1719,"orig":"Der General ſprach, hat der gute Mann ſo lange gelebet, und war ſchon vor jenen 40. Jahren, wie ich bey ihme logirt habe, ſo muͤhſeelig und ſchwach, daß man haͤtte vermeynen ſollen, er wuͤꝛde kaum ein Jahr noch uͤberleben koͤnnen:","norm":"Der General sprach, hat der gute Mann so lange gelebt, und war schon vor jenen 40. Jahren, wie ich bei ihm logiert habe, so mühselig und schwach, dass man hätte vermeinen sollen, er würde kaum ein Jahr noch überleben können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.360000133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2545,"date":1719,"orig":"Hier werden wir Materia haben, nach Tiſche uns ein paar Stunden zu divertiren.","norm":"Hier werden wir Materie haben, nach Tische uns ein paar Stunden zu divertieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.515999794006348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2546,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen wurden allerhand Diſcourſe gefuͤhret.","norm":"Unterdessen wurden allerhand Diskurse geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.00570011138916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2547,"date":1719,"orig":"Nach aufgehobener Tafel, nachdem ſie allerſeits aufgeſtanden waren, machten Siegfried und Gotthart ihren Reverenz, gegen den General und alle andere, und verfuͤgten ſich nach ihren Logiament, nach deren Abgang bath der General Eckarthen ins Neben-Zimmer denen der Obriſte-Lieutenant und Kronau folgten.","norm":"Nach aufgehobener Tafel, nachdem sie allerseits aufgestanden waren, machten Siegfried und Gotthart ihren Reverenz, gegen den General und alle andere, und verfügten sich nach ihren Logiament, nach deren Abgang bat der General Eckarten ins Nebenzimmer denen der Obristelieutenant und Kronau folgten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.14109992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2548,"date":1719,"orig":"Als ſie ſich geſetzt hatten, ſagte der General:","norm":"Als sie sich gesetzt hatten, sagte der General:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.718699932098388} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2549,"date":1719,"orig":"wir wollen zu erſt den Stein- und Bruchſchneider vor uns nehmen, mithin Eckarthen fragende:","norm":"wir wollen zuerst den Stein- und Bruchschneider vor uns nehmen, mithin Eckarten fragende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.770299911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2550,"date":1719,"orig":"Herr Bruder, er beliebe doch ſeinen Andreas zu fragen, aus welcher Sorte dieſer Marcktſchreyer ſey, und ob er auch unter die mediciniſchen Maul Affen gehoͤre.","norm":"Herr Bruder, er beliebe doch seinen Andreas zu fragen, aus welcher Sorte dieser Marktschreier sei, und ob er auch unter die medizinischen Maul Affen gehöre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497399806976318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2551,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete, Herr Graf, weil mein Diener nicht anweſend iſt, halte ich ihn vor einen von der Oberſten Sorte, bevoraus weil er ſich einen Doctor Chirurgiæ ſchreibet, ob er unter die mediciniſchen Maul- Affen gehoͤre? antworte ich allerdinges!","norm":"Eckart antwortete, Herr Graf, weil mein Diener nicht anwesend ist, halte ich ihn vor einen von der obersten Sorte, bevoraus weil er sich einen Doktor Chirurgiae schreibet, ob er unter die medizinischen Maul-Affen gehöre? antworte ich Dinges!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.698800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2552,"date":1719,"orig":"denn erſtlich ruͤhmet er ſich einen Doctor Chirurgiæ, da doch der gute Kerl nichts oder ſehr wenig von der Lateiniſchen Sprache verſtehen mag.","norm":"denn erstlich rühmet er sich einen Doktor Chirurgiae, da doch der gute Kerl nichts oder sehr wenig von der lateinischen Sprache verstehen mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201900005340576} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2553,"date":1719,"orig":"Jener Chirurgus machte es noch manierlicher, der gab vor er waͤre Licentiatus Chirurgiæ, und haͤtte in Padua promoviret, jedennoch weil er nebenſt der Lateiniſchen Sprache auch die Jtaliaͤniſche nicht verſtund, ſprach einer als er ſolches hoͤrte zu ihm:","norm":"Jener Chirurg machte es noch manierlicher, der gab vor er wäre Licentiatus Chirurgiae, und hätte in Padua promoviert, dennoch weil er neben der lateinischen Sprache auch die Italienische nicht verstand, sprach einer als er solches hörte zu ihm:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.069900035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2554,"date":1719,"orig":"Der Herr wird gewiß mit Beyhuͤlffe eines Dollmetſchers ſein Examen ausgeſtanden und in Licentiatum promoviret haben.","norm":"Der Herr wird gewiss mit Beihilfe eines Dolmetschers sein Examen ausgestanden und in Licentiatum promoviert haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.890200138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2555,"date":1719,"orig":"Daß dieſer Colimber in ſeiner Kunſt mag expert ſeyn, und einen guten Handgriff haben, will ich eben nicht verneinen.","norm":"Dass dieser Colimber in seiner Kunst mag Experte sein, und einen guten Handgriff haben, will ich eben nicht verneinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9456000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2556,"date":1719,"orig":"Doch wann er ſo fetig uͤ. erfahren waͤre, doͤrffte er ſich und ſeine Curen nicht erſt in die Novellen ſetzen laſſen, und ſich der gantzen Welt proſtituiren, der Orth iſt ſehr Volckreich, und die Gegend darumb mit Staͤdten, Flecken und Doͤrffern gleichſam angeſeet, warum bleibet er nicht in ſeinen Schrancken, andere muͤſſen auch etwas genieſſen; Es war mir in Dreßden ein vortrefflicher Chirurgus bekannt, der Nation nach war er ein Schweitzer, wurde auch, weil er als Barbier die Chur-Fuͤrſtliche Schweitzer-Garde bediente, der Schweitzer Barbier genannt, dieſer verrichtete in der Ophtalmi, Bruͤchen, Haaſenſcharten, Gewaͤchſen und andern gefaͤhrlichen Wunden und Zufaͤllen des menſchlichen Leibes, vortreffliche Curen biß zur Verwunderung mit ſonderbahren Behendigkeit und gieng faſt keine Woche hin, daß nicht vor etliche von ihm mit goͤttlichem Beyſtand reſtituirte Patienten in der Kirche gedancket wurde.","norm":"Doch wann er so fettig ü. erfahren wäre, dürfte er sich und seine Kuren nicht erst in die Novellen setzen lassen, und sich der ganzen Welt prostituieren, der Ort ist sehr Volkreich, und die Gegend darum mit Städten, Flecken und Dörfern gleichsam angesät, warum bleibt er nicht in seinen Schranken, andere müssen auch etwas genießen; es war mir in Dresden ein vortrefflicher Chirurg bekannt, der Nation nach war er ein Schweizer, wurde auch, weil er als Barbier die Kurfürstliche Schweizergarde bediente, der Schweizer Barbier genannt, dieser verrichtete in der Ophtalmi, Brüchen, Hasenscharten, Gewächsen und anderen gefährlichen Wunden und Zufällen des menschlichen Leibes, vortreffliche Kuren bis zur Verwunderung mit sonderbaren Behändigkeit und ging fast keine Woche hin, dass nicht vor etliche von ihm mit göttlichem Beistand restituierte Patienten in der Kirche gedankt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.839399814605713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2557,"date":1719,"orig":"Er hatte einen groſſen Zulauff und nicht noͤthig, ſeiner guten Wiſſenſchafft und Erfahrung halben Scarteken auszuſtreuen, oder ſeine Curen in die Adviſen ſetzen zu laſſen, umb damit die Leuthe an ſich zu locken, es bleibet das Sprichwort wohl wahr: daß wo ein guter Wein zu verkauffen iſt, man nicht noͤthig habe, deswegen einen Wein-Krantz auszuhaͤngen.","norm":"Er hatte einen großen Zulauf und nicht nötig, seiner guten Wissenschaft und Erfahrung halben Skartecken auszustreuen, oder seine Kuren in die Advisen setzen zu lassen, um damit die Leute an sich zu locken, es bleibt das Sprichwort wohl wahr: dass wo ein guter Wein zu verkaufen ist, man nicht nötig habe, deswegen einen Wein-Kranz auszuhängen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.067999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2558,"date":1719,"orig":"Der Obriſt-Lieutenant fragte Eckarthen, ob er den Colimber kennete?","norm":"Der Obristleutnant fragte Eckarten, ob er den Colimber kennte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.94980001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2559,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete: Etlichermaſſen, denn ich erinnere mich da ich in Ubernehmung gewiſſer Recrouten wegen von meinen Fuͤrſten nach Roſtock geſchickt wurde, war daſelbſt ein guter Chirurgus und umbfahrender Artzt, Nahmens Guͤnther von Nuͤrnberg, der ehmahliger Zeit mir und denen Meinigen viel Gutes gethan hat, der ſtund auf den Marckt aus, bey dieſen war, wo mir recht iſt, dieſer Colimber, und vertrat bey ihm die Stelle eines Courtiſans oder Harlequins, daſelbſt trug ſich mit ihm eine wunderliche Comœdie zu, denn als er in ſeinen Poſſen-Reden ſich unter andern derer Worte gebrauchte: Uber ein kleines werdet ihr mich ſehen, und aber uͤber ein kleines werdet ihr mich nicht ſehen, deñ ich gehe auf denen Fuͤſſen meines Verſtandes zur ꝛc. verſahe er ſich deſſen nicht, daß er den Soñtag darauf in der Marien-Kirche daſelbſt/ fruͤh von Herr D. Muͤllern unter der Predigt deswegen in den Kirchen-Bann gethan wurde, mit folgenden Worten: Du verfluchte Zunge des Courtiſans, die du die hoͤchſt-ſchmertzlichſten Worte unſers Heylandes, welche er in ſeiner allergroͤſſeſten Betruͤbniß, vor Angehung ſeines allerbitterſten Leidens geſprochen, zu deiner Leichtfertigkeit gebraucht haſt, und zum Spott angefuͤhret, dein Heyl iſt verlohren, deine Verdammniß ſtehet dir entgegen, wofern du nicht deswegen die Gemeinde, die du damit geaͤrgert haſt, durch eine offentliche Kirchen-Buſſe und Reu deines Hertzens wiederum ſelbſt reuend macheſt; Und ihr die ihr dergleichen Worte mit Luſt angehoͤret habt ſeyd in gleicher Verdammniß, wo nicht rechtſchaffene Buſſe darauf erfolget.","norm":"Eckart antwortete: Etlichermassen, denn ich erinnere mich da ich in Übernehmung gewisser Rekruten wegen von meinen Fürsten nach Rostock geschickt wurde, war daselbst ein guter Chirurg und umfahrender Arzt, Namens Günther von Nürnberg, der ehemaliger Zeit mir und denen Meinigen viel Gutes getan hat, der stand auf den Markt aus, bei diesen war, wo mir recht ist, dieser Colimber, und vertrat bei ihm die Stelle eines Courtisans oder Harlequins, daselbst trug sich mit ihm eine wunderliche Komödie zu, denn als er in seinen Possen-Reden sich unter anderen derer Worte gebrauchte: Über ein kleines werdet ihr mich sehen, und aber über ein kleines werdet ihr mich nicht sehen, denn ich gehe auf denen Füßen meines Verstandes zur etc. versah er sich dessen nicht, dass er den Sonntag darauf in der Marienkirche daselbst / früh von Herr D. Müllern unter der Predigt deswegen in den Kirchenbann getan wurde, mit folgenden Worten: Du verfluchte Zunge des Courtisans, die du die höchstschmerzlichsten Worte unseres Heilandes, welche er in seiner allergrößten Betrübnis, vor Angehung seines bittersten Leidens gesprochen, zu deiner Leichtfertigkeit gebraucht hast, und zum Spott angeführt, dein Heil ist verloren, deine Verdammnis steht dir entgegen, sofern du nicht deswegen die Gemeinde, die du damit geärgert hast, durch eine öffentliche Kirchenbuße und Reue deines Herzens wiederum selbst reuend machest; und ihr die ihr dergleichen Worte mit Lust angehört habt seid in gleicher Verdammnis, wo nicht rechtschaffene Buße darauf erfolget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.841599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2560,"date":1719,"orig":"Jn der Veſper-Predigt aber wurde er von den Licentiat Barclajo deshalben dem Teufel uͤbergeben, acht tage hernach that dieſer Colimber, oͤffentliche Kirchen-Buſſe, und wurde der Gemeinde mit folgenden Worten kuntgemacht:","norm":"In der Vesperpredigt aber wurde er von den Lizentiat Barclajo deshalb dem Teufel übergeben, acht Tage hernach tat dieser Colimber, öffentliche Kirchenbuße, und wurde der Gemeinde mit folgenden Worten kundgemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2561,"date":1719,"orig":"Unter andern Communicanten befindet ſich auch der Courtiſan, der die gantze Gemeinde, welche er mit ſeinem liederlichem Maule geaͤrgert hat, ſeines groben Fehlers wegen umb Verzeihung bittet, und wird derenthalben heute ſo wohl ſeine innigliche Reu, als oͤffentliche Kirchen-Buſſe thun, ſo weit iſt es daß ich ihn kenne.","norm":"Unter anderen Kommunikanten befindet sich auch der Courtisan, der die ganze Gemeinde, welche er mit seinem liederlichem Maule geärgert hat, seines groben Fehlers wegen um Verzeihung bittet, und wird derenthalben heute so wohl seine innigliche Reue, als öffentliche Kirchenbuße tun, so weit ist es dass ich ihn kenne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.910200119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2562,"date":1719,"orig":"Der Obriſte Lieutenant verſetzte:","norm":"Der oberste Leutnant versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.743100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2563,"date":1719,"orig":"Die Pfaffen haben immer was neues, ein junger Menſch macht ſich luſtig und bedencket nicht allezeit was er redet.","norm":"Die Pfaffen haben immer was Neues, ein junger Mensch macht sich lustig und bedenket nicht allezeit was er redet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.239399909973144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2564,"date":1719,"orig":"Der General replicirte:","norm":"Der General replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.115900039672852} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2565,"date":1719,"orig":"Hr. Obriſt-Lieutenant auf moderndes Fleiſch, ob es gleich jung iſt, gehoͤret eine ſcharffe Bruͤhe, und iſt dieſen Purſchen gar recht geſchehen, damit er ſeinen Fehler erkannt, und kuͤnfftiger Zeit ſeine ungewaſchene Zunge beſſer in acht nimmt, auch andere in ihren Schertz-Reden von ihm lernen vorſichtig und klug ſeyn.","norm":"Hr. Obristleutnant auf moderndes Fleisch, ob es gleich jung ist, gehöret eine scharfe Brühe, und ist diesen Burschen gar recht geschehen, damit er seinen Fehler erkannt, und künftiger Zeit seine ungewaschene Zunge besser in Acht nimmt, auch andere in ihren Scherz-Reden von ihm lernen vorsichtig und klug sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.605100154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2566,"date":1719,"orig":"Wer macht denn aber die Leuthe zu Doctores; thun ſolches nicht Univerſitäten? fragte der General weiter.","norm":"Wer macht denn aber die Leute zu Doctores; tun solches nicht Universitäten? fragte der General weiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.27869987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2567,"date":1719,"orig":"Ach nein mein Herr Graf, antwortete Eckarth, das verrichten die Comites Palatini, denen von Jhro Roͤm. Kaͤyſer, und Koͤnigl. Majeſt. aus ſonderbarem Kaͤyſerlichen Gnaden unterſchiedene Indulten und auch dieſe, Doctores zu creiren verliehen werden.","norm":"Ach nein mein Herr Graf, antwortete Eckart, das verrichten die Comites Palatini, denen von Ihrer Röm. Kaiser, und Königl. Majest. aus sonderbarem kaiserlichen Gnaden unterschiedene Indulten und auch diese, Doctores zu kreieren verliehen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.697700023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2568,"date":1719,"orig":"Dieſe wann ſie Brodt- Mangel haben, oder der Geitz ſie beſeſſen hat, ſo nehmen ſie etliche Thaler und machen ſolche Affen zu Doctores, welche ſo dann zum Unterſcheid der andern Doctores bullati oder Bullen- Doctor intituliret werden, es wird aber keiner von denen andern legitime promotis Doctoribus pro Conſilio admittiret.","norm":"Diese wann sie Brodt-Mangel haben, oder der Geiz sie besessen hat, so nehmen sie etliche Taler und machen solche Affen zu Doctores, welche so dann zum Unterschied der anderen Doctores bullati oder Bullen-Doktor intituliret werden, es wird aber keiner von denen anderen legitime promotis Doctoribus pro Consilio admittiret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.309199810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2569,"date":1719,"orig":"So gieng es endlich noch mit, wann ein vornehmer gelehrter Medicus oder Grund-erfahrner Chirurgus dergleichen Ehren-Ambt beſaͤſſe, und hernach nach vorhergegangenen ſcharffen Examen einem Canditato den Doctor-Titul zueignete.","norm":"So ging es endlich noch mit, wann ein vornehmer gelehrter Medikus oder Grund-erfahrener Chirurg dergleichen Ehrenamt besäße, und hernach nach vorhergegangenen scharfen Examen einem Canditato den Doctortitul zueignete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.777299880981445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2571,"date":1719,"orig":"Ja ſprach der General, Mons.","norm":"Ja sprach der General, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.215099811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2572,"date":1719,"orig":"Eckarth es kommt mir eben vor, als wann ein Domeſticus einen zum Obriſten erwaͤhlet oder wenigſtens ihm den Titul zueignet, wann er gleich Lebenslang keinen Feind vor Augen geſehen, noch in einer Schlacht, jemahls ein Muſquete loßſchieſſen gehoͤret haͤtte/ man ſpielet Comœdien, wann das Kleid ausgezogen, und der Brieff verlohren iſt, ſo iſt der Agent wieder, der er vor dem Spiel geweſen.","norm":"Eckart es kommt mir eben vor, als wann ein Domesticus einen zum Obristen erwählt oder wenigstens ihm den Titel zueignet, wann er gleich Lebenslang keinen Feind vor Augen gesehen, noch in einer Schlacht, jemals ein Musquete losschießen gehöret hätte / man spielet Komödien, wann das Kleid ausgezogen, und der Brief verloren ist, so ist der Agent wieder, der er vor dem Spiel gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292600154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2573,"date":1719,"orig":"Alleine genung hiervon, wir wollen nunmehro, uns zu denen alt gewordenen Perſonen wenden, die Zeitungen haben uns bißhero ſo wohl aus Teutſchland und Franckreich ſehr alte Leuthe von 110. 123. 132. Jahren vorgeſtellet, u. mir ſind ſelbſten unſers Orts ſo wohl unter Stands als geringen Perſonen bekannt, welche ihr Alter mit guten Vigeur der Kraͤffte ſehr hoch gebracht.","norm":"Alleine genug hiervon, wir wollen nunmehr, uns zu denen alt gewordenen Personen wenden, die Zeitungen haben uns bisher so wohl aus Deutschland und Frankreich sehr alte Leute von 110. 123. 132. Jahren vorgestellt, u. mir sind selbst unseres Orts so wohl unter Stands als geringen Personen bekannt, welche ihr Alter mit guten Vigeur der Kräfte sehr hoch gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2342000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2574,"date":1719,"orig":"Es war voreinigen Jahren ein Baron von hohen Alter bey mir, wie ich ihm erzehlte wie mein Vetter ſeel. ein Graf mit ziemlichen Leibes-Kraͤfften das 83ſte Jahr erreichet haͤtte; drehete er ſich auf den einen Fuß herumb ſagende, mein Herr Graf, ich bin noch ein Jahr aͤlter als der ſeel. Herr Graf, und gedaͤchte mir wohl mit einer Dame ein Taͤntzgen zu machen! allein wie das 85ſte Jahr kam, muſte er auch nachwandern; Mir ſind Bauren die noch leben unter meinen Unterthanen bekannt, die biß hundert Jahr ihre Tage zehlen.","norm":"Es war voreinigen Jahren ein Baron von hohen Alter bei mir, wie ich ihm erzählte wie mein Vetter seel . ein Graf mit ziemlichen Leibeskräften das 83ste Jahr erreichet hätte; drehte er sich auf den einen Fuß herum sagende, mein Herr Graf, ich bin noch ein Jahr älter als der seel . Herr Graf, und gedächte mir wohl mit einer Dame ein Tänzen zu machen! allein wie das 85ste Jahr kam, musste er auch nachwandern; mir sind Bauern die noch leben unter meinen Untertanen bekannt, die bis hundert Jahr ihre Tage zählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.260300159454346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2575,"date":1719,"orig":"Der Obriſt-Lieutenant ſagte die Hertzogliche Familie von denen Hertzogen von Schombourg, wie hoch iſt dieſe nicht geſtiegen; denn der Enckel, von den Hertzog der in Savoyen geblieben, war 65. Jahr alt, Eckarth gab vor, das hohe Alter, des Hertzogs von Zelle und Wolffenbuͤttel ſind zu wohl zu admiriren als andere, indem es beyde weit uͤber 80. Jahr gebracht haben.","norm":"Der Obristleutnant sagte die herzogliche Familie von denen Herzogs von Schombourg, wie hoch ist diese nicht gestiegen; denn der Enkel, von den Herzog der in Savoyen geblieben, war 65. Jahr alt, Eckart gab vor, das hohe Alter, des Herzogs von Zelle und Wolfenbüttel sind zu wohl zu admirieren als andere, indem es beide weit über 80. Jahr gebracht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.126399993896484} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2576,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte/ in meiner Jugend iſt ein Bauer-Weib von hundert Jahren und druͤber, eine halbe Meile von der Stadt gelegen in unſer Hauß kommen, und meiner Mutter ſeel. Butter und Milch bracht.","norm":"Eckart sagte / in meiner Jugend ist ein Bauerweib von hundert Jahren und drüber, eine halbe Meile von der Stadt gelegen in unser Haus kommen, und meiner Mutter seel . Butter und Milch brachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481200218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2577,"date":1719,"orig":"Jn Breßlau war ein Exercitien-Meiſter in Reiten und Fechten/ Nahmens Johann Berg, der auch die Exercitia biß faſt an ſein Ende getrieben, der erreichte ein Alter uͤber 100. Jahr (ob er wohl nur vor einen 96er abgekuͤndiget wurde) ein paar Jahr gegen die letzte wolten die Augen nicht recht fort, doch erkannte er aus denen Reden die ihn bekannte gute Freunde, ingleichen eine honette Frau und Wittib, die erlangte auch das 96ſte Jahr, wie viel daſelbſt von Guarniſons-Soldaten zu 96. biß mehr Jahren abgekuͤndiget werden, die Burgerſchaff nicht mit gerechnet, iſt nichts rares, was ſchreibet nicht der vortreffliche Ulmiſche Medicus Thonnerus von ihme ſelbſt, daß er als ein 80. Jaͤhriger Mann, noch ſo vigereus als ein Juͤngling von zwantzig Jahren waͤre:","norm":"In Breslau war ein Exerzitienmeister in Reiten und Fechten / namens Johann Berg, der auch die Exercitia bis fast an sein Ende getrieben, der erreichte ein Alter über 100. Jahr (ob er wohl nur vor einen 96er abgekündigt wurde) ein paar Jahr gegen die letzte wollten die Augen nicht recht fort, doch erkannte er aus denen Reden die ihn bekannte gute Freunde, ingleichen eine honette Frau und Wittib, die erlangte auch das 96ste Jahr, wie viel daselbst von Guarnisons-Soldaten zu 96. bis mehr Jahren abgekündigt werden, die Burgerschaf nicht mit gerechnet, ist nichts Rares, was schreibet nicht der vortreffliche Ulmische Medikus Tonneruss von ihm selbst, dass er als ein 80. Jähriger Mann, noch so vigereus als ein Jüngling von zwanzig Jahren wäre:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.380199909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2578,"date":1719,"orig":"Es wird einem Lande und einer Stadt, zur groͤſten Gluͤckſeeligkeit gerechnet, wann man viel alte Leuthe darinnen zehlen kan: Der Graf Salanin ſprach, es faͤllt mir gleich bey was mir ein guter Freund von denen Hanacken ihres Alters halben erzehlet, es waͤꝛe allda nichts neues, daß die Jnwohner 110. biß 120. Jahr alt wuͤrdẽ, es haͤtte ſich auch einsmahls zugetragẽ, daß ein Bauer ohngefehr 110. Jahr alt, aus dem andern Dorffe ein junges Maͤgdlein heyrathen wollen, der Pfarr an dem Orte, wolte dieſe Heyrath als unter ſo gar im Alter ungleichen Perſonen nicht zugeben.","norm":"Es wird einem Lande und einer Stadt, zur größten Glückseligkeit gerechnet, wann man viel alte Leute darinnen zählen kann: Der Graf Solanin sprach, es fällt mir gleich bei was mir ein guter Freund von denen Hanacken ihres Alters halben erzählt, es wäre allda nichts Neues, dass die Einwohner 110. bis 120. Jahr alt würden, es hätte sich auch einsmals zugetragen, dass ein Bauer ungefähr 110. Jahr alt, aus dem anderen Dorfe ein junges Mägdlein heiraten wollen, der Pfarre an dem Orte, wollte diese Heirat als unter so gar im Alter ungleichen Personen nicht zugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059999942779541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2579,"date":1719,"orig":"Was geſchicht? der Bauer vergeſellſchafftet ſich mit dem Maͤgdlein, ſchwaͤngert ſie, und muſte alſo die Copulation vor ſich gehen, er ſoll ſein Leben biß ins 118. gebracht und noch zwey Knaben gezeuget haben.","norm":"Was geschieht? der Bauer vergesellschaftet sich mit dem Mägdlein, schwängert sie, und musste also die Kopulation vor sich gehen, er soll sein Leben bis ins 118. gebracht und noch zwei Knaben gezeugt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.369200229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2580,"date":1719,"orig":"Eckart ſprach, wann wir die Chronicken durchleſen wollen, werden wir der alten Leuthe viel anmercken koͤñen, ob aber biß 300. Jahr als wie des Caroli Magni Schild-Traͤger Johannes de Temporibus 372. der vermeynte Gualdo der bald 400. Jahr worden iſt, ein Menſch leben kan, muͤſſen wir dahin geſtellt ſeyn laſſen.","norm":"Eckart sprach, wann wir die Chroniken durchlesen wollen, werden wir der alten Leute viel anmerken können, ob aber bis 300. Jahr als wie des Caroli Magni Schild-Träger Johannes de Temporibus 372. der vermeinte Gualdo der bald 400. Jahr worden ist, ein Mensch leben kann, müssen wir dahin gestellt sein lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3719000816345215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2581,"date":1719,"orig":"Es wollen zwar einige in des Koͤnigs Davids erzehlten Alterthum ſo aufs hoͤchſte biß 80. Jahr ſtiege, einen gewiſſen Terminum abſolutivum ſetzen, der aber gar nicht aus ſelbſt eigener Verfolg ſeiner Reden zu nehmen iſt weil er ſpricht, und wenn es koͤſtlich (darinnen die Supernumerarii uͤber 80. zu verſtehen ſind) geweſen iſt, ſo iſt es Muͤh und Arbeit geweſen, den Terminum conſtitutum kan wohl Niemand uͤberſchreiten, weme iſt aber die Zeit u. wie lange offenbahret worden, einmahl iſt wohl gewiß der Tag des Todes iſt beſtimmt, welcher es aber ſeyn wird, iſt ungewiß.","norm":"Es wollen zwar einige in des Königs Davids erzählten Altertum so aufs höchste bis 80. Jahr stiege, einen gewissen Terminum absolutivum setzen, der aber gar nicht aus selbst eigener Verfolg seiner Reden zu nehmen ist weil er spricht, und wenn es köstlich (darinnen die Supernumerarii über 80. zu verstehen sind) gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen, den Terminum constitutum kann wohl niemand überschreiten, wem ist aber die Zeit u. wie lange offenbaret worden, einmal ist wohl gewiss der Tag des Todes ist bestimmt, welcher es aber sein wird, ist ungewiss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0868000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2582,"date":1719,"orig":"Darumb ſprach der Graf Salanin iſt am beſten, daß man ſich alle Stunden, ſo viel als wir arme Menſchen vermoͤgen, zum Abſchiede fertig halten, gleich denen Soldaten, welche allezeit parat zum Fechten ſeyn muͤſſen, damit ſie auf gegebene Ordres ihꝛen Angrieff mit Muth und Bedacht thun koͤnnen.","norm":"Darum sprach der Graf Solanin ist am besten, dass man sich alle Stunden, so viel als wir arme Menschen vermögen, zum Abschiede fertig halten, gleich denen Soldaten, welche allezeit parat zum Fechten sein müssen, damit sie auf gegebene Ordres ihren Angriff mit Mut und Bedacht tun können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331099987030029} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2583,"date":1719,"orig":"Darum iſt wohl ein Tag benimbt, wann aber derſelbe kommt, muß man der Ungewißheit halben ihme einbilden es ſey heute, morgen, und ein jeder Tag, ja eine jegliche Stunde vor ſelbigen zu halten.","norm":"Darum ist wohl ein Tag benimmt, wann aber derselbe kommt, muss man der Ungewissheit halben ihm einbilden es sei heute, morgen, und ein jeder Tag, ja eine jegliche Stunde vor selbigen zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326799869537353} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2584,"date":1719,"orig":"Allein, welcher geſtalt man ſein Leben biß zu dem von GOtt verordneten Ziel bringen kan, denn was mir einer von Verlaͤngern, anders er mir nicht die Verkuͤrtzung des Lebens deme entgegen ſetzt, ſagen will/ halte ich vor eine Phantaſterey; Gleich, als wann ich etwas zu einer Vermehrung ohne Zulaſſung des Principals ausrichten wolte:","norm":"Allein, welcher Gestalt man sein Leben bis zu dem von Gott verordneten Ziel bringen kann, denn was mir einer von Verlängern, anders er mir nicht die Verkürzung des Lebens dem entgegensetzt, sagen will / halte ich vor eine Phantasterei; Gleich, als wann ich etwas zu einer Vermehrung ohne Zulassung des Prinzipals ausrichten wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.15749979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2585,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte daß ein Menſch durch unordentliches Leben, mit Freſſen, Sauffen, Debauchiren, Careſſen, Harm, Zorn, Kummer und andern Gemuͤths- Affecten; Jtem Reiten, Springen, Fechten, Lauffen und ſtarcken Leibes-Bewegungen, und was mehr der Natur eines Menſchen zu wider iſt thun, verkuͤrtzen kan, iſt kein Zweifel und lehren uns deſſen die Exempel.","norm":"Eckart sagte dass ein Mensch durch unordentliches Leben, mit Fressen, Saufen, Debauchieren, Zaressen, Harm, Zorn, Kummer und anderen Gemüths-Affekten; Item Reiten, Springen, Fechten, Laufen und starken Leibesbewegungen, und was mehr der Natur eines Menschen zu wider ist tun, verkürzen kann, ist kein Zweifel und lehren uns dessen die Exempel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.096099853515625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2586,"date":1719,"orig":"Herentgegen, wer maͤßig lebt, ja wohl zu weilen durch ein wenig Faſten den Leib caſteyet, der Natur mit denen ihr covenienten Diæt, ſo wohl in Eſſen, Trincken, Gemuͤths- und Leibes Bewegungen und andern ihr angenehmen Sachen beyraͤthig iſt, der wird hoffentlich, anders ſein inneres Leben mit den goͤttlichen Willen conform iſt, ſein Leben biß an das von GOTT ihm geſetzte Ziel bringen.","norm":"Herentgegen, wer mäßig lebt, ja wohl zu weilen durch ein wenig Fasten den Leib kasteiet, der Natur mit denen ihr covenienten Diät, so wohl in Essen, trinken, Gemüths- und Leibes Bewegungen und anderen ihr angenehmen Sachen beirätig ist, der wird hoffentlich, anders sein inneres Leben mit den göttlichen Willen konform ist, sein Leben bis an das von GOTT ihm gesetzte Ziel bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460499763488769} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2587,"date":1719,"orig":"Denn ſo viel mir noch bekannt geweſen die ein hohes Alter erreichet haben, ſind mehrentheils Leuthe hagerer Leibes- Conſtitution geweſen, und haben ſich in vorgenannter Diæt gantz genau in acht genommen; ob wohl auch einige obœſi und corpulente die denen Debauchen nachhaͤngen in ein hohes Alter kommen, ſo ſind ſie immer aufſtoͤßig, woraus ich ſchlieſſe, ſie haͤtten bey guter Obſervanz ihr Leben biß zum beſtimmten Ende, das vielleicht weiter hinaus geſetzt war, laͤnger erhalten koͤnnen.","norm":"Denn so viel mir noch bekannt gewesen die ein hohes Alter erreichet haben, sind mehrenteils Leute hagerer Leibes-Konstitution gewesen, und haben sich in vorgenannter Diät ganz genau in Acht genommen; ob wohl auch einige öse und korpulente die denen Debauchen nachhängen in ein hohes Alter kommen, so sind sie immer aufstössig, woraus ich schließe, sie hätten bei guter Observanz ihr Leben bis zum bestimmten Ende, das vielleicht weiter hinausgesetzt war, länger erhalten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.192500114440918} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2588,"date":1719,"orig":"Es iſt mir ein beruͤhmter und Grund erfahrner Medicus, der bereits viel Jahre zuruͤck gelegt hat bekannt, derſelbe wird den gantzen Tag von fruͤh an biß auf den Abend, nichts, wie es auch Nahmen haben mag eſſen noch tꝛincken, ober gleich in allerhand Unluſt, bey Beſuchung derer Patienten ſeinen Leib exponirt, und nur etwas weniges geſſen und zu trincken vermocht.","norm":"Es ist mir ein berühmter und Grund erfahrener Medikus, der bereits viel Jahre zurückgelegt hat bekannt, derselbe wird den ganzen Tag von früh an bis auf den Abend, nichts, wie es auch Namen haben mag essen noch trinken, oder gleich in allerhand Unlust, bei Besuchung derer Patienten seinen Leib exponiert, und nur etwas weniges gegessen und zu trinken vermocht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3719000816345215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2589,"date":1719,"orig":"Der Obriſt-Lieutenant gab vor des langen Lebens halber, wolte er ſeinẽ Leibes-Affecten in ordentlicher Begierde nichts verwehren, noch bey guter Compagnie einem Freunde einen Trunck verſagen, und wer kan auch in unſer Condition des Zorns und andern Gemuͤths-Æffecten ſich ſo enthalten, daß er nicht zuweilen excediren ſolte.","norm":"Der Obristleutnant gab vor des langen Lebens halber, wollte er seinen Leibes-Affecten in ordentlicher Begierde nichts verwehren, noch bei guter Compagnie einem Freunde einen Trunk versagen, und wer kann auch in unser Kondition des Zorns und anderen Gemüths-AEffecten sich so enthalten, dass er nicht zuweilen exzedieren sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331699848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2590,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, es ſtehet einen jeden (bevoraus die es abwarten koͤnnen) frey, was er hierinnen amplectiren wil; Es geſchiehet wohl zum offtern daß man in Kriege und auf Reiſen, wann man nichts uͤbrig hat die menage nolens volens thun mu��.","norm":"Eckart replizierte, es steht einen jeden (bevoraus die es abwarten können) frei, was er hierinnen amplectiren will; es geschieht wohl zum Öfteren dass man in Kriege und auf Reisen, wann man nichts übrig hat die Menage nolens volens tun muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496399879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2591,"date":1719,"orig":"Der General Salanin ſagte:","norm":"Der General Solanin sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.687399864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2592,"date":1719,"orig":"Es iſt einſten ein alter Curioſus der ſich vor 112. Jahr ausgab, und mir anwieſe, wie ich mein Leben auf gleiches Alter bringen ſolte, zu mir kom̃en; alleine ſeine media ſtunden mir nicht an; Wie zog er denn auf? fragte Eckarth! der General antwortete:","norm":"Es ist einst ein alter Curiosus der sich vor 112. Jahr ausgab, und mir anwiese, wie ich mein Leben auf gleiches Alter bringen sollte, zu mir kommen; alleine seine media standen mir nicht an; wie zog er denn auf? fragte Eckart! der General antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.633900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2593,"date":1719,"orig":"Er gieng faſt wie ein Peꝛſianer angekleidet, einen langen weißlichten Barth, ſonſt von feinem Anſehen, ſeiner Reden nach, wolte er mir den ausgegebenen Alter nach nicht conform vorkommen, doch ſeinen Diſcours nach konte ich abnehmen er ſey aus einen Fuͤrſtlichen Geſchlecht, gleich dem von welchen der Herr Bruder zuvor gedacht, entſproſſen; Mein Herr Graf, ich habe dieſen Wunder-wirckenden Mann auch geſehen und mit ihm geredet, ihm waren die Occidentaliſche Sprachen nicht unbekannt, ſonſten gefiel er mir hierinnen gar wohl, daß er bey ſeinem inniglichen Hochmuth gar complaiſant war; allein von dieſen vorgegebenen Alter war ich unglaͤubig, der Obriſt-Lieutenant ſprach: vielleicht hat er den Sommer mit dem Herbſt incluſive, und den Winter mit dem Fruͤhling, gleich dem Musſitano, der vor 6. Jahren ſich hier aufgehalten, und Euer Excellenz wohl wiſſend ſeyn wird, jedes vor ein Jahr gerechnet; kaͤme alſo meinem computo nach richtig auf 56. Jahr, und an welchen ich dennoch zweifele, dieweil uͤberall, ſich noch viel ſchwaꝛtzlichte Haare mit unter fanden.","norm":"Er ging fast wie ein Persianer angekleidet, einen langen weißlichen Barth, sonst von feinem Ansehen, seiner Reden nach, wollte er mir den ausgegebenen Alter nach nicht konform vorkommen, doch seinen Discours nach konnte ich abnehmen er sei aus einen fürstlichen Geschlecht, gleich dem von welchen der Herr Bruder zuvor gedacht, entsprossen; Mein Herr Graf, ich habe diesen Wunder-wirkenden Mann auch gesehen und mit ihm geredet, ihm waren die Okzidentalische Sprachen nicht unbekannt, sonsten gefiel er mir hierinnen gar wohl, dass er bei seinem inniglichen Hochmut gar complaisant war; allein von diesen vorgegebenen Alter war ich ungläubig, der Obristleutnant sprach: vielleicht hat er den Sommer mit dem Herbst inklusive, und den Winter mit dem Frühling, gleich dem Mussitano, der vor 6. Jahren sich hier aufgehalten, und Euer Exzellenz wohl wissend sein wird, jedes vor ein Jahr gerechnet; käme also meinem computo nach richtig auf 56. Jahr, und an welchen ich dennoch zweifele, dieweil überall, sich noch viel Schwarzlichte Haare mitunter fanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373300075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2594,"date":1719,"orig":"Der General verſetzte, dieſe eingemengte ſchwartze Haare, ſind ſeinen Vorgeben nach die neuen Milch-Haare, welche bey Renovation ſeiner Jugend hervor ſtoſſen, Eckarth und der Obriſte-Lieutenant, laͤchelten; vielleicht fieng Eckarth an, kan ein guter Duͤnger etwas dabey thun, wann des Herrn Obriſt- Lieutenants Vergeben nach dieſer Curioſus ein halb Jahr vor ein gantzes rechnete und alſo in der Jahr-Rechnung mit denen Meißniſchen Bauern, die ihr Alter von denen Miſtfuhren rechnen, gleicher Meynung iſt: nichts iſt zu verwundeꝛn, als daß allerley Leuthe, ſonderlich hohe Perſonen von dergleichẽ Leuthen in Einbildung der gewiſſen Wahrheit umbgefuͤhrt u. inducirt werden/ und das geſchiehet faſt durchgehends; doch iſt mir ein Oꝛth bekannt dahin alle Proceſs- Kraͤmer und Circulirer, wo ſie nur faſt zu finden ſeyn, ziehen, umb denen Leuthen Geheimnuͤſſe zu vertrauen, und mit der Zeit die ihnen anhangende Gelbeſucht und weiſſes Fieber zu vertreiben; Es ſagte einsmahls einer meiner guten Fꝛeunde zu mir, daß ſeineꝛ Rechnung nach ſo lange er ſich an ſelbigen Orte aufgehalten habe, ſich mehr als 600. ja wohl in einer weit groͤſſeren Zahl eingefunden von ausgegebenen Grafen, Barones, Edlen, Kauff- und Handwercks Leuten, Mannen- und Weibes-Perſonen, Officirern und gemeinen Soldaten ꝛc.","norm":"Der General versetzte, diese eingemengte schwarze Haare, sind seinen Vorgeben nach die neuen Milch-Haare, welche bei Renovation seiner Jugend hervorstoßen, Eckart und der Obristelieutenant, lächelten; vielleicht fing Eckart an, kann ein guter Dünger etwas dabei tun, wann des Herrn Obrist-Leutnants Vergeben nach dieser Curiosus ein halb Jahr vor ein ganzes rechnete und also in der Jahresrechnung mit denen Meißenischen Bauern, die ihr Alter von denen Mistfuhren rechnen, gleicher Meinung ist: Nichts ist zu verwundern, als dass allerlei Leute, sonderlich hohe Personen von dergleichen Leuten in Einbildung der gewissen Wahrheit umgeführt u. induziert werden / und das geschieht fast durchgehend; doch ist mir ein Ort bekannt dahin alle Process-Krämer und Circulire, wo sie nur fast zu finden sein, ziehen, um denen Leuten Geheimnisse zu vertrauen, und mit der Zeit die ihnen Anhangende Gelbesucht und weißes Fieber zu vertreiben; es sagte einsmals einer meiner guten Freunde zu mir, dass seiner Rechnung nach so lange er sich an selbigen Orte aufgehalten habe, sich mehr als 600. ja wohl in einer weit größeren Zahl eingefunden von ausgegebenen Grafen, Barones, Edlen, Kauff- und Handwerks Leuten, Mannen- und Weibespersonen, Offizieren und gemeinen Soldaten etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440000057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2595,"date":1719,"orig":"Er rechnete allein faſt mehr als 60. Perſonen die ihn beſucht, ohne die an ihn geſchrieben haͤtten, wo ſich Liebhaber zu curieuſen Sachen vornehmlich Gold und Silber auszuziehen, und das Univerſale zu machen befaͤnden, ihnen davon rapport zu geben.","norm":"Er rechnete allein fast mehr als 60. Personen die ihn besucht, ohne die an ihn geschrieben hätten, wo sich Liebhaber zu kuriosen Sachen vornehmlich Gold und Silber auszuziehen, und das Universale zu machen befänden, ihnen davon Rapport zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.453000068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2596,"date":1719,"orig":"Er waͤre aber ſo wohl von denen erſteren ſo ungluͤcklich geweſen, daß ſie nach der erſteren oder hoͤchſtens anderen Beſuchung ausgeblieben, noch die anderen, auf ſeine Antwort wiederum geſchrieben haͤtten. O ho! verſetzte der Obriſt-Lieutenant, ſie kommen hier wohl ſo ſtarck als an einem Orthe an, allein nachdem einer oder der andere umb etliche tauſend Thaler gebrennet worden, ſcheuen ſie nun das Feuer, ich kenne den Freund gar wohl, und verhoffen wir ihn, wo er lebendig verbleibet, umb Pfingſten kuͤnfftiges Jahr bey uns zuhaben, hiermit raͤunte er Eckarthen was ins Ohr.","norm":"Er wäre aber so wohl von denen ersteren so unglücklich gewesen, dass sie nach der ersteren oder höchstens anderen Besuchung ausgeblieben, noch die anderen, auf seine Antwort wiederum geschrieben hätten . O ho! versetzte der Obristleutnant, sie kommen hier wohl so stark als an einem Orte an, allein nachdem einer oder der andere um etliche tausend Taler gebrannt worden, scheuen sie nun das Feuer, ich kenne den Freund gar wohl, und verhoffen wir ihn, wo er lebendig verbleibet, um Pfingsten künftiges Jahr bei uns zuhaben, hiermit raunte er Eckarten was ins Ohr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.245999813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2597,"date":1719,"orig":"Ja ſagte er, dieſer iſt es, der General ſprach, nein wie geheimb!","norm":"Ja sagte er, dieser ist es, der General sprach, nein wie geheim!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.668099880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2598,"date":1719,"orig":"er hat mir ſchon vor drey Wochen deßwegen geſchrieben, eben dieſer iſt es fuhr der General fort, der ſo wohl mich als andere Grafen und Standes-Perſonen von dergleichen Allphantzereyen auf andere Gedancken gebracht hat.","norm":"er hat mir schon vor drei Wochen deswegen geschrieben, eben dieser ist es fuhr der General fort, der so wohl mich als andere Grafen und Standespersonen von dergleichen Alfanzereien auf andere Gedanken gebracht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.582399845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2599,"date":1719,"orig":"Er erzehlte uns vielerley von denen ihnen begegneten Maſqueraden:","norm":"Er erzählte uns vielerlei von denen ihnen begegneten Maskeraden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.250699996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2600,"date":1719,"orig":"Unter andern waren zwey der remarquableſten.","norm":"Unter anderen waren zwei der remarquablesten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.63539981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2601,"date":1719,"orig":"Es trug ſich zu daß ein groſſer Virtuoſus, ſo wohl dem Stande als vortrefflicher Wiſſenſchafft nach, der in Orient-als Occidentaliſchen Sprachen erfahren war, und aus groſſen Reiſen eine beſondere connoiſſance Hoher und Adlicher Familien hatte, ihn beſuchte, von allerhand curieuſen Sachen diſcurirte, biß er endlich auf das Univerſale kam, und ihn ein und das andere bereden wolte, der Fꝛeund ſagte zu ihm, Monſ. ſie gebrauchen ſich meines Laboratorii und zugehoͤriger Materialien die ſchon wohl ausgearbeitet ſeyn nach ihren Gefallen:","norm":"Es trug sich zu dass ein großer Virtuosos, so wohl dem Stande als vortrefflicher Wissenschaft nach, der in Orient- als Okzidentalischen Sprachen erfahren war, und aus großen Reisen eine besondere connoissance hoher und adliger Familien hatte, ihn besuchte, von allerhand kuriosen Sachen diskurierte, bis er endlich auf das Universale kam, und ihn ein und das andere bereden wollte, der Freund sagte zu ihm, Mons . sie gebrauchen sich meines Laboratorii und zugehöriger Materialien die schon wohl ausgearbeitet sein nach ihren Gefallen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183800220489502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2602,"date":1719,"orig":"Nach welchen, als ſie nun noch unterſchiedene Diſcourſe gefuͤhret hatten.","norm":"Nach welchen, als sie nun noch unterschiedene Diskurse geführt hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.344500064849853} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2603,"date":1719,"orig":"Spricht der Virtuoſus, aber! der Freund replicirt dieſes Wort, Monſ. der aber haͤlt ſich in Braband auf, daß ich alſo den Herrn vor dieſes mahl nicht fugen kan: damit wurde er dieſes Gaſtes loß.","norm":"Spricht der Virtuosos, aber! der Freund repliziert dieses Wort, Mons . der aber hält sich in Braband auf, dass ich also den Herrn vor dieses Mal nicht fugen kann: damit wurde er dieses Gastes los.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.536399841308594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2604,"date":1719,"orig":"Ein ander war einer von denen allereinfaͤltigſten Schoͤpſen, der kommt zu ihm und zeiget ihme faſt uͤber 40. geſchriebene Proceſſe, der Freund laufft ſie mit groſſer Gedult durch, und leget ihme andere von ſeinen aufgeſammelten Proceſſen fuͤr, ſagende: Wofern der Herr einigen Verſtand von der Chymie hat, ſo wird er befinden daß dieſe Proceſſe gar leichtlich auszuarbeiten ſind, und ſind doch die wenigſten wahr, doch zeigen ſie noch endlich ein Vermoͤgen; aber alle ſeine Proceſſe ſind nicht eines Hellers werth, ja die Zeit zum Duꝛchleſen iſt zu edel hierauf zu wenden, darauf fragte er ihn, hat er etwas in der Feuer-Kunſt gethan?","norm":"Ein ander war einer von denen einfältigsten Schöpsen, der kommt zu ihm und zeiget ihm fast über 40. geschriebene Prozesse, der Freund lauft sie mit großer Geduld durch, und leget ihm andere von seinen aufgesammelten Prozessen für, sagende: Sofern der Herr einigen Verstand von der Chemie hat, so wird er befinden dass diese Prozesse gar leichtlich auszuarbeiten sind, und sind doch die wenigsten wahr, doch zeigen sie noch endlich ein Vermögen; aber alle seine Prozesse sind nicht eines Hellers wert, ja die Zeit zum Durchlesen ist zu edel hierauf zu wenden, darauf fragte er ihn, hat er etwas in der Feuerkunst getan?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.20389986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2605,"date":1719,"orig":"da antwortete er mit Nein, darauf ſchickte ihn der Freund fort mit der Lehre er ſolte dergleichen Albertaͤten muͤßig gehen, damit er nicht unter die Rauch-Verkaͤuffer moͤchte gerechnet werden:","norm":"da antwortete er mit Nein, darauf schickte ihn der Freund fort mit der Lehre er sollte dergleichen Albertäten müßig gehen, damit er nicht unter die Rauch-Verkäufer möchte gerechnet werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9019999504089355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2606,"date":1719,"orig":"Ja ſprach Eckarth, darumb ſaget er dieweil alle Phantaſten ſich an den Orth verfuͤgten, muͤſten ſie ſich einbilden es waͤren keine groͤſſere der Einfalt und Leichtglaͤubigkeit ergebene Perſonen in Europa, als eben an den Orth.","norm":"Ja sprach Eckart, darum sagt er dieweil alle Phantasten sich an den Ort verfügten, müssten sie sich einbilden es wären keine größere der Einfalt und Leichtgläubigkeit ergebene Personen in Europa, als eben an den Ort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.23769998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2607,"date":1719,"orig":"Aber nichts einfaͤltigers iſt, als wann die Leuthe lauter Experienz in ein hohes Alter ſetzen, das muß ihnen alles zeigen koͤnnen, vel quaſi, nicht auch unter Alten, Phanſtaten u. Betruͤger gefunden wuͤrden; und in ſolchen faſt mehr, als bey niedrigen Alter.","norm":"Aber nichts Einfältigeres ist, als wann die Leute lauter Experienz in ein hohes Alter setzen, das muss ihnen alles zeigen können, vel quasi, nicht auch unter Alten, Fanstaten u. Betrüger gefunden würden; und in solchen fast mehr, als bei niedrigen Alter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.089499950408935} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2608,"date":1719,"orig":"Gleichwie einem gewiſſen Medico in Wien wiederfuhr, zu dieſen wurde von einen Convent ein Bruder ihn umb etwas zu conſuliren abgeſchickt:","norm":"Gleichwie einem gewissen Medico in Wien widerfuhr, zu diesen wurde von einen Konvent ein Bruder ihn um etwas zu consuliren abgeschickt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.119100093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2609,"date":1719,"orig":"Wie der Bruder zu dem Medico kommt, fragte er ihn, ob er die geſuchte Perſon waͤre?","norm":"Wie der Bruder zu dem Medico kommt, fragte er ihn, ob er die gesuchte Person wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.133900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2610,"date":1719,"orig":"Er ſagte ja! der Bruder uͤbergab ihn den Brief, und ſahe ihn ſcharff ins Geſicht.","norm":"Er sagte ja! der Bruder übergab ihn den Brief, und sah ihn scharf ins Gesicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.170400142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2611,"date":1719,"orig":"Der Medicus fragte den Bruder, warumb er ihn ſo genau betrachtete, ob er etwan ein Mißtrauen in ſeine Perſon ſetzte? der Bruder antwortete ja! er kaͤme ihn der Beſchreibung nach zu jung vor/ daß er muthmaßte er haͤtte etwan der Perſon verfehlet, ſie haͤtten in den Convent ihnen gaͤntzlich eingebildet er muͤſte wenigſten 60. Jahr alt ſeyn.","norm":"Der Medikus fragte den Bruder, warum er ihn so genau betrachtete, ob er etwan ein Misstrauen in seine Person setzte? der Bruder antwortete ja! er käme ihn der Beschreibung nach zu jung vor / dass er mutmaßte er hätte etwan der Person verfehlet, sie hätten in den Konvent ihnen gänzlich eingebildet er müsste wenigsten 60. Jahr alt sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.276500225067139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2612,"date":1719,"orig":"Der Medicus zeigte ihm die mit den Obriſten des Convents gewechſelte Briefe, ſagende: daraus erkenne der Herr, daß ich die rechte Perſon ſey, ob ich wohl noch 20. Jahr juͤnger bin, daran iſt nichts gelegen, einer der muͤhſam iſt, und die Koſten nicht ſparen darff, kan freylich eher und juͤnger zu einer Wiſſenſchafft als eineꝛ dem beydes mangelt, im hoͤchſten Alter gelangen.","norm":"Der Medikus zeigte ihm die mit den Obristen des Konvents gewechselte Briefe, sagende: daraus erkenne der Herr, dass ich die rechte Person sei, ob ich wohl noch 20. Jahr jünger bin, daran ist nichts gelegen, einer der mühsam ist, und die Kosten nicht sparen darf, kann freilich eher und jünger zu einer Wissenschaft als einer dem beides mangelt, im höchsten Alter gelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487800121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2613,"date":1719,"orig":"Worauf dieſer Bruder ſich zu frieden begab, und mit der Antwort zuruͤck eilete.","norm":"Worauf dieser Bruder sich zu Frieden begab, und mit der Antwort zurückeilte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.525899887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2614,"date":1719,"orig":"Jene junge abgeordnete Geſandten vermeynten, wann ihr Principal gewuſt haͤtte daß die Weißheit bey langen Baͤrthen gefunden wuͤrde, haͤtte er ein paar alte Ziegen-Boͤcke an ihrer ſtatt, geſchickt.","norm":"Jene junge abgeordnete Gesandten vermeinten, wann ihr Prinzipal gewusst hätte dass die Weisheit bei langen Bärten gefunden würde, hätte er ein paar alte Ziegenböcke an ihrer statt, geschickt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0524001121521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2615,"date":1719,"orig":"Es iſt wohl nicht ohne, ſprach der General, daß man der langen Erfahrung wegen das Alter fragen ſoll.","norm":"Es ist wohl nicht ohne, sprach der General, dass man der langen Erfahrung wegen das Alter fragen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.89169979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2616,"date":1719,"orig":"Doch heiſt es auch, Alter hilfft vor Thorheit nicht, mir kommt nichts wunderlichers vor, als wann die Medicin ein Chamœleon waͤre, daß wie ſich dieſes allen Farben accommodirte jene ſo wohl allen Betruͤgern, Spitzbuben als denen wohlerfahrnen und gelehrten Leuthen in ihren Schelmereyen als redlichen Anordnungen, ſich bequaͤmen und zu Gefallen ſeyn muͤſte.","norm":"Doch heißt es auch, Alter hilft vor Torheit nicht, mir kommt nichts wunderlicheres vor, als wann die Medizin ein Chamoeleon wäre, dass wie sich dieses allen Farben akkommodierte jene so wohl allen Betrügern, Spitzbuben als denen wohlerfahrenen und gelehrten Leuten in ihren Schelmereien als redlichen Anordnungen, sich bequemen und zu Gefallen sein müsste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426000118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2617,"date":1719,"orig":"Wann einer nichts mehr anzufangen weiß, ſo muß der Artzney ihm zum Betruͤgen behuͤlfflich ſeyn.","norm":"Wann einer nichts mehr anzufangen weiß, so muss der Arznei ihm zum Betrügen behilflich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2618,"date":1719,"orig":"Zu welcher Sorte der Mediciniſchen Maul-Affen weꝛden dieſe Alfantzer gerechnet?","norm":"Zu welcher Sorte der medizinischen Maulaffen werden diese Alfanze gerechnet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.78439998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2619,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete, unter die erſte Sorte noch weniger, als unter die mittel Sorte, darein koͤnnen ſie nicht genommen werden, jene verkauffen und thun doch was nuͤtzlichers, dieſe aber geben Wind und Worte ſo theuer, daß mancher nicht allein umb das Seinige kommt, ſondern auch vor Scham das Land raͤumen oder andeꝛn zum elenden Spectacul herumb gehen muß; ich meinem Urtheil nach ſetze ſie unter die allergeringſte Sorte, wo nur noch deren Cameraden ſie unter ihnen leiden wollen; Der Graf Salanin replicirte:","norm":"Eckart antwortete, unter die erste Sorte noch weniger, als unter die Mittel Sorte, darein können sie nicht genommen werden, jene verkaufen und tun doch was Nützlicheres, diese aber geben Wind und Worte so teuer, dass mancher nicht allein um das Seinige kommt, sondern auch vor Scham das Land räumen oder andern zum elenden Spektakel herumgehen muss; ich meinem Urteil nach setze sie unter die allergeringste Sorte, wo nur noch deren Kameraden sie unter ihnen leiden wollen; der Graf Solanin replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1981000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2620,"date":1719,"orig":"Der Herr Bruder verwirfft dieſe Leuthe gantz und gar, vielleicht haben ſie ihn auch bey dem Schoͤſſel bekommen?","norm":"Der Herr Bruder verwirft diese Leute ganz und gar, vielleicht haben sie ihn auch bei dem Schüssel bekommen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9191999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2621,"date":1719,"orig":"Nein mein Herr Graf antwortete Eckarth, ich habe auf dergleichen Kuͤnſte die nichts einbringen, nie einen Heller verwandt, noch denen albernen Vortraͤgen einiger Windverkaͤuffern Glauben gegeben.","norm":"Nein mein Herr Graf antwortete Eckart, ich habe auf dergleichen Künste die nichts einbringen, nie einen Heller verwandt, noch denen albernen Vorträgen einiger Windverkäuffern Glauben gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.627999782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2622,"date":1719,"orig":"Der Graf Salanin ſprach, genung vor dieſes mahl von denen Landſtoͤrtzern und Betruͤgern, wir wollen dieſen Diſcours mit einen nuͤtzlicheꝛen verwechſeln.","norm":"Der Graf Solanin sprach, genug vor dieses Mal von denen Landstörtzern und Betrügern, wir wollen diesen Discours mit einen nützlicheren verwechseln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.17080020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2623,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie nun von allerhand politiſch- und Kriegs-Begebenheitẽ diſcurirt hatten, ſchieden ſie mit allen Vergnuͤgen von einander.","norm":"Nachdem sie nun von allerhand politisch- und Kriegs-Begebenheiten diskuriert hatten, schieden sie mit allen Vergnügen voneinander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4653000831604} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2624,"date":1719,"orig":"Wie Eckarth in ſein Logiment kam, fragte er Gottharten und Siegfrieden:","norm":"Wie Eckart in sein Logement kam, fragte er Gottharten und Siegfrieden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.106200218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2625,"date":1719,"orig":"Jn was Stande ſie die Zimmer und die von ihnen zuruͤckgelaſſene Sachen bey ihrer Einkunfft befunden haͤtten? antworteten ſie/ in dem Stande, wie wir es vor unſer Abreiſe verlaſſen haben: mit Vermelden daß auf morgen Mons.","norm":"In was Stande sie die Zimmer und die von ihnen zurückgelassene Sachen bei ihrer Einkunft befunden hätten? antworteten sie / in dem Stande, wie wir es vor unser Abreise verlassen haben: mit Vermelden dass auf morgen Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.658100128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2626,"date":1719,"orig":"Threnacker zu ſie kommen, ſich hatte anſagenlaſſen; Eckarth ſprach, deſſen Gegenwart wird mir angenehm ſeyn, denn ich, weil wir uns doch hier nach goͤttlichen Willen biß Faſtnacht aufhalten werden, gerne mit einem Medico dieſes Orts mich moͤchte bekannt machen, umb wegen einiger Baͤder Bewandniß ihn zu befragen.","norm":"Thraker zu sie kommen, sich hatte Ansagenlassen; Eckart sprach, dessen Gegenwart wird mir angenehm sein, denn ich, weil wir uns doch hier nach göttlichen Willen bis Fastnacht aufhalten werden, gerne mit einem Medico dieses Orts mich möchte bekannt machen, um wegen einiger Bäder Bewandtnis ihn zu befragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.20989990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2627,"date":1719,"orig":"Des Tages darauf kam Threnacker und beſuchte unſere Reiſende, die ihn mit einigen Schaͤlchen Chavee-Tranck, regalirten.","norm":"Des Tages darauf kam Thraker und besuchte unsere Reisende, die ihn mit einigen Schälchen Chavee-Tranck, regalierten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.192399978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2628,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte Threnacker, ob ihme nicht in Garpa ein Medicus bekannt waͤre der gute Wiſſenſchafft von Baͤdern haͤtte, und ein Chymicus waͤre?","norm":"Eckart fragte Thraker, ob ihm nicht in Garpa ein Medikus bekannt wäre der gute Wissenschaft von Bädern hätte, und ein Chymicus wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.314199924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2629,"date":1719,"orig":"Threnacker antwortete, ja!","norm":"Thraker antwortete, ja!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.662899971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2630,"date":1719,"orig":"mein Patron, wir ſind geſtern in einen Garten beyſammen geweſen, und mit vielerley Diſcourſen uns divertiret, wir werden auch heute Nachmittage in eben den Garten (der nicht allzuweit von hier iſt) unſerer Abꝛede nach auf ein Kegelſpiel und Geſpraͤch wieder zuſammen kommen, wo ihnen nun geliebt mit deren werthen Præſenz unſere Compagnie zu beehren, werde ich ſie nicht allein anſagen, ſondern auch bey Erlaubniß ſie zu beſtimmter Zeit kommen, abzuholen.","norm":"mein Patron, wir sind gestern in einen Garten beisammen gewesen, und mit vielerlei Diskursen uns divertieret, wir werden auch heute Nachmittage in eben den Garten (der nicht allzu weit von hier ist) unserer Abrede nach auf ein Kegelspiel und Gespräch wieder zusammen kommen, wo ihnen nun geliebt mit deren wehrten Präsenz unsere Compagnie zu beehren, werde ich sie nicht allein ansagen, sondern auch bei Erlaubnis sie zu bestimmter Zeit kommen, abzuholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.278900146484375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2631,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich zum hoͤſtichſten vor angebothene Muͤhwaltung mit Verſprechen zu ſeiner Zeit es wieder gleichguͤltig zu machen.","norm":"Eckart bedankte sich zum höstichsten vor angebotene Mühwaltung mit Versprechen zu seiner Zeit es wieder gleichgültig zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.357100009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2632,"date":1719,"orig":"Nachdem Threnacker ſich mit denen jungen Herren eine Zeitlang beſprochen hatte, nahm er Adieu, mit Verſicherung ſeiner gegebenen Paroles exact nachzuleben.","norm":"Nachdem Thraker sich mit denen jungen Herren eine Zeitlang besprochen hatte, nahm er Adieu, mit Versicherung seiner gegebenen Paroles exakt nachzuleben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.376999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2633,"date":1719,"orig":"Nach mittage umb 2. Uhr ſtellten ſich Threnacker mit ſeinen Stuben-Geſellen Leonhard bey unſern Reiſenden ein, da denn Eckarth mit Siegfried und Gotthart in Begleitung der Studioſorum in den Garten giengen, woſelbſt ſie eine renomirliche und unter denen, Herrn Doctor Pilovski wie Threnacker gemeldet, antraffen; nachdem nun die Unſrigen dem Kegel-Spiel eine Weile zugeſehen hatten, gewann Eckarth Rede an den Doctor, da denn ein Wort das andere gab, biß ihn Eckarth in das Luſt-Hauß auf einen Trunck Wein noͤthigte; der Doctor entſchuldigte ſich wohl erſtlich, endlich aber gieng er mit Threnackern ein.","norm":"Nach mittage um 2. Uhr stellten sich Thraker mit seinen Stubengesellen Leonhard bei unseren Reisenden ein, da denn Eckart mit Siegfried und Gotthart in Begleitung der Studiosorum in den Garten gingen, woselbst sie eine renomirliche und unter denen, Herrn Doktor Pilovski wie Thraker gemeldet, antrafen; nachdem nun die Unsrigen dem Kegelspiel eine Weile zugesehen hatten, gewann Eckart Rede an den Doktor, da denn ein Wort das andere gab, bis ihn Eckart in das Lusthaus auf einen Trunk Wein nötigte; der Doktor entschuldigte sich wohl erstlich, endlich aber ging er mit Thrakern ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.221399784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2634,"date":1719,"orig":"Als ſie nun bey einer guten Weile bald diß bald was anders diſcurrirten, kam Eckarth auf die Warmen-Baͤder zu reden, da denn Monſ.","norm":"Als sie nun bei einer guten Weile bald dies bald was anders diskurrierten, kam Eckart auf die Warmenbäder zu reden, da denn Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.70989990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2635,"date":1719,"orig":"Pilovski ihme gnuͤgliche Antwort gab, und bewieſe daß er in deꝛen Unteꝛſuchung keine Muͤhe geſpaꝛet haͤtte, beſondeꝛs des Landeck- und Hirſchbergeꝛ Bades, ingleichen des Johannis-Brunns.","norm":"Pilovski ihm genügliche Antwort gab, und beweise dass er in deren Untersuchung keine Mühe gespart hätte, besonders des Landeck- und Hirschberger Bades, ingleichen des Johannis-Bronns.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.828700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2636,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, ich habe von dieſen dꝛeyen warmen Brunnen viel geleſen, und ſie ruͤhmen gehoͤret, jedeñoch moͤchte ich von eines jeden und ſonderlich von den Hirſchberger Bade genauern Unterricht haben, Pilovski ſagte, ſo viel mir von demſelben wiſſend iſt, werde ich beſt-moͤglichſt vortragen.","norm":"Eckart sprach, ich habe von diesen Dreien warmen Brunnen viel gelesen, und sie rühmen gehöret, jedennoch möchte ich von eines jeden und sonderlich von den Hirschberger Bade genaueren Unterricht haben, Pilovski sagte, so viel mir von demselben wissend ist, werde ich bestmöglichst vortragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.656799793243408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2637,"date":1719,"orig":"Dieſes Bad welches zwey Abtheilung hat, lieget ohngefehr eine Meile von der Weichbild-Stadt- Hirſchberg des Jaueriſchen Fuͤrſtenthumbs in Nieder-Schleſien, iſt ein Flecken deſſen Nahmen Warmbrunn unter den Kinaſt, ſo ein Schloß auf einen hohen Berge liegend; der Hoch-Graͤflichen Schafgotſchiſchen Familie unterthaͤnig; eines ſchoͤnen Proſpects und Reviers voll von Doͤrffern, Bergen, herrlichen Auen, Fluͤſſen und Waͤldern; dahero das eine Bad von dem Herren des Orts das Schafgotſche, das andere das Probſt-Bad (welches daſiger Probſtey unter der Gruͤſauiſchen Prælatur gehoͤrig, zuſtaͤndig iſt, genennet wird; ſie beyde fuͤhren einerley Ingredientien, nur das ein und das andeꝛe in dem odeꝛ jenem mehr oder weniger iſt, ſie fuͤhren einen Eiſen ſchuͤßigen dunckel-gruͤnen Vitriol, ein Erd-Bech, ein Salneutrum von Salpeter und Salmiac, mit einen vermiſchten ſtarcken Schwefel bey ihnen, etliche halten das Probſt-Bad vor gelinder als das Schafgotſch-Bad, welches ſtaͤrcker in ſeiner Wirckung ſeyn ſoll, ich halte es vor eine Phantaſie der Jnwohner und uͤberredeten Bade- Gaͤſte/ doch bin ich der Meynung es ſey beſſer ſeiner Einbildung folgen, als aus einen geſchoͤpfften Wahn in entſtehender Widrigkeit Schaden empfinden.","norm":"Dieses Bad welches zwei Abteilung hat, liegt ungefähr eine Meile von der Weichbild-Stadt-Hirschberg des Jauerischen Fürstentums in Niederschlesien, ist ein Flecken dessen Namen Warmbrunn unter den Kinast, so ein Schloss auf einen hohen Berge liegend; der Hochgräflichen Schafgotschischen Familie untertänig; eines schönen Prospekts und Reviers voll von Dörfern, Bergen, herrlichen Auen, Flüssen und Wäldern; daher das eine Bad von dem Herren des Orts das Schafgosche, das andere das Probstbad (welches dasiger Propstei unter der Grüsauischen Prälatur gehörig, zuständig ist, genannt wird; sie beide führen einerlei Ingredienzien, nur das ein und das andere in dem oder jenem mehr oder weniger ist, sie führen einen Eisen schüssigen dunkelgrünen Vitriol, ein Erd-Bech, ein Salneutrum von Salpeter und Salmiak, mit einen vermischten starken Schwefel bei ihnen, etliche halten das Probstbad vor gelinder als das Schafgotsch-Bad, welches stärker in seiner Wirkung sein soll, ich halte es vor eine Phantasie der Einwohner und überredeten Bade-Gäste / doch bin ich der Meinung es sei besser seiner Einbildung folgen, als aus einen geschöpften Wahn in entstehender Widrigkeit Schaden empfinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9369001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2638,"date":1719,"orig":"Der Flecken oder Staͤdtlein iſt wohl bebauet, und kan ein jeder aufs beſtmoͤglichſte logiren und bewirthet werden, indem die Zufuhre u. Einbringung der Zeit nach umb leidliche Bezahlung jeden vergnuͤgen wiꝛd.","norm":"Der Flecken oder Städtlein ist wohl bebauet, und kann ein jeder aufs bestmöglichste logieren und bewirtet werden, indem die Zufuhr u. Einbringung der Zeit nach um leidliche Bezahlung jeden vergnügen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.495699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2639,"date":1719,"orig":"Es hat die Hoch-Graͤfliche Herrſchafft daſelbſt, ein wohlgebautes Schloß mit anliegenden ſchoͤnen Garten, in welchen ſich zu divertiren denen Bade-Gaͤſten gnaͤdig und willig erlaubet wiꝛd; Komm ich nun auf ihre Wirckung, will ich von vornehmſten Theile des Leibes anfahen und bey dem unterſten endigen.","norm":"Es hat die Hochgräfliche Herrschaft daselbst, ein wohlgebautes Schloss mit anliegenden schönen Garten, in welchen sich zu divertieren denen Badegästen gnädig und willig erlaubet wird; Komme ich nun auf ihre Wirkung, will ich von vornehmsten Teile des Leibes anfangen und bei dem untersten endigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021999835968018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2640,"date":1719,"orig":"Die langwierigen Fluͤſſe oder Ziehungen des Haupts und Gliedern des Leibes, bevoraus wann ſie von Erkaͤltung herruͤhren und offters in langer Anhalt- und Daurung Haupt-Weh, Klingen u. Sauſen der Ohren, Schwindel, Augen-Weh und andere Ungelegenheiten des Gaumens, des Geruchs und Raͤuſpern des Halſes, wie auch Zahn-Weh verurſachen, erwaͤrmen, erweichen und zertheilen dieſelben, da denn dergleichen verdrießliche Zufaͤlle vertrieben, hergegen das Haupt und Gedaͤchtniß geſtaͤrcket, der Schlaff befoͤrdert, und die Fluͤſſe verzehret werden, ſo dienen ſie auch den ſchwachen und erkalteten Magen, erwaͤrmen, ſtaͤrcken und bekraͤfftigen die von Phlegmate oder Schleim verhinderte Verdauung, erwecken den verlohrnen Appetit, machen Luſt zum Eſſen, vertreiben das Auffſtoſſen, Ubelkeit, Schlucken und Aufſchwellung deſſelben, vermindern die Winde und die daꝛaus entſtehende Cardialgia oder Hertz-Klopffen.","norm":"Die langwierigen Flüsse oder Ziehungen des Haupts und Gliedern des Leibes, bevoraus wann sie von Erkältung herrühren und öfters in langer Anhalt- und Dauerung Hauptweh, Klingen u. Sausen der Ohren, Schwindel, Augenweh und andere Ungelegenheiten des Gaumens, des Geruchs und Räuspern des Halses, wie auch Zahnweh verursachen, erwärmen, erweichen und zerteilen dieselben, da denn dergleichen verdrießliche Zufälle vertrieben, hingegen das Haupt und Gedächtnis gestärkt, der Schlaf befördert, und die Flüsse verzehret werden, so dienen sie auch den schwachen und erkalteten Magen, erwärmen, stärken und bekräftigen die von Phlegmate oder Schleim verhinderte Verdauung, erwecken den verlorenen Appetit, machen Lust zum Essen, vertreiben das Aufstossen, Übelkeit, Schlucken und Aufschwellung desselben, vermindern die Winde und die daraus entstehende Cardialgia oder Herzklopfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.931600093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2641,"date":1719,"orig":"Eben gleiche Wirckung haben ſie in denen Zufaͤllen des Unter-Leibes und andern Eingeweiden, indem ſie ſelbige erwaͤrmen ſo ſind ſie zutraͤglich, in der Colica, Darmgicht und andern Grim̃en und Wehen, vornehmlich die von Erkaͤltung herruͤhren, und durchdergleichen Erwaͤrmung zertheilen ſie das von Kaͤlte erſtockte zaͤhe Gebluͤte und ſchleimichte Feuchtigkeiten, und treiben deren Unrath durch hervorſtoſſenden Schweiß aus, wovon denn langwierige Kranckheiten, ſonderlich die Schmertzen des Ruͤcken, Creutzes und deren Lenden entſtehen, eroͤffnen den Nieren und Harn-Gang, treiben dadurch den Schleim und Sand, ſtillen das Wehethun, Orificii veſicæ, vertreiben die Harnſtraͤnge oder Zuruͤckhaltung des Harns, ingleichen die den Urin freywillig gehen laſſen und ſolchen wegen Schwachheit des Urin- Gangs nicht halten koͤnnen, finden auch Huͤlffe, und dannenhero werden ſie die Geburths- Glieder erwaͤrmen und ſtaͤrcken, ſowohl bey denen Maͤnnern als Weibern die ſchwache und entkraͤfftete Natur:","norm":"Eben gleiche Wirkung haben sie in denen Zufällen des Unterleibs und anderen Eingeweiden, indem sie selbige erwärmen so sind sie zuträglich, in der Colica, Darmgicht und anderen Grimmen und Wehen, vornehmlich die von Erkältung herrühren, und durchdergleichen Erwärmung zerteilen sie das von Kälte erstockte zähe Geblüt und schleimige Feuchtigkeiten, und treiben deren Unrat durch hervorstoßenden Schweiß aus, wovon denn langwierige Krankheiten, sonderlich die Schmerzen des Rücken, Kreuzes und deren Lenden entstehen, eröffnen den Nieren und Harngang, treiben dadurch den Schleim und Sand, stillen das Wehtun, Orificii vesicae, vertreiben die Harnstränge oder Zurückhaltung des Harns, ingleichen die den Urin freiwillig gehen lassen und solchen wegen Schwachheit des Urin-Gangs nicht halten können, finden auch Hilfe, und dannenher werden sie die Geburths-Glieder erwärmen und stärken, sowohl bei denen Männern als Weibern die schwache und entkräftete Natur:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054399967193603} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2642,"date":1719,"orig":"Wie deñ bey der von Feuchtigkeiten angefuͤllte und daher eꝛkaltete Gebaͤhr- Mutter ſie ſelbige zertheilen, verzehren, austrocknen, durch ihre temperirte Schwefel- Krafft, erwaͤrmen ſelbige, und machen ſie fruchtbahr und zur Conception tauglich, ſie ſind zur Generirung eines kraͤfftigeren Saamens geſchickt, ſie treiben den verhaltenen Monath Fluß, und ſtillen auch den uͤberfluͤßigen, ſo corrigiren ſie auch durch die Erwaͤrm- und Zertheilung den weiſſen Fluß und benehmen die Schmertzen der innern Subſtanz der Mutter.","norm":"Wie denn bei der von Feuchtigkeiten angefüllte und daher erkaltete Gebähr-Mutter sie selbige zerteilen, verzehren, austrocknen, durch ihre temperierte Schwefel-Kraft, erwärmen selbige, und machen sie fruchtbar und zur Konzeption tauglich, sie sind zur Generierung eines kräftigeren Samens geschickt, sie treiben den verhaltenen Monat Fluss, und stillen auch den überflüssigen, so korrigieren sie auch durch die Erwärm- und Zerteilung den weißen Fluss und benehmen die Schmerzen der inneren Substanz der Mutter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.952199935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2643,"date":1719,"orig":"Darumb diejenigen, denen es einige mahl unrichtig gangen und abortiret haben, hier wegen der Baͤder Schwachheit, auch geſchehener Rohigkeit und Verwundung auch conſoliret werden:","norm":"Darum diejenigen, denen es einige Mal unrichtig gegangen und abortiret haben, hier wegen der Bäder Schwachheit, auch geschehener Rohheit und Verwundung auch consoliret werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.172699928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2644,"date":1719,"orig":"Aus vorgedachten Wirckungen, wird ein Verſtaͤndiger in denen Zufaͤllen die aus gleichen Urſachen entſtehen, als Leber, Miltz und andere von ihnen verurſachte Kranckheiten beyraͤthig ſeyn koͤnnen.","norm":"Aus vorgedachten Wirkungen, wird ein Verständiger in denen Zufällen die aus gleichen Ursachen entstehen, als Leber, Milz und andere von ihnen verursachte Krankheiten beirätig sein können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433300018310547} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2645,"date":1719,"orig":"Nachdem wir nun ihre mittheilende Krafft, in denen inwendigen Theilen des Leibes betrachtet haben, wollen wir nun auch zu den euſerlichen Ungelegenheiten, darinnen ſie ſonderliche Huͤlffe thun, ſchreiten; als in allerley Reiſſen und Schmertzen der Juncturen, Nerven, Ligamenten und tendinum.","norm":"Nachdem wir nun ihre mitteilende Kraft, in denen inwendigen Teilen des Leibes betrachtet haben, wollen wir nun auch zu den äußerlichen Ungelegenheiten, darinnen sie sonderliche Hilfe tun, schreiten; als in allerlei Reißen und Schmerzen der Junkturen, Nerven, Ligamenten und tendinum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.301400184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2646,"date":1719,"orig":"Jn denen Geſchwulſten, Anduͤnſtungen, Laͤhme im Creutz-Wehe, Sciatica in der Gicht, in Contracturen, Einkruͤmmung und Kuͤrtzung derer Glieder, in der Paralyſi, in Schwachheit der Leibes-Theile und Gelencke/ nach dem Schlag, ſchwere Noth, Fiebern und andern Kranckheiten, im Krampff und Zucken der Armen, Schenckeln, Fingern und Zehen, in denen harten Aufſchwellungen, Beulen, in verſtockung des Gebluͤts, in Wunden, Zerquetſchungen/ Bein und andern Bruͤchen, in Verwachſung derer Gelencke, in Zerfreſſung und moderenden Anbruͤchen der Glieder, in Schwaͤmmen, todten Bruͤchen, und Zerſchellerung, in der Kraͤtze, boͤſen Grind, in denen Flechten, Schuppen, Blaͤtterlein und anderer Unreinigkeit; vornemlich die oben gemeldete cauſirende Urſpruͤnge haben.","norm":"In denen Geschwülsten, Andünstungen, Lähme im Kreuzwehe, Sciatica in der Gicht, in Kontrakturen, Einkrümmung und Kürzung derer Glieder, in der Paralysi, in Schwachheit der Leibsteile und Gelenke / nach dem Schlag, schwere Not, Fiebern und anderen Krankheiten, im Krampf und Zucken der Armen, Schenkeln, Fingern und Zehn, in denen harten Aufschwellungen, Beulen, in Verstockung des Geblüts, in Wunden, Zerquetschungen / Bein und anderen Brüchen, in Verwachsung derer Gelenke, in Zerfressung und modernden Anbrüchen der Glieder, in Schwämmen, toten Brüchen, und Zerschellerung, in der Krätze, bösen Grind, in denen Flechten, Schuppen, Blätterlein und anderer Unreinigkeit; vornehmlich die oben gemeldete kausierende Ursprünge haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.538599967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2647,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, in erwehnten Zufaͤllen ſind die adhibirte Baͤder mehr ſchaͤdlich als zutraͤglich geweſen.","norm":"Eckart sagte, in erwähnten Zufällen sind die adhibierte Bäder mehr schädlich als zuträglich gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.375899791717529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2648,"date":1719,"orig":"Silovski antwortete, ich leugne es nicht, bevoraus wañ man gleich zu baden eingeplatzt, und zuvor keine noͤthige Præliminaria und Vorbereitung gethan hat, worvon ich nachgehends, bey dem Gebrauch der Baͤder reden werde, ſo ſind ſie in gleich erzehlten Kranckheiten und Zufaͤllen, die von eꝛhitzten Gebluͤt, Duͤnſten, Austrockungen, und Ermangelen der gehoͤrigen Feuchtigkeiten, oder hitzig Gallenſuͤchtiger Complexion, wie die Cholerici, Melancholici und Sangvinei ſind, herruͤhren.","norm":"Silovski antwortete, ich leugne es nicht, bevoraus wann man gleich zu baden eingeplatzt, und zuvor keine nötige Praeliminaria und Vorbereitung getan hat, wovon ich nachgehend, bei dem Gebrauch der Bäder reden werde, so sind sie in gleich erzählten Krankheiten und Zufällen, die von erhitzten Geblüt, Dünsten, Austrockungen, und Ermangelen der gehörigen Feuchtigkeiten, oder hitzig Gallensüchtiger Komplexion, wie die Cholerici, Melancholici und Sangvinei sind, herrühren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.158100128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2649,"date":1719,"orig":"Die nun den Schwefel-Geruch wegen Schwachheit des Haupts nicht vertragen moͤgen, die enthalten ſich dieſer Baͤder.","norm":"Die nun den Schwefelgeruch wegen Schwachheit des Haupts nicht vertragen mögen, die enthalten sich dieser Bäder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.152599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2650,"date":1719,"orig":"Ferner die von denen Erhitz- und Umbtreibung des Gebluͤts und Spirituum animalium, wie in denen Fiebern zu geſchehen pflegt turbiret werden, in trieffenden rothen hitzigen Augen, in bloͤden Geſichte.","norm":"Ferner die von denen Erhitz- und Umtreibung des Geblüts und Spirituum animalium, wie in denen Fiebern zu geschehen pflegt turbieret werden, in triefenden roten hitzigen Augen, in blöden Gesichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2581000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2651,"date":1719,"orig":"Abſonderlich meiden dieſe Baͤder Hectici, Lungenſuͤchtige, Schwindſuͤchtige Phthiſici, Peripnevmoniaci, die aus Zorn und andern hefftigen Gemuͤths Erregungen ihnen dieſe Kranckheiten zugezogen haben.","norm":"Absonderlich meiden diese Bäder Hectici, Lungensüchtige, schwindsüchtige Phthisici, Peripnevmoniaci, die aus Zorn und anderen heftigen Gemüts Erregungen ihnen diese Krankheiten zugezogen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2652,"date":1719,"orig":"Die Hepatici, Splenetici, u. Hypochondriaci, welche aus hitzigen, verderbten und vermoderenden Feuchtigkeiten ihren Urſprung haben, in Entzuͤndung der Mutter, in Eryſipelate Rothlauf oder Roſe, in der rothen Ruhr, in denen hitzigen Ausſchlagungen, Frieſel, Blatteꝛn, Maaſeꝛn u. Ritteln, in morbo Gallico und deren Austreibungen als bubones &c. ſind dieſe Baͤder nicht zutraͤglich.","norm":"Die Hepatici, Splenetici, u. Hypochondrieaki, welche aus hitzigen, verderbten und vermodernden Feuchtigkeiten ihren Ursprung haben, in Entzündung der Mutter, in Erysipelata Rotlauf oder Rose, in der roten Ruhr, in denen hitzigen Ausschlagungen, Friesel, Blattern, Maasern u. Ritteln, in morbo Gallico und deren Austreibungen als bubones & c. sind diese Bäder nicht zuträglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3429999351501465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2653,"date":1719,"orig":"Ferner huͤten ſich alte, ſchwache und entkraͤfftete Perſonen.","norm":"Ferner hüten sich alte, schwache und entkräftete Personen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.663599967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2654,"date":1719,"orig":"Jngleichen Kinder und junge Leuthe von 2. biß 12. Jahren, die noch zu ihren Wachsthum erfoderende Feuchtigkeiten von noͤthen haben, daß ſie die Baͤder entweder gar nicht, oder ſo ſie ja vermeynen in ihren Zufaͤllen Huͤlffe zu haben, mit Beyrath eines derer Baͤder-verſtaͤndigen Medici derſelben ſich bedienen: ingleichen die eine inwendig hitzige Geſchwulſt bey ihnen vermercken.","norm":"Ingleichen Kinder und junge Leute von 2. bis 12. Jahren, die noch zu ihren Wachstum erfordernde Feuchtigkeiten vonnöten haben, dass sie die Bäder entweder gar nicht, oder so sie ja vermeinen in ihren Zufällen Hilfe zu haben, mit Beirat eines derer Bäderverständigen Medici derselben sich bedienen: ingleichen die eine inwendig hitzige Geschwulst bei ihnen vermerken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.363699913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2655,"date":1719,"orig":"Wann nun auch gleich in denen Zufaͤllen in welchen dieſe Baͤder gute Wirckung thun, nicht alsbald der Endzweck erreichet wird, ſo muß auch hierbey der Huͤlff-ſuchende ihme die Gedult laſſen recommendiret ſeyn, am meiſten, wo die Kranck- und Schwachheit eine lange Zeit ſich ſchon eingelagert hat, denn ſchnelle Anfaͤlle, hoͤren eher auf, als diejenige, die ſich bereits feſte geſetzt haben.","norm":"Wann nun auch gleich in denen Zufällen in welchen diese Bäder gute Wirkung tun, nicht alsbald der Endzweck erreichet wird, so muss auch hierbei der Hülffsuchende ihm die Geduld lassen rekommandieret sein, am meisten, wo die Kranck- und Schwachheit eine lange Zeit sich schon eingelagert hat, denn schnelle Anfälle, hören eher auf, als diejenige, die sich bereits feste gesetzt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2895002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2656,"date":1719,"orig":"So koͤnnen auch die Baͤder bey einen der guter Conſtitution iſt, ihre Kraͤffte beſſer als bey denẽ uͤbel conditionirtẽ und eꝛmatteten aus uͤben.","norm":"So können auch die Bäder bei einen der guter Konstitution ist, ihre Kräfte besser als bei den übel konditionierten und ermatteten aus üben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.796800136566162} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2657,"date":1719,"orig":"Nun wird von noͤthen ſeyn daß wir den rechten Gebrauch der Baͤder, ſo wohl die Zubereitung zu ſelbigen, als den wircklichen Gebrauch in Anfang, Mittel und Ende, wie auch, was nach deren Ausbadung zu obſerviren und in acht zu nehmen ſey, vorzeigen.","norm":"Nun wird vonnöten sein dass wir den rechten Gebrauch der Bäder, so wohl die Zubereitung zu selbigen, als den wirklichen Gebrauch in Anfang, Mittel und Ende, wie auch, was nach deren Ausbadung zu observieren und in Acht zu nehmen sei, vorzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.55709981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2658,"date":1719,"orig":"Wer nun das Hirſchberger Bad zu ſeinen Leibes Nutzen gebrauchen will, der muß vor allen Dingen ſich wie vor gemeldet, mit einem der Baͤder verſtaͤndigen Medico unterreden, nicht aber die Reiſe ohn Bedacht dahin vornehmen, zumahln wann er weit davon entlegen waͤre, umb ſo dann erſt in loco umb Rath zu fragen, oder laſſe ihme von ſeinen Medico eine Beſchreibung ſeiner dringenden Anſtoͤſſe und Zufaͤlle geben, uͤberſende ſolches nebenſt einem Recompens, an den des Bades-kundigen Medico, erhole ſich bey denſelben Raths, und ſo dañ kan er nach erlangter Antwort ſein Propos fortſtellen oder unterlaſſen:","norm":"Wer nun das Hirschberger Bad zu seinen Leibes Nutzen gebrauchen will, der muss vor allen Dingen sich wie vorgemeldet, mit einem der Bäder verständigen Medico unterreden, nicht aber die Reise ohne Bedacht dahin vornehmen, zumal wann er weit davon entlegen wäre, um so dann erst in loco um Rat zu fragen, oder lasse ihm von seinen Medico eine Beschreibung seiner dringenden Anstösse und Zufälle geben, übersende solches neben einem Rekompens, an den des Bades-kundigen Medico, erhole sich bei denselben Rats, und so dann kann er nach erlangter Antwort sein Propos fortstellen oder unterlassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.622499942779541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2659,"date":1719,"orig":"Wie aber, fragte Eckarth, wenn der Hauß-Medicus den umb Rath-erſuchenden Patienten das Bad zu gebrauchen rathet?","norm":"Wie aber, fragte Eckart, wenn der Haus-Medikus den um Rat-ersuchenden Patienten das Bad zu gebrauchen ratet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.223800182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2660,"date":1719,"orig":"Silovski antwortete:","norm":"Silovski antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.077700138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2661,"date":1719,"orig":"Da iſt der Huͤlff-ſuchende gefaͤhrlich daran, bevoraus wann der Medicus der Art und Eigenſchafft des Bades nicht kundig iſt; dann wird ein ſolcher folgender Patient nach Ankunfft ins warme Bad, vor deren Gebrauch den daſelbſt beſtallten Medicum zu Rathe ziehen, wann er nun ihn von den Bade abredet, ſo iſt es vor ihm beſſer die aufgewendete Reiſe-Koſten als die Geſundheit verliehren/ und ſeinen Ruͤckweg zu nehmen.","norm":"Da ist der Hülffsuchende gefährlich daran, bevoraus wann der Medikus der Art und Eigenschaft des Bades nicht kundig ist; dann wird ein solcher folgender Patient nach Ankunft ins warme Bad, vor deren Gebrauch den daselbst bestallten Medicum zu Rate ziehen, wann er nun ihn von den Bade abredet, so ist es vor ihm besser die aufgewendete Reisekosten als die Gesundheit verlieren / und seinen Rückweg zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.790900230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2662,"date":1719,"orig":"Gibt er aber ſeinen Beyrath/ daß ſie ihme zutraͤglich ſeyn werden/ ſo erkundige er ſich bey demſelben/ wie er ſich daß er ſein Wohlſeyn erlange vor/ bey und nach dem Gebrauch verhalten ſolle:","norm":"Gibt er aber seinen Beirat / dass sie ihm zuträglich sein werden / so erkundige er sich bei demselben / wie er sich dass er sein Wohlsein erlange vor / bei und nach dem Gebrauch verhalten solle:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.769199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2663,"date":1719,"orig":"ſo wird er ihme ſagen/ daß er erſtlich nach gehabter zweytaͤgiger Ruhe nach ſeiner Hinkunfft/ den Coͤrper von ſeinen inhabenden Unrath und Verſtopffungen durch dienliche Ausfuͤhrung entledige/ da denn nach Beſchaffenheit der Zufaͤlle/ ein gelindes Schweißtreibendes Mittel vor der Purgation adhibiret werde.","norm":"so wird er ihm sagen / dass er erstlich nach gehabter zweitägiger Ruhe nach seiner Hinkunft / den Körper von seinen innehabenden Unrat und Verstopfungen durch dienliche Ausführung entledige / da denn nach Beschaffenheit der Zufälle / ein gelindes Schweißtreibendes Mittel vor der Purgation adhibieret werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.400599956512451} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2664,"date":1719,"orig":"Hernach einen Tag zu Erholung der Kraͤffte/ ſich eines von beyden von dem Medico ihm ausgeſetzten Bades bediene; dann wird er vernehmen/ daß waͤhrender Zeit er das Bad brauche in Speiß und Tranck/ das ihme u. ſeiner Conſtitution ſchaͤdliche alt und grobes ſtarck geſaͤuertes Brodt/ alt Rind-Hirſch-Schoͤpſen-Schweinen geraͤuchertes in Poͤckel gelegtes und getrocknetes Fleiſch/ Gaͤnſe/ Endten/ Birck/ Auerhane/ und alle Voͤgel die ein grobes haꝛtes Fleiſch haben/ wie ingleichen das Gehirn von denen Kalbs- und Schoͤps- Koͤpffen/ das Geſchlincke/ Gekroͤſe/ die Fuͤſſe ꝛc. Milch und Kaͤſe und was ein zaͤhes Gebluͤt und dicke ſchleimichte Feuchtigkeiten cauſiret.","norm":"Hernach einen Tag zu Erholung der Kräfte / sich eines von beiden von dem Medico ihm ausgesetzten Bades bediene; dann wird er vernehmen / dass währender Zeit er das Bad brauche in Speise und Trank / das ihm u. seiner Konstitution schädliche alt und grobes stark gesäuertes Brot / alt Rind-Hirsch-Schöpsen-Schweinen geräuchertes in Pökel gelegtes und getrocknetes Fleisch / Gänse / Enten / Birke / Auerhane / und alle Vögel die ein grobes hartes Fleisch haben / wie ingleichen das Gehirn von denen Kalbs- und Schöps-Köpfen / das Geschlincke / Gekröse / die Füße etc. Milch und Käse und was ein zähes Geblüt und dicke schleimige Feuchtigkeiten kausiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.07390022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2665,"date":1719,"orig":"Ferner alle eingeſaltzene/ eingetrocknete und geraͤucherte Fiſche/ Stockfiſch Platteiß/ Hesringe/ Buͤcklinge/ Sardellen/ Bricken/ Laberdon/ geraͤucherten und eingeſaltzenen Lachs/ ingleichen Karpffen die in ſtehenden Waſſern ſich auffhalten/ Welß/ Aal/ Schleyen/ Schnecken/ Auſtern/ Muſcheln u. dergleichen Fiſche/ die ohne Schuppen ſeyn und ſtarcken Schleim bey ihnen fuͤhren:","norm":"Ferner alle eingesalzene / eingetrocknete und geräucherte Fische / Stockfisch Platteiß / Häsringe / Bücklinge / Sardellen / Brücken / Laberdon / geräucherten und eingesalzenen Lachs / ingleichen Karpfen die in stehenden Wassern sich aufhalten / Wels / Aal / Schleien / Schnecken / Austern / Muscheln u. dergleichen Fische / die ohne Schuppen sein und starken Schleim bei ihnen führen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.868199825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2666,"date":1719,"orig":"Weiter in denen Fruͤchten und Zugemuͤſen/ welche viel Feuchtigkeiten/ Winde/ Blehung/ Reiſſen und Auffſteigung des Magens verurſachen/ als alles unzeitige unreiffes Obſt/ es habe Nahmen wie es wolle/ dann Aepffel/ Birnen/ welche/ ob ſie gleich reiff/ eines ſaueren ſtrengen Geſchmacks ſind.","norm":"Weiter in denen Früchten und Zugemüse / welche viel Feuchtigkeiten / Winde / Blähung / Reißen und Aufsteigung des Magens verursachen / als alles unzeitige unreifes Obst / es habe Namen wie es wolle / dann Äpfel / Birnen / welche / ob sie gleich reif / eines sauren strengen Geschmacks sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2667,"date":1719,"orig":"Kirſchen/ Pflaumen/ Morellen/ Pferſinge/ Melonen/ Gurcken/ Quitten/ Caſtanien/ Oliven. item Erdſchwaͤm̃e wie ſie moͤgen genennet werden/ Haſel-Nuͤſſe/ Rettig/ Meerrettig (Krain)","norm":"Kirschen / Pflaumen / Morellen / Pfersinge / Melonen / Gurken / Quitten / Kastanien / Oliven . item Erdschwämme wie sie mögen genannt werden / Haselnüsse / Rettich / Meerrettich (Krain)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.474199771881103} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2668,"date":1719,"orig":"Hirſchen/ Reiß/ Bohnen/ Linſen/ Erbſen/ Zwiebeln/ Senff/ Knoblauch/ Ruͤben/ Braunkohl/ Salat mit Eßig und Baum-Oel zubereitet/ Sauerkraut/ Kompaſt/ Lactuca und Gurcken was eingeſaͤuert worden ꝛc. Paſternack ꝛc. im Getranck junges Bier/ Eßig und was eine Saͤure hat; Obſt/ Moſt/ Lauer/ ſauer Wein/ rohes Waſſer/ allzuhitzige Ungariſch- und Oeſterreichiſche kalckichte Weine/ gebrannte Waſſer oder Brandtewein, und alles was zu ſehr erhitzet/ erkaͤltet/ den Magen verſchleimet/ und der Verdauung ſchadet/ meiden.","norm":"Hirschen / Reis / Bohnen / Linsen / Erbsen / Zwiebeln / Senf / Knoblauch / Rüben / Braunkohl / Salat mit Essig und Baumöl zubereitet / Sauerkraut / Kompost / Lactuca und Gurken was eingesäuert worden etc. Pasternak etc. im Getränk junges Bier / Essig und was eine Säure hat; Obst / Most / Lauer / sauer Wein / rohes Wasser / allzuhitzige Ungarisch- und österreichische kalkige Weine / gebrannte Wasser oder Branntwein, und alles was zu sehr erhitzet / erkältet / den Magen verschleimet / und der Verdauung schadet / meiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.745299816131592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2669,"date":1719,"orig":"Jn denen Gemuͤths- und Leibes-Ubungen/ der allzuſtarcken Leibes-Bewegungen/ in ſtarcken Gehen/ Lauffen/ Tantzen/ Springen/ Reiten und andern Exercitiis, die den Leib ermuͤden/ Kummer/ Traurigkeit/ Bekuͤmmerniß und aller Gemuͤths-Affecten die einiges Nachſinnen erforderen/ zu viel Wachen und Schlaffen und anderer Behuͤlffniſſen die den Leib entkraͤfften koͤñen/ genaue Obſervance halten und die Maß nicht uͤberſchreiten, vielweniger den Magen/ ob gleich Speiß und Tranck ſonſten der Ordnung nicht undienlich iſt/ anfaͤllen und belaͤſtigen.","norm":"In denen Gemüths- und Leibesübungen / der starken Leibesbewegungen / in starken Gehen / Laufen / tanzen / Springen / Reiten und anderen Exercitiis, die den Leib ermüden / Kummer / Traurigkeit / Bekümmernis und aller Gemütsaffekten die einiges Nachsinnen erfordern / zu viel Wachen und Schlafen und anderer Behülffnissen die den Leib entkräften können / genaue Observance halten und die Maß nicht überschreiten, viel weniger den Magen / ob gleich Speise und Trank sonsten der Ordnung nicht undienlich ist / Anfällen und belästigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053699970245361} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2670,"date":1719,"orig":"Hingegen was ſeiner Conſtitution zutraͤglich iſt/ und ihme verordnet wird genieſſen und in acht nehmen; da finden ſich in Speiſen ein reines von Weitzen und guten Rocken oder Korn wohl ausgepacken Semmel und Brod/ jung Rind-Kalb-Lamb- und Ziegen-Fleiſch/ junge Haaſen/ Rehe-Wildpret/ junge Huͤner/ Capaunen Jndianiſche junge Huͤner/ junge Gaͤnſe/ Feld-Reb- und Haſel-Huͤner/ Kramets-Voͤgel/ Lerchen und allerhand Wald- Voͤgel/ Schnepffen/ wilde Tauben und dergleichen/ Rindfleiſch-Bruͤh/ Suppen von Capaunen und alten Huͤnern/ und damit zu bereitete Zugemuͤſe/ weiche Eyer/ Eyter von jungen Kuͤhen/ Muͤßlein oder Paͤppe und Suppen von Wein und etwas Gewuͤrtze gemacht/ mit beygemiſchten Weitzen-Bier; Unter denẽ Fiſchen ſind alle diejenigen die in Fluͤſſen und friſchen Waſſeꝛn ſich aufhalten: als Forellen/ Hechte/ Barben/ Kaulperſchken/ Gruͤndeling/ Schmerln/ friſchen Lachs und deꝛgleichen/ in denen Fruͤchten und Zugemuͤſen/ Borsdoffer und andere ſuͤſſe Aepffel gekocht oder in der Aſchen gedaͤmpfft mit kleinen Roſinen/ Fenchel oder Aniß-Saamen auch geſchelt friſch.","norm":"Hingegen was seiner Konstitution zuträglich ist / und ihm verordnet wird genießen und in Acht nehmen; da finden sich in Speisen ein reines von Weizen und guten Rocken oder Korn wohl ausgebacken Semmel und Brot / jung Rind-Kalb-Lamb- und Ziegenfleisch / junge Hasen / Rehewildpret / junge Hühner / Kapaunen indianische junge Hühner / junge Gänse / Feld-Reb- und Haselhühner / Krammetsvögel / Lerchen und allerhand Wald-Vögel / Schnepfen / wilde Tauben und dergleichen / Rindfleisch-Brüh / Suppen von Kapaunen und alten Hühnern / und damit zu bereitete Zugemüse / weiche Eier / Eiter von jungen Kühen / Müsslein oder Peppe und Suppen von Wein und etwas Gewürze gemacht / mit beigemischten Weizenbier; Unter den Fischen sind alle diejenigen die in Flüssen und frischen Wassern sich aufhalten: als Forellen / Hechte / Barben / Kaulperschken / Gründling / Schmerlen / frischen Lachs und dergleichen / in denen Früchten und Zugemüse / Borsdoffer und andere süße Äpfel gekocht oder in der Aschen gedämpft mit kleinen Rosinen / Fenchel oder Anisssamen auch geschält frisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039899826049805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2671,"date":1719,"orig":"Pergamotten/ Pfaltzgraͤfen/ Muſcateller Wein/ Birnen/ friſche trockene Feigen/ groß und kleine Roſinen/ gekochte abgetrocknete Pflaumen/ Kirſchen/ Praunellen/ Pinnen, Welſche-Nuͤſſe/ und was von denen genañten mit Zucker eingemacht iſt:","norm":"Bergamotten / Pfalzgrafen / Muskateller Wein / Birnen / frische trockene Feigen / groß und kleine Rosinen / gekochte abgetrocknete Pflaumen / Kirschen / Braunellen / Pinnen, Welschenüsse / und was von denen genannten mit Zucker eingemacht ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.987400054931641} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2672,"date":1719,"orig":"Gelbe Moͤhren/ junge Ruͤben/ Spargel/ Garten-Kreſſe/ Hopffen-Kaͤumlein/ Artiſchocken/ Blumen-Kohl, Pflantzen/ gruͤnen Spinat mit Roſinen zugerichtet.","norm":"Gelbe Möhren / junge Rüben / Spargel / Gartenkresse / Hopffen-Käumlein / Artischocken / Blumenkohl, Pflanzen / grünen Spinat mit Rosinen zugerichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.799900054931641} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2673,"date":1719,"orig":"Gerſten-Schleim/ Habergruͤtz- Suppen und alleꝛhand Muͤßlein oder Brey/ von Mandeln, Roſinen/ Eyer und ein wenig Gewuͤrtze zugerichtet; unter dem Getraͤncke/ ein wohl ausgelegenes Weitzen-odeꝛ Gerſten-Bier/ ein guter reiner Ungariſch-Reihn-Wein/ Sect, Spaniſcher Wein/ ein mit Aniß und kleinen Roſinen abgekochtes Brunn-Waſſer/ doch daß in keinen zu viel geſchicht.","norm":"Gerstenschleim / Habergrütz-Suppen und allerhand Müsslein oder Brei / von Mandeln, Rosinen / Eier und ein wenig Gewürze zugerichtet; unter dem Getränke / ein wohl ausgelegenes Weitzen-oder Gerstenbier / ein guter reiner Ungarisch-Reihn-Wein / Sekte, spanischer Wein / ein mit Anis und kleinen Rosinen abgekochtes Brunnenwasser / doch dass in keinen zu viel geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.352499961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2674,"date":1719,"orig":"Jn denen Gemuͤths- und Leibes-Bewegung/ eines froͤlichen Humeurs ſeyn/ ſich aller Sorgen/ Kuͤmmerniß und Nachſinnen enthalten/ mit einen Spatziergang, oder ſonſten gelinden Bewegung ſich ergoͤtzen/ des Schlaffs zur Erquickung laͤngſtens biß 7. Stunden nach der ausgeſetzten Regel ſich gebrauchen/ und hierinnen was oben im Contrario vorgewieſen worden in Obacht nehmen:","norm":"In denen Gemüths- und Leibesbewegung / eines fröhlichen Humeurs sein / sich aller Sorgen / Kümmernis und Nachsinnen enthalten / mit einen Spaziergang, oder sonsten gelinden Bewegung sich ergötzen / des Schlafs zur Erquickung längstens bis 7. Stunden nach der ausgesetzten Regel sich gebrauchen / und hierinnen was oben im Contrario vorgewiesen worden in Obacht nehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2675,"date":1719,"orig":"Weiln einige vermeynen/ es wuͤrde der Appetit zu denen gebackenen und mit Zucker angemachten Speiſen zu vergnuͤgen unverbothen ſeyn/ denen geb ich zur Antwort/ alles von Mehl und Butter Gebackenes ſey ſchaͤdlich/ am allermeiſten aber was in geſchmoltzener Butter oder Schmaltz gepregelt iſt/ als Krepffeln/ Pfannen-Kuchen/ Fiſchlein/ ꝛc. wie auch mit Milch- und Mehl-gekochte Muͤſer und anderen Speiſen:","norm":"Weil einige vermeinen / es würde der Appetit zu denen gebackenen und mit Zucker angemachten Speisen zu vergnügen unverboten sein / denen gebe ich zur Antwort / alles von Mehl und Butter gebackenes sei schädlich / am allermeisten aber was in geschmolzener Butter oder Schmalz gepregelt ist / als Krepffeln / Pfannenkuchen / Fischlein / etc. wie auch mit Milch- und Mehl-gekochte Müsser und anderen Speisen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9456000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2676,"date":1719,"orig":"Jch koͤnte dergleichen unnoͤthige Sachen noch mehr ſpecificiren/ allein es wiꝛd deꝛ Huͤlff-begieꝛige bey dem anweſenden Medico, zu ſeiner Conſtitution bequemes beſſere Inſtruction bekom̃en; ich wende mich nun zu den wircklichẽ Gebꝛauch der Baͤder.","norm":"Ich könnte dergleichen unnötige Sachen noch mehr spezifizieren / allein es wird der Hülff-begierige bei dem anwesenden Medico, zu seiner Konstitution bequemes bessere Instruktion bekommen; ich wende mich nun zu den wirklichen Gebrauch der Bäder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.172500133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2677,"date":1719,"orig":"Dieſe werden nun nach geſchehener Vorbereitung folgender maſſen nach Gelegen-u.","norm":"Diese werden nun nach geschehener Vorbereitung folgendermaßen nach Gelegen-u.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.860099792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2678,"date":1719,"orig":"Beſchaffenheit der Perſon, der Kranckheit ꝛc. angeſtellet/ als es der Medicus verordnen wird/ insgemein aber geſchicht ſolch Badẽ in ſeiner Weiſe u. Ordnung, das erſteꝛe mahl iſt es genung wañ deꝛ Patient eine halbe Stunde in Bade ſich aufhaͤlt/ den andeꝛn Tag drey viertel Stunden/ den drittẽ eine Stunde/ den vierdten anderthalb Stunden/ den fuͤnfften zwo Stunden/ und wann er dieſe Zeit ohne Schwachheit und anderen Hinderniſſen ausſtehen kan/ ſo continuire er ſo lang als es ihme noͤthig ſeyn und von dem Medico veꝛoꝛdnet werden wird.","norm":"Beschaffenheit der Person, der Krankheit etc. angestellt / als es der Medikus verordnen wird / insgemein aber geschieht solch Baden in seiner Weise u. Ordnung, das erstere Mal ist es genug wann der Patient eine halbe Stunde in Bade sich aufhält / den andern Tag drei viertel Stunden / den dritten eine Stunde / den vierten anderthalb Stunden / den fünften zwei Stunden / und wann er diese Zeit ohne Schwachheit und anderen Hindernissen ausstehen kann / so kontinuiere er so lang als es ihm nötig sein und von dem Medico verordnet werden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593900203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2679,"date":1719,"orig":"Wann er vermerckt/ daß das Bad wohl anſchlaͤgt/ und die Zufaͤlle gemindert werden/ kan er 40. 50. 60. Tage, oder 100. 130. biß 150. Stunden und laͤnger baden:","norm":"Wann er vermerkt / dass das Bad wohl anschlägt / und die Zufälle gemindert werden / kann er 40. 50. 60. Tage, oder 100. 130. bis 150. Stunden und länger baden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.305200099945068} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2680,"date":1719,"orig":"doch mit der Vorſicht, daß er in ſolcher Zeit wann er eine Weile/ in der hoͤchſten Maß gebadet/ er hernach von Tage zu Tage wieder abnehme biß zu voͤlligeꝛ Schlieſſung der Cur; zum baden iſt die Morgen Zeit wann der Magen noch ledig iſt/ und der Leib ſich ausgereiniget hat die zutraͤglichſte: wann es ſeyn kan eine Stunde nach der Sonnen Aufgang; doch wird denenjenigen/ abſonderlich bey neblichten truͤben Wetter, die nuͤchtern zu verbleiben ungewohnet ſeyn oder einer Ubligkeit ſich befahren/ ein paar Schaͤlchen warmes Thee oder einen Waſſer-Suͤpplein vorher zu genieſſen erlaubet ſeyn/ wann nun der Gebrauchende ins Bad gehet/ ſoll er einen warmen Schlaff-Peltz anlegen/ wann er nun aus den Bad ſteiget/ kan er ſich mit warmen Tuͤchern abtrucken laſſen/ den Schlaffrock umbthun/ und dem in ſeinem Quartier angewaͤrmbten Zimmer zueilen/ ſich in das Bette legen/ darinnen eine Stunde ruhen/ kom̃t unteꝛ deꝛ Zeit ein Schweiß/ ſo trockne er ſolchen ab mit reinen warmen Tuͤchern/ dann ſtehe er auf/ ziehe ſich an/ gehe ein wenig im Zimmer auf und ab/ nachdem kan er ſich/ ſo ſchoͤn warm und helles Wetter iſt/ mit einen Spatziergang divertiren/ oder ſonſt eine gelinde Motion machen/ damit ſo dann die Mahlzeit beſſer ſchmecke/ der auch nach Mittage badet/ ſoll wenigſtens 3. biß 4. Stunden nach dem Eſſen warten/ damit die genoſſenen Speiſen wohl verdauet worden/ und bey ſolchen Ein- und Ausſteigen eben das was ich zuvor gemeldet in acht nehmen/ des Abends aber mit Debauchiren/ uͤbrigen Eſſen oder Trincken/ was ihm durch das Bad nuͤtzlich geweſen vernichtigen und verderben wird ihm vor dem geſuchten Voꝛtheil nichts als Schaden bringen/ es findet ſich zum mehren mahlen/ ein Ausſchlag wie kleine Hitzblaͤtterlein/ in welcher Excretion ein Patient ſich warm halten/ und aller ſauren Speiſen und Getraͤncks muͤßig gehen ſoll.","norm":"doch mit der Vorsicht, dass er in solcher Zeit wann er eine Weile / in der höchsten Maß gebadet / er hernach von Tage zu Tage wieder abnehme bis zu völliger Schließung der Kur; zum Baden ist die Morgen Zeit wann der Magen noch ledig ist / und der Leib sich ausgereiniget hat die zuträglichste: wann es sein kann eine Stunde nach der Sonnen Aufgang; doch wird denjenigen / absonderlich bei nebligen trüben Wetter, die nüchtern zu verbleiben ungewohnt sein oder einer Ubligkeit sich befahren / ein paar Schälchen warmes Tee oder einen Wasser-Süpplein vorher zu genießen erlaubet sein / wann nun der Gebrauchende ins Bad geht / soll er einen warmen Schlafpelz anlegen / wann er nun aus den Bad steiget / kann er sich mit warmen Tüchern Abtrucken lassen / den Schlaffrock umtun / und dem in seinem Quartier angewärmten Zimmer zueilen / sich in das Bette legen / darinnen eine Stunde ruhen / kommt unter der Zeit ein Schweiß / so trockene er solchen ab mit reinen warmen Tüchern / dann stehe er auf / ziehe sich an / gehe ein wenig im Zimmer auf und ab / nachdem kann er sich / so schön warm und helles Wetter ist / mit einen Spaziergang divertieren / oder sonst eine gelinde Motion machen / damit so dann die Mahlzeit besser schmecke / der auch nach Mittage badet / soll wenigstens 3. bis 4. Stunden nach dem Essen warten / damit die genossenen Speisen wohl verdaut worden / und bei solchen Ein- und Aussteigen eben das was ich zuvor gemeldet in Acht nehmen / des Abends aber mit Debauchieren / übrigen Essen oder trinken / was ihm durch das Bad nützlich gewesen vernichtigen und verderben wird ihm vor dem gesuchten Vorteil nichts als Schaden bringen / es findet sich zum Mehren malen / ein Ausschlag wie kleine Hitsblätterlein / in welcher Exkretion ein Patient sich warm halten / und aller sauren Speisen und Getränks müßig gehen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.084199905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2681,"date":1719,"orig":"Bey einigen kommt der Ausſchlag zum andern auch wohl zum drittenmahl; bey andern findet ſich die gantze Bade-Cur nichts dergleichen/ weßhalben die Gebrauchenden den Ausſchlag nicht erzwingen ſollen; denn auch ohne ſolchen kan der Badende ſeine vorgeſchriebene Cur mit Nutzen ſeiner Geſundheit vollenden/ und keine Furcht haben/ er wuͤrde durch die dadurch verhaltene Zufaͤlle/ nach ſeiner Anheimkunfft in eine Kranckheit wieder verfallen.","norm":"Bei einigen kommt der Ausschlag zum anderen auch wohl zum dritten Male; bei anderen findet sich die ganze Badekur nichts dergleichen / weshalb die Gebrauchenden den Ausschlag nicht erzwingen sollen; denn auch ohne solchen kann der Badende seine vorgeschriebene Kur mit Nutzen seiner Gesundheit vollenden / und keine Furcht haben / er würde durch die dadurch verhaltene Zufälle / nach seiner Anheimkunfft in eine Krankheit wieder verfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2682,"date":1719,"orig":"Wie nun Zeit waͤhrenden Ausſchlags in der Bade-Cur ſoll verfahren werden/ wird der Medicus des Orts dem Gebrauchenden beyraͤthig ſeyn.","norm":"Wie nun Zeit währenden Ausschlags in der Badekur soll verfahren werden / wird der Medikus des Orts dem Gebrauchenden beirätig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.215000152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2683,"date":1719,"orig":"Wann nun die Cur mit Nutzen des Patientens vollbracht worden/ ſo ſoll er die Abreiſe vor drey biß vier Tage nicht anſtellen/ ſondern die Zeit uͤber ausruhen; und ſo dann unter goͤttlichen Geleite/ vor die umbſtreichende Lufft ſich verwahrend nach Hauſe reiſen/ bevoraus wann das Wetter ſchoͤn helle und klar iſt; denn ungeſtuͤmes und regnichtes Gewitter kan durch die durchdringende Naͤſſe und Kaͤlte dem Reiſenden vielerley Zufaͤlle und Kranck heiten verurſachen.","norm":"Wann nun die Kur mit Nutzen des Patienten vollbracht worden / so soll er die Abreise vor drei bis vier Tage nicht anstellen / sondern die Zeit über ausruhen; und so dann unter göttlichen Geleite / vor die umstreichende Luft sich verwahrend nach Hause reisen / bevoraus wann das Wetter schön helle und klar ist; denn ungestümes und regnichtes Gewitter kann durch die durchdringende Nässe und Kälte dem Reisenden vielerlei Zufälle und krank heiten verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39300012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2684,"date":1719,"orig":"Wann er nun nach Hauſe gelanget/ muß er ſo viel als nur im̃er ſeyn kan/ eine genaue Diæt halten/ indem zu weilen/ die rechte Wirckung des Bades ſich in einigen Wochen erſt vorzeiget; doch wird ein Schweißtreibendes Mittel und nachfolgendes gelindes Purgans ihme nicht undienlich ſeyn.","norm":"Wann er nun nach Hause gelangt / muss er so viel als nur immer sein kann / eine genaue Diät halten / indem zu weilen / die rechte Wirkung des Bades sich in einigen Wochen erst vorzeiget; doch wird ein Schweißtreibendes Mittel und nachfolgendes gelindes Purgans ihm nicht undienlich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.491600036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2685,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte? brauchen denn die Bade-Gaͤſte ſich dieſer Baͤder nicht innerlich zum Trincken/ gleichwie es in Carls-Bad im Gebrauch iſt?","norm":"Eckart fragte? brauchen denn die Badegäste sich dieser Bäder nicht innerlich zum Trinken / gleichwie es in Karlsbad im Gebrauch ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.343800067901611} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2686,"date":1719,"orig":"Der Medicus Silovski antwortete, unterweilen geſchicht es wohl, daß ein und der andere aus Curioſität ein oder ein paar Glaͤſer vermittelſt einer langen Spruͤtze aus den Quell des Bades fuͤllen laſſen und getruncken/ wann man es endlich zu einer Cur adhibiren wolte, wuͤrde man vielleicht einen guten Vortheil heraus bringen/ doch wird man in deren Gebrauch genaue Obſervanz halten/ weil ich aber keinen rechten Unterricht habe/ will ich lieber mein Urtheil davon zuruͤck halten als jemanden darzu rathen/ und hiermit meinen Diſcours ſchlieſſen/ mit Bitte/ wofern es nicht nach contento geweſen/ doch mit geneigter Affection aufzunehmen.","norm":"Der Medikus Silovski antwortete, unterweilen geschieht es wohl, dass ein und der andere aus Kuriosität ein oder ein paar Gläser vermittels einer langen Spritze aus den Quell des Bades füllen lassen und getrunken / wann man es endlich zu einer Kur adhibieren wollte, würde man vielleicht einen guten Vorteil herausbringen / doch wird man in deren Gebrauch genaue Observanz halten / weil ich aber keinen rechten Unterricht habe / will ich lieber mein Urteil davon zurückhalten als jemanden dazu raten / und hiermit meinen Discours schließen / mit Bitte / sofern es nicht nach contento gewesen / doch mit geneigter Affektion aufzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457399845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2687,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte/ Mons.","norm":"Eckart sagte / Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.127599716186523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2688,"date":1719,"orig":"Silovski ich lebe vor die Gunſt-Gewogenheit mein Verlangen zu ſtillen/ hoͤchſt veꝛbunden/ mit dienſt-freundlichen Erſuchen/ morgen Mittags geliebts GOtt/ mit Meſſ.","norm":"Silovski ich lebe vor die Gunstgewogenheit mein Verlangen zu stillen / höchst verbunden / mit dienstfreundlichen Ersuchen / morgen Mittags geliebtes Gott / mit Mess.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.1697998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2689,"date":1719,"orig":"Threnacker und Leonhard mit einer ſchlechten Mahlzeit in meiner Behauſung guͤnſtig vor lieb zu nehmen/ die deren Eingeladene bedanckten ſich voꝛ hoch-geneigte Einladung/ nach welchen ſie ſich mit Eckarthen/ Gottharten und Siegfrieden/ und dieſe wiederumb mit jenen verabſcheideten und jede Parthey in ihr Quartier verfuͤgten:","norm":"Thraker und Leonhard mit einer schlechten Mahlzeit in meiner Behausung günstig vor lieb zu nehmen / die deren Eingeladene bedankten sich vor hochgeneigte Einladung / nach welchen sie sich mit Eckarten / Gottharten und Siegfrieden / und diese wiederum mit jenen verabschiedeten und jede Partei in ihr Quartier verfügten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.210700035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2690,"date":1719,"orig":"Den Tag darauf ſtelleten ſich die drey Eingeladene zu beſtimmter Zeit bey Eckarthen ein und mit Gotthart und Siegfried/ auffs hoͤfligſte empfangen und vergnuͤglich bewirthet wurden; nach geendigteꝛ Mahlzeit/ bath ſie Eckaꝛth auf ein Studenten-Confect in ſeines Wirthes Garten/ in welchen ſie ſich recht vergnuͤgt divertirten/ da denn unter andern Diſcourſen Eckarth wider Silovski ſagte/ Monſ.","norm":"Den Tag darauf stellten sich die drei Eingeladene zu bestimmter Zeit bei Eckarten ein und mit Gotthart und Siegfried / aufs höflichste empfangen und vergnüglich bewirtet wurden; nach geendigter Mahlzeit / bat sie Eckart auf ein Studenten-Confect in seines Wirtes Garten / in welchen sie sich recht vergnügt divertierten / da denn unter anderen Diskursen Eckart wider Silovski sagte / Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.817999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2691,"date":1719,"orig":"Silovski, Jch muß ſelbſten/ daß ich ihn mit meiner Curioſität allzuſehr importunire zugeſtehen/ weiln derſelbe nebenſt deꝛ Hirſchberger warmen Brunnen/ auch des Landeckers und Johannis-Bades/ geſtern gedaͤcht hat/ moͤchte ich/ wann es Monſ. nicht verdrießlich waͤre/ auch von dieſen einigen Unterricht hoͤren/ Silovski replicirte:","norm":"Silovski, Ich muss selbst / dass ich ihn mit meiner Kuriosität allzu sehr importunere zugestehen / weil derselbe neben der Hirschberger warmen Brunnen / auch des Landeckers und Johannis-Bades / gestern gedächte hat / möchte ich / wann es Mons . nicht verdrießlich wäre / auch von diesen einigen Unterricht hören / Silovski replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.088399887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2692,"date":1719,"orig":"Mein Patron im geringſten keinen Verdruß/ ſondern mit der groͤſten Luſt/ wann ich nur weiß/ daß ich einig Vergnuͤgen machen kan; Das Landecker Bad fuͤhret dieſe Benennung von der daſelbſt nahe anliegender Stadt Landeck/ unter der Bothmaͤßigkeit es auch iſt/ dieſes Bad oder deſſen Quell ſoll von einen Hiꝛten ohngefehr gefunden ſeyn/ und rechnen die Kundſchafft deſſelben von 3. biß 400. Jahr her/ ſonſten hat der Brunn den Nahmen S. Georgen-Brunn: von einen Fuͤrſten der den Nahmen gefuͤhret und den Brunn aus ſein Abkom̃en wieder erhoben und ausbauen laſſen.","norm":"Mein Patron im Geringsten keinen Verdruss / sondern mit der größten Lust / wann ich nur weiß / dass ich einig Vergnügen machen kann; das Landecker Bad führt diese Benennung von der daselbst nahe anliegender Stadt Landeck / unter der Botmäßigkeit es auch ist / dieses Bad oder dessen Quell soll von einen Hirten ungefähr gefunden sein / und rechnen die Kundschaft desselben von 3. bis 400. Jahr her / sonsten hat der Brunnen den Namen S. Georgen-Brunn: von einen Fürsten der den Namen geführt und den Brunnen aus sein Abkommen wieder erhoben und ausbauen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.598800182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2693,"date":1719,"orig":"Der Brunn iſt mit Quadrat-Steinen umbſetzt/ er fuͤhret ſo wohl kalte als warme quellen/ weßhalben er laulicht und temperirt iſt/ ſein Entſpringen/ aus einen Steinfelſichten boden/ mit vielen aufſteigenden weißlichten Blaſen/ und ob gleich der Brunn wegen Ausſauberung voͤllig ausgeſchoͤpfft wird/ ſo quillet er doch innerhalb vier Stunden Mannes-hoch an:","norm":"Der Brunnen ist mit Quadrat-Steinen umsetzt / er führt so wohl kalte als warme quellen / weshalb er laulich und temperiert ist / sein Entspringen / aus einen Steinfelsigen Boden / mit vielen aufsteigenden weißlichen Blasen / und ob gleich der Brunnen wegen Aussauberung völlig ausgeschöpft wird / so quillt er doch innerhalb vier Stunden Mannes-hoch an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.603400230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2694,"date":1719,"orig":"Die Mineralien welche dieſer Brunn bey ſich fuͤhret, ſind ein Eiſenſchuͤßigeꝛ Vitriol odeꝛ Kupffer-Waſſer/ Alaun und ein fluͤchtiger Schwefel/ der ob er wohl denen andern Ingredientien weit bevor gehet/ ſo verrauchet er doch im Kochen und Verfuͤhrung.","norm":"Die Mineralien welche dieser Brunnen bei sich führt, sind ein Eisenschüssiger Vitriol oder Kupferwasser / Alaun und ein flüchtiger Schwefel / der ob er wohl denen anderen Ingredienzien weit bevor geht / so verrauchet er doch im Kochen und Verführung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.355800151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2695,"date":1719,"orig":"Dannenhero die Gebrauchenden erſtlich in den Brunnen ſteigen/ und darinnen ſich von einer halbe Stunde erſtermahls biß hernach folgende Tage ſucceſſivè mit Beyſatz biß drey Stunden/ auch ſo gar biß ſie einen Froſt vermercken/ auffhalten/ ehe ſie in die anwaͤrmende Wannen ſteigen/ und gleich wie ſie von der minderen Zeit anfangen und ſteigen/ ſo gehen ſie von der hoͤchſten Verweilung biß zur erſteren Zeit wieder ab/ gleichwie oben gemeldet in Hirſchberger Bade zu geſchehen pflegt.","norm":"Dannenher die Gebrauchenden erstlich in den Brunnen steigen / und darinnen sich von einer halbe Stunde erste Mal bis hernach folgende Tage sukzessive mit Beisatz bis drei Stunden / auch so gar bis sie einen Frost vermerken / aufhalten / ehe sie in die anwärmende Wannen steigen / und gleich wie sie von der minderen Zeit anfangen und steigen / so gehen sie von der höchsten Verweilung bis zur ersteren Zeit wieder ab / gleichwie oben gemeldet in Hirschberger Bade zu geschehen pflegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.390600204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2696,"date":1719,"orig":"Es erwaͤrmet den menſchlichen Leib/ entlediget denſelben von ſeinẽ inhabenden boͤſen Feuchtigkeiten/ erwaͤrmet die erkalten Glieder/ bewahret die euſerlichen Schaͤden/ Verfaͤulung/ eroͤffnet die Verſtopffung/ beiſſet weg das faule und wilde Fleiſch/ wie auch die alten Schaͤden/ Geſchwuͤre und Todten-Bruͤche/ iſt dienlich in denen von Kaͤlte erſtarrten und erlaͤhmenden Glieder/ er verzehret und vertreibet den Schleim/ ſtaͤrcket die Glieder und lindert in wenig Stunden den Schmertzen des Podagra.","norm":"Es erwärmet den menschlichen Leib / entlediget denselben von seinen innehabenden bösen Feuchtigkeiten / erwärmet die erkalten Glieder / bewahret die äußerlichen Schäden / Verfäulung / eröffnet die Verstopfung / beißet weg das faule und wilde Fleisch / wie auch die alten Schäden / Geschwüre und Totenbrüche / ist dienlich in denen von Kälte erstarrten und erlahmenden Glieder / er verzehret und vertreibet den Schleim / stärket die Glieder und lindert in wenig Stunden den Schmerzen des Podagra.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7916998863220215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2697,"date":1719,"orig":"Er zertheilet die boͤſen kalte Fluͤſſe des Haupts/ ſtillet das Sauſen und Brauſen der Ohren/ lindert den Schmertzen der Augen.","norm":"Er zerteilet die bösen kalte Flüsse des Haupts / stillet das Sausen und Brausen der Ohren / lindert den Schmerzen der Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.765399932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2698,"date":1719,"orig":"Er verzehret die innerliche Fluͤſſe die der Bruſt und Lungen Keuchen und Huſten verurſachen/ treibet den Schleim aus/ toͤdtet die Wuͤrme/ erwaͤrmet die Nieren und Blaſen/ und treibet bey einigen Perſonen den Stein ſo ſehr/ daß man in denen Bade- Wannen gar offt den Sand am Boden nach vollendeten Bad bey Ausſauberung der Wannen in groſſer Menge gefunden worden.","norm":"Er verzehret die innerliche Flüsse die der Brust und Lungen Keuchen und Husten verursachen / treibet den Schleim aus / tötet die Würmer / erwärmet die Nieren und Blasen / und treibet bei einigen Personen den Stein so sehr / dass man in denen Bade-Wannen gar oft den Sand am Boden nach vollendeten Bad bei Aussauberung der Wannen in großer Menge gefunden worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018499851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2699,"date":1719,"orig":"Denen die mit der Colica und Reiſſen in denen Gedaͤrmen/ von denen zaͤhen und ſchleimigten Feuchtigkeiten/ die viel Winde und Blehung in denen Gedaͤrmen verurſachen/ iſt er heilſam/ indem er die natuͤrliche Waͤrme erwecket und aufmuntert/ daß ſie darnach die ſchleimichte Materia deſto beſſer angreiffen und verzehren kan/ dahero einige Medici dieſes Bad den Hirſchberger vorziehen.","norm":"Denen die mit der Colica und Reißen in denen Gedärmen / von denen zähen und schleimigen Feuchtigkeiten / die viel Winde und Blähung in denen Gedärmen verursachen / ist er heilsam / indem er die natürliche Wärme erwecket und aufmuntert / dass sie danach die schleimige Materie desto besser angreifen und verzehren kann / daher einige Medici dieses Bad den Hirschberger vorziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063899993896484} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2700,"date":1719,"orig":"Ferner treibet er auch aus die Feuchtigkeit bey denen die zur Gelb- und Waſſerſucht geneigt ſind/ purificirt das Gebluͤte/ zertreibet die Nieren- und Blaſen-Steine/ dilatando meatus, doch ſoll man denſelben durch uͤberfluͤßiges Baden nicht mit Gewalt treiben/ ehe er zerrieben werde, ſonſt moͤchten groſſe Schmertzen entſtehen, weiter eroͤffnet er die verſtopffte und verſchleimte Leber, Miltz u. Gekroͤß-Aeder, wer abeꝛ eine hitzige Leber haͤtte, kan das Bad gar unterlaſſen; nach Erwaͤrmung des Leibes dienet er zur Fruchtbarkeit, indem er die erkaͤltete Mutter erwaͤrmet, und die ſich daſelbſt auff haltende boͤſe Feuchtigkeiten verzehret, die ſonſten die Fruchtbarkeit verhindern.","norm":"Ferner treibet er auch aus die Feuchtigkeit bei denen die zur Gelb- und Wassersucht geneigt sind / purifiziert das Geblüt / treibet die Nieren- und Blasensteine / dilatando meatus, doch soll man denselben durch überflüssiges Baden nicht mit Gewalt treiben / ehe er zerrieben werde, sonst möchten große Schmerzen entstehen, weiter eröffnet er die verstopfte und verschleimte Leber, Milz u. Gekröß-Aeder, wer aber eine hitzige Leber hätte, kann das Bad gar unterlassen; nach Erwärmung des Leibes dient er zur Fruchtbarkeit, indem er die erkältete Mutter erwärmet, und die sich daselbst auf haltende böse Feuchtigkeiten verzehret, die sonsten die Fruchtbarkeit verhindern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049499988555908} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2701,"date":1719,"orig":"Er heilet auch die die Kraͤtze, Rauten und Flechten, und reiniget die Haut von aller Unſauberkeit, und ob wohl dieſer Brunn zuweilen den Ausſchlag producirt, ſo vergehet er auch bald wiederum, was in der Diæt, und anderen Bewegungen und Affecten bey den Hirſchbergeꝛ Bade eriñert woꝛden, ſoll auch bey dieſen Bade in acht genommen werden.","norm":"Er heilet auch die die Krätze, Rauten und Flechten, und reiniget die Haut von aller Unsauberkeit, und ob wohl dieser Brunnen zuweilen den Ausschlag produziert, so vergehet er auch bald wiederum, was in der Diät, und anderen Bewegungen und Affekten bei den Hirschberger Bade erinnert worden, soll auch bei diesen Bade in Acht genommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8821001052856445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2702,"date":1719,"orig":"Monſ.","norm":"Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"te","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":4.882400035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2703,"date":1719,"orig":"Silovski verzeihe, ſagte Eckarth, daß ich hier mein Dubium vorlege:","norm":"Silovski verzeihe, sagte Eckart, dass ich hier mein Dubium vorlege:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.001200199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2704,"date":1719,"orig":"Thut es aber dem Badenden keinen Schaden, wann er ſeinen Leib biß zum entſtehenden Froſt zuvor exponirt, und hernach bald in die angewaͤrmte Wanne gehet, dieſe zwey Contraria, Kaͤlte und Waͤrme, wollen nicht allezeit ſich comportiren.","norm":"Tut es aber dem Badenden keinen Schaden, wann er seinen Leib bis zum entstehenden Frost zuvor exponiert, und hernach bald in die angewärmte Wann geht, diese zwei Contraria, Kälte und Wärme, wollen nicht allezeit sich comportiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.750199794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2705,"date":1719,"orig":"Silovski zoge die Achſel, ſagende: wann ich mein aufrichtiges Sentement ſagen ſoll, hielte ich davor, man bediene ſich balde der Wannen, doch alſo! daß man von der Laulichkeit des Bades im Einſitzen anfange, und duꝛch nach und nach Zugieſſung des angewaͤrmten Bades, nach der Conſtitution und der Waͤrme Vertragung fortfahre, als daß man erſt im Bruñen ſich aufhalte, hernach nach den Auffſteigen der Lufft exponire und ſo dann in die Wanne ſetze, weil aber dieſer Modus balneandi durch die Laͤnge der Zeit uſual worden, muß man es dabey bewenden laſſen, einen jeden aber ſtehet es frey wie er ſich hierinnen verhalten will; Was nun den St. Johannes-Brunnen betrifft, Thermæ Divi Johannis, liegt in einen Felſichten Gebuͤrge unteꝛn Schwartzberg, iſt die Gegend daherumb mit einem Steinſafft imprægnirt und angeſchwaͤngert, das Bad iſt nur laulicht worinnen die Gaͤſte baden, es werden von dem Bade Wannen gegoſſen, da denn die Steine gluͤend gemacht und in dem Waſſer der Wañen ausgeloͤſcht, und dadurch das Bad nach Verlangen des Gebrauchenden angewaͤrmet wird: deſſen Wirckung iſt wider die kalten Fluͤſſe, Bruſtbeſchwerniß, Laͤhmung der Glieder, die reiſſende Gicht, Podagra, Bauchgrimmen, und Colica, reute aus alle Tartariſche Kranckheiten, Stein- Schmertzen, kommet zu Huͤlffe der erkalteten und verſchleimten Mutter, reiniget, zertreibet, und machet fruchtbar, das Bad iſt zu allen denen Kranckheiten worzu vorige zwey Baͤder nuͤtzlich ſeyn, dienlich.","norm":"Silovski zog die Achsel, sagende: wann ich mein aufrichtiges Sentemet sagen soll, hielte ich davor, man bediene sich bald der Wannen, doch also! dass man von der Laulichkeit des Bades im Einsitzen anfange, und durch nach und nach Zugießung des angewärmten Bades, nach der Konstitution und der Wärme Vertragung fortfahre, als dass man erst im Branden sich aufhalte, hernach nach den aufsteigen der Luft exponiere und so dann in die Wann setze, weil aber dieser Modus balneandi durch die Länge der Zeit usual worden, muss man es dabei bewenden lassen, einen jeden aber steht es frei wie er sich hierinnen verhalten will; was nun den St. Johannes-Brunnen betrifft, Thermae Divi Johannis, liegt in einen felsigen Gebirge unteren Schwarzberg, ist die Gegend daherumb mit einem Steinsaft imprägniert und angeschwängert, das Bad ist nur laulich worin die Gäste baden, es werden von dem Bade Wannen gegossen, da denn die Steine glühend gemacht und in dem Wasser der Wannen ausgelöscht, und dadurch das Bad nach Verlangen des Gebrauchenden angewärmt wird: Dessen Wirkung ist wider die kalten Flüsse, Brustbeschwernis, Lähmung der Glieder, die reißende Gicht, Podagra, Bauchgrimmen, und Colica, reute aus alle Tartarische Krankheiten, Stein-Schmerzen, kommet zu Hilfe der erkalteten und verschleimten Mutter, reiniget, treibet, und macht fruchtbar, das Bad ist zu allen denen Krankheiten wozu vorige zwei Bäder nützlich sein, dienlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.08650016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2706,"date":1719,"orig":"Ja es wird wohl beyden noch vorgezogen.","norm":"Ja es wird wohl beiden noch vorgezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.185200214385986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2707,"date":1719,"orig":"Man haͤlt insgemein davor, daß dieſes Bad umb Johanniß am kraͤfftigſten ſey; Eckarth ſagte:","norm":"Man hält insgemein davor, dass dieses Bad um Johannis am kräftigsten sei; Eckart sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"az","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.633699893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2708,"date":1719,"orig":"Jch glaube es mit, zumahln dieſe Jahr-Zeit zu dergleichen Sachen am bequemſten iſt.","norm":"Ich glaube es mit, zumal diese Jahreszeit zu dergleichen Sachen am bequemsten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.159800052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2709,"date":1719,"orig":"Silovski ſprach, das Waſſer weil es ſchoͤn klar und helle iſt, wird von vielen Gaͤſten mit groſſen Vortheil getruncken: Eckarth fragte, zu welcher Zeit werden dergleichen Baͤder am nuͤtzlichſten gebraucht?","norm":"Silovski sprach, das Wasser weil es schön klar und helle ist, wird von vielen Gästen mit großen Vorteil getrunken: Eckart fragte, zu welcher Zeit werden dergleichen Bäder am nützlichsten gebraucht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.597499847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2710,"date":1719,"orig":"Silovski antwortete, der Majus iſt wegen wohl temperirten Gewitter zum Anfange der angenehmſte, von dar an kan man ſich der Baͤder biß Octobris incluſive zur Geſundheit bedienen, doch daß man die kuͤhle umſtreichende Lufft meide und ſich warm halte, die es aber hoͤchſt benoͤthiget ſind, koͤnnen ſie auch den Winter in warmen Stuben in Wannen angewaͤrmet, adhibiren/ denn Noth hat kein Geſetze; Eckarth bedanckte ſich gegen Silovski vor mitgetheilten guten Unterricht, mit freundlichen Erſuchen, ihm mit ſeinen lieben Herren Soͤhnen Zeit ihres Verbleibens in Garpa, ſeine angenehme Præſenz ferner zu goͤnnen: Silovski ſprach, wann ich mit meiner ſchlechten Wiſſenſchafft zu deren Vergnuͤgen was contribuiren kan, werde ich nicht unterlaſlaſſen deren Befehl zu gehorſamen.","norm":"Silovski antwortete, der Majus ist wegen wohl temperierten Gewitter zum Anfange der angenehmste, von dar an kann man sich der Bäder bis Octobris inklusive zur Gesundheit bedienen, doch dass man die kühle umstreichende Luft meide und sich warm halte, die es aber höchst benötiget sind, können sie auch den Winter in warmen Stuben in Wannen angewärmt, adhibieren / denn Not hat kein Gesetze; Eckart bedankte sich gegen Silovski vor mitgeteilten guten Unterricht, mit freundlichen Ersuchen, ihm mit seinen lieben Herren Söhnen Zeit ihres Verbleibens in Garpa, seine angenehme Präsenz ferner zu gönnen: Silovski sprach, wann ich mit meiner schlechten Wissenschaft zu deren Vergnügen was kontribuieren kann, werde ich nicht Unterlasslassen deren Befehl zu gehorsamen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9217000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2711,"date":1719,"orig":"Nach dieſen verweilten ſie ſich insgeſam̃t unter vergnuͤgenden Wechſel-Reden biß gegen Abend, da der Wirth auf Eckarths Anſtellen ſie mit einer Abend-Collation bedienete; Siegfried fragte Threnacker ob und wenn der Profeſſor Chymiæ ſeine Obſervationes vorzeigen wuͤrde?","norm":"Nach diesen verweilten sie sich insgesamt unter vergnügenden Wechsel-Reden bis gegen Abend, da der Wirt auf Ekarts Anstellen sie mit einer Abendkollation bediente; Siegfried fragte Thraker ob und wenn der Professor Chymiae seine Observationes vorzeigen würde?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.09119987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2712,"date":1719,"orig":"Threnacker antwortete, mehrentheils Mittwochs und Freytags nach Mittage von 2. biß 4. Uhr; wann Monſ. beliebet, werde ich mit Erlaubniß ſie abholen.","norm":"Thraker antwortete, mehrenteils mittwochs und freitags nach Mittage von 2. bis 4. Uhr; wann Mons . beliebet, werde ich mit Erlaubnis sie abholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.848499774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2713,"date":1719,"orig":"Siegfried bedanckte ſich vor unverdienter Zuneigung, und nachdem ſie allerſeits biß 9. Uhr ſich divertirt hatten, nahm Silovski mit Threnackern und Leonhard von unſern Reiſenden mit Danckſagung vor erwieſene Tractamenten ihr Adieu.","norm":"Siegfried bedankte sich vor unverdienter Zuneigung, und nachdem sie allerseits bis 9. Uhr sich divertiert hatten, nahm Silovski mit Thrakern und Leonhard von unseren Reisenden mit Danksagung vor erwiesene Traktamenten ihr Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.821400165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2714,"date":1719,"orig":"Und nach geſchehenen Begleiten verfuͤgten ſich die Unſrigen in ihre Zimmer, und nach gehaltenen Abend-Gebet in ihre Betten.","norm":"Und nach geschehenen Begleiten verfügten sich die Unsrigen in ihre Zimmer, und nach gehaltenen Abendgebet in ihre Betten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.581699848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2715,"date":1719,"orig":"Das XI. Capitel.","norm":"Das XI. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.12309980392456} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2716,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende ſehen auf den Marckt einen Berg- Mann als ein Marckt-Schreyer ausſtehen der allerhand Artzeneyen vor die Bergſucht verkauffte.","norm":"Unsere Reisende sehen auf den Markt einen Berg-Mann als ein Marktschreier ausstehen der allerhand Arzneien vor die Bergsucht verkaufte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.121799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2717,"date":1719,"orig":"Eckarth redet von der Bergſucht/ was ſie ſey/ und was vor Mittel ſolche zu curiren.","norm":"Eckart redet von der Bergsucht / was sie sei / und was vor Mittel solche zu kurieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.468299865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2718,"date":1719,"orig":"Threnacker beſucht die Unſrigen und verfolgen den Berg- Diſcours.","norm":"Thraker besucht die Unsrigen und verfolgen den Berg-Discours.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.002200126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2719,"date":1719,"orig":"Ein Medicus verlanget den Berg- Schwaden zu haben/ was dieſer denen Arbeitern vor Kranckheiten verurſache/ reden von Balſamo Sulphuris, deſſen Lob und Tugenden.","norm":"Ein Medikus verlanget den Berg-Schwaden zu haben / was dieser denen Arbeitern vor Krankheiten verursache / reden von Balsamo Sulphuris, dessen Lob und Tugenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.301700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2720,"date":1719,"orig":"Schaͤdliche Zufaͤlle welche das von Eyß erkaͤltete Bier und Wein dem Trinckenden cauſiret.","norm":"Schädliche Zufälle welche das von Eis erkältete Bier und Wein dem Trinkenden kausiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.048999786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2721,"date":1719,"orig":"Eckarth reſolvirt ſich mit denen Seinigen nach Neßdra zu reiſen.","norm":"Eckart resolviert sich mit denen Seinigen nach Neßdra zu reisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.985599994659424} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2722,"date":1719,"orig":"Er wird vom Graf von Salanin auf ein groß Mahl eingeladen/ von dem er nach Endigung deſſelben mit einer Kaͤyſerl. Gnaden-Kette beſchencket/ und ihm Hohe Kaͤyſerliche Promotion angetragen wird.","norm":"Er wird vom Graf von Solanin auf ein groß Mal eingeladen / von dem er nach Endigung desselben mit einer Käyserl. Gnaden-Kette beschenket / und ihm Hohe kaiserliche Promotion angetragen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.918399810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2723,"date":1719,"orig":"Eckarths Bedanckung/ des Generals Gegenrede/ zugleich Eckarthen ein Kaͤyſerlich Gnaden-Geſchencke und Brief an Rannefort uͤbergebende.","norm":"Ekarts Bedankung / des Generals Gegenrede / zugleich Eckarten ein kaiserlich Gnadengeschenke und Brief an Rannefort übergebende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.787899971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2724,"date":1719,"orig":"Eckarths Anrede an den General und deſſen Antwort.","norm":"Ekarts Anrede an den General und dessen Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.834099769592285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2725,"date":1719,"orig":"General Soluski kommt mit denen Seinigen nach Garpa, letzen ſich mit Eckarthen/ nach deren Abreiſe er von den General von Salanin auch Abſchied nahm/ und ſeine Reiſe nach Neßdra fortſetzte.","norm":"General Soluski kommt mit denen Seinigen nach Garpa, letzen sich mit Eckarten / nach deren Abreise er von den General von Solanin auch Abschied nahm / und seine Reise nach Neßdra fortsetzte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.86460018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2726,"date":1719,"orig":"Das erſte Nacht-Lager iſt gar uͤbel beſtellt/ und dieweil Eckarth Taback rauchet/ erſcheinet ein Geſpenſte das Eckarth fraget/ deſſen Antwort/ gibt ſich vor Curidors Geiſt aus/ erzehlet Eckarthen ſeinen Lebens-Lauff/ das Geſpraͤche mit ſeinen Weibe/ ſeinen Tod/ Verdammniß und ſein Grab/ auch was ſein Verlangen ſey/ ſeine Marter/ und ſeiner Moͤrder Straffe.","norm":"Das erste Nachtlager ist gar übel bestellt / und dieweil Eckart Tabak rauchet / erscheinet ein Gespenste das Eckart fraget / dessen Antwort / gibt sich vor Curidors Geist aus / erzählt Eckarten seinen Lebenslauf / das Gespräche mit seinen Weibe / seinen Tod / Verdammnis und sein Grab / auch was sein Verlangen sei / seine Marter / und seiner Mörder Straffe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.57919979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2727,"date":1719,"orig":"Eckarths Rede zu den Geiſt; als der Mond aufgieng fuhꝛen die Unſrigen biß ins naͤheſte Wirths-Hauß/ da denn im Wald dem Geiſte Curidor, Eckarth zugieng/ und ihme von ihm der Platz des liegenden Schatzes gewieſen wurde.","norm":"Ekarts Rede zu den Geist; als der Mond aufging fuhren die Unsrigen bis ins nähest Wirtshaus / da denn im Wald dem Geiste Curidor, Eckart zugig / und ihm von ihm der Platz des liegenden Schatzes gewiesen wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.069799900054932} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2728,"date":1719,"orig":"Eckarth laͤſt eine Streue in die Stube machen/ umb ein wenig auszuruhen/ wird von einen Traume die Verdammniß und Marter Curidors vorſtellend/ erſchrecket.","norm":"Eckart lässt eine Streue in die Stube machen / um ein wenig auszuruhen / wird von einen Traume die Verdammnis und Marter Curidors vorstellend / erschrecket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.705100059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2729,"date":1719,"orig":"Siegfried giebt ihm einen gluͤenden Wein zu trincken von welchen Eckarth ſich wieder erholte; Mit dem Tage reiſen die Unſrigen weiter/ da denn Eckarth ſeinen Mit-Reiſenden/ was mit ihm und den Geiſte Curidors vorgangen ſey/ erzehlte.","norm":"Siegfried gibt ihm einen glühenden Wein zu trinken von welchen Eckart sich wieder erholte; mit dem Tage reisen die Unsrigen weiter / da denn Eckart seinen Mitreisenden / was mit ihm und den Geiste Curidors vorgegangen sei / erzählte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.778800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2730,"date":1719,"orig":"Siegfried ſaget ſeine Meynung von den Geiſtern/ welche Eckarth gut heiſſet/ hergegen Gottharts Gegenſatz/ ſo er mit Exempeln beweiſet/ verwirfft.","norm":"Siegfried sagt seine Meinung von den Geistern / welche Eckart gutheißt / hingegen Gottharts Gegensatz / so er mit Exempeln beweiset / verwirft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.491300106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2731,"date":1719,"orig":"Wie ſie Abends ins Wirths- Hauß eingekehret ſeyn/ kommt eine Compagnie Comœdianten.","norm":"Wie sie Abends ins Wirths-Haus eingekehrt sein / kommt eine Compagnie Komödianten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.623600006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2732,"date":1719,"orig":"Eckarths Ermahnung an die Seinigen.","norm":"Ekarts Ermahnung an die Seinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7042999267578125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2733,"date":1719,"orig":"Ein D. Juris wird von denen Bettlern nicht angelauffen und warumb.","norm":"Ein D. Juris wird von denen Bettlern nicht angelaufen und warum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.070300102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2734,"date":1719,"orig":"Gotthart fraget Eckarthen was pacta implicita waͤren/ der ihm ſolche erklaͤret/ und einige vorzeiget.","norm":"Gotthart fraget Eckarten was pacta implicita wären / der ihm solche erkläret / und einige vorzeiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.780099868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2735,"date":1719,"orig":"Siegfrie Einwendung wird von Eckarthen widerleget.","norm":"Siegfrie Einwendung wird von Eckarten widerleget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.069299697875977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2736,"date":1719,"orig":"Laͤcherliche Hiſtoria von denen Angehencken; gelangen in Neßdra an/ begegnen Rannefort vor dem Throne/ und bewillkommen ſich mit ihm.","norm":"Lächerliche Historia von denen Ahngehenken; gelangen in Neßdra an / begegnen Rannefort vor dem Throne / und bewillkommen sich mit ihm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.672399997711182} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2737,"date":1719,"orig":"Rannefort als er den Fuͤrſten aufwartete/ laͤſt er den Kaͤyſerlichen Gnaden-Brief uͤbergeben/ welchen Rannefort den Fuͤrſten verlieſet/ des Fuͤrſtens Rede zu Rannefort/ deſſen gnaͤdige Zuneigung/ Beſchenckung und Befoͤrderung.","norm":"Rannefort als er den Fürsten aufwartete / lässt er den kaiserlichen Gnadenbrief übergeben / welchen Rannefort den Fürsten verliest / des Fürstens Rede zu Rannefort / dessen gnädige Zuneigung / Beschenkung und Beförderung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054900169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2738,"date":1719,"orig":"Ranneforts Danckſagung.","norm":"Ranneforts Danksagung.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"id","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.780099868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2739,"date":1719,"orig":"Eckarths Rede beantwortet Rannefort/ ſich bedanckende vor gehabte Muͤhe und Wohlgewogenheit/ des Fuͤrſtens Befehl an Rannefort/ Eckarths wegen/ der Fuͤrſt redet Eckarthen an/ deſſen Antwort/ verbleibet bey der Fuͤrſtlichen Tafel/ bekommt einen Bruſt-Fluß.","norm":"Ekarts Rede beantwortet Rannefort / sich bedankende vor gehabte Mühe und Wohlgewogenheit / des Fürstens Befehl an Rannefort / Ekarts wegen / der Fürst redet Eckarten an / dessen Antwort / verbleibet bei der fürstlichen Tafel / bekommt einen Brustfluss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.691999912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2740,"date":1719,"orig":"Rannefort reiſet zuruͤck nach Paliro, der Fuͤrſt laͤſt Eckarthen zu ſich entbiethen/ traͤget ihm ſeine Gnade an/ der ſich fußfaͤllig bedancket/ wird von Fuͤrſten herrlich beſchencket und befoͤrdert/ deſſen Rede an Eckarth und dieſes Antwort.","norm":"Rannefort reiset zurück nach Paliro, der Fürst lässt Eckarten zu sich entbieten / trägt ihm seine Gnade an / der sich fußfällig bedanket / wird von Fürsten herrlich beschenket und befördert / dessen Rede an Eckart und dieses Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.116799831390381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2741,"date":1719,"orig":"Eckarth empfaͤngt die Gratulation und tractirt die Fuͤrſtlichen Officianten/ laͤſt alles zur Ruͤckreiſe fertig machen.","norm":"Eckart empfängt die Gratulation und traktiert die Fürstlichen Offizianten / lässt alles zur Rückreise fertig machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.789100170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2742,"date":1719,"orig":"Tournildo redet mit Eckaꝛthen und gibt ſich ihme zu erkennen.","norm":"Tournildo redet mit Eckarten und gibt sich ihm zu erkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2743,"date":1719,"orig":"Eckarths Ermahnung an Tournildo und Tournildo Entſchuldigung.","norm":"Ekarts Ermahnung an Tournildo und Tournildo Entschuldigung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.913899898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2744,"date":1719,"orig":"Eckarths Vermahnung an ihn von dieſer Lebens- Arth abzuſtehen/ Tournildo Antwort und Reſolution, Eckarths Zurede.","norm":"Ekarts Vermahnung an ihn von dieser Lebens-Art abzustehen / Tournildo Antwort und Resolution, Ekarts zurede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.163000106811523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2745,"date":1719,"orig":"Tournildo dancket ſeine Diener ab biß auf den Kutſcher/ kaufft von Eckarthen ein Bauer-Guth/ und bringet die uͤbrige Zeit ſeines Lebens in Froͤmmigkeit zu.","norm":"Tournildo danket seine Diener ab bis auf den Kutscher / kauft von Eckarten ein Bauer-Gut / und bringt die übrige Zeit seines Lebens in Frömmigkeit zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.730899810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2746,"date":1719,"orig":"DJe andere Woche darauff war zu Garpa in der neuen Stadt Jahrmarckt, als nun unſere Compagnie denſelben umb etwas ihnen anſtaͤndiges zu kauffen auf- und abgiengen, ſahen ſie eine kleine aufgebauete Buͤhne, auf derſelben ſtunde ein Bergmann in ſeinen Berg-Habit, verkauffte unterſchiedene Artzeneyen vor die Bergſucht, und allerley boͤſe Lufft und Wetter, wie auch Balſame, mineraliſche Spiritus, Olitæten in unterſchiedenen Kꝛanckheiten, Zufaͤllen, Wunden und Schaͤden zu gebrauchen; wie Eckarth mit Siegfried und Gotthart in ihr Logiament kamen, ſprach Eckarth, meine lieben Herren Soͤhne, mich wundert nicht, daß auch Berg-Leuthe Quackſalber abgeben, ihre ſaure Arbeit, machet ſie muͤhſam zu ſeyn, mit vortheilhafften Betrug ihrer Neben Chriſten ihnen gute Tage zu ſchaffen:","norm":"Die andere Woche darauf war zu Garpa in der neuen Stadt Jahrmarkt, als nun unsere Compagnie denselben um etwas ihnen anständiges zu kaufen auf- und abgiengen, sahen sie eine kleine aufgebaute Bühne, auf derselben stand ein Bergmann in seinen Berghabit, verkaufte unterschiedene Arzneien vor die Bergsucht, und allerlei böse Luft und Wetter, wie auch Balsame, mineralische Spiritus, Olitaeten in unterschiedenen Krankheiten, Zufällen, Wunden und Schäden zu gebrauchen; wie Eckart mit Siegfried und Gotthart in ihr Logiament kamen, sprach Eckart, meine lieben Herren Söhne, mich wundert nicht, dass auch Bergleute Quacksalber abgeben, ihre saure Arbeit, macht sie mühsam zu sein, mit vorteilhaften Betrug ihrer neben Christen ihnen gute Tage zu schaffen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.720699787139893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2747,"date":1719,"orig":"doch wenn ein Berg-verſtaͤndiger Medicus und Laborant, aus denen Sulphuriſchen, Saltzigten, und Mercurialiſchen Ertzten gute bewaͤhrte Artzneyen ausarbeitet, ſo mag man ſich in denen Bergſuchten und anderen Kranckheiten, gute Huͤlffe zu thun die Angefallenen vertroͤſten; Denn ein jedes Metall und Mineral, ſo lange es noch ruhet, ſo hat es ſo wohl ſeinen Gift als Artzeney bey ſich, welches erſtere im Unterſuchen in der Erde den Arbeiter vergifftet, und er in die Bergſucht verfaͤllt, da denn hernach das ſegregirte Gute denſelben von der Sucht wieder befreyet; indem Eckarth redete, kam Andreas und vermeldete, daß Monſ.","norm":"doch wenn ein Berg-verständiger Medikus und Laborant, aus denen Sulfurrischen, Salzigen, und Merkurialischen Ärzten gute bewährte Arzneien ausarbeitet, so mag man sich in denen Bergsuchten und anderen Krankheiten, gute Hilfe zu tun die Angefallenen vertrösten; denn ein jedes Metall und Mineral, solange es noch ruhet, so hat es so wohl seinen Gift als Arznei bei sich, welches erstere im Untersuchen in der Erde den Arbeiter vergiftet, und er in die Bergsucht verfällt, da denn hernach das segregierte Gute denselben von der Sucht wieder befreiet; indem Eckart redete, kam Andreas und vermeldete, dass Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249899864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2748,"date":1719,"orig":"Threnacker ſie beſuchen wolte:","norm":"Thraker sie besuchen wollte:","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.659900188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2749,"date":1719,"orig":"Gotthart gieng, machte die Thuͤr auf mit Bitte zu naͤhren.","norm":"Gotthart ging, machte die Tür auf mit Bitte zu nähren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.305600166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2750,"date":1719,"orig":"Wie Threnacker eintrat, bath er umb Verzeihung, daß er ſie in vorhabenden Diſcours geſtoͤhret haͤtte.","norm":"Wie Thraker eintrat, bat er um Verzeihung, dass er sie in vorhabenden Discours gestört hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231200218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2751,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, gar nicht Monſieur Threnacker, vielleicht kan er mein Vorbringen, durch ſeine Experienz erlaͤutern.","norm":"Eckart sprach, gar nicht Monsieur Thraker, vielleicht kann er mein Vorbringen, durch seine Experienz erläutern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.330800056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2752,"date":1719,"orig":"Threnacker replicirte:","norm":"Thraker replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"it","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.353300094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2753,"date":1719,"orig":"Ob ich gleich nicht weiß, wovon ſie gehandelt haben, ſo bin ich doch bey mir ſelbſt verſichert, daß ich in keinen, was es auch ſeyn mag, das wenigſte werde beytragen koͤnnen.","norm":"Ob ich gleich nicht weiß, wovon sie gehandelt haben, so bin ich doch bei mir selbst versichert, dass ich in keinen, was es auch sein mag, das wenigste werde beitragen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.984699964523315} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2754,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, wir haben wegen des ausſtehenden Quackſalberiſchen Berg-Manns ein und das andere in Obſervanz gezogen, womit Eckarth Threnackern ſeinen Diſcours erzehlte, weiln nun Monſ.","norm":"Eckart versetzte, wir haben wegen des ausstehenden Quacksalberrischen Bergmanns ein und das andere in Observanz gezogen, womit Eckart Thrakern seinen Discours erzählte, weil nun Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.153500080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2755,"date":1719,"orig":"Threnacker, in Bergſachen eine gute Wiſſenſchafft und Experienz hat, zweifele ich nicht, er werde zu meiner und beyder Herrn Soͤhne ſonderbarer Conſolation unſeren Vortrage groſſes Licht geben: Threnacker, ich bin kein erfahrner Berg-Mann, doch will ich ſo viel als mir wiſſend iſt, meine Schaale mit zu legen, und mein Vorbringen ihren werthen Judicio unterwerffen:","norm":"Thraker, in Bergsachen eine gute Wissenschaft und Experienz hat, zweifele ich nicht, er werde zu meiner und beider Herrn Söhne sonderbarer Consolation unseren Vortrage großes Licht geben: Thraker, ich bin kein erfahrener Bergmann, doch will ich so viel als mir wissend ist, meine Schale mitzulegen, und mein Vorbringen ihren werten Judicio unterwerfen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.907599925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2756,"date":1719,"orig":"Es iſt gar nicht zu leugnen, fuhr Threnacker fort, daß vielen Bergſteigern und anderen Mit-Arbeitern, Einfahrern, Schmeltzern ehe ſie ſich es verſehen mit der Bergſucht gelohnet wird; zumahln wann die Auswitterung den Saamen des liegenden Metalls hinweg nimmt und der Schwaden umbſtreichet, welcher als das aͤrgſte Gifft oͤffters die Arbeiter wann ſie ſich nicht retten koͤnnen, gar ertoͤdtet/ dannenhero als ein Medicus, welcher einmahl geleſen, daß der Schwaden im Anſatze ein Metall gut mache, von einen Berg-erfahrnen ihn ſolchen zu fangen, zumuthete, zur Antwort bekam: wann er die Muͤhe ſelbſt uͤber ſich nehmen wolte, wuͤrde man ihn dazu ſchon Angelegenheit geben, aber daß es mit Gefahr ſeines Lebens ihme foͤrderlich ſeyn ſolte, wuͤrde er von ihme nicht verlangen.","norm":"Es ist gar nicht zu leugnen, fuhr Thraker fort, dass vielen Bergsteigern und anderen Mitarbeitern, Einfahrern, Schmelzern ehe sie sich es versehen mit der Bergsucht gelohnt wird; zumal wann die Auswitterung den Samen des liegenden Metalls hinwegnimmt und der Schwaden umstreichet, welcher als das ärgste Gift öfters die Arbeiter wann sie sich nicht retten können, gar ertötet / dannenher als ein Medikus, welcher einmal gelesen, dass der Schwaden im Ansatze ein Metall gut mache, von einen Berg-erfahrenen ihn solchen zu fangen, zumutete, zur Antwort bekam: wann er die Mühe selbst über sich nehmen wollte, würde man ihn dazu schon Angelegenheit geben, aber dass es mit Gefahr seines Lebens ihm förderlich sein sollte, würde er von ihm nicht verlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.423999786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2757,"date":1719,"orig":"Von dem ſo-genandten Dampff-Satz der von den Sprengen derer harten Steine entſtehet, iſt gleiches zu urtheilen.","norm":"Von dem sogenannten Dampf-Satz der von den Sprengen derer harten Steine entstehet, ist gleiches zu urteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2758,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte:","norm":"Eckart sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.717100143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2759,"date":1719,"orig":"Dieſe Unterwitterungen koͤnnen faſt wohl mit denen auſſerhalb der Erden oben in der Lufft mit angefuͤllten ſchaͤndlichen uͤbelriechenden und verunreinigenden Nebel-Duͤnſten verglichen werden:","norm":"Diese Unterwitterungen können fast wohl mit denen außerhalb der Erden oben in der Luft mit angefüllten schändlichen übelriechenden und verunreinigenden Nebeldünsten verglichen werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452000141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2760,"date":1719,"orig":"Dieſe Kranckheiten und Bergſuchten, die durch Metalliſche Daͤmpffe die Arbeiter in Einziehung der Lufft inveſtiren, gerathen in Lungenſucht,ſch weren Athem, Huſten, Seiten-Stechen; koͤnnen nicht von denen Vegetabiliſchen Artzeneyen curirt werden, ſondern muͤſſen durch gleichmaͤßige Metalliſche Ausarbeitung nach gaͤntzlicheꝛ Abſcheiden des boͤſen von guten einig und allein gehoben werden.","norm":"Diese Krankheiten und Bergsuchten, die durch metallische Dämpfe die Arbeiter in Einziehung der Luft investieren, geraten in Lungensucht, sch wären Atem, Husten, Seitenstechen; können nicht von denen Vegetabilischen Arzneien kuriert werden, sondern müssen durch gleichmäßige metallische Ausarbeitung nach gänzlicher Abscheiden des bösen von guten einig und allein gehoben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.644199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2761,"date":1719,"orig":"Siehet man es doch an vielen die Scheide-Waſſer und dergleichen ſcharffe Mineraliſche Spiritus zu bereiten, wie ſie, wann ſie die Naſe zu nahe hinzu recken, Engbꝛuͤſtigkeit, ſchweꝛen Athen, Schwind- und Lungenſucht ihnen an Halß ziehen; weiln nun die Lunge bey denen die in der Erden oder Bergen hanthieren, wegen einziehender Duͤnſte leiden muß/ ſie ſind auch die von denen Metallen und Mineralien durch Kunſt ausgezogene und in eine Eſſenz gebrachte Artzeneyen am zutraͤglichſten.","norm":"Sieht man es doch an vielen die Scheidewasser und dergleichen scharfe mineralische Spiritus zu bereiten, wie sie, wann sie die Nase zu nahe hinzu recken, Engbrüstigkeit, schweren Athen, Schwind- und Lungensucht ihnen an Hals ziehen; weil nun die Lunge bei denen die in der Erden oder Bergen hantieren, wegen einziehender Dünste leiden muss / sie sind auch die von denen Metallen und Mineralien durch Kunst ausgezogene und in eine Essenz gebrachte Arzneien am zuträglichsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.572500228881836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2762,"date":1719,"orig":"Siehet man doch an den aus gemeinen ausgezogenen Schwefel-Balſam oder Balſamus Sulphuris, was er in denen Lungenſuchten wann er moderat genommen wird, vor gute Wirckung ausuͤbet, geſchweige der Balſamus e Sulphure Antimonii den Baſilius Valentinus vor allen ſonderlich ruͤhmet, da er ſpricht:","norm":"Sieht man doch an den aus gemeinen ausgezogenen Schwefelbalsam oder Balsammus Sulphuris, was er in denen Lungensuchen wann er moderat genommen wird, vor gute Wirkung ausübet, geschweige der Balsammus e Sulphure Antimonii den Basilius Valentinus vor allen sonderlich rühmet, da er spricht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.848499774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2763,"date":1719,"orig":"Dieſen Balſam in warmen Wein auf drey oder vier Tropffen in der Woche nicht mehr denn dreymahl gebraucht, heilet die Lungenſucht, vertreibet das Keichen und den ſchweren Athem, auch iſt er nuͤtzlich zu gebrauchen in der Schwindſucht, Seiten-Stechen, und wer mit einen duͤrren langwierigen Huſten behafftet iſt; NB. es muß aber dieſer Antimonialiſche wie auch der gemeine Schwefel-Balſam, allezeit in warmen Wein oder einen andern warmen Vehiculo convenienti, nicht aber in einen kalten Liquore, (denn weil der Balſam in ſolchen nicht zertheilet wird, haͤnget er ſich in Gaumen an, und verurſachet einen gewaltſamen Huſten) eingenommen werden, Threnacker ſprach:","norm":"Diesen Balsam in warmen Wein auf drei oder vier Tropfen in der Woche nicht mehr denn dreimal gebraucht, heilet die Lungensucht, vertreibet das Kaichen und den schweren Atem, auch ist er nützlich zu gebrauchen in der Schwindsucht, Seitenstechen, und wer mit einen dürren langwierigen Husten behaftet ist; NB . es muss aber dieser Antimonialische wie auch der gemeine Schwefelbalsam, allezeit in warmen Wein oder einen anderen warmen Vehiculo convenienti, nicht aber in einen kalten Liquore, (denn weil der Balsam in solchen nicht zerteilet wird, hänget er sich in Gaumen an, und verursachet einen gewaltsamen Husten) eingenommen werden, Thraker sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9832000732421875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2764,"date":1719,"orig":"Jch halte, es ſey der gemeine Schwefel, mit denen in andern Mineralien ſteckenden Schwefel einerley, nur daß einer reiner als der andere ſey, nachdem er von ſeinen arſenicaliſchen und anhaͤngter realgariſcher Unarth wohl gereiniget worden.","norm":"Ich halte, es sei der gemeine Schwefel, mit denen in anderen Mineralien steckenden Schwefel einerlei, nur dass einer reiner als der andere sei, nachdem er von seinen arsenicalischen und anhängte realgarischer Unart wohl gereinigt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.741600036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2765,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete, Monſ.","norm":"Eckart antwortete, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.113900184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2767,"date":1719,"orig":"Jn der Noth ſtehet der Schwefel-Balſam in denen meiſten vornehmlich euſerlichen Zufaͤllen des menſchlichen Leibes ſtatt einer Apotecken.","norm":"In der Not steht der Schwefelbalsam in denen meisten vornehmlich äußerlichen Zufällen des menschlichen Leibes statt einer Apotheken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.30109977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2768,"date":1719,"orig":"Siegfried ſprach, eben dergleichen Lob gab ihm mein Profeſſor und Præceptor Monſ.","norm":"Siegfried sprach, eben dergleichen Lob gab ihm mein Professor und Präzeptor Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.696899890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2769,"date":1719,"orig":"Candoretto, vornehmlich recommendirte er ſolchen à 3. biß 4. Tropffen in einen waꝛmen Liquore eingenom̃en vor die Wuͤrmer im Leibe, euſerlich aber wo Wuͤrmer welche die euſere Subſtanz des menſchlichen Coͤrpers infeſtiren, den Orth zu beſtreichen.","norm":"Candoretto, vornehmlich rekommandierte er solchen à 3. bis 4. Tropfen in einen warmen Liquore eingenommen vor die Würmer im Leibe, äußerlich aber wo Würmer welche die äußere Substanz des menschlichen Körpers investieren, den Ort zu bestreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9847002029418945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2770,"date":1719,"orig":"Weil der Abend herbey nahete, nahm Threnacker mit Anerwuͤnſchung einer guten Nacht-Ruh ſein Adieu:","norm":"Weil der Abend herbei nahte, nahm Thraker mit Anwünschung einer guten Nachtruhe sein Adieu:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.641600131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2771,"date":1719,"orig":"Der Winter ruͤckte heran, daß unſere Reiſende mehr ſich der waꝛmen Stuben als der freyen Lufft bedienten, unterdeſſen muſte Eckarth den General zum offtern beſuchen, da ſie ſich mit allerhand Diſcourſen divertirten; Ferner zog die umbſtreichende und durchdringende Kaͤlte den Fluß Moluda einen Harniſch an, daß man wegen Dicke des Eyſes mit Wagen uͤberfahren kunte:","norm":"Der Winter rückte heran, dass unsere Reisende mehr sich der warmen Stuben als der freien Luft bedienten, unterdessen musste Eckart den General zum Öfteren besuchen, da sie sich mit allerhand Diskursen divertierten; ferner zog die umstreichende und durchdringende Kälte den Fluss Moluda einen Harnisch an, dass man wegen Dicke des Eises mit Wagen überfahren konnte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.438099861145019} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2772,"date":1719,"orig":"Dieſes Eyß nun wurde durchgehauen und in groſſen Stuͤcken in die Stadt gefuͤhret, woſelbſt ſolches in denen Kellern einer Klaffter hoch, gleich einer Schantze feſt auf einander geleget wurde, welches unſere Reiſende in ihres Wirths Keller beſahen, auf dieſes Eyß nun werden die groſſe Faͤſſer mit Bier und Wein gelegt, damit ſich beydes gut behalte und recht friſch verbleibe, und wann nun das Eyß nach und nach zergehet ſo ſencken ſich die Faſſe mit, daher man in Sommer einen friſchen den Gaumen angenehmen Trunck haben kan: Uber dieſen angenehmen Trunck gab Eckarth ſeine Meynung, daß er dergleichen Bier und Wein ſo mit dem Eyß durch friſchet wuͤrde, der menſchlichen Geſundheit ſehr ſchaͤdlich zu ſeyn hielte; bevoraus denen jenigen Perſonen, die einen Anbruch an der Lunge und einen verſchleimten Magen und Gedaͤrme haben, in denen andern Kranckheiten als Fiebern, Durchbruch, rothe Ruhr, Reiſſen der Gedaͤrme als Colica, hoͤchſt gefaͤhrlich, es erquicket wohl den Gaumen, abeꝛ die Kaͤlte ruinirt die Eingeweide.","norm":"Dieses Eis nun wurde durchgehauen und in großen Stücken in die Stadt geführt, woselbst solches in denen Kellern einer Klafter hoch, gleich einer Schanze fest aufeinander gelegt wurde, welches unsere Reisende in ihres Wirts Keller besahen, auf dieses Eis nun werden die große Fässer mit Bier und Wein gelegt, damit sich beides gut behalte und recht frisch verbleibe, und wann nun das Eis nach und nach zergehet so senken sich die Fasse mit, daher man in Sommer einen frischen den Gaumen angenehmen Trunk haben kann: Über diesen angenehmen Trunk gab Eckart seine Meinung, dass er dergleichen Bier und Wein so mit dem Eis durch frischet würde, der menschlichen Gesundheit sehr schädlich zu sein hielte; bevoraus denenjenigen Personen, die einen Anbruch an der Lunge und einen verschleimten Magen und Gedärme haben, in denen anderen Krankheiten als Fiebern, Durchbruch, rote Ruhr, Reißen der Gedärme als Colica, höchst gefährlich, es erquicket wohl den Gaumen, aber die Kälte ruiniert die Eingeweide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1203999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2773,"date":1719,"orig":"Siegfried verſetzte, die Jugend ſiehet mehꝛ auf das Jucundum, als auf das Utile, und dannenhero wird der Fomes der Kranckheit bey Zeiten zum Valetudinariat eingeleget.","norm":"Siegfried versetzte, die Jugend sieht mehr auf das Jucundum, als auf das Utile, und dannenher wird der Fomes der Krankheit beizeiten zum Valetudinariat eingelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.794400215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2774,"date":1719,"orig":"Einmahls ſprach Eckarth, meine lieben Herren Soͤhne, die Zeit wird uns biß auf den Sommer zu verweilen allzuverdrießlich fallen/ und weiln die Nouvellen von denen groſſen Zubereitungen zu Wirthſchafften, Aufzuͤgen und andern Ergoͤtzungen, die am Fuͤrſtlichen Hofe zu Neßdra kuͤnfftig Faſtnacht ſollen geſchehen uns Nachricht geben, als bin ich reſolvirt, mit ihnen innerhalb 14. Tagen dahin zu verreiſen, unſere noͤthigſte Sachen mit zu nehmen, das uͤbrige aber unſerem Wirth biß zu unſer Wiederkehr in Verwahrung geben: Gotthart antwortete, was der Herr Vater vor gut anſiehet, laſſen wir es uns gefallen.","norm":"Einmal sprach Eckart, meine lieben Herren Söhne, die Zeit wird uns bis auf den Sommer zu verweilen allzuverdrießlich fallen / und weil die Novellen von denen großen Zubereitungen zu wirtschaften, Aufzügen und anderen Ergötzungen, die am fürstlichen Hofe zu Neßdra künftig Fastnacht sollen geschehen uns Nachricht geben, als bin ich resolviert, mit ihnen innerhalb 14. Tagen dahin zu verreisen, unsere nötigste Sachen mitzunehmen, das übrige aber unserem Wirt bis zu unser Wiederkehr in Verwahrung geben: Gotthart antwortete, was der Herr Vater vor gut ansieht, lassen wir es uns gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.56790018081665} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2775,"date":1719,"orig":"Bald nach dieſer Reſolution ließ der General Graf v. Salanin ein groſſes Convivium anſtellen, daꝛzu Eckarth auch geladen waꝛ, es wuꝛde ſplendite tractiret, und eine vortrefflich Muſie gehalten, ſo bezeigten ſich die eingeladene hohen Gaͤſte ungemein vergnuͤgt.","norm":"Bald nach dieser Resolution ließ der General Graf v. Solanin ein großes Convivium anstellen, dazu Eckart auch geladen war, es wurde splendide traktiert, und eine vortrefflich Musie gehalten, so bezeigten sich die eingeladene hohen Gäste ungemein vergnügt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.315700054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2777,"date":1719,"orig":"Eckarth entroͤthete ſich daruͤber, ſagende:","norm":"Eckart entröthete sich darüber, sagende:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.258299827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2778,"date":1719,"orig":"Wie komm ich zu der hohen unverdienten Kaͤyſerlichen Gnade: Niemand als der Herr Graf iſt hieran Urſache.","norm":"Wie komme ich zu der hohen unverdienten kaiserlichen Gnade: Niemand als der Herr Graf ist hieran Ursache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.337200164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2779,"date":1719,"orig":"Gegen Jhro Kaͤyſerlichen Majeſtaͤt als meinen allergnaͤdigſten Herren Herren bedancke ich mich vor Dero hohe Kaͤyſerl. Gnade in aller Unterthaͤnigkeit und wuͤntſche daß derſelben ich zehen mahl ſo viel, wider die Unglaͤubigen Sieg zueignen moͤchte, als ich wohl ehemahln Dero Herren Vater Glorwuͤrdigſten Andenckens in denenſelben verhinderlich geweſen.","norm":"Gegen Ihrer kaiserlichen Majestät als meinen allergnädigsten Herren Herren bedanke ich mich vor Deren hohe Käyserl . Gnade in aller Untertänigkeit und wünsche dass derselben ich zehnmal so viel, wider die ungläubigen Sieg zueignen möchte, als ich wohl ehemals deren Herren Vater Glorwürdigsten Andenkens in denselben verhinderlich gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.046199798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2780,"date":1719,"orig":"Die hohe Charge aber und Wuͤrde gehorſamſt zu acceptiren ſind meine Schuldern viel zu ſchwach, und meine Arme zu unvermoͤgend, ſolches auszufuͤhren, die Kunſt zu Kriegen, iſt bey mir faſt gar verloſchen, und das ſtille Land-Leben ſcheinet anjetzo bey der Schaͤffer-Floͤte mir mehr Vergnuͤgung zu bringen, als wohl ehemahlen Paucken, Trom̃eten, und donnernde Carthaunen in mir erreget haben, und die Menge derer gegen Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt meritirten capablern Subjecta als ich werden hoffentlich mein Unvermoͤgen darſtellen und meine unterthaͤnig gehorſame Entſchuldigung in Dero Hohen Kaͤyſerl. Gnade mich alſo erhalten.","norm":"Die hohe Charge aber und Würde gehorsamst zu akzeptieren sind meine Schuldern viel zu schwach, und meine Arme zu unvermögend, solches auszuführen, die Kunst zu Kriegen, ist bei mir fast gar verloschen, und das stille Landleben scheinet jetzt bei der Schäfer-Flöte mir mehr Vergnügung zu bringen, als wohl ehemals Pauken, Trompeten, und donnernde Kartaunen in mir erreget haben, und die Menge derer gegen Ihrer Käyserl . Majestät meritierten kapableren Subjecta als ich werden hoffentlich mein Unvermögen darstellen und meine untertänig gehorsame Entschuldigung in Deren hohen Käyserl . Gnade mich also erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.804299831390381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2781,"date":1719,"orig":"Bey meinen Durchzug durch Wien, ſo mir GOtt der HErr Leben und Geſundheit verleihen wird, werde zu Dero Roͤm. Kaͤyſerl. Majeſtaͤt Fuͤſſen ich in aller Unterthaͤnigkeit fallen, und vor alle erwieſene hohe Kaͤyſerl. Gnaden ſelbſt perſoͤnlich aller gehorſamen Danck abſtatten.","norm":"Bei meinen Durchzug durch Wien, so mir Gott der Herr Leben und Gesundheit verleihen wird, werde zu Deren Röm. Käyserl. Majestät Füßen ich in aller Untertänigkeit fallen, und vor alle erwiesene hohe Käyserl. Gnaden selbst persönlich aller gehorsamen Dank abstatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.08430004119873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2782,"date":1719,"orig":"Was aber den Herrn Grafen betrifft, durch deſſen hohe Affection doch mir gantz unwiſſend erfolget iſt, ſage ich unendlichẽ Danck, wuͤntſchende: den Tage ſolches einiger maſſen wiederumb zu recompenſiren ehiſtens zu erleben.","norm":"Was aber den Herrn Grafen betrifft, durch dessen hohe Affektion doch mir ganz unwissend erfolget ist, sage ich unendlichen Dank, wünschende: den Tage solches Maßen wiederum zu rekompensieren ehestens zu erleben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.765200138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2783,"date":1719,"orig":"Genung Herr Bruder, replicirte der General, die Treue verbindet auch die Feinde, die wir zwar vor dieſesmahl nicht ſeyn, zur Liebe, welche ehemahln vielfach von dir unter uns iſt geruͤhmet woꝛden, und dannenhero zu Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt Ohren gedrungen, welche ſodann Jhre hoͤchſte Gnade ihnen mittheilen wollen.","norm":"Genug Herr Bruder, replizierte der General, die Treue verbindet auch die Feinde, die wir zwar vor diesmal nicht sein, zur Liebe, welche ehemals vielfach von dir unter uns ist gerühmt worden, und dannenher zu Ihrer Käyserl. Majestät Ohren gedrungen, welche sodann Ihre höchste Gnade ihnen mitteilen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.17710018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2784,"date":1719,"orig":"So wurde auch von dem General an Eckarthen ein verſchloſſener Brief an Rannefort, Commendant in Paliro gegeben mit dieſen Worten: weil auch Monſ.","norm":"So wurde auch von dem General an Eckarten ein verschlossener Brief an Rannefort, Kommandant in Paliro gegeben mit diesen Worten: weil auch Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.095300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2785,"date":1719,"orig":"Rannefort Jhro Roͤm. Kaͤyſerl. Majeſtaͤt ehemahls ſeinen Generalen und Officirern ſonderliche Hoͤfligkeit erwieſen, wird von Kaͤyſerl. Majeſtaͤt ihm ein gewiſſes Præſent uͤberſendet und zugleich in Freyherrlichen Stand erhoben.","norm":"Rannefort Ihrer Röm. Käyserl. Majestät ehemals seinen Generalen und Offizieren sonderliche Höflichkeit erwiesen, wird von Käyserl. Majestät ihm ein gewisses präsent übersendet und zugleich in Freiherrlichen Stand erhoben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.49459981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2786,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich in Ranneforts Nahmen ſagende:","norm":"Eckart bedankte sich in Ranneforts Namen sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.904200077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2787,"date":1719,"orig":"Seine Hoͤflichkeit iſt ſolcher Gnade wohl wuͤrdig.","norm":"Seine Höflichkeit ist solcher Gnade wohl würdig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.541900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2788,"date":1719,"orig":"Der General ſprach:","norm":"Der General sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.91379976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2789,"date":1719,"orig":"Wo keine Gefahr mehr zu fuͤrchten iſt, kan man wohl ein Auge zudruͤcken; Eckarth ſprach:","norm":"Wo keine Gefahr mehr zu fürchten ist, kann man wohl ein Auge zudrücken; Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.342000007629394} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2790,"date":1719,"orig":"Jch werde mit allereheſten und ſicherer Gelegenheit von Neßdra aus ſo uns GOtt geſund dahin verhilfft, es ihm uͤberſenden.","norm":"Ich werde mit ehesten und sicherer Gelegenheit von Neßdra aus so uns Gott gesund dahin verhilft, es ihm übersenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.019999980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2791,"date":1719,"orig":"Hierauf wurde Jhro Roͤm. Kaͤyſerl. Majeſtaͤt und dero Hochloͤbl.","norm":"Hierauf wurde Ihrer Röm. Käyserl. Majestät und deren Hochlöbl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.764599800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2792,"date":1719,"orig":"Ertz-Hertzogl.","norm":"Ertz-Hertzogl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.160799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2793,"date":1719,"orig":"Oeſterreichiſchen Hauſes Hohe Geſundheit herumb getruncken, und ſchieden alſo des Herrn Generals Gaͤſte wohl berauſcht nach Hauſe.","norm":"Österreichischen Hauses hohe Gesundheit herum getrunken, und schieden also des Herrn Generals Gäste wohl berauscht nach Hause.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.261499881744385} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2794,"date":1719,"orig":"Bald nach dieſen kam der General Soluçki mit ſeiner Gemahlin, Fraͤulein Tochter und Vetter nach Garpa, verblieben einige Tage lang allda, ſich vollend mit Eckarthen zu letze; ſo auch mit allerſeits Vergnuͤgung geſchahe.","norm":"Bald nach diesen kam der General Solucki mit seiner Gemahlin, Fräulein Tochter und Vetter nach Garpa, verblieben einige Tage lang allda, sich vollende mit Eckarten zu letzte; so auch mit allerseits Vergnügung geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.281400203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2795,"date":1719,"orig":"Nach deren Abreiſe bald darauff, Eckarth ihm eine Land-Kutſche dung, und nachdem er mit Siegfried und Gotthart bey den General und andern Freunden Abſchied genommen und ſich vor alle erwieſene Gnade bedancket, auch ihren Wirthe ihr zuruͤck gelaſſenes gegen einen ſchrifftlichen Schein uͤbeꝛgeben hatten, fuhren ſie unter goͤttlichen Geleite nach Neßdra; ſie waren kaum zwey Meilen hinter Garpa ins Nacht-Quartier kommen, da ſahe es gar jaͤmmerlich aus, kein Wirth war da, auch ſonſten Niemand zu finden, die Stube hatte keine Thuͤr, der Ofen war zerbrochen und das Hauß uͤberall offen:","norm":"Nach deren Abreise bald darauf, Eckart ihm eine Landkutsche dung, und nachdem er mit Siegfried und Gotthart bei den General und anderen Freunden Abschied genommen und sich vor alle erwiesene Gnade bedanket, auch ihren Wirte ihr zurück gelassenes gegen einen schriftlichen Schein übergeben hatten, fuhren sie unter göttlichen Geleite nach Neßdra; sie waren kaum zwei Meilen hinter Garpa ins Nachtquartier kommen, da sah es gar jämmerlich aus, kein Wirt war da, auch sonsten Niemand zu finden, die Stube hatte keine Tür, der Ofen war zerbrochen und das Haus überall offen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2796,"date":1719,"orig":"Als der Kutſcher bey nahe einer Stunde lang herumb gelauffen war, fande er in einer kleinen Huͤtte ein paar Leuthe mit einem kleinen Kinde, da nahm er den Mann mit.","norm":"Als der Kutscher bei nahe einer Stunde lang herumgelaufen war, fand er in einer kleinen Hütte ein paar Leute mit einem kleinen Kinde, da nahm er den Mann mit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.021599769592285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2797,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen ſchlug Eckarth ein Licht auf, denn er auf der Reiſe jederzeit ein Feuerzeug mit einen Wachsſtock bey ſich fuͤhrte, ihr groͤſtes Gluͤck war, daß ſie eine kalte Kuͤche mit einen Flaſchen-Futter Wein mit ſich genommen hatten, ſonſten haͤtten ſie hungrig ſchlaffen gehen muͤſſen.","norm":"Unterdessen schlug Eckart ein Licht auf, denn er auf der Reise jederzeit ein Feuerzeug mit einen Wachsstock bei sich führte, ihr größtes Glück war, dass sie eine kalte Küche mit einen Flaschenfutter Wein mit sich genommen hatten, sonsten hätten sie hungrig schlafen gehen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037499904632568} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2798,"date":1719,"orig":"Jndem ſie da ſaſſen und ſich in ihre Maͤntel eingehuͤllet hatten, kam der Kutſcher mit den Bauren, dieſer klaubte etwas Holtz zuſammen, machte Feuer in den Ofen, allein die Lohe ſchlug auf allen Seiten aus, daß man genung zu thun bekam das Holtz wieder auszuziehen, ſonſten waͤre das gantze Hauß ins Feuer kommen, legten alſo das brennende Holtz auf den dabey ſtehenden Herdt, und waͤrmeten ſich dabey.","norm":"Indem sie da saßen und sich in ihre Mäntel eingehüllt hatten, kam der Kutscher mit den Bauern, dieser klaubte etwas Holz zusammen, machte Feuer in den Ofen, allein die Lohe schlug auf allen Seiten aus, dass man genug zu tun bekam das Holz wieder auszuziehen, sonsten wäre das ganze Haus ins Feuer kommen, legten also das brennende Holz auf den dabei stehenden Herd, und wärmten sich dabei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.116700172424316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2799,"date":1719,"orig":"Der Kutſcher hatte noch was Haber und der Bauer brachte ihm ein paar Gebund Heu, damit muſten die Pferde dieweil zu frieden ſeyn.","norm":"Der Kutscher hatte noch was Hafer und der Bauer brachte ihm ein paar Bund Heu, damit mussten die Pferde dieweil zu Frieden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.43779993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2800,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, Kutſcher in was vor ein armſeliges Wirths-Hauß habt ihr uns gefuͤhret?","norm":"Eckart sprach, Kutscher in was vor ein armseliges Wirtshaus habt ihr uns geführt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.610899925231934} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2801,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr antwortete der Kutſcher, da ſind ſie ſelbſten Urſache daran, eine Meile von hier iſt ein wohlaufgebauter Kretſchmer da man alles, was einer benoͤthiget iſt, bekommen kan, hab ich doch genung erinnert, nun die Nacht uns uͤberfallen hat, muͤſſen ſie ſchon, wie es die Gelegenheit giebet zu frieden ſeyn, nach Mitter nacht gehet der Monden auf, ſo wollen wir vollend dahin fahren.","norm":"Gestrenger Herr antwortete der Kutscher, da sind sie selbst Ursache daran, eine Meile von hier ist ein wohlaufgebauter Kreteschmer da man alles, was einer benötiget ist, bekommen kann, habe ich doch genug erinnert, nun die Nacht uns überfallen hat, müssen sie schon, wie es die Gelegenheit gibt zu Frieden sein, nach Mitte Nacht geht der Monden auf, so wollen wir vollende dahin fahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.223800182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2802,"date":1719,"orig":"Lieben Herren Soͤhne ſagte Eckarth, wir muͤſſen uns auf der Reiſe allerley Weiſe gefallen laſſen, und dieſe Herberge iſt noch nicht die ſchlim̃ſte, bevoraus wir noch Victualien bey uns haben.","norm":"Lieben Herren Söhne sagte Eckart, wir müssen uns auf der Reise allerlei Weise gefallen lassen, und diese Herberge ist noch nicht die schlimmste, bevoraus wir noch Viktualien bei uns haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8292999267578125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2803,"date":1719,"orig":"Andreas rieff er: bringet den Eßkober und das Flaſchen-Futter her!","norm":"Andreas rief er: bringt den Esskober und das Flaschenfutter her!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.124499797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2804,"date":1719,"orig":"Als dieſes ankam, nahm ein jeder nach Belieben, und gaben den Kutſcher und Andreas auch ein Stuͤck von kalten Gebratens mit einen Glaß Brandtewein.","norm":"Als dieses ankam, nahm ein jeder nach Belieben, und gaben den Kutscher und Andreas auch ein Stück von kalten Gebratens mit einen Glas Branntwein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.042399883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2805,"date":1719,"orig":"Nach dieſen nahm Eckarth an ſtatt des Schlaffes ſein Abend-Confect den Taback vor ſich, und verkuͤrtzte ihm damit die Zeit biß der Monden aufgieng, die andern huͤllten ſich in ihre Reiſe- Maͤntel, ſatzten ſich auf die Kutſche und ſchlieffen.","norm":"Nach diesen nahm Eckart an statt des Schlaffes sein Abendconfect den Tabak vor sich, und verkürzte ihm damit die Zeit bis der Monden aufging, die anderen hüllten sich in ihre Reise-Mäntel, sattsten sich auf die Kutsche und schliefen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326200008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2806,"date":1719,"orig":"Jndem Eckarth in der groͤſten Andacht und Nachſinnen ſein Pfeiffgen Taback ſchmauchte, hoͤrete er in der Stube an denen Waͤnden ein Geraͤuſche herumbſtreichen, bald darauff præſentirte ſich ein Geſpenſte deſſen Leib gleich einer Mumie umbhuͤllet war, die Augen ſahen als ein dunckel rothes Feuer aus; Eckarth ohne einiges Entſetzen fragte das Geſpenſte:","norm":"Indem Eckart in der größten Andacht und Nachsinnen sein Pfeifen Tabak schmauchte, hörte er in der Stube an denen Wänden ein Geräusche herumstreichen, bald darauf präsentierte sich ein Gespenste dessen Leib gleich einer Mumie umhüllet war, die Augen sahen als ein dunkelrotes Feuer aus; Eckart ohne einiges Entsetzen fragte das Gespenste:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.068600177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2807,"date":1719,"orig":"Wer biſt du?","norm":"Wer bist du?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":1.6704000234603882} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2808,"date":1719,"orig":"was haſt du hier zu ſchaffen! und was iſt dein Anliegen?","norm":"was hast du hier zu schaffen! und was ist dein Anliegen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.256100177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2809,"date":1719,"orig":"Der Geiſt bruͤllete erſtlich erſchroͤcklich, endlich fieng er an:","norm":"Der Geist brüllte erstlich erschröcklich, endlich fing er an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.244800090789795} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2810,"date":1719,"orig":"Wer ich bin, das habe ich nie gewuſt, biß ich geſtorben bin, alsdenn habe ich erſt erfahren zu ſeyn/ der ich zu ſeyn in meinen Leben mir nicht eingebildet habe.","norm":"Wer ich bin, das habe ich nie gewusst, bis ich gestorben bin, alsdann habe ich erst erfahren zu sein / der ich zu sein in meinen Leben mir nicht eingebildet habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.915600061416626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2811,"date":1719,"orig":"Jch war alles und doch nichts.","norm":"Ich war alles und doch nichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.25439977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2812,"date":1719,"orig":"Die Einbildung hatte mich uͤber alle menſchliche Kuͤnſte erhoben, und Niemand verſtunde derſelben nach mehr als ich.","norm":"Die Einbildung hatte mich über alle menschliche Künste erhoben, und niemand verstand derselben nach mehr als ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.368800163269043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2813,"date":1719,"orig":"Jch war, du kenneſt mich wohl Eckarth, ein Soldat, ein Artzt, und der vornehmſten einer unter denen Landſtreichern, frage mich nicht weiter, ich will dir es ſagen, ſchaue meine Geſtalt recht an, ſo wirſt du hier vor dir ſehen den verwegenen Curidor, der ich dir ehemahl getreue Dienſte dir unwiſſend vielmahl erwieſen habe; Eckarth nahm die Pfeiffe vom Munde und wolte reden, der Geiſt aber ſprach, ſchweige und hoͤre ferner:","norm":"Ich war, du kennest mich wohl Eckart, ein Soldat, ein Arzt, und der vornehmsten einer unter denen Landstreichern, frage mich nicht weiter, ich will dir es sagen, schaue meine Gestalt recht an, so wirst du hier vor dir sehen den verwegenen Curidor, der ich dir ehemahl getreue Dienste dir unwissend vielmal erwiesen habe; Eckart nahm die Pfeife vom Munde und wollte reden, der Geist aber sprach, schweige und höre ferner:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.610899925231934} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2814,"date":1719,"orig":"Wie offte habe ich dir an deiner Seite geſtanden, wann die groͤſte Gefahr vorhanden war, und du mich warneteſt, ich ſolte mein Leben nicht allzuſehr hazardiren: Allein du wareſt mir deiner Gutthaten halben, die du mir thateſt, ſo lieb, daß ich ehe mich haͤtte ſchinden und brennen, als dir ein Ungluͤck wiederfahren laſſen, wann ich merckte, daß du auf Parthey gehen wolteſt, ſahe ich, daß ich dir was beybringen kunte, daß dein Feind vor dir zaghafftig wurde, und dir keinen Schaden zufuͤgen konte, nun weiſt du gluͤckſeeliger Eckarth wer ich bin; was ich an dieſen Orthe zu ſchaffen habe, ſolt du auch erfahren.","norm":"Wie oft habe ich dir an deiner Seite gestanden, wann die größte Gefahr vorhanden war, und du mich warntest, ich sollte mein Leben nicht allzu sehr hazardiren: Allein du warst mir deiner Guttaten halben, die du mir tatest, so lieb, dass ich ehe mich hätte schinden und brennen, als dir ein Unglück widerfahren lassen, wann ich merkte, dass du auf Partei gehen wolltest, sah ich, dass ich dir was beibringen konnte, dass dein Feind vor dir zaghafftig wurde, und dir keinen Schaden zufügen konnte, nun weist du glückseliger Eckart wer ich bin; was ich an diesen Orte zu schaffen habe, sollt du auch erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.214300155639648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2815,"date":1719,"orig":"Erinnere dich nur, wo du noch ein einiges Andencken meiner ehemahligen Treue bey dir fuͤhreſt, wie ich denn weiß, daß du bey dir haſt, wie offte ich, wann ich ein Pfeiffgen Taback mit dir rauchte, erwehnte, ich wolte nach Endigung des Krieges mich in eine Wildniß begeben, daſelbſt als ein Einſiedler in lauter Froͤmmig- und Gottſeeligkeit biß an mein Ende mein Leben zubringen.","norm":"Erinnere dich nur, wo du noch ein einiges Andenken meiner ehemaligen Treue bei dir führest, wie ich denn weiß, dass du bei dir hast, wie oft ich, wann ich ein Pfeifen Tabak mit dir rauchte, erwähnte, ich wollte nach Endigung des Krieges mich in eine Wildnis begeben, daselbst als ein Einsiedler in lauter Frömmig- und Gottseligkeit bis an mein Ende mein Leben zubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.625400066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2816,"date":1719,"orig":"Als nun der Krieg ein Loch bekam, erſahe ich mir dieſen nah-anliegenden Wald, durch welchen du nun bald wirſt fahren muͤſſen, in denſelben bauete ich mir mit Huͤlffe dieſes Wirths Hauſes Wirths und einen Koͤhler ein Huͤttlein, da brachte ich mein Leben etliche Jahre in guter Stille und Ruhe zu, und weil ich alle Religionen gleich hielt, erwaͤhlte ich mir einen eigenen Gottesdienſt, den ich mir einbildete, mich am erſten zur ewigen Gluͤckſeeligkeit bringen wuͤrde.","norm":"Als nun der Krieg ein Loch bekam, ersah ich mir diesen nahanliegenden Wald, durch welchen du nun bald wirst fahren müssen, in denselben baute ich mir mit Hilfe dieses Wirts Hauses Wirts und einen Köhler ein Hüttlein, da brachte ich mein Leben etliche Jahre in guter Stille und Ruhe zu, und weil ich alle Religionen gleich hielt, erwählte ich mir einen eigenen Gottesdienst, den ich mir einbildete, mich am ersten zur ewigen Glückseligkeit bringen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.721700191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2817,"date":1719,"orig":"Dieweil aber die muͤßige Zeiten mir allzuverdrießlich fielen/ durch ſuchte ich den Wald, laß Kraͤuter, Wurtzeln und was mir wiſſend, das zu denen Kranck heiten dienlich waͤre, zuſammen, machte daraus allerhand Artzeneyen, ich hatte kaum etwas zuſammen bereitet, funden ſich unterſchiedene Patienten ein, und endlich wurde die Menge derſelben ſo groß, daß ich von einen Einſiedler wieder einen Medicum und Artzt abgeben muſte; dieſe Unruh brachte mich aus meiner Ruh in einen ſolchen verwirrten Zuſtand und Hochmuth, daß ich jedermann gegen mir verachtete.","norm":"Dieweil aber die müßige Zeiten mir allzuverdrießlich fielen / durchsuchte ich den Wald, lass Kräuter, Wurzeln und was mir wissend, das zu denen krank heiten dienlich wäre, zusammen, machte daraus allerhand Arzneien, ich hatte kaum etwas zusammen bereitet, fanden sich unterschiedene Patienten ein, und endlich wurde die Menge derselben so groß, dass ich von einen Einsiedler wieder einen Medicum und Arzt abgeben musste; diese Unruhe brachte mich aus meiner Ruhe in einen solchen verwirrten Zustand und Hochmut, dass ich jedermann gegen mir verachtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.301899909973144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2818,"date":1719,"orig":"Einsmahls als ich des Nachts im Walde herumb gieng, hoͤrete ich eine klagende Stimme, als ich derſelben naͤherte, vernahm ich dieſe Worte:","norm":"Einsmals als ich des Nachts im Walde herumging, hörte ich eine klagende Stimme, als ich derselben näherte, vernahm ich diese Worte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.95549988746643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2819,"date":1719,"orig":"Ach elende Menſchen, die ihr mehr als nichts, ja gar nichts ſeyd, bildet euch ein, die Himmel ſollen ſich vor euch biegen, und wann euere Wiſſenſchafften, die in der großachtenden Hochmuth euch einige Gluͤckſeeligkeiten zeigen, die doch von Niemanden anders als den hoͤchſten Guthe herruͤhren/ ſo wollet ihr aus der Haut fahren, und fanget ſchon an denen Sternen zu gebiethen, und Soñ und Mond Feſſel euer Dienſtbarkeit anzulegen.","norm":"Ach elende Menschen, die ihr mehr als nichts, ja gar nichts seid, bildet euch ein, die Himmel sollen sich vor euch biegen, und wann eure Wissenschaften, die in der großachtenden Hochmut euch einige Glückseligkeiten zeigen, die doch von Niemanden anders als den höchsten Gute herrühren / so wollet ihr aus der Haut fahren, und fanget schon an denen Sternen zu gebieten, und Sonn und Mond Fessel euer Dienstbarkeit anzulegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.148600101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2820,"date":1719,"orig":"Ach arme Erde und Aſche, denn in einen Nu zerſteubeſt du, und ſtreubeſt dich in Hochmuth wider den Staͤrckeſten.","norm":"Ach arme Erde und Asche, denn in einen Nun zerstäubest du, und streubest dich in Hochmut wider den Stärksten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080100059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2821,"date":1719,"orig":"Euere Einbildung ihr Sterblichen werffen euch bald dieſes bald jenes vor, und werdet von einen Thal in den andern als Geſellſchaffter der trohnenden Berge geworffen, und dennoch erkennet ihr niemahln, was eueren Seelen dermahleins das ewige Wohl erwerben koͤnte, zuweilen fallet ihr GOtt zu Fuſſe, aber mit einen ſelbſt-gemachten Gottesdienſt, der, weil er den Glauben mit deꝛ Hoffnung und Zuverſicht auf einen grundloſen Altar ſetzet, euch nichts anders als die ewige Verdammniß zuwege bringet.","norm":"Eure Einbildung ihr Sterblichen werfen euch bald dieses bald jenes vor, und werdet von einen Tal in den anderen als Gesellschafter der thronenden Berge geworfen, und dennoch erkennt ihr niemals, was eueren Seelen dermaleinst das ewige Wohl erwerben könnte, zuweilen fallet ihr Gott zu Fuße, aber mit einen selbstgemachten Gottesdienst, der, weil er den Glauben mit der Hoffnung und Zuversicht auf einen grundlosen Altar setzet, euch nichts anders als die ewige Verdammnis zuwege bringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.982999801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2822,"date":1719,"orig":"Jch erkuͤhnete mich endlich die Stimme zu fragen/ wer ſie waͤre?","norm":"Ich erkühnte mich endlich die Stimme zu fragen / wer sie wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.089900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2823,"date":1719,"orig":"Ach Curidor antwortete ſie, ach ich bin, ich bin, Curidor mein ehemahliger Ehegatte, dein vor dieſen geweſenes Eheweib Monila, welche mit ihren tauſendfachen Ermahnungen, deine verwirrte Gedancken in einen Stand zu bringen vermeynte, allein ich muſte dir heiſſen ein unverſtaͤndiges Weib, eine fromme Mitouche die allen Heiligen die Zaͤhe abbeiſſen wolte, du erkannteſt es wohl etliche mahl, und wolteſt dich auf einen andern Weg lencken, allein weil dein Glaubens Grund ohne Grund iſt, ſo geheſt du auf Trieb ſand, und erſie heſt du ein Berglein, ſo erhoͤheſt du dich wieder, daß du aller vorigen Gefahr vergiſſeſt.","norm":"Ach Curidor antwortete sie, ach ich bin, ich bin, Curidor mein ehemaliger Ehegatte, dein vor diesen gewesenes Eheweib Monila, welche mit ihren tausendfachen Ermahnungen, deine verwirrte Gedanken in einen Stand zu bringen vermeinte, allein ich musste dir heißen ein unverständiges Weib, eine fromme Mitauge die allen Heiligen die Zähe abbeißen wollte, du erkanntest es wohl etliche Mal, und wolltest dich auf einen anderen Weg lenken, allein weil dein Glaubens Grund ohne Grund ist, so gehest du auf Trieb Sand, und ersieh hest du ein Berglein, so erhöhest du dich wieder, dass du aller vorigen Gefahr vergisst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.041399955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2824,"date":1719,"orig":"Ach kehre umb, und laß alles vor aller Welt Gut und Ehre, ſetze dein uͤbriges Leben, welches vielleicht nicht lange dauren wird, zum Verlangen eines ſeeligen Sterbens, damit wir, weiln uns in deꝛ Welt deꝛ Himmel nicht lange beyſammen wollen ſeyn laſſen, in ihm ſelbſten uns dermahleinſt ergoͤtzen moͤchten.","norm":"Ach kehre um, und lass alles vor aller Welt Gut und Ehre, setze dein übriges Leben, welches vielleicht nicht lange dauern wird, zum Verlangen eines seligen Sterbens, damit wir, weil uns in der Welt der Himmel nicht lange beisammen wollen sein lassen, in ihm selbst uns dermaleinst ergötzen möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5914998054504395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2825,"date":1719,"orig":"Allein, alleine!","norm":"Allein, alleine!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.111400127410889} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2826,"date":1719,"orig":"ich fuͤrchte die Zeit iſt allzukurtz, denn vielleicht an dieſen Augenblick hanget die Ewigkeit! und hierauf ſchwieg ſie:","norm":"ich fürchte die Zeit ist kurz, denn vielleicht an diesen Augenblick hanget die Ewigkeit! und hierauf schwieg sie:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.973599910736084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2827,"date":1719,"orig":"Jch fragte liebſte Monila, wie kommt es denn, daß du des Obriſte verlaſſen, und hieher dich gewendet haſt?","norm":"Ich fragte liebste Monila, wie kommt es denn, dass du des Oberste verlassen, und hierher dich gewendet hast?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.489799976348877} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2828,"date":1719,"orig":"Alleine die Stimme antwortete nichts mehr:","norm":"Alleine die Stimme antwortete nichts mehr:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.946300029754639} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2829,"date":1719,"orig":"Jch ſtund in Gedancken, und wolte wieder zuruͤcke gehen, in der Erſtaunung und Verwirrung aber umbfaſten mich zween Maͤnner, daß ich mich nicht ruͤhren kunte, und dieſe waren der hieſig-geweſene Wirth und der Koͤhler, und einer wurff mir einen Stꝛanck umb den Halß, der war des Koͤhlers Sohn, und erdroſſelten mich jaͤmmerlicher Weiſe.","norm":"Ich stand in Gedanken, und wollte wieder zurückgehen, in der Erstaunung und Verwirrung aber umfasten mich zweien Männer, dass ich mich nicht rühren konnte, und diese waren der hiesig-gewesene Wirt und der Köhler, und einer Wurf mir einen Strang um den Hals, der war des Köhlers Sohn, und erdrosselten mich jämmerlicher Weise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.706299781799316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2830,"date":1719,"orig":"Da erfuhr ich bald nach meinem Tode, daß ich nichts war, und war ſo gar leichte erfunden, daß auch wegen derer pactorum implicitorum, welche ich ehemahln zu practiren pflegte, ſo fort, nachdem der ſtrenge Richter mir alle meine vor dieſen begangene und unbereuete Boßheiten in einen Augenblick vorzeigete, und den ſelbſt-erwaͤhlten Gottesdienſt, vor die hoͤchſte Abgoͤtterey, dadurch ich ihn mehr gelaͤſtert als geehret haͤtte, erkannte, ich von GOtt und deſſen Heiligen verdam̃et wurde.","norm":"Da erfuhr ich bald nach meinem Tode, dass ich nichts war, und war so gar leichte erfunden, dass auch wegen derer pactorum implicitorum, welche ich ehemals zu practiren pflegte, so fort, nachdem der strenge Richter mir alle meine vor diesen begangene und unbereute Bosheiten in einen Augenblick vorzeigte, und den selbsterwählten Gottesdienst, vor die höchste Abgötterei, dadurch ich ihn mehr gelästert als geehrt hätte, erkannte, ich von Gott und dessen Heiligen verdammet wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.988800048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2831,"date":1719,"orig":"Nach meinem Tode, berathſchlugen ſich meine Moͤꝛdeꝛ, huͤllten mich in eine bunte Decke ein, wie du ſieheſt daß ich hier voꝛ dir ſtehe, und begꝛuben mich unteꝛ mein ehemahliges Pilgrams-Neſt, dieweil ſie aber ſich befurchteten, die That moͤchte allzuzeitig ausbrechen, gruben ſie mich wiederumb aus, und verſcharrten mich etliche Klafftern tieff im Garthen dieſes Wirths-Hauſes bey den Baͤchlein, das darneben vorbey fleuſt.","norm":"Nach meinem Tode, beratschlugen sich meine Mörder, hüllten mich in eine bunte Decke ein, wie du siehst dass ich hier vor dir stehe, und begruben mich unter mein ehemaliges Pilgrams-Nest, dieweil sie aber sich befürchteten, die Tat möchte allzuzeitig ausbrechen, gruben sie mich wiederum aus, und verscharrten mich etliche Klaftern tief im Garten dieses Wirtshauses bei den Bächlein, das daneben vorbei fließt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.532100200653076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2832,"date":1719,"orig":"Jn mein weniges Vermoͤgen was ſie funden, theilten ſie ſich unter einander, allein das beſte und meiſte lieget noch an einen Orthe vergraben, woſelbſt ich in deinen Vorbeyfahren dir mein Eckarth erſcheinen werde, grabe nach, es iſt dir verehret, und iſt ein wohl-erworbenes Guth, das bloß deꝛ Seegen GOttes mir in meinen Leben zugeeignet hat.","norm":"In mein weniges Vermögen was sie fanden, teilten sie sich untereinander, allein das beste und meiste liegt noch an einen Orte vergraben, woselbst ich in deinen vorbeifahren dir mein Eckart erscheinen werde, grabe nach, es ist dir verehret, und ist ein wohl-erworbenes Gut, das bloß der Segen Gottes mir in meinen Leben zugeeignet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135300159454346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2833,"date":1719,"orig":"Als ich nun ſo ploͤtzlich verlohren war, grieff die Obrigkeit, indem ſie auf den hieſigen Wirth muthmaßte, denſelben, und wie er nun vor die Gerichten kam, und uͤber den Mord befraget wurde, geſtunde er alles was er begangen hatte, und wer ihme Beyhuͤlffe geleiſtet; worauf der Koͤhler mit ſeinem Sohne, auch gegriffen, und endlich alle drey mit der groͤſten Straffe des Rads beleget worden.","norm":"Als ich nun so plötzlich verloren war, griff die Obrigkeit, indem sie auf den hiesigen Wirt mutmaßte, denselben, und wie er nun vor die Gerichten kam, und über den Mord befraget wurde, gestünde er alles was er begangen hatte, und wer ihm Beihilfe geleistet; worauf der Köhler mit seinem Sohne, auch gegriffen, und endlich alle drei mit der größten Strafe des Rads beleget worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.542200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2834,"date":1719,"orig":"Ob nun wohl dieſes Wirths Hauß nach dieſen von einẽ andern bezogen worden, ſo habe ich doch dieſes Hauß ſo unſicher gemacht, daß es nun alſo zur Einoͤde worden iſt, es iſt auch kein ander Rath dieſe Stelle wieder rein zu machen, als dieſes Hauß von Grund aus abzubrennen und acht Schritte von dieſer Stelle ein neues aufzurichten, und nun ſieheſt du, daß, wo meine ach elende Ruhe-Stelle, ich auch mein Bleiben und Gewerbe habe.","norm":"Ob nun wohl dieses Wirts Haus nach diesen von einen anderen bezogen worden, so habe ich doch dieses Haus so unsicher gemacht, dass es nun also zur Einöde worden ist, es ist auch kein ander Rat diese Stelle wieder reinzumachen, als dieses Haus von Grund aus abzubrennen und acht Schritte von dieser Stelle ein neues aufzurichten, und nun siehst du, dass, wo meine ach elende Ruhestelle, ich auch mein Bleiben und Gewerbe habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.79449987411499} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2835,"date":1719,"orig":"Mein Anliegen kan nicht erfuͤllet werden, und mein Wuͤntſchen iſt die allergroͤſſeſte Marter die ich leide, indem ich weiß, daß auch das allergeringſte mir nicht gewaͤhret wird, die Gnaden-Zeit iſt dahin, und nun gehet meine Marter auffs neue an, und wird die laͤngſte Ewigkeit mir ſolche allezeit verneueren, niemahls aber mindern noch lindern.","norm":"Mein Anliegen kann nicht erfüllet werden, und mein Wünschen ist die allergrößte Marter die ich leide, indem ich weiß, dass auch das allergeringste mir nicht gewähret wird, die Gnadenzeit ist dahin, und nun geht meine Marter aufs neue an, und wird die längste Ewigkeit mir solche allezeit neueren, niemals aber minderen noch lindern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.454599857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2836,"date":1719,"orig":"Ach wehe! ach wehe!","norm":"Ach wehe! ach wehe!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.357399940490722} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2837,"date":1719,"orig":"Ach verfluchter Curidor!","norm":"Ach verfluchter Curidor!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.492800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2838,"date":1719,"orig":"ach verdammte Seele.","norm":"ach verdammte Seele.","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.071400165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2839,"date":1719,"orig":"Ach Eckarth.","norm":"Ach Eckart.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0,"norm_lmscore":7.092800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2840,"date":1719,"orig":"Die Marter iſt unausſprechlich, aber uͤber dieſes wird kein Wort gefunden, die Groͤſſe zu benennen, wann ich die Vereinigung meines Coͤrpers mit dieſer brennenden Seele, an jenem Gerichts- Tage, da ich aller Welt zum Spectackel ſeyn werde, erwege.","norm":"Die Marter ist unaussprechlich, aber über dieses wird kein Wort gefunden, die Größe zu benennen, wann ich die Vereinigung meines Körpers mit dieser brennenden Seele, an jenem Gerichts-Tage, da ich aller Welt zum Spektakel sein werde, erwäge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.941199779510498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2841,"date":1719,"orig":"Hieruͤber entbrandt der Geiſt als ein helles Feuer und ſchrye:","norm":"Hierüber entbrannt der Geist als ein helles Feuer und schrie:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.12309980392456} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2842,"date":1719,"orig":"Ach Ewigkeit!","norm":"Ach Ewigkeit!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.764200210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2843,"date":1719,"orig":"Ach Ewigkeit!","norm":"Ach Ewigkeit!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.764200210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2844,"date":1719,"orig":"Eckarth ſo behertzt als er zuvor war, entſatzte er ſich doch; gleichwohl erholte er ſich in etwas und ſagte: Verdammter Curidor, daß dein Geiſt der deinen Bekaͤntniß nach hoͤlliſcher! bey der grauſamſten Geſellſchafft iſt, hier bey mir ſtehen ſolte, glaube ich nicht.","norm":"Eckart so beherzt als er zuvor war, entsatzte er sich doch; gleichwohl erholte er sich in etwas und sagte: verdammter Curidor, dass dein Geist der deinen Bekenntnis nach höllischer! bei der grausamsten Gesellschaft ist, hier bei mir stehen sollte, glaube ich nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.360899925231934} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2845,"date":1719,"orig":"Curidor, Curidor, mein ehemahl Getreuer, ich wolte dir, anders mein Leben auch, durch die groͤſte zeitliche Pein und Marter zu Grunde gehen muͤſte, das ewige wohl gerne goͤnnen.","norm":"Curidor, Curidor, mein ehemahl getreuer, ich wollte dir, anders mein Leben auch, durch die größte zeitliche Pein und Marter zu Grunde gehen müsste, das ewige wohl gerne gönnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.307700157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2846,"date":1719,"orig":"Allein du entbrandter Geiſt, welchen von dem Hoͤchſten vom erſten Anfang der Orth zugeeignet iſt, da du in Ewigkeit verbleiben ſolſt, eile von hinnen, und laß mich, als einen mit JESUS Blut gereinigten Chriſten vor dieſes mahl alleine.","norm":"Allein du entbrannter Geist, welchen von dem Höchsten vom ersten Anfang der Ort zugeeignet ist, da du in Ewigkeit verbleiben sollst, eile von hinnen, und lass mich, als einen mit JESUS Blut gereinigten Christen vor dieses Mal alleine.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.136600017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2847,"date":1719,"orig":"Der Geiſt that noch zwey erſchreckliche Schreye; Wehe!","norm":"Der Geist tat noch zwei erschreckliche Schreie; Wehe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3983001708984375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2848,"date":1719,"orig":"Wehe! und verſchwand.","norm":"Wehe! und verschwand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.658699989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2849,"date":1719,"orig":"Weil dieſes vorgieng lagen Siegfried, Gotthart und Andreas in guter Ruhe, der Kutſcher aber fuͤtterte dieweil die Pferde, bald um Mitternacht gieng deꝛ Monde auf, daß weil noch viel Schnee lag es ſehr lichte wurde, ſo fort erinnerte der Kutſcher unſere Reiſende, ſich fertig zu halten umb ihre Reiſe fortzuſtellen.","norm":"Weil dieses vorging lagen Siegfried, Gotthart und Andreas in guter Ruhe, der Kutscher aber fütterte dieweil die Pferde, bald um Mitternacht ging der Monde auf, dass weil noch viel Schnee lag es sehr lichte wurde, so fort erinnerte der Kutscher unsere Reisende, sich fertig zu halten um ihre Reise fortzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.310299873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2850,"date":1719,"orig":"Es war kaum eine halbe Stunde verfloſſen, da ſie den Wald durchfuhren, ſahen ſie ein Licht auf der Rechten des Weges ſtehen, die Pferde ſtrampfften und ſchnaubeten, und wolten nicht forder gehen, ſo daß der Kutſcher abſteigen, und dieſelben mit dem Knechte fuͤhren muſte, weil nun dieſes Licht was es bedeutete Eckarthen am beſten wiſſend war, gieng er voran gegen es zu, da erſahe er das vorige im Wirths-Hauſe ihm erſchienene Geſpenſte, des Curidors Geiſt, das ſagte zu ihm: Siehe Eckarth, hier grabe, da wirſt du finden, davon ich dir geſagt habe, oder aber, ſo es dir nicht gefaͤllt, ſo uͤbergieb es der Obrigkeit dieſes Orths, damit ein Spittal vor arme gebrechliche Soldaten erbauet werde, denn ich es in meinem Leben darzu ſchon laͤngſt gewiedmet habe.","norm":"Es war kaum eine halbe Stunde verflossen, da sie den Wald durchfuhren, sahen sie ein Licht auf der Rechten des Weges stehen, die Pferde strampften und schnaubten, und wollten nicht forder gehen, so dass der Kutscher absteigen, und dieselben mit dem Knechte führen musste, weil nun dieses Licht was es bedeutete Eckarten am besten wissend war, ging er voran gegen es zu, da ersah er das Vorige im Wirtshause ihm erschienene Gespenste, des Curidors Geist, das sagte zu ihm: Siehe Eckart, hier grabe, da wirst du finden, davon ich dir gesagt habe, oder aber, so es dir nicht gefällt, so übergib es der Obrigkeit dieses Orts, damit ein Spittal vor arme gebrechliche Soldaten erbauet werde, denn ich es in meinem Leben dazu schon längst gewidmet habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585100173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2851,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete: Dein letzteres Begehren werde ich mit ehiſten bewerckſtelligen.","norm":"Eckart antwortete: Dein letzteres Begehren werde ich mit ehesten bewerkstelligen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2852,"date":1719,"orig":"Darauff both der Geiſt aus der Huͤlle Eckarthen die Hand, ihm umb mehrer Gewißheit halben ſolches mit einem Handſchlag zu verſicheren.","norm":"Darauf bot der Geist aus der Hülle Eckarten die Hand, ihm um mehrerer Gewissheit halben solches mit einem Handschlag zu versichern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8653998374938965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2853,"date":1719,"orig":"Schaͤme dich verſtellter Curidor, verſetzte Eckarth, als ein brennender Geiſt dergleichen von mir zu verlangen, ſiehe mich nicht vor ſo albern an, daß mein Fſeiſch deiner Schatten-Hand trauen werde.","norm":"Schäme dich verstellter Curidor, versetzte Eckart, als ein brennender Geist dergleichen von mir zu verlangen, siehe mich nicht vor so albern an, dass mein Fseisch deiner Schatten-Hand trauen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.298999786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2854,"date":1719,"orig":"Gnung! daß ich dir mein Wort gegeben habe, hiermit verſchwunde der Geiſt mit wiederholten Wehe!","norm":"Genug! dass ich dir mein Wort gegeben habe, hiermit verschwunde der Geist mit wiederholten Wehe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472799777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2855,"date":1719,"orig":"Wehe! die andern wuſten von dieſer Sache nichts.","norm":"Wehe! die anderen wussten von dieser Sache nichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.008500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2856,"date":1719,"orig":"Eckarth gieng wieder zum Wagen, denn ſo bald das Licht verſchwunden war, giengen die Pferde ihres Weges fort, und fruͤh umb zwey Uhr, gelangten ſie in das von Kutſcher genannte Wirths-Hauß, weiln nun die Stube warm war, ließ ihm Eckarth bald die Streue machen, und legte ſich mit ſeinen Liebes-Soͤhnen ſchlaffen.","norm":"Eckart ging wieder zum Wagen, denn so bald das Licht verschwunden war, gingen die Pferde ihres Weges fort, und früh um zwei Uhr, gelangten sie in das von Kutscher genannte Wirtshaus, weil nun die Stube warm war, ließ ihm Eckart bald die Streue machen, und legte sich mit seinen Liebessöhnen schlafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.669400215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2857,"date":1719,"orig":"Er kunte aber wenig ruhen, denn bald kam ihm in Traume vor, wie Curidor in einen ſchrecklichen Abgrund von vielen Teufeln gefoltert und gepeiniget wurde, bald ſahe er ihn in einen Feuer-Ofen ſitzen; da denn die Teufel allerhand gluͤende Materie mit langen gluͤenden Loͤffeln ihm eingoſſen, bald wurde er in einen Schnee-Berg geſtoſſen, und mit Eyß-Zapffen durchſtochen, bald kamen drey grauſame Geſpenſter, zerhieben ihn in kleine Stuͤcke, und wurffen dieſelben in ein ſiedendes Bech, bald kam er Curidor wie eine Furie mit gluͤenden Hacken, zerriß die drey Geſpenſter, die ihn zerhauen hatten, wieder, und trat ſie gar zu Kothe, und dieſe Tragœdie gieng Wechſelsweiſe, untereinander, ſo daß Eckarth bey anbrechenden Tage mehr todt als lebendig war.","norm":"Er konnte aber wenig ruhen, denn bald kam ihm in Traume vor, wie Curidor in einen schrecklichen Abgrund von vielen Teufeln gefoltert und gepeinigt wurde, bald sah er ihn in einen Feuerofen sitzen; da denn die Teufel allerhand glühende Materie mit langen glühenden Löffeln ihm eingossen, bald wurde er in einen Schneeberg gestoßen, und mit Eyß-Zapffen durchstochen, bald kamen drei grausame Gespenster, zerhieben ihn in kleine Stücke, und würfen dieselben in ein siedendes Bech, bald kam er Curidor wie eine Furie mit glühenden Hacken, zerriss die drei Gespenster, die ihn zerhauen hatten, wieder, und trat sie gar zu Kot, und diese Tragödie ging Wechselweise, untereinander, so dass Eckart bei anbrechenden Tage mehr tot als lebendig war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.51170015335083} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2858,"date":1719,"orig":"Gotthart verſpuͤrte bald, daß es mit Eckarthen nicht waͤre wie es wohl ſeyn ſolte, fragte ihn derohalben, Hochgeſchaͤtzter Herr Vater, deſſen verblichene Farbe und Geſichte, zeiget eine groſſe Unruh des Gemuͤths von ſich, wofern ich und Siegfried denſelben mit unſeren Blute dienen koͤnnen, umb ihn auf eine vergnuͤglichere Arth zu bringen, wollen wir nicht ſaͤumen, ſelbiges alsbald vor ihm darzugeben.","norm":"Gotthart verspürte bald, dass es mit Eckarten nicht wäre wie es wohl sein sollte, fragte ihn derohalben, hochgeschätzter Herr Vater, dessen verblichene Farbe und Gesichte, zeiget eine große Unruhe des Gemüts von sich, sofern ich und Siegfried denselben mit unseren Blute dienen können, um ihn auf eine vergnüglichere Art zu bringen, wollen wir nicht säumen, selbiges alsbald vor ihm darzugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.922299861907959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2859,"date":1719,"orig":"Wertheſte Herren Soͤhne antwortete Eckarth/ die unruhigen Traͤume haben mich durch ihre Scheußligkeit ſo beſtuͤꝛtzt gemacht/ daheꝛo ich gantz auſſer mir ſelbſten dergleichen uͤble Farbe an mich gezogen.","norm":"Werteste Herren Söhne antwortete Eckart / die unruhigen Träume haben mich durch ihre Scheußlichkeit so bestürzt gemacht / daher ich ganz außer mir selbst dergleichen üble Farbe an mich gezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8454999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2860,"date":1719,"orig":"Siegfried gieng zu der Wirthin/ und beſtellte einen gluͤenden Wein mit einem Eyerdotter/ Zimmet/ Cordommoͤmlein und Zucker zuzurichten/ welchen er nach der Zubereitung Hn. Eckarthen zubrachte; von deſſen Gebrauch er ſich wieder erholte.","norm":"Siegfried ging zu der Wirtin / und bestellte einen glühenden Wein mit einem Eierdotter / Zimt / Cordommömlein und Zucker zuzurichten / welchen er nach der Zubereitung Hn. Eckarten zubrachte; von dessen Gebrauch er sich wieder erholte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.325900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2861,"date":1719,"orig":"Nachdem der Tag voͤllig angebrochen war/ ſetzten unſere Reiſende ihren Weg weiter/ und als ſie den Mittag geſpeiſet und gefuͤttert hatten u. fortfuhren/ fieng Eckarth zu denen andern folgender Geſtalt an zu reden:","norm":"Nachdem der Tag völlig angebrochen war / setzten unsere Reisende ihren Weg weiter / und als sie den Mittag gespeist und gefüttert hatten u. fortfuhren / fing Eckart zu denen anderen folgender Gestalt anzureden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.843400001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2862,"date":1719,"orig":"Meine lieben Herren Soͤhne/ ich kan ihnen nicht verhalten/ was ſeit geſtern und dieſe Nacht ſich mit mir zugetragẽ hat/ und erzehlte ihnen alles Vorgegangenes mit ihm/ und dem Geiſte Curidors, woruͤber ſie ſich hefftig entſatzten/ ſagende: GOTT der HERR laſſe den Herrn Vater dergleichen Geſichte nimmermehr ſehen/ und behuͤte uns vor gleiche Zufaͤlle.","norm":"Meine lieben Herren Söhne / ich kann ihnen nicht verhalten / was seit gestern und diese Nacht sich mit mir zugetragen hat / und erzählte ihnen alles Vorgegangenes mit ihm / und dem Geiste Curidors, worüber sie sich heftig entsatzten / sagende: GOTT der Herr lasse den Herrn Vater dergleichen Gesichte nimmermehr sehen / und behüte uns vor gleiche Zufälle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0808000564575195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2863,"date":1719,"orig":"Nicht lange hernach fieng Siegfried an: Mir zweifelt ſehr/ daß ein Geiſt/ welchen man gut oder boͤſe heiſt in der Lufft herumb ſchwebe/ mit denen Menſchen rede/ und ſein Wohl oder Wehe ihm kunt thun; Ob gleich Theophraſtus uns deſſen verſichern will/ daß ein ſolcher Aſtraliſcher Spiritus Leib und Seele mit beywohne/ bey welcher beyder Trennung er ſo dann eine Zeitlang in der Welt herumb vagire oder ſchwerme/ und den ehemahligen in Leben getriebenen Wercke ferner zugehe/ auch zu weilen ſein Wollen und Mißvergnuͤgen dem Menſchen zu verſtehen gebe/ biß daß er endlich nach und nach pedetentim wieder in ſeinen Anfang oder nichts gienge.","norm":"Nicht lange hernach fing Siegfried an: Mir zweifelt sehr / dass ein Geist / welchen man gut oder böse heißt in der Luft herumschwebe / mit denen Menschen rede / und sein Wohl oder Wehe ihm kundtun; ob gleich Theophrastus uns dessen versichern will / dass ein solcher Astralischer Spiritus Leib und Seele mit beiwohne / bei welcher beider Trennung er so dann eine Zeitlang in der Welt herum vagire oder schwärme / und den ehemaligen in Leben getriebenen Werke ferner zugehe / auch zu weilen sein Wollen und Missvergnügen dem Menschen zu verstehen gebe / bis dass er endlich nach und nach pedetentim wieder in seinen Anfang oder nichts ginge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.336900234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2864,"date":1719,"orig":"Geſchicht ja etwas/ ſo iſt es entweder eine Viſion oder von GOtt herruͤhrende Admonition, oder aber eine Verblendung des Teufels/ welcher eine dergleichen Geſtalt an ſich nimmt/ und jederzeit ſein Intereſſe entweder durch Schroͤck- oder Verſprechung darunter ſuchet/ doch zweifele ich nicht an des Curidors Verdammung/ bevoraus weil er allezeit liederlich gelebt/ denen Leuthen die Naſen gedrehet/ eigenen Gottesdienſt erwaͤhlet/ und die erſchroͤcklichen Traͤume ohne Zweifel dieſelbige confirmirt und beſtaͤtiget.","norm":"Geschichte ja etwas / so ist es entweder eine Vision oder von Gott herrührende Admonition, oder aber eine Verblendung des Teufels / welcher eine dergleichen Gestalt an sich nimmt / und jederzeit sein Interesse entweder durch Schröck- oder Versprechung darunter suchet / doch zweifele ich nicht an des Curidors Verdammung / bevoraus weil er allezeit liederlich gelebt / denen Leuten die Nasen gedreht / eigenen Gottesdienst erwählt / und die erschröcklichen Träume ohne Zweifel dieselbige konfirmiert und bestätiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.463900089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2865,"date":1719,"orig":"Dem iſt alſo/ verſetzte Eckarth/ mein wertheſter Herr Siegfried/ und urtheilet er gar wohl von der Sache/ Gotthart aber wandte ein/ allein warumb ſolte nicht aus Permiſſion und Zulaſſung des Hoͤchſten einem Geiſt erlaubet ſeyn/ durch ſeine Vagation und Hin- und Herſchwebung denen Lebendigen was ſein Thun/ wie es ihm gehe/ und was ſein Wille und Verlangen ſey/ zu offenbahren:","norm":"Dem ist also / versetzte Eckart / mein wertester Herr Siegfried / und urteilet er gar wohl von der Sache / Gotthart aber wandte ein / allein warum sollte nicht aus Permission und Zulassung des Höchsten einem Geist erlaubet sein / durch seine Vagation und Hin- und Herrschwebung denen Lebendigen was sein Tun / wie es ihm gehe / und was sein Wille und Verlangen sei / zu offenbaren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.560100078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2866,"date":1719,"orig":"Man hat ja viel Exempel/ daß gute Freunde/ wann ſie von einander gezogen ſind/ einander verſprochen haben/ wo einer ehe als der andere ſtuͤrbe/ wolle der Verſtorbene es dem Lebenden durch ein gewiſſes Zeichen kunt thun.","norm":"Man hat ja viel Exempel / dass gute Freunde / wann sie voneinander gezogen sind / einander versprochen haben / wo einer ehe als der andere stürbe / wolle der Verstorbene es dem Lebenden durch ein gewisses Zeichen kundtun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2230000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2867,"date":1719,"orig":"Als vor ohngefehr 14. Jahren in Ranildo ſich mit Monſ.","norm":"Als vor ungefähr 14. Jahren in Ranildo sich mit Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.291600227355957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2868,"date":1719,"orig":"Kaunitzen/ der es mir ſelbſten als er in Pliſſana bey denen Herren von Friedburg Hoffmeiſter war/ erzehlte/ zugetragen habe.","norm":"Kaunitzen / der es mir selbst als er in Plissana bei denen Herren von Friedburg Hoffmeister war / erzählte / zugetragen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.605100154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2869,"date":1719,"orig":"Dieſer hatte ſonderliche Vertrauligkeit/ mit einem ſeiner Lands-Leuthe/ Nahmens Stierfeld/ wie nun dieſe gute Freunde von einander zogen/ verſprachen ſie einander ſub Juramento, daß wofern es ſich zutruͤge/ daß einer von ihnen waͤhrenden Auſſenbleibens ſtuͤrbe/ ſo ſolte der Verſtorbene es dem Lebendigen zu wiſſen thun.","norm":"Dieser hatte sonderliche Vertraulichkeit / mit einem seiner Landsleute / Namens Stierfeld / wie nun diese gute Freunde voneinander zogen / versprachen sie einander sub Juramento, dass so fern es sich zutrüge / dass einer von ihnen währenden Außenbleibens stürbe / so sollte der Verstorbene es dem Lebendigen zu wissen tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.978300094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2870,"date":1719,"orig":"Es gehen ſieben Jahre hin und vorbey/ daß ermeldter Kaunitz von ſeinem Freunde wegen ermangelender Correſpondenz nicht weiß wo Stierfeld ſich aufhaͤlt/ oder wie es ihm gehe.","norm":"Es gehen sieben Jahre hin und vorbei / dass ermeldeter Kaunitz von seinem Freunde wegen ermangelender Korrespondenz nicht weiß wo Stierfeld sich aufhält / oder wie es ihm gehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.948200225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2871,"date":1719,"orig":"Einsmahls hatte er gar eine unruhige Nacht/ da kommt ihm vor/ als wenn jemand an das Fenſter wuͤrffe/ Kaunitz ſtehet auf/ oͤffnet das Fenſter/ umb zu ſehen wer da wirfft/ und was da iſt:","norm":"Einsmals hatte er gar eine unruhige Nacht / da kommt ihm vor / als wenn jemand an das Fenster würfe / Kaunitz steht auf / öffnet das Fenster / um zu sehen wer da wirft / und was da ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.296899795532227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2872,"date":1719,"orig":"Siehe da erſiehet er einen weiſſen Geiſt in Geſtalt ſeines verreiſten Freundes Stierfelds in aller Schnelligkeit vorbey ſtreichen; ruffende:","norm":"Siehe da ersieht er einen weißen Geist in Gestalt seines verreisten Freundes Stierfelds in aller Schnelligkeit vorbeistreichen; rufende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.771100044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2873,"date":1719,"orig":"Kaunitz ich habe dir mein Verſpꝛechen gehalten/ ich eile zur Ewigkeit/ da kein Widerkehren iſt.","norm":"Kaunitz ich habe dir mein Versprechen gehalten / ich eile zur Ewigkeit / da kein Widerkehren ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.489799976348877} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2874,"date":1719,"orig":"So iſt es auch D. Beckern in Thoren widerfahren (wie mir Monſ.","norm":"So ist es auch D. Becker in Toren widerfahren (wie mir Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.357500076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2875,"date":1719,"orig":"Zieler erzehlet hat) welcher mit ſeinen ſterbenden Freunde verlaſſen/ ihme vor ſeinem Ende doch zu erſcheinen; Was geſchicht/ als ſich erwehnter Doctor in Dantzig auffhielt/ kommt der Geiſt in ſein Muſæum, zeiget ſich und gehet wieder fort.","norm":"Zieler erzählt hat) welcher mit seinen sterbenden Freunde verlassen / ihm vor seinem Ende doch zu erscheinen; was geschieht / als sich erwähnter Doktor in Danzig aufhielt / kommt der Geist in sein Museum, zeiget sich und geht wieder fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.646399974822998} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2876,"date":1719,"orig":"Dieſer Doctor bildet ihm nicht anders ein/ ſein Ende ſey vor der Thuͤr/ leget ſich nieder und verſchencket guten Freunden das Seinige/ præparirt ſich zum Tode/ in Meynung zu ſterben, allein er wurde vor dieſes mahl geſund/ und gaben ihm ſeine Freunde mit einen Hohn-Gelaͤchter das Geſchenckte wieder/ nach der Zeit kam er wieder nach Thoren/ daſelbſt gieng er in die St. Marien-Kirche ein Epitaphium zu beſehen/ da erſchien ihm bey dem Altar vorgemeldeter Geiſt ſeines verſtorbenen Freundes wiederumb/ und winckte ihm mit der Hand.","norm":"Dieser Doktor bildet ihm nicht anders ein / sein Ende sei vor der Tür / leget sich nieder und verschenket guten Freunden das Seinige / präpariert sich zum Tode / in Meinung zu sterben, allein er wurde vor dieses Mal gesund / und gaben ihm seine Freunde mit einen Hohngelächter das Geschenkte wieder / nach der Zeit kam er wieder nach Toren / daselbst ging er in die St. Marienkirche ein Epitaphium zu besehen / da erschien ihm bei dem Altar vorgemeldeter Geist seines verstorbenen Freundes wiederum / und winkte ihm mit der Hand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.971700191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2877,"date":1719,"orig":"Darauf ſagte der Doctor:","norm":"Darauf sagte der Doktor:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303500175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2878,"date":1719,"orig":"Nun iſt es Zeit/ faͤllt auch innerhalb 14. Tage in eine gefaͤhrliche Kranckheit und ſtirbt/ wer will nun hier ſagen/ daß dieſes Verblendungen ſeyn?","norm":"Nun ist es Zeit / fällt auch innerhalb 14. Tage in eine gefährliche Krankheit und stirbt / wer will nun hier sagen / dass dieses Verblendungen sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.267600059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2879,"date":1719,"orig":"Liebſter Herr Gotthart/ verſetzte Eckarth/ dergleichen Verwegenheiten derer Freunde ſind keinesweges zu approbiren/ und daß GOtt der HErꝛ ſolcherley/ es ſey denn in Faͤllen/ da gantzen Koͤnigreichen und Laͤndern daran gelegen zu laſſe/ zweifele ich/ denn in Erfolgung ſolcher Erſcheinungen wuͤrden wunderliche Phantaſmata Ingenii & Judicii hervor kommen/ und ſaget der vermeynte Geiſt des Stierfelds gar recht/ er eile fort zur Ewigkeit/ da kein Wiederkehren iſt/ denn freylich bleibet GOtt gerecht/ und wird der Menſch nach ſeinen Abſterben/ nachdem er ſein Leben in Gottesfurcht zugebracht/ oder in Gottſeeligkeit geendiget hat/ entweder zur ewigen Freude durch die Engel wie Lazarus, aus welcher ein Auserwehlter nimmermehr zuruͤck in dieſe Welt verlanget/ oder aber von denen Teufeln in die ewige Verdammniß aus welcher keine Errettung iſt/ wie der reiche Mann gefuͤhret.","norm":"Liebster Herr Gotthart / versetzte Eckart / dergleichen Verwegenheiten derer Freunde sind keineswegs zu approbieren / und dass Gott der Herr solcherlei / es sei denn in Fällen / da ganzen Königreichen und Ländern daran gelegen zulasse / zweifele ich / denn in Erfolgung solcher Erscheinungen würden wunderliche Phantasmata Ingenii & Judicii hervorkommen / und sagt der vermeinte Geist des Stierfelds gar recht / er eile fort zur Ewigkeit / da kein Wiederkehren ist / denn freilich bleibt Gott gerecht / und wird der Mensch nach seinen Absterben / nachdem er sein Leben in Gottesfurcht zugebracht / oder in Gottseligkeit geendigt hat / entweder zur ewigen Freude durch die Engel wie Lazarus, aus welcher ein Auserwählter nimmermehr zurück in diese Welt verlanget / oder aber von denen Teufeln in die ewige Verdammnis aus welcher keine Errettung ist / wie der reiche Mann geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.965400218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2880,"date":1719,"orig":"Was die andere Hiſtoria mit D. Beckern betrifft/ hat es gleiche Bewandniß/ und ſtecket bey ſolchen Aberglauben ein geheimbdes Gifft verborgen/ in dem man ſchnurſtracks/ das Vertrauen auf GOtt/ in deſſen Haͤnden allein unſer Leben und Tod ſtehet/ hinweg wirfft/ und dem Teufel/ der uns ein ſolch Phantasma oder Augen Verblendung vorſtellet/ trauet:","norm":"Was die andere Historia mit D. Becker betrifft / hat es gleiche Bewandtnis / und stecket bei solchen Aberglauben ein geheimbdes Gift verborgen / in dem man schnurstracks / das Vertrauen auf Gott / in dessen Händen allein unser Leben und Tod steht / hinwegwirft / und dem Teufel / der uns ein solch Phantasma oder Augen Verblendung vorstellet / trauet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.212200164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2881,"date":1719,"orig":"Deſſen Liſtigkeit kein Menſch auch mit den allerbeſten Pinſel uns wird recht ab- und vorbilden koͤnnen.","norm":"Dessen Listigkeit kein Mensch auch mit den allerbesten Pinsel uns wird recht ab- und vorbilden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.74970006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2882,"date":1719,"orig":"Wehe aber denen die ihre Zuverſicht auf dergleichen Teufels-Betrug ſetzen/ und GOtt ihren Troſt verlaſſen.","norm":"Wehe aber denen die ihre Zuversicht auf dergleichen Teufelsbetrug setzen / und Gott ihren Trost verlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.141900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2883,"date":1719,"orig":"Mit dergleichen Diſcourſen vertriebe unſere Reiſe-Geſellſchafft die Zeit biß der Abend auruͤckte/ und zeitlich einkehren muſten.","norm":"Mit dergleichen Diskursen vertriebe unsere Reisegesellschaft die Zeit bis der Abend aurückte / und zeitlich einkehren mussten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7347002029418945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2884,"date":1719,"orig":"Weiln ſie alleine in der Herberge waren/ wurde ihnen die Zeit lang/ indem ſie von allerhand redeten/ und ihnen Andreas von denen Land-Laͤuffern ein und das andere erzehlen muſte/ kam eine groſſe Svite mit einen Ruͤſtwagen und ſuchten Herberge/ der Wirth hieſſe ſie willkommen ſeyn/ fuͤhrte ſie in die Stube/ und wieß ihnen einen beſonderen Tiſch an.","norm":"Weil sie alleine in der Herberge waren / wurde ihnen die Zeit lang / indem sie von allerhand redeten / und ihnen Andreas von denen Land-Läuffern ein und das andere erzählen musste / kam eine große Svite mit einen Rüstwagen und suchten Herberge / der Wirt hieße sie willkommen sein / führte sie in die Stube / und wies ihnen einen besonderen Tisch an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8165998458862305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2885,"date":1719,"orig":"Erſtlich kam ein langer Herr eine Nobel-Kappe oder Reiſe-Muͤtze aufhabend/ und fuͤhrte ein verkaptes Frauen-Zimmer an der Hand/ hernach trat noch ein junger Menſch mit einen Weibes-Bild ein/ ſie gruͤſſeten unſere Compagnie mit aller Hoͤfligkeit.","norm":"Erstlich kam ein langer Herr eine Nobel-Kappe oder Reise-Mütze aufhabend / und führte ein verkaptes Frauenzimmer an der Hand / hernach trat noch ein junger Mensch mit einen Weibsbild ein / sie grüßten unsere Compagnie mit aller Höflichkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.955699920654297} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2886,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte zu Siegfried und Gotthart mit leiſen Worten:","norm":"Eckart sagte zu Siegfried und Gotthart mit leisen Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916100025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2887,"date":1719,"orig":"Wie mir es vorkommt/ ſo ſehe ich an denen Leuthen etwas auſſer Standes/ wo mir recht iſt/ ſo ſind es etwan der Landſtuͤrtzer oder Comœdianten/ rieff Andreas und befahl ihm/ er ſolte zuhoͤren/ wer die Angekom̃ene waͤren/ Andreas machte ihm bald ein Gewerb zu ihren Leuthen/ da erfuhr er daß ſie Comœdianten waͤren/ und zoͤgen nach Neßdra/ daſelbſten ihr Thun zu haben.","norm":"Wie mir es vorkommt / so sehe ich an denen Leuten etwas außer Standes / wo mir recht ist / so sind es etwan der Landstürzer oder Komödianten / rief Andreas und befahl ihm / er sollte zuhören / wer die Angekommene wären / Andreas machte ihm bald ein Gewerbe zu ihren Leuten / da erfuhr er dass sie Komödianten wären / und zögen nach Neßdra / daselbst ihr Tun zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195000171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2888,"date":1719,"orig":"Als nun Andreas unſeren Reiſenden die Zeitung brachte/ ſprach Eckarth zu ſeinen Liebes-Soͤhnen/ laſſet unſer Thun fuͤr uns haben/ denn mit dergleichen Leuthen/ bevoraus auf Reiſen ſich gemein zu machen/ gibt keinen Reſpect, denn entweder geben ſie ſich vor was groſſes aus/ das ſie doch nicht ſeyn/ und ſpielen eine immerwaͤhrende Comœdie mit jedermann/ oder aber ziehen ſich ein und andere Worte zu gute/ machen ſich gemein/ und vermeynen ſo dann ihre Liberalität in Invitirung zu ihren Actionen/ ſoll ein Stuͤck einer particulairen Freundſchafft mit denen Converſirenden ſeyn/ gleich jenen vornehmen Doctor Juris, welchen/ weil deſſen Pflege-Mutter ein Wirths-Hauß/ das die allgemeine Herberge der Bettler war/ vor dem Thore hatte/ kein Bettler auf der Straſſe nachlieff/ noch einiges Allmoſen von ihm verlangte:","norm":"Als nun Andreas unseren Reisenden die Zeitung brachte / sprach Eckart zu seinen Liebessöhnen / lasst unser Tun für uns haben / denn mit dergleichen Leuten / bevoraus auf Reisen sich gemein zu machen / gibt keinen Respekt, denn entweder geben sie sich vor was Großes aus / das sie doch nicht sein / und spielen eine immerwährende Komödie mit jedermann / oder aber ziehen sich ein und andere Worte zu gute / machen sich gemein / und vermeinen so dann ihre Liberalität in Invitierung zu ihren Aktionen / soll ein Stück einer Particulairren Freundschaft mit denen Konversierenden sein / gleich jenen vornehmen Doktor Juris, welchen / weil dessen Pflegemutter ein Wirtshaus / das die allgemeine Herberge der Bettler war / vor dem Tore hatte / kein Bettler auf der Straße nachlief / noch einiges Almosen von ihm verlangte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403500080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2889,"date":1719,"orig":"Als er nun nicht wuſte/ woher ihm die Bettler-Courteſie widerfuhre/ bekam er in Nachfrage zum Bericht/ daß es aus Hoͤflig- und Danckbarkeit geſchehe/ weiln der Wirth in ſeiner Frau Mutter Gaſt-Hauſe die Bettler-Geſellſchafft beherbergte.","norm":"Als er nun nicht wusste / woher ihm die Bettler-Courtesie widerführe / bekam er in Nachfrage zum Bericht / dass es aus Höflig- und Dankbarkeit geschehe / weil der Wirt in seiner Frau Mutter Gasthaus die Bettler-Gesellschaft beherbergte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2890,"date":1719,"orig":"Eine ſaubere und ſonderbahre Hoͤfligkeit verſetzte Siegfried/ wann ein Bettler einen vornehmen und reichen Manne die Allmoſen ſchencket.","norm":"Eine saubere und sonderbare Höflichkeit versetzte Siegfried / wann ein Bettler einen vornehmen und reichen Manne die Almosen schenket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.238999843597412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2891,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen ruͤckte die Zeit zum Eſſen herbey/ nach welchen lieſſen ihnen unſere Reiſende die Streue machen und legten ſich auf ein Ohr nieder.","norm":"Unterdessen rückte die Zeit zum Essen herbei / nach welchen ließen ihnen unsere Reisende die Streue machen und legten sich auf ein Ohr nieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.320400238037109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2892,"date":1719,"orig":"Als ſie den Morgen drauf ihre Reiſe fortſetzten fragte Gotthart Eckarthen:","norm":"Als sie den Morgen drauf ihre Reise fortsetzten fragte Gotthart Eckarten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.896299839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2893,"date":1719,"orig":"Mein Herr Vater derſelbe gedachte geſtern in Erzehlung der Action mit dem Geiſte Curidor, wie daß er wegen der Pactorum implicitorum von GOtt verſtoſſen worden/ weiln ich nun gerne in dieſen was es damit vor eine Bewandniß habe/ genaueren Unterricht haben moͤchte/ ergehet an den Herrn Vater mein gehorſames Bitten/ wañ denſelben belieben wolte mir hierinnen großguͤnſtig zu willfahren.","norm":"Mein Herr Vater derselbe gedachte gestern in Erzählung der Aktion mit dem Geiste Curidor, wie dass er wegen der Pactorum implicitorum von Gott verstoßen worden / weil ich nun gerne in diesen was es damit vor eine Bewandtnis habe / genaueren Unterricht haben möchte / ergehet an den Herrn Vater mein gehorsames Bitten / wann denselben belieben wollte mir hierinnen großgünstig zu willfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.912700176239014} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2894,"date":1719,"orig":"Gar gerne mein lieber Herr Sohn/ antwortete Eckarth; was Pacta implicita ſeyn? ſage ich, ſey alles dasjenige/ was man auſſer GOttes Ordnung und Befehl/ mit entweder Tage-Wehlung/ gewiſſen Zahlen/ naͤrriſchen Ceremonien oder aber mit Cꝛeutz-ſegnungen/ Mißbꝛauchung goͤttlichen Nahmens/ Signaturen/ Anruffung unbekañter oder alter heydniſchen Goͤtter-Nahmen/ und was der Schein-heiligen Verrichtungen mehr ſeyn/ thut und verrichtet/ da man enormiter und gleichſam zauberiſcher Weiſe wider das erſte/ andere/ dritte Geboth und Glaubens- Artickel ꝛc. fuͤndiget/ der Einbildung lebende/ es waͤre eben nicht boͤſes; zumahln wann es auf etwas Gutes das Abſehen habe.","norm":"Gar gerne mein lieber Herr Sohn / antwortete Eckart; was Pacta implicita sein? sage ich, sei alles dasjenige / was man außer Gottes Ordnung und Befehl / mit entweder Tage-Wehlung / gewissen Zahlen / närrischen Zeremonien oder aber mit Kreuz-Segnungen / Missbrauchung göttlichen Namens / Signaturen / Anrufung unbekannter oder alter heidnischen Götter-Namen / und was der Schein-heiligen Verrichtungen mehr sein / tut und verrichtet / da man enormiter und gleichsam zauberischer Weise wieder das erste / andere / dritte Gebot und Glaubens-Artikel etc. sündiget / der Einbildung lebende / es wäre eben nicht böses; zumal wann es auf etwas Gutes das Absehen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.749199867248535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2895,"date":1719,"orig":"Die Heyden hatten ihre Aruſpicis, Vogel-Deuter/ Stern- Gucker/ Wildniſſe/ in welchen ſie ihnen ihre zweifelh affte Einbildung und Fragen aufloͤſen und auslegen lieſſen/ auf gewiſſe Tage hielten/ und dahero faſt einen jeden Tage einen GOtt widmeten, wie in denen Poëten/ ſonderlich in Ovidio und Virgilio von dergleichen Aberglau- und Goͤttern viel zu leſen iſt, und von denen hat es als ein fortgepflantztes Weſen auch unter denen Chriſten nachmahls Wurtzel behalten, und geblieben, und kan es denen Leuthen biß dato Niemand, daß es eine Suͤnde ſey, aus dem Sinne reden.","norm":"Die Heiden hatten ihre Aruspicis, Vogel-Deuter / Stern-Gucker / Wildnisse / in welchen sie ihnen ihre Zweifel affte Einbildung und Fragen auflösen und auslegen ließen / auf gewisse Tage hielten / und daher fast einen jeden Tage einen Gott widmeten, wie in denen Poeten / sonderlich in Ovidio und Virgilio von dergleichen Aberglau- und Göttern viel zu lesen ist, und von denen hat es als ein fortgepflanztes Wesen auch unter denen Christen nachmals Wurzel behalten, und geblieben, und kann es denen Leuten bis dato niemand, dass es eine Sünde sei, aus dem Sinne reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.561299800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2896,"date":1719,"orig":"Der Tage-Wehlung zu gedencken:","norm":"Der Tage-Wehlung zu gedenken:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.596700191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2897,"date":1719,"orig":"ſo geſchicht es, daß man in einer Kranckheit gelobet drey Freytage nach einander nichts zu eſſen.","norm":"so geschieht es, dass man in einer Krankheit gelobet drei Freitage nach einander nichts zu essen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342599868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2898,"date":1719,"orig":"Warumb iſt der Dienſtag, Sonnabend oder Sonntag nicht ſo gut als der Freytag?","norm":"Warum ist der Dienstag, Sonnabend oder Sonntag nicht so gut als der Freitag?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6445999145507812} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2899,"date":1719,"orig":"An den Johannis-Tage ſuchet man zu gewiſſer Zeit und Stunden das Johannis- Blut, welches dem, der es bey ſich traͤget Feſtigkeit ſoll zuwege bringen.","norm":"An den Johannistage suchet man zu gewisser Zeit und Stunden das Johannis-Blut, welches dem, der es bei sich trägt Festigkeit soll zuwege bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025899887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2900,"date":1719,"orig":"An St. Stephans-Tage laͤſſet man denen Menſchen die Geſundheit zu erhalten, zur Ader, warumb nicht an Nicaſii da man den Nahmen denſelben Tag, die Maͤuſe zu vertreiben, an die Thuͤren klecket, zu was vor Gottloſigkeit und Verſuchungen die Heilige Chriſt-Nacht angewendet wird, iſt leider allzuſehr bekannt und gebraͤuchlich, ingleichen der Neu-Jahrs-Tag, was einem an ſelbigen beym erſten Austrit aus dem Hauſe zum erſten begegnet, ſoll einen ein gewiſſes Præſagium kuͤnfftigen Jahres geben, und was dergleichen unzehlige Taͤndeleyen mehr ſind; Was die ausgeſetzte Zahl anlangt, ſo koͤnnen es ja wohl vier Freytage und nicht eben drey ſeyn, ſo auch in denen Amuletis oder Angehencken, warumb muͤſſen wider die ſchweꝛe Noth juſt neun Stuͤcklein Holunder von denen Weiden eingenehet werden und nicht funffzehen, in der Gelbeſucht drey Aeſchene Kugeln von Eſchener Aſche und Urin gemacht, und nicht 10. 12. oder mehr, und hernach warumb ſoll in der Hectica zur Krafft- Suppen eine ſchwartze und nicht weiſſe Henne genommen werden, warumb in Darm Bruͤchen das Fett von einer weiſſen Ganß und nicht von einer grauen, warumb muͤſſen die Sachen ſtillſchweigend hinweg gelegt und geſchuͤttet werden, warumb ſoll man die erkauffende Sachen, dem Gebothe nach bezahlen, und nichts abdingen, warumb ſoll man drey Creutze machen, und zwiſchen ein den Nahmen der Heiligen Dreyfaltigkeit eintheilen, warumb iſt das Evangelium Johannis kraͤfftiger als das Evangelium Matthaͤi oder Lucaͤ, wer hat befohlen GOttes und des Teufels Nahmen zuſammen zuſetzen, warumb ſoll man die Uberſchrifft des Creutzes unſers Heylandes auf vier Theile eines Apffels ſchreiben, die erſten drey Theile zu Curirung einer gewiſſen Kranckheit eſſen, den letzteren aber darauf ſtehet Judæorum verbrennen, waßwegen ſollen die Signaturen ihre gewiſſe Abtheilung haben, in einen ſonderlichen Zuͤndel gewickelt und an einen Tage, an welchen eine hierzu vermeynte Conſtellation und Conjunction ausgeſetzter Planeten und Sternen geſchiehet, angehencket werden?","norm":"An St. Stephanstage lässt man denen Menschen die Gesundheit zu erhalten, zur Ader, warum nicht an Nicasii da man den Namen denselben Tag, die Mäuse zu vertreiben, an die Türen klecket, zu was vor Gottlosigkeit und Versuchungen die Heilige Christnacht angewendet wird, ist leider allzu sehr bekannt und gebräuchlich, ingleichen der Neu-Jahrs-Tag, was einem an selbigen beim ersten Austritt aus dem Hause zum ersten begegnet, soll einen ein gewisses Präsagium künftigen Jahres geben, und was dergleichen unzählige Tändeleien mehr sind; was die ausgesetzte Zahl anlangt, so können es ja wohl vier Freitage und nicht eben drei sein, so auch in denen Amuletis oder Ahngehenken, warum müssen wider die schwere Not just neun Stücklein Holunder von denen Weiden eingenäht werden und nicht fünfzehn, in der Gelbesucht drei Aeschene Kugeln von Eschener Asche und Urin gemacht, und nicht 10. 12. oder mehr, und hernach warum soll in der Hectica zur Krafft-Suppen eine schwarze und nicht weiße Henne genommen werden, warum in Darm Brüchen das Fett von einer weißen Gans und nicht von einer grauen, warum müssen die Sachen stillschweigend hinweggelegt und geschüttet werden, warum soll man die erkaufende Sachen, dem Gebote nach bezahlen, und nichts abdingen, warum soll man drei Kreuze machen, und zwischen ein den Namen der Heiligen Dreifaltigkeit einteilen, warum ist das Evangelium Johannis kräftiger als das Evangelium Matthäi oder Luke, wer hat befohlen Gottes und des Teufels Namen zusammen zusetzen, warum soll man die Überschrift des Kreuzes unseres Heilandes auf vier Teile eines Apfels schreiben, die ersten drei Teile zu Curirung einer gewissen Krankheit essen, den letzteren aber darauf steht Judaeorum verbrennen, waßwegen sollen die Signaturen ihre gewisse Abteilung haben, in einen sonderlichen Zündel gewickelt und an einen Tage, an welchen eine hierzu vermeinte Konstellation und Konjunktion ausgesetzter Planeten und Sternen geschieht, angehängt werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236299991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2901,"date":1719,"orig":"Da doch GOTT der HERR ſelbſt verbeuth, man ſoll dem Geſtirne nicht trauen, noch auf deſſen Lauff ſein Abſehen richten, ꝛc.","norm":"Da doch GOTT der Herr selbst beute, man soll dem Gestirne nicht trauen, noch auf dessen Lauf sein Absehen richten, etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098800182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2902,"date":1719,"orig":"Die, welche nun dergleichen aberglaͤubiſche Ding thun und verrichten, bilden ihnen zwar nichts boͤſes ein, allein der erſte Erfinder iſt der Teufel, der vermittelſt eines ſolchen tuͤckiſchen Stricks die Menſchen faͤngt und ſie denn nach und nach duꝛch eꝛfolgende Huͤlffe verleitet, daß ſie ihre gaͤntzliche Hoffnung auf dergleichen Narrentheidungen ſetzen und GOttes daruͤber vergeſſen, was das Sieb- Dꝛehen, Cꝛyſtallen-Sehen, Wunden ſchlagen, Mañſchafft nehmen, Knoten knuͤpffen, Schloͤſſer ſchlieſſen ꝛc. belanget, ſind der vollkommenen Zaubereyen nicht ungleich und denen Pactis puris zuzurechnen.","norm":"Die, welche nun dergleichen abergläubische Ding tun und verrichten, bilden ihnen zwar nichts Böses ein, allein der erste Erfinder ist der Teufel, der vermittels eines solchen tückischen Stricks die Menschen fängt und sie denn nach und nach durch erfolgende Hilfe verleitet, dass sie ihre gänzliche Hoffnung auf dergleichen Narreteidunen setzen und Gottes darüber vergessen, was das Sieb-Drehen, Crystallen-Sehen, Wunden schlagen, Mannschaft nehmen, Knoten knüpfen, Schlösser schließen etc. belanget, sind der vollkommenen Zaubereien nicht ungleich und denen Pactis puris zuzurechnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313600063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2903,"date":1719,"orig":"Allein wandte Siegfried ein, Herr Vater, es geſchiehet aber zu weilen von einfaͤltigen Leuthen, die es nur von Hoͤren-Sagen haben, und es dannenhero aus keinen Vorwitz oder Frevel verrichten, ſondern bloß damit ihnen gerathen werde, es durch Zurathung anderer in ihrer Einfalt dahin thun, ſolte denn GOtt der HErr, der die Barmhertzigkeit ſelber iſt, ein Einfaͤltiges deswegen verderben?","norm":"Allein wandte Siegfried ein, Herr Vater, es geschieht aber zu weilen von einfältigen Leuten, die es nur von Hörensagen haben, und es dannenher aus keinen Vorwitz oder Frevel verrichten, sondern bloß damit ihnen geraten werde, es durch Zuratung anderer in ihrer Einfalt dahin tun, sollte denn Gott der Herr, der die Barmherzigkeit selber ist, ein Einfältiges deswegen verderben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.958700180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2904,"date":1719,"orig":"Lieber Herr Sohn, antwortete Eckarth, unſer Erloͤſer Chriſtus JEſus ſpricht ja ſelber, daß der Knecht, der ſeines Herrn Willen weiß, und hat nicht darnach gethan, wird doppelte Streiche leiden muͤſſen, alſo wird der Unwiſſende, der heute zu Tage einfaͤltig heiſt, darumb, weil er des HErren Wege nicht geſucht, und gefragt: ob er recht thue oder nicht, einfache Streiche leiden muͤſſen, in GOttes Gerichte aber kan Niemand ſehen, und wer darff Gott fragen:","norm":"Lieber Herr Sohn, antwortete Eckart, unser Erlöser Christus Jesus spricht ja selber, dass der Knecht, der seines Herrn Willen weiß, und hat nicht danach getan, wird doppelte Streiche leiden müssen, also wird der Unwissende, der heute zu Tage einfältig heißt, darum, weil er des Herren Wege nicht gesucht, und gefragt: ob er recht tue oder nicht, einfache Streiche leiden müssen, in Gottes Gerichte aber kann niemand sehen, und wer darf Gott fragen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.230000019073486} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2905,"date":1719,"orig":"Was machſt du?","norm":"Was machst du?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":1.8791999816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2906,"date":1719,"orig":"Denn in ihm iſt die Gerechtigkeit und Barmhertzigkeit, der nach ſeinen Wohlgefallen mit einem jeden verfaͤhret.","norm":"Denn in ihm ist die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, der nach seinen Wohlgefallen mit einem jeden verfährt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.561100006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2907,"date":1719,"orig":"Was aber der verdammte Curidor bey ſeinen Leben mir unwiſſend zu practiciret hat, weiß ich nicht, allein ohne Ruhm zu melden, mein hertzlich Seufftzen zu GOtt und mein inniglich Vertrauen zu ihn, und die Staͤrcke meiner Fauſt, und Geſundheit meines Leibes, die mir mein GOTT und Schutz-HErr nebenſt den unerſchrockenen Muth mitgetheilet hat, halte ich, ſind die beſten Amuleta und Zeichen meiner Gluͤckſeligkeit und Tapfferkeit geweſen.","norm":"Was aber der verdammte Curidor bei seinen Leben mir unwissend zu praktiziert hat, weiß ich nicht, allein ohne Ruhm zu melden, mein herzlich Seufzen zu Gott und mein inniglich Vertrauen zu ihn, und die Stärke meiner Faust, und Gesundheit meines Leibes, die mir mein GOTT und Schutzherr neben den unerschrockenen Mut mitgeteilt hat, halte ich, sind die besten Amuleta und Zeichen meiner Glückseligkeit und Tapferkeit gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.941100120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2908,"date":1719,"orig":"Haͤtte ich das wenigſte davon gewuſt, ich haͤtte es ihm vor die Fuͤſſe geworffen, und ihn vor ſolche vermeynte Gutthat vor meinen aͤrgſten Feind erklaͤhret.","norm":"Hätte ich das wenigste davon gewusst, ich hätte es ihm vor die Füße geworfen, und ihn vor solche vermeinte Guttat vor meinen ärgsten Feind erklärt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.417200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2909,"date":1719,"orig":"Siegfried ſagte, ich habe von dergleichen Angehencken |viel gehoͤret, die Unterweilen nach den Aufmachen groß Gelaͤchter verurſachet haben, als vor das Fieber wurde einen ein verſchloſſener Zettul gegeben, in welchen nach Verlaſſung des Fiebers geſchrieben ſtund:","norm":"Siegfried sagte, ich habe von dergleichen Ahngehenken | viel gehöret, die Unterweilen nach den Aufmachen groß Gelächter verursachet haben, als vor das Fieber wurde einen ein verschlossener Zettel gegeben, in welchen nach Verlassung des Fiebers geschrieben stand:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9446001052856445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2910,"date":1719,"orig":"Ein Fuchsbeltz und ein Marterner Hut, ſind beyde vor das Fieber gut.","norm":"Ein Fuchsbelts und ein Martern Hut, sind beide vor das Fieber gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.669000148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2911,"date":1719,"orig":"Jener Page der immer ſchuͤchtern und furchtſam war dem gab die Fuͤrſtin bey ſeiner Ausmuſterung ein Amuletum, mit Vermahnung, ſolches wohl zu verwahren und ſich dabey tapffer aufzufuͤhren er werde gutes Gluͤck und Befoͤrderung haben, der Page ſich auf des Amuletum verlaſſende, haͤlt ſich wohl, iſt gluͤcklich, ſo daß er ſeiner tapfferen Conduite nach, mit der Zeit Obriſter wird.","norm":"Jener Page der immer schüchtern und furchtsam war dem gab die Fürstin bei seiner Ausmusterung ein Amuletum, mit Vermahnung, solches wohl zu verwahren und sich dabei tapfer aufzuführen er werde gutes Glück und Beförderung haben, der Page sich auf des Amuletum verlassende, hält sich wohl, ist glücklich, so dass er seiner tapferen Konduite nach, mit der Zeit Oberster wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.045199871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2912,"date":1719,"orig":"Dieſer Obriſte iſt einmahl bey der Fuͤrſtlichen Tafel, da er denn gegen die Fuͤrſtin ſich voꝛ gegebenes Anhenckſel bedanckente conteſtiret, daß ſie ſeiner Wohlfahrt u. Befoͤrderung, gaͤntzliche Urſache ſey.","norm":"Dieser Oberste ist einmal bei der fürstlichen Tafel, da er denn gegen die Fürstin sich vor gegebenes Anhängsel bedankende kontestieret, dass sie seiner Wohlfahrt u. Beförderung, gänzliche Ursache sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.607699871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2913,"date":1719,"orig":"Die Fuͤrſtin antwortete, mein Herr Obriſter, was damahln vor ein Zettlein in des Amuletum gelegt worden iſt, wird nun exſpiriret ſeyn, und der Herr Obriſte kan es ſchon eroͤffnen.","norm":"Die Fürstin antwortete, mein Herr Oberster, was damals vor ein Zettlein in des Amuletum gelegt worden ist, wird nun exspirieret sein, und der Herr Oberste kann es schon eröffnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.261899948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2914,"date":1719,"orig":"Er thut ſolches, findet auf den Zettlein geſchrieben:","norm":"Er tut solches, findet auf den Zettlein geschrieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.698699951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2915,"date":1719,"orig":"Holuncke wehre dich.","norm":"Holunke wehre dich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.353600025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2916,"date":1719,"orig":"Der Obꝛiſte alterirt ſich, die Fuͤrſtin ſagte:","norm":"Der Riste alteriert sich, die Fürstin sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.7453999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2917,"date":1719,"orig":"Herr Obriſte, wie er noch Page bey uns war, erſchreckte ihn faſt der geringſte Anſtoß, weßwegen man auf dergleichen Zeichen zu Auffmunterung der verborgenen Tapfferkeit erfinden muſte, nun ſolche jedermann kunt worden, ſo reſpectiren wir ſelbigen als einen unerſchrockenen tapfferen Held, werden auch dahin bedacht leben, ihn mit allen Fuͤrſtlichen Genaden zugethan zu verbleiben.","norm":"Herr Oberste, wie er noch Page bei uns war, erschreckte ihn fast der geringste Anstoß, weswegen man auf dergleichen Zeichen zu Aufmunterung der verborgenen Tapferkeit erfinden musste, nun solche jedermann kund worden, so respektieren wir selbigen als einen unerschrockenen tapferen Held, werden auch dahin bedacht leben, ihn mit allen fürstlichen Gnaden zugetan zu verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326399803161621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2918,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, dergleichen Poſſen werden unter denen Soldaten gar offters vorgenommen.","norm":"Eckart sagte, dergleichen Possen werden unter denen Soldaten gar öfters vorgenommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.938700199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2919,"date":1719,"orig":"Nicht lange hierauf gelangten unſere Reiſende bey Neßdra an, allwo vor dem Thore ſcharffe Nachfrage und Unterſuchung gehalten wurde, ehe unſere Herren einlaſſen wurden.","norm":"Nicht lange hierauf gelangten unsere Reisende bei Neßdra an, wo vor dem Tore scharfe Nachfrage und Untersuchung gehalten wurde, ehe unsere Herren einlassen wurden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.866099834442139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2920,"date":1719,"orig":"Sie kehrten damahls in den gemeinen Wirths-Hauſe nicht ein, ſondern nahmen ihr Quartier bey einen Tiſchhalter, woſelbſt ſie ſich vier Wochen lang auffhielten, und alles merck wuͤrdige beſahen.","norm":"Sie kehrten damals in den gemeinen Wirtshause nicht ein, sondern nahmen ihr Quartier bei einen Tischhalter, woselbst sie sich vier Wochen lang aufhielten, und alles merke würdige besahen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4542999267578125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2921,"date":1719,"orig":"Sie waren kaum drey Tage allda geweſen, giengen unſere Reiſende vor das Thor umb ein und das andere in Augenſchein zu nehmen:","norm":"Sie waren kaum drei Tage allda gewesen, gingen unsere Reisende vor das Tor um ein und das andere in Augenschein zu nehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.089099884033203} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2922,"date":1719,"orig":"Siehe! da kam ein Cavallier mit drey Dienern geritten, weil er aber verkapfft war, erkannte ihn Eckarth nicht eher, als da er ihn anrieff:","norm":"Siehe! da kam ein Cavalier mit drei Dienern geritten, weil er aber verkopft war, erkannte ihn Eckart nicht eher, als da er ihn anrief:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.779699802398682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2923,"date":1719,"orig":"Herr Obriſt Lieutenant, wie tꝛeff ich ſie hier an, zog damit die Nebel-Kappe ab, da ſahe Eckarth, daß es Rannefort war.","norm":"Herr Oberst Leutnant, wie Treff ich sie hier an, zog damit die Nebel-Kappe ab, da sah Eckart, dass es Rannefort war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513700008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2924,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie ſich bewillkommet hatten, fragte ihn Eckarth, was er hier zu verrichten haͤtte?","norm":"Nachdem sie sich bewillkommet hatten, fragte ihn Eckart, was er hier zu verrichten hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.365499973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2925,"date":1719,"orig":"Rannefort antwortete:","norm":"Rannefort antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.27560043334961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2926,"date":1719,"orig":"Er muͤſte Fuͤrſtlicher Ordres nachleben denn ſie ihn hieher zukom̃en anbefohlen haͤtten.","norm":"Er müsste fürstlicher Ordres nachleben denn sie ihn hierher zukommen anbefohlen hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.522600173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2927,"date":1719,"orig":"Hiermit machte Rannefort eine Complimente gegen die Unſrigen, und ritte in Neßdra ein, und kehrte eben bey den Wirthſchaffter ein wo die Unſeren ihr Quartier hatten.","norm":"Hiermit machte Rannefort eine Komplimente gegen die Unsrigen, und ritt in Neßdra ein, und kehrte eben bei den Wirtschafter ein wo die Unseren ihr Quartier hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.700799942016602} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2928,"date":1719,"orig":"Wie bey der Anheimkunfft ſie allerſeits einander empfangen haben, iſt leicht zu gedencken, zumahl wie ſie von Rannefort berichtet wurden, daß die zuruͤck-gelaſſenen alle in geſunden Wohlſtande lebten:","norm":"Wie bei der Anheimkunfft sie allerseits einander empfangen haben, ist leicht zu gedenken, zumal wie sie von Rannefort berichtet wurden, dass die zurück-gelassenen alle in gesunden Wohlstande lebten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703000068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2929,"date":1719,"orig":"Den andern Tag fruͤh that Rannefort bey dem Fuͤrſten ſeine Auffwartung, und weil er zur Tafel verharren muſte, ließ Eckarth, den Kaͤyſeꝛlichen Gnaden-Brieff Rannefort unwiſſent, ihm durch einen Fuͤrſtlichen Kammer-Diener uͤberreichen.","norm":"Den anderen Tag früh tat Rannefort bei dem Fürsten seine Aufwartung, und weil er zur Tafel verharren musste, ließ Eckart, den kaiserlichen Gnadenbrief Rannefort unwissend, ihm durch einen fürstlichen Kammer-Diener überreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.508699893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2930,"date":1719,"orig":"Rannefort erſchrack als er den Brieff empfieng.","norm":"Rannefort erschrak als er den Brief empfing.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.478199958801269} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2931,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt aber als er dieſes ſahe: fragte er Rannefort, was iſt das vor ein Brieff, und wo kommt er her?","norm":"Der Fürst aber als er dieses sah: fragte er Rannefort, was ist das vor ein Brief, und wo kommt er her?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2221999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2932,"date":1719,"orig":"Rannefort ſtund auf, that dem Hertzog einen Fußfall ſagende: Großmaͤchtigſter Fuͤrſt Gnaͤdigſter Herr, mir iſt nichts wiſſend, und lege denſelben zu Dero Durchlauchtigkeit Fuͤſſe, durch deren hohen Befehl den Jnnhalt zu erfahren.","norm":"Rannefort stand auf, tat dem Herzog einen Fußfall sagende: Großmächtigster Fürst gnädigster Herr, mir ist nichts wissend, und lege denselben zu Deren Durchlauchtigkeit Füße, durch deren hohen Befehl den Inhalt zu erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.33459997177124} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2933,"date":1719,"orig":"Rannefort was machſt du? replicirte der Fuͤrſt, du biſt gantz auſſer dir ſelbſten, ſieheſt du nicht daß dieſes Siegel und Schnur ich mehr zu kuͤſſen verbunden bin, als zu meinen Fuͤſſen zu legen erdulden, eroͤffne den Brieff ſelbſten, und ließ uns deſſen Jñhalt vor, nach Eroͤffnung laß Rannefort folgender maſſen.","norm":"Rannefort was machst du? replizierte der Fürst, du bist ganz außer dir selbst, siehst du nicht dass dieses Siegel und Schnur ich mehr zu küssen verbunden bin, als zu meinen Füßen zu legen erdulden, eröffne den Brief selbst, und ließ uns dessen Inhalt vor, nach Eröffnung lass Rannefort Maßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.474299907684326} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2934,"date":1719,"orig":"Edler und Getreuer.","norm":"Edler und getreuer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.619400024414062} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2935,"date":1719,"orig":"Nachdem vor Unſerer Majeſtaͤt Euere ehemahlige Hoͤfligkeit und Freundſchaffts- Dienſte unſeren Generalen und Obriſten erzeuget von denenſelben zum oͤfftern geruͤhmet worden, ſo haben wir aus Kaͤyſerl. Gnaden mit unſeren Portrait, zum Andencken Unſer Kaͤyſerlichen Gnade Euch durch unſeren lieben getreuen General-Feld-Marſchal-Lieutenant, Commendanten in Garpa Grafen von Salanin allergnaͤdigſt beſchencken wollen, und ſodann Euer Tapfferkeit und Meriten halben, die bey unſeren Hochgeliebten Oheimb und Bruder den Durchlauchtigſten Fuͤrſten und Herrn von Rautenkrantz, verfloſſenen Krieg ihr gethan, euch in den Freyherrlichen Stand allergnaͤdigſt erhoben, und Eueren Stamm-Wappen einen einfachen ſchwartzen Adler, einen goldenen Pfeil im Schnabel haltend, in rothen Felde euch zueignen wollen, ohne Entgeltung einiger Cantzeley-Gebuͤhr und Unkoſten.","norm":"Nachdem vor unserer Majestät Eure ehemalige Höflichkeit und Freundschaffts-Dienste unseren Generalen und Obristen erzeuget von denselben zum Öfteren gerühmt worden, so haben wir aus Käyserl . Gnaden mit unseren Porträt, zum Andenken unser kaiserlichen Gnade Euch durch unseren lieben getreuen General-Feld-Marschal-Lieutenant, Kommandanten in Garpa Grafen von Solanin allergnädigst beschenken wollen, und sodann Euer Tapferkeit und Meriten halben, die bei unseren Hochgeliebten Oheim und Bruder den Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn von Rautenkranz, verflossenen Krieg ihr getan, euch in den Freiherrlichen Stand allergnädigst erhoben, und Eueren Stammwappen einen einfachen schwarzen Adler, einen goldenen Pfeil im Schnabel haltend, in roten Felde euch zueignen wollen, ohne Entgeltung einiger Cantzeley-Gebühr und Unkosten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258399963378906} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2936,"date":1719,"orig":"Und verbleiben mit allen Kaͤyſerlichen Gnaden euch jederzeit zu gethan.","norm":"Und verbleiben mit allen kaiserlichen Gnaden euch jederzeit zu getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.554699897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2937,"date":1719,"orig":"Gegeben in Unſer Kaͤyſerlichen Reſidentz-Stadt Wien, den 16. Decembr.","norm":"Gegeben in Unser kaiserlichen Residenzstadt Wien, den 16. Dezember.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.806000232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2938,"date":1719,"orig":"An. 1666.","norm":"An. 1666.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":6.31059980392456} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2939,"date":1719,"orig":"Leopold.","norm":"Leopold.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sr","lang_de":0,"norm_lmscore":2.972100019454956} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2940,"date":1719,"orig":"Sieheſtu mein getreuer Rannefort, wie tapffere und getreue Dienſte belohnet werden, ſprach der Fuͤrſt; Und dieweil unſer allergnaͤdigſter Kaͤyſer u. Herr Herr, dich mit ſo hohen Kaͤyſerl. Gnaden angeſehen hat, ſo wollen wir unſere Gnade mit beyſetzen, und dich von Paliro hieher als einen Obriſten uͤber ein Regiment zu Fuß, in unſere Reſidenz Neßdra nehmen, und daruͤber zum Gouverneur gnaͤdigſt ſetzen, darbey neben verehren wir dir zu Lebens- Zeiten die Einkuͤnffte des Hn. Sitzes u. Burglehen Doſſiz, zwey Meilen von hier gelegen, zu genieſſen.","norm":"Siehst du mein getreuer Rannefort, wie tapfere und getreue Dienste belohnet werden, sprach der Fürst; und dieweil unser allergnädigster Kaiser u. Herr Herr, dich mit so hohen Käyserl . Gnaden angesehen hat, so wollen wir unsere Gnade mit beisetzen, und dich von Paliro hierher als einen Obristen über ein Regiment zu Fuß, in unsere Residenz Neßdra nehmen, und darüber zum Gouverneur gnädigst setzen, dabei neben verehren wir dir zu Lebens-Zeiten die Einkünfte des Hn . Sitzes u. Burglehen Dossiz, zwei Meilen von hier gelegen, zu genießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.517300128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2941,"date":1719,"orig":"Rannefort fiel auf das eine Knie und bedanckte ſich vor alle hohe unverdiente Fuͤrſtl. Gnaden in aller Unterthaͤnigkeit, gehorſamſt.","norm":"Rannefort fiel auf das eine Knie und bedankte sich vor alle hohe unverdiente Fürstl. Gnaden in aller Untertänigkeit, gehorsamst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.385799884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2942,"date":1719,"orig":"Und weiln ihn jedermann am Hofe hold war, freueten ſich alle ſeines Gluͤcks, und gratulirten ihm zu Hohen Kaͤyſerl. und Fuͤrſtl. Gnaden; und im Hinweggehen gab er den Kam̃er-Diener ein dutzent Reichs-Thaler.","norm":"Und weil ihn jedermann am Hofe hold war, freuten sich alle seines Glücks, und gratulierten ihm zu Hohen Käyserl . und Fürstl . Gnaden; und im Hinweggehen gab er den Kammerdiener ein Dutzend Reichstaler.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.419899940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2943,"date":1719,"orig":"So bald er ins Quartier kam, erzehlte Rannefort Eckarthen, was bey Hofe mit ihm ſich zugetragen haͤtte? der aber daruͤber lachte: ſagende:","norm":"Sobald er ins Quartier kam, erzählte Rannefort Eckarten, was bei Hofe mit ihm sich zugetragen hätte? der aber darüber lachte: sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486299991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2944,"date":1719,"orig":"Seine liſtige Hoͤfligkeit hat ihm dieſe Gnade zuwege gebracht, alleine! war es zur ſelbigen Zeit recht gehandelt, und brachte es die geſchworne Treue an den Hertzog von Leuenkron mit ſich?","norm":"Seine listige Höflichkeit hat ihm diese Gnade zuwege gebracht, alleine! war es zur selbigen Zeit recht gehandelt, und brachte es die Geschworene Treue an den Herzog von Leuenkron mit sich?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.794899940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2945,"date":1719,"orig":"Tapfferer Eckarth, antwortete Rannefort, die allzugroſſe Vertraͤuligkeit that damahls einen Sprung uͤber die Schnur, doch iſt dem Herrn dadurch kein Schade geſchehen, dieſer Fehler wird noch wohl zu verantworten ſeyn.","norm":"Tapferer Eckart, antwortete Rannefort, die allzu große Verträuligkeit tat damals einen Sprung über die Schnur, doch ist dem Herrn dadurch kein Schade geschehen, dieser Fehler wird noch wohl zu verantworten sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2946,"date":1719,"orig":"Nicht allerdinges? verſetzte Eckarth, alleine genung, die Zeiten ſind vorbey, und wer einen Hoffmañ heute zu Tage will abgeben, muß zuweilen ein Auge zudruͤcken.","norm":"Nicht Dinges? versetzte Eckart, alleine genug, die Zeiten sind vorbei, und wer einen Hoffmann heute zu Tage will abgeben, muss zuweilen ein Auge zudrücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.945300102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2947,"date":1719,"orig":"Aber Monſ.","norm":"Aber Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"te","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":9.067700386047363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2948,"date":1719,"orig":"Rannefort, weiß er auch wer der Bothe, der den Kaͤyſerlichen Brief uͤberbracht hat, geweſen?","norm":"Rannefort, weiß er auch wer der Bote, der den kaiserlichen Brief überbracht hat, gewesen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.897600173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2949,"date":1719,"orig":"Nein, antwortete Rannefort.","norm":"Nein, antwortete Rannefort.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.126399993896484} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2950,"date":1719,"orig":"Jch ſprach Eckarth bin derſelbe geweſen, womit er ihm das Diploma in rothen Sammt eingebunden und mit einer dicken goldenen Schnur durchzogen, an welcher das groſſe Kaͤyſerliche Jnnſiegeihieng, und das Portrait uͤbergab, wovor Rannefort gegen Eckarthen ſich zu tauſentmahl bedanckte, wuͤntſchende Gelegenheit zu haben, denſelben hiervor mit allen ſeinen Vermoͤgen entgegen zu gehen, mithin uͤberreichte Eckarth Ranneforten das Schreiben von den Grafen von Salanin, nachdem erzehlte er ihm alle Begebenheiten, was waͤhrender Zeit ſich mit ihme zugetragen hatte, und wieſe er ihm, was Jhro Roͤm.","norm":"Ich sprach Eckart bin derselbe gewesen, womit er ihm das Diploma in roten Samt eingebunden und mit einer dicken goldenen Schnur durchzogen, an welcher das große Kaiserliche Jnnsiegeihieng, und das Porträt übergab, wovor Rannefort gegen Eckarten sich zu tausendmal bedankte, wünschende Gelegenheit zu haben, denselben hiervor mit allen seinen Vermögen entgegenzugehen, mithin überreichte Eckart Ranneforten das Schreiben von den Grafen von Solanin, nachdem erzählte er ihm alle Begebenheiten, was währender Zeit sich mit ihm zugetragen hatte, und wiese er ihm, was Ihrer Röm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8302001953125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2951,"date":1719,"orig":"Kaͤyſerliche Majeſtaͤt ihm vor Hohe Kaͤyſerliche Gnade mitgetheilet und angetragen habe.","norm":"Kaiserliche Majestät ihm vor Hohe kaiserliche Gnade mitgeteilt und angetragen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.732399940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2952,"date":1719,"orig":"Den Tag darauf als Rannefort fruͤh bey den Fuͤrſten ſeine Auffwartung verrichtete, und von ihm als Kam̃er-Herꝛden goldenen Schluͤſſel empfieng, vor welche Hohe Fuͤrſtliche Gnade er ſich gehorſamſt bedanckte: ſagte er: Durchlauchtigſter Großmaͤchtigſter Fuͤrſt, Gnaͤdigſter Herr, wofern Euer Durchl. ihren unterthaͤnigſten Knecht gnaͤdigſt erlauben, einige Begebenheiten zu erzehlen, ſo werde Dero Hoch-Fuͤrſtl. Befehl in wenig Worten ich unterthaͤnigſt nachkommen.","norm":"Den Tag darauf als Rannefort früh bei den Fürsten seine Aufwartung verrichtete, und von ihm als Kammer-Herden goldenen Schlüssel empfing, vor welche Hohe fürstliche Gnade er sich gehorsamst bedankte: sagte er: Durchlauchtigster Großmächtigster Fürst, gnädigster Herr, sofern Euer Durchl . ihren untertänigsten Knecht gnädigst erlauben, einige Begebenheiten zu erzählen, so werde deren Hochfürstl. Befehl in wenig Worten ich untertänigst nachkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277900218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2953,"date":1719,"orig":"Rede getreuer Rannefort, ſagte der Fuͤrſt, Uns wird dein Vorbringen keinesweges verdrießlich fallen.","norm":"Rede getreuer Rannefort, sagte der Fürst, uns wird dein Vorbringen keineswegs verdrießlich fallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.95419979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2954,"date":1719,"orig":"Hierauf erzehlte Rannefort mit kurtzen alles, was zwiſchen Eckarthen und ihm paſſiret, wenn, und wie eꝛ ihm den Kaͤyſerl. Gnaden-Brief nebenſt den Portrait und Diploma mitgebracht haͤtte, auch ſelbſten bey Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt in Hohen Gnaden ſtuͤnde.","norm":"Hierauf erzählte Rannefort mit kurzen alles, was zwischen Eckarten und ihm passiert, wenn, und wie er ihm den Käyserl . Gnadenbrief neben den Porträt und Diploma mitgebracht hätte, auch selbst bei Ihrer Käyserl . Majestät in hohen Gnaden stünde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.310999870300293} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2955,"date":1719,"orig":"Wie, fragte der Fuͤrſt, der redliche Parthey-Gaͤnger der Eckarth iſt in meiner Reſidenz?","norm":"Wie, fragte der Fürst, der redliche Parteigänger der Eckart ist in meiner Residenz?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019999980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2956,"date":1719,"orig":"Er hat uns theils groſſe Dienſte, als wir noch mit den Fuͤrſten von Leuenkron alliirt waren, gethan, hernach aber, als wir uns getrennet hatten theils groſſen Schaden verurſachet.","norm":"Er hat uns teils große Dienste, als wir noch mit den Fürsten von Leuenkron alliiert waren, getan, hernach aber, als wir uns getrennt hatten teils großen Schaden verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.662600040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2957,"date":1719,"orig":"Mein Rannefort fuhr der Fuͤrſt fort, ſchaue zu, daß, wann wir denen Ritter-Spielen werden zuſehen, du ihn uns an die Seite bringeſt, und ſage uns ſo dann mit einen leiſen Worte, welches von uns in Gnaden ſoll aufgenommen und dir es vor dieſes mahl vor keine Verwegenheit ausgeleget werden, wormit wir dir vor jetzo von uns zu gehen gnaͤdigſt erlauben.","norm":"Mein Rannefort fuhr der Fürst fort, schaue zu, dass, wann wir denen Ritterspielen werden zusehen, du ihn uns an die Seite bringest, und sage uns so dann mit einen leisen Worte, welches von uns in Gnaden soll aufgenommen und dir es vor dieses Mal vor keine Verwegenheit ausgelegt werden, womit wir dir vor jetzt von uns zu gehen gnädigst erlauben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2540998458862305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2958,"date":1719,"orig":"Rannefort machte den Fuͤrſten ſeinen unterthaͤnigen Reverenz, und verfuͤgte ſich alsbald nach ſeinen Logiament zu Eckarthen, und fuͤhrte ihn nebenſt Gotthart und Siegfrieden mit ſich, nach Hofe, ſtellete ſie auch an einen Ort, da ſie alles wohl ſehen kunten.","norm":"Rannefort machte den Fürsten seinen untertänigen Reverenz, und verfügte sich alsbald nach seinen Logiament zu Eckarten, und führte ihn neben Gotthart und Siegfrieden mit sich, nach Hofe, stellte sie auch an einen Ort, da sie alles wohl sehen konnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2959,"date":1719,"orig":"Es gieng aber Rannefort mit Eckarthen umb die Gallerey, und wie er vermerckte, daß der Hertzog bald kommen wuͤrde, weil die Hatſchiereꝛ Platz machten, gieng er mit Eckarthen etwas nahe hinzu.","norm":"Es ging aber Rannefort mit Eckarten um die Gallerei, und wie er vermerkte, dass der Herzog bald kommen würde, weil die Haschierer Platz machten, ging er mit Eckarten etwas nahe hinzu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.045300006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2960,"date":1719,"orig":"Als der Fuͤrſt eintrat, winckte ihn Rannefort mit denen Augen auf Eckarthen.","norm":"Als der Fürst eintrat, winkte ihn Rannefort mit denen Augen auf Eckarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.529900074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2961,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt ſahe Eckarthen an, ſagende: Mons.","norm":"Der Fürst sah Eckarten an, sagende: Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.802999973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2962,"date":1719,"orig":"Eckarth wie gehts?","norm":"Eckart wie geht es?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.85860013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2963,"date":1719,"orig":"wie gehts? habt ihr auch einmahl meine Reſidenz beſuchen wollen?","norm":"wie geht es? habt ihr auch einmal meine Residenz besuchen wollen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.707600116729736} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2964,"date":1719,"orig":"Eckarth machte einen tieffen Reverenz u. ſprach ja!","norm":"Eckart machte einen tiefen Reverenz u. sprach ja!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.759099960327148} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2965,"date":1719,"orig":"Durchlauchtigſter Fuͤrſt, Gnaͤdigſter Herr.","norm":"Durchlauchtigster Fürst, gnädigster Herr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"az","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.701299905776977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2966,"date":1719,"orig":"Da habt ihr uns einen groſſen Gefallen erwieſen, verſetzte der Fuͤrſt, reichte ihm die Hand, welche Eckarth kuͤßte, Monſ.","norm":"Da habt ihr uns einen großen Gefallen erwiesen, versetzte der Fürst, reichte ihm die Hand, welche Eckart küsste, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.687300205230713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2967,"date":1719,"orig":"Eckarth fuhr der Fuͤrſt fort, bleibet bey uns und ſeyd nach verrichteten Luſt- Spielen unſer Gaſt.","norm":"Eckart fuhr der Fürst fort, bleibt bei uns und seid nach verrichteten Lust-Spielen unser Gast.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.867000102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2968,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich auffs gehorſamſte.","norm":"Eckart bedankte sich aufs gehorsamste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.007699966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2969,"date":1719,"orig":"Nachdem nun die Ritterter-Spiele vorbey waren, und zur Tafel geblaſen wurde, fragte der Hertzog, wie alle Fuͤrſtliche Perſonen ihren Platz genommen hatten, wo Herr Eckarth waͤre?","norm":"Nachdem nun die Ritterter-Spiele vorbei waren, und zur Tafel geblasen wurde, fragte der Herzog, wie alle fürstliche Personen ihren Platz genommen hatten, wo Herr Eckart wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046899795532227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2970,"date":1719,"orig":"da fuͤhrte ihn Rannefort hervor.","norm":"da führte ihn Rannefort hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.598100185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2971,"date":1719,"orig":"Darauf ſprach der Hertzog, Monſieur Eckarth nehmet dieſen Platz ein, ſo er auch nach verrichteten unterthaͤnigen Reverenz that.","norm":"Darauf sprach der Herzog, Monsieur Eckart nehmet diesen Platz ein, so er auch nach verrichteten untertänigen Reverenz tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.297699928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2972,"date":1719,"orig":"Nach vollendeten Mahl bath Jhro Fuͤrſtliche Durchl. Eckarth in aller Unterthaͤnigkeit, nach gehorſamer Danckſagung vor Hoch- Fuͤrſtl. erzeigte Gnade umb Erlaubniß, die ihm auch gnaͤdigſt wiederfuhr, doch mit dem Bedinge, daß er Zeit ſeines Auffenthalts in Neßdra Jhro Durchlauchtigkeit mehrmahls erſuchen wolte.","norm":"Nach vollendeten Mal bat Ihrer Fürstliche Durchl. Eckart in aller Untertänigkeit, nach gehorsamer Danksagung vor Hoch-Fürstl. erzeigte Gnade um Erlaubnis, die ihm auch gnädigst widerfuhr, doch mit dem Bedinge, dass er Zeit seines Aufenthalts in Neßdra Ihrer Durchlauchtigkeit mehrmals ersuchen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4695000648498535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2973,"date":1719,"orig":"Es trug ſich aber zu, daß der gute Eckarth 14. Tage lang des Zimmers warten muſte, indem er an einen Bruſt-Fluß kranck darnieder lag, und ob er ſchon unterſchiedene Mittel brauchte, bekam ihm doch keines beſſer als die blaue Stahl-Tinctur; waͤhrender Zeit zog Rannefort wieder nach Paliro, welchen Gotthart und Siegfried einige Briefe an ihre Herren Vaͤter und Jungfer Schweſtern gnaͤdig mitzunehmen dienſtlich bathen, welches er auch gerne thate, wohin er nach dreyen Tagen gelangte, traff Muͤlarden und Ehrenfried mit ihren Jungfer Toͤchtern in Paliro bey guter Geſundheit an, denen er und anderer guten Freunden ſein gluͤckliches Fatum erzehlte, deſſen ſie ſich ſehr erfreueten und ihme gratulirten, aber auch betruͤbten, daß ſie nun ſeiner Gegenwart kuͤnfftig ſolten beraubet ſeyn.","norm":"Es trug sich aber zu, dass der gute Eckart 14. Tage lang des Zimmers warten musste, indem er an einen Brustfluss krank danieder lag, und ob er schon unterschiedene Mittel brauchte, bekam ihm doch keines besser als die blaue Stahltinctur; währender Zeit zog Rannefort wieder nach Paliro, welchen Gotthart und Siegfried einige Briefe an ihre Herren Väter und Jungfer Schwestern gnädig mitzunehmen dienstlich baten, welches er auch gerne tat, wohin er nach drei Tagen gelangte, traf Mülarden und Ehrenfried mit ihren Jungfer Töchtern in Paliro bei guter Gesundheit an, denen er und anderer guten Freunden sein glückliches Fatum erzählte, dessen sie sich sehr erfreuten und ihm gratulierten, aber auch betrübten, dass sie nun seiner Gegenwart künftig sollten beraubet sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.42549991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2974,"date":1719,"orig":"Die Briefe von ihren Soͤhnen und deren Wohlſtand war ihnen ſehr lieb, ſonderlich erfreueten ſich beyde Jungfern Sylvia u. Freymuth, als eine jede ein Brieflein mit koſtbaren Verehrungen von ihren Geliebten empfiengen.","norm":"Die Briefe von ihren Söhnen und deren Wohlstand war ihnen sehr lieb, sonderlich erfreuten sich beide Jungfern Sylvia u. Freimut, als eine jede ein Brieflein mit kostbaren Verehrungen von ihren Geliebten empfingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.226900100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2975,"date":1719,"orig":"Eckaꝛthen, ehe eꝛ noch verreiſete, ließ der Fuͤrſt zu ſich entbiethen, und trug ihm die vacirende Commendanten-Charge in Paliro an, ihn zugleich zum General Major und Obriſten uͤber ein Regiment Infanterie das in Paliro und umb ſelbige Gegend einquartiretwar, und Ober Kriegs-Rath und Kammer-Herrn gnaͤdigſt erkieſend, mit der hohen Begnadigung, ihme, zumahl Friede im Lande war, durch 3. Jahr die Stelle offen zu halten u. die Gage gnaͤdigſt genieſſen zu laſſen.","norm":"Eckarten, ehe er noch verreiste, ließ der Fürst zu sich entbieten, und trug ihm die vacirende Kommendanten-Charge in Paliro an, ihn zugleich zum General Major und Obristen über ein Regiment Infanterie das in Paliro und um selbige Gegend einquartiretwar, und Ober Kriegsrat und Kammerherrn gnädigst erkiesend, mit der hohen Begnadigung, ihm, zumal Friede im Lande war, durch 3. Jahr die Stelle offenzuhalten u. die Gage gnädigst genießen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.337100028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2976,"date":1719,"orig":"Worauf ſich Eckarth folgender maſſen zum unterthaͤnigſten bedanckte.","norm":"Worauf sich Eckart Maßen zum untertänigsten bedankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.464099884033203} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2977,"date":1719,"orig":"Durchlauchtigſter Fuͤrſt, Gnaͤdigſter Herr, es hat zwar mein Gemuͤthe der Ewigkeit deſto genauer nachzuſinnen, umb mich alleꝛ weltlichen Haͤndel zu entſchlagen, ihm ſteiff und feſt vorgeſetzt, auch wuͤrde mir die groͤſte Gnade geſchehen, wann ich in ſolcher ſeeligen Conſideration mein Leben vollend haͤtte zubringen ſollen.","norm":"Durchlauchtigster Fürst, gnädigster Herr, es hat zwar mein Gemüte der Ewigkeit desto genauer nachzusinnen, um mich aller weltlichen Händel zu entschlagen, ihm steif und fest vorgesetzt, auch würde mir die größte Gnade geschehen, wann ich in solcher seligen Konsideration mein Leben vollende hätte zubringen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.764400005340576} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2978,"date":1719,"orig":"Weil aber Jhro Hoheit alſo befiehlet, ſo nehme Dero Hoch-Fuͤrſtl. Gnade ich in aller Unterthaͤnigkeit an, und werde nach gnaͤdigſter Permiſſion Euer Durchlauchtigkeit als ein getreuer Vaſall biß an meinen letzten Athem mit meinen Blut und Guth redlich dienen, und Deroſelben Hohes Intereſſe mir Tag und Nacht anbefohlen ſeyn laſſen.","norm":"Weil aber Ihrer Hoheit also befiehlt, so nehme deren Hochfürstl. Gnade ich in aller Untertänigkeit an, und werde nach gnädigster Permission Euer Durchlauchtigkeit als ein getreuer Vasall bis an meinen letzten Atem mit meinen Blut und Gut redlich dienen, und derselben hohes Interesse mir Tag und Nacht anbefohlen sein lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9679999351501465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2979,"date":1719,"orig":"Als nun Eckarth den Fußfall der Treue that, uͤberreichte der Hertzog ihm den goldenen Schluͤſſel, und war ihm zugleich eine ſtarcke goldene Kette, mit ſeinen Fuͤrſtl. Portrait mit Diamanten koſtbahr carmaſirt, umb den Halß, ſagende:","norm":"Als nun Eckart den Fußfall der Treue tat, überreichte der Herzog ihm den goldenen Schlüssel, und war ihm zugleich eine starke goldene Kette, mit seinen Fürstl. Porträt mit Diamanten kostbar carmasirt, um den Hals, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6350998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2980,"date":1719,"orig":"Nimb hin getreuer Eckarth, den Lohn deiner ehmahl uns geleiſteten redlichen Dienſte, und bemuͤhe dich kuͤnfftiger Zeit, durch deine getreue Vorſicht und klugen Rath, dieſes, was du Zeit unſerer Trennung mit dem Fuͤrſten von Leuenkron unſern Herrn Vater Seel. und uns zugefuͤget haſt, wiederumb einzubringen.","norm":"Nimm hin getreuer Eckart, den Lohn deiner ehmahl uns geleisteten redlichen Dienste, und bemühe dich künftiger Zeit, durch deine getreue Vorsicht und klugen Rat, dieses, was du Zeit unserer Trennung mit dem Fürsten von Leuenkron unseren Herrn Vater Seele . und uns zugefügt hast, wiederum einzubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9685001373291025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2981,"date":1719,"orig":"Gehe hin redlicher, getreuer und tapfferer Eckarth, gehe hin, GOTT der HERR ſey dein Begleiter, und nach vollbrachter Reiſe, wirſt du unſern Willen ein voͤlliges Vergnuͤgen thun; Eckarth ſtund auf und ſprach: Wie Jhro Durchl. befehlen, ſo gehorſame ich, und werde die hohe unverdiente erzeigte Fuͤrſtliche Gnade kuͤnfftig mit meinen getreuen Dienſten, in aller unterthaͤniger Treu und Gehorſam nach Moͤgligkeit erwiedern, machte darauf ſeine gebuͤhrende Reverenz, verfuͤgte ſich in ſein Logiament, da ihm zu erlangter Fuͤrſtl. Gnade Siegfried und Gotthart gratulirten, welche Gratulation ihme den andern Tag von denen hohen Miniſtris und Cavaliren von Hofe auch geſchahe:","norm":"Gehe hin redlicher, getreuer und tapferer Eckart, gehe hin, GOTT der Herr sei dein Begleiter, und nach vollbrachter Reise, wirst du unseren Willen ein völliges Vergnügen tun; Eckart stand auf und sprach: wie Ihrer Durchl. befehlen, so gehorsame ich, und werde die hohe unverdiente erzeigte fürstliche Gnade künftig mit meinen getreuen Diensten, in aller untertäniger Treue und Gehorsam nach Möglichkeit erwidern, machte darauf seine gebührende Reverenz, verfügte sich in sein Logiament, da ihm zu erlangter Fürstl. Gnade Siegfried und Gotthart gratulierten, welche Gratulation ihm den anderen Tag von denen hohen Ministris und Cavaliren von Hofe auch geschah:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3246002197265625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2982,"date":1719,"orig":"Die er einige Tage hernach magnifiqv tractirte, nachdem lieſſe er alles nach und nach zu ſeiner Ruͤckreiſe nach Garpa fertig machen.","norm":"Die er einige Tage hernach magnifiqv traktierte, nachdem ließe er alles nach und nach zu seiner Rückreise nach Garpa fertig machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2983,"date":1719,"orig":"Zwey Tage vor ſeiner Abreiſe kam in den Hauſe wo Eckarth logirte ein Land-Artzt an, und weil er Eckarthen in etwas kennen wolte, trat er nach der Mahlzeit zu ihm, ſagende: Mein groſſer Patron verzeihe mir, wann ich unrecht ankomme, wie mich deucht, erſehe ich in deſſen Geſichte eine Mine dem Obriſten Lieutenant Eckarthen gleichende:","norm":"Zwei Tage vor seiner Abreise kam in den Hause wo Eckart logierte ein Landarzt an, und weil er Eckarten in etwas kennen wollte, trat er nach der Mahlzeit zu ihm, sagende: Mein großer Patron verzeihe mir, wann ich Unrecht ankomme, wie mich deucht, ersehe ich in dessen Gesichte eine Mine dem Obristen Leutnant Eckarten gleichende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.288300037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2984,"date":1719,"orig":"Derſelbe bin ich, antworte Eckarth.","norm":"Derselbe bin ich, antworte Eckart.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.363699913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2985,"date":1719,"orig":"Wer aber iſt denn der Herr? fragte Eckarth.","norm":"Wer aber ist denn der Herr? fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.479000091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2986,"date":1719,"orig":"Der Land-Artz ſprach:","norm":"Der Land-Artz sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.599100112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2987,"date":1719,"orig":"iſt denn meinen groſſen Goͤnner entfallen, die Geſtalt ſeines ehmahligen getreuen Dieners und Marquetenners Tournildo.","norm":"ist denn meinen großen Gönner entfallen, die Gestalt seines ehemaligen getreuen Dieners und Marquetenners Tournildo.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.011300086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2988,"date":1719,"orig":"Tournildo verſetzte Eckarth, wie denn anjetzo in ſolcher Geſtalt?","norm":"Tournildo versetzte Eckart, wie denn jetzt in solcher Gestalt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.382400035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2989,"date":1719,"orig":"Jch habe vermeynet ihr waͤret laͤngſt geſtorben, denn ich halte davor, daß ihr bey nahe hundert Jahre auf eueren Halſe haben werdet und gebt in eueren hohen Alter erſt einen Landſtreicher ab, einen Betruͤger und Quackſalber.","norm":"Ich habe vermeinet ihr wäret längst gestorben, denn ich halte davor, dass ihr bei nahe hundert Jahre auf eueren Halse haben werdet und gebt in eueren hohen Alter erst einen Landstreicher ab, einen Betrüger und Quacksalber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.846099853515625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2990,"date":1719,"orig":"Tournildo!","norm":"Tournildo!","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":7.162199974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2991,"date":1719,"orig":"Tournildo ſchauet zu, daß ihr, der ihr bereits den Fuß in die Grube geſtreckt; nicht mit eueren ehemahligen Sauff Sohne Curidor euch in gleiche Verdammniß ſtuͤrtzet.","norm":"Tournildo schauet zu, dass ihr, der ihr bereits den Fuß in die Grube gestreckt; nicht mit eueren ehemaligen Sauf Sohne Curidor euch in gleiche Verdammnis stürzet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.419899940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2992,"date":1719,"orig":"Wie? fragte Tournildo, Curidor!","norm":"Wie? fragte Tournildo, Curidor!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pt","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.994699954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2993,"date":1719,"orig":"iſt der in ſo groſſes Ungluͤck gerathen?","norm":"ist der in so großes Unglück geraten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.666200160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2994,"date":1719,"orig":"Ja antwortete Eckarth, und zwar in ein ſo groſſes, aus welchen ihn kein Menſch erretten kan, erzehlte ihm hierauff den gantzen Verlauff, was ſich mit dem Curidor zugetragen habe.","norm":"Ja antwortete Eckart, und zwar in ein so großes, aus welchen ihn kein Mensch erretten kann, erzählte ihm hierauf den ganzen Verlauf, was sich mit dem Curidor zugetragen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.65310001373291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2995,"date":1719,"orig":"Darauf fieng der alte an hertzlich zu weinen, und weil die andern alle abgangen, und ſie beyde alleine waren, ſagte Tournildo zu Eckarthen, Herr Obriſt Lieutenant, ich kan wohl ſchweren, daß ich mit keinen Betruͤgeꝛeyen umbgehe, und habe ich ein gewiſſes Mittel vor die Augen, daß ich aus einen ſuͤß-gemachten Saltz, von Capite mortuo Vitrioli, und Tutia mit Aufgieſſung gekochten Schell-Kꝛaut-Waſſers bereite, hernach verfertige ich eine blaue Tinctur von ungeloͤſchten Kalck und Salmiac, daruͤber gieſſe ich in einen kuͤpfernen Keſſel warmen gemeinen Brandtewein, laß es ein wenig ſtehen, ſo ziehet es eine ſchoͤne hoch-blaue Farbe an ſich, dieſes titulire ich die Saphierne Himmels-Tinctur, und dieſe gebe ich denen Leuthen in allerley Zufaͤllen, ſonſten miſche ich mich in keine innigliche Curen.","norm":"Darauf fing der alte an herzlich zu weinen, und weil die anderen alle abgegangen, und sie beide alleine waren, sagte Tournildo zu Eckarten, Herr Oberst Leutnant, ich kann wohl schweren, dass ich mit keinen Betrügereien umgehe, und habe ich ein gewisses Mittel vor die Augen, dass ich aus einen süß-gemachten Salz, von Capite mortuo Vitriole, und Tutia mit Aufgiessung gekochten Schell-Kraut-Wassers bereite, hernach verfertige ich eine blaue Tinktur von ungelöschten Kalk und Salmiak, darüber gieße ich in einen kupfernen Kessel warmen gemeinen Branntwein, lass es ein wenig stehen, so ziehet es eine schöne hochblaue Farbe an sich, dieses tituliere ich die Saphirene Himmels-Tinktur, und diese gebe ich denen Leuten in allerlei Zufällen, sonsten mische ich mich in keine innigliche Kuren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945000171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2996,"date":1719,"orig":"Schauet Tournildo, replicirte Eckarth, ſchoͤn koͤnnet ihr eueren Thun eine Farbe anſtreichen und euch entſchuldigen.","norm":"Schauet Tournildo, replizierte Eckart, schön könnet ihr eueren Tun eine Farbe anstreichen und euch entschuldigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.583899974822998} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2997,"date":1719,"orig":"Das erſte Stuͤcke koͤnte noch paſſiren, und wuͤrdet ihr, zumahl dieſes Mittel in denen Zufaͤllen der Augen ſehr wohl thut, nach guten Abgang haben; Allein was wollet ihr aus dem anderen Miſchmaſch machen, und wie koͤñet ihr ein ſo unordentlich vermiſchtes Weſen, das euch vielleicht im Traume vorkommen iſt, vor ein ſicheres Medicament in Kranckheiten ausgeben; Ach Tournildo ihr habet lange aber uͤbel gelebet, die Verblendung hat euch recht gethan zu haben eingebildet: Alleine wir koͤnnen in unſeren Sachen nicht ſelbſt Richter ſeyn, ſondern, der alles aufs genaueſte unterſucht, weiſet uns, daß beyderſeits Wege allzuweit von einander differiren und unterſchieden ſind, die Wage wird gewißlich keinen Ausſchlag unſeres Thuns geben, wir ſchmuͤcken und bekleiſteren es mit unſerer Scheinheiligkeit wie wir auch immer wollen, hat Curidor ſeines eingebildeten Gottesdienſts wegen zur Hoͤllen fahren muͤſſen, wie vielmehr werden diejenigen, welche GOTT den HERRN vor einen hoͤltzernen Goͤtzen, den ſie etwas zu bereden vermeynen, achten, geſtrafft werden, die Gnaden-Zeit die dem Curidor nun verſaget iſt, ſtehet euch noch offen.","norm":"Das erste Stücke könnte noch passieren, und würdet ihr, zumal dieses Mittel in denen Zufällen der Augen sehr wohltut, nach guten Abgang haben; allein was wollet ihr aus dem anderen Mischmasch machen, und wie könnet ihr ein so unordentlich vermischtes Wesen, das euch vielleicht im Traume vorkommen ist, vor ein sicheres Medikament in Krankheiten ausgeben; ach Tournildo ihr habet lange aber übel gelebt, die Verblendung hat euch recht getan zu haben eingebildet: Alleine wir können in unseren Sachen nicht selbst Richter sein, sondern, der alles aufs genaueste untersucht, weiset uns, dass beiderseits Wege allzu weit voneinander differieren und unterschieden sind, die Waage wird gewisslich keinen Ausschlag unseres Tuns geben, wir schmücken und bekleistere es mit unserer Scheinheiligkeit wie wir auch immer wollen, hat Curidor seines eingebildeten Gottesdiensts wegen zur Höllen fahren müssen, wie vielmehr werden diejenigen, welche GOTT den HERRN vor einen hölzernen Götzen, den sie etwas zu bereden vermeinen, achten, gestraft werden, die Gnadenzeit die dem Curidor nun versaget ist, steht euch noch offen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.028800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2998,"date":1719,"orig":"Darumb heute kehret umb, thut das ungerechte Weſen von euch, ſeyd kein altes Kind mehr, ſondern von dieſen Augenblick an laſſet ab von Boͤſen und thut Gutes.","norm":"Darum heute kehret um, tut das ungerechte Wesen von euch, seid kein altes Kind mehr, sondern von diesen Augenblick an lasst ab von Bösen und tut Gutes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.104899883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":2999,"date":1719,"orig":"Tournildo ſtund gantz beſtuͤrtzt, ſahe Eckarthen an/ ſagende:","norm":"Tournildo stand ganz bestürzt, sah Eckarten an / sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.97730016708374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3000,"date":1719,"orig":"O wertheſter Herr Eckarth ſeine Vermahnungen ſollen mir ein Stachel ſeyn, mein Leben in eine andere und ſeeligere Form zu ſtellen.","norm":"O wertester Herr Eckart seine Vermahnungen sollen mir ein Stachel sein, mein Leben in eine andere und seligere Form zu stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.248300075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3001,"date":1719,"orig":"Jch bin nun 86. Jahr alt, und habe der Welt gedienet, das Wenige was noch uͤbrig iſt, wird gar ein Weniges ſeyn, ſo ich meinen Gott noch geben kan.","norm":"Ich bin nun 86. Jahr alt, und habe der Welt gedient, das Wenige was noch übrig ist, wird gar ein Weniges sein, so ich meinen Gott noch geben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686299800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3002,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3003,"date":1719,"orig":"mein lieber Tournildo, ſetzet das vollkommene Leben euers Heylandes und Erloͤſers JEſu Chriſti eueren Wenigen zu, ſo wird es die vorigen boͤſen Jahre weit uͤbertreffen, nicht aber verkleuſtert euch, und eꝛwehlet euch einen neuen und eigenen Gottesdienſt, wie Curidor mit der heutigen Welt gethan/ ſondern beredet euch mit Exemplariſchen gelehꝛten Geiſtlichen, faͤllet euch eine Zweifel-Frage vor, ſo ziehet dieſelben daruͤber zu Rathe, und nicht euren eigenen Laßduͤnckel.","norm":"mein lieber Tournildo, setzet das vollkommene Leben eures Heilandes und Erlösers Jesu Christi eueren Wenigen zu, so wird es die vorigen bösen Jahre weit übertreffen, nicht aber verkleistert euch, und erwählet euch einen neuen und eigenen Gottesdienst, wie Curidor mit der heutigen Welt getan / sondern beredet euch mit Exemplarischen gelehrten Geistlichen, fället euch eine Zweifel-Frage vor, so ziehet dieselben darüber zu Rate, und nicht euren eigenen Lassdünkel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135200023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3004,"date":1719,"orig":"Habet Danck, Hochgeſchaͤtzter Herr Obriſt-Lieutenant, habet Danck, antwortete Tournildo, deſſen gute Vermahnung ſollen von jetzo an bey mir ihre gute Wirckung haben.","norm":"Habet Dank, hochgeschätzter Herr Obristleutnant, habet Dank, antwortete Tournildo, dessen gute Vermahnung sollen von jetzt an bei mir ihre gute Wirkung haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620200157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3005,"date":1719,"orig":"Gute Nacht Welt! als er von Eckarthen abgieng, forderte er ſo bald alle ſeine Bedienten vor, danckte ihnen vor getreue Dienſte, welcher er ſie, weil er eine allzuweite Reiſe vor ſeiner haͤtte, vor dieſesmahl erlaſſen wolte, zahlte ihnen ihren Lohn, und gab einen jeden nebenſt einen Recompens noch eine Monath-Beſoldung daruͤber.","norm":"Gute Nacht Welt! als er von Eckarten abging, forderte er so bald alle seine Bedienten vor, dankte ihnen vor getreue Dienste, welcher er sie, weil er eine allzuweite Reise vor seiner hätte, vor diesmal erlassen wollte, zahlte ihnen ihren Lohn, und gab einen jeden neben einen Rekompens noch eine Monat-Besoldung darüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.786200046539307} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3006,"date":1719,"orig":"Denen Dienern, die ſich ſo ſchnellen Abſchieds nicht verſahen, giengen die Augen uͤber, denn ſie ihren Herrn ſehr liebten, und bedanckten ſich vor gute Vorſorge, den Kutſcher aber, weil der auch ein alter Kerl, und unverheyrathet war, behielt er in ſeinem Dienſte, damit er jemanden im Nothfall bey ſich haͤtte, und weil gleich bey Eckarths Aoreiſe aus ſeinem Dorffe ein Bauerguͤthlein ledig woꝛden war und zu kauffe ſtunde, bedunge es Tournildo von Eckarthen, woruͤber ihm Eckarth einen Schein gab und ſchrieb durch ihn an Muͤlarden und den Commendanten in Paliro Monſieur Rannefort, Tournildo bey Erlegung des bedungenen Geldes das Guth zu uͤbergeben, wormit Tournildo von Eckarthen Abſchied nahm u. fuhr nach Liddo, und weil er noch zu rechter Zeit ankam, uͤberlieferte ihm, nach ausgezahlten Gelde, Muͤlard das Bauren-Guth, allda er ſein uͤbriges Leben in beſſerer Froͤmmigkeit als vor dieſen zubrachte; Eckarth erfreuete ſich hertzinniglich uͤber dieſes Mannes ſchneller Bekehrung.","norm":"Denen Dienern, die sich so schnellen Abschieds nicht versahen, gingen die Augen über, denn sie ihren Herrn sehr liebten, und bedankten sich vor gute Vorsorge, den Kutscher aber, weil der auch ein alter Kerl, und unverheiratet war, behielt er in seinem Dienste, damit er jemanden im Notfall bei sich hätte, und weil gleich bei Ekarts Aoreise aus seinem Dorfe ein Bauergütlein ledig worden war und zu kaufe stand, bedunge es Tournildo von Eckarten, worüber ihm Eckart einen Schein gab und schrieb durch ihn an Mülarden und den Kommandanten in Paliro Monsieur Rannefort, Tournildo bei Erlegung des bedungenen Geldes das Gut zu übergeben, womit Tournildo von Eckarten Abschied nahm u. fuhr nach Lido, und weil er noch zu rechter Zeit ankam, überlieferte ihm, nach ausgezahlten Gelde, Mülard das Bauren-Guth, allda er sein übriges Leben in besserer Frömmigkeit als vor diesen zubrachte; Eckart erfreute sich herzinniglich über dieses Mannes schneller Bekehrung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.157800197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3007,"date":1719,"orig":"Das XII. Capitel.","norm":"Das XII. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.910799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3008,"date":1719,"orig":"Eckarth bezahlet den Wirth/ nimmt mit Siegfried und Gotthart von ihm und der Tiſch-Compagnie ihr Adieu, ſetzen ſich auf den Wagen/ und fahren ſelbigen Tag biß Lindau/ ſehen die Miſt-Schantzen an/ welches Eckarth zu guter Duͤngung der Aecker approbirt/ Gotthart fuͤhret einen Land- Wirth an/ welcher durch gleichen Vortheil mehr Land-Fruͤchte als ſeine Nachbarn eingeſammlet hat.","norm":"Eckart bezahlet den Wirt / nimmt mit Siegfried und Gotthart von ihm und der Tischcompagnie ihr Adieu, setzen sich auf den Wagen / und fahren selbigen Tag bis Lindau / sehen die Mist-Schanzen an / welches Eckart zu guter Düngung der Äcker approbiert / Gotthart führt einen Land-Wirt an / welcher durch gleichen Vorteil mehr Landfrüchte als seine Nachbarn eingesammelt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.160600185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3009,"date":1719,"orig":"Der Geyers-Berg iſt ſehr hoch und jaͤhe/ giebt von der Hoͤhe einen ſchoͤnen Proſpect in die Ebene.","norm":"Der Geiers-Berg ist sehr hoch und jähe / gibt von der Höhe einen schönen Prospekt in die Ebene.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.448800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3010,"date":1719,"orig":"Maria-Schein iſt herrlich aufgebauet.","norm":"Maria-Schein ist herrlich aufgebaut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.216400146484375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3011,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende kommen vor Toͤplitz an/ und kehren in der Vorſtadt ein.","norm":"Unsere Reisende kommen vor Töplitz an / und kehren in der Vorstadt ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.369200229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3012,"date":1719,"orig":"Nach Eſſens beſehen ſie des Grafens Luſt-Garten und die ſchoͤne Gegend.","norm":"Nach Essens besehen sie des Grafen Lustgarten und die schöne Gegend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.248899936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3013,"date":1719,"orig":"Eckarth verlanget einen der Baͤder-verſtaͤndigen Medicum, den ihn der Wirth zu bringen veꝛſpꝛicht/ beſehen die in ihꝛen Logiament liegende drey Baͤder/ der Wirth reitzet die Unſrigen einige Tage zu verbleiben an/ ſo auch reſolvirt wird.","norm":"Eckart verlanget einen der Bäderverständigen Medicum, den ihn der Wirt zu bringen verspricht / besehen die in ihren Logiament liegende drei Bäder / der Wirt reizet die Unsrigen einige Tage zu verbleiben an / so auch resolviert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.638299942016602} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3014,"date":1719,"orig":"Hunde ſind curieuſen Reiſenden ſchaͤdlich.","norm":"Hunde sind kuriosen Reisenden schädlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.262199878692627} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3015,"date":1719,"orig":"Der Wirth erzehlet denen Unſrigen den Urſprung der Stadt Toͤplitz und der warmen Baͤder/ die Structur des Buͤrger-oder Maͤnner-Bades/ item das Schwefel-Bad zu Schoͤnau/ wie auch die offenen Baͤder vor die Armen.","norm":"Der Wirt erzählt denen Unsrigen den Ursprung der Stadt Töplitz und der warmen Bäder / die Struktur des Bürger- oder Männer-Bades / item das Schwefelbad zu Schönau / wie auch die offenen Bäder vor die Armen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.635700225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3016,"date":1719,"orig":"Der Medicus beſucht Eckarthen.","norm":"Der Medikus besucht Eckarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.9440999031066895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3017,"date":1719,"orig":"Die Unſrigen beſehen das Maͤnner-Bad.","norm":"Die Unsrigen besehen das Männerbad.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.034599781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3018,"date":1719,"orig":"Die Jungen holen das eingeworffene Geld aus dem Bade.","norm":"Die Jungen holen das eingeworfene Geld aus dem Bade.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025300025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3019,"date":1719,"orig":"Der Medicus diſcurirt auf Eckarths Bitte/ von der warmen Baͤder Urſprung/ Natur und Eigenſchafft/ ihrer Krafft und Wirckung des Schwefels/ Salpeters und Bergſaltzes Tugenden in denen Zufaͤllen menſchlichen Leibes.","norm":"Der Medikus diskuriert auf Ekarts Bitte / von der warmen Bäder Ursprung / Natur und Eigenschaft / ihrer Kraft und Wirkung des Schwefels / Salpeters und Bergsalzes Tugenden in denen Zufällen menschlichen Leibes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.874899864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3020,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagt dem Medico, des Theophraſti Judicium von Toͤplitzer Bade/ welches er beantwortet.","norm":"Eckart sagt dem Medico, des Theophrasti Judicium von Töplitzer Bade / welches er beantwortet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.678800106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3021,"date":1719,"orig":"Eckarth fuͤhret den Medicum ins Wirths Zimmer zur Mahlzeit/ unter welcher ſie von der ſchoͤnen angenehmen Gegend umb Toͤplitz reden.","norm":"Eckart führt den Medicum ins Wirts Zimmer zur Mahlzeit / unter welcher sie von der schönen angenehmen Gegend um Töplitz reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.739799976348877} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3022,"date":1719,"orig":"Eckarth giebt dem abgehenden Medico einen Recompenz.","norm":"Eckart gibt dem abgehenden Medico einen Recompenz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.116700172424316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3023,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende gehen mit dem Wirth in des Grafens groſſen Schloß-Garten.","norm":"Unsere Reisende gehen mit dem Wirt in des Grafen großen Schlossgarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.394400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3024,"date":1719,"orig":"Siegfried obſervirt am Schloß einige Sophiſche Schrifften.","norm":"Siegfried observiert am Schloss einige Sophische Schriften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.801499843597412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3025,"date":1719,"orig":"Eckarth raiſonnirt davon/ empfaͤngt den ankommenden Medicum, der auf Eckarths Anſuchen ihn von denen Baͤdern Unterricht giebet/ in welchen ſo wohl inn-als euſerlichen Zufaͤllen ſie dienlich ſind/ redet von den Schwefel-Bad/ von den Grafen und deſſen Laboratorio, gehet nach Anerwuͤntſchung einer geruhſamen Nacht nach Hauſe; den andern Tag fahrẽ die Unſrigen mit dem Medico zum Schwefel-Bad baden in ſelbigen/ von deſſen Wirckung der Medicus diſcurirt.","norm":"Eckart räsoniert davon / empfängt den ankommenden Medicum, der auf Ekarts Ansuchen ihn von denen Bädern Unterricht gibt / in welchen so wohl inn- als äußerlichen Zufällen sie dienlich sind / redet von den Schwefelbad / von den Grafen und dessen Laboratorio, geht nach Anerwüntschung einer geruhsamen Nacht nach Hause; den anderen Tag fahren die Unsrigen mit dem Medico zum Schwefelbad baden in selbigen / von dessen Wirkung der Medikus diskuriert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.58050012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3026,"date":1719,"orig":"Wie ingleichen die Baͤder von denen Huͤlff-ſuchenden vor/ in/ und nach der Bade-Cur ſollen gebraucht werden/ die Unſrigen trincken von dem klaren Bade-Waſſer einander eins zu/ der Medicus verſolget ſeinen Diſcours nach welchen ſie das Bad wieder quittiren/ und nach gegebenen Gratial an den Bade- Meiſter zuruͤck nach Hauſe fuhren.","norm":"Wie ingleichen die Bäder von denen Hülffsuchenden vor / in / und nach der Badekur sollen gebraucht werden / die Unsrigen trinken von dem klaren Badewasser einander eins zu / der Medikus verfolget seinen Discours nach welchen sie das Bad wieder quittieren / und nach gegebenen Gratial an den Bade-Meister zurück nach Hause fuhren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.013000011444092} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3027,"date":1719,"orig":"Eckarth behaͤlt den Medicum bey den Mittags-Eſſen/ der in ſeiner Baͤder-Beſchreibung/ und den Gebrauch des Trinckens fort faͤhret.","norm":"Eckart behält den Medicum bei den Mittagessen / der in seiner Bäder-Beschreibung / und den Gebrauch des Trinkens fort fährt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.407700061798096} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3028,"date":1719,"orig":"Nach Tiſche gehen Eckarth/ Siegfried und Gotthart mit dem Medico zum Laboranten/ welcher ihnen ſeine Curioſa und das Laboratorium zeiget/ deme Eckarth einen Recompens gibt.","norm":"Nach Tische gehen Eckart / Siegfried und Gotthart mit dem Medico zum Laboranten / welcher ihnen seine Kuriosa und das Laboratorium zeiget / dem Eckart einen Rekompens gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.996699810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3029,"date":1719,"orig":"Die Unſrigen gehen ins kuͤhle Bad.","norm":"Die Unsrigen gehen ins kühle Bad.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.541999816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3030,"date":1719,"orig":"Der Medicus beſucht die Unſrigen im Bade/ auf deſſen Rath ſie auch das mittlere und heiſſe Bad probiren.","norm":"Der Medikus besucht die Unsrigen im Bade / auf dessen Rat sie auch das mittlere und heiße Bad probieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.091000080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3031,"date":1719,"orig":"Eckarth regalirt den Medicum, bezahlet den Traitteur und den Wirth/ mit dem ſie ſich verabſcheideten/ und fuhren denſelben Tag noch biß Oſſeck.","norm":"Eckart regaliert den Medicum, bezahlet den Traiteur und den Wirt / mit dem sie sich verabschiedeten / und fuhren denselben Tag noch bis Osseck.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7108001708984375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3032,"date":1719,"orig":"DJe Zeit uͤber welche ſich Eckarth in Neßdra aufgehalten hatte gieng das Wetter auf, und zeigte ſich ein lieblicher Fruͤhling, und weil zur Reiſe alles fertig war, duͤngete Eckarth einen Kutſcher biß Garpa, doch mit dem Bedinge ihn zuvor in das Toͤplitzer-Bad zu fuͤhren, als er nun des Lohns halber mit ihme richtig worden war, ließ er den Wirth auf ſein Zimmer bitten, bezahlte ihn ſeinen mitgebrachten Auszug, mit freundlichen Erſuchen, ſo etwas aus Verſehen ſolte liegend verbleiben, es biß zu ſeiner Abforderung zu bewahren, und wo vielleicht Briefe einlauffen moͤchten, ſolche mit der Poſt nach Garpa zu ſenden, Porto ſoll mit Danck entrichtet werden.","norm":"Die Zeit über welche sich Eckart in Neßdra aufgehalten hatte ging das Wetter auf, und zeigte sich ein lieblicher Frühling, und weil zur Reise alles fertig war, düngte Eckart einen Kutscher bis Garpa, doch mit dem Bedinge ihn zuvor in das Töplitzer-Bad zu führen, als er nun des Lohns halber mit ihm richtig worden war, ließ er den Wirt auf sein Zimmer bitten, bezahlte ihn seinen mitgebrachten Auszug, mit freundlichen Ersuchen, so etwas aus Versehen sollte liegend verbleiben, es bis zu seiner Abforderung zu bewahren, und wo vielleicht Briefe einlaufen möchten, solche mit der Post nach Garpa zu senden, Porto soll mit Dank entrichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.279699802398682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3033,"date":1719,"orig":"Der Wirth bedanckte ſich vor gute Bezahlung, mit Verſprechen deren Befehl willigſt nachzuleben, dienſtlich bittende, mit ſeiner Bewirthung gnaͤdig zu frieden zu ſeyn, und wofern ſie ſolche contentiret hat gegen andere Paſſagiers und Officierer gnaͤdig zu recommendiren und ſeiner in hohen Gnaden ingedenck zu verbleiben, welches ihm Eckarth nach Bedanckung vor gute Accommodation promittirte.","norm":"Der Wirt bedankte sich vor gute Bezahlung, mit Versprechen deren Befehl willigst nachzuleben, dienstlich bittende, mit seiner Bewirtung gnädig zu Frieden zu sein, und sofern sie solche kontentieret hat gegen andere Passagiers und Offiziere gnädig zu rekommendieren und seiner in hohen Gnaden eingedenkzuverbleiben, welches ihm Eckart nach Bedankung vor gute Akkommodation promittierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.35699987411499} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3034,"date":1719,"orig":"Den andern Tag darauf nahm Eckarth, Siegfried und Gotthart nach verrichteten Mittag Eſſen von der Tiſch- Geſellſchafft Abſchied, mit Bitte, ihrer allezeit im beſten zu gedencken, welche nach gemachter Gegen-Complimente ihnen zu ihrer Reiſe Gluͤck wuͤntſchten, und weil waͤhrender Zeit ihre Reiſe-Mobilien ſchon auffgepackt waren, auch Andreas das Zimmer zugeſchloſſen hatte, uͤbergab Andreas den Schluͤſſel Eckarthen, und dieſer dem Wirthe von dem ſie nochmahln Abſchied nahmen, ſatzten ſich auf die Kutſche und fuhren unter goͤttlichen Geleite ihren vorgeſetzten Weg, biß Lindau einen kleinen Flecken drey Meilen von Neßdra gelegen: des Morgens ſtunden ſie fruͤh auf, umb deſto zeitlicher nach Toͤplitz zu kommen, wie ſie durch einige Doͤrffer fuhren und ſahen wie die Bauren den Miſt gleich einer mit ſtaꝛcken Raaſen belegter Schantze auf einander geſchlagen hatten, ſprach Eckarth, das iſt eine gute und vortheilhafftige Arbeit, ich werde dergleichen in meinen Dorffe auch practiciren laſſen, dieſer fette zuſammengeſchlagene Miſt imprægnirt ſich, durch mitwuͤrckendes Wetter immer mehr und mehꝛ, daß es von ſeiner zukommenden Saltzigkeit, durchdringend wird, die Aecker zu fœcundiren und fruchtbar zu machen, daß es gutes voͤlliges Koꝛn und andere Feld-Fruͤchte bringet.","norm":"Den anderen Tag darauf nahm Eckart, Siegfried und Gotthart nach verrichteten Mittag Essen von der Tisch-Gesellschaft Abschied, mit Bitte, ihrer allezeit im besten zu gedenken, welche nach gemachter Gegenkomplimente ihnen zu ihrer Reise Glück wünschten, und weil währender Zeit ihre Reise-Mobilien schon aufgepackt waren, auch Andreas das Zimmer zugeschlossen hatte, übergab Andreas den Schlüssel Eckarten, und dieser dem Wirte von dem sie nochmals Abschied nahmen, sattsten sich auf die Kutsche und fuhren unter göttlichen Geleite ihren vorgesetzten Weg, bis Lindau einen kleinen Flecken drei Meilen von Neßdra gelegen: des Morgens standen sie früh auf, um desto zeitlicher nach Töplitz zu kommen, wie sie durch einige Dörfer fuhren und sahen wie die Bauern den Mist gleich einer mit starken Rasen belegter Schanze aufeinander geschlagen hatten, sprach Eckart, das ist eine gute und vorteilhaftige Arbeit, ich werde dergleichen in meinen Dorfe auch praktizieren lassen, dieser fette zusammengeschlagene Mist imprägniert sich, durch mitwirkendes Wetter immer mehr und mehr, dass es von seiner zukommenden Salzigkeit, durchdringend wird, die Äcker zu foecundiren und fruchtbar zu machen, dass es gutes völliges Korn und andere Feldfrüchte bringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.235300064086914} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3035,"date":1719,"orig":"Gotthart ſagte:","norm":"Gotthart sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.999800205230713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3036,"date":1719,"orig":"Es iſt meinen Herrn Vater ein guter Freund bekandt, der ihme ein klein Guͤthlein gekaufft, und von ſeinen wenigen Aeckern mehr Fruͤchte bekommt, als ſeine Nachbarn auf ihren Feld weitern Aeckern, daß ſie in der Meynung ſtehen, er verrichtete ſolchen Wachsthum mit Zaubereyen, alleine ſeine Zauberey iſt dieſe:","norm":"Es ist meinen Herrn Vater ein guter Freund bekannt, der ihm ein klein Gütlein gekauft, und von seinen wenigen Äckern mehr Früchte bekommt, als seine Nachbarn auf ihren Feld weiteren Äckern, dass sie in der Meinung stehen, er verrichtete solchen Wachstum mit Zaubereien, alleine seine Zauberei ist diese:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.088699817657471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3037,"date":1719,"orig":"Er nimmt den fetteſten Miſt, ſchlaͤgt ihn zuſam̃en, darauf geuſt er nach und nach eine nitroſiſche Lauge, die denn in ein eingegrabenes Eichenes Faß laufft; mit dieſeꝛ Lauge weichet er das Koꝛn, Weitzen, Haber ꝛc. ein, dann ſaͤet er ſolches in den zugerichteten Acker ein, und damit erhaͤlt er mehrere und groͤſſere Aehren als die andern.","norm":"Er nimmt den fettesten Mist, schlägt ihn zusammen, darauf geust er nach und nach eine Nitrofische Lauge, die denn in ein eingegrabenes Eichenes Fass lauft; mit dieser Lauge weichet er das Korn, Weizen, Hafer etc. ein, dann säet er solches in den zugerichteten Acker ein, und damit erhält er mehrere und größere Ähren als die anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.560800075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3038,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, das iſt wohl zu glauben, bevoraus wo der Acker nicht fett ſondern ſandigt iſt, daß man den Mißwachs dadurch gut mache.","norm":"Eckart versetzte, das ist wohl zu glauben, bevoraus wo der Acker nicht fett sondern sandig ist, dass man den Misswachs dadurch gut mache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.548500061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3039,"date":1719,"orig":"Mithin kamen unſere Reiſende an den Geyersberg, welcher hoch iſt, und anietzo die Straſſe abwerts fuͤhrte, weil nun der Weg ſehr jaͤhe war, ſtieg Eckarth und die andeꝛn vom Wagen giengen zu Fuſſe, und lieſſen die Kutſche nachkommen, da hatten ſie von oben den ſchoͤnſten Proſpect in die Plaine; wie ſie den Berg ab waren, kam ihnen zu erſt das vortreffliche Gebaͤude und Kirche Mariæ-Schein genannt, unter der Verwaltung und Inſpection derer Herren P. P. Societatis Jeſu in die Augen, von dar ſie durch einige Doͤrffer und angenehmen Wege biß Toͤplitz woſelbſt ſie Mittages umb 12. Uhr anlangten, und ſich in der Vorſtadt bey denen Baͤdern einlogirten; Unſere Reiſende lieſſen ihnen einige Speiſen zurichten; nach geſchehener Mahlzeit, giengen ſie mit den Wirth in des Grafen groſſen wohlaufgebaueten Garten, in welchen ſie ſich bey einer Stunden lang umbſahen, ferner betꝛachten ſie die herrliche Gegend, mit Schloͤſſern, Doͤrffern, Huͤgeln, warmen Quellen und Trifften gleichſam beſaͤet.","norm":"Mithin kamen unsere Reisende an den Geiersberg, welcher hoch ist, und anjetzt die Straße abwärts führte, weil nun der Weg sehr jähe war, stieg Eckart und die andern vom Wagen gingen zu Fuße, und ließen die Kutsche nachkommen, da hatten sie von oben den schönsten Prospekt in die Plaine; wie sie den Berg ab waren, kam ihnen zuerst das vortreffliche Gebäude und Kirche Mariae-Schein genannt, unter der Verwaltung und Inspektion derer Herren P. P. Societatis Jesu in die Augen, von dar sie durch einige Dörfer und angenehmen Wege bis Töplitz woselbst sie Mittages um 12. Uhr anlangten, und sich in der Vorstadt bei denen Bädern einlogierten; unsere Reisende ließen ihnen einige Speisen zurichten; nach geschehener Mahlzeit, gingen sie mit den Wirt in des Grafen großen wohlaufgebauten Garten, in welchen sie sich bei einer Stunden lang umsahen, ferner betrachten sie die herrliche Gegend, mit Schlössern, Dörfern, Hügeln, warmen Quellen und Triften gleichsam besäet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.078700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3040,"date":1719,"orig":"Jn dem Hin- und Hergehen fragte Eckarth den Wirth, ob bey dieſem warmen Bade nicht Medici waͤren, die ihnen von des Bades Krafft, Eigenſchafft und Wirckung einigen Unterricht geben koͤnten?","norm":"In dem Hin- und Hergehen fragte Eckart den Wirt, ob bei diesem warmen Bade nicht Medici wären, die ihnen von des Bades Kraft, Eigenschaft und Wirkung einigen Unterricht geben könnten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.462600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3041,"date":1719,"orig":"Der Wirth antwortete geſtrenger Herr, es ſind ſo wohl einheimiſche als auch frembde Medici hier gegenwaͤrtig, die denen Huͤlff-ſuchenden aſſiſtiren und guten Rath mittheilen, wann ſie nun einen verlangen, werde ich auf deren Begehren ihn ſelbſten erſuchen, ſie mit allen Unterricht zu belehren.","norm":"Der Wirt antwortete gestrenger Herr, es sind sowohl einheimische als auch fremde Medici hier gegenwärtig, die denen Hülffsuchenden assistieren und guten Rat mitteilen, wann sie nun einen verlangen, werde ich auf deren Begehren ihn selbst ersuchen, sie mit allen Unterricht zu belehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.257100105285644} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3042,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach: auf heute mag es verbleiben, da denn bey muͤßigen Abend-Stunden uns der Herr Wirth von einen und den andern Nachricht geben wird, der Wirth antwortete:","norm":"Eckart sprach: auf heute mag es verbleiben, da denn bei müßigen Abendstunden uns der Herr Wirt von einen und den anderen Nachricht geben wird, der Wirt antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.08620023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3043,"date":1719,"orig":"was mich betrifft, werde ich, ſo viel mir wiſſend iſt gerne willfahren; darauff beſahen ſie des Grafens Kohl- Garten und nach dem retournirten ſie in ihr Quartier, woſelbſt ihnen der Wirth die in dem Hauſe angelegte drey Baͤder zeigte, das erſtere nennete er das kuͤhle, das andere das mittlere, und das dritte das heiſſe Bad.","norm":"was mich betrifft, werde ich, so viel mir wissend ist gerne willfahren; darauf besahen sie des Grafen Kohl-Garten und nach dem retournierten sie in ihr Quartier, woselbst ihnen der Wirt die in dem Hause angelegte drei Bäder zeigte, das erstere nannte er das kühle, das andere das mittlere, und das dritte das heiße Bad.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000400066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3044,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte ob ſie wohl morgen geliebts GOtt ſich des einigen bedienen koͤnten? der Wirh ſagte ja! nur daß ſie nicht zu lange darinnen ſich verweilen, ich werde auch ſchon ſelbſten gegenwaͤrtig ſeyn, und acht haben, daß der Sache nicht zu viel geſchaͤhe, gut verſetzte Eckarth.","norm":"Eckart fragte ob sie wohl morgen geliebtes Gott sich des einigen bedienen könnten? der wir sagte ja! nur dass sie nicht zu lange darinnen sich verweilen, ich werde auch schon selbst gegenwärtig sein, und acht haben, dass der Sache nicht zu viel geschähe, gut versetzte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4928998947143555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3045,"date":1719,"orig":"Der Abend iſt da, wir wollen ins warme Zimmer gehen, bey einen guten Trunck Bier und einer Pfeiffe Taback mit den Herrn Wirth uns unterreden, der Wirth ſagte:","norm":"Der Abend ist da, wir wollen ins warme Zimmer gehen, bei einen guten Trunk Bier und einer Pfeife Tabak mit den Herrn Wirt uns unterreden, der Wirt sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.706600189208984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3046,"date":1719,"orig":"das iſt bey dieſer kuͤhlen Mertz-Lufft das beſte Confect, wormit ſie von denen Baͤdern in des Wirths Neben- Stuͤblein darinnen ein ſchoͤneꝛ Camin war giengen; wie ſie ſich geſetzt hatten, fragte Eckarth den Wirth umb die Beſchaffenheit dieſes Orts, Talites ſo hieſſe der Wirth antwortete, bey dieſen ſchoͤnen trockenen Wetter verlohnte es ſich noch wohl der Muͤhe, daß meine Hochgeehrte Herren 8. Tage lang hier verzoͤgen, ſo koͤnten ſie alles am beſten beſehen, ich werde, wann ich ſelbſten meiner Verrichtung halber nicht mitgehen kan, meinen Bruder ihnen zum Wegweiſer mitgeben: Eckarth replicirte:","norm":"das ist bei dieser kühlen Mertz-Lufft das beste Konfekt, womit sie von denen Bädern in des Wirts Neben-Stüblein darinnen ein schöner Kamin war gingen; wie sie sich gesetzt hatten, fragte Eckart den Wirt um die Beschaffenheit dieses Orts, Talites so hieße der Wirt antwortete, bei diesen schönen trockenen Wetter verlohnte es sich noch wohl der Mühe, dass meine Hochgeehrte Herren 8. Tage lang hier verzögen, so könnten sie alles am besten besehen, ich werde, wann ich selbst meiner Verrichtung halber nicht mitgehen kann, meinen Bruder ihnen zum Wegweiser mitgeben: Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.631700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3047,"date":1719,"orig":"Jch ſehe es ſelbſten wohl fuͤr gut an einige Tage hier zu verziehen, indem mir die Gegend gar wohl gefaͤllt, und wie ich mir in Neßdra habe laſſen ſagen, daß euer Hr.","norm":"Ich sehe es selbst wohl für gut an einige Tage hier zu verziehen, indem mir die Gegend gar wohl gefällt, und wie ich mir in Neßdra habe lassen sagen, dass euer Hr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.780099868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3048,"date":1719,"orig":"Graf gar ein complaiſanter Herr, und ein Liebhaber von allen curieuſen Wiſſenſchafften ſey.","norm":"Graf gar ein complaisanter Herr, und ein Liebhaber von allen kuriosen Wissenschaften sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4430999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3049,"date":1719,"orig":"Talites antwortete dem iſt alſo, er ſiehet aber nicht gerne, wann jemand Hunde bey ſich hat, und ſelbige ohn ſein Vorwiſſen die Felder durchſtreichen laͤſt: Eckarth verſetzte:","norm":"Talites antwortete dem ist also, er sieht aber nicht gerne, wann jemand Hunde bei sich hat, und selbige ohne sein Vorwissen die Felder durchstreichen lässt: Eckart versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.409599781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3050,"date":1719,"orig":"Hunde ſind wohl gut, vor Fußgaͤnger, Wirthe, und Kutſcher die bey ihnen verbleiben, vor Paſſagier aber die Curioſität halber reiſen, ſehe ich nicht zutraͤglich zu ſeyn an, indem ſie einen viel Ungelegenheit verurſachen, wie mir viel Exempel wiſſend ſind, ich verhoffe die Gnade zu haben eueren Herrn und Grafen ohne gemachte Verdrießligkeit aufzuwarten; Ubrigens beliebe der Herr mir meine erſt-gethane Frage guͤnſtig zu beantworten?","norm":"Hunde sind wohl gut, vor Fußgänger, Wirte, und Kutscher die bei ihnen verbleiben, vor Passagier aber die Kuriosität halber reisen, sehe ich nicht zuträglich zu sein an, indem sie einen viel Ungelegenheit verursachen, wie mir viel Exempel wissend sind, ich verhoffe die Gnade zu haben eueren Herrn und Grafen ohne gemachte Verdrießlichkeit aufzuwarten; übrigens beliebe der Herr mir meine Erst-Getane Frage günstig zu beantworten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.680200099945068} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3051,"date":1719,"orig":"Tiletus ſprach:","norm":"Tiletus sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.924099922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3052,"date":1719,"orig":"Dieſe herrliche Gegend und Revier, wovon meine Hochgeehrte Herren noch das Wenigſte geſehen haben, wo anietzo ſchoͤne Staͤdte, Marckt- Flecke und Doͤrffer ſind, war vor Alters mehrentheils eine groſſe Wuͤſteney und Waldung, und als Anno 762. unter Regierung des Boͤhmiſchen Hertzogs Netzamiſel die Hirten des Orts das Vieh gehuͤtet, und ihnen aus Unachtſamkeit etliche Schweine entlauffen waren, haben ſie dieſe nach drey-tagigen Suchen endlich in dieſer Wuͤſteney bey einen warmen Brunn- Quell wuͤhlend gefunden, da denn dieſe groſſe edle Gabe GOttes offenbahr worden.","norm":"Diese herrliche Gegend und Revier, wovon meine Hochgeehrte Herren noch das Wenigste gesehen haben, wo anjetzt schöne Städte, Marckt-Fleck und Dörfer sind, war vor Alters mehrenteils eine große Wüstenei und Waldung, und als Anno 762. unter Regierung des böhmischen Herzogs Netzamisel die Hirten des Orts das Vieh gehütet, und ihnen aus Unachtsamkeit etliche Schweine entlaufen waren, haben sie diese nach drey-tagigen Suchen endlich in dieser Wüstenei bei einen warmen Brunn-Quell wühlend gefunden, da denn diese große edle Gabe Gottes offenbar worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.432600021362305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3053,"date":1719,"orig":"Daher denn die benachbarte, nach und nach angebauet, biß endlich unſere jetzt vor uns ſtehende Stadt Toͤplitz, (von der Waͤrme Boͤhmiſch- Teple den Nahmen erhalten) entſtanden, wie auch unſere Vorſtaͤdte woꝛden, woſelbſt die Herren Gaͤſte hoch und niedrigen Standes koͤnnen accommodirt werden:","norm":"Daher denn die benachbarte, nach und nach angebaut, bis endlich unsere jetzt vor uns stehende Stadt Töplitz, (von der Wärme Böhmisch-Teple den Namen erhalten) entstanden, wie auch unsere Vorstädte worden, woselbst die Herren Gäste hoch und niedrigen Standes können akkommodiert werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.458600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3054,"date":1719,"orig":"weil nach und nach die Menge der ankommenden Gaͤſte, wie auch die Jnnwohner in einen Bade ſich ſchwerlich behalten kunten, hat die Hoch-Graͤfliche Herrſchafft unteꝛſchiedene Baͤder inn und auſſeꝛhalb der Stadt anrichten laſſen, unter denen allen, wie meine Herren morgen geliebts GOTT ſehen werden, das groſſe oder ſo genannte Buͤrger-und Maͤnner-Bad, das wohl aufgebauet iſt, erſtlich iſt ein ſchoͤn hohes Viereck auf einer ſteinernen Saͤulen ruhendes Gewoͤlbe, da denn der Urſprung durch ſteinerne Roͤhren in dieſe Gewoͤlbe Saͤule gezwaͤnget, und durch vier meßingene Roͤhren ſich Strom weiſe ausſchuͤttet, von deren zweyen die Baͤder uͤm und auſſer der Stadt (die hier im Hauſe ſind) vermittelſt hoͤltzernen Roͤhren zur Gnuͤge verſehen werden, die andern zwey aber flieſſen in das Maͤnner- Bad, welches in der Groͤſſe 15.","norm":"weil nach und nach die Menge der ankommenden Gäste, wie auch die Inwohner in einen Bade sich schwerlich behalten konnten, hat die Hochgräfliche Herrschaft unterschiedene Bäder in und außerhalb der Stadt anrichten lassen, unter denen allen, wie meine Herren morgen geliebtes GOTT sehen werden, das große oder so genannte Bürger- und Männerbad, das wohl aufgebaut ist, erstlich ist ein schön hohes Viereck auf einer steinernen Säulen ruhendes Gewölbe, da denn der Ursprung durch steinerne Röhren in diese Gewölbe Säule gezwängt, und durch vier messingene Röhren sich Strom weise ausschüttet, von deren zweien die Bäder um und außer der Stadt (die hier im Hause sind) vermittels hölzernen Röhren zur Genüge versehen werden, die anderen zwei aber fließen in das Männer-Bad, welches in der Größe 15.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3055,"date":1719,"orig":"Ellen breit und 19. Ellen lang iſt, in der Tieffe aber nicht zwey Ellen uͤberſteiget.","norm":"Ellen breit und 19. Ellenlang ist, in der Tiefe aber nicht zwei Ellen übersteiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.166299819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3056,"date":1719,"orig":"Umb und umb iſt es mit Staffeln alſo geſetzt, daß man ein viertel oder halbe Elle, auch tieffer nach eines jeden Belieben und Zuſtand der Patienten hinein gehen, ja gleich wie in anderen Baͤdern ein quer Hand tieff ſich hinein legen oder ſetzen kan; Der Boden iſt mit Quaterſtuͤcken gepflaſtert, und quillet das Waſſer, welches gantz hell und gruͤnlicht ausſiehet zwiſchen denenſelben hin und wieder Perlen weiß hervor, welches in dieſen Bad, ſo heiß iſt, daß es einen Anfangs hinein zu ſteigen faſt unmoͤglich zu ſeyn ſcheinet, biß endlich die Glieder es nach und nach gewohnen, und man alsdenn nach Belieben mit groͤſten Vergnuͤgen herumb gehen, ſitzen oder liegen kan, wer aber das Waſſer zum Kochen oder Suppen zu machen brauchen will, der kan es klar und ohne Eckel der Unreinigkeit innſitzender Leuthe, aus denen meßingenen Roͤhren holen laſſen.","norm":"Um und um ist es mit Staffeln also gesetzt, dass man ein Viertel oder halbe Elle, auch tiefer nach eines jeden Belieben und Zustand der Patienten hineingehen, ja gleich wie in anderen Bädern ein quer Hand tief sich hinein legen oder setzen kann; der Boden ist mit Quaderstücken gepflastert, und quillt das Wasser, welches ganz hell und grünlich aussieht zwischen denselben hin und wieder Perlen weiß hervor, welches in diesen Bad, so heiß ist, dass es einen Anfangs hineinzusteigen fast unmöglich zu sein scheinet, bis endlich die Glieder es nach und nach gewohnen, und man alsdann nach Belieben mit größten Vergnügen herumgehen, sitzen oder liegen kann, wer aber das Wasser zum Kochen oder Suppen zu machen brauchen will, der kann es klar und ohne Ekel der Unreinigkeit innsitzender Leute, aus denen messingenen Röhren holen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039299964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3057,"date":1719,"orig":"Dieſes Bad nun kan ſeiner Weite nach biß 100. Perſonen, wann es noͤthig ohne daß einer den andern hinderlich waͤre, einnehmen; und faſt auf gleiche Art ſind auch die von dieſem Bade ſo wohl inn als auſſer der Stadt ernehrende Kinder-Baͤder (wie dieſelben erſt geſehen, ob wohl nicht ſo praͤchtig als die Mutter) zubereitet, damit ein jeder ohne von den andern gehindert zu werden ſich ſeiner Bequemlichkeit gebrauchen kan.","norm":"Dieses Bad nun kann seiner Weite nach bis 100. Personen, wann es nötig ohne dass einer den anderen hinderlich wäre, einnehmen; und fast auf gleiche Art sind auch die von diesem Bade so wohl in als außer der Stadt ernährende Kinder-Bäder (wie dieselben erst gesehen, ob wohl nicht so prächtig als die Mutter) zubereitet, damit ein jeder ohne von den anderen gehindert zu werden sich seiner Bequemlichkeit gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.097099781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3058,"date":1719,"orig":"Unter dieſen Baͤdern nun iſt kein Unterſcheid, ohne daß eins heiſſer als das andere iſt, damit der Gebrauchende a minori ad majus ſeinem Zufalle und Zuſtande nach gehen kan.","norm":"Unter diesen Bädern nun ist kein Unterschied, ohne dass eins heißer als das andere ist, damit der Gebrauchende a minori ad majus seinem Zufalle und Zustande nach gehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.475800037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3059,"date":1719,"orig":"Einige Bade-Gaͤſte welche in die Baͤder zu gehen etwan zu unvermoͤgend ihrer Leibes- Conſtitution nach, oder wegen Befuͤrchtung der Kaͤlte, und anderen geheimen Zufaͤllen, ſich befuͤrchten und ſcheuen, die laſſen ihnen zu Hauſe in warmen Stuben in Wannen gieſſen, (wie denn dergleichen a parte Zimmerlein an groſſen Bade rings umb angebauet ſind,) da denn ſolche nach und nach, wie es der Patient verlanget, kan angewaͤrmet werden:","norm":"Einige Badegäste welche in die Bäder zu gehen etwan zu unvermögend ihrer Leibes-Konstitution nach, oder wegen Befürchtung der Kälte, und anderen geheimen Zufällen, sich befürchten und scheuen, die lassen ihnen zu Hause in warmen Stuben in Wannen gießen, (wie denn dergleichen a parte Zimmerlein an großen Bade rings um angebaut sind,) da denn solche nach und nach, wie es der Patient verlanget, kann angewärmt werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.466300010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3060,"date":1719,"orig":"Uber dieſe Baͤder befinden ſich noch andere unweit von hier in den Dorffe Schoͤnau, deren zwey vor hohe und niedere Stands-Perſonen zugerichtet, davon das eine wegen vielen bey ſich fuͤhrenden Schwefels, das Schwefel-Bad genannt wird.","norm":"Über diese Bäder befinden sich noch andere unweit von hier in den Dorfe Schönau, deren zwei vor hohe und niedere Standspersonen zugerichtet, davon das eine wegen vielen bei sich führenden Schwefels, das Schwefelbad genannt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.825099945068359} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3061,"date":1719,"orig":"Die andern ſind oͤffentlich an denen Seiten der Straſſe, deren ſich die armen Leuthe unter freyen Himmel bedienen, auch Tag und Nach darinnen liegen, ihre Geſundheit deſto eher zu erlangen.","norm":"Die anderen sind öffentlich an denen Seiten der Straße, deren sich die armen Leute unter freien Himmel bedienen, auch Tag und nach darinnen liegen, ihre Gesundheit desto eher zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.750100135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3062,"date":1719,"orig":"Neben und zwiſchen welchen hin und wieder kalte Quellen hervor ſpringen, daß alſo hier die Erde Kaltes und Warmes aus einem Munde gleichſam hervor bringet.","norm":"Neben und zwischen welchen hin und wieder kalte Quellen hervorspringen, dass also hier die Erde Kaltes und Warmes aus einem Munde gleichsam hervorbringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.709799766540527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3063,"date":1719,"orig":"Mit dieſen wenigen werden meine Hochgeehrte Herren Hoch-geneigt verlieb nehmen.","norm":"Mit diesen wenigen werden meine Hochgeehrte Herren Hoch-geneigt verlieb nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.073100090026855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3064,"date":1719,"orig":"Die andern Gelegenheiten muß der Augenſchein am beſten unterſuchen.","norm":"Die anderen Gelegenheiten muss der Augenschein am besten untersuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.645500183105469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3065,"date":1719,"orig":"Eckarth und die andern bedanckten ſich gegen den Wirth zum ſchoͤnſten vor mitgetheilter Nachricht.","norm":"Eckart und die anderen bedankten sich gegen den Wirt zum schönsten vor mitgeteilter Nachricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.601099967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3066,"date":1719,"orig":"Alleine wie werden wir es mit unſern gedungenen Kutſcher den wir nacher Garpa geheuret, machen, ob er auch hier ſo lange wird ver ziehen wollen? ſprach Eckarth, der Wirth antwortete, Ew. Geſtrengen laſſen ihn ohnmaßgeblich ruffen, will er nicht warten, ſo koͤnnen ſie hier einen ſo guten Kutſcher als dieſer iſt, bekommen.","norm":"Alleine wie werden wir es mit unseren gedungenen Kutscher den wir nachher Garpa geheuert, machen, ob er auch hier so lange wird ver ziehen wollen? sprach Eckart, der Wirt antwortete, Ew. Gestrengen lassen ihn unmaßgeblich rufen, will er nicht warten, so können sie hier einen so guten Kutscher als dieser ist, bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.483099937438965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3067,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, in den erſteren werde ich ihme folgen.","norm":"Eckart replizierte, in den ersteren werde ich ihm folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.754799842834473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3068,"date":1719,"orig":"Andreas! rieff Eckarth, gehet rufft den Kutſcher herein, wie er kam fragte ihn Eckarth/ hoͤrt mein Freund, ich habe mich reſolvirt, einige Tage hier zu verbleiben, werdet ihr unſer auch warten?","norm":"Andreas! rief Eckart, geht ruft den Kutscher herein, wie er kam fragte ihn Eckart / hört mein Freund, ich habe mich resolviert, einige Tage hier zu verbleiben, werdet ihr unser auch warten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.945400238037109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3069,"date":1719,"orig":"Der Kutſcher antwortete, nach deren Gelegenheit, wann ſie geliebten noch laͤnger zu verharren, und ich bekom̃e das verſprochene Warte-Geld, bin ich ſchon zu frieden.","norm":"Der Kutscher antwortete, nach deren Gelegenheit, wann sie geliebten noch länger zu verharren, und ich bekomme das versprochene Wartegeld, bin ich schon zu Frieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285900115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3070,"date":1719,"orig":"Nun replicirte Eckarth, wann ihr zu frieden ſeyd, laſſen wir uns es auch gefallen, trinckt einmahl.","norm":"Nun replizierte Eckart, wann ihr zu Frieden seid, lassen wir uns es auch gefallen, trinkt einmal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.101900100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3071,"date":1719,"orig":"Der Kutſcher bedanckte ſich, und gieng ſeiner Wege:","norm":"Der Kutscher bedankte sich, und ging seiner Wege:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.480299949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3072,"date":1719,"orig":"Wohl ſprach Eckarth, ſo ſind wir ohne Sorgen.","norm":"Wohl sprach Eckart, so sind wir ohne Sorgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.504199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3073,"date":1719,"orig":"Herr Wirth, wie heiſt der hieſige verordnete Stadt-Phyſicus?","norm":"Herr Wirt, wie heißt der hiesige verordnete Stadtphysikus?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.804699897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3074,"date":1719,"orig":"Talites antwortete, Monſ.","norm":"Talites antwortete, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.018400192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3075,"date":1719,"orig":"Caſt.","norm":"Cast.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"haw","lang_de":0,"norm_lmscore":6.411499977111816} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3076,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte: Herr Wirth er ſey ſo gut und ſchicke jemanden zu ihn mit Bitte Morgen geliebts GOtt, gegen 11. Uhr wegen eines Herrns der die Cur brauchen will, zu ihm zu kommen, ſodann werde ich ihn bey der Mittags-Mahlzeit behalten; da ich den Herrn freundlich erſuche meinen Bedienten anweiſen zu laſſen, wo der Traitteur wohnet, damit er beſtelle was uns noͤthig ſeyn wird.","norm":"Eckart sagte: Herr Wirt er sei so gut und schicke jemanden zu ihn mit Bitte Morgen geliebtes Gott, gegen 11. Uhr wegen eines Herrn der die Kur brauchen will, zu ihm zu kommen, sodann werde ich ihn bei der Mittagsmahlzeit behalten; da ich den Herrn freundlich ersuche meinen Bedienten anweisen zu lassen, wo der Traiteur wohnet, damit er bestelle was uns nötig sein wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9008002281188965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3077,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen wird der Herr Wirth ſich vor mein Geld, umb einen guten Podſ kalſchker Wein bekuͤmmern, der Wirth antwortete: daran will ich es nicht ermangeln laſſen, zumahln mein Beutel darzu nichts contribuiren darff; weiln Andreas vermeldete, daß ihr Zimmer ſchon warm waͤre, auch die Nacht mit Gewalt einruͤckte, nahmen die Unſrigen vom Wirth ihr Adieu, mit Anerwuͤntſchung einer geſunden Nacht-Ruh, ſo er mit gleichen Wuntſch wiedeꝛ wett machte, nach dem Doctor ſchickte, und ihn zu beſtimmter Zeit invitirte, wie auch Andreas zum Traitteur weiſen lieſſe, der denn Eckarths Verlaß nach, die Tractamenten beſtellte.","norm":"Unterdessen wird der Herr Wirt sich vor mein Geld, um einen guten Pots kalschker Wein bekümmern, der Wirt antwortete: daran will ich es nicht ermangeln lassen, zumal mein Beutel dazu nichts kontribuieren darf; weil Andreas vermeldete, dass ihr Zimmer schon warm wäre, auch die Nacht mit Gewalt einrückte, nahmen die Unsrigen vom Wirt ihr Adieu, mit Anerwüntschung einer gesunden Nachtruhe, so er mit gleichen Wunsch wieder wett machte, nach dem Doktor schickte, und ihn zu bestimmter Zeit invitierte, wie auch Andreas zum Traiteur weisen ließe, der denn Ekarts Verlass nach, die Traktamenten bestellte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.945300102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3078,"date":1719,"orig":"Womit nach geſchehener Ralation unſere Compagnie ihr Abend- Gebeth verrichteten und ſich zur Ruhe begaben.","norm":"Womit nach geschehener Ralation unsere Compagnie ihr Abend-Gebet verrichteten und sich zur Ruhe begaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4745001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3079,"date":1719,"orig":"Nach gluͤcklich vollbrachter Nacht-Ruhe kunten unſere Reiſende kaum die Kleider anlegen, waren im Hauſe viel Juden und Juden- Weiber undbrachten allerhand Waaren, umb ſolche zu verkauffen oder gegen andere Sachen zu verhandeln.","norm":"Nach glücklich vollbrachter Nachtruhe konnten unsere Reisende kaum die Kleider anlegen, waren im Hause viel Juden und Juden-Weiber undbrachten allerhand Waren, um solche zu verkaufen oder gegen andere Sachen zu verhandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.390600204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3080,"date":1719,"orig":"Eckarth ließ ihnen durch Andreas ſagen: vor heute haͤtte er keine Zeit/ wolten ſie aber morgen kommen, wuͤrden ſie vielleicht von ihnen Geld loͤſen, wo ſie gutes Chavee haͤtten, ſolten ſie etwas mitbringen, wie ihnen Andreas die Zeitung brachte, giengen ſie wiederumb ab:","norm":"Eckart ließ ihnen durch Andreas sagen: vor heute hätte er keine Zeit / wollten sie aber morgen kommen, würden sie vielleicht von ihnen Geld lösen, wo sie gutes Café hätten, sollten sie etwas mitbringen, wie ihnen Andreas die Zeitung brachte, gingen sie wiederum ab:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.661300182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3081,"date":1719,"orig":"Als nun die Unſrigen ſich angekleidet und ihre Andacht verrichtet hatten, lieſſen ſie durch Andreas den Wirth zu ihnen zu kommen erſuchen, der ſich auch bald einſtellte, und denen Unſrigen einen froͤlichen Morgen zuwuͤntſchte; Eckarth bedanckte ſich mit einen Gegenwuntſch ſagende, Monſ.","norm":"Als nun die Unsrigen sich angekleidet und ihre Andacht verrichtet hatten, ließen sie durch Andreas den Wirt zu ihnen zu kommen ersuchen, der sich auch bald einstellte, und denen Unsrigen einen fröhlichen Morgen zuwünschte; Eckart bedankte sich mit einen Gegenwunsch sagende, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.849699974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3082,"date":1719,"orig":"Talites, wir hatten wohl die Reſolution genommen heutemorgen die im Hauſe liegende Baͤder zu verſuchen, dieweil aber der letztere Endſchluß, zu ſolcher Curioſität uns noch Zeit giebt, wollen wir es auf eine andere Zeit verſchieben, und zuvor des Herrn Doctors Meynung daruͤber veꝛnehmen; Unterdeſſen wann derſelbe ſich abmuͤßigen kan/ uns ein u. das andere/ ſonderlich die Baͤder und was wir die paar Stunden uͤber in Augenſchein nehmen koͤñen/ zu zeigen/ wuͤrde uns eine ſonderbahre Affection geſchehen/ welche wir anderwerts wieder zuerwidern/ nicht ſaͤumſeelig ſeyn werden.","norm":"Talites, wir hatten wohl die Resolution genommen heutemorgen die im Hause liegende Bäder zu versuchen, dieweil aber der letztere Endschluss, zu solcher Kuriosität uns noch Zeit gibt, wollen wir es auf eine andere Zeit verschieben, und zuvor des Herrn Doktors Meinung darüber vernehmen; unterdessen wann derselbe sich abmüßigen kann / uns ein u. das andere / sonderlich die Bäder und was wir die paar Stunden über in Augenschein nehmen können / zu zeigen / würde uns eine sonderbare Affektion geschehen / welche wir anderwärts wieder zuerwidern / nicht säumselig sein werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.463900089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3083,"date":1719,"orig":"Der Wirth both ſeine willige Dienſte an/ da ſie denn zuſam̃en zu erſt in die Stadt/ und dem Stadt- oder Maͤnner Bade zugiengen ſolches auffs genaueſte beſahen und ſich uͤber die wohleingerichtete Structur verwunderten.","norm":"Der Wirt bot seine willige Dienste an / da sie denn zusammen zuerst in die Stadt / und dem Stadt- oder Männer Bade zugingen solches aufs genaueste besahen und sich über die wohleingerichtete Struktur verwunderten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.809599876403809} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3084,"date":1719,"orig":"Es funden ſich bald einige Jungen/ die bathen/ ihnen ein Kreutzer oder was ihnen beliebte ins Bad zu werffen/ ſo wolten ſie es heraus holen.","norm":"Es fanden sich bald einige Jungen / die baten / ihnen ein Kreuzer oder was ihnen beliebte ins Bad zu werfen / so wollten sie es herausholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418099880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3085,"date":1719,"orig":"Eckarth wurff ihnen einige neue Groſchen ab/ welche man von oben erkennen kunte:","norm":"Eckart Wurf ihnen einige neue Groschen ab / welche man von oben erkennen konnte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.030099868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3086,"date":1719,"orig":"Die Jungen wurffen die Hembde von ſich/ ſprungen ab und fiſchten die eingeworffenen Groſchen bald heraus.","norm":"Die Jungen würfen die Hemd von sich / sprangen ab und fischten die eingeworfenen Groschen bald heraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4766998291015625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3087,"date":1719,"orig":"Hernach giengen ſie in die Kirche/ von dar in die Apotecke/ die gewiß wohl eingerichtet war mit guten Medicamenten und Chymiſchen Artzeneyen: endlich fuͤhrte ſie der Wirth und zeigte ihnen die Baͤder bey den Bade-Thor/ und wie der Seiger zehen ſchlug verfuͤgten ſie ſich wieder in ihre Wohnung/ da ſie kaum ankommen waren/ kam der Medicus Monſieur Caſt, welchen der Wirth empfieng und ihn in unſer Herren-Zimmer einfuͤhrte; da ihn Eckarth entgegen gieng und ihn anzunaͤhren bath.","norm":"Hernach gingen sie in die Kirche / von dar in die Apotheke / die gewiss wohl eingerichtet war mit guten Medikamenten und chemischen Arzneien: endlich führte sie der Wirt und zeigte ihnen die Bäder bei den Bade-Thor / und wie der Seiger zehn schlug verfügten sie sich wieder in ihre Wohnung / da sie kaum ankommen waren / kam der Medikus Monsieur Cast, welchen der Wirt empfing und ihn in unser Herren-Zimmer einführte; da ihn Eckart entgegenging und ihn anzunähern bat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.309500217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3088,"date":1719,"orig":"Der Medicus gratulirte ihnen zur gluͤcklichen Ankunfft/ mit Bitte ihme zu melden/ worinnen er ſie bedienen koͤnte/ wuͤrde er ſo willig als fertig ſich beweiſen:","norm":"Der Medikus gratulierte ihnen zur glücklichen Ankunft / mit Bitte ihm zu melden / worin er sie bedienen könnte / würde er so willig als fertig sich beweisen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.042099952697754} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3089,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte Monſ. beliebe ſich zu ſetzen/ nach welchen fuhr er fort.","norm":"Eckart sagte Mons . beliebe sich zu setzen / nach welchen fuhr er fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.20550012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3090,"date":1719,"orig":"Mein Herr Doctor, nachdem ich in Neßdra viel Gutes von dem Toͤplitzer Bade gehoͤret/ habe ich mich als ein Curioſus reſolvirt/ weil der Orth nach Garpa nicht weit vom Wege ablieget/ zu beſehen, und mich worzu dieſe Baͤder in Kranckheiten dienlich ſind, unterrichten zu laſſen/ weil nun mein Verlangen zu erfuͤllen mir Niemand als ein der Baͤder kundiger Medicus am beſten rathen kan/ als habe ich meinen Hn. Wirth gebethen/ denſelben zu uns hieher zu kom̃en freundlichſt zu erſuchen/ vor welche großguͤnſtige Willfahrung ich verbunden lebe.","norm":"Mein Herr Doktor, nachdem ich in Neßdra viel Gutes von dem Töplitzer Bade gehöret / habe ich mich als ein Curiosus resolviert / weil der Ort nach Garpa nicht weit vom Wege ablieget / zu besehen, und mich wozu diese Bäder in Krankheiten dienlich sind, unterrichten zu lassen / weil nun mein Verlangen zu erfüllen mir Niemand als ein der Bäder kundiger Medikus am besten raten kann / als habe ich meinen Hn. Wirt gebeten / denselben zu uns hierherzukommen freundlichst zu ersuchen / vor welche großgünstige Willfahrung ich verbunden lebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.949999809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3091,"date":1719,"orig":"Wann nun mein Herr ſich etwas abmuͤßigen koͤnte/ bitte ich mit einer ſchlechten Mahlzeit bey uns guͤtigſt vor lieb zu nehmen.","norm":"Wann nun mein Herr sich etwas abmüßigen könnte / bitte ich mit einer schlechten Mahlzeit bei uns gütigst vor lieb zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.107900142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3092,"date":1719,"orig":"Monſ.","norm":"Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"te","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":4.882400035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3093,"date":1719,"orig":"Caſt antwortete vor dieſes mahl habe ich meine Patienten verſorget/ und iſt mir ein ſonderbahres Vergnuͤgen/ wann ich mit meiner ſchlechten Bedienung conſoliren und willfaͤhrig ſeyn kan.","norm":"Cast antwortete vor dieses Mal habe ich meine Patienten versorgt / und ist mir ein sonderbares Vergnügen / wann ich mit meiner schlechten Bedienung consoliren und willfährig sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.854499816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3094,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen der Wirth in ſeiner Stube mit Andreas zur Mahlzeit alles zu rechte machen/ ſagte Eckarth, Monſieur Caſt, nach meiner geſtrigen Ankunfft habe ich Abends bey muͤßigen Stunden meinen Herrn Wirth von ein und ander Beſchaffenheit dieſes Orths als auch derer hieſigen Baͤder befragt/ ſo er mir auch moͤgligſt beſchrieben und heute gezeiget hat/ weil aber das Schauen einer Sache/ deren Krafft und Verborgenes ohn eines Erfahrnen Unterricht dem Begierigen keine ſattſame Wiſſenſchafft geben kan/ als lebe ich der ungezweifelten Hoffnung von meinen Herrn/ die beſte und gewiſſeſte Inſtruction zu erhalten.","norm":"Unterdessen der Wirt in seiner Stube mit Andreas zur Mahlzeit alles zu rechte machen / sagte Eckart, Monsieur Cast, nach meiner gestrigen Ankunft habe ich Abends bei müßigen Stunden meinen Herrn Wirt von ein und ander Beschaffenheit dieses Orts als auch derer hiesigen Bäder befragt / so er mir auch möglichst beschrieben und heute gezeigt hat / weil aber das Schauen einer Sache / deren Kraft und Verborgenes ohne eines erfahrenen Unterricht dem Begierigen keine sattsame Wissenschaft geben kann / als lebe ich der ungezweifelten Hoffnung von meinen Herrn / die beste und gewisseste Instruktion zu erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.039999961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3095,"date":1719,"orig":"Der Medicus antworte/ ſo viel mir wiſſend iſt/ und ich die Zeithero die ich hier als Medicus Ordinarius mich aufgehalten habe/ erfahren/ werde ich nicht manqviren/ Ew. Geſtrengen nach Moͤglichkeit damit zu bedienen.","norm":"Der Medikus antworte / so viel mir wissend ist / und ich die Zeither die ich hier als Medikus Ordinarius mich aufgehalten habe / erfahren / werde ich nicht manqviren / Ew. Gestrengen nach Möglichkeit damit zu bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.416299819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3096,"date":1719,"orig":"Nachdem Ew. Geſtrengen der Herr Wirth quoad ſtructuram und Anrichtung der Baͤder Erzehlung gethan/ ſo will mir gebuͤhren ihnen von deren warmen Waſſer Natur/ mit ſich fuͤhrenden Mineralien/ ihrer Krafft und Wirckung/ in welchen Kranckheiten und Zufaͤllen ſie dienlich ſeyn und wie ſie zu Nutzen der Huͤlff-ſuchenden zu gebꝛauchen ſeyn/ einen gnuͤglichen Unterricht mitzutheilen; weil dergleichen Quelle/ von denen aus einen Metalliſchen Grundſtock/ mit welchen die Erden an vielen Orthen beladen/ ſubtileſten Duͤnſten/ inn- und an vorbeyflieſſenden entzuͤndet/ und von dero Tugend/ Wirckung u. Eigenſchafft begleitet/ mit groſſer Verwunderung hervor ſpruͤtzet/ ſo ſeynd dahero die Waſſer einer ſolchen Natur/ als wie der Weg/ wodurch dieſe ihren Gang nehmen/ und wann einige ſich einander zuwider ſeyende Saltze/ Duͤnſte oder Daͤmpfe der Erden in ſolchen Waſſer zuſam̃en ſtoſſen und gleichſam zerſchmeltzen/ ſo kan anders nichts als eine groſſe Hitze entſtehen/ durch welche das Waſſer erwaͤrmet/ und alsdenn mit dieſer Qualitæt und Eigenſchafft/ durch jemehr und mehr dergleichen Mineralien flieſſend hervor quillet.","norm":"Nachdem Ew . Gestrengen der Herr Wirt quoad structuram und Anrichtung der Bäder Erzählung getan / so will mir gebühren ihnen von deren warmen Wasser Natur / mit sich führenden Mineralien / ihrer Kraft und Wirkung / in welchen Krankheiten und Zufällen sie dienlich sein und wie sie zu Nutzen der Hülffsuchenden zu gebrauchen sein / einen genüglichen Unterricht mitzuteilen; weil dergleichen Quelle / von denen aus einen metallischen Grundstock / mit welchen die Erden an vielen Orten beladen / subtilsten Dünsten / inn- und an vorbeifließenden entzündet / und von deren Tugend / Wirkung u. Eigenschaft begleitet / mit großer Verwunderung hervorspritzet / so sind daher die Wasser einer solchen Natur / als wie der Weg / wodurch diese ihren Gang nehmen / und wann einige sich einander zuwider seiende Salze / Dünste oder Dämpfe der Erden in solchen Wasser zusammen stoßen und gleichsam zerschmelzen / so kann anders nichts als eine große Hitze entstehen / durch welche das Wasser erwärmet / und alsdann mit dieser Qualität und Eigenschaft / durch je mehr und mehr dergleichen Mineralien fließend hervorquillt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.439700126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3098,"date":1719,"orig":"So hilfft er auch euſerlich in alten Schaͤden/ in der Kraͤtze und Jucken der Haͤnde/ in denen Brand-Schaͤden/ und wer kan alle deſſen Tugenden erzehlen.","norm":"So hilft er auch äußerlich in alten Schäden / in der Krätze und Jucken der Hände / in denen Brandschäden / und wer kann alle dessen Tugenden erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654699802398682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3099,"date":1719,"orig":"Was der Salpeter oder Sal Nitri betrifft/ ſo widerſtehet er allen Verderbungen und Faͤulniſſen/ er ſtillet den Durſt/ benimmt alle Entzuͤndung derer Jngeweiden/ hilfft denen Gallenſuͤchtigen/ er erweichet und zertreibet alle tartariſche Zufaͤlle/ Verhaͤrtung des Leibes und vertilget die Wuͤrme ꝛc. und wie der Schwefel die Seel und das Leben der Lungen genennet wird/ ſo wird dieſer die Seel der Welt intitulirt.","norm":"Was der Salpeter oder Soll Nitri betrifft / so widerstehet er allen Verderbungen und Fäulnissen / er stillet den Durst / benimmt alle Entzündung derer Eingeweiden / hilft denen Gallensüchtigen / er erweichet und treibet alle tartarische Zufälle / Verhärtung des Leibes und vertilget die Würmer etc. und wie der Schwefel die Seele und das Leben der Lungen genannt wird / so wird dieser die Seele der Welt intitulirt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7546000480651855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3100,"date":1719,"orig":"Letzlich fuͤhren unſere Baͤder auch ein Sal alcalinum oder Berg- Saltz mit ſich/ nachdem es die Tugenden verſchiedener Mineralien angenommen und eingezogen hat/ gleich einem Sale armoniaco, indem es ſeine Wirckung vorweiſet in Eroͤffnung der verſtopfften Gedaͤrme/ Gekroͤſſe/ treibet durch die eroͤffnete Wege alles Boͤſe fort/ und ſtaͤrcket den abgematteten Coͤrper.","norm":"Letztlich führen unsere Bäder auch ein Soll alcalinum oder Berg-Salz mit sich / nachdem es die Tugenden verschiedener Mineralien angenommen und eingezogen hat / gleich einem Sale armoniaco, indem es seine Wirkung vorweiset in Eröffnung der verstopften Gedärme / Gekröse / treibet durch die eröffnete Wege alles Böse fort / und stärket den abgematteten Körper.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.533999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3101,"date":1719,"orig":"Wie der Medicus zu reden ſtille hielt/ ſagte Eckarth/ Monſieur Caſt verzeihe/ daß ich ihm in die Rede falle; Theophraſtus meldet in ſeinen Tractat von denen natuͤrlichen warmen Baͤdern vom Toͤplitzer Bad in Boͤhmen liegend folgender geſtalt: dieſes Bad hat ſeinen Urſprung aus denen Kalch- Steinen/ jedoch bringet es keine Tugend mit ſich/ wann ſein Durchgang und dergleichen was in denſelben Cataracten liegt giebt keine einfallende Wirckung/ ſo wird es auch von dem Kalch erwaͤrmet/ ohne alle Arth und Krafft deſſelbigen Kalchs.","norm":"Wie der Medikus zu reden stille hielt / sagte Eckart / Monsieur Cast verzeihe / dass ich ihm in die Rede falle; Theophrastus meldet in seinen Traktat von denen natürlichen warmen Bädern vom Töplitzer Bad in Böhmen liegend folgender Gestalt: Dieses Bad hat seinen Ursprung aus denen Kalch-Steinen / jedoch bringt es keine Tugend mit sich / wann sein Durchgang und dergleichen was in denselben Cataracten liegt gibt keine einfallende Wirkung / so wird es auch von dem Kalch erwärmet / ohne alle Art und Kraft desselbigen Kalchs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5081000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3102,"date":1719,"orig":"Dieweil nun keine andere Krafft iſt/ als allein wie in denen gemeinen warmen Waſſer/ darinn dann uͤber die Waͤrme weiter keine Krafft iſt/ darumb es denn gleich einen gemeinen Waſſer verglichen wird.","norm":"Dieweil nun keine andere Kraft ist / als allein wie in denen gemeinen warmen Wasser / darin dann über die Wärme weiter keine Kraft ist / darum es denn gleich einen gemeinen Wasser verglichen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9145002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3103,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete: wann Theophraſtus zu ſeiner Zeit das Toͤplitzer Bad beſſer unterſuchet und probiret haͤtte/ wuͤꝛde er davon gantz anders urtheilet haben/ er iſt zuweilen in ſeinen Schreiben zu raiſch und uͤbereilet ſich offters ſehr/ da er doch hernach unter einen andern Titel ihm widerſpricht.","norm":"Der Medikus antwortete: wann Theophrastus zu seiner Zeit das Töplitzer Bad besser untersuchet und probieret hätte / würde er davon ganz anders urteilet haben / er ist zuweilen in seinen Schreiben zu Reisch und übereilet sich öfters sehr / da er doch hernach unter einen anderen Titel ihm widerspricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3881001472473145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3104,"date":1719,"orig":"Er wolte weiter reden/ da kam Andreas vermeldente: daß alles fertig waͤre; Eckarth ſprach Monſieur Caſtens, ich ſage gantz verbundneſten Danck vor deſſen mir hoͤchſt angenehmen Diſcours, anietzo bitte ich dienſtlich, derſelbe geliebe mit mir dieſen Mittag vorlieb zunehmen, nach geſchehenen Complimenten fuͤhrte ihn Eckarth in des Wirths Stube, denen Siegfried und Gotthart folgten.","norm":"Er wollte weiter reden / da kam Andreas vermeldete: dass alles fertig wäre; Eckart sprach Monsieur Kastens, ich sage ganz verbundensten Dank vor dessen mir höchst angenehmen Discours, anjetzt bitte ich dienstlich, derselbe Geliebe mit mir diesen Mittag vorlieb zunehmen, nach geschehenen Komplimenten führte ihn Eckart in des Wirts Stube, denen Siegfried und Gotthart folgten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.294700145721435} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3105,"date":1719,"orig":"Als ſie ſich nun geſetzt hatten, ließ Eckarth durch Andreas den Wirth ruffen der ſich bald einſtellte und ſeinen Platz nahm; waͤhrender Mahlzeit wurde von unterſchieden Sachen, vornehmlich von der ſchoͤnen und luſtigen Gegend; derſelben Landſchafft, von den weit beruͤhmten Ciſtercienſer-Kloſter Oſſeck, von Außig, von der Herrſchafft Dux, der Stadt Bilui, von denen Gebuͤrgen, dem wohl aufgebaueten Collegio P. P. Soc. Jeſu, und den wunderthaͤtigen Bilde Mariæ-Schein genannt, wie auch von denen ſchoͤnen Kohl-Zier-und Faſan-Garten, des Grafens, von dem Schloß und Laboratorio und anderen Gebaͤuden, ſo wohl inner als auſſerhalb der Stadt, und anderes mehr diſcurrirt, daß alſo das Mahl in guter Vergnuͤgung geendiget wurde.","norm":"Als sie sich nun gesetzt hatten, ließ Eckart durch Andreas den Wirt rufen der sich bald einstellte und seinen Platz nahm; währender Mahlzeit wurde von unterschieden Sachen, vornehmlich von der schönen und lustigen Gegend; derselben Landschaft, von den weit berühmten Cistercienser-Kloster Osseck, von Aussig, von der Herrschaft Dux, der Stadt Bilui, von denen Gebirgen, dem wohl aufgebauten Collegio P. P. Soc . Jesu, und den Wundertätigen Bilde Mariae-Schein genannt, wie auch von denen schönen Kohl-Zier- und Fasangarten, des Grafen, von dem Schloss und Laboratorio und anderen Gebäuden, so wohl inner als außerhalb der Stadt, und anderes mehr diskurriert, dass also das Mahl in guter Vergnügung geendigt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168399810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3106,"date":1719,"orig":"Nach welchen Eckarth den Medicum wieder in ſein Zim̃er bath, der aber vor dieſes mahl ſich excuſirte, mit Verſprechen, ſo bald er nur das Seinige wuͤrde verrichtet haben, wann Jhr Geſtrengen befiehlen, wieder ſeine Auffwartung, zuthun; bedanckte ſich vor angethane Hohe Guͤtigkeit, wovor er ein Schuldner verbliebe, und nahm ſein Adieu.","norm":"Nach welchen Eckart den Medicum wieder in sein Zimmer bat, der aber vor dieses Mal sich excusirte, mit Versprechen, sobald er nur das Seinige würde verrichtet haben, wann Ihr Gestrengen befielen, wieder seine Aufwartung, zutun; bedankte sich vor angetane Hohe Gütigkeit, wovor er ein Schuldner verbliebe, und nahm sein Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7708001136779785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3107,"date":1719,"orig":"Da ihn Eckarth biß an die Hauß-Thuͤr begleitete, und ihm einen Ducaten in die Hand druckte, mit freundlichen Erſuchen, ihme ſeine muͤßige Stunden zu ſeiner Conſolation zu ſchencken, er wuͤrde davor danckbahr ſeyn.","norm":"Da ihn Eckart bis an die Haustür begleitete, und ihm einen Dukaten in die Hand drückte, mit freundlichen Ersuchen, ihm seine müßige Stunden zu seiner Consolation zu schenken, er würde davor dankbar sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.678100109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3108,"date":1719,"orig":"Caſt replicirte, deren Befehl werde ich nach Moͤgligkeit gehorſamſt nachkommen; nach deſſen Abgang ſagte der Wirth:","norm":"Cast replizierte, deren Befehl werde ich nach Möglichkeit gehorsamst nachkommen; nach dessen Abgang sagte der Wirt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.51669979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3109,"date":1719,"orig":"er wird ſich gegen Abend ſchon wieder einſtellen, er ſchlaͤgt ein Pfeiffgen Taback auch nicht aus.","norm":"er wird sich gegen Abend schon wieder einstellen, er schlägt ein Pfeifen Tabak auch nicht aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2382001876831055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3110,"date":1719,"orig":"Deſto lieber iſt es mir verſetzte Eckarth, ſo koͤnnen wir uns deſto laͤnger verweilen; aber Herr Wirth, wie vertreiben wir uns noch die wenig Tages-Stunden?","norm":"Desto lieber ist es mir versetzte Eckart, so können wir uns desto länger verweilen; aber Herr Wirt, wie vertreiben wir uns noch die wenig Tagesstunden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107500076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3111,"date":1719,"orig":"Der Wirth antwortete: wann Euer Geſtrengen gelieben in den groſſen Schloß-Garten zu gehen, will ich ſie nach deren Verlangen dahin begleiten, wohl Herr Wirth verſetzte Eckarth, darauff giengen ſie mit einander und beſahen die ſchoͤnen Aleen, und perſpectiviſche Gaͤnge, mit denen Kunſt Seen und darauff ſchwimmenden Schwanen und Jndianiſchen Enten, das Frucht-Hauß ꝛc. ſie hatten bey anderthalb Stunden daſelbſt ſich divertirt, in Zuruͤck gehen ſahen ſie das Schloß an, da Siegfried unter andern angemahlten Sonnen-Zeigern, eine Uberſchrifft und Chronodiſtichon welche ein Pater Soc. Jeſu gemacht, alſo lautende:","norm":"Der Wirt antwortete: wann Euer Gestrengen Geliebe in den großen Schlossgarten zu gehen, will ich sie nach deren Verlangen dahin begleiten, wohl Herr Wirt versetzte Eckart, darauf gingen sie miteinander und besahen die schönen Alleen, und perspektivische Gänge, mit denen Kunst Seen und darauf schwimmenden Schwanen und indianischen Enten, das Frucht-Haus etc . sie hatten bei anderthalb Stunden daselbst sich divertiert, in Zurück gehen sahen sie das Schloss an, da Siegfried unter anderen angemalten Sonnenzeigern, eine Überschrift und Chronodistichon welche ein Pater Soc . Jesu gemacht, also lautende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.095300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3112,"date":1719,"orig":"HeſperII e PoMIs LVX AVrea fVnDItVr HortI.","norm":"HesperII e PoMIs LVX Avrea fVnDItVr HortI.","lang_fastText":"sk","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"sk","lang_de":0,"norm_lmscore":8.037599563598633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3113,"date":1719,"orig":"HanC AgVeo Fratres Igne fo Vete SophI.","norm":"HanC AgVeo Fratres Igne fo Vete SophI.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"sr","lang_de":0,"norm_lmscore":8.871299743652344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3114,"date":1719,"orig":"(1697.","norm":"(1697.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.734600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3115,"date":1719,"orig":"MaterIes ſoLVens SVLphVr Vas, f Vrn Vs & IgnIs.","norm":"MaterIes soLVens SVLphVr Vas, f Vrn Vs & IgnIs.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"lv","lang_cld3":"sv","lang_de":0,"norm_lmscore":8.22249984741211} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3116,"date":1719,"orig":"QVI noſtIs De Horto prof LVIt HeſperIo.","norm":"QVI nostIs De Horto prof LVIt HesperIo.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":8.730999946594238} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3117,"date":1719,"orig":"(1697.","norm":"(1697.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.734600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3118,"date":1719,"orig":"und andere Sophiſche Beyſchrifften/ von welchen ehemahlen Erwehnung geſchehen obſervirte.","norm":"und andere Sophische Beischriften / von welchen ehemals Erwähnung geschehen observierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.900000095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3119,"date":1719,"orig":"Eckarth in Betrachtung ſelbiger/ ſagte: der Herr Graf muß ein ſonderbahrer Curioſus und Liebhaber der Chymie ſeyn; Dem iſt alſo/ antwoꝛtete Talites, er hat ein groſſes Laboratorium und einen muͤhſamen und embſigen Laboranten/ und iſt wohl werth/ daß man ſolches in Augenſchein nehme.","norm":"Eckart in Betrachtung selbiger / sagte: Der Herr Graf muss ein sonderbarer Curiosus und Liebhaber der Chemie sein; dem ist also / antwortete Talites, er hat ein großes Laboratorium und einen mühsamen und emsigen Laboranten / und ist wohl wert / dass man solches in Augenschein nehme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110099792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3120,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3121,"date":1719,"orig":"Vor heute iſts zu ſpaͤt/ Morgen geliebts GOTT koͤnnen wir uns bey den Laboranten anmelden laſſen/ damit er uns alles deſto beſſer zeigen kan.","norm":"Vor heute ist es zu spät / Morgen geliebtes GOTT können wir uns bei den Laboranten anmelden lassen / damit er uns alles desto besser zeigen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.253099918365478} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3122,"date":1719,"orig":"Darauff giengen ſie in ihr Quartier/ da denn bald nach ihrer Anheimkunfft/ der Medicus ſich anmelden ließ/ welchen Eckarth mit aller Hoͤflichkeit empfieng/ und nachdem er ſich geſetzt hatte/ ihn fragte.","norm":"Darauf gingen sie in ihr Quartier / da denn bald nach ihrer Anheimkunfft / der Medikus sich anmelden ließ / welchen Eckart mit aller Höflichkeit empfing / und nachdem er sich gesetzt hatte / ihn fragte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.214200019836426} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3123,"date":1719,"orig":"Monſieur Caſt womit kan ich ihme eine Ehre erweiſen/ ein Glaͤßlein Wein oder ein Pfeiffgen Taback mit einen guten Trunck Bier/ weil ich vernom̃en daß ſie ein Pfeiffgen Taback mit machen?","norm":"Monsieur Cast womit kann ich ihm eine Ehre erweisen / ein Gläslein Wein oder ein Pfeifen Tabak mit einen guten Trunk Bier / weil ich vernommen dass sie ein Pfeifen Tabak mitmachen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5304999351501465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3124,"date":1719,"orig":"Caſt antwortete:","norm":"Cast antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.852700233459473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3125,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr/ ich wehle nicht/ ſondern werde mit beyden nach ihrer Anordnung zu frieden ſeyn/ doch halte ich bey dieſen Abend-Stunden nebenſt einen Diſcours letzteres am bequemſten zu ſeyn.","norm":"Gestrenger Herr / ich Welle nicht / sondern werde mit beiden nach ihrer Anordnung zu Frieden sein / doch halte ich bei diesen Abendstunden neben einen Discours letzteres am bequemsten zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.19350004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3126,"date":1719,"orig":"Wohlan denn replicirte Eckarth.","norm":"Wohlan denn replizierte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.442999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3127,"date":1719,"orig":"Andreas macht das Abend-Confect zurechte/ und laſt den Wirth einen guten Trunck Weitzen- und Gerſten-Bier holen; als dieſes in des Wirths Neben-Zimmer zurechte gemacht wurde/ nahm Eckarth ein Glaß Wein/ brachte es dem Medico auf gutes Vergnuͤgẽ zu/ welches er mit einer Gegen-Geſundheit hohes Wohlergehens Beſcheid that/ nach dem ſagte er: Wofern mein heutiger Baͤder-Diſcours Ew. Geſtꝛengen angenehm geweſen iſt/ werde ich mit deren hohen Erlaubniß der Sache vermoͤgentlich ihr Recht thun:","norm":"Andreas macht das Abendconfect zurechte / und lässt den Wirt einen guten Trunk Weitzen- und Gerstenbier holen; als dieses in des Wirts Nebenzimmer zurechte gemacht wurde / nahm Eckart ein Glas Wein / brachte es dem Medico auf gutes Vergnügen zu / welches er mit einer Gegen-Gesundheit hohes Wohlergehens Bescheid tat / nach dem sagte er: Sofern mein heutiger Bäder-Discours Ew . Gestrengen angenehm gewesen ist / werde ich mit deren hohen Erlaubnis der Sache vermögentlich ihr Recht tun:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.192800045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3128,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach/ Monſieur Caſt, derſelbe wird mich verbindlich contentiren.","norm":"Eckart sprach / Monsieur Cast, derselbe wird mich verbindlich kontentieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.209199905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3129,"date":1719,"orig":"Wo ich nicht irre/ habe ich heute von der Krafft u. Wirckung unſerer Toͤplitzer-Baͤder meine Rede geſchloſſen/ und ob wohln ich eine und andere Zufaͤlle die ſie haben angefuͤhret habe/ ſo will ich doch ein mehrers und ſpecialers worinnen ſelbige dienlich ſind vortragen/ dann aus vor-erwehnten Vermiſch- und Zuſammenſtoſſung derer Mineralien entſtehen die beſten Artzeneyen/ daß die ſonſt unheilſame und verzweifel Zufaͤlle dadurch ſind curiret worden/ welches auch noch die taͤgliche Erfahrung genugſam vorzeiget/ denn was erkaͤltet iſt/ wird erwaͤrmet/ was ausgetrucknet iſt/ wird angefeuchtet/ was gar zu feucht und naß iſt/ wird in eine gehoͤrige Truckenheit geſetzt/ die Verſtopfungen werden eroͤffnet/ und gar zu groſſe Eroͤffnung und Durchbruch geſtopfft/ und ob wohln dieſe contraire Wirckung jemanden zweifelhafftig machen koͤnne/ ſo befindet ſich doch erzehlte Wirckung alſo in der Wahrheit/ obgleich die Urſache derſelben man nicht allezeit gantz ausfuͤhrlich vorweiſen kan; abſondeꝛlich aber dienen dieſe Baͤder in nachfolgenden Kranckheiten/ 1.) Fuͤr alle Eꝛkaͤltungen ſo wohl des Haupts/ als andeꝛn Gliedern und Nerven/ ſtillen den Schwinde/ und die aus einer uͤbrigen Feuchtigkeit kommende Kopff-Schmertzen/ und zertreiben die zu eiren Schlag geneigte Fluͤſſe.","norm":"Wo ich nicht irre / habe ich heute von der Kraft u. Wirkung unserer Töplitzer-Bäder meine Rede geschlossen / und ob wohlen ich eine und andere Zufälle die sie haben angeführt habe / so will ich doch ein mehreres und spezialeres worin selbige dienlich sind vortragen / dann aus vorerwähnten Vermisch- und Zusammenstossung derer Mineralien entstehen die besten Arzneien / dass die sonst unheilsame und verzweifel Zufälle dadurch sind kurieret worden / welches auch noch die tägliche Erfahrung genügsam vorzeiget / denn was erkältet ist / wird erwärmet / was ausgetrocknet ist / wird angefeuchtet / was gar zu feucht und nass ist / wird in eine gehörige Trockenheit gesetzt / die Verstopfungen werden eröffnet / und gar zu große Eröffnung und Durchbruch gestopft / und ob wohlen diese contraire Wirkung jemanden zweifelhaft machen könne / so befindet sich doch erzählte Wirkung also in der Wahrheit / obgleich die Ursache derselben man nicht allezeit ganz ausführlich vorweisen kann; absonderlich aber dienen diese Bäder in nachfolgenden Krankheiten / 1.) Für alle Erkältungen so wohl des Haupts / als andern Gliedern und Nerven / stillen den Schwinde / und die aus einer übrigen Feuchtigkeit kommende Kopfschmerzen / und treiben die zu eiern Schlag geneigte Flüsse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3130,"date":1719,"orig":"2.) Staͤrcken dieſe Baͤder die geſchwaͤchten und zitternde mit Kranpff/ Podagra, Chyragra, Sciatica und andern dergleichen ſchmertzhafften von einer Eꝛkaͤltung herruͤhrenden Zufaͤllen beladene Glieder/ eweichen die contracte Verhaͤrtung und Krafft-oſe Nerven/ und zertreiben die in denen Mutulis ſich aufhaltende Duͤnſte.","norm":"2.) Stärken diese Bäder die geschwächten und zitternde mit Kranpff / Podagra, Chiragra, Sciatica und anderen dergleichen schmerzhaften von einer Erkältung herrührenden Zufällen beladene Glieder / weichen die contracte Verhärtung und Krafft-ose Nerven / und treiben die in denen Mutulis sich aufhaltende Dünste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.049900054931641} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3131,"date":1719,"orig":"3.) Denen Keuchenden und der von einen Cathar oder feuchten Fluͤſſen herruͤhrender Engbruͤſtigkeit/ wie auch denenjenigen/ welche in den Jngeweide eine Zuſammenziehung empfinden/ wird durch einen angenehmen Schweiß und Erweichung derer Muſcalorum oder Maͤußlein Lufft gemacht/ und das Auswerffen befoͤrdert.","norm":"3.) Denen keuchenden und der von einen Cathar oder feuchten Flüssen herrührender Engbrüstigkeit / wie auch denjenigen / welche in den Eingeweide eine Zusammenziehung empfinden / wird durch einen angenehmen Schweiß und Erweichung derer Muscalorum oder Mäuslein Luft gemacht / und das Auswerfen befördert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.225399971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3132,"date":1719,"orig":"4.)","norm":"4.)","lang_fastText":"hr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.027200222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3133,"date":1719,"orig":"Benehmen ſie die von Erkaͤltungen und Winden enſtehende Colica, toͤdten und treiben die Wuͤrmer aus denen Gedaͤrmen/ denen Hypochondriacis erweichen ſie die Verhaͤrtung und verzehren alle von groſſen Verſtopffungen entſtehende Kleinmuͤthigkeiten/ Unwillen und Verdrießlichkeiten in froͤliche und angenehme Gemuͤths-Neigungen.","norm":"Benehmen sie die von Erkältungen und Winden entstehende Colica, töten und treiben die Würmer aus denen Gedärmen / denen Hypochondrieakis erweichen sie die Verhärtung und verzehren alle von großen Verstopfungen entstehende Kleinmütigkeiten / Unwillen und Verdrießlichkeiten in fröhliche und angenehme Gemütsneigungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.590700149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3134,"date":1719,"orig":"5.) Die entweder/ durch uͤberfluͤßigen Exceß oder einige Kranckheiten geſchwaͤchte Nieren/ kom̃en wieder zu ihren Kraͤfften/ und iſt der Blaſen eine gute Huͤlffe/ daß man ſich alsdenn/ der ſonſt viellicht durch lange Zeit unmaͤchtig-geweſenẽ Ehelihen Pflicht bedienen kan/ wie denn die Weibes- Perſonen ſchier kein gewiſſeres Mittel haben/ die von Erkaͤltung der Mutter uͤberkom̃ene Umſtaͤnde zu erwaͤrmen/ und fruchtbar zu machen/ als durch ordentlichen Gebrauch dieſer Baͤder.","norm":"5.) Die entweder / durch überflüssigen Exzess oder einige Krankheiten geschwächte Nieren / kommen wieder zu ihren Kräften / und ist der Blasen eine gute Hilfe / dass man sich alsdann / der sonst viellicht durch lange Zeit unmächtig-gewesenen Ehelichen Pflicht bedienen kann / wie denn die Weibes-Personen schier kein gewisseres Mittel haben / die von Erkältung der Mutter überkommene Umstände zu erwärmen / und fruchtbar zu machen / als durch ordentlichen Gebrauch dieser Bäder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.211299896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3135,"date":1719,"orig":"Die ausblibende Monathliche Blume/ wann ſolche fruͤber oder ſpaͤter als es ordentlich ſeyn ſoll/ ankomnet/ fuͤhren ſie zum gewoͤhnlichen Gang/ aͤndern den weiſſen Fluß/ reinigen die Mutter/ ſtillen deren Schmertzen/ ſtaͤrcken die Frucht und helffen in allen weiblichen Zufaͤllen.","norm":"Die ausbleibende monatliche Blume / wann solche früber oder später als es ordentlich sein soll / ankomnet / führen sie zum gewöhnlichen Gang / ändern den weißen Fluss / reinigen die Mutter / stillen deren Schmerzen / stärken die Frucht und helfen in allen weiblichen Zufällen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.280900001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3136,"date":1719,"orig":"Nicht weniger dienen dieſe Baͤder in euſerlichn Schaͤden des Leibes/ heilen die Wunden/ reinigen die Geſchwuͤr/ alle Faͤulungen/ Fiſtulen/ Kraͤtze/ boͤſen Grind/ Finnen und was dergleichen euſerliche Unreinigkeiten ſeyn koͤnnen/ in LueGallica, oder Frantzoͤiſche Kranckheit/ werden die Patienten mit Einſitzung in Wannen mit Badewaſſer angefuͤllet/ conſolirt oder wem beliebet/ kan in ſtillen Wetter ſich der in Felde liegender Baͤder bedienen.","norm":"Nicht weniger dienen diese Bäder in äußerlichen Schäden des Leibes / heilen die Wunden / reinigen die Geschwür / alle Fäulungen / Fistulen / Krätze / bösen Grind / Finnen und was dergleichen äußerliche Unreinigkeiten sein können / in LueGallica, oder französische Krankheit / werden die Patienten mit Einsitzung in Wannen mit Badewasser angefüllt / konsoliert oder wem beliebet / kann in stillen Wetter sich der in Felde liegender Bäder bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4822998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3137,"date":1719,"orig":"Dieſe heilſame Wirckung dieſer Baͤder kan man mit unzehlbaren Hiſtorien nicht allein aus nah-anliegenden Boͤhmen/ ſondern allen umliegenden Laͤndern und Koͤnigreichen in groſſer Menge beſtaͤtigen.","norm":"Diese heilsame Wirkung dieser Bäder kann man mit unzählbaren Historien nicht allein aus nahanliegenden Böhmen / sondern allen umliegenden Ländern und Königreichen in großer Menge bestätigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.268099784851074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3138,"date":1719,"orig":"Jndem kam Andreas und raͤunte Eckarthen etwas ins Ohr.","norm":"Indem kam Andreas und raunte Eckarten etwas ins Ohr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.617599964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3139,"date":1719,"orig":"Nun Monſieur Caſt belieben ſie mit mir zu des Wirths Camin zu gehen/ und nehmen mit denen ſchlechten Tractamenten vor lieb/ ſprach Eckarth/ fuͤhrte hiermit den Medicum mit ſich an der Hand nach des Wirths Camin in deſſen Neben-Stuͤblein/ da denn alles was zu dieſer Schmauch-Arbeit noͤthig war auf ein Neben- Tiſchlein geſetzt war/ mit einer Schuͤſſel Zwieback/ geſchnittener Zerbelat-Wurſt und einer Flaſchen Wein.","norm":"Nun Monsieur Cast belieben sie mit mir zu des Wirts Kamin zu gehen / und nehmen mit denen schlechten Traktamenten vor lieb / sprach Eckart / führte hiermit den Medicum mit sich an der Hand nach des Wirts Kamin in dessen Nebenstüblein / da denn alles was zu dieser Schmauch-Arbeit nötig war auf ein Neben-Tischlein gesetzt war / mit einer Schüssel Zwieback / geschnittener Zerbelatwurst und einer Flaschen Wein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3140,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie insgeſammt umb das Camin ſich geſetzt hatten und anfiengen zu rauchen/ ſprach Eckarth:","norm":"Nachdem sie insgesamt um das Kamin sich gesetzt hatten und anfingen zu rauchen / sprach Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.608799934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3141,"date":1719,"orig":"mein Herr Caſt, geſtern als mir der Herr Wirth von denen Baͤdern erzehlte/ gedachte er auch der Baͤder auf den Felde/ und vornehmlich des Schwefel-Bades in den Dorffe Schoͤnau/ nun moͤchte ich wohl Unterricht haben/ ob unter denſelben und denen in der Stadt und hier liegenden Baͤdern ſo wohl in der Krafft und Wirckung ein Unterſcheid ſey?","norm":"mein Herr Cast, gestern als mir der Herr Wirt von denen Bädern erzählte / gedachte er auch der Bäder auf den Felde / und vornehmlich des Schwefel-Bades in den Dorfe Schönau / nun möchte ich wohl Unterricht haben / ob unter denselben und denen in der Stadt und hier liegenden Bädern so wohl in der Kraft und Wirkung ein Unterschied sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2677998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3142,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete: nicht ſonderlich/ nur daß das Schwefel-Bad nicht ſo ſehr heiß als die hieſigen ſeyn/ und in denen Lungen-Kranckheiten beſſere Huͤlffe thut/ ſo contribuiret auch die Annehmlichkeit des Orts viel darzu/ damit es aber von der Menge der Badenden nicht uͤberhaͤuffet werde/ indem der Platz klein iſt/ und wenig Perſonen beherbergen kan/ muß der Huͤlff-begierige einen Licenz-Zettul von Hofe abholen laſſen/ wofern ich morgen| fruͤh abkommen kan/ werde ich nicht unterlaſſen Euer Geſtrengen einen Reverenz zu machen und ſie dahin zu begleiren.","norm":"Der Medikus antwortete: nicht sonderlich / nur dass das Schwefelbad nicht so sehr heiß als die hiesigen sein / und in denen Lungenkrankheiten bessere Hilfe tut / so kontribuieret auch die Annehmlichkeit des Orts viel dazu / damit es aber von der Menge der Badenden nicht überhäufet werde / indem der Platz klein ist / und wenig Personen beherbergen kann / muss der Hülff-begierige einen Licenz-Zettul von Hofe abholen lassen / sofern ich morgen | früh abkommen kann / werde ich nicht unterlassen Euer Gestrengen einen Reverenz zu machen und sie dahin zu begleiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.453100204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3143,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich vor gute Zuneigung mit Verſprechen/ den Wagen und was noͤthig ſeyn moͤchte fertig halten zu laſſen daß ſie keine Saͤumniß zuruͤcke halten ſoll.","norm":"Eckart bedankte sich vor gute Zuneigung mit Versprechen / den Wagen und was nötig sein möchte fertig halten zu lassen dass sie keine Säumnis zurückhalten soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.901100158691406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3144,"date":1719,"orig":"Ferner gedachte Eckarth derer Sophiſchen Schrifften die er im Garten am Schloß angemahlet geſehen.","norm":"Ferner gedachte Eckart derer Sophischen Schriften die er im Garten am Schloss angemalt gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.381999969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3145,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete/ unſer Herr Graf iſt ein ſonderlicher Liebhaber der Chymie, und haͤlt in Beſtallung einen in der Chymie nicht wenig-geuͤbten Laboranten/ mit welchen Ew. Geſtrengen/ wañ ſie befehlen/ reden koͤñen/ der ihnen das Laboratorium und ſchoͤne Ausarbeitungen mit raren Mineralien und Bergarten zeigen wird; und ob wohl unſer Graf wann Foreſtier und Cavallier ihn Beſuchen gerne ſiehet und ihnen alle moͤglichſte Douceur erweiſet/ ſo iſt er doch vor jetzo nicht einheimiſch/ weßwegen Euer Geſtrengen mit denen Jhrigen alles in genaueꝛen Augeſchein nehmen koͤnnen/ wie ich denn deswegen ſchon gute Anſtalt machen werde.","norm":"Der Medikus antwortete / unser Herr Graf ist ein sonderlicher Liebhaber der Chemie, und hält in Bestallung einen in der Chemie nicht wenig-geübten Laboranten / mit welchen Ew. Gestrengen / wann sie befehlen / reden können / der ihnen das Laboratorium und schöne Ausarbeitungen mit raren Mineralien und Bergarten zeigen wird; und ob wohl unser Graf wann Forestier und Cavalier ihn Besuchen gerne sieht und ihnen alle möglichste Douceur erweiset / so ist er doch vor jetzt nicht einheimisch / weswegen Euer Gestrengen mit denen Ihrigen alles in genaueren Augeschein nehmen können / wie ich denn deswegen schon gute Anstalt machen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7982001304626465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3146,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach Monſ.","norm":"Eckart sprach Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.81279993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3147,"date":1719,"orig":"Caſt, derſelbe wird mich ſehr obligiren.","norm":"Cast, derselbe wird mich sehr obligieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.518400192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3148,"date":1719,"orig":"Als ſie noch ferner alleꝛhand Diſcours gefuͤhret hatten; ſchlug die Uhr neune/ da ſtund der Medicus auf/ und ob ihn Eckarth laͤnger zu verbleibẽ bath/ entſchuldigte er ſich ſehr/ bedanckte ſich vor erwieſene Ehre und nahm nach Anerwuͤntſchung einer geſunden Nacht-Ruhe ſein Adieu.","norm":"Als sie noch ferner allerhand Discours geführt hatten; schlug die Uhr Neun / da stand der Medikus auf / und ob ihn Eckart länger zu verbleiben bat / entschuldigte er sich sehr / bedankte sich vor erwiesene Ehre und nahm nach Anerwüntschung einer gesunden Nachtruhe sein Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.113200187683105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3149,"date":1719,"orig":"Womit in Zuruͤckkehr geſchehener Begleitung Eckarth mit Siegfried und Gottharten auch Feyerabend machten/ in ihr Zim̃er giengen/ und nach verrichteten Abend-Gebeth/ die Bette ſuchten.","norm":"Womit in Zurückkehr geschehener Begleitung Eckart mit Siegfried und Gottharten auch Feierabend machten / in ihr Zimmer gingen / und nach verrichteten Abendgebet / die Bette suchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.732900142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3150,"date":1719,"orig":"Den Tag darauf befahl Eckarth Andreas dem Kutſcher daß er den Wagen und Pferde zum Ausfahren fertig hielte/ und dann ſolte er zum Traitteur gehen/ und die Mahlzeit auf ſechs Perſonen beſtellen/ daß das Eſſen mit 11. Uhr fertig waͤre.","norm":"Den Tag darauf befahl Eckart Andreas dem Kutscher dass er den Wagen und Pferde zum Ausfahren fertig hielte / und dann sollte er zum Traiteur gehen / und die Mahlzeit auf sechs Personen bestellen / dass das Essen mit 11. Uhr fertig wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.780200004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3151,"date":1719,"orig":"Nachdem ſich unſere Reiſende zur Ausfahrt fertig machten/ kam der Kutſcher vor die Thuͤr gefahren/ und meldete ſeine Gegenwart an/ welchen Eckarth mit einer Semmel und Glaß Aqua vitæ regalirte.","norm":"Nachdem sich unsere Reisende zur Ausfahrt fertig machten / kam der Kutscher vor die Tür gefahren / und meldete seine Gegenwart an / welchen Eckart mit einer Semmel und Glas Aqua vitae regalierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.410699844360352} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3152,"date":1719,"orig":"Bald darnach kam der Medicus der nach Anerwuͤntſchung eines froͤlichen Morgens ein paar biscuiten nehmen und ein paar Glaͤſer Sect Beſcheid thun muſte/ wornach ſie zuſammen ſich auf die Kutſche ſetzten und nach Schoͤnau den Schwefel-Bade zufuhren:","norm":"Bald danach kam der Medikus der nach Anerwüntschung eines fröhlichen Morgens ein paar Biskuite nehmen und ein paar Gläser Sekte Bescheid tun musste / wonach sie zusammen sich auf die Kutsche setzten und nach Schönau den Schwefelbade zufuhren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791299819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3153,"date":1719,"orig":"Da er denn Unterwegens die Baͤder unter freyen Himmel Eckarthen und denen andern wieſe/ mit Vermelden/ daß wann weiterhin die Lufft waͤrmer wuͤrde/ dieſe Lachen ſo voll armer preßhaffter Leuthe waͤren/ daß ſie vor der Menge kaum Raum genung haͤtten.","norm":"Da er denn Unterwegs die Bäder unter freien Himmel Eckarten und denen anderen wiese / mit Vermelden / dass wann weiterhin die Luft wärmer würde / diese Lachen so voll armer presshafter Leute wären / dass sie vor der Menge kaum Raum genug hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.23769998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3154,"date":1719,"orig":"Endlich gelangten ſie nach Schoͤnau/ woſelbſt ſie der Bademeiſter mit allen Ehren-Bezeugungen empfieng; nach dem Abſteigen/ redete der Medicus mit dem Bademeiſter/ welcher ſie in ein ſauberes angewaͤrmtes Zimmer fuͤhrte/ ihnen reines Bade-Zeug brachte/ da ſie ſich auszogen/ die Bade-Kleider anlegten u. aus den Zimmer mit dem Medico ins Bad giengen/ und auf Anordnung des Medici ſich auf die erſte Banck ſatzten: der Medicus ſagte/ meine Hochgeehrte Herren/ dieſes Bad will ſeiner Temperatur wegen, von denen Herren Gaͤſten denen in und auſſer der Stadt, faſt vorgezogen werden, doch wie ich geſtern gemeldet, wird keines dem andern in Heilung der Kranckheiten etwas bevor geben, nur daß dieſes denen Lungenſuͤchtigen angenehmer iſt, nachdem ſatzten ſich unſere Reiſende auf die andere Banck tieffer, Eckarth ſprach, dieweil wir hier Muſe haben und ihm Monſieur Caſt nicht entgegen waͤr, uns wegen des Gebrauchs dieſer Baͤder fernerweitigen Unterricht zu geben, wuͤrden wir die Zeit mit genauen Achthaben, hinbringen.","norm":"Endlich gelangten sie nach Schönau / woselbst sie der Bademeister mit allen Ehrenbezeugungen empfing; nach dem Absteigen / redete der Medikus mit dem Bademeister / welcher sie in ein sauberes angewärmtes Zimmer führte / ihnen reines Bade-Zeug brachte / da sie sich auszogen / die Bade-Kleider anlegten u. aus den Zimmer mit dem Medico ins Bad gingen / und auf Anordnung des Medici sich auf die erste Bank sattsten: Der Medikus sagte / meine Hochgeehrte Herren / dieses Bad will seiner Temperatur wegen, von denen Herren Gästen denen in und außer der Stadt, fast vorgezogen werden, doch wie ich gestern gemeldet, wird keines dem anderen in Heilung der Krankheiten etwas bevor geben, nur dass dieses denen Lungensüchtigen angenehmer ist, nachdem sattsten sich unsere Reisende auf die andere Bank tiefer, Eckart sprach, dieweil wir hier Muse haben und ihm Monsieur Cast nicht entgegen wäre, uns wegen des Gebrauchs dieser Bäder fernerweitigen Unterricht zu geben, würden wir die Zeit mit genauen Achthaben, hinbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.402400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3155,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete hertzlich gerrne.","norm":"Der Medikus antwortete herzlich gerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.505199909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3156,"date":1719,"orig":"Ehe und bevor man die Bade-Cur anfaͤngt, iſt es hoch noͤthig, daß ein jeder bey ſeinem Medico Ordinario guten Rath erhole, und ihme die gantze Natur und Conſtitution damit ein und andern Zuſtand beladenen Leibes treulich eroͤffne, der denn nach gnugſamer Erfahꝛenheit einen jeden nach ſeinen Umſtaͤnden beſtens zu rathen wiſſen wird, was fuͤr eines aus dieſen Baͤdern und was fuͤr Medicamenta nebſt Beſtimmung der Zeit dem Patienten am beſten anſtaͤndig ſeyn moͤchte.","norm":"Ehe und bevor man die Badekur anfängt, ist es hoch nötig, dass ein jeder bei seinem Medico Ordinario guten Rat erhole, und ihm die ganze Natur und Konstitution damit ein und anderen Zustand beladenen Leibes treulich eröffne, der denn nach genugsamer Erfahrenheit einen jeden nach seinen Umständen bestens zu raten wissen wird, was für eines aus diesen Bädern und was für Medikamente nebst Bestimmung der Zeit dem Patienten am besten anständig sein möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.448800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3157,"date":1719,"orig":"Es iſt vor allen Dingen dahin zu ſehen, womit des Patienten Leib, nicht alleine durch dienliche Purganz gereinlget, ſondern auch im Fall dieſer duꝛch Kꝛanckheiten geſchwaͤcht, mit guten Speiſen oder heilſamen Mitteln in ſo weit geſtaͤrcket werde, umb die Bade Cur mit guten Effect anfahen und gluͤcklich continuiren zu koͤnnen, welches aber nicht ſo, von denen euſerlichen Kraͤfften als nur von denen innerlichen Organis, damit dieſe Wiedergeneſung der verlohrnen Staͤrcke wohl diſponirt ſeyn moͤgen, zu verſtehen iſt.","norm":"Es ist vor allen Dingen dahin zu sehen, womit des Patienten Leib, nicht alleine durch dienliche Purganz gereinlget, sondern auch im Fall dieser durch Krankheiten geschwächt, mit guten Speisen oder heilsamen Mitteln insoweit gestärkt werde, um die Bade Kur mit guten Effekt anfangen und glücklich kontinuieren zu können, welches aber nicht so, von denen äußerlichen Kräften als nur von denen innerlichen Organis, damit diese Wiedergenesung der verlorenen Stärke wohl disponiert sein mögen, zu verstehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428100109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3158,"date":1719,"orig":"Wie denn die Plethorici und Blutreiche dahin bedacht ſeyn ſollen, durch Aderlaß ſich zu præpariren, auf daß nicht etwan ſtatt der ſuchenden Geſundheit das Gebluͤt durch das Bad mehrers entzuͤndet, ein Fieber oder hitzige Faͤule, Geſchwaͤr u. d. g. verurſachet werden, welches durch guten Rath des Medici gar leicht kan verhuͤtet werden, der gar wohl wiſſen wird wie und auf was fuͤr Weiſe des Patienten voͤlliger Leib zu reinigen ſey.","norm":"Wie denn die Plethorici und Blutreiche dahin bedacht sein sollen, durch Aderlass sich zu präparieren, auf dass nicht etwan statt der suchenden Gesundheit das Geblüt durch das Bad mehreres entzündet, ein Fieber oder hitzige Fäule, Geschwüre u. d. g. verursachet werden, welches durch guten Rat des Medici gar leicht kann verhütet werden, der gar wohl wissen wird wie und auf was für Weise des Patienten völliger Leib zu reinigen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.863100051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3159,"date":1719,"orig":"Dieſe Vorbereitung und Purgation des Leibes kan entweder etliche Tage zuvor zu Hauſe wo man wohnhafft iſt, wann es nicht weit entlegen, oder auch hier in Loco geſchehen, jedoch iſt im erſten Fall wohl acht zu haben, damit man hernacher auf der Reiſe ſich durch ordentliches Eſſen und Trincken und andere unverhoffte Zufaͤlle nicht etwann wieder deſtruire.","norm":"Diese Vorbereitung und Purgation des Leibes kann entweder etliche Tage zuvor zu Hause wo man wohnhaft ist, wann es nicht weit entlegen, oder auch hier in Loco geschehen, jedoch ist im ersten Fall wohl achtzuhaben, damit man hernach auf der Reise sich durch ordentliches Essen und trinken und andere unverhoffte Zufälle nicht etwan wieder destruiere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.130199909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3160,"date":1719,"orig":"Jſt es aber weit entlegen, oder man haͤtte ſonſt eine beſchwerliche Reiſe anhero zu verrichten, ſo waͤre es viel rathſamer dergleichen Leibes-Reinigung hier in Loco vorzunehmen, und dem Ordinario Medico loci ſeinen gantzen Zuſtand treulich zu eroͤffnen, der alsdann nach Gutbefinden alles ſo verordnen, auch dienliche Mittel und ein ſolches Bad nebenſt Beſtimmung der Zeit vorſchreiben wird, wie es eines jeden Patienten Zuſtand erfordert.","norm":"Ist es aber weit entlegen, oder man hätte sonst eine beschwerliche Reise anher zu verrichten, so wäre es viel ratsamer dergleichen Leibes-Reinigung hier in Loco vorzunehmen, und dem Ordinario Medico loci seinen ganzen Zustand treulich zu eröffnen, der alsdann nach Gutbefinden alles so verordnen, auch dienliche Mittel und ein solches Bad neben Bestimmung der Zeit vorschreiben wird, wie es eines jeden Patienten Zustand erfordert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5304999351501465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3161,"date":1719,"orig":"Doch ſoll Niemand gleich nach vollbrachter Reiſe oder Purganz alſobald zu baden anfangen, ſondern jedesmahl ein und den andern Tag ausruhen.","norm":"Doch soll niemand gleich nach vollbrachter Reise oder Purganz alsobald zu baden anfangen, sondern jedes Mal ein und den anderen Tag ausruhen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5005998611450195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3162,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte:","norm":"Eckart sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.717100143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3163,"date":1719,"orig":"Jch halte es mit dem letzteren, nehmlich daß der Huͤlffſuchende, nachdem er ſeinen Medicum Ordinarium zu Hauſe (anders er ſelbſt perſoͤnlich dererley Baͤder be-und unterſucht hat, und weiß wem und worinnen ſie zur Huͤlffe des Patienten dienen oder ſchaden koͤnnen) befraget.","norm":"Ich halte es mit dem letzteren, nämlich dass der Hülffsuchende, nachdem er seinen Medicum Ordinarium zu Hause (anders er selbst persönlich derlei Bäder be-und untersucht hat, und weiß wem und worin sie zur Hilfe des Patienten dienen oder schaden können) befraget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.728300094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3164,"date":1719,"orig":"Ob? und bey Bejahung ſich wegefertig mache und dann erſt in Loco, den Anweſenden des Bades verſtaͤndigen Medicum zu Rathe ziehe, und dann die Præliminaria verrichte und deſſen Inſtruction nachlebe.","norm":"Ob? und bei Bejahung sich wegefertig mache und dann erst in Loco, den Anwesenden des Bades verständigen Medicum zu Rate ziehe, und dann die Praeliminaria verrichte und dessen Instruktion nachlebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.805799961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3165,"date":1719,"orig":"Caſt replicirte: Euer Geſtrengen haben recht, und ſolten es die Herren Hauß-Medici freylich thun.","norm":"Cast replizierte: Euer Gestrengen haben recht, und sollten es die Herren Hauß-Medici freilich tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.410900115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3166,"date":1719,"orig":"Zeit waͤhrender Cur, fuhr Caſt fort hat man drey Dinge zu beobachten.","norm":"Zeit währender Kur, fuhr Cast fort hat man drei Dinge zu beobachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.36269998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3167,"date":1719,"orig":"Erſtlich die Zeit wann es am beſten zu baden iſt?","norm":"Erstlich die Zeit wann es am besten zu baden ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.789700031280518} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3168,"date":1719,"orig":"zum andern wie lange? und drittens auf was fuͤr weiſe.","norm":"zum anderen wie lange? und drittens auf was für weise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6016998291015625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3169,"date":1719,"orig":"Das erſte die Zeit belangend iſt gleich fruͤh nach der Sonnen Auffgang biß gegen 9. Uhr, wann man dieſes nur zwey Stunden vor den Mittags-Mahl vollziehet, damit der durch das Bad alterirte Leib, wieder in ſeinen natuͤrlichen Stand kom̃e, und eine gedeyliche Concoction erfolge.","norm":"Das erste die Zeit belangend ist gleich früh nach der Sonnen Aufgang bis gegen 9. Uhr, wann man dieses nur zwei Stunden vor den Mittagsmahl vollziehet, damit der durch das Bad alterierte Leib, wieder in seinen natürlichen Stand komme, und eine gedeyliche Concoction erfolge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3368000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3170,"date":1719,"orig":"Auf das andere iſt es wohl nicht moͤglich mit einen gewiſſer Maß zu dienen, indem die Naturen und Zuſtaͤnde unterſchiedlich und einer laͤngere Zeit die Geſundheit zu erhalten brauchet, als der andere, doch wird gemeiniglich einen Schwachen und Krafft loſen Anfangs eine viertel biß halbe Stunde, und zwar des Tages nur einmahl genung ſeyn, die Staͤꝛckeꝛn aber koͤñen fruͤh mit einer halben Stunde anfangen u. biß endlich auf eine Stunde damit continuiren, auch wann es der Zuſtand leidet dieſes Nachmittag, doch wenigſtens 3. biß 4. Stunden nach dem Eſſen, aber nicht ſo lang als fruͤh wiederholen.","norm":"Auf das andere ist es wohl nicht möglich mit einen gewisser Maß zu dienen, indem die Naturen und Zustände unterschiedlich und einer längere Zeit die Gesundheit zu erhalten brauchet, als der andere, doch wird gemeiniglich einen Schwachen und Kraft losen Anfangs eine viertel bis halbe Stunde, und zwar des Tages nur einmal genug sein, die Stärkern aber können früh mit einer halben Stunde anfangen u. bis endlich auf eine Stunde damit kontinuieren, auch wann es der Zustand leidet dieses Nachmittag, doch wenigstens 3. bis 4. Stunden nach dem Essen, aber nicht so lang als früh wiederholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162799835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3171,"date":1719,"orig":"Drittens die Weiſe und Maß zu baden iſt, ehender man ins Bad gehet, daß der Leib offen ſey, die Naſe und Ohren ausſaubere und das Haupt bedecke, damit durch die aufſteigende Bade- Duͤnſte das Haupt und Gehirne nicht leide.","norm":"Drittens die Weise und Maß zu baden ist, eher man ins Bad geht, dass der Leib offen sei, die Nase und Ohren aussaubere und das Haupt bedecke, damit durch die aufsteigende Bade-Dünste das Haupt und Gehirne nicht leide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043000221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3172,"date":1719,"orig":"Wer ſtaͤrckende Schweiß-treibende und Blut-reinigende Mittel vor den Bad brauchen will, wird nicht uͤbel thun.","norm":"Wer stärkende Schweißtreibende und Blutreinigende Mittel vor den Bad brauchen will, wird nicht übel tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.10860013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3173,"date":1719,"orig":"Der Eingang ins Bad ſoll gemach und langſam ſeyn, damit die Krafft und Gewalt des Bades, nach und nach die Schweiß-Loͤcher durchdꝛingend nicht etwan eine Alteration verurſachet, und gute Wirckung verhindert, man ſoll auch in Bade ſich nicht allzuſehr bewegen, ſondern ruhig ſitzen, auf daß nicht der Leib etwan zu ſehr entzuͤndet, und die durch groſſe Bewegung aufſteigende Bade-Duͤnſte ſchaͤdlich ſeyn.","norm":"Der Eingang ins Bad soll gemach und langsam sein, damit die Kraft und Gewalt des Bades, nach und nach die Schweiß-Löcher durchdringend nicht etwan eine Alteration verursachet, und gute Wirkung verhindert, man soll auch in Bade sich nicht allzu sehr bewegen, sondern ruhig sitzen, auf dass nicht der Leib etwan zu sehr entzündet, und die durch große Bewegung aufsteigende Bade-Dünste schädlich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.857999801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3174,"date":1719,"orig":"Wie tieff man aber ſich einſetzen oder gehen kan, muß gleichfalls nach einen jeden Zuſtande geurtheilet werden, denenjenigen die in Diaphragma oder obeꝛn Leib leiden, iſt es genung biß an den Nabel, denenjenigen aber deren Zuſtand von denen aus den Haupt gehenden Nerven, oder ſonſten vom obern Theil herruͤhret, iſt es zutraͤglich biß an den Halß hienein zu ſetzen oder zu gehen, umb der Wirckung ſich theilhafftig machen zu koͤnnen; wer aber dieſes wegen andern etwan iñerlichen Zuſtaͤnden nicht erdulten koͤnte, iſt es an dem, daß man den obern Theil, entweder mit einen Schep-Becher begieſſet, oder von der Roͤhren das Bad auf den Leib flieſſen laͤſt, oder aber auch mit einen vom Bade genetzten Tuch erwaͤrmet.","norm":"Wie tief man aber sich einsetzen oder gehen kann, muss gleichfalls nach einen jeden Zustande geurteilt werden, denjenigen die in Diaphragma oder Obern Leib leiden, ist es genug bis an den Nabel, denjenigen aber deren Zustand von denen aus den Haupt gehenden Nerven, oder sonsten vom oberen Teil herrühret, ist es zuträglich bis an den Hals hineinzusetzen oder zu gehen, um der Wirkung sich teilhaftig machen zu können; wer aber dieses wegen anderen etwan innerlichen Zuständen nicht erdulden könnte, ist es an dem, dass man den oberen Teil, entweder mit einen Schep-Becher begießet, oder von der Röhren das Bad auf den Leib fließen lässt, oder aber auch mit einen vom Bade genetzten Tuch erwärmet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8541998863220215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3175,"date":1719,"orig":"Jn waͤhrenden Bade ſoll man ſich von Eſſen und kalten Trinckẽ enthalten, damit die mit dem Bade wirckende Natur nicht gehemmet werde, und etwas undauliches, in die durch Waͤrme des Bades eꝛoͤffnete Gaͤnge oder Adeꝛn mit einſchleichet, und dadurch Verſtopffungen, Fieber u. andeꝛe gefaͤhꝛliche Zufaͤlle, wegen Verhindeꝛung deꝛ Circulation des Gebluͤts verurſachet werden; Jedoch wañ die Natur ſehꝛ geſchwaͤcht und der Durſt unertraͤglich waͤre, kan man ſich mit ein wenig Citronen, Pomerantzen oder andeꝛn ſaͤueꝛlichen und Durſt-leſchenden candirten Fꝛuͤchten bedienen oder aber auch ein und andern Bechern des waꝛmen Bades tꝛincken, welches nicht allein den Durſt ſtillet, ſondern auch durch angenehme Schweißtreibung gute Wirckung verurſachet.","norm":"In währenden Bade soll man sich von Essen und kalten trinken enthalten, damit die mit dem Bade wirkende Natur nicht gehemmt werde, und etwas undauliches, in die durch Wärme des Bades eröffnete Gänge oder Adern mit einschleichet, und dadurch Verstopfungen, Fieber u. andere gefährliche Zufälle, wegen Verhinderung der Zirkulation des Geblüts verursachet werden; jedoch wann die Natur sehr geschwächt und der Durst unerträglich wäre, kann man sich mit ein wenig Zitronen, Pomeranzen oder andern säuerlichen und Durst-leschenden kandierten Früchten bedienen oder aber auch ein und anderen Bechern des warmen Bades trinken, welches nicht allein den Durst stillet, sondern auch durch angenehme Schweißtreibung gute Wirkung verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.833000183105469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3176,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte, Monſieur Caſt, waͤre es wohl dienlich daß wir eins herumb trincken?","norm":"Eckart fragte, Monsieur Cast, wäre es wohl dienlich dass wir eins herum trinken?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1940999031066895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3177,"date":1719,"orig":"Caſt antwortete, ach ja! rieff den Bademeiſter ein Glaß zu bringen, als der Medicus das Glaß bekam, ließ er aus der Roͤhre ein wenig Waſſer in das Glaß, ſchwenckte es herumb damit das Glaß erwaͤrmet wurde, goß das Waſſer aus, und ließ aus der Roͤhre reines Waſſer einlauffen, tꝛunck es Eckaꝛthen zu, nach dem eꝛ es ausgetruncken hatte, fuͤllete er das Glaß wieder, uͤbergab es Eckarthen der es auch austrunck und alſo auch Siegfried und Gotthart: und das geſchach uͤber eine Weile noch einmahl.","norm":"Cast antwortete, ach ja! rief den Bademeister ein Glas zu bringen, als der Medikus das Glas bekam, ließ er aus der Röhre ein wenig Wasser in das Glas, schwenkte es herum damit das Glas erwärmet wurde, goss das Wasser aus, und ließ aus der Röhre reines Wasser einlaufen, Trunk es Eckarten zu, nach dem er es ausgetrunken hatte, füllte er das Glas wieder, übergab es Eckarten der es auch austrank und also auch Siegfried und Gotthart: und das geschah über eine Weile noch einmal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.450300216674805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3178,"date":1719,"orig":"Caſt der Medicus fuhr in ſeiner Erzehlung fort.","norm":"Cast der Medikus fuhr in seiner Erzählung fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.345600128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3179,"date":1719,"orig":"Nachdem nun die Zeit zum Ausbaden vorhanden iſt, ſoll man ſich mit einem Bade-Mantel fein ſauber abtrocknen und alſo anlegen, damit nicht etwann eine ſcharffe Lufft denen eroͤffneten Schweiß-Loͤchern ſchade, wodurch der Geſundheit offt groſſe Beſchwerniß zugefuͤget werden koͤnne, und iſt ſehr dienlich nach dem Bade eine Stunde ſich ins Bette zu legen, und den Schweiß auszuhalten, wer es nicht in denen Baͤdern auf denen mit Fleiß darzu gemachten Bequemligkeiten thun will, der kan es in ſeinen Quartier verrichten, ſolte ja bißweilen ein Schlaff ſich anmelden, wegere man ſich deſſen nicht, denn dadurch werden die vom Bad und Schweiß geſchwaͤchte Kraͤffte wieder geſtaͤrcket, und der Durſt in etwas gelindert, wann nun die Ruhe-Zeit vorbey iſt, kleide man ſich wieder an, reinige zuvor den Kopff und Leib vom Schweiſſe wohl, und damit der Leib einige moderirte Bewegung habe, ſo gehe man etweder im Hauſe auf und ab, oder wann es das Wetter zulaͤſt, ein wenig ſpatzieren, waͤren aber die Kraͤffte noch nicht ſtarck genung herumb gehen zu koͤñen, ſo iſt es doch ſehr dienlich, die Glieder ſo viel als moͤglich es ſeyn kan, ein wenig zu bewegen, und dann nach der Bewegung ſich mit einer guten Suppen zu ſtaͤrcken, dabey aber ſich vor kalten Trincken zu huͤtten, es ſey dann daß man zuvor geſſen habe.","norm":"Nachdem nun die Zeit zum Ausbaden vorhanden ist, soll man sich mit einem Bademantel fein sauber abtrocknen und also anlegen, damit nicht etwan eine scharfe Luft denen eröffneten Schweißlöchern schade, wodurch der Gesundheit oft große Beschwernis zugefügt werden könne, und ist sehr dienlich nach dem Bade eine Stunde sich ins Bette zu legen, und den Schweiß auszuhalten, wer es nicht in denen Bädern auf denen mit Fleiß dazu gemachten Bequemlichkeiten tun will, der kann es in seinen Quartier verrichten, sollte ja bisweilen ein Schlaf sich anmelden, wegere man sich dessen nicht, denn dadurch werden die vom Bad und Schweiß geschwächte Kräfte wieder gestärkt, und der Durst in etwas gelindert, wann nun die Ruhezeit vorbei ist, kleide man sich wieder an, reinige zuvor den Kopf und Leib vom Schweiße wohl, und damit der Leib einige moderierte Bewegung habe, so gehe man etweder im Hause auf und ab, oder wann es das Wetter zulässt, ein wenig spazieren, wären aber die Kräfte noch nicht stark genug herumgehen zu können, so ist es doch sehr dienlich, die Glieder so viel als möglich es sein kann, ein wenig zu bewegen, und dann nach der Bewegung sich mit einer guten Suppen zu stärken, dabei aber sich vor kalten trinken zu hüten, es sei dann dass man zuvor gegessen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.677499771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3180,"date":1719,"orig":"Einige bedienen ſich der kalten Schaale von Wein, Zucker, Zimmet, Cardomomen, geroͤſten Sem̃el und Brodt gemacht welche aber nicht einen jeden, zuvoraus denenjenigen die hitziger Natur ſind geſund ſeyn, denn leicht vor die Geſundheit eine Inflammation entſtehen kan.","norm":"Einige bedienen sich der kalten Schale von Wein, Zucker, Zimt, Cardomomen, geösten Semmel und Brot gemacht welche aber nicht einen jeden, zuvoraus denjenigen die hitziger Natur sind gesund sein, denn leicht vor die Gesundheit eine Inflammation entstehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.182199954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3181,"date":1719,"orig":"Ferner hat man Zeit waͤhrender Bade-Cur eine genaue Diæt zu beobachten; nehmlich, daß man erſtlich vor allen dahin bedacht ſey, daß der Leib jeder zeit eroͤffnet ſey, worzu das Trincken des Bade-Waſſers in waͤhrenden Baden ſehr viel dienet, wem aber dieſes nicht anſtaͤndig waͤre, kan durch gekochte Brunellen, gedaͤmpffte Borsdorffer oder ander Aepffel, wohl abgewaſchenen kleinen Roſinen ꝛc. die Eroͤffnung verurſachen.","norm":"Ferner hat man Zeit währender Badekur eine genaue Diät zu beobachten; nämlich, dass man erstlich vor allen dahin bedacht sei, dass der Leib jederzeit eröffnet sei, wozu das Trinken des Badewassers in währenden Baden sehr viel dient, wem aber dieses nicht anständig wäre, kann durch gekochte Braunellen, gedämpfte Borsdorffer oder ander Äpfel, wohl abgewaschenen kleinen Rosinen etc. die Eröffnung verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.646500110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3182,"date":1719,"orig":"Zum andern ſoll ein jeder nach Moͤglichkeit ſuchen einer wohl temperirten Lufft ſich zu bedienen, denn gleich wie der durch die Hitze des Bades erwaͤrmte Leib in einer uͤberfluͤßigen Hitze, alſo auch gar viel mehrers durch kalte und rauhe Lufft gar leicht an der Geſundheit Schaden leidet, weiln die durch die eroͤffnete Schweiß-Loͤcher austreibende Feuchtigkeiten gleichſam mit Gewalt verhalten, und zuruͤck getrieben werden, welches gefaͤhrliche Alterationes nach ſich ziehen kan, dahero ein jeder von dergleichen Extremitäten ſich zu huͤten wiſſen wird; Jſt die Hitze im Som̃er ſehr groß, kan man durch offtermahliges Sprengen mit kalten Waſſer und ſonſten das Zimmer erfriſchen, iſt es aber kalt und gar zu friſch, wird ein maͤßiges Einheitzen auch rath ſchaffen und durch die Waͤrme die Lufft temperiren.","norm":"Zum anderen soll ein jeder nach Möglichkeit suchen einer wohl temperierten Luft sich zu bedienen, denn gleich wie der durch die Hitze des Bades erwärmte Leib in einer überflüssigen Hitze, also auch gar viel mehreres durch kalte und raue Luft gar leicht an der Gesundheit Schaden leidet, weil die durch die eröffnete Schweiß-Löcher austreibende Feuchtigkeiten gleichsam mit Gewalt verhalten, und zurückgetrieben werden, welches gefährliche Alterationes nach sich ziehen kann, daher ein jeder von dergleichen Extremitäten sich zu hüten wissen wird; ist die Hitze im Sommer sehr groß, kann man durch oftmaliges Sprengen mit kalten Wasser und sonsten das Zimmer erfrischen, ist es aber kalt und gar zu frisch, wird ein mäßiges Einheizen auch Rat schaffen und durch die Wärme die Luft temperieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.888500213623047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3183,"date":1719,"orig":"Auſſerhalb der Wohnung wird ein jeder der Beſchaffenheit nach, die Mittags und ſpaͤte Abend-Lufft meiden, denn jene durch die uͤberfluͤßige Hitze, dieſe aber durch die Kaͤlte ſchadet.","norm":"Außerhalb der Wohnung wird ein jeder der Beschaffenheit nach, die Mittags und späte Abendluft meiden, denn jene durch die überflüssige Hitze, diese aber durch die Kälte schadet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946899890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3184,"date":1719,"orig":"Zum driten iſt die ordentliche Zeit zum Eſſen und Trincken Vormittag umb 11. und auf die Nacht umb 7. Uhr jederzeit zu beobachten, auf daß es niemahln ehender als zwey Stunden nach dem Bade geſchehe; Und man ſich vor allen, derer Speiſen welche leicht zu verdauen ſind bediene, die unverdaulichen aber meide (NB.","norm":"Zum dritten ist die ordentliche Zeit zum Essen und trinken Vormittag um 11. und auf die Nacht um 7. Uhr jederzeit zu beobachten, auf dass es niemals eher als zwei Stunden nach dem Bade geschehe; und man sich vor allen, derer Speisen welche leicht zu verdauen sind bediene, die unverdaulichen aber meide (NB.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.005300045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3185,"date":1719,"orig":"Allhier will der Autor in Benennung der Speiſen und Getraͤncke keine Weitlaͤufftigkeit machen, ſondeꝛn weiſet den geneigten Leſer in das zehende Capitel, wo, bey Beſchreibung der Diæt beym Gebrauch des Hirſchberger Bades zur Gnuͤge gedacht worden, zu ſehen iſt.)","norm":"Allhier will der Autor in Benennung der Speisen und Getränke keine Weitläufigkeit machen, sondern weiset den geneigten Leser in das zehnte Kapitel, wo, bei Beschreibung der Diät beim Gebrauch des Hirschberger Bades zur Genüge gedacht worden, zu sehen ist.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.169300079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3186,"date":1719,"orig":"Eckarth zog ſeine Uhr hervor ſahe ſie an und ſagte:","norm":"Eckart zog seine Uhr hervorsah sie an und sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3187,"date":1719,"orig":"wir werden des Herꝛn Doctoris Ordnung gemaͤß, das Bad quittiren und wiederumb unſern Quartier zufahren; Der Medicus ſagte: wie Ew. Geſtrengen befehlen.","norm":"wir werden des Herrn Doktor Ordnung gemäß, das Bad quittieren und wiederum unseren Quartier zufahren; der Medikus sagte: wie Ew. Gestrengen befehlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.214499950408935} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3188,"date":1719,"orig":"Damit treugten ſie ſich alleſammt ab, und giengen in ihre Bade-Mantel gehuͤllet in das angewaͤrmte Stuͤblein, woſelbſt ſie ſich anzogen; worauf ſie der Bademeiſter mit einem Thee- Waſſer regalirte, nach Verflieſſung einer halben Stunde, giengen ſie zum Wagen, da denn Eckarth dem Bademeiſter zwey Floren in die Hand druckte, welcher ſich zum hoͤfligſten bedanckte, und damit ſatzten ſie ſich auf und fuhren ihren Logiamente zu.","norm":"Damit treugten sie sich allesamt ab, und gingen in ihre Bademantel gehüllt in das angewärmte Stüblein, woselbst sie sich anzogen; worauf sie der Bademeister mit einem Thee-Wasser regalierte, nach Verfließung einer halben Stunde, gingen sie zum Wagen, da denn Eckart dem Bademeister zwei Floren in die Hand drückte, welcher sich zum höflichsten bedankte, und damit sattsten sie sich auf und fuhren ihren Logiamente zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.766200065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3189,"date":1719,"orig":"Eckarth bath den Medicum zu Mittag mit ihme verlieb zu nehmen.","norm":"Eckart bat den Medicum zu Mittag mit ihm verlieb zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.599100112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3190,"date":1719,"orig":"Der Medicus bedanckte ſich umb Erlaubniß bittende: daß er zuvor ſeine Patienten beſuchen moͤchte, er wolte dem Befehl nach zu rechter Zeit ſich gehorſamſt einſtellen, gieng nach gemachter Complimente ab, und die Unſrigen in ihr angewaͤrmtes Zimmer; nachdem der Medicus ſeine Patienten verſorget hatte, kam er wieder, da denn Eckarth ihm entgegen gieng und ins Zimmer fuͤhrte mit Bitte ſich zu ſetzen: als ſolches geſchehen, fragte Eckarth, wie lange muß man wohl die Bade-Cur die Zufaͤlle zu heben, brauchen?","norm":"Der Medikus bedankte sich um Erlaubnis bittende: dass er zuvor seine Patienten besuchen möchte, er wollte dem Befehl nach zu rechter Zeit sich gehorsamst einstellen, ging nach gemachter Komplimente ab, und die Unsrigen in ihr angewärmtes Zimmer; nachdem der Medikus seine Patienten versorgt hatte, kam er wieder, da denn Eckart ihm entgegenging und ins Zimmer führte mit Bitte sich zu setzen: als solches geschehen, fragte Eckart, wie lange muss man wohl die Badekur die Zufälle zu heben, brauchen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.97629976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3191,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete, mein Patron die Zeit hierinnen iſt nicht wohl zu benennen, indem die Naturen und Zuſtaͤnde unterſchiedlich ſind und wann man einen Anſtoß in der Zeit vorzukommen vermeynet, brauchet es keiner langen Cur, jedoch auch weniger nicht als zwey Wochen zu baden; Jſt aber der Zuſtand alt und verhaͤrtet wird nothwendig ſeyn auch laͤngere Zeit, und wenigſtens vier Wochen, ja in Fall der Noth wohl ſechs Wochen, umb dieſen nach und nach aus dem Grund zu vertreiben das Bad zu gebrauchen.","norm":"Der Medikus antwortete, mein Patron die Zeit hierinnen ist nicht wohl zu benennen, indem die Naturen und Zustände unterschiedlich sind und wann man einen Anstoß in der Zeit vorzukommen vermeinet, brauchet es keiner langen Kur, jedoch auch weniger nicht als zwei Wochen zu baden; ist aber der Zustand alt und verhärtet wird notwendig sein auch längere Zeit, und wenigstens vier Wochen, ja in Fall der Not wohl sechs Wochen, um diesen nach und nach aus dem Grund zu vertreiben das Bad zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.262499809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3192,"date":1719,"orig":"Auch wird noͤthig ſeyn nach geendigter Bade-Cur die noch verhandene und aufgeruͤhrte Feuchtigkeiten, wofern es der Medicus vor gut befindet, durch ein gehoͤriges Purganz auszufuͤhren.","norm":"Auch wird nötig sein nach geendigter Badekur die noch vorhandene und aufgerührte Feuchtigkeiten, sofern es der Medikus vor gut befindet, durch ein gehöriges Purganz auszuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.893400192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3193,"date":1719,"orig":"Es geſchiehet auch zum offtern, daß die Patienten nach etlichmahliges Baden in denen Gliedern groͤſſere Schmertzen als zuvor empfinden, woruͤber ſie ſich entſetzen, und erſchrecken; allein dieſes iſt ein gutes Zeichen, denn dadurch werden die boͤſe Feuchtigkeiten von der Waͤrme des Bades aus einander getrieben, die Schmertzen geſtillet, und erlangen die Glieder hernach durch Continuirung des Bades ihre vorige Staͤrcke; Jedennoch pflegt auch wohl zu geſchehen, daß die Badende durch Verabſaͤumung erwehnter Mittel, unordentliches Baden, oder aber durch nicht genugſam vorherige Zubereitung der Conſtitution des Coͤrpers einige Alterationes empfinden/ da ſollen ſie deswegen den Medicum zu rathe ziehen, welcher ihnen ſodann mit heilſamen Mitteln oder auch durch etliche Tage Ausſetzung von Baden entgegen gehen und helffen wird.","norm":"Es geschieht auch zum Öfteren, dass die Patienten nach etlichmahliges Baden in denen Gliedern größere Schmerzen als zuvor empfinden, worüber sie sich entsetzen, und erschrecken; allein dieses ist ein gutes Zeichen, denn dadurch werden die böse Feuchtigkeiten von der Wärme des Bades auseinander getrieben, die Schmerzen gestillt, und erlangen die Glieder hernach durch Kontinuierung des Bades ihre vorige Stärke; dennoch pflegt auch wohl zu geschehen, dass die Badende durch Verabsäumung erwähnter Mittel, unordentliches Baden, oder aber durch nicht genügsam vorherige Zubereitung der Konstitution des Körpers einige Alterationes empfinden / da sollen sie deswegen den Medicum zu Rate ziehen, welcher ihnen sodann mit heilsamen Mitteln oder auch durch etliche Tage Aussetzung von Baden entgegengehen und helfen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1402997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3194,"date":1719,"orig":"Weiln Monſieur Caſt heute das Trincken des Bades zutraͤglich zu ſeyn erachtet, moͤchte ich wohl derer Guͤtigkeit nach hiervon guten Unterricht haben, erwehnte Eckarth.","norm":"Weil Monsieur Cast heute das Trinken des Bades zuträglich zu sein erachtet, möchte ich wohl derer Gütigkeit nach hiervon guten Unterricht haben, erwähnte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.420199871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3195,"date":1719,"orig":"Hertzlich | gerne antwortete der Medicus: Obgleich das Trincken dieſes Bades bißhero in keinen Gebrauch geweſen, ſo habe ich doch duꝛch die hier geweſte etliche Jahres-Zeit in Frequentirung derer Patienten gar wohl wahr genommen, daß das Trincken nicht alleine unſchaͤdlich, ſondern theils ſehr nuͤtzlich ſey, die verlangende Huͤlffe deſto leichter zu erhalten, es giebet wunderſeltzame Wirckung, ſtillet den Durſt, eroͤffnet den Leib, zuvoraus denen Hypochondriacis treibet den Sand und Nieren-Stein, reiniget das Gebluͤte durch angenehmen Schweiß, machet Lufft denen Engbruͤſtigen oder zur Bruſt- Waſſerſucht geneigten und dergleichen mehr, welches durch geſchehene gluͤckliche Curen ſo es verlanget wuͤrde, ich bezeugen kan.","norm":"Herzlich | gerne antwortete der Medikus: Obgleich das Trinken dieses Bades bisher in keinen Gebrauch gewesen, so habe ich doch durch die hier gewesene etliche Jahreszeit in Frequentierung derer Patienten gar wohl wahr genommen, dass das Trinken nicht alleine unschädlich, sondern teils sehr nützlich sei, die verlangende Hilfe desto leichter zu erhalten, es gibt wunderseltsame Wirkung, stillet den Durst, eröffnet den Leib, zuvoraus denen Hypochondrieakis treibet den Sand und Nierenstein, reiniget das Geblüt durch angenehmen Schweiß, macht Luft denen Engbrüstigen oder zur Brust-Wassersucht geneigten und dergleichen mehr, welches durch geschehene glückliche Kuren so es verlanget würde, ich bezeugen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.492099761962891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3196,"date":1719,"orig":"Weil aber bey allen Patienten gleicher Effect ſich nicht befindet, alſo rathe ich einen jeden, ſich, deſſen ehe er ſich darzu reſolviret wohl zu erkundigen, davon ein jeder von den befragenden Medico wird informiret werden. (NB.","norm":"Weil aber bei allen Patienten gleicher Effekt sich nicht befindet, also rate ich einen jeden, sich, dessen ehe er sich dazu resolvieret wohl zu erkundigen, davon ein jeder von den befragenden Medico wird informieret werden . (NB.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.073699951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3197,"date":1719,"orig":"Wie man nach verrichteter Bade-Cur zu der Heimreiſe ſich anſchicken und wann man nach Hauſe gelanget verhalten ſoll, wird dir geliebter Leſer das zehende Capitel guten Unterricht geben.)","norm":"Wie man nach verrichteter Badekur zu der Heimreise sich anschicken und wann man nach Hause gelangt verhalten soll, wird dir geliebter Leser das zehnte Kapitel guten Unterricht geben.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.672399997711182} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3198,"date":1719,"orig":"Der Medicus hatte kaum geendiget kam der Wirth vermeldente: daß alles zum Eſſen parat waͤre, worauf Eckarth den Medicum ins Wirths Stube fuͤhrte, denen Siegfried und Gotthart folgten, nach verrichteten Gebeth ſatzten ſie ſich, und genoſſen unter allerhand Diſcourſen aufgeſetztes in guter Vergnuͤgung.","norm":"Der Medikus hatte kaum geendigt kam der Wirt vermeldete: dass alles zum Essen parat wäre, worauf Eckart den Medicum ins Wirts Stube führte, denen Siegfried und Gotthart folgten, nach verrichteten Gebet sattsten sie sich, und genossen unter allerhand Diskursen aufgesetztes in guter Vergnügung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.120699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3199,"date":1719,"orig":"Wie ſie abgeſpeiſet hatten ſprach der Medicus, dieweil der Mittags-Schlaff nicht allzudienlich die Bewegung aber erſprießlich iſt, wolte ich, wann Ew. Geſtrengen befehlen, dieſelben mit denen andern Herren zu unſern Laboranten fuͤhren, damit ſie mit denſelben reden und das Laboratorium ſehen koͤnnen.","norm":"Wie sie abgespeist hatten sprach der Medikus, dieweil der Mittagsschlaf nicht allzudienlich die Bewegung aber ersprießlich ist, wollte ich, wann Ew . Gestrengen befehlen, dieselben mit denen anderen Herren zu unseren Laboranten führen, damit sie mit denselben reden und das Laboratorium sehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.65910005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3200,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, Monſ.","norm":"Eckart sagte, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.904600143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3201,"date":1719,"orig":"Caſt wird mich obligiren; giengen in ihr Zimmer, legten ſich an, und beſuchten in Begleitung des Medici den Laboranten, der die Ankommenden gantz freundlich empfieng, ihnen allerhand ſchoͤne Mineralien von Vitriol, Salien und anderen Kieſen, wie auch ſeine kleine doch in raren Buͤcheꝛn alter und neuer Autorum Chymiſche Bibliothec ſammt ausgearbeiteten Artzeneyen und Kunſt-Sachen, Glaͤſern, Gefaͤſſen und Inſtrumenten zeigte.","norm":"Cast wird mich obligieren; gingen in ihr Zimmer, legten sich an, und besuchten in Begleitung des Medici den Laboranten, der die Ankommenden ganz freundlich empfing, ihnen allerhand schöne Mineralien von Vitriol, Salien und anderen Kiesen, wie auch seine kleine doch in raren Büchern alter und neuer Autorum chemische Bibliothek samt ausgearbeiteten Arzneien und Kunstsachen, Gläsern, Gefäßen und Instrumenten zeigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.185699939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3202,"date":1719,"orig":"Nach dieſen fuͤhrte er ſie ins Laboratorium welches ſehr groß und wohl eingerichtet war, da denn bey Beſehung der Oefen, Eckarth ein und das andere vorbrachte, welches der Laborante mit der groͤſten Beſcheidenheit beantwortete; nachdem ſie ſich uͤberall umb geſehen hatten, ſprach Eckarth zu den Laboranten:","norm":"Nach diesen führte er sie ins Laboratorium welches sehr groß und wohl eingerichtet war, da denn bei Besehung der Öfen, Eckart ein und das andere vorbrachte, welches der Laborante mit der größten Bescheidenheit beantwortete; nachdem sie sich überall um gesehen hatten, sprach Eckart zu den Laboranten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.726099967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3203,"date":1719,"orig":"Jch wolte wuͤntſchen daß ich mich einige Wochen hier auf halten koͤnte, ich wuͤrde den Herrn faſt taͤglich beſuchen, doch womit ich denſelben ein Andencken zur Danckbahrkeit gemachter Ungelegenheit halben hinterlaſſe, erſuche ich vor das Wenige (womit er ihm ein Ducaten der Wegerung ohngeachtet in die Hand legte) ein Chymiſches Tractätlein zu kauffen, wovor ſich der Laborant nach vorgebrachten Excüſen bedanckte, von welchen unſere Compagnie Abſchied nahm, und ſich wieder in ihr Quartier verfuͤgten:","norm":"Ich wollte wünschen dass ich mich einige Wochen hier aufhalten könnte, ich würde den Herrn fast täglich besuchen, doch womit ich denselben ein Andenken zur Dankbarkeit gemachter Ungelegenheit halben hinterlasse, ersuche ich vor das Wenige (womit er ihm ein Dukaten der Wegerung ungeachtet in die Hand legte) ein Chemisches Traktätlein zu kaufen, wovor sich der Laborant nach vorgebrachten Excüsen bedankte, von welchen unsere Compagnie Abschied nahm, und sich wieder in ihr Quartier verfügten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7017998695373535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3204,"date":1719,"orig":"Eckarth bath den Medicum zu verbleiben, ſo auch geſchach.","norm":"Eckart bat den Medicum zu verbleiben, so auch geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.0756001472473145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3205,"date":1719,"orig":"Da ihn Eckarth fragte:","norm":"Da ihn Eckart fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.980599880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3206,"date":1719,"orig":"Ob er wohl morgen geliebts GOtt, mit denen Seinigen des Bades im Hauſe brauchen koͤnte?","norm":"Ob er wohl morgen geliebtes Gott, mit denen Seinigen des Bades im Hause brauchen könnte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.453499794006348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3207,"date":1719,"orig":"Der Medicus gab zur Antwort, wann ſie darinnen ſich nicht laͤnger als heute im Schwefel-Bade geſchehen waͤre, auf halten wolten, koͤnten ſie gar wohl ſich des ſo-genannten kuͤhlen Bades bedienen; Wie ſie das Abend-Confect fuͤr ſich nahmen, ſagte Eckarth/ Morgen geliebts Gott, werde ich mich hier noch auf halten und Ubermorgen unſern Weg nach Garpa mit GOttes Huͤlffe fortſetzen:","norm":"Der Medikus gab zur Antwort, wann sie darinnen sich nicht länger als heute im Schwefelbade geschehen wäre, auf halten wollten, könnten sie gar wohl sich des sogenannten kühlen Bades bedienen; wie sie das Abendconfect für sich nahmen, sagte Eckart / Morgen geliebtes Gott, werde ich mich hier noch aufhalten und Übermorgen unseren Weg nach Garpa mit Gottes Hilfe fortsetzen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.074900150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3208,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach:","norm":"Der Medikus sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.087299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3209,"date":1719,"orig":"Ew. Geſtrengen koͤnnen ohnmaßgeblich den erſten Tag ihꝛeꝛ Abreiſe das Quartier in den Uhralten herrlichen Ciſtertienſer-Kloſter, welches noch wohl zu beſehen iſt, nehmen.","norm":"Ew. Gestrengen können unmaßgeblich den ersten Tag ihrer Abreise das Quartier in den Uralten herrlichen Cistertienser-Kloster, welches noch wohl zu besehen ist, nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.77839994430542} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3210,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, das bin ich auch zu thun geſonnen; weil der Medicus den Aufſtand machte, bath ihn Eckarth ſie Zeit ihres Auffenthalts ſie nicht zu verlaſſen?","norm":"Eckart versetzte, das bin ich auch zu tun gesonnen; weil der Medikus den Aufstand machte, bat ihn Eckart sie Zeit ihres Aufenthalts sie nicht zu verlassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.491099834442139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3211,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete, wann ſie befehlen, werde ich morgen geliebts GOtt bey Gebrauch des Bades mich wieder ſehen laſſen.","norm":"Der Medikus antwortete, wann sie befehlen, werde ich morgen geliebtes Gott bei Gebrauch des Bades mich wieder sehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.109399795532227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3212,"date":1719,"orig":"Wir werden deſſen uns hoͤchſt-angenehmer Gegenwart uns erfreuen, replicirte Eckarth, und hiermit nahm der Medicus nach Anerwuͤntſchter geſunder Ruhe ſein Adieu.","norm":"Wir werden dessen uns höchstangenehmer Gegenwart uns erfreuen, replizierte Eckart, und hiermit nahm der Medikus nach Anerwüntschter gesunder Ruhe sein Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.888400077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3213,"date":1719,"orig":"Fruͤh den Tag darauf kamen Juden, die brachten Zucker, Chavee, Thee und ander Gewuͤrtze nebenſt allerhand Wahren, von welchen Eckarth das ihnen benoͤhtigte kauffte.","norm":"Früh den Tag darauf kamen Juden, die brachten Zucker, Café, Tee und ander Gewürze neben allerhand Wahren, von welchen Eckart das ihnen benötigte kaufte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.330699920654297} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3214,"date":1719,"orig":"Umb 7. Uhr ließ Eckarth vor ſich, Siegfried und Gotthart, durch Andreas vom Wirth das Badegeraͤthe holen, und ihnen nachtragen; Unſere Reiſende giengen mit ihren Schlaff-Roͤcken angethan zum Bade, und nachdem ihnen der Wirth die Thuͤre zum kuͤhlen Bad aufgemacht hatte, nahmen ſie die Bade-Schuͤrtzen uͤber das Hembde und hengten die mitgebrachte reine Hembde nebenſt denen Schlaff Roͤcken andie angemachte Schrauben:","norm":"Um 7. Uhr ließ Eckart vor sich, Siegfried und Gotthart, durch Andreas vom Wirt das Badegeräte holen, und ihnen nachtragen; unsere Reisende gingen mit ihren Schlaffröcken angetan zum Bade, und nachdem ihnen der Wirt die Türe zum kühlen Bad aufgemacht hatte, nahmen sie die Bade-Schürzen über das Hemd und hängten die mitgebrachte reine Hemd neben denen Schlaf Röcken andie angemachte Schrauben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3215,"date":1719,"orig":"Siegfried ſtieg am erſten auf die erſte Stuffe, und zog den Fuß an ſich, ſagende:","norm":"Siegfried stieg am ersten auf die erste Stufe, und zog den Fuß an sich, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275700092315674} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3216,"date":1719,"orig":"Das iſt das kuͤhle Bad! kan man es doch vor Hitze kaum erleiden, es iſt viel heiſſer als das Schwefel-Bad.","norm":"Das ist das kühle Bad! kann man es doch vor Hitze kaum erleiden, es ist viel heißer als das Schwefelbad.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.394000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3217,"date":1719,"orig":"Eckarth und Gotthart ſtiegen auch ein, in kurtzen aber war das Bad ſo erleidlich, daß ſie ſich auf die erſte Stafel ſetzten und die Fuͤſſe auf die andere anſtemmten.","norm":"Eckart und Gotthart stiegen auch ein, in kurzen aber war das Bad so erleidlich, dass sie sich auf die erste Stafel setzten und die Füße auf die andere anstemmten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.754199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3218,"date":1719,"orig":"Sie hatten im Bade ſich kaum eine halbe viertel Stande verweilet, funde ſich der Medicus ein, ihnen einen froͤligen Morgen und vergnuͤgliches Baden anwuͤntſchende:","norm":"Sie hatten im Bade sich kaum eine halbe viertel Stande verweilet, fand sich der Medikus ein, ihnen einen fröhlichen Morgen und vergnügliches Baden anwünschende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.230599880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3219,"date":1719,"orig":"Nach von unſer Compagnie gemachten Gegen Complimenten ſprach Eckarth zum Medico, Monſ.","norm":"Nach von unser Compagnie gemachten gegen Komplimenten sprach Eckart zum Medico, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.295000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3220,"date":1719,"orig":"Caſt, dieſes Bad mag man ſeiner Qualität nach nicht ein kuͤhles ſondern mehr ein heiſſes genennet werden, wie wird nur das mittlere Bad und das intitulirte heiſſe Bad gegen dieſen bewand ſeyn?","norm":"Cast, dieses Bad mag man seiner Qualität nach nicht ein kühles sondern mehr ein heißes genannt werden, wie wird nur das mittlere Bad und das intitulirte heiße Bad gegen diesen bewand sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.699399948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3221,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3222,"date":1719,"orig":"das koͤnnen ſie indem erfahren, wann ſie anjetzt auffzuſteigen und die andern zu probiren geliebten, der Wirth hatte beyde Baͤder auffgeſchloſſen, da ſtiegen die Unſrigen und giengen in das mittlere Bad, welches ſie der Hitze wegen kaum erleiden kunten, wie ſie abeꝛ nach dem das heiſſe Bad verſuchten, und es ihnengantz unleidlich vorkam, ſtiegen ſie bald wieder aus und giengen wieder in das kuͤhle Bad/ woſelbſt ſie ſich noch eine viertel Stunde arretirten; wie der Medicus abgehen wolte, invitirte ihn Eckarth abermahl umb 11. Uhr zu Mittag ſein lieber Gaſt zu ſeyn.","norm":"das können sie indem erfahren, wann sie anjetzt aufzusteigen und die anderen zu probieren geliebten, der Wirt hatte beide Bäder aufgeschlossen, da stiegen die Unsrigen und gingen in das mittlere Bad, welches sie der Hitze wegen kaum erleiden konnten, wie sie aber nach dem das heiße Bad versuchten, und es ihnengantz unleidlich vorkam, stiegen sie bald wieder aus und gingen wieder in das kühle Bad / woselbst sie sich noch eine viertel Stunde arretierten; wie der Medikus abgehen wollte, invitierte ihn Eckart abermals um 11. Uhr zu Mittag sein lieber Gast zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899199962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3223,"date":1719,"orig":"Nachdem die Unſrigen ſich abgetreuget hatten, zogen ſie ihre reine Hembde an, legten die Schlaff-Roͤcke umb ſich, giengen in ihr Zimmer, und legten ſich in die Betten umb etwas auszuruhen.","norm":"Nachdem die Unsrigen sich abgetreuget hatten, zogen sie ihre reine Hemd an, legten die Schlaffröcke um sich, gingen in ihr Zimmer, und legten sich in die Betten um etwas auszuruhen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.028500080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3224,"date":1719,"orig":"Umb beniehmte Mittags Stunde kam der Medicus, welchen Eckarth bewillkommte und in des Wirths Stube fuͤhrte, woſelbſt ſie Mittags-Mahl hielten, da denn Eckarth den Medicum fragte:","norm":"Um beniehmte Mittags Stunde kam der Medikus, welchen Eckart bewillkommte und in des Wirts Stube führte, woselbst sie Mittagsmahl hielten, da denn Eckart den Medicum fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.687699794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3225,"date":1719,"orig":"Was denn der Unterſcheid der Baͤder bey denen Patienten fuͤr Nutzen ſchaffte?","norm":"Was denn der Unterschied der Bäder bei denen Patienten für Nutzen schaffte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.319499969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3226,"date":1719,"orig":"Antwortete er, keines uͤbertrifft an denen Wirckungen das andeꝛe, nur daß der Patiente erſtlich des erſteren gewohne, ehe und bevor er derer andern ſich gebrauche.","norm":"Antwortete er, keines übertrifft an denen Wirkungen das andere, nur dass der Patiente erstlich des ersteren gewohne, ehe und bevor er derer anderen sich gebrauche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.779200077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3227,"date":1719,"orig":"Wie der Medicus nach dem Eſſen Abſchied nahm und ſich gegen Eckarthen vor alle erwieſene hohe Gunſt-Bezeugungen bedanckte.","norm":"Wie der Medikus nach dem Essen Abschied nahm und sich gegen Eckarten vor alle erwiesene hohe Gunstbezeugungen bedankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.436999797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3228,"date":1719,"orig":"Sprach Eckarth, mein Hochgeehrter Herr Doctor hat uns ſonderlich mit deren Converſation contentirt, ich wuͤntſche nur daß ich als danckbahr von denſelben geſchaͤtzt werde, bittende, mit dem ſchlechten Gratial (waren zwey Ducaten die er ihm gab) guͤnſtig vorlieb zu nehmen, wovor der Medicus ſich bedanckte und nach gemachten Reverenz abgieng: wornach Eckarth den Kutſcher ruffen ließ und ihm ſagte, ſich zur Abreiſe laͤngſtens morgen bald nach Mittag fertig zu halten.","norm":"Sprache Eckart, mein hochgeehrter Herr Doktor hat uns sonderlich mit deren Conversation kontentiert, ich wünsche nur dass ich als dankbar von denselben geschätzt werde, bittende, mit dem schlechten Gratial (waren zwei Dukaten die er ihm gab) günstig vorliebzunehmen, wovor der Medikus sich bedankte und nach gemachten Reverenz abging: wonach Eckart den Kutscher rufen ließ und ihm sagte, sich zur Abreise längstens morgen bald nach Mittag fertig zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.74459981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3229,"date":1719,"orig":"Den Morgen darauf ließ Eckarth durch Andreas den Taitteur contentiren, u. er machte mit dem Wirth Rechnung und bezahlte was er ſchuldig war.","norm":"Den Morgen darauf ließ Eckart durch Andreas den Taitteur kontentieren, u. er machte mit dem Wirt Rechnung und bezahlte was er schuldig war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.821499824523926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3230,"date":1719,"orig":"Weil alles eingepackt war, und der Kutſcher kam, ließ Eckarth alles wohl auffpacken, nahmẽ nach dem Eſſen vom Wirth Abſchied, der ihnen eine gluͤckſeelige Reiſe zuwuͤntſchte, ſatzen ſich auf, und fuhren den Tag unter goͤttlichen Geleite biß Oſſeck.","norm":"Weil alles eingepackt war, und der Kutscher kam, ließ Eckart alles wohl aufpacken, nahmen nach dem Essen vom Wirt Abschied, der ihnen eine glückselige Reise zuwünschte, Satze sich auf, und fuhren den Tag unter göttlichen Geleite bis Osseck.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.825200080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3231,"date":1719,"orig":"Das XIII. Capitel.","norm":"Das XIII. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.698599815368652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3232,"date":1719,"orig":"Eckarths Anſuchen an den Abt von Oſſeck wird bewilliget.","norm":"Ekarts Ansuchen an den Abt von Osseck wird bewilliget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.727799892425537} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3233,"date":1719,"orig":"Der Prælat empfaͤngt Eckarthen und die andern.","norm":"Der Prälat empfängt Eckarten und die anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.864699840545654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3234,"date":1719,"orig":"Wechſel-Reden zwiſchen den Prælaten und Eckarthen.","norm":"Wechsel-Reden zwischen den Prälaten und Eckarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378300189971924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3235,"date":1719,"orig":"Der Abt befiehlet zwey Fratribus ihnen alles Merckwuͤrdige zu zeigen/ werden zur Mahlzeit invitirt/ vom Abt eingefuͤhrt.","norm":"Der Abt befiehlt zwei Fratribus ihnen alles merkwürdige zu zeigen / werden zur Mahlzeit invitiert / vom Abt eingeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9670000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3236,"date":1719,"orig":"Speiſet mit Eckarthen alleine/ die andern werden in Neben-Zimmer tractirt.","norm":"Speist mit Eckarten alleine / die anderen werden in Nebenzimmer traktiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8694000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3237,"date":1719,"orig":"Eine Schilderey macht Eckaꝛthen nachſinnlich/ wiꝛd aus Befehl des Prælaten abgenommen/ nach Eſſens aber wieder aufgemacht/ die Hiſtoꝛia wiꝛd eꝛklaͤꝛet.","norm":"Eine Schilderei macht Eckarten nachsinnlich / wird aus Befehl des Prälaten abgenommen / nach Essens aber wieder aufgemacht / die Historia wird erkläret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.4899001121521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3238,"date":1719,"orig":"Deꝛ Abt zeiget Eckaꝛthẽ des Generals Salanin u. Soluçki Recommendation, gehen mit einander in ein apartement daꝛiñen ſie ſich eine Zeitlang verweilen/ worauf ſie in Gaꝛten gehen.","norm":"Der Abt zeiget Eckarten des Generals Solanin u. Solucki Recommendation, gehen miteinander in ein Appartement darinnen sie sich eine Zeitlang verweilen / worauf sie in Garten gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.039599895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3239,"date":1719,"orig":"Nach Beſehung deſſelbẽ nimmt Eckarth vom Abte nach gemachter Reverenz Adieu, wird vom Abt mit Wein und Fruͤchten regalirt/ ſetzen ihre Reiſe fort und kommen in Garpa an.","norm":"Nach Besehung desselben nimmt Eckart vom Abte nach gemachter Reverenz Adieu, wird vom Abt mit Wein und Früchten regaliert / setzen ihre Reise fort und kommen in Garpa an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.712600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3240,"date":1719,"orig":"Eckaꝛth faͤhꝛet zum General zur Mahlzeit/ wird von allen Anweſenden empfangen/ er erzehlet/ was ihm Zeit ſeiner Abweſenheit begegnet ſey.","norm":"Eckart fährt zum General zur Mahlzeit / wird von allen Anwesenden empfangen / er erzählt / was ihm Zeit seiner Abwesenheit begegnet sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8765997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3241,"date":1719,"orig":"Der General reſolvirt ſich mit unſern Reiſenden auszufahren/ und des Curidors Begehren exequiren zu laſſen/ ſo auch in allen geſchehen wie folgende Relation ausweiſet.","norm":"Der General resolviert sich mit unseren Reisenden auszufahren / und des Curidors Begehren exequieren zu lassen / so auch in allen geschehen wie folgende Relation ausweiset.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7494001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3242,"date":1719,"orig":"Kommen wieder zuruͤck nach Garpa, der General employrt des Curidors Schatz zum Unterhalt der invaliden Soldaten.","norm":"Kommen wieder zurück nach Garpa, der General employrt des Curidors Schatz zum Unterhalt der invaliden Soldaten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.48859977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3243,"date":1719,"orig":"Eckarth reſolvirt ſich weiter zu reiſen.","norm":"Eckart resolviert sich weiterzureisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.058899879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3244,"date":1719,"orig":"An des Generals Tafel wird die Frage/ ob der Mittags-Schlaff zutraͤglich ſey oder nicht? von dem Medico und Eckarthen ventilirt.","norm":"An des Generals Tafel wird die Frage / ob der Mittagsschlaf zuträglich sei oder nicht? von dem Medico und Eckarten ventiliert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.319900035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3245,"date":1719,"orig":"Eckarth faͤhret ſeinen Quartier zu/ bewillkommt ſich mit dem Medico Pilovski, welcher Eckarthen ihn mit in ihre Compagnie zur Reiſe nach Wien zu nehmen/ ſo er ihme zu thun verſpricht.","norm":"Eckart fährt seinen Quartier zu / bewillkommt sich mit dem Medico Pilovski, welcher Eckarten ihn mit in ihre Compagnie zur Reise nach Wien zu nehmen / so er ihm zu tun verspricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.213699817657471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3246,"date":1719,"orig":"Unſere Compagnie wird vom General tractiret/ da denn Eckarth die Conteſſen des Generals Fraͤulein Toͤchter beſchencket/ und mit Siegfried und Gotthart von allen Abſchied nimmt/ welche nach Bedanckung ihnen eine gluͤckliche Reiſe zu wuͤntſchen.","norm":"Unsere Compagnie wird vom General traktiert / da denn Eckart die Contessen des Generals Fräulein Töchter beschenket / und mit Siegfried und Gotthart von allen Abschied nimmt / welche nach Bedankung ihnen eine glückliche Reise zu wünschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.104899883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3247,"date":1719,"orig":"Eckarth verehret Hauptmann Kronau eine Sack-Uhr und der Soldateßca 50.","norm":"Eckart verehret Hauptmann Kronau eine Sackuhr und der Soldateska 50.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.172800064086914} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3248,"date":1719,"orig":"Fl.","norm":"Fl.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mt","lang_de":0,"norm_lmscore":7.172500133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3249,"date":1719,"orig":"Nach dem contentirte er ſeinen Wirth/ und fuhren in Begleitung Pilovski ihren Weg unter goͤttlichen Geleite fort.","norm":"Nach dem kontentierte er seinen Wirt / und fuhren in Begleitung Pilovski ihren Weg unter göttlichen Geleite fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8323001861572275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3250,"date":1719,"orig":"Unterwegens erzehlet Andreas von Marcktſchreyern die ſie Uniquitiſten nennen/ erklaͤret wer ſie ſeyn und was ihr Vorhaben iſt.","norm":"Unterwegs erzählt Andreas von Marktschreiern die sie Uniquitisten nennen / erkläret wer sie sein und was ihr Vorhaben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.985799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3251,"date":1719,"orig":"Er fuͤhꝛet einen an/ der mit Pillen alle Kranckheit curiren will.","norm":"Er führet einen an / der mit Pillen alle Krankheit kurieren will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.26230001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3252,"date":1719,"orig":"Pilovski erzehlet eine Pillen-Cur, Gotthart fuͤhret auch eine Cur an/ von eines Bauren Sohn der ein Doctor werden ſollen.","norm":"Pilovski erzählt eine Pillen-Cur, Gotthart führt auch eine Kur an / von eines Bauern Sohn der ein Doktor werden sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8694000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3253,"date":1719,"orig":"Pilovski Judicium von erwehnten Medicaſtro, Siegfrieds Einwurff/ Pi. lovski Antwort.","norm":"Pilovski Judicium von erwähnten Medicastro, Siegfrieds Einwurf / Pi. lovski Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.59660005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3254,"date":1719,"orig":"Lob der purgierenden Pillen/ und worinnen ſolche am bequemſten einzunehmen ſind.","norm":"Lob der purgierenden Pillen / und worin solche am bequemsten einzunehmen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.917799949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3255,"date":1719,"orig":"Thee-Waſſer hindert die purgierende Operation.","norm":"Teewasser hindert die purgierende Operation.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.9959001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3256,"date":1719,"orig":"Siegfrieds Vorbringen wird von Pilovski eroͤrtert.","norm":"Siegfrieds Vorbringen wird von Pilovski erörtert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.997799873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3257,"date":1719,"orig":"Die Species pulverum koͤnnen fuͤglicher in maſſa pillularum als in liquido eingemiſcht werden.","norm":"Die Species pulverum können füglicher in massa pillularum als in liquido eingemischt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.419600009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3258,"date":1719,"orig":"DEn Tag darauff ſchickte Eckarth den Andreas ins Kloſter, mit bittlichen Anſuchen, ob der Herr Prælat, was merckwuͤrdig in Kloſter zu obſerviren waͤre? ſolches ſeinem Herrn und Reiſe-Compagnions in Augenſchein zu nehmen, gnaͤdigſt erlauben wolten; der auch mit einer erwuͤntſchten Antwort zuruͤck kam; worauff unſere Reiſende dahin ſich begaben, woſelbſt ſie von zween Patribus empfangen, eingefuͤhret worden.","norm":"Den Tag darauf schickte Eckart den Andreas ins Kloster, mit bittlichen Ansuchen, ob der Herr Prälat, was merkwürdig in Kloster zu observieren wäre? solches seinem Herrn und Reisecompagnions in Augenschein zu nehmen, gnädigst erlauben wollten; der auch mit einer erwünschten Antwort zurückkam; worauf unsere Reisende dahin sich begaben, woselbst sie von zweien Patribus empfangen, eingeführt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381400108337402} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3259,"date":1719,"orig":"Und erſtlich in der herrlichen Kirche, Creutzgaͤngen allda ſie die wohlgemachten Abbildung der Wunderwercke des Heil.","norm":"Und erstlich in der herrlichen Kirche, Kreuzgängen allda sie die wohlgemachten Abbildung der Wunderwerke des Heil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014100074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3260,"date":1719,"orig":"Bernhardi admirirten; dann begleiteten ſie dieſelben in die Bibliothec, worinnen ſie ſich hoͤchſter Verwunderung ſo wohl der Menge als ſonderlicher rarer antiqven Buͤcher in die zwey Stunden lang aufhielten.","norm":"Bernhardi admirierten; dann begleiteten sie dieselben in die Bibliothek, worin sie sich höchster Verwunderung so wohl der Menge als sonderlicher rarer Antiqua Bücher in die zwei Stunden lang aufhielten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.563600063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3261,"date":1719,"orig":"Wie ſie an einen andern Orth aus der Bibliothec auf einen groſſen mit Contrafaiten derer Heiligen, Paͤbſte, Cardinälen, Prælaten ihres Ordens ausgeziereten Saal kamen, gieng ihnen der Prælat entgegen, empfieng unſere Reiſende gantz genaͤdigſt, abſonderlich Eckarthen, ſagende: Willkom̃en Monſieur Eckarth, er thut unſeren Kloſter eine ſonderbare Ehre durch deren Beſuchung an, vornehmlich meiner laͤngſt gewuͤntſchten Begierde ſie zu keñen, Satisfaction zu ſchaffen.","norm":"Wie sie an einen anderen Ort aus der Bibliothek auf einen großen mit Contrafaiten derer Heiligen, Päpste, Kardinälen, Prälaten ihres Ordens ausgezierten Saal kamen, ging ihnen der Prälat entgegen, empfing unsere Reisende ganz gnädigst, absonderlich Eckarten, sagende: Willkommen Monsieur Eckart, er tut unseren Kloster eine sonderbare Ehre durch deren Besuchung an, vornehmlich meiner längst gewünschten Begierde sie zu kennen, Satisfaktion zu schaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.208700180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3262,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, Jhro Hochwuͤrden und Gnaden, begnadigen mich als einen im geringſten verdienten, nicht wiſſende, wodurch Dero Gnaden ich mich wuͤrdig gemacht habe.","norm":"Eckart replizierte, Ihrer Hochwürden und Gnaden, begnadigen mich als einen im geringsten verdienten, nicht wissende, wodurch deren Gnaden ich mich würdig gemacht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.458799839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3263,"date":1719,"orig":"Der Prælat verſetzte, vor deſſen geſchehene Meriten wird meine Perſon ihnen alle moͤglichſte complaiſance zu erweiſen nicht ſufficient genung ſeyn.","norm":"Der Prälat versetzte, vor dessen geschehene Meriten wird meine Person ihnen alle möglichste complaisance zu erweisen nicht sufficient genug sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.030700206756592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3264,"date":1719,"orig":"Haben ſie in der Liebreichen Unwiſſenheit einen herumb ſchweiffenden Zweifel, ſo werde ich ihnen, wann ſie meine Bitte an ſie, den heutigen Tag ſich hieꝛ zu veꝛweilen werden, gelten laſſen, bey einem Kloſter-Jñbiß, worauf ich ſie groß-guͤnſtig mit uns verlieb zu nehmen, nebenſt ihren Herren Reiſe-Cameraden in vitire zu veꝛbleiben, u. ſodann nach dem bey Perluſtrirung unſers ſchlechten Gartens u. geheimen Zim̃ers in ſelbſt-eigener Begleitung, denſelben mit deren hoͤchſten Vergnuͤgen benehmen.","norm":"Haben sie in der Liebreichen Unwissenheit einen herum schweifenden Zweifel, so werde ich ihnen, wann sie meine Bitte an sie, den heutigen Tag sich hier zu verweilen werden, gelten lassen, bei einem Kloster-Jnnbiß, worauf ich sie großgünstig mit uns verlieb zu nehmen, neben ihren Herren Reisekameraden in vitire zu verbleiben, u. sodann nach dem bei Perlustrirung unseres schlechten Gartens u. geheimen Zimmers in selbsteigener Begleitung, denselben mit deren höchsten Vergnügen benehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.672999858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3265,"date":1719,"orig":"Eckarth machte einen tieffen Reverenz ſagende:","norm":"Eckart machte einen tiefen Reverenz sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.637899875640869} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3266,"date":1719,"orig":"Jhro Hochwuͤrden und Gnaden allzuhohe Großachtung meiner ſchlechten Perſon, muß in unterthaͤnigſter Devotion gegen dieſelben ich in Verwirrung meiner Gedancken, die ausgeſetzte Zeit der gnaͤdigen Aufloͤſung erwarten, deren hohen Befehl werde ich in der ſubmiſſeſten Veneration reſpectiren.","norm":"Ihrer Hochwürden und Gnaden allzuhohe Großachtung meiner schlechten Person, muss in untertänigster Devotion gegen dieselben ich in Verwirrung meiner Gedanken, die ausgesetzte Zeit der gnädigen Auflösung erwarten, deren hohen Befehl werde ich in der submissesten Veneration respektieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.213600158691406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3267,"date":1719,"orig":"Der Prælat druckte Eckarthen die Hand, und ſprach:","norm":"Der Prälat drückte Eckarten die Hand, und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.339900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3268,"date":1719,"orig":"Jch werde vor dieſe Willfahrung heute recht vergnuͤgt leben; Unterdeſen werden die Herren Fratres unſern geliebten Herrn Eckarthen, alles Merckwuͤrdige weiſen, und ſie biß zur Mahlzeit divertiren, damit neigte er ſich gegen Eckarth und die andern, und verfuͤgte ſich in ſein Zimmer, Eckart und die andern machten gegen den Prælaten einen tieffen Reverenz, und hiermit wurden ſie von denen beyden begleitenden Herren Patribus hin und wieder, wo was Merckwuͤrdiges zu obſerviren war, umbher, und endlich in ein wohl aus meubilirtes Zimmer, in welchen auf den in der Mitten ſtehenden Tiſch allerhand Confituren mit herrlichen auslaͤndiſchen Wein ſtunden, gefuͤhret; der eine Pater nahm einen Teller mit eingemachten Fruͤchten, ſolchen Eckarthen und denen andern præſentirent, dvvon ſie ein Weniges nahmen und ein Glaͤßlein von dem ihnen zugebrachten Weine darauff truncken:","norm":"Ich werde vor diese Willfahrung heute recht vergnügt leben; unterdessen werden die Herren Fratres unseren geliebten Herrn Eckarten, alles merkwürdige weisen, und sie bis zur Mahlzeit divertieren, damit neigte er sich gegen Eckart und die anderen, und verfügte sich in sein Zimmer, Eckart und die anderen machten gegen den Prälaten einen tiefen Reverenz, und hiermit wurden sie von denen beiden begleitenden Herren Patribus hin und wieder, wo was Merkwürdiges zu observieren war, umher, und endlich in ein wohl aus meubilirtes Zimmer, in welchen auf den in der Mitten stehenden Tisch allerhand Konfitüren mit herrlichen ausländischen Wein standen, geführt; der eine Pater nahm einen Teller mit eingemachten Früchten, solchen Eckarten und denen anderen praesentirent, dvvon sie ein Weniges nahmen und ein Gläslein von dem ihnen zugebrachten Weine darauf trunken:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.429900169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3269,"date":1719,"orig":"Die Herren Patres wolten ſie noͤthigen ein mehrers zu nehmen:","norm":"Die Herren Patres wollten sie nötigen ein mehreres zu nehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.755199909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3270,"date":1719,"orig":"Allein Eckarth bedanckte ſich mit denen Seinigen vor bereits erwieſene Hoͤſligkeit.","norm":"Allein Eckart bedankte sich mit denen Seinigen vor bereits erwiesene Hösligkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.739699840545654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3271,"date":1719,"orig":"Jndem die Unſrigen ihre Augen in denen daſelbſt aufgemachten raren und koſtbahren Schildereyen weideten, kam ein Frater eingangen murmelte den einen begleiteten Pater etwas ins Ohr, und gieng damit wieder fort; der Pater neigte ſich gegen Eckarth, ſagende: Mein Patron wird von unſern Prælaten zum Mittags-Mahl zu kom̃en gebethen.","norm":"Indem die Unsrigen ihre Augen in denen daselbst aufgemachten raren und kostbaren Schildereien weideten, kam ein Frater eingegangen murmelte den einen begleiteten Pater etwas ins Ohr, und ging damit wieder fort; der Pater neigte sich gegen Eckart, sagende: Mein Patron wird von unseren Prälaten zum Mittagsmahl zu kommen gebeten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457600116729736} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3272,"date":1719,"orig":"Wohlan dann replicirte Eckarth, ſo gehorche ich meinen Verlaß nach und folgte dem vorgehenden Pater, der ihn und die Seinigen uͤber einen groſſen Saal, einem Zimmer zufuͤhrte, als ſie dem an naͤheſten waren, gieng die Thuͤr auf, in welcher der Prælat ſtunde und Eckarthen bath zu avanciren, welches Eckarth und die Seinigen nach gemachten Reverenz thaten.","norm":"Wohlan dann replizierte Eckart, so gehorche ich meinen Verlass nach und folgte dem vorgehenden Pater, der ihn und die Seinigen über einen großen Saal, einem Zimmer zuführte, als sie dem an Nähesten waren, ging die Tür auf, in welcher der Prälat stand und Eckarten bat zu avancieren, welches Eckart und die Seinigen nach gemachten Reverenz taten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103700160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3273,"date":1719,"orig":"So bald Eckarth eintrat, embraſſirte der Prælat Eckarthen, nahm ihn bey der Hand, mit Bitte: mit denjenigen was GOtt und die Zeit geben wird groß-guͤnſtig vorlieb zu nehmen; das Zimmer war Fuͤrſtlich ausepalirt, und mit denen koſtbahrſten Schildereyen gezieret, und die Tafel mit denen delicateſten Speiſen und Getraͤncke beſetzt, und fuhr er fort, Monſieur Eckarth dieſelben werden erlauben, daß deren Reiſe-Compagnions in dem Neben-Zimmer mit denen Fratribus ſich beſprachen und divertiren moͤgen, denn ich mir gaͤntzlich vorgeſetzt, mit ihnen vor heute mich einig und allein zu entretiniren; Eckarth ſprach, Euer Hochwuͤrden Gnaden verfahren deren genaͤdigen Diſpoſition nach, wormit die begleitende Herren Patres mit Siegfried und Gotthart nach gemachten Reverenz in das Neben Zimmer giengen:","norm":"So bald Eckart eintrat, embrassierte der Prälat Eckarten, nahm ihn bei der Hand, mit Bitte: mit denjenigen was Gott und die Zeit geben wird großgünstig vorliebzunehmen; das Zimmer war Fürstlich ausepalirt, und mit denen kostbarsten Schildereien geziert, und die Tafel mit denen delikatesten Speisen und Getränke besetzt, und fuhr er fort, Monsieur Eckart dieselben werden erlauben, dass deren Reisecompagnions in dem Nebenzimmer mit denen Fratribus sich besprachen und divertieren mögen, denn ich mir gänzlich vorgesetzt, mit ihnen vor heute mich einig und allein zu entretiniren; Eckart sprach, Euer Hochwürden Gnaden verfahren deren gnädigen Disposition nach, womit die begleitende Herren Patres mit Siegfried und Gotthart nach gemachten Reverenz in das neben Zimmer gingen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6020002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3274,"date":1719,"orig":"Nachdem noͤthigte der Prælat Eckarthen zu ſitzen, wornach nahm der Prælat auch einen Sitz; ſprach das Gebeth und klingelte, darauf kamen zwey Laici hinein, die zu Tiſche dieneten, die Speiſen und das benoͤthigte nach dem Befehl des Prælaten auf und abtrugen.","norm":"Nachdem nötigte der Prälat Eckarten zu sitzen, wonach nahm der Prälat auch einen Sitz; sprach das Gebet und klingelte, darauf kamen zwei Laici hinein, die zu Tische dienten, die Speisen und das benötigte nach dem Befehl des Prälaten auf und abtrugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061399936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3275,"date":1719,"orig":"Unter andern koͤſtlichen Schildereyen, war eine uͤber der Thuͤr Eckarthen gegen uͤber, die eine Moͤrder-Bouskage vorſtellete; wann ſie nun Eckarth anſahe, fieng der Prælat einen neuen Diſcours an, und bath es ihm ſchmecken zu laſſen, ſo bald er nur wieder geantwortet hatte, waren die Augen wieder auf der Schilderey; Endlich ſagte der Prælat zu einem Laico, nehmet dieſes Bild ab, ſich zu Eckarthen kehrende, ſprach Monſ.","norm":"Unter anderen köstlichen Schildereien, war eine über der Tür Eckarten gegenüber, die eine Mörder-Bouskage vorstellte; wann sie nun Eckart ansah, fing der Prälat einen neuen Discours an, und bat es ihm schmecken zu lassen, sobald er nur wieder geantwortet hatte, waren die Augen wieder auf der Schilderei; endlich sagte der Prälat zu einem Laico, nehmet dieses Bild ab, sich zu Eckarten kehrende, sprach Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.58459997177124} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3276,"date":1719,"orig":"Eckarth wird guͤtigſt pardoniren, daß ich das zwiſchen uns kommende Hinderniß ein wenig amoviren laſſe, damit nicht das Bild, ſondern ich deſſen hoͤchſt-angenehme Præſenz genieſſen moͤge.","norm":"Eckart wird gütigst pardonieren, dass ich das zwischen uns kommende Hindernis ein wenig amoviren lasse, damit nicht das Bild, sondern ich dessen höchstangenehme Präsenz genießen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.296199798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3277,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte: Ew. Hochwuͤrden Gnaden ſind Patron.","norm":"Eckart versetzte: Ew. Hochwürden Gnaden sind Patron.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.353799819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3278,"date":1719,"orig":"Unter waͤhrendeꝛ Mahlzeit bꝛachte deꝛ Abt Eckarthen Geſundheiten zu von General Salanin, General Soluçki und deren gantzen Familie, die ihn Eckarth Beſcheid that, ſagende:","norm":"Unter währender Mahlzeit brachte der Abt Eckarten Gesundheiten zu von General Solanin, General Solucki und deren ganzen Familie, die ihn Eckart Bescheid tat, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.865099906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3279,"date":1719,"orig":"Jhr Hochwuͤrden Gnaden, haben durch Augen und Mund mir meine Gedancken ziemlich zuſam̃en gebracht.","norm":"Ihr Hochwürden Gnaden, haben durch Augen und Mund mir meine Gedanken ziemlich zusammen gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.249800205230713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3280,"date":1719,"orig":"Wie der letzte Aufſatz von Confituren und Fruͤchten aufgetragen worden, befahl der Prælat, der Laicus ſolte das abgenommene Bild wieder an vorigen Orth ſetzen, ſo auch geſchach; nachdem fragte der Prælat, Monſieur Eckarth, wie gefaͤllet ihnen dieſes Landſchafft-Stuͤcke.","norm":"Wie der letzte Aufsatz von Konfitüren und Früchten aufgetragen worden, befahl der Prälat, der Laicus sollte das abgenommene Bild wieder an vorigen Ort setzen, so auch geschah; nachdem fragte der Prälat, Monsieur Eckart, wie gefällt ihnen dieses Landschaft-Stücke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.698400020599365} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3281,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete recht wohl, zumahln der Hiſtoria nach alles wohl u. klar entworffen woꝛden.","norm":"Eckart antwortete recht wohl, zumal der Historia nach alles wohl u. klar entworfen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.828400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3282,"date":1719,"orig":"Das Bild præſentirte eine vollkom̃ene Landſchafft von Doͤrffern, Schloͤſſern, Seen, Gebuͤſchen, Waͤldern ꝛc. da kam eine Kutſche mit 6. Pferden beſpannt, und beyreitenden Dienern, voraus ritten ein junger Menſch mit einer Madamoiſelle und zwey Dienern den Wald zu, gegen dieſe kamen eine Parthey Reuter mit einen Principal ſtarck zugeritten, die Madamoiſelle ſchlaͤgt ſich mit dem Principal.","norm":"Das Bild präsentierte eine vollkommene Landschaft von Dörfern, Schlössern, Seen, Gebüschen, Wäldern etc. da kam eine Kutsche mit 6. Pferden bespannt, und beyreitenden Dienern, voraus ritten ein junger Mensch mit einer Madamoiselle und zwei Dienern den Wald zu, gegen diese kamen eine Partei Reuter mit einen Prinzipal stark zugeritten, die Madamoiselle schlägt sich mit dem Prinzipal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.655200004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3283,"date":1719,"orig":"Der Juͤngling wird von einigen Reutern in Wald geſchleppt in welchen ſich ein Platz zeiget, da der Juͤngling an einen Baum angebunden iſt, in der Entfernung ſiehet man etliche Schuͤſſe, mit 4. Perſonen, der Raͤuber die auf dem Platz ſtehen, werden von zweyen Perſonen uͤberfallen, die ſchieſſen einige todt, einige gehen durch, der Juͤngling ſo von Baum abgeloͤſet, faſſet den einen Raͤuber ſetzt ihn die Piſtole an Kopff, und giebt Feuer; Auſſerhalb des Waldes ſtehet eine Land- Kutſche mit einigen Leuten ꝛc.","norm":"Der Jüngling wird von einigen Reutern in Wald geschleppt in welchen sich ein Platz zeiget, da der Jüngling an einen Baum angebunden ist, in der Entfernung sieht man etliche Schüsse, mit 4. Personen, der Räuber die auf dem Platz stehen, werden von zweien Personen überfallen, die schießen einige tot, einige gehen durch, der Jüngling so von Baum abgelöst, fasset den einen Räuber setzt ihn die Pistole an Kopf, und gibt Feuer; außerhalb des Waldes steht eine Land-Kutsche mit einigen Leuten etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.683899879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3284,"date":1719,"orig":"Der Prælat ſagte, wer ſelbſten dergleichen Action mit beygewohnet hat, kan am beſten davon judiciren.","norm":"Der Prälat sagte, wer selbst dergleichen Aktion mit beigewohnt hat, kann am besten davon judizieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195799827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3285,"date":1719,"orig":"Eckarth machte einen Reverenz, ſagende: Euer Hochwuͤrden Gnaden werden gnaͤdigſt deren Diener erlauben zu fragen wer ihnen dieſe abgeſchilderte Action zugeſendet hat, denen ob ich wohl aus denen gnaͤdigſt zugebrachten Geſundheiten den Uhrſprung errathen kan, ſo kan ich doch den Transporteur daraus nicht gewiß ausſinnen.","norm":"Eckart machte einen Reverenz, sagende: Euer Hochwürden Gnaden werden gnädigst deren Diener erlauben zu fragen wer ihnen diese abgeschilderte Aktion zugesendet hat, denen ob ich wohl aus denen gnädigst zugebrachten Gesundheiten den Ursprung erraten kann, so kann ich doch den Transporteur daraus nicht gewiss aussinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9730000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3286,"date":1719,"orig":"Der Abt antwortete, Monſieur Eckarth vor 8. Tagen gieng hier mein lieber Vetter meiner Schweſter Sohn der junge Soluçki durch, der beſuchte mich, brachte mir Briefe von dem General Soluçki und Graf Salanin, nebenſt dieſer Landſchafft mit, wie die Poſt ſcripta lauten werden, dieſelben aus ihren Schreiben erſehen, zog hiermit zwey Briefe hervor, und uͤberreichte ſie Eckarthen, der ſie mit der hoͤchſten Veneration annahm, und laß:","norm":"Der Abt antwortete, Monsieur Eckart vor 8. Tagen ging hier mein lieber Vetter meiner Schwester Sohn der junge Solucki durch, der besuchte mich, brachte mir Briefe von dem General Solucki und Graf Solanin, neben dieser Landschaft mit, wie die Post scripta lauten werden, dieselben aus ihren Schreiben ersehen, zog hiermit zwei Briefe hervor, und überreichte sie Eckarten, der sie mit der höchsten Veneration annahm, und lass:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813300132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3287,"date":1719,"orig":"Wann ja ein Cavallieꝛ Nahmens Eckaꝛth etwan bey dem Hn. Vetter durchreiſen moͤchte, ſo bitten wir dienſtlichen alle erſiñliche Ehre und Guͤtigkeit zu erweiſen, wir verbleiben als uns geſchehen, in allen hohen Reſpect Dero verbundneſte Schuldner; nach dem Zuruͤckgeben ſagte der Abt.","norm":"Wann ja ein Cavalier Namens Eckart etwan bei dem Hn. Vetter durchreisen möchte, so bitten wir dienstlichen alle ersinnliche Ehre und Gütigkeit zu erweisen, wir verbleiben als uns geschehen, in allen hohen Respekt deren verbundenste Schuldner; nach dem Zurückgeben sagte der Abt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.382299900054932} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3288,"date":1719,"orig":"Der junge Soluçki erklaͤrte mir alle auf dieſem Bilde gezeichnete Begebenheiten und wie die gantze Hiſtorie zugangen ſey.","norm":"Der junge Solucki erklärte mir alle auf diesem Bilde gezeichnete Begebenheiten und wie die ganze Historie zugegangen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4207000732421875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3289,"date":1719,"orig":"Hieraus erſehen ſie, woher mein Erkenntniß und Hochachtung an ſie herruͤhret, ich wuͤntſchte nur daß ich ſie mit guten Vergnuͤgen unterhalten koͤnte; Jn dem ich ſelbſten ein Theil an dieſer begluͤckten Action meiner lieben Freunde halben habe.","norm":"Hieraus ersehen sie, woher mein Erkenntnis und Hochachtung an sie herrühret, ich wünschte nur dass ich sie mit guten Vergnügen unterhalten könnte; in dem ich selbst ein Teil an dieser beglückten Aktion meiner lieben Freunde halben habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418000221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3290,"date":1719,"orig":"Nach geendigten Mahl befahl der Abt dem Laico in Neben Zimmer zu ſehen, ob ſie abgeſpeiſet haͤtten, denen Fratribus zu ſagen, mit denen jungen Herren dieweil in Garten zu gehen und ſie zu divertiren.","norm":"Nach geendigten Mahl befahl der Abt dem Laico in neben Zimmer zu sehen, ob sie abgespeist hätten, denen Fratribus zu sagen, mit denen jungen Herren dieweil in Garten zu gehen und sie zu divertieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815400123596191} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3291,"date":1719,"orig":"Der Abt nahm Eckarthen bey der Hand, und fuͤhrete ihn mit ſich in ſein apartement, da denn nach Verweilung einer Stunde lang, der Prælat klingelte:","norm":"Der Abt nahm Eckarten bei der Hand, und führte ihn mit sich in sein Appartement, da denn nach Verweilung einer Stunde lang, der Prälat klingelte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285200119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3292,"date":1719,"orig":"Hierauff kamen zwey Fratres denen er nach ihrer gemachten Neigung anbefahl, ihn und Herr Eckarthen in Garten zu begleiten.","norm":"Hierauf kamen zwei Fratres denen er nach ihrer gemachten Neigung anbefahl, ihn und Herr Eckarten in Garten zu begleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.117800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3293,"date":1719,"orig":"Darauf neigten ſie ſich und traten hinter den Prælaten und Eckarthen, welche durch eine geheime Stiege in Garten giengen, da denn in Abſteigen der Prælat ſprach: Scala obſervantiæ.","norm":"Darauf neigten sie sich und traten hinter den Prälaten und Eckarten, welche durch eine geheime Stiege in Garten gingen, da denn in Absteigen der Prälat sprach: Scala observantiae.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92609977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3294,"date":1719,"orig":"Eckarth laͤchelte ſagende: Obſervantia obœdientiæ.","norm":"Eckarth lächelte sagende: Observantia oboedientiae.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.170899868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3295,"date":1719,"orig":"Jndem ihn der Prælat hin und her fuͤhrte, und die Frucht Zimmer und andere herrliche Grotten zeigte, ſagte er, Monſieur Eckarth nach 4. Wochen wuͤꝛde unſer Garten ſich beſſer als jetzt præſentiren, man muß dieweil mit dem was die Witterung ausſtehen kan verlieb nehmen.","norm":"Indem ihn der Prälat hin und her führte, und die Frucht Zimmer und andere herrliche Grotten zeigte, sagte er, Monsieur Eckart nach 4. Wochen würde unser Garten sich besser als jetzt präsentieren, man muss dieweil mit dem was die Witterung ausstehen kann verlieb nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638700008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3296,"date":1719,"orig":"Eckarth ſahe nach ſeiner Uhr und ſprach zum Abt: Ew. Hochwuͤrden und Gnaden, werden ihren Diener genaͤdigſt erlauben vor dieſes mahl ſein gehorſames Adieu zu nehmen.","norm":"Eckart sah nach seiner Uhr und sprach zum Abt: Ew. Hochwürden und Gnaden, werden ihren Diener gnädigst erlauben vor dieses Mal sein gehorsames Adieu zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3297,"date":1719,"orig":"Der Abt zog die Achſel und ſagte, mir iſt hertzlich leid, daß ich einen ſo lieb-wertheſten Freund meiner Anverwandten nicht groͤſſer Plaiſir als leider geſchehen, erweiſen ſolle.","norm":"Der Abt zog die Achsel und sagte, mir ist herzlich leid, dass ich einen so liebwertesten Freund meiner Anverwandten nicht größer Plaisir als leider geschehen, erweisen solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.829100131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3298,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte allzuviel vor unverdienten Æſtim.","norm":"Eckart replizierte allzu viel vor unverdienten Aestim.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.91540002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3299,"date":1719,"orig":"Hiermit machte Eckarth gegen den Prælaten ſeinen Reverenz, Siegfried und Gottharth kuͤßten den Rock, welchen allerſeits der Abt den Seegen gab, und ſich mit ihnen verabſcheideten.","norm":"Hiermit machte Eckart gegen den Prälaten seinen Reverenz, Siegfried und Gottart küssten den Rock, welchen allerseits der Abt den Segen gab, und sich mit ihnen verabschiedeten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.311600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3300,"date":1719,"orig":"Eckarth war kaum eine Stunde lang in Quartier geweſen, uͤberſendet der Abt ihm ein ſchoͤnes Flaſchen Futter mit geſchliffenen Flaſchen, mit den beſten Podskalsker Wein gefuͤllet, und eine Schachtel mit allerhand eingemachten trockenẽ Fruͤchten und Confect, und eine mit ſchoͤnen Citronen, Pome di Siena mit tauſendfacher Gluͤckwuͤntſchung zu bevorſtehender Reiſe: Eckarth ſprach, habe ich denn nicht genugſame Ungelegenheit gemacht, muͤſſen Jhro Hochwuͤrden und Gnaden mich auch noch auf die Reiſe verſorgen, und wie ich vor bereits geſchehene Gnade gantz verbunden lebe, ſo werde ich bey jetziger Continuation faſt eine taͤgliche Erinnerung haben meiner Schuldigkeit biß zur Erfuͤllung ſtetsingedenck zu leben, womit druckte er den Uberbringer zwey Ducaten in die Hand, der nach einiger Wegerung ſich wieder zuruͤck begab.","norm":"Eckart war kaum eine Stunde lang in Quartier gewesen, übersendet der Abt ihm ein schönes Flaschen Futter mit geschliffenen Flaschen, mit den besten Podskalsker Wein gefüllt, und eine Schachtel mit allerhand eingemachten trockenen Früchten und Konfekt, und eine mit schönen Zitronen, Pome di Siena mit tausendfacher Glückwünschung zu bevorstehender Reise: Eckart sprach, habe ich denn nicht genugsame Ungelegenheit gemacht, müssen Ihrer Hochwürden und Gnaden mich auch noch auf die Reise versorgen, und wie ich vor bereits geschehene Gnade ganz verbunden lebe, so werde ich bei jetziger Kontinuation fast eine tägliche Erinnerung haben meiner Schuldigkeit bis zur Erfüllung stetsingedenck zu leben, womit drückte er den Überbringer zwei Dukaten in die Hand, der nach einiger Wegerung sich wieder zurückbegab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.553100109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3301,"date":1719,"orig":"Den andern Tag ehe noch Eckarth ausfuhr, ſchickte er Gottharten ins Kloſter mit wiederholter Danckſagung, der denn von Prælaten einen Wuntſch zu gluͤcklicher Reiſe zuruͤck brachte, wornach Eckarth und die Seinigen in GOttes Nahmen ihre Reiſe fortſetzten, gelangten den dritten Tag darauf fruͤh um 8. Uhr in Garpa an, und kehreten in ihrer alten Herberge wieder ein.","norm":"Den anderen Tag ehe noch Eckart ausfuhr, schickte er Gottharten ins Kloster mit wiederholter Danksagung, der denn von Prälaten einen Wunsch zu glücklicher Reise zurückbrachte, wonach Eckart und die Seinigen in Gottes Namen ihre Reise fortsetzten, gelangten den dritten Tag darauf früh um 8. Uhr in Garpa an, und kehrten in ihrer alten Herberge wieder ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.027400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3302,"date":1719,"orig":"Da denn der Wirth den Schluͤſſel uͤberbrachte und nach aufgeſchloſſenen Zimmer mit unſern Reiſenden eingieng, ſagende: Mein Patron werden alles wie ſie es verlaſſen haben ohne Ruͤgung finden, machte eine Complimente und gieng ſeiner Wege zuruͤck:","norm":"Da denn der Wirt den Schlüssel überbrachte und nach aufgeschlossenen Zimmer mit unseren Reisenden einging, sagende: Mein Patron werden alles wie sie es verlassen haben ohne Rügung finden, machte eine Komplimente und ging seiner Wege zurück:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.382400035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3303,"date":1719,"orig":"Eine halbe Stunde vor Mittag ſchickte der Graf Salanin ſeine Chaiſe mit Hauptmann Kronau, zu Eckarrh, ließ ihn und die Seinigen bewillkommen und Eckarthen zum Mittags-Eſſen invitiren:","norm":"Eine halbe Stunde vor Mittag schickte der Graf Solanin seine Chaise mit Hauptmann Kronau, zu Eckarrh, ließ ihn und die Seinigen bewillkommen und Eckarten zum Mittagessen invitieren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.973899841308594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3304,"date":1719,"orig":"Nach gemachten Complimenten ſetzte ſich Eckarth mit Kronau auff, und fuhren des Generals Quartier zu, im Vorbeyfahren ruͤhrte die Hauptwache das Spiel und præſentirte das Gewehr, der Obriſt-Lieutenant empfieng Eckarthen an der Haußthuͤr und fuͤhrte ihn ein, der General ſtund oben an der Saal-Stiege, welchen zwey Fourirer unter denen Aꝛmen hielt, und rieff: Herr Bruder avancee; Als Eckarth aufkam, embraſſirte ihn der General mit Hand und Mund, bittende ins alte Zimmer zu gehen, denen der General und die andern folgten.","norm":"Nach gemachten Komplimenten setzte sich Eckart mit Kronau auf, und fuhren des Generals Quartier zu, im Vorbeifahren rührte die Hauptwache das Spiel und präsentierte das Gewehr, der Obristleutnant empfing Eckarten an der Haustür und führte ihn ein, der General stand oben an der Saal-Stiege, welchen zwei Fouriere unter denen Armen hielt, und rief: Herr Bruder Avance; als Eckart aufkam, embrassierte ihn der General mit Hand und Mund, bittende ins alte Zimmer zu gehen, denen der General und die anderen folgten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.904799938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3305,"date":1719,"orig":"Wie Eckarth ins Gemach kam, ſtund die Graͤfin mit ihren Conteſſen, welche Eckarthen entgegen giengen und ihn aufs gnaͤdigſte empfiengen, der ihnen auch ſeine ſchuldigſte Reverenze ablegte.","norm":"Wie Eckart ins Gemach kam, stand die Gräfin mit ihren Contessen, welche Eckarten entgegengingen und ihn aufs gnädigste empfingen, der ihnen auch seine schuldigste Reverenz ablegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392899990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3306,"date":1719,"orig":"Als ſich nun alle geſetzt hattẽ wolte ein jedes wie es Eckaꝛthen die Zeit uͤbeꝛ eꝛgangen waͤꝛe, wiſſen.","norm":"Als sich nun alle gesetzt hatten wollte ein jedes wie es Eckarten die Zeit über ergangen wäre, wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.156300067901611} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3307,"date":1719,"orig":"Vor allen ſprach Eckarth bring ich einen geiſtlichen Gruß und Seegen mit von den Herrn Abt zu Oſſeck, wovor ſie ſich allerſeits bedanckten.","norm":"Vor allen sprach Eckart bringe ich einen geistlichen Gruß und Segen mit von den Herrn Abt zu Osseck, wovor sie sich allerseits bedankten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.724800109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3308,"date":1719,"orig":"Ferner uͤberliefere ich den Herrn Bruder mit gehorſamer Danckſagung vor erzeigte Gnade des Ranneforts Briff, mit bey Bericht, wie er ihme gantz unvermerckt den Kaͤyſerlichen Gnaden-Brief, bey Fuͤrſtlicher Auffwartung beygebracht hatte: Erzehlende, was ihme der Fuͤrſt vor groſſe Gnade mit beygeſetzt, und was er Eckarth von den Fuͤrſten vor Fuͤrſtliche Gnaden empfangen, worzu ihme von allen Gluͤck gewuͤntſchet wurde.","norm":"Ferner überliefere ich den Herrn Bruder mit gehorsamer Danksagung vor erzeigte Gnade des Ranneforts Brief, mit bei Bericht, wie er ihm ganz unvermerkt den kaiserlichen Gnadenbrief, bei fürstlicher Aufwartung beigebracht hatte: Erzählende, was ihm der Fürst vor große Gnade mit beigesetzt, und was er Eckart von den Fürsten vor fürstliche Gnaden empfangen, wozu ihm von allen Glück gewünscht wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.421999931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3309,"date":1719,"orig":"Der General laͤchelte uͤber Ranneforts Beſtuͤrtzung.","norm":"Der General lächelte über Ranneforts Bestürzung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.600900173187256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3310,"date":1719,"orig":"Wie ſie nun von allerhand diſcurirt hatten, fieng Eckarth an:","norm":"Wie sie nun von allerhand diskuriert hatten, fing Eckart an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.775300025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3311,"date":1719,"orig":"Mein erſtes Quartier nach meiner Abreiſe von hier, war ſo gar miſerabel und erſchroͤcklich, das gewiß den braveſten Cavallier eine Furcht einjagen wuͤrde.","norm":"Mein erstes Quartier nach meiner Abreise von hier, war so gar miserabel und erschröcklich, das gewiss den bravsten Cavalier eine Furcht einjagen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861800193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3312,"date":1719,"orig":"Es wurde alles ſtille, und jedermañ wolte was es waͤre hoͤren, hiermit erzehlte ihnen Eckarth alles und jedes was zwiſchen ihm und den Geiſt Curidors vorgangen waͤre, die gantze Tiſch.","norm":"Es wurde alles stille, und jedermann wollte was es wäre hören, hiermit erzählte ihnen Eckart alles und jedes was zwischen ihm und den Geist Curidors vorgegangen wäre, die ganze Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.050700187683105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3313,"date":1719,"orig":"Compagnie entſatzte ſich.","norm":"Compagnie entsatzte sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.582300186157227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3314,"date":1719,"orig":"Ferner vermeldet er wie daß in den Walde an einen gewiſſen Orth ein Schatz lege, ein Soldaten-Hoſpital auffzubauen, und auf was fuͤr Arth das Wirthshauß in voriges Auffnehmen wieder koͤnne gebracht werden.","norm":"Ferner vermeldet er wie dass in den Walde an einen gewissen Ort ein Schatz lege, ein Soldaten-Hospital aufzubauen, und auf was für Art das Wirtshaus in voriges aufnehmen wieder könne gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.701399803161621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3315,"date":1719,"orig":"Der General als ein Herr von behender Reſolution ſprach:","norm":"Der General als ein Herr von behänder Resolution sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.7804999351501465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3316,"date":1719,"orig":"Ubermorgen geliebts GOtt, geliebe der Herr Bruder mit ſeinen Liebes-Soͤhnen mir Geſellſchafft zu leiſten, welches er zu thun verſprach; nach geendeter Mahlzeit nahm Eckarth ſein Adieu und fuhr ſeinen Quartier zu.","norm":"Übermorgen geliebtes Gott, Geliebe der Herr Bruder mit seinen Liebessöhnen mir Gesellschaft zu leisten, welches er zu tun versprach; nach geendeter Mahlzeit nahm Eckart sein Adieu und fuhr seinen Quartier zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.106500148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3317,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen befahl der General den Hauptmann Kronau morgendes Tages alle Anſtalt zur Ausreiſe ſo zu machen, damit Ubeꝛmoꝛgen, umb in aller fruͤh auszufahren, nichts manqvire, welches der Hauptmann in genaueſte Obſervanz nahm; Wie die Zeit herzu kam, wurde von dem General beordert.","norm":"Unterdessen befahl der General den Hauptmann Kronau morgendes Tages alle Anstalt zur Ausreise so zu machen, damit Übermorgen, um in aller früh auszufahren, nichts manqvire, welches der Hauptmann in genaueste Observanz nahm; wie die Zeit herzu kam, wurde von dem General beordert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.053999900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3318,"date":1719,"orig":"Hauptmann Kronau ſoll mit der Caroſſe zu Eckarthen fahren und ihn mit denen Seinigen abholen, auch dieweil vorausfahren und ſeiner vor dem Thore erwarten, ſo auch geſchach.","norm":"Hauptmann Kronau soll mit der Karosse zu Eckarten fahren und ihn mit denen Seinigen abholen, auch dieweil vorausfahren und seiner vor dem Tore erwarten, so auch geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.965099811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3319,"date":1719,"orig":"Sie waren kaum zum Thore ausgefahren, kam der General auf einer offenen Chaiſe in Begleitung zwoͤlff Reuter mit einen Lieutenant gefahren, bey Annaͤherung ſprang Eckarth aus den Wagen und gratulirte dem General zu einen gluͤckſeeligen Morgen, der General nach gleicher Gratulation bath Eckarth an ſeiner Seite ihn zu accompagniren ſo auch Eckarth that.","norm":"Sie waren kaum zum Tore ausgefahren, kam der General auf einer offenen Chaise in Begleitung zwölf Reuter mit einen Leutnant gefahren, bei Annäherung sprang Eckart aus den Wagen und gratulierte dem General zu einen glückseligen Morgen, der General nach gleicher Gratulation bat Eckart an seiner Seite ihn zu akkompagnieren so auch Eckart tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3320,"date":1719,"orig":"Gegen Mittag langten ſie bey den verwuͤſteten Wirthshauſe an, da befahl der General, es ſolten etliche Reuter abſteigen, duͤrre Holtz zuſammen leſen, umbs Wirths Hauß legen, und es anzuͤnden, welches auch bald geſchahe.","norm":"Gegen Mittag langten sie bei den verwüsteten Wirtshause an, da befahl der General, es sollten etliche Reuter absteigen, dürre Holz zusammen lesen, ums Wirts Haus legen, und es anzünden, welches auch bald geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4633002281188965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3321,"date":1719,"orig":"Als das Hauß in voller Flam̃e ſtunde, hoͤrete man aus dem Feuer eine Stim̃e, die rieff: Groſſer Salanin und Eckarth, habet Danck vor euere Liebe und Treue.","norm":"Als das Haus in voller Flamme stand, hörte man aus dem Feuer eine Stimme, die rief: Großer Solanin und Eckart, habet Dank vor eure Liebe und Treue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.695199966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3322,"date":1719,"orig":"Ob wohl der General gerne geſehen, daß die Reuter des Curidors Leib ausgegraben haͤtten, weil aber kein Zeug darzu da war, hieß er einen Reuter zu den naͤheſten Dorffe reiten, mit Befehl an den Schultzen daſelbſt, Morgen umb 9. Uhr vor Mittags ſechs Bauren mit Spaden und Schauffeln, zu den verbrandten Wirthshauſe zu ſchicken, und ſeiner allda zu erwarten.","norm":"Ob wohl der General gerne gesehen, dass die Reuter des Curidors Leib ausgegraben hätten, weil aber kein Zeug dazu da war, hieß er einen Reuter zu den Nähesten Dorfe reiten, mit Befehl an den Schulzen daselbst, Morgen um 9. Uhr vor Mittags sechs Bauern mit Spaten und Schaufeln, zu den verbrannten Wirtshause zu schicken, und seiner allda zu erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5346999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3323,"date":1719,"orig":"Nachdem das Wirths- Hauß biß auf den Grund verbrandt war, fuhr der General mit der Geſellſchafft durch den Wald zum andern Wirths-Hauß, da denn unterwegens in Vorbeyfahren Eckarth dem General die Stelle des Schatzes zeigte.","norm":"Nachdem das Wirths-Haus bis auf den Grund verbrannt war, fuhr der General mit der Gesellschaft durch den Wald zum anderen Wirtshaus, da denn unterwegs in Vorbeifahren Eckart dem General die Stelle des Schatzes zeigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.589000225067139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3324,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie nun den uͤbrigen Tag und die Nacht daſelbſt zugebracht hatten, machte ſich der General und beyhabende Begleitende mit anbrechenden Tage auf, nahme zwey Knechte mit Spaden und Hauen aus dem Wirthshauſe mit ſich, wie ſie nun an den Orth, allwo der Schatz verborgen lag, kamen, befahl der General zu graben, indem erhub ſich ein groſſer Sturm, daß die Knechte erſchracken, muſten aber auf Befehl des Genarals fortgraben.","norm":"Nachdem sie nun den übrigen Tag und die Nacht daselbst zugebracht hatten, machte sich der General und beyhabende Begleitende mit anbrechenden Tage auf, nahm zwei Knechte mit Spaten und Hauen aus dem Wirtshause mit sich, wie sie nun an den Ort, wo der Schatz verborgen lag, kamen, befahl der General zu graben, indem erhob sich ein großer Sturm, dass die Knechte erschraken, mussten aber auf Befehl des Genarals Fortgraben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502200126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3325,"date":1719,"orig":"Sie waren kaum einer Klaffter tieff kom̃en, da funden ſie zwey groſſe Hafen mit Ziegeln umbſetzt/ die ließ der Graf Salanin heraus heben, nahm ſie zu ſich in den Wagen, denen Knechten gab er zwey Floren Trinck Geld und ließ ſie gehen.","norm":"Sie waren kaum einer Klafter tief kommen, da fanden sie zwei große Hafen mit Ziegeln umsetzt / die ließ der Graf Solanin herausheben, nahm sie zu sich in den Wagen, denen Knechten gab er zwei Floren Trink Geld und ließ sie gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246699810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3326,"date":1719,"orig":"Als ſie nun zu den abgebrandten Wirthshauſe kamen, waren die Bauren mit ihrem Zeuge ſchon gegenwaͤrtig, damit wuꝛde ihnen befohlen bey den Bache zu graben, nachdem ſie bald zwey Klafftern tieff kamen, funden ſie des Curidors Coͤrper in bunte Tuͤcher (wie er Eckarthen erſchienen war) gewickelt, allein im Geſichte kunte man keine Geſtalt mehr erkennen.","norm":"Als sie nun zu den abgebrannten Wirtshause kamen, waren die Bauern mit ihrem Zeuge schon gegenwärtig, damit wurde ihnen befohlen bei den Bache zu graben, nachdem sie bald zwei Klaftern tief kamen, fanden sie des Curidors Körper in bunte Tücher (wie er Eckarten erschienen war) gewickelt, allein im Gesichte konnte man keine Gestalt mehr erkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.962600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3327,"date":1719,"orig":"Der General befahl auf der Seite der Land Straſſe ein tieff Grab zu machen/ den Coͤrper hinein zulegen und wohl zu verſcharꝛen, nach weniger Zeit ließ der General ein ſteinernes Creutz aufſetzen.","norm":"Der General befahl auf der Seite der Land Straße ein tief Grab zu machen / den Körper hineinzulegen und wohl zu verscharren, nach weniger Zeit ließ der General ein steinernes Kreuz aufsetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895500183105469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3328,"date":1719,"orig":"Denen Bauren gab er drey Floren vor ihre Muͤhwaltung zu vertrincken.","norm":"Denen Bauern gab er drei Floren vor ihre Mühwaltung zu vertrinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4903998374938965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3329,"date":1719,"orig":"Gegen Abend deſſelben Tages kam die Compagnie in Garpa gluͤcklich wieder an.","norm":"Gegen Abend desselben Tages kam die Compagnie in Garpa glücklich wieder an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854499816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3330,"date":1719,"orig":"Der General ließ die mitgenommene Toͤpffe in Eckarths und ander beyweſender Gegenwart oͤffnen, darinnen biß in die 5000.","norm":"Der General ließ die mitgenommene Töpfe in Ekarts und ander beywesender Gegenwart öffnen, darinnen bis in die 5000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.486599922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3331,"date":1719,"orig":"Thaler in Gold und Silber Muͤntze lagen, von welchen des Geiſtes Begehren nach zwar kein Spittal erbauet, ſondern in das Spittal geleget wurde, von welchen Intereſſen hernach gebrechliche Soldaten verpfleget worden:","norm":"Taler in Gold und Silber Münze lagen, von welchen des Geistes Begehren nach zwar kein Spittal erbauet, sondern in das Spittal gelegt wurde, von welchen Interessen hernach gebrechliche Soldaten verpfleget worden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786799907684326} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3332,"date":1719,"orig":"Eckarth der ſich wegen der ſchoͤnen Jahrs-Witterung in Garpa nicht laͤnger aufhalten wolte, beſahe mit denen Seinigen den Koͤniglichen Schatz, das Zeug Hauß, den Stern, und andere Merckwuͤrdigkeiten mehr:","norm":"Eckart der sich wegen der schönen Jahrswitterung in Garpa nicht länger aufhalten wollte, besah mit denen Seinigen den königlichen Schatz, das Zeug Haus, den Stern, und andere Merkwürdigkeiten mehr:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.678500175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3333,"date":1719,"orig":"Als er unter der Zeit einsmahls bey den General zur Tafel war, war zugleich des Generals ordinairer Medicus mit beyweſend, da wurde unter andern Fragen auch dieſe vorgeſtellt:","norm":"Als er unter der Zeit einsmals bei den General zur Tafel war, war zugleich des Generals ordinärer Medikus mit beywesend, da wurde unter anderen Fragen auch diese vorgestellt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.128499984741211} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3334,"date":1719,"orig":"Ob auch einen Menſchen der Mittags- Schlaff an ſeiner Geſundheit ſchaͤdlich oder zutraͤglich ſey?","norm":"Ob auch einen Menschen der Mittags-Schlaf an seiner Gesundheit schädlich oder zuträglich sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716700077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3335,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete mit Nein, er ſey nicht zutraͤglich.","norm":"Der Medikus antwortete mit Nein, er sei nicht zuträglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.21120023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3336,"date":1719,"orig":"Den Vortrag aus der Schola Salernitana vorzeigende:","norm":"Den Vortrag aus der Schola Salernitana vorzeigende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5640997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3337,"date":1719,"orig":"Febris, Pigrities, Capitis dolor atqve Catharrus, Hæc tibi proveniunt, ex ſomno meridiano: Fieber, Traͤgheit, Haupt-Weh, Fluͤſſe Kommen von den Mittags-Schlaff.","norm":"Febris, Pigrities, Capitis dolor atqve Catharrus, Haec tibi proveniunt, ex somno meridiano: Fieber, Trägheit, Hauptweh, Flüsse Kommen von den Mittagsschlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.027900218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3338,"date":1719,"orig":"Der General replicirte Herr Doctor, da giebt er mir ſchlechten Troſt, indem meinen Alter mir die Mittags Ruh ſehr zutraͤglich iſt, und mich mehr alard als traͤge macht.","norm":"Der General replizierte Herr Doktor, da gibt er mir schlechten Trost, indem meinen Alter mir die Mittags Ruhe sehr zuträglich ist, und mich mehr alard als träge macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.980500221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3339,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete, wann nur die Maß nicht uͤberſchritten wird.","norm":"Der Medikus antwortete, wann nur die Maß nicht überschritten wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.836100101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3340,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, mein Herr Doctor ich halte aber davor daß der Mittags-Schlaff ��o er maͤßig gleich wie der Abend-und Nacht- Schlaff gebraucht, wird einen jeden Alter zutraͤglich ſeyn, und will ich in Gegenſatz wider deſſen angefuͤhrte Salernitaniſche Regul das Contrarium mit gleicher invertirter Regul behaupten, nehmlich:","norm":"Eckart sagte, mein Herr Doktor ich halte aber davor dass der Mittagsschlaf so er mäßig gleich wie der Abend- und Nacht-Schlaf gebraucht, wird einen jeden Alter zuträglich sein, und will ich in Gegensatz wider dessen angeführte Salernitanische Regel das Contrarium mit gleicher invertierter Regel behaupten, nämlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8140997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3341,"date":1719,"orig":"Febris, Pigrities, Capitis dolor atqve Catharrus, Nunquam proveniunt ex ſomno meridiano.","norm":"Febris, Pigrities, Capitis dolor atqve Catharrus, Nunquam proveniunt ex somno meridiano.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.235799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3342,"date":1719,"orig":"Fieber, Traͤgheit, Haupt-Weh, Fluͤſſe Kommen nicht von Mittags-Schlaff.","norm":"Fieber, Trägheit, Hauptweh, Flüsse Kommen nicht von Mittagsschlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.835999965667725} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3343,"date":1719,"orig":"Jch verhoffe wohl nicht daß mein Herr Doctor dieſe Regul, die ehemahls einer Perſon, vielleicht aus erheblichen Urſachen und in Wahrſchauung ſeiner Leibes-Conſtitution und anfallenden Zufaͤllen ordinirt werden, nunmehro allen und jeden ſelbige zu obſerviren verbunden ſey, ſtatuiren werde.","norm":"Ich verhoffe wohl nicht dass mein Herr Doktor diese Regel, die ehemals einer Person, vielleicht aus erheblichen Ursachen und in Wahrschauung seiner Leibeskonstitution und anfallenden Zufällen ordiniert werden, nunmehr allen und jeden selbige zu observieren verbunden sei, statuieren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.825900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3344,"date":1719,"orig":"Jch zweifele gar nicht/ derſelbe wird die Geſundheits-Ordnung der Scholæ Salernitanæ accurat wiſſen, und ihme wie ſie ausgegeben worden, nicht verborgen ſeyn, doch aber der hohen Geſellſchafft den Anfang derſelben vorzuzeigen, wird derſelbe mir meinen Gegenſatz zu erleutern die Hiſtoria und Urſache der Ordinirung zu erzehlen, guͤnſtig erlauben:","norm":"Ich zweifele gar nicht / derselbe wird die Gesundheits-Ordnung der Scholae Salernitanae akkurat wissen, und ihm wie sie ausgegeben worden, nicht verborgen sein, doch aber der hohen Gesellschaft den Anfang derselben vorzuzeigen, wird derselbe mir meinen Gegensatz zu erläutern die Historia und Ursache der Ordinierung zu erzählen, günstig erlauben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814000129699707} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3345,"date":1719,"orig":"Als in den Hoͤchſt-Glorwuͤrdigſten Zug Gottfrieds von Bouillon, Hertzogs in Lotharingen wider die Tuͤrcken, viel Koͤnig-und Fuͤrſtliche Perſonen ſich mit vergeſellſchaffteten, unter welchen auch des Koͤnigs in Engelland u. Normandiens aͤltiſter Sohn Printz Robert ſich befand, wurde derſelbe in der Belag-und Eroberung der Stadt Jeruſalem in ſeinen rechten Arm mit einen vergifften Pfeil verletzt, nach Ausziehung deſſen gerieth die Wunde ſo uͤbel daß ſie in eine Fiſtel gienge, damit nun dieſer Erb-und Cron-Printz moͤchte erhalten und conſervirt werden, wurde der zur ſelbigen Zeit hoͤchſt-beruͤhmte Medicus Joannes de Mediolano, mit dem damahligen durch viel Jahr- Hundert florirenden Collegio Medico Salernitano, was zu thun waͤre?","norm":"Als in den Höchst-Glorwürdigsten Zug Gottfrieds von Bouillon, Herzogs in Lothringen wider die Türken, viel König- und Fürstliche Personen sich mit vergesellschafteten, unter welchen auch des Königs in England u. Normandiens ältester Sohn Prinz Robert sich befand, wurde derselbe in der Belag-und Eroberung der Stadt Jerusalem in seinen rechten Arm mit einen vergiften Pfeil verletzt, nach Ausziehung dessen geriet die Wunde so übel dass sie in eine Fistel ginge, damit nun dieser Erb-und Kronprinz möchte erhalten und konserviert werden, wurde der zur selbigen Zeit höchstberühmte Medikus Joannes de Mediolano, mit dem damaligen durch viel Jahr-Hundert florierenden Collegio Medico Salernitano, was zu tun wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216400146484375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3346,"date":1719,"orig":"damit durch eine ihme zutraͤgliche Geſundheits-oder Diæt Ordnung, der Printz ſich verhalten moͤge, umb Rath befraget:","norm":"damit durch eine ihm zuträgliche Gesundheits- oder Diät Ordnung, der Prinz sich verhalten möge, um Rat befraget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.714600086212158} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3347,"date":1719,"orig":"Dieſe nun aus Liebe gegen ihren Printzen, machten allerhand Diæt-Regeln, brachten ſie zu Pappier, da denn dieſe vielleicht aus erheblichen Urſachen Fuge ſomnum meridianum: Fliehe den Mittags-Schlaff mit beygeſetzt, und zu mehrer Achthabung, die daraus entſtehende Zufaͤlle in erwehnten Verß Febris &c. angehencket worden ſind.","norm":"Diese nun aus Liebe gegen ihren Prinzen, machten allerhand Diätregeln, brachten sie zu Papier, da denn diese vielleicht aus erheblichen Ursachen Fuge somnum meridianum: Fliehe den Mittagsschlaf mit beigesetzt, und zu mehrerer Achthabung, die daraus entstehende Zufälle in erwähnten Vers Febris & c. angehängt worden sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.290599822998047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3348,"date":1719,"orig":"Dieſe Regul nun die damahln dieſem Pꝛintz zu Conſervirung ſeiner Conſtitution gegeben worden, hat man nach folgender Zeit vor general, allen und jeden Perſonen zu obſerviren angenom̃en und als eine Grund-Regul vorgeſtellet; Denn das folget nicht! daß was ich einem Individuo, zu Eꝛhaltung ſeiner Geſundheit ꝛathe, andeꝛn eben dieſes zu gebrauchen verbunden ſeyn muͤſten.","norm":"Diese Regel nun die damals diesem Prinz zu Konservierung seiner Konstitution gegeben worden, hat man nach folgender Zeit vor General, allen und jeden Personen zu observieren angenommen und als eine Grundregul vorgestellt; denn das folget nicht! dass was ich einem Individuo, zu Erhaltung seiner Gesundheit rate, andern eben dieses zu gebrauchen verbunden sein müssten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.147200107574463} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3349,"date":1719,"orig":"Es wird mir ein Jedermann, daß durch den Schlaff der Menſch ſeine Kraͤffte gleichſam erquicket und erneuert, zugeſtehen, und was zertheilet die umbziehende Duͤnſte, lindert die Hauptſchmertzen, ermuntert den muͤden und von Arbeit, Sorgen und Kuͤmmerniß abgematteten Leib?","norm":"Es wird mir ein Jedermann, dass durch den Schlaf der Mensch seine Kräfte gleichsam erquicket und erneuert, zugestehen, und was zerteilet die umziehende Dünste, lindert die Hauptschmerzen, ermuntert den müden und von Arbeit, Sorgen und Kümmernis abgematteten Leib?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.625800132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3350,"date":1719,"orig":"Der Schlaff.","norm":"Der Schlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.429500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3351,"date":1719,"orig":"Was gibt in Kranckheiten das beſte Sublevamen und Erholung?","norm":"Was gibt in Krankheiten das beste Sublevamen und Erholung?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.069600105285645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3352,"date":1719,"orig":"Der Schlaff.","norm":"Der Schlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.429500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3353,"date":1719,"orig":"Was benimmt in denen Fiebern die gefaͤhrlichẽ Paroxyſſmos?","norm":"Was benimmt in denen Fiebern die gefährlichen Paroxyssmos?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.076399803161621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3354,"date":1719,"orig":"Der Schlaff.","norm":"Der Schlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.429500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3355,"date":1719,"orig":"Was mindert in denen Catharris und Leibes- Fluͤſſen die Schaͤꝛffe und Zufluß?","norm":"Was mindert in denen Catharris und Leibes-Flüssen die Schärfe und Zufluss?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.946000099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3356,"date":1719,"orig":"Der Schlaff.","norm":"Der Schlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.429500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3357,"date":1719,"orig":"Was procurirt einen guten Schweiß die unnoͤthige Feuchtigkeiten auszutreiben?","norm":"Was procurirt einen guten Schweiß die unnötige Feuchtigkeiten auszutreiben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.096199989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3358,"date":1719,"orig":"Der Schlaff.","norm":"Der Schlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.429500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3359,"date":1719,"orig":"So nun der Schlaff, in benannten und andern Zufaͤllen mehr ſo groſſe Huͤlffe thut, wie kan man ihn denn die Urſache allerley Schaͤdligkeiten, wie der anberaunte Verß anzeiget, zu erwecken, zu ſeyn Schuld geben.","norm":"So nun der Schlaf, in benannten und anderen Zufällen mehr so große Hilfe tut, wie kann man ihn denn die Ursache allerlei Schädlichkeiten, wie der anberaunte Vers anzeiget, zu erwecken, zu sein schuld geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.042399883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3360,"date":1719,"orig":"Erſiehet nun der Herr Doctor hieraus, daß dieſe gantz ungegꝛuͤndete Hypotheſis falſch und nichtig iſt.","norm":"Ersieht nun der Herr Doktor hieraus, dass diese ganz ungegründete Hypothesis falsch und nichtig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649600028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3361,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete.","norm":"Der Medikus antwortete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.469099998474121} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3362,"date":1719,"orig":"Jch muß zugeſtehen, daß meines Patrons Vortrag richtig ſey, ſolches aber iſt nur zu verſtehen von den Nachtnicht aber von den Mittags-Schlaff; Eckarth replicirte: was mir der Nacht-Schlaff wircket, muß mir auch wohl der Mittags-Schlaff in benoͤthigten Zufaͤllen ausrichten, und warumb koͤñen nicht gleiche Zufaͤlle aus den Nacht- Schlaff als aus den Mittags-Schlaff eniſtehen? und was hindert hieran die Zeit, ſolte es die Unmaͤßigkeit und Uberfluß verurſachen, ſo wird der Mittags-Schlaff am Tage viel eher unterbrochen als in der Nacht.","norm":"Ich muss zugestehen, dass meines Patrons Vortrag richtig sei, solches aber ist nur zu verstehen von den Nachtnichte aber von den Mittagsschlaf; Eckart replizierte: Was mir der Nachtschlaff wirket, muss mir auch wohl der Mittagsschlaf in benötigten Zufällen ausrichten, und warum können nicht gleiche Zufälle aus den Nacht-Schlaf als aus den Mittagsschlaf enistehen? und was hindert hieran die Zeit, sollte es die Unmäßigkeit und Überfluss verursachen, so wird der Mittagsschlaf am Tage viel eher unterbrochen als in der Nacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.984600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3363,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach: Geſetzt ich ließ es zu, daß Fieber, Traͤgheit und Haupt-Weh, eben aus den Mittags- Schlaff nicht verurſachet wuͤrden, ſo kan doch nicht geleugnet werden/ daß eben die Catharri und Fluͤſſe/ Schnuppen ꝛc. von ſolchen herkommen; denn wann wir denen Catharris ihren eigentlichen Nahmen geben/ ſo heiſſen ſie Diſtillationes, Abtroͤpffungen/ welches nichts anders ſind/ als uͤberfluͤßige Humores (Feuchtigkeiten) die im Haupte/ theils aus Zuſammenſammlungen derer Feuchtigkeiten im Gehirne/ theils von denen durch den Coͤrper zum Haupt geſchickten Duͤnſten entſtanden/ in die untere Theile fallen und Fluͤſſe cauſiren:","norm":"Der Medikus sprach: Gesetzt ich ließ es zu, dass Fieber, Trägheit und Hauptweh, eben aus den Mittags-Schlaf nicht verursachet würden, so kann doch nicht geleugnet werden / dass eben die Katarrhe und Flüsse / Schnuppen etc. von solchen herkommen; denn wann wir denen Catharris ihren eigentlichen Namen geben / so heißen sie Distillationes, Abtropfungen / welches nichts anders sind / als überflüssige Humores (Feuchtigkeiten) die im Haupte / teils aus Zusammensammlungen derer Feuchtigkeiten im Gehirne / teils von denen durch den Körper zum Haupt geschickten Dünsten entstanden / in die untere Teile fallen und Flüsse kausieren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.175399780273437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3364,"date":1719,"orig":"Dieſe Auffduͤnſtung und Feuchtigkeiten welche bey Tages-Zeit vermittelſt des ausgehenden Schweiſſes durch die Haut ausgetrieben und zertheilet werden/ wuͤrden durch den Tages-Schlaff gleichſam dem Haupt zugetrieben/ u. fuͤllten das Gehirne mit allzuvielen Feuchtigkeiten an.","norm":"Diese Auffdünstung und Feuchtigkeiten welche bei Tageszeit vermittels des ausgehenden Schweißes durch die Haut ausgetrieben und zerteilet werden / würden durch den Tages-Schlaff gleichsam dem Haupt zugetrieben / u. füllten das Gehirne mit allzu vielen Feuchtigkeiten an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.724999904632568} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3365,"date":1719,"orig":"Mein Herr Doctor, deſſen laß ich mich Niemanden wer der auch ſey/ bereden/ daß die moleſtirende Duͤnſte bey Tage-Zeit Wachende eher als Schlaffende ſich zertheilen ſolten.","norm":"Mein Herr Doktor, dessen lass ich mich Niemanden wer der auch sei / bereden / dass die molestierende Dünste bei Tagezeit Wachende eher als Schlaffende sich zerteilen sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.549799919128418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3366,"date":1719,"orig":"Jch hoffe daß ich ſo wohl zuvor als jetzo zur Sattſamkeit werde bewieſen haben/ daß der Mittags-Schlaff (bevoraus bey Krancken die den Schlaff mitnehmen muͤſſen/ wann ſie koͤnnen/ nicht wann ſie wollen) hoͤchſt zuzulaſſen ſey/ ſo wohl die Kraͤffte des Leibes zu erquicken/ als auch zu allen natuͤrlichen Verrichtungen ſtaͤrcke mitzutheilen/ und die Kraͤncklichen Zufaͤlle deſto gluͤcklicher zu vertreiben/ dannenhero im geringſten nicht zubefuͤrchten iſt/ daß dergleichen ſchaͤdliche Ungelegenheiten/ welche die Salernitani erzehlen/ aus den Mittags- Schlaff entſtehen koͤnnen; zumahln wannſolcher nicht exceſſiv und uͤberfluͤßig iſt/ welches auch durch uͤbermaͤßigen Nacht-Schlaff gleichfalls kan verurſachet werden.","norm":"Ich hoffe dass ich so wohl zuvor als jetzt zur Sattsamkeit werde bewiesen haben / dass der Mittagsschlaf (bevoraus bei Kranken die den Schlaf mitnehmen müssen / wann sie können / nicht wann sie wollen) höchst zuzulassen sei / sowohl die Kräfte des Leibes zu erquicken / als auch zu allen natürlichen Verrichtungen Stärke mitzuteilen / und die kränklichen Zufälle desto glücklicher zu vertreiben / dannenher im Geringsten nicht zubefürchten ist / dass dergleichen schädliche Ungelegenheiten / welche die Salernitani erzählen / aus den Mittags-Schlaf entstehen können; zumal wannsolcher nicht exzessiv und überflüssig ist / welches auch durch übermäßigen Nachtschlaff gleichfalls kann verursachet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4045000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3367,"date":1719,"orig":"Moderata durant, Maß gibt Daure.","norm":"Moderata durant, Maß gibt Daure.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.153300285339355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3368,"date":1719,"orig":"Wannenhero ich nochmahln ſage.","norm":"Wannenhero ich nochmals sage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.798100471496582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3369,"date":1719,"orig":"Febris, Pigrities, Capitis dolor, atqve Catharrus Nunquam proveniunt ex Somno meridiano.","norm":"Febris, Pigrities, Capitis dolor, atqve Catharrus Nunquam proveniunt ex Somno meridiano.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.328800201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3370,"date":1719,"orig":"Fieber/ Traͤgheit/ Haupt-Weh/ Fluͤſſe/ Kommen nicht von Mittags-Schlaff.","norm":"Fieber / Trägheit / Hauptweh / Flüsse / Kommen nicht von Mittagsschlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.020699977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3371,"date":1719,"orig":"Der General ſahe den Medicum an/ und ſprach: Herꝛ Doctor, wie gefaͤllt ihn Monſieur Eckarths Raiſonnirung von Mittags-Schlaff/ ich werde kuͤnfftig mir den Mittags-Schlaff doch cum moderamine recommendirt ſeyn laſſen.","norm":"Der General sah den Medicum an / und sprach: Herr Doktor, wie gefällt ihn Monsieur Ekarts Raisonierung von Mittagsschlaf / ich werde künftig mir den Mittagsschlaf doch cum moderamine rekommandiert sein lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.457900047302246} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3372,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete: der Herr General hat meine hievon ſchon laͤngſt wanckende Meynung durch ſeinen wohl-gegruͤndeten Diſcours firm gemacht; daß ich kuͤnfftig hin meinen Patienten den Mittags-Schlaff nicht ſo hefftig widerrathen werde.","norm":"Der Medikus antwortete: Der Herr General hat meine hiervon schon längst wankende Meinung durch seinen wohlgegründeten Discours firm gemacht; dass ich künftig hin meinen Patienten den Mittagsschlaf nicht so heftig widerraten werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.418200016021728} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3373,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte: wann ich eine Expedition vor mir hatte und ich nur eine Stunde ruhen und ſchlaffen kunte/ war ich hernach die gantze Nacht alard und munter meine Sachen auszurichten.","norm":"Eckart sagte: wann ich eine Expedition vor mir hatte und ich nur eine Stunde ruhen und schlafen konnte / war ich hernach die ganze Nacht alard und munter meine Sachen auszurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3190999031066895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3374,"date":1719,"orig":"Doch wann man bey den Mittags-Eſſen ſich mit Eſſen und Trincken ziemlich angefuͤllet hat/ und wolte bald darauff der Mittags-Ruhe pflegen/ zweifele ich nicht es werde hier der Mittags-Schlaff mehr ſchaden als Vortheil bringen/ Moderata durant, ſo auch hier; nachdem noch ein und andeꝛe Diſcourſe vorgebracht worden/ nahmen die Herren Gaͤſte und Eckarth vom General ihr Adieu.","norm":"Doch wann man bei den Mittagessen sich mit Essen und trinken ziemlich angefüllt hat / und wollte bald darauf der Mittagsruhe pflegen / zweifele ich nicht es werde hier der Mittagsschlaf mehr schaden als Vorteil bringen / Moderata durant, so auch hier; nachdem noch ein und andere Diskurse vorgebracht worden / nahmen die Herren Gäste und Eckart vom General ihr Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.684500217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3375,"date":1719,"orig":"Eckarth wie er nach Hauſe kam/ traf er bey Siegfried und Gottharten den Medicum Pilovski an/ mit welchen er ſich bewillkommte/ mit Erſuchen die wenige Zeit daß ſie ſich noch in Garpa aufhalten moͤchten ihnen die Ehre der Beſuchung zu goͤnnen.","norm":"Eckart wie er nach Hause kam / traf er bei Siegfried und Gottharten den Medicum Pilovski an / mit welchen er sich bewillkommte / mit Ersuchen die wenige Zeit dass sie sich noch in Garpa aufhalten möchten ihnen die Ehre der Besuchung zu gönnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.873899936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3376,"date":1719,"orig":"Pilovski bedanckte ſich vor angebothene hohe Reflexion, ſagende:","norm":"Pilovski bedankte sich vor angebotene hohe Reflexion, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.730000019073486} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3377,"date":1719,"orig":"Jch habe eine Reiſe vor mir ehiſtens nach Wien zu verreiſen/ und weil ich vernehme daß Ew. Excellenz, Stille!","norm":"Ich habe eine Reise vor mir ehestens nach Wien zu verreisen / und weil ich vernehme dass Ew. Exzellenz, Stille!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.353199958801269} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3378,"date":1719,"orig":"Stille!","norm":"Stille!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.618299961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3379,"date":1719,"orig":"Monſieur Pilovski, mit dem Titul/ er mag noch verdeckt bleiben/ Pilovski fuhr fort/ eben den Weg vor ſich haben/ wann ſie ſo gnaͤdig ſeyn wolten/ mich pro rata in dero Compagnie vergeſellſchafftet ſeyn zu laſſen.","norm":"Monsieur Pilovski, mit dem Titel / er mag noch verdeckt bleiben / Pilovski fuhr fort / eben den Weg vor sich haben / wann sie so gnädig sein wollten / mich pro rata in deren Compagnie vergesellschaftet sein zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.069499969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3380,"date":1719,"orig":"Warumb nicht Monſieur Pilovski, antwortete Eckarth/ ſo koͤnnen wir uns die Zeit deſto vergnuͤglicher verkuͤrtzen.","norm":"Warum nicht Monsieur Pilovski, antwortete Eckart / so können wir uns die Zeit desto vergnüglicher verkürzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.750199794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3381,"date":1719,"orig":"Wir ſind aber geſinnet mit der neue Woche in Goͤttlichen Geleite unſere Reiſe fortzuſetzen.","norm":"Wir sind aber gesinnt mit der neue Woche in Göttlichen Geleite unsere Reise fortzusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.168600082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3382,"date":1719,"orig":"Pilovski bedanckte ſich vor geneigte Willfahrung und ſprach:","norm":"Pilovski bedankte sich vor geneigte Willfahrung und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.256400108337402} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3383,"date":1719,"orig":"Jch bin fertig auch Morgen geliebts GOtt die Reiſe anzutreten:","norm":"Ich bin fertig auch Morgen geliebtes Gott die Reise anzutreten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.322199821472168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3384,"date":1719,"orig":"Nachdem machte Pilovski ſeine Reverenze und beurlaubte ſich mit unſern Reiſenden.","norm":"Nachdem machte Pilovski seine Reverenz und beurlaubte sich mit unseren Reisenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.451799869537353} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3385,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte/ Monſieur Pilovski Morgen geliebts Gott ſehen wir einander wieder.","norm":"Eckart sagte / Monsieur Pilovski Morgen geliebtes Gott sehen wir einander wieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.029899597167969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3386,"date":1719,"orig":"Wie mein Patron befiehlt ſo gehorſame ich; die uͤbrige Zeit uͤber als unſere Reiſende ſich in Garpa noch arretirten machten ſie zu inſtehender Reiſe alles fertig.","norm":"Wie mein Patron befiehlt so gehorsame ich; die übrige Zeit über als unsere Reisende sich in Garpa noch arretierten machten sie zu einstehender Reise alles fertig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.672299861907959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3387,"date":1719,"orig":"Als der General Salanin unſere Reiſende mit einen Letz-Mahl beehrte/ ließ Eckarth durch Andreas denen Fraͤulein Salanin allerhand feine Leinwand/ Spitzen/ Band und allerhand ſilbernen Galanterien in ſchoͤnen geflochtenen Hand- Schaalen uͤberbꝛingen/ mit Bitte mit dem wenigen gnaͤdigſt vor willen zu nehmen/ die Frau Generalin gab den Uberbringer 6. Ducaten Recompens, mit ſchuldigſteꝛ Danckſagung vor ihꝛe Tochter an Eck arthen.","norm":"Als der General Solanin unsere Reisende mit einen Letz-Mahl beehrte / ließ Eckart durch Andreas denen Fräulein Solanin allerhand feine Leinwand / Spitzen / Band und allerhand silbernen Galanterien in schönen geflochtenen Hand-Schalen überbringen / mit Bitte mit dem wenigen gnädigst vor Willen zu nehmen / die Frau Generalin gab den Überbringer 6. Dukaten Rekompens, mit schuldigster Danksagung vor ihre Tochter an Eck Arten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.129199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3388,"date":1719,"orig":"Nach geſchehener Mahlzeit nahm Eck arth/ Siegfried und Gotthart ihr gebuͤhrendes Valet vom General, ſeiner Frau Gemahlin und Fraͤulein Tochter ſich vor alle hohe Zuneigung und Gnade gehorſamſt bedanckende:","norm":"Nach geschehener Mahlzeit nahm Eck Art / Siegfried und Gotthart ihr gebührendes Valet vom General, seiner Frau Gemahlin und Fräulein Tochter sich vor alle hohe Zuneigung und Gnade gehorsamst bedankende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.339600086212158} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3389,"date":1719,"orig":"Dergleichen von ihnen gegen unſere Reiſende wieder geſchahe mit tauſendfacher Gluͤckwuͤntſchung zu deren vorhabender Reiſe.","norm":"Dergleichen von ihnen gegen unsere Reisende wieder geschah mit tausendfacher Glückwünschung zu deren vorhabender Reise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.052299976348877} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3390,"date":1719,"orig":"Ferner ließ Eckarth durch Siegfrieden von denen andern Officiren Adieu nehmen.","norm":"Ferner ließ Eckart durch Siegfrieden von denen anderen Offizieren Adieu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.240699768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3391,"date":1719,"orig":"Monſieur Kronau verehrte er eine Sack-Uhr und der Soldateſca 50. Fl. weil auch Pilovski fertig war/ und ſie was zur Reiſe noͤthig unter einander abgeredet hatten/ ließ den Wirth und die Wirthin ruffen/ contentirte ſie/ und gab den kleinen Pathgen ein Gold-Stuͤck von 10. Ducaten/ davor ſie ſich bedanckten/ womit unſere Reiſende ſich mit ihnen verabſcheideten/ und ihren Weg unter goͤttlichen Geleite in Accompagnirung des Medici Pilovski nach Wien fortſetzten.","norm":"Monsieur Kronau verehrte er eine Sackuhr und der Soldateska 50. Fl . weil auch Pilovski fertig war / und sie was zur Reise nötig untereinander abgeredet hatten / ließ den Wirt und die Wirtin rufen / kontentierte sie / und gab den kleinen Paten ein Goldstück von 10. Dukaten / davor sie sich bedankten / womit unsere Reisende sich mit ihnen verabschiedeten / und ihren Weg unter göttlichen Geleite in Akkompagnierung des Medici Pilovski nach Wien fortsetzten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3392,"date":1719,"orig":"Damit unſere Reiſe-Compagnie die Zeit vertreiben moͤchten/ muſte Andreas ſeine noch uͤbrige Wiſſenſchafften von denen Marcktſchreyern vortratragen.","norm":"Damit unsere Reisecompagnie die Zeit vertreiben möchten / musste Andreas seine noch übrige Wissenschaften von denen Marktschreiern Vorteratragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.769700050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3393,"date":1719,"orig":"Er ſagte/ ich habe wohl meinen Sack ziemlich ausgelediget/ noch fallen mir eine Arth von ihnen ein/ welche ſie Uniquitiſten nennen/ eine Sorte die mit einer Artzeney alle Kranckheiten curiren wollen.","norm":"Er sagte / ich habe wohl meinen Sack ziemlich ausgelediget / noch fallen mir eine Art von ihnen ein / welche sie Uniquitisten nennen / eine Sorte die mit einer Arznei alle Krankheiten kurieren wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706200122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3394,"date":1719,"orig":"Unter denen iſt mir einer bekannt/ der wolte die Leute beꝛeden/ er haͤtte Pillen/ bey deren Gebrauch nicht allein die Kranckheiten weichen/ ſondern auch die Geſunden in ihrer Geſundheit eꝛhalten muͤſten; wann ihn jemand umb Rath fragte/ was er in ſeinẽ Zufall bꝛauchen muͤſte/ ſprach er/ nehmt Pillen ein/ daß endlich unter denen Harlequins in ihren Schertz-Reden zum Sprichwort wurde: nehmt Pillen ein.","norm":"Unter denen ist mir einer bekannt / der wollte die Leute bereden / er hätte Pillen / bei deren Gebrauch nicht allein die Krankheiten weichen / sondern auch die Gesunden in ihrer Gesundheit erhalten müssten; wann ihn jemand um Rat fragte / was er in seinen Zufall brauchen müsste / sprach er / nehmt Pillen ein / dass endlich unter denen Harlequins in ihren Scherz-Reden zum Sprichwort wurde: nehmt Pillen ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.995200157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3395,"date":1719,"orig":"Dieſer Artzt hatte einen ſo groſſen Zulauff/ daß obgleich er/ ſein Weib und die Geſellſchafft den gantzen Tag Pillen machten/ ſie dennoch des Abgangs wegen nicht genung verfertigen kunten.","norm":"Dieser Arzt hatte einen so großen Zulauf / dass obgleich er / sein Weib und die Gesellschaft den ganzen Tag Pillen machten / sie dennoch des Abgangs wegen nicht genug verfertigen konnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4720001220703125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3396,"date":1719,"orig":"Pilovski ſagte:","norm":"Pilovski sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"lv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.135799884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3397,"date":1719,"orig":"Wer weiß ob er auch gleich jenen Agyrtæ nicht haͤtte pꝛopheceyen koͤnnen; denn als einer ſein Pferd verlohren hatte, gieng er auch zu einen ſolchen Pillen-Kraͤmer umb Rath fragende/ was er doch thun ſolte/ damit er ſein Pferd wieder finden moͤchte?","norm":"Wer weiß ob er auch gleich jenen Agyrtae nicht hätte prophezeien können; denn als einer sein Pferd verloren hatte, ging er auch zu einen solchen Pillen-Krämer um Rat fragende / was er doch tun sollte / damit er sein Pferd wieder finden möchte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063199996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3398,"date":1719,"orig":"Der Landſtreicher ſagte/ nehmt Pillen ein/ und gab ihm einige derſelben zu verſchlingen; der Bauer gehet nach Hauſe/ wie er in Buſch kommt/ wircken die Pillen daß er ſich decken muß.","norm":"Der Landstreicher sagte / nehmt Pillen ein / und gab ihm einige derselben zu verschlingen; der Bauer geht nach Hause / wie er in Busch kommt / wirken die Pillen dass er sich decken muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.54580020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3399,"date":1719,"orig":"Was geſchicht/ als er ſich wieder anlegen will/ erſiehet er ſein Pferd/ das in der Hoͤhe ſtehet und weydet; Der Bauer nimmt ſein Pferd und reitet nach Hauſe/ den Stuͤmpler mit ſeinen Pillen hoch erhebende:","norm":"Was geschieht / als er sich wieder anlegen will / ersieht er sein Pferd / das in der Höhe steht und weidet; der Bauer nimmt sein Pferd und reitet nach Hause / den Stümpler mit seinen Pillen hoch erhebende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.973499774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3400,"date":1719,"orig":"Gotthart fieng an zu laͤcheln.","norm":"Gotthart fing an zu lächeln.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.493100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3401,"date":1719,"orig":"Siegfried fragte/ Herr Bruder was kommt dir ſo laͤcherlich vor?","norm":"Siegfried fragte / Herr Bruder was kommt dir so lächerlich vor?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.364399909973144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3402,"date":1719,"orig":"Gotthart antwortete/ Ach nichts.","norm":"Gotthart antwortete / Ach nichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.208900451660156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3403,"date":1719,"orig":"Siegfried aber noͤthigte ihn/ daß er es ſagen muſte/ Gotthart ſprach/ weiln der Pillen gedacht worden/ faͤllt mir jene Rollwagiſche Hiſtoria bey/ daß ein Bauer gerne geſehen/ daß ſein Sohn ein Doctor worden waͤre/ reſolvirt ſich/ gehet mit ſeinem Sohne zum Doctor ihn fragende/ wie lange er ſeinen Sohn entrathen muͤſte/ ehe und bevor er koͤnte ein Doctor werden/ der Doctor antwortete/ da gehoͤrte eine lange Zeit darzu/ doch koͤnte er auch in kurtzer Zeit darzu gelangen/ wann ihm der Bauer einẽ Ducaten gebe/ ſo wolte er ihme etwas zu brauchẽ geben/ daß wo er es behaltẽ wuͤꝛde ſo wuͤꝛde er gewiß ein Doctor weꝛden; den Baueꝛ dauchte daß ein Ducatẽ zu viel waͤre/ handelte mit dem Doctor auf einen Thaler/ der Doctor nim̃t einen Loͤffel mit Bier/ ſchuͤttet eine ziemlich Quantität Pillen ein und giebt ſie dem Canditato, der Canditatus ſchlingt das Bier ab/ die Pillen bleiben ihm im Halſe/ der will ſie ausſpeyen/ der Vater rufft: Sohn bewahre den Doctor er koſt einen Thaler/ der Doctor gibt ihm Bier zum Nachſchwemmen biß ſie der Canditatus hinunter brachte. O ho! ſagte er/ wenn allen die Doctor ſo ſchwer eingehen/ als mir/ ſo wundert mich warumb ihrer ſo viel werden; Der Bauer bezahlte den Doctor und gieng mit ſeinen Herrn Doctorando nach Hauſe ſeinem Weibe die bona nova zu weiſen.","norm":"Siegfried aber nötigte ihn / dass er es sagen musste / Gotthart sprach / weil der Pillen gedacht worden / fällt mir jene Rollwagische Historia bei / dass ein Bauer gerne gesehen / dass sein Sohn ein Doktor worden wäre / resolviert sich / geht mit seinem Sohne zum Doktor ihn fragende / wie lange er seinen Sohn entraten müsste / ehe und bevor er könnte ein Doktor werden / der Doktor antwortete / da gehörte eine lange Zeit dazu / doch könnte er auch in kurzer Zeit dazu gelangen / wann ihm der Bauer einen Dukaten gebe / so wollte er ihm etwas zu brauchen geben / dass wo er es behalten würde so würde er gewiss ein Doktor werden; den Bauer tauchte dass ein Dukaten zu viel wäre / handelte mit dem Doktor auf einen Taler / der Doktor nimmt einen Löffel mit Bier / schüttet eine ziemlich Quantität Pillen ein und gibt sie dem Canditato, der Canditatus schlingt das Bier ab / die Pillen bleiben ihm im Halse / der will sie ausspeien / der Vater ruft: Sohn bewahre den Doktor er kost einen Taler / der Doktor gibt ihm Bier zum Nachschwemmen bis sie der Canditatus hinunterbrachte . O ho! sagte er / wenn allen die Doktor so schwer eingehen / als mir / so wundert mich warum ihrer so viel werden; der Bauer bezahlte den Doktor und ging mit seinen Herrn Doctorando nach Hause seinem Weibe die bona nova zu weisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.981599807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3404,"date":1719,"orig":"Unterwegens ſprach der Sohn/ Vater ich muß mich ſetzen; der Vater warnte und drohete ihn/ er muͤſte halten oder er wolte ihn rein ausſchlagen.","norm":"Unterwegs sprach der Sohn / Vater ich muss mich setzen; der Vater warnte und drohte ihn / er müsste halten oder er wollte ihn rein ausschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.59630012512207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3405,"date":1719,"orig":"Der Canditatus haͤlt ſo viel ihm moͤglich/ allein es war ihm ohnmoͤglich das Examen auszuhalten/ er konte es nicht bewahren/ der Vater mochte drohen wie er wolte/ Summa der Doctor hatte ſeinen Ausgang geſucht.","norm":"Der Canditatus hält so viel ihm möglich / allein es war ihm unmöglich das Examen auszuhalten / er konnte es nicht bewahren / der Vater mochte drohen wie er wollte / Summa der Doktor hatte seinen Ausgang gesucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468999862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3406,"date":1719,"orig":"Der Vater wolte durchaus der Sohn ſolte den Doctor wieder einfreſſen: allein der Sohn bedanckte ſich vor dem Doctor-Gerichte/ und lieff vor den mit den Pruͤgel ihn veꝛfolgenden Vater dem Dorffe und Mutter zu/ welche in Beykommen ihres Mannes den Handel ſchlichtete?","norm":"Der Vater wollte durchaus der Sohn sollte den Doktor wieder einfressen: allein der Sohn bedankte sich vor dem Doktor-Gerichte / und lief vor den mit den Prügel ihn verfolgenden Vater dem Dorfe und Mutter zu / welche in Beikommen ihres Mannes den Handel schlichtete?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.719699859619141} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3407,"date":1719,"orig":"Siegfried antwortete:","norm":"Siegfried antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.400000095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3408,"date":1719,"orig":"Der Herr Bruder iſt ein ſchlimmer Gaſt:","norm":"Der Herr Bruder ist ein schlimmer Gast:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808199882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3409,"date":1719,"orig":"Pilovski ſagte/ es geſchicht wohl zum offtern/ daß es manchen eingebildeten Dockthorn gleich dem Bauer-Jungen ergehet.","norm":"Pilovski sagte / es geschieht wohl zum Öfteren / dass es manchen eingebildeten Doktoren gleich dem Bauerjungen ergehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.123199939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3410,"date":1719,"orig":"Dieweil aber nichts ſo ungereiment und ungeſchickt ausſiehet/ es fuͤhret allezeit etwas gutes und zutraͤglichs bey ſich.","norm":"Dieweil aber nichts so ungereimt und ungeschickt aussieht / es führt allezeit etwas Gutes und Zuträgliches bei sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.207699775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3411,"date":1719,"orig":"Sehen wir unſern Uniquitiſtiſchen Medicaſtrum an/ daß er alle Zufaͤlle mit ſeinen Pillen curiren will und denen Leuthen die Impreſſion duꝛch erfolgte Huͤlffe eingebracht/ daß ſie darauff eine gute Reflexion und Vertrauen geſetzt? ſo kan ich dieſe Methode nicht gaͤntzlich improbiren.","norm":"Sehen wir unseren Uniquitistischen Medicastrum an / dass er alle Zufälle mit seinen Pillen kurieren will und denen Leuten die Impression durch erfolgte Hilfe eingebracht / dass sie darauf eine gute Reflexion und Vertrauen gesetzt? so kann ich diese Methode nicht gänzlich improbiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.047200202941894} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3412,"date":1719,"orig":"Jch halte gaͤntzlich davor/ daß ſeine Compoſitio pillularum nicht von allzuhefftigen Ingredientibus wird gemacht ſeyn.","norm":"Ich halte gänzlich davor / dass seine Compositio pillularum nicht von heftigen Ingredientibus wird gemacht sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.411399841308594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3413,"date":1719,"orig":"Wann er gegenwaͤrtig waͤre/ ich zweifele nicht/ ich wolte die Compoſition erꝛathen/ und dieſe kan meines Eꝛachtens in allen denẽ Zufaͤllen/ worzu dergleichen Agyrtæ conſuliret werden/ gebraucht werden.","norm":"Wann er gegenwärtig wäre / ich zweifele nicht / ich wollte die Komposition erraten / und diese kann meines Erachtens in allen den Zufällen / wozu dergleichen Agyrtae consuliret werden / gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.613500118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3414,"date":1719,"orig":"Wer will mir leugnen: daß ein Laxans, (denn hoͤhern und hefftigeren Effect werden dieſe Pillen nicht thun/) in qvocunqve affectu, die primas vias ein wenig auszureinigen/ nicht einigen Nutzen ſchaffen ſolte: theils/ womit die andern Mittel beſſer durchdringen/ theils/ daß der Magen wegen abgefuͤhrten Schleims ſeine Concoctio deſto beſſer verrichten koͤñe.","norm":"Wer will mir leugnen: dass ein Laxans, (denn höheren und heftigeren Effekt werden diese Pillen nicht tun /) in qvocunqve affectu, die primas vias ein wenig auszureinigen / nicht einigen Nutzen schaffen sollte: teils / womit die anderen Mittel besser durchdringen / teils / dass der Magen wegen abgeführten Schleims seine Concoctio desto besser verrichten könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.149099826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3415,"date":1719,"orig":"Siegfꝛied ſagte:","norm":"Siegfried sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.485799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3416,"date":1719,"orig":"Woher wolte einen ſolchen Idioten deꝛgleichen Nachſiñligkeitenkom̃en.","norm":"Woher wollte einen solchen Idioten dergleichen Nachsinnligkeitenkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.22599983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3417,"date":1719,"orig":"Pilovski antwortete/ von der Vielheit der Praxis, und zuweilen finden ſich unter ihnẽ feine Subjecta, die etwas ſtudiret haben/ u. in fleißigen Nachleſen mit nachſiñlicheꝛ Erfoꝛſchung was Gutes erfinden.","norm":"Pilovski antwortete / von der Vielheit der Praxis, und zuweilen finden sich unter ihnen feine Subjecta, die etwas studiert haben / u. in fleißigen Nachlesen mit nachsinnlicher Erforschung was Gutes erfinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.935800075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3418,"date":1719,"orig":"Gewiß mein Herr Siegfried/ ich halte zuweilen von einen ſolchen Empyrico mehr/ als von einen Præceptor-Sclaven/ der gewiß mit dem verlohrnẽ Dockthorn faſt aͤrger/ als deꝛ Baueꝛ-Junge faͤhꝛet? aber genung!","norm":"Gewiss mein Herr Siegfried / ich halte zuweilen von einen solchen Empyrico mehr / als von einen Praeceptor-Sklaven / der gewiss mit dem verlorenen Doktoren fast ärger / als der Bauer-Junge fährt? aber genug!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.732100009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3419,"date":1719,"orig":"Wir wollen nun das Medicament die Pillen quatenus purgat. vor uns nehmen/ und beſinde/ daß es ſeiner langſamen und gelinden Operation halben nicht zu verwerffen ſey. Jch kan Abends wann ich ſchlaffen gehe/ ſelbige einnehmen/ lege mich darauf zu Bette/ da wird der gantze Leib erwaͤrmet/ die Pillen zergehen/ durchſuchen den Unrath der in denen plicis ventriculi und inteſtino duodeno anliegt/ woſelbſt die Galle zukommt und ſtimulirt den Effectum, daß gegen den Morgen zuweilen/ auch was laͤngſameꝛ die Operation angehet/ die denn mit Nachtrinckung etlicher Loͤffel warmer Suppe fortgetrieben wird/ mit guter Erfolg des Gebrauchenden.","norm":"Wir wollen nun das Medikament die Pillen quatenus purgat . vor uns nehmen / und befinde / dass es seiner langsamen und gelinden Operation halben nicht zu verwerfen sei . Ich kann Abends wann ich schlafen gehe / selbige einnehmen / lege mich darauf zu Bette / da wird der ganze Leib erwärmet / die Pillen zergehen / durchsuchen den Unrat der in denen plicis ventriculi und intestino duodeno anliegt / woselbst die Galle zukommt und stimuliert den Effectum, dass gegen den Morgen zuweilen / auch was langsamer die Operation angehet / die denn mit Nachtrinkung etlicher Löffel warmer Suppe fortgetrieben wird / mit guter Erfolg des Gebrauchenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.959700107574463} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3420,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte/ ich bin ſelbſt der Meynung/ allein mir ſind die Pillen zu verdrießlich abzuſchlingen/ ſoll ich ſie in eingewickelten Roſinen/ Pflaumen/ Oblaten brauchen/ ſo befuͤrchte ich die erfolgende Wirckung/ wuͤrde entweder gar laͤngſam geſchehen/ oder aber gar mit dem Involucro ohne Effect den Ausgang ſuchen; will ich ſie in Bier oder Waſſer einnehmen/ ſo ſchlinge ich den Liquor ab/ und die Pillen bleiben mir im Halſe kleben/ und verurſachen mir allerhand Verdruß.","norm":"Eckart sagte / ich bin selbst der Meinung / allein mir sind die Pillen zu verdrießlich abzuschlingen / soll ich sie in eingewickelten Rosinen / Pflaumen / Oblaten brauchen / so befürchte ich die erfolgende Wirkung / würde entweder gar langsam geschehen / oder aber gar mit dem Involucro ohne Effekt den Ausgang suchen; will ich sie in Bier oder Wasser einnehmen / so schlinge ich den Likör ab / und die Pillen bleiben mir im Halse kleben / und verursachen mir allerhand Verdruss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.671199798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3421,"date":1719,"orig":"Pilovski antwortete:","norm":"Pilovski antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3422,"date":1719,"orig":"Wem dieſer Modus nicht beliebet/ der nehme ſie in einen Syrugo als von Roſen/ kleinen Roſinen/ Rob Sambuci, Holunder/ Wachholder/ Pflaumen- Safft oder Conſerven Roſen/ Barragen/ Violen-Zucker ein/ und trincke ein paar Schaͤlchen mit Zucker angemachtes warmes reines Brunnen-Waſſer nach: Eckarth fragte/ kan man denn nicht ein paar Schaͤlchen Thee-Waſſer nachtrincken?","norm":"Wem dieser Modus nicht beliebet / der nehme sie in einen Syrugo als von Rosen / kleinen Rosinen / Rob Sambuci, Holunder / Wacholder / Pflaumen-Saft oder Konserven Rosen / Barragen / Violen-Zucker ein / und trinke ein paar Schälchen mit Zucker angemachtes warmes reines Brunnenwasser nach: Eckart fragte / kann man denn nicht ein paar Schälchen Teewasser nachtrinken?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.372399806976318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3423,"date":1719,"orig":"Pilovski antwortete/ mein Patron, ich habe das Thee-Waſſer ſo wohl an mir als an andern Leuthen in purgierenden Sachen/ ſo wohl daß man ſolche darinnen eingenommen/ als nachgetruncken hat/ in Nachforſchen befunden/ daß es die ſonſt uͤbliche Operationes zuruͤck gehalten/ oder verhindert hat; Man unterſuche nur im Trincken ob das Thee im Gaumen nicht eine Anhaltung und gelinde Adſtringens habe; ſo kan man den Schluß des verhindernden Effects gar leichte machen.","norm":"Pilovski antwortete / mein Patron, ich habe das Teewasser so wohl an mir als an anderen Leuten in purgierenden Sachen / so wohl dass man solche darinnen eingenommen / als nachgetrunken hat / in Nachforschen befunden / dass es die sonst übliche Operationes zurückgehalten / oder verhindert hat; man untersuche nur im Trinken ob das Tee im Gaumen nicht eine Anhaltung und gelinde Adstringens habe; so kann man den Schluss des verhindernden Effekts gar leichte machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5894999504089355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3424,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte: Monſieur Pilovski hat recht.","norm":"Eckart replizierte: Monsieur Pilovski hat recht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.77239990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3425,"date":1719,"orig":"Wann man aber doch in Kraͤuter-Waſſer Purganzen einnehmen wolte.","norm":"Wann man aber doch in Kräuter-Wasser Purganzen einnehmen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.113500118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3426,"date":1719,"orig":"So regerirte Pilovski, nehme man Lungen-Kraut/ Hirſch-Zungen/ Saſſafras Holtz und was keine anhaltende Krafft mit ſich fuͤhret/ ſo wird man geſtalten Sachen nach in denen Recepten derer Compoſitorum nicht erſt der Baſi ein Corrigens, Adjuvans noch Stimulans zuſetzen ſagte Siegfried.","norm":"So regerirte Pilovski, nehme man Lungenkraut / Hirschzungen / Sassafras Holz und was keine anhaltende Kraft mit sich führt / so wird man gestalten Sachen nach in denen Rezepten derer Compositorum nicht erst der Basi ein Corrigens, Adjuvans noch Stimulans zusetzen sagte Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.651000022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3427,"date":1719,"orig":"Pilovski ſprach: in denen Compoſitionibus purgantium ſpecialioribus, kan man wegen des Patienten erforderenden Leibes-Conſtitution ſolche nicht ausſetzen/ denn manchen Simplici kan die Rohigkeit ohne Untergang der Wirckung nicht hinweggenommen werden/ da iſt denn ein Corrigens von noͤthen/ ſonſten moͤchte es den Patienten viel Ungelegenheiten verurſachen; ein ander will mit gelinden Sachen tractiret werden/ deme muß man ein Adjuvans, und dem der ſehr verſchleimt iſt ein Stimulans zu ſetzen.","norm":"Pilovski sprach: in denen Compositionibus purgantium specialioribus, kann man wegen des Patienten erfordernden Leibeskonstitution solche nicht aussetzen / denn manchen Simplici kann die Rohheit ohne Untergang der Wirkung nicht hinweggenommen werden / da ist denn ein Corrigens vonnöten / sonsten möchte es den Patienten viel Ungelegenheiten verursachen; ein ander will mit gelinden Sachen traktiert werden / dem muss man ein Adjuvans, und dem der sehr verschleimt ist ein Stimulans zu setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620299816131592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3428,"date":1719,"orig":"Siegfried fragte/ ſo wird es in einer allgemeinen Purgierung nicht angehen/ inſonderheit wann einer Communität ein purgierender Nodulus oder Knoͤſpel verordnet wird/ da denn mit einerley Doſis Alt und Jung/ Schwach und Starck bedienet wird?","norm":"Siegfried fragte / so wird es in einer allgemeinen Purgierung nicht angehen / in Sonderheit wann einer Kommunität ein purgierender Nodulus oder Knöspel verordnet wird / da denn mit einerlei Dosis Alt und Jung / Schwach und stark bedienet wird?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.947800159454346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3429,"date":1719,"orig":"Pilovski antwortete:","norm":"Pilovski antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3430,"date":1719,"orig":"es wird wohl ein Unterſchied unter denen Individuis gemacht/ daß ob ſie gleich alle insgemein von dem Knoͤſpel eine Doſis gleich durch bekommen/ ſo wiꝛd doch einem jeglichen Individuo ſeiner Conſtitution nach ein apartes Adjuvans gegeben/ von welchẽ ſie der Verordnung nach ihren gegebenen Deputato nach zuthun und einnehmen:","norm":"es wird wohl ein Unterschied unter denen Individuis gemacht / dass ob sie gleich alle insgemein von dem Knöspel eine Dosis gleich durchbekommen / so wird doch einem jeglichen Individuo seiner Konstitution nach ein apartes Adjuvans gegeben / von welchen sie der Verordnung nach ihren gegebenen Deputato nach zutun und einnehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.239699840545654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3431,"date":1719,"orig":"Eben alſo koͤnte man es auch mit denen Univerſal-Pillen machen/ verſetzte Siegfried.","norm":"Eben also könnte man es auch mit denen Universal-Pillen machen / versetzte Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.446899890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3432,"date":1719,"orig":"Pilovski antwortete:","norm":"Pilovski antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3433,"date":1719,"orig":"Eben nicht andeꝛs/ zumahln wo eine Communi. tät oder Patienten auf eine gewiſſe Compoſition ſolche zu brauchen erpicht ſeyn.","norm":"Eben nicht anders / zumal wo eine Communi . täte oder Patienten auf eine gewisse Komposition solche zu brauchen erpicht sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.127399921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3434,"date":1719,"orig":"Man muß manchen Patienten gleich denen Kindern ihren Willen laſſen und unterdeſſen dahin bedacht ſeyn/ daß man duꝛch einen dem Patienten zutraͤglichen Betrug dennoch den erwuͤntſchten Effect erreiche: Eckarth ſprach:","norm":"Man muss manchen Patienten gleich denen Kindern ihren Willen lassen und unterdessen dahin bedacht sein / dass man durch einen dem Patienten zuträglichen Betrug dennoch den erwünschten Effekt erreiche: Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.420499801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3435,"date":1719,"orig":"Jch halte davor daß man allerhand Ingredientia zum Einnehmen am fuͤglichſten in forma pillularum vermiſchen kan/ welches in einen Liquido ſchwerlich ſich wird practiciren laſſen/ ſonderlich was Species in forma pulveris ſind/ die entweder oben ſchwimmen oder zu Grunde fallen.","norm":"Ich halte davor dass man allerhand Ingredientia zum Einnehmen am füglichsten in forma pillularum vermischen kann / welches in einen Liquida schwerlich sich wird praktizieren lassen / sonderlich was Species in forma pulveris sind / die entweder oben schwimmen oder zu Grunde fallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703499794006348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3436,"date":1719,"orig":"Pilovski ſagte/ mein Patron haben recht/ denn dergleichen Meſcolanz machet Eckel/ welches in denen Pillen nicht obſervirt wird.","norm":"Pilovski sagte / mein Patron haben recht / denn dergleichen Mescolanz macht Ekel / welches in denen Pillen nicht observiert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.874300003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3437,"date":1719,"orig":"Das XIV. Capitel.","norm":"Das XIV. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ht","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.966800212860107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3438,"date":1719,"orig":"Andreas faͤhret fort in Beſchreibung der Land-Laͤuffer Mendicicanten-Bettlern und Luͤgnern.","norm":"Andreas fährt fort in Beschreibung der Landläufer Mendicicanten-Bettlern und Lügnern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.291399955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3439,"date":1719,"orig":"Pilovski Einwendung.","norm":"Pilovski Einwendung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.605899810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3440,"date":1719,"orig":"Eckarths Raiſonnirung von dergleichen Leuthen.","norm":"Ekarts Raisonierung von dergleichen Leuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.404399871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3441,"date":1719,"orig":"Pilovski beklaget die Vortheilhafftigkeiten/ Eckarths Beyfall.","norm":"Pilovski beklagt die Vorteilhaftigkeiten / Ekarts Beifall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.854599952697754} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3442,"date":1719,"orig":"Andreas fuͤhret die Vaganten an.","norm":"Andreas führt die Vaganten an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.434500217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3443,"date":1719,"orig":"Bauren u. Jungen verfolgen einen Land-Betruͤger.","norm":"Bauern u. Jungen verfolgen einen Landbetrüger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.231800079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3444,"date":1719,"orig":"Siegfꝛieds Vorbringen erleutert Eckarth.","norm":"Siegfrieds Vorbringen erläutert Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.887199878692627} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3445,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende kommen nach Hulluff/ woſelbſt ihnen der Wirth eine Hiſtoria von einen Landſtreicher des Ubelthaten und Execution erzehlet.","norm":"Unsere Reisende kommen nach Hulluff / woselbst ihnen der Wirt eine Historia von einen Landstreicher des Übeltaten und Exekution erzählt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.728600025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3446,"date":1719,"orig":"Eckarth beklaget die Gottloſigkeit feindlicher Herren u. die Ungewiſſenhafftigkeit der erkaufften Teutſchen.","norm":"Eckart beklagt die Gottlosigkeit feindlicher Herren u. die Ungewissenhaftigkeit der erkauften Deutschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609300136566162} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3447,"date":1719,"orig":"Siegfried beweiſet/ daß deꝛ Doctor-Titul ſehꝛ gemißbꝛaucht wird.","norm":"Siegfried beweiset / dass der Doctortitul sehr gemissbraucht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.153800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3448,"date":1719,"orig":"Eckarths Vortrag und Siegfrieds Entgegen-Satz.","norm":"Ekarts Vortrag und Siegfrieds Entgegn-Satz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.265500068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3449,"date":1719,"orig":"Gottharts Conſolation und Eckarths Approbation.","norm":"Gottharts Consolation und Ekarts Approbation.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.892399787902832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3450,"date":1719,"orig":"Andreas fuͤhret mit an die ſo-genannten Doctorinnen und Landſtuͤrtzerinnen mit ihren aberglaͤubiſchen Mitteln/ geben Angelegenheit zum Stehlen; ferner die Clyſtierſetzerinnen/ Mutterheberin/ Siebdreherin/ Meſſerinnen und was dergleichen Geſchmeiſſe mehr iſt.","norm":"Andreas führt mit an die sogenannten Doktorinnen und Landstürzerinnen mit ihren abergläubischen Mitteln / geben Angelegenheit zum Stehlen; ferner die Klistiersetzerinnen / Mutterheberin / Siebdreherin / Messerinnen und was dergleichen Geschmeiß mehr ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.190599918365478} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3451,"date":1719,"orig":"Pilovski fuͤhret das Tractätlein Allamodiſche Artzeney-Affen an.","norm":"Pilovski führt das Traktätlein Alamodische Artzeneyaffen an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.747000217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3452,"date":1719,"orig":"Nun finden ſich die Stadt-und Hauß-Schleicherinnen welche die Haußgenoſſen zum Diebſtahl aufhetzen/ Kinder abtreiben/ Buhlſchafft machen ꝛc. Zauberinnen/ was ihre Verrichtungen ſind.","norm":"Nun finden sich die Stadt- und Haus-Schleicherinnen welche die Hausgenossen zum Diebstahl aufhetzen / Kinder abtreiben / Buhlschaft machen etc. Zauberinnen / was ihre Verrichtungen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.414999961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3453,"date":1719,"orig":"Meſſer koͤnnen ohne Vorſetzligkeit vergifftet werden.","norm":"Messer können ohne Vorsätzlichkeit vergiftet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.72130012512207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3454,"date":1719,"orig":"Hiſtoria von einen groſſen General der vermittelſt eines vergiffteten Meſſers aufgeopffert worden.","norm":"Historia von einen großen General der vermittels eines vergifteten Messers aufgeopfert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.400499820709228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3455,"date":1719,"orig":"Incantation in Speiſen durch Verwuͤntſchungen zu ſchaden geſchicht durch die Impresſion.","norm":"Incantation in Speisen durch Verwünschungen zu schaden geschieht durch die Impression.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.530099868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3456,"date":1719,"orig":"Mittel darwider.","norm":"Mittel dawider.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.729499816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3457,"date":1719,"orig":"Siegfrieds Vortrag den Naͤchſten mit Artzeneyen zu verletzen wird eroͤrtert von Pilovski, fuͤhret die Frantzoͤſiſche Vergifftung mit bey/ nun kommt die Incantation und Vergifftung durch die Bilder.","norm":"Siegfrieds Vortrag den Nächsten mit Arzneien zu verletzen wird erörtert von Pilovski, führt die französische Vergiftung mit bei / nun kommt die Incantation und Vergiftung durch die Bilder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.060900211334228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3458,"date":1719,"orig":"Magia alba wird der Magia nigra oder Necromantia entgegen geſetzt und durch Exempel illuſtrirt.","norm":"Magia alba wird der Magia nigra oder Nekromantie entgegengesetzt und durch Exempel illustriert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5569000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3459,"date":1719,"orig":"Siegfrieds Einwenden wird durch Eckarthen beantwortet.","norm":"Siegfrieds Einwenden wird durch Eckarten beantwortet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.212699890136719} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3460,"date":1719,"orig":"Soldaten/ Foͤrſter/ Schuͤtzen und Wald- Leuthe wiſſen mit ſolchen Wett-Kuͤnſten/ Einſetzung eines ſo-genannten Weidmanns gut umbzuſpringen.","norm":"Soldaten / Förster / Schützen und Wald-Leute wissen mit solchen Wettkünsten / Einsetzung eines sogenannten Weidmanns gut umzuspringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.107800006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3461,"date":1719,"orig":"Hiſtoria von einen Schwartzwalder Bauren und Reutern/ Amuleta, Angehenge/ Figuren/ Characteres und andere Allfantzereyen ſind mit denen Bildern gleichen Valors.","norm":"Historia von einen Schwartzwalder Bauern und Reutern / Amuleta, Angehenge / Figuren / Characteres und andere Alfanzereien sind mit denen Bildern gleichen Valors.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.731800079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3462,"date":1719,"orig":"Siegfrieds Frage/ ob wider dergleichen Incantationes kein Mittel waͤre/ beantwortet Pilovski, diſcurirt auf Eckarths Anhalten von deren Corallen Achtbahrkeit beſtaͤtiget/ daß aus denen Corallen eine wahꝛe Tinctur kan gezogen werden.","norm":"Siegfrieds Frage / ob wider dergleichen Incantationes kein Mittel wäre / beantwortet Pilovski, diskuriert auf Ekarts Anhalten von deren Korallen Achtbarkeit bestätiget / dass aus denen Korallen eine wahre Tinktur kann gezogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.800300121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3463,"date":1719,"orig":"Die Corallen-Tincturen durch calcination bereitet/ ſind falſch.","norm":"Die Korallentinkturen durch Kalzination bereitet / sind falsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793399810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3464,"date":1719,"orig":"Præparirte Corallen ſind nichts nuͤtze.","norm":"Präparierte Korallen sind nichts nütze.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.4481000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3465,"date":1719,"orig":"Pilovski erzehlet auf Siegfrieds Frage/ was die Corallen in Kranckheiten vor Krafft haben/ die Compagnie kehret ins Wirths- Hauß ein.","norm":"Pilovski erzählt auf Siegfrieds Frage / was die Korallen in Krankheiten vor Kraft haben / die Compagnie kehret ins Wirths-Haus ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.137499809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3466,"date":1719,"orig":"Fahret fort Andreas in eueren Diſcours, ſprach Eckarth; Andreas ſagte:","norm":"Fahret fort Andreas in eueren Discours, sprach Eckart; Andreas sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.262899875640869} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3467,"date":1719,"orig":"Ferner findet ſich ein Sorte die ſie Mendicicanten/ Bettler und Luͤgner heiſſen.","norm":"Ferner findet sich ein Sorte die sie Mendicicanten / Bettler und Lügner heißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.350399971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3468,"date":1719,"orig":"So wiꝛd der Dieb wo dieſe beyde ſeyn/ ſich auch mit beyfinden/ ſprach Siegfried.","norm":"So wird der Dieb wo diese beide sein / sich auch mit beyfinden / sprach Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.966599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3469,"date":1719,"orig":"Allerdinges antwortete Andreas.","norm":"Dinges antwortete Andreas.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":8.038200378417969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3470,"date":1719,"orig":"Dieſe wann ſie ſehen/ hoͤren und vermercken daß eines andern Artzeney wohl anſchlaͤgt/ ſo bemuͤhen ſie ſich auf alle Weiſe hinter ſolche zu kommen/ da ſchauen ſie zu/ daß ſie dem Poſſeſſori ihr Geſinde abſpenſtig machen/ oder biethen ihnen ein gutes Trinck- Geld an/ umb zu erforſchen/ was der Herr vor Sachen zu ſeiner Artzeney/ und wie viel er nim̃t/ und was er vor Arbeiten vor hat/ iſt nun die Magd nicht liſtig genung/ ſo nehmen ſie den Diener darzu und erkauffen ihn/ daß er ihnen von allen und jeden etwas weniges procurire.","norm":"Diese wann sie sehen / hören und vermerken dass eines anderen Arznei wohl anschlägt / so bemühen sie sich auf alle Weise hinter solche zu kommen / da schauen sie zu / dass sie dem Possessori ihr Gesinde abspenstig machen / oder bieten ihnen ein gutes Trinck-Geld an / um zu erforschen / was der Herr vor Sachen zu seiner Arznei / und wie viel er nimmt / und was er vor Arbeiten vorhat / ist nun die Magd nicht listig genug / so nehmen sie den Diener dazu und erkaufen ihn / dass er ihnen von allen und jeden etwas weniges procurire.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.814000129699707} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3471,"date":1719,"orig":"Sie erfoꝛſchen was er voꝛ Materialien einkaufft/ hernach ſuchen ſie Gelegenheit mit dem Patron ſelbſt bekannt zu werden/ und ihm Rede anzugewinnen/ auf daß ſie zuweilen ein Woꝛt erſchnappen moͤchten; endlich probiren ſie das Medicament durch alle vier Elementen/ und darnach iſt der Phantaſte ſo klug als zuvor/ verſetzte Siegfried.","norm":"Sie erforschen was er vor Materialien einkauft / hernach suchen sie Gelegenheit mit dem Patron selbst bekannt zu werden / und ihm Rede Ahnzugewinnen / auf dass sie zuweilen ein Wort erschnappen möchten; endlich probieren sie das Medikament durch alle vier Elementen / und danach ist der Phantast so klug als zuvor / versetzte Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.05709981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3472,"date":1719,"orig":"Andreas fuhr fort/ wann ſie auch hier noch nicht weiſe werden koͤñen/ ſo greiffen ſie das Werck an und verſuchen es/ geben dem Medicament gleiche Coleur, und ob ſie wohl den Nahmen des Medicaments invertiren/ ſo laſſen ſie durch alte Clyſtier ſpruͤtzen und gemeine Leuthe unter das Volck bringen/ das Medicament verrichte gleiche und weit beſſere Wirckung als des andern ſeines/ geben es etliche Pfennige wohlfeiler damit ſie etwas loͤſen und ihren Kram durch Betrug loß werden koͤnnen/ weil denn nun auch gute Specifica unter den Medicament ſeyn (GOtt gebe wie ſauber es iſt zugerichtet worden) und ſtehen dann an einen Ort allein aus/ ſo genieſſen ſie ja zuweilen die Fruͤchte ihres erbettelend verlogenen Diebſtahls.","norm":"Andreas fuhr fort / wann sie auch hier noch nicht weise werden können / so greifen sie das Werk an und versuchen es / geben dem Medikament gleiche Coleur, und ob sie wohl den Namen des Medikaments invertieren / so lassen sie durch alte Klistier spritzen und gemeine Leute unter das Volk bringen / das Medikament verrichte gleiche und weit bessere Wirkung als des anderen seines / geben es etliche Pfennige wohlfeiler damit sie etwas lösen und ihren Kram durch Betrug loswerden können / weil denn nun auch gute Spezifika unter den Medikament sein (Gott gebe wie sauber es ist zugerichtet worden) und stehen dann an einen Ort allein aus / so genießen sie ja zuweilen die Früchte ihres erbettelnd verlogenen Diebstahls.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.339200019836426} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3473,"date":1719,"orig":"Pilovski ſagte/ wer wil dieſes Verfahren unter denen Marcktſchreyern als ihr Proprium, ſo ſehr anthen/ thun es doch wohl Medici, unter den Vorwand: Stiehl was du kanſt/ und laß einen jeden das Seinige: ein jeder muß ſehen wie er fort kommt.","norm":"Pilovski sagte / wer will dieses Verfahren unter denen Marktschreiern als ihr Proprium, so sehr ahnten / tun es doch wohl Medici, unter den Vorwand: Stiehl was du kannst / und lass einen jeden das Seinige: Ein jeder muss sehen wie er fort kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.908199787139893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3474,"date":1719,"orig":"Siegfried ſagte/ darum kommen hernach auch ſo ſchoͤne Chimeren heraus/ daß man oͤffters darzu kotzen und gar ſpeyen moͤchte/ wann das ungegꝛuͤndete Fundament auf ein ungewiſſenhafftes Gerath-wohl/ die Saͤulen und das Gebaͤude der Wanckelmuͤthigkeit und Ungewißheit unterſtuͤtzen und erhalten ſoll/ einen dergleichen Maul-Affen muß man vielmahl Nothhalben was zulaſſen/ zumahln wann von denen Patienten auf die Recommendation das Echo zuruͤck gehet.","norm":"Siegfried sagte / darum kommen hernach auch so schöne Chimären heraus / dass man öfters dazu kotzen und gar speien möchte / wann das ungegründete Fundament auf ein ungewissenhaftes Gerat-Wohl / die Säulen und das Gebäude der Wankelmütigkeit und Ungewissheit unterstützen und erhalten soll / einen dergleichen Maulaffen muss man vielmal Nothalben was zulassen / zumal wann von denen Patienten auf die Recommendation das Echo zurückgeht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.958899974822998} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3475,"date":1719,"orig":"Herr es iſt nicht wahr? daß dieſes ſo gut als jenes ſey:","norm":"Herr es ist nicht wahr? dass dieses so gut als jenes sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.352700233459473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3476,"date":1719,"orig":"Eckarth gab vor, es waͤre anietzo faſt in allen Staͤnden das Betteln, Luͤgen und Stehlen eine Gewohnheit worden, da immer einer dem andern was er erhaſchen kan abzwacket und zu ſeinem Vortheil anwendet.","norm":"Eckart gab vor, es wäre anjetzt fast in allen Ständen das Betteln, Lügen und Stehlen eine Gewohnheit worden, da immer einer dem anderen was er erhaschen kann abzwacket und zu seinem Vorteil anwendet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3477,"date":1719,"orig":"Was ſollen es denn nicht die Land-Laͤuffer thun, die ſich auf allerhand Arthen durchbringen muͤſſen.","norm":"Was sollen es denn nicht die Landläufer tun, die sich auf allerhand Arten durchbringen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.857399940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3478,"date":1719,"orig":"Pilovski ſprach:","norm":"Pilovski sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sk","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.73330020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3479,"date":1719,"orig":"Es iſt leider dahin kom̃en, daß wofern einer dem Menſchen zu nutzen etwas findet publiqve machet, bald ein Naſeweiſer, damit er ſolches zum Verkauff moͤchte habhafft werden, es ſey nun recht ausgearbeitet oder nicht, ihm angelegen ſeyn laͤſſet, haͤlt man ihnen ihre Unbeſonnenheit vor, ſo ſagen ſie:","norm":"Es ist leider dahin kommen, dass so fern einer dem Menschen zu nutzen etwas findet publiqve macht, bald ein Naseweiser, damit er solches zum Verkauf möchte habhaft werden, es sei nun recht ausgearbeitet oder nicht, ihm angelegen sein lässt, hält man ihnen ihre Unbesonnenheit vor, so sagen sie:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.51579999923706} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3480,"date":1719,"orig":"Man muß ſich der Nachfrage halber mit allerhand verſehen, Eckarth ſagte: Kanſt du Idiote denn die Leuthe informiren, wie oder wann, du Stempel-Beckeꝛ, wer hat dir denn die Freyheit gegeben, dich in alle Sachen einzumiſchen, beſſer waͤre es, wann du deine dir bewuſte Simplicia in acht nehmeſt, und nicht quid pro qvo den Unwiſſenden verkauffeſt.","norm":"Man muss sich der Nachfrage halber mit allerhand versehen, Eckart sagte: Kannst du Idiot denn die Leute informieren, wie oder wann, du Stempel-Bäcker, wer hat dir denn die Freiheit gegeben, dich in alle Sachen einzumischen, besser wäre es, wann du deine dir bewusste Simplicia in Acht nehmest, und nicht quid pro qvo den Unwissenden verkauffest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14300012588501} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3481,"date":1719,"orig":"Jch erinnere mich hierbey was ich in Philander von Sittwalds Hoͤllen-Kinder geleſen:","norm":"Ich erinnere mich hierbei was ich in Philander von Sittewalds Höllenkinder gelesen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.303999900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3482,"date":1719,"orig":"Als er gegen den rechten Weg zu, ſeinen Gang richtete, und einen Armen fragte, ob nicht irgend ein Wirths-Hauß nechſt hiebey waͤre, da man einkehren und ſich erfriſchen koͤnte?","norm":"Als er gegen den rechten Weg zu, seinen Gang richtete, und einen Armen fragte, ob nicht irgendein Wirtshaus nächst hierbei wäre, da man einkehren und sich erfrischen könnte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.377200126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3483,"date":1719,"orig":"Nein! ſprach der arme Geſell, man muß da eines Ganges fortgehen, und ſich nicht viel umbſehen, noch auffhalten, auch iſt weder Wein-noch Bier- Schencke daherumb, denn auf den Weg des Lebens ſind ſolche Leuthe nicht zu finden.","norm":"Nein! sprach der arme Gesell, man muss da eines Ganges fortgehen, und sich nicht viel umsehen, noch aufhalten, auch ist weder Wein- noch Bier-Schenke daherumb, denn auf den Weg des Lebens sind solche Leute nicht zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047200202941894} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3484,"date":1719,"orig":"Jch fragte, hat es denn auch keine Simpliciſten oder Trugiſten in der Naͤhe?","norm":"Ich fragte, hat es denn auch keine Simplicisten oder Trugesten in der Nähe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259600162506103} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3485,"date":1719,"orig":"Dann ſo ich nicht was zur Labung habe, wird es mir unmoͤglich weiter fortzukommen.","norm":"Dann so ich nicht was zur Labung habe, wird es mir unmöglich weiter fortzukommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.459700107574463} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3486,"date":1719,"orig":"Nein!","norm":"Nein!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.121799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3487,"date":1719,"orig":"Nein! ſprach der Arme, vor Jahren als die Simpliciſten mit denen einfachen Dingen und Waaren umbgegangen ſind, da hat man je zu weilen einen vergoͤnnet auf dieſen Weg zu kommen, aber ſeithero ſie mit Compoſitis u. Chymiſtereyen umbgehen, und denen Apoteckern in die Kunſt greiffen wollen, welche ſie doch nicht erlernet haben, iſt ihnen dieſer Weg als betruͤglich, und gefaͤhrlichen Leuthen gar verbothen worden.","norm":"Nein! sprach der Arme, vor Jahren als die Simplicisten mit denen einfachen Dingen und Waren umgegangen sind, da hat man je zu weilen einen vergönnet auf diesen Weg zu kommen, aber seither sie mit Compositis u. Chymistereyen umgehen, und denen Apothekern in die Kunst greifen wollen, welche sie doch nicht erlernet haben, ist ihnen dieser Weg als betrüglich, und gefährlichen Leuten gar verboten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9857001304626465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3488,"date":1719,"orig":"Was hilfft es nun einen Menſchen, wann er auch die gantze Welt gewoͤñe, da es hier kaum mit Betrug und allen etliche Groſchen Proſit bringet, und litte Schaden an ſeinen ewigen Wohl.","norm":"Was hilft es nun einen Menschen, wann er auch die ganze Welt gewönne, da es hier kaum mit Betrug und allen etliche Groschen Prosit bringt, und litte Schaden an seinen ewigen Wohl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.559899806976318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3489,"date":1719,"orig":"O Thorheit!","norm":"O Torheit!","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.702300071716309} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3490,"date":1719,"orig":"Andreas fahret fort!","norm":"Andreas fahret fort!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"en","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.660799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3491,"date":1719,"orig":"Andreas ſagte:","norm":"Andreas sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"es","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.093999862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3492,"date":1719,"orig":"Nun kommen die Vaganten, die entweder zu Pferd oder Eſel oder auch an einen Tiſchlein ihre Wurm Kraͤuter, Zahn-Salben, Baͤren-Schmaltz, Gembſen-Kugeln und dergleichen zuſammengemiſchte Saͤffte, Pulver, ausruffen, die im Lande auf denen Doͤrffern und Flecken herumb lauffen und ihren Hocus Pocus denen Leuthen anhengen, dieſes iſt das unnuͤtzeſte Geſindlein, dahero ſie auch den Nahmen Land-Stoͤrtzer bekom̃en, O! dieſe Purſche machen es ſo grob, daß man ſich ihrer Spitzbuͤberey halben wohl in acht nehmen muß.","norm":"Nun kommen die Vaganten, die entweder zu Pferd oder Esel oder auch an einen Tischlein ihre Wurm Kräuter, Zahn-Salben, Bärenschmalz, Gämsen-Kugeln und dergleichen zusammengemischte Säfte, Pulver, ausrufen, die im Lande auf denen Dörfern und Flecken herumlaufen und ihren Hocus Pocus denen Leuten anhängen, dieses ist das unnützeste Gesindlein, daher sie auch den Namen Land-Störtzer bekommen, O! diese Bursche machen es so grob, dass man sich ihrer Spitzbüberei halben wohl in Acht nehmen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.149600028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3493,"date":1719,"orig":"Jndem Andreas fort reden will, kamen unſere Reiſende gegen Dittrichdorff zu, da ſahen ſie, daß eine Menge Bauren und Jungen einen Menſchen verfolgten, und mit Steinen und Erdkloͤſſern wurffen, und waͤre er ihnen kaum enkommen, wenn unſere Reiſende den Poͤbel nicht gewehret haͤtten, die immer ſchryen: ſchlagt den Schelm todt, ob er gleich ſchon ſchaͤndlich zugerichtet war.","norm":"Indem Andreas fort reden will, kamen unsere Reisende gegen Dietrichdorf zu, da sahen sie, dass eine Menge Bauern und Jungen einen Menschen verfolgten, und mit Steinen und Erdklößen würfen, und wäre er ihnen kaum entkommen, wenn unsere Reisende den Pöbel nicht gewehrt hätten, die immer schrien: schlagt den Schelm tot, ob er gleich schon schändlich zugerichtet war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3494,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte die Bauren, was denn dieſer Menſch verwircket haͤtte, daß ſie ihme ſo uͤbel mitfuͤhren?","norm":"Eckart fragte die Bauern, was denn dieser Mensch verwirket hätte, dass sie ihm so übel mitführen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.222599983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3495,"date":1719,"orig":"Da ſonſten das Bauren-Volck von ſchlechten Sitten, ſo ſchwiegen ſie doch hier alle, biß auf einen, der ſagte:","norm":"Da sonsten das Bauren-Volck von schlechten Sitten, so schwiegen sie doch hier alle, bis auf einen, der sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.765500068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3496,"date":1719,"orig":"Geſtrenger Herr, dieſer Schelm iſt nicht werth, daß ihme was Gutes mehr in der Welt geſchehe; Er kam vor etlichen Tagen in unſer Dorff, und hatte allerhand Sachen feil vor das Fraiſel und andere Kranckheiten, wie er vorgab, wie wir nun einfaͤltige Leuthe ſeyn, ſo glaubten wir halt ich den Lotter-Buben, und kaufften von ſeiner Waare, nahmen es ein/ und gaben es auch unſern Weibern und Kindern.","norm":"Gestrenger Herr, dieser Schelm ist nicht wert, dass ihm was Gutes mehr in der Welt geschehe; er kam vor etlichen Tagen in unser Dorf, und hatte allerhand Sachen feil vor das Fraisel und andere Krankheiten, wie er vorgab, wie wir nun einfältige Leute sein, so glaubten wir halte ich den Lotterbuben, und kauften von seiner Ware, nahmen es ein / und gaben es auch unseren Weibern und Kindern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4145002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3497,"date":1719,"orig":"Allein, waren wir zuvor geſund, ſo wurden wir erſt kꝛanck, und die Krancken ſturben gar/ wir fragten ihn wohl, was das bedeutete?","norm":"Allein, waren wir zuvor gesund, so wurden wir erst krank, und die Kranken stürben gar / wir fragten ihn wohl, was das bedeutete?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7993998527526855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3498,"date":1719,"orig":"da ſprach er, die Natur macht es alſo.","norm":"da sprach er, die Natur macht es also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329800128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3499,"date":1719,"orig":"Nun hat er wohl vielmahl entwiſchen wollen, alleine wir lieſſen gar genaue Achtung auf ihn haben, biß wir ſahen, wo denn die Natur hinaus wolte, aber die Natur gieng bey dreyen zum Tode.","norm":"Nun hat er wohl vielmal entwischen wollen, alleine wir ließen gar genaue Achtung auf ihn haben, bis wir sahen, wo denn die Natur hinaus wollte, aber die Natur ging bei drei zum Tode.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.504199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3500,"date":1719,"orig":"Deßhalben ſtellten wir ihn zur Rede, und ſatzten ihn in den Stock.","norm":"Deshalb stellten wir ihn zur Rede, und sattsten ihn in den Stock.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.944699764251709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3501,"date":1719,"orig":"Er hatte ſich aber vorige Nacht aus dem Stock heraus gemacht, und ſich verkrochen, wir ſuchten ihn zwar, aber wir kunten ihn nicht finden, denn wir hatten ſeinen Drey-Ackers in die Stadt zum Doctor geſchickt, daß er ihn probiren, und uns ſeine Meynung davon ſagen ſolte, damit wir dem Schelm ſein Trinck-Geld geben koͤnten, und das war es, was er fuͤrchte; Als wir ihn, nachdem wir ihn lange geſucht hatten, nicht finden kunten, erſiehet ihn Nachbar Clauß hinter einer dicken Hecke ſitzen, dieſer ruffte bald Lermen, aber der Kerl ſprang uͤber die Aecker weg wie ein Haaſe, und wir haben ihn alſo verfolget, willens ihm gar den Reſt zu geben, wann Ew.","norm":"Er hatte sich aber vorige Nacht aus dem Stock heraus gemacht, und sich verkrochen, wir suchten ihn zwar, aber wir konnten ihn nicht finden, denn wir hatten seinen Drei-Ackers in die Stadt zum Doktor geschickt, dass er ihn probieren, und uns seine Meinung davon sagen sollte, damit wir dem Schelm sein Trinkgeld geben könnten, und das war es, was er fürchte; als wir ihn, nachdem wir ihn lange gesucht hatten, nicht finden konnten, ersieht ihn Nachbar Klaus hinter einer dicken Hecke sitzen, dieser ruft bald Lärmen, aber der Kerl sprang über die Äcker weg wie ein Hase, und wir haben ihn also verfolget, Willens ihm gar den Rest zu geben, wann Euer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321100234985352} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3502,"date":1719,"orig":"Geſtrengen ihme zum Vortheil nicht waͤre hieher kommen.","norm":"Gestrengen ihm zum Vorteil nicht wäre hierherkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.572700023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3503,"date":1719,"orig":"Lieben Leuthe verſetzte Eckarth, gebet euch zu frieden, dieſer Boͤſewicht hat freylich nicht recht gethan, wann ihr ihn fahen koͤnnet, ſo uͤberliefert den Holuncken der ordentlichen Obrigkeit, welche ihn ſchon ſeinen Verbrechen nach abſtraffen wird; Denn wo ihr ihn erſchlaget, dencket nach, was fuͤr Straffe wuͤrde die Lands-Obrigkeit euer eigenen Rache halben nicht von euch fordern?","norm":"Lieben Leute versetzte Eckart, Gebet euch zu Frieden, dieser Bösewicht hat freilich nicht recht getan, wann ihr ihn fangen könnet, so überliefert den Holunken der ordentlichen Obrigkeit, welche ihn schon seinen Verbrechen nach abstrafen wird; denn wo ihr ihn erschlaget, denket nach, was für Strafe würde die Landsobrigkeit euer eigenen Rache halben nicht von euch fordern?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501500129699707} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3504,"date":1719,"orig":"Hierauff lieffen ſie in ihrer Verbitterung wieder auf den Land-Betruͤger zu, und unſeꝛe Compagnie fuhꝛ ihrer Wege fort, da ſagte Andreas, dieſer Vogel iſt einer aus der Vaganten-Sorte.","norm":"Hierauf liefen sie in ihrer Verbitterung wieder auf den Landbetrüger zu, und unsere Compagnie fuhr ihrer Wege fort, da sagte Andreas, dieser Vogel ist einer aus der Vaganten-Sorte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.030600070953369} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3505,"date":1719,"orig":"Ob die Bauren ihn nun erhaſchet, oder was ſie mit ihme vorgenommen haben, hat man nicht erfahren.","norm":"Ob die Bauern ihn nun erhaschet, oder was sie mit ihm vorgenommen haben, hat man nicht erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.604499816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3506,"date":1719,"orig":"Nach dieſem ſagte Siegfried:","norm":"Nach diesem sagte Siegfried:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.626800060272217} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3507,"date":1719,"orig":"Wann es denen Ertz-Voͤgeln allen alſo ergienge, was gilts, die Quackſalber wuͤrden was duͤnner werden.","norm":"Wann es denen Erz-Vögeln allen also ergienge, was gilt es, die Quacksalber würden was dünner werden.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.693600177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3508,"date":1719,"orig":"Man haͤlt die Bauren vor albern, aber in ihrer Practica ſind ſie viel kluͤger als die Buͤrger in denen Staͤdten.","norm":"Man hält die Bauern vor albern, aber in ihrer Practica sind sie viel klüger als die Bürger in denen Städten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.489699840545654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3509,"date":1719,"orig":"Aus dem Erfolg erkennen ſie, was ihnen ſchaͤd-oder nuͤtzlich iſt, und in mancher Volckreichen Stadt kan man unter ſo viel klugen Leuthen kein Erkaͤntniß des Betrugs haben; Das macht mein wertheſter Herr Siegfried, replicirte Eckarth, die groſſe Menge des Volcks, da ein dergleichen Bubenſtuͤcke, weiln es ſchon gemein iſt, und es zum andern auch, wann gleich etliche ſterben; nicht groß obſervirt wird; da hergegen auf einen Dorffe, da nur wenig Bauren ſind, und die der Kretſcham oder Schencke offters alle bezircken kan, bevoraus, wann ſie zum Truncke kommen, und ein jeder das Seinige vorbringt, auch allezeit nur von denjenigen, was ihnen vor Augen iſt, reden, und weiln ihnen ein ſolcher Holuncke fuͤr Augen iſt, es alsbald innen werden und erfahren.","norm":"Aus dem Erfolg erkennen sie, was ihnen schäd- oder nützlich ist, und in mancher Volkreichen Stadt kann man unter so viel klugen Leuten kein Erkenntnis des Betrugs haben; das macht mein wertester Herr Siegfried, replizierte Eckart, die große Menge des Volks, da ein dergleichen Bubenstücke, weil es schon gemein ist, und es zum anderen auch, wann gleich etliche sterben; nicht groß observiert wird; da hingegen auf einen Dorfe, da nur wenig Bauern sind, und die der Kretscham oder Schenke öfters alle Bezirken kann, bevoraus, wann sie zum Trunke kommen, und ein jeder das Seinige vorbringt, auch allezeit nur von denjenigen, was ihnen vor Augen ist, reden, und weil ihnen ein solcher Holunke für Augen ist, es alsbald innen werden und erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.415299892425537} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3510,"date":1719,"orig":"Ferner ſind in Staͤdten beſſere Ordnungen, und muß der Verletzte ſeine Klage bey der ordentlichen Obrigkeit anbringen, daher ſie denn oͤffters wegen erforderenten Unkoſten lieber ſchweigen, und es einen ſolchen Betruͤger auf ſein Gewiſſen laſſen.","norm":"Ferner sind in Städten bessere Ordnungen, und muss der Verletzte seine Klage bei der ordentlichen Obrigkeit anbringen, daher sie denn öfters wegen erforderten Unkosten lieber schweigen, und es einen solchen Betrüger auf sein Gewissen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.636099815368652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3511,"date":1719,"orig":"Hergegen auf den Dorffe ziehen ſie einen dergleichen Spitzbuben vor ihre Schoͤppen, und brauchen offt ihr Fauſt- und Bruͤgel- Recht, machen nicht erſt viel Foderens, Citirens, und ihre Re- und Duplicken beſtehen in Ohrfeigen und Bruͤgel Suppen, daher bekom̃t ein ſolcher Boͤſewicht die Execution zeitlich und eher, als er ſeine ungegruͤndete Entſchuldigung vorbringen kan.","norm":"Hergegen auf den Dorfe ziehen sie einen dergleichen Spitzbuben vor ihre Schöffen, und brauchen oft ihr Faust- und Brügel-Recht, machen nicht erst viel Foderns, Zitierens, und ihre Re- und Dupliken bestehen in Ohrfeigen und Prügel Suppen, daher bekommt ein solcher Bösewicht die Exekution zeitlich und eher, als er seine ungegründete Entschuldigung vorbringen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201799869537353} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3512,"date":1719,"orig":"Beſſere Tractamenten ſind auch dieſe Leuthe nicht werth.","norm":"Bessere Traktamenten sind auch diese Leute nicht wert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.720900058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3513,"date":1719,"orig":"Gegen Abend als unſere Reiſende nach Hulluff einen groſſen Dorffe ins Wirths-Hauß kamen, und ſie daſelbſt einen beſcheidenen Wirth antraffen, bath ihn Eckarth mit ihnen zu ſpeiſen; Der Wirth ſatzte ſich zu ſie, da erzehlet ihm Eckarth, was ſie den Tag uͤber auf der Straſſe geſehen hatten.","norm":"Gegen Abend als unsere Reisende nach Hulluff einen großen Dorfe ins Wirtshaus kamen, und sie daselbst einen bescheidenen Wirt antrafen, bat ihn Eckart mit ihnen zu speisen; der Wirt setzte sich zu sie, da erzählt ihm Eckart, was sie den Tag über auf der Straße gesehen hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.494900226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3514,"date":1719,"orig":"Der Wirth ſagte:","norm":"Der Wirt sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.887499809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3515,"date":1719,"orig":"Jhr Herren!","norm":"Ihr Herren!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.396900177001953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3516,"date":1719,"orig":"wer weiß ob es nicht ein ſolcher Galgen-Vogel geweſen, als der, welchen ſie Morgen bey der Straſſe werden auf einen Pfoſten ſitzen ſehen.","norm":"wer weiß ob es nicht ein solcher Galgenvogel gewesen, als der, welchen sie Morgen bei der Straße werden auf einen Pfosten sitzen sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059299945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3517,"date":1719,"orig":"Derſelbe Schelm kam in unſer Dorff, machte viel Weſens von ſeiner Kraͤmerey und wolte damit alle Kranckheiten curiren, gab aber vor, die Aꝛtzeney oder ſein Tꝛyacks, wie eꝛ ihn neñte, muͤſte 4. Wochen erſt alt werden, ehe er ſeine Kraͤfte recht von ſich gebe, denn wann er noch neu, indem er ihn erſt vor 8. Tagen zugerichtet haͤtte, waͤre er gar herbe, und machte mehr Schaden als Nutzen.","norm":"Derselbe Schelm kam in unser Dorf, machte viel Wesens von seiner Krämerei und wollte damit alle Krankheiten kurieren, gab aber vor, die Artzeney oder sein Tryacks, wie er ihn nennte, müsste 4. Wochen erst alt werden, ehe er seine Kräfte recht von sich gebe, denn wann er noch neu, indem er ihn erst vor 8. Tagen zugerichtet hätte, wäre er gar herbe, und machte mehr Schaden als Nutzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.06850004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3518,"date":1719,"orig":"Einsmahls gieng Nachbar Mertin des Abends auf ſeinen Hof, zu ſehen, ob ſeine Leuthe in ihren Verrichtungen fleißig waͤren, hoͤret ſeinen Packauf, einen ſchwartzen Hund ſehr bellen und heulen, der will ſehen was da iſt, ſo mercket er, daß bey ſeiner Scheune es wie ein ſtarck Licht brennet, faͤnget auch ſchon an zu lodern, dieſer laufft geſchwinde zu, tritt das Feuer mit denen Fuͤſſen aus, nimmt die Materie von Bech, Hartz, und allerhand brennenden Sachen zuſammengemiſcht, und brachte ſie zu uns in Kretſcham.","norm":"Einsmals ging Nachbar Mertin des Abends auf seinen Hof, zu sehen, ob seine Leute in ihren Verrichtungen fleißig wären, höret seinen Packauf, einen schwarzen Hund sehr bellen und heulen, der will sehen was da ist, so merkt er, dass bei seiner Scheune es wie ein stark Licht brennet, fängt auch schon an zu lodern, dieser lauft geschwinde zu, tritt das Feuer mit denen Füßen aus, nimmt die Materie von Bech, Hartz, und allerhand brennenden Sachen zusammengemischt, und brachte sie zu uns in Kretscham.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1072998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3519,"date":1719,"orig":"Der Kerl beſahe die Sachen auch und ſprach:","norm":"Der Kerl besah die Sachen auch und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240799903869629} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3520,"date":1719,"orig":"das muß ein Ertz- Schelm ſeyn, der dieſes hingeleget hat, der Hund iſt nicht mit Golde zu bezahlen.","norm":"das muss ein Ertz-Schelm sein, der dieses hingelegt hat, der Hund ist nicht mit Golde zu bezahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.610400199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3521,"date":1719,"orig":"Niemand argwohnte was Boͤſes auf ihn, denn erkunte ſich gar fromm und heilig ſtellen.","norm":"Niemand argwöhnte was Böses auf ihn, denn erkunde sich gar fromm und heilig stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4390997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3522,"date":1719,"orig":"So geſchah auch, daß mein Vieh kranck wurde, denen gab der Vogel etwas, wovon ſie wieder geſund wurden, doch ſind mir hernach zwey Kuͤhe und ein Pferd verreckt.","norm":"So geschah auch, dass mein Vieh krank wurde, denen gab der Vogel etwas, wovon sie wieder gesund wurden, doch sind mir hernach zwei Kühe und ein Pferd verreckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.363699913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3523,"date":1719,"orig":"Unten am Dorffe haben wir einen Brunnen, mit uͤberaus guten Waſſer, welches dieſer Land-Betruͤger hefftig lobte, auch taͤglich dahin gieng, und davon tranck; Es geſchach aber, daß einmahl Nachbar Kuntze vor den Brunnen vorbey gieng, und gewahr wurde, wie daß der Kerl etwas in den Brunnen verſenckte:","norm":"Unten am Dorfe haben wir einen Brunnen, mit überaus guten Wasser, welches dieser Landbetrüger heftig lobte, auch täglich dahin ging, und davon trank; es geschah aber, dass einmal Nachbar Kuntze vor den Brunnen vorbeiging, und gewahr wurde, wie dass der Kerl etwas in den Brunnen versenkte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.903200149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3524,"date":1719,"orig":"Kuntze gehet vorbey, weil er ihn ſchon geſehen und gegruͤſſet hatte, im Vorbeygehen begegnet ihn unſer Schaͤfer, dem redet er zu, daß er ſich verbergen und Achtung geben ſolte, was der Menſche weiter vornehmen wuͤrde.","norm":"Kuntze geht vorbei, weil er ihn schon gesehen und gegrüßt hatte, im Vorbeigehen begegnet ihn unser Schäfer, dem redet er zu, dass er sich verbergen und Achtung geben sollte, was der Mensch weiter vornehmen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6209001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3525,"date":1719,"orig":"Der Schaͤffer that es, und verſteckte ſich hinter einen Buſch, da der Schurcke muſte vorbey gehen; Wie er an Scholtzens Scheune kommt, ſo legt er ein Gebuͤndel hin, und gehet wieder nach ſeiner Herberge zu mir, der Schaͤffer gehet hin, ſiehet was da lieget, hebet es auf, und bringt es zu mir, nun war Nachbar Kuntze ſchon bey mir und hatte mir von dem, was er geſehen hatte Nachricht gegeben:","norm":"Der Schäffer tat es, und versteckte sich hinter einen Busch, da der Schurke musste vorbeigehen; wie er an Scholtzens Scheune kommt, so legt er ein Gebündel hin, und geht wieder nach seiner Herberge zu mir, der Schäffer geht hin, sieht was da liegt, hebet es auf, und bringt es zu mir, nun war Nachbar Kuntze schon bei mir und hatte mir von dem, was er gesehen hatte Nachricht gegeben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.27209997177124} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3526,"date":1719,"orig":"Jch befahl den Schaͤffer, er ſolte zwey Schuͤtten Stroh nehmen, dieſelben umb die Ecke des Hauſes weit ins Feld legen, und das Gebuͤndel hinein ſtecken.","norm":"Ich befahl den Schäffer, er sollte zwei Schütten Stroh nehmen, dieselben um die Ecke des Hauses weit ins Feld legen, und das Gebündel hineinstecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013500213623047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3527,"date":1719,"orig":"Denn wir furchten uns daſſelbe aufzumachen, dabey neben wohl Acht haben, zu welcher Zeit es angehen, und wie es thun wuͤrde.","norm":"Denn wir furchten uns dasselbe aufzumachen, dabei neben wohl Acht haben, zu welcher Zeit es angehen, und wie es tun würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5320000648498535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3528,"date":1719,"orig":"Dieſes war Abends umb 6. Uhr, als er es hingelegt.","norm":"Dieses war Abends um 6. Uhr, als er es hingelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.561200141906738} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3529,"date":1719,"orig":"Jch gieng zum Scholtzen, erzehlte ihm alles.","norm":"Ich ging zum Scholtzen, erzählte ihm alles.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.491600036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3530,"date":1719,"orig":"Der Scholtze ließ die Gerichten in geheimbd erſuchen, ſich auf allen Fall wann ich ſchicken wuͤrde, fertig zu halten, und gab ihnen von den angeſtellten Vorhaben etwas Bericht, damit bey entſtehenden Feuer die Furcht nicht allzugroß werden moͤchte.","norm":"Der Scholtze ließ die Gerichten in geheimbd ersuchen, sich auf allen Fall wann ich schicken würde, fertig zu halten, und gab ihnen von den angestellten Vorhaben etwas Bericht, damit bei entstehenden Feuer die Furcht nicht allzu groß werden möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7617998123168945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3531,"date":1719,"orig":"Ubrigens befahl ich meinen Geſinde und Weibe, daß ſie auf den Schelm fleißig Achtung geben ſolten.","norm":"Übrigens befahl ich meinen Gesinde und Weibe, dass sie auf den Schelm fleißig Achtung geben sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.777299880981445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3532,"date":1719,"orig":"So kamen auch mit Kuntzen etliche Bauren, die truncken bey mir biß 9. Uhr, legten ſich hernach auf die Streue.","norm":"So kamen auch mit Kuntzen etliche Bauern, die trunken bei mir bis 9. Uhr, legten sich hernach auf die Streue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3533,"date":1719,"orig":"Nach Mitternacht kam der Schaͤffer der Schrye, Feuer!","norm":"Nach Mitternacht kam der Schäffer der Schrie, Feuer!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.986700057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3534,"date":1719,"orig":"Feuer!","norm":"Feuer!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.113300085067749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3535,"date":1719,"orig":"Die Bauren thaten als wenn ſie ſich nicht aus den Schlaff finden kuͤnten, in der Zeit bracht ich ein Licht in die Schenck-Stube, der Schelm ſprung auf, that auch gar ſchlafftruncken, ſagende: Wo iſt das Feuer?","norm":"Die Bauern taten als wenn sie sich nicht aus den Schlaf finden künden, in der Zeit brachte ich ein Licht in die Schenkstube, der Schelm Sprung auf, tat auch gar schlaftrunken, sagende: Wo ist das Feuer?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3536,"date":1719,"orig":"Das GOtt erbarm!","norm":"Das Gott erbarm!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.8770999908447275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3537,"date":1719,"orig":"Meine Sachen, lieff und wolte mit ſeinen Felleiſen davon marchiren, allein ich erwiſchte ihn beym Ermel und ſprach: bleibet hier, wir wollen erſt ſehen, wo das Feuer iſt, ihr muͤſſet mir zuvor bezahlen.","norm":"Meine Sachen, lief und wollte mit seinen Felleisen davon marschieren, allein ich erwischte ihn beim Ärmel und sprach: bleibt hier, wir wollen erst sehen, wo das Feuer ist, ihr müsset mir zuvor bezahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.962600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3538,"date":1719,"orig":"Kuntze kunte der Zeit nicht erwarten, der fieng zu ihm an: Du Schelm, du Mord-Brenner, du Galgen-Vogel, du Spitzbube, wer hat dir in unſeren Dorffe was Leides gethan, daß du Lotter-Bube ſolche Schelmereyen angiebſt, Scholtz laſt dieſen Schelm in Stock ſchlieſſen, ich ſtehe davor.","norm":"Kuntze konnte der Zeit nicht erwarten, der fing zu ihm an: Du Schelm, du Mordbrenner, du Galgenvogel, du Spitzbube, wer hat dir in unseren Dorfe was Leides getan, dass du Lotterbube solche Schelmereien angibst, Scholz lässt diesen Schelm in Stock schließen, ich stehe davor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.964099884033203} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3539,"date":1719,"orig":"Der Kerl ſagte, ſehet was ihr thut, es wird euch ſchwer zu verdauen werden.","norm":"Der Kerl sagte, sehet was ihr tut, es wird euch schwer zu verdauen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.009099960327148} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3540,"date":1719,"orig":"Der Scholtze ſchickte hierauf zu denen Gerichten, die alsbald kamen.","norm":"Der Scholtze schickte hierauf zu denen Gerichten, die alsbald kamen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.860799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3541,"date":1719,"orig":"Darauf fuͤhrte Kuntze ſeine Klage: Erbare Gerichte, dieſer Boͤſewicht, welchen der Scholtze auf mein Anſuchen in den Stock geſetzt, hat heute Abend als ich vor St. Annen-Brunnen vorbey gieng, etwas in denſelben verſencket, ich that aber, als wann ich es nicht ſehe, und gieng, nachdem ich ihn gegruͤſſet hatte, vorbey, indem begegnete mir unſer Schaͤffer, den bath ich, daß er doch auf ihn genaue Obſicht habẽ moͤchte, da hat dieſer Vogel an Scholtzens Scheune ein ſchwaꝛtzes Gebund gelegt, welches nun ſeine Wiꝛckung an denen zwey Schuͤtten Stroh, ausgewircket hat, und wer weiß ob dieſer Mord-Brenner das vergangene Feuer nicht auch an Nachbar Mertens Scheune geleget hat, und wer will ſchweren daß er nicht Urſache ſey, daß unſer Scholtzens Vieh erkrancket und geſtorben iſt.","norm":"Darauf führte Kuntze seine Klage: Ehrbare Gerichte, dieser Bösewicht, welchen der Scholtze auf mein Ansuchen in den Stock gesetzt, hat heute Abend als ich vor St. Annen-Brunnen vorbeiging, etwas in denselben versenket, ich tat aber, als wann ich es nicht sehe, und ging, nachdem ich ihn gegrüßt hatte, vorbei, indem begegnete mir unser Schäffer, den bat ich, dass er doch auf ihn genaue Sicht haben möchte, da hat dieser Vogel an Scholtzens Scheune ein schwarzes Bund gelegt, welches nun seine Wirkung an denen zwei Schütten Stroh, ausgewirkt hat, und wer weiß ob dieser Mordbrenner das vergangene Feuer nicht auch an Nachbar Mertens Scheune gelegt hat, und wer will schweren dass er nicht Ursache sei, dass unser Scholtzens Vieh erkranket und gestorben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.878699779510498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3542,"date":1719,"orig":"Wir uͤberlegten die Sache, lieſſen ihn Feſſel anlegen, und fragten ihn, was er wider Kuntzens Klage einzuwenden haͤtte?","norm":"Wir überlegten die Sache, ließen ihn Fessel anlegen, und fragten ihn, was er wider Kuntzens Klage einzuwenden hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811399936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3543,"date":1719,"orig":"Dieſer antwortete:","norm":"Dieser antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.079999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3544,"date":1719,"orig":"Wir waͤren ſeine Richter nicht, darumb waͤꝛe er auch nicht verbunden, auf unſere Frage zu antworten.","norm":"Wir wären seine Richter nicht, darum wäre er auch nicht verbunden, auf unsere Frage zu antworten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.603499889373779} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3545,"date":1719,"orig":"Der Scholtze ſprach: Du Galgen-Vogel, wir wollen dir weiſen, ob wir nicht deine Richter ſeyn?","norm":"Der Scholtze sprach: Du Galgenvogel, wir wollen dir weisen, ob wir nicht deine Richter sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.692200183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3546,"date":1719,"orig":"Schmeiſſet dieſen Mord-Brenner in den Stock und beſuchet ſeine Kleider und Felleiſen, ob noch mehr dergleichen Brand- Stuͤcke zu finden ſeyn.","norm":"Schmeißet diesen Mordbrenner in den Stock und besuchet seine Kleider und Felleisen, ob noch mehr dergleichen Brand-Stücke zu finden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.371600151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3547,"date":1719,"orig":"Hierauff wurden ſei- Kleider durchſucht, und die Gerichten lieſſen ſeine andern Sachen in Gewahrſam nehmen.","norm":"Hierauf wurden sei-Kleider durchsucht, und die Gerichten ließen seine anderen Sachen in Gewahrsam nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.330399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3548,"date":1719,"orig":"Den Morgen darauff ſchickten wir zu unſeren Juncker, der brachte ſeinen Gerichtshalter mit ſich, darauff wuꝛde in Gegenwart deꝛ Gerichten der Mord-Brenner vorgeſtellet, und weil der Scharffrichteꝛ von deꝛ Stadt-Obꝛigkeit ausgebeten wurde, kam er, und brachte ſeine Inſtrumenten mit ſich, wie er nun von Kuntzen auffs neue angeklaget wurde, kunte er es nicht leugnẽ, und weil er nicht weiter heraus wolte, legte ihm der Hencker die Daumen-Schrauben an, da bekannte der Ertz-Boͤſewicht, daß er erkaufft worden die Bruñen und Waſſer zu vergifften, und Doͤrffer u. Staͤdte anzuzuͤnden, wie er denn allbereit 23. Mord-Braͤnde verrichtet haͤtte, damit wurde nach Urtheil und Recht geſchickt, welches ihm zuerkannte: Erſtlich die Bruͤſte mit gluͤenden Zangen zu zwicken, dann Arm und Beine mit dem Rade zweymahl zuzerſtoſſen, hernach mit einer ſtarcken Kette, an einen Pfahl feſte zu machen, und mit Feuer aufs laͤngſte zu ſchmaͤuchen, welches vor 8. Tagen vor den Dorffe an ihn vollſtreckt worden.","norm":"Den Morgen darauf schickten wir zu unseren Junker, der brachte seinen Gerichtshalter mit sich, darauf wurde in Gegenwart der Gerichten der Mordbrenner vorgestellt, und weil der Scharfrichter von der Stadtobrigkeit ausgebeten wurde, kam er, und brachte seine Instrumenten mit sich, wie er nun von Kuntzen aufs neue angeklagt wurde, konnte er es nicht leugnen, und weil er nicht weiter herauswollte, legte ihm der Henker die Daumen-Schrauben an, da bekannte der Erzbösewicht, dass er erkauft worden die Branden und Wasser zu vergiften, und Dörfer u. Städte anzuzünden, wie er denn allbereits 23. Mordbrände verrichtet hätte, damit wurde nach Urteil und Recht geschickt, welches ihm zuerkannte: Erstlich die Brüste mit glühenden Zangen zu zwicken, dann Arm und Beine mit dem Rade zweimal zuzerstoßen, hernach mit einer starken Kette, an einen Pfahl feste zu machen, und mit Feuer aufs längste zu schmauchen, welches vor 8. Tagen vor den Dorfe an ihn vollstreckt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.630199909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3549,"date":1719,"orig":"Alſo bilde ich mir ein, wird der, der die Herren verfolgen geſehen, gleiches Gelichters mit dieſem Schelme ſeyn.","norm":"Also bilde ich mir ein, wird der, der die Herren verfolgen gesehen, gleiches Gelichters mit diesem Schelme sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047299861907959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3550,"date":1719,"orig":"Mein Gott fieng Eckarth an, wie ungewiſſenhafft ſind doch ſolche Herren, die ihre Tapfferkeit in Vergifftung der Brunnen und Braͤnde der Hoͤltzer-und Strohernen Haͤuſern erweiſen, und ſonſten nicht einmahl ſich erkuͤhnen in Perſon eine Bauer-Huͤtte anzufallen, geſchweige eine Stadt zu beſtuͤrmen noch eine Schlacht zu wagen, hernach wollen ſie doch groſſe Alexandri und maͤchtige Pompeji heiſſen.","norm":"Mein Gott fing Eckart an, wie ungewissenhaft sind doch solche Herren, die ihre Tapferkeit in Vergiftung der Brunnen und Brände der Höltzer- und Strohernen Häusern erweisen, und sonsten nicht einmal sich erkühnen in Person eine Bauerhütte anzufallen, geschweige eine Stadt zu bestürmen noch eine Schlacht zu wagen, hernach wollen sie doch große Alexandri und mächtige Pompeji heißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240300178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3551,"date":1719,"orig":"Unſere Teutſche waren vor dieſen Leuthe, die ſich viel zu hoch hielten, andern Nationen, obgleich mit Vortheil des Vaterlandes zu dienen, ſie hielten dafuͤr:","norm":"Unsere Deutsche waren vor diesen Leute, die sich viel zu hoch hielten, anderen Nationen, obgleich mit Vorteil des Vaterlandes zu dienen, sie hielten dafür:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.442800045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3552,"date":1719,"orig":"Jhre Tapfferkeit waͤre genung, mit vereinigter Treue ihnen das jenige zuwege zu bringen, was ihnen erſt andere Nationen, die es ſelbſt noch nicht haͤtten, geben wolten.","norm":"Ihre Tapferkeit wäre genug, mit vereinigter Treue ihnen dasjenige zuwege zu bringen, was ihnen erst andere Nationen, die es selbst noch nicht hätten, geben wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.864999771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3554,"date":1719,"orig":"Den Morgen des anderen Tages, als unſere Reiſende ihren Weg weiter ſetzten, ſahen ſie den erbaren Vogel auf ſeinen Throne ſitzen, ziemblich von Feuer gebrathen und ausgetrocknet.","norm":"Den Morgen des anderen Tages, als unsere Reisende ihren Weg weiter setzten, sahen sie den ehrbaren Vogel auf seinen Throne sitzen, ziemlich von Feuer gebraten und ausgetrocknet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712200164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3555,"date":1719,"orig":"Da erinnerte Eckarth, wie daß viel ehrliche Kuͤnſte dergleichen Ertz-Buben Deckel ſeyn muͤſten.","norm":"Da erinnerte Eckart, wie dass viel ehrliche Künste dergleichen Ertz-Buben Deckel sein müssten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.014100074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3556,"date":1719,"orig":"Siegfried gab vor, daß es unter ſolchen doch Niemand aͤrger haͤtte, als die Doctores, deren Ehren-Nahme einen jeden Land-Laͤuffer, der zuweilen ausgedoͤrten Kuh-Fladen fuͤr Artzeney verkauffet, von denen Leuthen mitgetheilet wuͤrde, und wann ſodann ein ſolcher Spitzbube ertappet wird, und ſeiner Frevelthaten halben ſeinen Lohn bekommt, ſo heiſt es denn, wann gefraget wird:","norm":"Siegfried gab vor, dass es unter solchen doch Niemand ärger hätte, als die Doctores, deren Ehrenname einen jeden Landläufer, der zuweilen ausgedörrten Kuhfladen für Arznei verkaufet, von denen Leuten mitgeteilt würde, und wann sodann ein solcher Spitzbube ertappet wird, und seiner Freveltaten halben seinen Lohn bekommt, so heißt es denn, wann gefragt wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508299827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3557,"date":1719,"orig":"Wer iſt der arme Suͤnder, der da hencket, oder ſonſten juſtificirt worden iſt, ſeiner Profeſſion nach in ſeinen Leben geweſen?","norm":"Wer ist der arme Sünder, der da henket, oder sonsten justifiziert worden ist, seiner Profession nach in seinen Leben gewesen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.08620023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3558,"date":1719,"orig":"So wird geantwortet:","norm":"So wird geantwortet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.592400074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3559,"date":1719,"orig":"Er war ein Doctor, ja! ein Doctor und Lehrmeiſter in der Spitzbuͤberey.","norm":"Er war ein Doktor, ja! ein Doktor und Lehrmeister in der Spitzbüberei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.452899932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3560,"date":1719,"orig":"Mein liebſter Herr Siegfried verſetzte Eckarth, muͤſſen es doch wohl Hoͤhere leiden, daß dergleichen Geſindel ſich ihrer Perſon bedienen, denen Leuthen in Hochachtung allerhand Betrug mit beyzubringen.","norm":"Mein liebster Herr Siegfried versetzte Eckart, müssen es doch wohl Höhere leiden, dass dergleichen Gesindel sich ihrer Person bedienen, denen Leuten in Hochachtung allerhand Betrug mit beizubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9095001220703125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3561,"date":1719,"orig":"Die Hiſtorien ſind von dergleichen Betruͤgereyen uͤberall voll, und bekannt, werden auch wohl bey der Execution mit koſtbahren Kleidern angethan, und darinnen hingerichtet, wer wolte nun ſagen, daß es denen Herren und Groſſen ihren Ehren nachtheilig ſeyn ſolte.","norm":"Die Historien sind von dergleichen Betrügereien überall voll, und bekannt, werden auch wohl bei der Exekution mit kostbaren Kleidern angetan, und darinnen hingerichtet, wer wollte nun sagen, dass es denen Herren und Großen ihren Ehren nachteilig sein sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196199893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3562,"date":1719,"orig":"Ja Herr Vater, replicirte Siegfried, ſo werden doch die Buben ihres begangenen Frevels halber juſtificirt, und wird dadurch jedermann vorgezeiget, was ihr Verbrechen geweſen.","norm":"Ja Herr Vater, replizierte Siegfried, so werden doch die Buben ihres begangenen Frevels halber justifiziert, und wird dadurch jedermann vorgezeigt, was ihr Verbrechen gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7307000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3563,"date":1719,"orig":"Allein hier wird ein Nahme, der vortrefflich gelehꝛten Leuthen mitgetheilet wird, ſolchen Lotter-Buben gegeben, nicht daß er deswegen, daß er des Tituls ſich angemaſſet und dadurch die Leuthe betrogen hat executirt worden, ſondern daß er ſeiner Profesſion nach ein Doctor geweſen, und ſeiner Ubelthaten halben ſein Urtheil ausſtehen muͤſſen.","norm":"Allein hier wird ein Nahme, der vortrefflich gelehrten Leuten mitgeteilt wird, solchen Lotterbuben gegeben, nicht dass er deswegen, dass er des Titels sich angemaßt und dadurch die Leute betrogen hat exekutiert worden, sondern dass er seiner Profession nach ein Doktor gewesen, und seiner Übeltaten halben sein Urteil ausstehen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.940700054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3564,"date":1719,"orig":"Gotthart ſprach: Liebſter Bruder, wann du dich der Sachen ſo ſehr annehmen wilſt, ſo wirſt du taͤglich mit Verdrießligkeit zu Bette gehen muͤſſen.","norm":"Gotthart sprach: Liebster Bruder, wann du dich der Sachen so sehr annehmen willst, so wirst du täglich mit Verdrießlichkeit zu Bette gehen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.06220006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3565,"date":1719,"orig":"Mein bedencke nuꝛ, wie mit denen edlen Rechten und Staats-Weſen verfahren wird, es kom̃e ein Spitzbube, ein Land-Betruͤger her, wo er her wolle, kan er etwan ein wenig Frantzoͤiſch oder Welſch plappern, vor was vor einen Politicum wird er nicht von denen Leuthen gehalten, und iſt ja leider heut zu Tage es ſo weit kom̃en, daß alle Untreu, Betruͤgerey, Schalckheit, Finantzerey mit dem Titul der Politic beleget wird.","norm":"Mein bedenke nur, wie mit denen edlen Rechten und Staatswesen verfahren wird, es komme ein Spitzbube, ein Landbetrüger her, wo er her wolle, kann er etwan ein wenig Französisch oder Welsch plappern, vor was vor einen Politicum wird er nicht von denen Leuten gehalten, und ist ja leider heute zu Tage es so weit kommen, dass alle Untreu, Betrügerei, Schalkheit, Finanzerei mit dem Titel der Politik beleget wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.224800109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3566,"date":1719,"orig":"Kan einer den andern beruͤcken oder betruͤgen, ſo wird der erſte vor einen vortrefſlichen Politicum, der andere aber und Betrogene voꝛ einen Lappen und einfaͤltigen Menſchen gehalten.","norm":"Kann einer den anderen berücken oder betrügen, so wird der erste vor einen vortrefflichen Politicum, der andere aber und Betrogene vor einen Lappen und einfältigen Menschen gehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8582000732421875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3567,"date":1719,"orig":"Wohl, ſagte jener Bauer zu Porcilla.","norm":"Wohl, sagte jener Bauer zu Porcilla.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.336299896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3568,"date":1719,"orig":"Wie du dich deſſen mein liebſter Bruder, noch wohl wirſt zu erinnern wiſſen:","norm":"Wie du dich dessen mein liebster Bruder, noch wohl wirst zu erinnern wissen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706399917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3569,"date":1719,"orig":"Ja ihr Herren, da ein Wagen ein Wagen, eine Hure eine Hure, und ein Schelm ein Schelm hieſſe, da war es noch gute Zeit, und kunte einer den andern trauen.","norm":"Ja ihr Herren, da ein Wagen ein Wagen, eine Hure eine Hure, und ein Schelm ein Schelm hieße, da war es noch gute Zeit, und konnte einer den anderen trauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.220399856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3570,"date":1719,"orig":"Nun aber ein Wagen eine Chaiſe, eine Hure eine Dame, und ein Schelm ein Politicus heiſſet, ſo iſt die Redligkeit aus der Welt geflohen, und muß man wohl zuſehen, was man redet, und weme zu trauen iſt.","norm":"Nun aber ein Wagen eine Chaise, eine Hure eine Dame, und ein Schelm ein Politicus heißt, so ist die Redlichkeit aus der Welt geflohen, und muss man wohl zusehen, was man redet, und wem zu trauen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.511099815368652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3571,"date":1719,"orig":"Kan nun ein einfaͤltiger Bauer hierinnen einen Unterſcheid erkennen, ſo gieb dich zu frieden:","norm":"Kann nun ein einfältiger Bauer hierinnen einen Unterschied erkennen, so gib dich zu Frieden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.834799766540527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3572,"date":1719,"orig":"Es werden auch geſcheuete Leuthe ſeyn, die einen Unterſcheid unter einen Landſtreicher und Porels-Doctor, und einen von Jugend auf informirten Artzt, und rechtſchaffenen creirten Doctor machen.","norm":"Es werden auch gescheute Leute sein, die einen Unterschied unter einen Landstreicher und Porels-Doctor, und einen von Jugend auf informierten Arzt, und rechtschaffenen kreierten Doktor machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324699878692627} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3573,"date":1719,"orig":"Mein wertheſter Herr Gotthart ſagte Eckarth:","norm":"Mein wertester Herr Gotthart sagte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.37470006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3574,"date":1719,"orig":"Er hat ſehr wohl raiſonnirt und geurtheilet:","norm":"Er hat sehr wohl räsoniert und geurteilt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.277999877929687} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3575,"date":1719,"orig":"Es bleibet freylich wohl ein Unterſcheid unter einen genereuſen Pferd und Maul-Eſel, deme die Ohren doch ein Zeichen geben, ſein Urſprung ruͤhre von einen Eſel her, jenes aber ſey von gleich-artigen Elteꝛn entſproſſen, obgleich der letztere, wegen des vom Pferd entlehnten einem Pferde auſſer denen Ohren aͤhnlich ſiehet.","norm":"Es bleibt freilich wohl ein Unterschied unter einen genereusen Pferd und Maulesel, dem die Ohren doch ein Zeichen geben, sein Ursprung rühre von einen Esel her, jenes aber sei von gleichartigen Eltern entsprossen, obgleich der letztere, wegen des vom Pferd entlehnten einem Pferde außer denen Ohren ähnlich sieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.693999767303467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3576,"date":1719,"orig":"Das iſt wohl wahr! ſprach Pilovski, wañ der gemeine Mann hoͤret daß man einen einen Doctor nennet, ſo bildet er ſich nicht anders ein, er ſey ein Marcktſchreyer und Land- Artzt, wie mir auf Reiſen zu unterſchiedenen mahlen begegnet iſt, daß man mich gefragt, an was fuͤr einen Orth ich in der Stadt auf den Marckte ausſtuͤnde, damit ſie mich in Nothfall finden koͤnten; da ich meinen Poſſen mit denen Leuthen gehabt, aber was hilfft es, wir werden dieſe Meynungen denen Gewohnten nicht aus denen Koͤpffen bringen.","norm":"Das ist wohl wahr! sprach Pilovski, wann der gemeine Mann höret dass man einen einen Doktor nennt, so bildet er sich nicht anders ein, er sei ein Marktschreier und Land-Arzt, wie mir auf Reisen zu unterschiedenen malen begegnet ist, dass man mich gefragt, an was für einen Ort ich in der Stadt auf den Markte ausstünde, damit sie mich in Notfall finden könnten; da ich meinen Possen mit denen Leuten gehabt, aber was hilft es, wir werden diese Meinungen denen Gewohnten nicht aus denen Köpfen bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037300109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3577,"date":1719,"orig":"Nun ſprach Andreas, kom̃en die Doctorinnen und Landſtoͤrtzerinnen mit ihren Fieber, Pulvern, Wurm-Kuͤchlein, Mutter-Latwergen, ꝛc. dieſe fuͤhren bey ihren Vermiſchungen ſo-genannte aberglaͤubiſche Hauß-Mittel, zu Zeiten wahrſagen ſie mit, und ſuchen durch ihre Plaudereyen allerhand Vortheil, und weil man ſie nicht fuͤr ſo argliſtig als das Manns-Volck haͤlt, ſo erforſchen ſie, wo etwan was moͤchte zu ſtehlen ſeyn, bꝛingen es ſodañ ihren diebiſchen Conſorten zu, die dann mit ihrer Beyhuͤlffe ſehen, daß ſie die Voͤgel aus den Neſte heben; Denen folgen die Clyſtier Setz- und Mutterheberin, Siebdreherin, Meſſerinnen und was dergleichen Geſchmeiſſe mehr iſt.","norm":"Nun sprach Andreas, kommen die Doktorinnen und Landstörtserinen mit ihren Fieber, Pulvern, Wurmküchlein, Mutter-Latwergen, etc. diese führen bei ihren Vermischungen sogenannte abergläubische Hausmittel, zu Zeiten wahrsagen sie mit, und suchen durch ihre Plaudereien allerhand Vorteil, und weil man sie nicht für so arglistig als das Mannsvolk hält, so erforschen sie, wo etwan was möchte zu stehlen sein, bringen es sodann ihren diebischen Konsorten zu, die dann mit ihrer Beihilfe sehen, dass sie die Vögel aus den Neste heben; denen folgen die Klistier Setz- und Mutterheberin, Siebdreherin, Messerinnen und was dergleichen Geschmeiß mehr ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081900119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3578,"date":1719,"orig":"Pilovski ſprach:","norm":"Pilovski sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sk","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.73330020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3579,"date":1719,"orig":"Jch habe zu Hauſe ein Tractätlein das wird intitulirt: Allamodiſche Artzeney-Affen, in welchen dergleichen aberglaͤubiſche Hauß-Mittel vorgezeiget werden; allen aufſchneideriſchen Landſtoͤrtzern, verlogenen Theriacks-Kraͤmern ꝛc. zur Waꝛnung geſchrieben, durch Joco-Serium in Wien gedruckt.","norm":"Ich habe zu Hause ein Traktätlein das wird intitulirt: Alamodische Artzeneyaffen, in welchen dergleichen abergläubische Hausmittel vorgezeigt werden; allen aufschneiderischen Landstörtzern, verlogenen Theriakskrämern etc. zur Warnung geschrieben, durch Joco-Serium in Wien gedruckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9217000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3580,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte zu Siegfrieden: Herr Sohn, wann wir geliebts GOTT in Wien kommen nicht zuvergeſſen dieſes Tractätlein anzuſchaffen.","norm":"Eckart sagte zu Siegfrieden: Herr Sohn, wann wir geliebtes GOTT in Wien kommen nicht zuvergessen dieses Traktätlein anzuschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.006999969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3581,"date":1719,"orig":"Nun Andreas iſt die Zahl voll.","norm":"Nun Andreas ist die Zahl voll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.114099979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3582,"date":1719,"orig":"Andreas ſprach: Mir ſind dieſe Leuthe am wenigſten bekannt, ſondern ſo viel ich Zeit meiner Dienſte geſehen und gehoͤret, davon rede ich.","norm":"Andreas sprach: Mir sind diese Leute am wenigsten bekannt, sondern so viel ich Zeit meiner Dienste gesehen und gehöret, davon rede ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275100231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3583,"date":1719,"orig":"Jn vorgenannte Rolle gehoͤren noch die Stadt-und Hauß-Schleicherin, die ſich ohne andern einen Vortheil zulaſſen, ſelbſt mit verſorgen, nehmlich, da reden ſie nicht allein das Geſinde auf, daß ſie bey Erſehung guter Gelegenheit mit einer krummen Hand der Herꝛſchafft, bald dieſes bald was anders entwenden, ſondern muͤhen ſich denen Frauen ſelbſt, zumahln wañ der Herr zu allen, obſchon unnoͤthigen Sachen den Beutel nicht wil offen ſtehen laſſen, zu unterrichten, wie ſie mit ſonderlicher Manier, daß es der Herr nicht erfahre, zuweiln einige Groſchen aus der Caſſa oder Behaͤltniß nehme und beyſeite lege, umb ſich und die Kinder deſto baß zu verſorgen, ſie geben ihnen allerhand Merckmahle, welche ich hier zu erzehlen mich entſchuldige, an die Hand, damit der Nachſucher in Vielheit des andern ſo genau nicht obſerviren kan, ſehen ſie daß die Frau oder die Toͤchter und das Geſinde den Huren-Weſen nachlauffen, ſo finden ſie bald Rath als Kupplerinnen die Brunſt zu ſtillen, traͤgt ſichs aber zu daß es ſchlimm ausſchlagen will, die Jungfer wird hohes Leibes, ſo wird dieſe canalieuſiſche Brut, keinen Fleiß ſparen, die eingelegte Frucht zu verderben und auszujagen, oder ſchauen wie ſie das Kind, wann es nicht anders ſeyn will, in geheim fort practiciren; damit aber wann etwan ein einfaͤltiger Purſch ankommt, er nicht zu tieff in Brunn falle, ſo haben dieſe Jungfermacherin ſchon Zuſammenziehungs-Mittel, mit welchen ſie den Trunckenen und Liebes-begierigen Braͤutigam das Narren-Seil anwerffen; Sie ſind auch ſo gewiſſenhafft, daß ſie ſich wohl unterwinden unter Ehe-Leuthen, Haß und Neid, nicht allein zu erregen, ſondern auch wohl ein oder das andere, mit langſamen Gifft hinzurichten; und damit man nicht einen Argwohn des empfangenen Giffts vermercke, rathen ſie und anhangende Conſortinnen daß der Coͤrper bald moͤchte beygeſetzet werden.","norm":"In vorgenannte Rolle gehören noch die Stadt- und Haus-Schleicherin, die sich ohne anderen einen Vorteil zulassen, selbst mit versorgen, nämlich, da reden sie nicht allein das Gesinde auf, dass sie bei Ersehung guter Gelegenheit mit einer krummen Hand der Herrschaft, bald dieses bald was anders entwenden, sondern mühen sich denen Frauen selbst, zumal wann der Herr zu allen, obschon unnötigen Sachen den Beutel nicht will offen stehen lassen, zu unterrichten, wie sie mit sonderlicher Manier, dass es der Herr nicht erfahre, zuweilen einige Groschen aus der Kassa oder Behältnis nehme und beiseite lege, um sich und die Kinder desto bass zu versorgen, sie geben ihnen allerhand Merkmale, welche ich hier zu erzählen mich entschuldige, an die Hand, damit der Nachsucher in Vielheit des anderen so genau nicht observieren kann, sehen sie dass die Frau oder die Töchter und das Gesinde den Hurenwesen nachlaufen, so finden sie bald Rat als Kupplerinnen die Brunst zu stillen, trägt sich es aber zu dass es schlimm ausschlagen will, die Jungfer wird hohes Leibes, so wird diese canalieusische Brut, keinen Fleiß sparen, die eingelegte Frucht zu verderben und auszujagen, oder schauen wie sie das Kind, wann es nicht anders sein will, in geheim fort praktizieren; damit aber wann etwan ein einfältiger Bursche ankommt, er nicht zu tief in Brunnen falle, so haben diese Jungfermacherin schon Zusammenziehungs-Mittel, mit welchen sie den Trunkenen und Liebes-Begierigen Bräutigam das Narrenseil anwerfen; Sie sind auch so gewissenhaft, dass sie sich wohl unterwinden unter Eheleuten, Hass und Neid, nicht allein zu erregen, sondern auch wohl ein oder das andere, mit langsamen Gift hinzurichten; und damit man nicht einen Argwohn des empfangenen Gifts Vermerke, raten sie und Anhangende Konsortinnen dass der Körper bald möchte beigesetzt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.064799785614014} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3584,"date":1719,"orig":"Dieſen ſetzet man zu die Rotte der Zauberinnen unter welchen vorerwehnte gemeiniglich einen Platz vor andern haben:","norm":"Diesen setzet man zu die Rotte der Zauberinnen unter welchen vorerwähnte gemeiniglich einen Platz vor anderen haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620800018310547} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3585,"date":1719,"orig":"Denn dieſe werden in deren Sataniſchen Geheimniſſen ihre Kuͤnſte mit der groͤſſeſten Liſtigkeit ausfuͤhren.","norm":"Denn diese werden in deren satanischen Geheimnissen ihre Künste mit der größten Listigkeit ausführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.502500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3586,"date":1719,"orig":"Ja wohl ſagte Pilovski, ausfuͤhren, dieſes Hoͤllen-Geſchmeiſſe weiln ſie ſelbſten ihre erlernte Wiſſenſchafft mit tauſendfachen ſuͤndlichen Beginnen an ihren eigenen Leibern probirt und von ihrem Vorſteher und Lehrmeiſter empfangen haben.","norm":"Ja wohl sagte Pilovski, ausführen, dieses Höllen-Geschmeiss weil sie selbst ihre erlernte Wissenschaft mit tausendfachen sündlichen Beginnen an ihren eigenen Leibern probiert und von ihrem Vorsteher und Lehrmeister empfangen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.803299903869629} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3587,"date":1719,"orig":"Jch erſtaune wann ich in dem geringſten Nachſinnen ihrer boßhafftigen Auswirckungen mich auffhalte, wie ſie ihren Neben-Menſchen entweder aus Anreitzung anderer oder auch von ſich ſelbſt unterſchieden Leibes-Schaden zufuͤgen, auch ſo es GOtt der HErr zulaͤſt, ihn zu nichte machen und gar ertoͤdten, entweder durch Speiſen, Artzeney, gemachten Bildern, Figuren, aus Wachs, Ertz und anderen Metallen; Ja ein Meſſer mit dem man iſſet, welches auch zuweilen von einen Geſinde aus Nachlaͤßigkeit, ohne gehabten boͤſen Vorſatz, geſchehen kan, kan in denen damit geſchnittenen Speiſen den Menſchen boͤſe Zufaͤlle und mit Wiederholung gar den Tod verurſachen, dahero es ſehr gut iſt daß Meſſer und Gabel nach den Gebrauch wohl gereiniget und von den Gebrauchenden jederzeit abgewiſchet werde, zuvoraus wann man in Ermangelung deſſen ein Meſſer von einen andern entlehnen muß.","norm":"Ich erstaune wann ich in dem geringsten Nachsinnen ihrer boshaften Auswirkungen mich aufhalte, wie sie ihren Nebenmenschen entweder aus Anreizung anderer oder auch von sich selbst unterschieden Leibesschaden zufügen, auch so es Gott der Herr zulässt, ihn zunichtemachen und gar ertöten, entweder durch Speisen, Arznei, gemachten Bildern, Figuren, aus Wachs, Erz und anderen Metallen; Ja ein Messer mit dem man isst, welches auch zuweilen von einen Gesinde aus Nachlässigkeit, ohne gehabten bösen Vorsatz, geschehen kann, kann in denen damit geschnittenen Speisen den Menschen böse Zufälle und mit Wiederholung gar den Tod verursachen, daher es sehr gut ist dass Messer und Gabel nach den Gebrauch wohl gereinigt und von den Gebrauchenden jederzeit abgewischt werde, zuvoraus wann man in Ermangelung dessen ein Messer von einen anderen entlehnen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.269000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3588,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, zu meiner Zeit geſchach am Reihn dergleichen Kunſt-Stuͤck, an einen groſſen General, welchen ein Abgeordneter die Helffte von einen ſchoͤnen Apffel, der unter andern auf die Tafel geſetzt wurde, den er mit einen auf einer Seite vergiffteten Meſſer von einander ſchnitte, præſentiret wurde, und ihn dadurch zum Tode foͤderte.","norm":"Eckart sprach, zu meiner Zeit geschah am Reihen dergleichen Kunststück, an einen großen General, welchen ein Abgeordneter die Hälfte von einen schönen Apfel, der unter anderen auf die Tafel gesetzt wurde, den er mit einen auf einer Seite vergifteten Messer voneinander schnitte, praesentiret wurde, und ihn dadurch zum Tode föderte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683499813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3589,"date":1719,"orig":"Man weiß vielmahl nicht woher manchmahl ein unverhoffteꝛ boͤſer Zufall komme, doch moͤchte ich des Meſſers wegen einen genaueren Unterricht haben.","norm":"Man weiß vielmal nicht woher manchmal ein unverhoffter böser Zufall komme, doch möchte ich des Messers wegen einen genaueren Unterricht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.485799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3590,"date":1719,"orig":"Pilovski antwortete: Mein Patron werden gnaͤdige Reflexion haben ihnen Morgen die Probe zu weiſen, an und mit meinen eigenen Meſſer; Monſieur Pilovski, ſprach Eckarth, ich warte mit Verlangen darauff, GOTT verleihe gute Geſundheit.","norm":"Pilovski antwortete: Mein Patron werden gnädige Reflexion haben ihnen Morgen die Probe zu weisen, an und mit meinen eigenen Messer; Monsieur Pilovski, sprach Eckart, ich warte mit Verlangen darauf, GOTT verleihe gute Gesundheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.277200222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3591,"date":1719,"orig":"Allein wie gehet es mit denen Speiſen, denn wann ja ein Ubelſeyn entſtehen ſolte, ſo wuͤrde es ja alle zuſammen und nicht einen allein treffen.","norm":"Allein wie geht es mit denen Speisen, denn wann ja ein Übelsein entstehen sollte, so würde es ja alle zusammen und nicht einen allein treffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.318600177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3592,"date":1719,"orig":"Mein Patron verſetzte Pilovski, das iſt nichts rares, zumahl in meiner Heymath und angraͤntzenden Landen, es geſchiehet durch Verwuͤntſchung, und Verfluchen der gehuſigen oder erkaufften Perſon, ich habe mir von einer beruͤchtigen Perſon ſolches vorſtellen laſſen, da die gemeynte Perſon allein mit einen Ubelſeyn befallen wurde, ohne daß denen andern das geringſte widerfuhr, und dieſes kan auch an einen Ubelwollenden der Entfernung geſchehen.","norm":"Mein Patron versetzte Pilovski, das ist nichts Rares, zumal in meiner Heimat und angrenzenden Landen, es geschieht durch Verwünschung, und Verfluchen der gehusigen oder erkauften Person, ich habe mir von einer berichtigen Person solches vorstellen lassen, da die gemeinte Person allein mit einen Übelsein befallen wurde, ohne dass denen anderen das geringste widerfuhr, und dieses kann auch an einen Übelwollenden der Entfernung geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.419099807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3593,"date":1719,"orig":"Allein das Vertrauen zu GOtt, und ein andaͤchtiges Gebeth vor und nach dem Eſſen, kan dergleichen teufeliſche Boßheit null und nichtig machen.","norm":"Allein das Vertrauen zu Gott, und ein andächtiges Gebet vor und nach dem Essen, kann dergleichen teuflische Bosheit null und nichtig machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.836800098419189} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3594,"date":1719,"orig":"Siegfried vermeynte, unterweilen waͤre auch die Einbildung und boͤſer Verdacht gegen mißguͤnſtige Leuthe die Haupt Urſache; Ja replicirte Eckarth, die Impreſſion thut viel, und ohne dieſelbe kan auch a parte lædentis, dem Gehaͤßigen kein Schaden geſchehen, wie mir aber wiſſend iſt, kan man dieſer malitieuſen Operation am beſten entgegen gehen, erſtlich durch ein inbruͤnſtiges Gebeth, u. dann daß man ſeine uſuelle Lebens-Arth invertire und das ſonſt beliebte auf eine Zeitlang unterlaſſe, wer aber contra incantationes machen und den Thaͤter deſtruiren will, dem ſtelle ich es frey, und ob es wohl natuͤrlich zugehet, ſo wird doch mehrentheils ein Boͤſes mit dem andern vertrieben, und cauſirt ein unruhiges Gewiſſen, das beſte iſt, man befehle GOtt die Rache, der wird ſchon zu ſeiner Zeit einen ſolchen Schand-Nickel dergeſtalt zu Schanden richten, daß ſie wird bekennen muͤſſen, ſie haͤtte ihr dieſes nimmermehr eingebildet; Andere nehmen einige.","norm":"Siegfried vermeinte, unterweilen wäre auch die Einbildung und böser Verdacht gegen missgünstige Leute die Haupt Ursache; Ja replizierte Eckart, die Impression tut viel, und ohne dieselbe kann auch a parte laedentis, dem Gehässigen kein Schaden geschehen, wie mir aber wissend ist, kann man dieser malitieusen Operation am besten entgegengehen, erstlich durch ein inbrünstiges Gebet, u. dann dass man seine usuelle Lebensart invertiere und das sonst beliebte auf eine Zeitlang unterlasse, wer aber contra incantationes machen und den Täter destruieren will, dem stelle ich es frei, und ob es wohl natürlich zugehet, so wird doch mehrenteils ein Böses mit dem anderen vertrieben, und kausiert ein unruhiges Gewissen, das Beste ist, man befehle Gott die Rache, der wird schon zu seiner Zeit einen solchen Schandenickel dergestalt zu Schanden richten, dass sie wird bekennen müssen, sie hätte ihr dieses nimmermehr eingebildet; Andere nehmen einige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286600112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3595,"date":1719,"orig":"Kraͤuter die wider die Incantamenta ſeyn ſollen, als hypericon Sideritis &c. vermiſchen ſie mit andern der angeworffenen Kranckheit heilende Kraͤuter, machen daraus einen Tranck und brauchen ihn mit guten Succeſs.","norm":"Kräuter die wider die Incantamenta sein sollen, als Hypericon Sideritis & c. vermischen sie mit anderen der angeworfenen Krankheit heilende Kräuter, machen daraus einen Trank und brauchen ihn mit guten Success.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585400104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3596,"date":1719,"orig":"Pilovski ſagte, und nimt Pillen aus denen Gummatibus reſolventibus mit Zuthun einiger Granorum ex oſſa fœtida ein.","norm":"Pilovski sagte, und nimmt Pillen aus denen Gummatibus resolventibus mit Zutun einiger Granorum ex ossa foetida ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.27209997177124} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3597,"date":1719,"orig":"Wann nun erwehnte Boßheiten durch Verwuͤntſchungen geſchehen, mit Gegen-Bindungen, wie auch durch Artzeneyen koͤnnen gehoben weꝛden, auf was Aꝛth kan man duꝛch Artzeneyen den Menſchen zu Grunde richten, fragte Siegfried: Pilovski antwoꝛtete:","norm":"Wann nun erwähnte Bosheiten durch Verwünschungen geschehen, mit Gegen-Bindungen, wie auch durch Arzneien können gehoben werden, auf was Arth kann man durch Arzneien den Menschen zu Grunde richten, fragte Siegfried: Pilovski antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585999965667725} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3598,"date":1719,"orig":"eben duꝛch ſolche koͤnnen dieſe Unholden nach vorhergehenden angeworffenẽ Zufaͤllen ihren Endzweck, durch Rathgebung dieſes oder jenes zu brauchen, deſto eher erlangen; Das Wort wird mehr per abuſum als es an ſich ſelbſt iſt ironicè oder hoͤniſcher Weiſe geneñet; hieher ſind zurechnen die Philtra und Liebes-Traͤncke, von welcher Compoſition nicht viel zu melden, damit der Curieuſe nicht Gottloſe werde, weil ohnedem in unterſchiedenen Scribenten davon gedacht worden.","norm":"eben durch solche können diese Unholden nach vorhergehenden angeworfenen Zufällen ihren Endzweck, durch Ratgebung dieses oder jenes zu brauchen, desto eher erlangen; das Wort wird mehr per abusum als es an sich selbst ist ironice oder höhnischer Weise genannt; hierher sind zurechnen die Philtra und Liebestränke, von welcher Komposition nicht viel zu melden, damit der Curieuse nicht Gottlose werde, weil ohnedem in unterschiedenen Skribenten davon gedacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.811800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3599,"date":1719,"orig":"Manche aus Curioſität entſprungene Verſucher miſchen unter Eſſen und Trincken dergleichen Pharmaca, welche den Genieſſenden allerhand Schmertzen und einen langſamen (in vermehren den Schwach heiten des Leibes) den Tod verurſachen.","norm":"Manche aus Kuriosität entsprungene Versucher mischen unter Essen und trinken dergleichen Pharmaka, welche den Genießenden allerhand Schmerzen und einen langsamen (in Vermehren den Schwach heiten des Leibes) den Tod verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.583899974822998} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3600,"date":1719,"orig":"Ja die ruchloſe Gottloſigkeit, hat die Chriſtliche Liebe und das Gewiſſen ſo gar weit hinweggeworffen, daß ſich nicht geſcheuet, die Probe an den Aꝛmuth zu nehmen, welche ſie mit vergiffteten Speiſen und Trancks als ein Allmoſen entgegen gehen und ſo-dañ ein Nachforſchen zu welcher Zeit ein ſolcher vergiffteter Armer ſein Leben geendiget, ſich vergewiſſert, hernach an andern gleiche Maliz zu begehen vornehmen.","norm":"Ja die ruchlose Gottlosigkeit, hat die christliche Liebe und das Gewissen so gar weit hinweggeworfen, dass sich nicht gescheut, die Probe an den Armut zu nehmen, welche sie mit vergifteten Speisen und Tranks als ein Almosen entgegengehen und sodann ein Nachforschen zu welcher Zeit ein solcher vergifteter Armer sein Leben geendigt, sich vergewissert, hernach an anderen gleiche Maliz zu begehen vornehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.668900012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3601,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3602,"date":1719,"orig":"Dieſe gottloſe Impoſtur der Intexication ſoll in Gallien ſeyn practiciret worden, die auch von den Koͤnige mit der groͤſten und gerechten Schaͤrffe getilget worden.","norm":"Diese gottlose Impostur der Intexication soll in Gallien sein praktiziert worden, die auch von den Könige mit der größten und gerechten Schärfe getilgt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4232001304626465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3603,"date":1719,"orig":"Jch erinnere mich in denen Novellen, daß einen groſſen Herrn eine gewiſſe Zeit des Todes geſetzt worden, einmahl geleſen zu haben; Allein GOTT dirigirte das Boͤſe zum Guten und verlaͤngerte den ausgeſetzten Termin ſeines Lebens, daß er noch jetzo (ſo bereits 13. Jahr vorbey) in guter Geſundheit lebet: durch offtere Proben ſind dieſe boͤſe Menſchen ſo expert worden, daß ſie nach ihren Gefallen (durch Goͤttliche Zulaſſung) zu der ihnen ausgeſetzten Zeit die Leuthe ohne Merckmahl einig empfangnes Gifft entſeelet haben.","norm":"Ich erinnere mich in denen Novellen, dass einen großen Herrn eine gewisse Zeit des Todes gesetzt worden, einmal gelesen zu haben; allein GOTT dirigierte das Böse zum Guten und verlängerte den ausgesetzten Termin seines Lebens, dass er noch jetzt (so bereits 13. Jahr vorbei) in guter Gesundheit lebet: durch öftere Proben sind diese böse Menschen so Experte worden, dass sie nach ihren Gefallen (durch göttliche Zulassung) zu der ihnen ausgesetzten Zeit die Leute ohne Merkmal einig empfangenes Gift entseelet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.543300151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3604,"date":1719,"orig":"O vermaledeyte Beſtien, iſt es wohl moͤglich daß ein ſolcher Uſurpateur auf der Stelle des Todes waͤre, ehe er an ſeinen Neben-Chriſten dergleichen Gottloſigkeit ausuͤbte, ſprach Siegfried.","norm":"O vermaledeite Bestien, ist es wohl möglich dass ein solcher Usurpateur auf der Stelle des Todes wäre, ehe er an seinen Nebenchristen dergleichen Gottlosigkeit ausübte, sprach Siegfried.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.30210018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3605,"date":1719,"orig":"Nun wollen wir denen Bildern, was ſie die kluge Frauen und ihre Conſorten denen Menſchen zu ſchaden mit ſolchen machen und vornehmen ſo viel mir wiſſend und in Praxi vorkommen iſt, ihr Recht thun, ſprach Pilovski, doch verwahre ich mich, daß Niemand von mir, mehr als ich vorbringen werde, zu offenbahren, verlange.","norm":"Nun wollen wir denen Bildern, was sie die kluge Frauen und ihre Konsorten denen Menschen zu schaden mit solchen machen und vornehmen so viel mir wissend und in Praxi vorkommen ist, ihr Recht tun, sprach Pilovski, doch verwahre ich mich, dass Niemand von mir, mehr als ich vorbringen werde, zu offenbaren, verlange.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3606,"date":1719,"orig":"Doch iſt nicht eben noͤthig durch Zauberey den Effect zu procuriren, dieweil es auch von andern ohne ſolche kan verrichtet werden, da nehmen ſie Wachs, Bley, Meßing, und machen auf die ihnen verhaßte Perſon ein Bildniß, wie ſie nun mit denſelben umbgehen/ ſo geſchicht aus Zulaſſung GOttes, die ihrer Impreſſion nach verwegenes Unternehmen.","norm":"Doch ist nicht eben nötig durch Zauberei den Effekt zu procuriren, dieweil es auch von anderen ohne solche kann verrichtet werden, da nehmen sie Wachs, Blei, Messing, und machen auf die ihnen verhasste Person ein Bildnis, wie sie nun mit denselben umgehen / so geschieht aus Zulassung Gottes, die ihrer Impression nach verwegenes Unternehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472599983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3607,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte: der Incantante darff ihm nicht erſt ſo viel Muͤhe machen, er kan gleiche Boßheit an einen gemahlten Bilde ausuͤben, oder ein von Holtz geſchnitztes an deren Stelle adhibiren.","norm":"Eckart sagte: Der Incantante darf ihm nicht erst so viel Mühe machen, er kann gleiche Bosheit an einen gemalten Bilde ausüben, oder ein von Holz geschnitztes an deren Stelle adhibieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3744001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3608,"date":1719,"orig":"Einige wollen behaupten, daß dieſe Arth etwas zu expiſciren und auszuforſchen, welche ſie in Entgegenſetzung der Negromantia, oder ſchwartze Kunſt, Magia alba oder die weiſſe Kunſt intituliren, ſo fern nuꝛ es nicht zum Verderb des Naͤchſten gereiche, und obgleich vermittelſt dieſer Kunſt dem Thaͤter ein kleiner Verdruß geſchicht/ ſo kan ihme doch ſelbiger ohne Hinterlaſſung einiger Schmertzen bald wieder benommen werden.","norm":"Einige wollen behaupten, dass diese Art etwas zu expisciren und auszuforschen, welche sie in Entgegensetzung der Negromantia, oder schwarze Kunst, Magia alba oder die weiße Kunst intituliren, sofern nur es nicht zum Verderb des Nächsten gereiche, und obgleich vermittels dieser Kunst dem Täter ein kleiner Verdruss geschieht / so kann ihm doch selbiger ohne Hinterlassung einiger Schmerzen bald wieder benommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.185200214385986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3609,"date":1719,"orig":"Ob nun dieſer Modus, umb einer Sache Gewißheit zu haben recht ſey oder nicht, wil ich denen gewiſſenhafften Herꝛen Theologis uͤberlaſſen. e. gr. Mir waͤre etwas entwendet worden, oder geſchaͤhe mir ein Verdruß, ſolches wieder zu eꝛlangen oder zu hindeꝛn gebe ich der Perſon an ihren Leibe oder Gliedern eine Marqve, umb ſolche nicht weiter zu dulden, ſo muß ſelbige das Entwendete wieder geben, und den Verdruß heben.","norm":"Ob nun dieser Modus, um einer Sache Gewissheit zu haben recht sei oder nicht, will ich denen gewissenhaften Herren Theologis überlassen. e. gr. Mir wäre etwas entwendet worden, oder geschähe mir ein Verdruss, solches wiederzuerlangen oder zu hindern gebe ich der Person an ihren Leibe oder Gliedern eine Marqve, um solche nicht weiter zu dulden, so muss selbige das Entwendete wieder geben, und den Verdruss heben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.211100101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3610,"date":1719,"orig":"Siegfried wandte ein, es koͤnten durch dergleichen Anmerckungen gute Freunde in der Entfernung einander ihr Wohl oder Weh zu verſtehen geben.","norm":"Siegfried wandte ein, es könnten durch dergleichen Anmerkungen gute Freunde in der Entfernung einander ihr Wohl oder Weh zu verstehen geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.278200149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3611,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3612,"date":1719,"orig":"Ja deſto mehr, ſie muͤſten aber in ein und den andern eine Abrede genommen haben, ſonſten wuͤrden ſie keinen Unterſcheid machen koͤnnen.","norm":"Ja desto mehr, sie müssten aber in ein und den anderen eine Abrede genommen haben, sonsten würden sie keinen Unterschied machen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481100082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3613,"date":1719,"orig":"Doch haben einige unter denen Soldaten in dieſen Fall gute Wiſſenſchafft, am meiſten aber die Foͤrſter, Schuͤtzen und Wald- Leuthe, die ſowohl mit dem Gewehr-verſprechen und anderen Wett-Kuͤnſten abſonderlich wiſſen umbzugehen und ihren Contrapart zu ſchaden oder zum beſten zu haben, und dieſes heiſſen ſie einem ein Weidmann ſetzen.","norm":"Doch haben einige unter denen Soldaten in diesen Fall gute Wissenschaft, am meisten aber die Förster, Schützen und Wald-Leute, die sowohl mit dem Gewehr-Versprechen und anderen Wettkünsten absonderlich wissen umzugehen und ihren Contrapart zu schaden oder zum besten zu haben, und dieses heißen sie einem ein Weidmann setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634099960327148} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3614,"date":1719,"orig":"Vornehmlich ſollen die Bauren im Schwartzwalde in dergleichen Incantationen geſchickt ſeyn.","norm":"Vornehmlich sollen die Bauern im Schwarzwalde in dergleichen Incantationen geschickt sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.598299980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3615,"date":1719,"orig":"Einer einigen Hiſtorien zugedencken.","norm":"Einer einigen Historien zugedenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.951600074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3616,"date":1719,"orig":"Es ritten einsmahls 6. Reuter mit ihren Corporal vom Chur-Printz-Saͤchſiſchen Regiment gegebener Ordres nach, durch den Schwartzwald, indem begegnete ihnen ein Bauer der trug Geld im Hute, das er im Walde aus einen verwahrten Orthe geholet hatte/ den fragten ſie, was er mit dem Gelde machen wolte?","norm":"Es ritten einsmals 6. Reuter mit ihren Korporal vom Chur-Printz-Sächsischen Regiment gegebener Ordres nach, durch den Schwarzwald, indem begegnete ihnen ein Bauer der trug Geld im Hute, das er im Walde aus einen verwahrten Orte geholt hatte / den fragten sie, was er mit dem Gelde machen wollte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.580999851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3617,"date":1719,"orig":"Der Bauer antwortete:","norm":"Der Bauer antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3618,"date":1719,"orig":"Jch habe Arbeiter, die muß ich bezahlen, und das andere brauche ich vor mich und meine Leuthe.","norm":"Ich habe Arbeiter, die muss ich bezahlen, und das andere brauche ich vor mich und meine Leute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.335499763488769} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3619,"date":1719,"orig":"Soldat, gieb uns das Geld wir brauchen es noͤthiger als du.","norm":"Soldat, gib uns das Geld wir brauchen es nötiger als du.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.127500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3620,"date":1719,"orig":"Bauer, ihr Herren laſt mich meiner Wege ungehindert gehen.","norm":"Bauer, ihr Herren lässt mich meiner Wege ungehindert gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440299987792969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3621,"date":1719,"orig":"Soldat, gib oder wir nehmen es mit Gewalt.","norm":"Soldat, gib oder wir nehmen es mit Gewalt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.561500072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3622,"date":1719,"orig":"Bauer, ihr Herren es wird euch gereuen.","norm":"Bauer, ihr Herren es wird euch gereuen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193900108337402} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3623,"date":1719,"orig":"Aus Zudruͤngen muß der Bauer ihnen ſein Geld geben, dieweil ſich dieſe theilen, gehet der Bauer auf die Seite, ſchneidet einen guten Pruͤgel ab, gehet zu denen Reutern und ſpricht:","norm":"Aus Zudringen muss der Bauer ihnen sein Geld geben, dieweil sich diese teilen, geht der Bauer auf die Seite, schneidet einen guten Prügel ab, geht zu denen Reutern und spricht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.866499900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3624,"date":1719,"orig":"ihr Herren gebet mir mein Geld wieder, ſonſt wird es euch uͤbel ergehen.","norm":"ihr Herren Gebet mir mein Geld wieder, sonst wird es euch übel ergehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.164000034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3625,"date":1719,"orig":"Die Reuter ſtrengen die Pferde an, es ruckt ſich keins, ſie greiffen nach den Pallaſch, er will nicht aus der Scheide, noch die Piſtolen aus denen Hulfftern gehen.","norm":"Die Reuter strengen die Pferde an, es ruckt sich keins, sie greifen nach den Pallasch, er will nicht aus der Scheide, noch die Pistolen aus denen Halftern gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8495001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3626,"date":1719,"orig":"Der Bauer erinnert nochmahln ihm ſein Geld wieder zu geben.","norm":"Der Bauer erinnert nochmals ihm sein Geld wiederzugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.990799903869629} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3627,"date":1719,"orig":"Wie die Reuter nicht zu gewinnen ſeyn, ſo nimmt der Bauer ſeinen Pruͤgel, faͤngt an erſtlich den Corporal und hernach die andern wohl abzuſchmieren, biß ſie ihnen ſein und ihr Geld zuruͤck gegeben, der Bauer zehlet ſein Geld ab, und gibt denen Reutern das Jhre wieder, mit der Lehre: kuͤnfftig hin einen jeden das Seinige zu laſſen, wann er gewolt, haͤtte er ſie alle todt ſchlagen und das Jhrige nehmen koͤnnen; Nun moͤchten ſie zwey Stunden lang, biß er wuͤrde nach Hauſe kommen ſeyn, dieweile Platz halten, und nach Verflieſſung derſelben reiten wo ſie hin wolten.","norm":"Wie die Reuter nicht zu gewinnen sein, so nimmt der Bauer seinen Prügel, fängt an erstlich den Korporal und hernach die anderen wohl abzuschmieren, bis sie ihnen sein und ihr Geld zurückgegeben, der Bauer zählt sein Geld ab, und gibt denen Reutern das Ihre wieder, mit der Lehre: künftig hin einen jeden das Seinige zu lassen, wann er gewollt, hätte er sie alle tot schlagen und das Ihrige nehmen können; nun möchten sie zwei Stunden lang, bis er würde nach Hause kommen sein, dieweil Platz halten, und nach Verfließung derselben reiten wo sie hin wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.965199947357178} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3628,"date":1719,"orig":"Sie haben die blaue Marqve an ihren Leibern eine gute Weile behalten.","norm":"Sie haben die blaue Marqve an ihren Leibern eine gute Weile behalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.899799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3629,"date":1719,"orig":"Wann ich fernerweitige Einmiſchungen die mir bekandt ſind erzehlen wolte, wuͤrden wir eine lange Zeit dazu von noͤthen haben; was die Angehenge, Figuren, Caracteres und ſonſten fuͤr aberglaͤubiſche Allfantzereyen anlangt, ſind mit obigen in eine Rolle zuſetzen.","norm":"Wann ich fernerweitige Einmischungen die mir bekannt sind erzählen wollte, würden wir eine lange Zeit dazu vonnöten haben; was die Angehenge, Figuren, Caracteres und sonsten für abergläubische Alfanzereien anlangt, sind mit obigen in eine Rolle zusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.574999809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3630,"date":1719,"orig":"Siegfried fragte? ſind denn wider dergleichen Incantamenta ſelbige zu heben und zu zernichten keine Gegen-Mittel?","norm":"Siegfried fragte? sind denn wieder dergleichen Incantamenta selbige zu heben und zu zernichten keine Gegenmittel?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.906099796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3631,"date":1719,"orig":"Ja ſprach Pilovski, ein fleißig Gebeth, ein verſoͤhnliches Gemuͤth, und eine ſchoͤne rothe hoch/ glaͤntzende Coralle und die aus ſolcher præparirten Artzeneyen; Wil aber einer einen Gegen-Satz thun, ſo kan er bey neben an ſeinem Bildniß die Heilung thun, doch vor dieſes mahl genung:","norm":"Ja sprach Pilovski, ein fleißig Gebet, ein versöhnliches Gemüt, und eine schöne rote hoch / glänzende Coralle und die aus solcher präparierten Arzneien; will aber einer einen Gegensatz tun, so kann er bei neben an seinem Bildnis die Heilung tun, doch vor dieses Mal genug:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.986299991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3632,"date":1719,"orig":"Damit wir nicht zu tieff in dieſes Geheimniß kommen.","norm":"Damit wir nicht zu tief in dieses Geheimnis kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.158400058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3633,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, wir wollen unſern Diſcours vor dieſes mahl ſuſpendiren.","norm":"Eckart sprach, wir wollen unseren Discours vor dieses Mal suspendieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.528900146484375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3634,"date":1719,"orig":"Weiln der Herr Doctor der Corallen gedacht/ ich auch von dieſen Gewaͤchs viel halte, wuͤrde mir und meinen Herren Soͤhnen eine ſonderliche liebreiche Zuneigung geſchehen, wann dieſelben mit deren Vortrag uns zu veꝛgnuͤgen geliebten.","norm":"Weil der Herr Doktor der Korallen gedacht / ich auch von diesen Gewächs viel halte, würde mir und meinen Herren Söhnen eine sonderliche liebreiche Zuneigung geschehen, wann dieselben mit deren Vortrag uns zu vergnügen geliebten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.245999813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3635,"date":1719,"orig":"Pilovski gab vor: Er wuͤrde ihnen mit ſeiner Unwiſſenheit ein ſchlechtes Vergnuͤgen geben koͤnnen, doch wolte er nach ſeinen Vermoͤgen, als moͤglich, der Corallen Krafft und Tugenden vortragen.","norm":"Pilovski gab vor: Er würde ihnen mit seiner Unwissenheit ein schlechtes Vergnügen geben können, doch wollte er nach seinen Vermögen, als möglich, der Korallen Kraft und Tugenden vortragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.727799892425537} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3636,"date":1719,"orig":"Was Corallen ſind iſt uns allen bewuſt, es finden ſich dunckel-rothe, ſchoͤne rothglaͤntzende mit vermiſchten Farben, und Weiſſe; Die dunckel-rothen ſind denen hell-glaͤntzenden rothen (die alleine in der Artzeney zu brauchen ſind) gantz contrair und zuwider, denn worzu dieſe dienlich ſeyn und guten Effect thun, da ſtehen jene der Wiꝛckung entgegen, und ſeyn ſchaͤdlich, die mit gelb und weiſſen Strichen ins rothe melirt, ſind wenig nuͤtze, die blaſſen aber und weiſſen, geben nichts profitabels, ſo ſind auch die von denen aͤchten und guten in gantzen Zincken kraͤfftiger als in denen kurtzen, doch wird die Ausarbeitung derſelben in denen kurtzen nichts weniger guten Succeß ausrichten als in denen langen, zumahln ſie doch muͤſſen geſtoſſen und pulveriſirt werden.","norm":"Was Korallen sind ist uns allen bewusst, es finden sich dunkelrote, schöne rotglänzende mit vermischten Farben, und Weiße; die dunkelroten sind denen hellglänzenden roten (die alleine in der Arznei zu brauchen sind) ganz konträrer und zuwider, denn wozu diese dienlich sein und guten Effekt tun, da stehen jene der Wirkung entgegen, und sein schädlich, die mit gelb und weißen Strichen ins Rote meliert, sind wenig nütze, die blassen aber und weißen, geben nichts profitabel, so sind auch die von denen ächten und guten in ganzen Zinken kräftiger als in denen kurzen, doch wird die Ausarbeitung derselben in denen kurzen nichts weniger guten Success ausrichten als in denen langen, zumal sie doch müssen gestoßen und pulverisiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.280900001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3637,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte, man hat ein ſo groſſes Geſchrey unter denen Medicis und anderen welche, daß eine wahre Tinctur aus denen Corallen zu ziehen unmoͤglich zu ſeyn, vorgeben?","norm":"Eckart fragte, man hat ein so großes Geschrei unter denen Medicis und anderen welche, dass eine wahre Tinktur aus denen Korallen zu ziehen unmöglich zu sein, vorgeben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.623199939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3638,"date":1719,"orig":"Pilovski antworte: eine Kraͤh huͤpffet immer der andern nach, und was ein Unverſtaͤndiger her kotzet, dem folgen die andern nur daß ſie in der Chymie ſich nicht vertieffen moͤgen.","norm":"Pilovski antworte: Eine Kräh hüpfet immer der anderen nach, und was ein Unverständiger her kotzet, dem folgen die anderen nur dass sie in der Chemie sich nicht vertiefen mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.506499767303467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3639,"date":1719,"orig":"Jhr tummes Vorbringen iſt:","norm":"Ihr dummes Vorbringen ist:","lang_fastText":"no","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.69379997253418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3640,"date":1719,"orig":"Es kaͤme die Farbe von Menſtruo oder dem Ausziehungs-Safft her.","norm":"Es käme die Farbe von Menstruo oder dem Ausziehungs-Saft her.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.083199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3641,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, es iſt recht Lachens-wuͤrdig, daß was ich nicht weiß, und auch nicht erforſchen will, iſt nicht wahr.","norm":"Eckart versetzte, es ist recht Lachenswürdig, dass was ich nicht weiß, und auch nicht erforschen will, ist nicht wahr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.790500164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3642,"date":1719,"orig":"Jch habe ſie Monſ.","norm":"Ich habe sie Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"cs","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.437900066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3643,"date":1719,"orig":"Renten ausarbeiten geſehen, und befinde ſich gantz richtig, er exaltirt ſie per concentrationem, daß auch die Tinctur ihr noch bey ſich fuͤhrendes Saltz fallen laͤſt.","norm":"Renten ausarbeiten gesehen, und befinde sich ganz richtig, er exaltiert sie per concentrationem, dass auch die Tinktur ihr noch bei sich führendes Salz fallen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.066400051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3644,"date":1719,"orig":"Die Herren werden mir allerſeits zugeben, wann ich ein Menſtruum habe, das mir aus denen Corallen die Roͤthe ad pallorum usqve mit dem Saltz ausziehet, auch in der letzten Extraction ſein beyhabendes Saltz weiß grau fallen laͤſt, ſo muß wohl die Roͤthe von denen Corallen, und nicht vom Menſtrue kommen.","norm":"Die Herren werden mir allerseits zugeben, wann ich ein Menstruum habe, das mir aus denen Korallen die Röte ad pallorum usqve mit dem Salz ausziehet, auch in der letzten Extraktion sein beyhabendes Salz weiß grau fallen lässt, so muss wohl die Röte von denen Korallen, und nicht vom Menstrue kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.756800174713135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3645,"date":1719,"orig":"Fauler! man hat nichts umb ſonſt, greiffe deinen Geld-Sack an und laß deine Haͤnde muͤhſam ſeyn, ſo wirſt du nicht mehr ſagen, es kan keine wahre Corallen-Tinctur gemacht werden.","norm":"Fauler! man hat nichts um sonst, greife deinen Geldsack an und lass deine Hände mühsam sein, so wirst du nicht mehr sagen, es kann keine wahre Korallentinktur gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3646,"date":1719,"orig":"Ob du es glaubeſt, oder nicht, ſo iſt es doch wahr, und wird kein Kuͤnſtler dir zu Gefallen, den Brey ins Maul ſtreichen.","norm":"Ob du es glaubest, oder nicht, so ist es doch wahr, und wird kein Künstler dir zu Gefallen, den Brei ins Maul streichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.654200077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3647,"date":1719,"orig":"Monſieur Rente erzehlte mir, daß er einsmahls 6. Pfund Corallen-Zincken bekom̃en, die ſeines Muthmaſſens kaum vor einem Viertel Jahr moͤchten gezogen worden ſeyn, die waͤren in Menſtruo per digeſtionem als ein Wachs am Feueꝛ zeꝛgangẽ, u. waͤꝛe die davon gemachte Tinctur in deꝛ Wirckung der andern weit vorgagen.","norm":"Monsieur Rente erzählte mir, dass er einsmals 6. Pfund Korallenzinken bekommen, die seines Mutmassens kaum vor einem Viertel Jahr möchten gezogen worden sein, die wären in Menstruo per digestionem als ein Wachs am Feuer zergangen, u. wäre die davon gemachte Tinktur in der Wirkung der anderen weit Vorgagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.308300018310547} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3648,"date":1719,"orig":"Pilovski ſprach:","norm":"Pilovski sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sk","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.73330020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3649,"date":1719,"orig":"Was meine Augen ſehen, kan ich ja nicht leugnen, ich kan Niemanden verdencken, daß er Hanß Unglauben ſeine mit Muͤhe und Unkoſten erlangte Wiſſenſchafft ohne Vergeltung offenbahre; doch muß ich hierbey noch erinnern, daß alle Corallen-Tincturen die per calcinationem corporis und andern gewaltſamen Gluͤe- Feuern bereitet und hernach per menſtrua ausgezogen werden, falſch ſind, und ſo ſie ja eine Wirckung thun, kommt ſolche mehr von Menſtruo, als aus denen von allen Kraͤfften depauperirten Corallen her, welche der rechten per minimam torturam ignis im geringſten nicht beykommen, ſonſten haben die Corallen in denen hefftigſten Kranckheiten vor andern, auſſer dem Gold, ſonderliche Wirckungen.","norm":"Was meine Augen sehen, kann ich ja nicht leugnen, ich kann niemanden verdenken, dass er Hanß Unglauben seine mit Mühe und Unkosten erlangte Wissenschaft ohne Vergeltung offenbare; doch muss ich hierbei noch erinnern, dass alle Korallentinkturen die per calcinationem corporis und anderen gewaltsamen Glüe-Feuern bereitet und hernach per menstrua ausgezogen werden, falsch sind, und so sie ja eine Wirkung tun, kommt solche mehr von Menstruo, als aus denen von allen Kräften depauperirten Korallen her, welche der rechten per minimam torturam ignis im Geringsten nicht beikommen, sonsten haben die Korallen in denen heftigsten Krankheiten vor anderen, außer dem Gold, sonderliche Wirkungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373799800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3650,"date":1719,"orig":"Der Idiot ſpricht, was ſoll mir ein ſo hart ſteinigtes Weſen in einen krancken Leibe, der kaum ein Kraut verdauen kan, ausrichten.","norm":"Der Idiot spricht, was soll mir ein so hart steiniges Wesen in einen kranken Leibe, der kaum ein Kraut verdauen kann, ausrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416399955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3651,"date":1719,"orig":"Ignoti nulla cupido, du Hanß in eodem forſche und lerne was eine Corporaliſche Operation, und was eine Spiritualiſche Irradiation iſt, was meyneſtu darzu wann ich ſtatuirte, es koͤnne mir ein dergleichen ſteinicht Gewaͤchs, als die Coralle iſt, nicht ſo viel Ungelegenheit machen, als zuweilen ein Kraut, und die Oppoſition daß das Pulver in denen plicis Ventriculi liegend verbleiben, und viel Ungelegenheit verurſachen koͤnte, touchirt mich gar nicht.","norm":"Ignoti nulla cupido, du Hanß in eodem forsche und lerne was eine körperliche Operation, und was eine Spiritualische Irradiation ist, was meinest dazu wann ich statuierte, es könne mir ein dergleichen steinig Gewächs, als die Coralle ist, nicht so viel Ungelegenheit machen, als zuweilen ein Kraut, und die Opposition dass das Pulver in denen plicis Ventriculi liegend verbleiben, und viel Ungelegenheit verursachen könnte, touchiert mich gar nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.837900161743164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3652,"date":1719,"orig":"Mein ſorgfaͤltiger Ausgruͤbler dieſes Simplex, wird von der auch allerwenigſten Magen-Saͤure ſolvirt und mit den Unrath ausgefuͤhꝛt, wann man aber alle Stunden (wie es anjetzo faſt grand mode werden will) ein Pulver eingeben will, ſo bin ich bey dergleichen Infarcirung deiner Meynung mit.","norm":"Mein sorgfältiger Ausgrübler dieses Simplex, wird von der auch allerwenigsten Magensäure solviert und mit den Unrat ausgeführt, wann man aber alle Stunden (wie es jetzt fast grand mode werden will) ein Pulver eingeben will, so bin ich bei dergleichen Infarzierung deiner Meinung mit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.092299938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3653,"date":1719,"orig":"Andere machens kluͤger, und laſſen die ad impalpabilitatem geſtoſſene Corallen, mit Roſen oder einen andern Waſſer angefeuchtet auf einen Reibe-Stein einige Zeit reiben und præpariren; allein ſie richten durch ſolche Præparata, wann ſie auch mit Aqua Corfunculi gerieben worden waͤren, weniger als mit einer geſtoſſenen Kreide aus; Und dieweil von denen Præparatis viel geſchrieben worden, will ich mein Judicium vor dieſesmahl ſuspendiren, damit ich nicht ehe ichs verſehe in der Unglaͤubigen Straffe verfalle.","norm":"Andere machen es klüger, und lassen die ad impalpabilitatem gestoßene Korallen, mit Rosen oder einen anderen Wasser angefeuchtet auf einen Reibe-Stein einige Zeit reiben und präparieren; allein sie richten durch solche Praeparata, wann sie auch mit Aqua Corfunculi gerieben worden wären, weniger als mit einer gestoßenen Kreide aus; und dieweil von denen Praeparatis viel geschrieben worden, will ich mein Judicium vor diesmal suspendieren, damit ich nicht ehe ich es versehe in der ungläubigen Strafe verfalle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.30049991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3654,"date":1719,"orig":"Siegfried fragte, in was fuͤr Zufaͤllen ſind die Corallen ſpecifice gut und zutraͤglich?","norm":"Siegfried fragte, in was für Zufällen sind die Korallen specifice gut und zuträglich?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.672100067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3655,"date":1719,"orig":"Pilovski antwortete:","norm":"Pilovski antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3656,"date":1719,"orig":"Jn Schlag, ſchwere Noth, Gicht, Contracturen/ Blut-Fluͤſſen, Peſt, hitzigen und andern Fiebern, in unrichtig Gehen, und wie ſchon gemeldet in denen Incantationen und Bezauberungen, in Schrecken, in Auffahren der Kinder, Summa ſie koͤnnen uͤberall mit eingemiſchet werden, ſie confortiren und machen den Melancholiſchen froͤlich, viel halten die bloſſen Corallen bey ſich getragen oder wohin nur geleget, gut wider die Gewitter und Wetter-Strahl; und ob wohl unterſchiedene Hiſtorien vonernannten Effect Zeugniß geben, ſo will ich deswegen ſolches zu glauben Niemanden forciren oder bereden:","norm":"In Schlag, schwere Not, Gicht, Kontrakturen / Blutflüssen, Pest, hitzigen und anderen Fiebern, in unrichtig Gehen, und wie schon gemeldet in denen Incantationen und Bezauberungen, in Schrecken, in Auffahren der Kinder, Summa sie können überall mit eingemischt werden, sie confortiren und machen den Melancholischen fröhlich, viel halten die bloßen Korallen bei sich getragen oder wohin nur gelegt, gut wider die Gewitter und Wetterstrahl; und ob wohl unterschiedene Historien vonernannten Effekt Zeugnis geben, so will ich deswegen solches zu glauben niemanden forcieren oder bereden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.747200012207031} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3657,"date":1719,"orig":"Sit fides penes autorem.","norm":"Sit fides penes autorem.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":7.293099880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3658,"date":1719,"orig":"Es koͤnte noch viel von dieſem Gewaͤchſe ſeiner innwohnenden Krafft nach diſcurirt werden; alleine Vorgetragenes halte ich genung zu ſeyn, in weiterer Nachſchlagung derer Autorum des andern habhafft zu werden.","norm":"Es könnte noch viel von diesem Gewächse seiner innewohnenden Kraft nach diskuriert werden; alleine vorgetragenes halte ich genug zu sein, in weiterer Nachschlagung derer Autorum des anderen habhaft zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.850299835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3659,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, Monſ.","norm":"Eckart sprach, Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"kn","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.263199806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3660,"date":1719,"orig":"Pilovski, ich lebe mit meinen Herren Soͤhnen vor deſſen guten Unterricht verbunden.","norm":"Pilovski, ich lebe mit meinen Herren Söhnen vor dessen guten Unterricht verbunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.49370002746582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3661,"date":1719,"orig":"Pilovski antwortete:","norm":"Pilovski antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3662,"date":1719,"orig":"Es kommt mir vor ich werde Waſſer in einen ohne dem Waſſer-reichen Fluß gegoſſen haben.","norm":"Es kommt mir vor ich werde Wasser in einen ohne dem Wasserreichen Fluss gegossen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.236299991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3663,"date":1719,"orig":"Womit unſere Reiſende wegen einbrechenden Abend, in dem vor ſie ligenden Dorffe in der Schencke einkehrten/ und bald nach geſchehenen Eſſen die Streue machen lieſſen, und ſich zur Ruhe begaben.","norm":"Womit unsere Reisende wegen einbrechenden Abend, in dem vor sie liegenden Dorfe in der Schenke einkehrten / und bald nach geschehenen Essen die Streue machen ließen, und sich zur Ruhe begaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.31879997253418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3664,"date":1719,"orig":"Das XV. Capitel.","norm":"Das XV. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.939899921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3665,"date":1719,"orig":"Pilovski zeiget ſein Meſſer mit dem angezogenen Giffte der Compagnie vor die ſich verwundert.","norm":"Pilovski zeiget sein Messer mit dem angezogenen Gifte der Compagnie vor die sich verwundert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.081200122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3666,"date":1719,"orig":"Sie ſiehet die Aecker mit weiſſen Geſpinſt uͤberzogen und in der Lufft herumb fliegen.","norm":"Sie sieht die Äcker mit weißen Gespinst überzogen und in der Luft herumfliegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.39739990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3667,"date":1719,"orig":"Diſcurriren was es ſey/ und wo es heꝛkom̃e/ wiꝛd Lana auralis geneñet/ gelangen in Wien an.","norm":"Diskurrieren was es sei / und wo es herkomme / wird Lana aurales genannt / gelangen in Wien an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.228700160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3668,"date":1719,"orig":"EckarthsAnkunfft wird den Commendanten vermeldet/ der ihn bewillkommen laͤſt/ beſucht ihn ſelber/ ladet ihn zum Mittags-Eſſen ein/ und tractirt ihn manifiqv.","norm":"Ekartsankunft wird den Kommandanten vermeldet / der ihn bewillkommen lässt / besucht ihn selber / ladet ihn zum Mittagessen ein / und traktiert ihn manifiqv.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.923699855804443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3669,"date":1719,"orig":"Eckarth hat bey Jhr Kaͤyſerl. Majeſtaͤt Audienz, gehet zum Hand-Kuß und wird von Jhro Kaͤyſerlichen Majeſtaͤt allergnaͤdigſt regalirt/ wartet bey der Kaͤyſerl. Taſel auf/ wird von Commendanten begleitet und von ihm herrlich tractirt.","norm":"Eckart hat bei Ihr Käyserl . Majestät Audienz, geht zum Handkuss und wird von Ihrer kaiserlichen Majestät allergnädigst regaliert / wartet bei der Käyserl . Tafel auf / wird von Kommandanten begleitet und von ihm herrlich traktiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.742599964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3670,"date":1719,"orig":"Nach dem Eſſen fuͤhret ihn der Graf in denen Zimmern herumb/ weiſet ihm allerhand Raritäten und zuletzt ſein koſtbahrſtes und allerliebſtes Stuͤck ſeine Gemahlin.","norm":"Nach dem Essen führt ihn der Graf in denen Zimmern herum / weiset ihm allerhand Raritäten und zuletzt sein kostbarstes und allerliebstes Stück seine Gemahlin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264200210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3671,"date":1719,"orig":"Eckarths angenehme Antwort/ die Gemahlin gehet ab/ und kommen des Grafens Kinder mit ihren Informator und gehen nach gemachten Reverenz durch das Zimmer.","norm":"Ekarts angenehme Antwort / die Gemahlin geht ab / und kommen des Grafen Kinder mit ihren Informator und gehen nach gemachten Reverenz durch das Zimmer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.625199794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3672,"date":1719,"orig":"Eckarths Wuntſch.","norm":"Ekarts Wunsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"cy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.35260009765625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3673,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart nach geſchehener Gratulation an Eckarthen wegen Kaͤyſerlicher Gnade/ erzehlen ihn von einen Quackſalber und ſeinen Augen-Waſſer nebenſt anderen Schmiralien und ſeiner Auffuͤhrung.","norm":"Siegfried und Gotthart nach geschehener Gratulation an Eckarten wegen kaiserlicher Gnade / erzählen ihn von einen Quacksalber und seinen Augenwasser neben anderen Schmiralien und seiner Aufführung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.164000034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3674,"date":1719,"orig":"Eckarths Raiſonnirung von ihm.","norm":"Ekarts Raisonierung von ihm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.851900100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3675,"date":1719,"orig":"Siegfried kaufft ein Glaͤßlein von den Augen-Waſſer/ welches ſie examiniren.","norm":"Siegfried kauft ein Gläslein von den Augenwasser / welches sie examinieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.932000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3676,"date":1719,"orig":"Ein Weib bringet Maͤgen-Morſellen von welchen unſere Compagnie kauffet.","norm":"Ein Weib bringt Mägen-Morsellen von welchen unsere Compagnie kaufet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.885700225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3677,"date":1719,"orig":"Siegfrieds Klage und Vortrag/ wird von Eckarthen geſtillt und widerleget.","norm":"Siegfrieds Klage und Vortrag / wird von Eckarten gestillt und widerleget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.564300060272217} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3678,"date":1719,"orig":"Eckarth tractirt den Commendanten und ander hohe Kaͤyſerl. Officierer aufs beſt-moͤglichſte/ wird von den Commendanten wieder eingeladen/ verehrt deſſen Gemahlin mit einen koſtbahren goldenen Uhrlein/ deren Gegen-Rede und Bedanckung.","norm":"Eckart traktiert den Kommandanten und ander hohe Käyserl . Offiziere aufs bestmöglichste / wird von den Kommandanten wieder eingeladen / verehrt dessen Gemahlin mit einen kostbaren goldenen Uhrlein / deren Gegenrede und Bedankung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.726399898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3679,"date":1719,"orig":"Eckarth nimmt von Grafen Abſchied.","norm":"Eckart nimmt von Grafen Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.512499809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3680,"date":1719,"orig":"Pilovski bringet das Tractätlein Allamodiſche Artzenen-Affen und veꝛabſcheidet ſich mit unſern Reiſenden/ die ihre Reiſe fortſtellen.","norm":"Pilovski bringt das Traktätlein Alamodische Artzenen-Affen und verabschiedet sich mit unseren Reisenden / die ihre Reise fortstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7256999015808105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3681,"date":1719,"orig":"Eckarth ſchreibet ein Brieflein zuruͤck an den Commendanten in Wien.","norm":"Eckart schreibet ein Brieflein zurück an den Kommandanten in Wien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585000038146973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3682,"date":1719,"orig":"Von den vortrefflichen Echo hinter Nitſchova giebt Eckarth ſeine Meynung.","norm":"Von den vortrefflichen Echo hinter Nitschova gibt Eckart seine Meinung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.75540018081665} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3683,"date":1719,"orig":"Es begegnen ihnen kroͤpffigte Leuthe/ der Fuͤrſtliche Secretarius ſaget ſein Urtheil von der Kroͤpffe Generirung und deren Urſache.","norm":"Es begegnen ihnen kropfige Leute / der Fürstliche Sekretarius sagt sein Urteil von der Kröpfe Generierung und deren Ursache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.629300117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3684,"date":1719,"orig":"Siegfried iſt anderer Meynung/ die er durch die Generation der Wixelzoͤpffe behaupten will.","norm":"Siegfried ist anderer Meinung / die er durch die Generation der Wixelzöpffe behaupten will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.517300128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3685,"date":1719,"orig":"Eckarth ſtimmet in ſeinen Vortrag mit dem Secretario uͤberein/ und beſtaͤtiget es durch gegengeſetzte Hiſtorien genauerer Vorſtellung.","norm":"Eckart stimmet in seinen Vortrag mit dem Secretario überein / und bestätiget es durch gegengesetzte Historien genauerer Vorstellung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6596999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3686,"date":1719,"orig":"Die Jnnwohner halten die Kroͤpffe vor eine Zierde desLeibes.","norm":"Die Inwohner halten die Kröpfe vor eine Zierde desLeibes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.455399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3687,"date":1719,"orig":"Eckarth bringet ein Mittel wider die Kroͤpffe aus dem Helmentio vor.","norm":"Eckart bringt ein Mittel wider die Kröpfe aus dem Helmentio vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.604000091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3688,"date":1719,"orig":"Koͤnige in Engelland und Franckreich curiren mit gewiſſer Ceremonie die Kroͤpffe/ wie auch andere Perſonen ihrer Geburth nach.","norm":"Könige in England und Frankreich kurieren mit gewisser Zeremonie die Kröpfe / wie auch andere Personen ihrer Geburt nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.887700080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3689,"date":1719,"orig":"Sie kehren ein da ihnen Ruſilio ſein Stuͤblein raͤumet.","norm":"Sie kehren ein da ihnen Rusilio sein Stüblein räumet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7881999015808105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3690,"date":1719,"orig":"Er erzehlet auf Eckarths Erſuchen ſeine gute und boͤſe Fata.","norm":"Er erzählt auf Ekarts Ersuchen seine gute und böse Fata.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.508900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3691,"date":1719,"orig":"Eckarth gibt ihm in ſeinen Zweifel-Muth einen guten Rath und aſſiſtirt ihm/ der Secretarius beſchenckt ihn/ deſſen Danckſagung und Wuntſch.","norm":"Eckart gibt ihm in seinen Zweifelmut einen guten Rat und assistiert ihm / der Sekretarius beschenkt ihn / dessen Danksagung und Wunsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.293700218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3692,"date":1719,"orig":"Eckarth ſpricht Ruſilio einen Troſt zu/ und beklaget die boͤſe Aufferziehung reicher und armer Leuthe an ihren Kindern.","norm":"Eckart spricht Rusilio einen Trost zu / und beklagt die böse Auferziehung reicher und armer Leute an ihren Kindern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.89769983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3693,"date":1719,"orig":"Ruſilio mit unſern Reiſenden vergeſellſchafftet kommen in Gartze an/ und kehren in weiſſen Baͤhren ein.","norm":"Rusilio mit unseren Reisenden vergesellschaftet kommen in Gartze an / und kehren in weißen Bären ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.457099914550781} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3694,"date":1719,"orig":"DEn Morgen darauf als Unſere Reiſende fortfahren wolten/ lieſſen ſie ihnen Butter und Brodt nebenſt einen Trunck Brandtewein reichen.","norm":"Den Morgen darauf als unsere Reisende fortfahren wollten / ließen sie ihnen Butter und Brot neben einen Trunk Branntwein reichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418900012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3695,"date":1719,"orig":"Da nahm Pilovski ſein Meſſer vom Ofen/ und uͤbergab es Eckarthen/ und denen andern/ da ſahen ſie auf den Meſſer und Schneide einen gelben Safft.","norm":"Da nahm Pilovski sein Messer vom Ofen / und übergab es Eckarten / und denen anderen / da sahen sie auf den Messer und Schneide einen gelben Saft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.196000099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3696,"date":1719,"orig":"Pilovski nahm ein wenig Brodt/ zog das Meſſer mit dem Saffte durch daſſelbige/ und warff es einem Hunde hin/ der nahm wohl das Brodt ins Maul/ ſpye es aber wieder aus.","norm":"Pilovski nahm ein wenig Brot / zog das Messer mit dem Safte durch dasselbe / und warf es einem Hunde hin / der nahm wohl das Brot ins Maul / spie es aber wieder aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.950900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3697,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte/ Monſieur hat uns eine gute Wahrſchauung gethan die gewiß wohl in acht zu nehmen iſt:","norm":"Eckart sagte / Monsieur hat uns eine gute Wahrschauung getan die gewiss wohl in Acht zu nehmen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.710599899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3698,"date":1719,"orig":"Wie die Unſrigen ſich aufgeſetzt hatten/ und zum Dorffe ausfuhren/ kamen ſie in ein weites Feld/ da die Aecker uͤberall mit weiſſen Geſpinſte uͤberzogen waren/ auch die Lufft von dieſer Materie voll flog.","norm":"Wie die Unsrigen sich aufgesetzt hatten / und zum Dorfe ausfuhren / kamen sie in ein weites Feld / da die Äcker überall mit weißen Gespinste überzogen waren / auch die Luft von dieser Materie voll flog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.584400177001953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3699,"date":1719,"orig":"Da ſprach Gotthart:","norm":"Da sprach Gotthart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.799200057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3700,"date":1719,"orig":"Nun GOtt Lob!","norm":"Nun Gott Lob!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"mt","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":9.534600257873535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3701,"date":1719,"orig":"der Sommer kommt mit Gewalt angeflogen/ wo muß ſich denn alle die Materie her finden/ daß alles ſo voll liegt; Siegfried antwortete:","norm":"der Sommer kommt mit Gewalt angeflogen / wo muss sich denn alle die Materie herfinden / dass alles so voll liegt; Siegfried antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.637400150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3702,"date":1719,"orig":"Jch habe mir ſagen laſſen/ daß die Spinnen die Meiſter dieſes Gewebes ſeyn ſollen.","norm":"Ich habe mir sagen lassen / dass die Spinnen die Meister dieses Gewebes sein sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3703,"date":1719,"orig":"Wann ich aber conſiderire/ wie viel Millionen Spinnen ſo viel Materie zu verfertigen erfordert wuͤrden/ kommt es mir gar unglaͤublich vor/ weßwegen ich in die Gedancken gerathen bin/ es muͤſſe ein Phœnomenon ſeyn/ und aus einer fetten Exhalation, die gantz ſubtil/ und von der kuͤhlen Lufft in Ausziehen in Geſtalt ſolcher zarten Faden condenſiret wird/ entſtehen.","norm":"Wann ich aber considerire / wie viel Millionen Spinnen so viel Materie zu verfertigen erfordert würden / kommt es mir gar unglaublich vor / weswegen ich in die Gedanken geraten bin / es müsse ein Phoenomenon sein / und aus einer fetten Exhalation, die ganz subtil / und von der kühlen Luft in Ausziehen in Gestalt solcher zarten Faden kondensieret wird / entstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4685001373291025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3704,"date":1719,"orig":"Dann wann die Spinnen Schuld waͤren/ warumb findet ſich dieſe Materie nicht in denen heiſſen Tagen/ da des Ungeziefers uͤberall die Menge iſt/ oder aber weiſet ſich nicht auch in Winter/ in welchen ermeldete Exhalation wegen Verhartung der Erde und harten Froſt zuruͤck gehalten wird/ kan alſo der Exhalation, Attraction und Condenſation halben eine Lana auralis genennet werden/ aus welcher copieuſen Zuſammenſammlung ein Curioſus ihm ein Schlaff-Peltz zurichten laſſen/ welcher geſtalten Sachen nach man des Som̃ers u. Heꝛbſts in Winter genieſſen kan.","norm":"Dann wann die Spinnen Schuld wären / warum findet sich diese Materie nicht in denen heißen Tagen / da des Ungeziefers überall die Menge ist / oder aber weiset sich nicht auch in Winter / in welchen ermeldete Exhalation wegen Verhartung der Erde und harten Frost zurückgehalten wird / kann also der Exhalation, Attraktion und Kondensation halben eine Lana aurales genannt werden / aus welcher copieusen Zusammensammlung ein Curiosus ihm ein Schlafpelz zurichten lassen / welcher gestalten Sachen nach man des Sommers u. Herbsts in Winter genießen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.019499778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3705,"date":1719,"orig":"Dieſen Tag brachten unſere Reiſende allerhand Diſcourſe von denen Phœnomenis vor/ und den anderen Tag darauf gelangten ſie ein paar Stunden vor Mittags in Wien an/ woſelbſt ſie ihre Reiſe-Truhen auf den rothen Thurn zum Viſitiren liefern muſten/ da denn bey der Unterſuchung/ ſo bald der Viſitator die goldene Kette mit dem Kaͤyſerlichen Portrait erſahe/ Eckarthen umb Verzeihung bath/ und erlaubte die Truhen wieder zuzuſchlieſſen/ zugleich fragende: in was vor einen Wirths-Hauſe oder Gaſt-Hofe ſie einlogiren wuͤrden?","norm":"Diesen Tag brachten unsere Reisende allerhand Diskurse von denen Phoenomenis vor / und den anderen Tag darauf gelangten sie ein paar Stunden vor Mittags in Wien an / woselbst sie ihre Reisetruhen auf den roten Turm zum Visitieren liefern mussten / da denn bei der Untersuchung / so bald der Visitator die goldene Kette mit dem kaiserlichen Porträt ersah / Eckarten um Verzeihung bat / und erlaubte die Truhen wieder zuzuschließen / zugleich fragende: in was vor einen Wirtshause oder Gasthof sie einlogieren würden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.49370002746582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3706,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete: Wir ſind in den goldenen Scepter oder wilden Mann recommendirt worden/ in welchen letzteren wir wohl einkehren werden.","norm":"Eckart antwortete: Wir sind in den goldenen Zepter oder wilden Mann rekommandiert worden / in welchen letzteren wir wohl einkehren werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.352700233459473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3707,"date":1719,"orig":"Der Viſitator ſprach/ die Herren gehen in GOTTes Nahmen/ und hiermit lieſſe er den Commendanten davon berichten/ (welcher bereits aus dem Thore von der Wache auch Nachricht eingezogen hatte/ weil der Graf von Salanin von Garpa aus per poſta dem Kaͤyſerlichen Hof zu wiſſen gemacht/ wie daß Eckarth auf der Reiſe nach Wien begriffen waͤre/ und dannenhero es ſchon den Tag zuvor denẽ Wachten die Ankommenden ſcharff auszufꝛagen anbefohlen wordẽ/) daß Eckarth ankom̃en und in den wilden Mann einkehren werde.","norm":"Der Visitator sprach / die Herren gehen in Gottes Namen / und hiermit ließe er den Kommandanten davon berichten / (welcher bereits aus dem Tore von der Wache auch Nachricht eingezogen hatte / weil der Graf von Solanin von Garpa aus per poste dem kaiserlichen Hof zu wissen gemacht / wie dass Eckart auf der Reise nach Wien begriffen wäre / und dannenher es schon den Tag zuvor den Wachten die Ankommenden scharf auszufragen anbefohlen worden /) dass Eckart ankommen und in den wilden Mann einkehren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.489999771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3708,"date":1719,"orig":"Nachdem unſere Compagnie in Wirths-Hauß eingekehret war/ machte Pilovski ſeine Danckſagung vor erlaubte Accompagnirung an ſelbige und ließ das Seinige in ſeine gewoͤhnliches Quartier tragen: und gleich bald darauf kam ein Officirer/ u. bewillkom̃te Eckarthen im Nahmen des Grafen von Bergkau/ Commendanten der Kaͤyſerl. Reſidenz Stadt Wien/ mit Befehl an den Wirth/ ihn in die beſten Zimmer ſeines Hauſes einzulogiren/ und mit allen nach ſeinen Verlangen aufs beſte und bequemlichſte zu verſehen und entgegen zu gehen.","norm":"Nachdem unsere Compagnie in Wirtshaus eingekehrt war / machte Pilovski seine Danksagung vor erlaubte Akkompagnierung an selbige und ließ das Seinige in seine gewöhnliches Quartier tragen: und gleich bald darauf kam ein Offizier / u. bewillkommte Eckarten im Namen des Grafen von Bergkau / Kommandanten der Käyserl . Residenz Stadt Wien / mit Befehl an den Wirt / ihn in die besten Zimmer seines Hauses einzulogieren / und mit allen nach seinen Verlangen aufs beste und bequemlichste zu versehen und entgegenzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.721399784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3709,"date":1719,"orig":"Den Morgen darauf kam der Commendante ſelbſt gefahren/ und gab Eckarthen eine Viſitte/ mit allergnaͤdigſter Antragung von Jhro Roͤm. Kaͤyſerl. und Koͤnigl. Majeſtaͤt als ſeinen alleꝛgnaͤdigſten Heꝛꝛen/ alleꝛ hohen Kaͤyſerl. Gnaden/ nebenſt Anmeldung wie daß Jhro Kaͤyſerl. Maj. allergnaͤdigſtes Belieben truͤge/ denſelben inſtehendẽ Freytag geliebts Gott allergnaͤdigſte Audienz zu ertheilen.","norm":"Den Morgen darauf kam der Commendante selbst gefahren / und gab Eckarten eine Visite / mit allergnädigster Antragung von Ihrer Röm. Käyserl. und Königl. Majestät als seinen allergnädigsten Herren / aller hohen Käyserl. Gnaden / neben Anmeldung wie dass Ihrer Käyserl. Maj. allergnädigstes Belieben trüge / denselben einstehenden Freitag geliebtes Gott allergnädigste Audienz zu erteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302499771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3710,"date":1719,"orig":"Nachdem der Commendante eine gute Stunde bey Eckarthen ſich aufgehalten/ und von allerhand Begebenheiten mit ihme Unterredung gehabt hatte/ bath er ihn/ ihme die hohe Gunſt zu erzeigen/ und in ſeiner Behauſung zu Mittag mit einer ſchlechten Soldaten- Koſt vorlieb zu nehmen/ wormit nach Gegen- Complimenten vom Eckaꝛth deꝛ Commendante wieder abfuhr/ und umb Eſſens-Zeit den Wagen mit einen Officirer umb Eckarthen abzuholen/ abſandte/ welcher nach geſchehenen hoͤflichen Entſchuldigungen/ ſich aufſetzte/ und zum Mittags-Mahl abfuhr/ allwo er von den Commendanten herrlich und manigfiqv tractirt wurde.","norm":"Nachdem der Commendante eine gute Stunde bei Eckarten sich aufgehalten / und von allerhand Begebenheiten mit ihm Unterredung gehabt hatte / bat er ihn / ihm die hohe Gunst zu erzeigen / und in seiner Behausung zu Mittag mit einer schlechten Soldaten-Kost vorliebzunehmen / womit nach Gegen-Komplimenten vom Eckart der Commendante wieder abfuhr / und um Essenszeit den Wagen mit einen Offizier um Eckarten abzuholen / absandte / welcher nach geschehenen höflichen Entschuldigungen / sich aufsetzte / und zum Mittagsmahl abfuhr / wo er von den Kommandanten herrlich und manigfiqv traktiert wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.977700233459473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3711,"date":1719,"orig":"Den Freytag wurde Eckarth zur Kaͤyſerlichen Audienz abgeholet/ nach dem ihme durch den Commendanten den Tag zuvor ſolche ausgebeten worden.","norm":"Den Freitag wurde Eckart zur kaiserlichen Audienz abgeholt / nach dem ihm durch den Kommandanten den Tag zuvor solche ausgebeten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.441199779510498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3712,"date":1719,"orig":"Nun hatte Eckarth ihm hierzu ein praͤchtig koſtbar Kleid verfertigen laſſen/ damit ſatzte er ſich nach verrichteten Complimenten auf/ und fuhr zur Kaͤyſerl. Audienz.","norm":"Nun hatte Eckart ihm hierzu ein prächtig kostbar Kleid verfertigen lassen / damit setzte er sich nach verrichteten Komplimenten auf / und fuhr zur Käyserl. Audienz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634300231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3713,"date":1719,"orig":"Als er in die Antichambre kam wurde er von zween Kammer-Herren empfangen/ und nach gehorſambſter Anmeldung zur Audienz gefuͤhret:","norm":"Als er in die Antichambre kam wurde er von zweien Kammerherren empfangen / und nach gehorsamster Anmeldung zur Audienz geführt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.676199913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3714,"date":1719,"orig":"Da denn Eckarth als er nach Eintretung mit gebogenen Knien 3. aller unteethaͤnigſte Reverenz gemacht hatte/ fiel er auf das rechte Knie. Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt unveraͤnderliches Heil und hohe gluͤckliche Regierung anerwuͤntſchend/ und vor geſchehene unverdiente hohe Kaͤyſerliche Gnade ſich zugleich in aller Unterthaͤnigkeit gehorſamſt bedanckende: Jhro Kaͤyſerl. Majeſt. hieß allergnaͤdigſt ihn aufſtehen/ ſagende: Getreueſter Eckarth/ Jhr habt zwar ehemahliger Zeit Unſern Seel.","norm":"Da denn Eckart als er nach Eintretung mit gebogenen Knien 3. aller unteethänigste Reverenz gemacht hatte / fiel er auf das rechte Knie . Ihrer Käyserl. Majestät unveränderliches Heil und hohe glückliche Regierung anerwüntschend / und vor geschehene unverdiente hohe kaiserliche Gnade sich zugleich in aller Untertänigkeit gehorsamst bedankende: Ihrer Käyserl. Majest. hieß allergnädigst ihn aufstehen / sagende: Getreuester Eckart / Ihr habt zwar ehemaliger Zeit unseren Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.144499778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3715,"date":1719,"orig":"Herrn Vater Glorwuͤrdigſten Andenckens, in ſeinen Kriegs-Expeditionen groſſen Schaden verurſachet/ aber Euere Redligkeit und Treue iſt Unſern Officirern eine Auffmunteꝛung zu gleichen Tugenden geweſen.","norm":"Herrn Vater Glorwürdigsten Andenkens, in seinen Kriegs-Expeditionen großen Schaden verursachet / aber Eure Redlichkeit und Treue ist unseren Offizieren eine Aufmunterung zu gleichen Tugenden gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.987800121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3716,"date":1719,"orig":"Es zweifelt uns nicht daß Euer aufrichtiges redliches Gemuͤth/ anders ihr euch nicht als Uns ſchon von Unſern getreuen Diener und General in Garpa Grafen von Salanin allerunterthaͤnigſt berichtet worden/ ein beſſeres in daſſelbige gefaßt/ und euere tapffere Fauſt/ das von Euch ehemahlig geſchehene reichlichſt erſetzen wuͤrde.","norm":"Es zweifelt uns nicht dass Euer aufrichtiges redliches Gemüt / anders ihr euch nicht als Uns schon von Unseren getreuen Diener und General in Garpa Grafen von Solanin alleruntertänigst berichtet worden / ein besseres in dasselbe gefasst / und eure tapfere Faust / das von Euch ehemalig geschehene reichlichst ersetzen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.942299842834473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3717,"date":1719,"orig":"Eckarth nachdem ihme zu reden allergnaͤdigſt erlaubet wurde/ ſprach ſich an das Hertz ſchlagende: Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt iſt dieſes Hertz in aller Unterthaͤnigkeit jederzeit zugethan geweſen/ wird auch gegen Dieſelben biß an mein GOtt verleihe ſeel. Ende in allen Gehorſam unverruͤckt verbleiben.","norm":"Eckart nachdem ihm zu reden allergnädigst erlaubet wurde / sprach sich an das Herz schlagende: Ihrer Käyserl. Majestät ist dieses Herz in aller Untertänigkeit jederzeit zugetan gewesen / wird auch gegen Dieselben bis an mein Gott verleihe seel. Ende in allen Gehorsam unverrückt verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.306300163269043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3718,"date":1719,"orig":"Was geſchehen iſt/ erfordert der Eyd/ die Pflicht und die Redligkeit/ welche auch biß in meinen Tod ungekraͤnckt verharren weꝛden.","norm":"Was geschehen ist / erfordert der Eid / die Pflicht und die Redlichkeit / welche auch bis in meinen Tod ungekränkt verharren werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797800064086914} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3719,"date":1719,"orig":"Die Traurigkeit welche Jhro Roͤm. Kaͤyſerl. Majeſtaͤt von GOtt den Herren vor dieſesmahl zugeſchickt worden wird in kurtzen mit dergleichen Freuden-Siegen reichlich erſetzet werden/ daß ſie vor Dero Hoch-ſeeligſten Abſterben Dero Hoch-Ertzogliche Hauß in hoͤchſten Flore ſehen/ auch aus Dero Hohen Kaͤyſerl. Gebluͤte einen Mit-Regenten an Dero Heil. Seite haben werden.","norm":"Die Traurigkeit welche Ihrer Röm . Käyserl . Majestät von Gott den Herren vor diesmal zugeschickt worden wird in kurzen mit dergleichen Freuden-Siegen reichlich ersetzet werden / dass sie vor Deren Hochseligsten Absterben deren Hoch-Ertzogliche Haus in höchsten Flore sehen / auch aus Deren hohen Käyserl . Geblüt einen Mitregenten an deren Heil . Seite haben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5457000732421875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3720,"date":1719,"orig":"Sie werden einen Sieg nach den andern erhalten.","norm":"Sie werden einen Sieg nach den anderen erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.447700023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3721,"date":1719,"orig":"Orient und Occident werden vor Dero Kaͤyſerlichen Thron ſich in aller Demuth biegen muͤſſen/ und ein zertheiltes Creutz wird Deren Koͤnigreiche und Herrſchafften in einen ruhigen Stand ſetzen und ſie werden als ein wahrer Auguſtus in allerhoͤchſten Alter mit groͤſſeren Triumphen/ als Dero Hocherleuchtete Ertz-Hertzogliche Seel.","norm":"Orient und Okzident werden vor Deren kaiserlichen Thron sich in aller Demut biegen müssen / und ein zerteiltes Kreuz wird deren Königreiche und Herrschaften in einen ruhigen Stand setzen und sie werden als ein wahrer Augustus in allerhöchsten Alter mit größeren Triumphen / als Deren Hocherleuchtete Erzherzogliche Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.530200004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3722,"date":1719,"orig":"Vorfahrer Glorwuͤrdigſten Andenckens/ dieſes Zeitliche mit den allertieffſten Schmertzhaffteſten Trauren der gantzen Chriſtenheit und Dero getreuen Unterthanen abdancken/ und jener unendlichen Glory und Herrligkeit wird Dero Hohes geſalbtes Haupt/ als ein wahres Exempel aller Gottſeeligkeit von dem hoͤchſten GOtt mit der unend- und unverweßlichen Krone umbgeben werden/ und ſie werden mit allen Heiligen herrſchen in alle Ewigkeit.","norm":"Vorfahrer Glorwürdigsten Andenkens / dieses Zeitliche mit den tiefsten schmerzhaftesten Trauern der ganzen Christenheit und deren getreuen Untertanen abdanken / und jener unendlichen Glory und Herrlichkeit wird deren hohes gesalbtes Haupt / als ein wahres Exempel aller Gottseligkeit von dem höchsten Gott mit der unend- und unverweslichen Krone umgeben werden / und sie werden mit allen Heiligen herrschen in alle Ewigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.683499813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3723,"date":1719,"orig":"Hierauf reichte Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt ihm die rechte Hand zu/ da denn der Kammer-Herr Eckarthen erinnerte zum Hand-Kuß zu gehen/ ſo er auch in aller Unterthaͤnigkeit verrichtete.","norm":"Hierauf reichte Ihrer Käyserl . Majestät ihm die rechte Hand zu / da denn der Kammerherr Eckarten erinnerte zum Handkuss zu gehen / so er auch in aller Untertänigkeit verrichtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.474599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3724,"date":1719,"orig":"Hierauf nahm Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt von dem Kammer-Herrn einen goldenen mit Diamanten verſetzten Degen/ und uͤbergab denſelben allergnaͤdigſt Eckarthen mit dieſen Worten: Tapfferer Eckarth/ nimm hin den Lohn deiner Redligkeit/ und wofern GOtt der HERR dein Leben laͤnger friſtet/ ſo fuͤhre deine Fauſt nicht mehr wider/ ſondern fuͤr uns/ und dieweil dein heiliges AbſehenUnſere Hohe Gnade in unterthaͤnigſter Demuth remittirt/ ſo werden Wir dir nichts deſto weniger zu allen Zeiten mit Hohen Kaͤyſerlichen Gnaden allergnaͤdigſt zugethan verbleiben.","norm":"Hierauf nahm Ihrer Käyserl . Majestät von dem Kammerherrn einen goldenen mit Diamanten versetzten Degen / und übergab denselben allergnädigst Eckarten mit diesen Worten: Tapferer Eckart / nimm hin den Lohn deiner Redlichkeit / und sofern Gott der Herr dein Leben länger fristet / so führe deine Faust nicht mehr wieder / sondern für uns / und dieweil dein heiliges AbsehenUnsere hohe Gnade in untertänigster Demut remittiert / so werden wir dir nichtsdestoweniger zu allen Zeiten mit Hohen kaiserlichen Gnaden allergnädigst zugetan verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275700092315674} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3725,"date":1719,"orig":"Nach dieſem fiel Eckarth auf das rechte Knie/ und bedanckte ſich nochmahln zum aller unterthaͤnigſten/ vor alle hohe von ihme unverdienten Kaͤyſerl. Gnaden/ worauf von Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt er allergnaͤdigſt beurlaubet wurde.","norm":"Nach diesem fiel Eckart auf das rechte Knie / und bedankte sich nochmals zum aller untertänigsten / vor alle hohe von ihm unverdienten Käyserl. Gnaden / worauf von Ihrer Käyserl. Majestät er allergnädigst beurlaubet wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.792399883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3726,"date":1719,"orig":"Wie er nun aus den Audienz-Zimmer trat/ wurde ihm won dem Kam̃er-Herrn angemeldet: daß Jhro Kaͤyſerl. Majeſtaͤt einen allergnaͤdigſten Gefallen haben wuͤrden/ wann Deroſelben er bey der Tafel aufwarten wuͤrde/ welches er auch in aller Unterthaͤnigkeit verrichtete.","norm":"Wie er nun aus den Audienzzimmer trat / wurde ihm Won dem Kammer-Herrn angemeldet: dass Ihrer Käyserl . Majestät einen allergnädigsten Gefallen haben würden / wann derselben er bei der Tafel aufwarten würde / welches er auch in aller Untertänigkeit verrichtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639200210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3727,"date":1719,"orig":"Waͤhrender Zeit nun/ hatten die Cavallier unterſchiedene Diſcourſe/ und ſuchten ihn/ die ehemahlige ihm angebothene Kaͤyſerl. Gnade zu acceptiren zu perſvadiren/ davor er ſich mit aller Beſcheidenheit excuſirte/ doch wo ihm von ſeinen Gnaͤdigſten Fuͤrſten und Herrn vergoͤnnet wuͤrde/ wuͤrde er nicht entgegen leben/ bey bevorſtehender Gefahr/ die GOtt der HErr in Gnaden abwenden wolle/ zu erweiſen/ wie willig er ſey/ vor Jhro Roͤm.","norm":"Währender Zeit nun / hatten die Cavalier unterschiedene Diskurse / und suchten ihn / die ehemalige ihm angebotene Käyserl. Gnade zu akzeptieren zu persuadieren / davor er sich mit aller Bescheidenheit excusirte / doch wo ihm von seinen gnädigsten Fürsten und Herrn vergönnet würde / würde er nicht entgegen leben / bei bevorstehender Gefahr / die Gott der Herr in Gnaden abwenden wolle / zu erweisen / wie willig er sei / vor Ihrer Röm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34499979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3728,"date":1719,"orig":"Kaͤyſerliche Majeſtaͤt als ſeines allergnaͤdigſten Kaͤyſeꝛs und Herrns Wohlfahrt ſein getreues Blut zu vergieſſen.","norm":"Kaiserliche Majestät als seines allergnädigsten Kaisers und Herrn Wohlfahrt sein getreues Blut zu vergießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8682000637054443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3729,"date":1719,"orig":"Bey der Auffwartung wendete ſich Jhro Majeſtaͤt gegen Eckarthen zu/ ſagende: Redlicher Eckarth/ deine Perſon allezeit umb Uns zu haben/ wuͤrde Uns in dieſer Sterbligkeit eine ſonderliche Conſolation ſeyn:","norm":"Bei der Aufwartung wendete sich Ihrer Majestät gegen Eckarten zu / sagende: Redlicher Eckart / deine Person allezeit um Uns zu haben / würde uns in dieser Sterblichkeit eine sonderliche Consolation sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.807199954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3730,"date":1719,"orig":"Weil aber Wir unſern lieben Vetter/ dem Durchlauchtiſten Fuͤrſten und Herrn von Rautenkrantz auch alles Hoch-Fuͤrſtl. Vergnuͤgen goͤnnen/ ſo begeben Wir Uns des Anſpruchs an dir gar gerne.","norm":"Weil aber wir unseren lieben Vetter / dem Durchlauchtesten Fürsten und Herrn von Rautenkranz auch alles Hochfürstl. Vergnügen gönnen / so begeben wir uns des Anspruchs an dir gar gerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44890022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3731,"date":1719,"orig":"Eckarth neigte ſich faſt zur Erde.","norm":"Eckart neigte sich fast zur Erde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.779399871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3732,"date":1719,"orig":"Nach geſchehener Aufwartung begleitete ihn der Commendante und nahm ihn mit ſich nach Hauſe allda er ihn auffs praͤchtigſte tractirte.","norm":"Nach geschehener Aufwartung begleitete ihn der Commendante und nahm ihn mit sich nach Hause allda er ihn aufs prächtigste traktierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.419400215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3733,"date":1719,"orig":"Nach vollbrachter Mahlzeit fuͤhrte der Commendante Eckarthen inſein Kunſt-Zim̃er und Ruͤſt-Kam̃er/ und wieſe ihm unter allerhand Raritäten ſonderliche Kunſt-Roͤhre von unterſchiedenen Meiſtern gemacht/ welche Eckarth mit ſonderbahren Vergnuͤgen betrachtete:","norm":"Nach vollbrachter Mahlzeit führte der Commendante Eckarten insein Kunst-Zimmer und Rüstkammer / und wiese ihm unter allerhand Raritäten sonderliche Kunst-Röhre von unterschiedenen Meistern gemacht / welche Eckart mit sonderbaren Vergnügen betrachtete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.869800090789795} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3734,"date":1719,"orig":"Endlich ſagte der General zu Eckarthen: Monſieur Eckarth/ nun will ich denſelben mein alleꝛliebſtes Stuͤcke zeigen/ fuͤhꝛte ihn hier auff durch zwey koͤſtlich meubilirte Zimmer in einen Saal/ welcher mit denen koſtbahreſten Schildereyen ausgezieret war.","norm":"Endlich sagte der General zu Eckarten: Monsieur Eckart / nun will ich denselben mein allerliebstes Stücke zeigen / führte ihn hier auf durch zwei köstlich meubilirte Zimmer in einen Saal / welcher mit denen kostbarsten Schildereien ausgeziert war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.291900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3735,"date":1719,"orig":"Jndem Eckarth ein und das andere in Augenſchein nahm/ trat des Generals Gemahlin in den Saal/ welche der General in die Armen faßte/ kuͤßte und ſprach: Monſieur Eckarth/ allhier ſehen ſie mein allerliebſtes und koſtbahreſtes Stuͤcke.","norm":"Indem Eckart ein und das andere in Augenschein nahm / trat des Generals Gemahlin in den Saal / welche der General in die Armen fasste / küsste und sprach: Monsieur Eckart / allhier sehen sie mein allerliebstes und kostbarstes Stücke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.708700180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3736,"date":1719,"orig":"Eckarth machte eine tieffe Reverenz gegen die Generalin/ und antwortete den General, alſo: Herr Graf wir halten ja alles hoch in der Welt in der Einbildung dieſes oder jenes Stuͤck koͤnne uns einiges Vergnuͤgen geben.","norm":"Eckart machte eine tiefe Reverenz gegen die Generalin / und antwortete den General, also: Herr Graf wir halten ja alles hoch in der Welt in der Einbildung dieses oder jenes Stück könne uns einiges Vergnügen geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5218000411987305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3737,"date":1719,"orig":"Allein!","norm":"Allein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.143300056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3738,"date":1719,"orig":"es ſey ein Ding in der Welt ſo ſchoͤn und kuͤnſtlich zugerichtet als es immer wolle/ ſo waͤhret es nur eine Weile/ und iſt alles wasMenſchen-Haͤnde ausgearbeitet haben/ vergaͤnglich und ſeinen Untergange unterworffen.","norm":"es sei ein Ding in der Welt so schön und künstlich zugerichtet als es immer wolle / so währet es nur eine Weile / und ist alles Waschmenschen-Hände ausgearbeitet haben / vergänglich und seinen Untergange unterworfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.579400062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3739,"date":1719,"orig":"Aber ein dergleichen Goͤttliches Hauptſtuͤcke bringet uns in dieſem Leben Vergnuͤgung und durch Fortpflantzung der Geſchlechter machen ſie uns in dieſer Sterbligkeit unſterblich/ und in jener Welt wird durch deren Wohlgerathen und Seeligkeit die ewige Freude und Wonne uns vervielfaͤltiget werden.","norm":"Aber ein dergleichen Göttliches Hauptstücke bringt uns in diesem Leben Vergnügung und durch Fortpflanzung der Geschlechter machen sie uns in dieser Sterblichkeit unsterblich / und in jener Welt wird durch deren Wohlgeraten und Seligkeit die ewige Freude und Wonne uns vervielfältiget werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.820499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3740,"date":1719,"orig":"Die Generalin ſahe ihren Herrn an/ laͤchelte/ kuͤßte ihn und nachdem ihr ihr Herr Gemahl etwas ins Ohr geraunet hatte/ machte ſie gegen Eckarthen eine Neigung/ und gieng in das andere Zimmer; Nicht lange darauf kamen zwey junge Herren und eine Conteſſe mit dem Hoffmeiſter ins Zimmer getreten/ kuͤßten den Herrn Vater den Rock/ und machten gegenEckarthen ihre Reverenz, und giengen durch das Zimmer:","norm":"Die Generalin sah ihren Herrn an / lächelte / küsste ihn und nachdem ihr ihr Herr Gemahl etwas ins Ohr geraunt hatte / machte sie gegen Eckarten eine Neigung / und ging in das andere Zimmer; nicht lange darauf kamen zwei junge Herren und eine Contessa mit dem Hoffmeister ins Zimmer getreten / küssten den Herrn Vater den Rock / und machten Gegeneckarten ihre Reverenz, und gingen durch das Zimmer:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832600116729736} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3741,"date":1719,"orig":"Der General ſagte/ Monſieur Eckarth/ dieſes ſind meine Hauß-Stuͤtzen.","norm":"Der General sagte / Monsieur Eckart / dieses sind meine Haus-Stützen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.281199932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3742,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte/ GOTT der HErr laſſe ſie der gantzen Hoch- Graͤflichen Bergkauiſchen hohen Familie durch lange Jahre in beſtaͤndiger Geſundheit/ jemehr und mehr wachſen/ und feſter werden.","norm":"Eckart replizierte / GOTT der Herr lasse sie der ganzen Hoch-Gräflichen Bergkauischen hohen Familie durch lange Jahre in beständiger Gesundheit / je mehr und mehr wachsen / und fester werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9766998291015625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3743,"date":1719,"orig":"Der General bedanckte ſich/ und nach allerhand Verweilungen/ die der General Eckarthen erwieſen hatte/ nahm Eckarth ein verbindliches Adieu, und fuhr ſeinen Logiament zu.","norm":"Der General bedankte sich / und nach allerhand Verweilungen / die der General Eckarten erwiesen hatte / nahm Eckart ein verbindliches Adieu, und fuhr seinen Logiament zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.535999774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3744,"date":1719,"orig":"Als ihn nun Gotthart und Siegfried empfangen und zu erlangter Hoher Kaͤyſerl. Gnade gratulirt hatten/ fieng Siegfried auf Eckarths Befragung/ ob nichts neues vorhanden? an.","norm":"Als ihn nun Gotthart und Siegfried empfangen und zu erlangter Hoher Käyserl. Gnade gratuliert hatten / fing Siegfried auf Ekarts Befragung / ob nichts Neues vorhanden? an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.8470001220703125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3745,"date":1719,"orig":"Herr Vater/ heute iſt uns ein neuer und ſonderlicher Mediciniſcher Maul-Affe vorgezeiget worden/ welchen Morgen geliebts GOtt ich und Gotthart bey Vortragung ſeiner Sachen anhoͤꝛen wollen.","norm":"Herr Vater / heute ist uns ein neuer und sonderlicher medizinischer Maulaffe vorgezeigt worden / welchen Morgen geliebtes Gott ich und Gotthart bei Vortragung seiner Sachen anhören wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.076399803161621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3746,"date":1719,"orig":"Er gibt vor/ er habe ein ſonderliches Augen-Waſſer/ mit welchen er nicht allein den Ubelſehenden helffen/ ſondern auch denen Staar-blinden zu ihrem Geſichte und Klarheit beyraͤthig ſeyn koͤnne; Hernach gibt er auch ein gewiſſes Mutter-Pflaſter und andere Mittel zu kauffe/ und zwar haͤlt er ſeine Sachen hoch/ indem er ein Glaͤßlein von ſeinen Augen-Waſſer nicht anders als umb einen Gulden verkaufft.","norm":"Er gibt vor / er habe ein sonderliches Augenwasser / mit welchen er nicht allein den Übelsehenden helfen / sondern auch denen Star-Blinden zu ihrem Gesichte und Klarheit beirätig sein k��nne; Hernach gibt er auch ein gewisses Mutterpflaster und andere Mittel zu kaufe / und zwar hält er seine Sachen hoch / indem er ein Gläslein von seinen Augenwasser nicht anders als um einen Gulden verkauft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.466800212860107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3747,"date":1719,"orig":"Es erzehlte uns unſer Wirth/ daß er die erſten zween Tage nichts ausgegeben/ noch zum Verkauffen vorgezeiget habe/ vorgebende:","norm":"Es erzählte uns unser Wirt / dass er die ersten zweien Tage nichts ausgegeben / noch zum Verkaufen vorgezeigt habe / vorgebende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.922699928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3748,"date":1719,"orig":"Er haͤtte ſchon ſelbſten Mittel ſich zu erhalten/ und dieſe ſehr bewaͤhrte Artzeneyen/ waͤren nicht ſo bald zu machen.","norm":"Er hätte schon selbst Mittel sich zu erhalten / und diese sehr bewährte Arzneien / wären nicht so bald zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.546599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3749,"date":1719,"orig":"So waͤre auch geſtern eine Magd geweſen/ welcher als er (ſich vielleicht alſo ſtellende) kein Waſſer mehr gehabt/ ihr den auffgeworffenen Floren in den Wiſchtuche wieder zuruͤck geſchmiſſen/ als aber jemand anders den Flore mit dem Tuͤchlein aufgefangen hatte/ das Menſch aber des Verlohrnen halben ſich ſehr uͤbel geberdete; ließ er durch ſeinen Bedienten ein ander Tuͤchlein holen/ legte einen andern Flore hinein/ und gab ihr ſolches: ſagende:","norm":"So wäre auch gestern eine Magd gewesen / welcher als er (sich vielleicht also stellende) kein Wasser mehr gehabt / ihr den aufgeworfenen Floren in den Wischtuche wieder zurück geschmissen / als aber jemand anders den Flore mit dem Tüchlein aufgefangen hatte / das Mensch aber des Verlorenen halben sich sehr übel gebärdete; ließ er durch seinen Bedienten ein ander Tüchlein holen / legte einen anderen Flore hinein / und gab ihr solches: sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.283400058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3750,"date":1719,"orig":"Meine lieben Leuthe/ ich will lieber mein eigenes darben/ als eines andern Ungluͤck vor mir ſehen; Dieſer iſt einer von denen rechten Voͤgeln/ verſetzte Eckarth/ er hat die Kunſt faſt ſo gut als vormahls angefuͤhrter Quackſalber in Venedig/ zu betruͤgen erlernet/ vielleicht iſt er ein Bedienter bey ihm geweſen/ denn ſo muß man die Voͤgel koͤrnen/ wann ſie ins Netze gehen ſollen.","norm":"Meine lieben Leute / ich will lieber mein eigenes darben / als eines anderen Unglück vor mir sehen; dieser ist einer von denen rechten Vögeln / versetzte Eckart / er hat die Kunst fast so gut als vormals angeführter Quacksalber in Venedig / zu betrügen erlernet / vielleicht ist er ein Bedienter bei ihm gewesen / denn so muss man die Vögel körnen / wann sie ins Netze gehen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.988800048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3751,"date":1719,"orig":"Gebet Achtung meine lieben Herren Soͤhne/ das Volck wird kein Geld ſparen/ und ſolten ſie es darzu borgen/ damit ſie von dem Landſtoͤrtzer ihnen ſeine geruͤhmte Artzeney anſchaffen moͤchten/ ſo auch geſchach; Denn den andern Tag als Gotthart und Siegfried vor ſeinen Chavot ſtunden/ nahm er mehr als 500. Floren ein/ ſo ſie nach ihrer Zuruͤckkunfft Eckarthen erzehlten.","norm":"Gebet Achtung meine lieben Herren Söhne / das Volk wird kein Geld sparen / und sollten sie es dazu borgen / damit sie von dem Landstörtzer ihnen seine gerühmte Arznei anschaffen möchten / so auch geschah; denn den anderen Tag als Gotthart und Siegfried vor seinen Chavot standen / nahm er mehr als 500. Floren ein / so sie nach ihrer Zurückkunft Eckarten erzählten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9355998039245605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3752,"date":1719,"orig":"Eckarth/ welcher zu einen Cavallier/ deꝛ ihn zum Mittags-Mahl gebeten hatte/ fuhr/ erinnerte Siegfꝛieden von dieſen Quackſalber ein Glaͤßlein Augen-Waſſer zu kauffen/ damit ſie doch ſehen/ was deſſen Compoſition und Zuſammenſetzung ſey und ob es auch einige Wirckung bey ſich fuͤhrte/ ſo auch geſchach/ da ſie denn den Tag hernach dieſes Augen-Waſſer examinirten/ u. geriethen auf die Meynung/ als wañ dieſeꝛ Umbſtꝛeicheꝛ ein wenig Aloe in ſchlecht Waſſer zeꝛtheilet u. alſo denen Leuthen verkaufft haͤtte.","norm":"Eckart / welcher zu einen Cavalier / der ihn zum Mittagsmahl gebeten hatte / fuhr / erinnerte Siegfrieden von diesen Quacksalber ein Gläslein Augenwasser zu kaufen / damit sie doch sehen / was dessen Komposition und Zusammensetzung sei und ob es auch einige Wirkung bei sich führte / so auch geschah / da sie denn den Tag hernach dieses Augenwasser examinierten / u. gerieten auf die Meinung / als wann dieser Umstreicher ein wenig Aloe in schlecht Wasser zerteilet u. also denen Leuten verkauft hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.595200061798096} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3753,"date":1719,"orig":"Die Krafft und Wirckung befunde ſich ſehr ſchlecht/ denn wie die Probe am Hane war/ deme er die Augen zerſchnitten/ von ſeinen Waſſer in dieſelbe eingetroͤpffelt und verbunden hatte/ welcher etliche Stunden hernach geſtorben/ ſo geſchach es auch an denen Menſchen/ doch hatte dieſer Vagant gut Gluͤck gehabt/ und ein ziemlich Geld davon gefuͤhrt.","norm":"Die Kraft und Wirkung Befunde sich sehr schlecht / denn wie die Probe am Hahne war / dem er die Augen zerschnitten / von seinen Wasser in dieselbe eingetröpfelt und verbunden hatte / welcher etliche Stunden hernach gestorben / so geschah es auch an denen Menschen / doch hatte dieser Vagant gut Glück gehabt / und ein ziemlich Geld davon geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609000205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3754,"date":1719,"orig":"Siegfried ſprach:","norm":"Siegfried sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.692699909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3755,"date":1719,"orig":"Herr Vater! ſind nicht Phyſici ſolche Leuthe/ die einer Communität ihr Beſtes zu ſuchen/ und ſie vor Boͤſen zu warnen vorgeſtellet ſeyn?","norm":"Herr Vater! sind nicht Physici solche Leute / die einer Kommunität ihr Bestes zu suchen / und sie vor Bösen zu warnen vorgestellt sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.350800037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3756,"date":1719,"orig":"Warumb unterſuchen ſie dieſer Leuthe ihre Sachen nicht genauer/ und ſetzen ſie zuvor auf die Probe/ ehe und bevor ſie ihnen ein Zeugniß ihre Waare zu verkauffen an den Rath des Orths geben?","norm":"Warum untersuchen sie dieser Leute ihre Sachen nicht genauer / und setzen sie zuvor auf die Probe / ehe und bevor sie ihnen ein Zeugnis ihre Ware zu verkaufen an den Rat des Orts geben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404699802398682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3757,"date":1719,"orig":"Mein Herr Siegfried antwortete Eckarth/ es ſind euſerliche Mittel die ſo leicht keinen Schaden verurſachen/ und ein Ducaten oder zwey richten bey einen Duͤrfftig-und Nachlaͤßigen viel aus/ darumb laſſet euch dieſes nicht wundern.","norm":"Mein Herr Siegfried antwortete Eckart / es sind äußerliche Mittel die so leicht keinen Schaden verursachen / und ein Dukaten oder zwei richten bei einen Dürfftig- und Nachlässigen viel aus / darum lasst euch dieses nicht wundern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.010300159454346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3758,"date":1719,"orig":"Jndem ſie davon redeten klopffte jemand an die Thuͤr/ als Siegfried aufmachte: war es ein Weibes-Bild, die fragte:","norm":"Indem sie davon redeten klopfte jemand an die Tür / als Siegfried aufmachte: war es ein Weibsbild, die fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.706399917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3759,"date":1719,"orig":"Ob die Herren nicht Magen-Morſellen u. Lufftkuͤchlein brauchten?","norm":"Ob die Herren nicht Magenmorsellen u. Luftküchlein brauchten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.960899829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3760,"date":1719,"orig":"Sie haͤtte auch eine gute Fieber-Latwerge.","norm":"Sie hätte auch eine gute Fieber-Latwerge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.862599849700928} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3761,"date":1719,"orig":"Meine gute Frau fragte Siegfried/ wie kommt ihr zu denen Artzeneyen und wie habt ihr die Gewißheit/ daß dieſelben in denen genannten Zufaͤllen gut und probat ſeyn?","norm":"Meine gute Frau fragte Siegfried / wie kommt ihr zu denen Arzneien und wie habt ihr die Gewissheit / dass dieselben in denen genannten Zufällen gut und probat sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.097099781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3762,"date":1719,"orig":"Mein lieber junger Herr antwortete das Weib/ ich habe lange Jahr hero dieſe Sachen herumb getragen/ und habe ihrer guten Wirckung halber ziemlichen Abgang.","norm":"Mein lieber junger Herr antwortete das Weib / ich habe lange Jahr her diese Sachen herumgetragen / und habe ihrer guten Wirkung halber ziemlichen Abgang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.884500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3763,"date":1719,"orig":"Denn/ nachdem mein Mann/ welcher ein Laborant geweſen/ ſo denen Herren Doctorn an die Hand gegangen/ geſtorben/ und mir mit meinen Kindern mich mit der Nadel zu ernaͤhren zu ſchwer fiel/ erbarmte ſich ein Medicus, welcher meines Mannes guter Goͤnner war/ meiner/ und gab mir die Recepte/ und wieſe mir/ wie ich ſolche zubereiten ſolte/ wornach ich mich richte/ und denn/ die darzu gehoͤrige Sachen ſaubere und der Kunſt nach zuſammen ſetze.","norm":"Denn / nachdem mein Mann / welcher ein Laborant gewesen / so denen Herren Doktoren an die Hand gegangen / gestorben / und mir mit meinen Kindern mich mit der Nadel zu ernähren zu schwerfiel / erbarmte sich ein Medikus, welcher meines Mannes guter Gönner war / meiner / und gab mir die Rezepte / und wiese mir / wie ich solche zubereiten sollte / wonach ich mich richte / und denn / die dazugehörige Sachen saubere und der Kunst nach zusammen setze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.87060022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3764,"date":1719,"orig":"Frau ſprach Siegfried/ kommt herein/ und als ſie die Morſellen am Geſchmack gut befunden/ kaufften ſie ihr zwey Pfund ab/ Eckarth fragte das Weib ob ſie ſonſten nichts zu verkauffen haͤtte?","norm":"Frau sprach Siegfried / kommt herein / und als sie die Morsellen am Geschmack gut befunden / kauften sie ihr zwei Pfund ab / Eckart fragte das Weib ob sie sonsten nichts zu verkaufen hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.841400146484375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3765,"date":1719,"orig":"Nein! gab ſie zur Antwort:","norm":"Nein! gab sie zur Antwort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.261199951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3766,"date":1719,"orig":"Jch miſche mich auch in nichts mehr/ wann ich nur mein leidliches Auskommen habe bin ich ſchon zu frieden/ hiermit gieng das Weib ihrer Wege.","norm":"Ich mische mich auch in nichts mehr / wann ich nur mein leidliches Auskommen habe bin ich schon zu Frieden / hiermit ging das Weib ihrer Wege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4253997802734375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3767,"date":1719,"orig":"Siegfried ſprach:","norm":"Siegfried sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.692699909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3768,"date":1719,"orig":"Hier ſiehet der Herr Vater/ daß die Medici ſelbſten denen Leuthen dergleichen Compoſita zu machen Gelegenheit geben, ja es ihnen gar lehren.","norm":"Hier sieht der Herr Vater / dass die Medici selbst denen Leuten dergleichen Composita zu machen Gelegenheit geben, ja es ihnen gar lehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.646900177001953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3769,"date":1719,"orig":"Liebſter Herr Sohn replicirte Eckarth.","norm":"Liebster Herr Sohn replizierte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.35230016708374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3770,"date":1719,"orig":"Dieſes gehet noch wohl hin, und iſt ein Werck der Barmhertzigkeit, ſie thut denen Herren Medicis keinen oder ſehr ſchlechten Schaden, iſt auch nicht mit unter die Zahl der Mediciniſchen Maul-Affen zu ſetzen, denn dieſe Sachen, als Magen, Morſellen, Lufft- Kuͤchlein und Fieber-Lattwergen ſchaden denen Gebrauchenden nicht, wann ſie gleich nichts helffen, ſo miſchet ſie ſich auch in keine Curen, ſondern iſt einem Kauffmanne gleich, der Waare von einem andern kaufft, gibt ihr eine beſſere Arth und Façon und verkaufft ſelbige ſodann mit beſſeren Profit.","norm":"Dieses geht noch wohl hin, und ist ein Werk der Barmherzigkeit, sie tut denen Herren Medicis keinen oder sehr schlechten Schaden, ist auch nicht mit unter die Zahl der medizinischen Maulaffen zu setzen, denn diese Sachen, als Magen, Morsellen, Lufft-Küchlein und Fieber-Lattwergen schaden denen Gebrauchenden nicht, wann sie gleich nichts helfen, so mischet sie sich auch in keine Kuren, sondern ist einem Kaufmanne gleich, der Ware von einem anderen kauft, gibt ihr eine bessere Art und Fasson und verkauft selbige sodann mit besseren Profit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.346399784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3771,"date":1719,"orig":"Jch verſichere ihn Monſ.","norm":"Ich versichere ihn Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.472799777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3772,"date":1719,"orig":"Siegfried, daß die Species von denen Weibs- Per��onen offters accurater und ſauberer præparirt werden, als bey manchen Apotecker und Sudler.","norm":"Siegfried, dass die Species von denen Weibs-Personen öfters akkurater und sauberer präpariert werden, als bei manchen Apotheker und Sudler.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6921000480651855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3774,"date":1719,"orig":"So hat man nicht uͤberall Medicos und Apotecken, da iſt denn zuweilen ein ſolch gewuͤrtztes ohnſchaͤdliches Medicament vor die Preßhafften ein bewehrtes Stuͤck.","norm":"So hat man nicht überall Medicos und Apotheken, da ist denn zuweilen ein solch gewürztes unschädliches Medikament vor die Presshaften ein bewehrtes Stück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.146299839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3775,"date":1719,"orig":"Eckarth womit er nicht vor unhoͤflich und undanckbahr angeſehen wuͤrde, ließ durch den Wirth alles was zu Tractirung hoher Perſonen von noͤthen, anſchaffen, und nebenſt den Commendanten unterſchiedene hohe Kaͤyſerl. Miniſtros einladen, welche auch ihm zuꝛ Conſolation mehrentheils erſchienen und nach vollbrachten praͤchtigen Mahle mit guten Contentement und Vergnuͤgen Abſchied nahmen.","norm":"Eckart womit er nicht vor unhöflich und undankbar angesehen würde, ließ durch den Wirt alles was zu Traktierung hoher Personen vonnöten, anschaffen, und neben den Kommandanten unterschiedene hohe Käyserl. Ministros einladen, welche auch ihm zur Consolation mehrenteils erschienen und nach vollbrachten prächtigen Mahle mit guten Contentement und Vergnügen Abschied nahmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.739799976348877} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3776,"date":1719,"orig":"Zwey Tage vor Eckarths Abreiſe wurde er von den Commendanten nochmahls tractiret/ da er dann nach volldrachter Taffel der Generalin ein goldenes koſtbahres Uhrlein uͤberreichte, mit unterthaͤniger Bitte, dieſes ſchlechte Andencken in hohen Gnaden zur Danckbarkeit gnaͤdig anzunehmen; Sie weigerte ſich zwar erſtlich, allein auf Zureden ihres Herrn Gemahls, nahm ſie ſolches an, ſagende: Monſ.","norm":"Zwei Tage vor Ekarts Abreise wurde er von den Kommandanten nochmals traktiert / da er dann nach volldrachter Tafel der Generalin ein goldenes kostbares Uhrlein überreichte, mit untertäniger Bitte, dieses schlechte Andenken in hohen Gnaden zur Dankbarkeit gnädig anzunehmen; Sie weigerte sich zwar erstlich, allein auf Zureden ihres Herrn Gemahls, nahm sie solches an, sagende: Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3777,"date":1719,"orig":"Eckarth, die wenige Hoͤfligkeiten welche denenſelben von unſerem Hauſe geſchehen, meritiren eines dergleichen Dancks bey weiten nicht, jedennoch wird dieſes Uhrlein ein Gedaͤchtniß ſeyn, eines groſſen Freundes unſers Hauſes bey deſſen Abweſen ſtuͤndlich zu gedencken.","norm":"Eckart, die wenige Höflichkeiten welche denselben von unserem Hause geschehen, meritieren eines dergleichen Danks bei weiten nicht, dennoch wird dieses Uhrlein ein Gedächtnis sein, eines großen Freundes unseres Hauses bei dessen Abwesen stündlich zu gedenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.033100128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3778,"date":1719,"orig":"Mein Kind ſprach der General, du magſt zuſehen welcher geſtalt du dieſer Hoͤfligkeit wieder wirſt entgegen gehen koͤnnen.","norm":"Mein Kind sprach der General, du magst zusehen welcher Gestalt du dieser Höflichkeit wieder wirst entgegengehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.158999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3779,"date":1719,"orig":"Nachdem nun der General und Eckaꝛth unter einander unteꝛſchiedene Diſcourſe in geheim gefuͤhret hatten, verfuͤgte ſich Eckarth nach genommenen Abſchied wieder nach ſeinen Quartier, woſelbſt er bey Siegfried und Gottharten Doctor Pilovski antraff, welcher ihnen das Buͤchlein, die Alamodiſche Artzeney- Affen intitulirt, uͤberbracht hatte; den empfieng Eckaꝛth, und weiln eꝛ vor das Tractätlein kein Geld nehmen wolte, bedanckte er ſich, mit Verſprechung wiederumb zu deſſen Dienſten zu ſeyn.","norm":"Nachdem nun der General und Eckart untereinander unterschiedene Diskurse in geheim geführt hatten, verfügte sich Eckart nach genommenen Abschied wieder nach seinen Quartier, woselbst er bei Siegfried und Gottharten Doktor Pilovski antraf, welcher ihnen das Büchlein, die Alamodische Artzeney-Affen intitulirt, überbracht hatte; den empfing Eckart, und weil er vor das Traktätlein kein Geld nehmen wollte, bedankte er sich, mit Versprechung wiederum zu dessen Diensten zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403500080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3780,"date":1719,"orig":"Pilovski verblieb bey denen Unſrigen biß gegen Abend, und weil er vernahm, daß unſere Compagnie ehiſtens wieder abreiſen wuͤrde, letzte er ſich mit ihnen, wuͤntſchende eine gluͤckſeelig geſunde Reiſe und vergnuͤgliche zu Hauſe-Kunfft; womit nach gegenwuͤntſchendes Vergnuͤgen er ſein Adieu nahm.","norm":"Pilovski verblieb bei denen Unsrigen bis gegen Abend, und weil er vernahm, dass unsere Compagnie ehestens wieder abreisen würde, letzte er sich mit ihnen, wünschende eine glückselig gesunde Reise und vergnügliche zu Hause-Kunfft; womit nach Gegenwünschendes Vergnügen er sein Adieu nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.831999778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3781,"date":1719,"orig":"Den dritten Tag darauf ſtellete Eckarth ſeine Reiſe mit Siegfried und Gotthart in der Stille, nach Contentirung des Wirths ohne einiges Anmelden fort, ſchrieb aber von der erſten Poſt an den Commendanten folgendes Brieflein:","norm":"Den dritten Tag darauf stellte Eckart seine Reise mit Siegfried und Gotthart in der Stille, nach Contentirung des Wirts ohne einiges Anmelden fort, schrieb aber von der ersten Post an den Kommandanten folgendes Brieflein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.065499782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3782,"date":1719,"orig":"Hoch-gebohrner Graf/ Gnaͤdiger Herr.","norm":"Hoch-gebohrner Graf / Gnädiger Herr.","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.800300121307373} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3783,"date":1719,"orig":"DJeſelben werden meinen ſtillen u. ſchnellen Abſchied von Wien nicht in Ungnaden aufnehmen, in gnaͤdiger Erwegung der Unmoͤgligkeit ſchuldigſter Anfwartung, zu Vergeltung aller Courteſie, die von Ew. Hoch-Graͤfl. Excellenz und andern hohen Kaͤyſerlichen Officianten ich unwuͤrdig genoſſen, und von ihnen mir mehr zu erweiſen beſchloſſen haben.","norm":"Dieselben werden meinen stillen u. schnellen Abschied von Wien nicht in Ungnade aufnehmen, in gnädiger Erwägung der Unmöglichkeit schuldigster Anfwartung, zu Vergeltung aller Courtesie, die von Ew . Hochgräfl. Exzellenz und anderen hohen Kaiserlichen Offizianten ich unwürdig genossen, und von ihnen mir mehr zu erweisen beschlossen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.673999786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3784,"date":1719,"orig":"Woferne Ew. Excellenz einen unwuͤrdigen Diener Jhres Hoch-Graͤflichen Hauſes noch æſtimiten, ſo verſchmaͤhen ſie nicht, in hohen Gnaden demjenigen gnaͤdig zugethan verbleiben, der zu erſterben wuͤntſchet,","norm":"Sofern Ew . Exzellenz einen unwürdigen Diener Ihres Hochgräflichen Hauses noch aestimiten, so verschmähen sie nicht, in hohen Gnaden demjenigen gnädig zugetan verbleiben, der zu ersterben wünschet,","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.784599781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3785,"date":1719,"orig":"Euer Hoch-Graͤflichen Excellenz unterthaͤnigſter Knecht Eckarth.","norm":"Euer Hochgräflichen Exzellenz untertänigster Knecht Eckart.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.191699981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3786,"date":1719,"orig":"Als unſere Reiſende von Nitſchowa, ihre Reiſe nach Gartze fortſetzten, ſprung oben auf den Berge, den ſie, zumahl es gleich nach den Mittags-Eſſen war, zu Fuß geſtiegen waren, ein Haaſe vor ſie auf, nach welchen Gotthart mit einer Piſtole ſchoß, nach dem Schuß entſtund durch das anliegende Gebuͤrge innerhalb eines Vater Unſers lang, ein ſolches grauſames Knallen, als wann hundert und mehr dergleichen Gewehr waͤren geloͤſet worden, und damit Eckarth dieſes herrlichen Echo und Widerſchalls Begebenheit beſſer erfuhre, ſo loͤſeten ſie zu etlichen mahlen ihre Piſtolen, da ſich deñ das Echo ſo ſchroͤcklich anſchlagend hoͤren ließ, daß es ihnen ein ſonderbahres Vergnuͤgen gab.","norm":"Als unsere Reisende von Nitschowa, ihre Reise nach Gartze fortsetzten, Sprung oben auf den Berge, den sie, zumal es gleich nach den Mittagessen war, zu Fuß gestiegen waren, ein Hase vor sie auf, nach welchen Gotthart mit einer Pistole schoss, nach dem Schuss entstand durch das anliegende Gebirge innerhalb eines Vater unseres lang, ein solches grausames Knallen, als wann hundert und mehr dergleichen Gewehr wären gelöst worden, und damit Eckart dieses herrlichen Echo und Widerschalls Begebenheit besser erführe, so lösten sie zu etlichen malen ihre Pistolen, da sich denn das Echo so schrecklich anschlagend hören ließ, dass es ihnen ein sonderbares Vergnügen gab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.553699970245361} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3787,"date":1719,"orig":"Es kam aber ein Jaͤger mit freundlichen Erſuchen, Jhre Curioſität hoch-geneigt zu interrumpiren, denn durch dergleichen Widerſchall das Wild gantz ſchuͤchtern gemacht wuͤrde.","norm":"Es kam aber ein Jäger mit freundlichen Ersuchen, Ihre Kuriosität hochgeneigt zu Interumpire, denn durch dergleichen Widerschall das Wild ganz schüchtern gemacht würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.057600021362305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3788,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach: Mein Freund ihr habt recht und verehret ihn einen Floren.","norm":"Eckart sprach: Mein Freund ihr habt recht und verehret ihn einen Floren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.895299911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3789,"date":1719,"orig":"Der Jaͤger gab vor, daß das Knallen uͤber ein halbe Stunde und laͤnger durch viel Meilen lang dauerte.","norm":"Der Jäger gab vor, dass das Knallen über ein halbe Stunde und länger durch viel Meilen lang dauerte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306700229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3790,"date":1719,"orig":"Eckarth gab vor, wann hier zwey Partheyen einander rencontriren ſolten, wuͤrde das Gethoͤne, die groͤſte und grauſamſte Feld-Schlacht vorſtellen, bevoraus weiln das Echo ſich durch einige Verweilung, wegen Vielheit derer gegen einander ſtehenden Bergen und Defileen vervielfaͤltigte und die Lufft zertheilte.","norm":"Eckart gab vor, wann hier zwei Parteien einander rencontriren sollten, würde das Getöne, die größte und grausamste Feld-Schlacht vorstellen, bevoraus weil das Echo sich durch einige Verweilung, wegen Vielheit derer gegen einander stehenden Bergen und Defileen vervielfältigte und die Luft zerteilte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.158599853515625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3791,"date":1719,"orig":"Siegfried ſprach: Herr Vater ich habe unterſchiedliche Widerhall gehoͤret, aber dergleichen iſt mir noch nie zu Ohren kommen.","norm":"Siegfried sprach: Herr Vater ich habe unterschiedliche Widerhall gehöret, aber dergleichen ist mir noch nie zu Ohren kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095900058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3792,"date":1719,"orig":"Wertheſter Herr Siegfried verſetzte Eckarth, die Urſache der Vervielfaͤltigung ſind die tieffe und ungleiche Thaͤler nebenſt denen Abſaͤtzen vieler Berge, da eine Tieffe den Widerſchlag in die andere wirfft, und wegen der gegen einander liegende Durchſchnitte ſich durch oder zwiſchen die Berge herumb ziehet und vervielfaͤltiget.","norm":"Wertester Herr Siegfried versetzte Eckart, die Ursache der Vervielfältigung sind die tiefe und ungleiche Täler neben denen Absätzen vieler Berge, da eine tiefe den Widerschlag in die andere wirft, und wegen der gegen einander liegende Durchschnitte sich durch oder zwischen die Berge herum ziehet und vervielfältiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.066400051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3793,"date":1719,"orig":"Dergleichen Echo hat mir offters den Sieg wider meine Feinde zugeworffen, ſonderlich am Rhein, in der Bergſtraſſe und den Schwartzwalde ꝛc.","norm":"Dergleichen Echo hat mir öfters den Sieg wider meine Feinde zugeworfen, sonderlich am Rhein, in der Bergstraße und den Schwarzwalde etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.94789981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3794,"date":1719,"orig":"So finden ſich auch durch Kunſt-gemachte Widerhalle, deren wir kuͤnfftige Reiſe geliebts GOtt unterſchiedene werden zu hoͤren bekommen.","norm":"So finden sich auch durch Kunst-gemachte Widerhalle, deren wir künftige Reise geliebtes Gott unterschiedene werden zu hören bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.81850004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3795,"date":1719,"orig":"Es war damahln in unſerer Compagnie ein Secretarius von den Fuͤrſten von Felſenſatz, der ſagte:","norm":"Es war damals in unserer Compagnie ein Sekretarius von den Fürsten von Felsensatz, der sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172900199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3796,"date":1719,"orig":"Mein Fuͤrſt hat bey ſeiner Herrſchafft Leuchtenberg ein Echo anlegen laſſen, das biß 6. mahl mit der groͤſten Vergnuͤgung ſich vervielfaͤltiget und zertheilet, daß wenig mangelt, die Reden vollkom̃en zu mercken und die Muſic mit den lieblichſten Entgegenſatz dem Zuhoͤrenden vorſtellet.","norm":"Mein Fürst hat bei seiner Herrschaft Leuchtenberg ein Echo anlegen lassen, das bis 6. Mal mit der größten Vergnügung sich vervielfältiget und zerteilet, dass wenig mangelt, die Reden vollkommen zu merken und die Musik mit den lieblichsten Entgegnsatz dem Zuhörenden vorstellet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.484700202941894} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3797,"date":1719,"orig":"Wie nun unſere Reiſende durch Stillenberg fuhren und unter Weges ſo viel Kroͤpffigte Leuthe antraffen, diſcurirte Eckarth mit dem Fuͤrſtlichen Secretair, was doch die Urſache waͤre daß dieſe Nation (die Steyermaͤrcker, dieſen beſchwerlichen Zufall zugethan waͤre?","norm":"Wie nun unsere Reisende durch Stillenberg fuhren und unter Weges so viel Kropfige Leute antrafen, diskurierte Eckart mit dem fürstlichen Sekretär, was doch die Ursache wäre dass diese Nation (die Steiermärker, diesen beschwerlichen Zufall zugetan wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.990300178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3798,"date":1719,"orig":"Der Sacretarius antwortete:","norm":"Der Sacretarius antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.756899833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3799,"date":1719,"orig":"Meine Herren, es halten die meiſten unter denen Naturkuͤndigern davor; daß eine gewiſſe Arth von Waſſern in dieſen herumbliegenden Felſigten Gebuͤꝛge die Eigenſchafft an ihnen haͤtten/ daß nach deren gewoͤhnlichen Genieſſungen die Gehrauchende Kroͤpffe bekaͤmen.","norm":"Meine Herren, es halten die meisten unter denen Naturkündigern davor; dass eine gewisse Art von Wassern in diesen herumliegenden Felsigen Gebürge die Eigenschaft an ihnen hätten / dass nach deren gewöhnlichen Genießungen die Gehrauchende Kröpfe bekämen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6149001121521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3801,"date":1719,"orig":"Siegfried verſetzte:","norm":"Siegfried versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.553299903869629} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3802,"date":1719,"orig":"Mein Hochgeehrter Herr vergoͤnne meiner Curioſität, daß mit demſelben ich der Lufft halben nicht einig ſeyn kan, noch mir gaͤntzlich einbilden, daß dieſelbe denen Menſchen, und abſonderlich einen Diſtrict ſolche Beſchwerniß zufuͤhre, die ſie nicht auch andern Orthen wo ihr Streich hingehet, verurſachen ſolte.","norm":"Mein hochgeehrter Herr vergönne meiner Kuriosität, dass mit demselben ich der Luft halben nicht einig sein kann, noch mir gänzlich einbilden, dass dieselbe denen Menschen, und absonderlich einen Distrikt solche Beschwernis zuführe, die sie nicht auch anderen Orten wo ihr Streiche hingehet, verursachen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263000011444092} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3803,"date":1719,"orig":"Vielmehr halte ich davor, daß dergleichen Arth Berg-Waſſer die Kroͤpffe denen Genieſſenden zubringe. Koͤnnen doch die flieſſenden Waſſer, vermoͤge etlicher Einpflantzungen denen Gebrauchenden viel ſchaͤdlicheꝛe Kranckheiten als dieſe zufuͤhren.","norm":"Vielmehr halte ich davor, dass dergleichen Art Bergwasser die Kröpfe denen Genießenden zubringe . Können doch die fließenden Wasser, vermöge etlicher Einpflanzungen denen Gebrauchenden viel schädlichere Krankheiten als diese zuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.689499855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3804,"date":1719,"orig":"Jch erinnere mich, daß einsmahls ein vornehmer Polniſcher Herr in Pliſſana zur Meß-Zeit an unſern Tiſche Speiſete, weil damahln unter andern Diſcourſen, man auch der Wixel Zoͤpffe gedachte, erzehlte: daß vielmahl, ſonderlich in der Ukraine ſich zutruͤge, daß gewiſſe Waſſer waͤren, von welchen ſo ein Menſch oder Thier traͤncke, ſie in ſchwere Kranckheiten fielen, biß endlich der Ausgang des Wixelzopffs ſie wiederumb davon befreyete.","norm":"Ich erinnere mich, dass einsmals ein vornehmer polnischer Herr in Plissana zur Messzeit an unseren Tische speiste, weil damals unter anderen Diskursen, man auch der Wixel Zöpfe gedachte, erzählte: dass vielmal, sonderlich in der Ukraine sich zutrüge, dass gewisse Wasser wären, von welchen so ein Mensch oder Tier tränke, sie in schwere Krankheiten fielen, bis endlich der Ausgang des Wixelzopffs sie wiederum davon befreite.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.602099895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3805,"date":1719,"orig":"Hergegen faͤnden ſich wiederumb andere Fluͤſſe und Waſſer, nach deren Genieſſung die Zoͤpffe wieder vergiengen.","norm":"Hergegen fänden sich wiederum andere Flüsse und Wasser, nach deren Genießung die Zöpfe wieder vergingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399499893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3806,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, ich bin mit dem Herrn Secretario der Lufft wegen gleicher Meynung, denn ſo dieſelbe ſowohl die Waſſer als die Berge beſtreichet, auch wohl von ſolchen die Eigenſchafften in Ausſtreichen an ſich nimmt, und mit ſich fuͤhret; und ſolche Einwitterung nennet der genaue Unterſucher der Natur Theophraſtus fatalia.","norm":"Eckart sagte, ich bin mit dem Herrn Secretario der Luft wegen gleicher Meinung, denn so dieselbe sowohl die Wasser als die Berge bestreichet, auch wohl von solchen die Eigenschaften in Ausstreichen an sich nimmt, und mit sich führt; und solche Einwitterung nennt der genaue Untersucher der Natur Theophrastus fatalia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.524600028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3807,"date":1719,"orig":"Jch gedencke noch daran, daß mir in Thoren mein ſehr guter Freund erzehlte, wie er einmahl auf der Bruͤcke geſtanden, und die Korn-Schiffe abgehen ſehen, waͤꝛe ihn eine widrige Lufft angangen, da er denn ſo fort ein erſchroͤckliches Reiſſen ins Haupt bekommen, welches bey Ausgehung duͤnner Wixelzoͤpffe in etlichen Tagen vergangen waͤre; warumb ſolte dieſes allhier nicht auch in Entſtehung der Kroͤpffe die Uꝛſache ſeyn, indem wir Menſchen ja keinen Augenblick ohne Lufft-Schoͤpffung leben koͤnnen, daß ich geſchweige, der in Franckreich in Mutter-Leibe in Stein verwandelte Frucht, derer Bartholinus Hiſt 100. Anal. Cent. II. gedencket, ſo erzehlet der unvergleichliche Helmontius in cap. I. Lithiaſi, daß durch ſolche Steinmachende Lufft oder Winde Anno 1320. zwiſchen Rußland und Tartarey nicht weit von den Sumpff oder See Kitaga eine gantze Horde Tartarn mit allen ihren Vieh, Wagen und Gewehr in einer Nacht gantz und gar in Stein verwandelt worden, welches auch zur andern Zeit in Africa auf gleiche Arth an Baͤumen, Menſchen und Vieh ſoll geſchehen ſeyn.","norm":"Ich gedenke noch daran, dass mir in Toren mein sehr guter Freund erzählte, wie er einmal auf der Brücke gestanden, und die Kornschiffe abgehen sehen, wäre ihn eine widrige Luft angegangen, da er denn so fort ein erschröckliches Reißen ins Haupt bekommen, welches bei Ausgehung dünner Wixelzöpffe in etlichen Tagen vergangen wäre; warum sollte dieses allhier nicht auch in Entstehung der Kröpfe die Ursache sein, indem wir Menschen ja keinen Augenblick ohne Luft-Schöpfung leben können, dass ich geschweige, der in Frankreich in Mutterleib in Stein verwandelte Frucht, derer Bartholinus hisst 100. Anal . Cent . II. gedenkt, so erzählt der unvergleichliche Helmontius in cap . I. Lithiasi, dass durch solche Steinmachende Luft oder Winde Anno 1320 . zwischen Russland und Tartarey nicht weit von den Sumpf oder See Kitaga eine ganze Horde Tataren mit allen ihren Vieh, Wagen und Gewehr in einer Nacht ganz und gar in Stein verwandelt worden, welches auch zur anderen Zeit in Afrika auf gleiche Art an Bäumen, Menschen und Vieh soll geschehen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.630499839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3808,"date":1719,"orig":"So iſt auch nicht zu leugnẽ, daß die Steine und Felſen ihr Wachsthum, ſo wohl aus denen ſteinigten Zuwitterung, gleich die Metalle von denen ihnen gehoͤrigen Einwitterungen nehmen; wann nun dergleichen Witterung ausſtreichen und die Lufft imprægniren oder erfuͤllen, denen Lufft-ſchoͤpffenden allerhand Zufaͤlle erwecken koͤnnen, und folget nicht, daß es an allen gleiche Wirckung vollbringen muͤſſe, denn die Naͤhe gibt und verurſacht ſchon einen ſtaͤrckeren Anfall, als was durch die Ferne ſich ſchon ausgetheilet und ſeine Krafft verlohren hat, da ſie denn wenig oder keinen Schaden cauſiren kan, und wer will verneinen, daß durch ebenmaͤßigen Auswitterung, die Waſſer wann ſie dieſelben beſtreichen und eingehen nicht ſolten inficirt und zu dieſen Anfall geſchickt gemacht werden.","norm":"So ist auch nicht zu leugnen, dass die Steine und Felsen ihr Wachstum, so wohl aus denen steinigten Zuwitterung, gleich die Metalle von denen ihnen gehörigen Einwitterungen nehmen; wann nun dergleichen Witterung ausstreichen und die Luft imprägnieren oder erfüllen, denen Luft-schöpfenden allerhand Zufälle erwecken können, und folget nicht, dass es an allen gleiche Wirkung vollbringen müsse, denn die Nähe gibt und verursacht schon einen stärkeren Anfall, als was durch die Ferne sich schon ausgeteilt und seine Kraft verloren hat, da sie denn wenig oder keinen Schaden kausieren kann, und wer will verneinen, dass durch ebenmäßigen Auswitterung, die Wasser wann sie dieselben bestreichen und eingehen nicht sollten infiziert und zu diesen Anfall geschickt gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156799793243408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3809,"date":1719,"orig":"Jſt denn aber kein Mittel genannte Beſchwerniß zu vertreiben? fragte Gotthart.","norm":"Ist denn aber kein Mittel genannte Beschwernis zu vertreiben? fragte Gotthart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.561800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3810,"date":1719,"orig":"Der Secretarius antwortete:","norm":"Der Sekretarius antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.921299934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3811,"date":1719,"orig":"Dieſer Orthen achten ſie die Mittel nicht, ſondern halten die Kroͤpffe nach der Groͤſſe und Vielheit noch vor eine Zierde ihres Leibes, die derſelben mangeln aber vor unvollkommene Menſchen die nicht alle Glieder eines gantzen Leibes haͤtten.","norm":"Dieser Orten achten sie die Mittel nicht, sondern halten die Kröpfe nach der Größe und Vielheit noch vor eine Zierde ihres Leibes, die derselben mangeln aber vor unvollkommene Menschen die nicht alle Glieder eines ganzen Leibes hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433800220489502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3812,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte:","norm":"Eckart versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.556700229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3813,"date":1719,"orig":"Allerdinges finden ſich noch Artzeneyen, die dergleichen Beſchwerligkeit abhelffen koͤnnen.","norm":"Dinges finden sich noch Arzneien, die dergleichen Beschwerlichkeit abhelfen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.389400005340576} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3814,"date":1719,"orig":"Und iſt unter andern Compoſitis das in den Helmontio p. m. 151. ſehr gut.","norm":"Und ist unter anderen Compositis das in den Helmontio p. m. 151. sehr gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.496500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3815,"date":1719,"orig":"Als nimb Meerſchwamm zu einer Kohlen gebrandt drey Untzen, gebrandtes Fiſchbein, langen Pfeffer, Jngber, Bertram, Gall-Aepffel, Stein-Saltz, gebrandte Eyer-Schaalen von einen jeden eine Untze, ſtoß alles klein, miſche dieſe Species mit dem von Meerſchwamm diſtillirte Waſſer zuſammen, und laß es nochmahls nach und nach eintrocknen.","norm":"Als nimm Meerschwamm zu einer Kohlen gebrandet drei Unzen, gebrandetes Fischbein, langen Pfeffer, Ingwer, Bertram, Galläpfel, Steinsalz, gebrandete Eierschalen von einen jeden eine Unze, Stoß alles klein, mische diese Species mit dem von Meerschwamm destillierte Wasser zusammen, und lass es nochmals nach und nach eintrocknen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.767000198364258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3816,"date":1719,"orig":"Von dieſen Pulver nimb ein halb Quintlein, vermiſche es mit ein Loth Zucker, und gebrauche dich deſſen bey abnehmenden Monden, daß du es gemachſam abſchlingeſt, oder mache daraus einen dicken Safft; wann du keine Meerſchwaͤm̃e haben kanſt, ſo nimm die wilden Roſen-Schwaͤmme, deren Jnwendiges Pulver zuweilen auch vor ſich alleine in dieſen Zufall gute Wirckung thut.","norm":"Von diesen Pulver nimm ein halb Quintlein, vermische es mit ein Lot Zucker, und gebrauche dich dessen bei abnehmenden Monden, dass du es gemachsam abschlingest, oder mache daraus einen dicken Saft; wann du keine Meerschwämme haben kannst, so nimm die wilden Rosen-Schwämme, deren Inwendiges Pulver zuweilen auch vor sich alleine in diesen Zufall gute Wirkung tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.873600006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3817,"date":1719,"orig":"So haͤlt man auch gewiß davor, daß die Kinder, die nach Abſterben ihrer Vaͤter erſt gebohren werden, ſo wohl in dieſer Arth Kranckheiten, als denen uͤbernatuͤrlichen Gewaͤchſen des Leibes und Oberbeinen durch Anruͤhren, Anhauchen, oder Beiſſen zuraͤthig ſeyn koͤnnen.","norm":"So hält man auch gewiss davor, dass die Kinder, die nach Absterben ihrer Väter erst geboren werden, so wohl in dieser Art Krankheiten, als denen übernatürlichen Gewächsen des Leibes und Oberbeinen durch Anrühren, Anhauchen, oder Beißen zuräthig sein können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.527500152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3818,"date":1719,"orig":"Ob ſie auch der ſiebende Sohn, zwiſchen welcher Zahl Soͤhne keine Tochter zwiſchen kommen iſt, durch ſein Anruͤhren curiren koͤnne, ſtelle ich dahin.","norm":"Ob sie auch der siebende Sohn, zwischen welcher Zahl Söhne keine Tochter zwischen kommen ist, durch sein Anrühren kurieren könne, stelle ich dahin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.039100170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3819,"date":1719,"orig":"Daß die Koͤnige in Engelland und Franckreich unter andern Schaͤden auch die Kroͤpffe durch ihr Anruͤhren vertrieben haben, iſt eine Gnade von GOtt, welcher auch von denen Hohen Haͤuptern bey Anruͤhrung mit dieſen Seegen:","norm":"Dass die Könige in England und Frankreich unter anderen Schäden auch die Kröpfe durch ihr Anrühren vertrieben haben, ist eine Gnade von Gott, welcher auch von denen hohen Häuptern bei Anrührung mit diesen Segen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.104000091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3820,"date":1719,"orig":"Der Koͤnig ruͤhret dich an GOtt heilet dich.","norm":"Der König rühret dich an Gott heilet dich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.519400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3821,"date":1719,"orig":"GOtt dem HErrn alleine zugeſchrieben worden.","norm":"Gott dem Herrn alleine zugeschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.323200225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3822,"date":1719,"orig":"Nach geſchehenen Diſcours naͤherten unſere Reiſende dem Nacht- Quartier, wie ſie ins Wirths-Hauß kamen, bathen ſie den Wirth, wofern er ein a partes Stuͤblein vor ſie uͤbrig haͤtte, wolte er es ihnen vor dieſes mahl ihrer Gelegenheit nach zu gebrauchen umb Bezahlung uͤberlaſſen.","norm":"Nach geschehenen Discours näherten unsere Reisende dem Nacht-Quartier, wie sie ins Wirtshaus kamen, baten sie den Wirt, sofern er ein a partes Stüblein vor sie übrig hätte, wollte er es ihnen vor dieses Mal ihrer Gelegenheit nach zu gebrauchen um Bezahlung überlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.744699954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3823,"date":1719,"orig":"Der Wirth antwortete:","norm":"Der Wirt antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.081799983978271} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3824,"date":1719,"orig":"Meine Hochgeehrte Herren ſo gerne ich auch wolte kan ich doch ohne Erlaubniß meines Gaſtes, der es bereits 3. Tage inne gehabt, denenſelbẽ vor dieſes mahl nicht willfahren, ich will mich aber dennoch erkundigen, ob er denen Herren auf die wenige Zeit weichen, und ſich dieweil in einen andern Zimmer behelffen wolle.","norm":"Meine hochgeehrte Herren so gerne ich auch wollte kann ich doch ohne Erlaubnis meines Gastes, der es bereits 3. Tage innegehabt, denselben vor dieses Mal nicht willfahren, ich will mich aber dennoch erkundigen, ob er denen Herren auf die wenige Zeit weichen, und sich dieweil in einen anderen Zimmer behelfen wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.004000186920166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3825,"date":1719,"orig":"Mein Herr wirth, replicirte Eckarth, wir verlangen euern Gaſt nicht zu vertreiben, der Wirth gieng aber dennoch zu ihm, erſuchende, weil etliche frembde Herren dieſe Nacht ein Stuͤblein gerne vor ſich haben moͤchten, wofern er nun ſo guͤnſtig ſeyn und ihnen das Stuͤblein vergoͤnnen wolte, wuͤrde er in ander Wege ihm mit aller Willfaͤhrigkeit wiederumb entgegen gehen.","norm":"Mein Herr wird, replizierte Eckart, wir verlangen euren Gast nicht zu vertreiben, der Wirt ging aber dennoch zu ihm, ersuchende, weil etliche fremde Herren diese Nacht ein Stüblein gerne vor sich haben möchten, sofern er nun so günstig sein und ihnen das Stüblein vergönnen wollte, würde er in ander Wege ihm mit aller Willfährigkeit wiederum entgegengehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.03350019454956} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3826,"date":1719,"orig":"Dieſer Menſch war bald willig, raͤumte ſein Weniges in ein ander von dem Wirth ihm angewieſenes Zimmer, gieng darnach ſelbſten zu unſere Reiſende, und bath nach deren Bequemligkeit, ſich des von ihm eingehabten Stuͤbleins hoch-geneigt zu bedienen.","norm":"Dieser Mensch war bald willig, räumte sein Weniges in ein ander von dem Wirt ihm angewiesenes Zimmer, ging danach selbst zu unsere Reisende, und bat nach deren Bequemlichkeit, sich des von ihm eingehabten Stübleins hochgeneigt zu bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.194600105285644} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3827,"date":1719,"orig":"Nach etlichen Entſchuldigungen nahmen ſie das angetragene Stuͤblein mit groſſen Dancke an, zugleich den Freund erſuchende, ihnen vor heute geneigte Geſellſchafft zu leiſten, ſo er auch nach gebetener Vergoͤnſtigung that.","norm":"Nach etlichen Entschuldigungen nahmen sie das angetragene Stüblein mit großen Danke an, zugleich den Freund ersuchende, ihnen vor heute geneigte Gesellschaft zu leisten, so er auch nach gebetener Vergünstigung tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246399879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3828,"date":1719,"orig":"Waͤhrenden Abend-Eſſen giengen allerhand Diſcourſe herumb, und als Eckarth an dieſen Menſchen deſſen Nahme Ruſilio war, einige betruͤbte Minen vermerckte, redete er ihn folgender Geſtalt an: Monſieur wie ſo traurig und in ſo tieffen Gedancken?","norm":"Währenden Abend-Essen gingen allerhand Diskurse herum, und als Eckart an diesen Menschen dessen Nahme Rusilio war, einige betrübte Minen vermerkte, redete er ihn folgender Gestalt an: Monsieur wie so traurig und in so tiefen Gedanken?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3403000831604} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3829,"date":1719,"orig":"Ruſilio antwortete: Mein Patron das verwandelte Schickſal hat mich gleich einem Schiffe ſo wunderlich in den Gluͤck-und Ungluͤcks-Meer herumb geworffen, daß ob ich gleich auf gleicher Ebene ſtehe, dennoch als ein Trunckener des Taumeln mich nicht enthalten kan, wann ich die kuͤnfftige Zeit, die mir noch tauſend Abwechſelungen draͤuet, recht erwege.","norm":"Rusilio antwortete: Mein Patron das verwandelte Schicksal hat mich gleich einem Schiffe so wunderlich in den Glück- und Unglücksmeer herumgeworfen, dass ob ich gleich auf gleicher Ebene stehe, dennoch als ein Trunkener des Taumeln mich nicht enthalten kann, wann ich die künftige Zeit, die mir noch tausend Abwechselungen dräuet, recht erwäge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.488399982452393} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3830,"date":1719,"orig":"Eckarth als er verſpuͤrte, daß der Freund den Verlauff ſeines Lebens auf Begehren williglich erzehlen wuͤrde, ſagte er zu ihm: Monſieur, wir wuͤrden vielleicht gar zu curieus genennet werden, wann wir als Frembde uns erkuͤhnten, von deſſen Wunder-wuͤrdigen Begebenheiten einige Nachricht zu hoͤren, weiln aber die Zeit die Streue zu machen noch allzufruͤh iſt, wuͤrde, wofern der Herr uns die Gunſt ſolcher Erzehlung wolte genieſſen laſſen, uns von denſelben nicht eine geringe Vergnuͤgung geſchehen?","norm":"Eckart als er verspürte, dass der Freund den Verlauf seines Lebens auf Begehren willig erzählen würde, sagte er zu ihm: Monsieur, wir würden vielleicht gar zu curieus genannt werden, wann wir als Fremde uns erkühnten, von dessen Wunderwürdigen Begebenheiten einige Nachricht zu hören, weil aber die Zeit die Streue zu machen noch allzu früh ist, würde, sofern der Herr uns die Gunst solcher Erzählung wollte genießen lassen, uns von denselben nicht eine geringe Vergnügung geschehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.150700092315674} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3831,"date":1719,"orig":"Meine Hochgeehrteſte Herren antwortete Ruſilio, meine Abendtheuren ſind nicht von groſſer Wichtigkeit, weil ſie aber befehlen, und deren geneigte Ohren mir goͤnnen wollen, bin ich ſo bereit als willig, deren Begehren ſchüldigſt nachzukommen.","norm":"Meine Hochgeehrteste Herren antwortete Rusilio, meine Abendteuren sind nicht von großer Wichtigkeit, weil sie aber befehlen, und deren geneigte Ohren mir gönnen wollen, bin ich so bereit als willig, deren Begehren schuldigst nachzukommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.850800037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3832,"date":1719,"orig":"Sie wiſſen demnach, daß ich durch lange Zeit der Meynung geweſen, ich ſey eines Fiſchers Sohn, und deſſen Weib haͤtte als eine Mutter mich an die Welt gebracht und erzogen.","norm":"Sie wissen demnach, dass ich durch lange Zeit der Meinung gewesen, ich sei eines Fischers Sohn, und dessen Weib hätte als eine Mutter mich an die Welt gebracht und erzogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6209001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3833,"date":1719,"orig":"Dieſe meine vermeynte Eltern haͤtten nachdem ich das 14. Jahr hinter mich geleget hatte, gerne geſehen daß ich mich ihrer Nahrung beygeſellet, und mit ihnen mein Stuͤcklein Brodt auf den Waſſer verdienen helffen.","norm":"Diese meine vermeinte Eltern hätten nachdem ich das 14. Jahr hinter mich gelegt hatte, gerne gesehen dass ich mich ihrer Nahrung beigesellet, und mit ihnen mein Stücklein Brot auf den Wasser verdienen helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.833199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3834,"date":1719,"orig":"Alleine, deren allzugroſſe Muͤhſamkeit des Tages mit Netz-Flicken, und des Nachts mit Fiſch- Fangen, hielt mich davon ab, daß ich ſie vielmahls bath, ſie ſolten mich lernen laſſen, was ihnen gefiele, wolte ich ihnen gerne folgen, nur mit dieſer Arth kuͤnfftiger Zeit mein Brodt zu verdienen, ſolten ſie mich verſchonen.","norm":"Alleine, deren allzu große Mühsamkeit des Tages mit Netz-Flicken, und des Nachts mit Fisch-Fangen, hielt mich davon ab, dass ich sie vielmals bat, sie sollten mich lernen lassen, was ihnen gefiele, wollte ich ihnen gerne folgen, nur mit dieser Art künftiger Zeit mein Brot zu verdienen, sollten sie mich verschonen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4475998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3835,"date":1719,"orig":"Was? ſagte mein vermeynter Vater, ſolt du mir vorſchreiben, was ich mit dir vornehmen ſoll?","norm":"Was? sagte mein vermeinter Vater, sollt du mir vorschreiben, was ich mit dir vornehmen soll?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.251999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3836,"date":1719,"orig":"Jch habe dich nun 13. Jahr lang gefretzet, und da ich gedencke, du ſolteſt mir wieder behuͤlflich ſeyn, wilt du wo anders hinaus.","norm":"Ich habe dich nun 13. Jahr lang Gefrettzet, und da ich gedenke, du solltest mir wieder behilflich sein, willst du woanders hinaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3837,"date":1719,"orig":"Wie? ſprach Ulamia ſein Weib, will der Vogel nicht daran, ſo jage ihn zum Hencker, er wird wohl wieder kommen wann er zu Brodte gewoͤhnet iſt, faſſete mich bey dem Ermel und ſchuͤpte mich zur Thuͤre hinaus, ſagende: Du Holuncke, ſuche deinen Vater und Mutter, und laß dich zum Juncker machen.","norm":"Wie? sprach Ulamia sein Weib, will der Vogel nicht daran, so jage ihn zum Henker, er wird wohl wieder kommen wann er zu Brote gewöhnet ist, fasste mich bei dem Ärmel und schüpte mich zur Türe hinaus, sagende: Du Holunke, suche deinen Vater und Mutter, und lass dich zum Junker machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.602799892425537} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3838,"date":1719,"orig":"Jch bath ſie wolten mich doch nicht ſo unbarmhertzig von ſich ſtoſſen: Alleine!","norm":"Ich bat sie wollten mich doch nicht so unbarmherzig von sich stoßen: alleine!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.28249979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3839,"date":1719,"orig":"Mirmoldo der Fiſcher erfaßte einen guten Pruͤgel und auf mich zu, ſo daß ich meinen Kopff zwiſchen die Ohren nahm, umb die Schlaͤge nicht zu erwarten, lieff ich was ich lauffen kunte.","norm":"Mirmoldo der Fischer erfasste einen guten Prügel und auf mich zu, so dass ich meinen Kopf zwischen die Ohren nahm, um die Schläge nicht zu erwarten, lief ich was ich laufen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899600028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3840,"date":1719,"orig":"Nun war in dem anliegenden Dorffe des Edelmanns Schreiber, welchen ich zuweilen von meinen Vater Fiſche brachte, zu dem gieng ich, und klagte ihm mein Elend, ich gedachte ich wuͤrde da ſonderliche Huͤlffe und einen Vorſprecher bey meinen unbarmhertzigen Vater bekommen; Alleine!","norm":"Nun war in dem anliegenden Dorfe des Edelmanns Schreiber, welchen ich zuweilen von meinen Vater Fische brachte, zu dem ging ich, und klagte ihm mein Elend, ich gedachte ich würde da sonderliche Hilfe und einen Vorsprecher bei meinen unbarmherzigen Vater bekommen; alleine!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.133900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3841,"date":1719,"orig":"er ſprach zu mir: Du leichtfertiger Vogel geh deiner Wege, oder ich will dir Beine machen; ich fieng an zu weinen, da kam die Wirthſchaffterin die fragte mich, was mir waͤre?","norm":"er sprach zu mir: Du leichtfertiger Vogel gehe deiner Wege, oder ich will dir Beine machen; ich fing an zu weinen, da kam die Wirtschafterin die fragte mich, was mir wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.384500026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3842,"date":1719,"orig":"da erzehlte ich ihr meinen Unfall, die war noch ſo gut, und gab mir ein Stuͤck Brodt und Kaͤſe, damit gieng ich fort, nicht wiſſende, welchen Weg zu meinem Gluͤck oder Ungluͤck ich mir erwehlen ſolte.","norm":"da erzählte ich ihr meinen Unfall, die war noch so gut, und gab mir ein Stück Brot und Käse, damit ging ich fort, nicht wissende, welchen Weg zu meinem Glück oder Unglück ich mir erwählen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.334799766540527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3843,"date":1719,"orig":"Die Nacht kam mir auf den Halß, da legte ich mich an einen Reihn, kunte aber die Nacht uͤber vor Kummer keinen Schlaff in meine Augen bringen.","norm":"Die Nacht kam mir auf den Hals, da legte ich mich an einen Reihen, konnte aber die Nacht über vor Kummer keinen Schlaf in meine Augen bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.392099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3844,"date":1719,"orig":"So bald der Tag anbrach, ſann ich, welchen Weg zu meinen Gluͤck oder Ungluͤck zu gehen ich ergreiffen ſolte, und weil es gantz Wind-ſtille war, nahm ich vier Blaͤtter von einer Weide, warff dieſelben mit einen Wurff in die Hoͤhe, loſende: welches Blat am weiteſten fallen, und wohin ſelbiges mit ſeiner Spitze weiſen wuͤrde, denſelben Weg wolte ich folgen.","norm":"Sobald der Tag anbrach, sann ich, welchen Weg zu meinen Glück oder Unglück zu gehen ich ergreifen sollte, und weil es ganz Wind-stille war, nahm ich vier Blätter von einer Weide, warf dieselben mit einen Wurf in die Höhe, losende: welches Blatt am weitesten fallen, und wohin selbiges mit seiner Spitze weisen würde, denselben Weg wollte ich folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.692999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3845,"date":1719,"orig":"Weil aber die Blaͤtter ſchwer waren, fielen ſie nicht allzuweit von einander, und kehrten die Spitzen alle gegen einander, wuſte ich alſo nicht was ich thun ſolte, ob ich ſolte ſtille ſtehen oder ferner gehen; endlich reſolvirte ich mich, der Zahl der Blaͤtter nach einer Stunden allda zu warten, und zu ſehen was paſſiren wuͤrde.","norm":"Weil aber die Blätter schwer waren, fielen sie nicht allzu weit voneinander, und kehrten die Spitzen alle gegen einander, wusste ich also nicht was ich tun sollte, ob ich sollte stille stehen oder ferner gehen; endlich resolvierte ich mich, der Zahl der Blätter nach einer Stunden allda zu warten, und zu sehen was passieren würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.626999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3846,"date":1719,"orig":"Jch ſtund aber kaum eine halbe Stunde, da kam ein Volck Staaren geflogen, welche, als ſie uͤber mein Haupt kamen, wandten ſie ſich gegen Mittag.","norm":"Ich stand aber kaum eine halbe Stunde, da kam ein Volk Staren geflogen, welche, als sie über mein Haupt kamen, wandten sie sich gegen Mittag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64769983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3847,"date":1719,"orig":"Jch in meiner Einfalt bildete mir ein, die Voͤgel haͤtten mit ihren geaͤnderten Fluge mir nun den Weg gewieſen, wo ich hin gehen und mein Brodt ſuchen ſolte.","norm":"Ich in meiner Einfalt bildete mir ein, die Vögel hätten mit ihren geänderten Fluge mir nun den Weg gewiesen, wo ich hingehen und mein Brot suchen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.743199825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3848,"date":1719,"orig":"Den erſten Weg, den ich antraff, der nach Mittag gienge, nahm ich vor mir, und gieng denſelben immer nach.","norm":"Den ersten Weg, den ich antraf, der nach Mittag ginge, nahm ich vor mir, und ging denselben immer nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3256001472473145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3849,"date":1719,"orig":"Gegen Mittag kam ich an ein Dorff Liebenau genannt, da bath ich den Pfarr- Herrn, der gleich an ſeiner Hauß-Thuͤre ſtund, umb ein Stuͤck Brodt, meinen Weg weiter zu nehmen.","norm":"Gegen Mittag kam ich an ein Dorf Liebenau genannt, da bat ich den Pfarr-Herrn, der gleich an seiner Haustür stand, um ein Stück Brot, meinen Weg weiter zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.172699928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3850,"date":1719,"orig":"Dieſer ſahe mich an, und fragte mich, ob ich auch den Catechiſmus, abſonderlich die Zehen Gebothe und den Glauben daraus ſagen koͤnte?","norm":"Dieser sah mich an, und fragte mich, ob ich auch den Catechismus, absonderlich die Zehn Gebote und den Glauben daraus sagen könnte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.851099967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3851,"date":1719,"orig":"Jch antwortete: Ach Herr, ich kenne den Menſchen nicht, es waͤre denn daß mein Fiſcher mit den Zunahmen alſo hieſſe, mehr aber hat er nicht denn zwey Boͤthe, die ſind gar leck, er hat ſchon lange daran geflickt, er iſt ſo ſtoltz genung, wenn er ihrer nun zehen haben ſolte, wuͤrde der Edelmann und ſein Schreiber mit ihme nicht zu rechte kommen.","norm":"Ich antwortete: Ach Herr, ich kenne den Menschen nicht, es wäre denn dass mein Fischer mit den Zunahmen also hieße, mehr aber hat er nicht denn zwei böte, die sind gar leck, er hat schon lange daran geflickt, er ist so stolz genug, wenn er ihrer nun zehn haben sollte, würde der Edelmann und sein Schreiber mit ihm nicht zu rechte kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0142998695373535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3852,"date":1719,"orig":"So muß wohl ſein Weib etliche Kloben Flachs zur Froͤhne ſpiñen, ſonſten wuͤrde ſie es auch wohl bleibẽ laſſen.","norm":"So muss wohl sein Weib etliche Kloben Flachs zur Fröne spinnen, sonsten würde sie es auch wohl bleiben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.79610013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3853,"date":1719,"orig":"Der Pfarr-Herr laͤchelte und fragte weiter, was kanſt du denn bethen?","norm":"Der Pfarrherr lächelte und fragte weiter, was kannst du denn beten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.660299777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3854,"date":1719,"orig":"Jch antwortete: Das Vater Unſer, und wann ich mich ſchlaffen lege oder auffſtehe, mache ich mit der Hand drey Creutze uͤber den Leib und ſage:","norm":"Ich antwortete: Das Vater unser, und wann ich mich schlafen lege oder aufstehe, mache ich mit der Hand drei Kreuze über den Leib und sage:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741799831390381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3855,"date":1719,"orig":"Das walt GOTT der Vater, GOTT der Sohn und GOTT der Heilige Geiſt, Amen.","norm":"Das Walten GOTT der Vater, GOTT der Sohn und GOTT der Heilige Geist, Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.971299886703491} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3856,"date":1719,"orig":"Wann wir eſſen, bethen wir HERR GOTT Himmliſcher Vater ꝛc.","norm":"Wann wir essen, beten wir Herr GOTT himmlischer Vater etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"cy","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.262899875640869} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3857,"date":1719,"orig":"Nachdem fragte der Pfarr-Herr: Haſt du Luſt zu dienen, will ich dich zu mir nehmen und dich in deinen Chriſtenthum beſſer unterrichten.","norm":"Nachdem fragte der Pfarrherr: Hast du Lust zu dienen, will ich dich zu mir nehmen und dich in deinen Christentum besser unterrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.695899963378906} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3858,"date":1719,"orig":"Wer war froher als ich.","norm":"Wer war froher als ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.955100059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3859,"date":1719,"orig":"Jch antwortete: Ja Herr Pfarr Herr, ich werde ihm in allen willfaͤhrig und gehorſam ſeyn.","norm":"Ich antwortete: Ja Herr Pfarre Herr, ich werde ihm in allen willfährig und Gehorsam sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203999996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3860,"date":1719,"orig":"Hierauf nahm er mich an, und muſte ich auf ihn und ſeinen Bruder, der ein Knabe in meinem Alter war, warten, die Kleider ſauber halten, und was mehr noͤthig war zutragen.","norm":"Hierauf nahm er mich an, und musste ich auf ihn und seinen Bruder, der ein Knabe in meinem Alter war, warten, die Kleider sauber halten, und was mehr nötig war zutragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.974699974060058} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3861,"date":1719,"orig":"Dieſer ſein Bruder hatte mich gerne umb ſich, und wann ich Zeit uͤbrig hatte, unterrichtete er mich im Leſen, ſo daß ich in einen halben Jahr wohl leſen kunte.","norm":"Dieser sein Bruder hatte mich gerne um sich, und wann ich Zeit übrig hatte, unterrichtete er mich im Lesen, so dass ich in einen halben Jahr wohl lesen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.269800186157227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3862,"date":1719,"orig":"Hernach ſchrieb er mir auch vor, und weiln ich zu allen groſſe Luſt hatte, begrieff ich ſolches auch gar balde.","norm":"Hernach schrieb er mir auch vor, und weil ich zu allen große Lust hatte, Begriff ich solches auch gar bald.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.194200038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3863,"date":1719,"orig":"Abend-Zeit des Winters unter Licht, und im Sommer, wann mein Herr mit ſeinem Bruder ſpatzieren gieng/ und ich neben her trat, unterrichtete er mich im Catechiſmo und andern Stuͤcken Chriſtlicher Lehre, und wann er ſeinen Bruder informirte und examinirte, gab ich auf alles fleißig Achtung; Jch empfunde endlich eine groſſe Begierde in mir auch etwas zulernen, derohalben nahm ich mir einsmahls, als ich meinen Herrn die Schuhe auszog, die Gelegenheit in acht, und ſprach zu ihn:","norm":"Abendzeit des Winters unter Licht, und im Sommer, wann mein Herr mit seinem Bruder spazieren ging / und ich neben her trat, unterrichtete er mich im Catechismo und anderen Stücken christlicher Lehre, und wann er seinen Bruder informierte und examinierte, gab ich auf alles fleißig Achtung; Ich empfunden endlich eine große Begierde in mir auch etwas zulernen, derohalben nahm ich mir einsmals, als ich meinen Herrn die Schuhe auszog, die Gelegenheit in acht, und sprach zu ihn:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.077499866485596} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3864,"date":1719,"orig":"An Ew. Wohl-Ehrwuͤrden haͤtte ich eine groſſe Bitte, wann ſie mir dieſelben gewehren wolten, wuͤrde ich Lebenslang davor verpflichtet leben, und an jenen groſſen Tage vor GOTT und der gantzen Welt, die Wohlthat, die ſie an mir gethan haben, ruͤhmen.","norm":"An Ew . Wohlehrwürden hätte ich eine große Bitte, wann sie mir dieselben gewähren wollten, würde ich Lebenslang davor verpflichtet leben, und an jenen großen Tage vor GOTT und der ganzen Welt, die Wohltat, die sie an mir getan haben, rühmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0914998054504395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3865,"date":1719,"orig":"Sage denn an, mein Ruſilio, verſetzte er, was es denn ſey, daß du deꝛmahleinſt mit ſo groſſen Danck erwiedern wilſt?","norm":"Sage denn an, mein Rusilio, versetzte er, was es denn sei, dass du dermaleinst mit so großen Dank erwidern willst?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100399971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3866,"date":1719,"orig":"Wohl- Ehrwuͤrdiger Herr, antwortete ich; daß ich bey muͤßiger Zeit, denen Buͤchern obliegen, und durch Fragen von ihnen mir beſſere Eroͤrterung geſchehen moͤchte.","norm":"Wohl-Ehrwürdiger Herr, antwortete ich; dass ich bei müßiger Zeit, denen Büchern obliegen, und durch Fragen von ihnen mir bessere Erörterung geschehen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.469600200653076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3867,"date":1719,"orig":"Jſt es dieſes Ruſilio, ſagte er: darzu ſolſt du mich allezeit willig und bereit finden.","norm":"Ist es dieses Rusilio, sagte er: dazu sollst du mich allezeit willig und bereit finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.040699958801269} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3868,"date":1719,"orig":"Weiſt du denn aber gar nicht, wer dein Vater geweſen und an was vor einen Orth du gebohren worden?","norm":"Weist du denn aber gar nicht, wer dein Vater gewesen und an was vor einen Ort du geboren worden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.432000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3869,"date":1719,"orig":"Haſt du denn deinen Fiſcher nie davon reden gehoͤret?","norm":"Hast du denn deinen Fischer nie davon reden gehöret?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.101799964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3870,"date":1719,"orig":"Nein! antwortete ich Jhr Wohl-Ehrwuͤrden, ich bin allerzeit hero in der Meynung geweſen, der Fiſcher ſey mein Vater, und ſein Weib Ulamia meine Mutter, biß ich bey ertheilten Abſchied erfahren, daß ſich die Sache gantz verhielte.","norm":"Nein! antwortete ich Ihr Wohlehrwürden, ich bin allzeit her in der Meinung gewesen, der Fischer sei mein Vater, und sein Weib Ulamia meine Mutter, bis ich bei erteilten Abschied erfahren, dass sich die Sache ganz verhielte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521299839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3871,"date":1719,"orig":"Nun mein Ruſilio, ſagte der Geiſtliche, wir wollen weiter darnach nicht forſchen, es wird die Zeit der Offenbahren auch kommen, gieb dich zu frieden, lebet doch GOTT unſer aller Vater, biß nur fleißig, an meinen Fleiſſe ſoll es nicht ermangeln, gab mir hiermit ein Woͤrter-Buch, daraus ſolte ich alle Tage 10. Woͤrter lernen, allein die Begierde war bey mir ſo groß, daß ich taͤglich hundert und mehr mir ins Gedaͤchtniß faßte.","norm":"Nun mein Rusilio, sagte der Geistliche, wir wollen weiter danach nicht forschen, es wird die Zeit der Offenbaren auch kommen, gib dich zu Frieden, lebet doch GOTT unser aller Vater, bis nur fleißig, an meinen Fleiße soll es nicht ermangeln, gab mir hiermit ein Wörterbuch, daraus sollte ich alle Tage 10. Wörter lernen, allein die Begierde war bei mir so groß, dass ich täglich hundert und mehr mir ins Gedächtnis fasste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1402997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3872,"date":1719,"orig":"Sein Bruder umb ſich ſelbſt zu uͤben, muſte mir decliniren und conjungiren lehren, und weil er dadurch das Gelernte ſelbſten repetirte, war er, weil er embſig im Studiren war, deſto williger, ſo daß ich innerhalb zwey Jahren ein Exercitium ohne Fehler verfertigen kunte.","norm":"Sein Bruder um sich selbst zu üben, musste mir deklinieren und konjungieren lehren, und weil er dadurch das Gelernte selbst repetierte, war er, weil er emsig im Studieren war, desto williger, so dass ich innerhalb zwei Jahren ein Exerzitium ohne Fehler verfertigen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.254700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3873,"date":1719,"orig":"Meines Herrn Bruder ſolte nun in die Stadt, daſelbſt im Gymnaſio zu freqventiren, und hernach ſich auf eine Univerſität begeben.","norm":"Meines Herrn Bruder sollte nun in die Stadt, daselbst im Gymnasio zu frequentieren, und hernach sich auf eine Universität begeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2382001876831055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3874,"date":1719,"orig":"Wer war betruͤbter als ich, bevoraus als mein Herr mit ihm und mir als ſeinen Diener in die Stadt fuhr, und ihn allda bey einen guten Freunde in die Koſt verdingte.","norm":"Wer war betrübter als ich, bevoraus als mein Herr mit ihm und mir als seinen Diener in die Stadt fuhr, und ihn allda bei einen guten Freunde in die Kost verdingte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.972899913787842} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3875,"date":1719,"orig":"Als der Superintendente erfuhr, daß mein Herr in der Stadt waͤre, ließ er ihn zu ſich zum Mittags-Mahl erbitten, da er auch erſchien, und weil bey Tiſche vielerley Diſcourſe und von Fertigkeit dereꝛ Gemuͤther vorfielen, ſtellete mein Herr dem Herrn Superintendenten mich zum Exempel vor, da mich deñ derſelbe auf unterſchiedene Arth und Weiſe befragte: und nachdem ich ihn auf alles nach Vergnuͤgen geantwortet hatte, ſagte er: Mein Sohn fahre fort!","norm":"Als der Superintendent erfuhr, dass mein Herr in der Stadt wäre, ließ er ihn zu sich zum Mittagsmahl erbitten, da er auch erschien, und weil bei Tische vielerlei Diskurse und von Fertigkeit derer Gemüter vorfielen, stellte mein Herr dem Herrn Superintendenten mich zum Exempel vor, da mich denn derselbe auf unterschiedene Art und Weise befragte: und nachdem ich ihn auf alles nach Vergnügen geantwortet hatte, sagte er: Mein Sohn fahre fort!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.526000022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3876,"date":1719,"orig":"ich werde mich bemuͤhen, wie ich dich ehiſtens unterbringe, und eine Gnaden- Stelle dir auswuͤrcke, damit du in deinen Studiis nicht verabſaͤumet werdeſt.","norm":"ich werde mich bemühen, wie ich dich ehestens unterbringe, und eine Gnaden-Stelle dir auswirke, damit du in deinen Studiis nicht verabsäumet werdest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162000179290771} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3877,"date":1719,"orig":"Und er Herr Bruder laſſe ihm dieſes Subjectum noch ferner anbefohlen ſeyn, und erwarte die reiche Belohnung von dem Vergelter alles Guten, welches auch mein Herr verſprach: ſagende, Ew. Hoch- Ehrwuͤrden verſicheren ſich, daß der Menſche mir ſo lieb als mein leiblicher Bruder iſt, und bedancke ich mich ſelbſt ſchuldigſt vor alle hohe Vorſorge.","norm":"Und er Herr Bruder lasse ihm dieses Subjectum noch ferner anbefohlen sein, und erwarte die reiche Belohnung von dem Vergelter alles Guten, welches auch mein Herr versprach: sagende, Ew . Hoch-Ehrwürden versichern sich, dass der Mensch mir so lieb als mein leiblicher Bruder ist, und bedanke ich mich selbst schuldigst vor alle hohe Vorsorge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.68779993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3878,"date":1719,"orig":"Wie denn auch ich gegen ihn mich ſelbſt in aller Demuth bedanckte; ſagende:","norm":"Wie denn auch ich gegen ihn mich selbst in aller Demut bedankte; sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.120699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3879,"date":1719,"orig":"GOtt der HErr ſey ein reicher Vergelter ſeiner Hoch-Ehrwuͤrden und ſegne dieſelbe mit ihren Hochgeliebten Hauſe vor dieſe hohe Zuneigung und Wohlthat tauſendfaͤltig.","norm":"Gott der Herr sei ein reicher Vergelter seiner Hochehrwürden und segne dieselbe mit ihren Hochgeliebten Hause vor diese hohe Zuneigung und Wohltat tausendfältig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.829800128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3880,"date":1719,"orig":"Nach der Zeit, als mein Herr alleine war, uud Niemanden mehr umb ſich hatte, mit dem er ſich verweilen kunte, als ein altes Weib und mich, kam ihm einsmahl an, ihme eine Ehe-Liebſte zu ſuchen, wann er aber denn erwog, was vor Verdrießligkeit der Ehe-Stand mit ſich fuͤhrte, und zumahl ein Geiſtlicher, der da dem was des HErren iſt, anhaugen muͤſte, ſolte taͤglich umb den Hauß-Stand, vor die Nahrung und vor ſein Weib und Kinder ſich bekuͤmmern, ſo vergieng ihm wieder die Luſt ein Weib zu nehmen.","norm":"Nach der Zeit, als mein Herr alleine war, und niemanden mehr um sich hatte, mit dem er sich verweilen konnte, als ein altes Weib und mich, kam ihm einsmahl an, ihm eine Eheliebste zu suchen, wann er aber denn erwog, was vor Verdrießlichkeit der Ehestand mit sich führte, und zumal ein Geistlicher, der da dem was des Herren ist, anhauen müsste, sollte täglich um den Hausstand, vor die Nahrung und vor sein Weib und Kinder sich bekümmern, so verging ihm wieder die Lust ein Weib zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520299911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3881,"date":1719,"orig":"Bedachte er aber wieder, ein Biſchoff ſoll untadlich ſeyn, eines Weibes Mann, der gehorſame Kinder habe, aͤnderte er auffs neue ſeinen Sinn, allein wann er erwoge, wie ſo gar wenig Kinder der Geiſtlichen gehorſame Kinder waͤren, aus Urſachen, daß bey den Studiren und Vorſorg der Kirchen, die Kinder in der Erziehung, zumahln wann die Muͤtter eine naͤrriſche Liebe auf dieſelben werffen, nicht nach Willen koͤnnen gezogen werden, verblieb er endlich bey dem Schluß, ſein Leben ohne Weib zu beſchlieſſen, oder wenigſtens biß ins Alter das Heyrathen aufzuſchieben.","norm":"Bedachte er aber wieder, ein Bischof soll untadlig sein, eines Weibes Mann, der gehorsame Kinder habe, änderte er aufs neue seinen Sinn, allein wann er erwog, wie so gar wenig Kinder der Geistlichen gehorsame Kinder wären, aus Ursachen, dass bei den Studieren und Vorsorge der Kirchen, die Kinder in der Erziehung, zumal wann die Mütter eine närrische Liebe auf dieselben werfen, nicht nach Willen können gezogen werden, verblieb er endlich bei dem Schluss, sein Leben ohne Weib zu beschließen, oder wenigstens bis ins Alter das Heiraten aufzuschieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9079999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3882,"date":1719,"orig":"Sagte derowegen einmahl zu mir, Ruſilio, nachdem du nun einige Jahre lang mir tꝛeulich gedienet haſt, ſo moͤchte ich gerne wiſſen, ob du noch laͤnger bey mir zu verbleiben geſonnen biſt, indem du ſieheſt, daß ich nach deinen Abreiſen Niemanden umb mich habe, deme ich trauen koͤnte, als unſere alte Magd Malpa.","norm":"Sagte derowegen einmal zu mir, Rusilio, nachdem du nun einige Jahre lang mir treulich gedient hast, so möchte ich gerne wissen, ob du noch länger bei mir zu verbleiben gesonnen bist, indem du siehst, dass ich nach deinen Abreisen niemanden um mich habe, dem ich trauen könnte, als unsere alte Magd Malpa.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305300235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3883,"date":1719,"orig":"Bleibe bey mir, nimm vor lieb, ſo gut als ich es habe, ſolſt du es auch genieſſen, was ich noch in Studiis bey dir thun kan, will ich keine Muͤhe noch Fleiß ſparen, und weil ich vermercke, daß du Luſt zur Medicin haſt, ich auch ehemahln derſelben obgelegen und mit meinen damahligen Stuben-Geſellen in der Chymie allerhand Proceſſe gemacht habe, ſo wollen wir etliche Oefen bauen, und ein und andere Artzeneyen ausarbeiten, da du denn nachmahls denen Sachen ferner nachſinnen und ein und das andere dir zu Nutzen machen kanſt, muͤſſen doch die Medici nicht alle groſſe Doctores ſeyn, zuweilen wird eine ungraduirte Perſon von denen Leuthen, wann er etwas verſtehet, eher u. lieber gebraucht, als ein graduirter Doctor, der ihm Lauream mit Geld erkaufft, und in ſeinem Gehirn weniger Wiſſenſchafft hat, als ein Eſel der die Saͤcke mit Meel aus der Muͤhle traͤgt.","norm":"Bleibe bei mir, nimm vor lieb, so gut als ich es habe, sollst du es auch genießen, was ich noch in Studiis bei dir tun kann, will ich keine Mühe noch Fleiß sparen, und weil ich Vermerke, dass du Lust zur Medizin hast, ich auch ehemals derselben obgelegen und mit meinen damaligen Stubengesellen in der Chemie allerhand Prozesse gemacht habe, so wollen wir etliche Öfen bauen, und ein und andere Arzneien ausarbeiten, da du denn nachmals denen Sachen ferner nachsinnen und ein und das andere dir zu Nutzen machen kannst, müssen doch die Medici nicht alle große Doctores sein, zuweilen wird eine ungraduierte Person von denen Leuten, wann er etwas verstehet, eher u. lieber gebraucht, als ein graduierter Doktor, der ihm Lauream mit Geld erkauft, und in seinem Gehirn weniger Wissenschaft hat, als ein Esel der die Säcke mit Mehl aus der Mühle trägt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.860000133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3884,"date":1719,"orig":"Jch, weil ich meinen Herrn ſehr liebte, ſprach ja!","norm":"Ich, weil ich meinen Herrn sehr liebte, sprach ja!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298799991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3885,"date":1719,"orig":"Jhr Wohl-Ehrwuͤrden, ſo lange ſie mich behalten wollen, verbleibe ich bey ſie, dieſelben werden es beſſer als ich verſtehen, was dermahleins mir meinen Nutzen wird befoͤrdern koͤnnen.","norm":"Ihr Wohlehrwürden, solange sie mich behalten wollen, verbleibe ich bei sie, dieselben werden es besser als ich verstehen, was dermaleinst mir meinen Nutzen wird befördern können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450300216674805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3886,"date":1719,"orig":"Jch muß auch geſtehen, daß er keinen Fleiß noch Muͤhe ſparte, mich in Rethorica, Logica, Phyſica &c. zu informiren und zu exerciren; Jn der Chymie nahmen wir allerhand Proceſſe fuͤr, mit Diſtilliren, Digeriren, Coholiren, Calciniren, Sublimiren ꝛc. ſo daß ich dariñen ein gutes Fundament legte.","norm":"Ich muss auch gestehen, dass er keinen Fleiß noch Mühe sparte, mich in Rethorica, Logica, Physica & c. zu informieren und zu exerzieren; in der Chemie nahmen wir allerhand Prozesse für, mit Destillieren, Digerieren, Coholiren, Kalzinieren, Sublimieren etc. so dass ich darinnen ein gutes Fundament legte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.403600215911865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3887,"date":1719,"orig":"Es verfloſſen aber kaum drey Jahr, da fiel mein Herr in eine hitzige Kranckheit darinnen er als ein Mann von ohngefehr 36. Jahren mit groſſen Leidweſen ſeines Kirch-Spiels ſeinen Geiſt aufgeben muſte, da er denn noch kurtz vor ſeinem Ende mich rieff, ſagende: Ruſilio mein Getreueſter, ich befehle dich dem Hoͤchſten GOTT/ der erwecke dir ferner gute Leuthe, die dir beyſpringen und dir rathen moͤgen, mein Abſchied iſt verhanden.","norm":"Es verflossen aber kaum drei Jahr, da fiel mein Herr in eine hitzige Krankheit darinnen er als ein Mann von ungefähr 36. Jahren mit großen Leidwesen seines Kirch-Spiels seinen Geist aufgeben musste, da er denn noch kurz vor seinem Ende mich rief, sagende: Rusilio mein Getreuester, ich befehle dich dem Höchsten GOTT / der erwecke dir ferner gute Leute, die dir beispringen und dir raten mögen, mein Abschied ist vorhanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.096499919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3888,"date":1719,"orig":"Gute Nacht! Habe Danck vor deine Treue.","norm":"Gute Nacht! Habe Dank vor deine Treue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.148399829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3889,"date":1719,"orig":"Mein Wandel iſt im Himmel von dannen ich mit Hertzens-Freuden erwarte die Zukunfft meines Erloͤſers-und Heylandes JESU CHRJSTJ, bey dem ich nach meiner jetzigen Aufloͤſung hertzlich zu ſeyn ver ‒ ‒ ‒ hiermit in dem Worte verſchied er ſanfft und ſeelig, aber mit meinem hoͤchſten Leidweſen, denn ich mich viel Tage lang nicht kunte zu frieden geben.","norm":"Mein Wandel ist im Himmel von dannen ich mit Herzensfreuden erwarte die Zukunft meines Erlösers- und Heilandes Jesu Christi, bei dem ich nach meiner jetzigen Auflösung herzlich zu sein ver ‒ ‒ ‒ hiermit in dem Worte verschied er sanft und selig, aber mit meinem höchsten Leidwesen, denn ich mich viel Tage lang nicht konnte zu Frieden geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.096700191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3890,"date":1719,"orig":"Sein Herr Vater kam, ließ den erblichenen Coͤrper in daſige Grufft legen, nahm dasjenige was er verlaſſen hatte, zu ſich, und gab mir einen guten Abſchied, nebenſt 30. Thaler am Gelde, ſagende: Ruſilio, wann ihr euch bey mir ſo lange auf halten wollet, biß eine Gelegenheit nach Albina gehet, damit ihr dahin reiſen koͤnnet, zumahln auch mein juͤngſter Sohn daſelbſt ſtudiret, will ich euch euer getreuen Dienſte halben gerne ſo lange bey mir Auffenthalt geben.","norm":"Sein Herr Vater kam, ließ den erblichenen Körper in dasige Gruft legen, nahm dasjenige was er verlassen hatte, zu sich, und gab mir einen guten Abschied, neben 30. Taler am Gelde, sagende: Rusilio, wann ihr euch bei mir so lange aufhalten wollet, bis eine Gelegenheit nach Albina geht, damit ihr dahin reisen könnet, zumal auch mein jüngster Sohn daselbst studiert, will ich euch euer getreuen Dienste halben gerne so lange bei mir Aufenthalt geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.12939977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3891,"date":1719,"orig":"Jch bedanckte mich dienſtlich vor die ſonderbahre Gunſt und Affection, und zog mit ihm nach Gorta, woſelbſt ich mich bey meines ſeeligen Herrn Vater in die zwoͤlff Wochen lang aufhielte, da ſich denn eine gute Gelegenheit ereignete, daß ein Doctor Juris von Albina in gewiſſen Angelegenheiten ſich dar aufhielt, und nun zuruͤck kehren wolte, bey dem erbath ich, weiln ein Stellgen uͤbrig waͤre, gegen mir ſich ſo guͤnſtig zu erweiſen, und mich mit nach Albina zu nehmen, welches er auch gar willig that.","norm":"Ich bedankte mich dienstlich vor die sonderbare Gunst und Affektion, und zog mit ihm nach Georte, woselbst ich mich bei meines seligen Herrn Vater in die zwölf Wochen lang aufhielte, da sich denn eine gute Gelegenheit ereignete, dass ein Doktor Juris von Albina in gewissen Angelegenheiten sich dar aufhielt, und nun zurückkehren wollte, bei dem erbat ich, weil ein Stellen übrig wäre, gegen mir sich so günstig zu erweisen, und mich mit nach Albina zu nehmen, welches er auch gar willig tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8520002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3892,"date":1719,"orig":"Als wir da anlangten, bedanckte ich mich vor erzeigte hohe Affection und verfuͤgte mich zu den jungen Menander, beſuchte ihn, welcher mich auch gar freundlich auffnahm, und behielt mich ſo lange auf ſeiner Stube, biß ich ein Famulitium bey einen vornehmen Doctor Medecinæ bekam, dieſer præparirte ſeine Medicamenta ſelbſten, und weil ich willig war, und ihme nach Vergnuͤgen an die Hand gieng, brachte er, weil unterſchiedene Canditati depoſitionis reicher Eltern ſich angegeben hatten, bey dem Decano zuwege, daß ich ohne Entgeld mit durchlieff, und ohne einige Koſten deponiret wurde.","norm":"Als wir da anlangten, bedankte ich mich vor erzeigte hohe Affektion und verfügte mich zu den jungen Menander, besuchte ihn, welcher mich auch gar freundlich aufnahm, und behielt mich so lange auf seiner Stube, bis ich ein Famulitium bei einen vornehmen Doktor Medecinae bekam, dieser präparierte seine Medikamente selbst, und weil ich willig war, und ihm nach Vergnügen an die Hand ging, brachte er, weil unterschiedene Canditati depositionis reicher Eltern sich angegeben hatten, bei dem Decano zuwege, dass ich ohne Entgelt mit durchlief, und ohne einige Kosten deponieret wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.266499996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3893,"date":1719,"orig":"Worauff ich mich als ein Studioſus immatriculiren ließ.","norm":"Worauf ich mich als ein Studiosus immatrikulieren ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002200126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3894,"date":1719,"orig":"So viel nun mir nur Zeit gegoͤnnet wurde, beſuchte ich die Collegia fleißig, und gebrauchte aus Permiſſion meines Herrn ſeine Buͤcher aufs beſte.","norm":"So viel nun mir nur Zeit gegönnt wurde, besuchte ich die Collegia fleißig, und gebrauchte aus Permission meines Herrn seine Bücher aufs beste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.562900066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3895,"date":1719,"orig":"Bey dieſen vortrefflichen Medico hielt ich mich bey nahe 5. Jahr lang auf, verſahe zuweilen ſeine Patienten mit, und ich hatte die Zeit uͤber, aus eigener Praxis auf die 200. Rthlr. geſam̃let, damit den Gradum zu erlangen; alleine, wie alles in deꝛ Welt veꝛgaͤnglich iſt, ſo gienge es auch mir allhier, und wurde mir mein Herr durch einen ſchnellen Schlag-Fluß entriſſen.","norm":"Bei diesen vortrefflichen Medico hielt ich mich bei nahe 5. Jahr lang auf, versah zuweilen seine Patienten mit, und ich hatte die Zeit über, aus eigener Praxis auf die 200. Rthlr . gesammelt, damit den Gradum zu erlangen; alleine, wie alles in der Welt vergänglich ist, so ginge es auch mir allhier, und wurde mir mein Herr durch einen schnellen Schlagfluss entrissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.152599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3896,"date":1719,"orig":"Wie ich nun nach deſſen Abſterben mein Geld employren, und nebenſt Erlangung des Gradus auch eine Reiſe nach Italien thun wolte, wurde ich nicht weit von Zenbo von einem meiner Cameraden beſtohlen, welcher mir alle mein Geld entwendete.","norm":"Wie ich nun nach dessen Absterben mein Geld employren, und neben Erlangung des Gradus auch eine Reise nach Italien tun wollte, wurde ich nicht weit von Zenbo von einem meiner Kameraden bestohlen, welcher mir alle mein Geld entwendete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992499828338623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3897,"date":1719,"orig":"Jch vor Angſt und Betꝛuͤbniß, wuſte weder aus noch ein, gieng vollend nach Dorent, da begab es ſich, daß gleich Comœdianten daſelbſt ihr Gewerbe hatten, zu denen ich mich aus Noth begab, und zog zwey Jahr lang mit ihnen herumb.","norm":"Ich vor Angst und Betrübnis, wusste weder aus noch ein, ging vollende nach Dorent, da begab es sich, dass gleich Komödianten daselbst ihr Gewerbe hatten, zu denen ich mich aus Not begab, und zog zwei Jahr lang mit ihnen herum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.597099781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3898,"date":1719,"orig":"Es trug ſich aber zu, daß, als wir von Dantzig aus nach Luͤbeck reiſen wolten und uns zuſammen auf ein Schiff dungen, daß nachdem wir nun auf der Oſt-See 14. Tage lang widerwaͤrtigen Wind hatten und ſtets laviren muſten, bekamen wir einen Tag guten Wind, welcher uns biß an die Jnſel Ruͤgen fuͤhrte, allein wegen entſtehenden Nord-Oſten-Wind der Jnſel nicht vorbey ſegeln kunten, geriethen wir auf eine Sand- Banck, und ſtrandeten, da rettete ſich ein jeder ſo gut er konte; Jch kam unter Waſſer, und wie mich deucht, bin ich faſt unter denſelben gangen, denn mich die See offters in die Hoͤhe hub, ſo, daß ich endlich bey Bittau ans Land kam, fiel aber alsbald in eine ſtarcke Ohnmacht, da mich denn ein alter Mann mit ſeinem Weibe in ſeine Huͤtten geſchleppt, mich ausgezogen, geſtuͤꝛtzt und ans Feuer gelegt, zu meinem Gluͤck waren etliche Faͤßlein vom Schiff ans Land getrieben, von denen hatte der Alte eins gehaſchet und Wein darinnen gefunden, von dem Wein machte er in einen Topffe etwas warm, warff geſtoſſen Jngber hinein, und nachdem ich am Feuer mich erholet, und viel Waſſer von mir gegeben hatte, gab er mir den Wein auszutrincken, davon erquickte ich mich wiederum, bey dieſen guten Leuthlein verblieb ich drey Tage lang, biß ich wieder zu Kraͤfften kommen bin, da ſagte ich ihnen vor erzeigte Wohlthat groſſen Danck, und nahm meinen Weg auf Stralſund zu, da denn Unterwegens ich noch drey meiner Cameraden die auch ans Land kommen waren, antraff.","norm":"Es trug sich aber zu, dass, als wir von Danzig aus nach Lübeck reisen wollten und uns zusammen auf ein Schiff Dunen, dass nachdem wir nun auf der Ost-See 14. Tage lang widerwärtigen Wind hatten und stets lavieren mussten, bekamen wir einen Tag guten Wind, welcher uns bis an die Insel Rügen führte, allein wegen entstehenden Nord-Osten-Wind der Insel nicht vorbeisegeln konnten, gerieten wir auf eine Sand-Bank, und strandeten, da rettete sich ein jeder so gut er konnte; Ich kam unter Wasser, und wie mich deucht, bin ich fast unter denselben gegangen, denn mich die See öfters in die Höhe hob, so, dass ich endlich bei Bittau ans Land kam, fiel aber alsbald in eine starke Ohnmacht, da mich denn ein alter Mann mit seinem Weibe in seine Hütten geschleppt, mich ausgezogen, gestürzt und ans Feuer gelegt, zu meinem Glück waren etliche Fässlein vom Schiff ans Land getrieben, von denen hatte der Alte eins gehascht und Wein darinnen gefunden, von dem Wein machte er in einen Topfe etwas warm, warf gestoßen Ingwer hinein, und nachdem ich am Feuer mich erholet, und viel Wasser von mir gegeben hatte, gab er mir den Wein auszutrinken, davon erquickte ich mich wiederum, bei diesen guten Leutlein verblieb ich drei Tage lang, bis ich wieder zu Kräften kommen bin, da sagte ich ihnen vor erzeigte Wohltat großen Dank, und nahm meinen Weg auf Stralsund zu, da denn Unterwegs ich noch drei meiner Kameraden die auch ans Land kommen waren, antraf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.583799839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3899,"date":1719,"orig":"Als wir Stralſund erreichten, und die Leuthe daſelbſt hoͤrten, daß wir von dem geſtrandeten Schiffe waren, gaben ſie uns aus Mittleiden eine reiche Beyſteuer von Gelde und Kleidern, meine drey Cameraden giengen nach Hamburg, wiederumb eine Compagnie Comœdianten aufzuſuchen.","norm":"Als wir Stralsund erreichten, und die Leute daselbst hörten, dass wir von dem gestrandeten Schiffe waren, gaben sie uns aus Mittleiden eine reiche Beisteuer von Gelde und Kleidern, meine drei Kameraden gingen nach Hamburg, wiederum eine Compagnie Komödianten aufzusuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735599994659424} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3900,"date":1719,"orig":"Jch aber, weil ich daſelbſt einen beruͤhmten Oculiſten, Stein- und Bruch-Schneider antraff, begab mich zu ihm, von welchen weil ich 3. Jahr lang mit ihm herum zog, die Handgriffe ziemlich erlernte.","norm":"Ich aber, weil ich daselbst einen berühmten Okulisten, Stein- und Bruchschneider antraf, begab mich zu ihm, von welchen weil ich 3. Jahr lang mit ihm herumzog, die Handgriffe ziemlich erlernte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.930699825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3901,"date":1719,"orig":"Nach der Zeit gieng ich von ihm ab, und begab mich mit einem Land-Artzt in Compagnie, dieſer, ich weiß nicht aus was fuͤr Urſachen, uͤberlieff mich einsmahls mit dem Degen, ich wurde aber ſeiner maͤchtig, und ſchlug ihn gut aus, wormit wir uns des andern Tages trenneten, und weil ich etwas vor mir bracht hatte, kam ich in Colberg zu einem Poſementirer ins Logiament, welcher eine einige Tochter hatte, in dieſe verliebte ich mich, und ſie ließ auch ihre Gegen-Liebe gegen mir ſpuͤren, und weil der Vater und Mutter mir auch geneigt waren, ließ ich mich bethoͤren, und nahm ſie zu meinen Ehe-Weibe, nun hatten wir 6. Jahr lang eine vergnuͤgliche Ehe, in welcher Zeit ſie mir zween Soͤhne und eine Tochter gebahr, ich der ich in Praxis einen guten Zulauff hatte, brachte ein ſchoͤn Stuͤck Geldes zuſammen, nach verfloſſener Zeit, ließ ich mein Weib mit denen Kindern bey ihren Eltern, nahm 400. Rthlr zu mir, willens dieſe elende Arth an den Nagel zu hencken/ und mich einmahl an einen gewiſſen Orth niederzulaſſen, alſo mit dem Gelde wiederumb nach Italien zu gehen, und in Doctorem zu promoviren.","norm":"Nach der Zeit ging ich von ihm ab, und begab mich mit einem Landarzt in Compagnie, dieser, ich weiß nicht aus was für Ursachen, überlief mich einsmals mit dem Degen, ich wurde aber seiner mächtig, und schlug ihn gut aus, womit wir uns des anderen Tages trennten, und weil ich etwas vor mir brachte hatte, kam ich in Colberg zu einem Posamentierer ins Logiament, welcher eine einige Tochter hatte, in diese verliebte ich mich, und sie ließ auch ihre Gegenliebe gegen mir spüren, und weil der Vater und Mutter mir auch geneigt waren, ließ ich mich betören, und nahm sie zu meinen Eheweibe, nun hatten wir 6. Jahr lang eine vergnügliche Ehe, in welcher Zeit sie mir zweien Söhne und eine Tochter gebar, ich der ich in Praxis einen guten Zulauf hatte, brachte ein schön Stück Geldes zusammen, nach verflossener Zeit, ließ ich mein Weib mit denen Kindern bei ihren Eltern, nahm 400. Rthlr zu mir, Willens diese elende Art an den Nagel zu henken / und mich einmal an einen gewissen Ort niederzulassen, also mit dem Gelde wiederum nach Italien zu gehen, und in Doctorem zu promovieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.521200180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3902,"date":1719,"orig":"Wann ich mein Geld per Wechſel nach Venedig gemacht haͤtte, haͤtte ich beſſer gethan, allein ich nahm es in Gold zu mir, nehete mir 100. Ducaten in meine Unter-Hoſen, die andern hundert ließ ich mir zwiſchen zwey ſtarcke Sohlen unter die Reiſe-Schuhe machen, damit ſtellte ich meine Reiſe fort.","norm":"Wann ich mein Geld per Wechsel nach Venedig gemacht hätte, hätte ich besser getan, allein ich nahm es in Gold zu mir, nähte mir 100. Dukaten in meine Unterhosen, die anderen hundert ließ ich mir zwischen zwei starke Sohlen unter die Reise-Schuhe machen, damit stellte ich meine Reise fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.778200149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3903,"date":1719,"orig":"Allein!","norm":"Allein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.143300056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3904,"date":1719,"orig":"ſo vorſichtig als ich immer ſeyn wolte, kunte ich doch nicht verhindern, daß einige Buſch-Klepper zwiſchen Nilza und Lichval mir nicht meine Schuhe ausgezogen, dieſelben zerſchnitten, und die 100. Ducaten heraus gezogen haͤtten, ſonſten nahmen ſie mir nichts.","norm":"so vorsichtig als ich immer sein wollte, konnte ich doch nicht verhindern, dass einige Buschklepper zwischen Nilza und Lichval mir nicht meine Schuhe ausgezogen, dieselben zerschnitten, und die 100. Dukaten herausgezogen hätten, sonsten nahmen sie mir nichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.517099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3905,"date":1719,"orig":"Jch hielt mich in Lichval eine Zeitlang auf, umb einige Nachricht von denen Raub-Voͤgeln zu erhalten, wie ich denn eben der Urſache halben mich hier 4. Tage lang aufgehalten habe:","norm":"Ich hielt mich in Lichval eine Zeitlang auf, um einige Nachricht von denen Raubvögeln zu erhalten, wie ich denn eben der Ursache halben mich hier 4. Tage lang aufgehalten habe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.388599872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3906,"date":1719,"orig":"ich ſahe aber daß ich ſchwerlich zu meinen Zweck gelangen werde, ſo habe ich auch zu Nilza eine fliegende Zeitung vernommen, als ſolte mein Weib und ein Sohn geſtorben ſeyn, verwundern ſich alſo meine Hochgeehrte Herren nicht meiner Traurigkeit wegen denn das Ungluͤck mich, wo das letztere wahr iſt, allzuſehr betroffen.","norm":"ich sah aber dass ich schwerlich zu meinen Zweck gelangen werde, so habe ich auch zu Nilza eine fliegende Zeitung vernommen, als sollte mein Weib und ein Sohn gestorben sein, verwundern sich also meine Hochgeehrte Herren nicht meiner Traurigkeit wegen denn das Unglück mich, wo das letztere wahr ist, allzu sehr betroffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240300178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3907,"date":1719,"orig":"Ob ich nun zuruͤck nach Wien gehe, von dar nach Hauſe ſchreibe, mich alles erkundige, und einen Wechſel erwarte, oder ob ich meinen Weg nach Venedig fortſetze, und verſuche:","norm":"Ob ich nun zurück nach Wien gehe, von dar nach Hause schreibe, mich alles erkundige, und einen Wechsel erwarte, oder ob ich meinen Weg nach Venedig fortsetze, und versuche:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5015997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3908,"date":1719,"orig":"Ob ich mit dem Ubrigen meinen Zweck erlangen werde: weiß ich mir hierinnen keinen Rath zu geben.","norm":"Ob ich mit dem Übrigen meinen Zweck erlangen werde: weiß ich mir hierinnen keinen Rat zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.402500152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3909,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, Monſieur Ruſilio, ich muß zugeſtehen, daß er viel Abentheuer ausgeſtanden hat, und ſehr ungluͤcklich geweſen iſt, welches ich hertzlich bedaure.","norm":"Eckart sprach, Monsieur Rusilio, ich muss zugestehen, dass er viel Abenteuer ausgestanden hat, und sehr unglücklich gewesen ist, welches ich herzlich bedaure.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7368998527526855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3910,"date":1719,"orig":"Nach Wien zu gehen, nach Hauſe zu ſchreiben, und ſich biß nach erhaltener Antwort und Wechſel allda auffzuhalten, wuͤrde mehr Zeit ausmachen als wann derſelbe von hieraus nach Venedig reiſte, ſein Vorhaben, worzu die uͤbrigen 100. Ducaten, wañ er ſonſten nicht weiter gedencket, reichlich zureichen weꝛden, fortſetzte, und ſodann in GOttes Nahmen nach Hauſe kehꝛet, wofern er aber eine Tour durch Italien, Franckꝛeich, Engell-und Holland, welche hoͤchſt noͤthig waͤre, thun will, wird dieſes alles mit dem Wenigen nicht koͤnnen ausgerichtet werden.","norm":"Nach Wien zu gehen, nach Hause zu schreiben, und sich bis nach erhaltener Antwort und Wechsel allda aufzuhalten, würde mehr Zeit ausmachen als wann derselbe von hieraus nach Venedig reiste, sein Vorhaben, wozu die übrigen 100. Dukaten, wann er sonsten nicht weiter gedenkt, reichlich zureichen werden, fortsetzte, und sodann in Gottes Namen nach Hause kehret, sofern er aber eine Tour durch Italien, Frankreich, Engell-und Holland, welche höchst nötig wäre, tun will, wird dieses alles mit dem Wenigen nicht können ausgerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.048299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3911,"date":1719,"orig":"Wie nun zu rathen?","norm":"Wie nun zu raten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.796599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3912,"date":1719,"orig":"Schauet Monſ.","norm":"Schauet Mons.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.567099571228027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3913,"date":1719,"orig":"Ruſilio, ſeine Redligkeit ſoll mich vermoͤgen ihme zu helffen, komme er mit uns nach Garze, da will ich ihme 100. Rthlr. auf eine Handſchrifft, umb ſolches Geld zu Paliro an Herr Ehrenfried, hier Herr Siegfrieds Herrn Vater wiederumb zu bezahlen vorlehnen, daſelbſt kan er das Geld mit dem Ubrigen per Wechſel nach Venedig uͤbermachen, und ein Weniges zur Reiſe bey ihm behalten, ſo wird er mit GOttes Huͤlffe ſein Vorhaben gluͤcklicher ausfuͤhren koͤnnen.","norm":"Rusilio, seine Redlichkeit soll mich vermögen ihm zu helfen, komme er mit uns nach Garze, da will ich ihm 100. Rthlr . auf eine Handschrift, um solches Geld zu Paliro an Herr Ehrenfried, hier Herr Siegfrieds Herrn Vater wiederum zu bezahlen vorlehnen, daselbst kann er das Geld mit dem Übrigen per Wechsel nach Venedig übermachen, und ein Weniges zur Reise bei ihm behalten, so wird er mit Gottes Hilfe sein Vorhaben glücklicher ausführen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642000198364258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3914,"date":1719,"orig":"Nun mein GOTT fieng Ruſilio an, du haſt mich noch nie verlaſſen, deinen Heiligen Nahmen ſey gedancket, und ihm mein groſſer Patron vergelte der Drey-Einige GOTT tauſendfach, daß er mir Elenden beyſtehet.","norm":"Nun mein GOTT fing Rusilio an, du hast mich noch nie verlassen, deinen Heiligen Namen sei gedankt, und ihm mein großer Patron vergelte der Drey-Einige GOTT tausendfach, dass er mir Elenden beistehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.120699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3915,"date":1719,"orig":"Der Secretarius wurffe ihm 10. Rthlr. zu, ſagende: Monſieur Ruſilio er nehme mit dieſem wenigen vor lieb, wann ich zu meinen Fuͤrſten komme, werde ich ſeiner ingedenck ſeyn, daß er ihm mit einen guten Viatico als ein gutthaͤtiger milder Herr in Gnaden verſehe.","norm":"Der Sekretarius Wurfe ihm 10. Rthlr . zu, sagende: Monsieur Rusilio er nehme mit diesem wenigen vor lieb, wann ich zu meinen Fürsten komme, werde ich seiner eingedenk sein, dass er ihm mit einen guten Viatico als ein guttätiger milder Herr in Gnaden versehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.160600185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3916,"date":1719,"orig":"Ruſilio danckte aufs allerhoͤflichſte, und floſſen ihm die Thꝛaͤnen Hauffen-weiſe aus denen Augen, ſo daß Eckarth ſprach:","norm":"Rusilio dankte aufs Allerhöflichste, und flossen ihm die Tränen Haufenweise aus denen Augen, so dass Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0756001472473145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3917,"date":1719,"orig":"er laſſe ſein Betruͤbniß fahren, GOtt wird noch ferner treue Hertzen erwecken, die ihm Beyſtand leiſten werden, trunck ihm auf gutes Gluͤck ein Glaß Wein zu, welches Ruſilio mit aller Beſcheidenheit Beſcheid that.","norm":"er lasse sein Betrübnis fahren, Gott wird noch ferner treue Herzen erwecken, die ihm Beistand leisten werden, Trunk ihm auf gutes Glück ein Glas Wein zu, welches Rusilio mit aller Bescheidenheit Bescheid tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.597300052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3918,"date":1719,"orig":"Ja! fuhr Eckarth fort, wie manch feines Subjectum muß in Ermangelung der Mittel verſteckt liegen, das GOTT dem Staat und ſeinen Neben-Menſchen, als mancher Idiot, der ein groſſes Vermoͤgen hat, und das Geld, welches ſeine Eltern erſchunden, zu Tauſendenliederlich verthut, wovon viel arme Kinder haͤtten koͤnnen erzogen werden, dienen koͤnnen.","norm":"Ja! fuhr Eckart fort, wie manch feines Subjectum muss in Ermangelung der Mittel versteckt liegen, das GOTT dem Staat und seinen Nebenmenschen, als mancher Idiot, der ein großes Vermögen hat, und das Geld, welches seine Eltern erschunden, zu Tausendenliederlich vertut, wovon viel arme Kinder hätten können erzogen werden, dienen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.520999908447266} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3919,"date":1719,"orig":"Hergegen wie liederlich ſind auch manche arme Eltern, (von reichen will ich nicht ſagen) die ihre Kinder, ob ſie gleich gute Goͤnner und Befoͤrderer haͤtten welche ihnen beyſtaͤndig waͤren, verſaͤumen, daß ſie ihnen nichts lernen, noch ſie zu was Guten ziehen laſſen.","norm":"Hergegen wie liederlich sind auch manche arme Eltern, (von reichen will ich nicht sagen) die ihre Kinder, ob sie gleich gute Gönner und Beförderer hätten welche ihnen beyständig wären, versäumen, dass sie ihnen nichts lernen, noch sie zu was Guten ziehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3920,"date":1719,"orig":"Da denn hernach ihre Faͤhigkeit in Muͤßiggang zu lauter Leichtfertig-und Liederligkeit geraͤth, aus welcher mit herzunahenden Alter, wo ſie nicht den Kalbfell nachziehen, ſolche Voͤgel werden, die hernach Galgen und Rad ihrer Frevelthat halben zieren muͤſſen.","norm":"Da denn hernach ihre Fähigkeit in Müßiggang zu lauter Leichtfertig-und Liederlichkeit gerät, aus welcher mit herzunahenden Alter, wo sie nicht den Kalbfell nachziehen, solche Vögel werden, die hernach Galgen und Rad ihrer Freveltat halben zieren müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3078999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3921,"date":1719,"orig":"Wehrender Zeit wurde die Streue gemacht, und Ruſilio nachdem er ſich nochmahln vor erzeigte Hohe Gunſt zum gehorſamſten bedanckt hatte, verfuͤgte ſich auch in ſein Zimmer, machte ſein Weniges zurechte, und nach geſchehener Nacht-Ruh, ſtellete er ſich bey unſern Reiſenden ein, und fuhr, nachdem ſie allerſeits den Wirth contentiret hatten mit ihnen nach Garze zu, allwo ſie Abends umb 5. Uhr ankamen/ und daſelbſt in weiſſen Baͤhren einkehrten.","norm":"Währender Zeit wurde die Streue gemacht, und Rusilio nachdem er sich nochmals vor erzeigte hohe Gunst zum gehorsamsten bedankt hatte, verfügte sich auch in sein Zimmer, machte sein Weniges zurechte, und nach geschehener Nachtruhe, stellte er sich bei unseren Reisenden ein, und fuhr, nachdem sie allerseits den Wirt kontentieret hatten mit ihnen nach Garze zu, wo sie Abends um 5. Uhr ankamen / und daselbst in weißen Bären einkehrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3922,"date":1719,"orig":"Das XVI. Capitel.","norm":"Das XVI. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.704400062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3923,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt von Felſenſatz kam vor unſere Compagnie in Garze an/ deſſen Secretarius verabſcheidet ſich mit denen Unſrigen und gehet zu ſeinem Fuͤrſten/ der Eckarthen und die Seinigen zum Mittags-Mahl invitirt; der Fuͤrſt empfaͤngt ſie/ vornehmlich aber Eckarthen wegen ehemahliger ſeinem Herrn Vater geleiſteter Courteſie; Eckarth entſchuldiget ſich/ des Fuͤrſtens Gegen-Rede und Beweiß.","norm":"Der Fürst von Felsensatz kam vor unsere Compagnie in Garze an / dessen Sekretarius verabschiedet sich mit denen Unsrigen und geht zu seinem Fürsten / der Eckarten und die Seinigen zum Mittagsmahl invitiert; der Fürst empfängt sie / vornehmlich aber Eckarten wegen ehemaliger seinem Herrn Vater geleisteter Courtesie; Eckart entschuldiget sich / des Fürstens Gegenrede und Beweis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.037199974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3924,"date":1719,"orig":"Eckarths Bejahung geſchehener Relation.","norm":"Ekarts Bejahung geschehener Relation.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.4593000411987305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3925,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt fraget nach Ruſilio, der ſich vorſtellet.","norm":"Der Fürst fraget nach Rusilio, der sich vorstellet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.580599784851074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3926,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt condolirt und conſolirt ihn/ und fraget ihn umb ein Mittel die Gicht zu lindern/ Ruſilio erzehlet einige Artzeneyen wider dieſelbe.","norm":"Der Fürst kondoliert und konsoliert ihn / und fraget ihn um ein Mittel die Gicht zu lindern / Rusilio erzählt einige Arzneien wider dieselbe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4994001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3927,"date":1719,"orig":"Maxa, was von ihr zu halten wird eroͤrtert.","norm":"Maxa, was von ihr zu halten wird erörtert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.455399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3928,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt erkundiget ſich wo erwehnte Artzeneyen zu bekommen ſind?","norm":"Der Fürst erkundiget sich wo erwähnte Arzneien zu bekommen sind?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.44980001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3929,"date":1719,"orig":"Ruſilio Antwort.","norm":"Rusilio Antwort.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.197799682617188} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3930,"date":1719,"orig":"Eckarth biethet den Fuͤrſten von denen Medicamenten die er mit ſich fuͤhret an/ der Fuͤrſt bedancket ſich und fraget Ruſilio ferner/ der ihn nach Vergnuͤgen antwortet.","norm":"Eckart bietet den Fürsten von denen Medikamenten die er mit sich führt an / der Fürst bedanket sich und fraget Rusilio ferner / der ihn nach Vergnügen antwortet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.921000003814697} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3931,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt redet mit Eckarthen in Geheim.","norm":"Der Fürst redet mit Eckarten in Geheim.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.885499954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3932,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt gibt Ruſilio eine Verehrung/ deſſen Bedanckung und Wuntſch.","norm":"Der Fürst gibt Rusilio eine Verehrung / dessen Bedankung und Wunsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.147900104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3933,"date":1719,"orig":"Eckarth wird von Fuͤrſten beſchenckt/ wofuͤr ſich Eckarth bedanckt.","norm":"Eckart wird von Fürsten beschenkt / wofür sich Eckart bedankt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.482800006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3934,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt beſucht Eckarthen in ſeinem Logiament, deſſen Empfang und Tractirung.","norm":"Der Fürst besucht Eckarten in seinem Logiament, dessen Empfang und Traktierung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.49560022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3935,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt unterredet ſich mit Eckarthen/ welcher des Fuͤrſten Kammer-Diener die verſprochene Medicamenta uͤbergibt.","norm":"Der Fürst unterredet sich mit Eckarten / welcher des Fürsten Kammer-Diener die versprochene Medikamente übergibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.454500198364258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3936,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt gehet ab/ des Anmuthung an Eckarthen und deſſen Excüſe.","norm":"Der Fürst geht ab / des Anmutung an Eckarten und dessen Excüse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.274899959564209} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3937,"date":1719,"orig":"Eckarth regalirt den Secretarium der es nicht annehmen will/ uͤberſchickt es ihm durch Andreas den er ein Gratial gibt/ fahren zuſammen nach Lichval.","norm":"Eckart regaliert den Secretarium der es nicht annehmen will / überschickt es ihm durch Andreas den er ein Gratial gibt / fahren zusammen nach Lichval.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9745001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3938,"date":1719,"orig":"Ruſilio nimmt Abſchied und faͤhret nach Treviſo, die Unſrigen aber nach Nilza, treffen in Sachſendorff gefangene Straſſen-Raͤuber an.","norm":"Rusilio nimmt Abschied und fährt nach Treviso, die Unsrigen aber nach Nilza, treffen in Sachsendorf gefangene Straßenräuber an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.892499923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3939,"date":1719,"orig":"Eckarths Frage an ſie/ beantwortet der eine/ werden durch Soldaten abgeholet/ Abends finden ſie in Wirths-Hauſe einen Quackſalber der allerhand luſtige Schwencke vorbrachte.","norm":"Ekarts Frage an sie / beantwortet der eine / werden durch Soldaten abgeholt / Abends finden sie in Wirtshause einen Quacksalber der allerhand lustige Schwenke vorbrachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.322000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3940,"date":1719,"orig":"Eckarths Raiſonnirung von ihm.","norm":"Ekarts Raisonierung von ihm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.851900100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3941,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende gelangen in Nilza an.","norm":"Unsere Reisende gelangen in Nilza an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"fy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.444300174713135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3942,"date":1719,"orig":"Eckarths Anſuchen an den Wirth der Raͤuber halben/ ſo er zu thun verſprach.","norm":"Ekarts Ansuchen an den Wirt der Räuber halben / so er zu tun versprach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.067399978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3943,"date":1719,"orig":"Des Wirths Ehe-Liebſte hat eine ſchwere Kranckheit/ der Eckarth einige Artzeneyen gibt die wohl anſchlagen.","norm":"Des Wirts Eheliebste hat eine schwere Krankheit / der Eckart einige Arzneien gibt die wohl anschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.259799957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3944,"date":1719,"orig":"Die Straſſen-Raͤuber bekennen auf Befragen den Raub an Ruſilio geſchehen/ den ſie wieder reſtituiren wollen/ welches der Wirth Eckarthen relationirte.","norm":"Die Straßenräuber bekennen auf Befragen den Raub an Rusilio geschehen / den sie wieder restituieren wollen / welches der Wirt Eckarten relationirte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.509399890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3945,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckt ſich mit Bitte deſſen guͤtige Achthaben noch ferner zu continuiren.","norm":"Eckart bedankt sich mit Bitte dessen gütige Achthaben noch ferner zu kontinuieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.698599815368652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3946,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende ſetzen ihren Weg fort/ kommen nach Flixen/ woſelbſt ſie in Wirthshauſe einkehrten/ treffen einen von einen Liebes-Trunck verderbten Studioſum an/ es will ihn ein Geiſtlicher curiren.","norm":"Unsere Reisende setzen ihren Weg fort / kommen nach Flixen / woselbst sie in Wirtshause einkehrten / treffen einen von einen Liebestrunk verderbten Studiosum an / es will ihn ein Geistlicher kurieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361999988555908} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3947,"date":1719,"orig":"Eckarths Judicium davon/ auf Befragung Siegfrieds an Gotthart wegen ihrer Liebſten/ wird Lubel der Studioſus entruͤſtet und ziehet das liebe Frauen-Zimmer durch alle Prædicamente auffs aͤrgſte durch.","norm":"Ekarts Judicium davon / auf Befragung Siegfrieds an Gotthart wegen ihrer Liebsten / wird Lubel der Studiosus entrüstet und ziehet das liebe Frauenzimmer durch alle Praedicamente aufs ärgste durch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.586900234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3948,"date":1719,"orig":"Eckarth gibt ihm einen guten Rath/ dem er folget und curirt wird.","norm":"Eckart gibt ihm einen guten Rat / dem er folget und kuriert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.835299968719482} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3949,"date":1719,"orig":"Nach deſſen Abgang beklaget ihn Eckarth.","norm":"Nach dessen Abgang beklagt ihn Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.901000022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3950,"date":1719,"orig":"Diſcours von Liebes-Traͤncken und Transplantation, legen ſich zur Ruhe/ den Tag darauf fahren ſie biß Suſapa, beſehen was daſelbſt merckwuͤrdig iſt/ worauff ſie den folgenden Tag ihre Reiſe nach Paiſantora fortſtellten.","norm":"Discours von Liebestränken und Transplantation, legen sich zur Ruhe / den Tag darauf fahren sie bis Susapa, besehen was daselbst merkwürdig ist / worauf sie den folgenden Tag ihre Reise nach Paisantora fortstellten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.117199897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3951,"date":1719,"orig":"DJeweil auch der Fuͤrſt von Felſenſatz den Tag zuvor in Garze ankommen war/ verfuͤgte ſich der Secretarius nach verrichteteꝛ freundlicher Danckſagung gegen unſere Reiſende geleiſteter Compagnie halber; bittend: Groß-guͤnſtig zu verzeihen/ wofern nicht aller Gebuͤhr nach er ſeine Devoirs und Schuldigkeit eꝛwieſen/ alsbald zu ſeinen Fuͤrſten/ dem er nach geſchehenen Rapport ſeiner Ausrichtung wegen/ zugleich mit was vor vergnuͤgter Compagnie er ſeine Reiſe zugebracht/ gehorſamſt vortrug.","norm":"Dieweil auch der Fürst von Felsensatz den Tag zuvor in Garze ankommen war / verfügte sich der Sekretarius nach verrichteter freundlicher Danksagung gegen unsere Reisende geleisteter Compagnie halber; bittend: Großgünstig zu verzeihen / sofern nicht aller Gebühr nach er seine Devoirs und Schuldigkeit erwiesen / alsbald zu seinen Fürsten / dem er nach geschehenen Rapport seiner Ausrichtung wegen / zugleich mit was vor vergnügter Compagnie er seine Reise zugebracht / gehorsamst vortrug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.067200183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3952,"date":1719,"orig":"Weil er nun unter andern erwehnte die vortreffliche Conduite unſers Eckarths/ wurde der Fuͤrſt ſehr begierig denſelben zu ſprechen/ befahl dem Secretario ihm morgenden Tages ſeine Fuͤrſtliche Gnade zu vermelden/ und zu erſuchen/ das er mit ſeinen Reiſe-Cameraden zu Mittage ſein Gaſt ſeyn wolte.","norm":"Weil er nun unter anderen erwähnte die vortreffliche Konduite unseres Ekarts / wurde der Fürst sehr begierig denselben zu sprechen / befahl dem Secretario ihm morgenden Tages seine fürstliche Gnade zu vermelden / und zu ersuchen / das er mit seinen Reisekameraden zu Mittage sein Gast sein wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3953,"date":1719,"orig":"Wie denn auch den Fuͤrſtlichen Befehl der Secretarius fruͤh gehorſamlich nachkam.","norm":"Wie denn auch den fürstlichen Befehl der Sekretarius früh gehorsamlich nachkam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.309199810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3954,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende/ bevoraus Eckarth (ausgenommen Ruſilio der in ſeinen Reiſe-Kleidern erſchien) zogen ihre gute Kleider an/ und nach dem der Secretarius auf Befehl des Fuͤrſtens mit zwey Chaiſen ſie abholete/ da denn Eckarth/ Siegfried und Ruſilio auf der einen/ der Secretarius aber und Gotthart auf der andern fuhren/ ſo bald ſie vor das Fuͤrſtliche Logiment kamen/ und abgeſtiegen waren/ kam ein Fuͤrſtlicher Rath/ der complimentirte Eckarthen/ und fuͤhrte ihn die Stiege hinauf.","norm":"Unsere Reisende / bevoraus Eckart (ausgenommen Rusilio der in seinen Reise-Kleidern erschien) zogen ihre gute Kleider an / und nach dem der Sekretarius auf Befehl des Fürstens mit zwei Chaisen sie abholte / da denn Eckart / Siegfried und Rusilio auf der einen / der Sekretarius aber und Gotthart auf der anderen fuhren / so bald sie vor das Fürstliche Logement kamen / und abgestiegen waren / kam ein fürstlicher Rat / der komplimentierte Eckarten / und führte ihn die Stiege hinauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.04010009765625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3955,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt ſtund in der Thuͤr des Saals und hieß Eckarthen mit ſeinen Accompagnirten willkommen ſeyn.","norm":"Der Fürst stand in der Tür des Saals und hieß Eckarten mit seinen Akkompagnierten willkommen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.589300155639648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3956,"date":1719,"orig":"Eckarth machte gegen den Fuͤrſten einen tieffen Reverenz, worauff ihn der Fuͤrſt bey der Hand faßte/ ſagend/ Monſieur Eckarth/ wie gluͤckſeelig æſtimiren wir unſere Perſon/ demſelbigen einige Fuͤrſtliche Gnade und Ehre zu erweiſen/ wann es nur in unſern Vermoͤgen ſtuͤnde/ vor die groſſe Hochachtung/ welche er ehemahls unſern Herrn Vater erzeiget/ ihm ein gleich-wuͤrdiges Æquivalent zuruͤck zu geben.","norm":"Eckart machte gegen den Fürsten einen tiefen Reverenz, worauf ihn der Fürst bei der Hand fasste / sagend / Monsieur Eckart / wie glückselig ästimieren wir unsere Person / demselbigen einige fürstliche Gnade und Ehre zu erweisen / wann es nur in unseren Vermögen stünde / vor die große Hochachtung / welche er ehemals unseren Herrn Vater erzeiget / ihm ein gleich-würdiges Aequivalent zurückzugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.028200149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3957,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte/ Euer Durchl. beſchaͤmen mich ihren Diener/ indem mir nicht wiſſend iſt/ daß ich jemahls den Fuͤrſten von Felſenſatz/ als Jhr Durchl. Seel.","norm":"Eckart replizierte / Euer Durchl. beschämen mich ihren Diener / indem mir nicht wissend ist / dass ich jemals den Fürsten von Felsensatz / als Ihr Durchl. Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0278000831604} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3958,"date":1719,"orig":"Herrn Vater einige Dienſte gethan habe.","norm":"Herrn Vater einige Dienste getan habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.939199924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3959,"date":1719,"orig":"Vielleicht werden Ew. Durchl. mich nicht erkennen und vor einen andern/ der gleichen Nahmen mit mir fuͤhret/ anſehen.","norm":"Vielleicht werden Ew. Durchl. mich nicht erkennen und vor einen anderen / der gleichen Namen mit mir führt / ansehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.207900047302246} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3960,"date":1719,"orig":"Nein allerwertheſter Herr Eckarth/ verſetzte der Fuͤrſt/ an deren Perſon fehlen wir gar nicht/ wann derſelbe ſich erinnert/ welcher geſtalt der General Graff von Leuchtenberg nach verlohrner Schlacht vor Rißbach ſeine Gemahlin nebenſt unſern Seel.","norm":"Nein wertester Herr Eckart / versetzte der Fürst / an deren Person fehlen wir gar nicht / wann derselbe sich erinnert / welcher Gestalt der General Graf von Leuchtenberg nach verlorener Schlacht vor Rissbach seine Gemahlin neben unseren Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.500199794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3961,"date":1719,"orig":"Herrn Bruder/ damahln ein Herrlein von 5. Jahren/ in Verfolgung des Sieges auf ein Berg-Schloß Guͤnthersburg verlohren/ von ihm wertheſter Herr Eckarth in Gewahrſam genommen/ und ſie ohne Forderung einiger Ranzion ſelbſt perſoͤnlich biß Mertzheim convoyrt und in Sicherheit gebracht/ von dannen ſie hernach unſern Herrn Vater Seel. iſt zugefuͤhret worden/ welches noch in deſſen Diario zu finden iſt.","norm":"Herrn Bruder / damals ein Herrlein von 5. Jahren / in Verfolgung des Sieges auf ein Bergschloss Günthersburg verloren / von ihm wertester Herr Eckart in Gewahrsam genommen / und sie ohne Forderung einiger Ranzion selbst persönlich bis Mertzheim convoyrt und in Sicherheit gebracht / von dannen sie hernach unseren Herrn Vater Seele . ist zugeführt worden / welches noch in dessen Diario zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.662099838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3962,"date":1719,"orig":"Nach der Zeit iſt unſer Seel.","norm":"Nach der Zeit ist unser Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.642899990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3963,"date":1719,"orig":"Herr Vater fuͤnff Jahr vor ſeinen Abſterben von unſern allergnaͤdigſten Kaͤyſer und Herren in den Fuͤrſten-Stand allergnaͤdigſt erhoben worden/ und erkauffter Herrſchafft Felſenſatz wegen/ die zum Fuͤrſtenthumb gemacht wurde/ den Nahmen Leuchtenberg mit den Nahmen Felſenſatz geaͤndert/ ſo werden wir wohl ſchwerlich an der Perſon des vortrefflichen Parthey-Gaͤngers ſelbiger Zeit Nahmens Eckarth/ verfehlet haben.","norm":"Herr Vater fünf Jahr vor seinen Absterben von unseren allergnädigsten Kaiser und Herren in den Fürstenstand allergnädigst erhoben worden / und erkaufter Herrschaft Felsensatz wegen / die zum Fürstentum gemacht wurde / den Namen Leuchtenberg mit den Namen Felsensatz geändert / so werden wir wohl schwerlich an der Person des vortrefflichen Parteigängers selbiger Zeit Namens Eckart / verfehlet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.929200172424316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3964,"date":1719,"orig":"Durchlauchtigſter Fuͤrſt/ Gnaͤdigſter Herr/ verſetzte Eckarth:","norm":"Durchlauchtigster Fürst / Gnädigster Herr / versetzte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.195000171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3965,"date":1719,"orig":"Jch muß geſtehen/ daß es dem ſo ſey/ wie Ew. Fuͤrſtl. Durchl. geſagt haben/ und was iſt denn einer ſo groſſen Fuͤrſtl. Gnade wuͤrdig/ daß einen vortrefflichen ob gleich damahln ungluͤcklichen Cavallier ich einen Raͤuber-Dienſt gethan habe.","norm":"Ich muss gestehen / dass es dem so sei / wie Ew. Fürstl. Durchl. gesagt haben / und was ist denn einer so großen Fürstl. Gnade würdig / dass einen vortrefflichen ob gleich damals unglücklichen Cavalier ich einen Räuber-Dienst getan habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.23859977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3966,"date":1719,"orig":"Jch hielte es zu der Zeit vor rathſamer/ das Frauen-Zimmer ihren Zugehoͤrigen zuzufuͤhren/ als im̃er mich mit ihnen herumb zu ſchleppen und Vorſorge vor ſie zu haben.","norm":"Ich hielte es zu der Zeit vor ratsamer / das Frauenzimmer ihren Zugehörigen zuzuführen / als immer mich mit ihnen herumzuschleppen und Vorsorge vor sie zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.427999973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3967,"date":1719,"orig":"Doch ſage gegen Euer Fuͤrſtl. Durchl. ich ſchuldigſt und gehorſamen Danck/ daß ſie mit Fuͤrſtlichen Gnaden ihren Diener zugethan ſeyn/ deren gnaͤdigſte Continuation ich mir unterthaͤnigſt ausbitte.","norm":"Doch sage gegen Euer Fürstl. Durchl. ich schuldigst und gehorsamen Dank / dass sie mit fürstlichen Gnaden ihren Diener zugetan sein / deren gnädigste Kontinuation ich mir untertänigst ausbitte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.053100109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3968,"date":1719,"orig":"Hiermit fuͤhrte der Fuͤrſt Eckarthen in das Tafel-Gemach/ und befahl dem Secretario die anderen Herren auch einzufuͤhren.","norm":"Hiermit führte der Fürst Eckarten in das Tafelgemach / und befahl dem Secretario die anderen Herren auch einzuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.190899848937988} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3969,"date":1719,"orig":"Als ſie nun nach des Fuͤrſten Befehl locirt und geſetzt waren/ fragte der Fuͤrſt, wer Monſieur Ruſilio waͤre?","norm":"Als sie nun nach des Fürsten Befehl loziert und gesetzt waren / fragte der Fürst, wer Monsieur Rusilio wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.36959981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3970,"date":1719,"orig":"Ruſilio ſtund auf/ antwortete: Durchlauchtigſter Fuͤrſt Gnaͤdigſter Herr/ ich Ungluͤckſeeliger bin es/ Euer Durchl. unterthaͤnigſter Knecht.","norm":"Rusilio stand auf / antwortete: Durchlauchtigster Fürst gnädigster Herr / ich unglückseliger bin es / Euer Durchl. untertänigster Knecht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121600151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3971,"date":1719,"orig":"Gebet euch zu frieden Ruſilio, verſetzte der Fuͤrſt/ dergleichen Ungluͤckſeeligen muͤſſen wir Fuͤrſtl. Gnade erweiſen.","norm":"Gebet euch zu Frieden Rusilio, versetzte der Fürst / dergleichen Unglückseeligen müssen wir Fürstl. Gnade erweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8369998931884775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3972,"date":1719,"orig":"Allein Monſieur Ruſilio, wiſſet ihr nicht ein Mittel/ durch welches man in denen hefftigen Schmertzen der Gicht oder des Podagras einige Linderung machen koͤnte?","norm":"Allein Monsieur Rusilio, wisset ihr nicht ein Mittel / durch welches man in denen heftigen Schmerzen der Gicht oder des Podagras einige Linderung machen könnte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.545899868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3973,"date":1719,"orig":"Gnaͤdigſter Herr/ antwortete Ruſilio: Euer Durchl. befehlen mir das jenige zu eroͤffnen/ welches von ſo vortrefflichen Medicis verdeckt zu ſeyn vermeynet und geachtet worden.","norm":"Gnädigster Herr / antwortete Rusilio: Euer Durchl. befehlen mir dasjenige zu eröffnen / welches von so vortrefflichen Medicis verdeckt zu sein vermeinet und geachtet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.64900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3974,"date":1719,"orig":"Allein!","norm":"Allein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.143300056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3975,"date":1719,"orig":"Dero Fuͤrſtl. Befehl gehorſamſt nachzukommen, iſt der teutſche Bezoar- Stein/ die Krebs-Augen/ taͤglich ein Quintlein geſtoſſen/ eingenommen/ ein gewiſſes Mittel davor/ und ſo ja etwan nach deren Gebrauch in der rechten oder lincken Seite/ ſich einige Schmertzen oder Blehungen finden ſolten/ ſo lege man ein Emplaſt.","norm":"Deren Fürstl . Befehl gehorsamst nachzukommen, ist der deutsche Bezoar-Stein / die Krebsaugen / täglich ein Quintlein gestoßen / eingenommen / ein gewisses Mittel davor / und so ja etwan nach deren Gebrauch in der rechten oder linken Seite / sich einige Schmerzen oder Blähungen finden sollten / so lege man ein Emplast.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.282800197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3976,"date":1719,"orig":"Santalinum auf/ ſo wird es ſich bald geben.","norm":"Santalinum auf / so wird es sich bald geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.217999935150146} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3977,"date":1719,"orig":"Hernach ſind zwey bewaͤhrte innigliche Mittel davor/ das Sal volatile Tartari oder das fluͤchtige Weinſtein-Saltz/ und die Eſſentia Salis Armoniaci Martialis oder blaue Stahl-Tinctur D. Ettners/ zu geſchweigen des Auri Horizontalis Helmontii, wann es vor Anfang der Kranckheit adhibiret wird/ ſo iſt nach vorig gemeldten Autoris ſeines Bezoardici Univerſalis, der Spiritus Calcis vivæ das gewiſſeſte und perfecteſte Mittel/ nicht allein in Linderung/ ſondern auch in gaͤntzlicher Ausreutung des Podagra.","norm":"Hernach sind zwei bewährte innigliche Mittel davor / das Soll volatile Tartari oder das flüchtige Weinsteinsalz / und die Essenz Salis Armoniaci Martialis oder blaue Stahltinctur D. Ettners / zu geschweigen des Auri Horizontalis Helmontii, wann es vor Anfang der Krankheit adhibieret wird / so ist nach vorig gemeldeten Autors seines Bezoardici Universalis, der Spiritus Calcis vivae das gewisseste und perfekteste Mittel / nicht allein in Linderung / sondern auch in gänzlicher Ausreutung des Podagra.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.152100086212158} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3978,"date":1719,"orig":"Der Fuͤrſt fragte weiter/ Monſieur Ruſilio, was haltet ihr von der Maxa? Jhro Fuͤrſtl. Durchl. antwortete Ruſilio, wann ich meine Meynung categoricè davon ſagen ſoll/ halte ich in unſern kalten Laͤndern von deren Nutzen nicht viel/ daß es aber in hitzigen Sommers-Tagen nicht etwas thun ſolte/ will ich nicht gaͤntzlich verneinen.","norm":"Der Fürst fragte weiter / Monsieur Rusilio, was haltet ihr von der Maxa? Ihrer Fürstl . Durchl . antwortete Rusilio, wann ich meine Meinung categorice davon sagen soll / halte ich in unseren kalten Ländern von deren Nutzen nicht viel / dass es aber in hitzigen Sommerstagen nicht etwas tun sollte / will ich nicht gänzlich verneinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5929999351501465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3979,"date":1719,"orig":"Dieſer entgegen ſetze ich zum euſerlichen Mittel das Butyrum Antimonii, von welchen/ ſo man eine Drachma oder Quintlein nimmt/ und in 3. Loth Spiritus Vini rectificatiſſ. thut/ wird der Spiritus gleich einer Milch werden/ von dieſer Milch thut man in ein thoͤnernes Schaͤlchen etwas/ laͤſt ſie ein wenig warm werden/ tuncket leinen Tuͤchlein hinein/ windet ſie hernach aus/ und leget ſie ſo warm als zu erleiden/ nicht aber heiß auf den Schmertzhafften Orth/ welches bald den Schmertzen lindert.","norm":"Dieser entgegen setze ich zum äußerlichen Mittel das Butyrum Antimonii, von welchen / so man eine Drachma oder Quintlein nimmt / und in 3. Lot Spiritus Vini rectificatiss . tut / wird der Spiritus gleich einer Milch werden / von dieser Milch tut man in ein tönernes Schälchen etwas / lässt sie ein wenig warm werden / tunket leinen Tüchlein hinein / windet sie hernach aus / und leget sie so warm als zu erleiden / nicht aber heiß auf den schmerzhaften Ort / welches bald den Schmerzen lindert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521299839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3980,"date":1719,"orig":"So iſt auch das Waſſer von denen Wacholder-Schwaͤmmlein/ die/ wann ſie vor der Sonnen Auffgang geleſen/ in ein Glaß gethan/ darinnen an die Sonne geſetzt/ und alſo zu Waſſer diſtillirt werden/ ein gutes Stuͤck/ den Wehethuenden Orth warm mit einen benetzten reinen Federlein zur Linderung zu beſtreichen.","norm":"So ist auch das Wasser von denen Wacholder-Schwämmlein / die / wann sie vor der Sonnen Aufgang gelesen / in ein Glas getan / darinnen an die Sonne gesetzt / und also zu Wasser destilliert werden / ein gutes Stück / den Wehtuenden Ort warm mit einen benetzten reinen Federlein zur Linderung zu bestreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019299983978271} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3981,"date":1719,"orig":"Monſieur Ruſilio, euer Diſcours contentiret uns ſehr.","norm":"Monsieur Rusilio, euer Discours kontentieret uns sehr.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.3302001953125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3982,"date":1719,"orig":"Allein! wo bekommt man die letzt-genannten Artzeneyen/ das Sal volatile Tartari, die Eſſentia Salis Armoniaci Martialis, Bezoardicum Univerſale, und Spiritus Calcis vivæ?","norm":"Allein! wo bekommt man die letztgenannten Arzneien / das Soll volatile Tartari, die Essenz Salis Armoniaci Martialis, Bezoardicum universale, und Spiritus Calcis vivae?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.107200145721435} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3983,"date":1719,"orig":"Ruſilio antwortete:","norm":"Rusilio antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.101399898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3984,"date":1719,"orig":"Es iſt ein gewiſſes Buͤchlein/ der entlauffene Chymicus genannt/ darinnen iſt die Præparation des Salis Tartari nett und accurat beſchrieben.","norm":"Es ist ein gewisses Büchlein / der entlaufene Chymicus genannt / darinnen ist die Präparation des Salis Tartari nett und akkurat beschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7606000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3985,"date":1719,"orig":"Die Zubereitung der blauen Stahl- Tinctur iſt in dem Tractätlein Manes Poteriani intitulirt/ angehencket/ des Spiritus Calcis Vivæ Elaboration ſtehet in des Baſilii Valentini Schrifften/ und des Auri Horizontalis Verfertigung iſt in Helmontii Tract.","norm":"Die Zubereitung der blauen Stahl-Tinktur ist in dem Traktätlein Manes Poteriani intitulirt / angehängt / des Spiritus Calcis Vivae Elaboration steht in des Basilii Valentini Schriften / und des Auri Horizontalis Verfertigung ist in Helmontii Trakt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.107399940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3986,"date":1719,"orig":"de Febr. zu finden.","norm":"de Febr . zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.771399974822998} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3987,"date":1719,"orig":"Wie aber das Bezoardicum Univerſale Ettneri ſoll zugerichtet werden hat der Autor noch nicht offenbahret/ als daß er in einem Tractätlein Sol in Mercurio genannt erwehnet/ daß die Baſis waͤre der Sulphur auri mit dem Mercurio Philalethæ in einen Purpur-Farbenen Zinober gebracht.","norm":"Wie aber das Bezoardicum universale Ettneri soll zugerichtet werden hat der Autor noch nicht offenbaret / als dass er in einem Traktätlein Soll in Mercurio genannt erwähnt / dass die Basis wäre der Sulphur auri mit dem Mercurio Philalethae in einen Purpurfarbenen Zinnober gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.587500095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3988,"date":1719,"orig":"Und dieſe Artzeneyen werden mehrentheils bey dieſem Autore, der ſich anjetzo in Breßlau auffhaͤlt/ wie auch in Commiſſion in Wien bey Herrn Samuel Johann Cyerny Cantzelliſten in der Koͤnigl. Bohemb.","norm":"Und diese Arzneien werden mehrenteils bei diesem Autore, der sich jetzt in Breslau aufhält / wie auch in Kommission in Wien bei Herrn Samuel Johann Cyerny Kanzellisten in der Königl. Bohemb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.978899955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3989,"date":1719,"orig":"Hoff-Cantzeley und in Nuͤrnberg bey Herrn Johann Andreas Lautner Materialiſten/ gefunden.","norm":"Hoff-Cantzeley und in Nürnberg bei Herrn Johann Andreas Lautner Materialisten / gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.002099990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3990,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte: Durchl. Fuͤrſt Gnaͤdigſter Herr/ ich habe noch ein Weniges von beyden erſteren in meinem Reiſe-Apotecklein/ und wann ſie befehlen/ ſtehen ſie zu Euer Durchl. Dienſten.","norm":"Eckart sagte: Durchl. Fürst gnädigster Herr / ich habe noch ein Weniges von beiden ersteren in meinem Reise-Apotecklein / und wann sie befehlen / stehen sie zu Euer Durchl. Diensten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.597700119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3991,"date":1719,"orig":"Jch muß Herrn Ruſilio Beyfall geben daß die genannte vielen andern den Vorzug nehmen.","norm":"Ich muss Herrn Rusilio Beifall geben dass die genannte vielen anderen den Vorzug nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.662600040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3992,"date":1719,"orig":"Nein!","norm":"Nein!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.121799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3993,"date":1719,"orig":"mein wertheſter Herr Eckarth replicirte der Fuͤrſt/ wann wir umb die Helffte bitten doͤrffen/ werden wir es von denſelben als eine ſonderbahre Zuneigung unſers Wohlſtandes auffnehmen.","norm":"mein wertester Herr Eckart replizierte der Fürst / wann wir um die Hälfte bitten dürfen / werden wir es von denselben als eine sonderbare Zuneigung unseres Wohlstandes aufnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.003699779510498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3994,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen koͤnnen von vorgeſchriebenen Orthe wir uns dieſelben in groͤſſerer Quantität zuſenden laſſen.","norm":"Unterdessen können von vorgeschriebenen Orte wir uns dieselben in größerer Quantität zusenden lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.349699974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3995,"date":1719,"orig":"Allein!","norm":"Allein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.143300056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3996,"date":1719,"orig":"Monſieur Ruſilio fuhr der Fuͤrſt fort/ in was vor einen Vehiculo pflegt man dieſe Medicamente zu brauchen.","norm":"Monsieur Rusilio fuhr der Fürst fort / in was vor einen Vehiculo pflegt man diese Medicamente zu brauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.521200180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3997,"date":1719,"orig":"Ruſilio antwortete: Allezeit in Wein/ denn in andern ſind ſie verdrießlich einzunehmen.","norm":"Rusilio antwortete: Allezeit in Wein / denn in anderen sind sie verdrießlich einzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.088900089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3998,"date":1719,"orig":"Aber verſetzte der Fuͤrſt/ der Wein iſt ja dem Podagra oder der Gicht undienlich; Ew- Fuͤrſtl. Durchl. antwoꝛtete Ruſilio, nicht ſo wohl der Wein/ als ſeine inwohnende Saͤure/ und die verderbte Subſtanz des Magens/ und derer Jngeweyde.","norm":"Aber versetzte der Fürst / der Wein ist ja dem Podagra oder der Gicht undienlich; Ew-Fürstl. Durchl. antwortete Rusilio, nicht so wohl der Wein / als seine innewohnende Säure / und die verderbte Substanz des Magens / und derer Jngeweyde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.671599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":3999,"date":1719,"orig":"Jhr contentirt mich ſehr Monſieur Ruſilio, ſprach der Fuͤrſt/ und moͤchten wir wuͤntſchen/ euch als einen getreuen Medicum naͤher umb uns zu haben.","norm":"Ihr kontentiert mich sehr Monsieur Rusilio, sprach der Fürst / und möchten wir wünschen / euch als einen getreuen Medicum näher um uns zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.258500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4000,"date":1719,"orig":"Nach geendigter Tafel ſtunden die geladenen Gaͤſte alle/ auſſer Eckarthen auff/ und traten hinter den Fuͤrſten/ uͤber eine Weile wolte Eckarth auch auffſtehen/ da ſtund der Fuͤrſt mit auff/ nahm ihn bey der Hand/ fuͤhrte ihn an ein Fenſter und redete mit ihm von unterſchiedenen Angelegenheiten.","norm":"Nach geendigter Tafel standen die geladenen Gäste alle / außer Eckarten auf / und traten hinter den Fürsten / über eine Weile wollte Eckart auch aufstehen / da stand der Fürst mit auf / nahm ihn bei der Hand / führte ihn an ein Fenster und redete mit ihm von unterschiedenen Angelegenheiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020899772644043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4001,"date":1719,"orig":"Dem Secretario welcher beyweſend war/ befahl der Fuͤrſt etwas in geheim/ worauff dieſer ſo bald fortgieng/ innerhalb einer halben Stunde kam er zuruͤck/ und brachte den Fuͤrſten eine ſilberne Schachtel/ aus derſelben nahm er 30. Ducaten und gab ſie den Ruſilio, ſagende: Monſieur nehmet dieſes Wenige in Regard euerer Ungluͤckſeeligkeit von uns an/ und verſichert euch kuͤnfftiger Zeit ferner unſerer Gnaden.","norm":"Dem Secretario welcher beywesend war / befahl der Fürst etwas in geheim / worauf dieser so bald fortgieng / innerhalb einer halben Stunde kam er zurück / und brachte den Fürsten eine silberne Schachtel / aus derselben nahm er 30. Dukaten und gab sie den Rusilio, sagende: Monsieur nehmet dieses Wenige in Regard eurer Unglückseligkeit von uns an / und versichert euch künftiger Zeit ferner unserer Gnaden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.820099830627441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4002,"date":1719,"orig":"Ruſilio giengen die Augen uͤber/ fiel den Fuͤrſten zu Fuſſe/ ſagende: Durchlauchtigſter Fuͤrſt/ Gnaͤdigſter Herr/ GOTT der HERR erſetze an Dero Durchl. Hoch-Fuͤrſtl. Hauſe dieſe gꝛoſſe Fuͤrſtliche Wohlthat und Gnade mit uͤber-reichen Seegen/ und laſſe Jhnen zu keiner Zeit einen Fuͤrſtl. Erben mangeln, durch welchen Dero Durchl. Hoch- Fuͤrſtl. Hauß jederzeit erbauet werde; Und er Monſieur Eckarth/ ſprach der Fuͤrſt/ verſchmaͤhe nicht ein gnaͤdiges Andencken unſerer Danckbahrkeit von unſer Hand anzunehmen/ es iſt ein Weniges und allzuwenig vor ehemahlig geſchehene Gutthaten die Unſeren Hauſe wiederfahren ſind.","norm":"Rusilio gingen die Augen über / fiel den Fürsten zu Fuße / sagende: Durchlauchtigster Fürst / Gnädigster Herr / GOTT der Herr ersetze an Deren Durchl . Hochfürstl. Hause diese große fürstliche Wohltat und Gnade mit überreichen Segen / und lasse Ihnen zu keiner Zeit einen Fürstl . Erben mangeln, durch welchen Deren Durchl . Hoch-Fürstl . Haus jederzeit erbauet werde; und er Monsieur Eckart / sprach der Fürst / verschmähe nicht ein gnädiges Andenken unserer Dankbarkeit von unser Hand anzunehmen / es ist ein Weniges und allzu wenig vor ehemalig geschehene Guttaten die unseren Hause widerfahren sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.494100093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4003,"date":1719,"orig":"Eckarth wegerte ſich etwas/ nahm es aber mit einer tieffen Reverenz| und folgenden Worten an: Durchlauchtigſter Fuͤrſt/ Gnaͤdigſter Herr, die von mir geſchehene gnaͤdigſt vermeynte Meriten/ ſind wie vor gedacht keines Dancks/ geſchweige eines ſo koſtbahren Fuͤrſtlichen Geſchenckes werth/ jedennoch nehme von Ew. Hoch-Fuͤrſtl. Durchl. ich ſolches in aller Unterthaͤnigkeit an/ wuͤntſchende capabel zu ſeyn Dero Hoch-Fuͤrſtl. Wohlfahrt zum beſten noch angenehmere Dienſte zu thun.","norm":"Eckart wegerte sich etwas / nahm es aber mit einer tiefen Reverenz | und folgenden Worten an: Durchlauchtigster Fürst / Gnädigster Herr, die von mir geschehene gnädigst vermeinte Meriten / sind wie vor Gedacht keines Danks / geschweige eines so kostbaren fürstlichen Geschenkes wert / dennoch nehme von Ew . Hochfürstl. Durchl . ich solches in aller Untertänigkeit an / wünschende kapabel zu sein Deren Hochfürstl. Wohlfahrt zum besten noch angenehmere Dienste zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44189977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4004,"date":1719,"orig":"Monſieur Eckarth/ replicirte der Fuͤrſt/ der Verdienſt iſt laͤngſtens geſchehen/ und wo wir ihm keine Ungelegenheit machen/ werden wir Morgen ſo GOtt will die Artzeney ſelbſten kom̃en abzuholen.","norm":"Monsieur Eckart / replizierte der Fürst / der Verdienst ist längstens geschehen / und wo wir ihm keine Ungelegenheit machen / werden wir Morgen so Gott will die Arznei selbst kommen abzuholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.85260009765625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4005,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich gehorſamſt vor angebothene Fuͤrſtliche Gnade/ hoffende:","norm":"Eckart bedankte sich gehorsamst vor angebotene fürstliche Gnade / hoffende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.733399868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4006,"date":1719,"orig":"Es wuͤrden Sr. Fuͤrſtl. Durchl. nicht in Ungnaden nehmen/ wañ ſie von ſo ſchlechten Leuthen nicht Fuͤrſtlich wuͤrden koͤnnen tractiret werden.","norm":"Es würden Sr. Fürstl. Durchl. nicht in Ungnade nehmen / wann sie von so schlechten Leuten nicht Fürstlich würden können traktiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638700008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4007,"date":1719,"orig":"Stille!","norm":"Stille!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.618299961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4008,"date":1719,"orig":"Stille! wertheſter Herr Eckarth mit denen Worten/ ſagte der Fuͤrſt/ ein Freund von unſeren Hauſe iſt ein mehrers als dieſes werth.","norm":"Stille! wertester Herr Eckart mit denen Worten / sagte der Fürst / ein Freund von unseren Hause ist ein mehreres als dieses wert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.244800090789795} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4009,"date":1719,"orig":"Womit die eingeladenen Gaͤſte vor geſchehene Hoch-Fuͤrſtliche Gnade ſich gehoꝛſamſt bedanckten/ und nach Anordnung wieder abfuhꝛen.","norm":"Womit die eingeladenen Gäste vor geschehene Hochfürstliche Gnade sich gehorsamst bedankten / und nach Anordnung wieder abfuhren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6468000411987305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4010,"date":1719,"orig":"Wie Eckarth nach Hauſe kam/ beſahe er das Fuͤrſtliche Geſchencke/ welches beſtund in einer koſtbahren Uhr/ in deſſen goͤldenen Gehaͤuſſe des Fuͤrſtens Contrafait, und auswerts rund herumb mit Diamanten reichlich beſetzt war/ ingleichen einen Ring mit einen pretieuſen Diamant.","norm":"Wie Eckart nach Hause kam / besah er das Fürstliche Geschenke / welches bestand in einer kostbaren Uhr / in dessen goldenen Gehäuse des Fürstens Contrafait, und auswärts rundherum mit Diamanten reichlich besetzt war / ingleichen einen Ring mit einen Pretiosen Diamant.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.599100112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4011,"date":1719,"orig":"Den Tag darauff ließ Eckarth durch Gottharten von dem Secretario vernehmen/ wann der Fuͤrſt zu ihn kommen wuͤrde/ dieſer ließ nebenſt einen ſchuldigen Empfehl beybringen/ daß es wohl zwiſchen 9. und 10 Uhr geſchehen moͤchte/ wann der Fuͤrſt zuvor wuͤrde Meſſe gehoͤret haben.","norm":"Den Tag darauf ließ Eckart durch Gottharten von dem Secretario vernehmen / wann der Fürst zu ihn kommen würde / dieser ließ neben einen schuldigen Empfehl beibringen / dass es wohl zwischen 9. und 10 Uhr geschehen möchte / wann der Fürst zuvor würde Messe gehöret haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.830999851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4012,"date":1719,"orig":"Eckarth nach dem Bericht ließ alsbald koͤſtliche Confituren und Italieniſche Weine/ welcherley zu bekommen waren/ anſchaffen/ und davon auf die in ſeiner Stube ſtehende Tafel ſetzen.","norm":"Eckart nach dem Bericht ließ alsbald köstliche Konfitüren und italienische Weine / welcherlei zu bekommen waren / anschaffen / und davon auf die in seiner Stube stehende Tafel setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.112500190734863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4013,"date":1719,"orig":"Nach 9. Uhr kam ein Kammer-Juncker/ meldete Eckarthen an/ daß der Fuͤrſt ſelben zu ſprechen bald wuͤrde gegenwaͤrtig ſeyn.","norm":"Nach 9. Uhr kam ein Kammerjunker / meldete Eckarten an / dass der Fürst selben zu sprechen bald würde gegenwärtig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.874000072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4014,"date":1719,"orig":"Worauf Eckarth mit denen Seinigen und Ruſilio an die Hauß-Thuͤr traten/ da nun der Fuͤrſt kam/ ſo bald die Chaiſe hielt ſprung Eckarth hinzu/ den Fuͤrſten aus den Wagen zu helffen.","norm":"Worauf Eckart mit denen Seinigen und Rusilio an die Haustür traten / da nun der Fürst kam / so bald die Chaise hielt Sprung Eckart hinzu / den Fürsten aus den Wagen zu helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.376699924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4015,"date":1719,"orig":"Allein der Fuͤrſt/ als ein hurtiger Herr/ war ſo bald heraus/ ehe Eckarth zur Chaiſe kam.","norm":"Allein der Fürst / als ein hurtiger Herr / war so bald heraus / ehe Eckart zur Chaise kam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.573500156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4016,"date":1719,"orig":"Eckarth machte eine tieffe Complimente gegen den Fuͤrſten/ unterthaͤnig bittende:","norm":"Eckart machte eine tiefe Komplimente gegen den Fürsten / untertänig bittende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.321000099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4017,"date":1719,"orig":"Sr. Durchlauchtigkeit wolten die Hoch- Fuͤrſtl. Gnade noch ferner gnaͤdigſt extendiren/ und laut Fuͤrſtl. gnaͤdigen Veꝛſpꝛechen ſein geringes Logiment mit Dero Hoch-Fuͤrſtl. Præſenz hoch-ſchaͤtzend machen.","norm":"Sr . Durchlauchtigkeit wollten die Hoch-Fürstl . Gnade noch ferner gnädigst extendieren / und laut Fürstl . gnädigen Versprechen sein geringes Logement mit Deren Hochfürstl. Präsenz hoch-schätzend machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.642600059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4018,"date":1719,"orig":"Wormit deꝛ Fuͤrſt Eckaꝛthen bey der Hand nahm und mit ihm ins Hauß und Stube gieng.","norm":"Womit der Fürst Eckarten bei der Hand nahm und mit ihm ins Haus und Stube ging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006599903106689} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4019,"date":1719,"orig":"Als der Fuͤrſt das aufgeſetzte Confect und Wein ſahe: ſprach er zu Eckarthen/ Monſieur Eckarth/ dieſe Unkoſten haͤtten nicht ſeyn doͤrffen.","norm":"Als der Fürst das aufgesetzte Konfekt und Wein sah: sprach er zu Eckarten / Monsieur Eckart / diese Unkosten hätten nicht sein dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.599999904632568} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4020,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4021,"date":1719,"orig":"Ew. Hoch-Fuͤrſtl. Durchl. thun ihren Diener die Hoch-Fuͤrſtl. Gnade/ in dem geringen Zimmer einen Sitz gnaͤdigſt zu erkieſen/ und die vor eine ſo hohe Fuͤrſtliche Perſon allzuſchlechte Tractamenten nicht zu verachten/ bitte ich gantz unterthaͤnigſt/ da denn der Fuͤrſt ſich ſetzte.","norm":"Ew . Hochfürstl. Durchl . tun ihren Diener die Hochfürstl. Gnade / in dem geringen Zimmer einen Sitz gnädigst zu erkiesen / und die vor eine so hohe fürstliche Person allzuschlechte Traktamenten nicht zu verachten / bitte ich ganz untertänigst / da denn der Fürst sich setzte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.836299896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4022,"date":1719,"orig":"Eckarth aber mit denen Seinigen und Ruſilio warteten auff/ nach Verflieſſung einer halben Stunde befahl der Fuͤrſt/ ſeinen Bedienten biß auf wieder gegebene Loſung abzuweichen/ denen Gotthart/ Siegfried/ Ruſilio und Andreas auch nach gemachten Reverenz folgten.","norm":"Eckart aber mit denen Seinigen und Rusilio warteten auf / nach Verfließung einer halben Stunde befahl der Fürst / seinen Bedienten bis auf wieder gegebene Losung abzuweichen / denen Gotthart / Siegfried / Rusilio und Andreas auch nach gemachten Reverenz folgten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.186600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4023,"date":1719,"orig":"Da denn der Fuͤrſt mit Eckarthen von allerhand Affairen eine lange Zeit ſich unterredete/ wornach wurden die Bedienten wieder eingeruffen.","norm":"Da denn der Fürst mit Eckarten von allerhand Affären eine lange Zeit sich unterredete / wonach wurden die Bedienten wieder Einigerufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.520400047302246} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4024,"date":1719,"orig":"Wie der Fuͤrſt abgehen wolte/ uͤberreichte Eckarth den Kam̃er-Diener die Medicamente/ wuͤntſchende: daß Sr. Durchlauchtigkeit dieſelbẽ in angehender Gicht/ welche doch deꝛ grund guͤtige GOTT gaͤntzlich von ſie hinweg nehmen wolte/ mit guten Effect brauchen moͤchten.","norm":"Wie der Fürst abgehen wollte / überreichte Eckart den Kammerdiener die Medicamente / wünschende: dass Sr . Durchlauchtigkeit dieselben in angehender Gicht / welche doch der Grund gütige GOTT gänzlich von sie hinwegnehmen wollte / mit guten Effekt brauchen möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.497200012207031} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4025,"date":1719,"orig":"Worauff der Fuͤrſt von Eckarthen Abſchied nahm mit Bitte/ ſo lange er noch in Loco verbliebe mit ſeiner Tafel vor lieb zu nehmen.","norm":"Worauf der Fürst von Eckarten Abschied nahm mit Bitte / so lange er noch in Loco verbliebe mit seiner Tafel vor lieb zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.320199966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4026,"date":1719,"orig":"Eckarth entſchuldigte ſich gantz unterthaͤnigſt/ gehorſamſt bittende: ſeinen gezwungenen Ungehorſam nicht in Ungnaden aufzunehmen/ denn er ſeine Reiſe folgenden Tag unter Goͤttlichen Geleite weiter fortſetzen wolte/ worzu der Fuͤrſt ihn und denen andern Gluͤck und volles Vergnuͤgen anerwuͤntſchte.","norm":"Eckart entschuldigte sich ganz untertänigst / gehorsamst bittende: Seinen gezwungenen Ungehorsam nicht in Ungnade aufzunehmen / denn er seine Reise folgenden Tag unter Göttlichen Geleite weiter fortsetzen wollte / wozu der Fürst ihn und denen anderen Glück und volles Vergnügen anerwüntschte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8694000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4027,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende/ nachdem vor alle erzeigte Hoch-Fuͤrſtl. hohe Gnade ſie ſich nochmahlen bedancket hatten/ begleiteten den Fuͤrſten zum Wagen/ der nach einigen Kopffnicken gegen die Compagnie wieder nach ſeinen Logimente fuhr/ und nochmahls derſelben durch ſeinen Secretarium Gluͤck auf die Reiſe wuͤntſchen ließ.","norm":"Unsere Reisende / nachdem vor alle erzeigte Hochfürstl. hohe Gnade sie sich nochmals bedanket hatten / begleiteten den Fürsten zum Wagen / der nach einigen Kopfnicken gegen die Compagnie wieder nach seinen Logement fuhr / und nochmals derselben durch seinen Secretarium Glück auf die Reise wünschen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115799903869629} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4028,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich ſammt denen Seinigen zum gehorſambſten/ letzten ſich mit dem Secretario bey zwey Stunden lang/ nach welchen ihn Eckarth mit einen halb Dutzend ſilberne Becher/ welche er bereits darzu erkaufft/ beſchenckte/ die er aber durchaus nicht annehmen wolte/ ſo ihn aber Eckarth den andern Tag/ durch Andreas nebenſt freundlicher Danckſagung und gehorſamen Empfehl an den Fuͤrſt wieder uͤberſandte/ da denn nach vielen Excüſen ſie der Secretarius annahm und Andreas 8. Floren zum Recompens gab.","norm":"Eckart bedankte sich samt denen Seinigen zum gehorsamsten / letzten sich mit dem Secretario bei zwei Stunden lang / nach welchen ihn Eckart mit einen halb Dutzend silberne Becher / welche er bereits dazu erkauft / Beschenkte / die er aber durchaus nicht annehmen wollte / so ihn aber Eckart den anderen Tag / durch Andreas neben freundlicher Danksagung und gehorsamen Empfehl an den Fürst wieder übersandte / da denn nach vielen Excüsen sie der Sekretarius annahm und Andreas 8. Floren zum Rekompens gab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.258600234985352} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4029,"date":1719,"orig":"Eckarth gieng noch ſelben Tag mit Ruſilio zu einen Wechſel-Herrn/ da ließ er ihm Ruſilio einen Wechſel nach Venedig machen/ und behielt von allem Gelde nicht mehr als 20. Floren bey ſich; den andern Tag gegen Mittag fuhren ſie insgeſammt nach Lichval, da denn Ruſilio, weil gleich eine Kutſche nach Treviſo gieng/ mit Eckarthen und denen andern thraͤnende und mit tauſendfachen Danckſagungen ſich verabſcheidete/ und unter Goͤttlicher Begleitung ſeinen Weg nach Venedig fortſetzte; Eckarth aber verblieb mit denen Seinigen den uͤbrigen Tag allda.","norm":"Eckart ging noch selben Tag mit Rusilio zu einen Wechselherrn / da ließ er ihm Rusilio einen Wechsel nach Venedig machen / und behielt von allem Gelde nicht mehr als 20. Floren bei sich; den anderen Tag gegen Mittag fuhren sie insgesamt nach Lichval, da denn Rusilio, weil gleich eine Kutsche nach Treviso ging / mit Eckarten und denen anderen tränende und mit tausendfachen Danksagungen sich verabschiedete / und unter göttlicher Begleitung seinen Weg nach Venedig fortsetzte; Eckart aber verblieb mit denen Seinigen den übrigen Tag allda.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.096199989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4030,"date":1719,"orig":"Den Tag hernach fuhren ſie nebenſt zwey Kauf- Purſchen in Compagnie biß Nilza.","norm":"Den Tag hernach fuhren sie neben zwei Kauf-Burschen in Compagnie bis Nilza.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.190299987792969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4031,"date":1719,"orig":"Als unſere Reiſende nach Sachſendorff kamen/ ſaſſen drey Arreſtanten im Stock/ da fragte Gotthart den Wirth/ was dieſes vor Leuthe waͤren?","norm":"Als unsere Reisende nach Sachsendorf kamen / saßen drei Arrestanten im Stock / da fragte Gotthart den Wirt / was dieses vor Leute wären?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.23330020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4032,"date":1719,"orig":"Der Schultze antwortete:","norm":"Der Schultze antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.874000072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4033,"date":1719,"orig":"Herr es ſind Straſſen- Raͤuber/ welche nicht weit von hier ertappet/ und in Arreſt gefuͤhret worden.","norm":"Herr es sind Strassen-Räuber / welche nicht weit von hier ertappet / und in Arrest geführt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105599880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4034,"date":1719,"orig":"Huy! ſprach Eckarth/ vielleicht ſind dieſe Kerle von denen Voͤgeln/ welche dem ehrlichen Ruſilio das Seinige genommen haben.","norm":"Huy! sprach Eckart / vielleicht sind diese Kerle von denen Vögeln / welche dem ehrlichen Rusilio das Seinige genommen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.70959997177124} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4035,"date":1719,"orig":"Gieng hiermit zu ihnen/ ſagte wieder ſie, hoͤret ſaget mir/ ob ihr nicht vor ohngefehr 14. Tagen einen reiſenden Menſchen die Schuhe ausgezogen/ und aus denenſelben 100. Ducaten genommen habt?","norm":"Ging hiermit zu ihnen / sagte wieder sie, höret sagt mir / ob ihr nicht vor ungefähr 14. Tagen einen reisenden Menschen die Schuhe ausgezogen / und aus denselben 100. Dukaten genommen habt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.31850004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4036,"date":1719,"orig":"Wofern dem alſo iſt/ und ihr ſolches Geld wieder ſchaffet/ will ich mich bemuͤhen/ ein gutes Wort fuͤr euch einzulegen.","norm":"Sofern dem also ist / und ihr solches Geld wieder schaffet / will ich mich bemühen / ein gutes Wort für euch einzulegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.961400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4037,"date":1719,"orig":"Einer unter ihnen ſagte zu Eckarthen/ was er umb ſie ſich zu bekuͤmmern haͤtte/ ſie wuͤſten nichts davon.","norm":"Einer unter ihnen sagte zu Eckarten / was er um sie sich zu bekümmern hätte / sie wüssten nichts davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.198400020599365} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4038,"date":1719,"orig":"Jndem ſie alſo redeten: kamen 100. Muſquetierer mit einen Corporal hinein/ und holten die Gefangenen ab/ welche auf einen Leiter-Wagen geſetzt und angeſchmiedet wurden/ und fuͤhrten ſie nach Nilza, woſelbſt noch 6. von denen Raͤubern/ des Corperals Ausſage nach/ ſaſſen.","norm":"Indem sie also redeten: kamen 100. Musketierer mit einen Korporal hinein / und holten die Gefangenen ab / welche auf einen Leiterwagen gesetzt und angeschmiedet wurden / und führten sie nach Nilza, woselbst noch 6. von denen Räubern / des Corperals Aussage nach / saßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.18720006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4039,"date":1719,"orig":"Weiln auch unſere Reiſende dahin gedachten/ erinnerten ſie des vorgegangenen nichts.","norm":"Weil auch unsere Reisende dahin gedachten / erinnerten sie des vorgegangenen nichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.072100162506103} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4040,"date":1719,"orig":"Nach dem Eſſen fuhr unſere Compagnie auch fort/ und wie ſie Abends zu Strieleg in das Wirths-Hauß einkehren wolten/ ſtund das Hauß volleꝛ Volck/ und hoͤꝛeten einen ſchreyenden Quackſalber zu/ der denen Bauren den Halß ſo voll log/ daß ſie ſich ſeiner Wiſſenſchaft halber/ ihrer Arth und Gebrauch nach verwunderten/ muſten alſo unſere Reiſende durch das Volck in die Stube dringen.","norm":"Nach dem Essen fuhr unsere Compagnie auch fort / und wie sie Abends zu Strieleg in das Wirtshaus einkehren wollten / stand das Haus voller Volk / und hörten einen schreienden Quacksalber zu / der denen Bauern den Hals so voll log / dass sie sich seiner Wissenschaft halber / ihrer Art und Gebrauch nach verwunderten / mussten also unsere Reisende durch das Volk in die Stube dringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203000068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4041,"date":1719,"orig":"Es waͤhrete aber nicht lange/ legte der Quackſalber ſeinen Kram ein/ und verfuͤgte ſich auch in die Stube/ er war kaum eingetreten fragte er die Unſrigen:","norm":"Es währte aber nicht lange / legte der Quacksalber seinen Kram ein / und verfügte sich auch in die Stube / er war kaum eingetreten fragte er die Unsrigen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.849400043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4042,"date":1719,"orig":"Ob ſie auch was von ſeinen Artzeneyen zu kauffen geliebten?","norm":"Ob sie auch was von seinen Arzneien zu kaufen geliebten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.086599826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4043,"date":1719,"orig":"Siegfried ſprach/ was habt ihr denn Gutes zu verkauffen?","norm":"Siegfried sprach / was habt ihr denn Gutes zu verkaufen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.879700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4044,"date":1719,"orig":"Allerhand mein Herr/ antwortete Scheerſchmidt der Landſtuͤrtzer; ich habe eine Salbe bey mir/ welche die Klugen naͤrriſch und die Albern raſend macht.","norm":"Allerhand mein Herr / antwortete Scheerschmidt der Landstürzer; ich habe eine Salbe bei mir / welche die Klugen närrisch und die Albern rasend macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.682000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4045,"date":1719,"orig":"Hernach beſitz ich ein Pulver/ welches Niemanden Ungelegenheit macht/ er ſey denn kranck/ denen Geſunden ſchadet es nicht.","norm":"Hernach besitz ich ein Pulver / welches Niemanden Ungelegenheit macht / er sei denn krank / denen Gesunden schadet es nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.845300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4046,"date":1719,"orig":"Ferner gebe ich Pillen aus/ die denen Leuthen das Geld aus den Beutel purgiren:","norm":"Ferner gebe ich Pillen aus / die denen Leuten das Geld aus den Beutel purgieren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.572000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4047,"date":1719,"orig":"So theile ich auch eine Kertze mit/ die wann ſie angezuͤndet/ und einen Blinden damit geleuchtet wird/ ſiehet er nichts.","norm":"So teile ich auch eine Kerze mit / die wann sie angezündet / und einen Blinden damit geleuchtet wird / sieht er nichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4048,"date":1719,"orig":"Letzlich gebe ich denen Kaͤuffern eine Lattwerge mit zu von Kuh-Fladen und Roß-Aepffeln vermiſcht/ vor die uͤbrige Beſchwerniß des Magens/ welche unter allen bey denen Patienten das beſte verrichtet hat.","norm":"Letztlich gebe ich denen Käuffern eine Latwerge mit zu von Kuhfladen und Ross-Äpfeln vermischt / vor die übrige Beschwernis des Magens / welche unter allen bei denen Patienten das Beste verrichtet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8649001121521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4049,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende muſten der Schnacken von Hertzen lachen.","norm":"Unsere Reisende mussten der Schnacken von Herzen lachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.032299995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4050,"date":1719,"orig":"Jch weiß doch wohl redete Scheerſchmidt weiter/ daß die Herren mir/ ob ich gleich die Wahrheit/ die zwar bey mir ein rarer Vogel iſt/ redete: dennoch keinen Glauben geben wuͤrden.","norm":"Ich weiß doch wohl redete Scheerschmidt weiter / dass die Herren mir / ob ich gleich die Wahrheit / die zwar bei mir ein rarer Vogel ist / redete: dennoch keinen Glauben geben würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.882800102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4051,"date":1719,"orig":"Spreche ich gleich meine Africaniſche Salbe, waͤre vom beſten Gembſen- und Dachs-Fett zuſammen geſetzt, wuͤrden ſie ſagen:","norm":"Spreche ich gleich meine afrikanische Salbe, wäre vom besten Gembsen- und Dachsfett zusammen gesetzt, würden sie sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.983500003814697} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4052,"date":1719,"orig":"ich haͤtte Jnſelt und Ochſen-Schmaltz darzu genommen.","norm":"ich hätte Jnselt und Ochsen-Schmalz dazu genommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.445300102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4053,"date":1719,"orig":"Sagte ich mein Calecutiſches Pulver waͤre von den beſten Orientaliſchen Bezoar-Stein und Perlen zugerichtet worden, wie es denn gewiß wahr iſt, wuͤrden ſie antworten, daß ſie es gar wohl glaubten, daß dieſe Stuͤcke weit genung davon, Gipß u. Kreide aber an naͤheſten dabey ſeyn.","norm":"Sagte ich mein Calecutisches Pulver wäre von den besten orientalischen Bezoarstein und Perlen zugerichtet worden, wie es denn gewiss wahr ist, würden sie antworten, dass sie es gar wohl glaubten, dass diese Stücke weit genug davon, Gips u. Kreide aber an Nähesten dabei sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.916800022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4054,"date":1719,"orig":"Braͤchte ich vor meine Cyperiſche Pillen haͤtten Gold und Silber bey ihnen, wuͤrde ich ſie nicht weiter bereden, als daß ich mein Gold aus der Leim-Grube und mein Silber darzu aus der Rinds-Blaſe und Kaͤlber-Fuͤſſen gezogen.","norm":"Brächte ich vor meine Zyprische Pillen hätten Gold und Silber bei ihnen, würde ich sie nicht weiter bereden, als dass ich mein Gold aus der Leimgrube und mein Silber dazu aus der Rindsblase und Kälberfüßen gezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.78000020980835} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4055,"date":1719,"orig":"Meine Indianiſche Kertze, die aus lauter Indianiſcher Myrrhe und Agat zu beſtehen ich wolte vorgeben, wuͤꝛden ſie doch aus dem Geruche urtheilen, daß ſie von Bock-Jnſelt, Schuſter-Haꝛtz und Marter-oder Ratten-Dreck zubereitet waͤre.","norm":"Meine indianische Kerze, die aus lauter indianischer Myrrhe und Agat zu bestehen ich wollte vorgeben, würden sie doch aus dem Geruche urteilen, dass sie von Bock-Jnselt, Schuster-Harz und Marter- oder Ratten-Dreck zubereitet wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026500225067139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4056,"date":1719,"orig":"Das letztere, ſo ich mit meinen Gewiſſen betheuren kan, daß nichts anders als ich es beſchrieben darzu komme, wiꝛd mir jedermann der nicht bloͤdes Sinnes iſt, und die Herꝛen ſelbſten glauben.","norm":"Das letztere, so ich mit meinen Gewissen beteuern kann, dass nichts anders als ich es beschrieben dazukomme, wird mir jedermann der nicht blödes Sinnes ist, und die Herren selbst glauben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452899932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4057,"date":1719,"orig":"Ja!","norm":"Ja!","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fi","lang_de":0,"norm_lmscore":3.311800003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4058,"date":1719,"orig":"Ja! ſchrye ein Bauer von einen andern Tiſche, Meiſter Scheerſchmidt ich glaube es auch!","norm":"Ja! schrie ein Bauer von einen anderen Tische, Meister Scheerschmidt ich glaube es auch!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.690000057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4059,"date":1719,"orig":"O du alter Katzen-Kopff replicirte Scheerſchmidt, ſtecke du deine Naſe in die Bier- Kanne, und ſpuͤle dir die Gurgel aus.","norm":"O du alter Katzenkopf replizierte Scheerschmidt, stecke du deine Nase in die Bier-Kanne, und spüle dir die Gurgel aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.009200096130371} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4060,"date":1719,"orig":"Weiter fuhr der Quack ſalber fort beſitze ich noch etwas, welches denen Herren angenehm ſeyn wird, und ich bloß vor dergleichen Cavallier aufhalte, und beſtehet in Fleck-Kugeln und einen Zaͤhn-reinigenden Zahn-Pulver.","norm":"Weiter fuhr der Quack selber fort besitze ich noch etwas, welches denen Herren angenehm sein wird, und ich bloß vor dergleichen Cavalier aufhalte, und bestehet in Fleck-Kugeln und einen Zähn-reinigenden Zahnpulver.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.834000110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4061,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende, auf daß ſie dieſes Plauderens loß wuꝛden, lieſſen ſie ihn davon holen, und kaufften etwas, der Quackſalber ſprung luſtig herumb, ſagende:","norm":"Unsere Reisende, auf dass sie dieses Plauderns loswurden, ließen sie ihn davon holen, und kauften etwas, der Quacksalber Sprung lustig herum, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.711599826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4062,"date":1719,"orig":"Die Herren haben Danck vor das Viaticum, welches ſie mir vor meine rare Sachen gegeben haben, ich werde es auf ihre Geſundheit verzehren.","norm":"Die Herren haben Dank vor das Viaticum, welches sie mir vor meine rare Sachen gegeben haben, ich werde es auf ihre Gesundheit verzehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.235400199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4063,"date":1719,"orig":"Eckarth, nachdem dieſer Plauderer an einen andern Tiſch gangen war, fieng zu denen Beyweſenden an, dieſer Menſch redet die Wahrheit, welche die Hoͤrenden nicht hoͤren, noch die Sehenden und Fuͤhlenden ſehen noch fuͤhlen koͤnnen.","norm":"Eckart, nachdem dieser Plauderer an einen anderen Tisch gegangen war, fing zu denen Beywesenden an, dieser Mensch redet die Wahrheit, welche die Hörenden nicht hören, noch die Sehenden und Fühlenden sehen noch fühlen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.917799949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4064,"date":1719,"orig":"Der Kerl iſt ein Muſter eines Bildes, ſo unter einer Figur zweyerley Geſtalten præſentiret, und Niemand erkennet dieſelben, als nur ein Kluger.","norm":"Der Kerl ist ein Muster eines Bildes, so unter einer Figur zweierlei Gestalten praesentiret, und niemand erkennt dieselben, als nur ein Kluger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.574100017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4065,"date":1719,"orig":"Wann dieſer Menſch nicht ein allzugroſſer Waͤſcher waͤre, wuͤrden wir manchen Spaß, und unter denſelben vielerley Lehren hoͤren, allein wer ſich mit ſolchen Leuthen allzugemein macht, der erfaͤhret offters dasjenige, was dem, der in einer ſchlammichten Pfuͤtzen herumb ſpringet, wiederfaͤhret.","norm":"Wann dieser Mensch nicht ein allzu großer Wäscher wäre, würden wir manchen Spaß, und unter denselben vielerlei Lehren hören, allein wer sich mit solchen Leuten allzugemein macht, der erfährt öfters dasjenige, was dem, der in einer schlammigen Pfützen herumspringet, widerfährt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.09600019454956} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4066,"date":1719,"orig":"Es geſchach aber, daß nach Eſſens als unſere Reiſende Taback ſchmauchten, der Quackſalber zu ihnen gieng, mit Bitte ihm etwas Convoy, damit das Bier beſſer ablieffe, mitzutheilen, bißher habe ich verdorrte Kohl-Struͤncke geſchnitten, und ſolche an ſtatt des Tabacks geraucht, und weil meine Bauer-Conſorten, des Geſtancks halber immer das Maul uͤber mich ziehen, muß ich ihnen einmahl Gutes thun, und einen hoͤheren Geruch præſentiren, wann ihnen der nicht nach Gefallen ſeyn wird, werde ich ihnen noch ein Raͤucher-Pulver von Menſchen- Zibeth mit auffſtreuen, hoffende, ſie ſo dann content zu machen, daß ſie von der Koͤſtlichkeit des vermiſchten Geruchs, Maul und Naſen, umb ihn deſto laͤnger zu behalten, zuhalten werden; Ubrigens befehle ich mich, nach dienſtfreundlicher Bedanckung zum allerdemuͤthigſten in Dero Thurn-und Berg-hohe Affection, womit er den Taback von Siegfrieden nahm, ſprung etlichemahl herumb, machte einen tieffen Pickling, und verfuͤgte ſich wieder an ſeinen Tiſch, woſelbſt er allerhand luſtige Lieder ſunge, unter andern war auch das folgende, welches unſere Reiſende am beſten gefiel.","norm":"Es geschah aber, dass nach Essens als unsere Reisende Tabak schmauchten, der Quacksalber zu ihnen ging, mit Bitte ihm etwas Konvoi, damit das Bier besser abliefe, mitzuteilen, bisher habe ich verdorrte Kohl-Strünke geschnitten, und solche anstatt des Tabaks geraucht, und weil meine Bauer-Konsorten, des Gestanks halber immer das Maul über mich ziehen, muss ich ihnen einmal Gutes tun, und einen höheren Geruch präsentieren, wann ihnen der nicht nach Gefallen sein wird, werde ich ihnen noch ein Räucherpulver von Menschen-Zibet mit aufstreuen, hoffende, sie so dann content zu machen, dass sie von der Köstlichkeit des vermischten Geruchs, Maul und Nasen, um ihn desto länger zu behalten, zuhalten werden; übrigens befehle ich mich, nach dienstfreundlicher Bedankung zum demütigsten in Deren Thurn-und Berghohe Affektion, womit er den Tabak von Siegfrieden nahm, Sprung etliche Mal herum, machte einen tiefen Picklig, und verfügte sich wieder an seinen Tisch, woselbst er allerhand lustige Lieder sunge, unter anderen war auch das folgende, welches unsere Reisende am besten gefiel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275599956512451} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4067,"date":1719,"orig":"I.","norm":"I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mg","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.600199937820434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4068,"date":1719,"orig":"WEr will unter Menſchen leben/ Muß nicht tumm und albern ſeyn.","norm":"Wer will unter Menschen leben / Muss nicht dumm und albern sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196599960327148} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4069,"date":1719,"orig":"Vor die Kleyen Korn zu geben/ Und vor Waſſer ſchencken Wein.","norm":"Vor die Kleien Korn zu geben / Und vor Wasser schenken Wein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.491399765014648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4070,"date":1719,"orig":"Dieſe Einfalt wird veracht/ Und von Klugen ausgelacht.","norm":"Diese Einfalt wird verachte / Und von Klugen ausgelacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.913599967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4071,"date":1719,"orig":"II.","norm":"II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.316900014877319} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4072,"date":1719,"orig":"Redligkeit will auch nichts gelten/ Treue ſiehet man nicht mehr.","norm":"Redlichkeit will auch nichts gelten / Treue sieht man nicht mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.081799983978271} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4073,"date":1719,"orig":"Den will man vor albern ſchelten/ Der da ſtreitet vor die Ehr:","norm":"Den will man vor albern schelten / Der da streitet vor die Ehre:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.341000080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4074,"date":1719,"orig":"Aber der geht durch die Welt/ Der kan geben Gold und Geld.","norm":"Aber der geht durch die Welt / Der kann geben Gold und Geld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.359499931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4075,"date":1719,"orig":"III.","norm":"III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":1.069100022315979} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4076,"date":1719,"orig":"Weil ich dieſes nun nicht habe/ Haͤng ich einen Fuchs-Schwantz an/ Dieſes iſt noch eine Gabe/ Dem der leugt und ſchmeicheln kan/ Und bey neben ſchielend ſehen/ Durch die kluge Welt zu gehen.","norm":"Weil ich dieses nun nicht habe / Hänge ich einen Fuchsschwanz an / Dieses ist noch eine Gabe / Dem der lügt und schmeicheln kann / Und bei neben schielend sehen / Durch die kluge Welt zu gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.335800170898437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4077,"date":1719,"orig":"IV.","norm":"IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":2.057800054550171} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4078,"date":1719,"orig":"Jch kan gut das Land durchſtreichen An Betruͤgen fehlt mirs nicht/ Jch weiß kuͤnſtlich durchzuſchleichen Wann das Garn auff mich gericht/ So ſo muß ein Land-Artzt ſeyn/ Der da was will ſammlen ein.","norm":"Ich kann gut das Land durchstreichen an Betrügen fehlt mir es nicht / Ich weiß künstlich durchzuschleichen wann das Garn auf mich Gericht / So so muss ein Landarzt sein / Der da was will sammeln ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.898600101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4079,"date":1719,"orig":"V.","norm":"V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":2.73140001296997} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4080,"date":1719,"orig":"Mit den groſſen Meſſer ſchneiden/ Wann der Krancke leidet Noth/ Jhm vor Einhorn geben Kreiden Und vor Ambra Ratten-Koth.","norm":"Mit den großen Messer schneiden / Wann der Kranke leidet Not / ihm vor Einhorn geben Kreiden und vor Ambra Ratten-Kot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.1915998458862305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4081,"date":1719,"orig":"So durchſtreicht man manches Land/ Eh der Poſſen wird erkannt.","norm":"So durchstreicht man manches Land / Ehe der Possen wird erkannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.209400177001953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4082,"date":1719,"orig":"VI.","norm":"VI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":1.959800004959106} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4083,"date":1719,"orig":"Will das Pulver kuntbahr werden Streich man ihm ein Faͤrblein an Von Zinnober/ gelber Erden/ Roͤthel und was faͤrben kan.","norm":"Will das Pulver kuntbahr werden Streiche man ihm ein Färblein an von Zinnober / gelber Erden / Rötel und was färben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.683899879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4084,"date":1719,"orig":"So wird unſre Kunſt verſteckt/ Die ſonſt bliebe unverdeckt.","norm":"So wird unsere Kunst versteckt / Die sonst bliebe unverdeckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.081399917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4085,"date":1719,"orig":"VII.","norm":"VII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":3.952300071716308} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4086,"date":1719,"orig":"Jſt mir alles abgegangen/ Leim und Kalck bricht uͤberall/ Ziegeln kan ich auch erlangen/ Roſt von Eiſen und von Stahl/ Tabacks-Pfeiffen Ofen-Ruß Jſt was mich ernaͤhren muß.","norm":"Ist mir alles abgegangen / Leim und Kalk bricht überall / Ziegeln kann ich auch erlangen / Rost von Eisen und von Stahl / Tabakspfeifen Ofenruß ist was mich ernähren muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609499931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4087,"date":1719,"orig":"VIII.","norm":"VIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":1.134999990463256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4088,"date":1719,"orig":"Schweinen-Koth iſt gut fuͤrs Schweiſſen/ Fuͤr die Schwindſucht eine Mauß/ Gaͤnſe-Quaͤrgel fuͤr das Reiſſen/ Ziegen-Lorbern treiben aus.","norm":"Schweinen-Koth ist gut fürs Schweißen / Für die Schwindsucht eine Maus / Gänse-Quärgel für das Reißen / Ziegenlorbeeren treiben aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.906499862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4089,"date":1719,"orig":"Der alſo curiren kan/ Bleibt wohl ein geborgner Mann.","norm":"Der also kurieren kann / Bleibt wohl ein geborgener Mann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.884900093078613} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4090,"date":1719,"orig":"Den andern Tag kamen unſere Reiſende nach Nilza, und kehrten daſelbſt zum goldenen Ancker ein, der Wirth des hauſes war ein Raths-Herr des Orths, von guten Qualitäten, uͤber der Tafel gedachte Eckarth derer Straſſen-Raͤuber, welche von Sachſendorff abgeholet worden.","norm":"Den anderen Tag kamen unsere Reisende nach Nilza, und kehrten daselbst zum goldenen Anker ein, der Wirt des Hauses war ein Rathsherr des Orts, von guten Qualitäten, über der Tafel gedachte Eckart derer Straßenräuber, welche von Sachsendorf abgeholt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014800071716309} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4091,"date":1719,"orig":"Ja ſagte der Wirth Nahmens Ignatius Vierling, wir erwarten ſie noch heute, umb ſo dann ſie Morgen mit denen bereits Sitzenden zu examiniren.","norm":"Ja sagte der Wirt namens Ignatius Vierling, wir erwarten sie noch heute, um so dann sie Morgen mit denen bereits Sitzenden zu examinieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.636000156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4092,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, mein Herr Ignatius, wann derſelbe mir einen unbegluͤckten gelehrten Menſchen zu gefallen, die groſſe Gunſt erzeigen, und im Examine zugleich Groß-guͤnſtig anthen wolle, wie daß ſelbigen vor 14. Tagen dieſe Straſſen-Raͤuber auf der Straſſe beraubet, ihm die Schuhe ausgezogen, dieſelbe zerſchnitten, und 100. Ducaten in Golde daraus genommen haͤtten, wuͤrde derſelbe mich ungemein verpflichtet machen.","norm":"Eckart sprach, mein Herr Ignatius, wann derselbe mir einen unbeglückten gelehrten Menschen zu gefallen, die große Gunst erzeigen, und im Examine zugleich Großgünstig ahnten wolle, wie dass selbigen vor 14. Tagen diese Straßenräuber auf der Straße beraubet, ihm die Schuhe ausgezogen, dieselbe zerschnitten, und 100. Dukaten in Golde daraus genommen hätten, würde derselbe mich ungemein verpflichtet machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4093,"date":1719,"orig":"Welches er gantz willig zu thun Eckarthen verſprach.","norm":"Welches er ganz willig zu tun Eckarten versprach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.912799835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4094,"date":1719,"orig":"Nachdem ſie nun allerhand Diſcourſe gefuͤhret hatten, fragte Eckarth:","norm":"Nachdem sie nun allerhand Diskurse geführt hatten, fragte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5817999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4095,"date":1719,"orig":"Mein Herr Ignatius, wo iſt denn die Frau Liebſte?","norm":"Mein Herr Ignatius, wo ist denn die Frau Liebste?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.474999904632568} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4096,"date":1719,"orig":"Ach antwortete er.","norm":"Ach antwortete er.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.002699851989746} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4097,"date":1719,"orig":"Meine Liebſte, die mir mit ihrer Kranckheit, von welcher ſie Niemand noch zur Zeit befreyen koͤnnen, das Hertze im Leibe abnaget, iſt nach gehabten 6. Wochen in einen ſo elenden Zuſtand verfallen, daß es ein Stein in der Erden erbarmen moͤchte.","norm":"Meine Liebste, die mir mit ihrer Krankheit, von welcher sie Niemand noch zur Zeit befreien können, das Herze im Leibe abnaget, ist nach gehabten 6. Wochen in einen so elenden Zustand verfallen, dass es ein Stein in der Erden erbarmen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.692999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4098,"date":1719,"orig":"Eckarth fragtewas geben denn die Herren Medici vor, was es vor eine Kranckheit ſey?","norm":"Eckart fragtewas geben denn die Herren Medici vor, was es vor eine Krankheit sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.309800148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4099,"date":1719,"orig":"Ignatius antwortete; Soviel ich ihrer noch gehabt habe, ſind ſie unterſchiedener Meynung, einer giebt vor, die Mutter ſey Waſſerſuͤchtig, der andere die Miltz ſey uͤbrig groß gewachſen.","norm":"Ignatius antwortete; Soviel ich ihrer noch gehabt habe, sind sie unterschiedener Meinung, einer gibt vor, die Mutter sei Wassersüchtig, der andere die Milz sei übrig groß gewachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.597099781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4100,"date":1719,"orig":"Die Wehe-Muͤtter und andere kluge Weiber ſagen, die Mutter waͤre ihr in das Gehirne geſtiegen.","norm":"Die Wehemütter und andere kluge Weiber sagen, die Mutter wäre ihr in das Gehirne gestiegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660999774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4101,"date":1719,"orig":"Sie redet wunderliche Dinge, und kan nun bey 14.","norm":"Sie redet wunderliche Dinge, und kann nun bei 14.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.794099807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4102,"date":1719,"orig":"Tage lang zu keiner Ruhe kommen, man thu auch was man nur wolle, ſo gehet ihr auch ein ſolcher Geſtanck aus dem Halſe, daß faſt Niemand umb ſie verbleiben noch dauren kan.","norm":"Tage lang zu keiner Ruhe kommen, man tue auch was man nur wolle, so geht ihr auch ein solcher Gestank aus dem Halse, dass fast niemand um sie verbleiben noch dauern kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.720399856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4103,"date":1719,"orig":"Mein GOTT ſprach Eckarth, das iſt eine groſſe Plage, ich beklage meines Herrn Ungluͤck.","norm":"Mein GOTT sprach Eckart, das ist eine große Plage, ich beklage meines Herrn Unglück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.950200080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4104,"date":1719,"orig":"Jch vor mein Theil halte davor, daß die gute Frau in denen Sechs-Wochen ſich allzuſehr mit kalten Getraͤnck erkaͤltet, und alſo die Reinigung des Gebluͤts zuruͤck gehalten hat, daß es ſtockend geblieben, da denn ſolche Feſthaltung, ſo wohl die Mutter als Miltz auf blehet, und durch die Faͤulniß, die man vor jetzo durch den uͤblen Geruch allzuſehr empfindet, das Gehirn und die anderen Lebens-Geiſter angegriffen.","norm":"Ich vor mein Teil halte davor, dass die gute Frau in denen Sechs Wochen sich allzu sehr mit kalten Getränk erkältet, und also die Reinigung des Geblüts zurückgehalten hat, dass es stockend geblieben, da denn solche Festhaltung, so wohl die Mutter als Milz auf blähet, und durch die Fäulnis, die man vor jetzt durch den üblen Geruch allzu sehr empfindet, das Gehirn und die anderen Lebensgeister angegriffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.245999813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4105,"date":1719,"orig":"Weiln aber der Geſtanck ſo unertraͤglich iſt, zumahln wann ſtarcke Hertzens-Beaͤngſtigungen dabey ſind, zu befuͤrchten, daß ein kalter Brand entſtehen, und der lieben Frau, das Garaus machen moͤchte, welches im Anfange durch gute erwaͤrmende Baͤder gar leicht haͤtte koͤnnen gehoben werden.","norm":"Weil aber der Gestank so unerträglich ist, zumal wann starke Hertzens-Beängstigungen dabei sind, zu befürchten, dass ein kalter Brand entstehen, und der lieben Frau, das Garaus machen möchte, welches im Anfange durch gute erwärmende Bäder gar leicht hätte können gehoben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.219699859619141} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4106,"date":1719,"orig":"Dem Wirthe giengen die Augen uͤber, ſagende:","norm":"Dem Wirte gingen die Augen über, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.196700096130371} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4107,"date":1719,"orig":"Weil mein Hochgeehrter Herr ſo wohl von der Kranckheit raiſonnirt urtheile ich, denſelben wird noch was wiſſend ſeyn, das man brauchen koͤnte, zumahln da alle ohne das deſperiren, und bey der Patientin allzugroſſe Beaͤngſtigungen noch nicht vermercket werden.","norm":"Weil mein hochgeehrter Herr so wohl von der Krankheit räsoniert urteile ich, denselben wird noch was wissend sein, das man brauchen könnte, zumal da alle ohne das desperiren, und bei der Patientin allzu große Beängstigungen noch nicht vermerket werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440000057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4108,"date":1719,"orig":"Mein Herr Ignatius, antwortete Eckarth, ich will ihr etwas aus meinem Reiſe-Kiſtlein geben, umb zu ſehen was es dieſe Nacht thun wiꝛd.","norm":"Mein Herr Ignatius, antwortete Eckart, ich will ihr etwas aus meinem Reise-Kistlein geben, um zu sehen was es diese Nacht tun wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.644199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4109,"date":1719,"orig":"Nun hatte eꝛ von den wahꝛen Oleo Vitrioli und der Corallen-Tinctur bey ſich, davon gab er ihr 15. Tropffen in ein Glaͤßlein Meliſſen-Waſſer ein, ſo bald ſie es genommen hatte, brach ſie eine ſchaͤndliche zaͤhe und ſtinckende Materie von ihr, er gab es ihr noch einmahl, da blieb es bey ihr.","norm":"Nun hatte er von den wahren Oleo Vitriole und der Korallentinktur bei sich, davon gab er ihr 15. Tropfen in ein Gläslein Melissenwasser ein, sobald sie es genommen hatte, brach sie eine schändliche zähe und stinkende Materie von ihr, er gab es ihr noch einmal, da blieb es bei ihr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6057000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4110,"date":1719,"orig":"Hierauff ließ er ihr den Leib mit Roͤmiſchen Camomillen und Johanniß-Blumen in Wein gekocht fomentiren und behen.","norm":"Hierauf ließ er ihr den Leib mit Römischen Camomillen und Johannis-Blumen in Wein gekocht Fomenttieren und bähen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.163099765777588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4111,"date":1719,"orig":"Fruͤh Morgens gegen ein Uhr, wurde die Patientin ſtille, ſchlieff auch faſt eine Stunde lang.","norm":"Früh Morgens gegen ein Uhr, wurde die Patientin stille, schlief auch fast eine Stunde lang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.184700012207031} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4112,"date":1719,"orig":"Eckaꝛth gab ihꝛ nach ſieben Uhr voriges Medicament wieder ein, gegen Mittag fand ſich ein Reiſſen in denen Weichen, und weil der Leib immer warm gehalten wurde, wirckte die nach 5. Uhr Abends wiederholte Artzeney, und ſtieß von unten eine vermoderende Materie mit verfaulten Stuͤcken Bluts von der Frauen, daß des Geſtancks halben faſt Niemand bleiben kunte, und die darauf folgende Nacht geſchach es wieder zu dreyen mahlen; gegen den Morgen fieng ſie an zu ſchlaffen, und ruhete drey Stunden lang, die Raſerey legte ſich auch.","norm":"Eckart gab ihr nach sieben Uhr voriges Medikament wieder ein, gegen Mittag fand sich ein Reißen in denen Weichen, und weil der Leib immer warm gehalten wurde, wirkte die nach 5. Uhr Abends wiederholte Arznei, und stieß von unten eine vermodernde Materie mit verfaulten Stücken Bluts von der Frauen, dass des Gestanks halben fast niemand bleiben konnte, und die darauf folgende Nacht geschah es wieder zu drei malen; gegen den Morgen fing sie an zu schlafen, und ruhte drei Stunden lang, die Raserei legte sich auch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.211699962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4113,"date":1719,"orig":"Eckarth bath Siegfrieden, daß er ein Staͤrck-Traͤncklein verſchreiben ſolte, wie auch erwaͤrmende Mutter Kraͤuter zum Bade, ſo er willig und gerne that.","norm":"Eckart bat Siegfrieden, dass er ein Stärktränklein verschreiben sollte, wie auch erwärmende Mutter Kräuter zum Bade, so er willig und gerne tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.528200149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4114,"date":1719,"orig":"Weil aber Eckarth ſeine Reiſe weiter ſetzen wolte, ordinirte er was ferner zu thun ſey, mit Bitte an den Wirth, nach Endigung ſeiner Liebſten Kranckheit, (die er bald zu erfahren wuͤntſchte) ihm ſelbige per poſta Groß-guͤnſtig zu wiſſen zu thun.","norm":"Weil aber Eckart seine Reise weiter setzen wollte, ordinierte er was ferner zu tun sei, mit Bitte an den Wirt, nach Endigung seiner liebsten Krankheit, (die er bald zu erfahren wünschte) ihm selbige per posta Großgünstig zu wissen zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.383500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4115,"date":1719,"orig":"Der Wirth wuſte nicht Danckſagung genung zu finden, Eckarthen anzuthun, und weil er verſpuͤrte: daß Eckarth eine Perſon von hoher Condition ſeyn muͤſte, hinteꝛbꝛachte er ſolches ſeinen Herren Collegen, und erinnerte bey den Examine, worumb ihn Eckarth gebeten hatte, welches auch unter andern die erſte Frage mit war.","norm":"Der Wirt wusste nicht Danksagung genug zu finden, Eckarten anzutun, und weil er verspürte: dass Eckart eine Person von hoher Kondition sein müsste, hinterbrachte er solches seinen Herren Kollegen, und erinnerte bei den Examine, worum ihn Eckart gebeten hatte, welches auch unter anderen die erste Frage mit war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306900024414062} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4116,"date":1719,"orig":"Erſtlich verneineten die Raͤuber die That, als man ihnen aber den Hencker vorſtellte, bekandten ſie ſolches geſchehen zu ſeyn, die Ducaten auch noch ungetheilt beyſammen waͤren, und man ſolche noch habhafft koͤnte werden.","norm":"Erstlich verneinten die Räuber die Tat, als man ihnen aber den Henker vorstellte, bekannten sie solches geschehen zu sein, die Dukaten auch noch ungeteilt beisammen wären, und man solche noch habhaft könnte werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.482600212097168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4117,"date":1719,"orig":"Als gefragt wurde woher ſie gewuſt haͤtten, daß der Menſch die Ducaten in denen Schuhen gehabt haͤtte?","norm":"Als gefragt wurde woher sie gewusst hätten, dass der Mensch die Dukaten in denen Schuhen gehabt hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.696499824523926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4118,"date":1719,"orig":"Antworteten ſie.","norm":"Antworteten sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.690200090408325} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4119,"date":1719,"orig":"Es waͤre ein Schuh- Knecht zu ihnen kommen, der haͤtte vermeldet, daß ein Doctor bey ſeinen Meiſter in Colberg haͤtte zwiſchen die Sohlen Ducaten nehen laſſen, und geſagt: daß er ſolche zu ſeiner Reiſe noͤthig haͤtte, damit haͤtte er von ſeinen Meiſter Abſchied genommen, und gewartet biß dieſer Doctor abgereiſet, und weil er zu Fuſſe gangen waͤre, waͤre er ihm auf den Fuſſe gefolget, und ob er ihm gleich etlichemahl die Schuhe entwenden wollen und davon gehen, haͤtte er ſie des Nachts, nachdem er ſich gereiniget haͤtte, wieder angezogen, er haͤtte auch einen ſo leiſen Schlaff gehabt, daß er, wann ſich nur etwas geruͤhret haͤtte, erwacht waͤre, endlich haͤtte der Schuh- Knecht ihnen, wann ſie ihme die Helffte von denen Ducaten geben wolte, verſprochen, daß er ihn in ihre Haͤnde liefern wolte, ſo auch geſchehen.","norm":"Es wäre ein Schuh-Knecht zu ihnen kommen, der hätte vermeldet, dass ein Doktor bei seinen Meister in Colberg hätte zwischen die Sohlen Dukaten nähen lassen, und gesagt: dass er solche zu seiner Reise nötig hätte, damit hätte er von seinen Meister Abschied genommen, und gewartet bis dieser Doktor abgereist, und weil er zu Fuße gegangen wäre, wäre er ihm auf den Fuße gefolgt, und ob er ihm gleich etliche Mal die Schuhe entwenden wollen und davon gehen, hätte er sie des Nachts, nachdem er sich gereinigt hätte, wieder angezogen, er hätte auch einen so leisen Schlaf gehabt, dass er, wann sich nur etwas gerührt hätte, erwacht wäre, endlich hätte der Schuh-Knecht ihnen, wann sie ihm die Hälfte von denen Dukaten geben wollte, versprochen, dass er ihn in ihre Hände liefern wollte, so auch geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.180300235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4120,"date":1719,"orig":"Wie nun der Doctor, durch den Wald gehen wollen, haͤtten ſie ihn angefallen, und gehalten, daß er ſich nicht ruͤhren koͤnnen, ihme die Schuhe ausgezogen, die Ducaten heraus geſchnitten, und ihn ſo dann ſeiner Wege gehen laſſen.","norm":"Wie nun der Doktor, durch den Wald gehen wollen, hätten sie ihn angefallen, und gehalten, dass er sich nicht rühren können, ihm die Schuhe ausgezogen, die Dukaten herausgeschnitten, und ihn so dann seiner Wege gehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.136899948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4121,"date":1719,"orig":"Sie wurden weiter befragt:","norm":"Sie wurden weiter befragt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.977499961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4122,"date":1719,"orig":"Ob der Schuh-Knecht noch bey ihnen waͤre?","norm":"Ob der Schuhknecht noch bei ihnen wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.065199851989746} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4123,"date":1719,"orig":"Nein! antworteten ſie, denn nachdem er ſeinen Part von uns verlangte, zogen wir ihn die Ober-Kleider aus, bunden ihn an einen Baum, ſchnitten Bircken-Straͤuche ab, und gaben ihn ſeinen Lohn nach Zahl der Ducaten, lieſſen ihn darnach loß, ſeine Kleider wieder anziehen, und gehen wo er hin wolte.","norm":"Nein! antworteten sie, denn nachdem er seinen Part von uns verlangte, zogen wir ihn die Oberkleider aus, bunten ihn an einen Baum, schnitten Bircken-Sträuche ab, und gaben ihn seinen Lohn nach Zahl der Dukaten, ließen ihn danach los, seine Kleider wieder anziehen, und gehen wo er hin wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832799911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4124,"date":1719,"orig":"Dieſe erfreuliche Zeitung brachte Herr Ignatius ſeinen Gaͤſten nach Hauſe.","norm":"Diese erfreuliche Zeitung brachte Herr Ignatius seinen Gästen nach Hause.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.348499774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4125,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich vor geneigte Willfahrung und bath man wolte ihm ferner die ſonderliche Affection erweiſen, und bey Erfolg ihme die 100. Ducaten, nach Abzug der Gebuͤhr nach Biſantora Groß-guͤnſtig uͤbermachen.","norm":"Eckart bedankte sich vor geneigte Willfahrung und bat man wollte ihm ferner die sonderliche Affektion erweisen, und bei Erfolg ihm die 100. Dukaten, nach Abzug der Gebühr nach Bisantora Großgünstig übermachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.414899826049805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4126,"date":1719,"orig":"Bey dem Abzuge wolte der Wirth von Eckarthen und denen Seinigen keine Zahlung annehmen, wie ſehr ſie auch bathen, ſelbige nicht zu verſchmaͤhen, weßwegen ſich Eckarth vor ſich und die Seinigen der Hoͤfligkeit halben bedanckte; wuͤntſchende: daß er mit ehiſten die Freudenvolle Poſt ſeiner Ehe-Liebſten wieder erlangter Geſundheit erfahren moͤchte.","norm":"Bei dem Abzuge wollte der Wirt von Eckarten und denen Seinigen keine Zahlung annehmen, wie sehr sie auch baten, selbige nicht zu verschmähen, weswegen sich Eckart vor sich und die Seinigen der Höflichkeit halben bedankte; wünschende: dass er mit ehesten die Freudenvolle Post seiner Eheliebsten wieder erlangter Gesundheit erfahren möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.920499801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4127,"date":1719,"orig":"Wie unſere Reiſende eine Meile von Suſapa in einem Dorffe Flixen genannt, her bergten, und ob ſie ſchon was zeitlich kamen, blieben ſie die Nacht daſelbſt, weil es ein ſchoͤn Wirths-Hauß war, und ſich auch befurchteten, die Stadt nicht zu erlangen.","norm":"Wie unsere Reisende eine Meile von Susapa in einem Dorfe Flixen genannt, her beregten, und ob sie schon was zeitlich kamen, blieben sie die Nacht daselbst, weil es ein schön Wirtshaus war, und sich auch befürchteten, die Stadt nicht zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.166399955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4128,"date":1719,"orig":"Als nun der Wirth ihnen ein ſauberes Zimmer angewieſen, und ſie ſich daſelbſt einlogiret hatten, fieng Lyſander ein Verwalter des Franciſcaner-Ordens in Suſapa, (der mit unſer Compagnie vergeſellſchafftet war) an.","norm":"Als nun der Wirt ihnen ein sauberes Zimmer angewiesen, und sie sich daselbst einlogieret hatten, fing Lysander ein Verwalter des Franziskanerordens in Susapa, (der mit unser Compagnie vergesellschaftet war) an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196599960327148} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4129,"date":1719,"orig":"Jn dieſem Wirths-Hauß haͤlt ſich ein Studioſus, ſonſt ein feiner gelehrter Menſch, auf, welcher eine ſolche Feindſchafft wider das Frauen- Zim̃er hat, daß, ſo bald man nur den Nahmen einer Weibes-Perſon nennet, weiß er bald etwas darauff vorzubringen, und das gute Frauen-Volck durch alle Prædicamenta durchzuziehen, jemehr man nun daſſelbige lobet, je verbitterter wird er gemacht.","norm":"In diesem Wirtshaus hält sich ein Studiosus, sonst ein feiner gelehrter Mensch, auf, welcher eine solche Feindschaft wider das Frauen-Zimmer hat, dass, so bald man nur den Namen einer Weibsperson nennt, weiß er bald etwas darauf vorzubringen, und das gute Frauenvolk durch alle Praedicamenta durchzuziehen, je mehr man nun dasselbe lobet, je verbitterter wird er gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.838399887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4130,"date":1719,"orig":"Eckarth gab vor, ein dergleichen Subjectum iſt mit Thraͤnen zu beklagen, welches zuweilen, von einer Vettel die ihr einen ſolchen Menſchen zu haben einbildet, verletzet wird, doch wann ihn der Wirth bey der Mahlzeit zu ſeyn perſvadiren und uͤberreden koͤnte, wuͤrde er mir einen ſonderbahren Gefallen erweiſen.","norm":"Eckart gab vor, ein dergleichen Subjectum ist mit Tränen zu beklagen, welches zuweilen, von einer Vettel die ihr einen solchen Menschen zu haben einbildet, verletzet wird, doch wann ihn der Wirt bei der Mahlzeit zu sein persuadieren und überreden könnte, würde er mir einen sonderbaren Gefallen erweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.56689977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4131,"date":1719,"orig":"Jndem kam der Wirth ins Zimmer, bittende: nicht in uͤbeln zu vermercken daß das Abend Eſſen nicht ſo ſchleunig koͤnte verfertiget werden; Lyſander ſagte zu den Wirth, mein Herr Marcello, iſt der wahnwitzige Studioſus noch bey ihm?","norm":"Indem kam der Wirt ins Zimmer, bittende: nicht in üblen zu vermerken dass das Abend Essen nicht so schleunig könnte verfertiget werden; Lysander sagte zu den Wirt, mein Herr Marcello, ist der wahnwitzige Studiosus noch bei ihm?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.106200218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4132,"date":1719,"orig":"Ja antwortete Marcello.","norm":"Ja antwortete Marcello.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.326099872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4133,"date":1719,"orig":"Ey ſprach Lyſander, der Herr ſehe doch daß er ihn berede, mit uns zu Abend zu ſpeiſen; Gar gerne mein Herr Verwalter antwortete der Wirth:","norm":"Ei sprach Lysander, der Herr sehe doch dass er ihn berede, mit uns zu Abend zu speisen; Gar gerne mein Herr Verwalter antwortete der Wirt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.429299831390381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4134,"date":1719,"orig":"Als der Wirth abgetreten war, fieng Siegfried an:","norm":"Als der Wirt abgetreten war, fing Siegfried an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.029099941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4135,"date":1719,"orig":"Kan denn den Menſchen Niemand curiren?","norm":"Kann denn den Menschen niemand kurieren?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.998799800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4136,"date":1719,"orig":"Lyſander replicirte, es iſt hier im Dorffe ein Geiſtlicher, welcher ihme zu helffen ſich unterſtehet.","norm":"Lysander replizierte, es ist hier im Dorfe ein Geistlicher, welcher ihm zu helfen sich unterstehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.851399898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4137,"date":1719,"orig":"Es wird aber nun bey nahe ein halb Jahr verfloſſen ſeyn, daß er des Paters Cur braucht, und hat noch nichts fruchten wollen, ſo lange er kein Weibes-Bild ſiehet oder man ihrer gedencket, redet er gar fein und vernuͤnfftig, ſo bald man aber ſich verhauet, ſo iſt Feuer im Dache, und gehet die Gramſchafft auffs neue an.","norm":"Es wird aber nun bei nahe ein halb Jahr verflossen sein, dass er des Paters Kur braucht, und hat noch nichts fruchten wollen, solange er kein Weibsbild sieht oder man ihrer gedenkt, redet er gar fein und vernünftig, so bald man aber sich verhauet, so ist Feuer im Dache, und geht die Gramschaft aufs neue an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.804999828338623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4138,"date":1719,"orig":"Mein GOtt verſetzte Eckarth, wann doch die Herren Geiſtlichen ſich umb ihr Brevier und Evangelien-Buch bekuͤmmerten, und vielmehr durch Gebeth, ſo ihnen zukommt, als durch Artzeney, welche zu adminiſtriren GOTT der HERR andern anbefohlen hat, denen Krancken huͤlffen, waͤre es fein und hoͤchlich zu loben, denn, wie will der, der Lehre warten, der mit andern Gedancken umbgehet.","norm":"Mein Gott versetzte Eckart, wann doch die Herren Geistlichen sich um ihr Brevier und Evangelienbuch bekümmerten, und vielmehr durch Gebet, so ihnen zukommt, als durch Arznei, welche zu administrieren GOTT der Herr anderen anbefohlen hat, denen Kranken Hilfen, wäre es fein und höchlich zu loben, denn, wie will der, der Lehre warten, der mit anderen Gedanken umgehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127699851989746} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4139,"date":1719,"orig":"Beydes erfordert einen gantzen Menſchen in ſeinem Amt, den Geiſtlichen vor dem Altar und auf der Cantzel, und den Medicum in der Patienten-Stube.","norm":"Beides erfordert einen ganzen Menschen in seinem Amt, den Geistlichen vor dem Altar und auf der Kanzel, und den Medicum in der Patientenstube.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460000038146973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4140,"date":1719,"orig":"Dieſer Arth Leuthe halte ich unter denen Mediciniſchen Maul-Affen, vor die groͤſten und ungeſchickteſten.","norm":"Dieser Art Leute halte ich unter denen medizinischen Maulaffen, vor die größten und ungeschicktesten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.065999984741211} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4141,"date":1719,"orig":"Das Exempel mit dem Eſaia kan ſie nicht ſchuͤtzen, vielweniger was JESUS CHriſtus der Sohn GOttes unſer Heyland und ſeine Apoſtel nach ſeiner Himmelfahrt an denen Krancken und Siechlingen gethan haben.","norm":"Das Exempel mit dem Esaia kann sie nicht schützen, viel weniger was JESUS Christus der Sohn Gottes unser Heiland und seine Apostel nach seiner Himmelfahrt an denen Kranken und Siechlingen getan haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.341700077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4142,"date":1719,"orig":"Ein jedes lerne ſeine Lection, ſo wird es wohl im Hauſe ſtahn, und beyden GOTT in der ihnen zukommenden Curirung derer Krancken beyſtaͤndig und behuͤlfflich ſeyn.","norm":"Ein jedes lerne seine Lektion, so wird es wohl im Hause stehen, und beiden GOTT in der ihnen zukommenden Curirung derer Kranken beyständig und behilflich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.773799896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4143,"date":1719,"orig":"Siehe! wie ſie ſo redeten, kam Franciſcus Luͤbel, (ſo hieß der Studioſus) zur Thuͤre ein, machte gegen unſere Reiſende einen hoͤflichen Reverenz, umb Verzeihung bittende, daß er der wertheſten Compagnie mit ſeiner Perſon einige Ungelegenheit machen ſolte, denn der Wirth vor ihn heute nichts zugerichtet, ſondern ihm angeſaget haͤtte, vor dieſes mahl mit ihnen zu ſpeiſen, er verhoffte, es wuͤrde ihrer allerſeits Hohe Zuneigung ihm bey der Mahlzeit, ſolche mitzuhalten, ein Stellchen Großguͤnſtig erlauben.","norm":"Siehe! wie sie so redeten, kam Franciscus Lübel, (so hieß der Studiosus) zur Türe ein, machte gegen unsere Reisende einen höflichen Reverenz, um Verzeihung bittende, dass er der wertesten Compagnie mit seiner Person einige Ungelegenheit machen sollte, denn der Wirt vor ihn heute nichts zugerichtet, sondern ihm angesagt hätte, vor dieses Mal mit ihnen zu speisen, er verhoffte, es würde ihrer allerseits hohe Zuneigung ihm bei der Mahlzeit, solche mitzuhalten, ein Stellchen Großgünstig erlauben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.714900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4144,"date":1719,"orig":"Eckarth ſtund auf ſagende: Mein Herr hat als ein Hauß-Genoſſe es gute Macht, und deſſen belobte Converſation wird uns mehr ein Vergnuͤgen als Verdruß machen.","norm":"Eckart stand auf sagende: Mein Herr hat als ein Hausgenosse es gute Macht, und dessen belobte Conversation wird uns mehr ein Vergnügen als Verdruss machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.729800224304199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4145,"date":1719,"orig":"Andreas ſetzte ihm unterdeſſen einen Stuhl; Eckarth aber fuhr fort, mein Herr beliebe vor jetzo einen Platz zu nehmen.","norm":"Andreas setzte ihm unterdessen einen Stuhl; Eckart aber fuhr fort, mein Herr beliebe vor jetzt einen Platz zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.172599792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4146,"date":1719,"orig":"Jndeſſen wurden die Speiſen aufgetragen.","norm":"Indessen wurden die Speisen aufgetragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.094500064849853} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4147,"date":1719,"orig":"Waͤhrenden Eſſens ward gethaner Abrede nach nichts vom Frauen-Zimmer gedacht, da denn der Studioſus von allem gar fein und ordentlich ohn einiges Merckmahl ſeines Wahnwitzes diſcurirte.","norm":"Währenden Essens wurde getaner Abrede nach nichts vom Frauenzimmer gedacht, da denn der Studiosus von allem gar fein und ordentlich ohne einiges Merkmal seines Wahnwitzes diskurierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.277599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4148,"date":1719,"orig":"Nach Tiſche bedanckte er ſich gegen die Compagnie mit allen Ehr-und Dienſt-Bezeugungen, und wolte ferner gehen.","norm":"Nach Tische bedankte er sich gegen die Compagnie mit allen Ehr- und Dienstbezeugungen, und wollte ferner gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.691699981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4149,"date":1719,"orig":"Lyſander ſprach zu ihn, Monſieur Luͤbel, der Herr iſt ſonſt ein Liebhaber des Tabacks, und die Zeit Schlaffen zu gehen iſt noch zu fruͤh, er goͤnne uns die Vergnuͤgung, ihn bey einen Pfeiffgen Taback noch eine Weile bey uns zu haben.","norm":"Lysander sprach zu ihn, Monsieur Lübel, der Herr ist sonst ein Liebhaber des Tabaks, und die Zeit Schlafen zu gehen ist noch zu früh, er gönne uns die Vergnügung, ihn bei einen Pfeifen Tabak noch eine Weile bei uns zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670199871063232} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4150,"date":1719,"orig":"Wie meine Herren befehlen, ſo laſſe ich es mir gefallen, antwortete Luͤbel.","norm":"Wie meine Herren befehlen, so lasse ich es mir gefallen, antwortete Lübel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.178699970245361} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4151,"date":1719,"orig":"Eckarth befahl Andreas die Budel mit denen Pfeiffen und Taback vorzubringen, und bath ſie des Seinigen, als ihres Eigenen ſich zu bedienen; in waͤhrenden Schmauchen, fieng Siegfried zu Gottharten an:","norm":"Eckart befahl Andreas die Budel mit denen Pfeifen und Tabak vorzubringen, und bat sie des Seinigen, als ihres Eigenen sich zu bedienen; in währenden Schmauchen, fing Siegfried zu Gottharten an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.267399787902832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4152,"date":1719,"orig":"Was wird deine Sylvia und meine Freymuth machen?","norm":"Was wird deine Sylvia und meine Freimut machen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.129899978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4153,"date":1719,"orig":"Was? verſetzte Luͤbel, Sylvia eine Wald-Goͤttin, ja ein Wald Teufel, Freymuth mehr als zu frey ſind dieſe Voͤgel am Muthe, ja zuweilen mehr raſend als muthig.","norm":"Was? versetzte Lübel, Sylvia eine Waldgöttin, ja ein Wald Teufel, Freimut mehr als zu frei sind diese Vögel am Mute, ja zuweilen mehr rasend als mutig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.321599960327148} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4154,"date":1719,"orig":"Meine liebe Herren entziehet euch denen Schoͤnen, welche nichts als begypßte Cloacken ſeyn, von denen der Geſtanck der Ehrſucht, des Neides, der Boßheit, Betruͤgerey, und Scheinheiligkeit durch alle Glieder dringet.","norm":"Meine liebe Herren entziehet euch denen Schönen, welche nichts als begypßte Kloaken sein, von denen der Gestank der Ehrsucht, des Neides, der Bosheit, Betrügerei, und Scheinheiligkeit durch alle Glieder dringet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1427001953125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4155,"date":1719,"orig":"Alexander ſaget man, habe einen Schweiß von ſich gelaſſen, welcher nach Ambra odeꝛ Biſam gerochen, hieꝛ aber findet ſich ein Geruch eines Bock-Stalls den man in heiſſen Sommer auszumiſten pfleget.","norm":"Alexander sagt man, habe einen Schweiß von sich gelassen, welcher nach Ambra oder Bisam gerochen, hier aber findet sich ein Geruch eines Bock-Stalls den man in heißen Sommer auszumisten pflegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.374899864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4156,"date":1719,"orig":"Ey!","norm":"Ei!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":5.464600086212158} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4157,"date":1719,"orig":"Ey! replicirte Siegfried, wie iſt er den lieben Frauen-Zimmer ſo gramm. Luͤbel antwortete:","norm":"Ei! replizierte Siegfried, wie ist er den lieben Frauenzimmer so gramm . Lübel antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.840199947357178} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4158,"date":1719,"orig":"Jch bin ihnen nicht gram, ſondern ich ſage die Wahrheit, wer es nicht glauben will, der wird es mit der Zeit erfahren:","norm":"Ich bin ihnen nicht gram, sondern ich sage die Wahrheit, wer es nicht glauben will, der wird es mit der Zeit erfahren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.516799926757812} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4159,"date":1719,"orig":"ich halte davor, daß kein kluges Weibes-Bild gefunden wird.","norm":"ich halte davor, dass kein kluges Weibsbild gefunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.54610013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4160,"date":1719,"orig":"Jſt eine haͤußlich, welches ihre vornehmſte Tugend ſeyn ſoll, ſo gehet ſie im Hauſe herumb, wie ein gruntzender Baͤr, und in der Tracht als eine Sau, das heiſt eine gute Wirthin.","norm":"Ist eine häuslich, welches ihre vornehmste Tugend sein soll, so geht sie im Hause herum, wie ein grunzender Bär, und in der Tracht als eine Sau, das heißt eine gute Wirtin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.116099834442139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4161,"date":1719,"orig":"Jſt ſie fromm, ſo gehet ihr der alberne Betrug in ſolcher Scheinheiligkeit auf denen Fuͤſſen nach.","norm":"Ist sie fromm, so geht ihr der alberne Betrug in solcher Scheinheiligkeit auf denen Füßen nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854000091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4162,"date":1719,"orig":"Jſt ſie nicht eine Hure, ſo betruͤget ſie doch ſonſten das Manns-Volck mit allerhand ſchmeichelenden Worten, ſcharffen Betheurungen mit gen Himmel geworffenen Augen, dieſes iſt ihre Froͤmmigkeit.","norm":"Ist sie nicht eine Hure, so betrüget sie doch sonsten das Mannsvolk mit allerhand schmeichelnden Worten, scharfen Beteuerungen mit gen Himmel geworfenen Augen, dieses ist ihre Frömmigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.32859992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4163,"date":1719,"orig":"Die Klugheit an ihnen iſt nicht zu nennen.","norm":"Die Klugheit an ihnen ist nicht zu nennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.00629997253418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4164,"date":1719,"orig":"Denn ſoll ich ihnen eine politiſche Klugheit heutiger Welt andichten, ſo iſt dieſe Spitzfindigkeit mit ſo viel Albertäten gefuͤttert, daß man, wann es ausgearbeitete Fuͤchſe waͤren, ein gantz Spittal armer Leuthe zu Winters-Zeit damit verſoꝛgen koͤnte, da koͤnnen ſie ſolche naͤrriſche Geſtus mit denen Augen in Verkehrung derſelben, Mund-kaͤuen gleich denen wieder-kaͤuenden Kuͤhen und Haͤnde-ſchlagen wie Pickelhering auf dem Theatro machen, daß man ſchweren ſolte, Hercules wuͤrde aus denenſelben neue Tugenden ſolchen nachzuahmen finden, gleicher jener Zeit bey dem Spiñwocken gethan.","norm":"Denn soll ich ihnen eine politische Klugheit heutiger Welt andichten, so ist diese Spitzfindigkeit mit so viel Albertäten gefüttert, dass man, wann es ausgearbeitete Füchse wären, ein ganz Spittal armer Leute zu Winterszeit damit versorgen könnte, da können sie solche närrische Gestus mit denen Augen in Verkehrung derselben, Mund-Käuen gleich denen wiederkäuenden Kühen und Händ-Schlagen wie Pickelhering auf dem Theatro machen, dass man schweren sollte, Herkules würde aus denselben neue Tugenden solchen nachzuahmen finden, gleicher jener Zeit bei dem Spinnwocken getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.653500080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4165,"date":1719,"orig":"Gotthart ſprach: Monſieur Luͤbel, er wird doch zugeſtehen muͤſſen, daß manche Frauens-Perſon bey einen reinen Kleide uͤberaus haͤußlich, bey andaͤchtigen Geberden recht gottſeelig, und bey ſittſamen Minen und Gebraͤuchen recht klug ſey.","norm":"Gotthart sprach: Monsieur Lübel, er wird doch zugestehen müssen, dass manche Frauensperson bei einen reinen Kleide überaus häuslich, bei andächtigen Gebärden recht gottseelig, und bei sittsamen Minen und Gebräuchen recht klug sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.287399768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4166,"date":1719,"orig":"So erſiehet man ja in ihren lieblich und annehmen Geberden, die Hold-und Leutſeeligkeit, die einen Liebhabenden durchaus vergnuͤgend machen koͤnnen.","norm":"So ersieht man ja in ihren lieblich und annehmen Gebärden, die Hold-und Leutseligkeit, die einen Liebhabenden durchaus vergnügend machen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144999980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4167,"date":1719,"orig":"Stille!","norm":"Stille!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.618299961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4168,"date":1719,"orig":"Stille! mit der Hold und Leutſeeligkeit; mein Herr verſetzte Luͤbel, dieſes ſind die verfluchte Lockpfeiffen, und der Strick von welchen Salomon ſaget, daß man mit demſelben den Narren zur Schlachtbanck fuͤhret, gehet ihnen einer an, und thut einmahl einen Fehltritt, oder rencket das Maul auf die ihr ungefaͤllige Seite, ſo wird man ihre Holdſeeligkeit in Veraͤnderung eines ſcheußlichen Geſichts, raſenden Geberden, und ihre Leutſeeligkeit in Verleumbden calumniren und austragen, als wann einer der aͤrgſte Schelm waͤre, verſpuͤren.","norm":"Stille! mit der Hold und Leutseligkeit; mein Herr versetzte Lübel, dieses sind die verfluchte Lockpfeifen, und der Strick von welchen Salomon sagt, dass man mit demselben den Narren zur Schlachtbank führt, geht ihnen einer an, und tut einmal einen Fehltritt, oder renket das Maul auf die ihr ungefällige Seite, so wird man ihre Holdseligkeit in Veränderung eines scheußlichen Gesichts, rasenden Gebärden, und ihre Leutseligkeit in Verleumden calumniren und austragen, als wann einer der ärgste Schelm wäre, verspüren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.119100093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4169,"date":1719,"orig":"Zuweilen loben ſie den groͤßten Spitzbuben, der ihnen etwa eine gebogne Knie gemacht hat, hergegen einen wohl qualeficirten Menſchen, wañ er ohngefehr ohne Hut-ruͤcken in Gedancken einmahl vor ſie vorbey gangen iſt, Holuncken ſie dergeſtalt aus, als wann er erſt von Saͤu- Hirten gleich dem verlohrnen Sohne nach Hauſe kommen waͤre.","norm":"Zuweilen loben sie den größten Spitzbuben, der ihnen etwa eine gebogene Knie gemacht hat, hingegen einen wohl qualeficirten Menschen, wann er ungefähr ohne Hut-Rücken in Gedanken einmal vor sie vorbeigegangen ist, Holunken sie dergestalt aus, als wann er erst von Säu-Hirten gleich dem verlorenen Sohne nach Hause kommen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.980400085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4170,"date":1719,"orig":"Jhre Affecten koͤnnen ſie nie bergen, als zu einer bevorſtehenden Rache, die, wann ſie nicht alſobald den Effect und Wirckung ſehen, fahren ſie aus der Haut, da wollen ſie ihnen ein Meſſer ins Hertz, warumb nicht anderswohin ſtechen, oder ſich erhencken, vielleicht mit einen verbrandten Zwirns-Faden an einen Bett-Stollen; endlich muß die Seeligkeit gar herhalten, deren ſie ſich verzeihen, wo nicht gar das Teufel holen darzu kommt, und ſolche Puͤrſchlein ſpricht Syrach, werden ſo ſcheußlich wie ein Sack, was er hier unter den Wort Sack verſtehet, wird das boͤſe Frauen- Zimmer, zumahln ſie ſolchen Sack zu gewiſſen Zeiten ſelbſt am Leibe tragen, ſchon urtheilen.","norm":"Ihre Affekten können sie nie bergen, als zu einer bevorstehenden Rache, die, wann sie nicht alsobald den Effekt und Wirkung sehen, fahren sie aus der Haut, da wollen sie ihnen ein Messer ins Herz, warum nicht anderswohin stechen, oder sich erhencken, vielleicht mit einen verbrannten Zwirnsfaden an einen Bettstollen; endlich muss die Seligkeit gar herhalten, deren sie sich verzeihen, wo nicht gar das Teufel holen dazukommt, und solche Pürschlein spricht Syrach, werden so scheußlich wie ein Sack, was er hier unter den Wort Sack verstehet, wird das böse Frauen-Zimmer, zumal sie solchen Sack zu gewissen Zeiten selbst am Leibe tragen, schon urteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36329984664917} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4171,"date":1719,"orig":"Monſieur Luͤbel, ſagte Siegfried, ich muß aber dennoch mit eben den Syrach zugeſtehen: daß ein wohlge zogen Weib nicht mit Gelde zu bezahlen ſey, und ein Weib das ſchweigen kan, ſey eine Gabe GOttes/ und waͤre nichts koͤſtlichers auf Erden, als ein zuͤchtig und keuſches Weib.","norm":"Monsieur Lübel, sagte Siegfried, ich muss aber dennoch mit eben den Syrach zugestehen: dass ein wohlige zogen Weib nicht mit Gelde zu bezahlen sei, und ein Weib das schweigen kann, sei eine Gabe Gottes / und wäre nichts Köstlicheres auf Erden, als ein züchtig und keusches Weib.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.377600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4172,"date":1719,"orig":"Ein ſchoͤn Weib, das fromm bleibet und den HErrn fuͤrchtet, iſt wie die helle Lampen auf den heiligen Leuchter.","norm":"Ein schön Weib, das fromm bleibt und den Herrn fürchtet, ist wie die helle Lampen auf den heiligen Leuchter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.794099807739258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4173,"date":1719,"orig":"Oho! rieff Luͤbel, Oho! das ſind rare Voͤgel, man wird in Teutſchland ehe zehen Schnee-Voͤgel als ein ſolches Weib finden.","norm":"Oho! rief Lübel, Oho! das sind rare Vögel, man wird in Deutschland ehe zehn Schnee-Vögel als ein solches Weib finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6442999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4174,"date":1719,"orig":"Ja wann ſie ſchweigen kan, ich habe von der Arth noch keine geſehen, aber plaudern genung, und geben in Ausuͤbung ihrer ſchoͤnen Tugenden einen ſo hellen Schein von ſich, als ein Stuͤck ungeglim̃ter Torff auf den Dreyfuß unter den Camin; Man ſiehet die Keuſchheit und Zucht an ihnen, wann ſie den Bier-Becher und Wein-Kaͤnnlein ausſtuͤrtzen, da gehet ſie auf zerſchnittenen Steltzen.","norm":"Ja wann sie schweigen kann, ich habe von der Art noch keine gesehen, aber plaudern genug, und geben in Ausübung ihrer schönen Tugenden einen so hellen Schein von sich, als ein Stück ungeglimmter Torf auf den Dreifuß unter den Kamin; man sieht die Keuschheit und Zucht an ihnen, wann sie den Bier-Becher und Wein-Kännlein ausstürzen, da geht sie auf zerschnittenen Stelzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095600128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4175,"date":1719,"orig":"Doch muß ich bekennen gab Siegfried vor, daß das Frauen- Zimmer vom Gemuͤthe beſtaͤndiger als das Manns-Volck ſey, welches mehrentheils in Flandern zu Hauſe gehoͤret, eine umb die andere wehlet, auch wohl etliche zugleich auf ihre Rolle ſetzet, ſie zu ehlichen, und wann ſie nur wolten, allen das Ja-Wort gibt, und in Erlaubung dem Salomon in Weiber-nehmen nachfolgen, oder wohl gar uͤbertreffen wuͤrde, weßwegen auch Syrach dergleichen Weibes-Perſonen denen goldenen Saͤulen auf ſilbernen Stuͤhlen vergleichet.","norm":"Doch muss ich bekennen gab Siegfried vor, dass das Frauen-Zimmer vom Gemüte beständiger als das Mannsvolk sei, welches mehrenteils in Flandern zu Hause gehöret, eine um die andere wählet, auch wohl etliche zugleich auf ihre Rolle setzet, sie zu ehelichen, und wann sie nur wollten, allen das Ja-Wort gibt, und in Erlaubung dem Salomon in Weibernehmen nachfolgen, oder wohl gar übertreffen würde, weswegen auch Syrach dergleichen Weibespersonen denen goldenen Säulen auf silbernen Stühlen vergleicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.69379997253418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4176,"date":1719,"orig":"Jndem Siegfried ſolches redete: wolte Luͤbel faſt von Sinnen kommen, ſtund von ſeinem Sitze auf, ſchlug mit der Hand auf den Tiſch, ſagende: Was? beſtaͤndig von Gemuͤthe, gleich denen Egyptiſchen Rohr-Staͤben, welche ſo man ſich darauff lehnet zerbrechen, und einen in die Arme ſtoſſen.","norm":"Indem Siegfried solches redete: wollte Lübel fast von Sinnen kommen, stand von seinem Sitze auf, schlug mit der Hand auf den Tisch, sagende: was? beständig von Gemüte, gleich denen ägyptischen Rohr-Stäben, welche so man sich darauf lehnet zerbrechen, und einen in die Arme stoßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5131001472473145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4177,"date":1719,"orig":"Man ſiehet ihre Beſtaͤndigkeit aus der vermaledeyten Hoffarth und Ehrſucht, wie es gleich einen wanckenden Schiff in denen Wellen der uͤberfluͤßigen Gedancken herumb wallet, und moͤchte man ſie eher einer Unruh an einen hoͤltzernen Bratenwender, der in einen eiſernen Gehaͤuſe ſtehet, vergleichen.","norm":"Man sieht ihre Beständigkeit aus der vermaledeiten Hoffart und Ehrsucht, wie es gleich einen wankenden Schiff in denen Wellen der überflüssigen Gedanken herum wallet, und möchte man sie eher einer Unruhe an einen hölzernen Bratenwender, der in einen eisernen Gehäuse steht, vergleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.125699996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4178,"date":1719,"orig":"Eckarth winckte denen Beyden Gotthart und Siegfrieden mit denen Augen, um den Diſcours zu veraͤndern.","norm":"Eckart winkte denen Beiden Gotthart und Siegfrieden mit denen Augen, um den Discours zu verändern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.353600025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4179,"date":1719,"orig":"Ob nun wohl Gotthart was anders zu reden anfangen wolte, war doch Luͤbel in ſeinen Eyfer gantz entzuͤndet, drumb fuhr er fort.","norm":"Ob nun wohl Gotthart was anders zu reden anfangen wollte, war doch Lübel in seinen Eifer ganz entzündet, darum fuhr er fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.099299907684326} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4180,"date":1719,"orig":"Dieſe Lock- Fincken, wann ſie nun einen ins Garn bracht haben, wiſſen ſie nicht, wie ſie einen ſolchen Menſchen genung tribuliren ſollen.","norm":"Diese Lock-Fincken, wann sie nun einen ins Garn brachte haben, wissen sie nicht, wie sie einen solchen Menschen genug tribulieren sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.031300067901611} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4181,"date":1719,"orig":"Jſt er reich, ſo werden ſie tauſenderley feinten, die ſie mit ihren Schweſtern ausſinnen, vorbringen; das Geld zu ihrer Hoffarth auszulocken, entweder ſie ziehen es dem Koſt-Geld ab, oder fordern es mit Liebkoſen, oder mit Vorwendung ihres Standes, wann dieſes nicht angehet, fahen ſie an zu weinen, geben vor, der Mann habe ſie nicht ſo lieb, wie dieſer oder jener ſein Weib hat, etliche poldern, und gehen endlich anderer Nahrung nach.","norm":"Ist er reich, so werden sie tausenderlei feinten, die sie mit ihren Schwestern aussinnen, vorbringen; das Geld zu ihrer Hoffart auszulocken, entweder sie ziehen es dem Kostgeld ab, oder fordern es mit Liebkosen, oder mit Vorwendung ihres Standes, wann dieses nicht angehet, fangen sie an zu weinen, geben vor, der Mann habe sie nicht so lieb, wie dieser oder jener sein Weib hat, etliche Poldern, und gehen endlich anderer Nahrung nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.75029993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4182,"date":1719,"orig":"Jſt das Reichthum auf ihrer Seite, ſo gehet das Hertzeleid erſt recht an, da heiſt es: Du Holuncke, du Caltaunen Schlucker, was haͤtteſt du, wenn du es nicht mit mir bekommen, das Hembde, was du auf deinem Leibe haſt, iſt nicht deine, wann ich es dir nicht geſchafft haͤtte, durch mich biſt du ein Mann worden, du Schufft, du Covent-Stutzer, iſt es doch das Meinige; Genung daß ich es haben will, was gehet es dich an.","norm":"Ist das Reichtum auf ihrer Seite, so geht das Herzeleid erst recht an, da heißt es: Du Holunke, du Kaldaunen Schlucker, was hättest du, wenn du es nicht mit mir bekommen, das Hemd, was du auf deinem Leibe hast, ist nicht deine, wann ich es dir nicht geschafft hätte, durch mich bist du ein Mann worden, du Schuft, du Covent-Stutzer, ist es doch das Meinige; genug dass ich es haben will, was geht es dich an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.196800231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4183,"date":1719,"orig":"Jſt nun der Mann ein Sie-Fuchs, ſo muß er ihre naͤrriſche Weiſe billichen, fliegen abeꝛ nach veꝛnuͤnfftiger Erinnerung, wann die nichts fruchten wollen, Weßpen herumb, ſo brum̃en ſie ſo lange, biß Brembſen und Hornuͤſſen darzu kommen, da mag der Mann ſchauen, daß er ſeit-werts aus ſeinen Gang nehme.","norm":"Ist nun der Mann ein Sie-Fuchs, so muss er ihre närrische Weise billigen, fliegen aber nach vernünftiger Erinnerung, wann die nichts fruchten wollen, Wespen herum, so brummen sie so lange, bis bremsen und Hornissen dazukommen, da mag der Mann schauen, dass er seitwärts aus seinen Gang nehme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.035799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4184,"date":1719,"orig":"Jſt ſie aus vornehmen Geſchlechte, oder kommt der Mann durch die Freundſchafft ins Auffnehmen, ſo ſind der offenen Helme ſo viel, daß Adam bey ſeinen letzteren Uhr Enckel von ſelbigen noch was uͤbrig haben wuͤrde, denen Nachkommen der dritten Welt etliche mitzutheilen.","norm":"Ist sie aus vornehmen Geschlecht, oder kommt der Mann durch die Freundschaft ins Aufnehmen, so sind der offenen Helme so viel, dass Adam bei seinen letzteren Uhr Enkel von selbigen noch was übrig haben würde, denen Nachkommen der dritten Welt etliche mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.977499961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4185,"date":1719,"orig":"Da heiſt es, du muſt wiſſen daß ich eine von Adel bin, und du keine Vieh-Magd bekommen haſt, waͤren meine Freunde nicht, du haͤtteſt laͤngſten das Bettel- Brodt freſſen muͤſſen.","norm":"Da heißt es, du musst wissen dass ich eine von Adel bin, und du keine Viehmagd bekommen hast, wären meine Freunde nicht, du hättest längsten das Bettel-Brot fressen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313600063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4186,"date":1719,"orig":"Eckarth fiel ihm in die Rede und ſagte, Monſieur Luͤbel, er beliebe ein Pfeiffgen Taback mit zu rauchen; Er ſage mir doch, wie lange iſt der Herr hier in Flixen?","norm":"Eckart fiel ihm in die Rede und sagte, Monsieur Lübel, er beliebe ein Pfeifen Tabak mitzurauchen; er sage mir doch, wie lange ist der Herr hier in Flixen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.330999851226807} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4187,"date":1719,"orig":"Luͤbel antwortete:","norm":"Lübel antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.3317999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4188,"date":1719,"orig":"Es wird faſt ein halb Jahr ſeyn, daß ich mich hier aufgehalten, denn weil ich etwas Miltz-Beſchwerung habe, habe ich mich hier unter Herrn Melchers des Pfarr- Herrn dieſes Dorffes Cur begeben, ich verſpuͤre aber noch keine Beſſerung.","norm":"Es wird fast ein halb Jahr sein, dass ich mich hier aufgehalten, denn weil ich etwas Milzbeschwerung habe, habe ich mich hier unter Herrn Melchers des Pfarr-Herrn dieses Dorffes Kur begeben, ich verspüre aber noch keine Besserung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.967899799346924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4189,"date":1719,"orig":"Jſt es denn ſchon lange Zeit daß er dem Ubel unterworffen geweſen? fragte Eckarth.","norm":"Ist es denn schon lange Zeit dass er dem Übel unterworfen gewesen? fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.570199966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4190,"date":1719,"orig":"Er antwortete:","norm":"Er antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.494100093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4191,"date":1719,"orig":"Es wird nun bey nahe drey Jahr ſeyn, daß dieſer Zufall mich angegriffen hat.","norm":"Es wird nun bei nahe drei Jahr sein, dass dieser Zufall mich angegriffen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486599922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4192,"date":1719,"orig":"Wohl denn ſprach Eckarth, dem Ubel iſt noch wohl zu rathen.","norm":"Wohl denn sprach Eckart, dem Übel ist noch wohl zu raten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816100120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4193,"date":1719,"orig":"Es ſind ja erfahrne Medici in Suſapa, deren Cur vertraue er ſich, die werden hierinnen ſchon Rath wiſſen, ein bequemes Vomitiv, und hernach præcipitantia mit wenigen Salibus Volatilibus und Fixis vermiſcht, bevoraus Diuretica werden in dieſen Zufall das beſte thun.","norm":"Es sind ja erfahrene Medici in Susapa, deren Kur vertraue er sich, die werden hierinnen schon Rat wissen, ein bequemes Vomitiv, und hernach praecipitantia mit wenigen Salibus Volatilibus und Fixis vermischt, bevoraus Diuretika werden in diesen Zufall das Beste tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.388000011444092} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4194,"date":1719,"orig":"Hiermit rieff der Wirth Luͤbeln, worauf er von unſeren Reiſenden freundlichen Abſchied nahm, mit Verſprechen:","norm":"Hiermit rief der Wirt Lübeln, worauf er von unseren Reisenden freundlichen Abschied nahm, mit Versprechen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.921500205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4195,"date":1719,"orig":"Herrn Eckarths-Rath getreulich zu folgen, deme er auch nachmahls nachkom̃en, und gluͤcklich curiret worden.","norm":"Herrn Ekarts-Rat getreulich zu folgen, dem er auch nachmals nachkommen, und glücklich kurieret worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654900074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4196,"date":1719,"orig":"Wie er nun abgetreten war, ſprach Eckarth:","norm":"Wie er nun abgetreten war, sprach Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4197,"date":1719,"orig":"Ach ſchade umb dieſen lieben Menſchen, weil die Gramſchafft gegen das Frauen-Zimmer allzuhefftig iſt, will ich mich verwetten, er habe von einer Weibes-Perſon umb ſie zu lieben, etwas empfangen.","norm":"Ach schade um diesen lieben Menschen, weil die Gramschaft gegen das Frauenzimmer heftig ist, will ich mich verwetten, er habe von einer Weibsperson um sie zu lieben, etwas empfangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992499828338623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4198,"date":1719,"orig":"Lyſander wandte ein, es waͤre eine groſſe Thorheit, wann eine Perſon, durch dergleichen Liebes-Trunck die Liebe von einer andern Perſon erzwingen will.","norm":"Lysander wandte ein, es wäre eine große Torheit, wann eine Person, durch dergleichen Liebestrunk die Liebe von einer anderen Person erzwingen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293499946594238} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4199,"date":1719,"orig":"Ja wohl verſetzte Siegfried, zumahln wann ſie den Geliebten ſchaͤndliche Veꝛmiſchungẽ zu trincken geben, aus welchen nichts anders als Wahnwitz, Unſinnigkeit u. der Tod ſelbſten erfolget.","norm":"Ja wohl versetzte Siegfried, zumal wann sie den Geliebten schändliche Vermischungen zu trinken geben, aus welchen nichts anders als Wahnwitz, Unsinnigkeit u. der Tod selbst erfolget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44379997253418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4200,"date":1719,"orig":"Die mumialiſche Transplantation koͤnte endlich hierinnen ohne Schaden etwas verrichten, wo aber beyderſeits Affection erſt ſoll erzwungen werden, wird darzu ſchwerlich etwas koͤnnen ausgefunden werden.","norm":"Die mumialische Transplantation könnte endlich hierinnen ohne Schaden etwas verrichten, wo aber beiderseits Affektion erst soll erzwungen werden, wird dazu schwerlich etwas können herausgefunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.258200168609619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4201,"date":1719,"orig":"Dieweil nun unter waͤhrenden Diſcourſen die Zeit zur Nacht-Ruhe herannahete: legten ſich unſere Reiſende auf die Streue, und fuhren den Morgen darauf nach Bezahlung des Wirths vollends biß Suſapa, woſelbſt ſie um 8. Uhr Vormittage anlangten.","norm":"Dieweil nun unter währenden Diskursen die Zeit zur Nachtruhe herannahte: legten sich unsere Reisende auf die Streue, und fuhren den Morgen darauf nach Bezahlung des Wirts vollends bis Susapa, woselbst sie um 8. Uhr Vormittage anlangten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.245699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4202,"date":1719,"orig":"Lyſander bath unſere Compagnie, ihr Logiment bey ihme zu nehmen und mit ſeiner Hauß- Koſt content zu ſeyn.","norm":"Lysander bat unsere Compagnie, ihr Logement bei ihm zu nehmen und mit seiner Hauß-Kost content zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.300899982452393} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4203,"date":1719,"orig":"Eckarth aber bedanckte ſich vor angetragene Courteſie, vorwendend, daß ſie nicht Zeit zu verziehen haͤtten und legten ſich daſelbſt in den Gaſt-Hoff zum ſchwartzen Adler ein, den Tag uͤber, beſahen ſie alles was merckwuͤrdig zu beſehen war; und weiln den andern Tag darauf gleich eine Gelegenheit nach Biſantora gieng, bedungen ſie mit dem Land- Kutſcher, und nachdem ſie alles in gute Richtigkeit geſtellet hatten fuhren ſie unter Goͤttlichen Geleite biß dahin; es fiel aber Unterweges nichts remarquables fuͤr.","norm":"Eckart aber bedankte sich vor angetragene Courtesie, vorwendend, dass sie nicht Zeit zu verziehen hätten und legten sich daselbst in den Gasthof zum Schwarzen Adler ein, den Tag über, besahen sie alles was merkwürdig zu besehen war; und weil den anderen Tag darauf gleich eine Gelegenheit nach Bisantora ging, bedungen sie mit dem Land-Kutscher, und nachdem sie alles in gute Richtigkeit gestellt hatten fuhren sie unter Göttlichen Geleite bis dahin; es fiel aber Unterwegs nichts remarquables für.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.284200191497803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4204,"date":1719,"orig":"Das XVII. Capitel.","norm":"Das XVII. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.609300136566162} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4205,"date":1719,"orig":"Lob der Stadt Biſantora.","norm":"Lob der Stadt Bisantora.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.094799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4206,"date":1719,"orig":"Vierling ſchreibet an Eckarthen mit Uberſendung eines Wechſels an Herrn Otto Buͤhrens/ der auf Eckarths Anſuchen einen neuen Wechſel nach Venedig an Rufilio uͤbermacht.","norm":"Vierling schreibet an Eckarten mit Übersendung eines Wechsels an Herrn Otto Bührens / der auf Ekarts Ansuchen einen neuen Wechsel nach Venedig an Rufilio übermacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.278200149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4207,"date":1719,"orig":"Trauriger Caſus mit Herr D. Metzgern/ welcher durch ein Rad eines Miſt- Wagens ertoͤdtet wurde/ macht einen Schwediſchen Cavallier kleinmuͤthig/ deſſen Reſolution, weil er die Vaticinia e Chiromantia hoch haͤlt.","norm":"Trauriger Kasus mit Herr D. Metzgern / welcher durch ein Rad eines Mist-Wagens ertötet wurde / macht einen Schwedischen Cavalier kleinmütig / dessen Resolution, weil er die Vaticinia e Chiromantia hochhält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.239099979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4208,"date":1719,"orig":"Eckarth beweiſet die Ungewißheit der Chiromantie duꝛch ſein eigen Exempel/ Hiſtoꝛia davon; des Cavalliers Gegen-Einwendung.","norm":"Eckart beweiset die Ungewissheit der Chiromantie durch sein eigen Exempel / Historia davon; des Kavaliers Gegen-Einwendung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.978300094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4209,"date":1719,"orig":"Zwey Herren vermoͤgen unſere Reiſende mit ihnen in einen Garten ſich zu divertiren.","norm":"Zwei Herren vermögen unsere Reisende mit ihnen in einen Garten sich zu divertieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.493199825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4210,"date":1719,"orig":"Renner diſcurrirt von der Chiromantien/ zeiget vor/ was ſie ſey/ wormit ſie zu thun habe/ und was bey ihr anzumercken ſey.","norm":"Renner diskurriert von der Chiromantien / zeiget vor / was sie sei / womit sie zu tun habe / und was bei ihr anzumerken sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.120699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4211,"date":1719,"orig":"Jhre ehemahlige Hochachtung/ und jetzige Geringhaltung.","norm":"Ihre ehemalige Hochachtung / und jetzige Geringhaltung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.197299957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4212,"date":1719,"orig":"Siegfrieds Vortrag/ woher die Liniamenten in denen Haͤnden herkommen ſollen/ verwirfft er.","norm":"Siegfrieds Vortrag / woher die Liniamenten in denen Händen herkommen sollen / verwirft er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.626699924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4213,"date":1719,"orig":"Wie auch die gewiſſe Wahrſagung aus denen Haͤnden.","norm":"Wie auch die gewisse Wahrsagung aus denen Händen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.712200164794922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4214,"date":1719,"orig":"Eckarths Einreden und Gutachten von der Chiromantie und wie weit ſelbige zu æſtimiren ſey.","norm":"Ekarts Einreden und Gutachten von der Chiromantie und wie weit selbige zu ästimieren sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.445000171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4215,"date":1719,"orig":"Wachtel ſtellet die Phyſiognomie vor/ der Kellner meldet eine Planeten-Leſerin an/ wird eingelaſſen; Eckarths Frage an ſie/ und ihre Antwort? laͤſſet ihm von ihr wahrſagen/ welches auch die andern thun/ ſie verwundern ſich ihrer Wiſſenſchafft halber/ geben ihr ein Trinck-Geld.","norm":"Wachtel stellet die Physiognomie vor / der Kellner meldet eine Planetenleserin an / wird eingelassen; Ekarts Frage an sie / und ihre Antwort? lässt ihm von ihr wahrsagen / welches auch die anderen tun / sie verwundern sich ihrer Wissenschaft halber / geben ihr ein Trinkgeld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.792200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4216,"date":1719,"orig":"Sie gibt auf Eckarths Frage guten Beſcheid und gehet wieder ab.","norm":"Sie gibt auf Ekarts Frage guten Bescheid und geht wieder ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.242800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4217,"date":1719,"orig":"Nach dem lobet ſie Eckarth und die andern Herren ihrer accuraten Vorſagung/ geſchehener Begebenheiten wegen.","norm":"Nach dem lobet sie Eckart und die anderen Herren ihrer akkuraten Vorsagung / geschehener Begebenheiten wegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.406700134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4218,"date":1719,"orig":"Gottharts Præſumtion von dem Weibe/ widerleget Eckarth.","norm":"Gottharts Präsumtion von dem Weibe / widerleget Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.494200229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4219,"date":1719,"orig":"Wachtel faͤhret fort in Vorſtellung der Phyſiognomie/ fuͤhret Joh. Baptiſt.","norm":"Wachtel fährt fort in Vorstellung der Physiognomie / führt Joh. Baptist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.718100070953369} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4220,"date":1719,"orig":"Portæ Beſchreibung von derſelben an.","norm":"Portae Beschreibung von derselben an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.616800308227539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4221,"date":1719,"orig":"Siegfried ſaget/ daß dieſe Wiſſenſchafft vornehmlich denen Medicis und Reiſenden zutraͤglich ſey; Hiſtorien von deyden.","norm":"Siegfried sagt / dass diese Wissenschaft vornehmlich denen Medicis und Reisenden zuträglich sei; Historien von deyden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.676700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4222,"date":1719,"orig":"Die Herren nehmen Abſchied und gehen ihren Quartier zu.","norm":"Die Herren nehmen Abschied und gehen ihren Quartier zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.61460018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4223,"date":1719,"orig":"Ein Weib flucht ihren Sohne/ ſo Eckarth improbirt/ mit Errinnerung/ daß bey rechter Zucht man die Straffe mit Fluchen und Verwuͤntſchen nicht vermiſchen ſoll/ und was bey geſchehenen Fall zu thun ſey.","norm":"Ein Weib flucht ihren Sohne / so Eckart improbirt / mit Erinnerung / dass bei rechter Zucht man die Straffe mit Fluchen und Verwünschen nicht vermischen soll / und was bei geschehenen Fall zu tun sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.646299839019775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4224,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende nehmen von allen Abſchied und ſetzen ihre vorhabende Reiſe nach Eger fort; Unterwegens kommt ein Mann mit einen groſſen Schweine gefahren/ der ſie ſolches umb ein Trinck-Geld ſehen laͤßt.","norm":"Unsere Reisende nehmen von allen Abschied und setzen ihre vorhabende Reise nach Eger fort; Unterwegs kommt ein Mann mit einen großen Schweine gefahren / der sie solches um ein Trinkgeld sehen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.154300212860107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4225,"date":1719,"orig":"Medicina Stercoraria iſt nicht zu verwerffen/ gibt in Kranckheiten guten Nutzen.","norm":"Medicina Stercoraria ist nicht zu verwerfen / gibt in Krankheiten guten Nutzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.836400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4226,"date":1719,"orig":"Andreas erzehlet eine Hiſtoria die in Pohlen zwiſchen einen Herrn und Juden geſchehen ſey.","norm":"Andreas erzählt eine Historia die in Polen zwischen einen Herrn und Juden geschehen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.411399841308594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4227,"date":1719,"orig":"Action im Staͤdtlein mit dem Schwein-Fuͤhrer und denen Jungen.","norm":"Aktion im Städtlein mit dem Schwein-Führer und denen Jungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5731000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4228,"date":1719,"orig":"Nach verrichteter Abend-Mahlzeit und kleiner Divertirung legen unſere Reiſende ſich ſchlaffen.","norm":"Nach verrichteter Abendmahlzeit und kleiner Divertierung legen unsere Reisende sich schlafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.473100185394287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4229,"date":1719,"orig":"WEil nun Biſantora eine Stadt von groſſer Conſideration war, ſo wohl ihrer Schoͤnheit als der dahingelegten Reichs-Verſammlung wegen; hielten ſich unſere Reiſende daſelbſt in goldenen Creutz auf 8. Tage lang, umb alles Merckwuͤrdige in Augenſchein zu nehmen auf, waͤhrender Verweilung kam ein Brief aus Nilza an Eckarthen von Ignatio Vierling, ihren daſelbſt geweſenen Wirthe.","norm":"Weil nun Bisantora eine Stadt von großer Konsideration war, so wohl ihrer Schönheit als der dahingelegt Reichsversammlung wegen; hielten sich unsere Reisende daselbst in goldenen Kreuz auf 8. Tage lang, um alles merkwürdige in Augenschein zu nehmen auf, währender Verweilung kam ein Brief aus Nilza an Eckarten von Ignatio Vierling, ihren daselbst gewesenen Wirte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.949900150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4230,"date":1719,"orig":"Der ſich wegen wieder erlangter Geſundheit ſeiner Ehe-Liebſten gegen Eckarthen zu tauſendmahl bedanckte, beynebenſt lag in den Brief ein Wechſel-Zettel auf 100. Ducaten in ſpecie an Herrn Otto Buͤhrens Kauff-Herrn in Biſantora, bey Empfang ohne Nachſicht zu zahlen, zugleich mit berichtende, daß den andern Tag nach ſeiner Abreiſe von denen Raͤubern die Ducaten E. E. Rath, und von ihnen ihm ſolche ohn einiges Entgeld an Herr Eckarthen abzuſenden uͤbergeben worden.","norm":"Der sich wegen wieder erlangter Gesundheit seiner Eheliebsten gegen Eckarten zu tausendmal bedankte, beinebenst lag in den Brief ein Wechselzettel auf 100. Dukaten in specie an Herrn Otto Bührens Kaufherrn in Bisantora, bei Empfang ohne Nachsicht zu zahlen, zugleich mit berichtende, dass den anderen Tag nach seiner Abreise von denen Räubern die Dukaten E. E. Rat, und von ihnen ihm solche ohne einiges Entgelt an Herr Eckarten abzusenden übergeben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.365499973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4231,"date":1719,"orig":"Eckarth nach empfangenen Gelde nahm 50. Ducaten, und ließ ſie durch gemeldeten Kauff-Herrn, weiln er ſeine Correſpondenz nach Venedig hatte, per Wechſel an Ruſilio uͤbermachen, wobey er zugleich ſeine Obligation der von ihm ihme vorgelehnten 100. Rthlr. mit einſchloß, nebenſt Vermeldung, welcher geſtalt er wieder zu ſeinem Gelde kommen waͤre.","norm":"Eckart nach empfangenen Gelde nahm 50. Dukaten, und ließ sie durch gemeldeten Kaufherrn, weil er seine Korrespondenz nach Venedig hatte, per Wechsel an Rusilio übermachen, wobei er zugleich seine Obligation der von ihm ihm vorgelehnten 100. Rthlr . mit einschloss, neben Vermeldung, welcher Gestalt er wieder zu seinem Gelde kommen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551599979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4232,"date":1719,"orig":"Unter waͤrender Zeit, trug ſich daſelbſt ein unvermutheter trauriger Caſus zu, mit einem beruͤhmten Doctore Medicinæ Metzger genannt.","norm":"Unter währender Zeit, trug sich daselbst ein unvermuteter trauriger Kasus zu, mit einem berühmten Doctore Medicinae Metzger genannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.388199806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4233,"date":1719,"orig":"Dieſer Medicus wird zu einen gefaͤhrlichen Patienten in Mit- Begleitung zweyer Capuciner auffs Land geholet, wie ſie nun in Ruͤckwege in einer engen Gaſſe nicht ferne vom Thore mit ihren Wagen kamen, begegnete ihnen ein Wagen mit Miſte, daß ſie mit denen Raͤdern in einander kamen, der Doctor Metzger ſteiget mit denen Patribus ab, und bemuͤhete ſich ihren Wagen abzuruͤcken daß der beladene Miſt-Wagen vorbey fahren koͤnte/ indem der Miſt-Wagen fortfuhr, gleitet der Doctor mit den Fuͤſſen, und kommt in Fallen mit den Kopff unter das Rad, welches ihn uͤber den Halß fuhr, daß er auf der Stelle ſein Leben endigen muſte:","norm":"Dieser Medikus wird zu einen gefährlichen Patienten in Mit-Begleitung zweier Kapuziner aufs Land geholt, wie sie nun in Rückwege in einer engen Gasse nicht ferne vom Tore mit ihren Wagen kamen, begegnete ihnen ein Wagen mit Miste, dass sie mit denen Rädern ineinander kamen, der Doktor Metzger steiget mit denen Patribus ab, und bemühte sich ihren Wagen abzurücken dass der beladene Mistwagen vorbeifahren könnte / indem der Mistwagen fortfuhr, gleitet der Doktor mit den Füßen, und kommt in Fallen mit den Kopf unter das Rad, welches ihn über den Hals fuhr, dass er auf der Stelle sein Leben endigen musste:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326900005340576} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4234,"date":1719,"orig":"Wie dieſer Caſus bey der Tafel erzehlet wurde, war ein Schwediſcher Cavallier mit bey, der erſchrack, daß er erblaßte, ſagende:","norm":"Wie dieser Kasus bei der Tafel erzählt wurde, war ein Schwedischer Cavalier mit bei, der erschrak, dass er erblasste, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.54610013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4235,"date":1719,"orig":"Es ſage mir einer von der Chiromantie was er wolle, ſo glaube ich daß ſolche Wiſſenſchafft accurat ſey.","norm":"Es sage mir einer von der Chiromantie was er wolle, so glaube ich dass solche Wissenschaft akkurat sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7104997634887695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4236,"date":1719,"orig":"Jch habe mit dem ſeeligen Herrn groſſe Vertrauligkeit gepflogen, und weiln wir auch dieſer Wiſſenſchaft ihr Recht thun wolten, wieſe ich ihnen in meinen Liniamenten, daß ich durch das Schwerdt ſterben ſolte, und weiln ich mich ſehr daruͤber betruͤbte, ſprach der liebe Mann zu mir, Monſieur beliebe meine Liniamenten zu betrachten, ich ſoll durchs Rad ſterben.","norm":"Ich habe mit dem seligen Herrn große Vertraulichkeit gepflegt, und weil wir auch dieser Wissenschaft ihr Recht tun wollten, wiese ich ihnen in meinen Liniamenten, dass ich durch das Schwert sterben sollte, und weil ich mich sehr darüber betrübte, sprach der liebe Mann zu mir, Monsieur beliebe meine Liniamenten zu betrachten, ich soll durchs Rad sterben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815800189971924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4237,"date":1719,"orig":"Nun ſind wir ja dergleichen Leuthe, die ſich in Sachen welche ſolche Straffen nach ſich ziehen nicht meliren werden, ob nun wohl den Signaturen ihm keinen durch Ubelthat von der Juſtiz ausgeſprochenen ſchmaͤhlichen Tod verurſacht, ſo hat er doch caſualiter durch das Rad ſein Leben endigen muͤſſen; Jch werde von nun an, dahin bedacht ſeyn, daß mein allergnaͤdigſter Koͤnig und Herr mich nach Hauſe revocire, woſelbſt ich eine ſimulirte Schwachheit an mich nehmen werde, wormit ich zu keinen Officio gezogen werde und alſo in aller Stille meine Lebens-Tag zubringen moͤge.","norm":"Nun sind wir ja dergleichen Leute, die sich in Sachen welche solche Strafen nach sich ziehen nicht melieren werden, ob nun wohl den Signaturen ihm keinen durch Übeltat von der Justiz ausgesprochenen schmählichen Tod verursacht, so hat er doch casualiter durch das Rad sein Leben endigen müssen; Ich werde von nun an, dahin bedacht sein, dass mein allergnädigster König und Herr mich nach Hause revoziere, woselbst ich eine simulierte Schwachheit an mich nehmen werde, womit ich zu keinen Officio gezogen werde und also in aller Stille meine Lebenstag zubringen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.911300182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4238,"date":1719,"orig":"Die Tiſch-Compagnie ſahe den Herrn an, und verwunderten ſich nicht wenig uͤber dieſes Cavalliers ſeine Reden; Eckarth aber ſprach, es trifft nicht eben allezeit ein was die Liniamente in denen Haͤnden vorzeigen ſollen; in meiner Jugend ſagte ein ſehr beruͤhmter Chiromantiſte nach Beſehung meiner Haͤnde zu mir, der Herr nehme ſich in acht, der Strich durch die Lebens-Linie zeiget an, er ſoll durchſtochen werden.","norm":"Die Tischcompagnie sah den Herrn an, und verwunderten sich nicht wenig über dieses Kavaliers seine Reden; Eckart aber sprach, es trifft nicht eben allezeit ein was die Liniamente in denen Händen vorzeigen sollen; in meiner Jugend sagte ein sehr berühmter Chiromantist nach Besehung meiner Hände zu mir, der Herr nehme sich in Acht, der Strich durch die Lebens-Linie zeiget an, er soll durchstochen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452899932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4239,"date":1719,"orig":"Wie ich nun niemahls einigen Glauben zu dieſer Wiſſenſchafft gehabt, laß ich es gehen, ohne dem geringſten Regard zu haben.","norm":"Wie ich nun niemals einigen Glauben zu dieser Wissenschaft gehabt, lass ich es gehen, ohne dem geringsten Regard zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.506899833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4240,"date":1719,"orig":"Nach vier Jahren kom̃e ich wieder an den Orth, da erwehnter Chiromanticus ſich aufhielt, ich zeige ihm meine Haͤnde, und errinnerte ihn, was er vormahls mir raticinirt haͤtte, er verwunderte ſich? ſagende:","norm":"Nach vier Jahren komme ich wieder an den Ort, da erwähnter Chiromanticus sich aufhielt, ich zeige ihm meine Hände, und erinnerte ihn, was er vormals mir raticinirt hätte, er verwunderte sich? sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.375199794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4241,"date":1719,"orig":"Hiervon iſt nicht das geringſte Merckmahl mehr zu obſerviren.","norm":"Hiervon ist nicht das geringste Merkmal mehr zu observieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.814199924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4242,"date":1719,"orig":"Es geſchicht ſolches offtermahlen in toͤdtlichen Verletzung und Kranckheiten, daß die Liniamenten ſich aͤndern, zudem kan man fruͤh bey einen nuͤchtern Menſchen genauere Obſervanz und Vorzeigung haben, als bey einen der geſſen und getruncken hat.","norm":"Es geschieht solches oftmals in tödlichen Verletzung und Krankheiten, dass die Liniamenten sich ändern, zudem kann man früh bei einen nüchtern Menschen genauere Observanz und Vorzeigung haben, als bei einen der gegessen und getrunken hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.339099884033203} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4243,"date":1719,"orig":"Er erzehlte mir eine Hiſtoria von einer hohen Perſon die toͤdtlich verwundet worden, da ſich in waͤhrender Cur die Linea cordis allzuſehr zu brechen anfieng, daß man einen Daumen dazwiſchen legen kunte, die Naͤgel wurden alle weich und die Hoͤfe an denen Naͤgel vergiengen, ſo bald die Perſon ſich ein wenig wieder erholte, ſchloſſe ſich die Linie von Tag zu Tag, daß ſie endlich wurde, wie ſie zuvor geweſen war, dadurch wolte er beſtaͤttigen, daß die Linien wann ſie zunehmen, ein Zeichen der wachſenden Geſundheit ſeyn, hergegen wañ ſie abnehmen oder brechen, ſo nimmt auch die Geſundheit ab.","norm":"Er erzählte mir eine Historia von einer hohen Person die tödlich verwundet worden, da sich in währender Kur die Linea cordis allzu sehr zu brechen anfing, dass man einen Daumen dazwischen legen konnte, die Nägel wurden alle weich und die Höfe an denen Nägel vergingen, sobald die Person sich ein wenig wieder erholte, schloße sich die Linie von Tag zu Tag, dass sie endlich wurde, wie sie zuvor gewesen war, dadurch wollte er bestätigen, dass die Linien wann sie zunehmen, ein Zeichen der wachsenden Gesundheit sein, hingegen wann sie abnehmen oder brechen, so nimmt auch die Gesundheit ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8028998374938965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4244,"date":1719,"orig":"Alſo zweifele ich nicht, das was an mir geſchehen iſt, auch einen andern wiederfahren kan.","norm":"Also zweifele ich nicht, das was an mir geschehen ist, auch einen anderen widerfahren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.862799882888794} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4245,"date":1719,"orig":"Der Schwediſche Cavallier ſprach, die Probe der allzurichtigen Erfolgung iſt leider an den lieben Herrn Doctor allzuwahr worden. GOTT der HERR wende alles Boͤſes, und weil die Mahlzeit verbracht war, nahm der Cavallier ſein Adieu.","norm":"Der Schwedische Cavalier sprach, die Probe der allzurichtigen Erfolgung ist leider an den lieben Herrn Doktor allzu wahr worden . GOTT der Herr wende alles Böses, und weil die Mahlzeit verbracht war, nahm der Cavalier sein Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.854400157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4246,"date":1719,"orig":"Es waren unter denen Tiſch-Gaͤſten zwey Herren, mit Nahmen Renner und Wachtel, die gaben vor, weil der Tag ſo hell und heiter waͤre, wolten ſie die uͤbrige Tages-Zeit in einen Garten ſich divertiren, anbey den geweſenen Diſcours verfolgen, und ihme ihren wenigen Erkaͤntniß nach ſein Recht thun, erſuchten unſere Compagnie wann ſie ſo gut ſeyn und ſie ihnen Geſellſchafft leiſten wolte, wuͤrden ſie es als eine groſſe Gunſt erkennen; Eckarth replicirte: Jch ſchlage meinen Herren ihr Anbiethen nicht aus, denn mit dergleichen Wechſel-Reden die Zeit zu vertreiben, iſt mir jederzeit gar angenehm geweſen, worauff ſie allerſeits in einen Garten nicht weit vor dem Thore, ihr Plaiſir bey einen guten Trunck Reihn- Wein, in einer mitten unter denen Baͤumen ſtehender Loͤbe machten: Renner ſprach:","norm":"Es waren unter denen Tisch-Gästen zwei Herren, mit Namen Renner und Wachtel, die gaben vor, weil der Tag so hell und heiter wäre, wollten sie die übrige Tageszeit in einen Garten sich divertieren, anbei den gewesenen Discours verfolgen, und ihm ihren wenigen Erkenntnis nach sein Recht tun, ersuchten unsere Compagnie wann sie so gut sein und sie ihnen Gesellschaft leisten wollte, würden sie es als eine große Gunst erkennen; Eckart replizierte: Ich schlage meinen Herren ihr anbieten nicht aus, denn mit dergleichen Wechsel-Reden die Zeit zu vertreiben, ist mir jederzeit gar angenehm gewesen, worauf sie allerseits in einen Garten nicht weit vor dem Tore, ihr Plaisir bei einen guten Trunk Reihn-Wein, in einer mitten unter denen Bäumen stehender Lobe machten: Renner sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.388299942016602} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4247,"date":1719,"orig":"ſo viel mir von der Chiromantie wiſſend iſt, kan ich nicht leugnen, daß doch die Unterſchiedligkeit derer Haͤnde der Menſchen zu verwundern, und wird wohl gar ſelten bey zweyen Perſonen in ihren Haͤnden eine Gleichheit der Linien und andern Zeichen gefunden werden.","norm":"so viel mir von der Chiromantie wissend ist, kann ich nicht leugnen, dass doch die Unterschiedlichkeit derer Hände der Menschen zu verwundern, und wird wohl gar selten bei zweien Personen in ihren Händen eine Gleichheit der Linien und anderen Zeichen gefunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.836100101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4248,"date":1719,"orig":"Jch will von dieſer Wiſſenſchafft was ſie in ſich haͤlt generaliter reden; Die Chiromantie, welche, aus denen Menſchlichen Haͤnden ihre Muthmaſſung geſchehener oder kuͤnfftig noch erfolgender Sachen nimmt, werden in ſelbigen die Huͤgel derer Finger als des Daumens-Zeigers und anderer, mit ihren Planeten und Linien, deren die vornehmſten ſind, die Lebens, Natuͤrliche, Leber-und Tiſch-Linie, wie auch andere kleinere, welche vollkommen, oder unvollkommen, dicke oder zart, vorragend oder obliegend, gleich lauffend, oder zertheilt, grade oder krumm uͤberſtreichend, zweyſtreichend, blaͤttrigt, rund, halbrund, ſternhafft, zuſammengehend, und was deren Abtheilung mehr ſind.","norm":"Ich will von dieser Wissenschaft was sie in sich hält generaliter reden; die Chiromantie, welche, aus denen menschlichen Händen ihre Mutmassung geschehener oder künftig noch erfolgender Sachen nimmt, werden in selbigen die Hügel derer Finger als des Daumens-Zeigers und anderer, mit ihren Planeten und Linien, deren die vornehmsten sind, die Lebens, Natürliche, Leber- und Tisch-Linie, wie auch andere kleinere, welche vollkommen, oder unvollkommen, dicke oder zart, vorragend oder obliegend, gleich laufend, oder zerteilt, gerade oder krumm überstreichend, Zweistreichende, blättrig, rund, halbrund, sternhaft, zusammengehend, und was deren Abteilung mehr sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.977499961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4249,"date":1719,"orig":"Jngleichen der rechte und lincke Winckel, drey und viereckt.","norm":"Ingleichen der rechte und Linke Winkel, drei und viereckig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460599899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4250,"date":1719,"orig":"Drey Abſaͤtze derer Saturniniſchen, drey der Milch- Farben, drey der Sonnen und gleich-viel dem Marti zugeeignete Linien, mit den Veneris Cingulo und Umfang, und anderes mehr, auffs genaueſte durchſucht, auffgezeichnet und ausgelegt, was ſolche Vorzeigungen dem Menſchen vor Vortheil oder Schaden bringen:","norm":"Drei Absätze derer Saturnineschen, drei der Milch-Farben, drei der Sonnen und gleichviel dem Marti zugeeignete Linien, mit den Veneris Cingulo und Umfang, und anderes mehr, aufs genaueste durchsucht, aufgezeichnet und ausgelegt, was solche Vorzeigungen dem Menschen vor Vorteil oder Schaden bringen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.886499881744385} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4251,"date":1719,"orig":"Dieſer Wiſſenſchafft recht nachzugruͤbeln, ſind vor uhralten Zeiten Hochgelehrte Leuthe und Philoſophi, wie auch vor unſern Zeiten gefunden worden.","norm":"Dieser Wissenschaft recht nachzugrübeln, sind vor uralten Zeiten Hochgelehrte Leute und Philosophie, wie auch vor unseren Zeiten gefunden worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.254700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4252,"date":1719,"orig":"Anjetzo will dieſe Wiſſenſchafft in Verachtung kommen, ſintemahl ein jedes altes Weib und umblauffende Vettel, wie auch die Welt durch vagirendes Zigeuner-Geſindel, ſich erkuͤhnet denen Leuthen aus der Hand ihr Wohl-oder Wehſtand zu propheceyen daß geſtalten Sachen nach, dieſes Studium vor eine falſche eitele und Luͤgen-volle Wiſſenſchafft gehalten wird: Siegfried ſagte: Mein Profeſſor hielte davor, die Lineamenten in den Haͤnden wuͤrden in Mutterleibe von den Kindern wann ſie krumm und ſitz ende, die mit denen Fingern zugedruckte oder geballte Faͤuſtlein in die Augenwinckel legen, gleichſam als Falten in einen zuſammen gelegten Tuche oder Pappier formiret.","norm":"Jetzt will diese Wissenschaft in Verachtung kommen, sintemal ein jedes altes Weib und umlaufende Vettel, wie auch die Welt durch vagierendes Zigeuner-Gesindel, sich erkühnt denen Leuten aus der Hand ihr Wohl- oder Wehstand zu prophezeien dass gestalten Sachen nach, dieses Studium vor eine falsche eitle und Lügen-volle Wissenschaft gehalten wird: Siegfried sagte: Mein Professor hielte davor, die Lineamenten in den Händen würden in Mutterleibe von den Kindern wann sie krumm und Sitz Ende, die mit denen Fingern zugedrückte oder geballte Fäustlein in die Augenwinkel legen, gleichsam als Falten in einen zusammen gelegten Tuche oder Papier formiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.672299861907959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4253,"date":1719,"orig":"Allein dieweil ich ohne vorgehabtes Unterſuchen Niemanden Beyfall gebe, ſo bin ich dieſen Vorgeben nicht beyfaͤllig worden, zumahln die Unterſchiedenheit ſo wohl der zuſammen gepreßten Zuͤge, als andern Neben-Liniamenten die aus gemeldeter Urſache der Compreſſion nicht herkommen koͤnnen; Daß aber in ausgeſetzter Vaticination eine Gewißheit erfolgen ſolte, laſſe ich mich nicht bereden; Einer hat immer in ſeinen Lernen, dem Meiſter nachgefolget, und durch Zuſatz der Sache einen Schein gegeben, da denn der von ohngefehr geſchehener Effect des Vaticinii, der Kunſt eine Hochachtung gemacht.","norm":"Allein dieweil ich ohne vorgehabtes Untersuchen niemanden Beifall gebe, so bin ich diesen Vorgeben nicht beifällig worden, zumal die Unterschiedenheit so wohl der zusammen gepressten Züge, als anderen Neben-Liniamenten die aus gemeldeter Ursache der Kompression nicht herkommen können; dass aber in ausgesetzter Vaticination eine Gewissheit erfolgen sollte, lasse ich mich nicht bereden; Einer hat immer in seinen Lernen, dem Meister nachgefolgt, und durch Zusatz der Sache einen Schein gegeben, da denn der von ungefähr geschehener Effekt des Vaticinii, der Kunst eine Hochachtung gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.866499900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4254,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4255,"date":1719,"orig":"Mein Herr Sohn, man kan die Chiromantie ſo wenig als die Phyſiognomie und Nativität-Stellung, gantz und gar verwerffen. M. Prætorius in ſeiner herausgegebenen Zigeuner-Karten weiſet, daß die Vaticinia aus denen Haͤnden nicht zu verwerffen ſeyn er gefaͤllt mir gar wohl.","norm":"Mein Herr Sohn, man kann die Chiromantie so wenig als die Physiognomie und Nativität-Stellung, ganz und gar verwerffen. M. Prätorius in seiner herausgegebenen Zigeuner-Karten weiset, dass die Vaticinia aus denen Händen nicht zu verwerfen sein er gefällt mir gar wohl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.377699851989746} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4256,"date":1719,"orig":"Jch halte davor, daß wie in vielen geheimen Wiſſenſchafften die Impreſſion und der darzu kom̃ende Glaube, die voꝛnehmſte Wiꝛckung cauſiret, alſo auch hier, doch ſoll hieraus ſo wenig als aus anderen keine Nothwendigkeit gemacht noch erzwungen werden.","norm":"Ich halte davor, dass wie in vielen geheimen Wissenschaften die Impression und der dazu kommende Glaube, die vornehmste Wirkung kausiert, also auch hier, doch soll hieraus so wenig als aus anderen keine Notwendigkeit gemacht noch erzwungen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.618500232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4257,"date":1719,"orig":"Ein Chriſt iſt ja deſſen belehret, daß beydes ſein Gluͤck und Ungluͤck, Leben und Tod von GOtt der ihm ſein gewiſſes Lebens-Ziel ausgeſetzt hat, komme; doch iſt Warnung und Vorſichtigkeit gut, nur daß man aus denen Fatalibus nicht Fatualia mache:","norm":"Ein Christ ist ja dessen belehret, dass beides sein Glück und Unglück, Leben und Tod von Gott der ihm sein gewisses Lebens-Ziel ausgesetzt hat, komme; doch ist Warnung und Vorsichtigkeit gut, nur dass man aus denen Fatalibus nicht Fatualia mache:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.060500144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4258,"date":1719,"orig":"Hieher kan man mit guten Fug die Nativität- Stellung beyfuͤhren; weil aber von deren Muthmaſſung ſchon anderwerts gedacht und ihre Ungewißheit der Rechnung nach ob ſolche von der Conception oder Geburth zu machen ſey, vorgezeiget worden, wollen wir ſie an ihren Orth geſtellet ſeyn laſſen.","norm":"Hierher kann man mit guten Fug die Nativität-Stellung beyführen; weil aber von deren Mutmassung schon anderwärts gedacht und ihre Ungewissheit der Rechnung nach ob solche von der Konzeption oder Geburt zu machen sei, vorgezeigt worden, wollen wir sie an ihren Ort gestellt sein lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.606900215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4259,"date":1719,"orig":"Wachtel ſagte: dem der Phyſiognomie erwehnet worden, wuͤrden wir hoffentlich die Zeit, wann wir ſolche in ihren Anzeigungen recht als moͤglich unterſuchten, nicht uͤbel anlegen, aus deꝛen partialen Vorſtellungen kan man gewiſſere Vaticinia als aus der Chiromantia ſagen, in waͤhrenden Reden kam der Kellner und fragte:","norm":"Wachtel sagte: Dem der Physiognomie erwähnt worden, würden wir hoffentlich die Zeit, wann wir solche in ihren Anzeigungen recht als möglich untersuchten, nicht übel anlegen, aus deren partialen Vorstellungen kann man gewissere Vaticinia als aus der Chiromantia sagen, in währenden Reden kam der Kellner und fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.26140022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4260,"date":1719,"orig":"Ob ſie etwas verlangten? zugleich vermeldende, daß vor der Thuͤre des Gartens ein Weib, die eine Wahrſagerin und Planeten-Leſerin abgebe, waͤre, wann die Herren ihr in Garten zu ſie zukom̃en erlauben wolten, wuͤrde ſie ihnen ihre Begebniſſe vorſagen; die Compagnie war zu frieden, der Kellner ließ das Weib ein, die gieng zu unſern Herren und machte ihnen einen Reverenz.","norm":"Ob sie etwas verlangten? zugleich vermeldende, dass vor der Türe des Gartens ein Weib, die eine Wahrsagerin und Planetenleserin abgebe, wäre, wann die Herren ihr in Garten zu sie zukommen erlauben wollten, würde sie ihnen ihre Begebnisse vorsagen; die Compagnie war zu Frieden, der Kellner ließ das Weib ein, die ging zu unseren Herren und machte ihnen einen Reverenz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14739990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4261,"date":1719,"orig":"Eckarth war der erſte, der ſie folgender Geſtalt anredete:","norm":"Eckart war der erste, der sie folgender Gestalt anredete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.34089994430542} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4262,"date":1719,"orig":"Mutter koͤñet ihr denn von euch Verlangenden wahrſagen?","norm":"Mutter könnet ihr denn von euch Verlangenden wahrsagen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.201000213623047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4263,"date":1719,"orig":"Sie antwortete:","norm":"Sie antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.294700145721435} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4264,"date":1719,"orig":"ſo viel mir aus der Hand-und Geſichts-Liniamenten wiſſend iſt, werde ich den Begierigen zu willen leben.","norm":"so viel mir aus der Hand-und Gesichts-Liniamenten wissend ist, werde ich den Begierigen zu Willen leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.999599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4265,"date":1719,"orig":"Eckarth gieng mit ihr auf die Seite, damit beſahe ſie ſein Geſichte zu erſt, und hernach die Hand auffs genaueſte, dann erzehlte ſie ihm von vergangenen Geſchichten und was kuͤnfftig ihn begegnen wuͤrde, und warſchauete ihn ſich vor Nachſtellung zu huͤten; Eckarth erſtaunte uͤber ihr Vorbringen, gab ihr einen Gulden, gieng wieder mit ihr zuruͤck in die Loͤbe und ſprach:","norm":"Eckart ging mit ihr auf die Seite, damit besah sie sein Gesichte zuerst, und hernach die Hand aufs genaueste, dann erzählte sie ihm von vergangenen Geschichten und was künftig ihn begegnen würde, und wahrschaute ihn sich vor Nachstellung zu hüten; Eckart erstaunte über ihr Vorbringen, gab ihr einen Gulden, ging wieder mit ihr zurück in die Lobe und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.587600231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4266,"date":1719,"orig":"Wer ihm will wahrſagen laſſen, kan mir nachfolgen.","norm":"Wer ihm will wahrsagen lassen, kann mir nachfolgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.376999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4267,"date":1719,"orig":"Sie lieſſen ihnen das Weib ihre geſchehene und erfolgende Begebniſſe erzehlen, und verwunderten ſich ihrer Wiſſenſchafft, gaben ihr ein jeglicher etwas gehabter Muͤhwaltung wegen, das Weib bedanckte ſich und wolte fuͤrder gehen.","norm":"Sie ließen ihnen das Weib ihre geschehene und erfolgende Begebnisse erzählen, und verwunderten sich ihrer Wissenschaft, gaben ihr ein jeglicher etwas gehabter Mühwaltung wegen, das Weib bedankte sich und wollte fürder gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.232399940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4268,"date":1719,"orig":"Eck arth ſprach zu ihr:","norm":"Eck Art sprach zu ihr:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.381800174713135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4269,"date":1719,"orig":"Mutter verziehet noch ein wenig, gab ihr ein Glaß voll Wein zu trincken: nachdem ſie Beſcheid gethan hatte, fragte ſie Eckarth wie ſie hinter ſolche Wiſſenſchafft kommen waͤre?","norm":"Mutter verziehet noch ein wenig, gab ihr ein Glas voll Wein zu trinken: nachdem sie Bescheid getan hatte, fragte sie Eckart wie sie hinter solche Wissenschaft kommen wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168700218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4270,"date":1719,"orig":"Das Weib antwortete: ſie waͤre ſonſten vom Dorffe gebuͤrthig, ihr Vater der haͤtte ein Buch gehabt, welches ſie geerbet haͤtte, ſeiner Zeit aber haͤtte ſie ihr ſeeliger Vater bey Vorſtellung unterſchiedener Perſonen, wie auch derjenigen die ſich Raths bey ihm erholten, bey Zeigung der Geſichts-und Hand-Liniamenten an ſelbigen, und nachdem aus dem Buche der vorgewieſenen gleich-bezeichneten Liniamenten, unterrichtet, hernach ſie denẽ Leuthen in Præſens des Vaters ihr Schickſal ſagen muͤſſen, da er denn ihre Fehler ihr vorgewieſen, und ſodann nach und nach verbeſſert, biß ſie endlich vollkommener worden.","norm":"Das Weib antwortete: Sie wäre sonsten vom Dorfe gebürtig, ihr Vater der hätte ein Buch gehabt, welches sie geerbt hätte, seiner Zeit aber hätte sie ihr seliger Vater bei Vorstellung unterschiedener Personen, wie auch derjenigen die sich Rats bei ihm erholten, bei Zeigung der Gesichtsund Hand-Liniamenten an selbigen, und nachdem aus dem Buche der vorgewiesenen gleich-bezeichneten Liniamenten, unterrichtet, hernach sie den Leuten in Praesens des Vaters ihr Schicksal sagen müssen, da er denn ihre Fehler ihr vorgewiesen, und sodann nach und nach verbessert, bis sie endlich vollkommener worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.337800025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4271,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte ſie:","norm":"Eckart fragte sie:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.940899848937988} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4272,"date":1719,"orig":"Ob ſie das Buch in ihren Quartier haͤtte?","norm":"Ob sie das Buch in ihren Quartier hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6890997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4273,"date":1719,"orig":"Nein! replicirte ſie:","norm":"Nein! replizierte sie:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sk","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.120100021362305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4274,"date":1719,"orig":"Weil ich es nicht mehr bedarff ſo bleibt es im Dorffe in meinem Hauſe liegen; wiſſet ihr denn nicht wie der heiſt der es gemacht hat? fragte Eckarth weiter, das Weib antwortete: darumb habe ich mich nicht bekuͤmmert.","norm":"Weil ich es nicht mehr bedarf so bleibt es im Dorfe in meinem Hause liegen; wisset ihr denn nicht wie der heißt der es gemacht hat? fragte Eckart weiter, das Weib antwortete: darum habe ich mich nicht bekümmert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712399959564209} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4275,"date":1719,"orig":"Sie lieſſen darauff die Planeten-Leſerin gehen.","norm":"Sie ließen darauf die Planetenleserin gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.451799869537353} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4276,"date":1719,"orig":"Wie ſie weg war, ſprach Eckarth, ich muß geſtehen, daß alle meine vorhergegangene Fata und Geſchickſ. ſie mir auf ein Haar her erzehlet hat, und gleiches geſtunden die andern auch zu.","norm":"Wie sie weg war, sprach Eckart, ich muss gestehen, dass alle meine vorhergegangene Fata und Geschicks . sie mir auf ein Haar her erzählt hat, und gleiches gestünden die anderen auch zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.261000156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4277,"date":1719,"orig":"Gotthart gab vor wer weiß, ob nicht ein unſichtbahrer Einhelffer mit beyweſend geweſen.","norm":"Gotthart gab vor wer weiß, ob nicht ein unsichtbarer Einhelfer mit beywesend gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.71999979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4278,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte:","norm":"Eckart versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.556700229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4279,"date":1719,"orig":"Nein!","norm":"Nein!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.121799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4280,"date":1719,"orig":"mein Herr Sohn, hier kan es nicht wohl ſeyn, denn ob wohl der Teufel ein Tauſend-Kuͤnſtler iſt, ſo kan es hier, es ſey denn daß die Perſon mit ihm beſeſſen waͤre, nicht ſeyn, ſo beweiſet auch der langweilige Unterricht; daß eine Perſon, ſonderlich ein Weibes- Volck das faſt mehr Sagax als ein Manns- Volck, in ſolcher Wiſſenſchafft eine Erfahrung erhalten kan.","norm":"mein Herr Sohn, hier kann es nicht wohl sein, denn ob wohl der Teufel ein Tausendkünstler ist, so kann es hier, es sei denn dass die Person mit ihm besessen wäre, nicht sein, so beweiset auch der langweilige Unterricht; dass eine Person, sonderlich ein Weibes-Volk das fast mehr Sagax als ein Manns-Volk, in solcher Wissenschaft eine Erfahrung erhalten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.731299877166748} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4281,"date":1719,"orig":"Sufficit.","norm":"Sufficit.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.977499961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4282,"date":1719,"orig":"Wir haben das Vorbringen Monſieur Wachtels der Phyſiognomie ihr Recht zu thun, vernommen, zumahl weil uns die Planeten-Leſerin darzu noch mehr Gelegenheit gegeben hat, auch der Abend nicht ſo bald uns verjagen wird.","norm":"Wir haben das Vorbringen Monsieur Wachtel der Physiognomie ihr Recht zu tun, vernommen, zumal weil uns die Planetenleserin dazu noch mehr Gelegenheit gegeben hat, auch der Abend nicht so bald uns verjagen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.567999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4283,"date":1719,"orig":"Wachtel ſprach:","norm":"Wachtel sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.966599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4284,"date":1719,"orig":"Das iſt wohl gewiß: daß aus dem Geſichte, als Stirne, Augen und Naſe, Mund/ Halß, und den gantzen Haupte, wie auch der andern Statur des Leibes viel zu nehmen u. zu ſchlieſſen iſt.","norm":"Das ist wohl gewiss: dass aus dem Gesichte, als Stirn, Augen und Nase, Mund / Hals, und den ganzen Haupte, wie auch der anderen Statur des Leibes viel zu nehmen u. zu schließen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670300006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4285,"date":1719,"orig":"Jn dieſer Wiſſenſchafft ſelbige den Lehr-begierigen beyzubringen, hat der gelehrte Neopolitaner, Joh. Baptiſta Porta auffs muͤhſamſte, ſo wohl generaliter als particulariter ſich bearbeitet.","norm":"In dieser Wissenschaft selbige den Lehrbegierigen beizubringen, hat der gelehrte Neapolitaner, Joh . Baptista Porta aufs mühsamste, so wohl generaliter als particulariter sich bearbeitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.502900123596191} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4286,"date":1719,"orig":"Generaliter ſetzet er die Manns-Perſon unter der Vorbildung des Leuens.","norm":"Generaliter setzet er die Mannsperson unter der Vorbildung des Leuen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.703400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4287,"date":1719,"orig":"Die Weibes-Perſon aber des Parders.","norm":"Die Weibsperson aber des Parders.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.343099594116211} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4288,"date":1719,"orig":"Andere widmen die Eigenſchafften eines Mannes unter denen Voͤgeln dem Adler/ des Weibes dem Rebhune/ andere unter denen kriechenden Thieren des erſteren dem Drachen/ des anderen der Natter zu.","norm":"Andere widmen die Eigenschaften eines Mannes unter denen Vögeln dem Adler / des Weibes dem Rebhuhne / andere unter denen kriechenden Tieren des ersteren dem Drachen / des anderen der Natter zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.334400177001953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4289,"date":1719,"orig":"Particulariter hat er eines jeden Menſchen Foͤrmligkeit einen gewiſſen Thiere zugeeignet und ſolches mit beybilden laſſen/ der curieuſe Leſer wird aus benannten Autoris vier Buͤchern de Humana Phyſiognomia ſeine Begierigkeit in genauen Durchleſen am gnuͤglichſten ſtillen koͤnnen.","norm":"Particulariter hat er eines jeden Menschen Förmlichkeit einen gewissen Tiere zugeeignet und solches mit beybilden lassen / der kuriose Leser wird aus benannten Autors vier Büchern de Humana Physiognomie seine Begierigkeit in genauen Durchlesen am genüglichsten stillen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.771999835968018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4290,"date":1719,"orig":"Siegfried wandte ein/ dieſe Doctorin waͤre einem Medico am noͤthigſten/ daß er in Vorzeigung der Veraͤnderung/ der Kranckheit Prægnoſticum ſagen koͤnte.","norm":"Siegfried wandte ein / diese Doktorin wäre einem Medico am nötigsten / dass er in Vorzeigung der Veränderung / der Krankheit Praegnosticum sagen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.266200065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4291,"date":1719,"orig":"Renner ſagte: Mir iſt ein Medicus, mein ſehr guter Freund bekannt/ der zum offtern denen Patienten den Tag ja die Stunde ihres Wechſels/ Wochen und Monath zuvor geſagt/ ſo iſt dieſe Anmerckung ſo wohl auf Reiſen/ als anderen Converſationen ſehr dienlich/ umb in etwas mit wem man umbgehet zu obſerviren.","norm":"Renner sagte: Mir ist ein Medikus, mein sehr guter Freund bekannt / der zum Öfteren denen Patienten den Tag ja die Stunde ihres Wechsels / Wochen und Monat zuvor gesagt / so ist diese Anmerkung so wohl auf Reisen / als anderen Konversationen sehr dienlich / um in etwas mit wem man umgehet zu observieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.538400173187256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4292,"date":1719,"orig":"Jch erinnere mich/ wie mir die Perſon der es ſelbſten begegnet/ eigen-muͤndlich eꝛzehlet hat/ daß als einsmahls der groſſe Fuͤrſt Friedrich Willhelm Chur- Fuͤrſt zu Brandenburg in Dantzig umb in cognito zu ſeyn/ mit ſeinen Raͤthen und Cavalliern daß ſie alle einander in voꝛfallenden Begebenheiten nuꝛ mein Herꝛ ſagen ſoltẽ/ es abgeredet hatte/ (weil nun andere Gaͤſte mehr/ unter denen auch mein Freund waꝛ) bey der Tafel waren/ ſo hat deꝛ Freund/ ſo offt ers dem Chur-Fuͤrſten zubrachte oder anreden wolte/ ihn vor denen andern allezeit mein Hochgeehrter Herr genannt.","norm":"Ich erinnere mich / wie mir die Person der es selbst begegnet / eigen-mündlich erzählet hat / dass als einsmals der große Fürst Friedrich Wilhelm Chur-Fürst zu Brandenburg in Danzig um in cognito zu sein / mit seinen Räten und Kavalieren dass sie alle einander in vorfallenden Begebenheiten nur mein Herr sagen sollten / es abgeredet hatte / (weil nun andere Gäste mehr / unter denen auch mein Freund war) bei der Tafel waren / so hat der Freund / so oft er es dem Kurfürsten zubrachte oder anreden wollte / ihn vor denen anderen allezeit mein hochgeehrter Herr genannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.12529993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4293,"date":1719,"orig":"Wie die Mahlzeit zum Ende war/ befragte ihn der Chur- Fuͤrſt warumb er denn die andern nur mein Herr/ ihn aber mein Hochgeehrter Herr geheiſſen?","norm":"Wie die Mahlzeit zum Ende war / befragte ihn der Chur-Fürst warum er denn die anderen nur mein Herr / ihn aber mein hochgeehrter Herr geheißen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.764599800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4294,"date":1719,"orig":"Ob er ihn denn kennte?","norm":"Ob er ihn denn kennte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.162000179290771} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4295,"date":1719,"orig":"Der Freund antwortete:","norm":"Der Freund antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.430099964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4296,"date":1719,"orig":"Mein Hochgeehrter Herr/ Jhr Geſicht iſt ſo Majeſtaͤtiſch/ daß ich in Reſpect derer Hochachtung nicht anders ſagen koͤnnen.","norm":"Mein hochgeehrter Herr / Ihr Gesicht ist so Majestätisch / dass ich in Respekt derer Hochachtung nicht anders sagen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.309000015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4297,"date":1719,"orig":"Der Chur- Fuͤrſt offenbahret ſich ihme ſub ſpe ſilentii, mit Ermahnen/ eine Gnade von ihm auszubitten/ welche er vor ſeinen Vetter der ſich in Koͤnigsbergs aufhielt/ ausbath/ die auch bey deſſen Anmelden ihme gnaͤdigſt mitgetheilet wurde.","norm":"Der Chur-Fürst offenbaret sich ihm sub spe silentii, mit Ermahnen / eine Gnade von ihm auszubitten / welche er vor seinen Vetter der sich in Königsbergs aufhielt / ausbat / die auch bei dessen Anmelden ihm gnädigst mitgeteilt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.090400218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4298,"date":1719,"orig":"Wie mancher iſt gewahr��chauet worden/ daß er in Achtnehmung dem bevorſtehenden Ungluͤck entgangen iſt.","norm":"Wie mancher ist gewahrschauet worden / dass er in Achtnehmung dem bevorstehenden Unglück entgangen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5914998054504395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4299,"date":1719,"orig":"Mit dergleichen Diſcurſen brachten ſie die uͤbrige Zeit noch zu/ biß die untergehende Sonne unſere Compagnie erinnerte von einander Abſchied zu nehmen und ihren Logimentern zuzugehen.","norm":"Mit dergleichen Diskursen brachten sie die übrige Zeit noch zu / bis die untergehende Sonne unsere Compagnie erinnerte voneinander Abschied zu nehmen und ihren Logimentern zuzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8369998931884775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4300,"date":1719,"orig":"Jn waͤhrenden Heimgehen ſahen ſie ein Weib/ die einen Kuaben beym Arme faßte und ins Hauß ſtieß/ mit ſchrecklichẽ Fluchen und Veꝛwuͤntſchten.","norm":"In währenden Heimgehen sahen sie ein Weib / die einen Kuben beim Arme fasste und ins Haus stieß / mit schrecklichen Fluchen und Verwünschten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.916500091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4301,"date":1719,"orig":"Ey/ Ey/ ſprach Eckaꝛth/ eine gute Ruthe und einen geziegen Ochſen-Ziemer oder Peitſche ungehorſamen Kindern mit beygeſetzten vernuͤnfftigen Vermahnungen/ richten mehr aus/ als grauſame Fluͤche und Verwuͤnſchungen; denn ein Fluch mit feſter Impreſſion bekleidet/ ob auch gleich ein Unſchuldiges aus Ungeduld verfluchet wird/ ſo bleibet doch immer etwas hangend/ weßwegen Eltern ſich hierinnen wohlin acht nehmen ſollen.","norm":"Ei / Ei / sprach Eckart / eine gute Rute und einen geziehen Ochsenziemer oder Peitsche ungehorsamen Kindern mit beigesetzten vernünftigen Vermahnungen / richten mehr aus / als grausame Flüche und Verwünschungen; denn ein Fluch mit fester Impression bekleidet / ob auch gleich ein Unschuldiges aus Ungeduld verfluchet wird / so bleibt doch immer etwas hangend / weswegen Eltern sich hierinnen Wolin acht nehmen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7733001708984375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4302,"date":1719,"orig":"Eltern/ Lehr-Meiſter/ Seel-Sorger/ Herrſchaffts-Fluch/ der mit Ungehorſamen und andern Laſtern/ herausgelocket und gleichſam gepreſſet wird/ gehet leider nicht zuruͤck/ wie mancher unverſtaͤndiger Menſch und gottloſes Geſinde vorgiebt/ diſtinguire unter Schuld und Unſchuld/ und unter Verbitterung; Monſieur Rente hat zum offtern denen Seinigen vorgehalten und gewahrſchauet/ ſich vor einen ausgepreßten Fluch zu huͤten/ in Vorſtellung/ daß/ als er ein Knabe von ohngefehr 8. Jahren/ (vielleicht weil er damahls ein wenig muthwillig) war/ ihm ein alter Kuͤſter als damahliger Præceptor Primarius uͤber die kleine in der Fiebel und ABC Buch ſtudirende Jugend/ folgende Verwuͤntſchung gethan; hoͤre! wann du einmahl zu Jahren kommen und Wirthſchafft halten wirſt/ ſo werden deine Kinder und Geſinde dich wider tribuliren/ daß du an mich gedencken wirſt/ ſo auch erfolget iſt.","norm":"Eltern / Lehrmeister / Seelsorger / Herrschafts-Fluch / der mit Ungehorsamen und anderen Lastern / herausgelockt und gleichsam gepresst wird / geht leider nicht zurück / wie mancher unverständiger Mensch und gottloses Gesinde vorgibt / distinguiere unter Schuld und Unschuld / und unter Verbitterung; Monsieur Rente hat zum Öfteren denen Seinigen vorgehalten und gewahrschauet / sich vor einen ausgepressten Fluch zu hüten / in Vorstellung / dass / als er ein Knabe von ungefähr 8. Jahren / (vielleicht weil er damals ein wenig mutwillig) war / ihm ein alter Küster als damaliger Präzeptor Primarius über die kleine in der Fibel und ABC Buch studierende Jugend / folgende Verwünschung getan; höre! wann du einmal zu Jahren kommen und Wirtschaft halten wirst / so werden deine Kinder und Gesinde dich wieder tribulieren / dass du an mich Gedenken wirst / so auch erfolget ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26609992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4303,"date":1719,"orig":"Er ſagte wieder mich/ haͤtte er die Ruthe genommen und die Poſteriora davor mir ausgekehret/ waͤre ſolches laͤngſt vergeſſen worden/ doch iſt es am beſten geweſen daß er die Frauens nicht mitzugeſetzt hat/ ſonſten waͤre das Martyrium noch hefftiger worden.","norm":"Er sagte wieder mich / hätte er die Rute genommen und die Posteriora davor mir ausgekehrt / wäre solches längst vergessen worden / doch ist es am besten gewesen dass er die Frauen nicht mitzugesetzt hat / sonsten wäre das Martyrium noch heftiger worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.478000164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4304,"date":1719,"orig":"Mir iſt ein Herr bekannt der ſehr lange der Boßheit eines Geſindes zuſehen kan/ wann es aber in die Laͤnge ſich verziehet/ ſo faͤhret ihm denn auch ein Wuntſch der zuweilen erſchrecklich lautet/ daß er heꝛnach ſpricht/ ihꝛ Gottloſen Leuthe man hat nur mit euch zuthun/ umb Gott dasjenige wiederumb abzubitten/ was ihr durch euere Boßheit ausgelocket habt!","norm":"Mir ist ein Herr bekannt der sehr lange der Bosheit eines Gesindes zusehen kann / wann es aber in die Länge sich verziehet / so fährt ihm denn auch ein Wunsch der zuweilen erschrecklich lautet / dass er hernach spricht / ihr gottlosen Leute man hat nur mit euch zutun / um Gott dasjenige wiederum abzubitten / was ihr durch eure Bosheit ausgelockt habt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.941100120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4305,"date":1719,"orig":"Er iſt zweymahl ungluͤcklich geweſen/ daß 2. Dienſt- Bothen durch Unfall dem Hencker unter die Haͤnde kom̃en/ und executirt woꝛden/ wie es mit denen die ihꝛe Seel-Sorger muthwillig erzuͤꝛnet haben/ ergangen/ ſind die Hiſtorien voll.","norm":"Er ist zweimal unglücklich gewesen / dass 2. Dienst-Boten durch Unfall dem Henker unter die Hände kommen / und exekutiert worden / wie es mit denen die ihre Seelsorger mutwillig erzürnet haben / ergangen / sind die Historien voll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.146500110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4306,"date":1719,"orig":"Ein jeder huͤte ſich keinen Fluch noch Verwuͤntſchung ergehen zu laſſen/ es ſey uͤber wem oder aus was Urſachen es wolle.","norm":"Ein jeder hüte sich keinen Fluch noch Verwünschung ergehen zu lassen / es sei über wem oder aus was Ursachen es wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.869699954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4307,"date":1719,"orig":"Hergegen ſehe ſich ein jedes das unter eines andern Obſicht iſt oder mit jemanden lebet/ auch daß es durch ſeine Boßheit und Muthwilligkeit/ Niemanden dergleichen Verwuͤntſchen auspreſſe/ wohl fuͤr.","norm":"Hergegen sehe sich ein jedes das unter eines anderen Sicht ist oder mit jemanden lebet / auch dass es durch seine Bosheit und Mutwilligkeit / Niemanden dergleichen Verwünschen auspresse / wohl für.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.498799800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4308,"date":1719,"orig":"Haben aber oben erwehnte Perſonen ſich gegen die Jhrigen vergangen/ ſo bitten ſie GOtt/ daß er ihren Fluch nicht guͤltig ſeyn/ die Verurſachenden aber/ daß ihnen GOtt der HERR ihre Boßheit vergeben und die anerwuͤntſchte Straffe nicht ergehen laſſen wolte.","norm":"Haben aber oben erwähnte Personen sich gegen die Ihrigen vergangen / so bitten sie Gott / dass er ihren Fluch nicht gültig sein / die Verursachenden aber / dass ihnen Gott der Herr ihre Bosheit vergeben und die anerwüntschte Strafe nicht ergehen lassen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195099830627441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4309,"date":1719,"orig":"Geſchicht es doch wie ehemahls gemeldet/ daß eine vorgeſetzte und feſt imprimirte Verbitterung gegen einen andern ein groſſes Ungluͤck verurſachen kan.","norm":"Geschichte es doch wie ehemals gemeldet / dass eine vorgesetzte und fest imprimierte Verbitterung gegen einen anderen ein großes Unglück verursachen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.755300045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4310,"date":1719,"orig":"Wie unſere Reiſende alles Merckwuͤꝛdige geſehen hatten/ nahmen ſie von allen Tiſch-genoſſen und dem Wirthe Abſchied/ dungen einen eigenen Wagen und fuhren unter Goͤttlichen Geleite nach Eger/ woſelbſt ſie auch den dritten Tag anlangten.","norm":"Wie unsere Reisende alles merkwürdige gesehen hatten / nahmen sie von allen Tisch-genossen und dem Wirte Abschied / Dunen einen eigenen Wagen und fuhren unter Göttlichen Geleite nach Eger / woselbst sie auch den dritten Tag anlangten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236700057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4311,"date":1719,"orig":"Unterwegens ſtieß ihnen nicht weit von Taſchau ein Karn auf/ auf welchen ein alter Mann ſaß/ hinter ſich habend einen groſſen Kaſten/ auf den Stund ein Haͤußlein/ aus welchen ein Affe hervor guckte/ Gotthart fragte ihn:","norm":"Unterwegs stieß ihnen nicht weit von Taschau ein Karen auf / auf welchen ein alter Mann saß / hinter sich habend einen großen Kasten / auf den Stunde ein Häuslein / aus welchen ein Affe hervorguckte / Gotthart fragte ihn:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329299926757812} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4312,"date":1719,"orig":"Vater was habet ihr in den groſſen Kaſten; Er antwortete/ ein groſſes Schwein.","norm":"Vater was habet ihr in den großen Kasten; er antwortete / ein großes Schwein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0914998054504395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4313,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende lachten daruͤber.","norm":"Unsere Reisende lachten darüber.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.485000133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4314,"date":1719,"orig":"Gotthart aber in etwas entruͤſtet fragte:","norm":"Gotthart aber in etwas entrüstet fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.804500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4315,"date":1719,"orig":"Kan man das Schwein ſehen/ oder vexirt ihr mich?","norm":"Kann man das Schwein sehen / oder vexiert ihr mich?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105100154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4316,"date":1719,"orig":"Der Alte ſprach/ Herr ich ſchertze nicht/ es iſt nicht andeꝛs/ und gibt die Perſon zwey Kreutzer/ will ich den Obriſten Deckel aufheben/ ſo koͤnnen ſie es zu ſehen bekommen.","norm":"Der Alte sprach / Herr ich scherze nicht / es ist nicht anders / und gibt die Person zwei Kreuzer / will ich den Obristen Deckel aufheben / so können sie es zu sehen bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.167799949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4317,"date":1719,"orig":"Eckarth ſtieg mit denen andern von Wagen/ gab den Alten zwey Groſchen/ damit nahm er das Haͤußlein mit den Affen ab/ und hub mit dem Knechte den Oberen Deckel auf/ da ſahen ſie das Schwein/ ſo von einer ungemeinen Groͤſſe war.","norm":"Eckart stieg mit denen anderen von Wagen / gab den Alten zwei Groschen / damit nahm er das Häuslein mit den Affen ab / und hob mit dem Knechte den oberen Deckel auf / da sahen sie das Schwein / so von einer ungemeinen Größe war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4318,"date":1719,"orig":"Nun ſprach Andreas, das heiſt woh recht die verkehrte Welt; Schweine werden auf Wagen gefuͤhret/ und Menſchen muͤſſen zu Fuſſe gehen.","norm":"Nun sprach Andreas, das heißt wo recht die verkehrte Welt; Schweine werden auf Wagen geführt / und Menschen müssen zu Fuße gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.774400234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4319,"date":1719,"orig":"Das iſt nichts neues Andreas, verſetzte Eckarth:","norm":"Das ist nichts Neues Andreas, versetzte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.655399799346924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4320,"date":1719,"orig":"Es werden taͤglich uͤberall Schweine genung auf koͤſtlichen Wagen herumb gefuͤhret/ und Menſchen muͤſſen noch beyher lauffen/ daß ſie ohne Schaden bleiben.","norm":"Es werden täglich überall Schweine genug auf köstlichen Wagen herumgeführt / und Menschen müssen noch beiher laufen / dass sie ohne Schaden bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.96999979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4321,"date":1719,"orig":"Siegfried gab vor/ dieſer Mann koͤnte ein Vortheil haben/ und einen Mediciniſchen gewiſſenhafften Maul-Affen abgeben/ wann er von ſeinem Schweine/ welches des Tages uͤber genung mißten wird/ ſ. v. den Koth nehme/ daraus einen Syrup, ein Pulver/ und eine Lattwerge machte/ oder ein Stuͤcklein davon vor das Bluten/ es ſey nun aus der Naſe oder inwendig im Leibe/ denen Leuthen verkauffte.","norm":"Siegfried gab vor / dieser Mann könnte ein Vorteil haben / und einen Medizinischen gewissenhaften Maulaffen abgeben / wann er von seinem Schweine / welches des Tages über genug missten wird / s. v. den Kot nehme / daraus einen Sirup, ein Pulver / und eine Latwerge machte / oder ein Stücklein davon vor das Bluten / es sei nun aus der Nase oder inwendig im Leibe / denen Leuten verkaufte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639800071716309} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4322,"date":1719,"orig":"Gotthart ſagte: Mein lieber Bruder/ wann ein Landſtreicher dieſe Kunſt verſtuͤnde/ er koͤnte mit dem Mañe/ was er ihm einen Monath lang umb den Miſt zu haben ſolte ein Gedinge machen/ viel Geld loͤſen; Warumb nicht ſprach Eckarth.","norm":"Gotthart sagte: Mein lieber Bruder / wann ein Landstreicher diese Kunst verstünde / er könnte mit dem Manne / was er ihm einen Monat lang um den Mist zu haben sollte ein Gedinge machen / viel Geld lösen; warum nicht sprach Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292099952697754} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4323,"date":1719,"orig":"Monſ.","norm":"Mons.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"te","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":4.882400035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4324,"date":1719,"orig":"Gotthart ich verſichere daß dieſes kein uͤbel Thun iſt; Es hat ein beruͤhmter Medicus in Pohlẽ Nothfalls-halben ein Schweins- Drecklein in einen Schaͤchtlein/ allezeit bey ſich getragen/ umb denen die allzuſehr aus der Naſen geblutet haben zum Riechen anzuhalten/ und alſo das Bluten geſtillet/ ſo hat man auch an etlichen Orten in denen Apotecken Syrup und Electuaria davon.","norm":"Gotthart ich versichere dass dieses kein übel Tun ist; es hat ein berühmter Medikus in Polen Notfalls-halben ein Schweins-Drecklein in einen Schächtlein / allezeit bei sich getragen / um denen die allzu sehr aus der Nasen geblutet haben zum Riechen anzuhalten / und also das Bluten gestillt / so hat man auch an etlichen Orten in denen Apotheken Sirup und Electuaria davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.748600006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4325,"date":1719,"orig":"Wer nun einen Simpliciſten in arte Stercoraria will abgeben/ der kan auch hierinnen/ ſo wohl als der/ welcher die Vegetabilia fleißig durchſuchet einen Ruhm erjagen.","norm":"Wer nun einen Simplicisten in Arte Stercoraria will abgeben / der kann auch hierinnen / so wohl als der / welcher die Vegetabilia fleißig durchsuchet einen Ruhm erjagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.541200160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4326,"date":1719,"orig":"So war ein gewiſſer Bauer nicht weit vom Bromberg in Pohlen/ der curirte die von denen Frantzoſen oder Morbo Gallico inficirte Leuthe mit Pferde-Miſt/ in welchen er ſie biß an den Halß eingrub/ darinnen die Patienten drey Tage lang ausdauren muſten.","norm":"So war ein gewisser Bauer nicht weit vom Bromberg in Polen / der kurierte die von denen Franzosen oder Morbo Gallico infizierte Leute mit Pferdemist / in welchen er sie bis an den Hals eingrub / darinnen die Patienten drei Tage lang ausdauern mussten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440499782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4327,"date":1719,"orig":"So verrichtet ein Roß-Apffel in Spaniſchen Wein zerruͤhrt/ und durch eine Leinwand gedruckt den beſten Safft getruncken/ in der Colica gute Huͤlffe; der Hunds-Koth/ ſondeꝛlich der weiſſe/ iſt ein Hauptgutes Reſolvens und zertheilendes Mittel in Halß-Geſchwulſten/ wie auch inwendig in Fiebern und ſchwerer Noth in Wein eingegeben.","norm":"So verrichtet ein Ross-Apfel in spanischen Wein zerrührt / und durch eine Leinwand gedruckt den besten Saft getrunken / in der Colica gute Hilfe; der Hundskot / sonderlich der weiße / ist ein Hauptgutes Resolvens und zerteilendes Mittel in Halß-Geschwulsten / wie auch inwendig in Fiebern und schwerer Not in Wein eingegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.170100212097168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4328,"date":1719,"orig":"Ziegen-Lorbern treiben die Blattern/ Maaſern und andere Exenthemata aus.","norm":"Ziegenlorbeeren treiben die Blattern / Maasern und andere Exenthemata aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.213399887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4329,"date":1719,"orig":"Der Schnepffen Ausfall welcher Geſtalt er auf gebehte Schnitten Brodt oder Semmel getroͤpffelt und geſtrichen wird/ iſt denen Koͤchen bekannt/ und wird bey denen Groſſen vor eine ſonderliche Delicateſſe genoſſen.","norm":"Der Schnepfen Ausfall welcher Gestalt er auf Gebete Schnitten Brot oder Semmel getröpfelt und gestrichen wird / ist denen Köchen bekannt / und wird bei denen Großen vor eine sonderliche Delikatesse genossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.286900043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4330,"date":1719,"orig":"Andreas bath umb Verzeihung/ wann man ihme erlauben wolte zu reden/ wolte er weil es die Materie mit ſich braͤchte/ eine luſtige Hiſtoria erzehlen: Saget her/ ſprach Eckarth/ Andreas ſagte:","norm":"Andreas bat um Verzeihung / wann man ihm erlauben wollte zu reden / wollte er weil es die Materie mit sich brächte / eine lustige Historia erzählen: Sagt her / sprach Eckart / Andreas sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.560500144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4331,"date":1719,"orig":"Als ich mit meinen geweſenen Herrn Antonius Spregel in Pohlen war/ wurde erzehlet/ wie daß ein Vornehmer von Adel/ der ſeiner luſtigen Schwencke halben uͤberall bekannt war/ ſeinen Factor, ſo ein Jude war/ zu ihm kommen hieß.","norm":"Als ich mit meinen gewesenen Herrn Antonius Spregel in Polen war / wurde erzählt / wie dass ein Vornehmer von Adel / der seiner lustigen Schwenke halben überall bekannt war / seinen Faktor, so ein Jude war / zu ihm kommen hieß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.199900150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4332,"date":1719,"orig":"Als dieſer kam/ befahl ihn der Herr niederzuſitzen/ und ſprach zu ihm: Abraham/ du erkenneſt nicht/ wie ſehr ich dich deiner mir erzeigten Willfaͤhrigkeit wegen liebe/ ja ich liebe dich ſo ſehr/ daß ich zweifele/ du wuͤrdeſt dieſes was ich thun werde/ mir aus Affection wieder thun.","norm":"Als dieser kam / befahl ihn der Herr niederzusitzen / und sprach zu ihm: Abraham / du erkennst nicht / wie sehr ich dich deiner mir erzeigten Willfährigkeit wegen liebe / ja ich liebe dich so sehr / dass ich zweifele / du würdest dieses was ich tun werde / mir aus Affektion wieder tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.782899856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4333,"date":1719,"orig":"Der Jude antwortete: Großmaͤchtiger Herr/ warumb nicht!","norm":"Der Jude antwortete: großmächtiger Herr / warum nicht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.990200042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4334,"date":1719,"orig":"Hierauf ließ der Herr eine Silberne Schuͤſſel holen/ und ihm geben/ welcher ſie den Juden zureichte/ mit Befehl ſeine Nothdurfft darein zu thun/ der Jude entſchuldigte ſich/ allein dem Befehl muſte Gehorſam geleiſtet werden/ der Jude gieng auf die Seite/ und ſetzte gar ein Weniges in die Schuͤſſel/ die er dem Herrn geben muſte; dieſer ließ ihm Gewuͤrtze holen/ und des Juden Eingelegtes mit ſelbigen wohl vermiſchen/ ſagende:","norm":"Hierauf ließ der Herr eine silberne Schüssel holen / und ihm geben / welcher sie den Juden zureichte / mit Befehl seine Notdurft darein zu tun / der Jude entschuldigte sich / allein dem Befehl musste Gehorsam geleistet werden / der Jude ging auf die Seite / und setzte gar ein Weniges in die Schüssel / die er dem Herrn geben musste; dieser ließ ihm Gewürze holen / und des Juden eingelegtes mit selbigen wohl vermischen / sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043799877166748} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4335,"date":1719,"orig":"Schau Abraham/ ſo lieb habe ich dich/ und aß die eingemachten Juden-Beeren hinein.","norm":"Schau Abraham / so lieb habe ich dich / und aß die eingemachten Juden-Beeren hinein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.57889986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4336,"date":1719,"orig":"Nun was meyneſt du!","norm":"Nun was meinest du!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":6.890900135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4337,"date":1719,"orig":"Abraham/ wirſt dieſes mir zu Liebe wohl nachthun?","norm":"Abraham / wirst dieses mir zuliebe wohl nachtun?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.610599994659424} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4338,"date":1719,"orig":"Der Jude zog die Achſeln.","norm":"Der Jude zog die Achseln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.003200054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4339,"date":1719,"orig":"Drauff nahm der Herr die Schuͤſſel und fuͤllete ſie mit ſeinem Senffe ſo voll an/ daß nichts mehr hinein gieng.","norm":"Drauf nahm der Herr die Schüssel und füllte sie mit seinem Senfe so voll an / dass nichts mehr hineinging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.10230016708374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4340,"date":1719,"orig":"Setzte das Gericht dem Juden vor/ und ſprach:","norm":"Setzte das Gericht dem Juden vor / und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.563700199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4341,"date":1719,"orig":"Nun Abraham iß!","norm":"Nun Abraham esse!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"az","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.772600173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4342,"date":1719,"orig":"Abraham weigerte ſich/ und both 4000. biß 5000.","norm":"Abraham weigerte sich / und bot 4000 . bis 5000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.240600109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4343,"date":1719,"orig":"Pohlniſche Guͤlden/ deſſen uͤberhoben zu ſeyn/ zu geben.","norm":"Polnische Gülden / dessen überhoben zu sein / zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.756100177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4344,"date":1719,"orig":"Was? ſagte der Herr/ meyneſt du Schelm/ daß dein Unflat beſſer ſey als der Meinige/ rieff:","norm":"Was? sagte der Herr / meinest du Schelm / dass dein Unflat besser sei als der Meinige / rief:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.59689998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4345,"date":1719,"orig":"Bringet mir meinen Matzeck her/ als er dieſen (war ſein Sebel den er alſo titulirte) bekam/ zog er ihn aus der Scheide/ ſagende:","norm":"Bringt mir meinen Matzeck her / als er diesen (war sein Säbel den er also titulierte) bekam / zog er ihn aus der Scheide / sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.572700023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4346,"date":1719,"orig":"Friß oder du muſt ſterben.","norm":"Friss oder du musst sterben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.467400074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4347,"date":1719,"orig":"Dieſer wohl wiſſend/ daß der Herr nicht viel Feder-leſens machte/ bath/ man moͤchte ihm doch auch wenigſtens etwas Gewuͤrtze geben/ ſolche mit einzumiſchen.","norm":"Dieser wohl wissend / dass der Herr nicht viel Federlesens machte / bat / man möchte ihm doch auch wenigstens etwas Gewürze geben / solche mit einzumischen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404200077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4348,"date":1719,"orig":"Schelm antwortete der Herr/ ſoll ich als ein Herr vor dir nicht ein Vorrecht haben/ frieß oder ſtirb/ muſte alſo der Jude ſeines Herrn Senff/ er mocht darzu Appetit haben oder nicht/ auseſſen; nach geſchehenen Jmbiß/ befahl der Herr ihm ein Glaß Brandtewein zureichen/ ſagende.","norm":"Schelm antwortete der Herr / soll ich als ein Herr vor dir nicht ein Vorrecht haben / friss oder stirb / musste also der Jude seines Herrn Senf / er mochte dazu Appetit haben oder nicht / ausessen; nach geschehenen Imbiss / befahl der Herr ihm ein Glas Branntwein zureichen / sagende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.633600234985352} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4349,"date":1719,"orig":"Auff einen guten Biſſen/ gehoͤrt ein guter Trunck.","norm":"Auf einen guten Bissen / gehört ein guter Trunk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670899868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4350,"date":1719,"orig":"Gotthart ſprach: Andreas man ſolte den Juden fragen:","norm":"Gotthart sprach: Andreas man sollte den Juden fragen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.803199768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4351,"date":1719,"orig":"Ob ihm dieſes Gerichte ſo gut als andern der Schnepffen Ausfall geſchmeckt habe?","norm":"Ob ihm dieses Gerichte so gut als anderen der Schnepfen Ausfall geschmeckt habe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.99459981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4352,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte:","norm":"Eckart sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.717100143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4353,"date":1719,"orig":"Ja! dieſer Herr/ hat wohl wunderliche Poſſen/ und groß Aergerniß veruͤbet/ er war einer mit unter denen Reichſten/ hat aber im beſten Alter ſein Leben endigen muͤſſen.","norm":"Ja! dieser Herr / hat wohl wunderliche Possen / und groß Ärgernis verübet / er war einer mit unter denen Reichsten / hat aber im besten Alter sein Leben endigen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4354,"date":1719,"orig":"Damit wir wieder auf unſern Schwein- Inſpector kom̃en/ ſo kam er ſelbigen Abend nach Unſern Reiſendẽ auch ins Staͤdtlein.","norm":"Damit wir wieder auf unseren Schwein-Inspektor kommen / so kam er selbigen Abend nach unseren Reisenden auch ins Städtlein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1645002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4355,"date":1719,"orig":"Wie er auf den Marckt oder Ring kam/ haͤtte er gerne das Schwein von Wagen gehabt/ daß es gleich wohl die Leuthe nicht ohne Geld ſehen ſolten/ deßwegen nahm der alte Mann etliche Schroͤter/ die das Schwein mit dem Kaſten abheben ſolten an/ weil aber der Kaſten mit dem Schweine ihnen zu ſchwer fiel/ brach der Kaſten von einander/ und das Schwein ſtund bloß/ hatten alſo die Leuthe in dem Staͤdtlein das Gluͤck/ das groſſe Schwein ohne Geld zu ſehen.","norm":"Wie er auf den Markt oder Ring kam / hätte er gerne das Schwein von Wagen gehabt / dass es gleich wohl die Leute nicht ohne Geld sehen sollten / deswegen nahm der alte Mann etliche Schröter / die das Schwein mit dem Kasten abheben sollten an / weil aber der Kasten mit dem Schweine ihnen zu schwerfiel / brach der Kasten voneinander / und das Schwein stand bloß / hatten also die Leute in dem Städtlein das Glück / das große Schwein ohne Geld zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.85699987411499} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4356,"date":1719,"orig":"Eckarth muſte mit denen andern des Schnacken lachen/ als ſie aus den Gaſt-Hauſe dieſer Comœdie zuſahen/ vornehmlich/ da der Alte ſein Wambſt auszog/ und damit das Schwein vor die Zuſchauer bedecken wolte/ das Wambſt legte er dem Schweine uͤber den Kopff/ und hinten uͤber ſpreitzte er ſich mit ausgeſtreckten Haͤnden, und ſtieß das Schwein mit denen Fuͤſſen alſo vor ſich fort biß ins Wirthshauß/ der Knecht mit dem Affen fuhr hinten nach/ das Volck haͤtte vor Lachen zerſpringen moͤgen/ bevoraus wann die Jungen zu lieffen und dem Schweine das Wambſt vom Kopffe abzogen/ ſo jagte er denen Jungen nach/ da ſtund das Schwein wieder bloß/ und dieſe Comœdie waͤhrete bey einer guten halben Stunde lang.","norm":"Eckart musste mit denen anderen des Schnacken lachen / als sie aus den Gasthaus dieser Komödie zusahen / vornehmlich / da der Alte sein Wamst auszog / und damit das Schwein vor die Zuschauer bedecken wollte / das Wamst legte er dem Schweine über den Kopf / und hinten über spreizte er sich mit ausgestreckten Händen, und stieß das Schwein mit denen Füßen also vor sich fort bis ins Wirtshaus / der Knecht mit dem Affen fuhr hinten nach / das Volk hätte vor Lachen zerspringen mögen / bevoraus wann die Jungen zu liefen und dem Schweine das Wamst vom Kopfe abzogen / so jagte er denen Jungen nach / da stand das Schwein wieder bloß / und diese Komödie währte bei einer guten halben Stunde lang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.919400215148926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4357,"date":1719,"orig":"Nach dieſen ließ der Wirth anrichten; worauff nach geendigter Mahlzeit die Unſrigen ſich bey einer Stunde lang in des Wirths Garten divertirten/ und ſodann die Streue ſuchen/ weiln ſie gerne fruͤhzeitig abfahren wolten.","norm":"Nach diesen ließ der Wirt anrichten; worauf nach geendigter Mahlzeit die Unsrigen sich bei einer Stunde lang in des Wirts Garten divertierten / und sodann die Streue suchen / weil sie gerne frühzeitig abfahren wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.892499923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4358,"date":1719,"orig":"Das XVIII. Capitel.","norm":"Das XVIII. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.827300071716309} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4359,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende ſetzen ihre Reiſe fort nach Eger/ woſelbſt ſie bey einen Buͤrger einlogiren.","norm":"Unsere Reisende setzen ihre Reise fort nach Eger / woselbst sie bei einen Bürger einlogieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.529699802398682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4360,"date":1719,"orig":"Eckarth erinnert einen Brieff nach Garpa an den Graf Salanin und Baron Soluçki zu ſchreiben/ ſo Gotthart thut und mit der Poſt fortſendet.","norm":"Eckart erinnert einen Brief nach Garpa an den Graf Solanin und Baron Solucki zu schreiben / so Gotthart tut und mit der Post fortsehntet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.253600120544434} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4361,"date":1719,"orig":"Sie reſolviren ſich 14. Tage in Eger zu verweilen/ und den Sauerbrunn zu brauchen.","norm":"Sie resolvieren sich 14. Tage in Eger zu verweilen / und den Sauerbrunn zu brauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.747300148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4362,"date":1719,"orig":"Laſſen den Phyſicum zu ihnen zu kom̃en erbitten/ den ſie freundlich empfangen/ der Medicus ſaget auf Befragen daß unter denen im Lande liegenden Sauerbrunnen der Schleder oder Egeriſche der Guͤte und Wirckung nach der beſte waͤre.","norm":"Lassen den Physicum zu ihnen zu kommen erbitten / den sie freundlich empfangen / der Medikus sagt auf Befragen dass unter denen im Lande liegenden Sauerbrunnen der Schleder oder Egerische der Güte und Wirkung nach der beste wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.264400005340576} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4363,"date":1719,"orig":"Deſſen Probe.","norm":"Dessen Probe.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":8.440400123596191} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4364,"date":1719,"orig":"Thut bey truͤben Wetter nicht ſo guten Effect als bey klaren/ und Sonnen-Schein/ und warumb?","norm":"Tut bei trüben Wetter nicht so guten Effekt als bei klaren / und Sonnenschein / und warum?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.812300205230713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4365,"date":1719,"orig":"Die Bedeckung benimmt den Saͤuerling die Krafft wegen verwehrten Sonnen-Schein.","norm":"Die Bedeckung benimmt den Säuerling die Kraft wegen verwehrten Sonnenschein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.074600219726562} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4366,"date":1719,"orig":"Der Sauerbrunn wird alle Jahr in Gegenwart einer loͤblichen Loſung im Fruͤhling ausgeraͤumet.","norm":"Der Sauerbrunn wird alle Jahr in Gegenwart einer löblichen Losung im Frühling ausgeräumt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.431600093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4367,"date":1719,"orig":"Aus was vor einem Strich und Orth ſeinen Urſprung nimmt/ und zu was vor einer Jahrs-Zeit er am nuͤtzlichſten zu gebrauchen iſt.","norm":"Aus was vor einem Strich und Ort seinen Ursprung nimmt / und zu was vor einer Jahreszeit er am nützlichsten zu gebrauchen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.575699806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4368,"date":1719,"orig":"Eckarth fraget/ ob Monſieur Ettner in Eger ſich einfinden wird/ das der Medicus beantwortet; ſaget wer den Rath zum Saͤuerlings- Bad gegeben/ und wie ſolches ins Auffnehmen kommen ſey.","norm":"Eckart fraget / ob Monsieur Ettner in Eger sich einfinden wird / das der Medikus beantwortet; sagt wer den Rat zum Säuerlings-Bad gegeben / und wie solches ins Aufnehmen kommen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.35230016708374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4369,"date":1719,"orig":"Auf was weiſe und wie lange die Cur waͤhret/ und was darbey noͤthig zu obſerviren ſey.","norm":"Auf was weise und wie lange die Kur währet / und was dabei nötig zu observieren sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.624499797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4370,"date":1719,"orig":"Wein iſt bey dem Saͤuerling-Trincken nicht allen gleich dienlich/ langſame Wirckung des Saͤuerlings iſt zutraͤglicher als die geſchwinde und warum.","norm":"Wein ist bei dem Säuerlingtrinken nicht allen gleich dienlich / langsame Wirkung des Säuerlings ist zuträglicher als die geschwinde und warum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.490099906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4371,"date":1719,"orig":"Die Individua und deren unterſchiedliche Leibes-Conſtitutiones muͤſſen in acht genommen/ und die Cur ſolchen nach eingerichtet werden.","norm":"Die Individua und deren unterschiedliche Leibes-Constitutiones müssen in Acht genommen / und die Kur solchen nach eingerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2804999351501465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4372,"date":1719,"orig":"Was vor Ordnung der Saͤuerling im Trincken denen Excretionibus nach halte/ wird gemeldet.","norm":"Was vor Ordnung der Säuerling im Trinken denen Excretionibus nach halte / wird gemeldet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.875500202178955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4373,"date":1719,"orig":"Eckarth/ Siegfried und Gotthart fangen die Cur mit einer Purganz an.","norm":"Eckart / Siegfried und Gotthart fangen die Kur mit einer Purganz an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.879499912261963} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4374,"date":1719,"orig":"Der Medicus erzehlet auf Eckarths Frage/ in welchen Zufaͤllen das Saͤuerling-Trincken dienlich und in welchen Beſchwerniſſen er ſchaͤdlich ſey.","norm":"Der Medikus erzählt auf Ekarts Frage / in welchen Zufällen das Säuerlingtrinken dienlich und in welchen Beschwernissen er schädlich sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.59060001373291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4375,"date":1719,"orig":"Zutraͤgliche Medicamenta muͤſſen in gewiſſen Kranckheiten bey Gebrauch des Saͤuerlings mit adhibiret werden.","norm":"Zuträgliche Medikamente müssen in gewissen Krankheiten bei Gebrauch des Säuerlings mit adhibieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.453700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4376,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende fangen die Trinck-Cur an.","norm":"Unsere Reisende fangen die Trinkkur an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.082399845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4377,"date":1719,"orig":"Eckarthen will beym Trincken das Leſen nicht bekommen.","norm":"Eckarten will beim Trinken das Lesen nicht bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.285799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4378,"date":1719,"orig":"Bey der Cur muß man weder leſen/ nachſinnen noch einige Sorge haben.","norm":"Bei der Kur muss man weder lesen / nachsinnen noch einige Sorge haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508699893951416} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4379,"date":1719,"orig":"Erkaͤltung/ ſtarcke Bewegung und ſtetiges Sitzen ſind in der Cur nicht nuͤtze.","norm":"Erkältung / starke Bewegung und stetiges Sitzen sind in der Kur nicht nütze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.941299915313721} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4380,"date":1719,"orig":"Wie man ſich in der Cur verhalten/ was man thun/ und laſſen/ damit man vor Geſundheit nicht Kranckheit erhalte.","norm":"Wie man sich in der Kur verhalten / was man tun / und lassen / damit man vor Gesundheit nicht Krankheit erhalte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231100082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4381,"date":1719,"orig":"Was zuthun ſey/ wann der Saͤuerling nicht fortgehet.","norm":"Was zutun sei / wann der Säuerling nicht fortgehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.458199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4382,"date":1719,"orig":"Eckarth laͤſt Monſieur Ettners Buͤchlein vom Sauerbrunn holen/ fraget den Medicum wegen den euſerlichen Gebrauch des Saͤuerlings/ der ihm von allen guten Unterricht giebet/ und belehret in was vor Zufaͤllen ſo wohl in Baden als andern Adhibirungen er guten Effect thut.","norm":"Eckart lässt Monsieur Ettners Büchlein vom Sauerbrunn holen / fraget den Medicum wegen den äußerlichen Gebrauch des Säuerlings / der ihm von allen guten Unterricht gibt / und belehret in was vor Zufällen so wohl in Baden als anderen Adhibirungen er guten Effekt tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.541200160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4383,"date":1719,"orig":"Eckarth/ Siegfried und Gotthart erzehlen dem Medico wie der Saͤuerling bey ihnen gewircket habe.","norm":"Eckart / Siegfried und Gotthart erzählen dem Medico wie der Säuerling bei ihnen gewirkt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.096799850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4384,"date":1719,"orig":"Der Saͤuerling ſoll euſerlich allezeit warm gebraucht werden.","norm":"Der Säuerling soll äußerlich allezeit warm gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.118800163269043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4385,"date":1719,"orig":"Der Sauerbrunn nim̃t an ſeiner Voͤlle nie ab.","norm":"Der Sauerbrunn nimmt an seiner Völle nie ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.807499885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4386,"date":1719,"orig":"Unſere Compagnie reſolvirt ſich alles perſoͤnlich in Augen-Schein zu nehmen/ erſuchen den Medicum ſie zu vergeſellſchafften/ welches er ihnen auch verſpricht/ wuͤntſchet guten Succeſs zur Cur und nimmt ſein Adieu.","norm":"Unsere Compagnie resolviert sich alles persönlich in Augenschein zu nehmen / ersuchen den Medicum sie zu vergesellschaften / welches er ihnen auch verspricht / wünschet guten Success zur Kur und nimmt sein Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.964200019836426} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4387,"date":1719,"orig":"UNſere Reiſende ſtunden mit anbrechenden Tage auf/ zahlten den Wirth/ fuhren unter Goͤttlichen Geleite ihren Weg fort/ und gelangten zeitlich in Eger an/ woſelbſt ſie nach ihrer Ankunfft/ weiln ſie ſich den Sauerbruñ bey der ſchoͤnen Zeit/ weil es im Junio war/ und das klare Wetter/ zu welcher Zeit der Sauerbrunn am kraͤfftigſten iſt/ zu trincken beredet hatten/ nicht im Gaſt-Hofe/ ſondern bey einen feinen erbaren Buͤrger/ Nahmens Adam Becker/ der ihnen recommendiret worden/ einkehrten/ welcher ſie mit aller Willfaͤhrigkeit und bequemer Bewirthung umb einen billigen Preiß aufnahm und bediente.","norm":"Unsere Reisende standen mit anbrechenden Tage auf / zahlten den Wirt / fuhren unter Göttlichen Geleite ihren Weg fort / und gelangten zeitlich in Eger an / woselbst sie nach ihrer Ankunft / weil sie sich den Sauerbrund bei der schönen Zeit / weil es im Junio war / und das klare Wetter / zu welcher Zeit der Sauerbrunn am kräftigsten ist / zu trinken beredet hatten / nicht im Gasthof / sondern bei einen feinen ehrbaren Bürger / namens Adam Becker / der ihnen rekommandieret worden / einkehrten / welcher sie mit aller Willfährigkeit und bequemer Bewirtung um einen billigen Preis aufnahm und bediente.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9105000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4388,"date":1719,"orig":"Eckarth/ weil er Garpa nahe war/ ſprach er:","norm":"Eckart / weil er Garpa nahe war / sprach er:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5355000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4389,"date":1719,"orig":"Meine Herren Soͤhne/ es wird unſere Schuldigkeit erfordern, an unſern groſſen Gutthaͤter/ den Grafen von Salanin zu ſchreiben/ und auch den alten redlichen Cavallier Herrn Soluçki Commendanten in Carnia mit ſeiner Frau Gemahlin und Fraͤulein Tochter zugleich mit zu ſalutiren.","norm":"Meine Herren Söhne / es wird unsere Schuldigkeit erfordern, an unseren großen Guttäter / den Grafen von Solanin zu schreiben / und auch den alten redlichen Cavalier Herrn Solucki Kommandanten in Carnia mit seiner Frau Gemahlin und Fräulein Tochter zugleich mitzusalutieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.752099990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4390,"date":1719,"orig":"Gotthart antwortete:","norm":"Gotthart antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.859600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4391,"date":1719,"orig":"Es iſt wahr/ mich deucht Garpa wird von hier uͤber 18. Meilen nicht ſeyn/ wann der Herr Vater befiehlt/ werde ich ſeinen Verlangen nach ſchreiben/ welches auch auf bald-folgenden Poſt-Tag geſchach.","norm":"Es ist wahr / mich deucht Garpa wird von hier über 18. Meilen nicht sein / wann der Herr Vater befiehlt / werde ich seinen Verlangen nach schreiben / welches auch auf bald-folgenden Posttag geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.189199924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4392,"date":1719,"orig":"Damit wir aber den Sauer-Brunn recht brauchen moͤgen/ ſprach Eckarth:","norm":"Damit wir aber den Sauer-Brunn recht brauchen mögen / sprach Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.230800151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4393,"date":1719,"orig":"ſo wird von noͤthen ſeyn/ daß wir einen deſſelben kundigen Medicum allhier zu Rathe ziehen/ denn in ſolchen Dingen/ denen Buͤchern/ und anderer unbekandten Bericht trauen und nachgehen/ iſt mehr ſchaͤd-als nuͤtzlich.","norm":"so wird vonnöten sein / dass wir einen desselben kundigen Medicum allhier zu Rate ziehen / denn in solchen Dingen / denen Büchern / und anderer Unbekannten Bericht trauen und nachgehen / ist mehr schäd- als nützlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.235799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4394,"date":1719,"orig":"Wie der Wirth das Eſſen auftragen ließ/ fragte ihn Eckarth:","norm":"Wie der Wirt das Essen auftragen ließ / fragte ihn Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.993500232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4395,"date":1719,"orig":"Herr Wirth/ was haben ſie hier vor einen guten Medicum?","norm":"Herr Wirt / was haben sie hier vor einen guten Medicum?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.384799957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4396,"date":1719,"orig":"Der Wirth antwortete/ der Phyſicus dieſer Stadt/ Herr Doctor Langhopff/ iſt der aͤltiſten einer und wird hier voꝛ den beſten gehalten.","norm":"Der Wirt antwortete / der Physicus dieser Stadt / Herr Doktor Langhopff / ist der ältesten einer und wird hier vor den besten gehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.185900211334228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4397,"date":1719,"orig":"Er ſey gebeten/ ſprach Eckarth und ſage unſern Andreas Morgen daß er hingehe/ denn wir uns des Sauerbrunnens wegen gerne mit ihm beſprechen wollen; Gut/ antwortete der Wirth/ wie mein Wirth befiehlt: Morgens darauff/ ſchickte Eckarth Andreas zum Doctor, mit freundlichen Erſuchen/ ihme die Ehre zu goͤnnen/ und Mittags mit einer geringen Mahlzeit bey ihme Groß-guͤnſtig vorlieb zu nehmen.","norm":"Er sei gebeten / sprach Eckart und sage unseren Andreas Morgen dass er hingehe / denn wir uns des Sauerbrunnens wegen gerne mit ihm besprechen wollen; Gut / antwortete der Wirt / wie mein Wirt befiehlt: Morgens darauf / schickte Eckart Andreas zum Doktor, mit freundlichen Ersuchen / ihm die Ehre zu gönnen / und Mittags mit einer geringen Mahlzeit bei ihm Großgünstig vorliebzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660900115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4398,"date":1719,"orig":"Umb Mittag ſtellte ſich der Medicus ein/ den Eckarth mit Siegfried und Gotthart hoͤflich empfiengen und zu ſitzen bathen/ da ſie deñ genaueren Unterricht des Sauerbrunns halben ſich bey ihm erholten.","norm":"Um Mittag stellte sich der Medikus ein / den Eckart mit Siegfried und Gotthart höflich empfingen und zu sitzen baten / da sie denn genaueren Unterricht des Sauerbrunns halben sich bei ihm erholten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.553299903869629} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4399,"date":1719,"orig":"Nach Befragung fieng der Medicus an:","norm":"Nach Befragung fing der Medikus an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.643899917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4400,"date":1719,"orig":"Meine Hoch- und Viel-geehrte Herren/ es ſind dieſer Gegenden herumb unterſchiedene Sauerbruñen/ als der Albenreutiſche oder Buch-Sauerling/ Lehenſteiniſcher/ Tierſchnitzer/ Noͤblitzer/ Langenbruͤcker ꝛc. doch iſt der von dieſer Stadt eine halbe Meile gelegener Schleder Saͤueꝛling/ den Nahmen von den nechſt-gelegenen Dorffe Schleda fuͤhrend/ anderer Orthen aber von hieſiger Stadt der Egeriſche Sauerbrunn genannt/ unter denen obig-beniehmten der beſte und vortreflichſte am Geſchmack/ und an Wirckung der kraͤfftigſte.","norm":"Meine Hoch- und Vielgeehrte Herren / es sind dieser Gegenden herum unterschiedene Sauerbrunden / als der Albenreutische oder Buch-Sauerling / Lehensteinischer / Tierschnitzer / Nöblitzer / Langenbrücker etc. doch ist der von dieser Stadt eine halbe Meile gelegener Schleder Säuerling / den Namen von den nächstgelegenen Dorfe Schleda führend / anderer Orten aber von hiesiger Stadt der Egerische Sauerbrunn genannt / unter denen obig-beniehmten der beste und vortrefflichste am Geschmack / und an Wirkung der kräftigste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.982100009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4401,"date":1719,"orig":"Seiner Situation nach lieget er in einer ſchoͤnen Ebene/ auf allen Seiten mit fruchtbahren Aeckern/ Flecken/ Doͤrffern/ Schloͤſſeꝛn/ Holtzungen und Bergen umbgeben; Aus dieſem Brunn wird aller Saͤuerling/ der ſo wohl hier getruncken/ als auch in die Naͤhe und Ferne verfuͤhret wird/ geſchoͤpffet.","norm":"Seiner Situation nach liegt er in einer schönen Ebene / auf allen Seiten mit fruchtbaren Äckern / Flecken / Dörfern / Schlössern / Holzungen und Bergen umgeben; aus diesem Brunnen wird aller Säuerling / der sowohl hier getrunken / als auch in die Nähe und Ferne verführet wird / geschöpft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.675899982452393} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4402,"date":1719,"orig":"Seine Guͤte wird erkañt wann man bey klaren hellen Wetter ein reines Glaß voll aushebet/ daß am Boden und Seiten des Glaſes von ihme kleine Blaͤßlein wie runde Perlein haͤuffig anſchieſſen/ da in ſelbigen bey truͤben Wetter entweder keine oder gar wenige erſcheinen.","norm":"Seine Güte wird erkannt wann man bei klaren hellen Wetter ein reines Glas voll aushebet / dass am Boden und Seiten des Glases von ihm kleine Blässlein wie runde Perllein häufig anschießen / da in selbigen bei trüben Wetter entweder keine oder gar wenige erscheinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.110799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4403,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte:","norm":"Eckart fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4404,"date":1719,"orig":"Thut denn der Saͤuerling bey truͤben oder Regen-Wetter nicht ſo gute Wirckung/ als wann die Lufft heiter und Sonnen-Schein iſt?","norm":"Tut denn der Säuerling bei trüben oder Regenwetter nicht so gute Wirkung / als wann die Luft heiter und Sonnenschein ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.098499774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4405,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach:","norm":"Der Medikus sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.087299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4406,"date":1719,"orig":"Nein!","norm":"Nein!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.121799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4407,"date":1719,"orig":"denn je klaͤrer und reiner das Wetter iſt, ja wann die Sonne zugleich ihre Strahlen in den Brunnen wirfft/ je kraͤfftiger iſt der Effect, wann die Lufft von denen aus der Erden/ wie auch von dem Brunnen auffſteigenden Duͤnſten/ durch die Anziehung gleichſam neblich und verdickt/ oder von denen Wolcken verhindert wird/ daß die Sonne ihre Wirckung nicht geben kan/ ſo wird der Saͤuerling bey denen Brauchenden keinen ſonderlichen Effect thun/ ja offters iſt er nicht viel kraͤfftiger als ein gemein Brunn-Waſſer.","norm":"denn je klarer und reiner das Wetter ist, ja wann die Sonne zugleich ihre Strahlen in den Brunnen wirft / je kräftiger ist der Effekt, wann die Luft von denen aus der Erden / wie auch von dem Brunnen aufsteigenden Dünsten / durch die Anziehung gleichsam neblig und verdickt / oder von denen Wolken verhindert wird / dass die Sonne ihre Wirkung nicht geben kann / so wird der Säuerling bei denen Brauchenden keinen sonderlichen Effekt tun / ja öfters ist er nicht viel kräftiger als ein gemein Brunnenwasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.847700119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4408,"date":1719,"orig":"Wann zuweilen auch bey ſchoͤnen Wetter nur eine Wolcke uͤber den Bruñ ſtehet/ ſo wird die Krafft des Saͤuerlings geſchwaͤcht.","norm":"Wann zuweilen auch bei schönen Wetter nur eine Wolke über den Brund steht / so wird die Kraft des Säuerlings geschwächt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.868100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4409,"date":1719,"orig":"Hergegen wann die Lufft heiter iſt/ die Sonne die Duͤnſte und Nebel aufziehet und zertheilet/ ſo wird des Saͤuerlings Wirckung ſehr penetrant und durch dringend ſeyn/ am kraͤfftigſten/ aber wann die Sonne uͤber den Brunn ſtehet und ihre Strahlen wie vor gemeldet/ einwirfft/ dannenhero der Saͤuerling/ der an entfernte auslaͤndiſche Oerther ſoll verfuͤhret werden/ am allerlaͤngſten dauret/ und in ſeiner Guͤte verbleibet/ wann er in die hierzu gerechtelte ausgewaͤſſerte Flaſchen (wann das Wetter zuvor 3. biß 6. Tage nach einander klar und heiter geweſen) bey reiner Sonnen-Beſtrahlung/ gefuͤllet wird.","norm":"Hergegen wann die Luft heiter ist / die Sonne die Dünste und Nebel aufziehet und zerteilet / so wird des Säuerlings Wirkung sehr penetrant und durch dringend sein / am kräftigsten / aber wann die Sonne über den Brunnen steht und ihre Strahlen wie vor gemeldet / einwirft / dannenher der Säuerling / der an entfernte ausländische Örter soll verführet werden / am allerlängsten dauert / und in seiner Güte verbleibet / wann er in die hierzu gerechtelte ausgewässerte Flaschen (wann das Wetter zuvor 3. bis 6. Tage nach einander klar und heiter gewesen) bei reiner Sonnen-Bestrahlung / gefüllt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.385200023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4410,"date":1719,"orig":"Siegfried gab vor:","norm":"Siegfried gab vor:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.248799800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4411,"date":1719,"orig":"Er vermeynte es waͤre vielleicht beſſer/ wann der Bruñ mit einem Verſchlag und Ober-Dache bedecket wuͤrde/ damit kein Regen einfallen/ noch ein rauhes neblichtes Wetter und Lufft/ ihn begehen koͤnnen.","norm":"Er vermeinte es wäre vielleicht besser / wann der Brund mit einem Verschlag und Ober-Dache bedecket würde / damit kein Regen einfallen / noch ein raues nebliges Wetter und Luft / ihn begehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.413300037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4412,"date":1719,"orig":"Der Medicus verſetzte: Monſieur, wann der Brunn ſolte bedecket werden/ und nicht in freyer Lufft offen ſtehen/ ſo wuͤrde er ſo wohl den Geſchmack als Krafft gaͤntzlich verliehren.","norm":"Der Medikus versetzte: Monsieur, wann der Brunnen sollte bedecket werden / und nicht in freier Luft offen stehen / so würde er so wohl den Geschmack als Kraft gänzlich verlieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585299968719482} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4413,"date":1719,"orig":"Vor einigen Jahren, als der Umfang nur mit einem Daͤchlein umbher einwerts gegen den Brunnen zu bedeckt wuꝛde, und die Soñen-Stꝛahlen den Brunn recht zu beſtreichen verhindert wurden, entgieng dem Saͤuerling ſein Geſchmack und Wirckung, ſo, daß von denen hier und Frembden auswerts Gebrauchenden geſchrieben ward, wie daß der Saͤuerling der ihnen zugeſchickt worden waͤre, an Geſchmack und Wirckung kaum ſo viel als ein gemein Brunn-Waſſer gehabt und gethan haͤtte.","norm":"Vor einigen Jahren, als der Umfang nur mit einem Dächlein umher Einwärts gegen den Brunnen zu bedeckt wurde, und die Sonnen-Strahlen den Brunnen recht zu bestreichen verhindert wurden, entging dem Säuerling sein Geschmack und Wirkung, so, dass von denen hier und fremden auswärts Gebrauchenden geschrieben wurde, wie dass der Säuerling der ihnen zugeschickt worden wäre, an Geschmack und Wirkung kaum so viel als ein gemein Brunnenwasser gehabt und getan hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.123899936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4414,"date":1719,"orig":"Jn Nachforſchung dieſer Urſache, erfuhren wir, daß das Daͤchlein, wegen Zuruͤckhaltung der eindringenden Sonnen-Strahlen die meiſte Schuld waͤre.","norm":"In Nachforschung dieser Ursache, erfuhren wir, dass das Dächlein, wegen Zurückhaltung der eindringenden Sonnenstrahlen die meiste Schuld wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.572299957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4415,"date":1719,"orig":"Nachdem nun aus Anordnung der loͤblichen Loſung das Daͤchlein abgenommen wurde, iſt nach der Zeit der Minderung der Kraͤffte und Unſchmackbarkeit wegen keine Klage weiter einkommen.","norm":"Nachdem nun aus Anordnung der löblichen Losung das Dächlein abgenommen wurde, ist nach der Zeit der Minderung der Kräfte und Unschmackbarkeit wegen keine Klage weiter einkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116899967193603} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4416,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4417,"date":1719,"orig":"ich bin mit dem Herrn Doctor gleicher Meynung, daß ein unbedeckter Geſund-Brunn zum Trincken einen beſſeren Vortheil gebe, als ein bedeckter und beſchloßner, und iſt ohnſtreitig, daß der Zug der Unter-Jrrdiſchen Mineraliſchen Waſſer-Gaͤnge durch Beſtrahlung der Sonnen, als ihren Directore ſtaͤrcker und kraͤfftiger ſey, als bey Verhinderung derſelben, es geſchehe nun, vermittelſt Bedeckung derer Wolcken, ungeſtuͤmen neblichten Wetter, oder einer artificiellen Beſchlieſſung.","norm":"ich bin mit dem Herrn Doktor gleicher Meinung, dass ein unbedeckter Gesundbrunn zum Trinken einen besseren Vorteil gebe, als ein bedeckter und beschlossener, und ist unstreitig, dass der Zug der Unter-Irdischen mineralischen Wassergänge durch Bestrahlung der Sonnen, als ihren Directore stärker und kräftiger sei, als bei Verhinderung derselben, es geschehe nun, vermittels Bedeckung derer Wolken, ungestümen nebligen Wetter, oder einer artifiziellen Beschließung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.030499935150146} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4418,"date":1719,"orig":"Nun moͤchte ich noch mich belehren laſſen, was der Saͤuerling vor Mineralien mit ſich fuͤhret und haͤlt, wovon er ſeine Wirckung nimmt.","norm":"Nun möchte ich noch mich belehren lassen, was der Säuerling vor Mineralien mit sich führt und hält, wovon er seine Wirkung nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.546299934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4419,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete: Mein Patron! was der Quall vor Mineralien mit ſich fuͤhret, zeiget die umb die gantze Revier daſelbſt angefaͤrbte, ſchoͤne Purpur-rothe Erde vor, welche mit Armonical-nitroſiſchen Saltze gleichſam beſtreuet liegt, wie denn bey Selbſt-Unterſuchen ihnen in Augen- Schein kommen wird.","norm":"Der Medikus antwortete: Mein Patron! was der Qual vor Mineralien mit sich führt, zeiget die um die ganze Revier daselbst angefärbte, schöne Purpurrote Erde vor, welche mit Armonical-nitrosischen Salze gleichsam bestreuet liegt, wie denn bei Selbst-Untersuchen ihnen in Augen-Schein kommen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.763999938964844} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4420,"date":1719,"orig":"Dieſe rothe Erden erweiſet mit beykommenden Vitrioliſchen Geſchmack, daß ſie mit einer Minera Martis imprægniret ſey, welche durch die Salia nitroſa, die ſich ſolcher einverleiben, in immerwaͤhrender Zertheilung von denen durchſtreichenden Waſſern ſolvirt und mit an Tag gefuͤhret werden, woraus hernach in gemeſſener Temperatur und Gleichheit der Saͤuerling, ſein Beſtand, Weſen, Geſchmack, Krafft und Wirckung empfaͤngt.","norm":"Diese rote Erden erweiset mit beikommenden Vitrioleschen Geschmack, dass sie mit einer Minera Martis imprägnieret sei, welche durch die Salia Nitrose, die sich solcher einverleiben, in immerwährender Zerteilung von denen durchstreichenden Wassern solviert und mit an Tag geführt werden, woraus hernach in gemessener Temperatur und Gleichheit der Säuerling, sein Bestand, Wesen, Geschmack, Kraft und Wirkung empfängt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.060100078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4421,"date":1719,"orig":"Damit auch der Brunn durch offtern Abfall der zerbrochenẽ Flaſchen und Glaͤſer an ſeinen Quellen keine Hinderniß und Verſtopffung bekommen moͤge.","norm":"Damit auch der Brunnen durch Öfteren Abfall der zerbrochenen Flaschen und Gläser an seinen Quellen keine Hindernis und Verstopfung bekommen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.670400142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4422,"date":1719,"orig":"So wird jaͤhrlich medio Aprilis oder wann es das Wetter leidet, in Beyſeyn der loͤblichen Loſung (welche beſtehet aus einen Herrn Burger-Meiſter, Herrn des Raths, Gerichten und Herrn Phiſicis) der Brunn von genannten Unrath und kothigten Schleim, biß auf den reinen Sand welcher an der Farbe etwas roth-blaͤulicht ausſiehet, durch welchen der ſtarcke Quall, und Neben-Quelle mit groſſer Hefftigkeit hervor ſtreichen, gereiniget, dieſe Quellen ſind ſo penetrant, daß der Raͤumer, wann er ſich zu lange verweilet ihm der ſtarcke aufſteigende Dunſt den Athem benimmt, auf gleiche Arth, wie der neue Moſt und junges Bier im Gaͤhren und Brauſen zu thun pflegt.","norm":"So wird jährlich medio Aprilis oder wann es das Wetter leidet, in Beisein der löblichen Losung (welche bestehet aus einen Herrn Bürgermeister, Herrn des Rats, Gerichten und Herrn Phisicis) der Brunnen von genannten Unrat und kotigen Schleim, bis auf den reinen Sand welcher an der Farbe etwas rot-bläulich aussieht, durch welchen der starke Qual, und Neben-Quelle mit großer Heftigkeit hervorstreichen, gereinigt, diese Quellen sind so penetrant, dass der Räumer, wann er sich zu lange verweilet ihm der starke aufsteigende Dunst den Atem benimmt, auf gleiche Art, wie der neue Most und junges Bier im Gehren und Brausen zu tun pflegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.383500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4423,"date":1719,"orig":"Wann nun die Reinigung geſchehen iſt, ſo werden von denen reinen zerbrochenen Wallenburgiſchen Flaſchen eine Quantität Scherbel eingeworffen, damit die ſtarcke Quelle durch ſolche gleichſam gehemmet, und das einfallende Unreine deſto eher kan ausgeſtoſſen werden, und nicht ſo bald eindringen moͤge.","norm":"Wann nun die Reinigung geschehen ist, so werden von denen reinen zerbrochenen Wallenburgischen Flaschen eine Quantität Scherbel eingeworfen, damit die starke Quelle durch solche gleichsam gehemmt, und das einfallende Unreine desto eher kann ausgestoßen werden, und nicht so bald eindringen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4424,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte weiter:","norm":"Eckart fragte weiter:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2221999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4425,"date":1719,"orig":"Woher muß dieſer Brunn ſeinen anfaͤnglichen Urſprung nehmen?","norm":"Woher muss dieser Brunnen seinen anfänglichen Ursprung nehmen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.296999931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4426,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach:","norm":"Der Medikus sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.087299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4427,"date":1719,"orig":"Meiner Meynung nach hat er ſeinen Urſprung und Gang von Morgen gegen Mittag, zumahln wann ich die Situation des Orthes, der mit ſo vielen Bergen, Waͤldern und andern Mineraliſchen Waſſern mehr umbgeben iſt, betrachte:","norm":"Meiner Meinung nach hat er seinen Ursprung und Gang von Morgen gegen Mittag, zumal wann ich die Situation des Ortes, der mit so vielen Bergen, Wäldern und anderen mineralischen Wassern mehr umgeben ist, betrachte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.543000221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4428,"date":1719,"orig":"Und ob wohl von Weſt und Norden gleiche Anbruͤche gefunden werden, ſo ſind ſie doch nicht der Guͤte und Daurung; Jndem nun das Waſſer einen entfernten Weg, der mehrentheils mit alleꝛhand Mineralien angefuͤllet iſt, durchgehet, ſo nimmt es aller derſelben Eigenſchafft in ſich und macht in zutragender Vermiſchung eine ſolche Temperatur, welche ſo wohl Menſchen als Vieh in vielen Zufaͤllen zutraͤglich ſeyn kan.","norm":"Und ob wohl von West und Norden gleiche Anbrüche gefunden werden, so sind sie doch nicht der Güte und Dauerung; indem nun das Wasser einen entfernten Weg, der mehrenteils mit allerhand Mineralien angefüllt ist, durchgehet, so nimmt es aller derselben Eigenschaft in sich und macht in zutragender Vermischung eine solche Temperatur, welche so wohl Menschen als Vieh in vielen Zufällen zuträglich sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.966000080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4429,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte:","norm":"Eckart fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4430,"date":1719,"orig":"Zu welcher Zeit iſt der Saͤuerling am zutraͤglichſten zu gebrauchen.","norm":"Zu welcher Zeit ist der Säuerling am zuträglichsten zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.726099967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4431,"date":1719,"orig":"Der Doctor ſagte:","norm":"Der Doktor sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.167799949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4432,"date":1719,"orig":"Von Monath Majo an biß auf den Septembris incluſive, wer ihn aber benoͤthigt iſt, kan ihn auch in Winter, entweder wie er iſt, oder gewaͤrmt, in der warmen Stuben trincken.","norm":"Von Monat Maja an bis auf den Septembris inklusive, wer ihn aber benötigt ist, kann ihn auch in Winter, entweder wie er ist, oder gewärmt, in der warmen Stuben trinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299099922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4433,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, der Brunn wird der Krebſe Arth an ihn haben, weil er nur in denen Monathen deren Nahmen kein R. haben gleich ihnen am beſten iſt, weil ich mich auch erinnere, daß Monſieur Ettner zum offtern umb dieſe Zeit in Eger ſich einfindet, moͤchte ich von den Herrn Doctor Nachricht haben ob ihme nicht wiſſend waͤre, daß er dieſes Jahr ſie beſuchen wuͤrde?","norm":"Eckart versetzte, der Brunnen wird der Krebse Art an ihn haben, weil er nur in denen Monaten deren Namen kein R. haben gleich ihnen am besten ist, weil ich mich auch erinnere, dass Monsieur Ettner zum Öfteren um diese Zeit in Eger sich einfindet, möchte ich von den Herrn Doktor Nachricht haben ob ihm nicht wissend wäre, dass er dieses Jahr sie besuchen würde?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.455399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4434,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4435,"date":1719,"orig":"Er hat wohl vor einigen Wochen gute Freunde ſalutiret, und ihnen ſeine Ankunfft zu wiſſen gethan, daß alſo er vermuthlich, (wo ihn nicht was noͤthigers auffhaͤlt) uns ſeine Gegenwart zeigen wird, ſonſten iſt ſein Uſuel, daß er ſich zuvor einige Tage im Bade-Hauſe divertirt und verweilet, ehe er uns in der Stadt beſucht.","norm":"Er hat wohl vor einigen Wochen gute Freunde salutieret, und ihnen seine Ankunft zu wissen getan, dass also er vermutlich, (wo ihn nicht was Nötigers aufhält) uns seine Gegenwart zeigen wird, sonsten ist sein Usuel, dass er sich zuvor einige Tage im Badehause divertiert und verweilet, ehe er uns in der Stadt besucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4436,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte den Medicum, ob man denn jetzo den Saͤuerling auch euſerlich zum Baden brauchte? weil er von ihm von einen Bade-Hauſe hoͤrte?","norm":"Eckart fragte den Medicum, ob man denn jetzt den Säuerling auch äußerlich zum Baden brauchte? weil er von ihm von einen Badehause hörte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.724599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4437,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach:","norm":"Der Medikus sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.087299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4438,"date":1719,"orig":"Ob wohln man ſchon ehmahliger Zeit den Saͤuerling euſerlich zum Abwaſchen, und Fuß-Baͤdern gebraucht hat, ſo hat doch Monſieur Ettner ſolchen Gebrauch weiter extendirt, voꝛzeigend, daß dergleichen Baden des gantzen Leibes gemeſſener Arth nach groſſen Nutzen ſchaffen wuͤrde, auch ſolches erſtermahls an ihn ſelbſten den Verſuch gethan, und nach gut-befundener Wirckung ſelbigen auch andern preßhafften Perſonen recommendirt, und mit unſer Collegialen Beyſtimmung in folgenden Zufaͤllen bey denen Gebrauchenden herrlicher Effect verſpuͤret worden; wie denn das von ihme beſchriebene Sauerbrunn-Buͤchlein, mit Beytrag deren von uns curirten Patienten vorweiſen wird.","norm":"Ob wohlen man schon ehemaliger Zeit den Säuerling äußerlich zum Abwaschen, und Fußbädern gebraucht hat, so hat doch Monsieur Ettner solchen Gebrauch weiter extendiert, vorzeigend, dass dergleichen Baden des ganzen Leibes gemessener Art nach großen Nutzen schaffen würde, auch solches erste Mal an ihn selbst den Versuch getan, und nach gut-befundener Wirkung selbigen auch anderen Presshaften Personen rekommandiert, und mit unser kollegialen Beistimmung in folgenden Zufällen bei denen Gebrauchenden herrlicher Effekt verspüret worden; wie denn das von ihm beschriebene Sauerbrunn-Büchlein, mit Beitrag deren von uns kurierten Patienten vorweisen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.795599937438965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4439,"date":1719,"orig":"Nach welcher gluͤcklichen Continuation, Ein Wohl-Edler Geſtrenger Rath und loͤbliche Loſung nach Monſieur Ettners Vortrag, nicht weit vom Brunn ein Bade- und zugleich vor die Ankommende zu Wagen und Pferde ein Gaſt-Hauß, zu beſſerer Commodität dererjenigen die das Bad daſelbſt brauchen wollen mit etlichen Zimmerlein in welchen eine Wanne, Tiſchlein, Bettſtatt, und was ſonſten zum Baden noͤthig, bereitet ſtehet, wie auch ſchneller Expedirung derer Abnehmer des Saͤuerlings auffgefuͤhret.","norm":"Nach welcher glücklichen Kontinuation, ein Wohledler Gestrenger Rat und löbliche Losung nach Monsieur Ettners Vortrag, nicht weit vom Brunnen ein Bade- und zugleich vor die Ankommende zu Wagen und Pferde ein Gasthaus, zu besserer Kommodität derjenigen die das Bad daselbst brauchen wollen mit etlichen Zimmerlein in welchen eine Wann, Tischlein, Bettstatt, und was sonsten zum Baden nötig, bereitet steht, wie auch schneller Expedierung derer Abnehmer des Säuerlings aufgeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.141799926757812} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4440,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte: damit wir nicht von unſern Vorhaben allzuweit abkommen, wollen wir zuvor den innerlichen Gebrauch vor uns nehmen.","norm":"Eckart replizierte: damit wir nicht von unseren Vorhaben allzu weit abkommen, wollen wir zuvor den innerlichen Gebrauch vor uns nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.838799953460693} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4441,"date":1719,"orig":"(Weil doch nie bekannt, die innere Auswirckung der euſerlichen vorgehen, und dem Menſchlichen Coͤrper zu einen vortheilhafftern euſer- und nuͤtzlichen Gebrauch diſponiren und geſchickt machen muß.)","norm":"(Weil doch nie bekannt, die innere Auswirkung der äußerlichen vorgehen, und dem Menschlichen Körper zu einen vorteilhafteren euser- und nützlichen Gebrauch disponieren und geschickt machen muss.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.910900115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4442,"date":1719,"orig":"Wie und auf was Arth der Saͤuerling von dem Huͤlff-begierigen muß gebraucht werden, und wie er in ſolchen ſeine Operation ausuͤbe?","norm":"Wie und auf was Art der Säuerling von dem Hilfbegierigen muss gebraucht werden, und wie er in solchen seine Operation ausübe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.542900085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4443,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4444,"date":1719,"orig":"Der Gebrauch des Saͤuerlings wird abgetheilet, in die halbe und gantze Cur, die gantze erſtreckt ſich auf vier, biß ſechs Wochen und laͤnger, die halbe auf 14. Tage.","norm":"Der Gebrauch des Säuerlings wird abgeteilt, in die halbe und ganze Kur, die ganze erstreckt sich auf vier, bis sechs Wochen und länger, die halbe auf 14. Tage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.780600070953369} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4445,"date":1719,"orig":"Ehe und bevor das Trincken angefangen wird, nimmt man den Tag zuvor ein Laxativ ein, hernach bey den Anfang trincket man fruͤh nuͤchtern zwey biß vier Glaͤſer worbey man den Leib warm halten und im Zimmer auf und abgehen muß, da denn die Gebrauchende zwiſchen den Trincken einen mit Zucker geroͤſteten Fenchel, oder in Mangel deſſen, andern rein geleſenen Fenchel, Aniß, oder Wacholder-Beeren in dem Munde kaͤuen, den imprægnirten Speichel abſchlingen, das unnuͤtze Corpus wieder auswerffen.","norm":"Ehe und bevor das Trinken angefangen wird, nimmt man den Tag zuvor ein Laxativ ein, hernach bei den Anfang trinket man früh nüchtern zwei bis vier Gläser wobei man den Leib warm halten und im Zimmer auf und abgehen muss, da denn die Gebrauchende zwischen den trinken einen mit Zucker gerösteten Fenchel, oder in Mangel dessen, anderen rein gelesenen Fenchel, Anis, oder Wacholderbeeren in dem Munde kauen, den imprägnierten Speichel abschlingen, das unnütze Corpus wieder auswerfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000500202178955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4446,"date":1719,"orig":"Andere kaͤuen Jngber oder eſſen Magen-oder andere gewuͤrtzte Morſellen, der Waͤrme halben leget man auf den vorder Leib, entweder warme Tuͤcher, oder einen warm-gemachten Serpentin- Stein in ein einfach Tuch eingewickelt, des andeꝛn Tages tꝛinckt man ein Maaß Egriſch oder 8. Glaͤſer, den dritten anderthal Maaß oder 12. Glaͤſer, und ſteiget taͤglich von 4. Glaͤſern zu 4. Glaͤſern biß zwey, dritthalb, drey auch vier Maaß, wann man nun auffs hoͤchſte als angeordnet worden, kommen iſt; ſo faͤhret man in der hoͤchſten Quantität, acht biß 14. Tage, 3. 4. Wochen und laͤnger fort, als man gute Wirckung mit Succeſs verſpuͤhret; deme nach hebet man an von 4. Glaͤſer zu vier Glaͤſer, oder von halben zu halben biß auf 4. Glaͤſer oder ein halbes Maaß Egeriſch gleich wie man angefangen hat, im Trincken abzunehmen, weiln aber die Naturen und Individua variiren, muß man gleich wie in andern alſo auch hierinn verfahren.","norm":"Andere kauen Ingwer oder essen Magen- oder andere gewürzte Morsellen, der Wärme halben leget man auf den vorder Leib, entweder warme Tücher, oder einen warmgemachten Serpentin-Stein in ein einfach Tuch eingewickelt, des andern Tages trinkt man ein Maß Egrisch oder 8. Gläser, den dritten Andertal Maß oder 12. Gläser, und steiget täglich von 4. Gläsern zu 4. Gläsern bis zwei, dritthalb, drei auch vier Maß, wann man nun aufs höchste als angeordnet worden, kommen ist; so fährt man in der höchsten Quantität, acht bis 14. Tage, 3. 4. Wochen und länger fort, als man gute Wirkung mit Success verspüret; dem nach hebet man an von 4. Gläser zu vier Gläser, oder von halben zu halben bis auf 4. Gläser oder ein halbes Maß Egerisch gleich wie man angefangen hat, im Trinken abzunehmen, weil aber die Naturen und Individua variieren, muss man gleich wie in anderen also auch hierin verfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116399765014648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4447,"date":1719,"orig":"Dieſes Eintrincken nun des Saͤuerlings ſoll des Tages nur einmahl und zwar fruͤh umb 6. Uhr oder wenigſtens vier Stunden vor den Mittags-Eſſen und nuͤchtern geſchehen, zu welchen Trincken man eine Zeit (zumahln wann es in der hoͤchſte Doſis getruncken wird) von anderthalb biß zwey Stunden ausſetzet, womit der kalte Saͤuerling, indem man ihn nach und nach abſchlinget, nicht allein den Gaumen u. Halß von den Schleimichten ſaubere, auch nicht ſo kalt in Magen komme, ſondern auch fein gemachſam durch den unteren Magen-Schlund und Gedaͤrme, die unnoͤthige Feuchtigkeitẽ mit ſich nehme, und ſo dañ in zuflieſſender Anhaͤuffung das Unnoͤthige zugleich mit ausfuͤhre.","norm":"Dieses Eintrinken nun des Säuerlings soll des Tages nur einmal und zwar früh um 6. Uhr oder wenigstens vier Stunden vor den Mittagessen und nüchtern geschehen, zu welchen trinken man eine Zeit (zumal wann es in der höchste Dosis getrunken wird) von anderthalb bis zwei Stunden aussetzet, womit der kalte Säuerling, indem man ihn nach und nach abschlinget, nicht allein den Gaumen u. Hals von den Schleimigen saubere, auch nicht so kalt in Magen komme, sondern auch fein gemachsam durch den unteren Magenschlund und Gedärme, die unnötige Feuchtigkeiten mit sich nehme, und so dann in zufließender Anhäufung das Unnötige zugleich mit ausführe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.824100017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4448,"date":1719,"orig":"Es ſind Medici, die wegen des kalten Eintrinckens denen Gebrauchenden rathen, ſtarck gebrandte Magen- und andere Waſſer und Aqva Vitæ, umb den einnehmenden Magen zu ſtaͤrcken, mit bey zu trincken: Alleine!","norm":"Es sind Medici, die wegen des kalten Eintrinkens denen Gebrauchenden raten, stark gebrandete Magen- und andere Wasser und Aqua Vitae, um den einnehmenden Magen zu stärken, mit beizutrinken: alleine!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.448699951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4449,"date":1719,"orig":"ich halte nichts darvon, denn dergleichen Aqva Vitæ den inneren Schleim zum Ausgehen indiſpoſt machen, und des Saͤuerlings gewoͤhnliche Operation verhindert wird, wer meinem Vortrag folget, darff der Erkaͤltung wegen keine Sorge tragen.","norm":"ich halte nichts davon, denn dergleichen Aqua Vitae den inneren Schleim zum Ausgehen indispost machen, und des Säuerlings gewöhnliche Operation verhindert wird, wer meinem Vortrag folget, darf der Erkältung wegen keine Sorge tragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.698299884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4450,"date":1719,"orig":"Jſt er aber deſſentwegen umb ſeiner ſchwachen Diſpoſition nicht zu ſchadẽ noch beſorget, ſo laſſe er ihm eine gute Bier-oder Saͤuerlings-Suppe machen, nehme ſolche ein Stunde vor den Trincken zu ſich, beſtreiche den Magen mit einem ſtarcken Spiritus Vini anniſatus, Magen- Spiritus, oder welches beſſer, er mache ein blaues oder weiſſes woͤllenes Tuch mit dem Spiritus Vini feuchte, und lege es warm uͤber den Magen oder ſo genannte Hertz-Grube: Wann nun der Patient vermercket, daß der eingetrunckene Saͤuerling durch den Stuhl- und Harn- Gang mehrentheils oder gar hinweg gangen iſt, (ſo bey etlichen in zwey biß drey Stunden geſchicht,) ſo kan er ein Glaͤßlein guten Canari- oder auch Sireſer-Sect in Muſaten-Zucker- Brodt oder Zwieback eingezogen, zu ſich nehmen; Kan er aber dieſen Wein nicht haben, ſo genieſſe er ein Glaß alten Reihn- oder Francken-Wein in Biſcuiten eingezogen.","norm":"Ist er aber dessentwegen um seiner schwachen Disposition nicht zu schaden noch besorget, so lasse er ihm eine gute Bier- oder Säuerlings-Suppe machen, nehme solche ein Stunde vor den trinken zu sich, bestreiche den Magen mit einem starken Spiritus Vini annisatus, Magen-Spiritus, oder welches besser, er mache ein blaues oder weißes wollenes Tuch mit dem Spiritus Vini feuchte, und lege es warm über den Magen oder so genannte Herzgrube: Wann nun der Patient vermerket, dass der Eingetrunkene Säuerling durch den Stuhl- und Harn-Gang mehrenteils oder gar hinweggegangen ist, (so bei etlichen in zwei bis drei Stunden geschieht,) so kann er ein Gläslein guten Canari- oder auch Sireser-Sect in Musaten-Zucker-Brot oder Zwieback eingezogen, zu sich nehmen; kann er aber diesen Wein nicht haben, so genieße er ein Glas alten Reihn- oder Franken-Wein in Biskuite eingezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.030300140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4451,"date":1719,"orig":"Bey den Mittags-Eſſen, welches von guten angenehmen, und leicht verdaulichen Speiſen bereitet ſeyn ſoll, den Appetit mit guten Vergnuͤgen ſtillen, darbey ein paar Glaͤſer Wein wann ers vermoͤgend und ihm zutraͤglich iſt, oder an deꝛen Statt ein gutes Egeriſches Lager-Bier trincken; nicht aber ſich mit uͤbrigen Eſſen und und Trincken beladen und alſo den Magen obruiren und belaͤſtigen.","norm":"Bei den Mittagessen, welches von guten angenehmen, und leicht verdaulichen Speisen bereitet sein soll, den Appetit mit guten Vergnügen stillen, dabei ein paar Gläser Wein wann er es vermögend und ihm zuträglich ist, oder an deren statt ein gutes Egerisches Lagerbier trinken; nicht aber sich mit übrigen Essen und und trinken beladen und also den Magen obruieren und belästigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39870023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4452,"date":1719,"orig":"Mein Herr Doctor wandte Eckarth ein, ſagte: wem der Wein zutraͤglich iſt.","norm":"Mein Herr Doktor wandte Eckart ein, sagte: Wem der Wein zuträglich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7459001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4453,"date":1719,"orig":"Was thut er denn demjenigen dem er nicht zutraͤglich iſt fuͤr Verdrieß.","norm":"Was tut er denn demjenigen dem er nicht zuträglich ist für Verdrieß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2916998863220215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4454,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach: Unterſchiedenen, worunter Monſieur Ettner mit zu zehlen iſt, (ob ſie gleich auſſer dieſen den Wein vertragen koͤnnen) will er nicht bekom̃en, denn ſo bald ſie ein Glaß Wein, inn oder nach der Mittags-Mahlzeit (verſtehe wann ſie die Saͤuerlings-Cur brauchen) trincken, ſo ziehet es ſich ihnen um die Regioventriculi gleich einen Strick, und verurſachet ihnen ſtarcke Engbruͤſtigkeit; Es traͤgt ſich viel mahl zu daß der getrunckene Saͤuerling bey einigen Patienten zuweilen in ſieben oder 8. Stunden abgehet, bey manchen auch ein biß wohl zwey Tage in Ausraͤumung ſchaͤdlicher Feuchtigkeiten zubringet, alsdenn iſt der Gebrauchende das Eſſen biß zu vollbrachter Evacuation ſo lange aufzuſchieben, nicht gehalten, ſondern verrichte ſein Mittags-Mahl im Seegen des HErren, denn was langſam wircket, bringet offters der Geſundheit einen zutraͤglicheren Voꝛtheil als was allzuſchnell ſeine Operationes thut; Nun ſind etliche der Meynung, als koͤnte der Saͤuerling (umb die Cur deſto eher zu endigen,) auch Nachmittag getruncken werden, aus Urſachen, damit die unnoͤthige Materia nach renovirter Staͤrckung des Magens deſtobaß moͤchte ausgehoben werden, allein ich halte aus eigener und anderer Erfahrung Getrieben gaͤntzlich das Contrarium und Widerſatz, denn wenn man des Nachts uͤber, wegen Verdauung der Speiſe ſein Abſehen haben muß, und vor rathſam gehalten wird, vor den Gebrauch des Saͤuerlings den Leib zu exoneriren und auszuledigen, auf daß in dem Unter-Leibe nicht eine Ungelegenheit vermiſchter Fecum halber erfolgen moͤge, wie vielmehr ſoll man auf die Mittags-Mahlzeit die Auffſicht oder Obſervanz richten, umb ſo wohl die Concoction nicht zu ſtoͤren, und zu hindern, als auch in zukom̃ender Vermiſchung des wieder eingetrunckenen Saͤuerlings ſchaͤdliche Zufaͤlle zu erregen, ſo iſt auch das Nachmittag-Trincken, denen wenigſten angenehm, und wird der Eckel dem Magen hierinnen gar keine Zutraͤglichkeit thun; dannenhero man das Nachmittag-Trincken ohne eine Suͤnde zu begehen, gantz und gar einſtellen und abandonniren kan.","norm":"Der Medikus sprach: Unterschiedenen, worunter Monsieur Ettner mitzuzählen ist, (ob sie gleich außer diesen den Wein vertragen können) will er nicht bekommen, denn so bald sie ein Glas Wein, in oder nach der Mittagsmahlzeit (verstehe wann sie die Säuerlings-Kur brauchen) trinken, so ziehet es sich ihnen um die Regioventriculi gleich einen Strick, und verursachet ihnen starke Engbrüstigkeit; es trägt sich viel Mal zu dass der getrunkene Säuerling bei einigen Patienten zuweilen in sieben oder 8. Stunden abgehet, bei manchen auch ein bis wohl zwei Tage in Ausräumung schädlicher Feuchtigkeiten zubringet, alsdann ist der Gebrauchende das Essen bis zu vollbrachter Evakuation so lange aufzuschieben, nicht gehalten, sondern verrichte sein Mittagsmahl im Segen des Herren, denn was langsam wirket, bringt öfters der Gesundheit einen zuträglicheren Vorteil als was allzuschnell seine Operationes tut; nun sind etliche der Meinung, als könnte der Säuerling (um die Kur desto eher zu endigen,) auch Nachmittag getrunken werden, aus Ursachen, damit die unnötige Materie nach renovierter Stärkung des Magens destobaß möchte ausgehoben werden, allein ich halte aus eigener und anderer Erfahrung Getrieben gänzlich das Contrarium und Widersatz, denn wenn man des Nachts über, wegen Verdauung der Speise sein Absehen haben muss, und vor ratsam gehalten wird, vor den Gebrauch des Säuerlings den Leib zu exonerieren und auszuledigen, auf dass in dem Unterleibe nicht eine Ungelegenheit vermischter Fecum halber erfolgen möge, wie vielmehr soll man auf die Mittagsmahlzeit die Aufsicht oder Observanz richten, um sowohl die Concoction nicht zu stören, und zu hindern, als auch in zukommender Vermischung des wieder Eingetrunkenen Säuerlings schädliche Zufälle zu erregen, so ist auch das Nachmittagtrinken, denen wenigsten angenehm, und wird der Ekel dem Magen hierinnen gar keine Zuträglichkeit tun; dannenher man das Nachmittagtrinken ohne eine Sünde zu begehen, ganz und gar einstellen und abandonnieren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4455,"date":1719,"orig":"Die Abend-Mahlzeit ſoll etwas ſparſam ſeyn, damit der Leib ausruhe, die wenige Speiſe verdaue, und zu den Morgenden Trincken diſpoſter und geſchickter gemacht werde, dabey ein zeitliches Schlaffengehen, den Gebrauchenden zu rechter Zeit wieder aufzuſtehen deſto munter machen wird; Nach geendeter Mahlzeit als der Medicus abgehen wolte:","norm":"Die Abendmahlzeit soll etwas sparsam sein, damit der Leib ausruhe, die wenige Speise verdaue, und zu den Morgenden trinken disposter und geschickter gemacht werde, dabei ein zeitliches Schlaffengehen, den Gebrauchenden zu rechter Zeit wieder aufzustehen desto munter machen wird; nach geendeter Mahlzeit als der Medikus abgehen wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.751100063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4456,"date":1719,"orig":"Bath ihn Eckarth; Wofern er nicht was verſaͤumte, ihme noch ein Stuͤndlein zu ſchencken zu gelieben, damit er und die Seinigen, weiln ſie reſolvirt waͤren, 14. Tage lang, ſo GOtt will, ſich hieꝛ auffzuhalten und des Saͤuerlings zu bedienen, von ihme noch ferner-weitigen Unterricht haben moͤchten.","norm":"Bath ihn Eckart; sofern er nicht was versäumte, ihm noch ein Stündlein zu schenken zu Geliebe, damit er und die Seinigen, weil sie resolviert wären, 14. Tage lang, so Gott will, sich hier aufzuhalten und des Säuerlings zu bedienen, von ihm noch ferner-weitigen Unterricht haben möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.24560022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4457,"date":1719,"orig":"Der Doctor ſetzte ſich wieder nieder:","norm":"Der Doktor setzte sich wieder nieder:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.208700180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4458,"date":1719,"orig":"Da fragte Eckarth?","norm":"Da fragte Eckart?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.206000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4459,"date":1719,"orig":"Dieweil die Individua nicht gleicher Conſtitution ſeyn und variiren, ſo muß die Cur nothwendiger Weiſe nach eines jeden Leibes Beſchaffenheit und beyweſenden Zufalls eingerichtet werden?","norm":"Dieweil die Individua nicht gleicher Konstitution sein und variieren, so muss die Kur notwendigerweise nach eines jeden Leibes Beschaffenheit und beywesenden Zufalls eingerichtet werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6315999031066895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4460,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4461,"date":1719,"orig":"Allerdinges muß ein erforderender Medicus des Patienten Conſtitution hierinnen genau in acht nehmen, ſo wohl der Complexion nach, da bekommt er denen Cholericis und Sangvineis beſſer kalt, denen Phlegmaticis iſt er laulicht zutraͤglicher, denen Melancholicis aber warm gemacht, ſo zwar beydes in principio dem Gaumen nicht allzuangenehm iſt, allein wer ſeinen Geſundheits-Nutzen beobachten will, der muß einen kleinen Verdruß nicht achten, als auch ſeiner Zufaͤlle nach, da der Saͤuerling weniger oder haͤuffiger muß getruncken werden:","norm":"Dinges muss ein erfordernder Medikus des Patienten Konstitution hierinnen genau in Acht nehmen, sowohl der Komplexion nach, da bekommt er denen Cholericis und Sangvineis besser kalt, denen Phlegmaticis ist er laulich zuträglicher, denen Melancholicis aber warm gemacht, so zwar beides in principio dem Gaumen nicht allzuangenehm ist, allein wer seinen Gesundheits-Nutzen beobachten will, der muss einen kleinen Verdruss nicht achten, als auch seiner Zufälle nach, da der Säuerling weniger oder häufiger muss getrunken werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.741300106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4462,"date":1719,"orig":"So iſt auch, wie anfaͤnglich gemeldet, der Saͤuerling zu einer Zeit kraͤfftiger und ſchlechter als zur andern, denn ſolchen vor Auffgang der Soñen zu ſchoͤpffen und zu trincken iſt er nicht dienlich, noch weniger des Nachts, beſonders denen Frauen-Zimmer, Schwangern und Kindern zumahln in vollen Licht, wann der Monden in den Brunn ſcheinet, denn der erſtere iſt noch voller Duͤnſte und roher Waͤßrigkeiten, welche die auffgehende zukommende Sonne ſegregiret und ausziehet.","norm":"So ist auch, wie anfänglich gemeldet, der Säuerling zu einer Zeit kräftiger und schlechter als zur anderen, denn solchen vor Aufgang der Sonnen zu schöpfen und zu trinken ist er nicht dienlich, noch weniger des Nachts, besonders denen Frauenzimmer, Schwangeren und Kindern zumal in vollen Licht, wann der Monden in den Brunnen scheinet, denn der erstere ist noch voller Dünste und roher Wässrigkeiten, welche die aufgehende zukommende Sonne segregieret und ausziehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8678998947143555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4463,"date":1719,"orig":"Des Nachts ſoll der Patiente der Ruhe pflegen, und in ſelbiger dem Leibe keine unnoͤthige Moleſtien machen.","norm":"Des Nachts soll der Patiente der Ruhe pflegen, und in selbiger dem Leibe keine unnötige Molestin machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.948800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4464,"date":1719,"orig":"So ſollen auch die Weibes-Perſonen bevoraus die ſchwangeꝛn Weiber zu gewiſſen Zeiten des Saͤuerlings muͤßig gehen, und in der Cur gewiſſe vom Medico angeordnete Tage ausſetzen, ſo wird auch der Saͤuerling ſeine Wirckung bey klaren Wetter und Sonnen-Schein ſeine Wirckung beſſer, als bey neblicht, Regen, Schloſſen und Donner-Wetter, (da denn bey dergleichen Continuirung man ein paar Tage vom Trincken ſtille halte, und dieweil ein gelindes Purganz einnehmen kan) ausrichten, der Saͤuerling iſt am kraͤfftigſten eine Stunde nach der Sonnen Auffgang geſchoͤpfft, und gebraucht.","norm":"So sollen auch die Weibespersonen bevoraus die schwangeren Weiber zu gewissen Zeiten des Säuerlings müßig gehen, und in der Kur gewisse vom Medico angeordnete Tage aussetzen, so wird auch der Säuerling seine Wirkung bei klaren Wetter und Sonnenschein seine Wirkung besser, als bei neblig, Regen, Schlossen und Donnerwetter, (da denn bei dergleichen Kontinuierung man ein paar Tage vom trinken stille halte, und dieweil ein gelindes Purganz einnehmen kann) ausrichten, der Säuerling ist am kräftigsten eine Stunde nach der Sonnen Aufgang geschöpft, und gebraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252699851989746} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4465,"date":1719,"orig":"Welcher Weiſe nun der Saͤuerling ſeine Operation verrichte, iſt zu wiſſen, daß er durch alle Excretoria corporis humani, ſeine Wirckung ausuͤbe, als wann man præmiſſis præmittendis wie ich vorgemeldet: nun den Saͤuerling anfaͤhet zu trincken, ſo wird er nach denen erſteren zwey oder vier Glaͤſern, den zaͤhen Schleim, ſo wohl im Halſe und denen Speichel-Roͤhren duͤnne machen, und durch den Mund auswerffen, nach dem Forttrincken fuͤhret er die im Magen und Gedaͤrmen Materiam digeſtam & crudam, nebenſt denen ſchaͤdlichen Feuchtigkeiten durch den Maſt-Darm aus, weiter zertheilet er Materiam viſcidam und obſtruentem, welche er theils durch den Maſt-Darm als ein ſchwartzes Waſſer wegen innwohnender Minera Martis und mit begleitenden ſchaͤndlichen Unflat und Schleim gleich geſchelten Aepffel oder Birn-Schaalen ꝛc. theils durch den Harn- Gang forttreibet, ferner erreget er mit unter, einen gelinden Schweiß am Haupte und uͤber den gantzen Leib, endlich diluirt er bilem acriorem und entlediget die davon belaͤſtigte Natur durch den Maſt-Darm, den ſie in etwas conſtringirt, und ein ſtarckes Brennen und Beiſſen verurſachet, daß in waͤhrender Cur zum oͤfftern drey biß vier Tage, bey manchen wohl acht und mehr Tage, nachdem die Bilis extravaſata wenig oder viel iſt, welches Brennen mit Auflegung eines reinẽ Tuͤchleins, oder an ſtatt deſſen mit Leſch- oder grau Pappier, gemindert wird.","norm":"Welcher Weise nun der Säuerling seine Operation verrichte, ist zu wissen, dass er durch alle Excretoria corporis humani, seine Wirkung ausübe, als wann man praemissis praemittendis wie ich vorgemeldet: nun den Säuerling anfängt zu trinken, so wird er nach denen ersteren zwei oder vier Gläsern, den zähen Schleim, so wohl im Halse und denen Speichelröhren dünne machen, und durch den Mund auswerfen, nach dem Forttrinken führt er die im Magen und Gedärmen Materiam digestam & crudam, neben denen schädlichen Feuchtigkeiten durch den Mastdarm aus, weiter zerteilet er Materiam viscidam und obstruentem, welche er teils durch den Mastdarm als ein schwarzes Wasser wegen innewohnender Minera Martis und mit begleitenden schändlichen Unflat und Schleim gleich geschälten Äpfel oder Birn-Schaalen etc. teils durch den Harn-Gang forttreibet, ferner erreget er mit unter, einen gelinden Schweiß am Haupte und über den ganzen Leib, endlich diluiert er bilem acriorem und entlediget die davon belästigte Natur durch den Mastdarm, den sie in etwas konstringiert, und ein starkes Brennen und Beißen verursachet, dass in währender Kur zum Öfteren drei bis vier Tage, bei manchen wohl acht und mehr Tage, nachdem die Bilis extravasata wenig oder viel ist, welches Brennen mit Auflegung eines reinen Tüchleins, oder anstatt dessen mit Lesch- oder grau Papier, gemindert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.935999870300293} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4466,"date":1719,"orig":"Zuweilen aber ſelten (zumahln wann man den Saͤuerling Hauffen-weiſe anfaͤnglich in ſich ſchuͤttet) cauſirt er einen Vomitum und Erbrechen, wie auch bey denen die ob ſeinen Vitrioliſchen Geſchmack einẽ Eckel haben, wormit mein Patron vor dieſes mahl ſich hoch-geneigt contentire, wie ich denn zu anfahender Cur gluͤcklichen Succeſs anerwuͤntſche.","norm":"Zuweilen aber selten (zumal wann man den Säuerling Haufenweise anfänglich in sich schüttet) kausiert er einen Vomitum und Erbrechen, wie auch bei denen die ob seinen Vitrioleschen Geschmack einen Ekel haben, womit mein Patron vor dieses Mal sich hochgeneigt kontentiere, wie ich denn zu anfachender Kur glücklichen Success anerwüntsche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.292200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4467,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte: Ob er zuvor purgiren muͤſte, oder ſo bald auch ohne dieſes das Trincken abheben koͤnte?","norm":"Eckart fragte: Ob er zuvor purgieren müsste, oder so bald auch ohne dieses das Trinken abheben könnte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.737599849700928} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4468,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4469,"date":1719,"orig":"Das Purganz bereitet dem Saͤuerling den Weg, daß er ſeine Operation leichter ausuͤben kan.","norm":"Das Purganz bereitet dem Säuerling den Weg, dass er seine Operation leichter ausüben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.153299808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4470,"date":1719,"orig":"Wohlan denn! verſetzte Eckarth, ſo wollen wir Morgen geliebts GOtt den Prodromum voran ſchicken, und ſo dann des Herrn Doctoris Rath folgen, mit Bitte Morgen wañ es ſeyn kan, uns deſſen Gegenwart wieder zu goͤnnen, welches ihnen der Medicus zu thun verſprach.","norm":"Wohlan denn! versetzte Eckart, so wollen wir Morgen geliebtes Gott den Prodromum voranschicken, und so dann des Herrn Doktor Rat folgen, mit Bitte Morgen wann es sein kann, uns dessen Gegenwart wieder zu gönnen, welches ihnen der Medikus zu tun versprach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.580900192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4471,"date":1719,"orig":"Jm Weg-gehen gab ihm Eckarth ein Gratial, wovor der Medicus ſich bedanckte.","norm":"Im Weg-Gehen gab ihm Eckart ein Gratial, wovor der Medikus sich bedankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.052599906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4472,"date":1719,"orig":"Den Tag darauff nahmen Eckarth, Siegfried und Gotthart ein gelindes Purganz ein.","norm":"Den Tag darauf nahmen Eckart, Siegfried und Gotthart ein gelindes Purganz ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.837800025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4473,"date":1719,"orig":"Nachmittags funde ſich der Medicus abgeredeter maſſen bey ihnen ein, da ihm, nachdem er ſich geſetzt hatte, Eckarth, Siegfried und Gotthart was die Purganz bey ihnen gethan haͤtte erzehlen:","norm":"Nachmittags fand sich der Medikus abgeredeter Maßen bei ihnen ein, da ihm, nachdem er sich gesetzt hatte, Eckart, Siegfried und Gotthart was die Purganz bei ihnen getan hätte erzählen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4474,"date":1719,"orig":"Nun ſprach der Medicus koͤnnen ſie Morgen geliebts GOtt die Cur der Ordnung nach anfangen; Eckarth ſprach:","norm":"Nun sprach der Medikus können sie Morgen geliebtes Gott die Kur der Ordnung nach anfangen; Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.492499828338623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4475,"date":1719,"orig":"Weil der Herr uns die Ehre der Beſuchung gethan, wovor wir allerſeits verbunden leben, ſich aber meine Curioſität ferner zu ſtillen, mir vorgeſetzt habe, ſo moͤchte ich nun gerne Nachricht haben, in welchen Zufaͤllen der Saͤuerling inniglich gebraucht, am dienlichſten iſt?","norm":"Weil der Herr uns die Ehre der Besuchung getan, wovor wir allerseits verbunden leben, sich aber meine Kuriosität ferner zu stillen, mir vorgesetzt habe, so möchte ich nun gerne Nachricht haben, in welchen Zufällen der Säuerling inniglich gebraucht, am dienlichsten ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.182400226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4476,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4477,"date":1719,"orig":"Seiner Eigenſchafft und Tugenden nach iſt er zutraͤglich, in allerley Haupt-Schmertzen, Haupt-Fluͤſſen, Schwindel, Klingen und Sauſen der Ohren, in Schlag- Fluͤſſen, Fraiß oder ſchwere Noth, Ohren- Zwang, Taubheit, Schlaffſucht, in tꝛieffenden rothen Augen, Fiſtula lachrymali, Schnupffen, rohen beſchlagenen Gaumen und Zaͤpflein, Aphthæ, Schwaͤmmen, Verſtopffung und Verhaltung derer Speichel-Roͤhren, in entzuͤndenten Magen-Schlund, Verſchleimung, Auffſteigen, Brechen und Schlucken des Magens, in verfallenen Appetit, Verſchleimung der Gedaͤrme, und Verſtopffung des Meſenterii, (Gekroͤß oder kleinen Geaͤders) in Magen Sod, oder brennen deſſelben, Pica und unordentlichen Verlangen derer Weibes-Perſonen, in empfangenen Philtro und Liebes- Trunck, in Keichen und kurtzen Athem, aus einen zaͤhen Schleim herruͤhrend, im Hertzklopffen, in Hitze und Verſtopffung der Leber, Miltz und Nieren, wie auch in denen Verhaͤrtungen (Scirrhis) in Verlegung des Gallen- Gangs, Weiſſe-Schwaꝛtze- und Gelbe-Sucht, in den Nieren- und Blaſen Stein, Grieß, Verſchleimungen, Sand in Nieren- und Blaſen- Geſchwuͤren, und deren Entzuͤndungen, Blut- Harnen, Enthaltung des Urins, Seiten-Stechen, Paſſio hypochondriaca genannt, in denen Wuͤrmern, in Verhaltung der goldenen Adern, in Entzuͤndung, Krebs und Verhaͤrtung der Mutter, Verſtopffung der Monathlichen Blume, Auffſteigen der Mutter Paſſio hyſterica, Auffblehung, Geſchwulſt und Verſchleimung der Mutter, in deren unordentlichen Gewaͤchſen Molæ genannt, nach dem Verſchuͤtten oder unrichtig Gehen Abortus, nach denen Sechs-Wochen in puſtulis matricis & vaginæ uteri, in weiſſen Jungfer-Fiebern, Cachexia Virginum, in Anfang der weiſſen und rothen Ruhr, in weiſſen Weiber-Fluß, in Roͤhel.","norm":"Seiner Eigenschaft und Tugenden nach ist er zuträglich, in allerlei Hauptschmerzen, Hauptflüssen, Schwindel, Klingen und Sausen der Ohren, in Schlag-Flüssen, frais oder schwere Not, Ohren-Zwang, Taubheit, Schlafsucht, in triefenden roten Augen, Fistula lachrymali, Schnupfen, rohen beschlagenen Gaumen und Zäpflein, Aphthae, Schwämmen, Verstopfung und Verhaltung derer Speichelröhren, in entzündeten Magenschlund, Verschleimung, aufsteigen, Brechen und Schlucken des Magens, in verfallenen Appetit, Verschleimung der Gedärme, und Verstopfung des Mesenterii, (Gekröse oder kleinen Geäders) in Magen Sod, oder brennen desselben, Pica und unordentlichen Verlangen derer Weibespersonen, in empfangenen Philtro und Liebes-Trunk, in Kaichen und kurzen Atem, aus einen zähen Schleim herrührend, im Herzklopfen, in Hitze und Verstopfung der Leber, Milz und Nieren, wie auch in denen Verhärtungen (Scirrhis) in Verlegung des Gallen-Gangs, Weisse-Schwartze- und Gelbsucht, in den Nieren- und Blasen Stein, Grieß, Verschleimungen, Sand in Nieren- und Blasen-Geschwüren, und deren Entzündungen, Blut-Harnen, Enthaltung des Urins, Seitenstechen, Passio Hypochondrieace genannt, in denen Würmern, in Verhaltung der goldenen Adern, in Entzündung, Krebs und Verhärtung der Mutter, Verstopfung der monatlichen Blume, aufsteigen der Mutter Passio hysterica, Aufblähung, Geschwulst und Verschleimung der Mutter, in deren unordentlichen Gewächsen Molae genannt, nach dem Verschütten oder unrichtig Gehen Abortus, nach denen Sechs Wochen in pustulis matricis & vaginae uteri, in weißen Jungfer-Fiebern, Cachexia Virginum, in Anfang der weißen und roten Ruhr, in weißen Weiberfluss, in Röchel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.55810022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4478,"date":1719,"orig":"Geſchwuͤr, Saamen-Fluß, in Erſtarrung und Schwerigkeit der Fuͤſſe.","norm":"Geschwür, Saamenfluß, in Erstarrung und Schwärigkeit der Füße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.993599891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4479,"date":1719,"orig":"Er reiniget das Gebluͤt und corrigirt die verdorbene Feuchtigkeiten Menſchlicher Conſtitution, dannenhero widerſtehet und vertreibet er folgende Kranckheiten und Zufaͤlle, als da ſind:","norm":"Er reiniget das Geblüt und korrigiert die verdorbene Feuchtigkeiten menschlicher Konstitution, dannenher widerstehet und vertreibet er folgende Krankheiten und Zufälle, als da sind:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.41480016708374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4480,"date":1719,"orig":"Der Krampff Cachexia und uͤbel Geſtaltniß Mann- und Weibes-Perſonen, Auſſatz, Fꝛantzoſen, Scharbock, arthritis vaga ſcorbutica, lauffend-reiſſende Gicht, Chiragra und Podagra, lauffenden Feuer Ignis currens, chorea St. Viti, Huͤfft- und Creutz-Weh, taͤgliche, drey und vier-taͤgige Fieber, weiſſe und rothe Roſe, (Roth-Lauff Oryſipelas) vor und nach denen Blattern, Maſern, Flecken, Ritteln, in Graßirung der Hitzigen-Peſtilentzialiſchen Fleck-Fieber zuvor zur Præſervation und nach Endigung derſelben zur Evacuation in primo gradu Febris Hecticæ Atrophiæ und Abnehmen, Sudor nocturnus, naͤchtliches Schwitzen Plethora, wann die Fettigkeit den Coͤrper moleſtiret.","norm":"Der Krampf Cachexia und übel Gestaltniß Mann- und Weibespersonen, Aufsatz, Franzosen, Scharbock, arthritis vaga scorbutica, lauffend-reissende Gicht, Chiragra und Podagra, laufenden Feuer Ignis currens, chorea St. Viti, Hüfft- und Kreuzweh, tägliche, drei und viertägige Fieber, weiße und rote Rose, (Roth-Lauff Orysipelas) vor und nach denen Blattern, Masern, Flecken, Ritteln, in Graßirung der Hitzigen-pestilenzialischen Fleck-Fieber zuvor zur Praeservation und nach Endigung derselben zur Evakuation in primo gradu Febris Hecticae Atrophiae und Abnehmen, Sudor nocturnus, nächtliches Schwitzen Plethora, wann die Fettigkeit den Körper molestieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.751200199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4481,"date":1719,"orig":"Sonderlich ſtaͤrcket der Egeriſche Saͤuerling die ſchwache Mutter bey denen verehlichten und machet ſie vermittelſt Goͤttlichen Seegen dieſelben zu froͤlichen Kinder-Muͤttern, denn ſeine Balſamiſche gelinde adſtringirende oder anhaltende Krafft erwaͤrmet und macht die Mutter zur Conception geſchickt, bevoraus wann ſie neben den inniglichen Trincken auch des Bades euſerlich brauchen.","norm":"Sonderlich stärket der Egerische Säuerling die schwache Mutter bei denen verehelichten und macht sie vermittels göttlichen Segen dieselben zu fröhlichen Kindermüttern, denn seine Balsamische gelinde adstringierende oder anhaltende Kraft erwärmet und macht die Mutter zur Konzeption geschickt, bevoraus wann sie neben den inniglichen trinken auch des Bades äußerlich brauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.134600162506103} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4482,"date":1719,"orig":"Wer nun gerne Erben verlanget, der hole ſich welche aus den fruchtbahr, Egeriſch Schleder-Saͤuerling, wofern die Land- Waſſer nicht nutzen wollen.","norm":"Wer nun gerne Erben verlanget, der hole sich welche aus den fruchtbar, Egerisch Schleder-Säuerling, sofern die Land-Wasser nicht nutzen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.271699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4483,"date":1719,"orig":"Diejenigen die nicht eben ſo ſehr kranck ſeyn, daß ſie darnieder liegen muͤſſen; ſondern von ermeldeten Zufaͤllen dann und wann einigen Anſtoß empfinden, die werden von den Gebrauch des Saͤuerlings der Beſchwerniß ſich entledigen und viel munter zuruͤcke kehren als ſie ankommen ſind: und in dieſen von mir vorgebrachten Zufaͤllen ſchaffet der inniglich gebrauchte Saͤuerling groſſen Nutzen, hergegen iſt er in vielen Kranckheiten mehr ſchaͤdlich als zutraͤglich, bevoraus denenjenigen die ihn unvorſichtiglich in den Tag hinein trincken, denn obwohln der Saͤuerling wegen ſeiner innwohnenden adſtringirend-Balſamiſchen Krafft auch in den Durchbruch und rothen Ruhr ꝛc. gute Huͤlffe thut, ſo iſt doch ſolches wie vor gedacht, nur im Anfang derſelben zu verſtehen, nicht aber in Statu morbi da der nothwendige Mucus Inteſtinalis bereits evacuirt worden, und nicht allerdinges ohne Gefahr darauff zu trauen iſt, dannenhero in unterſchiedenen Zufaͤllen man nicht alleine gute Achtung haben, ſondern auch von den Gebrauch des Saͤuerlings gantz und gar abſtehen muß, bevoraus weil die vis aperiens vor den Balſamiſchen Conſolidante in dem Saͤuerlinge prævalirt und vorgehet.","norm":"Diejenigen die nicht ebenso sehr krank sein, dass sie danieder liegen müssen; sondern von ermeldeten Zufällen dann und wann einigen Anstoß empfinden, die werden von den Gebrauch des Säuerlings der Beschwernis sich entledigen und viel munter zurückkehren als sie ankommen sind: und in diesen von mir vorgebrachten Zufällen schaffet der inniglich gebrauchte Säuerling großen Nutzen, hingegen ist er in vielen Krankheiten mehr schädlich als zuträglich, bevoraus denjenigen die ihn unvorsichtig in den Tag hinein trinken, denn obwohl der Säuerling wegen seiner innewohnenden Adstringierend-Balsamischen Kraft auch in den Durchbruch und roten Ruhr etc. gute Hilfe tut, so ist doch solches wie vorgedacht, nur im Anfang derselben zu verstehen, nicht aber in Statu morbi da der notwendige Mucus Intestinales bereits evakuiert worden, und nicht Dinges ohne Gefahr darauf zu trauen ist, dannenher in unterschiedenen Zufällen man nicht alleine gute Achtung haben, sondern auch von den Gebrauch des Säuerlings ganz und gar abstehen muss, bevoraus weil die vis aperiens vor den Balsamischen Consolidante in dem Säuerlinge prävaliert und vorgehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.147999763488769} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4484,"date":1719,"orig":"Jſt alſo folgendes wohl in acht zu nehmen:","norm":"Ist also folgendes wohl in Acht zu nehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.399400234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4485,"date":1719,"orig":"Wer nach langwieriger Kranckheit abgemattet iſt, deſſen Lebens-Kraͤffte abgenommen haben, der durch lange Zeit gekeucht und gehuſtet, oder ein Geſchwuͤr auf der Lunge hat, der Pleuritide laboriret, den die Waſſerſucht die Bruſt auffdehnet, und den Odem beſchleuſt, die Bauch-Grimmen und Colica leiden, die von der Waſſerſucht ſehr geſchwollen ſind, in Hydrope ſcroti, in der Schwind- und Lungen-Sucht, in Hectica conſummata und Phthiſi, in Fluxu Menſtruorum & Hæmorrhoidum, in Gebrauchung der Schmier-Salivations-Cur, da der Mercurius als des Martis aͤrgſter Feind mit beyweſenden Salibus corroſiviſch gemacht wird, wer einen Blut-Fluß hat und Blut auswirfft, wer mit hin- und wiederlauffenden Stechen oder Pleuritide Spuria behabfftet iſt, der auffs wenigſte anderthalb Maß oder 12. Glaͤſer vom Saͤuerling nicht geniſſen kan, wie auch alte verlebte Krafft-loſe Leuthe, u. die den einen Fuß ſchon in die Grube ſtecken, muͤſſen den Saͤuerling gaͤntzlich meiden.","norm":"Wer nach langwieriger Krankheit abgemattet ist, dessen Lebenskräfte abgenommen haben, der durch lange Zeit gekeucht und gehustet, oder ein Geschwür auf der Lunge hat, der Pleuritiden laborieret, den die Wassersucht die Brust auffdehnet, und den Odem beschließt, die Bauchgrimmen und Colica leiden, die von der Wassersucht sehr geschwollen sind, in Hydrope scroti, in der Schwind- und Lungensucht, in Hectica consummata und Phthisi, in Fluxu Menstruorum & Haemorrhoidum, in Gebrauchung der Schmier-Salivations-Cur, da der Mercurius als des Martis ärgster Feind mit beywesenden Salibus corrosivisch gemacht wird, wer einen Blutfluss hat und Blut auswirft, wer mit hin- und wiederlaufenden Stechen oder Pleuritiden Spuria behabfftet ist, der aufs wenigste anderthalb Maß oder 12. Gläser vom Säuerling nicht genießen kann, wie auch alte verlebte Kraftlose Leute, u. die den einen Fuß schon in die Grube stecken, müssen den Säuerling gänzlich meiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895100116729736} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4486,"date":1719,"orig":"Doch muß der Huͤlff-ſuchende nach Erforderung der Kranckheiten, auch denen Kranckheit widerſtehende und der Geſundheit dienliche Artzeneyen mit bey Gebrauchung des Saͤuerlings adhibiren, denn obwohln der Saͤuerling in vorgemeldeten Zufaͤllen, das Seinige verrichtet, ſo ſind doch zuweilen alleꝛhand Concomitantia beyweſend, daß man dem Saͤuerling ein adjuvans oder corrigens zuſetzen muß.","norm":"Doch muss der Hülffsuchende nach Erforderung der Krankheiten, auch denen Krankheit widerstehende und der Gesundheit dienliche Arzneien mit bei Gebrauchung des Säuerlings adhibieren, denn obwohl der Säuerling in vorgemeldeten Zufällen, das Seinige verrichtet, so sind doch zuweilen allerhand Concomitantia beywesend, dass man dem Säuerling ein adjuvans oder corrigens zusetzen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264599800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4487,"date":1719,"orig":"E. gr.","norm":"E. gr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.47569990158081} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4488,"date":1719,"orig":"Jch wolte Luem Gallicam oder die Frantzoſen curiren, ſo wird der Sauerbrunn das alleine nicht ausrichten, ſondern da muß ich mit Bezoardicis, Sudoriferis, Capu roborantibus, und evacuantibus zugleich den Morbum heben, und unterweilen ſo wohl das Trincken, als auch nach Erforderung der Zufaͤlle das Bad ausſetzen, und zwiſchen ein zu ferner gedeyhlicher Ausfuͤhrung und Heilung mit hierzu dienlichen Mitteln befoͤrderlich ſeyn.","norm":"Ich wollte Luem Gallicam oder die Franzosen kurieren, so wird der Sauerbrunn das alleine nicht ausrichten, sondern da muss ich mit Bezoardicis, Sudoriferis, Capu roborantibus, und evacuantibus zugleich den Morbum heben, und unterweilen sowohl das trinken, als auch nach Erforderung der Zufälle das Bad aussetzen, und zwischen ein zu ferner gedeihlicher Ausführung und Heilung mit hierzu dienlichen Mitteln beförderlich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.103000164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4489,"date":1719,"orig":"Jn Calculo renum & veſicæ, da doch mehrentheils der Saͤuerling durch Laͤnge der Zeit gute Wirckung thut, den- noch zu Facilitirung des Morbi, muß man mit einen Adjuvante beyraͤthig ſeyn und ſo weiter; derowegen noͤthig, daß man geſtalten Sachen nach einen vorſichtigen und des Sauerbrunnens erfahꝛnen Medicum zu Rathe ziehe.","norm":"In Calculo renum & vesicae, da doch mehrenteils der Säuerling durch Länge der Zeit gute Wirkung tut, den- noch zu Facilitirung des Morbi, muss man mit einen Adjuvante beirätig sein und so weiter; derowegen nötig, dass man gestalten Sachen nach einen vorsichtigen und des Sauerbrunnens erfahrenen Medicum zu Rate ziehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.98960018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4490,"date":1719,"orig":"Wormit meine Hochgeehrte Herren vor dieſes mahl content zu ſeyn gelieben, zugleich anwuͤntſchende: daß die vorhabende Cur ihnen wohl bekommen moͤge.","norm":"Womit meine Hochgeehrte Herren vor dieses Mal content zu sein Geliebe, zugleich anwünschende: dass die vorhabende Kur ihnen wohl bekommen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.5177998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4491,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich vor guͤnſtige Willfahrung, mit freundlichen Erſuchen ſie in waͤhrenden Gebꝛauch des Sauerbruñs nicht zu verlaſſen, welches ihnen der Medicus promittirte, worauf ihn Eckarth ein Gratial gab, davor ſich der Medicus bedanckte u. abgieng.","norm":"Eckart bedankte sich vor günstige Willfahrung, mit freundlichen Ersuchen sie in währenden Gebrauch des Sauerbrunds nicht zu verlassen, welches ihnen der Medikus promittierte, worauf ihn Eckart ein Gratial gab, davor sich der Medikus bedankte u. abging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.603499889373779} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4492,"date":1719,"orig":"Des folgenden Tages, fiengen unſere Reiſende die Trinck-Cur ein jeder mit vier Glaͤſern an, und richteten ſich in allen, wie ihnen deꝛ Medicus ordinirt hatte; Eckarth wolte waͤhrender Zeit in einem Buche leſen, vermerckte aber, daß es ihme im Haupte Ungelegenheit machte u. die Operation zuruͤck hielte, welches er den Beſuchenden, und nach der Wirckung fragenden Medicum erzehlte, und ihn umb die Urſachen befragte, der ihm zur Antwort gab: Wer den Saͤuerling brauchen will, der muß ſo viel moͤglich frey und Sorgen-loß ſeyn, ja wann man im Hin- und Hergehen memorirt und nachſinnlich iſt, einen das Haupt gantz wuͤſte wird, und die Operationes nicht ſo gut als ohne ſolche ſind, weswegen der Sauerbrunn keine Speculatores ſondern freye und Sorgen-loſe Menſchen haben will, darumb muͤſſen diejenigen die in den Sauerbrunnen die Cur zu halten zu reiſen ſich reſolviren, alle ihre Sorgen und Kuͤmmerniß zuſammen wickeln, und an einen Orth zu Hauſe verſchloſſen zuruͤck laſſen, damit ſie ſonſten in Begleitung derſelben die Unkoſten nicht vergeblich anwenden, und hernach dem Saͤuerling die Schuld auflegen.","norm":"Des folgenden Tages, fingen unsere Reisende die Trinkkur ein jeder mit vier Gläsern an, und richteten sich in allen, wie ihnen der Medikus ordiniert hatte; Eckart wollte währender Zeit in einem Buche lesen, vermerkte aber, dass es ihm im Haupte Ungelegenheit machte u. die Operation zurück hielte, welches er den Besuchenden, und nach der Wirkung fragenden Medicum erzählte, und ihn um die Ursachen befragte, der ihm zur Antwort gab: Wer den Säuerling brauchen will, der muss so viel möglich frei und Sorgen-loß sein, ja wann man im Hin- und Hergehen memoriert und nachsinnlich ist, einen das Haupt ganz wüste wird, und die Operationes nicht so gut als ohne solche sind, weswegen der Sauerbrunn keine Speculatores sondern freie und Sorgen-lose Menschen haben will, darum müssen diejenigen die in den Sauerbrunnen die Kur zu halten zu reisen sich resolvieren, alle ihre Sorgen und Kümmernis zusammen wickeln, und an einen Ort zu Hause verschlossen zurücklassen, damit sie sonsten in Begleitung derselben die Unkosten nicht vergeblich anwenden, und hernach dem Säuerling die Schuld auflegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.894700050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4493,"date":1719,"orig":"Ferner allen Zorn und hefftige Gemuͤths-Bewegung hinweg thun, den Leib ſo wohl durch eine warme Stube, als guter Ankleidung wie ich ſchon gedacht, warm halten, alle kalte windigte und ſtuͤrmiſche Lufft bey dem Trincken meiden, vielweniger die Fuͤſſe mit kalten Waſſer netzen oder auf kalten ſteinernen Eſtrich und Thielen Baarfuß einhergehen, deñ die euſerliche umbſtreichend und veranlaſſende Kaͤlte verhindert, daß die innerliche Waͤrme den Saͤuerling zu ſeiner Wirckung nicht bringen kan.","norm":"Ferner allen Zorn und heftige Gemütsbewegung hinwegtun, den Leib so wohl durch eine warme Stube, als guter Ankleidung wie ich schon gedacht, warm halten, alle kalte windige und stürmische Luft bei dem trinken meiden, viel weniger die Füße mit kalten Wasser netzen oder auf kalten steinernen Estrich und Dielen barfuß einhergehen, denn die äußerliche umstreichend und veranlassende Kälte verhindert, dass die innerliche Wärme den Säuerling zu seiner Wirkung nicht bringen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.865499973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4494,"date":1719,"orig":"Allzuſtarcke Motiones des Leibes, als Reiten, Springen, Fechten, Volteſiren, Tantzen, Ballſchlagen, Lauffen, Kegel ſchieben, und was den Leib und Glieder hefftig beweget, ſchadet ja ſo ſehr, als wann man keine Motion hat, nur ſtille ſitzet, denn wie das erſtere den Leib entkraͤfftet und zum Gebrauch des Saͤuerlings matt machet, alſo werden durch das Sitzen der Magen und die Gedaͤrme comprimirt, verurſachet eine Ubligkeit, Auffſtoſſen, Erbrechen, Kopff-Schmertzen, und zuweilen Stechen auf der Bruſt und in denen Weichen.","norm":"Starke Motiones des Leibes, als Reiten, Springen, Fechten, Voltesire, tanzen, Ballschlagen, Laufen, Kegel schieben, und was den Leib und Glieder heftig beweget, schadet ja so sehr, als wann man keine Motion hat, nur stille sitzet, denn wie das erstere den Leib entkräftet und zum Gebrauch des Säuerlings matt macht, also werden durch das Sitzen der Magen und die Gedärme komprimiert, verursachet eine Ubligkeit, Aufstossen, Erbrechen, Kopfschmerzen, und zuweilen Stechen auf der Brust und in denen Weichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.750100135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4495,"date":1719,"orig":"Dannen hero die Mittel-Straſſe zu obſerviren iſt, ihme eine gelinde Bewegung mit langſamen Schritten zu machen, nach dem Trincken kan man ein paar Stunden nach dem Mittag-Eſſen, umb den Schlaff zu vertreiben ein Spatzier-Gaͤnglein thun, (bevoraus wann man gegen Abend ſich des Bades bedienen will.)","norm":"Dannen her die Mittelstraße zu observieren ist, ihm eine gelinde Bewegung mit langsamen Schritten zu machen, nach dem Trinken kann man ein paar Stunden nach dem Mittagessen, um den Schlaf zu vertreiben ein Spatzier-Gänglein tun, (bevoraus wann man gegen Abend sich des Bades bedienen will.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440599918365478} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4496,"date":1719,"orig":"Wachen und Schlaffen wann beydes exceſſiv iſt, wird dem Huͤlff-begierigen mehr Schaden als Nutzen bringen.","norm":"Wachen und Schlafen wann beides exzessiv ist, wird dem Hilfbegierigen mehr Schaden als Nutzen bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.766600131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4497,"date":1719,"orig":"Er wird durch langes Sitzen und Wachen, da man in Converſirung guter Freunde offt den Morgen einbrechen laͤſt, den Coͤrper in verwegerender Ruhe ſchwaͤchen, und nicht zu bequemer Zeit den Saͤuerling trincken koͤnnen.","norm":"Er wird durch langes Sitzen und Wachen, da man in Konversierung guter Freunde oft den Morgen einbrechen lässt, den Körper in wegernder Ruhe schwächen, und nicht zu bequemer Zeit den Säuerling trinken können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.137700080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4498,"date":1719,"orig":"Will er aber den Schlaff allzulang nachhengen, oder auch nach Gebrauch des Saͤuerlings, da denn zuweilen ein Schlaff ſich anmeldet, wie auch bald nach den Mittag-Eſſen ſich niederlegen und ſchlaffen, ſo wird er den Coͤrper gantz traͤg und faul machen, die Wirckung zuruͤck halten, und invertiren.","norm":"Will er aber den Schlaf allzu lang nachhängen, oder auch nach Gebrauch des Säuerlings, da denn zuweilen ein Schlaf sich anmeldet, wie auch bald nach den Mittagessen sich niederlegen und schlafen, so wird er den Körper ganz träg und faul machen, die Wirkung zurückhalten, und invertieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.109000205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4499,"date":1719,"orig":"Jſt alſo den Patienten am zutraͤglichſten, den Tag zu wachen, und fein zeitlich wie ehegeſtern gemeldet, nach einen maͤßigen Abend-Eſſen zu Bette zu gehen, und des Nachts uͤber der gehoͤrigen Ruhe zu pflegen, da wird der Leib erquickt, und der Saͤuerling mit beſſeren Appetit getruncken, thut auch ſeine Wirckung mit zutraͤglicheren Vortheil der Geſundheit; wie weiter in den Saͤuerling-Trincken muß verfahren werden, wird meinen Hochgeehrten Herren von mir zur Gnuͤge berichtet worden ſeyn.","norm":"Ist also den Patienten am zuträglichsten, den Tag zu wachen, und fein zeitlich wie ehegestern gemeldet, nach einen mäßigen Abend-Essen zu Bette zu gehen, und des Nachts über der gehörigen Ruhe zu pflegen, da wird der Leib erquickt, und der Säuerling mit besseren Appetit getrunken, tut auch seine Wirkung mit zuträglicheren Vorteil der Gesundheit; wie weiter in den Säuerlingtrinken muss verfahren werden, wird meinen hochgeehrten Herren von mir zur Genüge berichtet worden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.976099967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4500,"date":1719,"orig":"Was weiters beym Eſſen und Trincken zu erinnern iſt, ſo will der Saͤuerling in ſolchẽ gewiß eine gantz genaue Obſervanz gehalten haben, debauchiren, Tag und Nacht mit guten Freunden ihm wohl ſeyn laſſen, den Magen mit allerhand Speiſe und Getraͤncken die den Gaumen angenehm ſind, anfuͤllen, zu halben und gantzen Beſcheid thun, Wein und Bier einſchuͤtten, werden den Magen nicht alleine belaͤſtigen, Erbrechen und Ubligkeit erregen, ſondern auch motu in verſo die Rohigkeit des Waſſers in die Humores fuͤhren.","norm":"Was Weiteres beim Essen und trinken zu erinnern ist, so will der Säuerling in solchen gewiss eine ganz genaue Observanz gehalten haben, debauchieren, Tag und Nacht mit guten Freunden ihm wohl sein lassen, den Magen mit allerhand Speise und Getränken die den Gaumen angenehm sind, anfüllen, zu halben und ganzen Bescheid tun, Wein und Bier einschütten, werden den Magen nicht alleine belästigen, Erbrechen und Ubligkeit erregen, sondern auch motu in verso die Rohheit des Wassers in die Humores führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1981000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4501,"date":1719,"orig":"Reiſſen, Krampff, Hertz-Klopffen, Schwindel, ja den Schlag ſelbſt erregen, einziehen und Mattigkeit in denen Fuͤſſen, Dick-Beinen, Hufft und Creutz cauſiren.","norm":"Reißen, Krampf, Herzklopfen, Schwindel, ja den Schlag selbst erregen, einziehen und Mattigkeit in denen Füßen, Dick-Beinen, Hofft und Kreuz kausieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33489990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4502,"date":1719,"orig":"Jn Gebrauch der Speiſen muß man wohl acht haben, daß wann alle harte, grobe, rohe, durch Rauch getrocknete, duꝛch die Lufft gedoͤrrte, in Poͤckel gelegene, eingeſaltzene, ſchleimichte, zaͤhe und andere unverdauliche Speiſe, und ſaure ungegorne junge Weine und Bier meide.","norm":"In Gebrauch der Speisen muss man wohl acht haben, dass wann alle harte, grobe, rohe, durch Rauch getrocknete, durch die Luft gedörrte, in Pökel gelegene, eingesalzene, schleimige, zähe und andere unverdauliche Speise, und saure ungegorene junge Weine und Bier meide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6020002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4503,"date":1719,"orig":"Hergegen gute weiche verdauliche Speiſen, und gute verlegene alte Weine, ausgegorne Getraͤncke genieſſen.","norm":"Hergegen gute weiche verdauliche Speisen, und gute verlegene alte Weine, ausgegorene Getränke genießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6092000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4504,"date":1719,"orig":"Welcherley Sorten ſo wohl der widrig als nuͤtzlichen werden dieſelben in dem Sauerbrunn beſchriebenen Buͤchlein inſonderheit ſpecificirt finden; So iſt auch nicht gut allzuſchnell, und faſt ungekaͤuet die Speiſen verſchlingen, ſondern wenigſtens zum Eſſen, damit man mit guten Bedacht und Kaͤuen die Speiſen, weil ſie in dem Munde dadurch mit ihren erſten Ferment dem Speichel vermiſcht werden, dem Magen zuſchicke, ihme eine gantze Stunde beſtim̃e und ausſetze.","norm":"Welcherlei Sorten so wohl der widrig als nützlichen werden dieselben in dem Sauerbrunn beschriebenen Büchlein in Sonderheit spezifiziert finden; so ist auch nicht gut allzuschnell, und fast ungekäut die Speisen verschlingen, sondern wenigstens zum Essen, damit man mit guten Bedacht und Kauen die Speisen, weil sie in dem Munde dadurch mit ihren ersten Ferment dem Speichel vermischt werden, dem Magen zuschicke, ihm eine ganze Stunde bestimme und aussetze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565899848937988} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4505,"date":1719,"orig":"Einige daß ſie der Sache nicht zuviel thun moͤgen, pflegen den Saͤuerling unter den Wein zu miſchen, ich rathe darzu Niemanden, man darff ja nicht eben wie ein Ochſe oder Kuh ſauffen, ein Verſtaͤndiger weiß auch mit wenigen in der Cur den Gaumen zu erquicken, und den Magen zu ſtaͤrcken, den Saͤuerling aber an ſtatt des andern Getraͤncks uͤber der Mahlzeit zu trincken, widerrathe ich gantz und gar, indem er die gekaͤueten Speiſen leichtlich rohe aus den Magen mit ſich in die Gedaͤrme fuͤhren, und folglich Unverdaulichkeit, Colica und andere Beſchwerniß mehr verurſachen kan; wer ja weder Wein noch Bier trincken kan, der laſſe ſich von Aniß oder andern Gewuͤrtze ein gekocht Waſſer zu bereiten, und trincke davon drey biß vier Glaͤſer: Eckarth ſprach, der Herr Doctor laͤſt ſich der Muͤhe nicht verdrieſſen ein und das andere zwiſchen ein zu repetiren, damit man es deſto beſſer in Obſervanz nehme.","norm":"Einige dass sie der Sache nicht zu viel tun mögen, pflegen den Säuerling unter den Wein zu mischen, ich rate dazu niemanden, man darf ja nicht eben wie ein Ochse oder Kuh saufen, ein Verständiger weiß auch mit wenigen in der Kur den Gaumen zu erquicken, und den Magen zu stärken, den Säuerling aber anstatt des anderen Getränks über der Mahlzeit zu trinken, widerrate ich ganz und gar, indem er die gekäuten Speisen leichtlich rohe aus den Magen mit sich in die Gedärme führen, und folglich Unverdaulichkeit, Colica und andere Beschwernis mehr verursachen kann; wer ja weder Wein noch Bier trinken kann, der lasse sich von Anis oder anderen Gewürze ein gekocht Wasser zu bereiten, und trinke davon drei bis vier Gläser: Eckart sprach, der Herr Doktor lässt sich der Mühe nicht verdrießen ein und das andere zwischen ein zu repetieren, damit man es desto besser in Observanz nehme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735199928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4506,"date":1719,"orig":"Allein kan man denn in der Cur nicht mit wenigern Glaͤſern als ſo vielen auskom̃en?","norm":"Allein kann man denn in der Kur nicht mit wenigeren Gläsern als so vielen auskommen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.991700172424316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4507,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſagte:","norm":"Der Medikus sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.222799777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4508,"date":1719,"orig":"Ja! wer in ein jedes Glaß ein Quintlein Sauerbrunn Saltz, welches der Guͤte nach in hieſig-Egeriſchen Apotecken am beſten zu bekommen iſt, zergehen laͤſſet; der kan, mit einem Glaſe ſo viel als ſonſt mit zweyen ausrichten.","norm":"Ja! wer in ein jedes Glas ein Quintlein Sauerbrunn Salz, welches der Güte nach in hiesig-Egerischen Apotheken am besten zu bekommen ist, zergehen lässt; der kann, mit einem Glase so viel als sonst mit zweien ausrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.584199905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4509,"date":1719,"orig":"Auff daß ich aber noch ein und das andere, ſo zufaͤlliger Weiſe geſchiehet, und dadurch bey denen Patienten einige Sorge und Furcht verurſachet, vorbringe; Als wann der Saͤuerling wegen zaͤhen harten Schleims nicht bald oder faſt gar nicht durch den Maſt-Darm ausgehet, ſondern den laͤngſten Weg durch den Harngang ſuchet, ſich ein Haupt-Schmertz und Schwindel anmeldet; ſo verſchwindet es doch bald wann der Urin ausgehet, dennoch iſt hierinnen rathſam, daß man einige Tage ausſetze, und durch Lenientia und Nodulos laxantes die Materia erweiche, ausfuͤhre, und dem Saͤuerling ein leichterer und naͤherer Weg gewieſen werde.","norm":"Auf dass ich aber noch ein und das andere, so zufälligerweise geschieht, und dadurch bei denen Patienten einige Sorge und Furcht verursachet, vorbringe; als wann der Säuerling wegen zähen harten Schleims nicht bald oder fast gar nicht durch den Mastdarm ausgehet, sondern den längsten Weg durch den Harngang suchet, sich ein Hauptschmerz und Schwindel anmeldet; so verschwindet es doch bald wann der Urin ausgehet, dennoch ist hierinnen ratsam, dass man einige Tage aussetze, und durch Lenientia und Nodulos laxantes die Materie erweiche, ausführe, und dem Säuerling ein leichterer und näherer Weg gewiesen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.894000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4510,"date":1719,"orig":"Wann auch in vielen Zufaͤllen, da die Materia Peccans allzufeſte ſtecket, wie in der Gicht, reiſſen der Glieder, Wehetage des Haupts, ſonderlich bey Weibes-Perſonen aus Verſtopffung der Monathlichen Blume und verſchleimter Mutter entſpringen, anfaͤnglich die Kranckheit den Patienten ſtaͤrcker zuſetzet, ſo verzage er nicht, ſondern erwarte wenig Tage mit Gedult, ſo wird die erfolgende Huͤlffe ihm deſto groͤſſere Freude machen.","norm":"Wann auch in vielen Zufällen, da die Materie Peccans allzu feste stecket, wie in der Gicht, reißen der Glieder, Wehetage des Haupts, sonderlich bei Weibespersonen aus Verstopfung der monatlichen Blume und verschleimter Mutter entspringen, anfänglich die Krankheit den Patienten stärker zusetzet, so verzage er nicht, sondern erwarte wenig Tage mit Geduld, so wird die erfolgende Hilfe ihm desto größere Freude machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.785799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4511,"date":1719,"orig":"Denn indem die Materia von dem Saͤuerling durchſucht und diluiret wird, ſo kan ehe und bevor die Evacuation ergehet, der Vernunfft nach, es nicht wohl anders ſeyn, indem alle Extenſiones vor ihrer Ausraͤumung dem Parti Affectæ mehr Verdrießligkeiten, als wann ſie in Loco ſtricto noch enthalten ſind, verurſachen.","norm":"Denn indem die Materie von dem Säuerling durchsucht und diluieret wird, so kann ehe und bevor die Evakuation ergehet, der Vernunft nach, es nicht wohl anders sein, indem alle Extensiones vor ihrer Ausräumung dem Parti Affectae mehr Verdrießlichkeiten, als wann sie in Loco stricto noch enthalten sind, verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.364399909973144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4512,"date":1719,"orig":"Mit dieſen gelieben meine Hochgeehrte Herren was die innigliche Cur des Saͤueꝛlings-Tꝛincken belanget, Groß-guͤnſtig verlieb zu nehmen und in beygefuͤhrter Beſchreibung Monſieur Ettners das noch mangelnde nachzuſuchen.","norm":"Mit diesen Geliebe meine Hochgeehrte Herren was die innigliche Kur des Säuerlings-Trinken belanget, Großgünstig verlieb zu nehmen und in beygeführter Beschreibung Monsieur Ettners das noch mangelnde nachzusuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.600900173187256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4513,"date":1719,"orig":"Und nachdem er unſeren Reiſenden fernere Anordnung gegeben, wuͤntſchte er ihnẽ eine geſunde Nacht-Ruh mit Veꝛlaß ſie zu rechteꝛ Zeit wiedeꝛ zu beſuchen.","norm":"Und nachdem er unseren Reisenden fernere Anordnung gegeben, wünschte er ihnen eine gesunde Nachtruhe mit Verlass sie zu rechter Zeit wieder zu besuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3119001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4514,"date":1719,"orig":"Wie der Medicus hinweg war, ſchickte Eckarth Andreas zum Buchbinder und ließ ihm eine Beſchreibung von Sauerbrunnen holen, unter der Zeit ſprach er, die Diæt und wie man in Eſſen oder Trincken verfahren ſoll, iſt ſchon oben bey den Hirſchberger warmen Bad erinnert worden, welches in allen dergleichen Curen auf einerley Art kan in acht genom̃en werden, und iſt nicht noͤthig, es allezeit zu wiederholen.","norm":"Wie der Medikus hinweg war, schickte Eckart Andreas zum Buchbinder und ließ ihm eine Beschreibung von Sauerbrunnen holen, unter der Zeit sprach er, die Diät und wie man in Essen oder trinken verfahren soll, ist schon oben bei den Hirschberger warmen Bad erinnert worden, welches in allen dergleichen Kuren auf einerlei Art kann in Acht genommen werden, und ist nicht nötig, es allezeit zu wiederholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.390399932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4515,"date":1719,"orig":"Ubrigens wollen wir bey dem Gebrauch des Saͤuerlings ſeiner Operation halben genaue Obſervanz haben.","norm":"Übrigens wollen wir bei dem Gebrauch des Säuerlings seiner Operation halben genaue Observanz haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.41540002822876} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4516,"date":1719,"orig":"Des andern Tages bey Fortſtellung der Cur trunck ein jeder acht Glaͤſer Saͤuerling, die bereits gute Wirckung thaten, welches ſie den ſie beſuchenden Medico erzehlten, der ſie geſtalten Sachen nach, einer ſchnellen Endigung der Cur vertroͤſtete.","norm":"Des anderen Tages bei Fortstellung der Kur Trunk ein jeder acht Gläser Säuerling, die bereits gute Wirkung taten, welches sie den sie besuchenden Medico erzählten, der sie gestalten Sachen nach, einer schnellen Endigung der Kur vertröstete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.241499900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4517,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4518,"date":1719,"orig":"Mein Herr Doctor, weil wir von ihme quoad curationem internam des Saͤuerlings Wirckung vernommen haben, wovor wir ſchuldigen Danck ablegen, als moͤchten wir, wann es ſelbigen nicht beſchwerlich fiele, von ihme nun auch von des Saͤuerlings euſeꝛlichen Wirckung geneigte Inſtruction haben, der Medicus antwortete:","norm":"Mein Herr Doktor, weil wir von ihm quoad curationem internam des Säuerlings Wirkung vernommen haben, wovor wir schuldigen Dank ablegen, als möchten wir, wann es selbigen nicht beschwerlich fiele, von ihm nun auch von des Säuerlings äußerlichen Wirkung geneigte Instruktion haben, der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264299869537353} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4519,"date":1719,"orig":"Gar gerne! wie mein Patron verlangt, umb meinen Herren die Zeit zu verkuͤrtzen, ſo will ich wegen des euſeꝛlichen Gebrauchs des Saͤuerlings, wie von den inniglichen geſchehen gleiche Ordnung halten.","norm":"Gar gerne! wie mein Patron verlangt, um meinen Herren die Zeit zu verkürzen, so will ich wegen des äußerlichen Gebrauchs des Säuerlings, wie von den inniglichen geschehen gleiche Ordnung halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.344500064849853} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4520,"date":1719,"orig":"Wer das Sauerbrunnen-Bad euſerlich adhibiren will, der muß erſtlich durch ein gelindes Purganz den Leib reinigen; alsdenn mit folgenden Cautelen das Bad brauchen, daß er ſolches in einem warmen Zimmer anrichten laſſe, das Waſſer ſoll in der Wannen wann er einſteiget nicht zu heiß, ſondern nur ein wenig mehr als laulicht ſeyn, da er dann im Sitzen das Bad mit Zugieſſung warmen Saͤuerlings nach und nach als er erleiden mag, anwaͤrmen kan, ſonſten wuͤrde er auszudauren nicht wohl vermoͤgend ſeyn, und allerhand Zufaͤlle erleiden muͤſſen.","norm":"Wer das Sauerbrunnen-Bad äußerlich adhibieren will, der muss erstlich durch ein gelindes Purganz den Leib reinigen; alsdann mit folgenden Kautelen das Bad brauchen, dass er solches in einem warmen Zimmer anrichten lasse, das Wasser soll in der Wannen wann er einsteiget nicht zu heiß, sondern nur ein wenig mehr als laulich sein, da er dann im Sitzen das Bad mit Zugießung warmen Säuerlings nach und nach als er erleiden mag, anwärmen kann, sonsten würde er auszudauern nicht wohl vermögend sein, und allerhand Zufälle erleiden müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.254600048065185} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4521,"date":1719,"orig":"Das Haupt muß mit einer Muͤtz-oder Haͤublein bedecket ſeyn, und in einem Hembde ſich einſetzen, das erſtere mahl ſoll der Bade-Cur ſich Gebrauchende nur eine halbe Stunde, das andere mahl eine gantze Stunde (und dieſe Zeit iſt vor das Frauen, Zimmer und ſchwache Coͤrper genungſam) biß drittenmahls anderthalb Stunden baden, die aber vermeynen ihre Natur ſey ſtarck genung dieſes kraͤfftige Waſſer zu ihren Geſundheits Vortheil noch laͤnger es zu brauchen, die verſuchen es mit zwey Stunden, laͤnger aber rathe ich es keinen.","norm":"Das Haupt muss mit einer Mütz- oder Häublein bedecket sein, und in einem Hemd sich einsetzen, das erstere Mal soll der Badekur sich Gebrauchende nur eine halbe Stunde, das andere Mal eine ganze Stunde (und diese Zeit ist vor das Frauen, Zimmer und schwache Körper genugsam) bis dritten Male anderthalb Stunden baden, die aber vermeinen ihre Natur sei stark genug dieses kräftige Wasser zu ihren Gesundheit Vorteil noch länger es zu brauchen, die versuchen es mit zwei Stunden, länger aber rate ich es keinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4522,"date":1719,"orig":"Ehe und bevor der Patiente ins Bad ſteiget, kan er das Mund-Loch des Magens die ſo-genannte Hertz Grube mit ein wenig Wermuth oder Krauſemuͤntze-Oel einſchmieren.","norm":"Ehe und bevor der Patiente ins Bad steiget, kann er das Mund-Loch des Magens die sogenannte Herz Grube mit ein wenig Wermut oder Krausemüntze-Oel einschmieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.636600017547607} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4523,"date":1719,"orig":"Wann er nun ausgebadet hat, ſoll der Patiente mit warmẽ Tuͤchern die mit Myrrhen und Maſtix oder gekoͤrnten Weyrauch beraͤuchert ſind, rein abgetrocknet werden, darauff kan er ſich ins angewaͤrmte Bette legẽ, ein Glaͤßlein Sect oder Reihn-Wein darinu Muſcaten oder Zucker-Brodt eingeweicht (wann er es haben kan) ein ander nehme ein paar Zwieback, weiche ſie in Francken-Wein, genieſſen, und wenigſtens eine halbe biß gantze Stunde lang, umb den ausgehenden Schweiß vollend abzuwarten doch ohne Schlaff der Ruhe pflegen; hernach auffſtehen, und ſo ihm moͤglich, abſonderlich vor der Mahlzeit (wann er das Bad fruͤh gebraucht hat) im Zimmer ein wenig auf und ab ſpatzieren.","norm":"Wann er nun ausgebadet hat, soll der Patiente mit warmen Tüchern die mit Myrrhen und Mastix oder gekörnten Weihrauch beräuchert sind, rein abgetrocknet werden, darauf kann er sich ins angewärmte Bette legen, ein Gläslein Sekte oder Reihn-Wein darinu Muskaten oder Zuckerbrot eingeweicht (wann er es haben kann) ein ander nehme ein paar Zwieback, weiche sie in Franken-Wein, genießen, und wenigstens eine halbe bis ganze Stunde lang, um den ausgehenden Schweiß vollende abzuwarten doch ohne Schlaf der Ruhe pflegen; hernach aufstehen, und so ihm möglich, absonderlich vor der Mahlzeit (wann er das Bad früh gebraucht hat) im Zimmer ein wenig auf und ab spazieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.210800170898437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4524,"date":1719,"orig":"Wann aber die Huͤlff-begierigen den Saͤuerling umb ſo wohl denen inniglichen als euſerlichen Zufaͤllen zu rathen, ſo wohl zum Trincken als Baden brauchen, wie werden ſich ſelbige in einer Cur in beyden verhalten muͤſſen? fragte Eckarth.","norm":"Wann aber die Hilfbegierigen den Säuerling um so wohl denen inniglichen als äußerlichen Zufällen zu raten, so wohl zum Trinken als Baden brauchen, wie werden sich selbige in einer Kur in beiden verhalten müssen? fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.738699913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4525,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete, der welcher der Cur in Trincken und Baden recht abwarten will, muß zu ſeinen Vortheil auf folgende Arth verfahren.","norm":"Der Medikus antwortete, der welcher der Kur in Trinken und Baden recht abwarten will, muss zu seinen Vorteil auf folgende Art verfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.337999820709228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4526,"date":1719,"orig":"Drey Tage trincket er biß er zur hoͤchſten Doſis kom̃t, hernach badet er zwey Tage, ferner faͤhret er wie gemeldet in Trincken und Baden fort, und continuiret alſo Wechſels-Weiſe biß er in ſeinen Zufaͤllen vergnuͤglichere Erleichterung eꝛhalten hat; Die aber zugleich trincken und baden wollen die muͤſſen fruͤh zeitig trincken, und in Obacht nehmen, ob der Saͤuerling laͤngſtens innerhalb vier Stunden ſeine Wirckung verrichte, wann das geſchicht, ſo moͤgen ſie ohne Gefahr, doch nicht eher als Abends umb 6. Uhr und nicht laͤnger als drey viertel Stunden baden, und in allen wie erſt erinnert, verfahren, jedoch mit der Cautel, daß wann ſie bey den Trincken drey Tage des Abends gebadet haben, ſie mit dem Bade wieder dꝛey Tage pauſiren und innen halten, ſonſten wird beyderſeits Continuirung den Coͤrper mehr ermatten, als durch Befreyung gehabter Zufaͤlle, ſtaͤrcken.","norm":"Drei Tage trinket er bis er zur höchsten Dosis kommt, hernach badet er zwei Tage, ferner fährt er wie gemeldet in Trinken und Baden fort, und kontinuiert also Wechselsweise bis er in seinen Zufällen vergnüglichere Erleichterung erhalten hat; die aber zugleich trinken und baden wollen die müssen früh zeitig trinken, und in Obacht nehmen, ob der Säuerling längstens innerhalb vier Stunden seine Wirkung verrichte, wann das geschieht, so mögen sie ohne Gefahr, doch nicht eher als Abends um 6. Uhr und nicht länger als drei viertel Stunden baden, und in allen wie erst erinnert, verfahren, jedoch mit der Cautel, dass wann sie bei den trinken drei Tage des Abends gebadet haben, sie mit dem Bade wieder drei Tage pausieren und innen halten, sonsten wird beiderseits Kontinuierung den Körper mehr ermatten, als durch Befreiung gehabter Zufälle, stärken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.058199882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4527,"date":1719,"orig":"Einige ſind der Meynung, umb des Bades Waͤrme mit zu genieſſen den Saͤuerling im Bade ſitzende zu trincken/ die nun ſolches thun wollen (wiewohl ich Niemanden hierzu einrathen will) werden uͤber eine viertel Stunde darinnen nicht ſitzen doͤrffen/ biß ſie ſechs biß acht Glaͤſer (da dann gemeiniglich der erſte Stuhl-Gang ſich anmeldet) eingetruncken haben/ die aber dieſes Anwaͤrmen muͤßig gehen/ und ihnen wie oben gemeldet/ Waͤrme machen koͤnnen/ die thun beſſer; die des Nachts ſchwitzen/ denen iſt erlaubet vor den Trincken umb ſich abzuwaſchen eine viertel Stunde/ laͤnger aber nicht im Bade zu verbleiben.","norm":"Einige sind der Meinung, um des Bades Wärme mitzugenießen den Säuerling im Bade sitzende zu trinken / die nun solches tun wollen (wiewohl ich niemanden hierzu einraten will) werden über eine viertel Stunde darinnen nicht sitzen dürfen / bis sie sechs bis acht Gläser (da dann gemeiniglich der erste Stuhlgang sich anmeldet) eingetrunken haben / die aber dieses Anwärmen müßig gehen / und ihnen wie oben gemeldet / Wärme machen können / die tun besser; die des Nachts schwitzen / denen ist erlaubet vor den trinken um sich abzuwaschen eine viertel Stunde / länger aber nicht im Bade zu verbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464000225067139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4528,"date":1719,"orig":"Weme zu ſchroͤpffen beliebet/ der kan nach gehandhabter Verrichtung ſich des Bades einer viertel Stunde lang bedienen.","norm":"Wem zu schröpfen beliebet / der kann nach gehandhabter Verrichtung sich des Bades einer viertel Stunde lang bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.704500198364258} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4529,"date":1719,"orig":"Jn Muͤdigkeit und Traͤgheit des Unter-Leibes, als der Fuͤſſe/ ingleichen in fiſtulirten Schaͤden/ ſind die Fuß- Baͤder am zutraͤglichſten/ welche fruͤh und Abends koͤnnen adhibiret werden/ alſo auch koͤnnen diejenigen die mit boͤſen Geſchwuͤren an Fuͤſſen und Schenckeln behafftet ſind/ ob ſie gleich fruͤh das Bad gebraucht haben/ ihnen taͤglich des Abends/ ein warmes Fuß-Bad von Saͤuerling machen/ die Fuͤſſe eine halbe Stunde lang darinnen halten/ zuvor ſich abtreugen/ und hernach warme beraͤucherte Tuͤcher umſchlagen laſſen: ſeiner ferneren Wirckung nach erwaͤrmet das Sauerbrunn-Waſſer ſeines innwohnenden Balſamiſchen Schwefels wegen auch euſerlich den gantzen Leib und gibt den innerlich getruncke nen Saͤuerling beſſere Bey-Huͤlffe ſeine Wirckung auszurichten.","norm":"In Müdigkeit und Trägheit des Unterleibs, als der Füße / ingleichen in fistulierten Schäden / sind die Fuß-Bäder am zuträglichsten / welche früh und Abends können adhibieret werden / also auch können diejenigen die mit bösen Geschwüren an Füßen und Schenkeln behaftet sind / ob sie gleich früh das Bad gebraucht haben / ihnen täglich des Abends / ein warmes Fußbad von Säuerling machen / die Füße eine halbe Stunde lang darinnen halten / zuvor sich abtrugen / und hernach warme beräucherte Tücher umschlagen lassen: Seiner ferneren Wirkung nach erwärmet das Sauerbrunn-Wasser seines innewohnenden Balsamischen Schwefels wegen auch äußerlich den ganzen Leib und gibt den innerlich getrunken einen Säuerling bessere Beihilfe seine Wirkung auszurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.940000057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4530,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte/ mein Herr Doctor, zuvor widerriethen ſie das Bad bey den Trincken nicht zu brauchen/ anjetzo concediren ſie ſolches.","norm":"Eckart versetzte / mein Herr Doktor, zuvor widerrieten sie das Bad bei den trinken nicht zu brauchen / jetzt konzedieren sie solches.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.251200199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4531,"date":1719,"orig":"Der Medicus laͤchelte und ſprach:","norm":"Der Medikus lächelte und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326499938964844} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4532,"date":1719,"orig":"Mein Patron wil mich nur probiren/ ich ſage den inniglich getrunckenen in præterito da hernach Abends daꝛauf das Bad gebꝛaucht wiꝛd/ welches den noch reſtirenden Saͤuerling zum Ausgange durch die Erwaͤrmung behuͤlfflich iſt.","norm":"Mein Patron will mich nur probieren / ich sage den inniglich getrunkenen in praeterito da hernach Abends darauf das Bad gebraucht wird / welches den noch restierenden Säuerling zum Ausgange durch die Erwärmung behilflich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3607001304626465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4533,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4534,"date":1719,"orig":"Der Herr Doctor hat recht, und bin ich deſto gewiſſer des vorgetragenen/ Zweifels halber inſtruirt.","norm":"Der Herr Doktor hat recht, und bin ich desto gewisser des vorgetragenen / Zweifels halber instruiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50029993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4535,"date":1719,"orig":"Ferner fuhr der Medicus fort heilet das Saͤuerlings-Bad aus gleichmaͤßiger Bewandniß die verwundeten/ zerſtauchten und zerſtoſſenen Glieder/ es erweichet ſeiner beywohnenden Saltzigkeiten wegen/ die verhaͤrteten Jnngeweyde/ als Leber/ Miltz/ kleine Gekroͤß- Aederlein/ und eben deßhalbẽ zertheilet es in Geſchwulſten und Reiſſen der Glieder Materiam peccantem; die Nerven und Spann-Adern ſtaͤrcket diß Waſſer/ aus temperirter Vermiſchung inniglicher Mineralien/ und nimmet den aufliegenden Schleim und Zaͤhigkeit von denen Membranen und Ligamenten ab/ dahero die aus erwehnter Urſache entſtehende Laͤhmung endlich gehoben werden.","norm":"Ferner fuhr der Medikus fort heilet das Säuerlingsbad aus gleichmäßiger Bewandtnis die verwundeten / stauchten und zerstoßenen Glieder / es erweichet seiner beiwohnenden Salzigkeiten wegen / die verhärteten Jnngeweyde / als Leber / Milz / kleine Gekröß-Äderlein / und eben deßhalben zerteilet es in Geschwülsten und Reißen der Glieder Materiam peccantem; die Nerven und Spannadern stärket dies Wasser / aus temperierter Vermischung inniglicher Mineralien / und nimmt den aufliegenden Schleim und Zähigkeit von denen Membranen und Ligamenten ab / daher die aus erwähnter Ursache entstehende Lähmung endlich gehoben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.448599815368652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4536,"date":1719,"orig":"Jn heimlichen Schaͤden der Maͤnner und Weiber/ iſt das Saͤuerlings-Bad ſufficient ſie præmiſſis præmittendis zu heben/ und wer deſſen herrlichen Succeſs in alten faulen freſſenden Schaͤden/ Fiſteln/ Krebs/ Wurm/ und ſo genannten Todten-Bruͤchen/ ſo wohl in Ausreinigung der ſchaͤndlichen Materie/ als gruͤndlicher Heilung obſerviren wird/ wird meiner Meynung/ daß das Sauerbruñen-Bad dieſes alles ſeines innwohnenden Reinigung- Saltzes und Balſamiſchen Eiſen-Schwefels halber ausrichte/ beyfallen.","norm":"In heimlichen Schäden der Männer und Weiber / ist das Säuerlingsbad sufficient sie praemissis praemittendis zu heben / und wer dessen herrlichen Success in alten faulen fressenden Schäden / Fisteln / Krebs / Wurm / und so genannten Toten-Brüchen / so wohl in Ausreinigung der schändlichen Materie / als gründlicher Heilung observieren wird / wird meiner Meinung / dass das Sauerbrunden-Bad dieses alles seines innewohnenden Reinigung-Salzes und Balsamischen Eisenschwefels halber ausrichte / beifallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53249979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4537,"date":1719,"orig":"Bey denen die ihren Affectum mit Baden mindern wollen/ und empfinden nach geſchehener Einbildung/ das Trincken haͤtte ſchon alles gut gemacht/ auffs neue expurgando materiam corrodentem als in denen Fiſteln und offenen Schaͤden zu geſchehen pfleget/ den verborgenen Hund auffwachen und bellen/ die laſſen ihnen es lieb ſeyn/ daß ſie an den Saͤnerling einen getrenen und ſorgfaͤltigen Unterſucher haben/ der ihnen in fleißiger Nachfolge verſpricht/ den boͤſen Gaſt voͤllig auszujagen.","norm":"Bei denen die ihren Affectum mit Baden minderen wollen / und empfinden nach geschehener Einbildung / das trinken hätte schon alles gut gemacht / aufs neue expurgando materiam corrodentem als in denen Fisteln und offenen Schäden zu geschehen pflegt / den verborgenen Hund aufwachen und bellen / die lassen ihnen es lieb sein / dass sie an den Sänerling einen getrenen und sorgfältigen Untersucher haben / der ihnen in fleißiger Nachfolge verspricht / den bösen Gast völlig auszujagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.098999977111816} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4538,"date":1719,"orig":"Deñ in weniger Widerholung werdẽ die geruͤgten Verdrießligkeiten geſtillt/ und der Patient von ſeinen Zufaͤllen mit Goͤttlichen Beyſtand liberiret und befreyet werden.","norm":"Denn in weniger Widerholung werden die gerügten Verdrießlichkeiten gestillt / und der Patient von seinen Zufällen mit göttlichen Beistand liberiret und befreiet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.11959981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4539,"date":1719,"orig":"Diejenigen welche das Bad kalt brauchen wollen/ in Meynung die Krafft des Saͤuerlings verfloͤhe durch das Kochen thun ihrer Leibes-Conſiſtenz den groͤſten Schaden/ und erkaͤlten ſelbige ſo gar/ daß ſie an ſtatt der Geſundheit ein ſieches Leben und wohl den Tod ſelbſt erlangen.","norm":"Diejenigen welche das Bad kalt brauchen wollen / in Meinung die Kraft des Säuerlings flöhe durch das Kochen tun ihrer Leibes-Consistenz den größten Schaden / und erkälten selbige so gar / dass sie anstatt der Gesundheit ein sieches Leben und wohl den Tod selbst erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.80109977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4540,"date":1719,"orig":"Denn die Mineralien mit ihren Saltzigten Beyſatz werden in der Anwaͤrmung und Kochen durch Ausduͤnſtung der Waͤſſerigten Theile/ je mehr und mehr concentrirt und dick gemacht/ dannhero diejenigen die innigliche Beſchwerniſſe als Reiſſen in Gliedern/ Gelencken ꝛc. fuͤhlen/ werden/ wann ihnen das einmahl gebrauchte Bad wieder auffgewaͤrmet wird/ im Einſitzen eine viel ſtaͤrckere Wirckung als das erſtere mahl empfinden/ und ſolches Auffwaͤrmen/ kan auch das dritte mahl geſchehen.","norm":"Denn die Mineralien mit ihren Salzigen Beisatz werden in der Anwärmung und Kochen durch Ausdünstung der wässerigen Teile / je mehr und mehr konzentriert und dick gemacht / dannhero diejenigen die innigliche Beschwernisse als Reißen in Gliedern / Gelenken etc. fühlen / werden / wann ihnen das einmal gebrauchte Bad wieder aufgewärmt wird / im Einsitzen eine viel stärkere Wirkung als das erstere Mal empfinden / und solches Aufwärmen / kann auch das dritte Mal geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.174399852752685} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4541,"date":1719,"orig":"Die aber mit euſerlichen Geſchwuͤren/ eyterenden und freſſenden Schaͤden belaͤſtiget ſind/ ſollen den Saͤuerling nur einmahl waͤrmen laſſen/ und ſo dann vor geſchriebener Weiſe nach baden/ ſonſten wo ſie das Bad wieder auffwaͤrmen und einſitzen wolten/ moͤchte die vom erſtern Bad eingezogene Malignität andere reine Theile angehen und infeſtiren/ aus welcher Urſachen das Bad den Gebrauchenden/ bald einen ſtarcken Schweiß innerhalb einer viertel Stunde auch eher uͤber den gantzen Leib austreiben/ als kein ander angewaͤrmtes Fluß oder Brunnen- Waſſer thun wird/ daß wo er in dieſen 3. biß 4. Stunden ſitzen kan/ in den Saͤuerlings-Bad kaum anderthalb Stunden ausdauren wird/ er ſey denn ſehr ſtarcker Leibes-Diſpoſition:","norm":"Die aber mit äußerlichen Geschwüren / eiternden und fressenden Schäden belästiget sind / sollen den Säuerling nur einmal wärmen lassen / und so dann vor geschriebener Weise nach baden / sonsten wo sie das Bad wieder aufwärmen und einsitzen wollten / möchte die vom ersteren Bad eingezogene Malignität andere reine Teile angehen und investieren / aus welcher Ursachen das Bad den Gebrauchenden / bald einen starken Schweiß innerhalb einer viertel Stunde auch eher über den ganzen Leib austreiben / als kein ander angewärmtes Fluss oder Brunnen-Wasser tun wird / dass wo er in diesen 3. bis 4. Stunden sitzen kann / in den Säuerlingsbad kaum anderthalb Stunden ausdauern wird / er sei denn sehr starker Leibesdisposition:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4944000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4542,"date":1719,"orig":"Einige recommendiren den angewaͤrmten Saͤuerling euſerlich pro ſtillicidio oder Trieffe mit groſſen Nutzen zu adhibiren/ allein ich halte nichts davon/ doch kan ein jeder thun was er ihm nuͤtzlich zu ſeyn einbildet.","norm":"Einige rekommendieren den angewärmten Säuerling äußerlich pro stillicidio oder Triefe mit großen Nutzen zu adhibieren / allein ich halte nichts davon / doch kann ein jeder tun was er ihm nützlich zu sein einbildet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.130300045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4543,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte: Herr Doctor, ſie haben ihren Recompens ſchon verdienet/ nun werden ſie uns deſſen guten Rath mittheilen, wie wir uns Morgen geliebts GOtt verhalten ſollen/ ob wir die deſtinirte zwoͤlff Glaͤſer Saͤuerling an und vor ſich ſelbſt/ oder mit Zuſatz des Sauerbrunnen-Saltz eintrincken.","norm":"Eckart sagte: Herr Doktor, sie haben ihren Rekompens schon verdienet / nun werden sie uns dessen guten Rat mitteilen, wie wir uns Morgen geliebtes Gott verhalten sollen / ob wir die destinierte zwölf Gläser Säuerling an und vor sich selbst / oder mit Zusatz des Sauerbrunnen-Saltz Eintrinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.812900066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4544,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach:","norm":"Der Medikus sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.087299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4545,"date":1719,"orig":"Meine Herren werden beſſer thun/ wann ſie den Saͤuerling/ wie er an ſich ſelbſt iſt/ ohne des Saltzes Zuſatz biß zum 16. Glaſe trincken/ damit koͤnnen ſie/ wie der Saͤuerling ſeine erzehlte Operationes ausuͤbe/ am beſten erfahren/ in weitern Verfolg aber koͤnnen ſie ſo dann das Saltz pro ſtimulo das viele Waſſer einzutrincken zu erſparen/ meiner ihnen gefaͤlligen Anordnung nach mit beyſetzen.","norm":"Meine Herren werden besser tun / wann sie den Säuerling / wie er an sich selbst ist / ohne des Salzes Zusatz bis zum 16. Glase trinken / damit können sie / wie der Säuerling seine erzählte Operationes ausübe / am besten erfahren / in weiteren Verfolg aber können sie so dann das Salz pro stimulo das viele Wasser Einzutrinken zu ersparen / meiner ihnen gefälligen Anordnung nach mit beisetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.876100063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4546,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte: Gut Herr Doctor! wir werden ſeinem Rathe nachkommen/ und ſo dann bey guͤnſtiger Beſuchung ihnen davon Part geben; wormit er den Medicum recompenſirte/ welcher vor dieſes mahl nach Bedanckung abgieng.","norm":"Eckart sagte: Gut Herr Doktor! wir werden seinem Rate nachkommen / und so dann bei günstiger Besuchung ihnen davon Part geben; womit er den Medicum rekompensierte / welcher vor dieses Mal nach Bedankung abging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.621799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4547,"date":1719,"orig":"Siegfried gab vor/ es waͤre zutraͤglich daß man vom Medico ſelbſt alles wohl obſervire/ und hernach mit der Beſchreibung ſeinen Vortrag conferire/ ihme aber daß ſie das Buͤchlein haͤttẽ/ nicht ſagten.","norm":"Siegfried gab vor / es wäre zuträglich dass man vom Medico selbst alles wohl observiere / und hernach mit der Beschreibung seinen Vortrag konferiere / ihm aber dass sie das Büchlein hätten / nicht sagten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.665800094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4548,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach: Monſieur Siegfried raiſonnirt gar wohl.","norm":"Eckart sprach: Monsieur Siegfried räsoniert gar wohl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"jv","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.4191999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4549,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen wollen wir umb die Zeit zu paſſiren ein Stuͤndlein umb die Stadt ſpatzieren gehen/ ſo auch geſchach.","norm":"Unterdessen wollen wir um die Zeit zu passieren ein Stündlein um die Stadt spazieren gehen / so auch geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.602099895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4550,"date":1719,"orig":"Den Tag darauff trunck ein jeder die ihme verordnete zwoͤlff Glaͤſer Saͤuerling aus: und nahmen faſt bey einem jeden Glaſe der Wirckung wegen gute Obſervanz, da ſie denn Nachmittags den ankommenden Medico referirten; daß der Saͤuerling einem jeden/ doch einem eher als den andern ſein Recht gethan haͤtte.","norm":"Den Tag darauf Trunk ein jeder die ihm verordnete zwölf Gläser Säuerling aus: und nahmen fast bei einem jeden Glase der Wirkung wegen gute Observanz, da sie denn Nachmittags den ankommenden Medico referierten; dass der Säuerling einem jeden / doch einem eher als den anderen sein Recht getan hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.042799949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4551,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte/ mich belangend excernirte ich bey den erſten und andern Glaſe den Schleim aus dem Halſe/ nach den vierdten begieng mich ein Schweiß uͤber den gantzen Leib/ nach den ſiebenden Glaſe fuͤhrte es Materiam pituitoſam und bilem extravaſatam durch den Maſt-Darm aus und gieng fort biß auf 10. Sedes, da denn letzlich bilis æruginoſa den Sphincterem ani gleichſam conſtringirte und ein Brennen verurſachte/ und ſieng der Urin an ſtarck zu gehen/ ſo warm als wann er am Feuer gekocht worden waͤre; Siegfried und Gotthart ſagten/ daß der Saͤuerling bey ihnen gleichere Operationes doch etwas laͤngſamer verrichtet haͤtte.","norm":"Eckart sagte / mich belangend excernirte ich bei den ersten und anderen Glase den Schleim aus dem Halse / nach den vierten beging mich ein Schweiß über den ganzen Leib / nach den siebenten Glase führte es Materiam pituitosam und bilem extravasatam durch den Mastdarm aus und ging fort bis auf 10. Sedes, da denn letztlich bilis aeruginosa den Sphincterem ani gleichsam konstringierte und ein Brennen verursachte / und fing der Urin an stark zu gehen / so warm als wann er am Feuer gekocht worden wäre; Siegfried und Gotthart sagten / dass der Säuerling bei ihnen gleichere Operationes doch etwas langsamer verrichtet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.516499996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4552,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach; So hat der Saͤuerling bey ihnen ſeine Wirckungen wohl gethan/ und alſo ſeheich nicht daß geſtalten Sachen nach es noͤthig ſey zur Stimulation das Saltz mit beyzuſetzen.","norm":"Der Medikus sprach; so hat der Säuerling bei ihnen seine Wirkungen wohlgetan / und also seheich nicht dass gestalten Sachen nach es nötig sei zur Stimulation das Salz mit beizusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6519999504089355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4553,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4554,"date":1719,"orig":"Wann die Operationes alſo fort gehen/ werden 16. Glaͤſer bey uns in der hoͤchſten Doſis ſchon ſufficient ſeyn.","norm":"Wann die Operationes also fort gehen / werden 16. Gläser bei uns in der höchsten Dosis schon sufficient sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.201200008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4555,"date":1719,"orig":"Mein Herr Doctor, wann ihnen beliebte uns die Liebe zu erweiſen/ in was vor Zufaͤllen das Saͤuerlings-Bad dienlich ſey? wuͤrden ſie uns ſehr vergnuͤgen.","norm":"Mein Herr Doktor, wann ihnen beliebte uns die Liebe zu erweisen / in was vor Zufällen das Säuerlingsbad dienlich sei? würden sie uns sehr vergnügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.096199989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4556,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4557,"date":1719,"orig":"Ob wohln ich bereits einige Beſchwerniß die das Bad hebet angefuͤhret habe/ ſo iſt es in folgenden auch heilſam und zutraͤglich.","norm":"Ob wohlen ich bereits einige Beschwernis die das Bad hebet angeführt habe / so ist es in folgenden auch heilsam und zuträglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.19950008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4558,"date":1719,"orig":"Ehemahliger Zeit ſind die Fuß-Baͤder mit guten Nutzen adhibiret worden/ ſo hat man auch ihn zum Beſtreichen/ Clyſtieren/ Ausgurgeln und andern euſerlichen Abwaſchen gebraucht/ anjetzo aber nach dem das Baden auffkommen/ ſo thut der Saͤuerling guten Vortheil in Bruſt-Beſchwerniß/ Pleureſi, Seiten-Stechen/ Ubligkeit des Magens/ Colica malo hypochondriaco, Auffſteigen der Mutter/ Leber- und Miltz-Be ſchwerung/ Verhaͤrt- und Entzuͤndung/ in der weiſſen und rothen Ruhr/ in unordentlichen weiſſen Fluß der Weiber und Monathlichen Blume/ in Saamen-Fluß und Roͤhel.","norm":"Ehemaliger Zeit sind die Fußbäder mit guten Nutzen adhibieret worden / so hat man auch ihn zum Bestreichen / Klistieren / Ausgurgeln und anderen äußerlichen Abwaschen gebraucht / jetzt aber nach dem das Baden aufkommen / so tut der Säuerling guten Vorteil in Brustbeschwernis / Pleuresi, Seitenstechen / Ubligkeit des Magens / Colica malo hypochondriaco, aufsteigen der Mutter / Leber- und Miltz-Be Schwärung / Verhärt- und Entzündung / in der weißen und roten Ruhr / in unordentlichen weißen Fluss der Weiber und monatlichen Blume / in Saamenfluß und Röhel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.645899772644043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4559,"date":1719,"orig":"Geſchwuͤr/ in Entzuͤndung der Genitalium virorum & mulierum in deren Ulcusculis und Feigen-Wartzen/ die entweder umb die Genitalia oder Ausgang des Maſt-Darms ſich anſetzen/ groſſe Schmertzen und Brennen verurſachen/ in denen Schlieren und veneriſchen Bubonibus, in Auffthoͤnung des Unter-Leibs/ Waſſerſucht/ Nieren- Weh/ Stein-Schmertzen/ Nieren- und Blaſen- Geſchwuͤren/ Huͤfft- und Creutz-Weh/ in harten Unter-Leib/ bey denen Kindeꝛn der Roſt genannt/ in Erkaͤlt- und Verſchleimung der Mutter/ und derer Baͤnder Schwachheit und Ausdehnung/ in Nabel-Mutter- und Darm-Bruͤchen/ in denen Wuͤrmern/ Aſcarides, in Verhaͤrt- und Verſtopffung des Leibes/ Pasſione iliaca, in Schmertzen der goldenen Ader/ in der Schwindſucht/ in Laͤhm-Entzuͤn- und Erkaͤltung der Glieder/ in deꝛen Geſchwulſt/ in Verkuͤrtz- und Spannen der Nerven/ ſo von einen Grieß oder zaͤhen Schleim verurſachet wird/ in alten faulen Schaͤden/ Fiſteln/ Wurm/ Todten-Bruch/ hitzig-freſſenden Blattern/ in allen Wunden/ Geſchwuͤren und Schaͤden Menſchlichen Leibes/ Scharbockiſchen Beulen/ und Ulcusculis, in lauffenden Feuer (da an der Haut bald hier bald dort kleine und groſſe Puckeln mit unleidlichen Jucken und Brennen aufflauffen/ daß man von Angſt nicht weiß/ wo man ſich laſſen ſoll/) in den Krebs/ wann er gleich offen iſt/ Wolff/ bey denen Kindern wann ſie ſich fratt aufliegen und rohe werden/ in Brennen des Harns und deſſelben Verhaltung/ in der Gicht in Haͤnden und Fuͤſſen/ in deren offenen Loͤchern/ nodis und kalckigten Knoten/ in Krampff/ in Unfruchtbahrkeit bey Mannes- und Weibes-Perſonen/ Wixel-Zopff/ in Ausfallen der Haare/ in allen Contracturen und Laͤhmungen/ ſie entſtehen aus einer zaͤhen zuſammengetriebenen Materie die ſich in die Gelencke einſetzet/ oder aus einer ſchleimichten Feuchtigkeit und Erkaͤltung/ in denen Hexen- Schuͤſſen und bezauberten Gliedern/ geſchwollenen Fuͤſſen/ in erfroꝛnen Wehethun und Jucken der Finger und Zaͤhen/ in denen Frantzoſen/ deren Beulen/ Knoten/ Geſchwuͤren und Eyterungen/ wann eine ſcharffe veneriſche Feuchte das Haͤutlein abfrißt/ in Verbrennen der Haut von heiſſen Wachs/ Waſſer, Oel/ Bley und dergleichen/ in Muͤdigkeit des Leibes/ abſonderlich der Beine und derer Anſchwellung ꝛc. in Entzuͤndung des Halſes und deſſen hitzigen Geſchwuͤr/ in Faulung des Zaͤpffleins und Mandeln/ in denen Aphthis und Schwaͤmmen muß man mit dem Saͤuerling den Halß ausſpielen und ſich gurgeln/ in Haupt-Wunden/ euſerlichen Geſchwuͤren/ in den Grind- und Erb-Grind/ in Auſſatz/ Kraͤtze/ flieſſenden veneriſchen Schwaͤrlein und Flecken/ netzet man mit Tuͤchern in Saͤuerling genetzt/ und warm wieder abgetrocknet/ in Naſen-Geſchwuͤr/ Fiſtula lachrimali, trieffenden boͤſen entzuͤndeten Augen wird der Saͤuerling eingeſchnupfft/ mit leinenen eingeweichten zarten Laͤplein belegt.","norm":"Geschwür / in Entzündung der Genitalium virorum & mulierum in deren Ulcuskulis und Feigen-Warzen / die entweder um die Genitalia oder Ausgang des Mastdarms sich ansetzen / große Schmerzen und Brennen verursachen / in denen Schlieren und venerischen Bubonibus, in Auffthönung des Unterleibs / Wassersucht / Nieren-Weh / Steinschmerzen / Nieren- und Blasen-Geschwüren / Hüfft- und Kreuzweh / in harten Unterleib / bei denen Kindern der Rost genannt / in Erkält- und Verschleimung der Mutter / und derer Bänder Schwachheit und Ausdehnung / in Nabel-Mutter- und Darm-Brüchen / in denen Würmern / Ascarides, in Verhärt- und Verstopfung des Leibes / Passione iliaca, in Schmerzen der goldenen Ader / in der Schwindsucht / in Lähm-Entzün- und Erkältung der Glieder / in deren Geschwulst / in Verkürtz- und Spannen der Nerven / so von einen Grieß oder zähen Schleim verursachet wird / in alten faulen Schäden / Fisteln / Wurm / Toten-Bruch / hitzig-fressenden Blattern / in allen Wunden / Geschwüren und Schäden menschlichen Leibes / Scharbockischen Beulen / und Ulcuskulis, in laufenden Feuer (da an der Haut bald hier bald dort kleine und große Puckeln mit unleidlichen Jucken und Brennen auflaufen / dass man von Angst nicht weiß / wo man sich lassen soll /) in den Krebs / wann er gleich offen ist / Wolff / bei denen Kindern wann sie sich fratt aufliegen und rohe werden / in Brennen des Harns und desselben Verhaltung / in der Gicht in Händen und Füßen / in deren offenen Löchern / nodis und kalkigen Knoten / in Krampf / in Unfruchtbarkeit bei Mannes- und Weibespersonen / Wixel-Zopff / in Ausfallen der Haare / in allen Kontrakturen und Lähmungen / sie entstehen aus einer zähen zusammengetriebenen Materie die sich in die Gelenke einsetzet / oder aus einer schleimigen Feuchtigkeit und Erkältung / in denen Hexen-Schüssen und bezauberten Gliedern / geschwollenen Füßen / in erfrorenen Wehtun und Jucken der Finger und Zähen / in denen Franzosen / deren Beulen / Knoten / Geschwüren und Eiterungen / wann eine scharfe venerische Feuchte das Häutlein abfrisst / in Verbrennen der Haut von heißen Wachs / Wasser, Öl / Blei und dergleichen / in Müdigkeit des Leibes / absonderlich der Beine und derer Anschwellung etc. in Entzündung des Halses und dessen hitzigen Geschwür / in Faulung des Zäpffleins und Mandeln / in denen Aphthis und Schwämmen muss man mit dem Säuerling den Hals ausspielen und sich gurgeln / in Hauptwunden / äußerlichen Geschwüren / in den Grind- und Erbgrind / in Aufsatz / Krätze / fließenden venerischen Schwärlein und Flecken / netzet man mit Tüchern in Säuerling genetzt / und warm wieder abgetrocknet / in Nasengeschwür / Fistula lachrimali, triefenden bösen entzündeten Augen wird der Säuerling eingeschnupfft / mit leinenen eingeweichten zarten Läplein belegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022600173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4560,"date":1719,"orig":"Wie auch in denen Flechten/ Schwinden/ Finnen/ Sommerſproſſen/ Leberflecken/ ausſchlagenden Geſchwuͤrlein/ in der von denen Blattern und Maaſern nachgelaſſenen Roͤthe und Unreinigkeit/ ſolche mit den Saͤuerling beſtrichen/ gewaſchen/ und vor ſich wieder trocknen laſſen/ in denen inneren goldenen Aderen und Brennen des Maſt-Darms thut ein Clyſtier von Saͤuerling zugerichtet ſehr gut; Es muß aber in erwehnten Zufaͤllen/ welche entweder durch Gurgeln/ Abwaſchung/ Einſpruͤtzung/ Beſtreichung und Baden/ ſo wohl des gantzen Leibes als deſſen afficirten Theilen/ wie auch Behungen und Auffgieſſung des Saͤuerlings auf gluͤende Steine oder Eyſen und darbey adhibirten Schweiß-Kaſten curiret werden/ allezeit wohl obſerviret werden/ daß man den Saͤuerling niemahln kalt/ jederzeit aber warm brauche.","norm":"Wie auch in denen Flechten / Schwinden / Finnen / Sommersprossen / Leberflecken / ausschlagenden Geschwürlein / in der von denen Blattern und Maasern nachgelassenen Röte und Unreinigkeit / solche mit den Säuerling bestrichen / gewaschen / und vor sich wieder trockenen lassen / in denen inneren goldenen Adern und Brennen des Mastdarms tut ein Klistier von Säuerling zugerichtet sehr gut; es muss aber in erwähnten Zufällen / welche entweder durch Gurgeln / Abwaschung / Einspritzung / Bestreichung und Baden / so wohl des ganzen Leibes als dessen affizierten Teilen / wie auch Bähungen und Aufgiessung des Säuerlings auf glühende Steine oder Eisen und dabei adhibierten Schweiß-Kasten kurieret werden / allezeit wohl observieret werden / dass man den Säuerling niemals kalt / jederzeit aber warm brauche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093599796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4561,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte:","norm":"Eckart fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4562,"date":1719,"orig":"Wann ſo viel Perſonen ſo wohl inner-als euſerlich ſich des Sauerbrunnens bedienen/ iſt es wohl moͤglich daß (die Ausfuhr mit gerechnet/) der Brunn Waſſer genung geben koͤnte?","norm":"Wann so viel Personen so wohl inner- als äußerlich sich des Sauerbrunnens bedienen / ist es wohl möglich dass (die Ausfuhr mit gerechnet /) der Brunnen Wasser genug geben könnte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.023900032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4563,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4564,"date":1719,"orig":"Wann ihrer noch dreymahl ſo viel waͤren/ wuͤrde kein Mangel oder Abgang vermercket werden/ und allen ſattſamen Saͤuerling ſo wohl zum Trincken als Baden darreichen.","norm":"Wann ihrer noch dreimal so viel wären / würde kein Mangel oder Abgang vermerket werden / und allen sattsamen Säuerling so wohl zum Trinken als Baden darreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.354000091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4565,"date":1719,"orig":"Denn wenn man erweget wie viel hundert Eymer Tag und Nacht nur ausflieſſen/ auch der Brunn ohnerachtet des immerwaͤhrenden Ausſchoͤpffens in einer Voͤlle verbleibet/ und die inneren Quellen eines Arms dicke empor ſtoſſen/ ſo werden hundert und mehr preßhaffte Perſonen euſerlich ohne Abgang des Trinckens koͤnnen verſorget werden/ welches meine Hochgeehrte Herren dem ſelbſt-eigenen Augenſcheine nach mir werden zugeſtehen muͤſſen.","norm":"Denn wenn man erwäget wie viel hundert Eimer Tag und Nacht nur ausfließen / auch der Brunnen unerachtet des immerwährenden Ausschöpfens in einer Völle verbleibet / und die inneren Quellen eines Arms dicke empor stoßen / so werden hundert und mehr presshafte Personen äußerlich ohne Abgang des Trinkens können versorgt werden / welches meine Hochgeehrte Herren dem selbsteigenen Augenscheine nach mir werden zugestehen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.966899871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4566,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte ferner:","norm":"Eckart fragte ferner:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.338399887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4567,"date":1719,"orig":"Wie ſtellen wir es an/ daß wir Perſoͤnlich den Sauerbrunn beſehen und die Cur dabey nicht ausſetzen?","norm":"Wie stellen wir es an / dass wir persönlich den Sauerbrunn besehen und die Kur dabei nicht aussetzen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.610099792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4568,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſagte:","norm":"Der Medikus sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.222799777984619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4569,"date":1719,"orig":"Wann dieſelben Ubermorgen reſolvirten mit der Sonnen Auffgaug von hieraus dahin zu fahren oder zu gehen/ ſo kommen ſie in einer Stunde zum Brunnen/ und koͤnnen dañ nach einer Stunde der Verordnung nach ſich aus dem Brunne ſelbſt des Saͤuerlings bedienen/ ſo werden ſie auch/ wann ſie die Speiſen von ihren Werth nicht nachſchicken laſſen/ im Bade- Hauſe von dem Wirth daſelbſt der ein Koch iſt/ (wann ſie es ihm einen Tag zuvor ſagen laſſen/) wohl tractirt; Gut! verſetzte Eckarth/ ſo wird der Herr Doctor uns mit begleiten/ umb von dem was uns zu wiſſen noͤthig/ guten Unterricht zu geben.","norm":"Wann dieselben Übermorgen resolvierten mit der Sonnen Auffgaug von hieraus dahinzufahren oder zu gehen / so kommen sie in einer Stunde zum Brunnen / und können dann nach einer Stunde der Verordnung nach sich aus dem Brunne selbst des Säuerlings bedienen / so werden sie auch / wann sie die Speisen von ihren Wert nicht nachschicken lassen / im Bade-Hause von dem Wirt daselbst der ein Koch ist / (wann sie es ihm einen Tag zuvor sagen lassen /) wohl traktiert; Gut! versetzte Eckart / so wird der Herr Doktor uns mit begleiten / um von dem was uns zu wissen nötig / guten Unterricht zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.390200138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4570,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete/ ich werde meine Sachen ſchon beſtellen/ damit ich auch hieriñen ihnen mich kan gefaͤllig machen:","norm":"Der Medikus antwortete / ich werde meine Sachen schon bestellen / damit ich auch hierinnen ihnen mich kann gefällig machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.480899810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4571,"date":1719,"orig":"GOtt gebe ihnen Morgen geliebts GOtt guten und vergnuͤglichen Succeſs.","norm":"Gott gebe ihnen Morgen geliebtes Gott guten und vergnüglichen Success.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4572,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſenden bedanckten ſich/ worauff der Medicus von ihnen ſein Adieu nahme.","norm":"Unsere Reisenden bedankten sich / worauf der Medikus von ihnen sein Adieu nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.96019983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4573,"date":1719,"orig":"Das XIX. Capitel.","norm":"Das XIX. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.22730016708374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4574,"date":1719,"orig":"Die Operation des Saͤuerlings gehet bey unſeren Reiſenden wohl von ſtatten.","norm":"Die Operation des Säuerlings geht bei unseren Reisenden wohl von statten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.864200115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4575,"date":1719,"orig":"Wer ſich einer Cur untergiebet/ ſoll ſich auch denſelben gemaͤß verhalten.","norm":"Wer sich einer Kur untergiebet / soll sich auch denselben gemäß verhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.052999973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4576,"date":1719,"orig":"Eckarth erinnert den Medicum ſeiner Paroles, mit zum Sauerbruñ zu fahren/ der es nochmahln promittirt.","norm":"Eckart erinnert den Medicum seiner Paroles, mit zum Sauerbrund zu fahren / der es nochmals promittiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.224800109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4577,"date":1719,"orig":"Fahren mit Thor-Auffſchluß fruͤh hinaus/ admiriren die angenehme Gegend/ ſehen viel Leuthe mit Koͤrben Saͤuerling holende ihnen folgen; nach ihrer Hinkunfft/ ſteigen ſie in Bade-Hauſe ab/ und ſehen aus den Zimmer gegen die Straſſe/ die ankommende Menge den Saͤuerling holende und in die Stadt tragende/ trincken den Saͤuerling aus den Brunnen und deſſen Behaͤltniß/ gehen in das Fuͤll- Hauß; Der Schoͤpffer weiſet auf Eckarths Anſuchung denen Unſrigen wie und auf was Weiſe der Saͤuerling in die Flaſchen gefuͤllet zugemacht/ in die Kiſten eingeſetzt und zum Abfuͤhꝛen verwahret wird/ welchen er ein Trinck-Geld gibt/ darnach gehen ſie zu den Bolder-oder Wilden-Saͤuerling/ von welchen ihnen der Medicus Unterricht ertheilet und Eckarths Vortrag ſolviret.","norm":"Fahren mit Thoraufschluß früh hinaus / admirieren die angenehme Gegend / sehen viel Leute mit Körben Säuerling holende ihnen folgen; nach ihrer Hinkunft / steigen sie in Badehause ab / und sehen aus den Zimmer gegen die Straße / die ankommende Menge den Säuerling holende und in die Stadt tragende / trinken den Säuerling aus den Brunnen und dessen Behältnis / gehen in das Füll-Haus; der Schöpfer weiset auf Ekarts Ansuchung denen Unsrigen wie und auf was Weise der Säuerling in die Flaschen gefüllt zugemacht / in die Kisten eingesetzt und zum Abführen verwahret wird / welchen er ein Trinkgeld gibt / danach gehen sie zu den Bolder- oder Wilden-Säuerling / von welchen ihnen der Medikus Unterricht erteilet und Ekarts Vortrag solvieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.060800075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4578,"date":1719,"orig":"Sie betrachten den herrlichen Proſpect der vor Augen liegenden Gegend/ nachdem nehmen ſie in Augenſchein welcher maſſen der Saͤuerling zum Baden ins Bade-Hauß zur Pfañe geleitet wird.","norm":"Sie betrachten den herrlichen Prospekt der vor Augen liegenden Gegend / nachdem nehmen sie in Augenschein welcher Maßen der Säuerling zum Baden ins Bade-Hauß zur Pfanne geleitet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.928500175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4579,"date":1719,"orig":"Ettner kommt eingefahren; bewillkommt ſich mit Eckarthen und denen andeꝛn/ ſpeiſet mit ihnen/ gehet nach Eſſens mit Eckarthen auf den Saal/ erzehlen einander ihre Fata und haben einige Schertz-Reden unter ſich/ die Compagnie faͤhret in die Stadt und Ettner verblieb in Bade-oder Gaſt-Hauſe.","norm":"Ettner kommt eingefahren; bewillkommt sich mit Eckarten und denen andern / speist mit ihnen / geht nach Essens mit Eckarten auf den Saal / erzählen einander ihre Fata und haben einige Scherz-Reden unter sich / die Compagnie fährt in die Stadt und Ettner verblieb in Bade- oder Gasthaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.051899909973144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4580,"date":1719,"orig":"Eckarthen wird unter dem Thor das Spiel geruͤhret und von der Wache das Gewehr præſentiret.","norm":"Eckarten wird unter dem Tor das Spiel gerührt und von der Wache das Gewehr praesentiret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.350299835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4581,"date":1719,"orig":"Der Commendant laͤſt Eckarthen durch einen Hauptmann beneventiren u. uͤberſendet ihm einen Brief von Grafen von Salanin.","norm":"Der Kommandant lässt Eckarten durch einen Hauptmann beneventiren u. übersendet ihm einen Brief von Grafen von Solanin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.266799926757812} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4582,"date":1719,"orig":"Eckarth laͤſt dem Commendanten durch Gottharten die Gegen-Complimente machen.","norm":"Eckart lässt dem Kommandanten durch Gottharten die Gegenkomplimente machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.286600112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4583,"date":1719,"orig":"Eckarth durch-lieſet das eingeſchloſſene Invitations-Schreiben der Fraͤulein Solucka zu ihren Beylager mit Hauptmann Kronau, und beſorget ein Hochzeit-Geſchencke zu kauffen/ wird von Poſt-Meiſter berichtet/ daß ein Jubilierer von Augſpurg bey ihm einlogiret ſey/ den Eckarth zu ihm zu kommen erſuchen laͤſt/ der auch bald erſcheinet/ und Eckarthen des Verlangenden wegen gute Verſorgung verſpricht.","norm":"Eckart durchliest das eingeschlossene Invitationsschreiben der Fräulein Solucka zu ihren Beilager mit Hauptmann Kronau, und besorget ein Hochzeitgeschenke zu kaufen / wird von Post-Meister berichtet / dass ein Jubilierer von Augsburg bei ihm einlogieret sei / den Eckart zu ihm zu kommen ersuchen lässt / der auch bald erscheinet / und Eckarten des Verlangenden wegen gute Versorgung verspricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.025400161743164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4584,"date":1719,"orig":"Der Obriſt und Eckarth laſſen die Complimenten machen.","norm":"Der Oberst und Eckart lassen die Komplimenten machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.374599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4585,"date":1719,"orig":"Eckarth wird von Ettnern beſucht.","norm":"Eckart wird von Ettnern besucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.412099838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4586,"date":1719,"orig":"Der Commendant leget bey Eckarthen ſeine Viſite ab/ nimmt ihn mit in ſeinen Garten woſelbſt er ihn mit Accompagnirung einiger Cavallier und Ettnern magnifiqv tractiret.","norm":"Der Kommandant leget bei Eckarten seine Visite ab / nimmt ihn mit in seinen Garten woselbst er ihn mit Akkompagnierung einiger Cavalier und Ettnern magnifiqv traktiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.512800216674805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4587,"date":1719,"orig":"Der Jubilirer gehet zu Eckarthen und meldet ihn die Ankunfft ſeiner Waaren an/ welche Eckarth beſchauet/ einige Stuͤcke auslieſet und ſich mit ihm veraccordirt.","norm":"Der Jubilierer geht zu Eckarten und meldet ihn die Ankunft seiner Waren an / welche Eckart beschauet / einige Stücke ausliest und sich mit ihm akkordiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.623000144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4588,"date":1719,"orig":"Eckarth leget ſeine Gegen-Viſite bey dem Commendanten ab/ faͤhret mit denen andern nochmahln zum Sauerbrunn/ deſſen Frage wird von Ettnern eroͤrtert/ vermag Ettnern in die Stadt zu kommen.","norm":"Eckart leget seine Gegenvisite bei dem Kommandanten ab / fährt mit denen anderen nochmals zum Sauerbrunn / dessen Frage wird von Ettnern erörtert / vermag Ettnern in die Stadt zu kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.134099960327148} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4589,"date":1719,"orig":"Eckarth wird nochmahls von dem Commendanten tractirt.","norm":"Eckart wird nochmals von dem Kommandanten traktiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.475900173187256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4590,"date":1719,"orig":"Jhre Wechſel-Reden und Abſchied.","norm":"Ihre Wechsel-Reden und Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.979499816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4591,"date":1719,"orig":"Eckaꝛth recommendirt Ettnern.","norm":"Eckart rekommandiert Ettnern.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"cs","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":7.879000186920166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4592,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart faͤhret mit dem Jubilirer und Andreas auf der Poſt nach Prag.","norm":"Siegfried und Gotthart fährt mit dem Jubilierer und Andreas auf der Post nach Prag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.561399936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4593,"date":1719,"orig":"Verehret den unter dem Thor Wach-haltenden Hauptmann und die Wache mit einer realen Bedanckung/ laͤſſet den Commendanten nach Abreife durch Gottharten ſeinen Pflicht-verbundenen Entpfehl ablegen.","norm":"Verehret den unter dem Tor Wach-haltenden Hauptmann und die Wache mit einer realen Bedankung / lässt den Kommandanten nach Abriefe durch Gottharten seinen Pflicht-verbundenen Entpfehl ablegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.501500129699707} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4594,"date":1719,"orig":"Ettner beſchreibet deren Jnnwohner in Eger Ruhm-wuͤrdige Auffuͤhrung und Nachſinnligkeit.","norm":"Ettner beschreibet deren Inwohner in Eger Ruhmwürdige Aufführung und Nachsinnlichkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.67080020904541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4595,"date":1719,"orig":"DEs Tages hernach als die Unſrigen 16. Glaͤſer Saͤuerling ein jeder ausgetruncken, und gute Wirckung empfunden hatten, berichteten ſie ſolches den ſie beſuchenden Medicum; der ſich der behenden Operation halber verwunderte; ſagende:","norm":"Des Tages hernach als die Unsrigen 16. Gläser Säuerling ein jeder ausgetrunken, und gute Wirkung empfunden hatten, berichteten sie solches den sie besuchenden Medicum; der sich der behänden Operation halber verwunderte; sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.450900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4596,"date":1719,"orig":"Meine Herren werden gute Diæt obſerviren, daß die Excretiones bey ihnen ſo geſchwinde verrichtet werden.","norm":"Meine Herren werden gute Diät observieren, dass die Exkretiones bei ihnen so geschwinde verrichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.919600009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4597,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4598,"date":1719,"orig":"Wer ſich einer Cur untergeben will, der muß auch dem zurathenden Medico folgen, ſonſten muß er bey nicht erfolgenden guten Effect, ihme ſelbſt die Schuld beymeſſen.","norm":"Wer sich einer Kur untergeben will, der muss auch dem zuratenden Medico folgen, sonsten muss er bei nicht erfolgenden guten Effekt, ihm selbst die Schuld beimessen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.600599765777588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4599,"date":1719,"orig":"Nun fuhr Eckarth fort, mein Herr Doctor wie ſteht es mit unſer Sauerbrunnen- Reiſe, werden ſie uns dahin zu begleiten Paroles halten?","norm":"Nun fuhr Eckart fort, mein Herr Doktor wie steht es mit unser Sauerbrunnen-Reise, werden sie uns dahin zu begleiten Paroles halten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.535900115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4600,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſagte ein Wort ein Mann, wo nicht unter der Zeit ein gefaͤhrlicher Patient ſich meldet, und mir GOtt geſundes Leben verleihet.","norm":"Der Medikus sagte ein Wort ein Mann, wo nicht unter der Zeit ein gefährlicher Patient sich meldet, und mir Gott gesundes Leben verleihet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.895400047302246} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4601,"date":1719,"orig":"Wohlan denn! ſprach Eckarth, ſo ſey es geſchloſſen, wo GOtt will, Morgen unſere Tour mit Thor-Auffſchluß fortzuſtellen; Ubrigens werde ich heute allen Anſtalt machen, damit keine Verhinderniß uns verſaͤume, der Hr. Doctor ſey ſo guͤtig, u. ſtelle ſich (wo keine unvermuthete Verſaͤumniß ihnen entgegen ſtehet) zu ſelbſt ausgeſetzteꝛ Zeit bey uns ein.","norm":"Wohlan denn! sprach Eckart, so sei es geschlossen, wo Gott will, Morgen unsere Tour mit Thoraufschluß fortzustellen; übrigens werde ich heute allen Anstalt machen, damit keine Verhindernis uns versäume, der Hr. Doktor sei so gütig, u. stelle sich (wo keine unvermutete Versäumnis ihnen entgegensteht) zu selbst ausgesetzter Zeit bei uns ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.624100208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4602,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach, daran habe mein Patron an mir keinen Zweifel.","norm":"Der Medikus sprach, daran habe mein Patron an mir keinen Zweifel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8597002029418945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4603,"date":1719,"orig":"Wormit der Medicus nach Anerwuͤntſchung geſunder Nacht-Ruh, ſeinen Abſchied nahm.","norm":"Womit der Medikus nach Anerwüntschung gesunder Nachtruhe, seinen Abschied nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.749599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4604,"date":1719,"orig":"Nachdem ſchickte er Andreas aus, einen Lehn-Kutſcher zu holen, wie der ankam, dunge er ihn, mit Ermahnung, ſich nicht zu ſaͤumen, ſondern noch vor Thor-Auffſchluß vor ihren Logiment ſich zu zeigen:","norm":"Nachdem schickte er Andreas aus, einen Lehnkutscher zu holen, wie der ankam, Dunge er ihn, mit Ermahnung, sich nicht zu säumen, sondern noch vor Thoraufschluß vor ihren Logement sich zu zeigen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.81279993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4605,"date":1719,"orig":"Damit wir ſo denn nicht verdrießlich gemacht werden, beſſer ihr wartet auff uns, als wir auf euch.","norm":"Damit wir so denn nicht verdrießlich gemacht werden, besser ihr wartet auf uns, als wir auf euch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.234600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4606,"date":1719,"orig":"Der Kutſcher antwortete, der Geſtrenge Herr habe meinetwegen keine Sorge, ich werde Morgen geliebts GOtt noch vor geſetzter Zeit mich anmelden; da ihn Eckarth Geld auf die Hand gab, und nach getrunckenen Glaß Bier ihn abgehen ließ.","norm":"Der Kutscher antwortete, der Gestrenge Herr habe meinetwegen keine Sorge, ich werde Morgen geliebtes Gott noch vor gesetzter Zeit mich anmelden; da ihn Eckart Geld auf die Hand gab, und nach getrunkenen Glas Bier ihn abgehen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.605199813842773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4607,"date":1719,"orig":"Auch bald! nachdem Andreas zum Wirth ins Sauerbrunns Bade- und Gaſt- Hauß ſandte, umb auf Morgen zu Mittag auf 5. biß 6. Perſonen anzurichten, worzu ſich Andreas Wege-fertig machte, was ihm Eckarth befohlen hatte ausrichtete, innerhalb zwey Stunden zuruͤck kam, und referirte, daß alles wohl beſtellet waͤre.","norm":"Auch bald! nachdem Andreas zum Wirt ins Sauerbrunns Bade- und Gast-Haus sandte, um auf Morgen zu Mittag auf 5. bis 6. Personen anzurichten, wozu sich Andreas Wege-fertig machte, was ihm Eckart befohlen hatte ausrichtete, innerhalb zwei Stunden zurückkam, und referierte, dass alles wohl bestellet wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6350998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4608,"date":1719,"orig":"Nun ſprach Eckarth gehet zu dem Wein-Verkauffer mit Vermelden meines Gruſſes, ſaget, daß er in einen Keller von zwey Toͤpffen guten purẽ Wein fuͤllen, friſch ſetzen u. verwahren laſſen moͤchte, daß wir Morgen bald fruͤh ſolchen koͤnnen laſſen abholen, und nicht erſt darauff warten muͤſſen.","norm":"Nun sprach Eckart geht zu dem Wein-Verkaufer mit Vermelden meines Grusses, sagt, dass er in einen Keller von zwei Töpfen guten puren Wein füllen, frisch setzen u. verwahren lassen möchte, dass wir Morgen bald früh solchen können lassen abholen, und nicht erst darauf warten müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815700054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4609,"date":1719,"orig":"Wie Andreas zuruͤck kam, befahl ihn Eckarth, was etwan noch noͤthig ſeyn moͤchte von Semmeln, Brodt ꝛc. zu providiren.","norm":"Wie Andreas zurückkam, befahl ihn Eckart, was etwan noch nötig sein möchte von Semmeln, Brot etc. zu profitieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353499889373779} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4610,"date":1719,"orig":"Andreas ſprach, Jhr Excellenz, der Wirth wird in dieſen allen gute Vorſorge haben; Eckarth ſagte zu Andreas, ſo nehmet denn alles wohl in acht, daß uns unſere vorhabende Luſt nicht verderbet werde.","norm":"Andreas sprach, Ihr Exzellenz, der Wirt wird in diesen allen gute Vorsorge haben; Eckart sagte zu Andreas, so nehmet denn alles wohl in acht, dass uns unsere vorhabende Lust nicht verderbet werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.548600196838379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4611,"date":1719,"orig":"Andreas replicirte: Euer Excellenz Befehl werde ich in allen Gehorſamſt nach leben.","norm":"Andreas replizierte: Euer Exzellenz Befehl werde ich in allen Gehorsamst nach leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9257001876831055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4612,"date":1719,"orig":"Am allerfruͤheſten ſtund Andreas auf, holte das Flaſchen- Futter mit dem Wein, und machte alles was ihm befohlen war zu rechte, indem kam der Kutſcher gefahren, und brachte den Herrn Doctor mit, unſere Reiſende die ſchon fertig waren, empfiengen den ankommenden Medicum, und weil das Thor geoͤffnet wurde, ſatzten ſie ſich insgeſammt auf die Kutſche und fuhren unter Goͤttlichen Geleite dem Sauerbrunnen zu; Eckarth ſprach:","norm":"Am frühesten stand Andreas auf, holte das Flaschen-Futter mit dem Wein, und machte alles was ihm befohlen war zu rechte, indem kam der Kutscher gefahren, und brachte den Herrn Doktor mit, unsere Reisende die schon fertig waren, empfingen den ankommenden Medicum, und weil das Tor geöffnet wurde, sattsten sie sich insgesamt auf die Kutsche und fuhren unter Göttlichen Geleite dem Sauerbrunnen zu; Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162000179290771} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4613,"date":1719,"orig":"Wie ein luſtiger Spatziergang waͤre es wann man zwiſchen dem Getreide gehen ſolte.","norm":"Wie ein lustiger Spaziergang wäre es wann man zwischen dem Getreide gehen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.971099853515625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4614,"date":1719,"orig":"Wie ſie auf die Helffte des Weges kamen, fragte Siegfried:","norm":"Wie sie auf die Hälfte des Weges kamen, fragte Siegfried:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.147999763488769} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4615,"date":1719,"orig":"Was kommen vor eine Menge Leuthe mit Koͤrben hinter uns her geeilet?","norm":"Was kommen vor eine Menge Leute mit Körben hinter uns her geeilt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4616,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4617,"date":1719,"orig":"Dieſe Leuthe kommen alle aus der Stadt, und Vor- Stadt, welche Saͤuerling holen und in die Stadt tragen, den ſie an ſtatt ihres ordinairen Trancks trincken, oder andern Leuthen verkauffen:","norm":"Diese Leute kommen alle aus der Stadt, und Vor-Stadt, welche Säuerling holen und in die Stadt tragen, den sie an statt ihres ordinären Tranks trinken, oder anderen Leuten verkaufen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.742199897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4618,"date":1719,"orig":"Wann ſie gelieben ein wenig Halt zu machen, werden ſie bald vor uns her traben:","norm":"Wann sie Geliebe ein wenig Halt zu machen, werden sie bald vor uns her traben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.948699951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4619,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, wir werden ehe, als Sie zum Brunnen gelangen, ſo dann koͤnnen wir ſie beſſer ſehen und betrachten.","norm":"Eckart replizierte, wir werden ehe, als Sie zum Brunnen gelangen, so dann können wir sie besser sehen und betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.297200202941894} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4620,"date":1719,"orig":"So bald ſie nun an das Bade-Hauß kamen, gieng ihnen der Wirth entgegen, bewillkommte ſie mit aller Hoͤflichkeit, fuͤhrte ſie oben im Hauſe in die groſſe Vorder-Stube, aus welcher ſie gegen die Stadt ſehen, und die ankommende Menge Volcks von Alten und Jungen, Weibern, Maͤñern, Maͤgden, Maͤgdleins, Jungen und Jungens-Genoſſen mit Koͤrben voller Flaſchen und Kruͤgen auf den Ruͤcken tragende betrachten kunten; wie ſie zum Brunnen kamen, fielen ſie nach einander umb den Brunn und ſchoͤpfften ihr Geſchirr voll, ſetzten es wieder ein, und kehrten nach dem wieder der Stadt zu.","norm":"Sobald sie nun an das Bade-Hauß kamen, ging ihnen der Wirt entgegen, bewillkommte sie mit aller Höflichkeit, führte sie oben im Hause in die große Vorder-Stube, aus welcher sie gegen die Stadt sehen, und die ankommende Menge Volks von Alten und Jungen, Weibern, Männern, Mägden, Mägdleins, Jungen und Jungen-Genossen mit Körben voller Flaschen und Krügen auf den Rücken tragende betrachten konnten; wie sie zum Brunnen kamen, fielen sie nach einander um den Brunnen und schöpften ihr Geschirr voll, setzten es wieder ein, und kehrten nach dem wieder der Stadt zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.200099945068359} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4621,"date":1719,"orig":"Waͤhrender Zeit brachte Andreas und der Schoͤpffer ſchoͤne geſchnittene Glaͤſer mit erſt-geſchoͤpfften Saͤuerling angefuͤllet unſern Reiſenden, welche ſie biß zur ausgeſetzten Zahl austruncken; in ihren Operationen ſich nicht ſtoͤren lieſſen: und befanden, daß der Saͤuerling am Geſchmack ſtaͤrcker und in der Ausfuͤhrung behender waͤre, als den ſie in denen Flaſchen in die Stadt bekaͤmen.","norm":"Währender Zeit brachte Andreas und der Schöpfer schöne geschnittene Gläser mit Erst-Geschöpften Säuerling angefüllt unseren Reisenden, welche sie bis zur ausgesetzten Zahl austranken; in ihren Operationen sich nicht stören ließen: und befanden, dass der Säuerling am Geschmack stärker und in der Ausführung behänder wäre, als den sie in denen Flaschen in die Stadt bekämen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.886499881744385} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4622,"date":1719,"orig":"Nun ſprach Eckarth: Laſſet uns ein wenig in das Freye gehen, umb die herrliche Gegend, den Sauerbrunn und was unſere Curioſität vergnuͤgen kan, in Augen-Schein zu nehmen.","norm":"Nun sprach Eckart: Lasst uns ein wenig in das Freie gehen, um die herrliche Gegend, den Sauerbrunn und was unsere Kuriosität vergnügen kann, in Augenschein zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.155200004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4623,"date":1719,"orig":"Weil nun das in die Stadt Saͤuerlingtragende Volck, ſich ziemlich vermindert hatte, giengen ſie in Begleitung des Medici dem Brunne zu, welcher in einen Buchenen Staͤnder und oben herumb mit Quater-Steinen umfaſſet war, und einen Auffſchnitt auf der einen Seite zum Ablauffen hatte, unter freyen Himmel offen ſtunde, mit einem benahe 12. Schuch weit vom Brunne ſchoͤnen verſetzten Gelaͤnder, nebenſt Baͤncken zum Sitzen ꝛc. (damit das daherum weydende Vieh nicht einlauffen koͤnne) umbgeben; Die Sonne ſchiene gleich in Brunn, da ſprach Eckarth, wer gibt mir jetzt ein Glaß Saͤuerling, bald war der gegenwaͤrtige Schoͤpffer, der ſetzte ein Glaß ein, fuhr damit in den Brunn ab, und nach dem Ausziehen uͤberreichte er es Eckarthen, der es in Geſundheit aller austrunck, ſagende:","norm":"Weil nun das in die Stadt Säuerlingtragende Volk, sich ziemlich vermindert hatte, gingen sie in Begleitung des Medici dem Brunne zu, welcher in einen Buchenen Ständer und oben herum mit Quader-Steinen umfasset war, und einen Aufschnitt auf der einen Seite zum Ablaufen hatte, unter freien Himmel offen stand, mit einem benahe 12. Schuh weit vom Brunne schönen versetzten Geländer, neben Bänken zum Sitzen etc. (damit das daherum weidende Vieh nicht einlaufen könne) umgeben; die Sonne schiene gleich in Brunnen, da sprach Eckart, wer gibt mir jetzt ein Glas Säuerling, bald war der gegenwärtige Schöpfer, der setzte ein Glas ein, fuhr damit in den Brunnen ab, und nach dem Ausziehen überreichte er es Eckarten, der es in Gesundheit aller austrank, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.267199993133545} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4624,"date":1719,"orig":"Wie friſch iſt das Waſſer und piquant an Geſchmack, die andern thaten aus andern angefuͤllten Glaͤſern Beſcheid; nach dem giengen ſie in das Fuͤll-Hauß, woſelbſt ſie viel Kiſten mit Flaſchen eingeſetzt ſtehen ſahen, da fragte Eckarth den Schoͤpffer, was ſie mit ſo viel Kiſten machten?","norm":"Wie frisch ist das Wasser und piquant an Geschmack, die anderen taten aus anderen angefüllten Gläsern Bescheid; nach dem gingen sie in das Füll-Haus, woselbst sie viel Kisten mit Flaschen eingesetzt stehen sahen, da fragte Eckart den Schöpfer, was sie mit so viel Kisten machten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.291399955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4625,"date":1719,"orig":"Der Schoͤpffer antwortete:","norm":"Der Schöpfer antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.643400192260742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4626,"date":1719,"orig":"Gnaͤdiger Herr, dieſes ſind noch wenig Kiſten, ſchloß eine andere Thuͤre auf, da verwunderten ſich unſere Reiſende uͤber der groſſen Menge.","norm":"Gnädiger Herr, dieses sind noch wenig Kisten, schloss eine andere Türe auf, da verwunderten sich unsere Reisende über der großen Menge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002099990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4627,"date":1719,"orig":"Alle dieſe Kiſten nun und noch eine weit groͤſſere Menge, werden mit Saͤuerling angefuͤllten Flaſchen uͤberall hin abgefuͤhret.","norm":"Alle diese Kisten nun und noch eine weit größere Menge, werden mit Säuerling angefüllten Flaschen überall hin abgeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.297500133514404} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4628,"date":1719,"orig":"Mein Freund ſprach Eckarth zum Schoͤpffer, laſt euch nicht verdrieſſen, mich, wie mit dem in die Ferne verfuͤhrte Saͤuerling verfahren wird, ſehen zu laſſen?","norm":"Mein Freund sprach Eckart zum Schöpfer, lässt euch nicht verdrießen, mich, wie mit dem in die Ferne verführte Säuerling verfahren wird, sehen zu lassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.47130012512207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4629,"date":1719,"orig":"Gnaͤdiger Herr, antwortete der Schoͤpffer, die Flaſchen werden erſtlich mit Saͤuerling angefuͤllet, hingeſetzt, und verbleiben eine Nacht uͤber ſtehend, daß ſie durchwaͤſſern und man erfahre, ob ſie auch gut halten, dieſes nennet man auswaͤſſern, nachdem werden ſie ausgegoſſen (welches gleich geſchehen ſoll,) nahm hierauff mit ſeinen Gehuͤlffen die im Hauſe eingefuͤllte Flaſchen, legten ſie auf eine hierzu gemachte Stellung, und lieſſen ſie auslauffen, die Untuͤchtigen ſatzten ſie auf die Seite.","norm":"Gnädiger Herr, antwortete der Schöpfer, die Flaschen werden erstlich mit Säuerling angefüllt, hingesetzt, und verbleiben eine Nacht über stehend, dass sie durchwässern und man erfahre, ob sie auch gut halten, dieses nennt man auswässern, nachdem werden sie ausgegossen (welches gleich geschehen soll,) nahm hierauf mit seinen Gehilfen die im Hause eingefüllte Flaschen, legten sie auf eine hierzu gemachte Stellung, und ließen sie auslaufen, die Untüchtigen sattsten sie auf die Seite.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.707099914550781} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4630,"date":1719,"orig":"Die ausgeleerten Flaſchen wurden zum Sauerbrunn getragen, die Unſrigen giengen mit und ſahen wie der Schoͤpffer und ſeine Gehuͤlffen mit langen eiſernen Zaͤnglein, welche an beyden Seiten halb rund waren damit ſie den Halß der Flaſchen gut faſſen kunten, zu ſieben biß acht Flaſchen auf einmahl in Bꝛunnen ſenckten, ſolche anfuͤllten, und ſie wieder in das Fuͤll- Hauß tragen lieſſen.","norm":"Die ausgeleerten Flaschen wurden zum Sauerbrunn getragen, die Unsrigen gingen mit und sahen wie der Schöpfer und seine Gehilfen mit langen eisernen Zänglein, welche an beiden Seiten halb rund waren damit sie den Hals der Flaschen gut fassen konnten, zu sieben bis acht Flaschen auf einmal in Brunnen senkten, solche anfüllten, und sie wieder in das Füll-Haus tragen ließen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728799819946289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4631,"date":1719,"orig":"Wie alle Flaſchen gefuͤllet eingetragen waren, gerechtelten ſie ſelbige in die Kiſten, in hierzu gemachte Faͤcher, mit gewundenen Stroh, daß ſie ohnbeweglich ſtunden.","norm":"Wie alle Flaschen gefüllt eingetragen waren, gerechtelten sie selbige in die Kisten, in hierzu gemachte Fächer, mit gewundenen Stroh, dass sie unbeweglich standen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.051599979400635} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4632,"date":1719,"orig":"Werden die Kiſten mit denen eingeſetzten Flaſchen nun alſo fortgeſchickt, fragte Eckarth?","norm":"Werden die Kisten mit denen eingesetzten Flaschen nun also fortgeschickt, fragte Eckart?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.627200126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4633,"date":1719,"orig":"Der Schoͤpffer ſprach:","norm":"Der Schöpfer sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.107200145721435} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4634,"date":1719,"orig":"Gnaͤdiger Herr, noch nicht, dieſe Flaſchen werden wiederumb ausgeſchuͤttet, wieder von neuen mit Saͤuerling angefuͤllet, vermacht, verſiegelt, eingeſetzt und nach Zuſchlagung der Kiſten dem Abholer uͤbergeben; Wormit Ew. Gnaden vergnuͤget werden, will ich eine Kiſte, wie ſie ſeyn ſoll, fertig machen.","norm":"Gnädiger Herr, noch nicht, diese Flaschen werden wiederum ausgeschüttet, wieder von neuen mit Säuerling angefüllt, vermacht, versiegelt, eingesetzt und nach Zuschlagung der Kisten dem Abholer übergeben; womit Ew. Gnaden vergnüget werden, will ich eine Kiste, wie sie sein soll, fertig machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.662799835205078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4635,"date":1719,"orig":"Ließ die in die Faͤcheꝛ adaptirte Flaſchen ausnehmen, vom Saͤuerling entledigen, und mit neuen anfuͤllen, nahm die Schrauben, die zu denen Flaſchen gehoͤrten, goß in eine jede ein wenig Wachs (womit das Mund- Loch der Flaſchen im Zuſchrauben ſich eindrucken koͤnne,) ſchraubte die Flaſchen zu, bunde mit einen Faden ein hierzu geſchnitten weiſſes Pappier umb die Schraube und den Halß der Flaſchen, ſiegelte den Faden oben auff, an das Pappier an, ſetzte die Flaſchen in die Faͤche der Kiſten, legte den Deckel auf die Kiſte ſchlug ihn feſte auf, und beſiegelte an beyden Seiten die Kiſte, ſagende:","norm":"Ließ die in die Fächer adaptierte Flaschen ausnehmen, vom Säuerling entledigen, und mit neuen anfüllen, nahm die Schrauben, die zu denen Flaschen gehörten, goss in eine jede ein wenig Wachs (womit das Mund-Loch der Flaschen im Zuschrauben sich eindrucken könne,) schraubte die Flaschen zu, Bunde mit einen Faden ein hierzu geschnitten weißes Papier um die Schraube und den Hals der Flaschen, siegelte den Faden oben auf, an das Papier an, setzte die Flaschen in die Fache der Kisten, legte den Deckel auf die Kiste schlug ihn feste auf, und besiegelte an beiden Seiten die Kiste, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.015399932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4636,"date":1719,"orig":"Nun iſt die Kiſte mit eingeſetzten Flaſchen zum Verſenden fertig gemacht.","norm":"Nun ist die Kiste mit eingesetzten Flaschen zum Versenden fertig gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6880998611450195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4637,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich vor erwieſene Willfaͤhrigkeit und gab den Schoͤpffer ein Flor vor gehabte Muͤhe zum Trinck-Geld, wovor er ſich bedanckte.","norm":"Eckart bedankte sich vor erwiesene Willfährigkeit und gab den Schöpfer ein Flor vor gehabte Mühe zum Trinkgeld, wovor er sich bedankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.820000171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4638,"date":1719,"orig":"Wie die Compagnie aus dem Fuͤll- Hauß gienge, erſahe Eckarth gegen der rechten Seite ein Waſſer brudeln: wie Eckarth den Medicum fragte, was das vor ein Brudel waͤre?","norm":"Wie die Compagnie aus dem Füll-Haus ginge, ersah Eckart gegen der rechten Seite ein Wasser brodeln: wie Eckart den Medicum fragte, was das vor ein Brudel wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.621200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4639,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4640,"date":1719,"orig":"Dieſer Brudel wird wegen ſeines Tobens und Geraͤuſches von denen Leuthen der Wilde-oder Bolder-Brunn genannt, wie ſie ſolchen in Augen-Schein zu nehmen hingiengen, ſagte der Medicus, dieſen Brunn haben die Jnnwohner dieſer Gegenden zum inniglichen Gebrauch vor ungeſund und ſchaͤdlich gehaltẽ, allein dieſer Schluß wird hiermit daß dieſer Bolder-Saͤuerling, ſo gut als der reine Saͤuerling ſey, (denn wenn man ein Glaß davon anfuͤllet, und es ſo lange biß ſich die Unreinigkeit geſetzt hat, ſtehen laͤſt, ſo wird er weder an den Geſchmack, Guͤte und Wirckung eben den Effect als der andere thun) uͤber Hauffen geworffen:","norm":"Dieser Brudel wird wegen seines Tobens und Geräusches von denen Leuten der Wilde- oder Bolder-Brunn genannt, wie sie solchen in Augenschein zu nehmen hingienen, sagte der Medikus, diesen Brunnen haben die Inwohner dieser Gegenden zum inniglichen Gebrauch vor ungesund und schädlich gehalten, allein dieser Schluss wird hiermit dass dieser Polder-Säuerling, so gut als der reine Säuerling sei, (denn wenn man ein Glas davon anfüllet, und es so lange bis sich die Unreinigkeit gesetzt hat, stehen lässt, so wird er weder an den Geschmack, Güte und Wirkung eben den Effekt als der andere tun) über Haufen geworfen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.171999931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4641,"date":1719,"orig":"er wird aber ehiſtens gereiniget und umſetzet werden, damit das arme Volck ſich darinnen abwaſchen koͤnnen.","norm":"er wird aber ehestens gereinigt und umsetzet werden, damit das arme Volk sich darinnen abwaschen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.601600170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4642,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4643,"date":1719,"orig":"Pauper ubique jacet.","norm":"Pauper ubique jacet.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.625400066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4644,"date":1719,"orig":"Wann das Schlechte vor die Armen, das Gute vor die Reichen auff behalten wird, ſoll denn der Seegen GOttes gleich ſeyn.","norm":"Wann das Schlechte vor die Armen, das Gute vor die Reichen auf behalten wird, soll denn der Segen Gottes gleich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481200218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4645,"date":1719,"orig":"Das Beſte vor die Armen und Reichen, ſo iſt es recht, daß jener Mangel durch dieſer Vorſorge erſetzet werde.","norm":"Das Beste vor die Armen und Reichen, so ist es recht, dass jener Mangel durch dieser Vorsorge ersetzet werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196700096130371} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4646,"date":1719,"orig":"Der Medicus fuhr fort, einige wollen des Bolder Saͤuerlings Schaͤdlichkeit daher erweiſen, daß wann man einen Froſch oder Mauß hinein wirfft ſolche aufſchwellen und wo ſie nicht in des reinen Abfluß geſetzt werden muͤſten ſie verrecken.","norm":"Der Medikus fuhr fort, einige wollen des Polder Säuerlings Schädlichkeit daher erweisen, dass wann man einen Frosch oder Maus hineinwirft solche aufschwellen und wo sie nicht in des reinen Abfluss gesetzt werden müssten sie verrecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.293099880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4647,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte:","norm":"Eckart fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4648,"date":1719,"orig":"Ob man denn den wilden Saͤuerling (weil er mehr als vier ſtarcke Quellen hatte) nicht ausreinigen einfaſſen und den andern gleich bereiten koͤnte?","norm":"Ob man denn den wilden Säuerling (weil er mehr als vier starke Quellen hatte) nicht ausreinigen einfassen und den anderen gleich bereiten könnte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357999801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4649,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete: Mein Patron, dieweil der reine Saͤuerling ſo wohl zum Trincken als Baden einen Uberfluß giebt, waͤre nicht rathſam unnoͤthige Unkoſten zu machen, und ſtuͤnde auch zu befuͤrchten, der gute Sauerbrunn moͤchte (weiler abwerts lieget,) durch des wilden Brunnes Reinigung gemindert zu werden:","norm":"Der Medikus antwortete: Mein Patron, dieweil der reine Säuerling so wohl zum Trinken als Baden einen Überfluss gibt, wäre nicht ratsam unnötige Unkosten zu machen, und stünde auch zu befürchten, der gute Sauerbrunn möchte (Weiler abwärts liegt,) durch des wilden Brunnes Reinigung gemindert zu werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.519199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4650,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach Baſta, wer das Noͤthige ſeine Geſundheit zu erlangen hat, der laͤſt ſich umb das Unnoͤthige nnbekuͤmmert.","norm":"Eckart sprach basta, wer das Nötige seine Gesundheit zu erlangen hat, der lässt sich um das Unnötige nnbekümmert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.135900020599365} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4651,"date":1719,"orig":"Von dar giengen unſere Reiſende Feld-ein, und betrachteten den herrlichen Proſpect der Augenmaͤßigen Gegend, ſagende:","norm":"Von dar gingen unsere Reisende Feld- ein, und betrachteten den herrlichen Prospekt der Augenmäßigen Gegend, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.444399833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4652,"date":1719,"orig":"Bey dieſer Zeit kan man eine Gegend am genaueſten perluſtriren.","norm":"Bei dieser Zeit kann man eine Gegend am genauesten perlustrieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.974899768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4653,"date":1719,"orig":"Die Situation dieſes Orts iſt ſehr luſtig, mit Holtzungen und Bergen umbgeben, ein wohlgebauetes und denen Augen ergoͤtzliches flaches Land, angenehme Trifften, mit Staͤdlein, Doͤrffern, Schloͤſſern hin und wiedeꝛ gleichſam beſaͤet, an ſchoͤnen Teichen, Weyhern, Gaͤrten, Wieſen und andern Herrligkeiten einiges Orts iſt hier kein Mangel, und mag die Gegend mit Recht einem Garten des HErren verglichen werden.","norm":"Die Situation dieses Orts ist sehr lustig, mit Holzungen und Bergen umgeben, ein wohlgebautes und denen Augen ergötzliches flaches Land, angenehme Triften, mit Städtlein, Dörfern, Schlössern hin und wieder gleichsam besäet, an schönen Teichen, Weyhern, Gärten, Wiesen und anderen Herrlichkeiten einiges Orts ist hier kein Mangel, und mag die Gegend mit Recht einem Garten des Herren verglichen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.925099849700928} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4654,"date":1719,"orig":"Der Medicus ſprach:","norm":"Der Medikus sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.087299823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4655,"date":1719,"orig":"Dieſes Land wird auf allen Seiten mit Koͤnigreich, Fuͤrſtenthuͤmern und Herrſchafften beſchloſſen und umbgeben, gegen Morgen liegt das Koͤnigreich Boͤhmen, gegẽ Mittag die Chur-Fuͤrſtl. Pfaltz, gegen Abend das Marggraffthumb Brandenburg-Beraͤyth, gegen Mitternacht Fuͤrſtl. Sachſen und Voigt-Land.","norm":"Dieses Land wird auf allen Seiten mit Königreich, Fürstentümern und Herrschaften beschlossen und umgeben, gegen Morgen liegt das Königreich Böhmen, gegen Mittag die Kurfürstl. Pfalz, gegen Abend das Marggraffthumb Brandenburg-Beräyth, gegen Mitternacht Fürstl . Sachsen und Voigtland.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.027100086212158} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4656,"date":1719,"orig":"Nach gnugſamer Obſervance giengen die Unſrigen zum Gaſt- Hauß, und ſahen, wie der Saͤuerling durch eine Plumpe in eine Roͤhre die biß uͤber den eingemauerten Keſſel im Hauſe gieng, das Waſſer gehoben und geleitet wurde, ingleichen die zube, reiteten und zum Baden verordnete Zimmerlein, die Einfuhre, Stallung, und gefiel Eckarthen die Einrichtung ſehr wohl.","norm":"Nach genugsamer Observance gingen die Unsrigen zum Gast-Haus, und sahen, wie der Säuerling durch eine Plumpe in eine Röhre die bis über den eingemauerten Kessel im Hause ging, das Wasser gehoben und geleitet wurde, ingleichen die zube, reitet und zum Baden verordnete Zimmerlein, die Einfuhre, Stallung, und gefiel Eckarten die Einrichtung sehr wohl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7846999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4657,"date":1719,"orig":"Sie giengen wieder in ihr Zimmer, oͤffneten alle Fenſter, umb des ſchoͤnen Proſpects zu genieſſen.","norm":"Sie gingen wieder in ihr Zimmer, öffneten alle Fenster, um des schönen Prospekts zu genießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4658,"date":1719,"orig":"Nicht lang hierauff, kam der Wirth mit Andreas, deckte den Tiſch, mit Bitte an die Herren Gaͤſte ſich nieder zu laſſen, ſo ſie auch thun wolten, wann nicht Siegfried, der ſich des Saͤuerlings entlediget hatte, kommen und gemeldet: daß gleich jetzo eine Chaiſe mit einem Herrn eingefahren waͤre, er iſt mir etwas kaͤnntlich.","norm":"Nicht lang hierauf, kam der Wirt mit Andreas, deckte den Tisch, mit Bitte an die Herren Gäste sich niederzulassen, so sie auch tun wollten, wann nicht Siegfried, der sich des Säuerlings entlediget hatte, kommen und gemeldet: dass gleich jetzt eine Chaise mit einem Herrn eingefahren wäre, er ist mir etwas kenntlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.220399856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4659,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach huy, es wird Monſieur Ettner ſeyn: lieff mit denen andern uͤber den Saal, umb zu ſehen, wer der Ankommende ſey.","norm":"Eckart sprach huy, es wird Monsieur Ettner sein: lief mit denen anderen über den Saal, um zu sehen, wer der Ankommende sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.544700145721435} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4660,"date":1719,"orig":"Ettner war gleich abgeſtiegen, und redete mit dem ihm bewillkommenden Wirth.","norm":"Ettner war gleich abgestiegen, und redete mit dem ihm bewillkommenden Wirt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.524600028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4661,"date":1719,"orig":"Eckarth war recht erfreuet, doch hielt er ſich, zog ſich mit denen andern zuruͤck, giengen in ihr Zimmer und ſchloſſen die Thuͤre zu, indem der Wirth Ettnern ein Zimmer angewieſen, und er ſeine Sachen einlociret hatte, kam er zu denen Unſrigen und trug die Speiſen auff, und ziſchte dem Medico etwas in ein Ohr.","norm":"Eckart war recht erfreuet, doch hielt er sich, zog sich mit denen anderen zurück, gingen in ihr Zimmer und schlossen die Türe zu, indem der Wirt Ettnern ein Zimmer angewiesen, und er seine Sachen einlogieret hatte, kam er zu denen Unsrigen und trug die Speisen auf, und zischte dem Medico etwas in ein Ohr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059899806976318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4662,"date":1719,"orig":"Jm Fortgehen ſprach Eckarth:","norm":"Im Fortgehen sprach Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.154200077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4663,"date":1719,"orig":"Herr Wirth der angekommene Herr, wird von der Reiſe wohl hungrig ſeyn, wann er mit uns verlieb nehmen wolte, ſoll er uns ein angenehmer Gaſt ſeyn.","norm":"Herr Wirt der angekommene Herr, wird von der Reise wohl hungrig sein, wann er mit uns verlieb nehmen wollte, soll er uns ein angenehmer Gast sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.873899936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4664,"date":1719,"orig":"Der Wirth gieng zu Ettnern und ſagte:","norm":"Der Wirt ging zu Ettnern und sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.27370023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4665,"date":1719,"orig":"Wann dieſelben ſpeiſen wollen, kommen ſie anjetzo gleich zurechte, indem ich erſt angerichtet habe, ſie werden denen Herren und Herr Doctor Langhopff gantz angenehm ſeyn.","norm":"Wann dieselben speisen wollen, kommen sie jetzt gleich zurechte, indem ich erst angerichtet habe, sie werden denen Herren und Herr Doktor Langhopff ganz angenehm sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.934100151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4666,"date":1719,"orig":"Ettner machte ſich ein wenig aus den Groben, und gieng mit dem Wirthe den Zimmer zu, indem Ettner eintrat, und will ſeine Complimente und Entſchuldigung machen, lieff Eckarth ihn zu, embrasſirte und kuͤßte ihn, daß Ettner ſich kaum ruͤhren kunte; Nun, replicirte Ettner, was iſt das?","norm":"Ettner machte sich ein wenig aus den Groben, und ging mit dem Wirte den Zimmer zu, indem Ettner eintrat, und will seine Komplimente und Entschuldigung machen, lief Eckart ihn zu, embrassierte und küsste ihn, dass Ettner sich kaum rühren konnte; nun, replizierte Ettner, was ist das?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.434100151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4667,"date":1719,"orig":"ich komme zu eſſen, ſo will man mich erdrucken.","norm":"ich komme zu essen, so will man mich erdrücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007599830627441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4668,"date":1719,"orig":"Mein Patron moderire doch ſeine Jnbruͤnſtigkeit.","norm":"Mein Patron moderiere doch seine Inbrünstigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.72599983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4669,"date":1719,"orig":"Wie Eckarth von ihm abließ, empfieng ihn der Medicus Siegfried und Gotthart.","norm":"Wie Eckart von ihm abließ, empfing ihn der Medikus Siegfried und Gotthart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7322998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4670,"date":1719,"orig":"O gluͤckſelige Zeit, die mich hieher gebracht, ſagte Eckarh!","norm":"O glückselige Zeit, die mich hierher gebracht, sagte Eckarh!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.914000034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4671,"date":1719,"orig":"O erwuͤntſchte Vergnuͤgung die einen ſolchen Heꝛtzens-Patron mich antreffen laſſen, replicirte Ettner.","norm":"O erwünschte Vergnügung die einen solchen Herzens-Patron mich antreffen lassen, replizierte Ettner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.269199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4672,"date":1719,"orig":"Hierauff umbfaßten und kuͤßten ſich beyde noch einmahl, ſetzten ſich und genoſſen der von Wirth auffgeſetzten Speiſen unter hertzlicher Freudenvoller Zufriedenheit; So bald die Mahlzeit vorbey war, nahm Eckarth Ettnern bey der Hand, und gieng mit ihm den Saal auf und ab, ſich einander befragende, wie es einem jeden zeithero ſie einander nicht geſehen haͤtten, ergangen waͤre?","norm":"Hierauf umfassten und küssten sich beide noch einmal, setzten sich und genossen der von Wirt aufgesetzten Speisen unter herzlicher Freudenvoller Zufriedenheit; so bald die Mahlzeit vorbei war, nahm Eckart Ettnern bei der Hand, und ging mit ihm den Saal auf und ab, sich einander befragende, wie es einem jeden seither sie einander nicht gesehen hätten, ergangen wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.407700061798096} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4673,"date":1719,"orig":"Wie Ettner erfuhr daß Eckarth einen ſo hohen Character fuͤhrte und avanciret haͤtte, ſprach er: Ew. Excellenz werden perdonniren, daß ich meine Devoirs aus Unwiſſenheit ihnen nicht erwieſen habe; Eckarth replicirte, Monſieur Ettner, wir wollen bey der alten Bekanntſchafft verbleiben, denn es hier nicht noͤthig, zumahln da ich incognito lebe.","norm":"Wie Ettner erfuhr dass Eckart einen so hohen Charakter führte und avancieret hätte, sprach er: Ew. Exzellenz werden perdonniren, dass ich meine Devoirs aus Unwissenheit ihnen nicht erwiesen habe; Eckart replizierte, Monsieur Ettner, wir wollen bei der alten Bekanntschaft verbleiben, denn es hier nicht nötig, zumal da ich inkognito lebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.185100078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4674,"date":1719,"orig":"Ettner verſetzte, wie lange!","norm":"Ettner versetzte, wie lange!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.474800109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4675,"date":1719,"orig":"ſo ſind ſie verrathen.","norm":"so sind sie verraten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.685299873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4676,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, ſo will er mein Verraͤther ſeyn: der Wirth hat mir von ihrer Perſon ſo viel geſagt, als ich jetzt von ihnen kaum ſelbſt erfahren habe, ſprach Ettner.","norm":"Eckart replizierte, so will er mein Verräter sein: Der Wirt hat mir von ihrer Person so viel gesagt, als ich jetzt von ihnen kaum selbst erfahren habe, sprach Ettner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.939799785614014} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4677,"date":1719,"orig":"Hiermit giengen ſie wieder ins Zim̃er, und truncken die Geſundheit der An- und Abweſenden herumb.","norm":"Hiermit gingen sie wieder ins Zimmer, und trunken die Gesundheit der An- und Abwesenden herum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.226799964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4678,"date":1719,"orig":"Der Abend ruckte heran, damit ließ Eckarth den Wirth conto machen, und ihn durch Andreas contentiren, ſagende zu Ettnern: Monſieur Ettner, wie ungerne ich von ihm ſcheide, kan er leicht erachten; Ettner ſprach: Der Weg iſt nicht zu weit, und weiln mein Patron noch 10. Tage ſich in Eger verweilen wird, werden wir noch offters zuſammen kommen, und vielleicht komm ich Morgen geliebts GOtt zu ihnen nach verrichteter Saͤuerlings-Operation, (worzu ich guten Succeſs wuͤntſche,) auf ein Gerichte Gerne-ſehen.","norm":"Der Abend ruckte heran, damit ließ Eckart den Wirt conto machen, und ihn durch Andreas kontentieren, sagende zu Ettnern: Monsieur Ettner, wie ungern ich von ihm scheide, kann er leicht erachten; Ettner sprach: Der Weg ist nicht zu weit, und weil mein Patron noch 10. Tage sich in Eger verweilen wird, werden wir noch öfters zusammen kommen, und vielleicht komme ich Morgen geliebtes Gott zu ihnen nach verrichteter Säuerlings-Operation, (wozu ich guten Success wünsche,) auf ein Gerichte Gerne- sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6697001457214355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4679,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte ein Wort ein Mann.","norm":"Eckart sagte ein Wort ein Mann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.422900199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4680,"date":1719,"orig":"Ettner begleitete Eckarthen und die andern biß an den Wagen und nach Anerwuͤntſchung einer geſunden Nacht Ruh fuhren die Unſrigen der Stadt zu, Ettner gieng in ſein Zimmer, und machte ſeine Sachen zu rechte:","norm":"Ettner begleitete Eckarten und die anderen bis an den Wagen und nach Anerwüntschung einer gesunden Nacht Ruhe fuhren die Unsrigen der Stadt zu, Ettner ging in sein Zimmer, und machte seine Sachen zu rechte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.977200031280518} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4681,"date":1719,"orig":"Wie unſere Reiſende unter das Thor kamen, wurde das Spiel geruͤhret, und die Wache præſentirte das Gewehr.","norm":"Wie unsere Reisende unter das Tor kamen, wurde das Spiel gerührt, und die Wache präsentierte das Gewehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.960400104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4682,"date":1719,"orig":"Eckarth wurff einen harten Thaler hin mit Entſetzen ſagende:","norm":"Eckart Wurf einen harten Taler hin mit Entsetzen sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.26830005645752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4683,"date":1719,"orig":"Was bedeutet das?","norm":"Was bedeutet das?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.357500076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4684,"date":1719,"orig":"Monſieur Ettner kan mich ja nicht offenbahret haben.","norm":"Monsieur Ettner kann mich ja nicht offenbaret haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193099975585937} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4685,"date":1719,"orig":"Wie ſie an das Hauß gelangten, ſtund eine Schidwacht, das Gewehr præſentirende:","norm":"Wie sie an das Haus gelangten, stand eine Schiedwacht, das Gewehr präsentierende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.664100170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4686,"date":1719,"orig":"Nach den Abſteigen gieng ihn ein Hauptmann entgegen, mit Begluͤckwuͤntſchung von den Commendanten in Eger; mit Erſuchen Jhr Excellenz wolten gegen ihn die hohe Zuneigung thun, und ihrer verborgenen Perſon ſich zu begeben zu gelieben.","norm":"Nach den Absteigen ging ihn ein Hauptmann entgegen, mit Beglückwünschung von den Kommandanten in Eger; mit Ersuchen Ihr Exzellenz wollten gegen ihn die hohe Zuneigung tun, und ihrer verborgenen Person sich zu begeben zu Geliebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.211400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4687,"date":1719,"orig":"Eckarth bath den Hauptmann in die Stube zu kom̃en, da Eckarth zu ihm ſprach: Monſieur deſſen Character iſt mir unbekannt, weswegen ich ihn mit der Antwort nicht belaͤſtigen, ſondern duꝛch meinen Beygeſellten uͤberbringen laſſen werde.","norm":"Eckart bat den Hauptmann in die Stube zu kommen, da Eckart zu ihm sprach: Monsieur dessen Charakter ist mir unbekannt, weswegen ich ihn mit der Antwort nicht belästigen, sondern durch meinen Beigesellten überbringen lassen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3414998054504395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4688,"date":1719,"orig":"Mich wundert aber nicht wenig, wie der Herr Commendante meiner ſo lang verhelten Perſon Ouverture bekommen habe, der Haupmañ uͤberreichte Eckarthen einen Brief, ſagende das Couvert von dieſem Beyſchluß hat meinen Obriſten den Bericht gegeben.","norm":"Mich wundert aber nicht wenig, wie der Herr Commendante meiner so lang verhehlten Person Ouvertüre bekommen habe, der Haupmann überreichte Eckarten einen Brief, sagende das Couvert von diesem Beischloss hat meinen Obristen den Bericht gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.546800136566162} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4689,"date":1719,"orig":"Jch zweifele auch nichter wird Morgen Ew. Excellenz ſelbſt beſuchen, ſo auch heute, wann er dieſelben chagriniren wollen, bereits geſchehen waͤre; Eckarth nahm den Brief von den Hauptmann und ſprach:","norm":"Ich zweifele auch nichte wird Morgen Ew. Exzellenz selbst besuchen, so auch heute, wann er dieselben chagrinieren wollen, bereits geschehen wäre; Eckart nahm den Brief von den Hauptmann und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.304500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4690,"date":1719,"orig":"Der Graf Salanin hat mir vor dieſes mahl nicht gefugt.","norm":"Der Graf Solanin hat mir vor dieses Mal nicht gefugt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.946000099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4691,"date":1719,"orig":"Jch ſage verbundneſten Danck, vor alle Ruhm wuͤrdigſte Offerten des Herren Commendanten, und weꝛde in allen erweiſen, daß ich ſein verbundneſter Diener ſey.","norm":"Ich sage verbundensten Dank, vor alle Ruhm würdigste Offerten des Herren Kommandanten, und werde in allen erweisen, dass ich sein Verbundnester Diener sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.378200054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4692,"date":1719,"orig":"Gegen Monſieur aber bin ich vor erzeigte Hoͤfligkeit ihn mit aller Gebuͤhr-ſchuldigen Obſervanz entgegen zu gehen verpflicht.","norm":"Gegen Monsieur aber bin ich vor erzeigte Höflichkeit ihn mit aller Gebühr-schuldigen Observanz entgegenzugehen verpflichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.21019983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4693,"date":1719,"orig":"Der Hauptmann machte ein tieffe Complimenre gegen Eckarth, und gieng nach geſchehener Begleit- und Beygeſellung Gottharts zuruͤck.","norm":"Der Hauptmann machte ein tiefe Complimenre gegen Eckart, und ging nach geschehener Begleit- und Beigesellung Gottharts zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.188199996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4694,"date":1719,"orig":"So bald er zum Commendanten kam, vermeldete er: daß Eckarth jemanden die Antwort auf des Herrn Obriſten durch mich ihn abgeſchickte Gratulation und was ihm weiter committiret worden zu bringen, abgeſendet haͤtte.","norm":"Sobald er zum Kommandanten kam, vermeldete er: dass Eckart jemanden die Antwort auf des Herrn Obristen durch mich ihn abgeschickte Gratulation und was ihm weiter kommittieret worden zu bringen, abgesendet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808499813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4695,"date":1719,"orig":"Der Obriſte ließ ihn einkommen, da Gotthart gegen den Commendanten einen tieffen Reverenz machte: mit Vermelden wie der General Major und Commendant in Paliro Eckarth gegen dieſelben ſo wohl vor liebreiche Bewillkom̃ung, als auch ſonderbahre Muͤhwaltung uͤberſendeten Briefes verpflichten Danck abſtattete/ Gelegenheit wuͤntſchende ihnen mit allen angenehmen Gegen-Dienſten wieder entgegen zu gehen zu bekommen/ mit Dienſt-ſchuldigen Erſuchen; Weiln eꝛ ſich entſchloſſen incognito zu reiſen/ alſo waͤre er hier gleichfalls gerne verborgen geblieben/ nachdem aber Jhr Excellenz der Herr Graf von Salanin Ew. Gnaden/ meines Principals Perſon entdeckt/ an Ew. Gnaden/ ihn mit geſchehener Ehre/ wovor er ihnen verbundneſten Danck ableget/ kuͤnfftig-hin zu verſchonen hochgeneigt zu geruhen/ nicht zweifelnde ſie wuͤrden ſeiner erſten Bitte keinen Fehl-Schlag thun laſſen:","norm":"Der Oberste ließ ihn einkommen, da Gotthart gegen den Kommandanten einen tiefen Reverenz machte: mit Vermelden wie der General Major und Kommandant in Paliro Eckart gegen dieselben sowohl vor liebreiche Bewillkommung, als auch sonderbare Mühwaltung übersendeten Briefes verpflichten Dank abstattete / Gelegenheit wünschende ihnen mit allen angenehmen Gegendiensten wieder entgegenzugehen zu bekommen / mit Dienst-schuldigen Ersuchen; weil er sich entschlossen inkognito zu reisen / also wäre er hier gleichfalls gerne verborgen geblieben / nachdem aber Ihr Exzellenz der Herr Graf von Solanin Ew . Gnaden / meines Prinzipals Person entdeckt / an Ew . Gnaden / ihn mit geschehener Ehre / wovor er ihnen verbundensten Dank ableget / künfftig- hin zu verschonen hochgeneigt zu geruhen / nicht zweifelnde sie würden seiner ersten Bitte keinen Fehl-Schlag tun lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.251699924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4696,"date":1719,"orig":"Der Commendante ſagte: Monſieur er rapportire den unvergleichlichen General Eckarth.","norm":"Der Commendante sagte: Monsieur er rapportiere den unvergleichlichen General Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.902400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4697,"date":1719,"orig":"Wann mir der Herr Graf von Salanin, deſſen Perſon nicht entdeckt haͤtte/ ſo waͤre ich wohl auſſer Schuld der Unwiſſenheit/ nicht aber der mir befohlnen genaueſten Erkundigung halber geweſen/ und gewiß wuͤrde ich vom General von Salanin wann er daß ſie hier ſich auffgehalten/ eine ſcharffe Lection leſen oder hoͤren muͤſſen/ als lebe ich auf beyden Seiten Ordres gemaͤß dem Herrn General mit allen ihm gehoͤrigen Reſpect zu veneriren/ davor keine Danckſagung von noͤthen.","norm":"Wann mir der Herr Graf von Solanin, dessen Person nicht entdeckt hätte / so wäre ich wohl außer Schuld der Unwissenheit / nicht aber der mir befohlenen genauesten Erkundigung halber gewesen / und gewiss würde ich vom General von Solanin wann er dass sie hier sich aufgehalten / eine scharfe Lektion lesen oder hören müssen / als lebe ich auf beiden Seiten Ordres gemäß dem Herrn General mit allen ihm gehörigen Respekt zu venerieren / davor keine Danksagung vonnöten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135000228881836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4698,"date":1719,"orig":"Des andern Erſuchs wegen werde ich die Antwort Morgen geliebts GOtt bey meiner ſchuldigen Viſite, dem Herrn General in Perſon ſelbſt uͤberbringen.","norm":"Des anderen Ersuch wegen werde ich die Antwort Morgen geliebtes Gott bei meiner schuldigen Visite, dem Herrn General in Person selbst überbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.011499881744385} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4699,"date":1719,"orig":"Der Ouverture halben/ darff er die Cur und Converſirung guter Freunde nicht ausſetzen/ worzu nach Anwuͤntſchung einer geſunden Nacht-Ruhe/ ich vergnuͤglichen Progreſs gratuliren.","norm":"Der Ouvertüre halben / darf er die Kur und Konversierung guter Freunde nicht aussetzen / wozu nach Anwünschung einer gesunden Nachtruhe / ich vergnüglichen Progress gratulieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.749599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4700,"date":1719,"orig":"Worauff Gotthart nach gemachten Reverenz ſeinen Abtrit nahm/ und Eckarthen die von Obriſten ertheilte Nachricht uͤberbrachte.","norm":"Worauf Gotthart nach gemachten Reverenz seinen Abtritt nahm / und Eckarten die von Obristen erteilte Nachricht überbrachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.913700103759766} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4701,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach/ der Graf Salanin hat durch ſeine Offenbahrung/ die ich mir nicht zu thun ausgebeten hatte/ mir keine Freude gemacht.","norm":"Eckart sprach / der Graf Solanin hat durch seine Offenbahrung / die ich mir nicht zu tun ausgebeten hatte / mir keine Freude gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098499774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4702,"date":1719,"orig":"Es iſt geſchehen/ doch wird die Herrlichkeit wie der Beyſchluß in des Grafens Brief/ von der Fraͤulein Soluçka lautet/ nicht lange waͤhren.","norm":"Es ist geschehen / doch wird die Herrlichkeit wie der Beischloss in des Grafen Brief / von der Fräulein Solucka lautet / nicht lange währen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.020599842071533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4703,"date":1719,"orig":"Der Jnnhalt deſſelben war folgender.","norm":"Der Inhalt desselben war folgender.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.630300045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4704,"date":1719,"orig":"Tapfferer Eckarth/ Erretter meines Lebens.","norm":"Tapferer Eckart / Erretter meines Lebens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.015900135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4705,"date":1719,"orig":"YAchdem/ nach ihrer Verwerffung/ der Himmel mir den Preiß-wuͤrdigen Monſieur Kronau zu einen Gemahl erkohren hat/ ſo haͤtte die Vollendziehung des Beylagers erſt kuͤnfftigen Septembr. ſeyn ſollen/ dieweil aber deren Hohe Præſenz uns angenehmer als alle andere Vergnuͤgung iſt/ ſo haben wir des gewiſſeſten (Jhrer Zuſage gemaͤß) verſichernd/ meine Hochgeliebteſte Eltern und ich mit meinem Geliebten uns das Beylager kuͤnfftigen 25. Julii dieſes Jahrs/ umb wegen Naͤhe des Weges unſern Hochgeſchaͤtzten Herrn u. Freund meinen Erloͤſer/ nebenſt deren beyden liebẽ Herrẽ Soͤhnen bey uns zu haben/ anzuſtellen/ gefallen laſſen.","norm":"Yachdem / nach ihrer Verwerfung / der Himmel mir den Preiswürdigen Monsieur Kronau zu einen Gemahl erkoren hat / so hätte die Vollendziehung des Beilagers erst künftigen September . sein sollen / dieweil aber deren hohe Präsenz uns angenehmer als alle andere Vergnügung ist / so haben wir des gewissesten (Ihrer Zusage gemäß) versichernd / meine Hochgeliebteste Eltern und ich mit meinem Geliebten uns das Beilager künftigen 25. Julii dieses Jahrs / um wegen Nähe des Weges unseren hochgeschätzten Herrn u. Freund meinen Erlöser / neben deren beiden lieben Herren Söhnen bei uns zu haben / anzustellen / gefallen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.981400012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4706,"date":1719,"orig":"Mein Hoher Goͤnner belieben nun mit denen lieben Jhrigen je ehe je vergnuͤgter ihre uns allzubegierige Gegenwart in Carnia zu goͤnnen/ und ſo wie ſie unſer Hauß ehemahln contentiret haben/ alſo auch vor dieſes mahl mit ihrer Hohen Gewogenheit hoͤchlich zu erfreuen/ zu Bezeugung/ wie ſehr uns nach ihnen verlanget/ wird mein Erretter in Ankunfft nach Vergnuͤgen erfahren/ daß wir mit allen Ehren-Bezeugungen ihnen werden entgegen gehen/ bevoraus wird diejenige ſie mit aller Moͤglichkeit bedienen/ welche da iſt und verharret","norm":"Mein hoher Gönner belieben nun mit denen lieben Ihrigen je ehe je vergnügter ihre uns allzubegierige Gegenwart in Carnia zu gönnen / und so wie sie unser Haus ehemals kontentieret haben / also auch vor dieses Mal mit ihrer Hohen Gewogenheit höchlich zu erfreuen / zu Bezeugung / wie sehr uns nach ihnen verlanget / wird mein Erretter in Ankunft nach Vergnügen erfahren / dass wir mit allen Ehrenbezeugungen ihnen werden entgegengehen / bevoraus wird diejenige sie mit aller Möglichkeit bedienen / welche da ist und verharret","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6717000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4707,"date":1719,"orig":"Meines Erloͤſers ewig verbundene Sophia Soluçka.","norm":"Meines Erlösers ewig verbundene Sophia Solucka.","lang_fastText":"no","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.938199996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4708,"date":1719,"orig":"Nach verleſenen Brief ſprach Eckarth/ wo werde ich nun ein tuͤglich und vor mich raiſonnabel Hochzeit-Geſchencke bekommen?","norm":"Nach verlesenen Brief sprach Eckart / wo werde ich nun ein tüglich und vor mich raisonnabel Hochzeitgeschenke bekommen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.480800151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4709,"date":1719,"orig":"Augſpurg iſt etwas abgelegen/ ſelbſten darumb hinzureiſen/ verlohnet ſich nicht/ meinen Leib zu ſtrapaciren.","norm":"Augsburg ist etwas abgelegen / selbst darum hinzureisen / verlohnet sich nicht / meinen Leib zu strapazieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4095001220703125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4710,"date":1719,"orig":"Andreas rufft den Wirth/ wie der Wirth kam fragte ihn Eckarth.","norm":"Andreas ruft den Wirt / wie der Wirt kam fragte ihn Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.874599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4711,"date":1719,"orig":"Mein Herr Becker/ ſind hier nicht Kauff-Leuthe die nach Augſpurg ihr Verkehr haben?","norm":"Mein Herr Becker / sind hier nicht Kaufleute die nach Augsburg ihr Verkehr haben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.221799850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4712,"date":1719,"orig":"Der Wirth antwortete/ Jhr Gnaden/ das weiß ich nicht.","norm":"Der Wirt antwortete / Ihr Gnaden / das weiß ich nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.075699806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4713,"date":1719,"orig":"Wann ſie ſonſten daſelbſt etwas auszurichten haben/ ſo wird ihnen hierinnen Niemand beſſer als unſer Herr Poſt-Meiſter rathen koͤnnen/ ehe er ausgeredet hatte/ gieng der Poſt-Meiſter vorbey/ der Wirth gieng an die Thuͤr und rieff ihn/ und bath auf ein paar Worte einzutreten/ wie er in die Stube trat/ empfieng ihn Eckarth/ ſagende:","norm":"Wann sie sonsten daselbst etwas auszurichten haben / so wird ihnen hierinnen niemand besser als unser Herr Post-Meister raten können / ehe er ausgeredet hatte / ging der Post-Meister vorbei / der Wirt ging an die Tür und rief ihn / und bat auf ein paar Worte einzutreten / wie er in die Stube trat / empfing ihn Eckart / sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7754998207092285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4714,"date":1719,"orig":"Mein Herr verzeihe/ daß ſie in vorhabenden Gange auffgehalten worden.","norm":"Mein Herr verzeihe / dass sie in vorhabenden Gange aufgehalten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.743599891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4715,"date":1719,"orig":"Der Poſt-Meiſter replicirte: Mein Patron, ich bin verbunden rechtſchaffenen Leuthen auffzuwarten/ was befehlen ſie.","norm":"Der Post-Meister replizierte: Mein Patron, ich bin verbunden rechtschaffenen Leuten aufzuwarten / was befehlen sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.255899906158447} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4716,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach/ ich habe nichts zu befehlen; ſondern freundlich zu erſuchen!","norm":"Eckart sprach / ich habe nichts zu befehlen; sondern freundlich zu ersuchen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230199813842773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4717,"date":1719,"orig":"Ob er mir nicht beyraͤthig und behuͤlfflich ſeyn koͤnte/ daß ich einiges Silberwerck/ in der kuͤtzeſten Zeit von Augſpurg hier erhalten moͤchte?","norm":"Ob er mir nicht beirätig und behilflich sein könnte / dass ich einiges Silberwerk / in der kützesten Zeit von Augsburg hier erhalten möchte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8643999099731445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4718,"date":1719,"orig":"Der Poſt-Meiſter verſetzte/ darzu wuͤrde ich ihnen zu dienen ſchon Gelegenheit ſchaffen.","norm":"Der Post-Meister versetzte / dazu würde ich ihnen zu dienen schon Gelegenheit schaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.552700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4719,"date":1719,"orig":"Es wird aber vorjetzo der Muͤhe nicht beduͤrffen/ indem vor dreyen Tagen ein Jubilierer ſich bey mir einlogiret hat/ welcher Morgen oder laͤngſtens Ubermorgen/ ſeine Waaren erwartet; nach deren Ankunfft er nach Prage zu reiſen geſonnen iſt/ da wird mein Patron in perſoͤnlichen Ausſuchung die Wahl haben koͤnnen.","norm":"Es wird aber Vorjetzt der Mühe nicht bedürfen / indem vor drei Tagen ein Jubilierer sich bei mir einlogieret hat / welcher Morgen oder längstens Übermorgen / seine Waren erwartet; nach deren Ankunft er nach Prage zu reisen gesonnen ist / da wird mein Patron in persönlichen Aussuchung die Wahl haben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.898499965667725} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4720,"date":1719,"orig":"Wann ſie den Jubilierer zu ſie zu kommen verlangen/ werde ich ihren Willen nachleben.","norm":"Wann sie den Jubilierer zu sie zu kommen verlangen / werde ich ihren Willen nachleben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.592700004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4721,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4722,"date":1719,"orig":"Mein Herr Poſt-Meiſter ich ſage vor guten Nachricht ſchuldigen Danck/ und deſſen hoͤfliches Erbiethen werde ich mit Danck regardiren.","norm":"Mein Herr Post-Meister ich sage vor guten Nachricht schuldigen Dank / und dessen höfliches erbitten werde ich mit Dank regardieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8094000816345215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4723,"date":1719,"orig":"Worauff der Poſt-Meiſter nach Anerwuͤntſchung geſunder Nacht-Ruh abgieng.","norm":"Worauf der Post-Meister nach Anerwüntschung gesunder Nachtruhe abging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.793900012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4724,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, das iſt mir recht, ſo kan ich ſehen, was mir gefaͤllt, ihn bezahlen und nach Verſicherung es unter ſeiner Verwahrung nacher Prage voraus ſenden.","norm":"Eckart sagte, das ist mir recht, so kann ich sehen, was mir gefällt, ihn bezahlen und nach Versicherung es unter seiner Verwahrung nachher Prage voraus senden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.69189977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4725,"date":1719,"orig":"Der Poſt-Meiſter als ein Herr von ungemeiner Hoͤflig- und Willfaͤhrigkeit, gieng gleiches Weges nach Hauſe und referirte dem Jubilierer was Zeit ſeiner Abweſenheit paſſiret waͤre, indem kam Andreas von Eckarthen abgeſchickt den Jubilierer vermeldende: daß wo er ſeinen Herrn beſuchen wolte, wuͤrde er ihme einen groſſen Gefallen erzeigen.","norm":"Der Post-Meister als ein Herr von ungemeiner Höflig- und Willfährigkeit, ging gleiches Weges nach Hause und referierte dem Jubilierer was Zeit seiner Abwesenheit passiert wäre, indem kam Andreas von Eckarten abgeschickt den Jubilierer vermeldende: dass wo er seinen Herrn besuchen wollte, würde er ihm einen großen Gefallen erzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.744900226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4726,"date":1719,"orig":"Der Jubilierer ſagte, ja, und gieng mit Andreas.","norm":"Der Jubilierer sagte, ja, und ging mit Andreas.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.996799945831299} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4727,"date":1719,"orig":"Wie er ins Hauß kam, gieng ihm Siegfried entgegen, und fuͤhrte ihn in die Stube, wo er von Eckarth empfangen und ſich zu ſetzen genoͤthiget wurde:","norm":"Wie er ins Haus kam, ging ihm Siegfried entgegen, und führte ihn in die Stube, wo er von Eckart empfangen und sich zu setzen genötigt wurde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.894399881362915} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4728,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach zu ihm: Mein Herr, ich habe von dem Herrn Poſt-Meiſter von deſſen Negotien bereits vernommen; weiln ich nun zu einen gewiſſen Beylager ein Geſchencke zu thun benoͤthiget bin, ſo wird derſelbe nach angekommenen Waaren ſo gut ſeyn und mir aus denenſelben umb billigen Preiß und contanter Bezahlung ein und das andere beſehen und ausleſen laſſen.","norm":"Eckart sprach zu ihm: Mein Herr, ich habe von dem Herrn Post-Meister von dessen Negotien bereits vernommen; weil ich nun zu einen gewissen Beilager ein Geschenke zu tun benötiget bin, so wird derselbe nach angekommenen Waren so gut sein und mir aus denselben um billigen Preis und kontanter Bezahlung ein und das andere besehen und auslesen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.54010009765625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4729,"date":1719,"orig":"Der Jubilierer antwortete:","norm":"Der Jubilierer antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.023900032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4730,"date":1719,"orig":"Umb gute Bezahlung ſtehet dem Kauffenden mein gantzer Kram feil.","norm":"Um gute Bezahlung steht dem Kaufenden mein ganzer Kram feil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.608500003814697} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4731,"date":1719,"orig":"Aber was vor Stuͤcke verlangen Euer Gnaden?","norm":"Aber was vor Stücke verlangen Euer Gnaden?","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.7571001052856445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4732,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete, ein wohl ausgearbeitetes Silbernes Lavor, eine Stuben- Uhr mit zugehoͤrigen Schreib-Tiſche, und was mir ſonſten gefallen moͤchte.","norm":"Eckart antwortete, ein wohl ausgearbeitetes silbernes Lavor, eine Stuben-Uhr mit zugehörigen Schreibtische, und was mir sonsten gefallen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.81850004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4733,"date":1719,"orig":"Der Jubilierer ſagte:","norm":"Der Jubilierer sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.136300086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4734,"date":1719,"orig":"So bald der Fuhrmann mit meinen Waaren einkommen wird, werde ich Ew. Gnaden ſchuldigſt berichten, ich werde ſie wohl verſorgen, worauff er nach Anerwuͤntſchung geruhiger Nacht ab und ſeinen Quartier zu gieng.","norm":"Sobald der Fuhrmann mit meinen Waren einkommen wird, werde ich Ew. Gnaden schuldigst berichten, ich werde sie wohl versorgen, worauf er nach Anerwüntschung geruhiger Nacht ab und seinen Quartier zu ging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.075699806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4735,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende aber nach genoſſenen Abendmahlzeiten, ſich zur Ruhe begaben.","norm":"Unsere Reisende aber nach genossenen Abendmahlzeiten, sich zur Ruhe begaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32889986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4736,"date":1719,"orig":"Den Morgenden Tag darauff wie die Unſrigen, ihr Getraͤncke zu ſich nahmen, kam ein Lieutenant von dem Commendanten an Eckarthen geſchickt, der nach Anmeldung von Gottharten eingefuͤhret wurde, deme Eckarth entgegen gieng, ſagende:","norm":"Den Morgenden Tag darauf wie die Unsrigen, ihr Getränke zu sich nahmen, kam ein Leutnant von dem Kommandanten an Eckarten geschickt, der nach Anmeldung von Gottharten eingeführt wurde, dem Eckart entgegenging, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.135700225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4737,"date":1719,"orig":"Wie ſo fruͤh, der Lieutenant nachdem er ſein Gratulatorium abgeleget hatte, ſprach:","norm":"Wie so früh, der Leutnant nachdem er sein Gratulatorium abgelegt hatte, sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.14079999923706} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4738,"date":1719,"orig":"Ew. Excellenz entpfiehlet ſich mein Obriſter und Commendante dieſer Stadt Dienſt-ſchuldigſt, und wird bey hoch-geneigter Erlaubniß gegen Eilff Uhr ſeine Devoirs abzulegen Perſoͤnlich erſcheinen, nicht zweifelnde:","norm":"Ew . Exzellenz empfiehlt sich mein Oberster und Commendante dieser Stadt Dienst-schuldigst, und wird bei hochgeneigter Erlaubnis gegen Elf Uhr seine Devoirs abzulegen persönlich erscheinen, nicht zweifelnde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.043000221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4739,"date":1719,"orig":"Dieſelben werden ſeinem Anſuchung, ſo dann ��ie in ſeinen Garten zu begleiten zu laſſen, und mit ihnen mit einer Soldaten-Koſt Groß-guͤnſtig verlieb zu nehmen.","norm":"Dieselben werden seinem Ansuchung, so dann sie in seinen Garten zu begleiten zu lassen, und mit ihnen mit einer Soldaten-Kost Großgünstig verlieb zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.337800025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4740,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, Monſieur derſelbe geliebe den Herrn Obriſten nach meiner Dienſt-Schuldigkeit Vermeldung, zu hinterbringen, daß ich als ein Diener von ihnen deren Begehren und Verlangen nicht entgegen leben werde.","norm":"Eckart replizierte, Monsieur derselbe Geliebe den Herrn Obristen nach meiner Dienst-Schuldigkeit Vermeldung, zu hinterbringen, dass ich als ein Diener von ihnen deren Begehren und Verlangen nicht entgegen leben werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.289999961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4741,"date":1719,"orig":"Nur iſt mir leid, daß meinen Entſchluß nach, ich wie ich wohl ſolte mich nicht werde auffuͤhren koͤnnen.","norm":"Nur ist mir leid, dass meinen Entschluss nach, ich wie ich wohl sollte mich nicht werde aufführen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617400169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4742,"date":1719,"orig":"Wormit der Lieutenant nach gemachten Reverenz abgieng und den Obriſten Eckarths Antwort hinterbrachte.","norm":"Womit der Leutnant nach gemachten Reverenz abging und den Obristen Ekarts Antwort hinterbrachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.361700057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4743,"date":1719,"orig":"Umb zehen Uhr kam Ettner aus dem Sauerbrunn und beluchte unſere Reiſende: Eckarth, nachdemer ihn empfangen, ſagte zu ihm, Monſieur Ettner, ich habe ihn auf ein Gerichte Gerne-ſehen invitirt, er wird dieweil mit meinen Herren Soͤhnen ſich divertiren, denn ich bey hieſigen Herrn Commendanten zu Mittag eſſen werde.","norm":"Um zehn Uhr kam Ettner aus dem Sauerbrunn und beluge unsere Reisende: Eckart, nachdem ihn empfangen, sagte zu ihm, Monsieur Ettner, ich habe ihn auf ein Gerichte Gerne-sehen invitiert, er wird dieweil mit meinen Herren Söhnen sich divertieren, denn ich bei hiesigen Herrn Kommandanten zu Mittag essen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.095200061798096} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4744,"date":1719,"orig":"Ettner replicirte, ich werde meinen Patron mit begleiten.","norm":"Ettner replizierte, ich werde meinen Patron mit begleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.781199932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4745,"date":1719,"orig":"Als die Uhr eilff geſchlagen, kam der Commendant auf einer offenen Chaiſe mit vier braunen Pferden beſpannet, gefahren; wie Andreas es Eckarthen anſagte, gieng er an die Hauß-Thuͤr, und ſo bald der Obriſte vor das Hauß kam, ruckte Eckarth zur Thuͤr aus, der Commendante ſprung aus den Wagen, embrasſirte Eckarthen, und gieng mit ihn in ſein Zimmer, gratulirte ihm zu gleicher Cur, ſich gluͤckſeelig ſchaͤtzende, die Ehre zu haben ſeine ihm laͤngſt-beruͤhmte Perſon kennen zu lernen, mit Bitte wofern er ihn nicht nach Wuͤrden bedienen koͤnnen, es nicht ſeinen Willen ſondern Unvermoͤgen zuzuſchreiben.","norm":"Als die Uhr elf geschlagen, kam der Kommandant auf einer offenen Chaise mit vier braunen Pferden bespannet, gefahren; wie Andreas es Eckarten ansagte, ging er an die Haustür, und so bald der Oberste vor das Haus kam, ruckte Eckart zur Tür aus, der Commendante Sprung aus den Wagen, embrassierte Eckarten, und ging mit ihn in sein Zimmer, gratulierte ihm zu gleicher Kur, sich glückselig schätzende, die Ehre zu haben seine ihm längst-berühmte Person kennenzulernen, mit Bitte so fern er ihn nicht nach Würden bedienen können, es nicht seinen Willen sondern Unvermögen zuzuschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.086900234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4746,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, mein Herr Obriſter Ehre genung, bevoraus einer in cognito lebenden Perſon, wie ich ſie denn nochmahln bittlich erſuche, mich nicht allzuhoch anzuziehen; damit ich in meiner Wieder-Vergeltung ſchamroth moͤchte gemacht werden: und ich, verſetzte der Obriſte in Minderung eine verdiente Reprimende bekommen, mit dergleichen Wechſel-Complimente vergieng die Zeit.","norm":"Eckart sagte, mein Herr Oberster Ehre genug, bevoraus einer in cognito lebenden Person, wie ich sie denn nochmals bittlich ersuche, mich nicht allzu hoch anzuziehen; damit ich in meiner Wiedervergeltung schamrot möchte gemacht werden: und ich, versetzte der Oberste in Minderung eine verdiente Reprimende bekommen, mit dergleichen Wechsel-Komplimente verging die Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.796899795532227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4747,"date":1719,"orig":"Ettner machte den Obriſten ſeinen Reverenz, zu dem ſprach der Commendante, willkommen Monſieur Ettner, hat er auch wieder an ſeine Egeriſche Freunde gedacht.","norm":"Ettner machte den Obristen seinen Reverenz, zu dem sprach der Commendante, willkommen Monsieur Ettner, hat er auch wieder an seine Egerische Freunde gedacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.149899959564209} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4748,"date":1719,"orig":"Ja Jhr Gnaden antwortete Ettner.","norm":"Ja Ihr Gnaden antwortete Ettner.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.826899528503418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4749,"date":1719,"orig":"Der Obriſte invitirte Ettnern heute zu Mittage ſein lieber Gaſt zu ſeyn- Ettner bedanckte ſich, wie nun Eckarthen der Obriſte bath, ſich in erlaubter Accompagnirung ſeines Wagens zu gebrauchen.","norm":"Der Oberste invitierte Ettnern heute zu Mittage sein lieber Gast zu seyn-Ettner bedankte sich, wie nun Eckarten der Oberste bat, sich in erlaubter Akkompagnierung seines Wagens zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.265399932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4750,"date":1719,"orig":"Worauff nach geſchehener Entſchuldigung Eckarth ſich auffſatzte, deme der Commendante folgete: welcher Ettnern auch aufzuſitzen noͤthigte, der aber ihm weil er noch etwas zu verrichten haͤtte, gnaͤdig zu perdonniren bath, mit Verſprechen, ſeine Auffwartung zu rechter Zeit zu thun:","norm":"Worauf nach geschehener Entschuldigung Eckart sich auffsatzte, dem der Commendante folgte: Welcher Ettnern auch aufzusitzen nötigte, der aber ihm weil er noch etwas zu verrichten hätte, gnädig zu perdonniren bat, mit Versprechen, seine Aufwartung zu rechter Zeit zu tun:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.629199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4751,"date":1719,"orig":"Als Eckarth mit den Commendanten durch das Thor fuhr, wurde das Spiel geruͤhret, und die Wache præſentirte das Gewehr, da bath Eckarth wann er etwann zum Thore ausgehen oder fahren muͤſte, ihme, vornehmlich wegen Curioſität und Neugierigkeit der Leuthe mit dergleichen Hochachtung nicht zu regardiren, der Obriſte antwortete: Mein Patron meritirte ein weit mehrers, doch weil ſie ſo befehlen, will ich (doch mit Proteſtirung wider alles das mir imputirt werden moͤchte) ihres Willens leben.","norm":"Als Eckart mit den Kommandanten durch das Tor fuhr, wurde das Spiel gerührt, und die Wache präsentierte das Gewehr, da bat Eckart wann er etwan zum Tore ausgehen oder fahren müsste, ihm, vornehmlich wegen Kuriosität und Neugierigkeit der Leute mit dergleichen Hochachtung nicht zu regardieren, der Oberste antwortete: Mein Patron meritierte ein weit mehreres, doch weil sie so befehlen, will ich (doch mit Protestierung wider alles das mir imputiert werden möchte) ihres Willens leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.535200119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4752,"date":1719,"orig":"Wie ſie an den Garten kamen, ſtieg der Obriſte ab, embrasſirte Eckarthen mit Bitte mit ſeiner angenehmen Præſenz ſeinen geringen Garten anſehnlich zu machen.","norm":"Wie sie an den Garten kamen, stieg der Oberste ab, embrassierte Eckarten mit Bitte mit seiner angenehmen Präsenz seinen geringen Garten ansehnlich zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.892899990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4753,"date":1719,"orig":"Eckarth nach gemachter Complimente, gieng mit ihm in die ſchoͤne mit Wein-Laub bewachſene und allerhand Blumen ausgezierte Sommer-Loͤbe: Bald nach deren Eintrit, kamen zwey Cavalliere die beneventirten Eckarthen, nicht lange darauff ſtellte ſich auch Ettner ein; nach deren Entree, wurde die bereits gedeckte Tafel mit Speiſen beſetzt; da denn der Obriſte bath Platz zu nehmen, waͤhrender Mahlzeit wurden allerhand Kriegs-Diſcurſe gefuͤhret, unter welcher die Hauboiſten ihre Muſique hoͤren lieſſen, die Geſundheiten wurden ziemlich herumb getruncken.","norm":"Eckart nach gemachter Komplimente, ging mit ihm in die schöne mit Wein-Laub bewachsene und allerhand Blumen ausgezierte Sommerlöbe: Bald nach deren eintritt, kamen zwei Kavaliere die beneventirten Eckarten, nicht lange darauf stellte sich auch Ettner ein; nach deren Entree, wurde die bereits gedeckte Tafel mit Speisen besetzt; da denn der Oberste bat Platz zu nehmen, währender Mahlzeit wurden allerhand Kriegs-Diskurse geführt, unter welcher die Hauboisten ihre Musique hören ließen, die Gesundheiten wurden ziemlich herum getrunken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.719200134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4754,"date":1719,"orig":"Waͤhrenden Diſcurſe fragte der Obriſte: Monſieur Ettner wie ſo ſtille?","norm":"Währenden Diskurse fragte der Oberste: Monsieur Ettner wie so stille?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.361899852752685} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4755,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete, wenn ich dieſes Handwerck gelernet haͤtte, wolte ich meine fuͤnff Kreutzer mit beylegen, ſo hoͤre ich lieber und ſchweige, ſonſt moͤchte ich in Verfehlung in Straffe verfallen.","norm":"Ettner antwortete, wenn ich dieses Handwerk gelernt hätte, wollte ich meine fünf Kreuzer mit beilegen, so höre ich lieber und schweige, sonst möchte ich in Verfehlung in Strafe verfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0081000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4756,"date":1719,"orig":"Jn waͤhrenden Reden vergieng die Zeit, daß der Abend heꝛbey ruckte, Eckarth machte den erſten Auffſtand, deme die andern folgten.","norm":"In währenden Reden verging die Zeit, dass der Abend herbei ruckte, Eckart machte den ersten Aufstand, dem die anderen folgten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8948001861572275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4757,"date":1719,"orig":"Ettner ſprach zum Commendanten:","norm":"Ettner sprach zum Kommandanten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.162099838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4758,"date":1719,"orig":"Gnaͤdiger Herr mein Weg iſt der weiteſte, ich ſage gehorſamen Danck vor gnaͤdige Invitir- und geſchehene Tractirung, zu Eckarthen und denen andern, und ihnen lebe ich allerſeits zu allen Dienſten in unterthaͤniger Pflicht verbunden.","norm":"Gnädiger Herr mein Weg ist der weiteste, ich sage gehorsamen Dank vor gnädige Invitir- und geschehene Traktierung, zu Eckarten und denen anderen, und ihnen lebe ich allerseits zu allen Diensten in untertäniger Pflicht verbunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8796000480651855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4759,"date":1719,"orig":"Adieu ich bleibe ein Diener, und gieng nach gemachten Reverenz zum Garten hinaus biß zum Sauerbrunn ins Gaſt-Hauß in ſein Zimmer; die geſammte Compagnie rieff ihm nach, Monſieur Ettner, Gluͤck auf die Reiſe.","norm":"Adieu ich bleibe ein Diener, und ging nach gemachten Reverenz zum Garten hinaus bis zum Sauerbrunn ins Gasthaus in sein Zimmer; die gesamte Compagnie rief ihm nach, Monsieur Ettner, Glück auf die Reise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.797999858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4760,"date":1719,"orig":"Der General ſagte zu Eckarthen: Mein Patron geliebe mit denen wenigen Tractamenten hoch-geneigt voꝛlieb zu nehmen, mein Hauß, Garten und womit ich dienen kan, ſtehet deren Befehl zu Gehorſam, ich werde auch nicht unterlaſſen ſie zu allen Vergnuͤgen Tag- und ſtuͤndlich mit aller Zeit moͤglichſter Ergoͤtzlichkeit willfertigſt zu contentiren.","norm":"Der General sagte zu Eckarten: Mein Patron Geliebe mit denen wenigen Traktamenten hochgeneigt vorliebzunehmen, mein Haus, Garten und womit ich dienen kann, steht deren Befehl zu Gehorsam, ich werde auch nicht unterlassen sie zu allen Vergnügen Tag- und stündlich mit aller Zeit möglichster Ergötzlichkeit willfertigst zu kontentieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.315999984741211} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4761,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4762,"date":1719,"orig":"Ach mein Herr Obriſter allzuviel.","norm":"Ach mein Herr Oberster allzu viel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.018599987030029} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4763,"date":1719,"orig":"Worauff gieng Eckarth nach geſchehener Bedanckung vor erwieſene Ehre, der Garten Thuͤre zu, ſetzte ſich mit den Obriſten auf ſeine Chaiſe, die Cavalliere auf ihren Wagen, und fuhren der Stadt zu, wie ſie unter das Thor kamen præſentirte die Wache das Gewehr, aber das Spiel wurde Eckarths Verlangen und des Obriſten gegebener Ordres nach nicht geruͤhret.","norm":"Worauf ging Eckart nach geschehener Bedankung vor erwiesene Ehre, der Garten Türe zu, setzte sich mit den Obristen auf seine Chaise, die Kavaliere auf ihren Wagen, und fuhren der Stadt zu, wie sie unter das Tor kamen präsentierte die Wache das Gewehr, aber das Spiel wurde Ekarts Verlangen und des Obristen gegebener Ordres nach nicht gerührt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.318699836730957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4764,"date":1719,"orig":"Wie der General an Eckarths Logiment kam, wolte er ihn mit in ſein Hauß nehmen und fortfahren laſſen.","norm":"Wie der General an Ekarts Logement kam, wollte er ihn mit in sein Haus nehmen und fortfahren lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.765999794006348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4765,"date":1719,"orig":"Eckarth aber bath ihn als einen Patienten hoch-geneigt zu regardiren, da denn nach geſchehener Entſchuldigen der General halten ließ, ſtieg mit Eckarthen ab und geleitete ihn biß an die Hauß-Thuͤr und Eckarth den zuruͤck-gehenden Commendanten wieder biß an den Wagen, da denn nach nochmahliger Embrasſirung Eckarth etliche Schritt zuruͤck wich, der|Obriſte aber ſeinem Quartier zufuhr.","norm":"Eckart aber bat ihn als einen Patienten hochgeneigt zu regardieren, da denn nach geschehener Entschuldigen der General halten ließ, stieg mit Eckarten ab und geleitete ihn bis an die Haustür und Eckart den zurück-gehenden Kommandanten wieder bis an den Wagen, da denn nach nochmaliger Embrassierung Eckart etliche Schritt zurückwich, der Oberste aber seinem Quartier zufuhr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4766,"date":1719,"orig":"Wie Eckarth ins Zimmer kam, ſprach er; ich werde mich nicht ſaͤumen von hier abzugehen, damit ich der Complimenten-Marter nur loß werde.","norm":"Wie Eckart ins Zimmer kam, sprach er; ich werde mich nicht säumen von hier abzugehen, damit ich der Komplimenten-Marter nur loswerde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179399967193603} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4767,"date":1719,"orig":"Den Tag darauff ſchiekte Eckarth Gottharten an den Commendanten ließ ſich ſeines Wohlſeyns erkundigen, und ſich der geſtrigen erwieſenen Hoͤflichkeit wegen bedancken; welches von den Obriſten faſt zu gleicher Zeit durch einen Lieutenant an Eckarthen geſchach.","norm":"Den Tag darauf schickte Eckart Gottharten an den Kommandanten ließ sich seines Wohlseins erkundigen, und sich der gestrigen erwiesenen Höflichkeit wegen bedanken; welches von den Obristen fast zu gleicher Zeit durch einen Leutnant an Eckarten geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.906199932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4768,"date":1719,"orig":"Bald hernach kam der Jubilierer mit Vermelden, daß der Fhurmann mit ſeinen Waaren ankommen waͤre, wann nun dem Herrn General davon was anſtuͤnde, ſolten ſie nur befehlen, zu welcher Zeit es ihnen gelegen waͤre, wolte er aufwarten.","norm":"Bald hernach kam der Jubilierer mit Vermelden, dass der Fhurmann mit seinen Waren ankommen wäre, wann nun dem Herrn General davon was anstünde, sollten sie nur befehlen, zu welcher Zeit es ihnen gelegen wäre, wollte er aufwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.320799827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4769,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, Monſieur wann ihme Nachmittag gegen drey Uhren beliebte, werde ich ſelbſten ihn beſuchen und ſchauen was mir anſtaͤndig ſeyn moͤchte.","norm":"Eckart sagte, Monsieur wann ihm Nachmittag gegen drei Uhren beliebte, werde ich selbst ihn besuchen und schauen was mir anständig sein möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.541500091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4770,"date":1719,"orig":"Der Jubilierer ſprach: nach deren Befehl, womit er wieder ſeinen Logiment zugienge.","norm":"Der Jubilierer sprach: nach deren Befehl, womit er wieder seinen Logement zugige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.563600063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4771,"date":1719,"orig":"Umb beſtimmte Zeit gieng Eckarth mit Siegfried und Gotthart zum Jubilierer, der unterſchiedene rare und kuͤnſtliche Stuͤcke ausgeſetzet hatte, welche Eckarth in Augen- Schein nahm, ein Lavor, eine Stuben-Uhr mit zugehoͤrigen Schreibe-Tiſche und anderen kleinen Geſchirren ausſetzte, ſo er umb ohngefehr 1000.","norm":"Um bestimmte Zeit ging Eckart mit Siegfried und Gotthart zum Jubilierer, der unterschiedene rare und künstliche Stücke ausgesetzt hatte, welche Eckart in Augen-Schein nahm, ein Lavor, eine Stubenuhr mit zugehörigen Schreibetische und anderen kleinen Geschirren aussetzte, so er um ungefähr 1000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.943399906158447} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4772,"date":1719,"orig":"Thaler behandelte, mit dem Gedinge, daß er ihme die helffte bald, die andere Helffte aber in Prag nach Empfang behandelter Stuͤcke, die er wieder einpacken und mit ſeinen andern Waaren nach Prag uͤberſenden ſolte, zahlen wolte, woruͤber er ihn ein unterſchriebenes Scheinlein geben wuͤrde.","norm":"Taler behandelte, mit dem Gedinge, dass er ihm die Hälfte bald, die andere Hälfte aber in Prag nach Empfang behandelter Stücke, die er wieder einpacken und mit seinen anderen Waren nach Prag übersenden sollte, zahlen wollte, worüber er ihn ein unterschriebenes Scheinlein geben würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.599400043487549} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4773,"date":1719,"orig":"Der Jubilierer ſagte:","norm":"Der Jubilierer sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.136300086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4774,"date":1719,"orig":"Ew. Gnaden duͤrffen mir biß nach geſchehener Lieferung nichts geben, doch weil ſie ſo ſchaffen, gehorſame ich deren Befehl: und werde mit verlangten Scheinlein Morgen geliebts GOtt, bey gnaͤdiger Erlaubniß auffwarten.","norm":"Ew. Gnaden dürfen mir bis nach geschehener Lieferung nichts geben, doch weil sie so schaffen, gehorsame ich deren Befehl: und werde mit verlangten Scheinlein Morgen geliebtes Gott, bei gnädiger Erlaubnis aufwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.523799896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4775,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, gut, Monſieur nehme ſo dann mit einer ſchlechten Reiſe-Koſt verlieb, und hierauff gieng er mit Siegfried und Gotthart nach Hauſe.","norm":"Eckart versetzte, gut, Monsieur nehme so dann mit einer schlechten Reise-Kost verlieb, und hierauf ging er mit Siegfried und Gotthart nach Hause.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.015100002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4776,"date":1719,"orig":"Den Tag hernach machte Eckarth und der Obriſte durch Abgeſandte die ordinairen Gluͤckwuͤntſchungen:","norm":"Den Tag hernach machte Eckart und der Oberste durch Abgesandte die ordinären Glückwünschungen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7444000244140625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4777,"date":1719,"orig":"Umb 11. Uhr brachte der Jubilierer das Scheinlein mit ſpecificirten Stuͤcken, mit Vermelden, daß er den Fuhrmañ mit denẽ Waaren bereits fortgeſchickt haͤtte, und wuͤrde er inneꝛhalb vier Tagen mit der Extra-Poſt nachfolgen.","norm":"Um 11. Uhr brachte der Jubilierer das Scheinlein mit spezifizierten Stücken, mit Vermelden, dass er den Fuhrmann mit den Waren bereits fortgeschickt hätte, und würde er innerhalb vier Tagen mit der Extrapost nachfolgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594699859619141} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4778,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4779,"date":1719,"orig":"Wann der Herr noch ein paar Tage zuſetzen wolte, wuͤrde ich mit GOttes Huͤlffe ihm Geſellſchafft leiſten.","norm":"Wann der Herr noch ein paar Tage zusetzen wollte, würde ich mit Gottes Hilfe ihm Gesellschaft leisten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.232100009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4780,"date":1719,"orig":"Wie Ew. Gnaden geſinnet ſind, accomodire ich mich gehorſamſt, replicirte der Jubilierer, darauff raunte ihm Eckarth einige Worte ins Ohr, und ermahnte ihn einen Sitz zu nehmen, zu gelieben.","norm":"Wie Ew. Gnaden gesinnt sind, akkomodiere ich mich gehorsamst, replizierte der Jubilierer, darauf raunte ihm Eckart einige Worte ins Ohr, und ermahnte ihn einen Sitz zu nehmen, zu Geliebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.541900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4781,"date":1719,"orig":"Nach vollbrachter Mahlzeit bedanckte ſich der Jubilierer und gieng ab:","norm":"Nach vollbrachter Mahlzeit bedankte sich der Jubilierer und ging ab:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.11929988861084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4782,"date":1719,"orig":"Eckarth ſchickte Gottharten zum Commendanten ſich zu erkundigen:","norm":"Eckart schickte Gottharten zum Kommandanten sich zu erkundigen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.918799877166748} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4783,"date":1719,"orig":"Ob derſelbe Geſchaͤffte loß Eckarth ihn zu beſuchen vergoͤnnen wolte:","norm":"Ob derselbe Geschäfte los Eckart ihn zu besuchen vergönnen wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.860099792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4784,"date":1719,"orig":"Der Commendante ſchickte einen Lieutenant mit Gottharten die aber Eckarthen der nicht weit mehr von des Commendanten Quartier war begegneten und des Commendanten Entpfehl vermeldeten, der Lieutenant lieff eilends zuruͤck und meldete Eckarths Ankunfft an, der Obriſte raffelte ſich ſo gut er in dieſer Ubereilung kunte, zuſammen; er war kaum an die Thuͤre kommen, war auch Eckarth gegenwaͤrtig.","norm":"Der Commendante schickte einen Leutnant mit Gottharten die aber Eckarten der nicht weit mehr von des Kommandanten Quartier war begegneten und des Kommandanten Entpfehl vermeldeten, der Leutnant lief eilends zurück und meldete Ekarts Ankunft an, der Oberste raffelte sich so gut er in dieser Übereilung konnte, zusammen; er war kaum an die Türe kommen, war auch Eckart gegenwärtig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.81850004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4785,"date":1719,"orig":"Der Obriſte ſagte mein Patron hat gar ſchnelle Ordres, worauff ſie einander embrasſirten und beyderſeits in das Zimmer ſich verfuͤgten.","norm":"Der Oberste sagte mein Patron hat gar schnelle Ordres, worauf sie einander embrassierten und beiderseits in das Zimmer sich verfügten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.824399948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4786,"date":1719,"orig":"Der Obriſte bath umb Verzeihung, daß er ihn ihm haͤtte voꝛkommen laſſen.","norm":"Der Oberste bat um Verzeihung, dass er ihn ihm hätte vorkommen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105599880218506} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4787,"date":1719,"orig":"Eckarth aber verſetzte:","norm":"Eckart aber versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.219099998474121} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4788,"date":1719,"orig":"Gleiche Bruͤder, gleich Gewaͤhr; worauff er ſich Zunoͤthigung wegen ſetzte; Der Obriſte ließ einige Erfriſchung Auftragen, und nach Verweilung einer Stunde, nahm Eckarth nach Anerwuͤntſchung alles Vergnuͤgens ſein Adieu.","norm":"Gleiche Brüder, gleich Gewähr; worauf er sich Zunöthigung wegen setzte; der Oberste ließ einige Erfrischung Auftragen, und nach Verweilung einer Stunde, nahm Eckart nach Anerwüntschung alles Vergnügens sein Adieu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.340499877929687} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4789,"date":1719,"orig":"Wie er nach Hauſe gelangte, ließ er Andreas den Lehn-Kutſcher beſtellen, und was er noͤthig hatte anſchaffen, und fuhren den andern Tag in aller Fruͤhe den Sauerbrunn zu, woſelbſt ſie in Accompagnirung Ettners den Sauerbrunn truncken, das herꝛliche Revier betꝛachteten, und zu Mittage in Bade-Hauſe ſpeiſeten:","norm":"Wie er nach Hause gelangte, ließ er Andreas den Lehnkutscher bestellen, und was er nötig hatte anschaffen, und fuhren den anderen Tag in aller Frühe den Sauerbrunn zu, woselbst sie in Akkompagnierung Ettners den Sauerbrunn trunken, das herrliche Revier betrachteten, und zu Mittage in Badehause speisten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4790,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte Ettnern, ob er und ſeine Herren Soͤhne ſich des Bades bedienen koͤnten?","norm":"Eckart fragte Ettnern, ob er und seine Herren Söhne sich des Bades bedienen könnten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.687699794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4791,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete, aus Luſt zu thun ſich einmahl abzuwaſchen gieng wohl hin, aber ohne zugenoͤthigten Zufall eine Cur zu halten, iſt mehr ſchaͤd-als nuͤtzlich, aus Urſachen; wann jemand etwan einen unvermerckten Zufall (der ſonſten durch einen Schweiß koͤnte zertheilet werden) inniglich haͤtte, wuͤrde er ſolchen durch das Baden zuſammen und in die Hoͤhe treiben.","norm":"Ettner antwortete, aus Lust zu tun sich einmal abzuwaschen ging wohl hin, aber ohne zugenötigt Zufall eine Kur zu halten, ist mehr schäd- als nützlich, aus Ursachen; wann jemand etwan einen unvermerkten Zufall (der sonsten durch einen Schweiß könnte zerteilet werden) inniglich hätte, würde er solchen durch das Baden zusammen und in die Höhe treiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.741799831390381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4792,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte, wie ſo?","norm":"Eckart fragte, wie so?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.190499782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4793,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete: Experto crede.","norm":"Ettner antwortete: Experto crede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.1717000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4794,"date":1719,"orig":"Jch haͤtte mir ehemahls dieſes auch nicht eingebildet, wann mir der Grund-gelehrte u. der Brunnen Effect Wohl-erfahrne Medicus Herr Doctor Suͤſſenbach in Hirſchberg in Schleſien, ſolches nicht widerrathen haͤtte.","norm":"Ich hätte mir ehemals dieses auch nicht eingebildet, wann mir der Grundgelehrte u. der Brunnen Effekt Wohl-erfahrene Medikus Herr Doktor Süssenbach in Hirschberg in Schlesien, solches nicht widerraten hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.223700046539307} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4795,"date":1719,"orig":"Jch der ich mir nichts wenigers perſvadiren koͤnte, laſſe dieſe Warnung auſſer acht, ich bediene mich des Carls-Bades, des Toͤplitzer Bades, endlich im Ruͤck-Wege des Hirſchberger Bads, es hatte ſich ſchon laͤngſtens ein Knoͤtlein unter die Wartze der lincken Bruſt der geſunden Haut gantz gleich geſetzt:","norm":"Ich der ich mir nichts wenigeres persuadieren könnte, lasse diese Warnung außer Acht, ich bediene mich des Carls-Bades, des Töplitzer Bades, endlich im Rückwege des Hirschberger Bads, es hatte sich schon längstens ein Knötlein unter die Warze der Linken Brust der gesunden Haut ganz gleich gesetzt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.563199996948242} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4796,"date":1719,"orig":"Jch komme nach Hauſe, das Knoͤtlein faͤnget an zu naͤſſen, ohne daß ich einen Schmertzen empfinde; Jch nehme das Knoͤtlein zwiſchen die Finger, druͤcke es mitaller Gewalt, da fuhr ein ſtarcker Eyter-Stock des kleinen Fingers erſteres Glied lang und dicke heraus; welches Loch ich hernach wiederumb ausheilte, wann nun der Stock zum Schwaͤren kommen waͤre, was haͤtte vor ein ſchoͤner Zufall daraus entſtehen ſollen; Zwey Jahr nach dieſen ziehe ich wieder ins Hirſchberger Bad, wie ich mich der Baͤder bedienen will, will mich keines von beyden leiden, daß ich ſo wohl wegen entſtehenden Schwindels als Bruſt-Beſchwerniß (Aſthma) ſolche ausſetzen muſte, wie ich wieder nach Hauſe gelange, bekomme ich abermahls an der lincken Bꝛuſt uͤber den Waͤrtzlein ein Geſchwuͤr mit ſieben Loͤchlein.","norm":"Ich komme nach Hause, das Knötlein fängt an zu nässen, ohne dass ich einen Schmerzen empfinde; Ich nehme das Knötlein zwischen die Finger, drücke es Metaller Gewalt, da fuhr ein starker Eiter-Stock des kleinen Fingers ersteres Glied lang und dicke heraus; welches Loch ich hernach wiederum ausheilte, wann nun der Stock zum Schwären kommen wäre, was hätte vor ein schöner Zufall daraus entstehen sollen; Zwei Jahr nach diesen ziehe ich wieder ins Hirschberger Bad, wie ich mich der Bäder bedienen will, will mich keines von beiden leiden, dass ich so wohl wegen entstehenden Schwindels als Brustbeschwernis (Asthma) solche aussetzen musste, wie ich wieder nach Hause gelange, bekomme ich abermals an der linken Brust über den Wärtzlein ein Geschwür mit sieben Löchlein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000400066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4797,"date":1719,"orig":"Drey Jahre nach der Zeit reiſe ich uͤber Toͤplitz ins Carls-Bad vierley Zufaͤlle, ſonderlich der ankom̃enden Gicht halben, in Toͤplitz bade ich zwey biß dreymahl, allein es wurde immer ſchlimmer mit mir, ſo daß man mich nach Ankunfft ins Carls-Bad vom Wagen heben, und mich in mein Quartier fuͤhren muſte, den Abend ließ ich mir von dem warmen Waſſer ein Fuß-Bad machen, die Nacht uͤber wurde mir ſo ſchlimm, daß ich mich meines Lebens erwog, mit Schmertzen den Morgen erwartende, daß ich nur zum Trincken kam, und ſich der Leib oͤffnete, wovon ich weiters, bey Gebrauch des Carls-Bad diſcurriren werde.","norm":"Drei Jahre nach der Zeit reise ich über Töplitz ins Karlsbad Vierlei Zufälle, sonderlich der ankommenden Gicht halben, in Töplitz bade ich zwei bis dreimal, allein es wurde immer schlimmer mit mir, so dass man mich nach Ankunft ins Karlsbad vom Wagen heben, und mich in mein Quartier führen musste, den Abend ließ ich mir von dem warmen Wasser ein Fußbad machen, die Nacht über wurde mir so schlimm, dass ich mich meines Lebens erwog, mit Schmerzen den Morgen erwartende, dass ich nur zum Trinken kam, und sich der Leib öffnete, wovon ich weiteres, bei Gebrauch des Karlsbad diskurrieren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8744001388549805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4798,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte:","norm":"Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4799,"date":1719,"orig":"Jch habe aber in deſſen Buͤchlein oder Beſchreibung des Sauerbrunnes- Bades wie auch von Herr Doct.","norm":"Ich habe aber in dessen Büchlein oder Beschreibung des Sauerbrunnes-Bades wie auch von Herr Doct.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.914899826049805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4800,"date":1719,"orig":"Langhopff geleſen und gehoͤret, daß man des Saͤuerling- Bades, ſo wohl bey dem Trincken als auch ohne deſſelben, zu ſonderbahrer Conſolation des Huͤlff-ſuchenden brauchen koͤnte.","norm":"Langhopff gelesen und gehöret, dass man des Säuerling-Bades, sowohl bei dem trinken als auch ohne desselben, zu sonderbarer Consolation des Hülffsuchenden brauchen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814199924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4801,"date":1719,"orig":"Mein Patron, replicirte Ettner, in denen Kranckheiten die euſerlich alleine den Leib belaͤſtigen, in denen concurrirenden nicht alſo, zudem muß derjenige, wann er es beſſer erkundiget, ſeinem erſteren Vorgeben nicht halßſtarrig inhæriren, ſondern ſeinen Naͤchſten zum Beſten das Vortheilhafftigere offenbahren, nicht achtende:","norm":"Mein Patron, replizierte Ettner, in denen Krankheiten die äußerlich alleine den Leib belästigen, in denen konkurrierenden nicht also, zudem muss derjenige, wann er es besser erkundiget, seinem ersteren Vorgeben nicht halsstarrig inhärieren, sondern seinen Nächsten zum Besten das Vorteilhaftigere offenbaren, nicht achtende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.845300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4802,"date":1719,"orig":"Was ein Naſe-weiſer Kluͤgling ihn daruͤber aufſetzet, Dies diem docet, wann mein Patron in Carls- Bad ſich divertiren wird, und ich mit GOttes Huͤlffe daſelbſt meine Auffwartung zu thun Erlaubniß erlange, werde ich dieſen Knoten mit aller Vorſichtigkeit aufloͤſen, welches der Nothduͤrfftige obſerviren, und ſo denn bey Gebrauch des Saͤuerlings gleicher Inſtruction ſich bedienen kan; Vielleicht fuͤget es ſich, daß in Beyſeyn Herr Doctor Langhopffs ich davon ein und das andere ruͤgen moͤchte.","norm":"Was ein Nase-weiser Klüglich ihn darüber aufsetzet, dies diem docet, wann mein Patron in Carls-Bad sich divertieren wird, und ich mit Gottes Hilfe daselbst meine Aufwartung zu tun Erlaubnis erlange, werde ich diesen Knoten mit aller Vorsichtigkeit auflösen, welches der Notdürftige observieren, und so denn bei Gebrauch des Säuerlings gleicher Instruktion sich bedienen kann; vielleicht füget es sich, dass in Beisein Herr Doktor Langhopffs ich davon ein und das andere rügen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.724699974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4803,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte: Monſieur Ettner, wenn werden wir denſelben in Eger ſehen?","norm":"Eckart fragte: Monsieur Ettner, wenn werden wir denselben in Eger sehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5100998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4804,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete auffs laͤngſte mit Gottes Huͤlffe in zwey oder drey Tagen, ich werde nun beſorget ſeyn, daß ich in ihren Logiment ein Zimmerlein bekomme, Eckarth verſetzte: Monſieur, er bediene ſich unſer Zimmer, ſo wird auch wohl das Hinter-Stuͤblein ledig ſeyn.","norm":"Ettner antwortete aufs längste mit Gottes Hilfe in zwei oder drei Tagen, ich werde nun besorget sein, dass ich in ihren Logement ein Zimmerlein bekomme, Eckart versetzte: Monsieur, er bediene sich unser Zimmer, so wird auch wohl das Hintere-Stüblein ledig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5329999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4805,"date":1719,"orig":"Ettner bedanckte ſich, ſagende:","norm":"Ettner bedankte sich, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.245299816131592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4806,"date":1719,"orig":"Dieſer Wirth iſt bey meiner Einkehr auch mein Verſorger umbs Geld geweſen.","norm":"Dieser Wirt ist bei meiner Einkehr auch mein Versorger ums Geld gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514699935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4807,"date":1719,"orig":"Nach der Mahlzeit gieng die Compagnie umb die Felder ſpatzieren, und nach genungſamer Divertirung, fuhr Eckarth mit denen Seinigen Ettnern zu baldiger Nachfolge invitirende wieder der Stadt zu.","norm":"Nach der Mahlzeit ging die Compagnie um die Felder spazieren, und nach genungsamer Divertierung, fuhr Eckart mit denen Seinigen Ettnern zu baldiger Nachfolge invitierende wieder der Stadt zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7829999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4808,"date":1719,"orig":"Eckarth ſo bald er in ſein Zimmer kam, ließ den Wirth zu ſich erbitten, und trug ihm Ettners Vorhaben vor, der Wirth replicirte:","norm":"Eckart so bald er in sein Zimmer kam, ließ den Wirt zu sich erbitten, und trug ihm Ettners Vorhaben vor, der Wirt replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8917999267578125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4809,"date":1719,"orig":"Wann er nach Eger kommt/ kehret er jederzeit bey mir ein/ er iſt mein lieber Gaſt, und ich bemuͤhe mich ihn nach Moͤgligkeit zu bedienen.","norm":"Wann er nach Eger kommt / kehret er jederzeit bei mir ein / er ist mein lieber Gast, und ich bemühe mich ihn nach Möglichkeit zu bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.353700160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4810,"date":1719,"orig":"Deß Tages darauff ſchickte Eckarth Andreas hinaus zu Ettnern, nach abgelegter Salutation, ihn zu berichten, daß er bey dem Wirth Proviſion gethan, daß bey ſeiner Ankunfft, die er eher als vorgeſetzt er zu geſchehen wuͤntſchte, alles parat ſeyn wuͤrde:","norm":"Des Tages darauf schickte Eckart Andreas hinaus zu Ettnern, nach abgelegter Salutation, ihn zu berichten, dass er bei dem Wirt Provision getan, dass bei seiner Ankunft, die er eher als vorgesetzt er zu geschehen wünschte, alles parat sein würde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8368000984191895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4811,"date":1719,"orig":"Ettner ließ durch Andreas wieder mit abgelegter Danckſagung vor gehabte Muͤhe, ſeinen ſchuldigen Entpfehl melden, mit Andreas verlaſſende, daß deꝛ Wirth ihme Ubermorgen geliebts GOtt einen ihm bekandten getreuen Porteur ſendẽ wolte.","norm":"Ettner ließ durch Andreas wieder mit abgelegter Danksagung vor gehabte Mühe, seinen schuldigen Entpfehl melden, mit Andreas verlassende, dass der Wirt ihm Übermorgen geliebtes Gott einen ihm bekannten getreuen Porteur senden wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.352399826049805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4812,"date":1719,"orig":"Die von Andreas uͤberbrachte Zeitung war denen Unſrigen gar angenehm.","norm":"Die von Andreas überbrachte Zeitung war denen Unsrigen gar angenehm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.704800128936768} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4813,"date":1719,"orig":"Wie denn auch zu beſtim̃ter Zeit Ettner ſich einſtellte/ ſein Zimmerlein bezog und die Unſrigen beſuchte.","norm":"Wie denn auch zu bestimmter Zeit Ettner sich einstellte / sein Zimmerlein bezog und die Unsrigen besuchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.162899971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4814,"date":1719,"orig":"Den Tag darauff ließ Eckarth den Doctor Langhopff zur Mittags-Mahlzeit invitiren/ der ſich auch zu rechter Zeit einſtellte.","norm":"Den Tag darauf ließ Eckart den Doktor Langhopff zur Mittagsmahlzeit invitieren / der sich auch zu rechter Zeit einstellte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8211002349853525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4815,"date":1719,"orig":"Waͤhrenden Eſſen/ ſprach Eckarth:","norm":"Währenden Essen / sprach Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.227999687194824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4816,"date":1719,"orig":"mein Herr Doctor, hier hat Monſieur Ettner das/ was ſo wohl uns der Herr Doctor des Saͤuerling-Bades wegen geſagt/ als er auch in ſeiner heraus gegebenen Beſchreibung vorgeſtellt/ bey der von mir ausgeſetzter Frage nicht gut heiſſen wollen.","norm":"mein Herr Doktor, hier hat Monsieur Ettner das / was so wohl uns der Herr Doktor des Säuerling-Bades wegen gesagt / als er auch in seiner heraus gegebenen Beschreibung vorgestellt / bei der von mir ausgesetzter Frage nicht gutheißen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259399890899658} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4817,"date":1719,"orig":"Der Medicus antwortete:","norm":"Der Medikus antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.720099925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4818,"date":1719,"orig":"Vielleicht hat er in ferneren Unterſuchen es anders befunden.","norm":"Vielleicht hat er in ferneren Untersuchen es anders befunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.189099788665771} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4819,"date":1719,"orig":"Ettner ſprach:","norm":"Ettner sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.082399845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4820,"date":1719,"orig":"Dieſes in meiner Beſchreibung vorgetragenes vierte Capitel.","norm":"Dieses in meiner Beschreibung vorgetragenes vierte Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.185800075531006} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4821,"date":1719,"orig":"Jn welcherley Kranckheiten und Zufaͤllen Menſchlichen Leibes der Sauerbrunn euſerlich zu gebꝛauchen ſey/ waͤꝛe noͤthig/ daß man eine Eintheilung in denen Zufaͤllen machte/ wo/ wie und welcher geſtalt/ das Bad mit dem Trincken und ohne den Trincken zu adhibiren ſey.","norm":"In welcherlei Krankheiten und Zufällen menschlichen Leibes der Sauerbrunn äußerlich zu gebrauchen sei / wäre nötig / dass man eine Einteilung in denen Zufällen machte / wo / wie und welcher Gestalt / das Bad mit dem trinken und ohne den trinken zu adhibieren sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.951700210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4822,"date":1719,"orig":"Sagte hieruͤber ſeine Meynung die der Medicus approbirte. (NB.","norm":"Sagte hierüber seine Meinung die der Medikus approbierte . (NB.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.760900020599365} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4823,"date":1719,"orig":"Well aber der Austrag/ bey Vorſtellung in Gebrauchung des Carls-Bades ſoll gezeiget werden/ hat der Autor es zweymahl vorzutragen und damit den Leſer beſchwerlich zu ſeyn vor unnoͤthig gehalten.)","norm":"Well aber der Austrag / bei Vorstellung in Gebrauchung des Carls-Bades soll gezeigt werden / hat der Autor es zweimal vorzutragen und damit den Leser beschwerlich zu sein vor unnötig gehalten.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.383999824523926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4824,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach zum Medico, mein Herr Doctor, ich werde laͤngſtens uͤbermorgen unter Goͤttlicher Begleitung von hier abreiſen/ ſage vor deſſen getreuen Rath und Vorſorge vor mich und die Meinigen verbundenen Danck/ mit freundlichen Erſuchen mit dieſer kleinen Erkenntlichkeit/ (druckte ihn ein Gratial in die Hand) guͤnſtig vor lieb zu nehmen.","norm":"Eckart sprach zum Medico, mein Herr Doktor, ich werde längstens übermorgen unter göttlicher Begleitung von hier abreisen / sage vor dessen getreuen Rat und Vorsorge vor mich und die Meinigen verbundenen Dank / mit freundlichen Ersuchen mit dieser kleinen Erkenntlichkeit / (drückte ihn ein Gratial in die Hand) günstig vor lieb zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.965000152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4825,"date":1719,"orig":"Wovor ſich der Medicus bedanckte/ und ihm Gluͤck auf die Reiſe wuͤntſchte; den Tag vor ſeiner Abreiſe wurde Eckaꝛth von den Commendanten auffs herrlichſte tractirt/ von welchen er/ mit verbindlicher Remarque, die groſſe Zuneigung und genoſſene Hoͤflichkeiten gegen den Grafen von Salanin ſonderlich zu ruͤhmen/ und Erbiethung bey Ereignung einiger Gelegenheit ihnen wieder Plaiſir zu erweiſen/ ſie in Goͤttlichen Schutz und Kaͤyſerlichen Gnaden entpfehlende/ Gebuͤhr-ſchuldigſten Abſchied nahm.","norm":"Wovor sich der Medikus bedankte / und ihm Glück auf die Reise wünschte; den Tag vor seiner Abreise wurde Eckart von den Kommandanten aufs herrlichste traktiert / von welchen er / mit verbindlicher Remarque, die große Zuneigung und genossene Höflichkeiten gegen den Grafen von Solanin sonderlich zu rühmen / und Erbietung bei Ereignung einiger Gelegenheit ihnen wieder Plaisir zu erweisen / sie in göttlichen Schutz und kaiserlichen Gnaden empfehlende / Gebühr-schuldigsten Abschied nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.60099983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4826,"date":1719,"orig":"Der Commendante recommendirte ſeine Perſon in guten Andencken hoch-geneigt zu behalten/ und mit denen ſchlechten Tractamenten lieblichſt vor lieb zu nehmen.","norm":"Der Commendante rekommandierte seine Person in guten Andenken hochgeneigt zu behalten / und mit denen schlechten Traktamenten lieblichst vor lieb zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.615600109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4827,"date":1719,"orig":"Nach beyderſeits verſetzten Complimenten gieng Eckarth in Begleitung des Hauptmanns wieder in ſein Quartier/ mit dem abgehenden Hauptmann zuruͤck-gegebenen Entpfehl an den Commendanten; Wie Abends Eckarth mit Ettnern und denen andern ein Pfeiffgen Taback rauchte/ recommandirte er ihme Siegfrieden und Gottharten ſie nicht zu verlaſſen/ u. nach geendigteꝛ Cur nach den Carls- Bad zu begleiten, woſelbſt er ſie in ſeiner Ruͤckkehr von Prag mit GOttes Huͤlffe bey guter Geſundheit anzutreffen verhoffe.","norm":"Nach beiderseits versetzten Komplimenten ging Eckart in Begleitung des Hauptmanns wieder in sein Quartier / mit dem abgehenden Hauptmann zurück-gegebenen Entpfehl an den Kommandanten; wie Abends Eckart mit Ettnern und denen anderen ein Pfeifen Tabak rauchte / rekommandierte er ihm Siegfrieden und Gottharten sie nicht zu verlassen / u. nach geendigter Kur nach den Carls-Bad zu begleiten, woselbst er sie in seiner Rückkehr von Prag mit Gottes Hilfe bei guter Gesundheit anzutreffen verhoffe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.658199787139893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4828,"date":1719,"orig":"Ettner ſprach:","norm":"Ettner sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.082399845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4829,"date":1719,"orig":"GOtt der HErr gebe meinen Patron eine gluͤcklich-geſunde Reiſe/ und vergnuͤgte Retour, unterdeſſen werdẽ wir uns ſchon comportiren und vor ihr Wohlſeyn beten.","norm":"Gott der Herr gebe meinen Patron eine glücklich-gesunde Reise / und vergnügte Retour, unterdessen werden wir uns schon comportiren und vor ihr Wohlsein beten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.826900005340576} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4830,"date":1719,"orig":"Waͤhrender Zeit legte ſich Andreas mit ſeinen noch lebenden Eltern und Geſchwiſtern/ welche ihnen den Seegen mit gaben und tauſend Gluͤckſeeligkeiten zu wuͤntſchten.","norm":"Währender Zeit legte sich Andreas mit seinen noch lebenden Eltern und Geschwistern / welche ihnen den Segen mitgaben und tausend Glückseligkeiten zu wünschten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.28249979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4831,"date":1719,"orig":"Den folgenden Tag nach geſchehenen Abſchieds-Complimenten zwiſchen Eckaꝛthen und den Commendanten/ kam der Jubilierer/ machte gegen unſeꝛe Compagnie ſeine Zuwuͤntſchung, mit Erkundigung wenn es Eckarthen gefiele die Reiſe fortzuſtellen.","norm":"Den folgenden Tag nach geschehenen Abschieds-Komplimenten zwischen Eckarten und den Kommandanten / kam der Jubilierer / machte gegen unsere Compagnie seine Zuwüntschung, mit Erkundigung wenn es Eckarten gefiele die Reise fortzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.227700233459473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4832,"date":1719,"orig":"Monſieur, verſetzte Eckarth/ der Herr beliebe dieſen Mittag mit mir zu ſpeiſen/ unter der Zeit ſoll zu unſer Abreiſe alles beſtellet werden/ damit wir nach vergangener Hitze laͤngſtens umb fuͤnff Uhr von hier abreiſen koͤnnen/ und weil wir die wenige Nacht uͤber hellen Monden-Schein haben/ werden wir unſere Reiſe unter Goͤttlichẽ Geleite foꝛtſetzen/ daß wir Morgen geliebts GOtt gegen Abend in Prage ankom̃en werden:","norm":"Monsieur, versetzte Eckart / der Herr beliebe diesen Mittag mit mir zu speisen / unter der Zeit soll zu unser Abreise alles bestellet werden / damit wir nach vergangener Hitze längstens um fünf Uhr von hier abreisen können / und weil wir die wenige Nacht über hellen Mondenschein haben / werden wir unsere Reise unter Göttlichen Geleite fortsetzen / dass wir Morgen geliebtes Gott gegen Abend in Prage ankommen werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249199867248535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4833,"date":1719,"orig":"Den Jubilierer gefiel der Vortꝛag/ gieng nach der Mahlzeit nach ſeinen Quartier/ machte das Seinige fertig/ wie denn auch bald hernach Eckarth ſeinen Kuffer was eꝛ noͤthig haben moͤchte/ nach dem Poſt-Hauſe ſchickte; da denn in Beyſeyn Andreas alles auffgepacket wuꝛde.","norm":"Den Jubilierer gefiel der Vortrag / ging nach der Mahlzeit nach seinen Quartier / machte das Seinige fertig / wie denn auch bald hernach Eckart seinen Koffer was er nötig haben möchte / nach dem Posthause schickte; da denn in Beisein Andreas alles aufgepackt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.529600143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4834,"date":1719,"orig":"Der Commendante ließ in dem Thore/ wo Eckarth ausfahren wuͤrde/ die ordinaire Wache verdoppeln/ unter Commando des Hauptmanns der Eckarthen Complimentirt hatte; Wie alles fertig war/ nahm Eckarth von denen Seinigen und den Wirth Abſcheid/ befahl auch Gottharten bald nach ſeiner Ausfahrt von dem Obriſten nochmahln in Nahmen ſeiner Abſchied zu nehmen/ die Zuruͤckgelaſſenen begleiteten Eckarthen vor das Poſt-Hauß/ da die Reiſe-Chaiſe mit vier Pferden be��pannet zum Abfahren fertig ſtund.","norm":"Der Commendante ließ in dem Tore / wo Eckart ausfahren würde / die ordinäre Wache verdoppeln / unter Kommando des Hauptmanns der Eckarten komplimentiert hatte; wie alles fertig war / nahm Eckart von denen Seinigen und den Wirt abscheide / befahl auch Gottharten bald nach seiner Ausfahrt von dem Obristen nochmals in Namen seiner Abschied zu nehmen / die Zurückgelassenen begleiteten Eckarten vor das Posthaus / da die Reise-Chaise mit vier Pferden bespannet zum Abfahren fertig stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.686100006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4835,"date":1719,"orig":"Eckarth ſatzte ſich mit den Jubilierer und Andreas auf/ der Poſtillion bließ/ und fuhr fort.","norm":"Eckart setzte sich mit den Jubilierer und Andreas auf / der Postillon blies / und fuhr fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.182600021362305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4836,"date":1719,"orig":"Eckarth rieff zuruͤck/ Adieu lebet wohl/ die Unſrigen machten ihr Devoir.","norm":"Eckart rief zurück / Adieu lebet wohl / die Unsrigen machten ihr Devoir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.041500091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4837,"date":1719,"orig":"Wie Eckarth ans Thor kam/ wurde das Spiel geruͤhrt und ſtunde die Wache im Gewehr/ der Hauptmann faͤlte ſein ‒ ‒ nahete ſich Eckarthen/ und nahm in Nahmen des Commendanten Abſchied mit Gluͤckwuͤntſchung alles Wohlergehens/ in geſchehener Bedanckung regalirte er den Hauptmann mit einen ſilbernen Degen-Faͤß/ mit Erſuchen vor geſchehene Dienſte es wohl aufzunehmen; Der Hauptmann bedanckte ſich/ trat an ſeinen Orth/ im Fortfahren wurffe er in einen Pappier 12. Flor. vor die Wache/ mit Zuruffen/ ſich wohl zu verhalten/ als wann ſie alle Obꝛiſten werden wolten.","norm":"Wie Eckart ans Tor kam / wurde das Spiel gerührt und stand die Wache im Gewehr / der Hauptmann fällte sein ‒ ‒ nahte sich Eckarten / und nahm in Namen des Kommandanten Abschied mit Glückwünschung alles Wohlergehens / in geschehener Bedankung regalierte er den Hauptmann mit einen silbernen Degen-Fäß / mit Ersuchen vor geschehene Dienste es wohl aufzunehmen; der Hauptmann bedankte sich / trat an seinen Ort / im Fortfahren Wurfe er in einen Papier 12. Flor . vor die Wache / mit Zurufen / sich wohl zu verhalten / als wann sie alle Obristen werden wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5802998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4838,"date":1719,"orig":"Nachdem Eckarth abgefahren war/ gieng Gotthart zum Commendanten/ da er denn bey Verlaſſung nach gemachten Reverenz was ihm Eckarth bey ſeiner Abreiſe ausrichtete/ nach Bedanckung von Commandanten gieng Gotthart wiederumb ins Logiment, woſelbſt ſie Zeit ihrer Verweilung ſich in denen vor denen Thoren gelegenen Gaͤrten mit Ettnern und ſeinen guten Freunden und Bekannten erluſtigten:","norm":"Nachdem Eckart abgefahren war / ging Gotthart zum Kommandanten / da er denn bei Verlassung nach gemachten Reverenz was ihm Eckart bei seiner Abreise ausrichtete / nach Bedankung von Kommandanten ging Gotthart wiederum ins Logement, woselbst sie Zeit ihrer Verweilung sich in denen vor denen Toren gelegenen Gärten mit Ettnern und seinen guten Freunden und Bekannten erlustigten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.948599815368652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4839,"date":1719,"orig":"Ettner ſagte einmahl zu Siegfried und Gotthart/ ſie wuͤrden bey inſtehenden Reiſen nicht leichtlich einen Orth finden/ woſelbſt die Jnnwohner gute Muſici, gelehrte Krieges-Erfahrne Perſonen/ kuͤnſtliche Arbeiter und Handwercker ſehen/ als hier in Eger; und wo ſie jemanden wohl bedienen moͤgen eilfertig und willfaͤhrig.","norm":"Ettner sagte einmal zu Siegfried und Gotthart / sie würden bei einstehenden Reisen nicht leichtlich einen Ort finden / woselbst die Inwohner gute Musici, gelehrte Krieges-erfahrene Personen / künstliche Arbeiter und Handwerker sehen / als hier in Eger; und wo sie jemanden wohl bedienen mögen eilfertig und willfährig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.61269998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4840,"date":1719,"orig":"Siegfried regerirte/ ich habe mich nicht wenig verwundert/ daß auch das Frauen-Zimmer der Vocal- und Inſtrumental-Muſic erfahren iſt.","norm":"Siegfried regerirte / ich habe mich nicht wenig verwundert / dass auch das Frauenzimmer der Vocal- und Instrumentalmusik erfahren ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.907599925994873} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4841,"date":1719,"orig":"Meſſ. replicirte Ettner/ die Leuthe ſind hier ſo gewandt/ wann ſie etwas ſehen/ daß einen Vortheil einbringt/ werden ſie nach und nach ſo lange kuͤnſteln/ biß ſie es erlernet haben; und ſo dann nicht ſaͤumig ſeyn ihren Nutzen zu ſuchen/ daß es hier heiſt/ ſtiele was du kanſt/ und laß einem jeden das Seinige. D. Langhopff beſuchte die Zuruͤck-gelaſſenen in waͤhrender Cur, fleiſſig/ und hatte mit Ettnern allerhand Diſcurſe von Kranckheiten und Zufaͤllen/ in welchen der Saͤuerling gute Bey-Huͤlffe gethan haͤtte.","norm":"Mess . replizierte Ettner / die Leute sind hier so gewandt / wann sie etwas sehen / dass einen Vorteil einbringt / werden sie nach und nach so lange künsteln / bis sie es erlernet haben; und so dann nicht säumig sein ihren Nutzen zu suchen / dass es hier heißt / stiele was du kannst / und lass einem jeden das Seinige . D. Langhopff besuchte die Zurück-gelassenen in währender Kur, fleißig / und hatte mit Ettnern allerhand Diskurse von Krankheiten und Zufällen / in welchen der Säuerling gute Beihilfe getan hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6209001541137695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4842,"date":1719,"orig":"Das XX. Capitel.","norm":"Das XX. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.286699771881103} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4843,"date":1719,"orig":"Eckarth kommt in Garpa an/ wird von Hauptmañ Kronau empfangen/ fahren zum General, der Eckarthen empfaͤngt/ welchem Kronau das vor ihm beſtellte Quartier anweiſet/ Eckarth ruͤhmet gegen den General die gute Conduite des Commendanten in Eger/ die Generalin erzehlet Eckarthen die Execution an des Grafen Conti Amme geſchehen.","norm":"Eckart kommt in Garpa an / wird von Hauptmann Kronau empfangen / fahren zum General, der Eckarten empfängt / welchem Kronau das vor ihm bestellte Quartier anweiset / Eckart rühmet gegen den General die gute Konduite des Kommandanten in Eger / die Generalin erzählt Eckarten die Exekution an des Grafen Conti Amme geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36269998550415} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4844,"date":1719,"orig":"Kronau reiſet nach Carnia, die auf deſſen Beylager fahrende Compagnie/ wird von dem Commendanten in Carnia und denen Seinigen eingeholet/ empfangen/ und mit Bewirthung wohl accommodiret; Kronau wird mit Fraͤulein Soluçka getrauet/ die Compagnie divertiret ſich mit allerhand geziemenden Ergoͤtzungen.","norm":"Kronau reiset nach Carnia, die auf dessen Beilager fahrende Compagnie / wird von dem Kommandanten in Carnia und denen Seinigen eingeholt / empfangen / und mit Bewirtung wohl akkommodieret; Kronau wird mit Fräulein Solucka getrauet / die Compagnie divertieret sich mit allerhand geziemenden Ergötzungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331500053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4845,"date":1719,"orig":"Die Garpiſche Geſellſchafft wird von der Carniſchen nach Garpa begleitet.","norm":"Die Garpische Gesellschaft wird von der Karnischen nach Garpa begleitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.068099975585937} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4846,"date":1719,"orig":"Frage des Generals von verdeckten Briefen wiꝛd von Eckarthen und was dabey zu thun ſey beantwortet.","norm":"Frage des Generals von verdeckten Briefen wird von Eckarten und was dabei zu tun sei beantwortet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.064000129699707} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4847,"date":1719,"orig":"Die Carniſchen Begleiter/ werden von Graf Salanin und Kronau wohl tractiret/ nehmen Abſchied/ und reiſen wider zuruͤck.","norm":"Die Karnischen Begleiter / werden von Graf Solanin und Kronau wohl traktiert / nehmen Abschied / und reisen wieder zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.30079984664917} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4848,"date":1719,"orig":"Eckarth uͤbergiebet denen Ehe-Leuthen das Hochzeit-Geſchencke/ welche vom General Erlaubniß bekommen Eckarthen nach den Carls-Bad zu begleiten.","norm":"Eckart übergibt denen Eheleuten das Hochzeitgeschenke / welche vom General Erlaubnis bekommen Eckarten nach den Karlsbad zu begleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.855000019073486} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4849,"date":1719,"orig":"Der wird bey ſeinem Abſchied vom General mit deſſen Portrait beſchencket.","norm":"Der wird bei seinem Abschied vom General mit dessen Porträt beschenket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.688600063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4850,"date":1719,"orig":"Eckarths Anrede und Bedanckung.","norm":"Ekarts Anrede und Bedankung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889200210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4851,"date":1719,"orig":"Die Compagnie faͤhꝛet den Carls- Bad zu/ woſelbſt ſie den dritten Tag anlanget/ und ihr von Siegfried und Gottharts bedungene Logimenter beziehet/ die ihre Abfahrt von Eger ins Carls-Bad Eckarthen erzehlen.","norm":"Die Compagnie fährt den Carls-Bad zu / woselbst sie den dritten Tag anlanget / und ihr von Siegfried und Gottharts bedungene Logimenter bezieht / die ihre Abfahrt von Eger ins Karlsbad Eckarten erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.548500061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4852,"date":1719,"orig":"Eckarth bedancket ſich gegen Ettnern der Accompagnirung halber.","norm":"Eckart bedanket sich gegen Ettnern der Akkompagnierung halber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.538599967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4853,"date":1719,"orig":"Ettners Gegen-Rede.","norm":"Ettners Gegenrede.","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.625999927520752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4854,"date":1719,"orig":"Eckarth tractirt die Garpiſche Geſellſchafft/ welche Ettner auf die Wieſe fuͤhret/ und ihnen erzehiet/ wie dieſe wohl-angebauete Revier vor 30. Jahren ein lehrer und wuͤſter Platz geweſen.","norm":"Eckart traktiert die Garpische Gesellschaft / welche Ettner auf die Wiese führt / und ihnen erzehiet / wie diese wohl-angebaute Revier vor 30. Jahren ein Lehrer und wüster Platz gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.695000171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4855,"date":1719,"orig":"Die Compagnie insgeſammt machen mit dem Traitteur der Tractirung halber einen Accord.","norm":"Die Compagnie insgesamt machen mit dem Traiteur der Traktierung halber einen Akkord.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.200699806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4856,"date":1719,"orig":"Ettner fuͤhret ſie auf einen andern ehemahls wuͤſten nun aber mit Haͤuſer und Stallung wohl bebaueten Orth.","norm":"Ettner führt sie auf einen anderen ehemals wüsten nun aber mit Häuser und Stallung wohl bebauten Ort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4604997634887695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4857,"date":1719,"orig":"Von dar beſehen ſie den Brudel/ der vor Zeiten durch ſein Ausſtoſſend ſied-heiſſen Waſſers Schaden gethan hat.","norm":"Von dar besehen sie den Brudel / der vor Zeiten durch sein ausstoßend siedendheißen Wassers Schaden getan hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.639500141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4858,"date":1719,"orig":"Diſcours von den Muͤhl-Bad/ wie und auf was Weiſe der an denen Geleiten angeleate Bade-Stein werde/ und wachſe/ erzehlet Ettner/ fuͤhren allerhand Schertz-Reden unter einander.","norm":"Discours von den Mühlbad / wie und auf was Weise der an denen Geleiten angeleate Badestein werde / und wachse / erzählt Ettner / führen allerhand Scherz-Reden untereinander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.116000175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4859,"date":1719,"orig":"Ettner benennet die Mineralien/ welche das Carls-Bad mit ſich fuͤhret; und giebt ſeine Meynung/ woher des Carls-Bad hefftige Hitze komme.","norm":"Ettner benennet die Mineralien / welche das Karlsbad mit sich führt; und gibt seine Meinung / woher des Karlsbad heftige Hitze komme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.311299800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4860,"date":1719,"orig":"Eckarths Zweifel davon/ loͤſet Ettner auf/ durch eigene Erfahrung/ er zeiget ihnen Felſen aus welchen ein Saltz-Waſſer ſieget/ woraus das Saltz-Bad gemacht wird.","norm":"Ekarts Zweifel davon / löset Ettner auf / durch eigene Erfahrung / er zeiget ihnen Felsen aus welchen ein Salzwasser sieget / woraus das Saltz-Bad gemacht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.61959981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4861,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende fahren aus die Schwefel-Ertze und deren Gruben zu beſchauen zu welchen ſie der Werck-Meiſter durch ſeinen Sohn fuͤhren laͤſſet.","norm":"Unsere Reisende fahren aus die Schwefel-Erze und deren Gruben zu beschauen zu welchen sie der Werkmeister durch seinen Sohn führen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457799911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4862,"date":1719,"orig":"Eckarths Frage von dem Muͤhl-Bad und den Brudel/ wird von Ettnern beantwortet und ventilirt/ warm und kaltes Waſſer beyſammen liegend.","norm":"Ekarts Frage von dem Mühlbad und den Brudel / wird von Ettnern beantwortet und ventiliert / warm und kaltes Wasser beisammen liegend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.445899963378906} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4863,"date":1719,"orig":"GOttes Wunder ſind nicht zu begreiffen.","norm":"Gottes Wunder sind nicht zu begreifen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.965100049972534} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4864,"date":1719,"orig":"Eckarth kaufft von denen aus den Brudel gehauenen Stein-Anſatz ausgearbeiteten Kunſt-Stuͤcken.","norm":"Eckart kauft von denen aus den Brudel gehauenen Stein-Ansatz ausgearbeiteten Kunststücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.734600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4865,"date":1719,"orig":"DEs andeꝛn Tages nachdem Eckaꝛth Tages vorhero von Eger abgereiſet war/ Abends umb 5. Uhr gelangte er mit dem Jubilierer und Andreas in Garpa an/ da denn bey dem Poſt-Hauſe der Hauptmann Kronau mit des Generals Chaiſe auf ihn wartete/ der Eckarthen auffs hoͤflichſte empfieng/ und nachdem der Poſt-Verwalter Herrn Eckarths Sachen/ biß zur Abholung in Verwahrung zu halten erſuchet wurde/ fuhr Eckarth mit Hauptmann Kronau zum General, da denn dieſe beyde Herren einander mit tauſendfachen Freuden-Bezeugungen empfiengen.","norm":"Des andern Tages nachdem Eckart Tages vorher von Eger abgereist war / Abends um 5. Uhr gelangte er mit dem Jubilierer und Andreas in Garpa an / da denn bei dem Posthause der Hauptmann Kronau mit des Generals Chaise auf ihn wartete / der Eckarten aufs höflichste empfing / und nachdem der Post-Verwalter Herrn Ekarts Sachen / bis zur Abholung in Verwahrung zu halten ersuchet wurde / fuhr Eckart mit Hauptmann Kronau zum General, da denn diese beide Herren einander mit tausendfachen Freudenbezeugungen empfingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5665998458862305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4866,"date":1719,"orig":"Der General hatte in einem Hauſe neben ihn vor Eckarthen einige Zimmer praͤchtig ausmeubiliren und deſſen Sachen von der Poſt durch ſeine Leuthe dahin tragen laſſen; Wie nun Eckarth von Kronau eingefuͤhret und daſelbſt zu logiren angewieſen wurde/ verwunderte er ſich ſagende:","norm":"Der General hatte in einem Hause neben ihn vor Eckarten einige Zimmer prächtig ausmeubiliren und dessen Sachen von der Post durch seine Leute dahin tragen lassen; wie nun Eckart von Kronau eingeführt und daselbst zu logieren angewiesen wurde / verwunderte er sich sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.970399856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4867,"date":1719,"orig":"Mein worzu hat ihm der Graf ſo viel Muͤhe meinetwegen gemacht?","norm":"Mein wozu hat ihm der Graf so viel Mühe meinetwegen gemacht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292399883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4868,"date":1719,"orig":"Eckarth ſchickte Tages darauff Andreas zum Jubilierer/ mit freundlichen Erſuchen/ die behandelte Waaren ihm in ſein Logiment zu liefern/ und das uͤbrige Geld zu empfangen/ ſo auch iñerhalb zwey Stunden geſchach.","norm":"Eckart schickte Tages darauf Andreas zum Jubilierer / mit freundlichen Ersuchen / die behandelte Waren ihm in sein Logement zu liefern / und das übrige Geld zu empfangen / so auch innerhalb zwei Stunden geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.57919979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4869,"date":1719,"orig":"Der Jubilierer bedanckte ſich vor gute Contentirung und nahm ſein gegebenes Scheinlein zuruͤck.","norm":"Der Jubilierer bedankte sich vor gute Contentirung und nahm sein gegebenes Scheinlein zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.322000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4870,"date":1719,"orig":"Wie Eckarth Mittags beym General ſpeiſete/ bedanckte er ſich vor gnaͤdige doch unverdiente Vorſorge/ zugleich erzehlende die ruͤhmliche Conduite des Commendanten in Eger/ der General laͤchelte und ſprach:","norm":"Wie Eckart Mittags beim General speiste / bedankte er sich vor gnädige doch unverdiente Vorsorge / zugleich erzählende die rühmliche Konduite des Kommandanten in Eger / der General lächelte und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.233200073242187} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4871,"date":1719,"orig":"Gelt! ich habe den Herrn Bruder bekommen.","norm":"Geld! ich habe den Herrn Bruder bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.606800079345703} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4872,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte:","norm":"Eckart sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.717100143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4873,"date":1719,"orig":"ich werde mich kuͤnfftiger Zeit beſſer in acht nehmen.","norm":"ich werde mich künftiger Zeit besser in Acht nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826099872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4874,"date":1719,"orig":"Die Generalin fragte ihn/ warumb er ſeine lieben Herren Soͤhne nicht mitbracht haͤtte?","norm":"Die Generalin fragte ihn / warum er seine lieben Herren Söhne nicht mitbracht hätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.399199962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4875,"date":1719,"orig":"Eckarth antwortete: Sie bedienen ſich der Sauerbrunn- Cur; weswegen ich ſie zuruͤck gelaſſen habe.","norm":"Eckart antwortete: Sie bedienen sich der Sauerbrunn-Kur; weswegen ich sie zurückgelassen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241600036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4876,"date":1719,"orig":"Darauff erzehlte ſie ihm/ wie ihr Herr Gemahl an den Grafen Conti ſeines Herrleins wegen geſchrieben/ und ihn die Urſache deſſen ploͤtzlichen Todes berichtet haͤtte/ da denn die Amme noch im Leben/ aber ſehr kranck geweſen/ die es auch auf ſcharffe Befragung es ſo fort zugeſtanden/ daß wegen des verdrießlichen Schreyens ſie aus Boßheit dem Kinde eine lange Neh-Nadel ins Blaͤttlein tieff hinein geſtochen haͤtte/ worauff es geſtorben waͤre/ der Graf haͤtte die Amme gerne auffs euſerſte martern laſſen/ allein weil er ſich befuͤrchtete/ die Kranckheit moͤchte ihr eher das Garaus machẽ/ als die Execution an ihr zu vollſtrecken; ſie wurde laut eingeholten Urtheils auf einer Schleiffe/ auf welcher eine rohe Kuͤh-Haut lag/ auf den Richt-Platz gefuͤhret/ daſelbſt ihr die rechte Hand mit welcher ſie die That verrichtet hatte/ mit dem Beile abgehauen/ hernach Armen und Fuͤſſe mit dem Rade zerſtoſſen/ und weil ſie in waͤhrender Execution ſtarb/ wurde der Coͤrper auff einen Holtz-Stoß geworffen/ zu Aſche verbrennet/ und dieſelbe in den vorbeyflieſſenden Fluß Daloumia geſchuͤttet.","norm":"Darauf erzählte sie ihm / wie ihr Herr Gemahl an den Grafen Conti seines Herrleins wegen geschrieben / und ihn die Ursache dessen plötzlichen Todes berichtet hätte / da denn die Amme noch im Leben / aber sehr krank gewesen / die es auch auf scharfe Befragung es so fort zugestanden / dass wegen des verdrießlichen Schreiens sie aus Bosheit dem Kinde eine lange Nähnadel ins Blättlein tief hinein gestochen hätte / worauf es gestorben wäre / der Graf hätte die Amme gerne aufs äußerste martern lassen / allein weil er sich befürchtete / die Krankheit möchte ihr eher das Garaus machen / als die Exekution an ihr zu vollstrecken; sie wurde laut eingeholten Urteils auf einer Schleife / auf welcher eine rohe Kühhaut lag / auf den Richtplatz geführt / daselbst ihr die rechte Hand mit welcher sie die Tat verrichtet hatte / mit dem Beile abgehauen / hernach Armen und Füße mit dem Rade zerstoßen / und weil sie in währender Exekution starb / wurde der Körper auf einen Holzstoß geworfen / zu Asche verbrennet / und dieselbe in den vorbeifließenden Fluss Daloumia geschüttet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.529099941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4877,"date":1719,"orig":"Beyneben laͤſt der Graf gegen meinen Herrn mit Beyſendung eines ſchuldigen Entpfehls ſich zum verpflichteſten guter Nachricht halben bedancken.","norm":"Beyneben lässt der Graf gegen meinen Herrn mit Beysendung eines schuldigen Entpfehls sich zum Verpflichtesten guter Nachricht halben bedanken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.775700092315674} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4878,"date":1719,"orig":"Eckarth erſchrack und ſprach: dieſe Execution iſt erſchrecklich/ die arme Suͤnderin mag wenig gefuͤhlet haben; Es wird manches Boßhafftiges Geſinde ein Exempel daran nehmen.","norm":"Eckart erschrak und sprach: Diese Exekution ist erschrecklich / die arme Sünderin mag wenig gefühlt haben; es wird manches Boshaftes Gesinde ein Exempel daran nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256199836730957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4879,"date":1719,"orig":"Hauptmann Kronau, der bey Eckarthen/ ſo wohl im Nahmen ſeiner Vertrauten als ſeiner ſelbſt/ die ſchuldige Reverenz abgeleget hatte/ ruͤſtete ſich nach erhaltener Erlaubniß von dem General nach Carnia zu reiſen/ umb allda Eckarths Ankunfft in Garpa zu wiſſen zu thun/ und alle Anſtalt dergleichen vornehme und liebe Gaͤſte zu bewirthen zu machen/ die auch innerhalb 6. Tagen mit einer groſ- Svite ſich daſelb einſtellten/ da denn eine Meile von Carnia ſie von den alten Herrn Soluçki und Hauptmann Kronau, eine halbe Meile aber von dem Orte/ von der alten Frau Soluçka, dem verlobten Fraͤulein und den jungen Soluçki empfangen/ mit groſſer Pracht und Freuden- Bezeugungen in Carnia gefuͤhret und mit bequemen wohl ausmeubilirten Zimmern accommodirt wurden.","norm":"Hauptmann Kronau, der bei Eckarten / so wohl im Namen seiner Vertrauten als seiner selbst / die schuldige Reverenz abgelegt hatte / rüstete sich nach erhaltener Erlaubnis von dem General nach Carnia zu reisen / um allda Ekarts Ankunft in Garpa zu wissen zu tun / und alle Anstalt dergleichen vornehme und liebe Gäste zu bewirten zu machen / die auch innerhalb 6. Tagen mit einer gros-Svite sich dasselbe einstellten / da denn eine Meile von Carnia sie von den alten Herrn Solucki und Hauptmann Kronau, eine halbe Meile aber von dem Orte / von der alten Frau Solucka, dem verlobten Fräulein und den jungen Solucki empfangen / mit großer Pracht und Freuden-Bezeugungen in Carnia geführt und mit bequemen wohl ausmeubilirten Zimmern akkommodiert wurden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.136899948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4880,"date":1719,"orig":"Den dritten Tag hernach als den 25. Julii wurde Hauptmann Kronau mit ſeiner verlobten Fraͤulein in der Schloß-Capelle getrauet und vermaͤhlet.","norm":"Den dritten Tag hernach als den 25. Julii wurde Hauptmann Kronau mit seiner verlobten Fräulein in der Schlosskapellen getrauet und vermählet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183599948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4881,"date":1719,"orig":"Und dieweil das Beylager/ zumahln zu einer Freuden-vollen Zeit geſchahe/ erluſtirten ſich das neue Ehe-Paar mit denen anweſenden hohen Gaͤſten in dem daſelbſt Wunder-ſchoͤnen Garten/ und dem biß zur Verwunderung herrlich auffgebaueten Garten- Hauſe/ mit tauſenderley Ergoͤtzungen und erfreulichen Diſcurſen.","norm":"Und dieweil das Beilager / zumal zu einer Freudenvollen Zeit geschah / erlustierten sich das neue Ehepaar mit denen anwesenden hohen Gästen in dem daselbst Wunderschönen Garten / und dem bis zur Verwunderung herrlich aufgebauten Garten-Hause / mit tausenderlei Ergötzungen und erfreulichen Diskursen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.672999858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4882,"date":1719,"orig":"Dieſe ungemein vertraute Vergnuͤgung daurte in die 8. Tage lang; nach welchen die hohe Garpiſche Compagnie von den alten General Soluçki, deſſen Gemahlin/ Frau Tochter/ lieben Eydam und den jungen Vetter Soluçki vergeſellſchafftet nach Garpa begleitet wurde.","norm":"Diese ungemein vertraute Vergnügung dauerte in die 8. Tage lang; nach welchen die hohe Garpische Compagnie von den alten General Solucki, dessen Gemahlin / Frau Tochter / lieben Eidam und den jungen Vetter Solucki vergesellschaftet nach Garpa begleitet wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.817399978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4883,"date":1719,"orig":"Unterwegens fieng der Graf von Salanin an Eckarthen zu fragen/ was er von denen verdeckten fameuſen Briefen hielte/ und wie man ſich hierinnen verhalten ſolte judicirte?","norm":"Unterwegs fing der Graf von Solanin an Eckarten zu fragen / was er von denen verdeckten fameusen Briefen hielte / und wie man sich hierinnen verhalten sollte judizierte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.054900169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4884,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte/ wie ſo mein Herr Graf?","norm":"Eckart replizierte / wie so mein Herr Graf?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.604000091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4885,"date":1719,"orig":"Der General veꝛſetzte:","norm":"Der General versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.51039981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4886,"date":1719,"orig":"Es iſt von ohngefehr/ meinem Verwandten einen/ dergleichen zugeſendet worden/ den er mir in Vertrauen gezeiget/ und mich was zu thun befraget:","norm":"Es ist von ungefähr / meinem Verwandten einen / dergleichen zugesendet worden / den er mir in Vertrauen gezeigt / und mich was zu tun befraget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.842400074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4887,"date":1719,"orig":"Jch habe ihn den Rath gegeben/ Niemanden etwas davon zu ſagen/ vielleicht koͤnte er der Verlaͤumbder deſto eher kundig werden/ alsdenn wuͤrde man der Revenge wegen einen Schluß machen.","norm":"Ich habe ihn den Rat gegeben / Niemanden etwas davon zu sagen / vielleicht könnte er der Verleumder desto eher kundig werden / alsdann würde man der Revenge wegen einen Schluss machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4888,"date":1719,"orig":"Er iſt nach der Zeit wieder zu mir kommen/ und geſagt/ daß er den Couvert-Schreiber/ den Deviſe-Erfinder/ den Zeitungs-Schreiber und die angewoͤhnte Sprichworts-Pflegerin erforſchet haͤtte/ er wuͤrde ſich noch weiter bemuͤhen und Unterſuchung thun/ bittende ihme mit einem getreuen Rath zu aſſiſtiren.","norm":"Er ist nach der Zeit wieder zu mir kommen / und gesagt / dass er den Couvert-Schreiber / den Devise-Erfinder / den Zeitungsschreiber und die angewöhnte Sprichworts-Pflegerin erforschet hätte / er würde sich noch weiter bemühen und Untersuchung tun / bittende ihm mit einem getreuen Rat zu assistieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916200160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4889,"date":1719,"orig":"Was vermeynt nun der Herr Bruder/ wie man bey geſtalter Gelegenheit verfahren ſoll; Eckarth ſprach:","norm":"Was vermeint nun der Herr Bruder / wie man bei gestalter Gelegenheit verfahren soll; Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.662600040435791} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4890,"date":1719,"orig":"Es geſchach ehemahls meinem Cameraden gleicher Poſſen/ der wolte aus der Haut fahren/ und die von ihm ihn vermuthende Perſon mit tauſen Paſtonaden tractiren.","norm":"Es geschah ehemals meinem Kameraden gleicher Possen / der wollte aus der Haut fahren / und die von ihm ihn vermutende Person mit taufen Pastonaden traktieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.037899971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4891,"date":1719,"orig":"Jch muſte ſeiner lachen/ zu ihm ſagende: Bruder was aͤrgerſt du dich uͤber ein mit Schmaͤh-Worten angeſchriebenes Pappier/ du kanſt einen Unſchuldigen verletzen/ und den Schuldigen noch wohl veneriren.","norm":"Ich musste seiner lachen / zu ihm sagende: Bruder was ärgerst du dich über ein mit Schmähworten angeschriebenes Papier / du kannst einen Unschuldigen verletzen / und den Schuldigen noch wohl venerieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.247700214385986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4892,"date":1719,"orig":"Du biſt ja in Nuͤrnberg geweſen/ daſelbſt wirſt du auff den Roßmarckt an einen Gewuͤrtz-Kram ein gemahltes Zeichen oder Bild/ mit ſieben in einen Kreiß herumb ſpringenden Kindern/ mit der Oberſchrifft: Bey denen ſieben naͤrriſchen Kindern/ geſehen haben.","norm":"Du bist ja in Nürnberg gewesen / daselbst wirst du auf den Rossmarkt an einen Gewürz-Kram ein gemaltes Zeichen oder Bild / mit sieben in einen Kreis herum springenden Kindern / mit der Oberschrift: Bei denen sieben närrischen Kindern / gesehen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.705399990081787} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4893,"date":1719,"orig":"Mein Camerad wurde compoſter/ fieng an zu lachen und ſprach zu mir: Bruder du haſt recht/ ich werde dieſe Cavillatores ſtolidioris experientiæ conſummatos verachten/ biß ſich einer vorzeigen wird/ dann werde ich ſchon wiſſen was ich thun werde.","norm":"Mein Kamerad wurde Komposte / fing an zu lachen und sprach zu mir: Bruder du hast recht / ich werde diese Cavillatores stolidioris experientiae consummatos verachten / bis sich einer vorzeigen wird / dann werde ich schon wissen was ich tun werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.033899784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4894,"date":1719,"orig":"Bruder replicirte ich.","norm":"Bruder replizierte ich.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.665299892425537} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4895,"date":1719,"orig":"Jedermann unter uns weiß wie du dich allezeit verhalten/ und des Deinen abgewartet haſt/ laß die ſieben naͤrriſche Kinder fahren/ es iſt ein Gemaͤhlde/ du wirſt deine Glorie wohl behalten und nicht noͤthig haben den von dem Calumnianten ausgegeifferten uͤbꝛigen Æſtim zu ſuchen/ du haſt keiner Hoff-Meiſter von noͤthen/ wann du unter eine Zucht Eſel kaͤmeſt/ und trette dich ein ſo hoch-geoͤhrtes Muͤller-Pferd/ wolteſt du dich denn mit gleicher Rache an ihn revengiren/ wuͤrden die Adſtantes dich nicht auslachen/ und dich in gleiche Sorte ſetzen: nimm die Scartecke, gib ſie einen Troß- Buben/ und laß ſie ihn mit ſeinen Excretis poſteriorum anfuͤllen/ und dahin ſecretiren/ wo die Radimenta meiſter Mußard ausfuͤhrer.","norm":"Jedermann unter uns weiß wie du dich allezeit verhalten / und des Deinen abgewartet hast / lass die sieben närrische Kinder fahren / es ist ein Gemälde / du wirst deine Glorie wohl behalten und nicht nötig haben den von dem Calumnianten ausgegeifferten übrigen Aestim zu suchen / du hast keiner Hofmeister vonnöten / wann du unter eine Zucht Esel kämest / und trete dich ein so hoch-geöhrtes Müller-Pferd / wolltest du dich denn mit gleicher Rache an ihn revengiren / würden die Adstantes dich nicht auslachen / und dich in gleiche Sorte setzen: nimm die Skartecke, gib sie einen Tross-Buben / und lass sie ihn mit seinen Excretis posteriorum anfüllen / und dahin sekretieren / wo die Radimenta Meister Mußard Ausführer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.41319990158081} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4896,"date":1719,"orig":"Laß dir ja keine Schlaff-loſe Naͤchte weiter machen.","norm":"Lass dir ja keine Schlaff-lose Nächte weiter machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.99399995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4897,"date":1719,"orig":"Dergleichen Ehr-loſe Calumnianten beweiſen, daß ſie Kinder der Narrheit und Lehrlinge der Thorheit ſeyn.","norm":"Dergleichen Ehrlose Calumnianten beweisen, dass sie Kinder der Narrheit und Lehrlinge der Torheit sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.848999977111816} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4898,"date":1719,"orig":"Der General replicirte, der Herr Bruder hat mir ſchon Licht gegeben.","norm":"Der General replizierte, der Herr Bruder hat mir schon Licht gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.338600158691406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4900,"date":1719,"orig":"Wie gluͤckſeelig iſt nun der Verlaͤumbde vor dem Verlaͤumbder.","norm":"Wie glückselig ist nun der Verleumde vor dem Verleumder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"tr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.006700038909912} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4901,"date":1719,"orig":"Herr Bruder, verſetzte der General, behuͤte mich mein JEſus vor dergleichen Beginnen.","norm":"Herr Bruder, versetzte der General, behüte mich mein Jesus vor dergleichen Beginnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.038000106811523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4902,"date":1719,"orig":"Denn wo GOtt Richter iſt, wer will mit dem auskommen, heute lebe ich und ſolte einer ſolchen hundiſchen Luſt wegen, wann ich darinnen ſtuͤrbe, ewig verdammt ſeyn.","norm":"Denn wo Gott Richter ist, wer will mit dem auskommen, heute lebe ich und sollte einer solchen hündischen Lust wegen, wann ich darinnen stürbe, ewig verdammt sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.571800231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4903,"date":1719,"orig":"Nein tanti penitere non deſidero:","norm":"Nein tanti penitere non desidero:","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"ms","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":6.553199768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4904,"date":1719,"orig":"ich ſage verbundneſten Danck, die letztere Revenge halte ich vor die ſicherſte und beſte.","norm":"ich sage verbundensten Dank, die letztere Revenge halte ich vor die sicherste und beste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.025599956512451} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4905,"date":1719,"orig":"Wie nun die Hohe Geſellſchafft in Garpa ankam, logirten ſich die aus Carnia bey Hauptmann Kronau ein, und wurden den erſten Tag ihrer Ankunfft von dem General und Commendanten in Garpa Grafen von Salanin manifiqv tractiret, den andern Tag hernach hielt Hauptmann Kronau eine vortrefliche pompeuſe Heimfuͤhrung.","norm":"Wie nun die hohe Gesellschaft in Garpa ankam, logierten sich die aus Carnia bei Hauptmann Kronau ein, und wurden den ersten Tag ihrer Ankunft von dem General und Kommandanten in Garpa Grafen von Solanin manifiqv traktiert, den anderen Tag hernach hielt Hauptmann Kronau eine vortreffliche pompeuse Heimführung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717700004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4906,"date":1719,"orig":"Nach 6. Tagen fuhr der General in Carnia, nachdem er denen beyden jungen Ehe-Leuthen ſeinen Vaͤterlichen Seegen gegeben, und von Eckarthen Abſchied genommen hatte, mit ſeiner Gemahlin wieder in die ihm anvertraute Veſtung Carnia.","norm":"Nach 6. Tagen fuhr der General in Carnia, nachdem er denen beiden jungen Eheleuten seinen väterlichen Segen gegeben, und von Eckarten Abschied genommen hatte, mit seiner Gemahlin wieder in die ihm anvertraute Festung Carnia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.522500038146973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4907,"date":1719,"orig":"Als Eckarth ſich nun auch wegfertig hielt, und das Hochzeit-Geſchenck bey der Heimfuͤhrung denen beyden jungen Ehe-Leuthen mit aller Ehr und Danck-Bezeugungen genoſſener hoher Gunſt bereits uͤberreichet hatte, wolte die Frau Kronauin, zumahl ſie noch die Luſt- und Spiel- Wochen hielte, mit ihren Gemahl, anders er vom General Erlaubniß erlangen koͤnte, Eckarthen das Geleite biß ins Carls-Bad geben, umb ſich deſſen daſelbſt zu ihren Wohlſeyn zu gebrauchen.","norm":"Als Eckart sich nun auch wegfertig hielt, und das Hochzeitgeschenk bei der Heimführung denen beiden jungen Eheleuten mit aller Ehre und Dankbezeugungen genossener hoher Gunst bereits überreichet hatte, wollte die Frau Kronauin, zumal sie noch die Lust- und Spiel-Wochen hielte, mit ihren Gemahl, anders er vom General Erlaubnis erlangen könnte, Eckarten das Geleite bis ins Karlsbad geben, um sich dessen daselbst zu ihren Wohlsein zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.57829999923706} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4908,"date":1719,"orig":"Der General dieſes erfahrend, ſagte, Monſieur Kronau erlaube ich vier Wochen lang ſich ſeiner Bequemlichkeit zu gebrauchen, bevoraus ſich zur Kronauin wendende:","norm":"Der General dieses erfahrend, sagte, Monsieur Kronau erlaube ich vier Wochen lang sich seiner Bequemlichkeit zu gebrauchen, bevoraus sich zur Kronauin wendende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.269000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4909,"date":1719,"orig":"Wann die jungen Weiberchen luͤſtern werden, und ich der verwegerenden Licenz halber mich kuͤnfftiger Gevatterſchafft ſolte verluſtig machen wuͤrde ich mich Lebenslang daruͤber betruͤben: Reiſet in GOttes Nahmen, meine aͤltiſte Tochter ſoll euch beyden Geſellſchafft leiſten, vergeſſet auch das Ruͤck-kehren nicht, und ſtellet euch nach ausgeſetzter Zeit wieder allhier ein.","norm":"Wann die jungen Weiberchen lüstern werden, und ich der wegernden Lizenz halber mich künftiger Gevatterschaft sollte verlustig machen würde ich mich Lebenslang darüber betrüben: Reiset in Gottes Namen, meine älteste Tochter soll euch beiden Gesellschaft leisten, vergesset auch das Rück-Kehren nicht, und stellet euch nach ausgesetzter Zeit wieder allhier ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.266900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4910,"date":1719,"orig":"Hauptmann Kronau bedanckte ſich auffs gehorſamſte vor hohe u. gnaͤdige Erlaubniß, und ſeine Gemahlin ſprach: Gnaͤdiger Herr Vater, wir werden, ſo uns GOTT der HErr Geſundheit verleihet, die Zeit der Widerkehr gantz eigentlich in acht nehmen.","norm":"Hauptmann Kronau bedankte sich aufs gehorsamste vor hohe u. gnädige Erlaubnis, und seine Gemahlin sprach: Gnädiger Herr Vater, wir werden, so uns GOTT der Herr Gesundheit verleihet, die Zeit der Widerkehr ganz eigentlich in Acht nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35099983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4911,"date":1719,"orig":"Hiermit ſtund der General auf, ſich zu Eckarthen kehrend, und ſagte:","norm":"Hiermit stand der General auf, sich zu Eckarten kehrend, und sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.016900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4912,"date":1719,"orig":"Nun Hochgeliebteſter Herr Bruder, dieſe wird nun vielleicht unſere Letzte Zuſammenkunfft geweſen ſeyn, und weil derſelbe meinem Zimmer die Ehre gethan, ſein Contrafait einzuſetzen, ſo kan ich in Betrachtung aller Gunſt-erzeigender Converſation nicht umhin, dich mit dieſem Kuß (indem fiel er ihn umb den Halß und kuͤßte ihn) zu letzen, und zum immer-waͤhrenden Andencken dir dieſes mein Portrait (welches von groſſen Werth war) anzuvertrauen, vergoͤnnet uns der Himmel einander nicht mehr in dieſer Welt mit Leiblichen Augen zu ſehen, ſo unterlaſſe doch nicht, mich zuweilen mit deren Gemuͤths-Augen, welche ein angenehmer Brief von dir mein Hertzens-Bruder vorbilden wird, an dir zu ergoͤtzen.","norm":"Nun Hochgeliebtester Herr Bruder, diese wird nun vielleicht unsere letzte Zusammenkunft gewesen sein, und weil derselbe meinem Zimmer die Ehre getan, sein Contrafait einzusetzen, so kann ich in Betrachtung aller Gunst-erzeigender Conversation nicht umhin, dich mit diesem Kuss (indem fiel er ihn um den Hals und küsste ihn) zu letzen, und zum immerwährenden Andenken dir dieses mein Porträt (welches von großen Wert war) anzuvertrauen, vergönnet uns der Himmel einander nicht mehr in dieser Welt mit leiblichen Augen zu sehen, so unterlasse doch nicht, mich zuweilen mit deren Gemütsaugen, welche ein angenehmer Brief von dir mein Herzensbruder vorbilden wird, an dir zu ergötzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.776899814605713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4913,"date":1719,"orig":"Allen Anweſenden giengen bey deren beyder Herren Abſchied die Augen uͤber, Eckarth replicirte:","norm":"Allen Anwesenden gingen bei deren beider Herren Abschied die Augen über, Eckart replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.243599891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4914,"date":1719,"orig":"Herr Graf, Herr Bruder, dieſes Portrait, wovor ich ſchuldigen Danck ſage, haͤtte es nicht bedurfft mich an ſeinen Andencken, welches mir allzufeſt eingepraͤgt iſt, zu erinnern; Die Guͤte des Himmels ſey Danck, daß ich die Gnade und Gluͤckſeeligkeit gehabt den Herrn Grafen und Bruder in dieſer Sterbligkeit noch zu ſprechen, ſolte denn bey derſelben uns mit Leiblichen Augen nicht mehr zu ſehen beſchloſſen ſeyn, ſo wird die frohe Ewigkeit uns hoffentlich in der hoͤchſten Vergnuͤgung im̃erwaͤhrend zuſammen behalten; ich werde aber bey jeder Gelegenheit dahin trachten, durch Schreiben des Herrn Bruders Zuſtand auffs fleißigſte mich zu erkundigen.","norm":"Herr Graf, Herr Bruder, dieses Porträt, wovor ich schuldigen Dank sage, hätte es nicht bedurft mich an seinen Andenken, welches mir allzufest eingeprägt ist, zu erinnern; die Güte des Himmels sei Dank, dass ich die Gnade und Glückseligkeit gehabt den Herrn Grafen und Bruder in dieser Sterblichkeit noch zu sprechen, sollte denn bei derselben uns mit leiblichen Augen nicht mehr zu sehen beschlossen sein, so wird die frohe Ewigkeit uns hoffentlich in der höchsten Vergnügung immerwährend zusammen behalten; ich werde aber bei jeder Gelegenheit dahin trachten, durch Schreiben des Herrn Bruders Zustand aufs fleißigste mich zu erkundigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.554699897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4915,"date":1719,"orig":"Die Frau Generalin als ſie ſich gegen Eckarth vor Ehren-geneigte Converſation bedanckte, bath mit der geringen Soldaten-Bewirthung Groß-guͤnſtig vor lieb zu nehmen, und ihrer und des Salaniniſchen Hauſes jederzeit am beſten zu gedencken.","norm":"Die Frau Generalin als sie sich gegen Eckart vor Ehrengeneigte Conversation bedankte, bat mit der geringen Soldaten-Bewirtung Großgünstig vor lieb zu nehmen, und ihrer und des Salaninischen Hauses jederzeit am besten zu gedenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.375899791717529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4916,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich gegen die Generalin vor hohe gnaͤdige Bewirthung, und entſchuldigte ſich begangener Unhoͤfligkeit halben.","norm":"Eckart bedankte sich gegen die Generalin vor hohe gnädige Bewirtung, und entschuldigte sich begangener Unhöflichkeit halben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4507999420166025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4917,"date":1719,"orig":"Unterdeſſen wurde die Tafel gedeckt, da denn noch allerhand Diſcourſe gefuͤhret wurden.","norm":"Unterdessen wurde die Tafel gedeckt, da denn noch allerhand Diskurse geführt wurden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1803998947143555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4918,"date":1719,"orig":"Eckarth ließ durch Andreas in des Generals Kuͤche funfftzig Floren zum Recompens gehabter Muͤhwaltung geben.","norm":"Eckart ließ durch Andreas in des Generals Küche fünfzig Floren zum Rekompens gehabter Mühwaltung geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.320799827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4919,"date":1719,"orig":"Nach vollendeter Mahlzeit ſatzten ſich unſere Reiſende, nachdem ſie alle freundlichen Abſchied biß auf ein gluͤckliches Wiederſehen genommen hatten, und der General Eckarthen zur letzten Ehr-Bezeugung die Hauptwache zwey mahl Salve geben laſſen, auf die Wagen und fuhren ihren Weg unter tauſend Gluͤckwuͤntſchungen fort biß ins Carls- Bad, woſelbſt ſie den dritten Tag Nachmittags umb vier Uhr ankamen.","norm":"Nach vollendeter Mahlzeit sattsten sich unsere Reisende, nachdem sie alle freundlichen Abschied bis auf ein glückliches Wiedersehen genommen hatten, und der General Eckarten zur letzten Ehrbezeugung die Hauptwache zweimal Salve geben lassen, auf die Wagen und fuhren ihren Weg unter tausend Glückwünschungen fort bis ins Carls-Bad, woselbst sie den dritten Tag Nachmittags um vier Uhr ankamen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329899787902832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4920,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart die mit Ettnern ſchon vor vier Tagen von Eger nach den Carls-Bad gereiſet waren und bequeme Gelegenheit bedungen hatten, empfiengen die ankom̃ende Compagnie und wieſe ihnen die beſtellten Logimenter an, welche ſie auch nach geſchehener Bedanckung vor gehabte Vorſorge bezogen.","norm":"Siegfried und Gotthart die mit Ettnern schon vor vier Tagen von Eger nach den Karlsbad gereist waren und bequeme Gelegenheit bedungen hatten, empfingen die ankommende Compagnie und wiese ihnen die bestellten Logimenter an, welche sie auch nach geschehener Bedankung vor gehabte Vorsorge bezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793300151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4921,"date":1719,"orig":"Eckarth nachdem er in ſein Quartier kam fragte er, wie ſie ihre Reiſe von Eger fortgeſtellet, und ob ſie auch ſein an ſie abgelaſſenes Schreibẽ obſervirt haͤtten.","norm":"Eckart nachdem er in sein Quartier kam fragte er, wie sie ihre Reise von Eger fortgestellt, und ob sie auch sein an sie abgelassenes Schreiben observiert hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.873600006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4922,"date":1719,"orig":"Siegfried antwortete.","norm":"Siegfried antwortete.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.102700233459473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4923,"date":1719,"orig":"Nachdem wir den Wirth contentiret hatten fuhren wir biß Falckenau, wo wir zu Mittag ſpeiſeten, und ſo dann das Graͤfliche Schloß, den ſchoͤnen Luſt- und Thier- Garten beſahen, endlich ſetzten wir unſern Weg fort, vor der beraumbten Feſtung Elnbogen vorbey und gelangten Abends umb ſieben Uhr in Carls-Bad an; des andern wegen iſt alles nach des Gnaͤdigen Herrn Vaters Willen ausgerichtet worden, welches ſie in Augenſchein nehmen koͤnnen.","norm":"Nachdem wir den Wirt kontentieret hatten fuhren wir bis Falkenaue, wo wir zu Mittag speisten, und so dann das Gräfliche Schloss, den schönen Lust- und Thier-Garten besahen, endlich setzten wir unseren Weg fort, vor der beraumten Festung Ellenbogen vorbei und gelangten Abends um sieben Uhr in Karlsbad an; des anderen wegen ist alles nach des gnädigen Herrn Vaters Willen ausgerichtet worden, welches sie in Augenschein nehmen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.923299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4924,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, gut meine Herren Soͤhne; aber Monſieur Ettner, ich ſage verbundneſten Danck vor deſſen Willfaͤhrigkeit die Meinigen accompagnirt zu haben: nun wird derſelbe meine Bitte nochmahln gelten laſſen, und Zeit meiner Anweſenheit ſich hier zu verweilen und mit mir geneigter maſſen verlieb zu nehmen zu gelieben, wer weiß wann und ob wir einander ſo wie jetzt wieder ſehen und ſprechen moͤchten.","norm":"Eckart sprach, gut meine Herren Söhne; aber Monsieur Ettner, ich sage verbundensten Dank vor dessen Willfährigkeit die Meinigen akkompagniert zu haben: nun wird derselbe meine Bitte nochmals gelten lassen, und Zeit meiner Anwesenheit sich hier zu verweilen und mit mir geneigter Maßen verlieb zu nehmen zu Geliebe, wer weiß wann und ob wir einander so wie jetzt wieder sehen und sprechen möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.413000106811523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4925,"date":1719,"orig":"Ettner replicirte: Mein Patron weiß wohl daß ich ſeinen Verlangen, wo es nur ſeyn kan, nie zu wider geweſen bin.","norm":"Ettner replizierte: Mein Patron weiß wohl dass ich seinen Verlangen, wo es nur sein kann, nie zu wider gewesen bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.859899997711182} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4926,"date":1719,"orig":"Alſo werde ich auch jetzt mich deſſen nicht wegern, und ich verſetzte Eckarth weꝛde mich recht danckbahr erweiſen.","norm":"Also werde ich auch jetzt mich dessen nicht weigern, und ich versetzte Eckart werde mich recht dankbar erweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232200145721435} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4927,"date":1719,"orig":"Weiln Siegfried und Gotthart bey dem Koche alles was zu einen rechtwuͤꝛdigen Gaſt-Geboth gehoͤꝛet, Eckarths Verlangen nach beſtellet hatten, ſchickte Eckarth Andreas zu deꝛ Garpiſchen Geſellſchafft mit Aneꝛwuͤntſchung eines froͤlichen Moꝛgens und lieſſe ſie zu Mittage auf eine kleine Reuter-Mahlzeit invitiren; welches Morgen-Compliment mit beygeſandter Bedanckung vor hoch geneigte Invitation, durch Kronaus Bedienten die Geſellſchafft an Eckarthen wieder ablegen ließ: und ſtellete ſich zu anberaumter Zeit ein; da ſie Eckarth auffs beſt moͤglichſte bewirthete, daß ſie ſich der ſchleunigen Anſchaffung wegen verwunderten.","norm":"Weil Siegfried und Gotthart bei dem Koche alles was zu einen rechtwürdigen Gastgebot gehöret, Ekarts Verlangen nach bestellet hatten, schickte Eckart Andreas zu der Garpischen Gesellschaft mit Anerwüntschung eines fröhlichen Morgens und ließe sie zu Mittage auf eine kleine Reiter-Mahlzeit invitieren; welches Morgenkompliment mit beygesandter Bedankung vor hoch geneigte Invitation, durch Kronaus bedienten die Gesellschaft an Eckarten wieder ablegen ließ: und stellte sich zu anberaumter Zeit ein; da sie Eckart aufs best möglichste bewirtete, dass sie sich der schleunigen Anschaffung wegen verwunderten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.941400051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4928,"date":1719,"orig":"Unter andern Diſcourſen ſprach Eckarth:","norm":"Unter anderen Diskursen sprach Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.185900211334228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4929,"date":1719,"orig":"Meine Hoch-wertheſte, ſie werden die Hochachtung haben, ihre Cur zu gebrauchen einen hieſig des Bades erfahrnen Medicum zu rathe zu ziehen, der ſie alſo einrichten wird, damit wir Nachmittags in guter Converſirung, ſo wohl die Gelegenheit des Orths als andere Nothwendigkeit betrachten koͤñen; worzu uns Monſieur Ettner, als welcher das Carls-Bad offt beſuchet hat den genaueſten Bericht geben kan.","norm":"Meine Hoch-werteste, sie werden die Hochachtung haben, ihre Kur zu gebrauchen einen hiesig des Bades erfahrenen Medicum zu rate zu ziehen, der sie also einrichten wird, damit wir Nachmittags in guter Konversierung, so wohl die Gelegenheit des Orts als andere Notwendigkeit betrachten können; wozu uns Monsieur Ettner, als welcher das Karlsbad oft besuchet hat den genauesten Bericht geben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.940499782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4930,"date":1719,"orig":"Die Frau Kronauin ſprach, man hat uns in Prag Herr Doctor Hillinger oder Bechern recommendirt.","norm":"Die Frau Kronauin sprach, man hat uns in Prag Herr Doktor Hillinger oder Bechern rekommandiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.402900218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4931,"date":1719,"orig":"Eckarth replicirte, ſie haben das Ausleſen.","norm":"Eckart replizierte, sie haben das Auslesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.38640022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4932,"date":1719,"orig":"Nach der Mahlzeit reſolvirten ſie insgeſammt ſich mit einen Spatzier- Gang zu verweilen.","norm":"Nach der Mahlzeit resolvierten sie insgesamt sich mit einen Spatzier-Gang zu verweilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.74560022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4933,"date":1719,"orig":"Ettner ſagte, ſie gelieben mir gnaͤdig zu folgen, unſere erſtere Tour wollen wir auf die Wieſe thun, welcher Weg ihnen wegen der luſtigen Gegend, da denn auf beyden Seiten des Fluſſes der Toͤpel, ſo wohl auf der Ebene, als anliegenden Bergen und Felſen gebauete Haͤuſeꝛ, mit den Redouten und mit Steinen am Eingang deꝛ Wieſen aufgefuͤhꝛte Spiel- und Luſt-Hauß, nebenſt denen hinter ſelbigen eingerichtete Luſt-Alleen ungemein wohlgefallen wird.","norm":"Ettner sagte, sie Geliebe mir gnädig zu folgen, unsere erstere Tour wollen wir auf die Wiese tun, welcher Weg ihnen wegen der lustigen Gegend, da denn auf beiden Seiten des Flusses der Töpel, so wohl auf der Ebene, als anliegenden Bergen und Felsen gebaute Häuser, mit den Redouten und mit Steinen am Eingang der Wiesen aufgeführte Spiel- und Lusthaus, neben denen hinter selbigen eingerichtete Lustalleen ungemein wohlgefallen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.374499797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4934,"date":1719,"orig":"Die Fraͤulein von Salanin, als ſie die eingetheilte Gaͤnge auff- und abgiengen, fragte Monſieur Ettnern wann werden wir denn auf die Wieſen kommen, muͤſſen wir uͤber den Berg ſteigen?","norm":"Die Fräulein von Solanin, als sie die eingeteilte Gänge auff- und abgiengen, fragte Monsieur Ettnern wann werden wir denn auf die Wiesen kommen, müssen wir über den Berg steigen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.041900157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4935,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete, meine Gnaͤdige Conteſſe, hier iſt die ſo genandte Wieſe.","norm":"Ettner antwortete, meine Gnädige Contessa, hier ist die so genannte Wiese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0447998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4936,"date":1719,"orig":"Vor 30. Jahren war dieſer gantze Platz nichts als eine gemeine Wieſe, da ſich die Bade-Gaͤſte divertirten, und von allen denen Haͤuſern die ſie ſo wohl auf der Ebene als Bergen ſtehen ſehen iſt nicht ein einiges geweſen, es waren Wildniſſe und nichts vorhanden, nach der Zeit haben die Einwohner bey ihreꝛ Anwachſung nach u. nach mit Wohnungen ſich beſorget, wie ſie aus der neuen Structur erſehen koͤnnen, daß ſolche ehemahln nicht geſtanden haben.","norm":"Vor 30. Jahren war dieser ganze Platz nichts als eine gemeine Wiese, da sich die Badegäste divertierten, und von allen denen Häusern die sie so wohl auf der Ebene als Bergen stehen sehen ist nicht ein einiges gewesen, es waren Wildnisse und nichts vorhanden, nach der Zeit haben die Einwohner bei ihrer Anwachsung nach u. nach mit Wohnungen sich besorget, wie sie aus der neuen Struktur ersehen können, dass solche ehemals nicht gestanden haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018700122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4937,"date":1719,"orig":"Auff dieſer Wieſen ſind noch vor einigen Jahren Koͤnig und Fuͤrſtliche Aſſembleen, Gaſtungen und herrliche Luſtbahrkeiten gehalten worden.","norm":"Auf dieser Wiesen sind noch vor einigen Jahren König und Fürstliche Assembleen, Gastunen und herrliche Lustbarkeiten gehalten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.527200222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4938,"date":1719,"orig":"Ein wohl-bekannter Hertzog ſprengte mit ſeinem Pferde von jenen vor uns liegenden hohen Berg herab biß an das Waſſer.","norm":"Ein wohl-bekannter Herzog sprengte mit seinem Pferde von jenen vor uns liegenden hohen Berg herab bis an das Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617599964141846} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4939,"date":1719,"orig":"Die Frau Kronauin gab voꝛ, es aͤndert ſich alles mit der Zeit.","norm":"Die Frau Kronauin gab vor, es ändert sich alles mit der Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087699890136719} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4940,"date":1719,"orig":"Eckarth der ſie fuͤhrte raunete ihr etwas in ein Ohr, worauff ſie ihn anſahe und laͤchelte.","norm":"Eckart der sie führte raunte ihr etwas in ein Ohr, worauf sie ihn ansah und lächelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.286600112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4941,"date":1719,"orig":"Wie der Abend annahete giengen ſie denſelben Weg wiedeꝛ ihren Quartier zu; wie ſie gegen die Bruͤcke kamen, wieß ihnen Ettner, das an der Gaſſe gegen den Marckt, ſtehende Steinerne Hauß, ſagende, dieſes Hauß war zu genannter Zeit, das letzte von der Stadt und das erſteꝛe gegen die Wieſen zu:","norm":"Wie der Abend annahete gingen sie denselben Weg wieder ihren Quartier zu; wie sie gegen die Brücke kamen, wies ihnen Ettner, das an der Gasse gegen den Markt, stehende steinerne Haus, sagende, dieses Haus war zu genannter Zeit, das letzte von der Stadt und das erstere gegen die Wiesen zu:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.253300189971924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4942,"date":1719,"orig":"Wie ſie ins Quartier kamen, bath ſie Eckarth in ſein Logiment, woſelbſt ſie die wenige Abend-Zeit ihnen mit einen Spiel vertrieben, ſich beredende, kuͤnfftig-hin gleiche Wirthſchafft zu halten.","norm":"Wie sie ins Quartier kamen, bat sie Eckart in sein Logement, woselbst sie die wenige Abendzeit ihnen mit einen Spiel vertrieben, sich beredende, künfftig- hin gleiche Wirtschaft zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.569499969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4943,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4944,"date":1719,"orig":"Sie wuͤrden ihren Perſonen nach in der Conto derer Meinigen zu kurtz kommen, ich werde Morgen geliebts GOtt den Koch zu mir kommen, und weil wir ohnedem ein Quartier haben es ihnen zu wiſſen thun laſſen.","norm":"Sie würden ihren Personen nach in der Conto derer Meinigen zu kurz kommen, ich werde Morgen geliebtes Gott den Koch zu mir kommen, und weil wir ohnedem ein Quartier haben es ihnen zu wissen tun lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.327000141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4945,"date":1719,"orig":"Worauff ſie einander eine geſunde Nacht-Ruh anwuͤntſchende ein jedes in ihr Logiment gienge.","norm":"Worauf sie einander eine gesunde Nachtruhe anwünschende ein jedes in ihr Logement ginge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.422900199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4946,"date":1719,"orig":"Fruͤh wie der Koch kam, ließ er es der Garpiſchen Geſellſchafft kunt thun, da ſie ſich mit ihm veraccordirten, nach welchen Eckarth die Eintheilung machte, daß bey gehaltener Rechnung die Garpiſche Compagnie, obwohl wider ihren Willen die manqvirende Nullen bezahlte:","norm":"Früh wie der Koch kam, ließ er es der Garpischen Gesellschaft kundtun, da sie sich mit ihm verakkordierten, nach welchen Eckart die Einteilung machte, dass bei gehaltener Rechnung die Garpische Compagnie, obwohl wider ihren Willen die manqvirende Nullen bezahlte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.526800155639648} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4947,"date":1719,"orig":"Weil die Garpiſchen den Tag zum Laxiren eingenom̃en hatten, wolten ſie nicht ausgehen, dieweil aber Nachmittag das Wetter angenehm war, beredete ſie Ettner nun noch eine ehemahls ledige Stelle in Augenſchein zu nehmen; Ettner (weil die Compagnie auf den Marckt odeꝛ Ringe ihr Quartier hatte) fuͤhrte die Unſrigen uͤber die Bruͤcke bey dem Spittal in die Creutz-Gaſſe, aus welcher ſie zu einen Toͤpffer giengen ihnen Toͤpflein oder Naͤpflein zum Bad-Trincken zu kauffen, von dar biß zu den Crucifix oder Marter-Saͤule, da ſprach Eckarth, alle dieſe Haͤuſer mit denen Stallungen und der Farbe- Muͤhle, ſind vor wenigen Jahren auch noch nicht erbauet geweſen, und war hier ein lediger Platz und ſo wenig als auf der Wieſen im; Zuruͤck-gehen, fuͤhrte ſie Ettner die gantze Creutz- Gaſſe aus, bey der Kiꝛch voꝛbey, biß an die lange Bruͤcke, und wieder den Quartier zu, ſagende: Sie uͤberſehen den Marckt.","norm":"Weil die Garpischen den Tag zum Laxieren eingenommen hatten, wollten sie nicht ausgehen, dieweil aber Nachmittag das Wetter angenehm war, beredete sie Ettner nun noch eine ehemals ledige Stelle in Augenschein zu nehmen; Ettner (weil die Compagnie auf den Markt oder Ringe ihr Quartier hatte) führte die Unsrigen über die Brücke bei dem Spittal in die Kreuzgasse, aus welcher sie zu einen Töpfer gingen ihnen Töpflein oder Näpflein zum Bad-Trinken zu kaufen, von dar bis zu den Kruzifix oder Martersäule, da sprach Eckart, alle diese Häuser mit denen Stallungen und der Farbe-Mühle, sind vor wenigen Jahren auch noch nicht erbauet gewesen, und war hier ein lediger Platz und so wenig als auf der Wiesen im; Zurück-Gehen, führte sie Ettner die ganze Creutz-Gasse aus, bei der Kirche vorbei, bis an die lange Brücke, und wieder den Quartier zu, sagende: Sie übersehen den Markt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.139900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4948,"date":1719,"orig":"Dieſer nun, die Creutz-Gaſſe und wo wir nach Hauſe gegangen ſeyn ohne noch wenige Haͤuſer, hat dieſe gantze Stadt vor dreyßig Jahren ausgemacht.","norm":"Dieser nun, die Kreuzgasse und wo wir nach Hause gegangen sein ohne noch wenige Häuser, hat diese ganze Stadt vor dreißig Jahren ausgemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.280300140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4949,"date":1719,"orig":"Wann ſie in der Cur einen Tag ausſetzen werden, und ſie ein wenig die Gaͤrte beſehen und die anliegende Berge beſteigen wollen, auch ich geſund bin, werde ich ſie bey gnaͤdiger Erlaubniß herumb fuͤhren und ihnen den Uberreſt der neuen angebauten Haͤuſer weiſen.","norm":"Wann sie in der Kur einen Tag aussetzen werden, und sie ein wenig die Gärte besehen und die anliegende Berge besteigen wollen, auch ich gesund bin, werde ich sie bei gnädiger Erlaubnis herumführen und ihnen den Überrest der neuen angebauten Häuser weisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837900161743164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4950,"date":1719,"orig":"Den Tag darauff begleitete ſie Ettner zu den Brudel, woſelbſt ſie das ſtarcke auffſtoſſende ſiedend-heiſſe Waſſer in den groſſen und Mittel-Staͤnder, welcheꝛ zu beyden Seiten zwey niedrige Staͤnder zum Waſſer-Auswerffen hat, mit Erſtaunen anſahen.","norm":"Den Tag darauf begleitete sie Ettner zu den Brudel, woselbst sie das starke aufstoßende siedendheiße Wasser in den großen und Mittel-Ständer, welcher zu beiden Seiten zwei niedrige Ständer zum Wasser-Auswerfen hat, mit Erstaunen ansahen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.17609977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4951,"date":1719,"orig":"Ettner ſprach:","norm":"Ettner sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.082399845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4952,"date":1719,"orig":"Dieſes Ausſtoſſen iſt mit dem ehemahligen nicht zu vergleichen, da (wie einige alte Burger mir erzehlet haben) der Auswurff ſo ſtarck und hoch gegangen, daß als einmahl zu Nacht das Waſſer das uͤbergemachte Daͤchlein abgeſtoſſen, daſſelbige in die nahangelegene Haͤuſer geſpritzet u. vielen Schaden gethan und Leuthe verbruͤhet hat.","norm":"Dieses Ausstoßen ist mit dem ehemaligen nicht zu vergleichen, da (wie einige alte Burger mir erzählt haben) der Auswurf so stark und hochgegangen, dass als einmal zu Nacht das Wasser das übergemachte Dächlein abgestoßen, dasselbe in die nahangelegene Häuser gespritzt u. vielen Schaden getan und Leute verbrühet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.602799892425537} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4953,"date":1719,"orig":"Die Frau Kronauin ſahe Ettnern an, laͤchelte, und ſagte, Monſieur erzehlet uns vielleichte Maͤhrlein.","norm":"Die Frau Kronauin sah Ettnern an, lächelte, und sagte, Monsieur erzählt uns vielleichte Mährlein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.526000022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4954,"date":1719,"orig":"Gnaͤdige Frau, antwortete Ettner, die Nachfrage wird meinem Hoͤren-ſagen die Gewehre thun; von dar beſahen ſie das Spittal, die Farbe-Muͤhlen und das dabey anliegende Muͤhl- Bad, der Kronauin und der Conteſſe gefiel diß Bad, weil es voꝛ wenige Perſonen wohl accommodiret war.","norm":"Gnädige Frau, antwortete Ettner, die Nachfrage wird meinem Hörensagen die Gewehre tun; von dar besahen sie das Spittal, die Farb-Mühlen und das dabei anliegende Mühl-Bad, der Kronauin und der Contessa gefiel dies Bad, weil es vor wenige Personen wohl akkommodieret war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.518799781799316} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4955,"date":1719,"orig":"Ettner ſprach, wann Ew. Gnaden vor 20. Jahren dieſes Bad haͤtten ſehen koͤnnen, denn damahls wurde es als ein geſam̃leter Waſſer-Pful vor die Pferde gebraucht, wie denn noch der Abfluß zu deren Nutzen adhibirt wird.","norm":"Ettner sprach, wann Ew . Gnaden vor 20. Jahren dieses Bad hätten sehen können, denn damals wurde es als ein gesammelter Wasserpful vor die Pferde gebraucht, wie denn noch der Abfluss zu deren Nutzen adhibiert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.230899810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4956,"date":1719,"orig":"Die Conteſſe von Salanin ſprach zu Ettnern, wie haͤtte ich es vor 20. Jahrẽ ſehen koͤnnen, bin ich doch erſt 17. Jahr alt, er hat uns nur zum beſten, Ettner kuͤßte ihr das Vortuch, ſagende: des Gnaͤdigen Einfalls haͤtte ich mich nicht verſehen, ich werde kuͤnfftig-hin in Reden mich ſehr in acht nehmen muͤſſen, die Conteſſe verſetzte:","norm":"Die Contessa von Solanin sprach zu Ettnern, wie hätte ich es vor 20. Jahren sehen können, bin ich doch erst 17. Jahr alt, er hat uns nur zum besten, Ettner küsste ihr das Vortuch, sagende: Des gnädigen Einfalls hätte ich mich nicht versehen, ich werde künfftig- hin in Reden mich sehr in Acht nehmen müssen, die Contessa versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306099891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4957,"date":1719,"orig":"Wer ihn kennt der kaufft ihn nicht.","norm":"Wer ihn kennt der kauft ihn nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460899829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4958,"date":1719,"orig":"A Propos, ſprach Ettner, dieſes Muͤhl-Bad will anjetzo dem groſſen Qual faſt vorgezogen werden, wie ſie von ihren Herrn Medico genauern Unterricht davon veꝛnehmen werden.","norm":"A Propos, sprach Ettner, dieses Mühlbad will jetzt dem großen Qual fast vorgezogen werden, wie sie von ihren Herrn Medico genaueren Unterricht davon vernehmen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.141600131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4959,"date":1719,"orig":"Nach deren Beſichtigung giengen ſie auf die Bruͤcke und beſahen die Geleite in welchen das warme Waſſer in die Baͤder geleitet wird, auf beyden Seiten des Fluſſes Toͤple, in welchen einige waꝛme Quellen, ſie aufzuſteigen vermerckten, in Betrachtung nun daß das Waſſer ſo klar und helle lieff und doch bey deren Ausfluß und denen Geleiten einen gelb-ꝛoͤthlichten Stein angeleget ſahen, verwunderten ſich unſere Frauens Perſonen ſagende:","norm":"Nach deren Besichtigung gingen sie auf die Brücke und besahen die Geleite in welchen das warme Wasser in die Bäder geleitet wird, auf beiden Seiten des Flusses Töple, in welchen einige warme Quellen, sie aufzusteigen vermerkten, in Betrachtung nun dass das Wasser so klar und helle lief und doch bei deren Ausfluss und denen Geleiten einen gelb-rötlichen Stein angelegt sahen, verwunderten sich unsere Frauen Personen sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424799919128418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4960,"date":1719,"orig":"Wann nun das Bad getruncken wird, und leget in den Leibe eine dergleichen Materia an, wuͤrde man endlich Magen und alles damit anfuͤllen.","norm":"Wann nun das Bad getrunken wird, und leget in den Leibe eine dergleichen Materie an, würde man endlich Magen und alles damit anfüllen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.893099784851074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4961,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete:","norm":"Ettner antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201600074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4962,"date":1719,"orig":"Dieſe Mineraliſche mit dem Waſſer geſchehene Vermiſchung, wann ſie durch die Luſt begangen und erkaͤltet wird, leget ſich in im̃erwaͤhrenden Begieſſen ſo ſtarck an, daß man Stuͤcke zu vielen Pfunden abſchlagen kan, es kommt mir wie die Anwachſung der Eiß-Zapffen vor, erſtlich frieret ein Tropffen an, der wann er mehr Waſſer empfaͤngt, ſo frieret immer mehr an, biß er endlich groß und dicke wird; aber in Menſchlichen Leibe, worein dieſes warme Waſſer getruncken wird, hat keine dergleichen kalte begehende Lufft, ſondern ſeine innwohnende bedeckte Waͤrme, die dieſes Waſſer zum Ausgange befoͤrdern, wann man ſich aber unterlegen, und das Waſſer eine Zeit lang uͤber ſich wolte flieſſen laſſen, moͤchte es mit der Zeit den Coͤrper mit einer Stein-haͤrte (gleich des Drachen- Schmaltz den gehoͤrnten Seyfried mit einer Horn feſte uͤberzogen) beziehen und umbgeben, wie es an denen eingelegten Eyern, Straͤuchen und andern Sachen thut; Die Conteſſe von Salanin ſahe Ettnern an, und ſprach: Will der Herr die Probe an ſich geſchehen laſſen?","norm":"Diese Mineralische mit dem Wasser geschehene Vermischung, wann sie durch die Lust begangen und erkältet wird, leget sich in immerwährenden Begießen so stark an, dass man Stücke zu vielen Pfunden abschlagen kann, es kommt mir wie die Anwachsung der Eißzapffen vor, erstlich frieret ein Tropfen an, der wann er mehr Wasser empfängt, so frieret immer mehr an, bis er endlich groß und dicke wird; aber in menschlichen Leibe, worein dieses warme Wasser getrunken wird, hat keine dergleichen kalte begehende Luft, sondern seine innewohnende bedeckte Wärme, die dieses Wasser zum Ausgange befördern, wann man sich aber unterlegen, und das Wasser eine Zeit lang über sich wollte fließen lassen, möchte es mit der Zeit den Körper mit einer Stein-Härte (gleich des Drachen-Schmalz den gehörnten Seifried mit einer Horn feste überzogen) beziehen und umgeben, wie es an denen eingelegten Eiern, Sträuchern und anderen Sachen tut; die Contessa von Solanin sah Ettnern an, und sprach: Will der Herr die Probe an sich geschehen lassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145500183105469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4963,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete: Gnaͤdige Conteſſe, ich bin nicht ſo curieus, der Verſuch gehoͤret vor die Unglaͤubigen.","norm":"Ettner antwortete: Gnädige Contessa, ich bin nicht so curieus, der Versuch gehöret vor die Ungläubigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014299869537353} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4964,"date":1719,"orig":"Jch bin nicht unglaͤubig verſetzte die Conteſſe, denn kan man die Huͤner und andere Thiere mit dieſen ſiedend-heiſſen Waſſer abbruͤhen, ſo wuͤrde es ein Menſch nicht eine Stunde, ohne ſein gaͤntzliches Verderben, geſchweige durch ſo lange Zeit ausſtehen.","norm":"Ich bin nicht ungläubig versetzte die Contessa, denn kann man die Hühner und andere Tiere mit diesen siedendheißen Wasser abbrühen, so würde es ein Mensch nicht eine Stunde, ohne sein gänzliches Verderben, geschweige durch so lange Zeit ausstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.629700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4965,"date":1719,"orig":"Die Frau Kronauin replicirte, Gnaͤdige Conteſſe, ich dencke immer Monſieur Ettner iſt ihnen ſonderlich zugethan, und fieng an zulaͤcheln, die Conteſſe ſahe Ettnern an, laͤchelte und ſprach:","norm":"Die Frau Kronauin replizierte, Gnädige Contessa, ich denke immer Monsieur Ettner ist ihnen sonderlich zugetan, und fing anzulächeln, die Contessa sah Ettnern an, lächelte und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.578100204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4966,"date":1719,"orig":"Gelt Monſieur Ettner, er meynet es recht gut mit mir.","norm":"Geld Monsieur Ettner, er meinet es recht gut mit mir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.035099983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4967,"date":1719,"orig":"Freylich Gnaͤdige Conteſſe, replicirte Ettner, ehe ſie auf gemeldete Arth Steinern werden ſolte, wolte ich meine Paruqve uͤber ſie halten, damit ſolche das Waſſer auffhalten muͤſte, und mit dergleichen Schertz-Reden vertrieben ſie die Zeit biß zum Heimgehen:","norm":"Freilich gnädige Contessa, replizierte Ettner, ehe sie auf gemeldete Art steinern werden sollte, wollte ich meine Paruqve über sie halten, damit solche das Wasser aufhalten müsste, und mit dergleichen Scherz-Reden vertrieben sie die Zeit bis zum Heimgehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.10200023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4968,"date":1719,"orig":"Wie die Unſrigen alleine waren, fragte Eckarth Ettnern/ was denn wohl der hefftigen Hitze dieſes Waſſers die Haupt- und Grund-Urſache ſey, und was es vor Mineren bey ſich fuͤhre; Der Mineren halben antwortete Ettner, hat man aus der Unterſuchung gefunden: ein Sal nitri oder Salpeter, Kalch-Stein, Alaun, rother und weiſſer Bolus, Erd-Bech, Vitriol, Eiſen-Stein und einen fluͤchtigen Schwefel Geiſt.","norm":"Wie die Unsrigen alleine waren, fragte Eckart Ettnern / was denn wohl der heftigen Hitze dieses Wassers die Haupt- und Grundursache sei, und was es vor Mineren bei sich führe; der Mineren halben antwortete Ettner, hat man aus der Untersuchung gefunden: ein Soll nitri oder Salpeter, Kalch-Stein, Alaun, roter und weißer Bolus, Erd-Bech, Vitriol, Eisenstein und einen flüchtigen Schwefel Geist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.525899887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4969,"date":1719,"orig":"Woher nun die Hitze dieſes Waſſers komme, will ich ohn einiges Autoris Meynung und Vorbringen zu verwerffen meinen aus Erfahrung habenden Vortꝛag darthun, einen jeden freyſtellende ſolchen oder eines andern ſeinen anzunehmen.","norm":"Woher nun die Hitze dieses Wassers komme, will ich ohne einiges Autors Meinung und Vorbringen zu verwerfen meinen aus Erfahrung habenden Vortrag dartun, einen jeden freistellende solchen oder eines anderen seinen anzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.275000095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4970,"date":1719,"orig":"Mein Patron wird ſo denn als ein der Berg-Arthen Verſtaͤndiger deren Gutachten davon geben.","norm":"Mein Patron wird so denn als ein der Bergarten Verständiger deren Gutachten davon geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.533100128173828} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4971,"date":1719,"orig":"Jch halte dieſes warme Carls- Bad-Waſſer vor nichts anders als einen warmen Saͤuerling, wie denn auch unter den Brudel ein dergleichen, ob wohl laulichter Quall ausgehet und nicht weit am Berge ein kalter (der Buch-Saͤuerling den die Jnnwohner und Gaͤſte zum Abkuͤhlen trincken,) genannt, entſpringt, weswegen ich meinen Vortrag, welchen ich in Beſchreibung des Egeriſchen Sauerbrunnens angefuͤhret habe inhærire; daß nehmlich die Unterirrdiſche angeſchwaͤngerte Gewaͤſſer nichts anders als ein Liquor alkaheſtinus Spiritu Univerſali imprægnatus der die Mineren ſolvire, und in immerwaͤhrender Aufloͤſung ſich mit ihnen einverleibe, ſey.","norm":"Ich halte dieses warme Badwasser vor nichts anders als einen warmen Säuerling, wie denn auch unter den Brudel ein dergleichen, ob wohl laulicher Qual ausgehet und nicht weit am Berge ein kalter (der Buch-Säuerling den die Inwohner und Gäste zum Abkühlen trinken,) genannt, entspringt, weswegen ich meinen Vortrag, welchen ich in Beschreibung des Egerischen Sauerbrunnens angeführt habe inhäriere; dass nämlich die Unterirdische ahngeschwängerte Gewässer nichts anders als ein Likör alkahestinus Spiritu Universali impraegnatus der die Mineren solviere, und in immerwährender Auflösung sich mit ihnen einverleibe, sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.030700206756592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4972,"date":1719,"orig":"Wer die verborgene Fruͤchte der Tamm-Erde wohl unterſuchet, wird ein Solvens Minerale ohne Geſchmack und Geruch finden; Dieweil nun dieſes Waſſer einen entfernten Weg, der mit allerhand Minem und Berg Arthen angefuͤllet iſt, ſtreichet, ſo nimmt es aller dererſelben Eigenſchafften in ſich, und gehet zum Tage aus.","norm":"Wer die verborgene Früchte der Tamm-Erde wohl untersuchet, wird ein Solvens Minerale ohne Geschmack und Geruch finden; Dieweil nun dieses Wasser einen entfernten Weg, der mit allerhand Meinem und Berg Arten angefüllt ist, streichet, so nimmt es aller derselben Eigenschaften in sich, und geht zum Tage aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.235599994659424} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4973,"date":1719,"orig":"Wann nun ein ſolches imprægnirtes Saliniſches Waſſer die Mineram Sulphuris begehet und ſolvirt, ſo entſtehet eine ſo hefftige Hitze, daß ſie zuweilen durch die Poroſiſche Erde, eine neblichte Exhalation oder Dampff, (welcher zu Nacht-Zeiten einige blaulichte Flaͤmmlein aͤhnlicht) und Schwefel-Geruch ausſtoͤſſet, und in ſolchen Durchlauffen nimmt es der andern Mineren Eigenſchafften gleich einen Schleim, welcher in denen ſtreichenden Waſſer nicht in die Augen faͤllet, biß er vermittelſt der begehenden kalter Lufft ſich anleget und einen Capidem Calaminarem oder Bolum nach und nach in der wichtigſten Groͤſſe formiret, mit ſich, aus welchen ein Curioſus durch Chimiſche Ausarbeitung einen herrlichen Balſam und Tinctur dem Balſamo Sulphuris nicht ungleich, der in Bruſt- und Lungen-Beſchwerniß, Colica, kalter Gicht, in freſſenden Schaͤden, Krebß, Erkaͤltung der Nerven, in Verbrennen der Haut ꝛc. inn- und euſerlich ſehr dienlich iſt, erfunden hat.","norm":"Wann nun ein solches imprägniertes Salinisches Wasser die Minerahm Sulphuris begehet und solviert, so entstehet eine so heftige Hitze, dass sie zuweilen durch die Porosische Erde, eine neblige Exhalation oder Dampf, (welcher zu Nachtzeiten einige bläuliche Flämmlein ähnelt) und Schwefelgeruch ausstößt, und in solchen durchlaufen nimmt es der anderen Mineren Eigenschaften gleich einen Schleim, welcher in denen streichenden Wasser nicht in die Augen fället, bis er vermittels der begehenden kalter Luft sich anleget und einen Capidem Calaminarem oder Bolum nach und nach in der wichtigsten Größe formiert, mit sich, aus welchen ein Curiosus durch chemische Ausarbeitung einen herrlichen Balsam und Tinktur dem Balsamo Sulphuris nicht ungleich, der in Brust- und Lungen-Beschwernis, Colica, kalter Gicht, in fressenden Schäden, Krebs, Erkältung der Nerven, in Verbrennen der Haut etc. inn- und äußerlich sehr dienlich ist, erfunden hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201900005340576} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4974,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte:","norm":"Eckart fragte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246200084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4975,"date":1719,"orig":"Wie kan und vermag ein ſaltzigtes Waſſer in Begehung des Schwefel- Ertzts eine ſo groſſe Hitze verurſachen.","norm":"Wie kann und vermag ein salziges Wasser in Begehung des Schwefel-Ertzts eine so große Hitze verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.28439998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4976,"date":1719,"orig":"Ettner replicirte:","norm":"Ettner replizierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.176000118255615} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4977,"date":1719,"orig":"Jch koͤnte unterſchiedene Proben davon vorlegen, ich will aber nur zwey produciren, und dadurch meinen Vortrag beſtaͤtigen.","norm":"Ich könnte unterschiedene Proben davon vorlegen, ich will aber nur zwei produzieren, und dadurch meinen Vortrag bestätigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.415500164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4978,"date":1719,"orig":"Jch zog einsmahls aus der Minera Antimonii mit einem Aqua Regis ſeinen Schwefel aus, ſetzte ihm einen Mercurium Sublimatum zu, zog das Menſtruum ab usque ad ſiccitatem, auff das Reſiduum goß ich ein Aqua Pluvialis depurata, da erhub ſich ſine reactione oder Auffſtoſſung eine ſo ſtarcke Hitze, daß ich das Glaß aus der Hand ſetzen muſte, jemehr ich nun Waſſer zu goß, je hefftiger wurde die Hitze, und ſtieß aus den Kolben einen dicken Dampff mit blaͤulichten Flaͤmmlein, und ſolche Hitze dauerte biß faſt drey Stunden lang.","norm":"Ich zog einsmals aus der Minera Antimonii mit einem Aqua Regis seinen Schwefel aus, setzte ihm einen Mercurium Sublimatum zu, zog das Menstruum ab usque ad siccitatem, auf das Residuum goss ich ein Aqua Pluvialis depurata, da erhob sich sine Reaktion oder Aufstossung eine so starke Hitze, dass ich das Glas aus der Hand setzen musste, je mehr ich nun Wasser zu goss, je heftiger wurde die Hitze, und stieß aus den Kolben einen dicken Dampf mit bläulichen Flämmlein, und solche Hitze dauerte bis fast drei Stunden lang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.711699962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4979,"date":1719,"orig":"Zum andern, als ich den Lapidem Hæmatitem nach Polemanni Inſtruction zerlegte, geſchach es: daß wie ich in die Retorte (aus der ich die Flores Aureos mit dem Aceto geſpuͤlet hatte) in welcher das Reſiduum, das gruͤn-gilblicht einen geſchmoltzenen Schwefel gleich ausſahe, lag, allgemach nach und nach reines Regen-Waſſer goß, erhitzte ſich das Reſiduum in fundo ſine reactione ſo ſehr, daß mir unmoͤglich war die Hand an Bauch der Retorte zu halten.","norm":"Zum anderen, als ich den Lapidem Haematitem nach Polemanni Instruktion zerlegte, geschah es: dass wie ich in die Retorte (aus der ich die Flores Aureos mit dem Aceto gespült hatte) in welcher das Residuum, das grün-gilblicht einen geschmolzenen Schwefel gleich aussah, lag, allgemach nach und nach reines Regenwasser goss, erhitzte sich das Residuum in fundo sine Reaktion so sehr, dass mir unmöglich war die Hand an Bauch der Retorte zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.947000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4980,"date":1719,"orig":"Beyneben gieng ein zaͤrtlicher Dunſt durch die Roͤhre, und rieß das Glaß vor ſtarcker Hitze, auch dauerte ſelbige ſo lange biß alles Saltz Iolvirt und ausgezogen war.","norm":"Beyneben ging ein zärtlicher Dunst durch die Röhre, und riss das Glas vor starker Hitze, auch dauerte selbige so lange bis alles Salz Iolvirt und ausgezogen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357500076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4981,"date":1719,"orig":"Dieſes Solutum ließ ich durch ein Filtrum oder Pappiernen Trichter lauffen, in welchen nach durchgelauffenen ſaltzigten Liquore eine ſchwaͤrtzlichte Materia die zu nichts mehr nuͤtze war, zuruͤcke blieb.","norm":"Dieses Solutum ließ ich durch ein Filtrum oder Pappiernen Trichter laufen, in welchen nach durchgelaufenen salzigen Liquore eine schwärzliche Materie die zu nichts mehr nütze war, zurückblieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.420400142669678} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4982,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte:","norm":"Eckart versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.556700229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4983,"date":1719,"orig":"Es findet ſich zu weilen in denen Schwefel-Gruben eine ſchwartze gleichſam verbrandte Erde: dannenhero ich muthmaſſe, es komme dieſelbige von einen Unter-irrdiſchen Feuer, ſo die Minera Sulphuris ausbrennet, und alſo eine ſolche ſchwartze Erde zuruͤck laͤſſet, her.","norm":"Es findet sich zu weilen in denen Schwefelgruben eine schwarze gleichsam verbrannte Erde: dannenher ich mutmaße, es komme dieselbige von einen Unter-Irdischen Feuer, so die Minera Sulphuris ausbrennet, und also eine solche schwarze Erde zurücklässt, her.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.825099945068359} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4984,"date":1719,"orig":"Ettner regerirte:","norm":"Ettner regerirte:","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":6.299699783325195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4985,"date":1719,"orig":"Was iſt dieſe in meiner Arbeit in Filtro verbliebene Erde anders als was in denen Gruben nach der Solution des uͤbergehenden ſaltzigten Waſſers ruͤckſtellig verbleibet, welcherley Erde in den Ellenbogiſchen Bezirck, Falcknau, Culm und ferner zu ſehen iſt, von welcher Plaga oder Bezirck das Warme-Bad ſeinen Durchgang nimmt, des Saltzes halben werde ich ihnen in Vorzeigung einiger Felſen durch welche ſolches ſiegert, nach Coagulirung und repetirter Solution in ein ſchoͤn weiſſes Saltz, welches die Patienten zu ſchnellerer Austreibung des eingetrunckenen Waſſers vermiſcht adhibiren kraͤfftigerern Beweißthum geben.","norm":"Was ist diese in meiner Arbeit in Filtro verbliebene Erde anders als was in denen Gruben nach der Solution des übergehenden salzigen Wassers rückstellig verbleibet, welcherlei Erde in den Ellenbogischen Bezirk, Falcknau, Culm und ferner zu sehen ist, von welcher Plaga oder Bezirk das Warmebad seinen Durchgang nimmt, des Salzes halben werde ich ihnen in Vorzeigung einiger Felsen durch welche solches sieget, nach Koagulierung und repetierter Solution in ein schön weißes Salz, welches die Patienten zu schnellerer Austreibung des Eingetrunkenen Wassers vermischt adhibieren kräftigeren Beweistum geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.26579999923706} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4986,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach: Wohl!","norm":"Eckart sprach: Wohl!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.437900066375732} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4987,"date":1719,"orig":"Morgen geliebts GOtt, wollen wir die kleine Reiſe vor uns nehmen, die Schwefel- Gruben und was daſelbſt zu obſerviren ſeyn wird erkundigen.","norm":"Morgen geliebtes Gott, wollen wir die kleine Reise vor uns nehmen, die Schwefel-Gruben und was daselbst zu observieren sein wird erkundigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.347400188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4988,"date":1719,"orig":"Befahl hierauff Andreas einen Lehn-Kutſcher auf den Morgenden Tag zur fruͤhen Abfuhr zu beſtellen.","norm":"Befahl hierauf Andreas einen Lehnkutscher auf den Morgenden Tag zur frühen Abfuhr zu bestellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.452000141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4989,"date":1719,"orig":"Nach Verrichtung deſſen giengen ſie insgeſammt in einen Garten hinter denen Muͤhlen, da zeigte ihnen Ettner einen Felſen der hin und her viel Riſſe hatte, durch welche ein ſaltzigtes Waſſer ſiegerte, das auſſerhalb als ein Saltz ſich anſetzte, nach dem wieſe er ihnen einen andern Felſen der gleichen Liquorem von ſich gab, und wann auch dieſe nicht waͤren, ſprach Ettner:","norm":"Nach Verrichtung dessen gingen sie insgesamt in einen Garten hinter denen Mühlen, da zeigte ihnen Ettner einen Felsen der hin und her viel Risse hatte, durch welche ein salziges Wasser sicherte, das außerhalb als ein Salz sich ansetzte, nach dem wiese er ihnen einen anderen Felsen der gleichen Liquorem von sich gab, und wann auch diese nicht wären, sprach Ettner:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277900218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4990,"date":1719,"orig":"So kan man aus dem zart-geriebenen und calcinirten Anſatze oder ſo genannten Bade-Stein ein ſuͤſſes Saltz mit dem warmen Bade-Waſſer zum Gebrauch auslaugen.","norm":"So kann man aus dem zartgeriebenen und kalzinierten Ansatze oder so genannten Badestein ein süßes Salz mit dem warmen Badewasser zum Gebrauch auslaugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.808899879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4991,"date":1719,"orig":"Beym Abend-Eſſen meldete Eckarth der Garpiſchen Compagnie an, wie daß ſie Morgen geliebts GOtt, eine kleine Reiſe thun, gegen Abend aber ſie, GOtt gebe beyderſeits einander geſund wieder ſprechen wuͤrden.","norm":"Beim Abend-Essen meldete Eckart der Garpischen Compagnie an, wie dass sie Morgen geliebtes Gott, eine kleine Reise tun, gegen Abend aber sie, Gott gebe beiderseits einander gesund wieder sprechen würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.176499843597412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4992,"date":1719,"orig":"Die Compagnie wuͤntſchte ihnen eine geſunde Ausfahrt, und ein vergnuͤgtes Wiederkom̃en:","norm":"Die Compagnie wünschte ihnen eine gesunde Ausfahrt, und ein vergnügtes Wiederkommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6905999183654785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4993,"date":1719,"orig":"Den Tag darauff proſequirten unſere Reiſende unter Goͤttlichen Geleite ihre Tour, da denn Unterwegens zwiſchen Eckarth und Ettnern von denen ausgeetzten oder ſo-genannt verbrandten Mineralien einige Reden vorfielen, da Eckarth vorwandte:","norm":"Den Tag darauf prosequirten unsere Reisende unter Göttlichen Geleite ihre Tour, da denn Unterwegs zwischen Eckart und Ettnern von denen ausgeätzten oder sogenannt verbrannten Mineralien einige Reden vorfielen, da Eckart vorwandte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.62939977645874} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4994,"date":1719,"orig":"Es muͤſte ja in kurtzen die Waͤrmde auffhoͤren, wann durch das Ausſetzen die Schwefel-Minera vernichtet wuͤrde.","norm":"Es müsste ja in kurzen die Wärmte aufhören, wann durch das Aussetzen die Schwefel-Minera vernichtet würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.489500045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4995,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete:","norm":"Ettner antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201600074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4996,"date":1719,"orig":"Jch weiß wohl, daß mein Patron mich wider beſſer Wiſſen nur auf die Probe ſetzen will, die ausgeetzte Erde theilet ſich in denen Excavationibus oder Hoͤlen, wird durch den Spiritum Univerſalem auffs neue imprægnirt, und ſteiget ſie alſo in ihrem Wachsthum uͤber ſich, oder leget ſich an denen Seiten in der Guͤte an, als ſie zuvor geweſen iſt, und in ſolchen Wachſen und Vermehrung dereꝛ Schwefel-Mineren, wiꝛd der Gang in gleicher Achtbahrkeit und Wuͤrde gehalten, wie wir bey Unterſuchung der geſchehenen Aushoͤlung in Nachſehen finden werden; bevoraus da es hier herumb weit und breit viel Eiſen-ſchuͤßige Schiefer-Steine gibt.","norm":"Ich weiß wohl, dass mein Patron mich wieder besser Wissen nur auf die Probe setzen will, die ausgeätzte Erde teilet sich in denen Excavationibus oder Höhlen, wird durch den Spiritum Universalem aufs neue imprägniert, und steiget sie also in ihrem Wachstum über sich, oder leget sich an denen Seiten in der Güte an, als sie zuvor gewesen ist, und in solchen Wachsen und Vermehrung derer Schwefel-Mineren, wird der Gang in gleicher Achtbarkeit und Würde gehalten, wie wir bei Untersuchung der geschehenen Aushöhlung in Nachsehen finden werden; bevoraus da es hier herum weit und breit viel Eisen-schüssige Schiefersteine gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.365099906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4997,"date":1719,"orig":"Jndem ſpuͤreten ſie, an den ihnen entgegen-kommenden Schwefel- Geruch, daß ſie nicht weit mehr von einer Schwefel-Huͤtte ſeyn wuͤrden, wohin ſie auch bald gelangten; der Kutſcher muſte halten, da ſtiegen die Unſrigen vom Wagen und giengen in die Huͤtten, allwo ſie den darinnen ſtehenden Werckmeiſter, der ein weiß-grauer Mann von 70. Jahren war, und ſeinen Arbeitern einen gluͤckſeeligen Morgen anwuͤntſchten.","norm":"Indem spürten sie, an den ihnen entgegenkommenden Schwefel-Geruch, dass sie nicht weit mehr von einer Schwefelhütte sein würden, wohin sie auch bald gelangten; der Kutscher musste halten, da stiegen die Unsrigen vom Wagen und gingen in die Hütten, wo sie den darinnen stehenden Werkmeister, der ein weißgrauer Mann von 70. Jahren war, und seinen Arbeitern einen glückseligen Morgen anwünschten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.476500034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4998,"date":1719,"orig":"Der Werckmeiſter fuͤhrte ſie in ſeine Stube, mit Bitte ſich zu ſetzen, trug ihnen Brodt, Butter, Kaͤſe, mit einem Glaſe voll Aquavit voꝛ, Eckarth ſprach: Mein lieber alter Vater, wolte er ſich wohl abmuͤßigen uns uͤber eine Streit-Sache zu entſcheiden, und von denen Schweflichten Berg-Arthen ferneren Unterricht mit zu theilen.","norm":"Der Werkmeister führte sie in seine Stube, mit Bitte sich zu setzen, trug ihnen Brot, Butter, Käse, mit einem Glase voll Aquavit vor, Eckart sprach: Mein lieber alter Vater, wollte er sich wohl abmüßigen uns über eine Streitsache zu entscheiden, und von denen Schwefligen Bergarten ferneren Unterricht mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34630012512207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":4999,"date":1719,"orig":"Der Alte entſchuldigte ſein Unvermoͤgen in dieſer Sache unter ſo vornehmen Herren einen Schiedsmann abzugeben.","norm":"Der Alte entschuldigte sein Unvermögen in dieser Sache unter so vornehmen Herren einen Schiedsmann abzugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.666999816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5000,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende lieſſen ihnen dieſes Mannes guten Willen gefallen, und genoſſen von dem Vorgeſetzten.","norm":"Unsere Reisende ließen ihnen dieses Mannes guten Willen gefallen, und genossen von dem Vorgesetzten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.646500110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5001,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, mein lieber alter Vater, ich und dieſer Herr, auff Ettnern weiſende: haben wegen des Carls-Bads und andern heiſſen Baͤder, Hitze, Urſprung einen Wett-Streit gehalten.","norm":"Eckart sagte, mein lieber alter Vater, ich und dieser Herr, auf Ettnern weisende: haben wegen des Carls-Bads und anderen heißen Bäder, Hitze, Ursprung einen Wettstreit gehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.997000217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5002,"date":1719,"orig":"Er ſpricht, dieſe hefftige Hitze entſtehe aus einen mit Saltz angeſchwaͤngerten Waſſer, welches den Schwefel-Kieß begehet, und ſeine Weſenheit durch mit mehr anderen Berg-Arthen angefuͤllte Gaͤnge oder Leitungen fuͤhret, ich aber vermeyne es ſey ein Unter-irrdiſches Feuer, welches durch ſein Angehen die Hitze verurſachet, und die zeigte die zuruͤck gelaſſene verbrandte ſchwartze Erde an.","norm":"Er spricht, diese heftige Hitze entstehe aus einen mit Salz ahngeschwängerten Wasser, welches den Schwefelkies begehet, und seine Wesenheit durch mit mehr anderen Bergarten angefüllte Gänge oder Leitungen führt, ich aber vermeine es sei ein Unterirdisches Feuer, welches durch sein Angehen die Hitze verursachet, und die zeigte die zurück gelassene verbrannte schwarze Erde an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34119987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5003,"date":1719,"orig":"Wer hat nun unter uns Recht, ich oder dieſer Herr?","norm":"Wer hat nun unter uns Recht, ich oder dieser Herr?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.646100044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5004,"date":1719,"orig":"Der Werckmeiſter zog die Achſeln, ſahe Ettnern genau ins Geſicht, ſagende:","norm":"Der Werkmeister zog die Achseln, sah Ettnern genau ins Gesicht, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.477099895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5005,"date":1719,"orig":"Der Herr iſt mir bekannt, wo mir recht iſt habe ich ihn ehemahln hier geſehen:","norm":"Der Herr ist mir bekannt, wo mir recht ist habe ich ihn ehemals hier gesehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.078400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5006,"date":1719,"orig":"Ja mein lieber Kauner (ſo hieß der Alte) ich bin der Doctor Ettner der nunmehro das 12te mahl dieſe Gegend beſucht, und wann ich hier vorbey nach Eger gereiſet bin, bey ihm eingeſprochen habe, der Alte beſann ſich, und ſprach:","norm":"Ja mein lieber Kauner (so hieß der Alte) ich bin der Doktor Ettner der nunmehr das 12te Mal diese Gegend besucht, und wann ich hier vorbei nach Eger gereist bin, bei ihm eingesprochen habe, der Alte besann sich, und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.983399868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5007,"date":1719,"orig":"Es iſt wahr, und Gnaͤdiger Herr, vor dieſes mahl muß ich wohl dem Herrn Doctor, denn wir vormahls in dieſer Sache viel mit einander zu thun gehabt, Recht geben.","norm":"Es ist wahr, und gnädiger Herr, vor dieses Mal muss ich wohl dem Herrn Doktor, denn wir vormals in dieser Sache viel miteinander zu tun gehabt, Recht geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.457399845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5008,"date":1719,"orig":"(Hier geliebe der curieuſe Leſer vorigen Diſcours zu repetiren.)","norm":"(Hier Geliebe der kuriose Leser vorigen Discours zu repetieren.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":10.445699691772461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5009,"date":1719,"orig":"Jch bin nun GOtt Lob bey dieſen Schwefel-Gruben viertzig Jahr lang Arbeiter geweſen, und iſt mir vielerley unter Augen und Haͤnden kommen, doch muß ich zugeſtehen, daß alles, was deꝛ Herꝛ Doctor geſagt hat, ich in offteren Nachſuchen befunden, er habe wahr geꝛedet, ſonderlich, nachdem ſo viel Jahr lang das Ertzt ausgegraben worden, ſo iſt deſſelben noch immer ein Uberfluß da, denn kein Ertzt wird ſo leicht wieder wachſen und zunehmen als der Schwefel-Kieß, es ſteiget in ſeinen Wachſen an denen Seiten und in die Hoͤhe.","norm":"Ich bin nun Gott Lob bei diesen Schwefelgruben vierzig Jahr lang Arbeiter gewesen, und ist mir vielerlei unter Augen und Händen kommen, doch muss ich zugestehen, dass alles, was der Herr Doktor gesagt hat, ich in offteren Nachsuchen befunden, er habe wahr geredet, sonderlich, nachdem so viel Jahr lang das Erz ausgegraben worden, so ist desselben noch immer ein Überfluss da, denn kein Erz wird so leicht wieder wachsen und zunehmen als der Schwefelkies, es steiget in seinen Wachsen an denen Seiten und in die Höhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.167300224304199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5010,"date":1719,"orig":"Wann ſie die Hallen oder auff einander geſchuͤtte Brandt-Erde beſehen wollen, werden ſie den Anzug in auffgeſetzter Schwefel-Bluͤte erkennen, bevoraus wann der Dufft darauff faͤllet, und von der Sonnen durchwircket wird.","norm":"Wann sie die Hallen oder aufeinander Geschütte Brand-Erde besehen wollen, werden sie den Anzug in aufgesetzter Schwefel-Blüte erkennen, bevoraus wann der Duft darauf fället, und von der Sonnen durchwirket wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793799877166748} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5011,"date":1719,"orig":"Eckarth bath ihn, er wolte ſo guͤtig ſeyn, und ihnen einen der Sachen kundigen Menſchen mitgeben; Der Werckmeiſter antwortete:","norm":"Eckart bat ihn, er wollte so gütig sein, und ihnen einen der Sachen kundigen Menschen mitgeben; der Werkmeister antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850599765777588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5012,"date":1719,"orig":"Gar gerne, ich werde ihnen meinen Sohn Chriſtoph mitgeben, welcher ihnen die Hoͤhlen und die darinnen liegende Brandt- Erde mit dem neu-angewachſenen Schwefel- Ertzt zeigen ſoll, rieff und befahl ihm, denen Herren die von ihnen verborgene Kluͤffte und verdeckte Hoͤhlen zu weiſen, auf deren Fragen beſcheiden zu antwoꝛten, und was eꝛ nicht weiß, durch ihre Vortraͤge zu lernen.","norm":"Gar gerne, ich werde ihnen meinen Sohn Christoph mitgeben, welcher ihnen die Höhlen und die darinnen liegende Brandt-Erde mit dem neu-angewachsenen Schwefel-Erz zeigen soll, rief und befahl ihm, denen Herren die von ihnen verborgene Klüfte und verdeckte Höhlen zu weisen, auf deren Fragen bescheiden zu antworten, und was er nicht weiß, durch ihre Vorträge zu lernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.839700222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5013,"date":1719,"orig":"Der Sohn replicirte: Lieber Vater, ich werde eueren Befehl in allen gehorſam nachkommen.","norm":"Der Sohn replizierte: Lieber Vater, ich werde eueren Befehl in allen Gehorsam nachkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7281999588012695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5014,"date":1719,"orig":"Der Alte contentirte Eckarthen mit ſeiner Eroͤrter- und Vorſtellung der wunderlichen Veraͤnderung derer Berg-Arthen und deren Anwachſen.","norm":"Der Alte kontentierte Eckarten mit seiner Erörter- und Vorstellung der wunderlichen Veränderung derer Bergarten und deren Anwachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.398399829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5015,"date":1719,"orig":"Eckarth ſtund mit denen andern auff, bedanckten ſich gegen den Werck meiſter vor erwieſene Gunſt und Tractamenten, deme Eckarth einen Ducaten in die Hand druckte, welchen anzunehmen er anfangs ſich wegerte, nachmahls aber davor ſich bedanckte.","norm":"Eckart stand mit denen anderen auf, bedankten sich gegen den Werk Meister vor erwiesene Gunst und Traktamenten, dem Eckart einen Dukaten in die Hand drückte, welchen anzunehmen er anfangs sich wegerte, nachmals aber davor sich bedankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.882299900054932} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5016,"date":1719,"orig":"Darnach ſatzten ſich die Unſrigen auf den Wagen, nahmen den Sohn der vorher lieff mit, und fuhren fort, wann er nun an einen Anmerckungs-Orth kam, rieff er unſeren Reiſenden, die ſtiegen ſo dann ab, lieſſen Andreas bey dem Kutſcher, und giengen mit ihm, der ihnen in ſonderlichen Abwegen die Anbruͤche wieß, daß ſich die Unſrigen verwunderten, wie ſchoͤn das Ertzt im Lager lag, daß es gleich einem Golde aͤhnlichte.","norm":"Danach sattsten sich die Unsrigen auf den Wagen, nahmen den Sohn der vorher lief mit, und fuhren fort, wann er nun an einen Anmerkungs-Ort kam, rief er unseren Reisenden, die stiegen so dann ab, ließen Andreas bei dem Kutscher, und gingen mit ihm, der ihnen in sonderlichen Abwegen die Anbrüche wies, dass sich die Unsrigen verwunderten, wie schön das Erz im Lager lag, dass es gleich einem Golde ähnelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874300003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5017,"date":1719,"orig":"Chriſtoph ſprach:","norm":"Christoph sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"ga","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.484700202941895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5018,"date":1719,"orig":"Dieſer Kieß iſt noch nicht der Schoͤnſte, wann die Herren mit mir gehen wolten und den Wagen voraus fahren lieſſen, wuͤrde ich ihnen noch andere Gaͤnge weiſen.","norm":"Dieser Kies ist noch nicht der Schönste, wann die Herren mit mir gehen wollten und den Wagen vorausfahren ließen, würde ich ihnen noch andere Gänge weisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.227099895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5019,"date":1719,"orig":"Gotthart gieng den Weg zur Kutſche zu, rieff Andreas, und wie er zu ihn kam, befahl er ihm, mit dem Kutſcher voraus zu fahren, und ihrer in den Gaſt-Hofe unter Ellenbogen zu warten, worauff Gotthart wieder zuruͤck kehrte, da fuͤhrte ſie Chriſtoph einẽ Abweg, und zeigte ihnen eine verdeckte Hoͤhle, darinnen lag ausgeetzte ſchwartze Erde, und gegen die Hoͤhe und an denen Seiten der Hoͤhlen war gantz reiner Schwefel-Kieß angewachſen, von welchen Chriſtoph ihnen ein Stuͤck einem Cubo gleich, als wann er mit Fleiß geſchliffen waͤre, gab, nach dem fuͤhrte er ſie zu einen Anbruch wo Eiſen-Stein und Schwefel-Kieß beyſammen brach, daſelbſt floß ein Waſſer auf das Ertzt da ein Broden in die Hoͤhe ſtieg, und heiß war.","norm":"Gotthart ging den Weg zur Kutsche zu, rief Andreas, und wie er zu ihn kam, befahl er ihm, mit dem Kutscher vorauszufahren, und ihrer in den Gasthof unter Ellenbogen zu warten, worauf Gotthart wieder zurückkehrte, da führte sie Christoph einen Abweg, und zeigte ihnen eine verdeckte Höhle, darinnen lag ausgeätzte schwarze Erde, und gegen die Höhe und an denen Seiten der Höhlen war ganz reiner Schwefelkies angewachsen, von welchen Christoph ihnen ein Stück einem Cubo gleich, als wann er mit Fleiß geschliffen wäre, gab, nach dem führte er sie zu einen Anbruch wo Eisenstein und Schwefelkies beisammen brach, daselbst floss ein Wasser auf das Erz da ein Broden in die Höhe stieg, und heiß war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.838099956512451} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5020,"date":1719,"orig":"Nun ſiehet mein Patron, ſprach Ettner, daß mein Vortrag richtig ſey.","norm":"Nun sieht mein Patron, sprach Ettner, dass mein Vortrag richtig sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.986000061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5021,"date":1719,"orig":"Sie fragten Chriſtoph, wie ſein Vater ein ſo hohes Alter erreicht haͤtte, da ja ſonſt die in Schwefel-Gruben arbeiteten nicht alt wuͤrden?","norm":"Sie fragten Christoph, wie sein Vater ein so hohes Alter erreicht hätte, da ja sonst die in Schwefelgruben arbeiteten nicht alt würden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817200183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5022,"date":1719,"orig":"Geſtrenge Herren antwortete Chriſtoph, es iſt hier geſunde Lufft, welche den Schwefel-Dampff hinweg treibet.","norm":"Gestrenge Herren antwortete Christoph, es ist hier gesunde Luft, welche den Schwefeldampf hinwegtreibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642600059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5023,"date":1719,"orig":"Nun koͤnnen ſie wieder zum Wagen gehen, ſo ſie auch thaten.","norm":"Nun können sie wieder zum Wagen gehen, so sie auch taten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.828400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5024,"date":1719,"orig":"Wie ſie ankamen, fragte Eckarth Chriſtoph, wo ſie nun hinfahren ſolten?","norm":"Wie sie ankamen, fragte Eckart Christoph, wo sie nun hinfahren sollten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.618199825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5025,"date":1719,"orig":"Chriſtoph ſprach:","norm":"Christoph sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"ga","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.484700202941895} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5026,"date":1719,"orig":"Jch koͤnte ihnen hier im Lande biß Culm und weiter noch viel Ausbruͤche und Hoͤhlen (daß wir wohl drey Tage zubringen wuͤrden) weiſen, allein gegen dem was ſie ſchon geſehen haben, iſt jenes nicht zu achten, dieweil ſie aber ihren Weg uͤber Falckenau zuruͤck nehmen wollen, ſo kan der Kutſcher dahin fahren, ſo auch geſchach, woſelbſt ſie nach ihrer Ankunfft in Gaſt-Hofe die Mittags- Mahlzeit verrichteten.","norm":"Ich könnte ihnen hier im Lande bis Culm und weiter noch viel Ausbrüche und Höhlen (dass wir wohl drei Tage zubringen würden) weisen, allein gegen dem was sie schon gesehen haben, ist jenes nicht zu achten, dieweil sie aber ihren Weg über Falkenaue zurücknehmen wollen, so kann der Kutscher dahin fahren, so auch geschah, woselbst sie nach ihrer Ankunft in Gasthof die Mittags-Mahlzeit verrichteten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.994500160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5027,"date":1719,"orig":"Nachdem fuhꝛen ſie auſſerhalb Falckenau rechter Seits einen Berg an, da ſie auf beyden Seiten Ausbruͤche ſahen, welche mit der ausgebrandten Erde faſt angefuͤllet waren, Chriſtoph rieff die Unſrigen, als ſie kamen, raͤumte er die ſchwartze Erde ohngefehr einer halben Ellen tieff an die Seite, und brachte einen gruͤnlicht mit gelben Gold-Strahlen durch-zogenen Schwefel-Kieß hervor.","norm":"Nachdem fuhren sie außerhalb Falkenaue rechter Seits einen Berg an, da sie auf beiden Seiten Ausbrüche sahen, welche mit der ausgebrannten Erde fast angefüllt waren, Christoph rief die Unsrigen, als sie kamen, räumte er die schwarze Erde ungefähr einer halben Ellen Tief an die Seite, und brachte einen grünlich mit gelben Gold-Strahlen durchzogenen Schwefelkies hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.206099987030029} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5028,"date":1719,"orig":"Eckarth fragte, waꝛumb die Anwohnende ſolchen Schatz nicht beſſer nutzten?","norm":"Eckart fragte, warum die Anwohnende solchen Schatz nicht besser nutzten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9816999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5029,"date":1719,"orig":"Chriſtoph antwortete: Gnaͤdiger Herr, die Leute haben lieber ein Stuͤck gegoſſenen Schwefel der brennet, als den Kieß, darumb laſſen ſie es liegen.","norm":"Christoph antwortete: Gnädiger Herr, die Leute haben lieber ein Stück gegossenen Schwefel der brennet, als den Kies, darum lassen sie es liegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6331000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5030,"date":1719,"orig":"Unterweilen finden ſich gute und edle Ertzte mit unter, welches einige unter uns wohl wiſſen, allein wir offenbahren es Niemanden.","norm":"Unterweilen finden sich gute und edle Ärzte mit unter, welches einige unter uns wohl wissen, allein wir offenbaren es Niemanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5441999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5031,"date":1719,"orig":"Hier dem Herrn Doctor ſind auch etliche bekannt, und hat er uns, wenn er meinen Vater beſucht hat, davon Bericht gegeben.","norm":"Hier dem Herrn Doktor sind auch etliche bekannt, und hat er uns, wenn er meinen Vater besucht hat, davon Bericht gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.488999843597412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5032,"date":1719,"orig":"Ettner verſetzte:","norm":"Ettner versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.726399898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5033,"date":1719,"orig":"Wer was unterſuchen will, der muß des Landes-kundige Beyhelffer haben.","norm":"Wer was untersuchen will, der muss des Landes-kundige Beihelfer haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6519999504089355} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5034,"date":1719,"orig":"Dieſe Gegend iſt an edlen Ertzten ſehr reich.","norm":"Diese Gegend ist an edlen Ärzten sehr reich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.63040018081665} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5035,"date":1719,"orig":"Wie unſere Reiſende auf die Hoͤhe des Berges kamen, ſprach Chriſtoph:","norm":"Wie unsere Reisende auf die Höhe des Berges kamen, sprach Christoph:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827000141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5036,"date":1719,"orig":"Nun Geſtrenge Herren, haben ſie geſehen wornach ſie verlanget haben; Sie koͤnnen in GOttes Nahmen wieder den Carls-Bad zu reiſen, und ich will auch meinen Ruͤckweg nehmen.","norm":"Nun Gestrenge Herren, haben sie gesehen wonach sie verlanget haben; Sie können in Gottes Namen wieder den Karlsbad zu reisen, und ich will auch meinen Rückweg nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.155399799346924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5037,"date":1719,"orig":"Chriſtoph, ſagte Eckarth, da habt ihr vor gehabte Muͤhe ein Trinck Geld, und gab ihm zwey Floren, gruͤſſet euern lieben Vater von uns allen, wir werden ihm wieder, wann er uns in Carls-Bad Zeit unſer Anweſenheit beſuchen wolte, alle Hoͤfligkeit erweiſen.","norm":"Christoph, sagte Eckart, da habt ihr vor gehabte Mühe ein Trink Geld, und gab ihm zwei Floren, grüßet euren lieben Vater von uns allen, wir werden ihm wieder, wann er uns in Karlsbad Zeit unser Anwesenheit besuchen wollte, alle Höflichkeit erweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.820499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5038,"date":1719,"orig":"Chriſtoph bedanckte ſich gegen unſere Reiſende, und gieng uͤber diẽ Berge zu ſeinen Vater und die Unſeigen ins Carls-Bad, woſelbſt ſie die Garpiſche Compagnie die ſie mit Freuden empfieng, bey guter Geſundheit antraffen.","norm":"Christoph bedankte sich gegen unsere Reisende, und ging über dien Berge zu seinen Vater und die Unseigen ins Karlsbad, woselbst sie die Garpische Compagnie die sie mit Freuden empfing, bei guter Gesundheit antrafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.797100067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5039,"date":1719,"orig":"Nach dieſen fragte Eckarth, Monſieur Ettner, er wird ſich noch erinnern, wie daß er ehegeſtern als wir den Brudel betrachteten, ſagte: daß derſelbe vor dieſen ſeinen Ausgang viel gewaltiger als jetzo gehabt habe, was iſt die Urſache dieſer Verminderung geweſen?","norm":"Nach diesen fragte Eckart, Monsieur Ettner, er wird sich noch erinnern, wie dass er ehegestern als wir den Brudel betrachteten, sagte: dass derselbe vor diesen seinen Ausgang viel gewaltiger als jetzt gehabt habe, was ist die Ursache dieser Verminderung gewesen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.469799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5040,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete:","norm":"Ettner antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201600074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5041,"date":1719,"orig":"Die Verſtopffung von der angewachſenen Materia; dannenhero er unten ausgebrochen und einen andern Gang geſucht, wodurch der ordinaire Ausſtoß muſte vermindert werden, biß ein Edler Rath, den Zug anderwerts fuͤhren, das angewachſene Hinderniß ausꝛaͤumen, und einen neuen Staͤndeꝛ ſetzen laſſen; da er doch vorjetzo viel ſtaͤrcker als vor dꝛey, vier Jahren gieng, vielleicht wird er mit der Zeit ſeine erſtere Gewalt wieder bekommen.","norm":"Die Verstopfung von der angewachsenen Materie; dannenher er unten ausgebrochen und einen anderen Gang gesucht, wodurch der ordinäre Ausstoß musste vermindert werden, bis ein edler Rat, den Zug anderwärts führen, das angewachsene Hindernis ausräumen, und einen neuen Ständer setzen lassen; da er doch Vorjetzt viel stärker als vor drei, vier Jahren ging, vielleicht wird er mit der Zeit seine erstere Gewalt wieder bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.322000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5042,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5043,"date":1719,"orig":"Ein Laborante koͤnte vermittelſt dieſes Waſſers dienliche Ausarbeitungen verrichten.","norm":"Ein Laborante könnte vermittels dieses Wassers dienliche Ausarbeitungen verrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4481000900268555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5044,"date":1719,"orig":"Das iſt wahr, replicirte Ettner, und bin ich einmahl ſolches zu verſuchen reſolvirt geweſen; vor etlichen Jahren zeigte ſich ein Qual von warmen Waſſer gleich uͤber, bey Herrn Becher, Burgermeiſter und Apoteckern in der Officin, daß er ſolche in ſein Diapenſatorium verſetzen muͤſſen; Da hat er ſich dieſes Quals ſtatt der Marien- und Daͤmpff-Baͤder mit guten Vortheil gebraucht; Nach der Zeit hat er ſich wieder verlohren, und wie viel moͤgen wohl hin und wieder ebenmaͤßige Ausgaͤnge (die man nicht ſiehet) ſeyn; Weßhalben hernach der gewoͤhnliche Ausgang nicht ſo hoch und gewaltig ausſteigen kan.","norm":"Das ist wahr, replizierte Ettner, und bin ich einmal solches zu versuchen resolviert gewesen; vor etlichen Jahren zeigte sich ein Qual von warmen Wasser gleich über, bei Herrn Becher, Burgermeister und Apothekern in der Offizin, dass er solche in sein Diapensatorium versetzen müssen; da hat er sich dieses Qual statt der Marien- und Dämpf-Bäder mit guten Vorteil gebraucht; nach der Zeit hat er sich wieder verloren, und wie viel mögen wohl hin und wieder ebenmäßige Ausgänge (die man nicht sieht) sein; weshalb hernach der gewöhnliche Ausgang nicht so hoch und gewaltig aussteigen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.43559980392456} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5045,"date":1719,"orig":"Ferner gab er vor, ſagte Eckarth, daß das ehmahlig gering-ſchaͤtzige Muͤhlen- Bad dem rechten Ausfluß anjetzo von vielen vorgezogen wuͤrde.","norm":"Ferner gab er vor, sagte Eckart, dass das ehemalig geringschätzige Mühlen-Bad dem rechten Ausfluss jetzt von vielen vorgezogen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.625999927520752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5046,"date":1719,"orig":"Nun iſt ja der Bꝛudel ſiebend heiß, da jenes nur etwas weniges mehr als laulicht iſt, Ettner verſetzte:","norm":"Nun ist ja der Brudel siebend heiß, da jenes nur etwas weniges mehr als laulich ist, Ettner versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.646399974822998} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5047,"date":1719,"orig":"Ein Waſſer, das in ſeiner Temperatur meiner Conſtitution convenient und erleidlich iſt, daſſelbige wird mir in ſeinen unbenommenen Kraͤfften, mit fuͤhrender Mineralien einen beſſeren Vortheil, als ein durch 10. biß 12. Stunden von ſeiner Hitze abkuͤhlendes geben, (wie denn auch ein in denen viereckigten hoͤltzernen Baͤdern als Wannen, abkuͤhlendes Bad ich, weil es bald eingelaſſen, als das ſo weit getragen wird, vor kꝛaͤfftiger halte.)","norm":"Ein Wasser, das in seiner Temperatur meiner Konstitution convenient und erleidlich ist, dasselbe wird mir in seinen unbenommenen Kräften, mit führender Mineralien einen besseren Vorteil, als ein durch 10. bis 12. Stunden von seiner Hitze abkühlendes geben, (wie denn auch ein in denen viereckigen hölzernen Bädern als Wannen, abkühlendes Bad ich, weil es bald eingelassen, als das so weit getragen wird, vor kräftiger halte.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349899768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5048,"date":1719,"orig":"Aus Urſachen wann das Bade-Waſſer allzuheiß iſt, und wann jemand waͤre, der es ausſtehen koͤnte, oder auch das abgekuͤhlte durch Einlaſſung heiſſen Waſſers allzuwarm machen und darinnen ſitzen wolte, ſo wuͤrde es die Lebens-Geiſter allzuſehr wegen allzuſtarcker Eroͤffnung derer Schweiß-Loͤchlein austreiben und den Menſchen entkraͤfften, ja in eine Ohnmacht und viele gefaͤhrliche Zufaͤlle ſtuͤrtzen; wann aber ein Bad in gleicher Temperatur iſt, daß der Gebrauchende, (ohne Abkuͤhlung) darinnen zwey Stunden ſitzen kan, ſo werden anfaͤnglich die Schweiß-Loͤchlein nach und nach eroͤffnet, und alſo die in Waſſer enthaltene Kraͤffte die Nerven und Glieder durchdringen und ſtaͤrcken koͤnnen.","norm":"Aus Ursachen wann das Badewasser allzuheiß ist, und wann jemand wäre, der es ausstehen könnte, oder auch das abgekühlte durch Einlassung heißen Wassers allzuwarm machen und darinnen sitzen wollte, so würde es die Lebensgeister allzu sehr wegen starker Eröffnung derer Schweißlöchlein austreiben und den Menschen entkräften, ja in eine Ohnmacht und viele gefährliche Zufälle stürzen; wann aber ein Bad in gleicher Temperatur ist, dass der Gebrauchende, (ohne Abkühlung) darinnen zwei Stunden sitzen kann, so werden anfänglich die Schweißlöchlein nach und nach eröffnet, und also die in Wasser enthaltene Kräfte die Nerven und Glieder durchdringen und stärken können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9731998443603525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5049,"date":1719,"orig":"Wie kommt es aber fragte Eckarth weiter, daß das Muͤhl-Bad kuͤhler als das ordinaire Bad iſt.","norm":"Wie kommt es aber fragte Eckart weiter, dass das Mühlbad kühler als das ordinäre Bad ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.498700141906738} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5050,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete:","norm":"Ettner antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201600074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5051,"date":1719,"orig":"Ob gleich dem Augenſchein nach beyde einen Urſprung haben; wolte ich muthmaſſen daß das Muͤhl-Bad, einen andern Gang ſeitwaͤrts haͤtte, und ſeine Hitze gehen lieſſe, zumahln meiner Meynung nach, es niedriger und mehr am Tage ſtreichet als das heiſſe.","norm":"Ob gleich dem Augenschein nach beide einen Ursprung haben; wollte ich mutmaßen dass das Mühlbad, einen anderen Gang seitwärts hätte, und seine Hitze gehen ließe, zumal meiner Meinung nach, es niedriger und mehr am Tage streichet als das heiße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.312399864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5052,"date":1719,"orig":"Fuͤnff Welſcher Meilen von Padua in Venetianiſchen bey denen Baͤdern genannt, liegen beyde Waſſer warm oder heiß und kalt kaum eine Elle von einander beyſammen; da iſt zu ſchlieſſen ob gleich dieſe Waſſer bey dem Urſprung kalt ſind, ſo muͤſſen ſie ihren Tractum theilen, daß das eine mit dem Sale vermiſcht ſeinen Gang duꝛch die Schwefel- Ertzte nimmt und heiß wird, das andere aber einen Gang da kein Schwefel-Kieß iſt gehet und kalt verbleibet:","norm":"Fünf Welscher Meilen von Padua in Venezianischen bei denen Bädern genannt, liegen beide Wasser warm oder heiß und kalt kaum eine Elle voneinander beisammen; da ist zu schließen ob gleich diese Wasser bei dem Ursprung kalt sind, so müssen sie ihren Tractum teilen, dass das eine mit dem Sale vermischt seinen Gang durch die Schwefel-Ärzte nimmt und heiß wird, das andere aber einen Gang da kein Schwefelkies ist geht und kalt verbleibet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.591700077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5053,"date":1719,"orig":"Wer kan GOttes Weißheit ergruͤnden und ſeine Wercke ausforſchen?","norm":"Wer kann Gottes Weisheit ergründen und seine Werke ausforschen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.336400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5054,"date":1719,"orig":"Wir Menſchen ſuchen der Natur Wercke zu erkundigen und ſetzen GOttes Direction auf die Seite.","norm":"Wir Menschen suchen der Natur Werke zu erkundigen und setzen Gottes Direktion auf die Seite.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.649499893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5055,"date":1719,"orig":"Wer Wunder verlangt, der hat ſolche in den Goͤttlichen Wirckungen taͤglich, ja ſtuͤndlich vor ſeinen Augen, die nicht zu zehlen ſind: und was hinderts daß die Berge oben mit Schnee bedeckt, die heiſſeſten Waſſer von ſich ſtoſſen.","norm":"Wer Wunder verlangt, der hat solche in den göttlichen Wirkungen täglich, ja stündlich vor seinen Augen, die nicht zu zählen sind: und was hindert dass die Berge oben mit Schnee bedeckt, die heißesten Wasser von sich stoßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.942500114440918} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5056,"date":1719,"orig":"Jndem ſie redeten, brachte Andreas eine Frau die allerhand, von dem aus dem Brudel ausgehauenẽ Bade-Stein gemachte Hembd Knoͤpflein, Taback-Doſen, Schaͤchtlein, und dergleichen| Raritäten zu verkauffen hatte.","norm":"Indem sie redeten, brachte Andreas eine Frau die allerhand, von dem aus dem Brudel ausgehauenen Badestein gemachte Hemd Knöpflein, Tabak-Dosen, Schächtlein, und dergleichen | Raritäten zu verkaufen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.673900127410889} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5057,"date":1719,"orig":"Eckarth beſahe ſolche mit Verwunderung, der einlauffenden farbigten Adern wegen, und kauffte von ſelbigen einige Stuͤcke.","norm":"Eckart besah solche mit Verwunderung, der einlaufenden farbigen Adern wegen, und kaufte von selbigen einige Stücke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.800600051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5058,"date":1719,"orig":"Das XXI. Capitel.","norm":"Das XXI. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.8831000328063965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5059,"date":1719,"orig":"Die Garpiſche Geſellſchafft ſetzet in der Cur einen Tag aus an welchen ſie mit denen Unſrigen die oberen Haͤuſer/ Gaͤrten/ Aecker und die bergigte luſtige Revier beſehen/ gehen in die Kirche und warten den Gottesdienſt ab.","norm":"Die Garpische Gesellschaft setzet in der Kur einen Tag aus an welchen sie mit denen Unsrigen die oberen Häuser / Gärten / Äcker und die bergige lustige Revier besehen / gehen in die Kirche und warten den Gottesdienst ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.596399784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5060,"date":1719,"orig":"Ettner lobet die Carls-Badiſche Policey und ihre Jnnwohner und Buͤrger.","norm":"Ettner lobet die Carls-Badische Polizei und ihre Inwohner und Bürger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.470399856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5061,"date":1719,"orig":"Der Faum und die Piſæ Carolinæ was ſie vor einen Urſprung haben und worzu der Bade-Faum dienlich iſt/ raiſonnirt Ettner erſtlich im Schertz/ hernach ſaget er ſeine Meynung im Ernſt.","norm":"Der Faum und die Pisae Caroline was sie vor einen Ursprung haben und wozu der Badefaum dienlich ist / räsoniert Ettner erstlich im Scherz / hernach sagt er seine Meinung im Ernst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.176799774169922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5062,"date":1719,"orig":"Was vor eine Jahrs-Zeit das Bad zu gebrauchen am zutraͤglichſten ſey.","norm":"Was vor eine Jahreszeit das Bad zu gebrauchen am zuträglichsten sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703000068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5063,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende gehen zu denen Kuͤnſtlern/ beſehen ihre Arbeit/ von welcher Eckarth kaufft und das Garpiſche Frauen-Zimmer damit beſchencket.","norm":"Unsere Reisende gehen zu denen Künstlern / besehen ihre Arbeit / von welcher Eckart kauft und das Garpische Frauenzimmer damit beschenket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.519199848175049} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5064,"date":1719,"orig":"Eckarths Frage an Ettuern wegen der Cur des Bade- Waſſers/ ſo wohl inniglich im Trincken als auch aͤuſeꝛlich im Baden/ beantwoꝛtet Ettner mit Beybericht/ wie in beyden Curen zu Nutzen des Patien zu verfahren ſey/ und wie er ſich in der Diæt in acht nehmen ſoll.","norm":"Ekarts Frage an Ettuern wegen der Kur des Bade-Wassers / sowohl inniglich im Trinken als auch äußerlich im Baden / beantwortet Ettner mit Beybericht / wie in beiden Kuren zu Nutzen des Patin zu verfahren sei / und wie er sich in der Diät in Acht nehmen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.80620002746582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5065,"date":1719,"orig":"Meldet die Kranckheiten/ in welchen alleine das Trincken/ dann in welchen beyde das Trincken und Baden zu gebrauchen und in welchen beydes ſchaͤdlich ſey; item wie die Cur in Trincken und Baden ſoll gehandhabet werden/ und was Gefahr das Baden ohne das Trincken bringe.","norm":"Meldet die Krankheiten / in welchen alleine das Trinken / dann in welchen beide das trinken und Baden zu gebrauchen und in welchen beides schädlich sei; item wie die Kur in Trinken und Baden soll gehandhabt werden / und was Gefahr das Baden ohne das Trinken bringe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.205699920654297} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5066,"date":1719,"orig":"Eckarths Gegenſatz eroͤrtert Ettner.","norm":"Ekarts Gegensatz erörtert Ettner.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.450599670410156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5067,"date":1719,"orig":"Erſchrecklicher Tod eines Kunſt-Pfeiffers-Geſellen der oben vom Gelaͤnder des Stadt- Thurms wegen Ausnehmen der Dolen auf den Felſen herab geſtuͤrtzet war/ die mit ihm vorhergegangene Fata werden erzehlet; Nothwendigkeit dieſes Todes/ will ein Chiromantiſte aus ſeinen Haͤnden ſehen.","norm":"Erschrecklicher Tod eines Kunst-Pfeifers-Gesellen der oben vom Geländer des Stadt-Turms wegen Ausnehmen der Dolen auf den Felsen herab gestürzt war / die mit ihm vorhergegangene Fata werden erzählt; Notwendigkeit dieses Todes / will ein Chiromantist aus seinen Händen sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.745200157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5068,"date":1719,"orig":"Eckarth ſaget einen gleichmaͤßigen/ aber viel gluͤcklicheren Fall in Breßlau/ bey Ausnehmung der Dolen mit einen Jungen/ hernach deswegen Hetzen-Michel genañt/ geſchehen zu ſeyn.","norm":"Eckart sagt einen gleichmäßigen / aber viel glücklicheren Fall in Breslau / bei Ausnehmung der Dolen mit einen Jungen / hernach deswegen Hetzen-Michel genannt / geschehen zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.186500072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5069,"date":1719,"orig":"Ettner bekommt einen Brief nach deſſen Durchleſung reſolvirt er abzureiſen/ welches er Eckarthen offenbahret/ der es ungerne hoͤret/ verſorget ſich mit Ettners ſeinen Medicamenten/ von dem er ſeiner Medicamenten Indicem verlanget/ den ihm Ettner gibt.","norm":"Ettner bekommt einen Brief nach dessen Durchlesung resolviert er abzureisen / welches er Eckarten offenbaret / der es ungern höret / versorgt sich mit Ettners seinen Medikamenten / von dem er seiner Medikamenten Indicem verlanget / den ihm Ettner gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.042699813842773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5070,"date":1719,"orig":"Ettner faͤhret fort in ſeinem Vortꝛag von des Bade-Waſſers ferneren Wirckungen ſo wohl in Trincken als Baden/ und was dabey zu obſerviren ſey/ wiederholet er kuͤrtzlich.","norm":"Ettner fährt fort in seinem Vortrag von des Badewassers ferneren Wirkungen so wohl in Trinken als Baden / und was dabei zu observieren sei / wiederholet er kürzlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.785699844360352} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5071,"date":1719,"orig":"Luſtige Hiſtoria von einem Kuͤchen- Jungen der ſich befuͤrchtet von Carls-Bad zu trincken/ ſchwanger zu werden.","norm":"Lustige Historia von einem Küchen-Jungen der sich befürchtet von Karlsbad zu trinken / schwanger zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.890900135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5072,"date":1719,"orig":"Ettner erzehlet weiter von des Bade-Waſſers Wirckungen; beyde Compagnien beſehen die an den Canal des Toͤpel-Fluß gelegene Haͤuſer/ den Fluß ꝛc.","norm":"Ettner erzählt weiter von des Badewassers Wirkungen; beide Kompanien besehen die an den Kanal des Töpel-Fluss gelegene Häuser / den Fluss etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.397999763488769} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5073,"date":1719,"orig":"Ettner erzehlet ihnen aus D. Huͤllingers Carls-Bads Beſchreibung was der Fluß der Stadt und denen Jñwohnern bey Anſchwellung vor Schaden gethan habe.","norm":"Ettner erzählt ihnen aus D. Hüllengers Carls-Bads Beschreibung was der Fluss der Stadt und denen Inwohnern bei Anschwellung vor Schaden getan habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.743299961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5074,"date":1719,"orig":"Ettner nimmt von allen Abſchied/ Eckarth beſchencket ihn und wuͤntſchet ihm Gluͤck zur Reiſe.","norm":"Ettner nimmt von allen Abschied / Eckart beschenket ihn und wünschet ihm Glück zur Reise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.663300037384033} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5075,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart begleiten den abreiſenden Ettner biß an das auffen Berge gelegenen Wirths-Hauß/ woſelbſt ſie ſich mit ihm verabſcheiden.","norm":"Siegfried und Gotthart begleiten den abreisenden Ettner bis an das auf den Berge gelegenen Wirtshaus / woselbst sie sich mit ihm verabschieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35129976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5076,"date":1719,"orig":"Ettner ſetzet ſeine Reiſe fort/ die andern beyde gehen wieder zuruͤck ins Carls- Bad in ihr Quartier.","norm":"Ettner setzet seine Reise fort / die anderen beide gehen wieder zurück ins Carls-Bad in ihr Quartier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.059000015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5077,"date":1719,"orig":"DJe Garpiſche Compagnie vermeldete, daß der Medicus ihnen in der Cur den Morgenden Tag als Sonntag in der Cur auszuſetzen verordnet haͤtte.","norm":"Die Garpische Compagnie vermeldete, dass der Medikus ihnen in der Kur den Morgenden Tag als Sonntag in der Kur auszusetzen verordnet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.574699878692627} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5078,"date":1719,"orig":"Ettner ſprach, ſo werde ich meine Paroles halten und ihnen das noch uͤbrige zeigen und vorſtellen koͤnnen.","norm":"Ettner sprach, so werde ich meine Paroles halten und ihnen das noch übrige zeigen und vorstellen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501800060272217} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5079,"date":1719,"orig":"Sie beredeten ſich daß ſie fruͤh vor angehenden Gottesdienſt die Tour verrichten wolten.","norm":"Sie beredeten sich dass sie früh vor angehenden Gottesdienst die Tour verrichten wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.672999858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5080,"date":1719,"orig":"Fruͤh, wie ſie insgeſam̃t zum Ausgehen fertig waren, fuͤhrte ſie Ettner die breite Gaſſe der Kirche vorbey zum Ober-Thor hinaus, ſagende: vor dieſen waren hier Staͤlle und Scheunen, da jetzt wohlauffgebauete Haͤuſer ſtehen; auſſer dem Thore beſahen ſie die an denẽ Bergen liegende Gaͤrten und Aecker, die Conteſſe fragte, wem dos oben auff dem Berge liegende Schloͤßlein zugehoͤre?","norm":"Früh, wie sie insgesamt zum Ausgehen fertig waren, führte sie Ettner die breite Gasse der Kirche vorbei zum Ober-Thor hinaus, sagende: vor diesen waren hier Ställe und Scheunen, da jetzt wohlaufgebaute Häuser stehen; außer dem Tore besahen sie die an den Bergen liegende Gärten und Äcker, die Contessa fragte, wem dos oben auf dem Berge liegende Schlösslein zugehöre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302999973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5081,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete:","norm":"Ettner antwortete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201600074768066} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5082,"date":1719,"orig":"es gehoͤret hier Hr. Doctor Huͤllinger zu, gehen wir hinauff ſagte die Conteſſe, die Frau Kronauin verſetzte, wann wir Zeit haͤtten, gieng ich ſelbſten mit, allein wir moͤchten die Heilige Meſſe und Predigt verſaͤumen.","norm":"es gehöret hier Hr. Doktor Hüllinger zu, gehen wir hinauf sagte die Contessa, die Frau Kronauin versetzte, wann wir Zeit hätten, ging ich selbst mit, allein wir möchten die Heilige Messe und Predigt versäumen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.54610013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5083,"date":1719,"orig":"Sie waren gleich im Ruͤck-Wege begriffen, leutete man in die Kirche; Unſere geſammte Compagnie eileten umb zurechte zu kom̃en; da ſie ihre Andacht hielten.","norm":"Sie waren gleich im Rückwege begriffen, läutete man in die Kirche; unsere gesamte Compagnie eilten um zurechte zu kommen; da sie ihre Andacht hielten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.930600166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5084,"date":1719,"orig":"Nach verrichteten Gottesdienſt, giengen ſie insgeſammt in ihr Quartier, ſatzten ſich an einen Tiſch zuſammen, und hoͤreten Ettners Diſcourſe an, der ſagte: die Hohe Geſellſchafft hat nun eine wohl-auffgebauete Stadt geſehen, was haben aber die ſchoͤnen Haͤuſer vor Jnnwohner in ihnen?","norm":"Nach verrichteten Gottesdienst, gingen sie insgesamt in ihr Quartier, sattsten sich an einen Tisch zusammen, und hörten Ettners Diskurse an, der sagte: Die hohe Gesellschaft hat nun eine wohl-aufgebaute Stadt gesehen, was haben aber die schönen Häuser vor Inwohner in ihnen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.379700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5085,"date":1719,"orig":"Antwort.","norm":"Antwort.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.895199775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5086,"date":1719,"orig":"Eine Gemeinde, die mit guten Ordnungen verſehen iſt, Leuthe die von guten Einfaͤllen ſind, Kuͤnſtler in Eiſen und andern Arbeiten; Unmuͤßige Handwercker, willige Bediener ihrer Gaͤſte, gute Schuͤtzen, und Eltern die ihre Kinder wohl er ziehen und zur Gottesfurcht anfuͤhren.","norm":"Eine Gemeinde, die mit guten Ordnungen versehen ist, Leute die von guten Einfällen sind, Künstler in Eisen und anderen Arbeiten; Unmüßige Handwerker, willige Bediener ihrer Gäste, gute Schützen, und Eltern die ihre Kinder wohl er ziehen und zur Gottesfurcht anführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7230000495910645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5087,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach, das letzte das beſte.","norm":"Eckart sprach, das letzte das Beste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.359899997711182} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5088,"date":1719,"orig":"Solten wohl unter der Menge nicht nicht auch Laſterhaffte ſeyn?","norm":"sollten wohl unter der Menge nicht nicht auch lasterhafte sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.567599773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5089,"date":1719,"orig":"Ettner replicirte, die Menge der Guten laſſen die Widerſinnige nicht zum Vorſchein kommen; wann ſie nun die kuͤnſtlichen Arbeiter und ihre Arbeit in Augenſchein zu nehmen gelieben, koͤnnen wir Morgen geliebts GOtt nach den Eſſen ſie beſuchen.","norm":"Ettner replizierte, die Menge der Guten lassen die Widersinnige nicht zum Vorschein kommen; wann sie nun die künstlichen Arbeiter und ihre Arbeit in Augenschein zu nehmen Geliebe, können wir Morgen geliebtes Gott nach den Essen sie besuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.771500110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5090,"date":1719,"orig":"Wie die Compagnie zu Mittage ſpeißten, erzehlte die Frau Kronauin, wie ſie ins Bad ſteigen wollen, waͤre es oben uͤber und uͤber mit einer weiſſen Haut umbzogen geweſen:","norm":"Wie die Compagnie zu Mittage speisten, erzählte die Frau Kronauin, wie sie ins Bad steigen wollen, wäre es oben über und über mit einer weißen Haut umzogen gewesen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.657800197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5091,"date":1719,"orig":"wie ſie eingeſtiegen waͤre, haͤtte ſie ſich zertheilet und waͤre zu Boden gegangen.","norm":"wie sie eingestiegen wäre, hätte sie sich zerteilet und wäre zu Boden gegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.779400110244751} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5092,"date":1719,"orig":"Sie haͤtte etwas davon in die Hand genommen, und zerrieben, ſo waͤre es im Griff einen zarten Sande gleich geweſen.","norm":"Sie hätte etwas davon in die Hand genommen, und zerrieben, so wäre es im Griff einen zarten Sande gleich gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.781400203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5093,"date":1719,"orig":"Ettner ſagte im Schertz:","norm":"Ettner sagte im Scherz:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.030600070953369} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5094,"date":1719,"orig":"Dieſe weiſſe Haut iſt der Anfang zur Steinwerdung: Gnaͤdige Conteſſe es iſt gut, daß ſie nicht vorerſt eingeſtiegen ſind, denn bey ledigen Perſonen leget ſich dieſe Haut gantz feſte umb Leib an, und beziehet ihn wie ein Gyps.","norm":"Diese weiße Haut ist der Anfang zur Steinwerdung: Gnädige Contessa es ist gut, dass sie nicht vorerst eingestiegen sind, denn bei ledigen Personen leget sich diese Haut ganz feste um Leib an, und bezieht ihn wie ein Gips.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654900074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5095,"date":1719,"orig":"Die andern lachten, die Conteſſe aber ſprach:","norm":"Die anderen lachten, die Contessa aber sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.173399925231934} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5096,"date":1719,"orig":"Monſieur Ettner, er warte nur, ich will ihn ſchon zu rechter Zeit wiederum eins geben, lang geborgt iſt nicht geſchenckt.","norm":"Monsieur Ettner, er warte nur, ich will ihn schon zu rechter Zeit wiederum eins geben, lang geborgt ist nicht geschenkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.985199928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5097,"date":1719,"orig":"Ettner zog die Achſel ſagende: Mein Wohlmeynen wird nicht eher als wann der Ausgang die Bewahrung gibt, gut angenommen werden.","norm":"Ettner zog die Achsel sagende: Mein Wohlmeinen wird nicht eher als wann der Ausgang die Bewahrung gibt, gut angenommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.386099815368652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5098,"date":1719,"orig":"Mag es doch, fieng die Conteſſe an, vergeben ſoll die Schuld, doch nicht vergeſſen ſeyn; unterdeſſen weil wir noch nicht mit unſeren Medico geredet haben, berichte er uns, aber ohne Schertz, was denn die Haut vor eine Materie ſey, woher ſie komme, und woꝛzu ſie nuͤtze ſey?","norm":"Mag es doch, fing die Contessa an, vergeben soll die Schuld, doch nicht vergessen sein; unterdessen weil wir noch nicht mit unseren Medico geredet haben, berichte er uns, aber ohne Scherz, was denn die Haut vor eine Materie sei, woher sie komme, und worzu sie nütze sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.318999767303467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5099,"date":1719,"orig":"Ettner verſetzte:","norm":"Ettner versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.726399898529053} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5100,"date":1719,"orig":"Es mag ſchon drumb ſeyn, weil mir die Schuld ſchon vergeben iſt, ſo wird ſie auch wohl vergeſſen werden.","norm":"Es mag schon darum sein, weil mir die Schuld schon vergeben ist, so wird sie auch wohl vergessen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.173799991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5101,"date":1719,"orig":"Dieſe weiſſe Haut, welche das abgekuͤhlte Bade-Waſſer uͤberzogen hat, und von denen Jnnwohnern Bade-Faum geneñet wird, halte ich vor nichts anders als einen zarten zuſammen gezogenen kalckigten Schaum, von welchen Anſatz und Zuſatz, der Bade-Stein entſtehet; wie denn auch eben das Stuͤcke, das uns geſtern der Toden-Graͤber brachte (welches Ettner holte und ihnen wieſe, ſo ſie allerſeits mit Verwunderung befahen,) in Geſtalt auffgeſetzter Erbſen, deren etliche gantz kunten abgebrochen werden, und inwendig hohl waren, von gleicher kalckigter Materie generirt worden iſt, es wird deꝛgleichen Materia auf den Hirchhofe im Nachgraben die Menge gefunden.","norm":"Diese weiße Haut, welche das abgekühlte Badewasser überzogen hat, und von denen Inwohnern Badefaum genannt wird, halte ich vor nichts anders als einen zarten zusammen gezogenen kalkigen Schaum, von welchen Ansatz und Zusatz, der Badestein entstehet; wie denn auch eben das Stücke, das uns gestern der Totengräber brachte (welches Ettner holte und ihnen wiese, so sie allerseits mit Verwunderung besahen,) in Gestalt aufgesetzter Erbsen, deren etliche ganz konnten abgebrochen werden, und inwendig hohl waren, von gleicher kalkiger Materie generiert worden ist, es wird dergleichen Materie auf den Hirchhofe im Nachgraben die Menge gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.694399833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5102,"date":1719,"orig":"Wormius gedencket in ſeinem Muſæo pag. 54. dieſer Carls-Bad-Erbſen, und gibt ihm unter den Nahmen Stalagmites ein Plaͤtzlein/ vorgebende dieſe Erbſen entſtuͤnden aus denen auf einander fallenden Tropffen des warmen Bades.","norm":"Wormius gedenkt in seinem Musaeo pag. 54. dieser Carls-Bad-Erbsen, und gibt ihm unter den Namen Stalagmits ein Plätzlein / vorgebende diese Erbsen entstünden aus denen aufeinander fallenden Tropfen des warmen Bades.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.049300193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5103,"date":1719,"orig":"Jch halte davor daß die feuchten Duͤnſte welche die Poroſiſche Erden durchſtreichen/ gleich dem Bade-Faum in einer runden Form coagulirt und in einer ſolche Erbſen/ odeꝛ Bienen-Haͤußlein gleichenden zarten Kalck- Stein formiret.","norm":"Ich halte davor dass die feuchten Dünste welche die Porosische Erden durchstreichen / gleich dem Badefaum in einer runden Form koaguliert und in einer solche Erbsen / oder Bienenhäuslein gleichenden zarten Kalck-Stein formiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.368800163269043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5104,"date":1719,"orig":"Dieſer Bade-Eaum (deſſen man von denen Wirthen umb ein leidliches Geld genung bekommen kan) iſt gut in unſauberen Zaͤhnen/ faulenden Zahnfleiſch/ in rohen Fleiſch- Schaͤden/ Frat liegen der Kinder/ und auffliegen derer Krancken/ wie auch in Schwitzen unter denen Achſeln und Fuͤſſen:","norm":"Dieser Bade-Eaum (dessen man von denen Wirten um ein leidliches Geld genug bekommen kann) ist gut in unsauberen Zähnen / faulenden Zahnfleisch / in rohen Fleisch-Schäden / Frat liegen der Kinder / und auffliegen derer Kranken / wie auch in Schwitzen unter denen Achseln und Füßen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.715000152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5105,"date":1719,"orig":"Mit dieſen Serieuſen Vortrag wird die Hohe Compagnie und meine Gnaͤdige Conteſſe ſich gnaͤdig contentiren.","norm":"Mit diesen Serieusen Vortrag wird die Hohe Compagnie und meine Gnädige Contessa sich gnädig kontentieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.558000087738037} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5106,"date":1719,"orig":"Nach vergangener Hitze/ verfuͤgte ſich die Geſellſchafft auf die Wieſe/ da unterſchiedene Bade-Gaͤſte zuſammen kamen/ mit Hin- und Hergehen ſich divertirten, und von allerhand diſcurrirten.","norm":"Nach vergangener Hitze / verfügte sich die Gesellschaft auf die Wiese / da unterschiedene Badegäste zusammen kamen / mit Hin- und Hergehen sich divertierten, und von allerhand diskurrierten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.593400001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5107,"date":1719,"orig":"Es war unter denen Anweſenden eine Matrone, die gab vor; ſie ſtuͤnde in Zweifel/ ob auch das heiſſe Carls-Bad in dieſer heiſſen Zeit einen Patienten zutraͤglich ſeyn koͤnte/ der gab Ettner folgenden Beſcheid: Madame es iſt freylich wohl der Fruͤhling und Herbſt wann er fein trocken und klar iſt/ zu der Cur bequemer als die heiſſen Hundes-Tage und der kalte Winter/ allein wer die Cur mit guter Vorſicht auf Rath eines des Bades kundigen Medici braucht/ der muß eine Zeit der andern gleich ſchaͤtzen.","norm":"Es war unter denen Anwesenden eine Matrone, die gab vor; sie stünde in Zweifel / ob auch das heiße Karlsbad in dieser heißen Zeit einen Patienten zuträglich sein könnte / der gab Ettner folgenden Bescheid: Madame es ist freilich wohl der Frühling und Herbst wann er fein trocken und klar ist / zu der Kur bequemer als die heißen Hundestage und der kalte Winter / allein wer die Kur mit guter Vorsicht auf Rat eines des Bades kundigen Medici braucht / der muss eine Zeit der anderen gleich schätzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660099983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5108,"date":1719,"orig":"Doch halte ich gaͤntzlich davor/ und laſſe mich deſſen Niemanden bereden/ daß bey anhaltenden truͤben/ feuchten und regnigten Wetter/ das Bad dem Gebrauchenden die Wirckung nicht ſo gut als bey klaren Himmel und Soñen- Schein ſeyn wird.","norm":"Doch halte ich gänzlich davor / und lasse mich dessen Niemanden bereden / dass bei anhaltenden trüben / feuchten und regnerischen Wetter / das Bad dem Gebrauchenden die Wirkung nicht so gut als bei klaren Himmel und Sonnen-Schein sein wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.345200061798096} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5109,"date":1719,"orig":"Einer unter der Geſellſchafft ſprach:","norm":"Einer unter der Gesellschaft sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.907299995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5110,"date":1719,"orig":"es iſt ja ein beſchloſſenes Waſſer/ daß der Regen nicht eindringen/ es diluiren und unkraͤfftig machen kan/ aber wohl die durchſtreichende neblichte Lufft/ verſetzte Ettner.","norm":"es ist ja ein beschlossenes Wasser / dass der Regen nicht eindringen / es diluieren und unkräftig machen kann / aber wohl die durchstreichende neblige Luft / versetzte Ettner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.295100212097168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5111,"date":1719,"orig":"Nach gnuͤgſamen Divertiſſement nahmen die Unſrigen von denen andern ihr Adieu, und giengen ihren Quartier zu.","norm":"Nach genügsamen Divertissement nahmen die Unsrigen von denen anderen ihr Adieu, und gingen ihren Quartier zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7154998779296875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5112,"date":1719,"orig":"Des andern Tages fuͤhrte Ettner die Compagnie zu denen Arbeitern und Kuͤnſtlern/ betrachten die ihnen vorgezeigte mit Gold und Silber eingelegte Meſſer/ Schirme/ Wandhacken und andern zierlichen ausgearbeiteten Gewehr/ ꝛc.","norm":"Des anderen Tages führte Ettner die Compagnie zu denen Arbeitern und Künstlern / betrachten die ihnen vorgezeigte mit Gold und Silber eingelegte Messer / Schirme / Wandhacken und anderen zierlichen ausgearbeiteten Gewehr / etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.116799831390381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5113,"date":1719,"orig":"Da denn Eckarth zwey Sonnen-Schirme und einige Geſtoͤck Meſſer/ ſammt andern Sachen zu ihm ins Logiament bringen ließ/ kauffte/ und die Garpiſche Compagnie damit beſchenckte/ wovor ſie ſich zum ſchoͤnſten bedanckten.","norm":"Da denn Eckart zwei Sonnenschirme und einige Gesteck Messer / samt anderen Sachen zu ihm ins Logiament bringen ließ / kaufte / und die Garpische Compagnie damit Beschenkte / wovor sie sich zum schönsten bedankten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9893999099731445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5114,"date":1719,"orig":"Wie unſere Reiſende alleine waren/ ſprach Eckarth zu Ettnern/ nachdem wir des Carls-Bad Eigenſchafften und Nutzungen durchgangen haben/ ſo moͤchte ich nun indeſſen/ ſo wohl inner-als euſerlichen Gebrauch/ in welcherley Kranckheiten und Zufaͤllen daſſelbe dienlich oder ſchaͤdlich ſeyn wiſſen.","norm":"Wie unsere Reisende alleine waren / sprach Eckart zu Ettnern / nachdem wir des Karlsbad Eigenschaften und Nutzungen durchgegangen haben / so möchte ich nun indessen / so wohl inner- als äußerlichen Gebrauch / in welcherlei Krankheiten und Zufällen dasselbe dienlich oder schädlich sein wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.091000080108643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5115,"date":1719,"orig":"Ettner ſprach: Mein Patron, ſo weit meine Wiſſenſchafft und 12. mahlige Unterſuchung ſich erſtrecken wird/ will ich ohne einige Paſſion redlich und auffrichtigen Unterricht geben.","norm":"Ettner sprach: Mein Patron, so weit meine Wissenschaft und 12. mahlige Untersuchung sich erstrecken wird / will ich ohne einige Passion redlich und aufrichtigen Unterricht geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.95389986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5116,"date":1719,"orig":"Erſtlich will ich vorzeigen/ was/ und wie ein Huͤlff-ſuchender bey den inniglichen Gebrauch und Trincken in acht nehmen und ſich verhalten ſoll.","norm":"Erstlich will ich vorzeigen / was / und wie ein Hülffsuchender bei den inniglichen Gebrauch und trinken in Acht nehmen und sich verhalten soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.958399772644043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5117,"date":1719,"orig":"Da muß er nun zum Waſſer-holen und Trincken ihm einen geglaͤßten Waſſer-Krug/ und ein paar Trinck- Toͤpflein anſchaffen; Dieſes Waſſer wird bey dem Brudel eingefuͤllet/ mit einem vieꝛfachen leinenen reinen Tuͤchlein mit auffgeſetzter Stuͤrtze gedeckt/ und nach Hauſe getragen/ aus welchen Krug man alsbald ein Toͤpflein anfuͤllet (den Krug wieder zudecket) und ſo heiß als immer moͤglich abſchlurpffet und einſchlinget.","norm":"Da muss er nun zum Wasser-Holen und trinken ihm einen gegläßten Wasserkrug / und ein paar Trinck-Töpflein anschaffen; dieses Wasser wird bei dem Brudel eingefüllt / mit einem vierfachen leinenen reinen Tüchlein mit aufgesetzter Stürze gedeckt / und nach Hause getragen / aus welchen Krug man alsbald ein Töpflein anfüllet (den Krug wieder zudecket) und so heiß als immer möglich abschlurpffet und einschlinget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.337999820709228} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5118,"date":1719,"orig":"Unter waͤhrenden Trincken gehet der Patiente in der warmen Stube auf und ab/ (wañ er der Kranckheit halber ſolches zu thun vermoͤgend iſt) ein wenig/ darnach gieſſet er noch ein Toͤpflein voll/ trinckt es aus/ wann er nun 4. biß 6. Toͤpflein aus dem Krug genoſſen hat/ laͤßt er ihm den Krug bey dem Brudel auffs neue fuͤllen/ und faͤhret im Trincken fort/ wie viel Toͤpflein ihm vom Medico, verordnet worden; anfaͤnglich iſt genung biß 6. Toͤpflein zu ſich zu nehmen/ hernach ſteiget man ſucceſſive taͤglich zu 4. biß 6. Toͤpflein auch mehr/ nachdem der Patiente ſeiner Kranckheit und Conſtitution des Leibes halben benoͤthiget iſt/ derer einige auff 30. 40. 50. und mehr Toͤpflein ſteigen/ ich trincke ſelten a 16. ad 20. Toͤpflein/ da ich denn zwiſchen ein/ ein Loth odeꝛ andeꝛthalb Loth Sauerbrunn- oder Carls-Bad Saltz einmiſche/ und austrincke/ und da bekomme ich 15. ad 16. Sedes und auch vielleichter als die viel Waſſer zu ſich nehmen/ und gleich wie nun der Gebrauchende ſteiget/ ſo faͤllet er auch wieder ab.","norm":"Unter währenden Trinken geht der Patiente in der warmen Stube auf und ab / (wann er der Krankheit halber solches zu tun vermögend ist) ein wenig / danach gießet er noch ein Töpflein voll / trinkt es aus / wann er nun 4. bis 6. Töpflein aus dem Krug genossen hat / lässt er ihm den Krug bei dem Brudel aufs neue füllen / und fährt im Trinken fort / wie viel Töpflein ihm vom Medico, verordnet worden; anfänglich ist genug bis 6. Töpflein zu sich zu nehmen / hernach steiget man sukzessive täglich zu 4. bis 6. Töpflein auch mehr / nachdem der Patiente seiner Krankheit und Konstitution des Leibes halben benötiget ist / derer einige auf 30. 40. 50. und mehr Töpflein steigen / ich trinke selten a 16. ad 20. Töpflein / da ich denn zwischen ein / ein Lot oder anderthalb Lot Sauerbrunn- oder Karlsbad Salz einmische / und austrinke / und da bekomme ich 15. ad 16. Sedes und auch vielleichter als die viel Wasser zu sich nehmen / und gleich wie nun der Gebrauchende steiget / so fället er auch wieder ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.595300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5119,"date":1719,"orig":"Zum Exempel/ einer bꝛaucht das Trincken ſieben Tage lang ad 55. Toͤpflein/ ſo trinckt er den eꝛſten Tag/ wo die Natur nicht widerſtehet/ 15. Toͤpflein/ den andern Tag 10. mehr/ als 25. den dritten 35. den vierdten 45. den fuͤnfften 55. den ſechſten 10. zuruͤck 45. den ſiebenden 35. Toͤpflein.","norm":"Zum Exempel / einer braucht das Trinken sieben Tage lang ad 55. Töpflein / so trinkt er den ersten Tag / wo die Natur nicht widerstehet / 15. Töpflein / den anderen Tag 10. mehr / als 25. den dritten 35. den vierten 45. den fünften 55. den sechsten 10. zurück 45. den siebenten 35. Töpflein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.207499980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5120,"date":1719,"orig":"Ein ander nimmt weniger; der gehet in einer niedrigeren Zahl Toͤpflein zum Steigen auff und ab: und damit die Zahl (welche ungleich zu ſeyn nicht eben noͤthig iſt) nicht uͤberſchritten werde/ zeichnet der Gebrauchende ihme ſolche mit Kreide auf.","norm":"Ein ander nimmt weniger; der geht in einer niedrigeren Zahl Töpflein zum Steigen auf und ab: und damit die Zahl (welche ungleich zu sein nicht eben nötig ist) nicht überschritten werde / zeichnet der Gebrauchende ihm solche mit Kreide auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.823400020599365} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5121,"date":1719,"orig":"Den Anfang zu ſolchen Trincken macht er fruͤh umb 6. oder laͤngſtens 7. Uhr/ da er denn ſich in einen guten Schlaff-Rock einhuͤllen und in einer warmen Stube das Trincken innerhalb anderthalb oder zwey Stunden Zeit/ nachdem er wenig oder viel trincket verrichten ſoll/ daß er umb 9. Uhr fertig ſey.","norm":"Den Anfang zu solchen trinken macht er früh um 6. oder längstens 7. Uhr / da er denn sich in einen guten Schlafrock einhüllen und in einer warmen Stube das Trinken innerhalb anderthalb oder zwei Stunden Zeit / nachdem er wenig oder viel trinket verrichten soll / dass er um 9. Uhr fertig sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.683899879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5122,"date":1719,"orig":"Eine Stunde nach dem/ eſſe er 3. biß 4. Loth reine mit Sauerbrunn wohl ausgewaſchene Corinthen/ (kleine Roſinen) oder Brunellen (gebackene geſchelte Pflaumen) mit Aniß-oder Fenchel-Saamen: Dieſes innigliche Trincken wird in zwey Curen-Saͤtze eingetheilet/ da denn eine von fuͤnff biß ſieben Tage/ wie zuvor geſagt/ geſetzt iſt/ wann nun zwiſchen in das Bad mit verordnet iſt/ und ſolches nach gleicher Zahl Tage geendiget worden/ ſo faͤnget die andeꝛe Cur mit Tꝛincken in ebenmaͤßiger Zahl an/ und endet mit den Baden/ und alſo wird der Methodus bibendi & balneandi, gemein uͤblicher Arth nach gehalten.","norm":"Eine Stunde nach dem / esse er 3. bis 4. Lot reine mit Sauerbrunn wohl ausgewaschene Korinthen / (kleine Rosinen) oder Braunellen (gebackene geschälte Pflaumen) mit Aniß- oder Fenchelsamen: Dieses innigliche trinken wird in zwei Cure-Sätze eingeteilt / da denn eine von fünf bis sieben Tage / wie zuvor gesagt / gesetzt ist / wann nun zwischen in das Bad mit verordnet ist / und solches nach gleicher Zahl Tage geendigt worden / so fängt die andere Kur mit trinken in ebenmäßiger Zahl an / und endet mit den Baden / und also wird der Methode bibendi & balneandi, gemein üblicher Art nach gehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.360499858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5123,"date":1719,"orig":"Womit aber der Patiente ſehe/ was es ſey einer geſchriebener Aꝛth nach zu leben/ oder eines verſtaͤndigen zu Rath gezogenen Medici Verordnung zu folgen/ wird der erfolgende Schaden odeꝛ Nutzen ihme zeigen/ und wie er im erſteren ob er recht verfahre zweifelhafftig ſeyn muß.","norm":"Womit aber der Patiente sehe / was es sei einer geschriebener Arth nachzuleben / oder eines verständigen zu Rat gezogenen Medici Verordnung zu folgen / wird der erfolgende Schaden oder Nutzen ihm zeigen / und wie er im ersteren ob er recht verfahre zweifelhaft sein muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.995699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5124,"date":1719,"orig":"So wird er hergegen im andern deſto gewiſſer und ſicherer die Cur abwaꝛten koͤnnen.","norm":"So wird er hingegen im anderen desto gewisser und sicherer die Kur abwarten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.907100200653076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5125,"date":1719,"orig":"Denn gleich wie ein paar Schuhe vielerley Fuͤſſen nicht gerecht ſeyn/ alſo vermoͤgen nicht alle Patienten einerley Vortrag zu gleichen Vortheil und Nutzen anwenden/ weßwegen ich generaliter den Gebrauch des Trinckens und Badens vorſtelle/ weil ich abſens was vor Symptomata ſich mit einmiſchen/ die ein Gegenwaͤrtiger genauer obſerviren ſoll/ nicht wiſſen kan.","norm":"Denn gleich wie ein Paar Schuhe vielerlei Füßen nicht gerecht sein / also vermögen nicht alle Patienten einerlei Vortrag zu gleichen Vorteil und Nutzen anwenden / weswegen ich generaliter den Gebrauch des Trinkens und Badens vorstelle / weil ich absens was vor Symptomata sich mit einmischen / die ein Gegenwärtiger genauer observieren soll / nicht wissen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.922800064086914} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5126,"date":1719,"orig":"Zwey biß drey Stunden nach dem Tꝛincken mag der Patiente ſpeiſen/ doch wofern er dereꝛ Kraͤften iſt/ auszugehen/ ſo iſt ihm zutraͤglicher wann fein helle und ſtille Wetter iſt/ doch wohl-verwahrter auszuſpatzieren als zu Hauſe ſitzen.","norm":"Zwei bis drei Stunden nach dem Trinken mag der Patiente speisen / doch sofern er derer Kräften ist / auszugehen / so ist ihm zuträglicher wann fein helle und stille Wetter ist / doch wohlverwahrter auszuspazieren als zu Hause sitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.935500144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5127,"date":1719,"orig":"Ferner ſoll er das Memoriren/ Leſen/ und was in Nachſiñen das Gemuͤth turbiren mag/ in der Zeit ausſetzen/ und mit Fried/ Freuden und ruhigen Siñen/ wie auch vergnuͤgten Diſcurſen mit guten Freunden ihme die Zeit vertreiben; in Speiſen/ Getraͤncke und andern Nothwendigkeiten der Verpflegung des Leibes/ ſich/ damit er dadurch/ was das Bad gut gemacht/ nicht verderbe/ der Anoꝛdnung nach verhalte/ wie er nun darinnen einige Notiz habe/ wird oben in dieſem Buche bey dem Hirſchberger und Toͤplitzer Bade vorgetragen ſeyn/ (wohin ich den geneigten Leſer anweiſe/) da er der daſelbſt beſchriebener Diæt und Verſorgung folgen ſoll/ ſo wird er auch/ das an gleichen Orthe vorgetragene unnuͤtzes und ſchaͤdliches ausſetzen/ und des ſonſt vermeynt gewohnten muͤßig gehen und vermeiden.","norm":"Ferner soll er das Memorieren / Lesen / und was in Nachsinnen das Gemüt turbieren mag / in der Zeit aussetzen / und mit Frieden / Freuden und ruhigen Sinnen / wie auch vergnügten Diskursen mit guten Freunden ihm die Zeit vertreiben; in Speisen / Getränke und anderen Notwendigkeiten der Verpflegung des Leibes / sich / damit er dadurch / was das Bad gut gemacht / nicht verderbe / der Anordnung nach verhalte / wie er nun darinnen einige Notiz habe / wird oben in diesem Buche bei dem Hirschberger und Töplitzer Bade vorgetragen sein / (wohin ich den geneigten Leser anweise /) da er der daselbst beschriebener Diät und Versorgung folgen soll / so wird er auch / das an gleichen Orte vorgetragene unnützes und schädliches aussetzen / und des sonst vermeint gewohnten müßig gehen und vermeiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013800144195557} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5128,"date":1719,"orig":"Der geringſte Fehler/ kan zuweilen die ſonſt gute Sach verkehren und nichtig machen.","norm":"Der geringste Fehler / kann zuweilen die sonst gute Sache verkehren und nichtig machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.173999786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5129,"date":1719,"orig":"Zum andern euſerlich im Baden/ daß das Bad nicht zu heiß noch zu kalt ſey/ ſondern anfangs etwas mehr heiß als laulicht/ darnach mittelmaͤßig und am Ende noch was waͤrmer/ nicht aber allzuheiß/ wie ihrer viel gegen dem Ausſteigen zu thun pflegen.","norm":"Zum anderen äußerlich im Baden / dass das Bad nicht zu heiß noch zu kalt sei / sondern anfangs etwas mehr heiß als laulich / danach mittelmäßig und am Ende noch was wärmer / nicht aber allzuheiß / wie ihrer viel gegen dem Aussteigen zu tun pflegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.55679988861084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5130,"date":1719,"orig":"Wann der Patient einſteigen will/ ſo mache er die Fenſter und Thuͤre zu (in der Wanne zu baden/ kan ſolches in einen warmen Zimmer geſchehen.) ſpringe oder trette nicht gleich ein/ ſondern probire mit denen Fuͤſſen das Bad/ ob es der Waͤrme nach recht ſey/ damit es ihme nicht wie mir ergehe.","norm":"Wann der Patient einsteigen will / so mache er die Fenster und Türe zu (in der Wann zu baden / kann solches in einen warmen Zimmer geschehen .) springe oder trete nicht gleich ein / sondern probiere mit denen Füßen das Bad / ob es der Wärme nach recht sei / damit es ihm nicht wie mir ergehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.198699951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5131,"date":1719,"orig":"(Als ich in denen Baͤdern hinter Padua 5. Welſcher Meilen gelegen/ weil das Bad mir zu kalt war, vom heiſſen Bade zu lauffen ließ; die ausgeſetzte Zeit aber verlieff/ und ich der Meynung war/ das Bad wuͤrde zum Einſitzen gerecht ſeyn/ ſpringe ich mit gleichen Fuͤſſen hinein:","norm":"(Als ich in denen Bädern hinter Padua 5. Welscher Meilen gelegen / weil das Bad mir zu kalt war, vom heißen Bade zu laufen ließ; die ausgesetzte Zeit aber verlief / und ich der Meinung war / das Bad würde zum Einsitzen gerecht sein / springe ich mit gleichen Füßen hinein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.631800174713135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5132,"date":1719,"orig":"O wie ſchnelle trieb mich die allzuhefftige Hitze heraus/ daß Ein- und Ausſteigen in einem Tempo faſt verrichtet wurde.","norm":"O wie schnelle trieb mich die heftige Hitze heraus / dass Ein- und Aussteigen in einem Tempo fast verrichtet wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.724800109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5133,"date":1719,"orig":"Eckarth und die andern lachten/ ſagende:","norm":"Eckart und die anderen lachten / sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.242099761962891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5134,"date":1719,"orig":"Der Capriol haͤtte ich beyweſend ſeyn moͤgen:","norm":"Der Kapriol hätte ich beywesend sein mögen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.029399871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5135,"date":1719,"orig":"Ja replicirte Ettner/ mir war Angſt genung/ ich war alleine/ und von denen andern weit entfernet/ ich kroch die Stiegen hinauff/ legte mich unter die Matrazen/ und vertrug die Schmertzen biß an Morgen mit Geduld/ allein es hatte mir das heiſſe Bad/ GOtt Lob/ keinen Schaden weiter verurſachet/ nach der Zeit gieng ich vorſichtiger umb.)","norm":"Ja replizierte Ettner / mir war Angst genug / ich war alleine / und von denen anderen weit entfernet / ich kroch die Stiegen hinauf / legte mich unter die Matratzen / und vertrug die Schmerzen bis an Morgen mit Geduld / allein es hatte mir das heiße Bad / Gott Lob / keinen Schaden weiter verursachet / nach der Zeit ging ich vorsichtiger umb.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5136,"date":1719,"orig":"Dann ſtiege er mit beyden Fuͤſſen hinein/ darnach ſatzte er ſich nieder und ferner mit dem Leibe nach und nach tieffer/ biß an die Hertz-Grube/ und endlich biß an den Halß/ ſey ruhig und ſtill und vermeide die Zeit uͤber den Schlaff.","norm":"Dann stiege er mit beiden Füßen hinein / danach setzte er sich nieder und ferner mit dem Leibe nach und nach tiefer / bis an die Herzgrube / und endlich bis an den Hals / sei ruhig und still und vermeide die Zeit über den Schlaf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.135499954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5137,"date":1719,"orig":"Doch verwahre er das Haupt mit einem gewirckten Haͤublein.","norm":"Doch verwahre er das Haupt mit einem gewirkten Häublein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8256001472473145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5138,"date":1719,"orig":"Jn dem Bade/ welches gleich wie bey dem Trincken zu geſchehen pflegt/ ſeine durch ausgeſetzte fuͤnff oder ſieben Tage Zu- und Abnahme hat; als den erſten Tag ſitzet er eine halbe Stunde/ den andern Tag anderthalb/ den 3 4. und 5ten Tag zwo Stunden/ den 6. Tag anderthalb/ und den 7ten Tag eine Stunde/ iſt die Cur kuͤrtzer/ ſo wiꝛd auch darnach die Zu- und Abnahme eingetheilet.","norm":"In dem Bade / welches gleich wie bei dem trinken zu geschehen pflegt / seine durch ausgesetzte fünf oder sieben Tage Zu- und Abnahme hat; als den ersten Tag sitzet er eine halbe Stunde / den anderen Tag anderthalb / den 3 4. und 5ten Tag zwei Stunden / den 6. Tag anderthalb / und den 7ten Tag eine Stunde / ist die Kur kürzer / so wird auch danach die Zu- und Abnahme eingeteilt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.510000228881836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5139,"date":1719,"orig":"Wann der Patiente nun aus dem Bade ſteiget/ ſoll er bald den Bande-Mantel umbthum und den Schlaff-Rock daruͤber anziehen/ ſich in das warm-gemachte Zimmer begeben/ den Leib wohl abtrocknen/ eine halbe Stunde lang/ ſich in das Bett legen/ und doch ohne Schlaff ausruhen/ und ſo auch ein gelinder Schweiß kommen ſolte/ mit warm-gemachten Tuͤchern ihn abtreugen/ ſich anziehen ſo dann im Zimmer auff und abgehen/ und ein paar mit Zucker wohl durchzogene Citonen-Schnittlein eſſen/ ſonſt ſoll er mit dem Mittag-Eſſen anderthalb biß zwey Stunden nach dem Bade verziehen.","norm":"Wann der Patiente nun aus dem Bade steiget / soll er bald den Bande-Mantel umbthum und den Schlafrock darüber anziehen / sich in das warmgemachte Zimmer begeben / den Leib wohl abtrocknen / eine halbe Stunde lang / sich in das Bett legen / und doch ohne Schlaf ausruhen / und so auch ein gelinder Schweiß kommen sollte / mit warmgemachten Tüchern ihn abtrugen / sich anziehen so dann im Zimmer auf und abgehen / und ein paar mit Zucker wohl durchzogene Citonen-Schnittlein essen / sonst soll er mit dem Mittagessen anderthalb bis zwei Stunden nach dem Bade verziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.947199821472168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5140,"date":1719,"orig":"Welcher zweymahl im Tage badet der kan nach dem Bade nach einer viertel Stunde/ ſonderlich wañ ihn der Duꝛſt angehet eine kalte Schaale von Wein/ Zucker/ Zimmet und Biscuiten mit Brod-Krumen gemenget/ oder ſo die Zeit iſt/ man Wein/ Erd- Beeren und Zucker/ der es aber nicht in Vermoͤgen hat von Bier/ Zucker und Brodt/ genieſſen (nicht aber/ in ſich eingieſſen/) und ſich damit erquicken:","norm":"Welcher zweimal im Tage badet der kann nach dem Bade nach einer viertel Stunde / sonderlich wann ihn der Durst angehet eine kalte Schale von Wein / Zucker / Zimt und Biskuite mit Brotkrumen gemengt / oder so die Zeit ist / man Wein / Erd-Beeren und Zucker / der es aber nicht in Vermögen hat von Bier / Zucker und Brot / genießen (nicht aber / in sich eingießen /) und sich damit erquicken:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.932600021362305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5141,"date":1719,"orig":"Einige Medici rathen den Durſt mit einen Trunck Sauerbrunn oder Muͤhl-Bad- Waſſer zu loͤſchen/ welches ich nicht improbire/ ſonderlich ſeiner beyhuͤlflichen Wirckung halben/ nur erinnere ich/ daß der Saͤuerling eine Weile im Gaumen behalten werde, ehe und bevor er abgeſchlungen wird/ denn ſo wird der trockene Gaumen befeuchtet und erquickt/ und der Magen nicht erkaͤltet.","norm":"Einige Medici raten den Durst mit einen Trunk Sauerbrunn oder Mühl-Bad-Wasser zu löschen / welches ich nicht improbire / sonderlich seiner beihilflichen Wirkung halben / nur erinnere ich / dass der Säuerling eine Weile im Gaumen behalten werde, ehe und bevor er abgeschlungen wird / denn so wird der trockene Gaumen befeuchtet und erquickt / und der Magen nicht erkältet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436399936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5142,"date":1719,"orig":"Drittens will ich des Carls- Bad Waſſers Nutzen in welchen Kranckheiten und Leibes-Zufaͤllen ſolches ſo wohl inner-als euſerlich gute Huͤlffe thut/ in welchen das Trincken mehr als das Baden dienlich iſt/ vorſtellen.","norm":"Drittens will ich des Carls-Bad Wassers Nutzen in welchen Krankheiten und Leibes-Zufällen solches so wohl inner- als äußerlich gute Hilfe tut / in welchen das trinken mehr als das Baden dienlich ist / vorstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.293399810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5143,"date":1719,"orig":"Da ſind nun alle diejenigen Perſonen die kalter und feuchter Leibes-Complexion ſind/ innerliche Obſtructiones an Leber Miltz und kleinen Gekroͤß-Aederlein haben/ in Darm-Gicht/ Colica, Reiſſen in denen Seiten/ in Sand/ Grieß oder zaͤhen Schleims in denen Nieren- und Harn-Blaſen; zu denen inniglichen Erregungen derer boͤſen Feutigkeiten/ Geſchwuͤren/ in der Gicht die von Erkaͤltung herruͤhret/ Melancholia hypochondriaca, in Paſſione Iliaca, in denen Morbis catharroſis, in der goldenen Ader/ in dem weiſſen Fluß und unordentlichen und verhaltenen Monathlichen Fluß des Frauen-Zimmers/ in Zuruͤckhaltung des Harn-laſſens/ in denen Wuͤrmern des Leibes.","norm":"Da sind nun alle diejenigen Personen die kalter und feuchter Leibescomplexion sind / innerliche Obstructiones an Leber Milz und kleinen Gekröß-Aederlein haben / in Darmgicht / Colica, Reißen in denen Seiten / in Sand / Grieß oder zähen Schleims in denen Nieren- und Harnblasen; zu denen inniglichen Erregungen derer bösen Feutigkeiten / Geschwüren / in der Gicht die von Erkältung herrühret / Melancholie Hypochondrieace, in Passione Iliaca, in denen Morbis catharrosis, in der goldenen Ader / in dem weißen Fluss und unordentlichen und verhaltenen monatlichen Fluss des Frauenzimmers / in Zurückhaltung des Harn-Lassens / in denen Würmern des Leibes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314899921417236} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5144,"date":1719,"orig":"Nun folgen die Kranckheiten/ in welchen ſo wohl das Trincken als auch Baden muß gebraucht werden/ als da ſind contracte/ lahme und ſchwache, erkaͤlte/ geſchwundene Gliedmaſſen/ Reiſſen durch kalte Fluͤſſe/ erſtarrte Glieder/ fuͤr derſelben Geſchwulſt/ welche die Guͤtigkeit der Natur in Ausſtoſſung einer Kranckheit dahin getrieben/ Geſchwuͤre/ alte und neue offnene Schaͤden/ allerley euſerliche Unreinigkeiten des Leibes/ Ausſchlagen/ Kraͤtze/ Beiſſen und Jucken der Haut und Scharbock.","norm":"Nun folgen die Krankheiten / in welchen sowohl das trinken als auch Baden muss gebraucht werden / als da sind contracte / lahme und schwache, erkälte / geschwundene Gliedmaßen / Reißen durch kalte Flüsse / erstarrte Glieder / für derselben Geschwulst / welche die Gütigkeit der Natur in Ausstossung einer Krankheit dahin getrieben / Geschwüre / alte und neue offenen Schäden / allerlei äußerliche Unreinigkeiten des Leibes / Ausschlagen / Krätze / Beißen und Jucken der Haut und Scharbock.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.878900051116943} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5145,"date":1719,"orig":"Jn denen Weiber-Kranckheiten/ in Schwachheit/ Auffblehung und Grim̃en der Mutter/ in Erkaͤltung und Unfruchtbahrkeit derſelben/ die euſerliche Wuͤrmer/ goldener euſerlichen Adern/ Ausgang des Maſt-Darms und dergleichen.","norm":"In denen Weiberkrankheiten / in Schwachheit / Aufblähung und Grimmen der Mutter / in Erkältung und Unfruchtbarkeit derselben / die äußerliche Würmer / goldener äußerlichen Adern / Ausgang des Mastdarms und dergleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.154500007629394} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5146,"date":1719,"orig":"Noch iſt noͤthig diejenigen Zufaͤlle/ in welchen das Carls-Bad-Waſſer ſo wohl im Trincken als Baden ſchaͤdlich/ vorzeigen.","norm":"Noch ist nötig diejenigen Zufälle / in welchen das Carls-Bad-Wasser so wohl im Trinken als Baden schädlich / vorzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.827700138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5147,"date":1719,"orig":"Als in allen hitzigen Fiebern/ Schwind-Lungenſucht/ Seiten-Stechen/ hitzigen Haupt- und Augen-Schmertzen/ Schlaffſucht/ in groſſen Nieren- und Blaſen-Stein/ in lauffenden Feuer/ in angeerbter Gicht/ Verrenckung der Glieder/ Krebs/ freſſenden Wurm/ (wie wohl in denen letzteren fuͤnffen das Trincken noch eine Erleichterung bringen koͤnte.)","norm":"Als in allen hitzigen Fiebern / Schwind-Lungensucht / Seitenstechen / hitzigen Haupt- und Augenschmerzen / Schlafsucht / in großen Nieren- und Blasenstein / in laufenden Feuer / in angeerbter Gicht / Verrenkung der Glieder / Krebs / fressenden Wurm / (wie wohl in denen letzteren Fünfen das trinken noch eine Erleichterung bringen könnte.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080800056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5148,"date":1719,"orig":"So iſt das Trincken denen ſchwangeren Frauen und das Baden denen Weibes-Perſonen die Amaranthen pfluͤcken/ ſchaͤdlich/ inſonderheit in denen deſperaten Kranckheiten/ da keine Kraͤffte des Leibes mehr verhanden ſeyn.","norm":"So ist das trinken denen schwangeren Frauen und das Baden denen Weibespersonen die Amaranten pflücken / schädlich / in Sonderheit in denen desperaten Krankheiten / da keine Kräfte des Leibes mehr vorhanden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.230100154876709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5149,"date":1719,"orig":"Vierdtens iſt noͤthig/ daß ich melde/ wie und welcher Geſtalt man das Bade- Waſſer/ in vorerwehnten Kranckheiten und Zufaͤllen brauchen ſoll.","norm":"Viertens ist nötig / dass ich melde / wie und welcher Gestalt man das Bade-Wasser / in vorerwähnten Krankheiten und Zufällen brauchen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.619900226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5150,"date":1719,"orig":"Da wird denn ein des Bade-Waſſers kundigeꝛ Medicus den Huͤlff-ſuchenden beyraͤthig ſeyn; ſonſten wird das Trincken und Baden in eine mit Trincken und Baden umgewechſelte Cur, welche ordinair auf 4 Wochen ausgeſetzet wiꝛd/ die auch zuweilen/ nach dem der Zufall hartnaͤckigt iſt/ 6. biß 8. Wochen und laͤnger dauret/ wie ich die ſo der Verordnung nach/ 5. biß 7. Tage trincken/ darauff 5. biß 7. Tage baden/ hernach wieder ſo lange trincken und mit gleicher Zeit Baden endigen/ erſtlich vorgeſtellet habe.","norm":"Da wird denn ein des Badewassers kundiger Medikus den Hülffsuchenden beirätig sein; sonsten wird das trinken und Baden in eine mit trinken und Baden umgewechselte Kur, welche ordinär auf 4 Wochen ausgesetzt wird / die auch zuweilen / nach dem der Zufall hartnäckig ist / 6. bis 8. Wochen und länger dauert / wie ich die so der Verordnung nach / 5. bis 7. Tage trinken / darauf 5. bis 7. Tage baden / hernach wieder so lange trinken und mit gleicher Zeit Baden endigen / erstlich vorgestellt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2221999168396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5151,"date":1719,"orig":"Nun verwerffe ich die in Gewohnheit gebrachte Methode gar nicht; Doch ſtehet mir ja als einen andern frey/ meine Meynung auch beyzulegen.","norm":"Nun verwerfe ich die in Gewohnheit gebrachte Methode gar nicht; doch steht mir ja als einen anderen frei / meine Meinung auch beizulegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5152,"date":1719,"orig":"Jn vor erwehnten Kranckheiten/ da das Trincken faſt alleine die Cur hebet/ iſt noͤthig/ daß nach dem der Patiente nach ſeiner Ankunfft/ nach dem der Zufall und die Conſtitution deſſelben es leidet/ nach ein paaꝛ Raſt-Tagen ein bequemes Purganz nehme/ dañ den Tag darauff die Cur in GOttes Nahmen anfangen/ und wenigſtens 14. Tage nach einander trincke/ e. gr. er trincke aus Anordnung 24. Toͤpflein/ ſo trinckt er den erſtẽ Tag 6. Toͤpflein/ den andern 12. Toͤpflein/ den dritten 18. Toͤpflein/ den vierdten 24. Toͤpflein/ den fuͤnfften/ ſechſten/ ſiebenden/ achten/ neundten/ zehenten Tage continuirt er mit 24. Toͤpflein/ den eilfften ſetzt er 6. Toͤpffel ab/ den zwoͤlfften/ nimmt er 12. Toͤpffel. den dreyzehenten und vierzehenten 6. Toͤpflein/ darauff ruhet er einen Tag/ nach dem braucht er wieder ein dienliches Purganz und faͤngt den Tag darauff das Trincken gemeldeter Ordnung nach auffs neue an; letzlich ſchlieſſet er mit einem Purganz, badet ein paar Tage/ und wo er guten Succeſs in ſeinen Zufaͤllen erhalten hat/ kan er ſeine Reiſe unter Goͤttlichen Geleite nach Hauſe fortſetzen/ da er dann/ wann er anders ſich einer convenienten Diæt brauchet/ erſt in einigen Wochen den rechten Effect des Bade-Waſſers verſpuͤren wird.","norm":"In vor erwähnten Krankheiten / da das trinken fast alleine die Kur hebet / ist nötig / dass nach dem der Patiente nach seiner Ankunft / nach dem der Zufall und die Konstitution desselben es leidet / nach ein paar Rast-Tagen ein bequemes Purganz nehme / dann den Tag darauf die Kur in Gottes Namen anfangen / und wenigstens 14. Tage nach einander trinke / e. gr . er trinke aus Anordnung 24. Töpflein / so trinkt er den ersten Tag 6. Töpflein / den anderen 12. Töpflein / den dritten 18. Töpflein / den vierten 24. Töpflein / den fünften / sechsten / siebenten / achten / neunten / zehnten Tage kontinuiert er mit 24. Töpflein / den elften setzt er 6. Töpffel ab / den zwölften / nimmt er 12. Töpffel . den dreizehnten und vierzehnten 6. Töpflein / darauf ruhet er einen Tag / nach dem braucht er wieder ein dienliches Purganz und fängt den Tag darauf das Trinken gemeldeter Ordnung nach aufs neue an; letztlich schließet er mit einem Purganz, badet ein paar Tage / und wo er guten Success in seinen Zufällen erhalten hat / kann er seine Reise unter Göttlichen Geleite nach Hause fortsetzen / da er dann / wann er anders sich einer convenienten Diät brauchet / erst in einigen Wochen den rechten Effekt des Badewassers verspüren wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.406099796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5153,"date":1719,"orig":"Die in denen anderen beſchriebenen Zufaͤllen des Trinckens und Badens ſich bedienen muͤſſen/ denen rathe ich, daß ſie mehr trincken als baden/ denn ich keinen/ welcher der Coͤrper nicht erſtlich gut ausreiniget ehe er badet/ die Verſicherung einer gluͤcklichen Cur geben kan.","norm":"Die in denen anderen beschriebenen Zufällen des Trinkens und Badens sich bedienen müssen / denen rate ich, dass sie mehr trinken als baden / denn ich keinen / welcher der Körper nicht erstlich gut ausreiniget ehe er badet / die Versicherung einer glücklichen Kur geben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.715400218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5154,"date":1719,"orig":"Jch habe es ſelbſt erfahren/ wie ich ſchon in Eger vorgebracht habe u. noch ferner erzehlen wil/ wiꝛd alſo der Huͤlff-ſuchende in genañten Kranckheiten wohl thun/ wann er nach ſeiner Hinkunfft ſich wie vorgemeldet/ eines bequemen Purganz bediene/ hernach geruͤgter Ordnung nach 14. Tage lang trincke/ und ſo dann nach repetirten Purganz das Bad brauche 5. Tage lang jeden Tages zweymahl zu rechter Zeit und Weile.","norm":"Ich habe es selbst erfahren / wie ich schon in Eger vorgebracht habe u. noch ferner erzählen will / wird also der Hülffsuchende in genannten Krankheiten wohltun / wann er nach seiner Hinkunft sich wie vorgemeldet / eines bequemen Purganz bediene / hernach gerügter Ordnung nach 14. Tage lang trinke / und so dann nach repetierten Purganz das Bad brauche 5. Tage lang jeden Tages zweimal zu rechter Zeit und Weile.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.640200138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5155,"date":1719,"orig":"Doch wuͤrde nicht undienlich ſeyn/ nach dem Abend-Bade 4. biß 6. Toͤpflein vom Sauerbrunn oder Muͤhl-Bad Waſſer zu trincken und darunter ein Quintlein Saͤuerling oder Carls- Bad-Saltz zu nehmen/ damit der Leib die Zeit uͤber offen gehalten werde/ und nach dem nehme er wieder ein Purganz und verfahre mit Trincken und Baden wie zuvor/ deñ wird der Patiente das Baden lieben/ ſo wuͤrd er den Schaden haben da�� Geſchwulſt und andere ausgeſtoſſene Geſchwuͤr und Schaͤden zuruͤck getrieben und gefaͤhrliche Zufaͤlle/ die ohne Gefahr des Lebens nicht zu mindern ſind/ erreget werden/ wie ich ſelbſten an mir/ und meiner lieb-geweſenen Ehe- Conſortin Seel. erfahren habe/ lerne alſo ein jeder/ an eines andern Schaden vorſichtig und klug werden.","norm":"Doch würde nicht undienlich sein / nach dem Abend-Bade 4. bis 6. Töpflein vom Sauerbrunn oder Mühlbad Wasser zu trinken und darunter ein Quintlein Säuerling oder Carls-Bad-Saltz zu nehmen / damit der Leib die Zeit über offen gehalten werde / und nach dem nehme er wieder ein Purganz und verfahre mit trinken und Baden wie zuvor / denn wird der Patiente das Baden lieben / so würde er den Schaden haben dass Geschwulst und andere ausgestoßene Geschwür und Schäden zurückgetrieben und gefährliche Zufälle / die ohne Gefahr des Lebens nicht zu minderen sind / erreget werden / wie ich selbst an mir / und meiner lieb-gewesenen Ehe-Konsortin Seele . erfahren habe / lerne also ein jeder / an eines anderen Schaden vorsichtig und klug werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.445400238037109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5156,"date":1719,"orig":"Bey denen Kranckheiten/ in welchen das Bad ſchaͤdlich iſt/ laſſe ihm Niemand/ (ob gleich ab alia cauſa concomitante interiori, es jemanden gut gethan hat/ denn eine Schwalbe macht keinen Sommer) die Cur einrathen/ oder erkuͤhne ſich ſelbſten aus Verwegenheit ſich ſolcher zu unterwerffen/ bey erfolgten Schaden ſchreye er hernach uͤber ſich ſelbſten.","norm":"Bei denen Krankheiten / in welchen das Bad schädlich ist / lasse ihm Niemand / (ob gleich ab alia causa concomitante interiori, es jemanden gutgetan hat / denn eine Schwalbe macht keinen Sommer) die Kur einraten / oder erkühne sich selbst aus Verwegenheit sich solcher zu unterwerfen / bei erfolgten Schaden schreie er hernach über sich selbst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.67140007019043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5157,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5158,"date":1719,"orig":"Wann aber der euſerliche Schaden durch ſo wenig Baden nicht heilen will.","norm":"Wann aber der äußerliche Schaden durch so wenig Baden nicht heilen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.186500072479248} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5159,"date":1719,"orig":"So antwortete Ettneꝛ/ muß deꝛ Patiente noch eine Cur halten/ und obwohln wie vor geſagt/ die gehaltene Cur nicht ſo fort die Geſundheit darſtellet/ ſo wird doch mit der Zeit ſie ihren guten Effect vorweiſen.","norm":"So antwortete Ettner / muss der Patiente noch eine Kur halten / und obwohl wie vorgesagt / die gehaltene Kur nicht so fort die Gesundheit darstellet / so wird doch mit der Zeit sie ihren guten Effekt vorweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5802998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5160,"date":1719,"orig":"Wer ſich aus denen bereits heraus gegebenen Beſchreibungen weiteren Raths erholen will/ dem ſtehet es frey:","norm":"Wer sich aus denen bereits heraus gegebenen Beschreibungen weiteren Rats erholen will / dem steht es frei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.260700225830078} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5161,"date":1719,"orig":"Denn in vielen iſt gut ausleſen.","norm":"Denn in vielen ist gut auslesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.018899917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5162,"date":1719,"orig":"Was die Eroſio der Freſſer und das Stillicidium der Treiff anlanget/ habe ich als der wenig davon haͤlt/ nichts zu erinnern: ſolte mir ferner etwas beyfallen/ werde ich ſolches zu melden nicht ſaͤumig ſeyn:","norm":"Was die Erosio der Fresser und das Stillicidium der Triff anlanget / habe ich als der wenig davon hält / nichts zu erinnern: sollte mir ferner etwas beifallen / werde ich solches zu melden nicht säumig sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.032400131225586} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5163,"date":1719,"orig":"Mit dieſen geliebe mein Patron hoch-geneigt vorlieb zu nehmen.","norm":"Mit diesen Geliebe mein Patron hochgeneigt vorliebzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.639200210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5164,"date":1719,"orig":"Eckarth bedanckte ſich vor lieb-werthe Willfahrung.","norm":"Eckart bedankte sich vor liebwerte Willfahrung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":10.20479965209961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5165,"date":1719,"orig":"Jndem kam Kronau ins Zimmer/ ſagende:","norm":"Indem kam Kronau ins Zimmer / sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.575799942016602} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5166,"date":1719,"orig":"Die Herren ſehen zum Fenſter aus/ die Leuthe bringen einen Menſchen getragen/ der oben vom Thurn herunter auf den Felſen geſtuͤꝛtzt und zerſchmettert iſt.","norm":"Die Herren sehen zum Fenster aus / die Leute bringen einen Menschen getragen / der oben vom Turm herunter auf den Felsen gestürzt und zerschmettert ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.041500091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5167,"date":1719,"orig":"Die Compagnie gieng hinab/ beſahe den Menſchen deſſen Haupt gantz eingequetſcht war und hatte groſſes Mitleiden; Eckarth fragte/ was iſt dieſer Menſch ſeiner Provesſion nach geweſen/ und wie muß er zu den Ungluͤck kommen ſeyn?","norm":"Die Compagnie ging hinab / besah den Menschen dessen Haupt ganz eingequetscht war und hatte großes Mitleiden; Eckart fragte / was ist dieser Mensch seiner Profession nach gewesen / und wie muss er zu den Unglück kommen sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.849599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5168,"date":1719,"orig":"Ein Burger ſprach:","norm":"Ein Burger sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.507800102233887} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5169,"date":1719,"orig":"Gnaͤdiger Herr!","norm":"Gnädiger Herr!","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.265199899673462} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5170,"date":1719,"orig":"Dieſer Menſch iſt ein Kunſtpfeiffer-Geſell/ er hat wollen Dolen ausnehmen/ ſetzet eine Leiter auff das am Thurn herumb gemachte Gelaͤnder/ ſteiget darauff zu den Neſte/ die Leiter gleitet ab/ und er ſtuͤrtzet von oben auf den Felſen herab.","norm":"Dieser Mensch ist ein Kunstpfeifer-Gesell / er hat wollen Dolen ausnehmen / setzet eine Leiter auf das am Turm herum gemachte Geländer / steiget darauf zu den Neste / die Leiter gleitet ab / und er stürzet von oben auf den Felsen herab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026000022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5171,"date":1719,"orig":"Es ſtund unter andern Zuſchauern ein Chiromantiſt, der beſahe ihn beyde Haͤnde inwendig/ ſagende:","norm":"Es stand unter anderen Zuschauern ein Chiromantist, der besah ihn beide Hände inwendig / sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.567399978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5172,"date":1719,"orig":"Dieſer Menſch iſt zu einem ſolchen Tod verſehen geweſen/ einige lachten/ und ſprachen/ haͤtte er das Vogel-raͤumen unterwegen gelaſſen/ ſo waͤre er nicht zu den Unfall kommen.","norm":"Dieser Mensch ist zu einem solchen Tod versehen gewesen / einige lachten / und sprachen / hätte er das Vogel-Räumen unterwegen gelassen / so wäre er nicht zu den Unfall kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416600227355957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5173,"date":1719,"orig":"Die Frau Stadt- Schreibern erzehlte/ daß ihre rothe Kuh vorgeſtern dieſen Menſchen als er ihrem Hauſe vorbey gehen wollen, in Ausgehen auff ihn zugelauffen und geſtoſſen, daß er gefallen.","norm":"Die Frau Stadt-Schreibern erzählte / dass ihre rote Kuh vorgestern diesen Menschen als er ihrem Hause vorbeigehen wollen, in Ausgehen auf ihn zugelaufen und gestoßen, dass er gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.746099948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5174,"date":1719,"orig":"Geſtern waͤre ſie ihm von weiten nachgelauffen, daß er ſich haͤtte retiriren muͤſſen.","norm":"Gestern wäre sie ihm von weiten nachgelaufen, dass er sich hätte retirieren müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8582000732421875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5175,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte, das iſt ein wunderlich Fatum, daß die Kuh auf den Menſchen allein gegangen, und andere gehen laſſen.","norm":"Eckart versetzte, das ist ein wunderlich Fatum, dass die Kuh auf den Menschen allein gegangen, und andere gehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.182199954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5176,"date":1719,"orig":"Die Stadt-Schreiberin ſprach, ſie thut ſonſten Niemanden einig Leid.","norm":"Die Stadtschreiberin sprach, sie tut sonsten niemanden einig Leid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.774799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5177,"date":1719,"orig":"Unſere Compagnie ſagte: GOTT habe ihn ſeelig/ und gieng wieder in ihr Zimmer, woſelbſt die Frau Kronauin und Conteſſe Salanin ſich mit einfunden, den armen Menſchen beklagende.","norm":"Unsere Compagnie sagte: GOTT habe ihn selig / und ging wieder in ihr Zimmer, woselbst die Frau Kronauin und Contessa Solanin sich mit Einfunden, den armen Menschen beklagende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4120001792907715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5178,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5179,"date":1719,"orig":"Die Chiromantie kan man ſchon paſſiren laſſen, denn e poſt facto kan einer leicht ein Præſagium thun und dem unerfahrnen Umbſtand einige Linien vorzeigen.","norm":"Die Chiromantie kann man schon passieren lassen, denn e post facto kann einer leicht ein Präsagium tun und dem unerfahrenen Umstand einige Linien vorzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.844200134277344} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5180,"date":1719,"orig":"Jch wuͤntſchte daß dieſer Menſch ſo gluͤcklich in ſeinen Abfall als Hetzen Michel in Breßlau geweſen waͤre.","norm":"Ich wünschte dass dieser Mensch so glücklich in seinen Abfall als Hetzen Michel in Breslau gewesen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.759699821472168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5181,"date":1719,"orig":"Das Frauen-Zimmer war begierig dieſe Ebentheuer zu hoͤren.","norm":"Das Frauenzimmer war begierig diese Abenteuer zu hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.659800052642822} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5182,"date":1719,"orig":"Eckarth ſagte, auſſer Breßlau auf den Thom iſt eine Kirche zum Heiligen Creutze genannt, auf derſelben Thurn haben Dolen oder Hetzen geniſtet, ſolche nun auszunehmen bereden ſich zween Jungen einander beyraͤthig zu ſeyn; dieſe gehen auff den Thurn, legen ein Bret zum Loche hinaus, der eine Junge der iñwendig verbleibet, haͤlt das Bret feſt, der andere (deſſen Vornahme Michael ware) ſtieg auf dem Brete hinaus, nimmt die Dolen aus, ſtecket ſie im Buſen, eine haͤlt er in der Hand, und weiſet ſie dem andern, ſchau (ſagte er) ich werde dir keine darvon geben.","norm":"Eckart sagte, außer Breslau auf den Thom ist eine Kirche zum Heiligen Kreuze genannt, auf derselben Turm haben Dolen oder Hetzen genistet, solche nun auszunehmen bereden sich zweien Jungen einander beirätig zu sein; diese gehen auf den Turm, legen ein Brett zum Loche hinaus, der eine Junge der inwendig verbleibet, hält das Brett fest, der andere (dessen Vornahme Michael war) stieg auf dem Brette hinaus, nimmt die Dolen aus, stecket sie im Busen, eine hält er in der Hand, und weiset sie dem anderen, schau (sagte er) ich werde dir keine davon geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031300067901611} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5183,"date":1719,"orig":"Der das Bret hielt replicirte, wo du miꝛ keine giebſt, ſo laß ich das Bret gehen, der antwortet, magſt du doch!","norm":"Der das Brett hielt replizierte, wo du mir keine gibst, so lass ich das Brett gehen, der antwortet, magst du doch!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.235899925231934} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5184,"date":1719,"orig":"ich gebe dir keine, der andere laͤſt das Bret gehen, Michel faͤllt hinab, wie er auff den Boden kommt, weiſet er den andern die Dole in die Hoͤhe, ſagende:","norm":"ich gebe dir keine, der andere lässt das Brett gehen, Michel fällt hinab, wie er auf den Boden kommt, weiset er den anderen die Dole in die Höhe, sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.356200218200684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5185,"date":1719,"orig":"Jch gebe dir doch keine, worauff dieſer gluͤckliche Springer zum Andencken Hetzen-Michel genennet worden, woruͤber die Conteſſe lachte und ſprach:","norm":"Ich gebe dir doch keine, worauf dieser glückliche Springer zum Andenken Hetzen-Michel genannt worden, worüber die Contessa lachte und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.574900150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5186,"date":1719,"orig":"Vielleicht iſt es nicht ſo hoch als hier geweſen.","norm":"Vielleicht ist es nicht so hoch als hier gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.247300148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5187,"date":1719,"orig":"Gotthart ſagte:","norm":"Gotthart sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.999800205230713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5188,"date":1719,"orig":"Jch muß mich verwundern, daß die Kuh, den Menſchen allein, ohne andere zu begehen angelauffen habe, denn ich ſehe hierbey keine erkenntliche Urſache: Vielleicht, verſetzte Ettner, hat die Kuh vor ſeinen inſtehenden Ungluͤck ihn wahrſchauen wollen?","norm":"Ich muss mich verwundern, dass die Kuh, den Menschen allein, ohne andere zu begehen angelaufen habe, denn ich sehe hierbei keine erkenntliche Ursache: Vielleicht, versetzte Ettner, hat die Kuh vor seinen einstehenden Unglück ihn wahrschauen wollen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.078800201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5189,"date":1719,"orig":"Wer weiß ob ſie ex Phyſiognomia, daß der Menſch ſo dum̃ in ſein Verderben gehen wiꝛd nicht zuvor geſehen, oder der Menſch ſchon todten-hafftig gerochen habe, welchen Geruch dererley Arth Thiere zuvor wahrnehmen.","norm":"Wer weiß ob sie ex Physiognomie, dass der Mensch so dumm in sein verderben gehen wird nicht zuvor gesehen, oder der Mensch schon todten-hafftig gerochen habe, welchen Geruch derlei Art Tiere zuvor wahrnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683599948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5190,"date":1719,"orig":"Die Compagnie muſte des Vortrags lachen; nachdem die Garpiſche Compagnie abgangen war, bekam Ettner einen Brief von der Poſt, als er ſelbigen durchleſen hatte, ſprach er, Mesſieurs ich werde nun meinen Abſchied nehmen und ſie nolens volens verlaſſen muͤſſen.","norm":"Die Compagnie musste des Vortrags lachen; nachdem die Garpische Compagnie abgegangen war, bekam Ettner einen Brief von der Post, als er selbigen durchlesen hatte, sprach er, Messieurs ich werde nun meinen Abschied nehmen und sie nolens volens verlassen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.757500171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5191,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte:","norm":"Eckart versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.556700229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5192,"date":1719,"orig":"Dieſe Zeitung vernehme ich nicht gerne.","norm":"Diese Zeitung vernehme ich nicht gerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.385799884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5193,"date":1719,"orig":"Ettner gieng aus, uͤmb ſich nach einer abfahrenden Gelegenheit umbzuthun, traff auch eine an, die des andern Tags Mittags nach Toͤplitz fahren wolte.","norm":"Ettner ging aus, um sich nach einer abfahrenden Gelegenheit umzutun, traf auch eine an, die des anderen Tags Mittags nach Töplitz fahren wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.132999897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5194,"date":1719,"orig":"Ettner bedunge ſich mit dem Kutſcher, gieng zuruͤck ins Quartier, und meldete ſeine Morgende Abreiſe denen Unſrigen an.","norm":"Ettner bedunge sich mit dem Kutscher, ging zurück ins Quartier, und meldete seine Morgende Abreise denen Unsrigen an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.921199798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5195,"date":1719,"orig":"Weil es denn nicht andeꝛs ſeyn kan, replicirte Eckarth, ſo wiꝛd Monſieur Ettner ſo guͤtig ſeyn und mit ſeinen mit ſich habenden Medicamenten mich verſorgen.","norm":"Weil es denn nicht anders sein kann, replizierte Eckart, so wird Monsieur Ettner so gütig sein und mit seinen mit sich habenden Medikamenten mich versorgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.173999786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5196,"date":1719,"orig":"Gar gerne und willig antwortete Ettner, und gab Eckarthen davon ſo viel er entbehren konte, der bathe, ihme an ſeinen Herrn Correſpondenten in Nuͤrnberg nach gluͤcklicher Retour, ein mehrers zu uͤbermachen.","norm":"Gar gerne und willig antwortete Ettner, und gab Eckarten davon so viel er entbehren konnte, der bade, ihm an seinen Herrn Korrespondierenden in Nürnberg nach glücklicher Retour, ein mehreres zu übermachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.058899879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5197,"date":1719,"orig":"Ettner verſprach ihm ſolches daſelbſt hin an Herrn Johañ Andreas Leutnern, vornehmen Materialiſten in Nuͤrnberg, Herrn Michael Moͤgleins Seel.","norm":"Ettner versprach ihm solches daselbst hin an Herrn Johann Andreas Leutnern, vornehmen Materialisten in Nürnberg, Herrn Michael Mögleins Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8445000648498535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5198,"date":1719,"orig":"Herrn Eydam, bey welchem er ſein Bezoardicum Univerſale in Commiſs haͤtte, wohl-verwahrter zu uͤberſenden.","norm":"Herrn Eidam, bei welchem er sein Bezoardicum universale in Kommiss hätte, wohlverwahrter zu übersenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.476200103759766} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5199,"date":1719,"orig":"Wie kommt es aber Monſieur Ettner, daß er ſeine Ausarbeitung einen andern nicht offenbahret?","norm":"Wie kommt es aber Monsieur Ettner, dass er seine Ausarbeitung einen anderen nicht offenbaret?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.15910005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5200,"date":1719,"orig":"Fragte Eckarth.","norm":"Fragte Eckart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.887400150299072} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5201,"date":1719,"orig":"Ettner antwortete, bißher hat mich deſſen noch Niemand bereden koͤnnen, allein! weil ich doch aͤlter werde, habe ich mich reſolvirt, einen groſſen Herrn oder denjenigen der mir entweder vor alle oder auch eintzele Proceſſe meinen Willen macht, ſolche auffrichtig mit allen Hand-Griffenzu lehren, und anzuweiſen.","norm":"Ettner antwortete, bisher hat mich dessen noch Niemand bereden können, allein! weil ich doch älter werde, habe ich mich resolviert, einen großen Herrn oder denjenigen der mir entweder vor alle oder auch einzelne Prozesse meinen Willen macht, solche aufrichtig mit allen Hand-Griffenzu lehren, und anzuweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.830599784851074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5202,"date":1719,"orig":"Eckarth ſprach:","norm":"Eckart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.82289981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5203,"date":1719,"orig":"Was haben denn ſeine Medicamenta vor Nahmen?","norm":"Was haben denn seine Medikamente vor Namen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.499599933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5204,"date":1719,"orig":"Ettner uͤbergab Eckarthen einen Zettel, auf welchen folgende Artzeneyen geſchrieben ſtunden:","norm":"Ettner übergab Eckarten einen Zettel, auf welchen folgende Arzneien geschrieben standen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.928400039672852} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5205,"date":1719,"orig":"Bezoardicum Univerſale exaltatum, Trochiſci Polychreſti, Tinctura ſ.","norm":"Bezoardicum universale exaltatum, Trochisci Polychresti, Tinctura s.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":5.422100067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5206,"date":1719,"orig":"Eſſentia Antimonii vera, Tinctura Solis ex Electro immaturo.","norm":"Essenz Antimonii vera, Tinctura Solis ex Electro immaturo.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"eo","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.18209981918335} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5207,"date":1719,"orig":"Eſſentia Sulphuris embryonati, ſimplex & concentrata, Tinctura Coralliorum rubr. vera, Eſſentia Salis Armoniaci Martialis, oder die blaue Stahl-Tinctur, Eſſentia martis rubra, Eſſentia Ambræ, Tinctura e floribus lapid.","norm":"Essenz Sulphuris embryonati, simplex & concentrata, Tinctura Coralliorum rubr . vera, Essenz Salis Armoniaci Martialis, oder die blaue Stahltinctur, Essenz martis rubra, Essenz Ambrae, Tinctura e floribus lapid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.194399833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5208,"date":1719,"orig":"Hæmatitis prima & ſecunda.","norm":"Haematitis prima & secunda.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"ro","lang_de":0,"norm_lmscore":6.572999954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5209,"date":1719,"orig":"Acetum acerrimum.","norm":"Acetum acerrimum.","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.615099906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5210,"date":1719,"orig":"Eſſentia ſ.","norm":"Essenz s.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"kn","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":8.28339958190918} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5211,"date":1719,"orig":"Balſamus Veneris, Balſamus Sulphuris Antimonii.","norm":"Balsamus Veneris, Balsammus Sulphuris Antimonii.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"eo","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":4.6057000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5212,"date":1719,"orig":"Sal Tartari Volatile: Tinctura Jovis & Saturni.","norm":"Soll Tartari Volatile: Tinctura Jovis & Saturni.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.839399814605713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5213,"date":1719,"orig":"Elixir Proprietatis Paracelſi verum, Oleum Talci verum.","norm":"Elixir Proprietatis Paracelsi verum, Oleum Talci verum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.052800178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5214,"date":1719,"orig":"Mercurius Philoſophorum Philaletæ.","norm":"Mercurius Philosophorum Philaletae.","lang_fastText":"sl","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.756499767303467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5215,"date":1719,"orig":"Mercurius præcipitatus Vigonis.","norm":"Mercurius praecipitatus Vigonis.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"pt","lang_de":0,"norm_lmscore":5.448800086975098} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5216,"date":1719,"orig":"Tinctura Tartari ſimplex.","norm":"Tinctura Tartari simplex.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"mt","lang_de":0,"norm_lmscore":6.297699928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5217,"date":1719,"orig":"Sal Martis. Sal Coralliorum rubr.","norm":"Soll Martis. Soll Coralliorum rubr.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"tr","lang_de":0,"norm_lmscore":7.87529993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5218,"date":1719,"orig":"Spiritus, Sal volatile & fixum Urinæ, die ewig-brennende Lampe ꝛc.","norm":"Spiritus, Soll volatile & fixum Urinae, die ewigbrennende Lampe etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.864999771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5219,"date":1719,"orig":"Dieſe Tincturen und Eſſenzen werden ſich in keinem Vehiculo (worinnen man eine Artzeney einnimmt, als Eßig, Wein diſtillirt und gemein Waſſer) ſich præcipitiren, ſondern den Liquorem anfaͤrben.","norm":"Diese Tinkturen und Essenzen werden sich in keinem Vehiculo (worin man eine Arznei einnimmt, als Essig, Wein destilliert und gemein Wasser) sich präzipitieren, sondern den Liquorem anfärben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361100196838379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5220,"date":1719,"orig":"Nachdem Eckarth den Zettel durchleſen hatte, ſprach er zu Ettnern: bey meiner Interpellation und Einrede haͤtten wir bey unſern Vortrag des Carls-Bad-Waſſers bald das beſte, ſeine Wirckung und Operation vergeſſen; Mein Patron, ich hatte mir es ſchon reſervirt dieſem auch ſein Recht zu thun, verſetzte Ettner.","norm":"Nachdem Eckart den Zettel durchlesen hatte, sprach er zu Ettnern: bei meiner Interpellation und Einrede hätten wir bei unseren Vortrag des Carls-Bad-Wassers bald das beste, seine Wirkung und Operation vergessen; Mein Patron, ich hatte mir es schon reserviert diesem auch sein Recht zu tun, versetzte Ettner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.054100036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5221,"date":1719,"orig":"Ob man wohl aus meinẽ vorhergehenden Diſcourſen, des Bade-Waſſers Operation in-und an den Menſchlichen Leibe, erſehen kan, ſo wil ich doch auch abſonderlich dieſelbe ſo wohl iñ-als euſerlich vortragen.","norm":"Ob man wohl aus meinen vorhergehenden Diskursen, des Badewassers Operation in- und an den menschlichen Leibe, ersehen kann, so will ich doch auch absonderlich dieselbe so wohl inn- als äußerlich vortragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122300148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5222,"date":1719,"orig":"Jñiglich veꝛmittelſt des Trincken, wird beym Anfange das Waſſer den Schleim in Gaumen und Halſe diluiren und abloͤſen, daß der Patiente durch Reuſpern und Ausſpritzen/ ſelbigen auswerffen kan; bißweilen wann der Magen viel Schleim oder andern Unrath bey ſich fuͤhret, meldet ſich ein Vomitus oder Brechen an, durch welchen der Magen ſeiner Hinderniß zum Nutzen des Patienten erlediget wird, den Auswurff kan er mit einigen Toͤpflein neues Bade-Waſſers (doch daß daſſelbige wie zuvor erinnert, recht warm und nicht laulicht, welches leichtlich ein unnuͤtzes Brechen verurſachen moͤchte, getruncken wuͤrde) erſetzen, da denn folgends das Trincken mit beſſeren Appetit verrichtet wird; nachdem verurſachet es dem Gebrauchenden einen Schweiß am Haupt und andern Theilen des Leibes, dieſen Schweiß muß der Patiente weder durch ſtarcke Leibes-Bewegung oder uͤbriger Waͤrme derer Kleider oder des Zimmers treiben, noch durch Erkaͤltung verhindern.","norm":"Inniglich vermittelst des trinken, wird beim Anfange das Wasser den Schleim in Gaumen und Halse diluieren und ablösen, dass der Patiente durch Räuspern und Ausspritzen / selbigen auswerfen kann; bisweilen wann der Magen viel Schleim oder anderen Unrat bei sich führt, meldet sich ein Vomitus oder Brechen an, durch welchen der Magen seiner Hindernis zum Nutzen des Patienten erlediget wird, den Auswurf kann er mit einigen Töpflein neues Badewassers (doch dass dasselbe wie zuvor erinnert, recht warm und nicht laulich, welches leichtlich ein unnützes Brechen verursachen möchte, getrunken würde) ersetzen, da denn folgendes das Trinken mit besseren Appetit verrichtet wird; nachdem verursachet es dem Gebrauchenden einen Schweiß am Haupt und anderen Teilen des Leibes, diesen Schweiß muss der Patiente weder durch starke Leibesbewegung oder übriger Wärme derer Kleider oder des Zimmers treiben, noch durch Erkältung verhindern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.243800163269043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5223,"date":1719,"orig":"Der freywillige Schweiß reiniget das Gebluͤthe, der gezwungene aber verhindert nachfolgende Wiꝛckungen.","norm":"Der freiwillige Schweiß reiniget das Geblüt, der gezwungene aber verhindert nachfolgende Wirkungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.754300117492676} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5224,"date":1719,"orig":"Ferner pfleget dieſes eingetrunckene Bade- Waſſer den Leib durch Stuhl-Gaͤnge zu oͤffnen, den Magen und die Daͤrme dergeſtalt auszuſpuͤlen, daß endlich das reine Waſſer fortgehet, zuvor aber treibet es den Unter-Leib ziemlich auf, ehe es anfaͤnget durchzubrechen, welches die vorhergehende untere Schwefel- Daͤmpffe anmelden; weiter gehet es durch den Urin, hell und klar, wie man es eingetruncken hat, ſo wohl unter den Trincken als nach denſelben.","norm":"Ferner pflegt dieses Eingetrunkene Bade-Wasser den Leib durch Stuhlgänge zu öffnen, den Magen und die Därme dergestalt auszuspülen, dass endlich das reine Wasser fortgehet, zuvor aber treibet es den Unterleib ziemlich auf, ehe es anfängt durchzubrechen, welches die vorhergehende untere Schwefel-Dämpfe anmelden; weiter geht es durch den Urin, hell und klar, wie man es eingetrunken hat, so wohl unter den trinken als nach denselben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.950399875640869} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5225,"date":1719,"orig":"Endlich dringet es in die Glieder und cauſirt nach wenig Tagen ein Auffſchwellen der Haut und unterliegenden Fleiſches, davon der Gebrauchende gantz traͤge, (auch wie mir geſchehen eine Mattigkeit) gemacht wird; Auff erzehlte Weiſe iſt mir es bey vorgehabter Cur, gleichwie bey dem Gebrauch des Egeriſchen Saͤuerlings geſchehen, ergangen.","norm":"Endlich dringet es in die Glieder und kausiert nach wenig Tagen ein Aufschwellen der Haut und unterliegenden Fleisches, davon der Gebrauchende ganz träge, (auch wie mir geschehen eine Mattigkeit) gemacht wird; auf erzählte Weise ist mir es bei vorgehabter Kur, gleichwie bei dem Gebrauch des Egerischen Säuerlings geschehen, ergangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.504199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5226,"date":1719,"orig":"Ob aber alle Individua derer Menſchen vorgenannte Operationes oder nur eine oder die andeꝛe aus denen empfinden, iſt mir unbewuſt:","norm":"Ob aber alle Individua derer Menschen vorgenannte Operationes oder nur eine oder die andere aus denen empfinden, ist mir unbewusst:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.647900104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5227,"date":1719,"orig":"Es heiſt man muß der Natur, (die es beſſer als der Medicus verſtehet) ihren Gang laſſen, wann nur darbey der Patient ſeine Geſundheit erlanget.","norm":"Es heißt man muss der Natur, (die es besser als der Medikus verstehet) ihren Gang lassen, wann nur dabei der Patient seine Gesundheit erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218900203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5228,"date":1719,"orig":"Euſerliche Operationes, woferne wie ſchon erinnert das Waſſer zum Bade ehe man einſitzet recht temperirt wird, ſo erwaͤrmet es nach und nach den Leib, machet einen gelinden Schweiß umbs Haupt, lindert und heilet die Glieder-Schmertzen, flieſſend eyterende Geſchwuͤr, ſiillet den ſtarcken Monathlichen Fluß, erwaͤrmet die Mutter und machet ſie fruchtbahr.","norm":"Äußerliche Operationes, sofern wie schon erinnert das Wasser zum Bade ehe man einsitzet recht temperiert wird, so erwärmet es nach und nach den Leib, macht einen gelinden Schweiß ums Haupt, lindert und heilet die Gliederschmerzen, fließend eiternde Geschwür, siillet den starken monatlichen Fluss, erwärmet die Mutter und macht sie fruchtbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472899913787842} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5229,"date":1719,"orig":"Ja ſo gar dringet dieſes Waſſer durch, daß es auch Jungfern zum Gebaͤhren tuͤchtig macht.","norm":"Ja so gar dringet dieses Wasser durch, dass es auch Jungfern zum Gebären tüchtig macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.124800205230713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5230,"date":1719,"orig":"Jch beſuchte einsmahls das Carls Bad, da entlieff einem Herrn ſein Kuͤchen-Junge, der Herr ließ ihn einholen, und vor ſich fuͤhren, da fragte er ihn, was er vor Urſache haͤtte, daß er weggelauffen waͤre?","norm":"Ich besuchte einsmals das Karls Bad, da entlief einem Herrn sein Küchenjunge, der Herr ließ ihn einholen, und vor sich führen, da fragte er ihn, was er vor Ursache hätte, dass er weggelaufen wäre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.810500144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5231,"date":1719,"orig":"Der Junge weinte, krauete ſich im Kopffe, vorgebende, er fuͤrchtete ſich, weil von dem Bade- Waſſer die Gnaͤdige Frau, das Stuben- Menſch ſchwanger, und die eine Stutte traͤchtig worden, ſo moͤchte er auch gleichen Zuſtand empfangen; alsdenn muͤſte man ihme den Bauch auffſchneiden, und er wuͤrde uͤber der Geburth ſterben muͤſſen.","norm":"Der Junge weinte, kraute sich im Kopfe, vorgebende, er fürchtete sich, weil von dem Bade-Wasser die gnädige Frau, das Stuben-Mensch schwanger, und die eine Stute trächtig worden, so möchte er auch gleichen Zustand empfangen; alsdann müsste man ihm den Bauch aufschneiden, und er würde über der Geburt sterben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.504700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5232,"date":1719,"orig":"Der Herr kehrte ſich umb, gieng in das Neben-Zimmer, weil er ſich des Lachens nicht enthalten kunte, und ließ den Jungen des andern Tages darauff, umb ſeine Furcht zu vermindern, mit ſeinẽ Leuthen zuruͤck auffs Guth fahren.","norm":"Der Herr kehrte sich um, ging in das Nebenzimmer, weil er sich des Lachens nicht enthalten konnte, und ließ den Jungen des anderen Tages darauf, um seine Furcht zu vermindern, mit seinen Leuten zurück aufs Gut fahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.671600103378296} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5233,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende muſten des Schnackens uͤberlaut lachen; wie die Garpiſche Compagnie das Lachen hoͤrte, lieffen ſie aus ihren Zimmer zu denen Unſrigen, befragten ſie umb die Urſache ihres Lachens, da erzehlte ihnen Ettner, was er zuvor geſagt hatte, mit Erinnerung dem Bade nicht zuviel zu trauen, wormit ſie denen Unſrigen im Lachen Geſellſchafft leiſteten.","norm":"Unsere Reisende mussten des Schnackens überlaut lachen; wie die Garpische Compagnie das Lachen hörte, liefen sie aus ihren Zimmer zu denen Unsrigen, befragten sie um die Ursache ihres Lachens, da erzählte ihnen Ettner, was er zuvor gesagt hatte, mit Erinnerung dem Bade nicht zu viel zu trauen, womit sie denen Unsrigen im Lachen Gesellschaft leisteten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249199867248535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5234,"date":1719,"orig":"Jm Zuruͤckgehen ſprach die Conteſſe zu Ettnern:","norm":"Im Zurückgehen sprach die Contessa zu Ettnern:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.4079999923706055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5235,"date":1719,"orig":"Er ſolte ſich ſelbſt in acht nehmen; Ettner replicirte, es iſt ſchon gut, bey erfolgten Fall werde ich die Gnaͤdige Fraͤulein zu Gevattern bitten.","norm":"Er sollte sich selbst in Acht nehmen; Ettner replizierte, es ist schon gut, bei erfolgten Fall werde ich die Gnädige Fräulein zu Gevattern bitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399400234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5236,"date":1719,"orig":"Ferner thut das Bad ſeine Operationes in verſchleimter, erkaͤlteten, ſchluͤpffrichten, eyterenden Mutter, in deren Verhaͤrtung, Auffblehung und Geſchwuͤren, Wunden und dergleichen, welche ſie durch Erwaͤrmung und anhaltender heilender Krafft zertheilet, und zu gute bringet.","norm":"Ferner tut das Bad seine Operationes in verschleimter, erkälteten, schlüpfrigen, eiternden Mutter, in deren Verhärtung, Aufblähung und Geschwüren, Wunden und dergleichen, welche sie durch Erwärmung und anhaltender heilender Kraft zerteilet, und zu gute bringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8130998611450195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5237,"date":1719,"orig":"Summa, wer dieſes Bade-Waſſer ſo wohl im Trincken als Baden vorſichtiglich adhibirt, derſelbe wird ſeinem Zufall mit Goͤttlichen Seegen loß werden.","norm":"Summa, wer dieses Badewasser so wohl im Trinken als Baden vorsichtig adhibiert, derselbe wird seinem Zufall mit göttlichen Segen loswerden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.107800006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5238,"date":1719,"orig":"Geſchicht es nicht balde, ſo wird er, wann er meinem ehemahligen Erinnern folgen wird, nach ſeiner Anheimkunfft in einigen Wochen, in einen viertel Jahr auch wohl laͤnger, die nachfolgende Wirckung mit Nutzen ſeiner Geſundheit empfinden.","norm":"Geschichte es nicht bald, so wird er, wann er meinem ehemaligen Erinnern folgen wird, nach seiner Anheimkunfft in einigen Wochen, in einen viertel Jahr auch wohl länger, die nachfolgende Wirkung mit Nutzen seiner Gesundheit empfinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.811200141906738} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5239,"date":1719,"orig":"Langſam beſtehet am Laͤngſten; da Eile bald vergehet.","norm":"Langsam bestehet am längsten; da Eile bald vergehet.","lang_fastText":"hu","lang_py3langid":"se","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":5.510499954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5240,"date":1719,"orig":"Und ſo ja die Kranckheit nicht gantz vergehen wolte, ſo wuͤrde der Patiente, wann er nach verfloſſener Jahrs-Zeit (ſonderlich wer nicht weit zu reiſen hat) wieder dem Carls-Bad zuzoͤge und durch wiederholte Cur das Malum gar ausreuten, gar wohl thun.","norm":"Und so ja die Krankheit nicht ganz vergehen wollte, so würde der Patiente, wann er nach verflossener Jahreszeit (sonderlich wer nicht weit zu reisen hat) wieder dem Karlsbad zuzöge und durch wiederholte Kur das Malum gar ausreuten, gar wohltun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.621399879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5241,"date":1719,"orig":"Weil das Wetter gegen Abend klar und kuͤhle war, giengen die Unſrigen insgeſammt ſpatzieren, im Ruͤckwege blieben ſie auf der Bruͤcken ſtehen und beſahen die Haͤuſer und Baͤder ſammt denen Rinnen wie auch die Toͤpel, da ſprach die Frau Kronauin, das Waſſer iſt gar ſeichte, daß man durchwaten kan.","norm":"Weil das Wetter gegen Abend klar und kühle war, gingen die Unsrigen insgesamt spazieren, im Rückwege blieben sie auf der Brücken stehen und besahen die Häuser und Bäder samt denen Rinnen wie auch die Töpel, da sprach die Frau Kronauin, das Wasser ist gar seichte, dass man durchwaten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.067699909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5242,"date":1719,"orig":"Ja verſetzte Ettner, ſo klein dieſes Waſſer iſt, ſo groſſes Ungluͤck verurſachet es, wann es anſchwuͤllet, Herr Doctor Hillingers Herr Groß-Vater erzehlet in ſeinem ausgegebenen Buͤchlein Hydriatria Carolina genannt. p. 77. daß im Jahr 1636. den 10. Febr. durch die ausgeriſſene Teiche zu Toͤpel allhier ein jaͤmmerliches Spectacul, an weggeriſſenen Bruͤcken und Gebaͤuden, an zerſchlemmten, zerriſſenen und auffs abſcheulichſt zugerichteten Aeckern, Gaͤrten und Wieſen Maͤnniglich vor Augen geſtellet worden, und da auch vom Herrn Prælaten zu Toͤpel nicht die Vaͤterliche Vorſorge geſchehen waͤre, daß es uns bey Zeiten waͤre aviſiret worden, haͤtten viel Menſchen und Vieh ihr Leben dabey auffgeben muͤſſen.","norm":"Ja versetzte Ettner, so klein dieses Wasser ist, so großes Unglück verursachet es, wann es anschwillt, Herr Doktor Hillingers Herr Großvater erzählt in seinem ausgegebenen Büchlein Hydriatria Carolina genannt . p. 77. dass im Jahr 1636. den 10. Febr . durch die ausgerissene Teiche zu Töpel allhier ein jämmerliches Spektakel, an weggerißenen Brücken und Gebäuden, an schlemmten, zerrissenen und aufs abscheulichst zugerichteten Äckern, Gärten und Wiesen Männiglich vor Augen gestellt worden, und da auch vom Herrn Prälaten zu Töpel nicht die väterliche Vorsorge geschehen wäre, dass es uns beizeiten wäre avisieret worden, hätten viel Menschen und Vieh ihr Leben dabei aufgeben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032999992370605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5243,"date":1719,"orig":"Er beſchreibet noch eine weit erſchroͤcklichere Hiſtoria von dem Waſſer- Schaden die im Jahr 1582. den 9. Maji geſchehen, da das Waſſer die Toͤpel nicht allein am Marckt, ſondern auch in denen andern Gaſſen faſt in einem Augenblick die beſten Haͤuſer weggeriſſen, die Haͤuſer in der gantzen Creutz-Gaſſe weggeſchwemmet, daß man nicht erkennen koͤnnen, daß eine Gaſſe da geſtanden, wie viel fꝛembde und einheimiſche Leuthe hat es ertraͤncket, uͤber 20. Perſonen hat man alleine hier todt gefunden, ohne was das Waſſer weggefuͤhret, ein jeder der am Fluſſe gewohnet, iſt damahls umb ſein Hab und Guth und alles das Seinige kommen; die Conteſſe ſprach, drumb wohl hat der Herr Doctor das Haͤußlein auf den Berge zu ſeiner Retriade auffgebauet; Die Frau Kronauin verſetzte, die Ubereilung lehret einen das Reteriren vergeſſen, und weiln nun durch continuirende gute Vorſorge des Herrn Prælaten in entſtehenden Uberlauff des Waſſers durch eine ſchnelle reitende Poſt hieſigen Jnnwohnern es zu wiſſen gethan wird, ſo iſt zeithero dergleichen Ungluͤck, GOtt Lob, nicht pasſiret, ſondeꝛn zeitlich vorgebeuget worden, und ob es gleich in ſeinem Fluß verbleibet, ſo thut eꝛ den- noch mit dem treibenden Eyſe an denen untergeſetzten Stuͤtzen deren Geleits-Rinnen zuweilen durch deren Wegſtoſſen und Schwemmen Schaden.","norm":"Er beschreibet noch eine weit erschröcklichere Historia von dem Wasser-Schaden die im Jahr 1582. den 9. Maji geschehen, da das Wasser die Töpel nicht allein am Markt, sondern auch in denen anderen Gassen fast in einem Augenblick die besten Häuser weggerissen, die Häuser in der ganzen Kreuzgasse weggeschwemmt, dass man nicht erkennen können, dass eine Gasse da gestanden, wie viel fremde und einheimische Leute hat es ertränket, über 20. Personen hat man alleine hier tot gefunden, ohne was das Wasser weggeführt, ein jeder der am Flusse gewohnt, ist damals um sein Hab und Gut und alles das Seinige kommen; die Contessa sprach, darum wohl hat der Herr Doktor das Häuslein auf den Berge zu seiner Retriade aufgebaut; die Frau Kronauin versetzte, die Übereilung lehrt einen das Retirieren vergessen, und weil nun durch kontinuierende gute Vorsorge des Herrn Prälaten in entstehenden Überlauf des Wassers durch eine schnelle reitende Post hiesigen Inwohnern es zu wissen getan wird, so ist seither dergleichen Unglück, Gott Lob, nicht passiert, sondern zeitlich vorgebeugt worden, und ob es gleich in seinem Fluss verbleibet, so tut er den- noch mit dem treibenden Eise an denen untergesetzten Stützen deren Geleits-Rinnen zuweilen durch deren Wegstossen und Schwemmen Schaden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.214099884033203} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5244,"date":1719,"orig":"Es finden ſich manchmahl kleine Waͤſſerlein, uͤber die man ſchreiten kan, welche in Anlauffen ſo hoch werden, daß man ohne Lebens-Gefahr nicht durchfahren kan.","norm":"Es finden sich manchmal kleine Wässerlein, über die man schreiten kann, welche in Anlaufen so hoch werden, dass man ohne Lebensgefahr nicht durchfahren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.135600090026855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5245,"date":1719,"orig":"Allein, was wir nun alles hier geſehen haben, ſo mangelt noch das beſte vor hieſige Jnnwohner und ankommende frembde Bade-Gaͤſte, ſo wir nicht obſerviret haben; die Conteſſe fragte, was?","norm":"Allein, was wir nun alles hier gesehen haben, so mangelt noch das Beste vor hiesige Inwohner und ankommende fremde Badegäste, so wir nicht observieret haben; die Contessa fragte, was?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292300224304199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5246,"date":1719,"orig":"Ettner replicirte, die hoͤltzernen Cartaunen und Leib-Schlangen, die den gantzen Canal durch auff beyden Seiten aus denen Haͤuſern gepflantzet ſeyn; Die Conteſſe ſahe in die Hoͤhe und ſprach:","norm":"Ettner replizierte, die hölzernen Kartaunen und Leib-Schlangen, die den ganzen Kanal durch auf beiden Seiten aus denen Häusern gepflanzt sein; die Contessa sah in die Höhe und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.80810022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5247,"date":1719,"orig":"Ohne dieſe Stuͤcke wuͤrde es gar incommode ſeyn, ſich eines entlegenen Abtritts zu bedienen.","norm":"Ohne diese Stücke würde es gar incommode sein, sich eines entlegenen Abtritts zu bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.355899810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5248,"date":1719,"orig":"Nachdem verfuͤgten ſie allezuſammen ſich in ihr Quartier, und nahmen das Abend-Eſſen zu ſich, nach welchen Ettner bey der Garpiſchen Compagnie ſich wegen inſtehender Reiſe verabſcheidete.","norm":"Nachdem verfügten sie alle zusammen sich in ihr Quartier, und nahmen das Abend-Essen zu sich, nach welchen Ettner bei der Garpischen Compagnie sich wegen einstehender Reise verabschiedete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.09119987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5249,"date":1719,"orig":"Hauptmann Kronau ſprach, wie ſo eilend Monſieur Ettner, Morgen geliebts GOtt wollen wir, GOtt gebe geſund noch zu Mittage mit einander ſpeiſen, womit ſie denen Unſrigen eine geſunde Nacht-Ruhe anerwuͤntſchten und in ihr Zimmer giengen, denen unſere Compagnie einen gleichen Nachruff gaben.","norm":"Hauptmann Kronau sprach, wie so eilend Monsieur Ettner, Morgen geliebtes Gott wollen wir, Gott gebe gesund noch zu Mittage miteinander speisen, womit sie denen Unsrigen eine gesunde Nachtruhe anerwüntschten und in ihr Zimmer gingen, denen unsere Compagnie einen gleichen Nachruf gaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.360199928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5250,"date":1719,"orig":"Ettner packte des andern Tages fruͤh ſein Reiſe-Geraͤthe zuſammen in ſein Kuͤfferlein, welches gegen ſieben Uhr der Kutſcher abholte, mit dem Ettner ſelbſt zum Wagen gieng, zu ſehen, wie und wohin er ſeine Sachen ſetzte, und verwahrte, damit er nicht zu Schaden kaͤme.","norm":"Ettner packte des anderen Tages früh sein Reisegeräte zusammen in sein Köfferlein, welches gegen sieben Uhr der Kutscher abholte, mit dem Ettner selbst zum Wagen ging, zu sehen, wie und wohin er seine Sachen setzte, und verwahrte, damit er nicht zu Schaden käme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.231500148773193} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5251,"date":1719,"orig":"Jm Weggehen ſagte der Kutſcher, ich werde ihrer Nachmittag biß zwey Uhr in dem Wirths-Hauſe oben auff dem Berge warten.","norm":"Im Weggehen sagte der Kutscher, ich werde ihrer Nachmittag bis zwei Uhr in dem Wirtshause oben auf dem Berge warten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877799987792969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5252,"date":1719,"orig":"Gut! antwortete Ettner; wie er ins Quartier kam, und denen Unſrigen die Zeit ſeiner Abreiſe kunt that, nahm ihn Eckarth bey der Hand, fuͤhrte ihn an ein Fenſter, bedanckte ſich gegen ihn vor geſchehene Willfaͤhrigkeit, und verehrte ihn mit einer Uhr und 20. Ducaten in Gold, mit freundlichen Erſuchen, ſeiner jederzeit im beſten zu gedencken.","norm":"Gut! antwortete Ettner; wie er ins Quartier kam, und denen Unsrigen die Zeit seiner Abreise kund tat, nahm ihn Eckart bei der Hand, führte ihn an ein Fenster, bedankte sich gegen ihn vor geschehene Willfährigkeit, und verehrte ihn mit einer Uhr und 20. Dukaten in Gold, mit freundlichen Ersuchen, seiner jederzeit im besten zu gedenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895199775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5253,"date":1719,"orig":"Ettner nahm das Geſchencke, ſich gegen Eckarthen zum ſchuldigſten bedanckende vor hohe erwieſene unverdiente Gutthaten und Zuneigung, unterthaͤnig bittende, Jhn in Dero Hohen und Gnaͤdigen Andencken gnaͤdig zu behalten: wuͤntſchte mit bey, Jhme und denen lieben Seinigen zu vorhabender Reiſe Goͤttliche Begleitung, Vergnuͤgniß-volle Geſundheit und eine gluͤckliche Retour.","norm":"Ettner nahm das Geschenke, sich gegen Eckarten zum schuldigsten bedankende vor hohe erwiesene unverdiente Guttaten und Zuneigung, untertänig bittende, ihn in Deren Hohen und Gnädigen Andenken gnädig zu behalten: wünschte mit bei, ihm und denen lieben Seinigen zu vorhabender Reise göttliche Begleitung, Vergnügniß-volle Gesundheit und eine glückliche Retour.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.119999885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5254,"date":1719,"orig":"Bey der Mittags-Mahlzeit wurden allerhand Reiſe-Diſcourſe gefuͤhret, nach verrichteten Mahle nahm Ettner von der Garpiſchen Compagnie ein wiederholtes Adieu, mit Anerwuͤntſchen die angefangene Bade-Cur mit guter Zufriedenheit zu endigen; die ſich gegen ihn bedanckten, zugleich ihme eine Geſunde Reiſe und erfreuliche Anheimkunfft zuwuͤntſchende, wornach er ſich nochmahln mit denen Unſrigen verabſcheidete.","norm":"Bei der Mittagsmahlzeit wurden allerhand Reise-Discourse geführt, nach verrichteten Mahle nahm Ettner von der Garpischen Compagnie ein wiederholtes Adieu, mit Anerwüntschen die angefangene Badekur mit guter Zufriedenheit zu endigen; die sich gegen ihn bedankten, zugleich ihm eine Gesunde Reise und erfreuliche Anheimkunfft zuwünschend, wonach er sich nochmals mit denen Unsrigen verabschiedete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.607399940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5255,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart begleiteten Ettnern biß in das Wirths-Hauß auf den Berge, woſelbſt der Kutſcher mit denen anderen Reiſe-Gefaͤhrten ſchon ankom̃en war; Sie verweiltẽ ſich daſelbſt bey zwey Stunden lang, nach welchen ſie von einander mit Wuͤntſch und Gegen-Wuͤntſchen Abſchied nahmen.","norm":"Siegfried und Gotthart begleiteten Ettnern bis in das Wirtshaus auf den Berge, woselbst der Kutscher mit denen anderen Reisegefährten schon ankommen war; Sie verweilten sich daselbst bei zwei Stunden lang, nach welchen sie voneinander mit Wünsch und Gegen-Wünschen Abschied nahmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.03000020980835} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5256,"date":1719,"orig":"Ettner ſatzte ſich mit ſeinen Reiſe-Compagnions auf die Kutſche, und fuhren unter Goͤttlichen Geleite ihren Weg fort.","norm":"Ettner setzte sich mit seinen Reisecompagnions auf die Kutsche, und fuhren unter Göttlichen Geleite ihren Weg fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6707000732421875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5257,"date":1719,"orig":"Siegfried und Gotthart divertirten ſich noch ein wenig im Wirths-Hauſe, giengen mit einbrechenden Abend zuruͤck ins Carls-Bad in ihr Quartier, und brachten Eckarthen von Ettnern einen gehorſamen Entpfehl mit: Eckarth ſprach, lebe wohl du ehrlicher teutſcher Biedermann, GOtt laß es dir wohl gehen und geleite dich geſund zu denen Deinigen.","norm":"Siegfried und Gotthart divertierten sich noch ein wenig im Wirtshause, gingen mit einbrechenden Abend zurück ins Karlsbad in ihr Quartier, und brachten Eckarten von Ettnern einen gehorsamen Entpfehl mit: Eckart sprach, lebe wohl du ehrlicher deutscher Biedermann, Gott lass es dir wohl gehen und geleite dich gesund zu denen Deinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620500087738037} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5258,"date":1719,"orig":"Als unſere Reiſende nach geſchehenen Abend-Eſſen ein Pfeiffgen Taback rauchten: ſagte Eckarth zu Siegfried und Gotthart:","norm":"Als unsere Reisende nach geschehenen Abend-Essen ein Pfeifen Tabak rauchten: sagte Eckart zu Siegfried und Gotthart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.547900199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5259,"date":1719,"orig":"Meine lieben Herren Soͤhne es wird Zeit ſeyn, daß wir Monſieur Ettnern nachfolgen, und uns auch auf die Reiſe fertig machen; der Herbſt ruckt herbey, und wir haben noch einen fernen Weg, den wir mit GOttes Huͤlffe mit dieſem Jahre hinzulegen reſolviret haben.","norm":"Meine lieben Herren Söhne es wird Zeit sein, dass wir Monsieur Ettnern nachfolgen, und uns auch auf die Reise fertig machen; der Herbst ruckt herbei, und wir haben noch einen fernen Weg, den wir mit Gottes Hilfe mit diesem Jahre hinzulegen resolvieret haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.965000152587891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5260,"date":1719,"orig":"Siegfried ſprach: Gnaͤdiger Herr Vater, deſſen Winck iſt unſer Wille, wie ſie befehlen, ſo gehorſamen wir, und ſind allezeit bereit ihr Verlangen zu erfuͤllen.","norm":"Siegfried sprach: Gnädiger Herr Vater, dessen Wink ist unser Wille, wie sie befehlen, so gehorsamen wir, und sind allezeit bereit ihr Verlangen zu erfüllen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460000038146973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5261,"date":1719,"orig":"Das XXII. Capitel.","norm":"Das XXII. Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.814199924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5262,"date":1719,"orig":"Eckarth ſtellet ſein Abreiſen feſte/ verdinget ſich mit einem Kutſcher ihn und die Seinigen biß Freyberg zu fahren/ meldet es der Garpiſchen Geſellſchafft an; Kronau beredet ſich mit ſeiner Gemahlin/ Eckarthen und die Seinigen nebenſt andern guten Freunden zu tractiren/ worzu alle Anſtalt gemacht wird.","norm":"Eckart stellet sein Abreisen feste / verdinget sich mit einem Kutscher ihn und die Seinigen bis Freyberg zu fahren / meldet es der Garpischen Gesellschaft an; Kronau beredet sich mit seiner Gemahlin / Eckarten und die Seinigen neben anderen guten Freunden zu traktieren / wozu alle Anstalt gemacht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.754199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5263,"date":1719,"orig":"Eckarth laͤſt den Auszug vom Koche holen und bezahlet ihn.","norm":"Eckart lässt den Auszug vom Koche holen und bezahlet ihn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.120999813079834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5264,"date":1719,"orig":"Kronau und ſeine Gemahlin invitiren Eckarthen und die Seinigen zu ihren Gaſt-Mahl/ bey welchen die Gaͤſte wohl bewirthet werden/ die ſich bedancken und wohl-vergnuͤgt nach Hauſe gehen.","norm":"Kronau und seine Gemahlin invitieren Eckarten und die Seinigen zu ihren Gastmahl / bei welchen die Gäste wohl bewirtet werden / die sich bedanken und wohl-vergnügt nach Hause gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6118998527526855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5265,"date":1719,"orig":"Kronau dinget einen Kutſcher/ umb mit denen Seinigen unſeren Reiſenden biß Schlackewerde das Geleite zu geben/ faͤhret voraus/ deme die Unſrigen folgen/ gelangen in Schlackewerde an/ woſelbſt ſie alles Merckwuͤrdige beſehen/ ſpeiſen mit einander zu Mittag/ nach welchen Eckarth von der Garpiſchen Geſellſchafft ſein Adieu nimmt.","norm":"Kronau dinget einen Kutscher / um mit denen Seinigen unseren Reisenden bis Schlackewerde das Geleite zu geben / fährt voraus / dem die Unsrigen folgen / gelangen in Schlackewerde an / woselbst sie alles merkwürdige besehen / speisen miteinander zu Mittag / nach welchen Eckart von der Garpischen Gesellschaft sein Adieu nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6280999183654785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5266,"date":1719,"orig":"Die Kronauin nimmt von Eckarthen gantz wehmuͤthigſt Abſchied/ und giebt ihm eine Correſpondenz-Uhr/ mit Beywuͤntſchung einer geſunden Ab-und vergnuͤglichen Zuruͤck-Reiſe.","norm":"Die Kronauin nimmt von Eckarten ganz wehmütigst Abschied / und gibt ihm eine Korrespondenzuhr / mit Beywüntschung einer gesunden Ab-und vergnüglichen Zurückreise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.69980001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5267,"date":1719,"orig":"Eckarths Gegen-Rede und Zuſage/ Kronauens Rede an Eckarthen und der Conteſſe von Salanin Abſchieds-Worte/ Eckarth und die Seinigen ſetzen ſich auf den Wagen/ nehmen ihr letzteres Vale, und fahren fort.","norm":"Ekarts Gegenrede und Zusage / Kronauens Rede an Eckarten und der Contessa von Solanin Abschiedsworte / Eckart und die Seinigen setzen sich auf den Wagen / nehmen ihr letzteres Vale, und fahren fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.765100002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5268,"date":1719,"orig":"Der Kronauin Nachruff? nach welchen ſie mit ihren Herrn und Conteſſe zuruͤcke ins Carls-Bad und nach vollbrachter Cur wieder nach Garpa fahren.","norm":"Der Kronauin Nachruf? nach welchen sie mit ihren Herrn und Contessa zurück ins Karlsbad und nach vollbrachter Kur wieder nach Garpa fahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.769899845123291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5269,"date":1719,"orig":"Eckarth nahm ſein erſteres Nacht-Quartier in Wieſenthal/ kommen nach St. Anneberg/ beſehen daſelbſt alles Merckwaͤrdige/ obſerviren die Wieſen-Baͤder/ und verbleiben die Nacht uͤber in Wolckenſtein/ fruͤh giengen ſie die Wolckenſteiniſche-Baͤder vorbey/ biß in das unter Auguſtburg gelegene Fiſch- Hauß/ ſpeiſen allda/ es wiꝛd ihnẽ alles Remarquables gewieſen/ nachdem fahren ſie nach Auguſtusburg/ und lieſſen ihnen das weitlaͤuffige Schloß mit ſeinen vielen Zimmeꝛn und die groſſe Linde zeigen/ von dar giengen ſie nach Oedern/ in welchen Staͤdtlein ſie uͤbernachteten; den Tag darauff gelangten ſie in Freyberg fruͤh-zeitig an/ und kehrten in ſchwartzen Roſſe ein.","norm":"Eckart nahm sein ersteres Nachtquartier in Wiesental / kommen nach St. Anneberg / besehen daselbst alles Merckwärdige / observieren die Wiesen-Bäder / und verbleiben die Nacht über in Wolkenstein / früh gingen sie die Wolckensteinische-Bäder vorbei / bis in das unter Augustburg gelegene Fisch-Haus / speisen allda / es wird ihnen alles Remarquables gewiesen / nachdem fahren sie nach Augustusburg / und ließen ihnen das weitläufige Schloss mit seinen vielen Zimmern und die große Linde zeigen / von dar gingen sie nach Ödern / in welchen Städtlein sie übernachteten; den Tag darauf gelangten sie in Freyberg früh-zeitig an / und kehrten in schwarzen Rosse ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.060200214385986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5270,"date":1719,"orig":"Ein Scharffrichter gibt einen Marckt-Vaganten ab/ des Wirths Vorbringen von ihm wird von Eckarthen verlacht/ und er in der Sache beſſer informirt.","norm":"Ein Scharfrichter gibt einen Markt-Vaganten ab / des Wirts Vorbringen von ihm wird von Eckarten verlacht / und er in der Sache besser informiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.781300067901611} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5271,"date":1719,"orig":"Unſere Reiſende beſuchen in Freyberg die Kirchen/ Chur-Fuͤrſtliche Begraͤbniſſe und Bergwercke.","norm":"Unsere Reisende besuchen in Freyberg die Kirchen / Kurfürstliche Begräbnisse und Bergwerke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5272,"date":1719,"orig":"Berg-Knappen ſtehen mit denen Welt-Kindern in einer Gleich-haltung.","norm":"Bergknappen stehen mit denen Weltkindern in einer Gleich-Haltung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.790500164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5273,"date":1719,"orig":"Unterricht von einen der Bergwercke befahren will.","norm":"Unterricht von einen der Bergwerke befahren will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.253099918365478} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5274,"date":1719,"orig":"Meß-Kunſt in der Erden.","norm":"Messkunst in der Erden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.523600101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5275,"date":1719,"orig":"Einen Quackſalber wiederfaͤhret ein artiger Poſſen.","norm":"Einen Quacksalber widerfährt ein artiger Possen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450300216674805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5276,"date":1719,"orig":"Wegen anfallenden Durchbruch muͤſſen unſere Reiſende ihr Vorhaben biß zu ſeiner Reconvaleſcens auffſchieben.","norm":"Wegen anfallenden Durchbruch müssen unsere Reisende ihr Vorhaben bis zu seiner Reconvalescens aufschieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.767600059509277} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5277,"date":1719,"orig":"WOhlan denn, ſagte Eckarth:","norm":"Wohlan denn, sagte Eckart:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.8165998458862305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5278,"date":1719,"orig":"So ſey es in JESUS Nahmen beſchloſſen, in deſſen Begleitung kuͤnfftigen Montag, wann es ſein gnaͤdiger Wille iſt, unſere vorhabende Reiſe, ohn einiges Auffhalten zu proſequiren.","norm":"So sei es in JESUS Namen beschlossen, in dessen Begleitung künftigen Montag, wann es sein gnädiger Wille ist, unsere vorhabende Reise, ohne einiges aufhalten zu prosequiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.420899868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5279,"date":1719,"orig":"Unter der Zeit wollen wir uns um eine gute und bequeme Gelegenheit umbthun.","norm":"Unter der Zeit wollen wir uns um eine gute und bequeme Gelegenheit umtun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5280,"date":1719,"orig":"Den folgenden Tag, nach verꝛichteten Morgen- Gebeth, giengen Eckarth, Siegfried und Gotthart in das Dorff Fiſchern, und lieſſen ihnen einen getreuen Mann mit guter Verſehung Wagen und Pferde zuweiſen, mit dem Eckarth umb ſie biß Freyberg zu fuͤhren ein Gedinge machte, ihm Geld auf die Hand gab, mit dem Verlaß, Sonntags zuvor ſich ſehen zu laſſen.","norm":"Den folgenden Tag, nach verrichteten Morgen-Gebet, gingen Eckart, Siegfried und Gotthart in das Dorf Fischern, und ließen ihnen einen getreuen Mann mit guter Versehung Wagen und Pferde zuweisen, mit dem Eckart um sie bis Freyberg zu führen ein Gedinge machte, ihm Geld auf die Hand gab, mit dem Verlass, sonntags zuvor sich sehen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.568299770355225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5281,"date":1719,"orig":"Unter waͤhrender Zeit aber alles wohl zu rechte zu machen, wornach ſie Montags geliebts GOTT fruͤh auffpacken und zeitlich fahren koͤnten, ſo ihm auch der Bauer zu thun vertroͤſtete.","norm":"Unter währender Zeit aber alles wohl zu rechte zu machen, wonach sie montags geliebtes GOTT früh aufpacken und zeitlich fahren könnten, so ihm auch der Bauer zu tun vertröstete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.190400123596191} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5282,"date":1719,"orig":"Damit retournirten die Unſrigen, da denn Eckarth beym Mittags-Eſſen der Garpiſchen Geſellſchafft ſeine feſt-geſetzte Reſolution, ſeine Reiſe zu bewerckſtellen, meldete, die daruͤber ſehr beſtuͤrtzt und traurig wurde, und vergnuͤgt in ihr Zimmer gienge, da Kronau gegen ſeine Gemahlin ſprach: Mein Engel, der General Eckarth, hat uns groſſe ungemeine Zuneigung erwieſen, uns koſtbahr beſchenckt, auch anfaͤnglich allhier uns herrlich tractiret; Jch verſpuͤrte auch, aus ſeinen Reden als er mit dem Koche der Bewirthung halber dunge, daß wir mit Nullen bezahlen ſolten, in Regard dieſer unvergoltenen Wohlthaten bin ich geſonnen, Sonntags ſo Gott will, nach dem Gottesdienſte ihn und die Seinigen mit noch einigen Herren dieſes Orts und guten Freunden auffs beſt-moͤglichſte zu tractiren, worzu wir in allen die paar Tage uͤber gute Anſtalt und Vorſorge thun muͤſſen.","norm":"Damit retournierten die Unsrigen, da denn Eckart beim Mittagessen der Garpischen Gesellschaft seine festgesetzte Resolution, seine Reise zu bewerckstellen, meldete, die darüber sehr bestürzt und traurig wurde, und vergnügt in ihr Zimmer ginge, da Kronau gegen seine Gemahlin sprach: Mein Engel, der General Eckart, hat uns große ungemeine Zuneigung erwiesen, uns kostbar beschenkt, auch anfänglich allhier uns herrlich traktiert; Ich verspürte auch, aus seinen Reden als er mit dem Koche der Bewirtung halber Dunge, dass wir mit Nullen bezahlen sollten, in Regard dieser unvergoltenen Wohltaten bin ich gesonnen, sonntags so Gott will, nach dem Gottesdienste ihn und die Seinigen mit noch einigen Herren dieses Orts und guten Freunden aufs bestmöglichste zu traktieren, wozu wir in allen die paar Tage über gute Anstalt und Vorsorge tun müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321400165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5283,"date":1719,"orig":"Die Frau Kronauin verſetzte, ich bin meines lieben Maͤnngens Reſolution gleich-foͤꝛmig, damit ließ er den Koch holen, und fragte ihn?","norm":"Die Frau Kronauin versetzte, ich bin meines lieben Männgens Resolution gleichförmig, damit ließ er den Koch holen, und fragte ihn?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5015997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5284,"date":1719,"orig":"ob er ihm auf geſetzte Zeit alles was zu einen ſolchen Gaſt-Geboth erfordert wuͤrde, anzuſchaffen und zuzurichten getraute, als es der Koch bejahete, ließ er ihn ein Speiſe-Zettel auffſetzen, und gab ihm die Helffte der Bedingung voraus, die Frau Kronauin bemuͤhete ſich die Confituren und Frucht-Schaalen anzuſchaffen.","norm":"ob er ihm auf gesetzte Zeit alles was zu einen solchen Gastgebot erfordert würde, anzuschaffen und zuzurichten getraute, als es der Koch bejahte, ließ er ihn ein Speise-Zettel aufsetzen, und gab ihm die Hälfte der Bedingung voraus, die Frau Kronauin bemühte sich die Konfitüren und Frucht-Schalen anzuschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.828199863433838} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5285,"date":1719,"orig":"Eckarth kunte aus dem vielen Schaffereyen was Kronau im Sinne hatte, faſt errathen, doch ließ er ſich nichts mercken, verboth auch Andreas Kronauens Bediente, was ſie vorhaͤtten, nicht zu fragen, den Freytag Nachmittag bath Eckarth Siegfrieden zum Koche zu gehen, und verlangen ihme den veraccodirten Bewirthungs-Auszug, durch den an ihn abgeſchickten Diener Morgen zu uͤberſenden, ſo auch geſchach, worauff Eckarth das Geld zu ſich nahm, mit Siegfrieden zum Koch giengen, ihn bezahlten, und den Auszug unterſchreiben ließ, da deñ der Koch vor gute Bezahlung ſich gantz gehorſamſt bedanckte.","norm":"Eckart konnte aus dem vielen Schaffereien was Kronau im Sinne hatte, fast erraten, doch ließ er sich nichts merken, verbot auch Andreas Kronauens bediente, was sie vorhätten, nicht zu fragen, den Freitagnachmittag bat Eckart Siegfrieden zum Koche zu gehen, und verlangen ihm den veraccodirten Bewirtungs-Auszug, durch den an ihn abgeschickten Diener Morgen zu übersenden, so auch geschah, worauf Eckart das Geld zu sich nahm, mit Siegfrieden zum Koch gingen, ihn bezahlten, und den Auszug unterschreiben ließ, da denn der Koch vor gute Bezahlung sich ganz gehorsamst bedankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.389900207519531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5286,"date":1719,"orig":"Sonnabends nach dem Abend-Eſſen in vitirte Kronau mit ſeiner Gemahlin Eckarthen, Siegfried und Gottharten auff Morgenden Tag, geliebts GOTT, ſeine lieben Gaͤſte zu ſeyn, und mit einer zuſammen gerafften Mahlzeit hoch-geneigt vorlieb zu nehmen.","norm":"Sonnabends nach dem Abend-Essen in vidierte Kronau mit seiner Gemahlin Eckarten, Siegfried und Gottharten auf Morgenden Tag, geliebtes GOTT, seine lieben Gäste zu sein, und mit einer zusammen gerafften Mahlzeit hochgeneigt vorliebzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.679500102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5287,"date":1719,"orig":"Eckarth laͤchelte und ſprach, nein!","norm":"Eckart lächelte und sprach, nein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.49560022354126} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5288,"date":1719,"orig":"was vor Ungelegenheit machen ſie ihnen, ich ſage mit meinen lieben Soͤhnen vor gnaͤdige Einladung verbundneſten Danck, und weiln ſie ſo ſchaffen, werden wir gehorſame Folge leiſten.","norm":"was vor Ungelegenheit machen sie ihnen, ich sage mit meinen lieben Söhnen vor gnädige Einladung verbundensten Dank, und weil sie so schaffen, werden wir gehorsame Folge leisten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.845900058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5289,"date":1719,"orig":"Kronau hatte den Ertz-Prieſter, die zwey Herren Buͤrgemeiſter, den Medicum und andere gute Freunde mit eingeladen, die er allerſeits vortreflich tractirte, daß ſie insgeſam̃t nach Danckſagung vor erzeigte Gnade recht vergnuͤgt nach Hauſe giengen.","norm":"Kronau hatte den Erzpriester, die zwei Herren Bürgemeister, den Medicum und andere gute Freunde mit eingeladen, die er allerseits vortrefflich traktierte, dass sie insgesamt nach Danksagung vor erzeigte Gnade recht vergnügt nach Hause gingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217000007629394} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5290,"date":1719,"orig":"Kronau miethete eine Gelegenheit mit ſeiner Gemahlin und Fraͤulein von Salanin Eckarthen und die Seinigen biß Schlackawerde zu begleiten.","norm":"Kronau mietete eine Gelegenheit mit seiner Gemahlin und Fräulein von Solanin Eckarten und die Seinigen bis Schlackade zu begleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.346099853515625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5291,"date":1719,"orig":"Montags mit Anbruch des Tages ſchickte Kronau zum Koche und ließ ihn fragen, was die bedungene Conto der Tractirung halber die Zeit uͤber ausmachte?","norm":"Montags mit Anbruch des Tages schickte Kronau zum Koche und ließ ihn fragen, was die bedungene Conto der Traktierung halber die Zeit über ausmachte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.781400203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5292,"date":1719,"orig":"da bekam er zur Antwort, der andere Herr haͤtte alles ſchon richtig contentiret, daß weiter zu zahlen nichts mehr reſtirte.","norm":"da bekam er zur Antwort, der andere Herr hätte alles schon richtig kontentieret, dass weiterzuzahlen nichts mehr restierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.197700023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5293,"date":1719,"orig":"Eckarth, der bereits alles zum Einpacken fertig machen ließ, und ſich zur Abreiſe præparirte; als er ſahe, daß Hauptmann Kronau mit ſeiner Gemahlin und der Conteſſe von Salanin ſeinem Zim̃er zu kamen, gieng er ihnen ſo fort entgegen, wuͤntſchte ihnen einen froͤlichen Morgen, mit Bitte, gnaͤdig zu avanciren, ſich nochmahlen vor geſtrige koſtbahre Bewirthung bedanckende: worauff die Frau Kronauin replicirte: Wie mag unſer Patron uns ſo gar unempfindlich machen, alle uns erzeigte unverdiente Wohlthaten noch mit einer ſo theuren Defragirung zu vermehren.","norm":"Eckart, der bereits alles zum Einpacken fertig machen ließ, und sich zur Abreise präparierte; als er sah, dass Hauptmann Kronau mit seiner Gemahlin und der Contessa von Solanin seinem Zimmer zu kamen, ging er ihnen so fort entgegen, wünschte ihnen einen fröhlichen Morgen, mit Bitte, gnädig zu avancieren, sich nochmals vor gestrige kostbare Bewirtung bedankende: worauf die Frau Kronauin replizierte: Wie mag unser Patron uns so gar unempfindlich machen, alle uns erzeigte unverdiente Wohltaten noch mit einer so teuren Defragirung zu vermehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.125500202178955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5294,"date":1719,"orig":"Wir muͤſſen gantz ſtumm ſeyn, umb nicht Danck zu ſagen, indem unſere Zungen viel zu ſchwach ſind, ſolches zur Gnuͤge auszuſprechen.","norm":"Wir müssen ganz stumm sein, um nicht Dank zu sagen, indem unsere Zungen viel zu schwach sind, solches zur Genüge auszusprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.064099788665771} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5295,"date":1719,"orig":"Unſere zu allen deren Dienſten laͤngſt gewidmetes Gemuͤth und Sinne, werden in im̃er-waͤhrenden Andencken die Centner-gemachte Schuld, nach und nach mit Quinteln unſern groſſen Wohlthaͤteꝛn, meines Lebens Errettern, Danck-willigſt abzulegen, eyfrigſt bemuͤhet ſeyn.","norm":"Unsere zu allen deren Diensten längst gewidmetes Gemüt und Sinne, werden in immerwährenden Andenken die Centner-gemachte Schuld, nach und nach mit Quintelen unseren großen Wohltätern, meines Lebens Errettern, Dank-willigst abzulegen, eifrigst bemühet sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814000129699707} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5296,"date":1719,"orig":"Eckarth verſetzte:","norm":"Eckart versetzte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.556700229644775} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5297,"date":1719,"orig":"Meine Wertheſte, nehmet mit der wenigen Schuldigkeit von Euren Diener vor gut, biß ich ein mehrers zu Eueren beſten auszuuͤben vermoͤgend ſeyn werde.","norm":"Meine Werteste, nehmet mit der wenigen Schuldigkeit von Euren Diener vor gut, bis ich ein mehreres zu Eueren besten auszuüben vermögend sein werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.219799995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5298,"date":1719,"orig":"Die Conteſſe von Salanin ſprach: Monſieur Eckarth, ſie werden uns doch erlauben ſie und die Jhrigen biß Schlackewerde zu begleiten, worauff die Garpiſche Geſellſchafft umb Eckarthen nicht zu ſtoͤhren in ihr Zimmer ſich begabe und zur Abfahrt ankleidete.","norm":"Die Contessa von Solanin sprach: Monsieur Eckart, sie werden uns doch erlauben sie und die Ihrigen bis Schlackewerde zu begleiten, worauf die Garpische Gesellschaft um Eckarten nicht zu stören in ihr Zimmer sich begabe und zur Abfahrt ankleidete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.015500068664551} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5299,"date":1719,"orig":"Eckarth ließ die Wirthin vor eingehabte Zimmer durch Siegfrieden contentiren, und dem Geſinde ein Trinck-Geld geben.","norm":"Eckart ließ die Wirtin vor eingehabte Zimmer durch Siegfrieden kontentieren, und dem Gesinde ein Trinkgeld geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.968299865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5300,"date":1719,"orig":"Nachdem alles auffgepackt war, wolte Eckarthen Kronau und denen andern vor ſeiner Abreiſe noch eine Complimente machen, ſie waren aber ſchon abgangen, ſich auf die Chaiſe geſetzt, und zu Erſparung der vielen Ehren-Noͤthigungen, vorausgefahren, weßhalben Eckarth, Siegfried und Gotthart auch ihren Wagen zu giengen, ſich auffſatzten und der Garpiſchen Compagnie nachfolgten.","norm":"Nachdem alles aufgepackt war, wollte Eckarten Kronau und denen anderen vor seiner Abreise noch eine Komplimente machen, sie waren aber schon abgegangen, sich auf die Chaise gesetzt, und zu Ersparung der vielen Ehren-Nötigungen, vorausgefahren, weshalb Eckart, Siegfried und Gotthart auch ihren Wagen zu gingen, sich auffsatzten und der Garpischen Compagnie nachfolgten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.248199939727783} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5301,"date":1719,"orig":"Gegen neun Uhr Vormittags gelangten ſie insgeſammt in Schlackewerde an, woſelbſt ſie den beruͤhmten Fuͤrſtlichen Garten und in ſelbigen die Waſſer-Kuͤnſte, Vogel-Haͤuſer, die koſtbaren Schildereyen, nebenſt andern Raritäten, das wohl-auffgebaute Schloß und das Laboratorium beſahen, nach dieſen ſpeißten ſie im Gaſt-Hofe noch zu guter letzte zuſam̃en, da ſie ſich biß zwey Uhr Nachmittag mit allerhand Unterredungen divertirten.","norm":"Gegen neun Uhr Vormittags gelangten sie insgesamt in Schlackewerde an, woselbst sie den berühmten fürstlichen Garten und in selbigen die Wasserkünste, Vogelhäuser, die kostbaren Schildereien, neben anderen Raritäten, das wohl-aufgebaute Schloss und das Laboratorium besahen, nach diesen speisten sie im Gasthof noch zu guter letzte zusammen, da sie sich bis zwei Uhr Nachmittag mit allerhand Unterredungen divertierten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9430999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5302,"date":1719,"orig":"Als nun Eckarth von deꝛ Garpiſchen Geſellſchafft nochmahln Abſchied nahm und fort eilete, fieng die Kronauin an: Wertheſter Herr Eckarth, einiger Erloͤſer meines bereit-verlohrnen Lebens, (indem fielen ihr etliche Zaͤhren aus denen Augen,) weil der Himmel uns in dieſer Zeit laͤnger beyſam̃en zu ſeyn nicht erlauben wil: ich mich, obgleich ſchwer darein (in Betrachtung, daß doch unſer gantzes Leben eine Wallfahrt und unbeſtaͤndige Geſellſchafft iſt, die, wann ſie am allervergnuͤglichſten iſt, den Auffbruch und Abſchied anmeldet,) ergebe, ſo (indem verhielten ihr die Thraͤnen das Wort, erholte ſich aber als eine genereuſe Dame bald,) habe ich noch im Nahmen meiner geliebteſten Eltern, an ſie Hochgeſchaͤtzter Herr Eckarth eine einige Bitte, dieſelben gelieben dieſe Correſpondenz-Uhr als ein Andencken einer unvergnuͤgten Zufriedenheit von meiner geringen Hand anzunehmen, nicht zu verſchmaͤhen.","norm":"Als nun Eckart von der Garpischen Gesellschaft nochmals Abschied nahm und fort eilte, fing die Kronauin an: Wertester Herr Eckart, einiger Erlöser meines bereit-verlohrnen Lebens, (indem fielen ihr etliche Zähren aus denen Augen,) weil der Himmel uns in dieser Zeit länger beisammen zu sein nicht erlauben will: ich mich, obgleich schwer darein (in Betrachtung, dass doch unser ganzes Leben eine Wallfahrt und unbeständige Gesellschaft ist, die, wann sie am vergnüglichsten ist, den Aufbruch und Abschied anmeldet,) ergebe, so (indem verhielten ihr die Tränen das Wort, erholte sich aber als eine genereuse Dame bald,) habe ich noch im Namen meiner geliebtesten Eltern, an sie hochgeschätzter Herr Eckart eine einige Bitte, dieselben Geliebe diese Korrespondenzuhr als ein Andenken einer unvergnügten Zufriedenheit von meiner geringen Hand anzunehmen, nicht zu verschmähen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.430699825286865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5303,"date":1719,"orig":"Dieſe Uhr wird uns in der Unſrigen zuruͤck-behaltenen durch deſſen Anfuͤhrung, unſers Gutthaͤters Wohl und Weh, auch in der weiteſten Entfernung, und unſer Wohl- und Ubelſtand ihm Hoch-Wertheſter jederzeit vorſtellen.","norm":"Diese Uhr wird uns in der Unsrigen zurück-behaltenen durch dessen Anführung, unseres Guttäters Wohl und Weh, auch in der weitesten Entfernung, und unser Wohl- und Übelstand ihm Hoch-wertester jederzeit vorstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.682400226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5304,"date":1719,"orig":"Reiſet demnach gluͤcklich, theurer Eckarth, der Hoͤchſte ſey ihr Begleiter, und ihr Schutz-Engel, beſchuͤtze ſie und die Jhrigen auff allen ihren Wegen, und laſſe uns ehiſten, die voͤllig geſunde Zuruͤckkunfft nach Paliro in Garpa und Carnia hoͤren.","norm":"Reiset demnach glücklich, teurer Eckart, der Höchste sei ihr Begleiter, und ihr Schutzengel, beschütze sie und die Ihrigen auf allen ihren Wegen, und lasse uns ehesten, die völlig gesunde Zurückkunft nach Paliro in Garpa und Carnia hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.849899768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5305,"date":1719,"orig":"Eckarth nahm die Uhr mit Kuͤſſung der Haͤnde von ihr, ſagende: Tapffermuͤthige Frau, Ehre und Dancks genung vor ſchlechte Dienſte.","norm":"Eckart nahm die Uhr mit Küssung der Hände von ihr, sagende: Tapffermüthige Frau, Ehre und Danks genug vor schlechte Dienste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.799799919128418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5306,"date":1719,"orig":"Die Gnade des Hoͤchſten uͤberſchatte ſie Madame mit deren Hoch-geliebteſten Herrn Gemahl, vor deſſen ſonderbahre Hoͤfligkeit und Gunſt ich ſchuldigen Danck erſtatte, und Dero hoch-geachteſte Hertz geliebteſte Eltern mit tauſendfachen Seegen.","norm":"Die Gnade des Höchsten überschatte sie Madame mit deren Hoch-geliebtesten Herrn Gemahl, vor dessen sonderbare Höflichkeit und Gunst ich schuldigen Dank erstatte, und deren hoch-geachteste Herz geliebteste Eltern mit tausendfachen Segen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433800220489502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5307,"date":1719,"orig":"So bald die Guͤtigkeit des Drey-Einigen GOttes mich mit meinen zwey Liebes- Soͤhnen geſund nach Paliro zuruͤck bringet, verſpreche ich ohnverzuͤglich anders ich mich erkuͤhnen darff, und deren Herr Gemahl erlaubet, an meine hoch-geſchaͤtzte Frau zu ſchreiben.","norm":"Sobald die Gütigkeit des Drey-Einigen Gottes mich mit meinen zwei Liebes-Söhnen gesund nach Paliro zurückbringt, verspreche ich unverzüglich anders ich mich erkühnen darf, und deren Herr Gemahl erlaubet, an meine hochgeschätzte Frau zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404900074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5308,"date":1719,"orig":"Kronau laͤchelte, und ſprach:","norm":"Kronau lächelte, und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134300231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5309,"date":1719,"orig":"Hoch-geneigter Patron, wie ſolte deꝛjenige einige Jaluſie auf den, der eine Urſache aller meiner Wohlfahrt nach GOtt iſt, werffen, machte hierauff einen tieffen Reverenz und nahm wehmuͤthigſt Abſchied, die Conteſſe von Salanin aber kunte vor Weinen nichts mehr vorbringen: als lebet wohl theurer Eckarth, und vergeſſet meines lieben Herrn Vater und meiner lieben Frau Mutter nicht.","norm":"Hochgeneigter Patron, wie sollte derjenige einige Jalusie auf den, der eine Ursache aller meiner Wohlfahrt nach Gott ist, werfen, machte hierauf einen tiefen Reverenz und nahm wehmütigst Abschied, die Contessa von Solanin aber konnte vor Weinen nichts mehr vorbringen: als lebet wohl teurer Eckart, und vergesset meines lieben Herrn Vater und meiner lieben Frau Mutter nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302800178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5310,"date":1719,"orig":"Eckarth, ſo genereus als er war, vermochte doch bey dieſem wehmuͤthigen Abſchied nicht zu verwehren, daß ihm die Augen nicht voll Waſſers ſtunden, ſagte:","norm":"Eckart, so genereus als er war, vermochte doch bei diesem wehmütigen Abschied nicht zu verwehren, dass ihm die Augen nicht voll Wassers standen, sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.622499942779541} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5311,"date":1719,"orig":"Was hilffts? der Abſchied muß ſchon ſeyn, meine Herren Soͤhne machet fort und ſitzet auf; welches ſie auch nach tieff-gemachten Reverenz an die Garpiſche Geſellſchaft bald thaten:","norm":"Was hilft es? der Abschied muss schon sein, meine Herren Söhne macht fort und sitzet auf; welches sie auch nach tief-gemachten Reverenz an die Garpische Gesellschaft bald taten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.947000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5312,"date":1719,"orig":"Darauff umbhalßte Kronau Eckarthen noch einmahl, der, nachdem er ſich der Hohen Compagnie gehorſamſt entpfohlen und einen unterthaͤnigen Entpfehl an die hoch-geſchaͤtzten Hinterlaſſenen gnaͤdig mit zu nehmen gebeten hatte, ſich auch auffſatzte, und fuhren mit zuruͤck-ruffenden Adieu ihren Weg.","norm":"Darauf umhalste Kronau Eckarten noch einmal, der, nachdem er sich der Hohen Compagnie gehorsamst empfohlen und einen untertänigen Entpfehl an die hochgeschätzten Hinterlassenen gnädig mitzunehmen gebeten hatte, sich auch auffsatzte, und fuhren mit zurückrufenden Adieu ihren Weg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.616600036621094} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5313,"date":1719,"orig":"Die Frau Kronauin rieff Eckarthen nach; Lebe zu tauſenden mahlen wohl mein Erretter, mein Eckarth, mein Erloͤſer, der Himmel ergoͤtze dich biß ins Hoͤchſte Alter mit Millionen Vergnuͤgen.","norm":"Die Frau Kronauin rief Eckarten nach; Lebe zu tausenden malen wohl mein Erretter, mein Eckart, mein Erlöser, der Himmel ergötze dich bis ins höchste Alter mit Millionen Vergnügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.827099800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5314,"date":1719,"orig":"So bald Eckarth fort war, machten ſich Kronau mit ſeiner Gemahlin nebenſt der Conteſſe von Salanin wieder zuruͤck in das Carls- Bad, und nachdem ſie die Cur geendiget hatten, fuhren ſie wieder nach Garpa.","norm":"So bald Eckart fort war, machten sich Kronau mit seiner Gemahlin neben der Contessa von Solanin wieder zurück in das Carls-Bad, und nachdem sie die Kur geendigt hatten, fuhren sie wieder nach Garpa.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.152200222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5315,"date":1719,"orig":"Eckarth fuhr mit denen Seinigen den Tag biß Wieſenthal, woſelbſt ſie uͤbernachteten, den andern Tag darauff gelangten ſie umb 8. Uhr in St. Anneberg an, und dieweil unterſchieden Merckwuͤrdiges daſelbſt zu ſehen war, verweilten ſie ſich mit Umbhergehen biß zur Mittags-Mahlzeit, ſie giengen in die Pfarr-Kirche, beſahen die in Stein ausgehauene Hiſtorien, Altes und Neuen Teſtaments, in der Sacriſtey des Tetzels Ablaß-Kaſten, der ein Kunſt-Stuͤck war, und ein ſolch verwickelt Schloß, ſo biß 24. mahl einſchlieſſet, hat, das nur mit einen Schluͤſſel aufgemacht wird, ohne welchen es unmoͤglich kan eroͤffnet werden.","norm":"Eckart fuhr mit denen Seinigen den Tag bis Wiesental, woselbst sie übernachteten, den anderen Tag darauf gelangten sie um 8. Uhr in St. Anneberg an, und dieweil unterschieden merkwürdiges daselbst zu sehen war, verweilten sie sich mit Umbhergehen bis zur Mittagsmahlzeit, sie gingen in die Pfarrkirche, besahen die in Stein ausgehauene Historien, Altes und Neuen Testaments, in der Sakristei des Tetzels Ablaß-Kasten, der ein Kunststück war, und ein solch verwickelt Schloss, so bis 24. Mal einschließet, hat, das nur mit einen Schlüssel aufgemacht wird, ohne welchen es unmöglich kann eröffnet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.597700119018555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5316,"date":1719,"orig":"Hernach giengen ſie auſſerhalb der Stadt und nahmen die Schmeltz- Huͤtten und die Fabrique der blauen Farbe in Augenſchein.","norm":"Hernach gingen sie außerhalb der Stadt und nahmen die Schmeltz-Hütten und die Fabrik der blauen Farbe in Augenschein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.764500141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5317,"date":1719,"orig":"Nachmittag fuhren ſie biß Wolckenſtein, allda ſie Unterwegens die Wieſen- Baͤder und deren Urſprung ihnen weiſen lieſſen.","norm":"Nachmittag fuhren sie bis Wolkenstein, allda sie Unterwegs die Wiesen-Bäder und deren Ursprung ihnen weisen ließen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.596399784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5318,"date":1719,"orig":"Dieweil aber die Baͤder durch das Feuer vor dem Gebrauch muſten warm gemacht werden, hielten ſie ſich nicht lange dabey auff, ſondern ſetzten ihre Reiſe fort biß Wolckenſtein, woſelbſt ſie die Nacht uͤber verblieben.","norm":"Dieweil aber die Bäder durch das Feuer vor dem Gebrauch mussten warm gemacht werden, hielten sie sich nicht lange dabei auf, sondern setzten ihre Reise fort bis Wolkenstein, woselbst sie die Nacht über verblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.346799850463867} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5319,"date":1719,"orig":"Den Morgen darauff fuhren ſie weiter, und weiln ſie gar fruͤh an die unter den jaͤhen Berg liegende Baͤder kamen, obſervirten ſie nichts, ſondern eilten, daß ſie eine Stunde Vormittags noch vor Auguſtusburg in das Chur-Fuͤrſtliche Saͤchſiſche Fiſch-Hauß kamen; der Fiſch-Meiſter bereitete ihnẽ eine kleine Mahlzeit, zeigte ihnen beyneben das ſchoͤne Fiſch Hauß, wie auch die Refraichir entree, und Gold-Farbenen Fiſche.","norm":"Den Morgen darauf fuhren sie weiter, und weil sie gar früh an die unter den jähen Berg liegende Bäder kamen, observierten sie nichts, sondern eilten, dass sie eine Stunde Vormittags noch vor Augustusburg in das Kurfürstliche sächsische Fisch-Haus kamen; der Fisch-Meister bereitete ihnen eine kleine Mahlzeit, zeigte ihnen beineben das schöne Fisch Haus, wie auch die Refraichir Entree, und Goldfarbenen Fische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6072998046875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5320,"date":1719,"orig":"Nach dieſen muſte ſie der Kutſcher nach Auguſtusburg, welche eine viertel Meil-weges vom Fiſch-Hauſe war, fuͤhren.","norm":"Nach diesen musste sie der Kutscher nach Augustusburg, welche eine viertel Meilweges vom Fisch-Hause war, führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.804699897766113} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5321,"date":1719,"orig":"Daſelbſt beſahen ſie das groſſe Schloß beſtehend in vier Haͤuſern, in welchen waren 74. Stuben, 103. Kammern, 5. groſſe und 7. kleine Vor-Saaͤle, ingleichen die ſchoͤne groſſe Linde, die mit einem eichenen Roſte unterbauet und von 70. Steinernen und 10. Hoͤltzernen Pfeilern unterſtuͤtzet war.","norm":"Daselbst besahen sie das große Schloss bestehend in vier Häusern, in welchen waren 74. Stuben, 103. Kammern, 5. große und 7. kleine Vor-Saäle, ingleichen die schöne große Linde, die mit einem eichenen Roste unterbauet und von 70. Steinernen und 10. hölzernen Pfeilern unterstützet war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7515997886657715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5322,"date":1719,"orig":"Von dar reiſeten ſie vollend biß Oedern, allda ſie ihr Nacht-Lager auffſchlugen, des dritten Tages umb 9. Uhr Vormittags kamen ſie in Freyberg an, und kehrten daſelbſt in ſchwartzen Roß ein, wurden auch von dem Wirth als einen hoͤflichen und hurtigen Manne wohl accommodirt.","norm":"Von dar reisten sie vollende bis Ödern, allda sie ihr Nachtlager aufschlugen, des dritten Tages um 9. Uhr Vormittags kamen sie in Freyberg an, und kehrten daselbst in schwarzen Ross ein, wurden auch von dem Wirt als einen höflichen und hurtigen Manne wohl akkommodiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8003997802734375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5323,"date":1719,"orig":"Es war zu der Zeit in Freyberg gleich Jahrmarckt, da hatte ſich unter andeꝛn Maꝛckt- Vaganten auch ein Scharffrichteꝛ eingefunden, welcher ausſtunde: und damit jedermann was ſeine Profesſion waͤre, erſehen kunte, haͤngte er mitten auff den Theatro an die Linie ſein Richt- Schwerdt.","norm":"Es war zu der Zeit in Freyberg gleich Jahrmarkt, da hatte sich unter andern Marckt-Vaganten auch ein Scharfrichter eingefunden, welcher ausstünde: und damit jedermann was seine Profession wäre, ersehen konnte, hängte er mitten auf den Theatro an die Linie sein Richt-Schwert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183300018310547} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5324,"date":1719,"orig":"Dieſer hatte eine gute Salbe in Reiſſen derer Glieder und Juncturen, in Wunden und alten Schaͤden zu gebrauchen, zu verkauffen; er gab vor, er haͤtte ſich ausgerichtet, und dieweil er denen Krancken in vielerley Zufaͤllen beyraͤthig ſeyn koͤnte, haͤtte er die Muͤhe auff ſich nehmen, und ihnen zu Liebe auch hieher kommen, und ſeine Sachen und Wiſſenſchafften in ihren Gebrechen umb einen billigen Preiß mitth eilen wollen.","norm":"Dieser hatte eine gute Salbe in Reißen derer Glieder und Junkturen, in Wunden und alten Schäden zu gebrauchen, zu verkaufen; er gab vor, er hätte sich ausgerichtet, und dieweil er denen Kranken in vielerlei Zufällen beirätig sein könnte, hätte er die Mühe auf sich nehmen, und ihnen zuliebe auch hierherkommen, und seine Sachen und Wissenschaften in ihren Gebrechen um einen billigen Preis mit eilen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.130599975585937} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5325,"date":1719,"orig":"Wie der Wirth nach Hauſe kam, brachte er ein Buͤchlein von der Salbe mit, und erzehlte denen Unſrigen des Quackſalbers Vorbringen; da denn Eckarth ſonderlich lachen muſte, als der Wirth mit einer Verwunderungs-Mine ihnen referirte, wie daß dieſer Nachrichter ſich ſchon ausgerichtet haͤtte, und wann er wolte, deswegen koͤnte ein Doctor werden.","norm":"Wie der Wirt nach Hause kam, brachte er ein Büchlein von der Salbe mit, und erzählte denen Unsrigen des Quacksalbers Vorbringen; da denn Eckart sonderlich lachen musste, als der Wirt mit einer Verwunderungs-Mine ihnen referierte, wie dass dieser Nachrichter sich schon ausgerichtet hätte, und wann er wollte, deswegen könnte ein Doktor werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.243899822235107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5326,"date":1719,"orig":"Mein lieber Herr Wirth, verſetzte Eckarth, er iſt gar einer unrechten Meynung:","norm":"Mein lieber Herr Wirt, versetzte Eckart, er ist gar einer unrechten Meinung:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399199962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5327,"date":1719,"orig":"Man haͤlt bey denen gemeinen Leuthen davor, wann ein Scharff oder Nachrichter (Freymann) 300. Malefiz-Perſonen juſtificirt oder gerichtet hat, ſo iſt er mit ſeiner Zahl fertig, und koͤnne hernach den Doctor-Grad erlangen.","norm":"Man hält bei denen gemeinen Leuten davor, wann ein scharf oder Nachrichter (Freimann) 300. Malefizpersonen justifiziert oder gerichtet hat, so ist er mit seiner Zahl fertig, und könne hernach den Doktorgrad erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.056399822235107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5328,"date":1719,"orig":"Was das erſtere betrifft, weiß ich wohl nicht, woher das Privilegium kommen ſey.","norm":"Was das erstere betrifft, weiß ich wohl nicht, woher das Privilegium kommen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.707699775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5329,"date":1719,"orig":"Und wann dem gleich alſo waͤre, ſo kan ich nicht begreiffen, was 300. arme Suͤnder zu executiren, Koͤpffe abzuhauen, raͤdern, hencken ꝛc. vor eine gruͤndliche Wiſſenſchafft in der Medicin einem Nachrichter gebe, daß er dadurch denen Menſchen in Kranckheiten beyraͤthig ſeyn koͤnne, in der Chirurgie moͤchte er, wann er fleißig in Vieh- Durchſuchen iſt, mit Bey-leſung guter Buͤcher waͤre, noch was nuͤtzliches ausrichten, ſonſt koͤnte ein unmenſchlicher Tartar oder Scythe durch gleiche Action mehrere Erfahrung als er erlangen.","norm":"Und wann dem gleich also wäre, so kann ich nicht begreifen, was 300. arme Sünder zu exekutieren, Köpfe abzuhauen, rädern, henken etc. vor eine gründliche Wissenschaft in der Medizin einem Nachrichter gebe, dass er dadurch denen Menschen in Krankheiten beirätig sein könne, in der Chirurgie möchte er, wann er fleißig in Vieh-Durchsuchen ist, mit Bey-lesung guter Bücher wäre, noch was Nützliches ausrichten, sonst könnte ein unmenschlicher Tartar oder Skythe durch gleiche Aktion mehrere Erfahrung als er erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627799987792969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5330,"date":1719,"orig":"Daß aber nach verrichteter Hinrichtung 300. Perſonen er in Doctorem zu promoviren tuͤchtig ſey!","norm":"Dass aber nach verrichteter Hinrichtung 300. Personen er in Doctorem zu promovieren tüchtig sei!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.754899978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5331,"date":1719,"orig":"iſt wohl Lachens werth.","norm":"ist wohl Lachens wert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9899001121521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5332,"date":1719,"orig":"Es gehoͤret darzu ein ander Grund und Beweißthum erlernter Wiſſenſchafften, die von Hochgelehrten Leuthen bey einen Candidato promotionis in den Examine erfordert werden, ehe und bevor er zur Doctor-Wuͤrde gelangen kan; und habe ich in denen Requiſitis eines Medici, welche Hippocrates in ſeinen Aphorismis vorzeiget, nichts vom Executiren, Kopff-Abhauen, Raͤdern, Hencken noch dergleichen geleſen, davon zu einer andern Zeit zu errinnern noͤthig ſeyn wird; und dieſes laſſe ſich der Herr Wirth kuͤnfftig von keinen mehr uͤberreden.","norm":"Es gehöret dazu ein ander Grund und Beweistum erlernter Wissenschaften, die von hochgelehrten Leuten bei einen Candidato promotionis in den Examine erfordert werden, ehe und bevor er zur Doctor-Würde gelangen kann; und habe ich in denen Requisitis eines Medici, welche Hippokrates in seinen Aphorismis vorzeiget, nichts vom Exekutieren, Kopf-Abhauen, Rädern, Henken noch dergleichen gelesen, davon zu einer anderen Zeit zu erinnern nötig sein wird; und dieses lasse sich der Herr Wirt künftig von keinen mehr überreden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.51669979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5333,"date":1719,"orig":"Waͤhrendeꝛ Zeit da unſeꝛe Reiſende ſich in Freyberg auffhielten, beſuchten ſie die Kirchen, die Chur-Fuͤrſtl. Saͤchſ. Begraͤbniß u. die in-und auſſerhalb der Stadt angerichtete Bergwercke, ſondeꝛlich dieſe auf der Halß-Bꝛuͤcken, da ſich Eckarth nicht wenig verwundeꝛte, wie eꝛ die Berg- Knappen vor ihꝛen Einfahren ihꝛe Beth-Stunden ſo ſehr devot und andaͤchtig halten, nach der Ausfahrt aber, als er ihnen ein Faͤßlein Bier zu vertrincken geben ließ, ſich uͤberaus luſtig erzeigen ſahe, und allerhand luſtige Lieder in die Cither u. Geige ſpielen und ſingen hoͤrte; weßhalben er zu Siegfried und Gotthart ſprach:","norm":"Währender Zeit da unsere Reisende sich in Freyberg aufhielten, besuchten sie die Kirchen, die Kurfürstl. Sächs . Begräbnis u. die in- und außerhalb der Stadt angerichtete Bergwerke, sonderlich diese auf der Halß-Brücken, da sich Eckart nicht wenig verwunderte, wie er die Berg-Knappen vor ihren Einfahren ihre Betstunden so sehr devot und andächtig halten, nach der Ausfahrt aber, als er ihnen ein Fässlein Bier zu vertrinken geben ließ, sich überaus lustig erzeigen sah, und allerhand lustige Lieder in die Zither u. Geige spielen und singen hörte; weshalb er zu Siegfried und Gotthart sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.914000034332275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5334,"date":1719,"orig":"Liebe Herrẽ Soͤhne, an dieſen Berg-Leuthen ſehen ſie ein Muſter der heutigen Welt-Kinder, ſo lange dieſelben in Gefahr ſind/ oder ihr entgegen gehen ſollen/ ſind ſie fromm und andaͤchtig/ ſo bald ſie aber der Noth entrunnen ſind/ gedencken ſie vor Freuden und Luſtigkeit/ die ihnen eine Zeitlang begegnet/ an voriges nichts mehr/ noch erwegen/ daß ſie ehiſtens wieder in gleiche/ und manchmahl noch groͤſſere Gefahr gehen ſollen.","norm":"Liebe Herren Söhne, an diesen Bergleuten sehen sie ein Muster der heutigen Weltkinder, solange dieselben in Gefahr sind / oder ihr entgegengehen sollen / sind sie fromm und andächtig / so bald sie aber der Not entronnen sind / Gedenken sie vor Freuden und Lustigkeit / die ihnen eine Zeitlang begegnet / an voriges nichts mehr / noch erwägen / dass sie ehestens wieder in gleiche / und manchmal noch größere Gefahr gehen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.959199905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5335,"date":1719,"orig":"Siegfried hatte nicht uͤble Luſt mit einzuſahren/ allein Eckarth widerrieth es ihm/ vorgebend:","norm":"Siegfried hatte nicht üble Lust mit einzufahren / allein Eckart widerriet es ihm / vorgebend:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.769999980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5336,"date":1719,"orig":"Wer Bergwercke begehen will/ muß ſchon ſelbſten eine gute Wiſſenſchafft von ſelbigen oder einen getreuen erfahrnen Bergmann bey ſich haben/ ſonſten faͤhret er ſo klug heraus als er eingefahren iſt.","norm":"Wer Bergwerke begehen will / muss schon selbst eine gute Wissenschaft von selbigen oder einen getreuen erfahrenen Bergmann bei sich haben / sonsten fährt er so klug heraus als er eingefahren ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460999965667725} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5337,"date":1719,"orig":"Der Ober-Einfahrer/ der umb etwas auffzuzeichnen gegenwaͤrtig war/ zeigte Eckarthen die Abriſſe derer Gaͤnge in denen Schachten/ welches Eckarthen ſehr wohl gefiel/ und ſprach:","norm":"Der Obereinfahrer / der um etwas aufzuzeichnen gegenwärtig war / zeigte Eckarten die Abrisse derer Gänge in denen Schachten / welches Eckarten sehr wohl gefiel / und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.460100173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5338,"date":1719,"orig":"Jch halte von dieſer Meß-Kunſt unter der Erden mehr als uͤber der Erden.","norm":"Ich halte von dieser Messkunst unter der Erden mehr als über der Erden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.165800094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5339,"date":1719,"orig":"Der Ober-Einfahrer bath: Eckarth moͤchte ſeinem Haͤußlein die hohe Ehre und Gnade ſeiner Præſenz genieſſen laſſen/ da wolte er ihnen allerhand Unter-irrdiſche Abriſſe und Arthen von Ertzen weiſen/ daran ſie ein ſonderbahres Vergnuͤgen haben wuͤrden/ ſo auch den Tag darauff geſchahe.","norm":"Der Obereinfahrer bat: Eckart möchte seinem Häuslein die hohe Ehre und Gnade seiner Präsenz genießen lassen / da wollte er ihnen allerhand Unter-Irdische Abrisse und Arten von Erzen weisen / daran sie ein sonderbares Vergnügen haben würden / so auch den Tag darauf geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.909999847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5340,"date":1719,"orig":"Eines Tages kam der Wirth mit einer laͤcherlichen Zeitung anheim: wie nehmlich ein anderer Quackſalber ein Drometarius, vermittelſt einer Bruͤcke/ welche er an ſein Chavot gebauet auf ſelbiges fuͤhren lieſſen/ dem hatten einige luſtige Purſche die Pfeiler oder Stuͤtzen des Theatri von einander geſaͤget/ wie nun das ſchwere Thier hinauff gehet/ faͤnget das Theatrum an zu knacken/ worauff jedermann davon weglieff/ wie das Thier nun auff das Theatrum trat/ fiel der Quackſalber mit den Drometario und denen die darauff ſtunden/ ein/ weil es aber niedrig war/ geſchahe Niemanden einiger Schade/ welches Vorbringen unſere Reiſende belachen muſten.","norm":"Eines Tages kam der Wirt mit einer lächerlichen Zeitung anheim: wie nämlich ein anderer Quacksalber ein Drometarius, vermittels einer Brücke / welche er an sein Chavot gebaut auf selbiges führen ließen / dem hatten einige lustige Bursche die Pfeiler oder Stützen des Theatri voneinander gesägt / wie nun das schwere Tier hinauf geht / fängt das Theatrum an zu knacken / worauf jedermann davon weglief / wie das Tier nun auf das Theatrum trat / fiel der Quacksalber mit den Drometario und denen die darauf standen / ein / weil es aber niedrig war / geschah niemanden einiger Schade / welches Vorbringen unsere Reisende belachen mussten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.462399959564209} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5341,"date":1719,"orig":"Eckarth war willens nach Pliſſana zu reiſen; allein Gotthart bekam ein Reiſſen und Schneiden im Leibe/ und ſchiene als wann ein Durchbruch ſich bey ihme einfinden wolte.","norm":"Eckart war Willens nach Plissana zu reisen; allein Gotthart bekam ein Reißen und Schneiden im Leibe / und schiene als wann ein Durchbruch sich bei ihm einfinden wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.295000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5342,"date":1719,"orig":"Eckarth gab ihm ein gelindes Purganz von gedoͤrrter Rhabarbar/ Jalappe und ein wenig Zimmet in alten Roſen-Zucker ein/ worauff den andern Tag es ſich mit ihm ein wenig beſſerte.","norm":"Eckart gab ihm ein gelindes Purganz von gedörrter Rhabarbar / Jalape und ein wenig Zimt in alten Rosenzucker ein / worauf den anderen Tag es sich mit ihm ein wenig besserte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.412300109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5343,"date":1719,"orig":"Weil der Wirth einen guten bittern Sireſer Sect im Keller hatte/ ließ Eckarth Zweyback in den Wein einweichen/ davon Gotthart nach Belieben eſſen moͤchte/ davon ſtund nicht alleine der Durchbruch/ ſondern der Magen wurde auch erwaͤrmet/ und die Natur geſtaͤrcket: Waͤhrender Verbleibungs-Zeit/ ließ ihm Eckarth von dem Wirth/ wo vor dieſen die Schweden bey Belagerung der Stadt Freyberg ihr Lager gehabt hatten weiſen/ ſagte/ mir war es gar lieb/ daß ich damahls umb dieſe Gegend nicht ſeyn durffte/ vielleicht haͤtte ich auch einen Sacht wie vielen zu der Zeit wiederfahren/ meſſen muͤſſen.","norm":"Weil der Wirt einen guten bitteren Sireser Sekte im Keller hatte / ließ Eckart Zweiback in den Wein einweichen / davon Gotthart nach Belieben essen möchte / davon stand nicht alleine der Durchbruch / sondern der Magen wurde auch erwärmet / und die Natur gestärkt: Währender Verbleibungs-Zeit / ließ ihm Eckart von dem Wirt / wo vor diesen die Schweden bei Belagerung der Stadt Freyberg ihr Lager gehabt hatten weisen / sagte / mir war es gar lieb / dass ich damals um diese Gegend nicht sein durfte / vielleicht hätte ich auch einen Sacht wie vielen zu der Zeit widerfahren / messen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.651199817657471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5344,"date":1719,"orig":"Und obwohln die Compagnie ihre Reiſe gerne proſequirt haͤtten/ muſten ſie doch weil die allzujaͤhe Aenderung deꝛ Lufft bey reconvaleſcenten nicht allezeit dienlich iſt/ biß nach Gottharts vollkommener Reſtitution ihre Reiſe vor dieſes mahl auffſchieben.","norm":"Und obwohl die Compagnie ihre Reise gerne prosequirt hätten / mussten sie doch weil die allzujähe Änderung der Luft bei rekonvaleszenten nicht allezeit dienlich ist / bis nach Gottharts vollkommener Restitution ihre Reise vor dieses Mal aufschieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.140900135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5345,"date":1719,"orig":"ENDE.","norm":"ENDE.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"be","lang_de":0,"norm_lmscore":3.048700094223022} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5346,"date":1719,"orig":"Allamodiſche Artzney-Affen/ Das iſt: Wahre und klare Obſchon ſchlechte/ dannoch gerechte Beſchreibung/ Laͤcherlicher Fehler/ einfaͤltiger Thorheiten/ und ſchaͤdlicher Mißbrauch in der Artzney/ wie auch vieler curioſen aus der alten Weiber Artzney-Archiv genommenen Recepten/ poſſirlichen Kunſt-Stuͤcken/ und mit ſonderen Super-Verſtand ausgeſpickten Geheimniſſen der Natur.","norm":"Alamodische Arzneiaffen / Das ist: Wahre und klare obschon schlechte / dennoch gerechte Beschreibung / Lächerlicher Fehler / einfältiger Torheiten / und schädlicher Missbrauch in der Arznei / wie auch vieler kuriosen aus der alten Weiber Arzneiarchiv genommenen Rezepten / possierlichen Kunststücken / und mit sondern Superverstand ausgespickten Geheimnissen der Natur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6691999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5347,"date":1719,"orig":"Allen auffſchneideriſchen Landtſtoͤrtzern/ verlogenen Theriacks-Kraͤmern/ auffgeblaſenen Menſchen-Flickern/ unerfahrnen Darm-Waſchern/ Zahnlucketen Cliſtir-Koͤchin/ Ehr-und Lehr-beduͤrfftigen Purgier- Kuͤnſtlerinnen zu einer heilſamen Warnung An das Tage-Licht gegeben/ Durch Joco-Serium.","norm":"Allen aufschneiderischen Landtstörtzern / verlogenen Theriakskrämern / aufgeblasenen Menschen-Flickern / unerfahrenen Darm-Waschern / Zahnlucketen Clistir-Köchin / Ehr-und Lehr-bedürftigen Purgier-Künstlerinnen zu einer heilsamen Warnung an das Tageslicht gegeben / Durch Joco-Serium.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.644400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5348,"date":1719,"orig":"Vorrede.","norm":"Vorrede.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.6844000816345215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5349,"date":1719,"orig":"HOch-geneigter Leſer, das Buͤcher- Schreiben und Buͤcher-Drucken hat noch kein Ende; dieſem gefaͤllt dieſe, jenem ein andere Matery, trahit ſua quemque voluptas: der muͤſſige Grillenfaͤnger Lucianus ſchreibt ein Buch von der Fliege, Homerus vom Froͤſch-und Mauß-Krieg, Paſſerarius von dem Eſel, mit einem Wort, ein jeder folgt ſeinem Kopff; Jch hab dem meinigen auch folgen muͤſſen, und endlich gegenwaͤrtiges Tractätlein von den Affen an das Tage-Licht gebracht; Nun weiß ich gar wohl, daß mancher hypochondriſcher Holtz-Apffel, oder ſauer-ſehender Krumbſchnabel alſobald in Anſchauung dieſes Affen-Concept, mich mit Catoniſcher Grandeza wird anſchnarchen, und einen groben Verweiß geben, daß ich beſſer fuͤr deß Naͤchſten Geſundheit gethan, wann ich die Affen uͤber ihren Eyern haͤtte ſitzen laſſen, und unterdeſſen beſſer den Hippocratem durchblaͤttert, oder in anderen anatomiſchen und chymiſchen Wiſſenſchafften mich mehrer perfectioniret.","norm":"Hoch-geneigter Leser, das Bücher-Schreiben und Bücher-Drucken hat noch kein Ende; diesem gefällt diese, jenem ein andere Materie, trahit sua quemque voluptas: Der müßige Grillenfänger Lucianus schreibt ein Buch von der Fliege, Homer vom Frösch-und Maus-Krieg, Passerarius von dem Esel, mit einem Wort, ein jeder folgt seinem Kopf; Ich habe dem meinigen auch folgen müssen, und endlich gegenwärtiges Traktätlein von den Affen an das Tageslicht gebracht; nun weiß ich gar wohl, dass mancher hypochondrischer Holtz-Apffel, oder sauer-sehender Krumschnabel alsobald in Anschauung dieses Affen-Concept, mich mit Katonischer Grandeza wird anschnarchen, und einen groben Verweis geben, dass ich besser für des Nächsten Gesundheit getan, wann ich die Affen über ihren Eiern hätte sitzen lassen, und unterdessen besser den Hippocratem durchblättert, oder in anderen anatomischen und chemischen Wissenschaften mich mehrerer perfektionieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4593000411987305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5350,"date":1719,"orig":"Dieſem antworte ich, daß derjenige eben ſo wohl fuͤr der Menſchen Seeligkeit ſorget, welcher die Laſter ſtraffet, als der ander, welcher die Tugenden lobt; Jch geſtehe es, daß hier nichts anders anzutreffen, als laͤcherliche Fehler, einfaͤltige Thorheiten, und ſchaͤdliche Mißbraͤuche, die taͤglich bey dem gemeinen Mann im curiren vorbey lauffen, dieſes alles habe ich zu keinem anderen Ziel und Ende unter die Preß gebracht, als daß ſich ein jeder darinn ſpiegle, von ſolchen Jrrthuͤmern huͤte, und geſund bey ſeinen Verrichtungen verbleibe, zu welchen er von GOtt iſt beruffen worden.","norm":"Diesem antworte ich, dass derjenige eben so wohl für der Menschen Seligkeit sorget, welcher die Laster straft, als der ander, welcher die Tugenden lobt; Ich gestehe es, dass hier nichts anders anzutreffen, als lächerliche Fehler, einfältige Torheiten, und schädliche Missbräuche, die täglich bei dem gemeinen Mann im Kurieren vorbeilaufen, dieses alles habe ich zu keinem anderen Ziel und Ende unter die Press gebracht, als dass sich ein jeder darin spiegle, von solchen Irrtümern hüte, und gesund bei seinen Verrichtungen verbleibe, zu welchen er von Gott ist berufen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.351200103759766} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5351,"date":1719,"orig":"Geſchicht es nun, daß der ſchaͤdliche Mißbrauch der Medicamenten dardurch wird abgeſchaffet, und des Naͤchſten Geſundheit, wie auch die Ehr GOttes befoͤrdert, ſo gelange ich zu dem, was ich geſuchet, doch kan ich mir leicht einbilden, daß bey den Meiſten mein gutes Vermahnen wird vergebens ſeyn, maſſen das curiren bey dem Poͤbel ſchon eine Eiß-graue Gewohnheit geweſen, und wer einmahl darinn verbaͤint oder verhaͤrt iſt, ſolchen wird kein Stockfiſch-Klopffer erweichen, vielweniger ich darvon abreden koͤnnen; gleichwohl geſell ich mich in dieſem Fall zu den Predigern, die eben von GOtt eine Belohnung erwarten, ob ſchon ſich nicht alle aus ihren Predigen gebeſſert.","norm":"Geschichte es nun, dass der schädliche Missbrauch der Medikamenten dadurch wird abgeschafft, und des Nächsten Gesundheit, wie auch die Ehre Gottes befördert, so gelange ich zu dem, was ich gesucht, doch kann ich mir leicht einbilden, dass bei den Meisten mein gutes Vermahnen wird vergebens sein, Maßen das Kurieren bei dem Pöbel schon eine Eißgraue Gewohnheit gewesen, und wer einmal darin beint oder verhärte ist, solchen wird kein Stockfisch-Klopfer erweichen, viel weniger ich davon abreden können; gleichwohl gesell ich mich in diesem Fall zu den Predigern, die eben von Gott eine Belohnung erwarten, ob schon sich nicht alle aus ihren Predigen gebessert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.243000030517578} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5352,"date":1719,"orig":"Jch ſchreibe hie von ſolchen Thorheiten und Affen-Geſchichten genericè, und thue keinen, der ſolche geuͤbet, in particulari auf Satyriſche Weiß benennen, ungeachtet ſolches ſo viel nicht wuͤꝛde auf ſich haben, indeme auch die Kirſchner kein crimen læſæ Majeſtatis begehen, wann ſie die Schneider kundbahr machen, die bißweilen im Beltzmachẽ Kirſchner-Affen abgegeben.","norm":"Ich schreibe hie von solchen Torheiten und Affen-Geschichten generice, und tue keinen, der solche geübt, in particulari auf satirische Weiß benennen, ungeachtet solches so viel nicht würde auf sich haben, indem auch die Kürschner kein crimen laesae Majestatis begehen, wann sie die Schneider kündbar machen, die bisweilen im Beltsmachen Kürschner-Affen abgegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.292799949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5353,"date":1719,"orig":"Jch præſcindire hier mit den Logicis, von allen Particularitäten, rede mehrentheils von ſchaͤdlichen Mißbraͤuchen, als von den Mißbraͤuchern, und entdecke keine Umbſtaͤnd daß Niemand, wo ſolches geſchehen, wird erfahren koͤnnen.","norm":"Ich praescindire hier mit den Logicis, von allen Partikularitäten, rede mehrenteils von schädlichen Missbräuchen, als von den Missbrauchern, und entdecke keine Umstände dass Niemand, wo solches geschehen, wird erfahren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285799980163574} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5354,"date":1719,"orig":"Solte nun einer ſich daruͤber beklagen, und darumb annehmen, ſo gibt er zu verſtehen, daß er auch mit intreſſirt, und ein herrliches Mitglied dieſer Narriſchen Artzney-Affen abgebe, indem ſich diejenigen Hund unter einem Hauffen nur melden, die mit einem Bruͤgel ſeynd begruͤſſet worden.","norm":"Sollte nun einer sich darüber beklagen, und darum annehmen, so gibt er zu verstehen, dass er auch mit interessiert, und ein herrliches Mitglied dieser Narrischen Arzneiaffen abgebe, indem sich diejenigen Hund unter einem Haufen nur melden, die mit einem Prügel sind begrüßet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.55079984664917} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5355,"date":1719,"orig":"Meine Meynung iſt hier auch nicht, alle Hauß-Mittel voͤllig zu verwerffen; dann warumb ſolte nicht eine ſorgfaͤltige Dame, oder fleißige Hauß-Mutter, mit einer guten Magen- und Hertz Staͤrckung, Schlag-und Mutter- Waſſer, oder andern nothwendigen Mitteln verſehen ſeyn, deren ſie ſich im Fall der Noth- und ehe der Medicus kommt, in etwas bedienen kan; lieſet man doch auch, daß die Heilige Koͤnigin Eliſabeth, die Heilige Koͤnigin Radegundis, die Heilige Kaͤyſerin Kunegundis, wie auch andere fromme und hohe Matronen mit Artzeneyen umbgegangen, und den Armen darmit gedienet haben; deßgleichen verlange ich auch nicht alle alte Weiber von den Patienten abzuſchaffen, welche mit kraͤfftigen Suppen, anrauchen, ſchmieren, und dergleichen guten Wartung offtermahls viel Guts ſchaffen: doch muß alles dieſes mit Wiſſen und Willen deß Medici geſchehen; dann wann der alten Weiber Schmieren und des Medici curiren oppoſita, und nicht ſub alterna ſeyn, ſo werden die Patienten gern bey dieſem Affen-Spiel labeth.","norm":"Meine Meinung ist hier auch nicht, alle Hausmittel völlig zu verwerfen; dann warum sollte nicht eine sorgfältige Dame, oder fleißige Hausmutter, mit einer guten Magen- und Herz Stärkung, Schlag- und Mutter-Wasser, oder anderen notwendigen Mitteln versehen sein, deren sie sich im Fall der Noth- und ehe der Medikus kommt, in etwas bedienen kann; liest man doch auch, dass die Heilige Königin Elisabeth, die Heilige Königin Radegundis, die Heilige Käyserin Kunegundis, wie auch andere fromme und hohe Matronen mit Arzneien umgegangen, und den Armen damit gedient haben; desgleichen verlange ich auch nicht alle alte Weiber von den Patienten abzuschaffen, welche mit kräftigen Suppen, anrauchen, schmieren, und dergleichen guten Wartung öftermals viel Gutes schaffen: doch muss alles dieses mit Wissen und Willen des Medici geschehen; dann wann der alten Weiber Schmieren und des Medici kurieren opposita, und nicht sub alterna sein, so werden die Patienten gern bei diesem Affenspiel labet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.932199954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5356,"date":1719,"orig":"Gegenwaͤrtiges Tractätlein zielet eintzig und allein auff diejenigen unerfahrnen Stimpler, rinaͤugichte Schnaderbuͤchſen, und ſchaͤdliche Plaudermatzen, die etwann ihnen durch den teutſchen Gabelkhofer, Wirſung, oder Colerum, als durch einen Trichter von Tuͤbingen viel Kunſt-Stuͤck haben laſſen eingieſſen, oder die etwan ein altes zuſammen geklaubtes und geflicktes Hebammen-Buch ertappet, und daraus (weil darinn geſchrieben ſtehet:","norm":"Gegenwärtiges Traktätlein zielet einzig und allein auf diejenigen unerfahrenen Stempler, rinäugichte Schnaderbüchsen, und schädliche Plaudermatzen, die etwan ihnen durch den deutschen Gabelkhofer, Wirsung, oder Colerum, als durch einen Trichter von Tübingen viel Kunststück haben lassen eingießen, oder die etwan ein altes zusammen geklaubtes und geflicktes Hebammenbuch ertappet, und daraus (weil darin geschrieben steht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.534999847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5357,"date":1719,"orig":"Probatum eſt) gleich von Stund an zu groſſen Doctorinnin worden, und dahero bey Verfertigung eines Hauß-Clyſtirs, oder Kraͤtzen-Salben, ſich wie ein Saublatter mit allen Wiſſenſchaffts-Winden aufblaͤhen, ihnen auch kraͤfftiglich einbilden, als wann ſie alle Anatomiſche, Chymiſche, Botaniſche Handgriff der gantzen weiten und breiten Medicin ſchon voͤllig gefaſſet, und per conſequens der Kunſt allein uͤber das Neſt und Eyer kommen waͤren; was ſie nun in dieſem Leoniſchen Super-Verſtand fuͤr kurtzweilige Geſchicht, und ſeltzame Abentheuer ausgebruͤttet, habe ich allhier mit dergleichen Schreibe-Arth entwerffen wollen:","norm":"Probatum est) gleich von Stunde an zu großen Doktorinnen worden, und daher bei Verfertigung eines Hauß-Clystirs, oder Krätzen-Salben, sich wie ein Saublatter mit allen Wissenschafts-Winden aufblähen, ihnen auch kräftiglich einbilden, als wann sie alle Anatomische, Chemische, botanische Handgriff der ganzen weiten und breiten Medizin schon völlig gefasst, und per consequens der Kunst allein über das Nest und Eier kommen wären; was sie nun in diesem Leonischen Superverstand für kurzweilige Geschichte, und seltsame Abenteuer ausgebrütet, habe ich allhier mit dergleichen Schreibe-Art entwerfen wollen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.991099834442139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5358,"date":1719,"orig":"dann was iſt von noͤthen eine hoch-fliegende Adlers- Feder hierzu zu gebrauchen, weilen alles nur plumpe, doch wahrhafftige Affen-Hiſtorien ſeyn, die ich gleichwohl zu Zeiten mit einem Poëtiſchen Zucker, wie die Apothecker die ſauren Julep in etwas verſuͤſſen muͤſſen, maſſen frembde Fehler zu entdecken, und die liebe Warheit auf der Hoch-teutſchen Frau Mutter-Sprach vorzubringen, eine wiederwaͤrtige Sache iſt, darnach wenigen die Zaͤhne waͤſſern.","norm":"dann was ist vonnöten eine hochfliegende Adlers-Feder hierzu zu gebrauchen, weilen alles nur plumpe, doch wahrhaftige Affen-Historien sein, die ich gleichwohl zu Zeiten mit einem poetischen Zucker, wie die Apotheker die sauren Julep in etwas versüßen müssen, Maßen fremde Fehler zu entdecken, und die liebe Wahrheit auf der Hochdeutschen Frau Muttersprache vorzubringen, eine widerwärtige Sache ist, danach wenigen die Zähne wässern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.271200180053711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5359,"date":1719,"orig":"Solte vielleicht daruͤber ein Saturniſcher Sauerampffer die Stirn runtzeln, dem waͤre zu rathen, daß er an ſtatt dieſes ein anderes Tractätlein, und ſeinem Zuſtand gleichfoͤrmige Matery de Melancholia hypochondriaca, von der Wurm und Grillen Kranckheit durchblaͤtterte, dann ich werde ſo groſſen Verluſt nicht leiden, wann auch dieſe wenige Boͤgen der Affen-Geſchicht, ungeleſen ſolten den Schaben und Maͤuſen zum Theil werden, iſt doch wohl oͤffters ſolchem Ungeziefer eine ſolche Jauſen von anderen Schrifften zu kommen, darinn lauteꝛ Loͤwen-und Helden-Thaten ſeyn verzeichnet geweſen; Ja der heilige Antonius von Padua hat in ſeinen Predigen wohl hoͤhere, und heiligere Concepte gefuͤhret, die gleichwohl den Zuhoͤrern nicht haben gefallen wollen, daß er endlich genoͤthiget worden, ſelbige den unvernuͤnfftigen Fiſchen vorzutragen, darunter ohn allen Zweifel plumpe Stock-Fiſche auch werden geweſen ſeyn.","norm":"Sollte vielleicht darüber ein Saturnischer Sauerampfer die Stirn runzeln, dem wäre zu raten, dass er anstatt dieses ein anderes Traktätlein, und seinem Zustand gleichförmige Materie de Melancholie Hypochondrieace, von der Wurm und Grillen Krankheit durchblätterte, dann ich werde so großen Verlust nicht leiden, wann auch diese wenige Bögen der Affen-Geschichte, ungelesen sollten den Schaben und Mäusen zum Teil werden, ist doch wohl öfters solchem Ungeziefer eine solche Jausen von anderen Schriften zu kommen, darin lauter Löwen- und Heldentaten sein verzeichnet gewesen; Ja der heilige Antonius von Padua hat in seinen Predigen wohl höhere, und heiligere Concepte geführt, die gleichwohl den Zuhörern nicht haben gefallen wollen, dass er endlich genötigt worden, selbige den unvernünftigen Fischen vorzutragen, darunter ohne allen Zweifel plumpe Stockfische auch werden gewesen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.307799816131592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5360,"date":1719,"orig":"Der Hoch-geneigte, und unpartheyiſche Leſer lebe unterdeſſen wohl, und judicire darvon nach ſeinem Belieben.","norm":"Der Hochgeneigte, und unparteiische Leser lebe unterdessen wohl, und judiziere davon nach seinem Belieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53879976272583} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5361,"date":1719,"orig":"Erſtes Capitel.","norm":"Erstes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.237899780273437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5362,"date":1719,"orig":"Von Natur und Eigenſchafft der Allamodiſchen Artzney-Affen.","norm":"Von Natur und Eigenschaft der Alamodischen Arzneiaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.008999824523926} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5363,"date":1719,"orig":"KEin Laſter noch Mangel iſt bey jetziger verkehrten und bethoͤrten Welt mehr zu finden/ welches nicht mit einem Politiſchen Futeral/ odeꝛ ſchoͤnen Tugends-Mantel koͤnte verdecket werden; dann den Geitzigen nennet ſie einen guten Haußwirth/ den Hurer einen vertreulichen Menſchen/ und den Vollſauffer einen ehrlichen Teutſchen/ der ein Glaͤſelein Wein beſcheid thut/ anderen Suͤnden wird ein anderer Schein der Ehrbarkeit angeſtrichen; geſchicht es etwan/ daß einer in Austheilung des Verſtands zu ſpath kommen/ ſo wiꝛd man ſolchen Defect ebenfalls aufs beſte zu verbluͤhmeln wiſſen:","norm":"Kein Laster noch Mangel ist bei jetziger verkehrten und betörten Welt mehr zu finden / welches nicht mit einem Politischen Futteral / oder schönen Tugends-Mantel könnte verdecket werden; dann den Geizigen nennt sie einen guten Hauswirt / den Hurer einen treulichen Menschen / und den Vollsaufer einen ehrlichen Deutschen / der ein Gläslein Wein bescheid tut / anderen Sünden wird ein anderer Schein der Ehrbarkeit angestrichen; geschieht es etwan / dass einer in Austeilung des Verstands zu spat kommen / so wird man solchen Defekt ebenfalls aufs beste zu verblühmeln wissen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.677199840545654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5364,"date":1719,"orig":"dann wofern er ein groſſer Herr iſt/ ſo ſagt man/ er habe ein bloͤdes und ſchwaches Haupt/ iſt er ein Burger/ ſo heiſt man ihn einen Mann von ſeltzamen Einfaͤllen:","norm":"dann so fern er ein großer Herr ist / so sagt man / er habe ein blödes und schwaches Haupt / ist er ein Burger / so heißt man ihn einen Mann von seltsamen Einfällen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.433899879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5365,"date":1719,"orig":"Wann er aber ſeiner Profesſion ein Bauer iſt/ ſo wird er ohne einige Complementen ein Narr geheiſſen.","norm":"Wann er aber seiner Profession ein Bauer ist / so wird er ohne einige Komplementen ein Narr geheißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5858001708984375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5366,"date":1719,"orig":"Hoch-geneigter Leſer/ ich habe mich unterſtanden/ diejenigen in gegenwaͤrtigen Tractätlein zu beſchreiben/ welche in der Artzeney unerfahren/ und ſich gleichwohl unterſtehen allerhand Mittel/ auch in den gefaͤhrlichſten Zuſtaͤnden den Krancken einzuſchwatzen/ dardurch viel tauſend vor der Zeit den Gang aller Welt wandern muͤſſen:","norm":"Hochgeneigter Leser / ich habe mich unterstanden / diejenigen in gegenwärtigen Traktätlein zu beschreiben / welche in der Arznei unerfahren / und sich gleichwohl unterstehen allerhand Mittel / auch in den gefährlichsten Zuständen den Kranken einzuschwatzen / dadurch viel tausend vor der Zeit den Gang aller Welt wandern müssen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50629997253418} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5367,"date":1719,"orig":"Nun ſtehe ich im Zweifel/ was fuͤr einen Titul ich ihnen geben ſoll/ damit ich gleichwohl ebenfalls bey der Policey/ als der Warheit beſtehen moͤchte; Soll ich ſie etwan nennen/ freundliche Menſchen-Moͤrder/ dieſes waͤre zwar wahr/ doch aber ſehr grob und baͤuriſch gegeben; titulire ich ſie: betruͤgende Landſtoͤrtzer/ verlogene Wurtzel-Graber/ auffſchneideriſche Quackſalber/ armſeelige Feuerbraͤndler/ auffgeblaſene Theriacks-Kraͤmer/ ſchmutzige Darm-Waſcher/ unerfahrne Menſchen-Flicker/ verloͤffelte Cliſtir-Jubilirerin/ Gewiſſen-loſe Salben-ſiederin/ oder Ehr-beduͤrfftige Purgir-Kuͤnſtlerin ꝛc. ſo iſts zwar etwas/ aber nicht genericè getroffen/ derohalben habe mich reſolvirt, beyderley Geſchlecht/ ſo wohl die Stimplerin als die Stimpler ſammt allen ihren Secten mit dem Titul der Allamodiſchen Artzney-Affen zu begruͤſſen und zu verehren; Jch nenne ſie Allamodiſch/ weilen ſie ſich auff die neueſte Modi und Manier befleiſſen/ wie ſie koͤnnen den Patienten ihre Sachen einſchwatzen/ auch allerhand Modi-Pulver/ und Modi-Pillen ſelbſten præpariren; Artzney-Affen aber werden ſie geheiſſen/ weilen der Aff ein unnuͤtziges Thier iſt/ welches mit ſeinen laͤcherlichen/ naͤrriſchen und offtermahls ſchaͤdlichen Maniren deßjenigen ſich unterfaͤnget/ welches ihm zu thun nicht anſtehet; Jch ſage/ ein unnuͤtzes Thier/ maſſen alle andere einen Nutzen ſchaffen/ allein der Affe nicht:","norm":"Nun stehe ich im Zweifel / was für einen Titel ich ihnen geben soll / damit ich gleichwohl ebenfalls bei der Polizei / als der Wahrheit bestehen möchte; Soll ich sie etwan nennen / freundliche Menschenmörder / dieses wäre zwar wahr / doch aber sehr grob und bäurisch gegeben; tituliere ich sie: betrügende Landstörtzer / verlogene Wurtzel-Graber / aufschneiderische Quacksalber / armselige Feuerbrändler / aufgeblasene Theriakskrämer / schmutzige Darm-Wascher / unerfahrene Menschen-Flicker / löffelte Clistir-Jubilirerin / Gewissenlose Salben-Siederin / oder Ehrbedürftige Purgier-Künstlerin etc. so ist es zwar etwas / aber nicht generice getroffen / derohalben habe mich resolviert, beiderlei Geschlecht / so wohl die Stemplerin als die Stempler samt allen ihren Sekten mit dem Titel der Alamodischen Arzneiaffen zu begrüßen und zu verehren; Ich nenne sie Alamodisch / weilen sie sich auf die neueste Modi und Manier befleißen / wie sie können den Patienten ihre Sachen einschwatzen / auch allerhand Modi-Pulver / und Modi-Pillen selbst präparieren; Arzneiaffen aber werden sie geheißen / weilen der Affe ein unnütziges Tier ist / welches mit seinen lächerlichen / närrischen und öftermals schädlichen Manieren desjenigen sich unterfängt / welches ihm zu tun nicht anstehet; Ich sage / ein unnützes Tier / maßen alle andere einen Nutzen schaffen / allein der Affe nicht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.008900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5368,"date":1719,"orig":"dann das Pferd dienet zum Reiten, ein Hund zum Jagen oder Hauß bewahren/ eine Katz zum Mauſen/ ein Vogel zum Singen/ zu nichts aber der Aff; der Fuchs curirt mit ſeiner Lunge die Lungenſucht/ das Wilde-Schwein mit den Waffen das Seiten-Stechen/ der Hirſch mit dem Geweyh die hitzige Kranckheiten/ das Elend-Thier mit den Klauen die Fraiß/ die Eſelin mit der Milch die Doͤrrſucht/ der Wolff mit dem Gedaͤrm die Colic und Bauchgrimmen/ ja ſo gar die ſtinckende Excrementa und Uberbleibungen der erſten Verdauung ſeyn bey vielen Thieren nicht zu verwerffen/ indeme darmit der Pfau den Schwindel/ die Gaͤnße die Gelbſucht/ die Hunde das Halß-wehe/ das Schwein und der Eſel das Naſenbluthen und Rotheruhren gluͤcklich ſtillen und curiren pflegen; allein der Aff iſt unter allen Thieren am ungluͤckſeeligſten/ und weder im Leben noch im Tod zu etwas zu gebrauchen; dieſes iſt endlich ſeine Verrichtung/ daß er bißweilen mit ſeinen naͤrriſchen Gebaͤhꝛden den Umſtehenden eine Kurtzweil machet/ und ein Gelaͤchter verurſachet.","norm":"dann das Pferd dient zum Reiten, ein Hund zum Jagen oder Haus bewahren / eine Katz zum Mausen / ein Vogel zum Singen / zu nichts aber der Affe; der Fuchs kuriert mit seiner Lunge die Lungensucht / das Wilde-Schwein mit den Waffen das Seitenstechen / der Hirsch mit dem Geweih die hitzige Krankheiten / das Elendtier mit den Klauen die frais / die Eselin mit der Milch die Dörrsucht / der Wolff mit dem Gedärm die Kolik und Bauchgrimmen / ja so gar die stinkende Excrementa und Überbleibungen der ersten Verdauung sein bei vielen Tieren nicht zu verwerfen / indem damit der Pfau den Schwindel / die Gänße die Gelbsucht / die Hunde das Halß-wehe / das Schwein und der Esel das Nasenbluten und Roteuhren glücklich stillen und kurieren pflegen; allein der Affe ist unter allen Tieren am unglückseligsten / und weder im Leben noch im Tod zu etwas zu gebrauchen; dieses ist endlich seine Verrichtung / dass er bisweilen mit seinen närrischen gebärden den Umstehenden eine Kurzweil macht / und ein Gelächter verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.597099781036377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5369,"date":1719,"orig":"Jch will mich allhier von den Natuͤrlichen zu den Allamodiſchen Artzney-Affen wenden/ und einen jeden erwegen laſſen/ wie naͤrriſch und ungereimt ſie ihre Curen anſtellen/ und wie Phantaſtiſch ſie ihre Krancken darzu bereden koͤnnen.","norm":"Ich will mich allhier von den Natürlichen zu den Alamodischen Arzneiaffen wenden / und einen jeden erwägen lassen / wie närrisch und ungereimt sie ihre Kuren anstellen / und wie Phantastisch sie ihre Kranken dazu bereden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.908999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5370,"date":1719,"orig":"Jch kenne eine gemeine Affin/ welche ſonſten pflegt ihren geruͤſtelten Koſtgehern die warme Suppen in Sauſtall zu tragen/ und dennoch iſt ſie in der Medicin ſo wohl erfahren/ und weiß ein Bruſt-Pflaſter von Feigen und Kopaun-Fett zu machen/ welches ſie fuͤr alle Kinder-Kranckheiten ausgibt/ es mag nun die Fraiß/ der Durchbruch/ Wuͤrm oder ein ander Zuſtand ſeyn/ ſagt auch/ daß auff der gantzen Herrgotts-Welt keine beſſere Sache fuͤr die Kinder ſey/ als dieſes Univerſal Pflaſter.","norm":"Ich kenne eine gemeine Affin / welche sonsten pflegt ihren gerüstelten Kostgehern die warme Suppen in Saustall zu tragen / und dennoch ist sie in der Medizin so wohl erfahren / und weiß ein Brust-Pflaster von Feigen und Kopaun-Fett zu machen / welches sie für alle Kinderkrankheiten ausgibt / es mag nun die frais / der Durchbruch / Wurm oder ein ander Zustand sein / sagt auch / dass auf der ganzen Herrgottswelt keine bessere Sache für die Kinder sei / als dieses Universal Pflaster.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6184000968933105} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5371,"date":1719,"orig":"Eine andere iſt mir auch bekandt/ ſie vermeynt unter ihren Strohenen Hut ſtecke kein Strohenes Judicium, dieſe baͤhet in allen Bauch-Schmertzen den Bauch mit warmen Haber/ ſie moͤgen nun im Magen/ Gedaͤꝛm/ Miltz/ Leber/ Nieren/ Mutter oder Blatter ſeyn/ von Hitz/ Kaͤlt/ oder Winden herruͤhren/ ſo macht dieſe albere Haber-Narrin kein Unterſcheid.","norm":"Eine andere ist mir auch bekannt / sie vermeint unter ihren Strohenen Hut stecke kein Strohenes Judicium, diese bähet in allen Bauchschmerzen den Bauch mit warmen Hafer / sie mögen nun im Magen / Gedärm / Milz / Leber / Nieren / Mutter oder Blatter sein / von Hitze / Kälte / oder Winden herrühren / so macht diese albere Haber-Narrin kein Unterschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5945000648498535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5372,"date":1719,"orig":"Unlaͤngſt iſt einem Wind-Waſſerſuͤchtigen gerathen worden/ er ſolte ſeinen eigenen Athem in ein Glaß laſſen/ daß er darinn zu Waſſer wuͤrde/ und nachmahls taͤglich darvon ein Loͤffel voll einnehmen/ ſo wuͤrde er geſund werden; Er folgt/ und wiewohlen ſolchem lebendigen Hopffen- Sack/ das Athem-Schoͤpffen ohne diß ſo ſchwer fiele/ als wann er wie Atlas die gantze Welt auf dem Puckel tragen ſolte/ ſo hat er dannoch geblaſen/ daß er haͤtte erſchwartzen moͤgen/ und endlich etwas wenig in einem Recipienten zuwegen gebracht/ daß er zwar gebraucht/ auch oͤffters repetirt, dannoch ohne eintzige Beſſerung.","norm":"Unlängst ist einem Wind-Wassersüchtigen geraten worden / er sollte seinen eigenen Atem in ein Glas lassen / dass er darin zu Wasser würde / und nachmals täglich davon ein Löffel voll einnehmen / so würde er gesund werden; er folgt / und wiewohl solchem lebendigen Hopffen-Sack / das Atem-Schöpfen ohne dies so schwerfiele / als wann er wie Atlas die ganze Welt auf dem Buckel tragen sollte / so hat er dennoch geblasen / dass er hätte erschwartzen mögen / und endlich etwas wenig in einem Rezipienten zuwegen gebracht / dass er zwar gebraucht / auch öfters repetiert, dennoch ohne einzige Besserung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.197100162506103} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5373,"date":1719,"orig":"Hier bey gemeinen Leuthen iſt es nichts neues/ daß ſie den Patienten in groͤſten Schwachheiten Rabler-Ducaten auf das Hertz und Pulß legen/ mit Vorwenden/ daß dem Hertz das Gold eine ſonderbahre Krafft ertheile/ welches auch nicht zu laͤugnen/ bevoraus bey den Armen/ denen ſolches Gold-Pflaſter mehr als alle Alkermes- Schmierereyen die Melancholey-Grillen werden ausziehen; Ja gar viel wollen die Kapaun- Sultzen noch ſtaͤrcker machen/ und laſſen Rabler- Ducaten darinn ſieden/ ſolche muͤſſen nachmahls die Lebens-Geiſter Hauffen-weiß zuſammen ſuchen/ abſonderlich wann die Ducaten vorhero ziemlich beſchmirt/ und durch viel unreine Haͤnde gegangen ſeyn/ wo nochmahls die quinta eſſentia der Kraͤtzen und des anderen Unflats ſauber in die Sultzen extrahirt wird.","norm":"Hier bei gemeinen Leuten ist es nichts Neues / dass sie den Patienten in größten Schwachheiten Rabler-Ducaten auf das Herz und Puls legen / mit Vorwenden / dass dem Herz das Gold eine sonderbare Kraft erteile / welches auch nicht zu leugnen / bevoraus bei den Armen / denen solches Gold-Pflaster mehr als alle Alkermes-Schmierereien die Melancholie-Grillen werden ausziehen; Ja gar viel wollen die Kapaun-Sulzen noch stärker machen / und lassen Rabler-Dukaten darin sieden / solche müssen nachmals die Lebensgeister Haufenweiß zusammen suchen / absonderlich wann die Dukaten vorher ziemlich beschmiert / und durch viel unreine Hände gegangen sein / wo nochmals die quinta essentia der Krätzen und des anderen Unflats sauber in die Sulzen extrahiert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654600143432617} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5374,"date":1719,"orig":"Vor das Seiten-Stechen trincken etliche von einem Fleiſchhacker-Meſſer/ darmit das Vieh iſt abgeſtochen worden.","norm":"Vor das Seitenstechen trinken etliche von einem Fleischhacker-Messer / damit das Vieh ist abgestochen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.133299827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5375,"date":1719,"orig":"Jn den Mutter-Zuſtaͤnden zuͤnden ſie Struͤmpff-Baͤndel an/ und berauchen die Patientin darmit.","norm":"In den Mutter-Zuständen zünden sie Strümpf-Bändel an / und berauchen die Patientin damit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.743299961090088} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5376,"date":1719,"orig":"Den Kindern in der Fraiß bindet man den Fadẽ um den Halß/ mit welchem vorhero die Trapulier-Karten gebundẽ geweſen.","norm":"Den Kindern in der frais bindet man den Faden um den Hals / mit welchem vorher die Trapulierkarten gebunden gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.355899810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5377,"date":1719,"orig":"Vor die Kroͤpff oder beſſer geredet/ voꝛ die Sath- Haͤlſe (dann ſeithero die Sath-Haͤlſe floriren/ ſo giebts keine Kroͤpffe mehr/ ſo weit iſt ſchon die Mode mit dieſen lebendigen Halß-Uhren kommen/) brauchen etliche einen gewiſſen Faden/ der durch die Augen eines gewiſſen Thiers iſt gezogen worden.","norm":"Vor die Kröpf oder besser geredet / vor die Sath-Hälse (dann seither die Sath-Hälse florieren / so gibt es keine Kröpfe mehr / so weit ist schon die Mode mit diesen lebendigen Halß-Uhren kommen /) brauchen etliche einen gewissen Faden / der durch die Augen eines gewissen Tiers ist gezogen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.414400100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5378,"date":1719,"orig":"Jn Oeſterreich machen die alten Weiber ein Getraͤnck von 77. Felber-oder Weiden-Blaͤttern/ und trincken es vor dem Fieber/ weilen eben 77. Fieber gefunden werden.","norm":"In Österreich machen die alten Weiber ein Getränk von 77. Felber- oder Weidenblättern / und trinken es vor dem Fieber / weilen eben 77. Fieber gefunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.554999828338623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5379,"date":1719,"orig":"Etliche Wolachen brauchen gar die garſtige Medicin, nehmlich ſie nehmen ſalvâ veniâ 5. groſſe wohl-gemaͤſte Leiß/ ein halb Loth altes Schmer/ 5. Stuͤck Knobloch/ und etwas wenig von des Krancken abgeſchnittenen Naͤgeln/ dieſes alles wohl durch einander gemiſchet/ wird dem Patienten 1. Stund vor dem Fieber eingegeben.","norm":"Etliche Walachen brauchen gar die garstige Medizin, nämlich sie nehmen salva venia 5. große Wohl-Gemäste Leis / ein halb Lot altes Schmer / 5. Stück Knoblauch / und etwas wenig von des Kranken abgeschnittenen Nägeln / dieses alles wohl durcheinander gemischt / wird dem Patienten 1. Stunde vor dem Fieber eingegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.403299808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5380,"date":1719,"orig":"Jn hitzigen Kranckheiten halten etliche Bauern fuͤr das beſte Mittel/ wann ſie taͤglich dem Patienten 3. mahl den Safft von einer ausgepreßten Roß- Feigen zutrincken geben/ ſuchen alſo dieſe ihr gantzes Heil im ſtinckenden Pferd-Stall/ und kommen mir faſt vor wie etliche Jndianer, welche die Kuͤhe an ſtatt des wahren GOttes anbethen; dann dieſe ſeynd dergeſtalten in ihren Jrrthumb verblendt/ daß ſie ſich gar gluͤckſeelig ſchaͤtzen/ wann ſie in letzten Zuͤgen uͤber einer Kuhe ſterben koͤnnen/ oder auch nur wann der Tod kom̃t/ den Schweiff der Kuhe/ als eine Kertzen begreiffen/ was alsdenn dieſelbige Kuhe von ſich laͤßt/ darmit beſtreichen ſie ihr Angeſicht/ und andere Theil des Leibes/ als wann es der alleredelſte Balſam waͤre/ videatur die luſtige Schaubuͤhn am dritten Theil/ p. 939.","norm":"In hitzigen Krankheiten halten etliche Bauern für das beste Mittel / wann sie täglich dem Patienten 3. Mal den Saft von einer ausgepressten Ross-Feigen zutrinken geben / suchen also diese ihr ganzes Heil im stinkenden Pferdstall / und kommen mir fast vor wie etliche Indianer, welche die Kühe an statt des wahren Gottes anbeten; dann diese sind dergestalt in ihren Irrtum verblendet / dass sie sich gar glückselig schätzen / wann sie in letzten Zügen über einer Kuh sterben können / oder auch nur wann der Tod kommt / den Schweif der Kuh / als eine Kerzen begreifen / was alsdann dieselbige Kuh von sich lässt / damit bestreichen sie ihr Angesicht / und andere Teil des Leibes / als wann es der alleredelste Balsam wäre / videatur die lustige Schaubühne am dritten Teil / p. 939.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.141600131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5381,"date":1719,"orig":"Was hoͤret man nicht ſonſten fuͤr ſeltzame Abentheuer in Erforſchung der Kranckheiten:","norm":"Was höret man nicht sonsten für seltsame Abenteuer in Erforschung der Krankheiten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.545000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5382,"date":1719,"orig":"bald ſagen ſolche Artzney-Affen/ daß dieſem Patienten die Leber zerſprungen/ und ſchon durch den Stuhl gehe; Jenem ſey das Hertz auf die rechte Seiten gewichen/ einem andern der Hertz- Wurm in die Gurgel kommen.","norm":"bald sagen solche Arzneiaffen / dass diesem Patienten die Leber zersprungen / und schon durch den Stuhl gehe; jenem sei das Herz auf die rechte Seiten gewichen / einem anderen der Hertz-Wurm in die Gurgel kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231400012969971} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5383,"date":1719,"orig":"Jtem/ dieſem ſey der Magen wie ein paar geſencktes Lederne Hoſen zuſammen geſchnurpfft/ jener ſtecket die Mutter im Halß/ einem andern ſey das Hirn zerfloſſen/ und die Lungel ſiehet kaum ſo groß aus als eine Nuß/ die ſie gleichwohl mit Brunn-Kreß getrauen zu curiren/ und wie die Krebsſcheeren wachſen machen; bey den Weibern ſchreiben ſie alle Kranckheiten deꝛ Mutter zu/ bey den Kindern muͤſſen alles die Wuͤrm gethan haben/ die Maͤnner leiden nichts als von der Gall/ und was der Thorheiten noch mehr ſeyn/ die alle noch Lachens werth waͤren/ wann nur nicht des Naͤchſten Geſundheit ſo ſehr verderbet/ und die Zahl der Lebendigen gemindert wuͤrde.","norm":"Item / diesem sei der Magen wie ein paar gesenktes Lederne Hosen zusammen geschnurpfft / jener stecket die Mutter im Hals / einem anderen sei das Hirn zerflossen / und die Lungel sieht kaum so groß aus als eine Nuss / die sie gleichwohl mit Brunnenkresse getrauen zu kurieren / und wie die Krebsscheren wachsen machen; bei den Weibern schreiben sie alle Krankheiten der Mutter zu / bei den Kindern müssen alles die Wurm getan haben / die Männer leiden nichts als von der Gall / und was der Torheiten noch mehr sein / die alle noch Lachens wert wären / wann nur nicht des Nächsten Gesundheit so sehr verderbet / und die Zahl der Lebendigen gemindert würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277599811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5384,"date":1719,"orig":"Es geſchicht zwar zu Zeiten/ daß die Kranckheiten von ſich ſelbſten/ oder auf ſolche von den Artzney-Affen uͤberreichte Mittel nachlaſſen/ doch folget ſchier allzeit ein gefaͤhrliches Recidiv, oder ein groͤſſerer Zuſtand/ weilen die boͤſen Feuchtigkeiten/ noch im Leibe ſtecken/ oder ſonſten etwas uͤberſehen worden.","norm":"Es geschieht zwar zu Zeiten / dass die Krankheiten von sich selbst / oder auf solche von den Arzneiaffen überreichte Mittel nachlassen / doch folget schier allzeit ein gefährliches Rezidiv, oder ein größerer Zustand / weilen die bösen Feuchtigkeiten / noch im Leibe stecken / oder sonsten etwas übersehen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.425899982452393} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5385,"date":1719,"orig":"Jch erinnere mich hier einer ſeltzamen Begebenheit/ die ſich mit einem Schneider ſoll zugetragen haben; dieſer begehrte von dem Mahler/ er ſolte ihm gegen paarer Bezahlung ein Schild vor ſeine Thuͤr verfertigen/ und darauff mahlen eine Scheere ſammt einem Engel; der Mahler verſpricht ſolches zu machen/ ergreifft die Oehl-Farben/ und mahlet die Scheer/ daruͤber aber einen groſſen u. zotigen Bock/ nachdem dieſes trucken worden/ nimmt er die Waſſer-Farben/ und verſtreicht voͤllig den Bock/ mahlet aber daruͤber einen ſchoͤnen Engel/ wie ihn der Schneider verlangt hatte.","norm":"Ich erinnere mich hier einer seltsamen Begebenheit / die sich mit einem Schneider soll zugetragen haben; dieser begehrte von dem Maler / er sollte ihm gegen Paarer Bezahlung ein Schild vor seine Tür verfertigen / und darauf malen eine Schere samt einem Engel; der Maler verspricht solches zu machen / ergreift die Ölfarben / und malt die Scher / darüber aber einen großen u. zotigen Bock / nachdem dieses trocken worden / nimmt er die Wasserfarben / und verstreicht völlig den Bock / malt aber darüber einen schönen Engel / wie ihn der Schneider verlangt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9807000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5386,"date":1719,"orig":"Jndem nun dieſer Schild vor des Schneiders Fenſtern in freyer Lufft eine Weil geblieben/ entſtehet ungefehr ein kleiner Regen welcher die Waſſer-Farben abgewaſchen/ und verurſachet/ das der Engel ſchon angefangen von der Scheer Urlaub zu nehmen/ es kommt bald wiederumb ein groͤſſeres Ungewitteꝛ/ da veꝛſchwindet dieſer Leib-loſe Geiſt voͤllig/ und laͤſſet nichts hinter ſich als einẽ gꝛoſſen u. zotigen Geißbergeꝛ.","norm":"Indem nun dieser Schild vor des Schneiders Fenstern in freier Luft eine Weil geblieben / entstehet ungefähr ein kleiner Regen welcher die Wasserfarben abgewaschen / und verursachet / das der Engel schon angefangen von der Scher Urlaub zu nehmen / es kommt bald wiederum ein größeres Ungewitter / da verschwindet dieser Leib-lose Geist völlig / und lässt nichts hinter sich als einen großen u. zotigen Geißberger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.986400127410889} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5387,"date":1719,"orig":"Dieſem poſſirlichẽ Mahlwerck ſcheinen natuͤrlich gleich zu ſeyn/ die Curen unſerer Allamodiſchen Artzney-Affen/ dann wañ es bißweilen gerathet/ daß ſie die Fieber wenden/ und die Durchbruͤche ſtillen/ da faͤngt ſich ſchon bey ihnen an Lungel und Leber fuͤr Hoffarth im Leib herumb zu kehren/ und meynen gaͤntzlich/ ſie haben groſſe Miracul gethan/ da muͤſſen alle Doctores veracht werden/ daß ſie ſo langſam im curiren ſeyn; Aber ein klein wenig Gedult! dieſe Engliſche Curen beſtehen nur im Waſſer- Farben/ ſo keinen Beſtand haben; dieſer Affiſche Galenus (welcher im Buchſtaben-Wechſel zwar Angelus ein Engel heiſſet/) wird bald verſchwinden/ und nicht einen lieblichen Geruch als ein guter Engel/ ſondern einẽ wilden Bocks-Geſtanck/ als ein boͤſeꝛ Geiſt hinter ſich laſſen/ weilen nehmlichen die boͤſen Feuchtigkeiten als Urſachen der Kranckheiten/ nur ſeyn ein wenig beſaͤnfftiget/ nicht aber gnugſam ausgefuͤhret; geſchicht es nun/ daß etliche Tage vergehen/ oder der geringſte Exceß darzu kommt/ da hat alles Engliſches Lobein Ende/ da kommt der grauſame Bock mit einem noch gefaͤhrlicheren Zuſtand angeſtochen/ und machet das letztere aͤrger als das erſtere; Jch habe ſelbſt einen Geiſtlichen in der Cur gehabt/ dem die Rotheruhr gleich die erſten Tage von alten Weibern geſtillt worden/ darauff er ſo groſſe Gliedeꝛ-Schmeꝛtzen/ und haꝛte Geſchwulſten an Haͤnden/ Fuͤſſen und anderen Orthen bekom̃en/ daß er gantz unbeweglich geblieben/ und etliche Monath zu thuen gehabt/ biß er zur voͤlligen Geſundheit hat gelangen koͤnnen.","norm":"Diesem possirlichen Mahlwerk scheinen natürlich gleich zu sein / die Kuren unserer Alamodischen Arzneiaffen / dann wann es bisweilen geratet / dass sie die Fieber wenden / und die Durchbrüche stillen / da fängt sich schon bei ihnen an Lungel und Leber für Hoffart im Leib herum zu kehren / und meinen gänzlich / sie haben große Mirakel getan / da müssen alle Doctores verachte werden / dass sie so langsam im Kurieren sein; Aber ein klein wenig Geduld! diese Englische Kuren bestehen nur im Wasser-Farben / so keinen Bestand haben; dieser Affische Geolenis (welcher im Buchstabenwechsel zwar Angelus ein Engel heißt /) wird bald verschwinden / und nicht einen lieblichen Geruch als ein guter Engel / sondern einen wilden Bocksgestank / als ein böser Geist hinter sich lassen / weilen nämlichen die bösen Feuchtigkeiten als Ursachen der Krankheiten / nur sein ein wenig besänftiget / nicht aber genugsam ausgeführt; geschieht es nun / dass etliche Tage vergehen / oder der geringste Exzess dazukommt / da hat alles Englisches Lobein Ende / da kommt der grausame Bock mit einem noch gefährlicheren Zustand angestochen / und macht das letztere ärger als das erstere; Ich habe selbst einen Geistlichen in der Kur gehabt / dem die Roteruhr gleich die ersten Tage von alten Weibern gestillt worden / darauf er so große Glieder-Schmerzen / und harte Geschwülsten an Händen / Füßen und anderen Orten bekommen / dass er ganz unbeweglich geblieben / und etliche Monat zu tun gehabt / bis er zur völligen Gesundheit hat gelangen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5388,"date":1719,"orig":"Wieviel unzaͤhlbahre ſeyn ebenfalls noch anzutreffen/ die wegen gar zu geſchwinder Wendung der Fieber/ in harte Verſtopffungen und Geſchwulſten des Miltzs oder der Leber gerathen/ darvon nachmahls toͤdtliche Waſſerſuchten entſtanden ſeyn/ die weder rechtſchaffene Medici, vielweniger ſolche Artzney-Affen haben curiren koͤnnen.","norm":"Wie viel unzählbare sein ebenfalls noch anzutreffen / die wegen gar zu geschwinder Wendung der Fieber / in harte Verstopfungen und Geschwülsten des Milz oder der Leber geraten / davon nachmals tödliche Wassersuchten entstanden sein / die weder rechtschaffene Medici, viel weniger solche Arzneiaffen haben kurieren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.004899978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5389,"date":1719,"orig":"Will man von der Verrichtung dieſer Affen ein wenig abweichen/ und auch ihꝛen Anfang und Urſprung ein wenig examiniren/ ſo wird man finden/ daß ſie Alters und Geſchlechts halber die Alleraͤlteſten und Vornehmſten ſeyn muͤſſen/ maſſen ihre Uhrahnen ſchon geſtanden ehe Troja belaͤgert/ und Rom erbauet worden/ ja ſie haben ihre Kunſt practicirt/ ehe Menſchen und andere Thiere geweſen; Jhr hoch-adliches Stamm- Hauß war der glaͤntzende Himmel/ der Stiffter aber und Uhrheber des gantzen Geſchlechts der ſchoͤne Lucifer/ die edelſte Creatur ſo Gott erſchaffen hatte/ als nun dieſer ſchoͤne Geiſt ſich in ſeinen adelichen Qualitäten erluſtiget und vergaffet, wolte er GOtt in der Majeſtaͤt nachaffen/ und dem Allerhoͤchſten gleich ſeyn/ es iſt aber geſchehen/ daß in einem Augenblick aus dem ſchoͤſten Engel der grauſamſte Teufel worden; Hat alſo der Vater aller Affen ſeinen Kindern mit dieſem ſuͤndlichen und naͤrriſchen Affen-Werck eine ewige Schande angethan/ und das gantze Geſchlecht in das hoͤchſte Verderben geſtuͤrtzet.","norm":"Will man von der Verrichtung dieser Affen ein wenig abweichen / und auch ihren Anfang und Ursprung ein wenig examinieren / so wird man finden / dass sie Alters und Geschlechts halber die Allerältesten und Vornehmsten sein müssen / Maßen ihre Uhrahnen schon gestanden ehe Troja belagert / und Rom erbauet worden / ja sie haben ihre Kunst praktiziert / ehe Menschen und andere Tiere gewesen; Ihr hochadliges Stamm-Haus war der glänzende Himmel / der Stifter aber und Uhrheber des ganzen Geschlechts der schöne Luzifer / die edelste Kreatur so Gott erschaffen hatte / als nun dieser schöne Geist sich in seinen adeligen Qualitäten erlustiget und vergaffet, wollte er Gott in der Majestät Nachaffen / und dem Allerhöchsten gleich sein / es ist aber geschehen / dass in einem Augenblick aus dem schesten Engel der grausamste Teufel worden; hat also der Vater aller Affen seinen Kindern mit diesem sündlichen und närrischen Affenwerk eine ewige Schande angetan / und das ganze Geschlecht in das höchste Verderben gestürzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850500106811523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5390,"date":1719,"orig":"Die Jndianer beſtaͤttigen dieſes/ daß der Teufel (welchen ſie den groſſen Gott Ram nennen) ein Vater aller Affen ſey/ dann die ſeyn der Meynung/ daß alles was boͤß und ſchaͤdlich iſt/ von dieſem Ram/ alles aber was gut/ von dem guten Allmaͤchtigen GOtt erſchaffen worden/ weil nun bey ihnen viel Affen ſeyn anzutreffen/ auch den Fruͤchten groſſen Schaden thuen/ alſo werden ſie fuͤr die alleredleſten Creaturen des Rams gehalten/ wird auch hoͤchſt-verbothen/ dieſen heiligen Thieren etwas ſchaͤdliches zuzufuͤgen; Vielleicht haben etliche Satyrici ihꝛ Concept von dieſen Jndianern zu leihen genommen/ welche vorgeben/ daß der Teufel/ GOtt dem Allmaͤchtigen wiederumb hat wollen nachaffen/ und auch einen Menſchen erſchaffen/ ſo ſey ihm ein Aff daraus worden.","norm":"Die Indianer bestätigen dieses / dass der Teufel (welchen sie den großen Gott Ram nennen) ein Vater aller Affen sei / dann die sein der Meinung / dass alles was böse und schädlich ist / von diesem Ram / alles aber was gut / von dem guten allmächtigen Gott erschaffen worden / weil nun bei ihnen viel Affen sein anzutreffen / auch den Früchten großen Schaden tun / also werden sie für die edelsten Kreaturen des Rams gehalten / wird auch Höchst-Verboten / diesen heiligen Tieren etwas Schädliches zuzufügen; vielleicht haben etliche Satyrici ihr Konzept von diesen Indianern zu leihen genommen / welche vorgeben / dass der Teufel / Gott dem Allmächtigen wiederum hat wollen Nachaffen / und auch einen Menschen erschaffen / so sei ihm ein Affe daraus worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946000099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5391,"date":1719,"orig":"Es mag nun ſeyn wie es immer will/ ich mag zwar dieſen Heyden nicht beyfallen/ dannoch iſt mir gleichwohl aus Heiliger Schrifft bewuſt/ daß unſer Erloͤſer und Seeligmacher ſelbſten ein gꝛoſſes Mißfallen habe/ wann man von ſeiner Handthierung abweichet/ und in anderen Sachen/ die man nicht gelernet/ einen Affen will abgeben/ maſſen es der arme Petrus mit groſſem Schaden auf dem Berg Tabor erfahren, welcher in einem Augenblick die Himmliſche Erſcheinung verſchertzet/ als er wolte ein Tabernackel bauen/ ein Zimmermann-Affen abgeben, da er doch nur ein Fiſcher war/ und ſein Lebtag nichts anders gelernet/ als mit Netzen umbzugehen.","norm":"Es mag nun sein wie es immer will / ich mag zwar diesen Heiden nicht beifallen / dennoch ist mir gleichwohl aus Heiliger Schrift bewusst / dass unser Erlöser und Seligmacher selbst ein großes Missfallen habe / wann man von seiner Hantierung abweichet / und in anderen Sachen / die man nicht gelernt / einen Affen will abgeben / Maßen es der arme Petrus mit großem Schaden auf dem Berg Tabor erfahren, welcher in einem Augenblick die himmlische Erscheinung verscherzet / als er wollte ein Tabernakel bauen / ein Zimmermann-Affen abgeben, da er doch nur ein Fischer war / und sein Lebtag nichts anders gelernt / als mit Netzen umzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.745500087738037} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5392,"date":1719,"orig":"Ja ſolches Affen-Geſchmeiß ſcheinet auch den Heiligen zuwider zu ſeyn/ indem ich niemahls einen geſehen/ bey welchem ein Affe waͤre abgemahlt geweſen/ da doch ſonſten/ Adler/ Loͤwen/ Ochſen/ Eſel/ Drachen und dergleichen bey dem Heiligen Johanne/ Marco/ Luca/ Antonio/ Georgio/ und anderen gefunden werden; verbleibt alſo der Schluß/ daß dieſes gantze Affen-Geſchlecht von dem Teufel herſtam̃e/ GOtt dem Allmaͤchtigen mißfaͤllig/ den Heiligen zu wider/ und dem Naͤchſten hoͤchſt-ſchaͤdlich ſey/ Niemands aber einen Nutzen bringen kan.","norm":"Ja solches Affengeschmeiß scheinet auch den Heiligen zuwider zu sein / indem ich niemals einen gesehen / bei welchem ein Affe wäre abgemalt gewesen / da doch sonsten / Adler / Löwen / Ochsen / Esel / Drachen und dergleichen bei dem Heiligen Johanne / Marco / Luca / Antonio / Georgio / und anderen gefunden werden; verbleibt also der Schluss / dass dieses ganze Affengeschlecht von dem Teufel herstamme / Gott dem Allmächtigen missfällig / den Heiligen zu wider / und dem Nächsten höchstschädlich sei / Niemands aber einen Nutzen bringen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9257001876831055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5393,"date":1719,"orig":"Das andere Capitel Von der Menge und Unterſchied der Allamodiſchen Artzney-Affen.","norm":"Das andere Kapitel von der Menge und Unterschied der Alamodischen Arzneiaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.997099876403809} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5394,"date":1719,"orig":"STrabo ſchreibt/ daß ein Kuͤnichen oder Caninichen unter allen Thieren am fruchtbahreſten ſey/ und in einem Jahr auff die 70. Junge ziegle; Ja es hat ſich auf eine Zeit eine ſolche Menge dieſer Thierlein in den Baleariſchen Jnſeln gefunden/ daß die Jnnwohner eine Bothſchafft an den Kaͤyſer Auguſto nacher Rom deſtwegen geſchickt/ und Kriegs-Huͤlffe wider ihre Vermehrung/ und Verderbung der Ernde begehret haben.","norm":"Strabo schreibt / dass ein Königen oder Kaninchen unter allen Tieren am fruchtbarsten sei / und in einem Jahr auf die 70. Junge ziegle; Ja es hat sich auf eine Zeit eine solche Menge dieser Tierlein in den Balearischen Inseln gefunden / dass die Inwohner eine Botschaft an den Kaiser Augusto nachher Rom destwegen geschickt / und Kriegshilfe wider ihre Vermehrung / und Verderbung der Ernte begehret haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404099941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5395,"date":1719,"orig":"Aber unſere Artzney-Affen zieglen ſich noch haͤuffiger/ und ſeyn allenthalben noch in groͤſſerer Zahl anzutreffen; dann es iſt in der Welt kein Land/ im Lande keine Stadt/ in der Stadt kein Hauß/ im Hauſe kein Winckel/ wo nicht dieſes Affen-Geſchmeiß zu finden waͤre.","norm":"Aber unsere Arzneiaffen Ziegeln sich noch häufiger / und sein allenthalben noch in größerer Zahl anzutreffen; dann es ist in der Welt kein Land / im Lande keine Stadt / in der Stadt kein Haus / im Hause kein Winkel / wo nicht dieses Affengeschmeiß zu finden wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.079599857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5396,"date":1719,"orig":"Andere Thier ſtellen ſich bißweilen wild/ dieſe Affen aber ſeyn gantz zahm und einheimiſch/ dañ ſie gehen mit den Herrn in Rath/ mit den Frauen in die Kuͤche/ mit den Geiſtlichen in die Kirchen/ mit den Moͤnchen aufs Chor/ mit den Studenten in die Schulen/ mit den Soldaten ins Feld/ mit den Handwercks-Leuthen in die Werckſtatt/ mit den Bauern auf den Acker/ mit einem Wort/ allenthalben zotteln ſie mit als wie die Budelhund.","norm":"Andere Tier stellen sich bisweilen wild / diese Affen aber sein ganz zahm und einheimisch / dann sie gehen mit den Herrn in Rat / mit den Frauen in die Küche / mit den Geistlichen in die Kirchen / mit den Mönchen aufs Chor / mit den Studenten in die Schulen / mit den Soldaten ins Feld / mit den Handwerksleuten in die Werkstatt / mit den Bauern auf den Acker / mit einem Wort / allenthalben zotteln sie mit als wie die Budelhund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.202899932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5397,"date":1719,"orig":"Hat etwan einer daruͤber ein Bedencken/ und vermeynet/ daß ich vielleicht aus Pasſion hier ſchreibe/ dieſem rathe ich/ daß er ſolches ſelbſten probire/ welches leicht geſchehen kan/ wann er ſich/ wie jener Hof-Narr etwas unpaͤßlich ſtellet/ und ſich eines Zahn-Schmertzen/ oder anderen Zuſtands beklaget/ ſo wird er unfehlbar erfahren/ daß ihm alle Leuth/ denen er ſein Anliegen vortraͤget/ werden mit guten Rath und probirten Mitteln an die Hand gehen/ obſchon ſie ſonſt fuͤr plumb und einfaͤltig ſeyn anzuſehen; Ein ſolcher wird wahrhafftig erfahren/ was fuͤr unterſchiedliche/ und vielfaͤltige Artzney- Affen gefunden werden/ dann es gibt edle und unedle/ geiſtliche und weltliche/ reiche und arme/ junge und alte/ ſchoͤne und ungeſtalte/ blinde und taube; Es gibt auch Zahnluckete/ rinaͤugete/ Sath-halſige/ und Kroͤpffige Affen/ Affin/ und Aeffin:","norm":"Hat etwan einer darüber ein Bedenken / und vermeinet / dass ich vielleicht aus Passion hier schreibe / diesem rate ich / dass er solches selbst probiere / welches leicht geschehen kann / wann er sich / wie jener Hofnarr etwas unpässlich stellet / und sich eines Zahnschmerzen / oder anderen Zustands beklagt / so wird er unfehlbar erfahren / dass ihm alle Leute / denen er sein Anliegen vorträgt / werden mit guten Rat und probierten Mitteln an die Hand gehen / obschon sie sonst für plumb und einfältig sein anzusehen; ein solcher wird wahrhaftig erfahren / was für unterschiedliche / und vielfältige Artzney-Affen gefunden werden / dann es gibt edle und unedle / geistliche und weltliche / reiche und arme / junge und alte / schöne und ungestalte / blinde und taube; es gibt auch Zahnluckete / reinäugte / Sath-halsige / und Kropfige Affen / Affin / und Äffin:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.891900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5398,"date":1719,"orig":"Man findet Galeniſche und Chymiſche Affen/ deßgleichen Aderlaß-Affen/ Pugier-Affen/ Vomitiv-Affen/ Schmir-und Clyſtir-Affen/ (dieſe ſeyn faſt die unſauberſten.)","norm":"Man findet Galenische und Chemische Affen / desgleichen Aderlass-Affen / Pugier-Affen / Vomitiv-Affen / Schmir- und Clystir-Affen / (diese sein fast die unsaubersten.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031300067901611} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5399,"date":1719,"orig":"Jtem Bad- Affen/ Wurm-Affen/ Urin-Affen/ und unzaͤhlbare andere/ die ich ſelbſt nicht alle benennen kan.","norm":"Item Bad-Affen / Wurm-Affen / Urin-Affen / und unzählbare andere / die ich selbst nicht alle benennen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.849599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5400,"date":1719,"orig":"Die Verrichtung aber dieſes gantzen Affen- Geſchlechts iſt nichts anders/ als daß ſie die Krancken heimſuchen/ die Medicamenten ſelbſtẽ verfertigen/ und ſelbige mit der Buͤrſt der Wohl- Redenheit auffs beſte hervor ſtreichen; geſchicht es nun/ daß es bißweilen hilfft/ und die Kranckheit von ſich ſelbſten nachlaͤſſet/ da verdienen ſie ein unſterbliches Lob/ da heiſt es:","norm":"Die Verrichtung aber dieses ganzen Affen-Geschlechts ist nichts anders / als dass sie die Kranken heimsuchen / die Medikamenten selbsten verfertigen / und selbige mit der Bürste der Wohl-Redenhit aufs beste hervorstreichen; geschieht es nun / dass es bisweilen hilft / und die Krankheit von sich selbst nachlässt / da verdienen sie ein unsterbliches Lob / da heißt es:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14739990234375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5401,"date":1719,"orig":"Dieſe gute Frau iſt wohl erfahren in allen Sachen/ ſie weiß die Clyſtir nach der Orthography zu præpariren und zu appliciren/ als wann ſie 25. Jahr bey dem alten Meſue waͤre in die Schul gegangen.","norm":"Diese gute Frau ist wohl erfahren in allen Sachen / sie weiß die Clystir nach der Orthographie zu präparieren und zu applizieren / als wann sie 25. Jahr bei dem alten Mesue wäre in die Schule gegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3927998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5402,"date":1719,"orig":"Dieſer ehrliche Mann verſtehet ſich wohl auf die Artzney/ er hat mir nechſt ein klein-wintziges Puͤlverlein gegeben/ dieſes hat im Leib herumb rumort/ und endlich uͤber ſich und unter ſich ein gantz Schaff voll Unflat ausgemiſtet/ hat mich aber nicht mehr als vier Kreutzer gekoſtet/ da ich doch unlaͤngſt ein widerwaͤrtiges Apothecker- Traͤncklein fuͤr einẽ halben Thaler bezahlen muͤſſen, welches mit Marter und Noth kaum acht mahl unter ſich operirt.","norm":"Dieser ehrliche Mann verstehet sich wohl auf die Arznei / er hat mir nächst ein klein-winziges Pülverlein gegeben / dieses hat im Leib herum rumort / und endlich über sich und unter sich ein ganz Schaffe voll Unflat ausgemistet / hat mich aber nicht mehr als vier Kreuzer gekostet / da ich doch unlängst ein widerwärtiges Apothecker-Tränklein für einen halben Taler bezahlen müssen, welches mit Marter und Not kaum achtmal unter sich operiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.295300006866455} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5403,"date":1719,"orig":"Dieſe iſt wohl eine liebe und dienſthaffte Jungfer, ſie weiß die Keferfil-Sultz, und den Veigel-Julep ſo perfect zu kochen, als wann ſie mit dem Lateiniſchen Koch-Loͤffel etliche Jahr bey den Apothecker- Burſchen diſciplinirt haͤtte.","norm":"Diese ist wohl eine liebe und diensthafte Jungfer, sie weiß die Keferfil-Sultz, und den Veigel-Julep so perfekt zu kochen, als wann sie mit dem Lateinischen Kochlöffel etliche Jahr bei den Apothecker-Burschen diszipliniert hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.398399829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5404,"date":1719,"orig":"Dieſer feine Tattel iſt eines ſehr hohen Verſtandes, ſo alt als er iſt, ſo hat er dennoch ſolche vollkommene Luchs-Augen, daß er umb Weihnachten noch kan aus dem Urin Glaß erkennen, was einer in Hunds- Taͤgen geeſſen und getruncken hat; Ja ſo man ihm nur das Contrafe eines Patienten uͤberſchicket, ſo wird er ſeinen innerlichen Zuſtand ſowohl beſchreiben koͤnnen, als wann er von Anfang der Kranckheit bey ihm geweſen waͤre, mit einem Wort, alle dieſe Artzney-Affen werden fuͤr lauter hoch-erfahrne Doctor, und weiſeſte Doctorin gehalten und angebetet.","norm":"Dieser feine Dattel ist eines sehr hohen Verstandes, so alt als er ist, so hat er dennoch solche vollkommene Luchsaugen, dass er um Weihnachten noch kann aus dem Urin Glas erkennen, was einer in Hunds-Tagen gegessen und getrunken hat; Ja so man ihm nur das Contrafe eines Patienten überschicket, so wird er seinen innerlichen Zustand sowohl beschreiben können, als wann er von Anfang der Krankheit bei ihm gewesen wäre, mit einem Wort, alle diese Arzneiaffen werden für lauter hocherfahrene Doktor, und weiseste Doktorin gehalten und angebetet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.17110013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5405,"date":1719,"orig":"Jener einfaͤltige Bauer ſahe einmahl einen Affen vor einer Apothecken ſitzen, und meynte es waͤre des Apotheckers Sohn, uͤberreichte ihm deſtwegen einen Thaler mit ſchoͤnſten Bitten, er wolle ihn wechſeln, und kleines Geld darvor geben, wegen welcher irrenden Einbildung dieſer arme Mann, und gute Ackers-Doctor iſt uͤber die maſſen ausgelacht, und fuͤr ein groſſen Narrn gehalten worden; aber bey jetzigen Zeiten lauffen wohl noch groͤſſere Fehler vorbey, indem nicht allein einfaͤltige Bauren, ſondeꝛn auch geſcheidte Leuthe, dieſes Affen-Geſchmeiß, nicht nur fuͤr Apotheckers-Buben, ſondern fuͤr die beſten und gelehrteſten Medicos ſelbſten halten und anſehen.","norm":"Jener einfältige Bauer sah einmal einen Affen vor einer Apotheken sitzen, und meinte es wäre des Apothekers Sohn, überreichte ihm destwegen einen Taler mit schönsten Bitten, er wolle ihn wechseln, und kleines Geld davor geben, wegen welcher irrenden Einbildung dieser arme Mann, und gute Ackers-Doktor ist über die Maßen ausgelacht, und für ein großen Narren gehalten worden; aber bei jetzigen Zeiten laufen wohl noch größere Fehler vorbei, indem nicht allein einfältige Bauern, sondern auch gescheite Leute, dieses Affengeschmeiß, nicht nur für Apothekers-Buben, sondern für die besten und gelehrtesten Medicos selbst halten und ansehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.978499889373779} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5406,"date":1719,"orig":"Hat derohalben der weiſeſte Salomon nicht unweißlich gehandelt, daß er nur den Juden zu Jeruſalem zugeſprochen, und geſagt:","norm":"Hat derohalben der weiseste Salomon nicht unweißlich gehandelt, dass er nur den Juden zu Jerusalem zugesprochen, und gesagt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.839900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5407,"date":1719,"orig":"Stultorum infinitus eſt numerus, daß der Narren eine unendliche Zahl ſeyn, wohl-wiſſend, daß er bey jetzigen Zeiten in dieſen Laͤndern wuͤrde ſchlechte Ehre mit ſolchen abgeſchmackten Reden haben eingelegt, indem an ſtatt der Narren nichts als lauter gern-ſeyn wollende Doctores und Doctorinnen allenthalben zu finden ſeyn.","norm":"Stultorum infinitus est numerus, dass der Narren eine unendliche Zahl sein, wohl-wissend, dass er bei jetzigen Zeiten in diesen Ländern würde schlechte Ehre mit solchen abgeschmackten Reden haben eingelegt, indem anstatt der Narren nichts als lauter gern-seyn wollende Doctores und Doktorinnen allenthalben zu finden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.414299964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5408,"date":1719,"orig":"Æſculapius der erſte Artzt wurde von dem Heydenthumb zu einem GOtt und Vorſteher der gantzen Artzney-Kunſt erwehlet, weilen er den Hippolitum und verwundten Herculem gluͤcklich curirt hatte; deßgleichen iſt ſolche Ehre auch wiederfahren deß Æſculapii Sohn dem Machaon, welcher in der Belaͤgerung vor Troja einen Feld-Medicum abgegeben, wie auch dem Chiron und Æſclepiadi, welche alle ſeyn vergoͤttert worden; Ja ſo gar unter den Weibern iſt die Hygiæa deß Æſculapii Frau Gemahl zur Goͤttlichen Ehr gelanget, weil ſie mit etlichen Kraͤutern wuſte umbzuſpringen.","norm":"Aesculapius der erste Arzt wurde von dem Heidentum zu einem Gott und Vorsteher der ganzen Arzneikunst erwählt, weilen er den Hippolitum und verwundeten Herculem glücklich kuriert hatte; desgleichen ist solche Ehre auch widerfahren des Aesculapii Sohn dem Machaon, welcher in der Belagerung vor Troja einen Feld-Medicum abgegeben, wie auch dem Chiron und Aesclepiadi, welche alle sein vergöttert worden; Ja so gar unter den Weibern ist die Hygiaea des Aesculapii Frau Gemahl zur göttlichen Ehre gelangt, weil sie mit etlichen Kräutern wusste umzuspringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.775599956512451} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5409,"date":1719,"orig":"Wann es nun bey jetzigen Zeiten noch die Mode waͤre, daß ein jeder ſolte vergoͤttert werden, welcher ſeinem Naͤchſten etwan die Wuͤrme aus dem Leibe getrieben, eine Wunden geheilet, die Kopff- Schmertzen geſtillet, oder ſonſten ſeine Weißheit mit einem Clyſtir haͤtte am Tag gegeben, was wuͤrde nicht fuͤr eine Menge der Goͤtter uͤberall ſeyn anzutreffen?","norm":"Wann es nun bei jetzigen Zeiten noch die Mode wäre, dass ein jeder sollte vergöttert werden, welcher seinem Nächsten etwan die Würmer aus dem Leibe getrieben, eine Wunden geheilt, die Kopff-Schmerzen gestillt, oder sonsten seine Weisheit mit einem Clystir hätte am Tag gegeben, was würde nicht für eine Menge der Götter überall sein anzutreffen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.191299915313721} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5410,"date":1719,"orig":"Man wuͤrde gewißlich finden unter den Soldaten tapffere Martes, und den Edlen, anſehnliche Joves, unter den Frauen, wohl-geſtalte Junones, unter den Gelehrten, begeiſterte Apollines, an holdſeeligen Statt-und Feld-Nymphen wuͤrde kein Mangel ſeyn, man wuͤrde auch allenhalben antreffen geruntzelte Proſerpinas, rinaͤugede, Megæras, kroͤpffige Tiſiphones: die leichtfertigen Veneres ſolten auch nicht ausbleiben; Mit einem Wort, wir wuͤrden einen ſolchen Uberfluß der Goͤtter und Goͤttinnin haben, daß wir auch mit den Roͤmern der Thuͤr-Schwellen, und geringſten Sachen koͤnten einen zueignen.","norm":"Man würde gewisslich finden unter den Soldaten tapfere Martes, und den Edlen, ansehnliche Joves, unter den Frauen, wohl-gestalte Junones, unter den Gelehrten, begeisterte Apollines, an holdseligen Statt-und Feld-Nymphen würde kein Mangel sein, man würde auch allenhalben antreffen gerunzelte Proserpinas, rinäugede, Megaeras, kropfige Tisiphones: Die leichtfertigen Veneres sollten auch nicht ausbleiben; mit einem Wort, wir würden einen solchen Überfluss der Götter und Göttinnen haben, dass wir auch mit den Römern der Türschwellen, und geringsten Sachen könnten einen zueignen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92710018157959} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5411,"date":1719,"orig":"Die Griechen haben auch vor Zeiten dem zuvor gedachten Artzney-GOtt Æſculapio einen koſtbahren Tempel erbauet, und ihm taͤglich ein paar Hahnen mit groſſen Ceremonien auffgeopffert, dardurch die ſonderbahre Wachtſamkeit der rechten Aertzten zu verſtehen gegeben.","norm":"Die Griechen haben auch vor Zeiten dem zuvor gedachten Artzney-GOtt Aesculapio einen kostbaren Tempel erbauet, und ihm täglich ein paar Hähne mit großen Zeremonien aufgeopfert, dadurch die sonderbare Wachtsamkeit der rechten Ärzten zu verstehen gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.559800148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5412,"date":1719,"orig":"GOtt Lob, bey uns Chriſten iſt dieſe Heydniſche Mode auch abkommen, und iſt gar wohl geſchehen, dann wann man ſolte einem jeden Artzney- Goͤtzen, der etwan wegẽ eines Wurm-Pulvers waͤre vergoͤttert worden, ſolche Ehr erweiſen, wo nehmen wir Materialien zu den Tempeln? wo wuͤrden gnug Hahnen zu finden ſeyn?","norm":"Gott Lob, bei uns Christen ist diese Heidnische Mode auch abkommen, und ist gar wohl geschehen, dann wann man sollte einem jeden Artzney-Götzen, der etwan wegen eines Wurm-Pulvers wäre vergöttert worden, solche Ehre erweisen, wo nehmen wir Materialien zu den Tempeln? wo würden genug Hähne zu finden sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.506899833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5413,"date":1719,"orig":"Jch vermeyne, die Zufuhr der Steyriſchen Kapaunen mcheꝛ Wien wuͤꝛde bald ins Abnehmẽ kommen, ob ſchon man auch ſolches Feder-Vieh auf Egyptiſche Manier in Oefen ſolte ausbruͤten, ja wann man nur einen jeden mit Abnehmen des Huts verehren ſolte, wie offt muͤſte man des Tages ſolche Ehr wiederholen? wie ſehr wuͤrden wir den Catharren unterworffen ſeyn?","norm":"Ich vermeine, die Zufuhr der Steirischen Kapaunen mcher Wien würde bald ins Abnehmen kommen, ob schon man auch solches Federvieh auf ägyptische Manier in Öfen sollte ausbrüten, ja wann man nur einen jeden mit Abnehmen des Huts verehren sollte, wie oft müsste man des Tages solche Ehre wiederholen? wie sehr würden wir den Katarrhen unterworfen sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5914998054504395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5414,"date":1719,"orig":"Vor Alters ware beynebens auch dieſe Gewohnheit, daß die Kraͤuter von demjenigen den Nahmen bekamen, welcher ſelbige erfunden, oder damit gluͤckliche Curen verrichtet hatte; Alſo hat Pæonia, die Pæonien-Roſen den Nahmen geerbet von dem fuͤrnehmen Griechen Pæon, welcheꝛ daꝛmit die Fraiß bey vielen gluͤcklich vertrieben. die Gentiana, Entzian Wurtzel hat erfunden, und ſie mit ſeinem eignen Nahmen geadelt, Gentius, ein Koͤnig in Illyrien: die Lyſimachiam (Weiderich) der Koͤnig Lyſimachus in Macedonien: die Clymenos (Waldwinde oder Zeimbling) der Koͤnig Clymenus: das Telephium, ſonſt Fabaria, Knaben-und Donner-Kraut genannt, der Koͤnig Telephus in Myſien: den purgirenden Safft Euphorbium, der Euphorbus deß Mauritaniſchen Koͤnigs Jubæ Leib-Medicus: das Eupatorium auf teutſch: Odermenig, der Koͤnig Eupator in Ponto:","norm":"Vor Alters war beinahe auch diese Gewohnheit, dass die Kräuter von demjenigen den Namen bekamen, welcher selbige erfunden, oder damit glückliche Kuren verrichtet hatte; also hat Päonie, die Päonienrosen den Namen geerbt von dem fürnehmen Griechen Paeon, welcher damit die frais bei vielen glücklich vertrieben . die Gentiana, Enzian Wurzel hat erfunden, und sie mit seinem eigenen Namen geadelt, Gentius, ein König in Illyrien: die Lysimachiam (Weiderich) der König Lysimachus in Mazedonien: die Clymenos (Waldwinde oder Zeimbling) der König Clymenus: das Telephium, sonst Fabaria, Knaben- und Donnerkraut genannt, der König Telephus in Mysien: den purgierenden Saft Euphorbium, der Euphorbus des Mauretanischen Königs Jubae Leibmedicus: das Eupatorium auf Deutsch: Odermenig, der König Eupator in Ponto:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.898600101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5415,"date":1719,"orig":"das Echium Alcibiadon (die wilde Ochſen-Zung) der Athenienſer Fuͤrſt Alcibiades: das Helenium (die Aland-Wurtzel) die ſchoͤne Helena aus Griechen-Land: den Beyfuß Artemiſam die Koͤnigin Artemiſia in Carien, ein Gemahl des Koͤnigs Mauſoli.","norm":"das Echium Alcibiadon (die wilde Ochsenzunge) der Athener Fürst Alcibiades: das Helenium (die Aland-Wurzel) die schöne Helena aus Griechenland: den Beifuß Artemisam die Königin Artemisia in Karien, ein Gemahl des Königs Mausoli.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156400203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5416,"date":1719,"orig":"Ja ſo gar die Compcſita, als Salben, Pulver, und Latwercken ſeynnach ihren Erfindern geneñt worden, als da iſt das unguentum Aggrippæ, (die Agrippen-Salbe,) von Agrippa Koͤnig in Judæa: das unguentum Comitiſſæ, (die Graͤfin-Salben, den ſchwangeren Frauen die Frucht darmit zu erhalten,) von einer Graͤfin von Wandern: der laxirende Aepffel-Safft von Sapore einem Koͤnig in Medien: das Electuarium Juſtini (Sand-treiben des Latwerglein) vom Kaͤyſer Juſtino: die Species Diarrhodon Abbatis (das kuͤhl-und eroͤffnende Leber-Pulver) von einem Abt zu Chur in Schweitzer-Landt: Andere Compoſita zu geſchweigen, als da ſeyn die Kaͤyſerlichen Magen-Morſellen, die gruͤne Koͤnig-Salben, Kaͤyſer Carl-Waſſer, Marggraffen-Pulver, und dergleichen, die alle nach ihren Erfindern titulirt worden.","norm":"Ja so gar die Compcsita, als Salben, Pulver, und Latwercken seynnach ihren Erfindern genannt worden, als da ist das unguentum Aggrippae, (die Agrippen-Salbe,) von Agrippa König in Judaea: das unguentum Comitissae, (die Gräfin-Salben, den schwangeren Frauen die Frucht damit zu erhalten,) von einer Gräfin von Wandern: der laxierende Äpfelsaft von Sapore einem König in Medien: das Electuarium Justini (Sand-Treiben des Latwerglein) vom Kaiser Justino: die Species Diarrhodon Abbatis (das kühl- und eröffnende Leberpulver) von einem Abt zu Kür in Schweizer-Land: Andere Composita zu geschweigen, als da sein die Kaiserlichen Magenmorsellen, die grüne König-Salben, Kaiser Carl-Wasser, Marggraffen-Pulver, und dergleichen, die alle nach ihren Erfindern tituliert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.367000102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5417,"date":1719,"orig":"Wañ man nun ſolte auch bey jetzigen Zeiten, die Kraͤuter, Wurtzel und Pulver, ſammt den Salben nach demjenigen tauffen, welcher ſelbige erfindet, oder darmit ſchoͤne Curen verrichtet, was wuͤrden nicht fuͤr ſeltzame Nahmen heraus kommen? wie wuͤrden nicht die Buͤchſen in Apothecken mit lauter Xantippiſchen, Proſerpiniſchen und Megæriſchen Uberſchrifften gezieret ſeyn? wer wuͤrde ſolche ſeltzame Abentheuer erlernen koͤnnen?","norm":"Wann man nun sollte auch bei jetzigen Zeiten, die Kräuter, Wurzel und Pulver, samt den Salben nach demjenigen Taufen, welcher selbige erfindet, oder damit schöne Kuren verrichtet, was würden nicht für seltsame Namen herauskommen? wie würden nicht die Büchsen in Apotheken mit lauter Xantippischen, Proserpinischen und Megaarischen Überschriften geziert sein? wer würde solche seltsame Abenteuer erlernen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416999816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5418,"date":1719,"orig":"Jndeme ohne diß die Kraͤuter, wann ſie nur aus einem Dorff ins andere getragen werden, gleich ein groſſe Veraͤnderung in der teutſchen Sprache muͤſſen ausſtehen, dann Anethum heiſſet man an dieſem Orth Till, anderswo aber Kopper:","norm":"Indem ohne dies die Kräuter, wann sie nur aus einem Dorf ins andere getragen werden, gleich ein große Veränderung in der deutschen Sprache müssen ausstehen, dann Anethum heißt man an diesem Ort Till, anderswo aber Kopper:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.069900035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5419,"date":1719,"orig":"Agrimonia bald Odermenig, bald Adexen: Cerefolium, bald Koͤrbel-Kraut, bald Keferfill: Millefolium, bald Schaffgarb, bald Gachel-Kraut, und was der Thorheiten noch mehr ſeyn.","norm":"Agrimonia bald Odermenig, bald Adexen: Cerefolium, bald Körbelkraut, bald Keferfill: Millefolium, bald Schafgarbe, bald Gachel-Kraut, und was der Torheiten noch mehr sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5420,"date":1719,"orig":"Zum Beſchluß dieſes Capitels wollen wir noch die Frag eroͤrthern, was dann eigentlich die Urſach ſey, daß bey jetzigen Zeiten allhier in Teutſchland ſich faſt jedermann unterſtehet zu curiren, und alſo einen Artzney-Affen will abgeben?","norm":"Zum Beschluss dieses Kapitels wollen wir noch die Frag erörtern, was dann eigentlich die Ursache sei, dass bei jetzigen Zeiten allhier in Deutschland sich fast jedermann unterstehet zu kurieren, und also einen Arzneiaffen will abgeben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.067699909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5421,"date":1719,"orig":"Jch bin der gaͤntzlichen Meynung, daß dieſes erſtlich aus einem Trieb der Natur herruͤhre, omnis enim homo naturaliter ſcire deſiderat, dann einem jeden Menſchen iſt angebohren, daß er frembde Sachen geꝛn wiſſen wil.","norm":"Ich bin der gänzlichen Meinung, dass dieses erstlich aus einem Trieb der Natur herrühre, omnis enim homo naturaliter scire desiderat, dann einem jeden Menschen ist angeboren, dass er fremde Sachen gern wissen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.030799865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5422,"date":1719,"orig":"Zum andern iſt dieſe Curir-Kunſt leicht zu lernen, und braucht kein ſonderes Kopff-Brechen: Exempel-Weiß, einem wiꝛd der Kopf-Schmertzen mit dem Betonic-Pflaſter vertrieben, dieſes ſicht ein Artzney-Aff, ſo hat er ſchon ohne weiteres Studiren gelernet, alle Kopff-Schmertzen zu vertreiben, da herentgegen, ein rechtſchaffener Medicus muß vorhero alle Zeichen mit ſcharffen Examiniren betrachten, was eigentlich die Urſach dieſes Zuſtands ſey, ob etwan Gall, Schleim, Wind, in-oder auſſerhalb der Hirn- Schaalen ſtecke, oder ob er von dem Magen, Miltz, Leber, Mutter oder anderwaͤrts herruͤhre; Jtem ob es ſey dolor gravativus, pungitivus, diſtenſivus, fixus vel vagus, Idiopathicus, vel Sympathicus &c. wo allezeit die Medicamenten nach Veraͤnderung der Urſachen auch muͤſſen veraͤndert werden.","norm":"Zum anderen ist diese Curir-Kunst leicht zu lernen, und braucht kein sonders Kopfbrechen: Exempelweiß, einem wird der Kopfschmerzen mit dem Betonic-Pflaster vertrieben, dieses Sicht ein Arzneiaffe, so hat er schon ohne weiteres Studieren gelernt, alle Kopfschmerzen zu vertreiben, da herentgegne, ein rechtschaffener Medikus muss vorher alle Zeichen mit scharfen Examinieren betrachten, was eigentlich die Ursache dieses Zustands sei, ob etwan Gall, Schleim, Wind, in- oder außerhalb der Hirn-Schalen stecke, oder ob er von dem Magen, Milz, Leber, Mutter oder anderwärts herrühre; Item ob es sei dolor gravativus, pungitivus, distensivus, fixus vel vagus, Idiopathicus, vel Sympathicus & c. wo allezeit die Medikamenten nach Veränderung der Ursachen auch müssen verändert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.503799915313721} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5423,"date":1719,"orig":"Aber unſere Artzney- Affen u. Ehr-beduͤrfftige Schnadeꝛbuͤchſen haben viel geſcheidtere Koͤpff, dann ſie koͤñen beym Koch-und Famb-Loͤffel in einer viertel Stund die gantze Medicin voͤllig faſſen, wann ſie nehmlich wiſſen, daß Centaur oder Tauſend-Guͤlden- Kraut fuͤr das Fieber, Poley fuͤr die Mutter- Zuſtaͤnd, Jſop fuͤr die Lugenſucht, Hirſch-Zung fuͤr Miltz-Kranckheiten, Peterſilg fuͤr Stein und Sand, Borage fuͤr Schwachheiten, Eichen-Mißpel fuͤr die Fraiß, und Attig fuͤr die Waſſerſucht dienen, mit dieſer Wiſſenſchafft vermeynen ſie alle Kranckheiten zu curiren; Aber meine liebe Artzney-Affen und in die quintam eſſentiam reducirte General-Narren, wann ihr nur einen jeden Zuſtand mit einem eintzigem Kraut heilen koͤnnet, warumb vergeſſet ihr denn euere eigene Hirn-Kranckheit, wiſſet ihr nicht, daß jenes Kraut Typha, auf der Hoch-teutſchen Frau Mutter-Sprach:","norm":"Aber unsere Artzney-Affen u. Ehrbedürftige Schnaderbüchsen haben viel gescheitere Köpf, dann sie können beim Koch-und Famb-Löffel in einer viertel Stunde die ganze Medizin völlig fassen, wann sie nämlich wissen, dass Kentaur oder Tausend-Gülden-Kraut für das Fieber, Poley für die Mutter-Zustände, Ysop für die Lugensucht, Hirsch-Zunge für Milzkrankheiten, Petersilg für Stein und Sand, Borage für Schwachheiten, Eigen-Mispel für die frais, und Attig für die Wassersucht dienen, mit dieser Wissenschaft vermeinen sie alle Krankheiten zu kurieren; Aber meine liebe Arzneiaffen und in die quintam essentiam reduzierte General-Narren, wann ihr nur einen jeden Zustand mit einem einzigem Kraut heilen könnet, warum vergesset ihr denn eure eigene Hirn-Krankheit, wisset ihr nicht, dass jenes Kraut Tiefe, auf der Hochdeutschen Frau Muttersprache:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32859992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5424,"date":1719,"orig":"Narrn-Kolben genandt, euern Zuſtand in einem compendio ſehr dienlich ſeyn wuͤrde.","norm":"Narren-Kolben genannt, euren Zustand in einem compendio sehr dienlich sein würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620100021362305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5425,"date":1719,"orig":"Hippocrates der Fuͤrſt aller Medicorum, nachdem er nun 104. Jahr gelebet, und ſich zum Sterben bereitete, ſinge an bitterlich zu weinen, gefragt von ſeinen Diſcipeln, warumb er weinete, gabe zur Antwort: ſolte ich die Zehren nicht reichlich veꝛgieſſen, maſſen ich alleꝛeꝛſt anjetzo anfang in der Artzeney zu erlernen, und ſoll ſchon ſterben!","norm":"Hippokrates der Fürst aller Medicorum, nachdem er nun 104. Jahr gelebt, und sich zum Sterben bereitete, singe an bitterlich zu weinen, gefragt von seinen Discipeln, warum er weinte, gab zur Antwort: sollte ich die Zehren nicht reichlich vergießen, maßen ich allererst jetzt Anfang in der Arznei zu erlernen, und soll schon sterben!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433300018310547} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5426,"date":1719,"orig":"Belachet nun meine liebe Artzney-Affen mit Democrito euere ſelbſt eigene Thorheit: Hippocrates, welcher wegen ſeiner groſſen Wiſſenſchafft von den Griechen ein Erhalter der Landſchafften Theſſalien, Macedonien und Thracien iſt genennet worden: umb welchen der groſſe Perſiſche Welt-Monarch Artaxerxes eigene Bothſchaffter zu den Jnnwohnern der Jnſul Coos (wo Hippocrates gebohren, und ſich auch nachmahls auffgehalten) mit groſſen Verehrungen geſendet, und endlich ihnen wegen deſſen Weigerung einen oͤffentlichen Krieg angetragen; dieſer Hochgelehrte Mann, und verſtaͤndige Kopff, deßgleichen wenig gefunden werden, bekennt in ſeinem Todt-Bett, daß er in ſo vielen Jahren nichts gelernet, und allererſt im Tod den Anfang mache, und ihr plumpe Affen-Koͤpff ſeyd der naͤrriſchen Meynung, daß ihr in ſo kurtzer Zeit die gantze Artzney-Kunſt mit Haut und Haar gefreſſen, und voͤllig verdauethabt!","norm":"Belachet nun meine liebe Arzneiaffen mit Democrito eure selbst eigene Torheit: Hippokrates, welcher wegen seiner großen Wissenschaft von den Griechen ein Erhalter der Landschaften Thessalien, Mazedonien und Thracien ist genannt worden: um welchen der große Persische Weltmonarch Artaxerxes eigene Botschafter zu den Inwohnern der Insel Coos (wo Hippokrates geboren, und sich auch nachmals aufgehalten) mit großen Verehrungen gesendet, und endlich ihnen wegen dessen Weigerung einen öffentlichen Krieg angetragen; dieser Hochgelehrte Mann, und verständige Kopf, desgleichen wenig gefunden werden, bekennt in seinem Totenbett, dass er in so vielen Jahren nichts gelernt, und allererst im Tod den Anfang mache, und ihr plumpe Affen-Köpff seid der närrischen Meinung, dass ihr in so kurzer Zeit die ganze Arzneikunst mit Haut und Haar gefressen, und völlig verdauethabt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.279799938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5427,"date":1719,"orig":"O quantum eſt in rebus inane.","norm":"O quantum est in rebus inane.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":5.421599864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5428,"date":1719,"orig":"Die dritte und letzte Urſach, warumb bey jetzigen Zeiten die Artzney-Affen ſo ſehr uͤberhand nehmen, iſt nicht die geringſte, daß ſelten ihre Curen mit rechtſchaffenen Ernſt verbothen werden, weilen nun das Unkraut von ſich ſelbſten leicht zunimmt, wann es nicht bey Zeiten wird ausgerottet, alſo iſts ſich nicht zu verwundern, daß anjetzo faſt alle Orth mit ſolchen unerfahrnen Quackſalbern, ruhmſuͤchtigen Darm- Waſchern, und allerley Artzney-Affen uͤberfluͤßig verſehen, verbleibt derowegen noch wahr, was der Poët ſchon laͤngſt vorgebracht:","norm":"Die dritte und letzte Ursache, warum bei jetzigen Zeiten die Arzneiaffen so sehr überhandnehmen, ist nicht die geringste, dass selten ihre Kuren mit rechtschaffenen Ernst verboten werden, weilen nun das Unkraut von sich selbst leicht zunimmt, wann es nicht beizeiten wird ausgerottet, also ist es sich nicht zu verwundern, dass jetzt fast alle Ort mit solchen unerfahrenen Quacksalbern, ruhmsüchtigen Darm-Waschern, und allerlei Arzneiaffen überflüssig versehen, verbleibt derowegen noch wahr, was der Poet schon längst vorgebracht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218599796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5429,"date":1719,"orig":"Fingunt ſe Medicos, quivis Idiota profanus Judæus, Monachus, hiſtrio, raſor, anus.","norm":"Fingunt se Medicos, quivis Idiota profanus Judaeus, Monachus, histrio, rasor, anus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.667399883270264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5430,"date":1719,"orig":"Miles, mercator, cerdo nutrix & arator, Vult Medicas hodie quivis habere manus.","norm":"Miles, mercator, cerdo nutrix & arator, Vult Medicas hodie quivis habere manus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.895899772644043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5431,"date":1719,"orig":"Das dritte Capittel.","norm":"Das dritte Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.647600173950195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5432,"date":1719,"orig":"Von hoher Einbildung und Hochmuth der Allamodiſchen Artzney-Affen.","norm":"Von hoher Einbildung und Hochmut der Alamodischen Arzneiaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.087900161743164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5433,"date":1719,"orig":"WAnn es zu Zeiten unſeren Artzney- Affen gerathet, wie jenem Blinden, der ein Huff-Eiſen in illo tempore gefunden, daß ihre gegebene Mittel dem Krancken gedienet, da werden ſie ſich ſchon ſtellen, als wann ſie mit lauter Hippocratiſcher Wiſſenſchafft, wie ein Sau-Blatter mit Lufft waͤre auffgeblaſen: ſie werden die Erd mit einer Spaniſchen Grandeza betreten, als wann ſie nicht ihre Mutter waͤre, ja oͤfftermahls mit ihrem eigenen Schatten eyffern, wañ er nicht will hinter ihnen nachgehen; da heißt es wohl recht: nos poma natamus.","norm":"Wann es zu Zeiten unseren Artzney-Affen geratet, wie jenem Blinden, der ein Hufeisen in illo tempore gefunden, dass ihre gegebene Mittel dem Kranken gedient, da werden sie sich schon stellen, als wann sie mit lauter hippokratischer Wissenschaft, wie ein Saublatter mit Luft wäre aufgeblasen: sie werden die Erde mit einer Spanischen Grandeza betreten, als wann sie nicht ihre Mutter wäre, ja öftermals mit ihrem eigenen Schatten eifern, wann er nicht will hinter ihnen nachgehen; da heißt es wohl recht: nos poma natamus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.65749979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5434,"date":1719,"orig":"Da bilden ſie ihnen kraͤfftiglich ein, ſie allein ſeyn, die was verſtehen, und ſonſten Niemand; ſolche Artzney-Affen kommen mir natuͤrlich fuͤr, wie die Mohren; dieſe lappiſche Leuthe ſeyn auch der Meynung, daß ſie die allerſchoͤnſten Menſchen ſeyn auf dem gantzen Erdboden, dahero achten ſie die weiſſen Leiber fuͤr Mißgeburthen, mahlen auch den Teufel weiß, weil es ſich nicht geziemet, daß eine ſo wilde und teufliſche Creatur ſich der Schwaͤrtze bedienen ſolte, welche den Schoͤnen allein wohl anſtehet.","norm":"Da bilden sie ihnen kräftiglich ein, sie allein sein, die was verstehen, und sonsten niemand; solche Arzneiaffen kommen mir natürlich für, wie die Mohren; diese lappische Leute sein auch der Meinung, dass sie die allerschönsten Menschen sein auf dem ganzen Erdboden, daher achten sie die weißen Leiber für Missgeburten, malen auch den Teufel weiß, weil es sich nicht geziemet, dass eine so wilde und teuflische Kreatur sich der Schwärze bedienen sollte, welche den Schönen allein wohl anstehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.868000030517578} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5435,"date":1719,"orig":"Wann man aber die Sache recht betrachtet, ſo wird hoffentlich Niemand dieſen Artzney-Affen wegen ihrer hohẽ Einbildung neydiſch ſeyn, dañ es iſt ihrer Natur gemaͤß: Stultus und Stoltz waͤchſt gern auf einem Holtz; ſie halten alſo zwar wohl viel auf ſich, ſeyn aber nur allein die was darauff halten, andere halten herentgegen nichts von ihnen, ſo gehet es mit einander auf, ja ſolche Einbildungen bleiben auch nicht lange Zeit, weil Mertzen-Schnee, und naͤrriſcher Leuth Hoffarth kein Beſtand haben; Jndem nun der Ubermuth, und die Verachtung des Naͤchſten ohnediß gute Camerathin ſeyn, da unterſtehen ſich ſolche Affen einem jeden Medico die Ausſtellungen zu machen, und geſetzt die Medici haben endlich was Lob-wuͤꝛdiges in ſich, welches ohne Hand-greiffliche Luͤgen nicht kan widerlegt werden, ſo wird doch allzeit ein teufliſches: aber/ oder ein Zoiliſches: doch darhinter ſeyn; Sie machen es wie vor Zeiten die Lacædemonier, welche den Geſetz-Geber Lycurgum tadleten, weil er im Gehen den Kopff nicht gerad gehalten, den unvergleichlichen Scipionem beſchimpfften auch die Roͤmer, weil er im Schlaff ſehr ſchnarchete: der weiſe Cato muſte auch durch die Haͤchel gezogen werden, weil er mit vollem Munde eſſen pflegte.","norm":"Wann man aber die Sache recht betrachtet, so wird hoffentlich niemand diesen Arzneiaffen wegen ihrer hohen Einbildung neidisch sein, dann es ist ihrer Natur gemäß: Stultus und Stolz wächst gern auf einem Holz; sie halten also zwar wohl viel auf sich, sein aber nur allein die was darauf halten, andere halten herentgegne nichts von ihnen, so geht es miteinander auf, ja solche Einbildungen bleiben auch nicht lange Zeit, weil Mertzen-Schnee, und närrischer Leute Hoffart kein Bestand haben; indem nun der Übermut, und die Verachtung des Nächsten ohnedies gute Kameradin sein, da unterstehen sich solche Affen einem jeden Medico die Ausstellungen zu machen, und gesetzt die Medici haben endlich was Lob-würdiges in sich, welches ohne handgreifliche Lügen nicht kann widerlegt werden, so wird doch allzeit ein teuflisches: aber / oder ein Zoilisches: doch dahinter sein; Sie machen es wie vor Zeiten die Lacaedemonier, welche den Gesetzgeber Lycurgum tadelten, weil er im Gehen den Kopf nicht gerade gehalten, den unvergleichlichen Scipionem beschimpften auch die Römer, weil er im Schlaf sehr schnarchte: Der weise Cato musste auch durch die Hechel gezogen werden, weil er mit vollem Munde essen pflegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.311600208282471} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5436,"date":1719,"orig":"Bey jetzigen Zeiten iſt es ſchon ſo weit kommen, daß ſelten wird eine Verſammlung oder Mahlzeit gehalten werden, wo die Medici nicht muͤſſen ein Schau-Eſſen darbey abgeben, da fangen dieſe Artzney-Affen an, die Ehr dergeſtalten ihnen zu trenchiren, daß nicht ein Glied bey dem andern bleiben kan, bevoraus wann der Octobriſche Wetzſtein das groſſe Meſſer noch etwas mehrers darzu geſchaͤrffet; da werden ſie eines daher ſchnadern, und ſagen: dieſer Doctor iſt zwar ein guter Mann, aber man muß den guten Rath in der Fruͤhe bey ihm abholen:","norm":"Bei jetzigen Zeiten ist es schon so weit kommen, dass selten wird eine Versammlung oder Mahlzeit gehalten werden, wo die Medici nicht müssen ein Schau-Essen dabei abgeben, da fangen diese Arzneiaffen an, die Ehre dergestalt ihnen zu tranchieren, dass nicht ein Glied bei dem anderen bleiben kann, bevoraus wann der Octobrische Wetzstein das große Messer noch etwas mehreres dazu geschärft; da werden sie eines daher schnadern, und sagen: Dieser Doktor ist zwar ein guter Mann, aber man muss den guten Rat in der Frühe bei ihm abholen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.090199947357178} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5437,"date":1719,"orig":"Nachmittag kommt man zu ſpath, er gehet damahls mehr mit Bechern, als mit Buͤchern umb, und die beſten Recept ſeyn ſchon im rothen Wein zerſchmoltzen; dieſer hat zwar eine groſſe Scienz, doch kein Stern noch Gluͤck darbey; die Herrn Todten-Graͤber koͤnnen ihm ſicher zum Neuen- Jahr einen ſchoͤnen Marcipan verehren, weilen er ihm ihre Officia ſo ſehr laͤßt recommendiret ſeyn.","norm":"Nachmittag kommt man zu spat, er geht damals mehr mit Bechern, als mit Büchern um, und die besten Rezept sein schon im roten Wein zerschmolzen; dieser hat zwar eine große Scienz, doch kein Stern noch Glück dabei; die Herrn Totengräber können ihm sicher zum Neuen-Jahr einen schönen Marzipan verehren, weilen er ihm ihre Officia so sehr lässt rekommandieret sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585299968719482} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5438,"date":1719,"orig":"Jener iſt ſehr beredſam, und meynet er huſte nichts als lauter Aphoriſmos Hippocratis aus, habe auch den Galenum an Fingern, wie ein blinder Leyer-Mann die Griff: im Diſputiren und Conſultiren hat er ein Geſchrey, macht aber nichts darmit, als verwirrtes Garn und verwickelte Netz, darmit man doch nicht viel anders, als einen Lateiniſchen Haaſen auf die letzt fangen kan: Jch traue ihm halt nicht, er iſt noch zu jung, wann er noch etliche Freit- Hoͤf wird gefuͤllet haben, ſo wird ein wacker Kerl aus ihm werden.","norm":"Jener ist sehr beredsam, und meinet er huste nichts als lauter Aphorismus Hippocratis aus, habe auch den Galenum an Fingern, wie ein blinder Leiermann die Griff: im Disputieren und konsultieren hat er ein Geschrei, macht aber nichts damit, als verwirrtes Garn und verwickelte Netz, damit man doch nicht viel anders, als einen lateinischen Hasen auf die letzt fangen kann: Ich traue ihm halte nicht, er ist noch zu jung, wann er noch etliche Freit-Höfe wird gefüllt haben, so wird ein wacker Kerl aus ihm werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302800178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5439,"date":1719,"orig":"Dieſer iſt zwar vor 20. Jahren der Fuͤrnehmſte geweſen, aber jetzo iſt er weder zum Sieden noch zum Braten dienlich:","norm":"Dieser ist zwar vor 20. Jahren der Fürnehmste gewesen, aber jetzt ist er weder zum Sieden noch zum Braten dienlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.22100019454956} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5440,"date":1719,"orig":"er iſt ſchon gar zu alt, und hat wie ein ausgeſungener Finck ausgelernet.","norm":"er ist schon gar zu alt, und hat wie ein ausgesungener Fink ausgelernt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240499973297119} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5441,"date":1719,"orig":"Ja ſolches Affen-Geſchmeiß, und Ehr-abſchneideriſche Schnaderbuͤchſen machen noch kein Ende; da muß ihn dieſer gar zu herriſch und geſchaͤfftig, jener aber gar zu ſchmeichleriſch und ein Ja-Herr ſeyn: dieſer gar zu nett und ſtattlich, jener aber gar zu ſchlecht und Schulmeiſteriſch aufziehen: bald gehet einer zu geſchwind, der ander aber zu langſam; dieſer hat einen zu hohen, jener aber einen gar zu niedertraͤchtigen Geiſt: der eine iſt gar zu ſauerſuͤchtig, und ſiehet aus, wie eine ungeſaltzene Cerbolath- Wurſt, der ander aber zu frey und vermeſſen: der dritte iſt allzuſtill, als wann ihm die Hunde das Brodt genommen haͤtten, der vierdte herentgegen gar zu ſehr ausgelaſſen, und ein rechter Fabelhanß.","norm":"Ja solches Affengeschmeiß, und Ehr-abschneiderische Schnaderbüchsen machen noch kein Ende; da muss ihn dieser gar zu herrisch und geschäftig, jener aber gar zu schmeichlerisch und ein Ja-Herr sein: dieser gar zu nett und stattlich, jener aber gar zu schlecht und Schulmeisterisch aufziehen: bald geht einer zu geschwind, der ander aber zu langsam; dieser hat einen zu hohen, jener aber einen gar zu niederträchtigen Geist: Der eine ist gar zu sauersüchtig, und sieht aus, wie eine ungesalzene Cerbolath-Wurst, der ander aber zu frei und vermessen: Der dritte ist allzustill, als wann ihm die Hunde das Brot genommen hätten, der vierte herentgegne gar zu sehr ausgelassen, und ein rechter Fabelhanß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.03849983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5442,"date":1719,"orig":"Dieſer iſt zu furchtſam, und waͤre von noͤthen, daß er in hitzigen Kranckheiten den Pulß von fern durch einen Stecken thaͤte anruͤhren: ſonſten iſt er nur ein Cremortartar- Doctor, er wird ſelten die Kranckheit mit rechtſchaffenen Mitteln angreiffen.","norm":"Dieser ist zu furchtsam, und wäre vonnöten, dass er in hitzigen Krankheiten den Puls von fern durch einen Stecken täte anrühren: sonsten ist er nur ein Cremortartar-Doktor, er wird selten die Krankheit mit rechtschaffenen Mitteln angreifen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9791998863220215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5443,"date":1719,"orig":"Dieſer aber ein rechter Wagehalß, und gar zu violent:","norm":"Dieser aber ein rechter Wagehals, und gar zu violent:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.545899868011475} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5444,"date":1719,"orig":"er iſt nur zu gebrauchen wenn alle andere ſchon verzweifelt haben, da waget er noch ein Chymiſches Stuͤcklein/ gehts, ſo gehts; gehts nicht, ſo hat es auch nicht ſo viel zu bedeuten, wann einer umb einen Tag fruͤher oder ſpater ins Grab beiſſet, und ſich in eine hoͤltzerne Paſtete laͤßt einſchlagen; In Summa Summarum, alles muß von dieſem Affen-Geſchmeiß auf die Gold-Waage gelegt, und auffs genaueſte abgewogen werden.","norm":"er ist nur zu gebrauchen wenn alle andere schon verzweifelt haben, da waget er noch ein Chemisches Stücklein / geht es, so geht es; geht es nicht, so hat es auch nicht so viel zu bedeuten, wann einer um einen Tag früher oder spate ins Grab beißet, und sich in eine hölzerne Pastete lässt einschlagen; in Summa Summarum, alles muss von diesem Affengeschmeiß auf die Goldwaage gelegt, und aufs genaueste abgewogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.782899856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5445,"date":1719,"orig":"Viel Gelehrte ſeyn der gaͤntzlichen Meynung, daß derjenige Medicus, welcher 10. Jahr lang in einer groſſen Stadt unter ſolchen Artzney-Affen practiciret, ſolte billich wegen ſeiner mit Gedult ausgeſtandenen Verfolgungen in das Martyrologium eingeſchrieben werden, und nimmt mich nur Wunder, daß der gedultige Job nicht habe auch einen Medicum abgegeben, indem er auf der Patienten Bethel tauſendmahl mehr Gedult, als auf dem Miſt- Boͤttelein haͤtte ſammlen koͤnnen.","norm":"Viel Gelehrte sein der gänzlichen Meinung, dass derjenige Medikus, welcher 10. Jahr lang in einer großen Stadt unter solchen Arzneiaffen praktiziert, sollte billig wegen seiner mit Geduld ausgestandenen Verfolgungen in das Martyrologium eingeschrieben werden, und nimmt mich nur Wunder, dass der geduldige Job nicht habe auch einen Medicum abgegeben, indem er auf der Patienten Bethel tausendmal mehr Geduld, als auf dem Mist-Bötlein hätte sammeln können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.372200012207031} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5446,"date":1719,"orig":"Wann nun die Medici das Jhrige bekommen, da gehen ſolche Ruhm-ſichtige Affen auf die Artzneyen loß, und wollen mit ihren Phaëtontiſchen Flug alles uͤberſteigen:","norm":"Wann nun die Medici das Ihrige bekommen, da gehen solche Ruhm-sichtige Affen auf die Arzneien los, und wollen mit ihren Phaetontischen Flug alles übersteigen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.792200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5447,"date":1719,"orig":"da muͤſſen alle Sachen in der Apothecken verworffen werden, und nur ihre Arcana allein etwas gelten; ſie wiſſen von allen edlen und raren Medicamenten zu diſcuriren, was darzu kommt, und wie ſie zu gebrauchen ſeyn; ſie loben ihr Weinſtein-Pulver, als wann es Diogenes ſelbſten im Vaß geſammlet, und præparirt haͤtte; ſie diſcuriren von den Hypochondriſchen Melancholey-Pillen, die Ovidius Monathlich im Ehlend ſchlucken muſte; ſie haben noch etwas von jenem Schroͤck-Pulver, deſſen ſich Vulcanus bedienet, als er die erſchroͤcklichen Aſpecten, und unverhoffte Conjunction Martis und Veneris in ſeinem Hauß-Calender erblicket; ſie ſchwatzen von dem wahren Neapolitaniſchen Orvietan, von welchen Hercules in deꝛ Wiegen eingenommen, als er mit den Schlangen kaͤmpffete; ſie wiſſen zu præpariren den Wundtranck Alexandri Magni, mit welchem er ſich curirt, als er bey Babylon verwundet wurde; ſie zeigen Recepte von jenem Lebens-Balſam, mit welchem es Mathuſalem ſo weit gebracht hat; ſie wiſſen zu verfertigen jenes ſondere Haubt-ſtaͤrckende Pulver mit welchem die 7. weiſen Meiſter in Griechen- Land von Jugend auf ſeyn gefuͤttert, und wie die Copaun geſchoppt woꝛden; ſie haben eine Abſchrifft jenes Alkroten-Pulvers, mit welchem die Jſraeliter ihre Magen ausgeraumet, als ſie in der Wuͤſten fuͤr der Manna ein Eckel hatten; Mit einem Wort ſie haben lauter Arcana, die aus den Buͤchern Salomonis, ehe ſie verbrandt wurden, ihren Urſprung genommen.","norm":"da müssen alle Sachen in der Apotheken verworfen werden, und nur ihre Arcana allein etwas gelten; sie wissen von allen edlen und raren Medikamenten zu diskurieren, was dazukommt, und wie sie zu gebrauchen sein; sie loben ihr Weinsteinpulver, als wann es Diogenes selbst im Fass gesammelt, und präpariert hätte; sie diskurieren von den Hypochondrischen Melancholie-Pillen, die Ovidius monatlich im Elend schlucken musste; sie haben noch etwas von jenem Schröck-Pulver, dessen sich Vulcanus bedienet, als er die erschröcklichen Aspekten, und unverhoffte Konjunktion Martis und Veneris in seinem Haus-Kalender erblicket; sie schwatzen von dem wahren Neapolitanischen Orvietan, von welchen Herkules in der Wiegen eingenommen, als er mit den Schlangen kämpfte; sie wissen zu präparieren den Wundtrank Alexandri Magni, mit welchem er sich kuriert, als er bei Babylon verwundet wurde; sie zeigen Rezepte von jenem Lebensbalsam, mit welchem es Mathusalem so weit gebracht hat; sie wissen zu verfertigen jenes sondere Haupt-Stärkende Pulver mit welchem die 7. weisen Meister in Griechen-Land von Jugend auf sein gefüttert, und wie die Copaun geschoppt worden; sie haben eine Abschrift jenes Alkroten-Pulvers, mit welchem die Israelit ihre Magen ausgeraumet, als sie in der Wüsten für der Manna ein Ekel hatten; mit einem Wort sie haben lauter Arcana, die aus den Büchern Salomonis, ehe sie verbrannt wurden, ihren Ursprung genommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.834499835968018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5448,"date":1719,"orig":"Jn den Chymiſchen und Alchymiſchen Wiſſenſchafften ſeyn ſie ſchon laͤngſt Baccalaurei worden, und ſchwatzen ſolche rußige Univerſaliſten von Univerſal-Tincturen, Azoten, Alkaheſten, und Phoſphoris einen Fleck daher, als wann ſie 30. Jahr bey Herrn Philippo Theophraſto Paracelſo Bombaſt von Hohenheim haͤtten Kohlen helffen zutragen, und die Kolben ausgewaſchen; Den Pfauen-Schweiff im Glaß haben ſie ſchon erblicket, allein der Rabe hat ihm einen Bicker auf den Kopff gegeben, darvon das Glaß zerſprungen, und der fluͤchtige Mercurius nicht fix, ſondern zu nix worden.","norm":"In den Chemischen und Alchymischen Wissenschaften sein sie schon längst Baccalaurei worden, und schwatzen solche rußige Universalisten von Universal-Tinkturen, Azoten, Alkahest, und Phosphore einen Fleck daher, als wann sie 30. Jahr bei Herrn Philippo Theophrasto Paracelso Bombast von Hohnheim hätten Kohlen helfen zutragen, und die Kolben ausgewaschen; den Pfauenschweif im Glas haben sie schon erblicket, allein der Rabe hat ihm einen Bicker auf den Kopf gegeben, davon das Glas zersprungen, und der flüchtige Mercurius nicht fix, sondern zu nix worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34660005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5449,"date":1719,"orig":"Die Aſtronomy und Sternguckerey verſtehen ſie auch wohl, und werden die Patienten eher ſterben laſſen, als zu einer ungluͤckſeeligen Zeit eine Ader eroͤffnen, als da iſt der 16. und 27. Tag eines jeden Monaths, wo man ſich allezeit nach der Aderlaß eines jaͤhen Todts zu befuͤrchten hat.","norm":"Die Astronomie und Sternguckerei verstehen sie auch wohl, und werden die Patienten eher sterben lassen, als zu einer unglückseligen Zeit eine Ader eröffnen, als da ist der 16. und 27. Tag eines jeden Monats, wo man sich allezeit nach der Aderlass eines jähen Tods zu befürchten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.360499858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5450,"date":1719,"orig":"Sie entſetzen ſich auch vor 3. unterſchiedlichen Montagen im Jahr, nehmlich vor dem erſten Montag im April, weilen dieſer der Geburths-Tag deß erſten gottloſen Bruder- Moͤrders Cain ſeyn ſolle; Jmgleichen vor dem erſten Montag deß Auguſt-Monaths, weil an ſolchem die Staͤdte Sodoma und Gomorra durch das erſchroͤckliche him̃liſche Straff-Feuer in Staub und Aſchen ſeyn geleget worden, und an welchem Montag die erſte Ketzerey ſolle entſtanden ſeyn.","norm":"Sie entsetzen sich auch vor 3. unterschiedlichen Montagen im Jahr, nämlich vor dem ersten Montag im April, weilen dieser der Geburtstag des ersten gottlosen Bruder-Mörders Kain sein solle; im gleichen vor dem ersten Montag des August-Monats, weil an solchem die Städte Sodoma und Geomora durch das erschröckliche himmlische Straff-Feuer in Staub und Aschen sein gelegt worden, und an welchem Montag die erste Ketzerei solle entstanden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.888199806213379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5451,"date":1719,"orig":"Letzlich auch vor dem erſten Montag deß Chriſt-Monaths, alldieweil an dieſem Tag, der verraͤtheriſche, diebiſche Judas Iſchariot ſey auf die Welt kom̃en.","norm":"Letztlich auch vor dem ersten Montag des Christ-Monats, alldieweil an diesem Tag, der verräterische, diebische Judas Ischariot sei auf die Welt kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.394400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5452,"date":1719,"orig":"Herentgegen halten ſie fuͤr die beſte Zeit den Heiligen Stephans- Tag; Jch habe zu Wien an dieſem Tage in der Pileotiſchen Fundation uͤbeꝛ die 80. Perſonen ſehen Ader-laſſen; wann man ſolche albere Leuthe fraget/ warumb ſie in ſo groſſer Kaͤlte, ohne eintzige Noth ihr Blut mit den Pferden vergieſſen wollen, antworten ſie: weil heut der beſte Tag im Jahr ſey.","norm":"Herentgegen halten sie für die beste Zeit den Heiligen Stephans-Tag; Ich habe zu Wien an diesem Tage in der Pilottischen Fundation über die 80. Personen sehen Ader-Lassen; wann man solche albere Leute fraget / warum sie in so großer Kälte, ohne einzige Not ihr Blut mit den Pferden vergießen wollen, antworten sie: weil heute der beste Tag im Jahr sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565299987792969} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5453,"date":1719,"orig":"Etliche eſſen den letzten Faſchings- Tag ſo viel Speck, als ſie immer koͤnnen einbringen, und vermeynen deſtwegen das gantze Jahr geſund zu verbleiben, muß alſo dieſes Weſtphaliſche Præſervativ faſt ſo viel gelten, als Biſſelii Gift-Pulver, darmit ſich ein jeder mit einer eintzigen Meſſerſpitz auf 30. Jahꝛ voꝛ deꝛ Peſt præſerviren kan!","norm":"Etliche essen den letzten Faschings-Tag so viel Speck, als sie immer können einbringen, und vermeinen destwegen das ganze Jahr gesund zu verbleiben, muss also dieses Westphallische Präservativ fast so viel gelten, als Bisselii Giftpulver, damit sich ein jeder mit einer einzigen Messerspitz auf 30. Jahr vor der Pest präservieren kann!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.759099960327148} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5454,"date":1719,"orig":"Laͤcherlich iſt es auch zu hoͤꝛen, wañ ſolche Zahnluckete Muͤtterlein ihre approbirte Kunſt-Mittel mit Lateiniſchen und Aſtronomiſchen Lob hervor ſtreichen, ich habe ſelbſten gehoͤrt, daß eine ſolche Hoch-weiſe Sybilla das Purgiren in dieſer Wochen ver bothen, weil das Stultitium und Ochſe noctium (Solſtitium und æquinoctium wolte die Narrin ſagen) bald regieren wuͤrde, freylich, gedachte ich, regiert anjetzo ſchon Nacht und Finſterniß in deiner Ochſen-Stirn, du verpuͤffleter Affen-Kopff.","norm":"Lächerlich ist es auch zu hören, wann solche Zahnluckete Mütterlein ihre approbierte Kunstmittel mit Lateinischen und astronomischen Lob hervorstreichen, ich habe selbst gehört, dass eine solche Hoch-weise Sybilla das Purgieren in dieser Wochen ver boten, weil das Stultitium und Ochse noctium (Solstitium und aequinoctium wollte die Narrin sagen) bald regieren würde, freilich, gedachte ich, regiert jetzt schon Nacht und Finsternis in deiner Ochsen-Stirn, du gebüffelter Affenkopf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717299938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5455,"date":1719,"orig":"Von den Aſtronomiſchen Kuͤnſten begeben ſie ſich zu den Anatomiſchen, wo ſie die innerliche Beſchaffenheit trutz dem beſten Anatomico zu beſchreiben wiſſen; ſie ſteigen mit ihren Siñreichen Concepten, wie die Gaͤmbs herumb, daraus ein jeder die klare Auslegung aller Kranckheiten voͤllig erlernen kan.","norm":"Von den astronomischen Künsten begeben sie sich zu den Anatomischen, wo sie die innerliche Beschaffenheit Trutz dem besten Anatomico zu beschreiben wissen; sie steigen mit ihren Sinnreichen Konzepten, wie die Gämse herum, daraus ein jeder die klare Auslegung aller Krankheiten völlig erlernen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.704899787902832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5456,"date":1719,"orig":"Nach ihrer Lehr haͤngen einem jeden am Hirn drey Tropffen, die gleichſam als wie ein Baumhackel ſeyn eingebicket: geſchichts nun, daß der mittlere herunter faͤllt, ſo trifft er das Hertz, und iſt der gefaͤhrlichſte Schlag, daran der Menſch alſobald ſterben muß: faͤllt ein ander, ſo entſtehet ebenfalls der Schlag auf der��elbigen Seiten, wohin der Tropffen gefallen iſt, dahero verbiethen ſie das Poſtfahren, und andere ſtarcke Bewegnuͤſſe, damit gedachte Tropffen zum Fallen nicht getrieben werden.","norm":"Nach ihrer Lehre hängen einem jeden am Hirn drei Tropfen, die gleichsam als wie ein Baumhackel sein eingebicket: Geschichtes nun, dass der mittlere herunterfällt, so trifft er das Herz, und ist der gefährlichste Schlag, daran der Mensch alsobald sterben muss: fällt ein ander, so entstehet ebenfalls der Schlag auf derselbigen Seiten, wohin der Tropfen gefallen ist, daher verbieten sie das Postfahren, und andere starke Bewegnüße, damit gedachte Tropfen zum Fallen nicht getrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.803800106048584} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5457,"date":1719,"orig":"Sie lehren weiter, daß die Leber im Leibe ſey das Feuer, und die Lunge der Blaßbalck, damit nun die Speiſen im Magen, als in einem Haffen wohl gekocht werden, ſo iſt es vonnoͤthen, daß der Blaßbalck das Feuer wohl darzu aufblaſe:","norm":"Sie lehren weiter, dass die Leber im Leibe sei das Feuer, und die Lunge der Blaßbalck, damit nun die Speisen im Magen, als in einem Haffen wohl gekocht werden, so ist es vonnöten, dass der Blaßbalck das Feuer wohl dazu aufblase:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.679800033569336} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5458,"date":1719,"orig":"Ja wann die Lunge mit ihrem gar zu groſſen Blaſen ein zu ſtarckes Feuer erwecket, wie es in den Fiebern geſchicht, ſo koͤnten die Speiſen im Magen leicht anbrennen, wann man nicht mit oͤffteren Trincken ſolches verhindern thaͤte: diejenigen thun auch fuͤrſichtig, welche vor dem Eſſen allezeit ihr Haͤfferlein mit einem Maͤßlein Wein auswaſchen, damit deſſen Unſauberkeit im Verkochen keinen Schaden zufuͤge.","norm":"Ja wann die Lunge mit ihrem gar zu großen Blasen ein zu starkes Feuer erwecket, wie es in den Fiebern geschieht, so könnten die Speisen im Magen leicht anbrennen, wann man nicht mit Öfteren trinken solches verhindern täte: diejenigen tun auch vorsichtig, welche vor dem Essen allezeit ihr Haferlein mit einem Mässlein Wein auswaschen, damit dessen Unsauberkeit im Verkochen keinen Schaden zufüge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317399978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5459,"date":1719,"orig":"Etliche vermeynen gar, daß der Tranck durch die Lufft-Roͤhre lauffet, wie ſolches vor etlichen Jahren zu Wien eine gewiſſe Affin mit Gewalt behaubten wollen, die ich auch auf keinerley Weiß haͤtte koͤnnen darvon abreden, wann ich nicht eine Kalb-Lunge zum Zeugen genommen, und darmit klar erwieſen, daß die Lufft-Roͤhr nicht in Magen, ſondeꝛn eintzig und allein in die Lungel gehet, allwo der Tranck den Menſchen alſobald erſticken wuͤrde.","norm":"Etliche vermeinen gar, dass der Trank durch die Luftröhre lauft, wie solches vor etlichen Jahren zu Wien eine gewisse Affin mit Gewalt behaupten wollen, die ich auch auf keinerlei Weiß hätte können davon abreden, wann ich nicht eine Kalb-Lunge zum Zeugen genommen, und damit klar erwiesen, dass die Luftrohr nicht in Magen, sondern einzig und allein in die Lungel geht, wo der Trank den Menschen alsobald ersticken würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.333600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5460,"date":1719,"orig":"Der Urin muß in die Blaͤtter ſchwitzen, und hat auſſeꝛhalb der unſichtbahren Schweiß-Loͤcher keine andere Gaͤnge; wann er nun im Leib ſtecken bleibt, ſo iſts ein Zeichen, daß das Feuer ausgeloſchen, weil ſich in der Kaͤlte nicht recht ſchwitzen laͤſt; iſt alſo vonnoͤthen, daß man mit Schwitz-Baͤdern zu Huͤlffe kommt, darauff alſobald der verhaltene Urin wiederumb ſeinen Gang nehmen wird.","norm":"Der Urin muss in die Blätter schwitzen, und hat außerhalb der unsichtbaren Schweiß-Löcher keine andere Gänge; wann er nun im Leib stecken bleibt, so ist es ein Zeichen, dass das Feuer ausgeloschen, weil sich in der Kälte nicht recht schwitzen lässt; ist also vonnöten, dass man mit Schwitz-Bädern zu Hilfe kommt, darauf alsobald der verhaltene Urin wiederum seinen Gang nehmen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020199775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5461,"date":1719,"orig":"Jn der Baͤr-Mutter finden ſich nach ihrer hohen Affen-Meynung ſieben unterſchiedliche Zellen und Zimmer, die wie die Staͤndt im Roßſtall unterſchieden ſeyn:","norm":"In der Bärmutter finden sich nach ihrer hohen Affen-Meinung sieben unterschiedliche Zellen und Zimmer, die wie die Stände im Rossstall unterschieden sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8734002113342285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5462,"date":1719,"orig":"in den rechten Zellen werden die Knaͤblein, in den lincken aber die Moͤgdlein empfangen, was in der Mitten liegt, muß nothwendiger Weiß zu einem Hermaphrodit weꝛden; ja die unbaͤndige Mutter faͤngt groſſe Rebellion im Leibe an, und laufft wie Queckſilber aus einem Glied in das andere: bald ſtecket ſie im Rucken, bald im Hertz, jetzt will ſie im Halß die Speiß-Straſſen zuſchnieren, bald darnach rennet ſie gar in Kopff, und wann man nicht ein paar Bieber zum Vorgeſpan brauchete, ſelbige wiederum an ihr altes Quartier, nehmlich zwiſchen die Urin-Blaͤtter, und Affter-Daͤrm, mit Gewalt zuziehen, ſo doͤrfften wohl gar im Hirn junge Minerven ausgebruͤttet werden, wie es vor Zeiten der ungluͤckſeelige Jupiter mit groſſem Schaden erfahren muͤſſen.","norm":"in den rechten Zellen werden die Knäblein, in den linken aber die Mägdlein empfangen, was in der Mitten liegt, muss notwendiger Weiß zu einem Hermaphrodit werden; ja die unbändige Mutter fängt große Rebellion im Leibe an, und lauft wie Quecksilber aus einem Glied in das andere: bald stecket sie im Rucken, bald im Herz, jetzt will sie im Hals die Speis-Strassen zuschnüren, bald danach rennet sie gar in Kopf, und wann man nicht ein paar Bieber zum Vorgespann brauchte, selbige wiederum an ihr altes Quartier, nämlich zwischen die Urin-Blätter, und Affter-Därm, mit Gewalt zuziehen, so dürften wohl gar im Hirn junge Minerva ausgebrütet werden, wie es vor Zeiten der unglückselige Jupiter mit großem Schaden erfahren müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.927800178527832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5463,"date":1719,"orig":"Den Tod halten ſie fuͤr ein klein lebendiges Wuͤrmlein, dieſes vergiffte Thierlein ſoll herruͤhren aus einer verfaulten Matery, haͤtte ein zehes Leben, ſpitzige Zaͤhn, und einen ſcharffen Geruch, lebe von dem was die Menſchen eſſen, und vom Spiritu mundi, halte ſich bey den Nieren auf, und toͤdte alle Thier.","norm":"Den Tod halten sie für ein klein lebendiges Würmlein, dieses vergifte Tierlein soll herrühren aus einer verfaulten Materie, hätte ein zähes Leben, spitzige Zähne, und einen scharfen Geruch, lebe von dem was die Menschen essen, und vom Spiritu mundi, halte sich bei den Nieren auf, und töte alle Tier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081600189208984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5464,"date":1719,"orig":"Mehr dergleichen aus der alten Weiber Philoſophey genommene, und mit ſonderen Super-Verſtand der rußigen Laboranten ausſtaphirte Erklaͤrungen von allen Zuſtaͤnden, will ich auf dieſes mahl mit Stillſchweigen vorbey gehen, deren in anderen Capiteln ſchon ſoll weiter gedacht weꝛden.","norm":"Mehr dergleichen aus der alten Weiber Philosophie genommene, und mit sondern Superverstand der rußigen Laboranten ausstaphirte Erklärungen von allen Zuständen, will ich auf dieses Mal mit Stillschweigen vorbeigehen, deren in anderen Kapiteln schon soll weiter gedacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.990699768066406} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5465,"date":1719,"orig":"Das vierdte Capitel.","norm":"Das vierte Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.019400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5466,"date":1719,"orig":"Von dem groſſen Betrug und Auffſchneiderey der Allamodiſchen Artzney- Affen.","norm":"Von dem großen Betrug und Aufschneiderei der Alamodischen Artzney-Affen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7027997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5467,"date":1719,"orig":"VEy der jetzigen bethoͤrten Welt iſt nichts neues mehr, daß die allerſchlechteſten Waaren mit den beſten Worten verkauffet werden; Jener Pfeiffen-Kraͤmer hatte im Jahrmarckt ſchlechte Pfeiffen, weil er aber wohl pfeiffen konte, giengen ihm ſeine Waaren reißig weg, da doch herentgegen ſein Nachbar, welcher deß Pfeiffens unerfahren, gleichwohl aber beſſere Pfeiffen hatte, nicht eine eintzige verkauffen kunte.","norm":"Fei der jetzigen betörten Welt ist nichts Neues mehr, dass die allerschlechtesten Waren mit den besten Worten verkaufet werden; jener Pfeifen-Krämer hatte im Jahrmarkt schlechte Pfeifen, weil er aber wohl Pfeifen konnte, gingen ihm seine Waren reisig weg, da doch herentgegne sein Nachbar, welcher des Pfeifens unerfahren, gleichwohl aber bessere Pfeifen hatte, nicht eine einzige verkaufen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286300182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5468,"date":1719,"orig":"Dieſes Vortheils bedienen ſich auch unſere Artzney-Affen, welche ihre Sachen gantz prahleriſch wiſſen hervor zu ſtreichen; wann etwan die Ingredientien eines Pulvers, oder Latwerge im Garten gewachſen, da muß gleichwohl alles mit lauter Chineſiſchen, Japoniſchen und Indianiſchen Nahmen intitulirt werden: die geſtoſſene Cichori-Wurtzel nennen ſolche Prahlhanſen, den wahren Hippocratiſchen Eroͤffnungs-Schluͤſſel zu den verſtopfften Kraͤß-Adern: das Kranabet-Oehl, den unverfaͤlſchten Florentiniſchen Gifft-Balſam: Die Bertram-Wurtzel die Conſtantinopolitaniſche Zahn-Stillung: die pulveriſirte Borage- Bluͤhe, das Aſiatiſche Lebens-Pulver, vermoͤg deſſen der groſſe Mogol u. ſeine Untergebene zu einem hohen Alter gelangen: alle dieſe ernennte, zu unrechter Zeit geſammlete, oder falſch præparirte Mittel, verkauffen ſie umb ein groſſes Geld, da ſie doch nicht einen Heller werth ſeyn, wohl aber ein Schilling, den Meiſter Hanß in rothen Hoſen bey dem Pranger muͤntzet, und austheilet.","norm":"Dieses Vorteils bedienen sich auch unsere Arzneiaffen, welche ihre Sachen ganz prahlerisch wissen hervor zu streichen; wann etwan die Ingredienzien eines Pulvers, oder Latwerge im Garten gewachsen, da muss gleichwohl alles mit lauter Chinesischen, Japanischen und indianischen Namen intitulirt werden: die gestoßene Cichori-Wurtzel nennen solche Prahlhansen, den wahren hippokratischen Eröffnungs-Schlüssel zu den verstopften Kräß-Adern: das Kranabet-Oehl, den unverfälschten Florentinischen Giftbalsam: Die Bertram-Wurtzel die Konstantinopolitanische Zahn-Stillung: die pulverisierte Borage-Blühe, das Asiatische Lebens-Pulver, vermög dessen der große Mogol u. seine Untergebene zu einem hohen Alter gelangen: Alle diese ernennte, zu Unrechter Zeit gesammelte, oder falsch präparierte Mittel, verkaufen sie um ein großes Geld, da sie doch nicht einen Heller wert sein, wohl aber ein Schilling, den Meister Hanß in roten Hosen bei dem Pranger münzet, und austeilet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26230001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5469,"date":1719,"orig":"Was luͤgen ſie ſonſten nicht von Wurtzlen und Kraͤutern, die ſie in nova Zemla, oder in Oſt-und Weſt-Jndien geſammlet, da ſie doch das Gluͤck ihr Lebtag niemahls gehabt, ſolche Laͤnder auf der Land-Karten zu ſehen, vielweniger mit einem Fuß zu betretten.","norm":"Was lügen sie sonsten nicht von Wurzeln und Kräutern, die sie in nova Zemla, oder in Ost-und Westindien gesammelt, da sie doch das Glück ihr Lebtag niemals gehabt, solche Länder auf der Landkarten zu sehen, viel weniger mit einem Fuß zu betreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031400203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5470,"date":1719,"orig":"Mir iſt von einem ſolchen Prahler, und groſſen Hahn in Korb erzehlt worden, daß derſelbe von dem wahren Helmontiſchen Alkaheſt, und anderen ſehr raren Medicamenten einen ziemlichen Fleck auf offentlichen Marckt daher gelogen, und mit ſeinen goldenen Ketten, Gnaden- Pfennigen, und anderen Spaniolirten Rotomandaten eine ſolche Grandeza erwieſen, als wann er den Hippocratem gefreſſen, Galenum verſchlungen, und den Theophraſtum an Schuhen zerriſſen haͤtte; Als er aber von einem geſcheidten, wohl-aufgeraumten und verſchmitzten Kopff, Verſuchens-weiſe befragt wurde, ob er auch wohl Darapti, und Felapton (welches nichts weniger als Artzneyen, ſondern gewiſſe philoſophiſche Woͤrter in der Logic ſeyn) zu verkauffen haͤtte, darauf dieſer ungeſcheut alſobald geantwortet, er haͤtte freylich dieſe koͤſtliche Artzney-Stuͤck gehabt/ ſolche aber nunmehro reiſſend verkaufft; umb welcher Aufſchneiderey und Betrugs willen dieſer Ehr-vergeſſene Maulmacher von der Obꝛigkeit iſt nachmahls in Verhafft genommen, und andern dergleichen leichtfertigen Voͤgeln zu einem Exempel durch die Schergen vor die Stadt hinaus begleitet worden.","norm":"Mir ist von einem solchen Prahler, und großen Hahn in Korb erzählt worden, dass derselbe von dem wahren Helmontischen Alkahest, und anderen sehr raren Medikamenten einen ziemlichen Fleck auf öffentlichen Markt daher gelogen, und mit seinen goldenen Ketten, Gnaden-Pfennigen, und anderen Spaniolirten Rotomandaten eine solche Grandeza erwiesen, als wann er den Hippocratem gefressen, Galenum verschlungen, und den Theophrastum an Schuhen zerrissen hätte; als er aber von einem gescheiten, wohl-aufgeraumten und verschmitzten Kopf, Versuchens-weise befragt wurde, ob er auch wohl Darapti, und Felapton (welches nichts weniger als Arzneien, sondern gewisse philosophische Wörter in der Logik sein) zu verkaufen hätte, darauf dieser ungescheut alsobald geantwortet, er hätte freilich diese köstliche Artzney-Stück gehabt / solche aber nunmehr reißend verkauft; um welcher Aufschneiderei und Betrugs Willen dieser Ehrvergessene Maulmacher von der Obrigkeit ist nachmals in Verhaft genommen, und anderen dergleichen leichtfertigen Vögeln zu einem Exempel durch die Schergen vor die Stadt hinausbegleitet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.614999771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5471,"date":1719,"orig":"Wie viel ſeyn dergleichen aufgeblaſene Auffſchneider, die oͤffentlichen Platz ſich bey dem einfaͤltigen Poͤbel ruͤhmen, was ſie und ihre Eltern bey Koͤniglichen und Fuͤrſtlichen Hoͤfen fuͤr ſondere Curen gethan, und deſtwegen mit ſo viel Pergamen-Haͤuten privilegirt und approbirt worden, wann man aber bey hellen lichten Tag, ihre gantze Kunſt u. Wiſſenſchafft aus allen vier Winckeln zuſam̃en kehret, ſo findet man doch nichts anders, als ungeſaltzenen, und ungeſchmaltzenen Stockfiſch, deꝛen Eltern Laperdon, und die uͤbrige gantze Freundſchafft Blateißlein geweſen.","norm":"Wie viel sein dergleichen aufgeblasene Aufschneider, die öffentlichen Platz sich bei dem einfältigen Pöbel rühmen, was sie und ihre Eltern bei Königlichen und fürstlichen Höfen für sondere Kuren getan, und destwegen mit so viel Pergamen-Häuten privilegiert und approbiert worden, wann man aber bei hellen lichten Tag, ihre ganze Kunst u. Wissenschaft aus allen vier Winkeln zusammen kehret, so findet man doch nichts anders, als ungesalzenen, und ungeschmolzenen Stockfisch, deren Eltern Laperdon, und die übrige ganze Freundschaft Blateißlein gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.383500099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5472,"date":1719,"orig":"Hugo von Lintſchotten ſchreibet in ſeiner Indianiſchen Schiffahrt was ſeltzames, nehmlich daß in der Jnſul Goa ein Orth ſey, wohin die Fleiſchhacker die Hoͤrner von Ochſen, Kuͤhen und Boͤcken als nichts-waͤrtige Sachen werffen, ſolche Hoͤrner aber haben dieſe Eigenſchaft, daß ſie in der Erden einwurtzeln, und in kurtzer Zeit zu wachſen anfangen; meldet auch daß er ſelbſten etliche aus der Erden geriſſen, welche 2. und 3. Spannen lang Wurtzeln in die Erden geſchlagen hatten; dieſes iſt den Hollaͤndern anfaͤnglich etwas ſeltzam vorkommen; aber hier in Teutſch-Land iſt ſolches nichts neues mehr, indeme wohl gar gantze Ochſen-und Eſels- Koͤpff augenblicklich in Kuͤnſten tieff einwurtzeln, unverſehens in die Hoͤhe wachſen, und wie die hohen Cederbaͤum wollen verehret werden.","norm":"Hugo von Lintschotten schreibet in seiner indianischen Schifffahrt was Seltsames, nämlich dass in der Insel Goa ein Ort sei, wohin die Fleischhacker die Hörner von Ochsen, Kühen und Böcken als nichts-wärtige Sachen werfen, solche Hörner aber haben diese Eigenschaft, dass sie in der Erden einwurzeln, und in kurzer Zeit zu wachsen anfangen; meldet auch dass er selbst etliche aus der Erden gerissen, welche 2. und 3. Spannen lang Wurzeln in die Erden geschlagen hatten; dieses ist den Holländern anfänglich etwas seltsam vorkommen; aber hier in Deutschland ist solches nichts Neues mehr, indem wohl gar ganze Ochsen- und Esels-Köpf augenblicklich in Künsten tief einwurzeln, unversehens in die Höhe wachsen, und wie die hohen Cederbäum wollen verehret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.793499946594238} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5473,"date":1719,"orig":"Doctor Rimſchneider dencket eines ſolchen Ochſen-Kopffs, der war ſeiner Profeſſion, mit Ehren zu melden, ein Burgundiſcher Sau- Schneider, weil er nun etliche Jahr bey dieſen geruͤſtelten Patienten ſchoͤne Curen gethan, hat er ſich endlich von den Schweinen zu den Menſchen gewendet, und einen Bruch-Schneider abgegeben, wo ihm auch die erſte Prob bey ſeines Nachbahrn Sohn ſo wohl von ſtatten gegangen, daß er bey allen Bauern ein unſterbliches Lob wegen eines ſo kuͤnſtlichen Handgriffs erhalten, obſchon die andern nachmahls am meiſten in ſolchen Curen geſtorben ſeyn.","norm":"Doktor Reimschneider denket eines solchen Ochsenkopfs, der war seiner Profession, mit Ehren zu melden, ein Burgundischer Sau-Schneider, weil er nun etliche Jahr bei diesen gerüstelten Patienten schöne Kuren getan, hat er sich endlich von den Schweinen zu den Menschen gewendet, und einen Bruchschneider abgegeben, wo ihm auch die erste Probe bei seines Nachbarn Sohn so wohl von statten gegangen, dass er bei allen Bauern ein unsterbliches Lob wegen eines so künstlichen Handgriffs erhalten, obschon die anderen nachmals am meisten in solchen Kuren gestorben sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.325300216674805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5474,"date":1719,"orig":"Von einem andern ſolchen Bauern-Schlingel wird auch erzehlet, welcher zur Arbeit zu faul, zum Stehlen aber zu furchtſam geweſen, weilen er den Walachiſchen Spargel (dann ſo wird in etlichen Orthen der Hanff mit einem beſſeren Ehren-Titel geadelt) nicht verſchlucken kunte: betteln ſchaͤmet er ſich auch, und gleichwohl haͤtte er gern das Herrn-Handwerck getrieben; endlich faͤllt ihm ein, er will ein Doctor werden, laͤßt ihm auch zu Vollziehung ſolcher Gedancken, aus Ochſen-und Kuͤhe-Hoͤrnern viel Ring draͤchßlen, beynebens nim̃t er zwey alte Beſem, mit welchen er ſeines Herrn Pferd-Stall oͤfftermahls ausgeſaubeꝛt, ſchnitzlet daꝛaus eine Menge Zahnſtoͤhrer, und reiſet auf den nechſten Jahrmarckt, ſolche Sachen ans Geld zu bringen, indem er nun ſeine Waaren, und unverfaͤlſchten Ehlend-Ring, die er neulich aus Lieff- und Lapland mit ſich gebracht, ziemlich hervor geſtrichen, und wider allen Krampff, Fraiß, Hinfallen, Schlag, Contracturen, Haupt- Schwachheiten und dergleichen Zuſtaͤnd fuͤr ein unfehlbahres Mittel ausgegeben, nebenbey auch ſeine Zahnſtoͤhrer fuͤr alle und jede Zahn- Schmertzen, ſie moͤgen herruͤhren, wo ſie immer wollen, hoͤchſt geruͤhmet, mit Vorwenden, daß er ſelbige von einem theueren, und koſtbahren Baum, der am Berg Sina waͤchſet, ſelbſten ſchnitzlet/ und dem gemeinen Mann zum beſten im Vorbeygehen, als er ſeine Zuruckreiß aus Lapland genom̃en, mit ſich habe in Teutſchland gebracht, einen jeden verſichrend, daß ſolches herrliche Gewaͤchs bey keinen Materialiſten oder Apothecker zu finden ſey.","norm":"Von einem anderen solchen Bauern-Schlingel wird auch erzählt, welcher zur Arbeit zu faul, zum Stehlen aber zu furchtsam gewesen, weilen er den Walachischen Spargel (dann so wird in etlichen Orten der Hanf mit einem besseren Ehrentitel geadelt) nicht verschlucken konnte: betteln schämet er sich auch, und gleichwohl hätte er gern das Herren-Handwerk getrieben; endlich fällt ihm ein, er will ein Doktor werden, lässt ihm auch zu Vollziehung solcher Gedanken, aus Ochsen- und Kühe-Hörnern viel Ring drächßlen, beinahe nimmt er zwei alte Besem, mit welchen er seines Herrn Pferdstall öftermals ausgesaubert, schnitzelt daraus eine Menge Zahnstörer, und reiset auf den nächsten Jahrmarkt, solche Sachen ans Geld zu bringen, indem er nun seine Waren, und unverfälschten Ehlend-Ring, die er neulich aus Lieff- und Lappland mit sich gebracht, ziemlich hervorgestrichen, und wieder allen Krampf, frais, Hinfallen, Schlag, Kontrakturen, Haupt-Schwachheiten und dergleichen Zustände für ein unfehlbares Mittel ausgegeben, nebenbei auch seine Zahnstörer für alle und jede Zahn-Schmerzen, sie mögen herrühren, wo sie immer wollen, höchst gerühmt, mit Vorwenden, dass er selbige von einem teuren, und kostbaren Baum, der am Berg Sina wächst, selbst schnitzelt / und dem gemeinen Mann zum besten im Vorbeigehen, als er seine Zurückreiße aus Lappland genommen, mit sich habe in Deutschland gebracht, einen jeden versichernd, dass solches herrliche Gewächs bei keinen Materialisten oder Apotheker zu finden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.024799823760986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5475,"date":1719,"orig":"Mit dieſen und dergleichen Auffſchneidereyen hat er den einfaͤltigen Poͤbel dergeſtalten bethoͤret, daß er die elenden Ehlends-Ringe und beſchmirte Zahnſtoͤhrer reiſſend verkaufft, und viel Ducaten daraus geloͤſet.","norm":"Mit diesen und dergleichen Aufschneidereien hat er den einfältigen Pöbel dergestalt betöret, dass er die elenden Ehlends-Ringe und beschmierte Zahnstörer reißend verkauft, und viel Dukaten daraus gelöst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.903600215911865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5476,"date":1719,"orig":"Ein ſolcher Schlingel iſt ja Kopffs halber mit dem Nabuchodonoſer nahe beſchwagert, und dannoch iſt die Hoffarth in einem ſolchen Ochſen-Kopff ſchon ſo tieff in ſo kurtzer Zeit eingewurtzlet, als wann er mit Æſculapio ſelbſt waͤre vergoͤttert worden.","norm":"Ein solcher Schlingel ist ja Kopfs halber mit dem Nabuchodonoser nahe beschwagert, und dennoch ist die Hoffart in einem solchen Ochsen-Kopf schon so tief in so kurzer Zeit eingewurzelt, als wann er mit Aesculapio selbst wäre vergöttert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.567399978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5477,"date":1719,"orig":"Andere zwey ſolche Ignoranten hab ich geſehen, die ſich unterſtanden lateiniſche Recept aus den Buͤchern zu ſchreiben, und in die Apothecken zu ſchicken, ungeachtet ſie ſelbige nicht verſtanden, weder jemahls ſtudiret hatten; als ich ſie fragte, was ſie dann verſchrieben haͤtten, erhielte ich die Antwort, daß es gute Sachen waͤren, die der Apothecker ſchon kennte, wuͤrde auch ſagen, wie ſie zu gebrauchen ſeyn.","norm":"Andere zwei solche Ignoranten habe ich gesehen, die sich unterstanden lateinische Rezept aus den Büchern zu schreiben, und in die Apotheken zu schicken, ungeachtet sie selbige nicht verstanden, weder jemals studiert hatten; als ich sie fragte, was sie dann verschrieben hätten, erhielte ich die Antwort, dass es gute Sachen wären, die der Apotheker schon kennte, würde auch sagen, wie sie zu gebrauchen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.396699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5478,"date":1719,"orig":"Dergleichen Lappen kommen mir fuͤr, wie jener Einfalt, welcher umb eine Dorff-Schulmeiſterey angehalten, als man ihm aber geſagt, daß er darzu untauglich waͤre, weil er weder leſen noch ſchreiben koͤnte, gabe er zur Antwort, er haͤtte ein gute Stimme zum Singen, wuͤſte auch in der Kirchen mit dem Herrn Pfarrer ſchon umbzugehen: das Leſen und Schreiben betreffend, wuͤrde er ihm auch zu helffen wiſſen/ dann es waͤren groſſe Jungen in der Schul, von welchen er leichte was lernen koͤnte, und nachmahls ſeine Kunſt den uͤbrigen wiederumb mittheilen; das heiſt ja warhafftig:","norm":"Dergleichen Lappen kommen mir für, wie jener Einfalt, welcher um eine Dorf-Schulmeisterei angehalten, als man ihm aber gesagt, dass er dazu untauglich wäre, weil er weder lesen noch schreiben könnte, gab er zur Antwort, er hätte ein gute Stimme zum Singen, wüsste auch in der Kirchen mit dem Herrn Pfarrer schon umzugehen: Das Lesen und Schreiben betreffend, würde er ihm auch zu helfen wissen / dann es wären große Jungen in der Schule, von welchen er leichte was lernen könnte, und nachmals seine Kunst den übrigen wiederum mitteilen; das heißt ja wahrhaftig:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.737199783325195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5479,"date":1719,"orig":"Si mundus vult decipi, wann die Welt will betrogen werden, ergò ſo werde ſie betrogen.","norm":"Si mundus vult decipi, wann die Welt will betrogen werden, ergo so werde sie betrogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.005599975585937} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5480,"date":1719,"orig":"Vor drey Jahren war ein anderer Marcktſchreyer, oder Orvietan-Jubilierer in einer gewiſſen Stadt, der ſich auch fuͤr einen großmaͤchtigen Doctor ausgab, und er war es auch, aber nur biß an den Halß, der obere Theil war mit Stroh ausſpalirt: Nichts deſtoweniger miſchte er bey ſeinem Kram ſo viel Mediciniſche Woͤrter mit darunter, daß jedermann ihn fuͤr geſtudirt gehalten, und gemeynet, er haͤtte 6. Paar Hirſchhaͤutene Hoſen in Mediciniſchen Schulen abgeꝛiſſen, da ſich doch der aꝛmeStorax kaum ſo viel von rechts wegen ruͤhmen koͤnte, als jener Haffner-Bub, welcher auch in der lateiniſchen Schul geweſen, aber nur damahls als der Ofen eingefallen, und er ſolchen Profesſion halber flicken muſte.","norm":"Vor drei Jahren war ein anderer Marktschreier, oder Orvietan-Jubilierer in einer gewissen Stadt, der sich auch für einen großmächtigen Doktor ausgab, und er war es auch, aber nur bis an den Hals, der obere Teil war mit Stroh ausspalirt: nichtsdestoweniger mischte er bei seinem Kram so viel medizinische Wörter mit darunter, dass jedermann ihn für studiert gehalten, und gemeint, er hätte 6. Paar Hirschhäuten Hosen in medizinischen Schulen abgerissen, da sich doch der Armestorax kaum so viel von Rechts wegen rühmen könnte, als jener Hafner-Bub, welcher auch in der lateinischen Schule gewesen, aber nur damals als der Ofen eingefallen, und er solchen Profession halber flicken musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.159900188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5481,"date":1719,"orig":"Dieſer ſammete Prahlhanß machte von allen gefaͤhrlichen innerlichen Zuſtaͤnden ſo viel daher, daß auch eine fuͤrnehme mir wohl-bekante Burgers-Frau ſich bethoͤren ließ, und ihn umb einen Rath fragte, wie ſie moͤchte großleibs werden; wiewohlen ſie nun ſchon lange Zeit im Eheſtand unfruchtbahr gelebt, auch ſo wohl der Mann als ſie das 48. Jahr uͤberſtiegen, und es ein Anſehen haͤtte, als wann die Frucht-bringende Venus in dieſen Winter-Jahren wuͤrde wenig aus richten, ſo hat er gleichwol ihr den beſten Troſt zu den Kindern gegeben, auch ein laxirendes Kraͤuter-Saͤcklein veꝛkaufft, die veꝛſchleimte Mutter darmit zu reinigen; ſie folgt, braucht alles verſchriebener maſſen, hat aber dennoch den fuͤrnehmen Kaͤyſerlichen Titul:","norm":"Dieser samte Prahlhans machte von allen gefährlichen innerlichen Zuständen so viel daher, dass auch eine fürnehme mir wohlbekannte Burgers-Frau sich betören ließ, und ihn um einen Rat fragte, wie sie möchte Großleibs werden; wiewohl sie nun schon lange Zeit im Ehestand unfruchtbar gelebt, auch so wohl der Mann als sie das 48. Jahr überstiegen, und es ein Ansehen hätte, als wann die Fruchtbringende Venus in diesen Winter-Jahren würde wenig aus richten, so hat er gleichwohl ihr den besten Trost zu den Kindern gegeben, auch ein laxierendes Kräutersäcklein verkauft, die verschleimte Mutter damit zu reinigen; sie folgt, braucht alles verschriebener Maßen, hat aber dennoch den fürnehmen kaiserlichen Titel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36929988861084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5482,"date":1719,"orig":"Ein Vermehrerin des Reichs/ biß dato noch nicht erhalten, bin auch der Meynung ſie wird kuͤnfftig kein Kind mehr bekommen, ausgenommen, daß ſie ſelbſten Alters halber moͤchte zu einem Kinde werden nach jenem Sprichwort:","norm":"Ein Vermehrerin des Reichs / bis dato noch nicht erhalten, bin auch der Meinung sie wird künftig kein Kind mehr bekommen, ausgenommen, dass sie selbst Alters halber möchte zu einem Kinde werden nach jenem Sprichwort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.340099811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5483,"date":1719,"orig":"Senes bis pueri.","norm":"Senes bis pueri.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.250199794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5484,"date":1719,"orig":"Gedachtes Laxieꝛ-Saͤcklein habe ich ſelbſten geſehen, aber nichts anders gefunden, als ohngefehr ein halb Loth Señes-Blaͤtter, das uͤbrige war eine unordentliche Mixtur, von Sießholtz, Meerhirſch, Wermuth und Hirſchzung, welches herrliche Medicament gleichwohl 6. Gulden gekoſtet, da ſie doch ſolches in der Apothecken umb 6. oder 8. Groſchen unfehlbar haͤtten haben koͤnnen; Alſo wird gar offt ein ſchlechter Eſel, wann er nur frembd iſt, mehr geachtet, und theuerer bezahlet, als ein praffes einheimiſches Pferd, ungeachtet es auch von dem Bucephalo, deß groſſen Alexandri Leib-Klepper, ſolte herſtammen, aber weil die Welt will und verlangt betrogen zu werden, ſo werde ſie auch alſo betrogen.","norm":"Gedachtes Laxier-Säcklein habe ich selbst gesehen, aber nichts anders gefunden, als ungefähr ein halb Lot Sennes-Blätter, das Übrige war eine unordentliche Mixtur, von Sießholtz, Meerhirsch, Wermut und Hirschzunge, welches herrliche Medikament gleichwohl 6. Gulden gekostet, da sie doch solches in der Apotheken um 6. oder 8. Groschen unfehlbar hätten haben können; also wird gar oft ein schlechter Esel, wann er nur fremd ist, mehr geachtet, und teurer bezahlet, als ein praffes einheimisches Pferd, ungeachtet es auch von dem Bucephalo, des großen Alexandri Leib-Klepper, sollte herstammen, aber weil die Welt will und verlangt betrogen zu werden, so werde sie auch also betrogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.152900218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5485,"date":1719,"orig":"Bey mir iſt es ſchon eine alte Obſervation, daß dergleichen prahleriſche Curen ſchier allezeit ſchlechte und Frucht-loſe Ausgaͤnge nehmen; Jn den Buͤchern, wann ich finde, daß eine Artzney alle Kranckheiten heilen ſolle, ſo halte ich gar nichts darauff, und gedencke, es probirt gar zu viel, ergo gar nichts, bin auch in dieſem Fall mit den Philoſophis gut Thomiſtiſch, und glaube feſtiglich, quòd neque in Medicina, neque in Logica univerſale detur à parte rei.","norm":"Bei mir ist es schon eine alte Observation, dass dergleichen prahlerische Kuren schier allezeit schlechte und Frucht-lose Ausgänge nehmen; in den Büchern, wann ich finde, dass eine Arznei alle Krankheiten heilen solle, so halte ich gar nichts darauf, und gedenke, es probiert gar zu viel, ergo gar nichts, bin auch in diesem Fall mit den Philosophis gut Thomistisch, und glaube fest, quod neque in Medicina, neque in Logica universale detur à parte rei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.11899995803833} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5486,"date":1719,"orig":"Auff der Marckſchreyer und anderer Hauß-Artzney- Affen Prahlerey halte ich noch weniger, dann wo viel Geſchrey, iſt ſelten viel Wolle; multiloquium eſt ſtultiloquium; Es heiſt parturiunt montes &c.","norm":"Auf der Markschreier und anderer Hauß-Artzney-Affen Prahlerei halte ich noch weniger, dann wo viel Geschrei, ist selten viel Wolle; multiloquium est stultiloquium; es heißt parturiunt montes etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.924200057983398} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5487,"date":1719,"orig":"Sie verſprechen einen Loͤwen, und zahlen mit einer Mauß aus.","norm":"Sie versprechen einen Löwen, und zahlen mit einer Maus aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.466599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5488,"date":1719,"orig":"Wie offt hab ichs geſehen, daß ſolches Affen-Geſchmeiß verſprochen in 4. 5. oder 6. Tagen die Patienten geſund zu machen, der Teufel iſt aber darzwiſchen kommen, und hat eine Nulla darzu geſetzet, da ſeyn 40. 50. oder 60. Tag daraus worden; ja die Cur waͤhret oͤfftermahls nicht ſo lang, dañ die Patienten ſterben wohl gar die erſten Tage, wie ich ſelbſten einen Alten mit einer waͤßrigen Geſchwulſt an den Fuͤſſen gekeñt, welcher umb einen ſolchen Artzt geſchicket, als er nun ankommen, war ſein erſtes, daß er die zuvor gebrauchte Pflaſter, und Salben voͤllig verachtete, und ſich verwunderte, daß der Patient bey ſolcher Cur, ſo die Idioten gebrauchet, noch leben koͤnte; verordnete auch ein Pflaſter uͤber den gantzen Fuß zu legen, und 2. gantzer Tage darauff liegen zu laſſen, mit Verſicherung, daß der Patient unfehlbahr wird darvon geſund werden, und kuͤnfftigen Sonntag darvon in die Kirchen gehen koͤnnen.","norm":"Wie oft habe ich es gesehen, dass solches Affengeschmeiß versprochen in 4. 5. oder 6. Tagen die Patienten gesundzumachen, der Teufel ist aber dazwischen kommen, und hat eine Nulla dazugesetzt, da sein 40. 50. oder 60. Tag daraus worden; ja die Kur währet öftermals nicht so lang, dann die Patienten sterben wohl gar die ersten Tage, wie ich selbst einen Alten mit einer wässrigen Geschwulst an den Füßen gekannt, welcher um einen solchen Arzt geschickt, als er nun ankommen, war sein erstes, dass er die zuvor gebrauchte Pflaster, und Salben völlig verachtete, und sich verwunderte, dass der Patient bei solcher Kur, so die Idioten gebraucht, noch leben könnte; verordnete auch ein Pflaster über den ganzen Fuß zu legen, und 2. ganzer Tage darauf liegenzulassen, mit Versicherung, dass der Patient unfehlbar wird davon gesund werden, und künftigen Sonntag davon in die Kirchen gehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837100028991699} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5490,"date":1719,"orig":"Dieſe und dergleichen thoͤrichte Curen ſeyn faſt taͤglich anzutreffen, wo ihrer viel tauſend ums Leben kom̃en, und gleichwohl wird ſolchen Prahlern die Schuld nicht zugemeſſen, dann ſie bedienen ſich des allgemeinen Troſts, welchen etliche den Huren-Troſt heiſſen, daß ſie nehmlich nicht die erſten, weder die letzten ſeyn, welchen die Patienten geſtorben; es lautet: contra vim mortis non eſt medicamen in hortis, daß fuͤr dem Tod kein Kraut gewachſen.","norm":"Diese und dergleichen törichte Kuren sein fast täglich anzutreffen, wo ihrer viel tausend ums Leben kommen, und gleichwohl wird solchen Prahlern die Schuld nicht zugemessen, dann sie bedienen sich des allgemeinen Trosts, welchen etliche den Huren-Trost heißen, dass sie nämlich nicht die ersten, weder die letzten sein, welchen die Patienten gestorben; es lautet: contra vim mortis non est medicamen in hortis, dass für dem Tod kein Kraut gewachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105400085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5491,"date":1719,"orig":"Ja ſie wiſſen ſich ſo meiſterlich zu excuſiren, daß nehmlich dem Krancken das Sterb-Stuͤndlein zu dieſer Zeit ſey vom GOtt aufferlegt worden, oder der Mond habe ein uͤbles Zeichen betretten; Jtem der Alkermes ſey auch nichts nutz geweſen, und dergleichen mit einem Wort, ſie machen es wie die Hirten, welche die Schuld auf die Woͤlffe legen, wann ſie ſelbſten die Schaaff gefreſſen, oder wie jener Organiſt, der aus dem Text kommen, und die Schuld auf den Calcanten warff, daß er ihm nicht recht zu geblaſen, weil er ſolche Arien ſchlagen muͤſte, wie man ſie ihm thaͤte zublaſen; Ja ſolches Affen-Geſchmeiß wird gar offt/ die Patienten moͤgen ſterben oder darvon kommen/ uͤber die maſſen wohl bezahlet/ und hat anderwaͤrts einen beſſeren Credit, als der fuͤrnehmſte Medicus haben kan.","norm":"Ja sie wissen sich so meisterlich zu excusiren, dass nämlich dem Kranken das Sterbstündlein zu dieser Zeit sei vom Gott auferlegt worden, oder der Mond habe ein übles Zeichen betreten; Item der Alkermes sei auch nichts Nutz gewesen, und dergleichen mit einem Wort, sie machen es wie die Hirten, welche die Schuld auf die Wölfe legen, wann sie selbst die Schaf gefressen, oder wie jener Organist, der aus dem Text kommen, und die Schuld auf den Kalkanten warf, dass er ihm nicht recht zu geblasen, weil er solche Arien schlagen müsste, wie man sie ihm täte zublasen; Ja solches Affengeschmeiß wird gar oft / die Patienten mögen sterben oder davon kommen / über die Maßen wohl bezahlet / und hat anderwärts einen besseren Kredit, als der fürnehmste Medikus haben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5492,"date":1719,"orig":"Wie offt geſchichts in Fiebern/ daß ein alte Zahnluckete Artztin darzu kommt/ welche ohne Wiſſen deß Medici etwan die Seiten mit einem Kayeroͤhl einſchmiert/ oder einem Umbſchlag von Roſen-Eßig umb dieſelbige Zeit auf die Stirn bindet/ wo das Fieber ohne diß haͤtte nachgelaſſen/ indem die boͤſen Feuchtigkeiten ſchon ſeyn durch deß Medici verordnete Medicamenten voͤllig contemperirt, und lind ausgefuͤhrt worden/ bleibt nun das Fieber aus/ ſo wird der Medicus veracht/ und das alte Weib ſehr geruͤhmt/ daß ſie beſſer die Fieber vertreiben kan/ als alle Doctores; Ja es wird ſchon eine andere Neben- Affin auf der Seiten ſtehen/ und dieſes mit einem großmaͤchtigen probatum eſt in ihr ſchmutziges Regiſter einprotocolliren/ daß Roſen-Eſſig gut fuͤr das Fieber ſey/ wird alſo gar offt wahr/ was Galenus ſchon laͤngſt geſchrieben:","norm":"Wie oft Geschichtes in Fiebern / dass ein alte Zahnluckete Arztin dazukommt / welche ohne Wissen des Medici etwan die Seiten mit einem Kayeröhl einschmiert / oder einem Umschlag von Rosenessig um dieselbige Zeit auf die Stirn bindet / wo das Fieber ohne dies hätte nachgelassen / indem die bösen Feuchtigkeiten schon sein durch des Medici verordnete Medikamenten völlig contemperirt, und lind ausgeführt worden / bleibt nun das Fieber aus / so wird der Medikus verachte / und das alte Weib sehr gerühmt / dass sie besser die Fieber vertreiben kann / als alle Doctores; Ja es wird schon eine andere Neben-Affin auf der Seiten stehen / und dieses mit einem großmächtigen probatum est in ihr schmutziges Register Einprotokollieren / dass Rosenessig gut für das Fieber sei / wird also gar oft wahr / was Geolenis schon längst geschrieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.671899795532227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5493,"date":1719,"orig":"Beata Vetula, quæ venit tempore criſis: daß gluͤckſeelig dasjenige alte Weib ſey/ welche umb dieſelbige Zeit kommt/ wo die Kranckheit ſchon von der Natur uͤberwunden worden.","norm":"Beata Vetula, quae venit tempore crisis: dass glückselig dasjenige alte Weib sei / welche um dieselbige Zeit kommt / wo die Krankheit schon von der Natur überwunden worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.214200019836426} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5494,"date":1719,"orig":"Jch kenne einen ehrlichen Mann/ der ſonſt mein guter Freund iſt/ dieſem hatte der Medicus in den Blattern den Wein verbothen/ ungeachtet aber des Verboths hat ihm ein altes Weib ſelbigen zugetragen/ weilen er nun gluͤcklich darvon kommen/ ſo ſchreibet er das gantze Heyl dieſem alten Zahnlucketen Murmelthier zu/ ſagt auch noch heutiges Tages/ er waͤre unfehlbar geſtorben/ wann er dem Doctor gefolgt haͤtte/ wiewohlen ſonſt der Medicus von einer groſſen Scienz, und weit beruͤhmt geweſen.","norm":"Ich kenne einen ehrlichen Mann / der sonst mein guter Freund ist / diesem hatte der Medikus in den Blattern den Wein verboten / ungeachtet aber des Verbots hat ihm ein altes Weib selbigen zugetragen / weilen er nun glücklich davon kommen / so schreibet er das ganze Heil diesem alten Zahnlucketen Murmeltier zu / sagt auch noch heutiges Tages / er wäre unfehlbar gestorben / wann er dem Doktor gefolgt hätte / wiewohl sonst der Medikus von einer großen Scienz, und weit berühmt gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3628997802734375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5495,"date":1719,"orig":"Ein anderer kam vor 3. Jahren zu mir/ und fragte mich/ wie eigentlich die Steinbrech-Wurtzel ausſehe/ er haͤtte ſolche in unterſchiedlichen Apothecken gekaufft/ und gebraucht/ aber keine eintzige Beſſerung verſpuͤhret; Jch erforſchete in was Zuſtand ſie ihm dann haͤtte dienen ſollen/ die Antwort war: fuͤr die Augen; dann als er nechſt bey einem Bauer/ der ein verſtaͤndiger Mann geweſen/ die Inventur Ambts halber vorgenom̃en/ habe er in ſeinen alten Calender geſchrieben gefunden/ das Steinbrech fuͤr die Augen ein haubtgutes Mittel ſey/ doch dieweil ſie ihm nicht gedienet/ ſo muthmaſſet er/ die Apothecker haͤtten ihm nicht die rechte gegeben; Jch replicirte weiter/ daß es zwar die rechte geweſen/ allein ſie dienet nicht fuͤr die Augen/ ſondern fuͤr Sand und Stein/ dennoch wolte dieſer albere obſchon geſtudirte Stockfiſch ſolches nicht faſſen/ weder mir noch dem Apothecker Glauben geben/ ſondern verblieb bey dieſem daß die alten Bauern groſſe Erfahrniß in der Medicin haͤtten/ wolte auch nach der Steinbrech weiter fragen/ wiewohlen ſeine Augen ſchon ziemlich mit den Neapolitaniſchen Rubinen verſetzt waren/ denen das Schweiß-machende Saſſafraß, oder Mercurialiſche Gaiffer-Cur beſſer haͤtte dienen koͤnnen.","norm":"Ein anderer kam vor 3. Jahren zu mir / und fragte mich / wie eigentlich die Steinbrech-Wurzel aussehe / er hätte solche in unterschiedlichen Apotheken gekauft / und gebraucht / aber keine einzige Besserung verspüret; Ich erforschte in was Zustand sie ihm dann hätte dienen sollen / die Antwort war: für die Augen; dann als er nächst bei einem Bauer / der ein verständiger Mann gewesen / die Inventur Amts halber vorgenommen / habe er in seinen alten Kalender geschrieben gefunden / das Steinbrech für die Augen ein Hauptgutes Mittel sei / doch dieweil sie ihm nicht gedient / so mutmaßet er / die Apotheker hätten ihm nicht die rechte gegeben; Ich replizierte weiter / dass es zwar die rechte gewesen / allein sie dient nicht für die Augen / sondern für Sand und Stein / dennoch wollte dieser albere obschon gestudirte Stockfisch solches nicht fassen / weder mir noch dem Apotheker Glauben geben / sondern verblieb bei diesem dass die alten Bauern große Erfahrniß in der Medizin hätten / wollte auch nach der Steinbrech weiter fragen / wiewohl seine Augen schon ziemlich mit den neapolitanischen Rubinen versetzt waren / denen das Schweiß-machende Sassafras, oder Mercurialische Gaiffer-Cur besser hätte dienen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032299995422363} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5496,"date":1719,"orig":"Einen gemeinen Mußquetier habe ich auch gekeñt/ welcher einem Waſſerſuͤchtigen ſo viel vorgelogen/ und die voͤllige Geſundheit verſprochen/ wofern er nur 6. Gulden wolte darauff wagen/ Zimet-Oehl und andere koſtbaren Sachen darvor zu kauffen; der gute Mann folgt/ gibt das Geld auff Medicamenten/ der Herr Doctor, ſo mit einem Schelmen gefuͤttert/ und mit einem Dieb verbramet/ Profesſion halber aber ein entloffener Schloſſer-Bube war/ rennet darmit in das Wirthshauß/ und verbleibet mit ſeinẽ Herrn Collegen ſo lang darinn/ biß das Geld/ ſo das Waſſer im Krancken veruꝛſachet/ voͤllig im Wein collegialiter wiederumb auffgegangen/ ungeachtet der arme Patient bald darauff ohne eintziges Zimet-Oehl hat ſterben muͤſſen.","norm":"Einen gemeinen Mußquetier habe ich auch gekannt / welcher einem Wassersüchtigen so viel vorgelogen / und die völlige Gesundheit versprochen / sofern er nur 6. Gulden wollte darauf wagen / Zimet-Oehl und andere kostbaren Sachen davor zu kaufen; der gute Mann folgt / gibt das Geld auf Medikamenten / der Herr Doktor, so mit einem Schelmen gefüttert / und mit einem Dieb verbramet / Profession halber aber ein entloffener Schlosser-Bube war / rennet damit in das Wirtshaus / und verbleibet mit seinen Herrn Kollegen so lang darin / bis das Geld / so das Wasser im Kranken verursachet / völlig im Wein collegialiter wiederum aufgegangen / ungeachtet der arme Patient bald darauf ohne einziges Zimet-Oehl hat sterben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497799873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5497,"date":1719,"orig":"Dieſes iſt ja warhafftig eine gꝛoſſe Liebe und Affection zu dergleichen Leuth-Betruͤgern/ und erfolgt dennoch nichts als Schand und Spott; mit einem Wort/ ein Aff iſt ein Aff/ und bleibt ein Aff/ wann man ihm auch ſolte ein Doctor-Huͤttel auffſetzen/ gleich wie deß Kaͤyſers Caligulæ Pferd Velocisfimus genannt/ ein Roß verblieben/ wie ein Roß geſchryen/ und andere Roß-Geſchaͤffte veꝛrichtet/ obſchon es der Kaͤyſer zu dem Burgermeiſter in Rom gemacht/ den Habern vergulden/ und mit anderen halb Goͤttlichen Complementen bedienen laſſen.","norm":"Dieses ist ja wahrhaftig eine große Liebe und Affektion zu dergleichen Leut-Betrügern / und erfolgt dennoch nichts als Schande und Spott; mit einem Wort / ein Affe ist ein Affe / und bleibt ein Affe / wann man ihm auch sollte ein Doctor-Hüttel aufsetzen / gleich wie des Kaisers Caligulae Pferd Velocisfimus genannt / ein Ross verblieben / wie ein Ross geschrien / und andere Ross-Geschäfte verrichtet / obschon es der Kaiser zu dem Burgermeister in Rom gemacht / den Habern vergülden / und mit anderen halb göttlichen Komplementen bedienen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.198299884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5498,"date":1719,"orig":"Das fuͤnffte Capitel.","norm":"Das fünfte Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.610099792480469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5499,"date":1719,"orig":"Wie narriſch und falſch jener Affen- Schluß ſey: dieſe Artzney hat mir geholffen/ ergo muß ſie auch einem andern helffen.","norm":"Wie narrisch und falsch jener Affen-Schluss sei: Diese Arznei hat mir geholfen / ergo muss sie auch einem anderen helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815000057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5500,"date":1719,"orig":"NJcht unweißlich haben die Alten gelehret/ daß 3. Sachen auf einerley Weiß einem jeden nicht koͤnnen wohl anſtehen/ nehmlich einerley Complementen/ einerley Kleider/ und einerley Artzneyen.","norm":"Nicht unweißlich haben die Alten gelehrt / dass 3. Sachen auf einerlei Weiß einem jeden nicht können wohl anstehen / nämlich einerlei Komplementen / einerlei Kleider / und einerlei Arzneien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.827199935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5501,"date":1719,"orig":"Laͤcherlich complementirten jene einfaͤltige Unterthanen mit ihrem gnaͤdigen Herrn/ dann als dieſer Cavallier bey Antretung der Herrſchafften ſeinen Bauern zuredete/ und zum Gehorſam vermahnete/ mit Verſprechen/ daß er ihr gnaͤdiger Herr ſeyn wolte/ antworteten ebenfalls dieſe mit dergleichen hoͤflichen Worten:","norm":"Lächerlich komplementierten jene einfältige Untertanen mit ihrem gnädigen Herrn / dann als dieser Cavalier bei Antretung der Herrschaften seinen Bauern zuredete / und zum Gehorsam vermahnte / mit Versprechen / dass er ihr gnädiger Herr sein wollte / antworteten ebenfalls diese mit dergleichen höflichen Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.300399780273437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5502,"date":1719,"orig":"Wann uns Euer Gnaden mit neuen Robaten nicht ſteigern werden/ ſo wolten wir auch Euer Gnaden genaͤdige Bauern ſeyn.","norm":"Wann uns Euer Gnaden mit neuen Roboten nicht steigern werden / so wollten wir auch Euer Gnaden gnädige Bauern sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.298299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5503,"date":1719,"orig":"Laͤcherlich wuͤrde es auch mit den Kleidern hergehen/ wann man ſolte einen Manto, ſo eine ſubtile Dama getragen/ einer dicken viereckigen Bauer-Dirn anlegen/ gewiß wuͤrde ſolche reformirte Feld-Nymphe ein Faſchings-Anſehen haben/ wie jener Eſel/ als er in der Loͤwen- Haut zu ſtoltzieren anfienge.","norm":"Lächerlich würde es auch mit den Kleidern hergehen / wann man sollte einen Manto, so eine subtile Dama getragen / einer dicken viereckigen Bauer-Dirn anlegen / gewiss würde solche reformierte Feld-Nymphe ein Faschings-Ansehen haben / wie jener Esel / als er in der Löwen-Haut zu stolzieren anfinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642199993133545} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5504,"date":1719,"orig":"Eben alſo eine ſolche laͤcherliche/ und ſchellenwuͤrdige Thorheit begehen alle Allamodiſche Artzney-Affen/ welche jede Artzneyen/ die dieſem gedienet/ auch anderen muß gleiche Wirckung darreichen.","norm":"Eben also eine solche lächerliche / und schellenwürdige Torheit begehen alle Alamodische Arzneiaffen / welche jede Arzneien / die diesem gedient / auch anderen muss gleiche Wirkung darreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.640600204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5505,"date":1719,"orig":"Jch laß es gern zu/ daß eine fuͤrnehme Dama mit 2. oder 3. Loth Manna eine gantz linde und dannoch kraͤfftige Purgation haben kan/ aber probire dieſes ein ſtarcker Handwercks-Mann/ er wird befinden/ daß ſolches ſo viel als nichts operirt.","norm":"Ich lass es gern zu / dass eine fürnehme Dama mit 2. oder 3. Lot Manna eine ganz linde und dennoch kräftige Purgation haben kann / aber probiere dieses ein starker Handwerksmann / er wird befinden / dass solches so viel als nichts operiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.833199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5506,"date":1719,"orig":"Jch weiß es gar wohl/ daß bißweilen mancher Bauer mit einem Brech-Pulver alle Magen-Schmertzen vertrieben/ probire aber dieſes ein ſchwacher Cavallier/ er wird gewißlich das letzte mahl Vomitiv genommen haben; Jch kan es nicht laugnẽ/ daß die Reuteꝛ im Feld offtermahls das Fieber gluͤcklich curiret/ wann ſie eine ſtarck-geladene Piſtoll loß geſchoſſen/ gleich darauff die Piſtoll mit ſtarckem Eßig angefuͤllet/ und ſelbigen gantz warm ſam̃t dem Pulver-Dampf ausgetrunckẽ/ oder eine Hand voll Pfeffer in Eſſig vor dem Fieber eingenommen; wage es aber ein anderer/ er ſoll ſein Lebtage ein Notabene an Fieber-ſtillen haben.","norm":"Ich weiß es gar wohl / dass bisweilen mancher Bauer mit einem Brechpulver alle Magenschmerzen vertrieben / probiere aber dieses ein schwacher Cavalier / er wird gewisslich das letzte Mal Vomitiv genommen haben; Ich kann es nicht laugnen / dass die Reuter im Feld öftermals das Fieber glücklich kurieret / wann sie eine stark-geladene Pistoll losgeschossen / gleich darauf die Pistoll mit starkem Essig angefüllt / und selbigen ganz warm samt dem Pulver-Dampf ausgetrunken / oder eine Hand voll Pfeffer in Essig vor dem Fieber eingenommen; wage es aber ein anderer / er soll sein Lebtage ein Notabene an Fieberstillen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.650199890136719} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5507,"date":1719,"orig":"Jch geſtehe es gern/ daß die Wolachen die hitzigen Kranckheiten leicht vertreiben/ wann ſie ein Glaß ſtaꝛcken Brandtewein ausſauffen/ bald darnach aber ein groß Stuͤck Eyß auf das Hertz und Pulß legen/ und den Kopff mit lauter ſauer Kraut einwicklen; probire aber ſolches ein anderer/ er ſoll mit nechſten deß Fiebers/ und des Lebens befreyet ſeyn.","norm":"Ich gestehe es gern / dass die Walachen die hitzigen Krankheiten leicht vertreiben / wann sie ein Glas starken Branntwein aussaufen / bald danach aber ein groß Stück Eis auf das Herz und Puls legen / und den Kopf mit lauter Sauerkraut einwickle; probiere aber solches ein anderer / er soll mit nächsten des Fiebers / und des Lebens befreiet sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114500045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5508,"date":1719,"orig":"Bey dem gemeinen Mann iſt ſchon der Ordinar-Gebrauch/ daß/ wann einer erkranckt/ den anderen alſobald umb Rath fraget/ was gut fuͤr dieſen Zuſtand ſeyn moͤchte/ da wird dieſer ohne weiteres Erforſchen der Urſachen/ und der Umbſtaͤnde/ ſeinen Verſtand bald an Tag geben/ und den unfehlbahren Schluß machen/ ſagende:","norm":"Bei dem gemeinen Mann ist schon der Ordinar-Gebrauch / dass / wann einer erkrankt / den anderen alsobald um Rat fraget / was gut für diesen Zustand sein möchte / da wird dieser ohne weiteres Erforschen der Ursachen / und der Umstände / seinen Verstand bald an Tag geben / und den unfehlbaren Schluss machen / sagende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.133800029754639} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5509,"date":1719,"orig":"Jch habe einmahl das Fieber gehabt/ das vertrieb ich mit brechmachenden Spieß-Glaß/ ihr habet auch das Fieber/ ergo muͤſſet ihr auch ſelbiges mit Spieß-Glaß vertreiben; Dieſes Affiſche Argument gilt bey mir eben ſo viel, als wann ich ſagen wolte: der blinde Hermann hat einsmahl einen Beutel voll Geld gefunden/ der Paul iſt auch blind/ ergo wird er auch einen Beutel voll Geld finden.","norm":"Ich habe einmal das Fieber gehabt / das vertrieb ich mit brechmachenden Spießglas / ihr habet auch das Fieber / ergo müsset ihr auch selbiges mit Spießglas vertreiben; dieses Affische Argument gilt bei mir ebenso viel, als wann ich sagen wollte: Der blinde Hermann hat einsmahl einen Beutel voll Geld gefunden / der Paul ist auch blind / ergo wird er auch einen Beutel voll Geld finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156400203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5510,"date":1719,"orig":"Wer wird ſo narriſch ſeyn/ und dieſem unfoͤrmlichen Schluß Glauben geben?","norm":"Wer wird so narrisch sein / und diesem unförmlichen Schluss Glauben geben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585000038146973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5511,"date":1719,"orig":"Geſnerus ſchreibt von einem Affen/ welcher geſehen ein Weib waſſer waͤrmen/ und ihr Kind darinn baden:","norm":"Gesnerus schreibt von einem Affen / welcher gesehen ein Weib Wasser wärmen / und ihr Kind darin baden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.996099948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5512,"date":1719,"orig":"Jn Abweſenheit des Weibs will der Aff dieſe Weiber-Geſchaͤfft auch verrichten/ nimmt ſiedendes Waſſer/ gieſt es ſo lange auff das Kind/ biß ſich es voͤllig verbraͤndt/ und geſtorben.","norm":"In Abwesenheit des Weibs will der Affe diese Weiber-Geschäft auch verrichten / nimmt siedendes Wasser / gießt es so lange auf das Kind / bis sich es völlig verbrändt / und gestorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.207499980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5513,"date":1719,"orig":"Wie viel dergleichen Curen ſeyn noch taͤglich unter unſern Artzney-Affen anzutreffen/ ich habe einen ſolchen gekeñt/ der mit dem Jelappen- Pulver das Fieber bey ihm vertrieben/ bey anderen hat er ſolches auch thun wollen/ aber es gienge ihm von ſtatten wie jenem/ der aus Kaͤſen wolte Kaͤlber ausbruͤtten/ ſintemahlen er aus einem gemeinen dreytaͤglichẽ Fieber eine hitzige Kranckheit zuwegen gebracht/ daran er auch geſtorben.","norm":"Wie viel dergleichen Kuren sein noch täglich unter unseren Arzneiaffen anzutreffen / ich habe einen solchen gekannt / der mit dem Jelappen-Pulver das Fieber bei ihm vertrieben / bei anderen hat er solches auch tun wollen / aber es ginge ihm von statten wie jenem / der aus Käsen wollte Kälber ausbrüten / sintemal er aus einem gemeinen dreitäglichen Fieber eine hitzige Krankheit zuwegen gebracht / daran er auch gestorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258800029754639} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5514,"date":1719,"orig":"Ein anderer hat vor dem viertaͤglichen Fieber eine Schiſſel voll Stertz geeſſen/ und iſt darvon geſund worden/ dieſem hat ein ander Stertz-Aff nachgefolget/ iſt ihm aber in dieſem hohen Concept, gleich wie im gewalckten Tuch viel eingegangen/ indem er in einen aͤrgeren Zuſtand gerathen/ und ebenfalls geſtorben.","norm":"Ein anderer hat vor dem viertäglichen Fieber eine Schüssel voll Sterz gegessen / und ist davon gesund worden / diesem hat ein ander Stertz-Aff nachgefolgt / ist ihm aber in diesem hohen Konzept, gleich wie im gewalkten Tuch viel eingegangen / indem er in einen ärgeren Zustand geraten / und ebenfalls gestorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.571800231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5515,"date":1719,"orig":"Unlaͤngſt hat eine Frau der Ordinar-Cur wollen nachaffen/ und den Bauch in den groͤſten Colic-Schmeꝛtzen mit warmen Habern gebaͤhet/ wovon zwar die Schmertzen ein wenig nachgelaſſen/ allein die boͤſen Feuchtigkeiten ſeyn im Leibe ſtecken geblieben und verbrennet worden/ die nachmahlen ein groſſes Geſchwaͤr und toͤdtlichen Brand haben zuwege gebracht.","norm":"Unlängst hat eine Frau der Ordinar-Cur wollen Nachaffen / und den Bauch in den größten Colic-Schmertzen mit warmen Habern gebäht / wovon zwar die Schmerzen ein wenig nachgelassen / allein die bösen Feuchtigkeiten sein im Leibe stecken geblieben und verbrennet worden / die nachmals ein großes Geschwüre und tödlichen Brand haben zuwege gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.729300022125244} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5516,"date":1719,"orig":"Jch habe ſelbſten dieſes Jahr einen Trompeter gekennt/ den hat man im Fieber in einen Moraſt geſetzet/ und ſo lange den Rucken und die Bruſt mit Moraſt-Waſſer begoſſen/ biß die Hitze nachgelaſſen/ es iſt aber ein Bruſt-Apoſtem darzu geſchlagen/ daran dieſer ehrliche Teutſche an ſolcher verfluchten Wolachiſchen Cur bald geſtorben/ mit einem Wort/ dieſe und dergleichen narriſche Einfaͤlle/ und aberwitzige Affen-Curen pflegen gemeiniglich auch naͤrriſche Ausgaͤnge zu haben.","norm":"Ich habe selbst dieses Jahr einen Trompeter gekannt / den hat man im Fieber in einen Morast gesetzt / und so lange den Rucken und die Brust mit Morastwasser begossen / bis die Hitze nachgelassen / es ist aber ein Brustapostem dazugeschlagen / daran dieser ehrliche Deutsche an solcher verfluchten Walachischen Kur bald gestorben / mit einem Wort / diese und dergleichen narrische Einfälle / und aberwitzige Affenkuren pflegen gemeiniglich auch närrische Ausgänge zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.238100051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5517,"date":1719,"orig":"Viel unter unſeren Affen werden auch gefunden/ die ihnen veſtiglich einbilden/ daß dieſe oder jene Artzney unfehlbahr helffen wird/ weilen ſie ſelbige von dieſer guten Frauen/ oder jenem beruͤhmten Doctor gelernet/ welche darmit gute und herrliche Curen gethan haben/ da heiſt es: probatum eſt, es iſt ein unfehlbahres Mittel.","norm":"Viel unter unseren Affen werden auch gefunden / die ihnen festig einbilden / dass diese oder jene Arznei unfehlbar helfen wird / weilen sie selbige von dieser guten Frauen / oder jenem berühmten Doktor gelernt / welche damit gute und herrliche Kuren getan haben / da heißt es: probatum est, es ist ein unfehlbares Mittel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.199600219726562} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5518,"date":1719,"orig":"Jch laſſe alles zu/ daß dieſe gute Frau/ dieſer gute Doctor mit dieſem guten Pulver oder guten Saͤfftlein gute Curen gethan haben/ dieſe gute Artzneyen thun noch gute Wirckungen/ und werden ſelbige auch ins kuͤnfftige thuen/ aber merckts wohl meine Artzney-Affen/ ſie muͤſſen auch zu guter und rechter Zeit gegeben werden/ ſie ſeyn nicht abſolutè, ſondern nur reſpectivè gut/ dann man muß vorhero alle Urſachen deß Zuſtandes/ wie auch alle Umbſtaͤnde wohl erforſchen; Jm widrigen Fall werden gedachte Artzneyen nicht mehr gut/ ſondern boͤß heiſſen/ dann es iſt wohl oͤffters geſchehen/ daß aus dem Guten iſt was Boͤſes worden/ gute Speiſen haben ſehr offt boͤſe Kranckheiten verurſachet/ der Eßig iſt vor Zeiten auch ein ſuͤſſer Wein geweſen/ die keuſcheſten Jungfrauen ſeyn ebenfalls bißweilen zu den underſchaͤmbſten Vetteln worden; ja der Teufel ſelbſten war anfaͤnglich der ſchoͤnſte Engel/ als er ſich aber nicht gut verhalten/ iſt er in die abſcheulichſte Creatur verwandlet worden.","norm":"Ich lasse alles zu / dass diese gute Frau / dieser gute Doktor mit diesem guten Pulver oder guten Säftlein gute Kuren getan haben / diese gute Arzneien tun noch gute Wirkungen / und werden selbige auch ins künftige tun / aber merkt es wohl meine Arzneiaffen / sie müssen auch zu guter und rechter Zeit gegeben werden / sie sein nicht absolute, sondern nur respektive gut / dann man muss vorher alle Ursachen des Zustandes / wie auch alle Umstände wohl erforschen; im widrigen Fall werden gedachte Arzneien nicht mehr gut / sondern böse heißen / dann es ist wohl öfters geschehen / dass aus dem Guten ist was Böses worden / gute Speisen haben sehr oft böse Krankheiten verursachet / der Essig ist vor Zeiten auch ein süßer Wein gewesen / die keuschesten Jungfrauen sein ebenfalls bisweilen zu den underschämbsten Vetteln worden; ja der Teufel selbst war anfänglich der schönste Engel / als er sich aber nicht gut verhalten / ist er in die abscheulichste Kreatur verwandelt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8643999099731445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5519,"date":1719,"orig":"Mir kommen ſolche gute Artzneyen natuͤrlich fuͤr wie ein koͤſtliches Kleinod/ oder ſchoͤnes Band/ dann wann ſie zu rechter Zeit/ und im tauglichen Zuſtand gegeben werden/ ſo haben ſie ein ſolches Anfehen/ als wann das Kleinod auf den Halß/ und das Band auf den Kopff bey einer Damen waͤre applicirt worden/ geſchicht aber eine Unordnung darbey/ und giebt dasjenige einem Schwachen/ welches nur einem Starcken dienet/ oder braucht es im Anfange der Kranckheit welches auf die letzte ſolte gegeben werden/ ſo kommt eben eine ſo curioſe Faſchings-Maſcara heraus/ als wann ich das Kleinod auf den Ellbogen/ und das ſchoͤne Band auf das Schienbein haͤtte angebunden/ ja alles waͤre noch Lachens werth/ wann nur nicht die armen Patienten bey ſolchen Faſchings-Concepten eine ſo traurige Aſchermittwoch zu gewarten haͤtten.","norm":"Mir kommen solche gute Arzneien natürlich für wie ein köstliches Kleinod / oder schönes Band / dann wann sie zu rechter Zeit / und im tauglichen Zustand gegeben werden / so haben sie ein solches Ansehen / als wann das Kleinod auf den Hals / und das Band auf den Kopf bei einer Damen wäre appliziert worden / geschieht aber eine Unordnung dabei / und gibt dasjenige einem Schwachen / welches nur einem starken dient / oder braucht es im Anfange der Krankheit welches auf die letzte sollte gegeben werden / so kommt eben eine so kuriose Faschings-Mascara heraus / als wann ich das Kleinod auf den Ellbogen / und das schöne Band auf das Schienbein hätte angebunden / ja alles wäre noch Lachens wert / wann nur nicht die armen Patienten bei solchen Faschings-Concepten eine so traurige Aschermittwoch zu gewarten hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.871399879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5520,"date":1719,"orig":"Was das Probatum eſt anbelanget/ weiß ich gar wohl/ daß darmit alle Medicamenten deß gantzen Affen-Geſchlechts muͤſſen verpitſchiert ſeyn/ wofern ſie einen eintzigen Nachdruck haben ſollen; Aber ich frage/ ob man ſich allezeit darauff verlaſſen darff?","norm":"Was das Probatum est anbelanget / weiß ich gar wohl / dass damit alle Medikamenten des ganzen Affengeschlechts müssen petschiert sein / sofern sie einen einzigen Nachdruck haben sollen; Aber ich frage / ob man sich allezeit darauf verlassen darf?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.790500164031982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5521,"date":1719,"orig":"Zum Exempel/ wir finden in der alten Weiber Artzney-Archiv auf einem ſchmutzigen Zettel ein bewaͤhrtes Recept, welches ein alter Zahnlucketer Feuerkuͤbel beſchrieben/ ſo ſchon bey Priſciano im Wind-und Mutter-Salben-Machen iſt frey geſprochen worden/ der Zettel lautet alſo:","norm":"Zum Exempel / wir finden in der alten Weiber Arzneiarchiv auf einem schmutzigen Zettel ein bewährtes Rezept, welches ein alter Zahnlucketer Feuerkübel beschrieben / so schon bei Prisciano im Wind-und Mutter-Salben-Machen ist frei gesprochen worden / der Zettel lautet also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.173699855804443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5522,"date":1719,"orig":"Ein groſſes Recept fuͤr die Catharr, nimm Muſcatnuß-Saͤlbl. mit Agſtein-Oehl vermiſcht/ darmit ſchmier den Kopff wohl/ und mache ein Pflaſter von geſtoſſenen Schnecken/ Maſtix/ Agtſtein/ Weyrauch/ und Eyerklar/ dieſes mit Hanffen-Werck auff den Kopff gelegt/ ſo hilfft es/ es iſt probatum eſt; ich leſe zwar dieſes/ kan mich aber mit guten Gewiſſen nicht darauff verlaſſen/ dann ich weiß nicht ob es ſey probirt worden in einem Steck- oder gemeinen Catharr, ob der Zuſtand ſey von Gall oder Schleim entſtanden/ ob der Patient zur Fraiß oder Schlag diſponirt geweſen/ ob ein Hitz oder Kaͤlt/ Bruſt-oder Kopff-Wehe/ oder eine andere Kranckheit dazu geſchlagen; traue ich nun allein dieſem Probatum eſt, ſo kan ich gar leicht verfuͤhrt werden/ dann ich habe ſchon etliche mahl geſehen/ daß die Weiber mit ſolchem Muſcatennuß-Saͤlblein/ und Schnecken-Pflaſter die Catharr bey den Kindern wohl geſtillet/ allein die Feuchtigkeiten ſeyn im Kopff ſtecken blieben/ und haben ein Fraiß verurſachet/ daran ſie auch geſtorben.","norm":"Ein großes Rezept für die Katarrh, nimm Muscatnuß-Sälbl . mit Agstein-Oehl vermischt / damit schmier den Kopf wohl / und mache ein Pflaster von gestoßenen Schnecken / Mastix / Agtstein / Weihrauch / und Eierklar / dieses mit Hanfenwerk auf den Kopf gelegt / so hilft es / es ist probatum est; ich lese zwar dieses / kann mich aber mit guten Gewissen nicht darauf verlassen / dann ich weiß nicht ob es sei probiert worden in einem Steck- oder gemeinen Katarrh, ob der Zustand sei von Gall oder Schleim entstanden / ob der Patient zur frais oder Schlag disponiert gewesen / ob ein Hitze oder Kälte / Brust- oder Kopfwehe / oder eine andere Krankheit dazugeschlagen; traue ich nun allein diesem Probatum est, so kann ich gar leicht verführt werden / dann ich habe schon etliche mal gesehen / dass die Weiber mit solchem Muscatennuß-Sälblein / und Schnecken-Pflaster die Katarrh bei den Kindern wohl gestillt / allein die Feuchtigkeiten sein im Kopf stecken blieben / und haben ein frais verursachet / daran sie auch gestorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057899951934814} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5523,"date":1719,"orig":"Vor etlichen Jahren habe ich eine Adeliche Frau in meiner Cur gehabt/ die ihr eben auff gedachte Weiß den Catharr geſtillt/ darauff aber ſo groſſe Haupt-Schmertzen/ Schwachheiten/ und Ohnmachten erfolget/ daß ich lange Zeit darzu gebraucht/ ehe ich ſie voͤlliglich habe curiren koͤnnen.","norm":"Vor etlichen Jahren habe ich eine adelige Frau in meiner Kur gehabt / die ihr eben auf gedachte Weiß den Katarrh gestillt / darauf aber so große Hauptschmerzen / Schwachheiten / und Ohnmachten erfolget / dass ich lange Zeit dazu gebraucht / ehe ich sie völlig habe kurieren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.165800094604492} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5524,"date":1719,"orig":"Andere unzaͤhlbare Begebenheiten zu geſchweigen/ wo dieſes narriſche/ und affiſche Probatum eſt, der beſte und approbirteſte Weg geweſen/ daran viel tauſend Patienten zum Kirch-oder Freyt-Hof ohne einige Jrrgaͤnge gewandert ſeyn; bleibt derohalben noch unfehlbahr wahr/ jenes uralte Geſetz/ daß zwar eine Kunſt ſey/ Eichen-Miſpel-Salben zu kochen/ Clyſtier zu præpariren/ Purgier-Traͤncklein zu ſieden/ Wurm-und Ruhr-Pulver/ wie auch andere gute Mittel zu machen/ noch aber eine zehnmahl groͤſſere Kunſt/ dieſe jetzt ernennte Medicamenten im rechten Zuſtand/ und bequemer Zeit zu gebrauchen wiſſen.","norm":"Andere unzählbare Begebenheiten zu geschweigen / wo dieses narrische / und afesche Probatum est, der beste und approbierteste Weg gewesen / daran viel tausend Patienten zum Kirch- oder Freyt-Hof ohne einige Irrgänge gewandert sein; bleibt derohalben noch unfehlbar wahr / jenes uralte Gesetz / dass zwar eine Kunst sei / Eichen-Mispel-Salben zu kochen / Klistier zu präparieren / Purgiertränklein zu sieden / Wurm-und Ruhr-Pulver / wie auch andere gute Mittel zu machen / noch aber eine zehnmal größere Kunst / diese jetzt ernennte Medikamenten im rechten Zustand / und bequemer Zeit zu gebrauchen wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5525,"date":1719,"orig":"Viel werden auch unter den Artzney-Affen gefunden/ welche neben ihrer Recommendation:","norm":"Viel werden auch unter den Arzneiaffen gefunden / welche neben ihrer Recommendation:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.77400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5526,"date":1719,"orig":"Es hat andern geholffen/ ergo wirds hier auch helffen/ noch dieſes hinzu ſetzen: ſoll es endlich nicht helffen/ ſo wird es auch nicht ſchaden/ wir wollen unterdeſſen bey den Hauß-Mitteln verbleiben/ wann dieſe zu ſchwach ſeyn/ kan man doch nachmahls umb die Doctores ſchicken/ und ſtaͤrckere Sachen brauchen/ dann wann einer unter die Doctores kom̃t/ ſo iſts gemeiniglich aus/ man muß ſich wehrẽ ſo lange als man kan; beynebens koſt es auch viel Geld/ dann wer zu den Doctorn in die Schul/ und zu den Apotheckern in die Koſt gehen will/ der muß einen guten Beutel haben.","norm":"Es hat anderen geholfen / ergo wird es hier auch helfen / noch dieses hinzusetzen: soll es endlich nicht helfen / so wird es auch nicht schaden / wir wollen unterdessen bei den Hausmitteln verbleiben / wann diese zu schwach sein / kann man doch nachmals um die Doctores schicken / und stärkere Sachen brauchen / dann wann einer unter die Doctores kommt / so ist es gemeiniglich aus / man muss sich wehren so lange als man kann; beinahe kost es auch viel Geld / dann wer zu den Doktoren in die Schule / und zu den Apothekern in die Kost gehen will / der muss einen guten Beutel haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.723599910736084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5527,"date":1719,"orig":"Jch laſſe zuvor gemeldte Reden zwar zu/ dann es geſchicht bißweilen/ daß die gegebene Mittel/ wann ſie nicht helffen/ auch dieſem Zuſtand nicht ſchaden koͤnnen/ dannoch iſt zu befoͤrchten/ ſie koͤnten einem anderen Zuſtande ſchaͤdlich ſeyn.","norm":"Ich lasse zuvor gemeldete Reden zwar zu / dann es geschieht bisweilen / dass die gegebene Mittel / wann sie nicht helfen / auch diesem Zustand nicht schaden können / dennoch ist zu befürchten / sie könnten einem anderen Zustande schädlich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.697299957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5528,"date":1719,"orig":"Jch habe vor 3. Jahren einen Lungenſuͤchtigen mit dem dreytaͤglichen Fieber geſehen/ dieſen curirte ein Allamodiſcher Artzney-Aff/ gabe ihm zum Brechen vom præparirten Spieß-Glaß ein/ in guter Hoffnung das Fieber aus dem Fundament wie bey anderen zu vertreiben; er gelangt auch nach ſtarcken Uberbrechen zu ſeinem Intent, das Fieber bleibet aus/ allein die zuvor verletzte Lunge iſt dergeſtalt verderbet worden/ daß ein haͤuffiges Blut-und Eyter-Auswerffen darauff erfolgt/ wo er auch nach etlichen Tagen in dem HErrn entſchlaffen.","norm":"Ich habe vor 3. Jahren einen Lungensüchtigen mit dem dreitäglichen Fieber gesehen / diesen kurierte ein Alamodischer Arzneiaffe / gab ihm zum Brechen vom präparierten Spießglas ein / in guter Hoffnung das Fieber aus dem Fundament wie bei anderen zu vertreiben; er gelangt auch nach starken Überbrechen zu seinem Intent, das Fieber bleibt aus / allein die zuvor verletzte Lunge ist dergestalt verderbet worden / dass ein häufiges Blut- und Eiter-Auswerfen darauf erfolgt / wo er auch nach etlichen Tagen in dem Herrn entschlafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.346399784088135} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5529,"date":1719,"orig":"Was helffen ſolche Curen? jener Einfalt wolte auch die Mauß vom Kaͤß vertreiben/ ſetzte derohalben zuꝛ Wacht eine Katz/ dieſe fraß die Mauß/ und zugleich auch den Kaͤß.","norm":"Was helfen solche Kuren? jener Einfalt wollte auch die Maus vom Käse vertreiben / setzte derohalben zur Wacht eine Katz / diese fraß die Maus / und zugleich auch den Käse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.30590009689331} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5531,"date":1719,"orig":"Diejenigen aber/ welche wie oben gemeldt/ allererſt umb den Medico ſchicken/ wann die Hauß-Mittel nichts helffen wollen/ haben eben einen gar zu kurtz barbirten Verſtand/ und koͤnten ſicher ihre grobe einfaͤltige Concepte auf der Stockfiſch-Muͤhl ein wenig poliren und ſubtiliſiren laſſen.","norm":"Diejenigen aber / welche wie oben gemeldet / allererst um den Medico schicken / wann die Hausmittel nichts helfen wollen / haben eben einen gar zu kurz barbierten Verstand / und könnten sicher ihre grobe einfältige Concepte auf der Stockfisch-Mühle ein wenig polieren und subtilisiren lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.734499931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5532,"date":1719,"orig":"Solche Leuthe ſeyn natuͤrlich wie die gebaͤhrenden Jgel/ dann wann dieſe zur Geburth kommen/ und empfinden daß die jungen Jgel mit ihrer ſtachlenden und ſpitzigen Haut ſchon anfangen zu ſtechen/ ſchieben ſie die Geburth auf/ ſo viel immer moͤglich/ unterdeſſen aber waͤchſet die ſpitzige Haut je laͤnger/ je groͤſſer/ und muͤſſen nachmahls die Alten noch groͤſſere Schmertzen im Gebaͤhren ausſtehen; bey mir lautet ſolches Aufſchieben ſo viel/ als wann in einem Hauß unverſehens eine Feuers- Brunſt entſtuͤnde/ der Hauß-Vater aber ſagte zu ſeinem 4. Jaͤhrigen Kinde: gehe und ſchaue/ daß du das Feuer ausloͤſcheſt/ ich will unterdeſſen warten/ ſolſt du endlich zu ſchwach darzu ſeyn/ ſo werde ich nachmahls bey dem Brunn ſchon Waſſer ſchoͤpffen/ und die Brunſt auf einmahl loͤſchen.","norm":"Solche Leute sein natürlich wie die gebärenden Igel / dann wann diese zur Geburt kommen / und empfinden dass die jungen Igel mit ihrer stachelnden und spitzigen Haut schon anfangen zu stechen / schieben sie die Geburt auf / so viel immer möglich / unterdessen aber wächst die spitzige Haut je länger / je größer / und müssen nachmals die Alten noch größere Schmerzen im Gebären ausstehen; bei mir lautet solches Aufschieben so viel / als wann in einem Haus unversehens eine Feuers-Brunst entstünde / der Hausvater aber sagte zu seinem 4. Jährigen Kinde: gehe und schaue / dass du das Feuer auslöschest / ich will unterdessen warten / sollst du endlich zu schwach dazu sein / so werde ich nachmals bei dem Brunnen schon Wasser schöpfen / und die Brunst auf einmal löschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7153000831604} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5533,"date":1719,"orig":"Was waͤre dieſes nicht fuͤr eine einfaͤltige Anſtalt/ gewißlich ſie koͤnte unter die Hirn-Kranckheiten/ und dieſer Hauß-Vater/ wann es das Heilige Evangelium nicht verbiethen thaͤte/ unter die gewaltigſten General- Narren ut octo, mit der allergroͤbſten Fractur-Feder in Folio auf Regal-Pappier verzeichnet werden, dennoch aber iſts leichter ein angehendes Feuer durch ein Kind zu loͤſchen, als eine gefaͤhrliche Kranckheit durch einfaͤltige Artzney-Affen curiren zu laſſen.","norm":"Was wäre dieses nicht für eine einfältige Anstalt / gewisslich sie könnte unter die Hirnkrankheiten / und dieser Hausvater / wann es das Heilige Evangelium nicht verbieten täte / unter die gewaltigsten General-Narren ut octo, mit der allergröbsten Frakturfeder in Folio auf Regal-Pair verzeichnet werden, dennoch aber ist es leichter ein angehendes Feuer durch ein Kind zu löschen, als eine gefährliche Krankheit durch einfältige Arzneiaffen kurieren zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.484099864959717} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5534,"date":1719,"orig":"Dieſes narriſche Affen-Geſchmeiß curirt natuͤrlich, als wie die Steyriſche Bauern die Geſundheit trincken, dann wann dieſe Leuthe ins Wirthshauß zuſammen kommen, ſo thun ſie nicht in nomine Domini den erſten Trunck, gleich wie die Croaten ihr Trincken gantz andaͤchtig anfangen, ſondern die erſte Geſundheit iſt des Supans, die andere des Schaffers, die dritte des Loquais, die vierdte des Schreibers, die fuͤnffte des Kammer-Dieners, die ſechſte des Pflegers oder Herrn-Verwalters, und zuletzt trincken ſie allerſt ihrer Gnaͤdigen Herrſchafft Geſundheit.","norm":"Dieses narrische Affengeschmeiß kuriert natürlich, als wie die Steirische Bauern die Gesundheit trinken, dann wann diese Leute ins Wirtshaus zusammen kommen, so tun sie nicht in nomine Domini den ersten Trunk, gleich wie die Kroaten ihr trinken ganz andächtig anfangen, sondern die erste Gesundheit ist des Supans, die andere des Schaffers, die dritte des Loquais, die vierte des Schreibers, die fünfte des Kammerdieners, die sechste des Pflegers oder Herren-Verwalters, und zuletzt trinken sie Este ihrer gnädigen Herrschaft Gesundheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6691999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5535,"date":1719,"orig":"Gleichermaſſen wird die Allamodiſche Affen-Cur auch angeſtellet: zum Exempel es bekommt einer ein Fieber, wo der Appetit zum Eſſen benommen, und ein Kopff-Schmertzen verhanden iſt; die erſten paar Tage braucht man Hauß-Mittel, allwo die Univerſal-Magen-Staͤrckung nehmlich der præparirte Weinſtein den Vorzug hat, wann dieſer nichts helffen will, ſo gehet man zu den Hebammen oder anderen Hoch-weiſen Frauen, welche die teutſchen Artzney-Buͤcher, wie die Maden den Kaͤß ſchon vielmahl durchkrochen, wann nun dieſe Ehr-beduͤrfftige und vermeynte Doctorinnen ihren Verſtand zuſammen ſuchen, ſo werden fie im Gabelkofer einen Umbſchlag von Alaun, Eyerklar, Saffran und dergleichen recommendiren:","norm":"Gleichermaßen wird die Alamodische Affencur auch angestellt: zum Exempel es bekommt einer ein Fieber, wo der Appetit zum Essen benommen, und ein Kopfschmerzen vorhanden ist; die ersten paar Tage braucht man Hausmittel, wo die Universal-Magen-Stärckung nämlich der präparierte Weinstein den Vorzug hat, wann dieser nichts helfen will, so geht man zu den Hebammen oder anderen Hochweisen Frauen, welche die deutschen Arzneibücher, wie die Maden den Käse schon vielmal durchkrochen, wann nun diese Ehrbedürftige und vermeinte Doktorinnen ihren Verstand zusammen suchen, so werden fie im Gabelkoffer einen Umschlag von Alaun, Eierklar, Safran und dergleichen rekommendieren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.871500015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5536,"date":1719,"orig":"Jm Wirſung finden ſie auch ein koͤſtliches Hertz-Pulver, ſo aus Gold-Myrren, Cardobenedict und einem Goldblaͤtel gemacht wird, dieſe und dergleichen Sachen werden dem Patienten mit groͤſter Vertroͤſtung der Geſundheit eingegeben, allein es iſt Johannes in eodem, und moͤchte Matthæi am letzten werden.","norm":"Im Wirsung finden sie auch ein köstliches Herzpulver, so aus Gold-Myrren, Cardobenedict und einem Goldblätel gemacht wird, diese und dergleichen Sachen werden dem Patienten mit größter Vertröstung der Gesundheit eingegeben, allein es ist Johannes in eodem, und möchte Matthäi am letzten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.942399978637695} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5537,"date":1719,"orig":"Man gehet weiter nach etlichen Tagen umb Bader und Barbier, dieſe als ihrer Profesſion wohl ingedenck, vergeſſen auch nicht das Aderlaſſen und Schroͤpffen, eroͤffnen auch gemeiniglich anfangs die Ader unter der Zungen, weil der Kopff ſehr erhitzet iſt, der Zuſtand will aber gleichwohl nicht nachlaſſen; die Apothecker werden auch darzu beruffen, welche ihre Kunſt mit Purgieren und Clyſtiren, gleich wie die Bader mit Schroͤpffen und Aderlaſſen ebenfalls an Tag geben; Es heißt, man muß die Kranckheit wie die Brenn- Neſſel tractiren, greifft man ſie lind an, ſo werden die Feuchtigkeiten nur auffgeriglet, aber nicht ausgefuͤhret, man muß ſtaͤrckere Sachen brauchen, da wird allererſt der Patient auch in diebus criticis mit alleꝛhand Pillen, Tꝛaͤncklein, Clyſtiren und dergleichen Sachen dergeſtalten oben und unten attaquirt, daß die Seel bey einer ſo harten Belaͤgerung ſchon gedencket die Veſtung mit Accord zu uͤbergeben; Mit einem Wort, es wird je laͤnger je ſchlechter, der Patient liegt ſchon in den letzten Zuͤgen, da laufft und rennt man umb die Doctor, da heiſt es, O mein gantz guldener Herr Doctor!","norm":"Man geht weiter nach etlichen Tagen um Bader und Barbier, diese als ihrer Profession wohl eingedenk, vergessen auch nicht das Aderlassen und Schröpfen, eröffnen auch gemeiniglich anfangs die Ader unter der Zungen, weil der Kopf sehr erhitzet ist, der Zustand will aber gleichwohl nicht nachlassen; die Apotheker werden auch dazu berufen, welche ihre Kunst mit Purgieren und Klistieren, gleich wie die Bader mit Schröpfen und Aderlassen ebenfalls an Tag geben; es heißt, man muss die Krankheit wie die Brenn-Nessel traktieren, greift man sie lind an, so werden die Feuchtigkeiten nur auffgeriglet, aber nicht ausgeführt, man muss stärkere Sachen brauchen, da wird allererst der Patient auch in diebus criticis mit allerhand Pillen, Tränklein, Klistieren und dergleichen Sachen dergestalt oben und unten attackiert, dass die Seele bei einer so harten Belagerung schon gedenkt die Festung mit Akkord zu übergeben; mit einem Wort, es wird je länger je schlechter, der Patient liegt schon in den letzten Zügen, da lauft und rennt man um die Doktor, da heißt es, O mein ganz güldener Herr Doktor!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.779399871826172} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5538,"date":1719,"orig":"Ach helfft, helfft!","norm":"Ach helft, helft!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.369800090789795} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5539,"date":1719,"orig":"O ihr Oehſellentz laſſen den Krancken ihnen befohlen ſeyn, es mag koſten was es immer will, ich will mich fleißig einſtellen, ja ſie wiederholen ſolches ſo offt, daß auch der Stall Augiæ zu ſolchem Einſtellen wuͤrde zu klein ſeyn; was will aber der Medicus allhier thuen, der Anfang der Kranckheiten iſt verſaumbt, die Taͤge, wo man haͤtte koͤñen rechtſchaffene Mittel brauchen, ſeyn ſchon verfloſſen, alle Kraͤfften ſeyn hin, die Seel ſitzet ſchon auf der Zungen, nichts ſtrackes iſt mehr zu wagen, die gantze Cur beſtehet endlich in dieſem, daß man die Alkermes-Buͤchſen hernimmt, und daran die Patienten, als wie die Gaiſen am Saltz lecken laͤßt; oder man verſchreibet das Perl-Waſſer, der ausreiſſenden Seelen darmit einen Arreſt anzutragen; Aber alles umbſonſt und zu ſpat, es gehet ſolchen Patienten, wie den thoͤrichten Jungfrauen, welche das Oehl gern umb gedoppeltes Geld bezahlen wolten, aber die Kauff-Leuthe und Oehl-Jubilirer haben ſchon eingelegt, mit einem Wort, ſie ſterben wie die Fliegen dahin, und lehren mit ihrer eigenen Thorheit, wie andere Krancken ſollen geſcheidter handlen.","norm":"O ihr Oehsellentz lassen den Kranken ihnen befohlen sein, es mag kosten was es immer will, ich will mich fleißig einstellen, ja sie wiederholen solches so oft, dass auch der Stall Augiae zu solchem Einstellen würde zu klein sein; was will aber der Medikus allhier tun, der Anfang der Krankheiten ist versäumt, die Tage, wo man hätte können rechtschaffene Mittel brauchen, sein schon verflossen, alle Kräften sein hin, die Seele sitzet schon auf der Zungen, nichts strackes ist mehr zu wagen, die ganze Kur bestehet endlich in diesem, dass man die Alkermes-Büchsen hernimmt, und daran die Patienten, als wie die Gaisen am Salz lecken lässt; oder man verschreibet das Perl-Wasser, der ausreissenden Seelen damit einen Arrest anzutragen; Aber alles umsonst und zu spät, es geht solchen Patienten, wie den törichten Jungfrauen, welche das Öl gern um gedoppeltes Geld bezahlen wollten, aber die Kaufleute und Oehl-Jubilirer haben schon eingelegt, mit einem Wort, sie sterben wie die Fliegen dahin, und lehren mit ihrer eigenen Torheit, wie andere Kranken sollen gescheiter handeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.207200050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5540,"date":1719,"orig":"Es gibt noch eine andere Arth der plumpen Artzney-Affen, dieſe haben ſo gaꝛ finſteꝛe Koͤpff, daß auch Fackeln und Bech Pfannen zu wenig ſeyn, ihre groſſe Finſterniß zu vertreiben; ſie meynen gar, was einem zum Exempel im Fieber geholffen, das muß dem andern auch in der Lungen-Gelb und Waſſerſucht, oder anderen Zuſtand dienlich ſeyn.","norm":"Es gibt noch eine andere Art der plumpen Arzneiaffen, diese haben so gar finstere Köpf, dass auch Fackeln und Bech Pfannen zu wenig sein, ihre große Finsternis zu vertreiben; sie meinen gar, was einem zum Exempel im Fieber geholfen, das muss dem anderen auch in der Lungen-Gelb und Wassersucht, oder anderen Zustand dienlich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.507199764251709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5541,"date":1719,"orig":"Vor etlichen Jahren war ein gewiſſer baͤuriſcher Bad-Waſcher, dieſer kunte mit dem Kraͤuter Baden etwas umbſpringen, hatte auch das Gluͤck, daß er etliche in Contracturen darmit curiret, derohalben hielte er ſo viel auf ſolches Bad, in Meynung, es wuͤrde ſich zu allen Zuſtaͤnden wie der Pamphilius ſchicken, brauchte auch ſelbiges in Lungen-und Wind-Waſſerſuchten, was aber fuͤr Curen dieſer albere Storax darmit gethan, wird in der Todten-Graͤber Protocol mit mehren zu erſehen ſeyn.","norm":"Vor etlichen Jahren war ein gewisser bäurischer Bad-Wascher, dieser konnte mit dem Kräuter Baden etwas umspringen, hatte auch das Glück, dass er etliche in Kontrakturen damit kurieret, derohalben hielte er so viel auf solches Bad, in Meinung, es würde sich zu allen Zuständen wie der Pampfilius schicken, brauchte auch selbiges in Lungen- und Wind-Wassersuchten, was aber für Kuren dieser albere Storax damit getan, wird in der Totengräber Protokoll mit mehren zu ersehen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.519000053405762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5542,"date":1719,"orig":"Dergleichen Phantaſtiſchen Bauer habe ich auch zu Wien in einer Apothecken angetroffen, dieſer begehrte fuͤr ſeinen Waſſerſuͤchtigen Cammerathen umb 6. Kreutzer Bocks-Blut, ich und der Apothecker widerriethen ihm ſolches, weil es in dieſem Zuſtande nicht dienlich waͤꝛe, wolten ihm auch was anders geben, das Waſſer darmit auszufuͤhren; dieſer aber hatte keine Luſt darzu, und ſagte, es waͤre auf der gantzen Herrgotts-Welt nichts geſunderes und beſſeres, als Bocks- Blut, er haͤtte es ſelbſten erfahren, als er vor einem Jahr von einem Geruͤſte 30. Ellen hoch gefallen, und ihm das Blut zum Maul und Naſen hervor geſtoſſen, wo er doch nichts anders, als dieſes Mittel gebraucht, und darvon geſund worden; Wir replicirten zwar, daß im Fallen das Bocks-Blut eine dienliche Sache ſey, nicht aber in Waſſerſucht, wo man was beſſeres haben kan; bey ihm war aber alles dieſes umbſonſt, er ſagte, was er bey ihm ſelbſten erfahren haͤtte, das wuͤrden ihm hundert Doctores nicht koͤnnen ausreden, er wuͤſte, daß ſein Cammerath gewiß darvon wuͤrde geſund werden, als wir nun ſahen, daß dieſer Halßſtarrige Bocks-Blut Lapp eine groͤſſere Gleichniß mit unſers HErr-GOtts Caball als mit einem Menſchen haͤtte, ſo haben wir ihn endlich im Frieden entlaſſen, und uns beyneben kraͤfftiglich eingebildet, daß er von dem Parnaſſo die Mediciniſche Wiſſenſchafft nicht entfrembdet, wann ſie unterdeſſen ſolte ſeyn verlohren worden, welches auch Apollo ſelbſten mit einer ſchrifftlichen Atteſtation bekraͤfftigen wuͤrde.","norm":"Dergleichen phantastischen Bauer habe ich auch zu Wien in einer Apotheken angetroffen, dieser begehrte für seinen Wassersüchtigen Gammeraten um 6. Kreuzer Bocks-Blut, ich und der Apotheker widerrieten ihm solches, weil es in diesem Zustande nicht dienlich wäre, wollten ihm auch was anders geben, das Wasser damit auszuführen; dieser aber hatte keine Lust dazu, und sagte, es wäre auf der ganzen Herrgottswelt nichts Gesünderes und besseres, als Bocks-Blut, er hätte es selbst erfahren, als er vor einem Jahr von einem Gerüste 30. Ellen hoch gefallen, und ihm das Blut zum Maul und Nasen hervorgestoßen, wo er doch nichts anders, als dieses Mittel gebraucht, und davon gesund worden; wir replizierten zwar, dass im Fallen das Bocks-Blut eine dienliche Sache sei, nicht aber in Wassersucht, wo man was Besseres haben kann; bei ihm war aber alles dieses umsonst, er sagte, was er bei ihm selbst erfahren hätte, das würden ihm hundert Doctores nicht können ausreden, er wüsste, dass sein Kamerad gewiss davon würde gesund werden, als wir nun sahen, dass dieser halsstarrige Bocks-Blut Lapp eine größere Gleichnis mit unseres Herrgotts Caball als mit einem Menschen hätte, so haben wir ihn endlich im Frieden entlassen, und uns beineben kräftiglich eingebildet, dass er von dem Parnasso die medizinische Wissenschaft nicht entfremdet, wann sie unterdessen sollte sein verloren worden, welches auch Apollo selbst mit einer schriftlichen Attestation bekräftigen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.693600177764893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5543,"date":1719,"orig":"Das ſechſte Capittel.","norm":"Das sechste Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.969099998474121} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5544,"date":1719,"orig":"Wann es eigentlich erlaubt folgenden Schluß zu machen: dieſe Artzney hat dem Peter gedienet, ergo kan ſie dem Paul auch dienen.","norm":"Wann es eigentlich erlaubt folgenden Schluss zu machen: Diese Arznei hat dem Peter gedient, ergo kann sie dem Paul auch dienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026700019836426} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5545,"date":1719,"orig":"JCh antworte, daß dieſes bißweilen erlaubet ſey, wann nehmlich alle Urſachen der Kranckheit, und alle Umbſtaͤnd wohl werden in acht genommen:","norm":"Ich antworte, dass dieses bisweilen erlaubet sei, wann nämlich alle Ursachen der Krankheit, und alle Umstände wohl werden in Acht genommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.865600109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5546,"date":1719,"orig":"Zum Exempel, einer iſt voll Galle, iſſet darneben viel Obſt, das trucket ihm im Magen, macht ein Uberbrechen, und erfolgt ein dreytaͤgliches Fieber; dieſem gebe ich ein lindes Brech-Pulver ein, die Gall wird ausgefuͤhrt, und das Fieber bleibt aus.","norm":"Zum Exempel, einer ist voll Galle, isst daneben viel Obst, das drückt ihm im Magen, macht ein Überbrechen, und erfolgt ein dreitägliches Fieber; diesem gebe ich ein lindes Brechpulver ein, die Gall wird ausgeführt, und das Fieber bleibt aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.453400135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5547,"date":1719,"orig":"Ein andeter ſtarcker Gallſuͤchtiger Juͤngling hat ſich auch im Obſt uͤbergeſſen, er iſt auch zum Brechen geneigt, und hat ein dreytaͤgliches Fieber, die Bruſt, und das Haupt iſt beyneben gut, keine Verſtopffungen weder andere Verhinderniſſe ſeyn verhanden, dieſem kan ich alſo ohne allen Scrupel das vorgedachte Brech-Pulver eingeben, und werde darmit guten Effect thun.","norm":"Ein andeter starker Gallsüchtiger Jüngling hat sich auch im Obst übergessen, er ist auch zum Brechen geneigt, und hat ein dreitägliches Fieber, die Brust, und das Haupt ist beineben gut, keine Verstopfungen weder andere Hindernisse sein vorhanden, diesem kann ich also ohne allen Skrupel das vorgedachte Brechpulver eingeben, und werde damit guten Effekt tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814700126647949} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5548,"date":1719,"orig":"Aber Notabene, mercks wohl mein lieber Artzney-Aff, es muͤſſen alle Urſachen der Kranckheit und jede Umbſtaͤnde wohl betracht werden, dann im Fall dieſes wird verabſaͤumbt, ſo ſchadet dieſes demjenigen, was dem andern gedienet hat.","norm":"Aber Notabene, Merks wohl mein lieber Arzneiaffe, es müssen alle Ursachen der Krankheit und jede Umstände wohl Betracht werden, dann im Fall dieses wird verabsäumt, so schadet dieses demjenigen, was dem anderen gedient hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.612599849700928} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5549,"date":1719,"orig":"Geſetzt, es ſeyn 20. Perſonen, alle dieſe haben einerley Kranckheit, nehmlich das dreytaͤgliche Fieber, deſſen Urſachen aber und die Umbſtaͤnd ſeyn nicht einerley.","norm":"Gesetzt, es sein 20. Personen, alle diese haben einerlei Krankheit, nämlich das dreitägliche Fieber, dessen Ursachen aber und die Umstände sein nicht einerlei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34060001373291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5550,"date":1719,"orig":"Der erſte iſt einer ſehr hitzigen und Gallenſuͤchtigen Natur, der andere aber einer kalten und ſchleimigen, der dritte hat einen Durchbruch, der vierdte Verſtopffungen des Leibes, der fuͤnffte groſſes Kopffwehe, der ſechſte unerhoͤrte Colic-Schmertzen, der ſiebende phantaſirt ſehr im Fieber, der achte hat eine harte Miltz, der neundte empfindet groſſe Kaͤlt, und wenig Hitze, der zehende aber gar keine Kaͤlt, dannoch groſſe Hitze, den eilfften plaget ein geſaltzener Catharr, der zwoͤlffte leidet am Naſen-Bluten, dem dreyzehenden ſeyn die Fuͤß und der Bauch geſchwollen, der vierzehende ſiehet aus als ein Doͤrrſuͤchtiger, der funffzehende wird gar offt mit Ohnmachten uͤberfallen, der ſechzehende hat am gantzen Leibe die Gelbeſucht, zu dem ſiebenzehenden iſt das Podagra geſchlagen, der achtzehende hat ein groſſes Huſten, der neunzehende mag nichts eſſen, der zwantzigſte friſſet wie ein Wolff.","norm":"Der erste ist einer sehr hitzigen und Gallensüchtigen Natur, der andere aber einer kalten und schleimigen, der dritte hat einen Durchbruch, der vierte Verstopfungen des Leibes, der fünfte großes Kopfweh, der sechste unerhörte Colicschmertzen, der siebende phantasiert sehr im Fieber, der achte hat eine harte Milz, der neunte empfindet große Kälte, und wenig Hitze, der zehnte aber gar keine Kälte, dennoch große Hitze, den elften plaget ein gesalzener Katarrh, der zwölfte leidet am Nasenbluten, dem dreizehnten sein die Füße und der Bauch geschwollen, der vierzehnte sieht aus als ein Dörrsüchtiger, der fünfzehnte wird gar oft mit Ohnmachten überfallen, der sechzehnte hat am ganzen Leibe die Gelbesucht, zu dem Siebenzehenden ist das Podagra geschlagen, der achtzehnte hat ein großes Husten, der neunzehnte mag nichts essen, der zwanzigste frisst wie ein Wolff.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.828399896621704} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5551,"date":1719,"orig":"Was macht das Frauen-Volck nicht fuͤr Bedencken darbey, indem die eine neben dem Fieber die Roſen zu viel, die andere zu wenig hat, dieſe liegt im Kindel-Bett, jene iſt Großleibs, eine andere ſaͤuget, und was der Umbſtaͤnde noch mehr ſeyn; dieſe jetzt ernennte Perſonen haben nun alle einerley Kranckheit, nehmlich, das dreytaͤgliche Fieber, die Urſachen und Umbſtaͤnde ſeyn nicht einerley, wann ich alſo wolte den Artzney-Affen nachfolgen, und mit Aderlaſſen, Purgieren, Schwitzen, und Fieber-ſtillen, bey einem wie bey dem andern verfahren, wie wenig wuͤrden darvon kommen, die meiſten muͤſten gewißlich in dieſem ſonſt nicht gefaͤhrlichen Zuſtand das Leben laſſen.","norm":"Was macht das Frauenvolk nicht für Bedenken dabei, indem die eine neben dem Fieber die Rosen zu viel, die andere zu wenig hat, diese liegt im Kindel-Bett, jene ist Großleibs, eine andere säuget, und was der Umstände noch mehr sein; diese jetzt ernennte Personen haben nun alle einerlei Krankheit, nämlich, das dreitägliche Fieber, die Ursachen und Umstände sein nicht einerlei, wann ich also wollte den Arzneiaffen nachfolgen, und mit Aderlassen, Purgieren, Schwitzen, und Fieberstillen, bei einem wie bei dem anderen verfahren, wie wenig würden davon kommen, die meisten müssten gewisslich in diesem sonst nicht gefährlichen Zustand das Leben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.31820011138916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5552,"date":1719,"orig":"Es repliciren aber die Artzney-Affen, und ſagen, dieſes ſey ein probirtes Mittel, waruͤmb ſolte es nicht in allen Fiebern zu gebrauchen ſeyn, ſie haben es ſelbſten im Theophraſto geleſen, der Gabelkofer haͤlt auch viel darvon, andere teutſche Artzney-Buͤcher thun es ebenfalls recommendiren, ja manche wird ſagen, ja mein Herr Vater ſeeliger, der unter den guten Doctoren nicht der ſchlimmſte geweſen, hat viel hunderten das Fieber darmit vertrieben, warumb ſolte es dann mir verbothen ſeyn?","norm":"Es replizieren aber die Arzneiaffen, und sagen, dieses sei ein probiertes Mittel, warum sollte es nicht in allen Fiebern zu gebrauchen sein, sie haben es selbst im Theophrasto gelesen, der Gabelkoffer hält auch viel davon, andere deutsche Arzneibücher tun es ebenfalls rekommendieren, ja manche wird sagen, ja mein Herr Vater seliger, der unter den guten Doktoren nicht der schlimmste gewesen, hat viel hunderten das Fieber damit vertrieben, warum sollte es dann mir verboten sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8593997955322275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5553,"date":1719,"orig":"Jch antworte, und laſſe es gerne zu, daß dein Herr Vater ein guter Medicus geweſen, und deſthalben mit dem gemeldten Medicamenten groſſen Nutzen in Fiebern geſchafft, aber was hilfft ſolches dich?","norm":"Ich antworte, und lasse es gerne zu, dass dein Herr Vater ein guter Medikus gewesen, und desthalben mit dem gemeldeten Medikamenten großen Nutzen in Fiebern geschafft, aber was hilft solches dich?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.305500030517578} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5554,"date":1719,"orig":"Es iſt wohl oͤffter geſchehen, daß guͤldene Eltern haben bleyerne Kinder hinterlaſſen; und was duͤrffen die Maul-Eſel ſehr prahlen, daß ihre Eltern ſchoͤne und verſtaͤndige Pferde geweſen, ſie bleiben gleichwohl plumpe Eſels-Koͤpffe; alſo meine liebe Artzney-Affen, du haſt zwar von deinem Vater das Recept ererbt, weil du aber nur bey dem Koch- Loͤffel und Nehekuͤſſen ſtudireſt, alſo haſt du die Kunſt noch nicht in Fingern, wie dein Vater gehabt, nehmlich wann, wie, wo, und was Geſtalten die Medicamenten recht zu gebrauchen ſeyn, maſſen ſolcher habitus artificialis nicht mit Hauß und Hof zu erben, ſondern mit der Blut-ſaueren Muͤhe und fleißigen Studiren muß erlanget werden.","norm":"Es ist wohl öfter geschehen, dass güldene Eltern haben bleierne Kinder hinterlassen; und was dürfen die Maulesel sehr prahlen, dass ihre Eltern schöne und verständige Pferde gewesen, sie bleiben gleichwohl plumpe Eselsköpfe; also meine liebe Arzneiaffen, du hast zwar von deinem Vater das Rezept ererbt, weil du aber nur bei dem Koch-Löffel und Näheküssen studierest, also hast du die Kunst noch nicht in Fingern, wie dein Vater gehabt, nämlich wann, wie, wo, und was Gestalten die Medikamenten recht zu gebrauchen sein, Maßen solcher habitus artificialis nicht mit Haus und Hof zu erben, sondern mit der Blut-Saueren Mühe und fleißigen Studieren muss erlanget werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2067999839782715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5555,"date":1719,"orig":"Jch laſſe es ebenfalls zu, daß ſolches der Bader-Abgott Theophraſtus, oder der alten Weiber-Hippocrates, nehmlich der Gabelkofer beſchrieben, welches du bey ihnen oder in einem anderen Weiber-Protocoll geleſen, dencke aber beyneben, daß Buͤcherleſen, und nicht verſtehen, bey mir ſo viel heiſſe, als Speiſen eſſen, und nicht verdauen, ſie machen nur Cruditeten im Hirn; der Heilige Hieronymus ſagt, es ſey beſſer, man verſtehe eine Sache gar nicht, als daß man ſie uͤbel verſiehe, und dieſer uͤble Verſtand iſt die Urſache, daß in der Medicin ſo viel Stimplereyen, gleich wie in der Kirchen Ketzereyen entſtanden ſeyn, dahero Hildanus dergleichen teutſche Artzney- Buͤcher dem Poͤbel zu leſen voͤllig verbothen, und geſagt, daß derjenige eben ſo viel thut, als wann er Gifft einen Kinde in die Hand ſolte geben, welcher von Artzeneyen ein Buch beſchreibet, und nicht alle Urſachen und Umbſtaͤnde der Kranckheiten hinzuſetzet, wann, wo, wie, und in welcher Natur ſelbige zu gebrauchen ſeyn.","norm":"Ich lasse es ebenfalls zu, dass solches der Bader-Abgott Theophrastus, oder der alten Weiber-Hippokrattes, nämlich der Gabelkoffer beschrieben, welches du bei ihnen oder in einem anderen Weiber-Protokoll gelesen, Denke aber beineben, dass Bücherlesen, und nicht verstehen, bei mir so viel heiße, als Speisen essen, und nicht verdauen, sie machen nur Kruditäten im Hirn; der Heilige Hieronymus sagt, es sei besser, man verstehe eine Sache gar nicht, als dass man sie übel versiehe, und dieser üble Verstand ist die Ursache, dass in der Medizin so viel Stimplereyen, gleich wie in der Kirchen Ketzereien entstanden sein, daher Hildanus dergleichen deutsche Artzney-Bücher dem Pöbel zu lesen völlig verboten, und gesagt, dass derjenige ebenso viel tut, als wann er Gift einen Kinde in die Hand sollte geben, welcher von Arzneien ein Buch beschreibet, und nicht alle Ursachen und Umstände der Krankheiten hinzusetzet, wann, wo, wie, und in welcher Natur selbige zu gebrauchen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.842800140380859} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5557,"date":1719,"orig":"Jtem, du findeſt mehr ein bewaͤhrtes Mittel im Colero wider den Durchbruch und Bauchfluͤß; Nun ſchickt ſichs daß einer in der hitzigen Kranckheit lieget, den ſiebenden oder vierzehenden Tag faͤngt er von ſich ſelbſten an zu purgieren, dieſemgibſt du gedachtes Stopff- Pulver ein, der Durchbruch hoͤret auff, der Patient wird aber je laͤnger je ſchlechter, es kommt endlich ſo weit, daß man muß umb den Tiſchler ſchicken, der mit ſeinem hoͤltzernen Schroͤcken- Gaſt dieſer Affen-Cur bald ein Ende machet.","norm":"Item, du findest mehr ein bewährtes Mittel im Colero wieder den Durchbruch und Bauchflüß; nun schickt sich es dass einer in der hitzigen Krankheit liegt, den siebenten oder vierzehnten Tag fängt er von sich selbst an zu purgieren, diesemgibst du gedachtes Stopff-Pulver ein, der Durchbruch höret auf, der Patient wird aber je länger je schlechter, es kommt endlich so weit, dass man muss um den Tischler schicken, der mit seinem hölzernen Schröcken-Gast dieser Affencur bald ein Ende macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.519999980926514} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5558,"date":1719,"orig":"Was iſt die Urſach dieſes unverhofften Tods? keine andere, als daß der Leib zu geſchwind geſtopfft worden, es war ſolcher Durchbruch ſehr gut, und ein modus criticus, wo die Natur uͤber die Kranckheit triumphirt, und den uͤbrigen Unrath von ſich getrieben, weil ſie aber in dieſem guten Werck durch das Stopff-Pulver verhindert worden, ſo iſt die Malignität im Leibe ſtecken gebliebẽ, die Kranckheit hat zu, und die Kraͤffte abgenommen, darauff eine ſo traurige Tragædi erfolgen muͤſſen.","norm":"Was ist die Ursache dieses unverhofften Tods? keine andere, als dass der Leib zu geschwind gestopft worden, es war solcher Durchbruch sehr gut, und ein modus criticus, wo die Natur über die Krankheit triumphiert, und den übrigen Unrat von sich getrieben, weil sie aber in diesem guten Werk durch das Stopfpulver verhindert worden, so ist die Malignität im Leibe stecken geblieben, die Krankheit hat zu, und die Kräfte abgenommen, darauf eine so traurige Tragaedi erfolgen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.762700080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5559,"date":1719,"orig":"Jch laſſe alle dieſe und noch mehr andere Hauß-Mittel im Colero und Gabelkofer fuͤr gut paſſiren, will doch beyneben einen jeden ermahnet haben, daß derſelbige, welche ſie mit Vernunfft, und guten Gewiſſen gebrauchen will, ſoll auch ein guter Philoſophus, Anatomicus und in der Mediciniſchen Theoria wohl fundirt ſeyn; Jch ſage ein guter Philoſophus, nicht zwar wie der Arabiſche Medicus Avicenna, welcher die Buͤcher Ariſtotelis viertzig mahl durchleſen, aufs wenige doch ein ſolcher, welcher die Urſachen der Kranckheiten weiß wohl zu unterſcheiden, welches ſey cauſa per ſe, per accidens, remota, proxima, principalis, ſecundaria &c.","norm":"Ich lasse alle diese und noch mehr andere Hausmittel im Colero und Gabelkoffer für gut passieren, will doch beineben einen jeden ermahnet haben, dass derselbige, welche sie mit Vernunft, und guten Gewissen gebrauchen will, soll auch ein guter Philosophus, Anatomicus und in der Medizinischen Theoria wohl fundiert sein; Ich sage ein guter Philosophus, nicht zwar wie der Arabische Medikus Avicenna, welcher die Bücher Aristotelis vierzigmal durchlesen, aufs wenige doch ein solcher, welcher die Ursachen der Krankheiten weiß wohl zu unterscheiden, welches sei causa per se, per accidens, remota, proxima, principalis, Sekundaria etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373600006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5560,"date":1719,"orig":"Dann es iſt ſchon ein altes, wer in cognoſcendo fehlet, der wird auch in curando irren; Es ſoll mit Exempeln wieder erwieſen werden.","norm":"Dann es ist schon ein altes, wer in cognoscendo fehlet, der wird auch in curando irren; es soll mit Exempeln wieder erwiesen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.327000141143799} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5561,"date":1719,"orig":"Ein hitziger Juͤngling hat ſich mit ſtarckem Wein uͤbertruncken, empfindet ein Fieber, dieſen curireſt du mit Breinzeltel, Melaunen-Milch, ausgepreſten Safft von Hauß-Wurtzel und dergleichen kuͤhlenden Sachen, darvon er auch geſund wird.","norm":"Ein hitziger Jüngling hat sich mit starkem Wein übertrunken, empfindet ein Fieber, diesen kurierest du mit Breinzeltel, Melaunen-Milch, ausgepressten Saft von Hauswurz und dergleichen kühlenden Sachen, davon er auch gesund wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.988699913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5562,"date":1719,"orig":"Ein armer Mußquetier, deſſen ordinar Tranck, das truͤbe Moraſt-Waſſer, und beſtes Confect das ſchwartze Commiſs- Brodt geweſen, nachdem er in ſeinem zerriſſenen Rock durch die kalte Nacht Schildwacht geſtanden, bekommet auch eine Hitze: der Artzney-Aff wird bald da ſeyn, und ihm Breinzeltel und ausgepreßten Hauß-Wurtzel-Safft wiederumb eingeben, aber ohne eintzige Beſſerung, was iſt die Urſach? keine andere, als daß dieſer Aff hat wenig in ſeinen Eſelskopff in den Philoſophiſchen und Phyſicaliſchen Wiſſenſchafften zerbrochen, dahero er die Urſachen nicht zu unterſcheiden weiß.","norm":"Ein armer Mußquetier, dessen ordinar Trank, das trübe Morastwasser, und bestes Konfekt das schwarze Commiß-Brot gewesen, nachdem er in seinem zerrissenen Rock durch die kalte Nacht Schildwacht gestanden, bekommet auch eine Hitze: Der Arzneiaffe wird bald da sein, und ihm Breinzeltel und ausgepressten Hauß-Wurtzel-Safft wiederum eingeben, aber ohne einzige Besserung, was ist die Ursache? keine andere, als dass dieser Affe hat wenig in seinen Eselskopf in den Philosophischen und physikalischen Wissenschaften zerbrochen, daher er die Ursachen nicht zu unterscheiden weiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.463399887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5563,"date":1719,"orig":"Dann im erſten Zuſtand iſt eine hitzige Urſach, nehmlich der ſtarcke Wein, der an ſich ſelbſten, und per ſe die Hitze zuwege gebracht, dahero gar recht geſchehen, daß wieder kuͤhlende Sachen per ſe ſeyn gebraucht worden; bey dem Mußquetier aber iſt die aͤuſſerliche Urſache nicht hitzig, ungeachtet ſie Hitze verurſachet, dann es iſt die kalte Lufft, welche per ſe den halb-nackenden Leib zu ſehr abgekuͤhlet, per accidens aber zu ſehr erwaͤrmet, weilen ſie die Schweiß-Loͤcher zugeſtopffet, dahero die Daͤmpff des Gebluͤts, welche ſonſten pflegen auszuduͤnſten, ſeyn damahls im Leibe ſtecken geblieben, und folgends das Gebluͤt, gleich wie zu Winters-Zeit die Keller gar zu ſehr erhitzet.","norm":"Dann im ersten Zustand ist eine hitzige Ursache, nämlich der starke Wein, der an sich selbst, und per se die Hitze zuwege gebracht, daher gar recht geschehen, dass wieder kühlende Sachen per se sein gebraucht worden; bei dem Mußquetier aber ist die äußerliche Ursache nicht hitzig, ungeachtet sie Hitze verursachet, dann es ist die kalte Luft, welche per se den halb-nackenden Leib zu sehr abgekühlt, per accidens aber zu sehr erwärmet, weilen sie die Schweiß-Löcher zugestopft, daher die Dämpf des Geblüts, welche sonsten pflegen auszudünsten, sein damals im Leibe stecken geblieben, und folgendes das Geblüt, gleich wie zu Winterszeit die Keller gar zu sehr erhitzet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.896999835968018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5564,"date":1719,"orig":"Wann nun die Cur gegen die Urſach des Zuſtandes ſoll gerichtet werden, ſo muß man auch Sachen brauchen, die an ſich ſelbſt zwar erwaͤrmen, zufaͤlliger Weiß und per accidens aber kuͤhlen, als da iſt fuͤr ſolche gemeine Leuthe der Theriack, welcher in etwas hitzet, und zugleich die Schweiß-Loͤcheꝛ eꝛoͤffnet, allwo im Schweiß alle verhaltene Daͤmpff weggehen, dardurch der Leib per accidens wird abgekuͤhlet, gleich wie die Stuben, wann man das Feuer aus dem Ofen nimmt.","norm":"Wann nun die Kur gegen die Ursache des Zustandes soll gerichtet werden, so muss man auch Sachen brauchen, die an sich selbst zwar erwärmen, zufälliger Weiß und per accidens aber kühlen, als da ist für solche gemeine Leute der Theriak, welcher in etwas hetzet, und zugleich die Schweiß-Löcher eröffnet, wo im Schweiß alle verhaltene Dämpf weggehen, dadurch der Leib per accidens wird abgekühlt, gleich wie die Stuben, wann man das Feuer aus dem Ofen nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002999782562256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5565,"date":1719,"orig":"Jtem, ich habe zuvor auch geſagt, daß derjenige, welcher ſolche Mittel aus den Buͤchern will brauchen, ſoll auch ein guter Anatomicus ſeyn, welcher alle Adern, Nerven und Flechſen wohl verſtehet, und weiß wie ein Glied mit dem andern benachbahrt ſey, dann wofern dieſes nicht wird beobachtet, ſo werden alle Gabelkoferiſche und Coleriſche Regiſtraturen ſammt dem gantzen alten Weiber Artzney-Archiv, ſo viel als nichts ausrichten, maſſen aus ſolchen Buͤchern curiren, bey mir ſo viel heiſt, als aus den Buͤchern ſchwimmen lernen, es gehoͤrt ein gewiſſer Handgriff darzu:","norm":"Item, ich habe zuvor auch gesagt, dass derjenige, welcher solche Mittel aus den Büchern will brauchen, soll auch ein guter Anatomicus sein, welcher alle Adern, Nerven und Flechsen wohl verstehet, und weiß wie ein Glied mit dem anderen benachbart sei, dann so fern dieses nicht wird beobachtet, so werden alle Gabelkoferische und Colerische Registraturen samt dem ganzen alten Weiber Arzneiarchiv, so viel als nichts ausrichten, Maßen aus solchen Büchern kurieren, bei mir so viel heißt, als aus den Büchern schwimmen lernen, es gehört ein gewisser Handgriff dazu:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.359300136566162} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5566,"date":1719,"orig":"du wirſt ſie zwar gluͤcklich auf Gabelkoferiſch curiren, ſie werden aber auch gluͤcklich auf Gabelkoferiſch nicht in Buͤchern ſondern in Betheren ſterben, und von dir auf Kirchhoͤfiſch Urlaub nehmen.","norm":"du wirst sie zwar glücklich auf Gabelkoferisch kurieren, sie werden aber auch glücklich auf Gabelkoferisch nicht in Büchern sondern in Betern sterben, und von dir auf Kirchhöfisch Urlaub nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501800060272217} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5567,"date":1719,"orig":"Es repliciren zwar die Artzney-Affen mit Vorgeben, daß die allerbeſten Medici bißweilen mit ihrer gar zu genauen Erforſchung des Zuſtandes wenig haben ausgerichtet.","norm":"Es replizieren zwar die Arzneiaffen mit Vorgeben, dass die allerbesten Medici bisweilen mit ihrer gar zu genauen Erforschung des Zustandes wenig haben ausgerichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.55109977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5568,"date":1719,"orig":"Herentgegen plumpe Curen beſſeres Gluͤck gehabt, dann wann man das Licht gar zu genau will butzen, ſo wird es zum oͤffterens gar ausgeloͤſchet.","norm":"Herentgegen plumpe Kuren besseres Glück gehabt, dann wann man das Licht gar zu genau will putzen, so wird es zum öfteres gar ausgelöscht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.479400157928467} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5570,"date":1719,"orig":"Jch kenne auch einen frommen einfaͤltigen Geiſtlichen, welcher einsmahls groſſe Kopff-Schmertzen und Hitze hatte, der Krancken-Warter wolte ihm ein Hauß-Clyſtir appliciren, traͤgt ſelbiges auch in der Blatter in ſeine Zelle, gehet wiederumb weg umb ein Oehl das Roͤhrlein darmit zu ſchmieren; der einfaͤltige Patient, der ſein Lebtag von dergleichen Narrentheyen nichts gehoͤret hatte, bindet die Clyſtir auf, trincket ſie durch das Roͤhrlein voͤllig aus, und ſetzet letzlich die leere Blatter auf den Kopff, in Meynung, weil ihm der Kopff wehe thut, ſo muß er aͤuſſerliche Mittel auch brauchen; der Krancken-Warter kom̃t endlich mit dem Oehl an, und findet ſolchen ſeltzamen Patienten in dieſer Apotheckeriſchen Cron mit groͤſter Herrlichkeit im Bette liegen, welches dem gantzen Cloſter ein groſſes Gelaͤchter, dem Patienten aber etliche Stuͤhl, und folgendes die voͤllige Geſundheit verurſachet.","norm":"Ich kenne auch einen frommen einfältigen Geistlichen, welcher einsmals große Kopfschmerzen und Hitze hatte, der Krankenwarter wollte ihm ein Hauß-Clystir applizieren, trägt selbiges auch in der Blatter in seine Zelle, geht wiederum weg um ein Öl das Röhrlein damit zu schmieren; der einfältige Patient, der sein Lebtag von dergleichen Narrrenteien nichts gehöret hatte, bindet die Clystir auf, trinket sie durch das Röhrlein völlig aus, und setzet letztlich die leere Blatter auf den Kopf, in Meinung, weil ihm der Kopf wehe tut, so muss er äußerliche Mittel auch brauchen; der Krankenwarter kommt endlich mit dem Öl an, und findet solchen seltsamen Patienten in dieser Apothekerischen Krone mit größter Herrlichkeit im Bette liegen, welches dem ganzen Kloster ein großes Gelächter, dem Patienten aber etliche Stühle, und folgendes die völlige Gesundheit verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.952600002288818} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5571,"date":1719,"orig":"Mehr dergleichen Begebenheiten zu geſchweigen, die bißweilen gute und laͤcherliche, oͤfftermahls auch ſchlimme und traurige Ausgaͤnge genommen haben.","norm":"Mehr dergleichen Begebenheiten zu geschweigen, die bisweilen gute und lächerliche, öftermals auch schlimme und traurige Ausgänge genommen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.732100009918213} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5572,"date":1719,"orig":"Jch will es hier auch nicht laͤugnen, daß der Glauben, und das Vertrauen zu einer Artzney viel hilfft, bevoraus wann ſelbige von einer hoͤheren Perſon vorhero gebraucht, und gelobt worden, alſo wir von einem Brugermeiſter erzehlet, welchem eine Purgier-Latwerglein ſo wohl gedienet, daß es nachmahls wegen ſo edlen Effect der gantze Magiſtrat hat eingenommen, ſo bald nun ein Burger in Rath kommen, und den geringſten Anſtoß an ſeiner Geſundheit gelitten, hat dieſes Initium Sapientiæ umb nichts anders in der Apothecken, als umb des Herrn Burgermeiſters Purgier- Latwerglein gefraget.","norm":"Ich will es hier auch nicht leugnen, dass der Glauben, und das Vertrauen zu einer Arznei viel hilft, bevoraus wann selbige von einer höheren Person vorher gebraucht, und gelobt worden, also wir von einem Brugermeister erzählt, welchem eine Purgier-Latwerglein so wohl gedient, dass es nachmals wegen so edlen Effekt der ganze Magistrat hat eingenommen, so bald nun ein Burger in Rat kommen, und den geringsten Anstoß an seiner Gesundheit gelitten, hat dieses Initium Sapientiae um nichts anders in der Apotheken, als um des Herrn Burgermeisters Purgier-Latwerglein gefragt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4274001121521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5573,"date":1719,"orig":"Jtem, ich habe auch gehoͤret, daß ein gantzes Handwerck ſich eines Purgier-Pulvers bedienet, weilen es zuvor ihre Zech-Meiſter mit guten Nutzen gebrauchet.","norm":"Item, ich habe auch gehöret, dass ein ganzes Handwerk sich eines Purgier-Pulvers bedienet, weilen es zuvor ihre Zech-Meister mit guten Nutzen gebraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.991499900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5574,"date":1719,"orig":"Dieſe Lappen kommen mir faſt fuͤr, als wie jene Barbaren, welche ihren hinckenden Koͤnig ſo lieb gehabt, daß ſie freywillig ihre Fuͤſſe verletzet, und ihme zu Gefallen in dieſer Koͤniglichen Grandeza auch haben hincken wollen.","norm":"Diese Lappen kommen mir fast für, als wie jene Barbaren, welche ihren hinkenden König so lieb gehabt, dass sie freiwillig ihre Füße verletzet, und ihm zu Gefallen in dieser Königlichen Grandeza auch haben hinken wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.493100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5575,"date":1719,"orig":"Aber!","norm":"Aber!","lang_fastText":"cy","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.361000061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5576,"date":1719,"orig":"O einfaͤltige und albere Narren-Concepte!","norm":"O einfältige und albere Narren-Concepte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.024499893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5577,"date":1719,"orig":"iſt dann einem gantzen Handwerck, einem gantzen Magiſtrat der Magen uͤber einen Leiſten geſchlagen? ſeyn dann die Naturen bey einem wie bey dem andern beſchaffen?","norm":"ist dann einem ganzen Handwerk, einem ganzen Magistrat der Magen über einen Leisten geschlagen? sein dann die Naturen bei einem wie bei dem anderen beschaffen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.211100101470947} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5578,"date":1719,"orig":"Jonſtonus gedenckt eines Baums, welcher bey der Sineſiſchen Stadt Sungiank waͤchſet, dieſer iſt ſo dick, daß ihn kaum 80. Maͤnner umklafftern koͤñen; Deßgleichen ſchreibet Johann Jacob Saar in ſeinen Oſt-Jndiſchen Kriegs-Dienſten, daß er zu Iſpahan in Perſien einen groſſen Baum geſehen, darunter 1000.","norm":"Ionstonus gedenkt eines Baums, welcher bei der chinesischen Stadt Sungiank wächst, dieser ist so dick, dass ihn kaum 80. Männer umklaftern können; Desgleichen schreibet Johann Jacob Saar in seinen Ost-Indischen Kriegsdiensten, dass er zu Ispahan in Persien einen großen Baum gesehen, darunter 1000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.664299964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5579,"date":1719,"orig":"Menſchen im Schatten haben ſtehen koͤnnen; dieſes ſeyn groſſe Baͤume, aus welchen ziemlich grobe, und kolbichte Schlegel koͤnten geſchnitzlet werden.","norm":"Menschen im Schatten haben stehen können; dieses sein große Bäume, aus welchen ziemlich grobe, und kolbige Schlegel könnten geschnitzelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.320700168609619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5580,"date":1719,"orig":"Jn America ſoll das Getraide ſo hoch und dicke wachſen, daß man kaum einen Halmen umbſpannen kan; dieſes wird ein kraͤfftiges Stroh geben, darmit mancher Americaniſcher Eſels-Kopff kan verſehen, und ausſpalirt werden; Aber unter den Artzney-Affen gibts noch plumpere Stroh- Koͤpffe, noch groͤbere Schlegels-Concepte, und noch ſeltzamere Thorheiten.","norm":"In Amerika soll das Getreide so hoch und dicke wachsen, dass man kaum einen Halmen umspannen kann; dieses wird ein kräftiges Stroh geben, damit mancher amerikanischer Eselskopf kann versehen, und ausspalirt werden; Aber unter den Arzneiaffen gibt es noch plumpere Stroh-Köpfe, noch gröbere Schlegels-Concepte, und noch seltsamere Torheiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.158699989318848} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5581,"date":1719,"orig":"Dann was kan naͤrriſcheꝛ ſeyn, als daß eine eintzige Aꝛtzney muß einer gantzen Menge von unterſchiedlichen Naturen helffen, welches zuvor nur einem gedienet.","norm":"Dann was kann närrischer sein, als dass eine einzige Arznei muss einer ganzen Menge von unterschiedlichen Naturen helfen, welches zuvor nur einem gedient.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683700084686279} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5582,"date":1719,"orig":"Jch laſſe es zwar zu, daß in einem Magiſtrat, und Handwerck, der Kopff wegen vorgefallenen Reichs-Geſchaͤfften auf einerley Weiß geſchwaͤchet wird, der Magen aber iſt wegen Veraͤnderung der Speiſen bey einem anders, als bey dem andern beſchaffen; Ja wann es wahr iſt, daß ein jeder in der Jugend ſeine abſonderliche Wuͤrm und Grillen des Haupts leidet, ſo muß ja die Wurm-Panacæa auch anders in Wein-Wuͤrmen, anders in Geld-Wuͤrmen, anders in Venus-Grillen, und anders in Spiel- Grillen ſtiliſiret werden.","norm":"Ich lasse es zwar zu, dass in einem Magistrat, und Handwerk, der Kopf wegen vorgefallenen Reichsgeschäften auf einerlei Weiß geschwächt wird, der Magen aber ist wegen Veränderung der Speisen bei einem anders, als bei dem anderen beschaffen; Ja wann es wahr ist, dass ein jeder in der Jugend seine absonderliche Wurm und Grillen des Haupts leidet, so muss ja die Wurm-Panacaea auch anders in Wein-Würmen, anders in Geld-Würmen, anders in Venusgrillen, und anders in Spiel-Grillen stilisieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014999866485596} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5583,"date":1719,"orig":"Gedachtes Latwerglein kom̃t mir fuͤr, wie der Hirſchauer Mantel, doch mit dieſem Unterſchied, daß dieſer die Herren auf das Rath-Hauß, jenes aber den Unflat von den Raths-Herrn fuͤhret:","norm":"Gedachtes Latwerglein kommt mir für, wie der Hirschauer Mantel, doch mit diesem Unterschied, dass dieser die Herren auf das Rathaus, jenes aber den Unflat von den Ratsherrn führt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.46150016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5584,"date":1719,"orig":"es iſt wie ein allgemeiner Poſt-Sattel, der ſich auf alle Pferde ſchicken muß, doch es iſt leider mancher darvon gedruckt worden.","norm":"es ist wie ein allgemeiner Post-Sattel, der sich auf alle Pferde schicken muss, doch es ist leider mancher davon gedruckt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.148900032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5585,"date":1719,"orig":"Es muß endlich ſeyn, wie der Pamphilius, aber wie mancher iſt ſchon bey dieſem Affen-Spiel labeth worden.","norm":"Es muss endlich sein, wie der Pampfilius, aber wie mancher ist schon bei diesem Affenspiel labet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.992400169372559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5586,"date":1719,"orig":"Damit man nun mit rechter Vernunfft und guten Gewiſſen, eine Artzney dem andern geben kan, welche einem vorhero gedienet, ſo iſt vonnoͤthen, daß man den Schneidern thue nachfolgen, welche ohne diß mit den Medicis gute Gleichniß haben, weil beyde Profesſionen niemahls ſein Auslernen; dieſe wann ſie ſehen, daß einem ein Kleid wohl anſtehet, und der andere auch eines auf dieſe Modi und Form verlanget, ſo werden ſie vorhero fleißig das Maß nehmen, die Dicke und Laͤnge des Leibes wohl abmeſſen, und wo etwan der Ruͤcken etwas erhoben, oder auf eine Seiten mehr als auf die andere ſich wenden ſolte, werden ſie ebenfalls ſolchem Leibes-Defect das Kleid zu accomodiren wiſſen, dann ein Kleid von einem, der einen Bauch hat wie ein ausgeſpannter Hopffen-Sack, wird niemahls demjenigen koͤnnen wohl anſtehen, welcher duͤrr und mager iſt wie ein Zaunſtecken; Ein Rock eines Bucklichten, deſſen Ruͤcken ungleich iſt, ſchickt ſich nicht fuͤꝛ denjenigen, deꝛ eines geraden Leibes iſt, ein jeder hat ſeine gewiſſe Maß, nach welcher die Kleider muͤſſen gerichtet werden.","norm":"Damit man nun mit rechter Vernunft und guten Gewissen, eine Arznei dem anderen geben kann, welche einem vorher gedient, so ist vonnöten, dass man den Schneidern tue nachfolgen, welche ohne dies mit den Medicis gute Gleichnis haben, weil beide Professionen niemals sein Auslernen; diese wann sie sehen, dass einem ein Kleid wohl anstehet, und der andere auch eines auf diese Modi und Form verlanget, so werden sie vorher fleißig das Maß nehmen, die Dicke und Länge des Leibes wohl abmessen, und wo etwan der Rücken etwas erhoben, oder auf eine Seiten mehr als auf die andere sich wenden sollte, werden sie ebenfalls solchem Leibes-Defect das Kleid zu akkomodieren wissen, dann ein Kleid von einem, der einen Bauch hat wie ein ausgespannter Hopfen-Sack, wird niemals demjenigen können wohl anstehen, welcher dürr und mager ist wie ein Zaunstecken; ein Rock eines Buckligen, dessen Rücken ungleich ist, schickt sich nicht für denjenigen, der eines geraden Leibes ist, ein jeder hat seine gewisse Maß, nach welcher die Kleider müssen gerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741499900817871} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5587,"date":1719,"orig":"Gleicher geſtalten ſollen ſich auch diejenige verhalten, welche mit Medicamenten umbgehen, die Maß, mit welcher ſie abmeſſen, ſeyn die indicationes und contra indicationes, wo ſie alle Urſachen der Kranckheit, jede Umbſtaͤnde und Eigenſchafften der Natur wohl beobachten, und nachmahls allererſt dasjenige brauchen, was nach fleißigen Nachforſchen iſt fuͤr gut befunden worden.","norm":"Gleicher gestalten sollen sich auch diejenige verhalten, welche mit Medikamenten umgehen, die Maß, mit welcher sie abmessen, sein die indicationes und contra indicationes, wo sie alle Ursachen der Krankheit, jede Umstände und Eigenschaften der Natur wohl beobachten, und nachmals allererst dasjenige brauchen, was nach fleißigen Nachforschen ist für gut befunden worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.267099857330322} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5588,"date":1719,"orig":"Es hat ein gewiſſer Naſenwitziger die Medicos unſeres HErr-GOtts Menſchenflicker genennet, und ſcheinet dieſe Gleichniß ſo unfoͤrmlich nicht zu ſeyn, maſſen bey vielen ſich ſolche Flickerey in der Wiegen ſchon anfaͤnget, und waͤhret ins hohe Alter, ja biß ins Grab hinein, ſo lange nehmlich der Beltz deß Lebens einen Stich haͤlt: ja wann man alle Flecke zehlen ſolte, wuͤrden ihrer mehrer als an einem Bettlers-Rocke zu finden ſeyn.","norm":"Es hat ein gewisser Nasenwitziger die Medicos unseres Herrgotts Menschenflicker genannt, und scheinet diese Gleichnis so unförmlich nicht zu sein, maßen bei vielen sich solche Flickerei in der Wiegen schon anfängt, und währet ins hohe Alter, ja bis ins Grab hinein, solange nämlich der Beltz des Lebens einen Stich hält: ja wann man alle Fleck zählen sollte, würden ihrer mehrerer als an einem Bettlers-Rocke zu finden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.593900203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5589,"date":1719,"orig":"Aber meine liebe Artzney-Affen, wann ihr ja mit dieſem Flickwerck wolt auch umbgehen, ſo gebet Achtung, daß ihr nicht den Fleck neben das Loch ſetzet.","norm":"Aber meine liebe Arzneiaffen, wann ihr ja mit diesem Flickwerk wollt auch umgehen, so Gebet Achtung, dass ihr nicht den Fleck neben das Loch setzet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.389699935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5590,"date":1719,"orig":"Vor drey Jahren hatte ein Kind die Blattern, die geſcheidten Weiber die ohne diß das Graß wachſen, die Floͤhe huſten, und die Mucken nieſen hoͤren, waren der Meynung, das Kind ſey verſchryen, dahero machten ſie eine uͤberaus kraͤfftige Mixtur, von Myrren, Urin, Weichbrunn, Kaſpel oder Waſſer, ſo in der Kuͤche vom Abwaſchen uͤbrig bleibt, weichten darinn Tuͤchlein, und umbwickleten das gantze Kind, was geſchicht? die Blattern ſchlagen zuruͤck, das Kind ſtirbt.","norm":"Vor drei Jahren hatte ein Kind die Blattern, die gescheiten Weiber die ohne dies das Gras wachsen, die Flöhe husten, und die Mücken niesen hören, waren der Meinung, das Kind sei verschrien, daher machten sie eine überaus kräftige Mixtur, von Myrrhen, Urin, Weichbrunn, Kaspel oder Wasser, so in der Küche vom Abwaschen übrig bleibt, weichten darin Tüchlein, und umwickelten das ganze Kind, was geschieht? die Blattern schlagen zurück, das Kind stirbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.511899948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5591,"date":1719,"orig":"Daß heiſt ja den Fleck neben das Loch geſetzet.","norm":"Dass heißt ja den Fleck neben das Loch gesetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.555300235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5592,"date":1719,"orig":"Jch habe einen Geiſtlichen gekennt, dieſer fienge nach einem Fall an zu hincken, der Bader, welcher ſonſt den Theophraſtum wie einem Biſem-Knopff allezeit fuͤr der Naſen hatte, vermeynte, das Knye waͤre verletzet, und applicirte darauff viel Pflaſter und Salben, aber alles vergebens, endlich wird er abgedancket, und ein anderer Bader beruffen, dieſer befindet, daß der Zuſtand, nicht im Knye, ſondern oben umbs Creutz ſey, appliciret auch ſeine Sachen, und der Patient wird gluͤcklich curirt; da heiſt es ja ebenfalls ſowohl das Pflaſter, als den Fleck neben das Loch geſetzet.","norm":"Ich habe einen Geistlichen gekannt, dieser finge nach einem Fall an zu hinken, der Bader, welcher sonst den Theophrastum wie einem Bisem-Knopff allezeit für der Nasen hatte, vermeinte, das Knie wäre verletzet, und applizierte darauf viel Pflaster und Salben, aber alles vergebens, endlich wird er abgedankt, und ein anderer Bader berufen, dieser befindet, dass der Zustand, nicht im Knie, sondern oben ums Kreuz sei, applizieret auch seine Sachen, und der Patient wird glücklich kuriert; da heißt es ja ebenfalls sowohl das Pflaster, als den Fleck neben das Loch gesetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.978400230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5593,"date":1719,"orig":"Ein ander faͤllt ihm einen Fuß aus, der Artzney-Aff will ihm einrichten, und verfehlet den Fuß, reiſſet ihm den geſunden auch aus; dieſes iſt gar umb einen groſſen Bauer- Schuch gefehlet, und koͤnte ſolcher grobe Ochſen-Kopff noch ein klein wenig auf der Stockfiſch-Muͤhle ſubtiler gemacht werden.","norm":"Ein ander fällt ihm einen Fuß aus, der Arzneiaffe will ihm einrichten, und verfehlet den Fuß, reißet ihm den gesunden auch aus; dieses ist gar um einen großen Bauer-Schuh gefehlt, und könnte solcher grobe Ochsen-Kopf noch ein klein wenig auf der Stockfisch-Mühle subtiler gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6529998779296875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5594,"date":1719,"orig":"Bekannt iſt die Fabel, daß ein Bolſter- Huͤndlein einsmahls in der Schooß einer fuͤrnehmen Damen gelegen, gantz freundlich geſchertzet und mit ihr geſpielet, dem ſie wiederum mit Streichen ſchoͤn gethan, und ihr ſolche Freundlichkeit gefallen laſſen; dieſe Hunds- Complementen ſahe von ferne der Eſel, was? ſagte er, ſoll ein Hund, der nur ein Sinnbild des Neyds iſt, mir vorgehen? und ſo ſchoͤn vom Frauen-Zim̃er chariſirt werden?","norm":"Bekannt ist die Fabel, dass ein Bolster-Hündlein einsmals in der Schoß einer fürnehmen Damen gelegen, ganz freundlich gescherzt und mit ihr gespielt, dem sie wiederum mit Streichen schön getan, und ihr solche Freundlichkeit gefallen lassen; diese Hunds-Komplementen sah von ferne der Esel, was? sagte er, soll ein Hund, der nur ein Sinnbild des Neids ist, mir vorgehen? und so schön vom Frauenzimmer charisirt werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.315700054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5596,"date":1719,"orig":"O mein einfaͤltiger, doch beynebens ſehr aufgeblaſener Eſels-Kopff, du haͤtteſt vorheꝛo in deꝛ Logic von den Boͤcken einen rechtſchaffenen Syllogiſmum ſollen lernen machen; dein Argument lautet alſo: dieſe Dame laͤſt ihr einen Spaß vom Bolſterhuͤndlein machen, ergo muß ſie ihr auch einen Spaß von einem groben Muͤhl-Eſel machen laſſen, ach leider die Conſequenz hinckt, und iſt dir mit hoͤltzernen Argumenten gnugſam refutirt worden.","norm":"O mein einfältiger, doch beinahe sehr aufgeblasener Eselskopf, du hättest vorher in der Logik von den Böcken einen rechtschaffenen Syllogismum sollen lernen machen; dein Argument lautet also: Diese Dame lässt ihr einen Spaß vom Bolsterhündlein machen, ergo muss sie ihr auch einen Spaß von einem groben Mühlesel machen lassen, ach leider die Konsequenz hinkt, und ist dir mit hölzernen Argumenten genugsam refutiert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.393899917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5597,"date":1719,"orig":"Herbey meine Allamodiſche Artzney-Affen, ſpiegelt euch an dieſem Arcadiſchen Complementiſten, und plumpen Eſels-Kopffen, dann wer ſich an andern Fehlern ſpiegelt, der hat einen guten Spiegel; ihr ſehet zu Zeiten, daß einer ſubtilen Perſon eine Purgation von Manna wohl dienet, ergo muß auch euer Univerſal- Purgier-Pulver, eure ſtarcke Roß-und Eſels- Purgation hier dienlich ſeyn, weit gefehlet; dieſes ſeyn Eſels-Complementen, ihr muͤſt das Tempo und die Natur des Patienten beſſer in Obacht nehmen: Solten die Kirch-und Freithoͤfe reden, ſie wuͤrden einhellig bekennen, daß wegen euerer ohne einigen Unterſchied gegebenen Univerſal-Medicamenten, viel tauſend in particulari begraben liegen; die ſubtilen Damen, und groben Bauern haben nicht einerley Natur.","norm":"Herbei meine Alamodische Arzneiaffen, spiegelt euch an diesem Arkadischen Komplementesten, und plumpen Esels-Kopffen, dann wer sich an anderen Fehlern spiegelt, der hat einen guten Spiegel; ihr sehet zu Zeiten, dass einer subtilen Person eine Purgation von Manna wohl dient, ergo muss auch euer Purgierpulver, eure starke Ross-und Esels-Purgation hier dienlich sein, weit gefehlt; dieses sein Esels-Komplementen, ihr müsst das Tempo und die Natur des Patienten besser in Obacht nehmen: sollten die Kirch- und Freitöffe reden, sie würden einhellig bekennen, dass wegen eurer ohne einigen Unterschied gegebenen Universal-Medikamenten, viel tausend in particulari begraben liegen; die subtilen Damen, und groben Bauern haben nicht einerlei Natur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.64709997177124} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5598,"date":1719,"orig":"Soleander gedencket eines Bauerns, welchen er im Spittel mit Alkermes allerhand Saͤfften, Mandel-Milchen und dergleichen curiren wolte, aber der Patiente wurde je laͤnger je ſchwaͤcher, endlich bittet er den Medicum, er ſolte ihn mit dergleichen Schleckereyen ungeplagt laſſen, er ſey bey zwiebel, ſchwaꝛtzen Bꝛodt, Kuͤhe-Kaͤß, und friſchen Waſſer aufferzogen worden, welches ihm beſſer gedienet, als dieſe ſuͤſſe Narrnpoſſen, verhoffe auch wann er wieder zu den vorigen Sachen ſchreiten ſolte, daß er voͤllig werde geſund werden; der Medicus, ſo ſchon vermeynt es wuͤrde bald mit ihm aus ſeyn, will ihm noch die letzte Ehre erweiſen, und laͤſſet ihm alles zu, darvon er auch in 2. Tagen die voͤllige Geſundheit erhalten.","norm":"Soleander gedenkt eines Bauens, welchen er im Spital mit Alkermes allerhand Säften, Mandelmilchen und dergleichen kurieren wollte, aber der Patiente wurde je länger je schwächer, endlich bittet er den Medicum, er sollte ihn mit dergleichen Schleckereien ungeplagt lassen, er sei bei Zwiebel, schwarzen Brot, Kühe-Käß, und frischen Wasser auferzogen worden, welches ihm besser gedient, als diese süße Narrenpossen, verhoffe auch wann er wieder zu den vorigen Sachen schreiten sollte, dass er völlig werde gesund werden; der Medikus, so schon vermeint es würde bald mit ihm aus sein, will ihm noch die letzte Ehre erweisen, und lässt ihm alles zu, davon er auch in 2. Tagen die völlige Gesundheit erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128399848937988} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5599,"date":1719,"orig":"Jch erinnere mich noch eineꝛ deꝛgleichen Hiſtorie, die zu Wien geſchehen, wo ein Kutſcher in die Apothecken kommen, weil er aber des unterſchiedlichen Geruchs, bevoraus des Schlag-Balſams, der dazumahl gleich verfertiget wurde, nicht gewohnt war, ſo fiel er in die Ohnmacht, die Geſellen beſchmieren ihm Schlaff und Naſen mit Balſam, ſtreichen ihn mit Carfunckel-Waſſer, aber alles umbſonſt, es wurde nur aͤrger, endlich laufft der Bube in den Roß-Stall, nimmt eine friſche Feigen, reibt ihm darmit die Naſen, daß der Safft ins Maul lieffe, da kam dieſer Roß- Striegler augenblicklich durch den Stall-Balſam, und Pferde Alkermes wiederum zu ſich, da doch der Salbalſam geſchadet.","norm":"Ich erinnere mich noch einer dergleichen Historie, die zu Wien geschehen, wo ein Kutscher in die Apotheken kommen, weil er aber des unterschiedlichen Geruchs, bevoraus des Schlagbalsams, der dazumal gleich verfertiget wurde, nicht gewohnt war, so fiel er in die Ohnmacht, die Gesellen beschmieren ihm Schlaf und Nasen mit Balsam, streichen ihn mit Karfunkelwasser, aber alles umsonst, es wurde nur ärger, endlich lauft der Bube in den Rossstall, nimmt eine frische Feigen, reibt ihm damit die Nasen, dass der Saft ins Maul lief, da kam dieser Ross-Striegler augenblicklich durch den Stall-Balsam, und Pferde Alkermes wiederum zu sich, da doch der Salbalsam geschadet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.860300064086914} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5600,"date":1719,"orig":"Zu Antwerben gienge einsmahls ein Staͤncker oder Nachtkoͤnig in ein Gewuͤrtz-Gewoͤlbe, und fiel ebenfalls von ſolchen Aromatiſchen Geruch unverſehens in die Ohnmacht, Doctor Spirinck, der zugleich zu gegen war, und des Patienten Profesſion wuſte, befiehlt alſobald ſalvâ veniâ einẽ vollen Nachtſcherben aus dem heimlichen Gemach her zu bringen, und laͤßt ihm den Kopff darmit einbalſamiren, welches auch ſo wohl operirt, daß der halbe Todte durch dieſen Oçcidentaliſchen Bieſem, und wilden Sau-Theriack augenblicklich iſt zu ſich kommen, und geſunder darvon gegangen.","norm":"Zu Antwerben ginge einsmals ein Stänker oder Nachtkönig in ein Gewürz-Gewölbe, und fiel ebenfalls von solchen aromatischen Geruch unversehens in die Ohnmacht, Doktor Spirinck, der zugleich zu gegen war, und des Patienten Profession wusste, befiehlt alsobald salva venia einen vollen Nachtscherben aus dem heimlichen Gemach herzubringen, und lässt ihm den Kopf damit einbalsamieren, welches auch so wohl operiert, dass der halbe Tote durch diesen Okzidentalischen Biesem, und wilden Sau-Theriak augenblicklich ist zu sich kommen, und gesunder davon gegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.834799766540527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5601,"date":1719,"orig":"Dieſes ſeyn Roß-und Eſels- Complementen, die doch bey dieſen groben Leuthen angenehm geweſen, und wohl gedienet, aber complementire einer auf ſolche Weiß bey einer fuͤrnehmen Dame oder Cavalier, er wird gewißlich wie Æſopi Eſel mit hoͤltzernen Gegen-Complementen bewillkommt werden.","norm":"Dieses sein Ross-und Esels-Komplementen, die doch bei diesen groben Leuten angenehm gewesen, und wohl gedient, aber komplementiere einer auf solche Weiß bei einer fürnehmen Dame oder Kavalier, er wird gewisslich wie Aesopi Esel mit hölzernen Gegen-Komplementen bewillkommt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6305999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5602,"date":1719,"orig":"Oefſtermahls geſchichts auch, daß diejenigen, welche ihre Sachen fuͤr eine Univerſal- Artzney ausgeben, ſelbſten darbey einbuͤſſen.","norm":"Oefstermahls Geschichtes auch, dass diejenigen, welche ihre Sachen für eine Universal-Arznei ausgeben, selbst dabei einbüßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.309199810028076} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5603,"date":1719,"orig":"Vor 4. Jahren kam ein ſolcher Univerſaliſt zu einem fuͤrnehmen und mir wohl bekannten Medico, ſagte daß er ein unfehlbahres Mittel haͤtte alle rothe Ruhren darmit gluͤcklich zu curiren, weilen er nun vermeynte, er wuͤrde in jener Welt bey GOtt nicht beſtehen koͤnnen, daß er ein ſo edles Mittel, wo ſo viel tauſend ohne eintzige Unkoſten haͤtten koͤnnen curirt werden, dem Naͤchſten biß dato verſchwiegen, alſo wolte er ſolches hiermit offenbahren, doch mit Verſprechen, daß es bey ihm verſchwiegen bleiben ſolte; der Medicus verſpricht endlich reinen Mund zu halten, und erfaͤhrt, daß dieſes groſſe Geheimniß nichts anders ſey, als der gemeine Alaun.","norm":"Vor 4. Jahren kam ein solcher Universalist zu einem fürnehmen und mir wohl bekannten Medico, sagte dass er ein unfehlbares Mittel hätte alle rote Rühren damit glücklich zu kurieren, weilen er nun vermeinte, er würde in jener Welt bei Gott nicht bestehen können, dass er ein so edles Mittel, wo so viel tausend ohne einzige Unkosten hätten können kuriert werden, dem Nächsten bis dato verschwiegen, also wollte er solches hiermit offenbaren, doch mit Versprechen, dass es bei ihm verschwiegen bleiben sollte; der Medikus verspricht endlich reinen Mund zu halten, und erfährt, dass dieses große Geheimnis nichts anders sei, als der gemeine Alaun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105500221252441} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5604,"date":1719,"orig":"Was geſchicht, nach einem viertel Jahr darnach wird dieſer ſelbſten von der damahls grasſirenden Ruhr angegriffen, er verlangt keinen Medicum, ſondern verlaͤßt ſich auf ſeine Kunſt, wie Milo auf die Staͤrcke, er braucht Alaun im Tranck, in Clyſtiren, legt mit Alaun befeuchte Tuͤchelein auf den Bauch, aber ohne eintzige Linderung, er ſtirbt endlich dahin, und bekraͤfftiget es mit ſeinem Tod, daß Alaun gut fuͤr die Ruhr ſey, probatum eſt.","norm":"Was geschieht, nach einem viertel Jahr danach wird dieser selbst von der damals grassierenden Ruhr angegriffen, er verlangt keinen Medicum, sondern verlässt sich auf seine Kunst, wie Milo auf die Stärke, er braucht Alaun im Trank, in Klistieren, legt mit Alaun befeuchte Tüchlein auf den Bauch, aber ohne einzige Linderung, er stirbt endlich dahin, und bekräftiget es mit seinem Tod, dass Alaun gut für die Ruhr sei, probatum est.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.727399826049805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5605,"date":1719,"orig":"Jch habe einen andern gekennt, welcher ohne eintziges Purgieren die Fieber curirt, das Arcanum aber beſtunde in Knobloch, Caffran, Aſang alt Schmer, und Eßig, dieſes legte er auf den Goldfinger, waren es dreytaͤgliche Fieber, ſo muſte man dꝛey Tuͤchelein mit gemeldten Ingredientien auflegen, im viertaͤglichen aber vier, und nachmahls ins flieſſende Waſſer werffen; ob nun eine ſolche Cur ein Chriſtlicher Hippocrates, oder eine zauberiſche Circe erfunden, will ich Gelehrtere daruͤber gloſſiren laſſen.","norm":"Ich habe einen anderen gekannt, welcher ohne einziges Purgieren die Fieber kuriert, das Arkanum aber bestünde in Knoblauch, Caffran, Asang alt Schmer, und Essig, dieses legte er auf den Goldfinger, waren es dreitägliche Fieber, so musste man drei Tüchlein mit gemeldeten Ingredienzien auflegen, im viertäglichen aber vier, und nachmals ins fließende Wasser werfen; ob nun eine solche Kur ein Christlicher Hippokrates, oder eine zauberische Circe erfunden, will ich gelehrtere darüber glossieren lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.386199951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5606,"date":1719,"orig":"Es geſchicht endlich, dieſer bekommt ſelbſten das dreytaͤgliche Fieber, gute Fꝛeunde rathen ihm eine linde Purgation, die boͤſen Feuchtigkeiten darmit auszufuͤhren; was, ſagte er, purgiren? die Doctor koͤnnen nichts, als Purgiren, Clyſtiren und Aderlaſſen, ich bin ſchon in die 70. Jahr ohne ſolche Narrethey kommen, und mag anjetzo auch nicht anfangen, der iſt ein Schelm geweſt, der erſtlich das Purgiren erdacht hat. (Notabene) dieſe Injuri gehet die Hunde an, die ſich wohl mit ihren Zaͤhnẽ rechnen ſolten, dann wañ Pudel merckt, daß er ſich mit Speiſen uͤbernommen, ſo frißt er Graß, welches ober und unter ſich operirt, und deſtwegen geſund wird, haben alſo bey dieſem Pudel als bey einem getreuen Præceptor die Menſchen gelehrt, wie nuͤtzlich das Purgiren ſey.","norm":"Es geschieht endlich, dieser bekommt selbst das dreitägliche Fieber, gute Freunde raten ihm eine linde Purgation, die bösen Feuchtigkeiten damit auszuführen; was, sagte er, purgieren? die Doktor können nichts, als Purgieren, Klistieren und Aderlassen, ich bin schon in die 70. Jahr ohne solche Narretei kommen, und mag jetzt auch nicht anfangen, der ist ein Schelm gewesen, der erstlich das Purgieren erdacht hat . (Notabene) diese Injurie geht die Hunde an, die sich wohl mit ihren Zähnen rechnen sollten, dann wann Pudel merkt, dass er sich mit Speisen übernommen, so frisst er Gras, welches oder und unter sich operiert, und destwegen gesund wird, haben also bei diesem Pudel als bei einem getreuen Präzeptor die Menschen gelehrt, wie nützlich das Purgieren sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.960899829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5607,"date":1719,"orig":"Gedachter Patient laͤßt die Purgation unterwegen, und brauchet ſeine Sachen, das Fieber laͤßt auch nach, aber die im Leibe verhaltene Feuchtigkeiten flieſſen in den lincken Fuß, und machen ſolche Geſchwulſt u. Schmeꝛtzen, daß die Chyrurgi uͤber ein halb Jahr zu thuen gehabt, ehe er zur voͤlligen Geſundheit kommen, wo er gleichwohl etliche mahl hat purgieren muͤſſen.","norm":"Gedachter Patient lässt die Purgation unterwegen, und brauchet seine Sachen, das Fieber lässt auch nach, aber die im Leibe verhaltene Feuchtigkeiten fließen in den linken Fuß, und machen solche Geschwulst u. Schmerzen, dass die Chyrurgi über ein halb Jahr zu tun gehabt, ehe er zur völligen Gesundheit kommen, wo er gleichwohl etliche Mal hat purgieren müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.118100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5608,"date":1719,"orig":"Ein anderer Bekannter hat geſehen das viertaͤgliche Fieber mit Melonen vertrieben, dieſes Kunſt-Stuͤck hat er andern gerathen, auch an ihm ſelbſt probiret, aber es gienge ihm, wie dem Guckguck als er der Nachtigallen nachſingen wolte, er bekom̃t darvon eine Waſſerſucht, an welcher er auch geſtorben.","norm":"Ein anderer Bekannter hat gesehen das viertägliche Fieber mit Melonen vertrieben, dieses Kunststück hat er anderen geraten, auch an ihm selbst probieret, aber es ginge ihm, wie dem Guckguck als er der Nachtigallen nachsingen wollte, er bekommt davon eine Wassersucht, an welcher er auch gestorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.961400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5609,"date":1719,"orig":"Mit einem Wort, es bleibt darbey, was Ovidius ſchon laͤngſt geſchrieben:","norm":"Mit einem Wort, es bleibt dabei, was Ovidius schon längst geschrieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.931099891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5610,"date":1719,"orig":"Temporius Medicina valet, data tempore proſunt,","norm":"Temporius Medicina valet, data tempore prosunt,","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.331999778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5611,"date":1719,"orig":"Ut data non apto tempore vina nocent.","norm":"Ut data non apto tempore vina nocent.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":5.959099769592285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5612,"date":1719,"orig":"Das ſiebende Capitel.","norm":"Das siebende Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.735499858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5613,"date":1719,"orig":"Wie ſehr dieſe Allamodiſche Artzney-Affen ſuͤndigen, wann ſie unverſtaͤndiger Weiß den Patienten ihre Medicamenten einſchwatzen, und ſo viel tauſend umb Leib und Leben bringen.","norm":"Wie sehr diese Alamodische Arzneiaffen sündigen, wann sie unverständiger Weiß den Patienten ihre Medikamenten einschwatzen, und so viel tausend um Leib und Leben bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.403200149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5614,"date":1719,"orig":"EUer curiren hochgeehrte Artzney-Affen, iſt nichts anders, als nach der Scheiben ſchieſſen, ihr meynet zwar gut zu zielen, ſchieſſet abeꝛ oͤffteꝛs darunter oder daruͤber, und neben bey, als in die Scheiben, viel weniger trefft ihr das Schwartze, bevoraus, wañ die Augen der Vernunfft ſehr dunckel, und eure Buͤchſen nichts nutz ſeyn; Mancher iſt der Meynung das Beſte darvon zu tragen, und den Ochſen zu gewinnen, bekommt aber die Sau, mit der er muß verlieb nehmen; Keiner unter euch iſt ſo vollkommen, als Alphonſus, Koͤnig in Arragonien, welcher in einer groſſen diſtanz den Pfeil in dem Mittel- Punct brachte, ſelbigen wiederumb heraus zoge, und viermahl wiederumb in den vorigen Orth bringen kunte.","norm":"Euer Kurieren hochgeehrte Arzneiaffen, ist nichts anders, als nach der Scheiben schießen, ihr meinet zwar gut zu zielen, schießet aber öfters darunter oder darüber, und nebenbei, als in die Scheiben, viel weniger trefft ihr das schwarze, bevoraus, wann die Augen der Vernunft sehr dunkel, und eure Büchsen nichts Nutz sein; mancher ist der Meinung das Beste davon zu tragen, und den Ochsen zu gewinnen, bekommt aber die Sau, mit der er muss verlieb nehmen; keiner unter euch ist so vollkommen, als Alphonsus, König in Aragonien, welcher in einer großen Distanz den Pfeil in dem Mittel-Punkt brachte, selbigen wiederum herauszog, und viermal wiederum in den vorigen Ort bringen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.319499969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5615,"date":1719,"orig":"Aber was ſag ich, meine liebe Artzney-Affen, ihr fehlet niemahls, dann ungeachtet ihr weder die Kranckheit, weder ihre Urſachen treffet, ſo treffet ihr gleichwohl, auch mit zugethanen Augen das Leben, und bringet mit eueren unerfahrnen Schuͤſſen, viel tauſend unter die Erden; Aber das Leben treffen und die Kranckheit verfehlen, iſt dannoch grob fehlen, und zwaꝛ ein ſolches Fehlen, das auf keine Weiß wiederum kan erſetzet werden.","norm":"Aber was sage ich, meine liebe Arzneiaffen, ihr fehlet niemals, dann ungeachtet ihr weder die Krankheit, weder ihre Ursachen treffet, so treffet ihr gleichwohl, auch mit zugetanen Augen das Leben, und bringt mit eueren unerfahrenen Schüssen, viel tausend unter die Erden; Aber das Leben treffen und die Krankheit verfehlen, ist dennoch grob fehlen, und zwar ein solches Fehlen, das auf keine Weiß wiederum kann ersetzet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.343299865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5616,"date":1719,"orig":"Der Mahler, wann er mit ſeinem Pinſel einen Fehler begehet, weiß ihm leicht zu helffen, und macht geſchwind aus dem Engel einen Teufel; der Muſicus, wann er aus dem Text kom̃t, faͤngt von neuem wiederum an, der Schuſter wann er das Leder unrecht zuſammen genaͤhet, trennt er die Nad wiederum auf:","norm":"Der Maler, wann er mit seinem Pinsel einen Fehler begehet, weiß ihm leicht zu helfen, und macht geschwind aus dem Engel einen Teufel; der Musikus, wann er aus dem Text kommt, fängt von neuem wiederum an, der Schuster wann er das Leder unrecht zusammen genäht, trennt er die naht wiederum auf:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201700210571289} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5617,"date":1719,"orig":"Aber in der Medicin, wann ein Fehler vorbey gangen, iſt alles Verbeſſern, alles Anfangen, und alles Aufftrennen umbſonſt, dann der Patient iſt geſtorben, mit was fuͤr Medicamenten wirſt du ihn wiederumb lebendig machen?","norm":"Aber in der Medizin, wann ein Fehler vorbeigegangen, ist alles Verbessern, alles Anfangen, und alles Auftrennen umsonst, dann der Patient ist gestorben, mit was für Medikamenten wirst du ihn wiederum lebendig machen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135499954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5618,"date":1719,"orig":"Eine ſubtile Halß-Uhr wird keinem unverſtaͤndigen und einfaͤltigen Bauer zum Anrichten gegeben, wann ſie etwas zu fruͤhe, oder zu ſpat gehet, warumb? darumb: weil der Bauer nicht weiß, wie eine Uhr beſchaffen ſey, wann ſie recht gehet, vielweniger wird er wiſſen, wo es ihr mangele, wann ſie verderbt worden, und wie ſie wiederumb in vorigen Stand zu bringen ſey.","norm":"Eine subtile Halßuhr wird keinem unverständigen und einfältigen Bauer zum Anrichten gegeben, wann sie etwas zu frühe, oder zu spät geht, warum? darum: weil der Bauer nicht weiß, wie eine Uhr beschaffen sei, wann sie recht geht, viel weniger wird er wissen, wo es ihr mangele, wann sie verderbt worden, und wie sie wiederum in vorigen Stand zu bringen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.314199924468994} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5619,"date":1719,"orig":"Eine ſolche kuͤnſtliche Uhr iſt warhafftig der Menſchliche Leib, welchen der hoͤchſte und kuͤnſtlichſte Meiſter ſelbſten der allmaͤchtige GOtt im Paradeiß gantz vollkommen verfertiget; Das Hertz iſt in dieſer Goͤttlichen Uhr die Unruhe, die Blut-Adern, Puls-Adern, Milch- Adern, Waſſer-Adern, Spann-Adeꝛn ſeyn die ſubtilen Raͤder; das Angeſicht iſt der Zeiger, welches die Complexiones, Zorn, Lieb, Schamhafftigkeit, Melancholey, Geſund-und Kranckheit anderen andeutet; Der Magen vergleichet ſich mit dem Gewicht, welches alle 24. Stunden auffs wenigſte muß 2. mahl aufgezogen werden, wofern nicht das gantze Uhrwerck ſoll zu Grunde gehen, wie ſubtil nun dieſes Kunſt-Stuͤck iſt zuſammen geſetzet, ſo unbeſtaͤndig iſt es auch in ſeinem Lauff, und wird leyder nur gar zu offt wegen eines Tropffen Gall oder Schleim, ſo in unrechten Qrth kommen, oder wegen einer kalten Lufft zuruͤck gehen/ ja wohl gar ſtehen bleiben, und dennoch wird alles einen unerfahrnen Artzney-Affen anvertraut, dieſe Goͤttliche Uhr wiederumb in guten Stand zu bringen, unangeſehen er ſo wenig, als ein einfaͤltiger Bauer weiß, wie das Jnnerliche beſchaffen ſey, was nun ſolches Affen- Geſchmeiß darbey ausrichtet, bezeigen die wohl gearbeitete Kirch-und Freit-Hoͤfe, und iſt nur ſolche ſchaͤdliche Thorheit mit Heraclyto bitterterlich zu beweinen daß dergleichen moͤrderiſche Thaten, nicht ernſthafftig geſtrafft, und mit haͤnckermaͤßiger Belohnung reciprocè abgeſchaffet werden.","norm":"Eine solche künstliche Uhr ist wahrhaftig der menschliche Leib, welchen der höchste und künstlichste Meister selbst der allmächtige Gott im Paradies ganz vollkommen verfertiget; das Herz ist in dieser göttlichen Uhr die Unruhe, die Blutadern, Pulsadern, Milch-Adern, Wasseradern, Spann-Adern sein die subtilen Räder; das Angesicht ist der Zeiger, welches die Complexiones, Zorn, Liebe, Schamhaftigkeit, Melancholie, Gesund- und Krankheit anderen andeutet; der Magen vergleicht sich mit dem Gewicht, welches alle 24. Stunden aufs wenigste muss 2. Mal aufgezogen werden, sofern nicht das ganze Uhrwerk soll zu Grunde gehen, wie subtil nun dieses Kunststück ist zusammen gesetzt, so unbeständig ist es auch in seinem Lauf, und wird leider nur gar zu oft wegen eines Tropfen Gall oder Schleim, so in unrechten Qrth kommen, oder wegen einer kalten Luft zurückgehen / ja wohl gar stehen bleiben, und dennoch wird alles einen unerfahrenen Arzneiaffen anvertraut, diese göttliche Uhr wiederum in guten Stand zu bringen, unangesehen er so wenig, als ein einfältiger Bauer weiß, wie das Innerliche beschaffen sei, was nun solches Affen-Geschmeiß dabei ausrichtet, bezeigen die wohl gearbeitete Kirch- und Freithöfe, und ist nur solche schädliche Torheit mit Heraclyto bitterterlich zu beweinen dass dergleichen mörderische Taten, nicht ernsthaft gestraft, und mit henkermäßiger Belohnung reciproce abgeschafft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121099948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5620,"date":1719,"orig":"Die Theologi lehren, daß ein Medicus ſehr ſuͤndige, wann er deß Patienten Zuſtand nicht recht examinire, und die Medicamenten ohne gnugſames Fundament vorſchreibe; Ja wann er einen gefaͤhrlichen Patienten hat, und an eigentlichen Urſprung der Kranckheit, wie auch an den Medicamenten zweifle, ſo ſey er unter einer groſſen Suͤnde verbunden, andere Medicos darvon umb Rath zu fragen, oder auffs wenigſte die beſten Buͤcher auffzuſchlagen und den Zuſtand beſſer zu examiniren.","norm":"Die Theologen lehren, dass ein Medikus sehr sündige, wann er des Patienten Zustand nicht recht examiniere, und die Medikamenten ohne genugsames Fundament vorschreibe; Ja wann er einen gefährlichen Patienten hat, und an eigentlichen Ursprung der Krankheit, wie auch an den Medikamenten zweifle, so sei er unter einer großen Sünde verbunden, andere Medicos davon um Rat zu fragen, oder aufs wenigste die besten Bücher aufzuschlagen und den Zustand besser zu examinieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.048600196838379} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5621,"date":1719,"orig":"Jtem, ſie lehren weiter, welcher im Zweifel ſtehet, an zwey Medicamenten obligirt ſey dasjenige dem Krancken zu geben, welches er am dienſtlichſten befindet, wann er aber das andere in einem gefaͤhrlichen Zuſtande probiren will, ſo ſuͤndige er ſehr, ungeachtet er etliche Urſachen hat, warumb es helffen koͤnte.","norm":"Item, sie lehren weiter, welcher im Zweifel steht, an zwei Medikamenten obligiert sei dasjenige dem Kranken zu geben, welches er am dienstlichsten befindet, wann er aber das andere in einem gefährlichen Zustande probieren will, so sündige er sehr, ungeachtet er etliche Ursachen hat, warum es helfen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.335000038146973} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5622,"date":1719,"orig":"Dieſes iſt nun die Obligation eines jeden Medici, welche wohl in Obacht zu nehmen, wann man bey dem ſtrengen Richt-Stuhl GOttes beſtehen ſoll: Muß nun dieſes ein Medicus wohl betrachten der viel Jahr in Philoſophiſchen und Mediciniſchen Wiſſenſchafften ſtudiret/ und mit erfahrnen Practicis die Patienten oͤfftermahls heimgeſuchet/ wie werdet dann ihr meine liebe Artzney- Affen/ dieſes zu verantworten haben/ die ihr dieſe und jene Artzney auch in gefaͤhrlichen Zuſtaͤnden eingebet/ und beyneben nicht wuͤſt/ wie eigentlich die Kranckheit beſchaffen ſey; ihr meynt zwar es wird helffen/ aber ſolche Meynung iſt falſch/ ohne Fundament, ohne gnugſame Erforſchung des Zuſtandes/ und folgends auch ohne Gewiſſen/ bleibt ihr nun bey euren Vorhaben/ ſo wird die Zeit verabſaͤumet/ der Patient verwahrloſet/ und die Kranckheit uͤberſehen/ welches Uberſehen und Verfehlen unwiederbringlich iſt.","norm":"Dieses ist nun die Obligation eines jeden Medici, welche wohl in Obacht zu nehmen, wann man bei dem strengen Richtstuhl Gottes bestehen soll: Muss nun dieses ein Medikus wohl betrachten der viel Jahr in Philosophischen und medizinischen Wissenschaften studiert / und mit erfahrenen Practicis die Patienten öftermals heimgesucht / wie werdet dann ihr meine liebe Artzney-Affen / dieses zu verantworten haben / die ihr diese und jene Arznei auch in gefährlichen Zuständen eingebet / und beineben nicht wüst / wie eigentlich die Krankheit beschaffen sei; ihr meint zwar es wird helfen / aber solche Meinung ist falsch / ohne Fundament, ohne genugsame Erforschung des Zustandes / und folgendes auch ohne Gewissen / bleibt ihr nun bei euren Vorhaben / so wird die Zeit verabsäumet / der Patient verwahrloset / und die Krankheit übersehen / welches Übersehen und Verfehlen unwiederbringlich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.42110013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5623,"date":1719,"orig":"Der Juriſt wann er einen Fehler begehet und den Proceſs verliehret/ kan von dem Magiſtrat zu der Hoch-loͤblichen Regierung/ und von dannen zu der Hoch-loͤblichſten geheimen Stelle appelliren/ bey dem Medico iſt alles umſonſt/ dann wann im Curiren gefehlt/ und der Patient geſtorben/ ihr moͤcht von dem Galeno zum Paracelſo, von dieſem zum Hippocrate ſelbſten appelliren/ und ein reviſionem ad in tegrum begehren/ der Proceſs bleibt dennoch verlohren/ und der Patient geſtorben.","norm":"Der Jurist wann er einen Fehler begehet und den Prozess verlieret / kann von dem Magistrat zu der Hoch-löblichen Regierung / und von dannen zu der Hoch-löblichsten geheimen Stelle appellieren / bei dem Medico ist alles umsonst / dann wann im Kurieren gefehlt / und der Patient gestorben / ihr möchte von dem Galeno zum Paracelso, von diesem zum Hippokratte selbst appellieren / und ein revisionem ad in tegrum begehren / der Prozess bleibt dennoch verloren / und der Patient gestorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.978099822998047} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5624,"date":1719,"orig":"Derohalben/ betrachtet alles wohl/ examinirt euer Gewiſſen/ berathſchlaget gelehrte Beicht-Vaͤter/ ob ihr nicht bißweilen uͤber das fuͤnffte Gebot: non occides, du ſolſt nicht toͤdten/ geſtolpert ſeyd: zu dieſem occides, iſt nicht von noͤthen/ daß man mit bleyernen Kugeln/ Mußquet und Stuͤcken einen Sturm anfaͤnget/ es verrichten ſolches auch wohl die kleinen Pillen in euren Artzney-Buͤchſen: Es braucht hier kein Schieß- Pulver/ thut doch ſolches ein klein wintziges Burgier-Pulver/ ihr habt ja durch das Scammonium (welches etliche Schelmonium wegen ſeiner ſchelmiſchen Art tituliren) ſchon manchen ehrlichen Manne eine gefaͤhrliche Mine gemacht; Es werden ebenfalls keine Spieß und Degen/ weder andere martialiſche Waffen erfordert/ es ſeyn genung die mercurialiſche und antimonialiſche Medicamenten welche ſo viel tauſend empfunden/ und deſtwegen geſtorben ſeyn.","norm":"Derohalben / betrachtet alles wohl / examiniert euer Gewissen / beratschlaget gelehrte Beichtväter / ob ihr nicht bisweilen über das fünfte Gebot: non occides, du sollst nicht töten / gestolpert seid: zu diesem occides, ist nicht vonnöten / dass man mit bleiernen Kugeln / Mußquet und Stücken einen Sturm anfängt / es verrichten solches auch wohl die kleinen Pillen in euren Arznei-Büchsen: Es braucht hier kein Schieß-Pulver / tut doch solches ein klein winziges Burgier-Pulver / ihr habt ja durch das Scammonium (welches etliche Schelmonium wegen seiner schelmischen Art titulieren) schon manchen ehrlichen Manne eine gefährliche Mine gemacht; es werden ebenfalls keine Spieß und Degen / weder andere martialische Waffen erfordert / es sein genug die mercurialische und antimonialische Medikamenten welche so viel tausend empfunden / und destwegen gestorben sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.626200199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5625,"date":1719,"orig":"Die Lacædemonier hatten dieſen Gebrauch/ daß ſie einem jeden Medico einen gewiſſen u. abſonderlichen Freid-Hoff einraͤumeten/ welcher nun am fleißigſten geweſen/ und am erſten ſeine Werckſtatt hatte angefuͤllet/ der bekam die Jaͤhrliche Beſoldung/ und wurde zu einem Stadt-Phyſico auffgenommen; Wann bey unſeren Zeiten noch ſolte ſolche Gewohnheit obſervirt werden/ ſo wuͤrden wenig gradirte Medici zur Beſtallung gelangen/ und muͤſten die meiſten Phyſicats-Stellen mit Affen verſehen ſeyn/ weilen dieſe die Freit-Hoͤfe gar zu fleißig bauen/ und reichlich allenthalben anfuͤllen; dieſes aber ſoll keine Suͤnde ſeyn?","norm":"Die Lacaedemonier hatten diesen Gebrauch / dass sie einem jeden Medico einen gewissen u. absonderlichen Freid-Hoff einräumten / welcher nun am fleißigsten gewesen / und am ersten seine Werkstatt hatte angefüllt / der bekam die jährliche Besoldung / und wurde zu einem Stadtphysico aufgenommen; wann bei unseren Zeiten noch sollte solche Gewohnheit observiert werden / so würden wenig gradierte Medici zur Bestallung gelangen / und müssten die meisten Physicats-Stellen mit Affen versehen sein / weilen diese die Freithöfe gar zu fleißig bauen / und reichlich allenthalben anfüllen; dieses aber soll keine Sünde sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.737500190734863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5626,"date":1719,"orig":"Es entſchuldigen ſich aber ſolche Artzney- Affen und ſagen/ ſie verlangen keinen umbzubringen/ daß aber die Kranckheit nicht allezeit wohl ausſchlaͤgt/ koͤnnen ſie nicht dafuͤr/ ja weil dieſe Artzney-Affen haͤuffig unter dem andaͤchtigen Weiber-Geſchlechte/ und eyfferigen Bet- Schweſtern zu finden/ ſo geben ſie in groͤſter Heiligkeit vor/ daß ſie ſich uͤber die arme Krancke erbarmen/ und curiren umb GOttes-Willen.","norm":"Es entschuldigen sich aber solche Artzney-Affen und sagen / sie verlangen keinen umzubringen / dass aber die Krankheit nicht allezeit wohl ausschlägt / können sie nicht dafür / ja weil diese Arzneiaffen häufig unter dem andächtigen Weiber-Geschlecht / und eifrigen Bet-Schwestern zu finden / so geben sie in größter Heiligkeit vor / dass sie sich über die arme Kranke erbarmen / und kurieren um Gotteswillen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.352700233459473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5627,"date":1719,"orig":"Jch antworte daß dieſes nichts anders heiſſe/ als umb GOttes-Willen die Leuthe umbringen: die Medicamenten richten ſich nicht nach eueren Verlangen/ ſondern ſie operiren nach ihrer Natur/ wie ſie ihnen von GOtt iſt eingepflantzet worden/ wann nun ſolche zur untauglichen Zeit in gefaͤhrlichen Zuſtaͤnden gegeben werden/ ſo toͤdten ſie die Leuthe/ ob ſchon ihr ſolches niemahls vermeynt/ und verlanget habt.","norm":"Ich antworte dass dieses nichts anders heiße / als um Gotteswillen die Leute umbringen: Die Medikamenten richten sich nicht nach eueren Verlangen / sondern sie operieren nach ihrer Natur / wie sie ihnen von Gott ist eingepflanzt worden / wann nun solche zur untauglichen Zeit in gefährlichen Zuständen gegeben werden / so töten sie die Leute / ob schon ihr solches niemals vermeint / und verlanget habt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.470799922943115} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5628,"date":1719,"orig":"Was aber euer Erbarmen betrifft/ ſo iſt zu wiſſen/ daß die Medici ebenfalls den Armen treuhertzig beyſpringen/ ſie verlangen ſo wohl als ihr in Himmel zu kommen/ der Himmel iſt nicht allein fuͤr euch barmhertzige und andaͤchtige Artzney-Affen gebaut/ es gehoͤren andere ehrliche Leuthe auch hinauff; die Medici ob ſchon ſie mit Purgier-und Clyſtir-Verſchreiben umbgehen/ ſo leſen ſie neben dem Galeno gleichwohl das Heilige Evangelium/ allwo die ewige Wahrheit verſprochen einen kalten Trunck Waſſer hundertfaͤltig zu belohnen/ der den Armen in Chriſti Namen iſt gegeben worden; weilen nun die Armen/ Chriſti Bruͤder genennt werden/ und was man ihnen thut/ ſoll unſerem Erloͤſer ſelbſten gethan ſeyn; Ey ſo wird hoffentlich kein Chriſtlicher Medicus eine ſo unbarmhertzige Natur haben/ welcher ſich umb ſolche arme verlaſſene Krancke nicht ſolte eyfferigſt annehmen/ weiß man doch wohl/ daß auch der Heydniſche Hippocrates ſchon vor 2000.","norm":"Was aber euer Erbarmen betrifft / so ist zu wissen / dass die Medici ebenfalls den Armen treuherzig beispringen / sie verlangen so wohl als ihr in Himmel zu kommen / der Himmel ist nicht allein für euch barmherzige und andächtige Arzneiaffen gebaut / es gehören andere ehrliche Leute auch hinauf; die Medici ob schon sie mit Purgier- und Clystir-Verschreiben umgehen / so lesen sie neben dem Galeno gleichwohl das Heilige Evangelium / wo die ewige Wahrheit versprochen einen kalten Trunk Wasser hundertfältig zu belohnen / der den Armen in Christi Namen ist gegeben worden; weilen nun die Armen / Christi Brüder genannt werden / und was man ihnen tut / soll unserem Erlöser selbst getan sein; Ei so wird hoffentlich kein Christlicher Medikus eine so unbarmherzige Natur haben / welcher sich um solche arme verlassene Kranke nicht sollte eifrigst annehmen / weiß man doch wohl / dass auch der Heidnische Hippokrates schon vor 2000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.075200080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5629,"date":1719,"orig":"Jahren uns allen ein ſcharffes Geboth gegeben/ daß man ſo wohl den Armen/ als den Reichen mit den beſten Mitteln ſolle behuͤlfflich ſeyn/ wofern wir ein eintziges Gluͤck in Curiren haben wollen.","norm":"Jahren uns allen ein scharfes Gebot gegeben / dass man so wohl den Armen / als den Reichen mit den besten Mitteln solle behilflich sein / sofern wir ein einziges Glück in Kurieren haben wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22599983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5630,"date":1719,"orig":"Jm uͤbrigen iſt auch ohne dieß bekandt/ daß die Medici mit Bethen und Allmoſen-Geben nicht allezeit koͤnnen beſchaͤfftiget ſeyn/ ſondern ſie muͤſſen ihnen die himmliſche Cron bey den armen Krancken vergroͤſſeren/ dann das uͤbrige Bethen verhindern die haͤuffige Patienten/ und das Buͤcher-leſen; das Allmoſen-geben aber die liebe Armuth; Man ſagt zwar/ daß den Medicis an Geld nicht mangle/ wird auch mit Galeno bekraͤfftiget/ welcher des Boëtii Ehefrau curirt/ und wegen einer eintzigen Cur 400. Stuͤck Gold-Muͤntze/ welche nach Mindereri Meynung 1300.","norm":"Im Übrigen ist auch ohne dies bekannt / dass die Medici mit beten und Almosengeben nicht allezeit können beschäftigt sein / sondern sie müssen ihnen die himmlische Krone bei den armen Kranken vergrößern / dann das Übrige beten verhindern die häufige Patienten / und das Bücherlesen; das Almosen-Geben aber die liebe Armut; man sagt zwar / dass den Medicis an Geld nicht mangle / wird auch mit Galeno bekräftiget / welcher des Boëtii Ehefrau kuriert / und wegen einer einzigen Kur 400. Stück Goldmüntze / welche nach Minderere Meinung 1300.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.567500114440918} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5631,"date":1719,"orig":"Gold-Cronen machen/ zur Verehrung empfangen/ dahero nachmahls das Sprich-Wort entſtanden: dat Galenus opes, Galenus giebt Reichthumb/ aber das war vor Zeiten Anno 3. und damahls als der Medicus Podalirius lebte/ welcher die ſchoͤne Koͤnigliche Printzeßin Syrna an einem Fall curirte/ deme darnach wegen ſo gluͤcklicher Cur von dem Koͤnig Dametho gedachte Printzeßin/ ſammt einer groſſen Landſchafft zur Ehe gegeben war/ wie bey Herodoto zu leſen.","norm":"Goldkronen machen / zur Verehrung empfangen / daher nachmals das Sprichwort entstanden: das Geolenis opes, Geolenis gibt Reichtum / aber das war vor Zeiten Anno 3. und damals als der Medikus Podalirius lebte / welcher die schöne königliche Prinzessin Syrna an einem Fall kurierte / dem danach wegen so glücklicher Kur von dem König Dametho gedachte Prinzessin / samt einer großen Landschaft zur Ehe gegeben war / wie bei Herodoto zu lesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.126999855041504} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5632,"date":1719,"orig":"Dat Galenus opes, Galenus bringt Reichthumb/ hat es auch geheiſſen zur Zeit Pabſt Honorii, welcher den beruͤhmten Medicum Thadeum lieſſe von Florentz nacher Rom beruffen/ und ihm taͤglich 100. Ducaten Lieffer-Geld/ nach gluͤcklich vollendeter Cur aber 10000. zur Verehrung geben/ wie Volateranus ſchreibet.","norm":"Das Geolenis opes, Geolenis bringt Reichtum / hat es auch geheißen zur Zeit Papst Honorii, welcher den berühmten Medicum Thadeum ließe von Florentz nachher Rom berufen / und ihm täglich 100. Dukaten Liefer-Geld / nach glücklich vollendeter Kur aber 10000. zur Verehrung geben / wie Volateranus schreibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.830699920654297} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5633,"date":1719,"orig":"Jtem/ es hat gelautet: dat Galenus opes, als der Hoch-erfahrne Doctor Garcias ab horto lebte/ welcher von einem Jndianiſchen Koͤnig Nyſſa Maluco Jaͤhrlich 40000.","norm":"Item / es hat gelautet: das Geolenis opes, als der Hocherfahrene Doktor Garcias ab horto lebte / welcher von einem indianischen König Nisse Maluco jährlich 40000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.363999843597412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5634,"date":1719,"orig":"Parados das iſt 40000.","norm":"Parados das ist 40000.","lang_fastText":"gl","lang_py3langid":"pt","lang_cld3":"pt","lang_de":0,"norm_lmscore":6.8850998878479} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5635,"date":1719,"orig":"Reichs- Thaler Beſtallung bekommen wie a Caſtro bezeiget.","norm":"Reichs-Taler Bestallung bekommen wie a Castro bezeigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.674099922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5636,"date":1719,"orig":"Dieſes muͤſſen edle Purgier und Clyſtier geweſen ſeyn/ die dem Medico ſo wohl operirt, waͤre nur eine Abſchrifft darvon zu wuͤntſchen; bey unſeren Zeiten handelt man etwas bedachtſamer/ und wird einer lange Zeit ja faſt ein Platoniſches Jahr purgieren und clyſtiren koͤnnen ehe er eine ſolche Summa Geld zuſammen purgirt:","norm":"Dieses müssen edle Purgier und Klistier gewesen sein / die dem Medico so wohl operiert, wäre nur eine Abschrift davon zu wünschen; bei unseren Zeiten handelt man etwas bedachtsamer / und wird einer lange Zeit ja fast ein platonisches Jahr purgieren und klistieren können ehe er eine solche Summa Geld zusammen purgiert:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.471499919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5637,"date":1719,"orig":"Jn hieſigen Laͤndern beſtehet alles in einer Diſcretion, und Einſtellung/ dann etliche ſtellen ſich zwar wohl ein/ manche aber herentgegen ſehr ſchlecht/ viel noch ſchlechter/ bißweilen auch etliche ſchlechtiſſimè, mit einem Wort/ es giebt diſcrete und undiſcrete Diſcretionen, welche man koͤnte in unterſchiedliche Sorten ſetzen/ gleich wie die Aſtronomi die Stern in primæ, ſecundæ, tertiæ, & quartæ magnitudinis claſſes pflegen auszutheilen; Kuͤchen-Regalien bezahlen auch die Muͤhewaltung/ daß man ſagen koͤnte:","norm":"In hiesigen Ländern bestehet alles in einer Diskretion, und Einstellung / dann etliche stellen sich zwar wohl ein / manche aber herentgegne sehr schlecht / viel noch schlechter / bisweilen auch etliche schlechtissime, mit einem Wort / es gibt discrete und undiskrete Diskretionen, welche man könnte in unterschiedliche Sorten setzen / gleich wie die Astronomi die Stern in primae, secundae, tertiae, & quartae magnitudinis Klassen pflegen auszuteilen; Küchen-Regalien bezahlen auch die Mühewaltung / dass man sagen könnte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717599868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5638,"date":1719,"orig":"Dat Galenus oves, porcellos atque capones, Sæpè locò argenti poma vel ova dedit.","norm":"Das Galenus oves, porcellos atque capones, Saepe loco argenti poma vel ova dedit.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"oc","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.505199909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5639,"date":1719,"orig":"Offtermahls heißt es/ wie der Thebaniſche Crates geſagt: ponito coquo minas decem, Medico drachmam, Philoſopho triobulum, & Scorto talentum:","norm":"Offtermahls heißt es / wie der Thebanische Crates gesagt: ponito coquo minas decem, Medico drachmam, Philosopho triobulum, & Scorto talentum:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.617000102996826} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5640,"date":1719,"orig":"Das iſt: ſetze in die Rechnung fuͤr den Koch 10. miras oder 100. Cronen/ dem Medico einen Schilling/ dem Philoſopho drey Heller/ den liederlichen und geilen Metzen aber ein Talent, das iſt 600. Cronen; fuͤrwahr eine ſchoͤne Austheilung.","norm":"Das ist: setze in die Rechnung für den Koch 10. miras oder 100. Kronen / dem Medico einen Schilling / dem Philosopho drei Heller / den liederlichen und geilen Metzen aber ein Talent, das ist 600. Kronen; fürwahr eine schöne Austeilung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.887199878692627} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5641,"date":1719,"orig":"Alſo wird der Medicus hoffentlich wegen des Allmoſen-Gebens/ bey GOtt in Anſehung ſolcher Einſtellung entſchuldiget ſeyn/ ſich aber herentgegen embſiger der armen Krancken annehmen/ und den Lohn in jener Welt erwarten.","norm":"Also wird der Medikus hoffentlich wegen des Almosen-Gebens / bei Gott in Ansehung solcher Einstellung entschuldiget sein / sich aber herentgegne emsiger der armen Kranken annehmen / und den Lohn in jener Welt erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.935500144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5642,"date":1719,"orig":"Aber auf mein Vorhaben wiederumb zu kommen/ ſo werden nicht allein in Geiſtlichen ſondern auch im Weltlichen Rechte ſolche Artzney-Affen abgeſchaffet/ indem Kaͤyſer Carl der fuͤnffte in ſeiner peinlichen Halß-Gericht-Ordnung-Articul 134. ein Geſetz gegeben; daß diejenigen/ ſo nicht die Medicin aus dem Grund gelernet haben/ und gleichwohl ſich unterſtehen den Krancken ihre Sachen einzugeben/ auch viel darmit hinrichten/ ſcharff ſollen geſtrafft werden/ desgleichen werden auch ſolche ſchaͤdliche Affen-Curen von allen Lands-Fuͤrſten an einem jeden Orth hoͤchſt verbothen/ aber wie offt geſchicht/ daß ſolches Verboth ohne eintzige Straffe uͤbertreten wird; zu verwundern iſts ſich nur/ daß man die Stoͤhrer/ und nicht rechtmaͤßig ausgelernte Schneider/ Schuſter/ und andere Handwercker ſo ſehr verfolget/ und herentgegen die Artzney-Stimpler ſammt allen unnuͤtzen Schnader-Buͤchſen/ und faullentzenden Stuben-Sitzerin offtermahls ungehindert practiciren laͤßt/ da dieſe doch nicht ein Kleid/ ſondern den Menſchlichen Leib/ ein ſchoͤnes Meiſter-Stuͤck GOttes/ verpfuſchen/ und ins Verderben bringen.","norm":"Aber auf mein Vorhaben wiederum zu kommen / so werden nicht allein in Geistlichen sondern auch im weltlichen Rechte solche Arzneiaffen abgeschafft / indem Kaiser Carl der fünfte in seiner peinlichen Halß-Gericht-Ordnung-Articul 134. ein Gesetz gegeben; dass diejenigen / so nicht die Medizin aus dem Grund gelernt haben / und gleichwohl sich unterstehen den Kranken ihre Sachen einzugeben / auch viel damit hinrichten / scharf sollen gestraft werden / desgleichen werden auch solche schädliche Affenkuren von allen Landesfürsten an einem jeden Ort höchst verboten / aber wie oft geschieht / dass solches Verbot ohne einzige Strafe übertreten wird; zu verwundern ist es sich nur / dass man die Störer / und nicht rechtmäßig ausgelernte Schneider / Schuster / und andere Handwerker so sehr verfolget / und herentgegne die Artzney-Stimpler samt allen unnützen Schnader-Büchsen / und faullenzenden Stuben-Sitzerin öftermals ungehindert praktizieren lässt / da diese doch nicht ein Kleid / sondern den menschlichen Leib / ein schönes Meisterstück Gottes / verpfuschen / und ins Verderben bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.525599956512451} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5643,"date":1719,"orig":"Alexander der Groſſe/ hielte eine ſo ſcharffe Kriegs-Ordnung/ daß er auch einen von ſeinen Soldaten/ der wider den Koͤniglichen Befehl einen Hirſchen erſchoſſen/ alſobald hat laſſen umbs Leben bringen.","norm":"Alexander der Große / hielte eine so scharfe Kriegsordnung / dass er auch einen von seinen Soldaten / der wider den königlichen Befehl einen Hirschen erschossen / alsobald hat lassen ums Leben bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.550600051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5644,"date":1719,"orig":"Wie mancher Mußquetier ebenfalls im Kriege hat ſein Leben am Strick enden muͤſſen der etwan wider des Generals Geboth kaum eine Henne oder Ganß erſchlagen/ oder ſonſt was geringes entfrembdet; und was wolte ein Hirſch/ Henne oder Ganß gegen einem Menſchen ſeyn/ der ein Ebenbild GOttes/ eine Wohnung des Heiligen Geiſtes/ und ein Regente uͤber alle Creaturen der gantzen Welt iſt:","norm":"Wie mancher Mußquetier ebenfalls im Kriege hat sein Leben am Strick enden müssen der etwan wider des Generals Gebot kaum eine Henne oder Gans erschlagen / oder sonst was Geringes entfremdet; und was wollte ein Hirsch / Henne oder Gans gegen einem Menschen sein / der ein Ebenbild Gottes / eine Wohnung des Heiligen Geistes / und ein Regente über alle Kreaturen der ganzen Welt ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.500100135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5645,"date":1719,"orig":"dennoch aber muß ein Henn-und Hirſch-Moͤrder das Leben laſſen/ und ein Menſchen-Moͤrder ſoll ungeſtrafft bleiben.","norm":"dennoch aber muss ein Henn-und Hirsch-Mörder das Leben lassen / und ein Menschenmörder soll ungestrafft bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.010799884796143} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5646,"date":1719,"orig":"Cambyſes Koͤnig in Perſien hatte einen Richter/ Nahmens Siſamnes, dieſer gienge mit der Gerechtigkeit ſo ſubtil umb/ als mit einem edlen Kleinod/ zeigete ſelbige nur den vornehmen Hoff-Herren/ und muſte der gemeine Mann viel guldene Lichter anzuͤnden/ wann er ſie nur koͤnte von fern erblicken/ unmoͤglich aber war es den Armen ſelbige zu uͤberkommen; mit einem Wort/ wer nicht balſamirt/ hatte einen abgeſchmackten Proceß.","norm":"Cambyses König in Persien hatte einen Richter / namens Sisamnes, dieser ginge mit der Gerechtigkeit so subtil um / als mit einem edlen Kleinod / zeigte selbige nur den vornehmen Hoffherren / und musste der gemeine Mann viel güldene Lichter anzünden / wann er sie nur könnte von fern erblicken / unmöglich aber war es den Armen selbige zu überkommen; mit einem Wort / wer nicht balsamiert / hatte einen abgeschmackten Prozess.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.062699794769287} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5647,"date":1719,"orig":"Als nun Cambyſes ſolches erfahren/ hat er dieſen ungerechten Urtheil- Sprecher/ lebendig ſchinden/ und deſſen Haut uͤber den Richter-Stuhl ſpannen laſſen/ nachmahls aber darunter ſeinen Sohn zu einem neuen Richter eingeſetzet/ mit ernſthafften Befehl/ er ſolte unter dieſen vaͤterlichen Futeral die Gerechtigkeit beſſer verwalten/ wofern er dergleichen Recompens auch nicht erwarten wolte; Ungeachtet nun dieſes Tribunal aͤrger als eine Schinder-Gruben geſtuncken/ ſo iſt doch das rechte Recht nachmahlen ſo gemein/ und ſpott wohlfeil worden/ daß es auch die armen Wittwen und Waͤyſen ohne eintziges ſpendiren haben erhalten koͤnnen.","norm":"Als nun Cambyses solches erfahren / hat er diesen ungerechten Urtheil-Sprecher / lebendig schinden / und dessen Haut über den Richterstuhl spannen lassen / nachmals aber darunter seinen Sohn zu einem neuen Richter eingesetzt / mit ernsthaften Befehl / er sollte unter diesen väterlichen Futteral die Gerechtigkeit besser verwalten / sofern er dergleichen Rekompens auch nicht erwarten wollte; ungeachtet nun dieses Tribunal ärger als eine Schindergruben gestunken / so ist doch das rechte Recht nachmals so gemein / und Spott wohlfeil worden / dass es auch die armen Witwen und Waisen ohne einziges spendieren haben erhalten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617800235748291} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5648,"date":1719,"orig":"Solte man bey jetzigen Zeiten dem Cambyſe nachfolgen/ und einem alten Artzney-Affen/ der durch ſeine ſchaͤdliche Medicamenten viel tauſend umbs Leben gebracht/ den Balck uͤber die Ohren ziehen/ ſelbigen an dem lichten Galgen hencken/ oder wie die Bauren die Wolffs-Haͤute allenthalben herumb tragen/ was gilts die kleinen Affen wuͤrden bey dieſem Affen-Spiel guſchen/ es wuͤrde ihnen gewißlich der Purgier-und Clyſtir-Appetit vergehen/ wie den Bauern das Fleiſch-Eſſen:","norm":"Sollte man bei jetzigen Zeiten dem Cambyse nachfolgen / und einem alten Arzneiaffen / der durch seine schädliche Medikamenten viel tausend ums Leben gebracht / den Balg über die Ohren ziehen / selbigen an dem lichten Galgen henken / oder wie die Bauern die Wolfs-Häute allenthalben herumtragen / was gilt es die kleinen Affen würden bei diesem Affenspiel Geuschen / es würde ihnen gewisslich der Purgier- und Clystir-Appetit vergehen / wie den Bauern das Fleischessen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.575200080871582} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5649,"date":1719,"orig":"Jch will einen jeden verſichert haben/ daß die meiſten Aeffin/ an Statt der Kraͤuter-Buͤcher wuͤrden die Spinn-Raͤdlein in die Hand nehmen/ oder bey dem Koch-Loͤffel und Nehe-Kaͤſtlein verbleiben/ darzu ſie von GOTT und der Natur ſeyn beruffen worden.","norm":"Ich will einen jeden versichert haben / dass die meisten Äffin / an Statt der Kräuterbücher würden die Spinn-Rädlein in die Hand nehmen / oder bei dem Kochlöffel und Nähe-Kästlein verbleiben / dazu sie von GOTT und der Natur sein Berufen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.69350004196167} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5650,"date":1719,"orig":"Camerarius erzehlt von einem Chymiſchen Affen/ welcher ſeine Medicamenten einem vornehmen Patienten auf das beſte thaͤte einſchwatzen mit Vermelden/ daß alle Apotheckiſche Mittel dieſen Zuſtand nicht werden curiren koͤnnen; Die Galeniſchen Sirup-Schmide/ ſagte er/ koͤnnen nichts als Purgieren/ Clyſtiren/ und Aderlaſſen/ ihre groſſe Purgier-Traͤncke ſeyn ſo angenehm/ daß man ſich ſchon will uͤberbrechen/ ehe ſie in Magen kommen:","norm":"Camerarius erzählt von einem chemischen Affen / welcher seine Medikamenten einem vornehmen Patienten auf das beste täte einschwatzen mit Vermelden / dass alle Apotheckische Mittel diesen Zustand nicht werden kurieren können; die Galenischen Sirup-Schmiede / sagte er / können nichts als Purgieren / Klistieren / und Aderlassen / ihre große Purgiertränke sein so angenehm / dass man sich schon will überbrechen / ehe sie in Magen kommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.730000019073486} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5651,"date":1719,"orig":"Herentgegen verſichere er den Patienten daß er mit einem eintzigen Chymiſchen Brech-Puͤlverlein will die Kranckheit ſammt Putz und Stiel auf einmahl vertreiben.","norm":"Herentgegen versichere er den Patienten dass er mit einem einzigen Chemischen Brechpülverlein will die Krankheit samt Putz und Stiel auf einmal vertreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.750500202178955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5652,"date":1719,"orig":"Der Krancke laͤßt ſich uͤberreden/ folgt endlich/ doch mit dieſer Condition, daß der Ehr- und Lehr-beduͤrfftige Doctor ſelbſten ſolches an ihm probiren ſolle; Er gehorſamet auch/ nehmen beyde das Puͤlverlein in gleichem Gewicht ein/ empfinden bald darauff die Operation, und machen ſolche haͤuffige Sau-Conſerten, daß ſie in etlichen Stunden ſchon zum ſuſpiriren kommen/ und beyde zugleich an dieſer Sau-Muſic/ oder uncurirlichen Uberbrechen geſtorben ſeyn.","norm":"Der Kranke lässt sich überreden / folgt endlich / doch mit dieser Kondition, dass der Ehr- und Lehr-bedürftige Doktor selbst solches an ihm probieren solle; er Gehorsammet auch / nehmen beide das Pülverlein in gleichem Gewicht ein / empfinden bald darauf die Operation, und machen solche häufige Sau-Conserten, dass sie in etlichen Stunden schon zum suspiriren kommen / und beide zugleich an dieser Saumusic / oder uncurirlichen Überbrechen gestorben sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.007400035858154} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5653,"date":1719,"orig":"Solte man bißweilen mit den jetzigen Artzney-Affen auch auf gleiche Weiß verfahren und ihre biß an Himmel erhebte Medicamenten an ihnen ſelbſten probiren laſſen/ ich wolte wetten mancher Kleinglaͤubige wuͤrde ihnen nicht nachfolgen/ und viel tauſend ſolten noch bey dem Leben ſeyn/ die nunmehro in der kalten Erde ruhen/ aber heutiges Tages ſeyn die Artzney-Affen viel geſcheidter/ ſie ſchuͤtteln den Kopff darzu/ und wollen ihre eigene Hand zu keinem Probir-Stein machen.","norm":"Sollte man bisweilen mit den jetzigen Arzneiaffen auch auf gleiche Weiß verfahren und ihre bis an Himmel erhebt Medikamenten an ihnen selbst probieren lassen / ich wollte wetten mancher Kleingläubige würde ihnen nicht nachfolgen / und viel tausend sollten noch bei dem Leben sein / die nunmehr in der kalten Erde ruhen / aber heutiges Tages sein die Arzneiaffen viel gescheiter / sie schütteln den Kopf dazu / und wollen ihre eigene Hand zu keinem Probirstein machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.145400047302246} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5654,"date":1719,"orig":"Jch habe vor etlichen Monathen eine ſolche Hoch-erfahrne Aeffin/ und gern ſeynwollende Doctorin in meiner Cur gehabt/ als ich ihr aber vorgehalten/ warumb ſie mich beruffet/ da ſie doch ſelbſten wuͤſte mit herrlichen Medicamenten umbzugehen/ und viel curirt haͤtte/ da erhielte ich zur Antwort/ daß ſie zwar vielen koͤſtliche Artzney gegeben aber bey ihr moͤchte ſie es nicht wagen; Jch fragte weiter umb deſſen Urſach/ bekame aber keine andere/ als daß ſie ſich fuͤrchte es moͤchte ihr ſchaden/ derohalben ſie lieber meinem Rath folgen wolte.","norm":"Ich habe vor etlichen Monaten eine solche Hocherfahrene Äffin / und gern seinwollende Doktorin in meiner Kur gehabt / als ich ihr aber vorgehalten / warum sie mich beruft / da sie doch selbst wüsste mit herrlichen Medikamenten umzugehen / und viel kuriert hätte / da erhielte ich zur Antwort / dass sie zwar vielen köstliche Arznei gegeben aber bei ihr möchte sie es nicht wagen; Ich fragte weiter um dessen Ursache / bekam aber keine andere / als dass sie sich fürchte es möchte ihr schaden / derohalben sie lieber meinem Rat folgen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.237400054931641} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5655,"date":1719,"orig":"Jch ermahnete ferner dieſe Clyſtir-verſtaͤndige Sybillam auf jene Chriſtliche Lehr/ quod tibi non vis fieri, alteri ne feceris, daß ſie es bey andern auch nicht wagen ſollte/ wann ſie ſolches bey ihr ſelbſtẽ zu wagen ein Bedencken truͤge/ indem/ dem Naͤchſten ſein Leben ſo lieb iſt als mir das meinige.","norm":"Ich ermahnte ferner diese Clystir-verständige Sybillam auf jene christliche Lehre / quod tibi non vis fieri, alteri ne feceris, dass sie es bei anderen auch nicht wagen sollte / wann sie solches bei ihr selbsten zu wagen ein Bedenken trüge / indem / dem Nächsten sein Leben so lieb ist als mir das meinige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.557199954986572} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5656,"date":1719,"orig":"Solche Aertztin kom̃en mir fuͤr/ wie jener Aff bey einem Roͤmiſchen Cardinal, dann als dieſer geſehen/ daß die Bediente im Feuer Kaſten braten/ hat er ihnen auch nachgefolget/ als er aber die heiſſen Kaſten ſolte aus den Kohlen ziehen/ wolte er ſeine Tatzen nicht verbrennen/ ertappete derohalben die Katze/ und kratzet mit der Katzen Fuͤſſen ſein Mittagmahl aus den gluͤhenden Kohlen/ in guter Meynung daß ers nicht empfinde/ wann gleich die Katze ihre Fuͤſſe darbey einbuͤſſet.","norm":"Solche Ärztin kommen mir für / wie jener Affe bei einem römischen Kardinal, dann als dieser gesehen / dass die Bediente im Feuer Kasten braten / hat er ihnen auch nachgefolgt / als er aber die heißen Kasten sollte aus den Kohlen ziehen / wollte er seine Tatzen nicht verbrennen / ertappte derohalben die Katze / und kratzet mit der Katzen Füßen sein Mittagmahl aus den glühenden Kohlen / in guter Meinung dass er es nicht empfinde / wann gleich die Katze ihre Füße dabei einbüßet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.495100021362305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5657,"date":1719,"orig":"Das heiſſet auch/ aus anderer Leder iſt gut Riemen ſchneiden/ ſeyd aber verſichert meine liebe Artzney-Affen/ daß alles dieſes nicht Chriſtlich ſey/ maſſen ein jeder Chriſt bey dieſem leben und ſterben ſoll: Was du nicht wilſt/ das dir die Leuthe thun ſollen/ das thue auch keinen andern nicht/ wilſt du nun/ daß man dir keine gefaͤhrliche Medicin zu einer untauglichen Zeit geben ſoll/ ſo muſt du auch ſolche deinem Neben-Chriſten nicht mittheilen/ und ihn ins Verderben bringen.","norm":"Das heißt auch / aus anderer Leder ist gut Riemen schneiden / seid aber versichert meine liebe Arzneiaffen / dass alles dieses nicht christlich sei / maßen ein jeder Christ bei diesem leben und sterben soll: Was du nicht willst / das dir die Leute tun sollen / das tue auch keinen anderen nicht / willst du nun / dass man dir keine gefährliche Medizin zu einer untauglichen Zeit geben soll / so musst du auch solche deinem Nebenchristen nicht mitteilen / und ihn ins Verderben bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.150899887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5658,"date":1719,"orig":"Jch will nun gemach zum Ende ſchreiten/ kan mir auch einbilden/ daß meine wohl-meynende Vermahnungen bey vielen wenig/ oder gar nichts wircken werden/ dann wer ſchon viel Jahr mit dergleichen Curen umbgegangen/ der wird ihm den Clyſtir-und Purgier-Habit ſo bald nicht nehmen laſſen/ ja mancher Artzney-Aff iſt beyneben noch bereit einen jeden ſeine Kunſt zu lehren/ und wofern er etwan ein Recept zu einem Purgier-Pulver weiß/ ſo druckt es ihn umbs Hertz/ und waͤre vonnoͤthen/ daß man es an allen Gaſſen lieſſe mit Drummeln und Pfeiffen ausruffen/ oder in oͤffentlichen Druck geben/ damit die Nach-Welt eines ſo groſſen Kunſt- Stuͤcks nicht ſolte beraubet werden.","norm":"Ich will nun gemach zum Ende schreiten / kann mir auch einbilden / dass meine wohlmeinende Vermahnungen bei vielen wenig / oder gar nichts wirken werden / dann wer schon viel Jahr mit dergleichen Kuren umgegangen / der wird ihm den Clystir- und Purgier-Habit so bald nicht nehmen lassen / ja mancher Arzneiaffe ist beineben noch bereit einen jeden seine Kunst zu lehren / und sofern er etwan ein Rezept zu einem Purgierpulver weiß / so druckt es ihn ums Herz / und wäre vonnöten / dass man es an allen Gassen ließe mit Drummeln und Pfeifen ausrufen / oder in öffentlichen Druck geben / damit die Nachwelt eines so großen Kunst-Stücks nicht sollte beraubet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.01609992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5659,"date":1719,"orig":"Aber meine liebſte Artzney-Affen/ ein Manna- Traͤncklein iſt eine linde Purgation, doch erzehlet Maranta, daß eine vornehme Dame deſtwegen geſtorben/ weil ſie es zu unrechter Zeit genommen/ das laxirende Roſen Saͤfftlein/ und die Caſſia ſeyn nicht ſtarcke Sachen/ gleichwohl ſchreibt Alexander Benedictus, daß von dieſer ein Mann/ von jenen aber ein Weib ebenfalls das Leben eingebuͤſſet.","norm":"Aber meine liebste Arzneiaffen / ein Manna-Tränklein ist eine linde Purgation, doch erzählt Maranta, dass eine vornehme Dame destwegen gestorben / weil sie es zu Unrechter Zeit genommen / das laxierende Rosen Säftlein / und die Cassia sein nicht starke Sachen / gleichwohl schreibt Alexander Benedictus, dass von dieser ein Mann / von jenen aber ein Weib ebenfalls das Leben eingebüßt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.153600215911865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5660,"date":1719,"orig":"Aderlaſſen iſt auch keine Kunſt/ doch wie vielen iſt die Seel mit dem Blut durch das Loͤchelein gewiſchet/ die vielleicht noch heutiges Tages lebten/ wann ſie nicht Ader gelaſſen haͤtten/ derohalben/ wann ihr ja den Krancken euere Sachen wolt einſchwatzen/ ob ſchon ihr vermeynt zwey Salomon im Kopff zu haben/ examinirt dennoch vorhero wohl die Kranckheit ſammt allen Umbſtaͤnden und Urſachen/ betrachtet den Urin und Pulß/ wie ſie ſich von Tag zu Tag veraͤndern/ und wie die innerlichen Glieder beſchaffen ſeyn; Gebt Achtung auf die Kraͤffte/ auf die Lebens-und Sinn-Geiſter/ ob ſelbige reſolvirt oder ſupprimirt worden/ dann wann alles dieſes nicht auffs genaueſte examinirt wird/ ſo verſichere ich euch/ daß ihr euere Medicamenten nicht koͤnt ohne Suͤnde eingeben/ dann dieſes uͤble Wiſſen beflecket euer Gewiſſen und werdet heunt oder Morgen dem allwiſſenden GOtt ſcharffe Rechenſchafft darvon geben muͤſſen.","norm":"Aderlassen ist auch keine Kunst / doch wie vielen ist die Seele mit dem Blut durch das Löchlein gewischt / die vielleicht noch heutiges Tages lebten / wann sie nicht Ader gelassen hätten / derohalben / wann ihr ja den Kranken eure Sachen wollt einschwatzen / ob schon ihr vermeint zwei Salomon im Kopf zu haben / examiniert dennoch vorher wohl die Krankheit samt allen Umständen und Ursachen / betrachtet den Urin und Puls / wie sie sich von Tag zu Tag verändern / und wie die innerlichen Glieder beschaffen sein; gebt Achtung auf die Kräfte / auf die Lebens- und Sinn-Geister / ob selbige resolviert oder supprimiert worden / dann wann alles dieses nicht aufs genaueste examiniert wird / so versichere ich euch / dass ihr eure Medikamenten nicht könnt ohne Sünde eingeben / dann dieses üble Wissen beflecket euer Gewissen und werdet heute oder Morgen dem allwissenden Gott scharfe Rechenschaft davon geben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.211400032043457} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5661,"date":1719,"orig":"Dieſes iſt nun Hoch-geneigter Leſer meine wenige Meynung von dieſem Allamodiſchen Artzney-Affen/ die ich in aller Eil auff das Pappier gebracht; Jch geſtehe es/ daß ich mich keiner hohen Schreibs-Arth befliſſen/ ſondern die Hiſtorien/ die mir faſt ſelbſten meiſten Theils begegnet/ auf ihre ſeltzame Manier beſchrieben/ ich habe auch wunderliche Gleichniſſe bißweilen darunter gemiſchet/ es mag ſich nun reimen oder nicht reimen/ ſo bleibts gleichwohl wahr/ daß ſich die Allamodiſchen Affen-Curen naͤrriſch anfangen/ und auch naͤrriſche Ausgaͤnge haben; Und was iſt von noͤthen hier hohe Concepten vorzubringen/ maſſen ich nicht im Willens bin/ Hoch-gelehrten Maͤnnern eine Information zu geben/ ſondern mein eintziger Zweck iſt nichts anders/ als daß ich den ohne dieß leichtglaubenden Poͤbel von den ſchaͤdlichen Medicamenten will abhalten.","norm":"Dieses ist nun Hochgeneigter Leser meine wenige Meinung von diesem Alamodischen Arzneiaffen / die ich in aller Eile auf das Papier gebracht; Ich gestehe es / dass ich mich keiner hohen Schriebs-Art beflissen / sondern die Historien / die mir fast selbst meisten Teils begegnet / auf ihre seltsame Manier beschrieben / ich habe auch wunderliche Gleichnisse bisweilen darunter gemischt / es mag sich nun reimen oder nicht reimen / so bleibt es gleichwohl wahr / dass sich die Alamodischen Affenkuren närrisch anfangen / und auch närrische Ausgänge haben; und was ist vonnöten hier hohe Konzepten vorzubringen / maßen ich nicht im Willens bin / Hochgelehrten Männern eine Information zu geben / sondern mein einziger Zweck ist nichts anders / als dass ich den ohne dies leichtglaubenden Pöbel von den schädlichen Medikamenten will abhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236800193786621} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5662,"date":1719,"orig":"Der weiſe Cato lehret/ daß die Narren den Verſtaͤndigen mehr nuͤtzlicher ſeyn/ als die Verſtaͤndigen den Narren/ und giebt die Urſach/ weil ein weiſer aus der Narren Thorheit und Fehler allezeit etwas lernen/ und ſich in dergleichen Begebenheiten huͤten kan: der Narr aber iſt in ſeinem Kopff alſo erhartet/ daß er ſich von der Verſtaͤndigen guten Rath auff keine Weiß will von ſeinem thoͤrichten Vorhaben laſſen abhalten.","norm":"Der weise Cato lehrt / dass die Narren den Verständigen mehr nützlicher sein / als die Verständigen den Narren / und gibt die Ursache / weil ein weiser aus der Narren Torheit und Fehler allezeit etwas lernen / und sich in dergleichen Begebenheiten hüten kann: Der Narr aber ist in seinem Kopf also erharrtet / dass er sich von der Verständigen guten Rat auf keine Weiß will von seinem törichten Vorhaben lassen abhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.027400016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5663,"date":1719,"orig":"Solte ſich nun einer an vielfaͤltigen Mißbrauch ſpieglen/ der handelt als ein Weiſer/ und thut nach meinem Verlangen/ dann der ſich an andere Fehler ſpiegelt/ der hat einen guten Spiegel; die Artzney- Affen ſtellen ſich zwar bißweilen ſo Ehrbahr/ daß ſie ihrer viel fuͤr die beſten Medici halten aber es ſeyn gleichwohl nur Affen.","norm":"Sollte sich nun einer an vielfältigen Missbrauch spiegeln / der handelt als ein Weiser / und tut nach meinem Verlangen / dann der sich an andere Fehler spiegelt / der hat einen guten Spiegel; die Artzney-Affen stellen sich zwar bisweilen so Ehrbar / dass sie ihrer viel für die besten Medici halten aber es sein gleichwohl nur Affen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.034999847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5664,"date":1719,"orig":"Alexander der groſſe Welt-Bezwinger/ als er in Jndien eine groſſe Menge Affen von ferne ſahe/ vermeynte auch es waͤre ein Kriegs-Heer von Menſchen/ marchirte derohalben auf ſie loß/ in Meynung ihnen eine Schlacht zu liefern/ hat aber in der Naͤhe dieſes Affen-Heer geſehen mit groͤſten Gelaͤchter aller ſeiner Soldaten: mit einem Wort/ Affen ſeyn Affen/ ein Weiſer wird ſie gleich in der Naͤhe entſcheiden/ und bey dem Nuß-werffen erkennen koͤnnen.","norm":"Alexander der große Weltbezwinger / als er in Indien eine große Menge Affen von ferne sah / vermeinte auch es wäre ein Kriegs-Heer von Menschen / markierte derohalben auf sie los / in Meinung ihnen eine Schlacht zu liefern / hat aber in der Nähe dieses Affen-Heer gesehen mit größten Gelächter aller seiner Soldaten: mit einem Wort / Affen sein Affen / ein Weiser wird sie gleich in der Nähe entscheiden / und bei dem Nuss-Werfen erkennen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.213500022888184} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5665,"date":1719,"orig":"Aber genug auf dieſes mahl/ ſolte einem oder dem andern meine hier angewendete Muͤhe und Arbeit gefallen/ ſo ſoll der andere Theil von dieſer Materi etwas vollkommener an Tag kommen/ unterdeſſen verbleibts bey dem Alten/ daß alles auf dieſer Welt/ wie auch dieſes Allamodiſches Affen-Geſchmeiß nimmt ſein","norm":"Aber genug auf dieses Mal / sollte einem oder dem anderen meine hier angewendete Mühe und Arbeit gefallen / so soll der andere Teil von dieser Materie etwas vollkommener an Tag kommen / unterdessen verbleibt bei dem Alten / dass alles auf dieser Welt / wie auch dieses Alamodisches Affengeschmeiß nimmt sein","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.834000110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5666,"date":1719,"orig":"ENDE.","norm":"ENDE.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"be","lang_de":0,"norm_lmscore":3.048700094223022} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5667,"date":1719,"orig":"JENA/ Gedruckt bey Paul Ehrichen.","norm":"JENA / Gedruckt bei Paul Ehrichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.665900230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5668,"date":1719,"orig":"INDEX RERVM.","norm":"INDEX RERVM.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sv","lang_de":0,"norm_lmscore":5.320799827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5669,"date":1719,"orig":"Abend-Eſſen iſt gut/ 351 .","norm":"Abend-Essen ist gut / 351.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"ht","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.959700107574463} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5670,"date":1719,"orig":"Aberglaͤubiſch Vornehmen.","norm":"Abergläubisch Vornehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39109992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5671,"date":1719,"orig":"530 .","norm":"530.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.7804999351501465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5672,"date":1719,"orig":"Acetoſella getrocknet koͤmmt dem Jndianiſchen Thee ſehr nah.","norm":"Acetosella getrocknet kommt dem indianischen Tee sehr nah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.156099796295166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5673,"date":1719,"orig":"189 .","norm":"189.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.033999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5674,"date":1719,"orig":"Adeptus in Thoren macht aus 🜄 Wein/ zeiget den Lapid. Philoſ. auf weiß und roth/ curirt auch ſchnell die Gicht. 294 . 338 .","norm":"Adeptus in Toren macht aus 🜄 Wein / zeiget den Lapid. Philos. auf wWeißund rot / kuriert auch schnell die Gicht . 294 . 338.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.527900218963623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5675,"date":1719,"orig":"wahrer wird beſchrieben.","norm":"wahrer wird beschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3678998947143555} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5676,"date":1719,"orig":"340 .","norm":"340.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.749799966812134} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5677,"date":1719,"orig":"Alter/ hohes.","norm":"Alter / hohes.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"en","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.34850025177002} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5678,"date":1719,"orig":"466 . 468 . der Hanacken.","norm":"466 . 468 . der Hanacken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5441999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5679,"date":1719,"orig":"467 .","norm":"467.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.362200021743774} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5680,"date":1719,"orig":"Alkaheſtinus liquor cum u univerſ. imbutus.","norm":"Alkahestinus liquor cum u univers . imbutus.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":8.046500205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5681,"date":1719,"orig":"893 .","norm":"893.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.424400091171264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5682,"date":1719,"orig":"Anſtreich 🜄 beſonders. 145 . 154 .","norm":"Anstreiche 🜄 besonders . 145 . 154.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"cy","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.077499866485596} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5683,"date":1719,"orig":"Antimonii Sulphur balſamicum.","norm":"Antimonii Sulphur balsamicum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.066699981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5684,"date":1719,"orig":"510 .","norm":"510.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.332799911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5685,"date":1719,"orig":"Antimonialiſche Goldt R̅. 344 .","norm":"Antimonialische Gold R . 344.","lang_fastText":"sl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":7.78439998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5686,"date":1719,"orig":"Anethi deſtill. 428 . 429 .","norm":"Anethi destill . 428 . 429.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"gl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.406000137329102} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5687,"date":1719,"orig":"Arthritica.","norm":"Arthritica.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"it","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.466800212860107} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5688,"date":1719,"orig":"185 .","norm":"185.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.118799924850464} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5689,"date":1719,"orig":"Apothecker Ordnung Daͤniſche loͤbl.","norm":"Apotheker Ordnung Dänische löbl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.959799766540527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5690,"date":1719,"orig":"274 .","norm":"274.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.645999908447265} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5691,"date":1719,"orig":"Artzeneyen Ettners. 728 . 930 .","norm":"Arzneien Ettners. 728 . 930.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"fy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.7357001304626465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5692,"date":1719,"orig":"Augen-Mittel. 86 . 353 . 367 . 553 .","norm":"Augenmittel . 86 . 353 . 367 . 553.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.078800201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5693,"date":1719,"orig":"Auralis lana.","norm":"Auralis lana.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"jv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.476799964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5694,"date":1719,"orig":"675 .","norm":"675.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.958099842071533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5695,"date":1719,"orig":"Auri eſſentia ſ.","norm":"Auri essentia s.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"kn","lang_cld3":"gd","lang_de":0,"norm_lmscore":9.116999626159668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5696,"date":1719,"orig":"R̅a. ex electro immaturo.","norm":"Ra . ex electro immaturo.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":6.869999885559082} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5697,"date":1719,"orig":"344 .","norm":"344.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.795799970626831} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5698,"date":1719,"orig":"♁ialiſche. 344 .","norm":"♁ ialische . 344.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"ja","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":7.3927998542785645} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5699,"date":1719,"orig":"Aurum horizontale Helmontii. 41 . 44 .","norm":"Aurum horizontale Helmontii . 41 . 44.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":8.037300109863281} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5700,"date":1719,"orig":"potabile. 342 .","norm":"potabile . 342.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"tr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.961299896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5701,"date":1719,"orig":"Bad (warmes) deſſen Gebrauch. 492 . Diæt dabey.","norm":"Bad (warmes) dessen Gebrauch . 492 . Diät dabei.","lang_fastText":"eb","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":8.068699836730957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5702,"date":1719,"orig":"488 . Verhaltung. 589 . Hitze woher ſie ruͤhre. 588 . 892 . Zeit zum Gebrauch.","norm":"488 . Verhaltung. 589 . Hitze woher sie rühre . 588 . 892 . Zeit zum Gebrauch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.382900238037109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5703,"date":1719,"orig":"501 .","norm":"501.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.778800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5704,"date":1719,"orig":"Bad (warm) Keyſer Carls Situation. 885 . des Brudels Beſchreibung. 888 . fuͤhret eine Stein-werdende Materie. 890 . deſſen Mineraliſche ingredientia. 892 . woher deſſen Hitze. 892 . hat viel Schweffel-Gruben umb ſich. 898 . hat loͤbl.","norm":"Bad (warm) Kaiser Karls Situation . 885 . des Brudels Beschreibung . 888 . führt eine Stein-werdende Materie . 890 . dessen Mineralische ingredientia . 892 . woher dessen Hitze . 892 . hat viel Schwefel-Gruben um sich . 898 . hat löbl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361000061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5705,"date":1719,"orig":"Einwohner.","norm":"Einwohner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.467999935150146} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5706,"date":1719,"orig":"910 . die kuͤnſtl. Arbeit machen.","norm":"910 . die künstl. Arbeit machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.315400123596191} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5707,"date":1719,"orig":"914 . wie es getruncken wird. 915 . wie mit dem Baden zu verfahren. 918 . deſſen Wirckung/ wenn und wozu es nutze.","norm":"914 . wie es getrunken wird . 915 . wie mit dem Baden zu verfahren . 918 . dessen Wirkung / wenn und wozu es nutze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486000061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5708,"date":1719,"orig":"921 . Ordnung im Trincken und Baden. 916 . 917 . 923 . deſſen innerliche und aͤuſſerliche Operation.","norm":"921 . Ordnung im Trinken und Baden . 916 . 917 . 923 . dessen innerliche und äußerliche Operation.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.340099811553955} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5709,"date":1719,"orig":"932 .","norm":"932.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.521500110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5710,"date":1719,"orig":"Hirſchberger.","norm":"Hirschberger.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":3.303900003433227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5711,"date":1719,"orig":"480 .","norm":"480.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.101099967956543} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5712,"date":1719,"orig":"Jm Johanns-Brunn.","norm":"Im Johanns-Brunn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.9268999099731445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5713,"date":1719,"orig":"501 .","norm":"501.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.778800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5714,"date":1719,"orig":"Landecker.","norm":"Landecker.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.441500186920166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5715,"date":1719,"orig":"497 . Egriſcher. 793 . 817 . 820 . und 828 .","norm":"497 . Egrischer. 793 . 817 . 820 . und 828.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.104499816894531} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5716,"date":1719,"orig":"Schoͤnauer (Schweffel) 567 . 584 . 286 .","norm":"Schönauer (Schwefel) 567 . 584 . 286.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.387499809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5717,"date":1719,"orig":"Toͤplizer.","norm":"Töplizer.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.436100006103516} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5718,"date":1719,"orig":"562 .","norm":"562.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.844099998474121} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5719,"date":1719,"orig":"Wolckenſteiner.","norm":"Wolkensteine.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.146999835968018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5720,"date":1719,"orig":"951 .","norm":"951.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.727099895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5721,"date":1719,"orig":"Bad (ohne Noth) iſt ſchaͤdlich.","norm":"Bad (ohne Not) ist schädlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.320499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5722,"date":1719,"orig":"862 .","norm":"862.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.6222000122070312} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5723,"date":1719,"orig":"Balſam (Wund-) Sineſiſcher.","norm":"Balsam (Wund-) Sinesischer.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"el","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.967299938201904} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5724,"date":1719,"orig":"133 .","norm":"133.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.561199903488159} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5725,"date":1719,"orig":"is vulg. hat groſſe Kraͤffte.","norm":"is vulg. hat große Kräffte.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"af","lang_de":0,"norm_lmscore":6.340700149536133} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5726,"date":1719,"orig":"510 .","norm":"510.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.332799911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5727,"date":1719,"orig":"Balſamirung (fluͤſſende.) 213 . 214 .","norm":"Balsamirung (flüssende .) 213 . 214.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"jv","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.224699974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5728,"date":1719,"orig":"Bauer pruͤgelt 6 . Reuter und 1. Corporal.","norm":"Bauer prügelt 6 . Reuter und 1. Korporal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6020002365112305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5729,"date":1719,"orig":"666 .","norm":"666.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.300800085067749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5730,"date":1719,"orig":"Berge (erdachte naͤrriſche) auf der Mutter und Magen.","norm":"Berge (erdachte närrische) auf der Mutter und Magen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.488699913024902} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5731,"date":1719,"orig":"255 .","norm":"255.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.567199945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5732,"date":1719,"orig":"Berg-Seuchen wie ſie entſtehen.","norm":"Berg-Seuchen wie sie entstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.952199935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5733,"date":1719,"orig":"506 .","norm":"506.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.914299964904785} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5734,"date":1719,"orig":"Blattern oder Bocken. 779 . 151 .","norm":"Blattern oder Bocken . 779 . 151.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.770599842071533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5735,"date":1719,"orig":"Blaue Stahl R̅. 549 .","norm":"Blaue Stahl R . 549.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.681099891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5736,"date":1719,"orig":"Bluten der Naſe zu ſtillen.","norm":"Bluten der Nase zu stillen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.116099834442139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5737,"date":1719,"orig":"778 .","norm":"778.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.72189998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5738,"date":1719,"orig":"Beruffen oder Beſchreyen der Kinder. 447 . 450 .","norm":"berufen oder Beschreien der Kinder . 447 . 450.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.595900058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5739,"date":1719,"orig":"Bocken oder Blattern. 151 . 779 .","norm":"Bocken oder Blattern . 151 . 779.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.022299766540527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5740,"date":1719,"orig":"Bouillon rouge de Monſ. de l’ Orme.","norm":"Bouillon rouge de Mons . de l' Orme.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":4.916200160980225} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5741,"date":1719,"orig":"190 .","norm":"190.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.375099897384643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5742,"date":1719,"orig":"Bruͤderſchafft machen.","norm":"Brüderschaft machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.935999870300293} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5743,"date":1719,"orig":"327 .","norm":"327.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.824999809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5744,"date":1719,"orig":"Brunnen Johannis in Boͤhmen.","norm":"Brunnen Johannis in Böhmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.743599891662598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5745,"date":1719,"orig":"501 .","norm":"501.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.778800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5746,"date":1719,"orig":"ſauer/ zu Eger. 787 . vide ſauer Brunn.","norm":"sauer / zu Eger . 787 . vide Sauerbrunnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.39009952545166} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5747,"date":1719,"orig":"Bruſt-Fluß.","norm":"Brustfluss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"sq","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.19789981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5748,"date":1719,"orig":"549 .","norm":"549.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.562099933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5749,"date":1719,"orig":"Caffe, Gutachten daruͤber.","norm":"Kaffee, Gutachten darüber.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.212900161743164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5750,"date":1719,"orig":"193 .","norm":"193.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.700099945068359} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5751,"date":1719,"orig":"Carls-Bad Beſchreibung &c. vid.","norm":"Karlsbad Beschreibung & c. vid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.812600135803223} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5752,"date":1719,"orig":"Bad/ warm.","norm":"Bad / warm.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"so","lang_de":0,"norm_lmscore":8.828100204467773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5753,"date":1719,"orig":"Chineſer laͤſt ſich in einem Korbe durchſtechen.","norm":"Chinese lässt sich in einem Korbe durchstechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.33620023727417} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5754,"date":1719,"orig":"258 .","norm":"258.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.970400094985962} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5755,"date":1719,"orig":"Chiromantie was davon zu halten. 763 . 766 .","norm":"Chiromantie was davon zu halten . 763 . 766.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.902299880981445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5756,"date":1719,"orig":"Choccolade Gutachten druͤber.","norm":"Choccolade Gutachten drüber.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.262399673461914} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5757,"date":1719,"orig":"195 .","norm":"195.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.973000049591064} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5758,"date":1719,"orig":"zu kochen beſte Arth.","norm":"zu kochen beste Art.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.056500434875488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5759,"date":1719,"orig":"196 .","norm":"196.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.789999961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5760,"date":1719,"orig":"Chronoſticha Sophica.","norm":"Chronostiche Sophica.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":6.263800144195557} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5761,"date":1719,"orig":"579 .","norm":"579.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.5861001014709473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5762,"date":1719,"orig":"Citronen-(Eſſenz, trockene. 429 .) Eſſenz.","norm":"Zitronen-Essenz, trockene . 429 .) Essenz.","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"eo","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":5.734000205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5763,"date":1719,"orig":"Colic-Mittel.","norm":"Colic-Mittel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"zh","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.233099937438965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5764,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5765,"date":1719,"orig":"Corallen Unterſcheid.","norm":"Korallen Unterschied.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.999300003051758} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5766,"date":1719,"orig":"668 .","norm":"668.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.529599905014038} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5767,"date":1719,"orig":"R̅. wahre.","norm":"R . wahre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ne","lang_de":0.667,"norm_lmscore":10.353899955749512} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5768,"date":1719,"orig":"669 .","norm":"669.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.608799934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5769,"date":1719,"orig":"Comedien der Marckſchreyer.","norm":"Comedian der Markschreier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.708199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5770,"date":1719,"orig":"386 .","norm":"386.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.984999895095825} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5771,"date":1719,"orig":"Correſpondenz-Uhr. 948 .","norm":"Korrespondenzuhr . 948.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.4527997970581055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5772,"date":1719,"orig":"Coſmetica.","norm":"Kosmetika.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":2.673700094223022} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5773,"date":1719,"orig":"144 . 148 . 303 .","norm":"144 . 148 . 303.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":7.218900203704834} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5774,"date":1719,"orig":"Diæt Nutz. 185 . dienet zu einem langen und geſunden Leben.","norm":"Diät Nutz. 185 . dient zu einem langen und gesunden Leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.59499979019165} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5775,"date":1719,"orig":"469 .","norm":"469.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.36240005493164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5776,"date":1719,"orig":"bey Gebrauchung warmer Baͤder.","norm":"bei Gebrauchung warmer Bäder.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.823500156402588} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5777,"date":1719,"orig":"488 .","norm":"488.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.9240999221801762} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5778,"date":1719,"orig":"der Sauer-Brunnen.","norm":"der Sauerbrunnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.877699851989746} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5779,"date":1719,"orig":"812 .","norm":"812.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.870699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5780,"date":1719,"orig":"Doctor aus einem Bauer-Jungen.","norm":"Doktor aus einem Bauerjungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.167699813842773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5781,"date":1719,"orig":"360 .","norm":"360.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.656500101089477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5782,"date":1719,"orig":"bullatus. 464 .","norm":"bullatus . 464.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"ms","lang_de":0,"norm_lmscore":7.427499771118164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5783,"date":1719,"orig":"Duͤngung der Aecker zu verbeſſern.","norm":"Düngung der Äcker zu verbessern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.144800186157227} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5784,"date":1719,"orig":"560 .","norm":"560.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.605800151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5785,"date":1719,"orig":"Durchbruchs Cur. 956 .","norm":"Durchbruchs Kur . 956.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.505800247192383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5786,"date":1719,"orig":"Dyſenteria.","norm":"Dysenteria.","lang_fastText":"te","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"pt","lang_de":0,"norm_lmscore":4.549699783325195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5787,"date":1719,"orig":"956 .","norm":"956.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.599699974060059} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5788,"date":1719,"orig":"Egeriſcher Sauer-Brunnen. 787 . ſeq. vide Sauer-Brunn.","norm":"Egerischer Sauerbrunnen . 787 . seq . vide Sauer-Brunn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.165900230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5789,"date":1719,"orig":"Epilepſie Sympathetiſche Cur. 168 .","norm":"Epilepsie sympathetische Kur . 168.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":7.403299808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5790,"date":1719,"orig":"Epileptica.","norm":"Epileptica.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gl","lang_de":0,"norm_lmscore":5.031199932098389} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5791,"date":1719,"orig":"307 . 168 . 339 . 779 .","norm":"307 . 168 . 339 . 779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.432000160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5792,"date":1719,"orig":"Einhorn gegrabenes was es ſey.","norm":"Einhorn gegrabenes was es sei.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.921299934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5793,"date":1719,"orig":"346 .","norm":"346.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.674700021743774} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5794,"date":1719,"orig":"ein Fiſch-Zahn.","norm":"ein Fisch-Zahn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274099826812744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5795,"date":1719,"orig":"347 .","norm":"347.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.836299896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5796,"date":1719,"orig":"ein Thier.","norm":"ein Tier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.003699779510498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5797,"date":1719,"orig":"348 .","norm":"348.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.716200113296509} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5798,"date":1719,"orig":"Eiſen in ♀. verwandeln/ in einem Tage.","norm":"Eisen in ♀. verwandeln / in einem Tage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.92609977722168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5799,"date":1719,"orig":"337 .","norm":"337.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.922300100326538} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5800,"date":1719,"orig":"Eiß-Grube Beſchaffenheit.","norm":"Eiß-Grube Beschaffenheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.368500232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5801,"date":1719,"orig":"512 .","norm":"512.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.205800056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5802,"date":1719,"orig":"Elementa viere in einem Glaſe.","norm":"Elementa viere in einem Glase.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7357001304626465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5803,"date":1719,"orig":"285 .","norm":"285.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.555599927902221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5804,"date":1719,"orig":"Entzuͤndung der Augen.","norm":"Entzündung der Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.594199895858764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5805,"date":1719,"orig":"353 .","norm":"353.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.571000099182129} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5806,"date":1719,"orig":"Erſcheinung der Geſpenſter/ wie es damit beſchaffen.","norm":"Erscheinung der Gespenster / wie es damit beschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.462500095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5807,"date":1719,"orig":"529 .","norm":"529.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.764599800109863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5808,"date":1719,"orig":"guter Freunde nach dem Tode.","norm":"guter Freunde nach dem Tode.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.440899848937988} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5809,"date":1719,"orig":"531 .","norm":"531.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.83519983291626} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5810,"date":1719,"orig":"Eſſen (Abend) iſt zutraͤglich.","norm":"Essen (Abend) ist zuträglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.695499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5811,"date":1719,"orig":"351 .","norm":"351.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.468100070953369} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5812,"date":1719,"orig":"(Gevatter-) wird getadelt.","norm":"(Gevatter-) wird getadelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.135600090026855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5813,"date":1719,"orig":"356 .","norm":"356.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.026999950408935} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5814,"date":1719,"orig":"Eſſenz (trockene) Citronen.","norm":"Essenz (trockene) Zitronen.","lang_fastText":"fi","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":5.400100231170654} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5815,"date":1719,"orig":"429 .","norm":"429.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.490099906921387} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5816,"date":1719,"orig":"Ettners Atzeneyen. 728 . 930 .","norm":"Ettners Atzeneyen. 728 . 930.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"eu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.618100166320801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5817,"date":1719,"orig":"Exanthematici morbi.","norm":"Exanthematici morbi.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"sr","lang_de":0,"norm_lmscore":7.358699798583984} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5818,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5819,"date":1719,"orig":"Febrifuga 85 . 133 . 134 . 779 .","norm":"Febrifuga 85 . 133 . 134 . 779.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"sm","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.707200050354004} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5820,"date":1719,"orig":"Feuer gewaltſames taugt nicht zur geheimen Chymie.","norm":"Feuer gewaltsames taugt nicht zur geheimen Chemie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.26230001449585} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5821,"date":1719,"orig":"149 .","norm":"149.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.432600021362304} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5822,"date":1719,"orig":"Fiſche (Gold-farbene/) zu Auguſtburg.","norm":"Fische (Goldfarbene /) zu Augustburg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.379199981689453} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5823,"date":1719,"orig":"951 .","norm":"951.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.727099895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5824,"date":1719,"orig":"Hauß fuͤrtreffl. zu Auguſtburg. ibid.","norm":"Haus fürtreffl . zu Augustburg . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.920100212097168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5825,"date":1719,"orig":"Fluch bekleibet offte.","norm":"Fluch bekleibt oft.","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.9278998374938965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5826,"date":1719,"orig":"774 .","norm":"774.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.811199903488159} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5827,"date":1719,"orig":"Frantzoſen-Cur mit Pferde Koth.","norm":"Frantzosencur mit Pferde Kot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.762399673461914} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5828,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5829,"date":1719,"orig":"Frauenzimmers hypochondriſcher Feind.","norm":"Frauenzimmers hypochondrischer Feind.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.64139986038208} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5830,"date":1719,"orig":"750 .","norm":"750.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.903000116348266} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5831,"date":1719,"orig":"Fontanellen ſind nicht rathſam.","norm":"Fontanellen sind nicht ratsam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.286300182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5832,"date":1719,"orig":"37 .","norm":"37.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.883100032806396} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5833,"date":1719,"orig":"koͤnnen zugeheilet werden.","norm":"können zugeheilt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.748799800872803} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5834,"date":1719,"orig":"41 .","norm":"41.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.270900011062622} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5835,"date":1719,"orig":"Gallici morbi Cur mit Pferde Koth.","norm":"Gallici morbi Kur mit Pferde Kot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"jv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":10.559900283813477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5836,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5837,"date":1719,"orig":"Gauckeley der Chineſer. 258 . der Quackſalber/ Zahnbrecher und Schlangenfaͤnger.","norm":"Gaukelei der Chinese . 258 . der Quacksalber / Zahnbrecher und Schlangenfänger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.28380012512207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5838,"date":1719,"orig":"382 .","norm":"382.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.8229000568389893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5839,"date":1719,"orig":"Gehoͤr (uͤbeles) Mittel. 353 . 354 .","norm":"Gehör (übles) Mittel. 353 . 354.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.9218997955322275} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5840,"date":1719,"orig":"Gelehrſamkeit Vorzug vor dem Soldaten-Leben.","norm":"Gelehrsamkeit Vorzug vor dem Soldatenleben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.371600151062012} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5841,"date":1719,"orig":"59 .","norm":"59.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.979000091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5842,"date":1719,"orig":"Nutz. 61 .","norm":"Nutz. 61.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.791500091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5843,"date":1719,"orig":"Geſpenſter Erſcheinung. 529 . Rede. 519 .","norm":"Gespenster Erscheinung. 529 . Rede. 519.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"jv","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.136199951171875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5844,"date":1719,"orig":"Getraͤncke durch Eiß kuͤhlen ſchaͤdl.","norm":"Getränke durch Eis kühlen Schädel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.038700103759766} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5845,"date":1719,"orig":"512 .","norm":"512.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.205800056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5846,"date":1719,"orig":"Gevatter bitten.","norm":"Gevatter bitten.","lang_fastText":"sv","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.59089994430542} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5847,"date":1719,"orig":"354 .","norm":"354.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.875600099563598} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5848,"date":1719,"orig":"Eſſen wird getadelt.","norm":"Essen wird getadelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.420000076293945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5849,"date":1719,"orig":"356 .","norm":"356.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.026999950408935} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5850,"date":1719,"orig":"Gicht in 5. Tagen curiret.","norm":"Gicht in 5. Tagen kurieret.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.984899997711182} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5851,"date":1719,"orig":"296 .","norm":"296.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.59660005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5852,"date":1719,"orig":"Gifft trincken der Quackſalber wie es damit beſchaffen.","norm":"Gift trinken der Quacksalber wie es damit beschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6971001625061035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5853,"date":1719,"orig":"256 .","norm":"256.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.479099988937378} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5854,"date":1719,"orig":"Gluͤender Wein. 529 .","norm":"Glühender Wein. 529.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"et","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.273300170898437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5855,"date":1719,"orig":"Gold aus Stahl.","norm":"Gold aus Stahl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.417200088500977} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5856,"date":1719,"orig":"335 .","norm":"335.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.815200090408325} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5857,"date":1719,"orig":"R̅. aus electro immaturo. it. ♁ialiſche 344 .","norm":"R . aus electro immaturo . it. ♁ ialische 344.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"zh","lang_de":0,"norm_lmscore":7.627099990844727} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5858,"date":1719,"orig":"Getreyde zur vegetation præpariren.","norm":"Getreide zur Vegetation präparieren.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.248700141906738} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5859,"date":1719,"orig":"561 .","norm":"561.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.580899953842163} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5860,"date":1719,"orig":"Hæmatitis Lapis Bereitung Polemanni.","norm":"Hämatite Lapis Bereitung Polemanni.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"su","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.333600044250488} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5861,"date":1719,"orig":"894 .","norm":"894.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.767499923706054} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5862,"date":1719,"orig":"Haͤſcher-Rotte ſoll man unbeleidigt laſſen.","norm":"Häscherrotte soll man unbeleidigt lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.773399829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5863,"date":1719,"orig":"372 .","norm":"372.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.9551000595092773} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5864,"date":1719,"orig":"Halß-Geſchwuͤr.","norm":"Halß-Geschwür.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"az","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.418200016021728} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5865,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5866,"date":1719,"orig":"Hart-Pflaſter.","norm":"Hart-Pflaster.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":4.630899906158447} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5867,"date":1719,"orig":"426 .","norm":"426.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.622000217437744} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5868,"date":1719,"orig":"Hetzen-Michel in Breßlau nimmt Dohlen aus.","norm":"Hetzen-Michel in Breslau nimmt Dohlen aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.263599872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5869,"date":1719,"orig":"928 .","norm":"928.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.563399791717529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5870,"date":1719,"orig":"Helmontii aurum horizontale. 41 . 44 .","norm":"Helmontii aurum horizontale . 41 . 44.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":6.704100131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5871,"date":1719,"orig":"Hexen-Schaͤden/ Salbe dawieder.","norm":"Hexen-Schäden / Salbe dawider.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.244100093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5872,"date":1719,"orig":"450 .","norm":"450.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.322000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5873,"date":1719,"orig":"Hirſchberger warm Bad. 480 .","norm":"Hirschberger warm Bad . 480.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":8.432700157165527} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5874,"date":1719,"orig":"Hitze warmer Baͤder/ woher ſie ruͤhre. 673 . ohne ∆. zu machen.","norm":"Hitze warmer Bäder / woher sie rühre . 673 . ohne ∆. zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.957099914550781} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5875,"date":1719,"orig":"894 .","norm":"894.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.767499923706054} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5876,"date":1719,"orig":"Hochmuth iſt ſchaͤdlich.","norm":"Hochmut ist schädlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.961900234222412} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5877,"date":1719,"orig":"362 .","norm":"362.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.568000078201294} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5878,"date":1719,"orig":"Horizontale aurum Helmontii. 41 . 44 .","norm":"Horizontale aurum Helmontii . 41 . 44.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"et","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.6768999099731445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5879,"date":1719,"orig":"Hypochondrie zu curiren.","norm":"Hypochondrie zu kurieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.669699907302856} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5880,"date":1719,"orig":"758 .","norm":"758.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.835700035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5881,"date":1719,"orig":"Hypochondriſcher Feind des Frauen-Volcks.","norm":"Hypochondrischer Feind des Frauenvolks.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324399948120117} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5882,"date":1719,"orig":"750 .","norm":"750.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.903000116348266} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5883,"date":1719,"orig":"Hunde-Koth (weiſſer) wozu er gut.","norm":"Hunde-Koth (weißer) wozu er gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"is","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.338399887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5884,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5885,"date":1719,"orig":"Incantationes, remedia dagegen 662 . 663 .","norm":"Incantationes, remedia dagegen 662 . 663.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"ca","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.581200122833252} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5886,"date":1719,"orig":"durch Bilder.","norm":"durch Bilder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.958199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5887,"date":1719,"orig":"664 .","norm":"664.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.609100103378296} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5888,"date":1719,"orig":"Italiaͤner durchſuchen Fluͤſſe und Berge.","norm":"Italiener durchsuchen Flüsse und Berge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.768899917602539} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5889,"date":1719,"orig":"333 .","norm":"333.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.948899984359741} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5890,"date":1719,"orig":"Juden Schemhamphoras.","norm":"Juden Schemhamphoras.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.746300220489502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5891,"date":1719,"orig":"299 .","norm":"299.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.723599910736084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5892,"date":1719,"orig":"Kind (neu-gebohrn) tractament.","norm":"Kind (neu-gebohrn) Traktament.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.984000205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5893,"date":1719,"orig":"432 .","norm":"432.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.672999858856201} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5894,"date":1719,"orig":"Nahrung.","norm":"Nahrung.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.600200176239014} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5895,"date":1719,"orig":"445 .","norm":"445.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.434000015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5896,"date":1719,"orig":"Tranck Helmontii.","norm":"Trank Helmontii.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.19320011138916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5897,"date":1719,"orig":"434 .","norm":"434.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.542799949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5898,"date":1719,"orig":"ploͤtzl.","norm":"plötzl.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.447299957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5899,"date":1719,"orig":"Todes Urſache.","norm":"Todes Ursache.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"gl","lang_de":0,"norm_lmscore":7.225399971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5900,"date":1719,"orig":"435 .","norm":"435.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.510200023651123} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5901,"date":1719,"orig":"Kindbetterin/ wie ſie nach der Geburth zu tractiren- 428 .","norm":"Kindbetterin / wie sie nach der Geburt zu tractiren- 428.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.657899856567383} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5902,"date":1719,"orig":"erhabene Leiber. 427 . iſt Wein erlaubet. 439 . 442 . darff nicht kalt trincken. 743 . Reinigung verhaltene verurſachet viel uͤbele Zufaͤlle. 743 . deren Cur. 744 .","norm":"erhabene Leiber. 427 . ist Wein erlaubet . 439 . 442 . darf nicht kalt trinken . 743 . Reinigung verhaltene verursachet viel üble Zufälle . 743 . deren Kur . 744.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.720300197601318} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5903,"date":1719,"orig":"Kinder beſchreyen. 446 . 447 . Salbe darwieder.","norm":"Kinder beschreien . 446 . 447 . Salbe dawider.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.7093000411987305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5904,"date":1719,"orig":"450 .","norm":"450.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.322000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5905,"date":1719,"orig":"Klee (ſauer/ acetoſella) koͤmmt dem Jndianiſchen Thee ſehr nahe.","norm":"Klee (sauer / acetosella) kommt dem indianischen Tee sehr nahe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.208499908447266} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5906,"date":1719,"orig":"189 .","norm":"189.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.033999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5907,"date":1719,"orig":"Koth (Hunde-weiſſer) wozu gut.","norm":"Kot (Hund-Weisser) wozu gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.007100105285644} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5908,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5909,"date":1719,"orig":"Menſchen-) von einem Edelmanne und Juden gefreſſen.","norm":"Menschen-) von einem Edelmanne und Juden gefressen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.494500160217285} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5910,"date":1719,"orig":"780 .","norm":"780.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.7393999099731445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5911,"date":1719,"orig":"Pferde-) wozu gut.","norm":"Pferde-) wozu gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.259300231933594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5912,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5913,"date":1719,"orig":"Schwein-) wozu gut.","norm":"Schwein-) wozu gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.926700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5914,"date":1719,"orig":"778 .","norm":"778.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.72189998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5915,"date":1719,"orig":"Ziegen-) wozu gut.","norm":"Ziegen-) wozu gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.327199935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5916,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5917,"date":1719,"orig":"Kraͤuter-Thee teutſcher.","norm":"Kräuter-Thee deutscher.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fi","lang_de":0,"norm_lmscore":6.057799816131592} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5918,"date":1719,"orig":"188 .","norm":"188.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.266400098800659} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5919,"date":1719,"orig":"Krebsſteine mit Eßig infundirt, wozu gut.","norm":"Krebssteine mit Essig infundiert, wozu gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.803100109100342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5920,"date":1719,"orig":"136 .","norm":"136.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.48959994316101} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5921,"date":1719,"orig":"Kriegs-Leben gefaͤhrlich und ſchaͤdl.","norm":"Kriegsleben gefährlich und Schädel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.927000045776367} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5922,"date":1719,"orig":"59 .","norm":"59.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.979000091552734} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5923,"date":1719,"orig":"Kroͤpffe Urſache.","norm":"Kröpfe Ursache.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":8.669899940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5924,"date":1719,"orig":"694 .","norm":"694.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.381999969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5925,"date":1719,"orig":"Kruͤpel gehend machen.","norm":"Krüppel gehend machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286300182342529} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5926,"date":1719,"orig":"279 .","norm":"279.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.009999990463257} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5927,"date":1719,"orig":"Laboratorium zu Schlackewerda.","norm":"Laboratorium zu Schlackewerda.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.802700042724609} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5928,"date":1719,"orig":"947 .","norm":"947.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.775300025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5929,"date":1719,"orig":"Lampe/ ewig brennende.","norm":"Lampe / ewig brennende.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":6.560299873352051} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5930,"date":1719,"orig":"9 . 52 . Liquor darzu.","norm":"9 . 52 . Likör dazu.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"br","lang_cld3":"ro","lang_de":0,"norm_lmscore":7.9832000732421875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5931,"date":1719,"orig":"55 .","norm":"55.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.141200065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5932,"date":1719,"orig":"Lana auralis.","norm":"Lana aurales.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"jv","lang_de":0,"norm_lmscore":7.5279998779296875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5933,"date":1719,"orig":"675 .","norm":"675.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.958099842071533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5934,"date":1719,"orig":"Landecker Warmbad.","norm":"Landecker Warmbad.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":5.8105998039245605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5935,"date":1719,"orig":"497 .","norm":"497.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.034500122070312} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5936,"date":1719,"orig":"Lapis hæmatitis zerlegung Polemanni.","norm":"Lapis haematitis zerlegung Polemanni.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.534900188446045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5937,"date":1719,"orig":"894 .","norm":"894.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.767499923706054} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5938,"date":1719,"orig":"Philoſoph. iſt gewiß auf weiß und roth.","norm":"Philosoph . ist gewiss auf Weiß und rot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.081999778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5939,"date":1719,"orig":"338 . 787 . wird in einem Degen- Knopff gefunden. 288 . 291 .","norm":"338 . 787 . wird in einem Degen-Knopf gefunden . 288 . 291.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.917900085449219} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5940,"date":1719,"orig":"Laxir-Saͤlblein innerlich.","norm":"Laxir-Sälblein innerlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.32450008392334} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5941,"date":1719,"orig":"72 .","norm":"72.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.753999948501587} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5942,"date":1719,"orig":"Leben (langes) durch Diæt zu erlangen.","norm":"Leben (langes) durch Diät zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.506400108337402} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5943,"date":1719,"orig":"469 .","norm":"469.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.36240005493164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5944,"date":1719,"orig":"Linde (groſſe) zu Auguſtus-Burg.","norm":"Linde (große) zu Augustusburg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.73360013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5945,"date":1719,"orig":"952 .","norm":"952.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.509799957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5946,"date":1719,"orig":"Waſſer aus der Wurtzel.","norm":"Wasser aus der Wurzel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.281499862670898} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5947,"date":1719,"orig":"170 .","norm":"170.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.60450005531311} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5948,"date":1719,"orig":"Liquor alkaheſtinus cum Spiritu univerſali imprægnatus.","norm":"Likör alkahestinus cum Spiritu universali impraegnatus.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"is","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.43779993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5949,"date":1719,"orig":"893 .","norm":"893.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.424400091171264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5950,"date":1719,"orig":"Lochia (verhaltene) verurſachen uͤbele Zufaͤlle.","norm":"Lochia (verhaltene) verursachen üble Zufälle.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.9028000831604} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5951,"date":1719,"orig":"743 .","norm":"743.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.986199855804443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5952,"date":1719,"orig":"deren Cur. 744 .","norm":"deren Kur . 744.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.398500442504883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5953,"date":1719,"orig":"Lues Veneris-Cur mit Pferde-Koth.","norm":"Lues Veneris-Cur mit Pferde-Koth.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.507299900054932} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5954,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5955,"date":1719,"orig":"Magen-Berge) luͤgenhaffte.","norm":"Magen-Berge) lügenhafte.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.497700214385986} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5956,"date":1719,"orig":"255 .","norm":"255.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.567199945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5957,"date":1719,"orig":"Magia alba.","norm":"Magia alba.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.548299789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5958,"date":1719,"orig":"664 .","norm":"664.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.609100103378296} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5959,"date":1719,"orig":"Manßfeldiſche Thaler.","norm":"Manßfeldische Taler.","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.442699909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5960,"date":1719,"orig":"bey GOtt iſt Rath und That.","norm":"bei Gott ist Rat und Tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.565700054168701} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5961,"date":1719,"orig":"301 .","norm":"301.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.495500087738037} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5962,"date":1719,"orig":"Marckſchreyer Gauckeleyen.","norm":"Markschreier Gaukeleien.","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"tr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.59689998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5963,"date":1719,"orig":"382 .","norm":"382.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.8229000568389893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5964,"date":1719,"orig":"Comedien.","norm":"Comedian.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.776400089263916} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5965,"date":1719,"orig":"386 .","norm":"386.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.984999895095825} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5966,"date":1719,"orig":"Gifft trincken.","norm":"Gift trinken.","lang_fastText":"ds","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.192200183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5967,"date":1719,"orig":"256 .","norm":"256.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.479099988937378} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5968,"date":1719,"orig":"Verwunden.","norm":"Verwunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.484499931335449} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5969,"date":1719,"orig":"257 .","norm":"257.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.835900068283081} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5970,"date":1719,"orig":"Privilegia kauffen.","norm":"Privilegia kauffen.","lang_fastText":"fi","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.512499809265137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5971,"date":1719,"orig":"259 .","norm":"259.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.988199949264526} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5972,"date":1719,"orig":"Marckſchreyerin Perſianiſche.","norm":"Markschreierin Persische.","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"hy","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":9.170100212097168} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5973,"date":1719,"orig":"390 .","norm":"390.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.266900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5974,"date":1719,"orig":"Maſſern oder Roͤtteln.","norm":"Masern oder Röteln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.634599924087524} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5975,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5976,"date":1719,"orig":"Mehl-Pappe/ ob er kleinen Kindern gut.","norm":"Mehl-Pappe / ob er kleinen Kindern gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.597499847412109} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5977,"date":1719,"orig":"444 .","norm":"444.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.818599939346313} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5978,"date":1719,"orig":"Menſtruum minerale ohne Geruch und Geſchmack.","norm":"Menstruum minerale ohne Geruch und Geschmack.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.048099994659424} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5979,"date":1719,"orig":"893 .","norm":"893.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.424400091171264} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5980,"date":1719,"orig":"☿ iale.","norm":"☿ iale.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"el","lang_cld3":"sm","lang_de":0,"norm_lmscore":6.76609992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5981,"date":1719,"orig":"894 .","norm":"894.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.767499923706054} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5982,"date":1719,"orig":"Menſchen-Koth frieſſet ein Edelmann und ein Jude.","norm":"Menschenkot frisst ein Edelmann und ein Jude.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218100070953369} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5983,"date":1719,"orig":"780 .","norm":"780.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.7393999099731445} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5984,"date":1719,"orig":"Merck-wuͤrdigkeiten zu Annaberg.","norm":"Merkwürdigkeiten zu Annaberg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.222899913787842} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5985,"date":1719,"orig":"950 .","norm":"950.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.4816999435424805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5986,"date":1719,"orig":"Mercuriale Menſtruum.","norm":"Merkuriale Menstruum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.575900077819824} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5987,"date":1719,"orig":"894 .","norm":"894.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.767499923706054} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5988,"date":1719,"orig":"Metalle wachſend machen.","norm":"Metalle wachsend machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.216599941253662} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5989,"date":1719,"orig":"334 .","norm":"334.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.020999908447266} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5990,"date":1719,"orig":"zu veredlen.","norm":"zu veredeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.528599977493286} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5991,"date":1719,"orig":"335 .","norm":"335.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.815200090408325} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5992,"date":1719,"orig":"Mineraliſche Stein-Wolle.","norm":"Mineralische Steinwolle.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.438700199127197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5993,"date":1719,"orig":"56 .","norm":"56.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.456899881362915} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5994,"date":1719,"orig":"Miſt zur Duͤngung zu verbeſſern.","norm":"Mist zur Düngung zu verbessern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.844900131225586} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5995,"date":1719,"orig":"560 .","norm":"560.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.605800151824951} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5996,"date":1719,"orig":"Mittags-Schlaff/ was davon zu halten.","norm":"Mittagsschlaf / was davon zu halten.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.398399829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5997,"date":1719,"orig":"620 .","norm":"620.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.266600131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5998,"date":1719,"orig":"Morinne mit einen halb-weiſſen Angeſichte.","norm":"Morinne mit einen halb-weißen Angesichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.373899936676025} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":5999,"date":1719,"orig":"152 .","norm":"152.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.990999937057495} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6000,"date":1719,"orig":"Muſicaliſche Staͤndgen.","norm":"musikalische Ständen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.087399959564209} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6001,"date":1719,"orig":"371 .","norm":"371.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.48799991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6002,"date":1719,"orig":"Mutterberge/ erdachte falſche.","norm":"Mutterberge / erdachte falsche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.890199661254883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6003,"date":1719,"orig":"255 .","norm":"255.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.567199945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6004,"date":1719,"orig":"Bruch oder Vorfall.","norm":"Bruch oder Vorfall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.290699958801269} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6005,"date":1719,"orig":"425 .","norm":"425.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.463399887084961} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6006,"date":1719,"orig":"Heberin/ thoͤrigte.","norm":"Heberin / törichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.238100051879883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6007,"date":1719,"orig":"417 .","norm":"417.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.696100234985352} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6008,"date":1719,"orig":"Nativitaͤt ſtellen/ Nichtigkeit.","norm":"Nativität stellen / Nichtigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9868998527526855} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6009,"date":1719,"orig":"768 .","norm":"768.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.069499969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6010,"date":1719,"orig":"Neſſeln (taube) von groſſer Wirckung.","norm":"Nesseln (taube) von großer Wirkung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.303299903869629} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6011,"date":1719,"orig":"367 .","norm":"367.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.374099969863891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6012,"date":1719,"orig":"Oleum Tabaci.","norm":"Oleum Tabaci.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":8.711000442504883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6013,"date":1719,"orig":"86 .","norm":"86.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.53600001335144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6014,"date":1719,"orig":"Talci verum.","norm":"Talci verum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"zh","lang_de":0,"norm_lmscore":7.985400199890137} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6015,"date":1719,"orig":"146 . 151 .","norm":"146 . 151.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":7.315100193023682} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6016,"date":1719,"orig":"von Unſchlicht.","norm":"von Unschlicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813499927520752} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6017,"date":1719,"orig":"147 .","norm":"147.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.658499956130981} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6018,"date":1719,"orig":"Vitrioli verum arcanum.","norm":"Vitrioli verum arcanum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.411600112915039} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6019,"date":1719,"orig":"744 .","norm":"744.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.819399833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6020,"date":1719,"orig":"de l’ Orme bouillion rouge.","norm":"de l' Orme bouillion rouge.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.426700115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6021,"date":1719,"orig":"190 .","norm":"190.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.375099897384643} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6022,"date":1719,"orig":"Pacta implicita cum Diabolo.","norm":"Pacta implicita cum Diabolo.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.431000232696533} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6023,"date":1719,"orig":"536 .","norm":"536.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.410999774932861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6024,"date":1719,"orig":"Perſianiſche Marckſchreyerin.","norm":"Persische Markschreierin.","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":7.059700012207031} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6025,"date":1719,"orig":"390 .","norm":"390.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.266900062561035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6026,"date":1719,"orig":"Pferde-Koth wozu er gut.","norm":"Pferde-Koth wozu er gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.660099983215332} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6027,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6028,"date":1719,"orig":"Pflaſter (hart) 426 .","norm":"Pflaster (hart) 426.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":5.773099899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6029,"date":1719,"orig":"Philtrum zu curiren.","norm":"Philtrum zu kurieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.549099922180176} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6030,"date":1719,"orig":"758 .","norm":"758.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.835700035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6031,"date":1719,"orig":"Phyſiognomie nicht zu verwerffen.","norm":"Physiognomie nicht zu verwerfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7553999423980713} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6032,"date":1719,"orig":"769 .","norm":"769.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.663000106811523} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6033,"date":1719,"orig":"Pillen das beſte Purgans.","norm":"Pillen das beste Purgans.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.44789981842041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6034,"date":1719,"orig":"632 .","norm":"632.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.678599834442139} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6035,"date":1719,"orig":"ſind Abends am beſten zu nehmen.","norm":"sind Abends am besten zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.714900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6036,"date":1719,"orig":"633 .","norm":"633.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.609000205993652} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6037,"date":1719,"orig":"worinnen. 634","norm":"worin . 634","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.6880998611450195} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6038,"date":1719,"orig":"Podagrica.","norm":"Podagrica.","lang_fastText":"eb","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":7.769400119781494} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6039,"date":1719,"orig":"185 . 726 .","norm":"185 . 726.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.945899963378906} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6040,"date":1719,"orig":"Polychreſta.","norm":"Polychresta.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"cy","lang_cld3":"ga","lang_de":0,"norm_lmscore":4.474899768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6041,"date":1719,"orig":"85 .","norm":"85.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.55839991569519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6042,"date":1719,"orig":"Poſſen mit ſpielen auf geheime Arth.","norm":"Possen mit spielen auf geheime Art.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.067699909210205} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6043,"date":1719,"orig":"665 .","norm":"665.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.464900016784668} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6044,"date":1719,"orig":"Prognoſticum ex □. betruͤglich von kuͤnfftigen Dingen.","norm":"Prognosticum ex □. betrüglich von künftigen Dingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.791099548339844} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6045,"date":1719,"orig":"268 .","norm":"268.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.214400053024292} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6046,"date":1719,"orig":"aus der Krancken Hembde.","norm":"aus der Kranken Hemd.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.971499919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6047,"date":1719,"orig":"269 .","norm":"269.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.199899911880493} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6048,"date":1719,"orig":"Purgantien Nutz. 633 .","norm":"Purgantien Nutz. 633.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.603400230407715} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6049,"date":1719,"orig":"werden durch Thee trincken gehindert.","norm":"werden durch Tee trinken gehindert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.178500175476074} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6050,"date":1719,"orig":"634 .","norm":"634.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.434599876403809} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6051,"date":1719,"orig":"Quackſalber/ vide Marckſchreyer.","norm":"Quacksalber / vide Markschreier.","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":7.551300048828125} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6052,"date":1719,"orig":"Reinigung der Kindbetterin (verhaltene) verurſachet uͤbele Zufaͤlle.","norm":"Reinigung der Kindbetterin (verhaltene) verursachet üble Zufälle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.182400226593018} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6053,"date":1719,"orig":"743 .","norm":"743.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.986199855804443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6054,"date":1719,"orig":"deren Cur. 744 .","norm":"deren Kur . 744.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.398500442504883} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6055,"date":1719,"orig":"Recept (wunderl.)","norm":"Rezept (wunderl.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.186999797821045} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6056,"date":1719,"orig":"272 .","norm":"272.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.872900009155273} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6057,"date":1719,"orig":"Relegation von Univerſitaͤten ſoll bedaͤchtig geſchehen.","norm":"Relegation von Universitäten soll bedächtig geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.90369987487793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6058,"date":1719,"orig":"66 .","norm":"66.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.297300100326538} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6059,"date":1719,"orig":"Rothe Ruhr. 313 . 956 .","norm":"Rote Ruhr. 313 . 956.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"en","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.462500095367432} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6060,"date":1719,"orig":"Rumlers Fieber-Pulver.","norm":"Rummlers Fieberpulver.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.169899940490723} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6061,"date":1719,"orig":"134 .","norm":"134.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.815599918365478} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6062,"date":1719,"orig":"Sal Tabaci polychreſtum.","norm":"Soll Tabaci polychrestum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"cy","lang_cld3":"ga","lang_de":0,"norm_lmscore":9.40429973602295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6063,"date":1719,"orig":"85 .","norm":"85.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.55839991569519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6064,"date":1719,"orig":"volatile i ſecretum. 307 . 309 .","norm":"volatile i secretum . 307 . 309.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"hr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.771699905395508} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6065,"date":1719,"orig":"ex 🜄 thermarum Carolin.","norm":"ex 🜄 thermarum Carolin.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.184400081634521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6066,"date":1719,"orig":"896 .","norm":"896.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.889800071716308} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6067,"date":1719,"orig":"Salernitanæ Scholæ origo.","norm":"Salernitanae Scholae origo.","lang_fastText":"id","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"ro","lang_de":0,"norm_lmscore":6.559800148010254} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6068,"date":1719,"orig":"622 .","norm":"622.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.479800224304199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6069,"date":1719,"orig":"Salomonis vinculum.","norm":"Salomonis vinculum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.184400081634521} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6070,"date":1719,"orig":"299 .","norm":"299.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.723599910736084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6071,"date":1719,"orig":"Salivation was ſie ſey.","norm":"Salivation was sie sei.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.827199935913086} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6072,"date":1719,"orig":"43 .","norm":"43.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.213299989700317} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6073,"date":1719,"orig":"ſoll durch ☿ ialiſches ſchmieren oder raͤuchern nicht angeſtellt werden.","norm":"soll durch ☿ ialisches schmieren oder räuchern nicht angestellt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.460400104522705} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6074,"date":1719,"orig":"43 .","norm":"43.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.213299989700317} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6075,"date":1719,"orig":"wie ſie ſicher und am beſten geſchicht.","norm":"wie sie sicher und am besten geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.961699962615967} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6076,"date":1719,"orig":"43 .","norm":"43.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.213299989700317} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6077,"date":1719,"orig":"Sauerbrunn im Junio am beſten.","norm":"Sauerbrunn im Junio am besten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.989200115203857} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6078,"date":1719,"orig":"785 .","norm":"785.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.039100170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6079,"date":1719,"orig":"Egriſcher Beſchreibung.","norm":"Egrischer Beschreibung.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":8.223899841308594} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6080,"date":1719,"orig":"787 .","norm":"787.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.551400184631348} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6081,"date":1719,"orig":"iſt bey hellen Wetter am kraͤfftigſten.","norm":"ist bei hellen Wetter am kräftigsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.8632001876831055} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6082,"date":1719,"orig":"788 .","norm":"788.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.715799808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6083,"date":1719,"orig":"leidet keine Bedeckung.","norm":"leidet keine Bedeckung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.078999996185303} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6084,"date":1719,"orig":"789 .","norm":"789.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.859600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6085,"date":1719,"orig":"was er vor Mineralien fuͤhret.","norm":"was er vor Mineralien führt.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.676799774169922} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6086,"date":1719,"orig":"790 .","norm":"790.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.757699966430664} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6087,"date":1719,"orig":"die beſte Zeit ſolchen zu gebrauchen.","norm":"die beste Zeit solchen zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.798799991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6088,"date":1719,"orig":"792 .","norm":"792.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.236000061035156} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6089,"date":1719,"orig":"wird auch zum baden genommen. 793 . 817 .","norm":"wird auch zum Baden genommen . 793 . 817.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.359600067138672} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6090,"date":1719,"orig":"wie er ordentl. zur Cur zu trincken.","norm":"wie er ordentl. zur Kur zu trinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4842000007629395} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6091,"date":1719,"orig":"795 .","norm":"795.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.9707000255584712} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6092,"date":1719,"orig":"wie man ſich dabey zu verhaltey. 795 . 797 . 810 .","norm":"wie man sich dabei zu verhaltey . 795 . 797 . 810.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.200300216674805} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6093,"date":1719,"orig":"deſſen Wirckung. 802 . 825 .","norm":"dessen Wirckung. 802 . 825.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.327899932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6094,"date":1719,"orig":"in welchen Kranckheiten und Zufaͤllen er dienlich.","norm":"in welchen Krankheiten und Zufällen er dienlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.883900165557861} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6095,"date":1719,"orig":"804 .","norm":"804.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.570799827575684} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6096,"date":1719,"orig":"wenn und von wem er nicht zu gebrauchen.","norm":"wenn und von wem er nicht zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.793399810791016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6097,"date":1719,"orig":"807 .","norm":"807.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.703800201416016} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6098,"date":1719,"orig":"bey der Cur ſoll man nicht ſtudiren/ meditiren oder ſpeculiren/ ſondern das Regimen affectuum wohl beobachten.","norm":"bei der Kur soll man nicht studieren / meditieren oder spekulieren / sondern das Regimen affectuum wohl beobachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.004700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6099,"date":1719,"orig":"810 .","norm":"810.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.249899864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6100,"date":1719,"orig":"Diæt. 812 .","norm":"Diaet. 812.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"su","lang_de":0,"norm_lmscore":5.6508002281188965} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6101,"date":1719,"orig":"kan durch ſein eigen geſtaͤrcket werden.","norm":"kann durch sein eigen gestärkt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460599899291992} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6102,"date":1719,"orig":"814 .","norm":"814.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.611499786376953} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6103,"date":1719,"orig":"machet anfaͤngl. offt einige Ungelegenheit/ die ſich bald wieder verlieret.","norm":"macht anfängl . oft einige Ungelegenheit / die sich bald wieder verlieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.03000020980835} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6104,"date":1719,"orig":"815 .","norm":"815.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.385499954223633} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6105,"date":1719,"orig":"deſſen aͤuſſerlicher Gebrauch/ als baden/ cautelen dabey.","norm":"dessen äußerlicher Gebrauch / als baden / cautelen dabei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.53819990158081} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6106,"date":1719,"orig":"817 . 793 .","norm":"817 . 793.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.162399768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6107,"date":1719,"orig":"Operation nach der Ordnung.","norm":"Operation nach der Ordnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317599773406982} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6108,"date":1719,"orig":"825 .","norm":"825.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.095900058746338} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6109,"date":1719,"orig":"Bad davon/ wozu es dienet. 820 . 826 .","norm":"Bad davon / wozu es dient . 820 . 826.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.7266998291015625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6110,"date":1719,"orig":"aͤuſſerl.","norm":"äußerl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"hi","lang_cld3":"az","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.75029993057251} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6111,"date":1719,"orig":"Gebrauch auf vielerley Art. 828 .","norm":"Gebrauch auf vielerlei Art. 828.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.811699867248535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6112,"date":1719,"orig":"Fuͤllung in Flaſchen.","norm":"Füllung in Flaschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.937099933624267} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6113,"date":1719,"orig":"838 .","norm":"838.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.64709997177124} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6114,"date":1719,"orig":"Sauer Klee dem Jndianiſchen Thee aͤhnl. 189 .","norm":"Sauerklee dem indianischen Tee ähnl. 189.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.683599948883057} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6115,"date":1719,"orig":"Samen des Gedreydes zur vegetation zu præpariren.","norm":"Samen des Getreides zur Vegetation zu präparieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.398799896240234} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6116,"date":1719,"orig":"561 .","norm":"561.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.580899953842163} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6117,"date":1719,"orig":"Schaͤden (alte) zu heilen.","norm":"Schäden (alte) zu heilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.974599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6118,"date":1719,"orig":"86 .","norm":"86.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.53600001335144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6119,"date":1719,"orig":"Schlaff/ nutzbar.","norm":"Schlaf / nutzbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.000800132751465} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6120,"date":1719,"orig":"623 .","norm":"623.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.518199920654297} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6121,"date":1719,"orig":"Mittags/ was davon zu halten.","norm":"Mittags / was davon zu halten.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.862500190734863} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6122,"date":1719,"orig":"620 .","norm":"620.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.266600131988525} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6123,"date":1719,"orig":"Schlangenfaͤnger Gauckeley.","norm":"Schlangenfänger Gaukelei.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.4328999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6124,"date":1719,"orig":"382 .","norm":"382.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.8229000568389893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6125,"date":1719,"orig":"Schloß (groſſes) zu Auguſtburg.","norm":"Schloss (großes) zu Augustburg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.735799789428711} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6126,"date":1719,"orig":"952 .","norm":"952.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.509799957275391} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6127,"date":1719,"orig":"Schweffelbad zu Schoͤnau. 567 . 584 . 286 .","norm":"Schwefelbad zu Schönau . 567 . 584 . 286.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.70359992980957} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6128,"date":1719,"orig":"Kieß waͤchſt ſchnell.","norm":"Kies wächst schnell.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.912899971008301} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6129,"date":1719,"orig":"899 .","norm":"899.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.703700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6130,"date":1719,"orig":"Schweffelgruben umbs Carlsbad.","norm":"Schwefelgruben ums Karlsbad.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.065800189971924} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6131,"date":1719,"orig":"898 .","norm":"898.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.8701999187469482} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6132,"date":1719,"orig":"der mineralien einerley.","norm":"der Mineralien einerlei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.589700222015381} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6133,"date":1719,"orig":"510 .","norm":"510.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.332799911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6134,"date":1719,"orig":"Schwein-Koth/ worzu er gut.","norm":"Schwein-Kot / wozu er gut.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.195700168609619} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6135,"date":1719,"orig":"778 .","norm":"778.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.72189998626709} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6136,"date":1719,"orig":"Schwitz-Pulver.","norm":"Schwitzpulver.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.829699993133545} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6137,"date":1719,"orig":"133 .","norm":"133.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.561199903488159} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6138,"date":1719,"orig":"Stahl R̅. blaue/ Ettneri.","norm":"Stahl R. blaue / Ettneri.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.030099868774414} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6139,"date":1719,"orig":"549 .","norm":"549.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.562099933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6140,"date":1719,"orig":"Sophica chronodiſticha.","norm":"Sophica Chronodistiche.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":6.792799949645996} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6141,"date":1719,"orig":"579 .","norm":"579.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.5861001014709473} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6142,"date":1719,"orig":"Schemhamphoras der Juden.","norm":"Schemhamphoras der Juden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.26669979095459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6143,"date":1719,"orig":"299 .","norm":"299.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.723599910736084} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6144,"date":1719,"orig":"Solaria medicamenta.","norm":"Solaria medicamenta.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":4.707699775695801} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6145,"date":1719,"orig":"342 .","norm":"342.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.906899929046631} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6146,"date":1719,"orig":"Solis . extrahitur.","norm":"Solis . extrahitur.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.90910005569458} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6147,"date":1719,"orig":"213 .","norm":"213.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.306600093841552} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6148,"date":1719,"orig":"Sineſiſcher Wund-Balſam.","norm":"Sinesischer Wund-Balsam.","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.769499778747559} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6149,"date":1719,"orig":"133 .","norm":"133.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.561199903488159} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6150,"date":1719,"orig":"Sproͤgels Artzneyen. 212 . 213 .","norm":"Sprögels Artzneyen. 212 . 213.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.641200065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6151,"date":1719,"orig":"Stein aus dem Carlsbad.","norm":"Stein aus dem Karlsbad.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.88640022277832} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6152,"date":1719,"orig":"894 .","norm":"894.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.767499923706054} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6153,"date":1719,"orig":"medicamenta daraus.","norm":"medicamenta daraus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"id","lang_de":0,"norm_lmscore":5.559000015258789} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6154,"date":1719,"orig":"894 .","norm":"894.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.767499923706054} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6155,"date":1719,"orig":"Steinwolle mineraliſche.","norm":"Steinwolle mineralische.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"et","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.002500057220459} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6156,"date":1719,"orig":"56 .","norm":"56.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.456899881362915} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6157,"date":1719,"orig":"Staͤndgen muſicaliſches.","norm":"Ständen musikalisches.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":7.188600063323975} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6158,"date":1719,"orig":"371 .","norm":"371.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.48799991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6159,"date":1719,"orig":"Stoltz iſt ſchaͤdlich.","norm":"Stolz ist schädlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.390200138092041} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6160,"date":1719,"orig":"362 .","norm":"362.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.568000078201294} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6161,"date":1719,"orig":"Stuhlzaͤpfflein.","norm":"Stuhlzäpfflein.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":7.757500171661377} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6162,"date":1719,"orig":"303 .","norm":"303.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.216200113296509} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6163,"date":1719,"orig":"Sulphuris ♁ ii balſamum.","norm":"Sulphuris ♁ ii balsamum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":6.727499961853027} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6164,"date":1719,"orig":"510 .","norm":"510.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.332799911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6165,"date":1719,"orig":"balſamum vulgare erfodert ein warm vehiculum.","norm":"balsamum vulgare erfordert ein warm vehiculum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.873000144958496} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6166,"date":1719,"orig":"510 .","norm":"510.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.332799911499023} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6167,"date":1719,"orig":"Sympatiſch Pulver/ Wirckung.","norm":"Sympathisch Pulver / Wirkung.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.208000183105469} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6168,"date":1719,"orig":"167 .","norm":"167.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.892100095748901} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6169,"date":1719,"orig":"Cur der epilepſie.","norm":"Kur der Epilepsie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.861299991607666} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6170,"date":1719,"orig":"168 .","norm":"168.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.709399938583374} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6171,"date":1719,"orig":"Tabaci polygreſtum.","norm":"Tabaci polygrestum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":8.795700073242188} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6172,"date":1719,"orig":"85 .","norm":"85.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.55839991569519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6173,"date":1719,"orig":". 86 .","norm":". 86.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.640399932861328} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6174,"date":1719,"orig":"mediciniſcher Rutz.","norm":"medizinischer Rutz.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":6.465799808502197} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6175,"date":1719,"orig":"84 .","norm":"84.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.427599906921386} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6176,"date":1719,"orig":"Tabac rauchen Nutz.","norm":"Tabac rauchen Nutz.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":11.726900100708008} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6177,"date":1719,"orig":"86 .","norm":"86.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.53600001335144} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6178,"date":1719,"orig":"Schaden.","norm":"Schaden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6097002029418945} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6179,"date":1719,"orig":"90 .","norm":"90.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.664599895477295} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6180,"date":1719,"orig":"die beſte Zeit darzu.","norm":"die beste Zeit dazu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513599872589111} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6181,"date":1719,"orig":"91 .","norm":"91.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.203900098800659} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6182,"date":1719,"orig":"den Frauen zutraͤglich.","norm":"den Frauen zuträglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.121399879455566} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6183,"date":1719,"orig":"97 .","norm":"97.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.23959994316101} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6184,"date":1719,"orig":"kaͤuen wird improbirt.","norm":"kauen wird improbirt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.525300025939941} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6185,"date":1719,"orig":"98 .","norm":"98.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.278800010681152} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6186,"date":1719,"orig":"ſchnupffen ſchaͤdl.","norm":"schnupfen Schädel.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"hi","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":7.379700183868408} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6187,"date":1719,"orig":"94 .","norm":"94.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.620699882507324} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6188,"date":1719,"orig":"Talck-Oehl wahres/ und deſſen Gebrauch.","norm":"Talck-Oehl wahres / und dessen Gebrauch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.223400115966797} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6189,"date":1719,"orig":"146 .","norm":"146.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.046299934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6190,"date":1719,"orig":"wird ohne Zuſatz gemacht.","norm":"wird ohne Zusatz gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.737100124359131} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6191,"date":1719,"orig":"146 .","norm":"146.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.046299934387207} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6192,"date":1719,"orig":"mit gelinden ∆ in j. Stunde 149 .","norm":"mit gelinden ∆ in j. Stunde 149.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.636499881744385} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6193,"date":1719,"orig":"macht erſt ſchwartz/ 151 .","norm":"macht erst schwarz / 151.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.811699867248535} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6194,"date":1719,"orig":"deſſen Beſchreibung.","norm":"dessen Beschreibung.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":7.317800045013428} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6195,"date":1719,"orig":"148 .","norm":"148.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.449800014495849} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6196,"date":1719,"orig":"Tartari volat. ſecretum. 307 . 309 .","norm":"Tartari volat . secretum . 307 . 309.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"uz","lang_de":0,"norm_lmscore":6.835899829864502} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6197,"date":1719,"orig":"Taube Neſſeln groſſe Wirckung.","norm":"Taube Nesseln große Wirkung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.413400173187256} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6198,"date":1719,"orig":"367 .","norm":"367.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.374099969863891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6199,"date":1719,"orig":"Thee Gutachten druͤber.","norm":"Tee Gutachten drüber.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.155900001525879} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6200,"date":1719,"orig":"184 .","norm":"184.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.129600048065185} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6201,"date":1719,"orig":"Beſchreibung und Unterſcheid.","norm":"Beschreibung und Unterschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.187099933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6202,"date":1719,"orig":"186 .","norm":"186.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.04990005493164} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6203,"date":1719,"orig":"Jndianiſchen koͤmmt der Sauer-Klee ſehr nahe.","norm":"Indianischen kommt der Sauerklee sehr nahe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.466700077056885} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6204,"date":1719,"orig":"189 .","norm":"189.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.033999919891357} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6205,"date":1719,"orig":"Kraͤuter (teutſcher) 188 .","norm":"Kräuter (deutscher) 188.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"fi","lang_de":0,"norm_lmscore":6.420499801635742} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6206,"date":1719,"orig":"hindert die Purgation.","norm":"hindert die Purgation.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.54640007019043} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6207,"date":1719,"orig":"634 .","norm":"634.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.434599876403809} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6208,"date":1719,"orig":"Thaler Mannßfeldiſche/ (bey GOtt iſt Rath und That.","norm":"Taler Mannßfeldische / (bei Gott ist Rat und Tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.4654998779296875} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6209,"date":1719,"orig":"301 .","norm":"301.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.495500087738037} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6210,"date":1719,"orig":"Toͤplitzer Bad. 562 .","norm":"Töplitzer Bad . 562.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":6.208199977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6211,"date":1719,"orig":"Tinctur (blaue Stahl-Ettners.","norm":"Tinktur (blaue Stahl-Ettners.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.6828999519348145} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6212,"date":1719,"orig":"549 .","norm":"549.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.562099933624268} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6213,"date":1719,"orig":"Traͤncke kochen die beſte Art. 191 .","norm":"Tränke kochen die beste Art. 191.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.529900074005127} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6214,"date":1719,"orig":"Trincken kalt den Kindbetterinnen ſchaͤdl.","norm":"Trinken kalt den Kindbetterinnen Schädel.","lang_fastText":"no","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.349899768829346} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6215,"date":1719,"orig":"743 .","norm":"743.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.986199855804443} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6216,"date":1719,"orig":"Vegætation des Samens und Getreydes.","norm":"Vegetation des Samens und Getreides.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.101600170135498} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6217,"date":1719,"orig":"561 .","norm":"561.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.580899953842163} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6218,"date":1719,"orig":"Veneris lues Cur mit Pferde-Koth.","norm":"Veneris lues Kur mit Pferde-Koth.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.12470006942749} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6219,"date":1719,"orig":"779 .","norm":"779.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.754699945449829} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6220,"date":1719,"orig":"Verwuͤndſchung bekleibet offte, 774 .","norm":"Verwünschung bekleibt oft, 774.","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.944799900054932} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6221,"date":1719,"orig":"Uhr-correſpondenz. 948 .","norm":"Uhr-Korrespondenz . 948.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.925899982452393} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6222,"date":1719,"orig":"Vitrioli ſecretum.","norm":"Vitriole secretum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":5.3805999755859375} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6223,"date":1719,"orig":"744 .","norm":"744.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.819399833679199} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6224,"date":1719,"orig":"Vniverſal-Medicin, was davon zu halten.","norm":"Universal-Medizin, was davon zu halten.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.945499897003174} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6225,"date":1719,"orig":"298 .","norm":"298.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.569499969482422} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6226,"date":1719,"orig":"Ulmbaum hat in den Blaͤttern rothe Wuͤrmlein.","norm":"Ulmbaum hat in den Blättern rote Würmlein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716100215911865} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6227,"date":1719,"orig":"367 .","norm":"367.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.374099969863891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6228,"date":1719,"orig":"Uniquitiſten.","norm":"Uniquitisten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.218299865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6229,"date":1719,"orig":"629 .","norm":"629.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.460700035095215} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6230,"date":1719,"orig":"Unſchlicht-Oehl.","norm":"Unschlicht-Oehl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.030799865722656} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6231,"date":1719,"orig":"147 .","norm":"147.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.658499956130981} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6232,"date":1719,"orig":"Vulneraria.","norm":"Vulneraria.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.8165998458862305} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6233,"date":1719,"orig":"68 .","norm":"68.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.863399982452392} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6234,"date":1719,"orig":"Waſſer zum Anſtrich des Angeſichts. 145 . 154 .","norm":"Wasser zum Anstrich des Angesichts . 145 . 154.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.349599838256836} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6235,"date":1719,"orig":"aus der Linden Wurtzel.","norm":"aus der Linden Wurzel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.896500110626221} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6236,"date":1719,"orig":"170 .","norm":"170.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.60450005531311} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6237,"date":1719,"orig":"in Wein verwandelt.","norm":"in Wein verwandelt.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.774499893188477} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6238,"date":1719,"orig":"294 .","norm":"294.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.774699926376342} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6239,"date":1719,"orig":"Wein aus 🜄. 294 .","norm":"Wein aus 🜄 . 294.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.797699928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6240,"date":1719,"orig":"gluͤender. 529 .","norm":"glühender . 529.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"et","lang_cld3":"af","lang_de":0,"norm_lmscore":6.543600082397461} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6241,"date":1719,"orig":"ſchalen zu verbeſſern.","norm":"schalen zu verbessern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.68939995765686} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6242,"date":1719,"orig":"137 .","norm":"137.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.453700065612793} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6243,"date":1719,"orig":"vermehrung mit dem Lap.","norm":"Vermehrung mit dem Lap.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.672699928283691} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6244,"date":1719,"orig":"Veget. 294 .","norm":"Veget. 294.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.435999870300293} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6245,"date":1719,"orig":"Wixel-Zopff.","norm":"Wixel-Zopff.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":6.018300056457519} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6246,"date":1719,"orig":"696 .","norm":"696.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.765900135040283} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6247,"date":1719,"orig":"Wolle (Stein-mineraliſche. 56 .","norm":"Wolle (Stein-mineralische . 56.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.122600078582764} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6248,"date":1719,"orig":"Wund-Balſam Sineſiſcher.","norm":"Wund-Balsam Sinesischer.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"el","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":7.369100093841553} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6249,"date":1719,"orig":"133 .","norm":"133.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.561199903488159} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6250,"date":1719,"orig":"Wuͤrmer innerlich und aͤuſſerl.","norm":"Würmer innerlich und äußerl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.48360013961792} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6251,"date":1719,"orig":"511 .","norm":"511.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.312399864196777} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6252,"date":1719,"orig":"rothe in den Blaͤttern des Ulmbaums.","norm":"rote in den Blättern des Ulmbaums.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.803699970245361} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6253,"date":1719,"orig":"367 .","norm":"367.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.374099969863891} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6254,"date":1719,"orig":"Zahnweh zu ſtillen. 72 . 73 .","norm":"Zahnweh zu stillen . 72 . 73.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.929999828338623} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6255,"date":1719,"orig":"Zahnbrecher Gauckeley.","norm":"Zahnbrecher Gaukelei.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"nl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.335800170898437} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6256,"date":1719,"orig":"382 .","norm":"382.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.8229000568389893} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6257,"date":1719,"orig":"Zauberey (Mittel dagegen. 662 . 663 .","norm":"Zauberei (Mittel dagegen . 662 . 663.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.530200004577637} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6258,"date":1719,"orig":"natuͤrlich der Bauren im Schwartzwalde. 665 . 666 .","norm":"natürlich der Bauern im Schwarzwalde . 665 . 666.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6371002197265625} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6259,"date":1719,"orig":"Zauber-Schaͤden/ Salbe darwider.","norm":"Zauber-Schäden / Salbe dawider.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.7480998039245605} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6260,"date":1719,"orig":"450 .","norm":"450.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.322000026702881} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6261,"date":1719,"orig":"Ziegen-Koth/ wozu er gut.","norm":"Ziegenkot / wozu er gut.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.7418999671936035} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6262,"date":1719,"orig":"Ende des Regiſters Zum Mediciniſch.","norm":"Ende des Registers zum Medizinisch.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":6.145699977874756} +{"basename":"eiteritz_affe_1719","par_idx":6263,"date":1719,"orig":"Maul-Affen.","norm":"Maulaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.840099811553955}