diff --git "a/data/train/1800-1899/eckermann_goethe02_1836.jsonl" "b/data/train/1800-1899/eckermann_goethe02_1836.jsonl" new file mode 100644--- /dev/null +++ "b/data/train/1800-1899/eckermann_goethe02_1836.jsonl" @@ -0,0 +1,3090 @@ +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":0,"date":1836,"orig":"Geſpräche mit Goethe.","norm":"Gespräche mit Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1539998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1,"date":1836,"orig":"Zweyter Theil.","norm":"Zweiter Teil.","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.050899982452393} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2,"date":1836,"orig":"Geſpräche mit Goethe in den letzten Jahren ſeines Lebens. 1823 — 1832.","norm":"Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens . 1823 — 1832.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.163700103759766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3,"date":1836,"orig":"Von Johann Peter Eckermann.","norm":"Von Johann Peter Eckermann.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.540800094604492} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":4,"date":1836,"orig":"Zweyter Theil.","norm":"Zweiter Teil.","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.050899982452393} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":5,"date":1836,"orig":"Leipzig: F. A. Brockhaus. 1836.","norm":"Leipzig: F. A. Brockhaus . 1836.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hmn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.297399997711182} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":6,"date":1836,"orig":"1828.","norm":"1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.467899799346924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":7,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 15. Juny 1828.","norm":"Sonntag, den 15. Juni 1828.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.212399959564209} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":8,"date":1836,"orig":"Wir hatten nicht lange am Tiſch geſeſſen, als Herr Seidel mit den Tyrolern ſich melden ließ.","norm":"Wir hatten nicht lange am Tisch gesessen, als Herr Seidel mit den Tirolern sich melden ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.914999961853027} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":9,"date":1836,"orig":"Die Saͤnger wurden ins Gartenzimmer geſtellt, ſo daß ſie durch die offenen Thuͤren gut zu ſehen, und ihr Geſang aus dieſer Ferne gut zu hoͤren war.","norm":"Die Sänger wurden ins Gartenzimmer gestellt, so dass sie durch die offenen Türen gut zu sehen, und ihr Gesang aus dieser Ferne gut zu hören war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.134500026702881} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":10,"date":1836,"orig":"Herr Seidel ſetzte ſich zu uns an den Tiſch.","norm":"Herr Seidel setzte sich zu uns an den Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.90120005607605} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":11,"date":1836,"orig":"Die Lieder und das Gejodel der heiteren Tyroler behagte uns jungen Leuten; Fraͤulein Ulrike und mir gefiel beſonders der Strauß und Du, du liegſt mir im Herzen, wovon wir uns den Text ausbaten.","norm":"Die Lieder und das Gejodel der heiteren Tiroler behagte uns jungen Leuten; Fräulein Ulrike und mir gefiel besonders der Strauß und Du, du liegst mir im Herzen, wovon wir uns den Text ausbaten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019000053405762} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":12,"date":1836,"orig":"Goethe ſelbſt erſchien keineswegs ſo entzuͤckt als wir Andern.","norm":"Goethe selbst erschien keineswegs so entzückt als wir anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7972002029418945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":13,"date":1836,"orig":"„Wie Kirſchen und Beeren behagen, ſagte er, muß man Kinder und Sperlinge fragen.","norm":"„Wie Kirschen und Beeren behagen, sagte er, muss man Kinder und Sperlinge fragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021100044250488} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":14,"date":1836,"orig":"Zwiſchen den Liedern ſpielten die Tyroler allerlei nationale Taͤnze, auf einer Art von liegenden Zittern, von einer hellen Querfloͤte begleitet.","norm":"Zwischen den Liedern spielten die Tiroler allerlei nationale Tänze, auf einer Art von liegenden Zittern, von einer hellen Querflöte begleitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.474299907684326} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":15,"date":1836,"orig":"Der junge Goethe wird hinausgerufen und kommt bald wieder zuruͤck.","norm":"Der junge Goethe wird hinausgerufen und kommt bald wieder zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.283400058746338} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":16,"date":1836,"orig":"Er geht zu den Tyrolern und entlaͤßt ſie.","norm":"Er geht zu den Tirolern und entlässt sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.794100046157837} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":17,"date":1836,"orig":"Er ſetzt ſich wieder zu uns an den Tiſch.","norm":"Er setzt sich wieder zu uns an den Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.780900001525879} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":18,"date":1836,"orig":"Wir ſprechen von Oberon, und daß ſo viele Menſchen von allen Ecken herbeygeſtroͤmt, um dieſe Oper zu ſehen, ſo daß ſchon Mittags keine Billets mehr zu haben geweſen.","norm":"Wir sprechen von Oberon, und dass so viele Menschen von allen Ecken herbeigeströmt, um diese Oper zu sehen, so dass schon Mittags keine Billetts mehr zu haben gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.62060022354126} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":19,"date":1836,"orig":"Der junge Goethe hebt die Tafel auf.","norm":"Der junge Goethe hebt die Tafel auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.090400218963623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":20,"date":1836,"orig":"„Lieber Vater, ſagt er, wenn wir aufſtehen wollten!","norm":"„Lieber Vater, sagt er, wenn wir aufstehen wollten!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151400089263916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":21,"date":1836,"orig":"Die Herren und Damen wuͤnſchten vielleicht etwas fruͤher ins Theater zu gehen.“","norm":"Die Herren und Damen wünschten vielleicht etwas früher ins Theater zu gehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0346999168396} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":22,"date":1836,"orig":"Goethen erſcheint dieſe Eile wunderlich, da es noch kaum vier Uhr iſt, doch fuͤgt er ſich und ſteht auf, und wir verbreiten uns in den Zimmern.","norm":"Goethen erscheint diese Eile wunderlich, da es noch kaum vier Uhr ist, doch fügt er sich und steht auf, und wir verbreiten uns in den Zimmern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.547999858856201} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":23,"date":1836,"orig":"Herr Seidel tritt zu mir und einigen Anderen, und ſagt leiſe und mit betruͤbtem Geſicht:","norm":"Herr Seidel tritt zu mir und einigen Anderen, und sagt leise und mit betrübtem Gesicht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.979899883270264} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":24,"date":1836,"orig":"„Eure Freude auf das Theater iſt vergeblich, es iſt keine Vorſtellung, der Großherzog iſt todt! auf der Reiſe von Berlin hieher iſt er geſtorben.“","norm":"„Eure Freude auf das Theater ist vergeblich, es ist keine Vorstellung, der Großherzog ist tot! auf der Reise von Berlin hierher ist er gestorben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.787700176239014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":25,"date":1836,"orig":"Eine allgemeine Beſtuͤrzung verbreitete ſich unter uns.","norm":"Eine allgemeine Bestürzung verbreitete sich unter uns.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.217999935150146} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":26,"date":1836,"orig":"Goethe kommt herein, wir thun als ob nichts paſſirt waͤre und ſprechen von gleichguͤltigen Dingen.","norm":"Goethe kommt herein, wir tun als ob nichts passiert wäre und sprechen von gleichgültigen Dingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.044600009918213} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":27,"date":1836,"orig":"Goethe tritt mit mir ans Fenſter und ſpricht uͤber die Tyroler und das Theater.","norm":"Goethe tritt mit mir ans Fenster und spricht über die Tiroler und das Theater.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5346999168396} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":28,"date":1836,"orig":"„Sie gehen heut in meine Loge, ſagte er, Sie haben Zeit bis ſechs Uhr; laſſen Sie die Andern und bleiben Sie bey mir, wir ſchwaͤtzen noch ein wenig.“","norm":"„Sie gehen heute in meine Loge, sagte er, Sie haben Zeit bis sechs Uhr; lassen Sie die Anderen und bleiben Sie bei mir, wir schwätzen noch ein wenig .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.155200004577637} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":29,"date":1836,"orig":"Der junge Goethe ſucht die Geſellſchaft fortzutreiben, um ſeinem Vater die Eroͤffnung zu machen, ehe der Canzler, der ihm vorhin die Bothſchaft gebracht, zuruͤckkommt.","norm":"Der junge Goethe sucht die Gesellschaft fortzutreiben, um seinem Vater die Eröffnung zu machen, ehe der Kanzler, der ihm vorhin die Botschaft gebracht, zurückkommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686600208282471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":30,"date":1836,"orig":"Goethe kann das wunderliche Eilen und Draͤngen ſeines Sohnes nicht begreifen und wird daruͤber verdrießlich.","norm":"Goethe kann das wunderliche Eilen und Drängen seines Sohnes nicht begreifen und wird darüber verdrießlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.298999786376953} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":31,"date":1836,"orig":"„Wollt Ihr denn nicht erſt Euren Kaffee trinken, ſagt er, es iſt ja kaum vier Uhr!“","norm":"„Wollt Ihr denn nicht erst Euren Kaffee trinken, sagt er, es ist ja kaum vier Uhr!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.457799911499023} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":32,"date":1836,"orig":"Indeß gingen die Uebrigen und auch ich nahm meinen Hut.","norm":"Indes gingen die Übrigen und auch ich nahm meinen Hut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.448800086975098} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":33,"date":1836,"orig":"„Nun? wollen Sie auch gehen?“ ſagte Goethe, indem er mich verwundert anſah.","norm":"„Nun? wollen Sie auch gehen?“ sagte Goethe, indem er mich verwundert ansah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3256001472473145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":34,"date":1836,"orig":"Ja, ſagte der junge Goethe, Eckermann hat auch vor dem Theater noch etwas zu thun.","norm":"Ja, sagte der junge Goethe, Eckermann hat auch vor dem Theater noch etwas zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.123000144958496} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":35,"date":1836,"orig":"Ja, ſagte ich, ich habe noch etwas vor.","norm":"Ja, sagte ich, ich habe noch etwas vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.942699909210205} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":36,"date":1836,"orig":"„So geht denn, ſagte Goethe, indem er bedenklich den Kopf ſchuͤttelte, aber ich begreife Euch nicht.“","norm":"„So geht denn, sagte Goethe, indem er bedenklich den Kopf schüttelte, aber ich begreife Euch nicht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.727200031280518} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":37,"date":1836,"orig":"Wir gingen mit Fraͤulein Ulrike in die oberen Zimmer; der junge Goethe aber blieb unten, um ſeinem Vater die unſelige Eroͤffnung zu machen.","norm":"Wir gingen mit Fräulein Ulrike in die oberen Zimmer; der junge Goethe aber blieb unten, um seinem Vater die unselige Eröffnung zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.734600067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":38,"date":1836,"orig":"Ich ſah Goethe darauf ſpaͤt am Abend.","norm":"Ich sah Goethe darauf spät am Abend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.986800193786621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":39,"date":1836,"orig":"Schon ehe ich zu ihm ins Zimmer trat, hoͤrte ich ihn ſeufzen und laut vor ſich hinreden.","norm":"Schon ehe ich zu ihm ins Zimmer trat, hörte ich ihn seufzen und laut vor sich hinreden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.074100017547607} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":40,"date":1836,"orig":"Er ſchien zu fuͤhlen, daß in ſein Daſeyn eine unerſetzliche Luͤcke geriſſen worden.","norm":"Er schien zu fühlen, dass in sein Dasein eine unersetzliche Lücke gerissen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9017999172210693} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":41,"date":1836,"orig":"Allen Troſt lehnte er ab und wollte von dergleichen nichts wiſſen.","norm":"Allen Trost lehnte er ab und wollte von dergleichen nichts wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.795899868011475} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":42,"date":1836,"orig":"„Ich hatte gedacht, ſagte er, ich wollte vor Ihm hingehen; aber Gott fuͤgt es, wie er es fuͤr gut findet, und uns armen Sterblichen bleibt weiter nichts, als zu tragen und uns empor zu halten ſo gut und ſo lange es gehen will.“","norm":"„Ich hatte gedacht, sagte er, ich wollte vor ihm hingehen; aber Gott fügt es, wie er es für gut findet, und uns armen Sterblichen bleibt weiter nichts, als zu tragen und uns empor zu halten so gut und so lange es gehen will .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.34250020980835} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":43,"date":1836,"orig":"Die Großherzogin Mutter traf die Todesnachricht in ihrem Sommeraufenthalte zu Wilhelmsthal, den jungen Hof in Rußland.","norm":"Die Großherzogin Mutter traf die Todesnachricht in ihrem Sommeraufenthalte zu Wilhelmsthal, den jungen Hof in Russland.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.546599864959717} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":44,"date":1836,"orig":"Goethe ging bald nach Dornburg, um ſich den taͤglichen betruͤbenden Eindruͤcken zu entziehen und ſich in einer neuen Umgebung durch eine friſche Thaͤtigkeit wieder herzuſtellen.","norm":"Goethe ging bald nach Dornburg, um sich den täglichen betrübenden Eindrücken zu entziehen und sich in einer neuen Umgebung durch eine frische Tätigkeit wieder herzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320099830627441} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":45,"date":1836,"orig":"Durch bedeutende ihn nahe beruͤhrende literariſche Anregungen von Seiten der Franzoſen ward er von Neuem in die Pflanzenlehre getrieben, bey welchen Studien ihm dieſer laͤndliche Aufenthalt, wo ihm bey jedem Schritt ins Freye die uͤppigſte Vegetation rankender Weinreben und ſproſſender Blumen umgab, ſehr zu Statten kam.","norm":"Durch bedeutende ihn nahe berührende literarische Anregungen von Seiten der Franzosen wurde er von Neuem in die Pflanzenlehre getrieben, bei welchen Studien ihm dieser ländliche Aufenthalt, wo ihm bei jedem Schritt ins Freie die üppigste Vegetation rankender Weinreben und sprossender Blumen umgab, sehr zu statten kam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.323299884796143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":46,"date":1836,"orig":"Ich beſuchte ihn dort einige Mal in Begleitung ſeiner Schwiegertochter und Enkel.","norm":"Ich besuchte ihn dort einige Mal in Begleitung seiner Schwiegertochter und Enkel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9795000553131104} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":47,"date":1836,"orig":"Er ſchien ſehr gluͤcklich zu ſeyn und konnte nicht unterlaſſen, ſeinen Zuſtand und die herrliche Lage des Schloſſes und der Gaͤrten wiederholt zu preiſen.","norm":"Er schien sehr glücklich zu sein und konnte nicht unterlassen, seinen Zustand und die herrliche Lage des Schlosses und der Gärten wiederholt zu preisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.89680004119873} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":48,"date":1836,"orig":"Und in der That! man hatte aus den Fenſtern von ſolcher Hoͤhe hinab einen reizenden Anblick.","norm":"Und in der Tat! man hatte aus den Fenstern von solcher Höhe hinab einen reizenden Anblick.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.863999843597412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":49,"date":1836,"orig":"Unten das mannigfaltig belebte Thal mit der durch Wieſen ſich hinſchlaͤngelnden Saale.","norm":"Unten das mannigfaltig belebte Tal mit der durch Wiesen sich hinschlängelnden Saale.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.624899864196777} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":50,"date":1836,"orig":"Gegenuͤber nach Oſten waldige Huͤgel, uͤber welche der Blick ins Weite ſchweifte, ſo daß man fuͤhlte, es ſey dieſer Stand am Tag der Beobachtung vorbeyziehender und ſich im Weiten verlierender Regenſchauer, ſo wie bey Nacht der Betrachtung des oͤſtlichen Sternenheers und der aufgehenden Sonne beſonders guͤnſtig.","norm":"Gegenüber nach Osten waldige Hügel, über welche der Blick ins Weite schweifte, so dass man fühlte, es sei dieser Stand am Tag der Beobachtung vorbeiziehender und sich im Weiten verlierender Regenschauer, so wie bei Nacht der Betrachtung des östlichen Sternenheers und der aufgehenden Sonne besonders günstig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.617599964141846} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":51,"date":1836,"orig":"„Ich verlebe hier, ſagte Goethe, ſo gute Tage wie Naͤchte.","norm":"„Ich verlebe hier, sagte Goethe, so gute Tage wie Nächte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.276700019836426} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":52,"date":1836,"orig":"Oft vor Tagesanbruch bin ich wach und liege im offenen Fenſter, um mich an der Pracht der jetzt zuſammenſtehenden drey Planeten zu weiden und an dem wachſenden Glanz der Morgenroͤthe zu erquicken.","norm":"Oft vor Tagesanbruch bin ich wach und liege im offenen Fenster, um mich an der Pracht der jetzt zusammenstehenden drei Planeten zu weiden und an dem wachsenden Glanz der Morgenröte zu erquicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9398999214172363} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":53,"date":1836,"orig":"Faſt den ganzen Tag bin ich ſodann im Freyen, und halte geiſtige Zwieſprache mit den Ranken der Weinrebe, die mir gute Gedanken ſagen und wovon ich Euch wunderliche Dinge mittheilen koͤnnte.","norm":"Fast den ganzen Tag bin ich sodann im Freien, und halte geistige Zwiesprache mit den Ranken der Weinrebe, die mir gute Gedanken sagen und wovon ich Euch wunderliche Dinge mitteilen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.452400207519531} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":54,"date":1836,"orig":"Auch mache ich wieder Gedichte, die nicht ſchlecht ſind, und moͤchte uͤberall, daß es mir vergoͤnnt waͤre, in dieſem Zuſtande ſo fortzuleben.“","norm":"Auch mache ich wieder Gedichte, die nicht schlecht sind, und möchte überall, dass es mir vergönnt wäre, in diesem Zustande so fortzuleben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.238500118255615} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":55,"date":1836,"orig":"Donnerstag, den 11. September 1828.","norm":"Donnerstag, den 11. September 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.85509991645813} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":56,"date":1836,"orig":"Heute zwey Uhr, bey dem herrlichſten Wetter, kam Goethe von Dornburg zuruͤck.","norm":"Heute zwei Uhr, bei dem herrlichsten Wetter, kam Goethe von Dornburg zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018199920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":57,"date":1836,"orig":"Er war ruͤſtig und ganz braun von der Sonne.","norm":"Er war rüstig und ganz braun von der Sonne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.845099925994873} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":58,"date":1836,"orig":"Wir ſetzten uns bald zu Tiſch, und zwar in dem Zimmer, das unmittelbar an den Garten ſtoͤßt, und deſſen Thuͤren offen ſtanden.","norm":"Wir setzten uns bald zu Tisch, und zwar in dem Zimmer, das unmittelbar an den Garten stößt, und dessen Türen offen standen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6975998878479} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":59,"date":1836,"orig":"Er erzaͤhlte von mancherley gehabten Beſuchen und erhaltenen Geſchenken, und ſchien ſich uͤberall in zwiſchen geſtreuten leichten Scherzen zu gefallen.","norm":"Er erzählte von mancherlei gehabten Besuchen und erhaltenen Geschenken, und schien sich überall inzwischen gestreuten leichten Scherzen zu gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274600028991699} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":60,"date":1836,"orig":"Blickte man aber tiefer, ſo konnte man eine gewiſſe Befangenheit nicht verkennen, wie ſie derjenige empfindet, der in einen alten Zuſtand zuruͤckkehrt, der durch mancherley Verhaͤltniſſe, Ruͤckſichten und Anforderungen bedingt iſt.","norm":"Blickte man aber tiefer, so konnte man eine gewisse Befangenheit nicht verkennen, wie sie derjenige empfindet, der in einen alten Zustand zurückkehrt, der durch mancherlei Verhältnisse, Rücksichten und Anforderungen bedingt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.971100091934204} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":61,"date":1836,"orig":"Wir waren noch bey den erſten Gerichten, als eine Sendung der Großherzogin Mutter kam, die ihre Freude uͤber Goethe's Zuruͤckkunft zu erkennen gab, mit der Meldung, daß ſie naͤchſten Dienſtag das Vergnuͤgen haben werde, ihn zu beſuchen.","norm":"Wir waren noch bei den ersten Gerichten, als eine Sendung der Großherzogin Mutter kam, die ihre Freude über Goethes Zurückkunft zu erkennen gab, mit der Meldung, dass sie nächsten Dienstag das Vergnügen haben werde, ihn zu besuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.152299880981445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":62,"date":1836,"orig":"Seit dem Tode des Großherzogs hatte Goethe Niemanden von der fuͤrſtlichen Familie geſehen.","norm":"Seit dem Tode des Großherzogs hatte Goethe Niemanden von der fürstlichen Familie gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.422699928283691} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":63,"date":1836,"orig":"Er hatte zwar mit der Großherzogin Mutter in fortwaͤhrendem Briefwechſel geſtanden, ��o daß ſie ſich uͤber den erlittenen Verluſt gewiß hinlaͤnglich ausgeſprochen hatten.","norm":"Er hatte zwar mit der Großherzogin Mutter in fortwährendem Briefwechsel gestanden, so dass sie sich über den erlittenen Verlust gewiss hinlänglich ausgesprochen hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.084000110626221} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":64,"date":1836,"orig":"Allein jetzt ſtand das perſoͤnliche Wiederſehen bevor, das ohne einige ſchmerzliche Regungen von beyden Seiten nicht wohl abgehen konnte, und das demnach im Voraus mit einiger Apprehenſion mochte empfunden werden.","norm":"Allein jetzt stand das persönliche Wiedersehen bevor, das ohne einige schmerzliche Regungen von beiden Seiten nicht wohl abgehen konnte, und das demnach im Voraus mit einiger Apprehension mochte empfunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.939700126647949} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":65,"date":1836,"orig":"So auch hatte Goethe den jungen Hof noch nicht geſehen und als neuer Landesherrſchaft gehuldigt.","norm":"So auch hatte Goethe den jungen Hof noch nicht gesehen und als neuer Landesherrschaft gehuldigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.445700168609619} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":66,"date":1836,"orig":"Dieſes alles ſtand ihm bevor, und wenn es ihn auch als großen Weltmann keineswegs genieren konnte, ſo genierte es ihn doch als Talent, das immer in ſeinen angeborenen Richtungen und in ſeiner Thaͤtigkeit leben moͤchte.","norm":"Dieses alles stand ihm bevor, und wenn es ihn auch als großen Weltmann keineswegs genieren konnte, so genierte es ihn doch als Talent, das immer in seinen angeborenen Richtungen und in seiner Tätigkeit leben möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.473899841308594} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":67,"date":1836,"orig":"Zudem drohten Beſuche aus allen Gegenden.","norm":"Zudem drohten Besuche aus allen Gegenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.736700057983398} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":68,"date":1836,"orig":"Das Zuſammenkommen beruͤhmter Naturforſcher in Berlin hatte viele bedeutende Maͤnner in Bewegung geſetzt, die, in ihren Wegen Weimar durchkreuzend, ſich theils hatten melden laſſen und deren Ankunft zu erwarten war.","norm":"Das Zusammenkommen berühmter Naturforscher in Berlin hatte viele bedeutende Männer in Bewegung gesetzt, die, in ihren Wegen Weimar durchkreuzend, sich teils hatten melden lassen und deren Ankunft zu erwarten war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8769001960754395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":69,"date":1836,"orig":"Wochenlange Stoͤrungen, die den inneren Sinn hinnahmen und aus der gewohnten Bahn lenkten, und was ſonſt fuͤr Unannehmlichkeiten mit uͤbrigens ſo werthen Beſuchen in Verbindung ſtehen mochten, dieſes alles mußte von Goethe geſpenſtiſch voraus empfunden werden, ſo wie er wieder den Fuß auf die Schwelle ſetzte und die Raͤume ſeiner Zimmer durchſchritt.","norm":"Wochenlange Störungen, die den inneren Sinn hinnahmen und aus der gewohnten Bahn lenkten, und was sonst für Unannehmlichkeiten mit übrigens so werten Besuchen in Verbindung stehen mochten, dieses alles musste von Goethe gespenstisch voraus empfunden werden, so wie er wieder den Fuß auf die Schwelle setzte und die Räume seiner Zimmer durchschritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.843100070953369} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":70,"date":1836,"orig":"Was aber alles dieſes Bevorſtehende noch laͤſtiger machte, war ein Umſtand, den ich nicht uͤbergehen darf.","norm":"Was aber alles dieses Bevorstehende noch lästiger machte, war ein Umstand, den ich nicht übergehen darf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9576001167297363} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":71,"date":1836,"orig":"Die fuͤnfte Lieferung ſeiner Werke, welche auch die Wanderjahre enthalten ſoll, muß auf Weihnachten zum Druck abgeliefert werden.","norm":"Die fünfte Lieferung seiner Werke, welche auch die Wanderjahre enthalten soll, muss auf Weihnachten zum Druck abgeliefert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.010200023651123} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":72,"date":1836,"orig":"Dieſen fruͤher in Einem Bande erſchienenen Roman hat Goethe gaͤnzlich umzuarbeiten angefangen, und das Alte mit ſo viel Neuem verſchmolzen, daß es als ein Werk in drey Baͤnden in der neuen Ausgabe hervorgehen ſoll.","norm":"Diesen früher in einem Bande erschienenen Roman hat Goethe gänzlich umzuarbeiten angefangen, und das Alte mit so viel Neuem verschmolzen, dass es als ein Werk in drei Bänden in der neuen Ausgabe hervorgehen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.640900135040283} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":73,"date":1836,"orig":"Hieran iſt nun zwar bereits viel gethan, aber noch ſehr viel zu thun.","norm":"Hieran ist nun zwar bereits viel getan, aber noch sehr viel zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.122499942779541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":74,"date":1836,"orig":"Das Manuſcript hat uͤberall weiße Papierluͤcken, die noch ausgefuͤllt ſeyn wollen.","norm":"Das Manuskript hat überall weiße Papierlücken, die noch ausgefüllt sein wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627699851989746} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":75,"date":1836,"orig":"Hier fehlt etwas in der Expoſition, hier iſt ein geſchickter Uebergang zu finden, damit dem Leſer weniger fuͤhlbar werde, daß es ein collectives Werk ſey; hier ſind Fragmente von großer Bedeutung, denen der Anfang, andere, denen das Ende mangelt, und ſo iſt an allen drey Baͤnden noch ſehr viel nachzuhelfen, um das bedeutende Buch zugleich annehmlich und anmuthig zu machen.","norm":"Hier fehlt etwas in der Exposition, hier ist ein geschickter Übergang zu finden, damit dem Leser weniger fühlbar werde, dass es ein Kollektives Werk sei; hier sind Fragmente von großer Bedeutung, denen der Anfang, andere, denen das Ende mangelt, und so ist an allen drei Bänden noch sehr viel nachzuhelfen, um das bedeutende Buch zugleich annehmlich und anmutig zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.245699882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":76,"date":1836,"orig":"Goethe theilte mir vergangenes Fruͤhjahr das Manuſcript zur Durchſicht mit; wir verhandelten damals ſehr viel uͤber dieſen wichtigen Gegenſtand muͤndlich und ſchriftlich; ich rieth ihm, den ganzen Sommer der Vollendung dieſes Werkes zu widmen, und alle anderen Arbeiten ſo lange zur Seite zu laſſen; er war gleichfalls von dieſer Nothwendigkeit uͤberzeugt und hatte den feſten Entſchluß, ſo zu thun.","norm":"Goethe teilte mir vergangenes Frühjahr das Manuskript zur Durchsicht mit; wir verhandelten damals sehr viel über diesen wichtigen Gegenstand mündlich und schriftlich; ich riet ihm, den ganzen Sommer der Vollendung dieses Werkes zu widmen, und alle anderen Arbeiten so lange zur Seite zu lassen; er war gleichfalls von dieser Notwendigkeit überzeugt und hatte den festen Entschluss, so zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.117599964141846} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":77,"date":1836,"orig":"Dann aber ſtarb der Großherzog; in Goethe's ganze Exiſtenz war dadurch eine ungeheure Luͤcke geriſſen, an eine ſo viele Heiterkeit und ruhigen Sinn verlangende Compoſition war nicht mehr zu denken, und er hatte nur zu ſehen, wie er ſich perſoͤnlich oben halten und wieder herſtellen wollte.","norm":"Dann aber starb der Großherzog; in Goethes ganze Existenz war dadurch eine ungeheure Lücke gerissen, an eine so viele Heiterkeit und ruhigen Sinn verlangende Komposition war nicht mehr zu denken, und er hatte nur zu sehen, wie er sich persönlich oben halten und wieder herstellen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.355500221252441} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":78,"date":1836,"orig":"Jetzt aber, da er mit Herbſtes Anfang von Dornburg zuruͤckkehrend die Zimmer ſeiner Weimariſchen Wohnung wieder betrat, mußte ihm auch der Gedanke an die Vollendung ſeiner Wanderjahre, wozu ihm nur noch die kurze Friſt weniger Monate vergoͤnnet war, lebendig vor die Seele treten, und zwar im Conflict mit den mannigfaltigen Stoͤrungen, die ihm bevorſtanden und einem reinen ruhigen Walten und Wirken ſeines Talentes im Wege waren.","norm":"Jetzt aber, da er mit Herbstes Anfang von Dornburg zurückkehrend die Zimmer seiner Weimarischen Wohnung wieder betrat, musste ihm auch der Gedanke an die Vollendung seiner Wanderjahre, wozu ihm nur noch die kurze Frist weniger Monate vergönnet war, lebendig vor die Seele treten, und zwar im Konflikt mit den mannigfaltigen Störungen, die ihm bevorstanden und einem reinen ruhigen Walten und Wirken seines Talentes im Wege waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.383699893951416} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":79,"date":1836,"orig":"Faßt man nun alles Dargelegte zuſammen, ſo wird man mich verſtehen, wenn ich ſage, daß in Goethe, trotz ſeiner leichten heiteren Scherze bey Tiſch, eine tiefer liegende Befangenheit nicht ſey zu verkennen geweſen.","norm":"Fasst man nun alles Dargelegte zusammen, so wird man mich verstehen, wenn ich sage, dass in Goethe, trotz seiner leichten heiteren Scherze bei Tisch, eine tiefer liegende Befangenheit nicht sei zu verkennen gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.383699893951416} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":80,"date":1836,"orig":"Warum ich aber dieſe Verhaͤltniſſe beruͤhre, hat noch einen anderen Grund.","norm":"Warum ich aber diese Verhältnisse berühre, hat noch einen anderen Grund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.841200113296509} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":81,"date":1836,"orig":"Es ſteht mit einer Aeußerung Goethe's in Verbindung, die mir ſehr merkwuͤrdig erſchien, die ſeinen Zuſtand und ſein eigenthuͤmliches Weſen ausſprach, und wovon ich nun reden will.","norm":"Es steht mit einer Äußerung Goethes in Verbindung, die mir sehr merkwürdig erschien, die seinen Zustand und sein eigentümliches Wesen aussprach, und wovon ich nun reden will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.592900037765503} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":82,"date":1836,"orig":"Profeſſor Abeken zu Osnabruͤck hatte mir in den Tagen vor dem 28. Auguſt einen Einſchluß zugeſendet, mit dem Erſuchen, ihn Goethe zu ſeinem Geburtstage zu ſchicklicher Stunde zu uͤberreichen.","norm":"Professor Abeken zu Osnabrück hatte mir in den Tagen vor dem 28. August einen Einschluss zugesendet, mit dem Ersuchen, ihn Goethe zu seinem Geburtstage zu schicklicher Stunde zu überreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9039998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":83,"date":1836,"orig":"Es ſey ein Andenken in Bezug auf Schiller, das gewiß Freude verurſachen werde.","norm":"Es sei ein Andenken in Bezug auf Schiller, das gewiss Freude verursachen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.192200183868408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":84,"date":1836,"orig":"Als nun Goethe heute bey Tiſch von den mannigfaltigen Geſchenken erzaͤhlte, die ihm zu ſeinem Geburtstag nach Dornburg geſendet worden, fragte ich ihn, was das Paket von Abeken enthalten.","norm":"Als nun Goethe heute bei Tisch von den mannigfaltigen Geschenken erzählte, die ihm zu seinem Geburtstag nach Dornburg gesendet worden, fragte ich ihn, was das Paket von Abeken enthalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.847099781036377} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":85,"date":1836,"orig":"„Es war eine merkwuͤrdige Sendung, ſagte Goethe, die mir viele Freude gemacht hat.","norm":"„Es war eine merkwürdige Sendung, sagte Goethe, die mir viele Freude gemacht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8926000595092773} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":86,"date":1836,"orig":"Ein liebenswuͤrdiges Frauenzimmer, bey der Schiller den Thee getrunken, hat die Artigkeit gehabt, ſeine Aeußerungen niederzuſchreiben.","norm":"Ein liebenswürdiges Frauenzimmer, bei der Schiller den Tee getrunken, hat die Artigkeit gehabt, seine Äußerungen niederzuschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.398600101470947} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":87,"date":1836,"orig":"Sie hat alles ſehr huͤbſch aufgefaßt und treu wiedergegeben, und das lieſet ſich nun nach ſo langer Zeit gar gut, indem man dadurch unmittelbar in einen Zuſtand verſetzt wird, der mit tauſend anderen bedeutenden voruͤbergegangen iſt, in dieſem Fall aber gluͤcklicherweiſe in ſeiner Lebendigkeit auf dem Papiere gefeſſelt worden.“","norm":"Sie hat alles sehr hübsch aufgefasst und treu wiedergegeben, und das liest sich nun nach so langer Zeit gar gut, indem man dadurch unmittelbar in einen Zustand versetzt wird, der mit tausend anderen bedeutenden vorübergegangen ist, in diesem Fall aber glücklicherweise in seiner Lebendigkeit auf dem Papiere gefesselt worden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.737299919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":88,"date":1836,"orig":"„Schiller erſcheint hier, wie immer, im abſoluten Beſitz ſeiner erhabenen Natur; er iſt ſo groß am Theetiſch, wie er es im Staatsrath geweſen ſeyn wuͤrde.","norm":"„Schiller erscheint hier, wie immer, im absoluten Besitz seiner erhabenen Natur; er ist so groß am Teetisch, wie er es im Staatsrat gewesen sein würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28380012512207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":89,"date":1836,"orig":"Nichts geniert ihn, nichts engt ihn ein, nichts zieht den Flug ſeiner Gedanken herab; was in ihm von großen Anſichten lebt, geht immer frey heraus ohne Ruͤckſicht und ohne Bedenken.","norm":"Nichts geniert ihn, nichts engt ihn ein, nichts zieht den Flug seiner Gedanken herab; was in ihm von großen Ansichten lebt, geht immer frei heraus ohne Rücksicht und ohne Bedenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.787799835205078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":90,"date":1836,"orig":"Das war ein rechter Menſch, und ſo ſollte man auch ſeyn! —","norm":"Das war ein rechter Mensch, und so sollte man auch sein! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.121399879455566} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":91,"date":1836,"orig":"Wir Andern dagegen fuͤhlen uns immer bedingt; die Perſonen, die Gegenſtaͤnde, die uns umgeben, haben auf uns ihren Einfluß; der Theeloͤffel geniert uns, wenn er von Gold iſt, da er von Silber ſeyn ſollte, und ſo, durch tauſend Ruͤckſichten paralyſirt, kommen wir nicht dazu, was etwa Großes in unſerer Natur ſeyn moͤchte, frey auszulaſſen.","norm":"Wir anderen dagegen fühlen uns immer bedingt; die Personen, die Gegenstände, die uns umgeben, haben auf uns ihren Einfluss; der Teelöffel geniert uns, wenn er von Gold ist, da er von Silber sein sollte, und so, durch tausend Rücksichten paralysiert, kommen wir nicht dazu, was etwa Großes in unserer Natur sein möchte, frei auszulassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.526100158691406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":92,"date":1836,"orig":"Wir ſind die Sclaven der Gegenſtaͤnde, und erſcheinen geringe oder bedeutend, je nachdem uns dieſe zuſammenziehen oder zu freyer Ausdehnung Raum geben.“","norm":"Wir sind die Sklaven der Gegenstände, und erscheinen geringe oder bedeutend, je nachdem uns diese zusammenziehen oder zu freier Ausdehnung Raum geben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.139599800109863} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":93,"date":1836,"orig":"Goethe ſchwieg, das Geſpraͤch miſchte ſich anders, ich aber bedachte dieſe merkwuͤrdigen, auch mein eigenes Innere beruͤhrenden und ausſprechenden Worte in meinem Herzen.","norm":"Goethe schwieg, das Gespräch mischte sich anders, ich aber bedachte diese merkwürdigen, auch mein eigenes Innere berührenden und aussprechenden Worte in meinem Herzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.247700214385986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":94,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 1. October 1828.","norm":"Mittwoch, den 1. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.2581000328063965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":95,"date":1836,"orig":"Herr Hoͤnninghauſen aus Crefeld, Chef eines großen Handelshauſes, zugleich Liebhaber der Naturwiſſenſchaften, beſonders der Mineralogie, ein durch große Reiſen und Studien vielſeitig unterrichteter Mann, war heute bey Goethe zu Tiſch.","norm":"Herr Hönninghausen aus Krefeld, Chef eines großen Handelshauses, zugleich Liebhaber der Naturwissenschaften, besonders der Mineralogie, ein durch große Reisen und Studien vielseitig unterrichteter Mann, war heute bei Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730800151824951} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":96,"date":1836,"orig":"Er kam von der Verſammlung der Naturforſcher aus Berlin zuruͤck, und es ward uͤber dahinſchlagende Dinge, beſonders uͤber mineralogiſche Gegenſtaͤnde manches geſprochen.","norm":"Er kam von der Versammlung der Naturforscher aus Berlin zurück, und es wurde über dahinschlagend Dinge, besonders über mineralogische Gegenstände manches gesprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.526800155639648} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":97,"date":1836,"orig":"Auch von den Vulkaniſten war die Rede und von der Art und Weiſe, wie die Menſchen uͤber die Natur zu Anſichten und Hypotheſen kommen; bey welcher Gelegenheit denn großer Naturforſcher und auch des Ariſtoteles gedacht wurde, uͤber welchen ſich Goethe alſo ausſprach.","norm":"Auch von den Vulkanisten war die Rede und von der Art und Weise, wie die Menschen über die Natur zu Ansichten und Hypothesen kommen; bei welcher Gelegenheit denn großer Naturforscher und auch des Aristoteles gedacht wurde, über welchen sich Goethe also aussprach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.523799896240234} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":98,"date":1836,"orig":"„Ariſtoteles, ſagte er, hat die Natur beſſer geſehen als irgend ein Neuerer, aber er war zu raſch mit ſeinen Meinungen.","norm":"„Aristoteles, sagte er, hat die Natur besser gesehen als irgendein Neuerer, aber er war zu rasch mit seinen Meinungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.866100072860717} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":99,"date":1836,"orig":"Man muß mit der Natur langſam und laͤßlich verfahren, wenn man ihr etwas abgewinnen will.“","norm":"Man muss mit der Natur langsam und lässlich verfahren, wenn man ihr etwas abgewinnen will .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.085000038146973} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":100,"date":1836,"orig":"„Wenn ich bey Erforſchung naturwiſſenſchaftlicher Gegenſtaͤnde zu einer Meinung gekommen war, ſo verlangte ich nicht, daß die Natur mir ſogleich Recht geben ſollte; vielmehr ging ich ihr in Beobachtungen und Verſuchen pruͤfend nach, und war zufrieden, wenn ſie ſich ſo gefaͤllig erweiſen wollte, gelegentlich meine Meinung zu beſtaͤtigen.","norm":"„Wenn ich bei Erforschung naturwissenschaftlicher Gegenstände zu einer Meinung gekommen war, so verlangte ich nicht, dass die Natur mir sogleich Recht geben sollte; vielmehr ging ich ihr in Beobachtungen und Versuchen prüfend nach, und war zufrieden, wenn sie sich so gefällig erweisen wollte, gelegentlich meine Meinung zu bestätigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.072000026702881} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":101,"date":1836,"orig":"That ſie es nicht, ſo brachte ſie mich wohl auf ein anderes Aperçuͤ, welchem ich nachging und welches zu bewahrheiten ſie ſich vielleicht williger fand.“","norm":"Tat sie es nicht, so brachte sie mich wohl auf ein anderes Apercü, welchem ich nachging und welches zu bewahrheiten sie sich vielleicht williger fand .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.133100032806396} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":102,"date":1836,"orig":"Freitag, den 3. October 1828.","norm":"Freitag, den 3. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.9560999870300293} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":103,"date":1836,"orig":"Ich ſprach dieſen Mittag bey Tiſch mit Goethe uͤber Fouqué's Saͤngerkrieg auf der Wartburg, den ich auf ſeinen Wunſch geleſen.","norm":"Ich sprach diesen Mittag bei Tisch mit Goethe über Fouques Sängerkrieg auf der Wartburg, den ich auf seinen Wunsch gelesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.225200176239014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":104,"date":1836,"orig":"Wir kamen darin uͤberein, daß dieſer Dichter ſich zeitlebens mit altdeutſchen Studien beſchaͤftiget, und daß am Ende keine Cultur fuͤr ihn daraus hervorgegangen.","norm":"Wir kamen darin überein, dass dieser Dichter sich zeitlebens mit altdeutschen Studien beschäftiget, und dass am Ende keine Kultur für ihn daraus hervorgegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.862199783325195} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":105,"date":1836,"orig":"„Es iſt in der altdeutſchen duͤſteren Zeit, ſagte Goethe, eben ſo wenig fuͤr uns zu holen, als wir aus den ſerbiſchen Liedern und aͤhnlichen barbariſchen Volkspoeſieen gewonnen haben.","norm":"„Es ist in der altdeutschen düsteren Zeit, sagte Goethe, ebenso wenig für uns zu holen, als wir aus den serbischen Liedern und ähnlichen barbarischen Volkspoesien gewonnen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.61299991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":106,"date":1836,"orig":"Man lieſt es und intereſſirt ſich wohl eine Zeitlang dafuͤr, aber bloß um es abzuthun und ſodann hinter ſich liegen zu laſſen.","norm":"Man liest es und interessiert sich wohl eine Zeitlang dafür, aber bloß um es abzutun und sodann hinter sich liegenzulassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.395699977874756} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":107,"date":1836,"orig":"Der Menſch wird uͤberhaupt genug durch ſeine Leidenſchaften und Schickſale verduͤſtert, als daß er noͤthig haͤtte, dieſes noch durch die Dunkelheiten einer barbariſchen Vorzeit zu thun.","norm":"Der Mensch wird überhaupt genug durch seine Leidenschaften und Schicksale verdüstert, als dass er nötig hätte, dieses noch durch die Dunkelheiten einer barbarischen Vorzeit zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.174900054931641} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":108,"date":1836,"orig":"Er bedarf der Klarheit und der Aufheiterung, und es thut ihm noth, daß er ſich zu ſolchen Kunſt- und Literatur-Epochen wende, in denen vorzuͤgliche Menſchen zu vollendeter Bildung gelangten, ſo daß es ihnen ſelber wohl war, und ſie die Seligkeit ihrer Cultur wieder auf Andere auszugießen im Stande ſind.“","norm":"Er bedarf der Klarheit und der Aufheiterung, und es tut ihm Not, dass er sich zu solchen Kunst- und Literatur-Epochen wende, in denen vorzügliche Menschen zu vollendeter Bildung gelangten, so dass es ihnen selber wohl war, und sie die Seligkeit ihrer Kultur wieder auf Andere auszugießen im Stande sind .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.070799827575684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":109,"date":1836,"orig":"„Wollen Sie aber von Fouqué eine gute Meinung bekommen, ſo leſen Sie ſeine Undine, die wirklich allerliebſt iſt.","norm":"„Wollen Sie aber von Fouqué eine gute Meinung bekommen, so lesen Sie seine Undine, die wirklich allerliebst ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.242499828338623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":110,"date":1836,"orig":"Freylich war es ein guter Stoff, und man kann nicht einmal ſagen, daß der Dichter alles daraus gemacht haͤtte, was darinne lag; aber doch, die Undine iſt gut und wird Ihnen gefallen.“","norm":"Freilich war es ein guter Stoff, und man kann nicht einmal sagen, dass der Dichter alles daraus gemacht hätte, was darin lag; aber doch, die Undine ist gut und wird Ihnen gefallen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.952600002288818} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":111,"date":1836,"orig":"Es geht mir unguͤnſtig mit der neueſten deutſchen Literatur, ſagte ich.","norm":"Es geht mir ungünstig mit der neuesten deutschen Literatur, sagte ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.160299777984619} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":112,"date":1836,"orig":"Zu den Gedichten von Egon Ebert kam ich aus Voltaire, deſſen erſte Bekanntſchaft ich gemacht, und zwar durch die kleinen Gedichte an Perſonen, die gewiß zu dem Beſten gehoͤren, was er je geſchrieben.","norm":"Zu den Gedichten von Egon Ebert kam ich aus Voltaire, dessen erste Bekanntschaft ich gemacht, und zwar durch die kleinen Gedichte an Personen, die gewiss zu dem Besten gehören, was er je geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6255998611450195} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":113,"date":1836,"orig":"Nun mit Fouqué geht es mir nicht beſſer.","norm":"Nun mit Fouqué geht es mir nicht besser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.359600067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":114,"date":1836,"orig":"Vertieft in Walter Scotts Fair maid of Perth, gleichfalls das Erſte, was ich von dieſem großen Schriftſteller leſe, bin ich veranlaßt, dieſes an die Seite zu legen und mich in den Saͤngerkrieg auf der Wartburg zu begeben.","norm":"Vertieft in Walter Scotts Fair Maid of Perth, gleichfalls das Erste, was ich von diesem großen Schriftsteller lese, bin ich veranlasst, dieses an die Seite zu legen und mich in den Sängerkrieg auf der Wartburg zu begeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.161600112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":115,"date":1836,"orig":"„Gegen ſo große Auslaͤnder, ſagte Goethe, koͤnnen freylich die neueren Deutſchen keine Probe halten; aber es iſt gut, daß Sie ſich nach und nach mit allem In- und Auslaͤndiſchen bekannt machen, um zu ſehen, wo denn eigentlich eine hoͤhere Weltbildung, wie ſie der Dichter bedarf, zu holen iſt.“","norm":"„Gegen so große Ausländer, sagte Goethe, können freilich die neueren Deutschen keine Probe halten; aber es ist gut, dass Sie sich nach und nach mit allem In- und Ausländischen bekannt machen, um zu sehen, wo denn eigentlich eine höhere Weltbildung, wie sie der Dichter bedarf, zu holen ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.407199859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":116,"date":1836,"orig":"Frau von Goethe trat herein und ſetzte ſich zu uns an den Tiſch.","norm":"Frau von Goethe trat herein und setzte sich zu uns an den Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.740099906921386} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":117,"date":1836,"orig":"„Aber nicht wahr? fuhr Goethe heiter fort, Walter Scott's Fair maid of Perth iſt gut! —","norm":"„Aber nicht wahr? fuhr Goethe heiter fort, Walter Scotts Fair Maid of Perth ist gut! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.344299793243408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":118,"date":1836,"orig":"Das iſt gemacht!","norm":"Das ist gemacht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513599872589111} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":119,"date":1836,"orig":"Das iſt eine Hand! —","norm":"Das ist eine Hand! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.661900043487549} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":120,"date":1836,"orig":"Im Ganzen die ſichere Anlage und im Einzelnen kein Strich, der nicht zum Ziele fuͤhrte.","norm":"Im Ganzen die sichere Anlage und im Einzelnen kein Strich, der nicht zum Ziele führte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.745999813079834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":121,"date":1836,"orig":"Und welch ein Detail! ſowohl im Dialog als in der beſchreibenden Darſtellung, die beyde gleich vortrefflich ſind.","norm":"Und welch ein Detail! sowohl im Dialog als in der beschreibenden Darstellung, die beide gleich vortrefflich sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.448699951171875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":122,"date":1836,"orig":"— Seine Scenen und Situationen gleichen Gemaͤlden von Teniers; im Ganzen der Anordnung zeigen ſie die Hoͤhe der Kunſt, die einzelnen Figuren haben eine ſprechende Wahrheit und die Ausfuͤhrung erſtreckt ſich mit kuͤnſtleriſcher Liebe bis aufs Kleinſte, ſo daß uns kein Strich geſchenkt wird. —","norm":"— Seine Szenen und Situationen gleichen Gemälden von Teniers; im Ganzen der Anordnung zeigen sie die Höhe der Kunst, die einzelnen Figuren haben eine sprechende Wahrheit und die Ausführung erstreckt sich mit künstlerischer Liebe bis aufs Kleinste, so dass uns kein Strich geschenkt wird . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306399822235107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":123,"date":1836,"orig":"Bis wie weit haben Sie jetzt geleſen?“","norm":"Bis wie weit haben Sie jetzt gelesen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.120200157165527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":124,"date":1836,"orig":"Ich bin bis zu der Stelle gekommen, ſagte ich, wo Henri Smith das ſchoͤne Zittermaͤdchen durch Straßen und Umwege nach Hauſe fuͤhrt, und wo ihm zu ſeinem Aerger der Muͤtzenmacher Proutfut und der Apotheker Dwining begegnen.","norm":"Ich bin bis zu der Stelle gekommen, sagte ich, wo Henri Smith das schöne Zittermädchen durch Straßen und Umwege nach Hause führt, und wo ihm zu seinem Ärger der Mützenmacher Proutfut und der Apotheker Dwining begegnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2027997970581055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":125,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe, die Stelle iſt gut! —","norm":"„Ja, sagte Goethe, die Stelle ist gut! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.734300136566162} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":126,"date":1836,"orig":"Daß der widerſtrebende ehrliche Waffenſchmied ſo weit gebracht wird, neben dem verdaͤchtigen Maͤdchen zuletzt ſelbſt das Huͤndchen mit aufzuhocken, iſt einer der groͤßten Zuͤge, die irgend in Romanen anzutreffen ſind.","norm":"Dass der widerstrebende ehrliche Waffenschmied so weit gebracht wird, neben dem verdächtigen Mädchen zuletzt selbst das Hündchen mit aufzuhocken, ist einer der größten Züge, die irgend in Romanen anzutreffen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9004998207092285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":127,"date":1836,"orig":"Es zeugt von einer Kenntniß der menſchlichen Natur, der die tiefſten Geheimniſſe offenbar liegen.“","norm":"Es zeugt von einer Kenntnis der menschlichen Natur, der die tiefsten Geheimnisse offenbar liegen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4197998046875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":128,"date":1836,"orig":"Als einen hoͤchſt gluͤcklichen Griff, ſagte ich, muß ich auch bewundern, daß Walter Scott den Vater der Heldin einen Handſchuhmacher ſeyn laͤßt, der durch den Handel mit Fellen und Haͤuten mit den Hochlaͤndern ſeit lange in Verkehr geſtanden und noch ſteht.","norm":"Als einen höchst glücklichen Griff, sagte ich, muss ich auch bewundern, dass Walter Scott den Vater der Heldin einen Handschuhmacher sein lässt, der durch den Handel mit Fellen und Häuten mit den Hochländern seit lange in Verkehr gestanden und noch steht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.607999801635742} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":129,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe, das iſt ein Zug der hoͤchſten Art.","norm":"„Ja, sagte Goethe, das ist ein Zug der höchsten Art.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.282800197601318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":130,"date":1836,"orig":"Es entſpringen daraus fuͤr das ganze Buch die guͤnſtigſten Verhaͤltniſſe und Zuſtaͤnde, die dadurch alle zugleich eine reale Baſis erhalten, ſo daß ſie die uͤberzeugendſte Wahrheit mit ſich fuͤhren.","norm":"Es entspringen daraus für das ganze Buch die günstigsten Verhältnisse und Zustände, die dadurch alle zugleich eine reale Basis erhalten, so dass sie die überzeugendste Wahrheit mit sich führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.860599994659424} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":131,"date":1836,"orig":"Ueberall finden Sie bey Walter Scott die große Sicherheit und Gruͤndlichkeit in der Zeichnung, die aus ſeiner umfaſſenden Kenntniß der realen Welt hervorgeht, wozu er durch lebenslaͤngliche Studien und Beobachtungen und ein taͤgliches Durchſprechen der wichtigſten Verhaͤltniſſe gelangt iſt.","norm":"Überall finden Sie bei Walter Scott die große Sicherheit und Gründlichkeit in der Zeichnung, die aus seiner umfassenden Kenntnis der realen Welt hervorgeht, wozu er durch lebenslängliche Studien und Beobachtungen und ein tägliches Durchsprechen der wichtigsten Verhältnisse gelangt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.295199871063232} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":132,"date":1836,"orig":"Und nun ſein großes Talent und ſein umfaſſendes Weſen!","norm":"Und nun sein großes Talent und sein umfassendes Wesen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.148900032043457} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":133,"date":1836,"orig":"— Sie erinnern ſich des engliſchen Critikers, der die Poeten mit menſchlichen Saͤnger¬ Stimmen vergleicht, wo Einigen nur wenig gute Toͤne zu Gebote ſtaͤnden, waͤhrend Andere den hoͤchſten Umfang von Tiefe und Hoͤhe in vollkommener Gewalt haͤtten.","norm":"— Sie erinnern sich des englischen Kritikers, der die Poeten mit menschlichen Sänger¬ Stimmen vergleicht, wo einigen nur wenig gute Töne zu Gebote ständen, während Andere den höchsten Umfang von Tiefe und Höhe in vollkommener Gewalt hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.951000213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":134,"date":1836,"orig":"Dieſer letzteren Art iſt Walter Scott.","norm":"Dieser letzteren Art ist Walter Scott.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.069200038909912} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":135,"date":1836,"orig":"In dem Fair maid of Perth werden Sie nicht eine einzige ſchwache Stelle finden, wo es Ihnen fuͤhlbar wuͤrde, es habe ſeine Kenntniß und ſein Talent nicht ausgereicht.","norm":"In dem Fair maid of Perth werden Sie nicht eine einzige schwache Stelle finden, wo es Ihnen fühlbar würde, es habe seine Kenntnis und sein Talent nicht ausgereicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.239699840545654} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":136,"date":1836,"orig":"Er iſt ſeinem Stoff nach allen Richtungen hin gewachſen.","norm":"Er ist seinem Stoff nach allen Richtungen hin gewachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.325099945068359} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":137,"date":1836,"orig":"Der Koͤnig, der koͤnigliche Bruder, der Kronprinz, das Haupt der Geiſtlichkeit, der Adel, der Magiſtrat, die Buͤrger und Handwerker, die Hochlaͤnder, ſie ſind alle mit gleich ſicherer Hand gezeichnet und mit gleicher Wahrheit getroffen.“","norm":"Der König, der königliche Bruder, der Kronprinz, das Haupt der Geistlichkeit, der Adel, der Magistrat, die Bürger und Handwerker, die Hochländer, sie sind alle mit gleich sicherer Hand gezeichnet und mit gleicher Wahrheit getroffen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.019899845123291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":138,"date":1836,"orig":"Die Englaͤnder, ſagte Frau v. Goethe, lieben beſonders den Character des Henri Smith, und Walter Scott ſcheint ihn auch zum Helden des Buchs gemacht zu haben.","norm":"Die Engländer, sagte Frau v. Goethe, lieben besonders den Charakter des Henri Smith, und Walter Scott scheint ihn auch zum Helden des Buchs gemacht zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.729300022125244} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":139,"date":1836,"orig":"Mein Favorit iſt er nicht; mir koͤnnte der Prinz gefallen.","norm":"Mein Favorit ist er nicht; mir könnte der Prinz gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.855999946594238} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":140,"date":1836,"orig":"Der Prinz, ſagte ich, bleibt bey aller Wildheit immer noch liebenswuͤrdig genug, und er iſt vollkommen ſo gut gezeichnet wie irgend ein Anderer.","norm":"Der Prinz, sagte ich, bleibt bei aller Wildheit immer noch liebenswürdig genug, und er ist vollkommen so gut gezeichnet wie irgendein Anderer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293499946594238} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":141,"date":1836,"orig":"„Wie er zu Pferde ſitzend, ſagte Goethe, das huͤbſche Zittermaͤdchen auf ſeinen Fuß treten laͤßt, um ſie zu einem Kuß zu ſich heranzuheben, iſt ein Zug von der verwegenſten engliſchen Art.","norm":"„Wie er zu Pferde sitzend, sagte Goethe, das hübsche Zittermädchen auf seinen Fuß treten lässt, um sie zu einem Kuss zu sich heranzuheben, ist ein Zug von der verwegensten englischen Art.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8765997886657715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":142,"date":1836,"orig":"Aber Ihr Frauen habt Unrecht, wenn Ihr immer Partey macht; Ihr leſet gewoͤhnlich ein Buch, um darin Nahrung fuͤr Euer Herz zu finden, einen Helden, den Ihr lieben koͤnntet!","norm":"Aber Ihr Frauen habt Unrecht, wenn Ihr immer Partei macht; Ihr leset gewöhnlich ein Buch, um darin Nahrung für Euer Herz zu finden, einen Helden, den Ihr lieben könntet!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.288400173187256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":143,"date":1836,"orig":"So ſoll man aber eigentlich nicht leſen, und es kommt gar nicht darauf an, daß Euch dieſer oder jener Character gefalle, ſondern daß Euch das Buch gefalle.“","norm":"So soll man aber eigentlich nicht lesen, und es kommt gar nicht darauf an, dass Euch dieser oder jener Charakter gefalle, sondern dass Euch das Buch gefalle .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.718600034713745} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":144,"date":1836,"orig":"Wir Frauen ſind nun einmal ſo, lieber Vater, ſagte Frau von Goethe, indem ſie uͤber den Tiſch neigend ihm die Hand druͤckte.","norm":"Wir Frauen sind nun einmal so, lieber Vater, sagte Frau von Goethe, indem sie über den Tisch neigend ihm die Hand drückte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.80210018157959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":145,"date":1836,"orig":"„Man muß Euch ſchon in Eurer Liebenswuͤrdigkeit gewaͤhren laſſen, erwiederte Goethe.“","norm":"„Man muss Euch schon in Eurer Liebenswürdigkeit gewähren lassen, erwiderte Goethe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.918099880218506} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":146,"date":1836,"orig":"Das neueſte Stuͤck des Globe lag neben ihm, das er zur Hand nahm.","norm":"Das neueste Stück des Globe lag neben ihm, das er zur Hand nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.161499977111816} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":147,"date":1836,"orig":"Ich ſprach derweile mit Frau v. Goethe uͤber junge Englaͤnder, deren Bekanntſchaft ich im Theater gemacht.","norm":"Ich sprach derweil mit Frau v. Goethe über junge Engländer, deren Bekanntschaft ich im Theater gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127699851989746} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":148,"date":1836,"orig":"„Was aber die Herren vom Globe fuͤr Menſchen ſind, begann Goethe wieder mit einigem Feuer, wie die mit jedem Tage groͤßer, bedeutender werden und alle wie von Einem Sinne durchdrungen ſind, davon hat man kaum einen Begriff.","norm":"„Was aber die Herren vom Globe für Menschen sind, begann Goethe wieder mit einigem Feuer, wie die mit jedem Tage größer, bedeutender werden und alle wie von einem Sinne durchdrungen sind, davon hat man kaum einen Begriff.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.969399929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":149,"date":1836,"orig":"In Deutſchland waͤre ein ſolches Blatt rein unmoͤglich.","norm":"In Deutschland wäre ein solches Blatt rein unmöglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.603899955749512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":150,"date":1836,"orig":"Wir ſind lauter Particuliers; an Übereinſtimmung iſt nicht zu denken; Jeder hat die Meinungen ſeiner Provinz, ſeiner Stadt, ja ſeines eigenen Individuums, und wir koͤnnen noch lange warten, bis wir zu einer Art von allgemeiner Durchbildung kommen.“","norm":"Wir sind lauter Particuliers; an Übereinstimmung ist nicht zu denken; jeder hat die Meinungen seiner Provinz, seiner Stadt, ja seines eigenen Individuums, und wir können noch lange warten, bis wir zu einer Art von allgemeiner Durchbildung kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.212800025939941} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":151,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 7. October 1828.","norm":"Dienstag, den 7. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.963399887084961} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":152,"date":1836,"orig":"Heute bey Tiſch war die heiterſte Geſellſchaft.","norm":"Heute bei Tisch war die heiterste Gesellschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.233699798583984} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":153,"date":1836,"orig":"Außer den Weimariſchen Freunden waren auch einige von Berlin zuruͤckkehrende Naturforſcher zugegen, unter denen Herr von Martius aus Muͤnchen, der an Goethe's Seite ſaß, mir bekannt war.","norm":"Außer den Weimarischen Freunden waren auch einige von Berlin zurückkehrende Naturforscher zugegen, unter denen Herr von Martius aus München, der an Goethes Seite saß, mir bekannt war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.107900142669678} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":154,"date":1836,"orig":"Über die mannigfaltigſten Dinge wurde hin und her geſcherzt und geſprochen.","norm":"Über die mannigfaltigsten Dinge wurde hin und her gescherzt und gesprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.972700119018554} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":155,"date":1836,"orig":"Goethe war von beſonders guter Laune und uͤberaus mittheilend.","norm":"Goethe war von besonders guter Laune und überaus mitteilend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.708799839019775} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":156,"date":1836,"orig":"Das Theater kam zur Sprache, die letzte Oper, Moſes von Roſſini, ward viel beredet.","norm":"Das Theater kam zur Sprache, die letzte Oper, Moses von Rossini, wurde viel beredet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916100025177002} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":157,"date":1836,"orig":"Man tadelte das Suͤjet, man lobte und tadelte die Muſik; Goethe aͤußerte ſich folgendermaßen.","norm":"Man tadelte das Sujet, man lobte und tadelte die Musik; Goethe äußerte sich folgendermaßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.188000202178955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":158,"date":1836,"orig":"„Ich begreife Euch nicht, Ihr guten Kinder, ſagte er, wie Ihr Suͤjet und Muſik trennen und jedes fuͤr ſich genießen koͤnnt.","norm":"„Ich begreife Euch nicht, Ihr guten Kinder, sagte er, wie Ihr Sujet und Musik trennen und jedes für sich genießen könnt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728400230407715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":159,"date":1836,"orig":"Ihr ſagt, das Suͤjet tauge nicht, aber Ihr haͤttet es ignorirt und Euch an der trefflichen Muſik erfreuet.","norm":"Ihr sagt, das Sujet tauge nicht, aber Ihr hättet es ignoriert und Euch an der trefflichen Musik erfreuet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.441400051116943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":160,"date":1836,"orig":"Ich bewundere wirklich die Einrichtung Eurer Natur, und wie Eure Ohren im Stande ſind, anmuthigen Toͤnen zu lauſchen, waͤhrend der gewaltigſte Sinn, das Auge, von den abſurdeſten Gegenſtaͤnden geplagt wird.“","norm":"Ich bewundere wirklich die Einrichtung Eurer Natur, und wie Eure Ohren im Stande sind, anmutigen Tönen zu lauschen, während der gewaltigste Sinn, das Auge, von den absurdesten Gegenständen geplagt wird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.131800174713135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":161,"date":1836,"orig":"„Und daß Euer Moſes doch wirklich gar zu abſurd iſt, werdet Ihr nicht laͤugnen.","norm":"„Und dass Euer Moses doch wirklich gar zu absurd ist, werdet Ihr nicht leugnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.271100044250488} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":162,"date":1836,"orig":"So wie der Vorhang aufgeht, ſtehen die Leute da und beten! —","norm":"So wie der Vorhang aufgeht, stehen die Leute da und beten! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.409299850463867} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":163,"date":1836,"orig":"Dieß iſt ſehr unpaſſend.","norm":"Dies ist sehr unpassend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.703000068664551} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":164,"date":1836,"orig":"Wenn Du beten willſt, ſteht geſchrieben, ſo gehe in dein Kaͤmmerlein und ſchleu�� die Thuͤr hinter dir zu.","norm":"Wenn Du beten willst, steht geschrieben, so gehe in dein Kämmerlein und schließe die Tür hinter dir zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.3989999294281} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":165,"date":1836,"orig":"Aber auf dem Theater ſoll man nicht beten.“","norm":"Aber auf dem Theater soll man nicht beten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5518999099731445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":166,"date":1836,"orig":"„Ich haͤtte Euch einen ganz anderen Moſes machen wollen und das Stuͤck ganz anders anfangen laſſen.","norm":"„Ich hätte Euch einen ganz anderen Moses machen wollen und das Stück ganz anders anfangen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.012899875640869} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":167,"date":1836,"orig":"Ich haͤtte Euch zuerſt gezeigt, wie die Kinder Israel, bey ſchwerem Frohndienſt, von der Tyranney der egyptiſchen Voͤgte zu leiden haben, damit es nachher deſto anſchaulicher wuͤrde, welche Verdienſte ſich Moſes um ſein Volk erworben, das er aus ſo ſchaͤndlichem Druck zu befreyen gewußt.“","norm":"Ich hätte Euch zuerst gezeigt, wie die Kinder Israel, bei schwerem Frondienst, von der Tyrannei der ägyptischen Vögte zu leiden haben, damit es nachher desto anschaulicher würde, welche Verdienste sich Moses um sein Volk erworben, das er aus so schändlichem Druck zu befreien gewusst .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.638599872589111} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":168,"date":1836,"orig":"Goethe fuhr fort mit großer Heiterkeit die ganze Oper Schritt vor Schritt durch alle Scenen und Acte aufzubauen, immer geiſtreich und voller Leben, im hiſtoriſchen Sinne des Suͤjets, und zum freudigen Erſtaunen der ganzen Geſellſchaft, die den unaufhaltſamen Fluß ſeiner Gedanken und den heiteren Reichthum ſeiner Erfindungen zu bewundern hatte.","norm":"Goethe fuhr fort mit großer Heiterkeit die ganze Oper Schritt vor Schritt durch alle Szenen und Akte aufzubauen, immer geistreich und voller Leben, im historischen Sinne des Sujets, und zum freudigen Erstaunen der ganzen Gesellschaft, die den unaufhaltsamen Fluss seiner Gedanken und den heiteren Reichtum seiner Erfindungen zu bewundern hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.197800159454346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":169,"date":1836,"orig":"Es ging alles zu raſch voruͤber um es aufzufaſſen, doch iſt mir der Tanz der Egyptier im Gedaͤchtniß geblieben, den Goethe nach der uͤberſtandenen Finſterniß, als Freude uͤber das wiedergegebene Licht, eintreten ließ.","norm":"Es ging alles zu rasch vorüber um es aufzufassen, doch ist mir der Tanz der Ägypter im Gedächtnis geblieben, den Goethe nach der überstandenen Finsternis, als Freude über das wiedergegebene Licht, eintreten ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728499889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":170,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch lenkte ſich von Moſes zuruͤck auf die Suͤndfluth, und ſo nahm es bald, durch den geiſtreichen Naturforſcher angeregt, eine naturhiſtoriſche Wendung.","norm":"Das Gespräch lenkte sich von Moses zurück auf die Sintflut, und so nahm es bald, durch den geistreichen Naturforscher angeregt, eine naturhistorische Wendung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.579500198364258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":171,"date":1836,"orig":"„Man will, ſagte Herr von Martius, auf dem Ararat ein Stuͤck von der Arche Noahs verſteinert gefunden haben, und es ſollte mich wundern, wenn man nicht auch die verſteinerten Schaͤdel der erſten Menſchen finden ſollte.“","norm":"„Man will, sagte Herr von Martius, auf dem Ararat ein Stück von der Arche Noahs versteinert gefunden haben, und es sollte mich wundern, wenn man nicht auch die versteinerten Schädel der ersten Menschen finden sollte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.493500232696533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":172,"date":1836,"orig":"Dieſe Aeußerung gab zu aͤhnlichen Anlaß, und ſo kam die Unterhaltung auf die verſchiedenen Menſchenraçen, wie ſie als Schwarze, Braune, Gelbe und Weiße die Laͤnder der Erde bewohnen; ſo daß man mit der Frage ſchloß, ob denn wirklich anzunehmen, daß alle Menſchen von dem einzigen Paare Adam und Eva abſtammen?","norm":"Diese Äußerung gab zu ähnlichen Anlass, und so kam die Unterhaltung auf die verschiedenen Menschenrassen, wie sie als Schwarze, Braune, Gelbe und Weiße die Länder der Erde bewohnen; so dass man mit der Frage schloss, ob denn wirklich anzunehmen, dass alle Menschen von dem einzigen Paare Adam und Eva abstammen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3881001472473145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":173,"date":1836,"orig":"Herr v. Martius war fuͤr die Sage der heiligen Schrift, die er als Naturforſcher durch den Satz zu beſtaͤtigen ſuchte, daß die Natur in ihren Productionen hoͤchſt oͤconomiſch zu Werke gehe.","norm":"Herr v. Martius war für die Sage der heiligen Schrift, die er als Naturforscher durch den Satz zu bestätigen suchte, dass die Natur in ihren Produktionen höchst ökonomisch zu Werke gehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":174,"date":1836,"orig":"„Dieſer Meinung, ſagte Goethe, muß ich widerſprechen.","norm":"„Dieser Meinung, sagte Goethe, muss ich widersprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.51170015335083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":175,"date":1836,"orig":"Ich behaupte vielmehr, daß die Natur ſich immer reichlich, ja verſchwenderiſch erweiſe, und daß es weit mehr in ihrem Sinne ſey, anzunehmen, ſie habe, ſtatt eines einzigen armſeligen Paares, die Menſchen gleich zu Dutzenden, ja zu Hunderten hervorgehen laſſen.“","norm":"Ich behaupte vielmehr, dass die Natur sich immer reichlich, ja verschwenderisch erweise, und dass es weit mehr in ihrem Sinne sei, anzunehmen, sie habe, statt eines einzigen armseligen Paares, die Menschen gleich zu Dutzenden, ja zu Hunderten hervorgehen lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.799499988555908} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":176,"date":1836,"orig":"„Als naͤmlich die Erde bis zu einem gewiſſen Punkt der Reife gediehen war, die Waſſer ſich verlaufen hatten und das Trockene genugſam gruͤnete, trat die Epoche der Menſchwerdung ein, und es entſtanden die Menſchen durch die Allmacht Gottes uͤberall wo der Boden es zuließ, und vielleicht auf den Hoͤhen zuerſt.","norm":"„Als nämlich die Erde bis zu einem gewissen Punkt der Reife gediehen war, die Wasser sich verlaufen hatten und das Trockene genügsam grünte, trat die Epoche der Menschwerdung ein, und es entstanden die Menschen durch die Allmacht Gottes überall wo der Boden es zuließ, und vielleicht auf den Höhen zuerst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.767800092697143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":177,"date":1836,"orig":"Anzunehmen, daß dieſes geſchehen, halte ich fuͤr vernuͤnftig; allein daruͤber nachzuſinnen, wie es geſchehen, halte ich fuͤr ein unnuͤtzes Geſchaͤft, das wir denen uͤberlaſſen wollen, die ſich gerne mit unaufloͤsbaren Problemen beſchaͤftigen, und die nichts beſſeres zu thun haben.“","norm":"Anzunehmen, dass dieses geschehen, halte ich für vernünftig; allein darüber nachzusinnen, wie es geschehen, halte ich für ein unnützes Geschäft, das wir denen überlassen wollen, die sich gerne mit unauflösbaren Problemen beschäftigen, und die nichts Besseres zu tun haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.788700103759765} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":178,"date":1836,"orig":"Wenn ich auch, ſagte Herr v. Martius mit einiger Schalkheit, mich als Naturforſcher von der Anſicht Eurer Excellenz gerne uͤberzeugen ließ, ſo fuͤhle ich mich doch als guter Chriſt in einiger Verlegenheit, zu einer Meinung uͤberzutreten, die mit den Ausſagen der Bibel nicht wohl zu vereinigen ſeyn moͤchte.","norm":"Wenn ich auch, sagte Herr v. Martius mit einiger Schalkheit, mich als Naturforscher von der Ansicht Eurer Exzellenz gerne überzeugen ließ, so fühle ich mich doch als guter Christ in einiger Verlegenheit, zu einer Meinung überzutreten, die mit den Aussagen der Bibel nicht wohl zu vereinigen sein möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.426499843597412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":179,"date":1836,"orig":"„Die heilige Schrift, erwiederte Goethe, redet allerdings nur von Einem Menſchenpaare, das Gott am ſechsten Tage erſchaffen.","norm":"„Die heilige Schrift, erwiderte Goethe, redet allerdings nur von einem Menschenpaare, das Gott am sechsten Tage erschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.104800224304199} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":180,"date":1836,"orig":"Allein die begabten Maͤnner, welche das Wort Gottes aufzeichneten, das uns die Bibel uͤberliefert, hatten es zunaͤchſt mit ihrem auserwaͤhlten Volke zu thun, und ſo wollen wir auch dieſem die Ehre ſeiner Abſtammung von Adam keinesweges ſtreitig machen.","norm":"Allein die begabten Männer, welche das Wort Gottes aufzeichneten, das uns die Bibel überliefert, hatten es zunächst mit ihrem auserwählten Volke zu tun, und so wollen wir auch diesem die Ehre seiner Abstammung von Adam keineswegs streitig machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.789299964904785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":181,"date":1836,"orig":"Wir andern aber, ſo wie auch die Neger und Lapplaͤnder, und ſchlanke Menſchen, die ſchoͤner ſind als wir alle, hatten gewiß auch andere Urvaͤter; wie denn die werthe Geſellſchaft gewiß zugeben wird, daß wir uns von den echten Abkoͤmmlingen Adams auf eine gar mannigfaltige Weiſe unterſcheiden, und daß ſie, beſonders was das Geld betrifft, es uns allen zuvorthun.“","norm":"Wir anderen aber, so wie auch die Neger und Lappländer, und schlanke Menschen, die schöner sind als wir alle, hatten gewiss auch andere Urväter; wie denn die werte Gesellschaft gewiss zugeben wird, dass wir uns von den echten Abkömmlingen Adams auf eine gar mannigfaltige Weise unterscheiden, und dass sie, besonders was das Geld betrifft, es uns allen zuvortun .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.161200046539307} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":182,"date":1836,"orig":"Wir lachten; das Geſpraͤch miſchte ſich allgemein; Goethe, durch Herrn v. Martius zu Widerſpruͤchen angeregt, ſagte noch manches bedeutende Wort, das, den Schein des Scherzes tragend, dennoch aus dem Grund eines tieferen Hinterhaltes hervorging.","norm":"Wir lachten; das Gespräch mischte sich allgemein; Goethe, durch Herrn v. Martius zu Widersprüchen angeregt, sagte noch manches bedeutende Wort, das, den Schein des Scherzes tragend, dennoch aus dem Grund eines tieferen Hinterhaltes hervorging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019100189208984} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":183,"date":1836,"orig":"Nach aufgehobener Tafel ließ ſich der preußiſche Miniſter, Herr v. Jordan, melden und wir zogen uns in das angrenzende Zimmer.","norm":"Nach aufgehobener Tafel ließ sich der preußische Minister, Herr v. Jordan, melden und wir zogen uns in das angrenzende Zimmer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9492998123168945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":184,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 8. October 1828.","norm":"Mittwoch, den 8. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.350800037384033} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":185,"date":1836,"orig":"Tieck, mit Gemahlin und Toͤchtern und Graͤfin Finkenſtein, von ſeiner Rheinreiſe zuruͤckkommend, wurde heute bei Goethe zu Tiſch erwartet.","norm":"Tieck, mit Gemahlin und Töchtern und Gräfin Finkenstein, von seiner Rheinreise zurückkommend, wurde heute bei Goethe zu Tisch erwartet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.98330020904541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":186,"date":1836,"orig":"Ich traf in den Vorzimmern mit ihnen zuſammen.","norm":"Ich traf in den Vorzimmern mit ihnen zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.563700199127197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":187,"date":1836,"orig":"Tieck ſah ſehr wohl aus, die Rheinbaͤder ſchienen eine gute Wirkung auf ihn gehabt zu haben.","norm":"Tieck sah sehr wohl aus, die Rheinbäder schienen eine gute Wirkung auf ihn gehabt zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.123400211334228} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":188,"date":1836,"orig":"Ich erzaͤhlte ihm, daß ich in der Zwiſchenzeit den erſten Roman von Walter Scott geleſen, und welche Freude ich uͤber dieſes außerordentliche Talent empfunden.","norm":"Ich erzählte ihm, dass ich in der Zwischenzeit den ersten Roman von Walter Scott gelesen, und welche Freude ich über dieses außerordentliche Talent empfunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.091599941253662} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":189,"date":1836,"orig":"„Ich zweifle, ſagte Tieck, daß dieſer neueſte Roman, den ich noch nicht kenne, das Beſte ſey, was Walter Scott geſchrieben; allein dieſer Schriftſteller iſt ſo bedeutend, daß das Erſte, was man von ihm lieſet, immer in Erſtaunen ſetzet, man mag zu ihm gelangen von welcher Seite man wolle.“","norm":"„Ich zweifle, sagte Tieck, dass dieser neueste Roman, den ich noch nicht kenne, das Beste sei, was Walter Scott geschrieben; allein dieser Schriftsteller ist so bedeutend, dass das Erste, was man von ihm liest, immer in Erstaunen setzet, man mag zu ihm gelangen von welcher Seite man wolle .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.172299861907959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":190,"date":1836,"orig":"Profeſſor Goͤttling trat herein, von ſeiner italieniſchen Reiſe ganz friſch zuruͤckgekehrt.","norm":"Professor göttlich trat herein, von seiner italienischen Reise ganz frisch zurückgekehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.28980016708374} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":191,"date":1836,"orig":"Ich hatte große Freude ihn wieder zu ſehen und zog ihn an ein Fenſter, daß er mir erzaͤhlen moͤchte.","norm":"Ich hatte große Freude ihn wieder zu sehen und zog ihn an ein Fenster, dass er mir erzählen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1915998458862305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":192,"date":1836,"orig":"„Nach Rom! ſagte er, nach Rom muͤſſen Sie, um etwas zu werden!","norm":"„Nach Rom! sagte er, nach Rom müssen Sie, um etwas zu werden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.001800060272217} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":193,"date":1836,"orig":"Das iſt eine Stadt! das iſt ein Leben! das iſt eine Welt! —","norm":"Das ist eine Stadt! das ist ein Leben! das ist eine Welt! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.575000047683716} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":194,"date":1836,"orig":"Alles was in unſerer Natur Kleines iſt, kann in Deutſchland nicht herausgebracht werden.","norm":"Alles was in unserer Natur kleines ist, kann in Deutschland nicht herausgebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.157400131225586} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":195,"date":1836,"orig":"Aber ſobald wir in Rom eintreten, geht eine Umwandlung mit uns vor und wir fuͤhlen uns groß wie die Umgebung.“","norm":"Aber sobald wir in Rom eintreten, geht eine Umwandlung mit uns vor und wir fühlen uns groß wie die Umgebung .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924099922180176} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":196,"date":1836,"orig":"Warum ſind Sie nicht laͤnger dort geblieben? fragte ich.","norm":"Warum sind Sie nicht länger dort geblieben? fragte ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.645499944686889} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":197,"date":1836,"orig":"„Geld und Urlaub, entgegnete er, waren zu Ende.","norm":"„Geld und Urlaub, entgegnete er, waren zu Ende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6290998458862305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":198,"date":1836,"orig":"Aber es ward mir wunderlich zu Muthe, als ich, das ſchoͤne Italien im Ruͤcken, den Fuß wieder uͤber die Alpen ſetzte.“","norm":"Aber es wurde mir wunderlich zu Mute, als ich, das schöne Italien im Rücken, den Fuß wieder über die Alpen setzte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.346700191497803} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":199,"date":1836,"orig":"Goethe kam und begruͤßte die Anweſenden.","norm":"Goethe kam und begrüßte die Anwesenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.794000148773193} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":200,"date":1836,"orig":"Er ſprach Verſchiedenes mit Tieck und den Seinigen, und bot ſodann der Graͤfin den Arm, um ſie zu Tiſch zu fuͤhren.","norm":"Er sprach Verschiedenes mit Tieck und den Seinigen, und bot sodann der Gräfin den Arm, um sie zu Tisch zu führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.616700172424316} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":201,"date":1836,"orig":"Wir Andern folgten und machten, indem wir uns ſetzten, bunte Reihe.","norm":"Wir Anderen folgten und machten, indem wir uns setzten, bunte Reihe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.506199836730957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":202,"date":1836,"orig":"Die Unterhaltung war lebhaft und ungenirt, von dem jedoch, was geſprochen worden, weiß ich mich wenig zu erinnern.","norm":"Die Unterhaltung war lebhaft und ungeniert, von dem jedoch, was gesprochen worden, weiß ich mich wenig zu erinnern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.339799880981445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":203,"date":1836,"orig":"Nach aufgehobener Tafel ließen ſich die Prinzen von Oldenburg melden.","norm":"Nach aufgehobener Tafel ließen sich die Prinzen von Oldenburg melden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.052000045776367} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":204,"date":1836,"orig":"Wir gingen alle hinauf in die Zimmer der Frau v. Goethe, wo Fraͤulein Agnes Tieck ſich zum Fluͤgel ſetzte, und das ſchoͤne Lied:","norm":"Wir gingen alle hinauf in die Zimmer der Frau v. Goethe, wo Fräulein Agnes Tieck sich zum Flügel setzte, und das schöne Lied:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.726099967956543} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":205,"date":1836,"orig":"Im Felde ſchleich' ich ſtill und wild ꝛc. mit einer trefflichen Alt-Stimme ſo im Geiſte der Situation vortrug, daß es einen Eindruck ganz eigener unvergeßlicher Art machte.","norm":"Im Felde schleiche ich still und wild etc. mit einer trefflichen Altstimme so im Geiste der Situation vortrug, dass es einen Eindruck ganz eigener unvergesslicher Art machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.898900032043457} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":206,"date":1836,"orig":"Donnerſtag, den 9. October 1828.","norm":"Donnerstag, den 9. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":4.017199993133545} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":207,"date":1836,"orig":"Dieſen Mittag bey Tiſch war ich mit Goethe und Frau v. Goethe allein.","norm":"Diesen Mittag bei Tisch war ich mit Goethe und Frau v. Goethe allein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.68310022354126} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":208,"date":1836,"orig":"Und wie ein Geſpraͤch fruͤherer Tage wohl wieder aufgenommen und fortgefuͤhrt wird ſo geſchah es auch heute.","norm":"Und wie ein Gespräch früherer Tage wohl wieder aufgenommen und fortgeführt wird so geschah es auch heute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.770899772644043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":209,"date":1836,"orig":"Der Moſes von Roſſini kam abermals zur Sprache und wir erinnerten uns gerne Goethe's heiterer Erfindung von vorgeſtern.","norm":"Der Moses von Rossini kam abermals zur Sprache und wir erinnerten uns gerne Goethes heiterer Erfindung von vorgestern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53980016708374} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":210,"date":1836,"orig":"„Was ich in Scherz und guter Laune uͤber den Moſes geaͤußert haben mag, ſagte Goethe, weiß ich nicht mehr; denn ſo etwas geſchieht ganz unbewußt.","norm":"„Was ich in Scherz und guter Laune über den Moses geäußert haben mag, sagte Goethe, weiß ich nicht mehr; denn so etwas geschieht ganz unbewusst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.598299980163574} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":211,"date":1836,"orig":"Aber ſo viel iſt gewiß, daß ich eine Oper nur dann mit Freuden genießen kann, wenn das Suͤjet eben ſo vollkommen iſt wie die Muſik, ſo daß beyde mit einander gleichen Schritt gehen.","norm":"Aber so viel ist gewiss, dass ich eine Oper nur dann mit Freuden genießen kann, wenn das Sujet eben so vollkommen ist wie die Musik, so dass beide miteinander gleichen Schritt gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.219200134277344} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":212,"date":1836,"orig":"Fragt Ihr mich, welche Oper ich gut finde, ſo nenne ich Euch den Waſſertraͤger; denn hier iſt das Suͤjet ſo vollkommen, daß man es ohne Muſik als ein bloßes Stuͤck geben koͤnnte und man es mit Freuden ſehen wuͤrde.","norm":"Fragt Ihr mich, welche Oper ich gut finde, so nenne ich Euch den Wasserträger; denn hier ist das Sujet so vollkommen, dass man es ohne Musik als ein bloßes Stück geben könnte und man es mit Freuden sehen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.815700054168701} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":213,"date":1836,"orig":"Dieſe Wichtigkeit einer guten Unterlage begreifen entweder die Componiſten nicht, oder es fehlt ihnen durchaus an ſachverſtaͤndigen Poeten, die ihnen mit Bearbeitung guter Gegenſtaͤnde zur Seite traͤten.","norm":"Diese Wichtigkeit einer guten Unterlage begreifen entweder die Komponisten nicht, oder es fehlt ihnen durchaus an sachverständigen Poeten, die ihnen mit Bearbeitung guter Gegenstände zur Seite träten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.779900074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":214,"date":1836,"orig":"Waͤre der Freyſchuͤtz kein ſo gutes Suͤjet, ſo haͤtte die Muſik zu thun gehabt, der Oper den Zulauf der Menge zu verſchaffen, wie es nun der Fall iſt, und man ſollte daher dem Herrn Kind auch einige Ehre erzeigen.“","norm":"Wäre der Freischütz kein so gutes Sujet, so hätte die Musik zu tun gehabt, der Oper den Zulauf der Menge zu verschaffen, wie es nun der Fall ist, und man sollte daher dem Herrn Kind auch einige Ehre erzeigen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.772799968719482} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":215,"date":1836,"orig":"Es ward noch Verſchiedenes uͤber dieſen Gegenſtand geſprochen, dann aber gedachten wir des Profeſſor Goͤttling und ſeiner italieniſchen Reiſe.","norm":"Es wurde noch Verschiedenes über diesen Gegenstand gesprochen, dann aber gedachten wir des Professor göttlich und seiner italienischen Reise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.140200138092041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":216,"date":1836,"orig":"„Ich kann es dem Guten nicht verargen, ſagte Goethe, daß er von Italien mit ſolcher Begeiſterung redet; weiß ich doch wie mir ſelber zu Muthe geweſen iſt!","norm":"„Ich kann es dem Guten nicht verargen, sagte Goethe, dass er von Italien mit solcher Begeisterung redet; weiß ich doch wie mir selber zu Mute gewesen ist!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.190400123596191} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":217,"date":1836,"orig":"Ja ich kann ſagen, daß ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Menſch ſey. —","norm":"Ja ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.897799968719482} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":218,"date":1836,"orig":"Zu dieſer Hoͤhe, zu dieſem Gluͤck der Empfindung bin ich ſpaͤter nie wieder gekommen; ich bin, mit meinem Zuſtande in Rom verglichen, eigentlich nachher nie wieder froh geworden.“","norm":"Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen; ich bin, mit meinem Zustande in Rom verglichen, eigentlich nachher nie wieder froh geworden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.85890007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":219,"date":1836,"orig":"„Doch wir wollen uns nicht melancholiſchen Betrachtungen hingeben, fuhr Goethe nach einer Pauſe fort; wie geht es mit Ihrem Fair maid of Perth?","norm":"„Doch wir wollen uns nicht melancholischen Betrachtungen hingeben, fuhr Goethe nach einer Pause fort; wie geht es mit Ihrem Fair Maid of Perth?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007900238037109} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":220,"date":1836,"orig":"Wie haͤlt es ſich?","norm":"Wie hält es sich?","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.856899976730346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":221,"date":1836,"orig":"Wie weit ſind Sie?","norm":"Wie weit sind Sie?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.928400039672851} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":222,"date":1836,"orig":"Erzaͤhlen Sie mir und geben Sie Rechenſchaft.“","norm":"Erzählen Sie mir und geben Sie Rechenschaft .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.666500091552734} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":223,"date":1836,"orig":"Ich leſe langſam, ſagte ich; ich bin jedoch bis zu der Scene vorgeruͤckt, wo Proutfut in der Ruͤſtung von Henri Smith, deſſen Gang und deſſen Art zu pfeifen er nachahmt, erſchlagen und am andern Morgen von den Buͤrgern in den Straßen von Perth gefunden wird, die ihn fuͤr Henri Smith halten und daruͤber die ganze Stadt in Allarm ſetzen.","norm":"Ich lese langsam, sagte ich; ich bin jedoch bis zu der Szene vorgerückt, wo Proutfut in der Rüstung von Henri Smith, dessen Gang und dessen Art zu pfeifen er nachahmt, erschlagen und am anderen Morgen von den Bürgern in den Straßen von Perth gefunden wird, die ihn für Henri Smith halten und darüber die ganze Stadt in Alarm setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5117998123168945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":224,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe, die Scene iſt bedeutend, ſie iſt eine der beſten.“","norm":"„Ja, sagte Goethe, die Szene ist bedeutend, sie ist eine der besten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.454500198364258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":225,"date":1836,"orig":"Ich habe dabey beſonders bewundert, fuhr ich fort, in wie hohem Grade Walter Scott das Talent beſitzt, verworrene Zuſtaͤnde mit großer Klarheit auseinander zu ſetzen, ſo daß alles zu Maſſen und zu ruhigen Bildern ſich abſondert, die einen ſolchen Eindruck in uns hinterlaſſen, als haͤtten wir dasjenige, was zu gleicher Zeit an verſchiedenen Orten geſchieht, gleich allwiſſenden Weſen, von oben herab mit Einem Male uͤberſehen.","norm":"Ich habe dabei besonders bewundert, fuhr ich fort, in wie hohem Grade Walter Scott das Talent besitzt, verworrene Zustände mit großer Klarheit auseinander zu setzen, so dass alles zu Massen und zu ruhigen Bildern sich absondert, die einen solchen Eindruck in uns hinterlassen, als hätten wir dasjenige, was zu gleicher Zeit an verschiedenen Orten geschieht, gleich allwissenden Wesen, von oben herab mit einem Male übersehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3028998374938965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":226,"date":1836,"orig":"„Überhaupt, ſagte Goethe, iſt der Kunſtverſtand bey Walter Scott ſehr groß, weßhalb denn auch wir und unſers Gleichen, die darauf, wie etwas gemacht iſt, ein beſonderes Augenmerk richten, an ſeinen Sachen ein doppeltes Intereſſe und davon den vorzuͤglichſten Gewinn haben.","norm":"„Überhaupt, sagte Goethe, ist der Kunstverstand bei Walter Scott sehr groß, weshalb denn auch wir und unseresgleichen, die darauf, wie etwas gemacht ist, ein besonderes Augenmerk richten, an seinen Sachen ein doppeltes Interesse und davon den vorzüglichsten Gewinn haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.554200172424316} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":227,"date":1836,"orig":"Ich will Ihnen nicht vorgreifen, aber Sie werden im dritten Theile noch einen Kunſtpfiff der erſten Art finden.","norm":"Ich will Ihnen nicht vorgreifen, aber Sie werden im dritten Teile noch einen Kunstpfiff der ersten Art finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.875999927520752} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":228,"date":1836,"orig":"Daß der Prinz im Staatsrath den klugen Vorſchlag gethan, die rebelliſchen Hochlaͤnder ſich unter einander todt ſchlagen zu laſſen, haben Sie bereits geleſen, auch daß der Palm-Sonntag feſtgeſetzt worden, wo die beyden feindlichen Staͤmme der Hochlaͤnder nach Perth herabkommen ſollen, um dreyßig gegen dreyßig auf Tod und Leben mit einander zu fechten.","norm":"Dass der Prinz im Staatsrat den klugen Vorschlag getan, die rebellischen Hochländer sich untereinander tot schlagen zu lassen, haben Sie bereits gelesen, auch dass der Palmsonntag festgesetzt worden, wo die beiden feindlichen Stämme der Hochländer nach Perth herabkommen sollen, um dreißig gegen dreißig auf Tod und Leben miteinander zu fechten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798600196838379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":229,"date":1836,"orig":"Nun ſollen Sie bewundern, wie Walter Scott es macht und einleitet, daß am Tage der Schlacht an der einen Partey ein Mann fehlt, und mit welcher Kunſt er es von fern her anzuſtellen weiß, ſeinen Helden Henri Smith an den Platz des fehlenden Mannes unter die Kaͤmpfenden zu bringen! —","norm":"Nun sollen Sie bewundern, wie Walter Scott es macht und einleitet, dass am Tage der Schlacht an der einen Partei ein Mann fehlt, und mit welcher Kunst er es von fern her anzustellen weiß, seinen Helden Henri Smith an den Platz des fehlenden Mannes unter die Kämpfenden zu bringen! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031899929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":230,"date":1836,"orig":"Dieſer Zug iſt uͤberaus groß, und Sie werden ſich freuen, wenn Sie dahin kommen.“","norm":"Dieser Zug ist überaus groß, und Sie werden sich freuen, wenn Sie dahin kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.950200080871582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":231,"date":1836,"orig":"„Wenn Sie aber mit dem Fair maid of Perth zu Ende ſind, ſo muͤſſen Sie ſogleich den Waverley leſen, der freylich noch aus ganz anderen Augen ſieht, und der ohne Frage den beſten Sachen an die Seite zu ſtellen iſt, die je in der Welt geſchrieben worden.","norm":"„Wenn Sie aber mit dem Fair Maid of Perth zu Ende sind, so müssen Sie sogleich den Waverley lesen, der freilich noch aus ganz anderen Augen sieht, und der ohne Frage den besten Sachen an die Seite zu stellen ist, die je in der Welt geschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.260799884796143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":232,"date":1836,"orig":"Man ſieht, es iſt derſelbige Menſch, der die Fair maid of Perth gemacht hat, aber es iſt derjenige, der die Gunſt des Publicums erſt noch zu gewinnen hatte, und der ſich daher zuſammen nimmt, ſo daß er keinen Zug thut, der nicht vortrefflich waͤre.","norm":"Man sieht, es ist derselbige Mensch, der die Fair Maid of Perth gemacht hat, aber es ist derjenige, der die Gunst des Publikums erst noch zu gewinnen hatte, und der sich daher zusammen nimmt, so dass er keinen Zug tut, der nicht vortrefflich wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8499999046325684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":233,"date":1836,"orig":"Die Fair maid of Perth dagegen iſt mit einer breiteren Feder geſchrieben, der Autor iſt ſchon ſeines Publicums gewiß, und er laͤßt ſich ſchon etwas freyer gehen.","norm":"Die Fair Maid of Perth dagegen ist mit einer breiteren Feder geschrieben, der Autor ist schon seines Publikums gewiss, und er lässt sich schon etwas freier gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.463799953460693} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":234,"date":1836,"orig":"Wenn man den Waverley geleſen hat, ſo begreift man freylich wohl, warum Walter Scott ſich noch jetzt immer den Verfaſſer jener Production nennt; denn darin hat er gezeigt, was er konnte, und er hat ſpaͤter nie etwas geſchrieben, das beſſer waͤre, oder das dieſem zuerſt publicirten Romane nur gleich kaͤme.“","norm":"Wenn man den Waverley gelesen hat, so begreift man freilich wohl, warum Walter Scott sich noch jetzt immer den Verfasser jener Produktion nennt; denn darin hat er gezeigt, was er konnte, und er hat später nie etwas geschrieben, das besser wäre, oder das diesem zuerst publizierten Romane nur gleich käme .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.648900032043457} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":235,"date":1836,"orig":"Donnerſtag, den 9. October 1828.","norm":"Donnerstag, den 9. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":4.017199993133545} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":236,"date":1836,"orig":"Zu Ehren Tiecks war dieſen Abend in den Zimmern der Frau v. Goethe ein ſehr unterhaltender Thee.","norm":"Zu Ehren Tiecks war diesen Abend in den Zimmern der Frau v. Goethe ein sehr unterhaltender Tee.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.714700222015381} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":237,"date":1836,"orig":"Ich machte die Bekanntſchaft des Grafen und der Graͤfin Medem; letztere ſagte mir, daß ſie am Tage Goethe geſehen und wie ſie von dieſem Eindruck noch im Innerſten begluͤckt ſey.","norm":"Ich machte die Bekanntschaft des Grafen und der Gräfin Medem; letztere sagte mir, dass sie am Tage Goethe gesehen und wie sie von diesem Eindruck noch im Innersten beglückt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.153600215911865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":238,"date":1836,"orig":"Der Graf intereſſirte ſich beſonders fuͤr den Fauſt und deſſen Fortſetzung, uͤber welche Dinge er ſich mit mir eine Weile lebhaft unterhielt.","norm":"Der Graf interessierte sich besonders für den Faust und dessen Fortsetzung, über welche Dinge er sich mit mir eine Weile lebhaft unterhielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.411600112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":239,"date":1836,"orig":"Man hatte uns Hoffnung gemacht, daß Tieck etwas leſen wuͤrde, und ſo geſchah es auch.","norm":"Man hatte uns Hoffnung gemacht, dass Tieck etwas lesen würde, und so geschah es auch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.021299839019775} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":240,"date":1836,"orig":"Die Geſellſchaft begab ſich ſehr bald in ein entfernteres Zimmer, und nachdem jeder es ſich in einem weiten Kreis auf Stuͤhlen und Sopha's zum Anhoͤren bequem gemacht, las Tieck den Clavigo.","norm":"Die Gesellschaft begab sich sehr bald in ein entfernteres Zimmer, und nachdem jeder es sich in einem weiten Kreis auf Stühlen und Sophas zum Anhören bequem gemacht, las Tieck den Clavigo.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.703000068664551} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":241,"date":1836,"orig":"Ich hatte das Stuͤck oft geleſen und empfunden, doch jetzt erſchien es mir durchaus neu, und that eine Wirkung wie faſt nie zuvor.","norm":"Ich hatte das Stück oft gelesen und empfunden, doch jetzt erschien es mir durchaus neu, und tat eine Wirkung wie fast nie zuvor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.60069990158081} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":242,"date":1836,"orig":"Es war mir, als hoͤrte ich es vom Theater herunter, allein beſſer; die einzelnen Charactere und Situationen waren vollkommener gefuͤhlt; es machte den Eindruck einer Vorſtellung, in der jede Rolle ganz vortrefflich beſetzt worden.","norm":"Es war mir, als hörte ich es vom Theater herunter, allein besser; die einzelnen Charaktere und Situationen waren vollkommener gefühlt; es machte den Eindruck einer Vorstellung, in der jede Rolle ganz vortrefflich besetzt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.44350004196167} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":243,"date":1836,"orig":"Man koͤnnte kaum ſagen, welche Partieen des Stuͤckes Tieck beſſer geleſen, ob ſolche, in denen ſich Kraft und Leidenſchaft der Maͤnner entwickelt, ob ruhig klare Verſtandes-Scenen, oder ob Momente gequaͤlter Liebe.","norm":"Man könnte kaum sagen, welche Partien des Stückes Tieck besser gelesen, ob solche, in denen sich Kraft und Leidenschaft der Männer entwickelt, ob ruhig klare Verstandes-Scenen, oder ob Momente gequälter Liebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.921199798583984} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":244,"date":1836,"orig":"Zu dem Vortrag letzterer Art ſtanden ihm jedoch ganz beſondere Mittel zu Gebot.","norm":"Zu dem Vortrag letzterer Art standen ihm jedoch ganz besondere Mittel zu Gebot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.506999969482422} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":245,"date":1836,"orig":"Die Scene zwiſchen Marie und Clavigo toͤnet mir noch immer vor den Ohren; die gepreßte Bruſt, das Stocken und Zittern der Stimme, abgebrochene, halb erſtickte Worte und Laute, das Hauchen und Seufzen eines in Begleitung von Thraͤnen heißen Athems, alles dieſes iſt mir noch vollkommen gegenwaͤrtig und wird mir unvergeßlich ſeyn.","norm":"Die Szene zwischen Marie und Clavigo tönet mir noch immer vor den Ohren; die gepresste Brust, das Stocken und Zittern der Stimme, abgebrochene, halb erstickte Worte und Laute, das Hauchen und Seufzen eines in Begleitung von Tränen heißen Atems, alles dieses ist mir noch vollkommen gegenwärtig und wird mir unvergesslich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.206399917602539} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":246,"date":1836,"orig":"Jedermann war im Anhoͤren verſunken und davon hingeriſſen; die Lichter brannten truͤbe, Niemand dachte daran, oder wagte es, ſie zu putzen, aus Furcht vor der leiſeſten Unterbrechung; Thraͤnen in den Augen der Frauen, die immer wieder hervorquollen, zeugten von des Stuͤckes tiefer Wirkung, und waren wohl der gefuͤhlteſte Tribut, der dem Vorleſer wie dem Dichter gezollt werden konnte.","norm":"Jedermann war im Anhören versunken und davon hingerissen; die Lichter brannten trübe, niemand dachte daran, oder wagte es, sie zu putzen, aus Furcht vor der leisesten Unterbrechung; Tränen in den Augen der Frauen, die immer wieder hervorquollen, zeugten von des Stückes tiefer Wirkung, und waren wohl der gefühlteste Tribut, der dem Vorleser wie dem Dichter gezollt werden konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.014500141143799} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":247,"date":1836,"orig":"Tieck hatte geendigt und ſtand auf, ſich den Schweiß von der Stirne wiſchend, die Hoͤrenden aber waren noch immer wie gefeſſelt auf ihren Stuͤhlen; jeder ſchien in dem, was ihm ſo eben durch die Seele gegangen war, noch zu tief begriffen, als daß er paſſende Worte des Dankes fuͤr den haͤtte bereit haben ſollen, der eine ſo wunderbare Wirkung auf alle hervorgebracht hatte.","norm":"Tieck hatte geendigt und stand auf, sich den Schweiß von der Stirn wischend, die Hörenden aber waren noch immer wie gefesselt auf ihren Stühlen; jeder schien in dem, was ihm so eben durch die Seele gegangen war, noch zu tief begriffen, als dass er passende Worte des Dankes für den hätte bereit haben sollen, der eine so wunderbare Wirkung auf alle hervorgebracht hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.027100086212158} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":248,"date":1836,"orig":"Nach und nach fand man ſich wieder; man ſtand auf und ſprach und ging erheitert durch einander; dann aber begab man ſich zu einem Soupé, das in den Nebenzimmern auf kleinen Tiſchen bereit ſtand.","norm":"Nach und nach fand man sich wieder; man stand auf und sprach und ging erheitert durcheinander; dann aber begab man sich zu einem Soupe, das in den Nebenzimmern auf kleinen Tischen bereitstand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.466100215911865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":249,"date":1836,"orig":"Goethe ſelbſt war dieſen Abend nicht gegenwaͤrtig; aber ſein Geiſt und ſein Andenken war unter uns allen lebendig.","norm":"Goethe selbst war diesen Abend nicht gegenwärtig; aber sein Geist und sein Andenken war unter uns allen lebendig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.757699966430664} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":250,"date":1836,"orig":"Er ſendete Tieck ſeine Entſchuldigung, deſſen beyden Toͤchtern Agnes und Dorothea aber zwey Tuchnadeln mit ſeinem Bildniß und rothen Bandſchleifen, die Frau v. Goethe uͤberreichte und wie kleine Orden ihnen vorſteckte.","norm":"Er sendete Tieck seine Entschuldigung, dessen beiden Töchtern Agnes und Dorothea aber zwei Tuchnadeln mit seinem Bildnis und roten Bandschleifen, die Frau v. Goethe überreichte und wie kleine Orden ihnen vorsteckte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.674499988555908} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":251,"date":1836,"orig":"Freytag, den 10. October 1828.","norm":"Freitag, den 10. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"sv","lang_de":0,"norm_lmscore":3.816099882125854} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":252,"date":1836,"orig":"Von Herrn William Fraſer in London, Herausgeber des Foreign Review, gelangten dieſen Morgen zwey Exemplare des dritten Stuͤcks jener periodiſchen Schrift zu mir, wovon ich das eine Exemplar dieſen Mittag Goethen uͤberreichte.","norm":"Von Herrn William Fraser in London, Herausgeber des Foreign Review, gelangten diesen Morgen zwei Exemplare des dritten Stücks jener periodischen Schrift zu mir, wovon ich das eine Exemplar diesen Mittag Goethen überreichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497600078582764} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":253,"date":1836,"orig":"Ich fand wieder eine heitere Tiſchgeſellſchaft geladen, zu Ehren Tiecks und der Graͤfin, die auf das Bitten Goethe's und der uͤbrigen Freunde noch einen Tag zugegeben hatten, waͤhrend der uͤbrige Theil dieſer Familie ſchon am Morgen nach Dresden vorausgereiſet war.","norm":"Ich fand wieder eine heitere Tischgesellschaft geladen, zu Ehren Tiecks und der Gräfin, die auf das Bitten Goethes und der übrigen Freunde noch einen Tag zugegeben hatten, während der übrige Teil dieser Familie schon am Morgen nach Dresden vorausgereist war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.560400009155273} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":254,"date":1836,"orig":"Ein beſonderer Gegenſtand der Unterhaltung bey Tiſch war die engliſche Literatur und namentlich Walter Scott, bey welcher Gelegenheit Tieck unter andern ſagte, daß er vor zehn Jahren das erſte Exemplar des Waverley nach Deutſchland gebracht habe.","norm":"Ein besonderer Gegenstand der Unterhaltung bei Tisch war die englische Literatur und namentlich Walter Scott, bei welcher Gelegenheit Tieck unter anderen sagte, dass er vor zehn Jahren das erste Exemplar des Waverley nach Deutschland gebracht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.19980001449585} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":255,"date":1836,"orig":"Sonnabend, den 11. October 1828.","norm":"Sonnabend, den 11. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.594399929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":256,"date":1836,"orig":"Das gedachte Foreign Review des Herrn Fraſer enthielt unter vielen bedeutenden und intereſſanten Gegenſtaͤnden auch einen hoͤchſt wuͤrdigen Aufſatz uͤber Goethe von Carlyle, den ich dieſen Morgen ſtudirte.","norm":"Das gedachte Foreign Review des Herrn Fraser enthielt unter vielen bedeutenden und interessanten Gegenständen auch einen höchst würdigen Aufsatz über Goethe von Carlyle, den ich diesen Morgen studierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683300018310547} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":257,"date":1836,"orig":"Ich ging Mittags ein wenig fruͤher zu Tiſch, um vor der Ankunft der uͤbrigen Gaͤſte mich mit Goethe daruͤber zu bereden.","norm":"Ich ging Mittags ein wenig früher zu Tisch, um vor der Ankunft der übrigen Gäste mich mit Goethe darüber zu bereden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.607600212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":258,"date":1836,"orig":"Ich fand ihn, wie ich wuͤnſchte, noch allein, in Erwartung der Geſellſchaft.","norm":"Ich fand ihn, wie ich wünschte, noch allein, in Erwartung der Gesellschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.742800235748291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":259,"date":1836,"orig":"Er trug ſeinen ſchwarzen Frack und Stern, worin ich ihn ſo gerne ſehe; er ſchien heute beſonders jugendlich heiter, und wir fingen ſogleich an von unſerm gemeinſamen Intereſſe zu reden.","norm":"Er trug seinen schwarzen Frack und Stern, worin ich ihn so gerne sehe; er schien heute besonders jugendlich heiter, und wir fingen sogleich an von unserem gemeinsamen Interesse zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.530399799346924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":260,"date":1836,"orig":"Goethe ſagte mir, daß er Carlyle's Aufſatz uͤber ihn gleichfalls dieſen Morgen betrachtet, und ſo waren wir denn im Stande, uͤber die Beſtrebungen der Auslaͤnder manche Worte des Lobes gegenſeitig auszutauſchen.","norm":"Goethe sagte mir, dass er Carlyles Aufsatz über ihn gleichfalls diesen Morgen betrachtet, und so waren wir denn im Stande, über die Bestrebungen der Ausländer manche Worte des Lobes gegenseitig auszutauschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.957799911499023} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":261,"date":1836,"orig":"„Es iſt eine Freude, zu ſehen, ſagte Goethe, wie die fruͤhere Pedanterie der Schotten ſich in Ernſt und Gruͤndlichkeit verwandelt hat.","norm":"„Es ist eine Freude, zu sehen, sagte Goethe, wie die frühere Pedanterie der Schotten sich in Ernst und Gründlichkeit verwandelt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.955199956893921} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":262,"date":1836,"orig":"Wenn ich bedenke, wie die Edinburger vor noch nicht langen Jahren meine Sachen behandelt haben, und ich jetzt dagegen Carlyle's Verdienſte um die deutſche Literatur erwaͤge, ſo iſt es auffallend, welch ein bedeutender Vorſchritt zum Beſſeren geſchehen iſt.“","norm":"Wenn ich bedenke, wie die Edinburger vor noch nicht langen Jahren meine Sachen behandelt haben, und ich jetzt dagegen Carlyles Verdienste um die deutsche Literatur erwäge, so ist es auffallend, welch ein bedeutender vorschritt zum Besseren geschehen ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.829999923706055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":263,"date":1836,"orig":"An Carlyle, ſagte ich, muß ich vor allem den Geiſt und Character verehren, der ſeinen Richtungen zum Grunde liegt.","norm":"An Carlyle, sagte ich, muss ich vor allem den Geist und Charakter verehren, der seinen Richtungen zum Grunde liegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9257001876831055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":264,"date":1836,"orig":"Es iſt ihm um die Cultur ſeiner Nation zu thun, und da fragt er denn bey den literariſchen Erzeugniſſen des Auslandes, womit er ſeine Landsleute bekannt zu machen wuͤnſcht, weniger nach Kuͤnſten des Talents, als nach der Hoͤhe ſittlicher Bildung, die aus ſolchen Werken zu gewinnen.","norm":"Es ist ihm um die Kultur seiner Nation zu tun, und da fragt er denn bei den literarischen Erzeugnissen des Auslandes, womit er seine Landsleute bekannt zu machen wünscht, weniger nach Künsten des Talents, als nach der Höhe sittlicher Bildung, die aus solchen Werken zu gewinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.061399936676025} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":265,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe, die Geſinnung aus der er handelt, iſt beſonders ſchaͤtzbar.","norm":"„Ja, sagte Goethe, die Gesinnung aus der er handelt, ist besonders schätzbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.886000156402588} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":266,"date":1836,"orig":"Und wie iſt es ihm Ernſt! und wie hat er uns Deutſche ſtudirt!","norm":"Und wie ist es ihm Ernst! und wie hat er uns Deutsche studiert!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853799819946289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":267,"date":1836,"orig":"Er iſt in unſerer Literatur faſt beſſer zu Hauſe als wir ſelbſt; zum wenigſten koͤnnen wir mit ihm in unſern Bemuͤhungen um das Engliſche nicht wetteifern.“","norm":"Er ist in unserer Literatur fast besser zu Hause als wir selbst; zum wenigsten können wir mit ihm in unseren Bemühungen um das Englische nicht wetteifern .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.643499851226807} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":268,"date":1836,"orig":"Der Aufſatz, ſagte ich, iſt mit einem Feuer und Nachdruck geſchrieben, daß man ihm wohl anmerkt, daß in England noch viele Vorurtheile und Widerſpruͤche zu bekaͤmpfen ſind.","norm":"Der Aufsatz, sagte ich, ist mit einem Feuer und Nachdruck geschrieben, dass man ihm wohl anmerkt, dass in England noch viele Vorurteile und Widersprüche zu bekämpfen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.223599910736084} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":269,"date":1836,"orig":"Den Wilhelm Meiſter zumal ſcheinen uͤbelwollende Critiker und ſchlechte Überſetzer in kein guͤnſtiges Licht gebracht zu haben.","norm":"Den Wilhelm Meister zumal scheinen übelwollende Kritiker und schlechte Übersetzer in kein günstiges Licht gebracht zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.536300182342529} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":270,"date":1836,"orig":"Dagegen benimmt ſich nun Carlyle ſehr gut.","norm":"Dagegen benimmt sich nun Carlyle sehr gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.02370023727417} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":271,"date":1836,"orig":"Der dummen Nachrede, daß keine wahre Edelfrau den Meiſter leſen duͤrfe, widerſpricht er ſehr heiter mit dem Beyſpiele der letzten Koͤnigin von Preußen, die ſich mit dem Buche vertraut gemacht, und die doch mit Recht fuͤr eine der erſten Frauen ihrer Zeit gelte.","norm":"Der dummen Nachrede, dass keine wahre Edelfrau den Meister lesen dürfe, widerspricht er sehr heiter mit dem Beispiele der letzten Königin von Preußen, die sich mit dem Buche vertraut gemacht, und die doch mit Recht für eine der ersten Frauen ihrer Zeit gelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.672399997711182} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":272,"date":1836,"orig":"Verſchiedene Tiſchgaͤſte traten herein, die Goethe begruͤßte.","norm":"Verschiedene Tischgäste traten herein, die Goethe begrüßte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.468900203704834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":273,"date":1836,"orig":"Er wendete ſeine Aufmerkſamkeit mir wieder zu und ich fuhr fort.","norm":"Er wendete seine Aufmerksamkeit mir wieder zu und ich fuhr fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.21589994430542} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":274,"date":1836,"orig":"Freylich, ſagte ich, hat Carlyle den Meiſter ſtudirt, und ſo, durchdrungen von dem Werth des Buches wie er iſt, moͤchte er gerne, daß es ſich allgemein verbreitete, er moͤchte gerne, daß jeder Gebildete davon gleichen Gewinn und Genuß haͤtte.","norm":"Freilich, sagte ich, hat Carlyle den Meister studiert, und so, durchdrungen von dem Wert des Buches wie er ist, möchte er gerne, dass es sich allgemein verbreitete, er möchte gerne, dass jeder Gebildete davon gleichen Gewinn und Genuss hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.464900016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":275,"date":1836,"orig":"Goethe zog mich an ein Fenſter, um mir zu antworten.","norm":"Goethe zog mich an ein Fenster, um mir zu antworten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.162700176239014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":276,"date":1836,"orig":"„Liebes Kind, ſagte er, ich will Ihnen etwas vertrauen, das Sie ſogleich uͤber Vieles hinaushelfen und das Ihnen lebenslaͤnglich zu Gute kommen ſoll.","norm":"„Liebes Kind, sagte er, ich will Ihnen etwas vertrauen, das Sie sogleich über Vieles hinaushelfen und das Ihnen lebenslänglich zugutekommen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585299968719482} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":277,"date":1836,"orig":"Meine Sachen koͤnnen nicht popular werden; wer daran denkt und dafuͤr ſtrebt, iſt in einem Irrthum.","norm":"Meine Sachen können nicht popular werden; wer daran denkt und dafür strebt, ist in einem Irrtum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.024099826812744} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":278,"date":1836,"orig":"Sie ſind nicht fuͤr die Maſſe geſchrieben, ſondern nur fuͤr einzelne Menſchen, die etwas Ähnliches wollen und ſuchen, und die in aͤhnlichen Richtungen begriffen ſind.“","norm":"Sie sind nicht für die Masse geschrieben, sondern nur für einzelne Menschen, die etwas Ähnliches wollen und suchen, und die in ähnlichen Richtungen begriffen sind .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9040000438690186} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":279,"date":1836,"orig":"Er wollte weiter reden; eine junge Dame trat heran, ihn unterbrechend und ihn in ein Geſpraͤch ziehend.","norm":"Er wollte weiter reden; eine junge Dame trat heran, ihn unterbrechend und ihn in ein Gespräch ziehend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.673799991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":280,"date":1836,"orig":"Ich wendete mich zu Anderen, worauf wir uns bald zu Tiſch ſetzten.","norm":"Ich wendete mich zu Anderen, worauf wir uns bald zu Tisch setzten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.716100215911865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":281,"date":1836,"orig":"Von dem, was geſprochen wurde, wuͤßte ich nichts zu ſagen; Goethe's Worte lagen mir im Sinn und beſchaͤftigten ganz mein Inneres.","norm":"Von dem, was gesprochen wurde, wüsste ich nichts zu sagen; Goethes Worte lagen mir im Sinn und beschäftigten ganz mein Inneres.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.449299812316894} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":282,"date":1836,"orig":"Freylich, dachte ich, ein Schriftſteller wie Er, ein Geiſt von ſolcher Hoͤhe, eine Natur von ſo unendlichem Umfang, wie ſoll der popular werden!","norm":"Freilich, dachte ich, ein Schriftsteller wie Er, ein Geist von solcher Höhe, eine Natur von so unendlichem Umfang, wie soll der popular werden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.530700206756592} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":283,"date":1836,"orig":"Kann doch kaum ein kleiner Theil von ihm popular werden!","norm":"Kann doch kaum ein kleiner Teil von ihm popular werden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.068999767303467} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":284,"date":1836,"orig":"Kaum ein Lied, das luſtige Bruͤder und verliebte Maͤdchen ſingen und das fuͤr Andere wiederum nicht da iſt.","norm":"Kaum ein Lied, das lustige Brüder und verliebte Mädchen singen und das für Andere wiederum nicht da ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.917900085449219} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":285,"date":1836,"orig":"Und, recht beſehen, iſt es nicht mit allen außerordentlichen Dingen ſo?","norm":"Und, recht besehen, ist es nicht mit allen außerordentlichen Dingen so?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.693299770355225} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":286,"date":1836,"orig":"Iſt denn Mozart popular?","norm":"Ist denn Mozart popular?","lang_fastText":"ds","lang_py3langid":"br","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":6.474299907684326} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":287,"date":1836,"orig":"Und iſt es denn Raphael?","norm":"Und ist es denn Raphael?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.728499889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":288,"date":1836,"orig":"— Und verhaͤlt ſich nicht die Welt gegen ſo große Quellen uͤberſchwenglichen geiſtigen Lebens uͤberall nur wie Naſchende, die froh ſind, hin und wieder ein Weniges zu erhaſchen, das ihnen eine Weile eine hoͤhere Nahrung gewaͤhre?","norm":"— Und verhält sich nicht die Welt gegen so große Quellen überschwänglichen geistigen Lebens überall nur wie Naschende, die froh sind, hin und wieder ein Weniges zu erhaschen, das ihnen eine Weile eine höhere Nahrung gewähre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083000183105469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":289,"date":1836,"orig":"Ja! fuhr ich in meinen Gedanken fort, Goethe hat Recht!","norm":"Ja! fuhr ich in meinen Gedanken fort, Goethe hat Recht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35069990158081} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":290,"date":1836,"orig":"Er kann ſeinem Umfange nach nicht popular werden, und ſeine Werke ſind nur fuͤr einzelne Menſchen, die etwas Ähnliches ſuchen und die in aͤhnlichen Richtungen begriffen ſind.","norm":"Er kann seinem Umfange nach nicht popular werden, und seine Werke sind nur für einzelne Menschen, die etwas Ähnliches suchen und die in ähnlichen Richtungen begriffen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.172900199890137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":291,"date":1836,"orig":"Sie ſind im Ganzen fuͤr betrachtende Naturen, die in die Tiefen der Welt und Menſchheit zu dringen wuͤnſchen und ſeinen Pfaden nachgehen.","norm":"Sie sind im Ganzen für betrachtende Naturen, die in die Tiefen der Welt und Menschheit zu dringen wünschen und seinen Pfaden nachgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.633299827575684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":292,"date":1836,"orig":"— Sie ſind im Einzelnen fuͤr leidenſchaftlich Genießende, die des Herzens Wonne und Weh im Dichter ſuchen.","norm":"— Sie sind im Einzelnen für leidenschaftlich Genießende, die des Herzens Wonne und Weh im Dichter suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.674499988555908} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":293,"date":1836,"orig":"— Sie ſind fuͤr junge Poeten, die lernen wollen, wie man ſich ausdruͤcke und wie man einen Gegenſtand kunſtgemaͤß behandele.","norm":"— Sie sind für junge Poeten, die lernen wollen, wie man sich ausdrücke und wie man einen Gegenstand kunstgemäß behandele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.910399913787842} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":294,"date":1836,"orig":"— Sie ſind fuͤr Critiker, die darin ein Muſter empfangen, nach welchen Maximen man urtheilen ſolle, und wie man auch eine Recenſion intereſſant und anmuthig mache, ſo daß man ſie mit Freuden leſe.","norm":"— Sie sind für Kritiker, die darin ein Muster empfangen, nach welchen Maximen man urteilen solle, und wie man auch eine Rezension interessant und anmutig mache, so dass man sie mit Freuden lese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.387800216674805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":295,"date":1836,"orig":"— Seine Werke ſind fuͤr den Kuͤnſtler, weil ſie ihm im Allgemeinen den Geiſt aufklaͤren und er im Beſonderen aus ihnen lernt, welche Gegenſtaͤnde eine kunſtgemaͤße Bedeutung haben, und was er demnach darſtellen ſolle und was nicht. —","norm":"— Seine Werke sind für den Künstler, weil sie ihm im Allgemeinen den Geist aufklären und er im Besonderen aus ihnen lernt, welche Gegenstände eine kunstgemäße Bedeutung haben, und was er demnach darstellen solle und was nicht . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.36840009689331} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":296,"date":1836,"orig":"Sie ſind fuͤr den Naturforſcher, nicht allein weil gefundene große Geſetze ihm uͤberliefert werden, ſondern auch vorzuͤglich, weil er darin eine Methode empfaͤngt, wie ein guter Geiſt mit der Natur verfahren muͤſſe, damit ſie ihm ihre Geheimniſſe offenbare.","norm":"Sie sind für den Naturforscher, nicht allein weil gefundene große Gesetze ihm überliefert werden, sondern auch vorzüglich, weil er darin eine Methode empfängt, wie ein guter Geist mit der Natur verfahren müsse, damit sie ihm ihre Geheimnisse offenbare.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.074100017547607} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":297,"date":1836,"orig":"Und ſo gehen denn alle wiſſenſchaftlich und kuͤnſtleriſch Strebenden bey den reichbeſetzten Tafeln ſeiner Werke zu Gaſte, und in ihren Wirkungen zeugen ſie von der allgemeinen Quelle eines großen Lichtes und Lebens, aus der ſie geſchoͤpft haben.","norm":"Und so gehen denn alle wissenschaftlich und künstlerisch strebenden bei den reichbesetzten Tafeln seiner Werke zu Gaste, und in ihren Wirkungen zeugen sie von der allgemeinen Quelle eines großen Lichtes und Lebens, aus der sie geschöpft haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7820000648498535} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":298,"date":1836,"orig":"Dieſe und aͤhnliche Gedanken gingen mir bey Tiſch durch den Kopf.","norm":"Diese und ähnliche Gedanken gingen mir bei Tisch durch den Kopf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.072199821472168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":299,"date":1836,"orig":"Ich dachte an einzelne Perſonen, an manchen wackeren deutſchen Kuͤnſtler, Naturforſcher, Dichter und Critiker, die einen großen Theil ihrer Bildung Goethen zu danken haben.","norm":"Ich dachte an einzelne Personen, an manchen wackeren deutschen Künstler, Naturforscher, Dichter und Kritiker, die einen großen Teil ihrer Bildung Goethen zu danken haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5655999183654785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":300,"date":1836,"orig":"Ich dachte an geiſtreiche Italiener, Franzoſen und Englaͤnder, die auf ihn ihre Augen richten und die in ſeinem Sinne handeln.","norm":"Ich dachte an geistreiche Italiener, Franzosen und Engländer, die auf ihn ihre Augen richten und die in seinem Sinne handeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.920200109481811} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":301,"date":1836,"orig":"Unterdeſſen hatte man um mich her heiter geſcherzt und geſprochen und es ſich an guten Gerichten wohl ſeyn laſſen.","norm":"Unterdessen hatte man um mich her heiter gescherzt und gesprochen und es sich an guten Gerichten wohl sein lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117599964141846} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":302,"date":1836,"orig":"Ich hatte auch mitunter ein Woͤrtchen mit drein geredet, aber alles, ohne eigentlich bey der Sache zu ſeyn.","norm":"Ich hatte auch mitunter ein Wörtchen mit drein geredet, aber alles, ohne eigentlich bei der Sache zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.114299774169922} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":303,"date":1836,"orig":"Eine Dame hatte eine Frage an mich gerichtet, worauf ich vielleicht nicht die beſte Antwort mochte gegeben haben.","norm":"Eine Dame hatte eine Frage an mich gerichtet, worauf ich vielleicht nicht die beste Antwort mochte gegeben haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3566999435424805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":304,"date":1836,"orig":"Ich wurde geneckt.","norm":"Ich wurde geneckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.029900074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":305,"date":1836,"orig":"„Laßt nur den Eckermann, ſagte Goethe, er iſt immer abweſend, außer wenn er im Theater ſitzt.“","norm":"„Lasst nur den Eckermann, sagte Goethe, er ist immer abwesend, außer wenn er im Theater sitzt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.580999851226807} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":306,"date":1836,"orig":"Man lachte auf meine Koſten; doch war es mir nicht unlieb.","norm":"Man lachte auf meine Kosten; doch war es mir nicht unlieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1778998374938965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":307,"date":1836,"orig":"Ich war heute in meinem Gemuͤth beſonders gluͤcklich.","norm":"Ich war heute in meinem Gemüt besonders glücklich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464900016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":308,"date":1836,"orig":"Ich ſegnete mein Geſchick, das mich, nach manchen wunderlichen Fuͤgungen, den Wenigen zugeſellet hatte, die den Umgang und das naͤhere Vertrauen eines Mannes genießen, deſſen Groͤße mir noch vor wenig Augenblicken lebhaft durch die Seele gegangen war, und den ich nun in ſeiner vollen Liebenswuͤrdigkeit perſoͤnlich vor Augen hatte.","norm":"Ich segnete mein Geschick, das mich, nach manchen wunderlichen Fügungen, den Wenigen zugesellet hatte, die den Umgang und das nähere Vertrauen eines Mannes genießen, dessen Größe mir noch vor wenig Augenblicken lebhaft durch die Seele gegangen war, und den ich nun in seiner vollen Liebenswürdigkeit persönlich vor Augen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.182400226593018} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":309,"date":1836,"orig":"Biscuit und ſchoͤne Trauben wurden zum Nachtiſch aufgetragen.","norm":"Biskuit und schöne Trauben wurden zum Nachtisch aufgetragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162600040435791} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":310,"date":1836,"orig":"Letztere waren aus der Ferne geſendet und Goethe that geheimnißvoll, woher ſie gekommen.","norm":"Letztere waren aus der Ferne gesendet und Goethe tat geheimnisvoll, woher sie gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6128997802734375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":311,"date":1836,"orig":"Er vertheilte ſie und reichte mir eine ſehr reife uͤber den Tiſch.","norm":"Er verteilte sie und reichte mir eine sehr reife über den Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877200126647949} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":312,"date":1836,"orig":"„Hier, mein Guter, ſagte er, eſſen Sie von dieſen Suͤßigkeiten und ſeyn Sie vergnuͤgt.“","norm":"„Hier, mein Guter, sagte er, essen Sie von diesen Süßigkeiten und sein Sie vergnügt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.886499881744385} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":313,"date":1836,"orig":"Ich ließ mir die Traube aus Goethe's Haͤnden wohlſchmecken und war nun mit Leib und Seele voͤllig in ſeiner Naͤhe.","norm":"Ich ließ mir die Traube aus Goethes Händen wohlschmecken und war nun mit Leib und Seele völlig in seiner Nähe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4593000411987305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":314,"date":1836,"orig":"Man ſprach vom Theater, von Wolff's Verdienſten, und wie viel Gutes von dieſem trefflichen Kuͤnſtler ausgegangen.","norm":"Man sprach vom Theater, von Wolffs Verdiensten, und wie viel Gutes von diesem trefflichen Künstler ausgegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877099990844727} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":315,"date":1836,"orig":"„Ich weiß ſehr wohl, ſagte Goethe, daß unſere hieſigen aͤlteren Schauſpieler manches von mir gelernt haben, aber im eigentlichen Sinne kann ich doch nur Wolff meinen Schuͤler nennen.","norm":"„Ich weiß sehr wohl, sagte Goethe, dass unsere hiesigen älteren Schauspieler manches von mir gelernt haben, aber im eigentlichen Sinne kann ich doch nur Wolff meinen Schüler nennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.581999778747559} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":316,"date":1836,"orig":"Wie ſehr er in meine Maximen eingedrungen war, und wie er in meinem Sinne handelte, davon will ich einen Fall erzaͤhlen, den ich gerne wiederhole.“","norm":"Wie sehr er in meine Maximen eingedrungen war, und wie er in meinem Sinne handelte, davon will ich einen Fall erzählen, den ich gerne wiederhole .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.075900077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":317,"date":1836,"orig":"„Ich war einſt gewiſſer anderer Urſachen wegen auf Wolff ſehr boͤſe.","norm":"„Ich war einst gewisser anderer Ursachen wegen auf Wolff sehr böse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.365300178527832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":318,"date":1836,"orig":"Er hatte Abends zu ſpielen und ich ſaß in meiner Loge.","norm":"Er hatte Abends zu spielen und ich saß in meiner Loge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.282800197601318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":319,"date":1836,"orig":"Jetzt, dachte ich, ſollſt du ihm doch einmal recht aufpaſſen; es iſt doch heute nicht die Spur einer Neigung in dir, die fuͤr ihn ſprechen und ihn entſchuldigen koͤnnte.","norm":"Jetzt, dachte ich, sollst du ihm doch einmal recht aufpassen; es ist doch heute nicht die Spur einer Neigung in dir, die für ihn sprechen und ihn entschuldigen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6209001541137695} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":320,"date":1836,"orig":"— Wolff ſpielte und ich wendete mein geſchaͤrftes Auge nicht von ihm.","norm":"— Wolff spielte und ich wendete mein geschärftes Auge nicht von ihm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9232001304626465} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":321,"date":1836,"orig":"Aber wie ſpielte er!","norm":"Aber wie spielte er!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.534200191497803} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":322,"date":1836,"orig":"wie war er ſicher! wie war er feſt! —","norm":"wie war er sicher! wie war er fest! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.567500114440918} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":323,"date":1836,"orig":"Es war mir unmoͤglich, ihm nur den Schein eines Verſtoßes gegen die Regeln abzuliſten, die ich ihm eingepflanzt hatte, und ich konnte nicht umhin, ich mußte ihm wieder gut ſeyn.","norm":"Es war mir unmöglich, ihm nur den Schein eines Verstoßes gegen die Regeln abzulisten, die ich ihm eingepflanzt hatte, und ich konnte nicht umhin, ich musste ihm wieder gut sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.029799938201904} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":324,"date":1836,"orig":"Montag, den 20. October 1828.","norm":"Montag, den 20. Oktober 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.72160005569458} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":325,"date":1836,"orig":"Oberbergrath Noeggerath aus Bonn, von dem Verein der Naturforſcher aus Berlin zuruͤckkehrend, war heute an Goethe's Tiſch ein ſehr willkommener Gaſt.","norm":"Oberbergrat Noeggerath aus Bonn, von dem Verein der Naturforscher aus Berlin zurückkehrend, war heute an Goethes Tisch ein sehr willkommener Gast.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.410600185394287} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":326,"date":1836,"orig":"Über Mineralogie ward viel verhandelt; der werthe Fremde gab beſonders gruͤndliche Auskunft uͤber die mineralogiſchen Vorkommen und Verhaͤltniſſe in der Naͤhe von Bonn.","norm":"Über Mineralogie wurde viel verhandelt; der werte Fremde gab besonders gründliche Auskunft über die mineralogischen Vorkommen und Verhältnisse in der Nähe von Bonn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.373300075531006} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":327,"date":1836,"orig":"Nach aufgehobener Tafel traten wir in das Zimmer mit der coloſſalen Buͤſte der Juno.","norm":"Nach aufgehobener Tafel traten wir in das Zimmer mit der kolossalen Büste der Juno.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.69379997253418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":328,"date":1836,"orig":"Goethe zeigte den Gaͤſten einen langen Papierſtreifen mit Contouren des Frieſes vom Tempel zu Phigalia.","norm":"Goethe zeigte den Gästen einen langen Papierstreifen mit Konturen des Frieses vom Tempel zu Phigalia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.73390007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":329,"date":1836,"orig":"Man betrachtete das Blatt und wollte bemerken, daß die Griechen, bey ihren Darſtellungen von Thieren, ſich weniger an die Natur gehalten, als daß ſie dabey nach einer gewiſſen Convenienz verfahren.","norm":"Man betrachtete das Blatt und wollte bemerken, dass die Griechen, bei ihren Darstellungen von Tieren, sich weniger an die Natur gehalten, als dass sie dabei nach einer gewissen Konvenienz verfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.507900238037109} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":330,"date":1836,"orig":"Man wollte gefunden haben, daß ſie in Darſtellungen dieſer Art hinter der Natur zuruͤckgeblieben, und daß Widder, Opferſtiere und Pferde, wie ſie auf Basreliefs vorkommen, haͤufig ſehr ſteife, unfoͤrmliche und unvollkommene Geſchoͤpfe ſeyen.","norm":"Man wollte gefunden haben, dass sie in Darstellungen dieser Art hinter der Natur zurückgeblieben, und dass Widder, Opferstiere und Pferde, wie sie auf Basreliefs vorkommen, häufig sehr steife, unförmliche und unvollkommene Geschöpfe seien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.152299880981445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":331,"date":1836,"orig":"„Ich will daruͤber nicht ſtreiten, ſagte Goethe, aber vor allen Dingen muß man unterſcheiden, aus welcher Zeit und von welchem Kuͤnſtler ſolche Werke herruͤhren.","norm":"„Ich will darüber nicht streiten, sagte Goethe, aber vor allen Dingen muss man unterscheiden, aus welcher Zeit und von welchem Künstler solche Werke herrühren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.799799919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":332,"date":1836,"orig":"Denn ſo ließen ſich wohl Muſterſtuͤcke in Menge vorlegen, wo griechiſche Kuͤnſtler, in ihren Darſtellungen von Thieren, die Natur nicht allein erreicht, ſondern ſogar weit uͤbertroffen haben.","norm":"Denn so ließen sich wohl Musterstücke in Menge vorlegen, wo griechische Künstler, in ihren Darstellungen von Tieren, die Natur nicht allein erreicht, sondern sogar weit übertroffen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915200233459473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":333,"date":1836,"orig":"Die Englaͤnder, die erſten Pferdekenner der Welt, muͤſſen doch jetzt von zwei antiken Pferdekoͤpfen geſtehen, daß ſie in ihren Formen ſo vollkommen befunden werden, wie jetzt gar keine Raçen mehr auf der Erde exiſtiren.","norm":"Die Engländer, die ersten Pferdekenner der Welt, müssen doch jetzt von zwei antiken Pferdeköpfen gestehen, dass sie in ihren Formen so vollkommen befunden werden, wie jetzt gar keine Rassen mehr auf der Erde existieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.257100105285644} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":334,"date":1836,"orig":"Es ſind dieſe Koͤpfe aus der beſten griechiſchen Zeit; und wenn uns nun ſolche Werke in Erſtaunen ſetzen, ſo haben wir nicht ſowohl anzunehmen, daß jene Kuͤnſtler nach einer mehr vollkommenen Natur gearbeitet haben, wie die jetzige iſt, als vielmehr, daß ſie im Fortſchritte der Zeit und Kunſt ſelber etwas geworden waren, ſo daß ſie ſich mit perſoͤnlicher Großheit an die Natur wandten.“","norm":"Es sind diese Köpfe aus der besten griechischen Zeit; und wenn uns nun solche Werke in Erstaunen setzen, so haben wir nicht sowohl anzunehmen, dass jene Künstler nach einer mehr vollkommenen Natur gearbeitet haben, wie die jetzige ist, als vielmehr, dass sie im Fortschritte der Zeit und Kunst selber etwas geworden waren, so dass sie sich mit persönlicher Großheit an die Natur wandten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.582300186157227} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":335,"date":1836,"orig":"Waͤhrend dieſes geſprochen wurde, ſtand ich mit einer Dame ſeitwaͤrts an einem Tiſch, um ein Kupferwerk zu betrachten, und ich konnte zu Goethe's Worten nur ein halbes Ohr wenden; deſto tiefer aber ergriff ich ſie mit meiner Seele.","norm":"Während dieses gesprochen wurde, stand ich mit einer Dame seitwärts an einem Tisch, um ein Kupferwerk zu betrachten, und ich konnte zu Goethes Worten nur ein halbes Ohr wenden; desto tiefer aber ergriff ich sie mit meiner Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570199966430664} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":336,"date":1836,"orig":"Die Geſellſchaft war nach und nach gegangen und ich mit Goethe allein gelaſſen, der ſich zum Ofen ſtellte.","norm":"Die Gesellschaft war nach und nach gegangen und ich mit Goethe allein gelassen, der sich zum Ofen stellte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.304299831390381} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":337,"date":1836,"orig":"Ich trat in ſeine Naͤhe.","norm":"Ich trat in seine Nähe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.868599891662598} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":338,"date":1836,"orig":"Euer Excellenz, ſagte ich, haben vorhin in der Äußerung, daß die Griechen ſich mit perſoͤnlicher Großheit an die Natur gewandt, ein gutes Wort geſprochen, und ich halte dafuͤr, daß man ſich von dieſem Satz nicht tief genug durchdringen koͤnne.","norm":"Euer Exzellenz, sagte ich, haben vorhin in der Äußerung, dass die Griechen sich mit persönlicher Großheit an die Natur gewandt, ein gutes Wort gesprochen, und ich halte dafür, dass man sich von diesem Satz nicht tief genug durchdringen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.569300174713135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":339,"date":1836,"orig":"„Ja, mein Guter, ſagte Goethe, hierauf kommt alles an.","norm":"„Ja, mein Guter, sagte Goethe, hierauf kommt alles an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5152997970581055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":340,"date":1836,"orig":"Man muß etwas ſeyn, um etwas zu machen.","norm":"Man muss etwas sein, um etwas zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.6847000122070312} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":341,"date":1836,"orig":"Dante erſcheint uns groß, aber er hatte eine Cultur von Jahrhunderten hinter ſich; das Haus Rothſchild iſt reich, aber es hat mehr als Ein Menſchenalter gekoſtet, um zu ſolchen Schaͤtzen zu gelangen.","norm":"Dante erscheint uns groß, aber er hatte eine Kultur von Jahrhunderten hinter sich; das Haus Rotschild ist reich, aber es hat mehr als ein Menschenalter gekostet, um zu solchen Schätzen zu gelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.178800106048584} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":342,"date":1836,"orig":"Dieſe Dinge liegen alle tiefer, als man denkt.","norm":"Diese Dinge liegen alle tiefer, als man denkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.660900115966797} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":343,"date":1836,"orig":"Unſere guten altdeutſchelnden Kuͤnſtler wiſſen davon nichts, ſie wenden ſich mit perſoͤnlicher Schwaͤche und kuͤnſtleriſchem Unvermoͤgen zur Nachahmung der Natur, und meinen es waͤre was.","norm":"Unsere guten altdeutschelenden Künstler wissen davon nichts, sie wenden sich mit persönlicher Schwäche und künstlerischem Unvermögen zur Nachahmung der Natur, und meinen es wäre was.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.202099800109863} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":344,"date":1836,"orig":"Sie ſtehen unter der Natur.","norm":"Sie stehen unter der Natur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.058599948883057} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":345,"date":1836,"orig":"Wer aber etwas Großes machen will, muß ſeine Bildung ſo geſteigert haben, daß er gleich den Griechen im Stande ſey, die geringere reale Natur zu der Hoͤhe ſeines Geiſtes heranzuheben, und dasjenige wirklich zu machen, was in natuͤrlichen Erſcheinungen, aus innerer Schwaͤche oder aus aͤußerem Hinderniß, nur Intention geblieben iſt.“","norm":"Wer aber etwas Großes machen will, muss seine Bildung so gesteigert haben, dass er gleich den Griechen im Stande sei, die geringere reale Natur zu der Höhe seines Geistes heranzuheben, und dasjenige wirklich zu machen, was in natürlichen Erscheinungen, aus innerer Schwäche oder aus äußerem Hindernis, nur Intention geblieben ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.645699977874756} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":346,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 22. Ottober 1828.","norm":"Mittwoch, den 22. Ottober 1828.","lang_fastText":"no","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.729599952697754} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":347,"date":1836,"orig":"Heute war bey Tiſch von den Frauen die Rede, und Goethe aͤußerte ſich daruͤber ſehr ſchoͤn.","norm":"Heute war bei Tisch von den Frauen die Rede, und Goethe äußerte sich darüber sehr schön.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.302700042724609} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":348,"date":1836,"orig":"„Die Frauen, ſagte er, ſind ſilberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen.","norm":"„Die Frauen, sagte er, sind silberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.406799793243408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":349,"date":1836,"orig":"Meine Idee von den Frauen iſt nicht von den Erſcheinungen der Wirklichkeit abſtrahirt, ſondern ſie iſt mir angeboren, oder in mir entſtanden, Gott weiß wie.","norm":"Meine Idee von den Frauen ist nicht von den Erscheinungen der Wirklichkeit abstrahiert, sondern sie ist mir angeboren, oder in mir entstanden, Gott weiß wie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.052000045776367} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":350,"date":1836,"orig":"Meine dargeſtellten Frauen-Charactere ſind daher auch alle gut weggekommen, ſie ſind alle beſſer, als ſie in der Wirklichkeit anzutreffen ſind.“","norm":"Meine dargestellten Frauen-Charaktere sind daher auch alle gut weggekommen, sie sind alle besser, als sie in der Wirklichkeit anzutreffen sind .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.358799934387207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":351,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 18. November 1828.","norm":"Dienstag, den 18. November 1828.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.7923998832702632} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":352,"date":1836,"orig":"Goethe ſprach von einem neuen Stuͤck des Edinburgh Review.","norm":"Goethe sprach von einem neuen Stück des Edinburgh Review.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.961599826812744} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":353,"date":1836,"orig":"„Es iſt eine Freude, zu ſehen, ſagte er, zu welcher Hoͤhe und Tuͤchtigkeit die engliſchen Critiker ſich jetzt erheben.","norm":"„Es ist eine Freude, zu sehen, sagte er, zu welcher Höhe und Tüchtigkeit die englischen Kritiker sich jetzt erheben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9551000595092773} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":354,"date":1836,"orig":"Von der fruͤheren Pedanterie iſt keine Spur mehr, und große Eigenſchaften ſind an deren Stelle getreten.","norm":"Von der früheren Pedanterie ist keine Spur mehr, und große Eigenschaften sind an deren Stelle getreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.243199825286865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":355,"date":1836,"orig":"In dem letzten Stuͤck, in einem Aufſatz uͤber deutſche Literatur, finden Sie folgende Äußerung:","norm":"In dem letzten Stück, in einem Aufsatz über deutsche Literatur, finden Sie folgende Äußerung:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.229400157928467} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":356,"date":1836,"orig":"„Es giebt Leute unter den Poeten, deren Neigung es iſt, immer in ſolchen Dingen zu verkehren, die ein Anderer ſich gerne aus dem Sinne ſchlaͤgt.“","norm":"„Es gibt Leute unter den Poeten, deren Neigung es ist, immer in solchen Dingen zu verkehren, die ein Anderer sich gerne aus dem Sinne schlägt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.267300128936768} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":357,"date":1836,"orig":"Nun, was ſagen Sie?","norm":"Nun, was sagen Sie?","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.286799907684326} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":358,"date":1836,"orig":"da wiſſen wir mit einem Male, woran wir ſind, und wiſſen, wohin wir eine große Zahl unſerer neueſten Literatoren zu claſſificiren haben.“","norm":"da wissen wir mit einem Male, woran wir sind, und wissen, wohin wir eine große Zahl unserer neuesten Literatoren zu klassifizieren haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861800193786621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":359,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 16. December 1828.","norm":"Dienstag, den 16. Dezember 1828.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.928900003433227} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":360,"date":1836,"orig":"Ich war heute mit Goethe in ſeiner Arbeitsſtube allein zu Tiſch; wir ſprachen uͤber verſchiedene literariſche Dinge.","norm":"Ich war heute mit Goethe in seiner Arbeitsstube allein zu Tisch; wir sprachen über verschiedene literarische Dinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.805699825286865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":361,"date":1836,"orig":"„Die Deutſchen, ſagte er, koͤnnen die Philiſterey nicht loswerden. —","norm":"„Die Deutschen, sagte er, können die Philisterei nicht loswerden . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107600212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":362,"date":1836,"orig":"Da quaͤngeln und ſtreiten ſie jetzt uͤber verſchiedene Diſtichen, die ſich bey Schiller gedruckt finden und auch bey mir, und ſie meinen, es waͤre von Wichtigkeit, entſchieden herauszubringen, welche denn wirklich Schillern gehoͤren und welche mir.","norm":"Da quengeln und streiten sie jetzt über verschiedene Distichen, die sich bei Schiller gedruckt finden und auch bei mir, und sie meinen, es wäre von Wichtigkeit, entschieden herauszubringen, welche denn wirklich Schillern gehören und welche mir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.838099956512451} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":363,"date":1836,"orig":"Als ob etwas darauf ankaͤme, als ob etwas damit gewonnen wuͤrde, und als ob es nicht genug waͤre, daß die Sachen da ſind!“","norm":"Als ob etwas darauf ankäme, als ob etwas damit gewonnen würde, und als ob es nicht genug wäre, dass die Sachen da sind!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.41510009765625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":364,"date":1836,"orig":"„Freunde wie Schiller und ich, Jahre lang verbunden, mit gleichen Intereſſen, in taͤglicher Beruͤhrung und gegenſeitigem Austauſch, lebten ſich in einander ſo ſehr hinein, daß uͤberhaupt bei einzelnen Gedanken gar nicht die Rede und Frage ſeyn konnte, ob ſie dem Einen gehoͤrten oder dem Andern.","norm":"„Freunde wie Schiller und ich, Jahre lang verbunden, mit gleichen Interessen, in täglicher Berührung und gegenseitigem Austausch, lebten sich ineinander so sehr hinein, dass überhaupt bei einzelnen Gedanken gar nicht die Rede und Frage sein konnte, ob sie dem Einen gehörten oder dem Anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.281099796295166} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":365,"date":1836,"orig":"Wir haben viele Diſtichen gemeinſchaftlich gemacht, oft hatte ich den Gedanken und Schiller machte die Verſe, oft war das Umgekehrte der Fall, und oft machte Schiller den einen Vers und ich den andern.","norm":"Wir haben viele Distichen gemeinschaftlich gemacht, oft hatte ich den Gedanken und Schiller machte die Verse, oft war das Umgekehrte der Fall, und oft machte Schiller den einen Vers und ich den anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.125999927520752} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":366,"date":1836,"orig":"Wie kann nun da von Mein und Dein die Rede ſeyn!","norm":"Wie kann nun da von Mein und Dein die Rede sein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.983099937438965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":367,"date":1836,"orig":"Man muͤßte wirklich ſelbſt noch tief in der Philiſterey ſtecken, wenn man auf die Entſcheidung ſolcher Zweifel nur die mindeſte Wichtigkeit legen wollte.“","norm":"Man müsste wirklich selbst noch tief in der Philisterei stecken, wenn man auf die Entscheidung solcher Zweifel nur die mindeste Wichtigkeit legen wollte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9532999992370605} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":368,"date":1836,"orig":"Etwas Ähnliches, ſagte ich, kommt in der literariſchen Welt haͤufig vor, indem man z. B. an dieſes oder jenes beruͤhmten Mannes Originalitaͤt zweifelt, und die Quellen auszuſpuͤren ſucht, woher er ſeine Cultur hat.","norm":"Etwas Ähnliches, sagte ich, kommt in der literarischen Welt häufig vor, indem man z. B. an dieses oder jenes berühmten Mannes Originalität zweifelt, und die Quellen auszuspüren sucht, woher er seine Kultur hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.218800067901611} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":369,"date":1836,"orig":"„Das iſt ſehr laͤcherlich! ſagte Goethe; man koͤnnte eben ſo gut einen wohlgenaͤhrten Mann nach den Ochſen, Schafen und Schweinen fragen, die er gegeſſen und die ihm Kraͤfte gegeben.","norm":"„Das ist sehr lächerlich! sagte Goethe; man könnte ebenso gut einen wohlgenährten Mann nach den Ochsen, Schafen und Schweinen fragen, die er gegessen und die ihm Kräfte gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.374499797821045} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":370,"date":1836,"orig":"Wir bringen wohl Faͤhigkeiten mit, aber unſere Entwickelung verdanken wir tauſend Einwirkungen einer großen Welt, aus der wir uns aneignen was wir koͤnnen und was uns gemaͤß iſt.","norm":"Wir bringen wohl Fähigkeiten mit, aber unsere Entwicklung verdanken wir tausend Einwirkungen einer großen Welt, aus der wir uns aneignen was wir können und was uns gemäß ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.599599838256836} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":371,"date":1836,"orig":"Ich verdanke den Griechen und Franzoſen viel, ich bin Shakſpeare, Sterne und Goldſmith Unendliches ſchuldig geworden.","norm":"Ich verdanke den Griechen und Franzosen viel, ich bin Shakespeare, Sterne und Goldsmith unendliches schuldig geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.556099891662598} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":372,"date":1836,"orig":"Allein damit ſind die Quellen meiner Cultur nicht nachgewieſen; es wuͤrde ins Grenzenloſe gehen und waͤre auch nicht noͤthig.","norm":"Allein damit sind die Quellen meiner Kultur nicht nachgewiesen; es würde ins Grenzenlose gehen und wäre auch nicht nötig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.765100002288818} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":373,"date":1836,"orig":"Die Hauptſache iſt, daß man eine Seele habe, die das Wahre liebt, und die es aufnimmt wo ſie es findet.“","norm":"Die Hauptsache ist, dass man eine Seele habe, die das Wahre liebt, und die es aufnimmt wo sie es findet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.998600006103515} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":374,"date":1836,"orig":"„Überhaupt, fuhr Goethe fort, iſt die Welt jetzt ſo alt, und es haben ſeit Jahrtauſenden ſo viele bedeutende Menſchen gelebt und gedacht, daß wenig Neues mehr zu finden und zu ſagen iſt.","norm":"„Überhaupt, fuhr Goethe fort, ist die Welt jetzt so alt, und es haben seit Jahrtausenden so viele bedeutende Menschen gelebt und gedacht, dass wenig Neues mehr zu finden und zu sagen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8696000576019287} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":375,"date":1836,"orig":"Meine Farbenlehre iſt auch nicht durchaus neu.","norm":"Meine Farbenlehre ist auch nicht durchaus neu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326900005340576} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":376,"date":1836,"orig":"Plato, Leonardo da Vinci und viele andere Treffliche haben im Einzelnen vor mir daſſelbige gefunden und geſagt; aber daß ich es auch fand, daß ich es wieder ſagte, und daß ich dafuͤr ſtrebte, in einer confuſen Welt dem Wahren wieder Eingang zu verſchaffen, das iſt mein Verdienſt.“","norm":"Plato, Leonardo da Vinci und viele andere Treffliche haben im Einzelnen vor mir dasselbe gefunden und gesagt; aber dass ich es auch fand, dass ich es wieder sagte, und dass ich dafür strebte, in einer konfusen Welt dem Wahren wieder Eingang zu verschaffen, das ist mein Verdienst .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.439300060272217} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":377,"date":1836,"orig":"„Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrthum um uns her immer wieder geprediget wird, und zwar nicht von Einzelnen, ſondern von der Maſſe.","norm":"„Und denn, man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.259200096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":378,"date":1836,"orig":"In Zeitungen und Encyklopaͤdien, auf Schulen und Univerſitaͤten, uͤberall iſt der Irrthum oben auf, und es iſt ihm wohl und behaglich, im Gefuͤhl der Majoritaͤt, die auf ſeiner Seite iſt.“","norm":"In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.763099908828735} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":379,"date":1836,"orig":"„Oft lehret man auch Wahrheit und Irrthum zugleich und haͤlt ſich an letzteren.","norm":"„Oft lehrt man auch Wahrheit und Irrtum zugleich und hält sich an letzteren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193699836730957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":380,"date":1836,"orig":"So las ich vor einigen Tagen in einer engliſchen Encyklopaͤdie die Lehre von der Entſtehung des Blauen.","norm":"So las ich vor einigen Tagen in einer englischen Enzyklopädie die Lehre von der Entstehung des Blauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.797899961471557} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":381,"date":1836,"orig":"Obenan ſtand die wahre Anſicht von Leonardo da Vinci; mit der groͤßten Ruhe aber folgte zugleich der Newtoniſche Irrthum, und zwar mit dem Bemerken, daß man ſich an dieſen zu halten habe, weil er das allgemein Angenommene ſey.“","norm":"Obenan stand die wahre Ansicht von Leonardo da Vinci; mit der größten Ruhe aber folgte zugleich der Neutonische Irrtum, und zwar mit dem Bemerken, dass man sich an diesen zu halten habe, weil er das allgemein Angenommene sei .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.005199909210205} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":382,"date":1836,"orig":"Ich mußte mich lachend verwundern, als ich dieſes hoͤrte.","norm":"Ich musste mich lachend verwundern, als ich dieses hörte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.740300178527832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":383,"date":1836,"orig":"Jede Wachskerze, ſagte ich, jeder erleuchtete Kuͤchenrauch, der etwas Dunkeles hinter ſich hat, jeder duftige Morgennebel, wenn er vor ſchattigen Stellen liegt, uͤberzeugen mich taͤglich von der Entſtehung der blauen Farbe und lehren mich die Blaͤue des Himmels begreifen.","norm":"Jede Wachskerze, sagte ich, jeder erleuchtete Küchenrauch, der etwas Dunkles hinter sich hat, jeder duftige Morgennebel, wenn er vor schattigen Stellen liegt, überzeugen mich täglich von der Entstehung der blauen Farbe und lehren mich die Bläue des Himmels begreifen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.425000190734863} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":384,"date":1836,"orig":"Was aber die Newtoniſchen Schuͤler ſich dabey denken moͤgen, daß die Luft die Eigenſchaft beſitze, alle uͤbrigen Farben zu verſchlucken und nur die blaue zuruͤckzuwerfen, dieſes iſt mir voͤllig unbegreiflich, und ich ſehe nicht ein, welchen Nutzen und welche Freude man an einer Lehre haben kann, wobey jeder Gedanke voͤllig ſtille ſteht und jede geſunde Anſchauung durchaus verſchwindet.","norm":"Was aber die Neutonischen Schüler sich dabei denken mögen, dass die Luft die Eigenschaft besitze, alle übrigen Farben zu verschlucken und nur die blaue zurückzuwerfen, dieses ist mir völlig unbegreiflich, und ich sehe nicht ein, welchen Nutzen und welche Freude man an einer Lehre haben kann, wobei jeder Gedanke völlig stille steht und jede gesunde Anschauung durchaus verschwindet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4909000396728525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":385,"date":1836,"orig":"„Gute Seele, ſagte Goethe, um Gedanken und Anſchauungen iſt es den Leuten auch gar nicht zu thun.","norm":"„Gute Seele, sagte Goethe, um Gedanken und Anschauungen ist es den Leuten auch gar nicht zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.757400035858154} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":386,"date":1836,"orig":"Sie ſind zufrieden, wenn ſie nur Worte haben womit ſie verkehren, welches ſchon mein Mephiſtopheles gewußt und nicht uͤbel ausgeſprochen hat:","norm":"Sie sind zufrieden, wenn sie nur Worte haben womit sie verkehren, welches schon mein Mephistopheles gewusst und nicht übel ausgesprochen hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8460001945495605} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":387,"date":1836,"orig":"Vor allem haltet euch an Worte!","norm":"Vor allem haltet euch an Worte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.962699890136719} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":388,"date":1836,"orig":"Dann geht ihr durch die ſich're Pforte Zum Tempel der Gewißheit ein; Denn eben wo Begriffe fehlen, Da ſtellt ein Wort zur rechten Zeit ſich ein. ꝛc.","norm":"Dann geht ihr durch die sichre Pforte zum Tempel der Gewissheit ein; denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein . etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.301199913024902} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":389,"date":1836,"orig":"Goethe recitirte dieſe Stelle lachend und ſchien uͤberall in der beſten Laune.","norm":"Goethe rezitierte diese Stelle lachend und schien überall in der besten Laune.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.566400051116943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":390,"date":1836,"orig":"„Es iſt nur gut, ſagte er, daß ſchon alles gedruckt ſteht, und ſo will ich fortfahren, ferner drucken zu laſſen, was ich gegen falſche Lehren und deren Verbreiter noch auf dem Herzen habe.“","norm":"„Es ist nur gut, sagte er, dass schon alles gedruckt steht, und so will ich fortfahren, ferner drucken zu lassen, was ich gegen falsche Lehren und deren Verbreiter noch auf dem Herzen habe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.190000057220459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":391,"date":1836,"orig":"„Treffliche Menſchen, fuhr er nach einer Pauſe fort, kommen jetzt in den Naturwiſſenſchaften heran und ich ſehe ihnen mit Freuden zu.","norm":"„Treffliche Menschen, fuhr er nach einer Pause fort, kommen jetzt in den Naturwissenschaften heran und ich sehe ihnen mit Freuden zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64169979095459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":392,"date":1836,"orig":"Andere fangen gut an, aber ſie halten ſich nicht; ihr vorwaltendes Subjective fuͤhrt ſie in die Irre.","norm":"Andere fangen gut an, aber sie halten sich nicht; ihr vorwaltendes Subjektive führt sie in die Irre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.198599815368652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":393,"date":1836,"orig":"Wiederum Andere halten zu ſehr auf Facta und ſammeln deren zu einer Unzahl, wodurch nichts bewieſen wird.","norm":"Wiederum Andere halten zu sehr auf Fakten und sammeln deren zu einer Unzahl, wodurch nichts bewiesen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.811500072479248} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":394,"date":1836,"orig":"Im Ganzen fehlt der theoretiſche Geiſt, der faͤhig waͤre, zu Urphaͤnomenen durchzudringen und der einzelnen Erſcheinungen Herr zu werden.“","norm":"Im Ganzen fehlt der theoretische Geist, der fähig wäre, zu Urphänomenen durchzudringen und der einzelnen Erscheinungen Herr zu werden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.82889986038208} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":395,"date":1836,"orig":"Ein kurzer Beſuch unterbrach unſere Unterhaltung; bald aber wieder allein gelaſſen lenkte ſich das Geſpraͤch auf die Poeſie, und ich erzaͤhlte Goethen, daß ich dieſer Tage ſeine kleinen Gedichte wieder betrachtet, und beſonders bey zweyen verweilet habe, bey der Ballade naͤmlich von den Kindern und dem Alten und bey den gluͤcklichen Gatten.","norm":"Ein kurzer Besuch unterbrach unsere Unterhaltung; bald aber wieder allein gelassen lenkte sich das Gespräch auf die Poesie, und ich erzählte Goethen, dass ich dieser Tage seine kleinen Gedichte wieder betrachtet, und besonders bei zweien verweilet habe, bei der Ballade nämlich von den Kindern und dem Alten und bei den glücklichen Gatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5528998374938965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":396,"date":1836,"orig":"„Ich halte auf dieſe beyden Gedichte ſelber etwas, ſagte Goethe, wiewohl das deutſche Publicum bis jetzt nicht viel daraus hat machen koͤnnen.“","norm":"„Ich halte auf diese beiden Gedichte selber etwas, sagte Goethe, wiewohl das deutsche Publikum bis jetzt nicht viel daraus hat machen können .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313399791717529} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":397,"date":1836,"orig":"In der Ballade, ſagte ich, iſt ein ſehr reicher Gegenſtand in große Enge zuſammengebracht, mittelſt aller poetiſchen Formen und Kuͤnſte und Kunſtgriffe, worunter ich beſonders den hochſchaͤtze, daß das Vergangene der Geſchichte den Kindern von dem Alten bis zu dem Punkt erzaͤhlt wird, wo die Gegenwart eintritt und das Übrige ſich vor unſern Augen entwickelt.","norm":"In der Ballade, sagte ich, ist ein sehr reicher Gegenstand in große Enge zusammengebracht, mittels aller poetischen Formen und Künste und Kunstgriffe, worunter ich besonders den hochschätze, dass das Vergangene der Geschichte den Kindern von dem Alten bis zu dem Punkt erzählt wird, wo die Gegenwart eintritt und das Übrige sich vor unseren Augen entwickelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.530799865722656} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":398,"date":1836,"orig":"„Ich habe die Ballade lange mit mir herumgetragen, ſagte Goethe, ehe ich ſie niederſchrieb; es ſtecken Jahre von Nachdenken darin, und ich habe ſie drey bis vier Mal verſucht, ehe ſie mir ſo gelingen wollte wie ſie jetzt iſt.“","norm":"„Ich habe die Ballade lange mit mir herumgetragen, sagte Goethe, ehe ich sie niederschrieb; es stecken Jahre von Nachdenken darin, und ich habe sie drei bis vier Mal versucht, ehe sie mir so gelingen wollte wie sie jetzt ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.836699962615967} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":399,"date":1836,"orig":"Das Gedicht von den gluͤcklichen Gatten, fuhr ich fort, iſt gleichfalls ſehr reich an Motiven; es erſcheinen darin ganze Landſchaften und Menſchenleben, durchwaͤrmt von dem Sonnenſchein eines anmuthigen Fruͤhlingshimmels, der ſich uͤber dem Ganzen ausbreitet.","norm":"Das Gedicht von den glücklichen Gatten, fuhr ich fort, ist gleichfalls sehr reich an Motiven; es erscheinen darin ganze Landschaften und Menschenleben, durchwärmt von dem Sonnenschein eines anmutigen Frühlingshimmels, der sich über dem Ganzen ausbreitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.076600074768066} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":400,"date":1836,"orig":"„Ich habe das Gedicht immer lieb gehabt, ſagte Goethe, und es freut mich, daß Sie ihm ein beſonderes Intereſſe ſchenken.","norm":"„Ich habe das Gedicht immer lieb gehabt, sagte Goethe, und es freut mich, dass Sie ihm ein besonderes Interesse schenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.693900108337402} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":401,"date":1836,"orig":"Und daß der Spaß zuletzt noch auf eine Doppel-Kindtaufe hinausgeht, daͤchte ich, waͤre doch artig genug.“","norm":"Und dass der Spaß zuletzt noch auf eine Doppel-Kindtaufe hinausgeht, dächte ich, wäre doch artig genug .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328800201416016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":402,"date":1836,"orig":"Wir kamen ſodann auf den Buͤrgergeneral, wovon ich erzaͤhlte, daß ich dieſes heitere Stuͤck in dieſen Tagen mit einem Englaͤnder geleſen, und daß in uns beyden der lebhafte Wunſch entſtanden, es auf dem Theater zu ſehen.","norm":"Wir kamen sodann auf den Bürgergeneral, wovon ich erzählte, dass ich dieses heitere Stück in diesen Tagen mit einem Engländer gelesen, und dass in uns beiden der lebhafte Wunsch entstanden, es auf dem Theater zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64169979095459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":403,"date":1836,"orig":"Dem Geiſte nach, ſagte ich, iſt darin nichts veraltet, und im Einzelnen der dramatiſchen Entwickelung iſt darin kein Zug, der nicht fuͤr die Buͤhne gedacht waͤre.","norm":"Dem Geiste nach, sagte ich, ist darin nichts veraltet, und im Einzelnen der dramatischen Entwicklung ist darin kein Zug, der nicht für die Bühne gedacht wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.515500068664551} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":404,"date":1836,"orig":"„Es war zu ſeiner Zeit ein ſehr gutes Stuͤck, ſagte Goethe, und es hat uns manchen heiteren Abend gemacht.","norm":"„Es war zu seiner Zeit ein sehr gutes Stück, sagte Goethe, und es hat uns manchen heiteren Abend gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.543100118637085} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":405,"date":1836,"orig":"Freylich, es war trefflich beſetzt, und ſo vortrefflich einſtudirt, daß der Dialog Schlag auf Schlag ging, im voͤlligſten Leben Malkolmi ſpielte den Maͤrten, man konnte nichts Vollkommneres ſehen.“","norm":"Freilich, es war trefflich besetzt, und so vortrefflich einstudiert, dass der Dialog Schlag auf Schlag ging, im völligsten Leben Malkolmi spielte den Märten, man konnte nichts Vollkommeneres sehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116300106048584} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":406,"date":1836,"orig":"Die Rolle des Schnaps, ſagte ich, erſcheint mir nicht weniger gluͤcklich; ich daͤchte, das Repertoir haͤtte nicht viele aufzuweiſen, die dankbarer und beſſer waͤren.","norm":"Die Rolle des Schnaps, sagte ich, erscheint mir nicht weniger glücklich; ich dächte, das Repertoire hätte nicht viele aufzuweisen, die dankbarer und besser wären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6554999351501465} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":407,"date":1836,"orig":"Es iſt in dieſer Figur, wie im ganzen Stuͤck, eine Deutlichkeit, eine Gegenwart, wie ſie das Theater nur wuͤnſchen kann.","norm":"Es ist in dieser Figur, wie im ganzen Stück, eine Deutlichkeit, eine Gegenwart, wie sie das Theater nur wünschen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.35509991645813} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":408,"date":1836,"orig":"Die Scene, wo er mit dem Felleiſen kommt und nach einander die Sachen hervorbringt, wo er Maͤrten den Schnurbart anklebt und ſich ſelbſt mit Freyheitsmuͤtze, Uniform und Degen bekleidet, gehoͤrt zu den vorzuͤglichſten.","norm":"Die Szene, wo er mit dem Felleisen kommt und nach einander die Sachen hervorbringt, wo er Märten den Schnurrbart anklebt und sich selbst mit Freiheitsmütze, Uniform und Degen bekleidet, gehört zu den vorzüglichsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.249599933624268} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":409,"date":1836,"orig":"„Dieſe Scene, ſagte Goethe, hat in fruͤherer Zeit auf unſerm Theater immer viel Gluͤck gemacht.","norm":"„Diese Szene, sagte Goethe, hat in früherer Zeit auf unserem Theater immer viel Glück gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.780600070953369} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":410,"date":1836,"orig":"Es kam dazu noch der Umſtand, daß das Felleiſen mit den Sachen ein wirklich hiſtoriſches war.","norm":"Es kam dazu noch der Umstand, dass das Felleisen mit den Sachen ein wirklich historisches war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.83489990234375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":411,"date":1836,"orig":"Ich fand es naͤmlich zur Zeit der Revolution auf meiner Reiſe an der franzoͤſiſchen Grenze, wo die Flucht der Emigrirten durchgegangen war, und wo es einer mochte verloren oder weggeworfen haben.","norm":"Ich fand es nämlich zur Zeit der Revolution auf meiner Reise an der französischen Grenze, wo die Flucht der Emigrierten durchgegangen war, und wo es einer mochte verloren oder weggeworfen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.465199947357178} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":412,"date":1836,"orig":"Die Sachen, ſo wie ſie im Stuͤck vorkommen, waren alle darin; ich ſchrieb danach die Scene, und das Felleiſen mit allem Zubehoͤr ſpielte nachher, zu nicht geringem Vergnuͤgen unſerer Schauſpieler, immer mit, ſo oft das Stuͤck gegeben wurde.“","norm":"Die Sachen, so wie sie im Stück vorkommen, waren alle darin; ich schrieb danach die Szene, und das Felleisen mit allem Zubehör spielte nachher, zu nicht geringem Vergnügen unserer Schauspieler, immer mit, so oft das Stück gegeben wurde .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.696499824523926} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":413,"date":1836,"orig":"Die Frage, ob man den Buͤrgergeneral noch jetzt mit Intereſſe und Nutzen ſehen koͤnne, machte noch eine Weile den Gegenſtand unſerer Unterhaltung.","norm":"Die Frage, ob man den Bürgergeneral noch jetzt mit Interesse und Nutzen sehen könne, machte noch eine Weile den Gegenstand unserer Unterhaltung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4328999519348145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":414,"date":1836,"orig":"Goethe erkundigte ſich ſodann nach meinen Fortſchritten in der franzoͤſiſchen Literatur, und ich erzaͤhlte ihm, daß ich mich abwechſelnd noch immer mit Voltaire beſchaͤftige, und daß das große Talent dieſes Mannes mir das reinſte Gluͤck gewaͤhre.","norm":"Goethe erkundigte sich sodann nach meinen Fortschritten in der französischen Literatur, und ich erzählte ihm, dass ich mich abwechselnd noch immer mit Voltaire beschäftige, und dass das große Talent dieses Mannes mir das reinste Glück gewähre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.475800037384033} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":415,"date":1836,"orig":"Ich kenne immer nur noch wenig von ihm, ſagte ich; ich halte mich noch immer in dem Kreiſe ſeiner kleinen Gedichte an Perſonen, die ich leſe und immer wieder leſe und von denen ich mich nicht trennen kann.","norm":"Ich kenne immer nur noch wenig von ihm, sagte ich; ich halte mich noch immer in dem Kreise seiner kleinen Gedichte an Personen, die ich lese und immer wieder lese und von denen ich mich nicht trennen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.800299882888794} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":416,"date":1836,"orig":"„Eigentlich, ſagte Goethe, iſt alles gut, was ein ſo großes Talent wie Voltaire ſchreibt, wiewohl ich nicht alle ſeine Frechheiten gelten laſſen moͤchte.","norm":"„Eigentlich, sagte Goethe, ist alles gut, was ein so großes Talent wie Voltaire schreibt, wiewohl ich nicht alle seine Frechheiten gelten lassen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.145699977874756} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":417,"date":1836,"orig":"Aber Sie haben nicht Unrecht, wenn Sie ſo lange bey ſeinen kleinen Gedichten an Perſonen verweilen; ſie gehoͤren ohne Frage zu den liebenswuͤrdigſten Sachen, die er geſchrieben.","norm":"Aber Sie haben nicht Unrecht, wenn Sie so lange bei seinen kleinen Gedichten an Personen verweilen; sie gehören ohne Frage zu den liebenswürdigsten Sachen, die er geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.254799842834473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":418,"date":1836,"orig":"Es iſt darin keine Zeile, die nicht voller Geiſt, Klarheit, Heiterkeit und Anmuth waͤre.“","norm":"Es ist darin keine Zeile, die nicht voller Geist, Klarheit, Heiterkeit und Anmut wäre .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.268099784851074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":419,"date":1836,"orig":"Und man ſieht darin, ſagte ich, ſeine Verhaͤltniſſe zu allen Großen und Maͤchtigen der Erde, und bemerkt mit Freuden, welche vornehme Figur Voltaire ſelber ſpielt, indem er ſich den Hoͤchſten gleich zu empfinden ſcheint, und man ihm nie anmerkt, daß irgend eine Majeſtaͤt ſeinen freyen Geiſt nur einen Augenblick hat geniren koͤnnen.","norm":"Und man sieht darin, sagte ich, seine Verhältnisse zu allen Großen und Mächtigen der Erde, und bemerkt mit Freuden, welche vornehme Figur Voltaire selber spielt, indem er sich den Höchsten gleich zu empfinden scheint, und man ihm nie anmerkt, dass irgendeine Majestät seinen freien Geist nur einen Augenblick hat genieren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.602200031280518} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":420,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe, vornehm war er.","norm":"„Ja, sagte Goethe, vornehm war er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.564700126647949} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":421,"date":1836,"orig":"Und bey all ſeiner Freyheit und Verwegenheit hat er ſich immer in den Grenzen des Schicklichen zu halten gewußt, welches faſt noch mehr ſagen will.","norm":"Und bei all seiner Freiheit und Verwegenheit hat er sich immer in den Grenzen des Schicklichen zu halten gewusst, welches fast noch mehr sagen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9514000415802} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":422,"date":1836,"orig":"Ich kann wohl die Kaiſerin von Öſtreich als eine Autoritaͤt in ſolchen Dingen anfuͤhren, die ſehr oft gegen mich wiederholt hat, daß in Voltaire's Gedichten an fuͤrſtliche Perſonen keine Spur ſeh, daß er je die Linie der Convenienz uͤberſchritten habe.“","norm":"Ich kann wohl die Kaiserin von Österreich als eine Autorität in solchen Dingen anführen, die sehr oft gegen mich wiederholt hat, dass in Voltaires Gedichten an fürstliche Personen keine Spur sehe, dass er je die Linie der Konvenienz überschritten habe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116600036621094} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":423,"date":1836,"orig":"Erinnern ſich Euer Excellenz, ſagte ich, des kleinen Gedichtes, wo er der Prinzeß von Preußen, nachherigen Koͤnigin von Schweden, die artige Liebeserklaͤrung macht, indem er ſagt, daß er ſich im Traum zum Rang der Koͤnige habe erhoben geſehen?","norm":"Erinnern sich Euer Exzellenz, sagte ich, des kleinen Gedichtes, wo er der Prinzessin von Preußen, nachherigen Königin von Schweden, die artige Liebeserklärung macht, indem er sagt, dass er sich im Traum zum Rang der Könige habe erhoben gesehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.584199905395508} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":424,"date":1836,"orig":"„Es iſt eins ſeiner vorzuͤglichſten, ſagte Goethe, indem er recitirte:","norm":"„Es ist eins seiner vorzüglichsten, sagte Goethe, indem er rezitierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.069499969482422} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":425,"date":1836,"orig":"Je vous aimais princesse et j'osais vous le dire, Les Dieux à mon reveil ne m'ont pas tout oté, Je n'ai perdu que mon empire.","norm":"Je vous aimais princesse et j'osais vous le dire, Les Dieux à mon reveil ne m' ont pas tout ote, je n'ai perdu que mon empire.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":4.649400234222412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":426,"date":1836,"orig":"Ja, das iſt artig! —","norm":"Ja, das ist artig! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pt","lang_cld3":"eo","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.581900119781494} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":427,"date":1836,"orig":"Und dann, fuhr Goethe fort, hat es wohl nie einen Poeten gegeben, dem ſein Talent jeden Augenblick ſo zur Hand war wie Voltaire.","norm":"Und dann, fuhr Goethe fort, hat es wohl nie einen Poeten gegeben, dem sein Talent jeden Augenblick so zur Hand war wie Voltaire.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.835799932479858} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":428,"date":1836,"orig":"Ich erinnere mich einer Anekdote, wo er eine Zeitlang zum Beſuch bey ſeiner Freundin Du Chatelet geweſen war, und in dem Augenblick der Abreiſe, als ſchon der Wagen vor der Thuͤre ſteht, einen Brief von einer großen Anzahl junger Maͤdchen eines benachbarten Kloſters erhaͤlt, die zum Geburtstag ihrer Äbtiſſin den Tod Julius Caͤſars auffuͤhren wollen und ihn um einen Prolog bitten.","norm":"Ich erinnere mich einer Anekdote, wo er eine Zeitlang zum Besuch bei seiner Freundin Du Châtelet gewesen war, und in dem Augenblick der Abreise, als schon der Wagen vor der Türe steht, einen Brief von einer großen Anzahl junger Mädchen eines benachbarten Klosters erhält, die zum Geburtstag ihrer Äbtissin den Tod Julius Cäsars aufführen wollen und ihn um einen Prolog bitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.032100200653076} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":429,"date":1836,"orig":"Der Fall war zu artig, als daß Voltaire ihn ablehnen konnte; ſchnell laͤßt er ſich daher Feder und Papier geben, und ſchreibt ſtehend auf dem Rande eines Kamins das Verlangte.","norm":"Der Fall war zu artig, als dass Voltaire ihn ablehnen konnte; schnell lässt er sich daher Feder und Papier geben, und schreibt stehend auf dem Rande eines Kamins das Verlangte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.98829984664917} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":430,"date":1836,"orig":"Es iſt ein Gedicht von etwa zwanzig Verſen, durchaus durchdacht und vollendet, ganz fuͤr den gegebenen Fall paſſend, genug, von der beſten Sorte.“","norm":"Es ist ein Gedicht von etwa zwanzig Versen, durchaus durchdacht und vollendet, ganz für den gegebenen Fall passend, genug, von der besten Sorte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.634699821472168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":431,"date":1836,"orig":"Ich bin ſehr begierig, es zu leſen ſagte ich.","norm":"Ich bin sehr begierig, es zu lesen sagte ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.414299964904785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":432,"date":1836,"orig":"„Ich zweifle, ſagte Goethe, daß es in Ihrer Sammlung ſteht, es iſt erſt kuͤrzlich zum Vorſchein gekommen, wie er denn ſolche Gedichte zu Hunderten gemacht hat, von denen noch manche hie und dort im Privatbeſitz verborgen ſeyn moͤgen.“","norm":"„Ich zweifle, sagte Goethe, dass es in Ihrer Sammlung steht, es ist erst kürzlich zum Vorschein gekommen, wie er denn solche Gedichte zu Hunderten gemacht hat, von denen noch manche hie und dort im Privatbesitz verborgen sein mögen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.497300148010254} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":433,"date":1836,"orig":"Ich fand dieſer Tage eine Stelle in Lord Byron, ſagte ich, woraus zu meiner Freude hervorging, welche außerordentliche Achtung auch Byron vor Voltaire gehabt.","norm":"Ich fand dieser Tage eine Stelle in Lord Byron, sagte ich, woraus zu meiner Freude hervorging, welche außerordentliche Achtung auch Byron vor Voltaire gehabt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.284200191497803} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":434,"date":1836,"orig":"Auch ſieht man es ihm wohl an, wie ſehr er Voltaire mag geleſen, ſtudirt und benutzt haben.","norm":"Auch sieht man es ihm wohl an, wie sehr er Voltaire mag gelesen, studiert und benutzt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.716599941253662} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":435,"date":1836,"orig":"„Byron, ſagte Goethe, wußte zu gut wo etwas zu holen war, und er war zu geſcheidt, als daß er aus dieſer allgemeinen Quelle des Lichts nicht auch haͤtte ſchoͤpfen ſollen.“","norm":"„Byron, sagte Goethe, wusste zu gut wo etwas zu holen war, und er war zu gescheit, als dass er aus dieser allgemeinen Quelle des Lichts nicht auch hätte schöpfen sollen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.340400218963623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":436,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch wendete ſich hiernaͤchſt ganz auf Byron und einzelne ſeiner Werke; wobey Goethe haͤufigen Anlaß fand, manche ſeiner fruͤheren Äußerungen von Anerkennung und Bewunderung jenes großen Talentes zu wiederholen.","norm":"Das Gespräch wendete sich hiernächst ganz auf Byron und einzelne seiner Werke; wobei Goethe häufigen Anlass fand, manche seiner früheren Äußerungen von Anerkennung und Bewunderung jenes großen Talentes zu wiederholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406599998474121} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":437,"date":1836,"orig":"In alles was Euer Excellenz uͤber Byron ſagen, erwiederte ich, ſtimme ich von Herzen bey; allein wie bedeutend und groß jener Dichter als Talent auch ſeyn mag, ſo moͤchte ich doch ſehr zweifeln, daß aus ſeinen Schriften fuͤr reine Menſchenbildung ein entſchiedener Gewinn zu ſchoͤpfen.","norm":"In alles was Euer Exzellenz über Byron sagen, erwiderte ich, Stimme ich von Herzen bei; allein wie bedeutend und groß jener Dichter als Talent auch sein mag, so möchte ich doch sehr zweifeln, dass aus seinen Schriften für reine Menschenbildung ein entschiedener Gewinn zu schöpfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.102200031280518} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":438,"date":1836,"orig":"„Da muß ich Ihnen widerſprechen, ſagte Goethe.","norm":"„Da muss ich Ihnen widersprechen, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.706099987030029} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":439,"date":1836,"orig":"Byrons Kuͤhnheit, Keckheit und Grandioſitaͤt, iſt das nicht alles bildend? —","norm":"Byrons Kühnheit, Keckheit und Grandiosität, ist das nicht alles bildend? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.584099769592285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":440,"date":1836,"orig":"Wir muͤſſen uns huͤten, es ſtets im entſchieden Reinen und Sittlichen ſuchen zu wollen.","norm":"Wir müssen uns hüten, es stets im entschieden Reinen und Sittlichen suchen zu wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.629000186920166} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":441,"date":1836,"orig":"— Alles Große bildet, ſobald wir es gewahr werden.“","norm":"— Alles Große bildet, sobald wir es gewahr werden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39739990234375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":442,"date":1836,"orig":"1829.","norm":"1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.07450008392334} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":443,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 4. Februar 1829.","norm":"Mittwoch, den 4. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.476900100708008} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":444,"date":1836,"orig":"„Ich habe im Schubart zu leſen fortgefahren, ſagte Goethe; er iſt freylich ein bedeutender Menſch, und er ſagt ſogar manches ſehr Vorzuͤgliche, wenn man es ſich in ſeine eigene Sprache uͤberſetzt.","norm":"„Ich habe im Schubart zu lesen fortgefahren, sagte Goethe; er ist freilich ein bedeutender Mensch, und er sagt sogar manches sehr Vorzügliche, wenn man es sich in seine eigene Sprache übersetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.73330020904541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":445,"date":1836,"orig":"Die Hauptrichtung ſeines Buches geht darauf hinaus, daß es einen Standpunct außerhalb der Philoſophie gebe, naͤmlich den des geſunden Menſchenverſtandes; und daß Kunſt und Wiſſenſchaft, unabhaͤngig von der Philoſophie, mittelſt freyer Wirkung natuͤrlicher menſchlicher Kraͤfte, immer am beſten gediehen ſey.","norm":"Die Hauptrichtung seines Buches geht darauf hinaus, dass es einen Standpunkt außerhalb der Philosophie gebe, nämlich den des gesunden Menschenverstandes; und dass Kunst und Wissenschaft, unabhängig von der Philosophie, mittels freier Wirkung natürlicher menschlicher Kräfte, immer am besten gediehen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.988199949264526} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":446,"date":1836,"orig":"Dieß iſt durchaus Waſſer auf unſere Muͤhle.","norm":"Dies ist durchaus Wasser auf unsere Mühle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.805200099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":447,"date":1836,"orig":"Von der Philoſophie habe ich mich ſelbſt immer frey erhalten; der Standpunct des geſunden Menſchenverſtandes war auch der meinige, und Schubart beſtaͤtiget alſo, was ich mein ganzes Leben ſelber geſagt und gethan habe.","norm":"Von der Philosophie habe ich mich selbst immer frei erhalten; der Standpunkt des gesunden Menschenverstandes war auch der meinige, und Schubart bestätiget also, was ich mein ganzes Leben selber gesagt und getan habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.921900033950805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":448,"date":1836,"orig":"Das Einzige, was ich an ihm nicht durchaus loben kann, iſt, daß er gewiſſe Dinge beſſer weiß als er ſie ſagt, und daß er alſo nicht immer ganz ehrlich zu Werke geht.","norm":"Das Einzige, was ich an ihm nicht durchaus loben kann, ist, dass er gewisse Dinge besser weiß als er sie sagt, und dass er also nicht immer ganz ehrlich zu Werke geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.295500040054321} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":449,"date":1836,"orig":"So wie Hegel zieht auch er die chriſtliche Religion in die Philoſophie herein, die doch nichts darin zu thun hat.","norm":"So wie Hegel zieht auch er die christliche Religion in die Philosophie herein, die doch nichts darin zu tun hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.219500064849853} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":450,"date":1836,"orig":"Die chriſtliche Religion iſt ein maͤchtiges Weſen fuͤr ſich, woran die geſunkene und leidende Menſchheit von Zeit zu Zeit ſich immer wieder emporgearbeitet hat; und indem man ihr dieſe Wirkung zugeſteht, iſt ſie uͤber aller Philoſophie erhaben und bedarf von ihr keiner Stuͤtze.","norm":"Die christliche Religion ist ein mächtiges Wesen für sich, woran die gesunkene und leidende Menschheit von Zeit zu Zeit sich immer wieder emporgearbeitet hat; und indem man ihr diese Wirkung zugesteht, ist sie über aller Philosophie erhaben und bedarf von ihr keiner Stütze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.886300086975097} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":451,"date":1836,"orig":"So auch bedarf der Philoſoph nicht das Anſehen der Religion, um gewiſſe Lehren zu beweiſen, wie z. B. die einer ewigen Fortdauer.","norm":"So auch bedarf der Philosoph nicht das Ansehen der Religion, um gewisse Lehren zu beweisen, wie z. B. die einer ewigen Fortdauer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.324600219726562} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":452,"date":1836,"orig":"Der Menſch ſoll an Unſterblichkeit glauben, er hat dazu ein Recht, es iſt ſeiner Natur gemaͤß, und er darf auf religioͤſe Zuſagen bauen; wenn aber der Philoſoph den Beweis fuͤr die Unſterblichkeit unſerer Seele aus einer Legende hernehmen will, ſo iſt das ſehr ſchwach und will nicht viel heißen.","norm":"Der Mensch soll an Unsterblichkeit glauben, er hat dazu ein Recht, es ist seiner Natur gemäß, und er darf auf religiöse Zusagen bauen; wenn aber der Philosoph den Beweis für die Unsterblichkeit unserer Seele aus einer Legende hernehmen will, so ist das sehr schwach und will nicht viel heißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.784499883651733} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":453,"date":1836,"orig":"Die Überzeugung unſerer Fortdauer entſpringt mir aus dem Begriff der Thaͤtigkeit; denn wenn ich bis an mein Ende raſtlos wirke, ſo iſt die Natur verpflichtet, mir eine andere Form des Daſeyns anzuweiſen, wenn die jetzige meinem Geiſt nicht ferner auszuhalten vermag.“","norm":"Die Überzeugung unserer Fortdauer entspringt mir aus dem Begriff der Tätigkeit; denn wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet, mir eine andere Form des Daseins anzuweisen, wenn die jetzige meinem Geist nicht ferner auszuhalten vermag .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.876399993896484} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":454,"date":1836,"orig":"Mein Herz ſchlug bey dieſen Worten vor Bewunderung und Liebe.","norm":"Mein Herz schlug bei diesen Worten vor Bewunderung und Liebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.675100088119507} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":455,"date":1836,"orig":"Iſt doch, dachte ich, nie eine Lehre ausgeſprochen worden, die mehr zu edlen Thaten reizt, als dieſe.","norm":"Ist doch, dachte ich, nie eine Lehre ausgesprochen worden, die mehr zu edlen Taten reizt, als diese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.685800075531006} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":456,"date":1836,"orig":"Denn wer will nicht bis an ſein Ende unermuͤdlich wirken und handeln, wenn er darin die Buͤrgſchaft eines ewigen Lebens findet.","norm":"Denn wer will nicht bis an sein Ende unermüdlich wirken und handeln, wenn er darin die Bürgschaft eines ewigen Lebens findet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.120500087738037} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":457,"date":1836,"orig":"Goethe ließ ein Portefeuille mit Handzeichnungen und Kupferſtichen vorlegen.","norm":"Goethe ließ ein Portefeuille mit Handzeichnungen und Kupferstichen vorlegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7040998935699463} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":458,"date":1836,"orig":"Nachdem er einige Blaͤtter ſtille betrachtet und umgewendet, reichte er mir einen ſchoͤnen Stich nach einem Gemaͤlde von Oſtade.","norm":"Nachdem er einige Blätter stille betrachtet und umgewendet, reichte er mir einen schönen Stich nach einem Gemälde von Ostade.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.543499946594238} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":459,"date":1836,"orig":"„Hier, ſagte er, haben Sie die Scene zu unſerm Good man und good wife.“","norm":"„Hier, sagte er, haben Sie die Szene zu unserem Good man und good wife .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.45550012588501} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":460,"date":1836,"orig":"— Ich betrachtete das Blatt mit großer Freude.","norm":"— Ich betrachtete das Blatt mit großer Freude.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.004600048065185} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":461,"date":1836,"orig":"Ich ſah das Innere einer Bauernwohnung vorgeſtellt, wo Kuͤche, Wohn- und Schlafzimmer alles in Einem und nur ein Raum war.","norm":"Ich sah das Innere einer Bauernwohnung vorgestellt, wo Küche, Wohn- und Schlafzimmer alles in Einem und nur ein Raum war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.300899982452393} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":462,"date":1836,"orig":"Mann und Frau ſaßen ſich nahe gegenuͤber; die Frau ſpinnend, der Mann Garn windend; ein Bube zu ihren Fuͤßen.","norm":"Mann und Frau saßen sich nahe gegenüber; die Frau spinnend, der Mann Garn windend; ein Bube zu ihren Füßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785999774932861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":463,"date":1836,"orig":"Im Hintergrunde ſah man ein Bette, ſo wie uͤberall nur das roheſte allernothwendigſte Hausgeraͤthe; die Thuͤr ging unmittelbar ins Freye.","norm":"Im Hintergrunde sah man ein Bette, so wie überall nur das rohste notwendigste Hausgeräte; die Tür ging unmittelbar ins Freie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.77400016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":464,"date":1836,"orig":"Den Begriff beſchraͤnkten ehelichen Gluͤckes gab dieſes Blatt vollkommen; Zufriedenheit, Behagen und ein gewiſſes Schwelgen in liebenden ehelichen Empfindungen, lag auf den Geſichtern vom Manne und der Frau wie ſie ſich einander anblickten.","norm":"Den Begriff beschränkten ehelichen Glückes gab dieses Blatt vollkommen; Zufriedenheit, Behagen und ein gewisses Schwelgen in liebenden ehelichen Empfindungen, lag auf den Gesichtern vom Manne und der Frau wie sie sich einander anblickten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5142998695373535} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":465,"date":1836,"orig":"Es wird einem wohler zu Muthe, ſagte ich, je laͤnger man dieſes Blatt anſieht; es hat einen Reiz ganz eigener Art.","norm":"Es wird einem wohler zu Mute, sagte ich, je länger man dieses Blatt ansieht; es hat einen Reiz ganz eigener Art.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.643400192260742} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":466,"date":1836,"orig":"„Es iſt der Reiz der Sinnlichkeit, ſagte Goethe, den keine Kunſt entbehren kann, und der in Gegenſtaͤnden ſolcher Art in ſeiner ganzen Fuͤlle herrſcht.","norm":"„Es ist der Reiz der Sinnlichkeit, sagte Goethe, den keine Kunst entbehren kann, und der in Gegenständen solcher Art in seiner ganzen Fülle herrscht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.259200096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":467,"date":1836,"orig":"Bey Darſtellungen hoͤherer Richtung dagegen, wo der Kuͤnſtler ins Ideelle geht, iſt es ſchwer, daß die gehoͤrige Sinnlichkeit mitgehe, und daß er nicht trocken und kalt werde.","norm":"Bei Darstellungen höherer Richtung dagegen, wo der Künstler ins Ideelle geht, ist es schwer, dass die gehörige Sinnlichkeit mitgehe, und dass er nicht trocken und kalt werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832900047302246} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":468,"date":1836,"orig":"Da koͤnnen nun Jugend oder Alter guͤnſtig oder hinderlich ſeyn, und der Kuͤnſtler muß daher ſeine Jahre bedenken und danach ſeine Gegenſtaͤnde waͤhlen.","norm":"Da können nun Jugend oder Alter günstig oder hinderlich sein, und der Künstler muss daher seine Jahre bedenken und danach seine Gegenstände wählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.338799953460693} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":469,"date":1836,"orig":"Meine Iphigenie und mein Taſſo ſind mir gelungen, weil ich jung genug war, um mit meiner Sinnlichkeit das Ideelle des Stoffes durchdringen und beleben zu koͤnnen.","norm":"Meine Iphigenie und mein Tasso sind mir gelungen, weil ich jung genug war, um mit meiner Sinnlichkeit das Ideelle des Stoffes durchdringen und beleben zu können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.944499969482422} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":470,"date":1836,"orig":"Jetzt in meinem Alter waͤren ſo ideelle Gegenſtaͤnde nicht fuͤr mich geeignet, und ich thue vielmehr wohl, ſolche zu waͤhlen, wo eine gewiſſe Sinnlichkeit bereits im Stoffe liegt.","norm":"Jetzt in meinem Alter wären so ideelle Gegenstände nicht für mich geeignet, und ich tue vielmehr wohl, solche zu wählen, wo eine gewisse Sinnlichkeit bereits im Stoffe liegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992700099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":471,"date":1836,"orig":"Wenn Genaſts hier bleiben, ſo ſchreibe ich euch zwey Stuͤcke, jedes in einem Act und in Proſa.","norm":"Wenn Genast hier bleiben, so schreibe ich euch zwei Stücke, jedes in einem Akt und in Prosa.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406199932098389} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":472,"date":1836,"orig":"Das eine von der heiterſten Art, mit einer Hochzeit endend, das andere grauſam und erſchuͤtternd, ſo daß am Ende zwey Leichname zuruͤckbleiben.","norm":"Das eine von der heitersten Art, mit einer Hochzeit endend, das andere grausam und erschütternd, so dass am Ende zwei Leichname zurückbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.228799819946289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":473,"date":1836,"orig":"Das letztere ruͤhrt noch aus Schillers Zeit her, und er hat auf mein Antreiben ſchon eine Scene davon geſchrieben.","norm":"Das letztere rührt noch aus Schillers Zeit her, und er hat auf mein Antreiben schon eine Szene davon geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.174300193786621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":474,"date":1836,"orig":"Beyde Suͤjets habe ich lange durchdacht, und ſie ſind mir ſo vollkommen gegenwaͤrtig, daß ich jedes in acht Tagen dictiren wollte, wie ich es mit meinem Buͤrgergeneral gethan habe.“","norm":"Beide Sujets habe ich lange durchdacht, und sie sind mir so vollkommen gegenwärtig, dass ich jedes in acht Tagen diktieren wollte, wie ich es mit meinem Bürgergeneral getan habe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5177001953125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":475,"date":1836,"orig":"Thun Sie es, ſagte ich, ſchreiben Sie die beyden Stuͤcke auf jeden Fall; es iſt Ihnen nach den Wanderjahren eine Erfriſchung und wirkt wie eine kleine Reiſe.","norm":"Tun Sie es, sagte ich, schreiben Sie die beiden Stücke auf jeden Fall; es ist Ihnen nach den Wanderjahren eine Erfrischung und wirkt wie eine kleine Reise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.279900074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":476,"date":1836,"orig":"Und wie wuͤrde die Welt ſich freuen, wenn Sie dem Theater noch etwas zu Liebe thaͤten, was Niemand mehr erwartet.","norm":"Und wie würde die Welt sich freuen, wenn Sie dem Theater noch etwas zu Liebe täten, was Niemand mehr erwartet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.640200138092041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":477,"date":1836,"orig":"„Wie geſagt, fuhr Goethe fort, wenn Genaſts hier bleiben, ſo bin ich gar nicht ſicher, daß ich euch nicht den Spaß mache.","norm":"„Wie gesagt, fuhr Goethe fort, wenn Genast hier bleiben, so bin ich gar nicht sicher, dass ich euch nicht den Spaß mache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038899898529053} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":478,"date":1836,"orig":"Aber ohne dieſe Ausſicht waͤre dazu wenig Reiz, denn ein Stuͤck auf dem Papiere iſt gar nichts.","norm":"Aber ohne diese Aussicht wäre dazu wenig Reiz, denn ein Stück auf dem Papiere ist gar nichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467199802398682} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":479,"date":1836,"orig":"Der Dichter muß die Mittel kennen, mit denen er wirken will, und er muß ſeine Rollen denen Figuren auf den Leib ſchreiben, die ſie ſpielen ſollen. Habe ich alſo auf Genaſt und ſeine Frau zu rechnen, und nehme ich dazu La Roche, Herrn Winterberger und Madam Seidel, ſo weiß ich was ich zu thun habe, und kann der Ausfuͤhrung meiner Intentionen gewiß ſeyn.“","norm":"Der Dichter muss die Mittel kennen, mit denen er wirken will, und er muss seine Rollen denen Figuren auf den Leib schreiben, die sie spielen sollen . Habe ich also auf Genast und seine Frau zu rechnen, und nehme ich dazu La Roche, Herrn Winterberger und Madam Seidel, so weiß ich was ich zu tun habe, und kann der Ausführung meiner Intentionen gewiss sein .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.20329999923706} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":480,"date":1836,"orig":"„Fuͤr das Theater zu ſchreiben, fuhr Goethe fort, iſt ein eigenes Ding, und wer es nicht durch und durch kennet, der mag es unterlaſſen.","norm":"„Für das Theater zu schreiben, fuhr Goethe fort, ist ein eigenes Ding, und wer es nicht durch und durch kennet, der mag es unterlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.059299945831299} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":481,"date":1836,"orig":"Ein intereſſantes Factum, denkt jeder, werde auch intereſſant auf den Brettern erſcheinen; aber mit nichten! —","norm":"Ein interessantes Faktum, denkt jeder, werde auch interessant auf den Brettern erscheinen; aber mit nichten! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.008999824523926} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":482,"date":1836,"orig":"Es koͤnnen Dinge ganz huͤbſch zu leſen und huͤbſch zu denken ſeyn, aber, auf die Bretter gebracht, ſieht das ganz anders aus, und was uns im Buche entzuͤckte, wird uns von der Buͤhne herunter vielleicht kalt laſſen.","norm":"Es können Dinge ganz hübsch zu lesen und hübsch zu denken sein, aber, auf die Bretter gebracht, sieht das ganz anders aus, und was uns im Buche entzückte, wird uns von der Bühne herunter vielleicht kaltlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.364799976348877} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":483,"date":1836,"orig":"Wenn man meinen Hermann und Dorothea lieſet, ſo denkt man, das waͤre auch auf dem Theater zu ſehen.","norm":"Wenn man meinen Hermann und Dorothea liest, so denkt man, das wäre auch auf dem Theater zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.967900037765503} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":484,"date":1836,"orig":"Toͤpfer hat ſich verfuͤhren laſſen es hinaufzubringen; allein was iſt es, was wirkt es, zumal wenn es nicht ganz vorzuͤglich geſpielt wird, und wer kann ſagen, daß es in jeder Hinſicht ein gutes Stuͤck ſey? —","norm":"Töpfer hat sich verführen lassen es hinaufzubringen; allein was ist es, was wirkt es, zumal wenn es nicht ganz vorzüglich gespielt wird, und wer kann sagen, dass es in jeder Hinsicht ein gutes Stück sei? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.377999782562256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":485,"date":1836,"orig":"Fuͤr das Theater zu ſchreiben iſt ein Metier, das man kennen ſoll, und will ein Talent, das man beſitzen muß.","norm":"Für das Theater zu schreiben ist ein Metier, das man kennen soll, und will ein Talent, das man besitzen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.344399929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":486,"date":1836,"orig":"Beydes iſt ſelten, und wo es ſich nicht vereinigt findet, wird ſchwerlich etwas Gutes an den Tag kommen.“","norm":"Beides ist selten, und wo es sich nicht vereinigt findet, wird schwerlich etwas Gutes an den Tag kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.20959997177124} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":487,"date":1836,"orig":"Montag, den 9. Februar 1829.","norm":"Montag, den 9. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.077799797058105} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":488,"date":1836,"orig":"Goethe ſprach viel uͤber die Wahlverwandtſchaften, beſonders daß jemand ſich in der Perſon des Mittler getroffen gefunden, den er fruͤher im Leben nie gekannt und geſehen.","norm":"Goethe sprach viel über die Wahlverwandtschaften, besonders dass jemand sich in der Person des Mittler getroffen gefunden, den er früher im Leben nie gekannt und gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.645999908447266} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":489,"date":1836,"orig":"„Der Charakter, ſagte er, muß alſo wohl einige Wahrheit haben, und in der Welt mehr als Ein Mal exiſtiren.","norm":"„Der Charakter, sagte er, muss also wohl einige Wahrheit haben, und in der Welt mehr als ein Mal existieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.709799766540527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":490,"date":1836,"orig":"Es iſt in den Wahlverwandtſchaften uͤberall keine Zeile, die ich nicht ſelber erlebt haͤtte, und es ſteckt darin mehr, als irgend jemand bey einmaligem Leſen aufzunehmen im Stande waͤre.“","norm":"Es ist in den Wahlverwandtschaften überall keine Zeile, die ich nicht selber erlebt hätte, und es steckt darin mehr, als irgendjemand bei einmaligem Lesen aufzunehmen im Stande wäre .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763700008392334} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":491,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 10. Februar 1829.","norm":"Dienstag, den 10. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.919100046157837} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":492,"date":1836,"orig":"Ich fand Goethe umringt von Charten und Plaͤnen in Bezug auf den Bremer Hafenbau, fuͤr welches großartige Unternehmen er ein beſonderes Intereſſe zeigte.","norm":"Ich fand Goethe umringt von Charten und Plänen in Bezug auf den Bremer Hafenbau, für welches großartige Unternehmen er ein besonderes Interesse zeigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231500148773193} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":493,"date":1836,"orig":"Sodann viel uͤber Merck geſprochen, von welchem er mir eine poetiſche Epiſtel an Wieland vom Jahre 1776 vorlieſet, in hoͤchſt geiſtreichen aber etwas derben Knittelverſen.","norm":"Sodann viel über Merke gesprochen, von welchem er mir eine poetische Epistel an Wieland vom Jahre 1776 vorliest, in höchst geistreichen aber etwas derben Knittelversen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6697001457214355} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":494,"date":1836,"orig":"Der ſehr heitere Inhalt geht beſonders gegen Jacobi, den Wieland, in einer zu guͤnſtigen Recenſion im Merkur, uͤberſchaͤtzt zu haben ſcheint, welches Merck ihm nicht verzeihen kann.","norm":"Der sehr heitere Inhalt geht besonders gegen Jacobi, den Wieland, in einer zu günstigen Rezension im Merkur, überschätzt zu haben scheint, welches Merke ihm nicht verzeihen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.466400146484375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":495,"date":1836,"orig":"Über den Zuſtand damaliger Cultur, und wie ſchwer es gehalten, aus der ſogenannten Sturm- und Drangperiode ſich zu einer hoͤheren Bildung zu retten.","norm":"Über den Zustand damaliger Kultur, und wie schwer es gehalten, aus der sogenannten Sturm- und Drangperiode sich zu einer höheren Bildung zu retten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.438099861145019} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":496,"date":1836,"orig":"Über ſeine erſten Jahre in Weimar.","norm":"Über seine ersten Jahre in Weimar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.555500030517578} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":497,"date":1836,"orig":"Das poetiſche Talent im Conflict mit der Realitaͤt, die er, durch ſeine Stellung zum Hof, und verſchiedenartige Zweige des Staatsdienſtes, zu hoͤherem Vortheil in ſich aufzunehmen genoͤthigt iſt.","norm":"Das poetische Talent im Konflikt mit der Realität, die er, durch seine Stellung zum Hof, und verschiedenartige Zweige des Staatsdienstes, zu höherem Vorteil in sich aufzunehmen genötigt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.447199821472168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":498,"date":1836,"orig":"Deßhalb in den erſten zehn Jahren nichts Poetiſches von Bedeutung hervorgebracht.","norm":"Deshalb in den ersten zehn Jahren nichts Poetisches von Bedeutung hervorgebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.326399803161621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":499,"date":1836,"orig":"Fragmente vorgeleſen.","norm":"Fragmente vorgelesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.042900085449219} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":500,"date":1836,"orig":"Durch Liebſchaften verduͤſtert.","norm":"Durch Liebschaften verdüstert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.42519998550415} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":501,"date":1836,"orig":"Der Vater fortwaͤhrend ungeduldig gegen das Hofleben.","norm":"Der Vater fortwährend ungeduldig gegen das Hofleben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095799922943115} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":502,"date":1836,"orig":"Vortheile, daß er den Ort nicht veraͤndert, und daß er dieſelbigen Erfahrungen nicht noͤthig gehabt zweymal zu machen.","norm":"Vorteile, dass er den Ort nicht verändert, und dass er dieselbigen Erfahrungen nicht nötig gehabt zweimal zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.265100002288818} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":503,"date":1836,"orig":"Flucht nach Italien, um ſich zu poetiſcher Productivitaͤt wieder herzuſtellen.","norm":"Flucht nach Italien, um sich zu poetischer Produktivität wieder herzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.952199935913086} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":504,"date":1836,"orig":"Aberglaube, daß er nicht hinkomme, wenn jemand darum wiſſe.","norm":"Aberglaube, dass er nicht hinkomme, wenn jemand darum wisse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.268700122833252} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":505,"date":1836,"orig":"Deßhalb tiefes Geheimniß.","norm":"Deshalb tiefes Geheimnis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.351799964904785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":506,"date":1836,"orig":"Von Rom aus an den Herzog geſchrieben.","norm":"Von Rom aus an den Herzog geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.410200119018555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":507,"date":1836,"orig":"Aus Italien zuruͤck mit großen Anforderungen an ſich ſelbſt.","norm":"Aus Italien zurück mit großen Anforderungen an sich selbst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.975299835205078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":508,"date":1836,"orig":"Herzogin Amalie.","norm":"Herzogin Amalie.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"zu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.9305999279022212} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":509,"date":1836,"orig":"Vollkommene Fuͤrſtin mit vollkommen menſchlichem Sinne und Neigung zum Lebensgenuß.","norm":"Vollkommene Fürstin mit vollkommen menschlichem Sinne und Neigung zum Lebensgenuss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043300151824951} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":510,"date":1836,"orig":"Sie hat große Liebe zu ſeiner Mutter, und wuͤnſcht, daß ſie fuͤr immer nach Weimar komme.","norm":"Sie hat große Liebe zu seiner Mutter, und wünscht, dass sie für immer nach Weimar komme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.815599918365478} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":511,"date":1836,"orig":"Er iſt dagegen.","norm":"Er ist dagegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.754499912261963} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":512,"date":1836,"orig":"Über die erſten Anfaͤnge des Fauſt.","norm":"Über die ersten Anfänge des Faust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.07420015335083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":513,"date":1836,"orig":"„Der Fauſt entſtand mit meinem Werther; ich brachte ihn im Jahre 1775 mit nach Weimar.","norm":"„Der Faust entstand mit meinem Werther; ich brachte ihn im Jahre 1775 mit nach Weimar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.055399894714355} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":514,"date":1836,"orig":"Ich hatte ihn auf Poſtpapier geſchrieben und nichts daran geſtrichen; denn ich huͤtete mich, eine Zeile niederzuſchreiben, die nicht gut war und die nicht beſtehen konnte.“","norm":"Ich hatte ihn auf Postpapier geschrieben und nichts daran gestrichen; denn ich hütete mich, eine Zeile niederzuschreiben, die nicht gut war und die nicht bestehen konnte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.267300128936768} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":515,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 11. Februar 1829.","norm":"Mittwoch, den 11. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.424799919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":516,"date":1836,"orig":"Mit Oberbaudirector Coudray bey Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Oberbaudirektor Coudray bei Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"en","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.182700157165527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":517,"date":1836,"orig":"Coudray erzaͤhlt viel von der weiblichen Induſtrie-Schule und dem Waiſen-Inſtitut, als den beſten Einrichtungen dieſer Art des Landes; erſtere von der Großfuͤrſtin, letzteres vom Großherzog Carl Auguſt gegruͤndet.","norm":"Coudray erzählt viel von der weiblichen Industrieschule und dem Waisen-Institut, als den besten Einrichtungen dieser Art des Landes; erstere von der Großfürstin, letzteres vom Großherzog Carl August gegründet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.563399791717529} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":518,"date":1836,"orig":"Mancherley uͤber Theater-Decoration und Wegebau.","norm":"Mancherlei über Theater-Dekoration und Wegebau.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.751500129699707} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":519,"date":1836,"orig":"Coudray legt Goethen den Riß zu einer fuͤrſtlichen Capelle vor.","norm":"Coudray legt Goethen den Riss zu einer fürstlichen Kapelle vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.968299865722656} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":520,"date":1836,"orig":"Über den Ort, wo der herrſchaftliche Stuhl anzubringen; wogegen Goethe Einwendungen macht, die Coudray annimmt.","norm":"Über den Ort, wo der herrschaftliche Stuhl anzubringen; wogegen Goethe Einwendungen macht, die Coudray annimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216800212860107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":521,"date":1836,"orig":"Nach Tiſch Soret.","norm":"Nach Tisch Sohret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.929599761962891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":522,"date":1836,"orig":"Goethe zeigt uns abermals die Bilder von Herrn von Reutern.","norm":"Goethe zeigt uns abermals die Bilder von Herrn von Reutern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.999100208282471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":523,"date":1836,"orig":"Donnerstag, den 12. Februar 1829.","norm":"Donnerstag, den 12. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.82069993019104} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":524,"date":1836,"orig":"Goethe lieſet mir das friſch entſtandene, uͤberaus herrliche Gedicht:","norm":"Goethe liest mir das frisch entstandene, überaus herrliche Gedicht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.229100227355957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":525,"date":1836,"orig":"Kein Weſen kann zu nichts zerfallen ꝛc.","norm":"Kein Wesen kann zu nichts zerfallen etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.371500015258789} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":526,"date":1836,"orig":"„Ich habe, ſagte er, dieſes Gedicht als Widerſpruch der Verſe:","norm":"„Ich habe, sagte er, dieses Gedicht als Widerspruch der Verse:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.857600212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":527,"date":1836,"orig":"Denn alles muß zu n chts zerfallen, wenn es im Seyn beharren will ꝛc. geſchrieben, welche dumm ſind, und welche meine Berliner Freunde, bey Gelegenheit der naturforſchenden Verſammlung, zu meinem Ärger in goldenen Buchſtaben ausgeſtellt haben.“","norm":"Denn alles muss zu n chts zerfallen, wenn es im Sein beharren will etc. geschrieben, welche dumm sind, und welche meine Berliner Freunde, bei Gelegenheit der naturforschenden Versammlung, zu meinem Ärger in goldenen Buchstaben ausgestellt haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9394001960754395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":528,"date":1836,"orig":"Über den großen Mathematiker Lagrange, an welchem Goethe vorzuͤglich den trefflichen Character hervorhebt.","norm":"Über den großen Mathematiker Lagrange, an welchem Goethe vorzüglich den trefflichen Charakter hervorhebt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.348700046539307} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":529,"date":1836,"orig":"„Er war ein guter Menſch, ſagte er, und eben deßwegen groß.","norm":"„Er war ein guter Mensch, sagte er, und eben deswegen groß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.69350004196167} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":530,"date":1836,"orig":"Denn wenn ein guter Menſch mit Talent begabt iſt, ſo wird er immer zum Heil der Welt ſittlich wirken, ſey es als Kuͤnſtler, Naturforſcher, Dichter, oder was alles ſonſt.“","norm":"Denn wenn ein guter Mensch mit Talent begabt ist, so wird er immer zum Heil der Welt sittlich wirken, sei es als Künstler, Naturforscher, Dichter, oder was alles sonst .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.229599952697754} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":531,"date":1836,"orig":"„Es iſt mir lieb, fuhr Goethe fort, daß Sie Coudray geſtern naͤher kennen gelernt haben.","norm":"„Es ist mir lieb, fuhr Goethe fort, dass Sie Coudray gestern näher kennen gelernt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.608799934387207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":532,"date":1836,"orig":"Er ſpricht ſich in Geſellſchaft ſelten aus, aber ſo unter uns haben Sie geſehen, welch ein trefflicher Geiſt und Character in dem Manne wohnt.","norm":"Er spricht sich in Gesellschaft selten aus, aber so unter uns haben Sie gesehen, welch ein trefflicher Geist und Charakter in dem Manne wohnt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.661499977111816} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":533,"date":1836,"orig":"Er hat anfaͤnglich vielen Widerſpruch erlitten, aber jetzt hat er ſich durchgekaͤmpft und genießt vollkommene Gunſt und Vertrauen des Hofes.","norm":"Er hat anfänglich vielen Widerspruch erlitten, aber jetzt hat er sich durchgekämpft und genießt vollkommene Gunst und Vertrauen des Hofes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.413000106811523} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":534,"date":1836,"orig":"Coudray iſt einer der geſchickteſten Architekten unſerer Zeit.","norm":"Coudray ist einer der geschicktesten Architekten unserer Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.423099994659424} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":535,"date":1836,"orig":"Er hat ſich zu mir gehalten und ich mich zu ihm, und es iſt uns beyden von Nutzen geweſen.","norm":"Er hat sich zu mir gehalten und ich mich zu ihm, und es ist uns beiden von Nutzen gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.242899894714355} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":536,"date":1836,"orig":"Haͤtte ich den vor funfzig Jahren gehabt!“ —","norm":"Hätte ich den vor fünfzig Jahren gehabt!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026999950408935} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":537,"date":1836,"orig":"Über Goethe's eigene architektoniſche Kenntniſſe.","norm":"Über Goethes eigene architektonische Kenntnisse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.323800086975098} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":538,"date":1836,"orig":"Ich bemerke, er muͤſſe viel in Italien gewonnen haben.","norm":"Ich bemerke, er müsse viel in Italien gewonnen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.090099811553955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":539,"date":1836,"orig":"„Es gab mir einen Begriff vom Ernſten und Großen, antwortete er, aber keine Gewandtheit.","norm":"„Es gab mir einen Begriff vom Ernsten und Großen, antwortete er, aber keine Gewandtheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.636199951171875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":540,"date":1836,"orig":"Der Weimariſche Schloßbau hat mich vor allem gefoͤrdert.","norm":"Der Weimarische Schlossbau hat mich vor allem gefördert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.907800197601318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":541,"date":1836,"orig":"Ich mußte mit einwirken, und war ſogar in dem Fall, Geſimſe zeichnen zu muͤſſen.","norm":"Ich musste mit einwirken, und war sogar in dem Fall, Gesimse zeichnen zu müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915900230407715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":542,"date":1836,"orig":"Ich that es den Leuten von Metier gewiſſermaßen zuvor, weil ich ihnen in der Intention uͤberlegen war.“","norm":"Ich tat es den Leuten von Metier gewissermaßen zuvor, weil ich ihnen in der Intention überlegen war .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3368000984191895} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":543,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch kam auf Zelter.","norm":"Das Gespräch kam auf Zelter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.193399906158447} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":544,"date":1836,"orig":"„Ich habe einen Brief von ihm, ſagte Goethe; er ſchreibt unter andern, daß die Auffuͤhrung des Meſſias ihm durch eine ſeiner Schuͤlerinnen verdorben ſey, die eine Arie zu weich, zu ſchwach, zu ſentimental geſungen.","norm":"„Ich habe einen Brief von ihm, sagte Goethe; er schreibt unter anderen, dass die Aufführung des Messias ihm durch eine seiner Schülerinnen verdorben sei, die eine Arie zu weich, zu schwach, zu sentimental gesungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.984100103378296} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":545,"date":1836,"orig":"Das Schwache iſt ein Characterzug unſers Jahrhunderts.","norm":"Das Schwache ist ein Charakterzug unseres Jahrhunderts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667200088500977} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":546,"date":1836,"orig":"Ich habe die Hypotheſe, daß es in Deutſchland eine Folge der Anſtrengung iſt, die Franzoſen los zu werden.","norm":"Ich habe die Hypothese, dass es in Deutschland eine Folge der Anstrengung ist, die Franzosen loszuwerden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.703099966049194} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":547,"date":1836,"orig":"Maler, Naturforſcher, Bildhauer, Muſiker, Poeten, es iſt, mit wenigen Ausnahmen, alles ſchwach, und in der Maſſe ſteht es nicht beſſer.“","norm":"Maler, Naturforscher, Bildhauer, Musiker, Poeten, es ist, mit wenigen Ausnahmen, alles schwach, und in der Masse steht es nicht besser .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9368999004364014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":548,"date":1836,"orig":"Doch, ſagte ich, gebe ich die Hoffnung nicht auf, zum Fauſt eine paſſende Muſik kommen zu ſehen.","norm":"Doch, sagte ich, gebe ich die Hoffnung nicht auf, zum Faust eine passende Musik kommen zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.174099922180176} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":549,"date":1836,"orig":"„Es iſt ganz unmoͤglich, ſagte Goethe.","norm":"„Es ist ganz unmöglich, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.746799945831299} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":550,"date":1836,"orig":"Das Abſtoßende, Widerwaͤrtige, Furchtbare, was ſie ſtellenweiſe enthalten muͤßte, iſt der Zeit zuwider.","norm":"Das Abstoßende, Widerwärtige, Furchtbare, was sie stellenweise enthalten müsste, ist der Zeit zuwider.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.661300182342529} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":551,"date":1836,"orig":"Die Muſik muͤßte im Character des Don Juan ſeyn; Mozart haͤtte den Fauſt componiren muͤſſen.","norm":"Die Musik müsste im Charakter des Don Juan sein; Mozart hätte den Faust komponieren müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.925600051879883} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":552,"date":1836,"orig":"Meyer-Beer waͤre vielleicht dazu faͤhig, allein der wird ſich auf ſo etwas nicht einlaſſen; er iſt zu ſehr mit italieniſchen Theatern verflochten.“","norm":"Meyer-Beer wäre vielleicht dazu fähig, allein der wird sich auf so etwas nicht einlassen; er ist zu sehr mit italienischen Theatern verflochten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.34689998626709} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":553,"date":1836,"orig":"Sodann, ich weiß nicht mehr in welcher Verbindung und welchem Bezug, ſagte Goethe folgendes ſehr Bedeutende.","norm":"Sodann, ich weiß nicht mehr in welcher Verbindung und welchem Bezug, sagte Goethe folgendes sehr bedeutende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.531099796295166} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":554,"date":1836,"orig":"„Alles Große und Geſcheidte, ſagte er, exiſtirt in der Minoritaͤt.","norm":"„Alles Große und gescheite, sagte er, existiert in der Minorität.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.919300079345703} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":555,"date":1836,"orig":"Es hat Miniſter gegeben, die Volk und Koͤnig gegen ſich hatten, und die ihre großen Plane einſam durchfuͤhrten.","norm":"Es hat Minister gegeben, die Volk und König gegen sich hatten, und die ihre großen Plane einsam durchführten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.075799942016602} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":556,"date":1836,"orig":"Es iſt nie daran zu denken, daß die Vernunft popular werde.","norm":"Es ist nie daran zu denken, dass die Vernunft popular werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.221499919891357} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":557,"date":1836,"orig":"Leidenſchaften und Gefuͤhle moͤgen popular werden, aber die Vernunft wird immer nur im Beſitz einzelner Vorzuͤglicher ſeyn.“","norm":"Leidenschaften und Gefühle mögen popular werden, aber die Vernunft wird immer nur im Besitz einzelner Vorzüglicher sein .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.968800067901611} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":558,"date":1836,"orig":"Freytag, den 13. Februar 1829.","norm":"Freitag, den 13. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.996999979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":559,"date":1836,"orig":"Mit Goethe allein zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe allein zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.644899845123291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":560,"date":1836,"orig":"„Ich werde nach Beendigung der Wanderjahre, ſagte er, mich wieder zur Botanik wenden, um mit Soret die Überſetzung weiter zu bringen.","norm":"„Ich werde nach Beendigung der Wanderjahre, sagte er, mich wieder zur Botanik wenden, um mit Sohret die Übersetzung weiterzubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.880899906158447} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":561,"date":1836,"orig":"Nur fuͤrchte ich, daß es mich wieder ins Weite fuͤhrt, und daß es zuletzt abermals ein Alp wird.","norm":"Nur fürchte ich, dass es mich wieder ins Weite führt, und dass es zuletzt abermals ein Alp wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.71619987487793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":562,"date":1836,"orig":"Große Geheimniſſe liegen noch verborgen, manches weiß ich, von vielem habe ich eine Ahndung.","norm":"Große Geheimnisse liegen noch verborgen, manches weiß ich, von vielem habe ich eine Ahnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.968100070953369} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":563,"date":1836,"orig":"Etwas will ich Ihnen vertrauen und mich wunderlich ausdruͤcken.“","norm":"Etwas will ich Ihnen vertrauen und mich wunderlich ausdrücken .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.086100101470947} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":564,"date":1836,"orig":"„Die Pflanze geht von Knoten zu Knoten und ſchließt zuletzt ab mit der Bluͤthe und dem Samen.","norm":"„Die Pflanze geht von Knoten zu Knoten und schließt zuletzt ab mit der Blüte und dem Samen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.257400035858154} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":565,"date":1836,"orig":"In der Thierwelt iſt es nicht anders.","norm":"In der Tierwelt ist es nicht anders.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.913000106811523} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":566,"date":1836,"orig":"Die Raupe, der Bandwurm, geht von Knoten zu Knoten und bildet zuletzt einen Kopf; bey den hoͤher ſtehenden Thieren und Menſchen ſind es die Wirbelknochen, die ſich anfuͤgen und anfuͤgen und mit dem Kopf abſchließen, in welchem ſich die Kraͤfte concentriren.“","norm":"Die Raupe, der Bandwurm, geht von Knoten zu Knoten und bildet zuletzt einen Kopf; bei den höher stehenden Tieren und Menschen sind es die Wirbelknochen, die sich anfügen und anfügen und mit dem Kopf abschließen, in welchem sich die Kräfte konzentrieren .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.286099910736084} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":567,"date":1836,"orig":"„Was ſo bey Einzelnen geſchieht, geſchieht auch bey ganzen Corporationen.","norm":"„Was so bei Einzelnen geschieht, geschieht auch bei ganzen Korporationen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.286499977111816} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":568,"date":1836,"orig":"Die Bienen, auch eine Reihe von Einzelnheiten, die ſich aneinander ſchließen, bringen als Geſammtheit etwas hervor, das auch den Schluß macht, und als Kopf des Ganzen anzuſehen iſt, den Bienen-Koͤnig.","norm":"Die Bienen, auch eine Reihe von Einzelheiten, die sich aneinander schließen, bringen als Gesamtheit etwas hervor, das auch den Schluss macht, und als Kopf des Ganzen anzusehen ist, den Bienenkönig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.432499885559082} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":569,"date":1836,"orig":"Wie dieſes geſchieht iſt geheimnißvoll, ſchwer auszuſprechen, aber ich koͤnnte ſagen, daß ich daruͤber meine Gedanken habe.“","norm":"Wie dieses geschieht ist geheimnisvoll, schwer auszusprechen, aber ich könnte sagen, dass ich darüber meine Gedanken habe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320799827575684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":570,"date":1836,"orig":"„So bringt ein Volk ſeine Helden hervor, die, gleich Halbgoͤttern, zu Schutz und Heil an der Spitze ſtehen; und ſo vereinigten ſich die poetiſchen Kraͤfte der Franzoſen in Voltaire.","norm":"„So bringt ein Volk seine Helden hervor, die, gleich Halbgöttern, zu Schutz und Heil an der Spitze stehen; und so vereinigten sich die poetischen Kräfte der Franzosen in Voltaire.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2006001472473145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":571,"date":1836,"orig":"Solche Haͤuptlinge eines Volkes ſind groß in der Generation in der ſie wirken; manche dauren ſpaͤter hinaus; die meiſten werden durch Andere erſetzt und von der Folgezeit vergeſſen.“","norm":"Solche Häuptlinge eines Volkes sind groß in der Generation in der sie wirken; manche dauern später hinaus; die meisten werden durch Andere ersetzt und von der Folgezeit vergessen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.309700012207031} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":572,"date":1836,"orig":"Ich freute mich dieſer bedeutenden Gedanken.","norm":"Ich freute mich dieser bedeutenden Gedanken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.275700092315674} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":573,"date":1836,"orig":"Goethe ſprach ſodann uͤber Naturforſcher, denen es vor allem nur daran liege, ihre Meinung zu beweiſen.","norm":"Goethe sprach sodann über Naturforscher, denen es vor allem nur daran liege, ihre Meinung zu beweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.19890022277832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":574,"date":1836,"orig":"„Herr von Buch, ſagte er, hat ein neues Werk herausgegeben, das gleich im Titel eine Hypotheſe enthaͤlt.","norm":"„Herr von Buch, sagte er, hat ein neues Werk herausgegeben, das gleich im Titel eine Hypothese enthält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.532100200653076} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":575,"date":1836,"orig":"Seine Schrift ſoll von Granitbloͤcken handeln, die hier und dort umherliegen, man weiß nicht wie und woher.","norm":"Seine Schrift soll von Granitblöcken handeln, die hier und dort umherliegen, man weiß nicht wie und woher.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.287899971008301} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":576,"date":1836,"orig":"Da aber Herr v. Buch die Hypotheſe im Schilde fuͤhrt, daß ſolche Granitbloͤcke durch etwas Gewaltſames von Innen hervorgeworfen und zerſprengt worden, ſo deutet er dieſes gleich im Titel an, indem er ſchon dort von zerſtreuten Granitbloͤcken redet, wo denn der Schritt zur Zerſtreuung ſehr nahe liegt, und dem argloſen Leſer die Schlinge des Irrthums uͤber den Kopf gezogen wird, er weiß nicht wie.“","norm":"Da aber Herr v. Buch die Hypothese im Schilde führt, dass solche Granitblöcke durch etwas Gewaltsames von Innen hervorgeworfen und zersprengt worden, so deutet er dieses gleich im Titel an, indem er schon dort von zerstreuten Granitblöcken redet, wo denn der Schritt zur Zerstreuung sehr nahe liegt, und dem arglosen Leser die Schlinge des Irrtums über den Kopf gezogen wird, er weiß nicht wie .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28980016708374} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":577,"date":1836,"orig":"„Man muß alt werden, um dieſes alles zu uͤberſehen, und Geld genug haben, ſeine Erfahrungen bezahlen zu koͤnnen.","norm":"„Man muss alt werden, um dieses alles zu übersehen, und Geld genug haben, seine Erfahrungen bezahlen zu können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2322998046875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":578,"date":1836,"orig":"Jedes Bonmot das ich ſage, koſtet mir eine Boͤrſe voll Gold; eine halbe Million meines Privatvermoͤgens iſt durch meine Haͤnde gegangen, um das zu lernen was ich jetzt weiß, nicht allein das ganze Vermoͤgen meines Vaters, ſondern auch mein Gehalt und mein bedeutendes literariſches Einkommen ſeit mehr als funfzig Jahren.","norm":"Jedes Bonmot das ich sage, kostet mir eine Börse voll Gold; eine halbe Million meines Privatvermögens ist durch meine Hände gegangen, um das zu lernen was ich jetzt weiß, nicht allein das ganze Vermögen meines Vaters, sondern auch mein Gehalt und mein bedeutendes literarisches Einkommen seit mehr als fünfzig Jahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.102799892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":579,"date":1836,"orig":"Außerdem habe ich anderthalb Millionen zu großen Zwecken von fuͤrſtlichen Perſonen ausgeben ſehen, denen ich nahe verbunden war und an deren Schritten, Gelingen und Mißlingen ich Theil nahm.“","norm":"Außerdem habe ich anderthalb Millionen zu großen Zwecken von fürstlichen Personen ausgeben sehen, denen ich nahe verbunden war und an deren Schritten, Gelingen und Misslingen ich Teil nahm .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.149799823760986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":580,"date":1836,"orig":"„Es iſt nicht genug, daß man Talent habe, es gehoͤrt mehr dazu, um geſcheidt zu werden; man muß auch in großen Verhaͤltniſſen leben, und Gelegenheit haben, den ſpielenden Figuren der Zeit in die Karten zu ſehen, und ſelber zu Gewinn und Verluſt mitzuſpielen.“","norm":"„Es ist nicht genug, dass man Talent habe, es gehört mehr dazu, um gescheit zu werden; man muss auch in großen Verhältnissen leben, und Gelegenheit haben, den spielenden Figuren der Zeit in die Karten zu sehen, und selber zu Gewinn und Verlust mitzuspielen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.090099811553955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":581,"date":1836,"orig":"„Ohne meine Bemuͤhungen in den Naturwiſſenſchaften haͤtte ich jedoch die Menſchen nie kennen gelernt wie ſie ſind.","norm":"„Ohne meine Bemühungen in den Naturwissenschaften hätte ich jedoch die Menschen nie kennen gelernt wie sie sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.428199768066406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":582,"date":1836,"orig":"In allen anderen Dingen kann man dem reinen Anſchauen und Denken, den Irrthuͤmern der Sinne wie des Verſtandes, den Character-Schwaͤchen und -Staͤrken nicht ſo nachkommen; es iſt alles mehr oder weniger biegſam und ſchwankend, und laͤßt alles mehr oder weniger mit ſich handeln; aber die Natur verſteht gar keinen Spaß, ſie iſt immer wahr, immer ernſt, immer ſtrenge; ſie hat immer Recht, und die Fehler und Irrthuͤmer ſind immer des Menſchen.","norm":"In allen anderen Dingen kann man dem reinen Anschauen und Denken, den Irrtümern der Sinne wie des Verstandes, den Charakter-Schwächen und -Stärken nicht so nachkommen; es ist alles mehr oder weniger biegsam und schwankend, und lässt alles mehr oder weniger mit sich handeln; aber die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge; sie hat immer Recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7360000610351562} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":583,"date":1836,"orig":"Den Unzulaͤnglichen verſchmaͤht ſie, und nur dem Zulaͤnglichen, Wahren und Reinen ergiebt ſie ſich und offenbart ihm ihre Geheimniſſe.“","norm":"Den Unzulänglichen verschmäht sie, und nur dem Zulänglichen, Wahren und Reinen ergibt sie sich und offenbart ihm ihre Geheimnisse .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.314599990844727} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":584,"date":1836,"orig":"„Der Verſtand reicht zu ihr nicht hinauf, der Menſch muß faͤhig ſeyn, ſich zur hoͤchſten Vernunft erheben zu koͤnnen, um an die Gottheit zu ruͤhren, die ſich in Urphaͤnomenen, phyſiſchen wie ſittlichen, offenbaret, hinter denen ſie ſich haͤlt und die von ihr ausgehen.“","norm":"„Der Verstand reicht zu ihr nicht hinauf, der Mensch muss fähig sein, sich zur höchsten Vernunft erheben zu können, um an die Gottheit zu rühren, die sich in Urphänomenen, physischen wie sittlichen, offenbaret, hinter denen sie sich hält und die von ihr ausgehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.922600030899048} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":585,"date":1836,"orig":"„Die Gottheit aber iſt wirkſam im Lebendigen, aber nicht im Todten; ſie iſt im Werdenden und ſich Verwandelnden, aber nicht im Gewordenen und Erſtarrten.","norm":"„Die Gottheit aber ist wirksam im Lebendigen, aber nicht im Toten; sie ist im Werdenden und sich Verwandelnden, aber nicht im Gewordenen und Erstarrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.575599908828735} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":586,"date":1836,"orig":"Deßhalb hat auch die Vernunft in ihrer Tendenz zum Goͤttlichen es nur mit dem Werdenden, Lebendigen zu thun; der Verſtand mit dem Gewordenen, Erſtarrten, daß er es nutze.“","norm":"Deshalb hat auch die Vernunft in ihrer Tendenz zum Göttlichen es nur mit dem Werdenden, Lebendigen zu tun; der Verstand mit dem Gewordenen, Erstarrten, dass er es nutze .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.264100074768066} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":587,"date":1836,"orig":"„Die Mineralogie iſt daher eine Wiſſenſchaft fuͤr den Verſtand, fuͤr das practiſche Leben, denn ihre Gegenſtaͤnde ſind etwas Todtes, das nicht mehr entſteht, und an eine Syntheſe iſt dabey nicht zu denken.","norm":"„Die Mineralogie ist daher eine Wissenschaft für den Verstand, für das praktische Leben, denn ihre Gegenstände sind etwas Totes, das nicht mehr entsteht, und an eine Synthese ist dabei nicht zu denken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.446099996566772} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":588,"date":1836,"orig":"Die Gegenſtaͤnde der Meteorologie ſind zwar etwas Lebendiges, das wir taͤglich wirken und ſchaffen ſehen, ſie ſetzen eine Syntheſe voraus; allein der Mitwirkungen ſind ſo mannigfaltige, daß der Menſch dieſer Syntheſe nicht gewachſen iſt, und er ſich daher in ſeinen Beobachtungen und Forſchungen unnuͤtz abmuͤhet.","norm":"Die Gegenstände der Meteorologie sind zwar etwas Lebendiges, das wir täglich wirken und schaffen sehen, sie setzen eine Synthese voraus; allein der Mitwirkungen sind so mannigfaltige, dass der Mensch dieser Synthese nicht gewachsen ist, und er sich daher in seinen Beobachtungen und Forschungen unnütz abmühet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.580900192260742} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":589,"date":1836,"orig":"Wir ſteuern dabey auf Hypotheſen los, auf imaginaͤre Inſeln, aber die eigentliche Syntheſe wird wahrſcheinlich ein unentdecktes Land bleiben.","norm":"Wir steuern dabei auf Hypothesen los, auf imaginäre Inseln, aber die eigentliche Synthese wird wahrscheinlich ein unentdecktes Land bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.641300201416016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":590,"date":1836,"orig":"Und mich wundert es nicht, wenn ich bedenke, wie ſchwer es gehalten, ſelbſt in ſo einfachen Dingen, wie die Pflanze und die Farbe, zu einiger Syntheſe zu gelangen.“","norm":"Und mich wundert es nicht, wenn ich bedenke, wie schwer es gehalten, selbst in so einfachen Dingen, wie die Pflanze und die Farbe, zu einiger Synthese zu gelangen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.001399993896484} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":591,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 15. Februar 1829.","norm":"Sonntag, den 15. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.325799942016602} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":592,"date":1836,"orig":"Goethe empfing mich mit großem Lobe wegen meiner Redaction der naturhiſtoriſchen Aphorismen fuͤr die Wanderjahre.","norm":"Goethe empfing mich mit großem Lobe wegen meiner Redaktion der naturhistorischen Aphorismen für die Wanderjahre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.132800102233887} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":593,"date":1836,"orig":"„Werfen Sie ſich auf die Natur, ſagte er, Sie ſind dafuͤr geboren, und ſchreiben Sie zunaͤchſt ein Compendium der Farbenlehre.“","norm":"„Werfen Sie sich auf die Natur, sagte er, Sie sind dafür geboren, und schreiben Sie zunächst ein Kompendium der Farbenlehre .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.23769998550415} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":594,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen viel uͤber dieſen Gegenſtand.","norm":"Wir sprachen viel über diesen Gegenstand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.48390007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":595,"date":1836,"orig":"Eine Kiſte vom Niederrhein langte an, mit ausgegrabenen antiken Gefaͤßen, Mineralien, kleinen Dombildern und Gedichten des Carnevals, welches alles nach Tiſch ausgepackt wurde.","norm":"Eine Kiste vom Niederrhein langte an, mit ausgegrabenen antiken Gefäßen, Mineralien, kleinen Dombildern und Gedichten des Karnevals, welches alles nach Tisch ausgepackt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.908899784088135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":596,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 17. Februar 1829.","norm":"Dienstag, den 17. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.9930999279022212} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":597,"date":1836,"orig":"Viel uͤber den Großkophta geſprochen.","norm":"Viel über den Großkophta gesprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.024400234222412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":598,"date":1836,"orig":"„Lavater, ſagte Goethe, glaubte an Caglioſtro und deſſen Wunder.","norm":"„Lavater, sagte Goethe, glaubte an Cagliostro und dessen Wunder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.125100135803223} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":599,"date":1836,"orig":"Als man ihn als einen Betruͤger entlarvt hatte, behauptete Lavater: dieß ſey ein anderer Caglioſtro, der Wunderthaͤter Caglioſtro ſey eine heilige Perſon.“","norm":"Als man ihn als einen Betrüger entlarvt hatte, behauptete Lavater: Dies sei ein anderer Cagliostro, der Wundertäter Cagliostro sei eine heilige Person .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7365000247955322} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":600,"date":1836,"orig":"„Lavater war ein herzlich guter Mann, allein er war gewaltigen Taͤuſchungen unterworfen, und die ganz ſtrenge Wahrheit war nicht ſeine Sache; er belog ſich und Andere.","norm":"„Lavater war ein herzlich guter Mann, allein er war gewaltigen Täuschungen unterworfen, und die ganz strenge Wahrheit war nicht seine Sache; er belog sich und Andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9843997955322275} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":601,"date":1836,"orig":"Es kam zwiſchen mir und ihm deßhalb zum voͤlligen Bruch.","norm":"Es kam zwischen mir und ihm deshalb zum völligen Bruch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.665899991989135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":602,"date":1836,"orig":"Zuletzt habe ich ihn noch in Zuͤrich geſehen, ohne von ihm geſehen zu werden.","norm":"Zuletzt habe ich ihn noch in Zürich gesehen, ohne von ihm gesehen zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.112299919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":603,"date":1836,"orig":"Verkleidet ging ich in einer Allee, ich ſah ihn auf mich zukommen, ich bog außerhalb, er ging an mir voruͤber und kannte mich nicht.","norm":"Verkleidet ging ich in einer Allee, ich sah ihn auf mich zukommen, ich bog außerhalb, er ging an mir vorüber und kannte mich nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.572700023651123} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":604,"date":1836,"orig":"Sein Gang war wie der eines Kranichs, weßwegen er auf dem Blocksberg als Kranich vorkommt.“","norm":"Sein Gang war wie der eines Kranichs, weswegen er auf dem Blocksberg als Kranich vorkommt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9781999588012695} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":605,"date":1836,"orig":"Ich fragte Goethe, ob Lavater eine Tendenz zur Natur gehabt, wie man faſt wegen ſeiner Phyſiognomik ſchließen ſollte.","norm":"Ich fragte Goethe, ob Lavater eine Tendenz zur Natur gehabt, wie man fast wegen seiner Physiognomik schließen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.888199806213379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":606,"date":1836,"orig":"„Durchaus nicht, antwortete Goethe, ſeine Richtung ging bloß auf das Sittliche, Religioͤſe.","norm":"„Durchaus nicht, antwortete Goethe, seine Richtung ging bloß auf das Sittliche, Religiöse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.703800201416016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":607,"date":1836,"orig":"Was in Lavaters Phyſiognomik uͤber Thierſchaͤdel vorkommt, iſt von mir.“","norm":"Was in Lavateeres Physiognomik über Tierschädel vorkommt, ist von mir .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.283599853515625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":608,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch lenkte ſich auf die Franzoſen, auf die Vorleſungen von Guizot, Villemain und Couſin, und Goethe ſprach mit hoher Achtung uͤber den Standpunct dieſer Maͤnner, und wie ſie alles von einer freyen und neuen Seite betrachteten, und uͤberall grade aufs Ziel losgingen.","norm":"Das Gespräch lenkte sich auf die Franzosen, auf die Vorlesungen von Guizot, Villemain und Cousin, und Goethe sprach mit hoher Achtung über den Standpunkt dieser Männer, und wie sie alles von einer freien und neuen Seite betrachteten, und überall gerade aufs Ziel losgingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5457000732421875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":609,"date":1836,"orig":"„Es iſt, ſagte Goethe, als waͤre man bis jetzt in einen Garten auf Umwegen und durch Kruͤmmungen gelangt; dieſe Maͤnner aber ſind kuͤhn und frey genug, die Mauer dort einzureißen und eine Thuͤr an derjenigen Stelle zu machen, wo man ſogleich auf den breiteſten Weg des Gartens tritt.“","norm":"„Es ist, sagte Goethe, als wäre man bis jetzt in einen Garten auf Umwegen und durch Krümmungen gelangt; diese Männer aber sind kühn und frei genug, die Mauer dort einzureißen und eine Tür an derjenigen Stelle zu machen, wo man sogleich auf den breitesten Weg des Gartens tritt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.312300205230713} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":610,"date":1836,"orig":"Von Couſin kamen wir auf indiſche Philoſophie.","norm":"Von Cousin kamen wir auf indische Philosophie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.27370023727417} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":611,"date":1836,"orig":"„Dieſe Philoſophie, ſagte Goethe, hat, wenn die Nachrichten des Englaͤnders wahr ſind, durchaus nichts Fremdes, vielmehr wiederholen ſich in ihr die Epochen, die wir alle ſelber durchmachen.","norm":"„Diese Philosophie, sagte Goethe, hat, wenn die Nachrichten des Engländers wahr sind, durchaus nichts Fremdes, vielmehr wiederholen sich in ihr die Epochen, die wir alle selber durchmachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3856000900268555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":612,"date":1836,"orig":"Wir ſind Senſualiſten, ſo lange wir Kinder ſind; Idealiſten, wenn wir lieben und in den geliebten Gegenſtand Eigenſchaften legen, die nicht eigentlich darin ſind.","norm":"Wir sind Sensualisten, solange wir Kinder sind; Idealisten, wenn wir lieben und in den geliebten Gegenstand Eigenschaften legen, die nicht eigentlich darin sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7017998695373535} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":613,"date":1836,"orig":"Die Liebe wankt, wir zweifeln an der Treue und ſind Skeptiker ehe wir es glaubten.","norm":"Die Liebe wankt, wir zweifeln an der Treue und sind Skeptiker ehe wir es glaubten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.816699981689453} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":614,"date":1836,"orig":"Der Reſt des Lebens iſt gleichguͤltig, wir laſſen es gehen wie es will, und endigen mit dem Quietismus, wie die indiſchen Philoſophen auch.“","norm":"Der Rest des Lebens ist gleichgültig, wir lassen es gehen wie es will, und endigen mit dem Quietismus, wie die indischen Philosophen auch .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520100116729736} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":615,"date":1836,"orig":"„In der deutſchen Philoſophie waͤren noch zwey große Dinge zu thun.","norm":"„In der deutschen Philosophie wären noch zwei große Dinge zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.345799922943115} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":616,"date":1836,"orig":"Kant hat die Critik der reinen Vernunft geſchrieben, womit unendlich viel geſchehen, aber der Kreis nicht abgeſchloſſen iſt.","norm":"Kant hat die Kritik der reinen Vernunft geschrieben, womit unendlich viel geschehen, aber der Kreis nicht abgeschlossen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.663300037384033} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":617,"date":1836,"orig":"Jetzt muͤßte ein Faͤhiger, ein Bedeutender, die Critik der Sinne und des Menſchenverſtandes ſchreiben, und wir wuͤrden, wenn dieſes gleich vortrefflich geſchehen, in der deutſchen Philoſophie nicht viel mehr zu wuͤnſchen haben.“","norm":"Jetzt müsste ein Fähiger, ein Bedeutender, die Kritik der Sinne und des Menschenverstandes schreiben, und wir würden, wenn dieses gleich vortrefflich geschehen, in der deutschen Philosophie nicht viel mehr zu wünschen haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.451000213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":618,"date":1836,"orig":"„Hegel, fuhr Goethe fort, hat in den Berliner Jahrbuͤchern eine Recenſion uͤber Hamann geſchrieben, die ich in dieſen Tagen leſe und wieder leſe und die ich ſehr loben muß.","norm":"„Hegel, fuhr Goethe fort, hat in den Berliner Jahrbüchern eine Rezension über Hamann geschrieben, die ich in diesen Tagen lese und wieder lese und die ich sehr loben muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8935999870300293} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":619,"date":1836,"orig":"Hegels Urtheile als Critiker ſind immer gut geweſen.“","norm":"Hegels Urteile als Kritiker sind immer gut gewesen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.361899852752685} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":620,"date":1836,"orig":"„Villemain ſteht in der Critik gleichfalls ſehr hoch.","norm":"„Villemain steht in der Kritik gleichfalls sehr hoch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.274099826812744} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":621,"date":1836,"orig":"Die Franzoſen werden zwar nie ein Talent wieder ſehen, das dem von Voltaire gewachſen waͤre.","norm":"Die Franzosen werden zwar nie ein Talent wieder sehen, das dem von Voltaire gewachsen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9909000396728525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":622,"date":1836,"orig":"Von Villemain aber kann man ſagen, daß er in ſeinem geiſtigen Standpunct uͤber Voltairen erhaben iſt, ſo daß er ihn in ſeinen Tugenden und Fehlern beurtheilen kann.“","norm":"Von Villemain aber kann man sagen, dass er in seinem geistigen Standpunkt über Voltairren erhaben ist, so dass er ihn in seinen Tugenden und Fehlern beurteilen kann .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.749199867248535} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":623,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 18. Februar 1829.","norm":"Mittwoch, den 18. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.228099822998047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":624,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber die Farbenlehre, unter andern uͤber Trinkglaͤſer, deren truͤbe Figuren gegen das Licht gelb und gegen das Dunkele blau erſcheinen, und die alſo die Betrachtung eines Urphaͤnomens gewaͤhren.","norm":"Wir sprachen über die Farbenlehre, unter anderen über Trinkgläser, deren trübe Figuren gegen das Licht gelb und gegen das Dunkele blau erscheinen, und die also die Betrachtung eines Urphänomens gewähren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4903998374938965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":625,"date":1836,"orig":"„Das Hoͤchſte, wozu der Menſch gelangen kann, ſagte Goethe bey dieſer Gelegenheit, iſt das Erſtaunen; und wenn ihn das Urphaͤnomen in Erſtaunen ſetzt, ſo ſey er zufrieden; ein Hoͤheres kann es ihm nicht gewaͤhren, und ein Weiteres ſoll er nicht dahinter ſuchen; hier iſt die Grenze.","norm":"„Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, sagte Goethe bei dieser Gelegenheit, ist das Erstaunen; und wenn ihn das Urphänomen in Erstaunen setzt, so sei er zufrieden; ein Höheres kann es ihm nicht gewähren, und ein Weiteres soll er nicht dahinter suchen; hier ist die Grenze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.861700057983398} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":626,"date":1836,"orig":"Aber den Menſchen iſt der Anblick eines Urphaͤnomens gewoͤhnlich noch nicht genug, ſie denken es muͤſſe noch weiter gehen, und ſie ſind den Kindern aͤhnlich, die, wenn ſie in einen Spiegel gegukt, ihn ſogleich umwenden, um zu ſehen was auf der anderen Seite iſt.“","norm":"Aber den Menschen ist der Anblick eines Urphänomens gewöhnlich noch nicht genug, sie denken es müsse noch weiter gehen, und sie sind den Kindern ähnlich, die, wenn sie in einen Spiegel geguckt, ihn sogleich umwenden, um zu sehen was auf der anderen Seite ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.534699916839599} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":627,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch lenkte ſich auf Merck, und ich fragte, ob Merck ſich auch mit Naturſtudien befaßt.","norm":"Das Gespräch lenkte sich auf Merke, und ich fragte, ob Merke sich auch mit Naturstudien befasst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.013400077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":628,"date":1836,"orig":"„O ja, ſagte Goethe, er beſaß ſogar bedeutende naturhiſtoriſche Sammlungen.","norm":"„O ja, sagte Goethe, er besaß sogar bedeutende naturhistorische Sammlungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"is","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.119200229644775} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":629,"date":1836,"orig":"Merck war uͤberall ein hoͤchſt vielſeitiger Menſch.","norm":"Merke war überall ein höchst vielseitiger Mensch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.291100025177002} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":630,"date":1836,"orig":"Er liebte auch die Kunſt, und zwar ging dieſes ſo weit, daß, wenn er ein gutes Werk in den Haͤnden eines Philiſters ſah, von dem er glaubte, daß er es nicht zu ſchaͤtzen wiſſe, er Alles anwendete, um es in ſeine eigene Sammlung zu bringen.","norm":"Er liebte auch die Kunst, und zwar ging dieses so weit, dass, wenn er ein gutes Werk in den Händen eines Philisters sah, von dem er glaubte, dass er es nicht zu schätzen wisse, er alles anwendete, um es in seine eigene Sammlung zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.938699960708618} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":631,"date":1836,"orig":"Er hatte in ſolchen Dingen gar kein Gewiſſen, jedes Mittel war ihm recht, und ſelbſt eine Art von grandioſem Betrug wurde nicht verſchmaͤht, wenn es nicht anders gehen wollte.“","norm":"Er hatte in solchen Dingen gar kein Gewissen, jedes Mittel war ihm recht, und selbst eine Art von grandiosem Betrug wurde nicht verschmäht, wenn es nicht anders gehen wollte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.944600105285644} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":632,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte dieſer Art einige ſehr intereſſante Beyſpiele.","norm":"Goethe erzählte dieser Art einige sehr interessante Beispiele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.590799808502197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":633,"date":1836,"orig":"„Ein Menſch wie Merck, fuhr er fort, wird gar nicht mehr geboren, und wenn er geboren wuͤrde, ſo wuͤrde die Welt ihn anders ziehen.","norm":"„Ein Mensch wie Merke, fuhr er fort, wird gar nicht mehr geboren, und wenn er geboren würde, so würde die Welt ihn anders ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7990000247955322} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":634,"date":1836,"orig":"Es war uͤberall eine gute Zeit, als ich mit Merck jung war.","norm":"Es war überall eine gute Zeit, als ich mit Merke jung war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.219399929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":635,"date":1836,"orig":"Die deutſche Literatur war noch eine reine Tafel, auf die man mit Luſt viel Gutes zu malen hoffte.","norm":"Die deutsche Literatur war noch eine reine Tafel, auf die man mit Lust viel Gutes zu malen hoffte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.746300220489502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":636,"date":1836,"orig":"Jetzt iſt ſie ſo beſchrieben und beſudelt, daß man keine Freude hat ſie anzublicken, und daß ein geſcheidter Menſch nicht weiß, wohin er noch etwas zeichnen ſoll.“","norm":"Jetzt ist sie so beschrieben und besudelt, dass man keine Freude hat sie anzublicken, und dass ein gescheiter Mensch nicht weiß, wohin er noch etwas zeichnen soll .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.17140007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":637,"date":1836,"orig":"Donnerstag, den 19. Februar 1829.","norm":"Donnerstag, den 19. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.831199884414673} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":638,"date":1836,"orig":"Mit Goethe in ſeiner Arbeitsſtube allein zu Tiſch. —","norm":"Mit Goethe in seiner Arbeitsstube allein zu Tisch . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.161900043487549} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":639,"date":1836,"orig":"Er war ſehr heiter und erzaͤhlte mir, daß ihm am Tage manches Gute widerfahren, und daß er auch ein Geſchaͤft mit Artaria und dem Hof gluͤcklich beendigt ſehe.","norm":"Er war sehr heiter und erzählte mir, dass ihm am Tage manches Gute widerfahren, und dass er auch ein Geschäft mit Artarie und dem Hof glücklich beendigt sehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.734300136566162} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":640,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ſodann viel uͤber Egmont, der am Abend vorher, nach der Bearbeitung von Schiller, gegeben worden, und es kamen die Nachtheile zur Erwaͤhnung, die das Stuͤck durch dieſe Redaction zu leiden hat.","norm":"Wir sprachen sodann viel über Egmont, der am Abend vorher, nach der Bearbeitung von Schiller, gegeben worden, und es kamen die Nachteile zur Erwähnung, die das Stück durch diese Redaktion zu leiden hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.051000118255615} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":641,"date":1836,"orig":"Es iſt in vielfacher Hinſicht nicht gut, ſagte ich, daß die Regentin fehlt; ſie iſt vielmehr dem Stuͤcke durchaus nothwendig.","norm":"Es ist in vielfacher Hinsicht nicht gut, sagte ich, dass die Regentin fehlt; sie ist vielmehr dem Stücke durchaus notwendig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.189300060272217} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":642,"date":1836,"orig":"Denn nicht allein, daß das Ganze durch dieſe Fuͤrſtin einen hoͤheren, vornehmeren Character erhaͤlt, ſondern es treten auch die politiſchen Verhaͤltniſſe, beſonders in Bezug auf den ſpaniſchen Hof, durch ihre Dialoge mit Machiavell durchaus reiner und entſchiedener hervor.","norm":"Denn nicht allein, dass das Ganze durch diese Fürstin einen höheren, vornehmeren Charakter erhält, sondern es treten auch die politischen Verhältnisse, besonders in Bezug auf den spanischen Hof, durch ihre Dialoge mit Machiavelli durchaus reiner und entschiedener hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.968499898910522} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":643,"date":1836,"orig":"„Ganz ohne Frage, ſagte Goethe.","norm":"„Ganz ohne Frage, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.474100112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":644,"date":1836,"orig":"Und dann gewinnet auch Egmont an Bedeutung durch den Glanz, den die Neigung der Fuͤrſtin auf ihn wirft, ſo wie auch Claͤrchen gehoben erſcheint, wenn wir ſehen, daß ſie, ſelbſt uͤber Fuͤrſtinnen ſiegend, Egmonts ganze Liebe allein beſitzt.","norm":"Und dann gewinnet auch Egmont an Bedeutung durch den Glanz, den die Neigung der Fürstin auf ihn wirft, so wie auch Clärchen gehoben erscheint, wenn wir sehen, dass sie, selbst über Fürstinnen siegend, Egmonts ganze Liebe allein besitzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.963799953460693} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":645,"date":1836,"orig":"Dieſes ſind alles ſehr delicate Wirkungen, die man freylich ohne Gefahr fuͤr das Ganze nicht verletzen darf.“","norm":"Dieses sind alles sehr delikate Wirkungen, die man freilich ohne Gefahr für das Ganze nicht verletzen darf .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.024199962615967} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":646,"date":1836,"orig":"Auch will mir ſcheinen, ſagte ich, daß bey den vielen bedeutenden Maͤnnerrollen, eine einzige weibliche Figur, wie Claͤrchen, zu ſchwach und etwas gedruͤckt erſcheint.","norm":"Auch will mir scheinen, sagte ich, dass bei den vielen bedeutenden Männerrollen, eine einzige weibliche Figur, wie Clärchen, zu schwach und etwas gedrückt erscheint.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.903200149536133} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":647,"date":1836,"orig":"Durch die Regentin aber erhaͤlt das ganze Gemaͤlde mehr Gleichgewicht.","norm":"Durch die Regentin aber erhält das ganze Gemälde mehr Gleichgewicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.873300075531006} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":648,"date":1836,"orig":"Daß von ihr im Stuͤcke geſprochen wird, will nicht viel ſagen; das perſoͤnliche Auftreten macht den Eindruck.","norm":"Dass von ihr im Stücke gesprochen wird, will nicht viel sagen; das persönliche Auftreten macht den Eindruck.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.939899921417236} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":649,"date":1836,"orig":"„Sie empfinden das Verhaͤltniß ſehr richtig, ſagte Goethe.","norm":"„Sie empfinden das Verhältnis sehr richtig, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716700077056885} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":650,"date":1836,"orig":"— Als ich das Stuͤck ſchrieb, habe ich, wie Sie denken koͤnnen, alles ſehr wohl abgewogen, und es iſt daher nicht zu verwundern, daß ein Ganzes ſehr empfindlich leiden muß, wenn man eine Hauptfigur herausreißt, die ins Ganze gedacht worden und wodurch das Ganze beſteht.","norm":"— Als ich das Stück schrieb, habe ich, wie Sie denken können, alles sehr wohl abgewogen, und es ist daher nicht zu verwundern, dass ein Ganzes sehr empfindlich leiden muss, wenn man eine Hauptfigur herausreißt, die ins Ganze gedacht worden und wodurch das Ganze besteht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.226200103759766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":651,"date":1836,"orig":"Aber Schiller hatte in ſeiner Natur etwas Gewaltſames; er handelte oft zu ſehr nach einer vorgefaßten Idee, ohne hinlaͤngliche Achtung vor dem Gegenſtande, der zu behandeln war.“","norm":"Aber Schiller hatte in seiner Natur etwas Gewaltsames; er handelte oft zu sehr nach einer vorgefassten Idee, ohne hinlängliche Achtung vor dem Gegenstande, der zu behandeln war .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.448800086975098} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":652,"date":1836,"orig":"Man moͤchte auf Sie ſchelten, ſagte ich, daß Sie es gelitten und daß Sie in einem ſo wichtigen Fall ihm ſo unbedingte Freyheit gegeben.","norm":"Man möchte auf Sie schelten, sagte ich, dass Sie es gelitten und dass Sie in einem so wichtigen Fall ihm so unbedingte Freiheit gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8744001388549805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":653,"date":1836,"orig":"„Man iſt oft gleichguͤltiger als billig, antwortete Goethe.","norm":"„Man ist oft gleichgültiger als billig, antwortete Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.624000072479248} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":654,"date":1836,"orig":"Und dann war ich in jener Zeit mit anderen Dingen tief beſchaͤftigt.","norm":"Und dann war ich in jener Zeit mit anderen Dingen tief beschäftigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.166800022125244} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":655,"date":1836,"orig":"Ich hatte ſo wenig ein Intereſſe fuͤr Egmont wie fuͤr das Theater; ich ließ ihn gewaͤhren.","norm":"Ich hatte so wenig ein Interesse für Egmont wie für das Theater; ich ließ ihn gewähren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.695199966430664} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":656,"date":1836,"orig":"Jetzt iſt es wenigſtens ein Troſt fuͤr mich, daß das Stuͤck gedruckt daſteht, und daß es Buͤhnen giebt, die verſtaͤndig genug ſind, es treu und ohne Verkuͤrzung ganz ſo aufzufuͤhren wie ich es geſchrieben.“","norm":"Jetzt ist es wenigstens ein Trost für mich, dass das Stück gedruckt dasteht, und dass es Bühnen gibt, die verständig genug sind, es treu und ohne Verkürzung ganz so aufzuführen wie ich es geschrieben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.135600090026855} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":657,"date":1836,"orig":"Goethe erkundigte ſich ſodann nach der Farbenlehre und ob ich ſeinem Vorſchlage, ein Compendium zu ſchreiben, weiter nachgedacht.","norm":"Goethe erkundigte sich sodann nach der Farbenlehre und ob ich seinem Vorschlage, ein Kompendium zu schreiben, weiter nachgedacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.61460018157959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":658,"date":1836,"orig":"Ich ſagte ihm wie es damit ſtehe, und ſo geriethen wir unvermuthet in eine Differenz, die ich bey der Wichtigkeit des Gegenſtandes mittheilen will.","norm":"Ich sagte ihm wie es damit stehe, und so gerieten wir unvermutet in eine Differenz, die ich bei der Wichtigkeit des Gegenstandes mitteilen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.805099964141846} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":659,"date":1836,"orig":"Wer es beobachtet hat, wird ſich erinnern, daß bey heiteren Wintertagen und Sonnenſchein, die Schatten auf dem Schnee haͤufig blau geſehen werden.","norm":"Wer es beobachtet hat, wird sich erinnern, dass bei heiteren Wintertagen und Sonnenschein, die Schatten auf dem Schnee häufig blau gesehen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.814500093460083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":660,"date":1836,"orig":"Dieſes Phaͤnomen bringt Goethe in ſeiner Farbenlehre unter die ſubjectiven Erſcheinungen, indem er als Grundlage annimmt, daß das Sonnenlicht zu uns, die wir nicht auf den Gipfeln hoher Berge wohnen, nicht durchaus weiß, ſondern, durch eine mehr oder weniger dunſtreiche Atmoſphaͤre dringend, in einem gelblichen Schein herabkomme; und daß alſo der Schnee, von der Sonne beſchienen, nicht durchaus weiß, ſondern eine gelblich tingirte Flaͤche ſey, die das Auge zum Gegenſatz und alſo zur Hervorbringung der blauen Farbe anreize.","norm":"Dieses Phänomen bringt Goethe in seiner Farbenlehre unter die subjektiven Erscheinungen, indem er als Grundlage annimmt, dass das Sonnenlicht zu uns, die wir nicht auf den Gipfeln hoher Berge wohnen, nicht durchaus weiß, sondern, durch eine mehr oder weniger dunstreiche Atmosphäre dringend, in einem gelblichen Schein herabkomme; und dass also der Schnee, von der Sonne beschienen, nicht durchaus weiß, sondern eine gelblich tingierte Fläche sei, die das Auge zum Gegensatz und also zur Hervorbringung der blauen Farbe anreize.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.049900054931641} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":661,"date":1836,"orig":"Der auf dem Schnee geſehen werdende blaue Schatten ſey demnach eine geforderte Farbe, unter welcher Rubrik Goethe denn auch das Phaͤnomen abhandelt, und danach die von Sauſſuͤre auf dem Montblanc gemachten Beobachtungen ſehr conſequent zurechtlegt.","norm":"Der auf dem Schnee gesehen werdende blaue Schatten sei demnach eine geforderte Farbe, unter welcher Rubrik Goethe denn auch das Phänomen abhandelt, und danach die von Saussure auf dem Montblanc gemachten Beobachtungen sehr konsequent zurechtlegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7118000984191895} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":662,"date":1836,"orig":"Als ich nun in dieſen Tagen die erſten Capitel der Farbenlehre abermals betrachtete, um mich zu pruͤfen, ob es mir gelingen moͤchte, Goethe's freundlicher Aufforderung nachzukommen und ein Compendium ſeiner Farbenlehre zu ſchreiben, war ich, durch Schnee und Sonnenſchein beguͤnſtigt, in dem Fall, ebengedachtes Phaͤnomen des blauen Schattens abermals naͤher in Augenſchein zu nehmen, wo ich denn zu einiger Überraſchung fand, daß Goethe's Ableitung auf einem Irrthum beruhe.","norm":"Als ich nun in diesen Tagen die ersten Kapitel der Farbenlehre abermals betrachtete, um mich zu prüfen, ob es mir gelingen möchte, Goethes freundlicher Aufforderung nachzukommen und ein Kompendium seiner Farbenlehre zu schreiben, war ich, durch Schnee und Sonnenschein begünstigt, in dem Fall, ebengedachtes Phänomen des blauen Schattens abermals näher in Augenschein zu nehmen, wo ich denn zu einiger Überraschung fand, dass Goethes Ableitung auf einem Irrtum beruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.136799812316894} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":663,"date":1836,"orig":"Wie ich aber zu dieſem Aperçuͤ gelangte, will ich ſagen.","norm":"Wie ich aber zu diesem Apercü gelangte, will ich sagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.510700225830078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":664,"date":1836,"orig":"Aus den Fenſtern meines Wohnzimmers ſehe ich grade gegen Suͤden, und zwar auf einen Garten, der durch ein Gebaͤude begrenzt wird, das, bey dem niederen Stande der Sonne im Winter, mir entgegen einen ſo großen Schatten wirft, daß er uͤber die halbe Flaͤche des Gartens reicht.","norm":"Aus den Fenstern meines Wohnzimmers sehe ich gerade gegen Süden, und zwar auf einen Garten, der durch ein Gebäude begrenzt wird, das, bei dem niederen Stande der Sonne im Winter, mir entgegen einen so großen Schatten wirft, dass er über die halbe Fläche des Gartens reicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.742799997329712} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":665,"date":1836,"orig":"Auf dieſe Schattenflaͤche im Schnee blickte ich nun vor einigen Tagen, bey voͤllig blauem Himmel und Sonnenſcheine, und war uͤberraſcht, die ganze Maſſe vollkommen blau zu ſehen.","norm":"Auf diese Schattenfläche im Schnee blickte ich nun vor einigen Tagen, bei völlig blauem Himmel und Sonnenscheine, und war überrascht, die ganze Masse vollkommen blau zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.802299976348877} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":666,"date":1836,"orig":"Eine geforderte Farbe, ſagte ich zu mir ſelber, kann dieſes nicht ſeyn, denn mein Auge wird von keiner von der Sonne beſchienenen Schneeflaͤche beruͤhrt, wodurch jener Gegenſatz hervorgerufen werden koͤnnte; ich ſehe nichts als die ſchattige blaue Maſſe.","norm":"Eine geforderte Farbe, sagte ich zu mir selber, kann dieses nicht sein, denn mein Auge wird von keiner von der Sonne beschienenen Schneefläche berührt, wodurch jener Gegensatz hervorgerufen werden könnte; ich sehe nichts als die schattige blaue Masse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.325699806213379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":667,"date":1836,"orig":"Um aber durchaus ſicher zu gehen und zu verhindern, daß der blendende Schein der benachbarten Daͤcher nicht etwa mein Auge beruͤhre, rollte ich einen Bogen Papier zuſammen, und blickte durch ſolche Roͤhre auf die ſchattige Flaͤche, wo denn das Blau unveraͤndert zu ſehen blieb.","norm":"Um aber durchaus sicherzugehen und zu verhindern, dass der blendende Schein der benachbarten Dächer nicht etwa mein Auge berühre, rollte ich einen Bogen Papier zusammen, und blickte durch solche Röhre auf die schattige Fläche, wo denn das Blau unverändert zu sehen blieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7895002365112305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":668,"date":1836,"orig":"Daß dieſer blaue Schatten alſo nichts Subjectives ſeyn konnte, daruͤber blieb mir nun weiter kein Zweifel.","norm":"Dass dieser blaue Schatten also nichts Subjektives sein konnte, darüber blieb mir nun weiter kein Zweifel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.062399864196777} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":669,"date":1836,"orig":"Die Farbe ſtand da, außer mir, ſelbſtſtaͤndig, mein Subject hatte darauf keinen Einfluß.","norm":"Die Farbe stand da, außer mir, selbständig, mein Subjekt hatte darauf keinen Einfluss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373600006103516} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":670,"date":1836,"orig":"Was aber war es? und da ſie nun einmal da war, wodurch konnte ſie entſtehen?","norm":"Was aber war es? und da sie nun einmal da war, wodurch konnte sie entstehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.351399898529053} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":671,"date":1836,"orig":"Ich blickte noch einmal hin und umher, und ſiehe! die Aufloͤſung des Raͤthſels kuͤndigte ſich mir an.","norm":"Ich blickte noch einmal hin und umher, und siehe! die Auflösung des Rätsels kündigte sich mir an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.356599807739258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":672,"date":1836,"orig":"Was kann es ſeyn, ſagte ich zu mir ſelber, als der Wiederſchein des blauen Himmels, den der Schatten herablockt, und der Neigung hat, im Schatten ſich anzuſiedeln?","norm":"Was kann es sein, sagte ich zu mir selber, als der Widerschein des blauen Himmels, den der Schatten herablockt, und der Neigung hat, im Schatten sich anzusiedeln?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.055300235748291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":673,"date":1836,"orig":"Denn es ſteht geſchrieben: die Farbe iſt dem Schatten verwandt, ſie verbindet ſich gerne mit ihm, und erſcheint uns gerne in ihm und durch ihn, ſobald der Anlaß nur gegeben iſt.","norm":"Denn es steht geschrieben: Die Farbe ist dem Schatten verwandt, sie verbindet sich gerne mit ihm, und erscheint uns gerne in ihm und durch ihn, sobald der Anlass nur gegeben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.456099987030029} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":674,"date":1836,"orig":"Die folgenden Tage gewaͤhrten Gelegenheit, meine Hypotheſe wahr zu machen.","norm":"Die folgenden Tage gewährten Gelegenheit, meine Hypothese wahrzumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.366700172424316} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":675,"date":1836,"orig":"Ich ging in den Feldern, es war kein blauer Himmel, die Sonne ſchien durch Duͤnſte, einem Heerrauch aͤhnlich, und verbreitete uͤber den Schnee einen durchaus gelben Schein; ſie wirkte maͤchtig genug, um entſchiedene Schatten zu werfen, und es haͤtte in dieſem Fall, nach Goethe's Lehre, das friſcheſte Blau entſtehen muͤſſen.","norm":"Ich ging in den Feldern, es war kein blauer Himmel, die Sonne schien durch Dünste, einem Heerrauch ähnlich, und verbreitete über den Schnee einen durchaus gelben Schein; sie wirkte mächtig genug, um entschiedene Schatten zu werfen, und es hätte in diesem Fall, nach Goethes Lehre, das frischeste Blau entstehen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8495001792907715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":676,"date":1836,"orig":"Es entſtand aber nicht, die Schatten blieben grau.","norm":"Es entstand aber nicht, die Schatten blieben grau.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.559700012207031} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":677,"date":1836,"orig":"Am naͤchſten Vormittage, bey bewoͤlkter Atmoſphaͤre, blickte die Sonne von Zeit zu Zeit herdurch, und warf auf dem Schnee entſchiedene Schatten.","norm":"Am nächsten Vormittage, bei bewölkter Atmosphäre, blickte die Sonne von Zeit zu Zeit herdurch, und warf auf dem Schnee entschiedene Schatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.485099792480469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":678,"date":1836,"orig":"Allein ſie waren ebenfalls nicht blau, ſondern grau.","norm":"Allein sie waren ebenfalls nicht blau, sondern grau.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8003997802734375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":679,"date":1836,"orig":"In beyden Faͤllen fehlte der Wiederſchein des blauen Himmels, um dem Schatten ſeine Faͤrbung zu geben.","norm":"In beiden Fällen fehlte der Widerschein des blauen Himmels, um dem Schatten seine Färbung zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.30210018157959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":680,"date":1836,"orig":"Ich hatte demnach eine hinreichende Überzeugung gewonnen, daß Goethe's Ableitung des mehrgedachten Phaͤnomens von der Natur nicht als wahr beſtaͤtiget werde, und daß ſeine dieſen Gegenſtand behandelnden Paragraphen der Farbenlehre einer Umarbeitung dringend beduͤrften.","norm":"Ich hatte demnach eine hinreichende Überzeugung gewonnen, dass Goethes Ableitung des mehrgedachten Phänomens von der Natur nicht als wahr bestätiget werde, und dass seine diesen Gegenstand behandelnden Paragraphen der Farbenlehre einer Umarbeitung dringend bedürften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.531400203704834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":681,"date":1836,"orig":"Etwas Ähnliches begegnete mir mit den farbigen Doppelſchatten, die mit Huͤlfe eines Kerzenlichtes Morgens fruͤh bey Tagesanbruch, ſo wie Abends in der erſten Daͤmmerung, deßgleichen bey hellem Mondſchein, beſonders ſchoͤn geſehen werden.","norm":"Etwas Ähnliches begegnete mir mit den farbigen Doppelschatten, die mit Hilfe eines Kerzenlichtes Morgens früh bei Tagesanbruch, so wie Abends in der ersten Dämmerung, desgleichen bei hellem Mondschein, besonders schön gesehen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.227499961853027} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":682,"date":1836,"orig":"Daß hiebey der eine Schatten, naͤmlich der vom Kerzenlichte erleuchtete, gelbe, objectiver Art ſey und in die Lehre von den truͤben Mitteln gehoͤre, hat Goethe nicht ausgeſprochen, obgleich es ſo iſt; den andern, vom ſchwachen Tages- oder Mondlichte erleuchteten, blaͤulichen, oder blaͤulich-gruͤnen Schatten aber, erklaͤrt er fuͤr ſubjectiv, fuͤr eine geforderte Farbe, die durch den auf dem weißen Papier verbreiteten gelben Schein des Kerzenlichtes im Auge hervorgerufen werde.","norm":"Dass hierbei der eine Schatten, nämlich der vom Kerzenlichte erleuchtete, gelbe, objektiver Art sei und in die Lehre von den trüben Mitteln gehöre, hat Goethe nicht ausgesprochen, obgleich es so ist; den anderen, vom schwachen Tages- oder Mondlichte erleuchteten, bläulichen, oder bläulich-grünen Schatten aber, erklärt er für subjektiv, für eine geforderte Farbe, die durch den auf dem weißen Papier verbreiteten gelben Schein des Kerzenlichtes im Auge hervorgerufen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.126100063323975} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":683,"date":1836,"orig":"Dieſe Lehre fand ich nun, bey ſorgfaͤltigſter Beobachtung des Phaͤnomens, gleichfalls nicht durchaus beſtaͤtigt; es wollte mir vielmehr erſcheinen, als ob das von außen hereinwirkende ſchwache Tages- oder Mondlicht einen blaͤulich faͤrbenden Ton bereits mit ſich bringe, der denn, theils durch den Schatten, theils durch den fordernden gelben Schein des Kerzenlichtes verſtaͤrkt werde, und daß alſo auch hiebey eine objective Grundlage Statt finde und zu beachten ſey.","norm":"Diese Lehre fand ich nun, bei sorgfältigster Beobachtung des Phänomens, gleichfalls nicht durchaus bestätigt; es wollte mir vielmehr erscheinen, als ob das von außen hereinwirkend schwache Tages- oder Mondlicht einen bläulich färbenden Ton bereits mit sich bringe, der denn, teils durch den Schatten, teils durch den fordernden gelben Schein des Kerzenlichtes verstärkt werde, und dass also auch hierbei eine objektive Grundlage statt finde und zu beachten sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.402200222015381} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":684,"date":1836,"orig":"Daß das Licht des anbrechenden Tages, wie des Mondes, einen bleichen Schein werfe, iſt bekannt.","norm":"Dass das Licht des anbrechenden Tages, wie des Mondes, einen bleichen Schein werfe, ist bekannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.79229998588562} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":685,"date":1836,"orig":"Ein bey Tagesanbruch oder im Mondſchein angeblicktes Geſicht erſcheint blaß, wie genugſame Erfahrungen beſtaͤtigen.","norm":"Ein bei Tagesanbruch oder im Mondschein angeblicktes Gesicht erscheint blass, wie genugsame Erfahrungen bestätigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.629799842834473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":686,"date":1836,"orig":"Auch Shakſpeare ſcheint dieſes gekannt zu haben, denn jener merkwuͤrdigen Stelle, wo Romeo bey Tagesanbruch von ſeiner Geliebten geht, und in freyer Luft Eins dem Andern ploͤtzlich ſo bleich erſcheint, liegt dieſe Wahrnehmung ſicher zum Grunde.","norm":"Auch Shakespeare scheint dieses gekannt zu haben, denn jener merkwürdigen Stelle, wo Romeo bei Tagesanbruch von seiner Geliebten geht, und in freier Luft Eins dem Anderen plötzlich so bleich erscheint, liegt diese Wahrnehmung sicher zum Grunde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.323400020599365} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":687,"date":1836,"orig":"Die bleichmachende Wirkung eines ſolchen Lichtes aber waͤre ſchon genugſame Andeutung, daß es einen gruͤnlichen oder blaͤulichen Schein mit ſich fuͤhren muͤſſe, indem ein ſolches Licht dieſelbige Wirkung thut, wie ein Spiegel aus blaͤulichem oder gruͤnlichem Glaſe.","norm":"Die bleichmachende Wirkung eines solchen Lichtes aber wäre schon genugsame Andeutung, dass es einen grünlichen oder bläulichen Schein mit sich führen müsse, indem ein solches Licht dieselbige Wirkung tut, wie ein Spiegel aus bläulichem oder grünlichem Glase.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.157800197601318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":688,"date":1836,"orig":"Doch ſtehe noch Folgendes zu weiterer Beſtaͤtigung.","norm":"Doch stehe noch Folgendes zu weiterer Bestätigung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.855400085449219} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":689,"date":1836,"orig":"Das Licht, vom Auge des Geiſtes geſchaut, mag als durchaus weiß gedacht werden; allein das empiriſche, vom koͤrperlichen Auge wahrgenommene Licht wird ſelten in ſolcher Reinheit geſehen; vielmehr hat es, durch Duͤnſte oder ſonſt modificirt, die Neigung, ſich entweder fuͤr die Plus- oder Minus-Seite zu beſtimmen, und entweder mit einem gelblichen oder blaͤulichen Ton zu erſcheinen.","norm":"Das Licht, vom Auge des Geistes geschaut, mag als durchaus weiß gedacht werden; allein das empirische, vom körperlichen Auge wahrgenommene Licht wird selten in solcher Reinheit gesehen; vielmehr hat es, durch Dünste oder sonst modifiziert, die Neigung, sich entweder für die Plus- oder Minusseite zu bestimmen, und entweder mit einem gelblichen oder bläulichen Ton zu erscheinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.296899795532227} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":690,"date":1836,"orig":"Das unmittelbare Sonnenlicht neigt ſich in ſolchem Fall entſchieden zur Plus-Seite, zum gelblichen, das Kerzenlicht gleichfalls; das Licht des Mondes aber, ſo wie das bey der Morgen- und Abenddaͤmmerung wirkende Tageslicht, welches beydes keine directe, ſondern reflectirte Lichter ſind, die uͤberdieß durch Daͤmmerung und Nacht modificirt werden, neigen ſich auf die paſſive, auf die Minus-Seite und kommen zum Auge in einem blaͤulichen Ton.","norm":"Das unmittelbare Sonnenlicht neigt sich in solchem Fall entschieden zur Plusseite, zum gelblichen, das Kerzenlicht gleichfalls; das Licht des Mondes aber, so wie das bei der Morgen- und Abenddämmerung wirkende Tageslicht, welches beides keine direkte, sondern reflektierte Lichter sind, die überdies durch Dämmerung und Nacht modifiziert werden, neigen sich auf die passive, auf die Minusseite und kommen zum Auge in einem bläulichen Ton.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.397299766540527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":691,"date":1836,"orig":"Man lege in der Daͤmmerung, oder bey Mondenſchein, einen weißen Bogen Papier ſo, daß deſſen eine Haͤlfte vom Mond oder Tageslichte, deſſen andere aber vom Kerzenlichte beſchienen werde, ſo wird die eine Haͤlfte einen blaͤulichen, die andere einen gelblichen Ton haben, und ſo werden beyde Lichter, ohne hinzugekommenen Schatten, und ohne ſubjective Steigerung, bereits auf der activen oder paſſiven Seite ſich befinden.","norm":"Man lege in der Dämmerung, oder bei Mondenschein, einen weißen Bogen Papier so, dass dessen eine Hälfte vom Mond oder Tageslichte, dessen andere aber vom Kerzenlichte beschienen werde, so wird die eine Hälfte einen bläulichen, die andere einen gelblichen Ton haben, und so werden beide Lichter, ohne hinzugekommenen Schatten, und ohne subjektive Steigerung, bereits auf der aktiven oder passiven Seite sich befinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.281400203704834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":692,"date":1836,"orig":"Das Reſultat meiner Beobachtungen ging demnach dahin, daß auch Goethe's Lehre von den farbigen Doppelſchatten nicht durchaus richtig ſey, daß bey dieſem Phaͤnomen mehr Objectives einwirke als von ihm beobachtet worden, und daß das Geſetz der ſubjectiven Forderung dabey nur als etwas Secundaͤres in Betracht komme.","norm":"Das Resultat meiner Beobachtungen ging demnach dahin, dass auch Goethes Lehre von den farbigen Doppelschatten nicht durchaus richtig sei, dass bei diesem Phänomen mehr Objektives einwirke als von ihm beobachtet worden, und dass das Gesetz der subjektiven Forderung dabei nur als etwas Sekundäres in Betracht komme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.681000232696533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":693,"date":1836,"orig":"Waͤre das menſchliche Auge uͤberall ſo empfindlich und empfaͤnglich, daß es bey der leiſeſten Beruͤhrung von irgend einer Farbe ſogleich disponirt waͤre die entgegengeſetzte hervorzubringen; ſo wuͤrde das Auge ſtets eine Farbe in die andere uͤbertragen, und es wuͤrde das unangenehmſte Gemiſch entſtehen.","norm":"Wäre das menschliche Auge überall so empfindlich und empfänglich, dass es bei der leisesten Berührung von irgendeiner Farbe sogleich disponiert wäre die entgegengesetzte hervorzubringen; so würde das Auge stets eine Farbe in die andere übertragen, und es würde das unangenehmste Gemisch entstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.390600204467773} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":694,"date":1836,"orig":"Dieß iſt aber gluͤcklicher Weiſe nicht ſo, vielmehr iſt ein geſundes Auge ſo organiſirt, daß es die geforderten Farben entweder gar nicht bemerkt, oder, darauf aufmerkſam gemacht, ſie doch nur mit Muͤhe hervorbringt; ja daß dieſe Operation ſogar einige Übung und Geſchicklichkeit verlangt, ehe ſie, ſelbſt unter guͤnſtigen Bedingungen, gelingen will.","norm":"Dies ist aber glücklicherweise nicht so, vielmehr ist ein gesundes Auge so organisiert, dass es die geforderten Farben entweder gar nicht bemerkt, oder, darauf aufmerksam gemacht, sie doch nur mit Mühe hervorbringt; ja dass diese Operation sogar einige Übung und Geschicklichkeit verlangt, ehe sie, selbst unter günstigen Bedingungen, gelingen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.081699848175049} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":695,"date":1836,"orig":"Das eigentlich Charakteriſtiſche ſolcher ſubjectiven Erſcheinungen, daß naͤmlich das Auge zu ihrer Hervorbringung gewiſſermaßen einen maͤchtigen Reiz verlangt, und daß, wenn ſie entſtanden, ſie keine Staͤtigkeit haben, ſondern fluͤchtige, ſchnell verſchwindende Weſen ſind, iſt bey den blauen Schatten im Schnee, ſo wie bey den farbigen Doppelſchatten, von Goethe zu ſehr außer Acht gelaſſen; denn in beyden Faͤllen iſt von einer kaum merklich tingirten Flaͤche die Rede, und in beyden Faͤllen ſteht die geforderte Farbe beym erſten Hinblick ſogleich entſchieden da.","norm":"Das eigentlich Charakteristische solcher subjektiven Erscheinungen, dass nämlich das Auge zu ihrer Hervorbringung gewissermaßen einen mächtigen Reiz verlangt, und dass, wenn sie entstanden, sie keine Stetigkeit haben, sondern flüchtige, schnell verschwindende Wesen sind, ist bei den blauen Schatten im Schnee, so wie bei den farbigen Doppelschatten, von Goethe zu sehr außer Acht gelassen; denn in beiden Fällen ist von einer kaum merklich tingierten Fläche die Rede, und in beiden Fällen steht die geforderte Farbe beim ersten Hinblick sogleich entschieden da.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.489399909973144} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":696,"date":1836,"orig":"Aber Goethe, bey ſeinem Feſthalten am einmal erkannten Geſetzlichen, und bey ſeiner Maxime, es ſelbſt in ſolchen Faͤllen vorauszuſetzen, wo es ſich zu verbergen ſcheine, konnte ſehr leicht verfuͤhrt werden eine Syntheſe zu weit greifen zu laſſen, und ein liebgewonnenes Geſetz auch da zu erblicken, wo ein ganz anderes wirkte.","norm":"Aber Goethe, bei seinem Festhalten am einmal erkannten Gesetzlichen, und bei seiner Maxime, es selbst in solchen Fällen vorauszusetzen, wo es sich zu verbergen scheine, konnte sehr leicht verführt werden eine Synthese zu weit greifen zu lassen, und ein liebgewonnenes Gesetz auch da zu erblicken, wo ein ganz anderes wirkte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.428299903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":697,"date":1836,"orig":"Als er nun heute ſeine Farbenlehre zur Erwaͤhnung brachte, und ſich erkundigte, wie es mit dem beſprochenen Compendium ſtehe, haͤtte ich die ſo eben entwickelten Puncte gerne verſchweigen moͤgen, denn ich fuͤhlte mich in einiger Verlegenheit, wie ich ihm die Wahrheit ſagen ſollte, ohne ihn zu verletzen.","norm":"Als er nun heute seine Farbenlehre zur Erwähnung brachte, und sich erkundigte, wie es mit dem besprochenen Kompendium stehe, hätte ich die so eben entwickelten Punkte gerne verschweigen mögen, denn ich fühlte mich in einiger Verlegenheit, wie ich ihm die Wahrheit sagen sollte, ohne ihn zu verletzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.952699899673462} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":698,"date":1836,"orig":"Allein da es mir mit dem Compendium wirklich ernſt war, ſo mußten, ehe ich in dem Unternehmen ſicher vorſchreiten konnte, zuvor alle Irrthuͤmer beſeitigt und alle Mißverſtaͤndniſſe beſprochen und gehoben ſeyn.","norm":"Allein da es mir mit dem Kompendium wirklich ernst war, so mussten, ehe ich in dem Unternehmen sicher vorschreiten konnte, zuvor alle Irrtümer beseitigt und alle Missverständnisse besprochen und gehoben sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.352700233459473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":699,"date":1836,"orig":"Es blieb mir daher nichts uͤbrig, als voll Vertrauen ihm zu bekennen, daß ich nach ſorgfaͤltigen Beobachtungen mich in dem Fall befinde, in einigen Puncten von ihm abweichen zu muͤſſen, indem ich ſowohl ſeine Ableitung der blauen Schatten im Schnee, als auch ſeine Lehre von den farbigen Doppelſchatten, nicht durchaus beſtaͤtiget finde.","norm":"Es blieb mir daher nichts übrig, als voll Vertrauen ihm zu bekennen, dass ich nach sorgfältigen Beobachtungen mich in dem Fall befinde, in einigen Punkten von ihm abweichen zu müssen, indem ich sowohl seine Ableitung der blauen Schatten im Schnee, als auch seine Lehre von den farbigen Doppelschatten, nicht durchaus bestätiget finde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.505300045013428} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":700,"date":1836,"orig":"Ich trug ihm meine Beobachtungen und Gedanken uͤber dieſe Puncte vor; allein da es mir nicht gegeben iſt, Gegenſtaͤnde im muͤndlichen Geſpraͤch mit einiger Klarheit umſtaͤndlich zu entwickeln, ſo beſchraͤnkte ich mich darauf, bloß die Reſultate meines Gewahrwerdens hinzuſtellen, ohne in eine naͤhere Eroͤrterung des Einzelnen einzugehen, die ich mir ſchriftlich vorbehielt.","norm":"Ich trug ihm meine Beobachtungen und Gedanken über diese Punkte vor; allein da es mir nicht gegeben ist, Gegenstände im mündlichen Gespräch mit einiger Klarheit umständlich zu entwickeln, so beschränkte ich mich darauf, bloß die Resultate meines Gewahrwerdens hinzustellen, ohne in eine nähere Erörterung des Einzelnen einzugehen, die ich mir schriftlich vorbehielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.500999927520752} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":701,"date":1836,"orig":"Ich hatte aber kaum zu reden angefangen, als Goethe's erhaben-heiteres Weſen ſich verfinſterte, und ich nur zu deutlich ſah, daß er meine Einwendungen nicht billige.","norm":"Ich hatte aber kaum zu reden angefangen, als Goethes erhaben-heiteres Wesen sich verfinsterte, und ich nur zu deutlich sah, dass er meine Einwendungen nicht billige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.899699926376342} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":702,"date":1836,"orig":"Freylich, ſagte ich, wer gegen Euer Excellenz Recht haben will, muß fruͤh aufſtehen; allein doch kann es ſich fuͤgen, daß der Muͤndige ſich uͤbereilt und der Unmuͤndige es findet.","norm":"Freilich, sagte ich, wer gegen Euer Exzellenz Recht haben will, muss früh aufstehen; allein doch kann es sich fügen, dass der Mündige sich übereilt und der Unmündige es findet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.446599960327148} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":703,"date":1836,"orig":"„Als ob Ihr es gefunden haͤttet! antwortete Goethe etwas ironiſch ſpoͤttelnd; mit Eurer Idee des farbigen Lichtes gehoͤrt Ihr in das vierzehnte Jahrhundert, und im Übrigen ſteckt Ihr in der tiefſten Dialektik.","norm":"„Als ob Ihr es gefunden hättet! antwortete Goethe etwas ironisch spöttelnd; mit Eurer Idee des farbigen Lichtes gehört Ihr in das vierzehnte Jahrhundert, und im Übrigen steckt Ihr in der tiefsten Dialektik.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.313099861145019} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":704,"date":1836,"orig":"Das Einzige, was an Euch Gutes iſt, beſteht darin, daß Ihr wenigſtens ehrlich genug ſeyd, um grade herauszuſagen, wie Ihr denket.“","norm":"Das Einzige, was an Euch Gutes ist, besteht darin, dass Ihr wenigstens ehrlich genug seid, um gerade herauszusagen, wie Ihr denket .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.232699871063232} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":705,"date":1836,"orig":"„Es geht mir mit meiner Farbenlehre, fuhr er darauf etwas heiterer und milder fort, gerade wie mit der chriſtlichen Religion.","norm":"„Es geht mir mit meiner Farbenlehre, fuhr er darauf etwas heiterer und milder fort, gerade wie mit der christlichen Religion.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007599830627441} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":706,"date":1836,"orig":"Man glaubt eine Weile treue Schuͤler zu haben, und ehe man es ſich verſieht, weichen ſie ab und bilden eine Sekte.","norm":"Man glaubt eine Weile treue Schüler zu haben, und ehe man es sich versieht, weichen sie ab und bilden eine Sekte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6714000701904297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":707,"date":1836,"orig":"Sie ſind ein Ketzer wie die anderen auch, denn Sie ſind der erſte nicht, der von mir abgewichen iſt.","norm":"Sie sind ein Ketzer wie die anderen auch, denn Sie sind der erste nicht, der von mir abgewichen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.547899961471557} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":708,"date":1836,"orig":"Mit den trefflichſten Menſchen bin ich wegen beſtrittener Puncte in der Farbenlehre auseinander gekommen.","norm":"Mit den trefflichsten Menschen bin ich wegen bestrittener Punkte in der Farbenlehre auseinander gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342800140380859} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":709,"date":1836,"orig":"Mit *** wegen ..... und mit *** wegen ....“","norm":"Mit *** wegen ..... und mit *** wegen ....“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.117499828338623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":710,"date":1836,"orig":"Er nannte mir hier einige bedeutende Namen.","norm":"Er nannte mir hier einige bedeutende Namen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324100017547607} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":711,"date":1836,"orig":"Wir hatten indeß abgeſpeiſt, das Geſpraͤch ſtockte, Goethe ſtand auf und ſtellte ſich ans Fenſter.","norm":"Wir hatten indes abgespeist, das Gespräch stockte, Goethe stand auf und stellte sich ans Fenster.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.940800189971924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":712,"date":1836,"orig":"Ich trat zu ihm und druͤckte ihm die Hand, denn, wie er auch ſchalt, ich liebte ihn, und dann hatte ich das Gefuͤhl, daß das Recht auf meiner Seite und daß er der leidende Theil ſey.","norm":"Ich trat zu ihm und drückte ihm die Hand, denn, wie er auch schalt, ich liebte ihn, und dann hatte ich das Gefühl, dass das Recht auf meiner Seite und dass er der leidende Teil sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5968000888824463} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":713,"date":1836,"orig":"Es waͤhrte auch nicht lange, ſo ſprachen und ſcherzten wir wieder uͤber gleichguͤltige Dinge; doch als ich ging und ihm ſagte, daß er meine Widerſpruͤche zu beſſerer Pruͤfung ſchriftlich haben ſolle, und daß bloß die Ungeſchicklichkeit meines muͤndlichen Vortrages Schuld ſey, warum er mir nicht Recht gebe, konnte er nicht umhin, Einiges von Ketzern und Ketzerey mir noch in der Thuͤre halb lachend halb ſpottend zuzuwerfen.","norm":"Es währte auch nicht lange, so sprachen und scherzten wir wieder über gleichgültige Dinge; doch als ich ging und ihm sagte, dass er meine Widersprüche zu besserer Prüfung schriftlich haben solle, und dass bloß die Ungeschicklichkeit meines mündlichen Vortrages Schuld sei, warum er mir nicht Recht gebe, konnte er nicht umhin, einiges von Ketzern und Ketzerei mir noch in der Türe halb lachend halb spottend zuzuwerfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.371799945831299} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":714,"date":1836,"orig":"Wenn es nun problematiſch erſcheinen mag, daß Goethe in ſeiner Farbenlehre nicht gut Widerſpruͤche vertragen konnte, waͤhrend er bey ſeinen poetiſchen Werken ſich immer durchaus laͤßlich erwies und jede gegruͤndete Einwendung mit Dank aufnahm, ſo loͤſet ſich vielleicht das Raͤthſel, wenn man bedenkt, daß ihm, als Poet, von außen her die voͤlligſte Genugthuung zu Theil ward, waͤhrend er bey der Farbenlehre, dieſem groͤßten und ſchwierigſten aller ſeiner Werke, nichts als Tadel und Mißbilligung zu erfahren hatte.","norm":"Wenn es nun problematisch erscheinen mag, dass Goethe in seiner Farbenlehre nicht gut Widersprüche vertragen konnte, während er bei seinen poetischen Werken sich immer durchaus lässlich erwies und jede gegründete Einwendung mit Dank aufnahm, so löset sich vielleicht das Rätsel, wenn man bedenkt, dass ihm, als Poet, von außen her die völligste Genugtuung zuteilwurde, während er bei der Farbenlehre, diesem größten und schwierigsten aller seiner Werke, nichts als Tadel und Missbilligung zu erfahren hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.113800048828125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":715,"date":1836,"orig":"Ein halbes Leben hindurch toͤnte ihm der unverſtaͤndigſte Widerſpruch von allen Seiten entgegen, und ſo war es denn wohl natuͤrlich, daß er ſich immer in einer Art von gereiztem kriegeriſchen Zuſtand, und zu leidenſchaftlicher Oppoſition ſtets geruͤſtet, befinden mußte.","norm":"Ein halbes Leben hindurchtönte ihm der unverständigste Widerspruch von allen Seiten entgegen, und so war es denn wohl natürlich, dass er sich immer in einer Art von gereiztem kriegerischen Zustand, und zu leidenschaftlicher Opposition stets gerüstet, befinden musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.768599987030029} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":716,"date":1836,"orig":"Es ging ihm in Bezug auf ſeine Farbenlehre, wie einer guten Mutter, die ein vortreffliches Kind nur deſto mehr liebt, je weniger es von Andern erkannt wird.","norm":"Es ging ihm in Bezug auf seine Farbenlehre, wie einer guten Mutter, die ein vortreffliches Kind nur desto mehr liebt, je weniger es von Anderen erkannt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.238900184631348} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":717,"date":1836,"orig":"„Auf Alles was ich als Poet geleiſtet habe, pflegte er wiederholt zu ſagen, bilde ich mir gar nichts ein.","norm":"„Auf alles was ich als Poet geleistet habe, pflegte er wiederholt zu sagen, bilde ich mir gar nichts ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.166500091552734} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":718,"date":1836,"orig":"Es haben treffliche Dichter mit mir gelebt, es lebten noch Trefflichere vor mir, und es werden ihrer nach mir ſeyn.","norm":"Es haben treffliche Dichter mit mir gelebt, es lebten noch Trefflichere vor mir, und es werden ihrer nach mir sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93720006942749} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":719,"date":1836,"orig":"Daß ich aber in meinem Jahrhundert in der ſchwierigen Wiſſenſchaft der Farbenlehre der Einzige bin, der das Rechte weiß, darauf thue ich mir etwas zu gute, und ich habe daher ein Bewußtſeyn der Superioritaͤt uͤber Viele.“","norm":"Dass ich aber in meinem Jahrhundert in der schwierigen Wissenschaft der Farbenlehre der Einzige bin, der das Rechte weiß, darauf tue ich mir etwas zu gute, und ich habe daher ein Bewusstsein der Superiorität über Viele .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111899852752685} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":720,"date":1836,"orig":"Freytag, den 20. Februar 1829.","norm":"Freitag, den 20. Februar 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.95549988746643} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":721,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":722,"date":1836,"orig":"Er iſt froh uͤber die Beendigung der Wanderjahre, die er morgen abſenden will.","norm":"Er ist froh über die Beendigung der Wanderjahre, die er morgen absenden will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2789998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":723,"date":1836,"orig":"In der Farbenlehre tritt er etwas heruͤber zu meiner Meinung, hinſichtlich der blauen Schatten im Schnee.","norm":"In der Farbenlehre tritt er etwas herüber zu meiner Meinung, hinsichtlich der blauen Schatten im Schnee.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.455699920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":724,"date":1836,"orig":"Er ſpricht von ſeiner italieniſchen Reiſe, die er gleich wieder vorgenommen.","norm":"Er spricht von seiner italienischen Reise, die er gleich wieder vorgenommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.185800075531006} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":725,"date":1836,"orig":"„Es geht uns wie den Weibern, ſagte er; wenn ſie gebaͤren, verreden ſie es wieder beym Manne zu ſchlafen, und ehe man ſich's verſieht, ſind ſie wieder ſchwanger.“","norm":"„Es geht uns wie den Weibern, sagte er; wenn sie gebären, verreden sie es wieder beim Manne zu schlafen, und ehe man sich es versieht, sind sie wieder schwanger .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.998100042343139} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":726,"date":1836,"orig":"Über den vierten Band ſeines Lebens; in welcher Art er ihn behandeln will, und daß dabey meine Notizen vom Jahre 1824, uͤber das bereits Ausgefuͤhrte und Schematiſirte, ihm gute Dienſte thuen.","norm":"Über den vierten Band seines Lebens; in welcher Art er ihn behandeln will, und dass dabei meine Notizen vom Jahre 1824, über das bereits Ausgeführte und Schematisierte, ihm gute Dienste tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.802800178527832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":727,"date":1836,"orig":"Er lieſet mir das Tagebuch von Goͤttling vor, der mit großer Liebenswuͤrdigkeit von fruͤheren jenaiſchen Fechtmeiſtern handelt.","norm":"Er liest mir das Tagebuch von Göttlich vor, der mit großer Liebenswürdigkeit von früheren jenaischen Fechtmeistern handelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.435100078582764} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":728,"date":1836,"orig":"Goethe ſpricht viel Gutes von Goͤttling.","norm":"Goethe spricht viel Gutes von Göttlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.087500095367432} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":729,"date":1836,"orig":"Montag, den 23. Maͤrz 1829.","norm":"Montag, den 23. März 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.847100019454956} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":730,"date":1836,"orig":"„Ich habe unter meinen Papieren ein Blatt gefunden, ſagte Goethe heute, wo ich die Baukunſt eine erſtarrte Muſik nenne.","norm":"„Ich habe unter meinen Papieren ein Blatt gefunden, sagte Goethe heute, wo ich die Baukunst eine erstarrte Musik nenne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7515997886657715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":731,"date":1836,"orig":"Und wirklich, es hat etwas; die Stimmung, die von der Baukunſt ausgeht, kommt dem Effect der Muſik nahe.“","norm":"Und wirklich, es hat etwas; die Stimmung, die von der Baukunst ausgeht, kommt dem Effekt der Musik nahe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798999786376953} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":732,"date":1836,"orig":"„Praͤchtige Gebaͤude und Zimmer ſind fuͤr Fuͤrſten und Reiche.","norm":"„Prächtige Gebäude und Zimmer sind für Fürsten und Reiche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.955699920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":733,"date":1836,"orig":"Wenn man darin lebt, fuͤhlt man ſich beruhigt, man iſt zufrieden und will nichts weiter.“","norm":"Wenn man darin lebt, fühlt man sich beruhigt, man ist zufrieden und will nichts weiter .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.138899803161621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":734,"date":1836,"orig":"„Meiner Natur iſt es ganz zuwider.","norm":"„Meiner Natur ist es ganz zuwider.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985000133514404} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":735,"date":1836,"orig":"Ich bin in einer praͤchtigen Wohnung, wie ich ſie in Carlsbad gehabt, ſogleich faul und unthaͤtig.","norm":"Ich bin in einer prächtigen Wohnung, wie ich sie in Karlsbad gehabt, sogleich faul und untätig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.63040018081665} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":736,"date":1836,"orig":"Geringe Wohnung dagegen, wie dieſes ſchlechte Zimmer worin wir ſind, ein wenig unordentlich ordentlich, ein wenig zigeunerhaft, iſt fuͤr mich das Rechte; es laͤßt meiner inneren Naur volle Freyheit thaͤtig zu ſeyn und aus mir ſelber zu ſchaffen.“","norm":"Geringe Wohnung dagegen, wie dieses schlechte Zimmer worin wir sind, ein wenig unordentlich ordentlich, ein wenig zigeunerhaft, ist für mich das Rechte; es lässt meiner inneren Naur volle Freiheit tätig zu sein und aus mir selber zu schaffen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4618000984191895} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":737,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen von Schillers Briefen und dem Leben, das ſie mit einander gefuͤhrt, und wie ſie ſich taͤglich zu gegenſeitigen Arbeiten gehetzt und getrieben.","norm":"Wir sprachen von Schillers Briefen und dem Leben, das sie miteinander geführt, und wie sie sich täglich zu gegenseitigen Arbeiten gehetzt und getrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.454899787902832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":738,"date":1836,"orig":"Auch an dem Fauſt, ſagte ich, ſchien Schiller ein großes Intereſſe zu nehmen; es iſt huͤbſch wie er Sie treibt, und ſehr liebenswuͤrdig wie er ſich durch ſeine Idee verleiten laͤßt, ſelber am Fauſt fortzuerfinden.","norm":"Auch an dem Faust, sagte ich, schien Schiller ein großes Interesse zu nehmen; es ist hübsch wie er Sie treibt, und sehr liebenswürdig wie er sich durch seine Idee verleiten lässt, selber am Faust fortzufinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.821400165557861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":739,"date":1836,"orig":"Ich habe dabey bemerkt, daß etwas Voreilendes in ſeiner Natur lag.","norm":"Ich habe dabei bemerkt, dass etwas Voreilendes in seiner Natur lag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.486800193786621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":740,"date":1836,"orig":"„Sie haben Recht, ſagte Goethe, er war ſo, wie alle Menſchen, die zu ſehr von der Idee ausgehen.","norm":"„Sie haben Recht, sagte Goethe, er war so, wie alle Menschen, die zu sehr von der Idee ausgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.982199907302856} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":741,"date":1836,"orig":"Auch hatte er keine Ruhe und konnte nie fertig werden, wie Sie an den Briefen uͤber den Wilhelm Meiſter ſehen, den er bald ſo und bald anders haben will.","norm":"Auch hatte er keine Ruhe und konnte nie fertig werden, wie Sie an den Briefen über den Wilhelm Meister sehen, den er bald so und bald anders haben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.782800197601318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":742,"date":1836,"orig":"Ich hatte nur immer zu thun, daß ich feſt ſtand und ſeine wie meine Sachen von ſolchen Einfluͤſſen frey hielt und ſchuͤtzte.“","norm":"Ich hatte nur immer zu tun, dass ich fest stand und seine wie meine Sachen von solchen Einflüssen frei hielt und schützte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.367000102996826} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":743,"date":1836,"orig":"Ich habe dieſen Morgen, ſagte ich, ſeine nadoweſſiſche Todtenklage geleſen, und mich gefreut, wie das Gedicht ſo vortrefflich iſt.","norm":"Ich habe diesen Morgen, sagte ich, seine nadowessische Totenklage gelesen, und mich gefreut, wie das Gedicht so vortrefflich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.605800151824951} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":744,"date":1836,"orig":"„Sie ſehen, antwortete Goethe, wie Schiller ein großer Kuͤnſtler war, und wie er auch das Objective zu faſſen wußte, wenn es ihm als Überlieferung vor Augen kam.","norm":"„Sie sehen, antwortete Goethe, wie Schiller ein großer Künstler war, und wie er auch das Objektive zu fassen wusste, wenn es ihm als Überlieferung vor Augen kam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.360099792480469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":745,"date":1836,"orig":"Gewiß die nadoweſſiſche Todtenklage gehoͤrt zu ſeinen allerbeſten Gedichten, und ich wollte nur, daß er ein Dutzend in dieſer Art gemacht haͤtte.","norm":"Gewiss die nadowessische Totenklage gehört zu seinen allerbesten Gedichten, und ich wollte nur, dass er ein Dutzend in dieser Art gemacht hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811500072479248} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":746,"date":1836,"orig":"Aber koͤnnen Sie denken, daß ſeine naͤchſten Freunde ihn dieſes Gedichtes wegen tadelten, indem ſie meinten, es trage nicht genug von ſeiner Idealitaͤt? —","norm":"Aber können Sie denken, dass seine nächsten Freunde ihn dieses Gedichtes wegen tadelten, indem sie meinten, es trage nicht genug von seiner Idealität? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.932700157165527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":747,"date":1836,"orig":"Ja, mein Guter, man hat von ſeinen Freunden zu leiden gehabt!","norm":"Ja, mein Guter, man hat von seinen Freunden zu leiden gehabt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.658199787139893} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":748,"date":1836,"orig":"— Tadelte doch Humboldt auch an meiner Dorothea, daß ſie bey dem Überfall der Krieger zu den Waffen gegriffen und drein geſchlagen habe!","norm":"— Tadelte doch Humboldt auch an meiner Dorothea, dass sie bei dem Überfall der Krieger zu den Waffen gegriffen und drein geschlagen habe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177599906921387} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":749,"date":1836,"orig":"Und doch, ohne jenen Zug, iſt ja der Character des außerordentlichen Maͤdchens, wie ſie zu dieſer Zeit und zu dieſen Zuſtaͤnden recht war, ſogleich vernichtet, und ſie ſinkt in die Reihe des Gewoͤhnlichen herab. —","norm":"Und doch, ohne jenen Zug, ist ja der Charakter des außerordentlichen Mädchens, wie sie zu dieser Zeit und zu diesen Zuständen recht war, sogleich vernichtet, und sie sinkt in die Reihe des Gewöhnlichen herab . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853499889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":750,"date":1836,"orig":"Aber Sie werden bey weiterem Leben immer mehr finden, wie wenige Menſchen faͤhig ſind, ſich auf den Fuß deſſen zu ſetzen, was ſeyn muß, und daß vielmehr Alle nur immer das loben und das hervorgebracht wiſſen wollen, was ihnen ſelber gemaͤß iſt.","norm":"Aber Sie werden bei weiterem Leben immer mehr finden, wie wenige Menschen fähig sind, sich auf den Fuß dessen zu setzen, was sein muss, und dass vielmehr alle nur immer das loben und das hervorgebracht wissen wollen, was ihnen selber gemäß ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43779993057251} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":751,"date":1836,"orig":"Und das waren die Erſten und Beſten, und Sie moͤgen nun denken, wie es um die Meinungen der Maſſe ausſah, und wie man eigentlich immer allein ſtand.“ —","norm":"Und das waren die Ersten und Besten, und Sie mögen nun denken, wie es um die Meinungen der Masse aussah, und wie man eigentlich immer allein stand .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7947001457214355} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":752,"date":1836,"orig":"„Haͤtte ich in der bildenden Kunſt und in den Naturſtudien kein Fundament gehabt, ſo haͤtte ich mich in der ſchlechten Zeit und deren taͤglichen Einwirkungen auch ſchwerlich oben gehalten; aber das hat mich geſchuͤtzt, ſo wie ich auch Schillern von dieſer Seite zu Huͤlfe kam.“","norm":"„Hätte ich in der bildenden Kunst und in den Naturstudien kein Fundament gehabt, so hätte ich mich in der schlechten Zeit und deren täglichen Einwirkungen auch schwerlich oben gehalten; aber das hat mich geschützt, so wie ich auch Schillern von dieser Seite zu Hilfe kam .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.372499942779541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":753,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 24. Maͤrz 1829.","norm":"Dienstag, den 24. März 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.096199989318848} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":754,"date":1836,"orig":"„Je hoͤher ein Menſch, ſagte Goethe, deſto mehr ſteht er unter dem Einfluß der Daͤmonen, und er muß nur immer aufpaſſen, daß ſein leitender Wille nicht auf Abwege gerathe.“","norm":"„Je höher ein Mensch, sagte Goethe, desto mehr steht er unter dem Einfluss der Dämonen, und er muss nur immer aufpassen, dass sein leitender Wille nicht auf Abwege gerate .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.112800121307373} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":755,"date":1836,"orig":"„So waltete bey meiner Bekanntſchaft mit Schillern durchaus etwas Daͤmoniſches ob; wir konnten fruͤher, wir konnten ſpaͤter zuſammengefuͤhrt werden; aber daß wir es grade in der Epoche wurden, wo ich die italieniſche Reiſe hinter mir hatte, und Schiller der philoſophiſchen Speculationen muͤde zu werden anfing, war von Bedeutung und fuͤr Beyde von groͤßtem Erfolg.“","norm":"„So waltete bei meiner Bekanntschaft mit Schillern durchaus etwas Dämonisches ob; wir konnten früher, wir konnten später zusammengeführt werden; aber dass wir es gerade in der Epoche wurden, wo ich die italienische Reise hinter mir hatte, und Schiller der philosophischen Spekulationen müde zu werden anfing, war von Bedeutung und für Beide von größtem Erfolg .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.962699890136719} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":756,"date":1836,"orig":"Donnerſtag, den 2. April 1829.","norm":"Donnerstag, den 2. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.034599781036377} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":757,"date":1836,"orig":"„Ich will Ihnen ein politiſches Geheimniß entdecken, ſagte Goethe heute bey Tiſch, das ſich uͤber kurz oder lang offenbaren wird.","norm":"„Ich will Ihnen ein politisches Geheimnis entdecken, sagte Goethe heute bei Tisch, das sich über kurz oder lang offenbaren wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.465400218963623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":758,"date":1836,"orig":"Capodiſtrias kann ſich an der Spitze der griechiſchen Angelegenheiten auf die Laͤnge nicht halten, denn ihm fehlet eine Qualitaͤt, die zu einer ſolchen Stelle unentbehrlich iſt:","norm":"Capodistrias kann sich an der Spitze der griechischen Angelegenheiten auf die Länge nicht halten, denn ihm fehlet eine Qualität, die zu einer solchen Stelle unentbehrlich ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.328999996185303} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":759,"date":1836,"orig":"er iſt kein Soldat.","norm":"er ist kein Soldat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fo","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.014800071716309} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":760,"date":1836,"orig":"Wir haben aber kein Beyſpiel, daß ein Cabinetsmann einen revolutionairen Staat haͤtte organiſiren und Militaͤr und Feldherren ſich haͤtte unterwerfen koͤnnen.","norm":"Wir haben aber kein Beispiel, dass ein Kabinettsmann einen revolutionären Staat hätte organisieren und Militär und Feldherren sich hätte unterwerfen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.181600093841553} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":761,"date":1836,"orig":"Mit dem Saͤbel in der Fauſt, an der Spitze einer Armee, mag man befehlen und Geſetze geben, und man kann ſicher ſeyn, daß man gehorcht werde; aber ohne dieſes iſt es ein mißliches Ding.","norm":"Mit dem Säbel in der Faust, an der Spitze einer Armee, mag man befehlen und Gesetze geben, und man kann sicher sein, dass man gehorcht werde; aber ohne dieses ist es ein missliches Ding.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8280999660491943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":762,"date":1836,"orig":"Napoleon, ohne Soldat zu ſeyn, haͤtte nie zur hoͤchſten Gewalt emporſteigen koͤnnen, und ſo wird ſich auch Capodiſtrias als Erſter auf die Dauer nicht behaupten, vielmehr wird er ſehr bald eine ſecundaͤre Rolle ſpielen.","norm":"Napoleon, ohne Soldat zu sein, hätte nie zur höchsten Gewalt emporsteigen können, und so wird sich auch Capodistrias als Erster auf die Dauer nicht behaupten, vielmehr wird er sehr bald eine sekundäre Rolle spielen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.062099933624268} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":763,"date":1836,"orig":"Ich ſage Ihnen dieſes voraus, und Sie werden es kommen ſehen; es liegt in der Natur der Dinge und iſt nicht anders moͤglich.“","norm":"Ich sage Ihnen dieses voraus, und Sie werden es kommen sehen; es liegt in der Natur der Dinge und ist nicht anders möglich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.471999883651733} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":764,"date":1836,"orig":"Goethe ſprach darauf viel uͤber die Franzoſen, beſonders uͤber Couſin, Villemain und Guizot.","norm":"Goethe sprach darauf viel über die Franzosen, besonders über Cousin, Villemain und Guizot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.470900058746338} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":765,"date":1836,"orig":"„Die Einſicht, Umſicht und Durchſicht dieſer Maͤnner, ſagte er, iſt groß; ſie verbinden vollkommene Kenntniß des Vergangenen, mit dem Geiſt des neunzehnten Jahrhunderts, welches denn freylich Wunder thut.“","norm":"„Die Einsicht, Umsicht und Durchsicht dieser Männer, sagte er, ist groß; sie verbinden vollkommene Kenntnis des Vergangenen, mit dem Geist des neunzehnten Jahrhunderts, welches denn freilich Wunder tut .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.716800212860107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":766,"date":1836,"orig":"Von dieſen kamen wir auf die neueſten franzoͤſiſchen Dichter und auf die Bedeutung von claſſiſch und romantiſch.","norm":"Von diesen kamen wir auf die neuesten französischen Dichter und auf die Bedeutung von klassisch und romantisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32390022277832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":767,"date":1836,"orig":"„Mir iſt ein neuer Ausdruck eingefallen, ſagte Goethe, der das Verhaͤltniß nicht uͤbel bezeichnet.","norm":"„Mir ist ein neuer Ausdruck eingefallen, sagte Goethe, der das Verhältnis nicht übel bezeichnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.940999984741211} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":768,"date":1836,"orig":"Das Claſſiſche nenne ich das Geſunde, und das Romantiſche das Kranke.","norm":"Das klassische nenne ich das Gesunde, und das Romantische das Kranke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.525000095367432} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":769,"date":1836,"orig":"Und da ſind die Nibelungen claſſiſch wie der Homer, denn beyde ſind geſund und tuͤchtig.","norm":"Und da sind die Nibelungen klassisch wie der Homer, denn beide sind gesund und tüchtig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.215400218963623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":770,"date":1836,"orig":"Das meiſte Neuere iſt nicht romantiſch, weil es neu, ſondern weil es ſchwach, kraͤnklich und krank iſt, und das Alte iſt nicht claſſiſch, weil es alt, ſondern weil es ſtark, friſch, froh und geſund iſt.","norm":"Das meiste Neuere ist nicht romantisch, weil es neu, sondern weil es schwach, kränklich und krank ist, und das Alte ist nicht klassisch, weil es alt, sondern weil es stark, frisch, froh und gesund ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.467099905014038} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":771,"date":1836,"orig":"Wenn wir nach ſolchen Qualitaͤten Claſſiſches und Romantiſches unterſcheiden, ſo werden wir bald im Reinen ſeyn.“","norm":"Wenn wir nach solchen Qualitäten Klassisches und Romantisches unterscheiden, so werden wir bald im Reinen sein .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670100212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":772,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch lenkte ſich auf B é rangers Gefangenſchaft.","norm":"Das Gespräch lenkte sich auf B é Rangers Gefangenschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.755000114440918} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":773,"date":1836,"orig":"„Es geſchieht ihm ganz Recht, ſagt Goethe.","norm":"„Es geschieht ihm ganz recht, sagt Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946800231933594} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":774,"date":1836,"orig":"Seine letzten Gedichte ſind wirklich ohne Zucht und Ordnung, und er hat gegen Koͤnig, Staat und friedlichen Buͤrgerſinn ſeine Strafe vollkommen verwirkt.","norm":"Seine letzten Gedichte sind wirklich ohne Zucht und Ordnung, und er hat gegen König, Staat und friedlichen Bürgersinn seine Strafe vollkommen verwirkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.301899909973144} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":775,"date":1836,"orig":"Seine fruͤheren Gedichte dagegen ſind heiter und harmlos, und ganz geeignet, einen Zirkel froher gluͤcklicher Menſchen zu machen, welches denn wohl das Beſte iſt, was man von Liedern ſagen kann.“","norm":"Seine früheren Gedichte dagegen sind heiter und harmlos, und ganz geeignet, einen Zirkel froher glücklicher Menschen zu machen, welches denn wohl das Beste ist, was man von Liedern sagen kann .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.559999942779541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":776,"date":1836,"orig":"Ich bin gewiß, verſetzte ich, daß ſeine Umgebung nachtheilig auf ihn gewirkt hat, und daß er, um ſeinen revolutionairen Freunden zu gefallen, manches geſagt hat, was er ſonſt nicht geſagt haben wuͤrde. Euer Excellenz ſollten Ihr Schema ausfuͤhren und das Capitel von den Influenzen ſchreiben, der Gegenſtand iſt wichtiger und reicher, jemehr man daruͤber nachdenkt.","norm":"Ich bin gewiss, versetzte ich, dass seine Umgebung nachteilig auf ihn gewirkt hat, und dass er, um seinen revolutionären Freunden zu gefallen, manches gesagt hat, was er sonst nicht gesagt haben würde . Euer Exzellenz sollten Ihr Schema ausführen und das Kapitel von den Influenzen schreiben, der Gegenstand ist wichtiger und reicher, je mehr man darüber nachdenkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.316199779510498} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":777,"date":1836,"orig":"„Er iſt nur zu reich, ſagte Goethe, denn am Ende iſt Alles Influenz, inſofern wir es nicht ſelber ſind.“","norm":"„Er ist nur zu reich, sagte Goethe, denn am Ende ist alles Influenz, insofern wir es nicht selber sind .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.910799980163574} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":778,"date":1836,"orig":"Man hat nur darauf zu ſehen, ſagte ich, ob eine Influenz hinderlich oder foͤrderlich, ob ſie unſerer Natur angemeſſen und beguͤnſtigend, oder ob ſie ihr zuwider iſt.","norm":"Man hat nur darauf zu sehen, sagte ich, ob eine Influenz hinderlich oder förderlich, ob sie unserer Natur angemessen und begünstigend, oder ob sie ihr zuwider ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.215000152587891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":779,"date":1836,"orig":"„Das iſt es freylich, ſagte Goethe, worauf es ankommt; aber das iſt auch eben das Schwere, daß unſere beſſere Natur ſich kraͤftig durchhalte und den Daͤmonen nicht mehr Gewalt einraͤume als billig.“","norm":"„Das ist es freilich, sagte Goethe, worauf es ankommt; aber das ist auch eben das Schwere, dass unsere bessere Natur sich kräftig durchhalte und den Dämonen nicht mehr Gewalt einräume als billig .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.225599765777588} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":780,"date":1836,"orig":"Beym Nachtiſch ließ Goethe einen bluͤhenden Lorbeer und eine japaneſiſche Pflanze vor uns auf den Tiſch ſtellen.","norm":"Beim Nachtisch ließ Goethe einen blühenden Lorbeer und eine japanische Pflanze vor uns auf den Tisch stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861100196838379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":781,"date":1836,"orig":"Ich bemerkte, daß von beyden Pflanzen eine verſchiedene Stimmung ausgehe, daß der Anblick des Lorbeers heiter, leicht, milde und ruhig mache, die japaneſiſche Pflanze dagegen barbariſch melancholiſch wirke.","norm":"Ich bemerkte, dass von beiden Pflanzen eine verschiedene Stimmung ausgehe, dass der Anblick des Lorbeers heiter, leicht, milde und ruhig mache, die japanische Pflanze dagegen barbarisch melancholisch wirke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.277400016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":782,"date":1836,"orig":"„Sie haben nicht Unrecht, ſagte Goethe, und daher kommt es denn auch, daß man der Pflanzenwelt eines Landes einen Einfluß auf die Gemuͤthsart ſeiner Bewohner zugeſtanden hat.","norm":"„Sie haben nicht Unrecht, sagte Goethe, und daher kommt es denn auch, dass man der Pflanzenwelt eines Landes einen Einfluss auf die Gemütsart seiner Bewohner zugestanden hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.935400009155273} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":783,"date":1836,"orig":"Und gewiß! wer ſein Lebenlang von hohen ernſten Eichen umgeben waͤre, muͤßte ein anderer Menſch werden, als wer taͤglich unter luftigen Birken ſich erginge.","norm":"Und gewiss! wer sein Leben lang von hohen ernsten Eichen umgeben wäre, müsste ein anderer Mensch werden, als wer täglich unter luftigen Birken sich erginge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.505499839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":784,"date":1836,"orig":"Nur muß man bedenken, daß die Menſchen im Allgemeinen nicht ſo ſenſibler Natur ſind als wir andern, und daß ſie im Ganzen kraͤftig vor ſich hinleben, ohne den aͤußeren Eindruͤcken ſo viele Gewalt einzuraͤumen.","norm":"Nur muss man bedenken, dass die Menschen im Allgemeinen nicht so sensibler Natur sind als wir anderen, und dass sie im Ganzen kräftig vor sich hinleben, ohne den äußeren Eindrücken so viele Gewalt einzuräumen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.151700019836426} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":785,"date":1836,"orig":"Aber ſo viel iſt gewiß, daß außer dem Angeborenen der Raçe, ſowohl Boden und Clima, als Nahrung und Beſchaͤftigung einwirkt, um den Character eines Volkes zu vollenden.","norm":"Aber so viel ist gewiss, dass außer dem Angeborenen der Rasse, sowohl Boden und Klima, als Nahrung und Beschäftigung einwirkt, um den Charakter eines Volkes zu vollenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.488699913024902} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":786,"date":1836,"orig":"Auch iſt zu bedenken, daß die fruͤheſten Staͤmme meiſtentheils von einem Boden Beſitz nahmen, wo es ihnen gefiel, und wo alſo die Gegend mit dem angeborenen Character der Menſchen bereits in Harmonie ſtand.“","norm":"Auch ist zu bedenken, dass die frühesten Stämme meistenteils von einem Boden Besitz nahmen, wo es ihnen gefiel, und wo also die Gegend mit dem angeborenen Charakter der Menschen bereits in Harmonie stand .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.696599960327148} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":787,"date":1836,"orig":"„Sehen Sie ſich einmal um, fuhr Goethe fort, hinter Ihnen auf dem Pult liegt ein Blatt, welches ich zu betrachten bitte.“","norm":"„Sehen Sie sich einmal um, fuhr Goethe fort, hinter Ihnen auf dem Pult liegt ein Blatt, welches ich zu betrachten bitte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.631400108337402} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":788,"date":1836,"orig":"Dieſes blaue Briefcouvert? ſagte ich.","norm":"Dieses blaue Briefcouvert? sagte ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.041600227355957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":789,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe. —","norm":"„Ja, sagte Goethe . —","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":6.380899906158447} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":790,"date":1836,"orig":"Nun, was ſagen Sie zu der Handſchrift?","norm":"Nun, was sagen Sie zu der Handschrift?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.364300012588501} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":791,"date":1836,"orig":"Iſt das nicht ein Menſch, dem es groß und frey zu Sinne war, als er die Adreſſe ſchrieb? —","norm":"Ist das nicht ein Mensch, dem es groß und frei zu Sinne war, als er die Adresse schrieb? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049900054931641} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":792,"date":1836,"orig":"Wem moͤchten Sie die Hand zutrauen?“","norm":"Wem möchten Sie die Hand zutrauen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763800144195557} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":793,"date":1836,"orig":"Ich betrachtete das Blatt mit Neigung.","norm":"Ich betrachtete das Blatt mit Neigung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.037499904632568} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":794,"date":1836,"orig":"Die Zuͤge der Handſchrift waren ſehr frey und grandios.","norm":"Die Züge der Handschrift waren sehr frei und grandios.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.577000141143799} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":795,"date":1836,"orig":"Merck koͤnnte ſo geſchrieben haben, ſagte ich.","norm":"Merke könnte so geschrieben haben, sagte ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.118199825286865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":796,"date":1836,"orig":"„Nein, ſagte Goethe, der war nicht edel und poſitiv genug.","norm":"„Nein, sagte Goethe, der war nicht edel und positiv genug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.698800086975098} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":797,"date":1836,"orig":"Es iſt von Zelter!","norm":"Es ist von Zelter!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703199863433838} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":798,"date":1836,"orig":"— Papier und Feder hat ihn bey dieſem Couvert beguͤnſtigt, ſo daß die Schrift ganz ſeinen großen Character ausdruͤckt.","norm":"— Papier und Feder hat ihn bei diesem Couvert begünstigt, so dass die Schrift ganz seinen großen Charakter ausdrückt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521900177001953} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":799,"date":1836,"orig":"Ich will das Blatt in meine Sammlung von Handſchriften legen.“","norm":"Ich will das Blatt in meine Sammlung von Handschriften legen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.040299892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":800,"date":1836,"orig":"Freytag, den 3. April 1829.","norm":"Freitag, den 3. April 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.14739990234375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":801,"date":1836,"orig":"Mit Oberbaudirector Coudray bey Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Oberbaudirektor Coudray bei Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"en","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.182700157165527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":802,"date":1836,"orig":"— Coudray erzaͤhlte von einer Treppe im Großherzoglichen Schloß zu Belvedere, die man ſeit Jahren hoͤchſt unbequem gefunden, an deren Verbeſſerung der alte Herrſcher immer gezweifelt habe, und die nun unter der Regierung des jungen Fuͤrſten vollkommen gelinge.","norm":"— Coudray erzählte von einer Treppe im Großherzoglichen Schloss zu Belvedere, die man seit Jahren höchst unbequem gefunden, an deren Verbesserung der alte Herrscher immer gezweifelt habe, und die nun unter der Regierung des jungen Fürsten vollkommen gelinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.435500144958496} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":803,"date":1836,"orig":"Auch von dem Fortgange verſchiedener Chauſſee- Bauten gab Coudray Nachricht, und daß man den Weg uͤber die Berge nach Blankenhain, wegen zwey Fuß Steigung auf die Ruthe, ein wenig haͤtte umleiten muͤſſen, wo man doch an einigen Stellen noch achtzehn Zoll auf die Ruthe habe.","norm":"Auch von dem Fortgange verschiedener Chaussee-Bauten gab Coudray Nachricht, und dass man den Weg über die Berge nach Blankenhain, wegen zwei Fuß Steigung auf die Rute, ein wenig hätte umleiten müssen, wo man doch an einigen Stellen noch achtzehn Zoll auf die Rute habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.69980001449585} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":804,"date":1836,"orig":"Ich fragte Coudray, wie viel Zoll die eigentliche Norm ſey, welche man beym Chauſſee-Bau in huͤgeligen Gegenden zu erreichen trachte.","norm":"Ich fragte Coudray, wie viel Zoll die eigentliche Norm sei, welche man beim Chaussee-Bau in hügeligen Gegenden zu erreichen trachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8069000244140625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":805,"date":1836,"orig":"„Zehn Zoll auf die Ruthe, antwortete er, da iſt es bequem.“","norm":"„Zehn Zoll auf die Rute, antwortete er, da ist es bequem .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457799911499023} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":806,"date":1836,"orig":"Aber, ſagte ich, wenn man von Weimar aus irgend eine Straße nach Oſten, Suͤden, Weſten oder Norden faͤhrt, ſo findet man ſehr bald Stellen, wo die Chauſſee weit mehr als zehn Zoll Steigung auf die Ruthe haben moͤchte.","norm":"Aber, sagte ich, wenn man von Weimar aus irgendeine Straße nach Osten, Süden, Westen oder Norden fährt, so findet man sehr bald Stellen, wo die Chaussee weit mehr als zehn Zoll Steigung auf die Rute haben möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.173900127410889} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":807,"date":1836,"orig":"„Das ſind kurze, unbedeutende Strecken, antwortete Coudray, und dann geht man oft beym Chauſſee- Bau uͤber ſolche Stellen in der Naͤhe eines Ortes abſichtlich hin, um demſelben ein kleines Einkommen fuͤr Vorſpann nicht zu nehmen.“","norm":"„Das sind kurze, unbedeutende Strecken, antwortete Coudray, und dann geht man oft beim Chaussee-Bau über solche Stellen in der Nähe eines Ortes absichtlich hin, um demselben ein kleines Einkommen für Vorspann nicht zu nehmen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.889900207519531} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":808,"date":1836,"orig":"Wir lachten uͤber dieſe redliche Schelmerey.","norm":"Wir lachten über diese redliche Schelmerei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.048099994659424} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":809,"date":1836,"orig":"„Und im Grunde, fuhr Coudray fort, iſt's auch eine Kleinigkeit; die Reiſewagen gehen uͤber ſolche Stellen leicht hinaus, und die Frachtfahrer ſind einmal an einige Plackerey gewoͤhnt.","norm":"„Und im Grunde, fuhr Coudray fort, ist es auch eine Kleinigkeit; die Reisewagen gehen über solche Stellen leicht hinaus, und die Frachtfahrer sind einmal an einige Plackerei gewöhnt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.907199859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":810,"date":1836,"orig":"Zudem, da ſolcher Vorſpann gewoͤhnlich bey Gaſtwirthen genommen wird, ſo haben die Fuhrleute zugleich Gelegenheit einmal zu trinken, und ſie wuͤrden es einem nicht danken, wenn man ihnen den Spaß verduͤrbe.“","norm":"Zudem, da solcher Vorspann gewöhnlich bei Gastwirten genommen wird, so haben die Fuhrleute zugleich Gelegenheit einmal zu trinken, und sie würden es einem nicht danken, wenn man ihnen den Spaß verdürbe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.845399856567383} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":811,"date":1836,"orig":"„Ich moͤchte wiſſen, ſagte Goethe, ob es in ganz ebenen flachen Gegenden nicht ſogar beſſer waͤre, die grade Straßen-Linie dann und wann zu unterbrechen, und die Chauſſee kuͤnſtlich hier und dort ein wenig ſteigen und fallen zu laſſen; es wuͤrde das bequeme Fahren nicht hindern, und man gewoͤnne, daß die Straße wegen beſſerem Abfluß des Regenwaſſers immer trocken waͤre.“","norm":"„Ich möchte wissen, sagte Goethe, ob es in ganz ebenen flachen Gegenden nicht sogar besser wäre, die gerade Straßen-Linie dann und wann zu unterbrechen, und die Chaussee künstlich hier und dort ein wenig steigen und fallen zu lassen; es würde das bequeme Fahren nicht hindern, und man gewönne, dass die Straße wegen besserem Abfluss des Regenwassers immer trocken wäre .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.240200042724609} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":812,"date":1836,"orig":"Das ließe ſich wohl machen, antwortete Coudray, und wuͤrde ſich hoͤchſt wahrſcheinlich ſehr nuͤtzlich erweiſen.","norm":"Das ließe sich wohl machen, antwortete Coudray, und würde sich höchstwahrscheinlich sehr nützlich erweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.34630012512207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":813,"date":1836,"orig":"Coudray brachte darauf eine Schrift hervor, den Entwurf einer Inſtruction fuͤr einen jungen Architekten, den die Ober-Baubehoͤrde zu ſeiner weiteren Ausbildung nach Paris zu ſchicken im Begriff ſtand.","norm":"Coudray brachte darauf eine Schrift hervor, den Entwurf einer Instruktion für einen jungen Architekten, den die Ober-Baubehörde zu seiner weiteren Ausbildung nach Paris zu schicken im Begriff stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.168099880218506} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":814,"date":1836,"orig":"Er las die Inſtruktion, ſie ward von Goethe gut befunden und gebilligt.","norm":"Er las die Instruktion, sie wurde von Goethe gut befunden und gebilligt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.125500202178955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":815,"date":1836,"orig":"Goethe hatte beym Miniſterium die noͤthige Unterſtuͤtzung ausgewirkt, man freute ſich, daß die Sache gelungen, und ſprach uͤber die Vorſichtsmaßregeln, die man nehmen wolle, damit dem jungen Manne das Geld gehoͤrig zu gute komme, und er auch ein Jahr damit ausreiche.","norm":"Goethe hatte beim Ministerium die nötige Unterstützung ausgewirkt, man freute sich, dass die Sache gelungen, und sprach über die Vorsichtsmaßregeln, die man nehmen wolle, damit dem jungen Manne das Geld gehörig zugutekomme, und er auch ein Jahr damit ausreiche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.340799808502197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":816,"date":1836,"orig":"Bey ſeiner Zuruͤckkunft hatte man die Abſicht, ihn an der neu zu errichtenden Gewerkſchule als Lehrer anzuſtellen, wodurch denn einem talentreichen jungen Mann alſobald ein angemeſſener Wirkungskreis eroͤffnet ſey.","norm":"Bei seiner Zurückkunft hatte man die Absicht, ihn an der neu zu errichtenden Gewerkschule als Lehrer anzustellen, wodurch denn einem talentreichen jungen Mann alsobald ein angemessener Wirkungskreis eröffnet sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.629799842834473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":817,"date":1836,"orig":"Es war alles gut und ich gab dazu meinen Segen im Stillen.","norm":"Es war alles gut und ich gab dazu meinen Segen im Stillen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.240200042724609} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":818,"date":1836,"orig":"Bauriſſe, Vorlegeblaͤtter fuͤr Zimmerleute von Schinkel wurden darauf vorgezeigt und betrachtet.","norm":"Baurisse, Vorlegeblätter für Zimmerleute von Schinkel wurden darauf vorgezeigt und betrachtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.691299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":819,"date":1836,"orig":"Coudray fand die Blaͤtter bedeutend und zum Gebrauch fuͤr die kuͤnftige Gewerkſchule vollkommen geeignet.","norm":"Coudray fand die Blätter bedeutend und zum Gebrauch für die künftige Gewerkschule vollkommen geeignet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.937600135803223} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":820,"date":1836,"orig":"Man ſprach von Bauten, vom Schall und wie er zu vermeiden, und von großer Feſtigkeit der Gebaͤude der Jeſuiten.","norm":"Man sprach von Bauten, vom Schall und wie er zu vermeiden, und von großer Festigkeit der Gebäude der Jesuiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416200160980225} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":821,"date":1836,"orig":"„In Meſſina, ſagte Goethe, waren alle Gebaͤude vom Erdbeben zuſammengeruͤttelt, aber die Kirche und das Kloſter der Jeſuiten ſtanden ungeruͤhrt, als waͤren ſie geſtern gebaut.","norm":"„In Messina, sagte Goethe, waren alle Gebäude vom Erdbeben zusammengerüttelt, aber die Kirche und das Kloster der Jesuiten standen ungerührt, als wären sie gestern gebaut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.48829984664917} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":822,"date":1836,"orig":"Es war nicht die Spur an ihnen zu bemerken, daß die Erderſchuͤtterung den geringſten Effect auf ſie gehabt.“","norm":"Es war nicht die Spur an ihnen zu bemerken, dass die Erderschütterung den geringsten Effekt auf sie gehabt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.415299892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":823,"date":1836,"orig":"Von Jeſuiten und deren Reichthuͤmern lenkte ſich das Geſpraͤch auf Catholiken und die Emancipation der Irlaͤnder.","norm":"Von Jesuiten und deren Reichtümern lenkte sich das Gespräch auf Katholiken und die Emanzipation der Irländer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817299842834473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":824,"date":1836,"orig":"„Man ſieht, ſagte Coudray, die Emancipation wird zugeſtanden werden, aber das Parlament wird die Sache ſo verklauſuliren, daß dieſer Schritt auf keine Weiſe fuͤr England gefaͤhrlich werden kann.“","norm":"„Man sieht, sagte Coudray, die Emanzipation wird zugestanden werden, aber das Parlament wird die Sache so verklausulieren, dass dieser Schritt auf keine Weise für England gefährlich werden kann .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.182400226593018} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":825,"date":1836,"orig":"„Bey den Catholiken, ſagte Goethe, ſind alle Vorſichtsmaßregeln unnuͤtz.","norm":"„Bei den Katholiken, sagte Goethe, sind alle Vorsichtsmaßregeln unnütz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.446000099182129} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":826,"date":1836,"orig":"Der paͤbſtliche Stuhl hat Intereſſen, woran wir nicht denken, und Mittel, ſie im Stillen durchzufuͤhren, wovon wir keinen Begriff haben.","norm":"Der päpstliche Stuhl hat Interessen, woran wir nicht denken, und Mittel, sie im Stillen durchzuführen, wovon wir keinen Begriff haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.229000091552734} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":827,"date":1836,"orig":"Saͤße ich jetzt im Parlament, ich wuͤrde auch die Emancipation nicht hindern, aber ich wuͤrde zu Protocoll nehmen laſſen, daß wenn der erſte Kopf eines bedeutenden Proteſtanten durch die Stimme eines Catholiken falle, man an mich denken moͤge.“","norm":"Säße ich jetzt im Parlament, ich würde auch die Emanzipation nicht hindern, aber ich würde zu Protokoll nehmen lassen, dass wenn der erste Kopf eines bedeutenden Protestanten durch die Stimme eines Katholiken falle, man an mich denken möge .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.674099922180176} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":828,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch lenkte ſich auf die neueſte Literatur der Franzoſen, und Goethe ſprach abermals mit Bewunderung von den Vorleſungen der Herren Couſin, Villemain und Guizot.","norm":"Das Gespräch lenkte sich auf die neueste Literatur der Franzosen, und Goethe sprach abermals mit Bewunderung von den Vorlesungen der Herren Cousin, Villemain und Guizot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4415998458862305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":829,"date":1836,"orig":"„Statt des Voltairiſchen leichten oberflaͤchlichen Weſens, ſagte er, iſt bey ihnen eine Gelehrſamkeit, wie man ſie fruͤher nur bey Deutſchen fand.","norm":"„Statt des Voltairischen leichten oberflächlichen Wesens, sagte er, ist bei ihnen eine Gelehrsamkeit, wie man sie früher nur bei Deutschen fand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332399845123291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":830,"date":1836,"orig":"Und nun ein Geiſt, ein Durchdringen und Auspreſſen des Gegenſtandes, herrlich! es iſt als ob ſie die Kelter traͤten.","norm":"Und nun ein Geist, ein Durchdringen und Auspressen des Gegenstandes, herrlich! es ist als ob sie die Kelter träten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.791600227355957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":831,"date":1836,"orig":"Sie ſind alle drey vortrefflich, aber dem Herrn Guizot moͤchte ich den Vorzug geben, er iſt mir der liebſte.“","norm":"Sie sind alle drei vortrefflich, aber dem Herrn Guizot möchte ich den Vorzug geben, er ist mir der liebste .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.193699836730957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":832,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen darauf uͤber Gegenſtaͤnde der Weltgeſchichte, und Goethe aͤußerte Folgendes uͤber Regenten.","norm":"Wir sprachen darauf über Gegenstände der Weltgeschichte, und Goethe äußerte Folgendes über Regenten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.60230016708374} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":833,"date":1836,"orig":"„Um popular zu ſeyn, ſagte er, braucht ein großer Regent weiter keine Mittel als ſeine Groͤße.","norm":"„Um popular zu sein, sagte er, braucht ein großer Regent weiter keine Mittel als seine Größe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.16949987411499} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":834,"date":1836,"orig":"Hat er ſo geſtrebt und gewirkt, daß ſein Staat im Innern gluͤcklich und nach Außen geachtet iſt, ſo mag er mit allen ſeinen Orden im Staatswagen, oder er mag im Baͤrenfelle und die Cigarre im Munde auf einer ſchlechten Troſchke fahren, es iſt alles gleich, er hat einmal die Liebe ſeines Volkes und genießt immer dieſelbige Achtung.","norm":"Hat er so gestrebt und gewirkt, dass sein Staat im Inneren glücklich und nach Außen geachtet ist, so mag er mit allen seinen Orden im Staatswagen, oder er mag im Bärenfelle und die Zigarre im Munde auf einer schlechten Droschke fahren, es ist alles gleich, er hat einmal die Liebe seines Volkes und genießt immer dieselbige Achtung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798600196838379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":835,"date":1836,"orig":"Fehlt aber einem Fuͤrſten die perſoͤnliche Groͤße, und weiß er nicht durch gute Thaten bey den Seinen ſich in Liebe zu ſetzen, ſo muß er auf andere Vereinigungsmittel denken, und da giebt es kein beſſeres und wirkſameres, als die Religion, und den Mitgenuß und die Mituͤbung derſelbigen Gebraͤuche.","norm":"Fehlt aber einem Fürsten die persönliche Größe, und weiß er nicht durch gute Taten bei den Seinen sich in Liebe zu setzen, so muss er auf andere Vereinigungsmittel denken, und da gibt es kein besseres und wirksameres, als die Religion, und den Mitgenuss und die Mitübung derselbigen Gebräuche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.298399925231934} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":836,"date":1836,"orig":"Sonntaͤglich in der Kirche erſcheinen, auf die Gemeinde herabſehen, und von ihr ein Stuͤndchen ſich anblicken laſſen, iſt das trefflichſte Mittel zur Popularitaͤt, das man jedem jungen Regenten anrathen moͤchte, und das, bey aller Groͤße, ſelbſt Napoleon nicht verſchmaͤhet hat.“","norm":"Sonntäglich in der Kirche erscheinen, auf die Gemeinde herabsehen, und von ihr ein Stündchen sich anblicken lassen, ist das trefflichste Mittel zur Popularität, das man jedem jungen Regenten anraten möchte, und das, bei aller Größe, selbst Napoleon nicht verschmähet hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.211599826812744} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":837,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch wendete ſich nochmals zu den Catholiken und wie groß der Geiſtlichen Einfluß und Wirken im Stillen ſey.","norm":"Das Gespräch wendete sich nochmals zu den Katholiken und wie groß der geistlichen Einfluss und Wirken im Stillen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196899890899658} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":838,"date":1836,"orig":"Man erzaͤhlte von einem jungen Schriftſteller in Hanau, der vor kurzem in einer Zeitſchrift, die er herausgegeben, ein wenig heiter uͤber den Roſenkranz geſprochen.","norm":"Mann erzählte von einem jungen Schriftsteller in Hanau, der vor kurzem in einer Zeitschrift, die er herausgegeben, ein wenig heiter über den Rosenkranz gesprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.486800193786621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":839,"date":1836,"orig":"Dieſe Zeitſchrift ſey ſogleich eingegangen, und zwar durch den Einfluß der Geiſtlichen in ihren verſchiedenen Gemeinden.","norm":"Diese Zeitschrift sei sogleich eingegangen, und zwar durch den Einfluss der Geistlichen in ihren verschiedenen Gemeinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.488999843597412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":840,"date":1836,"orig":"„Von meinem Werther, ſagte Goethe, erſchien ſehr bald eine italieniſche Überſetzung in Mayland.","norm":"„Von meinem Werther, sagte Goethe, erschien sehr bald eine italienische Übersetzung in Mailand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031199932098389} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":841,"date":1836,"orig":"Aber von der ganzen Auflage war in kurzem auch nicht ein einziges Exemplar mehr zu ſehen.","norm":"Aber von der ganzen Auflage war in kurzem auch nicht ein einziges Exemplar mehr zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5441999435424805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":842,"date":1836,"orig":"Der Biſchof war dahinter gekommen und hatte die ganze Edition von den Geiſtlichen in den Gemeinden aufkaufen laſſen.","norm":"Der Bischof war dahinter gekommen und hatte die ganze Edition von den Geistlichen in den Gemeinden aufkaufen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.706999778747559} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":843,"date":1836,"orig":"Es verdroß mich nicht, ich freute mich vielmehr uͤber den klugen Herrn, der ſogleich einſah, daß der Werther fuͤr die Catholiken ein ſchlechtes Buch ſey, und ich mußte ihn loben, daß er auf der Stelle die wirkſamſten Mittel ergriffen, es ganz im Stillen wieder aus der Welt zu ſchaffen.“","norm":"Es verdross mich nicht, ich freute mich vielmehr über den klugen Herrn, der sogleich einsah, dass der Werther für die Katholiken ein schlechtes Buch sei, und ich musste ihn loben, dass er auf der Stelle die wirksamsten Mittel ergriffen, es ganz im Stillen wieder aus der Welt zu schaffen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.970400094985962} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":844,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 5. April 1829.","norm":"Sonntag, den 5. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.499100208282471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":845,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte mir, daß er vor Tiſch nach Belvedere gefahren ſey, um Coudray's neue Treppe im Schloß in Augenſchein zu nehmen, die er vortrefflich gefunden.","norm":"Goethe erzählte mir, dass er vor Tisch nach Belvedere gefahren sei, um Coudrays neue Treppe im Schloss in Augenschein zu nehmen, die er vortrefflich gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.062399864196777} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":846,"date":1836,"orig":"Auch ſagte er mir, daß ein großer verſteinerter Klotz angekommen, den er mir zeigen wolle.","norm":"Auch sagte er mir, dass ein großer versteinerter Klotz angekommen, den er mir zeigen wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.323699951171875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":847,"date":1836,"orig":"„Solche verſteinerte Staͤmme, ſagte er, finden ſich unter dem einundfunfzigſten Grade ganz herum bis nach Amerika, wie ein Erdguͤrtel.","norm":"„Solche versteinerte Stämme, sagte er, finden sich unter dem einundfünfzigsten Grade ganz herum bis nach Amerika, wie ein Erdgürtel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.897299766540527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":848,"date":1836,"orig":"Man muß immer mehr erſtaunen!","norm":"Man muss immer mehr erstaunen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.132699966430664} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":849,"date":1836,"orig":"Von der fruͤheren Organiſation der Erde hat man gar keinen Begriff, und ich kann es Herrn von Buch nicht verdenken, wenn er die Menſchen endoctrinirt, um ſeine Hypotheſen zu verbreiten.","norm":"Von der früheren Organisation der Erde hat man gar keinen Begriff, und ich kann es Herrn von Buch nicht verdenken, wenn er die Menschen endoctrinirt, um seine Hypothesen zu verbreiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.378099918365478} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":850,"date":1836,"orig":"Er weiß nichts, aber niemand weiß mehr, und da iſt es denn am Ende einerley was gelehret wird, wenn es nur einigermaßen einen Anſchein von Vernunft hat.“","norm":"Er weiß nichts, aber niemand weiß mehr, und da ist es denn am Ende einerlei was gelehrt wird, wenn es nur einigermaßen einen Anschein von Vernunft hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.844799995422363} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":851,"date":1836,"orig":"Von Zelter gruͤßte mich Goethe, welches mir Freude machte.","norm":"Von Zelter grüßte mich Goethe, welches mir Freude machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.380899906158447} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":852,"date":1836,"orig":"Dann ſprachen wir von ſeiner italieniſchen Reiſe, und er ſagte mir, daß er in einem ſeiner Briefe aus Italien ein Lied gefunden, das er mir zeigen wolle.","norm":"Dann sprachen wir von seiner italienischen Reise, und er sagte mir, dass er in einem seiner Briefe aus Italien ein Lied gefunden, das er mir zeigen wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5378000736236572} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":853,"date":1836,"orig":"Er bat mich, ihm ein Paket Schriften zu reichen, das mir gegenuͤber auf dem Pulte lag.","norm":"Er bat mich, ihm ein Paket Schriften zu reichen, das mir gegenüber auf dem Pulte lag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6905999183654785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":854,"date":1836,"orig":"Ich gab es ihm, es waren ſeine Briefe aus Italien; er ſuchte das Gedicht und las:","norm":"Ich gab es ihm, es waren seine Briefe aus Italien; er suchte das Gedicht und las:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.682000160217285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":855,"date":1836,"orig":"Cupido, loſer, eigenſinniger Knabe!","norm":"Cupido, loser, eigensinniger Knabe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"rw","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.660699844360352} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":856,"date":1836,"orig":"Du batſt mich um Quartier auf einige Stunden.","norm":"Du batst mich um Quartier auf einige Stunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.89169979095459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":857,"date":1836,"orig":"Wie viele Tag' und Naͤchte biſt du geblieben!","norm":"Wie viele Tage und Nächte bist du geblieben!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.650599956512451} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":858,"date":1836,"orig":"Und biſt nun herriſch und Meiſter im Hauſe geworden.","norm":"Und bist nun herrisch und Meister im Hause geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.053999900817871} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":859,"date":1836,"orig":"Von meinem breiten Lager bin ich vertrieben; Nun ſitz' ich an der Erde, Naͤchte gequaͤlet.","norm":"Von meinem breiten Lager bin ich vertrieben; nun sitze ich an der Erde, Nächte gequält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047299861907959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":860,"date":1836,"orig":"Dein Muthwill' ſchuͤret Flamm' auf Flamme des Herdes, Verbrennet den Vorrath des Winters und ſenget mich Armen.","norm":"Dein Mutwille' schüret Flamme auf Flamme des Herdes, Verbrennet den Vorrat des Winters und senget mich Armen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.68120002746582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":861,"date":1836,"orig":"Du haſt mir mein Geraͤth verſtellt und verſchoben.","norm":"Du hast mir mein Gerät verstellt und verschoben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.691999912261963} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":862,"date":1836,"orig":"Ich ſuch' und bin wie blind und irre geworden; Du laͤrmſt ſo ungeſchickt; ich fuͤrchte das Seelchen Entflieht, um dir zu entfliehn, und raͤumet die Huͤtte.","norm":"Ich suche und bin wie blind und irre geworden; Du lärmst so ungeschickt; ich fürchte das Seelchen entflieht, um dir zu entfliehen, und räumet die Hütte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.84250020980835} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":863,"date":1836,"orig":"Ich freute mich ſehr uͤber dieß Gedicht, das mir vollkommen neu erſchien.","norm":"Ich freute mich sehr über dies Gedicht, das mir vollkommen neu erschien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.832900047302246} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":864,"date":1836,"orig":"„Es kann Ihnen nicht fremd ſeyn, ſagte Goethe, denn es ſteht in der Claudina von Villa Bella, wo es der Rugantino ſingt.","norm":"„Es kann Ihnen nicht fremd sein, sagte Goethe, denn es steht in der Claudina von Villa Bella, wo es der Rugantino singt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.055600166320801} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":865,"date":1836,"orig":"Ich habe es jedoch dort zerſtuͤckelt, ſo daß man daruͤber hinauslieſet und niemand merkt was es heißen will.","norm":"Ich habe es jedoch dort zerstückelt, so dass man darüber hinausliest und niemand merkt was es heißen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.662300109863281} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":866,"date":1836,"orig":"Ich daͤchte aber, es waͤre gut!","norm":"Ich dächte aber, es wäre gut!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.528500080108643} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":867,"date":1836,"orig":"Es druͤckt den Zuſtand artig aus und bleibt huͤbſch im Gleichniß; es iſt in Art der Anakreontiſchen.","norm":"Es drückt den Zustand artig aus und bleibt hübsch im Gleichnis; es ist in Art der Anakreontischen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.215799808502197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":868,"date":1836,"orig":"Eigentlich haͤtten wir dieſes Lied, und aͤhnliche andere aus meinen Opern, unter den Gedichten wieder ſollen abdrucken laſſen, damit der Componiſt doch die Lieder beyſammen haͤtte.“","norm":"Eigentlich hätten wir dieses Lied, und ähnliche andere aus meinen Opern, unter den Gedichten wieder sollen abdrucken lassen, damit der Komponist doch die Lieder beisammen hätte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487199783325195} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":869,"date":1836,"orig":"Ich fand dieſes gut und vernuͤnftig, und merkte es mir fuͤr die Folge.","norm":"Ich fand dieses gut und vernünftig, und merkte es mir für die Folge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.023499965667725} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":870,"date":1836,"orig":"Goethe hatte das Gedicht ſehr ſchoͤn geleſen; ich brachte es nicht wieder aus dem Sinne, und auch ihm ſchien es ferner im Kopfe zu liegen.","norm":"Goethe hatte das Gedicht sehr schön gelesen; ich brachte es nicht wieder aus dem Sinne, und auch ihm schien es ferner im Kopfe zu liegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.218500137329102} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":871,"date":1836,"orig":"Die letzten Verſe:","norm":"Die letzten Verse:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.560400009155273} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":872,"date":1836,"orig":"Du laͤrmſt ſo ungeſchickt, ich fuͤrchte das Seelchen Entflieht, um dir zu entfliehn, und raͤumet die Huͤtte.","norm":"Du lärmst so ungeschickt, ich fürchte das Seelchen entflieht, um dir zu entfliehen, und räumet die Hütte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.592800140380859} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":873,"date":1836,"orig":"ſprach er noch mitunter wie im Traume vor ſich hin.","norm":"sprach er noch mitunter wie im Traume vor sich hin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.42110013961792} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":874,"date":1836,"orig":"Er erzaͤhlte mir ſodann von einem neu erſchienenen Buch uͤber Napoleon, das von einem Jugendbekannten des Helden verfaßt ſey, und worin man die merkwuͤrdigſten Aufſchluͤſſe erhalte.","norm":"Er erzählte mir sodann von einem neu erschienenen Buch über Napoleon, das von einem Jugendbekannten des Helden verfasst sei, und worin man die merkwürdigsten Aufschlüsse erhalte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5543999671936035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":875,"date":1836,"orig":"„Das Buch, ſagte er, iſt ganz nuͤchtern, ohne Enthuſiasmus geſchrieben, aber man ſieht dabey, welchen großartigen Character das Wahre hat, wenn es einer zu ſagen wagt.“","norm":"„Das Buch, sagte er, ist ganz nüchtern, ohne Enthusiasmus geschrieben, aber man sieht dabei, welchen großartigen Charakter das Wahre hat, wenn es einer zu sagen wagt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.945199966430664} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":876,"date":1836,"orig":"Auch von einem Trauerſpiele eines jungen Dichters erzaͤhlte mir Goethe.","norm":"Auch von einem Trauerspiele eines jungen Dichters erzählte mir Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.09499979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":877,"date":1836,"orig":"„Es iſt ein pathologiſches Product, ſagte er; die Saͤfte ſind Theilen uͤberfluͤſſig zugeleitet, die ſie nicht haben wollen, und andern, die ſie bedurft haͤtten, ſind ſie entzogen.","norm":"„Es ist ein pathologisches Produkt, sagte er; die Säfte sind Teilen überflüssig zugeleitet, die sie nicht haben wollen, und anderen, die sie bedurft hätten, sind sie entzogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1350998878479} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":878,"date":1836,"orig":"Das Suͤjet war gut, ſehr gut, aber die Scenen, die ich erwartete, waren nicht da, und andere, die ich nicht erwartete, waren mit Fleiß und Liebe behandelt.","norm":"Das Sujet war gut, sehr gut, aber die Szenen, die ich erwartete, waren nicht da, und andere, die ich nicht erwartete, waren mit Fleiß und Liebe behandelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.107300043106079} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":879,"date":1836,"orig":"Ich daͤchte, das waͤre pathologiſch oder auch romantiſch, wenn Sie nach unſerer neuen Theorie lieber wollen.“","norm":"Ich dächte, das wäre pathologisch oder auch romantisch, wenn Sie nach unserer neuen Theorie lieber wollen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.524799823760986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":880,"date":1836,"orig":"Wir waren darauf noch eine Weile heiter beyſammen, und Goethe bewirthete mich zuletzt noch mit vielem Honig, auch mit einigen Datteln, die ich mitnahm.","norm":"Wir waren darauf noch eine Weile heiter beisammen, und Goethe bewirtete mich zuletzt noch mit vielem Honig, auch mit einigen Datteln, die ich mitnahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.380000114440918} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":881,"date":1836,"orig":"Montag, den 6. April 1829.","norm":"Montag, den 6. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.126500129699707} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":882,"date":1836,"orig":"Goethe gab mir einen Brief von Egon Ebert, den ich bey Tiſche las und der mir Freude machte.","norm":"Goethe gab mir einen Brief von Egon Ebert, den ich bei Tische las und der mir Freude machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.176000118255615} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":883,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen viel Loͤbliches von Egon Ebert und Boͤhmen, und gedachten auch des Profeſſors Zauper mit Liebe.","norm":"Wir sprachen viel Löbliches von Egon Ebert und Böhmen, und gedachten auch des Professors Zauber mit Liebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.232100009918213} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":884,"date":1836,"orig":"„Das Boͤhmen iſt ein eigenes Land, ſagte Goethe, ich bin dort immer gerne geweſen.","norm":"„Das Böhmen ist ein eigenes Land, sagte Goethe, ich bin dort immer gerne gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.366499900817871} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":885,"date":1836,"orig":"Die Bildung der Literatoren hat noch etwas Reines, welches im noͤrdlichen Deutſchland ſchon anfaͤngt ſelten zu werden, indem hier jeder Lump ſchreibt, bey dem an ein ſittliches Fundament und eine hoͤhere Abſicht nicht zu denken iſt.“","norm":"Die Bildung der Literatoren hat noch etwas Reines, welches im nördlichen Deutschland schon anfängt selten zu werden, indem hier jeder Lump schreibt, bei dem an ein sittliches Fundament und eine höhere Absicht nicht zu denken ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985499858856201} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":886,"date":1836,"orig":"Goethe ſprach ſodann von Egon Eberts neueſtem epiſchen Gedicht, deßgleichen von der fruͤheren Weiberherrſchaft in Boͤhmen, und woher die Sage von den Amazonen entſtanden.","norm":"Goethe sprach sodann von Egon Eberts neuestem epischen Gedicht, desgleichen von der früheren Weiberherrschaft in Böhmen, und woher die Sage von den Amazonen entstanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.056600093841553} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":887,"date":1836,"orig":"Dieß brachte die Unterhaltung auf das Epos eines anderen Dichters, der ſich viel Muͤhe gegeben, ſein Werk in oͤffentlichen Blaͤttern guͤnſtig beurtheilt zu ſehen.","norm":"Dies brachte die Unterhaltung auf das Epos eines anderen Dichters, der sich viel Mühe gegeben, sein Werk in öffentlichen Blättern günstig beurteilt zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.872700214385986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":888,"date":1836,"orig":"„Solche Urtheile, ſagte Goethe, ſind denn auch hier und dort erſchienen.","norm":"„Solche Urteile, sagte Goethe, sind denn auch hier und dort erschienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275300025939941} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":889,"date":1836,"orig":"Nun aber iſt die Halliſche Literaturzeitung dahinter gekommen, und hat gradezu ausgeſprochen, was von dem Gedicht eigentlich zu halten, wodurch denn alle guͤnſtigen Redensarten der uͤbrigen Blaͤtter vernichtet worden.","norm":"Nun aber ist die Hallische Literaturzeitung dahinter gekommen, und hat geradezu ausgesprochen, was von dem Gedicht eigentlich zu halten, wodurch denn alle günstigen Redensarten der übrigen Blätter vernichtet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259900093078613} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":890,"date":1836,"orig":"Wer jetzt nicht das Rechte will, iſt bald entdeckt; es iſt nicht mehr die Zeit, das Publicum zum Beſten zu haben und es in die Irre zu fuͤhren.“","norm":"Wer jetzt nicht das Rechte will, ist bald entdeckt; es ist nicht mehr die Zeit, das Publikum zum Besten zu haben und es in die Irre zu führen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.980799913406372} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":891,"date":1836,"orig":"Ich bewundere, ſagte ich, daß die Menſchen um ein wenig Namen es ſich ſo ſauer werden laſſen, ſo daß ſie ſelbſt zu falſchen Mitteln ihre Zuflucht nehmen.","norm":"Ich bewundere, sagte ich, dass die Menschen um ein wenig Namen es sich so sauer werden lassen, so dass sie selbst zu falschen Mitteln ihre Zuflucht nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.787099838256836} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":892,"date":1836,"orig":"„Liebes Kind, ſagte Goethe, ein Name iſt nichts Geringes.","norm":"„Liebes Kind, sagte Goethe, ein Name ist nichts Geringes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4816999435424805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":893,"date":1836,"orig":"Hat doch Napoleon eines großen Namens wegen faſt die halbe Welt in Stuͤcke geſchlagen!“ —","norm":"Hat doch Napoleon eines großen Namens wegen fast die halbe Welt in Stücke geschlagen!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.039299964904785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":894,"date":1836,"orig":"Es entſtand eine kleine Pauſe im Geſpraͤch, dann aber erzaͤhlte Goethe mir Ferneres von dem neuen Buche uͤber Napoleon.","norm":"Es entstand eine kleine Pause im Gespräch, dann aber erzählte Goethe mir Ferneres von dem neuen Buche über Napoleon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.661200046539307} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":895,"date":1836,"orig":"„Die Gewalt des Wahren iſt groß, ſagte er.","norm":"„Die Gewalt des Wahren ist groß, sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.509699821472168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":896,"date":1836,"orig":"Aller Nimbus, alle Illuſion, die Journaliſten, Geſchichtsſchreiber und Poeten uͤber Napoleon gebracht haben, verſchwindet vor der entſetzlichen Realitaͤt dieſes Buchs; aber der Held wird dadurch nicht kleiner, vielmehr waͤchſt er, ſo wie er an Wahrheit zunimmt.“","norm":"Aller Nimbus, alle Illusion, die Journalisten, Geschichtsschreiber und Poeten über Napoleon gebracht haben, verschwindet vor der entsetzlichen Realität dieses Buchs; aber der Held wird dadurch nicht kleiner, vielmehr wächst er, so wie er an Wahrheit zunimmt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.628300189971924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":897,"date":1836,"orig":"Eine eigene Zaubergewalt, ſagte ich, mußte er in ſeiner Perſoͤnlichkeit haben, daß die Menſchen ihm ſogleich zufielen und anhingen und ſich von ihm leiten ließen.","norm":"Eine eigene Zaubergewalt, sagte ich, musste er in seiner Persönlichkeit haben, dass die Menschen ihm sogleich zufielen und anhingen und sich von ihm leiten ließen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.509099960327148} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":898,"date":1836,"orig":"„Allerdings, ſagte Goethe, war ſeine Perſoͤnlichkeit eine uͤberlegene.","norm":"„Allerdings, sagte Goethe, war seine Persönlichkeit eine überlegene.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.206500053405762} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":899,"date":1836,"orig":"Die Hauptſache aber beſtand darin, daß die Menſchen gewiß waren, ihre Zwecke unter ihm zu erreichen.","norm":"Die Hauptsache aber bestand darin, dass die Menschen gewiss waren, ihre Zwecke unter ihm zu erreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.246799945831299} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":900,"date":1836,"orig":"Deßhalb fielen ſie ihm zu, ſo wie ſie es jedem thun, der ihnen eine aͤhnliche Gewißheit einfloͤßt.","norm":"Deshalb fielen sie ihm zu, so wie sie es jedem tun, der ihnen eine ähnliche Gewissheit einflößt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.853800058364868} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":901,"date":1836,"orig":"Fallen doch die Schauſpieler einem neuen Regiſſeur zu, von dem ſie glauben, daß er ſie in gute Rollen bringen werde.","norm":"Fallen doch die Schauspieler einem neuen Regisseur zu, von dem sie glauben, dass er sie in gute Rollen bringen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.699100017547607} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":902,"date":1836,"orig":"Dieß iſt ein altes Maͤhrchen, das ſich immer wiederholt; die menſchliche Natur iſt einmal ſo eingerichtet.","norm":"Dies ist ein altes Märchen, das sich immer wiederholt; die menschliche Natur ist einmal so eingerichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.006999969482422} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":903,"date":1836,"orig":"— Niemand dienet einem Andern aus freyen Stuͤcken; weiß er aber, daß er damit ſich ſelber dient, ſo thut er es gerne.","norm":"— Niemand dient einem Anderen aus freien Stücken; weiß er aber, dass er damit sich selber dient, so tut er es gerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.907700061798095} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":904,"date":1836,"orig":"Napoleon kannte die Menſchen zu gut, und er wußte von ihren Schwaͤchen den gehoͤrigen Gebrauch zu machen.“","norm":"Napoleon kannte die Menschen zu gut, und er wusste von ihren Schwächen den gehörigen Gebrauch zu machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.260300159454346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":905,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch wendete ſich auf Zelter.","norm":"Das Gespräch wendete sich auf Zelter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.012800216674805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":906,"date":1836,"orig":"„Sie wiſſen, ſagte Goethe, daß Zelter den preußiſchen Orden bekommen.","norm":"„Sie wissen, sagte Goethe, dass Zelter den preußischen Orden bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.529200077056885} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":907,"date":1836,"orig":"Nun hatte er aber noch kein Wappen; aber eine große Nachkommenſchaft iſt da, und ſomit die Hoffnung auf eine weit hinaus dauernde Familie.","norm":"Nun hatte er aber noch kein Wappen; aber eine große Nachkommenschaft ist da, und somit die Hoffnung auf eine weit hinaus dauernde Familie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.496399879455566} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":908,"date":1836,"orig":"Er mußte alſo ein Wappen haben, damit eine ehrenvolle Grundlage ſey, und ich habe den luſtigen Einfall gehabt, ihm eins zu machen.","norm":"Er musste also ein Wappen haben, damit eine ehrenvolle Grundlage sei, und ich habe den lustigen Einfall gehabt, ihm eins zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.0914998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":909,"date":1836,"orig":"Ich ſchrieb an ihn und er war es zufrieden; aber ein Pferd wollte er haben.","norm":"Ich schrieb an ihn und er war es zufrieden; aber ein Pferd wollte er haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.639699935913086} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":910,"date":1836,"orig":"Gut! ſagte ich, ein Pferd ſollſt du haben, aber eins mit Fluͤgeln. —","norm":"Gut! sagte ich, ein Pferd sollst du haben, aber eins mit Flügeln . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7444000244140625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":911,"date":1836,"orig":"Sehen Sie ſich einmal um, hinter Ihnen liegt ein Papier, ich habe darauf mit einer Bleifeder den Entwurf gemacht.“","norm":"Sehen Sie sich einmal um, hinter Ihnen liegt ein Papier, ich habe darauf mit einer Bleifeder den Entwurf gemacht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.44290018081665} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":912,"date":1836,"orig":"Ich nahm das Blatt und betrachtete die Zeichnung.","norm":"Ich nahm das Blatt und betrachtete die Zeichnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.382800102233887} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":913,"date":1836,"orig":"Das Wappen ſah ſehr ſtattlich aus und die Erfindung mußte ich loben.","norm":"Das Wappen sah sehr stattlich aus und die Erfindung musste ich loben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.972300052642822} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":914,"date":1836,"orig":"Das untere Feld zeigte die Thurmzinne einer Stadtmauer, um anzudeuten, daß Zelter in fruͤherer Zeit ein tuͤchtiger Maurer geweſen.","norm":"Das untere Feld zeigte die Turmzinne einer Stadtmauer, um anzudeuten, dass Zelter in früherer Zeit ein tüchtiger Maurer gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.633900165557861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":915,"date":1836,"orig":"Ein gefluͤgeltes Pferd hebt ſich dahinter hervor, nach hoͤheren Regionen ſtrebend, wodurch ſein Genius und Aufſchwung zum Hoͤheren ausgeſprochen war.","norm":"Ein geflügeltes Pferd hebt sich dahinter hervor, nach höheren Regionen strebend, wodurch sein Genius und Aufschwung zum Höheren ausgesprochen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467700004577637} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":916,"date":1836,"orig":"Dem Wappenſchilde oben fuͤgte ſich eine Lyra auf, uͤber welcher ein Stern leuchtete, als ein Symbol der Kunſt, wodurch der treffliche Freund, unter dem Einfluß und Schutz guͤnſtiger Geſtirne, ſich Ruhm erworben.","norm":"Dem Wappenschilde oben fügte sich eine Lyra auf, über welcher ein Stern leuchtete, als ein Symbol der Kunst, wodurch der treffliche Freund, unter dem Einfluss und Schutz günstiger Gestirne, sich Ruhm erworben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.130499839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":917,"date":1836,"orig":"Unten, dem Wappen an, hing der Orden, womit ſein Koͤnig ihn begluͤckt und geehrt, als Zeichen gerechter Anerkennung großer Verdienſte.","norm":"Unten, dem Wappen an, hing der Orden, womit sein König ihn beglückt und geehrt, als Zeichen gerechter Anerkennung großer Verdienste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.921500205993652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":918,"date":1836,"orig":"„Ich habe es von Facius ſtechen laſſen, ſagte Goethe, und Sie ſollen einen Abdruck ſehen.","norm":"„Ich habe es von Facius stechen lassen, sagte Goethe, und Sie sollen einen Abdruck sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826000213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":919,"date":1836,"orig":"Iſt es aber nicht artig, daß ein Freund dem andern ein Wappen macht, und ihm dadurch gleichſam den Adel giebt?","norm":"Ist es aber nicht artig, dass ein Freund dem anderen ein Wappen macht, und ihm dadurch gleichsam den Adel gibt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.454400062561035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":920,"date":1836,"orig":"Wir freuten uns uͤber den heiteren Gedanken, und Goethe ſchickte zu Facius, um einen Abdruck holen zu laſſen.","norm":"Wir freuten uns über den heiteren Gedanken, und Goethe schickte zu Facius, um einen Abdruck holen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.65749979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":921,"date":1836,"orig":"Wir ſaßen noch eine Weile am Tiſch, indem wir zu gutem Biscuit einige Glaͤſer alten Rheinwein tranken.","norm":"Wir saßen noch eine Weile am Tisch, indem wir zu gutem Biskuit einige Gläser alten Rheinwein tranken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.576200008392334} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":922,"date":1836,"orig":"Goethe ſummte Undeutliches vor ſich hin.","norm":"Goethe summte undeutliches vor sich hin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53380012512207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":923,"date":1836,"orig":"Mir kam das Gedicht von geſtern wieder in den Kopf; ich recitirte:","norm":"Mir kam das Gedicht von gestern wieder in den Kopf; ich rezitierte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.007100105285644} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":924,"date":1836,"orig":"Du haſt mir mein Geraͤth verſtellt und verſchoben; Ich ��uch', und bin wie blind und irre geworden. ꝛc.","norm":"Du hast mir mein Gerät verstellt und verschoben; Ich suche, und bin wie blind und irre geworden . etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321700096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":925,"date":1836,"orig":"Ich kann das Gedicht nicht wieder los werden, ſagte ich, es iſt durchaus eigenartig, und druͤckt die Unordnung ſo gut aus, die durch die Liebe in unſer Leben gebracht wird.","norm":"Ich kann das Gedicht nicht wieder loswerden, sagte ich, es ist durchaus eigenartig, und drückt die Unordnung so gut aus, die durch die Liebe in unser Leben gebracht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9351999759674072} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":926,"date":1836,"orig":"„Es bringt uns einen duͤſteren Zuſtand vor Augen,“ ſagte Goethe.","norm":"„Es bringt uns einen düsteren Zustand vor Augen,“ sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.25439977645874} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":927,"date":1836,"orig":"Es macht mir den Eindruck eines Bildes, ſagte ich, eines niederlaͤndiſchen.","norm":"Es macht mir den Eindruck eines Bildes, sagte ich, eines niederländischen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.84119987487793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":928,"date":1836,"orig":"„Es hat ſo etwas von Good man und good wife,“ ſagte Goethe.","norm":"„Es hat so etwas von Good man und good wife,“ sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8979997634887695} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":929,"date":1836,"orig":"Sie nehmen mir das Wort von der Zunge, ſagte ich, denn ich habe ſchon fortwaͤhrend an jenes Schottiſche denken muͤſſen, und das Bild von Oſtade war mir vor Augen.","norm":"Sie nehmen mir das Wort von der Zunge, sagte ich, denn ich habe schon fortwährend an jenes Schottische denken müssen, und das Bild von Ostade war mir vor Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.30079984664917} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":930,"date":1836,"orig":"„Aber wunderlich iſt es, ſagte Goethe, daß ſich beyde Gedichte nicht malen laſſen; ſie geben wohl den Eindruck eines Bildes, eine aͤhnliche Stimmung, aber gemalt, waͤren ſie nichts.“","norm":"„Aber wunderlich ist es, sagte Goethe, dass sich beide Gedichte nicht malen lassen; sie geben wohl den Eindruck eines Bildes, eine ähnliche Stimmung, aber gemalt, wären sie nichts .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.580599784851074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":931,"date":1836,"orig":"Es ſind dieſes ſchoͤne Beyſpiele, ſagte ich, wo die Poeſie der Malerey ſo nahe als moͤglich tritt, ohne aus ihrer eigentlichen Sphaͤre zu gehen.","norm":"Es sind dieses schöne Beispiele, sagte ich, wo die Poesie der Malerei so nahe als möglich tritt, ohne aus ihrer eigentlichen Sphäre zu gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.622600078582764} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":932,"date":1836,"orig":"Solche Gedichte ſind mir die liebſten, indem ſie Anſchauung und Empfindung zugleich gewaͤhren.","norm":"Solche Gedichte sind mir die liebsten, indem sie Anschauung und Empfindung zugleich gewähren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.484899997711182} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":933,"date":1836,"orig":"Wie ſie aber zu dem Gefuͤhl eines ſolchen Zuſtandes gekommen ſind, begreife ich kaum; das Gedicht iſt wie aus einer anderen Zeit und einer anderen Welt.","norm":"Wie sie aber zu dem Gefühl eines solchen Zustandes gekommen sind, begreife ich kaum; das Gedicht ist wie aus einer anderen Zeit und einer anderen Welt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.32859992980957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":934,"date":1836,"orig":"„Ich werde es auch nicht zum zweyten Male machen, ſagte Goethe, und wuͤßte auch nicht zu ſagen, wie ich dazu gekommen bin, wie uns denn dieſes ſehr oft geſchieht.“","norm":"„Ich werde es auch nicht zum zweiten Male machen, sagte Goethe, und wüsste auch nicht zu sagen, wie ich dazugekommen bin, wie uns denn dieses sehr oft geschieht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.432799816131592} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":935,"date":1836,"orig":"Noch etwas Eigenes, ſagte ich, hat das Gedicht.","norm":"Noch etwas Eigenes, sagte ich, hat das Gedicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.469099998474121} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":936,"date":1836,"orig":"Es iſt mir immer als waͤre es gereimt, und doch iſt es nicht ſo.","norm":"Es ist mir immer als wäre es gereimt, und doch ist es nicht so.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.474100112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":937,"date":1836,"orig":"Woher kommt das?","norm":"Woher kommt das?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":1.827600002288818} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":938,"date":1836,"orig":"„Es liegt im Rhythmus, ſagte Goethe.","norm":"„Es liegt im Rhythmus, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.5254998207092285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":939,"date":1836,"orig":"Die Verſe beginnen mit einem Vorſchlag, gehen trochaͤiſch fort, wo denn der Dactylus gegen das Ende eintritt, welcher eigenartig wirkt und wodurch es einen duͤſter klagenden Character bekommt.","norm":"Die Verse beginnen mit einem Vorschlag, gehen trochäisch fort, wo denn der Dactylus gegen das Ende eintritt, welcher eigenartig wirkt und wodurch es einen düster klagenden Charakter bekommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6691999435424805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":940,"date":1836,"orig":"Goethe nahm eine Bleyfeder und theilte ſo ab:","norm":"Goethe nahm eine Bleifeder und teilte so ab:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.236899852752685} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":941,"date":1836,"orig":"Vo͝n | m͞eine͝m | br͞eite͝n | L͞age͝r | b͞in ic͝h ve͝r | t͞riebe͝n.","norm":"Von | meinem | breiten | Lager | bin ich ver | trieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.437900066375732} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":942,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber Rhythmus im Allgemeinen und kamen darin uͤberein, daß ſich uͤber ſolche Dinge nicht denken laſſe.","norm":"Wir sprachen über Rhythmus im Allgemeinen und kamen darin überein, dass sich über solche Dinge nicht denken lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460400104522705} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":943,"date":1836,"orig":"„Der Tact, ſagte Goethe, kommt aus der poetiſchen Stimmung, wie unbewußt.","norm":"„Der Takt, sagte Goethe, kommt aus der poetischen Stimmung, wie unbewusst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.884799957275391} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":944,"date":1836,"orig":"Wollte man daruͤber denken, wenn man ein Gedicht macht, man wuͤrde verruͤckt und braͤchte nichts Geſcheidtes zu Stande.“","norm":"Wollte man darüber denken, wenn man ein Gedicht macht, man würde verrückt und brächte nichts Gescheites zu Stande .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.208099842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":945,"date":1836,"orig":"Ich wartete auf den Abdruck des Siegels; Goethe fing an uͤber Guizot zu reden.","norm":"Ich wartete auf den Abdruck des Siegels; Goethe fing an über Guizot zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.354499816894531} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":946,"date":1836,"orig":"„Ich gehe in ſeinen Vorleſungen fort, ſagte er, und ſie halten ſich trefflich.","norm":"„Ich gehe in seinen Vorlesungen fort, sagte er, und sie halten sich trefflich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.216400146484375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":947,"date":1836,"orig":"Die dießjaͤhrigen gehen etwa bis ins achte Jahrhundert.","norm":"Die diesjährigen gehen etwa bis ins achte Jahrhundert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.797100067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":948,"date":1836,"orig":"Er beſitzt einen Tiefblick und Durchblick, wie er mir bey keinem Geſchichtsſchreiber groͤßer vorgekommen.","norm":"Er besitzt einen Tiefblick und Durchblick, wie er mir bei keinem Geschichtsschreiber größer vorgekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.333099842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":949,"date":1836,"orig":"Dinge, woran man nicht denkt, erhalten in ſeinen Augen die groͤßte Wichtigkeit, als Quellen bedeutender Ereigniſſe.","norm":"Dinge, woran man nicht denkt, erhalten in seinen Augen die größte Wichtigkeit, als Quellen bedeutender Ereignisse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.829400062561035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":950,"date":1836,"orig":"Welchen Einfluß z. B. das Vorwalten gewiſſer religioͤſer Meinungen auf die Geſchichte gehabt, wie die Lehre von der Erbſuͤnde, von der Gnade, von guten Werken, gewiſſen Epochen eine ſolche und eine andre Geſtalt gegeben, ſehen wir deutlich hergeleitet und nachgewieſen.","norm":"Welchen Einfluss z. B. das Vorwalten gewisser religiöser Meinungen auf die Geschichte gehabt, wie die Lehre von der Erbsünde, von der Gnade, von guten Werken, gewissen Epochen eine solche und eine andere Gestalt gegeben, sehen wir deutlich hergeleitet und nachgewiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.416200160980225} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":951,"date":1836,"orig":"Auch das roͤmiſche Recht, als ein fortlebendes, das, gleich einer untertauchenden Ente, ſich zwar von Zeit zu Zeit verbirgt, aber nie ganz verloren geht, und immer einmal wieder lebendig hervortritt, ſehen wir ſehr gut behandelt, bey welcher Gelegenheit denn auch unſerm trefflichen Savigny volle Anerkennung zu Theil wird.“","norm":"Auch das römische Recht, als ein fortlebendes, das, gleich einer untertauchenden Ente, sich zwar von Zeit zu Zeit verbirgt, aber nie ganz verloren geht, und immer einmal wieder lebendig hervortritt, sehen wir sehr gut behandelt, bei welcher Gelegenheit denn auch unserem trefflichen Savigny volle Anerkennung zuteilwird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.453700065612793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":952,"date":1836,"orig":"„Wie Guizot von den Einfluͤſſen redet, welche die Gallier in fruͤher Zeit von fremden Nationen empfangen, iſt mir beſonders merkwuͤrdig geweſen, was er von den Deutſchen ſagt.","norm":"„Wie Guizot von den Einflüssen redet, welche die Gallier in früher Zeit von fremden Nationen empfangen, ist mir besonders merkwürdig gewesen, was er von den Deutschen sagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.607800006866455} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":953,"date":1836,"orig":"„„Die Germanen, ſagt er, brachten uns die Idee der perſoͤnlichen Freyheit, welche dieſem Volke vor allem eigen war.““","norm":"„„Die Germanen, sagt er, brachten uns die Idee der persönlichen Freiheit, welche diesem Volke vor allem eigen war .“ “","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.543000221252441} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":954,"date":1836,"orig":"Iſt das nicht ſehr artig, und hat er nicht vollkommen recht, und iſt nicht dieſe Idee noch bis auf den heutigen Tag unter uns wirkſam? —","norm":"Ist das nicht sehr artig, und hat er nicht vollkommen recht, und ist nicht diese Idee noch bis auf den heutigen Tag unter uns wirksam? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.095399856567383} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":955,"date":1836,"orig":"Die Reformation kam aus dieſer Quelle, wie die Burſchenverſchwoͤrung auf der Wartburg, Geſcheidtes wie Dummes.","norm":"Die Reformation kam aus dieser Quelle, wie die Burschenverschwörung auf der Wartburg, gescheites wie Dummes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.70419979095459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":956,"date":1836,"orig":"Auch das Buntſchaͤckige unſerer Literatur, die Sucht unſerer Poeten nach Originalitaͤt, und daß jeder glaubt eine neue Bahn machen zu muͤſſen, ſo wie die Abſonderung und Veriſolirung unſerer Gelehrten, wo jeder fuͤr ſich ſteht und von ſeinem Puncte aus ſein Weſen treibt, Alles kommt daher.","norm":"Auch das Buntscheckige unserer Literatur, die Sucht unserer Poeten nach Originalität, und dass jeder glaubt eine neue Bahn machen zu müssen, so wie die Absonderung und Isolierung unserer Gelehrten, wo jeder für sich steht und von seinem Punkte aus sein Wesen treibt, alles kommt daher.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.766300201416016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":957,"date":1836,"orig":"Franzoſen und Englaͤnder dagegen halten weit mehr zuſammen und richten ſich nach einander.","norm":"Franzosen und Engländer dagegen halten weit mehr zusammen und richten sich nach einander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.331900119781494} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":958,"date":1836,"orig":"In Kleidung und Betragen haben ſie etwas Übereinſtimmendes.","norm":"In Kleidung und Betragen haben sie etwas Übereinstimmendes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.617199897766113} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":959,"date":1836,"orig":"Sie fuͤrchten von einander abzuweichen, um ſich nicht auffallend oder gar laͤcherlich zu machen.","norm":"Sie fürchten voneinander abzuweichen, um sich nicht auffallend oder gar lächerlich zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.049499988555908} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":960,"date":1836,"orig":"Die Deutſchen aber gehen jeder ſeinem Kopfe nach, jeder ſucht ſich ſelber genug zu thun; er fragt nicht nach dem Andern, denn in jedem lebt, wie Guizot richtig gefunden hat, die Idee der perſoͤnlichen Freyheit, woraus denn, wie geſagt, viel Treffliches hervorgeht, aber auch viel Abſurdes.“","norm":"Die Deutschen aber gehen jeder seinem Kopfe nach, jeder sucht sich selber genug zu tun; er fragt nicht nach dem Anderen, denn in jedem lebt, wie Guizot richtig gefunden hat, die Idee der persönlichen Freiheit, woraus denn, wie gesagt, viel Treffliches hervorgeht, aber auch viel Absurdes .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.561999797821045} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":961,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 7. April 1829.","norm":"Dienstag, den 7. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.247099876403809} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":962,"date":1836,"orig":"Ich fand, als ich hereintrat, Hofrath Meyer, der einige Zeit unpaͤßlich geweſen, mit Goethe am Tiſch ſitzen, und freute mich, ihn wieder ſo weit hergeſtellt zu ſehen.","norm":"Ich fand, als ich hereintrat, Hofrat Meyer, der einige Zeit unpässlich gewesen, mit Goethe am Tisch sitzen, und freute mich, ihn wieder so weit hergestellt zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.13700008392334} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":963,"date":1836,"orig":"Sie ſprachen von Kunſtſachen, von Peel, der einen Claude Lorrain fuͤr viertauſend Pfund gekauft, wodurch Peel ſich denn beſonders in Meyers Gunſt geſetzt hatte.","norm":"Sie sprachen von Kunstsachen, von Peel, der einen Claude Lorrain für viertausend Pfund gekauft, wodurch Peel sich denn besonders in Meyers Gunst gesetzt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.912700176239014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":964,"date":1836,"orig":"Die Zeitungen wurden gebracht, worin wir uns theilten, in Erwartung der Suppe.","norm":"Die Zeitungen wurden gebracht, worin wir uns teilten, in Erwartung der Suppe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.578700065612793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":965,"date":1836,"orig":"Als an der Tagesordnung kam die Emancipation der Irlaͤnder ſehr bald zur Erwaͤhnung.","norm":"Als an der Tagesordnung kam die Emanzipation der Irländer sehr bald zur Erwähnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.757599830627441} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":966,"date":1836,"orig":"„Das Lehrreiche fuͤr uns dabey iſt, ſagte Goethe, daß bey dieſer Gelegenheit Dinge an den Tag kommen, woran niemand gedacht hat, und die ohne dieſe Veranlaſſung nie waͤren zur Sprache gebracht worden.","norm":"„Das Lehrreiche für uns dabei ist, sagte Goethe, dass bei dieser Gelegenheit Dinge an den Tag kommen, woran niemand gedacht hat, und die ohne diese Veranlassung nie wären zur Sprache gebracht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3968000411987305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":967,"date":1836,"orig":"Recht klar uͤber den irlaͤndiſchen Zuſtand werden wir aber doch nicht, denn die Sache iſt zu verwickelt.","norm":"Recht klar über den irischen Zustand werden wir aber doch nicht, denn die Sache ist zu verwickelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924499988555908} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":968,"date":1836,"orig":"So viel aber ſieht man, daß dieſes Land an Übeln leidet, die durch kein Mittel und alſo auch nicht durch die Emancipation gehoben werden koͤnnen.","norm":"So viel aber sieht man, dass dieses Land an Üblen leidet, die durch kein Mittel und also auch nicht durch die Emanzipation gehoben werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.183599948883057} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":969,"date":1836,"orig":"War es bis jetzt ein Ungluͤck, daß Irland ſeine Übel alleine trug, ſo iſt es jetzt ein Ungluͤck, daß England mit hineingezogen wird.","norm":"War es bis jetzt ein Unglück, dass Irland seine Übel alleine trug, so ist es jetzt ein Unglück, dass England mit hineingezogen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.966900110244751} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":970,"date":1836,"orig":"Das iſt die Sache.","norm":"Das ist die Sache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.948199987411499} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":971,"date":1836,"orig":"Und den Catholiken iſt gar nicht zu trauen.","norm":"Und den Katholiken ist gar nicht zu trauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.824800014495849} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":972,"date":1836,"orig":"Man ſieht, welchen ſchlimmen Stand die zwei Millionen Proteſtanten, gegen die Übermacht der fuͤnf Millionen Catholiken, bisher in Irland gehabt haben, und wie z. B. arme proteſtantiſche Paͤchter gedruͤckt, chikanirt und gequaͤlt worden, die von catholiſchen Nachbarn umgeben waren.","norm":"Man sieht, welchen schlimmen Stand die zwei Millionen Protestanten, gegen die Übermacht der fünf Millionen Katholiken, bisher in Irland gehabt haben, und wie z. B. arme protestantische Pächter gedrückt, schikaniert und gequält worden, die von katholischen Nachbarn umgeben waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.911799907684326} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":973,"date":1836,"orig":"Die Catholiken vertragen ſich unter ſich nicht, aber ſie halten immer zuſammen, wenn es gegen einen Proteſtanten geht.","norm":"Die Katholiken vertragen sich unter sich nicht, aber sie halten immer zusammen, wenn es gegen einen Protestanten geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.865600109100342} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":974,"date":1836,"orig":"Sie ſind einer Meute Hunden gleich, die ſich unter einander beißen, aber, ſobald ſich ein Hirſch zeigt, ſogleich einig ſind und in Maſſe auf ihn los gehen.“","norm":"Sie sind einer Meute Hunden gleich, die sich untereinander beißen, aber, sobald sich ein Hirsch zeigt, sogleich einig sind und in Masse auf ihn losgehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026599884033203} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":975,"date":1836,"orig":"Von den Irlaͤndern wendete ſich das Geſpraͤch zu den Haͤndeln in der Tuͤrkey.","norm":"Von den Irländern wendete sich das Gespräch zu den Händeln in der Türkei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.40939998626709} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":976,"date":1836,"orig":"Man wunderte ſich, wie die Ruſſen, bey ihrer Übermacht, im vorigjaͤhrigen Feldzuge nicht weiter gekommen.","norm":"Man wunderte sich, wie die Russen, bei ihrer Übermacht, im vorigjährigen Feldzuge nicht weiter gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874300003051758} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":977,"date":1836,"orig":"„Die Sache iſt die, ſagte Goethe, die Mittel waren unzulaͤnglich, und deßhalb machte man zu große Anforderungen an Einzelne, wodurch denn perſoͤnliche Großthaten und Aufopferungen geſchahen, ohne die Angelegenheit im Ganzen zu foͤrdern.“","norm":"„Die Sache ist die, sagte Goethe, die Mittel waren unzulänglich, und deshalb machte man zu große Anforderungen an Einzelne, wodurch denn persönliche Großtaten und Aufopferungen geschahen, ohne die Angelegenheit im Ganzen zu fördern .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.525400161743164} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":978,"date":1836,"orig":"Es mag auch ein verwuͤnſchtes Local ſeyn, ſagte Meyer; man ſieht, in den aͤlteſten Zeiten, daß es in dieſer Gegend, wenn ein Feind von der Donau her zu dem noͤrdlichen Gebirg eindringen wollte, immer Haͤndel ſetzte, daß er immer den hartnaͤckigſten Widerſtand gefunden, und daß er faſt nie hereingekommen iſt.","norm":"Es mag auch ein verwünschtes Lokal sein, sagte Meyer; man sieht, in den ältesten Zeiten, dass es in dieser Gegend, wenn ein Feind von der Donau her zu dem nördlichen Gebirge eindringen wollte, immer Händel setzte, dass er immer den hartnäckigsten Widerstand gefunden, und dass er fast nie hereingekommen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.443999767303467} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":979,"date":1836,"orig":"Wenn die Ruſſen ſich nur die Seeſeite offen halten, um ſich von dorther mit Proviant verſehen zu koͤnnen!","norm":"Wenn die Russen sich nur die Seeseite offen halten, um sich von dorther mit Proviant versehen zu können!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.114399909973144} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":980,"date":1836,"orig":"„Das iſt zu hoffen,“ ſagte Goethe.","norm":"„Das ist zu hoffen,“ sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.91919994354248} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":981,"date":1836,"orig":"„Ich leſe jetzt Napoleons Feldzug in Egypten, und zwar was der taͤgliche Begleiter des Helden, was Bourrienne davon ſagt, wo denn das Abenteuerliche von vielen Dingen verſchwindet, und die Facta in ihrer nackten erhabenen Wahrheit daſtehen.","norm":"„Ich lese jetzt Napoleons Feldzug in Ägypten, und zwar was der tägliche Begleiter des Helden, was Bourrienne davon sagt, wo denn das Abenteuerliche von vielen Dingen verschwindet, und die Fakten in ihrer nackten erhabenen Wahrheit dastehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285600185394287} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":982,"date":1836,"orig":"Man ſieht, er hatte bloß dieſen Zug unternommen, um eine Epoche auszufuͤllen, wo er in Frankreich nichts thun konnte, um ſich zum Herrn zu machen.","norm":"Man sieht, er hatte bloß diesen Zug unternommen, um eine Epoche auszufüllen, wo er in Frankreich nichts tun konnte, um sich zum Herrn zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.020599842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":983,"date":1836,"orig":"Er war anfaͤnglich unſchluͤſſig, was zu thun ſey; er beſuchte alle franzoͤſiſchen Haͤfen an der Kuͤſte des atlantiſchen Meeres hinunter, um den Zuſtand der Schiffe zu ſehen und ſich zu uͤberzeugen, ob eine Expedition nach England moͤglich oder nicht.","norm":"Er war anfänglich unschlüssig, was zu tun sei; er besuchte alle französischen Häfen an der Küste des atlantischen Meeres hinunter, um den Zustand der Schiffe zu sehen und sich zu überzeugen, ob eine Expedition nach England möglich oder nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.312900066375732} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":984,"date":1836,"orig":"Er fand aber, daß es nicht gerathen ſey, und entſchloß ſich daher zu dem Zuge nach Egypten.“","norm":"Er fand aber, dass es nicht geraten sei, und entschloss sich daher zu dem Zuge nach Ägypten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.527400016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":985,"date":1836,"orig":"Ich muß bewundern, ſagte ich, wie Napoleon, bey ſolcher Jugend, mit den großen Angelegenheiten der Welt ſo leicht und ſicher zu ſpielen wußte, als waͤre eine vieljaͤhrige Praxis und Erfahrung vorangegangen.","norm":"Ich muss bewundern, sagte ich, wie Napoleon, bei solcher Jugend, mit den großen Angelegenheiten der Welt so leicht und sicher zu spielen wusste, als wäre eine vieljährige Praxis und Erfahrung vorangegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.685100078582764} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":986,"date":1836,"orig":"„Liebes Kind, ſagte Goethe, das iſt das Angeborene des großen Talents.","norm":"„Liebes Kind, sagte Goethe, das ist das Angeborene des großen Talents.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.456099987030029} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":987,"date":1836,"orig":"Napoleon behandelte die Welt wie Hummel ſeinen Fluͤgel; Beydes erſcheint uns wunderbar, wir begreifen das Eine ſo wenig wie das Andere, und doch iſt es ſo und geſchieht vor unſern Augen.","norm":"Napoleon behandelte die Welt wie Hummel seinen Flügel; beides erscheint uns wunderbar, wir begreifen das Eine so wenig wie das Andere, und doch ist es so und geschieht vor unseren Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.531899929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":988,"date":1836,"orig":"Napoleon war darin beſonders groß, daß er zu jeder Stunde derſelbige war.","norm":"Napoleon war darin besonders groß, dass er zu jeder Stunde derselbige war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.224100112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":989,"date":1836,"orig":"Vor einer Schlacht, waͤhrend einer Schlacht, nach einem Siege, nach einer Niederlage, er ſtand immer auf feſten Fuͤßen, und war immer klar und entſchieden was zu thun ſey.","norm":"Vor einer Schlacht, während einer Schlacht, nach einem Siege, nach einer Niederlage, er stand immer auf festen Füßen, und war immer klar und entschieden was zu tun sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8773999214172363} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":990,"date":1836,"orig":"Er war immer in ſeinem Element und jedem Augenblick und jedem Zuſtande gewachſen, ſo wie es Hummeln gleichviel iſt, ob er ein Adagio oder ein Allegro, ob er im Baß oder im Discant ſpielt.","norm":"Er war immer in seinem Element und jedem Augenblick und jedem Zustande gewachsen, so wie es Hummeln gleichviel ist, ob er ein Adagio oder ein Allegro, ob er im Bass oder im Discant spielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.707299947738647} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":991,"date":1836,"orig":"Das iſt die Facilitaͤt, die ſich uͤberall findet, wo ein wirkliches Talent vorhanden iſt, in Kuͤnſten des Friedens wie des Krieges, am Clavier wie hinter den Kanonen.“","norm":"Das ist die Fazilität, die sich überall findet, wo ein wirkliches Talent vorhanden ist, in Künsten des Friedens wie des Krieges, am Klavier wie hinter den Kanonen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.493100166320801} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":992,"date":1836,"orig":"„Man ſieht aber an dieſem Buch, fuhr Goethe fort, wie viele Maͤhrchen uns von ſeinem egyptiſchen Feldzuge erzaͤhlet worden.","norm":"„Man sieht aber an diesem Buch, fuhr Goethe fort, wie viele Märchen uns von seinem ägyptischen Feldzuge erzählet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286499977111816} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":993,"date":1836,"orig":"Manches beſtaͤtiget ſich zwar, allein Vieles gar nicht, und das Meiſte iſt anders.“","norm":"Manches bestätiget sich zwar, allein vieles gar nicht, und das Meiste ist anders .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.528500080108643} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":994,"date":1836,"orig":"„Daß er die achthundert tuͤrkiſchen Gefangenen hat erſchießen laſſen, iſt wahr; aber es erſcheint als reifer Beſchluß eines langen Kriegsrathes, indem, nach Erwaͤgung aller Umſtaͤnde, kein Mittel geweſen iſt, ſie zu retten.“","norm":"„Dass er die achthundert türkischen Gefangenen hat erschießen lassen, ist wahr; aber es erscheint als reifer Beschluss eines langen Kriegsrates, indem, nach Erwägung aller Umstände, kein Mittel gewesen ist, sie zu retten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.645100116729736} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":995,"date":1836,"orig":"„Daß er in die Pyramiden ſoll hinabgeſtiegen ſeyn, iſt ein Maͤhrchen.","norm":"„Dass er in die Pyramiden soll hinabgestiegen sein, ist ein Märchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.159599781036377} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":996,"date":1836,"orig":"Er iſt huͤbſch außerhalb ſtehen geblieben und hat ſich von den Andern erzaͤhlen laſſen was ſie unten geſehen.“","norm":"Er ist hübsch außerhalb stehen geblieben und hat sich von den Anderen erzählen lassen was sie unten gesehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472599983215332} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":997,"date":1836,"orig":"„So auch verhaͤlt ſich die Sage, daß er orientaliſches Coſtuͤm angelegt, ein wenig anders.","norm":"„So auch verhält sich die Sage, dass er orientalisches Kostüm angelegt, ein wenig anders.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.268199920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":998,"date":1836,"orig":"Er hat bloß ein einziges Mal im Hauſe dieſe Maskerade geſpielt, und iſt ſo unter den Seinigen erſchienen, zu ſehen wie es ihn kleide.","norm":"Er hat bloß ein einziges Mal im Hause diese Maskerade gespielt, und ist so unter den Seinigen erschienen, zu sehen wie es ihn kleide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4028000831604} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":999,"date":1836,"orig":"Aber der Turban hat ihm nicht geſtanden, wie er denn allen laͤnglichen Koͤpfen nicht ſteht, und ſo hat er dieſes Coſtuͤm nie wieder angelegt.“","norm":"Aber der Turban hat ihm nicht gestanden, wie er denn allen länglichen Köpfen nicht steht, und so hat er dieses Kostüm nie wieder angelegt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7484002113342285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1000,"date":1836,"orig":"„Die Peſtkranken aber hat er wirklich beſucht, und zwar um ein Beyſpiel zu geben, daß man die Peſt uͤberwinden koͤnne, wenn man die Furcht zu uͤberwinden faͤhig ſey.","norm":"„Die Pestkranken aber hat er wirklich besucht, und zwar um ein Beispiel zu geben, dass man die Pest überwinden könne, wenn man die Furcht zu überwinden fähig sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.66890001296997} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1001,"date":1836,"orig":"Und er hat Recht! —","norm":"Und er hat Recht! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.596700191497803} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1002,"date":1836,"orig":"Ich kann aus meinem eigenen Leben ein Factum erzaͤhlen, wo ich bey einem Faulfieber der Anſteckung unvermeidlich ausgeſetzt war, und wo ich bloß durch einen entſchiedenen Willen die Krankheit von mir abwehrte.","norm":"Ich kann aus meinem eigenen Leben ein Faktum erzählen, wo ich bei einem Faulfieber der Ansteckung unvermeidlich ausgesetzt war, und wo ich bloß durch einen entschiedenen Willen die Krankheit von mir abwehrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.106100082397461} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1003,"date":1836,"orig":"Es iſt unglaublich, was in ſolchen Faͤllen der moraliſche Wille vermag!","norm":"Es ist unglaublich, was in solchen Fällen der moralische Wille vermag!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.386499881744385} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1004,"date":1836,"orig":"Er durchdringt gleichſam den Koͤrper und ſetzt ihn in einen activen Zuſtand, der alle ſchaͤdlichen Einfluͤſſe zuruͤckſchlaͤgt.","norm":"Er durchdringt gleichsam den Körper und setzt ihn in einen aktiven Zustand, der alle schädlichen Einflüsse zurückschlägt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.767499923706054} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1005,"date":1836,"orig":"Die Furcht dagegen iſt ein Zuſtand traͤger Schwaͤche und Empfaͤnglichkeit, wo es jedem Feinde leicht wird, von uns Beſitz zu nehmen.","norm":"Die Furcht dagegen ist ein Zustand träger Schwäche und Empfänglichkeit, wo es jedem Feinde leicht wird, von uns Besitz zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.397999763488769} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1006,"date":1836,"orig":"Das kannte Napoleon zu gut, und er wußte, daß er nichts wagte, ſeiner Armee ein impoſantes Beyſpiel zu geben.“","norm":"Das kannte Napoleon zu gut, und er wusste, dass er nichts wagte, seiner Armee ein imposantes Beispiel zu geben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.047399997711182} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1007,"date":1836,"orig":"„Aber, fuhr Goethe ſehr heiter ſcherzend fort, habt Reſpect!","norm":"„Aber, fuhr Goethe sehr heiter scherzend fort, habt Respekt!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.919000148773193} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1008,"date":1836,"orig":"Napoleon hatte in ſeiner Feldbibliothek was fuͤr ein Buch? — meinen Werther!“ —","norm":"Napoleon hatte in seiner Feldbibliothek was für ein Buch? — meinen Werther!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.245100021362305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1009,"date":1836,"orig":"Daß er ihn gut ſtudirt gehabt, ſagte ich, ſieht man bey ſeinem Lever in Erfurt.","norm":"Dass er ihn gut studiert gehabt, sagte ich, sieht man bei seinem Lever in Erfurt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.397799968719482} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1010,"date":1836,"orig":"„Er hatte ihn ſtudirt wie ein Criminalrichter ſeine Acten, ſagte Goethe, und in dieſem Sinne ſprach er auch mit mir daruͤber.“","norm":"„Er hatte ihn studiert wie ein Kriminalrichter seine Akten, sagte Goethe, und in diesem Sinne sprach er auch mit mir darüber .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.81850004196167} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1011,"date":1836,"orig":"„Es findet ſich in dem Werke des Herrn Bourrienne eine Liſte der Buͤcher, die Napoleon in Egypten bey ſich gefuͤhrt, worunter denn auch der Werther ſteht.","norm":"„Es findet sich in dem Werke des Herrn Bourrienne eine Liste der Bücher, die Napoleon in Ägypten bei sich geführt, worunter denn auch der Werther steht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.497200012207031} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1012,"date":1836,"orig":"Das Merkwuͤrdige an dieſer Liſte aber iſt, wie die Buͤcher unter verſchiedenen Rubriken claſſificirt werden.","norm":"Das Merkwürdige an dieser Liste aber ist, wie die Bücher unter verschiedenen Rubriken klassifiziert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.569200038909912} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1013,"date":1836,"orig":"Unter der Aufſchrift Politique z. B. finden wir aufgefuͤhrt:","norm":"Unter der Aufschrift Politique z. B. finden wir aufgeführt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.43120002746582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1014,"date":1836,"orig":"Le vieux testament, le nouveau testament, le coran, woraus man denn ſieht, aus welchem Geſichtspunct Napoleon die religioͤſen Dinge angeſehen.“","norm":"Le vieux Testament, le nouveau Testament, le Koran, woraus man denn sieht, aus welchem Gesichtspunkt Napoleon die religiösen Dinge angesehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.361700057983398} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1015,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte uns noch manches Intereſſante aus dem Buche, das ihn beſchaͤftigte.","norm":"Goethe erzählte uns noch manches Interessante aus dem Buche, das ihn beschäftigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.171199798583984} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1016,"date":1836,"orig":"Unter andern auch kam zur Sprache, wie Napoleon mit der Armee, an der Spitze des rothen Meeres, zur Zeit der Ebbe durch einen Theil des trockenen Meerbettes gegangen, aber von der Fluth eingeholt worden ſey, ſo daß die letzte Mannſchaft bis unter die Arme im Waſſer habe waten muͤſſen, und es alſo mit dieſem Wageſtuͤck faſt ein pharaoniſches Ende genommen haͤtte.","norm":"Unter anderen auch kam zur Sprache, wie Napoleon mit der Armee, an der Spitze des Roten Meeres, zur Zeit der Ebbe durch einen Teil des trockenen Meerbettes gegangen, aber von der Flut eingeholt worden sei, so dass die letzte Mannschaft bis unter die Arme im Wasser habe waten müssen, und es also mit diesem Wagestück fast ein pharaonisches Ende genommen hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.304800033569336} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1017,"date":1836,"orig":"Bey dieſer Gelegenheit ſagte Goethe manches Neue uͤber das Herankommen der Fluth.","norm":"Bei dieser Gelegenheit sagte Goethe manches Neue über das Herankommen der Flut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.134600162506103} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1018,"date":1836,"orig":"Er verglich es mit den Wolken, die uns nicht aus weiter Ferne kommen, ſondern die an allen Orten zugleich entſtehen, und ſich uͤberall gleichmaͤßig fortſchieben.","norm":"Er verglich es mit den Wolken, die uns nicht aus weiter Ferne kommen, sondern die an allen Orten zugleich entstehen, und sich überall gleichmäßig fortschieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.267499923706055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1019,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 8. April 1829.","norm":"Mittwoch, den 8. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.4567999839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1020,"date":1836,"orig":"Goethe ſaß ſchon am gedeckten Tiſch, als ich hereintrat; er empfing mich ſehr heiter.","norm":"Goethe saß schon am gedeckten Tisch, als ich hereintrat; er empfing mich sehr heiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.981199979782104} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1021,"date":1836,"orig":"„Ich habe einen Brief erhalten, ſagte er, woher?","norm":"„Ich habe einen Brief erhalten, sagte er, woher?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.132999897003174} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1022,"date":1836,"orig":"— Von Rom!","norm":"— Von Rom!","lang_fastText":"uk","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.578999996185303} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1023,"date":1836,"orig":"Aber von wem? —","norm":"Aber von wem? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.935200214385986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1024,"date":1836,"orig":"Vom Koͤnig von Bayern.“","norm":"Vom König von Bayern .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.041200160980225} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1025,"date":1836,"orig":"Ich theile Ihre Freude, ſagte ich.","norm":"Ich teile Ihre Freude, sagte ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.208000183105469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1026,"date":1836,"orig":"Aber iſt es nicht eigen, ich habe mich ſeit einer Stunde auf einem Spaziergange ſehr lebhaft mit dem Koͤnige von Bayern in Gedanken beſchaͤftigt, und nun erfahre ich dieſe angenehme Nachricht.","norm":"Aber ist es nicht eigen, ich habe mich seit einer Stunde auf einem Spaziergange sehr lebhaft mit dem Könige von Bayern in Gedanken beschäftigt, und nun erfahre ich diese angenehme Nachricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.336900234222412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1027,"date":1836,"orig":"„Es kuͤndigt ſich oft etwas in unſerm Innern an, ſagte Goethe.","norm":"„Es kündigt sich oft etwas in unserem Inneren an, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.871399879455566} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1028,"date":1836,"orig":"Dort liegt der Brief, nehmen Sie, ſetzen Sie ſich zu mir her und leſen Sie.“","norm":"Dort liegt der Brief, nehmen Sie, setzen Sie sich zu mir her und lesen Sie .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.324100017547607} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1029,"date":1836,"orig":"Ich nahm den Brief, Goethe nahm die Zeitung, und ſo las ich denn ganz ungeſtoͤrt die Koͤniglichen Worte.","norm":"Ich nahm den Brief, Goethe nahm die Zeitung, und so las ich denn ganz ungestört die königlichen Worte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100299835205078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1030,"date":1836,"orig":"Der Brief war datirt:","norm":"Der Brief war datiert:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3769001960754395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1031,"date":1836,"orig":"Rom, den 26. Maͤrz 1829, und mit einer ſtattlichen Hand ſehr deutlich geſchrieben.","norm":"Rom, den 26. März 1829, und mit einer stattlichen Hand sehr deutlich geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.503499984741211} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1032,"date":1836,"orig":"Der Koͤnig meldete Goethen, daß er ſich in Rom ein Beſitzthum gekauft, und zwar die Villa di Malta mit anliegenden Gaͤrten, in der Naͤhe der Villa Ludoviſi, am nordweſtlichen Ende der Stadt, auf einem Huͤgel gelegen, ſo daß er das ganze Rom uͤberſchauen koͤnne und gegen Nordoſt einen freyen Anblick von Sanct Peter habe.","norm":"Der König meldete Goethen, dass er sich in Rom ein Besitztum gekauft, und zwar die Villa di Malta mit anliegenden Gärten, in der Nähe der Villa Ludovisi, am nordwestlichen Ende der Stadt, auf einem Hügel gelegen, so dass er das ganze Rom überschauen könne und gegen Nordost einen freien Anblick von Sankt Peter habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.925899982452392} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1033,"date":1836,"orig":"„Es iſt eine Ausſicht, ſchreibt er, welche zu genießen man weit reiſen wuͤrde, und die ich nun bequem zu jeder Stunde des Tages aus den Fenſtern meines Eigenthums habe.“","norm":"„Es ist eine Aussicht, schreibt er, welche zu genießen man weit reisen würde, und die ich nun bequem zu jeder Stunde des Tages aus den Fenstern meines Eigentums habe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.399700164794922} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1034,"date":1836,"orig":"Er faͤhrt fort ſich gluͤcklich zu preiſen, nun in Rom auf eine ſo ſchoͤne Weiſe anſaͤſſig zu ſeyn.","norm":"Er fährt fort sich glücklich zu preisen, nun in Rom auf eine so schöne Weise ansässig zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.015100002288818} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1035,"date":1836,"orig":"„Ich hatte Rom in zwoͤlf Jahren nicht geſehen, ſchreibt er, ich ſehnte mich danach wie man ſich nach einer Geliebten ſehnt; von nun an aber werde ich mit der beruhigten Empfindung zuruͤckkehren, wie man zu einer geliebten Freundin geht.","norm":"„Ich hatte Rom in zwölf Jahren nicht gesehen, schreibt er, ich sehnte mich danach wie man sich nach einer Geliebten sehnt; von nun an aber werde ich mit der beruhigten Empfindung zurückkehren, wie man zu einer geliebten Freundin geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7421998977661133} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1036,"date":1836,"orig":"Von den erhabenen Kunſtſchaͤtzen und Gebaͤuden ſpricht er ſodann mit der Begeiſterung eines Kenners, dem das wahrhaft Schoͤne und deſſen Foͤrderung am Herzen liegt, und der jede Abweichung vom guten Geſchmack lebhaft empfindet.","norm":"Von den erhabenen Kunstschätzen und Gebäuden spricht er sodann mit der Begeisterung eines Kenners, dem das wahrhaft Schöne und dessen Förderung am Herzen liegt, und der jede Abweichung vom guten Geschmack lebhaft empfindet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.213399887084961} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1037,"date":1836,"orig":"Überall war der Brief durchweg ſo ſchoͤn und menſchlich empfunden und ausgedruͤckt, wie man es von ſo hohen Perſonen nicht erwartet.","norm":"Überall war der Brief durchweg so schön und menschlich empfunden und ausgedrückt, wie man es von so hohen Personen nicht erwartet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.556099891662598} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1038,"date":1836,"orig":"Ich aͤußerte meine Freude daruͤber gegen Goethe.","norm":"Ich äußerte meine Freude darüber gegen Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.420199871063232} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1039,"date":1836,"orig":"„Da ſehen Sie einen Monarchen, ſagte er, der neben der Koͤniglichen Majeſtaͤt ſeine angeborene ſchoͤne Menſchennatur gerettet hat.","norm":"„Da sehen Sie einen Monarchen, sagte er, der neben der königlichen Majestät seine angeborene schöne Menschennatur gerettet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.662300109863281} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1040,"date":1836,"orig":"Es iſt eine ſeltene Erſcheinung und deßhalb um ſo erfreulicher.“","norm":"Es ist eine seltene Erscheinung und deshalb um so erfreulicher .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.535900115966797} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1041,"date":1836,"orig":"Ich ſah wieder in den Brief und fand noch einige treffliche Stellen.","norm":"Ich sah wieder in den Brief und fand noch einige treffliche Stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827499866485596} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1042,"date":1836,"orig":"„Hier in Rom, ſchreibt der Koͤnig, erhole ich mich von den Sorgen des Thrones; die Kunſt, die Natur, ſind meine taͤglichen Genuͤſſe, Kuͤnſtler meine Tiſchgenoſſen.“","norm":"„Hier in Rom, schreibt der König, erhole ich mich von den Sorgen des Thrones; die Kunst, die Natur, sind meine täglichen Genüsse, Künstler meine Tischgenossen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.252999782562256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1043,"date":1836,"orig":"Er ſchreibt auch, wie er oft an dem Hauſe vorbeygehe wo Goethe gewohnt, und wie er dabey ſeiner gedenke.","norm":"Er schreibt auch, wie er oft an dem Hause vorbeigehe wo Goethe gewohnt, und wie er dabei seiner gedenke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.692699909210205} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1044,"date":1836,"orig":"Aus den roͤmiſchen Elegieen ſind einige Stellen angefuͤhrt, woraus man ſieht, daß der Koͤnig ſie gut im Gedaͤchtniß hat und ſie in Rom, an Ort und Stelle, von Zeit zu Zeit wieder leſen mag.","norm":"Aus den römischen Elegien sind einige Stellen angeführt, woraus man sieht, dass der König sie gut im Gedächtnis hat und sie in Rom, an Ort und Stelle, von Zeit zu Zeit wieder lesen mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8457999229431152} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1045,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe, die Elegieen liebt er beſonders; er hat mich hier viel damit geplagt, ich ſollte ihm ſagen was an dem Factum ſey, weil es in den Gedichten ſo anmuthig erſcheint, als waͤre wirklich was Rechtes daran geweſen.","norm":"„Ja, sagte Goethe, die Elegien liebt er besonders; er hat mich hier viel damit geplagt, ich sollte ihm sagen was an dem Faktum sei, weil es in den Gedichten so anmutig erscheint, als wäre wirklich was Rechtes daran gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.428100109100342} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1046,"date":1836,"orig":"Man bedenkt aber ſelten, daß der Poet meiſtens aus geringen Anlaͤſſen was Gutes zu machen weiß.“","norm":"Man bedenkt aber selten, dass der Poet meistens aus geringen Anlässen was Gutes zu machen weiß .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.968400001525879} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1047,"date":1836,"orig":"„Ich wollte nur, fuhr Goethe fort, daß des Koͤnigs Gedichte jetzt dawaͤren, damit ich in meiner Antwort etwas daruͤber ſagen koͤnnte.","norm":"„Ich wollte nur, fuhr Goethe fort, dass des Königs Gedichte jetzt dawären, damit ich in meiner Antwort etwas darüber sagen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.611299991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1048,"date":1836,"orig":"Nach dem Wenigen zu ſchließen was ich von ihm geleſen, werden die Gedichte gut ſeyn.","norm":"Nach dem Wenigen zu schließen was ich von ihm gelesen, werden die Gedichte gut sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.79640007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1049,"date":1836,"orig":"In der Form und Behandlung hat er viel von Schiller, und wenn er nun, in ſo praͤchtigem Gefaͤß, uns den Gehalt eines hohen Gemuͤthes zu geben hat, ſo laͤßt ſich mit Recht viel Treffliches erwarten.“","norm":"In der Form und Behandlung hat er viel von Schiller, und wenn er nun, in so prächtigem Gefäß, uns den Gehalt eines hohen Gemütes zu geben hat, so lässt sich mit Recht viel Treffliches erwarten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.847700119018555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1050,"date":1836,"orig":"„Indeſſen freue ich mich, daß der Koͤnig ſich in Rom ſo huͤbſch angekauft hat.","norm":"„Indessen freue ich mich, dass der König sich in Rom so hübsch angekauft hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.977799892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1051,"date":1836,"orig":"Ich kenne die Villa, die Lage iſt ſehr ſchoͤn, und die deutſchen Kuͤnſtler wohnen alle in der Naͤhe.“","norm":"Ich kenne die Villa, die Lage ist sehr schön, und die deutschen Künstler wohnen alle in der Nähe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.06850004196167} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1052,"date":1836,"orig":"Der Bediente wechſelte die Teller, und Goethe ſagte ihm, daß er den großen Kupferſtich von Rom im Decken-Zimmer am Boden ausbreiten moͤge.","norm":"Der Bediente wechselte die Teller, und Goethe sagte ihm, dass er den großen Kupferstich von Rom im Decken-Zimmer am Boden ausbreiten möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.913300037384033} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1053,"date":1836,"orig":"„Ich will Ihnen doch zeigen, an welch einem ſchoͤnen Platz der Koͤnig ſich angekauft hat, damit Sie ſich die Localitaͤt gehoͤrig denken moͤgen.“","norm":"„Ich will Ihnen doch zeigen, an welch einem schönen Platz der König sich angekauft hat, damit Sie sich die Lokalität gehörig denken mögen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.648900032043457} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1054,"date":1836,"orig":"Ich fuͤhlte mich Goethen ſehr verbunden.","norm":"Ich fühlte mich Goethen sehr verbunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.691400051116943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1055,"date":1836,"orig":"Geſtern Abend, verſetzte ich, habe ich die Claudine von Villa Bella geleſen und mich ſehr daran erbauet.","norm":"Gestern Abend, versetzte ich, habe ich die Claudine von Villa Bella gelesen und mich sehr daran erbauet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.573200225830078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1056,"date":1836,"orig":"Es iſt ſo gruͤndlich in der Anlage, und ſo verwegen, locker, frech und froh in der Erſcheinung, daß ich den lebhaften Wunſch fuͤhle, es auf dem Theater zu ſehen.","norm":"Es ist so gründlich in der Anlage, und so verwegen, locker, frech und froh in der Erscheinung, dass ich den lebhaften Wunsch fühle, es auf dem Theater zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.085899829864502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1057,"date":1836,"orig":"„Wenn es gut geſpielt wird, ſagte Goethe, macht es ſich gar nicht ſchlecht.“","norm":"„Wenn es gut gespielt wird, sagte Goethe, macht es sich gar nicht schlecht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.317500114440918} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1058,"date":1836,"orig":"Ich habe ſchon in Gedanken das Stuͤck beſetzt, ſagte ich, und die Rollen vertheilt.","norm":"Ich habe schon in Gedanken das Stück besetzt, sagte ich, und die Rollen verteilt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.18310022354126} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1059,"date":1836,"orig":"Herr Genaſt muͤßte den Rugantino machen, er iſt fuͤr die Rolle wie geſchaffen.","norm":"Herr Genast müsste den Rugantino machen, er ist für die Rolle wie geschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.311699867248535} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1060,"date":1836,"orig":"Herr Franke den Don Pedro, denn er iſt von einem aͤhnlichen Wuchs, und es iſt gut, wenn zwey Bruͤder ſich ein wenig gleich ſind.","norm":"Herr Franke den Don Pedro, denn er ist von einem ähnlichen Wuchs, und es ist gut, wenn zwei Brüder sich ein wenig gleich sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.564000129699707} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1061,"date":1836,"orig":"Herr La Roche den Basko, der dieſer Rolle, durch treffliche Maske und Kunſt, den wilden Anſtrich geben wuͤrde, deſſen ſie bedarf.","norm":"Herr La Roche den Basko, der dieser Rolle, durch treffliche Maske und Kunst, den wilden Anstrich geben würde, dessen sie bedarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.303299903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1062,"date":1836,"orig":"„Madam Eberwein, fuhr Goethe fort, daͤchte ich, waͤre eine ſehr gute Lucinde, und Demoiſelle Schmidt machte die Claudine.","norm":"„Madam Eberwein, fuhr Goethe fort, dächte ich, wäre eine sehr gute Lucinde, und Demoiselle Schmidt machte die Claudine.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049799919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1063,"date":1836,"orig":"Zum Alonzo, ſagte ich, muͤßten wir eine ſtattliche Figur haben, mehr einen guten Schauſpieler als Saͤnger, und ich daͤchte, Herr Oels oder Herr Graff wuͤrden da am Platze ſeyn.","norm":"Zum Alonzo, sagte ich, müssten wir eine stattliche Figur haben, mehr einen guten Schauspieler als Sänger, und ich dächte, Herr Öls oder Herr Graf würden da am Platze sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817399978637695} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1064,"date":1836,"orig":"Von wem iſt denn die Oper componirt, und wie iſt die Muſik?","norm":"Von wem ist denn die Oper komponiert, und wie ist die Musik?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.568900108337402} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1065,"date":1836,"orig":"„Von Reichardt, antwortete Goethe, und zwar iſt die Muſik vortrefflich.","norm":"„Von Reichardt, antwortete Goethe, und zwar ist die Musik vortrefflich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.980299949645996} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1066,"date":1836,"orig":"Nur iſt die Inſtrumentirung, dem Geſchmack der fruͤheren Zeit gemaͤß, ein wenig ſchwach.","norm":"Nur ist die Instrumentierung, dem Geschmack der früheren Zeit gemäß, ein wenig schwach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.248799800872803} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1067,"date":1836,"orig":"Man muͤßte jetzt in dieſer Hinſicht etwas nachhelfen, und die Inſtrumentirung ein wenig ſtaͤrker und voller machen.","norm":"Man müsste jetzt in dieser Hinsicht etwas nachhelfen, und die Instrumentierung ein wenig stärker und voller machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.790299892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1068,"date":1836,"orig":"Unſer Lied: Cupido, loſer, eigenſinniger Knabe ꝛc. iſt dem Componiſten ganz beſonders gelungen.“","norm":"Unser Lied: Cupido, loser, eigensinniger Knabe etc. ist dem Komponisten ganz besonders gelungen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.072199821472168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1069,"date":1836,"orig":"Es iſt eigen an dieſem Liede, ſagte ich, daß es in eine Art behaglich traͤumeriſche Stimmung verſetzt, wenn man es ſich recitirt.","norm":"Es ist eigen an diesem Liede, sagte ich, dass es in eine Art behaglich träumerische Stimmung versetzt, wenn man es sich rezitiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.115099906921387} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1070,"date":1836,"orig":"„Es iſt aus einer ſolchen Stimmung hervorgegangen, ſagte Goethe, und da iſt denn auch mit Recht die Wirkung eine ſolche.“","norm":"„Es ist aus einer solchen Stimmung hervorgegangen, sagte Goethe, und da ist denn auch mit Recht die Wirkung eine solche .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92140007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1071,"date":1836,"orig":"Wir hatten abgeſpeiſt.","norm":"Wir hatten abgespeist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"tr","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.6149001121521} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1072,"date":1836,"orig":"Friedrich kam und meldete, daß er den Kupferſtich von Rom im Deckenzimmer ausgebreitet habe.","norm":"Friedrich kam und meldete, dass er den Kupferstich von Rom im Deckenzimmer ausgebreitet habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.679299831390381} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1073,"date":1836,"orig":"Wir gingen ihn zu betrachten.","norm":"Wir gingen ihn zu betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.992300033569336} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1074,"date":1836,"orig":"Das Bild der großen Weltſtadt lag vor uns; Goethe fand ſehr bald die Villa Ludoviſi und in der Naͤhe den neuen Beſitz des Koͤnigs, die Villa di Malta.","norm":"Das Bild der großen Weltstadt lag vor uns; Goethe fand sehr bald die Villa Ludovisi und in der Nähe den neuen Besitz des Königs, die Villa di Malta.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4095001220703125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1075,"date":1836,"orig":"„Sehen Sie, ſagte Goethe, was das fuͤr eine Lage iſt! —","norm":"„Sehen Sie, sagte Goethe, was das für eine Lage ist! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.341899871826172} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1076,"date":1836,"orig":"Das ganze Rom ſtreckt ſich ausgebreitet vor Ihnen hin, der Huͤgel iſt ſo hoch, daß Sie gegen Mittag und Morgen uͤber die Stadt hinausſehen.","norm":"Das ganze Rom streckt sich ausgebreitet vor Ihnen hin, der Hügel ist so hoch, dass Sie gegen Mittag und Morgen über die Stadt hinaussehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.202700138092041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1077,"date":1836,"orig":"Ich bin in dieſer Villa geweſen und habe oft den Anblick aus dieſen Fenſtern genoſſen.","norm":"Ich bin in dieser Villa gewesen und habe oft den Anblick aus diesen Fenstern genossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9662001132965092} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1078,"date":1836,"orig":"Hier, wo die Stadt jenſeit der Tiber gegen Nordoſt ſpitz auslaͤuft, liegt Sanct Peter, und hier der Vatikan in der Naͤhe.","norm":"Hier, wo die Stadt jenseits der Tiber gegen Nordost spitz ausläuft, liegt Sankt Peter, und hier der Vatikan in der Nähe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.235400199890137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1079,"date":1836,"orig":"Sie ſehen, der Koͤnig hat aus den Fenſtern ſeiner Villa den Fluß heruͤber eine freye Anſicht dieſer Gebaͤude.","norm":"Sie sehen, der König hat aus den Fenstern seiner Villa den Fluss herüber eine freie Ansicht dieser Gebäude.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.434599876403809} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1080,"date":1836,"orig":"Der lange Weg hier, von Norden herein zur Stadt, kommt aus Deutſchland; das iſt die Porta del Populo; in einer dieſer erſten Straßen zum Thor herein wohnte ich, in einem Eckhauſe.","norm":"Der lange Weg hier, von Norden herein zur Stadt, kommt aus Deutschland; das ist die Porta del Populo; in einer dieser ersten Straßen zum Tor herein wohnte ich, in einem Eckhause.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.106299877166748} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1081,"date":1836,"orig":"Man zeigt jetzt ein anderes Gebaͤude in Rom, wo ich gewohnt haben ſoll, es iſt aber nicht das rechte.","norm":"Man zeigt jetzt ein anderes Gebäude in Rom, wo ich gewohnt haben soll, es ist aber nicht das rechte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.529599905014038} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1082,"date":1836,"orig":"Aber es thut nichts; ſolche Dinge ſind im Grunde gleichguͤltig, und man muß der Tradition ihren Lauf laſſen.“","norm":"Aber es tut nichts; solche Dinge sind im Grunde gleichgültig, und man muss der Tradition ihren Lauf lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502200126647949} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1083,"date":1836,"orig":"Wir gingen wieder in unſer Zimmer zuruͤck.","norm":"Wir gingen wieder in unser Zimmer zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5998001098632812} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1084,"date":1836,"orig":"— Der Canzler, ſagte ich, wird ſich uͤber den Brief des Koͤnigs freuen.","norm":"— Der Kanzler, sagte ich, wird sich über den Brief des Königs freuen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.179800033569336} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1085,"date":1836,"orig":"„Er ſoll ihn ſehen,“ ſagte Goethe.","norm":"„Er soll ihn sehen,“ sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.28249979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1086,"date":1836,"orig":"„Wenn ich in den Nachrichten von Paris die Reden und Debatten in den Kammern leſe, fuhr Goethe fort, muß ich immer an den Canzler denken, und zwar daß er dort recht in ſeinem Element und an ſeinem Platz ſeyn wuͤrde.","norm":"„Wenn ich in den Nachrichten von Paris die Reden und Debatten in den Kammern lese, fuhr Goethe fort, muss ich immer an den Kanzler denken, und zwar dass er dort recht in seinem Element und an seinem Platz sein würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.232200145721435} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1087,"date":1836,"orig":"Denn es gehoͤrt zu einer ſolchen Stelle nicht allein, daß man geſcheidt ſey, ſondern daß man auch den Trieb und die Luſt zu reden habe, welches ſich doch Beydes in unſerm Canzler vereinigt.","norm":"Denn es gehört zu einer solchen Stelle nicht allein, dass man gescheit sei, sondern dass man auch den Trieb und die Lust zu reden habe, welches sich doch Beides in unserem Kanzler vereinigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.197100162506103} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1088,"date":1836,"orig":"Napoleon hatte auch dieſen Trieb zu reden, und wenn er nicht reden konnte, mußte er ſchreiben oder dictiren.","norm":"Napoleon hatte auch diesen Trieb zu reden, und wenn er nicht reden konnte, musste er schreiben oder diktieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.734800100326538} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1089,"date":1836,"orig":"Auch bey Bluͤcher finden wir, daß er gerne redete, und zwar gut und mit Nachdruck, welches Talent er in der Loge ausgebildet hatte.","norm":"Auch bei Blücher finden wir, dass er gerne redete, und zwar gut und mit Nachdruck, welches Talent er in der Loge ausgebildet hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.208600044250488} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1090,"date":1836,"orig":"Auch unſer Großherzog redete gerne, obgleich er lakoniſcher Natur war, und wenn er nicht reden konnte, ſo ſchrieb er.","norm":"Auch unser Großherzog redete gerne, obgleich er lakonischer Natur war, und wenn er nicht reden konnte, so schrieb er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.125599861145019} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1091,"date":1836,"orig":"Er hat manche Abhandlung, manches Geſetz abgefaßt, und zwar meiſtentheils gut.","norm":"Er hat manche Abhandlung, manches Gesetz abgefasst, und zwar meistenteils gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.886099815368652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1092,"date":1836,"orig":"Nur hat ein Fuͤrſt nicht die Zeit und die Ruhe, ſich in allen Dingen die noͤthige Kenntniß des Details zu verſchaffen.","norm":"Nur hat ein Fürst nicht die Zeit und die Ruhe, sich in allen Dingen die nötige Kenntnis des Details zu verschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.030499935150146} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1093,"date":1836,"orig":"So hatte er in ſeiner letzten Zeit noch eine Ordnung gemacht, wie man reſtaurirte Gemaͤlde bezahlen ſolle.","norm":"So hatte er in seiner letzten Zeit noch eine Ordnung gemacht, wie man restaurierte Gemälde bezahlen solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.770199775695801} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1094,"date":1836,"orig":"Der Fall war ſehr artig.","norm":"Der Fall war sehr artig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.626999855041504} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1095,"date":1836,"orig":"Denn wie die Fuͤrſten ſind, ſo hatte er die Beurtheilung der Reſtaurationskoſten mathematiſch auf Maß und Zahlen feſtgeſetzt.","norm":"Denn wie die Fürsten sind, so hatte er die Beurteilung der Restaurationskosten mathematisch auf Maß und Zahlen festgesetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.954599857330322} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1096,"date":1836,"orig":"Die Reſtauration, hatte er verordnet, ſoll fußweiſe bezahlt werden.","norm":"Die Restauration, hatte er verordnet, soll fußweise bezahlt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6828999519348145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1097,"date":1836,"orig":"Haͤlt ein reſtaurirtes Gemaͤlde zwoͤlf Quadratfuß, ſo ſind zwoͤlf Thaler zu zahlen; haͤlt es vier, ſo zahlet vier.","norm":"Hält ein restauriertes Gemälde zwölf Quadratfuß, so sind zwölf Taler zu zahlen; hält es vier, so zahlet vier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.9222002029418945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1098,"date":1836,"orig":"Dieß war fuͤrſtlich verordnet, aber nicht kuͤnſtleriſch.","norm":"Dies war fürstlich verordnet, aber nicht künstlerisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.90749979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1099,"date":1836,"orig":"Denn ein Gemaͤlde von zwoͤlf Quadratfuß kann in einem Zuſtande ſeyn, daß es mit geringer Muͤhe an einem Tage zu reſtauriren waͤre; ein anderes aber von vier, kann ſich der Art befinden, daß zu deſſen Reſtauration kaum der Fleiß und die Muͤhe einer ganzen Woche hinreichen.","norm":"Denn ein Gemälde von zwölf Quadratfuß kann in einem Zustande sein, dass es mit geringer Mühe an einem Tage zu restaurieren wäre; ein anderes aber von vier, kann sich der Art befinden, dass zu dessen Restauration kaum der Fleiß und die Mühe einer ganzen Woche hinreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.396500110626221} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1100,"date":1836,"orig":"Aber die Fuͤrſten lieben als gute Militairs mathematiſche Beſtimmungen, und gehen gerne nach Maß und Zahl großartig zu Werke.“","norm":"Aber die Fürsten lieben als gute Militärs mathematische Bestimmungen, und gehen gerne nach Maß und Zahl großartig zu Werke .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.022799968719482} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1101,"date":1836,"orig":"Ich freute mich dieſer Anecdote.","norm":"Ich freute mich dieser Anekdote.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9679999351501465} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1102,"date":1836,"orig":"Sodann ſprachen wir noch Manches uͤber Kunſt und derartige Gegenſtaͤnde.","norm":"Sodann sprachen wir noch Manches über Kunst und derartige Gegenstände.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.483799934387207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1103,"date":1836,"orig":"„Ich beſitze Handzeichnungen, ſagte Goethe, nach Gemaͤlden von Raphael und Dominichin, woruͤber Meyer eine merkwuͤrdige Äußerung gemacht hat, die ich Ihnen doch mittheilen will.“","norm":"„Ich besitze Handzeichnungen, sagte Goethe, nach Gemälden von Raphael und Dominichin, worüber Meyer eine merkwürdige Äußerung gemacht hat, die ich Ihnen doch mitteilen will .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.388700008392334} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1104,"date":1836,"orig":"„Die Zeichnungen, ſagte Meyer, haben etwas Ungeuͤbtes, aber man ſieht, daß derjenige, der ſie machte, ein zartes richtiges Gefuͤhl von den Bildern hatte, die vor ihm waren, welches denn in die Zeichnungen uͤbergegangen iſt, ſo daß ſie uns das Original ſehr treu vor die Seele rufen.","norm":"„Die Zeichnungen, sagte Meyer, haben etwas Ungeübtes, aber man sieht, dass derjenige, der sie machte, ein zartes richtiges Gefühl von den Bildern hatte, die vor ihm waren, welches denn in die Zeichnungen übergegangen ist, so dass sie uns das Original sehr treu vor die Seele rufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.124599933624268} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1105,"date":1836,"orig":"Wuͤrde ein jetziger Kuͤnſtler jene Bilder copiren, ſo wuͤrde er alles weit beſſer und vielleicht auch richtiger zeichnen; aber es iſt vorauszuſagen, daß ihm jene treue Empfindung des Originals fehlen, und daß alſo ſeine beſſere Zeichnung weit entfernt ſeyn wuͤrde uns von Raphael und Dominichin einen ſo reinen vollkommenen Begriff zu geben.“","norm":"Würde ein jetziger Künstler jene Bilder kopieren, so würde er alles weit besser und vielleicht auch richtiger zeichnen; aber es ist vorauszusagen, dass ihm jene treue Empfindung des Originals fehlen, und dass also seine bessere Zeichnung weit entfernt sein würde uns von Raphael und Dominichin einen so reinen vollkommenen Begriff zu geben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.204999923706055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1106,"date":1836,"orig":"„Iſt das nicht ein ſehr artiger Fall? ſagte Goethe.","norm":"„Ist das nicht ein sehr artiger Fall? sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.76039981842041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1107,"date":1836,"orig":"Es koͤnnte ein Ähnliches bey Überſetzungen Statt finden.","norm":"Es könnte ein Ähnliches bei Übersetzungen statt finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.095200061798096} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1108,"date":1836,"orig":"Voß hat z. B. ſicher eine treffliche Überſetzung vom Homer gemacht; aber es waͤre zu denken, daß jemand eine naivere, wahrere Empfindung des Originals haͤtte beſitzen und auch wiedergeben koͤnnen, ohne im Ganzen ein ſo meiſterhafter Überſetzer wie Voß zu ſeyn.“","norm":"Voß hat z. B. sicher eine treffliche Übersetzung vom Homer gemacht; aber es wäre zu denken, dass jemand eine naivere, wahrere Empfindung des Originals hätte besitzen und auch wiedergeben können, ohne im Ganzen ein so meisterhafter Übersetzer wie Voß zu sein .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.267600059509277} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1109,"date":1836,"orig":"Ich fand dieſes alles ſehr gut und wahr und ſtimmte vollkommen bey.","norm":"Ich fand dieses alles sehr gut und wahr und stimmte vollkommen bei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196599960327148} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1110,"date":1836,"orig":"Da das Wetter ſchoͤn und die Sonne noch hoch am Himmel war, ſo gingen wir ein wenig in den Garten hinab, wo Goethe zunaͤchſt einige Baumzweige in die Hoͤhe binden ließ, die zu tief in die Wege herabhingen.","norm":"Da das Wetter schön und die Sonne noch hoch am Himmel war, so gingen wir ein wenig in den Garten hinab, wo Goethe zunächst einige Baumzweige in die Höhe binden ließ, die zu tief in die Wege herabhingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8117001056671143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1111,"date":1836,"orig":"Die gelben Crokus bluͤhten ſehr kraͤftig.","norm":"Die gelben Krokus blühten sehr kräftig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.353799819946289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1112,"date":1836,"orig":"Wir blickten auf die Blumen und dann auf den Weg, wo wir denn vollkommen violette Bilder hatten.","norm":"Wir blickten auf die Blumen und dann auf den Weg, wo wir denn vollkommen violette Bilder hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.690400123596191} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1113,"date":1836,"orig":"„Sie meinten neulich, ſagte Goethe, daß das Gruͤne und Rothe ſich gegenſeitig beſſer hervorrufe als das Gelbe und Blaue, indem jene Farben auf einer hoͤherer Stufe ſtanden und deßhalb vollkommener, geſaͤttigter und wirkſamer waͤren als dieſe.","norm":"„Sie meinten neulich, sagte Goethe, dass das Grüne und Rote sich gegenseitig besser hervorrufe als das Gelbe und Blaue, indem jene Farben auf einer höherer Stufe standen und deshalb vollkommener, gesättigter und wirksamer wären als diese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906400203704834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1114,"date":1836,"orig":"— Ich kann das nicht zugeben.","norm":"— Ich kann das nicht zugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.110199928283691} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1115,"date":1836,"orig":"Jede Farbe, ſobald ſie ſich dem Auge entſchieden darſtellt, wirkt zur Hervorrufung der geforderten gleich kraͤftig; es kommt bloß darauf an, daß unſer Auge in der rechten Stimmung, daß ein zu helles Sonnenlicht nicht hindere, und daß der Boden zur Aufnahme des geforderten Bildes nicht unguͤnſtig ſey.","norm":"Jede Farbe, sobald sie sich dem Auge entschieden darstellt, wirkt zur Hervorrufung der geforderten gleich kräftig; es kommt bloß darauf an, dass unser Auge in der rechten Stimmung, dass ein zu helles Sonnenlicht nicht hindere, und dass der Boden zur Aufnahme des geforderten Bildes nicht ungünstig sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.597899913787842} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1116,"date":1836,"orig":"Überall muß man ſich huͤten, bey den Farben zu zarte Unterſcheidungen und Beſtimmungen zu machen, indem man gar zu leicht der Gefahr ausgeſetzt wird, vom Weſentlichen ins Unweſentliche, vom Wahren in die Irre, und vom Einfachen in die Verwickelung gefuͤhrt zu werden.“","norm":"Überall muss man sich hüten, bei den Farben zu zarte Unterscheidungen und Bestimmungen zu machen, indem man gar zu leicht der Gefahr ausgesetzt wird, vom Wesentlichen ins Unwesentliche, vom Wahren in die Irre, und vom Einfachen in die Verwickelung geführt zu werden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.513700008392334} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1117,"date":1836,"orig":"Ich merkte mir dieſes als eine gute Lehre in meinen Studien.","norm":"Ich merkte mir dieses als eine gute Lehre in meinen Studien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326300144195557} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1118,"date":1836,"orig":"Indeſſen war die Zeit des Theaters herangeruͤckt und ich ſchickte mich an zu gehen.","norm":"Indessen war die Zeit des Theaters herangerückt und ich schickte mich an zu gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.536900043487549} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1119,"date":1836,"orig":"„Sehen Sie zu, ſagte Goethe lachend, indem er mich entließ, daß Sie die Schreckniſſe der dreyßig Jahre aus dem Leben eines Spielers heute gut uͤberſtehen.“","norm":"„Sehen Sie zu, sagte Goethe lachend, indem er mich entließ, dass Sie die Schrecknisse der dreißig Jahre aus dem Leben eines Spielers heute gut überstehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934000015258789} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1120,"date":1836,"orig":"Freytag, den 10. April 1829.","norm":"Freitag, den 10. April 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.008600234985352} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1121,"date":1836,"orig":"„In Erwartung der Suppe will ich Ihnen indeß eine Erquickung der Augen geben.“","norm":"„In Erwartung der Suppe will ich Ihnen indes eine Erquickung der Augen geben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110799789428711} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1122,"date":1836,"orig":"Mit dieſen freundlichen Worten legte Goethe mir einen Band vor, mit Landſchaften von Claude Lorrain.","norm":"Mit diesen freundlichen Worten legte Goethe mir einen Band vor, mit Landschaften von Claude Lorrain.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121799945831299} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1123,"date":1836,"orig":"Es waren die erſten, die ich von dieſem großen Meiſter geſehen.","norm":"Es waren die ersten, die ich von diesem großen Meister gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.075399875640869} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1124,"date":1836,"orig":"Der Eindruck war außerordentlich, und mein Erſtaunen und Entzuͤcken ſtieg, ſo wie ich ein folgendes und abermals ein folgendes Blatt umwendete.","norm":"Der Eindruck war außerordentlich, und mein Erstaunen und Entzücken stieg, so wie ich ein folgendes und abermals ein folgendes Blatt umwendete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9060001373291025} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1125,"date":1836,"orig":"Die Gewalt der ſchattigen Maſſen huͤben und druͤben, nicht weniger das maͤchtige Sonnenlicht aus dem Hintergrunde hervor in der Luft und deſſen Wiederglanz im Waſſer, woraus denn immer die große Klarheit und Entſchiedenheit des Eindrucks hervorging, empfand ich als ſtets wiederkehrende Kunſtmaxime des großen Meiſters.","norm":"Die Gewalt der schattigen Massen hüben und drüben, nicht weniger das mächtige Sonnenlicht aus dem Hintergrunde hervor in der Luft und dessen Wiederglanz im Wasser, woraus denn immer die große Klarheit und Entschiedenheit des Eindrucks hervorging, empfand ich als stets wiederkehrende Kunstmaxime des großen Meisters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.78849983215332} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1126,"date":1836,"orig":"So auch hatte ich mit Freude zu bewundern, wie jedes Bild durch und durch eine kleine Welt fuͤr ſich ausmachte, in der nichts exiſtirte was nicht der herrſchenden Stimmung gemaͤß war und ſie befoͤrderte.","norm":"So auch hatte ich mit Freude zu bewundern, wie jedes Bild durch und durch eine kleine Welt für sich ausmachte, in der nichts existierte was nicht der herrschenden Stimmung gemäß war und sie beförderte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.535600185394287} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1127,"date":1836,"orig":"War es ein Seehafen mit ruhenden Schiffen, thaͤtigen Fiſchern und dem Waſſer angrenzenden Prachtgebaͤuden; war es eine einſame duͤrftige Huͤgelgegend mit naſchenden Ziegen, kleinem Bach und Bruͤcke, etwas Buſchwerk und ſchattigem Baum, worunter ein ruhender Hirte die Schalmei blaͤſt; oder war es eine tieferliegende Bruchgegend mit ſtagnirendem Waſſer, das bey maͤchtiger Sommerwaͤrme die Empfindung behaglicher Kuͤhle giebt, immer war das Bild durch und durch nur Eins, nirgends die Spur von etwas Fremdem, das nicht zu dieſem Element gehoͤrte.","norm":"War es ein Seehafen mit ruhenden Schiffen, tätigen Fischern und dem Wasser angrenzenden Prachtgebäuden; war es eine einsame dürftige Hügelgegend mit naschenden Ziegen, kleinem Bach und Brücke, etwas Buschwerk und schattigem Baum, worunter ein ruhender Hirte die Schalmei bläst; oder war es eine tieferliegende Bruchgegend mit stagnierendem Wasser, das bei mächtiger Sommerwärme die Empfindung behaglicher Kühle gibt, immer war das Bild durch und durch nur Eins, nirgends die Spur von etwas Fremdem, das nicht zu diesem Element gehörte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.648499965667725} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1128,"date":1836,"orig":"„Da ſehen Sie einmal einen vollkommenen Menſchen, ſagte Goethe, der ſchoͤn gedacht und empfunden hat, und in deſſen Gemuͤth eine Welt lag, wie man ſie nicht leicht irgendwo draußen antrifft.","norm":"„Da sehen Sie einmal einen vollkommenen Menschen, sagte Goethe, der schön gedacht und empfunden hat, und in dessen Gemüt eine Welt lag, wie man sie nicht leicht irgendwo draußen antrifft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.149400234222412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1129,"date":1836,"orig":"— Die Bilder haben die hoͤchſte Wahrheit, aber keine Spur von Wirklichkeit.","norm":"— Die Bilder haben die höchste Wahrheit, aber keine Spur von Wirklichkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728499889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1130,"date":1836,"orig":"Claude Lorrain kannte die reale Welt bis ins kleinſte Detail auswendig, und er gebrauchte ſie als Mittel, um die Welt ſeiner ſchoͤnen Seele auszudruͤcken.","norm":"Claude Lorrain kannte die reale Welt bis ins kleinste Detail auswendig, und er gebrauchte sie als Mittel, um die Welt seiner schönen Seele auszudrücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.389300107955932} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1131,"date":1836,"orig":"Und das iſt eben die wahre Idealitaͤt, die ſich realer Mittel ſo zu bedienen weiß, daß das erſcheinende Wahre eine Taͤuſchung hervorbringt als ſey es wirklich.“","norm":"Und das ist eben die wahre Idealität, die sich realer Mittel so zu bedienen weiß, dass das erscheinende Wahre eine Täuschung hervorbringt als sei es wirklich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.553400039672852} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1132,"date":1836,"orig":"Ich daͤchte, ſagte ich, das waͤre ein gutes Wort, und zwar eben ſo guͤltig in der Poeſie wie in den bildenden Kuͤnſten.","norm":"Ich dächte, sagte ich, das wäre ein gutes Wort, und zwar eben so gültig in der Poesie wie in den bildenden Künsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.968499898910522} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1133,"date":1836,"orig":"„Ich ſollte meinen,“ ſagte Goethe.","norm":"„Ich sollte meinen,“ sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.456399917602539} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1134,"date":1836,"orig":"„Indeſſen, fuhr er fort, waͤre es wohl beſſer, Sie ſparten ſich den ferneren Genuß des trefflichen Claude zum Nachtiſch, denn die Bilder ſind wirklich zu gut um viele davon hinter einander zu ſehen.“","norm":"„Indessen, fuhr er fort, wäre es wohl besser, Sie sparten sich den ferneren Genuss des trefflichen Claude zum Nachtisch, denn die Bilder sind wirklich zu gut um viele davon hinter einander zu sehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.720900058746338} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1135,"date":1836,"orig":"Ich fuͤhle ſo, ſagte ich, denn mich wandelt jedesmal eine gewiſſe Furcht an, wenn ich das folgende Blatt umwenden will.","norm":"Ich fühle so, sagte ich, denn mich wandelt jedes Mal eine gewisse Furcht an, wenn ich das folgende Blatt umwenden will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6641998291015625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1136,"date":1836,"orig":"Es iſt eine Furcht eigener Art, die ich vor dieſem Schoͤnen empfinde, ſo wie es uns wohl mit einem trefflichen Buche geht, wo gehaͤufte koſtbare Stellen uns noͤthigen inne zu halten, und wir nur mit einem gewiſſen Zaudern weiter gehen.","norm":"Es ist eine Furcht eigener Art, die ich vor diesem Schönen empfinde, so wie es uns wohl mit einem trefflichen Buche geht, wo gehäufte kostbare Stellen uns nötigen innezuhalten, und wir nur mit einem gewissen Zaudern weiter gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.755799770355225} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1137,"date":1836,"orig":"„Ich habe dem Koͤnig von Bayern geantwortet, verſetzte Goethe nach einer Pauſe, und Sie ſollen den Brief leſen.“","norm":"„Ich habe dem König von Bayern geantwortet, versetzte Goethe nach einer Pause, und Sie sollen den Brief lesen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.620100021362305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1138,"date":1836,"orig":"Das wird ſehr lehrreich fuͤr mich ſeyn, ſagte ich, und ich freue mich dazu.","norm":"Das wird sehr lehrreich für mich sein, sagte ich, und ich freue mich dazu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.077800035476684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1139,"date":1836,"orig":"„Indeß, ſagte Goethe, ſteht hier in der allgemeinen Zeitung ein Gedicht an den Koͤnig, das der Canzler mir geſtern vorlas und das Sie doch auch ſehen muͤſſen.“","norm":"„Indes, sagte Goethe, steht hier in der allgemeinen Zeitung ein Gedicht an den König, das der Kanzler mir gestern vorlas und das Sie doch auch sehen müssen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6427001953125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1140,"date":1836,"orig":"Goethe gab mir das Blatt und ich las das Gedicht im Stillen.","norm":"Goethe gab mir das Blatt und ich las das Gedicht im Stillen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.280399799346924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1141,"date":1836,"orig":"„Nun, was ſagen Sie dazu?“ ſagte Goethe.","norm":"„Nun, was sagen Sie dazu?“ sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.391799926757812} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1142,"date":1836,"orig":"Es ſind die Empfindungen eines Dilettanten, ſagte ich, der mehr guten Willen als Talent hat und dem die Hoͤhe der Literatur eine gemachte Sprache uͤberliefert, die fuͤr ihn toͤnet und reimet, waͤhrend er ſelber zu reden glaubt.","norm":"Es sind die Empfindungen eines Dilettanten, sagte ich, der mehr guten Willen als Talent hat und dem die Höhe der Literatur eine gemachte Sprache überliefert, die für ihn tönet und reimet, während er selber zu reden glaubt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.451300144195557} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1143,"date":1836,"orig":"„Sie haben vollkommen recht, ſagte Goethe, ich halte das Gedicht auch fuͤr ein ſehr ſchwaches Product; es giebt nicht die Spur von aͤußerer Anſchauung, es iſt bloß mental, und das nicht im rechten Sinne.“","norm":"„Sie haben vollkommen recht, sagte Goethe, ich halte das Gedicht auch für ein sehr schwaches Produkt; es gibt nicht die Spur von äußerer Anschauung, es ist bloß mental, und das nicht im rechten Sinne .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.089300155639648} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1144,"date":1836,"orig":"Um ein Gedicht gut zu machen, ſagte ich, dazu gehoͤren bekanntlich große Kenntniſſe der Dinge, von denen man redet, und wem nicht, wie Claude Lorrain, eine ganze Welt zu Gebote ſteht, der wird, bey den beſten ideellen Richtungen, ſelten etwas Gutes zu Tage bringen.","norm":"Um ein Gedicht gutzumachen, sagte ich, dazugehören bekanntlich große Kenntnisse der Dinge, von denen man redet, und wem nicht, wie Claude Lorrain, eine ganze Welt zu Gebote steht, der wird, bei den besten ideellen Richtungen, selten etwas Gutes zu Tage bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.552499771118164} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1145,"date":1836,"orig":"„Und das Eigene iſt, ſagte Goethe, daß nur das geborene Talent eigentlich weiß, worauf es ankommt, und daß alle Übrigen mehr oder weniger in der Irre gehen.“","norm":"„Und das Eigene ist, sagte Goethe, dass nur das geborene Talent eigentlich weiß, worauf es ankommt, und dass alle Übrigen mehr oder weniger in der Irre gehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.412700176239014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1146,"date":1836,"orig":"Das beweiſen die Äſthetiker, ſagte ich, von denen faſt keiner weiß was eigentlich gelehrt werden ſollte, und welche die Verwirrung der jungen Poeten vollkommen machen.","norm":"Das beweisen die Ästhetiker, sagte ich, von denen fast keiner weiß was eigentlich gelehrt werden sollte, und welche die Verwirrung der jungen Poeten vollkommen machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.928599834442139} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1147,"date":1836,"orig":"Statt vom Realen zu handeln, handeln ſie vom Idealen, und ſtatt den jungen Dichter darauf hinzuweiſen, was er nicht hat, verwirren ſie ihm das was er beſitzt.","norm":"Statt vom Realen zu handeln, handeln sie vom Idealen, und statt den jungen Dichter darauf hinzuweisen, was er nicht hat, verwirren sie ihm das was er besitzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.299499988555908} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1148,"date":1836,"orig":"Wem z. B. von Haus aus einiger Witz und Humor angeboren waͤre, wird ſicher mit dieſen Kraͤften am beſten wirken, wenn er kaum weiß, daß er damit begabt iſt; wer aber die geprieſenen Abhandlungen uͤber ſo hohe Eigenſchaften ſich zu Gemuͤthe fuͤhrte, wuͤrde ſogleich in dem unſchuldigen Gebrauch dieſer Kraͤfte geſtoͤrt und gehindert werden, das Bewußtſeyn wuͤrde dieſe Kraͤfte paralyſiren und er wuͤrde, ſtatt einer gehofften Foͤrderung, ſich unſaͤglich gehindert ſehen.","norm":"Wem z. B. von Haus aus einiger Witz und Humor angeboren wäre, wird sicher mit diesen Kräften am besten wirken, wenn er kaum weiß, dass er damit begabt ist; wer aber die gepriesenen Abhandlungen über so hohe Eigenschaften sich zu Gemüte führte, würde sogleich in dem unschuldigen Gebrauch dieser Kräfte gestört und gehindert werden, das Bewusstsein würde diese Kräfte paralysieren und er würde, statt einer gehofften Förderung, sich unsäglich gehindert sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.544400215148926} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1149,"date":1836,"orig":"„Sie haben vollkommen Recht, und es waͤre uͤber dieſes Capitel Vieles zu ſagen.“","norm":"„Sie haben vollkommen Recht, und es wäre über dieses Kapitel vieles zu sagen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.329599857330322} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1150,"date":1836,"orig":"„Ich habe indeß, fuhr er fort, das neue Epos von Egon Ebert geleſen und Sie ſollen es auch thun, damit wir ihm vielleicht von hier aus ein wenig nachhelfen. —","norm":"„Ich habe indes, fuhr er fort, das neue Epos von Egon Ebert gelesen und Sie sollen es auch tun, damit wir ihm vielleicht von hier aus ein wenig nachhelfen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.723400115966797} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1151,"date":1836,"orig":"Das iſt nun wirklich ein recht erfreuliches Talent, aber dieſem neuen Gedicht mangelt die eigentliche poetiſche Grundlage, die Grundlage des Realen.","norm":"Das ist nun wirklich ein recht erfreuliches Talent, aber diesem neuen Gedicht mangelt die eigentliche poetische Grundlage, die Grundlage des Realen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.408699989318848} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1152,"date":1836,"orig":"Landſchaften, Sonnen-Auf- und Untergaͤnge, Stellen, wo die aͤußere Welt die ſeinige war, ſind vollkommen gut und nicht beſſer zu machen.","norm":"Landschaften, Sonnen-Auf- und Untergänge, Stellen, wo die äußere Welt die seinige war, sind vollkommen gut und nicht besser zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332099914550781} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1153,"date":1836,"orig":"Das Übrige aber, was in vergangenen Jahrhunderten hinauslag, was der Sage angehoͤrte, iſt nicht in der gehoͤrigen Wahrheit erſchienen und es mangelt dieſem der eigentliche Kern.","norm":"Das Übrige aber, was in vergangenen Jahrhunderten hinauslag, was der Sage angehörte, ist nicht in der gehörigen Wahrheit erschienen und es mangelt diesem der eigentliche Kern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992199897766113} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1154,"date":1836,"orig":"Die Amazonen und ihr Leben und Handeln ſind ins Allgemeine gezogen, in das was junge Leute fuͤr poetiſch und romantiſch halten und was dafuͤr in der aͤſthetiſchen Welt gewoͤhnlich paſſirt.“","norm":"Die Amazonen und ihr Leben und Handeln sind ins Allgemeine gezogen, in das was junge Leute für poetisch und romantisch halten und was dafür in der ästhetischen Welt gewöhnlich passiert .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.908899784088135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1155,"date":1836,"orig":"Es iſt dieß ein Fehler, ſagte ich, der durch die ganze jetzige Literatur geht.","norm":"Es ist dies ein Fehler, sagte ich, der durch die ganze jetzige Literatur geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.156099796295166} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1156,"date":1836,"orig":"Man vermeidet das ſpecielle Wahre, aus Furcht, es ſey nicht poetiſch, und verfaͤllt dadurch in Gemeinplaͤtze.","norm":"Man vermeidet das spezielle Wahre, aus Furcht, es sei nicht poetisch, und verfällt dadurch in Gemeinplätze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.392000198364258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1157,"date":1836,"orig":"„Egon Ebert, ſagte Goethe, haͤtte ſich ſollen an die Überlieferung der Chronik halten, da haͤtte aus ſeinem Gedicht etwas werden koͤnnen.","norm":"„Egon Ebert, sagte Goethe, hätte sich sollen an die Überlieferung der Chronik halten, da hätte aus seinem Gedicht etwas werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.972599983215332} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1158,"date":1836,"orig":"Wenn ich bedenke, wie Schiller die Überlieferung ſtudirte, was er ſich fuͤr Muͤhe mit der Schweiz gab als er ſeinen Tell ſchrieb, und wie Shakſpeare die Chroniken benutzte und ganze Stellen daraus woͤrtlich in ſeine Stuͤcke aufgenommen hat, ſo koͤnnte man einem jetzigen jungen Dichter auch wohl dergleichen zumuthen.","norm":"Wenn ich bedenke, wie Schiller die Überlieferung studierte, was er sich für Mühe mit der Schweiz gab als er seinen Tell schrieb, und wie Shakespeare die Chroniken benutzte und ganze Stellen daraus wörtlich in seine Stücke aufgenommen hat, so könnte man einem jetzigen jungen Dichter auch wohl dergleichen zumuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.503399848937988} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1159,"date":1836,"orig":"In meinem Clavigo habe ich aus den Memoiren des Beaumarchais ganze Stellen.“","norm":"In meinem Clavigo habe ich aus den Memoiren des Beaumarchais ganze Stellen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.534299850463867} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1160,"date":1836,"orig":"Es iſt aber ſo verarbeitet, ſagte ich, daß man es nicht merkt, es iſt nicht ſtoffartig geblieben.","norm":"Es ist aber so verarbeitet, sagte ich, dass man es nicht merkt, es ist nicht stoffartig geblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.087399959564209} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1161,"date":1836,"orig":"„So iſt es recht, ſagte Goethe, wenn es ſo iſt.“","norm":"„So ist es recht, sagte Goethe, wenn es so ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.027400016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1162,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte mir ſodann einige Zuͤge von Beaumarchais.","norm":"Goethe erzählte mir sodann einige Züge von Beaumarchais.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.977200031280518} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1163,"date":1836,"orig":"„Er war ein toller Chriſt, ſagte er, und Sie muͤſſen ſeine Memoiren leſen.","norm":"„Er war ein toller Christ, sagte er, und Sie müssen seine Memoiren lesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.41510009765625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1164,"date":1836,"orig":"— Proceſſe waren ſein Element, worin es ihm erſt eigentlich wohl wurde.","norm":"— Prozesse waren sein Element, worin es ihm erst eigentlich wohl wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1894001960754395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1165,"date":1836,"orig":"Es exiſtiren noch Reden von Advocaten aus einem ſeiner Proceſſe, die zu dem Merkwuͤrdigſten, Talentreichſten und Verwegenſten gehoͤren was je in dieſer Art verhandelt worden.","norm":"Es existieren noch Reden von Advokaten aus einem seiner Prozesse, die zu dem Merkwürdigsten, Talentreichsten und Verwegensten gehören was je in dieser Art verhandelt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.262700080871582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1166,"date":1836,"orig":"Eben dieſen beruͤhmten Proceß verlor Beaumarchais.","norm":"Eben diesen berühmten Prozess verlor Beaumarchais.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.578700065612793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1167,"date":1836,"orig":"Als er die Treppe des Gerichtshofes hinabging, begegnete ihm der Canzler, der hinauf wollte.","norm":"Als er die Treppe des Gerichtshofes hinabging, begegnete ihm der Kanzler, der hinauf wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5820999145507812} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1168,"date":1836,"orig":"Beaumarchais ſollte ihm ausweichen, allein dieſer weigerte ſich, und beſtand darauf, daß jeder zur Haͤlfte Platz machen muͤſſe.","norm":"Beaumarchais sollte ihm ausweichen, allein dieser weigerte sich, und bestand darauf, dass jeder zur Hälfte Platz machen müsse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.755000114440918} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1169,"date":1836,"orig":"Der Canzler, in ſeiner Wuͤrde beleidigt, befahl den Leuten ſeines Gefolges, Beaumarchais auf die Seite zu ſchieben, welches geſchah; worauf denn Beaumarchais auf der Stelle wieder in den Gerichtsſaal zuruͤckging, und einen Proceß gegen den Canzler anhaͤngig machte, den er gewann.“","norm":"Der Kanzler, in seiner Würde beleidigt, befahl den Leuten seines Gefolges, Beaumarchais auf die Seite zu schieben, welches geschah; worauf denn Beaumarchais auf der Stelle wieder in den Gerichtssaal zurückging, und einen Prozess gegen den Kanzler anhängig machte, den er gewann .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.813299894332885} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1170,"date":1836,"orig":"Ich freute mich uͤber dieſe Anecdote und wir unterhielten uns bey Tiſche heiter fort uͤber verſchiedene Dinge.","norm":"Ich freute mich über diese Anekdote und wir unterhielten uns bei Tische heiter fort über verschiedene Dinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.737800121307373} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1171,"date":1836,"orig":"„Ich habe meinen zweyten Aufenthalt in Rom wieder vorgenommen, ſagte Goethe, damit ich ihn endlich loswerde und an etwas Anderes gehen kann.","norm":"„Ich habe meinen zweiten Aufenthalt in Rom wieder vorgenommen, sagte Goethe, damit ich ihn endlich loswerde und an etwas Anderes gehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.356800079345703} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1172,"date":1836,"orig":"Meine gedruckte Italieniſche Reiſe habe ich, wie Sie wiſſen, ganz aus Briefen redigirt.","norm":"Meine gedruckte italienische Reise habe ich, wie Sie wissen, ganz aus Briefen redigiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.611499786376953} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1173,"date":1836,"orig":"Die Briefe aber, die ich waͤhrend meines zweyten Aufenthaltes in Rom geſchrieben, ſind nicht der Art, um davon vorzuͤglichen Gebrauch machen zu koͤnnen; ſie enthalten zu viele Bezuͤge nach Haus, auf meine Weimariſchen Verhaͤltniſſe, und zeigen zu wenig von meinem italieniſchen Leben.","norm":"Die Briefe aber, die ich während meines zweiten Aufenthaltes in Rom geschrieben, sind nicht der Art, um davon vorzüglichen Gebrauch machen zu können; sie enthalten zu viele Bezüge nach Haus, auf meine Weimarischen Verhältnisse, und zeigen zu wenig von meinem italienischen Leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.061500072479248} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1174,"date":1836,"orig":"Aber es finden ſich darin manche Äußerungen, die meinen damaligen inneren Zuſtand ausdruͤcken.","norm":"Aber es finden sich darin manche Äußerungen, die meinen damaligen inneren Zustand ausdrücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.573699951171875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1175,"date":1836,"orig":"Nun habe ich den Plan, ſolche Stellen auszuziehen und einzeln uͤber einander zu ſetzen, und ſie ſo meiner Erzaͤhlung einzuſchalten, auf welche dadurch eine Art von Ton und Stimmung uͤbergehen wird.“","norm":"Nun habe ich den Plan, solche Stellen auszuziehen und einzeln übereinander zu setzen, und sie so meiner Erzählung einzuschalten, auf welche dadurch eine Art von Ton und Stimmung übergehen wird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.333600044250488} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1176,"date":1836,"orig":"Ich fand dieſes vollkommen gut und beſtaͤtigte Goethe in dem Vorſatz.","norm":"Ich fand dieses vollkommen gut und bestätigte Goethe in dem Vorsatz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.226099967956543} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1177,"date":1836,"orig":"„Man hat zu allen Zeiten geſagt und wiederholt, fuhr Goethe fort, man ſolle trachten ſich ſelber zu kennen.","norm":"„Man hat zu allen Zeiten gesagt und wiederholt, fuhr Goethe fort, man solle trachten sich selber zu kennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.881800174713135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1178,"date":1836,"orig":"Dieß iſt eine ſeltſame Forderung, der bis jetzt niemand genuͤget hat und der eigentlich auch niemand genuͤgen ſoll.","norm":"Dies ist eine seltsame Forderung, der bis jetzt niemand genüget hat und der eigentlich auch niemand genügen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.488800048828125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1179,"date":1836,"orig":"Der Menſch iſt mit allen ſeinen Sinnen und Trachten aufs Äußere angewieſen, auf die Welt um ihn her, und er hat zu thun, dieſe inſoweit zu kennen und ſich inſoweit dienſtbar zu machen, als er es zu ſeinen Zwecken bedarf.","norm":"Der Mensch ist mit allen seinen Sinnen und Trachten aufs Äußere angewiesen, auf die Welt um ihn her, und er hat zu tun, diese insoweit zu kennen und sich insoweit dienstbar zu machen, als er es zu seinen Zwecken bedarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.731899976730346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1180,"date":1836,"orig":"Von ſich ſelber weiß er bloß wenn er genießt oder leidet, und ſo wird er auch bloß durch Leiden und Freuden uͤber ſich belehrt, was er zu ſuchen oder zu meiden hat.","norm":"Von sich selber weiß er bloß wenn er genießt oder leidet, und so wird er auch bloß durch Leiden und Freuden über sich belehrt, was er zu suchen oder zu meiden hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.252500057220459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1181,"date":1836,"orig":"Übrigens aber iſt der Menſch ein dunkeles Weſen, er weiß nicht woher er kommt, noch wohin er geht, er weiß wenig von der Welt und am wenigſten von ſich ſelber.","norm":"Übrigens aber ist der Mensch ein dunkles Wesen, er weiß nicht woher er kommt, noch wohin er geht, er weiß wenig von der Welt und am wenigsten von sich selber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.88260006904602} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1182,"date":1836,"orig":"Ich kenne mich auch nicht und Gott ſoll mich auch davor behuͤten.","norm":"Ich kenne mich auch nicht und Gott soll mich auch davor behüten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.634399890899658} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1183,"date":1836,"orig":"Was ich aber ſagen wollte iſt dieſes, daß ich in Italien in meinem vierzigſten Jahre klug genug war, um mich ſelber inſoweit zu kennen, daß ich kein Talent zur bildenden Kunſt habe, und daß dieſe meine Tendenz eine falſche ſey.","norm":"Was ich aber sagen wollte ist dieses, dass ich in Italien in meinem vierzigsten Jahre klug genug war, um mich selber insoweit zu kennen, dass ich kein Talent zur bildenden Kunst habe, und dass diese meine Tendenz eine falsche sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.165599822998047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1184,"date":1836,"orig":"Wenn ich etwas zeichnete, ſo fehlte es mir an genugſamem Trieb fuͤr das Koͤrperliche; ich hatte eine gewiſſe Furcht die Gegenſtaͤnde auf mich eindringend zu machen, vielmehr war das Schwaͤchere, das Maͤßige nach meinem Sinn.","norm":"Wenn ich etwas zeichnete, so fehlte es mir an genugsamem Trieb für das Körperliche; ich hatte eine gewisse Furcht die Gegenstände auf mich eindringend zu machen, vielmehr war das Schwächere, das Mäßige nach meinem Sinn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5345001220703125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1185,"date":1836,"orig":"Machte ich eine Landſchaft und kam ich aus den ſchwachen Fernen durch die Mittelgruͤnde heran, ſo fuͤrchtete ich immer dem Vordergrund die gehoͤrige Kraft zu geben, und ſo that denn mein Bild nie die rechte Wirkung.","norm":"Machte ich eine Landschaft und kam ich aus den schwachen Fernen durch die Mittelgründe heran, so fürchtete ich immer dem Vordergrund die gehörige Kraft zu geben, und so tat denn mein Bild nie die rechte Wirkung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.886099815368652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1186,"date":1836,"orig":"Auch machte ich keine Fortſchritte, ohne mich zu uͤben, und ich mußte immer wieder von vorne anfangen wenn ich eine Zeitlang ausgeſetzt hatte.","norm":"Auch machte ich keine Fortschritte, ohne mich zu üben, und ich musste immer wieder von vorne anfangen wenn ich eine Zeitlang ausgesetzt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.94510006904602} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1187,"date":1836,"orig":"Ganz ohne Talent war ich jedoch nicht, beſonders zu Landſchaften, und Hackert ſagte ſehr oft: wenn Sie achtzehn Monate bey mir bleiben wollen, ſo ſollen Sie etwas machen, woran Sie und Andere Freude haben.“","norm":"Ganz ohne Talent war ich jedoch nicht, besonders zu Landschaften, und Hackert sagte sehr oft: wenn Sie achtzehn Monate bei mir bleiben wollen, so sollen Sie etwas machen, woran Sie und andere Freude haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.690800189971924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1188,"date":1836,"orig":"Ich hoͤrte dieſes mit großem Intereſſe.","norm":"Ich hörte dieses mit großem Interesse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.942500114440918} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1189,"date":1836,"orig":"Wie aber, ſagte ich, ſoll man erkennen, daß einer zur bildenden Kunſt ein wahrhaftes Talent habe?","norm":"Wie aber, sagte ich, soll man erkennen, dass einer zur bildenden Kunst ein wahrhaftes Talent habe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.809599876403809} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1190,"date":1836,"orig":"„Das wirkliche Talent, ſagte Goethe, beſitzt einen angeborenen Sinn fuͤr die Geſtalt, die Verhaͤltniſſe und die Farbe, ſo daß es alles dieſes unter weniger Anleitung ſehr bald und richtig macht.","norm":"„Das wirkliche Talent, sagte Goethe, besitzt einen angeborenen Sinn für die Gestalt, die Verhältnisse und die Farbe, so dass es alles dieses unter weniger Anleitung sehr bald und richtig macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7820000648498535} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1191,"date":1836,"orig":"Beſonders hat es den Sinn fuͤr das Koͤrperliche, und den Trieb, es durch die Beleuchtung handgreiflich zu machen.","norm":"Besonders hat es den Sinn für das Körperliche, und den Trieb, es durch die Beleuchtung handgreiflich zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9423999786376953} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1192,"date":1836,"orig":"Auch in den Zwiſchenpauſen der Übung ſchreitet es fort und waͤchſt im Innern.","norm":"Auch in den Zwischenpausen der Übung schreitet es fort und wächst im Inneren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.625100135803223} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1193,"date":1836,"orig":"Ein ſolches Talent iſt nicht ſchwer zu erkennen, am beſten aber erkennt es der Meiſter.“","norm":"Ein solches Talent ist nicht schwer zu erkennen, am besten aber erkennt es der Meister .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.383900165557861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1194,"date":1836,"orig":"„Ich habe dieſen Morgen das Fuͤrſtenhaus beſucht, fuhr Goethe ſehr heiter fort; die Zimmer der Großherzogin ſind hoͤchſt geſchmackvoll gerathen und Coudray hat mit ſeinen Italienern neue Proben großer Geſchicklichkeit abgelegt.","norm":"„Ich habe diesen Morgen das Fürstenhaus besucht, fuhr Goethe sehr heiter fort; die Zimmer der Großherzogin sind höchst geschmackvoll geraten und Coudray hat mit seinen Italienern neue Proben großer Geschicklichkeit abgelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.363500118255615} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1195,"date":1836,"orig":"Die Maler waren an den Waͤnden noch beſchaͤftigt; es ſind ein paar Maylaͤnder; ich redete ſie gleich italieniſch an und merkte, daß ich die Sprache nicht vergeſſen hatte.","norm":"Die Maler waren an den Wänden noch beschäftigt; es sind ein paar Mailänder; ich redete sie gleich italienisch an und merkte, dass ich die Sprache nicht vergessen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.510499954223633} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1196,"date":1836,"orig":"Sie erzaͤhlten mir, daß ſie zuletzt das Schloß des Koͤnigs von Wuͤrtemberg gemalt, daß ſie ſodann nach Gotha verſchrieben worden, wo ſie indeß nicht haͤtten einig werden koͤnnen; man habe zur ſelben Zeit in Weimar von ihnen erfahren, und ſie hieher berufen, um die Zimmer der Großherzogin zu decoriren.","norm":"Sie erzählten mir, dass sie zuletzt das Schloss des Königs von Würtemberg gemalt, dass sie sodann nach Gotha verschrieben worden, wo sie indes nicht hätten einig werden können; man habe zur selben Zeit in Weimar von ihnen erfahren, und sie hierher berufen, um die Zimmer der Großherzogin zu dekorieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2855000495910645} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1197,"date":1836,"orig":"Ich hoͤrte und ſprach das Italieniſche einmal wieder gern, denn die Sprache bringt doch eine Art von Atmoſphaͤre des Landes mit.","norm":"Ich hörte und sprach das Italienische einmal wieder gern, denn die Sprache bringt doch eine Art von Atmosphäre des Landes mit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.242700099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1198,"date":1836,"orig":"Die guten Menſchen ſind ſeit drey Jahren aus Italien heraus; ſie wollen aber, wie ſie ſagten, von hier directe nach Haus eilen, nachdem ſie zuvor in Auftrag des Herrn von Spiegel noch ein Decoration fuͤr unſer Theater gemalt haben, woruͤber Ihr wahrſcheinlich nicht boͤſe ſeyn werdet.","norm":"Die guten Menschen sind seit drei Jahren aus Italien heraus; sie wollen aber, wie sie sagten, von hier direkte nach Haus eilen, nachdem sie zuvor in Auftrag des Herrn von Spiegel noch ein Dekoration für unser Theater gemalt haben, worüber Ihr wahrscheinlich nicht böse sein werdet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.243899822235107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1199,"date":1836,"orig":"Es ſind ſehr geſchickte Leute; der Eine iſt ein Schuͤler des erſten Decorations-Malers in Mayland, und Ihr koͤnnt alſo eine gute Decoration hoffen.“","norm":"Es sind sehr geschickte Leute; der Eine ist ein Schüler des ersten Dekorations-Malers in Mailand, und Ihr könnt also eine gute Dekoration hoffen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934899806976318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1200,"date":1836,"orig":"Nachdem Friedrich den Tiſch abgeraͤumt hatte, ließ Goethe ſich einen kleinen Plan von Rom vorlegen.","norm":"Nachdem Friedrich den Tisch abgeräumt hatte, ließ Goethe sich einen kleinen Plan von Rom vorlegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.887499809265137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1201,"date":1836,"orig":"„Fuͤr uns Andere, ſagte er, waͤre Rom auf die Laͤnge kein Aufenthalt; wer dort bleiben und ſich anſiedeln will, muß heirathen und catholiſch werden, ſonſt haͤlt er es nicht aus und hat eine ſchlechte Exiſtenz.","norm":"„Für uns Andere, sagte er, wäre Rom auf die Länge kein Aufenthalt; wer dort bleiben und sich ansiedeln will, muss heiraten und katholisch werden, sonst hält er es nicht aus und hat eine schlechte Existenz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303299903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1202,"date":1836,"orig":"Hackert that ſich nicht wenig darauf zu gute, daß er ſich als Proteſtant ſo lange dort erhalten.“","norm":"Hackert tat sich nicht wenig darauf zu gute, dass er sich als Protestant so lange dort erhalten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.552700042724609} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1203,"date":1836,"orig":"Goethe zeigte mir ſodann auch auf dieſem Grundriß die merkwuͤrdigſten Gebaͤude und Plaͤtze.","norm":"Goethe zeigte mir sodann auch auf diesem Grundriss die merkwürdigsten Gebäude und Plätze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156199932098389} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1204,"date":1836,"orig":"„Dieß, ſagte er, iſt der Farneſiſche Garten.“","norm":"„Dies, sagte er, ist der Farnesische Garten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.167799949645996} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1205,"date":1836,"orig":"War es nicht hier, ſagte ich, wo Sie die Hexenſcene des Fauſt geſchrieben?","norm":"War es nicht hier, sagte ich, wo Sie die Hexenszene des Faust geschrieben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095399856567383} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1206,"date":1836,"orig":"„Nein, ſagte er, das war im Garten Borgheſe.“","norm":"„Nein, sagte er, das war im Garten Borghese .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.85890007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1207,"date":1836,"orig":"Ich erquickte mich darauf ferner an den Landſchaften von Claude Lorrain, und wir ſprachen noch Manches uͤber dieſen großen Meiſter.","norm":"Ich erquickte mich darauf ferner an den Landschaften von Claude Lorrain, und wir sprachen noch manches über diesen großen Meister.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.072800159454346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1208,"date":1836,"orig":"Sollte ein jetziger junger Kuͤnſtler, ſagte ich, ſich nicht nach ihm bilden koͤnnen?","norm":"Sollte ein jetziger junger Künstler, sagte ich, sich nicht nach ihm bilden können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8780999183654785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1209,"date":1836,"orig":"„Wer ein aͤhnliches Gemuͤth haͤtte, antwortete Goethe, wuͤrde ohne Frage ſich an Claude Lorrain auf das trefflichſte entwickeln.","norm":"„Wer ein ähnliches Gemüt hätte, antwortete Goethe, würde ohne Frage sich an Claude Lorrain auf das trefflichste entwickeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.190700054168701} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1210,"date":1836,"orig":"Allein wen die Natur mit aͤhnlichen Gaben der Seele im Stiche gelaſſen, wuͤrde dieſem Meiſter hoͤchſtens nur Einzelnheiten abſehen und ſich deren nur als Phraſe bedienen.“","norm":"Allein wen die Natur mit ähnlichen Gaben der Seele im Stiche gelassen, würde diesem Meister höchstens nur Einzelheiten absehen und sich deren nur als Phrase bedienen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.978099822998047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1211,"date":1836,"orig":"Sonnabend, den 11. April 1829.","norm":"Sonnabend, den 11. April 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.73140001296997} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1212,"date":1836,"orig":"Ich fand heute den Tiſch im langen Saale gedeckt und zwar fuͤr mehrere Perſonen.","norm":"Ich fand heute den Tisch im langen Saale gedeckt und zwar für mehrere Personen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.58459997177124} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1213,"date":1836,"orig":"Goethe und Frau v. Goethe empfingen mich ſehr freundlich.","norm":"Goethe und Frau v. Goethe empfingen mich sehr freundlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.547900199890137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1214,"date":1836,"orig":"Es traten nach und nach herein:","norm":"Es traten nach und nach herein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8292999267578125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1215,"date":1836,"orig":"Madame Schopenhauer, der junge Graf Reinhard von der franzoͤſiſchen Geſandtſchaft, deſſen Schwager Herr v. D., aus einer Durchreiſe begriffen, um gegen die Tuͤrken in ruſſiſche Dienſte zu gehen; Fraͤulein Ulrike, und zuletzt Hofrath Vogel.","norm":"Madame Schopenhauer, der junge Graf Reinhard von der französischen Gesandtschaft, dessen Schwager Herr v. D., aus einer Durchreise begriffen, um gegen die Türken in russische Dienste zu gehen; Fräulein Ulrike, und zuletzt Hofrat Vogel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854300022125244} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1216,"date":1836,"orig":"Goethe war in beſonders heiterer Stimmung; er unterhielt die Anweſenden, ehe man ſich zu Tiſch ſetzte, mit einigen guten Frankfurter Spaͤßen, beſonders zwiſchen Rothſchild und Bethmann, wie der Eine dem Andern die Speculationen verdorben.","norm":"Goethe war in besonders heiterer Stimmung; er unterhielt die Anwesenden, ehe man sich zu Tisch setzte, mit einigen guten Frankfurter Späßen, besonders zwischen Rotschild und Bethmann, wie der Eine dem Anderen die Spekulationen verdorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.359799861907959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1217,"date":1836,"orig":"Graf Reinhard ging an Hof, wir Andern ſetzten uns zu Tiſch.","norm":"Graf Reinhard ging an Hof, wir Anderen setzten uns zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.912799835205078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1218,"date":1836,"orig":"Die Unterhaltung war anmuthig belebt, man ſprach von Reiſen, von Baͤdern, und Madame Schopenhauer intereſſirte beſonders fuͤr die Einrichtung ihres neuen Beſitzes am Rhein, in der Naͤhe der Inſel Nonnenwerth.","norm":"Die Unterhaltung war anmutig belebt, man sprach von Reisen, von Bädern, und Madame Schopenhauer interessierte besonders für die Einrichtung ihres neuen Besitzes am Rhein, in der Nähe der Insel Nonnenwert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.765699863433838} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1219,"date":1836,"orig":"Zum Nachtiſch erſchien Graf Reinhard wieder, der wegen ſeiner Schnelle gelobt wurde, womit er waͤhrend der kurzen Zeit nicht allein bey Hofe geſpeiſt, ſondern ſich auch zweymal umgekleidet hatte.","norm":"Zum Nachtisch erschien Graf Reinhard wieder, der wegen seiner Schnelle gelobt wurde, womit er während der kurzen Zeit nicht allein bei Hofe gespeist, sondern sich auch zweimal umgekleidet hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877600193023682} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1220,"date":1836,"orig":"Er brachte uns die Nachricht, daß der neue Papſt gewaͤhlet ſey, und zwar ein Caſtiglione, und Goethe erzaͤhlte der Geſellſchaft die Foͤrmlichkeiten, die man bey der Wahl herkoͤmmlich beobachtet.","norm":"Er brachte uns die Nachricht, dass der neue Papst gewählt sei, und zwar ein Castiglione, und Goethe erzählte der Gesellschaft die Förmlichkeiten, die man bei der Wahl herkömmlich beobachtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.144299983978271} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1221,"date":1836,"orig":"Graf Reinhard, der den Winter in Paris gelebt, konnte manche erwuͤnſchte Auskunft uͤber bekannte Staatsmaͤnner, Literatoren und Poeten geben.","norm":"Graf Reinhard, der den Winter in Paris gelebt, konnte manche erwünschte Auskunft über bekannte Staatsmänner, Literatoren und Poeten geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.969399929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1222,"date":1836,"orig":"Man ſprach uͤber Chateaubriand, Guizot, Salvandy, Béranger, Merimée und Andere.","norm":"Man sprach über Chateaubriand, Guizot, Salvandy, Béranger, Merimee und Andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.226600170135498} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1223,"date":1836,"orig":"Nach Tiſch und als jedermann gegangen war, nahm Goethe mich in ſeine Arbeitsſtube und zeigte mir zwey hoͤchſt merkwuͤrdige Scripta, woruͤber ich große Freude hatte.","norm":"Nach Tisch und als jedermann gegangen war, nahm Goethe mich in seine Arbeitsstube und zeigte mir zwei höchst merkwürdige Scripta, worüber ich große Freude hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.839200019836426} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1224,"date":1836,"orig":"Es waren zwey Briefe aus Goethe's Jugendzeit, im Jahre 1770 aus Straßburg an ſeinen Freund Dr. Horn in Frankfurt geſchrieben, der eine im July, der andere im December.","norm":"Es waren zwei Briefe aus Goethes Jugendzeit, im Jahre 1770 aus Straßburg an seinen Freund Dr. Horn in Frankfurt geschrieben, der eine im Juli, der andere im Dezember.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.731800079345703} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1225,"date":1836,"orig":"In beyden ſprach ſich ein junger Menſch aus, der von großen Dingen eine Ahndung hat die ihm bevorſtehen.","norm":"In beiden sprach sich ein junger Mensch aus, der von großen Dingen eine Ahnung hat die ihm bevorstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.323999881744385} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1226,"date":1836,"orig":"In dem letzteren zeigten ſich ſchon Spuren vom Werther; das Verhaͤltniß in Seſenheim iſt angeknuͤpft, und der gluͤckliche Juͤngling ſcheint ſich in dem Taumel der ſuͤßeſten Empfindungen zu wiegen und ſeine Tage halb traͤumeriſch hinzuſchlendern.","norm":"In dem letzteren zeigten sich schon Spuren vom Werther; das Verhältnis in Sesenheim ist angeknüpft, und der glückliche Jüngling scheint sich in dem Taumel der süßesten Empfindungen zu wiegen und seine Tage halb träumerisch hinzuschlendern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.074699878692627} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1227,"date":1836,"orig":"Die Handſchrift der Briefe war ruhig, rein und zierlich, und ſchon zu dem Character entſchieden, den Goethe's Hand ſpaͤter immer behalten hat.","norm":"Die Handschrift der Briefe war ruhig, rein und zierlich, und schon zu dem Charakter entschieden, den Goethes Hand später immer behalten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.137400150299072} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1228,"date":1836,"orig":"Ich konnte nicht aufhoͤren, die liebenswuͤrdigen Briefe wiederholt zu leſen, und verließ Goethe in der gluͤcklichſten, dankbarſten Empfindung.","norm":"Ich konnte nicht aufhören, die liebenswürdigen Briefe wiederholt zu lesen, und verließ Goethe in der glücklichsten, dankbarsten Empfindung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.119699954986572} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1229,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 12. April 1829.","norm":"Sonntag, den 12. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.421199798583984} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1230,"date":1836,"orig":"Goethe las mir ſeine Antwort an den Koͤnig von Bayern.","norm":"Goethe las mir seine Antwort an den König von Bayern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853799819946289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1231,"date":1836,"orig":"Er hatte ſich dargeſtellt wie einen der perſoͤnlich die Stufen der Villa hinaufgeht und ſich in des Koͤnigs unmittelbarer Naͤhe muͤndlich aͤußert.","norm":"Er hatte sich dargestellt wie einen der persönlich die Stufen der Villa hinaufgeht und sich in des Königs unmittelbarer Nähe mündlich äußert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.348499774932861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1232,"date":1836,"orig":"Es mag ſchwer ſeyn, ſagte ich, das richtige Verhaͤltniß zu treffen wie man ſich in ſolchen Faͤllen zu halten habe.","norm":"Es mag schwer sein, sagte ich, das richtige Verhältnis zu treffen wie man sich in solchen Fällen zu halten habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.027500152587891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1233,"date":1836,"orig":"„Wer wie ich, antwortete Goethe, ſein ganzes Leben hindurch mit hohen Perſonen zu verkehren gehabt, fuͤr den iſt es nicht ſchwer.","norm":"„Wer wie ich, antwortete Goethe, sein ganzes Leben hindurch mit hohen Personen zu verkehren gehabt, für den ist es nicht schwer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.523399829864502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1234,"date":1836,"orig":"Das Einzige dabey iſt, daß man ſich nicht durchaus menſchlich gehen laſſe, vielmehr ſich ſtets innerhalb einer gewiſſen Convenienz halte.“","norm":"Das Einzige dabei ist, dass man sich nicht durchaus menschlich gehen lasse, vielmehr sich stets innerhalb einer gewissen Konvenienz halte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.226900100708008} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1235,"date":1836,"orig":"Goethe ſprach darauf von der Redaction ſeines zweyten Aufenthaltes in Rom, die ihn jetzt beſchaͤftiget.","norm":"Goethe sprach darauf von der Redaktion seines zweiten Aufenthaltes in Rom, die ihn jetzt beschäftiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.266600131988525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1236,"date":1836,"orig":"„Bey den Briefen, ſagte er, die ich in jener Periode geſchrieben, ſehe ich recht deutlich, wie man in jedem Lebensalter gewiſſe Avantagen und Desavantagen, in Vergleich zu fruͤheren oder ſpaͤteren Jahren hat.","norm":"„Bei den Briefen, sagte er, die ich in jener Periode geschrieben, sehe ich recht deutlich, wie man in jedem Lebensalter gewisse Avantagen und Desavantagen, in Vergleich zu früheren oder späteren Jahren hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.468999862670898} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1237,"date":1836,"orig":"So war ich in meinem vierzigſten Jahre uͤber einige Dinge vollkommen ſo klar und geſcheidt als jetzt und in manchen Hinſichten ſogar beſſer; aber doch beſitze ich jetzt in meinem achtzigſten Vortheile, die ich mit jenen nicht vertauſchen moͤchte.“","norm":"So war ich in meinem vierzigsten Jahre über einige Dinge vollkommen so klar und gescheit als jetzt und in manchen Hinsichten sogar besser; aber doch besitze ich jetzt in meinem achtzigsten Vorteile, die ich mit jenen nicht vertauschen möchte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.468400001525879} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1238,"date":1836,"orig":"Waͤhrend Sie dieſes reden, ſagte ich, ſteht mir die Metamorphoſe der Pflanze vor Augen, und ich begreife ſehr wohl, daß man aus der Periode der Bluͤthe, nicht in die der gruͤnen Blaͤtter, und aus der des Samens und der Fruͤchte nicht in die des Bluͤthenſtandes zuruͤcktreten moͤchte.","norm":"Während Sie dieses reden, sagte ich, steht mir die Metamorphose der Pflanze vor Augen, und ich begreife sehr wohl, dass man aus der Periode der Blüte, nicht in die der grünen Blätter, und aus der des Samens und der Früchte nicht in die des Blütenstandes zurücktreten möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.523900032043457} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1239,"date":1836,"orig":"„Ihr Gleichniß, ſagte Goethe, druͤckt meine Meinung vollkommen aus.","norm":"„Ihr Gleichnis, sagte Goethe, drückt meine Meinung vollkommen aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.429999828338623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1240,"date":1836,"orig":"Denken Sie ſich ein recht ausgezacktes Blatt, fuhr er lachend fort, ob es aus dem Zuſtande der freyeſten Entwickelung in die dumpfe Beſchraͤnktheit der Cotyledone zuruͤckmoͤchte?","norm":"Denken Sie sich ein recht ausgezacktes Blatt, fuhr er lachend fort, ob es aus dem Zustande der freisten Entwicklung in die dumpfe Beschränktheit der Cotyledone zurückmöchte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.617300033569336} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1241,"date":1836,"orig":"— Und nun iſt es ſehr artig, daß wir ſogar eine Pflanze haben, die als Symbol des hoͤchſten Alters gelten kann, indem ſie, uͤber die Periode der Bluͤthe und der Frucht hinaus, ohne weitere Production noch munter fortwaͤchſt.“","norm":"— Und nun ist es sehr artig, dass wir sogar eine Pflanze haben, die als Symbol des höchsten Alters gelten kann, indem sie, über die Periode der Blüte und der Frucht hinaus, ohne weitere Produktion noch munter fortwächst .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.04580020904541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1242,"date":1836,"orig":"„Das Schlimme iſt, fuhr Goethe fort, daß man im Leben ſo viel durch falſche Tendenzen iſt gehindert worden und daß man nie eine ſolche Tendenz erkannt, als bis man ſich bereits davon frey gemacht.“","norm":"„Das Schlimme ist, fuhr Goethe fort, dass man im Leben so viel durch falsche Tendenzen ist gehindert worden und dass man nie eine solche Tendenz erkannt, als bis man sich bereits davon frei gemacht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.651100158691406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1243,"date":1836,"orig":"Woran aber, ſagte ich, ſoll man ſehen und wiſſen daß eine Tendenz eine falſche ſey?","norm":"Woran aber, sagte ich, soll man sehen und wissen dass eine Tendenz eine falsche sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.727799892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1244,"date":1836,"orig":"„Die falſche Tendenz, antwortete Goethe, iſt nicht productiv, und wenn ſie es iſt, ſo iſt das Hervorgebrachte von keinem Werth.","norm":"„Die falsche Tendenz, antwortete Goethe, ist nicht produktiv, und wenn sie es ist, so ist das Hervorgebrachte von keinem Wert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.952199935913086} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1245,"date":1836,"orig":"Dieſes an Andern gewahr zu werden iſt nicht ſo gar ſchwer, aber an ſich ſelber, iſt ein eigenes Ding und will eine große Freyheit des Geiſtes.","norm":"Dieses an Anderen gewahr zu werden ist nicht so gar schwer, aber an sich selber, ist ein eigenes Ding und will eine große Freiheit des Geistes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.967400074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1246,"date":1836,"orig":"Und ſelbſt das Erkennen hilft nicht immer; man zaudert und zweifelt und kann ſich nicht entſchließen, ſo wie es ſchwer haͤlt, ſich von einem geliebten Maͤdchen los zu machen, von deren Untreue man laͤngſt wiederholte Beweiſe hat.","norm":"Und selbst das Erkennen hilft nicht immer; man zaudert und zweifelt und kann sich nicht entschließen, so wie es schwer hält, sich von einem geliebten Mädchen loszumachen, von deren Untreue man längst wiederholte Beweise hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.411900043487549} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1247,"date":1836,"orig":"Ich ſage dieſes, indem ich bedenke, wie viele Jahre es gebrauchte, bis ich einſah, daß meine Tendenz zur bildenden Kunſt eine falſche ſey, und wie viele andere, nachdem ich es erkannt, mich davon loszumachen.“","norm":"Ich sage dieses, indem ich bedenke, wie viele Jahre es gebrauchte, bis ich einsah, dass meine Tendenz zur bildenden Kunst eine falsche sei, und wie viele andere, nachdem ich es erkannt, mich davon loszumachen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.045000076293945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1248,"date":1836,"orig":"Aber doch, ſagte ich, hat Ihnen dieſe Tendenz ſo vielen Vortheil gebracht, daß man ſie kaum eine falſche nennen moͤchte.","norm":"Aber doch, sagte ich, hat Ihnen diese Tendenz so vielen Vorteil gebracht, dass man sie kaum eine falsche nennen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8109002113342285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1249,"date":1836,"orig":"„Ich habe an Einſicht gewonnen, ſagte Goethe, weßhalb ich mich auch daruͤber beruhigen kann.","norm":"„Ich habe an Einsicht gewonnen, sagte Goethe, weshalb ich mich auch darüber beruhigen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.751200199127197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1250,"date":1836,"orig":"Und das iſt der Vortheil, den wir aus jeder falſchen Tendenz ziehen.","norm":"Und das ist der Vorteil, den wir aus jeder falschen Tendenz ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.59879994392395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1251,"date":1836,"orig":"Wer mit unzulaͤnglichem Talent ſich in der Muſik bemuͤhet, wird freylich nie ein Meiſter werden, aber er wird dabey lernen, dasjenige zu erkennen und zu ſchaͤtzen, was der Meiſter gemacht hat.","norm":"Wer mit unzulänglichem Talent sich in der Musik bemühet, wird freilich nie ein Meister werden, aber er wird dabei lernen, dasjenige zu erkennen und zu schätzen, was der Meister gemacht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.502000093460083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1252,"date":1836,"orig":"Trotz aller meiner Beſtrebungen bin ich freylich kein Kuͤnſtler geworden, aber, indem ich mich in allen Theilen der Kunſt verſuchte, habe ich gelernt von jedem Strich Rechenſchaft zu geben, und das Verdienſtliche vom Mangelhaften zu unterſcheiden.","norm":"Trotz aller meiner Bestrebungen bin ich freilich kein Künstler geworden, aber, indem ich mich in allen Teilen der Kunst versuchte, habe ich gelernt von jedem Strich Rechenschaft zu geben, und das Verdienstliche vom Mangelhaften zu unterscheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.20550012588501} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1253,"date":1836,"orig":"Dieſes iſt kein kleiner Gewinn, ſo wie denn ſelten eine falſche Tendenz ohne Gewinn bleibt.","norm":"Dieses ist kein kleiner Gewinn, so wie denn selten eine falsche Tendenz ohne Gewinn bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7270002365112305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1254,"date":1836,"orig":"So z. B. waren die Kreuzzuͤge zur Befreyung des heiligen Grabes offenbar eine falſche Tendenz; aber ſie hat das Gute gehabt, daß dadurch die Tuͤrken immerfort geſchwaͤcht und gehindert worden ſind ſich zu Herren von Europa zu machen.“","norm":"So z. B. waren die Kreuzzüge zur Befreiung des heiligen Grabes offenbar eine falsche Tendenz; aber sie hat das Gute gehabt, dass dadurch die Türken immerfort geschwächt und gehindert worden sind sich zu Herren von Europa zu machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.540800094604492} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1255,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen noch uͤber verſchiedene Dinge, und Goethe erzaͤhlte ſodann von einem Werk uͤber Peter den Großen von Seguͤr, das ihm intereſſant ſey und ihm manchen Aufſchluß gegeben.","norm":"Wir sprachen noch über verschiedene Dinge, und Goethe erzählte sodann von einem Werk über Peter den Großen von Segür, das ihm interessant sei und ihm manchen Aufschluss gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114699840545654} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1256,"date":1836,"orig":"„Die Lage von Petersburg, ſagte er, iſt ganz unverzeihlich, um ſo mehr wenn man bedenkt, daß gleich in der Naͤhe der Boden ſich hebt, und daß der Kaiſer die eigentlich Stadt ganz von aller Waſſersnoth haͤtte frey halten koͤnnen, wenn er mit ihr ein wenig hoͤher hinaufgegangen waͤre, und bloß den Hafen in der Niederung gelaſſen haͤtte.","norm":"„Die Lage von Petersburg, sagte er, ist ganz unverzeihlich, um so mehr wenn man bedenkt, dass gleich in der Nähe der Boden sich hebt, und dass der Kaiser die eigentlich Stadt ganz von aller Wassersnot hätte frei halten können, wenn er mit ihr ein wenig höher hinaufgegangen wäre, und bloß den Hafen in der Niederung gelassen hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.077199935913086} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1257,"date":1836,"orig":"Ein alter Schiffer machte ihm auch Gegenvorſtellungen, und ſagte ihm voraus, daß die Population alle ſiebenzig Jahre erſaufen wuͤrde.","norm":"Ein alter Schiffer machte ihm auch Gegenvorstellungen, und sagte ihm voraus, dass die Population alle siebzig Jahre ersaufen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031199932098389} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1258,"date":1836,"orig":"Es ſtand auch ein alter Baum da, mit verſchiedenen Spuren eines hohen Waſſerſtandes.","norm":"Es stand auch ein alter Baum da, mit verschiedenen Spuren eines hohen Wasserstandes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.40500020980835} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1259,"date":1836,"orig":"Aber es war alles umſonſt, der Kaiſer blieb bey ſeiner Grille, und den Baum ließ er umhauen, damit er nicht gegen ihn zeugen moͤchte.“","norm":"Aber es war alles umsonst, der Kaiser blieb bei seiner Grille, und den Baum ließ er umhauen, damit er nicht gegen ihn zeugen möchte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.197000026702881} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1260,"date":1836,"orig":"„Sie werden geſtehen, daß in dieſem Verfahren eines ſo großen Characters durchaus etwas Problematiſches liege.","norm":"„Sie werden gestehen, dass in diesem Verfahren eines so großen Characters durchaus etwas Problematisches liege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.658699989318848} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1261,"date":1836,"orig":"Aber wiſſen Sie wie ich es mir erklaͤre?","norm":"Aber wissen Sie wie ich es mir erkläre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.807800054550171} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1262,"date":1836,"orig":"Der Menſch kann ſeine Jugendeindruͤcke nicht los werden, und dieſes geht ſo weit, daß ſelbſt mangelhafte Dinge, woran er ſich in ſolchen Jahren gewoͤhnt, und in deren Umgebung er jene gluͤckliche Zeit gelebt hat, ihm auch ſpaͤter in dem Grade lieb und werth bleiben, daß er daruͤber wie verblendet iſt, und er das Fehlerhafte daran nicht einſieht.","norm":"Der Mensch kann seine Jugendeindrücke nicht loswerden, und dieses geht so weit, dass selbst mangelhafte Dinge, woran er sich in solchen Jahren gewöhnt, und in deren Umgebung er jene glückliche Zeit gelebt hat, ihm auch später in dem Grade lieb und wert bleiben, dass er darüber wie verblendet ist, und er das Fehlerhafte daran nicht einsieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.065700054168701} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1263,"date":1836,"orig":"So wollte denn Peter der Große das liebe Amſterdam ſeiner Jugend in einer Hauptſtadt am Ausfluſſe der Newa wiederholen; ſo wie die Hollaͤnder immer verſucht worden ſind, in ihren entfernten Beſitzungen ein neues Amſterdam wiederholt zu gruͤnden.“","norm":"So wollte denn Peter der Große das liebe Amsterdam seiner Jugend in einer Hauptstadt am Ausflusse der Newa wiederholen; so wie die Holländer immer versucht worden sind, in ihren entfernten Besitzungen ein neues Amsterdam wiederholt zu gründen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406599998474121} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1264,"date":1836,"orig":"Montag, den 13. April 1829.","norm":"Montag, den 13. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.948899984359741} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1265,"date":1836,"orig":"Heute, nachdem Goethe uͤber Tiſch mir manches gute Wort geſagt, erquickte ich mich zum Nachtiſch noch an einigen Landſchaften von Claude Lorrain.","norm":"Heute, nachdem Goethe über Tisch mir manches gute Wort gesagt, erquickte ich mich zum Nachtisch noch an einigen Landschaften von Claude Lorrain.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236000061035156} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1266,"date":1836,"orig":"„Die Sammlung, ſagte Goethe, fuͤhrt den Titel: Liber veritatis, ſie koͤnnte eben ſo gut liber naturae et artis heißen, denn es findet ſich hier die Natur und Kunſt auf der hoͤchſten Stufe und im ſchoͤnſten Bunde.“","norm":"„Die Sammlung, sagte Goethe, führt den Titel: Lieber veritatis, sie könnte ebenso gut lieber naturae et artis heißen, denn es findet sich hier die Natur und Kunst auf der höchsten Stufe und im schönsten Bunde .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.792300224304199} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1267,"date":1836,"orig":"Ich fragte Goethe nach dem Herkommen von Claude Lorrain und in welcher Schule er ſich gebildet.","norm":"Ich fragte Goethe nach dem Herkommen von Claude Lorrain und in welcher Schule er sich gebildet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.920400142669678} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1268,"date":1836,"orig":"„Sein naͤchſter Meiſter, ſagte Goethe, war Antonio Taſſo; dieſer aber war ein Schuͤler von Paul Brill, ſo daß alſo deſſen Schule und Maximen ſein eigentliches Fundament ausmachten und in ihm gewiſſermaßen zur Bluͤthe kamen; denn dasjenige was bey dieſen Meiſtern noch ernſt und ſtrenge erſcheint, hat ſich bey Claude Lorrain zur heiterſten Anmuth und lieblichſten Freyheit entfaltet.","norm":"„Sein nächster Meister, sagte Goethe, war Antonio Tasso; dieser aber war ein Schüler von Paul Brille, so dass also dessen Schule und Maximen sein eigentliches Fundament ausmachten und in ihm gewissermaßen zur Blüte kamen; denn dasjenige was bei diesen Meistern noch ernst und strenge erscheint, hat sich bei Claude Lorrain zur heitersten Anmut und lieblichsten Freiheit entfaltet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.758200168609619} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1269,"date":1836,"orig":"Über ihn konnte man nun weiter nicht hinaus.“","norm":"Über ihn konnte man nun weiter nicht hinaus .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.259200096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1270,"date":1836,"orig":"„Übrigens iſt von einem ſo großen Talent, das in einer ſo bedeutenden Zeit und Umgebung lebte, kaum zu ſagen von wem es gelernt.","norm":"„Übrigens ist von einem so großen Talent, das in einer so bedeutenden Zeit und Umgebung lebte, kaum zu sagen von wem es gelernt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817299842834473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1271,"date":1836,"orig":"Es ſieht ſich um, und eignet ſich an, wo es fuͤr ſeine Intentionen Nahrung findet.","norm":"Es sieht sich um, und eignet sich an, wo es für seine Intentionen Nahrung findet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.606599807739258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1272,"date":1836,"orig":"Claude Lorrain verdankt ohne Frage der Schule der Carracci's eben ſo viel wie ſeinen naͤchſten namhaften Meiſtern.“","norm":"Claude Lorrain verdankt ohne Frage der Schule der Carraccis ebenso viel wie seinen nächsten namhaften Meistern .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.590099811553955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1273,"date":1836,"orig":"„So ſagt man gewoͤhnlich:","norm":"„So sagt man gewöhnlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.778200149536133} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1274,"date":1836,"orig":"Julius Roman war ein Schuͤler von Raphael; aber man koͤnnte eben ſo gut ſagen:","norm":"Julius Roman war ein Schüler von Raphael; aber man könnte ebenso gut sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8993000984191895} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1275,"date":1836,"orig":"er war ein Schuͤler des Jahrhunderts.","norm":"er war ein Schüler des Jahrhunderts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8821001052856445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1276,"date":1836,"orig":"Nur Guido Reni hatte einen Schuͤler, der Geiſt, Gemuͤth und Kunſt ſeines Meiſters ſo in ſich aufgenommen hatte, daß er faſt daſſelbige wurde und daſſelbige machte, welches indeß ein eigener Fall war, der ſich kaum wiederholt hat.","norm":"Nur Guido Reni hatte einen Schüler, der Geist, Gemüt und Kunst seines Meisters so in sich aufgenommen hatte, dass er fast dasselbe wurde und dasselbe machte, welches indes ein eigener Fall war, der sich kaum wiederholt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.547900199890137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1277,"date":1836,"orig":"Die Schule der Carracci dagegen war befreyender Art, ſo daß durch ſie jedes Talent in ſeiner angeborenen Richtung entwickelt wurde, und Meiſter hervorgingen, von denen keiner dem andern gleich ſah.","norm":"Die Schule der Carracci dagegen war befreiender Art, so dass durch sie jedes Talent in seiner angeborenen Richtung entwickelt wurde, und Meister hervorgingen, von denen keiner dem anderen gleich sah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.531000137329102} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1278,"date":1836,"orig":"Die Carracci waren zu Lehrern der Kunſt wie geboren; ſie fielen in eine Zeit wo nach allen Seiten hin bereits das Beſte gethan war, und ſie daher ihren Schuͤlern das Muſterhafteſte aus allen Faͤchern uͤberliefern konnten.","norm":"Die Carracci waren zu Lehrern der Kunst wie geboren; sie fielen in eine Zeit wo nach allen Seiten hin bereits das Beste getan war, und sie daher ihren Schülern das Musterhafteste aus allen Fächern überliefern konnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.835899829864502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1279,"date":1836,"orig":"Sie waren große Kuͤnſtler, große Lehrer, aber ich koͤnnte nicht ſagen daß ſie eigentlich geweſen was man geiſtreich nennt.","norm":"Sie waren große Künstler, große Lehrer, aber ich könnte nicht sagen dass sie eigentlich gewesen was man geistreich nennt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.80019998550415} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1280,"date":1836,"orig":"Es iſt ein wenig kuͤhn, daß ich ſo ſage, allein es will mir ſo vorkommen.“","norm":"Es ist ein wenig kühn, dass ich so sage, allein es will mir so vorkommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.272900104522705} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1281,"date":1836,"orig":"Nachdem ich noch einige Landſchaften von Claude Lorrain betrachtet, ſchlug ich ein Kuͤnſtler-Lexicon auf, um zu ſehen, was uͤber dieſen großen Meiſter ausgeſprochen.","norm":"Nachdem ich noch einige Landschaften von Claude Lorrain betrachtet, schlug ich ein Künstlerlexikon auf, um zu sehen, was über diesen großen Meister ausgesprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.245900154113769} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1282,"date":1836,"orig":"Wir fanden gedruckt:","norm":"Wir fanden gedruckt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.135100364685059} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1283,"date":1836,"orig":"„Sein Hauptverdienſt beſtand in der Palette.“","norm":"„Sein Hauptverdienst bestand in der Palette .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.387899875640869} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1284,"date":1836,"orig":"Wir ſahen uns an und lachten.","norm":"Wir sahen uns an und lachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.130500078201294} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1285,"date":1836,"orig":"„Da ſehen Sie, ſagte Goethe, wie viel man lernen kann, wenn man ſich an Buͤcher haͤlt und ſich dasjenige aneignet was geſchrieben ſteht.“","norm":"„Da sehen Sie, sagte Goethe, wie viel man lernen kann, wenn man sich an Bücher hält und sich dasjenige aneignet was geschrieben steht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.152599811553955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1286,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 14. April 1829.","norm":"Dienstag, den 14. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.051599979400635} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1287,"date":1836,"orig":"Als ich dieſen Mittag hereintrat, ſaß Goethe mit Hofrath Meyer ſchon bey Tiſch, in Geſpraͤchen uͤber Italien und Gegenſtaͤnde der Kunſt.","norm":"Als ich diesen Mittag hereintrat, saß Goethe mit Hofrat Meyer schon bei Tisch, in Gesprächen über Italien und Gegenstände der Kunst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9116997718811035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1288,"date":1836,"orig":"Goethe ließ einen Band Claude Lorrain vorlegen, worin Meyer uns diejenige Landſchaft ausſuchte und zeigte, von der die Zeitungen gemeldet, daß Peel ſich das Original fuͤr viertauſend Pfund angeeignet.","norm":"Goethe ließ einen Band Claude Lorrain vorlegen, worin Meyer uns diejenige Landschaft aussuchte und zeigte, von der die Zeitungen gemeldet, dass Peel sich das Original für viertausend Pfund angeeignet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8145999908447275} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1289,"date":1836,"orig":"Man mußte geſtehen, daß es ein ſchoͤnes Stuͤck ſey, und daß Herr Peel keinen ſchlechten Kauf gethan.","norm":"Man musste gestehen, dass es ein schönes Stück sei, und dass Herr Peel keinen schlechten Kauf getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.656899929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1290,"date":1836,"orig":"An der rechten Seite des Bildes fiel der Blick auf eine Gruppe ſitzender und ſtehender Menſchen.","norm":"An der rechten Seite des Bildes fiel der Blick auf eine Gruppe sitzender und stehender Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.961800098419189} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1291,"date":1836,"orig":"Ein Hirte buͤckt ſich zu einem Maͤdchen, das er zu unterrichten ſcheint wie man die Schalmei blaſen muͤſſe.","norm":"Ein Hirte bückt sich zu einem Mädchen, das er zu unterrichten scheint wie man die Schalmei blasen müsse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.329899787902832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1292,"date":1836,"orig":"Mitten ſah man auf einen See im Glanz der Sonne, und an der linken Seite des Bildes gewahrte man weidendes Vieh im Schatten eines Gehoͤlzes.","norm":"Mitten sah man auf einen See im Glanz der Sonne, und an der linken Seite des Bildes gewahrte man weidendes Vieh im Schatten eines Gehölzes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.607000112533569} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1293,"date":1836,"orig":"Beyde Gruppen balancirten ſich auf das Beſte, und der Zauber der Beleuchtung wirkte maͤchtig, nach gewohnter Art des Meiſters.","norm":"Beide Gruppen balancierten sich auf das Beste, und der Zauber der Beleuchtung wirkte mächtig, nach gewohnter Art des Meisters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.679500102996826} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1294,"date":1836,"orig":"Es war die Rede, wo das Original ſich zeither befunden, und in weſſen Beſitz Meyer es in Italien geſehen.","norm":"Es war die Rede, wo das Original sich seither befunden, und in wessen Besitz Meyer es in Italien gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2494001388549805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1295,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch lenkte ſich ſodann auf das neue Beſitzthum des Koͤnigs von Bayern in Rom.","norm":"Das Gespräch lenkte sich sodann auf das neue Besitztum des Königs von Bayern in Rom.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.967400074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1296,"date":1836,"orig":"„Ich kenne die Villa ſehr gut, ſagte Meyer, ich bin oft darin geweſen und gedenke der ſchoͤnen Lage mit Vergnuͤgen.","norm":"„Ich kenne die Villa sehr gut, sagte Meyer, ich bin oft darin gewesen und gedenke der schönen Lage mit Vergnügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.068600177764893} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1297,"date":1836,"orig":"Es iſt ein maͤßiges Schloß, das der Koͤnig nicht fehlen wird ſich auszuſchmuͤcken und nach ſeinem Sinne hoͤchſt anmuthig zu machen.","norm":"Es ist ein mäßiges Schloss, das der König nicht fehlen wird sich auszuschmücken und nach seinem Sinne höchst anmutig zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895199775695801} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1298,"date":1836,"orig":"Zu meiner Zeit wohnte die Herzogin Amalie darin, und Herder in dem Nebengebaͤude.","norm":"Zu meiner Zeit wohnte die Herzogin Amalie darin, und Herder in dem Nebengebäude.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.454699993133545} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1299,"date":1836,"orig":"Spaͤter bewohnte es der Herzog von Suſſer und der Graf Muͤnſter.","norm":"Später bewohnte es der Herzog von Susser und der Graf Münster.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.967400074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1300,"date":1836,"orig":"Fremde hohe Herrſchaften haben es immer wegen der geſunden Lage und herrlichen Ausſicht beſonders geliebt.“","norm":"Fremde hohe Herrschaften haben es immer wegen der gesunden Lage und herrlichen Aussicht besonders geliebt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639599800109863} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1301,"date":1836,"orig":"Ich fragte Hofrath Meyer wie weit es von der Villa di Malta bis zum Vatican ſey.","norm":"Ich fragte Hofrat Meyer wie weit es von der Villa di Malta bis zum Vatikan sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018599987030029} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1302,"date":1836,"orig":"„Von Trinita di Monte, in der Naͤhe der Villa, ſagte Meyer, wo wir Kuͤnſtler wohnten, iſt es bis zum Vatican eine gute halbe Stunde.","norm":"„Von Trinita di Monte, in der Nähe der Villa, sagte Meyer, wo wir Künstler wohnten, ist es bis zum Vatikan eine gute halbe Stunde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.842400074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1303,"date":1836,"orig":"Wir machten taͤglich den Weg und oft mehr als einmal.“","norm":"Wir machten täglich den Weg und oft mehr als einmal .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5055999755859375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1304,"date":1836,"orig":"Der Weg uͤber die Bruͤcke, ſagte ich, ſcheint etwas um zu ſeyn; ich daͤchte man kaͤme naͤher, wenn man ſich uͤber die Tiber ſetzen ließe und durch das Feld ginge.","norm":"Der Weg über die Brücke, sagte ich, scheint etwas um zu sein; ich dächte man käme näher, wenn man sich über die Tiber setzen ließe und durch das Feld ginge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.344699859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1305,"date":1836,"orig":"„Es iſt nicht ſo, ſagte Meyer, aber wir hatten auch dieſen Glauben und ließen uns ſehr oft uͤberſetzen.","norm":"„Es ist nicht so, sagte Meyer, aber wir hatten auch diesen Glauben und ließen uns sehr oft übersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.372700214385986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1306,"date":1836,"orig":"Ich erinnere mich einer ſolchen Überfahrt, wo wir in einer ſchoͤnen Nacht bey hellem Mondſchein vom Vatican zuruͤckkamen.","norm":"Ich erinnere mich einer solchen Überfahrt, wo wir in einer schönen Nacht bei hellem Mondschein vom Vatikan zurückkamen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.220900058746338} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1307,"date":1836,"orig":"Von Bekannten waren Bury, Hirt und Lips unter uns, und es hatte ſich der gewoͤhnliche Streit entſponnen, wer groͤßer ſey, Raphael oder Michel Angelo.","norm":"Von Bekannten waren Bury, Hirte und Lips unter uns, und es hatte sich der gewöhnliche Streit entsponnen, wer größer sei, Raphael oder Michel Angelo.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.180300235748291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1308,"date":1836,"orig":"So beſtiegen wir die Faͤhre.","norm":"So bestiegen wir die Fähre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.445899963378906} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1309,"date":1836,"orig":"Als wir das andere Ufer erreicht hatten und der Streit noch in vollem Gange war, ſchlug ein luſtiger Vogel, ich glaube es war Bury, vor, das Waſſer nicht eher zu verlaſſen, als bis der Streit voͤllig abgethan ſey und die Parteyen ſich vereiniget haͤtten.","norm":"Als wir das andere Ufer erreicht hatten und der Streit noch in vollem Gange war, schlug ein lustiger Vogel, ich glaube es war Bury, vor, das Wasser nicht eher zu verlassen, als bis der Streit völlig abgetan sei und die Parteien sich vereiniget hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.656399965286255} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1310,"date":1836,"orig":"Der Vorſchlag wurde angenommen, der Faͤhrmann mußte wieder abſtoßen und zuruͤckfahren.","norm":"Der Vorschlag wurde angenommen, der Fährmann musste wieder abstoßen und zurückfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.571499824523926} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1311,"date":1836,"orig":"Aber nun wurde das Disputiren erſt recht lebhaft, und wenn wir das Ufer erreicht hatten, mußten wir immer wieder zuruͤck, denn der Streit war nicht entſchieden.","norm":"Aber nun wurde das Disputieren erst recht lebhaft, und wenn wir das Ufer erreicht hatten, mussten wir immer wieder zurück, denn der Streit war nicht entschieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.644500017166137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1312,"date":1836,"orig":"So fuhren wir Stundenlang hinuͤber und heruͤber, wobey niemand ſich beſſer ſtand als der Schiffer, dem ſich die Bajoc's bey jeder Überfahrt vermehrten.","norm":"So fuhren wir stundenlang hinüber und herüber, wobei niemand sich besser stand als der Schiffer, dem sich die Bajocs bei jeder Überfahrt vermehrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797599792480469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1313,"date":1836,"orig":"Er hatte einen zwoͤlfjaͤhrigen Knaben bey ſich, der ihm half, und dem die Sache endlich gar zu wunderlich erſcheinen mochte.","norm":"Er hatte einen zwölfjährigen Knaben bei sich, der ihm half, und dem die Sache endlich gar zu wunderlich erscheinen mochte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.336299896240234} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1314,"date":1836,"orig":"„Vater, ſagte er, was haben denn die Maͤnner, daß ſie nicht ans Land wollen, und daß wir immer wieder zuruͤck muͤſſen wenn wir ſie ans Ufer gebracht?“","norm":"„Vater, sagte er, was haben denn die Männer, dass sie nicht ans Land wollen, und dass wir immer wieder zurückmüssen wenn wir sie ans Ufer gebracht?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320000171661377} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1315,"date":1836,"orig":"„„Ich weiß nicht mein Sohn, antwortete der Schiffer, aber ich glaube ſie ſind toll.““ Endlich, um nicht die ganze Nacht hin und her zu fahren, vereinigte man ſich nothduͤrftig und wir gingen zu Lande.“","norm":"„„Ich weiß nicht mein Sohn, antwortete der Schiffer, aber ich glaube sie sind toll .“ “ Endlich, um nicht die ganze Nacht hin und her zu fahren, vereinigte man sich notdürftig und wir gingen zu Lande .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.042099952697754} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1316,"date":1836,"orig":"Wir freuten uns und lachten uͤber dieſe anmuthige Anecdote von kuͤnſtleriſcher Verruͤcktheit.","norm":"Wir freuten uns und lachten über diese anmutige Anekdote von künstlerischer Verrücktheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.023399829864502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1317,"date":1836,"orig":"Hofrath Meyer war in der beſten Laune, er fuhr fort uns von Rom zu erzaͤhlen, und Goethe und ich hatten Genuß ihn zu hoͤren.","norm":"Hofrat Meyer war in der besten Laune, er fuhr fort uns von Rom zu erzählen, und Goethe und ich hatten Genuss ihn zu hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8308000564575195} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1318,"date":1836,"orig":"„Der Streit uͤber Raphael und Michel Angelo, ſagte Meyer, war an der Ordnung und wurde taͤglich gefuͤhrt, wo genugſame Kuͤnſtler zuſammentrafen, ſo daß von beyden Parteyen ſich einige anweſend fanden.","norm":"„Der Streit über Raphael und Michel Angelo, sagte Meyer, war an der Ordnung und wurde täglich geführt, wo genugsame Künstler zusammentrafen, so dass von beiden Parteien sich einige anwesend fanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.731900215148926} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1319,"date":1836,"orig":"In einer Oſterie, wo man ſehr billigen und guten Wein trank, pflegte er ſich zu entſpinnen; man berief ſich auf Gemaͤlde, auf einzelne Theile derſelben, und wenn die Gegenpartey widerſtritt und dieß und jenes nicht zugeben wollte, entſtand das Beduͤrfniß der unmittelbaren Anſchauung der Bilder.","norm":"In einer Osteria, wo man sehr billigen und guten Wein trank, pflegte er sich zu entspinnen; man berief sich auf Gemälde, auf einzelne Teile derselben, und wenn die Gegenpartei widerstritt und dies und jenes nicht zugeben wollte, entstand das Bedürfnis der unmittelbaren Anschauung der Bilder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.194699764251709} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1320,"date":1836,"orig":"Streitend verließ man die Oſteri und ging raſchen Schrittes zur Sixtiniſchen Capelle, wozu ein Schuſter den Schluͤſſel hatte, der immer fuͤr vier Groſchen aufſchloß.","norm":"Streitend verließ man die Osteri und ging raschen Schrittes zur Sixtinischen Kapelle, wozu ein Schuster den Schlüssel hatte, der immer für vier Groschen aufschloss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.753600120544434} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1321,"date":1836,"orig":"Hier, vor den Bildern, ging es nun an Demonſtrationen, und wenn man lange genug geſtritten, kehrte man in die Oſterie zuruͤck, um bey einer Flaſche Wein ſich zu verſoͤhnen und alle Controverſen zu vergeſſen.","norm":"Hier, vor den Bildern, ging es nun an Demonstrationen, und wenn man lange genug gestritten, kehrte man in die Osteria zurück, um bei einer Flasche Wein sich zu versöhnen und alle Kontroversen zu vergessen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.031400203704834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1322,"date":1836,"orig":"So ging es jeden Tag, und der Schuſter an der Sixtiniſchen Capelle erhielt manche vier Groſchen.“","norm":"So ging es jeden Tag, und der Schuster an der Sixtinischen Kapelle erhielt manche vier Groschen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037099838256836} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1323,"date":1836,"orig":"Bey dieſer heiteren Gelegenheit erinnerte man ſich eines anderen Schuſters, der auf einem antiken Marmorkopf gewoͤhnlich ſein Leder geklopft.","norm":"Bei dieser heiteren Gelegenheit erinnerte man sich eines anderen Schusters, der auf einem antiken Marmorkopf gewöhnlich sein Leder geklopft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.784299850463867} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1324,"date":1836,"orig":"„Es war das Portrait eines roͤmiſchen Kaiſers, ſagte Meyer; die Antike ſtand vor des Schuſters Thuͤre, und wir haben ihn ſehr oft in dieſer loͤblichen Beſchaͤftigung geſehen wenn wir vorbeygingen.“","norm":"„Es war das Porträt eines römischen Kaisers, sagte Meyer; die Antike stand vor des Schusters Türe, und wir haben ihn sehr oft in dieser löblichen Beschäftigung gesehen wenn wir vorbeigingen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.742099761962891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1325,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 15. April 1829.","norm":"Mittwoch, den 15. April 1829.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.349599838256836} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1326,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber Leute, die, ohne eigentliches Talent, zur Productivitaͤt gerufen werden, und uͤber Andere, die uͤber Dinge ſchreiben die ſie nicht verſtehen.","norm":"Wir sprachen über Leute, die, ohne eigentliches Talent, zur Produktivität gerufen werden, und über Andere, die über Dinge schreiben die sie nicht verstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.237299919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1327,"date":1836,"orig":"„Das Verfuͤhreriſche fuͤr junge Leute, ſagte Goethe, iſt dieſes.","norm":"„Das Verführerische für junge Leute, sagte Goethe, ist dieses.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.761499881744385} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1328,"date":1836,"orig":"Wir leben in einer Zeit, wo ſo viele Cultur verbreitet iſt, daß ſie ſich gleichſam der Atmoſphaͤre mitgetheilt hat, worin ein junger Menſch athmet.","norm":"Wir leben in einer Zeit, wo so viele Kultur verbreitet ist, dass sie sich gleichsam der Atmosphäre mitgeteilt hat, worin ein junger Mensch atmet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.245299816131592} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1329,"date":1836,"orig":"Poetiſche und philoſophiſche Gedanken leben und regen ſich in ihm, mit der Luft ſeiner Umgebung hat er ſie eingeſogen, aber er denkt ſie waͤren ſein Eigenthum, und ſo ſpricht er ſie als das Seinige aus.","norm":"Poetische und philosophische Gedanken leben und regen sich in ihm, mit der Luft seiner Umgebung hat er sie eingesogen, aber er denkt sie wären sein Eigentum, und so spricht er sie als das Seinige aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.192800045013428} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1330,"date":1836,"orig":"Nachdem er aber der Zeit wiedergegeben hat was er von ihr empfangen, iſt er arm.","norm":"Nachdem er aber der Zeit wiedergegeben hat was er von ihr empfangen, ist er arm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.384900093078613} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1331,"date":1836,"orig":"Er gleicht einer Quelle, die von zugetragenem Waſſer eine Weile geſprudelt hat, und die aufhoͤrt zu rieſeln, ſobald der erborgte Vorrath erſchoͤpft iſt.“","norm":"Er gleicht einer Quelle, die von zugetragenem Wasser eine Weile gesprudelt hat, und die aufhört zu rieseln, sobald der erborgte Vorrat erschöpft ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.491099834442139} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1332,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 1. September 1829.","norm":"Dienstag, den 1. September 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.18149995803833} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1333,"date":1836,"orig":"Ich erzaͤhlte Goethe von einem Durchreiſenden, der bey Hegeln ein Collegium uͤber den Beweis des Daſeyns Gottes gehoͤrt.","norm":"Ich erzählte Goethe von einem Durchreisenden, der bei Hageln ein Kollegium über den Beweis des Daseins Gottes gehört.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.451600074768066} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1334,"date":1836,"orig":"Goethe ſtimmte mir bey, daß dergleichen Vorleſungen nicht mehr an der Zeit ſeyen.","norm":"Goethe stimmte mir bei, dass dergleichen Vorlesungen nicht mehr an der Zeit seien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.829800128936768} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1335,"date":1836,"orig":"„Die Periode des Zweifels, ſagte er, iſt voruͤber; es zweifelt jetzt ſo wenig jemand an ſich ſelber als an Gott.","norm":"„Die Periode des Zweifels, sagte er, ist vorüber; es zweifelt jetzt so wenig jemand an sich selber als an Gott.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.867000102996826} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1336,"date":1836,"orig":"Zudem ſind die Natur Gottes, die Unſterblichkeit, das Weſen unſerer Seele und ihr Zuſammenhang mit dem Koͤrper, ewige Probleme, worin uns die Philoſophen nicht weiter bringen.","norm":"Zudem sind die Natur Gottes, die Unsterblichkeit, das Wesen unserer Seele und ihr Zusammenhang mit dem Körper, ewige Probleme, worin uns die Philosophen nicht weiter bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.330599784851074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1337,"date":1836,"orig":"Ein franzoͤſiſcher Philoſoph der neueſten Tage faͤngt ſein Capitel ganz getroſt folgendermaßen an:","norm":"Ein französischer Philosoph der neuesten Tage fängt sein Kapitel ganz getrost folgendermaßen an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.744200229644775} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1338,"date":1836,"orig":"„Es iſt bekannt, daß der Menſch aus zwey Theilen beſteht, aus Leib und Seele.","norm":"„Es ist bekannt, dass der Mensch aus zwei Teilen besteht, aus Leib und Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.637200117111206} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1339,"date":1836,"orig":"Wir wollen demnach mit dem Leibe anfangen und ſodann von der Seele reden.“","norm":"Wir wollen demnach mit dem Leibe anfangen und sodann von der Seele reden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.801300048828125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1340,"date":1836,"orig":"Fichte ging doch ſchon ein wenig weiter und zog ſich etwas kluͤger aus der Sache, indem er ſagte:","norm":"Fichte ging doch schon ein wenig weiter und zog sich etwas klüger aus der Sache, indem er sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.868299961090088} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1341,"date":1836,"orig":"Wir wollen handeln vom Menſchen als Leib betrachtet und vom Menſchen als Seele betrachtet.","norm":"Wir wollen handeln vom Menschen als Leib betrachtet und vom Menschen als Seele betrachtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.902699947357178} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1342,"date":1836,"orig":"Er fuͤhlte zu wohl, daß ſich ein ſo enge verbundenes Ganzes nicht trennen laſſe.","norm":"Er fühlte zu wohl, dass sich ein so enge verbundenes Ganzes nicht trennen lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.341800212860107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1343,"date":1836,"orig":"Kant hat unſtreitig am meiſten genuͤtzt, indem er die Grenzen zog, wie weit der menſchliche Geiſt zu dringen faͤhig ſey, und daß er die unaufloͤslichen Probleme liegen ließ.","norm":"Kant hat unstreitig am meisten genützt, indem er die Grenzen zog, wie weit der menschliche Geist zu dringen fähig sei, und dass er die unauflöslichen Probleme liegen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.113800048828125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1344,"date":1836,"orig":"Was hat man nicht alles uͤber Unſterblichkeit philoſophirt! und wie weit iſt man gekommen! —","norm":"Was hat man nicht alles über Unsterblichkeit philosophiert! und wie weit ist man gekommen! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.309500217437744} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1345,"date":1836,"orig":"Ich zweifle nicht an unſerer Fortdauer, denn die Natur kann die Entelechie nicht entbehren.","norm":"Ich zweifle nicht an unserer Fortdauer, denn die Natur kann die Entelechie nicht entbehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.657800197601318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1346,"date":1836,"orig":"Aber wir ſind nicht auf gleiche Weiſe unſterblich, und um ſich kuͤnftig als große Entelechie zu manifeſtiren, muß man auch eine ſeyn.“","norm":"Aber wir sind nicht auf gleiche Weise unsterblich, und um sich künftig als große Entelechie zu manifestieren, muss man auch eine sein .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.688899993896484} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1347,"date":1836,"orig":"„Waͤhrend aber die Deutſchen ſich mit Aufloͤſung philoſophiſcher Probleme quaͤlen, lachen uns die Englaͤnder mit ihrem großen practiſchen Verſtande aus, und gewinnen die Welt.","norm":"„Während aber die Deutschen sich mit Auflösung philosophischer Probleme quälen, lachen uns die Engländer mit ihrem großen praktischen Verstande aus, und gewinnen die Welt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.799799919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1348,"date":1836,"orig":"Jedermann kennt ihre Declamationen gegen den Sclavenhandel, und waͤhrend ſie uns weiß machen wollen, was fuͤr humane Maximen ſolchem Verfahren zu Grunde liegen, entdeckt ſich jetzt, daß das wahre Motiv ein reales Object ſey, ohne welches es die Englaͤnder bekanntlich nie thun, und welches man haͤtte wiſſen ſollen.","norm":"Jedermann kennt ihre Deklamationen gegen den Sklavenhandel, und während sie uns weiß machen wollen, was für humane Maximen solchem Verfahren zu Grunde liegen, entdeckt sich jetzt, dass das wahre Motiv ein reales Objekt sei, ohne welches es die Engländer bekanntlich nie tun, und welches man hätte wissen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.749599933624268} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1349,"date":1836,"orig":"An der weſtlichen Kuͤſte von Afrika gebrauchen ſie die Neger ſelbſt in ihren großen Beſitzungen, und es iſt gegen ihr Intereſſe, daß man ſie dort ausfuͤhre.","norm":"An der westlichen Küste von Afrika gebrauchen sie die Neger selbst in ihren großen Besitzungen, und es ist gegen ihr Interesse, dass man sie dort ausführe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5457000732421875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1350,"date":1836,"orig":"In Amerika haben ſie ſelbſt große Neger- Colonieen angelegt, die ſehr productiv ſind und jaͤhrlich einen großen Ertrag an Schwarzen liefern.","norm":"In Amerika haben sie selbst große Neger-Kolonien angelegt, die sehr produktiv sind und jährlich einen großen Ertrag an Schwarzen liefern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.985300064086914} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1351,"date":1836,"orig":"Mit dieſen verſehen ſie die nordamerikaniſchen Beduͤrfniſſe, und indem ſie auf ſolche Weiſe einen hoͤchſt eintraͤglichen Handel treiben, waͤre die Einfuhr von Außen ihrem merkantiliſchen Intereſſe ſehr im Wege, und ſie predigen daher, nicht ohne Object, gegen den inhumanen Handel.","norm":"Mit diesen versehen sie die nordamerikanischen Bedürfnisse, und indem sie auf solche Weise einen höchst einträglichen Handel treiben, wäre die Einfuhr von Außen ihrem merkantilischen Interesse sehr im Wege, und sie predigen daher, nicht ohne Objekt, gegen den inhumanen Handel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741000175476074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1352,"date":1836,"orig":"Noch auf dem Wiener Congreß argumentirte der engliſche Geſandte ſehr lebhaft dagegen; aber der portugieſiſche war klug genug, in aller Ruhe zu antworten, daß er nicht wiſſe, daß man zuſammengekommen ſey, ein allgemeines Weltgericht abzugeben, oder die Grundſaͤtze der Moral feſtzuſetzen. —","norm":"Noch auf dem Wiener Kongress argumentierte der englische Gesandte sehr lebhaft dagegen; aber der portugiesische war klug genug, in aller Ruhe zu antworten, dass er nicht wisse, dass man zusammengekommen sei, ein allgemeines Weltgericht abzugeben, oder die Grundsätze der Moral festzusetzen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.523099899291992} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1353,"date":1836,"orig":"Er kannte das engliſche Object recht gut, und ſo hatte auch er das ſeinige, wofuͤr er zu reden und welches er zu erlangen wußte.“","norm":"Er kannte das englische Objekt recht gut, und so hatte auch er das seinige, wofür er zu reden und welches er zu erlangen wusste .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.767600059509277} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1354,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 6. December 1829.","norm":"Sonntag, den 6. Dezember 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.523799896240234} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1355,"date":1836,"orig":"Heute nach Tiſch las Goethe mir die erſte Scene vom zweyten Act des Fauſt.","norm":"Heute nach Tisch las Goethe mir die erste Szene vom zweiten Akt des Faust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716700077056885} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1356,"date":1836,"orig":"Der Eindruck war groß, und verbreitete in meinem Innern ein hohes Gluͤck.","norm":"Der Eindruck war groß, und verbreitete in meinem Inneren ein hohes Glück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249199867248535} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1357,"date":1836,"orig":"Wir ſind wieder in Fauſts Studirzimmer verſetzt, und Mephiſtopheles findet noch alles am alten Platze wie er es verlaſſen hat.","norm":"Wir sind wieder in Fausts Studierzimmer versetzt, und Mephistopheles findet noch alles am alten Platze wie er es verlassen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.864399909973144} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1358,"date":1836,"orig":"Fauſts alten Studirpelz nimmt er vom Haken; tauſend Motten und Inſecten flattern heraus, und indem Mephiſtopheles ausſpricht, wo dieſe ſich wieder unterthun, tritt uns die umgebende Localitaͤt ſehr deutlich vor die Augen.","norm":"Fausts alten Studierpelz nimmt er vom Haken; tausend Motten und Insekten flattern heraus, und indem Mephistopheles ausspricht, wo diese sich wieder Untertun, tritt uns die umgebende Lokalität sehr deutlich vor die Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.86359977722168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1359,"date":1836,"orig":"Er zieht den Pelz an, um, waͤhrend Fauſt hinter einem Vorhange im paralyſirten Zuſtande liegt, wieder einmal den Herrn zu ſpielen.","norm":"Er zieht den Pelz an, um, während Faust hinter einem Vorhange im paralysierten Zustande liegt, wieder einmal den Herrn zu spielen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.991399765014648} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1360,"date":1836,"orig":"Er zieht die Klingel; die Glocke giebt in den einſamen alten Kloſter-Hallen einen ſo fuͤrchterlichen Ton, daß die Thuͤren aufſpringen und die Mauern erbeben.","norm":"Er zieht die Klingel; die Glocke gibt in den einsamen alten Kloster-Hallen einen so fürchterlichen Ton, dass die Türen aufspringen und die Mauern erbeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.097599983215332} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1361,"date":1836,"orig":"Der Famulus ſtuͤrzt herbey und findet in Fauſts Stuhle den Mephiſtopheles ſitzen, den er nicht kennt, aber vor dem er Reſpect hat.","norm":"Der Famulus stürzt herbei und findet in Fausts Stuhle den Mephistopheles sitzen, den er nicht kennt, aber vor dem er Respekt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.26039981842041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1362,"date":1836,"orig":"Auf Befragen giebt er Nachricht von Wagner, der unterdeß ein beruͤhmter Mann geworden und auf die Ruͤckkehr ſeines Herrn hofft.","norm":"Auf Befragen gibt er Nachricht von Wagner, der unterdes ein berühmter Mann geworden und auf die Rückkehr seines Herrn hofft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.930300235748291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1363,"date":1836,"orig":"Er iſt, wie wir hoͤren, in dieſem Augenblick in ſeinem Laboratorium tief beſchaͤftigt, einen Homunculus hervorzubringen.","norm":"Er ist, wie wir hören, in diesem Augenblick in seinem Laboratorium tief beschäftigt, einen Homunculus hervorzubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.012899875640869} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1364,"date":1836,"orig":"Der Famulus wird entlaſſen; es erſcheint der Baccalaureus, derſelbige, den wir vor einigen Jahren als ſchuͤchternen jungen Studenten geſehen, wo Mephiſtopheles, in Fauſts Rocke, ihn zum Beſten hatte.","norm":"Der Famulus wird entlassen; es erscheint der Baccalaureus, derselbige, den wir vor einigen Jahren als schüchternen jungen Studenten gesehen, wo Mephistopheles, in Fausts Rocke, ihn zum Besten hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.115099906921387} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1365,"date":1836,"orig":"Er iſt unterdeß ein Mann geworden und ſo voller Duͤnkel, daß ſelbſt Mephiſtopheles nicht mit ihm auskommen kann, der mit ſeinem Stuhle immer weiter ruͤckt und ſich zuletzt ans Parterre wendet.","norm":"Er ist unterdes ein Mann geworden und so voller Dünkel, dass selbst Mephistopheles nicht mit ihm auskommen kann, der mit seinem Stuhle immer weiter rückt und sich zuletzt ans Parterre wendet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.106800079345703} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1366,"date":1836,"orig":"Goethe las die Scene bis zu Ende.","norm":"Goethe las die Szene bis zu Ende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.92579984664917} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1367,"date":1836,"orig":"Ich freute mich an der jugendlich productiven Kraft, und wie alles ſo knapp beyſammen war.","norm":"Ich freute mich an der jugendlich produktiven Kraft, und wie alles so knapp beisammen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712100028991699} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1368,"date":1836,"orig":"„Da die Conception ſo alt iſt, ſagte Goethe, und ich ſeit funfzig Jahren daruͤber nachdenke, ſo hat ſich das innere Material ſo ſehr gehaͤuft, daß jetzt das Ausſcheiden und Ablehnen die ſchwere Operation iſt.","norm":"„Da die Konzeption so alt ist, sagte Goethe, und ich seit fünfzig Jahren darüber nachdenke, so hat sich das innere Material so sehr gehäuft, dass jetzt das Ausscheiden und Ablehnen die schwere Operation ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.314499855041504} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1369,"date":1836,"orig":"Die Erfindung des ganzen zweyten Theiles iſt wirklich ſo alt wie ich ſage.","norm":"Die Erfindung des ganzen zweiten Teiles ist wirklich so alt wie ich sage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934700012207031} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1370,"date":1836,"orig":"Aber daß ich ihn erſt jetzt ſchreibe, nachdem ich uͤber die weltlichen Dinge ſo viel klarer geworden, mag der Sache zu Gute kommen.","norm":"Aber dass ich ihn erst jetzt schreibe, nachdem ich über die weltlichen Dinge so viel klarer geworden, mag der Sache zugutekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.429699897766113} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1371,"date":1836,"orig":"Es geht mir damit wie Einem, der in ſeiner Jugend ſehr viel kleines Silber- und Kupfer-Geld hat, das er waͤhrend dem Lauf ſeines Lebens immer bedeutender einwechſelt, ſo daß er zuletzt ſeinen Jugendbeſitz in reinen Goldſtuͤcken vor ſich ſieht.“","norm":"Es geht mir damit wie Einem, der in seiner Jugend sehr viel kleines Silber- und Kupfergeld hat, das er während dem Lauf seines Lebens immer bedeutender einwechselt, so dass er zuletzt seinen Jugendbesitz in reinen Goldstücken vor sich sieht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6828999519348145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1372,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber die Figur des Baccalaureus.","norm":"Wir sprachen über die Figur des Baccalaureus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.795300006866455} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1373,"date":1836,"orig":"Iſt in ihm, ſagte ich, nicht eine gewiſſe Claſſe ideeller Philoſophen gemeint?","norm":"Ist in ihm, sagte ich, nicht eine gewisse Klasse ideeller Philosophen gemeint?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4704999923706055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1374,"date":1836,"orig":"„Nein, ſagte Goethe, es iſt die Anmaßlichkeit in ihm perſonificirt, die beſonders der Jugend eigen iſt, wovon wir in den erſten Jahren nach unſerm Befreyungskriege ſo auffallende Beweiſe hatten.","norm":"„Nein, sagte Goethe, es ist die Anmaßlichkeit in ihm personifiziert, die besonders der Jugend eigen ist, wovon wir in den ersten Jahren nach unserem Befreiungskriege so auffallende Beweise hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.871500015258789} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1375,"date":1836,"orig":"Auch glaubt jeder in ſeiner Jugend, daß die Welt eigentlich erſt mit ihm angefangen, und daß Alles eigentlich um ſeinetwillen da ſey.","norm":"Auch glaubt jeder in seiner Jugend, dass die Welt eigentlich erst mit ihm angefangen, und dass alles eigentlich um seinetwillen da sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.095600128173828} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1376,"date":1836,"orig":"Sodann hat es im Orient wirklich einen Mann gegeben, der jeden Morgen ſeine Leute um ſich verſammelte, und ſie nicht eher an die Arbeit gehen ließ, als bis er der Sonne geheißen aufzugehen.","norm":"Sodann hat es im Orient wirklich einen Mann gegeben, der jeden Morgen seine Leute um sich versammelte, und sie nicht eher an die Arbeit gehen ließ, als bis er der Sonne geheißen aufzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.782000064849853} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1377,"date":1836,"orig":"Aber hiebey war er ſo klug, dieſen Befehl nicht eher auszuſprechen, als bis die Sonne wirklich auf dem Punkt ſtand von ſelber zu erſcheinen.“","norm":"Aber hierbei war er so klug, diesen Befehl nicht eher auszusprechen, als bis die Sonne wirklich auf dem Punkt stand von selber zu erscheinen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.538700103759766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1378,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen noch Vieles uͤber den Fauſt und deſſen Compoſition, ſo wie uͤber verwandte Dinge.","norm":"Wir sprachen noch vieles über den Faust und dessen Komposition, so wie über verwandte Dinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.159200191497803} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1379,"date":1836,"orig":"Goethe war eine Weile in ſtilles Nachdenken verſunken; dann begann er folgendermaßen.","norm":"Goethe war eine Weile in stilles Nachdenken versunken; dann begann er folgendermaßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.983500003814697} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1380,"date":1836,"orig":"„Wenn man alt iſt, ſagte er, denkt man uͤber die weltlichen Dinge anders als da man jung war.","norm":"„Wenn man alt ist, sagte er, denkt man über die weltlichen Dinge anders als da man jung war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.029099941253662} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1381,"date":1836,"orig":"So kann ich mich des Gedankens nicht erwehren, daß die Daͤmonen, um die Menſchheit zu necken und zum Beſten zu haben, mitunter einzelne Figuren hinſtellen, die ſo anlockend ſind, daß jeder nach ihnen ſtrebt, und ſo groß, daß niemand ſie erreicht.","norm":"So kann ich mich des Gedankens nicht erwehren, dass die Dämonen, um die Menschheit zu necken und zum Besten zu haben, mitunter einzelne Figuren hinstellen, die so anlockend sind, dass jeder nach ihnen strebt, und so groß, dass niemand sie erreicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.657500028610229} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1382,"date":1836,"orig":"So ſtellten ſie den Raphael hin, bey dem Denken und Thun gleich vollkommen war; einzelne treffliche Nachkommen haben ſich ihm genaͤhert, aber erreicht hat ihn niemand.","norm":"So stellten sie den Raphael hin, bei dem Denken und Tun gleich vollkommen war; einzelne treffliche Nachkommen haben sich ihm genähert, aber erreicht hat ihn niemand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.912799835205078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1383,"date":1836,"orig":"So ſtellten ſie den Mozart hin, als etwas Unerreichbares in der Muſik.","norm":"So stellten sie den Mozart hin, als etwas Unerreichbares in der Musik.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.420100212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1384,"date":1836,"orig":"Und ſo in der Poeſie Shakſpeare.","norm":"Und so in der Poesie Shakespeare.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.588699817657471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1385,"date":1836,"orig":"Ich weiß was Sie mir gegen dieſen ſagen koͤnnen, aber ich meine nur das Naturell, das große Angeborene der Natur.","norm":"Ich weiß was Sie mir gegen diesen sagen können, aber ich meine nur das Naturell, das große Angeborene der Natur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.544000148773193} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1386,"date":1836,"orig":"So ſteht Napoleon unerreichbar da.","norm":"So steht Napoleon unerreichbar da.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9822998046875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1387,"date":1836,"orig":"Daß die Ruſſen ſich gemaͤßigt haben und nicht nach Conſtantinopel hineingegangen ſind, iſt zwar ſehr groß, aber auch ein ſolcher Zug findet ſich in Napoleon, denn auch er hat ſich gemaͤßigt und iſt nicht nach Rom gegangen.“","norm":"Dass die Russen sich gemäßigt haben und nicht nach Konstantinopel hineingegangen sind, ist zwar sehr groß, aber auch ein solcher Zug findet sich in Napoleon, denn auch er hat sich gemäßigt und ist nicht nach Rom gegangen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.937099933624267} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1388,"date":1836,"orig":"An dieſes reiche Thema knuͤpfte ſich viel Verwandtes; bey mir ſelbſt aber dachte ich im Stillen, daß auch mit Goethe die Daͤmonen ſo etwas moͤchten im Sinne haben, indem auch er eine Figur ſey, zu anlockend, um ihm nicht nachzuſtreben, und zu groß, um ihn zu erreichen.","norm":"An dieses reiche Thema knüpfte sich viel Verwandtes; bei mir selbst aber dachte ich im Stillen, dass auch mit Goethe die Dämonen so etwas möchten im Sinne haben, indem auch er eine Figur sei, zu anlockend, um ihm nicht nachzustreben, und zu groß, um ihn zu erreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.529099941253662} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1389,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 16. December 1829.","norm":"Mittwoch, den 16. Dezember 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.65939998626709} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1390,"date":1836,"orig":"Heute nach Tiſch las Goethe mir die zweyte Scene des zweyten Acts von Fauſt, wo Mephiſtopheles zu Wagner geht, der durch chemiſche Kuͤnſte einen Menſchen zu machen im Begriff iſt.","norm":"Heute nach Tisch las Goethe mir die zweite Szene des zweiten Akts von Faust, wo Mephistopheles zu Wagner geht, der durch chemische Künste einen Menschen zu machen im Begriff ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.417099952697754} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1391,"date":1836,"orig":"Das Werk gelingt, der Homunculus erſcheint in der Flaſche, als leuchtendes Weſen, und iſt ſogleich thaͤtig.","norm":"Das Werk gelingt, der Homunculus erscheint in der Flasche, als leuchtendes Wesen, und ist sogleich tätig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667799949645996} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1392,"date":1836,"orig":"Wagners Fragen uͤber unbegreifliche Dinge lehnt er ab, das Raiſonniren iſt nicht ſeine Sache; er will handeln, und da iſt ihm das Naͤchſte unſer Held Fauſt, der in ſeinem paralyſirten Zuſtande einer hoͤheren Huͤlfe bedarf.","norm":"Wagners Fragen über unbegreifliche Dinge lehnt er ab, das Räsonieren ist nicht seine Sache; er will handeln, und da ist ihm das Nächste unser Held Faust, der in seinem paralysierten Zustande einer höheren Hilfe bedarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.512700080871582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1393,"date":1836,"orig":"Als ein Weſen, dem die Gegenwart durchaus klar und durchſichtig iſt, ſieht der Homunculus das Innere des ſchlafenden Fauſt, den ein ſchoͤner Traum von der Leda begluͤckt, wie ſie, in anmuthiger Gegend badend, von Schwaͤnen beſucht wird.","norm":"Als ein Wesen, dem die Gegenwart durchaus klar und durchsichtig ist, sieht der Homunculus das Innere des schlafenden Faust, den ein schöner Traum von der Leda beglückt, wie sie, in anmutiger Gegend badend, von Schwänen besucht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.281400203704834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1394,"date":1836,"orig":"Indem der Homunculus dieſen Traum ausſpricht, erſcheint vor unſerer Seele das reizendſte Bild.","norm":"Indem der Homunculus diesen Traum ausspricht, erscheint vor unserer Seele das reizendste Bild.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.756899833679199} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1395,"date":1836,"orig":"Mephiſtopheles ſieht davon nichts, und der Homunculus verſpottet ihn wegen ſeiner nordiſchen Natur.","norm":"Mephistopheles sieht davon nichts, und der Homunculus verspottet ihn wegen seiner nordischen Natur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.67519998550415} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1396,"date":1836,"orig":"„Überhaupt, ſagte Goethe, werden Sie bemerken, daß der Mephiſtopheles gegen den Homunculus in Nachtheil zu ſtehen kommt, der ihm an geiſtiger Klarheit gleicht, und durch ſeine Tendenz zum Schoͤnen und foͤrderlich Thaͤtigen ſo viel vor ihm voraus hat.","norm":"„Überhaupt, sagte Goethe, werden Sie bemerken, dass der Mephistopheles gegen den Homunculus in Nachteil zu stehen kommt, der ihm an geistiger Klarheit gleicht, und durch seine Tendenz zum Schönen und förderlich Tätigen so viel vor ihm voraus hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.609600067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1397,"date":1836,"orig":"Übrigens nennt er ihn Herr Vetter; denn ſolche geiſtige Weſen, wie der Homunculus, die durch eine vollkommene Menſchwerdung noch nicht verduͤſtert und beſchraͤnkt worden, zaͤhlte man zu den Daͤmonen, wodurch denn unter Beyden eine Art von Verwandtſchaft exiſtirt.“","norm":"Übrigens nennt er ihn Herr Vetter; denn solche geistige Wesen, wie der Homunculus, die durch eine vollkommene Menschwerdung noch nicht verdüstert und beschränkt worden, zählte man zu den Dämonen, wodurch denn unter Beiden eine Art von Verwandtschaft existiert .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.801000118255615} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1398,"date":1836,"orig":"Gewiß, ſagte ich, erſcheint der Mephiſtopheles hier in einer untergeordneten Stellung; allein ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, daß er zur Entſtehung des Homunculus heimlich gewirkt hat, ſo wie wir ihn bisher kennen und wie er auch in der Helena immer als heimlich wirkendes Weſen erſcheint.","norm":"Gewiss, sagte ich, erscheint der Mephistopheles hier in einer untergeordneten Stellung; allein ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass er zur Entstehung des Homunculus heimlich gewirkt hat, so wie wir ihn bisher kennen und wie er auch in der Helena immer als heimlich wirkendes Wesen erscheint.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.609800100326538} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1399,"date":1836,"orig":"Und ſo hebt er ſich denn im Ganzen wieder, und kann ſich in ſeiner ſuperioren Ruhe im Einzelnen wohl etwas gefallen laſſen.","norm":"Und so hebt er sich denn im Ganzen wieder, und kann sich in seiner superioren Ruhe im Einzelnen wohl etwas gefallen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183800220489502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1400,"date":1836,"orig":"„Sie empfinden das Verhaͤltniß ſehr richtig, ſagte Goethe; es iſt ſo, und ich habe ſchon gedacht, ob ich nicht dem Mephiſtopheles, wie er zu Wagner geht und der Homunculus im Werden iſt, einige Verſe in den Mund legen ſoll, wodurch ſeine Mitwirkung ausgeſprochen und dem Leſer deutlich wuͤrde.“","norm":"„Sie empfinden das Verhältnis sehr richtig, sagte Goethe; es ist so, und ich habe schon gedacht, ob ich nicht dem Mephistopheles, wie er zu Wagner geht und der Homunculus im Werden ist, einige Verse in den Mund legen soll, wodurch seine Mitwirkung ausgesprochen und dem Leser deutlich würde .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.479000091552734} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1401,"date":1836,"orig":"Das koͤnnte nicht ſchaden, ſagte ich.","norm":"Das könnte nicht schaden, sagte ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.125199794769287} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1402,"date":1836,"orig":"Angedeutet jedoch iſt es ſchon, indem Mephiſtopheles die Scene mit den Worten ſchließt:","norm":"Angedeutet jedoch ist es schon, indem Mephistopheles die Szene mit den Worten schließt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.06659984588623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1403,"date":1836,"orig":"Am Ende haͤngen wir doch ab Von Creaturen die wir machten.","norm":"Am Ende hängen wir doch ab Von Kreaturen die wir machten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406799793243408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1404,"date":1836,"orig":"„Sie haben Recht, ſagte Goethe, dieß koͤnnte dem Aufmerkenden faſt genug ſeyn; indeß will ich doch noch auf einige Verſe ſinnen.“","norm":"„Sie haben Recht, sagte Goethe, dies könnte dem Aufmerkenden fast genug sein; indes will ich doch noch auf einige Verse sinnen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93310022354126} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1405,"date":1836,"orig":"Aber, ſagte ich, jenes Schlußwort iſt ein großes, das man nicht ſo leicht ausdenken wird.","norm":"Aber, sagte ich, jenes Schlusswort ist ein großes, das man nicht so leicht ausdenken wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.051300048828125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1406,"date":1836,"orig":"„Ich daͤchte, ſagte Goethe, man haͤtte eine Weile daran zu zehren.","norm":"„Ich dächte, sagte Goethe, man hätte eine Weile daran zu zehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667799949645996} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1407,"date":1836,"orig":"Ein Vater, der ſechs Soͤhne hat, iſt verloren, er mag ſich ſtellen wie er will.","norm":"Ein Vater, der sechs Söhne hat, ist verloren, er mag sich stellen wie er will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.703399896621704} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1408,"date":1836,"orig":"Auch Koͤnige und Miniſter, die viele Perſonen zu großen Stellen gebracht haben, moͤgen aus ihrer Erfahrung ſich etwas dabey denken koͤnnen.“","norm":"Auch Könige und Minister, die viele Personen zu großen Stellen gebracht haben, mögen aus ihrer Erfahrung sich etwas dabei denken können .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.050899982452393} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1409,"date":1836,"orig":"Fauſts Traum von der Leda trat mir wieder vor die Seele, und ich uͤberſah dieſes im Geiſt als einen hoͤchſt bedeutenden Zug in der Compoſition.","norm":"Fausts Traum von der Leda trat mir wieder vor die Seele, und ich übersah dieses im Geist als einen höchst bedeutenden Zug in der Komposition.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2093000411987305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1410,"date":1836,"orig":"Es iſt wunderbar, ſagte ich, wie in einem ſolchen Werke die einzelnen Theile auf einander ſich beziehen, auf einander wirken und einander ergaͤnzen und heben.","norm":"Es ist wunderbar, sagte ich, wie in einem solchen Werke die einzelnen Teile aufeinander sich beziehen, aufeinander wirken und einander ergänzen und heben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.225200176239014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1411,"date":1836,"orig":"Durch dieſen Traum von der Leda hier im zweyten Act gewinnt ſpaͤter die Helena erſt das eigentliche Fundament.","norm":"Durch diesen Traum von der Leda hier im zweiten Akt gewinnt später die Helena erst das eigentliche Fundament.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.06879997253418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1412,"date":1836,"orig":"Dort iſt immer von Schwaͤnen und einer Schwanerzeugten die Rede; aber hier erſcheint dieſe Handlung ſelbſt, und wenn man nun mit dem ſinnlichen Eindruck ſolcher Situation ſpaͤter zur Helena kommt, wie wird dann alles deutlicher und vollſtaͤndiger erſcheinen! —","norm":"Dort ist immer von Schwänen und einer Schwanerzeugten die Rede; aber hier erscheint diese Handlung selbst, und wenn man nun mit dem sinnlichen Eindruck solcher Situation später zur Helena kommt, wie wird dann alles deutlicher und vollständiger erscheinen! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241799831390381} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1413,"date":1836,"orig":"Goethe gab mir Recht, und es ſchien ihm lieb, daß ich dieſes bemerkte.","norm":"Goethe gab mir Recht, und es schien ihm lieb, dass ich dieses bemerkte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321300029754639} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1414,"date":1836,"orig":"„So auch, ſagte er, werden Sie finden, daß ſchon immer in dieſen fruͤheren Acten das Claſſiſche und Romantiſche anklingt und zur Sprache gebracht wird, damit es, wie auf einem ſteigenden Terrain, zur Helena hinaufgehe, wo beyde Dichtungsformen entſchieden hervortreten und eine Art von Ausgleichung finden.“","norm":"„So auch, sagte er, werden Sie finden, dass schon immer in diesen früheren Akten das klassische und Romantische anklingt und zur Sprache gebracht wird, damit es, wie auf einem steigenden Terrain, zur Helena hinaufgehe, wo beide Dichtungsformen entschieden hervortreten und eine Art von Ausgleichung finden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.981900215148926} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1415,"date":1836,"orig":"„Die Franzoſen, fuhr Goethe fort, fangen nun auch an uͤber dieſe Verhaͤltniſſe richtig zu denken.","norm":"„Die Franzosen, fuhr Goethe fort, fangen nun auch an über diese Verhältnisse richtig zu denken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.732800006866455} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1416,"date":1836,"orig":"„„Es iſt alles gut und gleich, ſagen ſie, Claſſiſches wie Romantiſches, es kommt nur darauf an, daß man ſich dieſer Formen mit Verſtand zu bedienen und darin vortrefflich zu ſeyn vermoͤge.","norm":"„„Es ist alles gut und gleich, sagen sie, klassisches wie Romantisches, es kommt nur darauf an, dass man sich dieser Formen mit Verstand zu bedienen und darin vortrefflich zu sein vermöge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9560999870300293} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1417,"date":1836,"orig":"So kann man auch in Beyden abſurd ſeyn, und dann taugt das Eine ſo wenig wie das Andere.““","norm":"So kann man auch in Beiden absurd sein, und dann taugt das Eine so wenig wie das Andere .“ “","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.680600166320801} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1418,"date":1836,"orig":"Ich daͤchte das waͤre vernuͤnftig und ein gutes Wort, womit man ſich eine Weile beruhigen koͤnnte.“","norm":"Ich dächte das wäre vernünftig und ein gutes Wort, womit man sich eine Weile beruhigen könnte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103600025177002} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1419,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 20. December 1829.","norm":"Sonntag, den 20. Dezember 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.535999774932861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1420,"date":1836,"orig":"Bey Goethe zu Tiſch.","norm":"Bei Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.058199882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1421,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen vom Canzler, und ich fragte Goethe, ob er ihm bey ſeiner Zuruͤckkunft aus Italien keine Nachricht von Manzoni mitgebracht.","norm":"Wir sprachen vom Kanzler, und ich fragte Goethe, ob er ihm bei seiner Zurückkunft aus Italien keine Nachricht von Manzoni mitgebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6757001876831055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1422,"date":1836,"orig":"„Er hat mir uͤber ihn geſchrieben, ſagte Goethe.","norm":"„Er hat mir über ihn geschrieben, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.825099945068359} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1423,"date":1836,"orig":"Der Canzler hat Manzoni beſucht, er lebt auf ſeinem Landgute in der Naͤhe von Mayland und iſt zu meinem Bedauern fortwaͤhrend kraͤnklich.“","norm":"Der Kanzler hat Manzoni besucht, er lebt auf seinem Landgute in der Nähe von Mailand und ist zu meinem Bedauern fortwährend kränklich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5644001960754395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1424,"date":1836,"orig":"Es iſt eigen, ſagte ich, daß man ſo haͤufig bey ausgezeichneten Talenten, beſonders bey Poeten, findet, daß ſie eine ſchwaͤchliche Conſtitution haben.","norm":"Es ist eigen, sagte ich, dass man so häufig bei ausgezeichneten Talenten, besonders bei Poeten, findet, dass sie eine schwächliche Konstitution haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.038099765777588} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1425,"date":1836,"orig":"„Das Außerordentliche was ſolche Menſchen leiſten, ſagte Goethe, ſetzt eine ſehr zarte Organiſation voraus, damit ſie ſeltener Empfindungen faͤhig ſeyn und die Stimme der Himmliſchen vernehmen moͤgen.","norm":"„Das Außerordentliche was solche Menschen leisten, sagte Goethe, setzt eine sehr zarte Organisation voraus, damit sie seltener Empfindungen fähig sein und die Stimme der Himmlischen vernehmen mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.63670015335083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1426,"date":1836,"orig":"Nun iſt eine ſolche Organiſation, im Conflict mit der Welt und den Elementen, leicht geſtoͤrt und verletzt, und wer nicht, wie Voltaire, mit großer Senſibilitaͤt eine außerordentliche Zaͤhheit verbindet, iſt leicht einer fortgeſetzten Kraͤnklichkeit unterworfen.","norm":"Nun ist eine solche Organisation, im Konflikt mit der Welt und den Elementen, leicht gestört und verletzt, und wer nicht, wie Voltaire, mit großer Sensibilität eine außerordentliche Zähheit verbindet, ist leicht einer fortgesetzten Kränklichkeit unterworfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.452899932861328} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1427,"date":1836,"orig":"Schiller war auch beſtaͤndig krank.","norm":"Schiller war auch beständig krank.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.076000213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1428,"date":1836,"orig":"Als ich ihn zuerſt kennen lernte, glaubte ich, er lebte keine vier Wochen.","norm":"Als ich ihn zuerst kennen lernte, glaubte ich, er lebte keine vier Wochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.496799945831299} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1429,"date":1836,"orig":"Aber auch er hatte eine gewiſſe Zaͤhheit; er hielt ſich noch die vielen Jahre und haͤtte ſich bey geſuͤnderer Lebensweiſe noch laͤnger halten koͤnnen.“","norm":"Aber auch er hatte eine gewisse Zähheit; er hielt sich noch die vielen Jahre und hätte sich bei gesünderer Lebensweise noch länger halten können .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.262800216674805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1430,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen vom Theater und inwiefern eine gewiſſe Vorſtellung gelungen ſey.","norm":"Wir sprachen vom Theater und inwiefern eine gewisse Vorstellung gelungen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.282700061798096} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1431,"date":1836,"orig":"„Ich habe Unzelmann in dieſer Rolle geſehen, ſagte Goethe, bey dem es einem immer wohl wurde, und zwar durch die große Freyheit ſeines Geiſtes, die er uns mittheilte.","norm":"„Ich habe Unzelmann in dieser Rolle gesehen, sagte Goethe, bei dem es einem immer wohl wurde, und zwar durch die große Freiheit seines Geistes, die er uns mitteilte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.272900104522705} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1432,"date":1836,"orig":"Denn es iſt mit der Schauſpielkunſt wie mit allen uͤbrigen Kuͤnſten.","norm":"Denn es ist mit der Schauspielkunst wie mit allen übrigen Künsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.642899990081787} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1433,"date":1836,"orig":"Was der Kuͤnſtler thut oder gethan hat, ſetzt uns in die Stimmung, in der er ſelber war, da er es machte.","norm":"Was der Künstler tut oder getan hat, setzt uns in die Stimmung, in der er selber war, da er es machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8915998935699463} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1434,"date":1836,"orig":"Eine freye Stimmung des Kuͤnſtlers macht uns frey, dagegen eine beklommene macht uns baͤnglich.","norm":"Eine freie Stimmung des Künstlers macht uns frei, dagegen eine beklommene macht uns bänglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554900169372559} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1435,"date":1836,"orig":"Dieſe Freyheit im Kuͤnſtler iſt gewoͤhnlich dort, wo er ganz ſeiner Sache gewachſen iſt, weßhalb es uns denn bey niederlaͤndiſchen Gemaͤlden ſo wohl wird, indem jene Kuͤnſtler das naͤchſte Leben darſtellten, wovon ſie vollkommen Herr waren.","norm":"Diese Freiheit im Künstler ist gewöhnlich dort, wo er ganz seiner Sache gewachsen ist, weshalb es uns denn bei niederländischen Gemälden so wohl wird, indem jene Künstler das nächste Leben darstellten, wovon sie vollkommen Herr waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.618800163269043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1436,"date":1836,"orig":"Sollen wir nun im Schauſpieler dieſe Freyheit des Geiſtes empfinden, ſo muß er durch Studium, Phantaſie und Naturell vollkommen Herr ſeiner Rolle ſeyn, alle koͤrperlichen Mittel muͤſſen ihm zu Gebote ſtehen, und eine gewiſſe jugendliche Energie muß ihn unterſtuͤtzen.","norm":"Sollen wir nun im Schauspieler diese Freiheit des Geistes empfinden, so muss er durch Studium, Phantasie und Naturell vollkommen Herr seiner Rolle sein, alle körperlichen Mittel müssen ihm zu Gebote stehen, und eine gewisse jugendliche Energie muss ihn unterstützen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.562600135803223} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1437,"date":1836,"orig":"Das Studium iſt indeſſen nicht genuͤgend ohne Einbildungskraft, und Studium und Einbildungskraft nicht hinreichend ohne Naturell.","norm":"Das Studium ist indessen nicht genügend ohne Einbildungskraft, und Studium und Einbildungskraft nicht hinreichend ohne Naturell.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.99459981918335} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1438,"date":1836,"orig":"Die Frauen thun das Meiſte durch Einbildungskraft und Temperament, wodurch denn die Wolff ſo vortrefflich war.“","norm":"Die Frauen tun das Meiste durch Einbildungskraft und Temperament, wodurch denn die Wolff so vortrefflich war .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554500102996826} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1439,"date":1836,"orig":"Wir unterhielten uns ferner uͤber dieſen Gegenſtand, wobey die vorzuͤglichſten Schauſpieler der Weimariſchen Buͤhne zur Sprache kamen, und mancher einzelnen Rolle mit Anerkennung gedacht wurde.","norm":"Wir unterhielten uns ferner über diesen Gegenstand, wobei die vorzüglichsten Schauspieler der Weimarischen Bühne zur Sprache kamen, und mancher einzelnen Rolle mit Anerkennung gedacht wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.59600019454956} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1440,"date":1836,"orig":"Mir trat indeß der Fauſt wieder vor die Seele, und ich gedachte des Homunculus, und wie man dieſe Figur auf der Buͤhne deutlich machen wolle.","norm":"Mir trat indes der Faust wieder vor die Seele, und ich gedachte des Homunculus, und wie man diese Figur auf der Bühne deutlich machen wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.663899898529053} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1441,"date":1836,"orig":"Wenn man auch das Perſoͤnchen ſelber nicht ſaͤhe, ſagte ich, doch das Leuchtende in der Flaſche muͤßte man ſehen, und das Bedeutende was er zu ſagen hat, muͤßte doch ſo vorgetragen werden, wie es von einem Kinde nicht geſchehen kann.","norm":"Wenn man auch das Persönchen selber nicht sähe, sagte ich, doch das Leuchtende in der Flasche müsste man sehen, und das Bedeutende was er zu sagen hat, müsste doch so vorgetragen werden, wie es von einem Kinde nicht geschehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.095399856567383} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1442,"date":1836,"orig":"„Wagner, ſagte Goethe, darf die Flaſche nicht aus den Haͤnden laſſen, und die Stimme muͤßte ſo kommen, als wenn ſie aus der Flaſche kaͤme.","norm":"„Wagner, sagte Goethe, darf die Flasche nicht aus den Händen lassen, und die Stimme müsste so kommen, als wenn sie aus der Flasche käme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.849100112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1443,"date":1836,"orig":"Es waͤre eine Rolle fuͤr einen Bauchredner, wie ich deren gehoͤrt habe, und der ſich gewiß gut aus der Affaire ziehen wuͤrde.“","norm":"Es wäre eine Rolle für einen Bauchredner, wie ich deren gehört habe, und der sich gewiss gut aus der Affäre ziehen würde .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.662899971008301} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1444,"date":1836,"orig":"So auch gedachten wir des großen Carnevals und inwiefern es moͤglich, es auf der Buͤhne zur Erſcheinung zu bringen.","norm":"So auch gedachten wir des großen Karnevals und inwiefern es möglich, es auf der Bühne zur Erscheinung zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.771100044250488} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1445,"date":1836,"orig":"Es waͤre doch noch ein wenig mehr, ſagte ich, wie der Markt von Neapel.","norm":"Es wäre doch noch ein wenig mehr, sagte ich, wie der Markt von Neapel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9530000686645512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1446,"date":1836,"orig":"„Es wuͤrde ein ſehr großes Theater erfordern, ſagte Goethe, und es iſt faſt nicht denkbar.“","norm":"„Es würde ein sehr großes Theater erfordern, sagte Goethe, und es ist fast nicht denkbar .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798099994659424} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1447,"date":1836,"orig":"Ich hoffe es noch zu erleben, war meine Antwort.","norm":"Ich hoffe es noch zu erleben, war meine Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.943799972534179} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1448,"date":1836,"orig":"Beſonders freue ich mich auf den Elephanten, von der Klugheit gelenkt, die Victoria oben, und Furcht und Hoffnung in Ketten an den Seiten.","norm":"Besonders freue ich mich auf den Elefanten, von der Klugheit gelenkt, die Victoria oben, und Furcht und Hoffnung in Ketten an den Seiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.938000202178955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1449,"date":1836,"orig":"Es iſt doch eine Allegorie wie ſie nicht leicht beſſer exiſtiren moͤchte.","norm":"Es ist doch eine Allegorie wie sie nicht leicht besser existieren möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046299934387207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1450,"date":1836,"orig":"„Es waͤre auf der Buͤhne nicht der erſte Elephant, ſagte Goethe.","norm":"„Es wäre auf der Bühne nicht der erste Elefant, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303500175476074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1451,"date":1836,"orig":"In Paris ſpielt einer eine voͤllige Rolle; er iſt von einer Volkspartey und nimmt dem einen Koͤnig die Krone ab und ſetzt ſie dem andern auf, welches freylich grandios ſeyn muß.","norm":"In Paris spielt einer eine völlige Rolle; er ist von einer Volkspartei und nimmt dem einen König die Krone ab und setzt sie dem anderen auf, welches freilich grandios sein muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.58650016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1452,"date":1836,"orig":"Sodann, wenn am Schluſſe des Stuͤcks der Elephant herausgerufen wird, erſcheint er ganz alleine, macht ſeine Verbeugung und geht wieder zuruͤck.","norm":"Sodann, wenn am Schlusse des Stücks der Elefant herausgerufen wird, erscheint er ganz alleine, macht seine Verbeugung und geht wieder zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.868499994277954} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1453,"date":1836,"orig":"Sie ſehen alſo, daß bey unſerm Carneval auf den Elephanten zu rechnen waͤre.","norm":"Sie sehen also, dass bei unserem Karneval auf den Elefanten zu rechnen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.654200077056885} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1454,"date":1836,"orig":"Aber das Ganze iſt viel zu groß und erfordert einen Regiſſeur wie es deren nicht leicht giebt.“","norm":"Aber das Ganze ist viel zu groß und erfordert einen Regisseur wie es deren nicht leicht gibt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135799884796143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1455,"date":1836,"orig":"Es iſt aber ſo voller Glanz und Wirkung, ſagte ich, daß eine Buͤhne es ſich nicht leicht wird entgehen laſſen.","norm":"Es ist aber so voller Glanz und Wirkung, sagte ich, dass eine Bühne es sich nicht leicht wird entgehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853000164031982} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1456,"date":1836,"orig":"Und wie es ſich aufbaut und immer bedeutender wird!","norm":"Und wie es sich aufbaut und immer bedeutender wird!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4797000885009775} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1457,"date":1836,"orig":"Zuerſt ſchoͤne Gaͤrtnerinnen und Gaͤrtner, die das Theater decoriren und zugleich eine Maſſe bilden, ſo daß es den immer bedeutender werdenden Erſcheinungen nicht an Umgebung und Zuſchauern mangelt.","norm":"Zuerst schöne Gärtnerinnen und Gärtner, die das Theater dekorieren und zugleich eine Masse bilden, so dass es den immer bedeutender werdenden Erscheinungen nicht an Umgebung und Zuschauern mangelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.79449987411499} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1458,"date":1836,"orig":"Dann, nach dem Elephanten, das Drachengeſpann aus dem Hintergrunde durch die Luͤfte kommend, uͤber den Koͤpfen hervor.","norm":"Dann, nach dem Elefanten, das Drachengespann aus dem Hintergrunde durch die Lüfte kommend, über den Köpfen hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.625400066375732} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1459,"date":1836,"orig":"Ferner die Erſcheinung des großen Pan und wie zuletzt alles in ſcheinbarem Feuer ſteht und ſchließlich von herbeyziehenden feuchten Nebelwolken gedaͤmpft und geloͤſcht wird! —","norm":"Ferner die Erscheinung des großen Pan und wie zuletzt alles in scheinbarem Feuer steht und schließlich von herbeiziehenden feuchten Nebelwolken gedämpft und gelöscht wird! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5854997634887695} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1460,"date":1836,"orig":"Wenn das alles ſo zur Erſcheinung kaͤme wie Sie es gedacht haben, das Publicum muͤßte vor Erſtaunen daſitzen und geſtehen, daß es ihm an Geiſt und Sinnen fehle, den Reichthum ſolcher Erſcheinungen wuͤrdig aufzunehmen.","norm":"Wenn das alles so zur Erscheinung käme wie Sie es gedacht haben, das Publikum müsste vor Erstaunen dasitzen und gestehen, dass es ihm an Geist und Sinnen fehle, den Reichtum solcher Erscheinungen würdig aufzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.381999969482422} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1461,"date":1836,"orig":"„Geht nur, ſagte Goethe, und laßt mir das Publicum, von dem ich nichts hoͤren mag.","norm":"„Geht nur, sagte Goethe, und lasst mir das Publikum, von dem ich nichts hören mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.514200210571289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1462,"date":1836,"orig":"Die Haupſache iſt, daß es geſchrieben ſteht; mag nun die Welt damit gebahren ſo gut ſie kann, und es benutzen ſo weit ſie es faͤhig iſt.“","norm":"Die Haupsache ist, dass es geschrieben steht; mag nun die Welt damit Gebaren so gut sie kann, und es benutzen so weit sie es fähig ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.407199859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1463,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen darauf uͤber den Knabe Lenker.","norm":"Wir sprachen darauf über den Knabe Lenker.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.107900142669678} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1464,"date":1836,"orig":"„Daß in der Maske des Plutus der Fauſt ſteckt, und in der Maske des Geizes der Mephiſtopheles, werden Sie gemerkt haben.","norm":"„Dass in der Maske des Plutus der Faust steckt, und in der Maske des Geizes der Mephistopheles, werden Sie gemerkt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.596400022506714} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1465,"date":1836,"orig":"Wer aber iſt der Knabe Lenker.“","norm":"Wer aber ist der Knabe Lenker .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.918700218200684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1466,"date":1836,"orig":"— Ich zauderte und wußte nicht zu antworten.","norm":"— Ich zauderte und wusste nicht zu antworten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.271699905395508} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1467,"date":1836,"orig":"„Es iſt der Euphorien!“ ſagte Goethe. —","norm":"„Es ist der Euphorie!“ sagte Goethe . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.158699989318848} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1468,"date":1836,"orig":"Wie kann aber dieſer, fragte ich, ſchon hier im Carneval erſcheinen, da er doch erſt im dritten Act geboren wird? —","norm":"Wie kann aber dieser, fragte ich, schon hier im Karneval erscheinen, da er doch erst im dritten Akt geboren wird? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.484300136566162} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1469,"date":1836,"orig":"„Der Euphorion, antwortete Goethe, iſt kein menſchliches, ſondern nur ein allegoriſches Weſen.","norm":"„Der Euphorion, antwortete Goethe, ist kein menschliches, sondern nur ein allegorisches Wesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.284800052642822} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1470,"date":1836,"orig":"Es iſt in ihm die Poeſie perſonificirt, die an keine Zeit, an keinen Ort und an keine Perſon gebunden iſt.","norm":"Es ist in ihm die Poesie personifiziert, die an keine Zeit, an keinen Ort und an keine Person gebunden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.298700094223022} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1471,"date":1836,"orig":"Derſelbige Geiſt, dem es ſpaͤter beliebt Euphorien zu ſeyn, erſcheint jetzt als Knabe Lenker, und er iſt darin den Geſpenſtern aͤhnlich, die uͤberall gegenwaͤrtig ſeyn und zu jeder Stunde hervortreten koͤnnen.“","norm":"Derselbige Geist, dem es später beliebt Euphorie zu sein, erscheint jetzt als Knabe Lenker, und er ist darin den Gespenstern ähnlich, die überall gegenwärtig sein und zu jeder Stunde hervortreten können .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057000160217285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1472,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 27. December 1829.","norm":"Sonntag, den 27. Dezember 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.576200008392334} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1473,"date":1836,"orig":"Heute nach Tiſch las Goethe mir die Scene vom Papiergelde.","norm":"Heute nach Tisch las Goethe mir die Szene vom Papiergelde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.372600078582764} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1474,"date":1836,"orig":"„Sie erinnern ſich, ſagte er, daß bey der Reichsverſammlung das Ende vom Liede iſt, daß es an Geld fehlt, welches Mephiſtopheles zu verſchaffen verſpricht.","norm":"„Sie erinnern sich, sagte er, dass bei der Reichsversammlung das Ende vom Liede ist, dass es an Geld fehlt, welches Mephistopheles zu verschaffen verspricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7548999786376953} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1475,"date":1836,"orig":"Dieſer Gegenſtand geht durch die Maskerade fort, wo Mephiſtopheles es anzuſtellen weiß, daß der Kaiſer in der Maske des großen Pan ein Papier unterſchreibt, welches, dadurch zu Geldeswerth erhoben, tauſendmal vervielfaͤltigt und verbreitet wird.“","norm":"Dieser Gegenstand geht durch die Maskerade fort, wo Mephistopheles es anzustellen weiß, dass der Kaiser in der Maske des großen Pan ein Papier unterschreibt, welches, dadurch zu Geldeswert erhoben, tausendmal vervielfältigt und verbreitet wird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.389599800109863} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1476,"date":1836,"orig":"„In dieſer Scene nun wird die Angelegenheit vor dem Kaiſer zur Sprache gebracht, der noch nicht weiß was er gethan hat.","norm":"„In dieser Szene nun wird die Angelegenheit vor dem Kaiser zur Sprache gebracht, der noch nicht weiß was er getan hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.756500005722046} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1477,"date":1836,"orig":"Der Schatzmeiſter uͤbergiebt die Banknoten und macht das Verhaͤltniß deutlich.","norm":"Der Schatzmeister übergibt die Banknoten und macht das Verhältnis deutlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.91949987411499} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1478,"date":1836,"orig":"Der Kaiſer, anfaͤnglich erzuͤrnt, dann bey naͤherer Einſicht in den Gewinn hoch erfreut, macht mit der neuen Papier-Gabe ſeiner Umgebung reichliche Geſchenke, und laͤßt im Abgehen noch einige tauſend Kronen fallen, die der dicke Narr zuſammenrafft und ſogleich geht, um das Papier in Grundbeſitz zu verwandeln.“","norm":"Der Kaiser, anfänglich erzürnt, dann bei näherer Einsicht in den Gewinn hocherfreut, macht mit der neuen Papier-Gabe seiner Umgebung reichliche Geschenke, und lässt im Abgehen noch einige tausend Kronen fallen, die der dicke Narr zusammenrafft und sogleich geht, um das Papier in Grundbesitz zu verwandeln .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.766300201416016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1479,"date":1836,"orig":"Indem Goethe die herrliche Scene las, freute ich mich uͤber den gluͤcklichen Griff, daß er das Papiergeld von Mephiſtopheles herleitet und dadurch ein Hauptintereſſe des Tages ſo bedeutend verknuͤpft und verewigt.","norm":"Indem Goethe die herrliche Szene las, freute ich mich über den glücklichen Griff, dass er das Papiergeld von Mephistopheles herleitet und dadurch ein Hauptinteresse des Tages so bedeutend verknüpft und verewigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.761099815368652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1480,"date":1836,"orig":"Kaum war die Scene geleſen und manches daruͤber hin und her geſprochen als Goethe's Sohn herunterkam und ſich zu uns an den Tiſch ſetzte.","norm":"Kaum war die Szene gelesen und manches darüber hin und her gesprochen als Goethes Sohn herunterkam und sich zu uns an den Tisch setzte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.470200061798096} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1481,"date":1836,"orig":"Er erzaͤhlte uns von Coopers letztem Roman, den er geleſen und den er in ſeiner anſchaulichen Art auf das Beſte referirte.","norm":"Er erzählte uns von Coopers letztem Roman, den er gelesen und den er in seiner anschaulichen Art auf das Beste referierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.789900064468384} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1482,"date":1836,"orig":"Von unſerer geleſenen Scene verriethen wir nichts, aber er ſelbſt fing ſehr bald an, viel uͤber preußiſche Treſorſcheine zu reden und daß man ſie uͤber den Werth bezahle.","norm":"Von unserer gelesenen Szene verrieten wir nichts, aber er selbst fing sehr bald an, viel über preußische Tresorscheine zu reden und dass man sie über den Wert bezahle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.823400020599365} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1483,"date":1836,"orig":"Waͤhrend der junge Goethe ſo ſprach, blickte ich den Vater an mit einigem Laͤcheln, welches er erwiederte und wodurch wir uns zu verſtehen gaben, wie ſehr das Dargeſtellte an der Zeit ſey.","norm":"Während der junge Goethe so sprach, blickte ich den Vater an mit einigem Lächeln, welches er erwiderte und wodurch wir uns zu verstehen gaben, wie sehr das Dargestellte an der Zeit sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.27209997177124} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1484,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 30. December 1829.","norm":"Mittwoch, den 30. Dezember 1829.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.715000152587891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1485,"date":1836,"orig":"Heute nach Tiſch las Goethe mir die fernere Scene.","norm":"Heute nach Tisch las Goethe mir die fernere Szene.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.713399887084961} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1486,"date":1836,"orig":"„Nachdem ſie nun am Kaiſerlichen Hofe Geld haben, ſagte er, wollen ſie amuͤſirt ſeyn.","norm":"„Nachdem sie nun am kaiserlichen Hofe Geld haben, sagte er, wollen sie amüsiert sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.542099952697754} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1487,"date":1836,"orig":"Der Kaiſer wuͤnſcht Paris und Helena zu ſehen, und zwar ſollen ſie durch Zauberkuͤnſte in Perſon erſcheinen.","norm":"Der Kaiser wünscht Paris und Helena zu sehen, und zwar sollen sie durch Zauberkünste in Person erscheinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.588600158691406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1488,"date":1836,"orig":"Da aber Mephiſtopheles mit dem griechiſchen Alterthum nichts zu thun und uͤber ſolche Figuren keine Gewalt hat, ſo bleibt dieſes Werk Fauſten zugeſchoben, dem es auch vollkommen gelingt.","norm":"Da aber Mephistopheles mit dem griechischen Altertum nichts zu tun und über solche Figuren keine Gewalt hat, so bleibt dieses Werk Fausten zugeschoben, dem es auch vollkommen gelingt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.546599864959717} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1489,"date":1836,"orig":"Was aber Fauſt unternehmen muß um die Erſcheinung moͤglich zu machen, iſt noch nicht ganz vollendet, und ich leſe es Ihnen das naͤchſte Mal.","norm":"Was aber Faust unternehmen muss um die Erscheinung möglich zu machen, ist noch nicht ganz vollendet, und ich lese es Ihnen das nächste Mal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502999782562256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1490,"date":1836,"orig":"Die Erſcheinung von Paris und Helena ſelbſt aber ſollen Sie heute hoͤren.“","norm":"Die Erscheinung von Paris und Helena selbst aber sollen Sie heute hören .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.03249979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1491,"date":1836,"orig":"Ich war gluͤcklich im Vorgefuͤhl des Kommenden und Goethe fing an zu leſen.","norm":"Ich war glücklich im Vorgefühl des Kommenden und Goethe fing an zu lesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.885200023651123} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1492,"date":1836,"orig":"In dem alten Ritterſaale ſah ich Kaiſer und Hof einziehen, um das Schauſpiel zu ſehen.","norm":"In dem alten Rittersaale sah ich Kaiser und Hof einziehen, um das Schauspiel zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.954599857330322} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1493,"date":1836,"orig":"Der Vorhang hebt ſich und das Theater, ein griechiſcher Tempel, iſt mir vor Augen.","norm":"Der Vorhang hebt sich und das Theater, ein griechischer Tempel, ist mir vor Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8046998977661133} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1494,"date":1836,"orig":"Mephiſtopheles im Souffleurkaſten, der Aſtrolog auf der einen Seite des Proſceniums, Fauſt auf der andern mit dem Dreyfuß heraufſteigend.","norm":"Mephistopheles im Souffleurkasten, der Astrolog auf der einen Seite des Proszeniums, Faust auf der anderen mit dem Dreifuß heraufsteigend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.582600116729736} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1495,"date":1836,"orig":"Er ſpricht die noͤthige Formel aus und es erſcheint, aus dem Weihrauchdampf der Schale ſich entwickelnd, Paris.","norm":"Er spricht die nötige Formel aus und es erscheint, aus dem Weihrauchdampf der Schale sich entwickelnd, Paris.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.180699825286865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1496,"date":1836,"orig":"Indem der ſchoͤne Juͤngling bey aͤtheriſcher Muſik ſich bewegt, wird er beſchrieben.","norm":"Indem der schöne Jüngling bei ätherischer Musik sich bewegt, wird er beschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.5879998207092285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1497,"date":1836,"orig":"Er ſetzt ſich, er lehnt ſich, den Arm uͤber den Kopf gebogen, wie wir ihn auf alten Bildwerken dargeſtellt finden.","norm":"Er setzt sich, er lehnt sich, den Arm über den Kopf gebogen, wie wir ihn auf alten Bildwerken dargestellt finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.38070011138916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1498,"date":1836,"orig":"Er iſt das Entzuͤcken der Frauen, die die Reize ſeiner Jugendfuͤlle ausſprechen; er iſt der Haß der Maͤnner, in denen ſich Neid und Eiferſucht regt und die ihn herunterziehen wie ſie nur koͤnnen.","norm":"Er ist das Entzücken der Frauen, die die Reize seiner Jugendfülle aussprechen; er ist der Hass der Männer, in denen sich Neid und Eifersucht regt und die ihn herunterziehen wie sie nur können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.861200094223022} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1499,"date":1836,"orig":"Paris entſchlaͤft und es erſcheint Helena.","norm":"Paris entschläft und es erscheint Helena.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.763400077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1500,"date":1836,"orig":"Sie naht ſich dem Schlafenden, ſie druͤckt einen Kuß auf ſeine Lippen; ſie entfernt ſich von ihm und wendet ſich, nach ihm zuruͤckzublicken.","norm":"Sie naht sich dem Schlafenden, sie drückt einen Kuss auf seine Lippen; sie entfernt sich von ihm und wendet sich, nach ihm zurückzublicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7909998893737793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1501,"date":1836,"orig":"In dieſer Wendung erſcheint ſie beſonders reizend.","norm":"In dieser Wendung erscheint sie besonders reizend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.564700126647949} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1502,"date":1836,"orig":"Sie macht den Eindruck auf die Maͤnner, wie Paris auf die Frauen.","norm":"Sie macht den Eindruck auf die Männer, wie Paris auf die Frauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.041399955749512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1503,"date":1836,"orig":"Die Maͤnner zu Liebe und Lob entzuͤndet, die Frauen zu Neid, Haß und Tadel.","norm":"Die Männer zu Liebe und Lob entzündet, die Frauen zu Neid, Hass und Tadel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.289700031280518} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1504,"date":1836,"orig":"Fauſt ſelber iſt ganz Entzuͤcken und vergißt, im Anblick der Schoͤnheit die er hervorgerufen, Zeit, Ort und Verhaͤltniß, ſo daß Mephiſtopheles jeden Augenblick noͤthig findet, ihn zu erinnern, daß er ja ganz aus der Rolle falle.","norm":"Faust selber ist ganz Entzücken und vergisst, im Anblick der Schönheit die er hervorgerufen, Zeit, Ort und Verhältnis, so dass Mephistopheles jeden Augenblick nötig findet, ihn zu erinnern, dass er ja ganz aus der Rolle falle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.575799942016602} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1505,"date":1836,"orig":"Neigung und Einverſtaͤndniß ſcheint zwiſchen Paris und Helena zuzunehmen, der Juͤngling umfaßt ſie, um ſie zu entfuͤhren; Fauſt will ſie ihm entreißen, aber, indem er den Schluͤſſel gegen ihn wendet, erfolgt eine heftige Exploſion, die Geiſter gehen in Dunſt auf und Fauſt liegt paralyſirt am Boden.","norm":"Neigung und Einverständnis scheint zwischen Paris und Helena zuzunehmen, der Jüngling umfasst sie, um sie zu entführen; Faust will sie ihm entreißen, aber, indem er den Schlüssel gegen ihn wendet, erfolgt eine heftige Explosion, die Geister gehen in Dunst auf und Faust liegt paralysiert am Boden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.455900192260742} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1506,"date":1836,"orig":"1830.","norm":"1830.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.641900062561035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1507,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 3. Januar 1830.","norm":"Sonntag, den 3. Januar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.148399829864502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1508,"date":1836,"orig":"Goethe zeigte mir das engliſche Taſchenbuch Keepsake fuͤr 1830, mit ſehr ſchoͤnen Kupfern und einigen hoͤchſt intereſſanten Briefen von Lord Byron, die ich zum Nachtiſche las.","norm":"Goethe zeigte mir das englische Taschenbuch Keepsake für 1830, mit sehr schönen Kupfern und einigen höchst interessanten Briefen von Lord Byron, die ich zum Nachtische las.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.680799961090088} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1509,"date":1836,"orig":"Er ſelbſt hatte derweil die neueſte franzoͤſiſche Überſetzung ſeines Fauſt von Gérard zur Hand genommen, worin er blaͤtterte und mitunter zu leſen ſchien.","norm":"Er selbst hatte derweil die neueste französische Übersetzung seines Faust von Gerard zur Hand genommen, worin er blätterte und mitunter zu lesen schien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9045000076293945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1510,"date":1836,"orig":"„Es gehen mir wunderliche Gedanken durch den Kopf, ſagte er, wenn ich bedenke, daß dieſes Buch noch jetzt in einer Sprache gilt, in der vor funfzig Jahren Voltaire geherrſcht hat.","norm":"„Es gehen mir wunderliche Gedanken durch den Kopf, sagte er, wenn ich bedenke, dass dieses Buch noch jetzt in einer Sprache gilt, in der vor fünfzig Jahren Voltaire geherrscht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.352999925613403} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1511,"date":1836,"orig":"Sie koͤnnen ſich hiebey nicht denken was ich mir denke, und haben keinen Begriff von der Bedeutung, die Voltaire und ſeine großen Zeitgenoſſen in meiner Jugend hatten, und wie ſie die ganze ſittliche Welt beherrſchten.","norm":"Sie können sich hierbei nicht denken was ich mir denke, und haben keinen Begriff von der Bedeutung, die Voltaire und seine großen Zeitgenossen in meiner Jugend hatten, und wie sie die ganze sittliche Welt beherrschten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8905000686645512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1512,"date":1836,"orig":"Es geht aus meiner Biographie nicht deutlich hervor was dieſe Maͤnner fuͤr einen Einfluß auf meine Jugend gehabt, und was es mich gekoſtet, mich gegen ſie zu wehren und mich auf eigene Fuͤße in ein wahreres Verhaͤltniß zur Natur zu ſtellen.“","norm":"Es geht aus meiner Biographie nicht deutlich hervor was diese Männer für einen Einfluss auf meine Jugend gehabt, und was es mich gekostet, mich gegen sie zu wehren und mich auf eigene Füße in ein wahreres Verhältnis zur Natur zu stellen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.197700023651123} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1513,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber Voltaire Ferneres, und Goethe recitirte mir das Gedicht les Systèmes, woraus ich mir abnahm, wie ſehr er ſolche Sachen in ſeiner Jugend mußte ſtudirt und ſich angeeignet haben.","norm":"Wir sprachen über Voltaire ferneres, und Goethe rezitierte mir das Gedicht les Systemes, woraus ich mir abnahm, wie sehr er solche Sachen in seiner Jugend musste studiert und sich angeeignet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.949999809265137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1514,"date":1836,"orig":"Die erwaͤhnte Überſetzung von Gérard, obgleich groͤßtentheils in Proſa, lobte Goethe als ſehr gelungen.","norm":"Die erwähnte Übersetzung von Gerard, obgleich größtenteils in Prosa, lobte Goethe als sehr gelungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.874100208282471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1515,"date":1836,"orig":"„Im Deutſchen, ſagte er, mag ich den Fauſt nicht mehr leſen; aber in dieſer franzoͤſiſchen Überſetzung wirkt alles wieder durchaus friſch, neu und geiſtreich.“","norm":"„Im Deutschen, sagte er, mag ich den Faust nicht mehr lesen; aber in dieser französischen Übersetzung wirkt alles wieder durchaus frisch, neu und geistreich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.772299766540527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1516,"date":1836,"orig":"„Der Fauſt, fuhr er fort, iſt doch ganz etwas Incommenſurabeles, und alle Verſuche, ihn dem Verſtand naͤher zu bringen, ſind vergeblich.","norm":"„Der Faust, fuhr er fort, ist doch ganz etwas Inkommensurables, und alle Versuche, ihn dem Verstand näherzubringen, sind vergeblich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.025700092315674} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1517,"date":1836,"orig":"Auch muß man bedenken, daß der erſte Theil aus einem etwas dunkelen Zuſtand des Individuums hervorgegangen.","norm":"Auch muss man bedenken, dass der erste Teil aus einem etwas dunklen Zustand des Individuums hervorgegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.617700099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1518,"date":1836,"orig":"Aber eben dieſes Dunkel reizt die Menſchen, und ſie muͤhen ſich daran ab, wie an allen unaufloͤsbaren Problemen.“","norm":"Aber eben dieses Dunkel reizt die Menschen, und sie mühen sich daran ab, wie an allen unauflösbaren Problemen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.557300090789795} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1519,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 10. Januar 1830.","norm":"Sonntag, den 10. Januar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.110000133514404} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1520,"date":1836,"orig":"Heute zum Nachtiſch bereitete Goethe mir einen hohen Genuß, indem er mir die Scene vorlas, wo Fauſt zu den Muͤttern geht.","norm":"Heute zum Nachtisch bereitete Goethe mir einen hohen Genuss, indem er mir die Szene vorlas, wo Faust zu den Müttern geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.50439977645874} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1521,"date":1836,"orig":"Das Neue, Ungeahndete des Gegenſtandes, ſo wie die Art und Weiſe, wie Goethe mir die Scene vortrug, ergriff mich wunderſam, ſo daß ich mich ganz in die Lage von Fauſt verſetzt fuͤhlte, den bey der Mittheilung des Mephiſtopheles gleichfalls ein Schauer uͤberlaͤuft.","norm":"Das Neue, Ungeahndete des Gegenstandes, so wie die Art und Weise, wie Goethe mir die Szene vortrug, ergriff mich wundersam, so dass ich mich ganz in die Lage von Faust versetzt fühlte, den bei der Mitteilung des Mephistopheles gleichfalls ein Schauer überläuft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.821700096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1522,"date":1836,"orig":"Ich hatte das Dargeſtellte wohl gehoͤrt und wohl empfunden, aber es blieb mir ſo vieles raͤthſelhaft, daß ich mich gedrungen fuͤhlte, Goethe um einigen Auſſchluß zu bitten.","norm":"Ich hatte das Dargestellte wohl gehört und wohl empfunden, aber es blieb mir so vieles rätselhaft, dass ich mich gedrungen fühlte, Goethe um einigen Ausschluss zu bitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.261799812316894} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1523,"date":1836,"orig":"Er aber, in ſeiner gewoͤhnlichen Art, huͤllte ſich in Geheimniſſe, indem er mich mit großen Augen anblickte und mir die Worte wiederholte:","norm":"Er aber, in seiner gewöhnlichen Art, hüllte sich in Geheimnisse, indem er mich mit großen Augen anblickte und mir die Worte wiederholte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.330300092697143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1524,"date":1836,"orig":"Die Muͤtter!","norm":"Die Mütter!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.301400184631348} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1525,"date":1836,"orig":"Muͤtter! 's klingt ſo wunderlich! —","norm":"Mütter! es klingt so wunderlich! —","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.343999862670898} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1526,"date":1836,"orig":"„Ich kann Ihnen weiter nichts verrathen, ſagte er darauf, als daß ich beym Plutarch gefunden, daß im griechiſchen Alterthume von Muͤttern, als Gottheiten, die Rede geweſen.","norm":"„Ich kann Ihnen weiter nichts verraten, sagte er darauf, als dass ich beim Plutarch gefunden, dass im griechischen Altertume von Müttern, als Gottheiten, die Rede gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837299823760986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1527,"date":1836,"orig":"Dieß iſt alles was ich der Überlieferung verdanke, das Übrige iſt meine eigene Erfindung.","norm":"Dies ist alles was ich der Überlieferung verdanke, das Übrige ist meine eigene Erfindung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.869400024414062} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1528,"date":1836,"orig":"Ich gebe Ihnen das Manuſcript mit nach Hauſe, ſtudiren Sie alles wohl und ſehen Sie zu wie Sie zurecht kommen.“","norm":"Ich gebe Ihnen das Manuskript mit nach Hause, studieren Sie alles wohl und sehen Sie zu wie Sie zurecht kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.44350004196167} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1529,"date":1836,"orig":"Ich war darauf gluͤcklich bey wiederholter ruhiger Betrachtung dieſer merkwuͤrdigen Scene, und entwickelte mir uͤber der Muͤtter eigentliches Weſen und Wirken, uͤber ihre Umgebung und Aufenthalt, die nachfolgende Anſicht.","norm":"Ich war darauf glücklich bei wiederholter ruhiger Betrachtung dieser merkwürdigen Szene, und entwickelte mir über der Mütter eigentliches Wesen und Wirken, über ihre Umgebung und Aufenthalt, die nachfolgende Ansicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.295100212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1530,"date":1836,"orig":"Koͤnnte man ſich den ungeheuren Weltkoͤrper unſerer Erde im Innern als leeren Raum denken, ſo daß man hunderte von Meilen in einer Richtung darin fortzuſtreben vermoͤchte, ohne auf etwas Koͤrperliches zu ſtoßen, ſo waͤre dieſes der Aufenthalt jener unbekannten Goͤttinnen, zu denen Fauſt hinabgeht.","norm":"Könnte man sich den ungeheuren Weltkörper unserer Erde im Inneren als leeren Raum denken, so dass man hunderte von Meilen in einer Richtung darin fortzustreben vermöchte, ohne auf etwas Körperliches zu stoßen, so wäre dieses der Aufenthalt jener unbekannten Göttinnen, zu denen Faust hinabgeht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570499897003174} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1531,"date":1836,"orig":"Sie leben gleichſam außer allem Ort, denn es iſt nichts Feſtes das ſie in einiger Naͤhe umgiebt; auch leben ſie außer aller Zeit, denn es leuchtet ihnen kein Geſtirn, welches auf¬ oder unterginge und den Wechſel von Tag und Nacht andeutete.","norm":"Sie leben gleichsam außer allem Ort, denn es ist nichts Festes das sie in einiger Nähe umgibt; auch leben sie außer aller Zeit, denn es leuchtet ihnen kein Gestirn, welches auf¬ oder unterginge und den Wechsel von Tag und Nacht andeutete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.307700157165527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1532,"date":1836,"orig":"So, in ewiger Daͤmmerung und Einſamkeit beharrend, ſind die Muͤtter ſchaffende Weſen, ſie ſind das ſchaffende und erhaltende Prinzip, von dem alles ausgeht, was auf der Oberflaͤche der Erde Geſtalt und Leben hat.","norm":"So, in ewiger Dämmerung und Einsamkeit beharrend, sind die Mütter schaffende Wesen, sie sind das schaffende und erhaltende Prinzip, von dem alles ausgeht, was auf der Oberfläche der Erde Gestalt und Leben hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.716900110244751} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1533,"date":1836,"orig":"Was zu athmen aufhoͤrt, geht als geiſtige Natur zu ihnen zuruͤck, und ſie bewahren es, bis es wieder Gelegenheit findet, in ein neues Daſeyn zu treten.","norm":"Was zu atmen aufhört, geht als geistige Natur zu ihnen zurück, und sie bewahren es, bis es wieder Gelegenheit findet, in ein neues Dasein zu treten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9458999633789062} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1534,"date":1836,"orig":"Alle Seelen und Formen von dem was einſt war und kuͤnftig ſeyn wird, ſchweift in dem endloſen Raum ihres Aufenthaltes wolkenartig hin und her; es umgiebt die Muͤtter, und der Magier muß alſo in ihr Reich gehen, wenn er durch die Macht ſeiner Kunſt uͤber die Form eines Weſens Gewalt haben, und ein fruͤheres Geſchoͤpf zu einem Scheinleben hervorrufen will.","norm":"Alle Seelen und Formen von dem was einst war und künftig sein wird, schweift in dem endlosen Raum ihres Aufenthaltes wolkenartig hin und her; es umgibt die Mütter, und der Magier muss also in ihr Reich gehen, wenn er durch die Macht seiner Kunst über die Form eines Wesens Gewalt haben, und ein früheres Geschöpf zu einem Scheinleben hervorrufen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5208001136779785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1535,"date":1836,"orig":"Die ewige Metamorphoſe des irdiſchen Daſeyns, des Entſtehens und Wachſens, des Zerſtoͤrens und Wiederbildens, iſt alſo der Muͤtter nie aufhoͤrende Beſchaͤftigung.","norm":"Die ewige Metamorphose des irdischen Daseins, des Entstehens und Wachsens, des Zerstörens und Wiederbildens, ist also der Mütter nie aufhörende Beschäftigung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.098499774932861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1536,"date":1836,"orig":"Und wie nun bey allem, was auf der Erde durch Fortzeugung ein neues Leben erhaͤlt, das Weibliche hauptſaͤchlich wirkſam iſt, ſo moͤgen jene ſchaffenden Gottheiten mit Recht weiblich gedacht, und es mag der ehrwuͤrdige Name Muͤtter ihnen nicht ohne Grund beygelegt werden.","norm":"Und wie nun bei allem, was auf der Erde durch Fortzeugung ein neues Leben erhält, das Weibliche hauptsächlich wirksam ist, so mögen jene schaffenden Gottheiten mit Recht weiblich gedacht, und es mag der ehrwürdige Name Mütter ihnen nicht ohne Grund beigelegt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.175899982452393} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1537,"date":1836,"orig":"Freylich iſt dieſes alles nur eine poetiſche Schoͤpfung; allein der beſchraͤnkte Menſch vermag nicht viel weiter zu dringen, und er iſt zufrieden etwas zu finden, wobey er ſich beruhigen moͤchte.","norm":"Freilich ist dieses alles nur eine poetische Schöpfung; allein der beschränkte Mensch vermag nicht viel weiter zu dringen, und er ist zufrieden etwas zu finden, wobei er sich beruhigen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.485099792480469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1538,"date":1836,"orig":"Wir ſehen auf Erden Erſcheinungen und empfinden Wirkungen, von denen wir nicht wiſſen woher ſie kommen und wohin ſie gehen.","norm":"Wir sehen auf Erden Erscheinungen und empfinden Wirkungen, von denen wir nicht wissen woher sie kommen und wohin sie gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5864999294281} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1539,"date":1836,"orig":"Wir ſchließen auf einen geiſtigen Urquell, auf ein Goͤttliches, wofuͤr wir keine Begriffe und keinen Ausdruck haben, und welches wir zu uns herabziehen und anthropomorphiſiren muͤſſen, um unſere dunkelen Ahndungen einigermaßen zu verkoͤrpern und faßlich zu machen.","norm":"Wir schließen auf einen geistigen Urquell, auf ein Göttliches, wofür wir keine Begriffe und keinen Ausdruck haben, und welches wir zu uns herabziehen und anthropomorphisieren müssen, um unsere dunklen Ahnungen einigermaßen zu verkörpern und fasslich zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.012199878692627} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1540,"date":1836,"orig":"So ſind alle Mythen entſtanden, die von Jahrhundert zu Jahrhundert in den Voͤlkern fortlebten, und ebenſo dieſe neue von Goethe, die wenigſtens den Schein einiger Naturwahrheit hat, und die wohl den beſten gleichzuſtellen ſeyn duͤrfte, die je gedacht worden.","norm":"So sind alle Mythen entstanden, die von Jahrhundert zu Jahrhundert in den Völkern fortlebten, und ebenso diese neue von Goethe, die wenigstens den Schein einiger Naturwahrheit hat, und die wohl den besten gleichzustellen sein dürfte, die je gedacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.765999794006348} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1541,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 24. Januar 1830.","norm":"Sonntag, den 24. Januar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.172100067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1542,"date":1836,"orig":"„Ich habe dieſer Tage einen Brief von unſerm beruͤhmten Salzbohrer in Stotternheim erhalten, ſagte Goethe, der einen merkwuͤrdigen Eingang hat und wovon ich Ihnen erzaͤhlen muß.“","norm":"„Ich habe dieser Tage einen Brief von unserem berühmten Salzbohrer in Stotternheim erhalten, sagte Goethe, der einen merkwürdigen Eingang hat und wovon ich Ihnen erzählen muss .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.529600143432617} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1543,"date":1836,"orig":"„Ich habe eine Erfahrung gemacht, ſchreibt er, die mir nicht verloren ſeyn ſoll.“","norm":"„Ich habe eine Erfahrung gemacht, schreibt er, die mir nicht verloren sein soll .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.39300012588501} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1544,"date":1836,"orig":"Was aber folgt auf ſolchen Eingang?","norm":"Was aber folgt auf solchen Eingang?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.284900188446045} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1545,"date":1836,"orig":"Es handelt ſich um nichts Geringeres, als den Verluſt von wenigſtens Tauſend Thalern.","norm":"Es handelt sich um nichts Geringeres, als den Verlust von wenigstens Tausend Talern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.269999980926513} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1546,"date":1836,"orig":"Den Schacht, wo es durch weicheren Boden und Geſtein zwoͤlfhundert Fuß tief zum Steinſalz hinabgeht, hat er unvorſichtiger Weiſe an den Seiten nicht unterſtuͤtzt; der weichere Boden hat ſich abgeloͤſt und die Grube unten ſo verſchlaͤmmt, daß es jetzt einer hoͤchſt koſtſpieligen Operation bedarf, um den Schlamm herauszubringen.","norm":"Den Schacht, wo es durch weicheren Boden und Gestein zwölfhundert Fuß tief zum Steinsalz hinabgeht, hat er unvorsichtigerweise an den Seiten nicht unterstützt; der weichere Boden hat sich abgelöst und die Grube unten so verschlämmt, dass es jetzt einer höchst kostspieligen Operation bedarf, um den Schlamm herauszubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.39169979095459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1547,"date":1836,"orig":"Er wird ſodann, die zwoͤlfhundert Fuß hinunter, metallene Roͤhren einſetzen, um fuͤr die Folge vor einem aͤhnlichen Ungluͤck ſicher zu ſeyn.","norm":"Er wird sodann, die zwölfhundert Fuß hinunter, metallene Röhren einsetzen, um für die Folge vor einem ähnlichen Unglück sicher zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.279099941253662} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1548,"date":1836,"orig":"Er haͤtte es gleich thun ſollen, und er haͤtte es auch ſicher gleich gethan, wenn ſolche Leute nicht eine Verwegenheit beſaͤßen, wovon man keinen Begriff hat, die aber dazu gehoͤrt, um eine ſolche Unternehmung zu wagen.","norm":"Er hätte es gleich tun sollen, und er hätte es auch sicher gleich getan, wenn solche Leute nicht eine Verwegenheit besäßen, wovon man keinen Begriff hat, die aber dazugehört, um eine solche Unternehmung zu wagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.473000049591064} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1549,"date":1836,"orig":"Er iſt aber durchaus ruhig bey dem Unfall und ſchreibt ganz getroſt:","norm":"Er ist aber durchaus ruhig bei dem Unfall und schreibt ganz getrost:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.00570011138916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1550,"date":1836,"orig":"„Ich habe eine Erfahrung gemacht, die mir nicht verloren ſeyn ſoll.“","norm":"„Ich habe eine Erfahrung gemacht, die mir nicht verloren sein soll .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.224299907684326} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1551,"date":1836,"orig":"Das nenne ich doch noch einen Menſchen an dem man Freude hat, und der, ohne zu klagen, gleich wieder thaͤtig iſt und immer auf den Fuͤßen ſteht.","norm":"Das nenne ich doch noch einen Menschen an dem man Freude hat, und der, ohne zu klagen, gleich wieder tätig ist und immer auf den Füßen steht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.014200210571289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1552,"date":1836,"orig":"Was ſagen Sie dazu, iſt es nicht artig?“","norm":"Was sagen Sie dazu, ist es nicht artig?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.053199768066406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1553,"date":1836,"orig":"Es erinnert mich an Sterne, antwortete ich, welcher beklagt, ſein Leiden nicht wie ein vernuͤnftiger Mann benutzt zu haben.","norm":"Es erinnert mich an Sterne, antwortete ich, welcher beklagt, sein Leiden nicht wie ein vernünftiger Mann benutzt zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.855899810791016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1554,"date":1836,"orig":"„Es iſt etwas Ähnliches,“ ſagte Goethe.","norm":"„Es ist etwas Ähnliches,“ sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.348700046539307} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1555,"date":1836,"orig":"Auch muß ich an Behriſch denken, fuhr ich fort, wie er Sie belehrt was Erfahrung ſey, welches Capitel ich gerade dieſer Tage zu abermaliger Erbauung geleſen:","norm":"Auch muss ich an Behrisch denken, fuhr ich fort, wie er sie belehrt was Erfahrung sei, welches Kapitel ich gerade dieser Tage zu abermaliger Erbauung gelesen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468900203704834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1556,"date":1836,"orig":"„Erfahrung aber iſt, daß man erfahrend erfaͤhrt, was erfahren zu haben, man nicht gerne erfahren haben moͤchte.“","norm":"„Erfahrung aber ist, dass man erfahrend erfährt, was erfahren zu haben, man nicht gerne erfahren haben möchte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.775000095367432} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1557,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe lachend, das ſind die alten Spaͤße, womit wir ſo ſchaͤndlich unſere Zeit verdarben!“","norm":"„Ja, sagte Goethe lachend, das sind die alten Späße, womit wir so schändlich unsere Zeit verdarben!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.170599937438965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1558,"date":1836,"orig":"Behriſch, fuhr ich fort, ſcheint ein Menſch geweſen zu ſeyn voller Anmuth und Zierlichkeit.","norm":"Behrisch, fuhr ich fort, scheint ein Mensch gewesen zu sein voller Anmut und Zierlichkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.569900035858154} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1559,"date":1836,"orig":"Wie artig iſt der Spaß im Weinkeller, wo er Abends den jungen Menſchen verhindern will zu ſeinem Liebchen zu gehen, und dieſes auf die heiterſte Weiſe vollbringt, indem er ſeinen Degen, umſchnallet, bald ſo und bald ſo, ſo daß er Alle zum Lachen bringt, und den jungen Menſchen die Stunde des Rendezvous daruͤber vergeſſen macht.","norm":"Wie artig ist der Spaß im Weinkeller, wo er Abends den jungen Menschen verhindern will zu seinem Liebchen zu gehen, und dieses auf die heiterste Weise vollbringt, indem er seinen Degen, umschnallet, bald so und bald so, so dass er alle zum Lachen bringt, und den jungen Menschen die Stunde des Rendezvous darüber vergessen macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.180699825286865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1560,"date":1836,"orig":"„Ja, ſagte Goethe, es war artig; es waͤre eine der anmuthigſten Scenen auf der Buͤhne, wie denn Behriſch uͤberall fuͤr das Theater ein guter Character war.“","norm":"„Ja, sagte Goethe, es war artig; es wäre eine der anmutigsten Szenen auf der Bühne, wie denn Behrisch überall für das Theater ein guter Charakter war .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.750500202178955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1561,"date":1836,"orig":"Wir wiederholten darauf geſpraͤchsweiſe alle die Wunderlichkeiten, die von Behriſch in Goethe's Leben erzaͤhlt werden.","norm":"Wir wiederholten darauf gesprächsweise alle die Wunderlichkeiten, die von Behrisch in Goethes Leben erzählt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.088900089263916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1562,"date":1836,"orig":"Seine graue Kleidung, wo Seide, Sammt und Wolle gegen einander eine abſtechende Schattirung gemacht, und wie er darauf ſtudirt habe, immer noch ein neues Grau auf ſeinen Koͤrper zu bringen.","norm":"Seine graue Kleidung, wo Seide, Samt und Wolle gegen einander eine abstechende Schattierung gemacht, und wie er darauf studiert habe, immer noch ein neues Grau auf seinen Körper zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.65880012512207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1563,"date":1836,"orig":"Dann wie er die Gedichte geſchrieben, den Setzer nachgeaͤfft und den Anſtand und die Wuͤrde des Schreibenden hervorgehoben.","norm":"Dann wie er die Gedichte geschrieben, den Setzer nachgeäfft und den Anstand und die Würde des Schreibenden hervorgehoben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.167099952697754} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1564,"date":1836,"orig":"Auch wie es ſein Lieblings- Zeitvertreib geweſen, im Fenſter zu liegen, die Vorbeygehenden zu muſtern und ihren Anzug in Gedanken ſo zu veraͤndern, daß es hoͤchſt laͤcherlich geweſen ſeyn wuͤrde, wenn die Leute ſich ſo gekleidet haͤtten.","norm":"Auch wie es sein Lieblings-Zeitvertreib gewesen, im Fenster zu liegen, die Vorbeigehänden zu mustern und ihren Anzug in Gedanken so zu verändern, dass es höchst lächerlich gewesen sein würde, wenn die Leute sich so gekleidet hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5131001472473145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1565,"date":1836,"orig":"„Und dann ſein gewoͤhnlicher Spaß mit dem Poſtboten, ſagte Goethe, wie gefaͤllt Ihnen der, iſt der nicht auch luſtig?","norm":"„Und dann sein gewöhnlicher Spaß mit dem Postboten, sagte Goethe, wie gefällt Ihnen der, ist der nicht auch lustig?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.523099899291992} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1566,"date":1836,"orig":"Der iſt mir unbekannt, ſagte ich, es ſteht davon nichts in Ihrem Leben.","norm":"Der ist mir unbekannt, sagte ich, es steht davon nichts in Ihrem Leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.361400127410889} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1567,"date":1836,"orig":"„Wunderlich! ſagte Goethe, ſo will ich es Ihnen denn erzaͤhlen.“","norm":"„Wunderlich! sagte Goethe, so will ich es Ihnen denn erzählen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9004998207092285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1568,"date":1836,"orig":"„Wenn wir zuſammen im Fenſter lagen, Behriſch in der Straße den Brieftraͤger kommen ſah, wie er von einem Hauſe ins andere ging, nahm er gewoͤhnlich einen Groſchen aus der Taſche und legte ihn bey ſich ins Fenſter.","norm":"„Wenn wir zusammen im Fenster lagen, Behrisch in der Straße den Briefträger kommen sah, wie er von einem Hause ins andere ging, nahm er gewöhnlich einen Groschen aus der Tasche und legte ihn bei sich ins Fenster.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.912699937820434} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1569,"date":1836,"orig":"Siehſt Du den Brieftraͤger? ſagte er dann zu mir gewendet, er kommt immer naͤher und wird gleich hier oben ſeyn, das ſehe ich ihm an.","norm":"Siehst Du den Briefträger? sagte er dann zu mir gewendet, er kommt immer näher und wird gleich hier oben sein, das sehe ich ihm an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.884099960327148} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1570,"date":1836,"orig":"Er hat einen Brief an Dich, und was fuͤr einen Brief, keinen gewoͤhnlichen Brief, er hat einen Brief mit einem Wechſel, — mit einem Wechſel! ich will nicht ſagen wie ſtark.","norm":"Er hat einen Brief an Dich, und was für einen Brief, keinen gewöhnlichen Brief, er hat einen Brief mit einem Wechsel, — mit einem Wechsel! ich will nicht sagen wie stark.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.722199916839599} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1571,"date":1836,"orig":"— Siehſt Du, jetzt kommt er herein.","norm":"— Siehst Du, jetzt kommt er herein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3024001121521} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1572,"date":1836,"orig":"Nein! —","norm":"Nein! —","lang_fastText":"uk","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.709799766540527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1573,"date":1836,"orig":"Aber er wird gleich kommen.","norm":"Aber er wird gleich kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.557899951934814} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1574,"date":1836,"orig":"Da iſt er wieder.","norm":"Da ist er wieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.433799982070923} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1575,"date":1836,"orig":"Jetzt! —","norm":"Jetzt! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.57889986038208} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1576,"date":1836,"orig":"Hier!","norm":"Hier!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.297399997711182} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1577,"date":1836,"orig":"hier herein mein Freund!","norm":"hier herein mein Freund!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.368899822235107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1578,"date":1836,"orig":"hier herein! —","norm":"hier herein! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.251200199127197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1579,"date":1836,"orig":"Er geht vorbey?","norm":"Er geht vorbei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.633600234985352} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1580,"date":1836,"orig":"Wie dumm! o wie dumm!","norm":"Wie dumm! o wie dumm!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.609600067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1581,"date":1836,"orig":"Wie kann einer nur ſo dumm ſeyn und ſo unverantwortlich handeln!","norm":"Wie kann einer nur so dumm sein und so unverantwortlich handeln!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.369800090789795} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1582,"date":1836,"orig":"So unverantwortlich in doppelter Hinſicht!","norm":"So unverantwortlich in doppelter Hinsicht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.136099815368652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1583,"date":1836,"orig":"Unverantwortlich gegen Dich, indem er Dir den Wechſel nicht bringt, den er fuͤr Dich in Haͤnden hat, und ganz unverantwortlich gegen ſich ſelbſt, indem er ſich um einen Groſchen bringt, den ich ſchon fuͤr ihn zurecht gelegt hatte und den ich nun wieder einſtecke.“","norm":"Unverantwortlich gegen Dich, indem er Dir den Wechsel nicht bringt, den er für Dich in Händen hat, und ganz unverantwortlich gegen sich selbst, indem er sich um einen Groschen bringt, den ich schon für ihn zurechtgelegt hatte und den ich nun wieder einstecke .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.723000049591064} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1584,"date":1836,"orig":"So ſteckte er denn den Groſchen mit hoͤchſtem Anſtande wieder in die Taſche und wir hatten etwas zu lachen.“","norm":"So steckte er denn den Groschen mit höchstem Anstande wieder in die Tasche und wir hatten etwas zu lachen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.482500076293945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1585,"date":1836,"orig":"Ich freute mich dieſes Scherzes, der den uͤbrigen vollkommen gleich ſah.","norm":"Ich freute mich dieses Scherzes, der den übrigen vollkommen gleich sah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.902400016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1586,"date":1836,"orig":"Ich fragte Goethe, ob er Behriſch ſpaͤter nie wieder geſehen.","norm":"Ich fragte Goethe, ob er Behrisch später nie wieder gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683499813079834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1587,"date":1836,"orig":"„Ich habe ihn wieder geſehen, ſagte Goethe, und zwar bald nach meiner Ankunft in Weimar, ungefaͤhr im Jahre 1776, wo ich mit dem Herzog eine Reiſe nach Deſſau machte, wohin Behriſch von Leipzig aus als Erzieher des Erbprinzen berufen war.","norm":"„Ich habe ihn wieder gesehen, sagte Goethe, und zwar bald nach meiner Ankunft in Weimar, ungefähr im Jahre 1776, wo ich mit dem Herzog eine Reise nach Dessau machte, wohin Behrisch von Leipzig aus als Erzieher des Erbprinzen berufen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.561300039291382} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1588,"date":1836,"orig":"Ich fand ihn noch ganz wie ſonſt, als feinen Hofmann und vom beſten Humor.“","norm":"Ich fand ihn noch ganz wie sonst, als feinen Hofmann und vom besten Humor .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.741600036621094} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1589,"date":1836,"orig":"Was ſagte er dazu, fragte ich, daß Sie in der Zwiſchenzeit ſo beruͤhmt geworden?","norm":"Was sagte er dazu, fragte ich, dass Sie in der Zwischenzeit so berühmt geworden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.236000061035156} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1590,"date":1836,"orig":"„Hab' ich es Dir nicht geſagt? war ſein Erſtes, war es nicht geſcheidt, daß Du damals die Verſe nicht drucken ließeſt, und daß Du gewartet haſt bis Du etwas ganz Gutes machteſt?","norm":"„Habe ich es Dir nicht gesagt? war sein Erstes, war es nicht gescheit, dass Du damals die Verse nicht drucken ließest, und dass Du gewartet hast bis Du etwas ganz Gutes machtest?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.097700119018555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1591,"date":1836,"orig":"Freylich, ſchlecht waren damals die Sachen auch nicht, denn ſonſt haͤtte ich ſie nicht geſchrieben.","norm":"Freilich, schlecht waren damals die Sachen auch nicht, denn sonst hätte ich sie nicht geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.501499891281128} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1592,"date":1836,"orig":"Aber waͤren wir zuſammen geblieben, ſo haͤtteſt Du auch die andern nicht ſollen drucken laſſen; ich haͤtte ſie Dir auch geſchrieben und es waͤre eben ſo gut geweſen.“","norm":"Aber wären wir zusammen geblieben, so hättest Du auch die anderen nicht sollen drucken lassen; ich hätte sie Dir auch geschrieben und es wäre ebenso gut gewesen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43120002746582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1593,"date":1836,"orig":"Sie ſehen, er war noch ganz der Alte.","norm":"Sie sehen, er war noch ganz der Alte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.660399913787842} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1594,"date":1836,"orig":"Er war bey Hof ſehr gelitten, ich ſah ihn immer an der fuͤrſtlichen Tafel.“","norm":"Er war bei Hof sehr gelitten, ich sah ihn immer an der fürstlichen Tafel .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.765399932861328} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1595,"date":1836,"orig":"„Zuletzt habe ich ihn im Jahre 1801 geſehen, wo er ſchon alt war, aber immer noch in der beſten Laune.","norm":"„Zuletzt habe ich ihn im Jahre 1801 gesehen, wo er schon alt war, aber immer noch in der besten Laune.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.429199934005737} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1596,"date":1836,"orig":"Er bewohnte einige ſehr ſchoͤne Zimmer im Schloß, deren eines er ganz mit Geranien angefuͤllt hatte, womit man damals eine beſondere Liebhaberey trieb.","norm":"Er bewohnte einige sehr schöne Zimmer im Schloss, deren eines er ganz mit Geranien angefüllt hatte, womit man damals eine besondere Liebhaberei trieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.501399993896484} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1597,"date":1836,"orig":"Nun hatten aber die Botaniker unter den Geranien einige Unterſcheidungen und Abtheilungen gemacht, und einer gewiſſen Sorte den Namen Pelargonien beygelegt.","norm":"Nun hatten aber die Botaniker unter den Geranien einige Unterscheidungen und Abteilungen gemacht, und einer gewissen Sorte den Namen Pelargonien beigelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.668099880218506} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1598,"date":1836,"orig":"Daruͤber konnte ſich nun der alte Herr nicht zufrieden geben und er ſchimpfte auf die Botaniker.","norm":"Darüber konnte sich nun der alte Herr nicht zufriedengeben und er schimpfte auf die Botaniker.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.459099769592285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1599,"date":1836,"orig":"„Die dummen Kerle! ſagte er; ich denke ich habe das ganze Zimmer voll Geranien und nun kommen ſie und ſagen es ſeyen Pelargonien.","norm":"„Die dummen Kerle! sagte er; ich denke ich habe das ganze Zimmer voll Geranien und nun kommen sie und sagen es seien Pelargonien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.557499885559082} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1600,"date":1836,"orig":"Was thu ich aber damit wenn es keine Geranien ſind, und was ſoll ich mit Pelargonien!“","norm":"Was tue ich aber damit wenn es keine Geranien sind, und was soll ich mit Pelargonien!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7708001136779785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1601,"date":1836,"orig":"So ging es nun halbe Stunden lang fort und Sie ſehen, er war ſich vollkommen gleich geblieben.“","norm":"So ging es nun halbe Stunden lang fort und Sie sehen, er war sich vollkommen gleich geblieben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.67110013961792} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1602,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ſodann uͤber die claſſiſche Walpurgisnacht, deren Anfang Goethe mir vor einigen Tagen geleſen.","norm":"Wir sprachen sodann über die klassische Walpurgisnacht, deren Anfang Goethe mir vor einigen Tagen gelesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083000183105469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1603,"date":1836,"orig":"„Der mythologiſchen Figuren, die ſich hiebey zudraͤngen, ſagte er, ſind eine Unzahl; aber ich huͤte mich und nehme bloß ſolche, die bildlich den gehoͤrigen Eindruck machen.","norm":"„Der mythologischen Figuren, die sich hierbei zudrängen, sagte er, sind eine Unzahl; aber ich hüte mich und nehme bloß solche, die bildlich den gehörigen Eindruck machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.58519983291626} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1604,"date":1836,"orig":"Fauſt iſt jetzt mit dem Chiron zuſammen und ich hoffe die Scene ſoll mir gelingen.","norm":"Faust ist jetzt mit dem Chiron zusammen und ich hoffe die Szene soll mir gelingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.060400009155273} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1605,"date":1836,"orig":"Wenn ich mich fleißig dazu halte, kann ich in ein paar Monaten mit der Walpurgisnacht fertig ſeyn.","norm":"Wenn ich mich fleißig dazu halte, kann ich in ein paar Monaten mit der Walpurgisnacht fertig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.316099882125854} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1606,"date":1836,"orig":"Es ſoll mich nun aber auch nichts wieder vom Fauſt abbringen; denn es waͤre doch toll genug, wenn ich es erlebte ihn zu vollenden!","norm":"Es soll mich nun aber auch nichts wieder vom Faust abbringen; denn es wäre doch toll genug, wenn ich es erlebte ihn zu vollenden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.521399974822998} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1607,"date":1836,"orig":"Und moͤglich iſt es; — der fuͤnfte Act iſt ſo gut wie fertig, und der vierte wird ſich ſodann wie von ſelber machen.“","norm":"Und möglich ist es; — der fünfte Akt ist so gut wie fertig, und der vierte wird sich sodann wie von selber machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.663000106811523} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1608,"date":1836,"orig":"Goethe ſprach darauf uͤber ſeine Geſundheit, und pries ſich gluͤcklich, ſich fortwaͤhrend vollkommen wohl zu befinden.","norm":"Goethe sprach darauf über seine Gesundheit, und pries sich glücklich, sich fortwährend vollkommen wohl zu befinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.644800186157227} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1609,"date":1836,"orig":"„Daß ich mich jetzt ſo gut halte, ſagte er, verdanke ich Vogel; ohne ihn waͤre ich laͤngſt abgefahren.","norm":"„Dass ich mich jetzt so gut halte, sagte er, verdanke ich Vogel; ohne ihn wäre ich längst abgefahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2006001472473145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1610,"date":1836,"orig":"Vogel iſt zum Arzt wie geboren, und uͤberhaupt einer der genialſten Menſchen, die mir je vorgekommen ſind.","norm":"Vogel ist zum Arzt wie geboren, und überhaupt einer der genialsten Menschen, die mir je vorgekommen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.027500152587891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1611,"date":1836,"orig":"Doch wir wollen nicht ſagen wie gut er iſt, damit er uns nicht genommen werde.“","norm":"Doch wir wollen nicht sagen wie gut er ist, damit er uns nicht genommen werde .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.351200103759766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1612,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 31. Januar 1830.","norm":"Sonntag, den 31. Januar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.138999938964844} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1613,"date":1836,"orig":"Bey Goethe zu Tiſch.","norm":"Bei Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.058199882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1614,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber Milton.","norm":"Wir sprachen über Milton.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.582900047302246} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1615,"date":1836,"orig":"„Ich habe vor nicht langer Zeit ſeinen Simſon geleſen, ſagte Goethe, der ſo im Sinne der Alten iſt; wie kein anderes Stuͤck irgend eines neueren Dichters.","norm":"„Ich habe vor nicht langer Zeit seinen Simson gelesen, sagte Goethe, der so im Sinne der Alten ist; wie kein anderes Stück irgendeines neueren Dichters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.822700023651123} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1616,"date":1836,"orig":"Er iſt ſehr groß; und ſeine eigene Blindheit iſt ihm zu Statten gekommen, um den Zuſtand Simſons mit ſolcher Wahrheit darzuſtellen.","norm":"Er ist sehr groß; und seine eigene Blindheit ist ihm zu Statten gekommen, um den Zustand Simsons mit solcher Wahrheit darzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.017899990081787} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1617,"date":1836,"orig":"Milton war in der That ein Poet und man muß vor ihm allen Reſpect haben.“","norm":"Milton war in der Tat ein Poet und man muss vor ihm allen Respekt haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728899955749512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1618,"date":1836,"orig":"Es kommen verſchiedene Zeitungen, und wir ſehen in den Berliner Theaternachrichten, daß man Seeungeheuer und Wallfiſche auf dortige Buͤhne gebracht.","norm":"Es kommen verschiedene Zeitungen, und wir sehen in den Berliner Theaternachrichten, dass man Seeungeheuer und Walfische auf dortige Bühne gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807799816131592} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1619,"date":1836,"orig":"Goethe lieſt in der franzoͤſiſchen Zeitſchrift, le Temps, einen Artikel uͤber die enorme Beſoldung der engliſchen Geiſtlichkeit, die mehr betraͤgt, als die in der ganzen uͤbrigen Chriſtenheit zuſammen.","norm":"Goethe liest in der französischen Zeitschrift, le Temps, einen Artikel über die enorme Besoldung der englischen Geistlichkeit, die mehr beträgt, als die in der ganzen übrigen Christenheit zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.021299839019775} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1620,"date":1836,"orig":"„Man hat behauptet, ſagte Goethe, die Welt werde durch Zahlen regiert; das aber weiß ich, daß die Zahlen uns belehren ob ſie gut oder ſchlecht regiert werde.“","norm":"„Man hat behauptet, sagte Goethe, die Welt werde durch Zahlen regiert; das aber weiß ich, dass die Zahlen uns belehren ob sie gut oder schlecht regiert werde .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.422100067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1621,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 3. Februar 1830.","norm":"Mittwoch, den 3. Februar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.201799869537353} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1622,"date":1836,"orig":"Bey Goethe zu Tiſch.","norm":"Bei Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.058199882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1623,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber Mozart.","norm":"Wir sprachen über Mozart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.885300159454346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1624,"date":1836,"orig":"„Ich habe ihn als ſiebenjaͤhrigen Knaben geſehen, ſagte Goethe, wo er auf einer Durchreiſe ein Concert gab.","norm":"„Ich habe ihn als siebenjährigen Knaben gesehen, sagte Goethe, wo er auf einer Durchreise ein Konzert gab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1691999435424805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1625,"date":1836,"orig":"Ich ſelber war etwa vierzehn Jahr alt, und ich erinnere mich des kleinen Mannes in ſeiner Friſur und Degen noch ganz deutlich.“","norm":"Ich selber war etwa vierzehn Jahr alt, und ich erinnere mich des kleinen Mannes in seiner Frisur und Degen noch ganz deutlich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.970099925994873} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1626,"date":1836,"orig":"Ich machte große Augen, und es war mir ein halbes Wunder zu hoͤren, daß Goethe alt genug ſey, um Mozart als Kind geſehen zu haben.","norm":"Ich machte große Augen, und es war mir ein halbes Wunder zu hören, dass Goethe alt genug sei, um Mozart als Kind gesehen zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.138400077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1627,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 7. Februar 1830.","norm":"Sonntag, den 7. Februar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.248400211334228} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1628,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1629,"date":1836,"orig":"Mancherley Geſpraͤche uͤber Fuͤrſt Primas; daß er ihn an der Tafel der Kaiſerin von Öſtreich durch eine geſchickte Wendung zu vertheidigen gewagt.","norm":"Mancherlei Gespräche über Fürst Primas; dass er ihn an der Tafel der Kaiserin von Österreich durch eine geschickte Wendung zu verteidigen gewagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.968100070953369} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1630,"date":1836,"orig":"Des Fuͤrſten Unzulaͤnglichkeit in der Philoſophie, ſein dilettantiſcher Trieb zur Malerey, ohne Geſchmack.","norm":"Des Fürsten Unzulänglichkeit in der Philosophie, sein dilettantischer Trieb zur Malerei, ohne Geschmack.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8744001388549805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1631,"date":1836,"orig":"Bild, der Miß Gore geſchenkt.","norm":"Bild, der Miss Gore geschenkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.932000160217285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1632,"date":1836,"orig":"Seine Gutherzigkeit und Weichheit, Alles wegzugeben, ſo daß er zuletzt in Armuth dageſtanden.","norm":"Seine Gutherzigkeit und Weichheit, alles wegzugeben, so dass er zuletzt in Armut dagestanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.301400184631348} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1633,"date":1836,"orig":"Geſpraͤche uͤber den Begriff des Desobligeanten.","norm":"Gespräche über den Begriff des Desobligeanten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.437600135803223} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1634,"date":1836,"orig":"Nach Tiſch ſtellt ſich der junge Goethe, mit Walter und Wolf, in ſeinem Maskenanzuge als Klingsohr dar und faͤhrt an Hof.","norm":"Nach Tisch stellt sich der junge Goethe, mit Walter und Wolf, in seinem Maskenanzuge als Klingsohr dar und fährt an Hof.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.128900051116943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1635,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 10. Februar 1830.","norm":"Mittwoch, den 10. Februar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.235700130462646} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1636,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1637,"date":1836,"orig":"Er ſprach mit wahrer Anerkennung uͤber das Feſtgedicht Riemers zur Feyer des 2. Februar.","norm":"Er sprach mit wahrer Anerkennung über das Festgedicht Riemers zur Feier des 2. Februar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217299938201904} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1638,"date":1836,"orig":"„Überall, fuͤgte Goethe hinzu, was Riemer macht, kann ſich vor Meiſter und Geſellen ſehen laſſen.“","norm":"„Überall, fügte Goethe hinzu, was Riemer macht, kann sich vor Meister und Gesellen sehen lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9303998947143555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1639,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ſodann uͤber die claſſiſche Walpurgisnacht, und daß er dabey auf Dinge komme, die ihn ſelber uͤberraſchen.","norm":"Wir sprachen sodann über die klassische Walpurgisnacht, und dass er dabei auf Dinge komme, die ihn selber überraschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.191699981689453} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1640,"date":1836,"orig":"Auch gehe der Gegenſtand mehr auseinander als er gedacht.","norm":"Auch gehe der Gegenstand mehr auseinander als er gedacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.139200210571289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1641,"date":1836,"orig":"„Ich habe jetzt etwas uͤber die Haͤlfte, ſagte er, aber ich will mich dazu halten und hoffe bis Oſtern fertig zu ſeyn.","norm":"„Ich habe jetzt etwas über die Hälfte, sagte er, aber ich will mich dazu halten und hoffe bis Ostern fertig zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.899800062179565} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1642,"date":1836,"orig":"Sie ſollen fruͤher nichts weiter davon ſehen, aber ſobald es fertig iſt, gebe ich es Ihnen mit nach Hauſe, damit Sie es in der Stille pruͤfen.","norm":"Sie sollen früher nichts weiter davon sehen, aber sobald es fertig ist, gebe ich es Ihnen mit nach Hause, damit Sie es in der Stille prüfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.918200016021728} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1643,"date":1836,"orig":"Wenn Sie nun den 38ſten und 39ſten Band zuſammenſtellten, ſo daß wir Oſtern die letzte Lieferung abſenden koͤnnten, ſo waͤre es huͤbſch und wir haͤtten den Sommer zu etwas Großem frey.","norm":"Wenn Sie nun den 38 sten und 39sten Band zusammenstellten, so dass wir Ostern die letzte Lieferung absenden könnten, so wäre es hübsch und wir hätten den Sommer zu etwas Großem frei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.82390022277832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1644,"date":1836,"orig":"Ich wuͤrde im Fauſt bleiben und den vierten Act zu uͤberwinden ſuchen.“","norm":"Ich würde im Faust bleiben und den vierten Akt zu überwinden suchen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.684899806976318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1645,"date":1836,"orig":"Ich freute mich dazu und verſprach ihm meinerſeits jeden Beyſtand.","norm":"Ich freute mich dazu und versprach ihm meinerseits jeden Beistand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5100998878479} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1646,"date":1836,"orig":"Goethe ſchickte darauf ſeinen Bedienten, um ſich nach der Großherzogin Mutter zu erkundigen, die ſehr krank geworden und deren Zuſtand ihm bedenklich ſchien.","norm":"Goethe schickte darauf seinen Bedienten, um sich nach der Großherzogin Mutter zu erkundigen, die sehr krank geworden und deren Zustand ihm bedenklich schien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.967999935150146} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1647,"date":1836,"orig":"„Sie haͤtte den Maskenzug nicht ſehen ſollen, ſagte er; aber fuͤrſtliche Perſonen ſind gewohnt ihren Willen zu haben, und ſo iſt denn alles Proteſtiren des Hofes und der Ärzte vergeblich geweſen.","norm":"„sie hätte den Maskenzug nicht sehen sollen, sagte er; aber fürstliche Personen sind gewohnt ihren Willen zu haben, und so ist denn alles Protestieren des Hofes und der Ärzte vergeblich gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054500102996826} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1648,"date":1836,"orig":"Dieſelbige Willenskraft, mit der ſie Napoleon widerſtand, ſetzt ſie auch ihrer koͤrperlichen Schwaͤche entgegen; und ſo ſehe ich es ſchon kommen: ſie wird hingehen, wie der Großherzog, in voller Kraft und Herrſchaft des Geiſtes, wenn der Koͤrper ſchon aufgehoͤrt haben wird zu gehorchen.“","norm":"Dieselbige Willenskraft, mit der sie Napoleon widerstand, setzt sie auch ihrer körperlichen Schwäche entgegen; und so sehe ich es schon kommen: Sie wird hingehen, wie der Großherzog, in voller Kraft und Herrschaft des Geistes, wenn der Körper schon aufgehört haben wird zu gehorchen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.486199855804443} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1649,"date":1836,"orig":"Goethe ſchien ſichtbar betruͤbt und war eine Weile ſtille.","norm":"Goethe schien sichtbar betrübt und war eine Weile stille.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128300189971924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1650,"date":1836,"orig":"Bald aber ſprachen wir wieder uͤber heitere Dinge, und er erzaͤhlte mir von einem Buch, zur Rechtfertigung von Hudſon Lowe geſchrieben.","norm":"Bald aber sprachen wir wieder über heitere Dinge, und er erzählte mir von einem Buch, zur Rechtfertigung von Hudson Lowe geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.876500129699707} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1651,"date":1836,"orig":"„Es ſind darin Zuͤge der koſtbarſten Art, ſagte er, die nur von unmittelbaren Augenzeugen herruͤhren koͤnnen.","norm":"„Es sind darin Züge der kostbarsten Art, sagte er, die nur von unmittelbaren Augenzeugen herrühren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558000087738037} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1652,"date":1836,"orig":"Sie wiſſen, Napoleon trug gewoͤhnlich eine dunkelgruͤne Uniform.","norm":"Sie wissen, Napoleon trug gewöhnlich eine dunkelgrüne Uniform.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827899932861328} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1653,"date":1836,"orig":"Von vielem Tragen und Sonne war ſie zuletzt voͤllig unſcheinbar geworden, ſo daß die Nothwendigkeit gefuͤhlt wurde, ſie durch eine andere zu erſetzen.","norm":"Von vielem Tragen und Sonne war sie zuletzt völlig unscheinbar geworden, so dass die Notwendigkeit gefühlt wurde, sie durch eine andere zu ersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.20550012588501} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1654,"date":1836,"orig":"Er wuͤnſchte dieſelbe dunkelgruͤne Farbe, allein auf der Inſel waren keine Vorraͤthe dieſer Art; es fand ſich zwar ein gruͤnes Tuch, allein die Farbe war unrein und fiel ins Gelbliche.","norm":"Er wünschte dieselbe dunkelgrüne Farbe, allein auf der Insel waren keine Vorräte dieser Art; es fand sich zwar ein grünes Tuch, allein die Farbe war unrein und fiel ins Gelbliche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.991199970245361} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1655,"date":1836,"orig":"Eine ſolche Farbe auf ſeinen Leib zu nehmen, war nun dem Herrn der Welt unmoͤglich, und es blieb ihm nichts uͤbrig, als ſeine alte Uniform wenden zu laſſen und ſie ſo zu tragen.“ —","norm":"Eine solche Farbe auf seinen Leib zu nehmen, war nun dem Herrn der Welt unmöglich, und es blieb ihm nichts übrig, als seine alte Uniform wenden zu lassen und sie so zu tragen .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.123799800872803} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1656,"date":1836,"orig":"„Was ſagen Sie dazu?","norm":"„Was sagen Sie dazu?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.84850001335144} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1657,"date":1836,"orig":"Iſt es nicht ein vollkommen tragiſcher Zug?","norm":"Ist es nicht ein vollkommen tragischer Zug?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.607200145721435} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1658,"date":1836,"orig":"Iſt es nicht ruͤhrend, den Herrn der Koͤnige zuletzt ſoweit reducirt zu ſehen, daß er eine gewendete Uniform tragen muß?","norm":"Ist es nicht rührend, den Herrn der Könige zuletzt so weit reduziert zu sehen, dass er eine gewendete Uniform tragen muss?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.259600162506103} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1659,"date":1836,"orig":"Und doch, wenn man bedenkt, daß ein ſolches Ende einen Mann traf, der das Leben und Gluͤck von Millionen mit Fuͤßen getreten hatte, ſo iſt das Schickſal, das ihm widerfuhr, immer noch ſehr milde; es iſt eine Nemeſis, die nicht umhin kann, in Erwaͤgung der Groͤße des Helden, immer noch ein wenig galant zu ſeyn.","norm":"Und doch, wenn man bedenkt, dass ein solches Ende einen Mann traf, der das Leben und Glück von Millionen mit Füßen getreten hatte, so ist das Schicksal, das ihm widerfuhr, immer noch sehr milde; es ist eine Nemesis, die nicht umhin kann, in Erwägung der Größe des Helden, immer noch ein wenig galant zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.364500045776367} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1660,"date":1836,"orig":"Napoleon giebt uns ein Beyſpiel, wie gefaͤhrlich es ſey, ſich ins Abſolute zu erheben und alles der Ausfuͤhrung einer Idee zu opfern.“","norm":"Napoleon gibt uns ein Beispiel, wie gefährlich es sei, sich ins Absolute zu erheben und alles der Ausführung einer Idee zu opfern .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.325200080871582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1661,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen noch manches dahin Bezuͤgliche, und ich ging darauf ins Theater um den Stern von Sevilla zu ſehen.","norm":"Wir sprachen noch manches dahin Bezügliche, und ich ging darauf ins Theater um den Stern von Sevilla zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2606000900268555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1662,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 14. Februar 1830.","norm":"Sonntag, den 14. Februar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.200699806213379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1663,"date":1836,"orig":"Dieſen Mittag auf meinem Wege zu Goethe, der mich zu Tiſch eingeladen hatte, traf mich die Nachricht von dem ſo eben erfolgten Tode der Großherzogin Mutter.","norm":"Diesen Mittag auf meinem Wege zu Goethe, der mich zu Tisch eingeladen hatte, traf mich die Nachricht von dem so eben erfolgten Tode der Großherzogin Mutter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5995001792907715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1664,"date":1836,"orig":"Wie wird das bey ſeinem hohen Alter auf Goethe wirken! war mein erſter Gedanke, und ſo betrat ich mit einiger Apprehenſion das Haus.","norm":"Wie wird das bei seinem hohen Alter auf Goethe wirken! war mein erster Gedanke, und so betrat ich mit einiger Apprehension das Haus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7932000160217285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1665,"date":1836,"orig":"Die Dienerſchaft ſagte mir, daß ſeine Schwiegertochter ſo eben zu ihm gegangen ſey, um ihm die betruͤbende Botſchaft mitzutheilen.","norm":"Die Dienerschaft sagte mir, dass seine Schwiegertochter so eben zu ihm gegangen sei, um ihm die betrübende Botschaft mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.873500108718872} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1666,"date":1836,"orig":"Seit laͤnger als funfzig Jahren, ſagte ich mir, iſt er dieſer Fuͤrſtin verbunden geweſen, er hat ihrer beſonderen Huld und Gnade ſich zu erfreuen gehabt, ihr Tod muß ihn tief beruͤhren.","norm":"Seit länger als fünfzig Jahren, sagte ich mir, ist er dieser Fürstin verbunden gewesen, er hat ihrer besonderen Huld und Gnade sich zu erfreuen gehabt, ihr Tod muss ihn tief berühren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.62060022354126} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1667,"date":1836,"orig":"Mit ſolchen Gedanken trat ich zu ihm ins Zimmer; allein ich war nicht wenig uͤberraſcht, ihn vollkommen heiter und kraͤftig mit ſeiner Schwiegertochter und ſeinen Enkeln am Tiſch ſitzen und ſeine Suppe eſſen zu ſehen, als ob eben nichts paſſirt waͤre.","norm":"Mit solchen Gedanken trat ich zu ihm ins Zimmer; allein ich war nicht wenig überrascht, ihn vollkommen heiter und kräftig mit seiner Schwiegertochter und seinen Enkeln am Tisch sitzen und seine Suppe essen zu sehen, als ob eben nichts passiert wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.976000070571899} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1668,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ganz heiter fort uͤber gleichguͤltige Dinge; nun fingen alle Glocken der Stadt an zu laͤuten; Frau v. Goethe blickte mich an und wir redeten lauter, damit die Toͤne der Todes- Glocken ſein Inneres nicht beruͤhren und erſchuͤttern moͤchten; denn wir dachten er empfaͤnde wie wir.","norm":"Wir sprachen ganz heiter fort über gleichgültige Dinge; nun fingen alle Glocken der Stadt an zu läuten; Frau v. Goethe blickte mich an und wir redeten lauter, damit die Töne der Todes-Glocken sein Inneres nicht berühren und erschüttern möchten; denn wir dachten er empfände wie wir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807199954986572} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1669,"date":1836,"orig":"Er empfand aber nicht wie wir, es ſtand in ſeinem Innern gaͤnzlich anders.","norm":"Er empfand aber nicht wie wir, es stand in seinem Inneren gänzlich anders.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.587100028991699} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1670,"date":1836,"orig":"Er ſaß vor uns, gleich einem Weſen hoͤherer Art, von irdiſchen Leiden unberuͤhrbar.","norm":"Er saß vor uns, gleich einem Wesen höherer Art, von irdischen Leiden unberührbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.965099811553955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1671,"date":1836,"orig":"Hofrath Vogel ließ ſich melden; er ſetzte ſich zu uns und erzaͤhlte die einzelnen Umſtaͤnde von dem Hinſcheiden der hohen Verewigten, welches Goethe in ſeiner bisherigen vollkommenſten Ruhe und Faſſung aufnahm.","norm":"Hofrat Vogel ließ sich melden; er setzte sich zu uns und erzählte die einzelnen Umstände von dem Hinscheiden der hohen Verewigten, welches Goethe in seiner bisherigen vollkommensten Ruhe und Fassung aufnahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373700141906738} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1672,"date":1836,"orig":"Vogel ging wieder und wir ſetzten unſer Mittagseſſen und Geſpraͤche fort.","norm":"Vogel ging wieder und wir setzten unser Mittagsessen und Gespräche fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537099838256836} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1673,"date":1836,"orig":"Auch vom Chaos war viel die Rede, und Goethe pries die Betrachtungen uͤber das Spiel, in der letzten Nummer, als ganz vorzuͤglich.","norm":"Auch vom Chaos war viel die Rede, und Goethe pries die Betrachtungen über das Spiel, in der letzten Nummer, als ganz vorzüglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460400104522705} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1674,"date":1836,"orig":"Als Frau v. Goethe mit ihren Soͤhnen hinaufgegangen war blieb ich mit Goethe allein.","norm":"Als Frau v. Goethe mit ihren Söhnen hinaufgegangen war blieb ich mit Goethe allein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1579999923706055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1675,"date":1836,"orig":"Er erzaͤhlte mir von ſeiner claſſiſchen Walpurgisnacht, daß er damit jeden Tag weiter komme, und daß ihm wunderbare Dinge uͤber die Erwartung gelaͤngen.","norm":"Er erzählte mir von seiner klassischen Walpurgisnacht, dass er damit jeden Tag weiter komme, und dass ihm wunderbare Dinge über die Erwartung gelängen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.148300170898437} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1676,"date":1836,"orig":"Dann zeigte er mir einen Brief des Koͤnigs von Bayern, den er heute erhalten und den ich mit großem Intereſſe las.","norm":"Dann zeigte er mir einen Brief des Königs von Bayern, den er heute erhalten und den ich mit großem Interesse las.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.136199951171875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1677,"date":1836,"orig":"Die edle treue Geſinnung des Koͤnigs ſprach ſich in jeder Zeile aus, und Goethen ſchien es beſonders wohl zu thun, daß der Koͤnig gegen ihn ſich fortwaͤhrend ſo gleich bleibe.","norm":"Die edle treue Gesinnung des Königs sprach sich in jeder Zeile aus, und Goethen schien es besonders wohl zu tun, dass der König gegen ihn sich fortwährend so gleich bleibe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.72760009765625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1678,"date":1836,"orig":"Hofrath Soret ließ ſich melden und ſetzte ſich zu uns.","norm":"Hofrat Sohret ließ sich melden und setzte sich zu uns.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.192399978637695} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1679,"date":1836,"orig":"Er kam mit beruhigenden Troſtesworten der Kaiſerlichen Hoheit an Goethe, die dazu beytrugen, deſſen heitergefaßte Stimmung noch zu erhoͤhen.","norm":"Er kam mit beruhigenden Trostesworten der kaiserlichen Hoheit an Goethe, die dazu beitrugen, dessen heitergefasste Stimmung noch zu erhöhen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378600120544434} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1680,"date":1836,"orig":"Goethe ſetzt ſeine Geſpraͤche fort; er erwaͤhnt die beruͤhmte Ninon de Lenclos, die in ihrem ſechzehnten Jahre bey großer Schoͤnheit dem Tode nahe geweſen, und die Umſtehenden in voͤlliger Faſſung mit den Worten getroͤſtet habe:","norm":"Goethe setzt seine Gespräche fort; er erwähnt die berühmte Ninon de Lenzlos, die in ihrem sechzehnten Jahre bei großer Schönheit dem Tode nahe gewesen, und die Umstehenden in völliger Fassung mit den Worten getröstet habe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.48199987411499} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1681,"date":1836,"orig":"Was iſt's denn weiter? laſſe ich doch lauter Sterbliche zuruͤck!","norm":"Was ist es denn weiter? lasse ich doch lauter Sterbliche zurück!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2565999031066895} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1682,"date":1836,"orig":"— Übrigens habe ſie fortgelebt und ſey neunzig Jahr alt geworden, nachdem ſie bis in ihr achtzigſtes hunderte von Liebhabern begluͤckt und zur Verzweiflung gebracht.","norm":"— Übrigens habe sie fortgelebt und sei neunzig Jahr alt geworden, nachdem sie bis in ihr achtzigstes hunderte von Liebhabern beglückt und zur Verzweiflung gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3942999839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1683,"date":1836,"orig":"Goethe ſpricht darauf uͤber Gozzi und deſſen Theater zu Venedig, wobey die improviſirenden Schauſpieler bloß die Suͤjets erhielten.","norm":"Goethe spricht darauf über Gozzi und dessen Theater zu Venedig, wobei die improvisierenden Schauspieler bloß die Sujets erhielten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6331000328063965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1684,"date":1836,"orig":"Gozzi habe die Meinung gehabt, es gebe nur ſechs und dreyßig tragiſche Situationen; Schiller habe geglaubt, es gebe mehr, allein es ſey ihm nicht einmal gelungen, nur ſo viele zu finden.","norm":"Gozzi habe die Meinung gehabt, es gebe nur sechsunddreißig tragische Situationen; Schiller habe geglaubt, es gebe mehr, allein es sei ihm nicht einmal gelungen, nur so viele zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.087200164794922} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1685,"date":1836,"orig":"Sodann manches Intereſſante uͤber Grimm, deſſen Geiſt und Character und ſehr geringes Vertrauen zum Papiergelde.","norm":"Sodann manches Interessante über Grimm, dessen Geist und Charakter und sehr geringes Vertrauen zum Papiergelde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3703999519348145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1686,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 17. Februar 1830.","norm":"Mittwoch, den 17. Februar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.210000038146973} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1687,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber das Theater, und zwar uͤber die Farben der Decorationen und Anzuͤge.","norm":"Wir sprachen über das Theater, und zwar über die Farben der Dekorationen und Anzüge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.609100103378296} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1688,"date":1836,"orig":"Das Reſultat war folgendes.","norm":"Das Resultat war Folgendes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.617599964141846} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1689,"date":1836,"orig":"Im Allgemeinen ſollen die Decorationen einen fuͤr jede Farbe der Anzuͤge des Vordergrundes guͤnſtigen Ton haben, wie die Decorationen von Beuther, welche mehr oder weniger ins Braͤunliche fallen und die Farben der Gewaͤnder in aller Friſche herausſetzen.","norm":"Im Allgemeinen sollen die Dekorationen einen für jede Farbe der Anzüge des Vordergrundes günstigen Ton haben, wie die Dekorationen von Beute, welche mehr oder weniger ins Bräunliche fallen und die Farben der Gewänder in aller Frische heraussetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.445300102233887} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1690,"date":1836,"orig":"Iſt aber der Decorationsmaler von einem ſo guͤnſtigen unbeſtimmten Tone abzuweichen genoͤthigt, und iſt er in dem Fall, etwa ein rothes oder gelbes Zimmer, ein weißes Zelt, oder einen gruͤnen Garten darzuſtellen, ſo ſollen die Schauſpieler klug ſeyn und in ihren Anzuͤgen dergleichen Farben vermeiden.","norm":"Ist aber der Dekorationsmaler von einem so günstigen unbestimmten Tone abzuweichen genötigt, und ist er in dem Fall, etwa ein rotes oder gelbes Zimmer, ein weißes Zelt, oder einen grünen Garten darzustellen, so sollen die Schauspieler klug sein und in ihren Anzügen dergleichen Farben vermeiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.65749979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1691,"date":1836,"orig":"Tritt ein Schauſpieler mit einer rothen Uniform und gruͤnen Beinkleidern in ein rothes Zimmer, ſo verſchwindet der Oberkoͤrper und man ſieht bloß die Beine; tritt er mit demſelbigen Anzuge in einen gruͤnen Garten, ſo verſchwinden ſeine Beine und ſein Oberkoͤrper geht auffallend hervor.","norm":"Tritt ein Schauspieler mit einer roten Uniform und grünen Beinkleidern in ein rotes Zimmer, so verschwindet der Oberkörper und man sieht bloß die Beine; tritt er mit demselbigen Anzuge in einen grünen Garten, so verschwinden seine Beine und sein Oberkörper geht auffallend hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.897700071334839} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1692,"date":1836,"orig":"So ſah ich einen Schauſpieler mit weißer Uniform und ganz dunkelen Beinkleidern, deſſen Oberkoͤrper, in einem weißen Zelt, und deſſen Beine, auf einem dunkelen Hintergrund, gaͤnzlich verſchwanden.","norm":"So sah ich einen Schauspieler mit weißer Uniform und ganz dunklen Beinkleidern, dessen Oberkörper, in einem weißen Zelt, und dessen Beine, auf einem dunklen Hintergrund, gänzlich verschwanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.054599761962891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1693,"date":1836,"orig":"„Und ſelbſt, fuͤgte Goethe hinzu, wenn der Decorationsmaler in dem Fall waͤre, ein rothes oder gelbes Zimmer, oder einen gruͤnen Garten oder Wald zu machen, ſo ſollen dieſe Farben immer etwas ſchwach und duftig gehalten werden, damit jeder Anzug im Vordergrunde ſich abloͤſe und die gehoͤrige Wirkung thue.“","norm":"„Und selbst, fügte Goethe hinzu, wenn der Dekorationsmaler in dem Fall wäre, ein rotes oder gelbes Zimmer, oder einen grünen Garten oder Wald zu machen, so sollen diese Farben immer etwas schwach und duftig gehalten werden, damit jeder Anzug im Vordergrunde sich ablöse und die gehörige Wirkung tue .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.433400154113769} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1694,"date":1836,"orig":"Wir ſprechen uͤber die Ilias, und Goethe macht mich auf das ſchoͤne Motiv aufmerkſam, daß der Achill eine Zeitlang in Unthaͤtigkeit verſetzt werde, damit die uͤbrigen Helden zum Vorſchein kommen und ſich entwickeln moͤgen.","norm":"Wir sprechen über die Ilias, und Goethe macht mich auf das schöne Motiv aufmerksam, dass der Achill eine Zeitlang in Untätigkeit versetzt werde, damit die übrigen Helden zum Vorschein kommen und sich entwickeln mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.077899932861328} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1695,"date":1836,"orig":"Von ſeinen Wahlverwandtſchaften ſagt er, daß darin kein Strich enthalten, der nicht erlebt, aber kein Strich ſo, wie er erlebt worden.","norm":"Von seinen Wahlverwandtschaften sagt er, dass darin kein Strich enthalten, der nicht erlebt, aber kein Strich so, wie er erlebt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837299823760986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1696,"date":1836,"orig":"Daſſelbe von der Geſchichte in Seſenheim.","norm":"Dasselbe von der Geschichte in Sesenheim.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373000144958496} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1697,"date":1836,"orig":"Nach Tiſch ein Portefeuille der niederlaͤndiſchen Schule durchgeſehen.","norm":"Nach Tisch ein Portefeuille der niederländischen Schule durchgesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.526400089263916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1698,"date":1836,"orig":"Ein Hafenſtuͤck, wo Maͤnner auf der einen Seite friſches Waſſer einnehmen und auf der andern Wuͤrfel auf einer Tonne ſpielen, gab Anlaß zu ſchoͤnen Betrachtungen, wie das Reale vermieden, um der Wirkung der Kunſt nicht zu ſchaden.","norm":"Ein Hafenstück, wo Männer auf der einen Seite frisches Wasser einnehmen und auf der anderen Würfel auf einer Tonne spielen, gab Anlass zu schönen Betrachtungen, wie das Reale vermieden, um der Wirkung der Kunst nicht zu schaden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.701600074768066} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1699,"date":1836,"orig":"Der Deckel der Tonne hat das Hauptlicht; die Wuͤrfel ſind geworfen, wie man an den Geberden der Maͤnner ſieht, aber ſie ſind auf der Flaͤche des Deckels nicht gezeichnet, weil ſie das Licht unterbrochen und alſo nachtheilig gewirkt haben wuͤrden.","norm":"Der Deckel der Tonne hat das Hauptlicht; die Würfel sind geworfen, wie man an den Gebärden der Männer sieht, aber sie sind auf der Fläche des Deckels nicht gezeichnet, weil sie das Licht unterbrochen und also nachteilig gewirkt haben würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.139900207519531} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1700,"date":1836,"orig":"Sodann die Studien von Ruysdael zu ſeinem Kirchhof betrachtet, woraus man ſah, welche Muͤhe ſich ein ſolcher Meiſter gegeben.","norm":"Sodann die Studien von Ruisdael zu seinem Kirchhof betrachtet, woraus man sah, welche Mühe sich ein solcher Meister gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.29610013961792} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1701,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 21. Februar 1830.","norm":"Sonntag, den 21. Februar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.166800022125244} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1702,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1703,"date":1836,"orig":"Er zeigt mir die Luftpflanze die ich mit großem Intereſſe betrachte.","norm":"Er zeigt mir die Luftpflanze die ich mit großem Interesse betrachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.847499847412109} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1704,"date":1836,"orig":"Ich bemerke darin ein Beſtreben, ihre Exiſtenz ſo lange wie moͤglich fortzuſetzen, ehe ſie einem folgenden Individuum erlaubt, ſich zu manifeſtiren.","norm":"Ich bemerke darin ein Bestreben, ihre Existenz so lange wie möglich fortzusetzen, ehe sie einem folgenden Individuum erlaubt, sich zu manifestieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.245699882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1705,"date":1836,"orig":"„Ich habe mir vorgenommen, ſagte Goethe darauf, in vier Wochen ſo wenig den Temps als Globe zu leſen.","norm":"„Ich habe mir vorgenommen, sagte Goethe darauf, in vier Wochen so wenig den Temps als Globe zu lesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403900146484375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1706,"date":1836,"orig":"Die Sachen ſtehen ſo, daß ſich innerhalb dieſer Periode etwas ereignen muß, und ſo will ich die Zeit erwarten, bis mir von Außen eine ſolche Nachricht kommt.","norm":"Die Sachen stehen so, dass sich innerhalb dieser Periode etwas ereignen muss, und so will ich die Zeit erwarten, bis mir von Außen eine solche Nachricht kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.30810022354126} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1707,"date":1836,"orig":"Meine claſſiſche Walpurgisnacht wird dabey gewinnen, und ohnehin ſind Jenes Intereſſen wovon man nichts hat, welches in manchen Faͤllen nicht genug bedacht wird.“","norm":"Meine klassische Walpurgisnacht wird dabei gewinnen, und ohnehin sind jenes Interessen wovon man nichts hat, welches in manchen Fällen nicht genug bedacht wird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7932000160217285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1708,"date":1836,"orig":"Er giebt mir ſodann einen Brief von Boiſſer é e aus Muͤnchen, der ihm Freude gemacht und den ich gleichfalls mit hohem Vergnuͤgen leſe.","norm":"Er gibt mir sodann einen Brief von Boisser é e aus München, der ihm Freude gemacht und den ich gleichfalls mit hohem Vergnügen lese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82480001449585} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1709,"date":1836,"orig":"Boiſſerée ſpricht beſonders uͤber den zweyten Aufenthalt in Rom, ſo wie uͤber einige Punkte des letzten Heftes von Kunſt und Alterthum.","norm":"Boisseree spricht besonders über den zweiten Aufenthalt in Rom, so wie über einige Punkte des letzten Heftes von Kunst und Altertum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.660900115966797} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1710,"date":1836,"orig":"Er urtheilt uͤber dieſe Dinge ſo wohlwollend als gruͤndlich, und wir finden Veranlaſſung, uͤber die ſeltene Bildung und Thaͤtigkeit dieſes bedeutenden Mannes viel zu reden.","norm":"Er urteilt über diese Dinge so wohlwollend als gründlich, und wir finden Veranlassung, über die seltene Bildung und Tätigkeit dieses bedeutenden Mannes viel zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.388599872589111} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1711,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlt mir darauf von einem neuen Bilde von Cornelius, als ſehr brav durchdacht und ausgefuͤhrt, und es kommt zur Sprache, daß die Gelegenheit zur guten Faͤrbung eines Bildes in der Compoſition liege.","norm":"Goethe erzählt mir darauf von einem neuen Bilde von Cornelius, als sehr brav durchdacht und ausgeführt, und es kommt zur Sprache, dass die Gelegenheit zur guten Färbung eines Bildes in der Komposition liege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817999839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1712,"date":1836,"orig":"Spaͤter, auf einem Spaziergange, kommt mir die Luftpflanze wieder vor die Seele, und ich habe den Gedanken, daß ein Weſen ſeine Exiſtenz fortſetzt ſo lange es geht, dann aber ſich zuſammennimmt, um wieder ſeines Gleichen hervorzubringen.","norm":"Später, auf einem Spaziergange, kommt mir die Luftpflanze wieder vor die Seele, und ich habe den Gedanken, dass ein Wesen seine Existenz fortsetzt so lange es geht, dann aber sich zusammennimmt, um wieder seinesgleichen hervorzubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.06279993057251} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1713,"date":1836,"orig":"Es erinnert mich dieſes Naturgeſetz an jene Legende, wo wir uns die Gottheit im Urbeginn der Dinge alleine denken, ſodann aber den Sohn erſchaffend, welcher ihr gleich iſt.","norm":"Es erinnert mich dieses Naturgesetz an jene Legende, wo wir uns die Gottheit im Urbeginn der Dinge alleine denken, sodann aber den Sohn erschaffend, welcher ihr gleich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.78380012512207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1714,"date":1836,"orig":"So auch haben gute Meiſter nichts Angelegentlicheres zu thun, als ſich gute Schuͤler zu bilden, in denen ſie ihre Grundſaͤtze und Thaͤtigkeiten fortgeſetzt ſehen.","norm":"So auch haben gute Meister nichts Angelegentlicheres zu tun, als sich gute Schüler zu bilden, in denen sie ihre Grundsätze und Tätigkeiten fortgesetzt sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002500057220459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1715,"date":1836,"orig":"Nicht weniger iſt jedes Werk eines Kuͤnſtlers, oder Dichters, als ſeines Gleichen zu betrachten, und in demſelbigen Grade, wie ein ſolches Werk vortrefflich iſt, wird der Kuͤnſtler oder Dichter vortrefflich geweſen ſeyn, da er es machte.","norm":"Nicht weniger ist jedes Werk eines Künstlers, oder Dichters, als seinesgleichen zu betrachten, und in demselbigen Grade, wie ein solches Werk vortrefflich ist, wird der Künstler oder Dichter vortrefflich gewesen sein, da er es machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.820600032806396} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1716,"date":1836,"orig":"Ein treffliches Werk eines Andern ſoll daher niemals Neid in mir erregen, indem es mich auf einen vortrefflichen Menſchen zuruͤckſchließen laͤßt, der es zu machen werth war.","norm":"Ein treffliches Werk eines Anderen soll daher niemals Neid in mir erregen, indem es mich auf einen vortrefflichen Menschen zurückschließen lässt, der es zu machen wert war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.421800136566162} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1717,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 24. Februar 1830.","norm":"Mittwoch, den 24. Februar 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.30210018157959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1718,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1719,"date":1836,"orig":"Wir ſprechen uͤber den Homer.","norm":"Wir sprechen über den Homer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.720900058746338} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1720,"date":1836,"orig":"Ich bemerke, daß ſich die Einwirkung der Goͤtter unmittelbar ans Reale anſchließe.","norm":"Ich bemerke, dass sich die Einwirkung der Götter unmittelbar ans Reale anschließe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.512199878692627} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1721,"date":1836,"orig":"— „Es iſt unendlich zart und menſchlich, ſagte Goethe, und ich danke Gott, daß wir aus den Zeiten heraus ſind, wo die Franzoſen dieſe Einwirkung der Goͤtter Maſchinerie nannten.","norm":"— „Es ist unendlich zart und menschlich, sagte Goethe, und ich danke Gott, dass wir aus den Zeiten heraus sind, wo die Franzosen diese Einwirkung der Götter Maschinerie nannten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.393799781799316} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1722,"date":1836,"orig":"Aber freylich!","norm":"Aber freilich!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.615499973297119} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1723,"date":1836,"orig":"ſo ungeheure Verdienſte nachzuempfinden, bedurfte einiger Zeit, denn es erforderte eine gaͤnzliche Umwandlung ihrer Cultur.“","norm":"so ungeheure Verdienste nachzuempfinden, bedurfte einiger Zeit, denn es erforderte eine gänzliche Umwandlung ihrer Kultur .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.596499919891357} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1724,"date":1836,"orig":"Goethe ſagte mir ſodann, daß er in die Erſcheinung der Helena noch einen Zug hineingebracht, um ihre Schoͤnheit zu erhoͤhen, welches durch eine Bemerkung von mir veranlaßt worden, und meinem Gefuͤhl zur Ehre gereiche.","norm":"Goethe sagte mir sodann, dass er in die Erscheinung der Helena noch einen Zug hineingebracht, um ihre Schönheit zu erhöhen, welches durch eine Bemerkung von mir veranlasst worden, und meinem Gefühl zur Ehre gereiche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.582099914550781} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1725,"date":1836,"orig":"Nach Tiſch zeigte Goethe mir den Umriß eines Bildes von Cornelius: den Orpheus vor Pluto's Throne darſtellend, um die Eurydice zu befreyen.","norm":"Nach Tisch zeigte Goethe mir den Umriss eines Bildes von Cornelius: Den Orpheus vor Plutos Throne darstellend, um die Eurydice zu befreien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111400127410889} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1726,"date":1836,"orig":"Das Bild erſchien uns wohl uͤberlegt und das Einzelne vortrefflich gemacht, doch wollte es nicht recht befriedigen und dem Gemuͤth kein rechtes Behagen geben.","norm":"Das Bild erschien uns wohl überlegt und das Einzelne vortrefflich gemacht, doch wollte es nicht recht befriedigen und dem Gemüt kein rechtes Behagen geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.027599811553955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1727,"date":1836,"orig":"Vielleicht, dachten wir, bringt die Faͤrbung eine groͤßere Harmonie hinein; vielleicht auch waͤre der folgende Moment guͤnſtiger geweſen, wo Orpheus uͤber das Herz des Pluto bereits geſiegt hat und ihm die Eurydice zuruͤckgegeben wird.","norm":"Vielleicht, dachten wir, bringt die Färbung eine größere Harmonie hinein; vielleicht auch wäre der folgende Moment günstiger gewesen, wo Orpheus über das Herz des Pluto bereits gesiegt hat und ihm die Eurydice zurückgegeben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.901700019836426} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1728,"date":1836,"orig":"Die Situation haͤtte ſodann nicht mehr das Geſpannte, Erwartungsvolle, vielmehr wuͤrde ſie vollkommene Befriedigung gewaͤhren.","norm":"Die Situation hätte sodann nicht mehr das Gespannte, Erwartungsvolle, vielmehr würde sie vollkommene Befriedigung gewähren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32420015335083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1729,"date":1836,"orig":"Montag, den 1. Maͤrz 1830.","norm":"Montag, den 1. März 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.913800001144409} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1730,"date":1836,"orig":"Bey Goethe zu Tiſch mit Hofrath Voigt aus Jena.","norm":"Bei Goethe zu Tisch mit Hofrat Voigt aus Jena.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.382299900054932} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1731,"date":1836,"orig":"Die Unterhaltung geht um lauter naturhiſtoriſche Gegenſtaͤnde, wobey Hofrath Voigt die vielſeitigſten Kenntniſſe entwickelt.","norm":"Die Unterhaltung geht um lauter naturhistorische Gegenstände, wobei Hofrat Voigt die vielseitigsten Kenntnisse entwickelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.27269983291626} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1732,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlt, daß er einen Brief erhalten, mit der Einwendung, daß die Cotyledonen keine Blaͤtter ſeyen, und zwar, weil ſie kein Auge hinter ſich haͤtten.","norm":"Goethe erzählt, dass er einen Brief erhalten, mit der Einwendung, dass die Kotyledonen keine Blätter seien, und zwar, weil sie kein Auge hinter sich hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.902600049972534} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1733,"date":1836,"orig":"Wir uͤberzeugen uns aber an verſchiedenen Pflanzen, daß die Cotyledonen allerdings Augen hinter ſich haben, ſo gut wie jedes folgende Blatt.","norm":"Wir überzeugen uns aber an verschiedenen Pflanzen, dass die Kotyledonen allerdings Augen hinter sich haben, so gut wie jedes folgende Blatt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.290500164031982} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1734,"date":1836,"orig":"Voigt ſagt, daß das Aperçuͤ von der Metamorphoſe der Pflanze eine der fruchtbarſten Entdeckungen ſey, welche die neuere Zeit im Fache der Naturforſchung erfahren.","norm":"Voigt sagt, dass das Apercü von der Metamorphose der Pflanze eine der fruchtbarsten Entdeckungen sei, welche die neuere Zeit im Fache der Naturforschung erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.617499828338623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1735,"date":1836,"orig":"Wir reden uͤber Sammlungen ausgeſtopfter Voͤgel, wobey Goethe erzaͤhlt, daß ein Englaͤnder mehrere Hunderte lebendiger Voͤgel in großen Behaͤltern gefuͤttert habe.","norm":"Wir reden über Sammlungen ausgestopfter Vögel, wobei Goethe erzählt, dass ein Engländer mehrere Hunderte lebendiger Vögel in großen Behältern gefüttert habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.580900192260742} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1736,"date":1836,"orig":"Von dieſen ſeyen einige geſtorben und er habe ſie ausſtopfen laſſen.","norm":"Von diesen seien einige gestorben und er habe sie ausstopfen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.720900058746338} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1737,"date":1836,"orig":"Dieſe ausgeſtopften haͤtten ihm nun ſo gefallen, daß ihm der Gedanke gekommen: ob es nicht beſſer ſey, ſie alle todtſchlagen und ausſtopfen zu laſſen, welchen Gedanken er denn auch alſobald ausgefuͤhrt habe.","norm":"Diese ausgestopften hätten ihm nun so gefallen, dass ihm der Gedanke gekommen: ob es nicht besser sei, sie alle totschlagen und ausstopfen zu lassen, welchen Gedanken er denn auch alsobald ausgeführt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.264299869537353} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1738,"date":1836,"orig":"Hofrath Voigt erzaͤhlt, daß er im Begriff ſey Cuviers Naturgeſchichte, in fuͤnf Baͤnden, zu uͤberſetzen und mit Ergaͤnzungen und Erweiterungen herauszugeben.","norm":"Hofrat Voigt erzählt, dass er im Begriff sei Cuviers Naturgeschichte, in fünf Bänden, zu übersetzen und mit Ergänzungen und Erweiterungen herauszugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.192800045013428} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1739,"date":1836,"orig":"Nach Tiſche, als Voigt gegangen war, zeigt Goethe mir das Manuſcript ſeiner Walpurgisnacht, und ich bin erſtaunt uͤber die Staͤrke, zu der es in den wenigen Wochen herangewachſen.","norm":"Nach Tische, als Voigt gegangen war, zeigt Goethe mir das Manuskript seiner Walpurgisnacht, und ich bin erstaunt über die Stärke, zu der es in den wenigen Wochen herangewachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.377299785614014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1740,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 3. Maͤrz 1830.","norm":"Mittwoch, den 3. März 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.258800029754639} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1741,"date":1836,"orig":"Mit Goethe vor Tiſch ſpazieren gefahren.","norm":"Mit Goethe vor Tisch spazieren gefahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.166199684143066} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1742,"date":1836,"orig":"Er ſpricht guͤnſtig uͤber mein Gedicht in Bezug auf den Koͤnig von Bayern, indem er bemerkt, daß Lord Byron vortheilhaft auf mich gewirkt.","norm":"Er spricht günstig über mein Gedicht in Bezug auf den König von Bayern, indem er bemerkt, dass Lord Byron vorteilhaft auf mich gewirkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.406300067901611} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1743,"date":1836,"orig":"Mir fehle jedoch noch dasjenige was man Convenienz heiße, worin Voltaire ſo groß geweſen.","norm":"Mir fehle jedoch noch dasjenige was man Konvenienz heiße, worin Voltaire so groß gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.062399864196777} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1744,"date":1836,"orig":"Dieſen wolle er mir zum Muſter vorſchlagen.","norm":"Diesen wolle er mir zum Muster vorschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.623799800872803} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1745,"date":1836,"orig":"Darauf bey Tiſch reden wir viel uͤber Wieland, beſonders uͤber den Oberon, und Goethe iſt der Meinung, daß das Fundament ſchwach ſey, und der Plan vor der Ausfuͤhrung nicht gehoͤrig gegruͤndet worden.","norm":"Darauf bei Tisch reden wir viel über Wieland, besonders über den Oberon, und Goethe ist der Meinung, dass das Fundament schwach sei, und der Plan vor der Ausführung nicht gehörig gegründet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813199996948242} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1746,"date":1836,"orig":"Daß zur Herbeyſchaffung der Barthaare und Backenzaͤhne ein Geiſt benutzt werde, ſey gar nicht wohl erfunden, beſonders weil der Held ſich dabey ganz unthaͤtig verhalte.","norm":"Dass zur Herbeischaffung der Barthaare und Backenzähne ein Geist benutzt werde, sei gar nicht wohl erfunden, besonders weil der Held sich dabei ganz untätig verhalte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.690999984741211} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1747,"date":1836,"orig":"Die anmuthige, ſinnliche und geiſtreiche Ausfuͤhrung des großen Dichters aber mache das Buch dem Leſer ſo angenehm, daß er an das eigentliche Fundament nicht weiter denke und daruͤber hinausleſe.","norm":"Die anmutige, sinnliche und geistreiche Ausführung des großen Dichters aber mache das Buch dem Leser so angenehm, dass er an das eigentliche Fundament nicht weiter denke und darüber hinauslese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.343699932098389} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1748,"date":1836,"orig":"Wir reden fort uͤber viele Dinge und ſo kommen wir auch wieder auf die Entelechie.","norm":"Wir reden fort über viele Dinge und so kommen wir auch wieder auf die Entelechie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.568900108337402} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1749,"date":1836,"orig":"„Die Hartnaͤckigkeit des Individuums und daß der Menſch abſchuͤttelt was ihm nicht gemaͤß iſt, ſagte Goethe, iſt mir ein Beweis daß ſo etwas exiſtire.“","norm":"„Die Hartnäckigkeit des Individuums und dass der Mensch abschüttelt was ihm nicht gemäß ist, sagte Goethe, ist mir ein Beweis dass so etwas existiere .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.720200061798096} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1750,"date":1836,"orig":"Ich hatte ſeit einigen Minuten daſſelbige gedacht und ſagen wollen, und ſo war es mir doppelt lieb, daß Goethe es ausſprach, „Leibnitz, fuhr er fort, hat aͤhnliche Gedanken uͤber ſolche ſelbſtſtaͤndige Weſen gehabt, und zwar, was wir mit dem Ausdruck Entelechie bezeichnen, nannte er Monaden.“","norm":"Ich hatte seit einigen Minuten dasselbe gedacht und sagen wollen, und so war es mir doppelt lieb, dass Goethe es aussprach, „Leibnitz, fuhr er fort, hat ähnliche Gedanken über solche selbstständige Wesen gehabt, und zwar, was wir mit dem Ausdruck Entelechie bezeichnen, nannte er Monaden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.912799835205078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1751,"date":1836,"orig":"Ich nahm mir vor das Weitere daruͤber in Leibnitz an Ort und Stelle nachzuleſen.","norm":"Ich nahm mir vor das Weitere darüber in Leibnitz an Ort und Stelle nachzulesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6946001052856445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1752,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 7. Maͤrz 1830.","norm":"Sonntag, den 7. März 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.349400043487549} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1753,"date":1836,"orig":"Um zwoͤlf Uhr zu Goethe, den ich heute beſonders friſch und kraͤftig fand.","norm":"Um zwölf Uhr zu Goethe, den ich heute besonders frisch und kräftig fand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3968000411987305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1754,"date":1836,"orig":"Er eroͤffnete mir, daß er ſeine claſſiſche Walpurgisnacht habe zuruͤcklegen muͤſſen, um die letzte Lieferung fertig zu machen.","norm":"Er eröffnete mir, dass er seine klassische Walpurgisnacht habe zurücklegen müssen, um die letzte Lieferung fertig zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.85509991645813} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1755,"date":1836,"orig":"„Hiebey aber, ſagte er, bin ich klug geweſen, daß ich aufgehoͤrt habe, wo ich noch in gutem Zuge war, und noch viel bereits Erfundenes zu ſagen hatte.","norm":"„Hierbei aber, sagte er, bin ich klug gewesen, dass ich aufgehört habe, wo ich noch in gutem Zuge war, und noch viel bereits Erfundenes zu sagen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.226900100708008} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1756,"date":1836,"orig":"Auf dieſe Weiſe laͤßt ſich viel leichter wieder anknuͤpfen, als wenn ich ſo lange fortgeſchrieben haͤtte bis es ſtockte.“","norm":"Auf diese Weise lässt sich viel leichter wieder anknüpfen, als wenn ich so lange fortgeschrieben hätte bis es stockte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.492099761962891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1757,"date":1836,"orig":"Ich merkte mir dieſes als eine gute Lehre.","norm":"Ich merkte mir dieses als eine gute Lehre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.59600019454956} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1758,"date":1836,"orig":"Es war die Abſicht geweſen, vor Tiſch eine Spazierfahrt zu machen; allein wir fanden es beyderſeits ſo angenehm im Zimmer, daß die Pferde abbeſtellt wurden.","norm":"Es war die Absicht gewesen, vor Tisch eine Spazierfahrt zu machen; allein wir fanden es beiderseits so angenehm im Zimmer, dass die Pferde abbestellt wurden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332799911499023} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1759,"date":1836,"orig":"Unterdeſſen hatte der Bediente Friedrich eine große von Paris angekommene Kiſte ausgepackt.","norm":"Unterdessen hatte der Bediente Friedrich eine große von Paris angekommene Kiste ausgepackt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.458000183105469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1760,"date":1836,"orig":"Es war eine Sendung vom Bildhauer David, in Gips abgegoſſene Portraits, Basreliefs, von ſieben und funfzig beruͤhmten Perſonen.","norm":"Es war eine Sendung vom Bildhauer David, in Gips abgegossene Porträts, Basreliefs, von siebenundfünfzig berühmten Personen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.548399925231934} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1761,"date":1836,"orig":"Friedrich trug die Abguͤſſe in verſchiedenen Schieblaͤden herein, und es gab große Unterhaltung, alle die intereſſanten Perſoͤnlichkeiten zu betrachten.","norm":"Friedrich trug die Abgüsse in verschiedenen Schiebläden herein, und es gab große Unterhaltung, alle die interessanten Persönlichkeiten zu betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.163400173187256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1762,"date":1836,"orig":"Beſonders erwartungsvoll war ich auf M é ¬ rim é e; der Kopf erſchien ſo kraͤftig und verwegen, wie ſein Talent, und Goethe bemerkte, daß er etwas Humoriſtiſches habe.","norm":"Besonders erwartungsvoll war ich auf M é ¬ rim é e; der Kopf erschien so kräftig und verwegen, wie sein Talent, und Goethe bemerkte, dass er etwas Humoristisches habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.604300022125244} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1763,"date":1836,"orig":"Victor Hugo, Alfred de Vigny, Emile Deschamps, zeigten ſich als reine, freye, heitere Koͤpfe.","norm":"Victor Hugo, Alfred de Vigny, Emile Deschamps, zeigten sich als reine, freie, heitere Köpfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.11899995803833} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1764,"date":1836,"orig":"Auch erfreuten uns die Portraits der Demoiſelle Gay, der Madame Taſtuͤ und anderer junger Schriftſtellerinnen.","norm":"Auch erfreuten uns die Porträts der Demoiselle Gay, der Madame Tastü und anderer junger Schriftstellerinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.316400051116943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1765,"date":1836,"orig":"Das kraͤftige Bild von Fabvier erinnerte an Menſchen fruͤherer Jahrhunderte, und wir hatten Genuß, es wiederholt zu betrachten.","norm":"Das kräftige Bild von Fabvier erinnerte an Menschen früherer Jahrhunderte, und wir hatten Genuss, es wiederholt zu betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.680200099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1766,"date":1836,"orig":"So gingen wir von einer bedeutenden Perſon zur andern, und Goethe konnte nicht umhin wiederholt zu aͤußern, daß er durch dieſe Sendung von David einen Schatz beſitze, wofuͤr er dem trefflichen Kuͤnſtler nicht genug danken koͤnne.","norm":"So gingen wir von einer bedeutenden Person zur anderen, und Goethe konnte nicht umhin wiederholt zu äußeren, dass er durch diese Sendung von David einen Schatz besitze, wofür er dem trefflichen Künstler nicht genug danken könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.801599979400635} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1767,"date":1836,"orig":"Er werde nicht unterlaſſen, dieſe Sammlung Durchreiſenden vorzuzeigen und ſich muͤndlich uͤber einzelne ihm noch unbekannte Perſonen unterrichten zu laſſen.","norm":"Er werde nicht unterlassen, diese Sammlung Durchreisenden vorzuzeigen und sich mündlich über einzelne ihm noch unbekannte Personen unterrichten zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122900009155273} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1768,"date":1836,"orig":"Auch Buͤcher waren in der Kiſte verpackt geweſen, die er in die vorderen Zimmer tragen ließ, wohin wir folgten und uns zu Tiſch ſetzten.","norm":"Auch Bücher waren in der Kiste verpackt gewesen, die er in die vorderen Zimmer tragen ließ, wohin wir folgten und uns zu Tisch setzten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.603499889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1769,"date":1836,"orig":"Wir waren heiter und ſprachen von Arbeiten und Vorſaͤtzen hin und her.","norm":"Wir waren heiter und sprachen von Arbeiten und Vorsätzen hin und her.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.828700065612793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1770,"date":1836,"orig":"„Es iſt nicht gut daß der Menſch alleine ſey, ſagte Goethe, und beſonders nicht daß er alleine arbeite; vielmehr bedarf er der Theilnahme und Anregung, wenn etwas gelingen ſoll.","norm":"„Es ist nicht gut dass der Mensch alleine sei, sagte Goethe, und besonders nicht dass er alleine arbeite; vielmehr bedarf er der Teilnahme und Anregung, wenn etwas gelingen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.19379997253418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1771,"date":1836,"orig":"Ich verdanke Schillern die Achilleïs und viele meiner Balladen, wozu er mich getrieben, und Sie koͤnnen es ſich zurechnen, wenn ich den zweyten Theil des Fauſt zu Stande bringe.","norm":"Ich verdanke Schillern die Achilleis und viele meiner Balladen, wozu er mich getrieben, und Sie können es sich zurechnen, wenn ich den zweiten Teil des Faust zu Stande bringe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.530399799346924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1772,"date":1836,"orig":"Ich habe es Ihnen ſchon oft geſagt, aber ich muß es wiederholen, damit Sie es wiſſen.“","norm":"Ich habe es Ihnen schon oft gesagt, aber ich muss es wiederholen, damit Sie es wissen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.901400089263916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1773,"date":1836,"orig":"Ich freute mich dieſer Worte, im Gefuͤhl daß daran viel Wahres ſeyn moͤge.","norm":"Ich freute mich dieser Worte, im Gefühl dass daran viel Wahres sein möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9344000816345215} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1774,"date":1836,"orig":"Beym Nachtiſch oͤffnete Goethe eins der Pakete.","norm":"Beim Nachtisch öffnete Goethe eins der Pakete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9131999015808105} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1775,"date":1836,"orig":"Es waren die Gedichte von Emile Deschamps, begleitet von einem Brief den Goethe mir zu leſen gab.","norm":"Es waren die Gedichte von Emile Deschamps, begleitet von einem Brief den Goethe mir zu lesen gab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305300235748291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1776,"date":1836,"orig":"Hier ſah ich nun zu meiner Freude, welcher Einfluß Goethen auf das neue Leben der franzoͤſiſchen Literatur zugeſtanden wird, und wie die jungen Dichter ihn als ihr geiſtiges Oberhaupt verehren und lieben.","norm":"Hier sah ich nun zu meiner Freude, welcher Einfluss Goethen auf das neue Leben der französischen Literatur zugestanden wird, und wie die jungen Dichter ihn als ihr geistiges Oberhaupt verehren und lieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.112500190734863} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1777,"date":1836,"orig":"So hatte in Goethe's Jugend Shakſpeare gewirkt.","norm":"So hatte in Goethes Jugend Shakespeare gewirkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.120299816131592} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1778,"date":1836,"orig":"Von Voltaire laͤßt ſich nicht ſagen, daß er auf junge Poeten des Auslandes einen Einfluß der Art gehabt, daß ſie ſich in ſeinem Geiſt verſammelten und ihn als ihren Herrn und Meiſter erkannten.","norm":"Von Voltaire lässt sich nicht sagen, dass er auf junge Poeten des Auslandes einen Einfluss der Art gehabt, dass sie sich in seinem Geist versammelten und ihn als ihren Herrn und Meister erkannten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.780600070953369} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1779,"date":1836,"orig":"Überall war der Brief von Emile Deschamps mit ſehr liebenswuͤrdiger herzlicher Freyheit geſchrieben.","norm":"Überall war der Brief von Emile Deschamps mit sehr liebenswürdiger herzlicher Freiheit geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.177700042724609} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1780,"date":1836,"orig":"„Man blickt in den Fruͤhling eines ſchoͤnen Gemuͤths,“ ſagte Goethe.","norm":"„Man blickt in den Frühling eines schönen Gemüts,“ sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.766900062561035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1781,"date":1836,"orig":"Ferner befand ſich unter der Sendung von David ein Blatt mit dem Hute Napoleons, in den verſchiedenſten Stellungen.","norm":"Ferner befand sich unter der Sendung von David ein Blatt mit dem Hute Napoleons, in den verschiedensten Stellungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.417399883270264} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1782,"date":1836,"orig":"„Das iſt etwas fuͤr meinen Sohn,“ ſagte Goethe, und ſendete das Blatt ſchnell hinauf.","norm":"„Das ist etwas für meinen Sohn,“ sagte Goethe, und sendete das Blatt schnell hinauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.394999980926514} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1783,"date":1836,"orig":"Es verfehlte auch ſeine Wirkung nicht, indem der junge Goethe ſehr bald herunter kam, und voller Freude dieſe Huͤte ſeines Helden fuͤr das non plus ultra ſeiner Sammlung erklaͤrte.","norm":"Es verfehlte auch seine Wirkung nicht, indem der junge Goethe sehr bald herunterkam, und voller Freude diese Hüte seines Helden für das non plus ultra seiner Sammlung erklärte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440199851989746} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1784,"date":1836,"orig":"Ehe fuͤnf Minuten vergingen befand ſich das Bild unter Glas und Rahmen und an ſeinem Ort, unter den uͤbrigen Attributen und Denkmaͤlern des Helden.","norm":"Ehe fünf Minuten vergingen befand sich das Bild unter Glas und Rahmen und an seinem Ort, unter den übrigen Attributen und Denkmälern des Helden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.594200134277344} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1785,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 16. Maͤrz 1830.","norm":"Dienstag, den 16. März 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.912199974060058} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1786,"date":1836,"orig":"Morgens beſucht mich Herr v. Goethe und eroͤffnet mir, daß ſeine lange beabſichtigte Reiſe nach Italien entſchieden, daß von ſeinem Vater die noͤthigen Gelder bewilligt worden, und daß er wuͤnſche daß ich mitgehe.","norm":"Morgens besucht mich Herr v. Goethe und eröffnet mir, dass seine lange beabsichtigte Reise nach Italien entschieden, dass von seinem Vater die nötigen Gelder bewilligt worden, und dass er wünsche dass ich mitgehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.468299865722656} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1787,"date":1836,"orig":"Wir freuen uns gemeinſchaftlich uͤber dieſe Nachricht und bereden viel wegen der Vorbereitung.","norm":"Wir freuen uns gemeinschaftlich über diese Nachricht und bereden viel wegen der Vorbereitung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.559899806976318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1788,"date":1836,"orig":"Als ich darauf gegen Mittag bey Goethe's Hauſe vorbeygehe, winkt Goethe mir am Fenſter, und ich bin ſchnell zu ihm hinauf.","norm":"Als ich darauf gegen Mittag bei Goethes Hause vorbeigehe, winkt Goethe mir am Fenster, und ich bin schnell zu ihm hinauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558800220489502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1789,"date":1836,"orig":"Er iſt in den vorderen Zimmern und ſehr heiter und friſch.","norm":"Er ist in den vorderen Zimmern und sehr heiter und frisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.805799961090088} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1790,"date":1836,"orig":"Er faͤngt ſogleich an von der Reiſe ſeines Sohnes zu reden, daß er ſie billige, ſie vernuͤnftig finde, und ſich freue daß ich mitgehe.","norm":"Er fängt sogleich an von der Reise seines Sohnes zu reden, dass er sie billige, sie vernünftig finde, und sich freue dass ich mitgehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.658100128173828} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1791,"date":1836,"orig":"„Es wird fuͤr Euch beyde gut ſeyn, ſagte er, und Ihre Cultur insbeſondere wird ſich nicht ſchlecht dabey befinden.“","norm":"„Es wird für Euch beide gut sein, sagte er, und Ihre Kultur insbesondere wird sich nicht schlecht dabei befinden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087900161743164} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1792,"date":1836,"orig":"Er zeigt mir ſodann einen Chriſtus mit zwoͤlf Apoſteln, und wir reden uͤber das Geiſtloſe ſolcher Figuren, als Gegenſtaͤnde der Darſtellung fuͤr den Bildhauer.","norm":"Er zeigt mir sodann einen Christus mit zwölf Aposteln, und wir reden über das Geistlose solcher Figuren, als Gegenstände der Darstellung für den Bildhauer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.262199878692627} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1793,"date":1836,"orig":"„Der eine Apoſtel, ſagte Goethe, iſt immer ungefaͤhr wie der andere, und die wenigſten haben Leben und Thaten hinter ſich, um ihnen Character und Bedeutung zu geben.","norm":"„Der eine Apostel, sagte Goethe, ist immer ungefähr wie der andere, und die wenigsten haben Leben und Taten hinter sich, um ihnen Charakter und Bedeutung zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.514999866485596} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1794,"date":1836,"orig":"Ich habe mir bey dieſer Gelegenheit den Spaß gemacht, einen Cyclus von zwoͤlf bibliſchen Figuren zu erfinden, wo jede bedeutend, jede anders und daher jede ein dankbarer Gegenſtand fuͤr den Kuͤnſtler iſt.“","norm":"Ich habe mir bei dieser Gelegenheit den Spaß gemacht, einen Zyklus von zwölf biblischen Figuren zu erfinden, wo jede bedeutend, jede anders und daher jede ein dankbarer Gegenstand für den Künstler ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667300224304199} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1795,"date":1836,"orig":"„Zuerſt Adam, der ſchoͤnſte Mann, ſo vollkommen wie man ſich ihn nur zu denken faͤhig iſt.","norm":"„Zuerst Adam, der schönste Mann, so vollkommen wie man sich ihn nur zu denken fähig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.624800205230713} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1796,"date":1836,"orig":"Er mag die eine Hand auf einen Spaten legen, als ein Symbol, daß der Menſch berufen ſey die Erde zu bauen.“","norm":"Er mag die eine Hand auf einen Spaten legen, als ein Symbol, dass der Mensch berufen sei die Erde zu bauen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.617199897766113} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1797,"date":1836,"orig":"„Nach ihm Noah, womit wieder eine neue Schoͤpfung angeht.","norm":"„Nach ihm Noah, womit wieder eine neue Schöpfung angeht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.38640022277832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1798,"date":1836,"orig":"Er cultivirt den Weinſtock, und man kann dieſer Figur etwas von einem indiſchen Bachus geben.“","norm":"Er kultiviert den Weinstock, und man kann dieser Figur etwas von einem indischen Bacchus geben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786399841308594} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1799,"date":1836,"orig":"„Naͤchſt dieſem Moſes, als erſten Geſetzgeber.“","norm":"„Nächst diesem Moses, als ersten Gesetzgeber .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.277099609375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1800,"date":1836,"orig":"„Sodann David, als Krieger und Koͤnig.“","norm":"„Sodann David, als Krieger und König .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5304999351501465} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1801,"date":1836,"orig":"„Auf dieſen Jeſaias, ein Fuͤrſt und Prophet.“","norm":"„Auf diesen Jesajas, ein Fürst und Prophet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6605000495910645} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1802,"date":1836,"orig":"„Daniel ſodann, der auf Chriſtus, den kuͤnftigen, hindeutet.“","norm":"„Daniel sodann, der auf Christus, den künftigen, hindeutet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.49370002746582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1803,"date":1836,"orig":"„Chriſtus.“","norm":"„Christus .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"lt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.449100017547607} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1804,"date":1836,"orig":"„Ihm zunaͤchſt Johannes, der den gegenwaͤrtigen liebt.","norm":"„Ihm zunächst Johannes, der den gegenwärtigen liebt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7052001953125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1805,"date":1836,"orig":"Und ſo waͤre denn Chriſtus von zwey jugendlichen Figuren eingeſchloſſen, von denen der eine (Daniel) ſanft und mit langen Haaren zu bilden waͤre, der andere (Johannes) leidenſchaftlich mit kurzem Lockenhaar.","norm":"Und so wäre denn Christus von zwei jugendlichen Figuren eingeschlossen, von denen der eine (Daniel) sanft und mit langen Haaren zu bilden wäre, der andere (Johannes) leidenschaftlich mit kurzem Lockenhaar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.120699882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1806,"date":1836,"orig":"Nun, auf den Johannes, wer kommt?“","norm":"Nun, auf den Johannes, wer kommt?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.458499908447266} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1807,"date":1836,"orig":"„Der Hauptmann von Capernaum, als Repraͤſentant der Glaͤubigen, eine unmittelbare Huͤlfe Erwartenden.“","norm":"„Der Hauptmann von Capernaum, als Repräsentant der Gläubigen, eine unmittelbare Hilfe erwartenden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.980100154876709} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1808,"date":1836,"orig":"„Auf dieſen die Magdalena, als Symbol der reuigen, der Vergebung beduͤrfenden, der Beſſerung ſich zuwendenden Menſchheit.","norm":"„Auf diesen die Magdalena, als Symbol der reuigen, der Vergebung bedürfenden, der Besserung sich zuwendenden Menschheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.975399971008301} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1809,"date":1836,"orig":"In welchen beyden Figuren der Inbegriff des Chriſtenthums enthalten waͤre.“","norm":"In welchen beiden Figuren der Inbegriff des Christentums enthalten wäre .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.519599914550781} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1810,"date":1836,"orig":"„Dann mag Paulus folgen, welcher die Lehre am kraͤftigſten verbreitet hat.“","norm":"„Dann mag Paulus folgen, welcher die Lehre am kräftigsten verbreitet hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.749100208282471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1811,"date":1836,"orig":"„Auf dieſen Jacobus, der zu den entfernteſten Voͤlkern ging, und die Miſſionaire repraͤſentirt.“","norm":"„Auf diesen Jacobus, der zu den entferntesten Völkern ging, und die Missionäre repräsentiert .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.473999977111816} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1812,"date":1836,"orig":"„Petrus machte den Schluß.","norm":"„Petrus machte den Schluss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114999771118164} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1813,"date":1836,"orig":"Der Kuͤnſtler muͤßte ihn in die Naͤhe der Thuͤr ſtellen und ihm einen Ausdruck geben, als ob er die Hereintretenden forſchend betrachte, ob ſie denn auch werth ſeyen, das Heiligthum zu betreten.“","norm":"Der Künstler müsste ihn in die Nähe der Tür stellen und ihm einen Ausdruck geben, als ob er die Hereintretenden forschend betrachte, ob sie denn auch wert seien, das Heiligtum zu betreten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.094299793243408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1814,"date":1836,"orig":"„Was ſagen Sie zu dieſem Cyclus?","norm":"„Was sagen Sie zu diesem Zyklus?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.977200031280517} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1815,"date":1836,"orig":"— Ich daͤchte er waͤre reicher als die zwoͤlf Apoſtel, wo jeder ausſieht wie der andere.","norm":"— Ich dächte er wäre reicher als die zwölf Apostel, wo jeder aussieht wie der andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.635900020599365} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1816,"date":1836,"orig":"Den Moſes und die Magdalene wuͤrde ich ſitzend bilden.“","norm":"Den Moses und die Magdalene würde ich sitzend bilden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2027997970581055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1817,"date":1836,"orig":"Ich war ſehr gluͤcklich dieſes Alles zu hoͤren und bat Goethe, daß er es zu Papier bringen moͤge, welches er mir verſprach.","norm":"Ich war sehr glücklich dieses alles zu hören und bat Goethe, dass er es zu Papier bringen möge, welches er mir versprach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.828700065612793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1818,"date":1836,"orig":"„Ich will es noch alles durchdenken, ſagte er, und es dann nebſt andern neueſten Dingen Ihnen zum neununddreyßigſten Band geben.“","norm":"„Ich will es noch alles durchdenken, sagte er, und es dann nebst anderen neuesten Dingen Ihnen zum neununddreißigsten Band geben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0756001472473145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1819,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 17. Maͤrz 1830.","norm":"Mittwoch, den 17. März 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.3632001876831055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1820,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1821,"date":1836,"orig":"Ich ſprach mit ihm uͤber eine Stelle in ſeinen Gedichten, ob es heißen muͤſſe:","norm":"Ich sprach mit ihm über eine Stelle in seinen Gedichten, ob es heißen müsse:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.297200202941894} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1822,"date":1836,"orig":"„Wie es dein Prieſter Horaz in der Entzuͤckung verhieß wie in allen aͤlteren Ausgaben ſteht; oder:","norm":"„Wie es dein Priester Horaz in der Entzückung verhieß wie in allen älteren Ausgaben steht; oder:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53000020980835} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1823,"date":1836,"orig":"„Wie es dein Prieſter Properz ꝛc.“ welches die neue Ausgabe hat.","norm":"„Wie es dein Priester Properz etc.“ welches die neue Ausgabe hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.724800109863281} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1824,"date":1836,"orig":"„Zu dieſer letzteren Lesart, ſagte Goethe, habe ich mich durch Goͤttling verleiten laſſen.","norm":"„Zu dieser letzteren Lesart, sagte Goethe, habe ich mich durch Göttlich verleiten lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832200050354004} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1825,"date":1836,"orig":"Prieſter Properz klingt zudem ſchlecht, und ich bin daher fuͤr die fruͤhere Lesart.“","norm":"Priester Properz klingt zudem schlecht, und ich bin daher für die frühere Lesart .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.953100204467773} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1826,"date":1836,"orig":"So, ſagte ich, ſtand auch in dem Manuſcript Ihrer Helena, daß Theſeus ſie entfuͤhret als ein zehenjaͤhrig ſchlankes Reh.","norm":"So, sagte ich, stand auch in dem Manuskript Ihrer Helena, dass Theseus sie entführet als ein zehenjährig schlankes Reh.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.682400226593018} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1827,"date":1836,"orig":"Auf Goͤttling's Einwendungen dagegen haben Sie nun drucken laſſen:","norm":"Auf Göttlings Einwendungen dagegen haben Sie nun drucken lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.2829999923706055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1828,"date":1836,"orig":"ein ſiebenjaͤhrig ſchlankes Reh, welches gar zu jung iſt, ſowohl fuͤr das ſchoͤne Maͤdchen, als fuͤr die Zwillingsbruͤder Caſtor und Pollux, die ſie befreyen.","norm":"ein siebenjährig schlankes Reh, welches gar zu jung ist, sowohl für das schöne Mädchen, als für die Zwillingsbrüder Kastor und Pollux, die sie befreien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6184000968933105} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1829,"date":1836,"orig":"Das Ganze liegt ja ſo in der Fabelzeit, daß niemand ſagen kann wie alt ſie eigentlich war, und zudem iſt die ganze Mythologie ſo verſatil, daß man die Dinge brauchen kann wie es am bequemſten und huͤbſcheſten iſt.","norm":"Das Ganze liegt ja so in der Fabelzeit, dass niemand sagen kann wie alt sie eigentlich war, und zudem ist die ganze Mythologie so versatil, dass man die Dinge brauchen kann wie es am bequemsten und hübschesten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.085599899291992} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1830,"date":1836,"orig":"„Sie haben Recht, ſagte Goethe; ich bin auch dafuͤr, daß ſie zehn Jahr alt geweſen ſey als Theſeus ſie entfuͤhret, und ich habe daher auch ſpaͤter geſchrieben: vom zehnten Jahr an hat ſie nichts getaugt.","norm":"„Sie haben Recht, sagte Goethe; ich bin auch dafür, dass sie zehn Jahr alt gewesen sei als Theseus sie entführet, und ich habe daher auch später geschrieben: vom zehnten Jahr an hat sie nichts getaugt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.597099781036377} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1831,"date":1836,"orig":"In der kuͤnftigen Ausgabe moͤgt Ihr daher aus dem ſiebenjaͤhrigen Reh immer wieder ein zehnjaͤhriges machen.“","norm":"In der künftigen Ausgabe mögt Ihr daher aus dem siebenjährigen Reh immer wieder ein zehnjähriges machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.443699836730957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1832,"date":1836,"orig":"Zum Nachtiſch zeigte Goethe mir zwey friſche Hefte von Neureuther, nach ſeinen Balladen, und wir bewunderten vor allen den freyen heitern Geiſt des liebenswuͤrdigen Kuͤnſtlers.","norm":"Zum Nachtisch zeigte Goethe mir zwei frische Hefte von Neureuther, nach seinen Balladen, und wir bewunderten vor allen den freien heiteren Geist des liebenswürdigen Künstlers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.072800159454346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1833,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 21. Maͤrz 1830.","norm":"Sonntag, den 21. März 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.218500137329102} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1834,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1835,"date":1836,"orig":"Er ſpricht zunaͤchſt uͤber die Reiſe ſeines Sohnes, und daß wir uns uͤber den Erfolg keine zu große Illuſion machen ſollen.","norm":"Er spricht zunächst über die Reise seines Sohnes, und dass wir uns über den Erfolg keine zu große Illusion machen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1605000495910645} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1836,"date":1836,"orig":"„Man kommt gewoͤhnlich zuruͤck wie man gegangen iſt, ſagte er, ja man muß ſich huͤten, nicht mit Gedanken zuruͤckzukommen, die ſpaͤter fuͤr unſere Zuſtaͤnde nicht paſſen.","norm":"„Man kommt gewöhnlich zurück wie man gegangen ist, sagte er, ja man muss sich hüten, nicht mit Gedanken zurückzukommen, die später für unsere Zustände nicht passen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.657400131225586} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1837,"date":1836,"orig":"So brachte ich aus Italien den Begriff der ſchoͤnen Treppen zuruͤck, und ich habe dadurch offenbar mein Haus verdorben, indem dadurch die Zimmer alle kleiner ausgefallen ſind als ſie haͤtten ſollen.","norm":"So brachte ich aus Italien den Begriff der schönen Treppen zurück, und ich habe dadurch offenbar mein Haus verdorben, indem dadurch die Zimmer alle kleiner ausgefallen sind als sie hätten sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.163700103759766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1838,"date":1836,"orig":"Die Hauptſache iſt, daß man lerne ſich ſelbſt zu beherrſchen.","norm":"Die Hauptsache ist, dass man lerne sich selbst zu beherrschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.316800117492676} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1839,"date":1836,"orig":"Wollte ich mich ungehindert gehen laſſen, ſo laͤge es wohl in mir, mich ſelbſt und meine Umgebung zu Grunde zu richten.“","norm":"Wollte ich mich ungehindert gehen lassen, so läge es wohl in mir, mich selbst und meine Umgebung zu Grunde zu richten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.827399969100952} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1840,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ſodann uͤber krankhafte koͤrperliche Zuſtaͤnde, und uͤber die Wechſelwirkung zwiſchen Koͤrper und Geiſt.","norm":"Wir sprachen sodann über krankhafte körperliche Zustände, und über die Wechselwirkung zwischen Körper und Geist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.685699939727783} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1841,"date":1836,"orig":"„Es iſt unglaublich, ſagte Goethe, wie viel der Geiſt zur Erhaltung des Koͤrpers vermag.","norm":"„Es ist unglaublich, sagte Goethe, wie viel der Geist zur Erhaltung des Körpers vermag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.162899971008301} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1842,"date":1836,"orig":"Ich leide oft an Beſchwerden des Unterleibes, allein der geiſtige Wille und die Kraͤfte des oberen Theiles halten mich im Gange.","norm":"Ich leide oft an Beschwerden des Unterleibes, allein der geistige Wille und die Kräfte des oberen Teiles halten mich im Gange.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.483799934387207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1843,"date":1836,"orig":"Der Geiſt muß nur dem Koͤrper nicht nachgeben! —","norm":"Der Geist muss nur dem Körper nicht nachgeben! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046500205993652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1844,"date":1836,"orig":"So arbeite ich bey hohem Barometerſtande leichter als bey tiefem; da ich nun dieſes weiß, ſo ſuche ich, bey tiefem Barometer, durch groͤßere Anſtrengung die nachtheilige Einwirkung aufzuheben, und es gelingt mir.“","norm":"So arbeite ich bei hohem Barometerstande leichter als bei tiefem; da ich nun dieses weiß, so suche ich, bei tiefem Barometer, durch größere Anstrengung die nachteilige Einwirkung aufzuheben, und es gelingt mir .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.577700138092041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1845,"date":1836,"orig":"„In der Poeſie jedoch laſſen ſich gewiſſe Dinge nicht zwingen, und man muß von guten Stunden erwarten, was durch geiſtigen Willen nicht zu erreichen iſt.","norm":"„In der Poesie jedoch lassen sich gewisse Dinge nicht zwingen, und man muss von guten Stunden erwarten, was durch geistigen Willen nicht zu erreichen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.54449987411499} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1846,"date":1836,"orig":"So laſſe ich mir jetzt in meiner Walpurgisnacht Zeit, damit Alles die gehoͤrige Kraft und Anmuth erhalten moͤge.","norm":"So lasse ich mir jetzt in meiner Walpurgisnacht Zeit, damit alles die gehörige Kraft und Anmut erhalten möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.948600053787231} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1847,"date":1836,"orig":"Ich bin gut vorgeruͤckt und hoffe es zu vollenden bevor Sie gehen.“","norm":"Ich bin gut vorgerückt und hoffe es zu vollenden bevor Sie gehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.979800224304199} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1848,"date":1836,"orig":"„Was darin von Piquen vorkommt, habe ich ſo von den beſonderen Gegenſtaͤnden abgeloͤſt und ins Allgemeine geſpielt, daß es zwar dem Leſer nicht an Beziehungen fehlen, aber niemand wiſſen wird, worauf es eigentlich gemeint iſt.","norm":"„Was darin von Piken vorkommt, habe ich so von den besonderen Gegenständen abgelöst und ins Allgemeine gespielt, dass es zwar dem Leser nicht an Beziehungen fehlen, aber niemand wissen wird, worauf es eigentlich gemeint ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080399990081787} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1849,"date":1836,"orig":"Ich habe jedoch geſtrebt, daß Alles, im antiken Sinne, in beſtimmten Umriſſen daſtehe, und daß nichts Vages, Ungewiſſes vorkomme, welches dem romantiſchen Verfahren gemaͤß ſeyn mag.“","norm":"Ich habe jedoch gestrebt, dass alles, im antiken Sinne, in bestimmten Umrissen dastehe, und dass nichts Vages, Ungewisses vorkomme, welches dem romantischen Verfahren gemäß sein mag .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.71619987487793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1850,"date":1836,"orig":"„Der Begriff von claſſiſcher und romantiſcher Poeſie, der jetzt uͤber die ganze Welt geht und ſo viel Streit und Spaltungen verurſacht, fuhr Goethe fort, iſt urſpruͤnglich von mir und Schiller ausgegangen.","norm":"„Der Begriff von klassischer und romantischer Poesie, der jetzt über die ganze Welt geht und so viel Streit und Spaltungen verursacht, fuhr Goethe fort, ist ursprünglich von mir und Schiller ausgegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.362299919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1851,"date":1836,"orig":"Ich hatte in der Poeſie die Maxime des objectiven Verfahrens, und wollte nur dieſes gelten laſſen.","norm":"Ich hatte in der Poesie die Maxime des objektiven Verfahrens, und wollte nur dieses gelten lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92549991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1852,"date":1836,"orig":"Schiller aber, der ganz ſubjectiv wirkte, hielt ſeine Art fuͤr die rechte, und, um ſich gegen mich zu wehren, ſchrieb er den Aufſatz uͤber naive und ſentimentale Dichtung.","norm":"Schiller aber, der ganz subjektiv wirkte, hielt seine Art für die rechte, und, um sich gegen mich zu wehren, schrieb er den Aufsatz über naive und sentimentale Dichtung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.908400058746338} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1853,"date":1836,"orig":"Er bewies mir, daß ich ſelber, wider Willen, romantiſch ſey, und meine Iphigenie, durch das Vorwalten der Empfindung, keineswegs ſo claſſiſch und im antiken Sinne ſey, als man vielleicht glauben moͤchte.","norm":"Er bewies mir, dass ich selber, wider Willen, romantisch sei, und meine Iphigenie, durch das Vorwalten der Empfindung, keineswegs so klassisch und im antiken Sinne sei, als man vielleicht glauben möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320300102233887} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1854,"date":1836,"orig":"Die Schlegel ergriffen die Idee und trieben ſie weiter, ſo daß ſie ſich denn jetzt uͤber die ganze Welt ausgedehnt hat, und nun jedermann von Claſſicismus und Romanticismus redet, woran vor funfzig Jahren niemand dachte.“","norm":"Die Schlegel ergriffen die Idee und trieben sie weiter, so dass sie sich denn jetzt über die ganze Welt ausgedehnt hat, und nun jedermann von Klassizismus und Romantizismus redet, woran vor fünfzig Jahren niemand dachte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.386899948120117} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1855,"date":1836,"orig":"Ich lenkte das Geſpraͤch wieder auf den Cyclus der zwoͤlf Figuren, und Goethe ſagte mir noch Einiges zur Ergaͤnzung.","norm":"Ich lenkte das Gespräch wieder auf den Zyklus der zwölf Figuren, und Goethe sagte mir noch einiges zur Ergänzung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013500213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1856,"date":1836,"orig":"„Den Adam muͤßte man bilden wie ich geſagt, jedoch nicht ganz nackt, indem ich ihn mir am beſten nach dem Suͤndenfall denke; man muͤßte ihn mit einem duͤnnen Rehfellchen bekleiden.","norm":"„Den Adam müsste man bilden wie ich gesagt, jedoch nicht ganz nackt, indem ich ihn mir am besten nach dem Sündenfall denke; man müsste ihn mit einem dünnen Rehfellchen bekleiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6697001457214355} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1857,"date":1836,"orig":"Und zugleich, um auszudruͤcken, daß er der Vater der Menſchheit, ſo wuͤrde man wohl thun, ihm ſeinen aͤlteſten Sohn beyzugeben, einen trotzigen, kuͤhn um ſich blickenden Knaben, einen kleinen Herkules, in der Hand eine Schlange erdruͤckend.“","norm":"Und zugleich, um auszudrücken, dass er der Vater der Menschheit, so würde man wohltun, ihm seinen ältesten Sohn beizugeben, einen trotzigen, kühn um sich blickenden Knaben, einen kleinen Herkules, in der Hand eine Schlange erdrückend .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.353499889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1858,"date":1836,"orig":"„Auch wegen Noah haben ich einen anderen Gedanken gehabt, der mir beſſer gefaͤllt; ich wuͤrde ihn nicht dem indiſchen Bachus anaͤhneln, ſondern ich wuͤrde ihn als Winzer darſtellen, wobey man ſich eine Art von Erloͤſer denken koͤnnte, der, als erſter Pfleger des Weinſtocks, die Menſchheit von der Qual der Sorgen und Bedraͤngniſſe frey machte.“","norm":"„Auch wegen Noah haben ich einen anderen Gedanken gehabt, der mir besser gefällt; ich würde ihn nicht dem indischen Bacchus anähneln, sondern ich würde ihn als Winzer darstellen, wobei man sich eine Art von Erlöser denken könnte, der, als erster Pfleger des Weinstocks, die Menschheit von der Qual der Sorgen und Bedrängnisse frei machte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.149600028991699} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1859,"date":1836,"orig":"Ich war begluͤckt uͤber dieſe guten Gedanken und nahm mir vor ſie zu notiren.","norm":"Ich war beglückt über diese guten Gedanken und nahm mir vor sie zu notieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.322100162506103} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1860,"date":1836,"orig":"Goethe zeigte mir ſodann das Blatt von Neureuther zu ſeiner Legende vom Hufeiſen.","norm":"Goethe zeigte mir sodann das Blatt von Neureuther zu seiner Legende vom Hufeisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.334499835968018} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1861,"date":1836,"orig":"Der Kuͤnſtler, ſagte ich, hat dem Heiland nur acht Juͤnger beygegeben.","norm":"Der Künstler, sagte ich, hat dem Heiland nur acht Jünger beigegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.737800121307373} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1862,"date":1836,"orig":"„Und ſchon dieſe acht, fiel Goethe ein, waren ihm zu viel, und er hat ſehr klug getrachtet, ſie durch zwey Gruppen zu trennen und die Monotonie eines geiſtloſen Zuges zu vermeiden.“","norm":"„Und schon diese acht, fiel Goethe ein, waren ihm zu viel, und er hat sehr klug getrachtet, sie durch zwei Gruppen zu trennen und die Monotonie eines geistlosen Zuges zu vermeiden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877500057220459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1863,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 24. Maͤrz 1830.","norm":"Mittwoch, den 24. März 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.43090009689331} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1864,"date":1836,"orig":"Bey Goethe zu Tiſch in den heiterſten Geſpraͤchen.","norm":"Bei Goethe zu Tisch in den heitersten Gesprächen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.486100196838379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1865,"date":1836,"orig":"Er erzaͤhlt mir von einem franzoͤſiſchen Gedicht, das als Manuſcript in der Sammlung von David mitgekommen, unter dem Titel: le rire de Mirabeau.","norm":"Er erzählt mir von einem französischen Gedicht, das als Manuskript in der Sammlung von David mitgekommen, unter dem Titel: le rire de Mirabeau.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.053500175476074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1866,"date":1836,"orig":"„Das Gedicht iſt voller Geiſt und Verwegenheit, ſagte Goethe, und Sie muͤſſen es ſehen.","norm":"„Das Gedicht ist voller Geist und Verwegenheit, sagte Goethe, und Sie müssen es sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.920200109481811} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1867,"date":1836,"orig":"Es iſt als haͤtte der Mephiſtopheles dem Poeten dazu die Tinte praͤparirt.","norm":"Es ist als hätte der Mephistopheles dem Poeten dazu die Tinte präpariert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.686399936676025} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1868,"date":1836,"orig":"Es iſt groß, wenn er es geſchrieben, ohne den Fauſt geleſen zu haben, und eben ſo groß, wenn er ihn geleſen.“","norm":"Es ist groß, wenn er es geschrieben, ohne den Faust gelesen zu haben, und eben so groß, wenn er ihn gelesen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.194300174713135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1869,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 21. April 1830.","norm":"Mittwoch, den 21. April 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.11870002746582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1870,"date":1836,"orig":"Ich nahm heute Abſchied von Goethe, indem die Abreiſe nach Italien mit ſeinem Sohn dem Kammerherrn auf morgen fruͤh beſtimmt war.","norm":"Ich nahm heute Abschied von Goethe, indem die Abreise nach Italien mit seinem Sohn dem Kammerherrn auf morgen früh bestimmt war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.355800151824951} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1871,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen manches auf die Reiſe Bezuͤgliche durch, beſonders empfahl er mir, gut zu beobachten, und ihm dann und wann zu ſchreiben.","norm":"Wir sprachen manches auf die Reise Bezügliche durch, besonders empfahl er mir, gut zu beobachten, und ihm dann und wann zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811399936676025} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1872,"date":1836,"orig":"Ich fuͤhlte eine gewiſſe Ruͤhrung Goethe zu verlaſſen; doch troͤſtete mich der Anblick ſeiner feſten Geſundheit, und die Zuverſicht, ihn gluͤcklich wiederzuſehen.","norm":"Ich fühlte eine gewisse Rührung Goethe zu verlassen; doch tröstete mich der Anblick seiner festen Gesundheit, und die Zuversicht, ihn glücklich wiederzusehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.634500026702881} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1873,"date":1836,"orig":"Als ich ging ſchenkte er mir ein Stammbuch, worin er ſich mit folgenden Worten eingeſchrieben:","norm":"Als ich ging schenkte er mir ein Stammbuch, worin er sich mit folgenden Worten eingeschrieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.678199768066406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1874,"date":1836,"orig":"„Es geht voruͤber eh' ich's gewahr werde, Und verwandelt ſich eh' ich's merke.","norm":"„Es geht vorüber ehe ich es gewahr werde, und verwandelt sich ehe ich es merke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.144000053405762} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1875,"date":1836,"orig":"Hiob.","norm":"Hiob.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"bg","lang_de":0,"norm_lmscore":4.856800079345703} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1876,"date":1836,"orig":"Den Reiſenden","norm":"Den Reisenden","lang_fastText":"sv","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.751199722290039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1877,"date":1836,"orig":"Weimar den 21. April 1830.","norm":"Weimar den 21. April 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.628900051116943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1878,"date":1836,"orig":"Goethe.","norm":"Goethe.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"xh","lang_de":0,"norm_lmscore":5.164400100708008} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1879,"date":1836,"orig":"Frankfurt, Sonnabend den 24. April 1830.","norm":"Frankfurt, Sonnabend den 24. April 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.796000003814697} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1880,"date":1836,"orig":"Ich machte gegen eilf Uhr einen Spaziergang um die Stadt und durch die Gaͤrten, nach dem Taunusgebirge zu, und freute mich an dieſer herrlichen Natur und Vegetation.","norm":"Ich machte gegen elf Uhr einen Spaziergang um die Stadt und durch die Gärten, nach dem Taunusgebirge zu, und freute mich an dieser herrlichen Natur und Vegetation.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.438700199127197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1881,"date":1836,"orig":"Vorgeſtern, in Weimar, waren die Baͤume noch in Knospen; hier aber fand ich die neuen Triebe der Kaſtanien ſchon einen Fuß lang, die der Linden eine Viertel-Elle; das Laub der Birken war ſchon dunkelgruͤn, die Eichen waren alle ausgeſchlagen.","norm":"Vorgestern, in Weimar, waren die Bäume noch in Knospen; hier aber fand ich die neuen Triebe der Kastanien schon einen Fuß lang, die der Linden eine Viertelelle; das Laub der Birken war schon dunkelgrün, die Eichen waren alle ausgeschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.036600112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1882,"date":1836,"orig":"Das Gras ſah ich einen Fuß hoch, ſo daß am Thor mir Maͤdchen begegneten, die ſchwere Graskoͤrbe hereintrugen.","norm":"Das Gras sah ich einen Fuß hoch, so dass am Tor mir Mädchen begegneten, die schwere Graskörbe hereintrugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9116997718811035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1883,"date":1836,"orig":"Ich ging durch die Gaͤrten, um eine freye Anſicht des Taunusgebirges zu gewinnen; es war ein muntrer Wind, die Wolken zogen aus Suͤdweſt, und warfen ihre Schatten auf das Gebirge, ſo wie ſie nach Nordoſt vorbeyzogen.","norm":"Ich ging durch die Gärten, um eine freie Ansicht des Taunusgebirges zu gewinnen; es war ein munterer Wind, die Wolken zogen aus Südwest, und warfen ihre Schatten auf das Gebirge, so wie sie nach Nordost vorbeizogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.076399803161621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1884,"date":1836,"orig":"Zwiſchen den Gaͤrten ſah ich einige Stoͤrche niedergehen, und ſich wieder aufheben, welches in dem Sonnenſchein, zwiſchen den ziehenden weißen Wolken und blauen Himmel, ein ſchoͤner Anblick war und den Character der Gegend vollendete.","norm":"Zwischen den Gärten sah ich einige Störche niedergehen, und sich wieder aufheben, welches in dem Sonnenschein, zwischen den ziehenden weißen Wolken und blauen Himmel, ein schöner Anblick war und den Charakter der Gegend vollendete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.594099998474121} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1885,"date":1836,"orig":"Als ich zuruͤckging, kamen mir vor dem Thore die ſchoͤnſten Kuͤhe entgegen, braun, weiß, gefleckt und von glaͤnzender Haut.","norm":"Als ich zurückging, kamen mir vor dem Tore die schönsten Kühe entgegen, braun, weiß, gefleckt und von glänzender Haut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.615799903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1886,"date":1836,"orig":"Die hieſige Luft iſt anmuthig und wohlthaͤtig, das Waſſer von ſuͤßlichem Geſchmack.","norm":"Die hiesige Luft ist anmutig und wohltätig, das Wasser von süßlichem Geschmack.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1402997970581055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1887,"date":1836,"orig":"Beefſteaks habe ich ſeit Hamburg nicht ſo gute gegeſſen als hier; auch freue ich mich uͤber das treffliche Weißbrod.","norm":"Beefsteaks habe ich seit Hamburg nicht so gute gegessen als hier; auch freue ich mich über das treffliche Weißbrot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.541299819946289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1888,"date":1836,"orig":"Es iſt Meſſe, und das Getreide und Geleyer und Gedudel auf der Straße geht vom Morgen bis ſpaͤt in die Nacht.","norm":"Es ist Messe, und das Getreide und Geleier und Gedudel auf der Straße geht vom Morgen bis spät in die Nacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.745800018310547} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1889,"date":1836,"orig":"Ein Savoyardenknabe war mir merkwuͤrdig, der eine Leyer drehte, und hinter ſich einen Hund zog, auf welchem ein Affe ritt.","norm":"Ein Savoyardenknabe war mir merkwürdig, der eine Leier drehte, und hinter sich einen Hund zog, auf welchem ein Affe ritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924499988555908} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1890,"date":1836,"orig":"Er pfiff und ſang zu uns herauf, und reizte uns lange, ihm etwas zu geben.","norm":"Er pfiff und sang zu uns herauf, und reizte uns lange, ihm etwas zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.0802998542785645} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1891,"date":1836,"orig":"Wir warfen ihm hinunter, mehr als er erwarten konnte, und ich dachte er wuͤrde einen Blick des Dankes heraufſenden.","norm":"Wir warfen ihm hinunter, mehr als er erwarten konnte, und ich dachte er würde einen Blick des Dankes heraufsenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874300003051758} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1892,"date":1836,"orig":"Er that aber nicht dergleichen, ſondern ſteckte ſein Geld ein und blickte ſogleich nach Anderen, die ihm geben ſollten.","norm":"Er tat aber nicht dergleichen, sondern steckte sein Geld ein und blickte sogleich nach Anderen, die ihm geben sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.606100082397461} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1893,"date":1836,"orig":"Frankfurt, Sonntag den 25. April 1830.","norm":"Frankfurt, Sonntag den 25. April 1830.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.605999946594238} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1894,"date":1836,"orig":"Wir machten dieſen Morgen eine Spazierfahrt um die Stadt, in einem ſehr eleganten Wagen unſeres Wirthes.","norm":"Wir machten diesen Morgen eine Spazierfahrt um die Stadt, in einem sehr eleganten Wagen unseres Wirtes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.884200096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1895,"date":1836,"orig":"Die reizenden Anlagen, die praͤchtigen Gebaͤude, der ſchoͤne Strom, die Gaͤrten und einladenden Gartenhaͤuſer erquickten die Sinne; ich machte jedoch bald die Bemerkung, daß es ein Beduͤrfniß des Geiſtes ſey, den Gegenſtaͤnden einen Gedanken abzugewinnen, und daß, ohne dieſes, am Ende alles gleichguͤltig und ohne Bedeutung an uns voruͤbergehe.","norm":"Die reizenden Anlagen, die prächtigen Gebäude, der schöne Strom, die Gärten und einladenden Gartenhäuser erquickten die Sinne; ich machte jedoch bald die Bemerkung, dass es ein Bedürfnis des Geistes sei, den Gegenständen einen Gedanken abzugewinnen, und dass, ohne dieses, am Ende alles gleichgültig und ohne Bedeutung an uns vorübergehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.203800201416016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1896,"date":1836,"orig":"Mittags, an Table d'hôte, ſah ich viele Geſichter, allein wenige von ſolchem Ausdruck, daß ſie mir merkwuͤrdig ſeyn konnten.","norm":"Mittags, an Table d'hote, sah ich viele Gesichter, allein wenige von solchem Ausdruck, dass sie mir merkwürdig sein konnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3607001304626465} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1897,"date":1836,"orig":"Der Oberkellner jedoch intereſſirte mich in hohem Grade, ſo daß denn meine Augen nur ihm und ſeinen Bewegungen folgten.","norm":"Der Oberkellner jedoch interessierte mich in hohem Grade, so dass denn meine Augen nur ihm und seinen Bewegungen folgten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085899829864502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1898,"date":1836,"orig":"Und wirklich, er war ein merkwuͤrdiger Menſch!","norm":"Und wirklich, er war ein merkwürdiger Mensch!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.217400074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1899,"date":1836,"orig":"Gegen zweyhundert Gaͤſte ſaßen wir an langen Tiſchen, und es klingt beynahe unglaublich, wenn ich ſage, daß dieſer Oberkellner faſt allein die ganze Bedienung machte, indem er alle Gerichte aufſetzte und abnahm, und die uͤbrigen Kellner ihm nur zureichten und aus den Haͤnden nahmen.","norm":"Gegen zweihundert Gäste saßen wir an langen Tischen, und es klingt beinahe unglaublich, wenn ich sage, dass dieser Oberkellner fast allein die ganze Bedienung machte, indem er alle Gerichte aufsetzte und abnahm, und die übrigen Kellner ihm nur zureichten und aus den Händen nahmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.244699954986572} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1900,"date":1836,"orig":"Dabey wurde nie etwas verſchuͤttet, auch nie jemand der Speiſenden beruͤhrt, ſondern alles geſchah luftartig, behende, wie durch Geiſtergewalt.","norm":"Dabei wurde nie etwas verschüttet, auch nie jemand der Speisenden berührt, sondern alles geschah luftartig, behände, wie durch Geistergewalt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002799987792969} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1901,"date":1836,"orig":"Und ſo flogen Tauſend von Schuͤſſeln und Tellern aus ſeinen Haͤnden auf den Tiſch, und wiederum vom Tiſch in die Haͤnde ihm folgender Bedienung.","norm":"Und so flogen Tausend von Schüsseln und Tellern aus seinen Händen auf den Tisch, und wiederum vom Tisch in die Hände ihm folgender Bedienung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.505000114440918} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1902,"date":1836,"orig":"Ganz in ſeine Intention vertieft war der ganze Menſch bloß Blick und Hand, und er oͤffnete ſeine geſchloſſenen Lippen nur zu fluͤchtigen Antworten und Befehlen.","norm":"Ganz in seine Intention vertieft war der ganze Mensch bloß Blick und Hand, und er öffnete seine geschlossenen Lippen nur zu flüchtigen Antworten und Befehlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.224999904632568} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1903,"date":1836,"orig":"Und er beſorgte nicht bloß den Tiſch, ſondern auch die einzelnen Beſtellungen an Wein und dergleichen; und dabey merkte er ſich alles, ſo daß er am Ende der Tafel eines jeden Zeche wußte und das Geld eincaſſirte.","norm":"Und er besorgte nicht bloß den Tisch, sondern auch die einzelnen Bestellungen an Wein und dergleichen; und dabei merkte er sich alles, so dass er am Ende der Tafel eines jeden Zeche wusste und das Geld einkassierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.20359992980957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1904,"date":1836,"orig":"Ich bewunderte den Überblick, die Gegenwart des Geiſtes und das große Gedaͤchtniß dieſes merkwuͤrdigen jungen Mannes.","norm":"Ich bewunderte den Überblick, die Gegenwart des Geistes und das große Gedächtnis dieses merkwürdigen jungen Mannes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.224299907684326} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1905,"date":1836,"orig":"Dabey war er immer vollkommen ruhig und ſich bewußt, und immer bereit zu einem Scherz und einer geiſtreichen Erwiederung, ſo daß ein beſtaͤndiges Laͤcheln auf ſeinen Lippen ſchwebte.","norm":"Dabei war er immer vollkommen ruhig und sich bewusst, und immer bereit zu einem Scherz und einer geistreichen Erwiderung, so dass ein beständiges Lächeln auf seinen Lippen schwebte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.589099884033203} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1906,"date":1836,"orig":"Ein franzoͤſiſcher Rittmeiſter der alten Garde beklagte ihn gegen Ende der Tafel, daß die Damen ſich entfernten; er antwortete ſchnell ablehnend: C'est pour vous autres; nous sommes sans passion.","norm":"Ein französischer Rittmeister der alten Garde beklagte ihn gegen Ende der Tafel, dass die Damen sich entfernten; er antwortete schnell ablehnend: C'est pour vous autres; nous sommes sans passion.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.371399879455566} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1907,"date":1836,"orig":"Das Franzoͤſiſche ſprach er vollkommen, ebenſo das Engliſche, und man verſicherte mich, daß er noch drey andere Sprachen in ſeiner Gewalt habe.","norm":"Das Französische sprach er vollkommen, ebenso das Englische, und man versicherte mich, dass er noch drei andere Sprachen in seiner Gewalt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.224699974060059} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1908,"date":1836,"orig":"Ich ließ mich ſpaͤter mit ihm in ein Geſpraͤch ein, und hatte nach allen Seiten hin eine ſeltene Bildung an ihm zu ſchaͤtzen.","norm":"Ich ließ mich später mit ihm in ein Gespräch ein, und hatte nach allen Seiten hin eine seltene Bildung an ihm zu schätzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.284900188446045} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1909,"date":1836,"orig":"Abends im Don Juan hatten wir Urſache, mit Liebe an Weimar zu denken.","norm":"Abends im Don Juan hatten wir Ursache, mit Liebe an Weimar zu denken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.267499923706055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1910,"date":1836,"orig":"Im Grunde waren alles gute Stimmen und huͤbſche Talente, allein ſie ſpielten und redeten faſt alle wie Naturaliſten, die keinem Meiſter etwas ſchuldig geworden.","norm":"Im Grunde waren alles gute Stimmen und hübsche Talente, allein sie spielten und redeten fast alle wie Naturalisten, die keinem Meister etwas schuldig geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.323200225830078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1911,"date":1836,"orig":"Sie waren undeutlich, und thaten als ob kein Publicum da waͤre.","norm":"Sie waren undeutlich, und taten als ob kein Publikum da wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.393599987030029} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1912,"date":1836,"orig":"Das Spiel einiger Perſonen gab zu der Bemerkung Anlaß, daß das Unedle, ohne Character, ſogleich gemein und unertraͤglich werde, waͤhrend es durch Character ſich ſogleich in die hoͤhere Sphaͤre der Kunſt erhebt.","norm":"Das Spiel einiger Personen gab zu der Bemerkung Anlass, dass das Unedle, ohne Charakter, sogleich gemein und unerträglich werde, während es durch Charakter sich sogleich in die höhere Sphäre der Kunst erhebt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.541999816894531} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1913,"date":1836,"orig":"Das Publicum war ſehr laut und ungeſtuͤm, und es fehlte nicht an vielfaͤltigem Da Capo- und Hervorgerufe.","norm":"Das Publikum war sehr laut und ungestüm, und es fehlte nicht an vielfältigem Da Capo- und hervorgerufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850800037384033} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1914,"date":1836,"orig":"Der Zerline ging es gut und uͤbel zugleich, indem die eine Haͤlfte des Hauſes ziſchte, waͤhrend die andere applaudirte, ſo daß ſich die Parteyen ſteigerten, und es jedesmal mit einem wuͤſten Laͤrm und Tumult endigte.","norm":"Der Zerline ging es gut und übel zugleich, indem die eine Hälfte des Hauses zischte, während die andere applaudierte, so dass sich die Parteien steigerten, und es jedes Mal mit einem wüsten Lärm und Tumult endigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.125899791717529} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1915,"date":1836,"orig":"Mailand, den 28.","norm":"Mailand, den 28.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.693599939346313} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1916,"date":1836,"orig":"May 1830.","norm":"Mai 1830.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fil","lang_de":0,"norm_lmscore":6.208700180053711} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1917,"date":1836,"orig":"Ich bin nun bald drey Wochen hier und es iſt wohl Zeit, daß ich Einiges aufſchreibe.","norm":"Ich bin nun bald drei Wochen hier und es ist wohl Zeit, dass ich einiges aufschreibe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.398200035095215} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1918,"date":1836,"orig":"Das große Theater della Scala iſt zu unſerm Bedauren geſchloſſen; wir waren darin und ſahen es angefuͤllt mit Geruͤſten.","norm":"Das große Theater della Scala ist zu unserem Bedauern geschlossen; wir waren darin und sahen es angefüllt mit Gerüsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807600021362305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1919,"date":1836,"orig":"Man nimmt verſchiedene Reparaturen vor und bauet, wie man ſagt, noch eine Reihe Logen.","norm":"Man nimmt verschiedene Reparaturen vor und bauet, wie man sagt, noch eine Reihe Logen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.588099956512451} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1920,"date":1836,"orig":"Die erſten Saͤnger und Saͤngerinnen haben dieſen Zeitpunct wahrgenommen und ſind auf Reiſen gegangen.","norm":"Die ersten Sänger und Sängerinnen haben diesen Zeitpunkt wahrgenommen und sind auf Reisen gegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3317999839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1921,"date":1836,"orig":"Einige, ſagt man, ſind in Wien, andere in Paris.","norm":"Einige, sagt man, sind in Wien, andere in Paris.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.524600028991699} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1922,"date":1836,"orig":"Das Marionetten-Theater habe ich gleich nach meiner Ankunft beſucht, und habe mich gefreut an der außerordentlichen Deutlichkeit der redenden Perſonen.","norm":"Das Marionettentheater habe ich gleich nach meiner Ankunft besucht, und habe mich gefreut an der außerordentlichen Deutlichkeit der redenden Personen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.152299880981445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1923,"date":1836,"orig":"Dieß Marionetten-Theater iſt vielleicht das beſte in der Welt; es iſt beruͤhmt, und man hoͤrt davon reden, ſo wie man Mailand nahe kommt.","norm":"Dies Marionettentheater ist vielleicht das Beste in der Welt; es ist berühmt, und man hört davon reden, so wie man Mailand nahekommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.97189998626709} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1924,"date":1836,"orig":"Das Theater della Canobiana, mit fuͤnf Reihen Logen uͤber einander, iſt nach der Scala das groͤßte.","norm":"Das Theater della Canobiana, mit fünf Reihen Logen übereinander, ist nach der Scala das größte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22100019454956} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1925,"date":1836,"orig":"Es faßt dreytauſend Menſchen.","norm":"Es fasst dreitausend Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.390399932861328} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1926,"date":1836,"orig":"Es iſt mir ſehr angenehm; ich habe es oft beſucht und immer dieſelbige Oper und daſſelbige Ballet geſehen.","norm":"Es ist mir sehr angenehm; ich habe es oft besucht und immer dieselbige Oper und dasselbe Ballett gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.395699977874756} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1928,"date":1836,"orig":"Die Decorationen von San Quirico oder unter deſſen Anleitung gemacht, wirken durchaus angenehm, und ſind beſcheiden genug, um ſich von den Anzuͤgen der ſpielenden Figuren uͤberbieten zu laſſen.","norm":"Die Dekorationen von San Quirico oder unter dessen Anleitung gemacht, wirken durchaus angenehm, und sind bescheiden genug, um sich von den Anzügen der spielenden Figuren überbieten zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.440999984741211} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1929,"date":1836,"orig":"San Quirico, ſagt man, hat viele geſchickte Leute in ſeinem Dienſt; alle Beſtellungen gehen an ihn, er uͤbertraͤgt ſie ferner, und giebt die Anleitungen, ſo daß alles unter ſeinem Namen geht und er ſelbſt ſehr wenig macht.","norm":"San Quirico, sagt man, hat viele geschickte Leute in seinem Dienst; alle Bestellungen gehen an ihn, er überträgt sie ferner, und gibt die Anleitungen, so dass alles unter seinem Namen geht und er selbst sehr wenig macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.452199935913086} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1930,"date":1836,"orig":"Er ſoll vielen geſchickten Kuͤnſtlern jaͤhrlich ein ſchoͤnes Fixum geben, und dieſes auch bezahlen, wenn ſie krank ſind und das ganze Jahr nichts zu thun haben.","norm":"Er soll vielen geschickten Künstlern jährlich ein schönes Fixum geben, und dieses auch bezahlen, wenn sie krank sind und das ganze Jahr nichts zu tun haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.44890022277832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1931,"date":1836,"orig":"Bey der Oper ſelbſt war es mir zunaͤchſt lieb, keinen Souffleurkaſten zu ſehen, der ſonſt, ſo unangenehm, immer die Fuͤße der handelnden Perſonen verdeckt.","norm":"Bei der Oper selbst war es mir zunächst lieb, keinen Souffleurkasten zu sehen, der sonst, so unangenehm, immer die Füße der handelnden Personen verdeckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.190199851989746} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1932,"date":1836,"orig":"Sodann gefiel mir der Platz des Capellmeiſters.","norm":"Sodann gefiel mir der Platz des Kapellmeisters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.000400066375732} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1933,"date":1836,"orig":"Er ſtand ſo, daß er ſein ganzes Orcheſter uͤberſieht, und rechts und links winken und leiten kann, und von Allen geſehen wird, ein wenig erhoͤht, in der Mitte, zunaͤchſt am Parket, ſo daß er, uͤber das Orcheſter hinaus, frey auf die Buͤhne ſieht.","norm":"Er stand so, dass er sein ganzes Orchester übersieht, und rechts und links winken und leiten kann, und von allen gesehen wird, ein wenig erhöht, in der Mitte, zunächst am Parkett, so dass er, über das Orchester hinaus, frei auf die Bühne sieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.169099807739258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1934,"date":1836,"orig":"In Weimar dagegen ſteht der Capellmeiſter ſo, daß er zwar frey auf die Buͤhne ſieht, aber das Orcheſter im Ruͤcken hat, ſo daß er ſich immer umwenden muß, wenn er jemanden etwas bedeuten will.","norm":"In Weimar dagegen steht der Kapellmeister so, dass er zwar frei auf die Bühne sieht, aber das Orchester im Rücken hat, so dass er sich immer umwenden muss, wenn er jemanden etwas bedeuten will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.759200096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1935,"date":1836,"orig":"Das Orcheſter ſelbſt iſt ſehr ſtark beſetzt, ich zaͤhlte ſechzehn Baͤſſe, und zwar an jedem aͤußerſten Ende acht.","norm":"Das Orchester selbst ist sehr stark besetzt, ich zählte sechzehn Bässe, und zwar an jedem äußersten Ende acht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.805600166320801} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1936,"date":1836,"orig":"Das gegen hundert Perſonen ſich belaufende Perſonal iſt von beyden Seiten zu nach innen auf den Capellmeiſter gewendet, und zwar ſo, daß ſie den Ruͤcken gegen die ins Proſcenium hineingehenden Parterre-Logen haben, und mit dem einen Auge auf die Buͤhne und mit dem andern ins Parterre ſehen; grade aus aber auf den Capellmeiſter.","norm":"Das gegen hundert Personen sich belaufende Personal ist von beiden Seiten zu nach innen auf den Kapellmeister gewendet, und zwar so, dass sie den Rücken gegen die ins Proszenium hineingehenden Parterre-Logen haben, und mit dem einen Auge auf die Bühne und mit dem anderen ins Parterre sehen; gerade aus aber auf den Kapellmeister.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.04040002822876} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1937,"date":1836,"orig":"Die Stimmen der Saͤnger und Saͤngerinnen betreffend, ſo entzuͤckte mich dieſer reine Klang und die Staͤrke der Toͤne, dieſes leichte Anſprechen und freye Herausgehen ohne die geringſte Anſtrengung.","norm":"Die Stimmen der Sänger und Sängerinnen betreffend, so entzückte mich dieser reine Klang und die Stärke der Töne, dieses leichte Ansprechen und freie Herausgehen ohne die geringste Anstrengung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730000019073486} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1938,"date":1836,"orig":"Ich dachte an Zelter und wuͤnſchte ihn an meiner Seite zu ſeyn.","norm":"Ich dachte an Zelter und wünschte ihn an meiner Seite zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.291500091552734} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1939,"date":1836,"orig":"Vor allen begluͤckte mich die Stimme der Signora Corradi- Pantanelli, welche den Pagen ſang.","norm":"Vor allen beglückte mich die Stimme der Signora Corradi-Pantanelli, welche den Pagen sang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.640699863433838} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1940,"date":1836,"orig":"Ich ſprach uͤber dieſe treffliche Saͤngerin gegen Andere, und hoͤrte, ſie ſey auf naͤchſten Winter fuͤr die Scala engagirt.","norm":"Ich sprach über diese treffliche Sängerin gegen Andere, und hörte, sie sei auf nächsten Winter für die Scala engagiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6066999435424805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1941,"date":1836,"orig":"Die Prima-Donna, als Conteſſa Adele, war eine junge Anfaͤngerin, Signora Albertini; in ihrer Stimme liegt etwas ſehr Zartes, Hellreines, wie das Licht der Sonne.","norm":"Die Prima-Donna, als Contessa Adele, war eine junge Anfängerin, Signora Albertini; in ihrer Stimme liegt etwas sehr Zartes, Hellreines, wie das Licht der Sonne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.364699840545654} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1942,"date":1836,"orig":"Jeden aus Deutſchland Kommenden muß ſie in hohem Grade erfreuen.","norm":"Jeden aus Deutschland Kommenden muss sie in hohem Grade erfreuen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.261099815368652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1943,"date":1836,"orig":"Sodann ein junger Baſſiſt ragte hervor.","norm":"Sodann ein junger Bassist ragte hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8907999992370605} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1944,"date":1836,"orig":"Seine Stimme hat den gewaltigſten Ton, iſt jedoch noch ein wenig unbeholfen, ſo wie auch ſein Spiel, obgleich frey, auf die Jugend ſeiner Kunſt ſchließen ließ.","norm":"Seine Stimme hat den gewaltigsten Ton, ist jedoch noch ein wenig unbeholfen, so wie auch sein Spiel, obgleich frei, auf die Jugend seiner Kunst schließen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303899765014648} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1945,"date":1836,"orig":"Die Choͤre gingen vortrefflich und mit dem Orcheſter auf das Praͤciſeſte.","norm":"Die Chöre gingen vortrefflich und mit dem Orchester auf das Präziseste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9670000076293945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1946,"date":1836,"orig":"Die Koͤrperbewegung der ſpielenden Perſonen anlangend, ſo war mir eine gewiſſe Maͤßigkeit und Ruhe merkwuͤrdig, indem ich Äußerungen des lebhaften italieniſchen Characters erwartet hatte.","norm":"Die Körperbewegung der spielenden Personen anlangend, so war mir eine gewisse Mäßigkeit und Ruhe merkwürdig, indem ich Äußerungen des lebhaften italienischen Characters erwartet hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128799915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1947,"date":1836,"orig":"Die Schminke war nur ein Hauch von Roͤthe, ſo wie man es in der Natur gerne ſieht, und ſo, daß man nicht an geſchminkte Wangen erinnert wird.","norm":"Die Schminke war nur ein Hauch von Röte, so wie man es in der Natur gerne sieht, und so, dass man nicht an geschminkte Wangen erinnert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.366300106048584} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1948,"date":1836,"orig":"Bey der ſtarken Beſetzung des Orcheſters war es mir merkwuͤrdig, daß es nie die Stimmen der Saͤnger uͤbertoͤnte, ſondern daß dieſe immer die herrſchenden blieben.","norm":"Bei der starken Besetzung des Orchesters war es mir merkwürdig, dass es nie die Stimmen der Sänger übertönte, sondern dass diese immer die herrschenden blieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293300151824951} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1949,"date":1836,"orig":"Ich ſprach daruͤber an Table d'hôte, und hoͤrte einen verſtaͤndigen jungen Mann Folgendes erwiedern.","norm":"Ich sprach darüber an Table d'hote, und hörte einen verständigen jungen Mann Folgendes erwidern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.067100048065185} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1950,"date":1836,"orig":"„Die deutſchen Orcheſter, ſagte er, ſind egoiſtiſch und wollen als Orcheſter ſich hervorthun und etwas ſeyn.","norm":"„Die deutschen Orchester, sagte er, sind egoistisch und wollen als Orchester sich hervortun und etwas sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.448500156402588} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1951,"date":1836,"orig":"Ein italieniſches Orcheſter dagegen iſt discret.","norm":"Ein italienisches Orchester dagegen ist diskret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.8643999099731445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1952,"date":1836,"orig":"Es weiß recht gut, daß in der Oper der Geſang der menſchlichen Stimmen die Hauptſache iſt, und daß die Begleitung des Orcheſters dieſen nur tragen ſoll.","norm":"Es weiß recht gut, dass in der Oper der Gesang der menschlichen Stimmen die Hauptsache ist, und dass die Begleitung des Orchesters diesen nur tragen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.767600059509277} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1953,"date":1836,"orig":"Zudem haͤlt der Italiener dafuͤr, daß der Ton eines Inſtruments nur ſchoͤn ſey, wenn man ihn nicht forcirt.","norm":"Zudem hält der Italiener dafür, dass der Ton eines Instruments nur schön sei, wenn man ihn nicht forciert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.086299896240234} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1954,"date":1836,"orig":"Moͤgen daher in einem italieniſchen Orcheſter noch ſo viele Geigen, Clarinetten, Trompeten und Baͤſſe geſpielt und geblaſen werden, der Total-Eindruck des Ganzen wird immer ſanft und angenehm bleiben, waͤhrend ein deutſches Orcheſter, bey dreyfach ſchwaͤcherer Beſetzung, ſehr leicht laut und rauſchend wird.“","norm":"Mögen daher in einem italienischen Orchester noch so viele Geigen, Klarinetten, Trompeten und Bässe gespielt und geblasen werden, der Totaleindruck des Ganzen wird immer sanft und angenehm bleiben, während ein deutsches Orchester, bei dreifach schwächerer Besetzung, sehr leicht laut und rauschend wird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.282199859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1955,"date":1836,"orig":"Ich konnte ſo uͤberzeugenden Worten nicht widerſprechen, und freute mich, mein Problem ſo klar geloͤſt zu ſehen.","norm":"Ich konnte so überzeugenden Worten nicht widersprechen, und freute mich, mein Problem so klar gelöst zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.496399879455566} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1956,"date":1836,"orig":"Aber ſollten nicht auch, verſetzte ich, die neueſten Componiſten ſchuld ſeyn, indem ſie die Orcheſter-Begleitung der Oper zu ſtark inſtrumentiren?","norm":"Aber sollten nicht auch, versetzte ich, die neuesten Komponisten schuld sein, indem sie die Orchesterbegleitung der Oper zu stark instrumentieren?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.239099979400635} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1957,"date":1836,"orig":"„Allerdings, erwiederte der Fremde, ſind neuere Componiſten in dieſen Fehler gefallen; allein niemals wirklich große Meiſter wie Mozart und Roſſini.","norm":"„Allerdings, erwiderte der Fremde, sind neuere Komponisten in diesen Fehler gefallen; allein niemals wirklich große Meister wie Mozart und Rossini.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145599842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1958,"date":1836,"orig":"Ja es findet ſich ſogar bey dieſen, daß ſie, in der Begleitung, eigene, von der Melodie des Geſanges unabhaͤngige, Motive ausgefuͤhrt haben; allein demungeachtet haben ſie ſich immer ſo maͤßig gehalten, daß die Stimme des Geſanges immer das Herrſchende und Vorwaltende geblieben iſt.","norm":"Ja es findet sich sogar bei diesen, dass sie, in der Begleitung, eigene, von der Melodie des Gesanges unabhängige, Motive ausgeführt haben; allein dem ungeachtet haben sie sich immer so mäßig gehalten, dass die Stimme des Gesanges immer das Herrschende und Vorwaltende geblieben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.507400035858154} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1959,"date":1836,"orig":"Neueſte Meiſter dagegen uͤbertoͤnen, bey wirklicher Armuth an Motiven in der Begleitung, durch eine gewaltſame Inſtrumentirung ſehr oft den Geſang.“","norm":"Neueste Meister dagegen übertönen, bei wirklicher Armut an Motiven in der Begleitung, durch eine gewaltsame Instrumentierung sehr oft den Gesang .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.799099922180176} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1960,"date":1836,"orig":"Ich gab dem verſtaͤndigen jungen Fremden meinen Beyfall.","norm":"Ich gab dem verständigen jungen Fremden meinen Beifall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.759500026702881} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1961,"date":1836,"orig":"Mein Tiſchnachbar ſagte mir, es ſey ein junger lieflaͤndiſcher Baron, der ſich lange in Paris und London aufgehalten und nun ſeit fuͤnf Jahren hier ſey und viel ſtudire.","norm":"Mein Tischnachbar sagte mir, es sei ein junger livländischer Baron, der sich lange in Paris und London aufgehalten und nun seit fünf Jahren hier sei und viel studiere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.607800006866455} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1962,"date":1836,"orig":"Noch etwas muß ich erwaͤhnen, das ich in der Oper bemerkt, und welches mir Freude machte zu bemerken.","norm":"Noch etwas muss ich erwähnen, das ich in der Oper bemerkt, und welches mir Freude machte zu bemerken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.064700126647949} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1963,"date":1836,"orig":"Es iſt naͤmlich dieſes, daß die Italiener auf dem Theater die Nacht nicht als wirkliche Nacht, ſondern nur ſymboliſch behandeln.","norm":"Es ist nämlich dieses, dass die Italiener auf dem Theater die Nacht nicht als wirkliche Nacht, sondern nur symbolisch behandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.544600009918213} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1964,"date":1836,"orig":"Auf deutſchen Theatern war es mir immer unangenehm, daß in naͤchtlichen Scenen eine vollkommene Nacht eintrat, wo denn der Ausdruck der handelnden Figuren, ja oft die Perſonen ſelber, ganz verſchwanden, und man eben nichts mehr ſah als die leere Nacht.","norm":"Auf deutschen Theatern war es mir immer unangenehm, dass in nächtlichen Szenen eine vollkommene Nacht eintrat, wo denn der Ausdruck der handelnden Figuren, ja oft die Personen selber, ganz verschwanden, und man eben nichts mehr sah als die leere Nacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.38129997253418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1965,"date":1836,"orig":"Die Italiener behandeln das weiſer.","norm":"Die Italiener behandeln das weiser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8495001792907715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1966,"date":1836,"orig":"Ihre Theater-Nacht iſt nie eine wirkliche, ſondern nur eine Andeutung.","norm":"Ihre Theater-Nacht ist nie eine wirkliche, sondern nur eine Andeutung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.422200202941894} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1967,"date":1836,"orig":"Nur der Hintergrund des Theaters verdunkelte ſich ein Weniges, und die ſpielenden Perſonen zogen ſich ſo ſehr in den Vordergrund, daß ſie durchaus beleuchtet blieben, und kein Zug in dem Ausdruck ihrer Geſichter uns entging.","norm":"Nur der Hintergrund des Theaters verdunkelte sich ein Weniges, und die spielenden Personen zogen sich so sehr in den Vordergrund, dass sie durchaus beleuchtet blieben, und kein Zug in dem Ausdruck ihrer Gesichter uns entging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.60860013961792} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1968,"date":1836,"orig":"In der Malerey ſollte es billig auch ſo ſeyn, und es ſoll mich wundern, ob ich Bilder finden werde, wo die Nacht die Geſichter ſo verdunkelt hat, daß der Ausdruck unkenntlich wird.","norm":"In der Malerei sollte es billig auch so sein, und es soll mich wundern, ob ich Bilder finden werde, wo die Nacht die Gesichter so verdunkelt hat, dass der Ausdruck unkenntlich wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.778199911117553} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1969,"date":1836,"orig":"Ich hoffe von guten Meiſtern kein ſolches Bild zu finden.","norm":"Ich hoffe von guten Meistern kein solches Bild zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.176700115203857} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1970,"date":1836,"orig":"Dieſelbige ſchoͤne Maxime fand ich auch im Ballet angewendet.","norm":"Dieselbige schöne Maxime fand ich auch im Ballett angewendet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.768499851226807} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1971,"date":1836,"orig":"Eine naͤchtliche Scene war vorgeſtellt, wo ein Maͤdchen von einem Raͤuber uͤberfallen wird.","norm":"Eine nächtliche Szene war vorgestellt, wo ein Mädchen von einem Räuber überfallen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.249100208282471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1972,"date":1836,"orig":"Das Theater iſt nur ein Weniges verdunkelt, ſo daß man alle Bewegungen und den Ausdruck der Geſichter vollkommen ſieht.","norm":"Das Theater ist nur ein Weniges verdunkelt, so dass man alle Bewegungen und den Ausdruck der Gesichter vollkommen sieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.491899967193603} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1973,"date":1836,"orig":"Auf das Geſchrey des Maͤdchens entflieht der Moͤrder, und die Landleute eilen aus ihren Huͤtten herzu mit Lichtern.","norm":"Auf das Geschrei des Mädchens entflieht der Mörder, und die Landleute eilen aus ihren Hütten herzu mit Lichtern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.079899787902832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1974,"date":1836,"orig":"Aber nicht mit Lichtern von truͤber Flamme, ſondern dem Weißfeuer aͤhnlichen, ſo daß uns durch dieſen Contraſt der helleſten Beleuchtung erſt fuͤhlbar wird, daß es in der vorigen Scene Nacht war.","norm":"Aber nicht mit Lichtern von trüber Flamme, sondern dem Weißfeuer ähnlichen, so dass uns durch diesen Kontrast der hellsten Beleuchtung erst fühlbar wird, dass es in der vorigen Szene Nacht war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924699783325195} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1975,"date":1836,"orig":"Was man mir in Deutſchland von dem lauten italieniſchen Publicum vorausſagte, habe ich beſtaͤtigt gefunden, und zwar nimmt die Unruhe des Publicums zu, je laͤnger eine Oper gegeben wird.","norm":"Was man mir in Deutschland von dem lauten italienischen Publikum voraussagte, habe ich bestätigt gefunden, und zwar nimmt die Unruhe des Publikums zu, je länger eine Oper gegeben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4909000396728525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1976,"date":1836,"orig":"Vor vierzehn Tagen ſah ich eine der erſten Vorſtellungen von dem Conte Ory.","norm":"Vor vierzehn Tagen sah ich eine der ersten Vorstellungen von dem Conte Ory.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.692999839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1977,"date":1836,"orig":"Die beſten Saͤnger und Saͤngerinnen empfing man bey ihrem Auftreten mit Applaus; man ſprach wohl in gleichguͤltigen Scenen, allein bey dem Eintritt guter Arien wurde alles ſtille, und ein allgemeiner Beyfall lohnte den Saͤnger.","norm":"Die besten Sänger und Sängerinnen empfing man bei ihrem Auftreten mit Applaus; man sprach wohl in gleichgültigen Szenen, allein bei dem Eintritt guter Arien wurde alles stille, und ein allgemeiner Beifall lohnte den Sänger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.17519998550415} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1978,"date":1836,"orig":"Die Choͤre gingen vortrefflich, und ich bewunderte die Praͤciſion, wie Orcheſter und Stimmen ſtets zuſammentrafen.","norm":"Die Chöre gingen vortrefflich, und ich bewunderte die Präzision, wie Orchester und Stimmen stets zusammentrafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.434700012207031} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1979,"date":1836,"orig":"Jetzt aber, nachdem man die Oper ſeit der Zeit jeden Abend gegeben hat, iſt beym Publicum jede Aufmerkſamkeit hin, ſo daß alles redet und das Haus von einem lauten Getoͤſe ſummet.","norm":"Jetzt aber, nachdem man die Oper seit der Zeit jeden Abend gegeben hat, ist beim Publikum jede Aufmerksamkeit hin, so dass alles redet und das Haus von einem lauten Getöse summet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.592299938201904} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1980,"date":1836,"orig":"Es regt ſich kaum eine Hand mehr, und man begreift kaum wie man auf der Buͤhne noch die Lippe oͤffnen und im Orcheſter noch einen Strich thun mag.","norm":"Es regt sich kaum eine Hand mehr, und man begreift kaum wie man auf der Bühne noch die Lippe öffnen und im Orchester noch einen Strich tun mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.651700019836426} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1981,"date":1836,"orig":"Man bemerkt auch keinen Eifer und keine Praͤciſion mehr, und der Fremde, der gerne etwas hoͤren moͤchte, waͤre in Verzweiflung, wenn man in ſo heiterer Umgebung uͤberall verzweifeln koͤnnte.","norm":"Man bemerkt auch keinen Eifer und keine Präzision mehr, und der Fremde, der gerne etwas hören möchte, wäre in Verzweiflung, wenn man in so heiterer Umgebung überall verzweifeln könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.654399871826172} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1982,"date":1836,"orig":"Mailand, den 30.","norm":"Mailand, den 30.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.710599899291992} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1983,"date":1836,"orig":"May 1830, am 1. Pfingſttage.","norm":"Mai 1830, am 1. Pfingsttage.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"jv","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":4.7932000160217285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1984,"date":1836,"orig":"Ich will noch Einiges notiren was mir bis jetzt in Italien zu bemerken Freude machte, oder ſonſt ein Intereſſe erweckte.","norm":"Ich will noch einiges notieren was mir bis jetzt in Italien zu bemerken Freude machte, oder sonst ein Interesse erweckte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292900085449219} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1985,"date":1836,"orig":"Oben auf dem Simplon, in der Einoͤde von Schnee und Nebel, in der Naͤhe einer Refuge, kam ein Knabe mit ſeinem Schweſterchen den Berg herauf an unſern Wagen.","norm":"Oben auf dem Simplon, in der Einöde von Schnee und Nebel, in der Nähe einer Refuge, kam ein Knabe mit seinem Schwesterchen den Berg herauf an unseren Wagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.889100074768066} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1986,"date":1836,"orig":"Beyde hatten kleine Koͤrbe auf dem Ruͤcken, mit Holz, das ſie in dem untern Gebirge, wo noch einige Vegetation iſt, geholt hatten.","norm":"Beide hatten kleine Körbe auf dem Rücken, mit Holz, das sie in dem unteren Gebirge, wo noch einige Vegetation ist, geholt hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.998199939727783} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1987,"date":1836,"orig":"Der Knabe reichte uns einige Bergkriſtalle und ſonſtiges Geſtein, wofuͤr wir ihm einige kleine Muͤnze gaben.","norm":"Der Knabe reichte uns einige Bergkristalle und sonstiges Gestein, wofür wir ihm einige kleine Münze gaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.531300067901611} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1988,"date":1836,"orig":"Nun hat ſich mir als unvergeßlich eingepraͤgt, mit welcher Wonne er verſtohlen auf ſein Geld blickte, indem er an unſerm Wagen herging.","norm":"Nun hat sich mir als unvergesslich eingeprägt, mit welcher Wonne er verstohlen auf sein Geld blickte, indem er an unserem Wagen herging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.33620023727417} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1989,"date":1836,"orig":"Dieſen himmliſchen Ausdruck von Gluͤckſeligkeit habe ich nie vorher geſehen.","norm":"Diesen himmlischen Ausdruck von Glückseligkeit habe ich nie vorher gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.725899934768676} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1990,"date":1836,"orig":"Ich hatte zu bedenken, daß Gott alle Quellen und alle Faͤhigkeiten des Gluͤcks in das menſchliche Gemuͤth gelegt hat, und daß es zum Gluͤck voͤllig gleich iſt, wo und wie einer wohnt.","norm":"Ich hatte zu bedenken, dass Gott alle Quellen und alle Fähigkeiten des Glücks in das menschliche Gemüt gelegt hat, und dass es zum Glück völlig gleich ist, wo und wie einer wohnt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.061100006103516} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1991,"date":1836,"orig":"Ich wollte in meinen Mittheilungen fortfahren, allein ich ward unterbrochen, und kam waͤhrend meines ferneren Aufenthaltes in Italien, wo freylich kein Tag ohne bedeutende Eindruͤcke und Beobachtungen verging, nicht wieder zum Schreiben.","norm":"Ich wollte in meinen Mitteilungen fortfahren, allein ich wurde unterbrochen, und kam während meines ferneren Aufenthaltes in Italien, wo freilich kein Tag ohne bedeutende Eindrücke und Beobachtungen verging, nicht wieder zum Schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653299808502197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1992,"date":1836,"orig":"Erſt nachdem ich mich von Goethe dem Sohne getrennt und die Alpen im Ruͤcken hatte, richtete ich Folgendes wieder an Goethe.","norm":"Erst nachdem ich mich von Goethe dem Sohne getrennt und die Alpen im Rücken hatte, richtete ich Folgendes wieder an Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.161200046539307} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1993,"date":1836,"orig":"Genf, Sonntag den 12. September 1830.","norm":"Genf, Sonntag den 12. September 1830.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.351699829101562} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1994,"date":1836,"orig":"Ich habe Ihnen dießmal ſoviel mitzutheilen, daß ich nicht weiß, wo ich anfangen und wo ich endigen ſoll.","norm":"Ich habe Ihnen diesmal soviel mitzuteilen, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen und wo ich endigen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8575000762939453} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1995,"date":1836,"orig":"Eure Excellenz haben oft im Scherz geſagt, daß das Fortreiſen eine recht gute Sache ſey, wenn nur das Wiederkommen nicht waͤre.","norm":"Eure Exzellenz haben oft im Scherz gesagt, dass das Fortreisen eine recht gute Sache sei, wenn nur das Wiederkommen nicht wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.427999973297119} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1996,"date":1836,"orig":"Ich finde dieß nun zu meiner Qual beſtaͤtigt, indem ich mich an einer Art von Scheideweg befinde, und nicht weiß welchen ich einſchlagen ſoll.","norm":"Ich finde dies nun zu meiner Qual bestätigt, indem ich mich an einer Art von Scheideweg befinde, und nicht weiß welchen ich einschlagen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.669300079345703} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1997,"date":1836,"orig":"Mein Aufenthalt in Italien, ſo kurz er auch war, iſt doch wie billig nicht ohne große Wirkung fuͤr mich geweſen.","norm":"Mein Aufenthalt in Italien, so kurz er auch war, ist doch wie billig nicht ohne große Wirkung für mich gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.538400173187256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1998,"date":1836,"orig":"Eine reiche Natur hat mit ihren Wundern zu mir geſprochen und mich gefragt, wie weit ich denn gekommen, um ſolche Sprache zu vernehmen.","norm":"Eine reiche Natur hat mit ihren Wundern zu mir gesprochen und mich gefragt, wie weit ich denn gekommen, um solche Sprache zu vernehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.074699878692627} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":1999,"date":1836,"orig":"Große Werke der Menſchen, große Thaͤtigkeiten, haben mich angeregt und mich auf meine eigenen Haͤnde blicken laſſen, um zu ſehen was denn ich ſelbſt vermoͤge.","norm":"Große Werke der Menschen, große Tätigkeiten, haben mich angeregt und mich auf meine eigenen Hände blicken lassen, um zu sehen was denn ich selbst vermöge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.604599952697754} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2000,"date":1836,"orig":"Exiſtenzen tauſendfacher Art haben mich beruͤhrt und mich gefragt, wie denn die meinige beſchaffen.","norm":"Existenzen tausendfacher Art haben mich berührt und mich gefragt, wie denn die meinige beschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906199932098389} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2001,"date":1836,"orig":"Und ſo ſind drey große Beduͤrfniſſe in mir lebendig:","norm":"Und so sind drei große Bedürfnisse in mir lebendig:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.221199989318848} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2002,"date":1836,"orig":"Mein Wiſſen zu vermehren, meine Exiſtenz zu verbeſſern, und, daß beydes moͤglich ſey, vor allen Dingen etwas zu thun.","norm":"Mein Wissen zu vermehren, meine Existenz zu verbessern, und, dass beides möglich sei, vor allen Dingen etwas zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.580899953842163} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2003,"date":1836,"orig":"Was nun dieſes letztere betrifft, ſo bin ich uͤber das, was zu thun ſey, keineswegs in Zweifel.","norm":"Was nun dieses letztere betrifft, so bin ich über das, was zu tun sei, keineswegs in Zweifel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.51990008354187} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2004,"date":1836,"orig":"Es liegt mir ſeit lange ein Werk am Herzen, womit ich mich dieſe Jahre her in freyen Stunden beſchaͤftiget habe, und das ſo weit fertig iſt, wie ungefaͤhr ein neugebautes Schiff, dem noch das Tauwerk und die Segel fehlen um in die See zu gehen.","norm":"Es liegt mir seit lange ein Werk am Herzen, womit ich mich diese Jahre her in freien Stunden beschäftiget habe, und das so weit fertig ist, wie ungefähr ein neugebautes Schiff, dem noch das Tauwerk und die Segel fehlen um in die See zu gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.406199932098389} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2005,"date":1836,"orig":"Es ſind dieß jene Geſpraͤche uͤber große Maximen in allen Faͤchern des Wiſſens und der Kunſt, ſo wie Aufſchluͤſſe uͤber hoͤhere menſchliche Intereſſen, Werke des Geiſtes und vorzuͤgliche Perſonen des Jahrhunderts, wozu ſich im Laufe der ſechs Jahre, die ich in Ihrer Naͤhe zu ſeyn das Gluͤck hatte, die haͤufigſten Anlaͤſſe fanden.","norm":"Es sind dies jene Gespräche über große Maximen in allen Fächern des Wissens und der Kunst, so wie Aufschlüsse über höhere menschliche Interessen, Werke des Geistes und vorzügliche Personen des Jahrhunderts, wozu sich im Laufe der sechs Jahre, die ich in Ihrer Nähe zu sein das Glück hatte, die häufigsten Anlässe fanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.393400192260742} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2006,"date":1836,"orig":"Es ſind dieſe Geſpraͤche fuͤr mich ein Fundament von unendlicher Cultur geworden, und wie ich im hoͤchſten Grade begluͤckt war, ſie zu hoͤren und in mich aufzunehmen, ſo wollte ich auch anderen Guten dieſes Gluͤck bereiten, indem ich ſie niederſchrieb und ſie der beſſeren Menſchheit bewahrte.","norm":"Es sind diese Gespräche für mich ein Fundament von unendlicher Kultur geworden, und wie ich im höchsten Grade beglückt war, sie zu hören und in mich aufzunehmen, so wollte ich auch anderen Guten dieses Glück bereiten, indem ich sie niederschrieb und sie der besseren Menschheit bewahrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7934999465942383} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2007,"date":1836,"orig":"Eure Excellenz haben von dieſen Converſationen hin und wieder einige Bogen geſehen, Sie haben ſelbigen Ihren Beyfall geſchenkt, und mich wiederholt aufgemuntert, in dieſem Unternehmen fortzufahren.","norm":"Eure Exzellenz haben von diesen Konversationen hin und wieder einige Bogen gesehen, Sie haben selbigen Ihren Beifall geschenkt, und mich wiederholt aufgemuntert, in diesem Unternehmen fortzufahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.771100044250488} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2008,"date":1836,"orig":"Solches iſt denn periodenweiſe geſchehen, wie mein zerſtreutes Leben in Weimar es zuließ, ſo daß ſich etwa zu zwey Baͤnden reichliche Materialien geſammelt finden.","norm":"Solches ist denn periodenweise geschehen, wie mein zerstreutes Leben in Weimar es zuließ, so dass sich etwa zu zwei Bänden reichliche Materialien gesammelt finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.178400039672852} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2009,"date":1836,"orig":"Vor meiner Abreiſe nach Italien habe ich dieſe wichtigen Manuſcripte nicht mit meinen uͤbrigen Schriften und Sachen in meine Koffer verpackt, ſondern ich habe ſie, in einem beſonderen Paket verſiegelt, unſerm Freunde Soret zur Aufbewahrung vertraut, mit dem Erſuchen, im Fall mir auf der Reiſe ein Unheil zuſtieße und ich nicht zuruͤckkaͤme, ſie in Ihre Haͤnde zu geben.","norm":"Vor meiner Abreise nach Italien habe ich diese wichtigen Manuskripte nicht mit meinen übrigen Schriften und Sachen in meine Koffer verpackt, sondern ich habe sie, in einem besonderen Paket versiegelt, unserem Freunde Sohret zur Aufbewahrung vertraut, mit dem Ersuchen, im Fall mir auf der Reise ein Unheil zustieße und ich nicht zurückkäme, sie in Ihre Hände zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303299903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2010,"date":1836,"orig":"Nach dem Beſuche in Venedig, bey unſerm zweyten Aufenthalt in Mailand, uͤberfiel mich ein Fieber, ſo daß ich einige Naͤchte ſehr krank war und eine ganze Woche, ohne Neigung zu der geringſten Nahrung, ganz ſchmaͤhlich danieder lag.","norm":"Nach dem Besuche in Venedig, bei unserem zweiten Aufenthalt in Mailand, überfiel mich ein Fieber, so dass ich einige Nächte sehr krank war und eine ganze Woche, ohne Neigung zu der geringsten Nahrung, ganz schmählich danieder lag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.205100059509277} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2011,"date":1836,"orig":"In dieſen einſamen verlaſſenen Stunden gedachte ich vorzuͤglich jenes Manuſcripts, und es beunruhigte mich, daß es ſich nicht in einem ſo klaren abgeſchloſſenen Zuſtand befinde, um davon entſchieden Gebrauch zu machen.","norm":"In diesen einsamen verlassenen Stunden gedachte ich vorzüglich jenes Manuskripts, und es beunruhigte mich, dass es sich nicht in einem so klaren abgeschlossenen Zustand befinde, um davon entschieden Gebrauch zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.348400115966797} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2012,"date":1836,"orig":"Es trat mir vor Augen, daß es haͤufig nur mit der Bleyfeder geſchrieben, daß einige Stellen undeutlich und nicht gehoͤrig ausgedruͤckt, daß Manches ſich nur in Andeutungen befinde, und, mit einem Wort, eine gehoͤrige Redaction und die letzte Hand fehle.","norm":"Es trat mir vor Augen, dass es häufig nur mit der Bleifeder geschrieben, dass einige Stellen undeutlich und nicht gehörig ausgedrückt, dass Manches sich nur in Andeutungen befinde, und, mit einem Wort, eine gehörige Redaktion und die letzte Hand fehle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.628300189971924} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2013,"date":1836,"orig":"In ſolchen Zuſtaͤnden und bey ſolchem Gefuͤhl erwachte in mir ein dringendes Verlangen nach jenen Papieren.","norm":"In solchen Zuständen und bei solchem Gefühl erwachte in mir ein dringendes Verlangen nach jenen Papieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.382800102233887} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2014,"date":1836,"orig":"Die Freude, Neapel und Rom zu ſehen, verſchwand, und eine Sehnſucht ergriff mich, nach Deutſchland zuruͤckzukehren, um, von allem zuruͤckgezogen, einſam, jenes Manuſcript zu vollenden.","norm":"Die Freude, Neapel und Rom zu sehen, verschwand, und eine Sehnsucht ergriff mich, nach Deutschland zurückzukehren, um, von allem zurückgezogen, einsam, jenes Manuskript zu vollenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.260799884796143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2015,"date":1836,"orig":"Ohne von dem was tiefer in mir vorging zu reden, ſprach ich mit Ihrem Herrn Sohn uͤber meine koͤrperlichen Zuſtaͤnde; er empfand das Gefaͤhrliche, mich in der großen Hitze weiter mitzuſchleppen, und wir wurden eins, daß ich noch Genua verſuchen, und wenn dort mein Befinden ſich nicht beſſern ſollte, es meiner Wahl uͤberlaſſen ſey, nach Deutſchland zuruͤckzugehen.","norm":"Ohne von dem was tiefer in mir vorging zu reden, sprach ich mit Ihrem Herrn Sohn über meine körperlichen Zustände; er empfand das Gefährliche, mich in der großen Hitze weiter mitzuschleppen, und wir wurden eins, dass ich noch Genua versuchen, und wenn dort mein Befinden sich nicht besseren sollte, es meiner Wahl überlassen sei, nach Deutschland zurückzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.559199810028076} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2016,"date":1836,"orig":"So hatten wir uns einige Zeit in Genua aufgehalten, als ein Brief von Ihnen uns erreichte, worin Sie aus der Ferne her zu empfinden ſchienen, wie es ungefaͤhr mit uns ſtehen moͤchte, und worin Sie ausſprachen, daß, im Fall ich etwa Neigung haͤtte zuruͤckzukehren, ich Ihnen willkommen ſeyn ſolle.","norm":"So hatten wir uns einige Zeit in Genua aufgehalten, als ein Brief von Ihnen uns erreichte, worin Sie aus der Ferne herzuempfinden schienen, wie es ungefähr mit uns stehen möchte, und worin Sie aussprachen, dass, im Fall ich etwa Neigung hätte zurückzukehren, ich Ihnen willkommen sein solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.620699882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2017,"date":1836,"orig":"Wir verehrten Ihren Blick, und waren erfreut, daß Sie jenſeits der Alpen Ihre Zuſtimmung zu einer Angelegenheit gaben, die ſo eben unter uns ausgemacht worden.","norm":"Wir verehrten Ihren Blick, und waren erfreut, dass Sie jenseits der Alpen Ihre Zustimmung zu einer Angelegenheit gaben, die so eben unter uns ausgemacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.58620023727417} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2018,"date":1836,"orig":"Ich war entſchloſſen ſogleich zu gehen, Ihr Herr Sohn jedoch fand es artig, wenn ich noch bleiben und an demſelbigen Tage mit ihm zugleich abreiſen wollte.","norm":"Ich war entschlossen sogleich zu gehen, Ihr Herr Sohn jedoch fand es artig, wenn ich noch bleiben und an demselbigen Tage mit ihm zugleich abreisen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7256999015808105} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2019,"date":1836,"orig":"Dieſes that ich mit Freuden, und ſo war es denn Sonntag den 25. July Morgens vier Uhr, als wir uns auf der Straße in Genua zum Lebewohl umarmten.","norm":"Dieses tat ich mit Freuden, und so war es denn Sonntag den 25. Juli Morgens vier Uhr, als wir uns auf der Straße in Genua zum Lebewohl umarmten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.011899948120117} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2020,"date":1836,"orig":"Zwey Wagen ſtanden, der eine um an der Kuͤſte hinauf nach Livorno zu gehen, welchen Ihr Herr Sohn beſtieg, der andere uͤber das Gebirge nach Turin bereit, worin ich mich zu anderen Gefaͤhrten ſetzte.","norm":"Zwei Wagen standen, der eine um an der Küste hinauf nach Livorno zu gehen, welchen Ihr Herr Sohn bestieg, der andere über das Gebirge nach Turin bereit, worin ich mich zu anderen Gefährten setzte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095499992370605} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2021,"date":1836,"orig":"So fuhren wir auseinander, in entgegengeſetzten Richtungen, beyde geruͤhrt und mit den treueſten Wuͤnſchen fuͤr unſer wechſelſeitiges Wohl.","norm":"So fuhren wir auseinander, in entgegengesetzten Richtungen, beide gerührt und mit den treuesten Wünschen für unser wechselseitiges Wohl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.367499828338623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2022,"date":1836,"orig":"Nach einer dreytaͤgigen Reiſe, in großer Hitze und Staub, uͤber Novi, Alexandria und Aſti, kam ich nach Turin, wo es noͤthig war, mich einige Tage zu erholen und umzuſehen, und eine weitere paſſende Gelegenheit uͤber die Alpen zu erwarten.","norm":"Nach einer dreitägigen Reise, in großer Hitze und Staub, über Novi, Alexandria und Asti, kam ich nach Turin, wo es nötig war, mich einige Tage zu erholen und umzusehen, und eine weitere passende Gelegenheit über die Alpen zu erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.76990008354187} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2023,"date":1836,"orig":"Dieſe fand ſich Montag den 2. Auguſt uͤber den Mont Cenis nach Chambery, wo wir Abends den 6. ankamen.","norm":"Diese fand sich Montag den 2. August über den Mont Cenis nach Chambéry, wo wir Abends den 6. ankamen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.516600131988525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2024,"date":1836,"orig":"Am 7., Nachmittags, fand ich weitere Gelegenheit nach Aix, und am 8. ſpaͤt, in Dunkelheit und Regen erreichte ich Genf, wo ich im Gaſthof zur Krone ein Unterkommen fand.","norm":"Am 7., Nachmittags, fand ich weitere Gelegenheit nach Aix, und am 8. spät, in Dunkelheit und Regen erreichte ich Genf, wo ich im Gasthof zur Krone ein Unterkommen fand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.547800064086914} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2025,"date":1836,"orig":"Hier war alles voll von Englaͤndern, die, von Paris geflohen, als Augenzeugen der dortigen außerordentlichen Auftritte viel zu erzaͤhlen hatten.","norm":"Hier war alles voll von Engländern, die, von Paris geflohen, als Augenzeugen der dortigen außerordentlichen Auftritte viel zu erzählen hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.694499969482422} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2026,"date":1836,"orig":"Sie koͤnnen denken, welchen Eindruck das erſte Erfahren jener welterſchuͤtternden Begebenheiten auf mich machte, mit welchem Intereſſe ich die Zeitungen las, die im Piemonteſiſchen unterdruͤckt waren, und wie ich den Erzaͤhlungen der taͤglich neu Ankommenden, ſo wie dem Hin- und Wiederreden und Streiten politiſirender Menſchen an Table d'hôte zuhoͤrte.","norm":"Sie können denken, welchen Eindruck das erste Erfahren jener welterschütternden Begebenheiten auf mich machte, mit welchem Interesse ich die Zeitungen las, die im Piemontesischen unterdrückt waren, und wie ich den Erzählungen der täglich neu Ankommenden, so wie dem Hin- und Widerreden und Streiten politisierender Menschen an Table d'hote zuhörte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.345699787139893} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2027,"date":1836,"orig":"Alles war in der hoͤchſten Aufregung, und man verſuchte die Folgen zu uͤberſehen, die aus ſo großen Gewaltſchritten fuͤr das uͤbrige Europa hervorgehen koͤnnten.","norm":"Alles war in der höchsten Aufregung, und man versuchte die Folgen zu übersehen, die aus so großen Gewaltschritten für das übrige Europa hervorgehen könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.407400131225586} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2028,"date":1836,"orig":"Ich beſuchte Freundin Sylveſtre, Sorets Eltern und Bruder, und da jeder in ſo aufgeregten Tagen eine Meinung haben mußte, ſo bildete ich mir die, daß die franzoͤſiſchen Miniſter vorzuͤglich deßwegen ſtrafbar ſeyen, weil ſie den Monarchen zu Schritten verleitet, wodurch beym Volke das Vertrauen und das Koͤnigliche Anſehen verletzt worden.","norm":"Ich besuchte Freundin Sylvestre, Sorets Eltern und Bruder, und da jeder in so aufgeregten Tagen eine Meinung haben musste, so bildete ich mir die, dass die französischen Minister vorzüglich deswegen strafbar seien, weil sie den Monarchen zu Schritten verleitet, wodurch beim Volke das Vertrauen und das königliche Ansehen verletzt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.911300182342529} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2029,"date":1836,"orig":"Es war meine Abſicht geweſen, Ihnen bey meiner Ankunft in Genf ſogleich ausfuͤhrlich zu ſchreiben; allein die Aufregung und Zerſtreuung der erſten Tage war zu groß, als daß ich die Sammlung finden konnte, um mich Ihnen mitzutheilen wie ich es wollte.","norm":"Es war meine Absicht gewesen, Ihnen bei meiner Ankunft in Genf sogleich ausführlich zu schreiben; allein die Aufregung und Zerstreuung der ersten Tage war zu groß, als dass ich die Sammlung finden konnte, um mich Ihnen mitzuteilen wie ich es wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9037001132965092} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2030,"date":1836,"orig":"Sodann am 15. Auguſt erreichte mich ein Brief unſers Freundes Sterling aus Genua, mit einer Nachricht, die mich im Tiefſten betruͤbte und mir jede Communication nach Weimar unterſagte.","norm":"Sodann am 15. August erreichte mich ein Brief unseres Freundes Sterling aus Genua, mit einer Nachricht, die mich im Tiefsten betrübte und mir jede Kommunikation nach Weimar untersagte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.192800045013428} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2031,"date":1836,"orig":"Jener Freund meldete, daß Ihr Herr Sohn, am Tage ſeiner Trennung von mir, bey einem Umſturz mit dem Wagen, das Schluͤſſelbein gebrochen habe und in Spezzia danieder liege.","norm":"Jener Freund meldete, dass Ihr Herr Sohn, am Tage seiner Trennung von mir, bei einem Umsturz mit dem Wagen, das Schlüsselbein gebrochen habe und in Spezzia danieder liege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.094799995422363} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2032,"date":1836,"orig":"Ich ſchrieb ſogleich als Erwiederung, daß ich bereit ſey, auf den erſten Wink uͤber die Alpen zuruͤckzukommen, und daß ich Genf auf keinen Fall zur Fortſetzung meiner Reiſe nach Deutſchland verlaſſen wuͤrde, bis nicht durchaus beruhigende Nachrichten aus Genua bey mir eingegangen.","norm":"Ich schrieb sogleich als Erwiderung, dass ich bereit sei, auf den ersten Wink über die Alpen zurückzukommen, und dass ich Genf auf keinen Fall zur Fortsetzung meiner Reise nach Deutschland verlassen würde, bis nicht durchaus beruhigende Nachrichten aus Genua bei mir eingegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.270400047302246} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2033,"date":1836,"orig":"In Erwartung ſolcher, richtete ich mich in einem Privatlogis wirthſchaftlich ein, und benutzte meinen Aufenthalt zu meiner weiteren Ausbildung in der franzoͤſiſchen Sprache.","norm":"In Erwartung solcher, richtete ich mich in einem Privatlogis wirtschaftlich ein, und benutzte meinen Aufenthalt zu meiner weiteren Ausbildung in der französischen Sprache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.996399879455566} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2034,"date":1836,"orig":"Endlich, am 28. Auguſt, ward mir ein doppelter Feſttag bereitet, indem an dieſem Tage ein zweyter Brief von Sterling des Inhalts mich begluͤckte, daß Ihr Herr Sohn von ſeinem Unfall in kurzer Zeit voͤllig hergeſtellt ſey, und durchaus heiter, wohl und ſtark ſich in Livorno befinde.","norm":"Endlich, am 28. August, wurde mir ein doppelter Festtag bereitet, indem an diesem Tage ein zweiter Brief von Sterling des Inhalts mich beglückte, dass Ihr Herr Sohn von seinem Unfall in kurzer Zeit völlig hergestellt sei, und durchaus heiter, wohl und stark sich in Livorno befinde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.716100215911865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2035,"date":1836,"orig":"So waren denn alle meine Beſorgniſſe von jener Seite mit einem Mal voͤllig gehoben, und ich betete in der Stille meines Herzens die Verſe:","norm":"So waren denn alle meine Besorgnisse von jener Seite mit einem Mal völlig gehoben, und ich betete in der Stille meines Herzens die Verse:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.456200122833252} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2036,"date":1836,"orig":"Du, danke Gott wenn er dich preßt, Und dank' ihm wenn er dich wieder entlaͤßt.","norm":"Du, danke Gott wenn er dich presst, und danke ihm wenn er dich wieder entlässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.178299903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2037,"date":1836,"orig":"Ich ſchickte mich nun ernſtlich an Ihnen Nachricht von mir zu geben; ich wollte Ihnen ſagen was ungefaͤhr auf den vorliegenden Blaͤttern enthalten; ich wollte ferner erſuchen, ob es mir nicht vergoͤnnt ſeyn wolle, jenes Manuſcript, das mir ſo ſehr am Herzen liegt, von Weimar entfernt, in ſtiller Zuruͤckgezogenheit zu vollenden; indem ich nicht eher voͤllig frey und froh zu werden glaube, als bis ich Ihnen jenes lange gehegte Werk in deutlicher Reinſchrift, geheftet, zur Genehmigung der Publication vorlegen koͤnne.","norm":"Ich schickte mich nun ernstlich an Ihnen Nachricht von mir zu geben; ich wollte Ihnen sagen was ungefähr auf den vorliegenden Blättern enthalten; ich wollte ferner ersuchen, ob es mir nicht vergönnt sein wolle, jenes Manuskript, das mir so sehr am Herzen liegt, von Weimar entfernt, in stiller Zurückgezogenheit zu vollenden; indem ich nicht eher völlig frei und froh zu werden glaube, als bis ich Ihnen jenes lange gehegte Werk in deutlicher Reinschrift, geheftet, zur Genehmigung der Publikation vorlegen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.367099761962891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2038,"date":1836,"orig":"Nun aber erhalte ich Briefe aus Weimar, woraus ich ſehe, daß meine baldige Zuruͤckkunft erwartet wird, und daß man die Abſicht hat, mir eine Stelle zu geben.","norm":"Nun aber erhalte ich Briefe aus Weimar, woraus ich sehe, dass meine baldige Zurückkunft erwartet wird, und dass man die Absicht hat, mir eine Stelle zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.652600049972534} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2039,"date":1836,"orig":"Solches Wohlwollen habe ich zwar mit Dank zu erkennen, allein es durchkreuzt meine jetzigen Plaͤne, und bringt mich in einen wunderlichen Zwieſpalt mit mir ſelber.","norm":"Solches Wohlwollen habe ich zwar mit Dank zu erkennen, allein es durchkreuzt meine jetzigen Pläne, und bringt mich in einen wunderlichen Zwiespalt mit mir selber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.267600059509277} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2040,"date":1836,"orig":"Kaͤme ich jetzt nach Weimar zuruͤck, ſo waͤre an eine ſchnelle Vollendung meiner naͤchſten literariſchen Vorſaͤtze gar nicht zu denken.","norm":"Käme ich jetzt nach Weimar zurück, so wäre an eine schnelle Vollendung meiner nächsten literarischen Vorsätze gar nicht zu denken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.17110013961792} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2041,"date":1836,"orig":"Ich kaͤme dort ſogleich wieder in die alte Zerſtreuung; ich waͤre in der kleinen Stadt, wo Einer dem Andern auf dem Halſe liegt, ſogleich wieder von verſchiedenen kleinen Verhaͤltniſſen hin und hergezerrt, die mich zerſtoͤren, ohne mir und Andern entſchieden zu nutzen.","norm":"Ich käme dort sogleich wieder in die alte Zerstreuung; ich wäre in der kleinen Stadt, wo Einer dem Anderen auf dem Halse liegt, sogleich wieder von verschiedenen kleinen Verhältnissen hin und hergezerrt, die mich zerstören, ohne mir und Anderen entschieden zu nutzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.759200096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2042,"date":1836,"orig":"Zwar enthaͤlt ſie viel Gutes und Treffliches, das ich ſeit lange geliebt habe und das ich ewig lieben werde; denke ich aber daran zuruͤck, ſo iſt es mir, als ſaͤhe ich vor den Thoren der Stadt einen Engel mit einem feurigen Schwerdt, um mir den Eingang zu wehren und mich davon hinwegzutreiben.","norm":"Zwar enthält sie viel Gutes und Treffliches, das ich seit lange geliebt habe und das ich ewig lieben werde; denke ich aber daran zurück, so ist es mir, als sähe ich vor den Toren der Stadt einen Engel mit einem feurigen Schwert, um mir den Eingang zu wehren und mich davon hinwegzutreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8234000205993652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2043,"date":1836,"orig":"Ich bin, wie ich mich kenne, ein wunderliches Weſen von einem Menſchen.","norm":"Ich bin, wie ich mich kenne, ein wunderliches Wesen von einem Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.841300010681152} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2044,"date":1836,"orig":"An gewiſſen Dingen haͤnge ich treu und feſt, ich halte an Vorſaͤtzen durch viele Jahre hindurch, und fuͤhre ſie aus, hartnaͤckig, durch tauſend Umwege und Schwierigkeiten; aber in einzelnen Beruͤhrungen des taͤglichen Lebens iſt niemand abhaͤngiger, wankender, beſtimmbarer, allerley Eindruͤcke faͤhiger, als ich, welches beydes denn das hoͤchſt veraͤnderliche und wiederum feſte Geſchick meines Lebens bildet.","norm":"An gewissen Dingen hänge ich treu und fest, ich halte an Vorsätzen durch viele Jahre hindurch, und führe sie aus, hartnäckig, durch tausend Umwege und Schwierigkeiten; aber in einzelnen Berührungen des täglichen Lebens ist niemand abhängiger, wankender, bestimmbarer, allerlei Eindrücke fähiger, als ich, welches beides denn das höchst veränderliche und wiederum feste Geschick meines Lebens bildet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.843100070953369} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2045,"date":1836,"orig":"Sehe ich auf meine durchlaufene Bahn zuruͤck, ſo ſind die Verhaͤltniſſe und Zuſtaͤnde, durch die ich gegangen, hoͤchſt bunt und verſchieden; blicke ich aber tiefer, ſo ſehe ich durch alle hindurch einen gewiſſen einfachen Zug eines hoͤheren Hinaufſtrebens hindurchgehen, ſo daß es mir denn auch gelungen iſt, von Stufe zu Stufe mich zu veredeln und zu verbeſſern.","norm":"Sehe ich auf meine durchlaufene Bahn zurück, so sind die Verhältnisse und Zustände, durch die ich gegangen, höchst bunt und verschieden; blicke ich aber tiefer, so sehe ich durch alle hindurch einen gewissen einfachen Zug eines höheren Hinaufstrebens hindurchgehen, so dass es mir denn auch gelungen ist, von Stufe zu Stufe mich zu veredeln und zu verbessern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.285999774932861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2046,"date":1836,"orig":"Aber eben jene große Beſtimmbarkeit und Fuͤgſamkeit meines Weſens macht es von Zeit zu Zeit noͤthig, meine Lebensverhaͤltniſſe zu rectificiren; ſo wie ein Schiffer, den die Launen verſchiedener Winde von ſeiner Bahn gebracht, immer wieder die alte Richtung ſucht.","norm":"Aber eben jene große Bestimmbarkeit und Fügsamkeit meines Wesens macht es von Zeit zu Zeit nötig, meine Lebensverhältnisse zu rektifizieren; so wie ein Schiffer, den die Launen verschiedener Winde von seiner Bahn gebracht, immer wieder die alte Richtung sucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.41540002822876} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2047,"date":1836,"orig":"Eine Stelle anzunehmen, iſt mit meinen ſo lange zuruͤckgedraͤngten literariſchen Zwecken jetzt nicht zu vereinigen.","norm":"Eine Stelle anzunehmen, ist mit meinen so lange zurückgedrängten literarischen Zwecken jetzt nicht zu vereinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424300193786621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2048,"date":1836,"orig":"Stunden an junge Englaͤnder zu geben, iſt nicht ferner meine Abſicht.","norm":"Stunden an junge Engländer zu geben, ist nicht ferner meine Absicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.503399848937988} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2049,"date":1836,"orig":"Ich habe die Sprache gewonnen, und das iſt alles was mir fehlte und woruͤber ich nun froh bin.","norm":"Ich habe die Sprache gewonnen, und das ist alles was mir fehlte und worüber ich nun froh bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.703099966049194} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2050,"date":1836,"orig":"Ich verkenne nicht das Gute, das mir aus dem langen Verkehr mit den jungen Fremdlingen erwachſen iſt, allein jedes Ding hat ſeine Zeit und ſeinen Wechſel.","norm":"Ich verkenne nicht das Gute, das mir aus dem langen Verkehr mit den jungen Fremdlingen erwachsen ist, allein jedes Ding hat seine Zeit und seinen Wechsel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.408899784088135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2051,"date":1836,"orig":"Überall iſt das muͤndliche Lehren und Wirken gar nicht meine Sache.","norm":"Überall ist das mündliche Lehren und Wirken gar nicht meine Sache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.901299953460693} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2052,"date":1836,"orig":"Es iſt ein Metier, wozu ich ſo wenig Talent als Ausbildung beſitze.","norm":"Es ist ein Metier, wozu ich so wenig Talent als Ausbildung besitze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.377999782562256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2053,"date":1836,"orig":"Es fehlt mir alle redneriſche Gabe, indem jedes lebendige vis-à-vis gewoͤhnlich eine ſolche Gewalt uͤber mich ausuͤbt, daß ich mich ſelber vergeſſe, daß es mich in ſein Weſen und Intereſſe zieht, daß ich mich dadurch bedingt fuͤhle, und ſelten zur Freyheit und zu kraͤftigem Hinwirken des Gedankens gelange.","norm":"Es fehlt mir alle rednerische Gabe, indem jedes lebendige vis-à-vis gewöhnlich eine solche Gewalt über mich ausübt, dass ich mich selber vergesse, dass es mich in sein Wesen und Interesse zieht, dass ich mich dadurch bedingt fühle, und selten zur Freiheit und zu kräftigem Hinwirken des Gedankens gelange.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.434199810028076} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2054,"date":1836,"orig":"Dagegen, dem Papiere gegenuͤber, fuͤhle ich mich durchaus frey und ganz im Beſitz meiner ſelbſt; das ſchriftliche Entwickeln meiner Gedanken iſt daher auch meine eigentliche Luſt und mein eigentliches Leben, und ich halte jeden Tag fuͤr verloren, an dem ich nicht einige Seiten geſchrieben habe, die mir Freude machen.","norm":"Dagegen, dem Papiere gegenüber, fühle ich mich durchaus frei und ganz im Besitz meiner selbst; das schriftliche Entwickeln meiner Gedanken ist daher auch meine eigentliche Lust und mein eigentliches Leben, und ich halte jeden Tag für verloren, an dem ich nicht einige Seiten geschrieben habe, die mir Freude machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.177000045776367} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2055,"date":1836,"orig":"Meine ganze Natur draͤngt mich jetzt, aus mir ſelber heraus auf einen groͤßeren Kreis zu wirken, in der Literatur Einfluß zu gewinnen, und zu weiterem Gluͤck mir endlich einigen Namen zu machen.","norm":"Meine ganze Natur drängt mich jetzt, aus mir selber heraus auf einen größeren Kreis zu wirken, in der Literatur Einfluss zu gewinnen, und zu weiterem Glück mir endlich einigen Namen zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.607699871063232} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2056,"date":1836,"orig":"Zwar iſt der literariſche Ruhm, an ſich betrachtet, kaum der Muͤhe werth; ja ich habe geſehen, daß er etwas ſehr Laͤſtiges und Stoͤrendes ſeyn kann; allein doch hat er das Gute, daß er den Thaͤtig-Strebenden gewahr werden laͤßt, daß ſeine Wirkungen einen Boden gefunden, und dieß iſt ein Gefuͤhl goͤttlicher Art, welches erhebt und Gedanken und Kraͤfte giebt, wozu man ſonſt nicht gekommen waͤre.","norm":"Zwar ist der literarische Ruhm, an sich betrachtet, kaum der Mühe wert; ja ich habe gesehen, dass er etwas sehr Lästiges und Störendes sein kann; allein doch hat er das Gute, dass er den Tätig-strebenden gewahr werden lässt, dass seine Wirkungen einen Boden gefunden, und dies ist ein Gefühl göttlicher Art, welches erhebt und Gedanken und Kräfte gibt, wozu man sonst nicht gekommen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.315299987792969} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2057,"date":1836,"orig":"Wenn man ſich dagegen zu lange in engen kleinen Verhaͤltniſſen herumdruͤckt, ſo leidet der Geiſt und Character, man wird zuletzt großer Dinge unfaͤhig, und hat Muͤhe ſich zu erheben.","norm":"Wenn man sich dagegen zu lange in engen kleinen Verhältnissen herumdrückt, so leidet der Geist und Charakter, man wird zuletzt großer Dinge unfähig, und hat Mühe sich zu erheben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667500019073486} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2058,"date":1836,"orig":"Hat die Frau Großherzogin wirklich die Abſicht, etwas fuͤr mich zu thun, ſo finden ſo hohe Perſonen ſehr leicht eine Form, um ihre gnaͤdigen Geſinnungen auszulaſſen.","norm":"Hat die Frau Großherzogin wirklich die Absicht, etwas für mich zu tun, so finden so hohe Personen sehr leicht eine Form, um ihre gnädigen Gesinnungen auszulassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.248899936676025} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2059,"date":1836,"orig":"Will ſie meine naͤchſten literariſchen Schritte unterſtuͤtzen und beguͤnſtigen, ſo wird ſie ein gutes Werk thun, deſſen Fruͤchte nicht verloren ſeyn ſollen.","norm":"Will sie meine nächsten literarischen Schritte unterstützen und begünstigen, so wird sie ein gutes Werk tun, dessen Früchte nicht verloren sein sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.603400230407715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2060,"date":1836,"orig":"Vom Prinzen kann ich ſagen, daß er eine beſondere Stelle in meinem Herzen hat.","norm":"Vom Prinzen kann ich sagen, dass er eine besondere Stelle in meinem Herzen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.198899984359741} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2061,"date":1836,"orig":"Ich hoffe viel Gutes von ſeinen geiſtigen Faͤhigkeiten und ſeinem Character, und werde gern meine wenigen Kenntniſſe zu ſeiner Dispoſition ſtellen.","norm":"Ich hoffe viel Gutes von seinen geistigen Fähigkeiten und seinem Charakter, und werde gern meine wenigen Kenntnisse zu seiner Disposition stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34499979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2062,"date":1836,"orig":"Ich werde mich immer weiter auszubilden ſuchen, und er wird immer aͤlter werden, um das empfangen zu koͤnnen, was ich etwa Beſſeres zu geben haͤtte.","norm":"Ich werde mich immer weiter auszubilden suchen, und er wird immer älter werden, um das empfangen zu können, was ich etwa Besseres zu geben hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.821899890899658} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2063,"date":1836,"orig":"Zunaͤchſt aber liegt mir vor allen Dingen die voͤllige Ausarbeitung jenes mehr erwaͤhnten Manuſcripts am Herzen.","norm":"Zunächst aber liegt mir vor allen Dingen die völlige Ausarbeitung jenes mehr erwähnten Manuskripts am Herzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.703199863433838} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2064,"date":1836,"orig":"Ich moͤchte einige Monate in ſtiller Zuruͤckgezogenheit, bey meiner Geliebten und deren Verwandten in der Naͤhe von Goͤttingen, mich dieſer Sache widmen, damit ich, von einer alten Buͤrde mich befreyend, zu kuͤnftigen neuen mich wieder geneigt und bereit machte.","norm":"Ich möchte einige Monate in stiller Zurückgezogenheit, bei meiner Geliebten und deren Verwandten in der Nähe von Göttingen, mich dieser Sache widmen, damit ich, von einer alten Bürde mich befreiend, zu künftigen neuen mich wieder geneigt und bereit machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.608699798583984} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2065,"date":1836,"orig":"Mein Leben iſt ſeit einigen Jahren in Stocken gerathen und ich moͤchte gern, daß es noch einmal einigen friſchen Cours bekaͤme.","norm":"Mein Leben ist seit einigen Jahren in Stocken geraten und ich möchte gern, dass es noch einmal einigen frischen Kurs bekäme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.325699806213379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2066,"date":1836,"orig":"Zudem iſt meine Geſundheit ſchwach und wankend, ich bin meines langen Bleibens nicht ſicher, und ich moͤchte gern etwas Gutes zuruͤcklaſſen, das meinen Namen in dem Andenken der Menſchen eine Weile erhielte.","norm":"Zudem ist meine Gesundheit schwach und wankend, ich bin meines langen Bleibens nicht sicher, und ich möchte gern etwas Gutes zurücklassen, das meinen Namen in dem Andenken der Menschen eine Weile erhielte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4720001220703125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2067,"date":1836,"orig":"Nun aber vermag ich nichts ohne Sie, ohne Ihre Zuſtimmung und Ihren Segen.","norm":"Nun aber vermag ich nichts ohne Sie, ohne Ihre Zustimmung und Ihren Segen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.918200016021728} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2068,"date":1836,"orig":"Ihre ferneren Wuͤnſche in Bezug auf mich ſind mir verborgen, auch weiß ich nicht was man hoͤchſten Orts vielleicht Gutes mit mir im Sinne hat.","norm":"Ihre ferneren Wünsche in Bezug auf mich sind mir verborgen, auch weiß ich nicht was man höchsten Orts vielleicht Gutes mit mir im Sinne hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038099765777588} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2069,"date":1836,"orig":"So aber, wie ich es ausgeſprochen, ſteht es mit mir, und da ich Ihnen nun klar vorliege, ſo werden Sie leicht ſehen, ob wichtigere Gruͤnde zu meinem Gluͤck meine naͤchſte Zuruͤckkunft wuͤnſchen laſſen, oder ob ich getroſt vor der Hand meinen eigenen geiſtigen Vorſaͤtzen folgen kann.","norm":"So aber, wie ich es ausgesprochen, steht es mit mir, und da ich Ihnen nun klar vorliege, so werden Sie leicht sehen, ob wichtigere Gründe zu meinem Glück meine nächste Zurückkunft wünschen lassen, oder ob ich getrost vor der Hand meinen eigenen geistigen Vorsätzen folgen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.762899875640869} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2070,"date":1836,"orig":"Ich gehe in einigen Tagen von hier uͤber Neufchatel, Colmar und Straßburg, mit gehoͤriger Muße und Umherſchauung, nach Frankfurt, ſo wie ich die Reiſegelegenheit finde.","norm":"Ich gehe in einigen Tagen von hier über Neufchatel, Colmar und Straßburg, mit gehöriger Muße und Umherschauung, nach Frankfurt, so wie ich die Reisegelegenheit finde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.529200077056885} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2071,"date":1836,"orig":"Nun wuͤrde es mich ſehr begluͤcken, wenn ich in Frankfurt einige Zeilen von Ihnen erwarten koͤnnte, die ich dorthin poste restante an mich gehen zu laſſen bitte.","norm":"Nun würde es mich sehr beglücken, wenn ich in Frankfurt einige Zeilen von Ihnen erwarten könnte, die ich dorthin poste restante an mich gehen zu lassen bitte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.410799980163574} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2072,"date":1836,"orig":"Ich bin nun froh, daß ich dieſe ſchwere Beichte von der Seele habe, und freue mich, in einem naͤchſten Brief uͤber Dinge leichterer Art mich Euer Excellenz mitzutheilen.","norm":"Ich bin nun froh, dass ich diese schwere Beichte von der Seele habe, und freue mich, in einem nächsten Brief über Dinge leichterer Art mich Euer Exzellenz mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.155499935150146} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2073,"date":1836,"orig":"Ich bitte um einen herzlichen Gruß an Hofrath Meyer, Oberbaudirector Coudray, Profeſſor Riemer, Canzler von Muͤller und was Ihnen ſonſt nahe iſt und meiner gedenken mag.","norm":"Ich bitte um einen herzlichen Gruß an Hofrat Meyer, Oberbaudirektor Coudray, Professor Riemer, Kanzler von Müller und was Ihnen sonst nahe ist und meiner gedenken mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481599807739258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2074,"date":1836,"orig":"Sie ſelbſt aber druͤcke ich zu meinem Herzen, und verharre in den Geſinnungen der hoͤchſten Verehrung und Liebe, wo ich auch ſey, ganz der Ihrige.","norm":"Sie selbst aber drücke ich zu meinem Herzen, und verharre in den Gesinnungen der höchsten Verehrung und Liebe, wo ich auch sei, ganz der Ihrige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.378499984741211} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2075,"date":1836,"orig":"E.","norm":"E.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":3.858900070190429} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2076,"date":1836,"orig":"Genf, den 14. September 1830.","norm":"Genf, den 14. September 1830.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.36080002784729} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2077,"date":1836,"orig":"Zu meiner großen Freude habe ich aus einem Ihrer letzten Briefe in Genua erſehen, daß die Luͤcken und das Ende der claſſiſchen Walpurgisnacht gluͤcklich erobert worden.","norm":"Zu meiner großen Freude habe ich aus einem Ihrer letzten Briefe in Genua ersehen, dass die Lücken und das Ende der klassischen Walpurgisnacht glücklich erobert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.535699844360352} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2078,"date":1836,"orig":"Die drey erſten Acte waͤren alſo vollkommen fertig, die Helena verbunden, und demnach das Schwierigſte gethan.","norm":"Die drei ersten Akte wären also vollkommen fertig, die Helena verbunden, und demnach das Schwierigste getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.722300052642822} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2079,"date":1836,"orig":"Das Ende iſt, wie Sie mir ſagten, ſchon da, und ſo wird, wie ich hoffe, der vierte Act ſich Ihnen bald uͤberwunden ergeben, und etwas Großes waͤre zu Stande gebracht, woran kuͤnftige Jahrhunderte ſich erbauen und uͤben moͤchten.","norm":"Das Ende ist, wie Sie mir sagten, schon da, und so wird, wie ich hoffe, der vierte Akt sich Ihnen bald überwunden ergeben, und etwas Großes wäre zu Stande gebracht, woran künftige Jahrhunderte sich erbauen und üben möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93120002746582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2080,"date":1836,"orig":"Ich freue mich dazu ganz außerordentlich, und werde jede Nachricht, die mir das Vorruͤcken der poetiſchen Maͤchte vermeldet, mit Jubel empfangen.","norm":"Ich freue mich dazu ganz außerordentlich, und werde jede Nachricht, die mir das Vorrücken der poetischen Mächte vermeldet, mit Jubel empfangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.185999870300293} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2081,"date":1836,"orig":"Ich habe auf meiner Reiſe haͤufige Gelegenheit gehabt, des Fauſt zu gedenken, und daraus einige claſſiſche Stellen anzuwenden.","norm":"Ich habe auf meiner Reise häufige Gelegenheit gehabt, des Faust zu gedenken, und daraus einige klassische Stellen anzuwenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.411499977111816} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2082,"date":1836,"orig":"Wenn ich in Italien die ſchoͤnen Menſchen und das Gedeihen der friſchen Kinder ſah, waren mir die Verſe zugegen:","norm":"Wenn ich in Italien die schönen Menschen und das Gedeihen der frischen Kinder sah, waren mir die Verse zugegen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.658100128173828} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2083,"date":1836,"orig":"Dagegen wenn ich, von dem Anblick der ſchoͤnen Natur hingeriſſen, Herz und Augen an Seen, Bergen und Thaͤlern weidete, ſchien irgend ein unſichtbarer kleiner Teufel ſein Spiel mit mir zu treiben, indem er mir jedesmal die Verſe zufluͤſterte:","norm":"Dagegen wenn ich, von dem Anblick der schönen Natur hingerissen, Herz und Augen an Seen, Bergen und Tälern weidete, schien irgendein unsichtbarer kleiner Teufel sein Spiel mit mir zu treiben, indem er mir jedes Mal die Verse zuflüsterte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.998899936676025} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2084,"date":1836,"orig":"Alle vernuͤnftige Anſchauung war ſodann mit einem Mal verſchwunden, die Abſurditaͤt fing an zu herrſchen, ich fuͤhlte eine Art Umwaͤlzung in meinem Innern, und es war keine Huͤlfe, als jedesmal mit Lachen zu endigen.","norm":"Alle vernünftige Anschauung war sodann mit einem Mal verschwunden, die Absurdität fing an zu herrschen, ich fühlte eine Art Umwälzung in meinem Inneren, und es war keine Hilfe, als jedes Mal mit Lachen zu endigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.38539981842041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2085,"date":1836,"orig":"Hier iſt das Wohlbehagen erblich!","norm":"Hier ist das Wohlbehagen erblich!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.011000156402588} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2086,"date":1836,"orig":"Die Wange heitert wie der Mund; Ein jeder iſt an ſeinem Platz unſterblich, Sie ſind zufrieden und geſund.","norm":"Die Wange heitert wie der Mund; ein jeder ist an seinem Platz unsterblich, Sie sind zufrieden und gesund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.691800117492676} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2087,"date":1836,"orig":"Und ſo entwickelt ſich am reinen Tage Zu Vaterkraft das holde Kind.","norm":"Und so entwickelt sich am reinen Tage zu Vaterkraft das holde Kind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.559999942779541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2088,"date":1836,"orig":"Wir ſtaunen drob, noch immer bleibt die Frage:","norm":"Wir staunen drob, noch immer bleibt die Frage:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.431000232696533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2089,"date":1836,"orig":"Ob's Goͤtter, ob es Menſchen ſind.","norm":"Ob es Götter, ob es Menschen sind.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.56059980392456} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2090,"date":1836,"orig":"Und haͤtt' ich nicht geruͤttelt und geſchuͤttelt, Wie waͤre dieſe Welt ſo ſchoͤn?","norm":"Und hätte ich nicht gerüttelt und geschüttelt, wie wäre diese Welt so schön?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9367001056671143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2091,"date":1836,"orig":"Bey ſolchen Gelegenheiten habe ich recht empfunden, daß der Poet eigentlich immer poſitiv ſeyn ſollte.","norm":"Bei solchen Gelegenheiten habe ich recht empfunden, dass der Poet eigentlich immer positiv sein sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.631499767303467} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2092,"date":1836,"orig":"Der Menſch gebraucht den Dichter, um das auszuſprechen, was er ſelbſt nicht auszudruͤcken vermag.","norm":"Der Mensch gebraucht den Dichter, um das auszusprechen, was er selbst nicht auszudrücken vermag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.39490008354187} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2093,"date":1836,"orig":"Von einer Erſcheinung, von einer Empfindung wird er ergriffen, er ſucht nach Worten, ſeinen eigenen Vorrath findet er unzulaͤnglich, und ſo muß ihm der Dichter zu Huͤlfe kommen, der ihn frey macht, indem er ihn befriedigt.","norm":"Von einer Erscheinung, von einer Empfindung wird er ergriffen, er sucht nach Worten, seinen eigenen Vorrat findet er unzulänglich, und so muss ihm der Dichter zu Hilfe kommen, der ihn frei macht, indem er ihn befriedigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.582999944686889} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2094,"date":1836,"orig":"In dieſem Gefuͤhl habe ich denn jene erſteren Verſe wiederholt geſegnet, und die letzteren taͤglich lachend verwuͤnſcht.","norm":"In diesem Gefühl habe ich denn jene ersteren Verse wiederholt gesegnet, und die letzteren täglich lachend verwünscht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.003099918365478} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2095,"date":1836,"orig":"Wer aber moͤchte ſie an der Stelle entbehren, fuͤr die ſie gemacht ſind, und wo ſie im ſchoͤnſten Sinne wirken!","norm":"Wer aber möchte sie an der Stelle entbehren, für die sie gemacht sind, und wo sie im schönsten Sinne wirken!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.359700202941894} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2096,"date":1836,"orig":"Ein eigentliches Tagebuch habe ich in Italien nicht gefuͤhrt; die Erſcheinungen waren zu groß, zu viel, zu ſchnell wechſelnd, als daß man ſich ihrer im naͤchſten Augenblick haͤtte bemaͤchtigen moͤgen und koͤnnen.","norm":"Ein eigentliches Tagebuch habe ich in Italien nicht geführt; die Erscheinungen waren zu groß, zu viel, zu schnell wechselnd, als dass man sich ihrer im nächsten Augenblick hätte bemächtigen mögen und können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.020899772644043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2097,"date":1836,"orig":"Ich habe jedoch meine Augen und Ohren immer offen gehabt und mir Vieles gemerkt.","norm":"Ich habe jedoch meine Augen und Ohren immer offen gehabt und mir Vieles gemerkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.71560001373291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2098,"date":1836,"orig":"Solche Erinnerungen will ich nun zu einander gruppiren und unter einzelnen Rubriken behandeln.","norm":"Solche Erinnerungen will ich nun zueinander gruppieren und unter einzelnen Rubriken behandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.612100124359131} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2099,"date":1836,"orig":"Beſonders habe ich huͤbſche Bemerkungen zur Farbenlehre gemacht, auf deren naͤchſte Darſtellung ich mich freue.","norm":"Besonders habe ich hübsche Bemerkungen zur Farbenlehre gemacht, auf deren nächste Darstellung ich mich freue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.755899906158447} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2100,"date":1836,"orig":"Es iſt natuͤrlich nichts Neues, allein immer iſt es erwuͤnſcht, neue Manifeſtationen des alten Geſetzes zu finden.","norm":"Es ist natürlich nichts Neues, allein immer ist es erwünscht, neue Manifestationen des alten Gesetzes zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.641600131988525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2101,"date":1836,"orig":"In Genua hat Sterling fuͤr die Lehre ein großes Intereſſe gezeigt.","norm":"In Genua hat Sterling für die Lehre ein großes Interesse gezeigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554299831390381} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2102,"date":1836,"orig":"Was ihm von Newtons Theorie uͤberliefert worden, hat ihm nicht genuͤgt, und ſo hatte er denn offene Ohren fuͤr die Grundzuͤge, die ich ihm von Ihrer Lehre in wiederholten Geſpraͤchen habe geben koͤnnen.","norm":"Was ihm von Newtons Theorie überliefert worden, hat ihm nicht genügt, und so hatte er denn offene Ohren für die Grundzüge, die ich ihm von Ihrer Lehre in wiederholten Gesprächen habe geben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.556600093841553} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2103,"date":1836,"orig":"Wenn man Gelegenheit haͤtte, ein Exemplar des Werks nach Genua zu ſpediren, ſo koͤnnte ich wohl ſagen, daß ihm ein ſolches Geſchenk nicht unwillkommen ſeyn wuͤrde.","norm":"Wenn man Gelegenheit hätte, ein Exemplar des Werks nach Genua zu spedieren, so könnte ich wohl sagen, dass ihm ein solches Geschenk nicht unwillkommen sein würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.756599903106689} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2104,"date":1836,"orig":"Hier in Genf habe ich ſeit drey Wochen eine wißbegierige Schuͤlerin an Freundin Sylveſtre gefunden.","norm":"Hier in Genf habe ich seit drei Wochen eine wissbegierige Schülerin an Freundin Sylvestre gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.452300071716309} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2105,"date":1836,"orig":"Ich habe dabey die Bemerkung gemacht, daß das Einfache ſchwerer zu faſſen iſt als man denkt, und daß es eine große Übung erfordert, in den mannigfaltigſten Einzelnheiten der Erſcheinung immer das Grundgeſetz zu finden.","norm":"Ich habe dabei die Bemerkung gemacht, dass das Einfache schwerer zu fassen ist als man denkt, und dass es eine große Übung erfordert, in den mannigfaltigsten Einzelheiten der Erscheinung immer das Grundgesetz zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.972399950027466} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2106,"date":1836,"orig":"Dem Geiſt aber giebt es eine große Gewandtheit, indem die Natur ſehr delicat iſt, und man immer auf der Hut ſeyn muß, durch einen zu raſchen Ausſpruch ihr nicht Gewalt zu thun.","norm":"Dem Geist aber gibt es eine große Gewandtheit, indem die Natur sehr delicat ist, und man immer auf der Hut sein muss, durch einen zu raschen Ausspruch ihr nicht Gewalt zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43179988861084} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2107,"date":1836,"orig":"Übrigens findet man hier in Genf an einer ſo großen Sache auch nicht die Spur einer Theilnahme.","norm":"Übrigens findet man hier in Genf an einer so großen Sache auch nicht die Spur einer Teilnahme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.640900135040283} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2108,"date":1836,"orig":"Nicht allein, daß man auf hieſiger Bibliothek Ihre Farbenlehre nicht hat, ja man weiß nicht einmal, daß ſo etwas in der Welt iſt.","norm":"Nicht allein, dass man auf hiesiger Bibliothek Ihre Farbenlehre nicht hat, ja man weiß nicht einmal, dass so etwas in der Welt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.531700134277344} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2109,"date":1836,"orig":"Hieran moͤgen nun die Deutſchen mehr Schuld ſeyn als die Genfer, allein es verdrießt mich doch und reizt mich zu ſchalkhaften Bemerkungen.","norm":"Hieran mögen nun die Deutschen mehr Schuld sein als die Genfer, allein es verdrießt mich doch und reizt mich zu schalkhaften Bemerkungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.152299880981445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2110,"date":1836,"orig":"Bekanntlich hat Lord Byron einige Zeit ſich hier aufgehalten, und da er die Geſellſchaft nicht liebte, ſo hat er ſein Weſen bey Tag und Nacht in der Natur und auf dem See getrieben, wovon man hier noch zu erzaͤhlen hat, und wovon in ſeinem Childe Harold ein ſchoͤnes Denkmal geblieben.","norm":"Bekanntlich hat Lord Byron einige Zeit sich hier aufgehalten, und da er die Gesellschaft nicht liebte, so hat er sein Wesen bei Tag und Nacht in der Natur und auf dem See getrieben, wovon man hier noch zu erzählen hat, und wovon in seinem Childe Harold ein schönes Denkmal geblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.043399810791016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2111,"date":1836,"orig":"Auch die Farbe der Rhone hat er bemerkt, und wenn er auch die Urſache nicht ahnen konnte, ſo hat er doch ein empfaͤngliches Auge gezeigt.","norm":"Auch die Farbe der Rhone hat er bemerkt, und wenn er auch die Ursache nicht ahnen konnte, so hat er doch ein empfängliches Auge gezeigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.62719988822937} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2112,"date":1836,"orig":"Er ſagt in einer Bemerkung zum dritten Geſange:","norm":"Er sagt in einer Bemerkung zum dritten Gesange:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460299968719482} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2113,"date":1836,"orig":"„The colour of the Rhone at Geneva is blue , to a depth of tint which I have never seen equalled in water, salt or fresh, except in the Mediterranean and Archipelago.“","norm":"„The colour of the Rhone at Geneva is blue, to a depth of tint which I have never seen equalled in water, salt or fresh, except in the Mediterranean and Archipelago .“","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"en","lang_de":0,"norm_lmscore":3.8285999298095703} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2114,"date":1836,"orig":"Die Rhone, wie ſie ſich zuſammendraͤngt um durch Genf zu gehen, theilt ſich in zwey Arme, uͤber welche vier Bruͤcken fuͤhren, auf denen hin und hergehend man die Farbe des Waſſers recht gut beobachten kann.","norm":"Die Rhone, wie sie sich zusammendrängt um durch Genf zu gehen, teilt sich in zwei Arme, über welche vier Brücken führen, auf denen hin und hergehend man die Farbe des Wassers recht gut beobachten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.045700073242187} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2115,"date":1836,"orig":"Nun iſt merkwuͤrdig, daß das Waſſer des einen Armes blau iſt, wie Byron es geſehen hat, das des andern aber gruͤn.","norm":"Nun ist merkwürdig, dass das Wasser des einen Armes blau ist, wie Byron es gesehen hat, das des anderen aber grün.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.683599948883056} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2116,"date":1836,"orig":"Der Arm, wo das Waſſer blau erſcheint, iſt reißender, und hat den Grund ſo tief gehoͤhlt, daß kein Licht hinabdringen kann und alſo unten vollkommene Finſterniß herrſchet.","norm":"Der Arm, wo das Wasser blau erscheint, ist reißender, und hat den Grund so tief gehöhlt, dass kein Licht hinabdringen kann und also unten vollkommene Finsternis herrschet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.775199890136719} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2117,"date":1836,"orig":"Das ſehr klare Waſſer wirkt als ein truͤbes Mittel und es entſteht aus den bekannten Geſetzen das ſchoͤnſte Blau.","norm":"Das sehr klare Wasser wirkt als ein trübes Mittel und es entsteht aus den bekannten Gesetzen das schönste Blau.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.382800102233887} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2118,"date":1836,"orig":"Das Waſſer des anderen Armes geht nicht ſo tief, das Licht erreicht noch den Grund, ſo daß man Steine ſieht, und da es unten nicht finſter genug iſt, um blau zu werden, aber nicht flach und der Boden nicht rein, weiß und glaͤnzend genug, um gelb zu ſeyn, ſo bleibt die Farbe in der Mitte, und manifeſtirt ſich als gruͤn.","norm":"Das Wasser des anderen Armes geht nicht so tief, das Licht erreicht noch den Grund, so dass man Steine sieht, und da es unten nicht finster genug ist, um blau zu werden, aber nicht flach und der Boden nicht rein, weiß und glänzend genug, um gelb zu sein, so bleibt die Farbe in der Mitte, und manifestiert sich als grün.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7065999507904053} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2119,"date":1836,"orig":"Waͤre ich nun, wie Byron, zu tollen Streichen aufgelegt, und haͤtte ich die Mittel, ſie auszufuͤhren, ſo wuͤrde ich folgendes Experiment machen.","norm":"Wäre ich nun, wie Byron, zu tollen Streichen aufgelegt, und hätte ich die Mittel, sie auszuführen, so würde ich folgendes Experiment machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.004199981689453} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2120,"date":1836,"orig":"Ich wuͤrde in dem gruͤnen Arm der Rhone, in der Naͤhe der Bruͤcke, wo taͤglich Tauſende von Menſchen paſſiren, ein großes ſchwarzes Bret, oder ſo etwas, ſo tief befeſtigen laſſen, daß ein reines Blau entſtaͤnde, und nicht weit davon ein ſehr großes Stuͤck weißes glaͤnzendes Blech, in ſolcher Tiefe des Waſſers, daß im Schein der Sonne ein entſchiedenes Gelb erglaͤnzte.","norm":"Ich würde in dem grünen Arm der Rhone, in der Nähe der Brücke, wo täglich Tausende von Menschen passieren, ein großes schwarzes Brett, oder so etwas, so tief befestigen lassen, dass ein reines Blau entstände, und nicht weit davon ein sehr großes Stück weißes glänzendes Blech, in solcher Tiefe des Wassers, dass im Schein der Sonne ein entschiedenes Gelb erglänzte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.21999979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2121,"date":1836,"orig":"Wenn nun die Menſchen vorbeygingen und in dem gruͤnen Waſſer den gelben und blauen Fleck erblickten, ſo wuͤrde ihnen das ein Raͤthſel ſeyn, das ſie neckte, und das ſie nicht loͤſen koͤnnten.","norm":"Wenn nun die Menschen vorbeigingen und in dem grünen Wasser den gelben und blauen Fleck erblickten, so würde ihnen das ein Rätsel sein, das sie neckte, und das sie nicht lösen könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.585200071334839} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2122,"date":1836,"orig":"Man kommt auf Reiſen zu allerley Spaͤßen; dieſer aber ſcheint mir zu den guten zu gehoͤren, worin einiger Sinn vorhanden iſt und einiger Nutzen ſeyn koͤnnte.","norm":"Man kommt auf Reisen zu allerlei Späßen; dieser aber scheint mir zu den Guten zu gehören, worin einiger Sinn vorhanden ist und einiger Nutzen sein könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5782999992370605} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2123,"date":1836,"orig":"Vor einiger Zeit war ich in einem Buchladen, wo in dem erſten kleinen Duodezbaͤndchen, das ich zur Hand nahm, mir eine Stelle vor Augen trat, die in meiner Überſetzung alſo lautet:","norm":"Vor einiger Zeit war ich in einem Buchladen, wo in dem ersten kleinen Duodezbändchen, das ich zur Hand nahm, mir eine Stelle vor Augen trat, die in meiner Übersetzung also lautet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.107399940490723} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2124,"date":1836,"orig":"„Aber jetzt ſaget mir:","norm":"„Aber jetzt sagt mir:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.387700080871582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2125,"date":1836,"orig":"wenn man eine Wahrheit entdeckt hat, muß man ſie den anderen Menſchen mittheilen?","norm":"wenn man eine Wahrheit entdeckt hat, muss man sie den anderen Menschen mitteilen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.635299921035766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2126,"date":1836,"orig":"Wenn ihr ſie bekannt macht, ſo werdet ihr von einer Unzahl von Leuten verfolgt, die von dem entgegengeſetzten Irrthum leben, indem ſie verſichern, daß eben dieſer Irrthum die Wahrheit, und alles was dahin geht, ihn zu zerſtoͤren, der groͤßte Irrthum ſelber ſey.“","norm":"Wenn ihr sie bekannt macht, so werdet ihr von einer Unzahl von Leuten verfolgt, die von dem entgegengesetzten Irrtum leben, indem sie versichern, dass eben dieser Irrtum die Wahrheit, und alles was dahin geht, ihn zu zerstören, der größte Irrtum selber sei .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.952300071716308} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2127,"date":1836,"orig":"Dieſe Stelle ſchien mir auf die Art, wie die Maͤnner vom Fach Ihre Farbenlehre aufgenommen, eine Anwendung zu finden, als waͤre ſie dafuͤr geſchrieben worden, und ſie gefiel mir dermaßen, daß ich ihr zu Liebe das ganze Buch kaufte.","norm":"Diese Stelle schien mir auf die Art, wie die Männer vom Fach Ihre Farbenlehre aufgenommen, eine Anwendung zu finden, als wäre sie dafür geschrieben worden, und sie gefiel mir dermaßen, dass ich ihr zuliebe das ganze Buch kaufte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.214799880981445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2128,"date":1836,"orig":"Es enthielt Paul und Virginia und „La Chaumière indienne“ von Bernardin de Saint Pierre, und ich hatte alſo auch uͤbrigens meinen Kauf nicht zu bereuen.","norm":"Es enthielt Paul und Virginia und „La Chaumiere indienne“ von Bernardin de Saint Pierre, und ich hatte also auch übrigens meinen Kauf nicht zu bereuen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9899001121521} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2129,"date":1836,"orig":"Ich las das Buch mit Freuden; der reine herrliche Sinn des Verfaſſers erquickte mich, und ſeine zarte Kunſt, beſonders wie er bekannte Gleichniſſe ſchicklich anwendet, wußte ich zu erkennen und zu ſchaͤtzen.","norm":"Ich las das Buch mit Freuden; der reine herrliche Sinn des Verfassers erquickte mich, und seine zarte Kunst, besonders wie er bekannte Gleichnisse schicklich anwendet, wusste ich zu erkennen und zu schätzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.542200088500977} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2130,"date":1836,"orig":"Auch die erſte Bekanntſchaft mit Rouſſeau und Montesquieu habe ich hier gemacht; damit aber mein Brief nicht ſelbſt zum Buche werde, ſo will ich uͤber dieſe, ſo wie uͤber vieles Andere, das ich noch ſagen moͤchte, fuͤr heute hinweggehen.","norm":"Auch die erste Bekanntschaft mit Rousseau und Montesquieu habe ich hier gemacht; damit aber mein Brief nicht selbst zum Buche werde, so will ich über diese, so wie über vieles Andere, das ich noch sagen möchte, für heute hinweggehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.115399837493896} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2131,"date":1836,"orig":"Seitdem ich den langen Brief von vorgeſtern von der Seele habe, fuͤhle ich mich heiter und frey, wie nicht ſeit Jahren, und ich moͤchte immer ſchreiben und reden.","norm":"Seitdem ich den langen Brief von vorgestern von der Seele habe, fühle ich mich heiter und frei, wie nicht seit Jahren, und ich möchte immer schreiben und reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.953200101852417} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2132,"date":1836,"orig":"Es iſt mir wirklich das hoͤchſte Beduͤrfniß, mich wenigſtens vor der Hand von Weimar entfernt zu halten; ich hoffe, daß Sie es billigen, und ſehe ſchon die Zeit, wo Sie ſagen werden, daß ich recht gethan.","norm":"Es ist mir wirklich das höchste Bedürfnis, mich wenigstens vor der Hand von Weimar entfernt zu halten; ich hoffe, dass Sie es billigen, und sehe schon die Zeit, wo Sie sagen werden, dass ich recht getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.383900165557861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2133,"date":1836,"orig":"Morgen wird das hieſige Theater mit dem Barbier von Sevilla eroͤffnet, welches ich noch ſehen will; dann aber gedenke ich ernſtlich abzureiſen.","norm":"Morgen wird das hiesige Theater mit dem Barbier von Sevilla eröffnet, welches ich noch sehen will; dann aber gedenke ich ernstlich abzureisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.032299995422363} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2134,"date":1836,"orig":"Das Wetter ſcheint ſich auch aufklaͤren und mich beguͤnſtigen zu wollen.","norm":"Das Wetter scheint sich auch aufklären und mich begünstigen zu wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.009799957275391} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2135,"date":1836,"orig":"Es hat hier geregnet ſeit Ihrem Geburtstage, wo es ſchon morgens fruͤh mit Gewittern anfing, die den ganzen Tag, in der Richtung von Lyon her, die Rhone herauf uͤber den See zogen nach Lauſanne zu, ſo daß es faſt den ganzen Tag donnerte.","norm":"Es hat hier geregnet seit Ihrem Geburtstage, wo es schon morgens früh mit Gewittern anfing, die den ganzen Tag, in der Richtung von Lyon her, die Rhone herauf über den See zogen nach Lausanne zu, so dass es fast den ganzen Tag donnerte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.763000011444092} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2136,"date":1836,"orig":"Ich habe ein Zimmer fuͤr 16 Sous taͤglich, das mir die ſchoͤnſte Ausſicht auf den See und das Gebirge gewaͤhrt.","norm":"Ich habe ein Zimmer für 16 Sous täglich, das mir die schönste Aussicht auf den See und das Gebirge gewährt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.896199941635132} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2137,"date":1836,"orig":"Geſtern regnete es unten, es war kalt, und die hoͤchſten Spitzen des Jura zeigten ſich nach vorbeygezogenem Schauer zum erſten Mal weiß mit Schnee, der aber heute ſchon wieder verſchwunden iſt.","norm":"Gestern regnete es unten, es war kalt, und die höchsten Spitzen des Jura zeigten sich nach vorbeigezogenem Schauer zum ersten Mal weiß mit Schnee, der aber heute schon wieder verschwunden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2870001792907715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2138,"date":1836,"orig":"Die Vorgebirge des Montblanc fangen ſchon an ſich mit bleibendem Weiß zu umhuͤllen; an der Kuͤſte des See's hinauf, in dem Gruͤn der reichen Vegetation, ſtehen ſchon einige Baͤume gelb und braun; die Naͤchte werden kalt, und man ſieht, daß der Herbſt vor der Thuͤr iſt.","norm":"Die Vorgebirge des Montblanc fangen schon an sich mit bleibendem Weiß zu umhüllen; an der Küste des See es hinauf, in dem Grün der reichen Vegetation, stehen schon einige Bäume gelb und braun; die Nächte werden kalt, und man sieht, dass der Herbst vor der Tür ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.187600135803223} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2139,"date":1836,"orig":"Ich gruͤße Frau v. Goethe, Fraͤulein Ulrike, und Walter, Wolf und die Alma herzlich.","norm":"Ich grüße Frau v. Goethe, Fräulein Ulrike, und Walter, Wolf und die Alma herzlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.535900115966797} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2140,"date":1836,"orig":"Ich habe an Frau v. Goethe Vieles uͤber Sterling zu ſchreiben, welches morgen geſchehen ſoll.","norm":"Ich habe an Frau v. Goethe Vieles über Sterling zu schreiben, welches morgen geschehen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.48859977722168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2141,"date":1836,"orig":"Ich freue mich, von Ew. Excellenz einen Brief in Frankfurt zu erhalten, und bin gluͤcklich in dieſer Hoffnung.","norm":"Ich freue mich, von Ew. Exzellenz einen Brief in Frankfurt zu erhalten, und bin glücklich in dieser Hoffnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.849100112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2142,"date":1836,"orig":"Mit den beſten Wuͤnſchen und treueſten Geſinnungen verharrend.","norm":"Mit den besten Wünschen und treuesten Gesinnungen verharrend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.238900184631348} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2143,"date":1836,"orig":"E.","norm":"E.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":3.858900070190429} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2144,"date":1836,"orig":"Ich reiſte am 21. September von Genf ab, und nachdem ich mich in Bern ein paar Tage aufgehalten, kam ich am 27. nach Straßburg, wo ich abermals einige Tage verweilte.","norm":"Ich reiste am 21. September von Genf ab, und nachdem ich mich in Bern ein paar Tage aufgehalten, kam ich am 27. nach Straßburg, wo ich abermals einige Tage verweilte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.009299993515014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2145,"date":1836,"orig":"Hier, an dem Fenſter eines Friſeurs vorbeygehend, ſah ich eine kleine Buͤſte Napoleons, die, von der Straße zu gegen das Dunkel des Zimmers betrachtet, alle Abſtufungen von Blau zeigte, vom milchigen Hellblau bis zum tiefen Violet.","norm":"Hier, an dem Fenster eines Friseurs vorbeigehend, sah ich eine kleine Büste Napoleons, die, von der Straße zu gegen das Dunkel des Zimmers betrachtet, alle Abstufungen von Blau zeigte, vom milchigen Hellblau bis zum tiefen Violett.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9835000038146973} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2146,"date":1836,"orig":"Ich hatte eine Ahndung, daß, vom Innern des Zimmers gegen das Licht angeſehen, die Buͤſte mir alle Abſtufungen des Gelben gewaͤhren wuͤrde, und ſo konnte ich einem augenblicklichen lebhaften Trieb nicht widerſtehen, zu den mir ganz unbekannten Perſonen geradezu hineinzutreten.","norm":"Ich hatte eine Ahnung, dass, vom Inneren des Zimmers gegen das Licht angesehen, die Büste mir alle Abstufungen des Gelben gewähren würde, und so konnte ich einem augenblicklichen lebhaften Trieb nicht widerstehen, zu den mir ganz unbekannten Personen geradezu hineinzutreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.483099937438965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2147,"date":1836,"orig":"Mein erſter Blick war nach der Buͤſte, wo mir denn die herrlichſten Farben der activen Seite, vom blaſſeſten Gelb bis zum dunkelen Rubinroth, zu großer Freude entgegenglaͤnzten.","norm":"Mein erster Blick war nach der Büste, wo mir denn die herrlichsten Farben der aktiven Seite, vom blassesten Gelb bis zum dunklen Rubinrot, zu großer Freude entgegenglänzten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.447700023651123} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2148,"date":1836,"orig":"Ich fragte lebhaft, ob man nicht geneigt ſeyn wolle, mir dieſes Bruſtbild des großen Helden zu uͤberlaſſen? —","norm":"Ich fragte lebhaft, ob man nicht geneigt sein wolle, mir dieses Brustbild des großen Helden zu überlassen? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956900119781494} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2149,"date":1836,"orig":"Der Wirth erwiederte mir, daß er, aus gleicher Anhaͤnglichkeit fuͤr den Kaiſer, ſich vor kurzem die Buͤſte aus Paris mitgebracht habe; da jedoch meine Liebe die ſeinige noch um ein gutes Theil zu uͤbertreffen ſcheine, wie er aus meiner enthuſiaſtiſchen Freude ſchließe, ſo gebuͤhre mir auch der Vorzug des Beſitzes, und er wolle ſie mir gerne uͤberlaſſen.","norm":"Der Wirt erwiderte mir, dass er, aus gleicher Anhänglichkeit für den Kaiser, sich vor kurzem die Büste aus Paris mitgebracht habe; da jedoch meine Liebe die seinige noch um ein gutes Teil zu übertreffen scheine, wie er aus meiner enthusiastischen Freude schließe, so gebühre mir auch der Vorzug des Besitzes, und er wolle sie mir gerne überlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7583999633789062} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2150,"date":1836,"orig":"In meinen Augen hatte dieß glaͤſerne Bild einen unſchaͤtzbaren Werth, und ich konnte daher nicht umhin, den guten Eigenthuͤmer mit einiger Verwunderung anzuſehen, als er es fuͤr wenige Franken in meine Haͤnde gab.","norm":"In meinen Augen hatte dies gläserne Bild einen unschätzbaren Wert, und ich konnte daher nicht umhin, den guten Eigentümer mit einiger Verwunderung anzusehen, als er es für wenige Franken in meine Hände gab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.559600114822387} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2151,"date":1836,"orig":"Ich ſchickte es, nebſt einer in Mailand gekauften, gleichfalls merkwuͤrdigen Medaille, als ein kleines Reiſegeſchenk an Goethe, der es denn nach Verdienſt zu ſchaͤtzen wußte.","norm":"Ich schickte es, nebst einer in Mailand gekauften, gleichfalls merkwürdigen Medaille, als ein kleines Reisegeschenk an Goethe, der es denn nach Verdienst zu schätzen wusste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8592000007629395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2152,"date":1836,"orig":"In Frankfurt und ſpaͤter erhielt ich von ihm folgende Briefe.","norm":"In Frankfurt und später erhielt ich von ihm folgende Briefe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.655700206756592} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2153,"date":1836,"orig":"Erſter Brief.","norm":"Erster Brief.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":5.581999778747559} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2154,"date":1836,"orig":"„Nur mit dem Wenigſten vermelde: daß Ihre beyden Schreiben von Genf gluͤcklich angekommen ſind, freylich erſt am 26. September.","norm":"„Nur mit dem Wenigsten vermelde: dass Ihre beiden Schreiben von Genf glücklich angekommen sind, freilich erst am 26. September.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.652699947357178} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2155,"date":1836,"orig":"Ich eile daher nur ſo viel zu ſagen: bleiben Sie ja in Frankfurt, bis wir wohl uͤberlegt haben, wo Sie Ihren kuͤnftigen Winter zubringen wollen.“","norm":"Ich eile daher nur so viel zu sagen: bleiben Sie ja in Frankfurt, bis wir wohl überlegt haben, wo Sie Ihren künftigen Winter zubringen wollen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537499904632568} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2156,"date":1836,"orig":"„Ich lege fuͤr dießmal nur ein Blaͤttchen an Herrn und Frau Geh. Rath von Willemer bey, welches ich baldigſt abzugeben bitte.","norm":"„Ich lege für diesmal nur ein Blättchen an Herrn und Frau Geh. Rat von Willemer bei, welches ich baldigst abzugeben bitte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.855100154876709} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2157,"date":1836,"orig":"Sie werden ein paar Freunde finden, die im edelſten Sinne mit mir verbunden ſind und Ihnen den Aufenthalt in Frankfurt nuͤtzlich und angenehm machen koͤnnen.“","norm":"Sie werden ein paar Freunde finden, die im edelsten Sinne mit mir verbunden sind und Ihnen den Aufenthalt in Frankfurt nützlich und angenehm machen können .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.875299930572509} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2158,"date":1836,"orig":"„Soviel alſo fuͤr dießmal.","norm":"„Soviel also für diesmal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sk","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.903900146484375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2159,"date":1836,"orig":"Schreiben Sie mir alſobald wenn Sie dieſen Brief erhalten haben.“","norm":"Schreiben Sie mir alsobald wenn Sie diesen Brief erhalten haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.383200168609619} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2160,"date":1836,"orig":"Unwandelbar","norm":"Unwandelbar","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"tr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.333000183105469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2161,"date":1836,"orig":"Weimar den 26. Septbr. 1830. Goethe.","norm":"Weimar den 26. Septbr. 1830 . Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.99399995803833} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2162,"date":1836,"orig":"Zweyter Brief.","norm":"Zweiter Brief.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.35260009765625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2163,"date":1836,"orig":"„Zum allerſchoͤnſten begruͤße ich Sie, mein Theuerſter, in meiner Vaterſtadt, und hoffe, Sie werden die wenigen Tage in vertraulichem Vergnuͤgen mit meinen vortrefflichen Freunden zugebracht haben.“","norm":"„Zum allerschönsten begrüße ich Sie, mein Teuerster, in meiner Vaterstadt, und hoffe, Sie werden die wenigen Tage in vertraulichem Vergnügen mit meinen vortrefflichen Freunden zugebracht haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.815999984741211} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2164,"date":1836,"orig":"„Wenn Sie nach Nordheim abzugehen und daſelbſt einige Zeit zu verweilen wuͤnſchen, ſo wuͤßt' ich nichts entgegen zu ſetzen.","norm":"„Wenn Sie nach Nordheim abzugehen und daselbst einige Zeit zu verweilen wünschen, so wüsste ich nichts entgegenzusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.467199802398682} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2165,"date":1836,"orig":"Wollen Sie ſich in ſtiller Zeit mit dem Manuſcripte beſchaͤftigen, das in Sorets Haͤnden iſt, ſo ſoll es mir um deſto angenehmer ſeyn, weil ich zwar keine baldige Publication deſſelben wuͤnſche, es aber gern mit Ihnen durchgehen und rectificiren moͤchte.","norm":"Wollen Sie sich in stiller Zeit mit dem Manuskripte beschäftigen, das in Sorets Händen ist, so soll es mir um desto angenehmer sein, weil ich zwar keine baldige Publikation desselben wünsche, es aber gern mit Ihnen durchgehen und rektifizieren möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.492199897766113} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2166,"date":1836,"orig":"Es wird ſeinen Werth erhoͤhen, wenn ich bezeugen kann, daß es ganz in meinem Sinne aufgefaßt ſey.“","norm":"Es wird seinen Wert erhöhen, wenn ich bezeugen kann, dass es ganz in meinem Sinne aufgefasst sei .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.166800022125244} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2167,"date":1836,"orig":"„Mehr ſage ich nicht, uͤberlaſſe Ihnen und erwarte das Weitere.","norm":"„Mehr sage ich nicht, überlasse Ihnen und erwarte das Weitere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.808499813079834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2169,"date":1836,"orig":"„Alles Gute wuͤnſchend","norm":"„Alles Gute wünschend","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.5370001792907715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2170,"date":1836,"orig":"Weimar treulichſt den 12. Octbr. 1830.","norm":"Weimar treulichst den 12. Octbr. 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.627900123596191} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2171,"date":1836,"orig":"J. W. v. Goethe.“","norm":"J. W. v. Goethe .“","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":4.6539998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2172,"date":1836,"orig":"Dritter Brief.","norm":"Dritter Brief.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.039700031280518} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2173,"date":1836,"orig":"„Der lebhafte Eindruck, den Sie beym Anblick des merkwuͤrdigen, Farbe vermittelnden Bruſtbildes erfuhren, die Begierde, ſich ſolches anzueignen, das artige Abenteuer, welches Sie deßhalb beſtanden, und der gute Gedanke, mir ſolches als Reiſegabe zu verehren, das alles deutet darauf: wie durchdrungen Sie ſind von dem herrlichen Urphaͤnomen, welches hier in allen ſeinen Äußerungen hervortritt.","norm":"„Der lebhafte Eindruck, den Sie beim Anblick des merkwürdigen, Farbe vermittelnden Brustbildes erfuhren, die Begierde, sich solches anzueignen, das artige Abenteuer, welches Sie deshalb bestanden, und der gute Gedanke, mir solches als Reisegabe zu verehren, das alles deutet darauf: wie durchdrungen Sie sind von dem herrlichen Urphänomen, welches hier in allen seinen Äußerungen hervortritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.208000183105469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2174,"date":1836,"orig":"Dieſer Begriff, dieſes Gefuͤhl wird Sie mit ſeiner Fruchtbarkeit durch Ihr ganzes Leben begleiten, und ſich noch auf manche productive Weiſe bey Ihnen legitimiren.","norm":"Dieser Begriff, dieses Gefühl wird Sie mit seiner Fruchtbarkeit durch Ihr ganzes Leben begleiten, und sich noch auf manche produktive Weise bei Ihnen legitimieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.514200210571289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2175,"date":1836,"orig":"Der Irrthum gehoͤrt den Bibliotheken an, das Wahre dem menſchlichen Geiſte; Buͤcher moͤgen ſich durch Buͤcher vermehren, indeſſen der Verkehr mit lebendigen Urgeſetzen dem Geiſte gefaͤllt, der das Einfache zu erfaſſen weiß, das Verwickelte ſich entwirrt und das Dunkle ſich aufklaͤrt.“","norm":"Der Irrtum gehört den Bibliotheken an, das Wahre dem menschlichen Geiste; Bücher mögen sich durch Bücher vermehren, indessen der Verkehr mit lebendigen Urgesetzen dem Geiste gefällt, der das Einfache zu erfassen weiß, das Verwickelte sich entwirrt und das Dunkle sich aufklärt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.691699981689453} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2176,"date":1836,"orig":"„Wenn Ihr Daͤmon Sie wieder nach Weimar fuͤhrt, ſollen Sie jenes Bild in der heftigen klaren Sonne ſtehen ſehen, wo, unter dem ruhigen Blau des durchſcheinenden Angeſichts, die derbe Maſſe der Bruſt und der Epauletten von dem maͤchtigſten Rubinroth in allen Schattirungen auf- und abwaͤrts leuchtet, und wie das Granitbild Memnons in Toͤnen, ſo ſich hier das truͤbe Glasbild in Farbenpracht manifeſtirt.","norm":"„Wenn Ihr Dämon Sie wieder nach Weimar führt, sollen Sie jenes Bild in der heftigen klaren Sonne stehen sehen, wo, unter dem ruhigen Blau des durchscheinenden Angesichts, die derbe Masse der Brust und der Epauletten von dem mächtigsten Rubinrot in allen Schattierungen auf- und abwärts leuchtet, und wie das Granitbild Memnons in Tönen, so sich hier das trübe Glasbild in Farbenpracht manifestiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.665299892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2177,"date":1836,"orig":"Man ſieht hier wirklich den Helden auch fuͤr die Farbenlehre ſieghaft.","norm":"Man sieht hier wirklich den Helden auch für die Farbenlehre sieghaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.132400035858154} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2178,"date":1836,"orig":"Haben Sie den ſchoͤnſten Dank fuͤr dieſe unerwartete Bekraͤftigung der mir ſo werthen Lehre.“","norm":"Haben Sie den schönsten Dank für diese unerwartete Bekräftigung der mir so wehrten Lehre .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331500053405762} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2179,"date":1836,"orig":"„Auch mit der Medaille haben Sie mein Cabinet doppelt und dreyfach bereichert; ich bin auf einen Mann aufmerkſam worden mit Namen Dupré.","norm":"„Auch mit der Medaille haben Sie mein Cabinet doppelt und dreifach bereichert; ich bin auf einen Mann aufmerksam worden mit Namen Dupre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.746300220489502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2180,"date":1836,"orig":"Ein vortrefflicher Bildhauer, Erzgießer, Medailleur; er war es, der das Bildniß Heinrichs des Vierten auf dem Pontneuf modellirte und goß.","norm":"Ein vortrefflicher Bildhauer, Erzgießer, Medailleur; er war es, der das Bildnis Heinrichs des Vierten auf dem Pontneuf modellierte und goss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.834399938583374} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2181,"date":1836,"orig":"Durch die geſendete Medaille angeregt, ſah ich meine uͤbrigen durch, fand noch ſehr vorzuͤgliche mit demſelben Namen, andere vermuthlich von ihm, und ſo hat Ihre Gabe auch hier eine ſchoͤne Anregung veranlaßt.“","norm":"Durch die gesendete Medaille angeregt, sah ich meine übrigen durch, fand noch sehr vorzügliche mit demselben Namen, andere vermutlich von ihm, und so hat Ihre Gabe auch hier eine schöne Anregung veranlasst .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.916399955749512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2182,"date":1836,"orig":"„Mit meiner Metamorphoſe, die Soretſche Überſetzung an der Seite, ſind wir erſt am fuͤnften Bogen; ich wußte lange nicht, ob ich dieſem Unternehmen mit Fluch oder Segen gedenken ſollte.","norm":"„Mit meiner Metamorphose, die Soretsche Übersetzung an der Seite, sind wir erst am fünften Bogen; ich wusste lange nicht, ob ich diesem Unternehmen mit Fluch oder Segen gedenken sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.742400169372559} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2183,"date":1836,"orig":"Nun aber, da es mich wieder in die Betrachtung der organiſchen Natur hineindraͤngt, freu' ich mich daran und folge dem Berufe willig.","norm":"Nun aber, da es mich wieder in die Betrachtung der organischen Natur hineindrängt, freue ich mich daran und folge dem Berufe willig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.579400062561035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2184,"date":1836,"orig":"Die fuͤr mich nun uͤber vierzig Jahr alte Maxime gilt noch immer fort; man wird durch ſie in dem ganzen labyrinthiſchen Kreiſe des Begreiflichen gluͤcklich umher geleitet, und bis an die Grenze des Unbegreiflichen gefuͤhrt, wo man ſich denn, nach großem Gewinn, gar wohl beſcheiden kann.","norm":"Die für mich nun über vierzig Jahr alte Maxime gilt noch immer fort; man wird durch sie in dem ganzen labyrinthischen Kreise des Begreiflichen glücklich umher geleitet, und bis an die Grenze des Unbegreiflichen geführt, wo man sich denn, nach großem Gewinn, gar wohl bescheiden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.53879976272583} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2185,"date":1836,"orig":"Alle Philoſophen der alten und neuen Welt vermochten auch nicht weiter zu gelangen.","norm":"Alle Philosophen der alten und neuen Welt vermochten auch nicht weiter zu gelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.325900077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2186,"date":1836,"orig":"Mehr darf man ſich in Schriften auszuſprechen kaum anmaßen.“","norm":"Mehr darf man sich in Schriften auszusprechen kaum anmaßen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.316999912261963} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2187,"date":1836,"orig":"J. W. v. Goethe.","norm":"J. W. v. Goethe.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":3.59850001335144} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2188,"date":1836,"orig":"Bey meinem Aufenthalte zu Nordheim, wo ich, nach einigem Verweilen zu Frankfurt und Caſſel, erſt gegen Ende Octobers angekommen war, vereinigten ſich alle Umſtaͤnde dahin, um meine Ruͤckkehr nach Weimar erwuͤnſcht zu machen.","norm":"Bei meinem Aufenthalte zu Nordheim, wo ich, nach einigem Verweilen zu Frankfurt und Kassel, erst gegen Ende Oktobers angekommen war, vereinigten sich alle Umstände dahin, um meine Rückkehr nach Weimar erwünscht zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.664999961853027} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2189,"date":1836,"orig":"Die baldige Herausgabe meiner Converſationen hatte Goethe nicht gebilligt, und ſomit war denn an eine erfolgreiche Eroͤffnung einer rein literariſchen Laufbahn nicht mehr zu denken.","norm":"Die baldige Herausgabe meiner Konversationen hatte Goethe nicht gebilligt, und somit war denn an eine erfolgreiche Eröffnung einer rein literarischen Laufbahn nicht mehr zu denken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.754700183868408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2190,"date":1836,"orig":"Sodann das Wiederſehen meiner ſeit Jahren innigſt Geliebten, und das taͤglich erneute Gefuͤhl ihrer großen Tugenden, erregten den Wunſch ihres baldigen Beſitzes und das Verlangen nach einer ſichern Exiſtenz auf das lebhafteſte.","norm":"Sodann das Wiedersehen meiner seit Jahren innigst Geliebten, und das täglich erneute Gefühl ihrer großen Tugenden, erregten den Wunsch ihres baldigen Besitzes und das Verlangen nach einer sicheren Existenz auf das lebhafteste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.649499893188477} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2191,"date":1836,"orig":"Unter ſolchen Umſtaͤnden erreichte mich eine Botſchaft aus Weimar, von der Frau Großherzogin befohlen, die ich mit Freuden ergriff, wie aus folgendem Brief an Goethe naͤher hervorgeht.","norm":"Unter solchen Umständen erreichte mich eine Botschaft aus Weimar, von der Frau Großherzogin befohlen, die ich mit Freuden ergriff, wie aus folgendem Brief an Goethe näher hervorgeht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.474199771881103} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2192,"date":1836,"orig":"Nordheim, den 6. November 1830.","norm":"Nordheim, den 6. November 1830.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.734999895095825} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2193,"date":1836,"orig":"Der Menſch denkt und Gott lenkt, und ehe man eine Hand umwendet, ſind unſere Zuſtaͤnde und Wuͤnſche anders als wir es voraus dachten.","norm":"Der Mensch denkt und Gott lenkt, und ehe man eine Hand umwendet, sind unsere Zustände und Wünsche anders als wir es vorausdachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.699900150299072} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2194,"date":1836,"orig":"Vor einigen Wochen hatte ich eine gewiſſe Furcht, nach Weimar zuruͤckzukehren, und jetzt ſtehen die Sachen ſo, daß ich nicht allein bald und gerne zuruͤckkomme, ſondern auch mit Gedanken umgehe, mich dort haͤuslich einzurichten und fuͤr immer zu befeſtigen.","norm":"Vor einigen Wochen hatte ich eine gewisse Furcht, nach Weimar zurückzukehren, und jetzt stehen die Sachen so, dass ich nicht allein bald und gerne zurückkomme, sondern auch mit Gedanken umgehe, mich dort häuslich einzurichten und für immer zu befestigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.928499937057495} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2195,"date":1836,"orig":"Ich habe vor einigen Tagen ein Schreiben von Soret erhalten, mit dem Anerbieten eines fixen Gehaltes von Seiten der Frau Großherzogin, wenn ich zuruͤckkommen und in meinem bisherigen Unterricht mit dem Prinzen fortfahren wolle.","norm":"Ich habe vor einigen Tagen ein Schreiben von Sohret erhalten, mit dem Anerbieten eines fixen Gehaltes von Seiten der Frau Großherzogin, wenn ich zurückkommen und in meinem bisherigen Unterricht mit dem Prinzen fortfahren wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.403600215911865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2196,"date":1836,"orig":"Noch anderes Gute will Soret mir muͤndlich mittheilen, und ſo ſehe ich denn aus allem, daß man gnaͤdige Geſinnungen gegen mich hegen mag.","norm":"Noch anderes Gute will Sohret mir mündlich mitteilen, und so sehe ich denn aus allem, dass man gnädige Gesinnungen gegen mich hegen mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.672100067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2197,"date":1836,"orig":"Ich ſchriebe nun gerne eine zuſtimmende Antwort an Soret; allein ich hoͤre, er iſt zu den Seinigen nach Genf gereiſet, und ſo bleibt mir weiter nichts uͤbrig als mich an Eure Excellenz mit der Bitte zu wenden: der Kaiſerlichen Hoheit den Entſchluß meiner baldigen Zuruͤckkunft geneigteſt mitzutheilen.","norm":"Ich schriebe nun gerne eine zustimmende Antwort an Sohret; allein ich höre, er ist zu den Seinigen nach Genf gereist, und so bleibt mir weiter nichts übrig als mich an Eure Exzellenz mit der Bitte zu wenden: der kaiserlichen Hoheit den Entschluss meiner baldigen Zurückkunft geneigtest mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906300067901611} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2198,"date":1836,"orig":"Ihnen ſelbſt hoffe ich zugleich durch dieſe Nachricht einige Freude zu machen, indem doch mein Gluͤck und meine Beruhigung Ihnen ſeit lange am Herzen liegt.","norm":"Ihnen selbst hoffe ich zugleich durch diese Nachricht einige Freude zu machen, indem doch mein Glück und meine Beruhigung Ihnen seit lange am Herzen liegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196400165557861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2199,"date":1836,"orig":"Ich ſende die ſchoͤnſten Gruͤße allen lieben Ihrigen und hoffe ein baldiges frohes Wiederſehen.","norm":"Ich sende die schönsten Grüße allen lieben Ihrigen und hoffe ein baldiges frohes Wiedersehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.376200199127197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2200,"date":1836,"orig":"E.","norm":"E.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":3.858900070190429} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2201,"date":1836,"orig":"Am 20. November Nachmittags reiſte ich von Nordheim ab, auf dem Wege nach Goͤttingen, das ich in der Dunkelheit erreichte.","norm":"Am 20. November Nachmittags reiste ich von Nordheim ab, auf dem Wege nach Göttingen, das ich in der Dunkelheit erreichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.866100072860717} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2202,"date":1836,"orig":"Abends an Table d'hôte, als der Wirth hoͤrte, daß ich aus Weimar ſey und dahin zuruͤckwolle, aͤußerte er in gemuͤthlicher Ruhe, daß doch der große Dichter Goethe in ſeinem hohen Alter noch ein ſchweres Leid habe erfahren muͤſſen, indem, wie er heut in den Zeitungen geleſen, ſein einziger Sohn in Italien am Schlage geſtorben ſey.","norm":"Abends an Table d'hote, als der Wirt hörte, dass ich aus Weimar sei und dahin zurückwolle, äußerte er in gemütlicher Ruhe, dass doch der große Dichter Goethe in seinem hohen Alter noch ein schweres Leid habe erfahren müssen, indem, wie er heute in den Zeitungen gelesen, sein einziger Sohn in Italien am Schlage gestorben sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.063499927520752} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2203,"date":1836,"orig":"Man mag denken, was ich bey dieſen Worten empfand.","norm":"Man mag denken, was ich bei diesen Worten empfand.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.9367001056671143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2204,"date":1836,"orig":"Ich nahm ein Licht und ging auf mein Zimmer, um nicht die anweſenden Fremden zu Zeugen meiner inneren Bewegung zu machen.","norm":"Ich nahm ein Licht und ging auf mein Zimmer, um nicht die anwesenden Fremden zu Zeugen meiner inneren Bewegung zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.169600009918213} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2205,"date":1836,"orig":"Ich verbrachte die Nacht ſchlaflos.","norm":"Ich verbrachte die Nacht schlaflos.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.808500051498413} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2206,"date":1836,"orig":"Das mich ſo nahe beruͤhrende Ereigniß war mir beſtaͤndig vor der Seele.","norm":"Das mich so nahe berührende Ereignis war mir beständig vor der Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.223800182342529} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2207,"date":1836,"orig":"Die folgenden Tage und Naͤchte unterwegs, und in Muͤhlhauſen und Gotha, vergingen mir nicht beſſer.","norm":"Die folgenden Tage und Nächte unterwegs, und in Mühlhausen und Gotha, vergingen mir nicht besser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.251999855041504} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2208,"date":1836,"orig":"Einſam im Wagen, bey den truͤben Novembertagen, und in den oͤden Feldern, wo nichts Äußeres mich zu zerſtreuen und aufzuheitern geeignet war, bemuͤhte ich mich vergebens, andere Gedanken zu faſſen, und in den Gaſthoͤfen unter Menſchen hoͤrte ich, als von einer Neuigkeit des Tages, immer von dem mich ſo nahe betreffenden traurigen Fall.","norm":"Einsam im Wagen, bei den trüben Novembertagen, und in den öden Feldern, wo nichts Äußeres mich zu zerstreuen und aufzuheitern geeignet war, bemühte ich mich vergebens, andere Gedanken zu fassen, und in den Gasthöfen unter Menschen hörte ich, als von einer Neuigkeit des Tages, immer von dem mich so nahe betreffenden traurigen Fall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.333199977874756} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2209,"date":1836,"orig":"Meine groͤßte Beſorgniß war, daß Goethe in ſeinem hohen Alter den heftigen Sturm vaͤterlicher Empfindungen nicht uͤberſtehen moͤchte.","norm":"Meine größte Besorgnis war, dass Goethe in seinem hohen Alter den heftigen Sturm väterlicher Empfindungen nicht überstehen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6082000732421875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2210,"date":1836,"orig":"„Und welchen Eindruck, ſagte ich mir, wird deine Ankunft machen, da du mit ſeinem Sohne gegangen biſt und nun alleine zuruͤckkommſt!","norm":"„Und welchen Eindruck, sagte ich mir, wird deine Ankunft machen, da du mit seinem Sohne gegangen bist und nun alleine zurückkommst!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.277400016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2211,"date":1836,"orig":"Er wird ihn erſt zu verlieren glauben, wenn er dich wiederſieht.“","norm":"Er wird ihn erst zu verlieren Glauben, wenn er dich wiedersieht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007199764251709} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2212,"date":1836,"orig":"Unter ſolchen Gedanken und Empfindungen erreichte ich Dienſtag den 23. November Abends ſechs Uhr das letzte Chauſſeehaus vor Weimar.","norm":"Unter solchen Gedanken und Empfindungen erreichte ich Dienstag den 23. November Abends sechs Uhr das letzte Chausseehaus vor Weimar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151100158691406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2213,"date":1836,"orig":"Ich fuͤhlte abermals in meinem Leben, daß das menſchliche Daſeyn ſchwere Momente habe, durch die man hindurch muͤſſe.","norm":"Ich fühlte abermals in meinem Leben, dass das menschliche Dasein schwere Momente habe, durch die man hindurch müsse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.580699920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2214,"date":1836,"orig":"Meine Gedanken verkehrten mit hoͤheren Weſen uͤber mir, als mich ein Blick des Mondes traf, der auf einige Secunden aus dichtem Gewoͤlk glaͤnzend hervortrat und ſich dann wieder finſter verhuͤllte wie zuvor.","norm":"Meine Gedanken verkehrten mit höheren Wesen über mir, als mich ein Blick des Mondes traf, der auf einige Sekunden aus dichtem Gewölk glänzend hervortrat und sich dann wieder finster verhüllte wie zuvor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.350800037384033} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2215,"date":1836,"orig":"War dieſes nun Zufall oder war es etwas mehr, genug ich nahm es als ein guͤnſtiges Zeichen von oben, und gewann daraus eine unerwartete Staͤrkung.","norm":"War dieses nun Zufall oder war es etwas mehr, genug ich nahm es als ein günstiges Zeichen von oben, und gewann daraus eine unerwartete Stärkung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196599960327148} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2216,"date":1836,"orig":"Kaum daß ich meine Wirthsleute begruͤßt hatte, ſo war mein erſter Weg in das Goetheſche Haus.","norm":"Kaum dass ich meine Wirtsleute begrüßt hatte, so war mein erster Weg in das goethesche Haus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.60290002822876} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2217,"date":1836,"orig":"Ich ging zuerſt zu Frau v. Goethe.","norm":"Ich ging zuerst zu Frau v. Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.047999858856201} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2218,"date":1836,"orig":"Ich fand ſie bereis in tiefer Trauerkleidung, jedoch ruhig und gefaßt, und wir hatten viel gegen einander auszuſprechen.","norm":"Ich fand sie bereis in tiefer Trauerkleidung, jedoch ruhig und gefasst, und wir hatten viel gegen einander auszusprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.732699871063232} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2219,"date":1836,"orig":"Ich ging ſodann zu Goethe hinunter.","norm":"Ich ging sodann zu Goethe hinunter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.139100074768066} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2220,"date":1836,"orig":"Er ſtand aufrecht und feſt und ſchloß mich in ſeine Arme.","norm":"Er stand aufrecht und fest und schloss mich in seine Arme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.827800035476684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2221,"date":1836,"orig":"Ich fand ihn vollkommen heiter und ruhig; wir ſetzten uns und ſprachen ſogleich von geſcheidten Dingen, und ich war hoͤchſt begluͤckt, wieder bey ihm zu ſeyn.","norm":"Ich fand ihn vollkommen heiter und ruhig; wir setzten uns und sprachen sogleich von gescheiten Dingen, und ich war höchst beglückt, wieder bei ihm zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.92330002784729} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2222,"date":1836,"orig":"Er zeigte mir zwey angefangene Briefe, die er nach Nordheim an mich geſchrieben, aber nicht hatte abgehen laſſen.","norm":"Er zeigte mir zwei angefangene Briefe, die er nach Nordheim an mich geschrieben, aber nicht hatte abgehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.13070011138916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2223,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ſodann uͤber die Frau Großherzogin, uͤber den Prinzen und manches Andere; ſeines Sohnes jedoch ward mit keiner Sylbe gedacht.","norm":"Wir sprachen sodann über die Frau Großherzogin, über den Prinzen und manches Andere; seines Sohnes jedoch wurde mit keiner Silbe gedacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.149499893188477} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2224,"date":1836,"orig":"Donnerſtag, den 25. November 1830.","norm":"Donnerstag, den 25. November 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.827699899673462} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2225,"date":1836,"orig":"Goethe ſendete mir am Morgen einige Buͤcher, die als Geſchenk engliſcher und deutſcher Autoren fuͤr mich angekommen waren.","norm":"Goethe sendete mir am Morgen einige Bücher, die als Geschenk englischer und deutscher Autoren für mich angekommen waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.519899845123291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2226,"date":1836,"orig":"Mittags ging ich zu ihm zu Tiſch.","norm":"Mittags ging ich zu ihm zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.104700088500977} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2227,"date":1836,"orig":"Ich fand ihn eine Mappe mit Kupferſtichen und Handzeichnungen betrachtend, die ihm zum Verkauf zugeſendet waren.","norm":"Ich fand ihn eine Mappe mit Kupferstichen und Handzeichnungen betrachtend, die ihm zum Verkaufe zugesendet waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.071899890899658} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2228,"date":1836,"orig":"Er erzaͤhlte mir, daß die Frau Großherzogin ihn am Morgen mit einem Beſuche erfreut, und daß er Ihr meine Ankunft verkuͤndiget habe.","norm":"Er erzählte mir, dass die Frau Großherzogin ihn am Morgen mit einem Besuche erfreut, und dass er Ihr meine Ankunft verkündigt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.403200149536133} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2229,"date":1836,"orig":"Frau v. Goethe geſellte ſich zu uns und wir ſetzten uns zu Tiſch.","norm":"Frau v. Goethe gesellte sich zu uns und wir setzten uns zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.825500011444092} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2230,"date":1836,"orig":"Ich mußte von meiner Reiſe erzaͤhlen.","norm":"Ich musste von meiner Reise erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.947499990463257} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2231,"date":1836,"orig":"Ich ſprach uͤber Venedig, uͤber Mailand, uͤber Genua, und es ſchien ihm beſonders intereſſant, naͤhere Nachrichten uͤber die Familie des dortigen engliſchen Conſuls zu vernehmen.","norm":"Ich sprach über Venedig, über Mailand, über Genua, und es schien ihm besonders interessant, nähere Nachrichten über die Familie des dortigen englischen Konsuls zu vernehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.978300094604492} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2232,"date":1836,"orig":"Ich erzaͤhlte ſodann von Genf, und er erkundigte ſich theilnehmend nach der Familie Soret und Herrn von Bonſtetten.","norm":"Ich erzählte sodann von Genf, und er erkundigte sich teilnehmend nach der Familie Sohret und Herrn von Bonstetten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36359977722168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2233,"date":1836,"orig":"Von letzterem wuͤnſchte er eine naͤhere Schilderung, die ich ihm gab ſo gut es gelingen wollte.","norm":"Von letzterem wünschte er eine nähere Schilderung, die ich ihm gab so gut es gelingen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.752399921417236} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2234,"date":1836,"orig":"Nach Tiſch war es mir lieb, daß Goethe von meinen Converſationen zu reden anfing.","norm":"Nach Tisch war es mir lieb, dass Goethe von meinen Konversationen zu reden anfing.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.389400005340576} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2235,"date":1836,"orig":"„Es muß Ihre erſte Arbeit ſeyn, ſagte er, und wir wollen nicht eher nachlaſſen, als bis alles vollkommen gethan und im Reinen iſt.“","norm":"„Es muss Ihre erste Arbeit sein, sagte er, und wir wollen nicht eher nachlassen, als bis alles vollkommen getan und im Reinen ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.099299907684326} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2236,"date":1836,"orig":"Übrigens erſchien Goethe mir heute beſonders ſtille und oft in ſich verloren, welches mir kein gutes Zeichen war.","norm":"Übrigens erschien Goethe mir heute besonders stille und oft in sich verloren, welches mir kein gutes Zeichen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.593100070953369} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2237,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 30. November 1830.","norm":"Dienstag, den 30. November 1830.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.954200029373169} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2238,"date":1836,"orig":"Goethe ſetzte uns vorigen Freytag in nicht geringe Sorge, indem er in der Nacht von einem heftigen Blutſturz uͤberfallen wurde und den ganzen Tag nicht weit vom Tode war.","norm":"Goethe setzte uns vorigen Freitag in nicht geringe Sorge, indem er in der Nacht von einem heftigen Blutsturz überfallen wurde und den ganzen Tag nicht weit vom Tode war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.623700141906738} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2239,"date":1836,"orig":"Er verlor, einen Aderlaß mit eingerechnet, ſechs Pfund Blut, welches bey ſeinem achtzigjaͤhrigen Alter viel ſagen will.","norm":"Er verlor, einen Aderlass mit eingerechnet, sechs Pfund Blut, welches bei seinem achtzigjährigen Alter viel sagen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.052800178527832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2240,"date":1836,"orig":"Die große Geſchicklichkeit ſeines Arztes, des Hofraths Vogel, verbunden mit ſeiner unvergleichlichen Natur, haben jedoch auch dießmal geſiegt, ſo daß er mit raſchen Schritten ſeiner Geneſung entgegengeht, ſchon wieder den beſten Appetit zeigt und auch die ganze Nacht wieder ſchlaͤft.","norm":"Die große Geschicklichkeit seines Arztes, des Hofrats Vogel, verbunden mit seiner unvergleichlichen Natur, haben jedoch auch diesmal gesiegt, so dass er mit raschen Schritten seiner Genesung entgegengeht, schon wieder den besten Appetit zeigt und auch die ganze Nacht wieder schläft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.298799991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2241,"date":1836,"orig":"Es darf niemand zu ihm, das Reden iſt ihm verboten, doch ſein ewig reger Geiſt kann nicht ruhen, er denkt ſchon wieder an ſeine Arbeiten.","norm":"Es darf niemand zu ihm, das Reden ist ihm verboten, doch sein ewig reger Geist kann nicht ruhen, er denkt schon wieder an seine Arbeiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.330800056457519} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2242,"date":1836,"orig":"Dieſen Morgen erhielt ich von ihm folgendes Billet, das er mit der Bleyfeder im Bette geſchrieben.","norm":"Diesen Morgen erhielt ich von ihm folgendes Billett, das er mit der Bleifeder im Bette geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240799903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2243,"date":1836,"orig":"„Haben Sie die Guͤte, mein beſter Doctor, beykommende ſchon bekannte Gedichte nochmals durchzugehen und die voranliegenden neuen einzuordnen, damit es ſich zum Ganzen ſchicke.","norm":"„Haben Sie die Güte, mein bester Doktor, beikommende schon bekannte Gedichte nochmals durchzugehen und die Voranliegenden neuen einzuordnen, damit es sich zum Ganzen schicke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5528998374938965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2244,"date":1836,"orig":"Fauſt folgt hierauf!","norm":"Faust folgt hierauf!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.64169979095459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2245,"date":1836,"orig":"Ein frohes Wiederſehen!","norm":"Ein frohes Wiedersehen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.062300205230713} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2246,"date":1836,"orig":"W. d. 30. Nov. 1830. Goethe.“","norm":"W. d. 30. Nov. 1830 . Goethe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"pt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.057000160217285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2247,"date":1836,"orig":"Nach Goethe's raſch erfolgender voͤlligen Geneſung wendete er ſein ganzes Intereſſe auf den vierten Act des Fauſt, ſo wie auf die Vollendung des vierten Bandes von Wahrheit und Dichtung.","norm":"Nach Goethes rasch erfolgender völligen Genesung wendete er sein ganzes Interesse auf den vierten Akt des Faust, so wie auf die Vollendung des vierten Bandes von Wahrheit und Dichtung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.384399890899658} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2248,"date":1836,"orig":"Mir empfahl er die Redaction ſeiner kleinen bis dahin ungedruckten Schriften, deßgleichen eine Durchſicht ſeiner Tagebuͤcher und abgegangenen Briefe, damit es uns klar werden moͤchte, wie damit bey kuͤnftiger Herausgabe zu verfahren.","norm":"Mir empfahl er die Redaktion seiner kleinen bis dahin ungedruckten Schriften, desgleichen eine Durchsicht seiner Tagebücher und abgegangenen Briefe, damit es uns klar werden möchte, wie damit bei künftiger Herausgabe zu verfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.580699920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2249,"date":1836,"orig":"An eine Redaction meiner Geſpraͤche mit ihm war nicht mehr zu denken; auch hielt ich es fuͤr vernuͤnftiger, anſtatt mich mit dem bereits Geſchriebenen zu befaſſen, den Vorrath ferner durch Neues zu vermehren, ſo lange ein guͤtiges Geſchick geneigt ſeyn wolle, es mir zu vergoͤnnen.","norm":"An eine Redaktion meiner Gespräche mit ihm war nicht mehr zu denken; auch hielt ich es für vernünftiger, anstatt mich mit dem bereits Geschriebenen zu befassen, den Vorrat ferner durch Neues zu vermehren, solange ein gütiges Geschick geneigt sein wolle, es mir zu vergönnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.410999774932861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2250,"date":1836,"orig":"1831.","norm":"1831.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.75629997253418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2251,"date":1836,"orig":"Sonnabend, den 1. Januar 1831.","norm":"Sonnabend, den 1. Januar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.631500005722046} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2252,"date":1836,"orig":"Von Goethe's Briefen an verſchiedene Perſonen, wovon die Concepte ſeit dem Jahre 1807 geheftet aufbewahrt und vorhanden ſind, habe ich in den letzten Wochen einige Jahrgaͤnge ſorgfaͤltig betrachtet, und will nunmehr in nachſtehenden Paragraphen einige allgemeine Bemerkungen niederſchreiben, die bey einer kuͤnftigen Redaction und Herausgabe vielleicht moͤchten genutzt werden.","norm":"Von Goethes Briefen an verschiedene Personen, wovon die Concepte seit dem Jahre 1807 geheftet aufbewahrt und vorhanden sind, habe ich in den letzten Wochen einige Jahrgänge sorgfältig betrachtet, und will nunmehr in nachstehenden Paragraphen einige allgemeine Bemerkungen niederschreiben, die bei einer künftigen Redaktion und Herausgabe vielleicht möchten genutzt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9319000244140625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2253,"date":1836,"orig":"§. 1.","norm":"§. 1.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.380399942398071} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2254,"date":1836,"orig":"Zunaͤchſt iſt die Frage entſtanden, ob es gerathen ſey, dieſe Briefe ſtellenweiſe und gleichſam im Auszuge mitzutheilen.","norm":"Zunächst ist die Frage entstanden, ob es geraten sei, diese Briefe stellenweise und gleichsam im Auszuge mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763400077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2255,"date":1836,"orig":"Hierauf ſage ich, daß es im Allgemeinen Goethe's Natur und Verfahren iſt, auch bey den kleinſten Gegenſtaͤnden mit einiger Intention zu Werke zu gehen, welches denn auch vorzuͤglich in dieſen Briefen erſcheint, wo der Verfaſſer immer als ganzer Menſch bey der Sache geweſen, ſo daß jedes Blatt von Anfang bis zu Ende nicht allein vollkommen gut geſchrieben iſt, ſondern auch darin eine ſuperiore Natur und vollendete Bildung ſich in keiner Zeile verlaͤugnet hat.","norm":"Hierauf sage ich, dass es im Allgemeinen Goethes Natur und Verfahren ist, auch bei den kleinsten Gegenständen mit einiger Intention zu Werke zu gehen, welches denn auch vorzüglich in diesen Briefen erscheint, wo der Verfasser immer als ganzer Mensch bei der Sache gewesen, so dass jedes Blatt von Anfang bis zu Ende nicht allein vollkommen gut geschrieben ist, sondern auch darin eine superiore Natur und vollendete Bildung sich in keiner Zeile verleugnet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3495001792907715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2256,"date":1836,"orig":"Ich bin demnach dafuͤr, die Briefe ganz zu geben von Anfang bis zu Ende, zumal da einzelne bedeutende Stellen durch das Vorangehende und Nachfolgende oft erſt ihren wahren Glanz und wirkſamſtes Verſtaͤndniß erhalten.","norm":"Ich bin demnach dafür, die Briefe ganz zu geben von Anfang bis zu Ende, zumal da einzelne bedeutende Stellen durch das Vorangehende und Nachfolgende oft erst ihren wahren Glanz und wirksamstes Verständnis erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.199999809265137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2257,"date":1836,"orig":"Und genau beſehen, und dieſe Briefe vis-à-vis einer mannigfaltigen großen Welt betrachtet, wer wollte ſich denn anmaßen und ſagen, welche Stelle bedeutend und alſo mitzutheilen ſey und welche nicht? —","norm":"Und genau besehen, und diese Briefe vis-à-vis einer mannigfaltigen großen Welt betrachtet, wer wollte sich denn anmaßen und sagen, welche Stelle bedeutend und also mitzuteilen sei und welche nicht? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.775400161743164} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2258,"date":1836,"orig":"Hat doch der Grammatiker, der Biograph, der Philoſoph, der Ethiker, der Naturforſcher, der Kuͤnſtler, der Poet, der Academiker, der Schauſpieler, und ſo ins Unendliche, hat doch jeder ſeine verſchiedenen Intereſſen, ſo daß der eine grade uͤber die Stelle hinauslieſet, die der andere als hoͤchſt bedeutend ergreift und ſich aneignet.","norm":"Hat doch der Grammatiker, der Biograph, der Philosoph, der Ethiker, der Naturforscher, der Künstler, der Poet, der Akademiker, der Schauspieler, und so ins Unendliche, hat doch jeder seine verschiedenen Interessen, so dass der eine gerade über die Stelle hinausliest, die der andere als höchst bedeutend ergreift und sich aneignet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.525199890136718} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2259,"date":1836,"orig":"So findet ſich z. B. in dem erſten Hefte von 1807 ein Brief an einen Freund, deſſen Sohn ſich dem Forſtfache widmen will, und dem Goethe die Carriere vorzeichnet, die der junge Mann zu machen hat.","norm":"So findet sich z. B. in dem ersten Hefte von 1807 ein Brief an einen Freund, dessen Sohn sich dem Forstfache widmen will, und dem Goethe die Karriere vorzeichnet, die der junge Mann zu machen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.148799896240234} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2260,"date":1836,"orig":"Einen ſolchen Brief wird vielleicht ein junger Literator uͤberſchlagen, waͤhrend ein Forſtmann ſicher mit Freuden bemerken wird, daß der Dichter auch in ſein Fach hineingeblickt, und auch darin guten Rath hat ertheilen wollen.","norm":"Einen solchen Brief wird vielleicht ein junger Literator überschlagen, während ein Forstmann sicher mit Freuden bemerken wird, dass der Dichter auch in sein Fach hineingeblickt, und auch darin guten Rat hat erteilen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853600025177002} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2261,"date":1836,"orig":"Ich wiederhole daher, daß ich dafuͤr bin, dieſe Briefe, ohne Zerſtuͤckelung, ganz ſo zu geben wie ſie ſind, und zwar um ſo mehr, als ſie in der Welt in ſolcher Geſtalt verbreitet exiſtiren, und man ſicher darauf rechnen kann, daß die Perſonen, die ſie erhalten, ſie einſt ganz ſo werden drucken laſſen, wie ſie geſchrieben worden.","norm":"Ich wiederhole daher, dass ich dafür bin, diese Briefe, ohne Zerstückelung, ganz so zu geben wie sie sind, und zwar um so mehr, als sie in der Welt in solcher Gestalt verbreitet existieren, und man sicher darauf rechnen kann, dass die Personen, die sie erhalten, sie einst ganz so werden drucken lassen, wie sie geschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6115000247955322} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2262,"date":1836,"orig":"§. 2.","norm":"§. 2.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.745100021362304} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2263,"date":1836,"orig":"Faͤnden ſich jedoch Briefe, deren unzerſtuͤckte Publication bedenklich waͤre, die aber im Einzelnen gute Sachen enthielten, ſo ließe man dieſe Stellen ausſchreiben, und vertheilte ſie entweder in das Jahr, wohin ſie gehoͤren, oder machte auch daraus nach Gutbefinden eine beſondere Sammlung.","norm":"Fänden sich jedoch Briefe, deren unzerstückte Publikation bedenklich wäre, die aber im Einzelnen gute Sachen enthielten, so ließe man diese Stellen ausschreiben, und verteilte sie entweder in das Jahr, wohin sie gehören, oder machte auch daraus nach Gutbefinden eine besondere Sammlung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083199977874756} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2264,"date":1836,"orig":"§. 3.","norm":"§. 3.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.710799932479858} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2265,"date":1836,"orig":"Es koͤnnte der Fall vorkommen, daß ein Brief uns in dem erſten Hefte, wo wir ihm begegnen, von keiner ſonderlichen Bedeutung erſchiene und wir alſo nicht fuͤr ſeine Mittheilung geſtimmt waͤren.","norm":"Es könnte der Fall vorkommen, dass ein Brief uns in dem ersten Hefte, wo wir ihm begegnen, von keiner sonderlichen Bedeutung erschiene und wir also nicht für seine Mitteilung gestimmt wären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.790500164031982} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2266,"date":1836,"orig":"Faͤnde ſich nun aber in den ſpaͤteren Jahrgaͤngen, daß ein ſolcher Brief Folge gehabt, und alſo als Anfangsglied einer ferneren Kette zu betrachten waͤre, ſo wuͤrde er durch dieſen Umſtand bedeutend werden und unter die Mitzutheilenden aufzunehmen ſeyn.","norm":"Fände sich nun aber in den späteren Jahrgängen, dass ein solcher Brief Folge gehabt, und also als Anfangsglied einer ferneren Kette zu betrachten wäre, so würde er durch diesen Umstand bedeutend werden und unter die Mitzuteilenden aufzunehmen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.920199871063232} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2267,"date":1836,"orig":"§. 4.","norm":"§. 4.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.132699966430664} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2268,"date":1836,"orig":"Man koͤnnte zweifeln, ob es beſſer ſey, die Briefe nach den Perſonen zuſammen zu ſtellen, an die ſie geſchrieben worden; oder ſie, nach den verſchiedenen Jahren, bunt durch einander fortlaufen zu laſſen.","norm":"Man könnte zweifeln, ob es besser sei, die Briefe nach den Personen zusammenzustellen, an die sie geschrieben worden; oder sie, nach den verschiedenen Jahren, bunt durcheinander fortlaufen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.011099815368652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2269,"date":1836,"orig":"Ich bin fuͤr dieſes Letztere, zunaͤchſt, weil es eine ſchoͤne immer wieder anfriſchende Abwechſelung gewaͤhren wuͤrde, indem, einer anderen Perſon gegenuͤber, nicht allein immer ein anders nuͤancirter Ton des Vortrages eintritt, ſondern auch ſtets andere Sachen zur Sprache gebracht werden, ſo daß denn Theater, poetiſche Arbeiten, Naturſtudien, Familienangelegenheiten, Bezuͤge zu hoͤchſten Perſonen, freundſchaftliche Verhaͤltniſſe u. ſ. w. ſich abwechſelnd darſtellen.","norm":"Ich bin für dieses Letztere, zunächst, weil es eine schöne immer wieder anfrischende Abwechslung gewähren würde, indem, einer anderen Person gegenüber, nicht allein immer ein anders nuancierter Ton des Vortrages eintritt, sondern auch stets andere Sachen zur Sprache gebracht werden, so dass denn Theater, poetische Arbeiten, Naturstudien, Familienangelegenheiten, Bezüge zu höchsten Personen, freundschaftliche Verhältnisse u. s. w. sich abwechselnd darstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.532700061798096} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2270,"date":1836,"orig":"Sodann aber bin ich fuͤr eine gemiſchte Herausgabe nach Jahren auch aus dem Grunde, weil die Briefe eines Jahres, durch die Beruͤhrung deſſen was gleichzeitig lebte und wirkte, nicht allein den Character des Jahres tragen, ſondern auch die Zuſtaͤnde und Beſchaͤftigungen der ſchreibenden Perſon nach allen Seiten und Richtungen hin zur Sprache bringen, ſo daß denn ſolche Jahres-Briefe ganz geeignet ſeyn moͤchten, die bereits gedruckte ſummariſche Biographie der Tag- und Jahres- Hefte mit dem friſchen Detail des Augenblicks zu ergaͤnzen.","norm":"Sodann aber bin ich für eine gemischte Herausgabe nach Jahren auch aus dem Grunde, weil die Briefe eines Jahres, durch die Berührung dessen was gleichzeitig lebte und wirkte, nicht allein den Charakter des Jahres tragen, sondern auch die Zustände und Beschäftigungen der schreibenden Person nach allen Seiten und Richtungen hin zur Sprache bringen, so dass denn solche Jahres-Briefe ganz geeignet sein möchten, die bereits gedruckte summarische Biographie der Tag- und Jahres-Hefte mit dem frischen Detail des Augenblicks zu ergänzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.299600124359131} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2271,"date":1836,"orig":"§. 5.","norm":"§. 5.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.147500038146973} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2272,"date":1836,"orig":"Briefe, die andere Perſonen bereits haben drucken laſſen, indem ſie vielleicht eine Anerkennung ihrer Verdienſte, oder ſonſt ein Lob und eine Merkwuͤrdigkeit enthalten, ſoll man in dieſer Sammlung noch einmal bringen, indem ſie theils in die Reihe gehoͤren, anderntheils aber jenen Perſonen damit ein Wille geſchehen moͤchte, indem ſie dadurch vor der Welt beſtaͤtiget ſehen, daß ihre Documente echt waren.","norm":"Briefe, die andere Personen bereits haben drucken lassen, indem sie vielleicht eine Anerkennung ihrer Verdienste, oder sonst ein Lob und eine Merkwürdigkeit enthalten, soll man in dieser Sammlung noch einmal bringen, indem sie teils in die Reihe gehören, andernteils aber jenen Personen damit ein Wille geschehen möchte, indem sie dadurch vor der Welt bestätiget sehen, dass ihre Dokumente echt waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6041998863220215} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2273,"date":1836,"orig":"§. 6.","norm":"§. 6.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.440299987792969} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2274,"date":1836,"orig":"Die Frage, ob ein Empfehlungsbrief in die Sammlung aufzunehmen ſey oder nicht, ſoll in Erwaͤgung der empfohlenen Perſon entſchieden werden.","norm":"Die Frage, ob ein Empfehlungsbrief in die Sammlung aufzunehmen sei oder nicht, soll in Erwägung der empfohlenen Person entschieden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5790998935699463} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2275,"date":1836,"orig":"Iſt aus ihr nichts geworden, ſo ſoll man den Brief, im Fall er nicht ſonſtige gute Dinge enthaͤlt, nicht aufnehmen; hat aber die empfohlene Perſon ſich in der Welt einen ruͤhmlichen Namen gemacht, ſo ſoll man den Brief aufnehmen.","norm":"Ist aus ihr nichts geworden, so soll man den Brief, im Fall er nicht sonstige gute Dinge enthält, nicht aufnehmen; hat aber die empfohlene Person sich in der Welt einen rühmlichen Namen gemacht, so soll man den Brief aufnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.906100034713745} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2276,"date":1836,"orig":"§. 7.","norm":"§. 7.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.33489990234375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2277,"date":1836,"orig":"Briefe an Perſonen, die aus Goethe's Leben bekannt ſind, wie z. B. Lavater, Jung, Behriſch, Kniep, Hackert und Andere, haben an ſich Intereſſe, und ein ſolcher Brief waͤre mitzutheilen, wenn er auch außerdem eben nichts Bedeutendes enthalten ſollte.","norm":"Briefe an Personen, die aus Goethes Leben bekannt sind, wie z. B. Lavater, Jung, Behrisch, Kniep, Hackert und Andere, haben an sich Interesse, und ein solcher Brief wäre mitzuteilen, wenn er auch außerdem eben nichts Bedeutendes enthalten sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.094699859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2278,"date":1836,"orig":"§. 8.","norm":"§. 8.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.6143999099731445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2279,"date":1836,"orig":"Man ſoll uͤberhaupt in Mittheilung dieſer Briefe nicht zu aͤngſtlich ſeyn, indem ſie uns von Goethe's breiter Exiſtenz und mannigfaltiger Wirkung nach allen Ecken und Enden einen Begriff geben, und indem ſein Benehmen gegen die verſchiedenſten Perſonen und in den mannigfaltigſten Lagen als im hohen Grade lehr reich zu betrachten iſt.","norm":"Man soll überhaupt in Mitteilung dieser Briefe nicht zu ängstlich sein, indem sie uns von Goethes breiter Existenz und mannigfaltiger Wirkung nach allen Ecken und Enden einen Begriff geben, und indem sein Benehmen gegen die verschiedensten Personen und in den mannigfaltigsten Lagen als im hohen Grade lehrreich zu betrachten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.553800106048584} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2280,"date":1836,"orig":"§. 9.","norm":"§. 9.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.553199768066406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2281,"date":1836,"orig":"Wenn verſchiedene Briefe uͤber eine und dieſelbe Thatſache reden, ſo ſoll man die vorzuͤglichſten auswaͤhlen, und wenn ein gewiſſer Punct in verſchiedenen Briefen vorkommt, ſo ſoll man ihn in einigen unterdruͤcken und ihn dort ſtehen laſſen, wo er am beſten ausgeſprochen iſt.","norm":"Wenn verschiedene Briefe über eine und dieselbe Tatsache reden, so soll man die vorzüglichsten auswählen, und wenn ein gewisser Punkt in verschiedenen Briefen vorkommt, so soll man ihn in einigen unterdrücken und ihn dort stehen lassen, wo er am besten ausgesprochen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.656699895858764} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2282,"date":1836,"orig":"§. 10.","norm":"§. 10.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ar","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.317200183868408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2283,"date":1836,"orig":"In den Briefen von 1811 und 1812 dagegen kommen vielleicht zwanzig Stellen vor, wo um Handſchriften merkwuͤrdiger Menſchen gebeten wird.","norm":"In den Briefen von 1811 und 1812 dagegen kommen vielleicht zwanzig Stellen vor, wo um Handschriften merkwürdiger Menschen gebeten wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924799919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2284,"date":1836,"orig":"Solche und aͤhnliche Stellen muͤſſen nicht unterdruͤckt werden, indem ſie als durchaus characteriſirend und liebenswuͤrdig erſcheinen.","norm":"Solche und ähnliche Stellen müssen nicht unterdrückt werden, indem sie als durchaus charakterisierend und liebenswürdig erscheinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.191400051116943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2285,"date":1836,"orig":"Vorſtehende Paragraphen ſind durch Betrachtung der Briefe von den Jahren 1807, 1808 und 1809 angeregt.","norm":"Vorstehende Paragraphen sind durch Betrachtung der Briefe von den Jahren 1807, 1808 und 1809 angeregt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570899963378906} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2286,"date":1836,"orig":"Was ſich im ferneren Verlauf der Arbeit an allgemeinen Bemerkungen noch ergeben moͤchte, ſoll Gegenwaͤrtigem nachtraͤglich hinzugefuͤgt werden.","norm":"Was sich im ferneren Verlauf der Arbeit an allgemeinen Bemerkungen noch ergeben möchte, soll Gegenwärtigem nachträglich hinzugefügt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.390900135040283} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2287,"date":1836,"orig":"W. d. 1. Januar 1831.","norm":"W. d. 1. Januar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"uk","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.3902997970581055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2288,"date":1836,"orig":"E.","norm":"E.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":3.858900070190429} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2289,"date":1836,"orig":"Heute nach Tiſch beſprach ich mit Goethe die vorſtehende Angelegenheit punctweiſe, wo er denn dieſen meinen Vorſchlaͤgen ſeine beyfaͤllige Zuſtimmung gab.","norm":"Heute nach Tisch besprach ich mit Goethe die vorstehende Angelegenheit Punktweise, wo er denn diesen meinen Vorschlägen seine beifällige Zustimmung gab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.956299781799316} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2290,"date":1836,"orig":"„Ich werde, ſagte er, in meinem Teſtament Sie zum Herausgeber dieſer Briefe ernennen, und darauf hindeuten, daß wir uͤber das dabey zu beobachtende Verfahren im Allgemeinen mit einander einig geworden.“","norm":"„Ich werde, sagte er, in meinem Testament Sie zum Herausgeber dieser Briefe ernennen, und darauf hindeuten, dass wir über das dabei zu beobachtende Verfahren im Allgemeinen miteinander einig geworden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.456399917602539} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2291,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 9. Februar 1831.","norm":"Mittwoch, den 9. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.3653998374938965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2292,"date":1836,"orig":"Ich las geſtern mit dem Prinzen in Voſſens Luiſe weiter und hatte uͤber das Buch fuͤr mich im Stillen Manches zu bemerken.","norm":"Ich las gestern mit dem Prinzen in Vossens Luise weiter und hatte über das Buch für mich im Stillen Manches zu bemerken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.599400043487549} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2293,"date":1836,"orig":"Die großen Verdienſte der Darſtellung der Localitaͤt und aͤußeren Zuſtaͤnde der Perſonen entzuͤckten mich; jedoch wollte mir erſcheinen, daß das Gedicht eines hoͤheren Gehaltes entbehre, welche Bemerkung ſich mir beſonders an ſolchen Stellen aufdrang, wo die Perſonen in wechſelſeitigen Reden ihr Inneres auszuſprechen in dem Fall ſind.","norm":"Die großen Verdienste der Darstellung der Lokalität und äußeren Zustände der Personen entzückten mich; jedoch wollte mir erscheinen, dass das Gedicht eines höheren Gehaltes entbehre, welche Bemerkung sich mir besonders an solchen Stellen aufdrang, wo die Personen in wechselseitigen Reden ihr Inneres auszusprechen in dem Fall sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103499889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2294,"date":1836,"orig":"Im Vicar of Wakefield iſt auch ein Landprediger mit ſeiner Familie dargeſtellt, allein der Poet beſaß eine hoͤhere Weltcultur, und ſo hat ſich dieſes auch ſeinen Perſonen mitgetheilt, die alle ein mannigfaltigeres Innere an den Tag legen.","norm":"Im Vikar of Wakefield ist auch ein Landprediger mit seiner Familie dargestellt, allein der Poet besaß eine höhere Weltkultur, und so hat sich dieses auch seinen Personen mitgeteilt, die alle ein mannigfaltigeres Innere an den Tag legen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.871600151062012} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2295,"date":1836,"orig":"In der Luiſe ſteht Alles auf dem Niveau einer beſchraͤnkten mittleren Cultur, und ſo iſt freylich immer genug da, um einen gewiſſen Kreis von Leſern durchaus zu befriedigen.","norm":"In der Luise steht alles auf dem Niveau einer beschränkten mittleren Kultur, und so ist freilich immer genug da, um einen gewissen Kreis von Lesern durchaus zu befriedigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8927998542785645} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2296,"date":1836,"orig":"Die Verſe betreffend, ſo wollte es mir vorkommen, als ob der Hexameter fuͤr ſolche beſchraͤnkte Zuſtaͤnde viel zu praͤtentioͤs, auch oft ein wenig gezwungen und geziert ſey, und daß die Perioden nicht immer natuͤrlich genug hinfließen um bequem geleſen zu werden.","norm":"Die Verse betreffend, so wollte es mir vorkommen, als ob der Hexameter für solche beschränkte Zustände viel zu prätentiös, auch oft ein wenig gezwungen und geziert sei, und dass die Perioden nicht immer natürlich genug hinfließen um bequem gelesen zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.943399906158447} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2297,"date":1836,"orig":"Ich aͤußerte mich uͤber dieſen Punct heute Mittag bey Tiſch gegen Goethe.","norm":"Ich äußerte mich über diesen Punkt heute Mittag bei Tisch gegen Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.050899982452393} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2298,"date":1836,"orig":"„Die fruͤheren Ausgaben jenes Gedichts, ſagte er, ſind in ſolcher Hinſicht weit beſſer, ſo daß ich mich erinnere, es mit Freuden vorgeleſen zu haben.","norm":"„Die früheren Ausgaben jenes Gedichts, sagte er, sind in solcher Hinsicht weit besser, so dass ich mich erinnere, es mit Freuden vorgelesen zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.050300121307373} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2299,"date":1836,"orig":"Spaͤter jedoch hat Voß viel daran gekuͤnſtelt, und aus techniſchen Grillen das Leichte, Natuͤrliche der Verſe verdorben.","norm":"Später jedoch hat Voß viel daran gekünstelt, und aus technischen Grillen das Leichte, Natürliche der Verse verdorben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.10669994354248} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2300,"date":1836,"orig":"Überhaupt geht Alles jetzt aufs Techniſche aus, und die Herren Critiker fangen an zu quaͤngeln, ob in einem Reim ein s auch wieder auf ein s komme und nicht etwa ein ß auf ein s. — Waͤre ich noch jung und verwegen genug, ſo wuͤrde ich abſichtlich gegen alle ſolche techniſche Grillen verſtoßen, ich wuͤrde Allitterationen, Aſſonanzen und falſche Reime, Alles gebrauchen wie es mir kaͤme und bequem waͤre; aber ich wuͤrde auf die Hauptſache losgehen, und ſo gute Dinge zu ſagen ſuchen, daß jeder gereizt werden ſollte, es zu leſen und auswendig zu lernen.“","norm":"Überhaupt geht alles jetzt aufs Technische aus, und die Herren Kritiker fangen an zu quengeln, ob in einem Reim ein s auch wieder auf ein s komme und nicht etwa ein ß auf ein s. — wäre ich noch jung und verwegen genug, so würde ich absichtlich gegen alle solche technische Grillen verstoßen, ich würde Alliterationen, Assonanzen und falsche Reime, alles gebrauchen wie es mir käme und bequem wäre; aber ich würde auf die Hauptsache losgehen, und so gute Dinge zu sagen suchen, dass jeder gereizt werden sollte, es zu lesen und auswendig zu lernen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8034000396728525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2301,"date":1836,"orig":"Freytag, den 11. Februar 1831.","norm":"Freitag, den 11. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.051400184631348} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2302,"date":1836,"orig":"Heute bey Tiſch erzaͤhlte mir Goethe, daß er den vierten Act des Fauſt angefangen habe und ſo fortzufahren gedenke, welches mich ſehr begluͤckte.","norm":"Heute bei Tisch erzählte mir Goethe, dass er den vierten Akt des Faust angefangen habe und so fortzufahren gedenke, welches mich sehr beglückte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.215099811553955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2303,"date":1836,"orig":"Sodann ſprach er mit großem Lob uͤber Carl Schoͤne, einen jungen Philologen in Leipzig, der ein Werk uͤber die Coſtume in den Stuͤcken des Euripides geſchrieben, und, bey großer Gelehrſamkeit, doch davon nicht mehr entwickelt habe, als eben zu ſeinen Zwecken noͤthig.","norm":"Sodann sprach er mit großem Lob über Carl Schöne, einen jungen Philologen in Leipzig, der ein Werk über die Kostüm in den Stücken des Euripides geschrieben, und, bei großer Gelehrsamkeit, doch davon nicht mehr entwickelt habe, als eben zu seinen Zwecken nötig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.326700210571289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2304,"date":1836,"orig":"„Ich freue mich, ſagte Goethe, wie er mit productivem Sinn auf die Sache losgeht, waͤhrend andere Philologen der letzten Zeit ſich gar zu viel mit dem Techniſchen und mit langen und kurzen Sylben zu ſchaffen gemacht haben.“","norm":"„Ich freue mich, sagte Goethe, wie er mit produktivem Sinn auf die Sache losgeht, während andere Philologen der letzten Zeit sich gar zu viel mit dem Technischen und mit langen und kurzen Silben zu schaffen gemacht haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332099914550781} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2305,"date":1836,"orig":"„Es iſt immer ein Zeichen einer unproductiven Zeit, wenn ſie ſo ins Kleinliche des Techniſchen geht, und eben ſo iſt es ein Zeichen eines unproductiven Individuums, wenn es ſich mit dergleichen befaßt.“","norm":"„Es ist immer ein Zeichen einer unproduktiven Zeit, wenn sie so ins Kleinliche des Technischen geht, und eben so ist es ein Zeichen eines unproduktiven Individuums, wenn es sich mit dergleichen befasst .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.821899890899658} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2306,"date":1836,"orig":"„Und dann ſind auch wieder andere Maͤngel hinderlich.","norm":"„Und dann sind auch wieder andere Mängel hinderlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.36359977722168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2307,"date":1836,"orig":"So finden ſich z. B. im Grafen Platen faſt alle Haupterforderniſſe eines guten Poeten: Einbildungskraft, Erfindung, Geiſt, Productivitaͤt beſitzt er im hohen Grade; auch findet ſich bey ihm eine vollkommene techniſche Ausbildung, und ein Studium und ein Ernſt wie bey wenigen Andern; allein ihn hindert ſeine unſelige polemiſche Richtung.“","norm":"So finden sich z. B. im Grafen Platen fast alle Haupterfordernisse eines guten Poeten: Einbildungskraft, Erfindung, Geist, Produktivität besitzt er im hohen Grade; auch findet sich bei ihm eine vollkommene technische Ausbildung, und ein Studium und ein Ernst wie bei wenigen Anderen; allein ihn hindert seine unselige polemische Richtung .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.572500228881836} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2308,"date":1836,"orig":"„Daß er in der großen Umgebung von Neapel und Rom die Erbaͤrmlichkeiten der deutſchen Literatur nicht vergeſſen kann, iſt einem ſo hohen Talent gar nicht zu verzeihen.","norm":"„Dass er in der großen Umgebung von Neapel und Rom die Erbärmlichkeiten der deutschen Literatur nicht vergessen kann, ist einem so hohen Talent gar nicht zu verzeihen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.269000053405762} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2309,"date":1836,"orig":"Der romantiſche Ödipus traͤgt Spuren daß, beſonders was das Techniſche betrifft, grade Platen der Mann war, um die beſte deutſche Tragoͤdie zu ſchreiben; allein, nachdem er in gedachtem Stuͤck die tragiſchen Motive parodiſtiſch gebraucht hat, wie will er jetzt noch in allem Ernſt eine Tragoͤdie machen!“","norm":"Der romantische Ödipus trägt Spuren dass, besonders was das Technische betrifft, gerade Platen der Mann war, um die beste deutsche Tragödie zu schreiben; allein, nachdem er in gedachtem Stück die tragischen Motive parodistisch gebraucht hat, wie will er jetzt noch in allem Ernst eine Tragödie machen!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.272799968719482} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2310,"date":1836,"orig":"„Und dann, was nie genug bedacht wird, ſolche Haͤndel occupiren das Gemuͤth, die Bilder unſerer Feinde werden zu Geſpenſtern, die zwiſchen aller freyen Production ihren Spuk treiben und in einer ohnehin zarten Natur große Unordnung anrichten.","norm":"„Und dann, was nie genug bedacht wird, solche Händel okkupieren das Gemüt, die Bilder unserer Feinde werden zu Gespenstern, die zwischen aller freien Produktion ihren Spuk treiben und in einer ohnehin zarten Natur große Unordnung anrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.979400157928467} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2311,"date":1836,"orig":"Lord Byron iſt an ſeiner polemiſchen Richtung zu Grunde gegangen, und Platen hat Urſache, zur Ehre der deutſchen Literatur, von einer ſo unerfreulichen Bahn fuͤr immer abzulenken.“","norm":"Lord Byron ist an seiner polemischen Richtung zu Grunde gegangen, und Platen hat Ursache, zur Ehre der deutschen Literatur, von einer so unerfreulichen Bahn für immer abzulenken .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5767998695373535} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2312,"date":1836,"orig":"Sonnabend, den 12. Februar 1831.","norm":"Sonnabend, den 12. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.7365000247955322} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2313,"date":1836,"orig":"Ich leſe im neuen Teſtament, und gedenke eines Bildes, das Goethe mir in dieſen Tagen zeigte, wo Chriſtus auf dem Meere wandelt, und Petrus, ihm auf den Wellen entgegenkommend, in einem Augenblick anwandelnder Muthloſigkeit ſogleich einzuſinken anfaͤngt.","norm":"Ich lese im neuen Testament, und gedenke eines Bildes, das Goethe mir in diesen Tagen zeigte, wo Christus auf dem Meere wandelt, und Petrus, ihm auf den Wellen entgegenkommend, in einem Augenblick anwandelnder Mutlosigkeit sogleich einzusinken anfängt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.76170015335083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2314,"date":1836,"orig":"„Es iſt dieß eine der ſchoͤnſten Legenden, ſagte Goethe, die ich vor allen lieb habe.","norm":"„Es ist dies eine der schönsten Legenden, sagte Goethe, die ich vor allen lieb habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320400238037109} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2315,"date":1836,"orig":"Es iſt darin die hohe Lehre ausgeſprochen, daß der Menſch durch Glauben und friſchen Muth im ſchwierigſten Unternehmen ſiegen werde; dagegen bey anwandelndem geringſten Zweifel ſogleich verloren ſey.“","norm":"Es ist darin die hohe Lehre ausgesprochen, dass der Mensch durch Glauben und frischen Mut im schwierigsten Unternehmen siegen werde; dagegen bei anwandelndem geringsten Zweifel sogleich verloren sei .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.91379976272583} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2316,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 13. Februar 1831.","norm":"Sonntag, den 13. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.404699802398682} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2317,"date":1836,"orig":"Bey Goethe zu Tiſch.","norm":"Bei Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.058199882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2318,"date":1836,"orig":"Er erzaͤhlt mir, daß er im vierten Act des Fauſt fortfahre, und daß ihm jetzt der Anfang ſo gelungen wie er es gewuͤnſcht.","norm":"Er erzählt mir, dass er im vierten Akt des Faust fortfahre, und dass ihm jetzt der Anfang so gelungen wie er es gewünscht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.474699974060059} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2319,"date":1836,"orig":"„Das, was geſchehen ſollte, ſagte er, hatte ich, wie Sie wiſſen, laͤngſt; allein mit dem Wie war ich noch nicht ganz zufrieden, und da iſt es mir nun lieb, daß mir gute Gedanken gekommen ſind.","norm":"„Das, was geschehen sollte, sagte er, hatte ich, wie Sie wissen, längst; allein mit dem Wie war ich noch nicht ganz zufrieden, und da ist es mir nun lieb, dass mir gute Gedanken gekommen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.775300025939941} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2320,"date":1836,"orig":"Ich werde nun dieſe ganze Luͤcke, von der Helena bis zum fertigen fuͤnften Act, durcherfinden und in einem ausfuͤhrlichen Schema niederſchreiben, damit ich ſodann mit voͤlligem Behagen und Sicherheit ausfuͤhren, und an den Stellen arbeiten kann, die mich zunaͤchſt anmuthen.","norm":"Ich werde nun diese ganze Lücke, von der Helena bis zum fertigen fünften Akt, durcherfinden und in einem ausführlichen Schema niederschreiben, damit ich sodann mit völligem Behagen und Sicherheit ausführen, und an den Stellen arbeiten kann, die mich zunächst anmuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.129199981689453} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2321,"date":1836,"orig":"Dieſer Act bekommt wieder einen ganz eigenen Character, ſo daß er, wie eine fuͤr ſich beſtehende kleine Welt, das Übrige nicht beruͤhrt, und nur durch einen leiſen Bezug zu dem Vorhergehenden und Folgenden ſich dem Ganzen anſchließt.“","norm":"Dieser Akt bekommt wieder einen ganz eigenen Charakter, so dass er, wie eine für sich bestehende kleine Welt, das Übrige nicht berührt, und nur durch einen leisen Bezug zu dem Vorhergehenden und Folgenden sich dem Ganzen anschließt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.248400211334228} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2322,"date":1836,"orig":"Er wird alſo, ſagte ich, voͤllig im Character des uͤbrigen ſeyn; denn im Grunde ſind doch der Auerbachſche Keller, die Hexenkuͤche, der Blocksberg, der Reichstag, die Maskerade, das Papiergeld, das Laboratorium, die claſſiſche Walpurgisnacht, die Helena, lauter fuͤr ſich beſtehende kleine Weltenkreiſe, die, in ſich abgeſchloſſen, wohl auf einander wirken, aber doch einander wenig angehen.","norm":"Er wird also, sagte ich, völlig im Charakter des übrigen sein; denn im Grunde sind doch der Auerbachsche Keller, die Hexenküche, der Blocksberg, der Reichstag, die Maskerade, das Papiergeld, das Laboratorium, die klassische Walpurgisnacht, die Helena, lauter für sich bestehende kleine Weltenkreise, die, in sich abgeschlossen, wohl aufeinander wirken, aber doch einander wenig angehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.385799884796143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2323,"date":1836,"orig":"Dem Dichter liegt daran, eine mannigfaltige Welt auszuſprechen, und er benutzt die Fabel eines beruͤhmten Helden bloß als eine Art von durchgehender Schnur, um darauf aneinander zu reihen was er Luſt hat.","norm":"Dem Dichter liegt daran, eine mannigfaltige Welt auszusprechen, und er benutzt die Fabel eines berühmten Helden bloß als eine Art von durchgehender Schnur, um darauf aneinander zu reihen was er Lust hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.505499839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2324,"date":1836,"orig":"Es iſt mit der Odyſſee und dem Gil-Blas auch nicht anders.","norm":"Es ist mit der Odyssee und dem Gil-Blas auch nicht anders.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.124899864196777} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2325,"date":1836,"orig":"„Sie haben vollkommen Recht, ſagte Goethe; auch kommt es bey einer ſolchen Kompoſition bloß darauf an, daß die einzelnen Maſſen bedeutend und klar ſeyen, waͤhrend es als ein Ganzes immer incommenſurabel bleibt, aber eben deßwegen, gleich einem unaufgeloͤsten Problem, die Menſchen zu wiederholter Betrachtung immer wieder anlockt.“","norm":"„Sie haben vollkommen Recht, sagte Goethe; auch kommt es bei einer solchen Komposition bloß darauf an, dass die einzelnen Massen bedeutend und klar seien, während es als ein Ganzes immer inkommensurabel bleibt, aber eben deswegen, gleich einem unaufgelösten Problem, die Menschen zu wiederholter Betrachtung immer wieder anlockt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.676199913024902} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2326,"date":1836,"orig":"Ich erzaͤhlte ſodann von dem Brief eines jungen Militairs, dem ich, nebſt anderen Freunden, gerathen hatte in auslaͤndiſche Dienſte zu gehen, und der nun, da er die fremden Zuſtaͤnde nicht nach ſeinem Sinne gefunden, auf alle diejenigen ſchilt, die ihm gerathen.","norm":"Ich erzählte sodann von dem Brief eines jungen Militärs, dem ich, nebst anderen Freunden, geraten hatte in ausländische Dienste zu gehen, und der nun, da er die fremden Zustände nicht nach seinem Sinne gefunden, auf alle diejenigen schilt, die ihm geraten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5665998458862305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2327,"date":1836,"orig":"„Es iſt mit dem Rathgeben ein eigenes Ding, ſagte Goethe, und wenn man eine Weile in der Welt geſehen hat, wie die geſcheidteſten Dinge mißlingen, und das Abſurdeſte oft zu einem gluͤcklichen Ziele fuͤhrt, ſo kommt man wohl davon zuruͤck, jemanden einen Rath ertheilen zu wollen.","norm":"„Es ist mit dem Ratgeben ein eigenes Ding, sagte Goethe, und wenn man eine Weile in der Welt gesehen hat, wie die gescheitesten Dinge misslingen, und das Absurdeste oft zu einem glücklichen Ziele führt, so kommt man wohl davon zurück, jemanden einen Rat erteilen zu wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.294899940490723} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2328,"date":1836,"orig":"Im Grunde iſt es auch von dem, der einen Rath verlangt, eine Beſchraͤnktheit, und von dem, der ihn giebt, eine Anmaßung.","norm":"Im Grunde ist es auch von dem, der einen Rat verlangt, eine Beschränktheit, und von dem, der ihn gibt, eine Anmaßung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.224900007247925} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2329,"date":1836,"orig":"Man ſollte nur Rath geben in Dingen, in denen man ſelber mitwirken will.","norm":"Man sollte nur Rat geben in Dingen, in denen man selber mitwirken will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.226600170135498} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2330,"date":1836,"orig":"Bittet mich ein Anderer um guten Rath, ſo ſage ich wohl, daß ich bereit ſey ihn zu geben, jedoch nur mit dem Beding, daß er verſprechen wolle, nicht danach zu handeln.“","norm":"Bittet mich ein Anderer um guten Rat, so sage ich wohl, dass ich bereit sei ihn zu geben, jedoch nur mit dem Beding, dass er versprechen wolle, nicht danach zu handeln .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.051700115203857} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2331,"date":1836,"orig":"Das Geſpraͤch lenkte ſich auf das neue Teſtament, indem ich erzaͤhlte, daß ich die Stelle nachgeleſen wo Chriſtus auf dem Meere wandelt und Petrus ihm entgegengeht.","norm":"Das Gespräch lenkte sich auf das neue Testament, indem ich erzählte, dass ich die Stelle nachgelesen wo Christus auf dem Meere wandelt und Petrus ihm entgegengeht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3632001876831055} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2332,"date":1836,"orig":"Wenn man die Evangeliſten lange nicht geleſen, ſagte ich, ſo erſtaunt man immer wieder uͤber die ſittliche Großheit der Figuren.","norm":"Wenn man die Evangelisten lange nicht gelesen, sagte ich, so erstaunt man immer wieder über die sittliche Großheit der Figuren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.622900009155273} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2333,"date":1836,"orig":"Man findet in den hohen Anforderungen an unſere moraliſche Willenskraft auch eine Art von categoriſchem Imperativ.","norm":"Man findet in den hohen Anforderungen an unsere moralische Willenskraft auch eine Art von kategorischem Imperativ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.604899883270264} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2334,"date":1836,"orig":"„Beſonders, ſagte Goethe, finden Sie den categoriſchen Imperativ des Glaubens, welches ſodann Mahomet noch weiter getrieben hat.“","norm":"„Besonders, sagte Goethe, finden Sie den kategorischen Imperativ des Glaubens, welches sodann Mohammed noch weiter getrieben hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4039998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2335,"date":1836,"orig":"Übrigens, ſagte ich, ſind die Evangeliſten, wenn man ſie naͤher anſieht, voller Abweichungen und Widerſpruͤche, und die Buͤcher muͤſſen wunderliche Schickſale gehabt haben, ehe ſie ſo beyſammen gebracht ſind, wie wir ſie nun haben.","norm":"Übrigens, sagte ich, sind die Evangelisten, wenn man sie näher ansieht, voller Abweichungen und Widersprüche, und die Bücher müssen wunderliche Schicksale gehabt haben, ehe sie so beisammen gebracht sind, wie wir sie nun haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.046800136566162} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2336,"date":1836,"orig":"„Es iſt ein Meer auszutrinken, ſagte Goethe, wenn man ſich in eine hiſtoriſche und critiſche Unterſuchung dieſerhalb einlaͤßt.","norm":"„Es ist ein Meer auszutrinken, sagte Goethe, wenn man sich in eine historische und kritische Untersuchung dieserhalb einlässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.182600021362305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2337,"date":1836,"orig":"Man thut immer beſſer, ſich ohne Weiteres an das zu halten, was wirklich da iſt, und ſich davon anzueignen, was man fuͤr ſeine ſittliche Cultur und Staͤrkung gebrauchen kann.","norm":"Man tut immer besser, sich ohne Weiteres an das zu halten, was wirklich da ist, und sich davon anzueignen, was man für seine sittliche Kultur und Stärkung gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.710099935531616} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2338,"date":1836,"orig":"Übrigens iſt es huͤbſch, ſich die Localitaͤt deutlich zu machen, und da kann ich Ihnen nichts Beſſeres empfehlen, als das herrliche Buch von Roͤhr uͤber Palaͤſtina.","norm":"Übrigens ist es hübsch, sich die Lokalität deutlich zu machen, und da kann ich Ihnen nichts Besseres empfehlen, als das herrliche Buch von Röhr über Palästina.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.659299850463867} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2339,"date":1836,"orig":"Der verſtorbene Großherzog hatte uͤber dieſes Buch eine ſolche Freude, daß er es zweymal kaufte, indem er das erſte Exemplar, nachdem er es geleſen, der Bibliothek ſchenkte, und das andere fuͤr ſich behielt, um es immer in ſeiner Naͤhe zu haben.“","norm":"Der verstorbene Großherzog hatte über dieses Buch eine solche Freude, dass er es zweimal kaufte, indem er das erste Exemplar, nachdem er es gelesen, der Bibliothek schenkte, und das andere für sich behielt, um es immer in seiner Nähe zu haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.559099912643432} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2340,"date":1836,"orig":"Ich wunderte mich uͤber des Großherzogs Theilnahme an ſolchen Dingen.","norm":"Ich wunderte mich über des Großherzogs Teilnahme an solchen Dingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.53410005569458} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2341,"date":1836,"orig":"„Darin, ſagte Goethe, war er groß.","norm":"„Darin, sagte Goethe, war er groß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.4664998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2342,"date":1836,"orig":"Er hatte Intereſſe fuͤr Alles, wenn es einigermaßen bedeutend war, es mochte nun in ein Fach ſchlagen in welches es wollte.","norm":"Er hatte Interesse für alles, wenn es einigermaßen bedeutend war, es mochte nun in ein Fach schlagen in welches es wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9741997718811035} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2343,"date":1836,"orig":"Er war immer vorſchreitend, und was in der Zeit irgend an guten neuen Erfindungen und Einrichtungen hervortrat, ſuchte er bey ſich einheimiſch zu machen.","norm":"Er war immer vorschreitend, und was in der Zeit irgend an guten neuen Erfindungen und Einrichtungen hervortrat, suchte er bei sich einheimisch zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.689300060272217} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2344,"date":1836,"orig":"Wenn etwas mißlang, ſo war davon weiter nicht die Rede.","norm":"Wenn etwas misslang, so war davon weiter nicht die Rede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.050300121307373} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2345,"date":1836,"orig":"Ich dachte oft wie ich dieß oder jenes Verfehlte bey ihm entſchuldigen wollte, allein er ignorirte jedes Mißlingen auf die heiterſte Weiſe, und ging immer ſogleich wieder auf etwas Neues los.","norm":"Ich dachte oft wie ich dies oder jenes Verfehlte bei ihm entschuldigen wollte, allein er ignorierte jedes Misslingen auf die heiterste Weise, und ging immer sogleich wieder auf etwas Neues los.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.983500003814697} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2346,"date":1836,"orig":"Es war dieſes eine eigene Groͤße ſeines Weſens, und zwar nicht durch Bildung gewonnen, ſondern angeboren.“","norm":"Es war dieses eine eigene Größe seines Wesens, und zwar nicht durch Bildung gewonnen, sondern angeboren .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.11870002746582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2347,"date":1836,"orig":"Zum Nachtiſch betrachteten wir einige Kupfer nach neueſten Meiſtern, beſonders im landſchaftlichen Fach, wobey mit Freuden bemerkt wurde, daß daran nichts Falſches wahrzunehmen.","norm":"Zum Nachtisch betrachteten wir einige Kupfer nach neuesten Meistern, besonders im landschaftlichen Fach, wobei mit Freuden bemerkt wurde, dass daran nichts Falsches wahrzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639200210571289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2348,"date":1836,"orig":"„Es iſt ſeit Jahrhunderten ſo viel Gutes in der Welt, ſagte Goethe, daß man ſich billig nicht wundern ſollte wenn es wirkt und wieder Gutes hervorruft.“","norm":"„Es ist seit Jahrhunderten so viel Gutes in der Welt, sagte Goethe, dass man sich billig nicht wundern sollte wenn es wirkt und wieder Gutes hervorruft .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.540999889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2349,"date":1836,"orig":"Es iſt nur das Üble, ſagte ich, daß es ſo viele falſche Lehren giebt, und daß ein junges Talent nicht weiß welchem Heiligen es ſich widmen ſoll.","norm":"Es ist nur das Üble, sagte ich, dass es so viele falsche Lehren gibt, und dass ein junges Talent nicht weiß welchem Heiligen es sich widmen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.119200229644775} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2350,"date":1836,"orig":"„Davon haben wir Proben, ſagte Goethe; wir haben ganze Generationen an falſchen Maximen verloren gehen und leiden ſehen, und haben ſelber darunter gelitten.","norm":"„Davon haben wir Proben, sagte Goethe; wir haben ganze Generationen an falschen Maximen verloren gehen und leiden sehen, und haben selber darunter gelitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.678199768066406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2351,"date":1836,"orig":"Und nun in unſern Tagen die Leichtigkeit, jeden Irrthum durch den Druck ſogleich allgemein predigen zu koͤnnen!","norm":"Und nun in unseren Tagen die Leichtigkeit, jeden Irrtum durch den Druck sogleich allgemein predigen zu können!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.739699840545654} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2352,"date":1836,"orig":"Mag ein ſolcher Kunſtrichter nach einigen Jahren auch beſſer denken, und mag er auch ſeine beſſere Überzeugung oͤffentlich verbreiten, ſeine Irrlehre hat doch unterdeß gewirkt und wird auch kuͤnftig, gleich einem Schlingkraut, neben dem Guten immer fortwirken.","norm":"Mag ein solcher Kunstrichter nach einigen Jahren auch besser denken, und mag er auch seine bessere Überzeugung öffentlich verbreiten, seine Irrlehre hat doch unterdes gewirkt und wird auch künftig, gleich einem Schlingkraut, neben dem Guten immer fortwirken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.423299789428711} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2353,"date":1836,"orig":"Mein Troſt iſt nur, daß ein wirklich großes Talent nicht irre zu leiten und nicht zu verderben iſt.“","norm":"Mein Trost ist nur, dass ein wirklich großes Talent nicht irrezuleiten und nicht zu verderben ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.53980016708374} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2354,"date":1836,"orig":"Wir betrachteten die Kupfer weiter.","norm":"Wir betrachteten die Kupfer weiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.257900238037109} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2355,"date":1836,"orig":"„Es ſind wirklich gute Sachen, ſagte Goethe; Sie ſehen reine huͤbſche Talente, die was gelernt und die ſich Geſchmack und Kunſt in bedeutendem Grade angeeignet haben.","norm":"„Es sind wirklich gute Sachen, sagte Goethe; Sie sehen reine hübsche Talente, die was gelernt und die sich Geschmack und Kunst in bedeutendem Grade angeeignet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.926400184631348} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2356,"date":1836,"orig":"Allein doch fehlet dieſen Bildern allen etwas und zwar: das Maͤnnliche.","norm":"Allein doch fehlet diesen Bildern allen etwas und zwar: das Männliche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.078400135040283} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2357,"date":1836,"orig":"— Merken Sie ſich dieſes Wort und unterſtreichen Sie es.","norm":"— Merken Sie sich dieses Wort und unterstreichen Sie es.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.774499893188476} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2358,"date":1836,"orig":"Es fehlt den Bildern eine gewiſſe zudringliche Kraft, die in fruͤheren Jahrhunderten ſich uͤberall ausſprach und die dem jetzigen fehlt, und zwar nicht bloß in Werken der Malerey, ſondern auch in allen uͤbrigen Kuͤnſten.","norm":"Es fehlt den Bildern eine gewisse zudringliche Kraft, die in früheren Jahrhunderten sich überall aussprach und die dem jetzigen fehlt, und zwar nicht bloß in Werken der Malerei, sondern auch in allen übrigen Künsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.745699882507324} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2359,"date":1836,"orig":"Es lebt ein ſchwaͤcheres Geſchlecht, von dem ſich nicht ſagen laͤßt ob es ſo iſt durch die Zeugung, oder durch eine ſchwaͤchere Erziehung und Nahrung.“","norm":"Es lebt ein schwächeres Geschlecht, von dem sich nicht sagen lässt ob es so ist durch die Zeugung, oder durch eine schwächere Erziehung und Nahrung .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.198299884796143} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2360,"date":1836,"orig":"Man ſieht aber dabey, ſagte ich, wie viel in den Kuͤnſten auf eine große Perſoͤnlichkeit ankommt, die freylich in fruͤheren Jahrhunderten beſonders zu Hauſe war.","norm":"Man sieht aber dabei, sagte ich, wie viel in den Künsten auf eine große Persönlichkeit ankommt, die freilich in früheren Jahrhunderten besonders zu Hause war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.298600196838379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2361,"date":1836,"orig":"Wenn man in Venedig vor den Werken von Titian und Paul Veroneſe ſteht, ſo empfindet man den gewaltigen Geiſt dieſer Maͤnner, in ihrem erſten Aperçuͤ von dem Gegenſtande, wie in der letzten Ausfuͤhrung.","norm":"Wenn man in Venedig vor den Werken von Tizian und Paul Veronese steht, so empfindet man den gewaltigen Geist dieser Männer, in ihrem ersten Apercü von dem Gegenstande, wie in der letzten Ausführung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.256100177764893} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2362,"date":1836,"orig":"Ihr großes energiſches Empfinden hat die Glieder des ganzen Bildes durchdrungen, und dieſe hoͤhere Gewalt der kuͤnſtleriſchen Perſoͤnlichkeit dehnet unſer eigenes Weſen aus und erhebt uns uͤber uns ſelbſt wenn wir ſolche Werke betrachten.","norm":"Ihr großes energisches Empfinden hat die Glieder des ganzen Bildes durchdrungen, und diese höhere Gewalt der künstlerischen Persönlichkeit dehnet unser eigenes Wesen aus und erhebt uns über uns selbst wenn wir solche Werke betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.986299991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2363,"date":1836,"orig":"Dieſer maͤnnliche Geiſt, von dem Sie ſagen, findet ſich auch ganz beſonders in den Rubensſchen Landſchaften.","norm":"Dieser männliche Geist, von dem Sie sagen, findet sich auch ganz besonders in den Rubensschen Landschaften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.47569990158081} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2364,"date":1836,"orig":"Es ſind freylich auch nur Baͤume, Erdboden, Waſſer, Felſen und Wolken, allein ſeine kraͤftige Geſinnung iſt in die Formen gefahren, und ſo ſehen wir zwar immer die bekannte Natur, allein wir ſehen ſie von der Gewalt des Kuͤnſtlers durchdrungen und nach ſeinem Sinne von neuem hervorgebracht.","norm":"Es sind freilich auch nur Bäume, Erdboden, Wasser, Felsen und Wolken, allein seine kräftige Gesinnung ist in die Formen gefahren, und so sehen wir zwar immer die bekannte Natur, allein wir sehen sie von der Gewalt des Künstlers durchdrungen und nach seinem Sinne von neuem hervorgebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.586900234222412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2365,"date":1836,"orig":"„Allerdings, ſagte Goethe, iſt in der Kunſt und Poeſie die Perſoͤnlichkeit alles; allein doch hat es unter den Critikern und Kunſtrichtern der neueſten Zeit ſchwache Perſonagen gegeben, die dieſes nicht zugeſtehen, und die eine große Perſoͤnlichkeit, bey einem Werke der Poeſie oder Kunſt, nur als eine Art von geringer Zugabe wollten betrachtet wiſſen.","norm":"„Allerdings, sagte Goethe, ist in der Kunst und Poesie die Persönlichkeit alles; allein doch hat es unter den Kritikern und Kunstrichtern der neuesten Zeit schwache Personagen gegeben, die dieses nicht zugestehen, und die eine große Persönlichkeit, bei einem Werke der Poesie oder Kunst, nur als eine Art von geringer Zugabe wollten betrachtet wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945499897003174} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2366,"date":1836,"orig":"„Aber freylich, um eine große Perſoͤnlichkeit zu empfinden und zu ehren, muß man auch wiederum ſelber etwas ſeyn.","norm":"„Aber freilich, um eine große Persönlichkeit zu empfinden und zu ehren, muss man auch wiederum selber etwas sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.283100128173828} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2367,"date":1836,"orig":"Alle, die dem Euripides das Erhabene abgeſprochen, waren arme Heringe, und einer ſolchen Erhebung nicht faͤhig; oder ſie waren unverſchaͤmte Charlatane, die durch Anmaßlichkeit in den Augen einer ſchwachen Welt mehr aus ſich machen wollten und auch wirklich machten als ſie waren.“","norm":"Alle, die dem Euripides das Erhabene abgesprochen, waren arme Heringe, und einer solchen Erhebung nicht fähig; oder sie waren unverschämte Scharlatane, die durch Anmaßlichkeit in den Augen einer schwachen Welt mehr aus sich machen wollten und auch wirklich machten als sie waren .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.461900234222412} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2368,"date":1836,"orig":"Montag, den 14. Februar 1831.","norm":"Montag, den 14. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.9565999507904053} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2369,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2370,"date":1836,"orig":"Er hatte die Memoiren des General Rapp geleſen, wodurch das Geſpraͤch auf Napoleon kam, und welch ein Gefuͤhl die Madame Laͤtitia muͤſſe gehabt haben, ſich als Mutter ſo vieler Helden und einer ſo gewaltigen Familie zu wiſſen.","norm":"Er hatte die Memoiren des General Rapp gelesen, wodurch das Gespräch auf Napoleon kam, und welch ein Gefühl die Madame Lätitia müsse gehabt haben, sich als Mutter so vieler Helden und einer so gewaltigen Familie zu wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.748600006103516} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2371,"date":1836,"orig":"Sie hatte Napoleon, ihren zweyten Sohn, geboren als ſie achtzehn Jahr alt war und ihr Gemahl dreyundzwanzig, ſo daß alſo die friſcheſte Jugendkraft der Eltern ſeinem phyſiſchen Theile zu Gute kam.","norm":"Sie hatte Napoleon, ihren zweiten Sohn, geboren als sie achtzehn Jahr alt war und ihr Gemahl dreyundzwanzig, so dass also die frischeste Jugendkraft der Eltern seinem physischen Teile zugutekam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.227700233459473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2372,"date":1836,"orig":"Neben ihm gebiert ſie drey andere Soͤhne, alle bedeutend begabt, tuͤchtig und energiſch in weltlichen Dingen und alle mit einem gewiſſen poetiſchen Talent.","norm":"Neben ihm gebiert sie drei andere Söhne, alle bedeutend begabt, tüchtig und energisch in weltlichen Dingen und alle mit einem gewissen poetischen Talent.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332200050354004} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2373,"date":1836,"orig":"Auf ſolche vier Soͤhne folgen drey Toͤchter, und zuletzt Jerome, der am ſchwaͤchſten von Allen ausgeſtattet geweſen zu ſeyn ſcheint.","norm":"Auf solche vier Söhne folgen drei Töchter, und zuletzt Jérôme, der am schwächsten von allen ausgestattet gewesen zu sein scheint.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.059299945831299} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2374,"date":1836,"orig":"Das Talent iſt freylich nicht erblich, allein es will eine tuͤchtige phyſiſche Unterlage, und da iſt es denn keineswegs einerley, ob jemand der Erſt- oder Letztgeborene, und ob er von kraͤftigen und jungen, oder von ſchwachen und alten Eltern iſt gezeugt worden.","norm":"Das Talent ist freilich nicht erblich, allein es will eine tüchtige physische Unterlage, und da ist es denn keineswegs einerlei, ob jemand der Erst- oder Letztgeborene, und ob er von kräftigen und jungen, oder von schwachen und alten Eltern ist gezeugt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.24399995803833} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2375,"date":1836,"orig":"Merkwuͤrdig iſt, ſagte ich, daß ſich von allen Talenten das muſikaliſche am fruͤheſten zeigt, ſo daß Mozart in ſeinem fuͤnften, Beethoven in ſeinem achten, und Hummel in ſeinem neunten Jahre ſchon die naͤchſte Umgebung durch Spiel und Compoſitionen in Erſtaunen ſetzten.","norm":"Merkwürdig ist, sagte ich, dass sich von allen Talenten das Musikalische am frühesten zeigt, so dass Mozart in seinem fünften, Beethoven in seinem achten, und Hummel in seinem neunten Jahre schon die nächste Umgebung durch Spiel und Kompositionen in Erstaunen setzten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.926899909973144} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2376,"date":1836,"orig":"„Das muſikaliſche Talent, ſagte Goethe, kann ſich wohl am fruͤheſten zeigen, indem die Muſik ganz etwas Angeborenes, Inneres iſt, das von Außen keiner großen Nahrung und keiner aus dem Leben gezogenen Erfahrung bedarf.","norm":"„Das musikalische Talent, sagte Goethe, kann sich wohl am frühesten zeigen, indem die Musik ganz etwas Angeborenes, Inneres ist, das von Außen keiner großen Nahrung und keiner aus dem Leben gezogenen Erfahrung bedarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.907100200653076} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2377,"date":1836,"orig":"Aber freylich, eine Erſcheinung wie Mozart, bleibt immer ein Wunder, das nicht weiter zu erklaͤren iſt.","norm":"Aber freilich, eine Erscheinung wie Mozart, bleibt immer ein Wunder, das nicht weiter zu erklären ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.201499938964844} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2378,"date":1836,"orig":"Doch wie wollte die Gottheit uͤberall Wunder zu thun Gelegenheit finden, wenn ſie es nicht zuweilen in außerordentlichen Individuen verſuchte, die wir anſtaunen und nicht begreifen woher ſie kommen.“","norm":"Doch wie wollte die Gottheit überall Wunder zu tun Gelegenheit finden, wenn sie es nicht zuweilen in außerordentlichen Individuen versuchte, die wir anstaunen und nicht begreifen woher sie kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.492199897766113} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2379,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 15. Februar 1831.","norm":"Dienstag, den 15. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.923199892044067} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2380,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2381,"date":1836,"orig":"Ich erzaͤhle ihm vom Theater; er lobt das geſtrige Stuͤck, Heinrich III. von Duͤmas, als ganz vortrefflich, findet jedoch natuͤrlich, daß es fuͤr das Publicum nicht die rechte Speiſe geweſen.","norm":"Ich erzähle ihm vom Theater; er lobt das gestrige Stück, Heinrich III. von Dumas, als ganz vortrefflich, findet jedoch natürlich, dass es für das Publikum nicht die rechte Speise gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.504499912261963} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2382,"date":1836,"orig":"„Ich haͤtte es unter meiner Direction nicht zu bringen gewagt, ſagte er, denn ich erinnere mich noch gar wohl, was wir mit dem Standhaften Prinzen fuͤr Noth gehabt, um ihn beym Publicum einzuſchwaͤrzen, der doch noch weit menſchlicher und poetiſcher iſt und im Grunde weit naͤher liegt als Heinrich der Dritte.“","norm":"„Ich hätte es unter meiner Direktion nicht zu bringen gewagt, sagte er, denn ich erinnere mich noch gar wohl, was wir mit dem Standhaften Prinzen für Not gehabt, um ihn beim Publikum einzuschwärzen, der doch noch weit menschlicher und poetischer ist und im Grunde weit näher liegt als Heinrich der Dritte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.491899967193603} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2383,"date":1836,"orig":"Ich rede vom Groß-Cophta, den ich in dieſen Tagen abermals geleſen.","norm":"Ich rede vom Groß-Cophta, den ich in diesen Tagen abermals gelesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.391499996185303} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2384,"date":1836,"orig":"Ich gehe die einzelnen Scenen geſpraͤchsweiſe durch und ſchließe mit dem Wunſch, es einmal auf der Buͤhne zu ſehen.","norm":"Ich gehe die einzelnen Szenen gesprächsweise durch und schließe mit dem Wunsch, es einmal auf der Bühne zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.36680006980896} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2385,"date":1836,"orig":"„Es iſt mir lieb, ſagte Goethe, daß Ihnen das Stuͤck gefaͤllt, und daß Sie herausfinden, was ich hineingearbeitet habe.","norm":"„Es ist mir lieb, sagte Goethe, dass Ihnen das Stück gefällt, und dass Sie herausfinden, was ich hineingearbeitet habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.581399917602539} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2386,"date":1836,"orig":"Es war im Grunde keine geringe Operation, ein ganz reales Factum erſt poetiſch, und dann theatraliſch zu machen.","norm":"Es war im Grunde keine geringe Operation, ein ganz reales Faktum erst poetisch, und dann theatralisch zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.269000053405762} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2387,"date":1836,"orig":"Und doch werden Sie zugeben, daß das Ganze recht eigentlich fuͤr die Buͤhne gedacht iſt.","norm":"Und doch werden Sie zugeben, dass das Ganze recht eigentlich für die Bühne gedacht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.178999900817871} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2388,"date":1836,"orig":"Schiller war auch ſehr fuͤr das Stuͤck, und wir haben es einmal gegeben, wo es ſich denn fuͤr hoͤhere Menſchen wirklich brillant machte.","norm":"Schiller war auch sehr für das Stück, und wir haben es einmal gegeben, wo es sich denn für höhere Menschen wirklich brillant machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.584799766540527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2389,"date":1836,"orig":"Fuͤr das Publicum im Allgemeinen jedoch iſt es nicht; die behandelten Verbrechen behalten immer etwas Apprehenſives, wobey es den Leuten nicht heimlich iſt.","norm":"Für das Publikum im Allgemeinen jedoch ist es nicht; die behandelten Verbrechen behalten immer etwas Apprehensives, wobei es den Leuten nicht heimlich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.988699913024902} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2390,"date":1836,"orig":"Es faͤllt, ſeinem verwegenen Character nach, ganz in den Kreis der Clara Gazul, und der franzoͤſiſche Dichter koͤnnte mich wirklich beneiden, daß ich ihm ein ſo gutes Suͤjet vorweggenommen.","norm":"Es fällt, seinem verwegenen Charakter nach, ganz in den Kreis der Clara Gazul, und der französische Dichter könnte mich wirklich beneiden, dass ich ihm ein so gutes Sujet vorweggenommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.758299827575684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2391,"date":1836,"orig":"Ich ſage ein ſo gutes Suͤjet, denn im Grunde iſt es nicht bloß von ſittlicher, ſondern auch von großer hiſtoriſcher Bedeutung; das Factum geht der franzoͤſiſchen Revolution unmittelbar voran und iſt davon gewiſſermaßen das Fundament.","norm":"Ich sage ein so gutes Sujet, denn im Grunde ist es nicht bloß von sittlicher, sondern auch von großer historischer Bedeutung; das Faktum geht der Französischen Revolution unmittelbar voran und ist davon gewissermaßen das Fundament.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481900215148926} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2392,"date":1836,"orig":"Die Koͤnigin, der fatalen Halsbandsgeſchichte ſo nahe verflochten, verlor ihre Wuͤrde, ja ihre Achtung, und ſo hatte ſie denn in der Meinung des Volkes den Standpunct verloren, um unantaſtbar zu ſeyn.","norm":"Die Königin, der fatalen Halsbandsgeschichte so nahe verflochten, verlor ihre Würde, ja ihre Achtung, und so hatte sie denn in der Meinung des Volkes den Standpunkt verloren, um unantastbar zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.443999767303467} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2393,"date":1836,"orig":"Der Haß ſchadet niemanden, aber die Verachtung iſt es was den Menſchen ſtuͤrzet.","norm":"Der Hass schadet niemanden, aber die Verachtung ist es was den Menschen stürzet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486199855804443} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2394,"date":1836,"orig":"Kotzebue wurde lange gehaßt, aber damit der Dolch des Studenten ſich an ihn wagen konnte, mußten ihn gewiſſe Journale erſt veraͤchtlich machen.“","norm":"Kotzebue wurde lange gehasst, aber damit der Dolch des Studenten sich an ihn wagen konnte, mussten ihn gewisse Journale erst verächtlich machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6890997886657715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2395,"date":1836,"orig":"Donnerstag, den 17. Februar 1831.","norm":"Donnerstag, den 17. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.8306000232696533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2396,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2397,"date":1836,"orig":"Ich bringe ihm ſeinen Aufenthalt in Carlsbad vom Jahre 1807, deſſen Redaction ich am Morgen beendigt.","norm":"Ich bringe ihm seinen Aufenthalt in Karlsbad vom Jahre 1807, dessen Redaktion ich am Morgen beendigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162799835205078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2398,"date":1836,"orig":"Wir reden uͤber kluge Stellen, die darin als fluͤchtige Tagesbemerkungen vorkommen.","norm":"Wir reden über kluge Stellen, die darin als flüchtige Tagesbemerkungen vorkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.251800060272217} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2399,"date":1836,"orig":"„Man meint immer, ſagte Goethe lachend, man muͤſſe alt werden um geſcheidt zu ſeyn; im Grunde aber hat man bey zunehmenden Jahren zu thun, ſich ſo klug zu erhalten als man geweſen iſt.","norm":"„Man meint immer, sagte Goethe lachend, man müsse alt werden um gescheit zu sein; im Grunde aber hat man bei zunehmenden Jahren zu tun, sich so klug zu erhalten als man gewesen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.474800109863281} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2400,"date":1836,"orig":"Der Menſch wird in ſeinen verſchiedenen Lebensſtufen wohl ein Anderer, aber er kann nicht ſagen, daß er ein Beſſerer werde, und er kann in gewiſſen Dingen ſo gut in ſeinem zwanzigſten Jahre Recht haben, als in ſeinem ſechzigſten.“","norm":"Der Mensch wird in seinen verschiedenen Lebensstufen wohl ein Anderer, aber er kann nicht sagen, dass er ein Besserer werde, und er kann in gewissen Dingen so gut in seinem zwanzigsten Jahre Recht haben, als in seinem sechzigsten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.681299924850464} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2401,"date":1836,"orig":"„Man ſieht freylich die Welt anders in der Ebene, anders auf den Hoͤhen des Vorgebirgs, und anders auf den Gletſchern des Urgebirgs.","norm":"„Man sieht freilich die Welt anders in der Ebene, anders auf den Höhen des Vorgebirges, und anders auf den Gletschern des Urgebirges.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.75600004196167} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2402,"date":1836,"orig":"Man ſieht auf dem einen Standpunct ein Stuͤck Welt mehr als auf dem andern; aber das iſt auch alles, und man kann nicht ſagen, daß man auf dem einen mehr Recht haͤtte, als auf dem andern.","norm":"Man sieht auf dem einen Standpunkt ein Stück Welt mehr als auf dem anderen; aber das ist auch alles, und man kann nicht sagen, dass man auf dem einen mehr Recht hätte, als auf dem anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.989000082015991} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2403,"date":1836,"orig":"Wenn daher ein Schriftſteller aus verſchiedenen Stufen ſeines Lebens Denkmale zuruͤcklaͤßt, ſo kommt es vorzuͤglich darauf an, daß er ein angeborenes Fundament und Wohlwollen beſitze, daß er auf jeder Stufe rein geſehen und empfunden, und daß er ohne Nebenzwecke grade und treu geſagt habe wie er gedacht.","norm":"Wenn daher ein Schriftsteller aus verschiedenen Stufen seines Lebens Denkmale zurücklässt, so kommt es vorzüglich darauf an, dass er ein angeborenes Fundament und Wohlwollen besitze, dass er auf jeder Stufe reingesehen und empfunden, und dass er ohne Nebenzwecke gerade und treu gesagt habe wie er gedacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.819499969482422} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2404,"date":1836,"orig":"Dann wird ſein Geſchriebenes, wenn es auf der Stufe recht war, wo es entſtanden, auch ferner recht bleiben, der Autor mag ſich auch ſpaͤter entwickeln und veraͤndern wie er wolle.“","norm":"Dann wird sein Geschriebenes, wenn es auf der Stufe recht war, wo es entstanden, auch ferner recht bleiben, der Autor mag sich auch später entwickeln und verändern wie er wolle .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.11959981918335} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2405,"date":1836,"orig":"Ich gab dieſen guten Worten meine vollkommene Beyſtimmung.","norm":"Ich gab diesen guten Worten meine vollkommene Beistimmung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.106299877166748} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2406,"date":1836,"orig":"„Es kam mir in dieſen Tagen ein Blatt Maculatur in die Haͤnde, fuhr Goethe fort, das ich las.","norm":"„Es kam mir in diesen Tagen ein Blatt Makulatur in die Hände, fuhr Goethe fort, das ich las.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.765500068664551} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2407,"date":1836,"orig":"Hm! ſagte ich zu mir ſelber, was da geſchrieben ſteht, iſt gar nicht ſo unrecht, du denkſt auch nicht anders, und wuͤrdeſt es auch nicht viel anders geſagt haben.","norm":"Hm! sagte ich zu mir selber, was da geschrieben steht, ist gar nicht so unrecht, du denkst auch nicht anders, und würdest es auch nicht viel anders gesagt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8010001182556152} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2408,"date":1836,"orig":"Als ich aber das Blatt recht beſehe, war es ein Stuͤck aus meinen eigenen Werken.","norm":"Als ich aber das Blatt recht besehe, war es ein Stück aus meinen eigenen Werken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.89109992980957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2409,"date":1836,"orig":"Denn da ich immer vorwaͤrts ſtrebe, ſo vergeſſe ich was ich geſchrieben habe, wo ich denn ſehr bald in den Fall komme, meine Sachen als etwas durchaus Fremdes anzuſehen.“","norm":"Denn da ich immer vorwärtsstrebe, so vergesse ich was ich geschrieben habe, wo ich denn sehr bald in den Fall komme, meine Sachen als etwas durchaus Fremdes anzusehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.499100208282471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2410,"date":1836,"orig":"Ich erkundigte mich nach dem Fauſt und wie er vorruͤcke.","norm":"Ich erkundigte mich nach dem Faust und wie er vorrücke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.684800148010254} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2411,"date":1836,"orig":"„Der laͤßt mich nun nicht wieder los, ſagte Goethe, ich denke und erfinde taͤglich daran fort.","norm":"„Der lässt mich nun nicht wieder los, sagte Goethe, ich denke und erfinde täglich daran fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.967199802398682} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2412,"date":1836,"orig":"Ich habe nun auch das ganze Manuſcript des zweyten Theiles heute heften laſſen, damit es mir als eine ſinnliche Maſſe vor Augen ſey.","norm":"Ich habe nun auch das ganze Manuskript des zweiten Teiles heute heften lassen, damit es mir als eine sinnliche Masse vor Augen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.638000011444092} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2413,"date":1836,"orig":"Die Stelle des fehlenden vierten Actes habe ich mit weißem Papier ausgefuͤllt, und es iſt keine Frage, daß das Fertige anlocket und reizet, um das zu vollenden was noch zu thun iſt.","norm":"Die Stelle des fehlenden vierten Aktes habe ich mit weißem Papier ausgefüllt, und es ist keine Frage, dass das Fertige anlocket und reizet, um das zu vollenden was noch zu tun ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.139400005340576} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2414,"date":1836,"orig":"Es liegt in ſolchen ſinnlichen Dingen mehr als man denkt, und man muß dem Geiſtigen mit allerley Kuͤnſten zu Huͤlfe kommen.“","norm":"Es liegt in solchen sinnlichen Dingen mehr als man denkt, und man muss dem Geistigen mit allerlei Künsten zu Hilfe kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.526800155639648} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2415,"date":1836,"orig":"Goethe ließ den gehefteten neuen Fauſt hereinbringen, und ich war erſtaunt uͤber die Maſſe des Geſchriebenen, das im Manuſcript als ein guter Folioband mir vor Augen war.","norm":"Goethe ließ den gehefteten neuen Faust hereinbringen, und ich war erstaunt über die Maße des Geschriebenen, das im Manuskript als ein guter Folioband mir vor Augen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.329800128936768} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2416,"date":1836,"orig":"Es iſt doch alles, ſagte ich, ſeit den ſechs Jahren gemacht, die ich hier bin, und doch haben Sie bey dem andern Vielen, was ſeitdem geſchehen, nur ſehr wenige Zeit darauf verwenden koͤnnen.","norm":"Es ist doch alles, sagte ich, seit den sechs Jahren gemacht, die ich hier bin, und doch haben Sie bei dem anderen Vielen, was seitdem geschehen, nur sehr wenige Zeit darauf verwenden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.344200134277344} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2417,"date":1836,"orig":"Man ſieht aber wie etwas heranwaͤchſt, wenn man auch nur hin und wieder etwas hinzuthut.","norm":"Man sieht aber wie etwas heranwächst, wenn man auch nur hin und wieder etwas hinzutut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.881700038909912} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2418,"date":1836,"orig":"„Davon uͤberzeugt man ſich beſonders wenn man aͤlter wird, ſagte Goethe, waͤhrend die Jugend glaubt, es muͤſſe alles an Einem Tage geſchehen.","norm":"„Davon überzeugt man sich besonders wenn man älter wird, sagte Goethe, während die Jugend glaubt, es müsse alles an einem Tage geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.309599876403809} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2419,"date":1836,"orig":"Wenn aber das Gluͤck mir guͤnſtig iſt, und ich mich ferner wohl befinde, ſo hoffe ich in den naͤchſten Fruͤhlingsmonaten am vierten Act ſehr weit zu kommen.","norm":"Wenn aber das Glück mir günstig ist, und ich mich ferner wohl befinde, so hoffe ich in den nächsten Frühlingsmonaten am vierten Akt sehr weit zu kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.512199878692627} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2420,"date":1836,"orig":"Es war auch dieſer Act, wie Sie wiſſen, laͤngſt erfunden; allein da ſich das Übrige waͤhrend der Ausfuͤhrung ſo ſehr geſteigert hat, ſo kann ich jetzt von der fruͤheren Erfindung nur das Allgemeinſte brauchen, und ich muß nun auch dieſes Zwiſchen-Stuͤck durch neue Erfindungen ſo heranheben, daß es dem Anderen gleich werde.“","norm":"Es war auch dieser Akt, wie Sie wissen, längst erfunden; allein da sich das Übrige während der Ausführung so sehr gesteigert hat, so kann ich jetzt von der früheren Erfindung nur das Allgemeinste brauchen, und ich muss nun auch dieses Zwischen-Stück durch neue Erfindungen so heranheben, dass es dem Anderen gleich werde .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.788000106811523} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2421,"date":1836,"orig":"Es kommt doch in dieſem zweyten Theil, ſagte ich, eine weit reichere Welt zur Erſcheinung als im erſten.","norm":"Es kommt doch in diesem zweiten Teil, sagte ich, eine weit reichere Welt zur Erscheinung als im ersten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.307000160217285} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2422,"date":1836,"orig":"„Ich ſollte denken, ſagte Goethe.","norm":"„Ich sollte denken, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.912600040435791} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2423,"date":1836,"orig":"Der erſte Theil iſt faſt ganz ſubjectiv; es iſt alles aus einem befangeneren, leidenſchaftlicheren Individuum hervorgegangen, welches Halbdunkel den Menſchen auch ſo wohl thun mag.","norm":"Der erste Teil ist fast ganz subjektiv; es ist alles aus einem befangeneren, leidenschaftlicheren Individuum hervorgegangen, welches Halbdunkel den Menschen auch so wohltun mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.629899978637695} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2424,"date":1836,"orig":"Im zweyten Theile aber iſt faſt gar nichts Subjectives, es erſcheint hier eine hoͤhere, breitere, hellere, leidenſchaftsloſere Welt, und wer ſich nicht etwas umgethan und Einiges erlebt hat, wird nichts damit anzufangen wiſſen.“","norm":"Im zweiten Teile aber ist fast gar nichts Subjektives, es erscheint hier eine höhere, breitere, hellere, leidenschaftslosere Welt, und wer sich nicht etwas umgetan und einiges erlebt hat, wird nichts damit anzufangen wissen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303400039672852} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2425,"date":1836,"orig":"Es ſind darin einige Denkuͤbungen, ſagte ich, und es moͤchte auch mitunter einige Gelehrſamkeit erfordert werden.","norm":"Es sind darin einige Denkübungen, sagte ich, und es möchte auch mitunter einige Gelehrsamkeit erfordert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.308599948883057} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2426,"date":1836,"orig":"Es iſt mir nur lieb, daß ich Schellings Buͤchlein uͤber die Kabiren geleſen, und daß ich nun weiß, wohin Sie in jener famoͤſen Stelle der claſſiſchen Walpurgisnacht deuten.","norm":"Es ist mir nur lieb, dass ich Schellings Büchlein über die Kabiren gelesen, und dass ich nun weiß, wohin Sie in jener famosen Stelle der klassischen Walpurgisnacht deuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.373400211334228} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2427,"date":1836,"orig":"„Ich habe immer gefunden, ſagte Goethe lachend, daß es gut ſey etwas zu wiſſen.“","norm":"„Ich habe immer gefunden, sagte Goethe lachend, dass es gut sei etwas zu wissen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.563899993896484} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2428,"date":1836,"orig":"Freytag, den 18. Februar 1831.","norm":"Freitag, den 18. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.008800029754639} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2429,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2430,"date":1836,"orig":"Wir reden uͤber verſchiedene Regierungsformen, und es kommt zur Sprache, welche Schwierigkeiten ein zu großer Liberalismus habe, indem er die Anforderungen der Einzelnen hervorrufe, und man vor lauter Wuͤnſchen zuletzt nicht mehr wiſſe, welche man befriedigen ſolle.","norm":"Wir reden über verschiedene Regierungsformen, und es kommt zur Sprache, welche Schwierigkeiten ein zu großer Liberalismus habe, indem er die Anforderungen der Einzelnen hervorrufe, und man vor lauter Wünschen zuletzt nicht mehr wisse, welche man befriedigen solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.282199859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2431,"date":1836,"orig":"Man werde finden, daß man von oben herab mit zu großer Guͤte, Milde und moraliſcher Delicateſſe auf die Laͤnge nicht durchkomme, indem man eine gemiſchte und mitunter verruchte Welt zu behandeln und in Reſpect zu erhalten habe.","norm":"Man werde finden, dass man von oben herab mit zu großer Güte, milde und moralischer Delikatesse auf die Länge nicht durchkomme, indem man eine gemischte und mitunter verruchte Welt zu behandeln und in Respekt zu erhalten habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.486400127410889} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2432,"date":1836,"orig":"Es wird zugleich erwaͤhnt, daß das Regierungsgeſchaͤft ein ſehr großes Metier ſey, das den ganzen Menſchen verlange, und daß es daher nicht gut, wenn ein Regent zu große Nebenrichtungen, wie z. B. eine vorwaltende Tendenz zu den Kuͤnſten habe, wodurch nicht allein das Intereſſe des Fuͤrſten, ſondern auch die Kraͤfte des Staates gewiſſen noͤthigeren Dingen entzogen wuͤrden.","norm":"Es wird zugleich erwähnt, dass das Regierungsgeschäft ein sehr großes Metier sei, das den ganzen Menschen verlange, und dass es daher nicht gut, wenn ein Regent zu große Nebenrichtungen, wie z. B. eine vorwaltende Tendenz zu den Künsten habe, wodurch nicht allein das Interesse des Fürsten, sondern auch die Kräfte des Staates gewissen nötigeren Dingen entzogen würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.04580020904541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2433,"date":1836,"orig":"Eine vorwaltende Neigung zu den Kuͤnſten ſey mehr die Sache reicher Privatleute.","norm":"Eine vorwaltende Neigung zu den Künsten sei mehr die Sache reicher Privatleute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.224100112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2434,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte mir ſodann, daß ſeine Metamorphoſe der Pflanzen mit Sorets Überſetzung gut vorruͤcke, und daß ihm bey der jetzigen nachtraͤglichen Bearbeitung dieſes Gegenſtandes, beſonders der Spirale, ganz unerwartet guͤnſtige Dinge von Außen zu Huͤlfe kommen.","norm":"Goethe erzählte mir sodann, dass seine Metamorphose der Pflanzen mit Sorets Übersetzung gut vorrücke, und dass ihm bei der jetzigen nachträglichen Bearbeitung dieses Gegenstandes, besonders der Spirale, ganz unerwartet günstige Dinge von Außen zu Hilfe kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827899932861328} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2435,"date":1836,"orig":"„Wir beſchaͤftigen uns, ſagte er, wie Sie wiſſen, mit dieſer Überſetzung ſchon laͤnger als ſeit einem Jahre, es ſind tauſend Hinderniſſe dazwiſchen getreten, das Unternehmen hat oft ganz widerwaͤrtig geſtockt, und ich habe es oft im Stillen verwuͤnſcht.","norm":"„Wir beschäftigen uns, sagte er, wie Sie wissen, mit dieser Übersetzung schon länger als seit einem Jahre, es sind tausend Hindernisse dazwischen getreten, das Unternehmen hat oft ganz widerwärtig gestockt, und ich habe es oft im Stillen verwünscht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.468299865722656} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2436,"date":1836,"orig":"Nun aber komme ich in den Fall alle dieſe Hinderniſſe zu verehren, indem im Laufe dieſer Zoͤgerungen, außerhalb, bey andern trefflichen Menſchen, Dinge herangereift ſind, die jetzt als das ſchoͤnſte Waſſer auf meine Muͤhle, mich uͤber alle Begriffe weiter bringen, und meiner Arbeit einen Abſchluß erlangen laſſen, wie es vor einem Jahre nicht waͤre denkbar geweſen.","norm":"Nun aber komme ich in den Fall alle diese Hindernisse zu verehren, indem im Laufe dieser Zögerungen, außerhalb, bei anderen trefflichen Menschen, Dinge herangereift sind, die jetzt als das schönste Wasser auf meine Mühle, mich über alle Begriffe weiter bringen, und meiner Arbeit einen Abschluss erlangen lassen, wie es vor einem Jahre nicht wäre denkbar gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095600128173828} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2437,"date":1836,"orig":"Dergleichen iſt mir in meinem Leben oͤfter begegnet, und man kommt dahin, in ſolchen Faͤllen an eine hoͤhere Einwirkung, an etwas Daͤmoniſches zu glauben, das man anbetet, ohne ſich anzumaßen es weiter erklaͤren zu wollen.“","norm":"Dergleichen ist mir in meinem Leben öfter begegnet, und man kommt dahin, in solchen Fällen an eine höhere Einwirkung, an etwas Dämonisches zu glauben, das man anbetet, ohne sich anzumaßen es weiter erklären zu wollen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.834199905395508} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2438,"date":1836,"orig":"Sonnabend, den 19. Februar 1831.","norm":"Sonnabend, den 19. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.753599882125854} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2439,"date":1836,"orig":"Bey Goethe zu Tiſch mit Hofrath Vogel.","norm":"Bei Goethe zu Tisch mit Hofrat Vogel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.528900146484375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2440,"date":1836,"orig":"Goethen war eine Brochuͤre uͤber die Inſel Helgoland zugekommen, worin er mit großem Intereſſe las und uns das Weſentlichſte daraus mittheilte.","norm":"Goethen war eine Brochüre über die Insel Helgoland zugekommen, worin er mit großem Interesse las und uns das Wesentlichste daraus mitteilte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.250199794769287} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2441,"date":1836,"orig":"Nach den Geſpraͤchen uͤber eine ſo eigenthuͤmliche Localitaͤt kamen aͤrztliche Dinge an die Reihe, und Vogel erzaͤhlte, als das Neueſte des Tages, von den natuͤrlichen Blattern, die, trotz aller Impfung, mit einem Male wieder in Eiſenach hervorgebrochen ſeyen und in kurzer Zeit bereits viele Menſchen hingerafft haͤtten.","norm":"Nach den Gesprächen über eine so eigentümliche Lokalität kamen ärztliche Dinge an die Reihe, und Vogel erzählte, als das Neueste des Tages, von den natürlichen Blattern, die, trotz aller Impfung, mit einem Male wieder in Eisenach hervorgebrochen seien und in kurzer Zeit bereits viele Menschen hingerafft hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.511199951171875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2442,"date":1836,"orig":"„Die Natur, ſagte Vogel, ſpielt einem doch immer einmal wieder einen Streich, und man muß ſehr aufpaſſen, wenn eine Theorie gegen ſie ausreichen ſoll.","norm":"„Die Natur, sagte Vogel, spielt einem doch immer einmal wieder einen Streiche, und man muss sehr aufpassen, wenn eine Theorie gegen sie ausreichen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.497600078582764} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2443,"date":1836,"orig":"Man hielt die Schutzblattern ſo ſicher und ſo untruͤglich, daß man ihre Einimpfung zum Geſetz machte.","norm":"Man hielt die Schutzblattern so sicher und so untrüglich, dass man ihre Einimpfung zum Gesetz machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.499300003051758} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2444,"date":1836,"orig":"Nun aber dieſer Vorfall in Eiſenach, wo die Geimpften von den natuͤrlichen dennoch befallen worden, macht die Unfehlbarkeit der Schutzblattern verdaͤchtig und ſchwaͤcht die Motive fuͤr das Anſehen des Geſetzes.“","norm":"Nun aber dieser Vorfall in Eisenach, wo die Geimpften von den natürlichen dennoch befallen worden, macht die Unfehlbarkeit der Schutzblattern verdächtig und schwächt die Motive für das Ansehen des Gesetzes .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.082799911499023} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2445,"date":1836,"orig":"„Dennoch aber, ſagte Goethe, bin ich dafuͤr, daß man von dem ſtrengen Gebot der Impfung auch ferner nicht abgehe, indem ſolche kleine Ausnahmen gegen die unuͤberſehbaren Wohlthaten des Geſetzes gar nicht in Betracht kommen.“","norm":"„Dennoch aber, sagte Goethe, bin ich dafür, dass man von dem strengen Gebot der Impfung auch ferner nicht abgehe, indem solche kleine Ausnahmen gegen die unübersehbaren Wohltaten des Gesetzes gar nicht in Betracht kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.743199825286865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2446,"date":1836,"orig":"„Ich bin auch der Meinung, ſagte Vogel, und moͤchte ſogar behaupten, daß in allen ſolchen Faͤllen, wo die Schutzblattern vor den natuͤrlichen nicht geſichert, die Impfung mangelhaft geweſen iſt.","norm":"„Ich bin auch der Meinung, sagte Vogel, und möchte sogar behaupten, dass in allen solchen Fällen, wo die Schutzblattern vor den natürlichen nicht gesichert, die Impfung mangelhaft gewesen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4878997802734375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2447,"date":1836,"orig":"Soll naͤmlich die Impfung ſchuͤtzen, ſo muß ſie ſo ſtark ſeyn, daß Fieber entſteht; ein bloßer Hautreiz ohne Fieber ſchuͤtzt nicht.","norm":"Soll nämlich die Impfung schützen, so muss sie so stark sein, dass Fieber entsteht; ein bloßer Hautreiz ohne Fieber schützt nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.122900009155273} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2448,"date":1836,"orig":"Ich habe daher heute in der Seſſion den Vorſchlag gethan, eine verſtaͤrkte Impfung der Schutzblattern allen im Lande damit Beauftragten zur Pflicht zu machen.“","norm":"Ich habe daher heute in der Session den Vorschlag getan, eine verstärkte Impfung der Schutzblattern allen im Lande damit Beauftragten zur Pflicht zu machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183400154113769} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2449,"date":1836,"orig":"„Ich hoffe daß Ihr Vorſchlag durchgegangen iſt, ſagte Goethe, ſo wie ich immer dafuͤr bin, ſtrenge auf ein Geſetz zu halten, zumal in einer Zeit wie die jetzige, wo man aus Schwaͤche und uͤbertriebener Liberalitaͤt uͤberall mehr nachgiebt als billig.“","norm":"„Ich hoffe dass Ihr Vorschlag durchgegangen ist, sagte Goethe, so wie ich immer dafür bin, strenge auf ein Gesetz zu halten, zumal in einer Zeit wie die jetzige, wo man aus Schwäche und übertriebener Liberalität überall mehr nachgibt als billig .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.678599834442139} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2450,"date":1836,"orig":"Es kam ſodann zur Sprache, daß man jetzt auch in der Zurechnungsfaͤhigkeit der Verbrecher anfange weich und ſchlaff zu werden, und daß aͤrztliche Zeugniſſe und Gutachten oft dahingehen, dem Verbrecher an der verwirkten Strafe vorbey zu helfen.","norm":"Es kam sodann zur Sprache, dass man jetzt auch in der Zurechnungsfähigkeit der Verbrecher anfange weich und schlaff zu werden, und dass ärztliche Zeugnisse und Gutachten oft dahingehen, dem Verbrecher an der verwirkten Strafe vorbeizuhelfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.387800216674805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2451,"date":1836,"orig":"Bey dieſer Gelegenheit lobte Vogel einen jungen Phyſikus, der in aͤhnlichen Faͤllen immer Character zeige, und der noch kuͤrzlich, bey dem Zweifel eines Gerichtes, ob eine gewiſſe Kindesmoͤrderin fuͤr zurechnungsfaͤhig zu halten, ſein Zeugniß dahin ausgeſtellt habe, daß ſie es allerdings ſey.","norm":"Bei dieser Gelegenheit lobte Vogel einen jungen Physikus, der in ähnlichen Fällen immer Charakter zeige, und der noch kürzlich, bei dem Zweifel eines Gerichtes, ob eine gewisse Kindesmörderin für zurechnungsfähig zu halten, sein Zeugnis dahin ausgestellt habe, dass sie es allerdings sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.035699844360352} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2452,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 20. Februar 1831.","norm":"Sonntag, den 20. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.431600093841553} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2453,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2454,"date":1836,"orig":"Er eroͤffnet mir, daß er meine Beobachtung uͤber die blauen Schatten im Schnee, daß ſie naͤmlich aus dem Wiederſchein des blauen Himmels entſtehen, gepruͤft habe und fuͤr richtig anerkenne.","norm":"Er eröffnet mir, dass er meine Beobachtung über die blauen Schatten im Schnee, dass sie nämlich aus dem Widerschein des blauen Himmels entstehen, geprüft habe und für richtig anerkenne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.535200119018555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2455,"date":1836,"orig":"„Es kann jedoch Beydes zugleich wirken, ſagte er, und die durch das gelbliche Licht erregte Forderung kann die blaue Erſcheinung verſtaͤrken.“","norm":"„Es kann jedoch beides zugleich wirken, sagte er, und die durch das gelbliche Licht erregte Forderung kann die blaue Erscheinung verstärken .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.365300178527832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2456,"date":1836,"orig":"Ich gebe dieſes vollkommen zu, und freue mich daß Goethe mir endlich beyſtimmet.","norm":"Ich gebe dieses vollkommen zu, und freue mich dass Goethe mir endlich beistimmet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1940999031066895} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2457,"date":1836,"orig":"Es aͤrgert mich nur, ſagte ich, daß ich meine Farbenbeobachtungen am Monteroſa und Montblanc nicht an Ort und Stelle im Detail niedergeſchrieben habe.","norm":"Es ärgert mich nur, sagte ich, dass ich meine Farbenbeobachtungen am Monterosa und Montblanc nicht an Ort und Stelle im Detail niedergeschrieben habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.133699893951416} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2458,"date":1836,"orig":"Das Hauptreſultat jedoch war, daß in einer Entfernung von achtzehn bis zwanzig Stunden, Mittags bei der helleſten Sonne, der Schnee gelb, ja roͤthlich gelb erſchien, waͤhrend die ſchneefreyen dunkelen Theile des Gebirgs im entſchiedenſten Blau heruͤberſahen.","norm":"Das Hauptresultat jedoch war, dass in einer Entfernung von achtzehn bis zwanzig Stunden, Mittags bei der hellsten Sonne, der Schnee gelb, ja rötlich gelb erschien, während die Schneefreien dunklen Teile des Gebirges im entschiedensten Blau herübersahen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.628799915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2459,"date":1836,"orig":"Das Phaͤnomen uͤberraſchte mich nicht, indem ich mir haͤtte vorherſagen koͤnnen, daß die gehoͤrige Maſſe von zwiſchenliegender Truͤbe dem, die Mittagsſonne reflectirenden, weißen Schnee einen tiefgelben Ton geben wuͤrde; aber das Phaͤnomen freute mich beſonders aus dem Grunde, weil es die irrige Anſicht einiger Naturforſcher, daß die Luft eine blaufaͤrbende Eigenſchaft beſitze, ſo ganz entſchieden widerlegt.","norm":"Das Phänomen überraschte mich nicht, indem ich mir hätte vorhersagen können, dass die gehörige Masse von zwischenliegender Trübe dem, die Mittagssonne reflektierenden, weißen Schnee einen tiefgelben Ton geben würde; aber das Phänomen freute mich besonders aus dem Grunde, weil es die irrige Ansicht einiger Naturforscher, dass die Luft eine blaufärbende Eigenschaft besitze, so ganz entschieden widerlegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.093200206756592} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2460,"date":1836,"orig":"Denn waͤre die Luft in ſich blaͤulich, ſo haͤtte eine Maſſe von zwanzig Stunden, wie ſie zwiſchen mir und dem Monteroſa lag, den Schnee muͤſſen hellblau oder weißblaͤulich durchſcheinen laſſen, aber nicht gelb und gelbroͤthlich.","norm":"Denn wäre die Luft in sich bläulich, so hätte eine Masse von zwanzig Stunden, wie sie zwischen mir und dem Monterosa lag, den Schnee müssen hellblau oder weißbläulich durchscheinen lassen, aber nicht gelb und gelbrötlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.38670015335083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2461,"date":1836,"orig":"„Die Beobachtung, ſagte Goethe, iſt von Bedeutung und widerlegt jenen Irrthum durchaus.“","norm":"„Die Beobachtung, sagte Goethe, ist von Bedeutung und widerlegt jenen Irrtum durchaus .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.532800197601318} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2462,"date":1836,"orig":"Im Grunde, ſagte ich, iſt die Lehre vom Truͤben ſehr einfach, ſo daß man gar zu leicht zu dem Glauben verfuͤhrt wird, man koͤnne ſie einem Andern in wenig Tagen und Stunden uͤberliefern.","norm":"Im Grunde, sagte ich, ist die Lehre vom Trüben sehr einfach, so dass man gar zu leicht zu dem Glauben verführt wird, man könne sie einem Anderen in wenig Tagen und Stunden überliefern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.004799842834473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2463,"date":1836,"orig":"Das Schwierige aber iſt, nun mit dem Geſetz zu operiren und ein Urphaͤnomen in tauſendfaͤltig bedingten und verhuͤllten Erſcheinungen immer wieder zu erkennen.","norm":"Das Schwierige aber ist, nun mit dem Gesetz zu operieren und ein Urphänomen in tausendfältig bedingten und verhüllten Erscheinungen immer wiederzuerkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.691400051116943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2464,"date":1836,"orig":"„Ich moͤchte es dem Whiſt vergleichen, ſagte Goethe, deſſen Geſetze und Regeln auch gar leicht zu uͤberliefern ſind, das man aber ſehr lange geſpielt haben muß, um darin ein Meiſter zu ſeyn.","norm":"„Ich möchte es dem Whist vergleichen, sagte Goethe, dessen Gesetze und Regeln auch gar leicht zu überliefern sind, das man aber sehr lange gespielt haben muss, um darin ein Meister zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.736800193786621} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2465,"date":1836,"orig":"Überhaupt lernet niemand etwas durch bloßes Anhoͤren, und wer ſich in gewiſſen Dingen nicht ſelbſt thaͤtig bemuͤhet, weiß die Sachen nur oberflaͤchlich und halb.“","norm":"Überhaupt lernet niemand etwas durch bloßes Anhören, und wer sich in gewissen Dingen nicht selbst tätig bemühet, weiß die Sachen nur oberflächlich und halb .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.759500026702881} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2466,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte mir ſodann von dem Buche eines jungen Phyſikers, das er loben muͤſſe, wegen der Klarheit mit der es geſchrieben, und dem er die teleologiſche Richtung gerne nachſehe.","norm":"Goethe erzählte mir sodann von dem Buche eines jungen Physikers, das er loben müsse, wegen der Klarheit mit der es geschrieben, und dem er die teleologische Richtung gerne nachsehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64709997177124} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2467,"date":1836,"orig":"„Es iſt dem Menſchen natuͤrlich, ſagte Goethe, ſich als das Ziel der Schoͤpfung zu betrachten, und alle uͤbrigen Dinge nur in Bezug auf ſich, und in ſo fern ſie ihm dienen und nuͤtzen.","norm":"„Es ist dem Menschen natürlich, sagte Goethe, sich als das Ziel der Schöpfung zu betrachten, und alle übrigen Dinge nur in Bezug auf sich, und insofern sie ihm dienen und nützen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.927799940109253} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2468,"date":1836,"orig":"Er bemaͤchtiget ſich der vegetabiliſchen und animaliſchen Welt, und, indem er andere Geſchoͤpfe als paſſende Nahrung verſchlingt, erkennet er ſeinen Gott, und preiſet deſſen Guͤte, die ſo vaͤterlich fuͤr ihn geſorget.","norm":"Er bemächtiget sich der vegetabilischen und animalischen Welt, und, indem er andere Geschöpfe als passende Nahrung verschlingt, erkennt er seinen Gott, und preiset dessen Güte, die so väterlich für ihn gesorgt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.395400047302246} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2469,"date":1836,"orig":"Der Kuh nimmt er die Milch, der Biene den Honig, dem Schaf die Wolle, und indem er den Dingen einen ihm nuͤtzlichen Zweck giebt, glaubt er auch daß ſie dazu ſind geſchaffen worden.","norm":"Der Kuh nimmt er die Milch, der Biene den Honig, dem Schaf die Wolle, und indem er den Dingen einen ihm nützlichen Zweck gibt, glaubt er auch dass sie dazu sind geschaffen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.976700067520141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2470,"date":1836,"orig":"Ja er kann ſich nicht denken, daß nicht auch das kleinſte Kraut fuͤr ihn da ſey, und wenn er deſſen Nutzen noch gegenwaͤrtig nicht erkannt hat, ſo glaubt er doch, daß ſolches ſich kuͤnftig ihm gewiß entdecken werde.“","norm":"Ja er kann sich nicht denken, dass nicht auch das kleinste Kraut für ihn da sei, und wenn er dessen Nutzen noch gegenwärtig nicht erkannt hat, so glaubt er doch, dass solches sich künftig ihm gewiss entdecken werde .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.287399768829346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2471,"date":1836,"orig":"„Und wie der Menſch nun im Allgemeinen denkt, ſo denkt er auch im Beſondern, und er unterlaͤßt nicht, ſeine gewohnte Anſicht aus dem Leben auch in die Wiſſenſchaft zu tragen, und auch bey den einzelnen Theilen eines organiſchen Weſens nach deren Zweck und Nutzen zu fragen.“","norm":"„Und wie der Mensch nun im Allgemeinen denkt, so denkt er auch im Besonderen, und er unterlässt nicht, seine gewohnte Ansicht aus dem Leben auch in die Wissenschaft zu tragen, und auch bei den einzelnen Teilen eines organischen Wesens nach deren Zweck und Nutzen zu fragen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.520999908447265} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2472,"date":1836,"orig":"„Dieß mag auch eine Weile gehen, und er mag auch in der Wiſſenſchaft eine Weile damit durchkommen; allein gar bald wird er auf Erſcheinungen ſtoßen, wo er mit einer ſo kleinen Anſicht nicht ausreicht, und wo er, ohne hoͤheren Halt, ſich in lauter Widerſpruͤchen verwickelt.“","norm":"„Dies mag auch eine Weile gehen, und er mag auch in der Wissenschaft eine Weile damit durchkommen; allein gar bald wird er auf Erscheinungen stoßen, wo er mit einer so kleinen Ansicht nicht ausreicht, und wo er, ohne höheren Halt, sich in lauter Widersprüchen verwickelt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.552499771118164} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2473,"date":1836,"orig":"„Solche Nuͤtzlichkeitslehrer ſagen wohl: der Ochſe habe Hoͤrner um ſich damit zu wehren.","norm":"„Solche Nützlichkeitslehrer sagen wohl: der Ochse habe Hörner um sich damit zu wehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.71589994430542} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2474,"date":1836,"orig":"Nun frage ich aber: warum hat das Schaf keine? und, wenn es welche hat, warum ſind ſie ihm um die Ohren gewickelt, ſo daß ſie ihm zu nichts dienen?“","norm":"Nun frage ich aber: warum hat das Schaf keine? und, wenn es welche hat, warum sind sie ihm um die Ohren gewickelt, so dass sie ihm zu nichts dienen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.897599935531616} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2475,"date":1836,"orig":"„Etwas Anderes aber iſt es, wenn ich ſage: der Ochſe wehrt ſich mit ſeinen Hoͤrnern weil er ſie hat.“","norm":"„Etwas Anderes aber ist es, wenn ich sage: Der Ochse wehrt sich mit seinen Hörnern weil er sie hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9783999919891357} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2476,"date":1836,"orig":"„Die Frage nach dem Zweck, die Frage warum?","norm":"„Die Frage nach dem Zweck, die Frage warum?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.994100093841552} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2477,"date":1836,"orig":"iſt durchaus nicht wiſſenſchaftlich.","norm":"ist durchaus nicht wissenschaftlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.642000198364258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2478,"date":1836,"orig":"Etwas weiter aber kommt man mit der Frage Wie? —","norm":"Etwas weiter aber kommt man mit der Frage wie? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.301199913024902} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2479,"date":1836,"orig":"Denn wenn ich frage: wie hat der Ochſe Hoͤrner?","norm":"Denn wenn ich frage: wie hat der Ochse Hörner?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.992100000381469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2480,"date":1836,"orig":"ſo fuͤhret mich das auf die Betrachtung ſeiner Organiſation, und belehret mich zugleich, warum der Loͤwe keine Hoͤrner hat und haben kann.“","norm":"so führt mich das auf die Betrachtung seiner Organisation, und belehret mich zugleich, warum der Löwe keine Hörner hat und haben kann .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.94890022277832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2481,"date":1836,"orig":"„So hat der Menſch in ſeinem Schaͤdel zwey unausgefuͤllte hohle Stellen.","norm":"„So hat der Mensch in seinem Schädel zwei unausgefüllte hohle Stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.577000141143799} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2482,"date":1836,"orig":"Die Frage Warum? wuͤrde hier nicht weit reichen, wogegen aber die Frage Wie?","norm":"Die Frage warum? würde hier nicht weit reichen, wogegen aber die Frage wie?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172200202941894} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2483,"date":1836,"orig":"mich belehret, daß dieſe Hoͤhlen Reſte des thieriſchen Schaͤdels ſind, die ſich bey ſolchen geringeren Organiſationen in ſtaͤrkerem Maße befinden, und die ſich beym Menſchen, trotz ſeiner Hoͤhe, noch nicht ganz verloren haben.“","norm":"mich belehret, dass diese Höhlen Reste des tierischen Schädels sind, die sich bei solchen geringeren Organisationen in stärkerem Maße befinden, und die sich beim Menschen, trotz seiner Höhe, noch nicht ganz verloren haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.67140007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2484,"date":1836,"orig":"„Die Nuͤtzlichkeitslehrer wuͤrden glauben ihren Gott zu verlieren, wenn ſie nicht den anbeten ſollen, der dem Ochſen die Hoͤrner gab, damit er ſich vertheidige.","norm":"„Die Nützlichkeitslehrer würden glauben ihren Gott zu verlieren, wenn sie nicht den anbeten sollen, der dem Ochsen die Hörner gab, damit er sich verteidige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.365699768066406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2485,"date":1836,"orig":"Mir aber moͤge man erlauben, daß ich den verehre, der in dem Reichthum ſeiner Schoͤpfung ſo groß war, nach tauſendfaͤltigen Pflanzen noch eine zu machen, worin alle uͤbrigen enthalten, und nach tauſendfaͤltigen Thieren ein Weſen das ſie alle enthaͤlt: den Menſchen.“","norm":"Mir aber möge man erlauben, dass ich den verehre, der in dem Reichtum seiner Schöpfung so groß war, nach tausendfältigen Pflanzen noch eine zu machen, worin alle übrigen enthalten, und nach tausendfältigen Tieren ein Wesen das sie alle enthält: den Menschen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.453800201416016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2486,"date":1836,"orig":"„Man verehre ferner den, der dem Vieh ſein Futter giebt und dem Menſchen Speiſe und Trank ſo viel er genießen mag.","norm":"„Man verehre ferner den, der dem Vieh sein Futter gibt und dem Menschen Speise und Trank so viel er genießen mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.208000183105469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2487,"date":1836,"orig":"Ich aber bete den an, der eine ſolche Productionskraft in die Welt gelegt hat, daß, wenn nur der millionteſte Theil davon ins Leben tritt, die Welt von Geſchoͤpfen wimmelt, ſo daß Krieg, Peſt, Waſſer und Brand ihr nichts anzuhaben vermoͤgen.","norm":"Ich aber bete den an, der eine solche Produktionskraft in die Welt gelegt hat, dass, wenn nur der Millionteste Teil davon ins Leben tritt, die Welt von Geschöpfen wimmelt, so dass Krieg, Pest, Wasser und Brand ihr nichts anzuhaben vermögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.242599964141846} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2488,"date":1836,"orig":"Das iſt mein Gott! —“","norm":"Das ist mein Gott! —“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105999946594238} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2489,"date":1836,"orig":"Montag, den 21. Februar 1831.","norm":"Montag, den 21. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.910500049591064} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2490,"date":1836,"orig":"Goethe lobte ſehr die neueſte Rede von Schelling, womit dieſer die Muͤnchener Studenten beruhigt.","norm":"Goethe lobte sehr die neueste Rede von Schelling, womit dieser die Münchener Studenten beruhigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317999839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2491,"date":1836,"orig":"„Die Rede, ſagte er, iſt durch und durch gut, und man freuet ſich einmal wieder uͤber das vorzuͤgliche Talent, das wir lange kannten und verehrten.","norm":"„Die Rede, sagte er, ist durch und durch gut, und man freuet sich einmal wieder über das vorzügliche Talent, das wir lange kannten und verehrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.744499921798706} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2492,"date":1836,"orig":"Es war in dieſem Falle ein trefflicher Gegenſtand und ein redlicher Zweck, wo ihm denn das Vorzuͤglichſte gelungen iſt.","norm":"Es war in diesem Falle ein trefflicher Gegenstand und ein redlicher Zweck, wo ihm denn das Vorzüglichste gelungen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.219600200653076} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2493,"date":1836,"orig":"Koͤnnte man von dem Gegenſtande und Zweck ſeiner Kabirenſchrift daſſelbige ſagen, ſo wuͤrden wir ihn auch da ruͤhmen muͤſſen, denn ſeine rhetoriſchen Talente und Kuͤnſte hat er auch da bewieſen.“","norm":"Könnte man von dem Gegenstande und Zweck seiner Kabirenschrift dasselbe sagen, so würden wir ihn auch da rühmen müssen, denn seine rhetorischen Talente und Künste hat er auch da bewiesen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813300132751465} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2494,"date":1836,"orig":"Schellings Kabiren brachten das Geſpraͤch auf die claſſiſche Walpurgisnacht, und wie ſich dieſe von den Brockenſcenen des erſten Theiles unterſcheide.","norm":"Schellings Kabiren brachten das Gespräch auf die klassische Walpurgisnacht, und wie sich diese von den Brockenscene des ersten Teiles unterscheide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.71619987487793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2495,"date":1836,"orig":"„Die alte Walpurgisnacht, ſagte Goethe, iſt monarchiſch, indem der Teufel dort uͤberall als entſchiedenes Oberhaupt reſpectirt wird.","norm":"„Die alte Walpurgisnacht, sagte Goethe, ist monarchisch, indem der Teufel dort überall als entschiedenes Oberhaupt respektiert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.484000205993652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2496,"date":1836,"orig":"Die claſſiſche aber iſt durchaus republikaniſch, indem Alles in der Breite neben einander ſteht, ſo daß der Eine ſo viel gilt wie der Andere, und niemand ſich ſubordinirt und ſich um den Andern bekuͤmmert.“","norm":"Die klassische aber ist durchaus republikanisch, indem alles in der Breite nebeneinander steht, so dass der Eine so viel gilt wie der Andere, und niemand sich subordiniert und sich um den Anderen bekümmert .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.70389986038208} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2497,"date":1836,"orig":"Auch, ſagte ich, ſondert ſich in der claſſiſchen alles in ſcharf umriſſene Individualitaͤten, waͤhrend auf dem deutſchen Blocksberg jedes Einzelne ſich in eine allgemeine Hexenmaſſe aufloͤſet.","norm":"Auch, sagte ich, sondert sich in der klassischen alles in scharf umrissene Individualitäten, während auf dem deutschen Blocksberg jedes Einzelne sich in eine allgemeine Hexenmasse auflöst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.500999927520752} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2498,"date":1836,"orig":"„Deßhalb, ſagte Goethe, weiß auch der Mephiſtopheles, was es zu bedeuten hat, wenn der Homunculus ihm von theſſaliſchen Hexen redet.","norm":"„Deshalb, sagte Goethe, weiß auch der Mephistopheles, was es zu bedeuten hat, wenn der Homunculus ihm von thessalischen Hexen redet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7385001182556152} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2499,"date":1836,"orig":"Ein guter Kenner des Alterthums wird bey dem Wort theſſaliſche Hexen ſich auch Einiges zu denken vermoͤgen, waͤhrend es dem Ungelehrten ein bloßer Name bleibt.“","norm":"Ein guter Kenner des Altertums wird bei dem Wort thessalische Hexen sich auch einiges zu denken vermögen, während es dem Ungelehrten ein bloßer Name bleibt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741099834442139} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2500,"date":1836,"orig":"Das Alterthum, ſagte ich, mußte Ihnen doch ſehr lebendig ſeyn, um alle jene Figuren wieder ſo friſch ins Leben treten zu laſſen, und ſie mit ſolcher Freyheit zu gebrauchen und zu behandeln, wie Sie es gethan haben.","norm":"Das Altertum, sagte ich, musste Ihnen doch sehr lebendig sein, um alle jene Figuren wieder so frisch ins Leben treten zu lassen, und sie mit solcher Freiheit zu gebrauchen und zu behandeln, wie Sie es getan haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.013599872589111} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2501,"date":1836,"orig":"„Ohne eine lebenslaͤngliche Beſchaͤftigung mit der bildenden Kunſt, ſagte Goethe, waͤre es mir nicht moͤglich geweſen.","norm":"„Ohne eine lebenslängliche Beschäftigung mit der bildenden Kunst, sagte Goethe, wäre es mir nicht möglich gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.009799957275391} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2502,"date":1836,"orig":"Das Schwierige indeſſen war, ſich bey ſo großer Fuͤlle maͤßig zu halten, und alle ſolche Figuren abzulehnen, die nicht durchaus zu meiner Intention paßten.","norm":"Das Schwierige indessen war, sich bei so großer Fülle mäßig zu halten, und alle solche Figuren abzulehnen, die nicht durchaus zu meiner Intention passten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.795100212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2503,"date":1836,"orig":"So habe ich z. B. von dem Minotaurus, den Harpyen, und einigen andern Ungeheuern, keinen Gebrauch gemacht.“","norm":"So habe ich z. B. von dem Minotaurus, den Harpyen, und einigen anderen Ungeheuren, keinen Gebrauch gemacht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.214200019836426} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2504,"date":1836,"orig":"Aber was Sie in jener Nacht erſcheinen laſſen, ſagte ich, iſt alles ſo zuſammengehoͤrig und ſo gruppirt, daß man es ſich in der Einbildungskraft leicht und gerne zuruͤckruft und alles willig ein Bild macht.","norm":"Aber was Sie in jener Nacht erscheinen lassen, sagte ich, ist alles so zusammengehörig und so gruppiert, dass man es sich in der Einbildungskraft leicht und gerne zurückruft und alles willig ein Bild macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.480800151824951} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2505,"date":1836,"orig":"Die Maler werden ſich ſo gute Anlaͤſſe auch gewiß nicht entgehen laſſen; beſonders freue ich mich den Mephiſtopheles bey den Phorkyaden zu ſehen, wo er im Profil die famoͤſe Maske probirt.","norm":"Die Maler werden sich so gute Anlässe auch gewiss nicht entgehen lassen; besonders freue ich mich den Mephistopheles bei den Phorkyaden zu sehen, wo er im Profil die famose Maske probiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.433499813079834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2506,"date":1836,"orig":"„Es ſtecken darin einige gute Spaͤße, ſagte Goethe, welche die Welt uͤber kurz oder lang auf manche Weiſe benutzen wird.","norm":"„Es stecken darin einige gute Späße, sagte Goethe, welche die Welt über kurz oder lang auf manche Weise benutzen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.769700050354004} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2507,"date":1836,"orig":"Wenn die Franzoſen nur erſt die Helena gewahr werden, und ſehen was daraus fuͤr ihr Theater zu machen iſt!","norm":"Wenn die Franzosen nur erst die Helena gewahr werden, und sehen was daraus für ihr Theater zu machen ist!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.376200199127197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2508,"date":1836,"orig":"Sie werden das Stuͤck, wie es iſt, verderben; aber ſie werden es zu ihren Zwecken klug gebrauchen, und das iſt alles was man erwarten und wuͤnſchen kann.","norm":"Sie werden das Stück, wie es ist, verderben; aber sie werden es zu ihren Zwecken klug gebrauchen, und das ist alles was man erwarten und wünschen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.456099987030029} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2509,"date":1836,"orig":"Der Phorkyas werden ſie ſicher einen Chor von Ungeheuern beygeben, wie es an einer Stelle auch bereits angedeutet iſt.“","norm":"Der Phorkyas werden sie sicher einen Chor von Ungeheuren beigeben, wie es an einer Stelle auch bereits angedeutet ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031799793243408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2510,"date":1836,"orig":"Es kaͤme darauf an, ſagte ich, daß ein tuͤchtiger Poet von der romantiſchen Schule das Stuͤck durchweg als Oper behandelte, und Roſſini ſein großes Talent zu einer bedeutenden Compoſition zuſammennaͤhme, um mit der Helena Wirkung zu thun.","norm":"Es käme darauf an, sagte ich, dass ein tüchtiger Poet von der romantischen Schule das Stück durchweg als Oper behandelte, und Rossini sein großes Talent zu einer bedeutenden Komposition zusammennähme, um mit der Helena Wirkung zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.791399955749512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2511,"date":1836,"orig":"Denn es ſind darin Anlaͤſſe zu praͤchtigen Decorationen, uͤberraſchenden Verwandlungen, glaͤnzenden Coſtumen und reizenden Balletten, wie nicht leicht in einem anderen Stuͤck, ohne zu erwaͤhnen, daß eine ſolche Fuͤlle von Sinnlichkeit ſich auf dem Fundament einer geiſtreichen Fabel bewegt, wie ſie nicht leicht beſſer erfunden werden duͤrfte.","norm":"Denn es sind darin Anlässe zu prächtigen Dekorationen, überraschenden Verwandlungen, glänzenden Kostümen und reizenden Balletten, wie nicht leicht in einem anderen Stück, ohne zu erwähnen, dass eine solche Fülle von Sinnlichkeit sich auf dem Fundament einer geistreichen Fabel bewegt, wie sie nicht leicht besser erfunden werden dürfte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.952899932861328} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2512,"date":1836,"orig":"„Wir wollen erwarten, ſagte Goethe, was uns die Goͤtter Weiteres bringen.","norm":"„Wir wollen erwarten, sagte Goethe, was uns die Götter Weiteres bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501299858093262} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2513,"date":1836,"orig":"Es laͤßt ſich in ſolchen Dingen nichts beſchleunigen.","norm":"Es lässt sich in solchen Dingen nichts beschleunigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.582699775695801} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2514,"date":1836,"orig":"Es kommt darauf an, daß es den Menſchen aufgehe, und daß Theater-Directoren, Poeten und Componiſten darin ihren Vortheil gewahr werden.“","norm":"Es kommt darauf an, dass es den Menschen aufgehe, und dass Theater-Direktoren, Poeten und Komponisten darin ihren Vorteil gewahr werden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.080800056457519} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2515,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 22. Februar 1831.","norm":"Dienstag, den 22. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.9022998809814453} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2516,"date":1836,"orig":"Ober-Conſiſtorialrath Schwabe begegnet mir in den Straßen; ich begleite ihn eine Strecke, wo er mir von ſeinen mannigfaltigen Geſchaͤften erzaͤhlt und ich in den bedeutenden Wirkungskreis dieſes vorzuͤglichen Mannes hineinblicke.","norm":"Oberkonsistorialrat Schwabe begegnet mir in den Straßen; ich begleite ihn eine Strecke, wo er mir von seinen mannigfaltigen Geschäften erzählt und ich in den bedeutenden Wirkungskreis dieses vorzüglichen Mannes hineinblicke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1717000007629395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2517,"date":1836,"orig":"Er ſagt, daß er in den Nebenſtunden ſich mit Herausgabe eines Baͤndchens neuer Predigten beſchaͤftige, daß eins ſeiner Schulbuͤcher kuͤrzlich ins Daͤniſche uͤberſetzt, daß davon vierzigtauſend Exemplare verkauft worden, und man es in Preußen in den vorzuͤglichſten Schulen eingefuͤhrt habe.","norm":"Er sagt, dass er in den Nebenstunden sich mit Herausgabe eines Bändchens neuer Predigten beschäftige, dass eins seiner Schulbücher kürzlich ins Dänische übersetzt, dass davon vierzigtausend Exemplare verkauft worden, und man es in Preußen in den vorzüglichsten Schulen eingeführt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.297100067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2518,"date":1836,"orig":"Er bittet mich, ihn zu beſuchen, welches ich mit Freuden verſpreche.","norm":"Er bittet mich, ihn zu besuchen, welches ich mit Freuden verspreche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.983299970626831} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2519,"date":1836,"orig":"Darauf mit Goethe zu Tiſch, rede ich uͤber Schwabe, und Goethe ſtimmt in deſſen Lob vollkommen ein.","norm":"Darauf mit Goethe zu Tisch, rede ich über Schwabe, und Goethe stimmt in dessen Lob vollkommen ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.988699913024902} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2520,"date":1836,"orig":"„Die Großherzogin, ſagte er, ſchaͤtzet ihn auch im hohen Grade, wie denn dieſe Dame uͤberall recht gut weiß, was ſie an den Leuten hat.","norm":"„Die Großherzogin, sagte er, schätzet ihn auch im hohen Grade, wie denn diese Dame überall recht gut weiß, was sie an den Leuten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.442200183868408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2521,"date":1836,"orig":"Ich werde ihn zu meiner Portraitſammlung zeichnen laſſen, und Sie thun ſehr wohl, ihn zu beſuchen, und ihn vorlaͤufig um dieſe Erlaubniß zu bitten.","norm":"Ich werde ihn zu meiner Portraitsammlung zeichnen lassen, und Sie tun sehr wohl, ihn zu besuchen, und ihn vorläufig um diese Erlaubnis zu bitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.169099807739258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2522,"date":1836,"orig":"Beſuchen Sie ihn ja, zeigen Sie ihm Theilnahme an dem was er thut und vorhat.","norm":"Besuchen Sie ihn ja, zeigen Sie ihm Teilnahme an dem was er tut und vorhat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.14109992980957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2523,"date":1836,"orig":"Es wird fuͤr Sie von Intereſſe ſeyn, in einen Wirkungskreis eigener Art hineinzublicken, wovon man doch, ohne einen naͤheren Verkehr mit einem ſolchen Mann, keinen rechten Begriff hat.“","norm":"Es wird für Sie von Interesse sein, in einen Wirkungskreis eigener Art hineinzublicken, wovon man doch, ohne einen näheren Verkehr mit einem solchen Mann, keinen rechten Begriff hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.445499897003174} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2524,"date":1836,"orig":"Ich verſpreche dieſes zu thun; indem die Kenntniß practiſch-thaͤtiger, das Nuͤtzliche befoͤrdernder Menſchen meine wahre Neigung iſt.","norm":"Ich verspreche dieses zu tun; indem die Kenntnis praktisch-tätiger, das Nützliche befördernder Menschen meine wahre Neigung ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.469200134277344} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2525,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 23. Februar 1831.","norm":"Mittwoch, den 23. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.078400135040283} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2526,"date":1836,"orig":"Vor Tiſch, bey einem Spaziergange auf der Erfurter Chauſſee, begegnet mir Goethe, welcher halten laͤßt und mich in ſeinen Wagen nimmt.","norm":"Vor Tisch, bei einem Spaziergange auf der Erfurter Chaussee, begegnet mir Goethe, welcher halten lässt und mich in seinen Wagen nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.19789981842041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2527,"date":1836,"orig":"Wir fahren eine gute Strecke hinaus bis auf die Hoͤhe neben das Tannenhoͤlzchen, und reden uͤber naturhiſtoriſche Dinge.","norm":"Wir fahren eine gute Strecke hinaus bis auf die Höhe neben das Tannenhölzchen, und reden über naturhistorische Dinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043000221252441} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2528,"date":1836,"orig":"Die Huͤgel und Berge waren mit Schnee bedeckt, und ich erwaͤhne die große Zartheit des Gelben, und daß in der Entfernung von einigen Meilen, mittelſt zwiſchenliegender Truͤbe, ein Dunkeles eher blau erſcheine als ein Weißes gelb.","norm":"Die Hügel und Berge waren mit Schnee bedeckt, und ich erwähne die große Zartheit des Gelben, und dass in der Entfernung von einigen Meilen, mittels zwischenliegender Trübe, ein Dunkles eher blau erscheine als ein Weißes gelb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.390200138092041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2529,"date":1836,"orig":"Goethe ſtimmet mir zu, und wir ſprechen ſodann von der hohen Bedeutung der Urphaͤnomene, hinter welchen man unmittelbar die Gottheit zu gewahren glaube.","norm":"Goethe stimmet mir zu, und wir sprechen sodann von der hohen Bedeutung der Urphänomene, hinter welchen man unmittelbar die Gottheit zu gewahren glaube.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.757900238037109} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2530,"date":1836,"orig":"„Ich frage nicht, ſagte Goethe, ob dieſes hoͤchſte Weſen Verſtand und Vernunft habe, ſondern ich fuͤhle:","norm":"„Ich frage nicht, sagte Goethe, ob dieses höchste Wesen Verstand und Vernunft habe, sondern ich fühle:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798799991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2531,"date":1836,"orig":"es iſt der Verſtand, es iſt die Vernunft ſelber.","norm":"es ist der Verstand, es ist die Vernunft selber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.827300071716308} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2532,"date":1836,"orig":"Alle Geſchoͤpfe ſind davon durchdrungen und der Menſch hat davon ſoviel, daß er Theile des Hoͤchſten erkennen mag.“","norm":"Alle Geschöpfe sind davon durchdrungen und der Mensch hat davon soviel, dass er Teile des Höchsten erkennen mag .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.508900165557861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2533,"date":1836,"orig":"Bey Tiſch kam das Beſtreben gewiſſer Naturforſcher zur Erwaͤhnung, die, um die organiſche Welt zu durchſchreiten, von der Mineralogie aufwaͤrts gehen wollen.","norm":"Bei Tisch kam das Bestreben gewisser Naturforscher zur Erwähnung, die, um die organische Welt zu durchschreiten, von der Mineralogie aufwärtsgehen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.02209997177124} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2534,"date":1836,"orig":"„Dieſes iſt ein großer Irrthum, ſagte Goethe.","norm":"„Dieses ist ein großer Irrtum, sagte Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670100212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2535,"date":1836,"orig":"In der mineralogiſchen Welt iſt das Einfachſte das Herrlichſte, und in der organiſchen iſt es das Complicirteſte.","norm":"In der mineralogischen Welt ist das Einfachste das Herrlichste, und in der organischen ist es das Komplizierteste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.224499940872192} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2537,"date":1836,"orig":"Ich merkte mir dieſes, als von großer Bedeutung.","norm":"Ich merkte mir dieses, als von großer Bedeutung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.375800132751465} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2538,"date":1836,"orig":"Donnerstag, den 24. Februar 1831.","norm":"Donnerstag, den 24. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.882699966430664} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2539,"date":1836,"orig":"Ich leſe Goethe's Aufſatz uͤber Zahn in den Wiener Jahrbuͤchern, den ich bewundere, indem ich die Praͤmiſſen bedenke, die es vorausſetzte, um ihn zu ſchreiben.","norm":"Ich lese Goethes Aufsatz über Zahn in den Wiener Jahrbüchern, den ich bewundere, indem ich die Prämissen bedenke, die es voraussetzte, um ihn zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.623300075531006} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2540,"date":1836,"orig":"Bey Tiſch erzaͤhlet mir Goethe, daß Soret bey ihm geweſen, und daß ſie in der Überſetzung der Metamorphoſe einen huͤbſchen Fortſchritt gemacht.","norm":"Bei Tisch erzählet mir Goethe, dass Sohret bei ihm gewesen, und dass sie in der Übersetzung der Metamorphose einen hübschen Fortschritt gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.500100135803223} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2541,"date":1836,"orig":"„Das Schwierige bey der Natur, ſagte Goethe, iſt: das Geſetz auch da zu ſehen wo es ſich uns verbirgt, und ſich nicht durch Erſcheinungen irre machen zu laſſen, die unſern Sinnen widerſprechen.","norm":"„Das Schwierige bei der Natur, sagte Goethe, ist: Das Gesetz auch da zu sehen wo es sich uns verbirgt, und sich nicht durch Erscheinungen irremachen zu lassen, die unseren Sinnen widersprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.05049991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2542,"date":1836,"orig":"Denn es widerſpricht in der Natur manches den Sinnen und iſt doch wahr.","norm":"Denn es widerspricht in der Natur manches den Sinnen und ist doch wahr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890200138092041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2543,"date":1836,"orig":"Daß die Sonne ſtill ſtehe, daß ſie nicht auf- und untergehe, ſondern daß die Erde ſich taͤglich in undenkbarer Geſchwindigkeit herumwaͤlze, widerſpricht den Sinnen ſo ſtark wie etwas, aber doch zweifelt kein Unterrichteter daß es ſo ſey.","norm":"Dass die Sonne still stehe, dass sie nicht auf- und untergehe, sondern dass die Erde sich täglich in undenkbarer Geschwindigkeit herumwälze, widerspricht den Sinnen so stark wie etwas, aber doch zweifelt kein Unterrichteter dass es so sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.347700119018555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2544,"date":1836,"orig":"Und ſo kommen auch widerſprechende Erſcheinungen im Pflanzenreiche vor, wobey man ſehr auf ſeiner Hut ſeyn muß, ſich dadurch nicht auf falſche Wege leiten zu laſſen.“","norm":"Und so kommen auch widersprechende Erscheinungen im Pflanzenreiche vor, wobei man sehr auf seiner Hut sein muss, sich dadurch nicht auf falsche Wege leiten zu lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.767600059509277} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2545,"date":1836,"orig":"Sonnabend, den 26. Februar 1831.","norm":"Sonnabend, den 26. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.695600032806396} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2546,"date":1836,"orig":"Ich las heute viel in Goethe's Farbenlehre, und freute mich zu bemerken, daß ich dieſe Jahre her, durch vielfache Übung mit den Phaͤnomenen, in das Werk ſo hineingewachſen, um jetzt ſeine großen Verdienſte mit einiger Klarheit empfinden zu koͤnnen.","norm":"Ich las heute viel in Goethes Farbenlehre, und freute mich zu bemerken, dass ich diese Jahre her, durch vielfache Übung mit den Phänomenen, in das Werk so hineingewachsen, um jetzt seine großen Verdienste mit einiger Klarheit empfinden zu können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.711299896240234} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2547,"date":1836,"orig":"Ich bewundere, was es gekoſtet hat, ein ſolches Werk zuſammenzubringen, indem mir nicht bloß die letzten Reſultate erſcheinen, ſondern indem ich tiefer blicke, was alles durchgemacht worden, um zu feſten Reſultaten zu gelangen.","norm":"Ich bewundere, was es gekostet hat, ein solches Werk zusammenzubringen, indem mir nicht bloß die letzten Resultate erscheinen, sondern indem ich tiefer blicke, was alles durchgemacht worden, um zu festen Resultaten zu gelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.75570011138916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2548,"date":1836,"orig":"Nur ein Menſch von großer moraliſcher Kraft konnte das durchfuͤhren, und wer es ihm nachthun wollte, muͤßte ſich daran ſehr hoch hinaufbringen.","norm":"Nur ein Mensch von großer moralischer Kraft konnte das durchführen, und wer es ihm nachtun wollte, müsste sich daran sehr hoch hinaufbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.654900074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2549,"date":1836,"orig":"Alles Unzarte, Unwahre, Egoiſtiſche wuͤrde aus der Seele verſchwinden muͤſſen, oder die reine, wahre Natur wuͤrde ihn verſchmaͤhen.","norm":"Alles Unzarte, Unwahre, egoistische würde aus der Seele verschwinden müssen, oder die reine, wahre Natur würde ihn verschmähen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.713200092315674} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2550,"date":1836,"orig":"Bedaͤchten dieſes die Menſchen, ſo wuͤrden ſie gern einige Jahre ihres Lebens daran wenden, und den Kreis einer ſolchen Wiſſenſchaft auf ſolche Weiſe durchmachen, um daran Sinne, Geiſt und Charakter zu pruͤfen und zu erbauen.","norm":"Bedächten dieses die Menschen, so würden sie gern einige Jahre ihres Lebens daran wenden, und den Kreis einer solchen Wissenschaft auf solche Weise durchmachen, um daran Sinne, Geist und Charakter zu prüfen und zu erbauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.963699817657471} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2551,"date":1836,"orig":"Sie wuͤrden Reſpect vor dem Geſetzlichen gewinnen, und dem Goͤttlichen ſo nahe treten, als es einem irdiſchen Geiſte uͤberall nur moͤglich.","norm":"Sie würden Respekt vor dem Gesetzlichen gewinnen, und dem Göttlichen so nahe treten, als es einem irdischen Geiste überall nur möglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26230001449585} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2552,"date":1836,"orig":"Dagegen beſchaͤftiget man ſich viel zu viel mit Poeſie und uͤberſinnlichen Myſterien, welches ſubjective nachgiebige Dinge ſind, die an den Menſchen weiter keine Anforderungen machen, ſondern ihm ſchmeicheln und im guͤnſtigen Fall ihn laſſen wie er iſt.","norm":"Dagegen beschäftiget man sich viel zu viel mit Poesie und übersinnlichen Mysterien, welches subjektive nachgiebige Dinge sind, die an den Menschen weiter keine Anforderungen machen, sondern ihm schmeicheln und im günstigen Fall ihn lassen wie er ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.216100215911865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2553,"date":1836,"orig":"In der Poeſie iſt nur das wahrhaft Große und Reine foͤrderlich, was wiederum wie eine zweyte Natur daſteht, und uns entweder zu ſich heraufhebt, oder uns verſchmaͤht.","norm":"In der Poesie ist nur das wahrhaft Große und Reine förderlich, was wiederum wie eine zweite Natur dasteht, und uns entweder zu sich heraufhebt, oder uns verschmäht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.429299831390381} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2554,"date":1836,"orig":"Eine mangelhafte Poeſie hingegen entwickelt unſere Fehler, indem wir die anſteckenden Schwaͤchen des Poeten in uns aufnehmen.","norm":"Eine mangelhafte Poesie hingegen entwickelt unsere Fehler, indem wir die ansteckenden Schwächen des Poeten in uns aufnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.761199951171875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2555,"date":1836,"orig":"Und zwar in uns aufnehmen, ohne es zu wiſſen, weil wir das unſerer Natur Zuſagende nicht fuͤr mangelhaft erkennen.","norm":"Und zwar in uns aufnehmen, ohne es zu wissen, weil wir das unserer Natur Zusagende nicht für mangelhaft erkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049900054931641} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2556,"date":1836,"orig":"Um aber in der Poeſie aus Gutem wie aus Schlechtem einigen Vortheil zu ziehen, muͤßte man bereits auf einer ſehr hohen Stufe ſtehen, und ein ſolches Fundament beſitzen, um dergleichen Dinge als außer uns liegende Gegenſtaͤnde zu betrachten.","norm":"Um aber in der Poesie aus Gutem wie aus Schlechtem einigen Vorteil zu ziehen, müsste man bereits auf einer sehr hohen Stufe stehen, und ein solches Fundament besitzen, um dergleichen Dinge als außer uns liegende Gegenstände zu betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.395599842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2557,"date":1836,"orig":"Deßhalb lobe ich mir den Verkehr mit der Natur, die unſere Schwaͤchen auf keine Weiſe beguͤnſtigt, und die entweder etwas aus uns macht, oder uͤberall nichts mit uns zu thun hat.","norm":"Deshalb lobe ich mir den Verkehr mit der Natur, die unsere Schwächen auf keine Weise begünstigt, und die entweder etwas aus uns macht, oder überall nichts mit uns zu tun hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.187300205230713} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2558,"date":1836,"orig":"Montag, den 28. Februar 1831.","norm":"Montag, den 28. Februar 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.938600063323974} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2559,"date":1836,"orig":"Ich beſchaͤftige mich den ganzen Tag mit dem Manuſcript des vierten Bandes von Goethe's Leben, das er mir geſtern zuſandte, um zu pruͤfen was daran etwa noch zu thun ſeyn moͤchte.","norm":"Ich beschäftige mich den ganzen Tag mit dem Manuskript des vierten Bandes von Goethes Leben, das er mir gestern zusandte, um zu prüfen was daran etwa noch zu tun sein möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.550100088119507} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2560,"date":1836,"orig":"Ich bin gluͤcklich uͤber dieſes Werk, indem ich bedenke was es ſchon iſt und was es noch werden kann.","norm":"Ich bin glücklich über dieses Werk, indem ich bedenke was es schon ist und was es noch werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.013299942016601} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2561,"date":1836,"orig":"Einige Buͤcher erſcheinen ganz vollendet und laſſen nichts Weiteres wuͤnſchen.","norm":"Einige Bücher erscheinen ganz vollendet und lassen nichts Weiteres wünschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.032999992370605} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2562,"date":1836,"orig":"An andern dagegen iſt noch ein gewiſſer Mangel an Congruenz wahrzunehmen, welches daher entſtanden ſeyn mag, daß zu ſehr verſchiedenen Epochen daran iſt gearbeitet worden.","norm":"An anderen dagegen ist noch ein gewisser Mangel an Kongruenz wahrzunehmen, welches daher entstanden sein mag, dass zu sehr verschiedenen Epochen daran ist gearbeitet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.005000114440918} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2563,"date":1836,"orig":"Dieſer ganze vierte Band iſt ſehr verſchieden von den drey fruͤheren.","norm":"Dieser ganze vierte Band ist sehr verschieden von den drei früheren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.409599781036377} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2564,"date":1836,"orig":"Jene ſind durchaus fortſchreitend in einer gewiſſen gegebenen Richtung, ſo daß denn auch der Weg durch viele Jahre geht.","norm":"Jene sind durchaus fortschreitend in einer gewissen gegebenen Richtung, so dass denn auch der Weg durch viele Jahre geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.073400020599365} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2565,"date":1836,"orig":"Bey dieſem dagegen ſcheint die Zeit kaum zu ruͤcken, auch ſieht man kein entſchiedenes Beſtreben der Hauptperſon.","norm":"Bei diesem dagegen scheint die Zeit kaum zu rücken, auch sieht man kein entschiedenes Bestreben der Hauptperson.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.052700042724609} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2566,"date":1836,"orig":"Manches wird unternommen, aber nicht vollendet, manches gewollt, aber anders geleitet, und ſo empfindet man uͤberall eine heimlich einwirkende Gewalt, eine Art von Schickſal, das mannigfaltige Faͤden zu einem Gewebe aufzieht, das erſt kuͤnftige Jahre vollenden ſollen.","norm":"Manches wird unternommen, aber nicht vollendet, manches gewollt, aber anders geleitet, und so empfindet man überall eine heimlich einwirkende Gewalt, eine Art von Schicksal, das mannigfaltige Fäden zu einem Gewebe aufzieht, das erst künftige Jahre vollenden sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667300224304199} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2567,"date":1836,"orig":"Es war daher in dieſem Bande am Ort, von jener geheimen problematiſchen Gewalt zu reden, die Alle empfinden, die kein Philoſoph erklaͤrt, und uͤber die der Religioͤſe ſich mit einem troͤſtlichen Worte hinaushilft.","norm":"Es war daher in diesem Bande am Ort, von jener geheimen problematischen Gewalt zu reden, die alle empfinden, die kein Philosoph erklärt, und über die der Religiöse sich mit einem tröstlichen Worte hinaushilft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.036600112915039} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2568,"date":1836,"orig":"Goethe nennet dieſes unausſprechliche Welt- und Lebens-Raͤthſel das Daͤmoniſche, und indem er ſein Weſen bezeichnet, fuͤhlen wir daß es ſo iſt, und es kommt uns vor, als wuͤrden vor gewiſſen Hintergruͤnden unſers Lebens die Vorhaͤnge weggezogen.","norm":"Goethe nennt dieses unaussprechliche Welt- und Lebens-Rätsel das Dämonische, und indem er sein Wesen bezeichnet, fühlen wir dass es so ist, und es kommt uns vor, als würden vor gewissen Hintergründen unseres Lebens die Vorhänge weggezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.088799953460693} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2569,"date":1836,"orig":"Wir glauben weiter und deutlicher zu ſehen, werden aber bald gewahr, daß der Gegenſtand zu groß und mannigfaltig iſt, und daß unſere Augen nur bis zu einer gewiſſen Grenze reichen.","norm":"Wir glauben weiter und deutlicher zu sehen, werden aber bald gewahr, dass der Gegenstand zu groß und mannigfaltig ist, und dass unsere Augen nur bis zu einer gewissen Grenze reichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.655699968338012} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2570,"date":1836,"orig":"Der Menſch iſt uͤberall nur fuͤr das Kleine geboren, und er begreift nur und hat nur Freude an dem was ihm bekannt iſt.","norm":"Der Mensch ist überall nur für das Kleine geboren, und er begreift nur und hat nur Freude an dem was ihm bekannt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.204899787902832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2571,"date":1836,"orig":"Ein großer Kenner begreift ein Gemaͤlde, er weiß das verſchiedene Einzelne dem ihm bekannten Allgemeinen zu verknuͤpfen, und das Ganze wie das Einzelne iſt ihm lebendig.","norm":"Ein großer Kenner begreift ein Gemälde, er weiß das verschiedene Einzelne dem ihm bekannten Allgemeinen zu verknüpfen, und das Ganze wie das Einzelne ist ihm lebendig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134300231933594} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2572,"date":1836,"orig":"Er hat auch keine Vorliebe fuͤr gewiſſe einzelne Theile, er fragt nicht ob ein Geſicht garſtig oder ſchoͤn, ob eine Stelle hell oder dunkel, ſondern er fragt ob Alles an ſeinem Ort ſtehe und geſetzlich und recht ſey.","norm":"Er hat auch keine Vorliebe für gewisse einzelne Teile, er fragt nicht ob ein Gesicht garstig oder schön, ob eine Stelle hell oder dunkel, sondern er fragt ob alles an seinem Ort stehe und gesetzlich und recht sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.580699920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2573,"date":1836,"orig":"Fuͤhren wir aber einen Unkundigen vor ein Gemaͤlde von einigem Umfang, ſo werden wir ſehen, wie ihn das Ganze unberuͤhrt laͤſſet oder verwirret, wie einzelne Theile ihn anziehen, andere ihn abſtoßen, und wie er am Ende bey ihm bekannten ganz kleinen Dingen ſtehen bleibt, indem er etwa lobt, wie doch dieſer Helm und dieſe Feder ſo gut gemacht ſey.","norm":"Führen wir aber einen Unkundigen vor ein Gemälde von einigem Umfang, so werden wir sehen, wie ihn das Ganze unberührt lässt oder verwirret, wie einzelne Teile ihn anziehen, andere ihn abstoßen, und wie er am Ende bei ihm bekannten ganz kleinen Dingen stehen bleibt, indem er etwa lobt, wie doch dieser Helm und diese Feder so gut gemacht sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.483500003814697} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2574,"date":1836,"orig":"Im Grunde aber ſpielen wir Menſchen vor dem großen Schickſalsgemaͤlde der Welt mehr oder weniger alle die Rolle dieſes Unkundigen.","norm":"Im Grunde aber spielen wir Menschen vor dem großen Schicksalsgemälde der Welt mehr oder weniger alle die Rolle dieses Unkundigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.692699909210205} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2575,"date":1836,"orig":"Die Lichtpartien, das Anmuthige zieht uns an, die ſchattigen und widerwaͤrtigen Stellen ſtoßen uns zuruͤck, das Ganze verwirrt uns und wir ſuchen vergebens nach der Idee eines einzigen Weſens, dem wir ſo Widerſprechendes zuſchreiben.","norm":"Die Lichtpartien, das Anmutige zieht uns an, die schattigen und widerwärtigen Stellen stoßen uns zurück, das Ganze verwirrt uns und wir suchen vergebens nach der Idee eines einzigen Wesens, dem wir so Widersprechendes zuschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.107800006866455} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2576,"date":1836,"orig":"Nun kann wohl einer in menſchlichen Dingen ein großer Kenner werden, indem es denkbar iſt, daß er ſich die Kunſt und das Wiſſen eines Meiſters vollkommen aneigne, allein in goͤttlichen Dingen koͤnnte es nur ein Weſen, das dem Hoͤchſten ſelber gleich waͤre.","norm":"Nun kann wohl einer in menschlichen Dingen ein großer Kenner werden, indem es denkbar ist, dass er sich die Kunst und das Wissen eines Meisters vollkommen aneigne, allein in göttlichen Dingen könnte es nur ein Wesen, das dem Höchsten selber gleich wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4253997802734375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2577,"date":1836,"orig":"Ja und wenn nun dieſes uns ſolche Geheimniſſe uͤberliefern und offenbaren wollte, ſo wuͤrden wir ſie nicht zu faſſen und nichts damit anzufangen wiſſen, und wir wuͤrden wiederum jenem Unkundigen vor dem Gemaͤlde gleichen, dem der Kenner ſeine Praͤmiſſen, nach denen er urtheilt, durch alles Einreden nicht mitzutheilen im Stande waͤre.","norm":"Ja und wenn nun dieses uns solche Geheimnisse überliefern und offenbaren wollte, so würden wir sie nicht zu fassen und nichts damit anzufangen wissen, und wir würden wiederum jenem Unkundigen vor dem Gemälde gleichen, dem der Kenner seine Prämissen, nach denen er urteilt, durch alles Einreden nicht mitzuteilen im Stande wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.241700172424316} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2578,"date":1836,"orig":"In dieſer Hinſicht iſt es denn ſchon ganz recht, daß alle Religionen nicht unmittelbar von Gott ſelber gegeben worden, ſondern daß ſie, als das Werk vorzuͤglicher Menſchen, fuͤr das Beduͤrfniß und die Faßlichkeit einer großen Maſſe ihres Gleichen berechnet ſind.","norm":"In dieser Hinsicht ist es denn schon ganz recht, dass alle Religionen nicht unmittelbar von Gott selber gegeben worden, sondern dass sie, als das Werk vorzüglicher Menschen, für das Bedürfnis und die Fasslichkeit einer großen Masse ihresgleichen berechnet sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.572199821472168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2579,"date":1836,"orig":"Waͤren ſie ein Werk Gottes, ſo wuͤrde ſie niemand begreifen; da ſie aber ein Werk der Menſchen ſind, ſo ſprechen ſie das Unerforſchliche nicht aus.","norm":"Wären sie ein Werk Gottes, so würde sie niemand begreifen; da sie aber ein Werk der Menschen sind, so sprechen sie das Unerforschliche nicht aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.088900089263916} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2580,"date":1836,"orig":"Die Religion der hochgebildeten alten Griechen kam nicht weiter, als daß ſie einzelne Äußerungen des Unerforſchlichen durch beſondere Gottheiten verſinnlichte.","norm":"Die Religion der hochgebildeten alten Griechen kam nicht weiter, als dass sie einzelne Äußerungen des Unerforschlichen durch besondere Gottheiten versinnlichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.618800163269043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2581,"date":1836,"orig":"Da aber ſolche Einzelnheiten beſchraͤnkte Weſen waren, und im Ganzen des Zuſammenhangs eine Luͤcke blieb, ſo erfanden ſie die Idee des Fatums, das ſie uͤber Alle ſetzten, wodurch denn, da dieſes wiederum ein vielſeitig Unerforſchliches blieb, die Angelegenheit mehr abgethan als abgeſchloſſen wurde.","norm":"Da aber solche Einzelheiten beschränkte Wesen waren, und im Ganzen des Zusammenhangs eine Lücke blieb, so erfanden sie die Idee des Fatums, das sie über alle setzten, wodurch denn, da dieses wiederum ein vielseitig Unerforschliches blieb, die Angelegenheit mehr abgetan als abgeschlossen wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.996300220489502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2582,"date":1836,"orig":"Chriſtus dachte einen alleinigen Gott, dem er alle die Eigenſchaften beylegte, die er in ſich ſelbſt als Vollkommenheiten empfand.","norm":"Christus dachte einen alleinigen Gott, dem er alle die Eigenschaften beilegte, die er in sich selbst als Vollkommenheiten empfand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6593000888824463} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2583,"date":1836,"orig":"Er ward das Weſen ſeines eigenen ſchoͤnen Innern, voll Guͤte und Liebe wie er ſelber, und ganz geeignet, daß gute Menſchen ſich ihm vertrauensvoll hingeben und dieſe Idee, als die ſuͤßeſte Verknuͤpfung nach oben, in ſich aufnehmen.","norm":"Er wurde das Wesen seines eigenen schönen Inneren, voll Güte und Liebe wie er selber, und ganz geeignet, dass gute Menschen sich ihm vertrauensvoll hingeben und diese Idee, als die süßeste Verknüpfung nach oben, in sich aufnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.55590009689331} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2584,"date":1836,"orig":"Da nun aber das große Weſen, welches wir die Gottheit nennen, ſich nicht bloß im Menſchen, ſondern auch in einer reichen gewaltigen Natur, und in maͤchtigen Weltbegebenheiten ausſpricht, ſo kann auch natuͤrlich eine nach menſchlichen Eigenſchaften von ihm gebildete Vorſtellung nicht ausreichen, und der Aufmerkende wird bald auf Unzulaͤnglichkeiten und Widerſpruͤche ſtoßen, die ihn in Zweifel, ja in Verzweiflung bringen, wenn er nicht entweder klein genug iſt, ſich durch eine kuͤnſtliche Ausrede beſchwichtigen zu laſſen, oder groß genug, ſich auf den Standpunct einer hoͤheren Anſicht zu erheben.","norm":"Da nun aber das große Wesen, welches wir die Gottheit nennen, sich nicht bloß im Menschen, sondern auch in einer reichen gewaltigen Natur, und in mächtigen Weltbegebenheiten ausspricht, so kann auch natürlich eine nach menschlichen Eigenschaften von ihm gebildete Vorstellung nicht ausreichen, und der Aufmerkende wird bald auf Unzulänglichkeiten und Widersprüche stoßen, die ihn in Zweifel, ja in Verzweiflung bringen, wenn er nicht entweder klein genug ist, sich durch eine künstliche Ausrede beschwichtigen zu lassen, oder groß genug, sich auf den Standpunkt einer höheren Ansicht zu erheben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.700099945068359} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2585,"date":1836,"orig":"Einen ſolchen Standpunct fand Goethe fruͤh in Spinoza, und er erkennet mit Freuden, wie ſehr die Anſichten dieſes großen Denkers den Beduͤrfniſſen ſeiner Jugend gemaͤß geweſen.","norm":"Einen solchen Standpunkt fand Goethe früh in Spinoza, und er erkennt mit Freuden, wie sehr die Ansichten dieses großen Denkers den Bedürfnissen seiner Jugend gemäß gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.783100128173828} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2586,"date":1836,"orig":"Er fand in ihm ſich ſelber, und ſo konnte er ſich auch an ihm auf das Schoͤnſte befeſtigen.","norm":"Er fand in ihm sich selber, und so konnte er sich auch an ihm auf das Schönste befestigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7558999061584473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2587,"date":1836,"orig":"Und da nun ſolche Anſichten nicht ſubjectiver Art waren, ſondern in den Werken und Äußerungen Gottes durch die Welt ein Fundament hatten, ſo waren es nicht Schalen, die er bey ſeiner eigenen ſpaͤtern tiefen Welt- und Naturforſchung als unbrauchbar abzuwerfen in den Fall kam, ſondern es war das anfaͤngliche Keimen und Wurzeln einer Pflanze, die durch viele Jahre in gleich geſunder Richtung fortwuchs, und ſich zuletzt zu der Bluͤthe einer reichen Erkenntniß entfaltete.","norm":"Und da nun solche Ansichten nicht subjektiver Art waren, sondern in den Werken und Äußerungen Gottes durch die Welt ein Fundament hatten, so waren es nicht Schalen, die er bei seiner eigenen späteren tiefen Welt- und Naturforschung als unbrauchbar abzuwerfen in den Fall kam, sondern es war das anfängliche Keimen und Wurzeln einer Pflanze, die durch viele Jahre in gleich gesunder Richtung fortwuchs, und sich zuletzt zu der Blüte einer reichen Erkenntnis entfaltete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.539899826049805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2588,"date":1836,"orig":"Widerſacher haben ihn oft beſchuldigt, er habe keinen Glauben.","norm":"Widersacher haben ihn oft beschuldigt, er habe keinen Glauben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6319000720977783} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2589,"date":1836,"orig":"Er hatte aber bloß den ihrigen nicht, weil er ihm zu klein war.","norm":"Er hatte aber bloß den ihrigen nicht, weil er ihm zu klein war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9530999660491943} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2590,"date":1836,"orig":"Wollte er den ſeinigen ausſprechen, ſo wuͤrden ſie erſtaunen, aber ſie wuͤrden nicht faͤhig ſeyn ihn zu faſſen.","norm":"Wollte er den seinigen aussprechen, so würden sie erstaunen, aber sie würden nicht fähig sein ihn zu fassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.634000062942505} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2591,"date":1836,"orig":"Goethe ſelbſt aber iſt weit entfernt zu glauben, daß er das hoͤchſte Weſen erkenne wie es iſt.","norm":"Goethe selbst aber ist weit entfernt zu glauben, dass er das höchste Wesen erkenne wie es ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.445400238037109} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2592,"date":1836,"orig":"Alle ſeine ſchriftlichen und muͤndlichen Äußerungen gehen darauf hin, daß es ein Unerforſchliches ſey, wovon der Menſch nur annaͤhernde Spuren und Ahndungen habe.","norm":"Alle seine schriftlichen und mündlichen Äußerungen gehen darauf hin, dass es ein Unerforschliches sei, wovon der Mensch nur annähernde Spuren und Ahnungen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.137700080871582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2593,"date":1836,"orig":"Übrigens iſt die Natur und ſind wir Menſchen alle vom Goͤttlichen ſo durchdrungen, daß es uns haͤlt, daß wir darin leben, weben und ſind, daß wir nach ewigen Geſetzen leiden und uns freuen, daß wir ſie ausuͤben und daß ſie an uns ausgeuͤbt werden, gleichviel ob wir ſie erkennen oder nicht.","norm":"Übrigens ist die Natur und sind wir Menschen alle vom Göttlichen so durchdrungen, dass es uns hält, dass wir darin leben, weben und sind, dass wir nach ewigen Gesetzen leiden und uns freuen, dass wir sie ausüben und dass sie an uns ausgeübt werden, gleichviel ob wir sie erkennen oder nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.601200103759765} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2594,"date":1836,"orig":"Schmeckt doch dem Kinde der Kuchen, ohne daß es vom Baͤcker weiß, und dem Sperling die Kirſche, ohne daß er daran denkt wie ſie gewachſen iſt.","norm":"Schmeckt doch dem Kinde der Kuchen, ohne dass es vom Bäcker weiß, und dem Sperling die Kirsche, ohne dass er daran denkt wie sie gewachsen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.603800058364868} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2595,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 2. Maͤrz 1831.","norm":"Mittwoch, den 2. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.313000202178955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2596,"date":1836,"orig":"Heute bey Goethe zu Tiſch, kam das Geſpraͤch bald wieder auf das Daͤmoniſche, und er fuͤgte zu deſſen naͤheren Bezeichnung noch Folgendes hinzu.","norm":"Heute bei Goethe zu Tisch, kam das Gespräch bald wieder auf das Dämonische, und er fügte zu dessen näheren Bezeichnung noch Folgendes hinzu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.581399917602539} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2597,"date":1836,"orig":"„Das Daͤmoniſche, ſagte er, iſt dasjenige, was durch Verſtand und Vernunft nicht aufzuloͤſen iſt.","norm":"„Das Dämonische, sagte er, ist dasjenige, was durch Verstand und Vernunft nicht aufzulösen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.487299919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2598,"date":1836,"orig":"In meiner Natur liegt es nicht, aber ich bin ihm unterworfen.“","norm":"In meiner Natur liegt es nicht, aber ich bin ihm unterworfen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.432700157165527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2599,"date":1836,"orig":"Napoleon, ſagte ich, ſcheint daͤmoniſcher Art geweſen zu ſeyn.","norm":"Napoleon, sagte ich, scheint dämonischer Art gewesen zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.4351999759674072} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2600,"date":1836,"orig":"„Er war es durchaus, ſagte Goethe, im hoͤchſten Grade, ſo daß kaum ein Anderer ihm zu vergleichen iſt.","norm":"„Er war es durchaus, sagte Goethe, im höchsten Grade, so dass kaum ein Anderer ihm zu vergleichen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.252500057220459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2601,"date":1836,"orig":"Auch der verſtorbene Großherzog war eine daͤmoniſche Natur, voll unbegrenzter Thatkraft und Unruhe, ſo daß ſein eigenes Reich ihm zu klein war, und das groͤßte ihm zu klein geweſen waͤre.","norm":"Auch der verstorbene Großherzog war eine dämonische Natur, voll unbegrenzter Tatkraft und Unruhe, so dass sein eigenes Reich ihm zu klein war, und das größte ihm zu klein gewesen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.16480016708374} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2602,"date":1836,"orig":"Daͤmoniſche Weſen ſolcher Art rechneten die Griechen unter die Halbgoͤtter.“","norm":"Dämonische Wesen solcher Art rechneten die Griechen unter die Halbgötter .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.184700012207031} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2603,"date":1836,"orig":"Erſcheint nicht auch, ſagte ich, das Daͤmoniſche in den Begebenheiten?","norm":"Erscheint nicht auch, sagte ich, das Dämonische in den Begebenheiten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.441100120544434} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2604,"date":1836,"orig":"„Ganz beſonders, ſagte Goethe, und zwar in allen, die wir durch Verſtand und Vernunft nicht aufzuloͤſen vermoͤgen.","norm":"„Ganz besonders, sagte Goethe, und zwar in allen, die wir durch Verstand und Vernunft nicht aufzulösen vermögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.238100051879883} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2605,"date":1836,"orig":"Überhaupt manifeſtirt es ſich auf die verſchiedenſte Weiſe in der ganzen Natur, in der unſichtbaren wie in der ſichtbaren.","norm":"Überhaupt manifestiert es sich auf die verschiedenste Weise in der ganzen Natur, in der unsichtbaren wie in der sichtbaren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.270900011062622} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2606,"date":1836,"orig":"Manche Geſchoͤpfe ſind ganz daͤmoniſcher Art, in manchen ſind Theile von ihm wirkſam.“","norm":"Manche Geschöpfe sind ganz dämonischer Art, in manchen sind Teile von ihm wirksam .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730000019073486} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2607,"date":1836,"orig":"Hat nicht auch, ſagte ich, der Mephiſtopheles daͤmoniſche Zuͤge?","norm":"Hat nicht auch, sagte ich, der Mephistopheles dämonische Züge?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.699100017547607} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2608,"date":1836,"orig":"— „Nein, ſagte Goethe; der Mephiſtopheles iſt ein viel zu negatives Weſen; das Daͤmoniſche aber aͤußert ſich in einer durchaus poſitiven Thatkraft.“","norm":"— „Nein, sagte Goethe; der Mephistopheles ist ein viel zu negatives Wesen; das Dämonische aber äußert sich in einer durchaus positiven Tatkraft .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.095200061798096} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2609,"date":1836,"orig":"„Unter den Kuͤnſtlern, fuhr Goethe fort, findet es ſich mehr bey Muſikern, weniger bey Malern.","norm":"„Unter den Künstlern, fuhr Goethe fort, findet es sich mehr bei Musikern, weniger bei Malern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.475200176239014} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2610,"date":1836,"orig":"Bey Paganini zeigt es ſich im hohen Grade, wodurch er denn auch ſo große Wirkungen hervorbringt.“","norm":"Bei Paganini zeigt es sich im hohen Grade, wodurch er denn auch so große Wirkungen hervorbringt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827199935913086} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2611,"date":1836,"orig":"Ich war ſehr erfreut uͤber alle dieſe Bezeichnungen, wodurch es mir nun deutlicher wurde, was Goethe ſich unter dem Begriff des Daͤmoniſchen dachte.","norm":"Ich war sehr erfreut über alle diese Bezeichnungen, wodurch es mir nun deutlicher wurde, was Goethe sich unter dem Begriff des Dämonischen dachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.264299869537353} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2612,"date":1836,"orig":"Wir reden ſodann viel uͤber den vierten Band, und Goethe bittet mich aufzuzeichnen, was noch daran moͤchte zu thun ſeyn.","norm":"Wir reden sodann viel über den vierten Band, und Goethe bittet mich aufzuzeichnen, was noch daran möchte zu tun sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6666998863220215} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2613,"date":1836,"orig":"Donnerstag, den 3. Maͤrz 1831.","norm":"Donnerstag, den 3. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.944999933242798} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2614,"date":1836,"orig":"Mittags mit Goethe.","norm":"Mittags mit Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"et","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.31879997253418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2615,"date":1836,"orig":"Er ſah einige architectoniſche Hefte durch, und meinte, es gehoͤre einiger Übermuth dazu, Palaͤſte zu bauen, indem man nie ſicher ſey, wie lange ein Stein auf dem andern bleiben wuͤrde.","norm":"Er sah einige architektonische Hefte durch, und meinte, es gehöre einiger Übermut dazu, Paläste zu bauen, indem man nie sicher sei, wie lange ein Stein auf dem anderen bleiben würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.175399780273437} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2616,"date":1836,"orig":"„Wer in Zelten leben kann, ſagte er, ſteht ſich am beſten.","norm":"„Wer in Zelten leben kann, sagte er, steht sich am besten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.439899921417236} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2617,"date":1836,"orig":"Oder wie gewiſſe Englaͤnder thun, die von einer Stadt und einem Wirthshaus ins andere ziehen und uͤberall eine huͤbſche Tafel gedeckt finden.“","norm":"Oder wie gewisse Engländer tun, die von einer Stadt und einem Wirtshaus ins andere ziehen und überall eine hübsche Tafel gedeckt finden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34630012512207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2618,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 6. Maͤrz 1831.","norm":"Sonntag, den 6. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.462600231170654} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2619,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch in mancherley Unterhaltungen.","norm":"Mit Goethe zu Tisch in mancherlei Unterhaltungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.006100177764893} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2620,"date":1836,"orig":"Wir reden auch von Kindern und deren Unarten, und er vergleicht ſie den Stengelblaͤttern einer Pflanze, die nach und nach von ſelber abfallen, und wobey man es nicht ſo genau und ſo ſtrenge zu nehmen brauche.","norm":"Wir reden auch von Kindern und deren Unarten, und er vergleicht sie den Stängelblättern einer Pflanze, die nach und nach von selber abfallen, und wobei man es nicht so genau und so strenge zu nehmen brauche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.672599792480469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2621,"date":1836,"orig":"„Der Menſch, ſagte er, hat verſchiedene Stufen, die er durchlaufen muß, und jede Stufe fuͤhrt ihre beſonderen Tugenden und Fehler mit ſich, die in der Epoche, wo ſie kommen, durchaus als naturgemaͤß zu betrachten und gewiſſermaßen recht ſind.","norm":"„Der Mensch, sagte er, hat verschiedene Stufen, die er durchlaufen muss, und jede Stufe führt ihre besonderen Tugenden und Fehler mit sich, die in der Epoche, wo sie kommen, durchaus als naturgemäß zu betrachten und gewissermaßen recht sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.857800006866455} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2622,"date":1836,"orig":"Auf der folgenden Stufe iſt er wieder ein Anderer, von den fruͤheren Tugenden und Fehlern iſt keine Spur mehr, aber andere Arten und Unarten ſind an deren Stelle getreten.","norm":"Auf der folgenden Stufe ist er wieder ein Anderer, von den früheren Tugenden und Fehlern ist keine Spur mehr, aber andere Arten und Unarten sind an deren Stelle getreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.169099807739258} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2623,"date":1836,"orig":"Und ſo geht es fort, bis zu der letzten Verwandlung, von der wir noch nicht wiſſen wie wir ſeyn werden.“","norm":"Und so geht es fort, bis zu der letzten Verwandlung, von der wir noch nicht wissen wie wir sein werden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.454499959945678} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2624,"date":1836,"orig":"Zum Nachtiſch las Goethe mir ſodann einige ſeit 1775 ſich erhaltene Fragmente von Hanswurſts Hochzeit.","norm":"Zum Nachtisch las Goethe mir sodann einige seit 1775 sich erhaltene Fragmente von Hanswursts Hochzeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.285399913787842} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2625,"date":1836,"orig":"Kilian Bruſtfleck eroͤffnet das Stuͤck mit einem Monolog, worin er ſich beklagt, daß ihm Hanswurſts Erziehung, trotz aller Muͤhe, ſo ſchlecht gegluͤckt ſey.","norm":"Kilian Brustfleck eröffnet das Stück mit einem Monolog, worin er sich beklagt, dass ihm Hanswursts Erziehung, trotz aller Mühe, so schlecht geglückt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.430200099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2626,"date":1836,"orig":"Die Scene, ſo wie alles Übrige, war ganz im Tone des Fauſt geſchrieben.","norm":"Die Szene, so wie alles Übrige, war ganz im Tone des Faust geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.616499900817871} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2627,"date":1836,"orig":"Eine gewaltige productive Kraft bis zum Übermuth ſprach ſich in jeder Zeile aus, und ich bedauerte bloß, daß es ſo uͤber alle Grenzen hinausgehe, daß ſelbſt die Fragmente ſich nicht mittheilen laſſen.","norm":"Eine gewaltige produktive Kraft bis zum Übermut sprach sich in jeder Zeile aus, und ich bedauerte bloß, dass es so über alle Grenzen hinausgehe, dass selbst die Fragmente sich nicht mitteilen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460400104522705} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2628,"date":1836,"orig":"Goethe las mir darauf den Zettel der im Stuͤck ſpielenden Perſonen, die faſt drey Seiten fuͤllten und ſich gegen hundert belaufen mochten.","norm":"Goethe las mir darauf den Zettel der im Stück spielenden Personen, die fast drei Seiten füllten und sich gegen hundert belaufen mochten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3225998878479} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2629,"date":1836,"orig":"Es waren alle erdenklichen Schimpfnamen, mitunter von der derbſten luſtigſten Sorte, ſo daß man nicht aus dem Lachen kam.","norm":"Es waren alle erdenklichen Schimpfnamen, mitunter von der derbsten lustigsten Sorte, so dass man nicht aus dem Lachen kam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.881799936294555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2630,"date":1836,"orig":"Manche gingen auf koͤrperliche Fehler, und zeichneten eine Figur dermaßen, daß ſie lebendig vor die Augen trat; andere deuteten auf die mannigfaltigſten Unarten und Laſter, und ließen einen tiefen Blick in die Breite der unſittlichen Welt vorausſetzen.","norm":"Manche gingen auf körperliche Fehler, und zeichneten eine Figur dermaßen, dass sie lebendig vor die Augen trat; andere deuteten auf die mannigfaltigsten Unarten und Laster, und ließen einen tiefen Blick in die Breite der unsittlichen Welt voraussetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.360599994659424} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2631,"date":1836,"orig":"Waͤre das Stuͤck zu Stande gekommen, ſo haͤtte man die Erfindung bewundern muͤſſen, der es gegluͤckt, ſo mannigfaltige ſymboliſche Figuren in eine einzige lebendige Handlung zu verknuͤpfen.","norm":"Wäre das Stück zu Stande gekommen, so hätte man die Erfindung bewundern müssen, der es geglückt, so mannigfaltige symbolische Figuren in eine einzige lebendige Handlung zu verknüpfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8580000400543213} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2632,"date":1836,"orig":"„Es war nicht zu denken, daß ich das Stuͤck haͤtte fertig machen koͤnnen, ſagte Goethe, indem es einen Gipfel von Muthwillen vorausſetzte, der mich wohl augenblicklich anwandelte, aber im Grunde nicht in dem Ernſt meiner Natur lag, und auf dem ich mich alſo nicht halten konnte.","norm":"„Es war nicht zu denken, dass ich das Stück hätte fertig machen können, sagte Goethe, indem es einen Gipfel von Mutwillen voraussetzte, der mich wohl augenblicklich anwandelte, aber im Grunde nicht in dem Ernst meiner Natur lag, und auf dem ich mich also nicht halten konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.891700029373169} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2633,"date":1836,"orig":"Und dann ſind in Deutſchland unſere Kreiſe zu beſchraͤnkt, als daß man mit ſo etwas haͤtte hervortreten koͤnnen.","norm":"Und dann sind in Deutschland unsere Kreise zu beschränkt, als dass man mit so etwas hätte hervortreten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.700599908828735} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2634,"date":1836,"orig":"Auf einem breiten Terrain, wie Paris, mag dergleichen ſich herumtummeln, ſo wie man auch dort wohl ein Béranger ſeyn kann, welches in Frankfurt oder Weimar gleichfalls nicht zu denken waͤre.“","norm":"Auf einem breiten Terrain, wie Paris, mag dergleichen sich herumtummeln, so wie man auch dort wohl ein Béranger sein kann, welches in Frankfurt oder Weimar gleichfalls nicht zu denken wäre .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.431399822235107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2635,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 8. Maͤrz 1831.","norm":"Dienstag, den 8. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.135200023651123} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2636,"date":1836,"orig":"Heute mit Goethe zu Tiſch erzaͤhlte er mir zunaͤchſt, daß er den Ivanhoe leſe.","norm":"Heute mit Goethe zu Tisch erzählte er mir zunächst, dass er den Ivanhoe lese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.341800212860107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2637,"date":1836,"orig":"„Walter Scott iſt ein großes Talent, ſagte er, das nicht ſeines Gleichen hat, und man darf ſich billig nicht verwundern, daß er auf die ganze Leſewelt ſo außerordentliche Wirkungen hervorbringt.","norm":"„Walter Scott ist ein großes Talent, sagte er, das nicht seinesgleichen hat, und man darf sich billig nicht verwundern, dass er auf die ganze Lesewelt so außerordentliche Wirkungen hervorbringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.360199928283691} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2638,"date":1836,"orig":"Er giebt mir viel zu denken, und ich entdecke in ihm eine ganz neue Kunſt, die ihre eigenen Geſetze hat.“","norm":"Er gibt mir viel zu denken, und ich entdecke in ihm eine ganz neue Kunst, die ihre eigenen Gesetze hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.684499979019165} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2639,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ſodann uͤber den vierten Band der Biographie, und waren im Hin- und Wiederreden uͤber das Daͤmoniſche begriffen, ehe wir es uns verſahen.","norm":"Wir sprachen sodann über den vierten Band der Biographie, und waren im Hin- und Widerreden über das Dämonische begriffen, ehe wir es uns versahen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.91349983215332} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2640,"date":1836,"orig":"„In der Poeſie, ſagte Goethe, iſt durchaus etwas Daͤmoniſches, und zwar vorzuͤglich in der unbewußten, bey der aller Verſtand und alle Vernunft zu kurz kommt, und die daher auch ſo uͤber alle Begriffe wirkt.“","norm":"„In der Poesie, sagte Goethe, ist durchaus etwas Dämonisches, und zwar vorzüglich in der unbewussten, bei der aller Verstand und alle Vernunft zu kurz kommt, und die daher auch so über alle Begriffe wirkt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.715099811553955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2641,"date":1836,"orig":"„Deßgleichen iſt es in der Muſik im hoͤchſten Grade, denn ſie ſteht ſo hoch, daß kein Verſtand ihr beykommen kann, und es geht von ihr eine Wirkung aus, die Alles beherrſcht und von der niemand im Stande iſt, ſich Rechenſchaft zu geben.","norm":"„Desgleichen ist es in der Musik im höchsten Grade, denn sie steht so hoch, dass kein Verstand ihr beikommen kann, und es geht von ihr eine Wirkung aus, die alles beherrscht und von der niemand im Stande ist, sich Rechenschaft zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.403500080108642} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2642,"date":1836,"orig":"Der religioͤſe Cultus kann ſie daher auch nicht entbehren; ſie iſt eins der erſten Mittel, um auf die Menſchen wunderbar zu wirken.“","norm":"Der religiöse Kultus kann sie daher auch nicht entbehren; sie ist eins der ersten Mittel, um auf die Menschen wunderbar zu wirken .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.54010009765625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2643,"date":1836,"orig":"„So wirft ſich auch das Daͤmoniſche gern in bedeutende Individuen, vorzuͤglich wenn ſie eine hohe Stellung haben, wie Friedrich und Peter der Große.“","norm":"„So wirft sich auch das Dämonische gern in bedeutende Individuen, vorzüglich wenn sie eine hohe Stellung haben, wie Friedrich und Peter der Große .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110099792480469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2644,"date":1836,"orig":"„Beym verſtorbenen Großherzog war es in dem Grade, daß niemand ihm widerſtehen konnte.","norm":"„Beim verstorbenen Großherzog war es in dem Grade, dass niemand ihm widerstehen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.051700115203857} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2645,"date":1836,"orig":"Er uͤbte auf die Menſchen eine Anziehung durch ſeine ruhige Gegenwart, ohne daß er ſich eben guͤtig und freundlich zu erweiſen brauchte.","norm":"Er übte auf die Menschen eine Anziehung durch seine ruhige Gegenwart, ohne dass er sich eben gütig und freundlich zu erweisen brauchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.522200107574463} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2646,"date":1836,"orig":"Alles, was ich auf ſeinen Rath unternahm, gluͤckte mir, ſo daß ich in Faͤllen, wo mein Verſtand und meine Vernunft nicht hinreichte, ihn nur zu fragen brauchte was zu thun ſey, wo er es denn inſtinktmaͤßig ausſprach, und ich immer im Voraus eines guten Erfolgs gewiß ſeyn konnte.“","norm":"Alles, was ich auf seinen Rat unternahm, glückte mir, so dass ich in Fällen, wo mein Verstand und meine Vernunft nicht hinreichte, ihn nur zu fragen brauchte was zu tun sei, wo er es denn instinktmäßig aussprach, und ich immer im Voraus eines guten Erfolgs gewiss sein konnte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.113800048828125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2647,"date":1836,"orig":"„Ihm waͤre zu goͤnnen geweſen, daß er ſich meiner Ideen und hoͤheren Beſtrebungen haͤtte bemaͤchtigen koͤnnen; denn wenn ihn der daͤmoniſche Geiſt verließ, und nur das Menſchliche zuruͤckblieb, ſo wußte er mit ſich nichts anzufangen und er war uͤbel daran.“","norm":"„Ihm wäre zu gönnen gewesen, dass er sich meiner Ideen und höheren Bestrebungen hätte bemächtigen können; denn wenn ihn der dämonische Geist verließ, und nur das Menschliche zurückblieb, so wusste er mit sich nichts anzufangen und er war übel daran .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.102799892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2648,"date":1836,"orig":"„Auch in Byron mag das Daͤmoniſche in hohem Grade wirkſam geweſen ſeyn, weßhalb er auch die Attractiva in großer Maße beſeſſen, ſo daß ihm denn beſonders die Frauen nicht haben widerſtehen koͤnnen.“","norm":"„Auch in Byron mag das Dämonische in hohem Grade wirksam gewesen sein, weshalb er auch die Attraktive in großer Maße besessen, so dass ihm denn besonders die Frauen nicht haben widerstehen können .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956500053405762} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2649,"date":1836,"orig":"In die Idee vom Goͤttlichen, ſagte ich verſuchend, ſcheint die wirkende Kraft, die wir das Daͤmoniſche nennen, nicht einzugehen.","norm":"In die Idee vom Göttlichen, sagte ich versuchend, scheint die wirkende Kraft, die wir das Dämonische nennen, nicht einzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.734099864959717} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2650,"date":1836,"orig":"„Liebes Kind, ſagte Goethe, was wiſſen wir denn von der Idee des Goͤttlichen, und was wollen denn unſere engen Begriffe vom hoͤchſten Weſen ſagen!","norm":"„Liebes Kind, sagte Goethe, was wissen wir denn von der Idee des Göttlichen, und was wollen denn unsere engen Begriffe vom höchsten Wesen sagen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.465000152587891} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2651,"date":1836,"orig":"Wollte ich es, gleich einem Tuͤrken, mit hundert Namen nennen, ſo wuͤrde ich doch noch zu kurz kommen, und im Vergleich ſo grenzenloſer Eigenſchaften noch nichts geſagt haben.“","norm":"Wollte ich es, gleich einem Türken, mit hundert Namen nennen, so würde ich doch noch zu kurz kommen, und im Vergleich so grenzenloser Eigenschaften noch nichts gesagt haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.16379976272583} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2652,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 9. Maͤrz 1831.","norm":"Mittwoch, den 9. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.410900115966797} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2653,"date":1836,"orig":"Goethe fuhr heute fort, mit der hoͤchſten Anerkennung uͤber Walter Scott zu reden.","norm":"Goethe fuhr heute fort, mit der höchsten Anerkennung über Walter Scott zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114699840545654} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2654,"date":1836,"orig":"„Man lieſ't viel zu viel geringe Sachen, ſagte er, womit man die Zeit verdirbt und wovon man weiter nichts hat.","norm":"„Man liest viel zu viel geringe Sachen, sagte er, womit man die Zeit verdirbt und wovon man weiter nichts hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.515200138092041} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2655,"date":1836,"orig":"Man ſollte eigentlich immer nur das leſen was man bewundert, wie ich in meiner Jugend that, und wie ich es nun an Walter Scott erfahre.","norm":"Man sollte eigentlich immer nur das lesen was man bewundert, wie ich in meiner Jugend tat, und wie ich es nun an Walter Scott erfahre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.020100116729736} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2656,"date":1836,"orig":"Ich habe jetzt den Rob Roy angefangen, und will ſo ſeine beſten Romane hinter einander durchleſen.","norm":"Ich habe jetzt den Rob Roy angefangen, und will so seine besten Romane hinter einander durchlesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.797399997711182} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2657,"date":1836,"orig":"Da iſt freylich Alles groß, Stoff, Gehalt, Charactere, Behandlung, und dann der unendliche Fleiß in den Vorſtudien, ſo wie in der Ausfuͤhrung die große Wahrheit des Details!","norm":"Da ist freilich alles groß, Stoff, Gehalt, Charaktere, Behandlung, und dann der unendliche Fleiß in den Vorstudien, so wie in der Ausführung die große Wahrheit des Details!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.866600036621094} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2658,"date":1836,"orig":"Man ſieht aber, was die engliſche Geſchichte iſt, und was es ſagen will, wenn einem tuͤchtigen Poeten eine ſolche Erbſchaft zu Theil wird.","norm":"Man sieht aber, was die englische Geschichte ist, und was es sagen will, wenn einem tüchtigen Poeten eine solche Erbschaft zuteilwird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8173999786376953} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2659,"date":1836,"orig":"Unſere deutſche Geſchichte in fuͤnf Baͤnden iſt dagegen eine wahre Armuth, ſo daß man auch, nach dem Goͤtz von Berlichingen, ſogleich ins Privatleben ging, und eine Agnes Bernauerin und einen Otto von Wittelsbach ſchrieb, womit freylich nicht viel gethan war.“","norm":"Unsere deutsche Geschichte in fünf Bänden ist dagegen eine wahre Armut, so dass man auch, nach dem Götz von Berlichingen, sogleich ins Privatleben ging, und eine Agnes Bernauerin und einen Otto von Wittelsbach schrieb, womit freilich nicht viel getan war .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.450200080871582} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2660,"date":1836,"orig":"Ich erzaͤhlte, daß ich Daphnis und Chloe leſe und zwar in der Überſetzung von Courier.","norm":"Ich erzählte, dass ich Daphnis und Chloe lese und zwar in der Übersetzung von Kurier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.337999820709228} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2661,"date":1836,"orig":"„Das iſt auch ein Meiſterſtuͤck, ſagte Goethe, das ich oft geleſen und bewundert habe, worin Verſtand, Kunſt und Geſchmack auf ihrem hoͤchſten Gipfel erſcheinen, und wogegen der gute Virgil freylich ein wenig zuruͤcktritt.","norm":"„Das ist auch ein Meisterstück, sagte Goethe, das ich oft gelesen und bewundert habe, worin Verstand, Kunst und Geschmack auf ihrem höchsten Gipfel erscheinen, und wogegen der gute Virgil freilich ein wenig zurücktritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.172599792480469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2662,"date":1836,"orig":"Das landſchaftliche Local iſt ganz im Pouſſiniſchen Styl, und erſcheint hinter den Perſonen mit ſehr wenigen Zuͤgen vollendet.“","norm":"Das landschaftliche Lokal ist ganz im Poussinischen Stil, und erscheint hinter den Personen mit sehr wenigen Zügen vollendet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.128399848937988} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2663,"date":1836,"orig":"„Sie wiſſen, Courier hat in der Bibliothek zu Florenz eine neue Handſchrift gefunden, mit der Hauptſtelle des Gedichts, welche die bisherigen Ausgaben nicht hatten.","norm":"„Sie wissen, Kurier hat in der Bibliothek zu Florenz eine neue Handschrift gefunden, mit der Hauptstelle des Gedichts, welche die bisherigen Ausgaben nicht hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.082600116729736} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2664,"date":1836,"orig":"Nun muß ich bekennen, daß ich immer das Gedicht in ſeiner mangelhaften Geſtalt geleſen und bewundert habe, ohne zu fuͤhlen und zu bemerken, daß der eigentliche Gipfel fehlte.","norm":"Nun muss ich bekennen, dass ich immer das Gedicht in seiner mangelhaften Gestalt gelesen und bewundert habe, ohne zu fühlen und zu bemerken, dass der eigentliche Gipfel fehlte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9809999465942383} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2665,"date":1836,"orig":"Es mag aber dieſes fuͤr die Vortrefflichkeit des Gedichts zeugen, indem das Gegenwaͤrtige uns ſo befriedigte, daß man an ein Abweſendes gar nicht dachte.“","norm":"Es mag aber dieses für die Vortrefflichkeit des Gedichts zeugen, indem das Gegenwärtige uns so befriedigte, dass man an ein Abwesendes gar nicht dachte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.755899906158447} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2666,"date":1836,"orig":"Nach Tiſch zeigte Goethe mir eine von Coudray gezeichnete hoͤchſt geſchmackvolle Thuͤr des Dornburger Schloſſes, mit einer lateiniſchen Inſchrift, ungefaͤhr dahin lautend, daß der Einkehrende freundlich empfangen und bewirthet werden ſolle, und man dem Vorbeyziehenden die gluͤcklichſten Pfade wuͤnſche.","norm":"Nach Tisch zeigte Goethe mir eine von Coudray gezeichnete höchst geschmackvolle Tür des Dornburger Schlosses, mit einer lateinischen Inschrift, ungefähr dahin lautend, dass der Einkehrende freundlich empfangen und bewirtet werden solle, und man dem Vorbeiziehenden die glücklichsten Pfade wünsche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7957000732421875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2667,"date":1836,"orig":"Goethe hatte dieſe Inſchrift in ein deutſches Diſtichon verwandelt und als Motto uͤber einen Brief geſetzt, den er im Sommer 1828, nach dem Tode des Großherzogs, bey ſeinem Aufenthalte in Dornburg, an den Oberſten von Beulwitz geſchrieben.","norm":"Goethe hatte diese Inschrift in ein deutsches Distichon verwandelt und als Motto über einen Brief gesetzt, den er im Sommer 1828, nach dem Tode des Großherzogs, bei seinem Aufenthalte in Dornburg, an den Obersten von Beulwitz geschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.702699899673462} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2668,"date":1836,"orig":"Ich hatte von dieſem Brief damals viel im Publicum reden hoͤren, und es war mir nun ſehr lieb, daß Goethe mir ihn heute mit jener gezeichneten Thuͤr vorlegte.","norm":"Ich hatte von diesem Brief damals viel im Publikum reden hören, und es war mir nun sehr lieb, dass Goethe mir ihn heute mit jener gezeichneten Tür vorlegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.153500080108643} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2669,"date":1836,"orig":"Ich las den Brief mit großem Intereſſe, und hatte daran zu bewundern, wie er die Localitaͤt des Dornburger Schloſſes ſowohl, als das untere Terrain im Thale benutzt um daran die groͤßten Anſichten zu knuͤpfen, und zwar Anſichten ſolcher Art, um den Menſchen, nach einem erlittenen großen Verluſt, durchaus wieder aufzurichten und auf die friſcheſten Fuͤße zu ſtellen.","norm":"Ich las den Brief mit großem Interesse, und hatte daran zu bewundern, wie er die Lokalität des Dornburger Schlosses sowohl, als das untere Terrain im Tale benutzt um daran die größten Ansichten zu knüpfen, und zwar Ansichten solcher Art, um den Menschen, nach einem erlittenen großen Verlust, durchaus wieder aufzurichten und auf die frischesten Füße zu stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5792999267578125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2670,"date":1836,"orig":"Ich war uͤber dieſen Brief ſehr gluͤcklich, indem ich fuͤr mich bemerkte, daß man nach einem guten Stoff nicht weit zu reiſen brauche, ſondern daß Alles auf einem tuͤchtigen Gehalt im Innern des Dichters ankomme, um aus den geringſten Anlaͤſſen etwas Bedeutendes zu machen.","norm":"Ich war über diesen Brief sehr glücklich, indem ich für mich bemerkte, dass man nach einem guten Stoff nicht weit zu reisen brauche, sondern dass alles auf einem tüchtigen Gehalt im Inneren des Dichters ankomme, um aus den geringsten Anlässen etwas Bedeutendes zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.174499988555908} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2671,"date":1836,"orig":"Goethe legte den Brief und die Zeichnung in eine beſondere Mappe zuſammen, um Beydes fuͤr die Zukunft zu erhalten.","norm":"Goethe legte den Brief und die Zeichnung in eine besondere Mappe zusammen, um beides für die Zukunft zu erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.013000011444092} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2672,"date":1836,"orig":"Donnerstag, den 10. Maͤrz 1831.","norm":"Donnerstag, den 10. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.747400045394897} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2673,"date":1836,"orig":"Ich las heute mit dem Prinzen Goethe's Novelle vom Tiger und Loͤwen, woruͤber der Prinz ſehr gluͤcklich war, indem er den Effect einer großen Kunſt empfand, und ich nicht weniger gluͤcklich, indem ich in das geheime Gewebe einer vollendeten Compoſition deutlich hineinſah.","norm":"Ich las heute mit dem Prinzen Goethes Novelle vom Tiger und Löwen, worüber der Prinz sehr glücklich war, indem er den Effekt einer großen Kunst empfand, und ich nicht weniger glücklich, indem ich in das geheime Gewebe einer vollendeten Komposition deutlich hineinsah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.538700103759766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2674,"date":1836,"orig":"Ich empfand daran eine gewiſſe Allgegenwart des Gedankens, welches daher entſtanden ſeyn mag, daß der Dichter den Gegenſtand ſo viele Jahre in ſeinem Innern hegte, und dadurch ſo ſehr Herr ſeines Stoffes ward, daß er das Ganze wie das Einzelne in hoͤchſter Klarheit zugleich uͤberſehen, und jede einzelne Partie geſchickt dahin ſtellen konnte, wo ſie fuͤr ſich nothwendig war und zugleich das Kommende vorbereitete und darauf hinwirkte.","norm":"Ich empfand daran eine gewisse Allgegenwart des Gedankens, welches daher entstanden sein mag, dass der Dichter den Gegenstand so viele Jahre in seinem Inneren hegte, und dadurch so sehr Herr seines Stoffes wurde, dass er das Ganze wie das Einzelne in höchster Klarheit zugleich übersehen, und jede einzelne Partie geschickt dahin stellen konnte, wo sie für sich notwendig war und zugleich das Kommende vorbereitete und darauf hinwirkte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.162399768829346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2675,"date":1836,"orig":"Nun bezieht ſich alles vorwaͤrts und ruͤckwaͤrts und iſt zugleich an ſeiner Stelle recht, ſo daß man als Compoſition ſich nicht leicht etwas Vollkommeneres denken kann.","norm":"Nun bezieht sich alles vorwärts und rückwärts und ist zugleich an seiner Stelle recht, so dass man als Komposition sich nicht leicht etwas Vollkommeneres denken kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64169979095459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2676,"date":1836,"orig":"Indem wir weiter laſen empfand ich den lebhaften Wunſch, daß Goethe ſelbſt dieſes Juwel einer Novelle als ein fremdes Werk moͤchte betrachten koͤnnen.","norm":"Indem wir weiter lasen empfand ich den lebhaften Wunsch, dass Goethe selbst dieses Juwel einer Novelle als ein fremdes Werk möchte betrachten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.872700214385986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2677,"date":1836,"orig":"Zugleich bedachte ich, daß der Umfang des Gegenſtandes grade ein ſehr guͤnſtiges Maß habe, ſowohl fuͤr den Poeten um Alles klug durcheinander zu verarbeiten, als fuͤr den Leſer um dem Ganzen wie dem Einzelnen mit einiger Vernunft wieder beyzukommen.","norm":"Zugleich bedachte ich, dass der Umfang des Gegenstandes gerade ein sehr günstiges Maß habe, sowohl für den Poeten um alles klug durcheinander zu verarbeiten, als für den Leser um dem Ganzen wie dem Einzelnen mit einiger Vernunft wieder beizukommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.553100109100342} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2678,"date":1836,"orig":"Freytag, den 11. Maͤrz 1831.","norm":"Freitag, den 11. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.043499946594238} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2679,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch in mannigfaltigen Geſpraͤchen.","norm":"Mit Goethe zu Tisch in mannigfaltigen Gesprächen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0903000831604} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2680,"date":1836,"orig":"„Bey Walter Scott, ſagte er, iſt es eigen, daß eben ſein großes Verdienſt in Darſtellung des Details ihn oft zu Fehlern verleitet.","norm":"„Bei Walter Scott, sagte er, ist es eigen, dass eben sein großes Verdienst in Darstellung des Details ihn oft zu Fehlern verleitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.226900100708008} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2681,"date":1836,"orig":"So kommt im Ivanhoe eine Scene vor, wo man Nachts in der Halle eines Schloſſes zu Tiſche ſitzt, und ein Fremder hereintritt.","norm":"So kommt im Ivanhoe eine Szene vor, wo man Nachts in der Halle eines Schlosses zu Tische sitzt, und ein Fremder hereintritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.75439977645874} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2682,"date":1836,"orig":"Nun iſt es zwar recht, daß er den Fremden von oben herab beſchrieben hat, wie er ausſieht und wie er gekleidet iſt, allein es iſt ein Fehler, daß er auch ſeine Fuͤße, ſeine Schuhe und Struͤmpfe beſchreibt.","norm":"Nun ist es zwar recht, dass er den Fremden von oben herab beschrieben hat, wie er aussieht und wie er gekleidet ist, allein es ist ein Fehler, dass er auch seine Füße, seine Schuhe und Strümpfe beschreibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.299799919128418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2683,"date":1836,"orig":"Wenn man Abends am Tiſche ſitzt und jemand hereintritt, ſo ſieht man nur ſeinen obern Koͤrper.","norm":"Wenn man Abends am Tische sitzt und jemand hereintritt, so sieht man nur seinen oberen Körper.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6539998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2684,"date":1836,"orig":"Beſchreibe ich aber die Fuͤße, ſo tritt ſogleich das Licht des Tages herein, und die Scene verliert ihren naͤchtlichen Character.“","norm":"Beschreibe ich aber die Füße, so tritt sogleich das Licht des Tages herein, und die Szene verliert ihren nächtlichen Charakter .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105899810791016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2685,"date":1836,"orig":"Ich fuͤhlte das Überzeugende ſolcher Worte, und merkte ſie mir fuͤr kuͤnftige Faͤlle.","norm":"Ich fühlte das Überzeugende solcher Worte, und merkte sie mir für künftige Fälle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.52239990234375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2686,"date":1836,"orig":"Goethe fuhr ſodann fort, mit großer Bewunderung uͤber Walter Scott zu reden.","norm":"Goethe fuhr sodann fort, mit großer Bewunderung über Walter Scott zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.535200119018555} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2687,"date":1836,"orig":"Ich erſuchte ihn ſeine Anſichten zu Papiere zu bringen, welches er jedoch mit dem Bemerken ablehnte, daß die Kunſt in jenem Schriftſteller ſo hoch ſtehe, daß es ſchwer ſey, ſich daruͤber oͤffentlich mitzutheilen.","norm":"Ich ersuchte ihn seine Ansichten zu Papiere zu bringen, welches er jedoch mit dem Bemerken ablehnte, dass die Kunst in jenem Schriftsteller so hoch stehe, dass es schwer sei, sich darüber öffentlich mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4039998054504395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2688,"date":1836,"orig":"Montag, den 14. Maͤrz 1831.","norm":"Montag, den 14. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.98740005493164} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2689,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch, mit dem ich mancherley berede.","norm":"Mit Goethe zu Tisch, mit dem ich mancherlei berede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.625999927520752} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2690,"date":1836,"orig":"Ich muß ihm von der Stummen von Portici erzaͤhlen, die vorgeſtern gegeben worden, und es kommt zur Sprache, daß darin eigentlich gegruͤndete Motive zu einer Revolution gar nicht zur Anſchauung gebracht worden, welches jedoch den Leuten gefalle, indem nun jeder in die leergelaſſene Stelle das hineintrage, was ihm ſelber in ſeiner Stadt und ſeinem Lande nicht behagen mag.","norm":"Ich muss ihm von der Stummen von Portici erzählen, die vorgestern gegeben worden, und es kommt zur Sprache, dass darin eigentlich gegründete Motive zu einer Revolution gar nicht zur Anschauung gebracht worden, welches jedoch den Leuten gefalle, indem nun jeder in die leergelassene Stelle das hineintrage, was ihm selber in seiner Stadt und seinem Lande nicht behagen mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.803299903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2691,"date":1836,"orig":"„Die ganze Oper, ſagte Goethe, iſt im Grunde eine Satyre auf das Volk, denn wenn es den Liebeshandel eines Fiſchermaͤdchens zur oͤffentlichen Angelegenheit macht, und den Fuͤrſten einen Tyrannen nennt, weil er eine Fuͤrſtin heirathet, ſo erſcheint es doch wohl ſo abſurd und ſo laͤcherlich wie moͤglich.“","norm":"„Die ganze Oper, sagte Goethe, ist im Grunde eine Satire auf das Volk, denn wenn es den Liebeshandel eines Fischermädchens zur öffentlichen Angelegenheit macht, und den Fürsten einen Tyrannen nennt, weil er eine Fürstin heiratet, so erscheint es doch wohl so absurd und so lächerlich wie möglich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.15880012512207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2692,"date":1836,"orig":"Zum Nachtiſch zeigte Goethe mir Zeichnungen nach Berliner Redensarten, worunter die heiterſten Dinge vorkommen, und woran die Maͤßigkeit des Kuͤnſtlers gelobt wurde, der an die Caricatur nur heran-, aber nicht wirklich hineingegangen.","norm":"Zum Nachtisch zeigte Goethe mir Zeichnungen nach Berliner Redensarten, worunter die heitersten Dinge vorkommen, und woran die Mäßigkeit des Künstlers gelobt wurde, der an die Karikatur nur heran-, aber nicht wirklich hineingegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.278600215911865} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2693,"date":1836,"orig":"Dienſtag, den 15. Maͤrz 1831.","norm":"Dienstag, den 15. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.961800098419189} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2694,"date":1836,"orig":"Ich beſchaͤftige mich den ganzen Morgen mit dem Manuſcript des vierten Bandes von Wahrheit und Dichtung, und ſchreibe daruͤber folgende Notiz an Goethe.","norm":"Ich beschäftige mich den ganzen Morgen mit dem Manuskript des vierten Bandes von Wahrheit und Dichtung, und schreibe darüber folgende Notiz an Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.927299976348877} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2695,"date":1836,"orig":"Das zweyte, vierte und fuͤnfte Buch ſind als vollendet anzuſehen, bis auf einige Kleinigkeiten, die bey einer letzten Durchſicht ſehr leicht werden abzuthun ſeyn.","norm":"Das zweite, vierte und fünfte Buch sind als vollendet anzusehen, bis auf einige Kleinigkeiten, die bei einer letzten Durchsicht sehr leicht werden abzutun sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.493900060653686} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2696,"date":1836,"orig":"Über das erſte und dritte Buch folgen hier einige Bemerkungen.","norm":"Über das erste und dritte Buch folgen hier einige Bemerkungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.338200092315674} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2697,"date":1836,"orig":"Erſtes Buch.","norm":"Erstes Buch.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":4.359600067138672} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2698,"date":1836,"orig":"Die Erzaͤhlung von Jungs verungluͤckter Augenkur iſt von ſo ernſter Bedeutung, daß es die Menſchen auf innere tiefe Betrachtungen fuͤhrt, und daß, wenn in Geſellſchaft erzaͤhlt, darauf ſicherlich eine Pauſe im Geſpraͤch entſtehen wuͤrde.","norm":"Die Erzählung von Jungs verunglückter Augenkur ist von so ernster Bedeutung, dass es die Menschen auf innere tiefe Betrachtungen führt, und dass, wenn in Gesellschaft erzählt, darauf sicherlich eine Pause im Gespräch entstehen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.198400020599365} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2699,"date":1836,"orig":"Ich rathe daher, das erſte Buch damit zu ſchließen, damit auch auf ſolche Weiſe eine Art von Pauſe eintrete.","norm":"Ich rate daher, das erste Buch damit zu schließen, damit auch auf solche Weise eine Art von Pause eintrete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.403299808502197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2700,"date":1836,"orig":"Die artigen Anekdoten vom Feuer in der Judengaſſe und Schlittſchuhlaufen im rothen Sammetpelz der Mutter, die jetzt am Ende des erſten Buches liegen und da nicht an paſſender Stelle ſind, wuͤrden ſehr ſchicklich dort zu verknuͤpfen ſeyn, wo von dem bewußtloſen ganz unvorbedachten poetiſchen Produciren die Rede iſt.","norm":"Die artigen Anekdoten vom Feuer in der Judengasse und Schlittschuhlaufen im roten Sammetpelz der Mutter, die jetzt am Ende des ersten Buches liegen und da nicht an passender Stelle sind, würden sehr schicklich dort zu verknüpfen sein, wo von dem bewusstlosen ganz unvorbedachten poetischen Produzieren die Rede ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.848599910736084} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2701,"date":1836,"orig":"Denn jene Faͤlle deuten auf einen aͤhnlichen gluͤcklichen Zuſtand des Gemuͤths, das auch handelnd ſich nicht lange fragt und beſinnt was zu thun ſey, ſondern ſchon gethan hat ehe noch der Gedanke kommt.","norm":"Denn jene Fälle deuten auf einen ähnlichen glücklichen Zustand des Gemüts, das auch handelnd sich nicht lange fragt und besinnt was zu tun sei, sondern schon getan hat ehe noch der Gedanke kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9944000244140625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2702,"date":1836,"orig":"Drittes Buch.","norm":"Drittes Buch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.917700052261352} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2703,"date":1836,"orig":"Dieſes wuͤrde nach der Verabredung dasjenige aufnehmen, was uͤber den aͤußeren politiſchen Zuſtand von 1775, ſo wie uͤber den inneren von Deutſchland, die Bildung des Adels u. ſ. w. noch zu dictiren ſeyn moͤchte.","norm":"Dieses würde nach der Verabredung dasjenige aufnehmen, was über den äußeren politischen Zustand von 1775, so wie über den inneren von Deutschland, die Bildung des Adels u. s. w. noch zu diktieren sein möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.509399890899658} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2704,"date":1836,"orig":"Was uͤber Hanswurſts Hochzeit, ſo wie uͤber andere zu Stande gekommene und nicht zu Stande gekommene poetiſche Unternehmungen zu ſagen waͤre, koͤnnte, im Fall es ſich in dem bereits ſehr ſtarken vierten Buche nicht beſſer anſchloͤſſe, oder vielleicht gar dort den ſehr gut verknuͤpften Zuſammenhang unterbraͤche, ſich gleichfalls dieſem dritten Buche anfuͤgen.","norm":"Was über Hanswursts Hochzeit, so wie über andere zu Stande gekommene und nicht zu Stande gekommene poetische Unternehmungen zu sagen wäre, könnte, im Fall es sich in dem bereits sehr starken vierten Buche nicht besser anschlösse, oder vielleicht gar dort den sehr gut verknüpften Zusammenhang unterbräche, sich gleichfalls diesem dritten Buche anfügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.379300117492676} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2705,"date":1836,"orig":"Ich habe alle Schemata und Fragmente zu dieſem Zweck im dritten Buche zuſammengelegt, und wuͤnſche nun Gluͤck und Neigung, auch dieſes noch Fehlende mit friſchem Geiſt und gewohnter Anmuth zu dictiren.","norm":"Ich habe alle Schemata und Fragmente zu diesem Zweck im dritten Buche zusammengelegt, und wünsche nun Glück und Neigung, auch dieses noch Fehlende mit frischem Geist und gewohnter Anmut zu diktieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.001200199127197} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2706,"date":1836,"orig":"E.","norm":"E.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"it","lang_de":0,"norm_lmscore":3.858900070190429} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2707,"date":1836,"orig":"Mittags zu Tiſch mit dem Prinzen und Herrn Soret.","norm":"Mittags zu Tisch mit dem Prinzen und Herrn Sohret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426700115203857} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2708,"date":1836,"orig":"Wir reden viel uͤber Courier und ſodann uͤber den Schluß von Goethe's Novelle, wobey ich die Bemerkung mache, daß Gehalt und Kunſt darin viel zu hoch ſtehen, als daß die Menſchen wuͤßten was ſie damit anzufangen haben.","norm":"Wir reden viel über Kurier und sodann über den Schluss von Goethes Novelle, wobei ich die Bemerkung mache, dass Gehalt und Kunst darin viel zu hoch stehen, als dass die Menschen wüssten was sie damit anzufangen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.297299861907959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2709,"date":1836,"orig":"Man will immer wieder hoͤren und wieder ſehen, was man ſchon einmal gehoͤrt und geſehen hat; und wie man gewohnt iſt, die Blume Poeſie in durchaus poetiſchen Gefilden anzutreffen, ſo iſt man in dieſem Falle erſtaunt, ſie aus einem durchaus realen Boden hervorwachſen zu ſehen.","norm":"Man will immer wieder hören und wieder sehen, was man schon einmal gehört und gesehen hat; und wie man gewohnt ist, die Blume Poesie in durchaus poetischen Gefilden anzutreffen, so ist man in diesem Falle erstaunt, sie aus einem durchaus realen Boden hervorwachsen zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.017199993133545} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2710,"date":1836,"orig":"In der poetiſchen Region laͤßt man ſich alles gefallen, und iſt kein Wunder zu unerhoͤrt, als daß man es nicht glauben moͤchte; hier aber, in dieſem hellen Lichte des wirklichen Tages, macht uns das Geringſte ſtutzen, was nur ein Weniges vom gewoͤhnlichen Gange der Dinge abweicht; und von tauſend Wundern umgeben, an die wir gewohnt ſind, iſt uns ein einziges unbequem, das uns bis jetzt neu war.","norm":"In der poetischen Region lässt man sich alles gefallen, und ist kein Wunder zu unerhört, als dass man es nicht glauben möchte; hier aber, in diesem hellen Lichte des wirklichen Tages, macht uns das Geringste stutzen, was nur ein Weniges vom gewöhnlichen Gange der Dinge abweicht; und von tausend Wundern umgeben, an die wir gewohnt sind, ist uns ein einziges unbequem, das uns bis jetzt neu war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.164199829101562} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2711,"date":1836,"orig":"Auch faͤllt es dem Menſchen durchaus nicht ſchwer, an Wunder einer fruͤheren Zeit zu glauben; allein einem Wunder, das heute geſchieht, eine Art von Realitaͤt zu geben, und es, neben dem ſichtbar Wirklichen, als eine hoͤhere Wirklichkeit zu verehren, dieſes ſcheint nicht mehr im Menſchen zu liegen, oder wenn es in ihm liegt, durch Erziehung ausgetrieben zu werden.","norm":"Auch fällt es dem Menschen durchaus nicht schwer, an Wunder einer früheren Zeit zu glauben; allein einem Wunder, das heute geschieht, eine Art von Realität zu geben, und es, neben dem sichtbar Wirklichen, als eine höhere Wirklichkeit zu verehren, dieses scheint nicht mehr im Menschen zu liegen, oder wenn es in ihm liegt, durch Erziehung ausgetrieben zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.829900026321411} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2712,"date":1836,"orig":"Unſer Jahrhundert wird daher auch immer proſaiſcher werden, und es wird, mit der Abnahme des Verkehrs und Glaubens an das Überſinnliche, alle Poeſie auch immer mehr verſchwinden.","norm":"Unser Jahrhundert wird daher auch immer prosaischer werden, und es wird, mit der Abnahme des Verkehrs und Glaubens an das Übersinnliche, alle Poesie auch immer mehr verschwinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.155300140380859} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2713,"date":1836,"orig":"Zu dem Schluß von Goethe's Novelle wird im Grunde weiter nichts verlangt, als die Empfindung, daß der Menſch von hoͤheren Weſen nicht ganz verlaſſen ſey, daß ſie ihn vielmehr im Auge haben, an ihm Theil nehmen, und in der Noth ihm helfend zur Seite ſind.","norm":"Zu dem Schluss von Goethes Novelle wird im Grunde weiter nichts verlangt, als die Empfindung, dass der Mensch von höheren Wesen nicht ganz verlassen sei, dass sie ihn vielmehr im Auge haben, an ihm Teil nehmen, und in der Not ihm helfend zur Seite sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.212100028991699} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2714,"date":1836,"orig":"Dieſer Glaube iſt etwas ſo Natuͤrliches, daß er zum Menſchen gehoͤrt, daß er einen Beſtandtheil ſeines Weſens ausmacht, und, als das Fundament aller Religion, allen Voͤlkern angeboren iſt.","norm":"Dieser Glaube ist etwas so Natürliches, dass er zum Menschen gehört, dass er einen Bestandteil seines Wesens ausmacht, und, als das Fundament aller Religion, allen Völkern angeboren ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.414700031280517} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2715,"date":1836,"orig":"In den erſten menſchlichen Anfaͤngen zeigt er ſich ſtark; er weicht aber auch der hoͤchſten Cultur nicht, ſo daß wir ihn unter den Griechen noch groß in Plato ſehen, und zuletzt noch eben ſo glaͤnzend in dem Verfaſſer von Daphnis und Chloe.","norm":"In den ersten menschlichen Anfängen zeigt er sich stark; er weicht aber auch der höchsten Kultur nicht, so dass wir ihn unter den Griechen noch groß in Plato sehen, und zuletzt noch eben so glänzend in dem Verfasser von Daphnis und Chloe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.482900142669678} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2716,"date":1836,"orig":"In dieſem liebenswuͤrdigen Gedicht waltet das Goͤttliche unter der Form von Pan und den Nymphen, die an frommen Hirten und Liebenden Theil nehmen, welche ſie am Tage ſchuͤtzen und retten, und denen ſie Nachts im Traum erſcheinen und ihnen ſagen was zu thun ſey.","norm":"In diesem liebenswürdigen Gedicht waltet das Göttliche unter der Form von Pan und den Nymphen, die an frommen Hirten und liebenden Teil nehmen, welche sie am Tage schützen und retten, und denen sie Nachts im Traum erscheinen und ihnen sagen was zu tun sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.220099925994873} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2717,"date":1836,"orig":"In Goethe's Novelle iſt dieſes behuͤtende Unſichtbare unter der Form des Ewigen und der Engel gedacht, die einſt in der Grube, unter grimmigen Loͤwen, den Propheten bewahrten, und die hier, in der Naͤhe eines aͤhnlichen Ungeheuers, ein gutes Kind ſchuͤtzend umgeben.","norm":"In Goethes Novelle ist dieses behütende Unsichtbare unter der Form des Ewigen und der Engel gedacht, die einst in der Grube, unter grimmigen Löwen, den Propheten bewahrten, und die hier, in der Nähe eines ähnlichen Ungeheures, ein gutes Kind schützend umgeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.22629976272583} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2718,"date":1836,"orig":"Der Loͤwe zerreißt den Knaben nicht, er zeigt ſich vielmehr ſanft und willig; denn die in alle Ewigkeit fort thaͤtigen hoͤheren Weſen ſind vermittelnd im Spiele.","norm":"Der Löwe zerreißt den Knaben nicht, er zeigt sich vielmehr sanft und willig; denn die in alle Ewigkeit fort tätigen höheren Wesen sind vermittelnd im Spiele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.159900188446045} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2719,"date":1836,"orig":"Damit aber dieſes einem unglaͤubigen neunzehnten Jahrhundert nicht zu wunderbar erſcheine, ſo benutzt der Dichter noch ein zweytes maͤchtiges Motiv, naͤmlich das der Muſik, deren magiſche Gewalt die Menſchen von den aͤlteſten Zeiten her empfunden haben, und von der auch wir uns noch taͤglich beherrſchen laſſen, ohne zu wiſſen wie uns geſchieht.","norm":"Damit aber dieses einem ungläubigen neunzehnten Jahrhundert nicht zu wunderbar erscheine, so benutzt der Dichter noch ein zweites mächtiges Motiv, nämlich das der Musik, deren magische Gewalt die Menschen von den ältesten Zeiten her empfunden haben, und von der auch wir uns noch täglich beherrschen lassen, ohne zu wissen wie uns geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.300899982452393} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2720,"date":1836,"orig":"Und wie nun Orpheus durch eine ſolche Magie alle Thiere des Waldes zu ſich heranzog, und in dem letzten griechiſchen Dichter ein junger Hirt mit ſeiner Floͤte die Ziegen leitet, ſo daß ſie auf verſchiedene Melodien ſich zerſtreuen und verſammeln, vor dem Feind fliehen und ruhig hinweiden, ſo uͤbt auch in Goethe's Novelle die Muſik auf den Loͤwen ihre Macht aus, indem das gewaltige Thier den Melodien der ſuͤßen Floͤte nachgeht, und uͤberall folget, wohin die Unſchuld des Knaben ihn leiten will.","norm":"Und wie nun Orpheus durch eine solche Magie alle Tiere des Waldes zu sich heranzog, und in dem letzten griechischen Dichter ein junger Hirte mit seiner Flöte die Ziegen leitet, so dass sie auf verschiedene Melodien sich zerstreuen und versammeln, vor dem Feind fliehen und ruhig hinweiden, so übt auch in Goethes Novelle die Musik auf den Löwen ihre Macht aus, indem das gewaltige Tier den Melodien der süßen Flöte nachgeht, und überall folget, wohin die Unschuld des Knaben ihn leiten will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.456200122833252} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2721,"date":1836,"orig":"Indem ich nun uͤber ſo unerklaͤrliche Dinge mit verſchiedenen Leuten geſprochen, habe ich die Bemerkung gemacht, daß der Menſch von ſeinen trefflichen Vorzuͤgen ſo ſehr eingenommen iſt, daß er ſie den Goͤttern beyzulegen gar kein Bedenken traͤgt, allein den Thieren daran einen Antheil zu vergoͤnnen ſich nicht gerne entſchließen mag.","norm":"Indem ich nun über so unerklärliche Dinge mit verschiedenen Leuten gesprochen, habe ich die Bemerkung gemacht, dass der Mensch von seinen trefflichen Vorzügen so sehr eingenommen ist, dass er sie den Göttern beizulegen gar kein Bedenken trägt, allein den Tieren daran einen Anteil zu vergönnen sich nicht gerne entschließen mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.46750020980835} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2722,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 16. Maͤrz 1831.","norm":"Mittwoch, den 16. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.280600070953369} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2723,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch, dem ich das Manuſcript vom vierten Band ſeines Lebens zuruͤckbringe und daruͤber mancherley Geſpraͤche habe.","norm":"Mit Goethe zu Tisch, dem ich das Manuskript vom vierten Band seines Lebens zurückbringe und darüber mancherlei Gespräche habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.238500118255615} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2724,"date":1836,"orig":"Wir reden auch uͤber den Schluß des Tell und ich gebe mein Verwundern zu erkennen, wie Schiller den Fehler habe machen koͤnnen, ſeinen Helden durch das unedle Benehmen gegen den fluͤchtigen Herzog von Schwaben ſo herabſinken zu laſſen, indem er uͤber dieſen ein hartes Gericht haͤlt, waͤhrend er ſich ſelbſt mit ſeiner eigenen That bruͤſtet.","norm":"Wir reden auch über den Schluss des Tell und ich gebe mein Verwundern zu erkennen, wie Schiller den Fehler habe machen können, seinen Helden durch das unedle Benehmen gegen den flüchtigen Herzog von Schwaben so herabsinken zu lassen, indem er über diesen ein hartes Gericht hält, während er sich selbst mit seiner eigenen Tat brüstet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.163000106811523} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2725,"date":1836,"orig":"„Es iſt kaum begreiflich, ſagte Goethe, allein Schiller war dem Einfluß von Frauen unterworfen wie Andere auch; und wenn er in dieſem Fall ſo fehlen konnte, ſo geſchah es mehr aus ſolchen Einwirkungen, als aus ſeiner eigenen guten Natur.“","norm":"„Es ist kaum begreiflich, sagte Goethe, allein Schiller war dem Einfluss von Frauen unterworfen wie andere auch; und wenn er in diesem Fall so fehlen konnte, so geschah es mehr aus solchen Einwirkungen, als aus seiner eigenen guten Natur .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.485799789428711} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2726,"date":1836,"orig":"Freytag, den 18. Maͤrz 1831.","norm":"Freitag, den 18. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.978699922561645} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2727,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2728,"date":1836,"orig":"Ich bringe ihm Daphnis und Chloe, welches er einmal wieder zu leſen wuͤnſcht.","norm":"Ich bringe ihm Daphnis und Chloe, welches er einmal wieder zu lesen wünscht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.80649995803833} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2729,"date":1836,"orig":"Wir reden uͤber hoͤhere Maximen, und ob es gut und ob es moͤglich ſey, ſie anderen Menſchen zu uͤberliefern.","norm":"Wir reden über höhere Maximen, und ob es gut und ob es möglich sei, sie anderen Menschen zu überliefern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1691999435424805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2730,"date":1836,"orig":"„Die Anlage, das Hoͤhere aufzunehmen, ſagte Goethe, iſt ſehr ſelten, und man thut daher im gewoͤhnlichen Leben immer wohl, ſolche Dinge fuͤr ſich zu behalten, und davon nur ſo viel hervorzukehren, als noͤthig iſt, um gegen die Andern in einiger Avantage zu ſeyn.","norm":"„Die Anlage, das Höhere aufzunehmen, sagte Goethe, ist sehr selten, und man tut daher im gewöhnlichen Leben immer wohl, solche Dinge für sich zu behalten, und davon nur so viel hervorzukehren, als nötig ist, um gegen die Anderen in einiger Avantage zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4197998046875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2731,"date":1836,"orig":"Wir beruͤhren ſodann den Punct, daß viele Menſchen, beſonders Critiker und Poeten, das eigentlich Große ganz ignoriren, und dagegen auf das Mittlere einen außerordentlichen Werth legen.","norm":"Wir berühren sodann den Punkt, dass viele Menschen, besonders Kritiker und Poeten, das eigentlich Große ganz ignorieren, und dagegen auf das Mittlere einen außerordentlichen Wert legen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.79640007019043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2732,"date":1836,"orig":"„Der Menſch, ſagte Goethe, erkennet nur das an und preiſet nur das, was er ſelber zu machen faͤhig iſt; und da nun gewiſſe Leute in dem Mittleren ihre eigentliche Exiſtenz haben, ſo gebrauchen ſie den Pfiff, daß ſie das wirklich Tadelnswuͤrdige in der Literatur, was jedoch immer einiges Gute haben mag, durchaus ſchelten und ganz tief herabſetzen, damit das Mittlere, was ſie anpreiſen, auf einer deſto groͤßeren Hoͤhe erſcheine.“","norm":"„Der Mensch, sagte Goethe, erkennt nur das an und preiset nur das, was er selber zu machen fähig ist; und da nun gewisse Leute in dem Mittleren ihre eigentliche Existenz haben, so gebrauchen sie den Pfiff, dass sie das wirklich Tadelnswürdige in der Literatur, was jedoch immer einiges Gute haben mag, durchaus schelten und ganz tief herabsetzen, damit das Mittlere, was sie anpreisen, auf einer desto größeren Höhe erscheine .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.67519998550415} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2733,"date":1836,"orig":"Ich merkte mir dieſes, damit ich wiſſen moͤchte, was ich von dergleichen Verfahren kuͤnftig zu denken.","norm":"Ich merkte mir dieses, damit ich wissen möchte, was ich von dergleichen Verfahren künftig zu denken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252500057220459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2734,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ſodann von der Farbenlehre, und daß gewiſſe deutſche Profeſſoren noch immer fortfahren, ihre Schuͤler davor, als vor einem großen Irrthum, zu warnen.","norm":"Wir sprachen sodann von der Farbenlehre, und dass gewisse deutsche Professoren noch immer fortfahren, ihre Schüler davor, als vor einem großen Irrtum, zu warnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8597002029418945} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2735,"date":1836,"orig":"„Es thut mir nur um manchen guten Schuͤler leid, ſagte Goethe; mir ſelbſt aber kann es voͤllig einerley ſeyn, denn meine Farbenlehre iſt ſo alt wie die Welt, und wird auf die Laͤnge nicht zu verlaͤugnen und bey Seite zu bringen ſeyn.“","norm":"„Es tut mir nur um manchen guten Schüler leid, sagte Goethe; mir selbst aber kann es völlig einerlei sein, denn meine Farbenlehre ist so alt wie die Welt, und wird auf die Länge nicht zu verleugnen und bei Seite zu bringen sein .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.57829999923706} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2736,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte mir ſodann, daß er mit ſeiner neuen Ausgabe der Metamorphoſe der Pflanzen und Sorets immer beſſer gelingenden Überſetzung gut fortſchreite.","norm":"Goethe erzählte mir sodann, dass er mit seiner neuen Ausgabe der Metamorphose der Pflanzen und Sorets immer besser gelingenden Übersetzung gut fortschreite.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.212299823760986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2737,"date":1836,"orig":"„Es wird ein merkwuͤrdiges Buch werden, ſagte er, indem darin die verſchiedenſten Elemente zu einem Ganzen verarbeitet werden.","norm":"„Es wird ein merkwürdiges Buch werden, sagte er, indem darin die verschiedensten Elemente zu einem Ganzen verarbeitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.743499994277954} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2738,"date":1836,"orig":"Ich laſſe darin einige Stellen von bedeutenden jungen Naturforſchern eintreten, wobey es erfreulich iſt zu ſehen, daß ſich jetzt in Deutſchland unter den Beſſeren ein ſo guter Styl gebildet hat, daß man nicht mehr weiß ob der eine redet oder der andere.","norm":"Ich lasse darin einige Stellen von bedeutenden jungen Naturforschern eintreten, wobei es erfreulich ist zu sehen, dass sich jetzt in Deutschland unter den Besseren ein so guter Stil gebildet hat, dass man nicht mehr weiß ob der eine redet oder der andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320899963378906} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2739,"date":1836,"orig":"Das Buch macht mir indeß mehr Muͤhe als ich dachte; auch bin ich anfangs faſt wider Willen in das Unternehmen hereingezogen, allein es herrſchte dabey etwas Daͤmoniſches ob, dem nicht zu widerſtehen war.","norm":"Das Buch macht mir indes mehr Mühe als ich dachte; auch bin ich anfangs fast wider Willen in das Unternehmen hereingezogen, allein es herrschte dabei etwas Dämonisches ob, dem nicht zu widerstehen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9832000732421875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2740,"date":1836,"orig":"Sie haben wohl gethan, ſagte ich, ſolchen Einwirkungen nachzugeben, denn das Daͤmoniſche ſcheint ſo maͤchtiger Natur zu ſeyn, daß es am Ende doch Recht behaͤlt.","norm":"Sie haben wohl getan, sagte ich, solchen Einwirkungen nachzugeben, denn das Dämonische scheint so mächtiger Natur zu sein, dass es am Ende doch Recht behält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.40369987487793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2741,"date":1836,"orig":"„Nur muß der Menſch, verſetzte Goethe, auch wiederum gegen das Daͤmoniſche Recht zu behalten ſuchen, und ich muß in gegenwaͤrtigem Fall dahin trachten, durch allen Fleiß und Muͤhe meine Arbeit ſo gut zu machen, als in meinen Kraͤften ſteht und die Umſtaͤnde es mir anbieten.","norm":"„Nur muss der Mensch, versetzte Goethe, auch wiederum gegen das dämonische Recht zu behalten suchen, und ich muss in gegenwärtigem Fall dahin trachten, durch allen Fleiß und Mühe meine Arbeit so gutzumachen, als in meinen Kräften steht und die Umstände es mir anbieten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518499851226807} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2742,"date":1836,"orig":"Es iſt in ſolchen Dingen wie mit dem Spiel, was die Franzoſen Codille nennen, wobey zwar die geworfenen Wuͤrfel viel entſcheiden, allein wo es der Klugheit des Spielenden uͤberlaſſen bleibt, nun auch die Steine im Bret geſchickt zu ſetzen.“","norm":"Es ist in solchen Dingen wie mit dem Spiel, was die Franzosen Codille nennen, wobei zwar die geworfenen Würfel viel entscheiden, allein wo es der Klugheit des Spielenden überlassen bleibt, nun auch die Steine im Brett geschickt zu setzen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.849899768829346} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2743,"date":1836,"orig":"Ich verehrte dieſes gute Wort und nahm es als eine treffliche Lehre an mein Herz, um danach zu handeln.","norm":"Ich verehrte dieses gute Wort und nahm es als eine treffliche Lehre an mein Herz, um danach zu handeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.173699855804443} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2744,"date":1836,"orig":"Sonntag, den 20. Maͤrz 1831.","norm":"Sonntag, den 20. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.432700157165527} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2745,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte mir bey Tiſch, daß er in dieſen Tagen Daphnis und Chloe geleſen.","norm":"Goethe erzählte mir bei Tisch, dass er in diesen Tagen Daphnis und Chloe gelesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9423999786376953} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2746,"date":1836,"orig":"„Das Gedicht iſt ſo ſchoͤn, ſagte er, daß man den Eindruck davon, bey den ſchlechten Zuſtaͤnden in denen man lebt, nicht in ſich behalten kann, und daß man immer von neuem erſtaunt, wenn man es wieder lieſ't.","norm":"„Das Gedicht ist so schön, sagte er, dass man den Eindruck davon, bei den schlechten Zuständen in denen man lebt, nicht in sich behalten kann, und dass man immer von neuem erstaunt, wenn man es wieder liest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.469099998474121} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2747,"date":1836,"orig":"Es iſt darin der helleſte Tag, und man glaubt lauter herculaniſche Bilder zu ſehen, ſo wie auch dieſe Gemaͤlde auf das Buch zuruͤckwirken und unſerer Phantaſie beym Leſen zu Huͤlfe kommen.“","norm":"Es ist darin der hellste Tag, und man glaubt lauter herculanische Bilder zu sehen, so wie auch diese Gemälde auf das Buch zurückwirken und unserer Phantasie beim Lesen zu Hilfe kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.951000213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2748,"date":1836,"orig":"Mir hat, ſagte ich, eine gewiſſe Abgeſchloſſenheit ſehr wohl gethan, worin alles gehalten iſt.","norm":"Mir hat, sagte ich, eine gewisse Abgeschlossenheit sehr wohlgetan, worin alles gehalten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585899829864502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2749,"date":1836,"orig":"Es kommt kaum eine fremde Anſpielung vor, die uns aus dem gluͤcklichen Kreiſe herausfuͤhrte.","norm":"Es kommt kaum eine fremde Anspielung vor, die uns aus dem glücklichen Kreise herausführte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.395100116729736} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2750,"date":1836,"orig":"Von Gottheiten ſind bloß Pan und die Nymphen wirkſam, eine andere wird kaum genannt, und man ſieht auch, daß das Beduͤrfniß der Hirten an dieſen Gottheiten genug hat.","norm":"Von Gottheiten sind bloß Pan und die Nymphen wirksam, eine andere wird kaum genannt, und man sieht auch, dass das Bedürfnis der Hirten an diesen Gottheiten genug hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593900203704834} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2751,"date":1836,"orig":"„Und doch, bey aller maͤßigen Abgeſchloſſenheit, ſagte Goethe, iſt darin eine vollſtaͤndige Welt entwickelt.","norm":"„Und doch, bei aller mäßigen Abgeschlossenheit, sagte Goethe, ist darin eine vollständige Welt entwickelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.882400035858154} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2752,"date":1836,"orig":"Wir ſehen Hirten aller Art, Feldbautreibende, Gaͤrtner, Winzer, Schiffer, Raͤuber, Krieger und vornehme Staͤdter, große Herren und Leibeigene.“","norm":"Wir sehen Hirten aller Art, Feldbautreibende, Gärtner, Winzer, Schiffer, Räuber, Krieger und vornehme Städter, große Herren und Leibeigene .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.217700004577637} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2753,"date":1836,"orig":"Auch erblicken wir darin, ſagte ich, den Menſchen auf allen ſeinen Lebensſtufen, von der Geburt herauf bis ins Alter; auch alle haͤuslichen Zuſtaͤnde, wie die wechſelnden Jahreszeiten ſie mit ſich fuͤhren, gehen an unſeren Augen voruͤber.","norm":"Auch erblicken wir darin, sagte ich, den Menschen auf allen seinen Lebensstufen, von der Geburt herauf bis ins Alter; auch alle häuslichen Zustände, wie die wechselnden Jahreszeiten sie mit sich führen, gehen an unseren Augen vorüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.318699836730957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2754,"date":1836,"orig":"„Und nun die Landſchaft! ſagte Goethe, die mit wenigen Strichen ſo entſchieden gezeichnet iſt, daß wir in der Hoͤhe hinter den Perſonen Weinberge, Äcker und Obſtgaͤrten ſehen, unten die Weideplaͤtze mit dem Fluß und ein wenig Waldung, ſo wie das ausgedehnte Meer in der Ferne.","norm":"„Und nun die Landschaft! sagte Goethe, die mit wenigen Strichen so entschieden gezeichnet ist, dass wir in der Höhe hinter den Personen Weinberge, Äcker und Obstgärten sehen, unten die Weideplätze mit dem Fluss und ein wenig Waldung, so wie das ausgedehnte Meer in der Ferne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.49399995803833} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2755,"date":1836,"orig":"Und keine Spur von truͤben Tagen, von Nebel, Wolken und Feuchtigkeit, ſondern immer der blaueſte reinſte Himmel, die anmuthigſte Luft und ein beſtaͤndig trockener Boden, ſo daß man ſich uͤberall nackend hinlegen moͤchte.“","norm":"Und keine Spur von trüben Tagen, von Nebel, Wolken und Feuchtigkeit, sondern immer der blaueste reinste Himmel, die anmutigste Luft und ein beständig trockener Boden, so dass man sich überall nackend hinlegen möchte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.221499919891357} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2756,"date":1836,"orig":"„Das ganze Gedicht, fuhr Goethe fort, verraͤth die hoͤchſte Kunſt und Cultur.","norm":"„Das ganze Gedicht, fuhr Goethe fort, verrät die höchste Kunst und Kultur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.345900058746338} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2757,"date":1836,"orig":"Es iſt ſo durchdacht, daß darin kein Motiv fehlt, und alle von der gruͤndlichſten beſten Art ſind, wie z. B. das von dem Schatz bey dem ſtinkenden Delphin am Meeresufer.","norm":"Es ist so durchdacht, dass darin kein Motiv fehlt, und alle von der gründlichsten besten Art sind, wie z. B. das von dem Schatz bei dem stinkenden Delphin am Meeresufer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.256800174713135} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2758,"date":1836,"orig":"Und ein Geſchmack und eine Vollkommenheit und Delicateſſe der Empfindung, die ſich dem Beſten gleichſtellt das je gemacht worden.","norm":"Und ein Geschmack und eine Vollkommenheit und Delikatesse der Empfindung, die sich dem Besten gleichstellt das je gemacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.446199893951416} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2759,"date":1836,"orig":"Alles Widerwaͤrtige, was von Außen in die gluͤcklichen Zuſtaͤnde des Gedichts ſtoͤrend hereintritt, wie Überfall, Raub und Krieg, iſt immer auf das Schnelleſte abgethan, und hinterlaͤßt kaum eine Spur.","norm":"Alles Widerwärtige, was von Außen in die glücklichen Zustände des Gedichts störend hereintritt, wie Überfall, Raub und Krieg, ist immer auf das Schnelleste abgetan, und hinterlässt kaum eine Spur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.075900077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2760,"date":1836,"orig":"Sodann das Laſter erſcheint im Gefolg der Staͤdter, und zwar auch dort nicht in den Hauptperſonen, ſondern in einer Nebenfigur, in einem Untergebenen.","norm":"Sodann das Laster erscheint im Gefolge der Städter, und zwar auch dort nicht in den Hauptpersonen, sondern in einer Nebenfigur, in einem Untergebenen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.00409984588623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2761,"date":1836,"orig":"Das iſt alles von der erſten Schoͤnheit.“","norm":"Das ist alles von der ersten Schönheit .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.200300216674805} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2762,"date":1836,"orig":"Und dann, ſagte ich, hat mir ſo wohl gefallen, wie das Verhaͤltniß der Herren und Diener ſich ausſpricht.","norm":"Und dann, sagte ich, hat mir so wohl gefallen, wie das Verhältnis der Herren und Diener sich ausspricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.163899898529053} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2763,"date":1836,"orig":"In erſteren die humanſte Behandlung, und in letzteren, bey aller naiven Freyheit, doch der große Reſpect und das Beſtreben, ſich bey dem Herrn auf alle Weiſe in Gunſt zu ſetzen.","norm":"In ersteren die humanste Behandlung, und in letzteren, bei aller naiven Freiheit, doch der große Respekt und das Bestreben, sich bei dem Herrn auf alle Weise in Gunst zu setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.449900150299072} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2764,"date":1836,"orig":"So ſucht denn auch der junge Staͤdter, der ſich dem Daphnis durch das Anſinnen einer unnatuͤrlichen Liebe verhaßt gemacht hat, ſich bey dieſem, da er als Sohn des Herrn erkannt iſt, wieder in Gnade zu bringen, indem er den Ochſenhirten die geraubte Chloe auf eine kuͤhne Weiſe wieder abjagt und zu Daphnis zuruͤckfuͤhrt.","norm":"So sucht denn auch der junge Städter, der sich dem Daphnis durch das Ansinnen einer unnatürlichen Liebe verhasst gemacht hat, sich bei diesem, da er als Sohn des Herrn erkannt ist, wieder in Gnade zu bringen, indem er den Ochsenhirten die geraubte Chloe auf eine kühne Weise wieder abjagt und zu Daphnis zurückführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.691099882125854} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2765,"date":1836,"orig":"„In allen dieſen Dingen, ſagte Goethe, iſt ein großer Verſtand; ſo auch daß Chloe gegen den beyderſeitigen Willen der Liebenden, die nichts Beſſeres kennen als nackt neben einander zu ruhen, durch den ganzen Roman bis ans Ende ihre Jungfrauſchaft behaͤlt, iſt gleichfalls vortrefflich, und ſo ſchoͤn motivirt, daß dabey die groͤßten menſchlichen Dinge zur Sprache kommen.“","norm":"„In allen diesen Dingen, sagte Goethe, ist ein großer Verstand; so auch dass Chloe gegen den beiderseitigen Willen der Liebenden, die nichts Besseres kennen als nackt nebeneinander zu ruhen, durch den ganzen Roman bis ans Ende ihre Jungfrauschaft behält, ist gleichfalls vortrefflich, und so schön motiviert, dass dabei die größten menschlichen Dinge zur Sprache kommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.609000205993652} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2766,"date":1836,"orig":"„Man muͤßte ein ganzes Buch ſchreiben, um alle großen Verdienſte dieſes Gedichts nach Wuͤrden zu ſchaͤtzen.","norm":"„Man müsste ein ganzes Buch schreiben, um alle großen Verdienste dieses Gedichts nach Würden zu schätzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.522500038146973} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2767,"date":1836,"orig":"Man thut wohl, es alle Jahr einmal zu leſen, um immer wieder daran zu lernen, und den Eindruck ſeiner großen Schoͤnheit aufs neue zu empfinden.“","norm":"Man tut wohl, es alle Jahr einmal zu lesen, um immer wieder daran zu lernen, und den Eindruck seiner großen Schönheit aufs neue zu empfinden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985899925231934} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2768,"date":1836,"orig":"Montag den 21. Maͤrz 1831.","norm":"Montag den 21. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.621099948883057} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2769,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber politiſche Dinge, uͤber die noch immer fortwaͤhrenden Unruhen in Paris, und den Wahn der jungen Leute, in die hoͤchſten Angelegenheiten des Staates mit einwirken zu wollen.","norm":"Wir sprachen über politische Dinge, über die noch immer fortwährenden Unruhen in Paris, und den Wahn der jungen Leute, in die höchsten Angelegenheiten des Staates mit einwirken zu wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9195001125335693} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2770,"date":1836,"orig":"Auch in England, ſagte ich, haben die Studenten vor einigen Jahren bey Entſcheidung der katholiſchen Frage durch Einreichung von Bittſchriften einen Einfluß zu erlangen verſucht; allein man hat ſie ausgelacht und nicht weiter davon Notiz genommen.","norm":"Auch in England, sagte ich, haben die Studenten vor einigen Jahren bei Entscheidung der katholischen Frage durch Einreichung von Bittschriften einen Einfluss zu erlangen versucht; allein man hat sie ausgelacht und nicht weiter davon Notiz genommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854800224304199} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2771,"date":1836,"orig":"„Das Beyſpiel von Napoleon, ſagte Goethe, hat beſonders in den jungen Leuten von Frankreich, die unter jenem Helden heraufwuchſen, den Egoismus aufgeregt, und ſie werden nicht eher ruhen, als bis wieder ein großer Despot unter ihnen aufſteht, in welchem ſie das auf der hoͤchſten Stufe ſehen, was ſie ſelber zu ſeyn wuͤnſchen.","norm":"„Das Beispiel von Napoleon, sagte Goethe, hat besonders in den jungen Leuten von Frankreich, die unter jenem Helden heraufwuchsen, den Egoismus aufgeregt, und sie werden nicht eher ruhen, als bis wieder ein großer Despot unter ihnen aufsteht, in welchem sie das auf der höchsten Stufe sehen, was sie selber zu sein wünschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9614999294281} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2772,"date":1836,"orig":"Es iſt nur das Schlimme, daß ein Mann wie Napoleon nicht ſobald wieder geboren wird, und ich fuͤrchte faſt, daß noch einige hunderttauſend Menſchen darauf gehen, ehe die Welt wieder zur Ruhe kommt.“","norm":"Es ist nur das Schlimme, dass ein Mann wie Napoleon nicht so bald wieder geboren wird, und ich fürchte fast, dass noch einige hunderttausend Menschen darauf gehen, ehe die Welt wieder zur Ruhe kommt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.673899888992309} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2773,"date":1836,"orig":"„An literariſche Wirkung iſt auf einige Jahre gar nicht zu denken, und man kann jetzt weiter nichts thun, als fuͤr eine friedlichere Zukunft im Stillen manches Gute vorzubereiten.“","norm":"„An literarische Wirkung ist auf einige Jahre gar nicht zu denken, und man kann jetzt weiter nichts tun, als für eine friedlichere Zukunft im Stillen manches Gute vorzubereiten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785099983215332} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2774,"date":1836,"orig":"Nach dieſem wenigen Politiſchen waren wir bald wieder in Geſpraͤchen uͤber Daphnis und Chloe.","norm":"Nach diesem wenigen Politischen waren wir bald wieder in Gesprächen über Daphnis und Chloe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.091700077056885} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2775,"date":1836,"orig":"Goethe lobte die Überſetzung von Courier als ganz vollkommen.","norm":"Goethe lobte die Übersetzung von Kurier als ganz vollkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.520599842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2776,"date":1836,"orig":"„Courier hat wohl gethan, ſagte er, die alte Überſetzung von Amyot zu reſpectiren und beyzubehalten, und ſie nur an einigen Stellen zu verbeſſern und zu reinigen und naͤher an das Original hinanzutreiben.","norm":"„Kurier hat wohlgetan, sagte er, die alte Übersetzung von Amyot zu respektieren und beizubehalten, und sie nur an einigen Stellen zu verbessern und zu reinigen und näher an das Original hinanzutreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.714900016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2777,"date":1836,"orig":"Dieſes alte Franzoͤſiſch iſt ſo naiv, und paßt ſo durchaus fuͤr dieſen Gegenſtand, daß man nicht leicht eine vollkommnere Überſetzung in irgend einer anderen Sprache von dieſem Buche machen wird.“","norm":"Dieses alte Französisch ist so naiv, und passt so durchaus für diesen Gegenstand, dass man nicht leicht eine vollkommenere Übersetzung in irgendeiner anderen Sprache von diesem Buche machen wird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945700168609619} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2778,"date":1836,"orig":"Wir redeten ſodann von Courier's eigenen Werken, von ſeinen kleinen Flugſchriften, und der Vertheidigung des beruͤchtigten Tintenflecks auf dem Manuſcript zu Florenz.","norm":"Wir redeten sodann von Couriers eigenen Werken, von seinen kleinen Flugschriften, und der Verteidigung des berüchtigten Tintenflecks auf dem Manuskript zu Florenz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.004700183868408} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2779,"date":1836,"orig":"„Courier iſt ein großes Naturtalent, ſagte Goethe, das Zuͤge von Byron hat, ſo wie von Beaumarchais und Diderot.","norm":"„Kurier ist ein großes Naturtalent, sagte Goethe, das Züge von Byron hat, so wie von Beaumarchais und Diderot.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.079699993133545} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2780,"date":1836,"orig":"Er hat von Byron die große Gegenwart aller Dinge, die ihm als Argument dienen; von Beaumarchais die große advocatiſche Gewandtheit; von Diderot das Dialektiſche, und zudem iſt er ſo geiſtreich, daß man es nicht in hoͤherem Grade ſeyn kann.","norm":"Er hat von Byron die große Gegenwart aller Dinge, die ihm als Argument dienen; von Beaumarchais die große advokatische Gewandtheit; von Diderot das Dialektische, und zudem ist er so geistreich, dass man es nicht in höherem Grade sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.724499940872192} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2781,"date":1836,"orig":"Von der Beſchuldigung des Tintenflecks ſcheint er ſich indeß nicht ganz zu reinigen, auch iſt er in ſeiner ganzen Richtung nicht poſitiv genug, als daß man ihn durchaus loben koͤnnte.","norm":"Von der Beschuldigung des Tintenflecks scheint er sich indes nicht ganz zu reinigen, auch ist er in seiner ganzen Richtung nicht positiv genug, als dass man ihn durchaus loben könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.05019998550415} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2782,"date":1836,"orig":"Er liegt mit der ganzen Welt im Streit, und es iſt nicht wohl anzunehmen, daß nicht auch etwas Schuld und etwas Unrecht an ihm ſelber ſeyn ſollte.“","norm":"Er liegt mit der ganzen Welt im Streit, und es ist nicht wohl anzunehmen, dass nicht auch etwas Schuld und etwas Unrecht an ihm selber sein sollte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.249499797821045} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2783,"date":1836,"orig":"Wir redeten ſodann uͤber den Unterſchied des deutſchen Begriffes von Geiſt und des franzoͤſiſchen esprit.","norm":"Wir redeten sodann über den Unterschied des deutschen Begriffes von Geist und des französischen esprit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5447998046875} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2784,"date":1836,"orig":"„Das franzoͤſiſche esprit, ſagte Goethe, kommt dem nahe, was wir Deutſchen Witz nennen.","norm":"„Das französische esprit, sagte Goethe, kommt dem nahe, was wir Deutschen Witz nennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9532999992370605} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2785,"date":1836,"orig":"Unſer Geiſt wuͤrden die Franzoſen vielleicht durch esprit und ame ausdruͤcken.","norm":"Unser Geist würden die Franzosen vielleicht durch esprit und ame ausdrücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.244100093841553} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2786,"date":1836,"orig":"Es liegt darin zugleich der Begriff von Productivitaͤt, welchen das franzoͤſiſche esprit nicht hat.“","norm":"Es liegt darin zugleich der Begriff von Produktivität, welchen das französische esprit nicht hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.877699851989746} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2787,"date":1836,"orig":"Voltaire, ſagte ich, hat doch nach deutſchen Begriffen dasjenige, was wir Geiſt nennen.","norm":"Voltaire, sagte ich, hat doch nach deutschen Begriffen dasjenige, was wir Geist nennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.338399887084961} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2788,"date":1836,"orig":"Und da nun das franzoͤſiſche esprit nicht hinreicht, was ſagen nun die Franzoſen?","norm":"Und da nun das französische esprit nicht hinreicht, was sagen nun die Franzosen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.820199966430664} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2789,"date":1836,"orig":"„In dieſem hohen Falle, ſagte Goethe, druͤcken ſie es durch génie aus.“","norm":"„In diesem hohen Falle, sagte Goethe, drücken sie es durch génie aus .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.950699806213379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2790,"date":1836,"orig":"Ich leſe jetzt einen Band von Diderot, ſagte ich, und bin erſtaunt uͤber das außerordentliche Talent dieſes Mannes.","norm":"Ich lese jetzt einen Band von Diderot, sagte ich, und bin erstaunt über das außerordentliche Talent dieses Mannes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.779000043869018} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2791,"date":1836,"orig":"Und welche Kenntniſſe, und welche Gewalt der Rede!","norm":"Und welche Kenntnisse, und welche Gewalt der Rede!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.035699844360352} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2792,"date":1836,"orig":"Man ſieht in eine große bewegte Welt, wo Einer dem Andern zu ſchaffen machte, und Geiſt und Character ſo in beſtaͤndiger Übung erhalten wurden, daß beyde gewandt und ſtark werden mußten.","norm":"Man sieht in eine große bewegte Welt, wo Einer dem Anderen zu schaffen machte, und Geist und Charakter so in beständiger Übung erhalten wurden, dass beide gewandt und stark werden mussten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.98960018157959} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2793,"date":1836,"orig":"Was aber die Franzoſen im vorigen Jahrhundert in der Literatur fuͤr Maͤnner hatten, erſcheint ganz außerordentlich.","norm":"Was aber die Franzosen im vorigen Jahrhundert in der Literatur für Männer hatten, erscheint ganz außerordentlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8435001373291025} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2794,"date":1836,"orig":"Ich muß ſchon erſtaunen, wie ich nur eben hineinblicke.","norm":"Ich muss schon erstaunen, wie ich nur eben hineinblicke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.326000213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2795,"date":1836,"orig":"„Es war die Metamorphoſe einer hundertjaͤhrigen Literatur, ſagte Goethe, die ſeit Ludwig dem vierzehnten heranwuchs, und zuletzt in voller Bluͤthe ſtand.","norm":"„Es war die Metamorphose einer hundertjährigen Literatur, sagte Goethe, die seit Ludwig dem vierzehnten heranwuchs, und zuletzt in voller Blüte stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3368000984191895} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2796,"date":1836,"orig":"Voltaire hetzte aber eigentlich Geiſter wie Diderot, D'Alembert, Beaumarchais und Andere herauf, denn um neben Ihm nur etwas zu ſeyn, mußte man viel ſeyn, und es galt kein Feyern.“","norm":"Voltaire hetzte aber eigentlich Geister wie Diderot, D' Alembert, Beaumarchais und Andere herauf, denn um neben ihm nur etwas zu sein, musste man viel sein, und es galt kein Feyern .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.966800212860107} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2797,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte mir ſodann von einem jungen Profeſſor der orientaliſchen Sprache und Literatur in Jena, der eine Zeit lang in Paris gelebt und eine ſo ſchoͤne Bildung habe, daß er wuͤnſche, ich moͤchte ihn kennen lernen.","norm":"Goethe erzählte mir sodann von einem jungen Professor der orientalischen Sprache und Literatur in Jena, der eine Zeit lang in Paris gelebt und eine so schöne Bildung habe, dass er wünsche, ich möchte ihn kennen lernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.560699939727783} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2798,"date":1836,"orig":"Als ich ging, gab er mir einen Aufſatz von Schroͤn uͤber den zunaͤchſt kommenden Cometen, damit ich in ſolchen Dingen nicht ganz fremd ſeyn moͤchte.","norm":"Als ich ging, gab er mir einen Aufsatz von Schrön über den zunächst kommenden Kometen, damit ich in solchen Dingen nicht ganz fremd sein möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.611299991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2799,"date":1836,"orig":"Dienſtag den 22. Maͤrz 1831.","norm":"Dienstag den 22. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.880499839782715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2800,"date":1836,"orig":"Goethe las mir zum Nachtiſch Stellen aus einem Briefe eines jungen Freundes aus Rom.","norm":"Goethe las mir zum Nachtisch Stellen aus einem Briefe eines jungen Freundes aus Rom.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.120100021362305} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2801,"date":1836,"orig":"Einige deutſche Kuͤnſtler erſcheinen darin mit langen Haaren, Schnurrbaͤrten, uͤbergeklappten Hemdkragen auf altdeutſchen Roͤcken, Tabackspfeifen und Bullenbeißern.","norm":"Einige deutsche Künstler erscheinen darin mit langen Haaren, Schnurrbärten, übergeklappten Hemdkragen auf altdeutschen Röcken, Tabakspfeifen und Bullenbeißern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.060299873352051} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2802,"date":1836,"orig":"Der großen Meiſter wegen, und um etwas zu lernen, ſcheinen ſie nicht nach Rom gekommen zu ſeyn.","norm":"Der großen Meister wegen, und um etwas zu lernen, scheinen sie nicht nach Rom gekommen zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.297399997711182} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2803,"date":1836,"orig":"Raphael duͤnkt ihnen ſchwach, und Tizian bloß ein guter Coloriſt.","norm":"Raphael dünkt ihnen schwach, und Tizian bloß ein guter Kolorist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.068299770355225} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2804,"date":1836,"orig":"„Niebuhr hat Recht gehabt, ſagte Goethe, wenn er eine barbariſche Zeit kommen ſah.","norm":"„Niebuhr hat Recht gehabt, sagte Goethe, wenn er eine barbarische Zeit kommen sah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520999908447266} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2805,"date":1836,"orig":"Sie iſt ſchon da, wir ſind ſchon mitten darinne; denn worin beſteht die Barbarey anders als darin, daß man das Vortreffliche nicht anerkennt.“","norm":"Sie ist schon da, wir sind schon mitten darin; denn worin besteht die Barbarei anders als darin, dass man das Vortreffliche nicht anerkennt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.57859992980957} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2806,"date":1836,"orig":"Der junge Freund erzaͤhlt ſodann vom Carneval, von der Wahl des neuen Pabſtes, und der gleich hinterdrein ausbrechenden Revolution.","norm":"Der junge Freund erzählt sodann vom Karneval, von der Wahl des neuen Papstes, und der gleich hinterdrein ausbrechenden Revolution.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.46120023727417} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2807,"date":1836,"orig":"Wir ſehen Horaz Vernet, welcher ſich ritterlich verſchanzet; einige deutſche Kuͤnſtler dagegen ſich ruhig zu Hauſe halten und ihre Baͤrte abſchneiden, woraus zu bemerken, daß ſie ſich bey den Roͤmern durch ihr Betragen nicht eben ſehr beliebt moͤgen gemacht haben.","norm":"Wir sehen Horaz Vernet, welcher sich ritterlich verschanzet; einige deutsche Künstler dagegen sich ruhig zu Hause halten und ihre Bärte abschneiden, woraus zu bemerken, dass sie sich bei den Römern durch ihr Betragen nicht eben sehr beliebt mögen gemacht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.875500202178955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2808,"date":1836,"orig":"Es kommt zur Sprache, ob die Verirrung, wie ſie an einigen jungen deutſchen Kuͤnſtlern wahrzunehmen, von einzelnen Perſonen ausgegangen ſey, und ſich als eine geiſtige Anſteckung verbreitet habe, oder ob ſie in der ganzen Zeit ihren Urſprung gehabt.","norm":"Es kommt zur Sprache, ob die Verirrung, wie sie an einigen jungen deutschen Künstlern wahrzunehmen, von einzelnen Personen ausgegangen sei, und sich als eine geistige Ansteckung verbreitet habe, oder ob sie in der ganzen Zeit ihren Ursprung gehabt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.231400012969971} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2809,"date":1836,"orig":"„Sie iſt von wenigen Einzelnen ausgegangen, ſagte Goethe, und wirkt nun ſchon ſeit vierzig Jahren fort.","norm":"„sie ist von wenigen Einzelnen ausgegangen, sagte Goethe, und wirkt nun schon seit vierzig Jahren fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826000213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2810,"date":1836,"orig":"Die Lehre war: der Kuͤnſtler brauche vorzuͤglich Froͤmmigkeit und Genie, um es den Beſten gleich zu thun.","norm":"Die Lehre war: Der Künstler brauche vorzüglich Frömmigkeit und Genie, um es den Besten gleichzutun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.274799823760986} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2811,"date":1836,"orig":"Eine ſolche Lehre war ſehr einſchmeichelnd und man ergriff ſie mit beyden Haͤnden.","norm":"Eine solche Lehre war sehr einschmeichelnd und man ergriff sie mit beiden Händen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.708499908447265} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2812,"date":1836,"orig":"Denn um fromm zu ſeyn, brauchte man nichts zu lernen, und das eigene Genie brachte jeder ſchon von ſeiner Frau Mutter.","norm":"Denn um fromm zu sein, brauchte man nichts zu lernen, und das eigene Genie brachte jeder schon von seiner Frau Mutter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.455699920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2813,"date":1836,"orig":"Man kann nur etwas ausſprechen, was dem Eigenduͤnkel und der Bequemlichkeit ſchmeichelt, um eines großen Anhanges in der mittelmaͤßigen Menge gewiß zu ſeyn.“","norm":"Man kann nur etwas aussprechen, was dem Eigendünkel und der Bequemlichkeit schmeichelt, um eines großen Anhanges in der mittelmäßigen Menge gewiss zu sein .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.402400016784668} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2814,"date":1836,"orig":"Freytag den 25. Maͤrz 1831.","norm":"Freitag den 25. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.072999954223633} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2815,"date":1836,"orig":"Goethe zeigte mir einen eleganten gruͤnen Lehnſtuhl, den er dieſer Tage in einer Auction ſich hatte kaufen laſſen.","norm":"Goethe zeigte mir einen eleganten grünen Lehnstuhl, den er dieser Tage in einer Auktion sich hatte kaufen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7778000831604} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2816,"date":1836,"orig":"„Ich werde ihn jedoch wenig oder gar nicht gebrauchen, ſagte er, denn alle Arten von Bequemlichkeit ſind eigentlich ganz gegen meine Natur.","norm":"„Ich werde ihn jedoch wenig oder gar nicht gebrauchen, sagte er, denn alle Arten von Bequemlichkeit sind eigentlich ganz gegen meine Natur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.982300043106079} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2817,"date":1836,"orig":"Sie ſehen in meinem Zimmer kein Sopha; ich ſitze immer in meinem alten hoͤlzernen Stuhl, und habe erſt ſeit einigen Wochen eine Art von Lehne fuͤr den Kopf anfuͤgen laſſen.","norm":"Sie sehen in meinem Zimmer kein Sofa; ich sitze immer in meinem alten hölzernen Stuhl, und habe erst seit einigen Wochen eine Art von Lehne für den Kopf anfügen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.180500030517578} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2818,"date":1836,"orig":"Eine Umgebung von bequemen geſchmackvollen Meublen hebt mein Denken auf, und verſetzt mich in einen behaglichen paſſiven Zuſtand.","norm":"Eine Umgebung von bequemen geschmackvollen Möbeln hebt mein Denken auf, und versetzt mich in einen behaglichen passiven Zustand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.040299892425537} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2819,"date":1836,"orig":"Ausgenommen, daß man von Jugend auf daran gewoͤhnt ſey, ſind praͤchtige Zimmer und elegantes Hausgeraͤthe etwas fuͤr Leute, die keine Gedanken haben und haben moͤgen.“","norm":"Ausgenommen, dass man von Jugend auf daran gewöhnt sei, sind prächtige Zimmer und elegantes Hausgeräte etwas für Leute, die keine Gedanken haben und haben mögen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924699783325195} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2820,"date":1836,"orig":"Sonntag den 27. Maͤrz 1831.","norm":"Sonntag den 27. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.960400104522705} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2821,"date":1836,"orig":"Das heiterſte Fruͤhlingswetter iſt nach langem Erwarten endlich eingetreten; am durchaus blauen Himmel ſchwebt nur hin und wieder ein weißes Woͤlkchen, und es iſt warm genug, um wieder in Sommerkleidern zu gehen.","norm":"Das heiterste Frühlingswetter ist nach langem Erwarten endlich eingetreten; am durchaus blauen Himmel schwebt nur hin und wieder ein weißes Wölkchen, und es ist warm genug, um wieder in Sommerkleidern zu gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.093699932098389} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2822,"date":1836,"orig":"Goethe ließ in einem Pavillon am Garten decken, und ſo aßen wir denn heute wieder im Freyen.","norm":"Goethe ließ in einem Pavillon am Garten decken, und so aßen wir denn heute wieder im Freien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.090400218963623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2823,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber die Großfuͤrſtin, wie ſie im Stillen uͤberall hinwirke und Gutes thue, und ſich die Herzen aller Unterthanen zu eigen mache.","norm":"Wir sprachen über die Großfürstin, wie sie im Stillen überall hinwirke und Gutes tue, und sich die Herzen aller Untertanen zu eigen mache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.17609977722168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2824,"date":1836,"orig":"„Die Großherzogin, ſagte Goethe, hat ſo viel Geiſt und Guͤte, als guten Willen; ſie iſt ein wahrer Segen fuͤr das Land.","norm":"„Die Großherzogin, sagte Goethe, hat so viel Geist und Güte, als guten Willen; sie ist ein wahrer Segen für das Land.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.226200103759766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2825,"date":1836,"orig":"Und wie nun der Menſch uͤberall bald empfindet, woher ihm Gutes kommt, und wie er die Sonne verehrt und die uͤbrigen wohlthaͤtigen Elemente, ſo wundert es mich auch nicht, daß alle Herzen ſich ihr mit Liebe zuwenden, und daß ſie ſchnell erkannt wird, wie ſie es verdient.“","norm":"Und wie nun der Mensch überall bald empfindet, woher ihm Gutes kommt, und wie er die Sonne verehrt und die übrigen wohltätigen Elemente, so wundert es mich auch nicht, dass alle Herzen sich ihr mit Liebe zuwenden, und dass sie schnell erkannt wird, wie sie es verdient .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.996500015258789} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2826,"date":1836,"orig":"Ich ſagte, daß ich mit dem Prinzen Minna von Barnhelm angefangen, und wie vortrefflich mir dieſes Stuͤck erſcheine.","norm":"Ich sagte, dass ich mit dem Prinzen Minna von Barnhelm angefangen, und wie vortrefflich mir dieses Stück erscheine.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.768799781799316} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2827,"date":1836,"orig":"Man hat von Leſſing behauptet, ſagte ich, er ſey ein kalter Verſtandesmenſch; ich finde aber in dieſem Stuͤck ſo viel Gemuͤth, liebenswuͤrdige Natuͤrlichkeit, Herz, und freye Weltbildung eines heiteren friſchen Lebemenſchen, als man nur wuͤnſchen kann.","norm":"Man hat von Lessing behauptet, sagte ich, er sei ein kalter Verstandesmensch; ich finde aber in diesem Stück so viel Gemüt, liebenswürdige Natürlichkeit, Herz, und freie Weltbildung eines heiteren frischen Lebemenschen, als man nur wünschen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.376999855041504} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2828,"date":1836,"orig":"„Sie moͤgen denken, ſagte Goethe, wie das Stuͤck auf uns jungen Leute wirkte, als es in jener dunkelen Zeit hervortrat.","norm":"„Sie mögen denken, sagte Goethe, wie das Stück auf uns jungen Leute wirkte, als es in jener dunklen Zeit hervortrat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570499897003174} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2829,"date":1836,"orig":"Es war wirklich ein glaͤnzendes Meteor.","norm":"Es war wirklich ein glänzendes Meteor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.292399883270264} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2830,"date":1836,"orig":"Es machte uns aufmerkſam, daß noch etwas Hoͤheres exiſtire, als wovon die damalige ſchwache literariſche Epoche einen Begriff hatte.","norm":"Es machte uns aufmerksam, dass noch etwas Höheres existiere, als wovon die damalige schwache literarische Epoche einen Begriff hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.793700218200684} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2831,"date":1836,"orig":"Die beyden erſten Acte ſind wirklich ein Meiſterſtuͤck von Expoſition, wovon man viel lernte und wovon man noch immer lernen kann.“","norm":"Die beiden ersten Akte sind wirklich ein Meisterstück von Exposition, wovon man viel lernte und wovon man noch immer lernen kann .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.77839994430542} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2832,"date":1836,"orig":"„Heut zu Tage will freylich niemand mehr etwas von Expoſition wiſſen; die Wirkung, die man ſonſt im dritten Act erwartete, will man jetzt ſchon in der erſten Scene haben, und man bedenkt nicht, daß es mit der Poeſie wie mit dem Seefahren iſt, wo man erſt vom Ufer ſtoßen und erſt auf einer gewiſſen Hoͤhe ſeyn muß, bevor man mit vollen Segeln gehen kann.“","norm":"„Heute zu Tage will freilich niemand mehr etwas von Exposition wissen; die Wirkung, die man sonst im dritten Akt erwartete, will man jetzt schon in der ersten Szene haben, und man bedenkt nicht, dass es mit der Poesie wie mit dem Seefahren ist, wo man erst vom Ufer stoßen und erst auf einer gewissen Höhe sein muss, bevor man mit vollen Segeln gehen kann .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.225900173187256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2833,"date":1836,"orig":"Goethe ließ etwas trefflichen Rheinwein kommen, womit Frankfurter Freunde ihm zu ſeinem letzten Geburtstag ein Geſchenk gemacht.","norm":"Goethe ließ etwas trefflichen Rheinwein kommen, womit Frankfurter Freunde ihm zu seinem letzten Geburtstag ein Geschenk gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.645400047302246} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2834,"date":1836,"orig":"Er erzaͤhlte mir dabey einige Anekdoten von Merck, der dem verſtorbenen Großherzog nicht habe verzeihen koͤnnen, daß er in der Ruhl bey Eiſenach eines Tages einen mittelmaͤßigen Wein vortrefflich gefunden.","norm":"Er erzählte mir dabei einige Anekdoten von Merke, der dem verstorbenen Großherzog nicht habe verzeihen können, dass er in der Ruhl bei Eisenach eines Tages einen mittelmäßigen Wein vortrefflich gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.73330020904541} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2835,"date":1836,"orig":"„Merck und ich, fuhr Goethe fort, waren immer mit einander wie Fauſt und Mepyiſtopheles.","norm":"„Merke und ich, fuhr Goethe fort, waren immer miteinander wie Faust und Mepyistopheles.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.660799980163574} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2836,"date":1836,"orig":"So moquirte er ſich uͤber einen Brief meines Vaters aus Italien, worin dieſer ſich uͤber die ſchlechte Lebensweiſe, das ungewohnte Eſſen, den ſchweren Wein und die Muskito's beklagt, und er konnte ihm nicht verzeihen, daß in dem herrlichen Lande und der praͤchtigen Umgebung, ihn ſo kleine Dinge wie Eſſen, Trinken und Fliegen haͤtten incommodiren koͤnnen.“","norm":"So mokierte er sich über einen Brief meines Vaters aus Italien, worin dieser sich über die schlechte Lebensweise, das ungewohnte Essen, den schweren Wein und die Muskitos beklagt, und er konnte ihm nicht verzeihen, dass in dem herrlichen Lande und der prächtigen Umgebung, ihn so kleine Dinge wie Essen, Trinken und Fliegen hätten inkommodieren können .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.974999904632568} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2837,"date":1836,"orig":"„Alle ſolche Neckereien gingen bey Merck unſtreitig aus dem Fundament einer hohen Cultur hervor; all eida er nicht productiv war, ſondern im Gegentheil eine entſchieden negative Richtung hatte, ſo war er immer weniger zum Lobe bereit als zum Tadel, und er ſuchte unwillkuͤhrlich alles hervor, um ſolchem Kitzel zu genuͤgen.“","norm":"„Alle solche Neckereien gingen bei Merke unstreitig aus dem Fundament einer hohen Kultur hervor; all Aida er nicht produktiv war, sondern im Gegenteil eine entschieden negative Richtung hatte, so war er immer weniger zum Lobe bereit als zum Tadel, und er suchte unwillkürlich alles hervor, um solchem Kitzel zu genügen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.866000175476074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2838,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber Vogel und ſeine adminiſtrativen Talente, ſo wie uͤber *** und deſſen Perſoͤnlichkeit, „***, ſagte Goethe, iſt ein Mann fuͤr ſich, den man mit keinem andern vergleichen kann.","norm":"Wir sprachen über Vogel und seine administrativen Talente, so wie über *** und dessen Persönlichkeit, „***, sagte Goethe, ist ein Mann für sich, den man mit keinem anderen vergleichen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9405999183654785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2839,"date":1836,"orig":"Er war der Einzige, der mit mir gegen den Unfug der Preßfreyheit ſtimmte; er ſteht feſt, man kann ſich an ihm halten, er wird immer auf der Seite des Geſetzlichen ſeyn.“","norm":"Er war der Einzige, der mit mir gegen den Unfug der Pressfreiheit stimmte; er steht fest, man kann sich an ihm halten, er wird immer auf der Seite des Gesetzlichen sein .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.874399900436401} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2840,"date":1836,"orig":"Wir gingen nach Tiſch ein wenig im Garten auf und ab und hatten unſere Freude an den bluͤhenden weißen Schneegloͤckchen und gelben Crokus.","norm":"Wir gingen nach Tisch ein wenig im Garten auf und ab und hatten unsere Freude an den blühenden weißen Schneeglöckchen und gelben Krokus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.926800012588501} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2841,"date":1836,"orig":"Auch die Tulpen kamen hervor und wir ſprachen uͤber die Pracht und Koſtbarkeit der hollaͤndiſchen Gewaͤchſe ſolcher Art.","norm":"Auch die Tulpen kamen hervor und wir sprachen über die Pracht und Kostbarkeit der holländischen Gewächse solcher Art.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593299865722656} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2842,"date":1836,"orig":"„Ein großer Blumenmaler, ſagte Goethe, iſt gar nicht mehr denkbar; es wird jetzt zu große wiſſenſchaftliche Wahrheit verlangt, und der Botaniker zaͤhlt dem Kuͤnſtler die Staubfaͤden nach, waͤhrend er fuͤr maleriſche Gruppirung und Beleuchtung kein Auge hat.“","norm":"„Ein großer Blumenmaler, sagte Goethe, ist gar nicht mehr denkbar; es wird jetzt zu große wissenschaftliche Wahrheit verlangt, und der Botaniker zählt dem Künstler die Staubfäden nach, während er für malerische Gruppierung und Beleuchtung kein Auge hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039299964904785} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2843,"date":1836,"orig":"Montag den 28. Maͤrz 1831.","norm":"Montag den 28. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.663599967956543} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2844,"date":1836,"orig":"Ich verlebte heute mit Goethe wieder ſehr ſchoͤne Stunden.","norm":"Ich verlebte heute mit Goethe wieder sehr schöne Stunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4319000244140625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2845,"date":1836,"orig":"„Mit meiner Metamorphoſe der Pflanzen, ſagte er, habe ich ſo gut wie abgeſchloſſen.","norm":"„Mit meiner Metamorphose der Pflanzen, sagte er, habe ich so gut wie abgeschlossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.588399887084961} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2846,"date":1836,"orig":"Dasjenige, was ich uͤber die Spirale und Herrn von Martius noch zu ſagen hatte, iſt auch ſo gut wie fertig, und ich habe mich dieſen Morgen ſchon wieder dem vierten Bande meiner Biographie zugewendet, und ein Schema von dem geſchrieben, was noch zu thun iſt.","norm":"Dasjenige, was ich über die Spirale und Herrn von Martius noch zu sagen hatte, ist auch so gut wie fertig, und ich habe mich diesen Morgen schon wieder dem vierten Bande meiner Biographie zugewendet, und ein Schema von dem geschrieben, was noch zu tun ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.986200094223022} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2847,"date":1836,"orig":"Ich kann es gewiſſermaßen beneidenswuͤrdig nennen, daß mir noch in meinem hohen Alter vergoͤnnt iſt, die Geſchichte meiner Jugend zu ſchreiben, und zwar eine Epoche, die in mancher Hinſicht von großer Bedeutung iſt.“","norm":"Ich kann es gewissermaßen beneidenswürdig nennen, dass mir noch in meinem hohen Alter vergönnt ist, die Geschichte meiner Jugend zu schreiben, und zwar eine Epoche, die in mancher Hinsicht von großer Bedeutung ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.67930006980896} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2848,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen die einzelnen Theile durch, die mir wie ihm vollkommen gegenwaͤrtig waren.","norm":"Wir sprachen die einzelnen Teile durch, die mir wie ihm vollkommen gegenwärtig waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145899772644043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2849,"date":1836,"orig":"Bey dem dargeſtellten Liebesverhaͤltniß mit Lili, ſagte ich, vermißt man Ihre Jugend keineswegs, vielmehr haben ſolche Scenen den vollkommenen Hauch der fruͤhen Jahre.","norm":"Bei dem dargestellten Liebesverhältnis mit Lili, sagte ich, vermisst man Ihre Jugend keineswegs, vielmehr haben solche Szenen den vollkommenen Hauch der frühen Jahre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378399848937988} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2850,"date":1836,"orig":"„Das kommt daher, ſagte Goethe, weil ſolche Scenen poetiſch ſind, und ich durch die Kraft der Poeſie das mangelnde Liebesgefuͤhl der Jugend mag erſetzt haben.“","norm":"„Das kommt daher, sagte Goethe, weil solche Szenen poetisch sind, und ich durch die Kraft der Poesie das mangelnde Liebesgefühl der Jugend mag ersetzt haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081099987030029} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2851,"date":1836,"orig":"Wir gedachten ſodann der merkwuͤrdigen Stelle, wo Goethe uͤber den Zuſtand ſeiner Schweſter redet.","norm":"Wir gedachten sodann der merkwürdigen Stelle, wo Goethe über den Zustand seiner Schwester redet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.076700210571289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2852,"date":1836,"orig":"„Dieſes Capitel, ſagte er, wird von gebildeten Frauen mit Intereſſe geleſen werden, denn es werden viele ſeyn, die meiner Schweſter darin gleichen, daß ſie, bey vorzuͤglichen geiſtigen und ſittlichen Eigenſchaften, nicht zugleich das Gluͤck eines ſchoͤnen Koͤrpers empfinden.“","norm":"„Dieses Kapitel, sagte er, wird von gebildeten Frauen mit Interesse gelesen werden, denn es werden viele sein, die meiner Schwester darin gleichen, dass sie, bei vorzüglichen geistigen und sittlichen Eigenschaften, nicht zugleich das Glück eines schönen Körpers empfinden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.277999877929687} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2853,"date":1836,"orig":"Daß ſie, ſagte ich, bey bevorſtehenden Feſtlichkeiten und Baͤllen gewoͤhnlich von einem Ausſchlag im Geſicht heimgeſucht wurde, iſt etwas ſo Wunderliches, daß man es der Einwirkung von etwas Daͤmoniſchem zuſchreiben moͤchte.","norm":"Dass sie, sagte ich, bei bevorstehenden Festlichkeiten und Bällen gewöhnlich von einem Ausschlag im Gesicht heimgesucht wurde, ist etwas so Wunderliches, dass man es der Einwirkung von etwas Dämonischem zuschreiben möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.976300001144409} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2854,"date":1836,"orig":"„Sie war ein merkwuͤrdiges Weſen, ſagte Goethe, ſie ſtand ſittlich ſehr hoch und hatte nicht die Spur von etwas Sinnlichem.","norm":"„sie war ein merkwürdiges Wesen, sagte Goethe, sie stand sittlich sehr hoch und hatte nicht die Spur von etwas Sinnlichem.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.029200077056885} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2855,"date":1836,"orig":"Der Gedanke, ſich einem Manne hinzugeben, war ihr widerwaͤrtig, und man mag denken, daß aus dieſer Eigenheit in der Ehe manche unangenehme Stunde hervorging.","norm":"Der Gedanke, sich einem Manne hinzugeben, war ihr widerwärtig, und man mag denken, dass aus dieser Eigenheit in der Ehe manche unangenehme Stunde hervorging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.136000156402588} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2856,"date":1836,"orig":"Frauen, die eine gleiche Abneigung haben, oder ihre Maͤnner nicht lieben, werden empfinden, was dieſes ſagen will.","norm":"Frauen, die eine gleiche Abneigung haben, oder ihre Männer nicht lieben, werden empfinden, was dieses sagen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321700096130371} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2857,"date":1836,"orig":"Ich konnte daher meine Schweſter auch nie als verheirathet denken, vielmehr waͤre ſie als Äbtiſſin in einem Kloſter recht eigentlich an ihrem Platze geweſen.“","norm":"Ich konnte daher meine Schwester auch nie als verheiratet denken, vielmehr wäre sie als Äbtissin in einem Kloster recht eigentlich an ihrem Platze gewesen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9096999168396} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2858,"date":1836,"orig":"„Und da ſie nun, obgleich mit einem der bravſten Maͤnner verheirathet, in der Ehe nicht gluͤcklich war, ſo widerrieth ſie ſo leidenſchaftlich meine beabſichtigte Verbindung mit Lili.“","norm":"„Und da sie nun, obgleich mit einem der bravsten Männer verheiratet, in der Ehe nicht glücklich war, so widerriet sie so leidenschaftlich meine beabsichtigte Verbindung mit Lili .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.77239990234375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2859,"date":1836,"orig":"Dienſtag den 29. Maͤrz 1831.","norm":"Dienstag den 29. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.938000202178955} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2860,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen heute uͤber Merck, und Goethe erzaͤhlte mir noch einige characteriſtiſche Zuͤge.","norm":"Wir sprachen heute über Merke, und Goethe erzählte mir noch einige charakteristische Züge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5903000831604} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2861,"date":1836,"orig":"„Der verſtorbene Großherzog, ſagte er, war Mercken ſehr guͤnſtig, ſo daß er ſich einſt fuͤr eine Schuld von viertauſend Thalern fuͤr ihn verbuͤrgte.","norm":"„Der verstorbene Großherzog, sagte er, war Merken sehr günstig, so dass er sich einst für eine Schuld von viertausend Talern für ihn verbürgte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.180799961090088} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2862,"date":1836,"orig":"Nun dauerte es nicht lange, ſo ſchickte Merck zu unſerer Verwunderung die Buͤrgſchaft zuruͤck.","norm":"Nun dauerte es nicht lange, so schickte Merke zu unserer Verwunderung die Bürgschaft zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.285999774932861} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2863,"date":1836,"orig":"Seine Umſtaͤnde hatten ſich nicht verbeſſert, und es war raͤthſelhaft, welche Art von Negotiation er mochte gemacht haben.","norm":"Seine Umstände hatten sich nicht verbessert, und es war rätselhaft, welche Art von Negoziierung er mochte gemacht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.298699855804443} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2864,"date":1836,"orig":"Als ich ihn wiederſah, loͤſte er mir das Raͤthſel in folgenden Worten.“","norm":"Als ich ihn wiedersah, löste er mir das Rätsel in folgenden Worten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.610599994659424} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2865,"date":1836,"orig":"„Der Herzog, ſagte er, iſt ein freygebiger, trefflicher Herr, der Zutrauen hat und den Menſchen hilft, wo er kann.","norm":"„Der Herzog, sagte er, ist ein freigebiger, trefflicher Herr, der Zutrauen hat und den Menschen hilft, wo er kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.293200016021728} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2866,"date":1836,"orig":"Nun dachte ich mir: betruͤgſt du dieſen Herrn um das Geld, ſo wirket das nachtheilig fuͤr tauſend Andere; denn er wird ſein koͤſtliches Zutrauen verlieren, und viele ungluͤckliche gute Menſchen werden darunter leiden, daß Einer ein ſchlechter Kerl war. —","norm":"Nun dachte ich mir: betrügst du diesen Herrn um das Geld, so wirket das nachteilig für tausend Andere; denn er wird sein köstliches Zutrauen verlieren, und viele unglückliche gute Menschen werden darunter leiden, dass Einer ein schlechter Kerl war . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.576200008392334} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2867,"date":1836,"orig":"Was habe ich nun gethan? —","norm":"Was habe ich nun getan? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.833800077438354} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2868,"date":1836,"orig":"ich habe ſpeculirt und das Geld von einem Schurken geliehen; denn wenn ich dieſen darum betruͤge, ſo thut's nichts, haͤtte ich aber den guten Herrn darum betrogen, ſo waͤre es Schade geweſen.“","norm":"ich habe spekuliert und das Geld von einem Schurken geliehen; denn wenn ich diesen darum betrüge, so tut es nichts, hätte ich aber den guten Herrn darum betrogen, so wäre es schade gewesen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1269001960754395} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2869,"date":1836,"orig":"Wir lachten uͤber die wunderliche Großheit dieſes Mannes.","norm":"Wir lachten über die wunderliche Großheit dieses Mannes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807400226593018} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2870,"date":1836,"orig":"„Merck hatte das Eigene, fuhr Goethe fort, daß er im Geſpraͤch mitunter he! he! herauszuſtoßen pflegte.","norm":"„Merke hatte das Eigene, fuhr Goethe fort, dass er im Gespräch mitunter he! he! herauszustoßen pflegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.140900135040283} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2871,"date":1836,"orig":"Dieſes Angewoͤhnen ſteigerte ſich, wie er aͤlter wurde, ſo daß es endlich dem Bellen eines Hundes glich.","norm":"Dieses Angewöhnen steigerte sich, wie er älter wurde, so dass es endlich dem Bellen eines Hundes glich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.578700065612793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2872,"date":1836,"orig":"Er fiel zuletzt in eine tiefe Hypochondrie, als Folge ſeiner vielen Speculationen, und endigte damit, ſich zu erſchießen.","norm":"Er fiel zuletzt in eine tiefe Hypochondrie, als Folge seiner vielen Spekulationen, und endigte damit, sich zu erschießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.404799938201904} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2873,"date":1836,"orig":"Er bildete ſich ein, er muͤſſe bankerott machen; allein es fand ſich, daß ſeine Sachen keineswegs ſo ſchlecht ſtanden, wie er es ſich gedacht hatte.“","norm":"Er bildete sich ein, er müsse bankrott machen; allein es fand sich, dass seine Sachen keineswegs so schlecht standen, wie er es sich gedacht hatte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.875900030136108} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2874,"date":1836,"orig":"Mittwoch den 30. Maͤrz 1831.","norm":"Mittwoch den 30. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.207600116729736} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2875,"date":1836,"orig":"Wir reden wieder uͤber das Daͤmoniſche.","norm":"Wir reden wieder über das Dämonische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.217999935150146} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2876,"date":1836,"orig":"„Es wirft ſich gern an bedeutende Figuren, ſagte Goethe, auch waͤhlt es ſich gerne etwas dunkele Zeiten.","norm":"„Es wirft sich gern an bedeutende Figuren, sagte Goethe, auch wählt es sich gerne etwas dunkele Zeiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5391998291015625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2877,"date":1836,"orig":"In einer klaren proſaiſchen Stadt, wie Berlin, faͤnde es kaum Gelegenheit ſich zu manifeſtiren.“","norm":"In einer klaren prosaischen Stadt, wie Berlin, fände es kaum Gelegenheit sich zu manifestieren .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.69920015335083} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2878,"date":1836,"orig":"Goethe ſprach hiedurch aus, was ich ſelber vor einigen Tagen gedacht hatte, welches mir angenehm war, ſo wie es immer Freude macht, unſere Gedanken beſtaͤtigt zu ſehen.","norm":"Goethe sprach hierdurch aus, was ich selber vor einigen Tagen gedacht hatte, welches mir angenehm war, so wie es immer Freude macht, unsere Gedanken bestätigt zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.486599922180176} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2879,"date":1836,"orig":"Geſtern und dieſen Morgen las ich den dritten Band ſeiner Biographie, wobey es mir war, wie bey einer fremden Sprache, wo wir, nach gemachten Fortſchritten, ein Buch wieder leſen, das wir fruͤher zu verſtehen glaubten, das aber erſt jetzt in ſeinen kleinſten Theilen und Nuͤançen uns entgegentritt.","norm":"Gestern und diesen Morgen las ich den dritten Band seiner Biographie, wobei es mir war, wie bei einer fremden Sprache, wo wir, nach gemachten Fortschritten, ein Buch wieder lesen, das wir früher zu verstehen glaubten, das aber erst jetzt in seinen kleinsten Teilen und Nuancen uns entgegentritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.068600177764893} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2880,"date":1836,"orig":"Ihre Biographie iſt ein Buch, ſagte ich, wodurch wir in unſerer Cultur uns auf die entſchiedenſte Weiſe gefoͤrdert ſehen.","norm":"Ihre Biographie ist ein Buch, sagte ich, wodurch wir in unserer Kultur uns auf die entschiedenste Weise gefördert sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5802001953125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2881,"date":1836,"orig":"„Es ſind lauter Reſultate meines Lebens, ſagte Goethe, und die erzaͤhlten einzelnen Facta dienen bloß, um eine allgemeine Beobachtung, eine hoͤhere Wahrheit, zu beſtaͤtigen.“","norm":"„Es sind lauter Resultate meines Lebens, sagte Goethe, und die erzählten einzelnen Fakten dienen bloß, um eine allgemeine Beobachtung, eine höhere Wahrheit, zu bestätigen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.142300128936768} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2882,"date":1836,"orig":"Was Sie unter andern von Baſedow erwaͤhnen, ſagte ich, wie er naͤmlich zu Erreichung hoͤherer Zwecke die Menſchen noͤthig hat und ihre Gunſt erwerben moͤchte, aber nicht bedenkt, daß er es mit allen verderben muß, wenn er ſo ohne alle Ruͤckſicht ſeine abſtoßenden religioͤſen Anſichten aͤußert, und den Menſchen dasjenige, woran ſie mit Liebe haͤngen, verdaͤchtig macht, ſolche und aͤhnliche Zuͤge erſcheinen mir von großer Bedeutung.","norm":"Was Sie unter anderen von Basedow erwähnen, sagte ich, wie er nämlich zu Erreichung höherer Zwecke die Menschen nötig hat und ihre Gunst erwerben möchte, aber nicht bedenkt, dass er es mit allen verderben muss, wenn er so ohne alle Rücksicht seine abstoßenden religiösen Ansichten äußert, und den Menschen dasjenige, woran sie mit Liebe hängen, verdächtig macht, solche und ähnliche Züge erscheinen mir von großer Bedeutung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.736199855804443} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2883,"date":1836,"orig":"„Ich daͤchte, ſagte Goethe, es ſteckten darin einige Symbole des Menſchenlebens.","norm":"„Ich dächte, sagte Goethe, es steckten darin einige Symbole des Menschenlebens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.297599792480469} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2884,"date":1836,"orig":"Ich nannte das Buch Wahrheit und Dichtung, weil es ſich durch hoͤhere Tendenzen aus der Region einer niedern Realitaͤt erhebt.","norm":"Ich nannte das Buch Wahrheit und Dichtung, weil es sich durch höhere Tendenzen aus der Region einer niederen Realität erhebt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.38640022277832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2885,"date":1836,"orig":"Jean Paul hat nun, aus Geiſt des Widerſpruchs, Wahrheit aus ſeinem Leben geſchrieben! —","norm":"Jean Paul hat nun, aus Geist des Widerspruchs, Wahrheit aus seinem Leben geschrieben! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.43310022354126} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2886,"date":1836,"orig":"Als ob die Wahrheit aus dem Leben eines ſolchen Mannes etwas anderes ſeyn koͤnnte, als daß der Autor ein Philiſter geweſen! —","norm":"Als ob die Wahrheit aus dem Leben eines solchen Mannes etwas anderes sein könnte, als dass der Autor ein Philister gewesen! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.407199859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2887,"date":1836,"orig":"Aber die Deutſchen wiſſen nicht leicht, wie ſie etwas Ungewohntes zu nehmen haben, und das Hoͤhere geht oft an ihnen voruͤber, ohne daß ſie es gewahr werden.","norm":"Aber die Deutschen wissen nicht leicht, wie sie etwas Ungewohntes zu nehmen haben, und das Höhere geht oft an ihnen vorüber, ohne dass sie es gewahr werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.43309998512268} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2888,"date":1836,"orig":"Ein Factum unſeres Lebens gilt nicht, inſofern es wahr iſt, ſondern in ſo fern es etwas zu bedeuten hatte.“","norm":"Ein Faktum unseres Lebens gilt nicht, insofern es wahr ist, sondern insofern es etwas zu bedeuten hatte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.533999919891357} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2889,"date":1836,"orig":"Donnerstag den 31. Maͤrz 1831.","norm":"Donnerstag den 31. März 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.693900108337402} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2890,"date":1836,"orig":"Zu Tafel beym Prinzen mit Soret und Meyer Wir redeten uͤber literariſche Dinge, und Meyer erzaͤhlte uns ſeine erſte Bekanntſchaft mit Schiller.","norm":"Zu Tafel beim Prinzen mit Sohret und Meyer Wir redeten über literarische Dinge, und Meyer erzählte uns seine erste Bekanntschaft mit Schiller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.849599838256836} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2891,"date":1836,"orig":"„Ich ging, ſagte er, mit Goethe in dem ſogenannten Paradies bey Jena ſpazieren, wo Schiller uns begegnete und wo wir zuerſt mit einander redeten.","norm":"„Ich ging, sagte er, mit Goethe in dem sogenannten Paradies bei Jena spazieren, wo Schiller uns begegnete und wo wir zuerst miteinander redeten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.349999904632568} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2892,"date":1836,"orig":"Er hatte ſeinen Don Carlos noch nicht beendigt; er war eben aus Schwaben zuruͤckgekehrt und ſchien ſehr krank und an den Nerven leidend.","norm":"Er hatte seinen Don Carlos noch nicht beendigt; er war eben aus Schwaben zurückgekehrt und schien sehr krank und an den Nerven leidend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.472499847412109} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2893,"date":1836,"orig":"Sein Geſicht glich dem Bilde des Gekreuzigten.","norm":"Sein Gesicht glich dem Bilde des Gekreuzigten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.941600084304809} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2894,"date":1836,"orig":"Goethe dachte, er wuͤrde keine vierzehn Tage leben, allein, als er zu groͤßerem Behagen kam, erholte er ſich wieder und ſchrieb dann erſt alle ſeine bedeutenden Sachen.“","norm":"Goethe dachte, er würde keine vierzehn Tage leben, allein, als er zu größerem Behagen kam, erholte er sich wieder und schrieb dann erst alle seine bedeutenden Sachen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.624000072479248} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2895,"date":1836,"orig":"Meyer erzaͤhlte ſodann einige Zuͤge von Jean Paul und Schlegel, die er beyde in einem Wirthshauſe zu Heidelberg getroffen; ſo wie Einiges aus ſeinem Aufenthalte in Italien, heitere Sachen, die uns ſehr behagten.","norm":"Meyer erzählte sodann einige Züge von Jean Paul und Schlegel, die er beide in einem Wirtshause zu Heidelberg getroffen; so wie einiges aus seinem Aufenthalte in Italien, heitere Sachen, die uns sehr behagten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085800170898437} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2896,"date":1836,"orig":"In Meyers Naͤhe wird es mir immer wohl, welches daher kommen mag, daß er ein in ſich abgeſchloſſenes zufriedenes Weſen iſt, das von der Umgebung wenig Notiz nimmt, und dagegen ſein eigenes behagliches Innere in ſchicklichen Pauſen hervorkehrt.","norm":"In Meyers Nähe wird es mir immer wohl, welches daher kommen mag, dass er ein in sich abgeschlossenes zufriedenes Wesen ist, das von der Umgebung wenig Notiz nimmt, und dagegen sein eigenes behagliches Innere in schicklichen Pausen hervorkehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.958399772644043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2897,"date":1836,"orig":"Dabey iſt er in allem fundirt, beſitzt den hoͤchſten Schatz von Kenntniſſen, und ein Gedaͤchtniß, dem die entfernteſten Dinge gegenwaͤrtig ſind, als waͤren ſie geſtern geſchehen.","norm":"Dabei ist er in allem fundiert, besitzt den höchsten Schatz von Kenntnissen, und ein Gedächtnis, dem die entferntesten Dinge gegenwärtig sind, als wären sie gestern geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.327199935913086} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2898,"date":1836,"orig":"Er hat ein Übergewicht von Verſtand, den man fuͤrchten muͤßte, wenn er nicht auf der edelſten Cultur ruhte; aber ſo iſt ſeine ſtille Gegenwart immer angenehm, immer belehrend.","norm":"Er hat ein Übergewicht von Verstand, den man fürchten müsste, wenn er nicht auf der edelsten Kultur ruhte; aber so ist seine stille Gegenwart immer angenehm, immer belehrend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.919100046157837} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2899,"date":1836,"orig":"Freitag den 1. April 1831.","norm":"Freitag den 1. April 1831.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.803999900817871} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2900,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch in mannigfaltigen Geſpraͤchen.","norm":"Mit Goethe zu Tisch in mannigfaltigen Gesprächen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0903000831604} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2901,"date":1836,"orig":"Er zeigte mir ein Aquarell-Gemaͤlde von Herrn v. Reutern, einen jungen Bauern darſtellend, der auf dem Markt einer kleinen Stadt bey einer Korb- und Decken- Verkaͤuferin ſteht.","norm":"Er zeigte mir ein Aquarell-Gemälde von Herrn v. Reutern, einen jungen Bauern darstellend, der auf dem Markt einer kleinen Stadt bei einer Korb- und Decken-Verkäuferin steht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.836999893188476} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2902,"date":1836,"orig":"Der junge Menſch ſieht die vor ihm liegenden Koͤrbe an, waͤhrend zwey ſitzende Frauen und ein dabey ſtehendes derbes Maͤdchen den huͤbſchen jungen Menſchen mit Wohlgefallen anblicken.","norm":"Der junge Mensch sieht die vor ihm liegenden Körbe an, während zwei sitzende Frauen und ein dabei stehendes derbes Mädchen den hübschen jungen Menschen mit Wohlgefallen anblicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.387400150299072} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2903,"date":1836,"orig":"Das Bild componirt ſo artig, und der Ausdruck der Figuren iſt ſo wahr und naiv, daß man nicht ſatt wird es zu betrachten.","norm":"Das Bild komponiert so artig, und der Ausdruck der Figuren ist so wahr und naiv, dass man nicht satt wird es zu betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.210100173950195} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2904,"date":1836,"orig":"„Die Aquarellmalerey, ſagte Goethe, ſteht in dieſem Bilde auf einer ſehr hohen Stufe.","norm":"„Die Aquarellmalerei, sagte Goethe, steht in diesem Bilde auf einer sehr hohen Stufe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.770800113677978} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2905,"date":1836,"orig":"Nun ſagen die einfaͤltigen Menſchen, Herr von Reutern habe in der Kunſt niemanden etwas zu verdanken, ſondern habe alles von ſich ſelber.","norm":"Nun sagen die einfältigen Menschen, Herr von Reutern habe in der Kunst niemanden etwas zu verdanken, sondern habe alles von sich selber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.331399917602539} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2906,"date":1836,"orig":"Als ob der Menſch etwas anderes aus ſich ſelber haͤtte, als die Dummheit und das Ungeſchick!","norm":"Als ob der Mensch etwas anderes aus sich selber hätte, als die Dummheit und das Ungeschick!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.721100091934204} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2907,"date":1836,"orig":"Wenn dieſer Kuͤnſtler auch keinen namhaften Meiſter gehabt, ſo hat er doch mit trefflichen Meiſtern verkehrt, und hat ihnen und großen Vorgaͤngern und der uͤberall gegenwaͤrtigen Natur das Seinige abgelernt.","norm":"Wenn dieser Künstler auch keinen namhaften Meister gehabt, so hat er doch mit trefflichen Meistern verkehrt, und hat ihnen und großen Vorgängern und der überall gegenwärtigen Natur das Seinige abgelernt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.343800067901611} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2908,"date":1836,"orig":"Die Natur hat ihm ein treffliches Talent gegeben, und Kunſt und Natur haben ihn ausgebildet.","norm":"Die Natur hat ihm ein treffliches Talent gegeben, und Kunst und Natur haben ihn ausgebildet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.966000080108642} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2909,"date":1836,"orig":"Er iſt vortrefflich, und in manchen Dingen einzig, aber man kann nicht ſagen, daß er Alles von ſich ſelber habe.","norm":"Er ist vortrefflich, und in manchen Dingen einzig, aber man kann nicht sagen, dass er alles von sich selber habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.610599994659424} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2910,"date":1836,"orig":"Von einem durchaus verruͤckten und fehlerhaften Kuͤnſtler ließe ſich allenfalls ſagen, er habe alles von ſich ſelber, allein von einem trefflichen nicht.“","norm":"Von einem durchaus verrückten und fehlerhaften Künstler ließe sich allenfalls sagen, er habe alles von sich selber, allein von einem trefflichen nicht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.042399883270264} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2911,"date":1836,"orig":"Goethe zeigte mir darauf, von demſelbigen Kuͤnſtler, einen reich mit Gold und bunten Farben gemalten Rahmen mit einer in der Mitte freygelaſſenen Stelle zu einer Inſchrift.","norm":"Goethe zeigte mir darauf, von demselbigen Künstler, einen reich mit Gold und bunten Farben gemalten Rahmen mit einer in der Mitte Freigelassenen Stelle zu einer Inschrift.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.768199920654297} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2912,"date":1836,"orig":"Oben ſah man ein Gebaͤude im gothiſchen Styl; reiche Arabesken, mit eingeflochtenen Landſchaften und haͤuslichen Scenen, liefen zu beyden Seiten hinab; unten ſchloß eine anmuthige Waldpartie mit dem friſcheſten Gruͤn und Raſen.","norm":"Oben sah man ein Gebäude im gotischen Stil; reiche Arabesken, mit eingeflochtenen Landschaften und häuslichen Szenen, liefen zu beiden Seiten hinab; unten schloss eine anmutige Waldpartie mit dem frischesten Grün und Rasen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.353300094604492} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2913,"date":1836,"orig":"„Herr v. Reutern wuͤnſcht, ſagte Goethe, daß ich ihm in die freygelaſſene Stelle etwas hineinſchreibe; allein ſein Rahmen iſt ſo praͤchtig und kunſtreich, daß ich mit meiner Handſchrift das Bild zu verderben fuͤrchte.","norm":"„Herr v. Reutern wünscht, sagte Goethe, dass ich ihm in die freigelassene Stelle etwas hineinschreibe; allein sein Rahmen ist so prächtig und kunstreich, dass ich mit meiner Handschrift das Bild zu verderben fürchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728499889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2914,"date":1836,"orig":"Ich habe zu dieſem Zweck einige Verſe gedichtet, und ſchon gedacht, ob es nicht beſſer ſey, ſie durch die Hand eines Schoͤnſchreibers eintragen zu laſſen.","norm":"Ich habe zu diesem Zweck einige Verse gedichtet, und schon gedacht, ob es nicht besser sei, sie durch die Hand eines Schönschreibers eintragen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.573600053787231} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2915,"date":1836,"orig":"Ich wollte es dann eigenhaͤndig unterſchreiben.","norm":"Ich wollte es dann eigenhändig unterschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.904599905014038} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2916,"date":1836,"orig":"Was ſagen Sie dazu, und was rathen Sie mir?“","norm":"Was sagen Sie dazu, und was raten Sie mir?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.367700099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2917,"date":1836,"orig":"Wenn ich Herr v. Reutern waͤre, ſagte ich, ſo wuͤrde ich ungluͤcklich ſeyn, wenn das Gedicht in einer fremden Handſchrift kaͤme, aber gluͤcklich, wenn es von Ihrer eigenen Hand geſchrieben waͤre.","norm":"Wenn ich Herr v. Reutern wäre, sagte ich, so würde ich unglücklich sein, wenn das Gedicht in einer fremden Handschrift käme, aber glücklich, wenn es von Ihrer eigenen Hand geschrieben wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.865499973297119} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2918,"date":1836,"orig":"Der Maler hat Kunſt genug in der Umgebung entwickelt, in der Schrift braucht keine zu ſeyn, es kommt bloß darauf an, daß ſie echt, daß ſie die Ihrige ſey.","norm":"Der Maler hat Kunst genug in der Umgebung entwickelt, in der Schrift braucht keine zu sein, es kommt bloß darauf an, dass sie echt, dass sie die Ihrige sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518099784851074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2919,"date":1836,"orig":"Und dann rathe ich ſogar, es nicht mit lateiniſchen, ſondern mit deutſchen Lettern zu ſchreiben, weil Ihre Hand darin mehr eigenthuͤmlichen Character hat, und es auch beſſer zu der gothiſchen Umgebung paßt.","norm":"Und dann rate ich sogar, es nicht mit lateinischen, sondern mit deutschen Lettern zu schreiben, weil Ihre Hand darin mehr eigentümlichen Charakter hat, und es auch besser zu der gotischen Umgebung passt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.903599977493286} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2920,"date":1836,"orig":"„Sie moͤgen Recht haben, ſagte Goethe, und es iſt am Ende der kuͤrzeſte Weg, daß ich ſo thue.","norm":"„Sie mögen Recht haben, sagte Goethe, und es ist am Ende der kürzeste Weg, dass ich so tue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.789400100708008} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2921,"date":1836,"orig":"Vielleicht kommt mir in dieſen Tagen ein muthiger Augenblick, daß ich es wage.","norm":"Vielleicht kommt mir in diesen Tagen ein mutiger Augenblick, dass ich es wage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.842400074005127} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2922,"date":1836,"orig":"Wenn ich aber auf das ſchoͤne Bild einen Klecks mache, fuͤgte er lachend hinzu, ſo moͤgt Ihr es verantworten.“","norm":"Wenn ich aber auf das schöne Bild einen Klecks mache, fügte er lachend hinzu, so mögt Ihr es verantworten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.887499809265137} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2923,"date":1836,"orig":"Schreiben Sie nur, ſagte ich, es wird recht ſeyn, wie es auch werde.","norm":"Schreiben Sie nur, sagte ich, es wird recht sein, wie es auch werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.180200099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2924,"date":1836,"orig":"Dienſtag den 5. April 1831.","norm":"Dienstag den 5. April 1831.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.911399841308594} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2925,"date":1836,"orig":"Mittags mit Goethe.","norm":"Mittags mit Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"et","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.31879997253418} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2926,"date":1836,"orig":"„In der Kunſt, ſagte er, iſt mir nicht leicht ein erfreulicheres Talent vorgekommen, als das von Neureuther.","norm":"„In der Kunst, sagte er, ist mir nicht leicht ein erfreulicheres Talent vorgekommen, als das von Neureuther.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.017199993133545} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2927,"date":1836,"orig":"Es beſchraͤnkt ſich ſelten ein Kuͤnſtler auf das, was er vermag, die meiſten wollen mehr thun als ſie koͤnnen, und gehen gar zu gern uͤber den Kreis hinaus, den die Natur ihrem Talente geſetzt hat.","norm":"Es beschränkt sich selten ein Künstler auf das, was er vermag, die meisten wollen mehr tun als sie können, und gehen gar zu gern über den Kreis hinaus, den die Natur ihrem Talente gesetzt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.331699848175049} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2928,"date":1836,"orig":"Von Neureuther jedoch laͤßt ſich ſagen, daß er uͤber ſeinem Talent ſtehe.","norm":"Von Neureuther jedoch lässt sich sagen, dass er über seinem Talent stehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.958300113677978} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2929,"date":1836,"orig":"Die Gegenſtaͤnde aus allen Reichen der Natur ſind ihm gelaͤufig, er zeichnet eben ſo wohl Gruͤnde, Felſen und Baͤume, wie Thiere und Menſchen; Erfindung, Kunſt und Geſchmack beſitzt er im hohen Grade, und indem er eine ſolche Fuͤlle in leichten Randzeichnungen gewiſſermaßen vergeudet, ſcheint er mit ſeinen Faͤhigkeiten zu ſpielen, und es geht auf den Beſchauer das Behagen uͤber, welches die bequeme freye Spende eines reichen Vermoͤgens immer zu begleiten pflegt.“","norm":"Die Gegenstände aus allen Reichen der Natur sind ihm geläufig, er zeichnet eben so wohl Gründe, Felsen und Bäume, wie Tiere und Menschen; Erfindung, Kunst und Geschmack besitzt er im hohen Grade, und indem er eine solche Fülle in leichten Randzeichnungen gewissermaßen vergeudet, scheint er mit seinen Fähigkeiten zu spielen, und es geht auf den Beschauer das Behagen über, welches die bequeme freie Spende eines reichen Vermögens immer zu begleiten pflegt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915999889373779} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2930,"date":1836,"orig":"„In Randzeichnungen hat es auch niemand zu der Hoͤhe gebracht wie er, und ſelbſt das große Talent von Albrecht Duͤrer war ihm darin weniger ein Muſter als eine Anregung.“","norm":"„In Randzeichnungen hat es auch niemand zu der Höhe gebracht wie er, und selbst das große Talent von Albrecht Dürer war ihm darin weniger ein Muster als eine Anregung .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.892899990081787} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2931,"date":1836,"orig":"„Ich werde, fuhr Goethe fort, ein Exemplar dieſer Zeichnungen von Neureuther an Herrn Carlyle nach Schottland ſenden, und hoffe jenem Freunde damit kein unwillkommenes Geſchenk zu machen.“","norm":"„Ich werde, fuhr Goethe fort, ein Exemplar dieser Zeichnungen von Neureuther an Herrn Carlyle nach Schottland senden, und hoffe jenem Freunde damit kein unwillkommenes Geschenk zu machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.979800224304199} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2932,"date":1836,"orig":"Montag den 2. May 1831.","norm":"Montag den 2. Mai 1831.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"en","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.524899959564209} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2933,"date":1836,"orig":"Goethe erfreute mich mit der Nachricht, daß es ihm in dieſen Tagen gelungen, den bisher fehlenden Anfang des fuͤnften Actes von Fauſt ſo gut wie fertig zu machen.","norm":"Goethe erfreute mich mit der Nachricht, dass es ihm in diesen Tagen gelungen, den bisher fehlenden Anfang des fünften Aktes von Faust so gut wie fertig zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.580899953842163} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2934,"date":1836,"orig":"„Die Intention auch dieſer Scenen, ſagte er, iſt uͤber dreyßig Jahre alt; ſie war von ſolcher Bedeutung, daß ich daran das Intereſſe nicht verloren, allein ſo ſchwer auszufuͤhren, daß ich mich davor fuͤrchtete.","norm":"„Die Intention auch dieser Szenen, sagte er, ist über dreißig Jahre alt; sie war von solcher Bedeutung, dass ich daran das Interesse nicht verloren, allein so schwer auszuführen, dass ich mich davor fürchtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.250599861145019} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2935,"date":1836,"orig":"Ich bin nun durch manche Kuͤnſte wieder in Zug gekommen, und wenn das Gluͤck gut iſt, ſo ſchreibe ich jetzt den vierten Act hintereinander weg.“","norm":"Ich bin nun durch manche Künste wieder in Zug gekommen, und wenn das Glück gut ist, so schreibe ich jetzt den vierten Akt hintereinander weg .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9390997886657715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2936,"date":1836,"orig":"Goethe erwaͤhnte darauf eines bekannten Schriftſtellers.","norm":"Goethe erwähnte darauf eines bekannten Schriftstellers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.721799850463867} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2937,"date":1836,"orig":"„Es iſt ein Talent, ſagte er, dem der Parteyhaß als Alliance dient und das ohne ihn keine Wirkung gethan haben wuͤrde.","norm":"„Es ist ein Talent, sagte er, dem der Parteihass als Allianz dient und das ohne ihn keine Wirkung getan haben würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.952499866485596} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2938,"date":1836,"orig":"Man findet haͤufige Proben in der Literatur, wo der Haß das Genie erſetzet, und wo geringe Talente bedeutend erſcheinen, indem ſie als Organ einer Partey auftreten.","norm":"Man findet häufige Proben in der Literatur, wo der Hass das Genie ersetzet, und wo geringe Talente bedeutend erscheinen, indem sie als Organ einer Partei auftreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399499893188477} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2939,"date":1836,"orig":"So auch findet man im Leben eine Maſſe von Perſonen, die nicht Character genug haben, um alleine zu ſtehen; dieſe werfen ſich gleichfalls an eine Partey, wodurch ſie ſich geſtaͤrkt fuͤhlen und nun eine Figur machen.“","norm":"So auch findet man im Leben eine Masse von Personen, die nicht Charakter genug haben, um alleine zu stehen; diese werfen sich gleichfalls an eine Partei, wodurch sie sich gestärkt fühlen und nun eine Figur machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786799907684326} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2940,"date":1836,"orig":"„B é ranger dagegen iſt ein Talent, das ſich ſelber genug iſt.","norm":"„B é Ranger dagegen ist ein Talent, das sich selber genug ist.","lang_fastText":"gl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.138400077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2941,"date":1836,"orig":"Er hat daher auch nie einer Partey gedient.","norm":"Er hat daher auch nie einer Partei gedient.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460999965667725} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2942,"date":1836,"orig":"Er empfindet zu viele Satisfaction in ſeinem Innern, als daß ihm die Welt etwas geben oder nehmen koͤnnte.“","norm":"Er empfindet zu viele Satisfaktion in seinem Inneren, als dass ihm die Welt etwas geben oder nehmen könnte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.954900026321411} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2943,"date":1836,"orig":"Sonntag den 15.","norm":"Sonntag den 15.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.333700180053711} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2944,"date":1836,"orig":"May 1831.","norm":"Mai 1831.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fil","lang_de":0,"norm_lmscore":6.191100120544434} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2945,"date":1836,"orig":"Mit Goethe in ſeiner Arbeitsſtube alleine zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe in seiner Arbeitsstube alleine zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.433800220489502} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2946,"date":1836,"orig":"Nach manchen heiteren Unterhaltungen brachte er zuletzt das Geſpraͤch auf ſeine perſoͤnlichen Angelegenheiten, indem er aufſtand und von ſeinem Pulte ein beſchriebenes Papier nahm.","norm":"Nach manchen heiteren Unterhaltungen brachte er zuletzt das Gespräch auf seine persönlichen Angelegenheiten, indem er aufstand und von seinem Pulte ein beschriebenes Papier nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.796000003814697} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2947,"date":1836,"orig":"„Wenn einer, wie ich, uͤber die achtzig hinaus iſt, ſagte er, hat er kaum noch ein Recht zu leben; er muß jeden Tag darauf gefaßt ſeyn, abgerufen zu werden, und daran denken, ſein Haus zu beſtellen.","norm":"„Wenn einer, wie ich, über die achtzig hinaus ist, sagte er, hat er kaum noch ein Recht zu leben; er muss jeden Tag darauf gefasst sein, abgerufen zu werden, und daran denken, sein Haus zu bestellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.552200078964233} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2948,"date":1836,"orig":"Ich habe, wie ich Ihnen ſchon neulich eroͤffnete, Sie in meinem Teſtament zum Herausgeber meines literariſchen Nachlaſſes ernannt, und habe dieſen Morgen, als eine Art von Contract, eine kleine Schrift aufgeſetzt, die Sie mit mir unterzeichnen ſollen.“","norm":"Ich habe, wie ich Ihnen schon neulich eröffnete, Sie in meinem Testament zum Herausgeber meines literarischen Nachlasses ernannt, und habe diesen Morgen, als eine Art von Kontrakt, eine kleine Schrift aufgesetzt, die Sie mit mir unterzeichnen sollen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.083499908447266} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2949,"date":1836,"orig":"Mit dieſen Worten legte Goethe mir den Aufſatz vor, worin ich die nach ſeinem Tode herauszugebenden, theils vollendeten, theils noch nicht vollendeten Schriften namentlich aufgefuͤhrt, und uͤberhaupt die naͤheren Beſtimmungen und Bedingungen ausgeſprochen fand.","norm":"Mit diesen Worten legte Goethe mir den Aufsatz vor, worin ich die nach seinem Tode herauszugebenden, teils vollendeten, teils noch nicht vollendeten Schriften namentlich aufgeführt, und überhaupt die näheren Bestimmungen und Bedingungen ausgesprochen fand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.243800163269043} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2950,"date":1836,"orig":"Ich war im Weſentlichen einverſtanden, und wir unterzeichneten darauf beyderſeitig.","norm":"Ich war im Wesentlichen einverstanden, und wir unterzeichneten darauf beiderseitig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.905900001525879} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2951,"date":1836,"orig":"Das benannte Material, mit deſſen Redaction ich mich bisher ſchon von Zeit zu Zeit beſchaͤftigt hatte, ſchaͤtzte ich zu etwa funfzehn Baͤnden; wir beſprachen darauf einzelne noch nicht ganz entſchiedene Puncte.","norm":"Das benannte Material, mit dessen Redaktion ich mich bisher schon von Zeit zu Zeit beschäftigt hatte, schätzte ich zu etwa fünfzehn Bänden; wir besprachen darauf einzelne noch nicht ganz entschiedene Punkte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899099826812744} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2952,"date":1836,"orig":"„Es koͤnnte der Fall eintreten, ſagte Goethe, daß der Verleger uͤber eine gewiſſe Bogenzahl hinauszugehen Bedenken truͤge, und daß demnach von dem mittheilbaren Material verſchiedenes zuruͤckbleiben muͤßte.","norm":"„Es könnte der Fall eintreten, sagte Goethe, dass der Verleger über eine gewisse Bogenzahl hinauszugehen Bedenken trüge, und dass demnach von dem mitteilbaren Material verschiedenes zurückbleiben müsste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032100200653076} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2953,"date":1836,"orig":"In dieſem Fall koͤnnten Sie etwa den polemiſchen Theil der Farbenlehre weglaſſen.","norm":"In diesem Fall könnten Sie etwa den polemischen Teil der Farbenlehre weglassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.273200035095215} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2954,"date":1836,"orig":"Meine eigentliche Lehre iſt in dem theoretiſchen Theile enthalten, und da nun auch ſchon der hiſtoriſche vielfach polemiſcher Art iſt, ſo daß die Hauptirrthuͤmer der Newtoniſchen Lehre darin zur Sprache kommen, ſo waͤre des Polemiſchen damit faſt genug.","norm":"Meine eigentliche Lehre ist in dem theoretischen Teile enthalten, und da nun auch schon der historische vielfach polemischer Art ist, so dass die Hauptirrtümer der Neutonischen Lehre darin zur Sprache kommen, so wäre des Polemischen damit fast genug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093400001525879} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2955,"date":1836,"orig":"Ich desavouire meine etwas ſcharfe Zergliederung der Newtoniſchen Saͤtze zwar keineswegs, ſie war zu ihrer Zeit nothwendig und wird auch in der Folge ihren Werth behalten, allein im Grunde iſt alles polemiſche Wirken gegen meine eigentliche Natur und ich habe daran wenig Freude.“","norm":"Ich desavouiere meine etwas scharfe Zergliederung der Neutonischen Sätze zwar keineswegs, sie war zu ihrer Zeit notwendig und wird auch in der Folge ihren Wert behalten, allein im Grunde ist alles polemische Wirken gegen meine eigentliche Natur und ich habe daran wenig Freude .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274499893188477} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2956,"date":1836,"orig":"Ein zweyter Punct, der von uns naͤher beſprochen wurde, waren die Maximen und Reflexionen, die am Ende des zweyten und dritten Theiles der Wanderjahre abgedruckt ſtehen.","norm":"Ein zweiter Punkt, der von uns näher besprochen wurde, waren die Maximen und Reflexionen, die am Ende des zweiten und dritten Teiles der Wanderjahre abgedruckt stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.610599994659424} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2957,"date":1836,"orig":"Bey der begonnenen Umarbeitung und Vervollſtaͤndigung dieſes fruͤher in Einem Bande erſchienenen Romans, hatte Goethe naͤmlich ſeinen Anſchlag auf zwey Baͤnde gemacht, wie auch in der Ankuͤndigung der neuen Ausgabe der ſaͤmmtlichen Werke gedruckt ſteht.","norm":"Bei der begonnenen Umarbeitung und Vervollständigung dieses früher in einem Bande erschienenen Romans, hatte Goethe nämlich seinen Anschlag auf zwei Bände gemacht, wie auch in der Ankündigung der neuen Ausgabe der sämtlichen Werke gedruckt steht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.856100082397461} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2958,"date":1836,"orig":"Im Fortgange der Arbeit jedoch wuchs ihm das Manuſcript uͤber die Erwartung, und da ſein Schreiber etwas weitlaͤufig geſchrieben, ſo taͤuſchte ſich Goethe und glaubte, ſtatt zu zwey Baͤnden, zu dreyen genug zu haben, und das Manuſcript ging in drey Baͤnden an die Verlagshandlung ab.","norm":"Im Fortgange der Arbeit jedoch wuchs ihm das Manuskript über die Erwartung, und da sein Schreiber etwas weitläufig geschrieben, so täuschte sich Goethe und glaubte, statt zu zwei Bänden, zu drei genug zu haben, und das Manuskript ging in drei Bänden an die Verlagshandlung ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.938799858093262} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2959,"date":1836,"orig":"Als nun aber der Druck bis zu einem gewiſſen Puncte gediehen war, fand es ſich, daß Goethe ſich verrechnet hatte, und daß beſonders die beyden letzten Baͤnde zu klein ausfielen.","norm":"Als nun aber der Druck bis zu einem gewissen Punkte gediehen war, fand es sich, dass Goethe sich verrechnet hatte, und dass besonders die beiden letzten Bände zu klein ausfielen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.793600082397461} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2960,"date":1836,"orig":"Man bat um weiteres Manuſcript, und da nun in dem Gang des Romans nichts mehr geaͤndert, auch in dem Drange der Zeit keine neue Novelle mehr erfunden, geſchrieben und eingeſchaltet werden konnte, ſo befand ſich Goethe wirklich in einiger Verlegenheit.","norm":"Man bat um weiteres Manuskript, und da nun in dem Gang des Romans nichts mehr geändert, auch in dem Drange der Zeit keine neue Novelle mehr erfunden, geschrieben und eingeschaltet werden konnte, so befand sich Goethe wirklich in einiger Verlegenheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.617700099945068} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2961,"date":1836,"orig":"Unter dieſen Umſtaͤnden ließ er mich rufen; er erzaͤhlte mir den Hergang und eroͤffnete mir zugleich, wie er ſich zu helfen gedenke, indem er mir zwey ſtarke Manuſcript-Buͤndel vorlegte, die er zu dieſem Zweck hatte herbeyholen laſſen.","norm":"Unter diesen Umständen ließ er mich rufen; er erzählte mir den Hergang und eröffnete mir zugleich, wie er sich zu helfen gedenke, indem er mir zwei starke Manuskript-Bündel vorlegte, die er zu diesem Zweck hatte herbeiholen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.477299928665161} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2962,"date":1836,"orig":"„In dieſen beyden Paketen, ſagte er, werden Sie verſchiedene bisher ungedruckte Schriften finden, Einzelnheiten, vollendete und unvollendete Sachen, Ausſpruͤche uͤber Naturforſchung, Kunſt, Literatur und Leben, alles durcheinander.","norm":"„In diesen beiden Paketen, sagte er, werden Sie verschiedene bisher ungedruckte Schriften finden, Einzelheiten, vollendete und unvollendete Sachen, Aussprüche über Naturforschung, Kunst, Literatur und Leben, alles durcheinander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.230800151824951} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2963,"date":1836,"orig":"Wie waͤre es nun, wenn Sie davon ſechs bis acht gedruckte Bogen zuſammenredigirten, um damit vorlaͤufig die Luͤcken der Wanderjahre zu fuͤllen.","norm":"Wie wäre es nun, wenn Sie davon sechs bis acht gedruckte Bogen zusammenredigierten, um damit vorläufig die Lücken der Wanderjahre zu füllen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.748499870300293} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2964,"date":1836,"orig":"Genau genommen gehoͤrt es zwar nicht dahin, allein es laͤßt ſich damit rechtfertigen, daß bey Makarien von einem Archiv geſprochen wird, worin ſich dergleichen Einzelnheiten befinden.","norm":"Genau genommen gehört es zwar nicht dahin, allein es lässt sich damit rechtfertigen, dass bei Mackarien von einem Archiv gesprochen wird, worin sich dergleichen Einzelheiten befinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.27810001373291} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2965,"date":1836,"orig":"Wir kommen dadurch fuͤr den Augenblick uͤber eine große Verlegenheit hinaus, und haben zugleich den Vortheil, durch dieſes Vehikel eine Maſſe ſehr bedeutender Dinge ſchicklich in die Welt zu bringen.“","norm":"Wir kommen dadurch für den Augenblick über eine große Verlegenheit hinaus, und haben zugleich den Vorteil, durch dieses Vehikel eine Masse sehr bedeutender Dinge schicklich in die Welt zu bringen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.645599842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2966,"date":1836,"orig":"Ich billigte den Vorſchlag und machte mich ſogleich an die Arbeit und vollendete die Redaction ſolcher Einzelnheiten in weniger Zeit.","norm":"Ich billigte den Vorschlag und machte mich sogleich an die Arbeit und vollendete die Redaktion solcher Einzelheiten in weniger Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.701900005340576} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2967,"date":1836,"orig":"Goethe ſchien ſehr zufrieden.","norm":"Goethe schien sehr zufrieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.941299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2968,"date":1836,"orig":"Ich hatte das Ganze in zwey Hauptmaſſen zuſammengeſtellt; wir gaben der einen den Titel: Aus Makariens Archiv, und der anderen die Aufſchrift:","norm":"Ich hatte das Ganze in zwei Hauptmassen zusammengestellt; wir gaben der einen den Titel: aus Mackaries Archiv, und der anderen die Aufschrift:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.446800231933594} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2969,"date":1836,"orig":"Im Sinne der Wanderer, und da Goethe gerade zu die��er Zeit zwey bedeutende Gedichte vollendet hatte, eins auf Schillers Schaͤdel, und ein anderes:","norm":"Im Sinne der Wanderer, und da Goethe gerade zu dieser Zeit zwei bedeutende Gedichte vollendet hatte, eins auf Schillers Schädel, und ein anderes:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.831600189208984} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2970,"date":1836,"orig":"Kein Weſen kann zu nichts zerfallen, ſo hatte er den Wunſch, auch dieſe Gedichte ſogleich in die Welt zu bringen, und wir fuͤgten ſie alſo dem Schluſſe der beyden Abtheilungen an.","norm":"Kein Wesen kann zu nichts zerfallen, so hatte er den Wunsch, auch diese Gedichte sogleich in die Welt zu bringen, und wir fügten sie also dem Schlusse der beiden Abteilungen an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.197100162506103} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2971,"date":1836,"orig":"Als nun aber die Wanderjahre erſchienen, wußte niemand, wie ihm geſchah.","norm":"Als nun aber die Wanderjahre erschienen, wusste niemand, wie ihm geschah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.039100170135498} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2972,"date":1836,"orig":"Den Gang des Romans ſah man durch eine Menge raͤthſelhafter Spruͤche unterbrochen, deren Loͤſung nur von Maͤnnern vom Fach, d. h. von Kuͤnſtlern, Naturforſchern und Literatoren zu erwarten war, und die allen uͤbrigen Leſern, zumal Leſerinnen, ſehr unbequem fallen mußten.","norm":"Den Gang des Romans sah man durch eine Menge rätselhafter Sprüche unterbrochen, deren Lösung nur von Männern vom Fach, d. h. von Künstlern, Naturforschern und Literatoren zu erwarten war, und die allen übrigen Lesern, zumal Leserinnen, sehr unbequem fallen mussten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.172500133514404} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2973,"date":1836,"orig":"Auch wurden die beyden Gedichte ſo wenig verſtanden, als es geahnet werden konnte, wie ſie nur moͤchten an ſolche Stellen gekommen ſeyn.","norm":"Auch wurden die beiden Gedichte so wenig verstanden, als es geahnt werden konnte, wie sie nur möchten an solche Stellen gekommen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.808700084686279} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2974,"date":1836,"orig":"Goethe lachte dazu.","norm":"Goethe lachte dazu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"tr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.311800003051758} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2975,"date":1836,"orig":"„Es iſt nun einmal geſchehen, ſagte er heute, und es bleibt jetzt weiter nichts, als daß Sie bey Herausgabe meines Nachlaſſes dieſe einzelnen Sachen dahin ſtellen, wohin ſie gehoͤren; damit ſie, bey einem abermaligen Abdruck meiner Werke, ſchon an ihrem Orte vertheilt ſtehen, und die Wanderjahre ſodann, ohne die Einzelnheiten und die beyden Gedichte, in zwey Baͤnden zuſammenruͤcken moͤgen, wie anfaͤnglich die Intention war.“","norm":"„Es ist nun einmal geschehen, sagte er heute, und es bleibt jetzt weiter nichts, als dass Sie bei Herausgabe meines Nachlasses diese einzelnen Sachen dahin stellen, wohin sie gehören; damit sie, bei einem abermaligen Abdruck meiner Werke, schon an ihrem Orte verteilt stehen, und die Wanderjahre sodann, ohne die Einzelheiten und die beiden Gedichte, in zwei Bänden zusammenrücken mögen, wie anfänglich die Intention war .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.657199859619141} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2976,"date":1836,"orig":"Wir wurden einig, daß ich alle auf Kunſt bezuͤglichen Aphorismen in einen Band uͤber Kunſtgegenſtaͤnde, alle auf die Natur bezuͤglichen in einen Band uͤber Naturwiſſenſchaften im Allgemeinen, ſo wie alles Ethiſche und Literariſche in einen gleichfalls paſſenden Band dereinſt zu vertheilen habe.","norm":"Wir wurden einig, dass ich alle auf Kunst bezüglichen Aphorismen in einen Band über Kunstgegenstände, alle auf die Natur bezüglichen in einen Band über Naturwissenschaften im Allgemeinen, so wie alles Ethische und Literarische in einen gleichfalls passenden Band dereinst zu verteilen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670100212097168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2977,"date":1836,"orig":"Mittwoch den 25. Mai 1831.","norm":"Mittwoch den 25. Mai 1831.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.024700164794922} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2978,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber Wallenſteins Lager.","norm":"Wir sprachen über Wallensteins Lager.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.756499767303467} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2979,"date":1836,"orig":"Ich hatte naͤmlich haͤufig erwaͤhnen hoͤren, daß Goethe an dieſem Stuͤcke Theil gehabt, und daß beſonders die Capuzinerpredigt von ihm herruͤhre.","norm":"Ich hatte nämlich häufig erwähnen hören, dass Goethe an diesem Stücke Teil gehabt, und dass besonders die Kapuzinerpredigt von ihm herrühre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.833600044250488} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2980,"date":1836,"orig":"Ich fragte ihn deßhalb heute bey Tiſch, und er gab mir folgende Antwort.","norm":"Ich fragte ihn deshalb heute bei Tisch, und er gab mir folgende Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9123001098632812} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2981,"date":1836,"orig":"„Im Grunde, ſagte er, iſt alles Schillers eigene Arbeit.","norm":"„Im Grunde, sagte er, ist alles Schillers eigene Arbeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4731998443603525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2982,"date":1836,"orig":"Da wir jedoch in ſo enem Verhaͤltniß mit einander lebten, und Schiller mir nicht allein den Plan mittheilte und mit mir durchſprach, ſondern auch die Ausfuͤhrung, ſo wie ſie taͤglich heranwuchs, communicirte und meine Bemerkungen hoͤrte und nutzte, ſo mag ich auch wohl daran einigen Theil haben.","norm":"Da wir jedoch in so enem Verhältnis miteinander lebten, und Schiller mir nicht allein den Plan mitteilte und mit mir durchsprach, sondern auch die Ausführung, so wie sie täglich heranwuchs, kommunizierte und meine Bemerkungen hörte und nutzte, so mag ich auch wohl daran einigen Teil haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.942699909210205} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2983,"date":1836,"orig":"Zu der Capuziner-Predigt ſchickte ich ihm die Reden des Abraham a Sancta Clara, woraus er denn ſogleich jene Predigt mit großem Geiſte zuſammenſtellte.“","norm":"Zu der Kapuziner-Predigt schickte ich ihm die Reden des Abraham a Sancta Clara, woraus er denn sogleich jene Predigt mit großem Geiste zusammenstellte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.688499927520752} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2984,"date":1836,"orig":"„Daß einzelne Stellen von mir herruͤhren, erinnere ich mich kaum, außer jenen zwey Verſen:","norm":"„Dass einzelne Stellen von mir herrühren, erinnere ich mich kaum, außer jenen zwei Versen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274099826812744} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2985,"date":1836,"orig":"Denn da ich gerne motivirt wiſſen wollte, wie der Bauer zu den falſchen Wuͤrfeln gekommen, ſo ſchrieb ich dieſe Verſe eigenhaͤndig in das Manuſcript hinein.","norm":"Denn da ich gerne motiviert wissen wollte, wie der Bauer zu den falschen Würfeln gekommen, so schrieb ich diese Verse eigenhändig in das Manuskript hinein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.391600131988525} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2986,"date":1836,"orig":"Schiller hatte daran nicht gedacht, ſondern in ſeiner kuͤhnen Art dem Bauer geradezu die Wuͤrfel gegeben, ohne viel zu fragen, wie er dazu gekommen.","norm":"Schiller hatte daran nicht gedacht, sondern in seiner kühnen Art dem Bauer geradezu die Würfel gegeben, ohne viel zu fragen, wie er dazugekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.608799934387207} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2987,"date":1836,"orig":"Ein ſorgfaͤltiges Motiviren war, wie ich ſchon geſagt, nicht ſeine Sache, woher denn auch die groͤßere Theater-Wirkung ſeiner Stuͤcke kommen mag.“","norm":"Ein sorgfältiges Motivieren war, wie ich schon gesagt, nicht seine Sache, woher denn auch die größere Theater-Wirkung seiner Stücke kommen mag .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827400207519531} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2988,"date":1836,"orig":"Ein Hauptmann, den ein andrer erſtach, Ließ mir ein paar gluͤckliche Wuͤrfel nach.","norm":"Ein Hauptmann, den ein anderer erstach, ließ mir ein paar glückliche Würfel nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.344900131225586} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2989,"date":1836,"orig":"Sonntag den 29.","norm":"Sonntag den 29.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.464200019836426} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2990,"date":1836,"orig":"May 1831.","norm":"Mai 1831.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fil","lang_de":0,"norm_lmscore":6.191100120544434} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2991,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte mir von einem Knaben, der ſich uͤber einen begangenen kleinen Fehler nicht habe beruhigen koͤnnen.","norm":"Goethe erzählte mir von einem Knaben, der sich über einen begangenen kleinen Fehler nicht habe beruhigen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.93149995803833} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2992,"date":1836,"orig":"„Es war mir nicht lieb, dieſes zu bemerken, ſagte er, denn es zeugt von einem zu zarten Gewiſſen, welches das eigene moraliſche Selbſt ſo hoch ſchaͤtzet, daß es ihm nichts verzeihen will.","norm":"„Es war mir nicht lieb, dieses zu bemerken, sagte er, denn es zeugt von einem zu zarten Gewissen, welches das eigene moralische Selbst so hoch schätzet, dass es ihm nichts verzeihen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.136600017547607} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2993,"date":1836,"orig":"Ein ſolches Gewiſſen macht hypochondriſche Menſchen, wenn es nicht durch eine große Thaͤtigkeit balancirt wird.“","norm":"Ein solches Gewissen macht hypochondrische Menschen, wenn es nicht durch eine große Tätigkeit balanciert wird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.503200054168701} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2994,"date":1836,"orig":"Man hatte mir in dieſen Tagen ein Neſt junger Graſemuͤcken gebracht, nebſt einem der Alten, den man in Leimruthen gefangen.","norm":"Man hatte mir in diesen Tagen ein Nest junger Grasemücken gebracht, nebst einem der Alten, den man in Leimruten gefangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0594000816345215} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2995,"date":1836,"orig":"Nun hatte ich zu bewundern, wie der Vogel nicht allein im Zimmer fortfuhr ſeine Jungen zu fuͤttern, ſondern wie er ſogar, aus dem Fenſter frey gelaſſen, wieder zu den Jungen zuruͤckkehrte.","norm":"Nun hatte ich zu bewundern, wie der Vogel nicht allein im Zimmer fortfuhr seine Jungen zu füttern, sondern wie er sogar, aus dem Fenster frei gelassen, wieder zu den Jungen zurückkehrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.822999954223633} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2996,"date":1836,"orig":"Eine ſolche, Gefahr und Gefangenſchaft uͤberwindende, elterliche Liebe ruͤhrte mich innig, und ich aͤußerte mein Erſtaunen daruͤber heute gegen Goethe.","norm":"Eine solche, Gefahr und Gefangenschaft überwindende, elterliche Liebe rührte mich innig, und ich äußerte mein Erstaunen darüber heute gegen Goethe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.936200141906738} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2997,"date":1836,"orig":"„Naͤrriſcher Menſch! antwortete er mir laͤchelnd bedeutungsvoll, wenn Ihr an Gott glaubtet, ſo wuͤrdet Ihr Euch nicht verwundern.“","norm":"„Närrischer Mensch! antwortete er mir lächelnd bedeutungsvoll, wenn Ihr an Gott glaubtet, so würdet Ihr Euch nicht verwundern .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.525100231170654} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2998,"date":1836,"orig":"„Ihm ziemt's, die Welt im Innern zu bewegen, Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen, So daß, was in Ihm lebt und webt und iſt, Nie Seine Kraft, nie Seinen Geiſt vermißt","norm":"„Ihm ziemt es, die Welt im Inneren zu bewegen, Natur in Sich, sich in Natur zu hegen, so dass, was in ihm lebt und webt und ist, nie Seine Kraft, nie seinen Geist vermisst","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.480000019073486} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":2999,"date":1836,"orig":"„Beſeelte Gott den Vogel nicht mit dieſem allmaͤchtigen Trieb gegen ſeine Jungen, und ginge das Gleiche nicht durch alles Lebendige der ganzen Natur, die Welt wuͤrde nicht beſtehen koͤnnen! —","norm":"„Beseelte Gott den Vogel nicht mit diesem allmächtigen Trieb gegen seine Jungen, und ginge das Gleiche nicht durch alles Lebendige der ganzen Natur, die Welt würde nicht bestehen können! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135700225830078} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3000,"date":1836,"orig":"So aber iſt die goͤttliche Kraft uͤberall verbreitet und die ewige Liebe uͤberall wirkſam.“","norm":"So aber ist die göttliche Kraft überall verbreitet und die ewige Liebe überall wirksam .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934000015258789} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3001,"date":1836,"orig":"Eine aͤhnliche Äußerung that Goethe vor einiger Zeit, als ihm von einem jungen Bildhauer das Modell von Myrons Kuh mit dem ſaͤugenden Kalbe geſendet wurde.","norm":"Eine ähnliche Äußerung tat Goethe vor einiger Zeit, als ihm von einem jungen Bildhauer das Modell von Myrons Kuh mit dem säugenden Kalbe gesendet wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.725100040435791} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3002,"date":1836,"orig":"„Hier, ſagte er, haben wir einen Gegenſtand der hoͤchſten Art; das, die Welt erhaltende, durch die ganze Natur gehende, ernaͤhrende Princip iſt uns hier in einem ſchoͤnen Gleichniß vor Augen; dieſes und aͤhnliche Bilder nenne ich die wahren Symbole der Allgegenwart Gottes.“","norm":"„Hier, sagte er, haben wir einen Gegenstand der höchsten Art; das, die Welt erhaltende, durch die ganze Natur gehende, ernährende Prinzip ist uns hier in einem schönen Gleichnis vor Augen; dieses und ähnliche Bilder nenne ich die wahren Symbole der Allgegenwart Gottes .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305500030517578} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3003,"date":1836,"orig":"Montag den 6. Juny 1831.","norm":"Montag den 6. Juni 1831.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"es","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.653800010681152} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3004,"date":1836,"orig":"Goethe zeigte mir heute den bisher noch fehlenden Anfang des fuͤnften Actes von Fauſt.","norm":"Goethe zeigte mir heute den bisher noch fehlenden Anfang des fünften Aktes von Faust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.643099784851074} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3005,"date":1836,"orig":"Ich las bis zu der Stelle, wo die Huͤtte von Philemon und Baucis verbrannt iſt, und Fauſt in der Nacht, auf dem Balkon ſeines Palaſtes ſtehend, den Rauch riecht, den ein leiſer Wind ihm zuwehet.","norm":"Ich las bis zu der Stelle, wo die Hütte von Philemon und Baucis verbrannt ist, und Faust in der Nacht, auf dem Balkon seines Palastes stehend, den Rauch riecht, den ein leiser Wind ihm zuwehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.177800178527832} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3006,"date":1836,"orig":"Die Namen Philemon und Baucis, ſagte ich, verſetzen mich an die phrygiſche Kuͤſte, und laſſen mich jenes beruͤhmten alterthuͤmlichen Paares gedenken; aber doch ſpielet unſere Scene in der neueren Zeit und in einer chriſtlichen Landſchaft.","norm":"Die Namen Philemon und Baucis, sagte ich, versetzen mich an die phrygische Küste, und lassen mich jenes berühmten altertümlichen Paares gedenken; aber doch spielet unsere Szene in der neueren Zeit und in einer christlichen Landschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.442599773406982} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3007,"date":1836,"orig":"„Mein Philemon und Baucis, ſagte Goethe, hat mit jenem beruͤhmten Paare des Alterthums und der ſich daran knuͤpfenden Sage nichts zu thun.","norm":"„Mein Philemon und Baucis, sagte Goethe, hat mit jenem berühmten Paare des Altertums und der sich daran knüpfenden Sage nichts zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.777299880981445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3008,"date":1836,"orig":"Ich gab meinem Paare bloß jene Namen, um die Charactere dadurch zu heben.","norm":"Ich gab meinem Paare bloß jene Namen, um die Charaktere dadurch zu heben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.17609977722168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3009,"date":1836,"orig":"Es ſind aͤhnliche Perſonen und aͤhnliche Verhaͤltniſſe, und da wirken denn die aͤhnlichen Namen durchaus guͤnſtig.“","norm":"Es sind ähnliche Personen und ähnliche Verhältnisse, und da wirken denn die ähnlichen Namen durchaus günstig .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.270599842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3010,"date":1836,"orig":"Wir redeten ſodann uͤber den Fauſt, den das Erbtheil ſeines Characters, die Unzufriedenheit, auch im Alter nicht verlaſſen hat, und den, bey allen Schaͤtzen der Welt, und in einem ſelbſtgeſchaffenen neuen Reiche, ein paar Linden, eine Huͤtte und ein Gloͤckchen genieren, die nicht ſein ſind.","norm":"Wir redeten sodann über den Faust, den das Erbteil seines Characters, die Unzufriedenheit, auch im Alter nicht verlassen hat, und den, bei allen Schätzen der Welt, und in einem selbstgeschaffenen neuen Reiche, ein paar Linden, eine Hütte und ein Glöckchen genieren, die nicht sein sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.285600185394287} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3011,"date":1836,"orig":"Er iſt darin dem israelitiſchen Koͤnig Ahab nicht unaͤhnlich, der nichts zu beſitzen waͤhnte, wenn er nicht auch den Weinberg Naboths haͤtte.","norm":"Er ist darin dem israelitischen König Ahab nicht unähnlich, der nichts zu besitzen wähnte, wenn er nicht auch den Weinberg Naboths hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.641700029373169} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3012,"date":1836,"orig":"„Der Fauſt, wie er im fuͤnften Act erſcheint, ſagte Goethe ferner, ſoll nach meiner Intention gerade hundert Jahr alt ſeyn, und, ich bin nicht gewiß, ob es nicht etwa gut waͤre, dieſes irgendwo ausdruͤcklich zu bemerken.“","norm":"„Der Faust, wie er im fünften Akt erscheint, sagte Goethe ferner, soll nach meiner Intention gerade hundert Jahr alt sein, und, ich bin nicht gewiss, ob es nicht etwa gut wäre, dieses irgendwo ausdrücklich zu bemerken .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763500213623047} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3013,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen ſodann uͤber den Schluß, und Goethe machte mich auf die Stelle aufmerkſam, wo es heißt:","norm":"Wir sprachen sodann über den Schluss, und Goethe machte mich auf die Stelle aufmerksam, wo es heißt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.363500118255615} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3014,"date":1836,"orig":"Gerettet iſt das edle Glied Der Geiſterwelt vom Boͤſen:","norm":"Gerettet ist das edle Glied der Geisterwelt vom Bösen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627500057220459} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3015,"date":1836,"orig":"Wer immer ſtrebend ſich bemuͤht, Den koͤnnen wir erloͤſen, Und hat an ihm die Liebe gar Von oben Theil genommen, Begegnet ihm die ſelige Schaar Mit herzlichem Willkommen","norm":"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen, und hat an ihm die Liebe gar Von oben Teil genommen, begegnet ihm die selige Schar mit herzlichem Willkommen","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.606299877166748} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3016,"date":1836,"orig":"„In dieſen Verſen, ſagte er, iſt der Schluͤſſel zu Fauſt's Rettung enthalten.","norm":"„In diesen Versen, sagte er, ist der Schlüssel zu Fausts Rettung enthalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3649001121521} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3017,"date":1836,"orig":"In Fauſt ſelber eine immer hoͤhere und reinere Thaͤtigkeit bis ans Ende, und von oben die ihm zu Huͤlfe kommende ewige Liebe.","norm":"In Faust selber eine immer höhere und reinere Tätigkeit bis ans Ende, und von oben die ihm zu Hilfe kommende ewige Liebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447199821472168} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3018,"date":1836,"orig":"Es ſteht dieſes mit unſerer religioͤſen Vorſtellung durchaus in Harmonie, nach welcher wir nicht bloß durch eigene Kraft ſelig werden, ſondern durch die hinzukommende goͤttliche Gnade.“","norm":"Es steht dieses mit unserer religiösen Vorstellung durchaus in Harmonie, nach welcher wir nicht bloß durch eigene Kraft selig werden, sondern durch die hinzukommende göttliche Gnade .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520400047302246} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3019,"date":1836,"orig":"„Übrigens werden Sie zugeben, daß der Schluß, wo es mit der geretteten Seele nach oben geht, ſehr ſchwer zu machen war, und daß ich, bey ſo uͤberſinnlichen, kaum zu ahnenden Dingen, mich ſehr leicht im Vagen haͤtte verlieren koͤnnen, wenn ich nicht meinen poetiſchen Intentionen, durch die ſcharf umriſſenen chriſtlich-kirchlichen Figuren und Vorſtellungen, eine wohlthaͤtig beſchraͤnkende Form und Feſtigkeit gegeben haͤtte.“","norm":"„Übrigens werden Sie zugeben, dass der Schluss, wo es mit der geretteten Seele nach oben geht, sehr schwer zu machen war, und dass ich, bei so übersinnlichen, kaum zu ahnenden Dingen, mich sehr leicht im Vagen hätte verlieren können, wenn ich nicht meinen poetischen Intentionen, durch die scharf umrissenen christlich-kirchlichen Figuren und Vorstellungen, eine wohltätig beschränkende Form und Festigkeit gegeben hätte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.123000144958496} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3020,"date":1836,"orig":"Den noch fehlenden vierten Act vollendete Goethe darauf in den naͤchſten Wochen, ſo daß im Auguſt der ganze zweyte Theil geheftet und vollkommen fertig dalag.","norm":"Den noch fehlenden vierten Akt vollendete Goethe darauf in den nächsten Wochen, so dass im August der ganze zweite Teil geheftet und vollkommen fertig dalag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43310022354126} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3021,"date":1836,"orig":"Dieſes Ziel, wonach er ſo lange geſtrebt, endlich erreicht zu haben, machte Goethe uͤberaus gluͤcklich.","norm":"Dieses Ziel, wonach er so lange gestrebt, endlich erreicht zu haben, machte Goethe überaus glücklich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7758002281188965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3022,"date":1836,"orig":"„Mein ferneres Leben, ſagte er, kann ich nunmehr als ein reines Geſchenk anſehen, und es iſt jetzt im Grunde ganz einerley, ob und was ich noch etwa thue.“","norm":"„Mein ferneres Leben, sagte er, kann ich nunmehr als ein reines Geschenk ansehen, und es ist jetzt im Grunde ganz einerlei, ob und was ich noch etwa tue .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5100998878479} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3023,"date":1836,"orig":"Mittwoch, den 21. December 1831.","norm":"Mittwoch, den 21. Dezember 1831.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.508699893951416} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3024,"date":1836,"orig":"Mit Goethe zu Tiſch.","norm":"Mit Goethe zu Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3025,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen, woher es gekommen, daß ſeine Farbenlehre ſich ſo wenig verbreitet habe.","norm":"Wir sprachen, woher es gekommen, dass seine Farbenlehre sich so wenig verbreitet habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.163700103759766} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3026,"date":1836,"orig":"„Sie iſt ſehr ſchwer zu uͤberliefern, ſagte er, denn ſie will, wie Sie wiſſen, nicht bloß geleſen und ſtudirt, ſondern ſie will gethan ſeyn, und das hat ſeine Schwierigkeit.","norm":"„sie ist sehr schwer zu überliefern, sagte er, denn sie will, wie Sie wissen, nicht bloß gelesen und studiert, sondern sie will getan sein, und das hat seine Schwierigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.035399913787842} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3027,"date":1836,"orig":"Die Geſetze der Poeſie und Malerey ſind gleichfalls bis auf einen gewiſſen Grad mitzutheilen, allein, um ein guter Poet und Maler zu ſeyn bedarf es Genie, das ſich nicht uͤberliefern laͤßt.","norm":"Die Gesetze der Poesie und Malerei sind gleichfalls bis auf einen gewissen Grad mitzuteilen, allein, um ein guter Poet und Maler zu sein Bedarf es Genie, das sich nicht überliefern lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.969399929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3028,"date":1836,"orig":"Ein einfaches Urphaͤnomen aufzunehmen, es in ſeiner hohen Bedeutung zu erkennen und damit zu wirken, erfordert einen productiven Geiſt, der Vieles zu uͤberſehen vermag, und iſt eine ſeltene Gabe, die ſich nur bey ganz vorzuͤglichen Naturen findet.“","norm":"Ein einfaches Urphänomen aufzunehmen, es in seiner hohen Bedeutung zu erkennen und damit zu wirken, erfordert einen produktiven Geist, der Vieles zu übersehen vermag, und ist eine seltene Gabe, die sich nur bei ganz vorzüglichen Naturen findet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.229899883270264} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3029,"date":1836,"orig":"„Und auch damit iſt es noch nicht gethan.","norm":"„Und auch damit ist es noch nicht getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.293499946594238} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3030,"date":1836,"orig":"Denn wie einer mit allen Regeln und allem Genie noch kein Maler iſt, ſondern wie eine unausgeſetzte Übung hinzu kommen muß, ſo iſt es auch bey der Farbenlehre nicht genug, daß einer die vorzuͤglichſten Geſetze kenne und den geeigneten Geiſt habe, ſondern er muß ſich immerfort mit den einzelnen oft ſehr geheimnißvollen Phaͤnomenen und ihrer Ableitung und Verknuͤpfung zu thun machen.“","norm":"Denn wie einer mit allen Regeln und allem Genie noch kein Maler ist, sondern wie eine unausgesetzte Übung hinzukommen muss, so ist es auch bei der Farbenlehre nicht genug, dass einer die vorzüglichsten Gesetze kenne und den geeigneten Geist habe, sondern er muss sich immerfort mit den einzelnen oft sehr geheimnisvollen Phänomenen und ihrer Ableitung und Verknüpfung zu tun machen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.526999950408935} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3031,"date":1836,"orig":"„So wiſſen wir z. B. im Allgemeinen recht gut, daß die gruͤne Farbe durch eine Miſchung des Gelben und Blauen entſteht; allein bis einer ſagen kann, er begreife das Gruͤn des Regenbogens, oder das Gruͤn des Laubes, oder das Gruͤn des Meerwaſſers, dieſes erfordert ein ſo allſeitiges Durchſchreiten des Farbenreiches und eine daraus entſpringende ſolche Hoͤhe von Einſicht, zu welcher bis jetzt kaum jemand gelangt iſt.“","norm":"„So wissen wir z. B. im Allgemeinen recht gut, dass die grüne Farbe durch eine Mischung des Gelben und Blauen entsteht; allein bis einer sagen kann, er begreife das Grün des Regenbogens, oder das Grün des Laubes, oder das Grün des Meerwassers, dieses erfordert ein so allseitiges Durchschreiten des Farbenreiches und eine daraus entspringende solche Höhe von Einsicht, zu welcher bis jetzt kaum jemand gelangt ist .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.156499862670898} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3032,"date":1836,"orig":"Zum Nachtiſch betrachteten wir darauf einige Landſchaften von Pouſſin.","norm":"Zum Nachtisch betrachteten wir darauf einige Landschaften von Poussin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.803299903869629} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3033,"date":1836,"orig":"„Diejenigen Stellen, ſagte Goethe bey dieſer Gelegenheit, worauf der Maler das hoͤchſte Licht fallen laͤßt, laſſen kein Detail in der Ausfuͤhrung zu; weßhalb denn Waſſer, Felsſtuͤcke, nackter Erdboden und Gebaͤude, fuͤr ſolche Traͤger des Hauptlichtes die guͤnſtigſten Gegenſtaͤnde ſind.","norm":"„Diejenigen Stellen, sagte Goethe bei dieser Gelegenheit, worauf der Maler das höchste Licht fallen lässt, lassen kein Detail in der Ausführung zu; weshalb denn Wasser, Felsstücke, nackter Erdboden und Gebäude, für solche Träger des Hauptlichtes die günstigsten Gegenstände sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100900173187256} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3034,"date":1836,"orig":"Dinge dagegen, die in der Zeichnung ein groͤßeres Detail erfordern, kann der Kuͤnſtler nicht wohl an ſolchen Lichtſtellen gebrauchen.“","norm":"Dinge dagegen, die in der Zeichnung ein größeres Detail erfordern, kann der Künstler nicht wohl an solchen Lichtstellen gebrauchen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.601500034332275} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3035,"date":1836,"orig":"„Ein Landſchaftsmaler, ſagte Goethe ferner, muß viele Kenntniſſe haben.","norm":"„Ein Landschaftsmaler, sagte Goethe ferner, muss viele Kenntnisse haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2453999519348145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3036,"date":1836,"orig":"Es iſt nicht genug daß er Perſpective, Architektur und die Anatomie des Menſchen und der Thiere verſtehe, ſondern er muß ſogar auch einige Einſichten in die Botanik und Mineralogie beſitzen.","norm":"Es ist nicht genug dass er Perspektive, Architektur und die Anatomie des Menschen und der Tiere verstehe, sondern er muss sogar auch einige Einsichten in die Botanik und Mineralogie besitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.956300020217895} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3037,"date":1836,"orig":"Erſtere, damit er das Charakteriſtiſche der Baͤume und Pflanzen, und letztere, damit er den Character der verſchiedenen Gebirgsarten gehoͤrig auszudruͤcken verſtehe.","norm":"Erstere, damit er das Charakteristische der Bäume und Pflanzen, und letztere, damit er den Charakter der verschiedenen Gebirgsarten gehörig auszudrücken verstehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.048600196838379} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3038,"date":1836,"orig":"Doch iſt deßhalb nicht noͤthig, daß er ein Mineralog vom Fache ſey, indem er es vorzuͤglich nur mit Kalk-, Thonſchiefer- und Sandſtein-Gebirgen zu thun hat, und er nur zu wiſſen braucht, in welchen Formen es liegt, wie es ſich bey der Verwitterung ſpaltet, und welche Baumarten darauf gedeihen oder verkruͤppeln.“","norm":"Doch ist deshalb nicht nötig, dass er ein Mineraloge vom Fache sei, indem er es vorzüglich nur mit Kalk-, Thonschiefer- und Sandstein-Gebirgen zu tun hat, und er nur zu wissen braucht, in welchen Formen es liegt, wie es sich bei der Verwitterung spaltet, und welche Baumarten darauf gedeihen oder verkrüppeln .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8931000232696533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3039,"date":1836,"orig":"Goethe zeigte mir ſodann einige Landſchaften von Hermann von Schwanefeld, wobey er uͤber die Kunſt und Perſoͤnlichkeit dieſes vorzuͤglichen Menſchen Verſchiedenes ausſprach.","norm":"Goethe zeigte mir sodann einige Landschaften von Hermann von Schwanfeld, wobei er über die Kunst und Persönlichkeit dieses vorzüglichen Menschen Verschiedenes aussprach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.896699905395508} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3040,"date":1836,"orig":"„Man findet bey ihm, ſagte er, die Kunſt als Neigung und die Neigung als Kunſt, wie bey keinem andern.","norm":"„Man findet bei ihm, sagte er, die Kunst als Neigung und die Neigung als Kunst, wie bei keinem anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.086100101470947} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3041,"date":1836,"orig":"Er beſitzt eine innige Liebe zur Natur und einen goͤttlichen Frieden, der ſich uns mittheilt wenn wir ſeine Bilder betrachten.","norm":"Er besitzt eine innige Liebe zur Natur und einen göttlichen Frieden, der sich uns mitteilt wenn wir seine Bilder betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.672199964523315} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3042,"date":1836,"orig":"In den Niederlanden geboren, ſtudirte er in Rom unter Claude Lorrain, durch welchen Meiſter er ſich auf das vollkommenſte ausbildete und ſeine ſchoͤne Eigenthuͤmlichkeit auf das freyeſte entwickelte.“","norm":"In den Niederlanden geboren, studierte er in Rom unter Claude Lorrain, durch welchen Meister er sich auf das vollkommenste ausbildete und seine schöne Eigentümlichkeit auf das freiste entwickelte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.638400077819824} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3043,"date":1836,"orig":"Wir ſchlugen darauf in einem Kuͤnſtler-Lexicon nach, um zu ſehen, was uͤber Hermann von Schwanefeld geſagt ward, wo man ihm denn vorwarf, daß er ſeinen Meiſter nicht erreicht habe.","norm":"Wir schlugen darauf in einem Künstlerlexikon nach, um zu sehen, was über Hermann von Schwanfeld gesagt wurde, wo man ihm denn vorwarf, dass er seinen Meister nicht erreicht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.952899932861328} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3044,"date":1836,"orig":"„Die Narren! ſagte Goethe, Schwanefeld war ein Anderer als Claude Lorrain, und dieſer kann nicht ſagen, daß er ein Beſſerer geweſen.","norm":"„Die Narren! sagte Goethe, Schwanfeld war ein Anderer als Claude Lorrain, und dieser kann nicht sagen, dass er ein Besserer gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.658599853515625} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3045,"date":1836,"orig":"Wenn man aber weiter nichts vom Leben haͤtte, als was unſere Biographen und Lexiconſchreiber von uns ſagen, ſo waͤre es ein ſchlechtes Metier, und uͤberall nicht der Muͤhe werth.“","norm":"Wenn man aber weiter nichts vom Leben hätte, als was unsere Biographen und Lexikonschreiber von uns sagen, so wäre es ein schlechtes Metier, und überall nicht der Mühe wert .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9008002281188965} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3046,"date":1836,"orig":"Am Schluſſe dieſes und zu Anfange des naͤchſten Jahres wandte ſich Goethe ganz wieder ſeinen Lieblingsſtudien, den Naturwiſſenſchaften, zu, und beſchaͤftigte ſich theils, auf Anregung von Boiſſerée, mit fernerer Ergruͤndung der Geſetze des Regenbogens, ſo wie beſonders auch, aus Theilnahme an dem Streit zwiſchen Cuvier und St. Hilaire, mit Gegenſtaͤnden der Metamorphoſe der Pflanzen- und Thier-Welt.","norm":"Am Schlusse dieses und zu Anfange des nächsten Jahres wandte sich Goethe ganz wieder seinen Lieblingsstudien, den Naturwissenschaften, zu, und beschäftigte sich teils, auf Anregung von Boisseree, mit fernerer Ergründung der Gesetze des Regenbogens, so wie besonders auch, aus Teilnahme an dem Streit zwischen Cuvier und St. Hilaire, mit Gegenständen der Metamorphose der Pflanzen- und Tierwelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.11299991607666} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3047,"date":1836,"orig":"Auch redigirte er mit mir gemeinſchaftlich den hiſtoriſchen Theil der Farbenlehre, ſo wie er auch an einem Capitel uͤber die Miſchung der Farben innigen Antheil nahm, das ich auf ſeine Anregung, um in den theoretiſchen Band aufgenommen zu werden, bearbeitete.","norm":"Auch redigierte er mit mir gemeinschaftlich den historischen Teil der Farbenlehre, so wie er auch an einem Kapitel über die Mischung der Farben innigen Anteil nahm, das ich auf seine Anregung, um in den theoretischen Band aufgenommen zu werden, bearbeitete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.041299819946289} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3048,"date":1836,"orig":"Es fehlte in dieſer Zeit nicht an mannigfachen intereſſanten Unterhaltungen und geiſtreichen Äußerungen ſeinerſeits.","norm":"Es fehlte in dieser Zeit nicht an mannigfachen interessanten Unterhaltungen und geistreichen Äußerungen seinerseits.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.41480016708374} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3049,"date":1836,"orig":"Allein, wie er in voͤlliger Kraft und Friſche mir taͤglich vor Augen war, ſo dachte ich es wuͤrde immer ſo fortgehen, und war in Auffaſſung ſeiner Worte gleichguͤltiger als billig, bis es denn endlich zu ſpaͤt war, und ich am 22. Maͤrz 1832 mit Tauſenden von edlen Deutſchen ſeinen unerſetzlichen Verluſt zu beweinen hatte.","norm":"Allein, wie er in völliger Kraft und Frische mir täglich vor Augen war, so dachte ich es würde immer so fortgehen, und war in Auffassung seiner Worte gleichgültiger als billig, bis es denn endlich zu spät war, und ich am 22. März 1832 mit Tausenden von edlen Deutschen seinen unersetzlichen Verlust zu beweinen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.354700088500977} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3050,"date":1836,"orig":"Folgendes notirte ich nicht lange darauf aus der naͤchſten Erinnerung.","norm":"Folgendes notierte ich nicht lange darauf aus der nächsten Erinnerung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3495001792907715} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3051,"date":1836,"orig":"Anfangs Maͤrz 1832.","norm":"Anfangs März 1832.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.676599979400635} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3052,"date":1836,"orig":"Goethe erzaͤhlte bey Tiſch, daß der Baron Carl v. Spiegel ihn beſucht, und daß er ihm uͤber die Maßen wohl gefallen.","norm":"Goethe erzählte bei Tisch, dass der Baron Carl v. Spiegel ihn besucht, und dass er ihm über die Maßen wohl gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.468999862670898} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3053,"date":1836,"orig":"„Er iſt ein ſehr huͤbſcher junger Mann, ſagte Goethe; er hat in ſeiner Art, in ſeinem Benehmen ein Etwas, woran man ſogleich den Edelmann erkennet.","norm":"„Er ist ein sehr hübscher junger Mann, sagte Goethe; er hat in seiner Art, in seinem Benehmen ein Etwas, woran man sogleich den Edelmann erkennt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8905000686645512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3054,"date":1836,"orig":"Seine Abkunft koͤnnte er eben ſo wenig verleugnen, als jemand einen hoͤheren Geiſt verleugnen koͤnnte.","norm":"Seine Abkunft könnte er ebenso wenig verleugnen, als jemand einen höheren Geist verleugnen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.028200149536133} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3055,"date":1836,"orig":"Denn Beydes, Geburt und Geiſt, geben dem, der ſie einmal beſitzet, ein Gepraͤge, das ſich durch kein Incognito verbergen laͤßt.","norm":"Denn Beides, Geburt und Geist, geben dem, der sie einmal besitzet, ein Gepräge, das sich durch kein Inkognito verbergen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.228899955749512} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3056,"date":1836,"orig":"Es ſind Gewalten wie die Schoͤnheit, denen man nicht nahe kommen kann, ohne zu empfinden, daß ſie hoͤherer Art ſind.“","norm":"Es sind Gewalten wie die Schönheit, denen man nicht nahe kommen kann, ohne zu empfinden, dass sie höherer Art sind .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.270599842071533} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3057,"date":1836,"orig":"Einige Tage ſpaͤter.","norm":"Einige Tage später.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.8986001014709473} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3058,"date":1836,"orig":"Wir ſprachen uͤber die tragiſche Schickſals-Idee der Griechen.","norm":"Wir sprachen über die tragische Schicksalsidee der Griechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537099838256836} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3059,"date":1836,"orig":"„Dergleichen, ſagte Goethe, iſt unſerer jetzigen Denkungsweiſe nicht mehr gemaͤß, es iſt veraltet, und uͤberhaupt mit unſeren religioͤſen Vorſtellungen in Widerſpruch.","norm":"„Dergleichen, sagte Goethe, ist unserer jetzigen Denkungsweise nicht mehr gemäß, es ist veraltet, und überhaupt mit unseren religiösen Vorstellungen in Widerspruch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.812900066375732} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3060,"date":1836,"orig":"Verarbeitet ein moderner Poet ſolche fruͤhere Ideen zu einem Theaterſtuͤck, ſo ſieht es immer aus wie eine Art von Affectation.","norm":"Verarbeitet ein moderner Poet solche frühere Ideen zu einem Theaterstück, so sieht es immer aus wie eine Art von Affektation.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.303899765014648} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3061,"date":1836,"orig":"Es iſt ein Anzug, der laͤngſt aus der Mode gekommen iſt, und der uns, gleich der roͤmiſchen Toga, nicht mehr zu Geſichte ſteht.“","norm":"Es ist ein Anzug, der längst aus der Mode gekommen ist, und der uns, gleich der römischen Toga, nicht mehr zu Gesichte steht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.971100091934204} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3062,"date":1836,"orig":"„Wir Neueren ſagen jetzt beſſer mit Napoleon: die Politik iſt das Schickſal.","norm":"„Wir Neueren sagen jetzt besser mit Napoleon: die Politik ist das Schicksal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.981400012969971} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3063,"date":1836,"orig":"Huͤten wir uns aber mit unſeren neueſten Literatoren zu ſagen, die Politik ſey die Poeſie, oder ſie ſey fuͤr den Poeten ein paſſender Gegenſtand.","norm":"Hüten wir uns aber mit unseren neuesten Literatoren zu sagen, die Politik sei die Poesie, oder sie sei für den Poeten ein passender Gegenstand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.126800060272217} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3064,"date":1836,"orig":"Der engliſche Dichter Thomſon ſchrieb ein ſehr gutes Gedicht uͤber die Jahreszeiten, allein ein ſehr ſchlechtes uͤber die Freyheit; und zwar nicht aus Mangel an Poeſie im Poeten, ſondern aus Mangel an Poeſie im Gegenſtande.“","norm":"Der englische Dichter Thomson schrieb ein sehr gutes Gedicht über die Jahreszeiten, allein ein sehr schlechtes über die Freiheit; und zwar nicht aus Mangel an Poesie im Poeten, sondern aus Mangel an Poesie im Gegenstande .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.090700149536133} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3065,"date":1836,"orig":"„So wie ein Dichter politiſch wirken will, muß er ſich einer Partey hingeben; und ſo wie er dieſes thut, iſt er als Poet verloren; er muß ſeinem freyen Geiſte, ſeinem unbefangenen Überblick Lebewohl ſagen, und dagegen die Kappe der Bornirtheit und des blinden Haſſes uͤber die Ohren ziehen.“","norm":"„So wie ein Dichter politisch wirken will, muss er sich einer Partei hingeben; und so wie er dieses tut, ist er als Poet verloren; er muss seinem freien Geiste, seinem unbefangenen Überblick Lebewohl sagen, und dagegen die Kappe der Borniertheit und des blinden Hasses über die Ohren ziehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.026100158691406} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3066,"date":1836,"orig":"„Der Dichter wird als Menſch und Buͤrger ſein Vaterland lieben, aber das Vaterland ſeiner poetiſchen Kraͤfte und ſeines poetiſchen Wirkens iſt das Gute, Edle und Schoͤne, das an keine beſondere Provinz und an kein beſonderes Land gebunden iſt, und das er ergreift und bildet wo er es findet.","norm":"„Der Dichter wird als Mensch und Bürger sein Vaterland lieben, aber das Vaterland seiner poetischen Kräfte und seines poetischen Wirkens ist das Gute, Edle und Schöne, das an keine besondere Provinz und an kein besonderes Land gebunden ist, und das er ergreift und bildet wo er es findet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.623500108718872} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3067,"date":1836,"orig":"Er iſt darin dem Adler gleich, der mit freyem Blick uͤber Laͤndern ſchwebt, und dem es gleichviel iſt, ob der Haſe, auf den er hinabſchießt, in Preußen oder in Sachſen laͤuft.“","norm":"Er ist darin dem Adler gleich, der mit freiem Blick über Ländern schwebt, und dem es gleichviel ist, ob der Hase, auf den er hinabschießt, in Preußen oder in Sachsen läuft .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.043399810791016} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3068,"date":1836,"orig":"„Und was heißt denn: ſein Vaterland lieben, und was heißt denn: patriotiſch wirken?","norm":"„Und was heißt denn: sein Vaterland lieben, und was heißt denn: patriotisch wirken?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.158199787139893} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3069,"date":1836,"orig":"Wenn ein Dichter lebenslaͤnglich bemuͤht war, ſchaͤdliche Vorurtheile zu bekaͤmpfen, engherzige Anſichten zu beſeitigen, den Geiſt ſeines Volkes aufzuklaͤren, deſſen Geſchmack zu reinigen, und deſſen Geſinnungs- und Denkweiſe zu veredeln, was ſoll er denn da Beſſeres thun? und wie ſoll er denn da patriotiſcher wirken? —","norm":"Wenn ein Dichter lebenslänglich bemüht war, schädliche Vorurteile zu bekämpfen, engherzige Ansichten zu beseitigen, den Geist seines Volkes aufzuklären, dessen Geschmack zu reinigen, und dessen Gesinnungs- und Denkweise zu veredeln, was soll er denn da Besseres tun? und wie soll er denn da patriotischer wirken? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.189499855041504} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3070,"date":1836,"orig":"An einen Dichter ſo ungehoͤrige und undankbare Anforderungen zu machen, waͤre eben ſo, als wenn man von einem Regiments-Chef verlangen wolle:","norm":"An einen Dichter so ungehörige und undankbare Anforderungen zu machen, wäre eben so, als wenn man von einem Regimentschef verlangen wolle:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.726900100708008} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3071,"date":1836,"orig":"er muͤſſe, um ein rechter Patriot zu ſeyn, ſich in politiſche Neuerungen verflechten und daruͤber ſeinen naͤchſten Beruf vernachlaͤſſigen.","norm":"er müsse, um ein rechter Patriot zu sein, sich in politische Neuerungen verflechten und darüber seinen nächsten Beruf vernachlässigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5233001708984375} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3072,"date":1836,"orig":"Das Vaterland eines Regiments-Chefs aber iſt ſein Regiment, und er wird ein ganz vortrefflicher Patriot ſeyn, wenn er ſich um politiſche Dinge gar nicht bemuͤht als ſo weit ſie ihn angehen, und wenn er dagegen ſeinen ganzen Sinn und ſeine ganze Sorge auf die ihm untergebenen Bataillons richtet, und ſie ſo gut einzuexerciren und in ſo guter Zucht und Ordnung zu erhalten ſucht, daß ſie, wenn das Vaterland einſt in Gefahr kommt, als tuͤchtige Leute ihren Mann ſtehen.“","norm":"Das Vaterland eines Regiments-Chefs aber ist sein Regiment, und er wird ein ganz vortrefflicher Patriot sein, wenn er sich um politische Dinge gar nicht bemüht als so weit sie ihn angehen, und wenn er dagegen seinen ganzen Sinn und seine ganze Sorge auf die ihm untergebenen Bataillons richtet, und sie so gut einzuexerzieren und in so guter Zucht und Ordnung zu erhalten sucht, dass sie, wenn das Vaterland einst in Gefahr kommt, als tüchtige Leute ihren Mann stehen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8722000122070312} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3073,"date":1836,"orig":"„Ich haſſe alle Pfuſcherey wie die Suͤnde, beſonders aber die Pfuſcherey in Staatsangelegenheiten, woraus fuͤr Tauſende und Millionen nichts als Unheil hervorgeht.“","norm":"„Ich hasse alle Pfuscherei wie die Sünde, besonders aber die Pfuscherei in Staatsangelegenheiten, woraus für Tausende und Millionen nichts als Unheil hervorgeht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4720001220703125} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3074,"date":1836,"orig":"„Sie wiſſen, ich bekuͤmmere mich im Ganzen wenig um das was uͤber mich geſchrieben wird, aber es kommt mir doch zu Ohren, und ich weiß recht gut, daß, ſo ſauer ich es mir auch mein Lebelang habe werden laſſen, all mein Wirken in den Augen gewiſſer Leute fuͤr nichts geachtet wird, eben weil ich verſchmaͤht habe, mich in politiſche Parteyungen zu mengen.","norm":"„Sie wissen, ich bekümmere mich im Ganzen wenig um das was über mich geschrieben wird, aber es kommt mir doch zu Ohren, und ich weiß recht gut, dass, so sauer ich es mir auch mein Lebelang habe werden lassen, all mein Wirken in den Augen gewisser Leute für nichts geachtet wird, eben weil ich verschmäht habe, mich in politische Parteiungen zu mengen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.163899898529053} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3075,"date":1836,"orig":"Um dieſen Leuten recht zu ſeyn, haͤtte ich muͤſſen Mitglied eines Jacobiner-Clubs werden und Mord und Blutvergießen predigen! —","norm":"Um diesen Leuten recht zu sein, hätte ich müssen Mitglied eines Jakobinerclubs werden und Mord und Blutvergießen predigen! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.696199893951416} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3076,"date":1836,"orig":"Doch kein Wort mehr uͤber dieſen ſchlechten Gegenſtand, damit ich nicht unvernuͤnftig werde, indem ich das Unvernuͤnftige bekaͤmpfe.“","norm":"Doch kein Wort mehr über diesen schlechten Gegenstand, damit ich nicht unvernünftig werde, indem ich das Unvernünftige bekämpfe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.134900093078613} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3077,"date":1836,"orig":"Gleicherweiſe tadelte Goethe die von Anderen ſo ſehr geprieſene politiſche Richtung in Uhland.","norm":"Gleicherweise tadelte Goethe die von Anderen so sehr gepriesene politische Richtung in Uhland.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.969399929046631} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3078,"date":1836,"orig":"„Geben Sie Acht, ſagte er, der Politiker wird den Poeten aufzehren.","norm":"„Geben Sie Acht, sagte er, der Politiker wird den Poeten aufzehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.47599983215332} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3079,"date":1836,"orig":"Mitglied der Staͤnde ſeyn und in taͤglichen Reibungen und Aufregungen leben, iſt keine Sache fuͤr die zarte Natur eines Dichters.","norm":"Mitglied der Stände sein und in täglichen Reibungen und Aufregungen leben, ist keine Sache für die zarte Natur eines Dichters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.642099857330322} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3080,"date":1836,"orig":"Mit ſeinem Geſange wird es aus ſeyn, und das iſt gewiſſermaßen zu bedauern.","norm":"Mit seinem Gesange wird es aus sein, und das ist gewissermaßen zu bedauern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817599773406982} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3081,"date":1836,"orig":"Schwaben beſitzt Maͤnner genug, die hinlaͤnglich unterrichtet, wohlmeinend, tuͤchtig und beredt ſind, um Mitglied der Staͤnde zu ſeyn, aber es hat nur Einen Dichter der Art wie Uhland.“","norm":"Schwaben besitzt Männer genug, die hinlänglich unterrichtet, wohlmeinend, tüchtig und beredt sind, um Mitglied der Stände zu sein, aber es hat nur Einen Dichter der Art wie Uhland .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.65369987487793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3082,"date":1836,"orig":"Der letzte Fremde, den Goethe gaſtfreundlich bey ſich bewirthete, war der aͤlteſte Sohn der Frau von Arnim; das Letzte was er geſchrieben, waren einige Verſe in das Stammbuch des gedachten jungen Freundes.","norm":"Der letzte Fremde, den Goethe gastfreundlich bei sich bewirtete, war der älteste Sohn der Frau von Arnim; das Letzte was er geschrieben, waren einige Verse in das Stammbuch des gedachten jungen Freundes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28410005569458} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3083,"date":1836,"orig":"Am andern Morgen nach Goethe's Tode ergriff mich eine tiefe Sehnſucht, ſeine irdiſche Huͤlle noch einmal zu ſehen.","norm":"Am anderen Morgen nach Goethes Tode ergriff mich eine tiefe Sehnsucht, seine irdische Hülle noch einmal zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.306099891662598} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3084,"date":1836,"orig":"Sein treuer Diener Friedrich ſchloß mir das Zimmer auf, wo man ihn hingelegt hatte.","norm":"Sein treuer Diener Friedrich schloss mir das Zimmer auf, wo man ihn hingelegt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1203999519348145} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3085,"date":1836,"orig":"Auf dem Ruͤcken ausgeſtreckt, ruhte er wie ein Schlafender; tiefer Friede und Feſtigkeit waltete auf den Zuͤgen ſeines erhaben-edlen Geſichts.","norm":"Auf dem Rücken ausgestreckt, ruhte er wie ein Schlafender; tiefer Friede und Festigkeit waltete auf den Zügen seines erhaben-edlen Gesichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.52869987487793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3086,"date":1836,"orig":"Die maͤchtige Stirn ſchien noch Gedanken zu hegen.","norm":"Die mächtige Stirn schien noch Gedanken zu hegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.929999828338623} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3087,"date":1836,"orig":"Ich hatte das Verlangen nach einer Locke von ſeinen Haaren, doch die Ehrfurcht verhinderte mich, ſie ihm abzuſchneiden.","norm":"Ich hatte das Verlangen nach einer Locke von seinen Haaren, doch die Ehrfurcht verhinderte mich, sie ihm abzuschneiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8712000846862793} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3088,"date":1836,"orig":"Der Koͤrper lag nackend in ein weißes Betttuch gehuͤllet, große Eisſtuͤcke hatte man in einiger Naͤhe umhergeſtellt, um ihn friſch zu erhalten ſo lange als moͤglich.","norm":"Der Körper lag nackend in ein weißes Betttuch gehüllt, große Eisstücke hatte man in einiger Nähe umhergestellt, um ihn frisch zu erhalten so lange als möglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5518999099731445} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3089,"date":1836,"orig":"Friedrich ſchlug das Tuch auseinander, und ich erſtaunte uͤber die goͤttliche Pracht dieſer Glieder.","norm":"Friedrich schlug das Tuch auseinander, und ich erstaunte über die göttliche Pracht dieser Glieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.626699924468994} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3090,"date":1836,"orig":"Die Bruſt uͤberaus maͤchtig, breit und gewoͤlbt; Arme und Schenkel voll und ſanft muskuloͤs; die Fuͤße zierlich und von der reinſten Form; und nirgends am ganzen Koͤrper eine Spur von Fettigkeit, oder Abmagerung und Verfall.","norm":"Die Brust überaus mächtig, breit und gewölbt; Arme und Schenkel voll und sanft muskulös; die Füße zierlich und von der reinsten Form; und nirgends am ganzen Körper eine Spur von Fettigkeit, oder Abmagerung und Verfall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.067399978637695} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3091,"date":1836,"orig":"Ein vollkommener Menſch lag in großer Schoͤnheit vor mir, und das Entzuͤcken, das ich daruͤber empfand, ließ mich auf Augenblicke vergeſſen, daß der unſterbliche Geiſt eine ſolche Huͤlle verlaſſen.","norm":"Ein vollkommener Mensch lag in großer Schönheit vor mir, und das Entzücken, das ich darüber empfand, ließ mich auf Augenblicke vergessen, dass der unsterbliche Geist eine solche Hülle verlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.066199779510498} +{"basename":"eckermann_goethe02_1836","par_idx":3092,"date":1836,"orig":"Ich legte meine Hand auf ſein Herz, — es war uͤberall eine tiefe Stille, — und ich wendete mich abwaͤrts, um meinen verhaltenen Thraͤnen freyen Lauf zu laſſen.","norm":"Ich legte meine Hand auf sein Herz, — es war überall eine tiefe Stille, — und ich wendete mich abwärts, um meinen verhaltenen Tränen freien Lauf zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.812099933624267}