diff --git "a/data/train/1800-1899/meyer_jenatsch_1876.jsonl" "b/data/train/1800-1899/meyer_jenatsch_1876.jsonl" new file mode 100644--- /dev/null +++ "b/data/train/1800-1899/meyer_jenatsch_1876.jsonl" @@ -0,0 +1,3445 @@ +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":0,"date":1876,"orig":"Georg Jenatſch.","norm":"Georg Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.6168999671936035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1,"date":1876,"orig":"Georg Jenatſch.","norm":"Georg Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.6168999671936035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2,"date":1876,"orig":"Eine alte Bündnergeſchichte von Conrad Ferdinand Meyer.","norm":"Eine alte Bündnergeschichte von Conrad Ferdinand Meyer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.469699859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3,"date":1876,"orig":"Leipzig Verlag von H. Haeſſel. 1876.","norm":"Leipzig Verlag von H. Haessel . 1876.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.651100158691406} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":4,"date":1876,"orig":"Das Recht der Ueberſetzung wird vorbehalten.","norm":"Das Recht der Übersetzung wird vorbehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110199928283691} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":5,"date":1876,"orig":"Erſtes Buch.","norm":"Erstes Buch.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":4.359600067138672} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":6,"date":1876,"orig":"Die Reiſe des Herrn Waſer.","norm":"Die Reise des Herrn Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.430600166320801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":7,"date":1876,"orig":"Erſtes Kapitel.","norm":"Erstes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.237899780273437} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":8,"date":1876,"orig":"Die Mittagsſonne ſtand über der kahlen, von Felshäuptern umragten Höhe des Julierpaſſes im Lande Bünden.","norm":"Die Mittagssonne stand über der kahlen, von Felshäuptern umragten Höhe des Julierpasses im Lande Bünden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.519000053405762} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":9,"date":1876,"orig":"Die Steinwände brannten und ſchimmerten unter den ſtechenden ſenkrechten Strahlen.","norm":"Die Steinwände brannten und schimmerten unter den stechenden senkrechten Strahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.059500217437744} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":10,"date":1876,"orig":"Zuweilen, wenn eine geballte Wetterwolke emporquoll und vorüberzog, ſchienen die Bergmauern näher heranzutreten und, die Landſchaft verengend, ſchroff und unheimlich zuſammenzurücken.","norm":"Zuweilen, wenn eine geballte Wetterwolke emporquoll und vorüberzog, schienen die Bergmauern näher heranzutreten und, die Landschaft verengend, schroff und unheimlich zusammenzurücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.33519983291626} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":11,"date":1876,"orig":"Die wenigen zwiſchen den Felszacken herniederhangenden Schneeflecke und Gletſcherzungen leuchteten bald grell auf, bald wichen ſie zurück in grünliches Dunkel.","norm":"Die wenigen zwischen den Felszacken herniederhangenden Schneeflecke und Gletscherzungen leuchteten bald grell auf, bald wichen sie zurück in grünliches Dunkel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.492599964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":12,"date":1876,"orig":"Es drückte eine ſchwüle Stille, nur das niedrige Geflatter der Steinlerche regte ſich zwiſchen den nackten Blöcken und von Zeit zu Zeit durchdrang der ſcharfe Pfiff eines Murmelthiers die Einöde.","norm":"Es drückte eine schwüle Stille, nur das niedrige Geflatter der Steinlerche regte sich zwischen den nackten Blöcken und von Zeit zu Zeit durchdrang der scharfe Pfiff eines Murmeltiers die Einöde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.04010009765625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":13,"date":1876,"orig":"In der Mitte der ſich dehnenden Paßhöhe ſtanden rechts und links vom Saumpfade zwei abgebrochene Säulen, die der Zeit ſchon länger als ein Jahrtauſend trotzen mochten.","norm":"In der Mitte der sich dehnenden Passhöhe standen rechts und links vom Saumpfade zwei abgebrochene Säulen, die der Zeit schon länger als ein Jahrtausend trotzen mochten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.837699890136718} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":14,"date":1876,"orig":"In dem durch die Verwitterung beckenförmig ausgehöhlten Bruche des einen Säulenſtumpfes hatte ſich Regenwaſſer geſammelt.","norm":"In dem durch die Verwitterung beckenförmig ausgehöhlten Bruche des einen Säulenstumpfes hatte sich Regenwasser gesammelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.750600099563598} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":15,"date":1876,"orig":"Ein Vogel hüpfte auf dem Rande hin und her und nippte von dem klaren Himmelswaſſer.","norm":"Ein Vogel hüpfte auf dem Rande hin und her und nippte von dem klaren Himmelswasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3653998374938965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":16,"date":1876,"orig":"Jetzt erſcholl aus der Ferne, vom Echo wiederholt und verhöhnt, das Gebell eines Hundes.","norm":"Jetzt erscholl aus der Ferne, vom Echo wiederholt und verhöhnt, das Gebell eines Hundes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.248799800872803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":17,"date":1876,"orig":"Hoch oben an dem ſtellenweiſe grasbewachſenen Hange hatte ein Bergamaskerhirt im Mittagsſchlaf gelegen.","norm":"Hoch oben an dem stellenweise grasbewachsenen Hange hatte ein Bergamaskerhirt im Mittagsschlaf gelegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946700096130371} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":18,"date":1876,"orig":"Nun ſprang er auf, zog ſeinen Mantel feſt um die Schultern und warf ſich in kühnen Schwüngen von einem vorragenden Felsthurme hinunter zur Einholung ſeiner Schafheerde, die ſich in weißen beweglichen Punkten nach der Tiefe hin verlor.","norm":"Nun sprang er auf, zog seinen Mantel fest um die Schultern und warf sich in kühnen Schwüngen von einem vorragenden Felsturme hinunter zur Einholung seiner Schafherde, die sich in weißen beweglichen Punkten nach der Tiefe hin verlor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.480599880218506} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":19,"date":1876,"orig":"Einer ſeiner zottigen Hunde ſetzte ihm nach, der andere, vielleicht ein altes Thier, konnte ſeinem Herrn nicht folgen.","norm":"Einer seiner zottigen Hunde setzte ihm nach, der andere, vielleicht ein altes Tier, konnte seinem Herrn nicht folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7767000198364262} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":20,"date":1876,"orig":"Er ſtand auf einem Vorſprunge und winſelte hilflos.","norm":"Er stand auf einem Vorsprunge und winselte hilflos.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786300182342529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":21,"date":1876,"orig":"Und immer ſchwüler und ſtiller glühte der Mittag.","norm":"Und immer schwüler und stiller glühte der Mittag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.126999855041504} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":22,"date":1876,"orig":"Die Sonne rückte vorwärts und die Wolken zogen.","norm":"Die Sonne rückte vorwärts und die Wolken zogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188899993896484} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":23,"date":1876,"orig":"Am Fuße einer ſchwarzen vom Gletſcherwaſſer befeuchteten Felswand rieſelten die geräuſchlos ſich herunterziehenden Silberfäden in das Becken eines kleinen See's zuſammen.","norm":"Am Fuße einer schwarzen vom Gletscherwasser befeuchteten Felswand rieselten die geräuschlos sich herunterziehenden Silberfäden in das Becken eines kleinen See es zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.923099994659424} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":24,"date":1876,"orig":"Gigantiſche, ſeltſam geformte Felsblöcke umfaßten das reinliche, bis auf den Grund durchſichtige Waſſer.","norm":"Gigantische, seltsam geformte Felsblöcke umfassten das reinliche, bis auf den Grund durchsichtige Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.161200046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":25,"date":1876,"orig":"Nur an dem einen flachern Ende, wo es, thalwärts abfließend, ſich in einem Stücke ſaftig grünen Raſens verlor, war ſein Spiegel von der Höhe des Saumpfades aus ſichtbar.","norm":"Nur an dem einen flacheren Ende, wo es, talwärts abfließend, sich in einem Stücke saftig grünen Rasens verlor, war sein Spiegel von der Höhe des Saumpfades aus sichtbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.176799774169922} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":26,"date":1876,"orig":"An dieſer grünen Stelle erſchien jetzt und verſchwand wieder der braune Kopf einer graſenden Stute und nach einer Weile weideten zwei Pferde behaglich auf dem Raſenflecke und ein drittes ſchlürfte die kalte Fluth.","norm":"An dieser grünen Stelle erschien jetzt und verschwand wieder der braune Kopf einer grasenden Stute und nach einer Weile weideten zwei Pferde behaglich auf dem Rasenflecke und ein drittes schlürfte die kalte Flut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057199954986572} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":27,"date":1876,"orig":"Endlich tauchte ein Wanderer auf.","norm":"Endlich tauchte ein Wanderer auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.154399871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":28,"date":1876,"orig":"Aus der weſtlichen Thalſchlucht heranſteigend, folgte er den Windungen des Saumpfades und näherte ſich der Paßhöhe.","norm":"Aus der westlichen Talschlucht heransteigend, folgte er den Windungen des Saumpfades und näherte sich der Passhöhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.3076999187469482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":29,"date":1876,"orig":"Ein Bergbewohner, ein wettergebräunter Geſell war es nicht.","norm":"Ein Bergbewohner, ein wettergebräunter Gesell war es nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.870699882507324} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":30,"date":1876,"orig":"Er trug ſtädtiſche Tracht, und was er auf ſein Felleiſen geſchnallt hatte ſchien ein leichter Rathsdegen und ein Rathsherrenmäntelchen zu ſein.","norm":"Er trug städtische Tracht, und was er auf sein Felleisen geschnallt hatte schien ein leichter Ratsdegen und ein Ratsherrenmäntelchen zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236400127410889} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":31,"date":1876,"orig":"Dennoch ſchritt er jugendlich elaſtiſch bergan und ſchaute ſich mit ſchnellen klugen Blicken in der ihm fremdartigen Bergwelt um.","norm":"Dennoch schritt er jugendlich elastisch bergan und schaute sich mit schnellen klugen Blicken in der ihm fremdartigen Bergwelt um.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460499763488769} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":32,"date":1876,"orig":"Jetzt erreichte er die zwei römiſchen Säulen.","norm":"Jetzt erreichte er die zwei römischen Säulen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.113500118255615} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":33,"date":1876,"orig":"Hier entledigte er ſich ſeines Ränzchens, lehnte es an den Fuß der einen Säule, wiſchte ſich den Schweiß mit ſeinem ſaubern Taſchentuche vom Angeſicht und entdeckte nun in der Höhlung der andern den kleinen Waſſerbehälter.","norm":"Hier entledigte er sich seines Ränzchen, lehnte es an den Fuß der einen Säule, wischte sich den Schweiß mit seinem sauberen Taschentuche vom Angesicht und entdeckte nun in der Höhlung der anderen den kleinen Wasserbehälter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.879800081253051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":34,"date":1876,"orig":"Darin erfriſchte er ſich Stirn und Hände, dann trat er einen Schritt zurück und betrachtete mit ehrfurchtsvoller Neugier ſein antikes Waſchbecken.","norm":"Darin erfrischte er sich Stirn und Hände, dann trat er einen Schritt zurück und betrachtete mit ehrfurchtsvoller Neugier sein antikes Waschbecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.905100107192993} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":35,"date":1876,"orig":"Schnell bedacht zog er eine lederne Brieftaſche hervor und begann eifrig die beiden ehrwürdigen Trümmer auf ein weißes Blatt zu zeichnen.","norm":"Schnell bedacht zog er eine lederne Brieftasche hervor und begann eifrig die beiden ehrwürdigen Trümmer auf ein weißes Blatt zu zeichnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.539700031280518} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":36,"date":1876,"orig":"Nach einer Weile betrachtete er ſeiner Hände Werk mit Befriedigung, legte das aufgeſchlagene Büchlein ſorgfältig auf ſein Felleiſen, griff nach ſeinem Stocke, woran die Zeichen verſchiedener Maße eingekerbt waren, ließ ſich auf ein Knie nieder und nahm mit Genauigkeit das Maß der merkwürdigen Säulen.","norm":"Nach einer Weile betrachtete er seiner Hände Werk mit Befriedigung, legte das aufgeschlagene Büchlein sorgfältig auf sein Felleisen, griff nach seinem Stocke, woran die Zeichen verschiedener Maße eingekerbt waren, ließ sich auf ein Knie nieder und nahm mit Genauigkeit das Maß der merkwürdigen Säulen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.751999855041504} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":37,"date":1876,"orig":"„Fünfthalb Fuß hoch,“ ſagte er vor ſich hin.","norm":"„Fünfthalb Fuß hoch,“ sagte er vor sich hin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.147600173950195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":38,"date":1876,"orig":"„Was treibt Ihr da?","norm":"„Was treibt Ihr da?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.274499893188477} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":39,"date":1876,"orig":"Spionage?“ ertönte neben ihm eine gewaltige Baßſtimme.","norm":"Spionage?“ ertönte neben ihm eine gewaltige Bassstimme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.005799770355225} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":40,"date":1876,"orig":"Jäh ſprang der in ſeiner ſtillen Beſchäftigung Geſtörte empor und ſtand vor einem Graubarte in grober Dienſttracht, der ſeine blitzenden Augen feindſelig auf ihn richtete.","norm":"Jäh sprang der in seiner stillen Beschäftigung Gestörte empor und stand vor einem Graubarte in grober Diensttracht, der seine blitzenden Augen feindselig auf ihn richtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.539899826049805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":41,"date":1876,"orig":"Unerſchrocken ſtellte ſich der junge Reiſende dem wie aus dem Boden Geſtiegenen mit vorgeſetztem Fuße entgegen und begann, die Hand in die Seite ſtemmend, in fließender, gewandter Rede:","norm":"Unerschrocken stellte sich der junge Reisende dem wie aus dem Boden gestiegenen mit vorgesetztem Fuße entgegen und begann, die Hand in die Seite stemmend, in fließender, gewandter Rede:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.927999973297119} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":42,"date":1876,"orig":"„Wer ſeid denn Ihr, der ſich herausnimmt, meine gelehrte Forſchung anzufechten auf Bündnerboden, id est in einem Lande, das mit meiner Stadt und Republik Zürich durch wiederholte, feierlichſt beſchworene Bündniſſe befreundet iſt?","norm":"„Wer seid denn Ihr, der sich herausnimmt, meine gelehrte Forschung anzufechten auf Bündnerboden, id est in einem Lande, das mit meiner Stadt und Republik Zürich durch wiederholte, feierlichst beschworene Bündnisse befreundet ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.334199905395508} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":43,"date":1876,"orig":"Ich weiſe Euern beleidigenden Verdacht mit Verachtung zurück.","norm":"Ich weise Euren beleidigenden Verdacht mit Verachtung zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.479499816894531} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":44,"date":1876,"orig":"Wollt Ihr mir den Weg verlegen?“ fuhr er fort, als der Andere, halb verblüfft, halb drohend, wie eingewurzelt ſtehen blieb.","norm":"Wollt Ihr mir den Weg verlegen?“ fuhr er fort, als der Andere, halb verblüfft, halb drohend, wie eingewurzelt stehen blieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.466899871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":45,"date":1876,"orig":"„Sind wir im finſtern Mittelalter oder zu Anfang unſeres gebildeten ſiebzehnten Jahrhunderts?","norm":"„Sind wir im finsteren Mittelalter oder zu Anfang unseres gebildeten siebzehnten Jahrhunderts?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.625199794769287} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":46,"date":1876,"orig":"Wißt Ihr, wer vor Euch ſteht?","norm":"Wisst Ihr, wer vor Euch steht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.700299978256225} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":47,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":48,"date":1876,"orig":"So erfahrt es: der Amtsſchreiber Heinrich Waſer, Civis turicensis.“","norm":"So erfahrt es: der Amtsschreiber Heinrich Wasser, Civis turicensis .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.092299938201904} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":49,"date":1876,"orig":"„Narrenpoſſen!“ ſtieß der alte Bündner zwiſchen den Zähnen hervor.","norm":"„Narrenpossen!“ stieß der alte Bündner zwischen den Zähnen hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.12909984588623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":50,"date":1876,"orig":"„Laß ab von dem Herrn, Lucas!“ ertönte jetzt ein gebieteriſcher Ruf hinter den Felstrümmern rechts vom Wege hervor und der Zürcher, der unwillkürlich dem Klange der Stimme ſeewärts ſich zuwandte, gewahrte nach wenigen Schritten den mittäglichen Ruheplatz einer reiſenden Geſellſchaft.","norm":"„Lass ab von dem Herrn, Lucas!“ ertönte jetzt ein gebieterischer Ruf hinter den Felstrümmern rechts vom Wege hervor und der Zürcher, der unwillkürlich dem Klange der Stimme seewärts sich zuwandte, gewahrte nach wenigen Schritten den mittäglichen Ruheplatz einer reisenden Gesellschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.451399803161621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":51,"date":1876,"orig":"Neben einem aus dunkeln Augen blickenden, kaum dem Kindesalter entwachſenen Mädchen, das im Schatten eines Felſens auf hingebreiteten Teppichen ſaß und ausruhte, ſtand ein ſtattlicher Kavalier, denn das war er nach ſeiner ganzen Erſcheinung trotz des ſchlichten Reiſegewandes und der ſchmuckloſen Waffen.","norm":"Neben einem aus dunklen Augen blickenden, kaum dem Kindesalter entwachsenen Mädchen, das im Schatten eines Felsens auf hingebreiteten Teppichen saß und ausruhte, stand ein stattlicher Kavalier, denn das war er nach seiner ganzen Erscheinung trotz des schlichten Reisegewandes und der schmucklosen Waffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.218200206756592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":52,"date":1876,"orig":"Am Rande des See's graſten die des Sattels und Zaumes entledigten Roſſe der drei Reiſenden.","norm":"Am Rande des See es grasten die des Sattels und Zaumes entledigten Rosse der drei Reisenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53819990158081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":53,"date":1876,"orig":"Der Zürcher ging, die Gruppe ſcharf ins Auge faſſend, mit immer gewiſſern Schritten auf den bündneriſchen Herrn zu, während ein muthwilliges Lachen die Züge des blaſſen Mädchens plötzlich erhellte.","norm":"Der Zürcher ging, die Gruppe scharf ins Auge fassend, mit immer gewisseren Schritten auf den bündnerischen Herrn zu, während ein mutwilliges Lachen die Züge des blassen Mädchens plötzlich erhellte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890500068664551} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":54,"date":1876,"orig":"Jetzt zog der junge Mann gravitätiſch den Hut, verneigte ſich tief und begann:","norm":"Jetzt zog der junge Mann gravitätisch den Hut, verneigte sich tief und begann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.122499942779541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":55,"date":1876,"orig":"„Euer Diener, Herr Pomp . . . .“ hier unterbrach er ſich ſelbſt, als ſtiege der Gedanke in ihm auf, daß der Angeredete ſeinen Namen auf dieſem Boden vielleicht zu verheimlichen wünſche.","norm":"„Euer Diener, Herr Pomp . . . .“ hier unterbrach er sich selbst, als stiege der Gedanke in ihm auf, dass der Angeredete seinen Namen auf diesem Boden vielleicht zu verheimlichen wünsche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.446599960327148} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":56,"date":1876,"orig":"„Der Eurige, Herr Waſer,“ verſetzte der Kavalier.","norm":"„Der Eurige, Herr Wasser,“ versetzte der Kavalier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378499984741211} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":57,"date":1876,"orig":"Scheut Euch nicht, den Namen Pompejus Planta zwiſchen dieſen Bergen herzhaft auszuſprechen.","norm":"Scheut Euch nicht, den Namen Pompejus Planta zwischen diesen Bergen herzhaft auszusprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256499767303467} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":58,"date":1876,"orig":"Ihr habt wohl vernommen, daß ich auf Lebenszeit aus Bünden verbannt, daß ich vogelfrei und vervehmt bin, daß auf meine lebende Perſon tauſend Florin und auf meinen Kopf fünfhundert geſetzt ſind und was deſſen mehr iſt.","norm":"Ihr habt wohl vernommen, dass ich auf Lebenszeit aus Bünden verbannt, dass ich vogelfrei und verfemt bin, dass auf meine lebende Person tausend Florin und auf meinen Kopf fünfhundert gesetzt sind und was dessen mehr ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.364399909973144} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":59,"date":1876,"orig":"Ich habe den Wiſch zerriſſen, den das Thusnerprädikantengericht mir zuzuſchicken ſich erfrecht hat.","norm":"Ich habe den Wisch zerrissen, den das Thusnerprädikantengericht mir zuzuschicken sich erfrecht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.711299896240234} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":60,"date":1876,"orig":"Ihr, Heinrich, das weiß ich, habt nicht Luſt, den Preis zu verdienen!","norm":"Ihr, Heinrich, das weiß ich, habt nicht Lust, den Preis zu verdienen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.510700225830078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":61,"date":1876,"orig":"Setzt Euch zu uns und leert dieſen Becher.","norm":"Setzt Euch zu uns und leert diesen Becher.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.164299964904785} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":62,"date":1876,"orig":"Damit bot er ihm eine bis zum Rande mit dunklem Veltliner gefüllte Trinkſchale.","norm":"Damit bot er ihm eine bis zum Rande mit dunklem Veltliner gefüllte Trinkschale.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.308599948883057} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":63,"date":1876,"orig":"Nachdem der Zürcher einen Augenblick ſchweigend in das rothe Naß geſchaut, that er Beſcheid mit dem wohlüberlegten Trinkſpruche:","norm":"Nachdem der Zürcher einen Augenblick schweigend in das rote Nass geschaut, tat er Bescheid mit dem wohlüberlegten Trinkspruche:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585000038146973} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":64,"date":1876,"orig":"„Auf den Triumph des Rechts, auf eine billige Verſöhnung der Parteien in altfrei Rhätia, — voraus aber auf Euer Wohlergehen, Herr Pompejus, und auf Eure baldige ehrenvolle Wiedereinſetzung in alle Eure Würden und Rechte!“","norm":"„Auf den Triumph des Rechts, auf eine billige Versöhnung der Parteien in altfrei Rhätia, — voraus aber auf Euer Wohlergehen, Herr Pompejus, und auf Eure baldige ehrenvolle Wiedereinsetzung in alle Eure Würden und Rechte!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275700092315674} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":65,"date":1876,"orig":"„Habt Dank!","norm":"„Habt Dank!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"mt","lang_cld3":"nl","lang_de":0,"norm_lmscore":5.495299816131592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":66,"date":1876,"orig":"Und vor Allem auf den Untergang der ruchloſen Pöbelherrſchaft, die jetzt unſer Land mit Blut und Schande bedeckt!“","norm":"Und vor allem auf den Untergang der ruchlosen Pöbelherrschaft, die jetzt unser Land mit Blut und Schande bedeckt!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.683300018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":67,"date":1876,"orig":"„Erlaubt,“ bemerkte der Andere vorſichtig, „daß ich als Neutraler mein Urtheil über die verwickelten Bündnerdinge einigermaßen zurückhalte.","norm":"„Erlaubt,“ bemerkte der Andere vorsichtig, „dass ich als Neutraler mein Urteil über die verwickelten Bündnerdinge einigermaßen zurückhalte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.775000095367432} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":68,"date":1876,"orig":"Die vorgefallenen Formverletzungen und Unregelmäßigkeiten freilich ſind höchlich zu beklagen und ich nehme keinen Anſtand, ſie auch meinerſeits zu verdammen.“","norm":"Die vorgefallenen Formverletzungen und Unregelmäßigkeiten freilich sind höchlich zu beklagen und ich nehme keinen Anstand, sie auch meinerseits zu verdammen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.339900016784668} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":69,"date":1876,"orig":"„Formverletzung! Unregelmäßigkeit!“ brauſte Herr Pompejus zornig auf, „das ſind gar ſchwächliche Ausdrücke für Aufruhr, Plünderung, Brandſchatzung und Juſtizmord!","norm":"„Formverletzung! Unregelmäßigkeit!“ brauste Herr Pompejus zornig auf, „das sind gar schwächliche Ausdrücke für Aufruhr, Plünderung, Brandschatzung und Justizmord!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.546999931335449} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":70,"date":1876,"orig":"Daß ein Pöbelhaufe mir die Burg umzingelt oder eine Scheuer in Brand ſteckt, davon will ich noch nicht viel Aufhebens machen.","norm":"Dass ein Pöbelhaufe mir die Burg umzingelt oder eine Scheuer in Brand steckt, davon will ich noch nicht viel Aufhebens machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.273399829864502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":71,"date":1876,"orig":"Man hat mich ihnen als Landesverräther vorgemalt und ſie ſo gegen mich verhetzt, daß ich ihnen einen böſen Streich nicht verarge.","norm":"Man hat mich ihnen als Landesverräter vorgemalt und sie so gegen mich verhetzt, dass ich ihnen einen bösen Streiche nicht verarge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.939199924468994} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":72,"date":1876,"orig":"Aber daß dieſe Hungerleider von Prädikanten einen Gerichtshof aus der Hefe des Volks zuſammenleſen, mit der Folter hantiren und mit Zeugen, die verlogener ſind als die falſchen Zeugen in der Paſſion unſers Heilands — das iſt ein Greuel vor Gott und Menſchen.“","norm":"Aber dass diese Hungerleider von Prädikanten einen Gerichtshof aus der Hefe des Volks zusammenlesen, mit der Folter hantieren und mit Zeugen, die verlogener sind als die falschen Zeugen in der Passion unseres Heilands — das ist ein Gräuel vor Gott und Menschen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.81850004196167} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":73,"date":1876,"orig":"„An den Galgen alle Prädikanten!“ erſcholl hinter ihnen der Baß des die Pferde zum Aufbruche rüſtenden alten Knechts.","norm":"„An den Galgen alle Prädikanten!“ erscholl hinter ihnen der Bass des die Pferde zum Aufbruche rüstenden alten Knechts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264100074768066} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":74,"date":1876,"orig":"„So ſeid ihr aber, ihr Zürcher,“ fuhr Planta fort, daheim führt ihr ein verſtändiges züchtiges Regiment und bekreuzt euch vor Neuerung und Umſturz.","norm":"„So seid ihr aber, ihr Zürcher,“ fuhr Planta fort, daheim führt ihr ein verständiges züchtiges Regiment und bekreuzt euch vor Neuerung und Umsturz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.189799785614014} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":75,"date":1876,"orig":"Thäte ſich bei euch ein Burſche hervor wie unſer Prädikant Jenatſch, er ſäße bald hinter Schloß und Riegel im Wellenberg, oder ihr legtet ihm flugs den Kopf vor die Füße.","norm":"Täte sich bei euch ein Bursche hervor wie unser Prädikant Jenatsch, er säße bald hinter Schloss und Riegel im Wellenberg, oder ihr legtet ihm flugs den Kopf vor die Füße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.426300048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":76,"date":1876,"orig":"Von ferne aber erſcheint euch der Unhold merkwürdig und eure Zünfte jauchzen ſeinen Freveln Beifall zu. Euer neugieriger und unruhiger Geiſt ergötzt ſich daran, wenn die Flammen des Aufruhrs hell aufſchlagen, ſo lange ſie euern eigenen Firſt nicht bedrohen.“","norm":"Von ferne aber erscheint euch der Unhold merkwürdig und eure Zünfte jauchzen seinen Freveln Beifall zu. Euer neugieriger und unruhiger Geist ergötzt sich daran, wenn die Flammen des Aufruhrs hell aufschlagen, solange sie euren eigenen First nicht bedrohen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.863100051879883} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":77,"date":1876,"orig":"„Erlaubt —“ wiederholte Herr Waſer.","norm":"„Erlaubt —“ wiederholte Herr Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.433199882507324} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":78,"date":1876,"orig":"„Laſſen wir das,“ ſchnitt ihm der Bündner das Wort ab.","norm":"„Lassen wir das,“ schnitt ihm der Bündner das Wort ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.629899978637695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":79,"date":1876,"orig":"„Ich will mir nicht das Blut vergiften.","norm":"„Ich will mir nicht das Blut vergiften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.950700044631958} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":80,"date":1876,"orig":"Bin ich doch nicht hier als das Haupt meiner Partei, ſondern um eine einfache Vaterpflicht zu erfüllen.","norm":"Bin ich doch nicht hier als das Haupt meiner Partei, sondern um eine einfache Vaterpflicht zu erfüllen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.485199928283691} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":81,"date":1876,"orig":"Lucretia, mein Töchterchen, — ſie iſt Euch ja nicht unbekannt, — kommt aus dem Kloſter Cazis, wohin ich ſie zu den frommen Frauen geflüchtet hatte, als der Sturm gegen mich losbrach, und ich führe ſie nun auf einſamen Pfaden in ein italiäniſches Kloſter, wo ſie ſich in den ſchönen Künſten üben ſoll.","norm":"Lucretia, mein Töchterchen, — sie ist Euch ja nicht unbekannt, — kommt aus dem Kloster Cazis, wohin ich sie zu den frommen Frauen geflüchtet hatte, als der Sturm gegen mich losbrach, und ich führe sie nun auf einsamen Pfaden in ein italienisches Kloster, wo sie sich in den schönen Künsten üben soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.561300039291382} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":82,"date":1876,"orig":"Und Ihr?","norm":"Und Ihr?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.405900001525879} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":83,"date":1876,"orig":"Wohin geht Euer Weg?“","norm":"Wohin geht Euer Weg?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.371300220489502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":84,"date":1876,"orig":"„Eine Ferienreiſe, Herr Pompejus, um den Aktenſtaub abzuſchütteln und die rhätiſche Flora kennen zu lernen.","norm":"„Eine Ferienreise, Herr Pompejus, um den Aktenstaub abzuschütteln und die rätische Flora kennenzulernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.108200073242187} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":85,"date":1876,"orig":"Seit unſer Landsmann Conrad Geßner die Wiſſenſchaft der Botanik begründet hat, treiben wir ſie eifrig an unſerm Carolinum.","norm":"Seit unser Landsmann Conrad Geßner die Wissenschaft der Botanik begründet hat, treiben wir sie eifrig an unserem Carolinum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.744200229644775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":86,"date":1876,"orig":"Ueberdieß ſchuldet mir das Schickſal eine geringe Schadloshaltung für ein geſcheitertes Reiſeprojekt.","norm":"Überdies schuldet mir das Schicksal eine geringe Schadloshaltung für ein gescheitertes Reiseprojekt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.076700210571289} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":87,"date":1876,"orig":"Ich ſollte nämlich,“ fuhr er etwas ſchüchtern, aber nicht ohne geheime Eitelkeit fort, „nach Prag an den Hof ſeiner böhmiſchen Majeſtät gehen, wo mir durch beſondere Gunſt eine Pagenſtelle zugeſichert war.“","norm":"Ich sollte nämlich,“ fuhr er etwas schüchtern, aber nicht ohne geheime Eitelkeit fort, „nach Prag an den Hof seiner böhmischen Majestät gehen, wo mir durch besondere Gunst eine Pagenstelle zugesichert war .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.443699836730957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":88,"date":1876,"orig":"„Ihr thatet klug daran, es bleiben zu laſſen, höhnte Herr Pompejus.","norm":"„Ihr tatet klug daran, es bleibenzulassen, höhnte Herr Pompejus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.870500087738037} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":89,"date":1876,"orig":"„Dieſer klägliche König wird in Kurzem ein Ende nehmen mit Schrecken und Schande.","norm":"„Dieser klägliche König wird in Kurzem ein Ende nehmen mit Schrecken und Schande.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.73330020904541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":90,"date":1876,"orig":"Und jetzt,“ fuhr er lauernd fort, „wenn Ihr mit der rhätiſchen Flora vertraut ſeid, wollt Ihr nicht auch die des Veltlins ſtudiren?","norm":"Und jetzt,“ fuhr er lauernd fort, „wenn Ihr mit der rätischen Flora vertraut seid, wollt Ihr nicht auch die des Veltlins studieren?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.011300086975098} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":91,"date":1876,"orig":"So böte ſich Euch Gelegenheit, bei Euerm Studienfreunde Jenatſch auf ſeiner Strafpfarre einzukehren.“","norm":"So böte sich Euch Gelegenheit, bei Euerem Studienfreunde Jenatsch auf seiner Strafpfarre einzukehren .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.736800193786621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":92,"date":1876,"orig":"„Angenommen es fügte ſich ſo, ich hielte es für kein Verbrechen,“ verſetzte der Zürcher, dem dies rückſichtsloſe Eindringen in ſeinen Reiſeplan die Röthe der Entrüſtung auf Stirn und Wangen trieb.","norm":"„Angenommen es fügte sich so, ich hielte es für kein Verbrechen,“ versetzte der Zürcher, dem dies rücksichtslose Eindringen in seinen Reiseplan die Röte der Entrüstung auf Stirn und Wangen trieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.455100059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":93,"date":1876,"orig":"„Ein nichtswürdiger Bube!“ grollte Herr Pompejus.","norm":"„Ein nichtswürdiger Bube!“ grollte Herr Pompejus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.656700134277344} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":94,"date":1876,"orig":"„Mit Gunſt, das iſt ab irato geſprochen, Herr.","norm":"„Mit Gunst, das ist ab irato gesprochen, Herr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.91510009765625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":95,"date":1876,"orig":"Wohl mögt Ihr Euch mit Recht über meinen Schulgenoſſen zu beklagen haben.","norm":"Wohl mögt Ihr Euch mit Recht über meinen Schulgenossen zu beklagen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.492099761962891} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":96,"date":1876,"orig":"Ich verzichte darauf, ihn Euch gegenüber und in dieſer Stunde zu vertheidigen.","norm":"Ich verzichte darauf, ihn Euch gegenüber und in dieser Stunde zu verteidigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.843499898910522} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":97,"date":1876,"orig":"— Erlaubt mir lieber, Euch um geneigten Aufſchluß zu bitten über jene merkwürdigen Säulen dort.","norm":"— Erlaubt mir lieber, Euch um geneigten Aufschluss zu bitten über jene merkwürdigen Säulen dort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.173600196838379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":98,"date":1876,"orig":"Sind ſie römiſchen Urſprungs?","norm":"Sind sie römischen Ursprungs?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.594699859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":99,"date":1876,"orig":"Ihr müßt das wiſſen, iſt doch Euer hochberühmtes Geſchlecht ſeit Kaiſer Trajan in dieſen Bergen heimiſch.“","norm":"Ihr müsst das wissen, ist doch Euer hochberühmtes Geschlecht seit Kaiser Trajan in diesen Bergen heimisch .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.194799900054932} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":100,"date":1876,"orig":"„Darüber,“ antwortete Planta, wird Euch Euer gelehrter Freund, der Blutpfarrer, Auskunft geben.","norm":"„Darüber,“ antwortete Planta, wird Euch Euer gelehrter Freund, der Blutpfarrer, Auskunft geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.325900077819824} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":101,"date":1876,"orig":"— Du biſt bereit, Lucretia?“ rief er dem Fräulein zu, das, als das Geſpräch ſich zu erhitzen begann, mit bekümmerter Miene ſtill nach dem Saumpfad hinauf ſich entfernt und bei den Säulen verweilt hatte, wo ihr jetzt eben Lucas eines der wieder gezäumten Pferde vorführte.","norm":"— Du bist bereit, Lucretia?“ rief er dem Fräulein zu, das, als das Gespräch sich zu erhitzen begann, mit bekümmerter Miene still nach dem Saumpfad hinauf sich entfernt und bei den Säulen verweilt hatte, wo ihr jetzt eben Lucas eines der wieder gezäumten Pferde vorführte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585700035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":102,"date":1876,"orig":"„Gehabt Euch wohl, Herr Waſer!“ grüßte Planta, ſich raſch in den Sattel des zweiten ſchwingend.","norm":"„Gehabt Euch wohl, Herr Wasser!“ grüßte Planta, sich rasch in den Sattel des zweiten schwingend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945000171661377} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":103,"date":1876,"orig":"„Ich kann Euch nicht einladen, auf Euerm Heimwege bei mir im Domleſchg einzuſprechen, wie ich es unter andern Umſtänden gerne gethan hätte.","norm":"„Ich kann Euch nicht einladen, auf Euerem Heimwege bei mir im Domleschg einzusprechen, wie ich es unter anderen Umständen gerne getan hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.107100009918213} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":104,"date":1876,"orig":"Die ſchuftigen Hände, die jetzt unſer Staatsruder führen, haben mir, wie Ihr wißt, mein feſtes Haus Riedberg zugeriegelt und das durch ſie entehrte Bündnerwappen auf mein Thor geklebt.“","norm":"Die schuftigen Hände, die jetzt unser Staatsruder führen, haben mir, wie Ihr wisst, mein festes Haus Riedberg zugeriegelt und das durch sie entehrte Bündnerwappen auf mein Tor geklebt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.270899772644043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":105,"date":1876,"orig":"Waſer verbeugte ſich und ſchaute eine Weile nachdenklich dem über die Hochebene davon trabenden Reiſezuge nach.","norm":"Wasser verbeugte sich und schaute eine Weile nachdenklich dem über die Hochebene davon trabenden Reisezuge nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763999938964844} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":106,"date":1876,"orig":"Dann bückte er ſich nach ſeinem aufgeblättert am Wege liegenden Taſchenbuche und warf, bevor er es ſchloß, noch einen Blick auf ſeine Zeichnung.","norm":"Dann bückte er sich nach seinem aufgeblättert am Wege liegenden Taschenbuche und warf, bevor er es schloss, noch einen Blick auf seine Zeichnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.351200103759766} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":107,"date":1876,"orig":"Was war das?","norm":"Was war das?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":1.90880000591278} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":108,"date":1876,"orig":"Mitten zwiſchen die zwei flüchtig entworfenen Säulen hatte eine kindlich ungeübte Hand große Buchſtaben hineingeſchrieben.","norm":"Mitten zwischen die zwei flüchtig entworfenen Säulen hatte eine kindlich ungeübte Hand große Buchstaben hineingeschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.598299980163574} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":109,"date":1876,"orig":"Deutlich ſtand es zu leſen: Giorgio, guardati.","norm":"Deutlich stand es zu lesen: Giorgio, guardati.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.860300064086914} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":110,"date":1876,"orig":"Kopfſchüttelnd preßte er das Büchlein mit dem eingeſteckten Stifte zuſammen und verſenkte es in die Tiefe ſeiner Taſche.","norm":"Kopfschüttelnd presste er das Büchlein mit dem eingesteckten Stifte zusammen und versenkte es in die Tiefe seiner Tasche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.505500078201294} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":111,"date":1876,"orig":"Unterdeſſen hatten die Wolken ſich gemehrt und verdüſterten den Himmel.","norm":"Unterdessen hatten die Wolken sich gemehrt und verdüsterten den Himmel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.712899923324585} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":112,"date":1876,"orig":"Waſer ſetzte ſeinen Weg durch die ſonnenloſe Felſenlandſchaft mit beſchleunigten Schritten fort.","norm":"Wasser setzte seinen Weg durch die sonnenlose Felsenlandschaft mit beschleunigten Schritten fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.682400226593018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":113,"date":1876,"orig":"Noch heftete ſein lebhaftes Auge ſich zuweilen auf die großen dunkeln, jetzt unheimlich grotesken Felsmaſſen, aber es beſtrebte ſich nicht mehr, wie am Morgen, mit raſtloſer Neugierde dieſe ungewohnten ſeltſamen Formen ſich einzuprägen.","norm":"Noch heftete sein lebhaftes Auge sich zuweilen auf die großen dunklen, jetzt unheimlich grotesken Felsmassen, aber es bestrebte sich nicht mehr, wie am Morgen, mit rastloser Neugierde diese ungewohnten seltsamen Formen sich einzuprägen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.312600135803223} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":114,"date":1876,"orig":"Es ſchaute nach innen und ſuchte mit Hilfe alter Erinnerungen das Verſtändniß des eben Vorgegangenen ſich aufzuſchließen.","norm":"Es schaute nach innen und suchte mit Hilfe alter Erinnerungen das Verständnis des eben Vorgegangenen sich aufzuschließen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660900115966797} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":115,"date":1876,"orig":"Offenbar konnten die warnenden Worte nur von der jungen Lucretia geſchrieben ſein; ſie mußte, als die Rede auf Jenatſch kam, des Wanderers Abſicht, den Jugendfreund aufzuſuchen, durchſchaut haben.","norm":"Offenbar konnten die warnenden Worte nur von der jungen Lucretia geschrieben sein; sie musste, als die Rede auf Jenatsch kam, des Wanderers Absicht, den Jugendfreund aufzusuchen, durchschaut haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.324900150299072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":116,"date":1876,"orig":"Offenbar hatte ſie ſich weggeſtohlen in der Angſt ihres Herzens, um dem jungen Pfarrer im Veltlin ein mahnendes Zeichen naher Gefahr zu geben.","norm":"Offenbar hatte sie sich weggestohlen in der Angst ihres Herzens, um dem jungen Pfarrer im Veltlin ein mahnendes Zeichen naher Gefahr zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850900173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":117,"date":1876,"orig":"Offenbar zählte ſie darauf, das Taſchenbuch werde ihm zu Geſicht kommen.","norm":"Offenbar zählte sie darauf, das Taschenbuch werde ihm zu Gesicht kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.380199909210205} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":118,"date":1876,"orig":"Von dem eben Erlebten ſpannen ſich Waſer's Gedanken an fliegenden Fäden in ſeine Knabenzeit zurück.","norm":"Von dem eben Erlebten spannen sich Wasers Gedanken an fliegenden Fäden in seine Knabenzeit zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8460001945495605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":119,"date":1876,"orig":"Auf dem düſtern Hintergrunde des Julier malte ſeine Seele ein farbenluſtiges Bild, in deſſen Mitte wiederum Herr Pompejus mit ſeinem Töchterlein Lucretia ſtand.","norm":"Auf dem düstern Hintergrunde des Julier malte seine Seele ein farbenlustiges Bild, in dessen Mitte wiederum Herr Pompejus mit seinem Töchterlein Lucretia stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.565199851989746} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":120,"date":1876,"orig":"Zweites Kapitel.","norm":"Zweites Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.237799882888794} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":121,"date":1876,"orig":"Waſer ſah ſich in der dunkeln Schulſtube des neben dem großen Münſter gelegenen Hauſes zum Loch im Jahre des Heils 1615 auf der vorderſten Bank ſitzen.","norm":"Wasser sah sich in der dunklen Schulstube des neben dem großen Münster gelegenen Hauses zum Loch im Jahre des Heils 1615 auf der vordersten Bank sitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.130199909210205} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":122,"date":1876,"orig":"Es war ein ſchwüler Sommertag und der würdige Magiſter Semmler erklärte ſeiner jungen Zuhörerſchaft einen Vers der Iliade, der mit dem helltönenden Dativ magádi ſchloß.","norm":"Es war ein schwüler Sommertag und der würdige Magister Sammler erklärte seiner jungen Zuhörerschaft einen Vers der Iliade, der mit dem helltönenden Dativ magadi schloss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.287499904632568} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":123,"date":1876,"orig":"„Magás,“ erläuterte er, „heißt die Drommete und iſt ein den Naturlaut nachahmendes Klangwort.","norm":"„Magas,“ erläuterte er, „heißt die Trompete und ist ein den Naturlaut nachahmendes Klangwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.702099800109863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":124,"date":1876,"orig":"Glaubt Ihr nicht den durchdringenden Schall der Drommete im Lager der Achaier zu vernehmen, wenn ich das Wort ausrufe?“","norm":"Glaubt Ihr nicht den durchdringenden Schall der Trompete im Lager der Achaiaer zu vernehmen, wenn ich das Wort ausrufe?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520199775695801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":125,"date":1876,"orig":"Er hemmte ſeinen Schritt vor der großen Wandkarte des griechiſchen Archipelagus und rief mit hellkrähender Stimme: Magádi!","norm":"Er hemmte seinen Schritt vor der großen Wandkarte des griechischen Archipelagus und rief mit hellkrähender Stimme: Magadi!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103499889373779} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":126,"date":1876,"orig":"Dieſe Kraftanſtrengung wurde durch ein ſchallendes Gelächter belohnt, das der Magiſter mit Genugthuung vernahm, ohne den Hohn zu bemerken, der im Beifalle ſeiner beluſtigten Schüler mitklang.","norm":"Diese Kraftanstrengung wurde durch ein schallendes Gelächter belohnt, das der Magister mit Genugtuung vernahm, ohne den Hohn zu bemerken, der im Beifalle seiner belustigten Schüler mitklang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.861200094223022} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":127,"date":1876,"orig":"War es ihm doch verborgen geblieben, daß ihm dieſe alljährlich wiederholte effektvolle Scene ſchon längſt den kriegsmäßigen Spitznamen Magaddi zugezogen hatte, der ſich im Wechſel der nachrückenden Geſchlechter von Klaſſe auf Klaſſe vererbte.","norm":"War es ihm doch verborgen geblieben, dass ihm diese alljährlich wiederholte effektvolle Szene schon längst den kriegsmäßigen Spitznamen Magaddi zugezogen hatte, der sich im Wechsel der nachrückenden Geschlechter von Klasse auf Klasse vererbte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.944300174713135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":128,"date":1876,"orig":"Heinrich Waſers Aufmerkſamkeit aber wurde ſeit einigen Minuten von einem andern Gegenſtande gefeſſelt.","norm":"Heinrich Wassers Aufmerksamkeit aber wurde seit einigen Minuten von einem anderen Gegenstande gefesselt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.559700012207031} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":129,"date":1876,"orig":"Er ſaß der morſchen Eichenthüre gegenüber, an welcher ſich in längern Zwiſchenräumen ein zweimaliges, dreimaliges Klopfen hatte vernehmen laſſen und die ſich dann leiſe, leiſe aufthat.","norm":"Er saß der morschen Eichentüre gegenüber, an welcher sich in längeren Zwischenräumen ein zweimaliges, dreimaliges Klopfen hatte vernehmen lassen und die sich dann leise, leise auftat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.221499919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":130,"date":1876,"orig":"Durch die Spalte wurden zwei ſpähende Kinderaugen ſichtbar.","norm":"Durch die Spalte wurden zwei spähende Kinderaugen sichtbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168799877166748} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":131,"date":1876,"orig":"Als der Drommetenſtoß erſcholl, mochte der kleine Beſuch das tönende Wort für die in einer fremden Sprache an ihn ergehende Aufforderung zum Eintritte nehmen.","norm":"Als der Trompetenstoß erscholl, mochte der kleine Besuch das tönende Wort für die in einer fremden Sprache an ihn ergehende Aufforderung zum Eintritte nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.003300189971924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":132,"date":1876,"orig":"Es öffnete ſich geräuſchlos die Thür und über die hohe Schwelle trat ein vielleicht zehnjähriges Mädchen mit dunkeln Augen und trotzig ſcheuer Miene.","norm":"Es öffnete sich geräuschlos die Tür und über die hohe Schwelle trat ein vielleicht zehnjähriges Mädchen mit dunklen Augen und trotzig scheuer Miene.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8310999870300293} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":133,"date":1876,"orig":"Ein Körbchen in der Hand näherte ſie ſich ohne Zögern dem würdigen Semmler, verneigte ſich vor ihm mit Anſtand und ſprach:","norm":"Ein Körbchen in der Hand näherte sie sich ohne Zögern dem würdigen Sammler, verneigte sich vor ihm mit Anstand und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.0346999168396} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":134,"date":1876,"orig":"„Mit Eurer Erlaubniß, Signor Maestro.“","norm":"„Mit Eurer Erlaubnis, Signor Maestro .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6097002029418945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":135,"date":1876,"orig":"Dann ſchritt ſie auf Jürg Jenatſch zu, den ſie auf den erſten Blick in der Schülerſchaar entdeckt hatte.","norm":"Dann schritt sie auf Jürg Jenatsch zu, den sie auf den ersten Blick in der Schülerschaar entdeckt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.121900081634521} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":136,"date":1876,"orig":"Dieſer ſaß, eine fremdartige Erſcheinung, unter ſeinen fünfzehnjährigen Altersgenoſſen, die er um Haupteshöhe überragte. Seinem braunen Antlitz gaben die düſtern Brauen und der keimende Bart einen faſt männlichen Ausdruck und ſeine kräftigen Handgelenke ragten weit vor aus den engen Aermeln des dürftigen Wamſes, dem er längſt entwachſen war.","norm":"Dieser saß, eine fremdartige Erscheinung, unter seinen fünfzehnjährigen Altersgenossen, die er um Haupteshöhe überragte . Seinem braunen Antlitz gaben die düstern Brauen und der keimende Bart einen fast männlichen Ausdruck und seine kräftigen Handgelenke ragten weit vor aus den engen Ärmeln des dürftigen Wamses, dem er längst entwachsen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.209700107574463} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":137,"date":1876,"orig":"Beim Eintreten der Kleinen überflog eine dunkle Schamröthe ſeine breit ausgeprägte Stirn.","norm":"Beim Eintreten der Kleinen überflog eine dunkle Schamröte seine breit ausgeprägte Stirn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.767499923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":138,"date":1876,"orig":"Er behielt eine ernſte Haltung, aber ſeine Augen lachten.","norm":"Er behielt eine ernste Haltung, aber seine Augen lachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890600204467773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":139,"date":1876,"orig":"Jetzt ſtand das Mädchen vor ihm, umſchlang den Sitzenden mit beiden Armen und küßte ihn herzlich auf den Mund.","norm":"Jetzt stand das Mädchen vor ihm, umschlang den Sitzenden mit beiden Armen und küsste ihn herzlich auf den Mund.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.261100053787231} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":140,"date":1876,"orig":"„Ich habe gehört, daß Du hungerſt, Jürg, ſagte ſie, „und bringe Dir etwas . . . Von unſerm gedörrten Fleiſche, das Du ſo gerne iſſeſt!“ fügte ſie heimlich hinzu.","norm":"„Ich habe gehört, dass Du hungerst, Jürg, sagte sie, „und bringe Dir etwas . . . Von unserem gedörrten Fleische, das Du so gerne isst!“ fügte sie heimlich hinzu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.263599872589111} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":141,"date":1876,"orig":"Ein unermeßliches Gelächter durchdröhnte die Schulſtube, das Semmlers gebieteriſch erhobene Rechte lange nicht beſchwichtigen konnte.","norm":"Ein unermessliches Gelächter durchdröhnte die Schulstube, das Sammlers gebieterisch erhobene Rechte lange nicht beschwichtigen konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.289400100708008} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":142,"date":1876,"orig":"Die Augen des Mädchens blickten befremdet und überquollen dann von ſchweren Thränen des Unmuths und der Scham, während ſie Jenatſch feſt bei der Hand faßte, als fände ſie bei ihm allein Schutz und Hilfe.","norm":"Die Augen des Mädchens blickten befremdet und überquollen dann von schweren Tränen des Unmuts und der Scham, während sie Jenatsch fest bei der Hand fasste, als fände sie bei ihm allein Schutz und Hilfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6072998046875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":143,"date":1876,"orig":"Jetzt endlich brach ſich die ſtrafende Stimme des Magiſters Bahn:","norm":"Jetzt endlich brach sich die strafende Stimme des Magisters Bahn:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.987199783325195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":144,"date":1876,"orig":"„Was iſt da zu lachen, ihr Eſel? —","norm":"„Was ist da zu lachen, ihr Esel? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.50029993057251} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":145,"date":1876,"orig":"Ein naiver Zug, ſag' ich euch!","norm":"Ein naiver Zug, sage ich euch!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.044099807739258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":146,"date":1876,"orig":"Rein griechiſch! euer Gebahren iſt eben ſo einfältig, als wenn ihr euch beigehen laßt über die unvergleichliche Figur des göttlichen Sauhirten oder die Wäſche des Königstöchterleins Nauſikaa zu lachen, was eben ſo unziemlich als abſurd iſt, wie ich euch ſchon eines Oeftern bewieſen habe. — —","norm":"Rein griechisch! euer Gebaren ist eben so einfältig, als wenn ihr euch beigehen lasst über die unvergleichliche Figur des göttlichen Sauhirten oder die Wäsche des Königstöchterleins Nausikaa zu lachen, was eben so unziemlich als absurd ist, wie ich euch schon eines Öfteren bewiesen habe . — —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8420000076293945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":147,"date":1876,"orig":"Du biſt eine Bündnerin?","norm":"Du bist eine Bündnerin?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.897600173950195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":148,"date":1876,"orig":"Wem gehörſt Du, Kind?“ wandte er ſich jetzt mit väterlichem Wohlwollen zu der Kleinen, „und wer brachte Dich hierher?","norm":"Wem gehörst Du, Kind?“ wandte er sich jetzt mit väterlichem Wohlwollen zu der Kleinen, „und wer brachte Dich hierher?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.340099811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":149,"date":1876,"orig":"Denn,“ ſetzte er, ſeinen geliebten Homer parodirend, hinzu, „nicht kamſt Du zu Fuß, wie es ſcheint, nach Zürich gewandelt.“","norm":"Denn,“ setzte er, seinen geliebten Homer parodierend, hinzu, „nicht kamst Du zu Fuß, wie es scheint, nach Zürich gewandelt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.893799781799316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":150,"date":1876,"orig":"„Mein Vater heißt Pompejus Planta,“ antwortete die Kleine und erzählte dann ruhig weiter:","norm":"„Mein Vater heißt Pompejus Planta,“ antwortete die Kleine und erzählte dann ruhig weiter:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.809899806976318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":151,"date":1876,"orig":"„Ich kam mit ihm nach Rapperswyl und als ich den ſchönen blauen See ſah und hörte, daß am andern Ende die Stadt Zürich ſei, ſo machte ich mich auf den Weg.","norm":"„Ich kam mit ihm nach Rapperswyl und als ich den schönen blauen See sah und hörte, dass am anderen Ende die Stadt Zürich sei, so machte ich mich auf den Weg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.430200099945068} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":152,"date":1876,"orig":"In einem Dorfe ſah ich zwei Schiffer zur Abfahrt rüſten und da ich ſehr müde war, nahmen ſie mich mit.“","norm":"In einem Dorfe sah ich zwei Schiffer zur Abfahrt rüsten und da ich sehr müde war, nahmen sie mich mit .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502699851989746} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":153,"date":1876,"orig":"Pompejus Planta, der Vielgenannte, der angeſehenſte Mann in Bünden, das allmächtige Parteihaupt!","norm":"Pompejus Planta, der Vielgenannte, der angesehenste Mann in Bünden, das allmächtige Parteihaupt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14769983291626} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":154,"date":1876,"orig":"Dieſer Name machte auf Herrn Semmler einen überwältigenden Eindruck.","norm":"Dieser Name machte auf Herrn Sammler einen überwältigenden Eindruck.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373000144958496} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":155,"date":1876,"orig":"Sogleich ſchloß er die Schulſtunde und führte die kleine Bündnerin unter ſein gaſtliches Dach, gefolgt von dem jungen Waſer, der bei dem Magiſter, ſeinem mütterlichen Ohm, an dieſem Wochentage das Mittagsmahl einzunehmen pflegte.","norm":"Sogleich schloss er die Schulstunde und führte die kleine Bündnerin unter sein gastliches Dach, gefolgt von dem jungen Wasser, der bei dem Magister, seinem mütterlichen Ohm, an diesem Wochentage das Mittagsmahl einzunehmen pflegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.622700214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":156,"date":1876,"orig":"Als ſie die ſteile Römergaſſe hinunter ſchritten, kam ihnen geſtiefelt und geſpornt ein ſtark gebauter imponirender Herr entgegen.","norm":"Als sie die steile Römergasse hinunterschritten, kam ihnen gestiefelt und gespornt ein stark gebauter imponierender Herr entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.219399929046631} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":157,"date":1876,"orig":"„Hab' ich Dich endlich, Lucrezchen!“ ſagte er, das Kind auf den Arm nehmend und heftig küſſend.","norm":"„Habe ich Dich endlich, Lucrezchen!“ sagte er, das Kind auf den Arm nehmend und heftig küssend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.545000076293945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":158,"date":1876,"orig":"„Was fiel Dir ein, mir zu entſpringen, Kröte!“","norm":"„Was fiel Dir ein, mir zu entspringen, Kröte!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4766998291015625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":159,"date":1876,"orig":"Dann, ohne eine Antwort zu erwarten und ohne das Mädchen aus den Armen zu laſſen, wandte er ſich mit einer nur leichten Verbeugung, aber nicht ohne Anmuth gegen Semmler und ſagte in fließendem, doch etwas fremdartig ausgeſprochenem Deutſch:","norm":"Dann, ohne eine Antwort zu erwarten und ohne das Mädchen aus den Armen zu lassen, wandte er sich mit einer nur leichten Verbeugung, aber nicht ohne Anmut gegen Sammler und sagte in fließendem, doch etwas fremdartig ausgesprochenem Deutsch:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.920200109481811} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":160,"date":1876,"orig":"„Ihr habt ſeltſamen Beſuch in Eurer Schule erhalten, Herr Profeſſor!","norm":"„Ihr habt seltsamen Besuch in Eurer Schule erhalten, Herr Professor!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.30590009689331} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":161,"date":1876,"orig":"Verzeiht die Störung Eures gelehrten Vortrags durch meinen Wildfang.“","norm":"Verzeiht die Störung Eures gelehrten Vortrags durch meinen Wildfang .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.782800197601318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":162,"date":1876,"orig":"Semmler betheuerte, daß es ihm zur beſondern Freude und Ehre gereiche, das junge Fräulein und durch ſie den edeln Herrn Vater kennen gelernt zu haben.","norm":"Sammler beteuerte, dass es ihm zur besonderen Freude und Ehre gereiche, das junge Fräulein und durch sie den edlen Herrn Vater kennen gelernt zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.755000114440918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":163,"date":1876,"orig":"„Thut mir die Ehre an, hochmögender Herr,“ ſchloß er, eine beſcheidene Mittagsſuppe mit mir und meiner lieben Ehefrau zu theilen.“","norm":"„Tut mir die Ehre an, hochmögender Herr,“ schloss er, eine bescheidene Mittagssuppe mit mir und meiner lieben Ehefrau zu teilen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.552299976348877} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":164,"date":1876,"orig":"Der Freiherr willigte ein, ohne ſich bitten zu laſſen und erzählte unterwegs, wie er Lucretia's Verſchwinden ſpät bemerkt, dann aber gleich ſich aufs Pferd geworfen und die Reiſende mit Leichtigkeit von Spur zu Spur verfolgt habe.","norm":"Der Freiherr willigte ein, ohne sich bitten zu lassen und erzählte unterwegs, wie er Lucretias Verschwinden spät bemerkt, dann aber gleich sich aufs Pferd geworfen und die Reisende mit Leichtigkeit von Spur zu Spur verfolgt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.659599781036377} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":165,"date":1876,"orig":"Er erzählte weiter, er beſitze in Rapperswyl ein Haus, das er ſich auf alle Fälle hin erworben, da es in Bünden wie draußen im Reich nicht mehr ganz geheuer ſei.","norm":"Er erzählte weiter, er besitze in Rapperswyl ein Haus, das er sich auf alle Fälle hin erworben, da es in Bünden wie draußen im Reich nicht mehr ganz geheuer sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.397600173950195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":166,"date":1876,"orig":"Lucretia habe ihn dahin begleiten dürfen.","norm":"Lucretia habe ihn dahin begleiten dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.147799968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":167,"date":1876,"orig":"Wie er dann von Semmler erfuhr, was das Kind nach Zürich getrieben, brach er in ein ſchallendes Gelächter aus, das aber nicht heiter klang.","norm":"Wie er dann von Sammler erfuhr, was das Kind nach Zürich getrieben, brach er in ein schallendes Gelächter aus, das aber nicht heiter klang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.661200046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":168,"date":1876,"orig":"Als nach beendigtem Mahle die Herren beim Weine ſaßen, während die Frau Magiſterin ſich mit Lucretia beſchäftigte, erkundigte ſich Planta, vom Geſpräch abſpringend, plötzlich nach dem jungen Jenatſch.","norm":"Als nach beendigtem Mahle die Herren beim Weine saßen, während die Frau Magisterin sich mit Lucretia beschäftigte, erkundigte sich Planta, vom Gespräch abspringend, plötzlich nach dem jungen Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313000202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":169,"date":1876,"orig":"Semmler lobte ſeine Begabung und ſeinen Fleiß und Waſer wurde abgeſchickt, ihn aus dem Hauſe des ehrſamen Schuhmachers, wo er ſich in Koſt gegeben hatte, abzuholen.","norm":"Sammler lobte seine Begabung und seinen Fleiß und Wasser wurde abgeschickt, ihn aus dem Hause des ehrsamen Schuhmachers, wo er sich in Kost gegeben hatte, abzuholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.161699771881103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":170,"date":1876,"orig":"Nach wenigen Augenblicken trat Georg Jenatſch in die Stube.","norm":"Nach wenigen Augenblicken trat Georg Jenatsch in die Stube.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7804999351501465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":171,"date":1876,"orig":"„Wie geht es, Jürg?“ rief der Freiherr dem Knaben gütig entgegen, und dieſer antwortete beſcheiden und doch mit einer gewiſſen ſtolzen Zurückhaltung, daß er ſein Mögliches thue.","norm":"„Wie geht es, Jürg?“ rief der Freiherr dem Knaben gütig entgegen, und dieser antwortete bescheiden und doch mit einer gewissen stolzen Zurückhaltung, dass er sein Mögliches tue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9663000106811523} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":172,"date":1876,"orig":"Der Freiherr verſprach, ihn bei ſeinem Vater zu rühmen und wollte ihn mit einem Wink verabſchieden; aber der Knabe blieb ſtehen.","norm":"Der Freiherr versprach, ihn bei seinem Vater zu rühmen und wollte ihn mit einem Wink verabschieden; aber der Knabe blieb stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.748500108718872} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":173,"date":1876,"orig":"„Geſtattet mir ein Wort, Herr Pompejus!“ ſagte er leicht erröthend; „Die kleine Lucretia iſt um meinetwillen wie eine Pilgerin im Staube der Landſtraße gegangen.","norm":"„Gestattet mir ein Wort, Herr Pompejus!“ sagte er leicht errötend; „Die kleine Lucretia ist um meinetwillen wie eine Pilgerin im Staube der Landstraße gegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.111000061035156} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":174,"date":1876,"orig":"Sie hat meiner nicht vergeſſen und mir aus der Heimath eine Gabe gebracht, die ſie mir freilich beſſer nicht gerade vor meinen Kameraden überreicht hätte.","norm":"Sie hat meiner nicht vergessen und mir aus der Heimat eine Gabe gebracht, die sie mir freilich besser nicht gerade vor meinen Kameraden überreicht hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.752500057220459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":175,"date":1876,"orig":"Doch bin ich ihr dafür dankbar und möchte ihr ſchon um meiner Ehre willen ein Gegengeſchenk anbieten.“","norm":"Doch bin ich ihr dafür dankbar und möchte ihr schon um meiner Ehre willen ein Gegengeschenk anbieten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.59689998626709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":176,"date":1876,"orig":"Damit enthüllte er aus einem Tüchlein einen kleinen, inwendig vergoldeten Silberbecher von ſchlichteſter Form.","norm":"Damit enthüllte er aus einem Tüchlein einen kleinen, inwendig vergoldeten Silberbecher von schlichtester Form.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.673299789428711} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":177,"date":1876,"orig":"„Iſt der Junge toll!“ fuhr der Freiherr auf.","norm":"„Ist der Junge toll!“ fuhr der Freiherr auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.248899936676025} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":178,"date":1876,"orig":"Dann aber mäßigte er ſich ſogleich.","norm":"Dann aber mäßigte er sich sogleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.764500141143799} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":179,"date":1876,"orig":"„Was denkſt Du, Jürg!“ fuhr er fort, „Kommt der Becher von Deinem Vater?","norm":"„Was denkst Du, Jürg!“ fuhr er fort, „Kommt der Becher von Deinem Vater?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.104899883270264} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":180,"date":1876,"orig":". . . Ich wußte nicht, daß er über Gold und Silber gebiete.","norm":". . . Ich wusste nicht, dass er über Gold und Silber gebiete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.105800151824951} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":181,"date":1876,"orig":"Oder erwarbſt Du ihn ſelbſt im Schweiße Deines Angeſichts mit einer Schreiberarbeit?","norm":"Oder erwarbst Du ihn selbst im Schweiße Deines Angesichts mit einer Schreiberarbeit?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.923299789428711} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":182,"date":1876,"orig":"So oder ſo darfſt Du ihn nicht wegſchenken.","norm":"So oder so darfst Du ihn nicht wegschenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.936899900436401} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":183,"date":1876,"orig":"Es geht Dir knapp genug und er hat Geldeswerth.“","norm":"Es geht Dir knapp genug und er hat Geldeswert .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.806300163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":184,"date":1876,"orig":"„Ich darf darüber verfügen,“ antwortete der Knabe ſelbſtbewußt, „denn ich habe ihn mit dem Einſatze meines Lebens gewonnen.“","norm":"„Ich darf darüber verfügen,“ antwortete der Knabe selbstbewusst, „denn ich habe ihn mit dem Einsatze meines Lebens gewonnen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.227700233459473} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":185,"date":1876,"orig":"„Ja, das hat er, Herr Pompejus!“ ließ ſich jetzt der lebhafte Waſer mit Begeiſterung vernehmen, „der Becher kommt von mir.","norm":"„Ja, das hat er, Herr Pompejus!“ ließ sich jetzt der lebhafte Wasser mit Begeisterung vernehmen, „der Becher kommt von mir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.42519998550415} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":186,"date":1876,"orig":"Er iſt das Zeichen meiner Dankbarkeit dafür, daß Jürg mich beim Baden aus den Wirbeln der reißenden Sihl, die mich hinunterzogen, mit eigener Lebensgefahr gerettet hat.","norm":"Er ist das Zeichen meiner Dankbarkeit dafür, dass Jürg mich beim Baden aus den Wirbeln der reißenden Siel, die mich hinunterzogen, mit eigener Lebensgefahr gerettet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.438300132751465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":187,"date":1876,"orig":"Und Jenatſch und ich und Fräulein Lucretia, wir wollen Alle daraus auf Euer Wohl trinken.“","norm":"Und Jenatsch und ich und Fräulein Lucretia, wir wollen alle daraus auf Euer Wohl trinken .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717899799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":188,"date":1876,"orig":"Sprach's und füllte trotz eines ſeine unerhörte Kühnheit mißbilligenden Blickes, den ihm ſein Ohm zuwarf, das Becherlein mit duftendem Neftenbacher aus dem geblümten Deckelkruge.","norm":"Sprach es und füllte trotz eines seine unerhörte Kühnheit missbilligenden Blickes, den ihm sein Ohm zuwarf, das Becherlein mit duftendem Neftenbacher aus dem geblümten Deckelkruge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.935200214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":189,"date":1876,"orig":"Jürg Jenatſch ergriff den Becher und ſuchte mit den Augen Lucretia.","norm":"Jürg Jenatsch ergriff den Becher und suchte mit den Augen Lucretia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.296599864959717} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":190,"date":1876,"orig":"Sie hatte dem Vorgange mit brennender Aufmerkſamkeit gefolgt.","norm":"Sie hatte dem Vorgange mit brennender Aufmerksamkeit gefolgt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292799949645996} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":191,"date":1876,"orig":"Jetzt machte ſie ſich von der Magiſterin los und ſtellte ſich ernſthaft zu der Gruppe.","norm":"Jetzt machte sie sich von der Magisterin los und stellte sich ernsthaft zu der Gruppe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1697998046875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":192,"date":1876,"orig":"Jürg koſtete den Wein und reichte ihn mit dem Spruche:","norm":"Jürg kostete den Wein und reichte ihn mit dem Spruche:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.086100101470947} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":193,"date":1876,"orig":"„Auf Dein Wohl, Lucretia, und auf das Deines Vaters!“ dem ſchweigenden Kinde, das langſam von dem Tranke ſchlürfte, als beginge es eine feierliche Handlung.","norm":"„Auf Dein Wohl, Lucretia, und auf das Deines Vaters!“ dem schweigenden Kinde, das langsam von dem Tranke schlürfte, als beginge es eine feierliche Handlung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.605999946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":194,"date":1876,"orig":"Dann gab es den Becher ſeinem Vater und dieſer leerte ihn aus Verdruß mit einem Zuge.","norm":"Dann gab es den Becher seinem Vater und dieser leerte ihn aus Verdruss mit einem Zuge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047399997711182} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":195,"date":1876,"orig":"„Mag es denn ſein, Du thörichter Junge!“ ſagte Planta, „aber jetzt mach' daß Du fort kommſt.","norm":"„Mag es denn sein, Du törichter Junge!“ sagte Planta, „aber jetzt mache dass Du fort kommst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.587299823760986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":196,"date":1876,"orig":"Auch wir werden bald aufbrechen.“","norm":"Auch wir werden bald aufbrechen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063199996948242} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":197,"date":1876,"orig":"Jenatſch ſchied und Lucretia wurde von der Magiſterin zu den Stachelbeerſträuchern in den kleinen Hausgarten geführt, um ſich, wie die kinderfreundliche Frau ſagte, ihren Nachtiſch ſelbſt zu holen.","norm":"Jenatsch schied und Lucretia wurde von der Magisterin zu den Stachelbeersträuchern in den kleinen Hausgarten geführt, um sich, wie die kinderfreundliche Frau sagte, ihren Nachtisch selbst zu holen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.333000183105469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":198,"date":1876,"orig":"Während die Herren, diesmal in italieniſcher Sprache ſich unterhaltend, noch einmal zum Becher griffen, ſetzte ſich Waſer ſtill in eine Fenſterniſche mit einem Orbis pictus, in den er angelegentlich vertieft ſchien.","norm":"Während die Herren, diesmal in italienischer Sprache sich unterhaltend, noch einmal zum Becher griffen, setzte sich Wasser still in eine Fensternische mit einem Orbis pictus, in den er angelegentlich vertieft schien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798500061035156} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":199,"date":1876,"orig":"Der Schlaue war des Italieniſchen nicht unkundig, er hatte es mit Jenatſch halb ſpielend getrieben und ließ, mit ſcharfem Ohre lauſchend, ſich kein Wort des intereſſanten Geſpräches entgehen.","norm":"Der Schlaue war des Italienischen nicht unkundig, er hatte es mit Jenatsch halb spielend getrieben und ließ, mit scharfem Ohr lauschend, sich kein Wort des interessanten Gespräches entgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.828800201416016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":200,"date":1876,"orig":"„Ich werde dem Jungen den Kinderbecher zehnfach erſetzen,“ begann Planta.","norm":"„Ich werde dem Jungen den Kinderbecher zehnfach ersetzen,“ begann Planta.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.213399887084961} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":201,"date":1876,"orig":"„Kein übler Burſche, wenn er nicht ſo hoffährtigen und verſchloſſenen Gemüthes wäre.","norm":"„Kein übler Bursche, wenn er nicht so hoffärtigen und verschlossenen Gemütes wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.340199947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":202,"date":1876,"orig":"Hochmuth kleidet ſchlecht, wo das Brot im Hauſe mangelt.","norm":"Hochmut kleidet schlecht, wo das Brot im Hause mangelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.080699920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":203,"date":1876,"orig":"Sein Vater, der Pfarrer von Scharans, iſt ein grundbraver Mann und ſpricht als mein Nachbar häufig bei mir ein.","norm":"Sein Vater, der Pfarrer von Scharans, ist ein grundbraver Mann und spricht als mein Nachbar häufig bei mir ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.441100120544434} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":204,"date":1876,"orig":"Früher häufiger als jetzt.","norm":"Früher häufiger als jetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.102799892425537} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":205,"date":1876,"orig":"Ihr könnt Euch nicht vorſtellen, Herr Magiſter, welch ein ſchlimmer Geiſt in unſere Prädikanten gefahren iſt.","norm":"Ihr könnt Euch nicht vorstellen, Herr Magister, welch ein schlimmer Geist in unsere Prädikanten gefahren ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.186100006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":206,"date":1876,"orig":"Sie donnern von den Kanzeln gegen den ſpaniſchen Kriegsdienſt und predigen Gleichberechtigung des Letzten mit dem Erſten zu allen Aemtern im Lande, auch zu den wichtigſten, was bei den gefährlichen politiſchen Conjuncturen, welche die umſichtigſte Führung unſers Staatsſchiffleins erfordern, nothwendig zum Verderben des Landes ausſchlagen muß.","norm":"Sie donnern von den Kanzeln gegen den spanischen Kriegsdienst und predigen Gleichberechtigung des Letzten mit dem Ersten zu allen Ämtern im Lande, auch zu den wichtigsten, was bei den gefährlichen politischen Konjunkturen, welche die umsichtigste Führung unseres Staatsschiffleins erfordern, notwendig zum Verderben des Landes ausschlagen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890200138092041} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":207,"date":1876,"orig":"Von der unſinnigen proteſtantiſchen Propaganda, mit der ſie unſere katholiſchen Unterthanen im Veltlin quälen, will ich nicht reden.","norm":"Von der unsinnigen protestantischen Propaganda, mit der sie unsere katholischen Untertanen im Veltlin quälen, will ich nicht reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.684499979019165} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":208,"date":1876,"orig":"Ich bin wieder katholiſch geworden, Herr, obgleich ich von reformirten Eltern ſtamme.","norm":"Ich bin wieder katholisch geworden, Herr, obgleich ich von reformierten Eltern stamme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.679299831390381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":209,"date":1876,"orig":"Warum?","norm":"Warum?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.435899972915649} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":210,"date":1876,"orig":"Weil im Proteſtantismus ein Princip des Aufruhrs auch gegen die politiſche Autorität liegt.“","norm":"Weil im Protestantismus ein Prinzip des Aufruhrs auch gegen die politische Autorität liegt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.847899913787842} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":211,"date":1876,"orig":"„Stellt Eure Pfarrer beſſer,“ warf Semmler behaglich lächelnd ein, „und ſie werden als zufriedene und angeſehene Leute dem Unterthan von der nothwendigen Ungleichheit der menſchlichen Verhältniſſe den richtigen Begriff zu geben wiſſen.“","norm":"„Stellt Eure Pfarrer besser,“ warf Sammler behaglich lächelnd ein, „und sie werden als zufriedene und angesehene Leute dem Untertan von der notwendigen Ungleichheit der menschlichen Verhältnisse den richtigen Begriff zu geben wissen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.412600040435791} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":212,"date":1876,"orig":"Planta lachte etwas höhniſch über dieſe der bündneriſchen Opferwilligkeit gemachte Zumuthung.","norm":"Planta lachte etwas höhnisch über diese der bündnerischen Opferwilligkeit gemachte Zumutung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.980199813842773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":213,"date":1876,"orig":"„Um auf den Jungen zurückzukommen,“ ſagte er dann, „ſo gehört er auf einen Kriegsgaul, nicht hinter das Kanzelbret, und würde dort weniger Unheil ſtiften.","norm":"„Um auf den Jungen zurückzukommen,“ sagte er dann, „so gehört er auf einen Kriegsgaul, nicht hinter das Kanzelbrett, und würde dort weniger Unheil stiften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502200126647949} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":214,"date":1876,"orig":"Ich hab' es dem Alten oft geſagt:","norm":"Ich habe es dem Alten oft gesagt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.134500026702881} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":215,"date":1876,"orig":"Gebt den Burſchen mir, es iſt Schade um ihn!","norm":"Gebt den Burschen mir, es ist schade um ihn!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.498899936676025} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":216,"date":1876,"orig":"Aber der beſegnete ſich vor dem ſpaniſchen Kriegsdienſte, wohin ich den hübſchen Jungen empfehlen wollte.“","norm":"Aber der besegnete sich vor dem spanischen Kriegsdienste, wohin ich den hübschen Jungen empfehlen wollte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":217,"date":1876,"orig":"Semmler nippte bedächtig ſeinen Wein und ſchwieg.","norm":"Sammler nippte bedächtig seinen Wein und schwieg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.92330002784729} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":218,"date":1876,"orig":"Er ſchien den Widerwillen des Scharanſerpfarrers gegen die ſeinem Sohne geöffnete Laufbahn nicht zu mißbilligen.","norm":"Er schien den Widerwillen des Scharanserpfarrers gegen die seinem Sohne geöffnete Laufbahn nicht zu missbilligen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.762800216674805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":219,"date":1876,"orig":"„Ein Weltkrieg ſteht bevor,“ fuhr Planta leidenſchaftlicher fort, „und wer weiß, wie weit es ein ſo verwegenes Blut bringen könnte!","norm":"„Ein Weltkrieg steht bevor,“ fuhr Planta leidenschaftlicher fort, „und wer weiß, wie weit es ein so verwegenes Blut bringen könnte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.543799877166748} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":220,"date":1876,"orig":"Tollkühn iſt der Burſche über alles Maß.","norm":"Tollkühn ist der Bursche über alles Maß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.958399772644043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":221,"date":1876,"orig":"Da muß ich Euch doch etwas erzählen, Herr Magiſter!","norm":"Da muss ich Euch doch etwas erzählen, Herr Magister!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7207999229431152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":222,"date":1876,"orig":"Im Sommer vor etlichen Jahren — der Junge war noch zu Hauſe — trieb er ſich täglich mit meinem Brudersſohne Rudolf und mit Lucretia auf dem Riedberg herum.","norm":"Im Sommer vor etlichen Jahren — der Junge war noch zu Hause — trieb er sich täglich mit meinem Bruderssohne Rudolf und mit Lucretia auf dem Riedberg herum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.071700096130371} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":223,"date":1876,"orig":"Da kommt einmal Lucretia, als ich durch den Garten gehe, im Sturm mit freudeblitzenden Augen auf mich zugelaufen.","norm":"Da kommt einmal Lucretia, als ich durch den Garten gehe, im Sturm mit freudeblitzenden Augen auf mich zugelaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.02400016784668} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":224,"date":1876,"orig":"„Sieh, ſieh, Vater!“ ruft ſie athemlos und deutet in die Höhe zu den Schwalbenneſtern meines Schloßthurmes.","norm":"„Sieh, sieh, Vater!“ ruft sie atemlos und deutet in die Höhe zu den Schwalbennestern meines Schlossturmes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.030099868774414} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":225,"date":1876,"orig":"Was erblick' ich dort, Herr Magiſter!","norm":"Was erblick ich dort, Herr Magister!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.682300090789795} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":226,"date":1876,"orig":"Rathet einmal . . .","norm":"Ratet einmal . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"tr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.148499965667725} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":227,"date":1876,"orig":"Den Jürg, der rittlings auf dem äußerſten Ende eines weit aus der Dachluke ragenden und ſich auf und nieder wiegenden Brettes ſitzt.","norm":"Den Jürg, der rittlings auf dem äußersten Ende eines weit aus der Dachluke ragenden und sich auf und nieder wiegenden Brettes sitzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.96370005607605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":228,"date":1876,"orig":"Und der Schlingel ſchwingt noch den Filz und begrüßt uns mit Jubelgeſchrei!","norm":"Und der Schlingel schwingt noch den Filz und begrüßt uns mit Jubelgeschrei!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.354100227355957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":229,"date":1876,"orig":"Der Andere mochte drinnen auf dem ſicheren Ende der improviſirten Schaukel hocken, und da Rudolf — ich ſag' es ungern — ein tückiſcher Junge iſt, graute mir vor dem Wagſtück.","norm":"Der Andere mochte drinnen auf dem sicheren Ende der improvisierten Schaukel hocken, und da Rudolf — ich sage es ungern — ein tückischer Junge ist, graute mir vor dem Wagstück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216700077056885} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":230,"date":1876,"orig":"Ich erhob drohend die Hand und eilte hinauf.","norm":"Ich erhob drohend die Hand und eilte hinauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.965699911117553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":231,"date":1876,"orig":"Als ich ankam, war Alles wieder an Ort und Stelle.","norm":"Als ich ankam, war alles wieder an Ort und Stelle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.668200016021728} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":232,"date":1876,"orig":"Ich faßte Jürg am Kragen, ihm ſeine Frechheit vorhaltend; er antwortete aber ruhig, Rudolf hätte gemeint, er würde ſich deſſen nicht getrauen und das hätte er nicht dürfen auf ſich ſitzen laſſen.“","norm":"Ich fasste Jürg am Kragen, ihm seine Frechheit vorhaltend; er antwortete aber ruhig, Rudolf hätte gemeint, er würde sich dessen nicht getrauen und das hätte er nicht dürfen auf sich sitzen lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.355700016021728} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":233,"date":1876,"orig":"Semmler, deſſen Hände bei dieſer Geſchichte ängſtlich nach den Armlehnen ſeines Stuhls gegriffen hatten, erlaubte ſich nun das in ihm aufſteigende Bedenken auszuſprechen, ob der Umgang Lucretias mit ſo wilden Jungen, vornehmlich mit dem durch eine unüberſteigliche, mit der Zeit immer größer werdende Kluft von ihr getrennten Jenatſch, nicht die weibliche Zartheit und adelich feine Sitte des kleinen Fräuleins gefährden könnte.","norm":"Sammler, dessen Hände bei dieser Geschichte ängstlich nach den Armlehnen seines Stuhls gegriffen hatten, erlaubte sich nun das in ihm aufsteigende Bedenken auszusprechen, ob der Umgang Lucretias mit so wilden Jungen, vornehmlich mit dem durch eine unübersteigliche, mit der Zeit immer größer werdende Kluft von ihr getrennten Jenatsch, nicht die weibliche Zartheit und adelig feine Sitte des kleinen Fräuleins gefährden könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.584499835968018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":234,"date":1876,"orig":"„Flauſen!“ rief der Freiherr.","norm":"„Flausen!“ rief der Freiherr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.047699928283691} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":235,"date":1876,"orig":"„Ihr dürft Euch darüber keine Gedanken machen, daß das Kind dem Jungen nach Zürich nachgelaufen iſt.","norm":"„Ihr dürft Euch darüber keine Gedanken machen, dass das Kind dem Jungen nach Zürich nachgelaufen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.916599988937378} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":236,"date":1876,"orig":"Daran iſt niemand als der Rudolf Schuld.","norm":"Daran ist niemand als der Rudolf Schuld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.387599945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":237,"date":1876,"orig":"Er tyranniſirt das Mädchen und ängſtigt es damit, daß er es ſeine kleine Braut nennt. —","norm":"Er tyrannisiert das Mädchen und ängstigt es damit, dass er es seine kleine Braut nennt . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.062600135803223} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":238,"date":1876,"orig":"Er mag wohl derartiges von ſeinem Vater gehört haben, meinem Bruder wär' es nicht unwillkommen, denn ich bin der Reichere; — aber das liegt in weitem Felde.","norm":"Er mag wohl derartiges von seinem Vater gehört haben, meinem Bruder wäre es nicht unwillkommen, denn ich bin der Reichere; — aber das liegt in weitem Felde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.441800117492676} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":239,"date":1876,"orig":"Kurz, ſie hat den ſtärkern Jürg, den der Andere fürchtet, zu ihrem Beſchützer gemacht.","norm":"Kurz, sie hat den stärkeren Jürg, den der Andere fürchtet, zu ihrem Beschützer gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4685001373291025} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":240,"date":1876,"orig":"— Natürlich Kindereien.","norm":"— Natürlich Kindereien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.18690013885498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":241,"date":1876,"orig":"— Lucretia kommt nächſtens zu adelicher Erziehung ins Kloſter und hinter den Mauern wird ſie mir ſittſam genug werden, denn ſie iſt nachdenklichen Gemüths. —","norm":"— Lucretia kommt nächstens zu adeliger Erziehung ins Kloster und hinter den Mauern wird sie mir sittsam genug werden, denn sie ist nachdenklichen Gemüts . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.180099964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":242,"date":1876,"orig":"Was übrigens Eure unüberſteiglichen Klüfte betrifft, ſo meinen wir in Bünden, auch wenn wir es nicht ſagen:","norm":"Was übrigens Eure unübersteiglichen Klüfte betrifft, so meinen wir in Bünden, auch wenn wir es nicht sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.706299781799316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":243,"date":1876,"orig":"Das iſt Vorurtheil.","norm":"Das ist Vorurteil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.672999858856201} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":244,"date":1876,"orig":"Ehre, Macht und Beſitz, verſteht ſich von ſelbſt, muß haben wer um eine Planta werben will.","norm":"Ehre, Macht und Besitz, versteht sich von selbst, muss haben wer um eine Planta werben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.206099987030029} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":245,"date":1876,"orig":"Ob es aus Jahrhunderten ſtamme oder geſtern errafft ſei, darnach fragen wir zuletzt.“","norm":"Ob es aus Jahrhunderten stamme oder gestern errafft sei, danach fragen wir zuletzt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.162300109863281} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":246,"date":1876,"orig":"Hier verjagte der ſauſende Sturm die vor dem Blicke des jungen Wanderers gaukelnden Bilder ſeiner Knabenzeit.","norm":"Hier verjagte der sausende Sturm die vor dem Blicke des jungen Wanderers gaukelnden Bilder seiner Knabenzeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063899993896484} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":247,"date":1876,"orig":"Waſer war wieder um fünf Jahre älter und ſchritt rüſtig auf dem einſamen Saumpfade des Julier abwärts.","norm":"Wasser war wieder um fünf Jahre älter und schritt rüstig auf dem einsamen Saumpfade des Julier abwärts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.13539981842041} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":248,"date":1876,"orig":"Und auf rauhe Weiſe wurde er in die Gegenwart zurückgeholt.","norm":"Und auf raue Weise wurde er in die Gegenwart zurückgeholt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.671200037002563} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":249,"date":1876,"orig":"Ein aus der Thalöffnung des Engadins aufbrauſender Windſtoß riß ihm den Hut vom Kopfe, den er mit einem verzweifelten Seitenſprunge gerade noch erhaſchte, ehe der zweite die leichte Beute dem in der Tiefe ſtrudelnden Wildbache zuwarf.","norm":"Ein aus der Talöffnung des Engadins aufbrausender Windstoß riss ihm den Hut vom Kopfe, den er mit einem verzweifelten Seitensprunge gerade noch erhaschte, ehe der zweite die leichte Beute dem in der Tiefe strudelnden Wildbache zuwarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.42140007019043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":250,"date":1876,"orig":"Drittes Kapitel.","norm":"Drittes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.109499931335449} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":251,"date":1876,"orig":"Waſer drückte ſeinen Filz tiefer in die Stirn, ſchnallte ſein Ränzchen feſter, und ſprang, am jetzt ſteil werdenden Abhange die weiten Windungen des Saumpfades kürzend, eilig abwärts.","norm":"Wasser drückte seinen Filz tiefer in die Stirn, schnallte sein Ränzchen fester, und sprang, am jetzt steil werdenden Abhange die weiten Windungen des Saumpfades kürzend, eilig abwärts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.900899887084961} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":252,"date":1876,"orig":"Erſt überſchritt er die Wurzeln blitzgeſchwärzter, ſeltſam verdrehter Arvbäume und die harten Rinnen ausgetrockneter Wildbäche, dann trat er weichen Raſen und plötzlich lag das ſammetgrüne Engadin geöffnet ihm zu Füßen mit ſeinen am blitzenden Inn wie ein Geſchmeide aufgereihten Bergſeen.","norm":"Erst überschritt er die Wurzeln blitzgeschwärzter, seltsam verdrehter Arvbäume und die harten Rinnen ausgetrockneter Wildbäche, dann trat er weichen Rasen und plötzlich lag das sammetgrüne Engadin geöffnet ihm zu Füßen mit seinen am blitzenden In wie ein Geschmeide aufgereihten Bergseen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508800029754639} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":253,"date":1876,"orig":"Aber es war ein letzter Sonnenſtrahl zwiſchen Wolken, der es erhellte und thalabwärts in lichter Ferne über dem See und den Weiden von St. Moritz regenbogenfarbig ſpielte.","norm":"Aber es war ein letzter Sonnenstrahl zwischen Wolken, der es erhellte und talabwärts in lichter Ferne über dem See und den Weiden von St. Moritz regenbogenfarbig spielte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.322000026702881} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":254,"date":1876,"orig":"Dem Niederſteigenden gegenüber ragte eine kahle dunkle Pyramide empor und daneben thalaufwärts ein eben ſo hoher mit grünſchimmernden Gletſchern behangener Grat.","norm":"Dem Niedersteigenden gegenüber ragte eine kahle dunkle Pyramide empor und daneben talaufwärts ein eben so hoher mit grünschimmernden Gletschern behangener Grat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.220399856567383} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":255,"date":1876,"orig":"Hinter dem Joche, das ſie verband, braute ſich das Gewitter und drängte ſeine leiſe donnernden Wolken durch die Lücke, in der noch zuweilen grell ein entfernteres Schneehaupt auftauchte.","norm":"Hinter dem Joche, das sie verband, braute sich das Gewitter und drängte seine leise donnernden Wolken durch die Lücke, in der noch zuweilen grell ein entfernteres Schneehaupt auftauchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8078999519348145} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":256,"date":1876,"orig":"Zur Rechten des Wanderers maskirten die Berge der andern Thalwand jene ſteile Felstreppe, die faſt plötzlich durch ein tief eingeſchnittenes Thal aus der leichten Bergluft in die Hitze Italiens hinunterführt.","norm":"Zur Rechten des Wanderers maskierten die Berge der anderen Talwand jene steile Felstreppe, die fast plötzlich durch ein tief eingeschnittenes Tal aus der leichten Bergluft in die Hitze Italiens hinunterführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.75629997253418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":257,"date":1876,"orig":"Dort hinter der Maloja quollen, vom Südwinde heraufgejagt, die ſchwülen Dünſte wie ein Nebelrauch hervor über die feuchten Wieſen von Baſelgia Maria, deſſen weiße Thürme hinter einem Regenſchleier kaum noch ſichtbar waren.","norm":"Dort hinter der Maloja quollen, vom Südwinde heraufgejagt, die schwülen Dünste wie ein Nebelrauch hervor über die feuchten Wiesen von Baselgia Maria, dessen weiße Türme hinter einem Regenschleier kaum noch sichtbar waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.347799777984619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":258,"date":1876,"orig":"Jetzt erreichte der Saumpfad das erſte Engadinerdorf, eine Gaſſe feſter Häuſer, die mit ihren Strebepfeilern und vergitterten Fenſterluken kleinen Feſtungen glichen.","norm":"Jetzt erreichte der Saumpfad das erste Engadinerdorf, eine Gasse fester Häuser, die mit ihren Strebepfeilern und vergitterten Fensterluken kleinen Festungen glichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.210299968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":259,"date":1876,"orig":"Aber der junge Zürcher klopfte an keine der ſchweren Holzthüren, ſondern beſchloß trotz der Dämmerſtunde auf der Thalſtraße längs der Seen rüſtig ſüdwärts zu ſchreiten.","norm":"Aber der junge Zürcher klopfte an keine der schweren Holztüren, sondern beschloss trotz der Dämmerstunde auf der Talstraße längs der Seen rüstig südwärts zu schreiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.856100082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":260,"date":1876,"orig":"Sein Vorſatz war, im Hoſpiz der Maloja zu nächtigen, um in der Frühe des nächſten Tages über den Murettopaß nach dem Veltlin aufzubrechen; denn — Herr Pompejus hatte es errathen — es verlangte ihn, und jetzt mehr als je, ſeinen Schulfreund Jenatſch zu umarmen.","norm":"Sein Vorsatz war, im Hospiz der Maloja zu nächtigen, um in der Frühe des nächsten Tages über den Murettopaß nach dem Veltlin aufzubrechen; denn — Herr Pompejus hatte es erraten — es verlangte ihn, und jetzt mehr als je, seinen Schulfreund Jenatsch zu umarmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3256001472473145} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":261,"date":1876,"orig":"Zwiſchen dieſen hohen Bergen war es früh Abend und kühl geworden und der Weg dehnte ſich endlos neben den am Geſtade plätſchernden Wellen.","norm":"Zwischen diesen hohen Bergen war es früh Abend und kühl geworden und der Weg dehnte sich endlos neben den am Gestade plätschernden Wellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.393400192260742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":262,"date":1876,"orig":"Ein feiner froſtiger Nebelregen verhüllte die Gegend und durchdrang nach und nach die Kleider des in gleichmäßigem Schritte vorwärts Eilenden.","norm":"Ein feiner frostiger Nebelregen verhüllte die Gegend und durchdrang nach und nach die Kleider des in gleichmäßigem Schritte vorwärts eilenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.560699939727783} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":263,"date":1876,"orig":"Eine Schläfrigkeit, wie er ſie während der Hitze des Tages nicht gefühlt, fiel auf ſeine Sinne und Gedanken wie eine leichte Erſtarrung.","norm":"Eine Schläfrigkeit, wie er sie während der Hitze des Tages nicht gefühlt, fiel auf seine Sinne und Gedanken wie eine leichte Erstarrung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.215099811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":264,"date":1876,"orig":"Einmal an einer Stelle, wo der Inn mit raſchen Wellen in engem Bette an ihm vorüberſchoß und auf dem andern Ufer der ſtumpfe Thurm eines ſchwerfälligen Kirchleins erſchien, glaubte er Pferdegetrappel zu vernehmen.","norm":"Einmal an einer Stelle, wo der In mit raschen Wellen in engem Bette an ihm vorüberschoss und auf dem anderen Ufer der stumpfe Turm eines schwerfälligen Kirchleins erschien, glaubte er Pferdegetrappel zu vernehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.56850004196167} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":265,"date":1876,"orig":"Ueber die Holzbrücke zu ſeiner Linken flog ein Reiter, der, nach der Maloja ſchwenkend, vor ihm her jagte und im Abenddunkel verſchwand.","norm":"Über die Holzbrücke zu seiner Linken flog ein Reiter, der, nach der Maloja schwenkend, vor ihm her jagte und im Abenddunkel verschwand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.157199859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":266,"date":1876,"orig":"War dieſe in einen Mantel gehüllte Geſtalt nicht Herr Pompejus geweſen?","norm":"War diese in einen Mantel gehüllte Gestalt nicht Herr Pompejus gewesen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.400400161743164} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":267,"date":1876,"orig":"Nein, es war ein einzelner ſcheuer Nachtfahrer, und der Freiherr geleitete und beſchützte ja ſein Töchterlein, für das er gewiß die ſichere Gaſtfreundſchaft ſeiner Sippe in einem der vornehmen Engadinerdörfer angeſprochen hatte.","norm":"Nein, es war ein einzelner scheuer Nachtfahrer, und der Freiherr geleitete und beschützte ja sein Töchterlein, für das er gewiss die sichere Gastfreundschaft seiner Sippe in einem der vornehmen Engadinerdörfer angesprochen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.84689998626709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":268,"date":1876,"orig":"Endlich, endlich war der letzte See umſchritten, trat der letzte Felsvorſprung zurück.","norm":"Endlich, endlich war der letzte See umschritten, trat der letzte Felsvorsprung zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.420000076293945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":269,"date":1876,"orig":"Durch den Nebel ſchimmernder Feuerſchein und Hundegebell verkündeten die Nähe eines Hauſes, das nur die Paßherberge ſein konnte.","norm":"Durch den Nebel schimmernder Feuerschein und Hundegebell verkündeten die Nähe eines Hauses, das nur die Passherberge sein konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.830900192260742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":270,"date":1876,"orig":"Waſer gewahrte, der dunkeln Steinmaſſe zuſchreitend, mit Befriedigung, daß die Pforte der Hofmauer geöffnet war, und ſah den Wirth, einen hagern knochigen Italiäner, die tobenden Hunde an die Kette legen, wozu ihm der Stalljunge mit einer Pechfackel leuchtete.","norm":"Wasser gewahrte, der dunklen Steinmasse zuschreitend, mit Befriedigung, dass die Pforte der Hofmauer geöffnet war, und sah den Wirt, einen hagern knochigen Italiener, die tobenden Hunde an die Kette legen, wozu ihm der Stalljunge mit einer Pechfackel leuchtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6682000160217285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":271,"date":1876,"orig":"Das verſprach einen gaſtlichen Empfang.","norm":"Das versprach einen gastlichen Empfang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813499927520752} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":272,"date":1876,"orig":"Jetzt ergriff der Wirth die Fackel und hielt ſie dem anlangenden Wanderer vors Geſicht.","norm":"Jetzt ergriff der Wirt die Fackel und hielt sie dem anlangenden Wanderer vors Gesicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.273300170898437} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":273,"date":1876,"orig":"„Was verlangt der Herr?","norm":"„Was verlangt der Herr?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.895999908447265} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":274,"date":1876,"orig":"Womit kann ich dienen?“ fragte er, in unangenehmer Ueberraſchung einen leiſen Fluch, die Aeußerung ſeines erſten Gefühls, unterdrückend.","norm":"Womit kann ich dienen?“ fragte er, in unangenehmer Überraschung einen leisen Fluch, die Äußerung seines ersten Gefühls, unterdrückend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.739500045776367} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":275,"date":1876,"orig":"„Welche Frage?“ antwortete Waſer in fröhlichem Tone, „Platz an der Feuerſtelle, um mich zu trocknen, Abendbrot und Nachtlager.“","norm":"„Welche Frage?“ antwortete Wasser in fröhlichem Tone, „Platz an der Feuerstelle, um mich zu trockenen, Abendbrot und Nachtlager .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7916998863220215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":276,"date":1876,"orig":"„Thut mir leid, Herr, — unmöglich!“ verſetzte der Wirth mit einer ſein Bedauern und zugleich ſeine Unerſchütterlichkeit höchſt lebhaft ausdrückenden Geberde, „das Haus iſt beſetzt.“","norm":"„Tut mir leid, Herr, — unmöglich!“ versetzte der Wirt mit einer sein Bedauern und zugleich seine Unerschütterlichkeit höchst lebhaft ausdrückenden Gebärde, „das Haus ist besetzt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.471399784088135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":277,"date":1876,"orig":"„Was, beſetzt?","norm":"„Was, besetzt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.023300170898437} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":278,"date":1876,"orig":"Ihr ſchient ja noch Gäſte zu erwarten?","norm":"Ihr schient ja noch Gäste zu erwarten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.813600063323975} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":279,"date":1876,"orig":"Ein Obdach, wie immer beſchaffen, könnt Ihr einem Reiſenden in dieſer Oede und in ſolcher froſtigen Regennacht nicht unchriſtlich verweigern!“","norm":"Ein Obdach, wie immer beschaffen, könnt Ihr einem Reisenden in dieser Öde und in solcher frostigen Regennacht nicht unchristlich verweigern!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.621399879455566} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":280,"date":1876,"orig":"Der Italiäner reckte die Hand aus, gegen Süden weiſend, wo der Nebel dünner war und jenſeits der Wetterſcheide der Maloja über zerriſſenen Bergzacken die Mondſcheibe durchſchimmerte.","norm":"Der Italiener reckte die Hand aus, gegen Süden weisend, wo der Nebel dünner war und jenseits der Wetterscheide der Maloja über zerrissenen Bergzacken die Mondscheibe durchschimmerte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.55649995803833} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":281,"date":1876,"orig":"„Von dorther kommt es beſſer,“ ſagte er und holte aus dem Hauſe einen vollen Becher Wein.","norm":"„Von dorther kommt es besser,“ sagte er und holte aus dem Hause einen vollen Becher Wein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.313600063323975} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":282,"date":1876,"orig":"„Stärkt Euch damit!","norm":"„Stärkt Euch damit!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.51800012588501} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":283,"date":1876,"orig":"Ihr kehrt am Klügſten nach Baſelgia zurück.","norm":"Ihr kehrt am klügsten nach Baselgia zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7993998527526855} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":284,"date":1876,"orig":"Ich wünſche Euch eine geſegnete Nacht.“","norm":"Ich wünsche Euch eine gesegnete Nacht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.589400053024292} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":285,"date":1876,"orig":"Der Trank leuchtete beim Fackelſcheine im Glaſe wie feuriger Rubin.","norm":"Der Trank leuchtete beim Fackelscheine im Glase wie feuriger Rubin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.558800220489502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":286,"date":1876,"orig":"Begierig langte Waſer nach dem rothen Gefunkel und erquickte ſich ohne weitere Gegenvorſtellung.","norm":"Begierig langte Wasser nach dem roten Gefunkel und erquickte sich ohne weitere Gegenvorstellung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.533400058746338} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":287,"date":1876,"orig":"Der Wirth drängte ihn höflich und ohne Bezahlung zu verlangen durch die Hofpforte und ſchob den Riegel.","norm":"Der Wirt drängte ihn höflich und ohne Bezahlung zu verlangen durch die Hofpforte und schob den Riegel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.149899959564209} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":288,"date":1876,"orig":"Der junge Zürcher gab das Spiel noch nicht verloren.","norm":"Der junge Zürcher gab das Spiel noch nicht verloren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.614500045776367} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":289,"date":1876,"orig":"Statt einen langweiligen Rückzug auf dem eben durcheilten Wege anzutreten, ſtieg er, ſeine Lage bedenkend, den wenige Schritte entfernten Vorſprung hinan, der wie eine Warte hinausragt über das hier mit ſteilem Abfalle beginnende Bregagliathal, jetzt ein brodelnder Nebelkeſſel, aus dem mondbeglänzt die Spitzen der zu höchſt am Rande ſtehenden Tannen auftauchten.","norm":"statt einen langweiligen Rückzug auf dem eben durcheilten Wege anzutreten, stieg er, seine Lage bedenkend, den wenige Schritte entfernten Vorsprung hinan, der wie eine Warte hinausragt über das hier mit steilem Abfalle beginnende Bregagliathal, jetzt ein brodelnder Nebelkessel, aus dem mondbeglänzt die Spitzen der zu höchst am Rande stehenden Tannen auftauchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.137400150299072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":290,"date":1876,"orig":"Waſer ſpreitete ſeinen kurzen Mantel aus, ſetzte ſich darauf und lauſchte.","norm":"Wasser spreitete seinen kurzen Mantel aus, setzte sich darauf und lauschte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.497600078582764} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":291,"date":1876,"orig":"Aus dem Stalle der Herberge erſcholl von Zeit zu Zeit das Wiehern eines Pferdes, — ſonſt blieb Alles ſtill.","norm":"Aus dem Stalle der Herberge erscholl von Zeit zu Zeit das Wiehern eines Pferdes, — sonst blieb alles still.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.133800029754639} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":292,"date":1876,"orig":"Das Brauſen der Wildbäche aus der Tiefe war, vom Nebel gedämpft, dem Ohre kaum vernehmbar . . .","norm":"Das Brausen der Wildbäche aus der Tiefe war, vom Nebel gedämpft, dem Ohr kaum vernehmbar . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.55590009689331} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":293,"date":1876,"orig":"Jetzt löſte ſich von dem fernen Rauſchen ein leiſer heller Ton ab, ein Geklingel, das nun verwehte — und nun nach einer Pauſe deutlicher emporſtieg.","norm":"Jetzt löste sich von dem fernen Rauschen ein leiser heller Ton ab, ein Geklingel, das nun verwehte — und nun nach einer Pause deutlicher emporstieg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.547399997711182} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":294,"date":1876,"orig":"Wieder verklang es und hub von Neuem wieder an, diesmal näher und lauter, als kröche es die Bergwand herauf, den Windungen eines Pfades folgend.","norm":"Wieder verklang es und hob von Neuem wieder an, diesmal näher und lauter, als kröche es die Bergwand herauf, den Windungen eines Pfades folgend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817599773406982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":295,"date":1876,"orig":"— Lange horchte Waſer wie im Traume dieſem lieblich unheimlichen Bergwunder zu; jetzt aber ſchlug der Ton von Menſchenſtimmen an ſein Ohr.","norm":"— Lange horchte Wasser wie im Traume diesem lieblich unheimlichen Bergwunder zu; jetzt aber schlug der Ton von Menschenstimmen an sein Ohr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8796000480651855} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":296,"date":1876,"orig":"Offenbar waren es Reiter oder Säumer, die ihre Thiere antrieben, und — ſein Schluß war raſch gezogen — die vom Wirthe erwarteten Gäſte.","norm":"Offenbar waren es Reiter oder Säumer, die ihre Tiere antrieben, und — sein Schluss war rasch gezogen — die vom Wirte erwarteten Gäste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.118800163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":297,"date":1876,"orig":"Er legte ſich flach auf die Erde, um nicht ſichtbar zu werden.","norm":"Er legte sich flach auf die Erde, um nicht sichtbar zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.8589999675750732} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":298,"date":1876,"orig":"Er wollte wiſſen, wer ihn ſeines Nachtlagers beraube.","norm":"Er wollte wissen, wer ihn seines Nachtlagers beraube.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.325799942016602} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":299,"date":1876,"orig":"Nach geraumer Zeit erreichten zwei Maulthiere die Höhe, zwei Reiter ſprangen ab, offenbar Herr und Diener, beſtürmten mit einigen harten Schlägen das ſofort ſich öffnende Thor und wurden vom Wirthe dienſteifrig in das noch immer erleuchtete Haus geführt.","norm":"Nach geraumer Zeit erreichten zwei Maultiere die Höhe, zwei Reiter sprangen ab, offenbar Herr und Diener, bestürmten mit einigen harten Schlägen das sofort sich öffnende Tor und wurden vom Wirte diensteifrig in das noch immer erleuchtete Haus geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.228799819946289} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":300,"date":1876,"orig":"Unwille und Neugier ſtachelten den jungen Zürcher.","norm":"Unwille und Neugier stachelten den jungen Zürcher.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.30079984664917} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":301,"date":1876,"orig":"Wie neubelebt ſprang er auf und umſchlich die geheimnißvolle Feſtung.","norm":"Wie neubelebt sprang er auf und umschlich die geheimnisvolle Festung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.538599967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":302,"date":1876,"orig":"Er erinnerte ſich des Feuerſcheins, der ihm bei der Ankunft entgegengeleuchtet und der nicht von der Hofſeite gekommen ſein konnte.","norm":"Er erinnerte sich des Feuerscheins, der ihm bei der Ankunft entgegengeleuchtet und der nicht von der Hofseite gekommen sein konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.677500009536743} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":303,"date":1876,"orig":"Richtig, da war an der Rückſeite des Hauſes das einzelne Seitenfenſter mit ſeiner durch ein ſchweres Eiſengitter flammenden Helle.","norm":"Richtig, da war an der Rückseite des Hauses das einzelne Seitenfenster mit seiner durch ein schweres Eisengitter flammenden Helle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.452300071716309} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":304,"date":1876,"orig":"Er ſchwang ſich auf die Ruine eines an die Hausmauer gelehnten Ziegenſtalles und es gelang ihm, in die Tiefe des rauchigen Gemaches zu blicken.","norm":"Er schwang sich auf die Ruine eines an die Hausmauer gelehnten Ziegenstalles und es gelang ihm, in die Tiefe des rauchigen Gemaches zu blicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.619600057601928} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":305,"date":1876,"orig":"Da ſtand am lodernden Herdfeuer eine ſteinalte Frau mit einem grundehrlichen Geſichte und hielt eine Eiſenpfanne in der Hand, worin Bergforellen im praſſelnden Fette brieten.","norm":"Da stand am lodernden Herdfeuer eine steinalte Frau mit einem grundehrlichen Gesichte und hielt eine Eisenpfanne in der Hand, worin Bergforellen im prasselnden Fette brieten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.202000141143799} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":306,"date":1876,"orig":"Ein bleicher Burſche, deſſen krankhaft ſtarre Züge in dem Schwalle des dunkeln verwirrten Lockenhaares faſt verſchwanden, ſchlief, in eine Schafhaut gewickelt, auf einer Steinbank im Hintergrunde.","norm":"Ein bleicher Bursche, dessen krankhaft starre Züge in dem Schwalle des dunklen verwirrten Lockenhaares fast verschwanden, schlief, in eine Schafhaut gewickelt, auf einer Steinbank im Hintergrunde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.644700050354004} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":307,"date":1876,"orig":"Jetzt galt es klug ſein.","norm":"Jetzt galt es klug sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.310800075531006} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":308,"date":1876,"orig":"Waſer, als angehender Diplomat, ſuchte erſt lauſchend ſich die Situation klar zu machen und dann den Punkt zu finden, von welchem aus er ſich derſelben bemächtigen könnte.","norm":"Wasser, als angehender Diplomat, suchte erst lauschend sich die Situation klarzumachen und dann den Punkt zu finden, von welchem aus er sich derselben bemächtigen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.607699871063232} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":309,"date":1876,"orig":"Der Zufall war ihm günſtig.","norm":"Der Zufall war ihm günstig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.675600051879883} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":310,"date":1876,"orig":"Der bleiche Schläfer begann mit einem ängſtlichen Traume zu kämpfen; erſt warf er ſich ächzend hin und her, von einer Seite auf die andere, dann richtete er ſich plötzlich mit geſchloſſenen Augen und einem Ausdrucke ſtumpfen Seelenleidens auf, ballte die Fauſt, als umſchlöſſe ſie eine Waffe, führte einen Stoß und ſtöhnte mit dumpfer Traumſtimme:","norm":"Der bleiche Schläfer begann mit einem ängstlichen Traume zu kämpfen; erst warf er sich ächzend hin und her, von einer Seite auf die andere, dann richtete er sich plötzlich mit geschlossenen Augen und einem Ausdrucke stumpfen Seelenleidens auf, ballte die Faust, als umschlösse sie eine Waffe, führte einen Stoß und stöhnte mit dumpfer Traumstimme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8722000122070312} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":311,"date":1876,"orig":"„Du wollteſt es, Santiſſima!“","norm":"„Du wolltest es, Santissima!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.272500038146973} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":312,"date":1876,"orig":"Jetzt ſetzte die Alte raſch ihre Pfanne weg, faßte den Träumer unſanft an der Schulter, rüttelte ihn und rief ihn an:","norm":"Jetzt setzte die Alte rasch ihre Pfanne weg, fasste den Träumer unsanft an der Schulter, rüttelte ihn und rief ihn an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.117599964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":313,"date":1876,"orig":"„Erwache, Agoſtin!","norm":"„Erwache, Agostin!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":5.541299819946289} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":314,"date":1876,"orig":"Ich will Dich nicht länger in meiner Küche.","norm":"Ich will Dich nicht länger in meiner Küche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.465399980545044} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":315,"date":1876,"orig":"Das ſind nicht die Träume des Erzvaters Jakob . . . Dich plagt der Böſe.","norm":"Das sind nicht die Träume des Erzvaters Jakob . . . Dich plagt der Böse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.178599834442139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":316,"date":1876,"orig":"Fort in's Heu!","norm":"Fort in es Heu!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"en","lang_de":0,"norm_lmscore":7.09600019454956} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":317,"date":1876,"orig":"Und der Herr behüte Dich vor den Fallſtricken der Hölle. —“","norm":"Und der Herr behüte Dich vor den Fallstricken der Hölle . —“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.677000045776367} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":318,"date":1876,"orig":"Die langlockige, ſchmale Geſtalt erhob ſich mit geſenktem Haupte und entfernte ſich ohne Widerrede.","norm":"Die langlockige, schmale Gestalt erhob sich mit gesenktem Haupte und entfernte sich ohne Widerrede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.472799777984619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":319,"date":1876,"orig":"„Was Du für meinen Sohn, den Pfarrer Alexander in Ardenn, mitzunehmen haſt, werd' ich Dir morgen in der Frühe, wenn Du hier Deinen Tragkorb holſt, ſelber obenauf binden!“ rief ihm die Alte nach und ſetzte dann kopfſchüttelnd hinzu:","norm":"„Was Du für meinen Sohn, den Pfarrer Alexander in Ardenn, mitzunehmen hast, werde ich Dir morgen in der Frühe, wenn Du hier Deinen Tragkorb holst, selber obenauf binden!“ rief ihm die Alte nach und setzte dann kopfschüttelnd hinzu:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.302000045776367} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":320,"date":1876,"orig":"„Eigentlich ſollt' ich dem papiſtiſchen Querkopfe das theure Erbſtück nicht anvertrauen!“. . .","norm":"„Eigentlich sollt' ich dem papistischen Querkopfe das teure Erbstück nicht anvertrauen!“. . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.474199771881103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":321,"date":1876,"orig":"„Das könnt' ich Euch beſſer beſorgen, gute Frau, ſprach Waſer mit Vertrauen erweckender Stimme zwiſchen den Eiſenſtäben hindurch ins Gemach hinein.","norm":"„Das könnte ich Euch besser besorgen, gute Frau, sprach Wasser mit Vertrauen erweckender Stimme zwischen den Eisenstäben hindurch ins Gemach hinein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.652500152587891} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":322,"date":1876,"orig":"„Ich gehe morgen über den Muretto ins Veltlin zu Pfarrer Jenatſch, dem Freunde und Nachbar Eures würdigen Sohnes, Herr Blaſius Alexander, deſſen Name mir wohl bekannt iſt, denn er hat ein gutes Gerücht in proteſtantiſchen Landen.","norm":"„Ich gehe morgen über den Muretto ins Veltlin zu Pfarrer Jenatsch, dem Freunde und Nachbar Eures würdigen Sohnes, Herr Blasius Alexander, dessen Name mir wohl bekannt ist, denn er hat ein gutes Gerücht in protestantischen Landen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.067699909210205} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":323,"date":1876,"orig":"Wohlverſtanden, wenn Ihr mir bis zur Frühe ein trockenes Schlafplätzchen anweiſen könnt, denn der Wirth hat mich andrer Gäſte wegen, ausgeſchloſſen.“ —","norm":"Wohlverstanden, wenn Ihr mir bis zur Frühe ein trockenes Schlafplätzchen anweisen könnt, denn der Wirt hat mich anderer Gäste wegen, ausgeschlossen .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274499893188477} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":324,"date":1876,"orig":"Die Alte griff erſtaunt aber unerſchrocken nach ihrer Oellampe.","norm":"Die Alte griff erstaunt aber unerschrocken nach ihrer Öllampe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.375500202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":325,"date":1876,"orig":"Das Flämmchen mit der Hand gegen den Luftzug deckend, näherte ſie ſich der Fenſteröffnung und beſchaute ſich den durch das Gitter redenden Kopf.","norm":"Das Flämmchen mit der Hand gegen den Luftzug deckend, näherte sie sich der Fensteröffnung und beschaute sich den durch das Gitter redenden Kopf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.322400093078613} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":326,"date":1876,"orig":"Als ſie das heiter kluge junge Geſicht und die wohlanſtändige Halskrauſe erblickte, wurden ihre ſcharfen grauen Augen ſehr freundlich und ſie ſagte:","norm":"Als sie das heiter kluge junge Gesicht und die wohlanständige Halskrause erblickte, wurden ihre scharfen grauen Augen sehr freundlich und sie sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.271699905395508} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":327,"date":1876,"orig":"„Ihr ſeid wohl auch ein Prädikant?“","norm":"„Ihr seid wohl auch ein Prädikant?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.438000202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":328,"date":1876,"orig":"„Ein Stück davon!“ antwortete Waſer, der in ſeiner Heimat nicht leicht eine Unwahrheit ſagte, aber auf dieſem wilden unwirthlichen Boden den Umſtänden etwas einräumte.","norm":"„Ein Stück davon!“ antwortete Wasser, der in seiner Heimat nicht leicht eine Unwahrheit sagte, aber auf diesem wilden unwirtlichen Boden den Umständen etwas einräumte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230100154876709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":329,"date":1876,"orig":"„Laßt mich ein, Mütterchen, das Weitere wird ſich finden.“","norm":"„Lasst mich ein, Mütterchen, das Weitere wird sich finden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.197999954223633} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":330,"date":1876,"orig":"Die Alte nickte ihm zu, den Finger auf den Mund legend, und verſchwand.","norm":"Die Alte nickte ihm zu, den Finger auf den Mund legend, und verschwand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.245900154113769} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":331,"date":1876,"orig":"Jetzt knarrte ein niedriges Pförtchen neben dem Ziegenſtalle, Waſer kletterte hinunter und wurde von der Alten, die ſeine Hand ergriff, über ein paar dunkle Stufen hinauf in die Küche gezogen.","norm":"Jetzt knarrte ein niedriges Pförtchen neben dem Ziegenstalle, Wasser kletterte hinunter und wurde von der Alten, die seine Hand ergriff, über ein paar dunkle Stufen hinauf in die Küche gezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4319000244140625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":332,"date":1876,"orig":"„Ein warmes Kämmerchen findet ſich wohl, — das meinige!“ ſagte ſie, auf eine Leitertreppe neben dem Rauchfange deutend, die zu einer Fallthüre in der gemauerten Decke führte.","norm":"„Ein warmes Kämmerchen findet sich wohl, — das meinige!“ sagte sie, auf eine Leitertreppe neben dem Rauchfange deutend, die zu einer Falltüre in der gemauerten Decke führte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.637499809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":333,"date":1876,"orig":"„Ich habe die ganze Nacht am Feuer zu thun, — die Herrſchaften drüben ſetzen ſich eben erſt zu Tiſche.","norm":"„Ich habe die ganze Nacht am Feuer zu tun, — die Herrschaften drüben setzen sich eben erst zu Tische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.673500061035156} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":334,"date":1876,"orig":"Haltet Euch droben ſtill, Ihr ſeid dort ſicher, und einen Diener am Wort werd' ich auch nicht verhungern laſſen.“","norm":"Haltet Euch droben still, Ihr seid dort sicher, und einen Diener am Wort werde ich auch nicht verhungern lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.783899784088135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":335,"date":1876,"orig":"Damit reichte ſie ihm die Ampel, er ſtieg ohne weitere Umſtände die Leiter hinauf, hob mit der Rechten die Thüre und trat in ein nacktes kerkerähnliches Kämmerchen.","norm":"Damit reichte sie ihm die Ampel, er stieg ohne weitere Umstände die Leiter hinauf, hob mit der Rechten die Türe und trat in ein nacktes kerkerähnliches Kämmerchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.236000061035156} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":336,"date":1876,"orig":"Die Alte folgte ihm mit Brot und Wein, trat dann durch das Seitenpförtchen in der Wand in ein, wie es ſchien, weites luftiges Nebengemach und kehrte mit einem anſehnlichen Stück gedörrten Schinkens zurück.","norm":"Die Alte folgte ihm mit Brot und Wein, trat dann durch das Seitenpförtchen in der Wand in ein, wie es schien, weites luftiges Nebengemach und kehrte mit einem ansehnlichen Stück gedörrten Schinkens zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.904900074005127} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":337,"date":1876,"orig":"An der Wand über einem wenig einladenden Schragen hing ein großes, maſſiv mit Silber beſchlagenes Pulverhorn.","norm":"An der Wand über einem wenig einladenden Schragen hing ein großes, massiv mit Silber beschlagenes Pulverhorn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.044300079345703} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":338,"date":1876,"orig":"„Das, Herr,“ ſagte darauf deutend die Alte, „will ich meinem Sohne morgen ſchicken.","norm":"„Das, Herr,“ sagte darauf deutend die Alte, „will ich meinem Sohne morgen schicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.416900157928467} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":339,"date":1876,"orig":"Es iſt das Erbe von ſeinem Ohm und Pathen, ein hundertjähriges Beuteſtück aus dem Müſſerkriege.“","norm":"Es ist das Erbe von seinem Ohm und Paten, ein hundertjähriges Beutestück aus dem Müsserkriege .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.888599872589111} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":340,"date":1876,"orig":"Nach kurzer Zeit ſtreckte ſich Waſer auf das Lager und verſuchte zu ſchlafen, aber es gelang ihm nicht.","norm":"Nach kurzer Zeit streckte sich Wasser auf das Lager und versuchte zu schlafen, aber es gelang ihm nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.367700099945068} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":341,"date":1876,"orig":"Einen Augenblick war er eingedämmert, Traumgeſtalten bewegten ſich vor ſeinen Augen, Jenatſch und Lucretia, Herr Magiſter Semmler und die Alte am Feuer, der Wirth zur Maloja und der grobe Lucas ſetzten ſich zu einander in die ſeltſamſten Wechſelbeziehungen.","norm":"Einen Augenblick war er eingedämmert, Traumgestalten bewegten sich vor seinen Augen, Jenatsch und Lucretia, Herr Magister Sammler und die Alte am Feuer, der Wirt zur Maloja und der grobe Lucas setzten sich zueinander in die seltsamsten Wechselbeziehungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.473599910736084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":342,"date":1876,"orig":"Plötzlich ſaßen ſie alle auf einer Schulbank, Semmler hob als griechiſche Drommete merkwürdiger Weiſe das große Pulverhorn an den Mund, aus dem die unerhörteſten Klagetöne hervordrangen, beantwortet von einem aus allen Ecken ſchallenden teufliſchen Gelächter.","norm":"Plötzlich saßen sie alle auf einer Schulbank, Sammler hob als griechische Trompete merkwürdigerweise das große Pulverhorn an den Mund, aus dem die unerhörtesten Klagetöne hervordrangen, beantwortet von einem aus allen Ecken schallenden teuflischen Gelächter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.498300075531006} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":343,"date":1876,"orig":"Waſer erwachte, hatte Mühe ſich zu erinnern, wo er ſich befinde, und war im Begriffe wieder einzuſchlummern, da erſchollen, wie er meinte von der Nebenkammer her, in lebhafter Zwieſprache ferne Männerſtimmen.","norm":"Wasser erwachte, hatte Mühe sich zu erinnern, wo er sich befinde, und war im Begriffe wieder einzuschlummern, da erschollen, wie er meinte von der Nebenkammer her, in lebhafter Zwiesprache ferne Männerstimmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.527100086212158} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":344,"date":1876,"orig":"Was er jetzt hörte, war kein Traumgelächter.","norm":"Was er jetzt hörte, war kein Traumgelächter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.182499885559082} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":345,"date":1876,"orig":"War es die Aufregung der Reiſe, war es ein die heimlich aufſteigende Furcht bekämpfender raſcher Entſchluß, oder war es einfache Neugier, was den jungen Zürcher vom Lager trieb?","norm":"War es die Aufregung der Reise, war es ein die heimlich aufsteigende Furcht bekämpfender rascher Entschluss, oder war es einfache Neugier, was den jungen Zürcher vom Lager trieb?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.137499809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":346,"date":1876,"orig":"Was immer, er ſtand ſchon an der Thür des anſtoßenden Raumes, überzeugte ſich, erſt horchend, dann ſachte öffnend, daß er leer ſei, und nun durchſchritt er auf leiſen Zehen die ganze Breite der Kammer, einem ſchmalen Lichtſchimmer folgend, der durch die gegenüberſtehende Wand drang.","norm":"Was immer, er stand schon an der Tür des anstoßenden Raumes, überzeugte sich, erst horchend, dann sachte öffnend, dass er leer sei, und nun durchschritt er auf leisen Zehn die ganze Breite der Kammer, einem schmalen Lichtschimmer folgend, der durch die gegenüberstehende Wand drang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.153900146484375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":347,"date":1876,"orig":"Der ſchwache röthliche Strahl kam, wie der Taſtende ſich überzeugte, durch die Spalte einer morſchen mit ſchweren Eiſenbändern beſchlagenen Eichenthür.","norm":"Der schwache rötliche Strahl kam, wie der Tastende sich überzeugte, durch die Spalte einer morschen mit schweren Eisenbändern beschlagenen Eichentür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.028600215911865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":348,"date":1876,"orig":"Vorſichtig legte er ſein ſcharfes Auge an das klaffende Holzwerk, und was er ſah und vernahm war derart, daß er, ſeine eigene Lage vergeſſend, an ſeinen Poſten gebannt blieb.","norm":"Vorsichtig legte er sein scharfes Auge an das klaffende Holzwerk, und was er sah und vernahm war derart, dass er, seine eigene Lage vergessend, an seinen Posten gebannt blieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.206099987030029} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":349,"date":1876,"orig":"Es war ein enges, durch eine beſchirmte Hängelampe erhelltes Gemach, in das er blickte.","norm":"Es war ein enges, durch eine beschirmte Hängelampe erhelltes Gemach, in das er blickte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.585200071334839} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":350,"date":1876,"orig":"Der Redenden waren zwei und ſie ſchienen ſich an einem kleinen, mit Briefſchaften und unordentlich zur Seite geſchobenen Flaſchen und Tellern bedeckten Tiſche gegenüber zu ſitzen.","norm":"Der Redenden waren zwei und sie schienen sich an einem kleinen, mit Briefschaften und unordentlich zur Seite geschobenen Flaschen und Tellern bedeckten Tische gegenüberzusitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110199928283691} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":351,"date":1876,"orig":"Der Nähere wandte der Thür den Rücken zu und die breiten Schultern, der Stiernacken, der ſtruppige Krauskopf des heftig Sprechenden füllten zuweilen den ganzen von der Spalte gewährten Sehkreis.","norm":"Der Nähere wandte der Tür den Rücken zu und die breiten Schultern, der Stiernacken, der struppige Krauskopf des heftig Sprechenden füllten zuweilen den ganzen von der Spalte gewährten Sehkreis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.57450008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":352,"date":1876,"orig":"Jetzt beugte er ſich mit demonſtrirender Geberde vorwärts und über ſeiner Achſel ward in der grellſten Schärfe des Lichtes das auf die Hand geſtützte Haupt des Andern — Waſer erſchrack — des Herrn Pompejus Planta ſichtbar.","norm":"Jetzt beugte er sich mit demonstrierender Gebärde vorwärts und über seiner Achsel wurde in der grellsten Schärfe des Lichtes das auf die Hand gestützte Haupt des Anderen — Wasser erschrak — des Herrn Pompejus Planta sichtbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.846700191497803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":353,"date":1876,"orig":"Wie geſpannt und gramvoll ſah er aus!","norm":"Wie gespannt und gramvoll sah er aus!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.414400100708008} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":354,"date":1876,"orig":"Tief eingeſchnittene Falten zogen ſeine buſchigen Brauen zuſammen über den eingefallenen aber unheimlich blitzenden Augen.","norm":"Tief eingeschnittene Falten zogen seine buschigen Brauen zusammen über den eingefallenen aber unheimlich blitzenden Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.070199966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":355,"date":1876,"orig":"Die ſtolze kräftige Lebensluſt war geſchwunden und in ſeinen Zügen kämpften heißer Groll und tiefer Jammer.","norm":"Die stolze kräftige Lebenslust war geschwunden und in seinen Zügen kämpften heißer Groll und tiefer Jammer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.804200172424316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":356,"date":1876,"orig":"Er ſchien ſeit heute Mittag um zehn Jahre gealtert.","norm":"Er schien seit heute Mittag um zehn Jahre gealtert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.287099838256836} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":357,"date":1876,"orig":"„Ich willige ungern in das Blutbad, das mir manchen früher befreundeten Mann aus meiner Sippe koſtet, und noch ſchwerer in die dann nothwendig werdende ſpaniſche Hilfe,“ ſprach Planta jetzt langſam und gedrückt, nachdem der Andere ſeine ſprudelnde, Waſer unklar gebliebene Rede vollendet hatte, „ . . . aber, und hier fuhr ein Blitz des Haſſes aus den Augen des Freiherrn, „muß Blut fließen, Robuſtelli, ſo vergeßt mir wenigſtens ihn nicht!“","norm":"„Ich willige ungern in das Blutbad, das mir manchen früher befreundeten Mann aus meiner Sippe kostet, und noch schwerer in die dann notwendig werdende spanische Hilfe,“ sprach Planta jetzt langsam und gedrückt, nachdem der Andere seine sprudelnde, Wasser unklar gebliebene Rede vollendet hatte, „. . . aber, und hier fuhr ein Blitz des Hasses aus den Augen des Freiherrn, „muss Blut fließen, Robustelli, so vergesst mir wenigstens ihn nicht!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.173799991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":358,"date":1876,"orig":"„Den Giorgio Jenatſch!“ lachte der Italiäner wild und ſtieß ſein Meſſer in einen neben ihm liegenden kleinen Brotlaib, den er Herrn Pompejus vorhielt wie einen geſpießten Kopf an einer Pike.","norm":"„Den Giorgio Jenatsch!“ lachte der Italiener wild und stieß sein Messer in einen neben ihm liegenden kleinen Brotlaib, den er Herrn Pompejus vorhielt wie einen gespießten Kopf an einer Pike.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144700050354004} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":359,"date":1876,"orig":"Bei dieſer nicht zu mißverſtehenden ſymboliſchen Antwort kehrte der Italiäner die Hälfte ſeines rohen Geſichtes dem Lauſcher in nächſter Nähe zu.","norm":"Bei dieser nicht zu missverstehenden symbolischen Antwort kehrte der Italiener die Hälfte seines rohen Gesichtes dem Lauscher in nächster Nähe zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3902997970581055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":360,"date":1876,"orig":"Dieſer fuhr zurück und fand es gerathen, ſich geräuſchlos auf ſeine Lagerſtätte zurückzuziehen.","norm":"Dieser fuhr zurück und fand es geraten, sich geräuschlos auf seine Lagerstätte zurückzuziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.407400131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":361,"date":1876,"orig":"Die Scene gab ihm viel zu denken und beſtärkte ihn in ſeinem Vorſatze, auf dem nächſten Wege in das Veltlin zu eilen und ſeinen Freund zu warnen.","norm":"Die Szene gab ihm viel zu denken und bestärkte ihn in seinem Vorsatze, auf dem nächsten Wege in das Veltlin zu eilen und seinen Freund zu warnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.986900091171264} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":362,"date":1876,"orig":"Wie er es ausführen könne, ohne ſich ſelbſt in dieſe hochgefährlichen Dinge zu verwickeln, dies überlegend entſchlummerte er, von Müdigkeit überwältigt.","norm":"Wie er es ausführen könne, ohne sich selbst in diese hochgefährlichen Dinge zu verwickeln, dies überlegend entschlummerte er, von Müdigkeit überwältigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.929100036621093} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":363,"date":1876,"orig":"Das erſte Morgenlicht dämmerte durch ein ſchmales Fenſterlein, das eher eine Schießſcharte zu nennen war, als Waſer durch ein Klopfen an der Fallthüre geweckt wurde.","norm":"Das erste Morgenlicht dämmerte durch ein schmales Fensterlein, das eher eine Schießscharte zu nennen war, als Wasser durch ein Klopfen an der Falltüre geweckt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.948999881744384} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":364,"date":1876,"orig":"Er fuhr in ſeine Kleider und machte ſich reiſefertig.","norm":"Er fuhr in seine Kleider und machte sich reisefertig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.078999996185303} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":365,"date":1876,"orig":"Die Alte trug ihm Grüße an ihren Sohn auf, hing ihm ſorgfältig das Pulverhorn um, das ſie als eine werthvolle Familienreliquie zu verehren ſchien, und beförderte ihn mit einiger Aengſtlichkeit durch das Küchenpförtchen ins Freie.","norm":"Die Alte trug ihm Grüße an ihren Sohn auf, hing ihm sorgfältig das Pulverhorn um, das sie als eine wertvolle Familienreliquie zu verehren schien, und beförderte ihn mit einiger Ängstlichkeit durch das Küchenpförtchen ins Freie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.587600231170654} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":366,"date":1876,"orig":"Hier zeigte ſie ihm den in die Berge zur Linken der Maloja ſich verlierenden Anfang ſeines heutigen Weges, den ſchmalen Eingang zum Thalkeſſel von Caveloſch.","norm":"Hier zeigte sie ihm den in die Berge zur Linken der Maloja sich verlierenden Anfang seines heutigen Weges, den schmalen Eingang zum Talkessel von Cavelosch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258600234985352} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":367,"date":1876,"orig":"„Seid Ihr einmal drinnen,“ ſagte ſie, „ſo blickt nach dem kahlen Hange zur Linken des See's, dort ſchlängelt ſich, weithin ſichtbar, der Pfad und dort müßt Ihr ohne anders den Agoſtino erblicken.","norm":"„Seid Ihr einmal drinnen,“ sagte sie, „so blickt nach dem kahlen Hange zur Linken des See es, dort schlängelt sich, weithin sichtbar, der Pfad und dort müsst Ihr ohne anders den Agostino erblicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.981200218200684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":368,"date":1876,"orig":"Er iſt vor einer Viertelſtunde mit ſeinem Tragkorbe aufgebrochen und geht wie ihr nach Sondrio hinüber.","norm":"Er ist vor einer Viertelstunde mit seinem Tragkorbe aufgebrochen und geht wie ihr nach Sondrio hinüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.084799766540527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":369,"date":1876,"orig":"Den ſprecht an und haltet Euch zu ihm.","norm":"Den sprecht an und haltet Euch zu ihm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5142998695373535} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":370,"date":1876,"orig":"Es iſt freilich mit ihm hier,“ ſie wies auf die Stirne, „nicht ganz richtig, aber den Weg weiß er auswendig und iſt ſonſt wie ein Andrer.“","norm":"Es ist freilich mit ihm hier,“ sie wies auf die Stirn, „nicht ganz richtig, aber den Weg weiß er auswendig und ist sonst wie ein Anderer .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.626800060272217} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":371,"date":1876,"orig":"Waſer verabſchiedete ſich mit herzlichem Danke und entfernte ſich ſchnellfüßig aus dem Umkreiſe des noch ſtillen Hauſes.","norm":"Wasser verabschiedete sich mit herzlichem Danke und entfernte sich schnellfüßig aus dem Umkreise des noch stillen Hauses.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.348499774932861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":372,"date":1876,"orig":"Zwiſchen wilden Felstrümmern, die den Pfad kaum durchlie��en, betrat er bald das eiförmige, rings von gletſcherbeladenen Wänden abgeſchloſſene Thal.","norm":"Zwischen wilden Felstrümmern, die den Pfad kaum durchließen, betrat er bald das eiförmige, rings von gletscherbeladenen Wänden abgeschlossene Tal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.094099998474121} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":373,"date":1876,"orig":"Er erblickte den ſchmalen Steig mit dem längs dem Abhange ſchreitenden Agoſtino und eilte ihm nach.","norm":"Er erblickte den schmalen Steige mit dem längs dem Abhange schreitenden Agostino und eilte ihm nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.864200115203857} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":374,"date":1876,"orig":"Der junge Mann hatte die Eindrücke der Nacht noch nicht überwunden, ſo ſehr er ſich bemühte, ihrer Herr zu werden und ſie in klare Gedanken zu verwandeln.","norm":"Der junge Mann hatte die Eindrücke der Nacht noch nicht überwunden, so sehr er sich bemühte, ihrer Herr zu werden und sie in klare Gedanken zu verwandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.498500108718872} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":375,"date":1876,"orig":"Er ahnte, daß, was er geſchaut, ſchweres Unheil bedeute und daß ihm der Zufall nur einen geringen, für ihn zuſammenhangsloſen und unverſtändlichen Theil ſich vorbereitender ungeheurer Schickſale enthülle.","norm":"Er ahnte, dass, was er geschaut, schweres Unheil bedeute und dass ihm der Zufall nur einen geringen, für ihn zusammenhangslosen und unverständlichen Teil sich vorbereitender ungeheurer Schicksale enthülle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.199999809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":376,"date":1876,"orig":"Trotz ſeines leichten Jugendblutes war er davon tief erſchüttert, denn zwei der hier ſich feindlich entgegengetriebenen Perſönlichkeiten, ſein Freund und Herr Pompejus, beſaßen, wenn auch auf verſchiedene Weiſe, ſeine Liebe und Bewunderung.","norm":"Trotz seines leichten Jugendblutes war er davon tief erschüttert, denn zwei der hier sich feindlich entgegengetriebenen Persönlichkeiten, sein Freund und Herr Pompejus, besaßen, wenn auch auf verschiedene Weise, seine Liebe und Bewunderung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537300109863281} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":377,"date":1876,"orig":"Und wie eigen, bezaubernd und ſchauerlich, war dieſe jetzt vom Morgen geröthete Gegend.","norm":"Und wie eigen, bezaubernd und schauerlich, war diese jetzt vom Morgen gerötete Gegend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.789400100708008} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":378,"date":1876,"orig":"Unten eine grüne Seetiefe, umkränzt von üppig bewachſenen Vorſprüngen und buſchigen Inſelchen, verſenkt in eine überall, überall ſich zudrängende unendliche Wildniß dunkelroth blühender Alpenroſen wie in ein blutiges Tuch.","norm":"Unten eine grüne Seetiefe, umkränzt von üppig bewachsenen Vorsprüngen und buschigen Inselchen, versenkt in eine überall, überall sich zudrängende unendliche Wildnis dunkelrot blühender Alpenrosen wie in ein blutiges Tuch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.498000144958496} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":379,"date":1876,"orig":"Ringsum ragten ſenkrechte ſchimmernde Felswände, durchzogen von den ſilbernen Schlangenwindungen ſtürzender Gletſcherbäche, und im Süden, wo der im Zickzack ſich aufwärts windende Pfad den einzigen Ausgang aus dem Thalrunde verrieth, blendete den Blick ein glänzendes Schneefeld, aus dem röthliche Klippen und Pyramiden hervorſtachen.","norm":"Ringsum ragten senkrechte schimmernde Felswände, durchzogen von den silbernen Schlangenwindungen stürzender Gletscherbäche, und im Süden, wo der im Zickzack sich aufwärts windende Pfad den einzigen Ausgang aus dem Talrunde verriet, blendete den Blick ein glänzendes Schneefeld, aus dem rötliche Klippen und Pyramiden hervorstachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293900012969971} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":380,"date":1876,"orig":"Jetzt hatte Waſer ſeinen Vormann erreicht und ſuchte grüßend ein Geſpräch mit dem Schweigſamen anzuknüpfen, der, in langſames Brüten vertieft, ihn gleichgültig kaum anſah und ſich ſeine Geſellſchaft ohne Verwunderung und ohne Neugier gefallen ließ.","norm":"Jetzt hatte Wasser seinen Vormann erreicht und suchte grüßend ein Gespräch mit dem Schweigsamen anzuknüpfen, der, in langsames Brüten vertieft, ihn gleichgültig kaum ansah und sich seine Gesellschaft ohne Verwunderung und ohne Neugier gefallen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105599880218506} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":381,"date":1876,"orig":"Er konnte ihm nur wenige Worte abnöthigen und da der Pfad ohnedies immer rauher und bald auf dem Schnee ſchlüpfrig wurde, gab er ſeine Bemühungen auf.","norm":"Er konnte ihm nur wenige Worte abnötigen und da der Pfad ohnedies immer rauer und bald auf dem Schnee schlüpfrig wurde, gab er seine Bemühungen auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.169600009918213} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":382,"date":1876,"orig":"Schneller, als Waſer erwartet hatte, erreichten ſie die Paßhöhe.","norm":"Schneller, als Wasser erwartet hatte, erreichten sie die Passhöhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481100082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":383,"date":1876,"orig":"Hier beherrſchte den Ausblick nach Süden eine hochgethürmte, düſtere Gebirgsmaſſe.","norm":"Hier beherrschte den Ausblick nach Süden eine hochgetürmte, düstere Gebirgsmasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.205100059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":384,"date":1876,"orig":"Waſer erkundigte ſich nach dem Namen dieſes drohenden Rieſen.","norm":"Wasser erkundigte sich nach dem Namen dieses drohenden Riesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.165599822998047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":385,"date":1876,"orig":"„Er hat deren verſchiedene,“ antwortete Agoſtino, „hier oben in Bünden nennen ſie ihn anders, als wir unten in Sondrio.","norm":"„Er hat deren verschiedene,“ antwortete Agostino, „hier oben in Bünden nennen sie ihn anders, als wir unten in Sondrio.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162399768829346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":386,"date":1876,"orig":"Hier heißt er der Berg des Unglücks und bei uns der Berg des Wehs.“","norm":"Hier heißt er der Berg des Unglücks und bei uns der Berg des Wehs .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.904200077056885} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":387,"date":1876,"orig":"Von dieſen ſchwermüthigen Namen unangenehm berührt, ließ Waſer ſeinen wortkargen Begleiter voranſchreiten, hielt eine kurze Raſt und blieb dann, ohne ihn aus den Augen zu laſſen, eine Strecke hinter ihm, um ſich in der kräftigen Bergluft allein der freien Luſt des Wanderns zu ergeben.","norm":"Von diesen schwermütigen Namen unangenehm berührt, ließ Wasser seinen wortkargen Begleiter voranschreiten, hielt eine kurze Rast und blieb dann, ohne ihn aus den Augen zu lassen, eine Strecke hinter ihm, um sich in der kräftigen Bergluft allein der freien Lust des Wanderns zu ergeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.181399822235107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":388,"date":1876,"orig":"So ging es ſtundenlang abwärts längs des ſchäumenden, über Felsblöcke tobenden Malero, während die Sonne immer glühender in die Thalenge hinunterbrannte.","norm":"So ging es stundenlang abwärts längs des schäumenden, über Felsblöcke tobenden Maler, während die Sonne immer glühender in die Thalenge hinunterbrannte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177000045776367} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":389,"date":1876,"orig":"Jetzt begannen kräftig aus dem Wieſengrunde emporgewundene Kaſtanienbäume den Pfad zu beſchatten und die erſten Weinlauben grüßten mit ihren ſchwebenden Ranken.","norm":"Jetzt begannen kräftig aus dem Wiesengrunde emporgewundene Kastanienbäume den Pfad zu beschatten und die ersten Weinlauben grüßten mit ihren schwebenden Ranken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.792099952697754} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":390,"date":1876,"orig":"Auf den Hügeln ſchimmerten prunkbeladene Kirchen und der Weg wurde immer häufiger zur gepflaſterten Dorfgaſſe.","norm":"Auf den Hügeln schimmerten prunkbeladene Kirchen und der Weg wurde immer häufiger zur gepflasterten Dorfgasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.46619987487793} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":391,"date":1876,"orig":"Endlich durchſchritten ſie die letzte Schlucht und vor ihnen lag im goldenen Abenddufte das breite üppige Veltlin mit ſeinen heißen Weinbergen und ſumpfigen Reisfeldern.","norm":"Endlich durchschritten sie die letzte Schlucht und vor ihnen lag im goldenen Abenddufte das breite üppige Veltlin mit seinen heißen Weinbergen und sumpfigen Reisfeldern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332600116729736} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":392,"date":1876,"orig":"„Dort iſt Sondrio,“ ſagte Agoſtino zu dem jetzt wieder an ſeiner Seite ſchreitenden Waſer und wies auf eine italiäniſche Stadt mit ſchimmernden Paläſten und Thürmen, die dem aus der Einöde Kommenden wie ein Feenzauber durch den dunkeln Rahmen des Felsthors entgegenlachte.","norm":"„Dort ist Sondrio,“ sagte Agostino zu dem jetzt wieder an seiner Seite schreitenden Wasser und wies auf eine italienische Stadt mit schimmernden Palästen und Türmen, die dem aus der Einöde Kommenden wie ein Feenzauber durch den dunklen Rahmen des Felsthors entgegenlachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.507900238037109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":393,"date":1876,"orig":"„Ein luſtiges Land, Dein Veltlin, Agoſtino,“ rief der Zürcher, „und dort am Felſen wächſt ja, irr' ich nicht, der löbliche Saſſeller, die Perle der Weine!“","norm":"„Ein lustiges Land, Dein Veltlin, Agostino,“ rief der Zürcher, „und dort am Felsen wächst ja, irre ich nicht, der löbliche Sassseller, die Perle der Weine!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.303199768066406} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":394,"date":1876,"orig":"„Er iſt im April erfroren,“ verſetzte Agoſtino in ſchwermüthiger Stimmung, „zur Strafe unſrer Sünden.“","norm":"„Er ist im April erfroren,“ versetzte Agostino in schwermütiger Stimmung, „zur Strafe unserer Sünden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.446199893951416} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":395,"date":1876,"orig":"„Das iſt Schade,“ verſetzte Jener, „was habt Ihr denn eigentlich verbrochen?“","norm":"„Das ist schade,“ versetzte jener, „was habt Ihr denn eigentlich verbrochen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.935400009155273} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":396,"date":1876,"orig":"„Wir dulden unter uns den giftigen Ausſatz der Ketzerei, aber wir werden in Kürze gereinigt und das faule Fleiſch wird ausgeſchnitten werden.","norm":"„Wir dulden unter uns den giftigen Aufsatz der Ketzerei, aber wir werden in Kürze gereinigt und das faule Fleisch wird ausgeschnitten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.391300201416016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":397,"date":1876,"orig":"Die Todten und die Heiligen haben in feierlicher Verſammlung das Für und Wider erwogen am achten Mai um Mitternacht dort zu San Gervaſio und Protaſio,“ er wies auf eine vor ihnen liegende Kirche, „— der Wächter hat es wohl gehört und iſt vor Schrecken krank geworden — ſie haben ſcharf geſtritten . . . aber unſer San Carlo, deſſen Stimme zwanzig gilt, iſt Meiſter geworden.“","norm":"Die Toten und die Heiligen haben in feierlicher Versammlung das Für und Wider erwogen am achten Mai um Mitternacht dort zu San Gervasio und Protasio,“ er wies auf eine vor ihnen liegende Kirche, „— der Wächter hat es wohl gehört und ist vor Schrecken krank geworden — sie haben scharf gestritten . . . aber unser San Carlo, dessen Stimme zwanzig gilt, ist Meister geworden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.876500129699707} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":398,"date":1876,"orig":"Nicht bemerkend, wie ſpöttiſch ihn ſein Begleiter von der Seite aus lachenden Augenwinkeln anſah, that er jetzt, was er unterwegs ſchon immer gethan, wo ein Kreuz oder Heiligenbild am Pfade ſtand, er ſetzte, vor einem bunten Schreine der Muttergottes angelangt, ſeinen Tragkorb nieder, warf ſich auf die Kniee und ſtarrte mit brennenden Augen durch das Gitter.","norm":"Nicht bemerkend, wie spöttisch ihn sein Begleiter von der Seite aus lachenden Augenwinkeln ansah, tat er jetzt, was er unterwegs schon immer getan, wo ein Kreuz oder Heiligenbild am Pfade stand, er setzte, vor einem bunten Schreine der Muttergottes angelangt, seinen Tragkorb nieder, warf sich auf die Knie und starrte mit brennenden Augen durch das Gitter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.468100070953369} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":399,"date":1876,"orig":"„Saht Ihr, wie ſie mir winkte?“ ſagte er nach einiger Zeit im Weitergehen wie geiſtesabweſend.","norm":"„Saht Ihr, wie sie mir winkte?“ sagte er nach einiger Zeit im Weitergehen wie geistesabwesend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.296199798583984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":400,"date":1876,"orig":"„Ja wohl,“ meinte der Zürcher luſtig, „Ihr ſcheint bei ihr gut angeſchrieben zu ſein.","norm":"„Ja wohl,“ meinte der Zürcher lustig, „Ihr scheint bei ihr gut angeschrieben zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.76669979095459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":401,"date":1876,"orig":"An was hat ſie Euch denn erinnert?“","norm":"An was hat sie Euch denn erinnert?“","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.317999839782715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":402,"date":1876,"orig":"„Meine Schweſter umzubringen!“ erwiderte er mit einem ſchweren Seufzer.","norm":"„Meine Schwester umzubringen!“ erwiderte er mit einem schweren Seufzer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.971400022506714} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":403,"date":1876,"orig":"Das war dem jungen Zürcher zu viel.","norm":"Das war dem jungen Zürcher zu viel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.29040002822876} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":404,"date":1876,"orig":"„Lebt wohl, Agoſtino,“ ſagte er.","norm":"„Lebt wohl, Agostino,“ sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"cy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.532900094985962} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":405,"date":1876,"orig":"„Auf meiner Karte ſteht ein Seitenweg nach Berbenn, da iſt er ja ſchon, nicht wahr?","norm":"„Auf meiner Karte steht ein Seitenweg nach Berbenn, da ist er ja schon, nicht wahr?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.496099948883057} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":406,"date":1876,"orig":"Ich kann abkürzen.“","norm":"Ich kann abkürzen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.288400173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":407,"date":1876,"orig":"Und er drückte dem leidigen Geſellen ein Geldſtück in die Hand.","norm":"Und er drückte dem leidigen Gesellen ein Geldstück in die Hand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.961899995803833} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":408,"date":1876,"orig":"Waſer wandte ſich zwiſchen den Mauern der Weinberge rechts um den Fuß des Gebirges und erblickte nach kurzer Wanderung das unter dem ſchattenden Grün der Kaſtanien faſt verborgene Dorf Berbenn, ſein Reiſeziel.","norm":"Wasser wandte sich zwischen den Mauern der Weinberge rechts um den Fuß des Gebirges und erblickte nach kurzer Wanderung das unter dem schattenden Grün der Kastanien fast verborgene Dorf Berbenn, sein Reiseziel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.374599933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":409,"date":1876,"orig":"Ein halbnackter Bube wies ihm die Pfarre.","norm":"Ein halbnackter Bube wies ihm die Pfarre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.644400119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":410,"date":1876,"orig":"Ein ärmliches Haus — aber an ſeiner Vorderſeite umhangen und beladen mit einem ſo reichen Prunke von Blättern und Trauben, mit ſo üppigen Kränzen von übermüthigem Weinlaube, daß ſein dürftiger Bau darunter verſchwand.","norm":"Ein ärmliches Haus — aber an seiner Vorderseite umhangen und beladen mit einem so reichen Prunke von Blättern und Trauben, mit so üppigen Kränzen von übermütigem Weinlaube, dass sein dürftiger Bau darunter verschwand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.905399799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":411,"date":1876,"orig":"Ein breites Gitterdach auf morſchen Holzſäulen bildete die ſchwache Stütze dieſes laſtenden Reichthums und die Vorhalle des Häuschens.","norm":"Ein breites Gitterdach auf morschen Holzsäulen bildete die schwache Stütze dieses lastenden Reichtums und die Vorhalle des Häuschens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728300094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":412,"date":1876,"orig":"Oben ſpielten die letzten Strahlen der Abendſonne auf den warmen goldgrünen Blättern, darunter lag Alles im tiefſten Schatten.","norm":"Oben spielten die letzten Strahlen der Abendsonne auf den warmen goldgrünen Blättern, darunter lag alles im tiefsten Schatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815800189971924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":413,"date":1876,"orig":"Während Waſer dieſe noch nie geſchaute freie Fülle beſtaunte, erſchien eine leichte Geſtalt in der Thüre, und als ſie aus dem grünen Schatten trat, war es ein ſchönes noch mädchenhaftes Weib, das einen Krug zum Waſſerholen auf dem Kopfe trug.","norm":"Während Wasser diese noch nie geschaute freie Fülle bestaunte, erschien eine leichte Gestalt in der Türe, und als sie aus dem grünen Schatten trat, war es ein schönes noch mädchenhaftes Weib, das einen Krug zum Wasserholen auf dem Kopfe trug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.453400135040283} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":414,"date":1876,"orig":"Der nackte Arm ſtützte leicht das auf den dicken braunen Flechten ruhende Gefäß, ſie bewegte ſich in ſchwebender Anmuth mit geſenkten Wimpern heran und als nun Waſer in achtungsvoller Haltung höflich grüßend vor ihr ſtand und ſie die ſanften leuchtenden Augen auf ihn richtete, war ihm, er habe noch nie im Leben einen ſolchen Triumph der Schönheit geſehen.","norm":"Der nackte Arm stützte leicht das auf den dicken braunen Flechten ruhende Gefäß, sie bewegte sich in schwebender Anmut mit gesenkten Wimpern heran und als nun Wasser in achtungsvoller Haltung höflich grüßend vor ihr stand und sie die sanften leuchtenden Augen auf ihn richtete, war ihm, er habe noch nie im Leben einen solchen Triumph der Schönheit gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.426300048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":415,"date":1876,"orig":"Auf ſeine Erkundigung nach dem Herrn Pfarrer zeigte ſie ruhig mit der freien Hand durch die Weinlaube und den dunkeln Flur nach einer Hinterthür des Hauſes, wo die goldene Abendhelle eindrang.","norm":"Auf seine Erkundigung nach dem Herrn Pfarrer zeigte sie ruhig mit der freien Hand durch die Weinlaube und den dunklen Flur nach einer Hintertür des Hauses, wo die goldene Abendhelle eindrang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.660200119018555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":416,"date":1876,"orig":"Von dorther ſcholl zu Waſers Verwunderung kriegeriſcher Geſang.","norm":"Von dorther scholl zu Wassers Verwunderung kriegerischer Gesang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.524600028991699} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":417,"date":1876,"orig":"„Kein ſchönrer Tod iſt in der Welt Als wer vorm Feind hinſcheidt . . .","norm":"„Kein schönerer Tod ist in der Welt als wer vorm Feind hinscheidet . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440899848937988} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":418,"date":1876,"orig":"Das Lied des deutſchen Landsknechts, das ſo todesfreudig und doch ſo lebensmuthig klang, konnte, daran war kein Zweifel, nur aus der kräftigen Kehle ſeines Freundes kommen.","norm":"Das Lied des deutschen Landsknechts, das so todesfreudig und doch so lebensmutig klang, konnte, daran war kein Zweifel, nur aus der kräftigen Kehle seines Freundes kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.233699798583984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":419,"date":1876,"orig":"In der That, da kniete er im Schatten einer mächtigen Ulme, und womit beſchloß der Pfarrer von Berbenn ſein Tagewerk?","norm":"In der Tat, da kniete er im Schatten einer mächtigen Ulme, und womit beschloss der Pfarrer von Berbenn sein Tagewerk?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.900700092315674} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":420,"date":1876,"orig":"er ſchliff am Wetzſteine einen gewaltigen Raufdegen.","norm":"er schliff am Wetzsteine einen gewaltigen Raufdegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.735400199890137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":421,"date":1876,"orig":"Vor Ueberraſchung blieb Waſer einen Augenblick wortlos ſtehen.","norm":"Vor Überraschung blieb Wasser einen Augenblick wortlos stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.070499897003174} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":422,"date":1876,"orig":"Der Knieende gewahrte ihn, ſtieß das Schwert in den Raſen, ſprang auf, breitete die Arme aus und drückte mit dem Rufe „Herzenswaſer!“ den Freund an ſeine breite Bruſt.","norm":"Der Knieende gewahrte ihn, stieß das Schwert in den Rasen, sprang auf, breitete die Arme aus und drückte mit dem Rufe „Herzenswasser!“ den Freund an seine breite Brust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.523499965667725} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":423,"date":1876,"orig":"Viertes Kapitel.","norm":"Viertes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.936999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":424,"date":1876,"orig":"Nachdem ſich der Ankömmling aus der Umſchlingung des Pfarrers losgewunden, maßen ſie ſich gegenſeitig mit fröhlichen Augen.","norm":"Nachdem sich der Ankömmling aus der Umschlingung des Pfarrers losgewunden, maßen sie sich gegenseitig mit fröhlichen Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303599834442139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":425,"date":1876,"orig":"Waſer war etwas 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worden durch die Gefahren eines ſtürmiſchen öffentlichen Lebens.","norm":"Er ahnte es, die Gewalt eines unbändigen Willens, die früher in den düstern, fast schläfrigen Zügen seines Schulgenossen geschlummert haben mochte, war geweckt, war entfesselt worden durch die Gefahren eines stürmischen öffentlichen Lebens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.295899868011475} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":428,"date":1876,"orig":"Jenatſch ſeinerſeits war von der fertigen und ſaubern Erſcheinung ſeines zürcheriſchen Freundes, der mit klug beſcheidenen Blicken, doch in ſeiner Weiſe ſicher vor ihm ſtand, ſichtlich befriedigt, und offenbar erfreut, mit einem Vertreter ſtädtiſcher Kultur in ſeiner Abgeſchiedenheit zu verkehren.","norm":"Jenatsch seinerseits war von der fertigen und sauberen Erscheinung seines zürcherischen Freundes, der mit klug bescheidenen Blicken, doch in seiner Weise sicher vor ihm stand, sichtlich befriedigt, und offenbar erfreut, mit einem Vertreter städtischer Kultur in seiner Abgeschiedenheit zu verkehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.501100063323975} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":429,"date":1876,"orig":"Der Bündner lud ſeinen Gaſt mit einer Handbewegung zum Sitzen ein auf die rings um den Stamm der Ulme laufende Bank und rief mit tönender Stimme:","norm":"Der Bündner lud seinen Gast mit einer Handbewegung zum Sitzen ein auf die rings um den Stamm der Ulme laufende Bank und rief mit tönender Stimme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.611100196838379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":430,"date":1876,"orig":"„Wein! Lucia.“","norm":"„Wein! Lucia .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.369000434875488} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":431,"date":1876,"orig":"Das ſchöne ſtille Weib, dem Waſer beim Eintritt in das Haus begegnet war, erſchien bald mit zwei vollen Steinkrügen, die ſie mit einer lieblich ſchüchternen Verneigung zwiſchen die Freunde auf die Holzbank ſetzte, demüthig ſich gleich wieder entfernend.","norm":"Das schöne stille Weib, dem Wasser beim Eintritt in das Haus begegnet war, erschien bald mit zwei vollen Steinkrügen, die sie mit einer lieblich schüchternen Verneigung zwischen die Freunde auf die Holzbank setzte, demütig sich gleich wieder entfernend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.461699962615967} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":432,"date":1876,"orig":"„Wer iſt das holdſelige Geſchöpf?“ fragte Waſer, der ihr mit Wohlgefallen nachſchaute.","norm":"„Wer ist das holdselige Geschöpf?“ fragte Wasser, der ihr mit Wohlgefallen nachschaute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.810699939727783} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":433,"date":1876,"orig":"„Mein Eheweib.","norm":"„Mein Eheweib.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.130199909210205} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":434,"date":1876,"orig":"Du begreifſt, daß hier mitten unter den Götzendienern,“ Jenatſch lächelte, „ein proteſtantiſcher Prieſter nicht unbeweibt bleiben durfte.","norm":"Du begreifst, dass hier mitten unter den Götzendienern,“ Jenatsch lächelte, „ein protestantischer Priester nicht unbeweibt bleiben durfte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728600025177002} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":435,"date":1876,"orig":"Es iſt einer unſerer Hauptſätze!","norm":"Es ist einer unserer Hauptsätze!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.503699779510498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":436,"date":1876,"orig":"Ueberdieß ſchärfte mir das jetzige laue Regiment, das mich aus dem Wege haben wollte und mich auf dieſe einſame Strafpfarre beförderte, ausdrücklich ein, ſo viele Seelen als möglich aus dem Pfuhle des Aberglaubens zu ziehen.","norm":"Überdies schärfte mir das jetzige laue Regiment, das mich aus dem Wege haben wollte und mich auf diese einsame Strafpfarre beförderte, ausdrücklich ein, so viele Seelen als möglich aus dem Pfuhle des Aberglaubens zu ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.388899803161621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":437,"date":1876,"orig":"Das war mein redlicher Vorſatz.","norm":"Das war mein redlicher Vorsatz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1605000495910645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":438,"date":1876,"orig":"Aber bis jetzt iſt mir nur eine Bekehrung gelungen, die der ſchönen Lucia.","norm":"Aber bis jetzt ist mir nur eine Bekehrung gelungen, die der schönen Lucia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.385499954223633} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":439,"date":1876,"orig":"Und wie?","norm":"Und wie?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.781899929046631} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":440,"date":1876,"orig":"Indem ich meine eigene Perſon dafür verpfändete.","norm":"Indem ich meine eigene Person dafür verpfändete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.925800085067749} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":441,"date":1876,"orig":"„Sie iſt aus der Maßen ſchön,“ bemerkte Waſer nachdenklich.","norm":"„sie ist aus der Maßen schön,“ bemerkte Wasser nachdenklich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.71619987487793} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":442,"date":1876,"orig":"„Gerade ſchön genug für mich!“ ſagte Jenatſch, ſeinem Gaſte den einen Krug überreichend, während er den andern an die Lippen ſetzte, „und die Sanftmuth ſelbſt, — ſie hat von ihren katholiſchen Verwandten meinetwegen viel zu leiden.","norm":"„Gerade schön genug für mich!“ sagte Jenatsch, seinem Gaste den einen Krug überreichend, während er den anderen an die Lippen setzte, „und die Sanftmut selbst, — sie hat von ihren katholischen Verwandten meinetwegen viel zu leiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110099792480469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":443,"date":1876,"orig":"Aber was haſt Du da für ein ſtattliches Pulverhorn, Freund? das iſt ja das Erbſtück aus der Familie der Alexander!","norm":"Aber was hast Du da für ein stattliches Pulverhorn, Freund? das ist ja das Erbstück aus der Familie der Alexander!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.582200050354004} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":444,"date":1876,"orig":". . . Richtig, der Alte in Pontreſina iſt geſtorben und nun kommt es an den wackern Blaſius, meinen Collegen in Ardenn.","norm":". . . Richtig, der Alte in Pontresina ist gestorben und nun kommt es an den wackeren Blasius, meinen Kollegen in Ardenn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057700157165527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":445,"date":1876,"orig":"Darum könnt' ich ihn beneiden.","norm":"Darum könnte ich ihn beneiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.653000116348266} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":446,"date":1876,"orig":"Doch wie in aller Welt kommſt gerade Du dazu, es ins Veltlin zu bringen?“","norm":"Doch wie in aller Welt kommst gerade Du dazu, es ins Veltlin zu bringen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730599880218506} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":447,"date":1876,"orig":"„Das gehört zu meinen Reiſeerlebniſſen, die ich Dir ſpäter des Nähern berichten werde,“ erwiederte Waſer, der mit ſich ſelbſt noch nicht im Klaren war, wie weit er das warnende Abenteuer der Maloja enthüllen könne, ohne gegen ſeinen Vorſatz von dem heißblütigen Freunde aus der einen Mittheilung in die andere fortgeriſſen zu werden.","norm":"„Das gehört zu meinen Reiseerlebnissen, die ich Dir später des Nähern berichten werde,“ erwiderte Wasser, der mit sich selbst noch nicht im Klaren war, wie weit er das warnende Abenteuer der Maloja enthüllen könne, ohne gegen seinen Vorsatz von dem heißblütigen Freunde aus der einen Mitteilung in die andere fortgerissen zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.335800170898437} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":448,"date":1876,"orig":"„Aber jetzt, lieber Jürg, kläre mich vor allen Dingen auf über die merkwürdigen Ereigniſſe, die in den letzten Jahren die Aufmerkſamkeit aller Politiker auf Dein Vaterland lenkten.","norm":"„Aber jetzt, lieber Jürg, kläre mich vor allen Dingen auf über die merkwürdigen Ereignisse, die in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit aller Politiker auf Dein Vaterland lenkten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.68090009689331} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":449,"date":1876,"orig":"Quorum pars magna fuisti!","norm":"Quorum pars magna fuisti!","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"mt","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.854599952697754} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":450,"date":1876,"orig":"Du warſt dabei die Hauptperſon.“","norm":"Du warst dabei die Hauptperson .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.308499813079834} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":451,"date":1876,"orig":"„Darüber kannſt Du leichtlich beſſer unterrichtet ſein als ich, wenigſtens was den Zuſammenhang betrifft,“ antwortete Jenatſch, indem er den linken Fuß auf den Schleifſtein ſetzte und ein Bein über das andere ſchlug, „Du arbeiteſt ja auf eurer Staatskanzlei und die Herren von Zürich laſſen ſich nichts zu viel koſten, um nur immer auf dem Laufenden zu bleiben.","norm":"„Darüber kannst Du leichtlich besser unterrichtet sein als ich, wenigstens was den Zusammenhang betrifft,“ antwortete Jenatsch, indem er den linken Fuß auf den Schleifstein setzte und ein Bein über das andere schlug, „Du arbeitest ja auf eurer Staatskanzlei und die Herren von Zürich lassen sich nichts zu viel kosten, um nur immer auf dem Laufenden zu bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.499300003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":452,"date":1876,"orig":"Uebrigens iſt Alles ganz natürlich zugegangen, verkettet nach Urſache und Wirkung.","norm":"Übrigens ist alles ganz natürlich zugegangen, verkettet nach Ursache und Wirkung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.631899833679199} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":453,"date":1876,"orig":"Du weißt alſo, denn in eurer Rathsſtube mag es häufig aufs Tapet gekommen ſein, daß ſeit Jahren Spanien-Oeſterreich unſere Katholiken beſticht, um unſer Bündniß und freien Durchzug für ſeine Kriegsbanden zu erlangen und uns jetzt, aus Verdruß, durch ſeine Miethlinge nichts erreicht zu haben, dort,“ er wies nach Süden, „die Feſtung Fuentes gegen alle Verträge als eine tägliche Bedrohung an die Schwelle unſeres Landes Veltlin geſetzt hat. —","norm":"Du weißt also, denn in eurer Ratsstube mag es häufig aufs Tapet gekommen sein, dass seit Jahren Spanien-Österreich unsere Katholiken besticht, um unser Bündnis und freien Durchzug für seine Kriegsbanden zu erlangen und uns jetzt, aus Verdruss, durch seine Mietlinge nichts erreicht zu haben, dort,“ er wies nach Süden, „die Festung Fuentes gegen alle Verträge als eine tägliche Bedrohung an die Schwelle unseres Landes Veltlin gesetzt hat . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.494100093841553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":454,"date":1876,"orig":"Wir können ſie morgen beſuchen, Heinrich, wenn Du willſt und Du wirſt bei Deinen gnädigen Herren in Zürich einen Stein im Brete gewinnen durch die Beſchreibung des an Ort und Stelle beſichtigten Streitobjectes.","norm":"Wir können sie morgen besuchen, Heinrich, wenn Du willst und Du wirst bei Deinen gnädigen Herren in Zürich einen Stein im Brette gewinnen durch die Beschreibung des an Ort und Stelle besichtigten Streitobjektes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.023200035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":455,"date":1876,"orig":"— Das war läſtig, aber es ging uns nicht ans Leben.","norm":"— Das war lästig, aber es ging uns nicht ans Leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.048699855804443} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":456,"date":1876,"orig":"Dann aber, als es jedem klar denkenden Kopfe zur Gewißheit wurde, daß die katholiſchen Mächte zum Vernichtungskriege gegen den deutſchen Proteſtantismus rüſteten.","norm":"Dann aber, als es jedem klar denkenden Kopfe zur Gewissheit wurde, dass die katholischen Mächte zum Vernichtungskriege gegen den deutschen Protestantismus rüsteten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.737400054931641} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":457,"date":1876,"orig":". . .“","norm":". . .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.216899871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":458,"date":1876,"orig":"„Unbeſtreitbar,“ warf Waſer ein.","norm":"„Unbestreitbar,“ warf Wasser ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.6356000900268555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":459,"date":1876,"orig":"„. . . Da wurde es zur Lebensfrage für Spanien, ſich die Militärſtraße von ſeinem Mailand ins Tyrol durch unſer Veltlin, über unſer Gebirg, um jeden Preis zu ſichern, und zur Lebensfrage für uns, dies um jeden Preis zu verhindern.","norm":"„. . . Da wurde es zur Lebensfrage für Spanien, sich die Militärstraße von seinem Mailand ins Tirol durch unser Veltlin, über unser Gebirge, um jeden Preis zu sicheren, und zur Lebensfrage für uns, dies um jeden Preis zu verhindern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.414899826049805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":460,"date":1876,"orig":"Unſere ſpaniſche Partei mußte zum Nimmerwiederaufſtehn niedergeſchmettert werden!“","norm":"Unsere spanische Partei musste zum Nimmerwiederaufstehn niedergeschmettert werden!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.776599884033203} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":461,"date":1876,"orig":"„Ganz richtig,“ ſagte der Zürcher, „wenn ihr nur nicht zu ſo gar gewaltthätigen Mitteln gegriffen hättet, wenn nur euer Volksgericht in Thuſis weniger form- und regellos und ſeine Strafen weniger blutig geweſen wären!“","norm":"„Ganz richtig,“ sagte der Zürcher, „wenn ihr nur nicht zu so gar gewalttätigen Mitteln gegriffen hättet, wenn nur euer Volksgericht in Thusis weniger form- und regellos und seine Strafen weniger blutig gewesen wären!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.140100002288818} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":462,"date":1876,"orig":"„Waſche mir den Pelz, ohne ihn naß zu machen!","norm":"„Wasche mir den Pelz, ohne ihn nass zu machen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.809600114822387} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":463,"date":1876,"orig":"Wenn du kannſt!","norm":"Wenn du kannst!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nn","lang_cld3":"ht","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.653800010681152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":464,"date":1876,"orig":"Uebrigens war es nicht ſo ſchlimm.","norm":"Übrigens war es nicht so schlimm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.454900026321411} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":465,"date":1876,"orig":"Wir wurden durch übertriebene Berichte verleumdet und die beiden Planta zogen an euern Tagſatzungen und in aller Herren Länder herum, uns anzuſchwärzen und ſchlecht zu machen.“ —","norm":"Wir wurden durch übertriebene Berichte verleumdet und die beiden Planta zogen an euren Tagsatzungen und in aller Herren Länder herum, uns anzuschwärzen und schlecht zu machen .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054999828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":466,"date":1876,"orig":"„Der keiner Partei verfallene und von allen Rechtſchaffenen geachtete Fortunatus Juvalt hat nach Zürich geſchrieben, ihr wäret unbarmherzig mit ihm umgegangen.“ —","norm":"„Der keiner Partei verfallene und von allen Rechtschaffenen geachtete Fortunatus Juvalt hat nach Zürich geschrieben, ihr wäret unbarmherzig mit ihm umgegangen .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712100028991699} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":467,"date":1876,"orig":"„Geſchah dem Pedanten Recht!","norm":"„Geschah dem Pedanten recht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.421000003814697} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":468,"date":1876,"orig":"In einer kritiſchen Zeit muß man Partei zu ergreifen wiſſen.","norm":"In einer kritischen Zeit muss man Partei zu ergreifen wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.740799903869629} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":469,"date":1876,"orig":"Da heißt es:","norm":"Da heißt es:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.119800090789795} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":470,"date":1876,"orig":"Die Lauen werd' ich aus dem Munde ſpeien.“ —","norm":"Die Lauen werde ich aus dem Munde speien .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.469200134277344} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":471,"date":1876,"orig":"„Er klagte, es wären falſche Zeugen gegen ihn aufgeſtanden.“ —","norm":"„Er klagte, es wären falsche Zeugen gegen ihn aufgestanden .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.138800144195557} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":472,"date":1876,"orig":"„Mag ſein.","norm":"„Mag sein.","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"so","lang_de":0,"norm_lmscore":5.085700035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":473,"date":1876,"orig":"Auch kam er ja mit dem Leben davon und wurde nur zu einer Buße von vierhundert Kronen verurtheilt wegen zweideutiger Geſinnung.“ —","norm":"Auch kam er ja mit dem Leben davon und wurde nur zu einer Buße von vierhundert Kronen verurteilt wegen zweideutiger Gesinnung .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.516900062561035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":474,"date":1876,"orig":"„Ich begreife,“ fuhr Waſer nachdenklich fort, „daß ihr Pompejus Planta und ſeinen Bruder Rudolf des Landes verweiſen mußtet; aber war es denn nöthig, ſie wie gemeine Verbrecher zu brandmarken und mit Henkerſtrafen zu bedrohen, ohne Rückſicht auf die glänzenden Verdienſte ihrer Vorfahren und die tiefen Wurzeln ihrer Stellung im Lande?“ —","norm":"„Ich begreife,“ fuhr Wasser nachdenklich fort, „dass ihr Pompejus Planta und seinen Bruder Rudolf des Landes verweisen musstet; aber war es denn nötig, sie wie gemeine Verbrecher zu brandmarken und mit Henkerstrafen zu bedrohen, ohne Rücksicht auf die glänzenden Verdienste ihrer Vorfahren und die tiefen Wurzeln ihrer Stellung im Lande?“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.112599849700928} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":475,"date":1876,"orig":"„Niederträchtige Verräther!“ fuhr Jenatſch zornblitzend auf.","norm":"„Niederträchtige Verräter!“ fuhr Jenatsch zornblitzend auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.351200103759766} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":476,"date":1876,"orig":"„Die Schuld unſerer ganzen Gefahr und Verſtrickung laſtet auf ihnen und möge ſie zermalmen!","norm":"„Die Schuld unserer ganzen Gefahr und Verstrickung lastet auf ihnen und möge sie zermalmen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9807000160217285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":477,"date":1876,"orig":"Zuerſt und vor Allen haben ſie mit Spanien gezettelt!","norm":"Zuerst und vor allen haben sie mit Spanien gezettelt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324100017547607} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":478,"date":1876,"orig":"Kein Wort, Heinrich, zu ihrer Vertheidigung!“ —","norm":"Kein Wort, Heinrich, zu ihrer Verteidigung!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.350500106811523} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":479,"date":1876,"orig":"Verletzt durch dies herriſche Ungeſtüm, ſagte Waſer mit etwas gereizter Stimme und dem Gefühle, jetzt einen wunden Punkt zu treffen:","norm":"Verletzt durch dies herrische Ungestüm, sagte Wasser mit etwas gereizter Stimme und dem Gefühle, jetzt einen wunden Punkt zu treffen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.871500015258789} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":480,"date":1876,"orig":"„Und der Erzprieſter Nicolaus Rusca? —","norm":"„Und der Erzpriester Nicolaus Rusca? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.317500114440918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":481,"date":1876,"orig":"Er galt allgemein für unſchuldig.“ —","norm":"Er galt allgemein für unschuldig .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.141400337219238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":482,"date":1876,"orig":"„Ich glaube, er war es,“ — flüſterte Jenatſch, dem ſichtlich bei dieſer Erinnerung unbehaglich zu Muthe ward, und blickte ſtarr vor ſich hin in die Dämmerung.","norm":"„Ich glaube, er war es,“ — flüsterte Jenatsch, dem sichtlich bei dieser Erinnerung unbehaglich zu Mute wurde, und blickte starr vor sich hin in die Dämmerung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.994499921798706} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":483,"date":1876,"orig":"Erſtaunt über dieſe ſeltſame Aufrichtigkeit ſchwieg der Andere eine Weile.","norm":"Erstaunt über diese seltsame Aufrichtigkeit schwieg der Andere eine Weile.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.012599945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":484,"date":1876,"orig":"„Er iſt auf der Folter mit durchgebiſſener Zunge geſtorben . . .“ ſagte er endlich vorwurfsvoll.","norm":"„Er ist auf der Folter mit durchgebissener Zunge gestorben . . .“ sagte er endlich vorwurfsvoll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.125699996948242} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":485,"date":1876,"orig":"Jenatſch antwortete in kurzen abgeriſſenen Sätzen:","norm":"Jenatsch antwortete in kurzen abgerissenen Sätzen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.046999931335449} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":486,"date":1876,"orig":"„Ich wollte ihn retten . . . Wie konnt' ich wiſſen, daß der Schwächling die erſten Foltergrade nicht überſtehen würde . . .","norm":"„Ich wollte ihn retten . . . Wie konnte ich wissen, dass der Schwächling die ersten Foltergrade nicht überstehen würde . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.871599912643432} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":487,"date":1876,"orig":"Er hatte perſönliche Feinde.","norm":"Er hatte persönliche Feinde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.517600059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":488,"date":1876,"orig":"Die Aufregung gegen die römiſchen Pfaffen wollte ihr Opfer haben.","norm":"Die Aufregung gegen die römischen Pfaffen wollte ihr Opfer haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.059100151062012} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":489,"date":1876,"orig":"Unſere katholiſchen Unterthanen hier im Veltlin mußten eingeſchüchtert werden.","norm":"Unsere katholischen Untertanen hier im Veltlin mussten eingeschüchtert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.078499794006348} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":490,"date":1876,"orig":"Es kam, wie geſchrieben ſteht: Beſſer iſt's, daß Einer umkomme, als daß das ganze Volk verderbe.“ —","norm":"Es kam, wie geschrieben steht: Besser ist es, dass Einer umkomme, als dass das ganze Volk verderbe .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1894001960754395} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":491,"date":1876,"orig":"Wie um die trübe Stimmung abzuſchütteln, erhob ſich nun Jenatſch, den Freund aus dem dunkelnden Gartenraume ins Haus zu führen.","norm":"Wie um die trübe Stimmung abzuschütteln, erhob sich nun Jenatsch, den Freund aus dem dunkelnden Gartenraume ins Haus zu führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128600120544434} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":492,"date":1876,"orig":"Ueber der Mauer ſah man den ſchlanken Kirchthurm vom letzten Abendgold ſich abheben.","norm":"Über der Mauer sah man den schlanken Kirchturm vom letzten Abendgold sich abheben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.395100116729736} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":493,"date":1876,"orig":"„Der Unglückliche hat übrigens hier noch zahlreiche Anhänger,“ ſagte er, und dann auf die Kirche weiſend: „dort las er ſeine erſte Meſſe vor dreißig Jahren.“ —","norm":"„Der Unglückliche hat übrigens hier noch zahlreiche Anhänger,“ sagte er, und dann auf die Kirche weisend: „Dort las er seine erste Messe vor dreißig Jahren .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.632699966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":494,"date":1876,"orig":"Im Hauptgemach, das nach dem Flur offen ſtand, brannte eine Lampe.","norm":"Im Hauptgemach, das nach dem Flur offen stand, brannte eine Lampe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.355700016021728} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":495,"date":1876,"orig":"Als die Beiden das Haus betraten, ſahen ſie die junge Frau an der Vorderthür bei einer Freundin ſtehen, die ſie herausgerufen zu haben ſchien und ihr mit ängſtlichen Geberden etwas zuflüſterte.","norm":"Als die Beiden das Haus betraten, sahen sie die junge Frau an der Vordertür bei einer Freundin stehen, die sie herausgerufen zu haben schien und ihr mit ängstlichen Gebärden etwas zuflüsterte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.216500043869018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":496,"date":1876,"orig":"Hinter ihnen auf der Dorfgaſſe liefen in der Dämmerung Leute vorüber und man vernahm ein wirres Getön von Stimmen, aus dem jetzt deutlich der Ruf eines alten Weibes hervorkreiſchte:","norm":"Hinter ihnen auf der Dorfgasse liefen in der Dämmerung Leute vorüber und man vernahm ein wirres Getöne von Stimmen, aus dem jetzt deutlich der Ruf eines alten Weibes hervorkreischte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.458899974822998} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":497,"date":1876,"orig":"„Lucia, Lucia!","norm":"„Lucia, Lucia!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sm","lang_de":0,"norm_lmscore":4.679200172424316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":498,"date":1876,"orig":"Ein entſetzliches Wunder Gottes!“","norm":"Ein entsetzliches Wunder Gottes!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.02209997177124} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":499,"date":1876,"orig":"Jenatſch, dem ſolche Scenen nicht neu ſein mochten, wollte, ſeinem Gaſte den Vortritt laſſend, die Zimmerſchwelle überſchreiten, als die junge Frau ſich ihm näherte und ihn angſtvoll am Aermel faßte.","norm":"Jenatsch, dem solche Szenen nicht neu sein mochten, wollte, seinem Gaste den Vortritt lassend, die Zimmerschwelle überschreiten, als die junge Frau sich ihm näherte und ihn angstvoll am Ärmel fasste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.445899963378906} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":500,"date":1876,"orig":"Waſer, der ſich umwendete, ſah, wie ſie todtenblaß die gefalteten Hände zu ihrem Manne erhob.","norm":"Wasser, der sich umwendete, sah, wie sie totenblass die gefalteten Hände zu ihrem Manne erhob.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4542999267578125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":501,"date":1876,"orig":"„Geh' an Deinen Herd, Kind, und beſorge uns ruhig das Abendeſſen,“ befahl er freundlich, „damit Du mit Deiner Kunſt bei unſerm Gaſte Ehre einlegeſt.","norm":"„Gehe an Deinen Herd, Kind, und besorge uns ruhig das Abendessen,“ befahl er freundlich, „damit Du mit Deiner Kunst bei unserem Gaste Ehre einlegest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686299800872803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":502,"date":1876,"orig":"Dann wandte er ſich unmuthig lachend zu Waſer:","norm":"Dann wandte er sich unmutig lachend zu Wasser:","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.970300197601318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":503,"date":1876,"orig":"„Die verrückten welſchen Hirngeſpinnſte!","norm":"„Die verrückten welschen Hirngespinste!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.540500164031982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":504,"date":1876,"orig":"Sie ſagen, der todte Erzprieſter Rusca ſtehe drüben in der Kirche und leſe Meſſe! —","norm":"Sie sagen, der tote Erzpriester Rusca stehe 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aber die Neugierde überwog und: „Warum nicht!“ sagte er mit mutiger Stimme; dann, als sie der vorwärts treibenden Menge verstörter Leute durch die Dorfgasse nach der Kirche folgten, fragte er flüsternd:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.322100162506103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":508,"date":1876,"orig":"„Der Erzprieſter iſt doch wirklich nicht mehr am Leben?“","norm":"„Der Erzpriester ist doch wirklich nicht mehr am Leben?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.389699935913086} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":509,"date":1876,"orig":"„Sapperment!“ verſetzte der junge Pfarrer, „ich war dabei, als man ihn unter dem Galgen in Thuſis verſcharrte.“","norm":"„Sapperment!“ versetzte der junge Pfarrer, „ich war dabei, als man ihn unter dem Galgen in Thusis verscharrte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.224400043487549} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":510,"date":1876,"orig":"Jetzt traten ſie durch die Hauptpforte in die Kirche.","norm":"Jetzt traten sie durch die Hauptpforte in die Kirche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6851999759674072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":511,"date":1876,"orig":"Das Schiff, welches ſie nun durchſchritten, war zum Behufe des proteſtantiſchen Gottesdienſtes von allen Heiligthümern gereinigt und enthielt außer den Bänken für die Zuhörer nur den Taufſtein und eine nackte Kanzel.","norm":"Das Schiff, welches sie nun durchschritten, war zum Behufe des protestantischen Gottesdienstes von allen Heiligtümern gereinigt und enthielt außer den Bänken für die Zuhörer nur den Taufstein und eine nackte Kanzel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.165500164031982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":512,"date":1876,"orig":"Ein Breterverſchlag mit einer kleinen Thüre trennte davon den weiten Chor, der den Katholiken verblieben und von ihnen zur Capelle eingerichtet worden war.","norm":"Ein Bretterverschlag mit einer kleinen Türe trennte davon den weiten Chor, der den Katholiken verblieben und von ihnen zur Kapelle eingerichtet worden war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6778998374938965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":513,"date":1876,"orig":"Als Jenatſch öffnete, befanden ſie ſich dem Hauptaltare gegenüber, deſſen heiliger Schmuck und ſilbernes Crucifix in einem letzten durch das ſchmale Bogenfenſter einfallenden Abendſchimmer kaum mehr zu erkennen waren.","norm":"Als Jenatsch öffnete, befanden sie sich dem Hauptaltare gegenüber, dessen heiliger Schmuck und silbernes Kruzifix in einem letzten durch das schmale Bogenfenster einfallenden Abendschimmer kaum mehr zu erkennen waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.600399971008301} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":514,"date":1876,"orig":"Vor ihnen drängte ſich Kopf an Kopf die knieende murmelnde Menge, Weiber, Krüppel, Alte.","norm":"Vor ihnen drängte sich Kopf an Kopf die kniende murmelnde Menge, Weiber, Krüppel, Alte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.183499813079834} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":515,"date":1876,"orig":"Längs der Wände ſchoben ſich dürftige Männergeſtalten, mit den langen magern Hälſen vorwärts lauſchend und den Filz krampfhaft vor die Bruſt gedrückt.","norm":"Längs der Wände schoben sich dürftige Männergestalten, mit den langen mageren Hälsen vorwärts lauschend und den Filz krampfhaft vor die Brust gedrückt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.329899787902832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":516,"date":1876,"orig":"Auf dem Hochaltare flackerten zwei düſtere Kerzen, deren Licht mit dem letzten von außen kommenden Schimmer der Dämmerung kämpfte.","norm":"Auf dem Hochaltare flackerten zwei düstere Kerzen, deren Licht mit dem letzten von außen kommenden Schimmer der Dämmerung kämpfte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2006001472473145} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":517,"date":1876,"orig":"Die zwei Flämmchen bewegten ſich in einem von zerbrochenen Fenſterſcheiben eingelaſſenen Luftzuge, der ſie auszulöſchen drohte, und tanzende Schatten trieben auf dem Altare ein ſeltſames Spiel.","norm":"Die zwei Flämmchen bewegten sich in einem von zerbrochenen Fensterscheiben eingelassenen Luftzuge, der sie auszulöschen drohte, und tanzende Schatten trieben auf dem Altare ein seltsames Spiel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.278200149536133} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":518,"date":1876,"orig":"Der ſtreichende Wind bewegte zuweilen mit leiſem Geknatter die ſchwach ſchimmernden Falten der Altardecke.","norm":"Der streichende Wind bewegte zuweilen mit leisem Geknatter die schwach schimmernden Falten der Altardecke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046700000762939} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":519,"date":1876,"orig":"Erregte Sinne mochten wohl das weiße Gewand eines Knieenden auf den Stufen erblicken.","norm":"Erregte Sinne mochten wohl das weiße Gewand eines Knieenden auf den Stufen erblicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.722300052642822} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":520,"date":1876,"orig":"Jenatſch ſtieß im Mittelgange mit ſeinem Freunde vor, von den einen, in Verzückung Verſunkenen, kaum bemerkt, von den Andern mit böſen, feindlichen Blicken und leiſen Verwünſchungen verfolgt, aber von Keinem zurückgehalten.","norm":"Jenatsch stieß im Mittelgange mit seinem Freunde vor, von den einen, in Verzückung versunkenen, kaum bemerkt, von den Anderen mit bösen, feindlichen Blicken und leisen Verwünschungen verfolgt, aber von Keinem zurückgehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.512899875640869} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":521,"date":1876,"orig":"Jetzt ſtand der athletiſche Mann, Allen ſichtbar, dem Altare gegenüber; aber vor dieſem hatte ſich auch ſchon eine Anzahl unheimlich drohender Geſellen wie eine Schutzwehr gegen Heiligenſchändung zuſammengedrängt.","norm":"Jetzt stand der athletische Mann, allen sichtbar, dem Altare gegenüber; aber vor diesem hatte sich auch schon eine Anzahl unheimlich drohender Gesellen wie eine Schutzwehr gegen Heiligenschändung zusammengedrängt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948400020599365} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":522,"date":1876,"orig":"Waſer glaubte blinkende Dolche zu erblicken.","norm":"Wasser glaubte blinkende Dolche zu erblicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053299903869629} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":523,"date":1876,"orig":"„Was iſt das für ein unchriſtlicher Zauber!“ rief Jenatſch mit ſchallender Stimme.","norm":"„Was ist das für ein unchristlicher Zauber!“ rief Jenatsch mit schallender Stimme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.893800020217895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":524,"date":1876,"orig":"„Laßt mich zu, daß ich ihn breche!“ —","norm":"„Lasst mich zu, dass ich ihn breche!“ 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frei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156899929046631} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":527,"date":1876,"orig":"Um ſich nach vorn Luft zu ſchaffen, packte er den nächſten ſeiner Angreifer mit eiſerner Fauſt und ſchleuderte ihn rücklings gegen den Hochaltar.","norm":"Um sich nach vorn Luft zu schaffen, packte er den nächsten seiner Angreifer mit eiserner Faust und schleuderte ihn rücklings gegen den Hochaltar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.70989990234375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":528,"date":1876,"orig":"Der Stürzende ſchlug mit ausgebreiteten Armen, die Füße gegen die Menge ſtreckend, hart auf die Stufen und begrub den buſchigen Hinterkopf in die Altardecken.","norm":"Der Stürzende schlug mit ausgebreiteten Armen, die Füße gegen die Menge streckend, hart auf die Stufen und begrub den buschigen Hinterkopf in die Altardecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3495001792907715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":529,"date":1876,"orig":"Leuchter und Reliquienſchreine klirrten und es erhob ſich ein langes durchdringendes Wehgeheul.","norm":"Leuchter und Reliquienschreine klirrten und es erhob sich ein langes durchdringendes Wehgeheul.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.138599872589111} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":530,"date":1876,"orig":"Dieſer Moment der Verwirrung rettete den Pfarrer.","norm":"Dieser Moment der Verwirrung rettete den Pfarrer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.655700206756592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":531,"date":1876,"orig":"Er benutzte ihn blitzſchnell, durchbrach gewaltſam, ſeinen Freund nach ſich ziehend, den verwirrten Menſchenknäuel, erreichte die offene Sakriſtei, gewann das Freie und eilte mit Waſer ſeinem Hauſe zu.","norm":"Er benutzte ihn blitzschnell, durchbrach gewaltsam, seinen Freund nach sich ziehend, den verwirrten Menschenknäuel, erreichte die offene Sakristei, gewann das Freie und eilte mit Wasser seinem Hause zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.875199794769287} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":532,"date":1876,"orig":"In dem ſichern Wohnraume angelangt, ſtieß der Hausherr einen Schieber an der Wand zurück und rief in die Küche hinaus:","norm":"In dem sicheren Wohnraume angelangt, stieß der Hausherr einen Schieber an der Wand zurück und rief in die Küche hinaus:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735400199890137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":533,"date":1876,"orig":"„Trag' uns auf, meine Lucia!“","norm":"„Trage uns auf, meine Lucia!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.784900188446045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":534,"date":1876,"orig":"Herr Waſer aber klopfte den Staub des Handgemenges aus ſeinen Kleidern und zog Manſchetten und Halskrauſe zurecht.","norm":"Herr Wasser aber klopfte den Staub des Handgemenges aus seinen Kleidern und zog Manschetten und Halskrause zurecht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.60830020904541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":535,"date":1876,"orig":"„Pfaffentrug!“ ſagte er, dieſem Geſchäfte mit Sorgfalt obliegend.","norm":"„Pfaffentrug!“ sagte er, diesem Geschäfte mit Sorgfalt obliegend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.975200176239014} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":536,"date":1876,"orig":"„Vielleicht, vielleicht auch nicht!","norm":"„Vielleicht, vielleicht auch nicht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5864999294281} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":537,"date":1876,"orig":"Warum ſollten ſie nicht etwas geſehen haben?","norm":"Warum sollten sie nicht etwas gesehen haben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.641700029373169} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":538,"date":1876,"orig":"Irgend ein Phantom?","norm":"Irgendein Phantom?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.117899894714355} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":539,"date":1876,"orig":"Du weißt nicht, welche ſinnverwirrenden Dünſte aus den Sümpfen dieſer Adda aufſteigen.","norm":"Du weißt nicht, welche sinnverwirrenden Dünste aus den Sümpfen dieser Adda aufsteigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.415900230407715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":540,"date":1876,"orig":"— Schade um das Volk; es iſt ſonſt ſo übel nicht.","norm":"— Schade um das Volk; es ist sonst so übel nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.463500022888184} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":541,"date":1876,"orig":"Im obern Veltlin lebt ein geradezu tüchtiger Schlag, ganz verſchieden von dieſen gelben Kretinen.“","norm":"Im oberen Veltlin lebt ein geradezu tüchtiger Schlag, ganz verschieden von diesen gelben Kretin .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.457399845123291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":542,"date":1876,"orig":"„Hättet ihr Bündner nicht klüger gethan, ihnen einige beſchränkte bürgerliche Freiheiten zu gewähren? warf Waſer ein.","norm":"„Hättet ihr Bündner nicht klüger getan, ihnen einige beschränkte bürgerliche Freiheiten zu gewähren? warf Wasser ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642300128936768} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":543,"date":1876,"orig":"„Nicht bürgerliche nur, auch die politiſchen Rechte hätte ich ihnen gegeben, Heinrich.","norm":"„Nicht bürgerliche nur, auch die politischen Rechte hätte ich ihnen gegeben, Heinrich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.876699924468994} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":544,"date":1876,"orig":"Ich bin ein Demokrat, das weißt Du.","norm":"Ich bin ein Demokrat, das weißt Du.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.3125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":545,"date":1876,"orig":"Aber da iſt ein ſchlimmer Haken.","norm":"Aber da ist ein schlimmer Haken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.726700067520141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":546,"date":1876,"orig":"Die Veltliner ſind hitzige Katholiken, zuſammen mit dem papiſtiſchen Drittel unſerer Stammlande würden ſie Bünden zu einem katholiſchen Staate machen — und da ſei Gott vor!“","norm":"Die Veltliner sind hitzige Katholiken, zusammen mit dem papistischen Drittel unserer Stammlande würden sie Bünden zu einem katholischen Staate machen — und da sei Gott vor!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.227399826049805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":547,"date":1876,"orig":"Indeſſen hatte die reizende Lucia, die jetzt ſehr niedergeſchlagen ausſah, den landesüblichen Riſott aufgetragen und der junge Pfarrer füllte die Gläſer.","norm":"Indessen hatte die reizende Lucia, die jetzt sehr niedergeschlagen aussah, den landesüblichen Risott aufgetragen und der junge Pfarrer füllte die Gläser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.202400207519531} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":548,"date":1876,"orig":"„Auf das Wohl der proteſtantiſchen Waffen in Böhmen!“ rief er, mit Waſer anſtoßend.","norm":"„Auf das Wohl der protestantischen Waffen in Böhmen!“ rief er, mit Wasser anstoßend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464200019836426} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":549,"date":1876,"orig":"„Schade, daß Du Deinen Plan aufgegeben haſt und jetzt nicht in Prag biſt.","norm":"„Schade, dass Du Deinen Plan aufgegeben hast und jetzt nicht in Prag bist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5241000652313232} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":550,"date":1876,"orig":"In dieſem Augenblicke vielleicht geht es dort los.“","norm":"In diesem Augenblicke vielleicht geht es dort los .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.895999908447266} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":551,"date":1876,"orig":"„Möglicherweiſe iſt es für mich rühmlicher hier bei Dir zu ſein.","norm":"„Möglicherweise ist es für mich rühmlicher hier bei Dir zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460999965667725} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":552,"date":1876,"orig":"Man darf nach den neueſten Nachrichten bezweifeln, ob der Pfalzgraf den Hengſt zu regieren weiß, auf den er ſich ſo galant geſetzt hat. —","norm":"Man darf nach den neuesten Nachrichten bezweifeln, ob der Pfalzgraf den Hengst zu regieren weiß, auf den er sich so galant gesetzt hat . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.50439977645874} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":553,"date":1876,"orig":"Es iſt doch nichts daran, daß ihr euch mit dem Böhmen verbündet habt?“","norm":"Es ist doch nichts daran, dass ihr euch mit dem Böhmen verbündet habt?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.813499927520752} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":554,"date":1876,"orig":"„Wenig genug, leider!","norm":"„Wenig genug, leider!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"is","lang_de":0,"norm_lmscore":7.117499828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":555,"date":1876,"orig":"Wohl ſind ein paar Bündner hingereiſt, aber gar nicht die rechten Leute.“","norm":"Wohl sind ein paar Bündner hingereist, aber gar nicht die rechten Leute .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6041998863220215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":556,"date":1876,"orig":"„Das iſt ſehr gewagt!“","norm":"„Das ist sehr gewagt!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.707000017166137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":557,"date":1876,"orig":"„Im Gegentheil, zu wenig gewagt!","norm":"„Im Gegenteil, zu wenig gewagt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.637800216674805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":558,"date":1876,"orig":"Keiner gewinnt, der nicht den vollen Einſatz auf den Tiſch wirft.","norm":"Keiner gewinnt, der nicht den vollen Einsatz auf den Tisch wirft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.359600067138672} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":559,"date":1876,"orig":"Unſer Regiment iſt erbärmlich läſſig.","norm":"Unser Regiment ist erbärmlich lässig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.887599945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":560,"date":1876,"orig":"Lauter halbe Maßregeln!","norm":"Lauter halbe Maßregeln!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.1072998046875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":561,"date":1876,"orig":"Und doch haben wir unſere Schiffe verbrannt, mit Spanien ſo gut wie gebrochen und die Vermittlung Frankreichs grob abgewieſen.","norm":"Und doch haben wir unsere Schiffe verbrannt, mit Spanien so gut wie gebrochen und die Vermittlung Frankreichs grob abgewiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6483001708984375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":562,"date":1876,"orig":"Wir ſind ganz auf uns ſelbſt geſtellt.","norm":"Wir sind ganz auf uns selbst gestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.722199916839599} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":563,"date":1876,"orig":"In ein paar Wochen können die Spanier von Fuentes her einbrechen und es iſt — kannſt Du's glauben, Waſer? — für keine Vertheidigung geſorgt.","norm":"In ein paar Wochen können die Spanier von Fuentes her einbrechen und es ist — kannst Du es glauben, Wasser? — für keine Verteidigung gesorgt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.008600234985352} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":564,"date":1876,"orig":"Ein paar erbärmliche Schanzen ſind aufgeworfen, ein paar Compagnien einberufen, die heute kommen und ſich morgen verlaufen.","norm":"Ein paar erbärmliche Schanzen sind aufgeworfen, ein paar Kompanien einberufen, die heute kommen und sich morgen verlaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813000202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":565,"date":1876,"orig":"Keine Kriegszucht, kein Geld, keine Führung!","norm":"Keine Kriegszucht, kein Geld, keine Führung!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.831099987030029} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":566,"date":1876,"orig":"Und mich haben ſie wegen meines eigenmächtigen Eingreifens, wie ſie's nennen, das ſich für meine Jugend und mein Amt nicht ſchicke, von jedem Einfluſſe auf die öffentlichen Dinge abgeſchnitten und ſo fern als möglich von ihren Rathsſtuben an dieſe Bergpfarre gefeſſelt.","norm":"Und mich haben sie wegen meines eigenmächtigen Eingreifens, wie sie es nennen, das sich für meine Jugend und mein Amt nicht schicke, von jedem Einflusse auf die öffentlichen Dinge abgeschnitten und so fern als möglich von ihren Ratsstuben an diese Bergpfarre gefesselt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.666299819946289} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":567,"date":1876,"orig":"Die ehrwürdige Synode aber ermahnt mich, eine faule Friedſamkeit zu predigen, während über meinem Vaterlande ſtoßfertig die ſpaniſchen Raubgeier ſchweben.","norm":"Die ehrwürdige Synode aber ermahnt mich, eine faule Friedsamkeit zu predigen, während über meinem Vaterlande stoßfertig die spanischen Raubgeier schweben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.445300102233887} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":568,"date":1876,"orig":"Es iſt zum Tollwerden! — Täglich mehren ſich die Anzeigen, daß hier unter den Veltlinern eine Verſchwörung brütet.","norm":"Es ist zum Tollwerden! — Täglich mehren sich die Anzeigen, dass hier unter den Veltlinern eine Verschwörung brütet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4475998878479} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":569,"date":1876,"orig":"Ich kann nicht länger zuſehen.","norm":"Ich kann nicht länger zusehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.868499994277954} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":570,"date":1876,"orig":"Morgen will ich ſelbſt noch eine Recognoscirung gegen Fuentes vornehmen, — Du kommſt mit, Waſer, ich habe einen anſtändigen Vorwand, — und übermorgen reiten wir zum Landeshauptmann nach Sondrio.","norm":"Morgen will ich selbst noch eine Rekognoszierung gegen Fuentes vornehmen, — Du kommst mit, Wasser, ich habe einen anständigen Vorwand, — und übermorgen reiten wir zum Landeshauptmann nach Sondrio.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.669600009918213} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":571,"date":1876,"orig":"Er verſteht nichts anderes, als am Mark dieſes fetten Landes zu zehren, das wir morgen verlieren können, der träge Blutſauger!","norm":"Er versteht nichts anderes, als am Mark dieses fetten Landes zu zehren, das wir morgen verlieren können, der träge Blutsauger!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.565199851989746} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":572,"date":1876,"orig":"Aber ich will ihm ſo zuſetzen, daß ihm der Angſtſchweiß aus allen Poren bricht.","norm":"Aber ich will ihm so zusetzen, dass ihm der Angstschweiß aus allen Poren bricht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.157700061798095} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":573,"date":1876,"orig":"— Du hilfſt mir, Waſer.“ —","norm":"— Du hilfst mir, Wasser .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.784999847412109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":574,"date":1876,"orig":"„In der That,“ bemerkte dieſer zögernd und geheimnißvoll, „auch ich habe auf meiner Reiſe durch Bünden einige Witterung bekommen, daß etwas im Thun ſein möchte.“","norm":"„In der Tat,“ bemerkte dieser zögernd und geheimnisvoll, „auch ich habe auf meiner Reise durch Bünden einige Witterung bekommen, dass etwas im Tun sein möchte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7144999504089355} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":575,"date":1876,"orig":"„Und das ſagſt Du mir jetzt erſt, Kind des Unglücks!“ rief der Andere ſcharf und geſpannt.","norm":"„Und das sagst Du mir jetzt erst, Kind des Unglücks!“ rief der Andere scharf und gespannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.074699878692627} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":576,"date":1876,"orig":"„Gleich erzähle Alles und ganz nach der Ordnung.","norm":"„Gleich erzähle alles und ganz nach der Ordnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.028800010681152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":577,"date":1876,"orig":"Du haſt etwas 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vorsichtig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.51579999923706} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":581,"date":1876,"orig":"„Sitzt als Wirth der Scapi, ein Lombarde, alſo mit den Spaniern einverſtanden.","norm":"„Sitzt als Wirt der Scapi, ein Lombarde, also mit den Spaniern einverstanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.279600143432617} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":582,"date":1876,"orig":"Weiter.“","norm":"Weiter .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.650500297546387} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":583,"date":1876,"orig":"„Hörte ich, freilich halb im Schlummer, neben meinem Schlafkämmerlein ein Zwiegeſpräch.","norm":"„Hörte ich, freilich halb im Schlummer, neben meinem Schlafkämmerlein ein Zwiegespräch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8871002197265625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":584,"date":1876,"orig":"Ich glaubte, es ſei von Dir dir Rede. —","norm":"Ich glaubte, es sei von Dir dir Rede . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.54610013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":585,"date":1876,"orig":"Wer iſt Robuſtelli?“","norm":"Wer ist Robustelli?“","lang_fastText":"bg","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.185100078582764} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":586,"date":1876,"orig":"„Jakob Robuſtelli von Groſotto iſt ein ausbündiger Schuft, ein Dreckritter, durch Kornwucher reich und durch ſpaniſche Gunſt adelich geworden, der Patron und Spießgeſelle aller Malandrini und Straßenräuber, — jeder Miſſethat und jeden Verrathes fähig!“","norm":"„Jakob Robustelli von Grosotto ist ein ausbündiger Schuft, ein Dreckritter, durch Kornwucher reich und durch spanische Gunst adelig geworden, der Patron und Spießgeselle aller Malandrini und Straßenräuber, — jeder Missetat und jeden Verrates fähig!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514599800109863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":587,"date":1876,"orig":"„Dieſer Robuſtelli,“ ſagte Waſer mit Gewicht, trachtet Dir, wenn ich richtig hörte, nach dem Leben.“","norm":"„Dieser Robustelli,“ sagte Wasser mit Gewicht, trachtet Dir, wenn ich richtig hörte, nach dem Leben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.560699939727783} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":588,"date":1876,"orig":"„Wohl möglich!","norm":"„Wohl möglich!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.574399948120117} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":589,"date":1876,"orig":"Das iſt nicht die Hauptſache.","norm":"Das ist nicht die Hauptsache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.993499994277954} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":590,"date":1876,"orig":"Wer war der Andere, mit dem er zettelte?“ —","norm":"Wer war der Andere, mit dem er zettelte?“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.551300048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":591,"date":1876,"orig":"„Ich hörte ſeinen Namen nicht,“ antwortete der Zürcher, der es für Pflicht hielt, dem Herrn Pompejus das Geheimniß zu bewahren, und als Jenatſch ihn drohend anblitzte, fuhr er herzhaft fort:","norm":"„Ich hörte seinen Namen nicht,“ antwortete der Zürcher, der es für Pflicht hielt, dem Herrn Pompejus das Geheimnis zu bewahren, und als Jenatsch ihn drohend anblitzte, fuhr er herzhaft fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.073500156402588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":592,"date":1876,"orig":"„Und wüßt' ich den Namen, ſo will ich ihn nicht nennen!“","norm":"„Und wüsste ich den Namen, so will ich ihn nicht nennen!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.597199916839599} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":593,"date":1876,"orig":"„Du weißt ihn!","norm":"„Du weißt ihn!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.463099956512451} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":594,"date":1876,"orig":". . . . Heraus damit!“ drang Jenatſch auf ihn ein.","norm":". . . . Heraus damit!“ drang Jenatsch auf ihn ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.742499828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":595,"date":1876,"orig":"„Jürg, Du kennſt mich!","norm":"„Jürg, Du kennst mich!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.938600063323974} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":596,"date":1876,"orig":"Du weißt, daß ich mir dieſe Fauſtrechtmanieren nicht gefallen laſſe, ich verbitte mir das,“ wehrte Waſer mit möglichſt kalter Miene ab.","norm":"Du weißt, dass ich mir diese Faustrechtmanieren nicht gefallen lasse, ich verbitte mir das,“ wehrte Wasser mit möglichst kalter Miene ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.486700057983398} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":597,"date":1876,"orig":"Da legte ihm der Andere liebkoſend den ſtarken Arm um die Schultern und ſagte mit zärtlicher Wärme:","norm":"Da legte ihm der Andere liebkosend den starken Arm um die Schultern und sagte mit zärtlicher Wärme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518599987030029} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":598,"date":1876,"orig":"„Sei offen, Herzenswaſerchen!","norm":"„Sei offen, Herzenswasserchen!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.177700042724609} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":599,"date":1876,"orig":"Du verkennſt mich!","norm":"Du verkennst mich!","lang_fastText":"sv","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":3.861900091171264} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":600,"date":1876,"orig":"Nicht für meine Perſon ſorg' ich, ſondern für mein vieltheures Bünden.","norm":"Nicht für meine Person sorge ich, sondern für mein vielteures Bünden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.885200023651123} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":601,"date":1876,"orig":"Wer weiß, vielleicht hängt an Deinen Lippen ſeine Rettung und das Leben von Tauſenden!“","norm":"Wer weiß, vielleicht hängt an Deinen Lippen seine Rettung und das Leben von Tausenden!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392099857330322} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":602,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":603,"date":1876,"orig":"„Schweigen iſt hier Ehrenſache,“ verſetzte Waſer und machte einen Verſuch ſich der leidenſchaftlichen Umarmung zu entziehen.","norm":"„Schweigen ist hier Ehrensache,“ versetzte Wasser und machte einen Versuch sich der leidenschaftlichen Umarmung zu entziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.33489990234375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":604,"date":1876,"orig":"Jetzt fuhr eine düſtere Flamme über das Antlitz des Bündners.","norm":"Jetzt fuhr eine düstere Flamme über das Antlitz des Bündners.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.632400035858154} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":605,"date":1876,"orig":"„Bei Gott,“ rief er, den Freund an ſich preſſend, „ſprichſt Du nicht, ſo erwürg' ich Dich, Waſer!“ und als der Erſchrockene ſchwieg, griff er nach dem Dolchmeſſer, womit er Brot geſchnitten, und richtete die drohende Spitze deſſelben gegen die Halskrauſe des Zürchers.","norm":"„Bei Gott,“ rief er, den Freund an sich pressend, „sprichst Du nicht, so erwürg ich Dich, Wasser!“ und als der Erschrockene schwieg, griff er nach dem Dolchmesser, womit er Brot geschnitten, und richtete die drohende Spitze desselben gegen die Halskrause des Zürchers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.988300085067749} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":606,"date":1876,"orig":"Dieſer wäre ſicherlich auch jetzt noch ſtandhaft geblieben, denn er war im Innerſten empört; aber bei einer unvorſichtigen Bewegung des Sträubens, die er gemacht, hatte der ſcharfe Stahl ſeinen Hals geritzt und ein paar Blutstropfen waren, unheimlich warm, daran heruntergerieſelt.","norm":"Dieser wäre sicherlich auch jetzt noch standhaft geblieben, denn er war im Innersten empört; aber bei einer unvorsichtigen Bewegung des Sträubens, die er gemacht, hatte der scharfe Stahl seinen Hals geritzt und ein paar Blutstropfen waren, unheimlich warm, daran heruntergerieselt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.652500152587891} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":607,"date":1876,"orig":"„Laß mich, Jürg,“ ſagte er, leicht erbleichend, „ich will Dir etwas zeigen!“","norm":"„Lass mich, Jürg,“ sagte er, leicht erbleichend, „ich will Dir etwas zeigen!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5785999298095703} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":608,"date":1876,"orig":"Er zog ſein Taſchenbuch hervor, ſchlug das Blatt mit der Skizze der Julierſäulen auf und legte es vor Jenatſch auf den Tiſch.","norm":"Er zog sein Taschenbuch hervor, schlug das Blatt mit der Skizze der Juliersäulen auf und legte es vor Jenatsch auf den Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.649899959564209} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":609,"date":1876,"orig":"Dann holte er ſein weißes Schnupftuch heraus und wiſchte ſich behutſam das Blut ab, während der Bündner das Büchlein haſtig ergriff.","norm":"Dann holte er sein weißes Schnupftuch heraus und wischte sich behutsam das Blut ab, während der Bündner das Büchlein hastig ergriff.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.705699920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":610,"date":1876,"orig":"Sein erſter Blick auf die Zeichnung traf die von Lucretia zwiſchen die Julierſäulen geſchriebenen Worte und er verſank plötzlich in finſteres Nachdenken.","norm":"Sein erster Blick auf die Zeichnung traf die von Lucretia zwischen die Juliersäulen geschriebenen Worte und er versank plötzlich in finsteres Nachdenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.247000217437744} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":611,"date":1876,"orig":"Waſer, der ihn ſchweigend beobachtete, erſchrack innerlich über den Eindruck, den Lucretias von ihm wider Willen übernommene und beſtellte Botſchaft auf Jürg Jenatſch machte.","norm":"Wasser, der ihn schweigend beobachtete, erschrak innerlich über den Eindruck, den Lucretias von ihm wider Willen übernommene und bestellte Botschaft auf Jürg Jenatsch machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.960700035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":612,"date":1876,"orig":"Er hatte nicht ahnen können, wie raſch der Scharfſinn des Volksführers den Zuſammenhang der Thatſachen errieth und wie ſicher und unerbittlich er ſie verkettete.","norm":"Er hatte nicht ahnen können, wie rasch der Scharfsinn des Volksführers den Zusammenhang der Tatsachen erriet und wie sicher und unerbittlich er sie verkettete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.974200010299682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":613,"date":1876,"orig":"Trauer und Zorn, weiche Erinnerungen und harte Entſchlüſſe ſchienen über den halb Abgewandten wechſelnd Gewalt zu gewinnen.","norm":"Trauer und Zorn, weiche Erinnerungen und harte Entschlüsse schienen über den halb Abgewandten wechselnd Gewalt zu gewinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.67609977722168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":614,"date":1876,"orig":"„Arme Lucretia!“ hörte Waſer ihn aus tiefſter Seele ſeufzen, dann wurde ſein Ausdruck immer räthſelhafter, verſchloſſener, und härtete ſich zur Undurchdringlichkeit.","norm":"„Arme Lucretia!“ hörte Wasser ihn aus tiefster Seele seufzen, dann wurde sein Ausdruck immer rätselhafter, verschlossener, und härtete sich zur Undurchdringlichkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.434700012207031} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":615,"date":1876,"orig":"— „Sie waren auf dem Julier . . . ihr Vater iſt alſo in Bünden . . . Pompejus Planta, du biſt zum Spießgeſellen eines Robuſtell herabgeſunken!“","norm":"— „Sie waren auf dem Julier . . . ihr Vater ist also in Bünden . . . Pompejus Planta, du bist zum Spießgesellen eines Robustell herabgesunken!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.389299869537353} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":616,"date":1876,"orig":". . . ſprach er faſt ruhig.","norm":". . . sprach er fast ruhig.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"cy","lang_cld3":"gd","lang_de":0,"norm_lmscore":5.951900005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":617,"date":1876,"orig":"Plötzlich ſprang er auf:","norm":"Plötzlich sprang er auf:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.445199966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":618,"date":1876,"orig":"„Nicht wahr, Waſer, meine verwünſchte Hitze?","norm":"„Nicht wahr, Wasser, meine verwünschte Hitze?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.355899810791016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":619,"date":1876,"orig":"Du hatteſt auf der Schule davon zu leiden und ich bin ihrer noch immer nicht Herr geworden!","norm":"Du hattest auf der Schule davon zu leiden und ich bin ihrer noch immer nicht Herr geworden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.773900032043457} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":620,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":621,"date":1876,"orig":"Geh zu Bette und verſchlafe Dein böſes Abenteuer! — Morgen in der kühlen Frühe machen wir den Ritt nach Fuentes auf zwei untadeligen Maulthieren.","norm":"Gehe zu Bette und verschlafe Dein böses Abenteuer! — Morgen in der kühlen Frühe machen wir den Ritt nach Fuentes auf zwei untadeligen Maultieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.009300231933594} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":622,"date":1876,"orig":"Du ſollſt an mir den leidlichen Geſellen finden von ehedem.","norm":"Du sollst an mir den leidlichen Gesellen finden von ehedem.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.607100009918213} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":623,"date":1876,"orig":"Unterwegs läßt ſich über Manches gemüthlich plaudern.“","norm":"Unterwegs lässt sich über Manches gemütlich plaudern .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.589499950408935} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":624,"date":1876,"orig":"Fünftes Kapitel.","norm":"Fünftes Kapitel.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.66319990158081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":625,"date":1876,"orig":"Herr Waſer erwachte vor Tagesanbruch.","norm":"Herr Wasser erwachte vor Tagesanbruch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.999499797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":626,"date":1876,"orig":"Als er mit Mühe den Fenſterladen aufſtieß, der von dem üppigen Geäſte und Blätterwerke eines Feigenbaumes geſperrt und dicht überflochten war, geſchah es im Widerſtreite zweifelnder Gedanken.","norm":"Als er mit Mühe den Fensterladen aufstieß, der von dem üppigen Geäst und Blätterwerke eines Feigenbaumes gesperrt und dicht überflochten war, geschah es im Widerstreite zweifelnder Gedanken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426700115203857} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":627,"date":1876,"orig":"Er war mit dem Vorſatze entſchlafen, ſeinen gewaltthätigen Freund und das allzu abenteuerliche Veltlin ohne Zögern und auf dem nächſten Wege über Chiavenna zu verlaſſen.","norm":"Er war mit dem Vorsatze entschlafen, seinen gewalttätigen Freund und das allzu abenteuerliche Veltlin ohne Zögern und auf dem nächsten Wege über Chiavenna zu verlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.328100204467773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":628,"date":1876,"orig":"Ein erquickender Schlaf jedoch hatte die geſtrigen Eindrücke gemildert und ſeinen Entſchluß wankend gemacht.","norm":"Ein erquickender Schlaf jedoch hatte die gestrigen Eindrücke gemildert und seinen Entschluss wankend gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.214399814605713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":629,"date":1876,"orig":"Die Liebe zu ſeinem merkwürdigen Jugendfreunde gewann die Oberhand.","norm":"Die Liebe zu seinem merkwürdigen Jugendfreunde gewann die Oberhand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.535099983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":630,"date":1876,"orig":"War es denn dieſer heftigen und, wie er ſich ſagte, nicht durch ſtädtiſche Bildung veredelten Natur ſtark zu verargen, wenn ſie losbrach, wo Heimat und Leben gefährdet war?","norm":"War es denn dieser heftigen und, wie er sich sagte, nicht durch städtische Bildung veredelten Natur stark zu verargen, wenn sie losbrach, wo Heimat und Leben gefährdet war?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313399791717529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":631,"date":1876,"orig":"Und kannte er nicht von früher her Jürgs jähen Stimmungswechſel, ſeine wilden, heißblütigen Scherze!","norm":"Und kannte er nicht von früher her Jürgs jähen Stimmungswechsel, seine wilden, heißblütigen Scherze!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.123700141906738} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":632,"date":1876,"orig":"Eines jedenfalls war für ihn außer Frage:","norm":"Eines jedenfalls war für ihn außer Frage:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.732999801635742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":633,"date":1876,"orig":"Durch plötzliche Abreiſe hätte er ein Unheil nicht verhütet, das aus dem halben Geſtändniſſe entſtehen konnte, welches ihm Jürg abgezwungen; blieb er aber, theilte er ſeinem Freunde das Erlebte vollſtändig mit, ſo erwiederte dieſer ſicherlich ſein Vertrauen und er erfuhr, wie ſich Jürgs Verhältniß zu Lucretias Vater ſo grenzenlos verbittert hatte.","norm":"Durch plötzliche Abreise hätte er ein Unheil nicht verhütet, das aus dem halben Geständnisse entstehen konnte, welches ihm Jürg abgezwungen; blieb er aber, teilte er seinem Freunde das Erlebte vollständig mit, so erwiderte dieser sicherlich sein Vertrauen und er erfuhr, wie sich Jürgs Verhältnis zu Lucretias Vater so grenzenlos verbittert hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6072998046875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":634,"date":1876,"orig":"Dann erſt kam der Augenblick, ſeinen verſöhnenden Einfluß geltend zu machen.","norm":"Dann erst kam der Augenblick, seinen versöhnenden Einfluss geltend zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.464200019836426} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":635,"date":1876,"orig":"So ritten ſie in vertraulichem Geſpräche nach Fuentes.","norm":"So ritten sie in vertraulichem Gespräche nach Fuentes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.576200008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":636,"date":1876,"orig":"Jenatſch kam nicht auf das Geſtrige zurück und war freudig wie der helle Morgen.","norm":"Jenatsch kam nicht auf das Gestrige zurück und war freudig wie der helle Morgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.757900238037109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":637,"date":1876,"orig":"Faſt leichtſinnig nahm er Waſers ausführlichen Reiſebericht entgegen und bereitwillig antwortete er auf deſſen eingehende Fragen.","norm":"Fast leichtsinnig nahm er Wassers ausführlichen Reisebericht entgegen und bereitwillig antwortete er auf dessen eingehende Fragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22730016708374} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":638,"date":1876,"orig":"Aber Waſer erfuhr weniger und minder Wichtiges, als er erwartete. —","norm":"Aber Wasser erfuhr weniger und minder Wichtiges, als er erwartete . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.808700084686279} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":639,"date":1876,"orig":"Nach einem letzten Univerſitätsjahre in Baſel, erzählte Jürg, ſei er ins Domleſchg zurückgekehrt.","norm":"Nach einem letzten Universitätsjahre in Basel, erzählte Jürg, sei er ins Domleschg zurückgekehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5345001220703125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":640,"date":1876,"orig":"Dort habe er ſeinen Vater auf dem Sterbelager gefunden und ſei nach deſſen Ableben von den Scharanſern trotz ſeiner grünen achtzehn Jahre einſtimmig zu ihrem Pfarrer gewählt worden.","norm":"Dort habe er seinen Vater auf dem Sterbelager gefunden und sei nach dessen Ableben von den Scharansern trotz seiner grünen achtzehn Jahre einstimmig zu ihrem Pfarrer gewählt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.400499820709228} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":641,"date":1876,"orig":"Auf Riedberg habe er einen einzigen Beſuch gemacht, wobei er allerdings mit Herrn Pompejus über politiſche Dinge in Wortwechſel gerathen ſei.","norm":"Auf Riedberg habe er einen einzigen Besuch gemacht, wobei er allerdings mit Herrn Pompejus über politische Dinge in Wortwechsel geraten sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.750800132751465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":642,"date":1876,"orig":"Perſönliches habe ſich nicht eingemiſcht; aber der Eindruck auf Beide ſei der gewieſen, daß ſie ſich beſſer mieden.","norm":"Persönliches habe sich nicht eingemischt; aber der Eindruck auf Beide sei der gewiesen, dass sie sich besser mieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.060200214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":643,"date":1876,"orig":"Als der erſte Volksſturm gegen die Planta ſich erhoben, habe er von der Kanzel abgewarnt, denn er ſei damals noch der Meinung geweſen, ein Geiſtlicher müſſe ſeine Hände von der Politik rein halten; als aber das Staatsruder bei wachſender Gefahr keinen muthigen Steuermann gefunden, habe ihn das Mitleid mit ſeinem Volke überwältigt.","norm":"Als der erste Volkssturm gegen die Planta sich erhoben, habe er von der Kanzel abgewarnt, denn er sei damals noch der Meinung gewesen, ein Geistlicher müsse seine Hände von der Politik rein halten; als aber das Staatsruder bei wachsender Gefahr keinen mutigen Steuermann gefunden, habe ihn das Mitleid mit seinem Volke überwältigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93720006942749} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":644,"date":1876,"orig":"Das Strafgericht von Thuſis, das er für eine blutige Nothwendigkeit gehalten, habe er allerdings mit einſetzen helfen und ihm ſein Tagewerk angewieſen.","norm":"Das Strafgericht von Thusis, das er für eine blutige Notwendigkeit gehalten, habe er allerdings mit einsetzen helfen und ihm sein Tagewerk angewiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240699768066406} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":645,"date":1876,"orig":"Die Verurtheilung der Planta dagegen, deren Praktiken übrigens landeskundig geweſen, habe er weder begünſtigt noch verhindert, ſie ſei wie ein einſtimmiger Schrei aus dem Volke hervorgegangen.","norm":"Die Verurteilung der Planta dagegen, deren Praktiken übrigens landeskundig gewesen, habe er weder begünstigt noch verhindert, sie sei wie ein einstimmiger Schrei aus dem Volke hervorgegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1579999923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":646,"date":1876,"orig":"So wendete das Geſpräch ſich völlig der Politik zu, obwohl Waſer zuerſt ſich beſtrebte, es auf den perſönlichen Verhältniſſen ſeines Freundes feſtzuhalten; aber er wurde überwältigt und hingeriſſen durch das Ungeſtüm, mit dem Jürg die den Zürcher höchlich intereſſirenden und von ihm gründlich erwogenen Probleme europäiſcher Staatskunſt anfaßte; er wurde erſchreckt und aufgeregt durch die Frechheit, mit der Jürg die harten Knoten rückſichtslos zerhieb, deren behutſame Löſung Waſer als die höchſte Aufgabe und den wünſchenswerthen Triumph der Diplomatie erkannte.","norm":"So wendete das Gespräch sich völlig der Politik zu, obwohl Wasser zuerst sich bestrebte, es auf den persönlichen Verhältnissen seines Freundes festzuhalten; aber er wurde überwältigt und hingerissen durch das Ungestüm, mit dem Jürg die den Zürcher höchlich interessierenden und von ihm gründlich erwogenen Probleme europäischer Staatskunst anfasste; er wurde erschreckt und aufgeregt durch die Frechheit, mit der Jürg die harten Knoten rücksichtslos zerhieb, deren behutsame Lösung Wasser als die höchste Aufgabe und den wünschenswerten Triumph der Diplomatie erkannte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.589399814605713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":647,"date":1876,"orig":"Es war ihm denn in dieſem raſchen Wechſel der Rede und Widerrede kaum die einzige ſchüchterne Frage gelungen, ob Fräulein Lucretia während der traurigen Wirren im Domleſchg auf dem Riedberge gewohnt habe.","norm":"Es war ihm denn in diesem raschen Wechsel der Rede und Widerrede kaum die einzige schüchterne Frage gelungen, ob Fräulein Lucretia während der traurigen Wirren im Domleschg auf dem Riedberge gewohnt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063399791717529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":648,"date":1876,"orig":"Da hatte ſich Jürgs Antlitz wie geſtern Abend wieder plötzlich verfinſtert und er hatte kurz geantwortet:","norm":"Da hatte sich Jürgs Antlitz wie gestern Abend wieder plötzlich verfinstert und er hatte kurz geantwortet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.553500175476074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":649,"date":1876,"orig":"„Zu Anfang. —","norm":"„Zu Anfang . —","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"zh-Latn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.315400123596191} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":650,"date":1876,"orig":"Das Kind hat gelitten.","norm":"Das Kind hat gelitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.292799949645996} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":651,"date":1876,"orig":"Es iſt ein treues feſtes Herz . . .","norm":"Es ist ein treues festes Herz . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.567399978637695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":652,"date":1876,"orig":"Aber ſoll ich die Feſſeln eines Kindes tragen?","norm":"Aber soll ich die Fesseln eines Kindes tragen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.077499866485596} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":653,"date":1876,"orig":". . . Und dazu einer Planta! — Thorheit.","norm":". . . Und dazu einer Planta! — Torheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.477799892425537} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":654,"date":1876,"orig":"— Du ſiehſt, ich habe ein Ende gemacht.“ —","norm":"— Du siehst, ich habe ein Ende gemacht .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.710599899291992} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":655,"date":1876,"orig":"Hier hatte er ſein Thier ſo heftig geſtachelt, daß es in erſchreckten Sprüngen vorwärts ſetzte und Waſer nur mühſam das ſeinige in Zucht hielt.","norm":"Hier hatte er sein Tier so heftig gestachelt, dass es in erschreckten Sprüngen vorwärts setzte und Wasser nur mühsam das seinige in Zucht hielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.224299907684326} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":656,"date":1876,"orig":"In Ardenn trieben ſie ihre Maulthiere vor die Thüre des Pfarrers, aber dieſe war verſchloſſen.","norm":"In Ardenn trieben sie ihre Maultiere vor die Türe des Pfarrers, aber diese war verschlossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.512400150299072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":657,"date":1876,"orig":"Blaſius Alexander war nicht zu Hauſe, Jenatſch, der mit den Gewohnheiten ſeines einſam lebenden Freundes vertraut ſchien, umging das baufällige Häuschen, fand den Schlüſſel zur Hinterthüre in der Höhlung eines alten Birnbaumes und trat mit dem Freunde in Alexanders Stube.","norm":"Blasius Alexander war nicht zu Hause, Jenatsch, der mit den Gewohnheiten seines einsam lebenden Freundes vertraut schien, umging das baufällige Häuschen, fand den Schlüssel zur Hintertür in der Höhlung eines alten Birnbaumes und trat mit dem Freunde in Alexanders Stube.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.125500202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":658,"date":1876,"orig":"Der von den Bäumen des wilden Gartens verdunkelte Raum war leer bis auf die längs der Fenſterſeite laufende Holzbank und den wurmſtichigen Tiſch, auf dem eine große Bibel ruhte.","norm":"Der von den Bäumen des wilden Gartens verdunkelte Raum war leer bis auf die längs der Fensterseite laufende Holzbank und den wurmstichigen Tisch, auf dem eine große Bibel ruhte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.880599975585937} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":659,"date":1876,"orig":"Neben dieſer geiſtlichen Waffe blickte aus der Ecke eine weltliche.","norm":"Neben dieser geistlichen Waffe blickte aus der Ecke eine weltliche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8480000495910645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":660,"date":1876,"orig":"Dort lehnte eine altväteriſche Muskete, über welche nun Jenatſch das ihm von ſeinem Begleiter gebotene Pulverhorn aus dem Müſſerkriege an einen Holznagel aufhängte.","norm":"Dort lehnte eine altväterische Muskete, über welche nun Jenatsch das ihm von seinem Begleiter gebotene Pulverhorn aus dem Müsserkriege an einen Holznagel aufhängte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.562099933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":661,"date":1876,"orig":"Dann riß er ein Blatt aus Waſers Taſchenbuche und ſchrieb darauf:","norm":"Dann riss er ein Blatt aus Wassers Taschenbuche und schrieb darauf:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.304100036621094} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":662,"date":1876,"orig":"„Ein frommer Zürcher erwartet Dich bei mir heute Abend zur Zeit des Ave Maria.","norm":"„Ein frommer Zürcher erwartet Dich bei mir heute Abend zur Zeit des Ave-Maria.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460299968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":663,"date":1876,"orig":"Komm und ſtärk' ihn im Glauben!“","norm":"Komme und stärk ihn im Glauben!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5971999168396} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":664,"date":1876,"orig":"Den Zettel legte er in die beim Buche der Makkabäer aufgeſchlagene Bibel.","norm":"Den Zettel legte er in die beim Buche der Makkabäer aufgeschlagene Bibel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.615200042724609} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":665,"date":1876,"orig":"Schon brannte die Sonne heiß, als Jenatſch ſeinem Gefährten die aus dem breit gewordenen Addathale drohend aufſteigende Zwingburg zeigte, das Ungeheuer, wie er ſie hieß, das die eine Tatze nach Bündens Chiavenna, die andere nach ſeinem Veltlin ausſtrecke.","norm":"Schon brannte die Sonne heiß, als Jenatsch seinem Gefährten die aus dem breit gewordenen Addathale drohend aufsteigende Zwingburg zeigte, das Ungeheuer, wie er sie hieß, das die eine Tatze nach Bünden Chiavenna, die andere nach seinem Veltlin ausstrecke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.719900131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":666,"date":1876,"orig":"Auf der Straße nach den Wällen zog eine lange Staubwolke.","norm":"Auf der Straße nach den Wällen zog eine lange Staubwolke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.976900100708008} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":667,"date":1876,"orig":"Der ſcharfe Blick des Bündners erkannte darin eine Reihe ſchwerer Laſtwagen.","norm":"Der scharfe Blick des Bündners erkannte darin eine Reihe schwerer Lastwagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.152599811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":668,"date":1876,"orig":"Aus ihrer Menge ſchloß er, daß Fuentes auf lange Zeit und für eine ſtarke Beſatzung verproviantirt werde.","norm":"Aus ihrer Menge schloss er, dass Fuentes auf lange Zeit und für eine starke Besatzung verproviantiert werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007299900054932} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":669,"date":1876,"orig":"Und doch ging in Bünden die Rede, daß die ſpaniſche Mannſchaft durch die hier herrſchenden Sumpffieber auf die Hälfte zuſammengeſchmolzen ſei und der Aufenthalt in der Feſtung unter den Spaniern als todbringend gelte.","norm":"Und doch ging in Bünden die Rede, dass die spanische Mannschaft durch die hier herrschenden Sumpffieber auf die Hälfte zusammengeschmolzen sei und der Aufenthalt in der Festung unter den Spaniern als todbringend gelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28380012512207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":670,"date":1876,"orig":"Das war Jenatſch von einem blutjungen Locotenenten aus der Freigrafſchaft beſtätigt worden, der in Fuentes erkrankt war und, um ſolch ruhmloſem Untergange auszuweichen, ein paar Wochen auf Urlaub in der Bergluft von Berbenn verlebt hatte.","norm":"Das war Jenatsch von einem blutjungen Locotenenten aus der Freigrafschaft bestätigt worden, der in Fuentes erkrankt war und, um solch ruhmlosem Untergange auszuweichen, ein paar Wochen auf Urlaub in der Bergluft von Berbenn verlebt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.029200077056885} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":671,"date":1876,"orig":"Sich die Zeit zu kürzen, brachte er ein neues ſpaniſches Buch mit, eine ſo luſtige Geſchichte, daß er es für unrecht hielt, allein darüber zu lachen, und er ſie dem jungen Pfarrer mittheilte, an deſſen Umgang er Gefallen fand und der ihm durch ſeinen Geiſt und ſeine Kenntniß der ſpaniſchen Sprache zu dieſem Genuſſe vollkommen befähigt ſchien.","norm":"Sich die Zeit zu kürzen, brachte er ein neues spanisches Buch mit, eine so lustige Geschichte, dass er es für unrecht hielt, allein darüber zu lachen, und er sie dem jungen Pfarrer mitteilte, an dessen Umgang er Gefallen fand und der ihm durch seinen Geist und seine Kenntnis der spanischen Sprache zu diesem Genusse vollkommen befähigt schien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8554999828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":672,"date":1876,"orig":"Dies Buch war im Pfarrhauſe zurückgeblieben und heute gedachte Jenatſch den ingenioſen Hidalgo Don Quixote — ſo lautete ſein Titel — als Schlüſſel zu der ſpaniſchen Feſtung zu benützen.","norm":"Dies Buch war im Pfarrhause zurückgeblieben und heute gedachte Jenatsch den ingeniösen Hidalgo Don Quijote — so lautete sein Titel — als Schlüssel zu der spanischen Festung zu benützen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.762899875640869} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":673,"date":1876,"orig":"Eben öffnete ſich ein Thor der äußerſten Umwallung vor dem erſten Proviantwagen und Jenatſch trieb ſein müdes Thier an, um bei dieſer Gelegenheit leichter Eingang zu erlangen.","norm":"Eben öffnete sich ein Tor der äußersten Umwallung vor dem ersten Proviantwagen und Jenatsch trieb sein müdes Tier an, um bei dieser Gelegenheit leichter Eingang zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.639200210571289} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":674,"date":1876,"orig":"Als die Freunde jedoch die Feſtung erreichten, ſtand an der Fallbrücke, die Einfahrt beaufſichtigend, ein ſpaniſcher Hauptmann, ein gelber zäher Geſelle — nur Haut und Knochen — von dem das Fieber abgezehrt, was abzuzehren war.","norm":"Als die Freunde jedoch die Festung erreichten, stand an der Fallbrücke, die Einfahrt beaufsichtigend, ein spanischer Hauptmann, ein gelber zäher Geselle — nur Haut und Knochen — von dem das Fieber abgezehrt, was abzuzehren war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.969099998474121} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":675,"date":1876,"orig":"Er maß die Ankommenden mit hohlen mißtrauiſchen Augen und als Jenatſch mit anſtandsvollem Gruße nach dem Befinden ſeines jungen Bekannten ſich erkundigte, erhielt er die knappe Antwort: Verreiſt.","norm":"Er maß die Ankommenden mit hohlen misstrauischen Augen und als Jenatsch mit anstandsvollem Gruße nach dem Befinden seines jungen Bekannten sich erkundigte, erhielt er die knappe Antwort: Verreist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.724400043487549} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":676,"date":1876,"orig":"Wie er darauf Argwohn ſchöpfte und weiter fragte, wohin und auf wie lange, hinzufügend, daß er noch etwas vom Beſitze des Jünglings in Händen habe, verſetzte der Spanier bitter: Dorthin.","norm":"Wie er darauf Argwohn schöpfte und weiter fragte, wohin und auf wie lange, hinzufügend, dass er noch etwas vom Besitze des Jünglings in Händen habe, versetzte der Spanier bitter: dorthin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763899803161621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":677,"date":1876,"orig":"Auf immer.","norm":"Auf immer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.044300079345703} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":678,"date":1876,"orig":"Ihr könnt Euch als ſeinen Erben betrachten.","norm":"Ihr könnt Euch als seinen Erben betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.333499908447266} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":679,"date":1876,"orig":"— Dabei ſtreckte er den Zeigefinger ſeiner Knochenhand nach den dunkeln Cypreſſen einer unſern gelegenen Begräbnißkirche aus.","norm":"— Dabei streckte er den Zeigefinger seiner Knochenhand nach den dunklen Zypressen einer unseren gelegenen Begräbniskirche aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.640699863433838} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":680,"date":1876,"orig":"Dann gab er der Schildwache einen Befehl und wandte den Beiden den Rücken.","norm":"Dann gab er der Schildwache einen Befehl und wandte den Beiden den Rücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.376800060272217} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":681,"date":1876,"orig":"Da Jenatſch kein anderes Mittel kannte, in die ſtreng bewachte Feſtung einzudringen, ſchlug er dem Freunde vor, weiter zu reiten bis an das Geſtade des Comerſee's, den ſie in geringer Entfernung lieblich leuchten ſahen.","norm":"Da Jenatsch kein anderes Mittel kannte, in die streng bewachte Festung einzudringen, schlug er dem Freunde vor, weiterzureiten bis an das Gestade des Kommerses, den sie in geringer Entfernung lieblich leuchten sahen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.793799877166748} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":682,"date":1876,"orig":"Bald erreichten ſie den belebten Landungsplatz ſeines nördlichen Endes.","norm":"Bald erreichten sie den belebten Landungsplatz seines nördlichen Endes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.883699893951416} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":683,"date":1876,"orig":"Kühl hauchte ihnen die blaue, vom Geflatter heller Segel belebte Flut entgegen.","norm":"Kühl hauchte ihnen die blaue, vom Geflatter heller Segel belebte Flut entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4654998779296875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":684,"date":1876,"orig":"Die Bucht war mit Schiffen gefüllt, die gerade ihrer Ladung entledigt wurden.","norm":"Die Bucht war mit Schiffen gefüllt, die gerade ihrer Ladung entledigt wurden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.954200029373169} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":685,"date":1876,"orig":"Oel, Wein, rohe Seide und andere Erzeugniſſe der fetten Lombardei wurden zum Transport über das Gebirge auf Karren und Mäuler geladen.","norm":"Öl, Wein, rohe Seide und andere Erzeugnisse der fetten Lombardei wurden zum Transport über das Gebirge auf Karren und Mäuler geladen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.422399997711182} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":686,"date":1876,"orig":"Der Platz vor der großen ſteinernen Herberge bot den Anblick eines bunten Marktes mit ſeinem betäubenden Lärm und fröhlichen Gedränge.","norm":"Der Platz vor der großen steinernen Herberge bot den Anblick eines bunten Marktes mit seinem betäubenden Lärm und fröhlichen Gedränge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.859600067138672} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":687,"date":1876,"orig":"Mit Mühe bahnten ſich, vorüber an Körben voll ſchwellender Pfirſiche und duftiger Pflaumen, die beiden Maulthiere den Weg bis zur gewölbten Pforte des Gaſthauſes.","norm":"Mit Mühe bahnten sich, vorüber an Körben voll schwellender Pfirsiche und duftiger Pflaumen, die beiden Maultiere den Weg bis zur gewölbten Pforte des Gasthauses.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.036200046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":688,"date":1876,"orig":"In dem düſtern Thorwege kniete der Wirth vor einer Tonne und zapfte ein röthliches, ſchäumendes Getränk für die durſtig ſich zudrängenden Gäſte.","norm":"In dem düstern Torwege kniete der Wirt vor einer Tonne und zapfte ein rötliches, schäumendes Getränk für die durstig sich zudrängenden Gäste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.581600189208984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":689,"date":1876,"orig":"Ein Blick in den anſtoßenden Schenkraum überzeugte Jenatſch, daß hier zwiſchen lärmenden Menſchen und bettelnden Hunden keine kühle Stätte zu finden ſei, er wandte ſich darum nach dem Garten, der eine einzige dichte Weinlaube bildete und deſſen mit rankendem Grün überhängte Mauern und zerfallende Landungstreppen von den Wellen beſpült wurden.","norm":"Ein Blick in den anstoßenden Schenkraum überzeugte Jenatsch, dass hier zwischen lärmenden Menschen und bettelnden Hunden keine kühle Stätte zu finden sei, er wandte sich darum nach dem Garten, der eine einzige dichte Weinlaube bildete und dessen mit rankendem Grün überhängte Mauern und zerfallende Landungstreppen von den Wellen bespült wurden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.661300182342529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":690,"date":1876,"orig":"Als ſie durch die Thorhalle am Wirthe vorüberſchritten, der von einem dichten Kreiſe von Bauern umringt war, welche ihm geleerte Krüge entgegenſtreckten, ſchien er mit einer ängſtlichen Geberde gegen das Vorhaben des Bündners Einſprache thun zu wollen; doch in dieſem Augenblicke kam ihnen vom Garten her ein nach fremdem Schnitte gekleideter Edelknabe entgegen und wendete ſich mit anmuthigem Gruße an den jungen Zürcher, in zierlichem Franzöſiſch folgenden Auftrag ausrichtend:","norm":"Als sie durch die Torhalle am Wirte vorüberschritten, der von einem dichten Kreise von Bauern umringt war, welche ihm geleerte Krüge entgegenstreckten, schien er mit einer ängstlichen Gebärde gegen das Vorhaben des Bündners Einsprache tun zu wollen; doch in diesem Augenblicke kam ihnen vom Garten her ein nach fremdem Schnitte gekleideter Edelknabe entgegen und wendete sich mit anmutigem Gruße an den jungen Zürcher, in zierlichem Französisch folgenden Auftrag ausrichtend:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.512199878692627} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":691,"date":1876,"orig":"„Mein erlauchter Gebieter, Herzog Heinrich Rohan, der ſich hier auf der Durchreiſe nach Venedig befindet, glaubte von ſeinem Ruheplatze im Garten her zwei reformirte Geiſtliche vor der Herberge abſteigen zu ſehen und erſucht die Herren, wenn ſie dem Gewühl auszuweichen vorzögen, ſich durch ſeine Gegenwart nicht vom Beſuche des Gartens abhalten zu laſſen.“","norm":"„Mein erlauchter Gebieter, Herzog Heinrich Rohan, der sich hier auf der Durchreise nach Venedig befindet, glaubte von seinem Ruheplatze im Garten her zwei reformierte Geistliche vor der Herberge absteigen zu sehen und ersucht die Herren, wenn sie dem Gewühl auszuweichen vorzögen, sich durch seine Gegenwart nicht vom Besuche des Gartens abhalten zu lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.413099765777588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":692,"date":1876,"orig":"Sichtbar erfreut von dieſem glücklichen Zufalle und der ihm widerfahrenden Ehre, erwiederte Herr Waſer, etwas ſteif aber tadellos in demſelben Idiom ſich bewegend, daß er und ſein Freund ſich die Gunſt erbäten, ſeiner Durchlaucht für die ihnen zu Theil gewordene Berückſichtigung perſönlich zu danken.","norm":"Sichtbar erfreut von diesem glücklichen Zufalle und der ihm widerfahrenden Ehre, erwiderte Herr Wasser, etwas steif aber tadellos in demselben Idiom sich bewegend, dass er und sein Freund sich die Gunst erbäten, seiner Durchlaucht für die ihnen zum Teil gewordene Berücksichtigung persönlich zu danken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.896900177001953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":693,"date":1876,"orig":"Die Freunde folgten dem vor ihnen herſchreitenden ſchönen Knaben in die Lauben des Gartens.","norm":"Die Freunde folgten dem vor ihnen herschreitend schönen Knaben in die Lauben des Gartens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508500099182129} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":694,"date":1876,"orig":"Gegen Süden hatte er einen balkonähnlichen Vorſprung, durch deſſen Laubwände bunte Seidengewänder ſchimmerten und das Gezwitſcher plaudernder Frauenſtimmen, durchbrochen von dem hellen Jubel eines Kindes, ertönte.","norm":"Gegen Süden hatte er einen balkonähnlichen Vorsprung, durch dessen Laubwände bunte Seidengewänder schimmerten und das Gezwitscher plaudernder Frauenstimmen, durchbrochen von dem hellen Jubel eines Kindes, ertönte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.428699970245361} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":695,"date":1876,"orig":"Dort lehnte auf ſammetnen Polſtern eine ſchlanke blaſſe Dame, deren haſtige Rede und bewegliches Mienenſpiel die Lebhaftigkeit eines Geiſtes verrieth, der ſie nicht zu erquicklicher Ruhe kommen ließ.","norm":"Dort lehnte auf samtenen Polstern eine schlanke blasse Dame, deren hastige Rede und bewegliches Mienenspiel die Lebhaftigkeit eines Geistes verriet, der sie nicht zu erquicklicher Ruhe kommen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.530399799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":696,"date":1876,"orig":"Vor ihr auf dem Steintiſche trippelte und jauchzte ein zweijähriges Mädchen, das eine niedliche Zofe an beiden Händchen emporhielt.","norm":"Vor ihr auf dem Steintische trippelte und jauchzte ein zweijähriges Mädchen, das eine niedliche Zofe an beiden Händchen emporhielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.40339994430542} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":697,"date":1876,"orig":"Dazu klang die melancholiſche Weiſe eines Volksliedes, die ein italiäniſcher Junge in ſchüchterner Entfernung auf ſeiner Mandoline ſpielte.","norm":"Dazu klang die melancholische Weise eines Volksliedes, die ein italienischer Junge in schüchterner Entfernung auf seiner Mandoline spielte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.141600131988525} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":698,"date":1876,"orig":"Der Herzog ſelbſt hatte ſich an das ſtillere nördliche Ende des Gartens zurückgezogen, wo er allein auf der niedrigen von der Flut beſpülten Mauer ſaß, eine Landkarte auf den Knieen, mit deren Linien er die gewaltig vor ihm aufragenden Gebirgsmaſſen zweifelnd verglich.","norm":"Der Herzog selbst hatte sich an das stillere nördliche Ende des Gartens zurückgezogen, wo er allein auf der niedrigen von der Flut bespülten Mauer saß, eine Landkarte auf den Knien, mit deren Linien er die gewaltig vor ihm aufragenden Gebirgsmassen zweifelnd verglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.497399806976318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":699,"date":1876,"orig":"Waſer hatte jetzt den Ruheplatz des Herzogs erreicht und ſtellte ſich und ſeinen Freund mit einer tiefen Verbeugung vor.","norm":"Wasser hatte jetzt den Ruheplatz des Herzogs erreicht und stellte sich und seinen Freund mit einer tiefen Verbeugung vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.122399806976318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":700,"date":1876,"orig":"Rohans Auge blieb ſofort an der in ihrer wilden Kraft ſeltſam anziehenden Erſcheinung des Bündners haften.","norm":"Rohans Auge blieb sofort an der in ihrer wilden Kraft seltsam anziehenden Erscheinung des Bündners haften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.738999843597412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":701,"date":1876,"orig":"„Euer Rock ließ mich auf den evangeliſchen Geiſtlichen ſchließen,“ ſagte er, ſich mit Intereſſe ihm zuwendend.","norm":"„Euer Rock ließ mich auf den evangelischen Geistlichen schließen,“ sagte er, sich mit Interesse ihm zuwendend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.912399768829346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":702,"date":1876,"orig":"„Ihr könnt alſo, obgleich wir uns auf dieſem Boden treffen und trotz Eurer dunkeln Augen kein Italiäner ſein.","norm":"„Ihr könnt also, obgleich wir uns auf diesem Boden treffen und trotz Eurer dunklen Augen kein Italiener sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085499763488769} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":703,"date":1876,"orig":"Da ſeid Ihr wohl ein Sohn der nahen Rhätia, und ſo will ich Euch denn bitten, mir von den Gebirgszügen, die ich geſtern, den Splügen überſchreitend, durchſchnitt und die ich zum Theil noch vor mir ſehe, einen klaren Begriff zu geben.","norm":"Da seid Ihr wohl ein Sohn der nahen Rhätia, und so will ich Euch denn bitten, mir von den Gebirgszügen, die ich gestern, den Splügen überschreitend, durchschnitt und die ich zum Teil noch vor mir sehe, einen klaren Begriff zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.254499912261963} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":704,"date":1876,"orig":"Meine Karte läßt mich im Stich.","norm":"Meine Karte lässt mich im Stich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.178899765014648} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":705,"date":1876,"orig":"Setzt Euch neben mich.“","norm":"Setzt Euch neben mich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.736999988555908} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":706,"date":1876,"orig":"Jenatſch betrachtete begierig die vorzügliche Etappenkarte und fand ſich ſchnell zurecht.","norm":"Jenatsch betrachtete begierig die vorzügliche Etappenkarte und fand sich schnell zurecht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.456900119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":707,"date":1876,"orig":"Er entwarf dem Herzog mit wenigen ſcharfen Zügen ein Bild der geographiſchen Lage ſeiner Heimat und ordnete ihr Thälergewirr nach den darin entſpringenden und nach drei verſchiedenen Meeren ſich wendenden Strömen.","norm":"Er entwarf dem Herzog mit wenigen scharfen Zügen ein Bild der geographischen Lage seiner Heimat und ordnete ihr Tälergewirr nach den darin entspringenden und nach drei verschiedenen Meeren sich wendenden Strömen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.914000034332275} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":708,"date":1876,"orig":"Dann ſprach er von den zahlreichen Bergübergängen und hob, ſich erwärmend, mit Vorliebe und überraſchender Sachkenntniß deren militäriſche Bedeutung hervor.","norm":"Dann sprach er von den zahlreichen Bergübergängen und hob, sich erwärmend, mit Vorliebe und überraschender Sachkenntnis deren militärische Bedeutung hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.408699989318848} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":709,"date":1876,"orig":"Der Herzog war mit ſichtlichem Wohlgefallen und ſteigendem Intereſſe der raſchen Auseinanderſetzung gefolgt, jetzt aber erhob er ſein mildes, durchdringendes Auge zu dem neben ihm ſtehenden Bündner und ließ es nachdenklich auf ihm ruhen.","norm":"Der Herzog war mit sichtlichem Wohlgefallen und steigendem Interesse der raschen Auseinandersetzung gefolgt, jetzt aber erhob er sein mildes, durchdringendes Auge zu dem neben ihm stehenden Bündner und ließ es nachdenklich auf ihm ruhen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.282000064849853} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":710,"date":1876,"orig":"„Ich bin ein Kriegsmann und rühme mich deſſen, ſagte er, „aber es giebt Augenblicke, wo ich diejenigen glücklich preiſe, die dem Volke predigen dürfen: „Selig ſind die Friedfertigen.","norm":"„Ich bin ein Kriegsmann und rühme mich dessen, sagte er, „aber es gibt Augenblicke, wo ich diejenigen glücklich preise, die dem Volke predigen dürfen: „Selig sind die Friedfertigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.651999950408935} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":711,"date":1876,"orig":"— Heutzutage darf nicht mehr dieſelbe Hand das Schwert des Apoſtels und das Schwert des Feldherrn führen.","norm":"— Heutzutage darf nicht mehr dieselbe Hand das Schwert des Apostels und das Schwert des Feldherrn führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.020699977874756} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":712,"date":1876,"orig":"Wir ſind im neuen Bunde, Herr Paſtor, nicht mehr im alten der Helden und Propheten.","norm":"Wir sind im neuen Bunde, Herr Pastor, nicht mehr im alten der Helden und Propheten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.697800159454346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":713,"date":1876,"orig":"Die Doppelrolle eines Samuel und Gideon iſt nicht mehr die unſrige.","norm":"Die Doppelrolle eines Samuel und Gideon ist nicht mehr die unsrige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537799835205078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":714,"date":1876,"orig":"Heute warte Jeder in Treue des eignen Amtes.","norm":"Heute warte jeder in Treue des eigenen Amtes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.381199836730957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":715,"date":1876,"orig":"Ich achte es für ein ſchweres Unglück,“ hier ſeufzte er, „daß in meinem Frankreich die evangeliſchen Geiſtlichen durch ihren Eifer ſich hinreißen ließen, die Gemüther zum Bürgerkriege zu erhitzen.","norm":"Ich achte es für ein schweres Unglück,“ hier seufzte er, „dass in meinem Frankreich die evangelischen Geistlichen durch ihren Eifer sich hinreißen ließen, die Gemüter zum Bürgerkriege zu erhitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7393999099731445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":716,"date":1876,"orig":"Sache des Staatsmannes iſt es, die bürgerlichen Rechte der evangeliſchen Gemeinden zu ſichern, Sache des Soldaten, ſie zu vertheidigen.","norm":"Sache des Staatsmannes ist es, die bürgerlichen Rechte der evangelischen Gemeinden zu sicheren, Sache des Soldaten, sie zu verteidigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.45329999923706} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":717,"date":1876,"orig":"Der Geiſtliche hüte die Seelen, anders richtet er Unheil an.“","norm":"Der Geistliche hüte die Seelen, anders richtet er Unheil an .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639599800109863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":718,"date":1876,"orig":"Der junge Bündner erröthete unmuthig und blieb die Antwort ſchuldig.","norm":"Der junge Bündner errötete unmutig und blieb die Antwort schuldig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741799831390381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":719,"date":1876,"orig":"In dieſem Augenblicke erſchien der Page mit der ehrerbietigen Meldung, die Reiſebarke des Herzogs ſei zur Abfahrt bereit und Rohan beurlaubte die Freunde mit einer gütigen Handbewegung.","norm":"In diesem Augenblicke erschien der Page mit der ehrerbietigen Meldung, die Reisebarke des Herzogs sei zur Abfahrt bereit und Rohan beurlaubte die Freunde mit einer gütigen Handbewegung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.138400077819824} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":720,"date":1876,"orig":"Auf dem Heimritte erging ſich Waſer in Betrachtungen über die politiſche Rolle des Herzogs, der gerade damals ſeinen proteſtantiſchen Mitbürgern in heimiſcher Fehde einen ehrenhaften Frieden erkämpft hatte.","norm":"Auf dem Heimritte erging sich Wasser in Betrachtungen über die politische Rolle des Herzogs, der gerade damals seinen protestantischen Mitbürgern in heimischer Fehde einen ehrenhaften Frieden erkämpft hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827700138092041} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":721,"date":1876,"orig":"Er meinte, freilich werde derſelbe von kurzer Dauer ſein und fand Gefallen daran, die Lage Rohans und der franzöſiſchen Reformirten ſeinem Freunde mit den dunkelſten Farben zu malen.","norm":"Er meinte, freilich werde derselbe von kurzer Dauer sein und fand Gefallen daran, die Lage Rohans und der französischen Reformierten seinem Freunde mit den dunkelsten Farben zu malen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183199882507324} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":722,"date":1876,"orig":"Er ſchien etwas empfindlich und verdüſtert, daß ſeine Perſon vor dem Herzog neben Jürg ſehr zurückgetreten, ja gänzlich verſchwunden war. —","norm":"Er schien etwas empfindlich und verdüstert, dass seine Person vor dem Herzog neben Jürg sehr zurückgetreten, ja gänzlich verschwunden war . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.872499942779541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":723,"date":1876,"orig":"Seit Heinrich IV., behauptete er, ſetze ſich die franzöſiſche Politik zum Ziele, die Proteſtanten in Deutſchland gegen Kaiſer und Reich zu ſchützen, den Reformirten im eigenen Lande dagegen den Lebensnerv zu durchſchneiden.","norm":"Seit Heinrich IV., behauptete er, setze sich die französische Politik zum Ziele, die Protestanten in Deutschland gegen Kaiser und Reich zu schützen, den Reformierten im eigenen Lande dagegen den Lebensnerv zu durchschneiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.106900215148926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":724,"date":1876,"orig":"Sie trachte, durch Wiederherſtellung der ſtaatlichen Einheit Kraft zum Vorſtoße nach außen zu gewinnen.","norm":"Sie trachte, durch Wiederherstellung der staatlichen Einheit Kraft zum Vorstoße nach außen zu gewinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813000202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":725,"date":1876,"orig":"Es ergebe ſich daraus das ſeltſame Verhältniß, daß die franzöſiſchen Proteſtanten unterliegen müßten, damit den deutſchen die diplomatiſche und militäriſche Hilfe Frankreichs, deren ſie höchlich bedürften, geſichert bleibe. —","norm":"Es ergebe sich daraus das seltsame Verhältnis, dass die französischen Protestanten unterliegen müssten, damit den deutschen die diplomatische und militärische Hilfe Frankreichs, deren sie höchlich bedürften, gesichert bleibe . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.079400062561035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":726,"date":1876,"orig":"So ſchwebe über dem Herzog trotz der Hoheit ſeiner Stellung und ſeines Charakters das traurige Verhängnis, ſeine Kraft in unheilbaren Conflicten aufzureiben und am Hofe von Frankreich immer mehr den Boden zu verlieren.","norm":"So schwebe über dem Herzog trotz der Hoheit seiner Stellung und seines Charakters das traurige Verhängnis, seine Kraft in unheilbaren Konflikten aufzureiben und am Hofe von Frankreich immer mehr den Boden zu verlieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.227499961853027} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":727,"date":1876,"orig":"Jetzt bringe er wohl Weib und Kind nach Venedig, um bei dem nächſtens neu ausbrechenden Sturme freiere Hand zu haben.","norm":"Jetzt bringe er wohl Weib und Kind nach Venedig, um bei dem nächstens neu ausbrechenden Sturme freiere Hand zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.01039981842041} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":728,"date":1876,"orig":"„Du biſt ja ein durchtriebener Diplomat geworden!“ lachte Jenatſch.","norm":"„Du bist ja ein durchtriebener Diplomat geworden!“ lachte Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.89739990234375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":729,"date":1876,"orig":"„Aber findeſt Du es nicht in dieſer Ebene entſetzlich ſchwül?","norm":"„Aber findest Du es nicht in dieser Ebene entsetzlich schwül?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.997700214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":730,"date":1876,"orig":"Dort ſteht eine Scheuer . . . wie wär's, wenn wir unſere Thiere eine Weile im Schatten anbänden und Du Dein weiſes Haupt ins Heu legteſt?“","norm":"Dort steht eine Scheuer . . . wie wäre es, wenn wir unsere Tiere eine Weile im Schatten anbänden und Du Dein weises Haupt ins Heu legtest?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9984002113342285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":731,"date":1876,"orig":"Waſer war einverſtanden und in kurzer Friſt hatten ſich Beide auf das duftige Lager ausgeſtreckt und waren entſchlummert.","norm":"Wasser war einverstanden und in kurzer Frist hatten sich Beide auf das duftige Lager ausgestreckt und waren entschlummert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.017300128936768} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":732,"date":1876,"orig":"Als der junge Zürcher erwachte, ſtand Jenatſch vor ihm, mit ſpöttiſchen Blicken ihn betrachtend.","norm":"Als der junge Zürcher erwachte, stand Jenatsch vor ihm, mit spöttischen Blicken ihn betrachtend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.233799934387207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":733,"date":1876,"orig":"„Ei, Schatz, was ſchneideſt Du denn im Schlafe für verklärte Geſichter?“ ſagte er.","norm":"„Ei, Schatz, was schneidest Du denn im Schlafe für verklärte Gesichter?“ sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.190299987792969} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":734,"date":1876,"orig":"„Heraus mit der Sprache!","norm":"„Heraus mit der Sprache!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.968699932098389} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":735,"date":1876,"orig":"Was haſt Du geträumt?","norm":"Was hast Du geträumt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.015900135040283} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":736,"date":1876,"orig":"Von Deinem Liebchen?“","norm":"Von Deinem Liebchen?“","lang_fastText":"bg","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.320400238037109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":737,"date":1876,"orig":"„Von meiner innig verehrten Braut, willſt Du ſagen.","norm":"„Von meiner innig verehrten Braut, willst Du sagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.694799900054932} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":738,"date":1876,"orig":"Das wäre nichts Ungewöhnliches; aber ich hatte in der That einen wunderbaren Traum. . .“","norm":"Das wäre nichts Ungewöhnliches; aber ich hatte in der Tat einen wunderbaren Traum . . .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.595700025558471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":739,"date":1876,"orig":"„Jetzt weiß ich's . . . . . . 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Dir träumte, Du seiest Bürgermeister von Zürich!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.277699947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":740,"date":1876,"orig":"„So war es . . . . merkwürdiger Weiſe!“ ſagte Waſer ſich ſammelnd.","norm":"„So war es . . . . merkwürdigerweise!“ sagte Wasser sich sammelnd.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.370999813079834} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":741,"date":1876,"orig":"„Ich ſaß in der Rathsſtube und hielt Vortrag über Bündnerdinge, — über die Bedeutung der Feſte Fuentes.","norm":"„Ich saß in der Ratsstube und hielt Vortrag über Bündnerdinge, — über die Bedeutung der Feste Fuentes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403600215911865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":742,"date":1876,"orig":"Als ich geendet, wandte ſich das nächſtſitzende Rathsglied gegen mich mit den Worten:","norm":"Als ich geendet, wandte sich das nächstsitzende Ratsglied gegen mich mit den Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518400192260742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":743,"date":1876,"orig":"Ich bin ganz der Meinung ſeiner Geſtrengen des Herrn Bürgermeiſters.","norm":"Ich bin ganz der Meinung seiner Gestrengen des Herrn Bürgermeisters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121200084686279} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":744,"date":1876,"orig":"Ich ſah mich nach dieſem um; aber ſiehe, ich ſaß ſelbſt auf ſeinem Stuhle und trug ſeine Kette.“","norm":"Ich sah mich nach diesem um; aber siehe, ich saß selbst auf seinem Stuhle und trug seine Kette .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.024099826812744} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":745,"date":1876,"orig":"„Auch mir hat geträumt,“ ſagte Jenatſch, „und recht ſeltſam.","norm":"„Auch mir hat geträumt,“ sagte Jenatsch, „und recht seltsam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.507400035858154} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":746,"date":1876,"orig":"Du weißt, oder weißt nicht, daß in Chur ein ungariſcher Aſtrolog nur Retromant ſein Weſen treibt.","norm":"Du weißt, oder weißt nicht, dass in Kür ein ungarischer Astrolog nur Retromant sein Wesen treibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.751299858093262} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":747,"date":1876,"orig":"Mit dieſem Gelehrten hab' ich mich während der letzten langwierigen Synode nächtlicher Weile eingelaſſen, um zu ſehen, was an der Sache ſei.“","norm":"Mit diesem Gelehrten habe ich mich während der letzten langwierigen Synode nächtlicher Weile eingelassen, um zu sehen, was an der Sache sei .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6296000480651855} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":748,"date":1876,"orig":"„Um Himmelswillen, Aſtrologia!","norm":"„Um Himmels willen, Astrologia!","lang_fastText":"bs","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":4.169099807739258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":749,"date":1876,"orig":". . . Und Du biſt ein Geiſtlicher!“ rief Waſer entſetzt.","norm":". . . Und Du bist ein Geistlicher!“ rief Wasser entsetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.821400165557861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":750,"date":1876,"orig":"„Sie vernichtet die menſchliche Freiheit und dieſe iſt die Grundlage aller Sittlichkeit!","norm":"„Sie vernichtet die menschliche Freiheit und diese ist die Grundlage aller Sittlichkeit!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.157400131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":751,"date":1876,"orig":"— Ich bin ein entſchiedener Bekenner der menſchlichen Freiheit!“","norm":"— Ich bin ein entschiedener Bekenner der menschlichen Freiheit!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8850998878479} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":752,"date":1876,"orig":"„Wohl Dir,“ fuhr der Andere unbeirrt fort.","norm":"„Wohl Dir,“ fuhr der Andere unbeirrt fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.402400016784668} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":753,"date":1876,"orig":"„Beiläufig geſagt, es gelang mir nicht, aus dem Hexenmeiſter etwas Feſtes und Faßbares herauszubringen.","norm":"„Beiläufig gesagt, es gelang mir nicht, aus dem Hexenmeister etwas Festes und Fassbares herauszubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.022900104522705} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":754,"date":1876,"orig":"Entweder wußte er nichts, oder er fürchtete von mir verrathen zu werden.","norm":"Entweder wusste er nichts, oder er fürchtete von mir verraten zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.599999904632568} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":755,"date":1876,"orig":"— Vorhin im Traume aber ſah ich den Mann wieder vor mir und ich ſetzte ihm den Dolch auf die Bruſt, um mein Schickſal zu erfahren.","norm":"— Vorhin im Traume aber sah ich den Mann wieder vor mir und ich setzte ihm den Dolch auf die Brust, um mein Schicksal zu erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.007599830627441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":756,"date":1876,"orig":"Da entſchloß er ſich, es mir zu zeigen und zog mit den feierlichen Worten:","norm":"Da entschloss er sich, es mir zu zeigen und zog mit den feierlichen Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.926599979400634} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":757,"date":1876,"orig":"„Dieſer iſt dein Schickſal!“ den Vorhang von ſeinem Zauberſpiegel.","norm":"„Dieser ist dein Schicksal!“ den Vorhang von seinem Zauberspiegel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6407999992370605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":758,"date":1876,"orig":"Anfangs ſah ich nichts als eine helle Seelandſchaft, dann trat eine grünbewachſene Mauer hervor und da ſaß, die Karte von Bünden vor ſich, mild und bleich, wie wir ihn eben geſehen haben, der Herzog Heinrich Rohan.“","norm":"Anfangs sah ich nichts als eine helle Seelandschaft, dann trat eine grünbewachsene Mauer hervor und da saß, die Karte von Bünden vor sich, mild und bleich, wie wir ihn eben gesehen haben, der Herzog Heinrich Rohan .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.538700103759766} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":759,"date":1876,"orig":"Sechstes Kapitel.","norm":"Sechstes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.567300081253051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":760,"date":1876,"orig":"Unter dieſen Geſprächen waren die Freunde auf der ſtaubigen Landſtraße, die durch das Veltlin hinaufführt, eine gute Strecke weiter getrabt und ſchon erglänzten in der Ferne das Schloß und die Mauern von Morbegno.","norm":"Unter diesen Gesprächen waren die Freunde auf der staubigen Landstraße, die durch das Veltlin hinaufführt, eine gute Strecke weiter getrabt und schon erglänzten in der Ferne das Schloss und die Mauern von Morbegno.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.026599884033203} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":761,"date":1876,"orig":"Jetzt blickte Jenatſch ſcharf auf die letzte Windung des in weitem Bogen nach dem Städtchen laufenden Weges.","norm":"Jetzt blickte Jenatsch scharf auf die letzte Windung des in weitem Bogen nach dem Städtchen laufenden Weges.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.335599899291992} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":762,"date":1876,"orig":"Dort bewegte ſich langſam ein kleiner brauner Reiter.","norm":"Dort bewegte sich langsam ein kleiner brauner Reiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.008999824523926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":763,"date":1876,"orig":"„Bravo,“ rief der Bündner, „da machſt Du eine prächtige Bekanntſchaft!","norm":"„Bravo,“ rief der Bündner, „da machst Du eine prächtige Bekanntschaft!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.464700222015381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":764,"date":1876,"orig":"Dort kommt der Pater Pancrazi, voreinſt — das iſt vor einem Jahrzehnt — Almenſerkapuziner und Beichtiger der Nönnchen von Cazis.","norm":"Dort kommt der Pater Pancrazi, voreinst — das ist vor einem Jahrzehnt — Almenserkapuziner und Beichtiger der Nönnchen von Cazis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481500148773193} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":765,"date":1876,"orig":"Wir haben ihm ſein Kloſter aufgehoben.","norm":"Wir haben ihm sein Kloster aufgehoben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.206900119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":766,"date":1876,"orig":"Wären unſere Kapuziner alle ſo gute Bündner wie er, und ſo witzige Geſellen, man hätte ſie unbehelligt gelaſſen.","norm":"Wären unsere Kapuziner alle so gute Bündner wie er, und so witzige Gesellen, man hätte sie unbehelligt gelassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.700799942016602} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":767,"date":1876,"orig":"Seither hat er ſein Unterkommen in einem Ordenshauſe irgendwo am Comerſee gefunden und führt hier herum, predigend und terminirend, ein fahrendes Leben.“","norm":"Seither hat er sein Unterkommen in einem Ordenshause irgendwo am Comersee gefunden und führt hier herum, predigend und terminierend, ein fahrendes Leben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.857800006866455} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":768,"date":1876,"orig":"„Er iſt mir nicht unbekannt,“ erwiederte Waſer.","norm":"„Er ist mir nicht unbekannt,“ erwiderte Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.789200067520141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":769,"date":1876,"orig":"Voriges Jahr collectirte er in Zürich für die Uebriggebliebenen und Verarmten eurer verſchütteten Stadt Plurs und betonte mit beweglichen Worten als gute Seite ſolcher Verheerungen, daß ſich die Chriſten in dieſen Jammerfällen über die Scheidewand der Konfeſſionen hinweg hilfreich die Bruderhand reichen.","norm":"Voriges Jahr collectirte er in Zürich für die Übriggebliebenen und Verarmten eurer verschütteten Stadt Plurs und betonte mit beweglichen Worten als gute Seite solcher Verheerungen, dass sich die Christen in diesen Jammerfällen über die Scheidewand der Konfessionen hinweg hilfreich die Bruderhand reichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032100200653076} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":770,"date":1876,"orig":"Kurz nachher aber kam mir eine gedruckte Bußpredigt von ihm zu Geſichte, worin er — zu meinem ärgerlichen Erſtaunen — in der derbſten Sprache behauptet, der Bergſturz ſei ein warnendes Gericht und eine göttliche Strafe für die Duldung der Ketzerei.","norm":"Kurz nachher aber kam mir eine gedruckte Bußepredigt von ihm zu Gesichte, worin er — zu meinem ärgerlichen Erstaunen — in der derbsten Sprache behauptet, der Bergsturz sei ein warnendes Gericht und eine göttliche Strafe für die Duldung der Ketzerei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.127900123596191} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":771,"date":1876,"orig":"Das heißt in ſträflicher Weiſe mit zwei Zungen geredet.“","norm":"Das heißt in sträflicher Weise mit zwei Zungen geredet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.983099937438965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":772,"date":1876,"orig":"„Wer wird das einem Kapuziner und praktiſchen Manne verdenken!“ lachte der Andere.","norm":"„Wer wird das einem Kapuziner und praktischen Manne verdenken!“ lachte der Andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464200019836426} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":773,"date":1876,"orig":"„Sieh, er ſetzt ſein Eſelchen in Trott, er hat mich erkannt.“","norm":"„Sieh, er setzt sein Eselchen in Trott, er hat mich erkannt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.537799835205078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":774,"date":1876,"orig":"Der Kapuziner trabte auf ſeinem Thiere, das neben ihm noch zwei volle Körbe trug, ſo raſch heran, daß der Staub in Wirbeln aufflog.","norm":"Der Kapuziner trabte auf seinem Tiere, das neben ihm noch zwei volle Körbe trug, so rasch heran, dass der Staub in Wirbeln aufflog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.554100036621094} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":775,"date":1876,"orig":"Aber die luſtige Begrüßung, die Waſer erwartete, blieb aus.","norm":"Aber die lustige Begrüßung, die Wasser erwartete, blieb aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172599792480469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":776,"date":1876,"orig":"Pancrazis kurze Geſtalt drängte haſtig vorwärts und ſtreckte ihnen die Rechte mit abmahnender Geberde entgegen, als bedeute er die Reiſenden, ihre Maulthiere zu wenden.","norm":"Pancrazis kurze Gestalt drängte hastig vorwärts und streckte ihnen die Rechte mit abmahnender Gebärde entgegen, als bedeute er die Reisenden, ihre Maultiere zu wenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128499984741211} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":777,"date":1876,"orig":"Nun hatte er ſie faſt erreicht und rief ihnen zu:","norm":"Nun hatte er sie fast erreicht und rief ihnen zu:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.724600076675415} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":778,"date":1876,"orig":"„Zurück Jenatſch!","norm":"„Zurück Jenatsch!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cs","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.248000144958496} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":779,"date":1876,"orig":"Nicht hinein nach Morbegno!“ —","norm":"Nicht hinein nach Morbegno!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.343299865722656} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":780,"date":1876,"orig":"„Was bedeutet das?“ fragte dieſer ruhig.","norm":"„Was bedeutet das?“ fragte dieser ruhig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.232999801635742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":781,"date":1876,"orig":"„Nichts Gutes!“ verſetzte Pancratius.","norm":"„Nichts Gutes!“ versetzte Pancratius.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.198599815368652} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":782,"date":1876,"orig":"„Wunder und Zeichen geſchehen im Veltlin, das Volk iſt aufgeregt, die Einen liegen in den Kirchen auf den Knien, die Andern laden ihre Büchſen und wetzen ihre Meſſer.","norm":"„Wunder und Zeichen geschehen im Veltlin, das Volk ist aufgeregt, die Einen liegen in den Kirchen auf den Knien, die Anderen laden ihre Büchsen und wetzen ihre Messer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.449399948120117} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":783,"date":1876,"orig":"Zeige Dich nicht in Morbegno, kehre nicht auf Deine Pfarre zurück, wende Dein Thier und flüchte nach Chiavenna!“","norm":"Zeige Dich nicht in Morbegno, kehre nicht auf Deine Pfarre zurück, wende Dein Tier und flüchte nach Chiavenna!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.131400108337402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":784,"date":1876,"orig":"„Was?","norm":"„Was?","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"en","lang_de":0,"norm_lmscore":5.295400142669678} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":785,"date":1876,"orig":"Ich ſoll mein Weib im Stiche laſſen? fuhr Jenatſch auf; „meine Freunde nicht warnen?","norm":"Ich soll mein Weib im Stiche lassen? fuhr Jenatsch auf; „meine Freunde nicht warnen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.954500198364258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":786,"date":1876,"orig":"Den braven Alexander und den redlichen Fauſch auf ſeinem Bergdorfe Buglio?","norm":"Den braven Alexander und den redlichen Fausch auf seinem Bergdorfe Buglio?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.388800144195557} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":787,"date":1876,"orig":"Nichts da!","norm":"Nichts da!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ha","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.101399898529053} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":788,"date":1876,"orig":"Ich reite zurück — natürlich das Städtchen umgehend über die Adda.","norm":"Ich reite zurück — natürlich das Städtchen umgehend über die Adda.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.841800212860107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":789,"date":1876,"orig":"Mein Kamerad hier, Herr Waſer von Zürich, kennt keine Furcht . . . und Du, Pancrazi, thuſt mir den Gefallen und kommſt mit.","norm":"Mein Kamerad hier, Herr Wasser von Zürich, kennt keine Furcht . . . und Du, Pancrazi, tust mir den Gefallen und kommst mit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.589499950408935} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":790,"date":1876,"orig":"Du nächtigſt bei mir.","norm":"Du nächtigst bei mir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.440100193023682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":791,"date":1876,"orig":"Meine Berbenner ſind nicht ſo gottverlaſſen, daß ſie des heiligen Franziskus Kutte nicht in Ehren hielten.“","norm":"Meine Berbenner sind nicht so gottverlassen, dass sie des heiligen Franziskus Kutte nicht in Ehren hielten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.523499965667725} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":792,"date":1876,"orig":"Nach kurzem Beſinnen willigte der Kapuziner ein.","norm":"Nach kurzem Besinnen willigte der Kapuziner ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.695400238037109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":793,"date":1876,"orig":"„Meinetwegen, am Ende!“ ſagte er.","norm":"„Meinetwegen, am Ende!“ sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.195499897003174} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":794,"date":1876,"orig":"„Heute bin ich Dein Schutzpatron, ein ander Mal biſt Du der meinige.“","norm":"„Heute bin ich Dein Schutzpatron, ein ander Mal bist Du der meinige .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.362100124359131} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":795,"date":1876,"orig":"So ritten ſie, was ihre Thiere laufen konnten, nach Berbenn hinüber und wie wenig Waſer auch dieſe wilden Ereigniſſe zuſagten, er machte gute Miene und rechnete es ſich zur Ehre, das ihm ertheilte Lob der Tapferkeit zu verdienen.","norm":"So ritten sie, was ihre Tiere laufen konnten, nach Berbenn hinüber und wie wenig Wasser auch diese wilden Ereignisse zusagten, er machte gute Miene und rechnete es sich zur Ehre, das ihm erteilte Lob der Tapferkeit zu verdienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177599906921387} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":796,"date":1876,"orig":"Eben ertönte die friedliche Abendglocke, als ſie vor der Pfarre von Berbenn abſtiegen.","norm":"Eben ertönte die friedliche Abendglocke, als sie vor der Pfarre von Berbenn abstiegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.272799968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":797,"date":1876,"orig":"Unter dem niedrigen Eingangsbogen des Laubdaches ſtand ein breitſchultriger ernſter Mann von kleiner Statur aber mit ausdrucksvollem Kopfe, nachdenklich und aufmerkſam ſeinen Hut betrachtend, welchen er nach allen Seiten drehte und gegen das Licht hielt.","norm":"Unter dem niedrigen Eingangsbogen des Laubdaches stand ein breitschultriger ernster Mann von kleiner Statur aber mit ausdrucksvollem Kopfe, nachdenklich und aufmerksam seinen Hut betrachtend, welchen er nach allen Seiten drehte und gegen das Licht hielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.073299884796143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":798,"date":1876,"orig":"Es war ein hoher ſpitzer Filz von ſchwarzer Farbe.","norm":"Es war ein hoher spitzer Filz von schwarzer Farbe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.392099857330322} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":799,"date":1876,"orig":"„Was ſtellſt Du da für tiefſinnige Unterſuchungen an, Kollege Fauſch?“ begrüßte ihn Jenatſch.","norm":"„Was stellst Du da für tiefsinnige Untersuchungen an, Kollege Fausch?“ begrüßte ihn Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.074299812316894} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":800,"date":1876,"orig":"„Was iſt's mit Deinem Filz?","norm":"„Was ist es mit Deinem Filz?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.470600128173828} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":801,"date":1876,"orig":"Oben aufgeriſſen, wie ich ſehe.","norm":"Oben aufgerissen, wie ich sehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5790998935699463} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":802,"date":1876,"orig":"Willſt Du ihn hinfür zur Verſtärkung Deines Baſſes als Sprachrohr gebrauchen?“","norm":"Willst Du ihn hinfür zur Verstärkung Deines Basses als Sprachrohr gebrauchen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.116899967193603} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":803,"date":1876,"orig":"Sorgenvoll erwiederte der Kleine: „Betrachte das Loch näher, Jürg!","norm":"Sorgenvoll erwiderte der Kleine: „Betrachte das Loch näher, Jürg!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.012899875640869} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":804,"date":1876,"orig":"Seine Ränder ſind verbrannt.","norm":"Seine Ränder sind verbrannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667500019073486} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":805,"date":1876,"orig":"Es iſt eine Kugel durchgefahren, die mir einer Deiner Berbenner zuſchickte, als ich durch die Weinberge hinunterſtieg.","norm":"Es ist eine Kugel durchgefahren, die mir einer Deiner Berbenner zuschickte, als ich durch die Weinberge hinunterstieg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9552001953125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":806,"date":1876,"orig":"Natürlich galt ſie Dir; denn man ſah über der Mauer nur meinen Kopf und der gleicht dem Deinigen, wie Du weißt, zum Verwechſeln.","norm":"Natürlich galt sie Dir; denn man sah über der Mauer nur meinen Kopf und der gleicht dem Deinigen, wie Du weißt, zum Verwechseln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100800037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":807,"date":1876,"orig":"Der Teufel ſoll mich holen,“ fuhr er heftiger fort, „wenn ich nicht den geiſtlichen Stand quittire.","norm":"Der Teufel soll mich holen,“ fuhr er heftiger fort, „wenn ich nicht den geistlichen Stand quittiere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.988800048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":808,"date":1876,"orig":"Der Part iſt ungleich:","norm":"Der Part ist ungleich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.753600120544434} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":809,"date":1876,"orig":"uns iſt nur das Schwert des Geiſtes geſtattet, angefallen aber wird unſer Fleiſch mit Eiſen und Blei.“ —","norm":"uns ist nur das Schwert des Geistes gestattet, angefallen aber wird unser Fleisch mit Eisen und Blei .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.762599945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":810,"date":1876,"orig":"„Gedenke Deines Schwurs, Fauſch, mein Sohn, das Evangelium zu predigen usque ad martyrium, erſcholl aus dem Hintergrunde der Laube von einer tief beſchatteten Bank her die etwas dumpfe Stimme eines graubärtigen Mannes, der dort in aufrechter Haltung am Tiſche ſaß und ſich von der ſchönen Lucia Saſſeller einſchenken ließ.","norm":"„Gedenke Deines Schwurs, Fausch, mein Sohn, das Evangelium zu predigen usque ad martyrium, erscholl aus dem Hintergrunde der Laube von einer tief beschatteten Bank her die etwas dumpfe Stimme eines graubärtigen Mannes, der dort in aufrechter Haltung am Tische saß und sich von der schönen Lucia Sassseller einschenken ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4274001121521} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":811,"date":1876,"orig":"Das junge Weib aber erblickte kaum ihren Mann, ſo eilte es ihm entgegen und ſchmiegte ſich bleich und furchtſam an ſeine Seite, als ſuche es Schutz vor einer entſetzlichen Angſt.","norm":"Das junge Weib aber erblickte kaum ihren Mann, so eilte es ihm entgegen und schmiegte sich bleich und furchtsam an seine Seite, als suche es Schutz vor einer entsetzlichen Angst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.526900053024292} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":812,"date":1876,"orig":"„Exclusive, Blaſius! exclusive!","norm":"„Exclusive, Blasius! exclusive!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.643400192260742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":813,"date":1876,"orig":"Bis an den Martertod hinan, aber nicht hinein!“ antwortete Fauſch, ſich zu ſeinem Kollegen wendend, deſſen Glas er ergriff und bis auf den letzten Tropfen leerte.","norm":"Bis an den Martertod hinan, aber nicht hinein!“ antwortete Fausch, sich zu seinem Kollegen wendend, dessen Glas er ergriff und bis auf den letzten Tropfen leerte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.743899822235107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":814,"date":1876,"orig":"Indeſſen machte Jenatſch ſeinen zürcheriſchen Freund mit dem glaubensſtarken Pfarrer Blaſius bekannt und ſtellte ihm dann lachend in Pfarrer Lorenz Fauſch einen Schulkameraden aus dem „Loch“ in Zürich vor, deſſen ſich Waſer gar wohl erinnerte als eines um ein paar Jahre ältern, ziemlich liederlichen Studiengeſellen.","norm":"Indessen machte Jenatsch seinen zürcherischen Freund mit dem glaubensstarken Pfarrer Blasius bekannt und stellte ihm dann lachend in Pfarrer Lorenz Fausch einen Schulkameraden aus dem „Loch“ in Zürich vor, dessen sich Wasser gar wohl erinnerte als eines um ein paar Jahre älteren, ziemlich liederlichen Studiengesellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.09660005569458} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":815,"date":1876,"orig":"„Dieſer Mann hat ſeither in Bündnerdingen eine hervorragende Rolle geſpielt,“ behauptete Jürg und ſchlug dem Kleinen auf die Schulter.","norm":"„Dieser Mann hat seither in Bündnerdingen eine hervorragende Rolle gespielt,“ behauptete Jürg und schlug dem Kleinen auf die Schulter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7982001304626465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":816,"date":1876,"orig":"Der Kapuziner ſchien mit beiden Pfarrern auf bekanntem Fuße zu ſtehen und Fauſch fuhr, diesmal an Waſer ſich wendend, in ſeiner aufgeregten Rede fort:","norm":"Der Kapuziner schien mit beiden Pfarrern auf bekanntem Fuße zu stehen und Fausch fuhr, diesmal an Wasser sich wendend, in seiner aufgeregten Rede fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.940899848937988} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":817,"date":1876,"orig":"„Glaubſt Du's wohl, Herr Zürcher?","norm":"„Glaubst Du es wohl, Herr Zürcher?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.884399890899658} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":818,"date":1876,"orig":"Während Du in Deiner löblichen Stadt ſittſam zur Predigt gehſt und über das Geſangbuch hinweg züchtig nach Deinem Jungfräulein ausſchauſt, betrete ich armer Streiter Gottes niemals die Kanzel ohne fröſtelnd den Rücken einzuziehen, aus Furcht es fahre mir das Meſſer oder die Kugel eines meiner Pfarrkinder zwiſchen die Schultern! —","norm":"Während Du in Deiner löblichen Stadt sittsam zur Predigt gehst und über das Gesangbuch hinweg züchtig nach Deinem Jungfräulein ausschaust, betrete ich armer Streiter Gottes niemals die Kanzel ohne fröstelnd den Rücken einzuziehen, aus Furcht es fahre mir das Messer oder die Kugel eines meiner Pfarrkinder zwischen die Schultern! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.94980001449585} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":819,"date":1876,"orig":"Aber,“ ſagte er, nachdem er mit den Männern in die Stube getreten, „nun bin ich auch zum längſten Pfarrer geweſen.","norm":"Aber,“ sagte er, nachdem er mit den Männern in die Stube getreten, „nun bin ich auch zum längsten Pfarrer gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.174399852752685} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":820,"date":1876,"orig":"Dies Erlebniß,“ er zeigte auf das Loch in ſeinem Filze, „giebt den Ausſchlag.","norm":"Dies Erlebnis,“ er zeigte auf das Loch in seinem Filze, „gibt den Ausschlag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.194600105285644} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":821,"date":1876,"orig":"Das Maß iſt voll.","norm":"Das Maß ist voll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.123199939727783} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":822,"date":1876,"orig":"Ich habe von meiner Muhme in Parpan zweihundert Goldgulden geerbt, gerade genug um ein ſicheres Gewerbe zu beginnen.","norm":"Ich habe von meiner Muhme in Parpan zweihundert Goldgulden geerbt, gerade genug um ein sicheres Gewerbe zu beginnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.610899925231934} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":823,"date":1876,"orig":"— Herunter mit dem Pfarrrock!“ und er legte Hand an ſein geiſtliches Kleid.","norm":"— Herunter mit dem Pfarrrock!“ und er legte Hand an sein geistliches Kleid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.225800037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":824,"date":1876,"orig":"„Warte, Freund!“ rief Jenatſch, „das verrichten wir zuſammen.","norm":"„Warte, Freund!“ rief Jenatsch, „das verrichten wir zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046299934387207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":825,"date":1876,"orig":"Auch mein Maß iſt heute voll geworden!","norm":"Auch mein Maß ist heute voll geworden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551799774169922} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":826,"date":1876,"orig":"Nicht eine feindliche Kugel verjagt mich von der Kanzel, ſondern eine freundliche Rede.","norm":"Nicht eine feindliche Kugel verjagt mich von der Kanzel, sondern eine freundliche Rede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.074699878692627} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":827,"date":1876,"orig":"Der Herzog Heinrich hat Recht,“ wandte er ſich an den erſtaunten Waſer, „Schwert und Bibel taugen nicht zuſammen.","norm":"Der Herzog Heinrich hat Recht,“ wandte er sich an den erstaunten Wasser, „Schwert und Bibel taugen nicht zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059000015258789} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":828,"date":1876,"orig":"Bünden bedarf des Schwertes und ich lege die geiſtliche Waffe zur Seite, um getroſt die weltliche zu ergreifen.“","norm":"Bünden bedarf des Schwertes und ich lege die geistliche Waffe zur Seite, um getrost die weltliche zu ergreifen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.009900093078613} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":829,"date":1876,"orig":"Mit dieſen Worten riß er ſein Predigergewand ab, langte ſeinen Raufdegen von der Wand herunter und gürtete ſich ihn um den knappen Lederkoller.","norm":"Mit diesen Worten riss er sein Predigergewand ab, langte seinen Raufdegen von der Wand herunter und gürtete sich ihn um den knappen Lederkoller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.410600185394287} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":830,"date":1876,"orig":"„Potz Velten, ihr gebt ein luſtiges Beiſpiel,“ rief der Kapuziner mit ſchallendem Gelächter.","norm":"„Pots Velten, ihr gebt ein lustiges Beispiel,“ rief der Kapuziner mit schallendem Gelächter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9567999839782715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":831,"date":1876,"orig":"„Faſt gelüſtet mich, es euch nachzuthun!","norm":"„Fast gelüstet mich, es euch nachzutun!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.909299850463867} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":832,"date":1876,"orig":"Aber meine braune Kutte iſt leider zu zäh und hat ein feſter Gewebe als eure Röcklein, ehrwürdige Herren!“","norm":"Aber meine braune Kutte ist leider zu zäh und hat ein fester Gewebe als eure Röcklein, ehrwürdige Herren!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.725399971008301} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":833,"date":1876,"orig":"Blaſius Alexander, der dieſem Vorgange ohne Verwunderung, aber mißbilligend zuſchaute, faltete jetzt die Hände und ſprach feierlich:","norm":"Blasius Alexander, der diesem Vorgange ohne Verwunderung, aber missbilligend zuschaute, faltete jetzt die Hände und sprach feierlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.470799922943115} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":834,"date":1876,"orig":"„Ich aber gedenke zu verharren im Amte bis ans Ende usque ad martyrium, bis in den Martertod, zu welcher Ehre Gott mir helfe!“","norm":"„Ich aber gedenke zu verharren im Amte bis ans Ende usque ad martyrium, bis in den Martertod, zu welcher Ehre Gott mir helfe!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332600116729736} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":835,"date":1876,"orig":"„Kein ſchönrer Tod iſt in der Welt, Als wer vorm Feind hinſcheidt“. . . .","norm":"„Kein schönerer Tod ist in der Welt, als wer vorm Feind hinscheidet“. . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.012199878692627} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":836,"date":1876,"orig":"ſang Jenatſch mit flammenden Augen.","norm":"sang Jenatsch mit flammenden Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.657800197601318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":837,"date":1876,"orig":"„Ich werde ein Zuckerbäcker,“ erklärte Fauſch wichtig, „ein Bischen Weinhandel daneben iſt ſelbſtverſtändlich.“","norm":"„Ich werde ein Zuckerbäcker,“ erklärte Fausch wichtig, „ein bisschen Weinhandel daneben ist selbstverständlich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703800201416016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":838,"date":1876,"orig":"Damit ſetzte er ſich an den Tiſch, ſchnallte eine kleine Geldkatze ab, die er um den Leib trug, und begann die Goldſtücke, eifrig rechnend, in Häuflein zu ordnen.","norm":"Damit setzte er sich an den Tisch, schnallte eine kleine Geldkatze ab, die er um den Leib trug, und begann die Goldstücke, eifrig rechnend, in Häuflein zu ordnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.582799911499023} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":839,"date":1876,"orig":"Jürg Jenatſch aber umſchlang die eben eintretende Lucia und küßte ſie mit überſtrömender Zärtlichkeit:","norm":"Jürg Jenatsch aber umschlang die eben eintretende Lucia und küsste sie mit überströmender Zärtlichkeit:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.011099815368652} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":840,"date":1876,"orig":"„Sei getroſt, mein Herz, und freue Dich!","norm":"„Sei getrost, mein Herz, und freue Dich!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.270699977874756} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":841,"date":1876,"orig":"Eben hat Dein Georg den ſchwarzen geiſtlichen Rock abgeworfen, der Dich mit den Deinen verfeindet hat.","norm":"Eben hat Dein Georg den schwarzen geistlichen Rock abgeworfen, der Dich mit den Deinen verfeindet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.623600006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":842,"date":1876,"orig":"Wir ziehn hier weg, es wird Dir wohlergehn und Du erlebſt an Deinem Manne Ehre die Fülle.“","norm":"Wir ziehen hier weg, es wird Dir Wohlergehen und Du erlebst an Deinem Manne Ehre die Fülle .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.490799903869629} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":843,"date":1876,"orig":"Lucia erröthete vor Freude und blickte mit ſeliger Bewunderung in Jürgs übermüthiges Angeſicht, aus dem eine wilde Freude ſprühte.","norm":"Lucia errötete vor Freude und blickte mit seliger Bewunderung in Jürgs übermütiges Angesicht, aus dem eine wilde Freude sprühte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.427700042724609} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":844,"date":1876,"orig":"Noch nie hatte ſie ihn ſo glücklich geſehn.","norm":"Noch nie hatte sie ihn so glücklich gesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.054699897766113} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":845,"date":1876,"orig":"Offenbar wich eine dunkle Furcht von ihrem Herzen, an der ſie von Tage zu Tage ſchwerer getragen und die ihr das Leben in der Heimat verleidet hatte.","norm":"Offenbar wich eine dunkle Furcht von ihrem Herzen, an der sie von Tage zu Tage schwerer getragen und die ihr das Leben in der Heimat verleidet hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.311699867248535} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":846,"date":1876,"orig":"„Hier, Jürg, mein Bruder,“ ſagte jetzt Fauſch, der mit ſeiner Rechnung fertig war, „hier mein Eingebinde zu Deinem Tauftage als Ritter Georg!","norm":"„Hier, Jürg, mein Bruder,“ sagte jetzt Fausch, der mit seiner Rechnung fertig war, „hier mein Eingebinde zu Deinem Tauftage als Ritter Georg!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.148099899291992} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":847,"date":1876,"orig":"Für Gaul und Harniſch.","norm":"Für Gaul und Harnisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.290699958801269} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":848,"date":1876,"orig":"Das Kapital iſt gut angelegt.","norm":"Das Kapital ist gut angelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.739700078964233} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":849,"date":1876,"orig":"Ich komme mit einem Hundert zurecht.“","norm":"Ich komme mit einem Hundert zurecht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.780099868774414} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":850,"date":1876,"orig":"Und er ſchob ihm die Hälfte ſeines kleinen Erbes zu.","norm":"Und er schob ihm die Hälfte seines kleinen Erbes zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.277400016784668} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":851,"date":1876,"orig":"Jürg ſchüttelte die ihm entgegengeſtreckte kurze breite Hand derb, aber ohne ſonderliche Rührung und ſtrich das Gold ein.","norm":"Jürg schüttelte die ihm entgegengestreckte kurze breite Hand derb, aber ohne sonderliche Rührung und strich das Gold ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.868199825286865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":852,"date":1876,"orig":"Inzwiſchen hatte ſich Waſer zu Pater Pancraz geſetzt, um ihm auf den Zahn zu fühlen.","norm":"Inzwischen hatte sich Wasser zu Pater Pankraz gesetzt, um ihm auf den Zahn zu fühlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.877599954605102} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":853,"date":1876,"orig":"Dem Zürcher erſchien des Kapuziners keckes Betragen, ſeine Luſtigkeit und Selbſtbeherrſchung etwas zweideutig und verdächtig.","norm":"Dem Zürcher erschien des Kapuziners keckes Betragen, seine Lustigkeit und Selbstbeherrschung etwas zweideutig und verdächtig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.538700103759766} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":854,"date":1876,"orig":"Aber ſein Mi��trauen ſchwand, als er die ungeſchminkt herzliche Beſorgniß des Paters um das Schickſal ſeiner bündneriſchen Landsleute wahrnahm und er mußte bewundern, wie richtig Pancraz die gefährlichen Verhältniſſe auffaßte, wie ſcharf er die Vorzeichen des herannahenden Sturmes beobachtet hatte.","norm":"Aber sein Misstrauen schwand, als er die ungeschminkt herzliche Besorgnis des Paters um das Schicksal seiner bündnerischen Landsleute wahrnahm und er musste bewundern, wie richtig Pankraz die gefährlichen Verhältnisse auffasste, wie scharf er die Vorzeichen des herannahenden Sturmes beobachtet hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.086999893188477} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":855,"date":1876,"orig":"„Ich fürchte, es ſind große Herren,“ ſagte der Pater, „Spanier, vielleicht auch Bündner, die diesmal das Spiel in Händen halten und zu ihren habgierigen und herrſchſüchtigen Zwecken den frommen, einfältigen Glauben des Veltlinervolks mißbrauchen.","norm":"„Ich fürchte, es sind große Herren,“ sagte der Pater, „Spanier, vielleicht auch Bündner, die diesmal das Spiel in Händen halten und zu ihren habgierigen und herrschsüchtigen Zwecken den frommen, einfältigen Glauben des Veltlinervolks missbrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.923399925231933} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":856,"date":1876,"orig":"Wehe, ſie ſchüren einen hölliſchen Brand, das Blut, das ſie vergießen, wird ihnen bis an die Kehle ſteigen und ſie erſäufen. —","norm":"Wehe, sie schüren einen höllischen Brand, das Blut, das sie vergießen, wird ihnen bis an die Kehle steigen und sie ersäufen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.57229995727539} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":857,"date":1876,"orig":"In Morbegno hieß es, die Mordbanden des Robuſtell ſeien ſchon auf dem Wege das Thal herunter.","norm":"In Morbegno hieß es, die Mordbanden des Robustell seien schon auf dem Wege das Tal herunter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.137599945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":858,"date":1876,"orig":"Gott gebe, daß ſolcher Greuel nur in den welſchen Köpfen ſpukt!","norm":"Gott gebe, dass solcher Gräuel nur in den welschen Köpfen spukt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.603799819946289} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":859,"date":1876,"orig":"Eins aber iſt gewiß — und das beherzigt, ihr Männer“ — ſprach er aufſtehend und an die drei Bündner ſich wendend: „des Bleibens der Proteſtanten im Veltlin iſt nicht mehr.“","norm":"Eins aber ist gewiss — und das beherzigt, ihr Männer“ — sprach er aufstehend und an die drei Bündner sich wendend: „Des Bleibens der Protestanten im Veltlin ist nicht mehr .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853099822998047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":860,"date":1876,"orig":"Jetzt erhob Jenatſch die Stimme.","norm":"Jetzt erhob Jenatsch die Stimme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ht","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.75029993057251} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":861,"date":1876,"orig":"„Kein Zweifel, Brüder, die Gefahr iſt vor der Thür!“ ſagte er.","norm":"„Kein Zweifel, Brüder, die Gefahr ist vor der Tür!“ sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.547399997711181} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":862,"date":1876,"orig":"„Kein Augenblick iſt zu verlieren.","norm":"„Kein Augenblick ist zu verlieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428400039672852} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":863,"date":1876,"orig":"Fort müſſen wir.","norm":"Fort müssen wir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"az","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.785699844360352} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":864,"date":1876,"orig":"Wir ſammeln in Eile unſere wenigen Glaubensgenoſſen, treiben unſere geiſtliche Heerde, Mann, Weib und Kind, über das Gebirge nach Bünden, und decken bewaffnet den Rückzug.“","norm":"Wir sammeln in Eile unsere wenigen Glaubensgenossen, treiben unsere geistliche Herde, Mann, Weib und Kind, über das Gebirge nach Bünden, und decken bewaffnet den Rückzug .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.531899929046631} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":865,"date":1876,"orig":"Blaſius Alexander ſchüttelte den Kopf als er von Flucht reden hörte, und lud mißvergnügt ſeine Muskete, die er mitzubringen nicht verſäumt hatte, mit Pulver aus dem großen an ſeiner Hüfte hangenden Familienhorn.","norm":"Blasius Alexander schüttelte den Kopf als er von Flucht reden hörte, und lud missvergnügt seine Muskete, die er mitzubringen nicht versäumt hatte, mit Pulver aus dem großen an seiner Hüfte hangenden Familienhorn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.47569990158081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":866,"date":1876,"orig":"Dann ſtellte er die Waffe zwiſchen die Kniee und fuhr fort, langſam aber unausgeſetzt, Becher um Becher zu leeren, ohne daß der feurige Wein den kalt ruhigen Blick ſeines Auges im Mindeſten belebt, oder ſein farbloſes Angeſicht geröthet hätte.","norm":"Dann stellte er die Waffe zwischen die Knie und fuhr fort, langsam aber unausgesetzt, Becher um Becher zu leeren, ohne dass der feurige Wein den kalt ruhigen Blick seines Auges im Mindesten belebt, oder sein farbloses Angesicht gerötet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.270699977874756} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":867,"date":1876,"orig":"Der junge Zürcher ſah dieſem Thun bedenklich zu und konnte endlich die Bemerkung nicht unterdrücken, ob der edle Trank, in ſolcher Ueberfülle genoſſen, dem Herrn Blaſius nicht zu Kopfe ſteigen und die im nahenden Augenblicke der Gefahr ſo nöthige Geiſtesklarheit trüben könnte.","norm":"Der junge Zürcher sah diesem Tun bedenklich zu und konnte endlich die Bemerkung nicht unterdrücken, ob der edle Trank, in solcher Überfülle genossen, dem Herrn Blasius nicht zu Kopfe steigen und die im nahenden Augenblicke der Gefahr so nötige Geistesklarheit trüben könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948599815368652} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":868,"date":1876,"orig":"Darauf warf ihm der Alte einen etwas verächtlichen Blick zu, antwortete aber gelaſſen und ungekränkt:","norm":"Darauf warf ihm der Alte einen etwas verächtlichen Blick zu, antwortete aber gelassen und ungekränkt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.98009991645813} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":869,"date":1876,"orig":"„Ich vermag Alles in dem Herrn, der mich ſtark macht.“","norm":"„Ich vermag alles in dem Herrn, der mich stark macht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6809000968933105} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":870,"date":1876,"orig":"„Das iſt ein chriſtlich Wort!“ rief der Kapuziner, ließ die Gläſer klingen und reichte dem greiſen Prädikanten über den Tiſch die Hand.","norm":"„Das ist ein christlich Wort!“ rief der Kapuziner, ließ die Gläser klingen und reichte dem greisen Prädikanten über den Tisch die Hand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.247099876403809} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":871,"date":1876,"orig":"Unterdeſſen war der Mond aufgegangen und überrieſelte draußen die Krone der Ulme und die ſchwere Blätterdecke der Feigenbäume mit hellem Lichte; aber nur eine ſpärliche Helle drang durch die kleinen Fenſter in das breite, tiefe Gemach und ſchattete ihre maſſiven Gitterkreuze auf dem ſteinernen Fußboden ab.","norm":"Unterdessen war der Mond aufgegangen und überrieselte draußen die Krone der Ulme und die schwere Blätterdecke der Feigenbäume mit hellem Lichte; aber nur eine spärliche Helle drang durch die kleinen Fenster in das breite, tiefe Gemach und schattete ihre massiven Gitterkreuze auf dem steinernen Fußboden ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.37529993057251} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":872,"date":1876,"orig":"Lucia ſtellte die italieniſche eiſerne Oellampe auf den Tiſch und entfachte, die Dochte in die Höhe ziehend, drei helle Flämmchen, die auf ihr über das Geräth gebeugtes liebliches Antlitz einen rothen Wiederſchein warfen.","norm":"Lucia stellte die italienische eiserne Öllampe auf den Tisch und entfachte, die Dochte in die Höhe ziehend, drei helle Flämmchen, die auf ihr über das Gerät gebeugtes liebliches Antlitz einen roten Widerschein warfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.920200109481811} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":873,"date":1876,"orig":"Plötzlich fiel durchs Fenſter ein Schuß.","norm":"Plötzlich fiel durchs Fenster ein Schuss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.670700073242187} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":874,"date":1876,"orig":"Die Männer ſprangen auf.","norm":"Die Männer sprangen auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.325200080871582} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":875,"date":1876,"orig":"Das junge Weib ſank ohne Laut zuſammen und die Lampe lag verglimmend am Boden.","norm":"Das junge Weib sank ohne Laut zusammen und die Lampe lag verglimmend am Boden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.143199920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":876,"date":1876,"orig":"Eine tödtliche Kugel hatte die ſanfte Lucia getroffen.","norm":"Eine tödliche Kugel hatte die sanfte Lucia getroffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.479499816894531} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":877,"date":1876,"orig":"Schaudernd ſah Waſer das ſchöne ſterbende Haupt, auf welches das Mondlicht fiel und das Jenatſch, auf den Knieen liegend, im Arme hielt.","norm":"Schaudernd sah Wasser das schöne sterbende Haupt, auf welches das Mondlicht fiel und das Jenatsch, auf den Knien liegend, im Arme hielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168000221252441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":878,"date":1876,"orig":"Jürg weinte laut.","norm":"Jürg weinte laut.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.7342000007629395} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":879,"date":1876,"orig":"Während der Pater bemüht war die Lampe wieder anzuzünden, hatte Blaſius Alexander ſeine Büchſe ergriffen und ſchritt ruhig in den mondhellen Garten hinaus.","norm":"Während der Pater bemüht war die Lampe wieder anzuzünden, hatte Blasius Alexander seine Büchse ergriffen und schritt ruhig in den mondhellen Garten hinaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.559100151062012} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":880,"date":1876,"orig":"Er mußte den Mörder nicht lange ſuchen.","norm":"Er musste den Mörder nicht lange suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.960700035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":881,"date":1876,"orig":"Da kauerte zwiſchen den Stämmen der Bäume ein langer Menſch, deſſen vorgebeugtes Geſicht dunkle darüber fallende Lockenhaare verbargen, den Roſenkranz in der Hand, ſtöhnend und betend.","norm":"Da kauerte zwischen den Stämmen der Bäume ein langer Mensch, dessen vorgebeugtes Gesicht dunkle darüber fallende Lockenhaare verbargen, den Rosenkranz in der Hand, stöhnend und betend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9972000122070312} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":882,"date":1876,"orig":"Neben ihm lag ein noch rauchendes ſchwerfälliges Piſtol.","norm":"Neben ihm lag ein noch rauchendes schwerfälliges Pistole.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.142099857330322} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":883,"date":1876,"orig":"Ohne Weiteres legte Blaſius ſein Gewehr auf ihn an und ſtreckte ihn mit einem Schuſſe durch die Schläfen nieder.","norm":"Ohne Weiteres legte Blasius sein Gewehr auf ihn an und streckte ihn mit einem Schusse durch die Schläfen nieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.63640022277832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":884,"date":1876,"orig":"Dann trat er neben den auf das Angeſicht Hingeſunkenen, drehte ihn um, betrachtete ihn und murmelte: „Dacht' ich mir's doch — ihr Bruder, der tolle Agoſtino!“","norm":"Dann trat er neben den auf das Angesicht Hingesunkenen, drehte ihn um, betrachtete ihn und murmelte: „Dachte ich mir es doch — ihr Bruder, der tolle Agostino!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.198299884796143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":885,"date":1876,"orig":"— Eine Weile ſtand er horchend.","norm":"— Eine Weile stand er horchend.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.754700183868408} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":886,"date":1876,"orig":"Nun ſchlich er über die Gartenmauer ſpähend wieder dem Hauſe zu.","norm":"Nun schlich er über die Gartenmauer spähend wieder dem Hause zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518799781799316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":887,"date":1876,"orig":"Durch die Stille der Nacht drang ein ungewiſſer Lärm an ſein Ohr.","norm":"Durch die Stille der Nacht drang ein ungewisser Lärm an sein Ohr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.557799816131592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":888,"date":1876,"orig":"„Zwei Vögelchen haben gepfiffen,“ ſagte er vor ſich hin, „bald fliegt uns der ganze Schwarm aufs Dach.“","norm":"„Zwei Vögelchen haben gepfiffen,“ sagte er vor sich hin, „bald fliegt uns der ganze Schwarm aufs Dach .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.079599857330322} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":889,"date":1876,"orig":"Mit einem Male ſcholl aus dem Dorfe ein gellendes Geſchrei, und jetzt dröhnte es über ihm, — die Kirchenglocke ſchlug an und läutete in haſtigen Schwüngen Sturm.","norm":"Mit einem Male scholl aus dem Dorfe ein gellendes Geschrei, und jetzt dröhnte es über ihm, — die Kirchenglocke schlug an und läutete in hastigen Schwüngen Sturm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.134600162506103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":890,"date":1876,"orig":"Alexanders Blick fiel auf den wieder ins Dunkel hinausleuchtenden Schein der verrätheriſchen Lampe, er ſchlug die dicken Laden des Erdgeſchoſſes zu und ſchritt ins Haus zurück, in der Abſicht es mit den Freunden wie eine Feſtung bis auf den letzten Mann zu vertheidigen; denn ſchon knallten Schüſſe von der Gaſſe her und Schläge fielen gegen die vordere Hausthür.","norm":"Alexanders Blick fiel auf den wieder ins Dunkel hinausleuchtenden Schein der verräterischen Lampe, er schlug die dicken Laden des Erdgeschosses zu und schritt ins Haus zurück, in der Absicht es mit den Freunden wie eine Festung bis auf den letzten Mann zu verteidigen; denn schon knallten Schüsse von der Gasse her und Schläge fielen gegen die vordere Haustür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.651299953460693} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":891,"date":1876,"orig":"Fauſch hatte ſie eben verriegelt und ſtürzte die Bodentreppe hinauf, um durch die Dachluken auszuſchauen.","norm":"Fausch hatte sie eben verriegelt und stürzte die Bodentreppe hinauf, um durch die Dachluken auszuschauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43779993057251} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":892,"date":1876,"orig":"Der Prädikant aber lud ſeine Muskete wieder und ſtellte ſich an das ſchmale vergitterte Küchenfenſter, das nach der Gaſſe ging, wie hinter eine Schießſcharte.","norm":"Der Prädikant aber lud seine Muskete wieder und stellte sich an das schmale vergitterte Küchenfenster, das nach der Gasse ging, wie hinter eine Schießscharte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6234002113342285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":893,"date":1876,"orig":"„ Die Schurken!“ rief er dem Zürcher zu, der eben haſtig aus ſeiner Kammer trat, wo er ſein Ränzchen geholt und ſeinen leichten Reiſedegen umgeſchnallt hatte, „wir wollen unſer Leben theuer verkaufen!“","norm":"„Die Schurken!“ rief er dem Zürcher zu, der eben hastig aus seiner Kammer trat, wo er sein Ränzchen geholt und seinen leichten Reisedegen umgeschnallt hatte, „wir wollen unser Leben teuer verkaufen!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.377099990844727} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":894,"date":1876,"orig":"„Um Gottes willen, Herr Blaſius,“ warnte dieſer, gedenkt denn Ihr, ein Diener am Wort, auf die Leute zu ſchießen?“","norm":"„Um Gottes willen, Herr Blasius,“ warnte dieser, gedenkt denn Ihr, ein Diener am Wort, auf die Leute zu schießen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.283400058746338} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":895,"date":1876,"orig":"„Wer nicht hören will, muß fühlen,“ war des Bündners kaltblütige Antwort.","norm":"„Wer nicht hören will, muss fühlen,“ war des Bündners kaltblütige Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.366700172424316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":896,"date":1876,"orig":"Jetzt aber faßte Pancrazi den tapfern Alten mit beiden Armen um den Leib und riß ihn von dem Mauerloche zurück:","norm":"Jetzt aber fasste Pancrazi den tapferen Alten mit beiden Armen um den Leib und riss ihn von dem Mauerloche zurück:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.642199993133545} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":897,"date":1876,"orig":"„Willſt Du uns Alle verderben mit Deiner wahnwitzigen Gegenwehr? — Macht, daß Ihr von hinnen und in die Berge kommt!“ —","norm":"„Willst Du uns alle verderben mit Deiner wahnwitzigen Gegenwehr? — Macht, dass Ihr von hinnen und in die Berge kommt!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.948600053787231} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":898,"date":1876,"orig":"„Miſericordia!“ dröhnte Fauſchens Stimme durch die Treppenöffnung herunter, „Sie kommen in hellen Haufen, ſie ſtürmen das Haus des Poretto!","norm":"„Misericordia!“ dröhnte Sauschens Stimme durch die Treppenöffnung herunter, „Sie kommen in hellen Haufen, sie stürmen das Haus des Porto!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203999996185303} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":899,"date":1876,"orig":"Wir ſind verloren!“","norm":"Wir sind verloren!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.130899906158447} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":900,"date":1876,"orig":"„Macht, daß Ihr fortkommt!“ ſchrie der Pater, während immer heftigere Beilhiebe gegen die Thüre ſchmetterten.","norm":"„Macht, dass Ihr fortkommt!“ schrie der Pater, während immer heftigere Beilhiebe gegen die Türe schmetterten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.104499816894531} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":901,"date":1876,"orig":"„Auch gut, Kapuziner,“ ſagte Blaſius, der jetzt mit beiden Armen Reiſigbündel und Stroh aus der Küche ſchleppte und mit geübten Handgriffen im Gange zwiſchen den beiden Hausthüren aufſchichtete.","norm":"„Auch gut, Kapuziner,“ sagte Blasius, der jetzt mit beiden Armen Reisigbündel und Stroh aus der Küche schleppte und mit geübten Handgriffen im Gange zwischen den beiden Haustüren aufschichtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43720006942749} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":902,"date":1876,"orig":"„Wir heben uns von hinnen über den Bondascagletſcher ins Bergell.","norm":"„Wir heben uns von hinnen über den Bondascagletscher ins Bergell.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.676700115203857} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":903,"date":1876,"orig":"Fauſch, alle Dachluken auf, damit es Luft giebt!","norm":"Fausch, alle Dachluken auf, damit es Luft gibt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832499980926514} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":904,"date":1876,"orig":"Und dann hierher!“","norm":"Und dann hierher!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.812600135803223} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":905,"date":1876,"orig":"Fauſch krabbelte die Treppe herunter, beladen mit allerlei Mundvorrath, den er oben gefunden hatte, und Waſer ſah ſich jetzt nach Jenatſch um.","norm":"Fausch krabbelte die Treppe herunter, beladen mit allerlei Mundvorrat, den er oben gefunden hatte, und Wasser sah sich jetzt nach Jenatsch um.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850500106811523} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":906,"date":1876,"orig":"„Hier ſcheiden ſich die Wege, Pancrazi,“ ſagte der alte Prädikant und drückte dem Pater die Hand über den Reiſigwall hinweg, während das Mittelſtück des Hausthors unter dem Geheul der Belagerer auseinanderkrachte.","norm":"„Hier scheiden sich die Wege, Pancrazi,“ sagte der alte Prädikant und drückte dem Pater die Hand über den Reisigwall hinweg, während das Mittelstück des Hausthors unter dem Geheul der Belagerer aufeinanderkrachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.407800197601318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":907,"date":1876,"orig":"„Dein iſt die Vorderthür.","norm":"„Dein ist die Vordertür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.052499771118164} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":908,"date":1876,"orig":"Unſern Rückzug durch die hintere deckt die Flamme“.","norm":"Unseren Rückzug durch die hintere deckt die Flamme“.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.445799827575684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":909,"date":1876,"orig":"Und er entzündete den Holzſtoß.","norm":"Und er entzündete den Holzstoß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.158100128173828} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":910,"date":1876,"orig":"„Abgezogen, ihr evangeliſchen Männer!“ —","norm":"„Abgezogen, ihr evangelischen Männer!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9257001876831055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":911,"date":1876,"orig":"Während das Feuer in aufrechter Lohe durch die luftige Bodenöffnung emporſchlug, trat Jenatſch, die Todte im Arme, aus dem Wohnraume in die flackernde Helle.","norm":"Während das Feuer in aufrechter Lohe durch die luftige Bodenöffnung emporschlug, trat Jenatsch, die Tote im Arme, aus dem Wohnraume in die flackernde Helle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232999801635742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":912,"date":1876,"orig":"In ſeiner Rechten leuchtete das lange Schwert, auf dem linken Arme trug er, als ſpürte er die Laſt nicht, ſeine Todte, deren ſtilles ſanftes Haupt wie geknickt ihm an der Schulter ruhte.","norm":"In seiner Rechten leuchtete das lange Schwert, auf dem linken Arme trug er, als spürte er die Last nicht, seine Tote, deren stilles sanftes Haupt wie geknickt ihm an der Schulter ruhte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653500080108643} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":913,"date":1876,"orig":"Er wollte ſie nicht auf der Mordſtätte zurücklaſſen.","norm":"Er wollte sie nicht auf der Mordstätte zurücklassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.975600004196167} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":914,"date":1876,"orig":"Waſer konnte trotz der Gefahr der Stunde den Blick nicht verwenden von dieſem Nachtbilde ſprachloſen Grimms und unverſöhnlicher Trauer.","norm":"Wasser konnte trotz der Gefahr der Stunde den Blick nicht verwenden von diesem Nachtbilde sprachlosen Grimms und unversöhnlicher Trauer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.292900085449219} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":915,"date":1876,"orig":"Er mußte an einen Engel des Gerichts denken, der eine unſchuldige Seele durch die Flammen trägt.","norm":"Er musste an einen Engel des Gerichts denken, der eine unschuldige Seele durch die Flammen trägt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.136799812316894} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":916,"date":1876,"orig":"Aber es war kein Bote des Lichts, es war ein Engel des Schreckens.","norm":"Aber es war kein Bote des Lichts, es war ein Engel des Schreckens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.941099882125854} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":917,"date":1876,"orig":"Indeß die Bündner durch den Garten nach dem Fuße des Gebirges enteilten, hatte der Pater in der Küche neben Feuer und Rauch ſtandhaft den Augenblick erwartet, wo die Thüre in Splitter flog.","norm":"Indes die Bündner durch den Garten nach dem Fuße des Gebirges enteilten, hatte der Pater in der Küche neben Feuer und Rauch standhaft den Augenblick erwartet, wo die Türe in Splitter flog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.112599849700928} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":918,"date":1876,"orig":"Jetzt ſprang er, das Crucifix in der vorgeſtreckten Rechten, zwiſchen die Pfoſten und rief der blutlechzenden Menge entgegen:","norm":"Jetzt sprang er, das Kruzifix in der vorgestreckten Rechten, zwischen die Pfosten und rief der blutlechzenden Menge entgegen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.104000091552734} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":919,"date":1876,"orig":"„Heilige Mutter Gottes!","norm":"„Heilige Mutter Gottes!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.559299945831299} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":920,"date":1876,"orig":"Wollt ihr mit den Ketzern verbrennen?","norm":"Wollt ihr mit den Ketzern verbrennen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.357199907302856} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":921,"date":1876,"orig":". . . 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Glut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.469900131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":926,"date":1876,"orig":"Mit einem Wehgeheul, das nichts Menſchliches mehr hatte, wichen die Entſetzten zurück und es entſtand eine unbeſchreibliche Verwirrung.","norm":"Mit einem Wehgeheul, das nichts Menschliches mehr hatte, wichen die Entsetzten zurück und es entstand eine unbeschreibliche Verwirrung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9804999828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":927,"date":1876,"orig":"Blitzſchnell verbreitete ſich die Sage, Sankt Franziskus in eigener Perſon habe die Ketzer im proteſtantiſchen Pfarrhauſe vernichtet und ſei in erhabener Geſtalt den Gläubigen erſchienen.","norm":"Blitzschnell verbreitete sich die Sage, Sankt Franziskus in eigener Person habe die Ketzer im protestantischen Pfarrhause vernichtet und sei in erhabener Gestalt den Gläubigen erschienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.581600189208984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":928,"date":1876,"orig":"So gelang es dem Kapuziner, ſein Eſelchen, das er in einem benachbarten Stalle untergebracht hatte, unbemerkt zu beſteigen.","norm":"So gelang es dem Kapuziner, sein Eselchen, das er in einem benachbarten Stalle untergebracht hatte, unbemerkt zu besteigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.917700052261352} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":929,"date":1876,"orig":"Brandröthen und Mordgeſchrei hinter ſich laſſend, ritt er auf Umwegen, die Capuze tief ins Geſicht gezogen, ſeinem Kloſter am Comerſee zu.","norm":"Brandröten und Mordgeschrei hinter sich lassend, ritt er auf Umwegen, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, seinem Kloster am Comersee zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.154600143432617} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":930,"date":1876,"orig":"Siebentes Kapitel.","norm":"Siebentes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.018199920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":931,"date":1876,"orig":"Am Abend des fünften Tages nach dieſen außerordentlichen Ereigniſſen näherte ſich Heinrich Waſer auf dem von Rapperswyl herkommenden ordinären Markt- und Poſtſchiffe ſeiner Vaterſtadt.","norm":"Am Abend des fünften Tages nach diesen außerordentlichen Ereignissen näherte sich Heinrich Wasser auf dem von Rapperswyl herkommenden ordinären Markt- und Postschiffe seiner Vaterstadt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.913099765777588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":932,"date":1876,"orig":"Die ſchlanken Thurmſpitzen der beiden Münſter zeichneten ſich immer ſchärfer und größer auf dem klar gerötheten Weſthimmel, und bei dieſem viellieben Anblick dankte der junge Amtſchreiber aus Herzensgrunde der gütigen Vorſehung für das glückliche Ende ſeiner über Erwarten gefährlichen Ferienreiſe.","norm":"Die schlanken Turmspitzen der beiden Münster zeichneten sich immer schärfer und größer auf dem klar geröteten Westhimmel, und bei diesem viellieben Anblick dankte der junge Amtschreiber aus Herzensgrunde der gütigen Vorsehung für das glückliche Ende seiner über Erwarten gefährlichen Ferienreise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.115799903869629} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":933,"date":1876,"orig":"Bei der Abfahrt von Rapperswyl hatte er ſich nur in Geſellſchaft der Schiffer befunden; denn eine Schaar von Pilgerinnen aus dem Breisgau, alte müde Weiber, verbargen ihre ſonnenbraunen Geſichter ſcheu unter den rothen Kopftüchern und hatten ſich im Vordertheile des Schiffes eng zuſammengeduckt.","norm":"Bei der Abfahrt von Rapperswyl hatte er sich nur in Gesellschaft der Schiffer befunden; denn eine Schar von Pilgerinnen aus dem Breisgau, alte müde Weiber, verbargen ihre sonnenbraunen Gesichter scheu unter den roten Kopftüchern und hatten sich im Vorderteile des Schiffes eng zusammengeduckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.872700214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":934,"date":1876,"orig":"Sie beteten oder ſchliefen.","norm":"Sie beteten oder schliefen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.907400131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":935,"date":1876,"orig":"Sie kamen vom heiligen Gnadenort Einſiedeln und waren noch über die lange Brücke zu den Kapuzinern von Rapperswyl gewandert, um von den als Geiſterbanner und Exorciſten bewährten Vätern allerlei Mittelchen einzuhandeln gegen Krankheit von Menſchen und Vieh und gegen teufliſchen Spuk.","norm":"Sie kamen vom heiligen Gnadenort Einsiedeln und waren noch über die lange Brücke zu den Kapuzinern von Rapperswyl gewandert, um von den als Geisterbanner und Exorzisten bewährten Vätern allerlei Mittelchen einzuhandeln gegen Krankheit von Menschen und Vieh und gegen teuflischen Spuk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4882001876831055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":936,"date":1876,"orig":"Dort hatten die Wallfahrer von einem ſchrecklichen Strafgerichte gehört, das in einem Thale jenſeits der Berge über die Ketzer hereingebrochen ſei.","norm":"Dort hatten die Wallfahrer von einem schrecklichen Strafgerichte gehört, das in einem Tale jenseits der Berge über die Ketzer hereingebrochen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.57919979095459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":937,"date":1876,"orig":"Alle ſeien ſie mit Feuer und Schwert vertilgt worden.","norm":"Alle seien sie mit Feuer und Schwert vertilgt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9261999130249023} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":938,"date":1876,"orig":"Wohl erfüllte die Weiblein mit freudigem Schrecken dies Unglück der Mißgläubigen, aber auch mit dem Wunſche, ſo bald als möglich den proteſtantiſchen Landen, die ſie zu durchwandern hatten, den Rücken zu kehren und jenſeits der Grenze in ihrer katholiſchen Heimath dieſe großen Dinge zu verkündigen.","norm":"Wohl erfüllte die Weiblein mit freudigem Schrecken dies Unglück der Missgläubigen, aber auch mit dem Wunsche, so bald als möglich den protestantischen Landen, die sie zu durchwandern hatten, den Rücken zu kehren und jenseits der Grenze in ihrer katholischen Heimat diese großen Dinge zu verkündigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.127399921417236} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":939,"date":1876,"orig":"So war das Gerücht von dem Proteſtantenmorde im Veltlin ſchon vor, oder doch zugleich mit dem jungen Zürcher hieher gelangt.","norm":"So war das Gerücht von dem Protestantenmorde im Veltlin schon vor, oder doch zugleich mit dem jungen Zürcher hierhergelangt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.413599967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":940,"date":1876,"orig":"Auch Waſer hatte auf dem Heimwege erfahren, was zu glauben er ſich immer noch in innerſter Seele geſträubt hatte, daß der Ueberfall in Berbenn, den er miterlebt, nur eine Einzelnheit, und nicht die grauſamſte, eines längſt geplanten, unerhörten Blutbades geweſen ſei.","norm":"Auch Wasser hatte auf dem Heimwege erfahren, was zu glauben er sich immer noch in innerster Seele gesträubt hatte, dass der Überfall in Berbenn, den er miterlebt, nur eine Einzelheit, und nicht die grausamste, eines längst geplanten, unerhörten Blutbades gewesen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.342899799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":941,"date":1876,"orig":"Sogar die nach und nach bei den Dörfern, wo man anlegte, einſteigenden Marktleute waren voll davon.","norm":"Sogar die nach und nach bei den Dörfern, wo man anlegte, einsteigenden Marktleute waren voll davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.48330020904541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":942,"date":1876,"orig":"Es war eine Geſellſchaft, die ſich nicht erſt von geſtern her kannte.","norm":"Es war eine Gesellschaft, die sich nicht erst von gestern her kannte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.723400115966797} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":943,"date":1876,"orig":"Die zwei Schiffleute, Vater und Sohn, vermittelten mit ihren Ruderknechten ſchon ſeit Jahren den Verkehr zwiſchen den beiden Seeenden.","norm":"Die zwei Schiffleute, Vater und Sohn, vermittelten mit ihren Ruderknechten schon seit Jahren den Verkehr zwischen den beiden Seeenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8631999492645264} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":944,"date":1876,"orig":"Der Junge, ein von der Sonne geſchwärztes, kräftig aufgeſchoſſenes Gewächs, war Waſers Altersgenoſſe.","norm":"Der Junge, ein von der Sonne geschwärztes, kräftig aufgeschossenes Gewächs, war Wassers Altersgenosse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93310022354126} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":945,"date":1876,"orig":"Sein Vater hatte ihn von Kindesbeinen an auf den See mitgenommen und ihn früh zum Vertragen der dem Schiffe für die Stadt anvertrauten Briefe und Pakete gebraucht.","norm":"Sein Vater hatte ihn von Kindesbeinen an auf den See mitgenommen und ihn früh zum Vertragen der dem Schiffe für die Stadt anvertrauten Briefe und Pakete gebraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.254000186920166} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":946,"date":1876,"orig":"So war der Burſche mit dem jungen Jenatſch ſchon bekannt geworden, als der Pfarrer von Scharans ſeinen Jürg nach Zürich auf die Schule führte, hatte ihm ſpäter manche Botſchaft gebracht, und wenn Waſer zu Ferienanfang ſeinen Schulkameraden ſeeaufwärts begleitete, hätte dem luſtigen Tage das Beſte gefehlt, wenn der wort- und ſchlagfertige Kuri Lehmann nicht mitgefahren wäre.","norm":"So war der Bursche mit dem jungen Jenatsch schon bekannt geworden, als der Pfarrer von Scharans seinen Jürg nach Zürich auf die Schule führte, hatte ihm später manche Botschaft gebracht, und wenn Wasser zu Ferienanfang seinen Schulkameraden seeaufwärts begleitete, hätte dem lustigen Tage das Beste gefehlt, wenn der wort- und schlagfertige Kuri Lehmann nicht mitgefahren wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.863999843597412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":947,"date":1876,"orig":"Er auch war es geweſen, der mit ſeinem Vater die müde kleine Lucretia in das Schiff aufgenommen, ihr in Zürich den Weg nach dem Carolinum gezeigt und ihr Muth gemacht hatte, nur friſch und unverzagt dem Jürg ihren Kram auf die Schulbank zu ſtellen.","norm":"Er auch war es gewesen, der mit seinem Vater die müde kleine Lucretia in das Schiff aufgenommen, ihr in Zürich den Weg nach dem Carolinum gezeigt und ihr Mut gemacht hatte, nur frisch und unverzagt dem Jürg ihren Kram auf die Schulbank zu stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.50570011138916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":948,"date":1876,"orig":"Auch die Dorfleute — ein alter Mann von Stäfa, der allwöchentlich ſeine Spanferkel in Zürich zu Markte brachte, der Honighändler, die Fiſcher und ein paar Hühner- und Eierweiber — waren Stammgäſte des geräumigen Bootes.","norm":"Auch die Dorfleute — ein alter Mann von Stäfa, der allwöchentlich seine Spanferkel in Zürich zu Markte brachte, der Honighändler, die Fischer und ein paar Hühner- und Eierweiber — waren Stammgäste des geräumigen Bootes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.35860013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":949,"date":1876,"orig":"Die dunkle Nachricht, welche das Poſtboot von Rapperswyl brachte, verſetzte deſſen Inſaſſen in ungewohnte Aufregung.","norm":"Die dunkle Nachricht, welche das Postboot von Rapperswyl brachte, versetzte dessen Insassen in ungewohnte Aufregung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026299953460693} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":950,"date":1876,"orig":"Ihre vor dem Schreckbild ſcheuende Einbildungskraft erging ſich in den abenteuerlichſten Sprüngen.","norm":"Ihre vor dem Schreckbild scheuende Einbildungskraft erging sich in den abenteuerlichsten Sprüngen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.406199932098389} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":951,"date":1876,"orig":"Nicht zufrieden mit den überlieferten Thatſachen, vermutheten ſie eine allgemeine Verſchwörung der Papiſten gegen alles Volk, das ſich zur reinen Lehre bekenne.","norm":"Nicht zufrieden mit den überlieferten Tatsachen, vermuteten sie eine allgemeine Verschwörung der Papisten gegen alles Volk, das sich zur reinen Lehre bekenne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.066400051116943} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":952,"date":1876,"orig":"Schließlich waren ſie nicht weit davon, den ihnen Allen dem Rufe nach, einigen von Angeſicht bekannten Herrn Pompejus, dem ſie die Hauptſchuld an dem Blutbade beimaßen, zum Feldhauptmann des Antichriſts zu erheben und ihm ein Heer ſchlauer Jeſuiten und feuriger Teufel zur Verfügung zu ſtellen.","norm":"Schließlich waren sie nicht weit davon, den ihnen allen dem Rufe nach, einigen von Angesicht bekannten Herrn Pompejus, dem sie die Hauptschuld an dem Blutbade beimaßen, zum Feldhauptmann des Antichristen zu erheben und ihm ein Heer schlauer Jesuiten und feuriger Teufel zur Verfügung zu stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807000160217285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":953,"date":1876,"orig":"„Der letzte Sieg der Bosheit und das Weltgericht ſteht vor der Thür“, ſprach feierlich der alte Ferkelhändler, welcher etwas taub war und ſich um ſo eifriger auf die ſeltene Kunſt des Leſens und die ſelbſtändige Erforſchung der Schrift verlegt hatte, „alle Zeichen ſind da, — das große Thier“ . . .","norm":"„Der letzte Sieg der Bosheit und das Weltgericht steht vor der Tür“, sprach feierlich der alte Ferkelhändler, welcher etwas taub war und sich um so eifriger auf die seltene Kunst des Lesens und die selbständige Erforschung der Schrift verlegt hatte, „alle Zeichen sind da, — das große Tier“. . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.438700199127197} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":954,"date":1876,"orig":"„Ihr könntet irren“, unterbrach ihn der Amtſchreiber, der bis jetzt in ſich gekehrt geſchwiegen hatte.","norm":"„Ihr könntet irren“, unterbrach ihn der Amtschreiber, der bis jetzt in sich gekehrt geschwiegen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":955,"date":1876,"orig":"„Wißt, daß ſeit der Apoſtel Zeiten bei allen ſchweren Calamitäten, die über das Chriſtenvolk hereinbrachen, das Ende der Welt von heute auf morgen erwartet wurde.","norm":"„Wisst, dass seit der Apostel Zeiten bei allen schweren Kalamitäten, die über das Christenvolk hereinbrachen, das Ende der Welt von heute auf morgen erwartet wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.58489990234375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":956,"date":1876,"orig":"Und doch ſteht, wie Ihr ſeht, noch Albis und Uto wie zu der Helvetier Zeiten und fließt die Limmat noch ihren alten Weg.","norm":"Und doch steht, wie Ihr seht, noch Albis und Uto wie zu der Helvetier Zeiten und fließt die Limmat noch ihren alten Weg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.989799976348877} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":957,"date":1876,"orig":"Hütet alſo Euern Geiſt und Eure Zunge vor Irrlehre und eigenmächtiger Deutung.“","norm":"Hütet also Euren Geist und Eure Zunge vor Irrlehre und eigenmächtiger Deutung .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.427999973297119} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":958,"date":1876,"orig":"Der Alte ſenkte den Kopf, murmelte aber zwiſchen den Zähnen:","norm":"Der Alte senkte den Kopf, murmelte aber zwischen den Zähnen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.407200098037719} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":959,"date":1876,"orig":"„Daß es ſo lange nicht eingetroffen iſt, beweiſt mir gerade, daß es jetzt eintrifft.“","norm":"„Dass es so lange nicht eingetroffen ist, beweist mir gerade, dass es jetzt eintrifft .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.13670015335083} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":960,"date":1876,"orig":"Kuri Lehmann, der hart neben Waſer ſtehend, ſein langes Ruder führte, ſtreifte jetzt dieſen mit einem ſcharfen Blicke aus ſeinen waſſerhellen, von niedrigen, ſchwarzbuſchigen Brauen beſchatteten Augen.","norm":"Kuri Lehmann, der hart neben Wasser stehend, sein langes Ruder führte, streifte jetzt diesen mit einem scharfen Blicke aus seinen wasserhellen, von niedrigen, schwarzbuschigen Brauen beschatteten Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627699851989746} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":961,"date":1876,"orig":"Dieſe durchdringenden, ſonſt kalt verſtändigen Augen brannten in frechem Feuer.","norm":"Diese durchdringenden, sonst kalt verständigen Augen brannten in frechem Feuer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.78380012512207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":962,"date":1876,"orig":"„Warum, Herr Amtſchreiber, ſchicken die Gnädigen in Zürich nicht uns Seebuben gegen die Spaniolen und Jeſuiten im Veltlin?","norm":"„Warum, Herr Amtschreiber, schicken die Gnädigen in Zürich nicht uns Seebuben gegen die Spaniolen und Jesuiten im Veltlin?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.395599842071533} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":963,"date":1876,"orig":"Iſt Ihnen das Herz in die Hoſen gefallen?“ ſagte er.","norm":"Ist Ihnen das Herz in die Hosen gefallen?“ sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.666899919509887} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":964,"date":1876,"orig":"„Halt das Maul, um Gotteswillen, Bub!“ rief erſchrocken der alte Lehmann, der am Steuer dieſe reſpektloſe Rede gehört hatte, und fuhr mit der rechten Hand in die Höhe, als wollte er ihm das Wort im Munde zerſchlagen.","norm":"„Halt das Maul, um Gotteswillen, Bub!“ rief erschrocken der alte Lehmann, der am Steuer diese respektlose Rede gehört hatte, und fuhr mit der rechten Hand in die Höhe, als wollte er ihm das Wort im Munde zerschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.793600082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":965,"date":1876,"orig":"Aber er faßte ſich und fügte mit ungewohnter Süße hinzu:","norm":"Aber er fasste sich und fügte mit ungewohnter Süße hinzu:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.571899890899658} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":966,"date":1876,"orig":"„Die Herren in Zürich werden in ihrer Weisheit das Rechte ſchon treffen“.","norm":"„Die Herren in Zürich werden in ihrer Weisheit das Rechte schon 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Hab' ich Euch nicht mit einem Reiſebündelein vor vierzehn Tagen nach Rapperswyl geführt?","norm":"„Ihr wisst mehr als wir, Herr Wasser! Habe ich Euch nicht mit einem Reisebündelein vor vierzehn Tagen nach Rapperswyl geführt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.423699855804443} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":969,"date":1876,"orig":"Ihr wolltet ein wenig in die Berge hinein, ſagtet Ihr.","norm":"Ihr wolltet ein wenig in die Berge hinein, sagtet Ihr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.798099994659424} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":970,"date":1876,"orig":"Beim Eid, Ihr ſeid beim Jenatſch geweſen!","norm":"Beim Eid, Ihr seid beim Jenatsch gewesen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.102200031280518} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":971,"date":1876,"orig":"War denn der nicht zur Stelle?","norm":"War denn der nicht zur 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+{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":975,"date":1876,"orig":"Oder hat es gefehlt, hat er dran glauben müſſen?“","norm":"Oder hat es gefehlt, hat er dran glauben müssen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.04449987411499} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":976,"date":1876,"orig":"„Er lebt, Kuri,“ verſetzte Waſer, wie einer, der ſeine Worte wägt und keines zuviel ſagen will.","norm":"„Er lebt, Kuri,“ versetzte Wasser, wie einer, der seine Worte wägt und keines zu viel sagen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.655700206756592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":977,"date":1876,"orig":"„Nun, dann zählt darauf, eh' ich dieſe Schuhe verbraucht habe,“ —","norm":"„Nun, dann zählt darauf, ehe ich diese Schuhe verbraucht habe,“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513999938964844} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":978,"date":1876,"orig":"Kuri ſchonte ſie freilich, denn er hatte ſie ausgezogen und neben ſich auf den Schiffskaſten geſtellt, um erſt in Zürich damit Staat zu machen — „eh' ich dieſe Schuhe verbraucht habe, hat der Jenatſch den Pompius Planta kalt gemacht.","norm":"Kuri schonte sie freilich, denn er hatte sie ausgezogen und neben sich auf den Schiffskasten gestellt, um erst in Zürich damit Staat zu machen — „ehe ich diese Schuhe verbraucht habe, hat der Jenatsch den Pompius Planta kalt gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.419000148773193} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":979,"date":1876,"orig":"Sonſt iſt er nicht der Jenatſch mehr!","norm":"Sonst ist er nicht der Jenatsch mehr!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627500057220459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":980,"date":1876,"orig":"Denkt daran!","norm":"Denkt daran!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.377700090408325} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":981,"date":1876,"orig":"Leid thut es mir um das Jüngferchen und wird dem Jürg auch leid thun.“","norm":"Leid tut es mir um das Jüngferchen und wird dem Jürg auch leid tun .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.482500076293945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":982,"date":1876,"orig":"Dieſes in den Tag hinein geſprochene Wort machte auf Waſer einen leidigern Eindruck, als er ſich nicht geſtehen wollte, und hätte Kuris Vater von Neuem erboſt, wäre nicht ſein Auge unweit vom Dorfe Küßnach auf einer grünen, von hohen Nußbäumen beſchatteten Landungsſtelle haften geblieben.","norm":"Dieses in den Tag hinein gesprochene Wort machte auf Wasser einen leidigeren Eindruck, als er sich nicht gestehen wollte, und hätte Kuris Vater von Neuem erbost, wäre nicht sein Auge unweit vom Dorfe Küßnach auf einer grünen, von hohen Nussbäumen beschatteten Landungsstelle haften geblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817599773406982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":983,"date":1876,"orig":"Es ergoß ſich dort zwiſchen ſteilen, mit Hollunderbüſchen und Wurzelwerk überwucherten Borden ein Bach in den See, ein ſtilles und durchſichtiges Wäſſerchen, deſſen unterhöhlte ausgewaſchene Ufer aber verriethen, wie heftig es im Frühjahr toben konnte.","norm":"Es ergoss sich dort zwischen steilen, mit Holunderbüschen und Wurzelwerk überwucherten Borden ein Bach in den See, ein stilles und durchsichtiges Wässerchen, dessen unterhöhlte ausgewaschene Ufer aber verrieten, wie heftig es im Frühjahr toben konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.870300054550171} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":984,"date":1876,"orig":"Von der Anhöhe blickte ein Landhaus herab.","norm":"Von der Anhöhe blickte ein Landhaus herab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.864099979400635} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":985,"date":1876,"orig":"Dort unter den Bäumen ſtampfte ein kleiner ungeduldiger Junge mit Degen und Federhütchen auf dem ſchattigen Raſen herum, während die würdige Geſtalt eines Präceptors beſchwichtigend daneben ſtand.","norm":"Dort unter den Bäumen stampfte ein kleiner ungeduldiger Junge mit Degen und Federnhütchen auf dem schattigen Rasen herum, während die würdige Gestalt eines Präzeptors beschwichtigend daneben stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.145599842071533} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":986,"date":1876,"orig":"„Hoheho, hieher Lehmann!","norm":"„Hoheho, hierher Lehmann!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ga","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.16759967803955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":987,"date":1876,"orig":"Ich will in die Stadt! ſchrie der Kleine, während ſein Mentor ein Tuch aus der Taſche zog, um das Boot heranzuwinken.","norm":"Ich will in die Stadt! schrie der Kleine, während sein Mentor ein Tuch aus der Tasche zog, um das Boot heranzuwinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.143300056457519} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":988,"date":1876,"orig":"Ueberflüſſige Bemühung!","norm":"überflüssige Bemühung!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.174900054931641} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":989,"date":1876,"orig":"Der alte Lehmann hatte ſchon mit dem Rufe: „Aha, der Junker Wertmüller vom Wampiſpach!“ ſein Schiff der Nußbaumgruppe zugelenkt und das Bret zum Einſteigen bereit gemacht.","norm":"Der alte Lehmann hatte schon mit dem Rufe: „Aha, der Junker Wertmüller vom Wampispach!“ sein Schiff der Nussbaumgruppe zugelenkt und das Brett zum Einsteigen bereit gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.347499847412109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":990,"date":1876,"orig":"Nach wenigen Minuten ſaß der zapplige Kleine auf der Ehrenbank zwiſchen ſeinem Erzieher und Herrn Waſer, deren Beinbekleidung er mit ſeinen unruhigen Füßen, die den Boden des Schiffes noch nicht erreichten, muthwillig und unaufhörlich in Gefahr brachte.","norm":"Nach wenigen Minuten saß der zapplige Kleine auf der Ehrenbank zwischen seinem Erzieher und Herrn Wasser, deren Beinbekleidung er mit seinen unruhigen Füßen, die den Boden des Schiffes noch nicht erreichten, mutwillig und unaufhörlich in Gefahr brachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.615300178527832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":991,"date":1876,"orig":"Herr Verbi divini Miniſter Denzler, ſo nannte ſich der Erzieher, ließ ſich mit Waſer über den Junker hinweg in ein lispelndes Geſpräch ein.","norm":"Herr Verbi divini Minister Denzler, so nannte sich der Erzieher, ließ sich mit Wasser über den Junker hinweg in ein lispelndes Gespräch ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321700096130371} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":992,"date":1876,"orig":"Er beklagte höchlich die haarſträubenden Wirkungen des Fanatismus, und obgleich Waſer das von ihm Erlebte ſo knapp als möglich erzählte und ſeine eigene Perſon dabei beſcheiden in den Hintergrund ſtellte, konnte ſich der Präceptor nicht genug entſetzen über die unerhörte Gefahr Leibes und Lebens, welcher ſich der Herr Amtſchreiber durch ſeine Kühnheit ausgeſetzt.","norm":"Er beklagte höchlich die haarsträubenden Wirkungen des Fanatismus, und obgleich Wasser das von ihm Erlebte so knapp als möglich erzählte und seine eigene Person dabei bescheiden in den Hintergrund stellte, konnte sich der Präzeptor nicht genug entsetzen über die unerhörte Gefahr Leibes und Lebens, welcher sich der Herr Amtschreiber durch seine Kühnheit ausgesetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.862199783325195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":993,"date":1876,"orig":"Dann ſteuerte er ſeinen perſönlichen Angelegenheiten zu, wobei er gut fand, der lateiniſchen Sprache ſich zu bedienen.","norm":"Dann steuerte er seinen persönlichen Angelegenheiten zu, wobei er gut fand, der lateinischen Sprache sich zu bedienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895400047302246} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":994,"date":1876,"orig":"„Niemalen, Herr Amtſchreiber“, bemerkte er, „hätte ich dieſe ſchwierige Erziehung übernommen, denn der Kleine, obgleich ein ausgezeichnetes Ingenium, iſt, unter uns geſagt, ein bösartiges Dämönlein, wenn mir nicht des Herrn Oberſten Schmid Gnaden heilig verſprochen hätten, daß ich bei Zufriedenheit mit meinen Leiſtungen ſpäter dieſen ſeinen Stiefſohn auf einer Bildungsreiſe begleiten dürfte, wie ſie noch ſelten gemacht worden iſt.","norm":"„Niemals, Herr Amtschreiber“, bemerkte er, „hätte ich diese schwierige Erziehung übernommen, denn der Kleine, obgleich ein ausgezeichnetes Ingenium, ist, unter uns gesagt, ein bösartiges Dämonlein, wenn mir nicht des Herrn Obersten Schmied Gnaden heilig versprochen hätten, dass ich bei Zufriedenheit mit meinen Leistungen später diesen seinen Stiefsohn auf einer Bildungsreise begleiten dürfte, wie sie noch selten gemacht worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1092000007629395} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":995,"date":1876,"orig":"Die deutſchen Lande, Italien, Frankreich ſollen beſucht werden, und wie Cäſar werden wir bis nach Britannia vordringen.“","norm":"Die deutschen Lande, Italien, Frankreich sollen besucht werden, und wie Cäsar werden wir bis nach Britannia vordringen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.682799816131592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":996,"date":1876,"orig":"„Ja, der Verbi divini muß mit!“ rief hier plötzlich der kleine Kobold, der den Gegenſtand der Unterhaltung errathen hatte.","norm":"„Ja, der Verbi divini muss mit!“ rief hier plötzlich der kleine Kobold, der den Gegenstand der Unterhaltung erraten hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.923600196838379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":997,"date":1876,"orig":"„Aber vorher muß er mich alle Sprachen lehren, daß ich in allen kommandiren kann!“","norm":"„Aber vorher muss er mich alle Sprachen lehren, dass ich in allen kommandieren kann!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.833399772644043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":998,"date":1876,"orig":"„Was willſt Du denn eigentlich werden, Rudolf? fragte Herr Waſer, um die Blöße, die der Magiſter ſich gegeben, zu decken.","norm":"„Was willst Du denn eigentlich werden, Rudolf? fragte Herr Wasser, um die Blöße, die der Magister sich gegeben, zu decken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4095001220703125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":999,"date":1876,"orig":"„Ein General!“ rief das Bübchen und ſprang von der Bank, denn eben war man durch das Waſſerthor des Grendels gefahren und legte jetzt vor der Schifflände an.","norm":"„Ein General!“ rief das Bübchen und sprang von der Bank, denn eben war man durch das Wassertor des Grendels gefahren und legte jetzt vor der Schifflände an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.72790002822876} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1000,"date":1876,"orig":"Bald bewegte Herr Waſer ſich wieder in den gewohnten Geſchäften und ſaß wie früher täglich auf der Rathskanzlei; aber die ſtaatsrechtlichen Handlungen waren für ihn keine leeren Formeln mehr, keine bloße Uebung ſeiner behenden Gedanken, er war davon durchdrungen, daß dabei Wohl und Wehe der Völker auf dem Spiele ſtehe, er hatte der Wirklichkeit ins drohende Antlitz geſchaut.","norm":"Bald bewegte Herr Wasser sich wieder in den gewohnten Geschäften und saß wie früher täglich auf der Ratskanzlei; aber die staatsrechtlichen Handlungen waren für ihn keine leeren Formeln mehr, keine bloße Übung seiner behänden Gedanken, er war davon durchdrungen, dass dabei Wohl und Wehe der Völker auf dem Spiele stehe, er hatte der Wirklichkeit ins drohende Antlitz geschaut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.706999778747559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1001,"date":1876,"orig":"In Folge ſeiner Reiſe nach Bünden und ſeiner Rettung aus dem in allen proteſtantiſchen Landen Entſetzen verbreitenden Veltlinermorde war das Anſehen des jungen Amtſchreibers in ſeiner Vaterſtadt außerordentlich geſtiegen.","norm":"In Folge seiner Reise nach Bünden und seiner Rettung aus dem in allen protestantischen Landen Entsetzen verbreitenden Veltlinermorde war das Ansehen des jungen Amtschreibers in seiner Vaterstadt außerordentlich gestiegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.649199962615967} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1002,"date":1876,"orig":"Ja, es geſchah eines Sonntags, als er hinter dem Herrn Amtsbürgermeiſter in ſeinem Kirchenſtuhle ſaß, daß er aus dem Munde des Antiſtes der zürcheriſchen Kirche, während alle Augen ſich theilnehmend auf ihn richteten, folgende ſeiner Beſcheidenheit unwillkommenen Worte vernahm:","norm":"Ja, es geschah eines Sonntags, als er hinter dem Herrn Amtsbürgermeister in seinem Kirchenstuhle saß, dass er aus dem Munde des Antistes der zürcherischen Kirche, während alle Augen sich teilnehmend auf ihn richteten, folgende seiner Bescheidenheit unwillkommenen Worte vernahm:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.278600215911865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1003,"date":1876,"orig":"„Ihr ſeid durch die Poſaune der die Welt durchfliegenden Fama davon unterrichtet,“ tönte es von der Kanzel herab, „welch ſchreckliche Hekatombe der papiſtiſche Fanatismus in einem uns verbündeten Lande gehäuft hat, — wie ſechshundert unſrer proteſtantiſchen Brüder ausgerottet wurden durch die Schärfe des Schwertes, — wie die blutgeröthete Adda geſchändete Leichen wälzte, während die verſtümmelten Reſte anderer auf offenem Felde liegen, dem krächzenden Gevögel ein ſcheußlicher Fraß. —","norm":"„Ihr seid durch die Posaune der die Welt durchfliegenden Fama davon unterrichtet,“ tönte es von der Kanzel herab, „welch schreckliche Hekatombe der papistische Fanatismus in einem uns verbündeten Lande gehäuft hat, — wie sechshundert unserer protestantischen Brüder ausgerottet wurden durch die Schärfe des Schwertes, — wie die blutgerötete Adda geschändete Leichen wälzte, während die verstümmelten Reste anderer auf offenem Felde liegen, dem krächzenden Gevögel ein scheußlicher Fraß . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.310999870300293} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1004,"date":1876,"orig":"Aber daß der Himmel ſogar in allgemeiner Vernichtung ſeine auserwählten Rüſtzeuge zu bewahren weiß, dafür gab er uns, Geliebteſte, ein den innigſten Dank erweckendes Zeugniß in der lebendig hier anweſenden Perſon eines unſrer Herren Mitbürger, den er durch das menſchliche Medium von deſſen Fürſichtigkeit und Tapferkeit vorausſichtlich zu höhern Zwecken mitten aus dieſem Verderben gerettet hat.“","norm":"Aber dass der Himmel sogar in allgemeiner Vernichtung seine auserwählten Rüstzeuge zu bewahren weiß, dafür gab er uns, Geliebteste, ein den innigsten Dank erweckendes Zeugnis in der lebendig hier anwesenden Person eines unserer Herren Mitbürger, den er durch das menschliche Medium von dessen Vorsichtigkeit und Tapferkeit voraussichtlich zu höheren Zwecken mitten aus diesem Verderben gerettet hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.352399826049805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1005,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1006,"date":1876,"orig":"Eine andere Folge war, daß Waſers Vorgeſetzte ſeit ſeiner Reiſe ſich von ihm als einem tüchtigen und in Bündnerdingen bewanderten jungen Manne die erſprießlichſten Dienſte verſprachen.","norm":"Eine andere Folge war, dass Wassers Vorgesetzte seit seiner Reise sich von ihm als einem tüchtigen und in Bündnerdingen bewanderten jungen Manne die ersprießlichsten Dienste versprachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.62060022354126} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1007,"date":1876,"orig":"Man berückſichtigte ſein Urtheil, und vorzugsweiſe ſeiner gewandten Feder ward der öffentliche Verkehr mit den bündneriſchen Behörden und der geheime Briefwechſel mit den zürcheriſchen Vertrauensmännern in dieſem ſchickſalsvollen Lande zugewieſen.","norm":"Man berücksichtigte sein Urteil, und vorzugsweise seiner gewandten Feder wurde der öffentliche Verkehr mit den bündnerischen Behörden und der geheime Briefwechsel mit den zürcherischen Vertrauensmännern in diesem schicksalsvollen Lande zugewiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518599987030029} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1008,"date":1876,"orig":"Und, wunderbar, die todten Buchſtaben der jetzt Schlag auf Schlag aus Chur eintreffenden Berichte bewegten, was ſonſt nicht der Fall geweſen war, ſein Herz noch mehr, als ſie ſeinen Scharfſinn beſchäftigten.","norm":"Und, wunderbar, die toten Buchstaben der jetzt Schlag auf Schlag aus Kür eintreffenden Berichte bewegten, was sonst nicht der Fall gewesen war, sein Herz noch mehr, als sie seinen Scharfsinn beschäftigten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.129700183868408} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1009,"date":1876,"orig":"Zwiſchen den Zeilen blickten die kraftvollen Köpfe des ſtolzen Planta, des feurigen Jenatſch, des kalt fanatiſchen Blaſius Alexander hervor und verdeutlichten ihm die Natur dieſes ungebändigten, parteiſüchtigen, unter einer ruhigen Außenſeite tief leidenſchaftlichen und ſeine wilde Freiheit über Alles liebenden Volksſtammes.","norm":"Zwischen den Zeilen blickten die kraftvollen Köpfe des stolzen Planta, des feurigen Jenatsch, des kalt fanatischen Blasius Alexander hervor und verdeutlichten ihm die Natur dieses ungebändigten, parteisüchtigen, unter einer ruhigen Außenseite tief leidenschaftlichen und seine wilde Freiheit über alles liebenden Volksstammes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.668000221252441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1010,"date":1876,"orig":"Oft wenn er ungeſtört an ſeinem Arbeitstiſche ſaß, ward er unverſehens zurückgetragen in die Vergangenheit.","norm":"Oft wenn er ungestört an seinem Arbeitstische saß, wurde er unversehens zurückgetragen in die Vergangenheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.006400108337402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1011,"date":1876,"orig":"Er ſtand wieder in Berbenn vor dem brennenden Hauſe und ſah den Schulfreund aus den Flammen treten, ſein noch im blaſſen Tode wunderſchönes Weib über der Schulter, er ſah ihn unausgeſetzt, unermüdet, wortlos voranſchreiten auf den gefährlichen Bergpfaden und über die zerriſſenen Gletſcher, bis der Schweigſame ſeine Laſt niederlegte auf dem Kirchhofe von Vicoſoprano, um ſie dort in Bündnererde zu beſtatten.","norm":"Er stand wieder in Berbenn vor dem brennenden Hause und sah den Schulfreund aus den Flammen treten, sein noch im blassen Tode wunderschönes Weib über der Schulter, er sah ihn unausgesetzt, unermüdet, wortlos voranschreiten auf den gefährlichen Bergpfaden und über die zerrissenen Gletscher, bis der Schweigsame seine Last niederlegte auf dem Kirchhofe von Vicosoprano, um sie dort in Bündnererde zu bestatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.637899875640869} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1012,"date":1876,"orig":"Immer mehr wurde Heinrich Waſer von dem Eindrucke bewältigt, die Lohe, welche den häuslichen Herd des Bündners verzehrt, flamme fort als verborgener unauslöſchlicher Rachebrand in ſeiner Bruſt, von einem eiſernen Entſchluße bis zur günſtigen Stunde niedergehalten, und als Jürg thränenlos am Grabe ſeiner Lucia geſtanden, habe er mit ihr alle Harmloſigkeit der Jugend, alle weichen Gefühle und vielleicht jedes menſchliche Erbarmen verſenkt.","norm":"Immer mehr wurde Heinrich Wasser von dem Eindrucke bewältigt, die Lohe, welche den häuslichen Herd des Bündners verzehrt, flamme fort als verborgener unauslöschlicher Rachebrand in seiner Brust, von einem eisernen Entschluss bis zur günstigen Stunde niedergehalten, und als Jürg tränenlos am Grabe seiner Lucia gestanden, habe er mit ihr alle Harmlosigkeit der Jugend, alle weichen Gefühle und vielleicht jedes menschliche Erbarmen versenkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.027299880981445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1013,"date":1876,"orig":"Hatte doch Waſers herzliche Theilnahme bei ihm keine Stätte, nicht ein einziges erwiederndes Wort gefunden.","norm":"Hatte doch Wassers herzliche Teilnahme bei ihm keine Stätte, nicht ein einziges erwiderndes Wort gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1803998947143555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1014,"date":1876,"orig":"Jenatſch war dem Freunde gegenüber zu Stein geworden, und die letzte Rede, faſt die einzige auf der Reiſe, die er beim Scheiden in Stalla an ihn gerichtet, hatte dem jungen Zürcher beunruhigend und verhängnißvoll nachgeklungen.","norm":"Jenatsch war dem Freunde gegenüber zu Stein geworden, und die letzte Rede, fast die einzige auf der Reise, die er beim Scheiden in Stalle an ihn gerichtet, hatte dem jungen Zürcher beunruhigend und verhängnisvoll nachgeklungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.892399787902832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1015,"date":1876,"orig":"„Du wirſt von mir hören!“ hatte er ihm zugerufen.","norm":"„Du wirst von mir hören!“ hatte er ihm zugerufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.51200008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1016,"date":1876,"orig":"Mit Jürg war Blaſius Alexander fortgegangen als einziger Begleiter.","norm":"Mit Jürg war Blasius Alexander fortgegangen als einziger Begleiter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3190999031066895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1017,"date":1876,"orig":"Dieſer auch hatte das Gebet über Lucias Grabe geſprochen und dabei ſchreckliche altteſtamentliche Worte ſo zuſammengeſtellt, daß Waſer ſie kaum mehr erkannte und ſie ihm als der Ausdruck gottesläſterlicher Rachſucht erſchienen, Ueberhaupt war Blaſius nicht ſein Mann.","norm":"Dieser auch hatte das Gebet über Lucias Grabe gesprochen und dabei schreckliche alttestamentliche Worte so zusammengestellt, dass Wasser sie kaum mehr erkannte und sie ihm als der Ausdruck gotteslästerlicher Rachsucht erschienen, Überhaupt war Blasius nicht sein Mann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.056099891662598} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1018,"date":1876,"orig":"Noch nie war ſeine heitere, für die verſchiedenen Seiten der Dinge empfängliche Natur auf einen ſchrofferen Gegenſatz geſtoßen, und ihm graute, ſeinen Freund in deſſen jetziger Stimmung mit dieſem kalten Fanatiker zuſammen zu wiſſen.","norm":"Noch nie war seine heitere, für die verschiedenen Seiten der Dinge empfängliche Natur auf einen schrofferen Gegensatz gestoßen, und ihm graute, seinen Freund in dessen jetziger Stimmung mit diesem kalten Fanatiker zusammen zu wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6930999755859375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1019,"date":1876,"orig":"Wie geſagt, eine Hiobspoſt folgte der andern.","norm":"Wie gesagt, eine Hiobspost folgte der anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.369100093841553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1020,"date":1876,"orig":"Unmittelbar nach der Schlächterei beſetzten die Spanier, von Fuentes her eindringend, mit Heeresmacht das ganze Veltlin.","norm":"Unmittelbar nach der Schlächterei besetzten die Spanier, von Fuentes her eindringend, mit Heeresmacht das ganze Veltlin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.207699775695801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1021,"date":1876,"orig":"Die beiden Planta führten die Oeſterreicher ins Münſterthal, und zwei Verſuche, die verlorenen Landſchaften wieder zu gewinnen, blieben fruchtlos.","norm":"Die beiden Planta führten die Österreicher ins Münstertal, und zwei Versuche, die verlorenen Landschaften wiederzugewinnen, blieben fruchtlos.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8211002349853525} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1022,"date":1876,"orig":"Im Innern von Bünden wuchs täglich die Wuth gegen die landesverrätheriſchen Anſtifter des Veltlinermordes, beſonders gegen den vervehmten Pompejus Planta, der in der allgemeinen Verwirung ſich ſeines feſten Hauſes Riedberg wieder bemächtigt hatte.","norm":"Im Inneren von Bünden wuchs täglich die Wut gegen die landesverräterischen Anstifter des Veltlinermordes, besonders gegen den verfemten Pompejus Planta, der in der allgemeinen Wirrung sich seines festen Hauses Riedberg wieder bemächtigt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.52370023727417} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1023,"date":1876,"orig":"So war Waſer, als eines Tages durch einen reitenden Boten die Nachricht von dem Ueberfalle des Schloſſes und der Ermordung des Herrn Pompejus eintraf, mehr erſchrocken als erſtaunt.","norm":"So war Wasser, als eines Tages durch einen reitenden Boten die Nachricht von dem Überfalle des Schlosses und der Ermordung des Herrn Pompejus eintraf, mehr erschrocken als erstaunt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.958800077438354} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1024,"date":1876,"orig":"Das Schreiben kam vom Ritter Doktor Fortunatus Sprecher.","norm":"Das Schreiben kam vom Ritter Doktor Fortunatus Sprecher.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.186800003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1025,"date":1876,"orig":"Dieſer gelehrte Juriſt behauptete in der von politiſcher Leidenſchaft beherrſchten Zeit eine zurückgezogene und verhältnißmäßig unangefochtene Stellung.","norm":"Dieser gelehrte Jurist behauptete in der von politischer Leidenschaft beherrschten Zeit eine zurückgezogene und verhältnismäßig unangefochtene Stellung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.659800052642822} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1026,"date":1876,"orig":"Von ihm war bekannt, daß er, dem die waghalſige Demokratenwirthſchaft und die ſpaniſchen Intriguen gleichermaßen verhaßt waren, in ſtillen Stunden befliſſen ſei, die in ihm aufſteigende Bitterkeit beſtmöglich zu verſüßen durch tägliche genaue Aufzeichnung aller Fehlgriffe und Greuel, welche ſich die ihm widerwärtigen extremen Parteien zu Schulden kommen ließen.","norm":"Von ihm war bekannt, dass er, dem die waghalsige Demokratenwirtschaft und die spanischen Intrigen gleichermaßen verhasst waren, in stillen Stunden beflissen sei, die in ihm aufsteigende Bitterkeit bestmöglich zu versüßen durch tägliche genaue Aufzeichnung aller Fehlgriffe und Gräuel, welche sich die ihm widerwärtigen extremen Parteien zu Schulden kommen ließen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.613800048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1027,"date":1876,"orig":"Dies that er aber mit dem Vorſatze, die unter dem Eindrucke des Tages entſtandenen Aufzeichnungen im Laufe der Jahre gemächlich zu einer ausführlichen und, wie er ſich ſchmeichelte, völlig vorurtheilsloſen Geſchichte ſeines Vaterlandes zu verarbeiten.","norm":"Dies tat er aber mit dem Vorsatze, die unter dem Eindrucke des Tages entstandenen Aufzeichnungen im Laufe der Jahre gemächlich zu einer ausführlichen und, wie er sich schmeichelte, völlig vorurteilslosen Geschichte seines Vaterlandes zu verarbeiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.841300010681152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1028,"date":1876,"orig":"Mit dieſem wohlunterrichteten Manne unterhielt die Regierung von Zürich Beziehungen, um, wie ſich Jenatſch ausgedrückt hatte, auf dem Laufenden zu bleiben.","norm":"Mit diesem wohlunterrichteten Manne unterhielt die Regierung von Zürich Beziehungen, um, wie sich Jenatsch ausgedrückt hatte, auf dem Laufenden zu bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.622499942779541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1029,"date":1876,"orig":"Der Ritter beobachtete die Vorſicht, ſeine Briefe nicht an die Staatskanzlei, ſondern an Heinrich Waſer, den Privatmann, zu richten.","norm":"Der Ritter beobachtete die Vorsicht, seine Briefe nicht an die Staatskanzlei, sondern an Heinrich Wasser, den Privatmann, zu richten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.493199825286865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1030,"date":1876,"orig":"Das Schreiben, welches dieſer in ſchweren Gedanken immer und immer wieder las und unbewußt mit häufigen Thränen benetzte, trug das Datum: Chur, den 27. Februar 1621.","norm":"Das Schreiben, welches dieser in schweren Gedanken immer und immer wieder las und unbewusst mit häufigen Tränen benetzte, trug das Datum: Kür, den 27. Februar 1621.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.724100112915039} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1031,"date":1876,"orig":"Es erzählte das verhängnißvolle Ereigniß in einer Sprache, welche die zornige Erregung des Berichterſtatters verrieth.","norm":"Es erzählte das verhängnisvolle Ereignis in einer Sprache, welche die zornige Erregung des Berichterstatters verriet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.013500213623047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1032,"date":1876,"orig":"In der Nacht vom vierundzwanzigſten auf den fünfundzwanzigſten hätten ſich die Führer der Volkspartei von Grüſch im Prätigau, dem Sitze ihrer Verſchwörung, aufgemacht, zwanzig Mann ſtark, alle gut bewaffnet und beritten, voran der wahnwitzige Blaſius Alexander und der teufliſche Jenatſch.","norm":"In der Nacht vom vierundzwanzigsten auf den fünfundzwanzigsten hätten sich die Führer der Volkspartei von Grüsch im Prättigau, dem Sitze ihrer Verschwörung, aufgemacht, zwanzig Mann stark, alle gut bewaffnet und beritten, voran der wahnwitzige Blasius Alexander und der teuflische Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.286200046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1033,"date":1876,"orig":"In raſendem Ritte durch das ſchlafende Land und die finſtere föhnwarme Nacht brauſend, ſeien ſie im Morgengrauen wie Geſpenſter vor Riedberg aufgetaucht, haben das Thor mit Axthieben geſprengt, ſeien ohne ernſtlichen Widerſtand der ſchlummertrunkenen entſetzten Dienerſchaft in die Schlafkammer des Herrn Pompejus eingedrungen, dieſe aber ſei leer geweſen.","norm":"In rasendem Ritt durch das schlafende Land und die finstere föhnwarme Nacht brausend, seien sie im Morgengrauen wie Gespenster vor Riedberg aufgetaucht, haben das Tor mit Axthieben gesprengt, seien ohne ernstlichen Widerstand der schlummertrunkenen entsetzten Dienerschaft in die Schlafkammer des Herrn Pompejus eingedrungen, diese aber sei leer gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5578999519348145} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1034,"date":1876,"orig":"Im Begriffe, fluchend und läſternd wieder abzuziehen, habe ſie Jenatſch in einem engen Vorzimmer auf ein altes blindes Hündlein aufmerkſam gemacht, das winſelnd in den Rauchfang des Kamins hinaufſchnoberte.","norm":"Im Begriffe, fluchend und lästernd wieder abzuziehen, habe sie Jenatsch in einem engen Vorzimmer auf ein altes blindes Hündlein aufmerksam gemacht, das winselnd in den Rauchfang des Kamins hinaufschnoberte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.56689977645874} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1035,"date":1876,"orig":"Aus dieſem ſei dann Herr Pompejus mit frevler Fauſt an ſeinem langen Schlafkleide heruntergeriſſen und mit wüthenden Beilhieben zu Tode gebracht worden.","norm":"Aus diesem sei dann Herr Pompejus mit Frevler Faust an seinem langen Schlafkleide heruntergerissen und mit wütenden Beilhieben zu Tode gebracht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861599922180176} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1036,"date":1876,"orig":"Unbegreiflicher Weiſe ſeien die Mörder unangefochten in frechem Triumphe durch das rings von den Sturmglocken aufgeſtörte Land nach Grüſch zurückgekehrt, am hellen Tage durch die Straßen von Chur im Schritte reitend, wo er, Sprecher, durch das Pferdegetrappel an's Fenſter gerufen, ſelbſt die Entſetzlichen erblickt und von dem blutigen Jenatſch hohnlächelnd begrüßt worden ſei.","norm":"Unbegreiflicher Weise seien die Mörder unangefochten in frechem Triumphe durch das rings von den Sturmglocken aufgestörte Land nach Grüsch zurückgekehrt, am hellen Tage durch die Straßen von Kür im Schritte reitend, wo er, Sprecher, durch das Pferdegetrappel ans Fenster gerufen, selbst die Entsetzlichen erblickt und von dem blutigen Jenatsch hohnlächelnd begrüßt worden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000500202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1037,"date":1876,"orig":"Der alte Kaſtellan auf Riedberg aber, Lucas, aus deſſen vor Amt gemachten Angaben er dieſen ſeinen wahrhaften Bericht hauptſächlich ſchöpfe, habe nach Abzug der Meuchlerbande das Mordbeil aufgehoben und, im Gedanken, es der göttlichen Gerechtigkeit als Werkzeug ſcharf zu behalten, in ſorgfältige Verwahrung genommen.","norm":"Der alte Kastellan auf Riedberg aber, Lucas, aus dessen vor Amt gemachten Angaben er diesen seinen wahrhaften Bericht hauptsächlich schöpfe, habe nach Abzug der Meuchlerbande das Mordbeil aufgehoben und, im Gedanken, es der göttlichen Gerechtigkeit als Werkzeug scharf zu behalten, in sorgfältige Verwahrung genommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.510200023651123} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1038,"date":1876,"orig":"Ueber der Todesſtätte ſeines Herrn aber habe er die Mauer mit einem großen Kreuze bezeichnet.","norm":"Über der Todesstätte seines Herrn aber habe er die Mauer mit einem großen Kreuze bezeichnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9355998039245605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1039,"date":1876,"orig":"Sprechers Brief endigte mit der ſchwarzſichtigen Bemerkung:","norm":"Sprechers Brief endigte mit der schwarzsichtigen Bemerkung:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.999100208282471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1040,"date":1876,"orig":"in dieſer Zeit, wo den Guten jede Macht genommen ſei, bleibe die Beſtrafung der Böſen das einzige Zeichen einer waltenden Vorſehung, und mit dem troſtloſen Ausrufe:","norm":"in dieser Zeit, wo den Guten jede Macht genommen sei, bleibe die Bestrafung der Bösen das einzige Zeichen einer waltenden Vorsehung, und mit dem trostlosen Ausrufe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.162499904632568} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1041,"date":1876,"orig":"„Wehe, Rhätia, wehe Dir!“","norm":"„Wehe, Rhätia, wehe Dir!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ig","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.838500022888184} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1042,"date":1876,"orig":"Dieſer Weheruf war nicht unberechtigt, das lehrte die nächſte Zukunft.","norm":"Dieser Weheruf war nicht unberechtigt, das lehrte die nächste Zukunft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.982999801635742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1043,"date":1876,"orig":"Nach einigen flüchtigen Sonnenblicken, die eine beſſere Wendung der Dinge für Bünden zu verſprechen ſchienen, erfüllten ſich ſeine Geſchicke.","norm":"Nach einigen flüchtigen Sonnenblicken, die eine bessere Wendung der Dinge für Bünden zu versprechen schienen, erfüllten sich seine Geschicke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.517899990081787} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1044,"date":1876,"orig":"Bevor ſeit der Ermordung des Herrn Pompejus ein Jahr um war, überſchwemmten öſterreichiſche und ſpaniſche Heerhaufen die rhätiſchen Lande.","norm":"Bevor seit der Ermordung des Herrn Pompejus ein Jahr um war, überschwemmten österreichische und spanische Heerhaufen die rätischen Lande.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3907999992370605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1045,"date":1876,"orig":"Das Volk erhob ſich zum Verzweiflungskampfe, ſelbſt Frauen und Mädchen ſchwangen rohe todbringende Waffen.","norm":"Das Volk erhob sich zum Verzweiflungskampfe, selbst Frauen und Mädchen schwangen rohe todbringende Waffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3383002281188965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1046,"date":1876,"orig":"Jenatſch troff von Blut und ſeine übermenſchliche Tapferkeit wurde zur Legende.","norm":"Jenatsch troff von Blut und seine übermenschliche Tapferkeit wurde zur Legende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.036399841308594} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1047,"date":1876,"orig":"So erſchlug er Hunderte von Oeſterreichern, meldet die Sage, bei Kloſters in offener Feldſchlacht, er allein mit drei Genoſſen.","norm":"So erschlug er Hunderte von Österreichern, meldet die Sage, bei Klosters in offener Feldschlacht, er allein mit drei Genossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.587900161743164} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1048,"date":1876,"orig":"Die heldenmüthigen Bündner wurden von der Uebermacht erdrückt.","norm":"Die heldenmütigen Bündner wurden von der Übermacht erdrückt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6654999256134033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1049,"date":1876,"orig":"Waſer ſah eines nach dem andern ihrer flüchtigen Häupter in Zürich anlangen.","norm":"Wasser sah eines nach dem anderen ihrer flüchtigen Häupter in Zürich anlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594699859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1050,"date":1876,"orig":"Es kam ein Salis, ein Ruinell, ein Bioland, — Jürg Jenatſch kam nicht.","norm":"Es kam ein Salis, ein Ruinell, ein Bioland, — Jürg Jenatsch kam nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.641300201416016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1051,"date":1876,"orig":"Wohl mochte es ihm ſchwer werden, das Bollwerk ſeiner Berge zu verlaſſen.","norm":"Wohl mochte es ihm schwer werden, das Bollwerk seiner Berge zu verlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.463699817657471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1052,"date":1876,"orig":"Furcht vor dem übermächtigen Oeſterreich lähmte diesmal die Gaſtfreundſchaft der Stadt Zürich, die ſie ſonſt keinem Vertriebenen verſagt.","norm":"Furcht vor dem übermächtigen Österreich lähmte diesmal die Gastfreundschaft der Stadt Zürich, die sie sonst keinem Vertriebenen versagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948200225830078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1053,"date":1876,"orig":"Beim Pokale auf den Zünften hatte die junge Bürgerſchaft den bündneriſchen Tellen, ſo nannte man die Mörder des Herrn Pompejus Planta, ſtürmiſch zugejauchzt, jetzt aber ſtreckten ſich den Flüchtigen nur wenige Hände entgegen.","norm":"Beim Pokale auf den Zünften hatte die junge Bürgerschaft den bündnerischen Tellen, so nannte man die Mörder des Herrn Pompejus Planta, stürmisch zugejauchzt, jetzt aber streckten sich den Flüchtigen nur wenige Hände entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817599773406982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1054,"date":1876,"orig":"Man erſuchte ſie, ſich ſtille in den Häuſern zu halten, damit in Wien ihre Anweſenheit geleugnet werden könne.","norm":"Man ersuchte sie, sich stille in den Häusern zu halten, damit in Wien ihre Anwesenheit geleugnet werden könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.064599990844727} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1055,"date":1876,"orig":"Die Geiſter waren von dunklen Ahnungen erſchreckt, dreißig kommende Kriegsjahre warfen ihren Schatten vor ſich her.","norm":"Die Geister waren von dunklen Ahnungen erschreckt, dreißig kommende Kriegsjahre warfen ihren Schatten vor sich her.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.071599960327148} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1056,"date":1876,"orig":"Eines Tages verließ Waſer ernſter als gewöhnlich und in tief bewegter Stimmung das Haus ſeiner jungen Braut, die er nächſtens heimführen ſollte und in deren angeſehener Familie er das Abendbrod einzunehmen pflegte.","norm":"Eines Tages verließ Wasser ernster als gewöhnlich und in tief bewegter Stimmung das Haus seiner jungen Braut, die er nächstens heimführen sollte und in deren angesehener Familie er das Abendbrot einzunehmen pflegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4166998863220215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1057,"date":1876,"orig":"Hier ließ er ſonſt die Staatsſorgen vor der Thür und freute ſich in Züchten des Lebens; heute aber quoll ihm der Biſſen im Munde.","norm":"Hier ließ er sonst die Staatssorgen vor der Tür und freute sich in Züchten des Lebens; heute aber quoll ihm der Bissen im Munde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.771900177001953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1058,"date":1876,"orig":"Sein Schwager, ein junger Geiſtlicher, hatte aus der eben verſammelten Synode eine ergreifende Nachricht nach Hauſe gebracht.","norm":"Sein Schwager, ein junger Geistlicher, hatte aus der eben versammelten Synode eine ergreifende Nachricht nach Hause gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.199100017547607} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1059,"date":1876,"orig":"Von ſeiner Hochwürden dem Antiſtes war ein Schreiben verleſen worden mit der Nachricht von dem ſtandhaften Ende des Märtyrers Blaſius Alexander.","norm":"Von seiner Hochwürden dem Antistes war ein Schreiben verlesen worden mit der Nachricht von dem standhaften Ende des Märtyrers Blasius Alexander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.979800224304199} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1060,"date":1876,"orig":"Da wurde ausführlich von einem ſeiner Kerkergenoſſen erzählt, wie man ihn auf der Flucht ergriffen und nach Innsbruck gebracht habe; wie er ſich in der Gefangenſchaft unerſchütterlich geweigert, den reformirten Glauben abzuſchwören, und wie er ſchließlich zum Verluſte der rechten Hand und des Hauptes verurtheilt wurde.","norm":"Da wurde ausführlich von einem seiner Kerkergenossen erzählt, wie man ihn auf der Flucht ergriffen und nach Innsbruck gebracht habe; wie er sich in der Gefangenschaft unerschütterlich geweigert, den reformierten Glauben abzuschwören, und wie er schließlich zum Verluste der rechten Hand und des Hauptes verurteilt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5683999061584473} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1061,"date":1876,"orig":"Da ſeine Rechte abgeſchnitten auf dem Blocke lag, habe er bereitwillig auch die Linke ausgeſtreckt, als könne er ſich des Marterthums nicht erſättigen.","norm":"Da seine Rechte abgeschnitten auf dem Blocke lag, habe er bereitwillig auch die Linke ausgestreckt, als könne er sich des Marterthums nicht ersättigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.131899833679199} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1062,"date":1876,"orig":"Um ſein Gemüth zu beruhigen, machte Waſer gegen ſeine Gewohnheit einen raſchen Gang um die beſchneiten Schanzen der Stadt.","norm":"Um sein Gemüt zu beruhigen, machte Wasser gegen seine Gewohnheit einen raschen Gang um die beschneiten Schanzen der Stadt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.699100017547607} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1063,"date":1876,"orig":"Als er in ſeine dunkle Stube zurückkehrte und Feuer ſchlug, um ſeine Lampe anzuzünden, gewahrte er in der Fenſterniſche eine hohe Geſtalt, die ihm nun feſten Schrittes entgegentrat und ihm die Hand auf die Schulter legte.","norm":"Als er in seine dunkle Stube zurückkehrte und Feuer schlug, um seine Lampe anzuzünden, gewahrte er in der Fensternische eine hohe Gestalt, die ihm nun festen Schrittes entgegentrat und ihm die Hand auf die Schulter legte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.347599983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1064,"date":1876,"orig":"Es war Jürg Jenatſch.","norm":"Es war Jürg Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.103300094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1065,"date":1876,"orig":"„Erſchrick mir nicht, Heinrich,“ ſagte er ſanft, „ich komme nur für eine Nacht und verlaſſe Eure Mauern, ſo bald in der Frühe ein Thor aufgeht.","norm":"„Erschrick mir nicht, Heinrich,“ sagte er sanft, „ich komme nur für eine Nacht und verlasse Eure Mauern, so bald in der Frühe ein Tor aufgeht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.58870005607605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1066,"date":1876,"orig":"Haſt Du Platz für mich in Deinem Kämmerlein, wie ehedem?","norm":"Hast Du Platz für mich in Deinem Kämmerlein, wie ehedem?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.941200017929077} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1067,"date":1876,"orig":". . . .","norm":". . . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.937999963760376} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1068,"date":1876,"orig":"In Bünden hab' ich nichts mehr zu thun.","norm":"In Bünden habe ich nichts mehr zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.932499885559082} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1069,"date":1876,"orig":"Da iſt Alles verloren — wer weiß für wie lange.","norm":"Da ist alles verloren — wer weiß für wie lange.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.588099956512451} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1070,"date":1876,"orig":"Ich gehe zum Mansfeld.","norm":"Ich gehe zum Mansfeld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.626800060272217} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1071,"date":1876,"orig":"Dort auf dem großen deutſchen Kampfplatze entſcheidet ſich mit Sieg oder Niederlage der proteſtantiſchen Waffen auch das Loos meiner Heimat.“ —","norm":"Dort auf dem großen deutschen Kampfplatze entscheidet sich mit Sieg oder Niederlage der protestantischen Waffen auch das Los meiner Heimat .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026000022888184} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1072,"date":1876,"orig":"Zweites Buch.","norm":"Zweites Buch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.113199949264526} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1073,"date":1876,"orig":"Lucretia.","norm":"Lucretia.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":3.640300035476684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1074,"date":1876,"orig":"Erſtes Kapitel.","norm":"Erstes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.237899780273437} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1075,"date":1876,"orig":"Ein durchſichtig blauer Winterhimmel umfing die Lagunenſtadt und ſchaute ſich mit gleicher Kraft und Helle tief aus dem Spiegel eines ihrer vielen ſchmalen Waſſerbänder wieder entgegen.","norm":"Ein durchsichtig blauer Winterhimmel umfing die Lagunenstadt und schaute sich mit gleicher Kraft und Helle tief aus dem Spiegel eines ihrer vielen schmalen Wasserbänder wieder entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.312099933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1076,"date":1876,"orig":"Hier zeigten die ſtillen Waſſer auch das ſcharfe dunkle Ebenbild einer ſchlank gewölbten Marmorbrücke, die das engſte und bewohnteſte Quartier Venedigs mit dem Campo dei Frari verbindet.","norm":"Hier zeigten die stillen Wasser auch das scharfe dunkle Ebenbild einer schlank gewölbten Marmorbrücke, die das engste und bewohnteste Quartier Venedigs mit dem Campo dei Frari verbindet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.750999927520752} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1077,"date":1876,"orig":"Dieſer kleine Platz bildet den ſpärlichen Vorraum zu dem fremdartig erhabenen Meiſterbau Niccolò Piſanos, dem rothſchimmernden Dome der Maria glorioſa de' Frari.","norm":"Dieser kleine Platz bildet den spärlichen Vorraum zu dem fremdartig erhabenen Meisterbau Niccolo Pisanos, dem rotschimmernden Dome der Maria gloriose de' Frari.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.489999771118164} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1078,"date":1876,"orig":"In der engen Pforte eines an die Lagune gebauten Hauſes jenſeits der Brücke ſtand ein Mann von mittleren Jahren mit einem ernſten bärtigen Kopfe und von gedrungener, kurzer Geſtalt.","norm":"In der engen Pforte eines an die Lagune gebauten Hauses jenseits der Brücke stand ein Mann von mittleren Jahren mit einem ernsten bärtigen Kopfe und von gedrungener, kurzer Gestalt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.209499835968018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1079,"date":1876,"orig":"Sein Blick folgte ruhig den lautlos geführten, von Zeit zu Zeit unter dem Brückenbogen durchgleitenden Gondeln, oder betrachtete die Bettler, welche auf den Stufen des Domes lagerten und eben ihr Frühſtück verzehrten.","norm":"Sein Blick folgte ruhig den lautlos geführten, von Zeit zu Zeit unter dem Brückenbogen durchgleitenden Gondeln, oder betrachtete die Bettler, welche auf den Stufen des Domes lagerten und eben ihr Frühstück verzehrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.211100101470947} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1080,"date":1876,"orig":"Ihm zu Häupten war an der Mauer, dem Halbrunde der Thürwölbung folgend, in coloſſalen ſchwarzen Lettern und italieniſcher Sprache zu leſen: Lorenz Fauſch, Paſtetenbäcker aus Bünden.","norm":"Ihm zu Häupten war an der Mauer, dem Halbrunde der Türwölbung folgend, in kolossalen schwarzen Lettern und italienischer Sprache zu lesen: Lorenz Fausch, Pastetenbäcker aus Bünden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.041600227355957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1081,"date":1876,"orig":"Aus den herrſchaftlichen Gondeln, die an der Landungstreppe des Campo anlegten, war ſchon manche zarte Dame geſtiegen; manche zierliche Geſtalt, umhüllt von den weichen Falten dunkler Seide und das Antlitz durch die ſammetne Halbmaske vor der Kälte geſchützt, war die Stufen hinauf über den Platz in die Kirche geglitten, ohne daß die Züge des Bündners ſich im Mindeſten verändert hätten.","norm":"Aus den herrschaftlichen Gondeln, die an der Landungstreppe des Campo anlegten, war schon manche zarte Dame gestiegen; manche zierliche Gestalt, umhüllt von den weichen Falten dunkler Seide und das Antlitz durch die sammetne Halbmaske vor der Kälte geschützt, war die Stufen hinauf über den Platz in die Kirche geglitten, ohne dass die Züge des Bündners sich im Mindesten verändert hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.464000225067139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1082,"date":1876,"orig":"Jetzt aber ging etwas Seltſames auf dem ernſthaft gleichmüthigen Geſichte vor.","norm":"Jetzt aber ging etwas Seltsames auf dem ernsthaft gleichmütigen Gesichte vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373600006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1083,"date":1876,"orig":"Unter der Brücke war der wetterbraune, weißbärtige Kopf eines Ruderers zum Vorſchein gekommen, der, aus ſeinen ungelenken Bewegungen zu ſchließen, mit der Lagune nicht vertraut war.","norm":"Unter der Brücke war der wetterbraune, weißbärtige Kopf eines Ruderers zum Vorschein gekommen, der, aus seinen ungelenken Bewegungen zu schließen, mit der Lagune nicht vertraut war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.182600021362305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1084,"date":1876,"orig":"Während ſein Gefährte, der auf dem Hintertheile des Fahrzeuges ſtand, ein jugendlich behender, ein echter Gondoliere, dieſes mit ſchlanker Ruderbewegung an die Mauer drückte, öffnete der Alte langſam die niedrige Gondelthüre und ſchickte ſich an, einer nur leicht verſchleierten, offen und groß blickenden Frau beim Ausſteigen behilflich zu ſein.","norm":"Während sein Gefährte, der auf dem Hinterteile des Fahrzeuges stand, ein jugendlich behänder, ein echter Gondoliere, dieses mit schlanker Ruderbewegung an die Mauer drückte, öffnete der Alte langsam die niedrige Gondeltüre und schickte sich an, einer nur leicht verschleierten, offen und groß blickenden Frau beim Aussteigen behilflich zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.622900009155273} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1085,"date":1876,"orig":"Sie aber hatte ſeine Hand nicht angenommen.","norm":"Sie aber hatte seine Hand nicht angenommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156899929046631} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1086,"date":1876,"orig":"Unverſehens ſtand ſie auf der Treppe und ſchritt, ohne ſich umzublicken, der Pforte des Domes zu.","norm":"Unversehens stand sie auf der Treppe und schritt, ohne sich umzublicken, der Pforte des Domes zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.308300018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1087,"date":1876,"orig":"Ehe der in der Gondel beſchäftigte Alte ſeiner Herrin folgen konnte, trat Herr Fauſch, deſſen Miene ſich plötzlich erhellt hatte, an den Rand der Lagune vor und rief ihm mit gedämpfter Baßſtimme den romaniſchen Gruß:","norm":"Ehe der in der Gondel beschäftigte Alte seiner Herrin folgen konnte, trat Herr Fausch, dessen Miene sich plötzlich erhellt hatte, an den Rand der Lagune vor und rief ihm mit gedämpfter Bassstimme den romanischen Gruß:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.806300163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1088,"date":1876,"orig":"„Bun di“, zu; aber jener wandte ſich nicht nach dem ſeine Bekanntſchaft Suchenden um, er ſtreifte ihn nur mit einem Blitze unter ſeinen buſchigen Brauen hervor, halb mißtrauiſch, halb verſtändnißvoll, dann zog er langſam einen Roſenkranz aus der Taſche und ſchritt, Herrn Fauſch den Rücken zukehrend, nach der Kirche.","norm":"„Bun di“, zu; aber jener wandte sich nicht nach dem seine Bekanntschaft Suchenden um, er streifte ihn nur mit einem Blitze unter seinen buschigen Brauen hervor, halb misstrauisch, halb verständnisvoll, dann zog er langsam einen Rosenkranz aus der Tasche und schritt, Herrn Fausch den Rücken zukehrend, nach der Kirche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.31879997253418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1089,"date":1876,"orig":"Noch folgte ihm dieſer mit nachdenklichen Blicken, als, aus dem Seitengäßchen raſch herauslenkend, ein kleiner hagerer Cavalier an ihm vorüberſchoß und mit einem ſtählernen Sprung auf der Brücke ſtand.","norm":"Noch folgte ihm dieser mit nachdenklichen Blicken, als, aus dem Seitengässchen rasch herauslenkend, ein kleiner hagerer Kavalier an ihm vorüberschoss und mit einem stählernen Sprung auf der Brücke stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8092000484466553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1090,"date":1876,"orig":"Hier bemerkte er zu ſeiner Rechten den Bäcker und deſſen behaglichen Gruß, wandte ihm einen Augenblick ſein junges nichts weniger als hübſches aber höchſt originelles Geſicht zu und ſagte:","norm":"Hier bemerkte er zu seiner Rechten den Bäcker und dessen behaglichen Gruß, wandte ihm einen Augenblick sein junges nichts weniger als hübsches aber höchst originelles Gesicht zu und sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.118899822235107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1091,"date":1876,"orig":"„Augenblicklich noch im Dienſt!","norm":"„Augenblicklich noch im Dienst!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.99429988861084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1092,"date":1876,"orig":"Holt mir ein Fläſchchen Cyprier, Vater Fauſch — wohlverſtanden, von der Sorte, der Ihr perſönlich huldigt.","norm":"Holt mir ein Fläschchen Zyprier, Vater Fausch — wohlverstanden, von der Sorte, der Ihr persönlich huldigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9857001304626465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1093,"date":1876,"orig":"In zwei Minuten bin ich hier.“","norm":"In zwei Minuten bin ich hier .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.709000110626221} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1094,"date":1876,"orig":"Fauſch trat aus dem fröhlichen Sonnenlichte in ſein etwas düſteres zu dieſer Morgenſtunde noch leer ſtehendes Schenkzimmer zurück, das jedoch mit ſeinen zahlreichen Sitzen und reinlichen weißen Marmortiſchen offenbar auf den Beſuch von Gäſten nicht geringen Standes eingerichtet war.","norm":"Fausch trat aus dem fröhlichen Sonnenlichte in sein etwas Düsteres zu dieser Morgenstunde noch leer stehendes Schenkzimmer zurück, das jedoch mit seinen zahlreichen Sitzen und reinlichen weißen Marmortischen offenbar auf den Besuch von Gästen nicht geringen Standes eingerichtet war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.470200061798096} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1095,"date":1876,"orig":"Während er ſich in den geheimen, wohlverſchloſſenen Raum begab, der ihm in der Meerſtadt als Keller diente, um ein ſtrohumflochtenes Fläſchchen von ſeinem dunkeln Ehrenplatze herunterzuholen, dem Befehle des jungen Cavaliers gemäß, doch Alles mit würdiger Bedächtigkeit, hatte dieſer ſeinen Gang gemacht und kam ſchon wieder über die Brücke zurück.","norm":"Während er sich in den geheimen, wohlverschlossenen Raum begab, der ihm in der Meerstadt als Keller diente, um ein strohumflochtenes Fläschchen von seinem dunklen Ehrenplatze herunterzuholen, dem Befehle des jungen Kavaliers gemäß, doch alles mit würdiger Bedächtigkeit, hatte dieser seinen Gang gemacht und kam schon wieder über die Brücke zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.213900089263916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1096,"date":1876,"orig":"Er hatte die Kirche betretend ſogleich die hohe Geſtalt wieder entdeckt, die ſein Blick aus der Tiefe des Gäßchens im Fluge erfaßt hatte, und die ihm durch ihre dunkle kräftige Schönheit anziehend erſchienen war.","norm":"Er hatte die Kirche betretend sogleich die hohe Gestalt wieder entdeckt, die sein Blick aus der Tiefe des Gässchens im Fluge erfasst hatte, und die ihm durch ihre dunkle kräftige Schönheit anziehend erschienen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.243899822235107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1097,"date":1876,"orig":"Andächtig kniete ſie, das Antlitz zum Gekreuzigten erhoben, mit gefalteten Händen auf den Stufen des Hochaltars.","norm":"Andächtig kniete sie, das Antlitz zum Gekreuzigten erhoben, mit gefalteten Händen auf den Stufen des Hochaltars.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.838099956512451} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1098,"date":1876,"orig":"Nicht Zweifel, nicht Troſtbedürfniß, nicht Sehnſucht ſchien ſie hergeführt zu haben.","norm":"Nicht Zweifel, nicht Trostbedürfnis, nicht Sehnsucht schien sie hergeführt zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.623799800872803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1099,"date":1876,"orig":"Keine innere Aufregung, keine unſtäte Leidenſchaft bewegte die hochgewachſene Geſtalt.","norm":"Keine innere Aufregung, keine unstete Leidenschaft bewegte die hochgewachsene Gestalt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7368998527526855} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1100,"date":1876,"orig":"Feſte Ruhe lag in den ſchönen, noch jugendweichen Zügen.","norm":"Feste Ruhe lag in den schönen, noch jugendweichen Zügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2316999435424805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1101,"date":1876,"orig":"Aber nicht klöſterlich kalt war ihr Ausdruck, ſondern von kräftigem Leben durchglüht.","norm":"Aber nicht klösterlich kalt war ihr Ausdruck, sondern von kräftigem Leben durchglüht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.756499767303467} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1102,"date":1876,"orig":"Sie flehte nicht, rang nicht um Erhörung.","norm":"Sie flehte nicht, rang nicht um Erhörung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.397799968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1103,"date":1876,"orig":"Sie brachte, ſo ſchien es, ein tägliches Opfer, ein gewohntes Gelübde dar, das ihre Seele erfüllte und dem ihr Leben geweiht war.","norm":"Sie brachte, so schien es, ein tägliches Opfer, ein gewohntes Gelübde dar, das ihre Seele erfüllte und dem ihr Leben geweiht war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.252399921417236} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1104,"date":1876,"orig":"In ſteigender Neugier war der junge Cavalier immer näher herangetreten, da hatte ſie ſich erhoben und war ſeinem unbeſcheidenen Auge unverſchleiert mit einem ſtolzen fremden Blicke begegnet.","norm":"In steigender Neugier war der junge Kavalier immer näher herangetreten, da hatte sie sich erhoben und war seinem unbescheidenen Auge unverschleiert mit einem stolzen fremden Blicke begegnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038400173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1105,"date":1876,"orig":"Dann hatte ſie die Kirche verlaſſen.","norm":"Dann hatte sie die Kirche verlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.743099927902221} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1106,"date":1876,"orig":"Zwiefach enttäuſcht, — denn in der Ferne war ihm die Dame jünger erſchienen und auf ihre einfache Hoheit war er nach ſeinen venetianiſchen Erfahrungen und Gewohnheiten nicht gefaßt, — hatte er noch einen Blick auf die verſchiedenen Kirchenbilder geworfen und ein Wort mit dem Küſter geſprochen.","norm":"Zwiefach enttäuscht, — denn in der Ferne war ihm die Dame jünger erschienen und auf ihre einfache Hoheit war er nach seinen venezianischen Erfahrungen und Gewohnheiten nicht gefasst, — hatte er noch einen Blick auf die verschiedenen Kirchenbilder geworfen und ein Wort mit dem Küster gesprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.843200206756592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1107,"date":1876,"orig":"Als Fauſch, das Fläſchchen auf einem ſilbernen Teller mit einiger Feierlichkeit vor ſich hertragend, in der Hinterpforte ſeines Schenkraumes erſchien, hatte ſich der Gaſt ſchon in nachläſſigſter Haltung auf einer Ottomane nächſt der Thüre niedergelaſſen.","norm":"Als Fausch, das Fläschchen auf einem silbernen Teller mit einiger Feierlichkeit vor sich hertragend, in der Hinterpforte seines Schenkraumes erschien, hatte sich der Gast schon in nachlässigster Haltung auf einer Ottomane nächst der Türe niedergelassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.550300121307373} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1108,"date":1876,"orig":"Er zog jetzt ſeine Füße von dem Marmortiſchchen, auf das er ſie gelegt hatte, der Bäcker aber holte ein fein geſchliffenes kleines Kelchglas herbei, ſtellte es neben die Flaſche und begann nach ſeiner Gewohnheit ſelbſt das Geſpräch.","norm":"Er zog jetzt seine Füße von dem Marmortischchen, auf das er sie gelegt hatte, der Bäcker aber holte ein fein geschliffenes kleines Kelchglas herbei, stellte es neben die Flasche und begann nach seiner Gewohnheit selbst das Gespräch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.296299934387207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1109,"date":1876,"orig":"„Und wer war denn, mit Eurer Gnaden Erlaubniß, das Herz und Augen erfriſchende Frauenbild, dem der Herr Locotenent nachſchoß wie eine Kugel aus dem Rohre?“","norm":"„Und wer war denn, mit Eurer Gnaden Erlaubnis, das Herz und Augen erfrischende Frauenbild, dem der Herr Locotenent nachschoss wie eine Kugel aus dem Rohre?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638999938964844} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1110,"date":1876,"orig":"„Wie, Vater Lorenz, das ſolltet Ihr nicht wiſſen, meinte der Angeredete, „Ihr, die lebendige Tageschronik und Fremdenliſte von Venedig?“ —","norm":"„Wie, Vater Lorenz, das solltet Ihr nicht wissen, meinte der Angeredete, „Ihr, die lebendige Tageschronik und Fremdenliste von Venedig?“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.610400199890137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1111,"date":1876,"orig":"„ Sie kommt mir ſonderbar bekannt vor, und wer ſie iſt, werd' ich herausbringen.","norm":"„Sie kommt mir sonderbar bekannt vor, und wer sie ist, werde ich herausbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.691900014877319} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1112,"date":1876,"orig":"Sicher keine dieſer trägen Venetianerinnen, dafür erfreut ſie ſich zu leichter Füße.","norm":"Sicher keine dieser trägen Venetianerinnen, dafür erfreut sie sich zu leichter Füße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.764699935913086} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1113,"date":1876,"orig":"Wißt nur, Herr Wertmüller, als ich ſie vorhin ſo ſchön und frei über das Campo ſchreiten ſah, da überkam mich eine Rührung.","norm":"Wisst nur, Herr Wertmüller, als ich sie vorhin so schön und frei über das Campo schreiten sah, da überkam mich eine Rührung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.406300067901611} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1114,"date":1876,"orig":"Mir war, als ſchritte ſie nicht neben dieſer faulenden Lagune, ſondern auf den Bergpfaden meiner Heimat neben ſenkrechten Präzipizien und ſchäumenden Bächen.","norm":"Mir war, als schritte sie nicht neben dieser faulenden Lagune, sondern auf den Bergpfaden meiner Heimat neben senkrechten Präzipizien und schäumenden Bächen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217899799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1115,"date":1876,"orig":"Noch eins!","norm":"Noch eins!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9054999351501465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1116,"date":1876,"orig":"Ihr Diener, der alte weißbärtige Spitzbube mit den Jägeraugen und dem Roſenkranze, iſt ein Bündner ſo gewiß als ich.“","norm":"Ihr Diener, der alte weißbärtige Spitzbube mit den Jägeraugen und dem Rosenkranze, ist ein Bündner so gewiss als ich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945400238037109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1117,"date":1876,"orig":"„Alſo aus Euren Bergen,“ verſetzte Wertmüller, und von Eurem Schlage.“","norm":"„Also aus Euren Bergen,“ versetzte Wertmüller, und von Eurem Schlage .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.161099910736084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1118,"date":1876,"orig":"„Was Wunder übrigens,“ meinte Fauſch, „wenn ein Salis oder ein anderes Haupt unſerer franzöſiſchen Partei in dieſem Augenblicke in der gaſtfreundlichen Venezia zu thun hätte; zweifelt ja von uns Keiner mehr daran, daß Euer Herr, der vieledle Heinrich Rohan, von Richelieu Vollmacht erhalten hat, eine Heerfahrt nach Bünden zu rüſten.","norm":"„Was Wunder übrigens,“ meinte Fausch, „wenn ein Salis oder ein anderes Haupt unserer französischen Partei in diesem Augenblicke in der gastfreundlichen Venezia zu tun hätte; zweifelt ja von uns Keiner mehr daran, dass Euer Herr, der vieledle Heinrich Rohan, von Richelieu Vollmacht erhalten hat, eine Heerfahrt nach Bünden zu rüsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.17110013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1119,"date":1876,"orig":"Nun kommt endlich die Stunde, da mein Land der öſterreichiſch-ſpaniſchen Gewalt entwunden wird.“","norm":"Nun kommt endlich die Stunde, da mein Land der österreichisch-spanischen Gewalt entwunden wird .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.995800018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1120,"date":1876,"orig":"„Gut,“ ſagte der Andere ihn ſpöttiſch anſehend, der galliſche Hahn alſo, Vater Fauſch, ſoll ſich für euch mit dem öſterreichiſchen Adler zauſen, daß die Federn fliegen!","norm":"„Gut,“ sagte der Andere ihn spöttisch ansehend, der gallische Hahn also, Vater Fausch, soll sich für euch mit dem österreichischen Adler zausen, dass die Federn fliegen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.118100166320801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1121,"date":1876,"orig":"Ihr traut ihm viel Großmuth zu, denn ihr ſitzt feſt in den ſpaniſchen Krallen.","norm":"Ihr traut ihm viel Großmut zu, denn ihr sitzt fest in den spanischen Krallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.066800117492676} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1122,"date":1876,"orig":"In meiner Stellung als Adjutant des Herzogs bin ich freilich weniger in dieſe geheimen politiſchen Pläne eingeweiht als Ihr, das von dem venetianiſchen Müſſiggange inſpirirte Lagunen- und Lügenorakel. Uebrigens“ fuhr er, ſeine Schärfe mäßigend, fort und blickte dem Bäcker in die Augen, der in ſeinem Innerſten beleidigt, ſich mit geröthetem Angeſicht vor ihn hingeſtellt hatte und nach dem kräftigſten Ausdruck zur Abwehr ſolcher Mißachtung rang, „übrigens iſt heute nicht Politik ſondern Kunſt bei uns im herzoglichen Palazzo an der Tagesordnung.","norm":"In meiner Stellung als Adjutant des Herzogs bin ich freilich weniger in diese geheimen politischen Pläne eingeweiht als Ihr, das von dem venezianischen Müßiggange inspirierte Lagunen- und Lügenorakel . Übrigens“ fuhr er, seine Schärfe mäßigend, fort und blickte dem Bäcker in die Augen, der in seinem Innersten beleidigt, sich mit gerötetem Angesicht vor ihn hingestellt hatte und nach dem kräftigsten Ausdruck zur Abwehr solcher Missachtung rang, „übrigens ist heute nicht Politik sondern Kunst bei uns im herzoglichen Palazzo an der Tagesordnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.684700012207031} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1123,"date":1876,"orig":"Eben war beim Frühſtück von Tizian die Rede.","norm":"Eben war beim Frühstück von Tizian die Rede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.228300094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1124,"date":1876,"orig":"Eine mit unſerer Herzogin befreundete Nobildonna behauptete, unſere kunſtſinnige Dame habe bis heute eines der edelſten Werke des Meiſters überſehen, das ſich hier bei den Frari befinde.","norm":"Eine mit unserer Herzogin befreundete Nobildonna behauptete, unsere kunstsinnige Dame habe bis heute eines der edelsten Werke des Meisters übersehen, das sich hier bei den Frari befinde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013100147247314} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1125,"date":1876,"orig":"Es erwies ſich, daß es bei der Herzogin letztem Aufenthalte in Venedig aus irgend einem Grunde ſich in der Werkſtätte eines Malers befand.","norm":"Es erwies sich, dass es bei der Herzogin letztem Aufenthalte in Venedig aus irgendeinem Grunde sich in der Werkstätte eines Malers befand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9507999420166025} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1126,"date":1876,"orig":"Ich ward von ihr abgeſandt, um den jetzigen Thatbeſtand feſtzuſtellen.","norm":"Ich wurde von ihr abgesandt, um den jetzigen Tatbestand festzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.582900047302246} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1127,"date":1876,"orig":"Es hängt wieder drüben, und ich fliege, es den Herrſchaften zu melden.","norm":"Es hängt wieder drüben, und ich fliege, es den Herrschaften zu melden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.017399787902832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1128,"date":1876,"orig":"Sie werden ihre Wallfahrt zu dem Tizian gleich antreten wollen.“","norm":"Sie werden ihre Wallfahrt zu dem Tizian gleich antreten wollen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.848599910736084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1129,"date":1876,"orig":"„Herr, ſo dürft Ihr mir nicht fort,“ ſagte Fauſch, und vertrat ihm mit ſeiner breiten Figur den Ausweg.","norm":"„Herr, so dürft Ihr mir nicht fort,“ sagte Fausch, und vertrat ihm mit seiner breiten Figur den Ausweg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.281599998474121} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1130,"date":1876,"orig":"„Ihr verkennt mich grauſam in dem was mir hoch und heilig iſt.","norm":"„Ihr verkennt mich grausam in dem was mir hoch und heilig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151400089263916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1131,"date":1876,"orig":"— Was hielte meinen Geiſt in dieſem ſchmerzvollen Exil lebhaft und aufrecht, wenn nicht die Tag und Nacht genährte Hoffnung, mein Jahrzehnte lang zerfleiſchtes, verheertes, gefeſſeltes Bünden wieder befreit zu ſehen!","norm":"— Was hielte meinen Geist in diesem schmerzvollen Exil lebhaft und aufrecht, wenn nicht die Tag und Nacht genährte Hoffnung, mein Jahrzehnte lang zerfleischtes, verheertes, gefesseltes Bünden wieder befreit zu sehen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.845799922943115} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1132,"date":1876,"orig":"— Und ich ſoll mich nicht um Neuigkeiten kümmern?","norm":"— Und ich soll mich nicht um Neuigkeiten kümmern?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.515900135040283} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1133,"date":1876,"orig":"Soll nicht die Fühlhörner nach allen Seiten ausſtrecken?","norm":"Soll nicht die Fühlhörner nach allen Seiten ausstrecken?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.546000003814697} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1134,"date":1876,"orig":"Nicht jede günſtige Nachricht mit durſtigen Poren einſaugen? —","norm":"Nicht jede günstige Nachricht mit durstigen Poren einsaugen? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.365600109100342} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1135,"date":1876,"orig":"Pocht denn Euch nichts hier fürs Vaterland, Herr Wertmüller?","norm":"Pocht denn Euch nichts hier fürs Vaterland, Herr Wertmüller?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.130899906158447} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1136,"date":1876,"orig":". . .“","norm":". . .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.216899871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1137,"date":1876,"orig":"Er drückte tief athmend die fette Hand auf die Bruſt.","norm":"Er drückte tief atmend die fette Hand auf die Brust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320199966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1138,"date":1876,"orig":"„Glaubt nicht, daß mir die für Bünden unrühmliche Hilfe der Franzoſen willkommen ſei; ich heiße das den Teufel durch Beelzebub vertreiben, aber ſie iſt, Gott ſei's geklagt, der letzte Ausweg aus der härteſten Sklaverei!","norm":"„Glaubt nicht, dass mir die für Bünden unrühmliche Hilfe der Franzosen willkommen sei; ich heiße das den Teufel durch Beelzebub vertreiben, aber sie ist, Gott sei es geklagt, der letzte Ausweg aus der härtesten Sklaverei!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.298799991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1139,"date":1876,"orig":"Auch lebt jetzt in Bünden ein matteres Geſchlecht.","norm":"Auch lebt jetzt in Bünden ein matteres Geschlecht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.185699939727783} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1140,"date":1876,"orig":"In jener großen Zeit freilich, wo ich, der Würgengel Jenatſch und der Märtyrer Blaſius Alexander die Thaten eines Leonidas und Epaminondas vollbrachten, hätten wir Alle uns lieber, die Bruſt mit Wunden bedeckt, in ein breites Grab reihen laſſen, als in das welſche Heer, und unſere Seelen eher dem leibhaftigen Teufel übergeben, als dem franzöſiſchen Cardinal!“","norm":"In jener großen Zeit freilich, wo ich, der Würgengel Jenatsch und der Märtyrer Blasius Alexander die Taten eines Leonidas und Epaminondas vollbrachten, hätten wir alle uns lieber, die Brust mit Wunden bedeckt, in ein breites Grab reihen lassen, als in das welsche Heer, und unsere Seelen eher dem leibhaftigen Teufel übergeben, als dem französischen Kardinal!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7957000732421875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1141,"date":1876,"orig":"Der junge Wertmüller, den die Scene insgeheim köſtlich beluſtigte, war im Begriffe, den begeiſterten Bäcker auf die Seite ſchiebend, die Thür zu gewinnen, konnte ſich aber die Schlußbemerkung nicht verſagen:","norm":"Der junge Wertmüller, den die Szene insgeheim köstlich belustigte, war im Begriffe, den begeisterten Bäcker auf die Seite schiebend, die Tür zu gewinnen, konnte sich aber die Schlussbemerkung nicht versagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.402699947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1142,"date":1876,"orig":"„So weit ich die Weltgeſchichte kenne, Vater Lorenz, ſeid Ihr darin nicht berückſichtigt.“","norm":"„So weit ich die Weltgeschichte kenne, Vater Lorenz, seid Ihr darin nicht berücksichtigt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.239299774169922} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1143,"date":1876,"orig":"Jetzt ergriff ihn Fauſch heftig aber freundſchaftlich bei der Hand:","norm":"Jetzt ergriff ihn Fausch heftig aber freundschaftlich bei der 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auch wenn ein pedantischer Geschichtsschreiber sie heimtückisch unter den Scheffel stellen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.14139986038208} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1147,"date":1876,"orig":"Sie geht über Berg und Thal von Mund zu Munde und aus dem meinigen ſollt Ihr ein Euch unbekanntes, wichtiges Blatt unſerer Bündnergeſchichten kennen lernen.“","norm":"Sie geht über Berg und Tal von Mund zu Munde und aus dem meinigen sollt Ihr ein Euch unbekanntes, wichtiges Blatt unserer Bündnergeschichten kennen lernen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.529799938201904} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1148,"date":1876,"orig":"„Anno zwanzig, als die edle Demokratie in unſerem Lande herrſchte, vollzog ſie einen großartigen, einen wahrhaft weltgeſchichtlichen Akt. Frankreich zweideutelte damals zwiſchen Licht und Nacht, zwiſchen proteſtantiſcher und katholiſcher Politik.","norm":"„Anno zwanzig, als die edle Demokratie in unserem Lande herrschte, vollzog sie einen großartigen, einen wahrhaft weltgeschichtlichen Akt. Frankreich zweideutelte damals zwischen Licht und Nacht, zwischen protestantischer und katholischer Politik.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956600189208984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1149,"date":1876,"orig":"Dem beſchloß das zu Davos verſammelte Strafgericht in ſeiner Weisheit herzhaft ein Ende zu machen.","norm":"Dem beschloss das zu Davos versammelte Strafgericht in seiner Weisheit herzhaft ein Ende zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481599807739258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1150,"date":1876,"orig":"An den Geſandten Frankreichs, — der Gueffier war's, er hielt damals Hof in Maienfeld, — ſchickte es eines ſeiner Mitglieder, einen ſchlichten Bürger, einen einfachen Prädikanten, der dem Franzoſen Befehl überbrachte, augenblicklich einzupacken, . . . und dieſer tapfere Republikaner, Euer Gnaden, war niemand anderes, als Lorenz Fauſch, der hier vor Euch ſteht.","norm":"An den Gesandten Frankreichs, — der Gueffier war es, er hielt damals Hof in Maienfeld, — schickte es eines seiner Mitglieder, einen schlichten Bürger, einen einfachen Prädikanten, der dem Franzosen Befehl überbrachte, augenblicklich einzupacken, . . . und dieser tapfere Republikaner, Euer Gnaden, war niemand anderes, als Lorenz Fausch, der hier vor Euch steht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.494200229644775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1151,"date":1876,"orig":"Jetzt aber hättet Ihr ſehen ſollen, wie der Franzoſe ſeinen Hut vom Kopfe riß, und ihn wie toll mit den Füßen zerſtampfte.","norm":"Jetzt aber hättet Ihr sehen sollen, wie der Franzose seinen Hut vom Kopfe riss, und ihn wie toll mit den Füßen zerstampfte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8970999717712402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1152,"date":1876,"orig":"„Einen Salis oder Planta mindeſtens hätte man an mich abordnen ſollen,“ ſchrie er wüthend, „nicht einen ſolchen . . .“ hier hielt Fauſch inne und beſann ſich —","norm":"„Einen Salis oder Planta mindestens hätte man an mich abordnen sollen,“ schrie er wütend, „nicht einen solchen . . .“ hier hielt Fausch inne und besann sich —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.776000022888184} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1153,"date":1876,"orig":"„Weinſchlauch! — dies iſt des denkwürdigen Dialogs beglaubigter Wortlaut,“ erſcholl es mit heller mächtiger Stimme von dem offenen Eingange her, der in dieſem Augenblicke durch eine große Geſtalt, welche auf die Schwelle trat, verdunkelt ward, und vor dem erſtaunt ſich umwendenden Bäcker ſtand ein Kriegsmann von gewaltiger Statur und herriſchem Blick.","norm":"„Weinschlauch! — dies ist des denkwürdigen Dialogs beglaubigter Wortlaut,“ erscholl es mit heller mächtiger Stimme von dem offenen Eingange her, der in diesem Augenblicke durch eine große Gestalt, welche auf die Schwelle trat, verdunkelt wurde, und vor dem erstaunt sich umwendenden Bäcker stand ein Kriegsmann von gewaltiger Statur und herrischem Blick.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815000057220459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1154,"date":1876,"orig":"„Sagte er wirklich ſo, Jürg?“ faßte ſich der betroffene Herr Lorenz; aber ſtatt ihm zu antworten neigte ſich der ſtattliche Fremde mit leichtem Anſtande gegen den jungen Offizier, der den Gruß militäriſch erwiedernd durch die freigewordene Thür hinaus in den Sonnenſchein eilte.","norm":"„Sagte er wirklich so, Jürg?“ fasste sich der betroffene Herr Lorenz; aber statt ihm zu antworten neigte sich der stattliche Fremde mit leichtem Anstande gegen den jungen Offizier, der den Gruß militärisch erwidernd durch die freigewordene Tür hinaus in den Sonnenschein eilte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6280999183654785} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1155,"date":1876,"orig":"Zweites Kapitel.","norm":"Zweites Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.237799882888794} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1156,"date":1876,"orig":"Der Kriegsmann ſchritt klirrend dem Hintergrunde des ſchmalen tiefen Gemaches zu, ſchnallte den Degen ab, legte ihn mit dem Federhute und den Handſchuhen auf einen leeren Sitz und warf ſich mit einer unmuthigen, harten Bewegung auf einen andern.","norm":"Der Kriegsmann schritt klirrend dem Hintergrunde des schmalen tiefen Gemaches zu, schnallte den Degen ab, legte ihn mit dem Federhute und den Handschuhen auf einen leeren Sitz und warf sich mit einer unmutigen, harten Bewegung auf einen anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.510499954223633} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1157,"date":1876,"orig":"Fauſch hatte gerade dieſen Gaſt heute am wenigſten erwartet, auch entging ihm der mit den übermüthigen Worten auf der Schwelle im Widerſpruch ſtehende Ausdruck des Kummers und der Abſpannung auf dem kühnen Geſichte nicht.","norm":"Fausch hatte gerade diesen Gast heute am wenigsten erwartet, auch entging ihm der mit den übermütigen Worten auf der Schwelle im Widerspruch stehende Ausdruck des Kummers und der Abspannung auf dem kühnen Gesichte nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037000179290771} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1158,"date":1876,"orig":"Nachdem er noch einen beſorgten Blick auf dieſes geworfen, ſchloß er behutſam die Thüre ſeines Schankes.","norm":"Nachdem er noch einen besorgten Blick auf dieses geworfen, schloss er behutsam die Türe seines Schankes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.085899829864502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1159,"date":1876,"orig":"Das ſchmale Gemach lag jetzt im Halbdunkel, nur durch ein hochgelegenes Rundfenſter über der Thür drang ein röthlicher, von goldnen Stäubchen durchſpielter Sonnenſtrahl in ſeine Tiefe und blitzte in den aufgereihten, fein geſchliffenen Kelchen und funkelte in dem Purpurweine, welchen Meiſter Lorenz dem in ſich Vertieften unaufgefordert vorgeſetzt hatte.","norm":"Das schmale Gemach lag jetzt im Halbdunkel, nur durch ein hochgelegenes Rundfenster über der Tür drang ein rötlicher, von goldenen Stäubchen durchspielte Sonnenstrahl in seine Tiefe und blitzte in den aufgereihten, fein geschliffenen Kelchen und funkelte in dem Purpurweine, welchen Meister Lorenz dem in sich Vertieften unaufgefordert vorgesetzt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.257400035858154} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1160,"date":1876,"orig":"Eine gute Weile noch ſchwieg dieſer, das Haupt auf den Arm geſtützt, während Fauſch die Hände auf die glänzende Marmorplatte ſtemmte und, einer Anrede gewärtig, nachdenklich vor ihm ſtand.","norm":"Eine gute Weile noch schwieg dieser, das Haupt auf den Arm gestützt, während Fausch die Hände auf die glänzende Marmorplatte stemmte und, einer Anrede gewärtig, nachdenklich vor ihm stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.355299949645996} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1161,"date":1876,"orig":"Endlich entrang ſich der Bruſt des Gaſtes ein ſchwerer Seufzer:","norm":"Endlich entrang sich der Brust des Gastes ein schwerer Seufzer:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.562399864196777} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1162,"date":1876,"orig":"„Ich bin ein Mann des Unglücks! ſprach er vor ſich hin.","norm":"„Ich bin ein Mann des Unglücks! sprach er vor sich hin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.124300003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1163,"date":1876,"orig":"Dann richtete er ſich mit einem trotzigen Rucke auf, als ob ihn ſein eigenes muthloſes Wort aus einem böſen Traume geweckt und ſeinen Stolz beſchämt hätte, heftete ſeine finſtern Augen feſt, aber voll inniger Freundlichkeit auf Meiſter Lorenz und begann:","norm":"Dann richtete er sich mit einem trotzigen Rucke auf, als ob ihn sein eigenes mutloses Wort aus einem bösen Traume geweckt und seinen Stolz beschämt hätte, heftete seine finsteren Augen fest, aber voll inniger Freundlichkeit auf Meister Lorenz und begann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.722300052642822} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1164,"date":1876,"orig":"„Du wunderſt Dich, Fauſch, mich hier in Venedig zu ſehen!","norm":"„Du wunderst Dich, Fausch, mich hier in Venedig zu sehen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.810299873352051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1165,"date":1876,"orig":"Du glaubteſt, ich hätte noch eine lange Arbeit in Dalmatien, aber ich bin zuletzt raſcher damit fertig geworden und unblutiger als ich ſelber es dachte.","norm":"Du glaubtest, ich hätte noch eine lange Arbeit in Dalmatien, aber ich bin zuletzt rascher damit fertig geworden und unblutiger als ich selber es dachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.599299907684326} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1166,"date":1876,"orig":"Die dalmatiſchen Räuber ſind zu Paaren getrieben und die Republik von San Marco kann mit mir zufrieden ſein.","norm":"Die dalmatischen Räuber sind zu Paaren getrieben und die Republik von San Marco kann mit mir zufrieden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053599834442139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1167,"date":1876,"orig":"Es war kein leichtes Spiel.","norm":"Es war kein leichtes Spiel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.156399965286255} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1168,"date":1876,"orig":"Bei Gott, ich kenne den Gebirgskrieg von der Heimat her, aber hätt' ich nicht Verräther unter ihnen gefunden, und ſie entzweit durch mancherlei Liſt und Vorſpiegelung, ich ſäße noch vor ihren Bergmauern drüben in Zara.","norm":"Bei Gott, ich kenne den Gebirgskrieg von der Heimat her, aber hätte ich nicht Verräter unter ihnen gefunden, und sie entzweit durch mancherlei List und Vorspiegelung, ich säße noch vor ihren Bergmauern drüben in Zara.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.431399822235107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1169,"date":1876,"orig":"Auch eine hübſche Beute habe ich gemacht und Dein Theil daran, Lorenz, iſt Dir wie immer gewiß.","norm":"Auch eine hübsche Beute habe ich gemacht und Dein Teil daran, Lorenz, ist Dir wie immer gewiss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.574999809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1170,"date":1876,"orig":"Ich bin nicht Jenatſch, wenn ich je vergeſſe, daß Du mich aus Deinem ſchmalen Erbe in den erſten Harniſch geſteckt und auf einen Kriegsgaul geſetzt haſt.“","norm":"Ich bin nicht Jenatsch, wenn ich je vergesse, dass Du mich aus Deinem schmalen Erbe in den ersten Harnisch gesteckt und auf einen Kriegsgaul gesetzt hast .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.673900127410889} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1171,"date":1876,"orig":"„Ein dankbares Gemüth iſt ein ebenſo ſchönes als ſeltenes Juwel“, ſagte Fauſch erfreut, „aber wo drückt Euch denn der Schuh, Hauptmann Jenatſch, wenn Ihr Ruhm und Beute vollauf zurückbringt?","norm":"„Ein dankbares Gemüt ist ein ebenso schönes als seltenes Juwel“, sagte Fausch erfreut, „aber wo drückt Euch denn der Schuh, Hauptmann Jenatsch, wenn Ihr Ruhm und Beute vollauf zurückbringt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.566199779510498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1172,"date":1876,"orig":"„Ich bin noch mit dem letzten Schritte in eine Falle meines tückiſchen Schickſals getreten“, verſetzte der Hauptmann, die Brauen ſchmerzlich zuſammen ziehend.","norm":"„Ich bin noch mit dem letzten Schritte in eine Falle meines tückischen Schicksals getreten“, versetzte der Hauptmann, die Brauen schmerzlich zusammen ziehend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.040599822998047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1173,"date":1876,"orig":"„Geſtern Mittag landete meine Brigantine an der Riva, ich meldete mich pflichtſchuldig bei dem Provveditore, der mich, da ich ſeine beſondere Gunſt nicht beſitze, ohne Weiteres zu meinem Regiment nach Padua beorderte.","norm":"„Gestern Mittag landete meine Brigantin an der Riva, ich meldete mich pflichtschuldig bei dem Provveditore, der mich, da ich seine besondere Gunst nicht besitze, ohne Weiteres zu meinem Regiment nach Padua beorderte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9946999549865723} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1174,"date":1876,"orig":"Dort langte ich bei einbrechender Nacht an und fand meinen Oberſten in einer Locanda eine halbe Meile vor dem Thore, aufgeregt von Becher und Würfel und in beſtialiſcher Laune.","norm":"Dort langte ich bei einbrechender Nacht an und fand meinen Obersten in einer Locanda eine halbe Meile vor dem Tore, aufgeregt von Becher und Würfel und in bestialischer Laune.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.563899993896484} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1175,"date":1876,"orig":"Er ſtand gerade mit roth glühendem Geſicht am Fenſter, um Luft zu ſchöpfen, als ich vorritt.","norm":"Er stand gerade mit rot glühendem Gesicht am Fenster, um Luft zu schöpfen, als ich vorritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.232200145721435} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1176,"date":1876,"orig":"„Prächtig!“ ſchrie er mich an, „da weht uns der Teufel noch ſein Schooßkind den Jenatſch her!","norm":"„Prächtig!“ schrie er mich an, „da weht uns der Teufel noch sein Schoßkind den Jenatsch her!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.652299880981445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1177,"date":1876,"orig":"Herauf, Hauptmann, mit Eurem vollen Beutel aus Dalmatien!“","norm":"Herauf, Hauptmann, mit Eurem vollen Beutel aus Dalmatien!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.785900115966797} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1178,"date":1876,"orig":"— Ich ſtieg ab und erſtattete Bericht, dann ſetzt' ich mich zur Geſellſchaft und wir ſpielten bis zum Morgenlicht.","norm":"— Ich stieg ab und erstattete Bericht, dann setzte ich mich zur Gesellschaft und wir spielten bis zum Morgenlicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.613500118255615} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1179,"date":1876,"orig":"Dabei verlor der Oberſt an mich etwas wie hundert Zechinen, doch verbiß er ſeinen Grimm und ohne Streit erreichten wir die Stadt.","norm":"Dabei verlor der Oberst an mich etwas wie hundert Zechinen, doch verbiss er seinen Grimm und ohne Streit erreichten wir die Stadt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.749199867248535} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1180,"date":1876,"orig":"Aber er ließ den Mißmuth an ſeinem feurigen Rappen aus und das ſchaumbedeckte Thier traf am Gemüſemarkt mit den fliegenden Hufen ein Bübchen, welches dem Schulmeiſter und der zur Frühmeſſe ziehenden Schule nachtrottelte.","norm":"Aber er ließ den Missmut an seinem feurigen Rappen aus und das schaumbedeckte Tier traf am Gemüsemarkt mit den fliegenden Hufen ein Bübchen, welches dem Schulmeister und der zur Frühmesse ziehenden Schule nachtrottelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.400499820709228} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1181,"date":1876,"orig":"Wir ſaßen beim Petrocchi ab und nahmen ein Frühſtück.","norm":"Wir saßen beim Petrocchi ab und nahmen ein Frühstück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508299827575684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1182,"date":1876,"orig":"Natürlich war bald auch der Schulmeiſter da mit einer feierlichen Jammermiene und forderte für das Schülerlein ein dem Edelmuth und dem hohen Stande des Herrn angemeſſenes Schmerzensgeld.","norm":"Natürlich war bald auch der Schulmeister da mit einer feierlichen Jammermiene und forderte für das Schülerlein ein dem Edelmut und dem hohen Stande des Herrn angemessenes Schmerzensgeld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.568600177764893} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1183,"date":1876,"orig":"Ruinell aber fuhr den armen Wicht ſo wüthend an, daß mich ein Mitleid überkam und ich mich dazwiſchen legte.","norm":"Ruinell aber fuhr den armen Wicht so wütend an, dass mich ein Mitleid überkam und ich mich dazwischen legte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.269400119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1184,"date":1876,"orig":"So empfing denn ich die volle Ladung und der Oberſt, der ſeiner Sinne nicht mehr mächtig war, vergaß ſich ſo weit, daß er mich am Wams packte und einen ſchurkiſchen Demokraten ſchalt, der mit dem paduaniſchen Lügenpöbel unter einer Decke ſtecke . . .“","norm":"So empfing denn ich die volle Ladung und der Oberst, der seiner Sinne nicht mehr mächtig war, vergaß sich so weit, dass er mich am Wams packte und einen schurkischen Demokraten schalt, der mit dem paduanischen Lügenpöbel unter einer Decke stecke . . .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.482500076293945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1185,"date":1876,"orig":"„Das biſt Du auch, herrlicher Jürg“, rief der Bäcker dazwiſchen, ſobald das Wort Demokrat ſein Ohr erreichte, denn dieſer Zauberformel hatte er nie widerſtehen können.","norm":"„Das bist Du auch, herrlicher Jürg“, rief der Bäcker dazwischen, sobald das Wort Demokrat sein Ohr erreichte, denn dieser Zauberformel hatte er nie widerstehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019700050354004} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1186,"date":1876,"orig":"„Das biſt Du auch!","norm":"„Das bist Du auch!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.848800182342529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1187,"date":1876,"orig":"Dein treues Gemüth hat es mit dem gedrückten Volke ſtets redlich gemeint!“","norm":"Dein treues Gemüt hat es mit dem gedrückten Volke stets redlich gemeint!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229899883270264} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1188,"date":1876,"orig":". . . . „Je gelaſſener ich mich vertheidigte, deſto unbändiger wurde der Raſende.","norm":". . . . „Je gelassener ich mich verteidigte, desto unbändiger wurde der Rasende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.917699813842773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1189,"date":1876,"orig":"„Der Degen ſoll entſcheiden, Hauptmann“, tobte er, „kommt mit mir vors nächſte Thor“.","norm":"„Der Degen soll entscheiden, Hauptmann“, tobte er, „kommt mit mir vors nächste Tor“.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.383999824523926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1190,"date":1876,"orig":"Ich beſchwor ihn, wenigſtens bis morgen davon abzuſtehen und mich nicht zu nöthigen gegen meinen Obern zu ziehen.","norm":"Ich beschwor ihn, wenigstens bis morgen davon abzustehen und mich nicht zu nötigen gegen meinen Oberen zu ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196199893951416} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1191,"date":1876,"orig":"Aber er bedeckte mich mit Schmähungen und nannte es eine Feigheit, wenn ich es nicht auf die Waffen ankommen laſſe.","norm":"Aber er bedeckte mich mit Schmähungen und nannte es eine Feigheit, wenn ich es nicht auf die Waffen ankommen lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.657599925994873} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1192,"date":1876,"orig":"Da endlich, um den ehrrührigen Aergerniß ein Ende zu machen, folgte ich ihm, ungern genug, auf den Wall hinter St. Juſtine.","norm":"Da endlich, um den ehrrührigen Ärgernis ein Ende zu machen, folgte ich ihm, ungern genug, auf den Wall hinter St. Justine.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.718100070953369} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1193,"date":1876,"orig":"Wir waren ſtattlich geleitet, auch vom Stadthauptmann und ſeinen Sbirren, tapfern Leuten, wie Du Dir's denken kannſt, Lorenz! die ſich mit vollkommener Rückſicht hüteten, in fremde Händel einzugreifen.","norm":"Wir waren stattlich geleitet, auch vom Stadthauptmann und seinen Sbirren, tapferen Leuten, wie Du Dir es denken kannst, Lorenz! die sich mit vollkommener Rücksicht hüteten, in fremde Händel einzugreifen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.701600074768066} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1194,"date":1876,"orig":"Draußen aber warf der Unſelige ſich meiner Klinge in ſo blindem Zorne entgegen, daß er ſich nach wenigen Gängen — — aufrannte.“","norm":"Draußen aber warf der Unselige sich meiner Klinge in so blindem Zorne entgegen, dass er sich nach wenigen Gängen — — aufrannte .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.210700035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1195,"date":1876,"orig":"„Brrr“, fuhr Fauſch zuſammen, obwohl er dieſen Schluß der Erzählung ahnungsvoll vorausgeſehen hatte.","norm":"„Brrr“, fuhr Fausch zusammen, obwohl er diesen Schluss der Erzählung ahnungsvoll vorausgesehen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.770599842071533} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1196,"date":1876,"orig":"Dann ſetzte er ſich hinter ſein Rechenbuch, das auf einem kleinen Pulte zwiſchen dem Tintenfaſſe und einem umfangreichen, bis auf eine kleine Neige geleerten Kelchglaſe lag und ſchlug bedächtig blätternd eine Seite desſelben auf, die den Namen: „Oberſt Jakob Ruinell“ als Ueberſchrift trug.","norm":"Dann setzte er sich hinter sein Rechenbuch, das auf einem kleinen Pulte zwischen dem Tintenfasse und einem umfangreichen, bis auf eine kleine Neige geleerten Kelchglase lag und schlug bedächtig blätternd eine Seite desselben auf, die den Namen: „Oberst Jakob Ruinell“ als Überschrift trug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.620299816131592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1197,"date":1876,"orig":"Sie war von oben bis unten mit langen Zahlenreihen bedeckt.","norm":"Sie war von oben bis unten mit langen Zahlenreihen bedeckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.113200187683105} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1198,"date":1876,"orig":"Er tunkte die Feder ein und zog zwei dicke Striche kreuzweis über das ganze Blatt.","norm":"Er tunkte die Feder ein und zog zwei dicke Striche kreuzweise über das ganze Blatt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.14870023727417} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1199,"date":1876,"orig":"Dann ſetzte er ein Kreuzchen auch neben den Namen und ſchrieb dazu: obiit diem supremum, ultimus suae gentis und das Datum.","norm":"Dann setzte er ein Kreuzchen auch neben den Namen und schrieb dazu: obiit diem supremum, ultimus suae gentis und das Datum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.333000183105469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1200,"date":1876,"orig":"„Requiescat in pace.","norm":"„Requiescat in pace.","lang_fastText":"ro","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"nl","lang_de":0,"norm_lmscore":4.094200134277344} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1201,"date":1876,"orig":"Seine Schuld ſei ihm erlaſſen“, ſagte er.","norm":"Seine Schuld sei ihm erlassen“, sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.185299873352051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1202,"date":1876,"orig":"„Man verſenkt den Letzten ſeines Geſchlechts mit Wappen und Helm.","norm":"„Mann versenkt den Letzten seines Geschlechts mit Wappen und Helm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.473700046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1203,"date":1876,"orig":"Ich begrabe mit dem Ruinell ſeine Rechnung.","norm":"Ich begrabe mit dem Ruinell seine Rechnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.372300148010254} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1204,"date":1876,"orig":"Bezahlen würde ſie mir doch niemand.“","norm":"Bezahlen würde sie mir doch niemand .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.115300178527832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1205,"date":1876,"orig":"„Nun ſchleppe ich auch das noch hinter mir her! ſeufzte der Andere.","norm":"„Nun schleppe ich auch das noch hinter mir her! seufzte der Andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.384699821472168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1206,"date":1876,"orig":"„Werdet Ihr Euch flüchten? fragte Fauſch.","norm":"„Werdet Ihr Euch flüchten? fragte Fausch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.086100101470947} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1207,"date":1876,"orig":"„Nein, ich gehe nicht aus Venedig, ich laſſe mich nicht vom Herzog Rohan hinwegreißen“, verſetzte Jenatſch leidenſchaftlich, „jetzt, da der Kampf zur Befreiung meines Vaterlandes wieder entbrennen ſoll“.","norm":"„Nein, ich gehe nicht aus Venedig, ich lasse mich nicht vom Herzog Rohan hinwegreißen“, versetzte Jenatsch leidenschaftlich, „jetzt, da der Kampf zur Befreiung meines Vaterlandes wieder entbrennen soll“.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.181600093841553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1208,"date":1876,"orig":"„Merkt wohl, Jenatſch“, ſagte Fauſch, den Zeigefinger an die Naſe legend, mit liſtigem Blicke, „der Provveditore hat Euch nicht umſonſt hinüber nach Dalmatien geſchickt.","norm":"„Merkt wohl, Jenatsch“, sagte Fausch, den Zeigefinger an die Nase legend, mit listigem Blicke, „der Provveditore hat Euch nicht umsonst hinüber nach Dalmatien geschickt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.131700038909912} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1209,"date":1876,"orig":"Sein Zweck iſt, Euch von Rohan fern zu halten.","norm":"Sein Zweck ist, Euch von Rohan fernzuhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.812400102615356} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1210,"date":1876,"orig":"Ahnt er doch, daß Euer gerades natürliches Weſen im Fluge das Vertrauen des edlen Herzogs gewänne, und daß Ihr in Bünden ſeine rechte Hand werden müßtet.","norm":"Ahnt er doch, dass Euer gerades natürliches Wesen im Fluge das Vertrauen des edlen Herzogs gewänne, und dass Ihr in Bünden seine rechte Hand werden müsstet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.475900173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1211,"date":1876,"orig":"Wegen Eurer ſchon im Jünglingsalter verrichteten demokratiſchen Großthaten ſeid Ihr dem weichlichen Venetianer verhaßt und erſcheint ihm gefährlich.“","norm":"Wegen Eurer schon im Jünglingsalter verrichteten demokratischen Großtaten seid Ihr dem weichlichen Venezianer verhasst und erscheint ihm gefährlich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100500106811523} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1212,"date":1876,"orig":"„Himmel und Hölle ſcheiden mich nicht von den Geſchicken meiner Heimat“, brauſte Jenatſch auf, „und dieſe liegen jetzt in den Händen des Herzogs!","norm":"„Himmel und Hölle scheiden mich nicht von den Geschicken meiner Heimat“, brauste Jenatsch auf, „und diese liegen jetzt in den Händen des Herzogs!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.901599884033203} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1213,"date":1876,"orig":"„Uebrigens“, fuhr er bitter lächelnd fort, hat ſich Grimani verrechnet.","norm":"„Übrigens“, fuhr er bitter lächelnd fort, hat sich Grimani verrechnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6479997634887695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1214,"date":1876,"orig":"Ich bin ſchon ſeit Monaten mit dem gelehrten Herzog in einem militäriſchen Briefwechſel; denn ich habe Ernſt gemacht aus dem Handwerke, Lorenz, das mir einſt die Noth der Zeit aufgedrungen, und von Bünden zeichnet niemand eine beſſere Karte als ich.“","norm":"Ich bin schon seit Monaten mit dem gelehrten Herzog in einem militärischen Briefwechsel; denn ich habe Ernst gemacht aus dem Handwerke, Lorenz, das mir einst die Not der Zeit aufgedrungen, und von Bünden zeichnet niemand eine bessere Karte als ich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3796000480651855} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1215,"date":1876,"orig":"„Gut“, ſagte Fauſch, „aber wie denkt Ihr Euch das Nächſte?","norm":"„Gut“, sagte Fausch, „aber wie denkt Ihr Euch das Nächste?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7866997718811035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1216,"date":1876,"orig":"Ihr habt nach venetianiſchem Kriegsgeſetze das Leben verwirkt, denn es verbietet bei Todesſtrafe ſich mit einem Vorgeſetzten zu ſchlagen.“","norm":"Ihr habt nach venezianischem Kriegsgesetze das Leben verwirkt, denn es verbietet bei Todesstrafe sich mit einem Vorgesetzten zu schlagen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.090099811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1217,"date":1876,"orig":"„Bah, es fehlt mir nicht an Zeugen, daß ich knapp nur mein Leben vertheidigt habe“, warf der Hauptmann hin.","norm":"„Bah, es fehlt mir nicht an Zeugen, dass ich knapp nur mein Leben verteidigt habe“, warf der Hauptmann hin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.911200046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1218,"date":1876,"orig":"„Grimani freilich haßt mich noch von Bünden her, — wo er früher, wie Du Dich wohl erinnerſt, venetianiſcher Geſandter war, — ſo gründlich, daß er den Anlaß willkommen hieße, mich in den Canal werfen zu laſſen.","norm":"„Grimani freilich hasst mich noch von Bünden her, — wo er früher, wie Du Dich wohl erinnerst, venezianischer Gesandter war, — so gründlich, dass er den Anlass willkommen hieße, mich in den Kanal werfen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.66949987411499} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1219,"date":1876,"orig":"Dieſe Luſt aber wird er ſich verſagen müſſen.","norm":"Diese Lust aber wird er sich versagen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992599964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1220,"date":1876,"orig":"Ich habe einen Vorſprung von mehreren Stunden.","norm":"Ich habe einen Vorsprung von mehreren Stunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.365499973297119} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1221,"date":1876,"orig":"Gleich nach dem Zweikampfe warf ich mich zu Pferde und eilte nach Meſtre zurück.","norm":"Gleich nach dem Zweikampfe warf ich mich zu Pferde und eilte nach Mestre zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.679800033569336} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1222,"date":1876,"orig":"Der amtliche Bericht an den Provveditore kann nicht vor Mittag in Venedig ankommen.","norm":"Der amtliche Bericht an den Provveditore kann nicht vor Mittag in Venedig ankommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105199813842773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1223,"date":1876,"orig":"Das kleine Geſchäft, das mich zu Dir führte, iſt gleich beendigt, dann fahre ich ohne Weiteres nach dem Palazzo des Herzogs am Canal grande.","norm":"Das kleine Geschäft, das mich zu Dir führte, ist gleich beendigt, dann fahre ich ohne Weiteres nach dem Palazzo des Herzogs am Kanal grande.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.776100158691406} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1224,"date":1876,"orig":"Ich weiß nicht, ob ich dort gerade willkommen ſein werde; aber Schutz und Sicherheit als ſeinem Gaſte verſagt mir der Herzog nicht.“","norm":"Ich weiß nicht, ob ich dort gerade willkommen sein werde; aber Schutz und Sicherheit als seinem Gaste versagt mir der Herzog nicht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.309899806976318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1225,"date":1876,"orig":"„Keinen Schritt aus meiner Bude, Jürg!“ eiferte Meiſter Lorenz.","norm":"„Keinen Schritt aus meiner Bude, Jürg!“ eiferte Meister Lorenz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.947800159454346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1226,"date":1876,"orig":"„Der Herzog wird in wenigen Augenblicken hier ſein.","norm":"„Der Herzog wird in wenigen Augenblicken hier sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.944000005722046} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1227,"date":1876,"orig":"Er will drüben bei den Frari den Tizian beſehen.","norm":"Er will drüben bei den Frari den Tizian besehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.232200145721435} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1228,"date":1876,"orig":"Das hat mir eben ſein Adjutant geſagt, der Wertmüller von Zürich, ein gebildeter Menſch, ein feiner Kopf; aber noch grün, grün!","norm":"Das hat mir eben sein Adjutant gesagt, der Wertmüller von Zürich, ein gebildeter Mensch, ein feiner Kopf; aber noch grün, grün!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.499800205230713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1229,"date":1876,"orig":"Er ſpricht häufig hier ein, um mit mir die öffentlichen Angelegenheiten zu verhandeln und ſich ein geſundes politiſches Urtheil zu bilden.“","norm":"Er spricht häufig hier ein, um mit mir die öffentlichen Angelegenheiten zu verhandeln und sich ein gesundes politisches Urteil zu bilden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686600208282471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1230,"date":1876,"orig":"— Inzwiſchen hatte er leiſe die Thür etwas geöffnet und ſein großes Geſicht lauſchend an die Spalte gelegt.","norm":"— Inzwischen hatte er leise die Tür etwas geöffnet und sein großes Gesicht lauschend an die Spalte gelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232699871063232} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1231,"date":1876,"orig":"„Sieh, ſieh,“ fuhr er fort, drüben ſetzen ſich die Bettler ſchon in Bewegung und bilden in rührenden Gruppen auf beiden Seiten Spalier.","norm":"„Sieh, sieh,“ fuhr er fort, drüben setzen sich die Bettler schon in Bewegung und bilden in rührenden Gruppen auf beiden Seiten Spalier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.279399871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1232,"date":1876,"orig":"Der Herzog iſt im Anzuge.","norm":"Der Herzog ist im Anzuge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.496600151062012} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1233,"date":1876,"orig":"Mit dieſen Worten ſtieß er beide Flügel weit auf.","norm":"Mit diesen Worten stieß er beide Flügel weit auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.59600019454956} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1234,"date":1876,"orig":"Der dunkle Steinrahmen der Thür umſchloß ein Bild voll Farbenglanz, Leben und Sonne.","norm":"Der dunkle Steinrahmen der Tür umschloss ein Bild voll Farbenglanz, Leben und Sonne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497300148010254} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1235,"date":1876,"orig":"Im Vordergrunde wurden eben an den Ringen der Landungstreppe zwei mit zierlichem Schnitzwerke und wallenden Federſträußen geſchmückte Gondeln befeſtigt.","norm":"Im Vordergrunde wurden eben an den Ringen der Landungstreppe zwei mit zierlichem Schnitzwerke und wallenden Federsträußen geschmückte Gondeln befestigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.847799777984619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1236,"date":1876,"orig":"Zwölf junge Gondoliere und Pagen in Roth und Gold, die Farben des Herzogs, gekleidet, blieben zur Hut der Fahrzeuge auf dem von der Mauer grün beſchatteten Canale zurück und kürzten ſich in den Gondeln mit allerlei Scherz und Neckerei die Zeit.","norm":"Zwölf junge Gondoliere und Pagen in Rot und Gold, die Farben des Herzogs, gekleidet, blieben zur Hut der Fahrzeuge auf dem von der Mauer grün beschatteten Canale zurück und kürzten sich in den Gondeln mit allerlei Scherz und Neckerei die Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763700008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1237,"date":1876,"orig":"Die Herrſchaften waren ausgeſtiegen und hatten ſich die Treppe hinauf nach dem hellen Platze vor der Kirche begeben.","norm":"Die Herrschaften waren ausgestiegen und hatten sich die Treppe hinauf nach dem hellen Platze vor der Kirche begeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.633999824523926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1238,"date":1876,"orig":"Hier ſtanden ſie noch, die Schönheit der Faſſade bewundernd und lebhaft beſprechend.","norm":"Hier standen sie noch, die Schönheit der Fassade bewundernd und lebhaft besprechend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.491799831390381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1239,"date":1876,"orig":"Leicht zu erkennen an ſeinem vornehmen hagern Wuchs und der würdevollen aber anmuthigen Haltung war der mit calviniſtiſcher Schlichtheit in dunkle Stoffe gekleidete Herzog.","norm":"Leicht zu erkennen an seinem vornehmen hagern Wuchs und der würdevollen aber anmutigen Haltung war der mit calvinistischer Schlichtheit in dunkle Stoffe gekleidete Herzog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007299900054932} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1240,"date":1876,"orig":"Die ſchlanke Dame, die er führte, war nach allen Seiten in beſtändiger Bewegung.","norm":"Die schlanke Dame, die er führte, war nach allen Seiten in beständiger Bewegung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.93339991569519} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1241,"date":1876,"orig":"Jetzt neigte ſie ſich gefällig einem kurzen unterſetzten Herrn zu, der ihr mit einiger Gravität die gothiſche Architektur des Doms zu erklären beſtrebt war.","norm":"Jetzt neigte sie sich gefällig einem kurzen untersetzten Herrn zu, der ihr mit einiger Gravität die gotische Architektur des Doms zu erklären bestrebt war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.310100078582764} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1242,"date":1876,"orig":"Ein Gefolge von jungen Edelleuten in militäriſcher Tracht hielt ſich in angemeſſener Entfernung und ſetzte mit franzöſiſcher Lebendigkeit eine Unterhaltung fort, in der offenbar die Maria glorioſa keine Rolle ſpielte.","norm":"Ein Gefolge von jungen Edelleuten in militärischer Tracht hielt sich in angemessener Entfernung und setzte mit französischer Lebendigkeit eine Unterhaltung fort, in der offenbar die Maria gloriose keine Rolle spielte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7241997718811035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1243,"date":1876,"orig":"In ihrer Mitte ſtolzirte der kleine kecke Wertmüller und ſchien, wie ein kampfluſtiger Sperling ſeinen Raub, eine Theſe gegen alle gewandten Angriffe ſeiner jugendlichen Genoſſen zu verfechten.","norm":"In ihrer Mitte stolzierte der kleine kecke Wertmüller und schien, wie ein kampflustiger Sperling seinen Raub, eine These gegen alle gewandten Angriffe seiner jugendlichen Genossen zu verfechten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083199977874756} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1244,"date":1876,"orig":"Jenatſch hatte ſich, die Pforte leer laſſend, mit Fauſch etwas in den Hintergrund des Gemaches geſtellt, doch dergeſtalt, daß ſein Auge den Platz beherrſchte, und blickte über des Bäckers Schulter mit geſpannter Aufmerkſamkeit auf die Gruppe.","norm":"Jenatsch hatte sich, die Pforte leer lassend, mit Fausch etwas in den Hintergrund des Gemaches gestellt, doch dergestalt, dass sein Auge den Platz beherrschte, und blickte über des Bäckers Schulter mit gespannter Aufmerksamkeit auf die Gruppe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.88670015335083} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1245,"date":1876,"orig":"Die Erſcheinung des Herzogs feſſelte ſeine ganze Seele.","norm":"Die Erscheinung des Herzogs fesselte seine ganze Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.023399829864502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1246,"date":1876,"orig":"Dies war wieder das ihm unvergeßlich eingeprägte blaſſe Antlitz, in welches er einmal vor langen Jahren am Comerſee geſchaut hatte.","norm":"Dies war wieder das ihm unvergesslich eingeprägte blasse Antlitz, in welches er einmal vor langen Jahren am Comersee geschaut hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2322998046875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1247,"date":1876,"orig":"In dieſem Augenblicke zeigte ihm der Herzog ſeine ſcharf gezeichneten Züge im Profil und der Ausdruck langgeübter Selbſtbeherrſchung und ſchmerzlicher Milde, der auf dem etwas gealterten geiſtvollen Geſichte unverkennbar vorherrſchte, überwältigte ſeltſamer Weiſe den Bündner wie mit der Macht einer erwachenden alten Liebe.","norm":"In diesem Augenblicke zeigte ihm der Herzog seine scharf gezeichneten Züge im Profil und der Ausdruck langgeübter Selbstbeherrschung und schmerzlicher milde, der auf dem etwas gealterten geistvollen Gesichte unverkennbar vorherrschte, überwältigte seltsamerweise den Bündner wie mit der Macht einer erwachenden alten Liebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797500133514404} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1248,"date":1876,"orig":"Dieſer Mann, der ihn magnetiſch anzog, der in der Stunde, die über ſein Leben entſchied, einen wunderbaren Einfluß auf ihn geübt, dieſer edle Menſch, an den er ſich immer noch in verborgener Weiſe gekettet fühlte, hier ſtand er vor ihm und erſchien ihm, als der beſtimmt ſei, in das Loos ſeiner Heimat entſcheidend einzugreifen.","norm":"Dieser Mann, der ihn magnetisch anzog, der in der Stunde, die über sein Leben entschied, einen wunderbaren Einfluss auf ihn geübt, dieser edle Mensch, an den er sich immer noch in verborgener Weise gekettet fühlte, hier stand er vor ihm und erschien ihm, als der bestimmt sei, in das Los seiner Heimat entscheidend einzugreifen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9800000190734863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1249,"date":1876,"orig":"Rohan hielt wieder die Urne des Schickſals in den Händen.","norm":"Rohan hielt wieder die Urne des Schicksals in den Händen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92080020904541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1250,"date":1876,"orig":"„Erkennſt Du in dem ſchneeweißen Rundkragen dort, dem anſehnlichen Herrn, der vor der Herzogin ſcharwenzelt, unſern alten Schulkameraden Waſer von Zürich?“ unterbrach Fauſch den ſtürmiſchen Gedankenflug des Hauptmanns.","norm":"„Erkennst Du in dem schneeweißen Rundkragen dort, dem ansehnlichen Herrn, der vor der Herzogin scharwenzelt, unseren alten Schulkameraden Wasser von Zürich?“ unterbrach Fausch den stürmischen Gedankenflug des Hauptmanns.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.084199905395508} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1251,"date":1876,"orig":"„Seine Manſchetten ſind ſo ſauber und ſchmuck wie vordem ſein Schulheft im Loch.“","norm":"„Seine Manschetten sind so sauber und schmuck wie vordem sein Schulheft im Loch .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.316800117492676} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1252,"date":1876,"orig":"„Richtig! dort ſteht Waſer! —","norm":"„Richtig! dort steht Wasser! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.277900218963623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1253,"date":1876,"orig":"Was ſucht der in Venedig?“ flüſterte Jenatſch.","norm":"Was sucht der in Venedig?“ flüsterte Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.583700180053711} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1254,"date":1876,"orig":"„Da hab' ich meine Vermuthungen. . . . Vielleicht hat Zürich irgend eine Rechnung für ſeine Compagnien im Dienſte von San Marco zu ordnen — das iſt aber nur Vorwand, ſicherlich — und der Fuchs dort hat wohl mehr mit dem franzöſiſchen Herzog als mit dem geflügelten Löwen zu thun.","norm":"„Da habe ich meine Vermutungen . . . . Vielleicht hat Zürich irgendeine Rechnung für seine Kompanien im Dienste von San Marco zu ordnen — das ist aber nur Vorwand, sicherlich — und der Fuchs dort hat wohl mehr mit dem französischen Herzog als mit dem geflügelten Löwen zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.639599800109863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1255,"date":1876,"orig":"Das franzöſiſche Heer, das der Herzog auf das Kriegstheater führen wird, ſammelt ſich, ſagt man, im Elſaß und er kann es nur über den Boden der proteſtantiſchen Kantone nach Bünden bringen.","norm":"Das französische Heer, das der Herzog auf das Kriegstheater führen wird, sammelt sich, sagt man, im Elsass und er kann es nur über den Boden der protestantischen Kantone nach Bünden bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.527100086212158} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1256,"date":1876,"orig":"Die Herren von Zürich aber berühmen ſich, ihre Neutralität zwiſchen Frankreich und Oeſterreich ſtreng und peinlich aufrecht zu halten.","norm":"Die Herren von Zürich aber berühmen sich, ihre Neutralität zwischen Frankreich und Österreich streng und peinlich aufrecht zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.711999893188477} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1257,"date":1876,"orig":". . . Nur durch einen unvorhergeſehenen raſchen Durchbruch könnte ſie vorübergehend perturbirt und die ſcharfſichtigſte Wachſamkeit betrogen werden.","norm":". . . Nur durch einen unvorhergesehenen raschen Durchbruch könnte sie vorübergehend perturbirt und die scharfsichtigste Wachsamkeit betrogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.455100059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1258,"date":1876,"orig":"Dieſes jeder Vorſicht der Zürcheriſchen Regenten ſpottende Ereigniß kartet ihr braver Kanzler dort mit dem Herzog ab“.","norm":"Dieses jeder Vorsicht der Zürcherischen Regenten spottende Ereignis kartet ihr braver Kanzler dort mit dem Herzog ab“.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.686800003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1259,"date":1876,"orig":"„Vortrefflich!“ ſagte Jenatſch, den Degen umſchnallend, aber nun zu unſerm Geſchäft!“","norm":"„Vortrefflich!“ sagte Jenatsch, den Degen umschnallend, aber nun zu unserem Geschäft!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486800193786621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1260,"date":1876,"orig":"Er zog Brieftaſche und Beutel hervor.","norm":"Er zog Brieftasche und Beutel hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031400203704834} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1261,"date":1876,"orig":"„Dieſe zweihundert Zechinen ſind Dein, Fauſch“, und er ſteckte ihm eine Rolle zu, „für Gaul und Harniſch.","norm":"„Diese zweihundert Zechinen sind Dein, Fausch“, und er steckte ihm eine Rolle zu, „für Gaul und Harnisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.596700191497803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1262,"date":1876,"orig":"Meine übrige dalmatiſche Beute — hier iſt ſie in Briefſchaften und Gold — bring mir bei dem Wechſler a Marca in Sicherheit.","norm":"Meine übrige dalmatische Beute — hier ist sie in Briefschaften und Gold — bringe mir bei dem Wechsler a Marca in Sicherheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.138299942016602} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1263,"date":1876,"orig":"Ich hoffe die Bleidächer zu vermeiden; aber es iſt gut auf Alles gefaßt zu ſein.","norm":"Ich hoffe die Bleidächer zu vermeiden; aber es ist gut auf alles gefasst zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811100006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1264,"date":1876,"orig":"Addio.“","norm":"Addio .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.497700214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1265,"date":1876,"orig":"Fauſch ergriff mit Wärme die dargebotene Hand und ſagte:","norm":"Fausch ergriff mit Wärme die dargebotene Hand und sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.647799968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1266,"date":1876,"orig":"„Lebe wohl Jürg, Du mein Stolz“.","norm":"„Lebe wohl Jürg, Du mein Stolz“.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.067100048065185} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1267,"date":1876,"orig":"Drittes Kapitel.","norm":"Drittes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.109499931335449} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1268,"date":1876,"orig":"Auch der Hauptmann trat durch die Pforte der Maria glorioſa.","norm":"Auch der Hauptmann trat durch die Pforte der Maria gloriose.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.549799919128418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1269,"date":1876,"orig":"Er ſah ſich mit einem ſchnellen Blicke um, und wandte ſich dann unbemerkt links unter die hohen Bogen des Seitenſchiffs, in deſſen Mitte die Geſellſchaft des Herzogs ein Altarblatt betrachtete.","norm":"Er sah sich mit einem schnellen Blicke um, und wandte sich dann unbemerkt links unter die hohen Bogen des Seitenschiffs, in dessen Mitte die Gesellschaft des Herzogs ein Altarblatt betrachtete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145599842071533} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1270,"date":1876,"orig":"Langſam vorſchreitend näherte er ſich der Gruppe.","norm":"Langsam vorschreitend näherte er sich der Gruppe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.99559998512268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1271,"date":1876,"orig":"Der Herzog ſchien gedankenvoll in das Bild vertieft, während ihm ſeine Gemahlin mit entzückten Geberden und einem Strome von Worten ihre Bewunderung des von ihr bis jetzt ungenoſſen gebliebenen Meiſterwerks ausdrückte.","norm":"Der Herzog schien gedankenvoll in das Bild vertieft, während ihm seine Gemahlin mit entzückten Gebärden und einem Strome von Worten ihre Bewunderung des von ihr bis jetzt ungenossen gebliebenen Meisterwerks ausdrückte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.477700233459473} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1272,"date":1876,"orig":"— Einen Schritt abſeits ließ ſich Herr Waſer von dem hinter ihm ſtehenden Küſter mit leiſer Stimme die verſchiedenen Figuren des Bildes erklären und ſchrieb deren Namen in feiner Schrift über die Köpfe einer in Kupfer geſtochenen winzigen Kopie, die er aus ſeiner Brieftaſche gezogen hatte.","norm":"— Einen Schritt abseits ließ sich Herr Wasser von dem hinter ihm stehenden Küster mit leiser Stimme die verschiedenen Figuren des Bildes erklären und schrieb deren Namen in feiner Schrift über die Köpfe einer in Kupfer gestochenen winzigen Kopie, die er aus seiner Brieftasche gezogen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.603600025177002} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1273,"date":1876,"orig":"„Die edle Familie Peſaro,“ erläuterte in gedämpftem ſingenden Tone der Küſter, während um ſeine Füße ſchmeichelnd ein weißes Lieblingskätzchen ſtrich, das, ebenſo heimiſch im Dom wie ſein Meiſter und ebenſo ſcheinheilig wie er, ihm auf Schritt und Tritt folgte, „die edle Familie Peſaro, der allerheiligſten Madonna vorgeſtellt durch die Schutzpatrone St. Franziskus, St. Petrus und St. Georg. —“","norm":"„Die edle Familie Pesaro,“ erläuterte in gedämpftem singenden Tone der Küster, während um seine Füße schmeichelnd ein weißes Lieblingskätzchen strich, das, ebenso heimisch im Dom wie sein Meister und ebenso scheinheilig wie er, ihm auf Schritt und Tritt folgte, „die edle Familie Pesaro, der allerheiligsten Madonna vorgestellt durch die Schutzpatrone St. Franziskus, St. Petrus und St. Georg . —“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.15939998626709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1274,"date":1876,"orig":"Hier verbeugte er ſich gegen die Heiligen und machte eine ehrerbietige Pauſe.","norm":"Hier verbeugte er sich gegen die Heiligen und machte eine ehrerbietige Pause.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.529099941253662} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1275,"date":1876,"orig":"Dann bat er im Flüſtertone, auf das dem Beſchauer zugewandte lieblich blaſſe Köpfchen der jüngſten, höchſtens zwölfjährigen Peſaro hinweiſend, den aufmerkſamen Herrn Waſer, eine wunderſame Eigenſchaft ihrer durchſichtigen braunen Augen nicht außer Acht zu laſſen.","norm":"Dann bat er im Flüstertone, auf das dem Beschauer zugewandte lieblich blasse Köpfchen der jüngsten, höchstens zwölfjährigen Pesaro hinweisend, den aufmerksamen Herrn Wasser, eine wundersame Eigenschaft ihrer durchsichtigen braunen Augen nicht außer Acht zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.728400230407715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1276,"date":1876,"orig":"„...","norm":"„...","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":8.127799987792969} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1277,"date":1876,"orig":"Dieſe zaubervollen Blicke, Herr, richten ſich unverwandt auf mich, von woher ich immer das ſüße kleine Fräulein beſchaue.","norm":"Diese zaubervollen Blicke, Herr, richten sich unverwandt auf mich, von woher ich immer das süße kleine Fräulein beschaue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087299823760986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1278,"date":1876,"orig":"Sie begrüßen mich, wenn ich zum Altar trete, und wohin ich immer geſchäftig mich wende, die leuchtenden Sterne verlaſſen mich niemals“.","norm":"Sie begrüßen mich, wenn ich zum Altar trete, und wohin ich immer geschäftig mich wende, die leuchtenden Sterne verlassen mich niemals“.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934500217437744} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1279,"date":1876,"orig":"Während Herr Waſer ſeine Stellung zu wiederholten Malen wechſelte, begierig zu erfahren, ob ſich dieſe Behauptung auch zu ſeinen Gunſten erprobe, wurde das Intereſſe der jungen Edelleute, welche ſich, um die Herzogin ungeſtört ihrem Kunſtgenuße zu überlaſſen, etwas im Hintergrunde hielten, durch ein anderes Augenſpiel angezogen.","norm":"Während Herr Wasser seine Stellung zu wiederholten Malen wechselte, begierig zu erfahren, ob sich diese Behauptung auch zu seinen Gunsten erprobe, wurde das Interesse der jungen Edelleute, welche sich, um die Herzogin ungestört ihrem Kunstgenusse zu überlassen, etwas im Hintergrunde hielten, durch ein anderes Augenspiel angezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.556099891662598} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1280,"date":1876,"orig":"Die Blicke, die ſie feſſelten, waren nicht die wunderbaren des von Tizian gemalten Kindes, auch durfte der Küſter ſich nicht erſt bemühen, ſie auf dieſen natürlichen Zauber aufmerkſam zu machen.","norm":"Die Blicke, die sie fesselten, waren nicht die wunderbaren des von Tizian gemalten Kindes, auch durfte der Küster sich nicht erst bemühen, sie auf diesen natürlichen Zauber aufmerksam zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.115499973297119} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1281,"date":1876,"orig":"Am Fuße des nächſten Pfeilers knieten ein paar Venetianerinnen.","norm":"Am Fuße des nächsten Pfeilers knieten ein paar Venetianerinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4552998542785645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1282,"date":1876,"orig":"Jugendlich weiche Geſtalten!","norm":"Jugendlich weiche Gestalten!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.274200439453125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1283,"date":1876,"orig":"Durch die das Angeſicht verhüllenden ſchwarzen Spitzenſchleier ſchienen ſchwärzere Brauen und Wimpern und flogen Blicke, deren ſchmachtendes Feuer zwiſchen der Himmelskönigin und ihren kriegeriſchen Beſchauern ſich theilten.","norm":"Durch die das Angesicht verhüllenden schwarzen Spitzenschleier schienen schwärzere Brauen und Wimpern und flogen Blicke, deren schmachtendes Feuer zwischen der Himmelskönigin und ihren kriegerischen Beschauern sich teilten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.796599864959717} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1284,"date":1876,"orig":"Nicht zu Ungunſten der Letztern, die ihrerſeits den Dank nicht ſchuldig blieben.","norm":"Nicht zu Ungunsten der Letzteren, die ihrerseits den Dank nicht schuldig blieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.112299919128418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1285,"date":1876,"orig":"„Wie ſchön wäre dieſe Gruppe,“ ſagte jetzt die ebenſo kunſtbegeiſterte als gut proteſtantiſche Herzogin, indem ſie den Arm erhob und mit dem geöffneten Fächer die Madonna mit den drei Heiligen ihrem Blicke verdeckte.","norm":"„Wie schön wäre diese Gruppe,“ sagte jetzt die ebenso kunstbegeisterte als gut protestantische Herzogin, indem sie den Arm erhob und mit dem geöffneten Fächer die Madonna mit den drei Heiligen ihrem Blicke verdeckte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807700157165527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1286,"date":1876,"orig":"„Wie ſchön wäre dieſe Gruppe, wenn die gottesfürchtige Familie ihre Andacht ohne die Vermittlung dieſes obern Hofſtaates vor den Thron des Unſichtbaren brächte!“","norm":"„Wie schön wäre diese Gruppe, wenn die gottesfürchtige Familie ihre Andacht ohne die Vermittlung dieses oberen Hofstaates vor den Thron des Unsichtbaren brächte!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.240900039672852} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1287,"date":1876,"orig":"„Ihr ſprecht als gute Proteſtantin,“ lächelte der Herzog, „aber ich fürchte, Meiſter Tiziano wäre nicht mit Euch zufrieden.","norm":"„Ihr sprecht als gute Protestantin,“ lächelte der Herzog, „aber ich fürchte, Meister Tiziano wäre nicht mit Euch zufrieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.34600019454956} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1288,"date":1876,"orig":"Ihr müßtet ſchließlich über die ganze heilige Kunſt den Stab brechen; denn unſer Himmel und was darinnen iſt läßt ſich nicht mit Linien und Farben darſtellen.“","norm":"Ihr müsstet schließlich über die ganze heilige Kunst den Stab brechen; denn unser Himmel und was darinnen ist lässt sich nicht mit Linien und Farben darstellen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.903500080108643} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1289,"date":1876,"orig":"Bei den Worten der Herzogin wagte es der kleine Wertmüller hinter dem Rücken der Dame ſeinem Landsmanne Waſer einen ſpöttiſchen Blick zuzuwerfen, worüber dieſer in Entſetzen gerathen wäre, wenn nicht Beide nun plötzlich den Fremden wahrgenommen hätten, welchem Wertmüller ſchon eine Stunde früher auf der Schwelle des Zuckerbäckers begegnet war.","norm":"Bei den Worten der Herzogin wagte es der kleine Wertmüller hinter dem Rücken der Dame seinem Landsmanne Wasser einen spöttischen Blick zuzuwerfen, worüber dieser in Entsetzen geraten wäre, wenn nicht beide nun plötzlich den Fremden wahrgenommen hätten, welchem Wertmüller schon eine Stunde früher auf der Schwelle des Zuckerbäckers begegnet war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.541399955749512} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1290,"date":1876,"orig":"„Für den heiligen Georg, gnädigſte Frau, muß ich ein Wort einlegen,“ ſagte jetzt, aus dem Schatten tretend und vor der Herzogin ſich verbeugend, Hauptmann Jenatſch.","norm":"„Für den heiligen Georg, gnädigste Frau, muss ich ein Wort einlegen,“ sagte jetzt, aus dem Schatten tretend und vor der Herzogin sich verbeugend, Hauptmann Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585999965667725} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1291,"date":1876,"orig":"„Ich bin ein erprobter Proteſtant; wenigſtens habe ich für die reine Lehre geblutet; doch zu St. Jürg, meinem Namenspatron, halt' ich jeweilen Andacht.","norm":"„Ich bin ein erprobter Protestant; wenigstens habe ich für die reine Lehre geblutet; doch zu St. Jürg, meinem Namenspatron, halte ich jeweilen Andacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.306900024414062} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1292,"date":1876,"orig":"Der heilige Drachentödter befreite vor Zeiten mit ſeiner tapfern Lanze das kappadociſche Königstöchterlein.","norm":"Der heilige Drachentöter befreite vor Zeiten mit seiner tapferen Lanze das kappadozische Königstöchterlein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.76990008354187} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1293,"date":1876,"orig":"Ich aber weiß ein viel beklagenswertheres Weib, das an den ſtarren Felſen geſchmiedet und von den Krallen eines feuerſpeienden Drachen zerfleiſcht, den vom Himmel geſandten Retter mit Sehnſucht erwartet.","norm":"Ich aber weiß ein viel beklagenswerteres Weib, das an den starren Felsen geschmiedet und von den Krallen eines feuerspeienden Drachen zerfleischt, den vom Himmel gesandten Retter mit Sehnsucht erwartet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.004199981689453} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1294,"date":1876,"orig":"Die edle Magd, ſie iſt mein armes Vaterland, die Republik der drei Bünde; der ſie aber aus den Klauen des ſpaniſchen Lindwurms reißen wird, ihr ſiegreicher St. Georg, ſteht leibhaftig vor mir.“","norm":"Die edle Magd, sie ist mein armes Vaterland, die Republik der drei Bünde; der sie aber aus den Klauen des spanischen Lindwurms reißen wird, ihr siegreicher St. Georg, steht leibhaftig vor mir .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.292200088500977} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1295,"date":1876,"orig":"„Ihr ſeid ein Bündner?“ ſagte der Herzog, angenehmer berührt durch die hinreißende Wärme des Redenden als durch die ſtark aufgetragene Schmeichelei, die der Herzogin ein gewogenes Lächeln entlockt hatte.","norm":"„Ihr seid ein Bündner?“ sagte der Herzog, angenehmer berührt durch die hinreißende Wärme des Redenden als durch die stark aufgetragene Schmeichelei, die der Herzogin ein gewogenes Lächeln entlockt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.206699848175049} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1296,"date":1876,"orig":"„Irr' ich mich, oder ſeid Ihr der Hauptmann Georg Jenatſch?“","norm":"„Irre' ich mich, oder seid Ihr der Hauptmann Georg Jenatsch?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357500076293945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1297,"date":1876,"orig":"Dieſer verneigte ſich bejahend.","norm":"Dieser verneigte sich bejahend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.155900001525879} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1298,"date":1876,"orig":"„Ihr habt aus Zara an mich geſchrieben,“ fuhr der Herzog fort.","norm":"„Ihr habt aus Zara an mich geschrieben,“ fuhr der Herzog fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.420499801635742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1299,"date":1876,"orig":"„Aus den Antworten meines Adjutanten Wertmüller,“ und er ſtellte dem Hauptmann den ſchmächtigen Zürcher vor, der des Bündners Auftreten nicht ohne Mißtrauen ſcharf beobachtet hatte und bei der Nennung ſeines Namens nun hinzutrat, „aus Wertmüllers Antworten habt Ihr erſehen, daß Eure Mittheilungen über die Zuſtände Eures Vaterlandes mir alle Beachtung zu verdienen ſcheinen und die beigelegten Karten mir von Nutzen waren.","norm":"„Aus den Antworten meines Adjutanten Wertmüller,“ und er stellte dem Hauptmann den schmächtigen Zürcher vor, der des Bündners Auftreten nicht ohne Misstrauen scharf beobachtet hatte und bei der Nennung seines Namens nun hinzutrat, „aus Wertmüllers Antworten habt Ihr ersehen, dass Eure Mitteilungen über die Zustände Eures Vaterlandes mir alle Beachtung zu verdienen scheinen und die beigelegten Karten mir von Nutzen waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.89139986038208} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1300,"date":1876,"orig":"Wäre meine Zeit durch die Vorbereitung des Feldzuges nicht vollſtändig aufgezehrt, ſo hätt' ich mir nicht verſagt, Euch perſönlich meine Zuſtimmung in den meiſten Fällen, in andern meine Zweifel und Einwürfe mitzutheilen.","norm":"Wäre meine Zeit durch die Vorbereitung des Feldzuges nicht vollständig aufgezehrt, so hätte ich mir nicht versagt, Euch persönlich meine Zustimmung in den meisten Fällen, in anderen meine Zweifel und Einwürfe mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1940999031066895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1301,"date":1876,"orig":"Um ſo willkommener iſt mir nun Eure Gegenwart in Venedig.","norm":"Um so willkommener ist mir nun Eure Gegenwart in Venedig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.384900093078613} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1302,"date":1876,"orig":"Mehr als einmal, ſeit ich in brieflichen Verkehr mit Euch getreten, hab' ich mich bei meinem Freunde, dem Provveditore Grimani um Eure Rückberufung aus Dalmatien verwendet.","norm":"Mehr als einmal, seit ich in brieflichen Verkehr mit Euch getreten, habe ich mich bei meinem Freunde, dem Provveditore Grimani um Eure Rückberufung aus Dalmatien verwendet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.182799816131592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1303,"date":1876,"orig":"Immer vergeblich.","norm":"Immer vergeblich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.789100170135498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1304,"date":1876,"orig":"Ich erhielt die Antwort, Ihr wäret dort unentbehrlich.","norm":"Ich erhielt die Antwort, Ihr wäret dort unentbehrlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.188199996948242} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1305,"date":1876,"orig":"Eure Gegenwart überraſcht mich.","norm":"Eure Gegenwart überrascht mich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.683300018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1306,"date":1876,"orig":"Was iſt der Grund Eurer beſchleunigten Rückkehr?“","norm":"Was ist der Grund Eurer beschleunigten Rückkehr?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.367800235748291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1307,"date":1876,"orig":"„Größtentheils mein glühender Wunſch, Euch zu ſehen, erlauchter Herr, und mein Eifer Euch zu dienen, ſagte Jenatſch.","norm":"„größtenteils mein glühender Wunsch, Euch zu sehen, erlauchter Herr, und mein Eifer Euch zu dienen, sagte Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3024001121521} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1308,"date":1876,"orig":"„Dies Verlangen ſtärkte meine Erfindungskraft und ließ mich zur Erreichung des Ziels die kühnſten Mittel ergreifen.","norm":"„Dies Verlangen stärkte meine Erfindungskraft und ließ mich zur Erreichung des Ziels die kühnsten Mittel ergreifen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320300102233887} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1309,"date":1876,"orig":"Meine Aufgabe in Zara iſt gelöſt, und wenn ich nach Venedig zurückeilte, bevor der Provveditore mir eine neue Herkulesarbeit auf irgend einer fernen Inſel ausſann, ſo wird es Euch leicht werden, wofern Ihr mir geneigt ſeid, dieſe Dienſtunregelmäßigkeit in ein günſtiges — in ihr wahres Licht zu ſtellen und bei meinem Vorgeſetzten zu entſchuldigen.“","norm":"Meine Aufgabe in Zara ist gelöst, und wenn ich nach Venedig zurückeilte, bevor der Provveditore mir eine neue Herkulesarbeit auf irgendeiner fernen Insel aussann, so wird es Euch leicht werden, sofern Ihr mir geneigt seid, diese Dienstunregelmäßigkeit in ein günstiges — in ihr wahres Licht zu stellen und bei meinem Vorgesetzten zu entschuldigen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763400077819824} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1310,"date":1876,"orig":"Der forſchende Blick des Herzogs verſenkte ſich eine Weile in das feurige Geſicht des Bündners, das für ihn mit irgend einer fernen Erinnerung zuſammenhing; doch dieſer Blick wurde immer wohlwollender, beſtochen durch die innige Bitte der finſter beſchatteten Augen.","norm":"Der forschende Blick des Herzogs versenkte sich eine Weile in das feurige Gesicht des Bündners, das für ihn mit irgendeiner fernen Erinnerung zusammenhing; doch dieser Blick wurde immer wohlwollender, bestochen durch die innige Bitte der finster beschatteten Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.676300048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1311,"date":1876,"orig":"Während dieſes Geſprächs hatte ſich die Geſellſchaft dem Ausgange zubewegt.","norm":"Während dieses Gesprächs hatte sich die Gesellschaft dem Ausgange zubewegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.357600212097168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1312,"date":1876,"orig":"Der Küſter hob den ſchweren Damaſtvorhang der Pforte und empfing mit devoten Bücklingen das Goldſtück des Herzogs und die ſorgfältig in ein Papier gewickelte Gabe des Herrn Waſer.","norm":"Der Küster hob den schweren Damastvorhang der Pforte und empfing mit devoten Bücklingen das Goldstück des Herzogs und die sorgfältig in ein Papier gewickelte Gabe des Herrn Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811100006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1313,"date":1876,"orig":"„Ein gutes Wort bei Grimani für Euch einzulegen, Signor Jenatſch, das werd' ich mir noch heute angelegen ſein laſſen,“ ſprach der Herzog, als ſie draußen in der ſonnigen Luft ſtanden.","norm":"„Ein gutes Wort bei Grimani für Euch einzulegen, Signor Jenatsch, das werde ich mir noch heute angelegen sein lassen,“ sprach der Herzog, als sie draußen in der sonnigen Luft standen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5065999031066895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1314,"date":1876,"orig":"„ Er ſpeiſt bei mir.","norm":"„Er speist bei mir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"is","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.792099952697754} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1315,"date":1876,"orig":"Dieſen Abend, nachdem Ihr mir Zeit gelaſſen habt, ihn zu Euren Gunſten zu ſtimmen, ſtellt Euch bei mir ein, ich habe dann Muße, mich mit Euch über Eure Angelegenheiten zu unterhalten.","norm":"Diesen Abend, nachdem Ihr mir Zeit gelassen habt, ihn zu Euren Gunsten zu stimmen, stellt Euch bei mir ein, ich habe dann Muße, mich mit Euch über Eure Angelegenheiten zu unterhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.748699903488159} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1316,"date":1876,"orig":"Die Intereſſen Eures Vaterlandes ſind auch die meinigen.","norm":"Die Interessen Eures Vaterlandes sind auch die meinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9193999767303462} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1317,"date":1876,"orig":"Ich erwarte Euch zu früher Abendſtunde in meiner Wohnung am Canal grande.","norm":"Ich erwarte Euch zu früher Abendstunde in meiner Wohnung am Kanal grande.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.123799800872803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1318,"date":1876,"orig":"— Wertmüller,“ rief er, „bis dahin begleitet den Hauptmann.","norm":"— Wertmüller,“ rief er, „bis dahin begleitet den Hauptmann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.611599922180176} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1319,"date":1876,"orig":"Ihr haftet mit Eurer Liebenswürdigkeit dafür, daß mein Gaſt nicht anderwärts in dem verlockenden Venedig gefeſſelt wird.","norm":"Ihr haftet mit Eurer Liebenswürdigkeit dafür, dass mein Gast nicht anderwärts in dem verlockenden Venedig gefesselt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.718200206756592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1320,"date":1876,"orig":"Unterhaltet ihn geiſtreich, bewirthet ihn ſtandesgemäß und bringt mir ihn pünktlich.“","norm":"Unterhaltet ihn geistreich, bewirtet ihn standesgemäß und bringt mir ihn pünktlich .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.471199989318848} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1321,"date":1876,"orig":"Die Herzogin war ſchon huldvoll grüßend in eine der harrenden Gondeln getreten.","norm":"Die Herzogin war schon huldvoll grüßend in eine der harrenden Gondeln getreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.628799915313721} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1322,"date":1876,"orig":"Nun ſchied auch der Herzog und nur Waſer, welcher mit einigen Herren des Gefolges die zweite zu benutzen Willens war, blieb noch einen Augenblick zurück.","norm":"Nun schied auch der Herzog und nur Wasser, welcher mit einigen Herren des Gefolges die zweite zu benutzen Willens war, blieb noch einen Augenblick zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.733099937438965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1323,"date":1876,"orig":"Er hatte die Unterredung des Herzogs mit ſeinem Jugendgenoſſen, den er eine Reihe von Jahren aus den Augen verloren, nicht ſtören wollen.","norm":"Er hatte die Unterredung des Herzogs mit seinem Jugendgenossen, den er eine Reihe von Jahren aus den Augen verloren, nicht stören wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.836199998855591} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1324,"date":1876,"orig":"Auch hatte er nicht ungern die Erkennungsſcene um einen Moment hinausgeſchoben, den er benutzte, um ſich in Jürgs gegenwärtiger Geſtalt zurecht zu finden.","norm":"Auch hatte er nicht ungern die Erkennungsscene um einen Moment hinausgeschoben, den er benutzte, um sich in Jürgs gegenwärtiger Gestalt zurechtzufinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6975998878479} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1325,"date":1876,"orig":"Seit jenem hoffnungsloſen Abſchied in Zürich waren nur zufällige und verworrene Nachrichten von Jenatſch und deſſen Schickſalen in verſchiedenen proteſtantiſchen Heeren an ſein Ohr gelangt; und im Laufe der Zeit hatte ſich Jürgs Bild in Waſers Seele zu einer unbeſtimmten und räthſelhaften Traumfigur verzogen. —","norm":"Seit jenem hoffnungslosen Abschied in Zürich waren nur zufällige und verworrene Nachrichten von Jenatsch und dessen Schicksalen in verschiedenen protestantischen Heeren an sein Ohr gelangt; und im Laufe der Zeit hatte sich Jürgs Bild in Wassers Seele zu einer unbestimmten und rätselhaften Traumfigur verzogen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098400115966797} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1326,"date":1876,"orig":"So drückte er ihm denn freundſchaftlich, aber etwas förmlich und verlegen die Hand und beſchränkte ſich darauf, angelegentlich nach ſeinem gegenwärtigen Befinden und jetzigen Range ſich zu erkundigen.","norm":"So drückte er ihm denn freundschaftlich, aber etwas förmlich und verlegen die Hand und beschränkte sich darauf, angelegentlich nach seinem gegenwärtigen Befinden und jetzigen Range sich zu erkundigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1327,"date":1876,"orig":"Dann beſtieg auch er die Gondel und die beiden Offiziere ſtanden ſich auf dem Campo dei Frari allein gegenüber.","norm":"Dann bestieg auch er die Gondel und die beiden Offiziere standen sich auf dem Campo dei Frari allein gegenüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.03350019454956} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1328,"date":1876,"orig":"„Wenn es Euch genehm iſt, Herr Hauptmann, begann Wertmüller, „erfülle ich von meinen drei Aufträgen den mittleren zuerſt und führe Euch auf den Markusplatz in das von mir erprobte und gutgeheißene Gaſthaus zu den Spiegeln.","norm":"„Wenn es Euch genehm ist, Herr Hauptmann, begann Wertmüller, „erfülle ich von meinen drei Aufträgen den mittleren zuerst und führe Euch auf den Markusplatz in das von mir erprobte und gutgeheißene Gasthaus zu den Spiegeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6219000816345215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1329,"date":1876,"orig":"Hernach luſtwandeln wir ein Stündchen in den Arkaden unter den venetianiſchen Schönheiten.","norm":"Hernach lustwandeln wir ein Stündchen in den Arkaden unter den venezianischen Schönheiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.53849983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1330,"date":1876,"orig":"Erfreut ſich dieſes Programm der Zuſtimmung des Herrn Kameraden?“","norm":"Erfreut sich dieses Programm der Zustimmung des Herrn Kameraden?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.809899806976318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1331,"date":1876,"orig":"Der ſtreng wiſſenſchaftlich geſchulte, ehrſüchtige Wertmüller glaubte ſich die vertrauliche Anrede dem älteren, aber in regelloſer Laufbahn vorgedrungenen Kriegsmanne gegenüber erlauben zu dürfen.","norm":"Der streng wissenschaftlich geschulte, ehrsüchtige Wertmüller glaubte sich die vertrauliche Anrede dem älteren, aber in regelloser Laufbahn vorgedrungenen Kriegsmanne gegenüber erlauben zu dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.348700046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1332,"date":1876,"orig":"„Wie Ihr meint, Wertmüller,“ ſagte Jenatſch anſcheinend mit heiterer Einwilligung, „doch ſchlag' ich zuerſt noch eine kleine Spazierfahrt vor, — nach Murano?“","norm":"„Wie Ihr meint, Wertmüller,“ sagte Jenatsch anscheinend mit heiterer Einwilligung, „doch Schlag' ich zuerst noch eine kleine Spazierfahrt vor, — nach Murano?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.912199974060059} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1333,"date":1876,"orig":"Dieſe laut mit fröhlicher Stimme geſprochenen Worte wurden augenblicklich von zwei Gondolieren aufgefangen, die im Vorüberfahren die beiden Offiziere auf dem Campo erblickt und an der Landungstreppe auf die glänzende Beute gelauert hatten.","norm":"Diese laut mit fröhlicher Stimme gesprochenen Worte wurden augenblicklich von zwei Gondoliere aufgefangen, die im Vorüberfahren die beiden Offiziere auf dem Campo erblickt und an der Landungstreppe auf die glänzende Beute gelauert hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.283899784088135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1334,"date":1876,"orig":"Schon hatten ſie ihr leichtes offenes Fahrzeug von der Mauer gelöſt und die Ruder ergriffen.","norm":"Schon hatten sie ihr leichtes offenes Fahrzeug von der Mauer gelöst und die Ruder ergriffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.798999786376953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1335,"date":1876,"orig":"Der Hauptmann ſprang raſch in die Gondel und Wertmüller folgte.","norm":"Der Hauptmann sprang rasch in die Gondel und Wertmüller folgte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8892998695373535} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1336,"date":1876,"orig":"Viertes Kapitel.","norm":"Viertes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.936999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1337,"date":1876,"orig":"Der Auftrag des Herzogs war der unruhigen Neugier des jungen Zürchers in hohem Grade willkommen.","norm":"Der Auftrag des Herzogs war der unruhigen Neugier des jungen Zürchers in hohem Grade willkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.61299991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1338,"date":1876,"orig":"In ſeiner Heimat hatte er vordem den bündneriſchen Parteiführer aufs Verſchiedenſte beurtheilen hören.","norm":"In seiner Heimat hatte er vordem den bündnerischen Parteiführer aufs Verschiedenste beurteilen hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.687900066375732} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1339,"date":1876,"orig":"Auf den lärmenden Zunftſtuben der Handwerker galt damals Jürg Jenatſch als ein volksthümlicher Held, in den landesväterlichen diplomatiſch gefärbten Kreiſen als ein gewiſſenloſer, blutbefleckter Abenteurer.","norm":"Auf den lärmenden Zunftstuben der Handwerker galt damals Jürg Jenatsch als ein volkstümlicher Held, in den landesväterlichen diplomatisch gefärbten Kreisen als ein gewissenloser, blutbefleckter Abenteurer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.127399921417236} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1340,"date":1876,"orig":"Aber Rudolf Wertmüller hatte ſeiner Heimat frühzeitig den Rücken gewandt, um einen militäriſchen Bildungsgang anzutreten, der den Begünſtigten ſchon mit ſechszehn Jahren in das Kriegsgefolge und die perſönliche Nähe des edeln Herzogs Heinrich geführt hatte.","norm":"Aber Rudolf Wertmüller hatte seiner Heimat frühzeitig den Rücken gewandt, um einen militärischen Bildungsgang anzutreten, der den Begünstigten schon mit sechzehn Jahren in das Kriegsgefolge und die persönliche Nähe des edlen Herzogs Heinrich geführt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.908999919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1341,"date":1876,"orig":"Noch war ihm gegenwärtig, wie einſt die unglaubliche Verwegenheit und Zähigkeit, welche Jenatſch in den Volkskämpfen gegen die Spanier bewieſen, ſeine junge Phantaſie beſchäftigte.","norm":"Noch war ihm gegenwärtig, wie einst die unglaubliche Verwegenheit und Zähigkeit, welche Jenatsch in den Volkskämpfen gegen die Spanier bewiesen, seine junge Phantasie beschäftigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2540998458862305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1342,"date":1876,"orig":"Doch aus noch früherer Zeit erinnerte er ſich auch, daß der wilde Antheil des proteſtantiſchen Prädikanten an den ruchloſen demokratiſchen Strafgerichten mit ihren Erpreſſungen und politiſchen Morden in ſeiner Familie Abſcheu erregt hatte, und daß es ihm beſondern Spaß gemacht, als ſein Präceptor darüber wehklagend die Hände gen Himmel erhob.","norm":"Doch aus noch früherer Zeit erinnerte er sich auch, dass der wilde Anteil des protestantischen Prädikanten an den ruchlosen demokratischen Strafgerichten mit ihren Erpressungen und politischen Morden in seiner Familie Abscheu erregt hatte, und dass es ihm besonderen Spaß gemacht, als sein Präzeptor darüber wehklagend die Hände gen Himmel erhob.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.368599891662598} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1343,"date":1876,"orig":"Daneben ſchwebte ihm ein anderes Erlebniß ſeiner Kinderjahre mit friſcheſter Deutlichkeit vor.","norm":"Daneben schwebte ihm ein anderes Erlebnis seiner Kinderjahre mit frischester Deutlichkeit vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.305200099945068} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1344,"date":1876,"orig":"Am ſtädtiſchen Jahrmarkte ſtand er einſt mitten in der geſpannt lauſchenden Volksmenge vor dem Schauergemälde eines Bänkelſängers und lauſchte den endloſen Verſen einer tragiſchen Mordgeſchichte.","norm":"Am städtischen Jahrmarkte stand er einst mitten in der gespannt lauschenden Volksmenge vor dem Schauergemälde eines Bänkelsängers und lauschte den endlosen Versen einer tragischen Mordgeschichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.627999782562256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1345,"date":1876,"orig":"Die ruckweis wandernde Gerte des Leiermanns wies auf die Szenen einer mit den grellſten Farben bemalten Tafel.","norm":"Die ruckweise wandernde Gerte des Leiermanns wies auf die Szenen einer mit den grellsten Farben bemalten Tafel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.836699962615967} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1346,"date":1876,"orig":"Auf dem Mittelſtück umſtanden die ſogenannten drei bündneriſchen Telle ihr nur mit dem Hemde bekleidetes, aus einem Schlot heruntergeriſſenes Opfer, den unglücklichen Herrn Pompejus.","norm":"Auf dem Mittelstück umstanden die sogenannten drei bündnerischen Tele ihr nur mit dem Hemde bekleidetes, aus einem Schlot heruntergerissenes Opfer, den unglücklichen Herrn Pompejus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.226099967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1347,"date":1876,"orig":"Einer von ihnen ſchwang ein langgeſtieltes Fleiſcherbeil — das war der berühmte Pfarrer Jenatſch! —","norm":"Einer von ihnen schwang ein langgestieltes Fleischerbeil — das war der berühmte Pfarrer Jenatsch! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.010799884796143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1348,"date":1876,"orig":"Als dann der aufgeregte Knabe beim Abendbrot vor ſeinem Stiefvater, dem Oberſten Schmid, von den neuen Tellen erzählte, verbot ihm dieſer zornroth, der blutdürſtigen Canaillen in ſeiner Gegenwart Erwähnung zu thun.","norm":"Als dann der aufgeregte Knabe beim Abendbrot vor seinem Stiefvater, dem obersten Schmied, von den neuen Tellen erzählte, verbot ihm dieser Zornrot, der blutdürstigen Kanaillen in seiner Gegenwart Erwähnung zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.808300018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1349,"date":1876,"orig":"Jetzt ſchaute er dieſer Perſönlichkeit von beſtrittenem Werthe Aug' in Auge und ſie war anders, als ſie in ſeiner Vorſtellung gelebt hatte.","norm":"Jetzt schaute er dieser Persönlichkeit von bestrittenem Werte Auge in Auge und sie war anders, als sie in seiner Vorstellung gelebt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464700222015381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1350,"date":1876,"orig":"Statt der rohen und zweideutigen Erſcheinung eines geiſtlichen Demagogen ſaß ein weltgewandter Mann mit der Sicherheit und Freiheit des Cavaliers in Wort und Bewegung vor ihm. —","norm":"Statt der rohen und zweideutigen Erscheinung eines geistlichen Demagogen saß ein weltgewandter Mann mit der Sicherheit und Freiheit des Kavaliers in Wort und Bewegung vor ihm . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.683899879455566} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1351,"date":1876,"orig":"Von der ungewöhnlichen militäriſchen Begabung des ehemaligen Pfarrers hatte ihn der im Namen des Herzogs mit dieſem geführte Briefwechſel genügend überzeugt, aber was ihn überraſchend berührte, war ein gewiſſer Zauber der Anmuth, der die kühnen Züge und warmen Worte des Bündners verſchönt hatte, als dieſer mit dem Herzog ſprach. —","norm":"Von der ungewöhnlichen militärischen Begabung des ehemaligen Pfarrers hatte ihn der im Namen des Herzogs mit diesem geführte Briefwechsel genügend überzeugt, aber was ihn überraschend berührte, war ein gewisser Zauber der Anmut, der die kühnen Züge und warmen Worte des Bündners verschönt hatte, als dieser mit dem Herzog sprach . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7972002029418945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1352,"date":1876,"orig":"Der nichts weniger als argloſe Zürcher fragte ſich, ob dieſe Herzlichkeit ächt ſei.","norm":"Der nichts weniger als arglose Zürcher fragte sich, ob diese Herzlichkeit echt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021299839019775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1353,"date":1876,"orig":"Ja, ſie ſprudelte voll und natürlich, aber es war ihm nicht entgangen, daß die unausbleibliche Wirkung dieſes warmen Eindringens auf den Herzog eine gewollte, vielleicht im Voraus berechnete war.","norm":"Ja, sie sprudelte voll und natürlich, aber es war ihm nicht entgangen, dass die unausbleibliche Wirkung dieses warmen Eindringens auf den Herzog eine gewollte, vielleicht im Voraus berechnete war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.91070008277893} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1354,"date":1876,"orig":"Nachdem die Gondel einige ſchmale Waſſergaſſen durchglitten, folgte ſie auf kurze Zeit der Hauptader des venetianiſchen Verkehrs, dem Canal grande, wo in der Ferne mitten im Gewimmel der Gondeln und Fiſcherbarken noch das langſam und ſtolz dahinziehende Fahrzeug des Herzogs ſichtbar war; dann, aufs Neue in die Schatten enger Lagunen ſich vertiefend, eilte ſie der die Stadt nördlich begrenzenden ſtillen Meerfläche zu.","norm":"Nachdem die Gondel einige schmale Wassergassen durchglitten, folgte sie auf kurze Zeit der Hauptader des venezianischen Verkehrs, dem Kanal grande, wo in der Ferne mitten im Gewimmel der Gondeln und Fischerbarken noch das langsam und stolz dahinziehende Fahrzeug des Herzogs sichtbar war; dann, aufs Neue in die Schatten enger Lagunen sich vertiefend, eilte sie der die Stadt nördlich begrenzenden stillen Meerfläche zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1355,"date":1876,"orig":"„Ihr fochtet in Deutſchland, Hauptmann, bevor Ihr der Republik von San Marco Eure Dienſte angeboten habt?“ begann der ungeduldige Wertmüller das Geſpräch, da ſein Gefährte eigenen Gedanken nachzuhangen ſchien.","norm":"„Ihr fochtet in Deutschland, Hauptmann, bevor Ihr der Republik von San Marco Eure Dienste angeboten habt?“ begann der ungeduldige Wertmüller das Gespräch, da sein Gefährte eigenen Gedanken nachzuhangen schien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098400115966797} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1356,"date":1876,"orig":"„Unter Mansfeld.","norm":"„Unter Mansfeld.","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ky","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.8119001388549805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1357,"date":1876,"orig":"Dann folgte ich der ſchwediſchen Fahne bis zu dem unſeligen Tage von Lützen, war die zerſtreute Antwort.","norm":"Dann folgte ich der schwedischen Fahne bis zu dem unseligen Tage von Lützen, war die zerstreute Antwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.589799880981445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1358,"date":1876,"orig":"„Unſelig?","norm":"„Unselig?","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.6992998123168945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1359,"date":1876,"orig":"Es war eine entſchiedene Victorie! meinte der junge Offizier.","norm":"Es war eine entschiedene Victoria! meinte der junge Offizier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.485199928283691} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1360,"date":1876,"orig":"„Wäre es doch lieber eine Niederlage geweſen und hätten zwei ſtrahlende Augen ſich nicht geſchloſſen!“ ſagte der Bündner.","norm":"„Wäre es doch lieber eine Niederlage gewesen und hätten zwei strahlende Augen sich nicht geschlossen!“ sagte der Bündner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093599796295166} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1361,"date":1876,"orig":"„Durch den Tod eines Mannes ward die Weltlage eine andere.","norm":"„Durch den Tod eines Mannes wurde die Weltlage eine andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.021500110626221} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1362,"date":1876,"orig":"Unter Guſtav Adolf war der Krieg kein muthwilliges Blutvergießen:","norm":"Unter Gustav Adolf war der Krieg kein mutwilliges Blutvergießen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.698400020599365} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1363,"date":1876,"orig":"er führte ihn für ſeinen großen Gedanken, zum Schutze der evangeliſchen Freiheit ein ſtarkes nordiſches Reich zu gründen, und ein ſolches Reich wäre der Halt und Hort aller kleinen proteſtantiſchen Gemeinweſen, auch meines Bündens, geworden.","norm":"er führte ihn für seinen großen Gedanken, zum Schutze der evangelischen Freiheit ein starkes nordisches Reich zu gründen, und ein solches Reich wäre der Halt und Hort aller kleinen protestantischen Gemeinwesen, auch meines Bünden, geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92140007019043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1364,"date":1876,"orig":"Dies erſehnte Ziel iſt uns mit dem großen Todten entrückt und der ſeiner Seele beraubte Krieg entartet zur reißenden Beſtie.","norm":"Dies ersehnte Ziel ist uns mit dem großen Toten entrückt und der seiner Seele beraubte Krieg entartet zur reißenden Bestie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031300067901611} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1365,"date":1876,"orig":"Was bleibt übrig?","norm":"Was bleibt übrig?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.372400045394897} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1366,"date":1876,"orig":"Zweckloſes Morden und habgierige Theilung der Beute.","norm":"Zweckloses Morden und habgierige Teilung der Beute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.998199939727783} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1367,"date":1876,"orig":"Unter Guſtav Adolfs Fahne konnte ein Bündner freudig fechten; Blut und Leben für die proteſtantiſche Sache verſtrömend, war er ſicher, daß es in Segensbächen zurückrinne in ſein kleines Vaterland. —","norm":"Unter Gustav Adolfs Fahne konnte ein Bündner freudig fechten; Blut und Leben für die protestantische Sache verströmend, war er sicher, dass es in Segensbächen zurückrinne in sein kleines Vaterland . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.288400173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1368,"date":1876,"orig":"Jetzt ſehe Jeder zu, daß er heimkehre und für das Seine ſorge.“","norm":"Jetzt sehe Jeder zu, dass er heimkehre und für das Seine Sorge .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660299777984619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1369,"date":1876,"orig":"„Glaubt Ihr denn, daß ein einzelner Mann, und wäre er Guſtav Adolf, ſo ſchwer in der Schickſalswage der Welt wiege?“ fragte raſch der widerſpruchsluſtige Wertmüller.","norm":"„Glaubt Ihr denn, dass ein einzelner Mann, und wäre er Gustav Adolf, so schwer in der Schicksalswage der Welt wiege?“ fragte rasch der widerspruchslustige Wertmüller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006100177764893} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1370,"date":1876,"orig":"„Die Eiferſucht der deutſchen Fürſten hätte wie ein Geſchling von Sumpfpflanzen ſeinen Fuß gehemmt, ſein neidiſcher Bundesgenoſſe Richelieu hätte ihn, ſobald er die Hand nach der deutſchen Krone ausſtreckte, argliſtig zu Falle gebracht und erreicht hätte er nichts, als das Zuſammenkrachen der alten verroſteten Maſchine des heiligen römiſchen Reichs.","norm":"„Die Eifersucht der deutschen Fürsten hätte wie ein Geschling von Sumpfpflanzen seinen Fuß gehemmt, sein neidischer Bundesgenosse Richelieu hätte ihn, sobald er die Hand nach der deutschen Krone ausstreckte, arglistig zu Falle gebracht und erreicht hätte er nichts, als das Zusammenkrachen der alten verrosteten Maschine des Heiligen Römischen Reichs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.418499946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1371,"date":1876,"orig":"— Im Grunde erſcheint mir der Schwedenkönig als ein frommes Gegenſtück zum Wallenſtein.","norm":"— Im Grunde erscheint mir der Schwedenkönig als ein frommes Gegenstück zum Wallenstein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.279300212860107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1372,"date":1876,"orig":"Dieſer wird als gottloſer Empörer ſchwarz wie der Teufel an die Wand gemalt und jener iſt im Geruch der Heiligkeit geſtorben; meines Erachtens aber haben beide unberechtigter Weiſe der Welt ihre willkürlichen Pläne aufgedrängt und beide ſind wie feurige Meteore nach kurzem Glanze erloſchen.","norm":"Dieser wird als gottloser Empörer schwarz wie der Teufel an die Wand gemalt und jener ist im Geruch der Heiligkeit gestorben; meines Erachtens aber haben beide unberechtigter Weise der Welt ihre willkürlichen Pläne aufgedrängt und beide sind wie feurige Meteore nach kurzem Glanze erloschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.676700115203857} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1373,"date":1876,"orig":"Heute geht nun das Räderwerk der Welt wieder ſeinen geregelten Gang, wir rechnen wieder mit den gebräuchlichen Zahlen und nach den bekannten Geſetzen.","norm":"Heute geht nun das Räderwerk der Welt wieder seinen geregelten Gang, wir rechnen wieder mit den gebräuchlichen Zahlen und nach den bekannten Gesetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.113800048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1374,"date":1876,"orig":"Frankreich und Schweden verſchaffen den deutſchen Proteſtanten die von ihnen ſo heftig begehrte evangeliſche Freiheit, aber die beiden Gönner werden ſich dieſen Liebesdienſt mit fetten Stücken deutſchen Landes nach Gebühr bezahlen laſſen.“","norm":"Frankreich und Schweden verschaffen den deutschen Protestanten die von ihnen so heftig begehrte evangelische Freiheit, aber die beiden Gönner werden sich diesen Liebesdienst mit fetten Stücken deutschen Landes nach Gebühr bezahlen lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127799987792969} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1375,"date":1876,"orig":"„Wie, junger Freund,“ ſprach der Bündner aufmerkſam werdend, „von ſchmählichem Länderraube muß ich Euch reden hören wie von alltäglichem Schacher?","norm":"„Wie, junger Freund,“ sprach der Bündner aufmerksam werdend, „von schmählichem Länderraube muss ich Euch reden hören wie von alltäglichem Schacher?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.476600170135498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1376,"date":1876,"orig":"Euch, einen Schweizer! — Schämt Euch, Wertmüller, . . . müßt' ich ſagen, wenn ich es für Euren Ernſt hielte!","norm":"Euch, einen Schweizer! — Schämt Euch, Wertmüller, . . . müsste ich sagen, wenn ich es für Euren Ernst hielte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.573599815368652} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1377,"date":1876,"orig":"— Und das nennt Ihr den geregelten Lauf der Dinge?","norm":"— Und das nennt Ihr den geregelten Lauf der Dinge?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.345799922943115} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1378,"date":1876,"orig":"Ihr anerkennt das Recht des Stärkern in ſeiner roheſten ſeelenloſeſten Geſtalt und leugnet ſeine göttliche Erſcheinung in der Macht der Perſönlichkeit?“","norm":"Ihr anerkennt das Recht des Stärkeren in seiner rohsten seelenlosesten Gestalt und leugnet seine göttliche Erscheinung in der Macht der Persönlichkeit?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.429699897766113} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1379,"date":1876,"orig":"Hier blickte Wertmüller mit einem unmerklichen Zuge des Hohns zu ihm auf und ließ einen leiſen Pfiff hören.","norm":"Hier blickte Wertmüller mit einem unmerklichen Zuge des Hohns zu ihm auf und ließ einen leisen Pfiff hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.617499828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1380,"date":1876,"orig":"Die vor ihm ſitzende nach ſeinen Begriffen immerhin ſchwankende und zweideutige Perſönlichkeit ſchien ihm wenig berufen, in die Weltgeſchicke einzugreifen.","norm":"Die vor ihm sitzende nach seinen Begriffen immerhin schwankende und zweideutige Persönlichkeit schien ihm wenig berufen, in die Weltgeschicke einzugreifen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.855299949645996} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1381,"date":1876,"orig":"Der andere aber maß ihn mit einem zornigen Blicke.","norm":"Der andere aber maß ihn mit einem zornigen Blicke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906700134277344} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1382,"date":1876,"orig":"„Ihr mißverſteht mich kläglich,“ ſagte er, „wenn Ihr meint, ich denke an die vom Boden abgelöſte Perſönlichkeit des einzelnen Mannes, wie ſie entwurzelt und eigenſüchtig ſich umhertreibt; ſondern ich rede von der Menſchwerdung eines ganzen Volkes, das ſich mit ſeinem Geiſte und ſeiner Leidenſchaft, mit ſeinem Elende und ſeiner Schmach, mit ſeinen Seufzern, mit ſeinem Zorn und ſeiner Rache in mehrern, oder meinetwegen in einem ſeiner Söhne verkörpert und den welchen es beſitzt und beſeelt zu den nothwendigen Thaten bevollmächtigt, daß er Wunder thun muß, auch wenn er nicht wollte!","norm":"„Ihr missversteht mich kläglich,“ sagte er, „wenn Ihr meint, ich denke an die vom Boden abgelöste Persönlichkeit des einzelnen Mannes, wie sie entwurzelt und eigensüchtig sich umhertreibt; sondern ich rede von der Menschwerdung eines ganzen Volkes, das sich mit seinem Geiste und seiner Leidenschaft, mit seinem Elende und seiner Schmach, mit seinen Seufzern, mit seinem Zorn und seiner Rache in mehreren, oder meinetwegen in einem seiner Söhne verkörpert und den welchen es besitzt und beseelt zu den notwendigen Taten bevollmächtigt, dass er Wunder tun muss, auch wenn er nicht wollte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.901900053024292} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1383,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1384,"date":1876,"orig":"„Blickt umher!","norm":"„Blickt umher!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.385799884796143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1385,"date":1876,"orig":"Seht Euer und mein kleines Vaterland, wie es zuſammengedrückt wird von der Wucht ringsum ſich bildender großer Monarchien und ſprecht!","norm":"Seht Euer und mein kleines Vaterland, wie es zusammengedrückt wird von der Wucht ringsum sich bildender großer Monarchien und sprecht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.205800056457519} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1386,"date":1876,"orig":"Genügt da, wenn wir ein ſelbſtändiges Leben behaupten wollen, eine gewöhnliche Vaterlandsliebe und ein haushälteriſches Maß von Opferluſt?“. . .","norm":"Genügt da, wenn wir ein selbständiges Leben behaupten wollen, eine gewöhnliche Vaterlandsliebe und ein haushälterisches Maß von Opferlust?“. . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832699775695801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1387,"date":1876,"orig":"Dieſe mit der Heftigkeit eines verwundeten Gefühls hervorſtürzenden Worte ließ der Locotenent anfangs ohne Entgegnung.","norm":"Diese mit der Heftigkeit eines verwundeten Gefühls hervorstürzenden Worte ließ der Locotenent anfangs ohne Entgegnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.581699848175049} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1388,"date":1876,"orig":"Er ſpielte mit ſeinem jungen ſpitzen Kinnbarte und ſchaute nach der Stadt zurück, wo ſich auf dem in dieſem Augenblicke hervorragendſten Bauwerke, der neuen Jeſuitenkirche, die effektvolle Statuengruppe des Daches von der Rückſeite in den wunderlichſten Verkürzungen zeigte.","norm":"Er spielte mit seinem jungen spitzen Kinnbarte und schaute nach der Stadt zurück, wo sich auf dem in diesem Augenblicke hervorragendsten Bauwerke, der neuen Jesuitenkirche, die effektvolle Statuengruppe des Daches von der Rückseite in den wunderlichsten Verkürzungen zeigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.80019998550415} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1389,"date":1876,"orig":"Die von eiſernen Stangen geſtützten Engel und Apoſtel mit ihren Flügeln und flatternden Mänteln erinnerten auffallend an koloſſale geſpießte Schmetterlinge. —","norm":"Die von eisernen Stangen gestützten Engel und Apostel mit ihren Flügeln und flatternden Mänteln erinnerten auffallend an kolossale gespießte Schmetterlinge . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.604100227355957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1390,"date":1876,"orig":"„In Zürich,“ warf er jetzt hin, „ſind die Menſchen ſo klein wie die Verhältniſſe, und Bünden, haltet es mir zu gut, Hauptmann, kenne ich bis jetzt nur durch mein Fachſtudium, das heißt als eines der intereſſanteſten Operationsfelder.","norm":"„In Zürich,“ warf er jetzt hin, „sind die Menschen so klein wie die Verhältnisse, und Bünden, haltet es mir zu gut, Hauptmann, kenne ich bis jetzt nur durch mein Fachstudium, das heißt als eines der interessantesten Operationsfelder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.873899936676025} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1391,"date":1876,"orig":"Wollt Ihr dort den Leonidas ſpielen, und mit mehr Glück als der erſte, ſo will ich's Euch nicht neiden. —","norm":"Wollt Ihr dort den Leonidas spielen, und mit mehr Glück als der erste, so will ich es Euch nicht neiden . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946700096130371} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1392,"date":1876,"orig":"Ich aber meine, das Auftauchen außerordentlicher Menſchen und das Aufflackern großer Leidenſchaften, das bei der mißlichen Beſchaffenheit der menſchlichen Natur doch einmal nicht von Dauer iſt, reiche nirgends aus.","norm":"Ich aber meine, das Auftauchen außerordentlicher Menschen und das Aufflackern großer Leidenschaften, das bei der misslichen Beschaffenheit der menschlichen Natur doch einmal nicht von Dauer ist, reiche nirgends aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.50439977645874} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1393,"date":1876,"orig":"Um aus den durcheinandergewürfelten Elementen der Welt etwas Planvolles zuſammenzubauen, braucht es meines Bedünkens kältere Eigenſchaften: Menſchenkenntniß, will ſagen Kenntniß der Drähte, an welchen ſie tanzen, eiſerne Disziplin und im Wechſel der Perſonen und Dinge feſtgehaltene Intereſſen.","norm":"Um aus den durcheinandergewürfelten Elementen der Welt etwas Planvolles zusammenzubauen, braucht es meines Bedünkens kältere Eigenschaften: Menschenkenntnis, will sagen Kenntnis der Drehte, an welchen sie tanzen, eiserne Disziplin und im Wechsel der Personen und Dinge festgehaltene Interessen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1774001121521} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1394,"date":1876,"orig":"— Aus dieſem Geſichtspunkte muß ich Jene dort als Meiſter loben!“ und er wies mit einer komiſchen, zwiſchen Ernſt und Spott ſchillernden Miene hinüber nach dem Prachtgiebel der Jeſuiten.","norm":"— Aus diesem Gesichtspunkte muss ich jene dort als Meister loben!“ und er wies mit einer komischen, zwischen Ernst und Spott schillernden Miene hinüber nach dem Prachtgiebel der Jesuiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.502500057220459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1395,"date":1876,"orig":"Und der Locotenent ließ ſich von der Muße und Laune des Augenblickes verlocken, eine Lobrede auf den berühmten Orden zu halten, welche aus dem Munde des Zürchers und eines Adjutanten des kalviniſtiſchen Herzogs den gelaſſenſten Zuhörer befremden mußte.","norm":"Und der Locotenent ließ sich von der Muße und Laune des Augenblickes verlocken, eine Lobrede auf den berühmten Orden zu halten, welche aus dem Munde des Zürchers und eines Adjutanten des kalvinistischen Herzogs den gelassensten Zuhörer befremden musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.353400230407715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1396,"date":1876,"orig":"Erſt begann er mit einzelnen Probewürfen.","norm":"Erst begann er mit einzelnen Probewürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.770899772644043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1397,"date":1876,"orig":"Als aber der Hauptmann, den zu reizen und bloßzulegen er ſich heute zur beſondern Aufgabe gemacht hatte, den Ball nicht auffing und zurückſchickte, ſetzte er den frommen Vätern immer phantaſtiſchere Kronen auf.","norm":"Als aber der Hauptmann, den zu reizen und bloßzulegen er sich heute zur besonderen Aufgabe gemacht hatte, den Ball nicht auffing und zurückschickte, setzte er den frommen Vätern immer phantastischere Kronen auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.184299945831299} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1398,"date":1876,"orig":"Sie waren es, behauptete er dreiſt, die zuerſt Sinn und Verſtand in die ſich widerſprechenden, menſchen- und ſtaatsfeindlichen Lehren des unvermittelten Chriſtenthums gebracht hatten.","norm":"Sie waren es, behauptete er dreist, die zuerst Sinn und Verstand in die sich widersprechenden, menschen- und staatsfeindlichen Lehren des unvermittelten Christentums gebracht hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.228199958801269} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1399,"date":1876,"orig":"Erſt durch die Umarbeitung der chriſtlichen Moral, die der kluge Orden unternommen, ſei dieſe annehmbar, ja verlockend geworden.","norm":"Erst durch die Umarbeitung der christlichen Moral, die der kluge Orden unternommen, sei diese annehmbar, ja verlockend geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.601900100708008} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1400,"date":1876,"orig":"So hätten die unvergleichlichen Väter etwas urſprünglich Dunkles, Unberechenbares, Weltfeindliches mit erſtaunlicher Geſchicklichkeit praktiſch verwerthet und allen Bedürfniſſen und Bildungsſtufen angepaßt.","norm":"So hätten die unvergleichlichen Väter etwas ursprünglich Dunkles, Unberechenbares, Weltfeindliches mit erstaunlicher Geschicklichkeit praktisch verwertet und allen Bedürfnissen und Bildungsstufen angepasst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053699970245361} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1401,"date":1876,"orig":"„Kennt Ihr das Innere ihrer neuen Kirche? fragte er plötzlich, „ſie iſt, meiner Treu, ſo luſtvoll und heiter eingerichtet, wie ein Theater.“","norm":"„Kennt Ihr das Innere ihrer neuen Kirche? fragte er plötzlich, „sie ist, meiner Treu, so lustvoll und heiter eingerichtet, wie ein Theater .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670100212097168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1402,"date":1876,"orig":"Der Bündner ließ dieſes kecke und ſprunghafte Geplauder ſchweigend über ſich ergehen, — wie die große Dogge, die in ihrer Hütte liegt, ungern, aber nur mit leiſem Knurren die Neckerei eines unterhaltungsluſtigen kleinen Kläffers erträgt, der als überläſtiger Gaſt zu ihr hineingekrochen iſt.","norm":"Der Bündner ließ dieses kecke und sprunghafte Geplauder schweigend über sich ergehen, — wie die große Dogge, die in ihrer Hütte liegt, ungern, aber nur mit leisem Knurren die Neckerei eines unterhaltungslustigen kleinen Kläffers erträgt, der als überlästiger Gast zu ihr hineingekrochen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.230500221252441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1403,"date":1876,"orig":"Die Gondel hatte inzwiſchen Murano erreicht, wo ſie unſern der Kirche anlegte.","norm":"Die Gondel hatte inzwischen Murano erreicht, wo sie unseren der Kirche anlegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.549499988555908} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1404,"date":1876,"orig":"Jenatſch wandte ſich nach der nächſten Locanda, forderte ein einfaches Mal und entſchuldigte ſich bei ſeinem Gefährten, er ſei abgeſpannt und hungrig von der geſtrigen Seereiſe und einem ſcharfen nächtlichen Ritte nach Padua.","norm":"Jenatsch wandte sich nach der nächsten Locanda, forderte ein einfaches Mal und entschuldigte sich bei seinem Gefährten, er sei abgespannt und hungrig von der gestrigen Seereise und einem scharfen nächtlichen Ritt nach Padua.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9653000831604} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1405,"date":1876,"orig":"Er ſchlage vor, hier im Anblicke des Meeres eine Stunde zu raſten und diesmal auf die Malzeit in den Spiegeln und die Venetianerinnen auf dem Markusplatze zu verzichten.","norm":"Er schlage vor, hier im Anblicke des Meeres eine Stunde zu rasten und diesmal auf die Mahlzeit in den Spiegeln und die Venetianerinnen auf dem Markusplatz zu verzichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.456699848175049} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1406,"date":1876,"orig":"Wertmüller, der ſowohl durch dieſen Tauſch der Mittagstafel als durch das beharrliche Schweigen des Bündners etwas verſtimmt war, erging ſich, die Koſten der Unterhaltung allein beſtreitend, in immer willkürlichern Gedankenſprüngen.","norm":"Wertmüller, der sowohl durch diesen Tausche der Mittagstafel als durch das beharrliche Schweigen des Bündners etwas verstimmt war, erging sich, die Kosten der Unterhaltung allein bestreitend, in immer willkürlicheren Gedankensprüngen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.610799789428711} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1407,"date":1876,"orig":"Er kam, wie geſtachelt durch einen geheimen Groll, von Neuem auf ſeine Vaterſtadt zu ſprechen und da der Bündner ſich der edlen Zürich und ſeines dortigen Jugendfreundes Waſer nur zu rühmen hatte, ſo riß den Locotenenten der Widerſpruch und der feurige illyriſche Wein ſo weit fort, daß er von den angeſehenſten heimiſchen Perſönlichkeiten frevelhafte Zerrbilder entwarf und bei der dritten Flaſche Seine Geſtrengen den Herrn Bürgermeiſter einen Gockel auf dem Miſt und Seine Hochwürden den Herrn Antiſtes einen ſteif gehörnten Farren nannte.","norm":"Er kam, wie gestachelt durch einen geheimen Groll, von Neuem auf seine Vaterstadt zu sprechen und da der Bündner sich der edlen Zürich und seines dortigen Jugendfreundes Wasser nur zu rühmen hatte, so riss den Locotenenten der Widerspruch und der feurige illyrische Wein so weit fort, dass er von den angesehensten heimischen Persönlichkeiten frevelhafte Zerrbilder entwarf und bei der dritten Flasche Seine Gestrengen den Herrn Bürgermeister einen Gockel auf dem Mist und Seine Hochwürden den Herrn Antistes einen steif gehörnten Farren nannte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956200122833252} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1408,"date":1876,"orig":"Der Hauptmann, der dieſe tollen und geſchmackloſen Ausfälle der Eingebung des Weines zuſchrieb, wie ſie ſich bei dieſer ehrgeizigen und auf jedes fremde Verdienſt eiferſüchtigen Natur äußerte, ließ den jungen Offizier, der den Gegenſtand nicht erſchöpfen konnte und dem darüber die Zeit verging, ſeine Laune weidlich tummeln und blieb dabei, Zürich habe in den letzten gefahrvollen Zeiten ebenſo viel Klugheit als Feſtigkeit gezeigt und wenn es ſich mit dem Schilde vorſichtiger Neutralität gedeckt, ſei das, wie der Schweiz, ſo Graubünden zu Statten gekommen.","norm":"Der Hauptmann, der diese tollen und geschmacklosen Ausfälle der Eingebung des Weines zuschrieb, wie sie sich bei dieser ehrgeizigen und auf jedes fremde Verdienst eifersüchtigen Natur äußerte, ließ den jungen Offizier, der den Gegenstand nicht erschöpfen konnte und dem darüber die Zeit verging, seine Laune weidlich tummeln und blieb dabei, Zürich habe in den letzten gefahrvollen Zeiten ebenso viel Klugheit als Festigkeit gezeigt und wenn es sich mit dem Schilde vorsichtiger Neutralität gedeckt, sei das, wie der Schweiz, so Graubünden zu statten gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827600002288818} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1409,"date":1876,"orig":"Dann trat der in Venedig ſich unſicher fühlende Bündner, welcher, ohne daß Wertmüller es ahnte, Allem was im Bereiche ſeines geübten und weittragenden Auges ſich begab, die ſchärfſte Aufmerkſamkeit zuwandte und auch in dieſer abgelegenen Locanda keine Raſt fand, hinaus an den ſchmalen Strand, ohne auf Wertmüllers ſpöttiſches Gelächter zu achten.","norm":"Dann trat der in Venedig sich unsicher fühlende Bündner, welcher, ohne dass Wertmüller es ahnte, allem was im Bereiche seines geübten und weittragenden Auges sich begab, die schärfste Aufmerksamkeit zuwandte und auch in dieser abgelegenen Locanda keine Rast fand, hinaus an den schmalen Strand, ohne auf Wertmüllers spöttisches Gelächter zu achten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.479000091552734} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1410,"date":1876,"orig":"„Neutralität!“ rief dieſer dem Hauptmann in die Gondel nachſpringend aus.","norm":"„Neutralität!“ rief dieser dem Hauptmann in die Gondel nachspringend aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195199966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1411,"date":1876,"orig":"„Da hat mir der Witz des Zufalls ein Zettelchen in die Hand geſpielt, das für unſere aufrichtige, ſtreng abgewogene Neutralität und nebenbei für unſre ſchlichte Bürgertugend ein rührendes Zeugniß ablegt.","norm":"„Da hat mir der Witz des Zufalls ein Zettelchen in die Hand gespielt, das für unsere aufrichtige, streng abgewogene Neutralität und nebenbei für unsere schlichte Bürgertugend ein rührendes Zeugnis ablegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.709099769592285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1412,"date":1876,"orig":"— Die Gleißner und Phariſäer!","norm":"— Die Gleisner und Pharisäer!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.223700046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1413,"date":1876,"orig":". . . Wollt Ihr wiſſen, Hauptmann, was jeder unſrer Rathsherren und Zunftmeiſter werth iſt?","norm":". . . Wollt Ihr wissen, Hauptmann, was jeder unserer Ratsherren und Zunftmeister wert ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.50029993057251} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1414,"date":1876,"orig":"Ich hatte neulich im Namen meines Herzogs,“ ſagte er, ſeine Brieftaſche hervorziehend, „dem franzöſiſchen Geſandten in Solothurn ein Heft zu überſchicken, worin ihm ſein Verhalten in den verſchiedenen Möglichkeiten des bevorſtehenden Feldzuges im Veltlin von meinem Herrn vorgezeichnet wurde und erhielt es mit Randbemerkungen und Einlagen der Geſandtſchaft zurück.","norm":"Ich hatte neulich im Namen meines Herzogs,“ sagte er, seine Brieftasche hervorziehend, „dem französischen Gesandten in Solothurn ein Heft zu überschicken, worin ihm sein Verhalten in den verschiedenen Möglichkeiten des bevorstehenden Feldzuges im Veltlin von meinem Herrn vorgezeichnet wurde und erhielt es mit Randbemerkungen und Einlagen der Gesandtschaft zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.412199974060059} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1415,"date":1876,"orig":"Seht hier, was ich in Form eines zufällig ſtecken gebliebenen Buchzeichens zwiſchen den Blättern fand!“ —","norm":"Seht hier, was ich in Form eines zufällig stecken gebliebenen Buchzeichens zwischen den Blättern fand!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122700214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1416,"date":1876,"orig":"Er entfaltete einen ſchmalen Papierſtreifen, auf dem eine Reihe von Namen zürcheriſcher Standesperſonen verzeichnet ſtand mit beigeſetzten höhern und niedrigern Zahlen, neben welchen das verrätheriſche Livreszeichen unverkennbar zu leſen war.","norm":"Er entfaltete einen schmalen Papierstreifen, auf dem eine Reihe von Namen zürcherischer Standespersonen verzeichnet stand mit beigesetzten höheren und niedrigeren Zahlen, neben welchen das verräterische Livreseichen unverkennbar zu lesen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018700122833252} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1417,"date":1876,"orig":"Das Ganze ſtellte freilich eine nur unbedeutende Summe dar.","norm":"Das Ganze stellte freilich eine nur unbedeutende Summe dar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.33050012588501} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1418,"date":1876,"orig":"Diesmal konnte ſich Jenatſch eines herzlichen Lachens nicht enthalten.","norm":"Diesmal konnte sich Jenatsch eines herzlichen Lachens nicht enthalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.56879997253418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1419,"date":1876,"orig":"„Das geſteh' ich!","norm":"„Das gestehe 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nicht unterschätzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730999946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1423,"date":1876,"orig":"Unſre Salis und Planta nehmen ausländiſches Gold mit edler Unbefangenheit am hellen Tage, auch ſind es ganz andere Summen.“","norm":"Unsere Salis und Planta nehmen ausländisches Gold mit edler Unbefangenheit am hellen Tage, auch sind es ganz andere Summen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.796800136566162} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1424,"date":1876,"orig":"Während Wertmüller noch die Papiere ſeiner überfüllten Brieftaſche muſterte, durchlief Jenatſch mit einiger Spannung die unrühmliche Liſte, auf welcher er zu ſeiner Befriedigung den Namen Waſer nicht fand.","norm":"Während Wertmüller noch die Papiere seiner überfüllten Brieftasche musterte, durchlief Jenatsch mit einiger Spannung die unrühmliche Liste, auf welcher er zu seiner Befriedigung den Namen Wasser nicht fand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9731998443603525} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1425,"date":1876,"orig":"Jetzt zerriß er ſie plötzlich in kleine Stücke.","norm":"Jetzt zerriss er sie plötzlich in kleine Stücke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.843100070953369} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1426,"date":1876,"orig":"Erſt als die weißen Fetzen ſchon fern auf der von der Abendbriſe bewegten Fluth ſchwebten, ward Wertmüller ſeinen Verluſt gewahr und hielt mit Mühe einen Ausbruch ſeines Aergers zurück.","norm":"Erst als die weißen Fetzen schon fern auf der von der Abendbrise bewegten Flut schwebten, wurde Wertmüller seinen Verlust gewahr und hielt mit Mühe einen Ausbruch seines Ärgers zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188499927520752} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1427,"date":1876,"orig":"Jenatſch erklärte ihm ruhig, er habe als Freund ſein Beſtes wahrgenommen, dies Papier würde ihm und Andern nichts als Verdruß gebracht haben.","norm":"Jenatsch erklärte ihm ruhig, er habe als Freund sein Bestes wahrgenommen, dies Papier würde ihm und Anderen nichts als Verdruss gebracht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.621699810028076} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1428,"date":1876,"orig":"Zürich ſei ſeine Wiege und Sohnespflicht ſei's, die kleinen Schwächen einer treuen Mutter zu verheimlichen.","norm":"Zürich sei seine Wiege und Sohnespflicht sei es, die kleinen Schwächen einer treuen Mutter zu verheimlichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6305999755859375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1429,"date":1876,"orig":"„Was mich abhielt, Euch auf die Finger zu ſehen, Hauptmann, war dieſer Brief,“ ſagte der Locotenente.","norm":"„Was mich abhielt, Euch auf die Finger zu sehen, Hauptmann, war dieser Brief,“ sagte der Locotenente.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.536499977111816} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1430,"date":1876,"orig":"Er iſt noch uneröffnet, wie ich gewahre, und ſteckt ſchon ſeit drei Tagen in meiner Brieftaſche.","norm":"Er ist noch uneröffnet, wie ich gewahre, und steckt schon seit drei Tagen in meiner Brieftasche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6171998977661133} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1431,"date":1876,"orig":"Ich habe wahrhaftig vergeſſen, ihn zu leſen.","norm":"Ich habe wahrhaftig vergessen, ihn zu lesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.419100046157837} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1432,"date":1876,"orig":"Geſtattet mir, in Eurer Gegenwart das Siegel zu brechen.","norm":"Gestattet mir, in Eurer Gegenwart das Siegel zu brechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.254100084304809} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1433,"date":1876,"orig":"Er kommt von meinem Vetter, der in Mailand trotz ſeines Proteſtantismus als Handelsherr gute Geſchäfte macht und beim Gubernatore Serbelloni in Gunſten ſteht.","norm":"Er kommt von meinem Vetter, der in Mailand trotz seines Protestantismus als Handelsherr gute Geschäfte macht und beim Gubernatore Serbelloni in Gunsten steht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144400119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1434,"date":1876,"orig":"Erlaubt mir, in Eurer Gegenwart von dem Inhalte des Schreibens Kenntniß zu nehmen.“","norm":"Erlaubt mir, in Eurer Gegenwart von dem Inhalte des Schreibens Kenntnis zu nehmen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.203000068664551} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1435,"date":1876,"orig":"Jenatſch winkte bejahend und Wertmüller vertiefte ſich eine geraume Weile in den Brief, erſt um ſich Haltung zu geben, denn das eigenmächtige Thun des Hauptmanns hatte ihn beleidigt, nach und nach mit immer größerem Intereſſe.","norm":"Jenatsch winkte bejahend und Wertmüller vertiefte sich eine geraume Weile in den Brief, erst um sich Haltung zu geben, denn das eigenmächtige Tun des Hauptmanns hatte ihn beleidigt, nach und nach mit immer größerem Interesse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.869800090789795} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1436,"date":1876,"orig":"„Eine glorioſe Geſchichte!","norm":"„Eine gloriose Geschichte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945499897003174} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1437,"date":1876,"orig":"Beim Jupiter, eine alte Römerin!“ rief er endlich aus.","norm":"Beim Jupiter, eine alte Römerin!“ rief er endlich aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.586999893188477} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1438,"date":1876,"orig":"„Ich kann Euch das nicht vorenthalten, obgleich Ihr eben, Hauptmann, mein kameradſchaftliches Vertrauen hinterliſtig mißbraucht habt!","norm":"„Ich kann Euch das nicht vorenthalten, obgleich Ihr eben, Hauptmann, mein kameradschaftliches Vertrauen hinterlistig missbraucht habt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.026899814605713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1439,"date":1876,"orig":"Um ſo weniger da Euch das Ereigniß ſo zu ſagen perſönlich angeht, denn die Hauptrolle hat eine Bündnerin!","norm":"Um so weniger da Euch das Ereignis so zu sagen persönlich angeht, denn die Hauptrolle hat eine Bündnerin!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.273399829864502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1440,"date":1876,"orig":"Mit den Worten dieſer Krämerſeele, — ich meine den Briefſteller, meinen langweiligen Vetter, — mag ich es Euch freilich nicht mittheilen, es wäre Schade darum!","norm":"Mit den Worten dieser Krämerseele, — ich meine den Briefsteller, meinen langweiligen Vetter, — mag ich es Euch freilich nicht mitteilen, es wäre schade darum!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.803599834442139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1441,"date":1876,"orig":"Erlaubt mir, Euch die ſeltene Hiſtorie frei vorzutragen.","norm":"Erlaubt mir, Euch die seltene Historie frei vorzutragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.18779993057251} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1442,"date":1876,"orig":"Alſo:","norm":"Also:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"sk","lang_de":0,"norm_lmscore":5.086900234222412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1443,"date":1876,"orig":"In Mailand lebt, wie Euch nicht unbekannt ſein wird. Euer alter biſſiger Herr Rudolf, der Planta von Zernetz mit ſeinem gleichnamigen die brave Bärentatze mit Unehren im Wappen führenden Sohne in den ärmlichſten Umſtänden.","norm":"In Mailand lebt, wie Euch nicht unbekannt sein wird . Euer alter bissiger Herr Rudolf, der Planta von Netz mit seinem gleichnamigen die brave Bärentatze mit Unehren im Wappen führenden Sohne in den ärmlichsten Umständen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.188000202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1444,"date":1876,"orig":"Jener intriguirt und ſpeiſt bei dem Gubernatore und dieſer treibt ſich mit deſſen Neffen in den eines weiten Rufs genießenden Spielhäuſern und Spelunken der Stadt herum.","norm":"Jener intriguirt und speist bei dem Gubernatore und dieser treibt sich mit dessen Neffen in den eines weiten Rufs genießenden Spielhäusern und Spelunken der Stadt herum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2758002281188965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1445,"date":1876,"orig":"Die zwei jungen Geſellen ſind von der gleichen Gemüthsart, und während der alte Planta vom Oheim mit politiſchen Hoffnungen kärglich genährt wird, erhält der junge vom Neffen, dem ein Gefährte ſeiner Tollheit erwünſcht und ein waffenkundiger Gehilfe ſeiner nicht über jeden Zweifel erhabenen Tapferkeit unentbehrlich iſt, reichliche Mittel zum ausgiebigen Genuſſe der Gegenwart.","norm":"Die zwei jungen Gesellen sind von der gleichen Gemütsart, und während der alte Planta vom Oheim mit politischen Hoffnungen kärglich genährt wird, erhält der junge vom Neffen, dem ein Gefährte seiner Tollheit erwünscht und ein waffenkundiger Gehilfe seiner nicht über jeden Zweifel erhabenen Tapferkeit unentbehrlich ist, reichliche Mittel zum ausgiebigen Genusse der Gegenwart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.243299961090088} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1446,"date":1876,"orig":"Dafür wollte ſich der Knabe Rudolf dankbar erweiſen, und da es ihm an Herz und Geiſt fehlt, um ſeinem freigebigen Freunde einen ehrenvollen und guten Dienſt zu leiſten, verfiel er auf einen ſchlechten und ſchimpflichen.","norm":"Dafür wollte sich der Knabe Rudolf dankbar erweisen, und da es ihm an Herz und Geist fehlt, um seinem freigebigen Freunde einen ehrenvollen und guten Dienst zu leisten, verfiel er auf einen schlechten und schimpflichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.080699920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1447,"date":1876,"orig":"Bei dem alten Planta, der einen verfallenen Palaſt im einſamſten Stadtquartiere bewohnt, hatte eine verwaiſte Nichte, ich weiß nicht von welcher geächteten Seitenlinie des Hauſes, Zuflucht gefunden.","norm":"Bei dem alten Planta, der einen verfallenen Palast im einsamsten Stadtquartiere bewohnt, hatte eine verwaiste Nichte, ich weiß nicht von welcher geächteten Seitenlinie des Hauses, Zuflucht gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.54610013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1448,"date":1876,"orig":"Dies Mädchen, eine ſeltene Schönheit, ſoll auf einen großen Beſitz in Bünden gerechten, aber unter den gegenwärtigen politiſchen Umſtänden unſichern Anſpruch haben, und wurde um dieſer Ausſicht willen von dem alten Rudolf ſeinem Sohne zur Frau beſtimmt.","norm":"Dies Mädchen, eine seltene Schönheit, soll auf einen großen Besitz in Bünden gerechten, aber unter den gegenwärtigen politischen Umständen unsicheren Anspruch haben, und wurde um dieser Aussicht Willen von dem alten Rudolf seinem Sohne zur Frau bestimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.987100124359131} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1449,"date":1876,"orig":"Lucretia jedoch iſt edlen Sinnes und verſchmäht den nichtswürdigen und unnützen Geſellen.","norm":"Lucretia jedoch ist edlen Sinnes und verschmäht den nichtswürdigen und unnützen Gesellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1450,"date":1876,"orig":"Nun mag Rudolf, um auf einen Wurf ſeinen Groll zu kühlen und ſeine Schuld abzutragen, mit dem jungen Serbelloni, dem die nur in der Kirche ſichtbare bündneriſche Schönheit als das höchſte Gut erſchien, einen niederträchtigen Handel abgeſchloſſen haben.","norm":"Nun mag Rudolf, um auf einen Wurf seinen Groll zu kühlen und seine Schuld abzutragen, mit dem jungen Serbelloni, dem die nur in der Kirche sichtbare bündnerische Schönheit als das höchste Gut erschien, einen niederträchtigen Handel abgeschlossen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5192999839782715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1451,"date":1876,"orig":"Genug, in einer Nacht, da der alte Rudolf beim Gubernatore, der junge im Spielhaus ſitzt und Lucretia mit einer bejahrten lombardiſchen Dienerin in dem öden Hauſe allein iſt, hört ſie verdächtiges Geräuſch im Nebengemache.","norm":"Genug, in einer Nacht, da der alte Rudolf beim Gubernatore, der junge im Spielhaus sitzt und Lucretia mit einer bejahrten lombardischen Dienerin in dem öden Hause allein ist, hört sie verdächtiges Geräusch im Nebengemache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.880099773406982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1452,"date":1876,"orig":"Diebe vermuthend, ergreift ſie das erſte beſte Meſſer und tritt in ihre vom Mond nur ſchwach erhellte Kammer.","norm":"Diebe vermutend, ergreift sie das erste beste Messer und tritt in ihre vom Mond nur schwach erhellte Kammer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.510300159454346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1453,"date":1876,"orig":"Da drückt ſich eine dunkle Geſtalt in den Schatten.","norm":"Da drückt sich eine dunkle Gestalt in den Schatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.276100158691406} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1454,"date":1876,"orig":"Lucretia ſchreitet auf ſie zu und ruft ſie an.","norm":"Lucretia schreitet auf sie zu und ruft sie an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.257699966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1455,"date":1876,"orig":"Der junge Serbelloni tritt ihr entgegen, ſtürzt ihr zu Füßen und umfängt ihre Kniee mit den glühendſten Liebesbetheurungen.","norm":"Der junge Serbelloni tritt ihr entgegen, stürzt ihr zu Füßen und umfängt ihre Knie mit den glühendsten Liebesbeteuerungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9453999996185303} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1456,"date":1876,"orig":"Sie nennt ihn einen Nichtswürdigen und behandelt ihn mit ſo kalter Verachtung, daß ſein Flehen ſich jäh in Drohung verwandelt und er ihr ſagt, ſie ſei in ſeiner Gewalt, die Thüren ſeien bewacht.","norm":"Sie nennt ihn einen Nichtswürdigen und behandelt ihn mit so kalter Verachtung, dass sein Flehen sich jäh in Drohung verwandelt und er ihr sagt, sie sei in seiner Gewalt, die Türen seien bewacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.150599956512451} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1457,"date":1876,"orig":"Doch Lucretia, von ſtattlicher Geſtalt und hohem Gemüth, hält den Emporſpringenden mit der Linken kraftvoll nieder und ſtößt ihm mit der Rechten von oben das Meſſer in die Bruſt.","norm":"Doch Lucretia, von stattlicher Gestalt und hohem Gemüt, hält den Emporspringenden mit der Linken kraftvoll nieder und stößt ihm mit der Rechten von oben das Messer in die Brust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.108099937438965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1458,"date":1876,"orig":"Er ſchwankt und ſchreit nach ſeinen Knechten.","norm":"Er schwankt und schreit nach seinen Knechten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324999809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1459,"date":1876,"orig":"Jetzt ſtürzt die beſtochene Kammervettel, die an der Thüre gehorcht hatte, mit Jammergekreiſch ins Gemach und ſchreckt mit ihrem mörderlichen Hilferufen die Nachbarſchaft aus dem Schlafe.","norm":"Jetzt stürzt die bestochene Kammervettel, die an der Türe gehorcht hatte, mit Jammergekreisch ins Gemach und schreckt mit ihrem mörderlichen Hilferufen die Nachbarschaft aus dem Schlafe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038300037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1460,"date":1876,"orig":"Die gewaltſame Entführung iſt vereitelt, man hebt den blutenden Serbelloni auf und trägt ihn weg.","norm":"Die gewaltsame Entführung ist vereitelt, man hebt den blutenden Serbelloni auf und trägt ihn weg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.235899925231934} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1461,"date":1876,"orig":"Die Wahrheit wird vertuſcht, der Vorfall durch einen unzeitigen Beſuch bei dem jungen Planta nothdürftig erklärt und als ein Mißverſtändniß achſelzuckend beklagt.","norm":"Die Wahrheit wird vertuscht, der Vorfall durch einen unzeitigen Besuch bei dem jungen Planta notdürftig erklärt und als ein Missverständnis achselzuckend beklagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.495299816131592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1462,"date":1876,"orig":"Die ſchöne Lucretia aber begiebt ſich ſchon am nächſten Morgen in den Palaſt des Gubernatore, bittet um ſeinen Schutz, wird, da der Neffe nicht auf den Tod verwundet iſt, vom Oheim mit höchſter Auszeichnung, ja mit Bewunderung aufgenommen und thut ihm den Entſchluß kund, welches Schickſal ihrer dort warte, in ihre bündneriſchen Berge zurückzukehren, denn es ſei beſſer daheim zu darben als das ſchmachvolle Brot der Verbannung zu eſſen.“ —","norm":"Die schöne Lucretia aber begibt sich schon am nächsten Morgen in den Palast des Gubernatore, bittet um seinen Schutz, wird, da der Neffe nicht auf den Tod verwundet ist, vom Oheim mit höchster Auszeichnung, ja mit Bewunderung aufgenommen und tut ihm den Entschluss kund, welches Schicksal ihrer dort warte, in ihre bündnerischen Berge zurückzukehren, denn es sei besser daheim zu darben als das schmachvolle Brot der Verbannung zu essen .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.655600070953369} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1463,"date":1876,"orig":"Nach einer längern Pauſe fuhr Wertmüller fort:","norm":"Nach einer längeren Pause fuhr Wertmüller fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.993800163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1464,"date":1876,"orig":"„Der Schluß des Briefes iſt merkwürdig.","norm":"„Der Schluss des Briefes ist merkwürdig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.994899988174438} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1465,"date":1876,"orig":"Man meint, ſie habe ſich nach Venedig gewandt, um von meinem Herzog einen Freibrief zur Heimreiſe zu begehren. —","norm":"Man meint, sie habe sich nach Venedig gewandt, um von meinem Herzog einen Freibrief zur Heimreise zu begehren . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5152997970581055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1466,"date":1876,"orig":"Seid Ihr nicht ſtolz auf dieſe bündneriſche Judith?","norm":"Seid Ihr nicht stolz auf diese bündnerische Judith?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874599933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1467,"date":1876,"orig":"Diesmal hätte ich für meine Erzählung ſicher auf Euren Beifall gerechnet und Ihr ſchweigt wie eine Statua, Herr Hauptmann?“","norm":"Diesmal hätte ich für meine Erzählung sicher auf Euren Beifall gerechnet und Ihr schweigt wie eine Statue, Herr Hauptmann?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654699802398682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1468,"date":1876,"orig":"Mit neugierigen Augen ſchaute der Locotenent dem gegenüber ſitzenden Jenatſch, der ſich zum Schutze gegen den Abendwind feſt in ſeinen Mantel gewickelt hatte, in das von dem ſpaniſchen Hute beſchattete Geſicht; aber ein Scherzwort, das er ihm zuzuwerfen im Begriffe war, erſtarb auf ſeiner Lippe und ihn fröſtelte.","norm":"Mit neugierigen Augen schaute der Locotenent dem gegenüber sitzenden Jenatsch, der sich zum Schutze gegen den Abendwind fest in seinen Mantel gewickelt hatte, in das von dem spanischen Hute beschattete Gesicht; aber ein Scherzwort, das er ihm zuzuwerfen im Begriffe war, erstarb auf seiner Lippe und ihn fröstelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730899810791016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1469,"date":1876,"orig":"Das braune Antlitz des in der Gondel Zurückgelehnten, das er im Laufe dieſes Tages immer belebt und bewegt geſehen hatte von den verſchiedenſten Aeußerungen eines feurigen Temperamentes und geſchmeidigen Geiſtes, es war wie erſtorben und erkaltet zu metallener Härte.","norm":"Das braune Antlitz des in der Gondel zurückgelehnten, das er im Laufe dieses Tages immer belebt und bewegt gesehen hatte von den verschiedensten Äußerungen eines feurigen Temperamentes und geschmeidigen Geistes, es war wie erstorben und erkaltet zu metallener Härte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.529099941253662} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1470,"date":1876,"orig":"Unverwandt ſtaunte es vor ſich hin auf die dämmernd gerötheten Wellen und erſchien fremdartig verzogen und drohend in ſeiner Erſtarrung.","norm":"Unverwandt staunte es vor sich hin auf die dämmernd geröteten Wellen und erschien fremdartig verzogen und drohend in seiner Erstarrung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.117300033569336} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1471,"date":1876,"orig":"Der Zürcher indeſſen ließ ſich nicht gerne verblüffen und, da ihm nichts Schickliches und Kluges einfiel, kam er noch einmal mit bewundernden Ausführungen auf die bündneriſche Judith zurück.","norm":"Der Zürcher indessen ließ sich nicht gerne verblüffen und, da ihm nichts Schickliches und Kluges einfiel, kam er noch einmal mit bewundernden Ausführungen auf die bündnerische Judith zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.206399917602539} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1472,"date":1876,"orig":"„Laßt doch die unwürdige, die überaus unpaſſende Vergleichung!“ fuhr jetzt der Andre heftig und ſcharf aus ſeinem Traume auf.","norm":"„Lasst doch die unwürdige, die überaus unpassende Vergleichung!“ fuhr jetzt der Andere heftig und scharf aus seinem Traume auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.957799911499023} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1473,"date":1876,"orig":"— „Jede Bündnerin hätte an Lucretias Stelle wie ſie gethan.“","norm":"— „Jede Bündnerin hätte an Lucretias Stelle wie sie getan .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.370500087738037} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1474,"date":1876,"orig":"Dann ſchien er plötzlich die nahenden Lichter der Stadt zu bemerken und ſprang, auf ſie hinweiſend, ohne jede Vermittlung in einen liebenswürdigen Ton über.","norm":"Dann schien er plötzlich die nahenden Lichter der Stadt zu bemerken und sprang, auf sie hinweisend, ohne jede Vermittlung in einen liebenswürdigen Ton über.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3302998542785645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1475,"date":1876,"orig":"„Da langen wir ja ſchon an,“ ſagte er leichthin.","norm":"„Da langen wir ja schon an,“ sagte er leichthin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.77869987487793} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1476,"date":1876,"orig":"„Könnten wir nicht, bevor wir an der Treppe des Herzogs anlegen, hinaus an die Zattere fahren, wohin ich meine Dienerſchaft mit den aus Dalmatien zurückgebrachten Habſeligkeiten beordert habe?","norm":"„Könnten wir nicht, bevor wir an der Treppe des Herzogs anlegen, hinaus an die Zattere fahren, wohin ich meine Dienerschaft mit den aus Dalmatien zurückgebrachten Habseligkeiten beordert habe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.349199771881103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1477,"date":1876,"orig":"Ich möchte dieſe gleich im Palaſte des Herzogs in Sicherheit bringen.“","norm":"Ich möchte diese gleich im Palaste des Herzogs in Sicherheit bringen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.027699947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1478,"date":1876,"orig":"„Das geht kaum an, Hauptmann.","norm":"„Das geht kaum an, Hauptmann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1479,"date":1876,"orig":"Der Umweg wäre bedeutend und die Nacht bricht ein.","norm":"Der Umweg wäre 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die eines Löwen aus der Nacht entgegen.","norm":"Noch einmal suchte er auf dem tief beschatteten Gesichte vor ihm zu lesen, aber die Gondel bog eben in eine schmale, finstere Lagune ein und nur zwei glühende Augensterne blickten ihm, wie die eines Löwen aus der Nacht entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.198400020599365} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1482,"date":1876,"orig":"Als die Gondel im Canal grande vor den Marmorſtufen des herzoglichen Palaſtes neben einer andern, zur Abfahrt bereiten, anlegte, zeigten ſich auf der Schwelle des ſchön gewölbten Thores zwei Männergeſtalten in Staatstracht, die ſich in ausdrucksvoller Silhouette vom hellen Hintergrunde der glänzend erleuchteteten Halle abhoben.","norm":"Als die Gondel im Kanal grande vor den Marmorstufen des herzoglichen Palastes neben einer anderen, zur Abfahrt bereiten, anlegte, zeigten sich auf der Schwelle des schön gewölbten Tores zwei Männergestalten in Staatstracht, die sich in ausdrucksvoller Silhouette vom hellen Hintergrunde der glänzend erleuchtetet Halle abhoben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.266900062561035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1483,"date":1876,"orig":"Die eine zeigte den feinen Bau und die ruhige, geſchmeidige Bewegung des vornehmen Venetianers, die andere, von behaglicher Fülle und deutſchehrbarem Anſehen, weigerte ſich mit etwas kleinſtädtiſcher Höflichkeit den Vortritt zu nehmen.","norm":"Die eine zeigte den feinen Bau und die ruhige, geschmeidige Bewegung des vornehmen Venezianers, die andere, von behaglicher Fülle und deutschehrbarem Ansehen, weigerte sich mit etwas kleinstädtischer Höflichkeit den Vortritt zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.408999919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1484,"date":1876,"orig":"„Voran, Herr Waſer!","norm":"„Voran, Herr Wasser!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.6016998291015625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1485,"date":1876,"orig":"Ihr ſeid mein verehrter Gaſt,“ ſagte der Schlanke, den jetzt Jenatſch und Wertmüller als den Provveditore der Republik mit höchſter Ehrerbietung begrüßten.","norm":"Ihr seid mein verehrter Gast,“ sagte der Schlanke, den jetzt Jenatsch und Wertmüller als den Provveditore der Republik mit höchster Ehrerbietung begrüßten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.506999969482422} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1486,"date":1876,"orig":"Grimani wandte ſich dem Bündner mit gewinnender Freundlichkeit zu.","norm":"Grimani wandte sich dem Bündner mit gewinnender Freundlichkeit zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877299785614014} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1487,"date":1876,"orig":"„Für diesmal keine Auseinanderſetzung,“ ſagte er.","norm":"„Für diesmal keine Auseinandersetzung,“ sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36359977722168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1488,"date":1876,"orig":"Ich darf Euch, da Ihr von dem edlen Herzog erwartet ſeid, hier nicht aufhalten.","norm":"Ich darf Euch, da Ihr von dem edlen Herzog erwartet seid, hier nicht aufhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.116799831390381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1489,"date":1876,"orig":"Von minder Wichtigem ſpäter.","norm":"Von minder Wichtigem später.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.535799980163574} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1490,"date":1876,"orig":"Wir ſehen uns wieder.“","norm":"Wir sehen uns wieder .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026500225067139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1491,"date":1876,"orig":"Herr Waſer konnte es nicht unterlaſſen auch ſeinerſeits, bevor er den Fuß in die Gondel ſetzte, dem Jugendfreunde die Hand zu reichen und ihm zuzuflüſtern:","norm":"Herr Wasser konnte es nicht unterlassen auch seinerseits, bevor er den Fuß in die Gondel setzte, dem Jugendfreunde die Hand zu reichen und ihm zuzuflüstern:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.053400039672852} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1492,"date":1876,"orig":"„Der Herzog iſt Dir überaus günſtig und auch Grimani, mein gütiger Wirth in Venedig, äußerte ſich wohlwollend über Deine Perſon und rühmte Deine Leiſtungen.“","norm":"„Der Herzog ist Dir überaus günstig und auch Grimani, mein gütiger Wirt in Venedig, äußerte sich wohlwollend über Deine Person und rühmte Deine Leistungen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.345099925994873} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1493,"date":1876,"orig":"Die Gondel fuhr ab.","norm":"Die Gondel fuhr ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.971499919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1494,"date":1876,"orig":"Während ſie die Halle durchſchritten ſagte Jenatſch lächelnd zu Wertmüller:","norm":"Während sie die Halle durchschritten sagte Jenatsch lächelnd zu Wertmüller:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.398099899291992} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1495,"date":1876,"orig":"„Ich bin in den dalmatiſchen Bergen verwildert und ſoll jetzt ohne Vorbereitung die Sphäre der zarten Herzogin betreten.","norm":"„Ich bin in den dalmatischen Bergen verwildert und soll jetzt ohne Vorbereitung die Sphäre der zarten Herzogin betreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8043999671936035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1496,"date":1876,"orig":"— Sie iſt ohne Frage an Rang und Geiſt die vornehmſte Dame, der mich meine Sterne zu Füßen legten.","norm":"— sie ist ohne Frage an Rang und Geist die vornehmste Dame, der mich meine Sterne zu Füßen legten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.550899982452393} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1497,"date":1876,"orig":"Erlaubt, Locotenent, daß ich in Eurer Kammer mein Wams bürſte und leiht mir Euern ſchönſten Spitzenkragen!“","norm":"Erlaubt, Locotenent, dass ich in Eurer Kammer mein Wams bürste und leiht mir Euren schönsten Spitzenkragen!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703800201416016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1498,"date":1876,"orig":"Damit eilten die beiden Offiziere in raſchen Sätzen die breitgeſtuften Treppen hinauf.","norm":"Damit eilten die beiden Offiziere in raschen Sätzen die breitgestuften Treppen hinauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151299953460693} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1499,"date":1876,"orig":"Fünftes Kapitel.","norm":"Fünftes Kapitel.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.66319990158081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1500,"date":1876,"orig":"„Der Herzog iſt allein, er wünſcht Euch wohl vertraulich zu ſprechen,“ ſagte Wertmüller zu Jenatſch, als er ihn einige Augenblicke ſpäter in die herzoglichen Gemächer einführte.","norm":"„Der Herzog ist allein, er wünscht Euch wohl vertraulich zu sprechen,“ sagte Wertmüller zu Jenatsch, als er ihn einige Augenblicke später in die herzoglichen Gemächer einführte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.09689998626709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1501,"date":1876,"orig":"Er ließ ihn zuerſt in ein mäßig beleuchtetes, mit dunkelm Holzwerke bekleidetes Vorzimmer treten, das durch eine von Säulen getheilte dreifache Bogenpforte den vollen Blick in den einige Stufen höher gelegenen Prachtſaal gewährte.","norm":"Er ließ ihn zuerst in ein mäßig beleuchtetes, mit dunklem Holzwerke bekleidetes Vorzimmer treten, das durch eine von Säulen geteilte dreifache Bogenpforte den vollen Blick in den einige Stufen höher gelegenen Prachtsaal gewährte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.038099765777588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1502,"date":1876,"orig":"Dieſes reich vergoldete längliche Gemach mit ſeiner Reihe von fünf Fenſterbogen mochte die auf den Canal ſchauende Faſſade des prunkenden Bauwerks bilden.","norm":"Dieses reich vergoldete längliche Gemach mit seiner Reihe von fünf Fensterbogen mochte die auf den Kanal schauende Fassade des prunkenden Bauwerks bilden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.131499767303467} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1503,"date":1876,"orig":"Der Herzog kehrte der dämmerigen Fenſterwand den Rücken zu.","norm":"Der Herzog kehrte der dämmerigen Fensterwand den Rücken zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.65310001373291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1504,"date":1876,"orig":"Er ſaß, in einem Buche leſend, vor dem hohen, mit verſchlungenen Figuren und Fruchtſchnüren von Marmor umrahmten und überladenen Kamine, in welchem ein lebhaftes Feuer flammte.","norm":"Er saß, in einem Buche lesend, vor dem hohen, mit verschlungenen Figuren und Fruchtschnüren von Marmor umrahmten und überladenen Kamine, in welchem ein lebhaftes Feuer flammte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.020100116729736} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1505,"date":1876,"orig":"Schon ſetzte Wertmüller den Fuß auf die mit türkiſchen Teppichen belegten Stufen, um den Hauptmann anzumelden, als der Herzog ſein Buch ſchloß und ſich von ſeinem Sitze erhebend, es auf den Kaminſims legte, ohne jedoch den Eintretenden, die er noch nicht bemerkt hatte, ſich zuzuwenden.","norm":"Schon setzte Wertmüller den Fuß auf die mit türkischen Teppichen belegten Stufen, um den Hauptmann anzumelden, als der Herzog sein Buch schloss und sich von seinem Sitze erhebend, es auf den Kaminsims legte, ohne jedoch den Eintretenden, die er noch nicht bemerkt hatte, sich zuzuwenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.465000152587891} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1506,"date":1876,"orig":"Im gleichen Augenblicke hielt Jenatſch den jungen Offizier, der ihn vorſtellen wollte, mit einem raſchen Griffe ſeiner eiſernen Hand zurück.","norm":"Im gleichen Augenblicke hielt Jenatsch den jungen Offizier, der ihn vorstellen wollte, mit einem raschen Griffe seiner eisernen Hand zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.657199859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1507,"date":1876,"orig":"„Halt“, flüſterte er, auf die ihnen gegenüberliegende Thür eines anderen Nebenraumes hinweiſend, „—ich komme zur Unzeit.“","norm":"„Halt“, flüsterte er, auf die ihnen gegenüberliegende Tür eines anderen Nebenraumes hinweisend, „— ich komme zur Unzeit .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.373899936676025} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1508,"date":1876,"orig":"Durch dieſe Thüre trat mit lebhafter Bewegung und verweintem Angeſichte die Herzogin und führte an der Hand eine große ruhige Frauengeſtalt ihrem Gemahle entgegen, in welcher Wertmüller auf den erſten Blick die Beterin vor dem Hochaltare der Frari wiedererkannte.","norm":"Durch diese Türe trat mit lebhafter Bewegung und verweintem Angesichte die Herzogin und führte an der Hand eine große ruhige Frauengestalt ihrem Gemahle entgegen, in welcher Wertmüller auf den ersten Blick die Beterin vor dem Hochaltare der Frari wiedererkannte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046599864959717} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1509,"date":1876,"orig":"Unwillkürlich dem Gefühle des ihn Zurückziehenden gehorchend, wich er mit Jenatſch hinter die Draperie des Einganges zurück und blieb dort ſtehen als ein verborgener, aber aufmerkſamer Zeuge auch des Geringſten, was im Saale vorging.","norm":"Unwillkürlich dem Gefühle des ihn Zurückziehenden gehorchend, wich er mit Jenatsch hinter die Draperie des Einganges zurück und blieb dort stehen als ein verborgener, aber aufmerksamer Zeuge auch des Geringsten, was im Saale vorging.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.678999900817871} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1510,"date":1876,"orig":"„Hier bring' ich Euch eine vom Schickſal Verfolgte, mein Gemahl“, begann die erregte Herzogin.","norm":"„Hier bringe ich Euch eine vom Schicksal Verfolgte, mein Gemahl“, begann die erregte Herzogin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33459997177124} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1511,"date":1876,"orig":"„Sie iſt Eurer chriſtlichen Hilfeleiſtung und Eures ritterlichen Schutzes bedürftig und, wahrlich, es iſt Eurer hohen Tugend würdig, ihr Schirmvogt zu werden.","norm":"„sie ist Eurer christlichen Hilfeleistung und Eures ritterlichen Schutzes bedürftig und, wahrlich, es ist Eurer hohen Tugend würdig, ihr Schirmvogt zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.249800205230713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1512,"date":1876,"orig":"— Sie hat mir ihr volles Vertrauen geſchenkt, und ihr ſchmerzenreiches Loos ohne Rückhalt entſchleiert.","norm":"— sie hat mir ihr volles Vertrauen geschenkt, und ihr schmerzenreiches Los ohne Rückhalt entschleiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.030700206756592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1513,"date":1876,"orig":"Dabei war mir vergönnt — ich kann es auch in ihrer Gegenwart nicht verſchweigen — einen erhebenden Blick in die Tragödie eines mit dem ehernen Schickſale kämpfenden, antiken Charakters zu thun.","norm":"Dabei war mir vergönnt — ich kann es auch in ihrer Gegenwart nicht verschweigen — einen erhebenden Blick in die Tragödie eines mit dem ehernen Schicksale kämpfenden, antiken Charakters zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3383002281188965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1514,"date":1876,"orig":"Dieſes edle Weſen trägt nicht ohne Bedeutung den Namen Lucretia.","norm":"Dieses edle Wesen trägt nicht ohne Bedeutung den Namen Lucretia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305300235748291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1515,"date":1876,"orig":"Sie ſtammt aus einem der beſten Geſchlechter jenes wilden Berglandes, das Euch als ſeinem Retter entgegenharrt.","norm":"Sie stammt aus einem der besten Geschlechter jenes wilden Berglandes, das Euch als seinem Retter entgegenharrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.225800037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1516,"date":1876,"orig":"Noch war ſie ein harmloſes Kind, als ihr Vater, der einzige Gegenſtand ihrer Liebe, von grauſamen Feinden nächtlich gewürgt, und ſie ſchutzlos und geächtet dem Elende und der Bosheit dieſer gottloſen Welt preisgegeben wurde . . . .","norm":"Noch war sie ein harmloses Kind, als ihr Vater, der einzige Gegenstand ihrer Liebe, von grausamen Feinden nächtlich gewürgt, und sie schutzlos und geächtet dem Elende und der Bosheit dieser gottlosen Welt preisgegeben wurde . . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.878299951553344} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1517,"date":1876,"orig":"Aber ihr Herz blieb rein und ihre tapfere Hand zerſchnitt mit dem Dolche die Schlingen des Laſters.","norm":"Aber ihr Herz blieb rein und ihre tapfere Hand zerschnitt mit dem Dolche die Schlingen des Lasters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.100599765777588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1518,"date":1876,"orig":"Seid ihr hilfreich, theurer Herr!","norm":"Seid ihr hilfreich, teurer Herr!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.978499889373779} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1519,"date":1876,"orig":"Alle dieſer geliebten Lucretia erzeigte Gnade ſeh' ich an, als hättet Ihr ſie mir erwieſen; denn ihr Unglück erfüllt meine ganze Seele! —“","norm":"Alle dieser geliebten Lucretia erzeigte Gnade sehe ich an, als hättet Ihr sie mir erwiesen; denn ihr Unglück erfüllt meine ganze Seele! —“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.17710018157959} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1520,"date":1876,"orig":"Hier brach die gerührte Fürbitterin von neuem in Thränen aus und warf ſich, das Antlitz mit den Händen bedeckend, in einen Lehnſtuhl.","norm":"Hier brach die gerührte Fürbitterin von neuem in Tränen aus und warf sich, das Antlitz mit den Händen bedeckend, in einen Lehnstuhl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.446099996566772} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1521,"date":1876,"orig":"Während dieſes Redeſtromes hatte der Herzog ſeine Blicke voller Güte auf die ſchweigend und beſcheiden vor ihm ſtehende Bündnerin gerichtet, als ſuchte er in ihren ruhigen Zügen und in ihren warmen dunkeln Augen das Anliegen zu leſen, welches ſie zu ihm führte; denn dieſes war ihm bis jetzt trotz der eifrigen Verwendung und begeiſterten Rede ſeiner Gemahlin vollkommen unverſtändlich und verborgen geblieben.","norm":"Während dieses Redestromes hatte der Herzog seine Blicke voller Güte auf die schweigend und bescheiden vor ihm stehende Bündnerin gerichtet, als suchte er in ihren ruhigen Zügen und in ihren warmen dunklen Augen das Anliegen zu lesen, welches sie zu ihm führte; denn dieses war ihm bis jetzt trotz der eifrigen Verwendung und begeisterten Rede seiner Gemahlin vollkommen unverständlich und verborgen geblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3649001121521} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1522,"date":1876,"orig":"„Ich bin des Pompejus Planta Tochter, Lucretia“, beantwortete jetzt die Fremde ſeine ſtumme Frage.","norm":"„Ich bin des Pompejus Planta Tochter, Lucretia“, beantwortete jetzt die Fremde seine stumme Frage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.058499813079834} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1523,"date":1876,"orig":"„Als mein Vater in Bünden geächtet ward, brachte er mich, die Fünfzehnjährige, zu den Kloſterfrauen nach Monza und dort traf mich die Kunde ſeiner Ermordung.","norm":"„Als mein Vater in Bünden geächtet wurde, brachte er mich, die Fünfzehnjährige, zu den Klosterfrauen nach Monza und dort traf mich die Kunde seiner Ermordung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.954200029373169} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1524,"date":1876,"orig":"Erlaßt mir, Euch zu ſagen, wie ſie mein Leben zerſtörte und wie völlig ich ſeither verwaiſt bin.","norm":"Erlasst mir, Euch zu sagen, wie sie mein Leben zerstörte und wie völlig ich seither verwaist bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.066800117492676} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1525,"date":1876,"orig":"Heim in mein Bünden konnte ich nicht kehren, und kann es auch jetzt nicht ohne Eure Hilfe.","norm":"Heim in mein Bünden konnte ich nicht kehren, und kann es auch jetzt nicht ohne Eure Hilfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.443299770355225} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1526,"date":1876,"orig":"Es iſt geſchlagen von Krieg und ſchwerer innerer Zwietracht, denn der Fluch ungerochener Mordthat ruht auf ihm und das Blut meines Vaters ſchreit gen Himmel.","norm":"Es ist geschlagen von Krieg und schwerer innerer Zwietracht, denn der Fluch ungerochener Mordtat ruht auf ihm und das Blut meines Vaters schreit gen Himmel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9430999755859375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1527,"date":1876,"orig":"— Wohl lebt mir noch ein Ohm in Mailand, der geächtete Rudolf Planta, der bis heute mit mir das Brot der Verbannung theilte; denn in das Stift zu Monza trat ich nicht, weil ich zu arm war und meine Berge nicht auf ewig miſſen wollte.","norm":"— Wohl lebt mir noch ein Ohm in Mailand, der geächtete Rudolf Planta, der bis heute mit mir das Brot der Verbannung teilte; denn in das Stift zu Monza trat ich nicht, weil ich zu arm war und meine Berge nicht auf ewig missen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.646399974822998} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1528,"date":1876,"orig":"Warum ich jetzt den Ohm verlaſſe, geſtattet mir zu verſchweigen.","norm":"Warum ich jetzt den Ohm verlasse, gestattet mir zu verschweigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.549600124359131} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1529,"date":1876,"orig":"— Ich bin ein vom Stamme geriſſener, auf dem Strome treibender Zweig und kann nicht Wurzel ſchlagen, bis ich den Boden der Heimath erreiche und getränkt werde mit dem Blute gerechter Sühne.","norm":"— Ich bin ein vom Stamme gerissener, auf dem Strome treibender Zweig und kann nicht Wurzel schlagen, bis ich den Boden der Heimat erreiche und getränkt werde mit dem Blute gerechter Sühne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.469799995422363} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1530,"date":1876,"orig":"„Gebt mir einen Freibrief nach Bünden, edler Herr!","norm":"„Gebt mir einen Freibrief nach Bünden, edler Herr!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.54610013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1531,"date":1876,"orig":"Ich habe vernommen, daß Euer Einfluß ſchon jetzt dort mächtig iſt und ſich bald auf Eure ſiegreichen Waffen ſtützen wird.","norm":"Ich habe vernommen, dass Euer Einfluss schon jetzt dort mächtig ist und sich bald auf Eure siegreichen Waffen stützen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.542300224304199} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1532,"date":1876,"orig":"Ich habe gegen mein Vaterland nie gefrevelt und bin den Anſchlägen meines Ohms und der ſpaniſchen Partei in Gedanken und Thaten völlig fremd geblieben.","norm":"Ich habe gegen mein Vaterland nie gefrevelt und bin den Anschlägen meines Ohms und der spanischen Partei in Gedanken und Taten völlig fremd geblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9446001052856445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1533,"date":1876,"orig":"Ich will mein Erbhaus zurückfordern und das Recht meines Vaters ſuchen, denn allein dazu bin ich noch da.“","norm":"Ich will mein Erbhaus zurückfordern und das Recht meines Vaters suchen, denn allein dazu bin ich noch da .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.089700222015381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1534,"date":1876,"orig":"Der Herzog hatte der ſchönen Fremden mit Aufmerkſamkeit zugehört, jetzt ergriff er väterlich ihre Hand und ſagte mit überlegener Milde:","norm":"Der Herzog hatte der schönen Fremden mit Aufmerksamkeit zugehört, jetzt ergriff er väterlich ihre Hand und sagte mit überlegener Milde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6132001876831055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1535,"date":1876,"orig":"„Ich begreife den Schmerz Eurer Verlaſſenheit, mein Fräulein, auch bin ich damit einverſtanden, daß Ihr Euren heimathlichen Boden wieder gewinnt und dort dem Andenken Eures Vaters lebt.","norm":"„Ich begreife den Schmerz Eurer Verlassenheit, mein Fräulein, auch bin ich damit einverstanden, dass Ihr Euren heimatlichen Boden wieder gewinnt und dort dem Andenken Eures Vaters lebt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.973900079727173} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1536,"date":1876,"orig":"Gerne werd' ich durch einen Freibrief Euch dazu behilflich ſein. —","norm":"Gerne werde ich durch einen Freibrief Euch dazu behilflich sein . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.30649995803833} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1537,"date":1876,"orig":"Anders verhält es ſich mit dem, was Ihr Sühne nennt.","norm":"Anders verhält es sich mit dem, was Ihr Sühne nennt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.085400104522705} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1538,"date":1876,"orig":"Bedarf es einer ſolchen, ſo, glaubt es, wird ſie nicht ausbleiben.","norm":"Bedarf es einer solchen, so, glaubt es, wird sie nicht ausbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.397799968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1539,"date":1876,"orig":"Unſer ganzes Leben, ja das Leben der Menſchheit ſeit ihrem Anfang iſt eine Verkettung von Schuld und Sühne.","norm":"Unser ganzes Leben, ja das Leben der Menschheit seit ihrem Anfang ist eine Verkettung von Schuld und Sühne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.4763998985290527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1540,"date":1876,"orig":"Schwer aber iſt es dem menſchlichen Kurzblicke die richtige Vergeltung zu wählen, und ſicherer in jedem Falle, Frevel durch Opfer der Liebe zu tilgen, als Gewaltthat durch Gewaltthat zu rächen und ſo Fluch auf Fluch zu häufen.","norm":"Schwer aber ist es dem menschlichen Kurzblicke die richtige Vergeltung zu wählen, und sicherer in jedem Falle, Frevel durch Opfer der Liebe zu tilgen, als Gewalttat durch Gewalttat zu rächen und so Fluch auf Fluch zu häufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481599807739258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1541,"date":1876,"orig":"— Beſonders die unſichere Frauenhand berühre niemals in den Leidenſchaften des Bürgerkriegs die zweiſchneidige Waffe perſönlicher Rache.","norm":"— Besonders die unsichere Frauenhand berühre niemals in den Leidenschaften des Bürgerkriegs die zweischneidige Waffe persönlicher Rache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4822998046875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1542,"date":1876,"orig":"Mehr als ein Mal in unſern heimiſchen Kämpfen war auch ich von Mörderhand bedroht, aber, hätte ſie mich getroffen, mit dem letzten Athemzuge hätte ich Frau und Kind angefleht, ſich mit keinem Rachegedanken, geſchweige mit einer Rachethat zu beflecken.","norm":"Mehr als ein Mal in unseren heimischen Kämpfen war auch ich von Mörderhand bedroht, aber, hätte sie mich getroffen, mit dem letzten Atemzuge hätte ich Frau und Kind angefleht, sich mit keinem Rachegedanken, geschweige mit einer Rachetat zu beflecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1427998542785645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1543,"date":1876,"orig":"Denn: Ich will vergelten, ſpricht der Herr.“","norm":"Denn: Ich will vergelten, spricht der Herr .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5366997718811035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1544,"date":1876,"orig":"Lucretia ſah den Herzog mit ernſten, zweifelnden Blicken an.","norm":"Lucretia sah den Herzog mit ernsten, zweifelnden Blicken an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.785599946975708} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1545,"date":1876,"orig":"Die chriſtliche Milde des Feldherrn befremdete ſie und ſein Tadel traf ſie unerwartet.","norm":"Die christliche Milde des Feldherrn befremdete sie und sein Tadel traf sie unerwartet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.612199783325195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1546,"date":1876,"orig":"Aber bevor ſie noch ihre Gedanken zur Antwort geſammelt hatte, veränderte ſich plötzlich ihr Angeſicht, als erblicke ſie etwas Unmögliches.","norm":"Aber bevor sie noch ihre Gedanken zur Antwort gesammelt hatte, veränderte sich plötzlich ihr Angesicht, als erblicke sie etwas Unmögliches.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.596099853515625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1547,"date":1876,"orig":"Ihre ganze Seele trat in die erſchrockenen Augen, die, wie gebannt, auf der mittleren Säulenpforte haften blieben.","norm":"Ihre ganze Seele trat in die erschrockenen Augen, die, wie gebannt, auf der mittleren Säulenpforte haften blieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.637800216674805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1548,"date":1876,"orig":"Dort erſchien, feſten Trittes die Stufen heranſteigend, die hochaufgerichtete Geſtalt eines Mannes, ſtolz und gefaßt, wie ein verurtheilter König ſein Blutgerüſt beſteigt, und Jürg Jenatſch ſchritt der Erſtarrenden mit entblößtem Haupte entgegen.","norm":"Dort erschien, festen Trittes die Stufen heransteigend, die hochaufgerichtete Gestalt eines Mannes, stolz und gefasst, wie ein verurteilter König sein Blutgerüst besteigt, und Jürg Jenatsch schritt der Erstarrenden mit entblößtem Haupte entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730999946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1549,"date":1876,"orig":"Nach einer ſtummen Begrüßung des herzoglichen Paares trat er vor die Tochter des Herrn Pompejus hin und ſprach:","norm":"Nach einer stummen Begrüßung des herzoglichen Paares trat er vor die Tochter des Herrn Pompejus hin und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.024700164794922} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1550,"date":1876,"orig":"„Dein Recht ſoll Dir werden, Lucretia.","norm":"„Dein Recht soll Dir werden, Lucretia.","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.8531999588012695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1551,"date":1876,"orig":"Der Mann, der den Planta erſchlug, iſt Dir von Rechtswegen verfallen.","norm":"Der Mann, der den Planta erschlug, ist Dir von Rechtswegen verfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.274799823760986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1552,"date":1876,"orig":"Er ſtellt ſich Dir und erwartet hier Deinen Spruch.","norm":"Er stellt sich Dir und erwartet hier Deinen Spruch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481900215148926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1553,"date":1876,"orig":"Nimm ſein Leben.","norm":"Nimm sein Leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"az","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.962399959564209} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1554,"date":1876,"orig":"Es iſt Dein — zwiefach Dein.","norm":"Es ist Dein — zwiefach Dein.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.969099998474121} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1555,"date":1876,"orig":"Schon der Knabe hätte es für Dich geopfert.","norm":"Schon der Knabe hätte es für Dich geopfert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.73360013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1556,"date":1876,"orig":"Seit ich die Hand an Deinen Vater legen mußte, iſt mir das Daſein verhaßt, wo ich es nicht für das von Tauſenden meines Volkes einſetzen kann.","norm":"Seit ich die Hand an Deinen Vater legen musste, ist mir das Dasein verhasst, wo ich es nicht für das von Tausenden meines Volkes einsetzen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.599800109863281} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1557,"date":1876,"orig":"Darnach dürſtet meine Seele und dazu bietet mir dieſer edle Herr vielleicht morgen ſchon Gelegenheit.","norm":"Danach dürstet meine Seele und dazu bietet mir dieser edle Herr vielleicht morgen schon Gelegenheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5655999183654785} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1558,"date":1876,"orig":"Das bedenke, Lucretia Planta!","norm":"Das bedenke, Lucretia Planta!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.706500053405762} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1559,"date":1876,"orig":"Bei Dir ſteht die Entſcheidung wer von Euch Beiden das größere Recht auf mein Blut habe, ob Bünden oder Du“. —","norm":"Bei Dir steht die Entscheidung wer von Euch beiden das größere Recht auf mein Blut habe, ob Bünden oder Du“. —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.582900047302246} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1560,"date":1876,"orig":"Der Eindruck dieſer Erklärung auf das Fräulein war ein erſchütternder.","norm":"Der Eindruck dieser Erklärung auf das Fräulein war ein erschütternder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.017899990081787} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1561,"date":1876,"orig":"Der Mörder, in deſſen Verfolgung ſie die Pflicht ihres Lebens ſah, legte aus freiem Entſchluſſe das ſeinige in ihre Hand und er that es mit einer Hochherzigkeit, die eine ebenbürtige Seele reizen mußte, ſich ihr mit einer großen That der Verzeihung gleichzuſtellen.","norm":"Der Mörder, in dessen Verfolgung sie die Pflicht ihres Lebens sah, legte aus freiem Entschluss das seinige in ihre Hand und er tat es mit einer Hochherzigkeit, die eine ebenbürtige Seele reizen musste, sich ihr mit einer großen Tat der Verzeihung gleichzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.138800144195557} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1562,"date":1876,"orig":"Dieſen Wetteifer edler Gefühle ſchien wenigſtens die Herzogin zu erwarten, die aus der Rede des Bündners und der Gewalt ihres Eindrucks auf Lucretia leicht errathen hatte, daß eine gemeinſam verlebte Jugend und warme Neigung die Beiden verkette.","norm":"Diesen Wetteifer edler Gefühle schien wenigstens die Herzogin zu erwarten, die aus der Rede des Bündners und der Gewalt ihres Eindrucks auf Lucretia leicht erraten hatte, dass eine gemeinsam verlebte Jugend und warme Neigung die Beiden verkette.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3927001953125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1563,"date":1876,"orig":"Sie glaubte, nach der eigenen Gemüthsſtimmung urtheilend, Lucretia werde ihre Arme, die ſie einen Augenblick in inniger Bewegung gegen den Jugendgenoſſen erhoben hatte, raſch um ſeinen Hals werfen und den gerechten, langjährigen Haß gegen den Mörder ihres Vaters dem Zauber einer alten Liebe und der Unwiderſtehlichkeit dieſes wunderſamen Mannes zum Opfer bringen.","norm":"Sie glaubte, nach der eigenen Gemütsstimmung urteilend, Lucretia werde ihre Arme, die sie einen Augenblick in inniger Bewegung gegen den Jugendgenossen erhoben hatte, rasch um seinen Hals werfen und den gerechten, langjährigen Hass gegen den Mörder ihres Vaters dem Zauber einer alten Liebe und der Unwiderstehlichkeit dieses wundersamen Mannes zum Opfer bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.335899829864502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1564,"date":1876,"orig":"Aber es geſchah nicht alſo.","norm":"Aber es geschah nicht also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.654200077056885} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1565,"date":1876,"orig":"Die erhobenen Arme ſanken und die Herzogin ſah Lucretias ſchöne Geſtalt erbeben, vom tiefſten Jammer erſchüttert.","norm":"Die erhobenen Arme sanken und die Herzogin sah Lucretias schöne Gestalt erbeben, vom tiefsten Jammer erschüttert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.031099796295166} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1566,"date":1876,"orig":"Sie ſtöhnte laut auf, dann machte ſich ihr ein Jugendleben lang ſtolz getragenes Elend Luft und, ſich und ihre fremde Umgebung gänzlich vergeſſend, brach die qualvoll Bedrängte in einen Strom leidenſchaftlicher Klage aus.","norm":"Sie stöhnte laut auf, dann machte sich ihr ein Jugendleben lang stolz getragenes Elend Luft und, sich und ihre fremde Umgebung gänzlich vergessend, brach die qualvoll Bedrängte in einen Strom leidenschaftlicher Klage aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05049991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1567,"date":1876,"orig":"„Jürg, Jürg,“ rief ſie, „warum haſt Du mir das gethan?","norm":"„Jürg, Jürg,“ rief sie, „warum hast Du mir das getan?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.9707999229431152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1568,"date":1876,"orig":"Geſpiele meiner Kindheit, Schutz meiner Jugend!","norm":"Gespiele meiner Kindheit, Schutz meiner Jugend!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.442500114440918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1569,"date":1876,"orig":"Oft im finſtern italieniſchen Kloſter oder in der unheimlichen Behauſung meines Ohms, wenn mein Herz nach der Heimath ſchrie und ich ſie doch nicht betreten durfte ohne die Rache meines Vaters beſorgt zu haben, dann im bangen Halbtraume ſah ich Dich, den treuen Geſellen zum gewaltigen Kriegsmanne erwachſen und ich rief Dich an: Jürg, räche meinen Vater!","norm":"Oft im finsteren italienischen Kloster oder in der unheimlichen Behausung meines Ohms, wenn mein Herz nach der Heimat schrie und ich sie doch nicht betreten durfte ohne die Rache meines Vaters besorgt zu haben, dann im bangen Halbtraume sah ich Dich, den treuen Gesellen zum gewaltigen Kriegsmanne erwachsen und ich rief Dich an: Jürg, räche meinen Vater!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.497700214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1570,"date":1876,"orig":"Ich habe niemand als Dich!","norm":"Ich habe niemand als Dich!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.293399810791016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1571,"date":1876,"orig":"Du thateſt mir ja ſonſt Alles zu liebe, was Du mir nur an den Augen abſehen konnteſt.","norm":"Du tatest mir ja sonst alles zu liebe, was Du mir nur an den Augen absehen konntest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.8190999031066895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1572,"date":1876,"orig":"Jetzt hilf mir, Jürg, meine heiligſte Pflicht zu erfüllen!","norm":"Jetzt hilf mir, Jürg, meine heiligste Pflicht zu erfüllen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.102399826049805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1573,"date":1876,"orig":". . . Und ich ergriff Deine ſtarke Hand . . .","norm":". . . Und ich ergriff Deine starke Hand . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.449900150299072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1574,"date":1876,"orig":"Aber weh' mir, ſie trieft von Blut!","norm":"Aber weh mir, sie trieft von Blut!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.608799934387207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1575,"date":1876,"orig":"Du Entſetzlicher, Du biſt der Mörder!","norm":"Du entsetzlicher, Du bist der Mörder!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948800086975098} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1576,"date":1876,"orig":"Mir aus den Augen!","norm":"Mir aus den Augen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.531100034713745} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1577,"date":1876,"orig":"Denn meine Augen ſind mit Dir im Bunde — und ſündigen — und ſind mitſchuldig am Blute des Vaters.","norm":"Denn meine Augen sind mit Dir im Bunde — und sündigen — und sind mitschuldig am Blute des Vaters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.749599933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1578,"date":1876,"orig":"Hinweg!","norm":"Hinweg!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"sn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.292200088500977} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1579,"date":1876,"orig":"Kein Friede, kein Vertrag mit Dir.“","norm":"Kein Friede, kein Vertrag mit Dir .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7835001945495605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1580,"date":1876,"orig":"So klagte Lucretia und rang die Hände in innerm Zwieſpalte und troſtloſer Verzweiflung.","norm":"So klagte Lucretia und rang die Hände in innerem Zwiespalte und trostloser Verzweiflung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313799858093262} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1581,"date":1876,"orig":"Die Herzogin legte beſchwichtigend ihren feinen Arm um den Nacken der Haltungsloſen, und die weinende Lucretia ließ ſich willig von ihr in das Nebengemach zurückführen.","norm":"Die Herzogin legte beschwichtigend ihren feinen Arm um den Nacken der Haltungslosen, und die weinende Lucretia ließ sich willig von ihr in das Nebengemach zurückführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.25570011138916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1582,"date":1876,"orig":"Dann erſchien die edle Dame noch einmal auf der Schwelle und flüſterte dem ihr entgegentretenden Gemahle zu:","norm":"Dann erschien die edle Dame noch einmal auf der Schwelle und flüsterte dem ihr entgegentretenden Gemahle zu:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9444000720977783} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1583,"date":1876,"orig":"„Ich werde ſie mit Eurer Bewilligung, ſobald ſie ſich erholt hat, perſönlich in meiner Gondel nach ihrer Wohnung bringen.","norm":"„Ich werde sie mit Eurer Bewilligung, sobald sie sich erholt hat, persönlich in meiner Gondel nach ihrer Wohnung bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.829200029373169} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1584,"date":1876,"orig":"Sie iſt bei a Marca, Eurem Wechsler, abgeſtiegen, deſſen Frau ihre entfernte Verwandte iſt.","norm":"Sie ist bei a Marca, Eurem Wechsler, abgestiegen, dessen Frau ihre entfernte Verwandte ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.140399932861328} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1585,"date":1876,"orig":"Die treue Echagues mag uns begleiten.“","norm":"Die treue Echagues mag uns begleiten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.437099933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1586,"date":1876,"orig":"Der Herzog bezeugte der Hilfreichen ſeine freundliche Beiſtimmung, und die gefühlvolle Dame verſchwand mit einem letzten, halb vorwurfsvollen, halb bewundernden Blicke auf den Bündner.","norm":"Der Herzog bezeugte der Hilfreichen seine freundliche Beistimmung, und die gefühlvolle Dame verschwand mit einem letzten, halb vorwurfsvollen, halb bewundernden Blicke auf den Bündner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007599830627441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1587,"date":1876,"orig":"„Ihr tragt ein ſchweres Schickſal, Georg Jenatſch, ſagte, als ſie jetzt allein waren, der Herzog zu dem Hauptmanne, deſſen Bläſſe ihm auffiel und der einen harten Ausdruck auf dem Antlitze trug, als bekämpfe und verberge er gewaltſam den ſtechenden Schmerz einer alten Wunde.","norm":"„Ihr tragt ein schweres Schicksal, Georg Jenatsch, sagte, als sie jetzt allein waren, der Herzog zu dem Hauptmanne, dessen Blässe ihm auffiel und der einen harten Ausdruck auf dem Antlitze trug, als bekämpfe und verberge er gewaltsam den stechenden Schmerz einer alten Wunde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.529699802398682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1588,"date":1876,"orig":"„Euch aber iſt die Sühne für das mörderiſch von Euch vergoſſene Blut gezeigt.","norm":"„Euch aber ist die Sühne für das mörderisch von Euch vergossene Blut gezeigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.163099765777588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1589,"date":1876,"orig":"Was Ihr in wildem Jugendfeuer verbrochen, dafür ſollt Ihr mit der Arbeit geläuterter Manneskraft zahlen.","norm":"Was Ihr in wildem Jugendfeuer verbrochen, dafür sollt Ihr mit der Arbeit geläuterter Manneskraft zahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.437900066375732} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1590,"date":1876,"orig":"In raſender Selbſthilfe, mit willkürlichen Thaten des Haſſes wolltet Ihr Euer Vaterland befreien und habt es dem Verderben zugeführt; heute ſollt Ihr es retten helfen durch ſelbſtverleugnende Thaten des Gehorſams und kriegeriſcher Zucht, durch die Unterordnung unter einen leitenden planvollen Willen.","norm":"In rasender Selbsthilfe, mit willkürlichen Taten des Hasses wolltet Ihr Euer Vaterland befreien und habt es dem Verderben zugeführt; heute sollt Ihr es retten helfen durch selbstverleugnende Taten des Gehorsams und kriegerischer Zucht, durch die Unterordnung unter einen leitenden planvollen Willen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.393499851226807} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1591,"date":1876,"orig":"— Wo die Tollkühnheit nützt, da will ich Euch hinſtellen; ich weiß nun, warum Ihr die Gefahr ſucht und liebt. —","norm":"— Wo die Tollkühnheit nützt, da will ich Euch hinstellen; ich weiß nun, warum Ihr die Gefahr sucht und liebt . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.603099822998047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1592,"date":1876,"orig":"Von jetzt an betrachtet Euch als in meinen Dienſten ſtehend, denn ich habe mich heute überzeugt, daß mein Einfluß genügen wird, Euch hier frei zu machen.","norm":"Von jetzt an betrachtet Euch als in meinen Diensten stehend, denn ich habe mich heute überzeugt, dass mein Einfluss genügen wird, Euch hier freizumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.286699771881103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1593,"date":1876,"orig":"Ich glaube nicht, daß der Provveditore Grimani Euch mir ſtreitig machen wird.","norm":"Ich glaube nicht, dass der Provveditore Grimani Euch mir streitig machen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.218400001525879} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1594,"date":1876,"orig":"Sein Intereſſe an Euch ſchien mir lau.","norm":"Sein Interesse an Euch schien mir lau.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.864200115203857} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1595,"date":1876,"orig":"Er äußerte ſich gleichgültig über die Möglichkeit Eurer Beurlaubung.","norm":"Er äußerte sich gleichgültig über die Möglichkeit Eurer Beurlaubung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.342299938201904} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1596,"date":1876,"orig":"Wann wird Eure venetianiſche Capitulation abgelaufen ſein?“","norm":"Wann wird Eure venezianische Kapitulation abgelaufen sein?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.5619001388549805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1597,"date":1876,"orig":"— „Vor Monatsfriſt, erlauchter Herr.“","norm":"— „Vor Monatsfrist, erlauchter Herr .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.644499778747559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1598,"date":1876,"orig":"— „Dann iſt es gut.","norm":"— „Dann ist es gut.","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"oc","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":4.146500110626221} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1599,"date":1876,"orig":"Ueberlaßt mir die Vermittelung.","norm":"Überlasst mir die Vermittlung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.270800113677978} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1600,"date":1876,"orig":"Am einfachſten nehmt Ihr ſchon heute bei mir Wohnung und ſendet ſogleich nach Dienerſchaft und Gepäck.“","norm":"Am einfachsten nehmt Ihr schon heute bei mir Wohnung und sendet sogleich nach Dienerschaft und Gepäck .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.074999809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1601,"date":1876,"orig":"Hier näherte ſich Wertmüller, der bis dahin im Vorgemache unſichtbar geblieben war, mit einer ingrimmigen, tragikomiſchen Miene, denn die von ihm ſcharf beobachtete Scene hatte einen gemiſchten Eindruck auf ihn gemacht, und meldete, der Hauptmann habe Gepäck und Leute an der Landungsmauer der Zattere zurückgelaſſen.","norm":"Hier näherte sich Wertmüller, der bis dahin im Vorgemache unsichtbar geblieben war, mit einer ingrimmigen, tragikomischen Miene, denn die von ihm scharf beobachtete Szene hatte einen gemischten Eindruck auf ihn gemacht, und meldete, der Hauptmann habe Gepäck und Leute an der Landungsmauer der Zattere zurückgelassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.430500030517578} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1602,"date":1876,"orig":"Sofern ihm dieſer Vollmacht gebe, werde er ſie abholen.","norm":"Sofern ihm dieser Vollmacht gebe, werde er sie abholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.486499786376953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1603,"date":1876,"orig":"Jenatſch war in einen Fenſterbogen getreten und überſtreifte mit ſcharfem Blicke den mondbeſchienenen Canal, bis in die von den Uferpaläſten geworfenen tiefen Schatten hineinſpähend.","norm":"Jenatsch war in einen Fensterbogen getreten und überstreifte mit scharfem Blicke den mondbeschienenen Kanal, bis in die von den Uferpalästen geworfenen tiefen Schatten hineinspähend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.521399974822998} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1604,"date":1876,"orig":"Aufwärts, abwärts bot die Waſſerſtraße das gewohnte friedliche Nachtbild.","norm":"Aufwärts, abwärts bot die Wasserstraße das gewohnte friedliche Nachtbild.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.882900238037109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1605,"date":1876,"orig":"Nun wandte er ſich raſch und beurlaubte ſich beim Herzog, um ſelbſt nach ſeiner Habe und ſeiner Bedienung zu ſehen, welcher er, wie er ſagte, ſtrengen Befehl hinterlaſſen habe, keiner anderen Weiſung Folge zu leiſten, als ſeiner eigenen mündlichen.","norm":"Nun wandte er sich rasch und beurlaubte sich beim Herzog, um selbst nach seiner Habe und seiner Bedienung zu sehen, welcher er, wie er sagte, strengen Befehl hinterlassen habe, keiner anderen Weisung Folge zu leisten, als seiner eigenen mündlichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.27239990234375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1606,"date":1876,"orig":"Der Herzog trat auf den ſchmalen Balkon und blickte, noch unter dem Eindrucke der ſeltſamen Vorgänge des Abends, in die ruhige Mondnacht hinaus.","norm":"Der Herzog trat auf den schmalen Balkon und blickte, noch unter dem Eindrucke der seltsamen Vorgänge des Abends, in die ruhige Mondnacht hinaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.034200191497803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1607,"date":1876,"orig":"Er ſah, wie Jenatſch eine Gondel beſtieg, wie ſie abſtieß und mit ſchnellen leiſen Ruderſchlägen der Wendung des Canals zuglitt. —","norm":"Er sah, wie Jenatsch eine Gondel bestieg, wie sie abstieß und mit schnellen leisen Ruderschlägen der Wendung des Canals zuglitt . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.356800079345703} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1608,"date":1876,"orig":"Jetzt hielt ſie wie unſchlüſſig ſtill, — jetzt ſtrebte ſie eilig der nächſten Landungstreppe zu.","norm":"Jetzt hielt sie wie unschlüssig still, — jetzt strebte sie eilig der nächsten Landungstreppe zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1609,"date":1876,"orig":"Was war das?","norm":"Was war das?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":1.90880000591278} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1610,"date":1876,"orig":"Aus einer Seitenlagune und gegenüber aus dem Schatten der Paläſte ſchoſſen plötzlich vier ſchmale, offene Fahrzeuge hervor und darin blitzte es wie Waffen.","norm":"Aus einer Seitenlagune und gegenüber aus dem Schatten der Paläste schossen plötzlich vier schmale, offene Fahrzeuge hervor und darin blitzte es wie Waffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5584001541137695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1611,"date":1876,"orig":"Schon war die Gondel von allen Seiten umringt.","norm":"Schon war die Gondel von allen Seiten umringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.824700117111206} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1612,"date":1876,"orig":"Der Herzog beugte ſich geſpannt lauſchend über die Brüſtung.","norm":"Der Herzog beugte sich gespannt lauschend über die Brüstung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.317899942398071} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1613,"date":1876,"orig":"Er glaubte einen Augenblick im unſichern Mondlichte eine große Geſtalt mit gezogenem Degen auf dem Vordertheile des umzingelten Nachens zu erblicken, ſie ſchien ans Ufer ſpringen zu wollen, — da verwirrte ſich die Gruppe zum undeutlichen Handgemenge.","norm":"Er glaubte einen Augenblick im unsicheren Mondlichte eine große Gestalt mit gezogenem Degen auf dem Vorderteile des umzingelten Nachens zu erblicken, sie schien ans Ufer springen zu wollen, — da verwirrte sich die Gruppe zum undeutlichen Handgemenge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.814499855041504} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1614,"date":1876,"orig":"Leiſes Waffengeräuſch erreichte das Ohr des Herzogs und jetzt, laut und ſcharf durch die nächtliche Stille ſchmetternd, ein Ruf!","norm":"Leises Waffengeräusch erreichte das Ohr des Herzogs und jetzt, laut und scharf durch die nächtliche Stille schmetternd, ein Ruf!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.605899810791016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1615,"date":1876,"orig":"Deutlich erſcholl es und dringend:","norm":"Deutlich erscholl es und dringend:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6402997970581055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1616,"date":1876,"orig":"„Herzog Rohan, befreie Deinen Knecht!“","norm":"„Herzog Rohan, befreie Deinen Knecht!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428299903869629} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1617,"date":1876,"orig":"Sechſtes Kapitel.","norm":"Sechstes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"ht","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.567300081253051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1618,"date":1876,"orig":"In einer vorgerückten Morgenſtunde des folgenden Tages ſaß der Provveditore Grimani in einem kleinen behaglichen Gemache ſeines Palaſtes.","norm":"In einer vorgerückten Morgenstunde des folgenden Tages saß der Provveditore Grimani in einem kleinen behaglichen Gemache seines Palastes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.897900104522705} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1619,"date":1876,"orig":"Das einzige hohe Fenſter war von reichen bis auf den Fußboden herabfließenden Falten grüner Seide halb verhüllt, doch ſtreifte ein voller Lichtſtrahl die ſilberglänzende Frühſtückstafel und verweilte, von den verlockend zarten Farben angezogen, auf einer lebensgroßen Venus aus Tizians Schule.","norm":"Das einzige hohe Fenster war von reichen bis auf den Fußboden herabfließenden Falten grüner Seide halb verhüllt, doch streifte ein voller Lichtstrahl die silberglänzende Frühstückstafel und verweilte, von den verlockend zarten Farben angezogen, auf einer lebensgroßen Venus aus Tizians Schule.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.469399929046631} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1620,"date":1876,"orig":"Von der Sonne berührt ſchien die Göttin, die auf mattem Hintergrunde wie frei über der breiten Thüre ruhte, wonnevoll zu athmen und ſich vorzubeugen, das ſtille Gemach mit blendender Schönheit erfüllend.","norm":"Von der Sonne berührt schien die Göttin, die auf mattem Hintergrunde wie frei über der breiten Türe ruhte, wonnevoll zu atmen und sich vorzubeugen, das stille Gemach mit blendender Schönheit erfüllend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332300186157227} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1621,"date":1876,"orig":"Dem Provveditore gegenüber ſaß ſein ehrenwerther Gaſt, Herr Heinrich Waſer, diesmal mit ſorgenbelaſteter Stirne.","norm":"Dem Provveditore gegenüber saß sein ehrenwerter Gast, Herr Heinrich Wasser, diesmal mit sorgenbelasteter Stirn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.719699859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1622,"date":1876,"orig":"Er war nicht geſtimmt auf die feine, über das Gewöhnliche mit Geiſt und Anmuth hinſpielende Unterhaltung ſeines Gaſtfreundes einzugehn und hatte ſogar verſäumt, ſeinen hochlehnigen Stuhl ſo zu ſetzen, daß er dem verlockenden Götterbilde den Rücken zuwandte, was er ſonſt nie zu thun vergaß, denn die ſchmiegſame Geſtalt mit dem Siegeszeichen des Parisapfels in der Hand pflegte ihn allmorgendlich zu ärgern und zu betrüben.","norm":"Er war nicht gestimmt auf die feine, über das Gewöhnliche mit Geist und Anmut hinspielende Unterhaltung seines Gastfreundes einzugehen und hatte sogar versäumt, seinen hochlehnigen Stuhl so zu setzen, dass er dem verlockenden Götterbilde den Rücken zuwandte, was er sonst nie zu tun vergaß, denn die schmiegsame Gestalt mit dem Siegeszeichen des Parisapfels in der Hand pflegte ihn allmorgendlich zu ärgern und zu betrüben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.242499828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1623,"date":1876,"orig":"Sie erinnerte ihn gewiſſermaßen an ſeine jung verſtorbene ſelige Frau; aber wie ganz verſchieden war hinwiederum dieſes reizende Blendwerk von der Unvergeſſenen, deren Seelenſpiegel nie ein Anhauch von Ueppigkeit getrübt und die einen ausgeſprochenen Abſcheu empfunden gegen Alles, was ſich im mindeſten von ſittſamer Beſcheidenheit entfernte.","norm":"Sie erinnerte ihn gewissermaßen an seine jung verstorbene selige Frau; aber wie ganz verschieden war hinwiederum dieses reizende Blendwerk von der Unvergessenen, deren Seelenspiegel nie ein Anhauch von Üppigkeit getrübt und die einen ausgesprochenen Abscheu empfunden gegen alles, was sich im mindesten von sittsamer Bescheidenheit entfernte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.363399982452393} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1624,"date":1876,"orig":"Heute aber nahm er an der Göttin keinen Anſtoß, er war weit davon entfernt ſie nur zu beachten.","norm":"Heute aber nahm er an der Göttin keinen Anstoß, er war weit davon entfernt sie nur zu beachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.515500068664551} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1625,"date":1876,"orig":"Sein ganzes Denken war darauf gerichtet, das Geſpräch auf ſeinen Freund Jenatſch zu bringen, ohne durch die ſichere Unterhaltungskunſt des Provveditore von der Fährte abgebracht und ſpielend im Kreiſe herumgeführt zu werden.","norm":"Sein ganzes Denken war darauf gerichtet, das Gespräch auf seinen Freund Jenatsch zu bringen, ohne durch die sichere Unterhaltungskunst des Provveditore von der Fährte abgebracht und spielend im Kreise herumgeführt zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570799827575684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1626,"date":1876,"orig":"Er hatte heute ſchon in der Frühe, wie er daheim in Zürich zu thun pflegte, einen kurzen Morgengang gemacht, was hier in dem Gäßchen- und Waſſerlabyrinthe der Lagunenſtadt ſeinen vorzüglichen Ortsſinn in ſpannender Uebung erhielt.","norm":"Er hatte heute schon in der Frühe, wie er daheim in Zürich zu tun pflegte, einen kurzen Morgengang gemacht, was hier in dem Gässchen- und Wasserlabyrinthe der Lagunenstadt seinen vorzüglichen Ortssinn in spannender Übung erhielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.463900089263916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1627,"date":1876,"orig":"Er hatte zuerſt den durch ſeine weltluſtige Pracht ihn täglich überraſchenden Markusplatz aufgeſucht und ſich hierauf ſinnreich durch die enge lärmende Merceria nach dem Rialto durchgefunden.","norm":"Er hatte zuerst den durch seine weltlustige Pracht ihn täglich überraschenden Markusplatz aufgesucht und sich hierauf sinnreich durch die enge lärmende Merceria nach dem Rialto durchgefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433499813079834} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1628,"date":1876,"orig":"Dort hatte er von der Höhe des Brückenbogens mit aufmerkſamem Auge den unendlichen Handel und Wandel der meerbeherrſchenden Stadt gemuſtert.","norm":"Dort hatte er von der Höhe des Brückenbogens mit aufmerksamem Auge den unendlichen Handel und Wandel der meerbeherrschenden Stadt gemustert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.263899803161621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1629,"date":1876,"orig":"Dann war ihm plötzlich eingefallen, hinunterzuſteigen auf den nahen Fiſchmarkt und die eben anlangenden ſeltſam geformten Seeungethüme zu beſichtigen.","norm":"Dann war ihm plötzlich eingefallen, hinunterzusteigen auf den nahen Fischmarkt und die eben anlangenden seltsam geformten Seeungetüme zu besichtigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.270800113677978} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1630,"date":1876,"orig":"Hier fiel ſein Blick auf den von Herzog Rohan bewohnten Palaſt und in ſeinem Herzen erwachte der Wunſch, den geſtern zweimal nur flüchtig begrüßten Jugendgenoſſen zu beſuchen und ſich nach deſſen Fahrten und Schickſalen freundſchaftlich zu erkundigen.","norm":"Hier fiel sein Blick auf den von Herzog Rohan bewohnten Palast und in seinem Herzen erwachte der Wunsch, den gestern zweimal nur flüchtig begrüßten Jugendgenossen zu besuchen und sich nach dessen Fahrten und Schicksalen freundschaftlich zu erkundigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.634099960327148} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1631,"date":1876,"orig":"Sicher, im Palaſte des Herzogs ermitteln zu können wo Jenatſch hauſe, und nicht ohne Hoffnung ihn dort vielleicht perſönlich zu treffen, winkte er einem Gondolier, der ihn mit wenigen Ruderſchlägen an die Aufgangstreppe des Palaſtes brachte.","norm":"Sicher, im Palaste des Herzogs ermitteln zu können wo Jenatsch Hause, und nicht ohne Hoffnung ihn dort vielleicht persönlich zu treffen, winkte er einem Gondoliere, der ihn mit wenigen Ruderschlägen an die Aufgangstreppe des Palastes brachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797900199890137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1632,"date":1876,"orig":"Da er von der Dienerſchaft erfuhr, Jenatſch ſei nicht hier und der Herzog beſchäftigt, ließ er ſich bei der Frau Herzogin anmelden.","norm":"Da er von der Dienerschaft erfuhr, Jenatsch sei nicht hier und der Herzog beschäftigt, ließ er sich bei der Frau Herzogin anmelden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.792099952697754} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1633,"date":1876,"orig":"Die hohe Dame dann hatte ihm die geſtrigen Ereigniſſe bewegt und wirkungsvoll, aber höchſt unklar geſchildert und dabei Andeutungen gemacht über das ſeinen Freund zermalmende Verhängniß, die den nüchternen Mann befremdeten und höchlich beunruhigten.","norm":"Die hohe Dame dann hatte ihm die gestrigen Ereignisse bewegt und wirkungsvoll, aber höchst unklar geschildert und dabei Andeutungen gemacht über das seinen Freund zermalmende Verhängnis, die den nüchternen Mann befremdeten und höchlich beunruhigten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786900043487549} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1634,"date":1876,"orig":"Der Verhaftungsſcene nächtliches Dunkel hatte ſie mit der Fackel ihrer Einbildungskraft keineswegs aufgehellt; dennoch wurde es dem klugen Zürcher ſofort klar, daß Jenatſch in keiner andern Gewalt als in der Grimani's ſich befinden könne.","norm":"Der Verhaftungsscene nächtliches Dunkel hatte sie mit der Fackel ihrer Einbildungskraft keineswegs aufgehellt; dennoch wurde es dem klugen Zürcher sofort klar, dass Jenatsch in keiner anderen Gewalt als in der Grimanis sich befinden könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.223999977111816} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1635,"date":1876,"orig":"Er war deſſen vollkommen gewiß, denn er erinnerte ſich jetzt der nachläſſigen Ruhe, mit welcher dieſer Meiſter der Verſtellungskunſt geſtern an der Tafel des Herzogs über die unbefugte Rückkehr des Bündners weggeglitten war, die er unter andern Umſtänden ſicherlich als einen ſchweren Disziplinarfehler gerügt hätte.","norm":"Er war dessen vollkommen gewiss, denn er erinnerte sich jetzt der nachlässigen Ruhe, mit welcher dieser Meister der Verstellungskunst gestern an der Tafel des Herzogs über die unbefugte Rückkehr des Bündners weggeglitten war, die er unter anderen Umständen sicherlich als einen schweren Disziplinarfehler gerügt hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.637400150299072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1636,"date":1876,"orig":"Waſer war ſogleich nach Hauſe geeilt, und jetzt ſaß er dem undurchdringlichen Grimani gegenüber, aus dem er des Bündners Schuld und Schickſal herausbringen mußte.","norm":"Wasser war sogleich nach Hause geeilt, und jetzt saß er dem undurchdringlichen Grimani gegenüber, aus dem er des Bündners Schuld und Schicksal herausbringen musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915800094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1637,"date":1876,"orig":"Der Provveditore war in glänzender Laune.","norm":"Der Provveditore war in glänzender Laune.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.751200199127197} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1638,"date":1876,"orig":"Er erging ſich in heitern Reiſeerinnerungen, erzählte von London und dem Hofe Jakobs I., wohin ihn vor einigen Jahren eine diplomatiſche Sendung geführt hatte, und entwarf von dem wunderlich pedantiſchen, aber, wie er hinzuzufügen ſich beeilte, keineswegs auf den Kopf gefallenen König ein ergötzliches Bild.","norm":"Er erging sich in heiteren Reiseerinnerungen, erzählte von London und dem Hofe Jakobs I., wohin ihn vor einigen Jahren eine diplomatische Sendung geführt hatte, und entwarf von dem wunderlich pedantischen, aber, wie er hinzuzufügen sich beeilte, keineswegs auf den Kopf gefallenen König ein ergötzliches Bild.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.206500053405762} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1639,"date":1876,"orig":"Auch gedachte er in liebenswürdigſter Weiſe ſeiner Einkehr im Waſer'¬ ſchen Hauſe zu Zürich, deſſen patriarchaliſche Einfachheit und fromme Zucht ihn nach dem lärmenden und ſittenloſen London wahrhaft erquickt hätte.","norm":"Auch gedachte er in liebenswürdigster Weise seiner Einkehr im Wasser '¬ schen Hause zu Zürich, dessen patriarchalische Einfachheit und fromme Zucht ihn nach dem lärmenden und sittenlosen London wahrhaft erquickt hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.889800071716309} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1640,"date":1876,"orig":"Dies brachte ihn auf den beſondern Charakter der ſchweizeriſchen Eidgenoſſenſchaft und ihre Stellung in der europäiſchen Politik.","norm":"Dies brachte ihn auf den besonderen Charakter der schweizerischen Eidgenossenschaft und ihre Stellung in der europäischen Politik.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.690599918365478} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1641,"date":1876,"orig":"Er beglückwünſchte den Zürcher, daß dem kleinen Lande aus dem erwarteten Friedensſchluße ohne Zweifel eine durch feſte Verträge verbürgte ſtaatliche Unabhängigkeit erwachſen werde.","norm":"Er beglückwünschte den Zürcher, dass dem kleinen Lande aus dem erwarteten Friedensschluss ohne Zweifel eine durch feste Verträge verbürgte staatliche Unabhängigkeit erwachsen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.783899784088135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1642,"date":1876,"orig":"„Auf die von Niccolò Macchiavelli euch vorausgeſagte Weltſtellung werdet ihr freilich verzichten müſſen, ſagte er lächelnd, „aber ihr habt dafür euer eigenes Herdfeuer und eine kleine Muſterwirthſchaft, in der auch große Herren manches werden lernen können.“","norm":"„Auf die von Niccolo Macchiavelli euch vorausgesagte Weltstellung werdet ihr freilich verzichten müssen, sagte er lächelnd, „aber ihr habt dafür euer eigenes Herdfeuer und eine kleine Musterwirtschaft, in der auch große Herren manches werden lernen können .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.62939977645874} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1643,"date":1876,"orig":"Da hierauf Waſer mit leiſem Kopfſchütteln bemerkte, dieſes an ſich wünſchenswerthe Reſultat dürfte neben ſchönen Lichtſeiten auch manche Schattenſeiten zeigen, und er perſönlich ſehe ſich nur mit Schmerz von dem proteſtantiſchen Deutſchland abgedrängt, nickte ihm der venetianiſche Staatsmann einverſtanden zu und ſagte, ſtaatliche Unabhängigkeit ſei eine ſchöne Sache und es laſſe ſich dabei auch bei kleinem Gebiete ein gewiſſer Einfluß nach außen üben, vorausgeſetzt, daß politiſche Begabung vorhanden ſei und auf ihre Ausbildung aller Fleiß verwendet werde; aber um weltbewegend einzuwirken ſei nationale Größe nothwendig, wie ſie gegenwärtig nur das durch ſeinen genialen Kardinal zuſammengefaßte Frankreich beſitze.","norm":"Da hierauf Wasser mit leisem Kopfschütteln bemerkte, dieses an sich wünschenswerte Resultat dürfte neben schönen Lichtseiten auch manche Schattenseiten zeigen, und er persönlich sehe sich nur mit Schmerz von dem protestantischen Deutschland abgedrängt, nickte ihm der venezianische Staatsmann einverstanden zu und sagte, staatliche Unabhängigkeit sei eine schöne Sache und es lasse sich dabei auch bei kleinem Gebiete ein gewisser Einfluss nach außen üben, vorausgesetzt, dass politische Begabung vorhanden sei und auf ihre Ausbildung aller Fleiß verwendet werde; aber um weltbewegend einzuwirken sei nationale Größe notwendig, wie sie gegenwärtig nur das durch seinen genialen Kardinal zusammengefasste Frankreich besitze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.078000068664551} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1644,"date":1876,"orig":"Das Weſen dieſer Größe und in welchem letzten Grunde ſie wurzle habe er oft mit forſchenden Gedanken erwogen und ſei zu einem eigenthümlichen Schluſſe gekommen.","norm":"Das Wesen dieser Größe und in welchem letzten Grunde sie wurzle habe er oft mit forschenden Gedanken erwogen und sei zu einem eigentümlichen Schlusse gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.939499855041504} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1645,"date":1876,"orig":"Es erſcheine ihm nämlich, als beruhe dieſe materielle Macht auf einer rein geiſtigen, ohne welche die erſte über kurz oder lang zerfalle wie ein Körper ohne Seele.","norm":"Es erscheine ihm nämlich, als beruhe diese materielle Macht auf einer rein geistigen, ohne welche die erste über kurz oder lang zerfalle wie ein Körper ohne Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.586900234222412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1646,"date":1876,"orig":"Dieſer verborgene ſchöpferiſche Genius nun äußere ſich, nach ſeinem Ermeſſen, auf die feinſte und ſchärfſte Weiſe in Mutterſprache und Kultur.","norm":"Dieser verborgene schöpferische Genius nun äußere sich, nach seinem Ermessen, auf die feinste und schärfste Weise in Muttersprache und Kultur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.423699855804443} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1647,"date":1876,"orig":"„Hier iſt allerdings die Schweiz mit ihren drei Stämmen und Sprachen im Nachtheile,“ fuhr der Provveditore fort, der offenbar mit Vorliebe an Italien gedacht hatte, „aber mir iſt um euch nicht bange.","norm":"„Hier ist allerdings die Schweiz mit ihren drei Stämmen und Sprachen im Nachteile,“ fuhr der Provveditore fort, der offenbar mit Vorliebe an Italien gedacht hatte, „aber mir ist um euch nicht bange.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.394400119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1648,"date":1876,"orig":"Ihr haltet durch andere zähe Bande zuſammen.","norm":"Ihr haltet durch andere zähe Bande zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.574900150299072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1649,"date":1876,"orig":"Für unſere geſegnete Halbinſel aber gereicht mir dieſe meine Wahrnehmung zum Troſte.","norm":"Für unsere gesegnete Halbinsel aber gereicht mir diese meine Wahrnehmung zum Troste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.654300212860107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1650,"date":1876,"orig":"Heute unter verſchiedene, zum Theil fremde Herren getheilt, beſitzt ſie immer noch das gemeinſame Gut und Erbe einen herrlichen Sprache und einer unzerſtörbaren, in das leuchtende griechiſch-römiſche Alterthum hinaufreichenden Kultur.","norm":"Heute unter verschiedene, zum Teil fremde Herren geteilt, besitzt sie immer noch das gemeinsame Gut und Erbe einen herrlichen Sprache und einer unzerstörbaren, in das leuchtende griechisch-römische Altertum hinaufreichenden Kultur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5883002281188965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1651,"date":1876,"orig":"Glaubt mir, dieſe unſterbliche Seele wird ihren Leib zu finden wiſſen.“","norm":"Glaubt mir, diese unsterbliche Seele wird ihren Leib zu finden wissen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502900123596191} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1652,"date":1876,"orig":"Waſer, dem dieſe myſtiſchen Gedankengänge ſehr ferne lagen und aus dem Munde ſeines ſonſt ſo kalten, diplomatiſchen Gaſtfreundes befremdlich klangen, bemächtigte ſich jetzt der Rede, um in ein glänzendes Lob der Republik von San Marco auszubrechen, die, einzig in Italien, mit der Staatsweisheit und dem Rechtsſinne der alten Roma eine Parallele bilde.","norm":"Wasser, dem diese mystischen Gedankengänge sehr ferne lagen und aus dem Munde seines sonst so kalten, diplomatischen Gastfreundes befremdlich klangen, bemächtigte sich jetzt der Rede, um in ein glänzendes Lob der Republik von San Marco auszubrechen, die, einzig in Italien, mit der Staatsweisheit und dem Rechtssinne der alten Roma eine Parallele bilde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.464399814605713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1653,"date":1876,"orig":"„Was die Fabeleien von willkürlicher Juſtiz und geheimen nächtlichen Hinrichtungen betrifft, ſo bin ich nicht der Mann, mein verehrter Gaſtfreund, an ſolche Märlein zu glauben,“ ſchloß der Zürcher, erfreut mit einer, wie er überzeugt war, ungezwungenen Wendung an das heiß erwünſchte Ziel zu gelangen, „und darum kann ich ganz ohne Rückhalt ein mir unerklärliches Ereigniß mit Euch beſprechen, daß ſich geſtern im Canal grande begab und wobei mein Jugendfreund, der Hauptmann in venetianiſchen Dienſten Georg Jenatſch, ohne Spur verſchwunden ſein ſoll.","norm":"„Was die Fabeleien von willkürlicher Justiz und geheimen nächtlichen Hinrichtungen betrifft, so bin ich nicht der Mann, mein verehrter Gastfreund, an solche Märchen zu glauben,“ schloss der Zürcher, erfreut mit einer, wie er überzeugt war, ungezwungenen Wendung an das heiß erwünschte Ziel zu gelangen, „und darum kann ich ganz ohne Rückhalt ein mir unerklärliches Ereignis mit Euch besprechen, dass sich gestern im Kanal grande begab und wobei mein Jugendfreund, der Hauptmann in venezianischen Diensten Georg Jenatsch, ohne Spur verschwunden sein soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.633200168609619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1654,"date":1876,"orig":"Die durchlauchtige Frau Herzogin Rohan, welche die Gnade hatte mich mit dem Vorfall bekannt zu machen, ſchien mir, ſoweit ich ihre Andeutungen zu faſſen vermochte, nicht ferne zu ſein von der Anſicht, der Hauptmann wäre ſeiner unbefugten Abreiſe aus Dalmatien wegen den venetianiſchen Bleidächern verfallen.","norm":"Die durchlauchtige Frau Herzogin Rohan, welche die Gnade hatte mich mit dem Vorfall bekannt zu machen, schien mir, soweit ich ihre Andeutungen zu fassen vermochte, nicht ferne zu sein von der Ansicht, der Hauptmann wäre seiner unbefugten Abreise aus Dalmatien wegen den venezianischen Bleidächern verfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320899963378906} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1655,"date":1876,"orig":"Eine Vermuthung, die ich bei dem eine höchſte Kulturſtufe erreichenden venetianiſchen Geſetze und der Milde ſeines Vollſtreckers,“ hier machte er eine verbindliche Handbewegung gegen den Provveditore, „— auch nach deſſen geſtrigen Aeußerungen an der Tafel des Herzogs unmöglich theilen kann.“","norm":"Eine Vermutung, die ich bei dem eine höchste Kulturstufe erreichenden venezianischen Gesetze und der Milde seines Vollstreckers,“ hier machte er eine verbindliche Handbewegung gegen den Provveditore, „— auch nach dessen gestrigen Äußerungen an der Tafel des Herzogs unmöglich teilen kann .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.446499824523926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1656,"date":1876,"orig":"„Von Hauptmann Jenatſch habe ich ſichere Kunde, ſagte Grimani mit einem unmerklichen Lächeln über die Gewandtheit ſeines Gaſtes.","norm":"„Von Hauptmann Jenatsch habe ich sichere Kunde, sagte Grimani mit einem unmerklichen Lächeln über die Gewandtheit seines Gastes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.882500171661377} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1657,"date":1876,"orig":"„Er ſitzt unter den Bleidächern; aber, lieber Freund, nicht wegen eines Disziplinarfehlers, ſondern belaſtet mit einer Mordthat.“","norm":"„Er sitzt unter den Bleidächern; aber, lieber Freund, nicht wegen eines Disziplinarfehlers, sondern belastet mit einer Mordtat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.993899822235107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1658,"date":1876,"orig":"„Gerechter Gott!","norm":"„Gerechter Gott!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.408999919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1659,"date":1876,"orig":"Und Ihr habt Beweiſe dafür? rief Waſer, dem es ſchwül wurde, ſprang auf und ſchritt in dem kleinen Gemache beſtürzten Gemüthes auf und nieder.","norm":"Und Ihr habt Beweise dafür? rief Wasser, dem es schwül wurde, sprang auf und schritt in dem kleinen Gemache bestürzten Gemütes auf und nieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.012400150299072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1660,"date":1876,"orig":"„Ihr werdet, wenn Ihr es wünſcht, die Akten leſen,“ verſetzte Grimani ruhig und ließ ſeinen Schreiber rufen, dem er befahl, ein Portefeuille, das er ihm bezeichnete, ſogleich zur Stelle zu bringen.","norm":"„Ihr werdet, wenn Ihr es wünscht, die Akten lesen,“ versetzte Grimani ruhig und ließ seinen Schreiber rufen, dem er befahl, ein Portefeuille, das er ihm bezeichnete, sogleich zur Stelle zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.89680004119873} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1661,"date":1876,"orig":"Nach wenigen Minuten hielt Waſer zwei Aktenſtücke über den Zweikampf zwiſchen Jenatſch und Ruinell hinter St. Juſtina zu Padua in den Händen, mit denen er ſich, eifrig leſend, in die etwas erhöhte Fenſterniſche zurückzog.","norm":"Nach wenigen Minuten hielt Wasser zwei Aktenstücke über den Zweikampf zwischen Jenatsch und Ruinell hinter St. Justina zu Padua in den Händen, mit denen er sich, eifrig lesend, in die etwas erhöhte Fensternische zurückzog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.040800094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1662,"date":1876,"orig":"Das eine dieſer Schriftſtücke war das mit dem Magiſter Pamfilio Dolce aufgenommene Verhör, worin derſelbe den Unfall des ihm zu Erziehung und Schutz befohlenen unſchuldigen Knäbleins mit beweglichen Worten ſchilderte, alsdann zu der großen Scene bei Petrocchi überging, wo der barbariſche Oberſt ſein in rühmlichen Studien ergrautes Haupt mit Schimpf bedeckt, der großherzige Hauptmann aber, von ſeiner — des Magiſters — ehrwürdiger Erſcheinung und beſcheidener Forderung gerührt, mit ſchöner Menſchlichkeit und antikem Edelmuthe für ihn eingetreten ſei. —","norm":"Das eine dieser Schriftstücke war das mit dem Magister Pamfilio Dolce aufgenommene Verhör, worin derselbe den Unfall des ihm zu Erziehung und Schutz befohlenen unschuldigen Knäbleins mit beweglichen Worten schilderte, alsdann zu der großen Szene bei Petrocchi überging, wo der barbarische Oberst sein in rühmlichen Studien ergrautes Haupt mit Schimpf bedeckt, der großherzige Hauptmann aber, von seiner — des Magisters — ehrwürdiger Erscheinung und bescheidener Forderung gerührt, mit schöner Menschlichkeit und antikem Edelmute für ihn eingetreten sei . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946300029754639} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1663,"date":1876,"orig":"Dem mörderiſchen Duell hatte der Magiſter nicht beigewohnt, dagegen vom Gerichte ſich die Gunſt erbeten, dem Protokoll eine wichtige Papierrolle beilegen zu dürfen.","norm":"Dem mörderischen Duell hatte der Magister nicht beigewohnt, dagegen vom Gerichte sich die Gunst erbeten, dem Protokoll eine wichtige Papierrolle beilegen zu dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946599960327148} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1664,"date":1876,"orig":"Dieſe fiel Waſer in die Hand; aber er warf jetzt nur einen flüchtigen Blick auf deren erſte Seite.","norm":"Diese fiel Wasser in die Hand; aber er warf jetzt nur einen flüchtigen Blick auf deren erste Seite.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.237500190734863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1665,"date":1876,"orig":"Er ergreife, ſagte der Magiſter in der auf dieſem Blatte ſtehenden Widmung, einem Meiſterſtücke kalligraphiſcher Kunſt, die durch das Schickſal unverhofft ihm gewährte Gelegenheit, dem erlauchten Provveditore, als dem hohen Gönner aller Wiſſenſchaft, die geſammelte Frucht eines arbeitſamen langen Lebens in Demuth erſterbend anzubieten: eine Abhandlung über die Patavinität ſeines unſterblichen Mitbürgers Titus Livius, das heißt, über die in deſſen unvergleichliches Latein eingefloſſenen charaktervollen paduaniſchen Provinzialismen.","norm":"Er ergreife, sagte der Magister in der auf diesem Blatte stehenden Widmung, einem Meisterstücke kalligraphischer Kunst, die durch das Schicksal unverhofft ihm gewährte Gelegenheit, dem erlauchten Provveditore, als dem hohen Gönner aller Wissenschaft, die gesammelte Frucht eines arbeitsamen langen Lebens in Demut ersterbend anzubieten: eine Abhandlung über die Patavinität seines unsterblichen Mitbürgers Titus Livius, das heißt, über die in dessen unvergleichliches Latein eingeflossenen charaktervollen paduanischen Provinzialismen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.725299835205078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1666,"date":1876,"orig":"Das zweite Schriftſtück, das Waſer entfaltete, war die Relation des Stadthauptmanns, die ſich ausſchließlich mit der Schlußſcene des Handels beſchäftigte.","norm":"Das zweite Schriftstück, das Wasser entfaltete, war die Relation des Stadthauptmanns, die sich ausschließlich mit der Schlussszene des Handels beschäftigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.61959981918335} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1667,"date":1876,"orig":"Ein erſchreckter Bürger habe ihn benachrichtigt, hinter St.","norm":"Ein erschreckter Bürger habe ihn benachrichtigt, hinter St.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9807000160217285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1668,"date":1876,"orig":"Juſtina ſtehe ein gefährlicher Zweikampf bevor zwiſchen zwei Offizieren der venetianiſchen Armee.","norm":"Justina stehe ein gefährlicher Zweikampf bevor zwischen zwei Offizieren der venezianischen Armee.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.527699947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1669,"date":1876,"orig":"Er ſei hingeeilt, von ſeinen tapfern Leuten zuſammenraffend, was er auf dem Wege gefunden, und habe ſchon von ferne die Gruppe der Kampfbereiten und der um ſie verſammelten Neugierigen erblickt, auch deutlich erkennen können, wie nur der Eine der Herren Griſonen mit grauſamer Wuth und raſenden Geberden auf dem Kampfe beſtand, der Andere aber kaltblütig mit Ernſt und Würde ihn zu beſchwichtigen ſuchte, von den vernünftigen Vorſtellungen und höflichen Bitten der anweſenden paduaniſchen Bürger hierin unterſtützt, und ſich dann mäßig und nur gezwungen vertheidigte.","norm":"Er sei hingeeilt, von seinen tapferen Leuten zusammenraffend, was er auf dem Wege gefunden, und habe schon von ferne die Gruppe der Kampfbereiten und der um sie versammelten Neugierigen erblickt, auch deutlich erkennen können, wie nur der Eine der Herren Grisonen mit grausamer Wut und rasenden Gebärden auf dem Kampfe bestand, der Andere aber kaltblütig mit Ernst und Würde ihn zu beschwichtigen suchte, von den vernünftigen Vorstellungen und höflichen Bitten der anwesenden paduanischen Bürger hierin unterstützt, und sich dann mäßig und nur gezwungen verteidigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.650100231170654} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1670,"date":1876,"orig":"Er habe ſich ſeinem Gefolge voran aufs eiligſte genähert, um, wie ſein ehrenvolles Amt erheiſche, ſeinen Leib als Schranke zwiſchen die Frevler am Geſetze zu werfen und den Degenſpitzen im Namen der Republik Halt zu gebieten.","norm":"Er habe sich seinem Gefolge voran aufs eiligste genähert, um, wie sein ehrenvolles Amt erheische, seinen Leib als Schranke zwischen die Frevler am Gesetze zu werfen und den Degenspitzen im Namen der Republik Halt zu gebieten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8130998611450195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1671,"date":1876,"orig":"Als er dieß mit eigener Lebensgefahr gethan, ſei zwar der Eine gehorſam zurückgewichen, der Andere aber durchbohrt mit einem Fluche zuſammengeſtürzt.","norm":"Als er dies mit eigener Lebensgefahr getan, sei zwar der eine Gehorsam zurückgewichen, der Andere aber durchbohrt mit einem Fluche zusammengestürzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520899772644043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1672,"date":1876,"orig":"Nach ſeinem Dafürhalten habe ſich der Sinnloſe mit blinder Wuth in die nur zur Vertheidigung ihm entgegengehaltene Waffe des Andern geworfen, einen Augenblick eh' er die beiden Degen mit dem ſeinigen niedergeſchmettert. —","norm":"Nach seinem Dafürhalten habe sich der Sinnlose mit blinder Wut in die nur zur Verteidigung ihm entgegengehaltene Waffe des Anderen geworfen, einen Augenblick ehe er die beiden Degen mit dem seinigen niedergeschmettert . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014900207519531} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1673,"date":1876,"orig":"So glaube er ſeine Pflicht mit Aufopferung erfüllt zu haben und auf die Anerkennung der erlauchten Republik, ſo¬ wie auf ein angemeſſenes Ehrengeſchenk ohne Unbeſcheidenheit rechnen zu dürfen. —","norm":"So glaube er seine Pflicht mit Aufopferung erfüllt zu haben und auf die Anerkennung der erlauchten Republik, so¬ wie auf ein angemessenes Ehrengeschenk ohne Unbescheidenheit rechnen zu dürfen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.882199764251709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1674,"date":1876,"orig":"„Mit dieſen Papieren, Herr Provveditore, läßt ſich eine Anklage auf Mord nie begründen,“ ſagte Waſer vor ſeinen Gaſtfreund hintretend und die Akten nicht ohne ſichtbare Zeichen der Entrüſtung auf den Tiſch legend, wobei der Tractat über die Patavinität des Livius auf den Marmorboden fiel.","norm":"„Mit diesen Papieren, Herr Provveditore, lässt sich eine Anklage auf Mord nie begründen,“ sagte Wasser vor seinen Gastfreund hintretend und die Akten nicht ohne sichtbare Zeichen der Entrüstung auf den Tisch legend, wobei der Traktat über die Patavinität des Livius auf den Marmorboden fiel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.754000186920166} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1675,"date":1876,"orig":"„Sie ſprechen durchaus zu Gunſten des Hauptmanns und bezeichnen den Fall als ſtricte Nothwehr. —“","norm":"„Sie sprechen durchaus zu Gunsten des Hauptmanns und bezeichnen den Fall als stricte Notwehr . —“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.55679988861084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1676,"date":1876,"orig":"„Wollt Ihr noch von den Ausſagen der andern Zeugen Einſicht nehmen?“ ſagte Grimani kalt.","norm":"„Wollt Ihr noch von den Aussagen der anderen Zeugen Einsicht nehmen?“ sagte Grimani kalt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.228000164031982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1677,"date":1876,"orig":"„Sie ſtimmen übrigens durchaus überein mit denjenigen des bettelhaften Pedanten und des prahleriſchen Eiſenfreſſers.","norm":"„Sie stimmen übrigens durchaus überein mit denjenigen des bettelhaften Pedanten und des prahlerischen Eisenfressers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.697199821472168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1678,"date":1876,"orig":"„Die Zeugniſſe dieſes Geſindels“ — er ſtieß mit der Fußſpitze an die gelehrte Arbeit des Magiſters Pamfilio, die langſam über die Moſaikſterne des glatten Bodens rollte, — „führen nur den Gutmüthigen irre, der nicht verſteht zwiſchen den Zeilen zu leſen.","norm":"„Die Zeugnisse dieses Gesindels“ — er stieß mit der Fußspitze an die gelehrte Arbeit des Magisters Pamfilio, die langsam über die Mosaiksterne des glatten Bodens rollte, — „führen nur den Gutmütigen irre, der nicht versteht zwischen den Zeilen zu lesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021900177001953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1679,"date":1876,"orig":"Verzaubert und belügt doch dieſer ungeſegnete Jenatſch, mit ſeiner heuchleriſchen Herzenswärme und ſeiner ruchloſen Kunſt auch das Abſichtlichſte als Eingebung des Augenblicks oder harmloſen Zufall darzuſtellen, ohne Ausnahme Alle von oben bis unten, von dem edeln Herzog Rohan bis zu dieſen Larven hinab. —","norm":"Verzaubert und belügt doch dieser ungesegnete Jenatsch, mit seiner heuchlerischen Herzenswärme und seiner ruchlosen Kunst auch das Absichtlichste als Eingebung des Augenblicks oder harmlosen Zufall darzustellen, ohne Ausnahme alle von oben bis unten, von dem edlen Herzog Rohan bis zu diesen Larven hinab . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183000087738037} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1680,"date":1876,"orig":"Angenommen daß dieſe Zeugniſſe den Sachverhalt in völliger Wahrheit darſtellen, ſo führt ſie doch erſt die Kenntniß der Verhältniſſe des Hauptmanns und ſeines ränkevollen Charakters auf ihren richtigen Werth zurück, und mittelſt dieſer Kenntniß bin ich im Stande, mein werther Freund, Euch vielleicht zum Schrecken Eures harmloſen Gemüths die Geſchichte der Tödtung des Oberſten Ruinell in ihr wahres Licht zu ſtellen.“","norm":"Angenommen dass diese Zeugnisse den Sachverhalt in völliger Wahrheit darstellen, so führt sie doch erst die Kenntnis der Verhältnisse des Hauptmanns und seines ränkevollen Charakters auf ihren richtigen Wert zurück, und mittels dieser Kenntnis bin ich im Stande, mein werter Freund, Euch vielleicht zum Schrecken Eures harmlosen Gemüts die Geschichte der Tötung des Obersten Ruinell in ihr wahres Licht zu stellen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.59060001373291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1681,"date":1876,"orig":"„Ich will mich kurz faſſen.","norm":"„Ich will mich kurzfassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.11929988861084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1682,"date":1876,"orig":"Jenatſch hatte ſich zum Ziele geſetzt um jeden Preis eines der vier bündneriſchen Regimenter zu erlangen, die Herzog Rohan zum bevorſtehenden Veltliner Feldzuge mit franzöſiſchem Solde bildet.","norm":"Jenatsch hatte sich zum Ziele gesetzt um jeden Preis eines der vier bündnerischen Regimenter zu erlangen, die Herzog Rohan zum bevorstehenden Veltliner Feldzuge mit französischem Solde bildet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.821700096130371} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1683,"date":1876,"orig":"Alle vier aber waren ſchon vergeben, eines davon an Ruinell; folglich mußte einer der Oberſten, am bequemſten Ruinelli, den der Degen des Ehrſüchtigen erreichen konnte, weggeräumt werden.","norm":"Alle vier aber waren schon vergeben, eines davon an Ruinell; folglich musste einer der Obersten, am bequemsten Ruinelli, den der Degen des Ehrsüchtigen erreichen konnte, weggeräumt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.184199810028076} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1684,"date":1876,"orig":"Als nun der Schulmeiſter den heißblütigen Oberſt mit ſeinem unverſchämten Bettel beläſtigte, ergriff der geiſtesgegenwärtige Jenatſch blitzſchnell die Gelegenheit ihn zu reizen, indem er für den Pedanten Partei nahm.","norm":"Als nun der Schulmeister den heißblütigen Oberst mit seinem unverschämten Bettel belästigte, ergriff der geistesgegenwärtige Jenatsch blitzschnell die Gelegenheit ihn zu reizen, indem er für den Pedanten Partei nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.154799938201904} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1685,"date":1876,"orig":"Wie die Flamme einmal aufſtieg, war es dem Kühlgebliebenen ein Leichtes, ſie mit ſeinem boshaften Hauche zu ſchüren.","norm":"Wie die Flamme einmal aufstieg, war es dem Kühlgebliebenen ein Leichtes, sie mit seinem boshaften Hauche zu schüren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.88670015335083} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1686,"date":1876,"orig":"Er wußte mit ſeiner abſichtsvollen Sanftmuth den Zornigen bis zur Raſerei zu reizen und als geſchickter Fechter den Degen ſo zu führen, daß Keiner den ſichern leiſen Todesſtoß gewahr wurde. —","norm":"Er wusste mit seiner absichtsvollen Sanftmut den Zornigen bis zur Raserei zu reizen und als geschickter Fechter den Degen so zu führen, dass Keiner den sicheren leisen Todesstoß gewahr wurde . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.302599906921387} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1687,"date":1876,"orig":"So trug die Sache ſich zu, mein braver Herr, wenn die Republik nicht einen menſchenunkundigen Neuling zu ihrem Provveditore hat. Euer Signor Jenatſch hat bei ſeiner dalmatiſchen Sendung zehnmal mehr Liſt aufgewendet, als es nicht brauchte, dieſen armen Trunkenbold ſich aus dem Wege zu räumen.“","norm":"So trug die Sache sich zu, mein braver Herr, wenn die Republik nicht einen menschenunkundigen Neuling zu ihrem Provveditore hat. Euer Signor Jenatsch hat bei seiner dalmatischen Sendung zehnmal mehr List aufgewendet, als es nicht brauchte, diesen armen Trunkenbold sich aus dem Wege zu räumen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.981599807739258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1688,"date":1876,"orig":"Waſer hatte dieſe Auseinanderſetzung mit Grauen angehört.","norm":"Wasser hatte diese Auseinandersetzung mit Grauen angehört.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.168000221252441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1689,"date":1876,"orig":"Ihn fröſtelte beim Gedanken an die Gefahr, die jedem Angeklagten aus dieſer ſcharfſinnig argwöhniſchen Auslegung an ſich unverfänglicher Thatſachen erwachſen mußte.","norm":"Ihn fröstelte beim Gedanken an die Gefahr, die jedem Angeklagten aus dieser scharfsinnig argwöhnischen Auslegung an sich unverfänglicher Tatsachen erwachsen musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.463500022888184} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1690,"date":1876,"orig":"Sogar ihn, den wohlwollenden, dem Hauptmann befreundeten Mann, durchfuhr einen Augenblick der Gedanke, des Venetianers grauſame Logik könnte Recht haben.","norm":"Sogar ihn, den wohlwollenden, dem Hauptmann befreundeten Mann, durchfuhr einen Augenblick der Gedanke, des Venezianers grausame Logik könnte Recht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.729100227355957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1691,"date":1876,"orig":"Aber ſein gerader Menſchenverſtand und ſein rechtliches Gemüth überwanden raſch dieſen beängſtigenden Schwindel.","norm":"Aber sein gerader Menschenverstand und sein rechtliches Gemüt überwanden rasch diesen beängstigenden Schwindel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218999862670898} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1692,"date":1876,"orig":"So hätte es ſein können; aber, nein, es war nicht ſo. —","norm":"So hätte es sein können; aber, nein, es war nicht so . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.673700094223022} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1693,"date":1876,"orig":"Er erinnerte ſich indeſſen, daß der Argwohn in Venedig ein Staatsprincip ſei und verzichtete darauf, in dieſem Augenblicke Grimanis Voreingenommenheit zu bekämpfen.","norm":"Er erinnerte sich indessen, dass der Argwohn in Venedig ein Staatsprinzip sei und verzichtete darauf, in diesem Augenblicke Grimanis Voreingenommenheit zu bekämpfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.662399768829346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1694,"date":1876,"orig":"„Die Thatſachen entſcheiden,“ ſagte er mit überzeugter Feſtigkeit, „nicht deren willkürliche Interpretation, und Hauptmann Jenatſch iſt nicht ohne Schutz in Venedig, denn in Ermangelung eines bündneriſchen Geſandten bei der Republik von San Marco glaube ich Geringer im Sinne meiner Obern zu handeln, wenn ich die Intereſſen des mit Zürich verbündeten Landes in Venedig nach Kräften wahrnehme.“ —","norm":"„Die Tatsachen entscheiden,“ sagte er mit überzeugter Festigkeit, „nicht deren willkürliche Interpretation, und Hauptmann Jenatsch ist nicht ohne Schutz in Venedig, denn in Ermangelung eines bündnerischen Gesandten bei der Republik von San Marco glaube ich Geringer im Sinne meiner Oberen zu handeln, wenn ich die Interessen des mit Zürich verbündeten Landes in Venedig nach Kräften wahrnehme .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.650300025939941} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1695,"date":1876,"orig":"„Da verwendet ſich noch ein anderer Schutzpatron für die Unſchuld, die ich in der Perſon des Hauptmanns Jenatſch verfolge,“ ſagte der Venetianer mit ſchmerzlichem Spotte, denn eben wurde ein in rothe Seide gekleideter franzöſiſcher Edelknabe eingelaſſen, um in des Herrn Provveditore eigene Hand ein Schreiben ſeines Gebieters, des Herzogs Heinrich Rohan zu legen.","norm":"„Da verwendet sich noch ein anderer Schutzpatron für die Unschuld, die ich in der Person des Hauptmanns Jenatsch verfolge,“ sagte der Venezianer mit schmerzlichem Spotte, denn eben wurde ein in rote Seide gekleideter französischer Edelknabe eingelassen, um in des Herrn Provveditore eigene Hand ein Schreiben seines Gebieters, des Herzogs Heinrich Rohan zu legen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.61359977722168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1696,"date":1876,"orig":"„Der erlauchte Herzog will mir die Ehre eines Beſuches erweiſen,“ ſagte Grimani die Zeilen durchlaufend, „das darf ich nicht zugeben.","norm":"„Der erlauchte Herzog will mir die Ehre eines Besuches erweisen,“ sagte Grimani die Zeilen durchlaufend, „das darf ich nicht zugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.213399887084961} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1697,"date":1876,"orig":"Meldet, daß ich mich ihm in einer Stunde vorſtellen werde.","norm":"Meldet, dass ich mich ihm in einer Stunde vorstellen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.321000099182129} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1698,"date":1876,"orig":"— Eure Begleitung, Signor Waſer, würde mich erfreuen.“","norm":"— Eure Begleitung, Signor Wasser, würde mich erfreuen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.2494001388549805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1699,"date":1876,"orig":"Damit erhob ſich der feine bleiche Mann mit den melancholiſchen Augen und zog ſich in ſein Ankleidezimmer zurück.","norm":"Damit erhob sich der feine bleiche Mann mit den melancholischen Augen und zog sich in sein Ankleidezimmer zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.190700054168701} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1700,"date":1876,"orig":"Waſer blieb zögernd ſtehen.","norm":"Wasser blieb zögernd stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.521999835968018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1701,"date":1876,"orig":"Dann trat er zum Tiſche und durchlas ſorgfältig die übrigen Zeugenausſagen.","norm":"Dann trat er zum Tische und durchlas sorgfältig die übrigen Zeugenaussagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.075500011444092} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1702,"date":1876,"orig":"Zuletzt fiel ſein Blick auf die unter einen Stuhl gerollte Abhandlung des Magiſters Pamfilio Dolce aus Padua.","norm":"Zuletzt fiel sein Blick auf die unter einen Stuhl gerollte Abhandlung des Magisters Pamfilio Dolce aus Padua.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14109992980957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1703,"date":1876,"orig":"Ihn jammerte ihr ſchmachvolles Schickſal.","norm":"Ihn jammerte ihr schmachvolles Schicksal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3765997886657715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1704,"date":1876,"orig":"„Da klebt viel Schweiß daran,“ ſagte er und hob die Rolle auf.","norm":"„Da klebt viel Schweiß daran,“ sagte er und hob die Rolle auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.496399879455566} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1705,"date":1876,"orig":"„Ein Plätzchen in unſrer neu gegründeten Stadtbibliothek wird ſich ſchon für dich finden, Werk eines dunkeln Daſeins!“ —","norm":"„Ein Plätzchen in unserer neu gegründeten Stadtbibliothek wird sich schon für dich finden, Werk eines dunklen Daseins!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080100059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1706,"date":1876,"orig":"Siebentes Kapitel.","norm":"Siebentes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.018199920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1707,"date":1876,"orig":"Der Provveditore und Herr Waſer wurden vom Herzog in ſeinem Bibliothekzimmer empfangen, wo dieſer, der wenig Schlaf bedurfte und die Einſamkeit der Morgenfrühe liebte, ſchon manche Stunde des Vormittags in ungeſtörter Arbeit mit ſeinem Schreiber, dem Venetianer Priolo verbracht hatte.","norm":"Der Provveditore und Herr Wasser wurden vom Herzog in seinem Bibliothekzimmer empfangen, wo dieser, der wenig Schlaf bedurfte und die Einsamkeit der Morgenfrühe liebte, schon manche Stunde des Vormittags in ungestörter Arbeit mit seinem Schreiber, dem Venezianer Priolo verbracht hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.600800037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1708,"date":1876,"orig":"Der Herzog begann mit einigen Worten des Dankes für Grimanis Zuvorkommen.","norm":"Der Herzog begann mit einigen Worten des Dankes für Grimanis Zuvorkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.533999919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1709,"date":1876,"orig":"„Ihr erriethet ſicherlich aus meinen Zeilen,“ ſagte er, „das perſönliche Anliegen, welches mich ſchon heute wieder eine Unterredung mit Euch dringend wünſchen ließ.","norm":"„Ihr errietet sicherlich aus meinen Zeilen,“ sagte er, „das persönliche Anliegen, welches mich schon heute wieder eine Unterredung mit Euch dringend wünschen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.683899879455566} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1710,"date":1876,"orig":"Ich war geſtern von meinem Balkon aus Zeuge einer nächtlichen Scene, unter der ich mir nichts anderes, als die Verhaftung eines Uebelthäters denken konnte.","norm":"Ich war gestern von meinem Balkon aus Zeuge einer nächtlichen Szene, unter der ich mir nichts anderes, als die Verhaftung eines Übeltäters denken konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.93090009689331} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1711,"date":1876,"orig":"Verſchiedene Umſtände laſſen mich mit Sicherheit ſchließen, daß dieſer Gefangene der Republik der Bündner Georg Jenatſch ſei.","norm":"Verschiedene Umstände lassen mich mit Sicherheit schließen, dass dieser Gefangene der Republik der Bündner Georg Jenatsch sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.518099784851074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1712,"date":1876,"orig":"Ich hatte nun, wie ich Euch, mein edler Herr, ſchon geſtern andeutete, auf die Dienſte des ſelben Mannes für meinen bevorſtehenden Feldzug in Bünden gezählt und mir davon bei ſeinem militäriſchen Talent und ſeiner mir höchſt werthvollen Kenntniß ſeines Vaterlandes großen Vortheil verſprochen.","norm":"Ich hatte nun, wie ich Euch, mein edler Herr, schon gestern andeutete, auf die Dienste desselben Mannes für meinen bevorstehenden Feldzug in Bünden gezählt und mir davon bei seinem militärischen Talent und seiner mir höchst wertvollen Kenntnis seines Vaterlandes großen Vorteil versprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.75439977645874} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1713,"date":1876,"orig":"Ihr ſeht ein, wie ſehr mir daran liegen muß, zu erfahren, welcher Uebertretung des Geſetzes er ſich ſchuldig gemacht, und, wenn ſein Verbrechen kein ſchweres und ſchmachvolles iſt, mein Fürwort für ihn einzulegen.“","norm":"Ihr seht ein, wie sehr mir daran liegen muss, zu erfahren, welcher Übertretung des Gesetzes er sich schuldig gemacht, und, wenn sein Verbrechen kein schweres und schmachvolles ist, mein Fürwort für ihn einzulegen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.183800220489502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1714,"date":1876,"orig":"„Niemand iſt williger Euch zu dienen als ich, erlauchter Herr,“ antwortete Grimani, „und in Wahrheit glaubte ich gerade Euch einen nicht geringen Dienſt zu leiſten, wenn ich dieſen mir ſchon längſt verdächtigen Menſchen, in dem die Keime vieler Gefahren liegen, jetzt da er ſich durch eine blutige That in meine Hand gegeben hat, auf die Seite räumte.","norm":"„Niemand ist williger Euch zu dienen als ich, erlauchter Herr,“ antwortete Grimani, „und in Wahrheit glaubte ich gerade Euch einen nicht geringen Dienst zu leisten, wenn ich diesen mir schon längst verdächtigen Menschen, in dem die Keime vieler Gefahren liegen, jetzt da er sich durch eine blutige Tat in meine Hand gegeben hat, auf die Seite räumte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.220600128173828} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1715,"date":1876,"orig":"Er iſt, wie Ihr aus der aktenmäßigen Darſtellung erfahren werdet, dem Wortlaute unſeres Geſetzes nach der Todesſtrafe verfallen.","norm":"Er ist, wie Ihr aus der aktenmäßigen Darstellung erfahren werdet, dem Wortlaute unseres Gesetzes nach der Todesstrafe verfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.15310001373291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1716,"date":1876,"orig":"Ob ich ihn, mildernde Umſtände annehmend, begnadigen will, das ſteht vollkommen in meiner Willkür.","norm":"Ob ich ihn, mildernde Umstände annehmend, begnadigen will, das steht vollkommen in meiner Willkür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.085000038146973} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1717,"date":1876,"orig":"Iſt dies Euer Verlangen an mich, ſo werdet Ihr keine Weigerung erfahren; aber höret vorher gütig an, was ich von dieſer Perſönlichkeit denke. —","norm":"Ist dies Euer Verlangen an mich, so werdet Ihr keine Weigerung erfahren; aber höret vorher gütig an, was ich von dieser Persönlichkeit denke . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.076099872589111} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1718,"date":1876,"orig":"Den Vorfall ſelbſt bitte ich meinen würdigen Freund Waſer Euch zu berichten.","norm":"Den Vorfall selbst bitte ich meinen würdigen Freund Wasser Euch zu berichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.665800094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1719,"date":1876,"orig":"Er hat ſoeben von den Akten Kenntniß genommen und es iſt mir angenehm den Vortrag ihm zu überlaſſen, da er mich insgeheim vergiftenden Argwohns und ſchnöder Menſchenverachtung bezichtigt.“ —","norm":"Er hat soeben von den Akten Kenntnis genommen und es ist mir angenehm den Vortrag ihm zu überlassen, da er mich insgeheim vergiftenden Argwohns und schnöder Menschenverachtung bezichtigt .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.773499965667725} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1720,"date":1876,"orig":"Der Zürcher entledigte ſich dieſes Auftrags mit Freundeseifer und ſachkundiger Gewandtheit.","norm":"Der Zürcher entledigte sich dieses Auftrags mit Freundeseifer und sachkundiger Gewandtheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275100231170654} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1721,"date":1876,"orig":"Zum Schluſſe faßte er ſeine Meinung dahin zuſammen, daß hier ein Fall reiner Nothwehr vorliege.","norm":"Zum Schlusse fasste er seine Meinung dahin zusammen, dass hier ein Fall reiner Notwehr vorliege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.282400131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1722,"date":1876,"orig":"„Und nun erlaubt mir, meinerſeits Euch auszuſprechen,“ ſagte Grimani, und ſeine Stimme trübte ſich vor innerer Bewegung, „daß ich die That für eine vorbedachte, abſichtsvolle und dieſen Charakter kennzeichnende halte.","norm":"„Und nun erlaubt mir, meinerseits Euch auszusprechen,“ sagte Grimani, und seine Stimme trübte sich vor innerer Bewegung, „dass ich die Tat für eine vorbedachte, absichtsvolle und diesen Charakter kennzeichnende halte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.217199802398682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1723,"date":1876,"orig":"Georg Jenatſch iſt unermeßlich ehrſüchtig, und ich glaube, er ſei der Mann, jede Schranke, welche dieſe Ehrſucht eindämmt, rückſichtslos niederzureißen.","norm":"Georg Jenatsch ist unermesslich ehrsüchtig, und ich glaube, er sei der Mann, jede Schranke, welche diese Ehrsucht eindämmt, rücksichtslos niederzureißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.077099800109863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1724,"date":1876,"orig":"Jede!","norm":"Jede!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"pt","lang_de":0,"norm_lmscore":10.394100189208984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1725,"date":1876,"orig":"Den militäriſchen Gehorſam, das gegebene Wort, die heiligſte Dankespflicht!","norm":"Den militärischen Gehorsam, das gegebene Wort, die heiligste Dankespflicht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081900119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1726,"date":1876,"orig":"Ich halte ihn für einen Menſchen ohne Treu und Glauben und von grenzenloſer Kühnheit.“","norm":"Ich halte ihn für einen Menschen ohne Treu und Glauben und von grenzenloser Kühnheit .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.325699806213379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1727,"date":1876,"orig":"Mit wenigen aber noch ſchärfern Zügen, als er es Waſer gegenüber gethan, bezeichnete er ſodann dem Herzoge die ſelbſtſüchtigen Ziele, welche nach ſeiner Beurtheilung Jenatſch durch die Ermordung ſeines Landsmannes habe erreichen wollen.","norm":"Mit wenigen aber noch schärferen Zügen, als er es Wasser gegenüber getan, bezeichnete er sodann dem Herzoge die selbstsüchtigen Ziele, welche nach seiner Beurteilung Jenatsch durch die Ermordung seines Landsmannes habe erreichen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.54040002822876} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1728,"date":1876,"orig":"Der Herzog warf ein, es ſei ihm kaum glaublich, daß eine ſo urſprüngliche und warme Natur wie dieſer Sohn der Berge eines ſo kalt konſequenten und verwickelten Verfahrens fähig ſei.","norm":"Der Herzog warf ein, es sei ihm kaum glaublich, dass eine so ursprüngliche und warme Natur wie dieser Sohn der Berge eines so kalt konsequenten und verwickelten Verfahrens fähig sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8403000831604} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1729,"date":1876,"orig":"„Dieſer Menſch erſcheint mir unbändig und ehrlich wie eine Naturkraft,“ fügte er hinzu.","norm":"„Dieser Mensch erscheint mir unbändig und ehrlich wie eine Naturkraft,“ fügte er hinzu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.39709997177124} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1730,"date":1876,"orig":"„Dieſer Menſch berechnet jeden ſeiner Zornausbrüche und benützt jede ſeiner Blutwallungen:“ erwiederte der Venetianer, gereizter als es von ſeiner Selbſtbeherrſchung zu erwarten war.","norm":"„Dieser Mensch berechnet jeden seiner Zornausbrüche und benützt jede seiner Blutwallungen:“ erwiderte der Venezianer, gereizter als es von seiner Selbstbeherrschung zu erwarten war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049300193786621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1731,"date":1876,"orig":"„Er iſt eine Gefahr für Euch, und, wenn ich ihn verſchwinden laſſe, ſo hab' ich Euch noch nie einen beſſern Dienſt erwieſen“.","norm":"„Er ist eine Gefahr für Euch, und, wenn ich ihn verschwinden lasse, so habe ich Euch noch nie einen besseren Dienst erwiesen“.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5713999271392822} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1732,"date":1876,"orig":"Der Herzog verharrte einige Augenblicke in ſchweigendem Nachdenken, dann ſprach er mit großem Ernſte:","norm":"Der Herzog verharrte einige Augenblicke in schweigendem Nachdenken, dann sprach er mit großem Ernste:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.271100044250488} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1733,"date":1876,"orig":"„Und dennoch erſuche ich Euch um die Begnadigung des Georg Jenatſch.“","norm":"„Und dennoch ersuche ich Euch um die Begnadigung des Georg Jenatsch .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.720799922943115} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1734,"date":1876,"orig":"Grimani verbeugte ſich, trat an den Arbeitstiſch des Geheimſekretärs Priolo, der in ſeiner Fenſterniſche ruhig weiter geſchrieben hatte, warf ein paar Worte auf ein Papier und bat den jungen Mann den Befehl in das Staatsgefängniß zu bringen.","norm":"Grimani verbeugte sich, trat an den Arbeitstisch des Geheimsekretärs Priolo, der in seiner Fensternische ruhig weiter geschrieben hatte, warf ein paar Worte auf ein Papier und bat den jungen Mann den Befehl in das Staatsgefängnis zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.192500114440918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1735,"date":1876,"orig":"Herzog Rohan fügte bei, ſein Adjutant Wertmüller möge den Schreiber begleiten.","norm":"Herzog Rohan fügte bei, sein Adjutant Wertmüller möge den Schreiber begleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.899600028991699} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1736,"date":1876,"orig":"Jetzt heftete Grimani ſeine ruhigen, dunkeln Augen auf den Herzog und fragte plötzlich, ob er ihm nicht die Gunſt gewähren könne, die Unterredung noch eine kurze Zeit ohne Zeugen fortzuſetzen.","norm":"Jetzt heftete Grimani seine ruhigen, dunklen Augen auf den Herzog und fragte plötzlich, ob er ihm nicht die Gunst gewähren könne, die Unterredung noch eine kurze Zeit ohne Zeugen fortzusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.58519983291626} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1737,"date":1876,"orig":"Rohan wandte ſich freundlich zu Herrn Waſer und ſagte lächelnd:","norm":"Rohan wandte sich freundlich zu Herrn Wasser und sagte lächelnd:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.956600189208984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1738,"date":1876,"orig":"„Gerade wollt' ich Euch bitten, die Herzogin über das Loos des Hauptmanns Jenatſch, an welchem ſie mitleidigen Antheil nimmt, an meiner Statt vorläufig zu beruhigen.“","norm":"„Gerade wollte ich Euch bitten, die Herzogin über das Los des Hauptmanns Jenatsch, an welchem sie mitleidigen Anteil nimmt, an meiner statt vorläufig zu beruhigen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134799957275391} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1739,"date":1876,"orig":"Geſchmeichelt durch dies Wohlwollen und erfreut der Ueberbringer einer guten Botſchaft zu ſein, beurlaubte ſich der Zürcher und folgte einem Pagen, der ihn der ungeduldig harrenden hohen Frau zuführte.","norm":"Geschmeichelt durch dies Wohlwollen und erfreut der Überbringer einer guten Botschaft zu sein, beurlaubte sich der Zürcher und folgte einem Pagen, der ihn der ungeduldig harrenden hohen Frau zuführte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.202899932861328} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1740,"date":1876,"orig":"„Betrachtet, edler Herzog, es als ein Zeichen meiner beſondern Ergebenheit,“ begann der Venetianer, wenn ich ganz gegen meine Gewohnheit mich nicht ſcheue aufdringlich zu ſein und den Vorwurf unzarten Eingreifens in fremde Verhältniſſe mir zuziehe.","norm":"„Betrachtet, edler Herzog, es als ein Zeichen meiner besonderen Ergebenheit,“ begann der Venezianer, wenn ich ganz gegen meine Gewohnheit mich nicht scheue aufdringlich zu sein und den Vorwurf unzarten Eingreifens in fremde Verhältnisse mir zuziehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7058000564575195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1741,"date":1876,"orig":"Abgeſehen von unſern gemeinſamen politiſchen Intereſſen bin ich überzeugt, daß Ihr meine hohe Verehrung für Euren Charakter genugſam kennt, um ſie als einzige Triebfeder und als Entſchuldigung dieſes außerordentlichen Schrittes gelten zu laſſen.","norm":"Abgesehen von unseren gemeinsamen politischen Interessen bin ich überzeugt, dass Ihr meine hohe Verehrung für Euren Charakter genügsam kennt, um sie als einzige Triebfeder und als Entschuldigung dieses außerordentlichen Schrittes gelten zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.573200225830078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1742,"date":1876,"orig":"„Für Euch wollte ich dieſen Mann unſchädlich machen.","norm":"„Für Euch wollte ich diesen Mann unschädlich machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.204100131988525} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1743,"date":1876,"orig":"Ich kenne ſeine Vergangenheit.","norm":"Ich kenne seine Vergangenheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.035200119018555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1744,"date":1876,"orig":"In Bünden, wo ich vor Jahren die Intereſſen meiner Republik als Geſandter wahrnahm, habe ich ihn an der Spitze raſender Volkshaufen geſehen und ſeine Herrſchaft über die tobenden Maſſen hat mich entſetzt.","norm":"In Bünden, wo ich vor Jahren die Interessen meiner Republik als Gesandter wahrnahm, habe ich ihn an der Spitze rasender Volkshaufen gesehen und seine Herrschaft über die tobenden Massen hat mich entsetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6153998374938965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1745,"date":1876,"orig":"„Ihr ſeid im Begriff, Bünden der ſpaniſchen Macht zu entreißen und ich zweifle keinen Augenblick am Erfolg Eurer Waffen.","norm":"„Ihr seid im Begriff, Bünden der spanischen Macht zu entreißen und ich zweifle keinen Augenblick am Erfolg Eurer Waffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.524400234222412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1746,"date":1876,"orig":"Aber was dann?","norm":"Aber was dann?","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.337300062179565} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1747,"date":1876,"orig":"Wie werden ſich nach Vertreibung der Spanier die Abſichten der franzöſiſchen Krone, die das ſtrategiſch wichtige Land bis zum allgemeinen Frieden unmöglich aus den Händen geben darf, mit dem ſtürmiſchen Verlangen ſeiner wilden Bewohner nach der alten Selbſtändigkeit vereinigen laſſen?","norm":"Wie werden sich nach Vertreibung der Spanier die Absichten der französischen Krone, die das strategisch wichtige Land bis zum allgemeinen Frieden unmöglich aus den Händen geben darf, mit dem stürmischen Verlangen seiner wilden Bewohner nach der alten Selbständigkeit vereinigen lassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.694200038909912} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1748,"date":1876,"orig":"Da Richelieu — ich will ſagen der allerchriſtlichſte König, Euer Herr — nur den kleinſten Theil ſeiner in Deutſchland unentbehrlichen Truppen Euch zur Verfügung ſtellt, werdet Ihr in Bünden ſelbſt werben und dem durch jegliches Elend erſchöpften Lande neue Opfer zumuthen müſſen.","norm":"Da Richelieu — ich will sagen der allerchristlichste König, Euer Herr — nur den kleinsten Teil seiner in Deutschland unentbehrlichen Truppen Euch zur Verfügung stellt, werdet Ihr in Bünden selbst werben und dem durch jegliches Elend erschöpften Lande neue Opfer zumuten müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6290998458862305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1749,"date":1876,"orig":"Das aber — ich ſchäme mich zu ſagen, was Ihr ſicherlich längſt bedacht habt — wird Euch nur durch das Mittel weitgehender Verſprechungen gelingen.","norm":"Das aber — ich schäme mich zu sagen, was Ihr sicherlich längst bedacht habt — wird Euch nur durch das Mittel weitgehender Versprechungen gelingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.651700019836426} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1750,"date":1876,"orig":"Ich wenigſtens kann mir nichts anderes denken, als daß Ihr mit Euerm perſönlichen Werthe den Bündnern Euch werdet verbürgen müſſen, ihnen, ſobald Euer Sieg erfochten iſt, ihr urſprüngliches Gebiet und ihre alte Selbſtändigkeit unvermindert zurückzugeben.","norm":"Ich wenigstens kann mir nichts anderes denken, als dass Ihr mit Euerem persönlichen Werte den Bündnern Euch werdet verbürgen müssen, ihnen, sobald Euer Sieg erfochten ist, ihr ursprüngliches Gebiet und ihre alte Selbständigkeit unvermindert zurückzugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1940999031066895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1751,"date":1876,"orig":"— Darum ſendet, wie ich vermuthe, Richelieu gerade Euch, deſſen Name von reiner Ehre leuchtet, nach Bünden, weil Eure Gewalt über die proteſtantiſchen Herzen ihm dort ein Heer erſetzt.","norm":"— Darum sendet, wie ich vermute, Richelieu gerade Euch, dessen Name von reiner Ehre leuchtet, nach Bünden, weil Eure Gewalt über die protestantischen Herzen ihm dort ein Heer ersetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.679200172424316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1752,"date":1876,"orig":"So werdet Ihr mir einräumen, edler Herr, daß Euer eine ſchwere Stunde und eine peinliche Doppelſtellung zwiſchen dem Cardinal und Bünden wartet.","norm":"So werdet Ihr mir einräumen, edler Herr, dass Euer eine schwere Stunde und eine peinliche Doppelstellung zwischen dem Kardinal und Bünden wartet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.778600215911865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1753,"date":1876,"orig":"Wohl wird es Eurer Weisheit gelingen, das Intereſſe der franzöſiſchen Krone, welcher Ihr dient und die von Euch verbürgten Anſprüche des Gebirgsvolkes, ohne jenes zu verleugnen oder dieſe zu täuſchen, durch umſichtige Politik und kluge Zögerung in der Schwebe zu halten und endlich auszugleichen; aber nur unter der Bedingung, daß das hingehaltene Bünden in keiner Weiſe gegen Euch und Frankreich eingenommen und aufgeſtachelt werde.","norm":"Wohl wird es Eurer Weisheit gelingen, das Interesse der französischen Krone, welcher Ihr dient und die von Euch verbürgten Ansprüche des Gebirgsvolkes, ohne jenes zu verleugnen oder diese zu täuschen, durch umsichtige Politik und kluge Zögerung in der Schwebe zu halten und endlich auszugleichen; aber nur unter der Bedingung, dass das hingehaltene Bünden in keiner Weise gegen Euch und Frankreich eingenommen und aufgestachelt werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.144100189208984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1754,"date":1876,"orig":"— Ihr lächelt, gnädiger Herr! —","norm":"— Ihr lächelt, gnädiger Herr! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.66540002822876} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1755,"date":1876,"orig":"In der That, wer in Bünden ſollte es wagen gegen das mächtige Frankreich ſich zu verſchwören oder gar mit offener Gewaltthat zu erheben!","norm":"In der Tat, wer in Bünden sollte es wagen gegen das mächtige Frankreich sich zu verschwören oder gar mit offener Gewalttat zu erheben!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038899898529053} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1756,"date":1876,"orig":"Gewiß Keiner, Ihr habt Recht, wenn nicht vielleicht jener Heilloſe — Euer Schützling, Georg Jenatſch.“","norm":"Gewiss Keiner, Ihr habt Recht, wenn nicht vielleicht jener Heillose — Euer Schützling, Georg Jenatsch .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683700084686279} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1757,"date":1876,"orig":"Der Herzog lehnte ſich mit einer abwehrenden Handbewegung und dem ſchmerzlichen Ausdrucke verletzten Selbſtgefühls zurück.","norm":"Der Herzog lehnte sich mit einer abwehrenden Handbewegung und dem schmerzlichen Ausdrucke verletzten Selbstgefühls zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2052001953125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1758,"date":1876,"orig":"Eine Wolke zog über ſeine Stirn.","norm":"Eine Wolke zog über seine Stirn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.672999858856201} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1759,"date":1876,"orig":"Das Bild des Bündners, wie es der Haß Grimanis entwarf, ſchien ihm vergrößert und entſtellt; doch nicht die ſeine Menſchenkenntniß in Frage ſtellende, übertrieben ſchlimme und große Meinung, die Grimani von dem begabten Halbwilden hatte, welchen er ſich zum Werkzeuge erleſen, war ihm empfindlich, wohl aber, daß der Venetianer die geheime Wunde ſeines Lebens, ſeine ſchiefe Stellung zu Richelieu ſcharfſinnig erkannte und zu berühren ſich nicht ſcheute.","norm":"Das Bild des Bündners, wie es der Hass Grimanis entwarf, schien ihm vergrößert und entstellt; doch nicht die seine Menschenkenntnis in Frage stellende, übertrieben schlimme und große Meinung, die Grimani von dem begabten Halbwilden hatte, welchen er sich zum Werkzeuge erlesen, war ihm empfindlich, wohl aber, dass der Venezianer die geheime Wunde seines Lebens, seine schiefe Stellung zu Richelieu scharfsinnig erkannte und zu berühren sich nicht scheute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7058000564575195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1760,"date":1876,"orig":"Der Frankreich nach großem Plane regierende, aber ihm perſönlich abgeneigte Cardinal war im Stande — Rohan wußte es wohl — ſeine proteſtantiſche Glaubenstreue als Mittel zum Zwecke auszubeuten und ihn perſönlich aufzuopfern.","norm":"Der Frankreich nach großem Plane regierende, aber ihm persönlich abgeneigte Kardinal war im Stande — Rohan wusste es wohl — seine protestantische Glaubenstreue als Mittel zum Zwecke auszubeuten und ihn persönlich aufzuopfern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.646900177001953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1761,"date":1876,"orig":"Die Gefahr, welche er ſich ſelbſt auszureden ſuchte und in ſchlafloſen Nächten doch immer und immer wieder ſorgenvoll erwog, war alſo fremden Augen offenbar.","norm":"Die Gefahr, welche er sich selbst auszureden suchte und in schlaflosen Nächten doch immer und immer wieder sorgenvoll erwog, war also fremden Augen offenbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.36899995803833} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1762,"date":1876,"orig":"— „Verzeiht, theurer Herr, meine vielleicht ſchwarzſichtige Sorge für Euch,“ ſagte Grimani, der den verborgenen Kummer des Herzogs in ſeiner erkälteten Miene las.","norm":"— „Verzeiht, teurer Herr, meine vielleicht schwarzsichtige Sorge für Euch,“ sagte Grimani, der den verborgenen Kummer des Herzogs in seiner erkälteten Miene las.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.628699779510498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1763,"date":1876,"orig":"„Frankreich darf und wird ſich gegen ſeinen edelſten Sohn nicht undankbar erzeigen.","norm":"„Frankreich darf und wird sich gegen seinen edelsten Sohn nicht undankbar erzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4953999519348145} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1764,"date":1876,"orig":"— Nur um Eines bitte ich Euch, flehe ich Euch an:","norm":"— Nur um Eines bitte ich Euch, flehe ich Euch an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.493000030517578} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1765,"date":1876,"orig":"Wenn Ihr an meine Ergebenheit glaubt, — hütet Euch vor Georg Jenatſch.“","norm":"Wenn Ihr an meine Ergebenheit glaubt, — hütet Euch vor Georg Jenatsch .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.456500053405762} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1766,"date":1876,"orig":"Kaum war das Wort ausgeſprochen, ſo klirrten raſche Tritte im Vorſaal und der Genannte trat mit dem Adjutanten Wertmüller in das Gemach, wo eben noch edelmüthige Größe und menſchenverachtender Scharfſinn über ihn zu Gerichte geſeſſen und um ihn geſtritten hatten.","norm":"Kaum war das Wort ausgesprochen, so klirrten rasche Tritte im Vorsaal und der Genannte trat mit dem Adjutanten Wertmüller in das Gemach, wo eben noch edelmütige Größe und menschenverachtender Scharfsinn über ihn zu Gerichte gesessen und um ihn gestritten hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.500999927520752} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1767,"date":1876,"orig":"Jenatſch ſah finſterer als je und tief bewegt aus.","norm":"Jenatsch sah finsterer als je und tief bewegt aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.099199771881103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1768,"date":1876,"orig":"Den Provveditore, der ihm zunächſt ſtand, bedachte er mit einem unterthänigen Gruße und einem Blicke voll tödtlichen Haſſes, welchem dieſer mit vornehmer Ruhe begegnete.","norm":"Den Provveditore, der ihm zunächst stand, bedachte er mit einem untertänigen Gruße und einem Blicke voll tödlichen Hasses, welchem dieser mit vornehmer Ruhe begegnete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537799835205078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1769,"date":1876,"orig":"Dann trat er raſchen Schrittes vor den Herzog.","norm":"Dann trat er raschen Schrittes vor den Herzog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.953199863433838} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1770,"date":1876,"orig":"Er ſchien in leidenſchaftlichem Dankgefühle ſeine Kniee umfaſſen zu wollen; aber er ergriff nur Rohans Hand und ließ, das geſenkte Auge verbergend, eine heiße Thräne auf dieſelbe fallen.","norm":"Er schien in leidenschaftlichem Dankgefühle seine Knie umfassen zu wollen; aber er ergriff nur Rohans Hand und ließ, das gesenkte Auge verbergend, eine heiße Träne auf dieselbe fallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8404998779296875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1771,"date":1876,"orig":"Der kalte Grimani, dem dieſe glühende Bewegung einen widerwärtigen Eindruck machte, brach zuerſt das Schweigen und bemerkte mit ſcharfer leiſer Stimme:","norm":"Der kalte Grimani, dem diese glühende Bewegung einen widerwärtigen Eindruck machte, brach zuerst das Schweigen und bemerkte mit scharfer leiser Stimme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.393400192260742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1772,"date":1876,"orig":"„Vergeßt nie, Signor Jenatſch, daß Ihr nicht der Güte Eurer Sache, ſondern nur und allein der Fürſprache dieſes hohen Herrn Euer verwirktes Leben verdankt.“","norm":"„Vergesst nie, Signor Jenatsch, dass Ihr nicht der Güte Eurer Sache, sondern nur und allein der Fürsprache dieses hohen Herrn Euer verwirktes Leben verdankt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.519400119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1773,"date":1876,"orig":"Der Hauptmann ſchien in ſeiner Bewegung das Wort des Venetianers nicht gehört zu haben, er richtete ſeinen feurigen Blick auf den Herzog und ſprach:","norm":"Der Hauptmann schien in seiner Bewegung das Wort des Venezianers nicht gehört zu haben, er richtete seinen feurigen Blick auf den Herzog und sprach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.775199890136718} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1774,"date":1876,"orig":"„Meinen Dank, theuerſter Herr, laßt mich Euch ſofort durch die That bezeugen.","norm":"„Meinen Dank, teuerster Herr, lasst mich Euch sofort durch die Tat bezeugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.66349983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1775,"date":1876,"orig":"Ich hoffe, Ihr habt manche Gefahr für mich bereit — laßt mich eine vorweg nehmen.","norm":"Ich hoffe, Ihr habt manche Gefahr für mich bereit — lasst mich eine vorwegnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.280600070953369} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1776,"date":1876,"orig":"Uebertragt mir ein Geſchäft, daß ich allein, wie Ihr bedürft, verrichten kann, bei dem ich das mir geſchenkte Leben zehnfach auf das Spiel ſetze und welches doch nicht rühmlich genug iſt, daß es mir irgend einer neide oder ſtreitig mache. —","norm":"Übertragt mir ein Geschäft, dass ich allein, wie Ihr bedürft, verrichten kann, bei dem ich das mir geschenkte Leben zehnfach auf das Spiel setze und welches doch nicht rühmlich genug ist, dass es mir irgendeiner neide oder streitig mache . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.505199909210205} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1777,"date":1876,"orig":"Ich rede hier frei, ich bin unter Eingeweihten.","norm":"Ich rede hier frei, ich bin unter Eingeweihten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.360799789428711} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1778,"date":1876,"orig":"— Wie mir mein Kamerad Wertmüller in ſeinen Briefen Euern Plan angedeutet hat, werdet Ihr von Norden über die Bernina ins Veltlin vordringen, um mit dem Scharfblicke des großen Feldherrn die feindliche Stellung in der Mitte zu faſſen und, Spanier und Oeſterreicher auseinanderwerfend, die Einen zurück in das Gebirge, die Andern hinunter nach den Seen zu jagen.","norm":"— Wie mir mein Kamerad Wertmüller in seinen Briefen Euren Plan angedeutet hat, werdet Ihr von Norden über die Bernina ins Veltlin vordringen, um mit dem Scharfblicke des großen Feldherrn die feindliche Stellung in der Mitte zu fassen und, Spanier und Österreicher auseinanderwerfend, die Einen zurück in das Gebirge, die Anderen hinunter nach den Seen zu jagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.660999774932861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1779,"date":1876,"orig":"Nun iſt von höchſter Bedeutung, die von den Spaniern vielfach neu angelegten Verſchanzungen des Veltlins genau zu unterſuchen. —","norm":"Nun ist von höchster Bedeutung, die von den Spaniern vielfach neu angelegten Verschanzungen des Veltlins genau zu untersuchen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.598499774932861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1780,"date":1876,"orig":"Laßt mich hin!","norm":"Lasst mich hin!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.4189999103546143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1781,"date":1876,"orig":"Ich nehme Euch Pläne davon auf, kenne ich doch das Land wie Wenige.“","norm":"Ich nehme Euch Pläne davon auf, kenne ich doch das Land wie Wenige .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.254600048065185} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1782,"date":1876,"orig":"„Davon reden wir morgen, mein Georg,“ ſagte der Herzog und legte ihm ſeine ſchmale Hand auf die mächtig gebaute Schulter.","norm":"„Davon reden wir morgen, mein Georg,“ sagte der Herzog und legte ihm seine schmale Hand auf die mächtig gebaute Schulter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.878600120544434} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1783,"date":1876,"orig":"Am Abende des Tages, der den Hauptmann Jenatſch zum Kameraden des Locotenenten Wertmüller im Dienſte des Herzogs machte, fiel es dieſem ein, den Brief ſeines Vetters in Mailand zu beantworten.","norm":"Am Abende des Tages, der den Hauptmann Jenatsch zum Kameraden des Locotenenten Wertmüller im Dienste des Herzogs machte, fiel es diesem ein, den Brief seines Vetters in Mailand zu beantworten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357100009918213} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1784,"date":1876,"orig":"Er meldete, daß er einen kurzen Urlaub nach Zürich genommen, obſchon er ſich nicht abſonderlich freue den Duft ſeines Neſtes wieder zu riechen, aber verſchwieg dabei natürlich, daß er ſich dort dem Herzoge bei ſeinem Durchbruche aus dem Elſaß nach Graubünden anſchließen und die Wartezeit zu Werbungen für Frankreich verwenden werde.","norm":"Er meldete, dass er einen kurzen Urlaub nach Zürich genommen, obschon er sich nicht absonderlich freue den Duft seines Nestes wieder zu riechen, aber verschwieg dabei natürlich, dass er sich dort dem Herzoge bei seinem Durchbruche aus dem Elsass nach Graubünden anschließen und die Wartezeit zu Werbungen für Frankreich verwenden werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.514800071716309} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1785,"date":1876,"orig":"Dagegen berichtete er weitläufig, die aus Mailand entflohene dolchführende Schönheit habe er nicht nur kennen gelernt, ſondern es werde ihm ſogar die Ehre zu Theil, beſagte tapfere Perſon auf Geheiß des Herzogs über das Gebirge nach Bünden zu geleiten, was ihn von ſeiner eigenen Reiſeroute nicht abführe.","norm":"Dagegen berichtete er weitläufig, die aus Mailand entflohene dolchführende Schönheit habe er nicht nur kennen gelernt, sondern es werde ihm sogar die Ehre zum Teil, besagte tapfere Person auf Geheiß des Herzogs über das Gebirge nach Bünden zu geleiten, was ihn von seiner eigenen Reiseroute nicht abführe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.926899909973144} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1786,"date":1876,"orig":"— Als Belohnung für die vom Vetter ihm zum Beſten gegebene Geſchichte und als deren Vervollſtändigung erzählte er ihm den unerwarteten Auftritt im Saale des Herzogs, dem er, perſönlich unbetheiligt, mit gekreuzten Armen als vergeſſener Beobachter hinter einer bergenden Säule beigewohnt habe, — halb gerührt, halb ärgerlich, — denn er ſei eigentlich kein Liebhaber heftig ausbrechender Gefühle.","norm":"— Als Belohnung für die vom Vetter ihm zum Besten gegebene Geschichte und als deren Vervollständigung erzählte er ihm den unerwarteten Auftritt im Saale des Herzogs, dem er, persönlich unbeteiligt, mit gekreuzten Armen als vergessener Beobachter hinter einer bergenden Säule beigewohnt habe, — halb gerührt, halb ärgerlich, — denn er sei eigentlich kein Liebhaber heftig ausbrechender Gefühle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460599899291992} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1787,"date":1876,"orig":"In einen ſolchen vulkaniſchen Ausbruch aber habe die beſcheidene, von der ſentimentalen Herzogin in Scene geſetzte Vorführung einer Schutzflehenden plötzlich umgeſchlagen.","norm":"In einen solchen vulkanischen Ausbruch aber habe die bescheidene, von der sentimentalen Herzogin in Szene gesetzte Vorführung einer Schutzflehenden plötzlich umgeschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151999950408935} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1788,"date":1876,"orig":"Er ſelbſt habe die Lunte angezündet, indem er den Heldenſpieler eingeführt, einen tapfern Soldaten, aber leider ehemaligen Pfarrer, der ihm trotz einiger tüchtiger Eigenſchaften wenig ſympathiſch ſei, da demſelben gewiſſe pompöſe Manieren, wahrſcheinlich von der Kanzel her, ankleben und ein leidiger Hang zu grandioſem Komödienſpiele.","norm":"Er selbst habe die Lunte angezündet, indem er den Heldenspieler eingeführt, einen tapferen Soldaten, aber leider ehemaligen Pfarrer, der ihm trotz einiger tüchtiger Eigenschaften wenig sympathisch sei, da demselben gewisse pompöse Manieren, wahrscheinlich von der Kanzel her, ankleben und ein leidiger Hang zu grandiosem Komödienspiele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6168999671936035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1789,"date":1876,"orig":"In ſeiner Jugend ſei der Pfarrer ein wüthender Demokrat geweſen und einer der böſen Geſellen, die den Pompejus Planta umgebracht.","norm":"In seiner Jugend sei der Pfarrer ein wütender Demokrat gewesen und einer der bösen Gesellen, die den Pompejus Planta umgebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114099979400635} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1790,"date":1876,"orig":"Statt nun ſtill, wie er, der taktvolle Wertmüller, es gethan, im Hintergrunde zu bleiben, habe ſich der Abenteurer ſofort der bündneriſchen Dame als Mörder ihres Vaters und zugleich als ehemaligen zärtlichen Liebhaber vorgeſtellt.","norm":"Statt nun still, wie er, der taktvolle Wertmüller, es getan, im Hintergrunde zu bleiben, habe sich der Abenteurer sofort der bündnerischen Dame als Mörder ihres Vaters und zugleich als ehemaligen zärtlichen Liebhaber vorgestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832099914550781} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1791,"date":1876,"orig":"Daraus ſei plötzlich eine ſolche Exploſion verrückter Dinge entſtanden, ein ſo einziges Spektakel, daß ihm heute noch der Kopf davon ſchwirre.","norm":"Daraus sei plötzlich eine solche Explosion verrückter Dinge entstanden, ein so einziges Spektakel, dass ihm heute noch der Kopf davon schwirre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.929800033569336} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1792,"date":1876,"orig":"Für die Herzogin, deren poetiſcher Schwung allen Verſtand überſteige, ſei es eine Wonne geweſen.","norm":"Für die Herzogin, deren poetischer Schwung allen Verstand übersteige, sei es eine Wonne gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293900012969971} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1793,"date":1876,"orig":"Sie habe ſchnatternd auf dem Thränenmeer herumgerudert wie die Enten im Teiche. —","norm":"Sie habe schnatternd auf dem Tränenmeer herumgerudert wie die Enten im Teiche . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.431399822235107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1794,"date":1876,"orig":"Jetzt arbeite ſie daran, einen würdigen Schlußakt herbeizuführen nach dem Muſter der gegenwärtig in Paris Furore machenden Komödie, deren Autor einen Vogelnamen trage und die einen ganz ähnlichen Gegenſtand behandle.","norm":"Jetzt arbeite sie daran, einen würdigen Schlussakt herbeizuführen nach dem Muster der gegenwärtig in Paris Furore machenden Komödie, deren Autor einen Vogelnamen trage und die einen ganz ähnlichen Gegenstand behandle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.862299919128418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1795,"date":1876,"orig":"Dort ſchließe der Conflict mit Heirathsausſichten; hier aber werde es hoffentlich, und wenn noch Vernunft im Leben ſei, nicht dazu kommen.","norm":"Dort schließe der Konflikt mit Heiratsaussichten; hier aber werde es hoffentlich, und wenn noch Vernunft im Leben sei, nicht dazukommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.655399799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1796,"date":1876,"orig":"Es wäre Schade um das Mädchen, er gönne ſie dem Volkshelden nicht.","norm":"Es wäre schade um das Mädchen, er gönne sie dem Volkshelden nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.928800106048584} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1797,"date":1876,"orig":"Sie ſei zwar keine blondlockige üppige Schönheit, wie ſie Paul der Veroneſer und der flotte Tintorett, die Naturmöglichkeit überbietend, aus golddurchwirktem Damaſte hervorquellen laſſen, noch habe ſie die nächtlichen halbgeſchloſſenen Augen und die blauſchwarz ſchimmernden Flechten um die ſanfte, liſtige Schläfe, die ihn an andern Töchtern der Lagunenſtadt berücken; aber ſie habe es ihm nun einmal angethan mit einem gewiſſen ehrlichen großen Weſen.","norm":"Sie sei zwar keine blondlockige üppige Schönheit, wie sie Paul der Veroneser und der flotte Tintorett, die Naturmöglichkeit überbietend, aus golddurchwirktem Damaste hervorquellen lassen, noch habe sie die nächtlichen halb geschlossenen Augen und die blauschwarz schimmernden Flechten um die sanfte, listige Schläfe, die ihn an anderen Töchtern der Lagunenstadt berücken; aber sie habe es ihm nun einmal angetan mit einem gewissen ehrlichen großen Wesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.862100124359131} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1798,"date":1876,"orig":"Was bei Lucretia Wahrheit ſei, halte er bei Jenatſch zum guten Theil für Schein; gerade jene große Manier, von der er geſprochen.","norm":"Was bei Lucretia Wahrheit sei, halte er bei Jenatsch zum guten Teil für Schein; gerade jene große Manier, von der er gesprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.502399921417236} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1799,"date":1876,"orig":"Sei übrigens der Hauptmann Jenatſch auf hohes Spiel erpicht, ſo habe er geſtern Abend ſeine Luſt büßen können.","norm":"Sei übrigens der Hauptmann Jenatsch auf hohes Spiel erpicht, so habe er gestern Abend seine Lust büßen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.671299934387207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1800,"date":1876,"orig":"Mitten aus der Rührung ſei er von Sbirren herausgeholt und unter die Bleidächer geſetzt worden.","norm":"Mitten aus der Rührung sei er von Sbirren herausgeholt und unter die Bleidächer gesetzt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6595001220703125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1801,"date":1876,"orig":"Der Provveditore Grimani, der den Bündner merkwürdiger Weiſe für ein wichtiges und ſtaatsgefährliches Subjekt halte, hätte ihn gern ſogleich in den Kanal verſenkt.","norm":"Der Provveditore Grimani, der den Bündner merkwürdigerweise für ein wichtiges und staatsgefährliches Subjekt halte, hätte ihn gern sogleich in den Kanal versenkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.931600093841553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1802,"date":1876,"orig":"Aber der umſtändliche alte Herr habe dabei eine koſtbare Zeit verloren, die ſich der Herzog zu nutze gemacht, um ſeinen neuen Günſtling ſich wieder zurückliefern zu laſſen.","norm":"Aber der umständliche alte Herr habe dabei eine kostbare Zeit verloren, die sich der Herzog zu Nutze gemacht, um seinen neuen Günstling sich wieder zurückliefern zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.855900049209594} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1803,"date":1876,"orig":"Ihm perſönlich ſei das nicht gerade unlieb, denn er verſpreche ſich bei den merkwürdigen Lebensumſtänden des neuen Kameraden noch manchen ſchlagenden Witz des Zufalls und freue ſich beſonders darauf, mit dem geweſenen Pfarrer an ſeinen ehemaligen Kirchen in Bünden vorüberzureiten, wo ihn dann ein Gewiſſer darüber zur Rede ſtellen werde, was alles er da drinnen dem Volke vorgemacht.","norm":"Ihm persönlich sei das nicht gerade unlieb, denn er verspreche sich bei den merkwürdigen Lebensumständen des neuen Kameraden noch manchen schlagenden Witz des Zufalls und freue sich besonders darauf, mit dem gewesenen Pfarrer an seinen ehemaligen Kirchen in Bünden vorüberzureiten, wo ihn dann ein Gewisser darüber zur Rede stellen werde, was alles er da drinnen dem Volke vorgemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.719099998474121} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1804,"date":1876,"orig":"Hier ſtrich ſich der Locotenent vergnügt das magere Kinn und ſchloß das Schreiben an ſeinen Vetter in Mailand.","norm":"Hier strich sich der Locotenent vergnügt das magere Kinn und schloss das Schreiben an seinen Vetter in Mailand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.128399848937988} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1805,"date":1876,"orig":"Drittes Buch.","norm":"Drittes Buch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.917700052261352} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1806,"date":1876,"orig":"Der gute Herzog.","norm":"Der gute Herzog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.34660005569458} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1807,"date":1876,"orig":"Erſtes Kapitel.","norm":"Erstes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.237899780273437} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1808,"date":1876,"orig":"Auf einer Erhöhung des linken Rheinufers am Fuße des lieblichen Heinzenbergs überſchauen die Mäuerlein und anſpruchsloſen Gebäude des Frauenkloſters Cazis die Hütten eines dem katholiſchen Glauben zugethan gebliebenen Dorfes.","norm":"Auf einer Erhöhung des linken Rheinufers am Fuße des lieblichen Heinzehnbergs überschauen die Mäuerlein und anspruchslosen Gebäude des Frauenklosters Cazis die Hütten eines dem katholischen Glauben zugetan gebliebenen Dorfes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.608500003814697} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1809,"date":1876,"orig":"Am ſchmalen Bogenfenſter einer Zelle, die nach dem grauen, jetzt vom Morgenlichte beſchienenen Schloßthurme von Riedberg hinüberſchaute, ſaß die ſchöne Lucretia Planta.","norm":"Am schmalen Bogenfenster einer Zelle, die nach dem grauen, jetzt vom Morgenlichte beschienenen Schlossturme von Riedberg hinüberschaute, saß die schöne Lucretia Planta.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.350900173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1810,"date":1876,"orig":"Der Frühling war vorübergegangen.","norm":"Der Frühling war vorübergegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.231800079345703} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1811,"date":1876,"orig":"Auch auf der Nordſeite der rhätiſchen Alpen hatte der laue Föhn ſchon längſt den Schnee von den Halden weggeſchmolzen und in tobenden Wildbächen dem Rheine zugeführt.","norm":"Auch auf der Nordseite der rätischen Alpen hatte der laue Föhn schon längst den Schnee von den Halden weggeschmolzen und in tobenden Wildbächen dem Rheine zugeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.205399990081787} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1812,"date":1876,"orig":"Durch die Felsſpalten der Via mala hatte der Südſturm gebrauſt mit dem jugendlich unbändigen Strome um die Wette.","norm":"Durch die Felsspalten der Via mala hatte der Südsturm gebraust mit dem jugendlich unbändigen Strome um die Wette.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.31279993057251} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1813,"date":1876,"orig":"Wochenlang hatte der ſchäumende Rhein zornig an ſeinen engen Kerkerwänden gerüttelt und herausſtürzend die flacheren Ufer verheert.","norm":"Wochenlang hatte der schäumende Rhein zornig an seinen engen Kerkerwänden gerüttelt und herausstürzend die flacheren Ufer verheert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.862100124359131} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1814,"date":1876,"orig":"Jetzt führte er ruhiger die gemäßigten Waſſer zu Thal, umblüht von den warmen Matten und üppigen Fruchtgärten des gegen die rauhen Nordwinde geſchützten Domleſchg.","norm":"Jetzt führte er ruhiger die gemäßigten Wasser zu Tal, umblüht von den warmen Matten und üppigen Fruchtgärten des gegen die rauen Nordwinde geschützten Domleschg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.756499767303467} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1815,"date":1876,"orig":"Es war ein klarer Morgen zu Anfang des Juni und die älteſte Ordensſchweſter Perpetua hatte eben nach einer längern Unterredung das edle Fräulein verlaſſen.","norm":"Es war ein klarer Morgen zu Anfang des Juni und die älteste Ordensschwester Perpetua hatte eben nach einer längeren Unterredung das edle Fräulein verlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.788300037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1816,"date":1876,"orig":"Die frommen Frauen von Cazis hegten ſchon längſt einen Herzenswunſch.","norm":"Die frommen Frauen von Cazis hegten schon längst einen Herzenswunsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.070499897003174} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1817,"date":1876,"orig":"Das Amt ihrer Priorin war während langer Kriegsjahre unbeſetzt geblieben und ſie ſehnten ſich darnach, daß es endlich wieder würdig bekleidet und geehrt werde von einem bei Gott und Menſchen angeſehenen Sprößlinge einer großen Familie.","norm":"Das Amt ihrer Priorin war während langer Kriegsjahre unbesetzt geblieben und sie sehnten sich danach, dass es endlich wieder würdig bekleidet und geehrt werde von einem bei Gott und Menschen angesehenen Sprösslinge einer großen Familie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6666998863220215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1818,"date":1876,"orig":"Wen konnten die Heiligen dazu auserwählt haben, wenn nicht die im Thale aufgewachſene und begüterte Lucretia Planta!","norm":"Wen konnten die Heiligen dazu auserwählt haben, wenn nicht die im Tale aufgewachsene und begüterte Lucretia Planta!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.463099956512451} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1819,"date":1876,"orig":"Das Kloſter hatte den Planta ſchon aus den Zeiten vor der Reformation manche Schenkung zu verdanken.","norm":"Das Kloster hatte den Planta schon aus den Zeiten vor der Reformation manche Schenkung zu verdanken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.001900196075439} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1820,"date":1876,"orig":"Nun waren mehrere Glieder der berühmten Familie, voran Herr Pompejus, in den Schooß der alleinſeligmachenden Kirche zurückgekehrt; dieſer edle Herr aber hatte ohne letzte Wegzehrung einen böſen jähen Tod erlitten.","norm":"Nun waren mehrere Glieder der berühmten Familie, voran Herr Pompejus, in den Schoß der alleinseligmachenden Kirche zurückgekehrt; dieser edle Herr aber hatte ohne letzte Wegzehrung einen bösen jähen Tod erlitten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.371300220489502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1821,"date":1876,"orig":"— Was war natürlicher und chriſtlicher als daß ſeine vereinſamte Tochter den Schleier nehme, um für das Heil ſeiner Seele zu beten und das Kloſter in dieſen möglicherweiſe noch nicht ſo bald endenden ſchlimmen Zeiten mit ihrem edeln Namen zu ſchirmen, es mit ihrem Erbe zu bereichern.","norm":"— Was war natürlicher und christlicher als dass seine vereinsamte Tochter den Schleier nehme, um für das Heil seiner Seele zu beten und das Kloster in diesen möglicherweise noch nicht so bald endenden schlimmen Zeiten mit ihrem edlen Namen zu schirmen, es mit ihrem Erbe zu bereichern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.592199802398682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1822,"date":1876,"orig":"Die Zurückgabe ihrer väterlichen Güter, von welcher wegen der Planta Landesverrath und Mitſchuld am Veltlinermord ſelbſt zur Zeit der Unterjochung durch die Spanier nicht die Rede ſein konnte, ſtand jetzt in naher Ausſicht, ſonderbarer Weiſe durch die Vermittelung des Oberſten Georg Jenatſch.","norm":"Die Zurückgabe ihrer väterlichen Güter, von welcher wegen der Planta Landesverrat und Mitschuld am Veltlinermord selbst zur Zeit der Unterjochung durch die Spanier nicht die Rede sein konnte, stand jetzt in naher Aussicht, sonderbarerweise durch die Vermittlung des Obersten Georg Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.588600158691406} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1823,"date":1876,"orig":"Die Thaten des jetzt im Veltlin unter Herzog Rohan fechtenden Scharanſer Pfarrſohns gingen in ſeinem Heimatsthale von Mund zu Munde und ſein Ruhm im ganzen Lande ſtieg täglich.","norm":"Die Taten des jetzt im Veltlin unter Herzog Rohan fechtenden Scharanser Pfarrsohns gingen in seinem Heimatstale von Mund zu Munde und sein Ruhm im ganzen Lande stieg täglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554900169372559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1824,"date":1876,"orig":"Zu dieſer Fürſprache hatte den Oberſten Jenatſch wohl ein nagender Gewiſſensbiß getrieben, oder wenn ſie einen weltlichen, dem Verſtande der Frauen von Cazis undurchdringlichen Grund hatte, ſo wußte Gott von jeher auch die Gedanken der Böſen zu ſeinen Zwecken zu biegen.","norm":"Zu dieser Fürsprache hatte den Obersten Jenatsch wohl ein nagender Gewissensbiss getrieben, oder wenn sie einen weltlichen, dem Verstande der Frauen von Cazis undurchdringlichen Grund hatte, so wusste Gott von jeher auch die Gedanken der Bösen zu seinen Zwecken zu biegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.965700149536133} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1825,"date":1876,"orig":"Daß aber das edle Fräulein in Cazis eine bleibende Stätte finde und als Priorin die verlaſſene Heerde weide, das war offenbar die Meinung des heiligen Dominicus ſelber, deſſen Regel das Haus befolgte.","norm":"Dass aber das edle Fräulein in Cazis eine bleibende Stätte finde und als Priorin die verlassene Herde weide, das war offenbar die Meinung des heiligen Dominicus selber, dessen Regel das Haus befolgte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.902100086212158} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1826,"date":1876,"orig":"Lucretia hatte ſchon im Kloſter zu Monza ſein himmliſches Wohlgefallen auf ſich gezogen.","norm":"Lucretia hatte schon im Kloster zu Monza sein himmlisches Wohlgefallen auf sich gezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.168300151824951} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1827,"date":1876,"orig":"Damals hatten kaiſerliche Kriegsbanden die Kirche zu Cazis geplündert und darin ſo unchriſtlich gehauſt, daß, wie Perpetua dem Fräulein ſchrieb, von der heiligen Muttergottes nichts als das nackte Holz zurückblieb.","norm":"Damals hatten kaiserliche Kriegsbanden die Kirche zu Cazis geplündert und darin so unchristlich gehaust, dass, wie Perpetua dem Fräulein schrieb, von der heiligen Muttergottes nichts als das nackte Holz zurückblieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.212299823760986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1828,"date":1876,"orig":"Das junge Mädchen hatte dann in der Schule der geſchickten italiäniſchen Nonnen ein koſtbares Kleid für die beraubte heimiſche Gottesmutter geſtickt und bald Gelegenheit gefunden, es durch den herzhaften und wanderluſtigen Pater Pancraz an ſeine Beſtimmung gelangen zu laſſen.","norm":"Das junge Mädchen hatte dann in der Schule der geschickten italienischen Nonnen ein kostbares Kleid für die beraubte heimische Gottesmutter gestickt und bald Gelegenheit gefunden, es durch den herzhaften und wanderlustigen Pater Pankraz an seine Bestimmung gelangen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.795199871063232} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1829,"date":1876,"orig":"Seither hatte der heilige Dominicus der unwürdigen Schweſter Perpetua ſeinen Wunſch und Willen in wiederholten Erſcheinungen kund gethan.","norm":"Seither hatte der heilige Dominicus der unwürdigen Schwester Perpetua seinen Wunsch und Willen in wiederholten Erscheinungen kund getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.247000217437744} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1830,"date":1876,"orig":"Am deutlichſten und wunderbarſten aber war dieſes in der verwichenen Nacht geſchehen.","norm":"Am deutlichsten und wunderbarsten aber war dieses in der verwichenen Nacht geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653900146484375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1831,"date":1876,"orig":"Die betrübte Ordensſchweſter hatte in gottbegnadetem Traume die öde Zelle der Priorin betreten und dort plötzlich Lucretia erblickt, wie ſie leibte und lebte, doch mit demüthigem Angeſichte und geſenkten Augen.","norm":"Die betrübte Ordensschwester hatte in gottbegnadetem Traume die öde Zelle der Priorin betreten und dort plötzlich Lucretia erblickt, wie sie leibte und lebte, doch mit demütigem Angesichte und gesenkten Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.955199956893921} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1832,"date":1876,"orig":"Neben ihr aber ſtand St.","norm":"Neben ihr aber stand St.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.43149995803833} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1833,"date":1876,"orig":"Dominicus ſelbſt im Glanze des Himmels und ſeiner ſchneeweißen Kutte, der ihr einen Lilienſtengel überreichte.","norm":"Dominicus selbst im Glanze des Himmels und seiner schneeweißen Kutte, der ihr einen Lilienstängel überreichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.38100004196167} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1834,"date":1876,"orig":"Der Träumenden war alsdann vorgekommen, als lege ſich ein Abglanz ſeines Heiligenſcheins um Lucretias erwähltes Haupt.","norm":"Der Träumenden war alsdann vorgekommen, als lege sich ein Abglanz seines Heiligenscheins um Lucretias erwähltes Haupt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.250999927520752} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1835,"date":1876,"orig":"Die Schweſter öffnete die Augen voller Freude und durchdrungen von dem Gefühle, daß ſie dieſe Offenbarung nicht für ſich behalten dürfe.","norm":"Die Schwester öffnete die Augen voller Freude und durchdrungen von dem Gefühle, dass sie diese Offenbarung nicht für sich behalten dürfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.362400054931641} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1836,"date":1876,"orig":"So war ſie denn gekommen das Geſicht Lucretia mitzutheilen und mit ihr deſſen Bedeutung zu beſprechen.","norm":"So war sie denn gekommen das Gesicht Lucretia mitzuteilen und mit ihr dessen Bedeutung zu besprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.224100112915039} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1837,"date":1876,"orig":"Der Eindruck des Traumbildes auf das Fräulein war indeſſen weniger erfreulich und überzeugend geweſen, als die Nonne gehofft, und ſie hatte ſich darauf lange bemüht zu ergründen, welche Wurzeln der Weltluſt oder der Weltſorge das Fräulein immer noch draußen zurückhielten, denn dieſes ſprach von dem Kloſter, trotz ſeines Wohlwollens für daſſelbe, nur als von ſeiner einſtweiligen Herberge.","norm":"Der Eindruck des Traumbildes auf das Fräulein war indessen weniger erfreulich und überzeugend gewesen, als die Nonne gehofft, und sie hatte sich darauf lange bemüht zu ergründen, welche Wurzeln der Weltlust oder der Weltsorge das Fräulein immer noch draußen zurückhielten, denn dieses sprach von dem Kloster, trotz seines Wohlwollens für dasselbe, nur als von seiner einstweiligen Herberge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.989200115203857} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1838,"date":1876,"orig":"An irdiſchem Beſitz ſchien Lucretias Herz nicht zu hangen, noch weniger an irdiſcher Liebe; denn einige beſcheidene Kloſterſcherze, die ſich Schweſter Perpetua einzig in der Abſicht das Fräulein zu erforſchen in dieſer Richtung erlaubte, wurden mit ſtolzem Lächeln abgewieſen.","norm":"An irdischem Besitz schien Lucretias Herz nicht zu hingen, noch weniger an irdischer Liebe; denn einige bescheidene Klosterscherze, die sich Schwester Perpetua einzig in der Absicht das Fräulein zu erforschen in dieser Richtung erlaubte, wurden mit stolzem Lächeln abgewiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34250020980835} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1839,"date":1876,"orig":"Noch eine Möglichkeit halte die Schweſter beunruhigt:","norm":"Noch eine Möglichkeit halte die Schwester beunruhigt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.496099948883057} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1840,"date":1876,"orig":"Lucretia wolle in der Welt bleiben, bis ſie einen würdigen Bluträcher finde, der nach altem Landesbrauche den Tod ihres grauſam erſchlagenen Vaters mit demjenigen der Mörder ſühne, oder ſie trage am Ende ſelbſt blutige Gedanken mit ſich herum, die ſich mit dem Frieden des Kloſters nicht vertrügen.","norm":"Lucretia wolle in der Welt bleiben, bis sie einen würdigen Bluträcher finde, der nach altem Landesbrauche den Tod ihres grausam erschlagenen Vaters mit demjenigen der Mörder sühne, oder sie trage am Ende selbst blutige Gedanken mit sich herum, die sich mit dem Frieden des Klosters nicht vertrügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2515997886657715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1841,"date":1876,"orig":"Dieſe ſchreckliche Vermuthung, die urſprünglich ihrem zahmen und frühe durch Kloſterzucht geregelten Gemüthe ferne lag — Perpetua war keine ſchwerblütige Bündnerin, ſondern entſtammte einer ehrbaren Zugerfamilie — hatte ihr der alte Lucas zu Riedberg noch vor der Fahrt, die er nach Italien gethan, um das Fräulein heimzugeleiten, zu wiederholten Malen nahegelegt.","norm":"Diese schreckliche Vermutung, die ursprünglich ihrem zahmen und frühe durch Klosterzucht geregelten Gemüte ferne lag — Perpetua war keine schwerblütige Bündnerin, sondern entstammte einer ehrbaren Zugerfamilie — hatte ihr der alte Lucas zu Riedberg noch vor der Fahrt, die er nach Italien getan, um das Fräulein Heimzugleiten, zu wiederholten Malen nahegelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.750400066375732} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1842,"date":1876,"orig":"Er ſelbſt war ganz davon durchdrungen, wie von einer unabwendbaren Nothwendigkeit.","norm":"Er selbst war ganz davon durchdrungen, wie von einer unabwendbaren Notwendigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2515997886657715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1843,"date":1876,"orig":"Aber auch dieſe Muthmaßung hielt nicht Stand.","norm":"Aber auch diese Mutmassung hielt nicht Stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6234002113342285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1844,"date":1876,"orig":"Lucretia war der Schweſter heute ſo kindlich weich und verſöhnlich erſchienen, daß ſie ſich einen derartigen Verdacht als ein Unrecht gegen das verwaiſte Fräulein vorwarf.","norm":"Lucretia war der Schwester heute so kindlich weich und versöhnlich erschienen, dass sie sich einen derartigen Verdacht als ein Unrecht gegen das verwaiste Fräulein vorwarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593599796295166} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1845,"date":1876,"orig":"In Wahrheit, heute hegte Lucretia keine Rachegedanken.","norm":"In Wahrheit, heute hegte Lucretia keine Rachegedanken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.986499786376953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1846,"date":1876,"orig":"Sie ſann mit einer Trauer, die ihre geheime Süßigkeit hatte, den Erlebniſſen ihrer Heimreiſe aus Venedig nach.","norm":"Sie sann mit einer Trauer, die ihre geheime Süßigkeit hatte, den Erlebnissen ihrer Heimreise aus Venedig nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.709099769592285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1847,"date":1876,"orig":"Ein ſeltſames Verhängniß hatte das Leben des ihrer Rache Verfallenen in ihre Hand gegeben und ſie hatte es erfahren, ſie wußte heute mit voller Herzensüberzeugung, daß ſie es nicht nehmen dürfe.","norm":"Ein seltsames Verhängnis hatte das Leben des ihrer Rache Verfallenen in ihre Hand gegeben und sie hatte es erfahren, sie wusste heute mit voller Herzensüberzeugung, dass sie es nicht nehmen dürfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.143300056457519} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1848,"date":1876,"orig":"Der Widerſtreit ihrer Gefühle hatte ſich gelegt, ſie war zur Ruhe gekommen.","norm":"Der Widerstreit ihrer Gefühle hatte sich gelegt, sie war zur Ruhe gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.253499984741211} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1849,"date":1876,"orig":"Lucretia hatte Venedig, begleitet von ihrem treuen Lucas, im Frühjahr verlaſſen und die lange Strecke bis nahe an die Grafſchaft Chiavenna erſt über Verona und Bergamo und dann längs der blühenden Ufer des Comerſees in mäßigen Tagritten ohne Aufenthalt und Abenteuer zurückgelegt.","norm":"Lucretia hatte Venedig, begleitet von ihrem treuen Lucas, im Frühjahr verlassen und die lange Strecke bis nahe an die Grafschaft Chiavenna erst über Verona und Bergamo und dann längs der blühenden Ufer des Comersees in mäßigen Tagritten ohne Aufenthalt und Abenteuer zurückgelegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653200149536133} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1850,"date":1876,"orig":"Grimani hatte ſie mit einem Geleitbrief durch das Venetianiſche verſehen — im Mailändiſchen genügte ihr Name — und von Rohan war ihr als ſchützender Cavalier der junge Wertmüller mitgegeben worden.","norm":"Grimani hatte sie mit einem Geleitbrief durch das Venezianische versehen — im Mailändischen genügte ihr Name — und von Rohan war ihr als schützender Kavalier der junge Wertmüller mitgegeben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.371300220489502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1851,"date":1876,"orig":"Wohl hatte die Herzogin gegen dieſes für die ſchöne Reiſende, wie ſie behauptete, in keiner Weiſe paſſende Geleite zuerſt Einſpruch erhoben; aber der Herzog kannte die guten und ſchlimmen Eigenſchaften ſeines Wertmüller nicht erſt ſeit geſtern und wußte, daß ſein wunderlicher Adjutant ſich noch in jeder ernſten Probe ehrenhaft, zuverläſſig und tapfer erwieſen hatte.","norm":"Wohl hatte die Herzogin gegen dieses für die schöne Reisende, wie sie behauptete, in keiner Weise passende Geleite zuerst Einspruch erhoben; aber der Herzog kannte die guten und schlimmen Eigenschaften seines Wertmüller nicht erst seit gestern und wusste, dass sein wunderlicher Adjutant sich noch in jeder ernsten Probe ehrenhaft, zuverlässig und tapfer erwiesen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.98390007019043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1852,"date":1876,"orig":"So gelangte der kleine Reiſezug der Donna Lucretia eines Tages in die ſumpfige Ebene durch welche die Adda ſich langſam dem Nordende des Comerſee's zuwindet.","norm":"So gelangte der kleine Reisezug der Donna Lucretia eines Tages in die sumpfige Ebene durch welche die Adda sich langsam dem Nordende des Kommerses zuwindet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263299942016602} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1853,"date":1876,"orig":"Da ſie am Morgen in der kühlen Frühe aufgebrochen waren, beſchloſſen ſie an einem Kreuzwege unſern der drohenden Feſtung Fuentes vor einer Locanda kurze Mittagsraſt zu halten, um dann heute noch Chiavenna zu gewinnen und am nächſten Tage den Saumpfad über den Splügen einzuſchlagen.","norm":"Da sie am Morgen in der kühlen Frühe aufgebrochen waren, beschlossen sie an einem Kreuzwege unseren der drohenden Festung Fuentes vor einer Locanda kurze Mittagsrast zu halten, um dann heute noch Chiavenna zu gewinnen und am nächsten Tage den Saumpfad über den Splügen einzuschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.770599842071533} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1854,"date":1876,"orig":"Lucretia zog es vor, die unreinliche Herberge nicht zu betreten; ſie ſetzte ſich allein in eine Weinlaube, deren blaſſes Frühlingsgrün ſich eben aus den ſpringenden Knospen entwickelte.","norm":"Lucretia zog es vor, die unreinliche Herberge nicht zu betreten; sie setzte sich allein in eine Weinlaube, deren blasses Frühlingsgrün sich eben aus den springenden Knospen entwickelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.180500030517578} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1855,"date":1876,"orig":"So hatte ſie eine Weile den Hühnern zugeſehn, die neben der Krippe das von den freſſenden Pferden herausgeworfene Futter aufpickten, da erblickte ſie zwiſchen den zarten Blättern und jungen Ranken hindurch auf der ſtaubigen Landſtraße einen Zug Leute, der ſogleich ihre ganze Aufmerkſamkeit feſſelte.","norm":"So hatte sie eine Weile den Hühnern zugesehen, die neben der Krippe das von den fressenden Pferden herausgeworfene Futter aufpickten, da erblickte sie zwischen den zarten Blättern und jungen Ranken hindurch auf der staubigen Landstraße einen Zug Leute, der sogleich ihre ganze Aufmerksamkeit fesselte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.008200168609619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1856,"date":1876,"orig":"Sie errieth, daß ein Gefangener eingebracht werde und als er näher kam, erbebte ihre Seele.","norm":"Sie erriet, dass ein Gefangener eingebracht werde und als er näher kam, erbebte ihre Seele.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.458300113677978} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1857,"date":1876,"orig":"Ein halbes Dutzend ſpaniſcher Soldaten, voran ein alter dürrer Hauptmann zu Pferde, führten in ihrer Mitte einen Mann in der Alltagstracht des Veltlinerbauers, deſſen Kleider zerriſſen und über und über von Sumpfwaſſer geſchwärzt waren.","norm":"Ein halbes Dutzend spanischer Soldaten, voran ein alter dürrer Hauptmann zu Pferde, führten in ihrer Mitte einen Mann in der Alltagstracht des Veltlinerbauers, dessen Kleider zerrissen und über und über von Sumpfwasser geschwärzt waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.506499767303467} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1858,"date":1876,"orig":"Staub und Blut entſtellten ſein Angeſicht, und die Hände waren ihm mit groben Stricken hinter dem Rücken zuſammengebunden.","norm":"Staub und Blut entstellten sein Angesicht, und die Hände waren ihm mit groben Stricken hinter dem Rücken zusammengebunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502299785614014} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1859,"date":1876,"orig":"Das Fräulein erkannte mit Entſetzen die hohe Geſtalt und die trotzige Haltung des Jürg Jenatſch.","norm":"Das Fräulein erkannte mit Entsetzen die hohe Gestalt und die trotzige Haltung des Jürg Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667900085449219} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1860,"date":1876,"orig":"Auf den Spuren des eingeholten Flüchtlings ſchnüffelten ſpaniſche Bluthunde, welche wohl bei dieſer Menſchenjagd Dienſte geleiſtet hatten, und gelbe halbnackte Jungen und blödſinnige Zwerggeſtalten liefen johlend hinter dem gewaltigen wehrloſen Manne her.","norm":"Auf den Spuren des eingeholten Flüchtlings schnüffelten spanische Bluthunde, welche wohl bei dieser Menschenjagd Dienste geleistet hatten, und gelbe halbnackte Jungen und blödsinnige Zwerggestalten liefen johlend hinter dem gewaltigen wehrlosen Manne her.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.490499973297119} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1861,"date":1876,"orig":"Beim Herannahen des Trupps eilten die Bewohner des Hauſes vor der Thüre zuſammen, auch Lucas kam herbei, der eben die Pferde wieder geſattelt hatte, und Wertmüller trat hinter Lucretia.","norm":"Beim Herannahen des Trupps eilten die Bewohner des Hauses vor der Türe zusammen, auch Lucas kam herbei, der eben die Pferde wieder gesattelt hatte, und Wertmüller trat hinter Lucretia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.320700168609619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1862,"date":1876,"orig":"Der ſpaniſche Hauptmann gebot ſeinen Leuten Halt, ſtellte ſich in den Schatten der Hauspforte und nahm ſeine Sturmhaube von dem todtenkopfähnlichen Haupte, deſſen braune Knochen nur durch zwei erhitzte, tiefliegende Augen belebt erſchienen.","norm":"Der spanische Hauptmann gebot seinen Leuten Halt, stellte sich in den Schatten der Hauspforte und nahm seine Sturmhaube von dem totenkopfähnlichen Haupte, dessen braune Knochen nur durch zwei erhitzte, tiefliegende Augen belebt erschienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.54640007019043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1863,"date":1876,"orig":"Dann hieß er ſein abgejagtes Thier, deſſen Riemenzeug zerriſſen war, zur Ciſterne führen und fragte kurz und barſch:","norm":"Dann hieß er sein abgejagtes Tier, dessen Riemenzeug zerrissen war, zur Zisterne führen und fragte kurz und barsch:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895199775695801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1864,"date":1876,"orig":"„Iſt jemand hier, der in dieſem Späher den vormaligen ketzeriſchen Prädikanten und vielfachen Mörder Georg Jenatſch erkennt?“","norm":"„Ist jemand hier, der in diesem Späher den vormaligen ketzerischen Prädikanten und vielfachen Mörder Georg Jenatsch erkennt?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877699851989746} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1865,"date":1876,"orig":"Es ſchlurfte in zerfetzten Schuhen ein ältlicher Knecht herbei und ſagte mit kriechender Miene:","norm":"Es schlurfte in zerfetzten Schuhen ein ältlicher Knecht herbei und sagte mit kriechender Miene:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28849983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1866,"date":1876,"orig":"„Zu dienen, Excellenz.","norm":"„Zu dienen, Exzellenz.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.438700199127197} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1867,"date":1876,"orig":"Ich hauſte anno 1620 in Berbenn und war dabei, als dieſer Gottesläſterer mit verfluchter Hand meinen leiblichen Bruder gegen den Hochaltar von St. Peter ſchleuderte, daß der Aermſte für ſein Lebtag ein Gebreſten davontrug.“ —","norm":"Ich hauste anno 1620 in Berbenn und war dabei, als dieser Gotteslästerer mit verfluchter Hand meinen leiblichen Bruder gegen den Hochaltar von St. Peter schleuderte, dass der Ärmste für sein Lebtag ein Gebresten davontrug .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.35830020904541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1868,"date":1876,"orig":"„Das paßt,“ ſagte der Spanier, „ich betraf denſelben Prädikanten im gleichen Sommer an der Zugbrücke unſerer Feſtung.","norm":"„Das passt,“ sagte der Spanier, „ich betraf denselben Prädikanten im gleichen Sommer an der Zugbrücke unserer Festung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.214000225067139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1869,"date":1876,"orig":"Eure Ausflüchte, Mann, helfen Euch nicht und der Strick iſt Euch gewiß.“","norm":"Eure Ausflüchte, Mann, helfen Euch nicht und der Strick ist Euch gewiss .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349800109863281} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1870,"date":1876,"orig":"Lucretia hatte im Hintergrunde der Laube den Auftritt mit laut klopfendem Herzen angeſehen.","norm":"Lucretia hatte im Hintergrunde der Laube den Auftritt mit laut klopfendem Herzen angesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915800094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1871,"date":1876,"orig":"Konnte ſie Georg retten?","norm":"Konnte sie Georg retten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620699882507324} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1872,"date":1876,"orig":"Wollte, durfte ſie es?","norm":"Wollte, durfte sie es?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eo","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.789700031280518} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1873,"date":1876,"orig":". . Hinter ihr ſtand Wertmüller, deſſen angriffsluſtige Ungeduld ſie fühlte, und den ſie leiſe den Hahn ſeines Piſtols ſpannen hörte.","norm":". . Hinter ihr stand Wertmüller, dessen angriffslustige Ungeduld sie fühlte, und den sie leise den Hahn seines Pistole spannen hörte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.62060022354126} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1874,"date":1876,"orig":"Lucretia erhob ſich und ſchritt, von einer unwiderſtehlichen Macht gezogen, langſam vor.","norm":"Lucretia erhob sich und schritt, von einer unwiderstehlichen Macht gezogen, langsam vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.166600227355957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1875,"date":1876,"orig":"Bei des Spaniers letzten Worten ſtand ſie zwiſchen ihm und dem an einen ſteinernen Stützpfeiler der Laube geſchnürten Gefangenen.","norm":"Bei des Spaniers letzten Worten stand sie zwischen ihm und dem an einen steinernen Stützpfeiler der Laube geschnürten Gefangenen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.912099838256836} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1876,"date":1876,"orig":"In dieſem Augenblicke flog eine Handvoll Koth und Steine von einer lachenden Kropfgeſtalt geworfen an die blutende Stirne des Gefeſſelten, aber ſeine Miene blieb ſtolz und ruhig, nur ſeine Lippen bewegten ſich flüſternd:","norm":"In diesem Augenblicke flog eine Handvoll Kot und Steine von einer lachenden Kropfgestalt geworfen an die blutende Stirn des Gefesselten, aber seine Miene blieb stolz und ruhig, nur seine Lippen bewegten sich flüsternd:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.459099769592285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1877,"date":1876,"orig":"„Lucretia, deine Rache vollzieht ſich!“ klang es in romaniſchen Lauten, ohne daß ſein Blick ſich nach ihr gewendet hätte.","norm":"„Lucretia, deine Rache vollzieht sich!“ klang es in romanischen Lauten, ohne dass sein Blick sich nach ihr gewendet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.383200168609619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1878,"date":1876,"orig":"„Sennor,“ redete die Bündnerin den ſpaniſchen Hauptmann mit feſter Stimme an, „ich bin Lucretia, die Tochter jenes Planta, den Georg Jenatſch erſchlagen hat.","norm":"„Senor,“ redete die Bündnerin den spanischen Hauptmann mit fester Stimme an, „ich bin Lucretia, die Tochter jenes Planta, den Georg Jenatsch erschlagen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956500053405762} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1879,"date":1876,"orig":"Ich habe ſeit dem Tode meines Vaters keinen liebern Gedanken gehabt als den der Rache; aber in dieſem Manne hier erkenne ich den Mörder meines Vaters nicht.“","norm":"Ich habe seit dem Tode meines Vaters keinen lieberen Gedanken gehabt als den der Rache; aber in diesem Manne hier erkenne ich den Mörder meines Vaters nicht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.048900127410889} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1880,"date":1876,"orig":"Der Spanier richtete ſeinen böſen Blick erſt fragend und dann höhniſch auf ſie, aber Lucretia beachtete ihn nicht.","norm":"Der Spanier richtete seinen bösen Blick erst fragend und dann höhnisch auf sie, aber Lucretia beachtete ihn nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.105100154876709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1881,"date":1876,"orig":"Schon hielt ſie ihren kleinen Reiſedolch in der Hand und begann ohne Zögern die Bande des Gefangenen zu durchſchneiden.","norm":"Schon hielt sie ihren kleinen Reisedolch in der Hand und begann ohne Zögern die Bande des Gefangenen zu durchschneiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.399600028991699} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1882,"date":1876,"orig":"Was jetzt um ſie vorging traf ihre Sinne kaum.","norm":"Was jetzt um sie vorging traf ihre Sinne kaum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.491099834442139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1883,"date":1876,"orig":"Sie vernahm noch den raſchen Befehl Wertmüllers an Lucas:","norm":"Sie vernahm noch den raschen Befehl Wertmüllers an Lucas:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.729700088500977} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1884,"date":1876,"orig":"„Pferde vor!“ gewahrte noch wie der Locotenent dem Spanier mit dem Piſtol in der Hand entgegentrat und dieſer den Degen aus der Scheide riß.","norm":"„Pferde vor!“ gewahrte noch wie der Locotenent dem Spanier mit dem Pistole in der Hand entgegentrat und dieser den Degen aus der Scheide riss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.959400177001953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1885,"date":1876,"orig":"Dann wurde ſie raſch aufs Pferd gehoben, das Musketenſchüſſe hinter ſich hörend, in wilden Sprüngen ſie von dannen trug und in jagendem Laufe an der Feſtung Fuentes vorüber der Straße nach Chiavenna folgte.","norm":"Dann wurde sie rasch aufs Pferd gehoben, das Musketenschüsse hinter sich hörend, in wilden Sprüngen sie von dannen trug und in jagendem Laufe an der Festung Fuentes vorüber der Straße nach Chiavenna folgte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.66540002822876} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1886,"date":1876,"orig":"Auf dem ſtaubigen Heerwege ſprengte ſie vorwärts mit Mühe ſich auf dem erſchreckten Pferde haltend und doch angſtvoll zurücklauſchend, ob ihr Freund oder Feind nacheile.","norm":"Auf dem staubigen Heerwege sprengte sie vorwärts mit Mühe sich auf dem erschreckten Pferde haltend und doch angstvoll zurücklauschend, ob ihr Freund oder Feind nacheile.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054699897766113} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1887,"date":1876,"orig":"Noch fielen, ſchon aus der Ferne, vereinzelte Schüſſe, ſonſt hörte ſie nichts als das Schnauben und den Hufſchlag ihres eigenen Thiers.","norm":"Noch fielen, schon aus der Ferne, vereinzelte Schüsse, sonst hörte sie nichts als das Schnauben und den Hufschlag ihres eigenen Tiers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.179299831390381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1888,"date":1876,"orig":"Endlich brauſte Galopp hinter ihr und ſchon ritt an ihrer rechten Seite, zerriſſen und blutig, aber in hellem Uebermuthe Georg Jenatſch, hinter welchem, ihn mit grimmer Miene umfaſſend, der alte Lucas zu Roſſe ſaß.","norm":"Endlich brauste Galopp hinter ihr und schon ritt an ihrer rechten Seite, zerrissen und blutig, aber in hellem Übermute Georg Jenatsch, hinter welchem, ihn mit grimmer Miene umfassend, der alte Lucas zu Rosse saß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.470200061798096} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1889,"date":1876,"orig":"Zu des Fräuleins Linken ſchnaubte einen Augenblick ſpäter ein zweites Roßhaupt und über demſelben grüßte das aufgeregte Geſicht des kleinen Locotenenten, der den Rückzug gedeckt hatte und von der Rolle, die er geſpielt, höchlich befriedigt ſchien.","norm":"Zu des Fräuleins Linken schnaubte einen Augenblick später ein zweites Rosshaupt und über demselben grüßte das aufgeregte Gesicht des kleinen Locotenenten, der den Rückzug gedeckt hatte und von der Rolle, die er gespielt, höchlich befriedigt schien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.207499980926514} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1890,"date":1876,"orig":"„In der Feſtung wird Alarm geſchlagen,“ ſagte Jenatſch.","norm":"„In der Festung wird Alarm geschlagen,“ sagte Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.844900131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1891,"date":1876,"orig":"„Hinter jenem Waldhügel biegen wir links ab von der Heerſtraße, auf der man uns verfolgen wird, reiten durch die ſeichten Nebenwaſſer der Adda und gewinnen auf Wegen, die ich als gangbar kenne, längs des Sees und über die Berge das ſichere Bellenz.“ —","norm":"„Hinter jenem Waldhügel biegen wir links ab von der Heerstraße, auf der man uns verfolgen wird, reiten durch die seichten Nebenwasser der Adda und gewinnen auf Wegen, die ich als gangbar kenne, längs des Sees und über die Berge das sichere Bellenz .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.998499870300293} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1892,"date":1876,"orig":"Als die Pferde den beweglichen Kiesboden des Flußbettes betraten, ſprang Lucas ab und ergriff, ſich vor das Pferd ſeiner Herrin ſtellend, mit treuer Hand deſſen Zügel.","norm":"Als die Pferde den beweglichen Kiesboden des Flussbettes betraten, sprang Lucas ab und ergriff, sich vor das Pferd seiner Herrin stellend, mit treuer Hand dessen Zügel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.218599796295166} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1893,"date":1876,"orig":"„Im Grunde habt Ihr Recht,“ ſagte der Alte und blickte zu Lucretias glücklichem Angeſichte auf, „es war heute nicht der paſſende Anlaß und nicht der richtige Ort.","norm":"„Im Grunde habt Ihr Recht,“ sagte der Alte und blickte zu Lucretias glücklichem Angesichte auf, „es war heute nicht der passende Anlass und nicht der richtige Ort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.028600215911865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1894,"date":1876,"orig":"— Euch zu liebe würd' ich mit dem leidigen Satan ſelbander reiten, aber — wahr bleibt's — einem ehrlichen Gaul und einem gut katholiſchen Chriſten wird heutzutage viel Geduld zugemuthet.“ —","norm":"— Euch zu liebe würde ich mit dem leidigen Satan selbander reiten, aber — wahr bleibt es — einem ehrlichen Gaul und einem gut katholischen Christen wird heutzutage viel Geduld zugemutet .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.144199848175049} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1895,"date":1876,"orig":"Die darauf folgenden beſchwerlichen Reiſetage lebten als ſelige Erinnerungen in dem Herzen Lucretias fort.","norm":"Die darauf folgenden beschwerlichen Reisetage lebten als selige Erinnerungen in dem Herzen Lucretias fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.06659984588623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1896,"date":1876,"orig":"Nach dem ermüdenden Zuge quer über die ſüdlichen Vorberge der Alpen hatte die Geſellſchaft in Bellenz geraſtet und Jenatſch ſich beritten gemacht.","norm":"Nach dem ermüdenden Zuge quer über die südlichen Vorberge der Alpen hatte die Gesellschaft in Bellenz gerastet und Jenatsch sich beritten gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193900108337402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1897,"date":1876,"orig":"Dann zogen ſie langſam durch das von Waſſerſtürzen rauſchende Miſox, das ſüdlichſte und ſchönſte Thal des Bündnerlandes.","norm":"Dann zogen sie langsam durch das von Wasserstürzen rauschende Misox, das südlichste und schönste Tal des Bündnerlandes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585299968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1898,"date":1876,"orig":"Ueber dem Bergdorfe San Bernardino begann der Paß jäh zu ſteigen und führte zu dieſer frühen Jahreszeit bald über eine blendende Schneedecke.","norm":"Über dem Bergdorfe San Bernardino begann der Pass jäh zu steigen und führte zu dieser frühen Jahreszeit bald über eine blendende Schneedecke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.882999897003174} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1899,"date":1876,"orig":"Der Himmel war von tiefer Klarheit und noch ſüdlicher Bläue.","norm":"Der Himmel war von tiefer Klarheit und noch südlicher Bläue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32420015335083} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1900,"date":1876,"orig":"Lucretia fühlte ſich umweht von den kräftigen Alpenlüften der Heimat und ihr war auf Augenblicke, als ſei ſie in die fröhlichen Reiſetage der Kindheit zurückgekehrt; denn Herr Pompejus war häufig mit ihr aus einem ſeiner feſten Häuſer ins andere über die Bergjoche des thälerreichen Bündens gezogen.","norm":"Lucretia fühlte sich umweht von den kräftigen Alpenlüften der Heimat und ihr war auf Augenblicke, als sei sie in die fröhlichen Reisetage der Kindheit zurückgekehrt; denn Herr Pompejus war häufig mit ihr aus einem seiner festen Häuser ins andere über die Bergjoche des Tälerreichen Bünden gezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.973800182342529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1901,"date":1876,"orig":"Ihre Augen ſuchten mit Ungeduld den kleinen Bergſee, der, wie ſie ſich deutlich erinnerte, auf keiner der heimiſchen Waſſerſcheiden ausblieb.","norm":"Ihre Augen suchten mit Ungeduld den kleinen Bergsee, der, wie sie sich deutlich erinnerte, auf keiner der heimischen Wasserscheiden ausblieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6508002281188965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1902,"date":1876,"orig":"Da endlich, nahe dem nördlichen Abhange, leuchtete er ihr entgegen, unter den heutigen ſcharfen Sonnenſtrahlen aufgethaut.","norm":"Da endlich, nahe dem nördlichen Abhange, leuchtete er ihr entgegen, unter den heutigen scharfen Sonnenstrahlen aufgetaut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.323999881744385} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1903,"date":1876,"orig":"Gewiß nur eine kurze Befreiung, denn der Sommer kehrt ſpät ein auf dieſen Höhen trotz ſeiner täuſchenden Vorboten und das den Himmel ſpiegelnde Auge mußte ſich unter eiſigen Stürmen wohl bald wieder ſchließen.","norm":"Gewiss nur eine kurze Befreiung, denn der Sommer kehrt spät ein auf diesen Höhen trotz seiner täuschenden Vorboten und das den Himmel spiegelnde Auge musste sich unter eisigen Stürmen wohl bald wieder schließen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.056700229644775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1904,"date":1876,"orig":"Auf der halb geſchmolzenen Schneedecke kamen die Pferde nur mühſam vorwärts.","norm":"Auf der halb geschmolzenen Schneedecke kamen die Pferde nur mühsam vorwärts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.035399913787842} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1905,"date":1876,"orig":"Die Bündner — auch Lucretia — waren auf der Höhe abgeſtiegen, nur der eigenſinnige Wertmüller beharrte im Sattel und blieb, wo der Berg ſich zu ſenken begann, mit ſeinem bei jedem Schritte gleitenden Thiere immer mehr hinter den Andern zurück.","norm":"Die Bündner — auch Lucretia — waren auf der Höhe abgestiegen, nur der eigensinnige Wertmüller beharrte im Sattel und blieb, wo der Berg sich zu senken begann, mit seinem bei jedem Schritte gleitenden Tiere immer mehr hinter den Anderen zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.679200172424316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1906,"date":1876,"orig":"Zuletzt verſank er in eine vom Schnee verrätheriſch bedeckte Spalte aus welcher ihm der die übrigen Pferde am Zügel führende Lucas nur mit Zeitverluſt und Mühe heraushalf.","norm":"Zuletzt versank er in eine vom Schnee verräterisch bedeckte Spalte aus welcher ihm der die übrigen Pferde am Zügel führende Lucas nur mit Zeitverlust und Mühe heraushalf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4253997802734375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1907,"date":1876,"orig":"Während dieſer bei dem fluchenden Locotenenten zurückblieb, ſchritten Jenatſch und Lucretia rüſtig und allein bergab und überließen ſich der ungewohnten Luſt, die Heimatluft in vollen Zügen einzuathmen.","norm":"Während dieser bei dem fluchenden Locotenenten zurückblieb, schritten Jenatsch und Lucretia rüstig und allein bergab und überließen sich der ungewohnten Lust, die Heimatluft in vollen Zügen einzuatmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.950200080871582} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1908,"date":1876,"orig":"Das Fräulein dachte nicht daran, daß ſie zum erſten Male auf der Reiſe mit Jenatſch allein ſei.","norm":"Das Fräulein dachte nicht daran, dass sie zum ersten Male auf der Reise mit Jenatsch allein sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.447000026702881} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1909,"date":1876,"orig":"Waren ihr doch, wenn ſie ſtill neben Jürg einherritt, ihre beiden andern Begleiter — der Locotenent, trotz ſeines unausgeſetzten Beſtrebens ſich angenehm oder unangenehm geltend zu machen, der alte Knecht, trotz ſeiner unverholenen Rachegelüſte, — in gleichgiltige, unperſönliche Ferne getreten.","norm":"Waren ihr doch, wenn sie still neben Jürg einherritt, ihre beiden anderen Begleiter — der Locotenent, trotz seines unausgesetzten Bestrebens sich angenehm oder unangenehm geltend zu machen, der alte Knecht, trotz seiner unverhohlenen Rachegelüste, — in gleichgültige, unpersönliche Ferne getreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.108099937438965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1910,"date":1876,"orig":"Sie lebte in einem traumartigen Glücke unter dem Zauber ihrer Berge und ihrer Jugendliebe, den ſie furchtſam ſich hütete, mit einem an die grauſame Gegenwart erinnernden Worte zu zerſtören.","norm":"Sie lebte in einem traumartigen Glücke unter dem Zauber ihrer Berge und ihrer Jugendliebe, den sie furchtsam sich hütete, mit einem an die grausame Gegenwart erinnernden Worte zu zerstören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.673900127410889} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1911,"date":1876,"orig":"Jetzt hatten ſie das erſte Grün über einem ſchmalen baumloſen Thale erreicht und ſetzten ſich auf ein beſonntes Felsſtück, um den zurückgebliebenen Locotenenten zu erwarten.","norm":"Jetzt hatten sie das erste Grün über einem schmalen baumlosen Tale erreicht und setzten sich auf ein besonntes Felsstück, um den zurückgebliebenen Locotenenten zu erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.594900131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1912,"date":1876,"orig":"Ein Wäſſerchen quoll daneben aus dem feuchten dunkeln Boden.","norm":"Ein Wässerchen quoll daneben aus dem feuchten dunklen Boden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.155799865722656} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1913,"date":1876,"orig":"Lucretia kniete nieder und bemühte ſich mit der hohlen Hand einen Trunk daraus zu ſchöpfen.","norm":"Lucretia kniete nieder und bemühte sich mit der hohlen Hand einen Trunk daraus zu schöpfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.549999952316284} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1914,"date":1876,"orig":"„Ich muß doch ſehen,“ ſagte ſie, ob das bündneriſche Bergwaſſer noch ſo gut ſchmeckt wie in meiner Jugend!“","norm":"„Ich muss doch sehen,“ sagte sie, ob das bündnerische Bergwasser noch so gut schmeckt wie in meiner Jugend!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28439998626709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1915,"date":1876,"orig":"„Nicht!“ warnte Jenatſch.","norm":"„Nicht!“ warnte Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.633900165557861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1916,"date":1876,"orig":"„Ihr ſeid der eiskalten Quellen entwöhnt!","norm":"„Ihr seid der eiskalten Quellen entwöhnt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.493800163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1917,"date":1876,"orig":"Hätt' ich ein Becherlein, ſo miſcht' ich Euch einen geſunden Trunk mit ein paar feurigen Weintropfen aus meiner Feldflaſche.“","norm":"Hätte ich ein Becherlein, so mischt ich Euch einen gesunden Trunk mit ein paar feurigen Weintropfen aus meiner Feldflasche .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785399913787842} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1918,"date":1876,"orig":"Da blickte ihn Lucretia liebevoll an, holte aus ihrem Gewande einen kleinen Silberbecher hervor und ließ ihn in ſeine Hand gleiten.","norm":"Da blickte ihn Lucretia liebevoll an, holte aus ihrem Gewande einen kleinen Silberbecher hervor und ließ ihn in seine Hand gleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.641700029373169} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1919,"date":1876,"orig":"— Es war das Becherlein, daß ihr einſt der Knabe zum Gegengeſchenk für ihre kecke kindliche Wanderfahrt nach ſeiner Schule in Zürich gemacht, und das ſie nie von ſich gelaſſen hatte.","norm":"— Es war das Becherlein, dass ihr einst der Knabe zum Gegengeschenk für ihre kecke kindliche Wanderfahrt nach seiner Schule in Zürich gemacht, und das sie nie von sich gelassen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9710001945495605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1920,"date":1876,"orig":"Jürg erkannte es ſogleich, umfing die Knieende und zog ſie mit einem innigen Kuſſe an ſeine Bruſt empor.","norm":"Jürg erkannte es sogleich, umfing die Knieende und zog sie mit einem innigen Kusse an seine Brust empor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7347002029418945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1921,"date":1876,"orig":"Sie ſah ihn an, als wäre dieſer einzige Augenblick ihr ganzes Leben.","norm":"Sie sah ihn an, als wäre dieser einzige Augenblick ihr ganzes Leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.103099822998047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1922,"date":1876,"orig":"Dann brachen ihr die Thränen mit Macht hervor.","norm":"Dann brachen ihr die Tränen mit Macht hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.653299808502197} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1923,"date":1876,"orig":"„Das war zum letzten Male, Jürg, ſagte ſie mit gebrochener Stimme.","norm":"„Das war zum letzten Male, Jürg, sagte sie mit gebrochener Stimme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.198699951171875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1924,"date":1876,"orig":"„Jetzt miſche mir den Becher, daß wir beide daraus trinken!","norm":"„Jetzt mische mir den Becher, dass wir beide daraus trinken!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.174200057983398} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1925,"date":1876,"orig":"Zum Abſchiede!","norm":"Zum Abschiede!","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.025100231170654} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1926,"date":1876,"orig":"Dann laß meine Seele in Frieden!“ —","norm":"Dann lass meine Seele in Frieden!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.045100212097168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1927,"date":1876,"orig":"Schweigend füllte er den Becher und ſie tranken.","norm":"Schweigend füllte er den Becher und sie tranken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9693000316619873} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1928,"date":1876,"orig":"„Siehe dieſes Rinnſal zwiſchen uns,“ begann ſie wiederum, „es wird unten zum reißenden Strome.","norm":"„Siehe dieses Rinnsal zwischen uns,“ begann sie wiederum, „es wird unten zum reißenden Strome.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424499988555908} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1929,"date":1876,"orig":"So fließt das Blut meines Vaters zwiſchen Dir und mir!","norm":"So fließt das Blut meines Vaters zwischen Dir und mir!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.674699783325195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1930,"date":1876,"orig":"Und überſchreiteſt Du es, ſo müſſen wir beide darin verderben.","norm":"Und überschreitest Du es, so müssen wir beide darin verderben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321700096130371} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1931,"date":1876,"orig":"— Sieh,“ fuhr ſie mit weicher Stimme fort und zog ihn neben ſich auf den Felsſitz, „als ich Dich unten in den Händen der Häſcher ſah, hätt' ich Dich lieber mit eigener Hand getödtet, als Dich ein ſchmähliches Ende nehmen laſſen.","norm":"— Sieh,“ fuhr sie mit weicher Stimme fort und zog ihn neben sich auf den Felssitz, „als ich Dich unten in den Händen der Häscher sah, hätte ich Dich lieber mit eigener Hand getötet, als Dich ein schmähliches Ende nehmen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.100900173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1932,"date":1876,"orig":"Du haſt mir das Recht dazu gegeben!","norm":"Du hast mir das Recht dazugegeben!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28879976272583} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1933,"date":1876,"orig":"Du biſt mein eigen!","norm":"Du bist mein eigen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.480999946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1934,"date":1876,"orig":"Du biſt mir verfallen.","norm":"Du bist mir verfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.755000114440918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1935,"date":1876,"orig":"Aber ich glaube Dir: dieſem Boden, dieſer geliebten Heimaterde biſt Du zuerſt pflichtig.","norm":"Aber ich glaube Dir: diesem Boden, dieser geliebten Heimaterde bist Du zuerst pflichtig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403299808502197} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1936,"date":1876,"orig":"So gehe hin und befreie ſie. —","norm":"So gehe hin und befreie sie . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7515997886657715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1937,"date":1876,"orig":"Aber, Jürg, ſieh mich niemals wieder!","norm":"Aber, Jürg, sieh mich niemals wieder!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.357999801635742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1938,"date":1876,"orig":"Du weißt nicht, was ich gelitten habe, wie ſich mir alle Jugendluſt und Lebenskraft in dunkle Gedanken und Entwürfe verwandelte, bis ich zu einem blinden willenloſen Werkzeuge der Rache wurde.","norm":"Du weißt nicht, was ich gelitten habe, wie sich mir alle Jugendlust und Lebenskraft in dunkle Gedanken und Entwürfe verwandelte, bis ich zu einem blinden willenlosen Werkzeuge der Rache wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9693000316619873} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1939,"date":1876,"orig":"Hüte Dich vor mir, Geliebter!","norm":"Hüte Dich vor mir, Geliebter!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.995500087738037} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1940,"date":1876,"orig":"Kreuze nie meinen Weg!","norm":"Kreuze nie meinen Weg!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.228199958801269} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1941,"date":1876,"orig":"Störe nie meine Ruhe!“ —","norm":"Störe nie meine Ruhe!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.739200115203857} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1942,"date":1876,"orig":"So ſaßen die Beiden in der Einöde.","norm":"So saßen die Beiden in der Einöde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.773400068283081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1943,"date":1876,"orig":"Seit Jenatſch die Tochter des Herrn Pompejus bei der Herzogin wieder geſehen, war die in den Wagniſſen und Verwilderungen eines ſtürmiſchen Kriegslebens nie ganz vergeſſene Liebe ſeiner Kindheit flammend aus der Aſche erſtanden, und mit ihr ein trotziger Geiſt der Empörung gegen ſein Schickſal.","norm":"Seit Jenatsch die Tochter des Herrn Pompejus bei der Herzogin wieder gesehen, war die in den Wagnissen und Verwilderungen eines stürmischen Kriegslebens nie ganz vergessene Liebe seiner Kindheit flammend aus der Asche erstanden, und mit ihr ein trotziger Geist der Empörung gegen sein Schicksal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.894499778747559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1944,"date":1876,"orig":"Mit einer Blutthat, die dem Jünglinge als Vollſtreckung eines gerechten Volksurtheils erſchienen war und die der jetzt Gereifte und Welterfahrne als eine unnütze Befleckung ſeiner Hände verwünſchte, hatte es ihn für immer geſchieden von einem großen und hilfreichen Herzen, das von jeher ſein eigen war.","norm":"Mit einer Bluttat, die dem Jünglinge als Vollstreckung eines gerechten Volksurteils erschienen war und die der jetzt Gereifte und Welterfahrene als eine unnütze Befleckung seiner Hände verwünschte, hatte es ihn für immer geschieden von einem großen und hilfreichen Herzen, das von jeher sein eigen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.454800128936768} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1945,"date":1876,"orig":"Dieſer Geiſt der Auflehnung und Verzweiflung reizte ihn jetzt, die als begehrenswerthes Weib neben ihm ſtehende Lucretia um jeden Preis zu gewinnen und wenn ſie ihm verderblich werde — denn er kannte ſie — triumphirend mit ihr unterzugehen.","norm":"Dieser Geist der Auflehnung und Verzweiflung reizte ihn jetzt, die als begehrenswertes Weib neben ihm stehende Lucretia um jeden Preis zu gewinnen und wenn sie ihm verderblich werde — denn er kannte sie — triumphierend mit ihr unterzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.071000099182129} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1946,"date":1876,"orig":"Aber er erdrückte den Dämon.","norm":"Aber er erdrückte den Dämon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321899890899658} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1947,"date":1876,"orig":"Stand er nicht mitten in einem andern Kampfe, der den Einſatz des ganzen Mannes forderte und alle ſeine Kräfte und Leidenſchaften in eine Anſtrengung zuſammenfaßte?","norm":"Stand er nicht mitten in einem anderen Kampfe, der den Einsatz des ganzen Mannes forderte und alle seine Kräfte und Leidenschaften in eine Anstrengung zusammenfasste?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.467100143432617} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1948,"date":1876,"orig":"Auch war ſeine Natur von jenem Stahl, der aus den Steinwänden der Unmöglichkeit immer wieder die hellen Funken der Hoffnung herausſchlägt.","norm":"Auch war seine Natur von jenem Stahl, der aus den Steinwänden der Unmöglichkeit immer wieder die hellen Funken der Hoffnung herausschlägt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.885700225830078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1949,"date":1876,"orig":"Er war gewohnt, an nichts zu verzweifeln und nichts aufzugeben.","norm":"Er war gewohnt, an nichts zu verzweifeln und nichts aufzugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.757200002670288} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1950,"date":1876,"orig":"Konnte ſich Lucretias Gemüth nicht wieder erhellen?","norm":"Konnte sich Lucretias Gemüt nicht wieder erhellen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.131199836730957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1951,"date":1876,"orig":"War es gänzlich unmöglich das Vergangene zu ſühnen durch Thaten von ungewöhnlicher Größe?","norm":"War es gänzlich unmöglich das Vergangene zu sühnen durch Taten von ungewöhnlicher Größe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.760300159454346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1952,"date":1876,"orig":"Mußte denn unabänderlich auf den liebſten Kampfpreis verzichtet ſein im Augenblicke da ſich des Ruhmes glänzende Staffeln hart vor ſeinen Augen erhoben?","norm":"Musste denn unabänderlich auf den liebsten Kampfpreis verzichtet sein im Augenblicke da sich des Ruhmes glänzende Staffeln hart vor seinen Augen erhoben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.230000019073486} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1953,"date":1876,"orig":"Auch war Lucretia heute ſo weich, und als ſie ihm den kleinen Silberbecher in die Hand drückte, hatte ihn aus ihren vertrauensvollen braunen Augen das Mägdlein angeſchaut, das ihn einſt beim Kinderſpiele zu ſeinem Beſchützer und Hüter erkoren!","norm":"Auch war Lucretia heute so weich, und als sie ihm den kleinen Silberbecher in die Hand drückte, hatte ihn aus ihren vertrauensvollen braunen Augen das Mägdlein angeschaut, das ihn einst beim Kinderspiele zu seinem Beschützer und Hüter erkoren!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.561600208282471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1954,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1955,"date":1876,"orig":"So bezwang er mit ſtarkem Willen ſeine Leidenſchaft, legte ihr Haupt ſanft an ſeine Bruſt, drückte noch einen leiſen Kuß auf ihre Stirn und ſagte, wie er vor vielen Jahren zu dem weinenden Mägdlein zu ſagen Pflegte, wenn ſie ſich einmal entzweit hatten: „Sei gut und ſtille, Kind!","norm":"So bezwang er mit starkem Willen seine Leidenschaft, legte ihr Haupt sanft an seine Brust, drückte noch einen leisen Kuss auf ihre Stirn und sagte, wie er vor vielen Jahren zu dem weinenden Mägdlein zu sagen pflegte, wenn sie sich einmal entzweit hatten: „Sei gut und stille, Kind!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.779500007629394} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1956,"date":1876,"orig":"Der Friede iſt geſchloſſen.“ —","norm":"Der Friede ist geschlossen .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.155499935150146} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1957,"date":1876,"orig":"Lucretia hatte damit Ernſt gemacht.","norm":"Lucretia hatte damit Ernst gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837900161743164} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1958,"date":1876,"orig":"Ruhe war über ihr Gemüth gekommen mit dem Gefühle, daß die Höhe des Lebens überſtiegen und die Erinnerung ihr größter Beſitz ſei.","norm":"Ruhe war über ihr Gemüt gekommen mit dem Gefühle, dass die Höhe des Lebens überstiegen und die Erinnerung ihr größter Besitz sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.344200134277344} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1959,"date":1876,"orig":"Nun wohnte ſie ſeit Monaten in den Kloſtermauern von Cazis.","norm":"Nun wohnte sie seit Monaten in den Klostermauern von Cazis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653600215911865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1960,"date":1876,"orig":"Das Wort des frommen Herzogs, daß es ſicherer ſei, Frevel durch Opfer der Liebe zu ſühnen als durch neue Gewaltthat, begann in ihrer geſtillten Seele Wurzel zu ſchlagen.","norm":"Das Wort des frommen Herzogs, dass es sicherer sei, Frevel durch Opfer der Liebe zu sühnen als durch neue Gewalttat, begann in ihrer gestillten Seele Wurzel zu schlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.559999942779541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1961,"date":1876,"orig":"— Wenn ſie den Wunſch der Frauen von Cazis nicht erfüllte, ſo war der herüberſchauende Thurm von Riedberg daran ſchuld, der ſie an ihre freien Kindertage erinnerte und ihr das unabhängige Leben einer Burgherrin im Ringe ihres Geſindes und ihrer Dorfleute vor Augen ſtellte.","norm":"— Wenn sie den Wunsch der Frauen von Cazis nicht erfüllte, so war der herüberschauende Turm von Riedberg daran schuld, der sie an ihre freien Kindertage erinnerte und ihr das unabhängige Leben einer Burgherrin im Ringe ihres Gesindes und ihrer Dorfleute vor Augen stellte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.809700012207031} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1962,"date":1876,"orig":"Sie ſehnte ſich nach den alten Schloßräumen, um darin den Haushalt ihres Vaters wieder aufzurichten.","norm":"Sie sehnte sich nach den alten Schlossräumen, um darin den Haushalt ihres Vaters wieder aufzurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.601599931716919} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1963,"date":1876,"orig":"— Auch ſchlummerte, ihr unbewußt, ein anderer Widerſpruch in ihrem Herzen: Sie konnte der Welt nicht klöſterlich entſagen, ſo lange Jürg in Thaten ſchwelgte und immer größere Kampfbahnen ſich vor ihm aufſchloſſen.","norm":"— Auch schlummerte, ihr unbewusst, ein anderer Widerspruch in ihrem Herzen: Sie konnte der Welt nicht klösterlich entsagen, so lange Jürg in Taten schwelgte und immer größere Kampfbahnen sich vor ihm aufschlossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785600185394287} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1964,"date":1876,"orig":"In dem Meßbuche, welches aufgeſchlagen neben dem Fräulein auf dem Sims lag, hatte der durch das offene Fenſter ſpielende Bergwind ſchon lange ungeſtüm hin und her geblättert, ohne daß Lucretia es gewahrte.","norm":"In dem Messbuche, welches aufgeschlagen neben dem Fräulein auf dem Sims lag, hatte der durch das offene Fenster spielende Bergwind schon lange ungestüm hin und her geblättert, ohne dass Lucretia es gewahrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.264999866485596} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1965,"date":1876,"orig":"Jetzt aber wurde ſie durch den Ton einer wohlbekannten Stimme aus ihren Träumen aufgeſchreckt.","norm":"Jetzt aber wurde sie durch den Ton einer wohlbekannten Stimme aus ihren Träumen aufgeschreckt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.015999794006348} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1966,"date":1876,"orig":"Sie trat an den Fenſterbogen und erblickte neben der Pförtnerin die braune Kutte des Paters Pancraz.","norm":"Sie trat an den Fensterbogen und erblickte neben der Pförtnerin die braune Kutte des Paters Pankraz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.48859977722168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1967,"date":1876,"orig":"Sein keckes, ſonneverbranntes Geſicht ſchaute diesmal noch zuverſichtlicher als gewöhnlich in die Welt und er verlangte dringend ohne Aufſchub vor das Fräulein geführt zu werden, dem er glückhafte Nachricht zu bringen habe.","norm":"Sein keckes, sonneverbranntes Gesicht schaute diesmal noch zuversichtlicher als gewöhnlich in die Welt und er verlangte dringend ohne Aufschub vor das Fräulein geführt zu werden, dem er glückhafte Nachricht zu bringen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861999988555908} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1968,"date":1876,"orig":"Kurz darauf trat er ein und verkündete ſeine Botſchaft: „Freuet Euch, Fräulein Lucretia!","norm":"Kurz darauf trat er ein und verkündete seine Botschaft: „Freuet Euch, Fräulein Lucretia!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.708899974822998} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1969,"date":1876,"orig":"Ihr ſeid wieder Herrin von Riedberg.","norm":"Ihr seid wieder Herrin von Riedberg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.897500038146973} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1970,"date":1876,"orig":"Es beginnen die verdienſtlichen Werke mit denen unſer großer Oberſt für ſeine alte ſchwere Schuld Buße thut. —","norm":"Es beginnen die verdienstlichen Werke mit denen unser großer Oberst für seine alte schwere Schuld Buße tut . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.092000007629394} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1971,"date":1876,"orig":"Morgen kommen die Staatskrägen von Chur, um die Siegel zu löſen und Euch das Haus Eurer Väter wieder aufzuthun.","norm":"Morgen kommen die Staatskragen von Kür, um die Siegel zu lösen und Euch das Haus Eurer Väter wieder aufzutun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038000106811523} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1972,"date":1876,"orig":"Gott gebe Euch einen geſegneten Einzug.“","norm":"Gott gebe Euch einen gesegneten Einzug .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.909200191497803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1973,"date":1876,"orig":"Zweites Kapitel.","norm":"Zweites Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.237799882888794} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1974,"date":1876,"orig":"Während der Sommer- und Herbſtmonate eines einzigen Jahres hatte Herzog Heinrich Rohan ſeinen Feldzug im Veltlin mit raſchen entſcheidenden Schlägen zu Ende geführt.","norm":"Während der Sommer- und Herbstmonate eines einzigen Jahres hatte Herzog Heinrich Rohan seinen Feldzug im Veltlin mit raschen entscheidenden Schlägen zu Ende geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.450300216674805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1975,"date":1876,"orig":"Die friſchen Lorbeern von vier Siegen, wie ſie nur ſelten ein Feldherr erficht, verherrlichten ſeinen Namen.","norm":"Die frischen Lorbeeren von vier Siegen, wie sie nur selten ein Feldherr erficht, verherrlichten seinen Namen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.030700206756592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1976,"date":1876,"orig":"Diesmal hatte ſich ſein Talent kühn und freudig entfaltet, denn der Kampf hatte den äußeren Feinden Frankreichs gegolten, nicht auf franzöſiſchem Boden zwiſchen Kindern derſelben Erde gewüthet.","norm":"Diesmal hatte sich sein Talent kühn und freudig entfaltet, denn der Kampf hatte den äußeren Feinden Frankreichs gegolten, nicht auf französischem Boden zwischen Kindern derselben Erde gewütet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.851600170135498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1977,"date":1876,"orig":"Während er früher gezwungen geweſen, Landsleute gegen Landsleute, ſeine calviniſtiſchen Glaubensgenoſſen gegen das katholiſche Frankreich mit blutendem Herzen zu führen, ſo befehligte er jetzt zum erſten Male ein aus beiden Bekenntniſſen verſchmolzenes franzöſiſches Heer.","norm":"Während er früher gezwungen gewesen, Landsleute gegen Landsleute, seine calvinistischen Glaubensgenossen gegen das katholische Frankreich mit blutendem Herzen zu führen, so befehligte er jetzt zum ersten Male ein aus beiden Bekenntnissen verschmolzenes französisches Heer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.854599952697754} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1978,"date":1876,"orig":"Vor der Schlacht von Morbegno, wo ſeine Schaar vor einer in günſtigen Stellungen drohenden ſpaniſchen Uebermacht ſtand, ließ er ſeine Leute gegen galliſche Kriegsſitte auf den Knieen den göttlichen Beiſtand anrufen.","norm":"Vor der Schlacht von Morbegno, wo seine Schar vor einer in günstigen Stellungen drohenden spanischen Übermacht stand, ließ er seine Leute gegen gallische Kriegssitte auf den Knien den göttlichen Beistand anrufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518199920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1979,"date":1876,"orig":"Der calviniſtiſche Caplan des Herzogs betete mit den Proteſtanten, während ein katholiſcher Prieſter über ſeinen Glaubensgenoſſen das ſegnende Zeichen des Kreuzes machte.","norm":"Der calvinistische Kaplan des Herzogs betete mit den Protestanten, während ein katholischer Priester über seinen Glaubensgenossen das segnende Zeichen des Kreuzes machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.873600006103515} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1980,"date":1876,"orig":"Noch nie hatte Rohan einen ſo genialen Feldherrnblick bewieſen, wie jetzt auf dieſem von tiefen Thalſchluchten zerriſſenen und von Gletſcherbergen eingeengten, ſchwer zu überſehenden Kriegsfelde. Seinem raſchen unfehlbaren Eingreifen kam ſeine bewundernswerthe Ausdauer gleich und eine ascetiſche Natur von ſeltener Bedürfnißloſigkeit zu Hilfe.","norm":"Noch nie hatte Rohan einen so genialen Feldherrenblick bewiesen, wie jetzt auf diesem von tiefen Talschluchten zerrissenen und von Gletscherbergen eingeengten, schwer zu übersehenden Kriegsfelde . Seinem raschen unfehlbaren Eingreifen kam seine bewundernswerte Ausdauer gleich und eine asketische Natur von seltener Bedürfnislosigkeit zu Hilfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121900081634521} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1981,"date":1876,"orig":"Er war im Stande vierzig Stunden lang angeſpannt thätig zu ſein, ohne der Erfriſchung des Schlafes zu bedürfen.","norm":"Er war im Stande vierzig Stunden lang angespannt tätig zu sein, ohne der Erfrischung des Schlafes zu bedürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.38070011138916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1982,"date":1876,"orig":"So eilte er in der Mitte zwiſchen zwei gegen ihn vordringenden Heeren, deren jedes dem ſeinen faſt doppelt überlegen war, thalauf-, thalabwärts und warf ſich jetzt dem einen, dann, die Stirne wendend, dem andern entgegen, immer ſiegreich, bis er ſie beide, Spanier und Oeſterreicher, vom Bündnerboden verdrängt hatte und das ganze langgeſtreckte Thal der Adda, das ſeit Jahrzehnten herrenloſe und ſtreitige Veltlin in der Gewalt ſeiner Waffen war.","norm":"So eilte er in der Mitte zwischen zwei gegen ihn vordringenden Heeren, deren jedes dem seinen fast doppelt überlegen war, thalauf-, talabwärts und warf sich jetzt dem einen, dann, die Stirn wendend, dem anderen entgegen, immer siegreich, bis er sie beide, Spanier und Österreicher, vom Bündnerboden verdrängt hatte und das ganze langgestreckte Tal der Adda, das seit Jahrzehnten herrenlose und streitige Veltlin in der Gewalt seiner Waffen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3454999923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1983,"date":1876,"orig":"Bei dem dritten dieſer Siege, der Schlacht in Val Fraele, grenzt die Ungleichheit des Verluſtes an das Unglaubliche.","norm":"Bei dem dritten dieser Siege, der Schlacht in Val Fraele, grenzt die Ungleichheit des Verlustes an das Unglaubliche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.76609992980957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1984,"date":1876,"orig":"Der Herzog büßte nach ſeinem eigenen Zeugniß nicht ſechs Mann ein, während zwölfhundert Feinde auf der Wahlſtatt blieben.","norm":"Der Herzog büßte nach seinem eigenen Zeugnis nicht sechs Mann ein, während zwölfhundert Feinde auf der Walstatt blieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043600082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1985,"date":1876,"orig":"Es giebt nur eine Erklärung für eine ſo ungleiche Vertheilung der Todeslooſe:","norm":"Es gibt nur eine Erklärung für eine so ungleiche Verteilung der Todesloose:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.241899967193603} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1986,"date":1876,"orig":"Der franzöſiſche Feldherr hatte vor den Oeſterreichern die vollkommene Kenntniß dieſer verlorenen Hochthäler voraus.","norm":"Der französische Feldherr hatte vor den Österreichern die vollkommene Kenntnis dieser verlorenen Hochtäler voraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0100998878479} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1987,"date":1876,"orig":"Rohan hatte Bündner neben ſich, die das Bergland wie die mit Arvholz getäfelte Stube ihres Vaters und das Stammwappen über dem Hausthore kannten, und keiner war mit Bündens Bergen vertrauter als Georg Jenatſch.","norm":"Rohan hatte Bündner neben sich, die das Bergland wie die mit Arvholz getäfelte Stube ihres Vaters und das Stammwappen über dem Haustore kannten, und keiner war mit Bünden Bergen vertrauter als Georg Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6020002365112305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1988,"date":1876,"orig":"In dem Schreiben, das der Herzog über dieſen Sieg an die bündneriſchen Behörden richtete, hebt er die Tapferkeit des Oberſten Jenatſch und des von ihm geführten heimiſchen Regimentes mit dem wärmſten Lobe hervor.","norm":"In dem Schreiben, das der Herzog über diesen Sieg an die bündnerischen Behörden richtete, hebt er die Tapferkeit des Obersten Jenatsch und des von ihm geführten heimischen Regimentes mit dem wärmsten Lobe hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.772000074386596} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1989,"date":1876,"orig":"Ueberhaupt ſtieg Georg Jenatſch unaufhaltſam in der Achtung und im Vertrauen des Herzogs und wurde, ohne daß Rohan ſelbſt ſich deſſen bewußt war, ſein am liebſten gehörter Rathgeber.","norm":"Überhaupt stieg Georg Jenatsch unaufhaltsam in der Achtung und im Vertrauen des Herzogs und wurde, ohne dass Rohan selbst sich dessen bewusst war, sein am liebsten gehörter Ratgeber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8354997634887695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1990,"date":1876,"orig":"Verſammelte der Feldherr in Fällen, wo ſich Kühnheit und Vorſicht beſtreiten mochten, einen Kriegsrath, ſo trieb Jenatſch immer zu den gewagteſten Angriffen und beanſpruchte für ſich ſelbſt den gefährlichſten Poſten; aber ſeine Rathſchläge bewährten ſich und ſeine Verwegenheiten mißglückten nie, denn die Gunſt des Schickſals war mit ihm. —","norm":"Versammelte der Feldherr in Fällen, wo sich Kühnheit und Vorsicht bestreiten mochten, einen Kriegsrat, so trieb Jenatsch immer zu den gewagtesten Angriffen und beanspruchte für sich selbst den gefährlichsten Posten; aber seine Ratschläge bewährten sich und seine Verwegenheiten missglückten nie, denn die Gunst des Schicksals war mit ihm . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.723599910736084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1991,"date":1876,"orig":"So trat er dem Herzog immer näher, der ſich freudig bewußt war, dieſen bedeutenden Geiſt aus ſchmählichem Dunkel gezogen und durch ſeinen Einfluß entwickelt zu haben.","norm":"So trat er dem Herzog immer näher, der sich freudig bewusst war, diesen bedeutenden Geist aus schmählichem Dunkel gezogen und durch seinen Einfluss entwickelt zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.789999961853027} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1992,"date":1876,"orig":"Oft mußte Rohan ſich wundern, wie willig und ſtreng der unbändige Griſone der Kriegszucht ſich unterwarf und, was er ihm ebenſo hoch anrechnete, mit welch' unbedingtem Vertrauen der vormalige bündneriſche Volksführer jede beſorgnißvolle Aeußerung über das letzte Ergebniß des Krieges und die Zukunft Bündens unterließ, ja vermied.","norm":"Oft musste Rohan sich wundern, wie willig und streng der unbändige Grisone der Kriegszucht sich unterwarf und, was er ihm ebenso hoch anrechnete, mit welch unbedingtem Vertrauen der vormalige bündnerische Volksführer jede besorgnisvolle Äußerung über das letzte Ergebnis des Krieges und die Zukunft Bünden unterließ, ja vermied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735199928283691} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1993,"date":1876,"orig":"Dies Ergebniß war der Herzog geſonnen, für Bünden ſo günſtig als möglich zu geſtalten.","norm":"Dies Ergebnis war der Herzog gesonnen, für Bünden so günstig als möglich zu gestalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.190499782562256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1994,"date":1876,"orig":"Er täuſchte ſich nicht über die Abneigung des franzöſiſchen Hofes gegen ſeine Perſon, aber dennoch hoffte er dort mit ſeinen billigen und weislich erwogenen Vorſchlägen durchzudringen.","norm":"Er täuschte sich nicht über die Abneigung des französischen Hofes gegen seine Person, aber dennoch hoffte er dort mit seinen billigen und weislich erwogenen Vorschlägen durchzudringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.154799938201904} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1995,"date":1876,"orig":"Eine Reihe mit geringer Truppenmacht durch ſeinen individuellen Werth erfochtener Siege, welche die franzöſiſchen Waffen mit einem blendenden Glanze umgaben, mußten bei dem Sohne Heinrichs IV., mußten ſogar bei Rohans altem Gegner, dem immerhin das Banner mit den franzöſiſchen Lilien hoch emporhaltenden Kardinal entſcheidend ins Gewicht fallen.","norm":"Eine Reihe mit geringer Truppenmacht durch seinen individuellen Wert erfochtener Siege, welche die französischen Waffen mit einem blendenden Glanze umgaben, mussten bei dem Sohne Heinrichs IV., mussten sogar bei Rohans altem Gegner, dem immerhin das Banner mit den französischen Lilien hoch emporhaltenden Kardinal entscheidend ins Gewicht fallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460700035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1996,"date":1876,"orig":"Was noch aus der Zeit der Bürgerkriege im Gemüthe des Königs gegen den ehemaligen Kriegsführer der Hugenotten geſchrieben ſtand, hatten — ſagte ſich der Herzog — die von ihm jetzt in die franzöſiſchen Annalen eingezeichneten Triumphe gänzlich verwiſcht und unleſerlich gemacht.","norm":"Was noch aus der Zeit der Bürgerkriege im Gemüte des Königs gegen den ehemaligen Kriegsführer der Hugenotten geschrieben stand, hatten — sagte sich der Herzog — die von ihm jetzt in die französischen Annalen eingezeichneten Triumphe gänzlich verwischt und unleserlich gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28879976272583} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1997,"date":1876,"orig":"Rohan hatte das Land Bünden und ſein zugleich nordiſch mannhaftes und ſüdlich geſchmeidiges Volk lieb gewonnen.","norm":"Rohan hatte das Land Bünden und sein zugleich nordisch mannhaftes und südlich geschmeidiges Volk lieb gewonnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.070700168609619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1998,"date":1876,"orig":"Der Aufenthalt in dieſen Bergen ruhte ſeinen Geiſt aus und erfriſchte ſeine Lebenskraft.","norm":"Der Aufenthalt in diesen Bergen ruhte seinen Geist aus und erfrischte seine Lebenskraft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.733399868011475} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":1999,"date":1876,"orig":"Aber nicht die ernſten, kühl durchwehten Hochthäler, wo er Siege erfochten, mit ihren Felshörnern und Schneehäuptern übten einen Zauber auf ihn aus, ſondern er zog dem Geſchmacke der Zeit und ſeinem eigenen milden Gemüthe gemäß die mittlern, mit weichem Grün bekleideten Alpen vor, die mit Hütten und läutenden Heerden bedeckt waren.","norm":"Aber nicht die ernsten, kühl durchwehten Hochtäler, wo er Siege erfochten, mit ihren Felshörnern und Schneehäuptern übten einen Zauber auf ihn aus, sondern er zog dem Geschmacke der Zeit und seinem eigenen milden Gemüte gemäß die mittleren, mit weichem Grün bekleideten Alpen vor, die mit Hütten und läutenden Herden bedeckt waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.478000164031982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2000,"date":1876,"orig":"Seine Lieblinge waren die Höhen, die das warme Domleſchg einrahmen und er pflegte zu ſagen, der Heinzenberg ſei der ſchönſte Berg der Welt.","norm":"Seine Lieblinge waren die Höhen, die das warme Domleschg einrahmen und er pflegte zu sagen, der Heinzenberg sei der schönste Berg der Welt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.903500080108642} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2001,"date":1876,"orig":"Das Geſchenk ſeiner Neigung gaben ihm die Bündner mit Wucher zurück.","norm":"Das Geschenk seiner Neigung gaben ihm die Bündner mit Wucher zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.784599781036377} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2002,"date":1876,"orig":"Im ganzen Lande wurde er nur „der gute Herzog“ geheißen.","norm":"Im ganzen Lande wurde er nur „der gute Herzog“ geheißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.234600067138672} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2003,"date":1876,"orig":"In Chur war er der Abgott aller Stände; denn die vornehmen Familien feſſelte er an ſich durch die Feinheit ſeiner adeligen Sitte, das Volk aber bezauberte er durch eine aus dem Herzen kommende unbeſchreibliche Leutſeligkeit.","norm":"In Kür war er der Abgott aller Stände; denn die vornehmen Familien fesselte er an sich durch die Feinheit seiner adeligen Sitte, das Volk aber bezauberte er durch eine aus dem Herzen kommende unbeschreibliche Leutseligkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.317500114440918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2004,"date":1876,"orig":"In den proteſtantiſchen Gemeinden des Landes hörten überdies die Bündner faſt allſonntäglich ſein Lob von der Kanzel verkündigen.","norm":"In den protestantischen Gemeinden des Landes hörten überdies die Bündner fast allsonntäglich sein Lob von der Kanzel verkündigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9369001388549805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2005,"date":1876,"orig":"Er ward ihnen gezeigt und gerühmt als ein Muſter evangeliſcher Glaubenstreue und als ein Hort der bedrängten Proteſtanten in allen Landen.","norm":"Er wurde ihnen gezeigt und gerühmt als ein Muster evangelischer Glaubenstreue und als ein Hort der bedrängten Protestanten in allen Landen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.182700157165527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2006,"date":1876,"orig":"Der glückliche Stern, der ſeine kriegeriſchen Unternehmungen begünſtigt hatte, ſchien jetzt auch über ſeinen politiſchen zu leuchten.","norm":"Der glückliche Stern, der seine kriegerischen Unternehmungen begünstigt hatte, schien jetzt auch über seinen politischen zu leuchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.644499778747559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2007,"date":1876,"orig":"Er beſchied einige ausgezeichnete Bündner zu ſich nach Chiavenna, berieth mit ihnen Satz um Satz den Entwurf eines Uebereinkommens und dieſes wurde kurz darauf von dem in Thuſis verſammelten bündneriſchen Bundesrathe angenommen.","norm":"Er beschied einige ausgezeichnete Bündner zu sich nach Chiavenna, beriet mit ihnen Satz um Satz den Entwurf eines Übereinkommens und dieses wurde kurz darauf von dem in Thusis versammelten bündnerischen Bundesrate angenommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.480400085449219} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2008,"date":1876,"orig":"Man machte ſich von beiden Seiten die äußerſten Zugeſtändniſſe.","norm":"Man machte sich von beiden Seiten die äußersten Zugeständnisse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447500228881836} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2009,"date":1876,"orig":"Um die Bündner in ihrer Hauptforderung zu befriedigen, gab ihnen Rohan durch dieſen Vertrag das Veltlin im Namen Frankreichs zurück.","norm":"Um die Bündner in ihrer Hauptforderung zu befriedigen, gab ihnen Rohan durch diesen Vertrag das Veltlin im Namen Frankreichs zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.450900077819824} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2010,"date":1876,"orig":"Aber er ſicherte zugleich das militäriſche Intereſſe und die katholiſche Ehre ſeines Königs, indem er feſtſetzte, daß die bündneriſchen Bergpäſſe bis zum allgemeinen Friedensſchluſſe von Bündnertruppen in franzöſiſchem Solde gehütet werden müßten und die katholiſche Religion im Veltlin als die herrſchende anerkannt werde.","norm":"Aber er sicherte zugleich das militärische Interesse und die katholische Ehre seines Königs, indem er festsetzte, dass die bündnerischen Bergpässe bis zum allgemeinen Friedensschlusse von Bündnertruppen in französischem Solde gehütet werden müssten und die katholische Religion im Veltlin als die herrschende anerkannt werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.309800148010254} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2011,"date":1876,"orig":"So lauteten die von Herzog Heinrich mit den Häuptern Bündens zu Chiavenna berathenen und im Domleſchg beſtätigten Vertragspunkte, die ſogenannten Thusnerartikel.","norm":"So lauteten die von Herzog Heinrich mit den Häuptern Bünden zu Chiavenna beratenen und im Domleschg bestätigten Vertragspunkte, die sogenannten Thusnerartikel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.657199859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2012,"date":1876,"orig":"Genehmigte der König von Frankreich dieſen von Rohan für ihn geſchloſſenen Vertrag, — und wie hätte er es nicht thun ſollen! —","norm":"Genehmigte der König von Frankreich diesen von Rohan für ihn geschlossenen Vertrag, — und wie hätte er es nicht tun sollen! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.248600006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2013,"date":1876,"orig":"ſo waren Bündens alte Grenzen hergeſtellt und Heinrich Rohan hatte ſein gegebenes Wort gelöſt, denn in der That für dieſe Herſtellung ihrer alten Grenzen hatte er ſich den Bündnern vor dem Feldzuge perſönlich verbürgt, verbürgen müſſen.","norm":"so waren Bünden alte Grenzen hergestellt und Heinrich Rohan hatte sein gegebenes Wort gelöst, denn in der Tat für diese Herstellung ihrer alten Grenzen hatte er sich den Bündnern vor dem Feldzuge persönlich verbürgt, verbürgen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.488800048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2014,"date":1876,"orig":"Dies Verſprechen zu verweigern war ihm unmöglich geweſen, ſollte ſich das erſchöpfte elende Land noch einmal zum Kriege aufraffen.","norm":"Dies Versprechen zu verweigern war ihm unmöglich gewesen, sollte sich das erschöpfte elende Land noch einmal zum Kriege aufraffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.306300163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2015,"date":1876,"orig":"Darin hatte die unerbittliche Logik des ſcharfſinnigen venetianiſchen Provveditore das Richtige vorausgeſagt; aber wie ſehr, wie vollſtändig hatte er ſich geirrt, als er den Herzog vor Georg Jenatſch glaubte warnen zu müſſen!","norm":"Darin hatte die unerbittliche Logik des scharfsinnigen venezianischen Provveditore das Richtige vorausgesagt; aber wie sehr, wie vollständig hatte er sich geirrt, als er den Herzog vor Georg Jenatsch glaubte warnen zu müssen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.306700229644775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2016,"date":1876,"orig":"Gerade für die Annahme der Thusnerartikel hatte der Oberſt das Unglaubliche gethan; es war wahrlich kein leichtes geweſen, es hatte Gewandtheit und Ausdauer genug auch den Liebling des Volkes gekoſtet, um dieſe bei den argwöhniſchen, auf ihre Unabhängigkeit eiferſüchtigen Bündnern durchzuſetzen.","norm":"Gerade für die Annahme der Thusnerartikel hatte der Oberst das Unglaubliche getan; es war wahrlich kein leichtes gewesen, es hatte Gewandtheit und Ausdauer genug auch den Liebling des Volkes gekostet, um diese bei den argwöhnischen, auf ihre Unabhängigkeit eifersüchtigen Bündnern durchzusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667399883270264} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2017,"date":1876,"orig":"Aber Jenatſch hatte ſich vervielfacht und von Thal zu Thale, von Gemeinde zu Gemeinde eilend, hatte er überall den Zauber ſeiner Rede ausgeübt, überall ſeinen willensſtarken, feurigen Einfluß geltend gemacht.","norm":"Aber Jenatsch hatte sich vervielfacht und von Tal zu Tale, von Gemeinde zu Gemeinde eilend, hatte er überall den Zauber seiner Rede ausgeübt, überall seinen willensstarken, feurigen Einfluss geltend gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.424300193786621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2018,"date":1876,"orig":"Er hatte darauf gedrungen, das ſichere Theil nicht aus der Hand zu laſſen um eines ungewiſſen, ja undenkbaren größern Gewinns willen.","norm":"Er hatte darauf gedrungen, das sichere Teil nicht aus der Hand zu lassen um eines ungewissen, ja undenkbaren größeren Gewinns Willen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.691800117492676} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2019,"date":1876,"orig":"Er hatte gerathen, ſich mit der Hauptſache zu begnügen, dem edeln Anwalte Bündens bei der franzöſiſchen Krone nicht ſich undankbar zu erzeigen und den mit jedem Jahre ſich mindernden Reſt des franzöſiſchen Druckes willig in den Kauf zu nehmen.","norm":"Er hatte geraten, sich mit der Hauptsache zu begnügen, dem edlen Anwalte Bünden bei der französischen Krone nicht sich undankbar zu erzeigen und den mit jedem Jahre sich mindernden Rest des französischen Druckes willig in den Kauf zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502299785614014} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2020,"date":1876,"orig":"Doch noch eine Sorge drückte die Ehrenhaftigkeit des Herzogs.","norm":"Doch noch eine Sorge drückte die Ehrenhaftigkeit des Herzogs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.187099933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2021,"date":1876,"orig":"Der ungeheure Summen verſchlingende Krieg in Deutſchland hatte den franzöſiſchen Schatz erſchöpft.","norm":"Der ungeheure Summen verschlingende Krieg in Deutschland hatte den französischen Schatz erschöpft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.818900108337402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2022,"date":1876,"orig":"Die Sendungen des Schatzmeiſters an Herzog Rohan floſſen ſchon lange ſpärlich und blieben jetzt aus; es war dieſem ſeit einiger Zeit nicht mehr möglich, ſeine Bündnertruppen zu beſolden.","norm":"Die Sendungen des Schatzmeisters an Herzog Rohan flossen schon lange spärlich und blieben jetzt aus; es war diesem seit einiger Zeit nicht mehr möglich, seine Bündnertruppen zu besolden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.993199825286865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2023,"date":1876,"orig":"Freilich theilten die franzöſiſchen Regimenter daſſelbe Loos.","norm":"Freilich teilten die französischen Regimenter dasselbe Los.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.856400012969971} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2024,"date":1876,"orig":"Man ſchien am Hofe zu St. Germain des Glaubens zu leben, die Ehre unter dem ruhmreichen Feldherrn zu dienen, erſetze dem Soldaten Nahrung und Kleidung.","norm":"Man schien am Hofe zu St. Germain des Glaubens zu leben, die Ehre unter dem ruhmreichen Feldherrn zu dienen, ersetze dem Soldaten Nahrung und Kleidung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.492000102996826} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2025,"date":1876,"orig":"Rohan ſandte Schreiben auf Schreiben und erhielt als Antwort Verſprechen auf Verſprechen.","norm":"Rohan sandte Schreiben auf Schreiben und erhielt als Antwort Versprechen auf Versprechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.175899982452393} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2026,"date":1876,"orig":"Die Erhebung einer neuen Kriegsſteuer in Frankreich, ſo ſchrieb man dem Herzog aus St. Germain, ſollte dem Mißſtande nächſtens ein Ende machen.","norm":"Die Erhebung einer neuen Kriegssteuer in Frankreich, so schrieb man dem Herzog aus St. Germain, sollte dem Missstande nächstens ein Ende machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502099990844727} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2027,"date":1876,"orig":"Welche Hemmungen und Säumniſſe alſo das Werk des Herzogs erfuhr durch den Menſchen und Dingen inwohnenden Widerſtand gegen gerechte, einen ſelbſtſüchtigen Intereſſenkreis durchbrechende Löſungen — nun ſtand er hart vor ſeinem Ziele und die Bündner erreichten, dank der ihnen von Rohan auferlegten Mäßigung, die Befreiung ihres Landes.","norm":"Welche Hemmungen und Säumnisse also das Werk des Herzogs erfuhr durch den Menschen und Dingen innewohnenden Widerstand gegen gerechte, einen selbstsüchtigen Interessenkreis durchbrechende Lösungen — nun stand er hart vor seinem Ziele und die Bündner erreichten, dank der ihnen von Rohan auferlegten Mäßigung, die Befreiung ihres Landes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087999820709228} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2028,"date":1876,"orig":"Da plötzlich verbreitete ſich zur Zeit der fallenden Blätter eine unheimliche Botſchaft durch die bündneriſchen Thäler.","norm":"Da plötzlich verbreitete sich zur Zeit der fallenden Blätter eine unheimliche Botschaft durch die bündnerischen Täler.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985499858856201} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2029,"date":1876,"orig":"Der gute Herzog, hieß es, weile nicht mehr unter den Lebenden.","norm":"Der gute Herzog, hieß es, Weile nicht mehr unter den Lebenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.720300197601318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2030,"date":1876,"orig":"Er ſei in ſeinem Palaſte zu Sondrio einem Sumpffieber zum Opfer gefallen.","norm":"Er sei in seinem Palaste zu Sondrio einem Sumpffieber zum Opfer gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.844699859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2031,"date":1876,"orig":"Schon habe ein Bote das Stilfſerjoch überſchritten und ſei nach Brixen geeilt, um die Spezerei zur Einbalſamirung ſeines Leichnams zu holen.","norm":"Schon habe ein Bote das Stilfserjoch überschritten und sei nach Brixen geeilt, um die Spezerei zur Einbalsamierung seines Leichnams zu holen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.628499984741211} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2032,"date":1876,"orig":"Dieſes Gerücht erſchreckte die Gemüther, wo es hingelangte.","norm":"Dieses Gerücht erschreckte die Gemüter, wo es hingelangte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.699800014495849} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2033,"date":1876,"orig":"Man ward ſich plötzlich ſorgenvoll bewußt, was alles an dieſem edeln Leben hing.","norm":"Man wurde sich plötzlich sorgenvoll bewusst, was alles an diesem edlen Leben hing.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.690400123596191} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2034,"date":1876,"orig":"Wie in den Bergen, wenn eine Wolke vor die Sonne gleitet, die Landſchaft mit einem Schlage dunkel wird und zugleich in ihren einzelnen ſchroffen Zügen ſchärfer hervortritt, ſo erſchien den Bündnern, als ſie den Herzog ſich hinwegdachten, die unſichere Abhängigkeit und die Gefahr ihrer Lage mit drohender Deutlichkeit.","norm":"Wie in den Bergen, wenn eine Wolke vor die Sonne gleitet, die Landschaft mit einem Schlage dunkel wird und zugleich in ihren einzelnen schroffen Zügen schärfer hervortritt, so erschien den Bündnern, als sie den Herzog sich hinwegdachten, die unsichere Abhängigkeit und die Gefahr ihrer Lage mit drohender Deutlichkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.491600036621094} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2035,"date":1876,"orig":"War ihnen doch nur in ſeiner Vertrauen erweckenden Perſon Frankreich als helfende Macht nahe getreten!","norm":"War ihnen doch nur in seiner Vertrauen erweckenden Person Frankreich als helfende Macht nahegetreten!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.092899799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2036,"date":1876,"orig":"Er war es, der für ſeinen König mit ihnen unterhandelt, den von ihnen begehrten Kampfpreis zugeſagt, für Frankreichs Rechtlichkeit im Worthalten dem kleinen Lande gegenüber ſich verbürgt hatte.","norm":"Er war es, der für seinen König mit ihnen unterhandelt, den von ihnen begehrten Kampfpreis zugesagt, für Frankreichs Rechtlichkeit im Worthalten dem kleinen Lande gegenüber sich verbürgt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9145002365112305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2037,"date":1876,"orig":"Was geſchah, wenn ihr Mittler, der gute Herzog, verſchwand?","norm":"Was geschah, wenn ihr Mittler, der gute Herzog, verschwand?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.265600204467773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2038,"date":1876,"orig":"Wen gab ihm Richelieu zum Nachfolger?","norm":"Wen gab ihm Richelieu zum Nachfolger?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.200300216674805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2039,"date":1876,"orig":"War der die Welt mit kalter Berechnung überſchauende Cardinal, der rückſichtsloſe Staatsmann geſonnen, das unbequeme Erbe der Gerechtigkeit des Proteſtanten Heinrich Rohan anzutreten?","norm":"War der die Welt mit kalter Berechnung überschauende Kardinal, der rücksichtslose Staatsmann gesonnen, das unbequeme Erbe der Gerechtigkeit des Protestanten Heinrich Rohan anzutreten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.570799827575684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2040,"date":1876,"orig":"Das Unheil ging diesmal noch vorüber.","norm":"Das Unheil ging diesmal noch vorüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.125800132751465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2041,"date":1876,"orig":"Die Nachricht vom Tode des Herzogs war eine falſche.","norm":"Die Nachricht vom Tode des Herzogs war eine falsche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.224199771881103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2042,"date":1876,"orig":"Nach einigen Wochen erfuhr man, er habe zehn Tage lang mit geſchloſſenen Augen bewußtlos gelegen, dann ſei er wieder zum Leben erwacht und erhole ſich langſam.","norm":"Nach einigen Wochen erfuhr man, er habe zehn Tage lang mit geschlossenen Augen bewusstlos gelegen, dann sei er wieder zum Leben erwacht und erhole sich langsam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.434799909591675} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2043,"date":1876,"orig":"Welcher böſe Zweifel aber ihn gefoltert hatte, bis er todesmatt aufs Lager ſank, das ahnte damals noch niemand.","norm":"Welcher böse Zweifel aber ihn gefoltert hatte, bis er todesmatt aufs Lager sank, das ahnte damals noch niemand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.21120023727417} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2044,"date":1876,"orig":"Drittes Kapitel.","norm":"Drittes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.109499931335449} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2045,"date":1876,"orig":"An einem hellen warmen Octobertage bewegte ſich in den Gaſſen des an der Splügenſtraße gelegenen ſtädtiſch reichen Fleckens Thuſis eine toſende Volksmenge.","norm":"An einem hellen warmen Oktobertage bewegte sich in den Gassen des an der Splügenstraße gelegenen städtisch reichen Fleckens Thusis eine tosende Volksmenge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7179999351501465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2046,"date":1876,"orig":"Der Ort liegt an der nördlichen Pforte der Bergſchreckniſſe des Paſſes.","norm":"Der Ort liegt an der nördlichen Pforte der Bergschrecknisse des Passes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.076399803161621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2047,"date":1876,"orig":"Hier pflegte der aus Italien kehrende Reiſende nach überſtandener Mühſal und Gefahr ſich einen guten Tag zu machen, der von Norden kommende dagegen ſeinen Muth zu ſtärken, Saumthiere zu miethen und für die beſchwerliche Reiſe die letzten Einkäufe zu beſorgen.","norm":"Hier pflegte der aus Italien kehrende Reisende nach überstandener Mühsal und Gefahr sich einen guten Tag zu machen, der von Norden kommende dagegen seinen Mut zu stärken, Saumtiere zu mieten und für die beschwerliche Reise die letzten Einkäufe zu besorgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.525000095367432} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2048,"date":1876,"orig":"Dieſe für Handel und Wandel günſtige Lage hatte dem ſeit einer großen Feuersbrunſt neu erbauten Orte ſchnell wieder zu ſtattlicher Blüte geholfen.","norm":"Diese für Handel und Wandel günstige Lage hatte dem seit einer großen Feuersbrunst neu erbauten Orte schnell wieder zu stattlicher Blüte geholfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.58519983291626} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2049,"date":1876,"orig":"Heute wurde zudem der große Thusnerjahrmarkt abgehalten, der von nah und fern das Volk herbeigelockt und die verſchiedenen Staturen, Trachten und Sprachweiſen aller bündneriſchen Thäler am Fuße des Heinzenbergs verſammelt hatte.","norm":"Heute wurde zudem der große Thusnerjahrmarkt abgehalten, der von nah und fern das Volk herbeigelockt und die verschiedenen Staturen, Trachten und Sprachweisen aller bündnerischen Täler am Fuße des Heinzehnbergs versammelt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.709799766540527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2050,"date":1876,"orig":"Manche waren auch gekommen, um den guten Herzog zu ſehen, der, wie die Sage ging, geſtern in einer Sänfte die Paßhöhe überwunden und im Dorfe Splügen genächtigt hatte.","norm":"Manche waren auch gekommen, um den guten Herzog zu sehen, der, wie die Sage ging, gestern in einer Sänfte die Passhöhe überwunden und im Dorfe Splügen genächtigt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.927700042724609} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2051,"date":1876,"orig":"Dieſen Abend wurde er in Thuſis erwartet, wo ihm in einem etwas abſeits liegenden Herrenhauſe ein ruhiges Nachtquartier bereitet war.","norm":"Diesen Abend wurde er in Thusis erwartet, wo ihm in einem etwas abseits liegenden Herrenhause ein ruhiges Nachtquartier bereitet war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.269899845123291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2052,"date":1876,"orig":"Einige Splügner hatten ihn geſtern in ihrem Dorfe von Angeſicht geſchaut und beſchrieben den edeln Herrn als auffallend gealtert, blaß und abgezehrt; ſeine Haare ſeien völlig gebleicht.","norm":"Einige Splügner hatten ihn gestern in ihrem Dorfe von Angesicht geschaut und beschrieben den edlen Herrn als auffallend gealtert, blass und abgezehrt; seine Haare seien völlig gebleicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93179988861084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2053,"date":1876,"orig":"Auch kühne, kriegeriſche Geſtalten ſchritten in der Menge.","norm":"Auch kühne, kriegerische Gestalten schritten in der Menge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7042999267578125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2054,"date":1876,"orig":"Die Oberſten der bündneriſchen Regimenter waren gekommen, den Herzog zu empfangen.","norm":"Die Obersten der bündnerischen Regimenter waren gekommen, den Herzog zu empfangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9372000694274902} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2055,"date":1876,"orig":"Hatten ſie über ihrem ſtürmiſchen Verlangen ihn wiederzuſehen, die kriegeriſche Disciplin außer Acht geſetzt, welche ſie an der öſterreichiſchen Grenze feſthielt?","norm":"Hatten sie über ihrem stürmischen Verlangen ihn wiederzusehen, die kriegerische Disziplin außer Acht gesetzt, welche sie an der österreichischen Grenze festhielt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.91349983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2056,"date":1876,"orig":"Auch ihre Truppen waren ſonderbarer Weiſe zur Begrüßung des Herzogs auf ſeinem Wege von Thuſis nach Chur in gleichmäßigen Entfernungen aufgeſtellt.","norm":"Auch ihre Truppen waren sonderbarerweise zur Begrüßung des Herzogs auf seinem Wege von Thusis nach Kür in gleichmäßigen Entfernungen aufgestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.350500106811523} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2057,"date":1876,"orig":"Warum hatten die Oberſten ſie aus ihren Stellungen an der Grenze ins Innere des Landes zurückgezogen?","norm":"Warum hatten die Obersten sie aus ihren Stellungen an der Grenze ins Innere des Landes zurückgezogen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.618800163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2058,"date":1876,"orig":"Wild und laut ging es dieſen Abend in der ehrbaren Herberge zum ſchwarzen Adler zu.","norm":"Wild und laut ging es diesen Abend in der ehrbaren Herberge zum schwarzen Adler zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.48799991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2059,"date":1876,"orig":"Das behäbige Haus ſchenkte ſein Getränk, den dunkeln, mit ſeiner Herbe das Blut nur langſam wärmenden Veltliner und den gefährlichern hellen Traubenſaft der vier weinberühmten Dörfer am Rhein, nach Landesſitte in zwei verſchiedenen Stuben aus, die rechts und links von dem gepflaſterten Flur ſich gegenüberlagen.","norm":"Das behäbige Haus schenkte sein Getränk, den dunklen, mit seiner Herbe das Blut nur langsam wärmenden Veltliner und den gefährlicheren hellen Traubensaft der vier weinberühmten Dörfer am Rhein, nach Landessitte in zwei verschiedenen Stuben aus, die rechts und links von dem gepflasterten Flur sich gegenüberlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520699977874756} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2060,"date":1876,"orig":"Der eine Raum, die eigentliche Schenke mit den rohen Bänken und Tiſchen aus Tannenholz war von lärmenden Marktleuten, Viehhändlern, Sennen und Jägern dermaßen überfüllt, daß es ſchwer wurde, ſein eigenes Wort zu verſtehen.","norm":"Der eine Raum, die eigentliche Schenke mit den rohen Bänken und Tischen aus Tannenholz war von lärmenden Marktleuten, Viehhändlern, Sennen und Jägern dermaßen überfüllt, dass es schwer wurde, sein eigenes Wort zu verstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5678999423980713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2061,"date":1876,"orig":"Die jugendliche Schenkin, eine ruhige, dunkelhaarige Prätigauerin, hatte mehr zu thun, als ihr lieb war um die bauchigen Steinkrüge wieder und wieder zu füllen und warf, von allen Seiten gerufen und feſtgehalten, immer trotziger den Kopf zurück, zog immer finſterer die Brauen zuſammen.","norm":"Die jugendliche Schenkin, eine ruhige, dunkelhaarige Prätigauerin, hatte mehr zu tun, als ihr lieb war um die bauchigen Steinkrüge wieder und wieder zu füllen und warf, von allen Seiten gerufen und festgehalten, immer trotziger den Kopf zurück, zog immer finsterer die Brauen zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.304500102996826} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2062,"date":1876,"orig":"In der Herrenſtube gegenüber ließen ſich die vornehmen Kriegsleute nicht weniger laut vernehmen und ſetzten dem Becher noch ſchärfer zu.","norm":"In der Herrenstube gegenüber ließen sich die vornehmen Kriegsleute nicht weniger laut vernehmen und setzten dem Becher noch schärfer zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4440999031066895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2063,"date":1876,"orig":"Zwiſchen beiden Räumen ſchritt, das Chaos überblickend, der feſte Wirth, Ammann Müller, in unerſchütterlicher gelaſſener Gutmüthigkeit hin und her.","norm":"Zwischen beiden Räumen schritt, das Chaos überblickend, der feste Wirt, Ammann Müller, in unerschütterlicher gelassener Gutmütigkeit hin und her.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.641900062561035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2064,"date":1876,"orig":"Eben füllte ſeine breite viereckige Geſtalt wieder die Thür der Schenke.","norm":"Eben füllte seine breite viereckige Gestalt wieder die Tür der Schenke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.042200088500977} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2065,"date":1876,"orig":"Hier wurde gerade Politik getrieben, natürlich wie es der gemeine Mann zu thun pflegt, nur von dem Standpunkte perſönlicher Bedrängniß aus.","norm":"Hier wurde gerade Politik getrieben, natürlich wie es der gemeine Mann zu tun pflegt, nur von dem Standpunkte persönlicher Bedrängnis aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.753200054168701} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2066,"date":1876,"orig":"„Eine Schande vor Gott und Menſchen iſt es“, übertönte ein Engadinerviehhändler das Stimmengebraus, „daß wir Bündner unſere eigene Landesgrenze nicht mehr überſchreiten dürfen ohne einen franzöſiſchen Paſſaport!","norm":"„Eine Schande vor Gott und Menschen ist es“, übertönte ein Engadinerviehhändler das Stimmengebraus, „dass wir Bündner unsere eigene Landesgrenze nicht mehr überschreiten dürfen ohne einen französischen Passaport!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314300060272217} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2067,"date":1876,"orig":"Jüngſt wollt' ich mit einer Rinderheerde ins Werdenbergiſche hinüber, da wurd' ich an der Grenze ſchnöde zurückgewieſen, weil ich verſäumt hatte, mir einen ſolchen Fetzen auf der franzöſiſchen Kanzlei in Chur einzuhandeln.","norm":"Jüngst wollte ich mit einer Rinderherde ins Wertenbergische hinüber, da wurde ich an der Grenze schnöde zurückgewiesen, weil ich versäumt hatte, mir einen solchen Fetzen auf der französischen Kanzlei in Kür einzuhandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2068,"date":1876,"orig":"Noch von Glück konnt' ich ſagen, daß ich alle meine Stücke zurückbrachte.","norm":"Noch von Glück konnte ich sagen, dass ich alle meine Stücke zurückbrachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.254199981689453} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2069,"date":1876,"orig":"Sie wollten die glänzenden Rinder in ihr verwünſchtes Viereck bei Maienfeld treiben und begehrten ſie mir abzukaufen zur Verproviantirung der Feſtung, wie ſie ſagten!","norm":"Sie wollten die glänzenden Rinder in ihr verwünschtes Viereck bei Maienfeld treiben und begehrten sie mir abzukaufen zur Verproviantierung der Festung, wie sie sagten!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.475399971008301} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2070,"date":1876,"orig":"Abkaufen!","norm":"Abkaufen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.741300106048584} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2071,"date":1876,"orig":"Schöner Handel das!","norm":"Schöner Handel das!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.654399871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2072,"date":1876,"orig":"Ihr Schlächter, ein ruppiger kleiner Kerl, dem ſolche Prachtſtücke offenbar noch nie zu Geſicht gekommen, ſchätzte ſie mir zu einem Schandpreis!“ —","norm":"Ihr Schlächter, ein ruppiger kleiner Kerl, dem solche Prachtstücke offenbar noch nie zu Gesicht gekommen, schätzte sie mir zu einem Schandepreis!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.523799896240234} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2073,"date":1876,"orig":"„Und dieſe Knirpſe wollen behaupten, ihr Brot zu Hauſe ſei beſſer als meine vortrefflichen Laibe“, ſagte der Bäcker, ein Bürger von Thuſis.","norm":"„Und diese Knirpse wollen behaupten, ihr Brot zu Hause sei besser als meine vortrefflichen Laibe“, sagte der Bäcker, ein Bürger von Thusis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.105700016021728} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2074,"date":1876,"orig":"„Als ſie voriges Jahr hier im Quartier lagen, warf mir einer mein Roggenbrot vor die Füße, weil er nur an zarten weißen Waizen gewöhnt ſei.","norm":"„Als sie voriges Jahr hier im Quartier lagen, warf mir einer mein Roggenbrot vor die Füße, weil er nur an zarten weißen Weizen gewöhnt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.307600021362305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2075,"date":1876,"orig":"Nicht genug.","norm":"Nicht genug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.190500020980835} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2076,"date":1876,"orig":"Ich mußte gleich darauf als Hausvater Ordnung ſchaffen und dem Affen unſre kleine braune Magd, die Oberhalbſteinerin, aus den Pfoten reißen.","norm":"Ich musste gleich darauf als Hausvater Ordnung schaffen und dem Affen unsere kleine braune Magd, die Oberhalbsteinerin, aus den Pfoten reißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.092899799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2077,"date":1876,"orig":"Die fand er nach ſeinem Geſchmack, obſchon ſie wahrlich ſchwärzer iſt als mein Roggenbrot und nicht halb ſo appetitlich.“ —","norm":"Die fand er nach seinem Geschmack, obschon sie wahrlich schwärzer ist als mein Roggenbrot und nicht halb so appetitlich .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8383002281188965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2078,"date":1876,"orig":"Hier ging ein ſeltſames Lächeln über das finſtere Geſicht eines Gemsjägers, der dem Bäcker gegenüber, den Rücken an die Wand geſtemmt, mit gekreuzten Armen hinter dem Tiſche ſaß und jetzt, ohne einen Zug zu verändern, unter ſeinem Schnurrbarte eine Reihe blendend weißer Zähne zeigte.","norm":"Hier ging ein seltsames Lächeln über das finstere Gesicht eines Gemsejägers, der dem Bäcker gegenüber, den Rücken an die Wand gestemmt, mit gekreuzten Armen hinter dem Tische saß und jetzt, ohne einen Zug zu verändern, unter seinem Schnurrbarte eine Reihe blendend weißer Zähne zeigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.515600204467773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2079,"date":1876,"orig":"Der Bäcker gewahrte dies ſtille Hohnlächeln und ſagte im Tone vorwurfsvoller Rüge: „Ans Leben aber griff ich ihm nicht um ſeines wüſten Gelüſtens willen wie du, Joder, dem armen Corporal Henriot, deſſen Seele Gott genade.","norm":"Der Bäcker gewahrte dies stille Hohnlächeln und sagte im Tone vorwurfsvoller Rüge: „Ans Leben aber griff ich ihm nicht um seines wüsten Gelüstens Willen wie du, Jode, dem armen Korporal Henriot, dessen Seele Gott gnade.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.374800205230713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2080,"date":1876,"orig":"Das war eine unnöthige Grauſamkeit, denn deine ſchlanke Bride, der er zärtliche Blicke zuwarf, iſt ein herbes und ſcheues Weib.“","norm":"Das war eine unnötige Grausamkeit, denn deine schlanke Bride, der er zärtliche Blicke zuwarf, ist ein herbes und scheues Weib .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.225299835205078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2081,"date":1876,"orig":"Der Angeredete erwiederte mit der größten Ruhe:","norm":"Der Angeredete erwiderte mit der größten Ruhe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428800106048584} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2082,"date":1876,"orig":"„Ich weiß nicht, wer das tolle Zeug über mich ausſtreut, das du da vorbringſt.","norm":"„Ich weiß nicht, wer das tolle Zeug über mich ausstreut, das du da vorbringst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.579999923706054} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2083,"date":1876,"orig":"Was jenen Vorfall betrifft, ſo hab' ich ihn ſelbſt damals ohne Arg und Aufſchub dem Amte dargethan.","norm":"Was jenen Vorfall betrifft, so habe ich ihn selbst damals ohne Arg und Aufschub dem Amte dargetan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298600196838379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2084,"date":1876,"orig":"Die Sache verhält ſich einfach.","norm":"Die Sache verhält sich einfach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.466899871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2085,"date":1876,"orig":"Der Franzoſe machte ſich täglich mit meinem Gewehr zu ſchaffen und lag mir an, ihn auf die Gemsjagd mitzunehmen, auf die er ſich beſſer als ich zu verſtehen behauptete.","norm":"Der Franzose machte sich täglich mit meinem Gewehr zu schaffen und lag mir an, ihn auf die Gemsjagd mitzunehmen, auf die er sich besser als ich zu verstehen behauptete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.548900127410889} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2086,"date":1876,"orig":"Ich nahm ihn mit und ſtieg mit ihm am Piz Beverin herum.","norm":"Ich nahm ihn mit und stieg mit ihm am Piz Beverin herum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.473800182342529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2087,"date":1876,"orig":"Als wir über den Gletſcher kamen, halten ſich die Spalten während des langen Regens etwas verändert.","norm":"Als wir über den Gletscher kamen, halten sich die Spalten während des langen Regens etwas verändert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.642199993133545} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2088,"date":1876,"orig":"Ich ſprang über ein paar breite hinweg und als ich mich umſah, war der Franzoſe nicht mehr hinter mir.","norm":"Ich sprang über ein paar breite hinweg und als ich mich umsah, war der Franzose nicht mehr hinter mir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.000100135803223} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2089,"date":1876,"orig":"Er muß den Schwung zu kurz genommen haben.","norm":"Er muss den Schwung zu kurz genommen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.734099864959717} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2090,"date":1876,"orig":"So war es und ſo hab' ich es vor Gericht niedergelegt — das müßt Ihr mir bezeugen, Amman Müller.“","norm":"So war es und so habe ich es vor Gericht niedergelegt — das müsst Ihr mir bezeugen, Amman Müller .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.396500110626221} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2091,"date":1876,"orig":"„Das bezeug' ich Dir amtlich, ſchwarzer Joder“, beſtätigte der Gelaſſene mit großer Gutmüthigkeit, während auf den Geſichtern einzelner Gäſte zweifelndes Nachſinnen oder einverſtandene Schadenfreude deutlich zu leſen war.","norm":"„Das bezeug ich Dir amtlich, schwarzer Jode“, bestätigte der Gelassene mit großer Gutmütigkeit, während auf den Gesichtern einzelner Gäste zweifelndes Nachsinnen oder einverstandene Schadenfreude deutlich zu lesen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.995500087738037} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2092,"date":1876,"orig":"„Nun, das iſt abgethan“, ſagte der Viehhändler kaltblütig, „und es geht Keinen etwas an.","norm":"„Nun, das ist abgetan“, sagte der Viehhändler kaltblütig, „und es geht keinen etwas an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.710900068283081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2093,"date":1876,"orig":"Auch die Franzoſen werden ſich nicht mehr drum kümmern, denn in wenigen Wochen ſind wir, Gott und dem guten Herzog ſei's gedankt, die fremde Brut ſammt und ſonders los.","norm":"Auch die Franzosen werden sich nicht mehr darum kümmern, denn in wenigen Wochen sind wir, Gott und dem guten Herzog sei es gedankt, die fremde Brut samt und besonders los.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906799793243408} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2094,"date":1876,"orig":"Das ſteht voran in den Thusnerartikeln, die kräftig werden, ſobald der Name des Königs darunter ſteht, und dieſe Unterſchrift, geht die Rede, bringt uns heute der Herzog.“ —","norm":"Das steht voran in den Thusnerartikeln, die kräftig werden, sobald der Name des Königs darunter steht, und diese Unterschrift, geht die Rede, bringt uns heute der Herzog .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.725900173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2095,"date":1876,"orig":"„Wenn er ſie bringt!“ ſagte langſam ein prächtiger Alter aus dem Lugnetz mit feurigen Augen und weißem Barte, der bisher, die Hände auf ſeinen dicken Hakenſtock und das Kinn auf die Hände geſtützt, aufmerkſam geſchwiegen hatte.","norm":"„Wenn er sie bringt!“ sagte langsam ein prächtiger Alter aus dem Lugnetz mit feurigen Augen und weißem Barte, der bisher, die Hände auf seinen dicken Hakenstock und das Kinn auf die Hände gestützt, aufmerksam geschwiegen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.95959997177124} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2096,"date":1876,"orig":"„Kein Zweifel!“ meinte Amman Müller, „Jürg Jenatſch hat uns verſammelten Leuten vom Heinzenberg und Domleſchg die ſchwere Sache erklärt und ſtand uns dafür, daß ſie richtig abgewickelt werde.","norm":"„Kein Zweifel!“ meinte Amman Müller, „Jürg Jenatsch hat uns versammelten Leuten vom Heinzenberg und Domleschg die schwere Sache erklärt und stand uns dafür, dass sie richtig abgewickelt werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.237199783325195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2097,"date":1876,"orig":"Er muß das wiſſen, Caſutt, denn er iſt des guten Herzogs rechte Hand.“","norm":"Er muss das wissen, Casutt, denn er ist des guten Herzogs rechte Hand .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.644599914550781} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2098,"date":1876,"orig":"„An Jürg will ich mich auch halten“, ſagte der Weißbart, „denn er hat ſich bei uns im Lugnetz gleichermaßen dafür verbürgt, daß wir durch Annahme der Thusnerartikel in Kürze das fremde Volk los würden und wieder zu Freiheit und Ehre kämen.","norm":"„An Jürg will ich mich auch halten“, sagte der Weißbart, „denn er hat sich bei uns im Lugnetz gleichermaßen dafür verbürgt, dass wir durch Annahme der Thusnerartikel in Kürze das fremde Volk loswürden und wieder zu Freiheit und Ehre kämen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.464200019836426} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2099,"date":1876,"orig":"Sitzt er drüben bei den Raufdegen?","norm":"Sitzt er drüben bei den Raufdegen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.393499851226807} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2100,"date":1876,"orig":"Ich möchte wohl ein Wort mit ihm reden.“","norm":"Ich möchte wohl ein Wort mit ihm reden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357399940490723} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2101,"date":1876,"orig":"„Drüben hab' ich ihn noch nicht erblickt“, antwortete Müller, „aber angekommen iſt er, das iſt ſein Rappe.“","norm":"„Drüben habe ich ihn noch nicht erblickt“, antwortete Müller, „aber angekommen ist er, das ist sein Rappe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.037099838256836} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2102,"date":1876,"orig":"Damit wies er durch das Fenſter auf die Straße, wo eben ein ſchäumendes, kohlſchwarzes Thier in prächtigem Geſchirr von einem Reitknecht abgeführt wurde.","norm":"Damit wies er durch das Fenster auf die Straße, wo eben ein schäumendes, kohlschwarzes Tier in prächtigem Geschirr von einem Reitknecht abgeführt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.857300043106079} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2103,"date":1876,"orig":"Durch das Gewühl des andrängenden Volkes ward auf dem Platze vor der Herberge von Zeit zu Zeit der Schimmer eines Scharlachkleids und eine hochragende blaue Hutfeder ſichtbar.","norm":"Durch das Gewühl des andrängenden Volkes wurde auf dem Platze vor der Herberge von Zeit zu Zeit der Schimmer eines Scharlachkleids und eine hochragende blaue Hutfeder sichtbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.347700119018555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2104,"date":1876,"orig":"Der Alte ſchritt raſch auf den Flur hinaus.","norm":"Der Alte schritt rasch auf den Flur hinaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.665200233459473} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2105,"date":1876,"orig":"Die volltönende Stimme des Oberſten Jenatſch klang jetzt von den Steinſtufen vor der Hauspforte her, wo er, von einem Haufen umringt, neue ungeſtüme Frager zur Ruhe wies.","norm":"Die volltönende Stimme des Obersten Jenatsch klang jetzt von den Steinstufen vor der Hauspforte her, wo er, von einem Haufen umringt, neue ungestüme Frager zur Ruhe wies.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.157000064849853} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2106,"date":1876,"orig":"Der greiſe Lugnetzer bemächtigte ſich ſeiner und jetzt erſchienen Beide vor dem offenen Eingange der Schenkſtube, deren Thüre dem Jahrmarkte zu Ehren ausgehoben worden war, um den Gäſten freien Ein- und Austritt zu gönnen.","norm":"Der greise Lugnetzer bemächtigte sich seiner und jetzt erschienen beide vor dem offenen Eingange der Schenkstube, deren Türe dem Jahrmarkte zu Ehren ausgehoben worden war, um den Gästen freien Ein- und Austritt zu gönnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.023600101470947} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2107,"date":1876,"orig":"„Hier hinein, Jürg!“ rief der Alte, „und gieb mir und allem Volke Rechenſchaft.“","norm":"„Hier hinein, Jürg!“ rief der Alte, „und gib mir und allem Volke Rechenschaft .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.563899993896484} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2108,"date":1876,"orig":"Willig ließ ſich der Oberſt von dem Lugnetzer Gewalt anthun und trat neben ihm in den Kreis, der ſich raſch durch die von ihren Sitzen Springenden um ihn bildete und immer dichter wurde.","norm":"Willig ließ sich der Oberst von dem Lugnetzer Gewalt antun und trat neben ihm in den Kreis, der sich rasch durch die von ihren Sitzen springenden um ihn bildete und immer dichter wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049300193786621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2109,"date":1876,"orig":"„Was iſt denn für ein Geiſt des Zweifels in Euch gefahren?“ ſagte Jenatſch, indem ſeine Augen freundlich blitzten; „Ihr beſtürmt mich um Gewißheit, ob der Vertrag von Chiavenna unterſchrieben ſei?","norm":"„Was ist denn für ein Geist des Zweifels in Euch gefahren?“ sagte Jenatsch, indem seine Augen freundlich blitzten; „Ihr bestürmt mich um Gewissheit, ob der Vertrag von Chiavenna unterschrieben sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460299968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2110,"date":1876,"orig":"Natürlich iſt er's.","norm":"Natürlich ist er es.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.062700033187866} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2111,"date":1876,"orig":"Jetzt komme ich von Finſtermünz, wo ich Grenzſtreitigkeiten zu ſchlichten hatte, wie ſollt' ich da um das Neueſte wiſſen!","norm":"Jetzt komme ich von Finstermünze, wo ich Grenzstreitigkeiten zu schlichten hatte, wie sollte ich da um das Neueste wissen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.431099891662598} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2112,"date":1876,"orig":"Aber als ich den Herzog verließ, war er der Sache gewiß und der erlauchte Herr wurde wohl nur durch ſeine Krankheit abgehalten, die Akte allem Volke kund zu geben.“","norm":"Aber als ich den Herzog verließ, war er der Sache gewiss und der erlauchte Herr wurde wohl nur durch seine Krankheit abgehalten, die Akte allem Volke kund zu geben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874100208282471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2113,"date":1876,"orig":"„Höre, Jürg“, erwiederte nach einigem Nachdenken der Lugnetzer, „den Herzog kenne ich nicht; aber Dich kenn' ich, und bin ſchon zu Deinem gottesfürchtigen Vater nach Scharans hinüber gekommen, als Du noch ein blödes, ſchamhaftes Büblein warſt.","norm":"„Höre, Jürg“, erwiderte nach einigem Nachdenken der Lugnetzer, „den Herzog kenne ich nicht; aber Dich kenne ich, und bin schon zu Deinem gottesfürchtigen Vater nach Scharans hinübergekommen, als Du noch ein blödes, schamhaftes Büblein warst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.861299991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2114,"date":1876,"orig":"Deshalb habe ich zu Dir Vertrauen, denn ich weiß, aus welchem Stoffe Du gemacht biſt — nicht aus dem unſrer Salis und Planta, die das Vaterland nach rechts und nach links verkaufen, und ein groß Theil des Elends auf dem Gewiſſen haben, das über uns gekommen iſt.","norm":"Deshalb habe ich zu Dir Vertrauen, denn ich weiß, aus welchem Stoffe Du gemacht bist — nicht aus dem unserer Salis und Planta, die das Vaterland nach rechts und nach links verkaufen, und ein Großteil des Elends auf dem Gewissen haben, das über uns gekommen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.073400020599365} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2115,"date":1876,"orig":"Von den Schlichen der Politiker verſteh' ich nichts; Du aber biſt ihnen gewachſen.","norm":"Von den Schlichen der Politiker verstehe ich nichts; Du aber bist ihnen gewachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.155099868774414} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2116,"date":1876,"orig":"Mit Deiner golddurchzogenen Schärpe werden Dir die Herren die Hände nicht binden und unter dieſem Scharlachrocke“, er berührte den feinen Stoff des geſchlitzten Aermels, „klopft Dein Herz dennoch für Dein Volk und für Dein Land.","norm":"Mit Deiner golddurchzogenen Schärpe werden Dir die Herren die Hände nicht binden und unter diesem Scharlachrocke“, er berührte den feinen Stoff des geschlitzten Ärmels, „klopft Dein Herz dennoch für Dein Volk und für Dein Land.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.633399963378906} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2117,"date":1876,"orig":"Schaff' uns die alte Freiheit wieder — mit dem Herzog, wenn er dazu taugt, — ohne ihn, wenn es nicht anders gehen will!","norm":"Schaffe uns die alte Freiheit wieder — mit dem Herzog, wenn er dazu taugt, — ohne ihn, wenn es nicht anders gehen will!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570400238037109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2118,"date":1876,"orig":"Du biſt der Mann das auszurichten.“","norm":"Du bist der Mann das auszurichten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.580100059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2119,"date":1876,"orig":"Der Oberſt ſchüttelte lachend ſein kühnes Haupt.","norm":"Der Oberst schüttelte lachend sein kühnes Haupt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.074999809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2120,"date":1876,"orig":"„Du haſt eigne Begriffe vom Weltlauf, Caſutt!“ ſagte er.","norm":"„Du hast eigene Begriffe vom Weltlauf, Casutt!“ sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.41379976272583} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2121,"date":1876,"orig":"„Dein Vertrauen aber ſollſt Du nicht weggeworfen haben.","norm":"„Dein Vertrauen aber sollst Du nicht weggeworfen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.499899864196777} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2122,"date":1876,"orig":"Bleibe hier.","norm":"Bleibe hier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"en","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.718899965286255} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2123,"date":1876,"orig":"Vielleicht bring' ich Euch heut' Nacht noch ſelber ſichere Nachricht.“","norm":"Vielleicht bringe ich Euch heute Nacht noch selber sichere Nachricht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.966400146484375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2124,"date":1876,"orig":"„Tête bleue“, erſcholl hinter Jenatſch eine fröhliche Baßſtimme, Du haſt die rechte Thür verfehlt, Herr Camerad!","norm":"„Tête bleue“, erscholl hinter Jenatsch eine fröhliche Bassstimme, Du hast die rechte Tür verfehlt, Herr Kamerad!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3902997970581055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2125,"date":1876,"orig":"Drüben erwartet man Dich mit Ungeduld!“ und ein gewaltiger Kriegsmann ſchob ſeinen Arm unter den des Oberſten Jenatſch und zog ihn ohne Umſtände in die Herrenſtube hinüber, wo er mit lärmendem Willkomm empfangen wurde.","norm":"Drüben erwartet man Dich mit Ungeduld!“ und ein gewaltiger Kriegsmann schob seinen Arm unter den des Obersten Jenatsch und zog ihn ohne Umstände in die Herrenstube hinüber, wo er mit lärmendem Willkommen empfangen wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000699996948242} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2126,"date":1876,"orig":"Der Oberſt grüßte, aber ließ keinen ſeiner Kameraden zu Worte kommen.","norm":"Der Oberst grüßte, aber ließ keinen seiner Kameraden zu Worte kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.064599990844727} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2127,"date":1876,"orig":"„Vor Allem gebt mir über Eines Auskunft, Herren“, rief er ihnen entgegen, was ficht Euch an, daß Ihr Eure Stellungen an der Grenze verlaſſen und Eure Regimenter im ſichern Domleſchg aufgeſtellt habt?","norm":"„Vor allem gebt mir über eines Auskunft, Herren“, rief er ihnen entgegen, was ficht Euch an, dass Ihr Eure Stellungen an der Grenze verlassen und Eure Regimenter im sicheren Domleschg aufgestellt habt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.447299957275391} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2128,"date":1876,"orig":"Dazu kann Euch der Herzog nicht Ordre gegeben haben.","norm":"Dazu kann Euch der Herzog nicht Ordre gegeben haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.577199935913086} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2129,"date":1876,"orig":"Still, Guler, Dir ſteigt das Blut zu Haupt! —","norm":"Still, Guler, Dir steigt das Blut zu Haupt! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.719600200653076} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2130,"date":1876,"orig":"Gebt Ihr mir geneigten Aufſchluß, Graf Travers, Ihr ſeid der Ruhigſte.“ —","norm":"Gebt Ihr mir geneigten Aufschluss, Graf Travers, Ihr seid der Ruhigste .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.341599941253662} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2131,"date":1876,"orig":"Der Graf, ein noch jugendlicher Mann mit ſcharf ausgeprägten italieniſchen Zügen und feſter Feinheit des Ausdrucks, erzählte, Alle hätten ſie bei der Nachricht vom Tode des Herzogs, deſſen Ehre und Perſönlichkeit ihre einzige Bürgſchaft geweſen, den gänzlichen Verluſt des rückſtändigen Soldes ihrer Regimenter befürchtet, der, wie Jenatſch wiſſe, eine Million Livres überſteige.","norm":"Der Graf, ein noch jugendlicher Mann mit scharf ausgeprägten italienischen Zügen und fester Feinheit des Ausdrucks, erzählte, alle hätten sie bei der Nachricht vom Tode des Herzogs, dessen Ehre und Persönlichkeit ihre einzige Bürgschaft gewesen, den gänzlichen Verlust des rückständigen Soldes ihrer Regimenter befürchtet, der, wie Jenatsch wisse, eine Million Livres übersteige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.252200126647949} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2132,"date":1876,"orig":"Dieſer Verluſt, für den ſie bei ihren Soldaten, wie der Contract einmal ſei, perſönlich einzuſtehen hätten, wäre ihrem völligen Ruin gleich gekommen.","norm":"Dieser Verlust, für den sie bei ihren Soldaten, wie der Kontrakt einmal sei, persönlich einzustehen hätten, wäre ihrem völligen Ruin gleich gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.132699966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2133,"date":1876,"orig":"Um dieſem vorzubeugen, hätten ſie nur ein Mittel gekannt und es zu ergreifen einſtimmig beſchloſſen:","norm":"Um diesem vorzubeugen, hätten sie nur ein Mittel gekannt und es zu ergreifen einstimmig beschlossen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.04640007019043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2134,"date":1876,"orig":"Das Verlaſſen ihrer Stellungen an der Grenze mit der Erklärung, dieſelben erſt dann wieder beziehen zu wollen, wenn der franzöſiſche Kriegsſchatzmeiſter die Rückſtände ausgeglichen habe.","norm":"Das Verlassen ihrer Stellungen an der Grenze mit der Erklärung, dieselben erst dann wieder beziehen zu wollen, wenn der französische Kriegsschatzmeister die Rückstande ausgeglichen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.812099933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2135,"date":1876,"orig":"Die Kunde vom Tode des Herzogs hätte ſich glücklicherweiſe nicht beſtätigt; aber nachdem der Schritt einmal gethan geweſen, hätten ſie vorgezogen, ſtatt ihn zurückzuthun, auch dem von ihnen Allen hochverehrten Herzog Heinrich gegenüber auf ihrem Entſchluſſe zu beharren, bis ihre gerechte Forderung befriedigt ſei.","norm":"Die Kunde vom Tode des Herzogs hätte sich glücklicherweise nicht bestätigt; aber nachdem der Schritt einmal getan gewesen, hätten sie vorgezogen, statt ihn zurückzutun, auch dem von ihnen allen hochverehrten Herzog Heinrich gegenüber auf ihrem Entschluss zu beharren, bis ihre gerechte Forderung befriedigt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593900203704834} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2136,"date":1876,"orig":"Als dieſer davon gehört, habe er ihnen den Kriegsſchatzmeiſter Lasnier mit einer kleinen Abſchlagszahlung, der unbedeutenden Summe von dreiunddreißigtauſend Livres, zugeſendet und zugleich die Weiſung, ohne Verzug ihre früheren Stellungen an der Grenze wieder zu beziehen . . . .","norm":"Als dieser davon gehört, habe er ihnen den Kriegsschatzmeister Lasnier mit einer kleinen Abschlagszahlung, der unbedeutenden Summe von dreiunddreißigtausend Livres, zugesendet und zugleich die Weisung, ohne Verzug ihre früheren Stellungen an der Grenze wieder zu beziehen . . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.170599937438965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2137,"date":1876,"orig":"„Was moraliſch unmöglich war“, brach Guler los, da dieſer kleine Böſewicht uns mit Gift und Galle überſchüttete und die unglaubliche Drohung ausſtieß, er wolle uns den Bauch zertreten!“","norm":"„Was moralisch unmöglich war“, brach Guler los, da dieser kleine Bösewicht uns mit Gift und Galle überschüttete und die unglaubliche Drohung ausstieß, er wolle uns den Bauch zertreten!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.489299774169922} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2138,"date":1876,"orig":". . . .","norm":". . . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.937999963760376} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2139,"date":1876,"orig":"„Passer sur le ventre“, ſpottete Jenatſch, „das iſt unendlich unſchuldiger, als es klingt.","norm":"„Passer sur le ventre“, spottete Jenatsch, „das ist unendlich unschuldiger, als es klingt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.561100006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2140,"date":1876,"orig":"Du ſcheinſt vom Franzöſiſchen unſrer Kriegskameraden nur die Flüche erlernt zu haben.“","norm":"Du scheinst vom Französischen unserer Kriegskameraden nur die Flüche erlernt zu haben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.758999824523926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2141,"date":1876,"orig":"„Morbleu“, rief Guler hitzig, „da will ich Dir ein Anderes beweiſen.","norm":"„Morbleu“, rief Guler hitzig, „da will ich Dir ein Anderes beweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353499889373779} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2142,"date":1876,"orig":"Ich weiß einen häßlichen Witz des boshaften Kobolds, den ich ganz allein verſtanden habe.","norm":"Ich weiß einen hässlichen Witz des boshaften Kobolds, den ich ganz allein verstanden habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293799877166748} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2143,"date":1876,"orig":"Er höhnte, der Herzog habe ihn geſandt, uns an die Grenze zurückzutreiben, und ſolcherweiſe das Amt auszuüben, das ſein Name bedeute.","norm":"Er höhnte, der Herzog habe ihn gesandt, uns an die Grenze zurückzutreiben, und solcherweise das Amt auszuüben, das sein Name bedeute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.332699775695801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2144,"date":1876,"orig":"Dieſer Ausſpruch ließ mir keine Ruhe.","norm":"Dieser Ausspruch ließ mir keine Ruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.874300003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2145,"date":1876,"orig":"Ich ſuchte das Wörterbuch hervor, welches mir mein in Paris verſtorbener Bruder — gewiſſermaßen ein verlorner Sohn — als einziges Erbſtück hinterlaſſen hat.","norm":"Ich suchte das Wörterbuch hervor, welches mir mein in Paris verstorbener Bruder — gewissermaßen ein verlorener Sohn — als einziges Erbstück hinterlassen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305500030517578} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2146,"date":1876,"orig":"Was heißt nun Lasnier, Ihr Herren? —","norm":"Was heißt nun Lasnier, Ihr Herren? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.870200157165527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2147,"date":1876,"orig":"Der Eſeltreiber.","norm":"Der Eseltreiber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.829500198364258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2148,"date":1876,"orig":"Hätte ich's gewußt, als er noch da war, ich hätte das Männchen trotz ſeines Scorpionengifts zwiſchen Daumen und Zeigefinger zerrieben.“","norm":"Hätte ich es gewusst, als er noch da war, ich hätte das Männchen trotz seines Scorpionengifts zwischen Daumen und Zeigefinger zerrieben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.454999923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2149,"date":1876,"orig":"Jenatſch, der während dieſer Rede mit zuſammengezogenen Brauen nachgedacht hatte, wandte ſich auf einmal zur ganzen Geſellſchaft mit den Worten:","norm":"Jenatsch, der während dieser Rede mit zusammengezogenen Brauen nachgedacht hatte, wandte sich auf einmal zur ganzen Gesellschaft mit den Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.507599830627441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2150,"date":1876,"orig":"„Haltet Ihr mich für zahlungsfähig?","norm":"„Haltet Ihr mich für zahlungsfähig?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.440199851989746} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2151,"date":1876,"orig":". . . Ihr wißt, ich war immer ein guter Haushalter.","norm":". . . Ihr wisst, ich war immer ein guter Haushalter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.048500061035156} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2152,"date":1876,"orig":"Aus meiner Kriegsbeute habe ich mir in Davos ein ſtattliches Haus erbaut und mir ringsum ſchöne Alpen erworben.","norm":"Aus meiner Kriegsbeute habe ich mir in Davos ein stattliches Haus erbaut und mir ringsum schöne Alpen erworben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.483399868011475} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2153,"date":1876,"orig":"Ueberdies liegen mir Summen bei a Marca in Venedig, welche der kluge Wechsler nicht müßig gehen läßt.","norm":"Überdies liegen mir Summen bei a Marca in Venedig, welche der kluge Wechsler nicht müßig gehen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.664899826049805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2154,"date":1876,"orig":"Das Alles deckt euch freilich nicht, aber mein Credit iſt aufrecht und es wäre mir nicht unmöglich, das Fehlende herzuſchaffen.","norm":"Das alles deckt euch freilich nicht, aber mein Kredit ist aufrecht und es wäre mir nicht unmöglich, das Fehlende herzuschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.994800090789795} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2155,"date":1876,"orig":"Ich verbürge mich euch mit ſchriftlichem Contract für die ganze Summe, die euch der Herzog ſchuldet.","norm":"Ich verbürge mich euch mit schriftlichem Kontrakt für die ganze Summe, die euch der Herzog schuldet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.160600185394287} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2156,"date":1876,"orig":"Ihn ſollt ihr mir heute nicht beläſtigen, denn er iſt müde und krank.","norm":"Ihn sollt ihr mir heute nicht belästigen, denn er ist müde und krank.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.502799987792968} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2157,"date":1876,"orig":"Zur gelegenen Stunde werde ich beim Herzog für euch reden und auch für mich, denn eure Sache iſt die meinige und ich werde zum Bettler, wenn ſie ſcheitert.“","norm":"Zur gelegenen Stunde werde ich beim Herzog für euch reden und auch für mich, denn eure Sache ist die meinige und ich werde zum Bettler, wenn sie scheitert .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.940700054168701} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2158,"date":1876,"orig":"Jetzt erhob ſich ein Sturm der Rede, in dem Stimmen des Bedenkens, des Beifalls, des Erſtaunens ſich bekämpften und miſchten.","norm":"Jetzt erhob sich ein Sturm der Rede, in dem Stimmen des Bedenkens, des Beifalls, des Erstaunens sich bekämpften und mischten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.013400077819824} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2159,"date":1876,"orig":"Eine lärmende Begeiſterung behielt die Oberhand.","norm":"Eine lärmende Begeisterung behielt die Oberhand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.854300022125244} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2160,"date":1876,"orig":"Da öffnete ſich die Thür und das ſcharfe Geſicht, die kleine ſtraffe Geſtalt des herzoglichen Adjutanten Wertmüller wurde auf der Schwelle ſichtbar.","norm":"Da öffnete sich die Tür und das scharfe Gesicht, die kleine Strafe Gestalt des herzoglichen Adjutanten Wertmüller wurde auf der Schwelle sichtbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.224599838256836} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2161,"date":1876,"orig":"Sein ſchnelles graues Auge erfaßte die zügelloſe ſtürmiſche Scene und ſie erregte ſeinen entſchiedenen Widerwillen.","norm":"Sein schnelles graues Auge erfasste die zügellose stürmische Szene und sie erregte seinen entschiedenen Widerwillen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031099796295166} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2162,"date":1876,"orig":"Er meldete in kurzen Worten, der erlauchte Herzog nähere ſich Thuſis, verbitte ſich aber jeden öffentlichen Empfang.","norm":"Er meldete in kurzen Worten, der erlauchte Herzog nähere sich Thusis, verbitte sich aber jeden öffentlichen Empfang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.944799900054932} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2163,"date":1876,"orig":"Er wünſche auszuruhen.","norm":"Er wünsche auszuruhen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.746399879455566} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2164,"date":1876,"orig":"„Nur dieſer Herr wird in einer Stunde bei ihm vorgelaſſen,“ ſchloß der einſylbige Locotenent und grüßte den Oberſt Jenatſch gerade ſo flüchtig und ſo knapp, als es der militäriſche Anſtand noch erlaubte.","norm":"„Nur dieser Herr wird in einer Stunde bei ihm vorgelassen,“ schloss der einsilbige Locotenent und grüßte den Oberst Jenatsch gerade so flüchtig und so knapp, als es der militärische Anstand noch erlaubte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.016799926757812} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2165,"date":1876,"orig":"Viertes Kapitel.","norm":"Viertes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.936999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2166,"date":1876,"orig":"Als der Oberſt Jenatſch zur Zeit des Sonnenuntergangs die für die kurze Ruhe des Herzogs bereitete Wohnung betrat, fand er, die Steintreppe hinaneilend, in der offenen Vorhalle des erſten Stockes den zürcheriſchen Locotenenten.","norm":"Als der Oberst Jenatsch zur Zeit des Sonnenuntergangs die für die kurze Ruhe des Herzogs bereitete Wohnung betrat, fand er, die Steintreppe hinaneilend, in der offenen Vorhalle des ersten Stockes den zürcherischen Locotenenten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.74370002746582} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2167,"date":1876,"orig":"Mit der Wachſamkeit einer biſſigen Dogge hütete Wertmüller die Thüre ſeines Feldherren vor jedem unbefugten Eindringen.","norm":"Mit der Wachsamkeit einer bissigen Dogge hütete Wertmüller die Türe seines Feldherren vor jedem unbefugten Eindringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.820799827575684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2168,"date":1876,"orig":"Eben durchſchritt eine ſchlanke feine Geſtalt, abſchiednehmend, leiſen Fußes die Halle, der herzogliche Privatſekretär Priolo, den der Adjutant mit böſen Blicken begleitete, — denn er war in ſeiner ſtachlichſten Laune — und mit ſtillen Wünſchen, die offenbar keine Segenswünſche waren.","norm":"Eben durchschritt eine schlanke feine Gestalt, abschiednehmend, leisen Fußes die Halle, der herzogliche Privatsekretär Priolo, den der Adjutant mit bösen Blicken begleitete, — denn er war in seiner stachligsten Laune — und mit stillen Wünschen, die offenbar keine Segenswünsche waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.679699897766113} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2169,"date":1876,"orig":"„Aus welcher Himmelsgegend hat der Wind dieſen hergeweht?“ fragte der Oberſt mit gedämpfter Stimme.","norm":"„Aus welcher Himmelsgegend hat der Wind diesen hergeweht?“ fragte der Oberst mit gedämpfter Stimme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.948199987411499} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2170,"date":1876,"orig":"Er iſt, ſo viel ich weiß, nicht mit dem Herzog über den Berg gekommen.“","norm":"Er ist, so viel ich weiß, nicht mit dem Herzog über den Berg gekommen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.962199926376342} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2171,"date":1876,"orig":"„Er wurde ſchon vor einer Woche nach Chur vorausgeſandt um die neuſten Pariſerdepeſchen abzuholen, nach denen der Herr Verlangen trug,“ verſetzte Wertmüller.","norm":"„Er wurde schon vor einer Woche nach Kür vorausgesandt um die neusten Pariserdepeschen abzuholen, nach denen der Herr Verlangen trug,“ versetzte Wertmüller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.831999778747559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2172,"date":1876,"orig":"„Und ſie ſind in des Herzogs Händen?“ fragte Jenatſch leiſe und mit ungewohnter Haſt, denn ſein Herz fing an zu pochen.","norm":"„Und sie sind in des Herzogs Händen?“ fragte Jenatsch leise und mit ungewohnter Hast, denn sein Herz fing an zu pochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.421800136566162} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2173,"date":1876,"orig":"„Kennt Ihr den Entſcheid?","norm":"„Kennt Ihr den Entscheid?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.978400230407715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2174,"date":1876,"orig":"Iſt die Unterſchrift des Königs da?“","norm":"Ist die Unterschrift des Königs da?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.524400234222412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2175,"date":1876,"orig":"„Ich kenne nur meine Ordre“, ſagte der Andere unhöflich, „und dieſe iſt, den Oberſten Jenatſch ohne Zeitverluſt einzulaſſen.“","norm":"„Ich kenne nur meine Ordre“, sagte der Andere unhöflich, „und diese ist, den Obersten Jenatsch ohne Zeitverlust einzulassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.469200134277344} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2176,"date":1876,"orig":"Wertmüller ſchritt voran in ein vom Wiederſchein des Abends erhelltes wohnliches Zimmer, deſſen Fenſter auf die ſonnig leuchtenden Halden und herbſtlich gerötheten Wälder des ſchönen Heinzenbergs hinausſchauten.","norm":"Wertmüller schritt voran in ein vom Widerschein des Abends erhelltes wohnliches Zimmer, dessen Fenster auf die sonnig leuchtenden Halden und herbstlich geröteten Wälder des schönen Heinzehnbergs hinausschauten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.875899791717529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2177,"date":1876,"orig":"Der Oberſt trat in den kleinen Erker, während Wertmüller ſich leiſe in ein Nebenzimmer begab, wo der Herzog noch ausruhte.","norm":"Der Oberst trat in den kleinen Erker, während Wertmüller sich leise in ein Nebenzimmer begab, wo der Herzog noch ausruhte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.401899814605713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2178,"date":1876,"orig":"„Es belieb' Euch einen Augenblick zu warten! ſchnarrte zurückkommend der Locotenent, der ſich unverzüglich wieder auf ſeinen Poſten in der Vorhalle zurückzog.","norm":"„Es belieb Euch einen Augenblick zu warten! schnarrte zurückkommend der Locotenent, der sich unverzüglich wieder auf seinen Posten in der Vorhalle zurückzog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.83650016784668} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2179,"date":1876,"orig":"Der Blick des Alleingebliebenen haftete auf einer geöffneten Ledertaſche und zwei daneben auf den Tiſch geworfenen, entſiegelten Briefen.","norm":"Der Blick des Alleingebliebenen haftete auf einer geöffneten Ledertasche und zwei daneben auf den Tisch geworfenen, entsiegelten Briefen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786399841308594} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2180,"date":1876,"orig":"Die Federzüge, welche ſie bargen, entſchieden über das Wohl oder Wehe ſeines Landes.","norm":"Die Federzüge, welche sie bargen, entschieden über das Wohl oder Wehe seines Landes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.44920015335083} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2181,"date":1876,"orig":"Jetzt öffnete ſich langſam die Thüre der Kammer und Heinrich Rohan erſchien blaß und hager auf der Schwelle.","norm":"Jetzt öffnete sich langsam die Türe der Kammer und Heinrich Rohan erschien blass und hager auf der Schwelle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.752500057220459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2182,"date":1876,"orig":"Mit einer unwillkürlichen, freudigen Bewegung ſchritt er dem Bündner entgegen, der dem hohen Herrn in raſchem Dienſteifer einen tiefen Lehnſtuhl neben das Fenſter rückte, wo der Blick des Reiſemüden ſich an der goldenen Abendruhe ſeines Berges erquicken konnte.","norm":"Mit einer unwillkürlichen, freudigen Bewegung schritt er dem Bündner entgegen, der dem hohen Herrn in raschem Diensteifer einen tiefen Lehnstuhl neben das Fenster rückte, wo der Blick des Reisemüden sich an der goldenen Abendruhe seines Berges erquicken konnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.420100212097168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2183,"date":1876,"orig":"Der Herzog ließ ſich mit jetzt ſichtbar werdender Abſpannung nieder und richtete ſein klares Auge auf Georg Jenatſch; dann begann er mit leiſer Stimme und in fragendem Tone:","norm":"Der Herzog ließ sich mit jetzt sichtbar werdender Abspannung nieder und richtete sein klares Auge auf Georg Jenatsch; dann begann er mit leiser Stimme und in fragendem Tone:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2382001876831055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2184,"date":1876,"orig":"„Ihr kommt von Finſtermünz?“","norm":"„Ihr kommt von Finstermünze?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.095600128173828} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2185,"date":1876,"orig":"Dieſer hatte ſich ehrfurchtsvoll vor den in den Seſſel Zurückgelehnten geſtellt und betrachtete unverwandt die edlen Züge, welche in mehr als einer Weiſe ihm verändert erſchienen.","norm":"Dieser hatte sich ehrfurchtsvoll vor den in den Sessel Zurückgelehnten gestellt und betrachtete unverwandt die edlen Züge, welche in mehr als einer Weise ihm verändert erschienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.35860013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2186,"date":1876,"orig":"Neben den erwarteten Spuren der ſchweren Krankheit befremdete ihn darin ein tief eingegrabener Zug verſchwiegenen, hoffnungsloſen Grames, der peinlich hervortrat, wenn der Herzog ſeinen lautern ſtrahlenden Blick zeitweiſe ſenkte.","norm":"Neben den erwarteten Spuren der schweren Krankheit befremdete ihn darin ein tief eingegrabener Zug verschwiegenen, hoffnungslosen Grames, der peinlich hervortrat, wenn der Herzog seinen lauteren strahlenden Blick zeitweise senkte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263599872589111} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2187,"date":1876,"orig":"Jenatſch brannte vor Begierde zu erfahren, ob der von ihm mit raſtloſer Anſtrengung in Bünden durchgeſetzte Vertrag in St. Germain durch die Unterſchrift des Königs endgültig geworden ſei; aber dieſem Antlitz gegenüber hatte der ſonſt vor nichts Zurückſchreckende keinen Muth zur Frage.","norm":"Jenatsch brannte vor Begierde zu erfahren, ob der von ihm mit rastloser Anstrengung in Bünden durchgesetzte Vertrag in St. Germain durch die Unterschrift des Königs endgültig geworden sei; aber diesem Antlitz gegenüber hatte der sonst vor nichts Zurückschreckende keinen Mut zur Frage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9415998458862305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2188,"date":1876,"orig":"Er begnügte ſich auf des Herzogs Erkundigung zu antworten und ihm einen genauen Bericht über die Feſtſtellungen der Grenze zwiſchen Tirol und Unterengadin zu geben, wie ſie während des Waffenſtillſtandes gelten ſollten.","norm":"Er begnügte sich auf des Herzogs Erkundigung zu antworten und ihm einen genauen Bericht über die Feststellungen der Grenze zwischen Tirol und Unterengadin zu geben, wie sie während des Waffenstillstandes gelten sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.637300014495849} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2189,"date":1876,"orig":"„Die Oeſterreicher ſind langſam und umſtändlich; ich wurde hingehalten und bis nach Innsbruck gezogen, ſagte er.","norm":"„Die Österreicher sind langsam und umständlich; ich wurde hingehalten und bis nach Innsbruck gezogen, sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.552499771118164} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2190,"date":1876,"orig":"„Wär' ich im Lande geweſen, niemals hätten mir meine ſtörriſchen Kameraden ohne Euren Befehl, erlauchter Herr, ihre Poſten verlaſſen, niemals Euch in Thuſis als erſte Begrüßung den widerwärtigen Anblick ihres Ungehorſams entgegengebracht.","norm":"„Wäre ich im Lande gewesen, niemals hätten mir meine störrischen Kameraden ohne Euren Befehl, erlauchter Herr, ihre Posten verlassen, niemals Euch in Thusis als erste Begrüßung den widerwärtigen Anblick ihres Ungehorsams entgegengebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.86329984664917} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2191,"date":1876,"orig":"Einen ſchlimmern Ausbruch vor Euern Augen,“ ſchloß er zögernd, „habe ich nur mit Mühe verhütet und indem ich mich, da mir kein anderes wirkſames Mittel mehr zu Gebote ſtand, meinen Kameraden mit Hab' und Gut für den rückſtändigen franzöſiſchen Sold verbürgte.","norm":"Einen schlimmeren Ausbruch vor Euren Augen,“ schloss er zögernd, „habe ich nur mit Mühe verhütet und indem ich mich, da mir kein anderes wirksames Mittel mehr zu Gebote stand, meinen Kameraden mit Habe und Gut für den rückständigen französischen Sold verbürgte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.428299903869629} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2192,"date":1876,"orig":"Ich hoffe, daß Ihr mir meine ungemeſſene Ergebenheit nicht verargen werdet!“ fügte er ſchmeichelnd hinzu.","norm":"Ich hoffe, dass Ihr mir meine ungemessene Ergebenheit nicht verargen werdet!“ fügte er schmeichelnd hinzu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.001399993896484} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2193,"date":1876,"orig":"Der Herzog lehnte, zuſammenzuckend, tiefer in die Kiſſen zurück und der ſchmerzliche Zug in ſeinem Angeſichte trat ſchärfer hervor.","norm":"Der Herzog lehnte, zusammenzuckend, tiefer in die Kissen zurück und der schmerzliche Zug in seinem Angesichte trat schärfer hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.204500198364258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2194,"date":1876,"orig":"Es durchblitzte ihn der Gedanke, welche gefährliche Gewalt in die Hand des Menſchen falle, dem er einen ſo unerhörten, von ihm nie begehrten Dienſt ſchulde.","norm":"Es durchblitzte ihn der Gedanke, welche gefährliche Gewalt in die Hand des Menschen falle, dem er einen so unerhörten, von ihm nie begehrten Dienst schulde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.030399799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2195,"date":1876,"orig":"Aber er hielt an ſich.","norm":"Aber er hielt an sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.872099876403809} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2196,"date":1876,"orig":"„Ich danke Euch, mein Freund,“ ſagte er, „Ihr ſollt nicht zu Schaden kommen, ſo lange ich ſelber noch etwas beſitze.","norm":"„Ich danke Euch, mein Freund,“ sagte er, „Ihr sollt nicht zu Schaden kommen, solange ich selber noch etwas besitze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.253599882125854} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2197,"date":1876,"orig":"Ich fürchte, Lasnier, den ich zur Beruhigung der Oberſten mit Geldern an ſie vorausſandte, hat im Verkehr mit ihnen nicht den rechten Ton getroffen.“","norm":"Ich fürchte, Lasnier, den ich zur Beruhigung der Obersten mit Geldern an sie voraussandte, hat im Verkehr mit ihnen nicht den rechten Ton getroffen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100800037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2198,"date":1876,"orig":"„Er hat ſie aufs tiefſte beleidigt.","norm":"„Er hat sie aufs tiefste beleidigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.309899806976318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2199,"date":1876,"orig":"Darin muß ich zu ihnen ſtehn, erlauchter Herr, und mit ihnen verlangen, daß er abberufen werde.","norm":"Darin muss ich zu ihnen stehen, erlauchter Herr, und mit ihnen verlangen, dass er abberufen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.888999938964843} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2200,"date":1876,"orig":"Nicht ſeine Zornausbrüche, noch ſeinen unſere Perſonen treffenden Spott will ich ihm verdenken; aber daß er, wie ich aus ſichrer Quelle weiß, unſerm Vaterlande das Recht beſtreitet, überhaupt da zu ſein, weil es ein kleines Land iſt, und dieſe vernichtende Behauptung uns auf unſerm eigenen Bündnerboden entgegenwirft, daß er uns als ein verachtetes Anhängſel Frankreichs behandelt, das dreht jedem Bündner das Herz um, und unmöglich iſt es, daß ein ſolcher Mann länger unſer Brot eſſe und unſern Wein trinke!","norm":"Nicht seine Zornausbrüche, noch seinen unsere Personen treffenden Spott will ich ihm verdenken; aber dass er, wie ich aus sicherer Quelle weiß, unserem Vaterlande das Recht bestreitet, überhaupt da zu sein, weil es ein kleines Land ist, und diese vernichtende Behauptung uns auf unserem eigenen Bündnerboden entgegenwirft, dass er uns als ein verachtetes Anhängsel Frankreichs behandelt, das dreht jedem Bündner das Herz um, und unmöglich ist es, dass ein solcher Mann länger unser Brot esse und unseren Wein trinke!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.295499801635742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2201,"date":1876,"orig":"Thut mir die Liebe, edler Herr,“ bat er in gemäßigtem Tone, „und ſorgt für ſeine Abberufung.“ —","norm":"Tut mir die Liebe, edler Herr,“ bat er in gemäßigtem Tone, „und sorgt für seine Abberufung .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7027997970581055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2202,"date":1876,"orig":"„Lasniers Abberufung iſt auch mein entſchiedener Wunſch, den der Cardinal ohne Zweifel erfüllen wird.","norm":"„Lasniers Abberufung ist auch mein entschiedener Wunsch, den der Kardinal ohne Zweifel erfüllen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.888800144195557} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2203,"date":1876,"orig":"Betrachtet es als abgethan.","norm":"Betrachtet es als abgetan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.228499889373779} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2204,"date":1876,"orig":"Um auf Wichtigeres zu kommen,“ lenkte Rohan ab, der die auflodernde Vaterlandsliebe des Bündners in dieſem Momente der Abſpannung zu ſcheuen ſchien, „Ihr waret in Innsbruck, da habt Ihr wohl etwas von der Stimmung des erzherzoglichen Hofes gegen uns erfahren.","norm":"Um auf Wichtigeres zu kommen,“ lenkte Rohan ab, der die auflodernde Vaterlandsliebe des Bündners in diesem Momente der Abspannung zu scheuen schien, „Ihr wart in Innsbruck, da habt Ihr wohl etwas von der Stimmung des erzherzoglichen Hofes gegen uns erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.378399848937988} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2205,"date":1876,"orig":"Gedenken uns die Oeſterreicher noch einmal im Veltlin anzugreifen?“","norm":"Gedenken uns die Österreicher noch einmal im Veltlin anzugreifen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.943699836730957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2206,"date":1876,"orig":"„Dazu ſind Eure Lorbeeren noch zu friſch, erlauchter Herr.","norm":"„Dazu sind Eure Lorbeeren noch zu frisch, erlauchter Herr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520899772644043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2207,"date":1876,"orig":"So lange Eure Hand den Feldherrnſtab führt, dürfen ſie's nicht wagen. —","norm":"So lange Eure Hand den Feldherrenstab führt, dürfen sie es nicht wagen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.651800155639648} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2208,"date":1876,"orig":"Aber,“ der Bündner ſeufzte tief, „laßt mich mein ganzes Herz vor Euch ausſchütten!","norm":"Aber,“ der Bündner seufzte tief, „lasst mich mein ganzes Herz vor Euch ausschütten!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64169979095459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2209,"date":1876,"orig":"Bei der falſchen Kunde von Eurem Hinſcheiden regte ſich wieder alles kriechende Gewürm der Kabale und unſere Landesverbannten von der ſpaniſchen Partei fingen wieder an, unterirdiſch zu wühlen.","norm":"Bei der falschen Kunde von Eurem Hinscheiden regte sich wieder alles kriechende Gewürm der Kabale und unsere Landesverbannten von der spanischen Partei fingen wieder an, unterirdisch zu wühlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.344900131225586} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2210,"date":1876,"orig":"Dieſe ekeln Todtengräber glaubten ſchon, Bündens zwei höchſte Kleinodien: Eure geliebte Perſon und ſeine theure Freiheit, deren Bürge Ihr ſeid, in die gleiche Gruft verſenkt.","norm":"Diese ekeln Totengräber glaubten schon, Bünden zwei höchste Kleinodien: Eure geliebte Person und seine teure Freiheit, deren Bürge Ihr seid, in die gleiche Gruft versenkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.233500003814697} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2211,"date":1876,"orig":"„In Innsbruck,“ fuhr er nach einer beobachtenden Pauſe mit unverhehlter Bewegung fort, „glaubt man auch jetzt, da Gott Euch uns wieder zum Leben erweckt hat, nicht an den Vertrag von Chiavenna.","norm":"„In Innsbruck,“ fuhr er nach einer beobachtenden Pause mit unverhehlter Bewegung fort, „glaubt man auch jetzt, da Gott Euch uns wieder zum Leben erweckt hat, nicht an den Vertrag von Chiavenna.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.104100227355957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2212,"date":1876,"orig":"Wie hätten ſie es ſonſt gewagt, mir ſpaniſcherſeits Bündens Unabhängigkeit in ſeinen alten Grenzen als Preis unſerer Trennung von Frankreich anzubieten, ja verſucht, mich durch gemeines Gold von Euch zu ſcheiden!","norm":"Wie hätten sie es sonst gewagt, mir spanischerseits Bünden Unabhängigkeit in seinen alten Grenzen als Preis unserer Trennung von Frankreich anzubieten, ja versucht, mich durch gemeines Gold von Euch zu scheiden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.616700172424316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2213,"date":1876,"orig":". . Ich beſchwöre Euch, edler Herr, macht dieſen Vorſpiegelungen ein Ende, indem Ihr die zwiſchen uns vereinbarte und von Eurem König unterſchriebene Akte allem Volke kund gebt.","norm":". . Ich beschwöre Euch, edler Herr, macht diesen Vorspiegelungen ein Ende, indem Ihr die zwischen uns vereinbarte und von Eurem König unterschriebene Akte allem Volke kund gebt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.021299839019775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2214,"date":1876,"orig":"Sonſt wird Bünden an Frankreichs Abſichten irre, die ſpaniſchen Verſprechungen verwirren die Gemüther und wir verſinken wieder in das Blutbad des Bürgerkrieges, aus dem Ihr uns emporzogt!“","norm":"Sonst wird Bünden an Frankreichs Absichten irre, die spanischen Versprechungen verwirren die Gemüter und wir versinken wieder in das Blutbad des Bürgerkrieges, aus dem Ihr uns emporzogt!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.379899978637695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2215,"date":1876,"orig":"Der Herzog antwortete nicht.","norm":"Der Herzog antwortete nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.166699886322021} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2216,"date":1876,"orig":"Er erhob ſich raſch, trat ans Fenſter und blickte nachdenklich in die Berglandſchaft hinaus, deren untere Stufen im Schatten lagen, während die höchſt gelegenen Weiler noch in der Sonne glitzerten.","norm":"Er erhob sich rasch, trat ans Fenster und blickte nachdenklich in die Berglandschaft hinaus, deren untere Stufen im Schatten lagen, während die höchst gelegenen Weiler noch in der Sonne glitzerten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.041600227355957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2217,"date":1876,"orig":"„Gott weiß, wie lieb mir dieſes Land iſt,“ wandte er ſich jetzt zu Jenatſch, „und wie gern ich Alles daran ſetze, um es wieder glücklich und frei zu machen!","norm":"„Gott weiß, wie lieb mir dieses Land ist,“ wandte er sich jetzt zu Jenatsch, „und wie gern ich alles daran setze, um es wieder glücklich und freizumachen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7690999507904053} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2218,"date":1876,"orig":". . Darum verſteht niemand beſſer als ich Eure eiferſüchtige Vaterlandsliebe, auch wo ſie ſich ungeduldig und rauh, und heute mir, dem redlichſten Freunde Bündens gegenüber, ehrlich geſtanden, grauſam äußert.","norm":". . Darum versteht niemand besser als ich Eure eifersüchtige Vaterlandsliebe, auch wo sie sich ungeduldig und rau, und heute mir, dem redlichsten Freunde Bünden gegenüber, ehrlich gestanden, grausam äußert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6346001625061035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2219,"date":1876,"orig":"Doch gebt Ihr mir zugleich ſo überzeugende Beweiſe von Eurer Aufopferung und Treue, da Ihr bei Euren Kameraden für Frankreichs Ehrenhaftigkeit mit all dem Euern einſteht und mir die von Spanien verſuchten Intriguen und Beſtechungen aufdeckt, daß ich glaube, Euch volles Vertrauen ſchenken und auch in den ſchwierigſten Fällen auf Eure ſichern Dienſte zählen zu dürfen.","norm":"Doch gebt Ihr mir zugleich so überzeugende Beweise von Eurer Aufopferung und Treue, da Ihr bei Euren Kameraden für Frankreichs Ehrenhaftigkeit mit all dem Euren einsteht und mir die von Spanien versuchten Intrigen und Bestechungen aufdeckt, dass ich glaube, Euch volles Vertrauen schenken und auch in den schwierigsten Fällen auf Eure sicheren Dienste zählen zu dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.32450008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2220,"date":1876,"orig":"— Darf ich das, Georg, auch wenn ich Euch viel Geduld und Selbſtverleugnung zumuthe?“","norm":"— Darf ich das, Georg, auch wenn ich Euch viel Geduld und Selbstverleugnung zumute?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110899925231934} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2221,"date":1876,"orig":"„Wie könntet Ihr an mir zweifeln?“ ſagte Jenatſch mit leidenſchaftlicher Wärme und einem Blicke ſchmerzlichen Vorwurfes.","norm":"„Wie könntet Ihr an mir zweifeln?“ sagte Jenatsch mit leidenschaftlicher Wärme und einem Blicke schmerzlichen Vorwurfes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3414998054504395} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2222,"date":1876,"orig":"„Offenheit alſo gegen Offenheit,“ fuhr Rohan fort und legte die Hand auf des Bündners Schulter, „Vertrauen gegen Vertrauen. —","norm":"„Offenheit also gegen Offenheit,“ fuhr Rohan fort und legte die Hand auf des Bündners Schulter, „Vertrauen gegen Vertrauen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.52810001373291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2223,"date":1876,"orig":"Es iſt mir peinlich auszuſprechen:","norm":"Es ist mir peinlich auszusprechen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.411200046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2224,"date":1876,"orig":"Der Vertrag von Chiavenna iſt von Paris zurückgekommen ohne Unterſchrift und mit Aenderungen, die ich nicht billige, die ich Eurem Volke nicht zumuthen und nicht vorſchlagen will.“","norm":"Der Vertrag von Chiavenna ist von Paris zurückgekommen ohne Unterschrift und mit Änderungen, die ich nicht billige, die ich Eurem Volke nicht zumuten und nicht vorschlagen will .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3225998878479} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2225,"date":1876,"orig":"Bei dieſen traurig und leiſe geſprochenen Worten ſah der Herzog dem Bündner in das ausdrucksvolle Geſicht, wie nach der Wirkung des ungern gemachten Geſtändniſſes forſchend.","norm":"Bei diesen traurig und leise gesprochenen Worten sah der Herzog dem Bündner in das ausdrucksvolle Gesicht, wie nach der Wirkung des ungern gemachten Geständnisses forschend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.542500019073486} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2226,"date":1876,"orig":"Es blieb unbewegt, aber überzog ſich langſam mit fahler Bläſſe.","norm":"Es blieb unbewegt, aber überzog sich langsam mit fahler Blässe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.80209994316101} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2227,"date":1876,"orig":"„Und welches ſind dieſe Aenderungen, gnädiger Herr?“ fragte Jenatſch nach kurzem Schweigen.","norm":"„Und welches sind diese Änderungen, gnädiger Herr?“ fragte Jenatsch nach kurzem Schweigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.980999946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2228,"date":1876,"orig":"„Zwei Hauptpunkte: Franzöſiſche Beſatzungen in der Rheinſchanze und im Veltlin bis zum allgemeinen Frieden und für die in dieſem katholiſchen Landestheile begüterten proteſtantiſchen Bündner Beſchränkung ihres dortigen Aufenthalts auf jährlich zwei Monate.“","norm":"„Zwei Hauptpunkte: Französische Besatzungen in der Rheinschanze und im Veltlin bis zum allgemeinen Frieden und für die in diesem katholischen Landesteile begüterten protestantischen Bündner Beschränkung ihres dortigen Aufenthalts auf jährlich zwei Monate .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.425000190734863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2229,"date":1876,"orig":"Ein unheimliches Wetterleuchten flog durch die Züge des Bündners, dann ſagte er faſt gelaſſen:","norm":"Ein unheimliches Wetterleuchten flog durch die Züge des Bündners, dann sagte er fast gelassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.762599945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2230,"date":1876,"orig":"„Das eine iſt unſere politiſche Auslieferung an Frankreich, das andere ein unerträglicher Eingriff in die Verwaltung unſeres Eigenthums.","norm":"„Das eine ist unsere politische Auslieferung an Frankreich, das andere ein unerträglicher Eingriff in die Verwaltung unseres Eigentums.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.880100011825561} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2231,"date":1876,"orig":"Beides ſind unmögliche Bedingungen.“","norm":"Beides sind unmögliche Bedingungen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.370900154113769} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2232,"date":1876,"orig":"„Auch dürfen ſie nicht im Vertrage ſtehen bleiben, ſagte Rohan mit Beſtimmtheit.","norm":"„Auch dürfen sie nicht im Vertrage stehen bleiben, sagte Rohan mit Bestimmtheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.645299911499023} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2233,"date":1876,"orig":"„Ich will meinen ganzen perſönlichen Einfluß beim Könige in die Wagſchale werfen, will meine ganze Ueberredungsgabe erſchöpfen, den Cardinal über den entſcheidenden Ernſt der Lage aufzuklären, will nichts unverſucht laſſen, die verderbliche Einwirkung des Paters Joſeph zu lähmen, denn dieſer, vermuth' ich, iſt der Böſe, der Unkraut unter unſern Waizen ſät.","norm":"„Ich will meinen ganzen persönlichen Einfluss beim Könige in die Waagschale werfen, will meine ganze Überredungsgabe erschöpfen, den Kardinal über den entscheidenden Ernst der Lage aufzuklären, will nichts unversucht lassen, die verderbliche Einwirkung des Paters Joseph zu lähmen, denn dieser, gemut ich, ist der Böse, der Unkraut unter unseren Weizen sät.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.111700057983398} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2234,"date":1876,"orig":"Wegen des ſchnöden rothen Hutes, wonach dieſer Kapuziner gelüſtet, und für den er dem heiligen Stuhle eine Berückſichtigung in der Politik meines edlen Vaterlandes verſchaffen ſoll, die einer fremden Macht nicht gebührt, darf das Ehrenwort eines Rohan keinen Schaden leiden.","norm":"Wegen des schnöden roten Hutes, wonach dieser Kapuziner gelüstet, und für den er dem heiligen Stuhle eine Berücksichtigung in der Politik meines edlen Vaterlandes verschaffen soll, die einer fremden Macht nicht gebührt, darf das Ehrenwort eines Rohan keinen Schaden leiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.692599773406982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2235,"date":1876,"orig":"Schon habe ich beſchloſſen meinen geſchickten Priolo nach Paris zu ſenden mit dringenden Briefen an den König ſelbſt und an den Cardinal.","norm":"Schon habe ich beschlossen meinen geschickten Priolo nach Paris zu senden mit dringenden Briefen an den König selbst und an den Kardinal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.307799816131592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2236,"date":1876,"orig":"Morgen wird er abreiſen.","norm":"Morgen wird er abreisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.191800117492676} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2237,"date":1876,"orig":"Gehorchte ich meinem verletzten perſönlichen Ehrgefühle, wahrlich heute noch legte ich mein Commando nieder; aber das darf ich nicht um Euretwillen.","norm":"Gehorchte ich meinem verletzten persönlichen Ehrgefühle, wahrlich heute noch legte ich mein Kommando nieder; aber das darf ich nicht um Euretwillen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134900093078613} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2238,"date":1876,"orig":"Ich zweifle, daß meine Liebe zu Euch und meine perſönlichen Verbindlichkeiten mit meinem Feldherrnſtab auf meinen Nachfolger in Bünden übergingen.“","norm":"Ich zweifle, dass meine Liebe zu Euch und meine persönlichen Verbindlichkeiten mit meinem Feldherrenstab auf meinen Nachfolger in Bünden übergingen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107200145721435} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2239,"date":1876,"orig":"„Das thut uns nicht an!“ rief Jenatſch erſchrocken, bei Euerm Heil, — nein, bei dem unſern beſchwör' ich Euch — thut es nicht!","norm":"„Das tut uns nicht an!“ rief Jenatsch erschrocken, bei Euerem Heil, — nein, bei dem unseren beschwöre ich Euch — tut es nicht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.233099937438965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2240,"date":1876,"orig":"Laſſet nicht das Werk Eurer Hände!","norm":"Lasst nicht das Werk Eurer Hände!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.924499988555908} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2241,"date":1876,"orig":"Stoßt uns nicht in einen ſolchen Abgrund der Rathloſigkeit!“","norm":"Stoßt uns nicht in einen solchen Abgrund der Ratlosigkeit!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.363500118255615} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2242,"date":1876,"orig":"„Darum will ich bis ans Ende ausharren,“ fuhr der Herzog mit einer Feſtigkeit fort, wie ſie die klar erkannte Pflicht giebt.","norm":"„Darum will ich bis ans Ende ausharren,“ fuhr der Herzog mit einer Festigkeit fort, wie sie die klar erkannte Pflicht gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.649199962615967} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2243,"date":1876,"orig":"— „Aber wißt, Jenatſch, von Euch erwarte ich hier im Lande Alles.","norm":"— „Aber wisst, Jenatsch, von Euch erwarte ich hier im Lande alles.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7347002029418945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2244,"date":1876,"orig":"Durch mein grenzenloſes Zutrauen ſeid Ihr in meine Sorgen und in die Schwankungen des Looſes eingeweiht, das ich im feſten Glauben war, Eurer Heimat ſchon geſichert zu haben.","norm":"Durch mein grenzenloses Zutrauen seid Ihr in meine Sorgen und in die Schwankungen des Loses eingeweiht, das ich im festen Glauben war, Eurer Heimat schon gesichert zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.42549991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2245,"date":1876,"orig":"Ihr ſeid es allein.","norm":"Ihr seid es allein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"ca","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.559099912643432} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2246,"date":1876,"orig":"Ich weiß, Ihr ehret mein Vertrauen durch unverbrüchliches Schweigen.","norm":"Ich weiß, Ihr ehret mein Vertrauen durch unverbrüchliches Schweigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.802499771118164} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2247,"date":1876,"orig":"Beruhigt Eure Landsleute.","norm":"Beruhigt Eure Landsleute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.55019998550415} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2248,"date":1876,"orig":"Ich ſehe, welche außerordentliche, ja wunderbare Macht Ihr auf die Gemüther ausübt.","norm":"Ich sehe, welche außerordentliche, ja wunderbare Macht Ihr auf die Gemüter ausübt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8678998947143555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2249,"date":1876,"orig":"Schaffet Friſt!","norm":"Schaffet Frist!","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.495100021362305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2250,"date":1876,"orig":"Haltet den Glauben an Frankreich aufrecht!","norm":"Haltet den Glauben an Frankreich aufrecht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.022299766540527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2251,"date":1876,"orig":"Verſichert Eure Bündner, daß der Vertrag von Chiavenna, wenn auch heute noch nicht verkündet, doch in Bälde in Kraft treten muß, und Ihr werdet bei der Wahrheit bleiben, denn mit Gottes Hilfe überwinden wir die Widerwärtigen. —","norm":"Versichert Eure Bündner, dass der Vertrag von Chiavenna, wenn auch heute noch nicht verkündet, doch in Bälde in Kraft treten muss, und Ihr werdet bei der Wahrheit bleiben, denn mit Gottes Hilfe überwinden wir die Widerwärtigen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293600082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2252,"date":1876,"orig":"Heute Nacht noch zieh' ich weiter nach Chur.","norm":"Heute Nacht noch ziehe ich weiter nach Kür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.00540018081665} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2253,"date":1876,"orig":"Bringt mir dorthin bald über die Stimmung des Landes Bericht.“","norm":"Bringt mir dorthin bald über die Stimmung des Landes Bericht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.776500225067139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2254,"date":1876,"orig":"Jenatſch bückte ſich tief über die Hand des Herzogs, und ſuchte dann noch einmal ſein Auge mit einem Ausdrucke ſprachloſen Schmerzes.","norm":"Jenatsch bückte sich tief über die Hand des Herzogs, und suchte dann noch einmal sein Auge mit einem Ausdrucke sprachlosen Schmerzes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0868000984191895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2255,"date":1876,"orig":"Rohan ſah in dieſem langen ſeltſamen Blicke die Theilnahme eines Getreuen an ſeinem ausnahmsweiſe herben Looſe, er ahnte nicht, welche Wandlung ſich im Geiſte des Bündners zu dieſer Stunde vollzog und daß Georg Jenatſch nach innerm ſchweren Kampfe ſich von ihm losſagte.","norm":"Rohan sah in diesem langen seltsamen Blicke die Teilnahme eines Getreuen an seinem ausnahmsweise herben Lose, er ahnte nicht, welche Wandlung sich im Geiste des Bündners zu dieser Stunde vollzog und dass Georg Jenatsch nach innerem schweren Kampfe sich von ihm lossagte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906499862670898} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2256,"date":1876,"orig":"„Ihr thut wohl, edler Herr,“ ſagte der Oberſt ſich beurlaubend, „in der guten Stadt Chur Euern Sitz zu nehmen.","norm":"„Ihr tut wohl, edler Herr,“ sagte der Oberst sich beurlaubend, „in der guten Stadt Kür Euren Sitz zu nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.31820011138916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2257,"date":1876,"orig":"Ihr ſeid dort hochgeliebt, und ſolange die Churer Euer Angeſicht ſehen, und Ihr es ſeid, o Herr, der den König in Bünden vertritt, wird das Land nicht aufhören von Frankreich das Beſte zu hoffen.“","norm":"Ihr seid dort hochgeliebt, und solange die Kurer Euer Angesicht sehen, und Ihr es seid, o Herr, der den König in Bünden vertritt, wird das Land nicht aufhören von Frankreich das Beste zu hoffen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000699996948242} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2258,"date":1876,"orig":"Der Herzog ſah dem Scheidenden ſorgenvoll nach, ohne Mißtrauen, aber im Gefühle, daß wie er ſelber eine Zuverſicht an den Tag gelegt, die nicht in ſeinem müden Herzen war, auch der Bündner die Stürme ſeines unbändigen Gemüths niedergehalten und vor ihm verheimlicht habe.","norm":"Der Herzog sah dem Scheidenden sorgenvoll nach, ohne Misstrauen, aber im Gefühle, dass wie er selber eine Zuversicht an den Tag gelegt, die nicht in seinem müden Herzen war, auch der Bündner die Stürme seines unbändigen Gemüts niedergehalten und vor ihm verheimlicht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5218000411987305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2259,"date":1876,"orig":"Er blickte noch eine Weile, im Innerſten entmuthigt und traurig, hinüber an den dunkelnden Berg.","norm":"Er blickte noch eine Weile, im Innersten entmutigt und traurig, hinüber an den dunkelnden Berg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.649600028991699} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2260,"date":1876,"orig":"Eine Klage entwand ſich ſeiner Bruſt:","norm":"Eine Klage entwand sich seiner Brust:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.177900314331055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2261,"date":1876,"orig":"„Herr, ſeufzte er, „warum haſt Du Deinen Diener nicht in Ehren dahin fahren laſſen!“ —","norm":"„Herr, seufzte er, „warum hast Du Deinen Diener nicht in Ehren dahin fahren lassen!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.090199947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2262,"date":1876,"orig":"Fünftes Kapitel.","norm":"Fünftes Kapitel.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.66319990158081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2263,"date":1876,"orig":"Jenatſch war hinausgeeilt.","norm":"Jenatsch war hinausgeeilt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.085599899291992} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2264,"date":1876,"orig":"Ein Sturm wildſtreitender Gedanken tobte in ſeinem Innern, den vor dem Herzog niederzuhalten ihn Anſtrengung gekoſtet hatte.","norm":"Ein Sturm wildstreitender Gedanken tobte in seinem Inneren, den vor dem Herzog niederzuhalten ihn Anstrengung gekostet hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381199836730957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2265,"date":1876,"orig":"Er verabſcheute die Möglichkeit, während dieſes Seelenkampfes irgend einem Menſchen Rede ſtehen zu müſſen.","norm":"Er verabscheute die Möglichkeit, während dieses Seelenkampfes irgendeinem Menschen Rede stehen zu müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.45419979095459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2266,"date":1876,"orig":"Mit eilenden Schritten ſtieg er, das Gewühl des wachen Dorfes unter ſich laſſend, die dämmerigen Bergwieſen hinan und ließ ſeine zornigen Gefühle dahinſtürmen wie eine Schaar ins Gebiß knirſchender Roſſe; aber ſein berechnender Geiſt behielt die Zügel und lenkte die brauſenden Mächte ſeines Gemüths auf immer neuen immer gefahrvolleren, aber wohlbemeſſenen Bahnen.","norm":"Mit eilenden Schritten stieg er, das Gewühl des wachen Dorfes unter sich lassend, die dämmerigen Bergwiesen hinan und ließ seine zornigen Gefühle dahinstürmen wie eine Schar ins Gebiss knirschender Rosse; aber sein berechnender Geist behielt die Zügel und lenkte die brausenden Mächte seines Gemüts auf immer neuen immer gefahrvolleren, aber wohlbemessenen Bahnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.620800018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2267,"date":1876,"orig":"Das Ziel wonach er ſein ganzes Leben lang gerungen, das ſeine Tage beſchäftigt und ſeine Nächte beunruhigt hatte, um das er mit den verſchiedenſten Kräften ſeines Weſens gekämpft, — das Ziel wonach er auf den blutigſten Irrwegen geklommen und dem er ſich ſeit Jahren mit gebändigtem Willen als ergebenes Werkzeug einer edeln und, wie er glaubte, in ihrem Machtkreiſe unbeſchränkten Perſönlichkeit auf dem ſichern Wege der Gerechtigkeit und Ehre genähert hatte, — dies Ziel, das er noch heute mit der Hand berührte, es war ihm entrückt — nein, es war vor ihm verſunken!","norm":"Das Ziel wonach er sein ganzes Leben lang gerungen, das seine Tage beschäftigt und seine Nächte beunruhigt hatte, um das er mit den verschiedensten Kräften seines Wesens gekämpft, — das Ziel wonach er auf den blutigsten Irrwegen geklommen und dem er sich seit Jahren mit gebändigtem Willen als ergebenes Werkzeug einer edlen und, wie er glaubte, in ihrem Machtkreise unbeschränkten Persönlichkeit auf dem sicheren Wege der Gerechtigkeit und Ehre genähert hatte, — dies Ziel, das er noch heute mit der Hand berührte, es war ihm entrückt — nein, es war vor ihm versunken!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.194499969482422} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2268,"date":1876,"orig":"Denn Eines ſtand vor ſeiner Seele mit entſetzlicher Klarheit: Bünden ſollte nie frei werden, ſollte nach der Abſicht des allgewaltigen und gewiſſenloſen Geiſtes, der Frankreichs ſchwachen König beherrſchte und deſſen innere und äußere Politik nach Gefallen lenkte, aufbehalten werden bis zum allgemeinen Frieden.","norm":"Denn eines stand vor seiner Seele mit entsetzlicher Klarheit: Bünden sollte nie frei werden, sollte nach der Absicht des allgewaltigen und gewissenlosen Geistes, der Frankreichs schwachen König beherrschte und dessen innere und äußere Politik nach Gefallen lenkte, aufbehalten werden bis zum allgemeinen Frieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019800186157227} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2269,"date":1876,"orig":"Dann von Richelieu in die zu vertheilende Maſſe verfügbarer Länder geworfen, unter die übrigen Tauſchobjekte gemengt, war ſeiner armen Heimat unvermeidliches Schickſal, beim Länderſchacher des Friedensſchluſſes auf den Markt gebracht und dieſem oder jenem einen günſtigen Handel Anbietenden zugewogen zu werden.","norm":"Dann von Richelieu in die zu verteilende Masse verfügbarer Länder geworfen, unter die übrigen Tauschobjekte gemengt, war seiner armen Heimat unvermeidliches Schicksal, beim Länderschacher des Friedensschlusses auf den Markt gebracht und diesem oder jenem einen günstigen Handel Anbietenden zugewogen zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321300029754639} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2270,"date":1876,"orig":"Der Herzog trug keine Schuld daran.","norm":"Der Herzog trug keine Schuld daran.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.450699806213379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2271,"date":1876,"orig":"Er liebte Bünden und wollte es freigeben; aber er war nicht ſtark genug, ſeinen Willen gegen den ihn mißbrauchenden des Cardinals durchzuſetzen.","norm":"Er liebte Bünden und wollte es freigeben; aber er war nicht stark genug, seinen Willen gegen den ihn missbrauchenden des Kardinals durchzusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.160799980163574} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2272,"date":1876,"orig":"Er wagte es nicht, ſich mit einem Nebenbuhler zu meſſen, der über den Schranken der Gewiſſenhaftigkeit ſtand; er ſcheute ſich ſeinen Gegner mit jenen wirkſamſten Waffen zu bekämpfen, die Richelieu mit Meiſterſchaft führte!","norm":"Er wagte es nicht, sich mit einem Nebenbuhler zu messen, der über den Schranken der Gewissenhaftigkeit stand; er scheute sich seinen Gegner mit jenen wirksamsten Waffen zu bekämpfen, die Richelieu mit Meisterschaft führte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.102499961853027} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2273,"date":1876,"orig":"— War es nicht möglich, dieſe von Rohan kindiſch verſchmähten Waffen zu ergreifen?","norm":"— War es nicht möglich, diese von Rohan kindisch verschmähten Waffen zu ergreifen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457600116729736} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2274,"date":1876,"orig":"Dem Jäger ſelbſt eine Schlinge zu legen?","norm":"Dem Jäger selbst eine Schlinge zu legen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.351200103759766} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2275,"date":1876,"orig":"Wo galt die menſchliche Gerechtigkeit, die der Herzog verwirklichen wollte, — wo war ihr Urbild, die göttliche, um ſie zu Ehren zu bringen und zu belohnen?","norm":"Wo galt die menschliche Gerechtigkeit, die der Herzog verwirklichen wollte, — wo war ihr Urbild, die göttliche, um sie zu Ehren zu bringen und zu belohnen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321599960327148} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2276,"date":1876,"orig":"Eitle Träume beides!","norm":"Eitle Träume beides!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.99020004272461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2277,"date":1876,"orig":"Ein frommer Thor nur konnte daran glauben!","norm":"Ein frommer Tor nur konnte daran glauben!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.24809980392456} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2278,"date":1876,"orig":". . . .","norm":". . . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.937999963760376} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2279,"date":1876,"orig":"Der Herzog war blöde genug zu meinen, der Cardinal anerkenne die Gültigkeit des von dem Mächtigen einem Schwachen gegebenen Wortes!","norm":"Der Herzog war blöde genug zu meinen, der Kardinal anerkenne die Gültigkeit des von dem Mächtigen einem Schwachen gegebenen Wortes!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.507900238037109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2280,"date":1876,"orig":"Er war thöricht genug zu wähnen, ein zu Gunſten der Hugenoten im Bürgerkriege gezogenes Schwert könne jemals von Richelieu vergeben und vergeſſen werden, es ſei möglich durch ruhmreiche Dienſte den Haß des mächtigen Miniſters auszulöſchen!","norm":"Er war töricht genug zu wähnen, ein zu Gunsten der Hugenotten im Bürgerkriege gezogenes Schwert könne jemals von Richelieu vergeben und vergessen werden, es sei möglich durch ruhmreiche Dienste den Hass des mächtigen Ministers auszulöschen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.348499774932861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2281,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2282,"date":1876,"orig":"Er war ſo blind, nicht einzuſehen, daß gerade ſeine zu Frankreichs Ehre verrichteten Heldenthaten für den Eiferſüchtigen ein Grund mehr waren, ihn zu beargwöhnen und ihn aufzuopfern!","norm":"Er war so blind, nicht einzusehen, dass gerade seine zu Frankreichs Ehre verrichteten Heldentaten für den Eifersüchtigen ein Grund mehr waren, ihn zu beargwöhnen und ihn aufzuopfern!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.207399845123291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2283,"date":1876,"orig":"Wohin aber war es gekommen mit dieſem chriſtlichen Ritter?","norm":"Wohin aber war es gekommen mit diesem christlichen Ritter?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.872200012207031} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2284,"date":1876,"orig":"Er ſtand am Rande des Abgrundes, ein verlorener Mann! . . .","norm":"Er stand am Rande des Abgrundes, ein verlorener Mann! . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.836199998855591} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2285,"date":1876,"orig":"Und Jenatſch haßte ihn zu dieſer Stunde darum daß er ein Betrogener und Beſiegter war.","norm":"Und Jenatsch hasste ihn zu dieser Stunde darum dass er ein Betrogener und Besiegter war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116600036621094} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2286,"date":1876,"orig":"Doch unglaublich!","norm":"Doch unglaublich!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.346199989318848} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2287,"date":1876,"orig":"er ſelber hatte ſich ja verblenden laſſen durch ein Gefühl bewundernder Liebe zu dieſem edlen Menſchenbilde!","norm":"er selber hatte sich ja verblenden lassen durch ein Gefühl bewundernder Liebe zu diesem edlen Menschenbilde!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.71750020980835} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2288,"date":1876,"orig":"Er hatte geglaubt, daß der Werth reiner Geſinnung, der ihn berückt hatte, auch in der Rechnung des Kardinals eine Zahl ſei . . . Ja wohl hatte Richelieu mit dieſer Zahl gerechnet, — wie der ſchlaue Fiſcher auf ſeinen Köder zählt — und Jenatſch ſelbſt, — doch nicht allein er — Verzweiflung ergriff ihn — ſein Vaterland war ein Opfer dieſes Betruges.","norm":"Er hatte geglaubt, dass der Wert reiner Gesinnung, der ihn berückt hatte, auch in der Rechnung des Kardinals eine Zahl sei . . . Ja wohl hatte Richelieu mit dieser Zahl gerechnet, — wie der schlaue Fischer auf seinen Köder zählt — und Jenatsch selbst, — doch nicht allein er — Verzweiflung ergriff ihn — sein Vaterland war ein Opfer dieses Betruges.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916800022125244} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2289,"date":1876,"orig":"Vielleicht war noch Rettung möglich!","norm":"Vielleicht war noch Rettung möglich!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.075099945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2290,"date":1876,"orig":"Weg jetzt mit jedem hemmenden Bedenken, mit allen Banden der Dankbarkeit, mit allen Berückungen der Liebe, mit jeder Eigenſucht eines rein gehaltenen Charakters!","norm":"Weg jetzt mit jedem hemmenden Bedenken, mit allen Banden der Dankbarkeit, mit allen Berückungen der Liebe, mit jeder Eigensucht eines rein gehaltenen Charakters!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.365600109100342} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2291,"date":1876,"orig":"Hinunter mit der Vergangenheit!","norm":"Hinunter mit der Vergangenheit!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.517199993133545} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2292,"date":1876,"orig":"Weg die Feſſeln ihrer liebgewordenen Ueberzeugungen und Vorurtheile!","norm":"Weg die Fesseln ihrer liebgewordenen Überzeugungen und Vorurteile!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.244200229644775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2293,"date":1876,"orig":"Gelöſt werde jeder Zuſammenhang des Dankes und der Treue! —","norm":"Gelöst werde jeder Zusammenhang des Dankes und der Treue! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.803100109100342} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2294,"date":1876,"orig":"Und er forderte den großen Cardinal zum Zweikampf ein die Schranken ſeines Berglandes, Mann gegen Mann, Liſt gegen Liſt, Frevel gegen Frevel.","norm":"Und er forderte den großen Kardinal zum Zweikampf ein die Schranken seines Berglandes, Mann gegen Mann, List gegen List, Frevel gegen Frevel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.589900016784668} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2295,"date":1876,"orig":"Und ſein Herz brannte in wilder Freude, weil in Bünden Einer war, der ſich der ſchlauen Eminenz gewachſen fühlte.","norm":"Und sein Herz brannte in wilder Freude, weil in Bünden Einer war, der sich der schlauen Eminenz gewachsen fühlte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.624199867248535} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2296,"date":1876,"orig":"So durchjagte Jenatſch das Reich der Möglichkeiten mit raſtloſen Gedanken.","norm":"So durchjagte Jenatsch das Reich der Möglichkeiten mit rastlosen Gedanken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.431700229644775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2297,"date":1876,"orig":"Er achtete des Weges nicht und jetzt eilte er ſchon im nächſten thalabwärts gelegenen Dorfe längs einer langen Kirchhofmauer dahin, als er gewahr wurde, daß ein barfüßiges Bauerkind eilig neben ſeinen langen Schritten einherlief.","norm":"Er achtete des Weges nicht und jetzt eilte er schon im nächsten talabwärts gelegenen Dorfe längs einer langen Kirchhofmauer dahin, als er gewahr wurde, dass ein barfüßiges Bauerkind eilig neben seinen langen Schritten einherlief.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.742599964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2298,"date":1876,"orig":"Die Kleine hielt ſchon längſt einen Brief in die Höhe, der ihr, wie ſie ehrerbietig ausrichtete, von der Schweſter Perpetua für ſeine Gnaden den Herrn Oberſt übergeben worden ſei, welchen die Schweſter an der Pforte des Kloſtergartens habe vorübergehen ſehn. —","norm":"Die Kleine hielt schon längst einen Brief in die Höhe, der ihr, wie sie ehrerbietig ausrichtete, von der Schwester Perpetua für seine Gnaden den Herrn Oberst übergeben worden sei, welchen die Schwester an der Pforte des Klostergartens habe vorübergehen sehen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.357200145721435} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2299,"date":1876,"orig":"Der Oberſt blickte um ſich, er war in Cazis.","norm":"Der Oberst blickte um sich, er war in Cazis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.001599788665771} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2300,"date":1876,"orig":"Er verabſchiedete die Kleine und lenkte, wie vom Finger des Schickſals berührt, in die Dorfgaſſe ein, wo ſich die Lichter entzündet hatten.","norm":"Er verabschiedete die Kleine und lenkte, wie vom Finger des Schicksals berührt, in die Dorfgasse ein, wo sich die Lichter entzündet hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.209000110626221} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2301,"date":1876,"orig":"Er hatte auf dem Umſchlage im letzten Dämmerſcheine die Handſchrift ſeines alten Freundes, des Paters Pancraz, zu erkennen geglaubt.","norm":"Er hatte auf dem Umschlage im letzten Dämmerscheine die Handschrift seines alten Freundes, des Paters Pankraz, zu erkennen geglaubt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537199974060059} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2302,"date":1876,"orig":"Am Fenſter eines Erdgeſchoſſes ſah er ein graues Mütterchen beim Scheine der Ampel ſpinnen.","norm":"Am Fenster eines Erdgeschosses sah er ein graues Mütterchen beim Scheine der Ampel spinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05810022354126} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2303,"date":1876,"orig":"Er lehnte ſich außen an die Mauer, ſo daß ein ſpärlicher Strahl auf das Blatt fiel und las:","norm":"Er lehnte sich außen an die Mauer, so dass ein spärlicher Strahl auf das Blatt fiel und las:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653600215911865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2304,"date":1876,"orig":"Hochmögender Herr Oberſt,","norm":"Hochmögender Herr Oberst,","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.677199840545654} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2305,"date":1876,"orig":"Ich erdreiſte mich, Euch Einiges zu melden, das für Euch und unſer Land wichtig ſein kann.","norm":"Ich erdreiste mich, Euch einiges zu melden, das für Euch und unser Land wichtig sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.03249979019165} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2306,"date":1876,"orig":"Der Vertrag von Chiavenna iſt ein vergängliches Blendwerk, das uns die Eminenz in Paris vorſpiegelt.","norm":"Der Vertrag von Chiavenna ist ein vergängliches Blendwerk, das uns die Eminenz in Paris vorspiegelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.831500053405761} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2307,"date":1876,"orig":"Seit ich in Mailand verweile, wurde mir zur Gewißheit, was mir ſchon früher eine in meinem Kloſter am Comerſee zufällig aufgefangene Rede verrieth.","norm":"Seit ich in Mailand verweile, wurde mir zur Gewissheit, was mir schon früher eine in meinem Kloster am Comersee zufällig aufgefangene Rede verriet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.952499866485596} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2308,"date":1876,"orig":"Kurz vor der Weinleſe herbergte dort ein franzöſiſcher Ordensbruder, ein beredter Prediger, der zur Erholung ſeiner abgearbeiteten Lunge und des ewigen Heiles wegen — wozu Gott uns Allen in Gnaden verhelfe — den Weg nach Rom angetreten hatte.","norm":"Kurz vor der Weinlese herbergte dort ein französischer Ordensbruder, ein beredter Prediger, der zur Erholung seiner abgearbeiteten Lunge und des ewigen Heiles wegen — wozu Gott uns allen in Gnaden verhelfe — den Weg nach Rom angetreten hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460000038146973} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2309,"date":1876,"orig":"Beim Nachteſſen im Refectorium klagte der Prior mit ihm über die Zeitläufte und bedauerte, daß das Valtelin durch den Vertrag von Ehiavenna wiederum zu Bünden geſchlagen werde.","norm":"Beim Nachtessen im Refektorium klagte der Prior mit ihm über die Zeitläufte und bedauerte, dass das Valtelin durch den Vertrag von Ehiavenna wiederum zu Bünden geschlagen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.646200180053711} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2310,"date":1876,"orig":"„Darüber ſeid ohne Sorgen,“ fuhr der Franzoſe heraus, der nicht wußte, daß ein guter Bündner am Tiſche ſaß, „daß dieſer Vertrag keinen Soldo werth iſt, weiß ich aus beſter Quelle.","norm":"„Darüber seid ohne Sorgen,“ fuhr der Franzose heraus, der nicht wusste, dass ein guter Bündner am Tische saß, „dass dieser Vertrag keinen Soldo wert ist, weiß ich aus bester Quelle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985499858856201} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2311,"date":1876,"orig":"Als ich mich in Paris vor meiner Abreiſe bei meinem Superior, dem Pater Joſeph beurlaubte, kam ich gerade dazu, wie dieſer und der Nuntius des heiligen Vaters den Entwurf beſagten Vertrags ihren prüfenden Blicken unterwarfen.","norm":"Als ich mich in Paris vor meiner Abreise bei meinem Superior, dem Pater Joseph beurlaubte, kam ich gerade dazu, wie dieser und der Nuntius des Heiligen Vaters den Entwurf besagten Vertrags ihren prüfenden Blicken unterwarfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4832000732421875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2312,"date":1876,"orig":"Der Nuntius ließ ſich hart dagegen aus, der hitzige Pater Joſeph aber zerknitterte das Papier in ſeiner Fauſt, ballte es zu einer Kugel zuſammen und warf es in den Winkel mit den Worten:","norm":"Der Nuntius ließ sich hart dagegen aus, der hitzige Pater Joseph aber zerknitterte das Papier in seiner Faust, ballte es zu einer Kugel zusammen und warf es in den Winkel mit den Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.329100131988525} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2313,"date":1876,"orig":"„Dieſer Vertrag eines Ketzers mit Ketzern wird niemals gelten.“ —","norm":"„Dieser Vertrag eines Ketzers mit Ketzern wird niemals gelten .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.364399909973144} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2314,"date":1876,"orig":"„Ich verhielt mich mauſeſtill, aber hatte meine Gedanken; denn, was der Pater Joſeph bedeutet, wißt Ihr beſſer als ich. —","norm":"„Ich verhielt mich mausestill, aber hatte meine Gedanken; denn, was der Pater Joseph bedeutet, wisst Ihr besser als ich . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025499820709228} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2315,"date":1876,"orig":"Hier in Mailand, wo ich mich in Ordensgeſchäften ſeit zehn Tagen aufhalte, wurde ich geſtern in den Palaſt des Gubernatore gerufen, um ſeinem Geſinde wegen eines häuslichen Diebſtahls ins Gewiſſen zu reden.","norm":"Hier in Mailand, wo ich mich in Ordensgeschäften seit zehn Tagen aufhalte, wurde ich gestern in den Palast des Gubernatore gerufen, um seinem Gesinde wegen eines häuslichen Diebstahls ins Gewissen zu reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9196999073028564} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2316,"date":1876,"orig":"Da beſchied mich der Herzog, der meine bündneriſche Herkunft erfahren, zu ſich und ſagte mir halb ernſt, halb ſcherzweiſe:","norm":"Da beschied mich der Herzog, der meine bündnerische Herkunft erfahren, zu sich und sagte mir halb ernst, halb scherzweise:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.533400058746338} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2317,"date":1876,"orig":"„Wie ich jetzt Euch vor Augen habe, Pater Pancraz, möcht' ich wohl den Oberſten Jenatſch leibhaft vor mir ſehen.","norm":"„Wie ich jetzt Euch vor Augen habe, Pater Pankraz, möchte ich wohl den Obersten Jenatsch leibhaft vor mir sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.198500156402588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2318,"date":1876,"orig":"Es wäre mir ein Leichtes dem verſtändigen Manne darzuthun, daß der Vertrag von Chiavenna nichts iſt als ein verdorbenes Pergament, daß euch Frankreich das Veltlin nie zurückgiebt und daß Spanien euch Bündnern Bedingungen machen könnte, bei denen Ihr euch ganz anders ſtündet. —","norm":"Es wäre mir ein Leichtes dem verständigen Manne darzutun, dass der Vertrag von Chiavenna nichts ist als ein verdorbenes Pergament, dass euch Frankreich das Veltlin nie zurückgibt und dass Spanien euch Bündnern Bedingungen machen könnte, bei denen Ihr Euch ganz anders stündet . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6579999923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2319,"date":1876,"orig":"Pater Pancraz, Ihr habt mir den geſtohlenen Siegelring hervorgezaubert, könntet Ihr mir Euern Jenatſch, den Einzigen, mit dem mir zu verhandeln möglich iſt, auf dieſelbe ſtille und prompte Weiſe in dies Cabinet bringen, ſo ſolltet Ihr Eurerſeits Wunder erleben.“ —","norm":"Pater Pankraz, Ihr habt mir den gestohlenen Siegelring hervorgezaubert, könntet Ihr mir Euren Jenatsch, den Einzigen, mit dem mir zu verhandeln möglich ist, auf dieselbe stille und prompte Weise in dies Cabinet bringen, so solltet Ihr eurerseits Wunder erleben .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.787600040435791} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2320,"date":1876,"orig":"Da kam es wie eine Erleuchtung über mich, Euch von dieſer merkwürdigen Rede Kunde zu geben.","norm":"Da kam es wie eine Erleuchtung über mich, Euch von dieser merkwürdigen Rede Kunde zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3007001876831055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2321,"date":1876,"orig":"Kommt Ihr, ſo werde ich dafür ſorgen, denn ich bleibe einſtweilen in Mailand, daß Ihr außer dem hohen Herrn von niemand erblickt werdet.","norm":"Kommt Ihr, so werde ich dafür sorgen, denn ich bleibe einstweilen in Mailand, dass Ihr außer dem hohen Herrn von niemand erblickt werdet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6041998863220215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2322,"date":1876,"orig":"Könnet Ihr Euch daheim nicht frei machen, was ein Unglück wäre, ſo ſchickt eine Vollmacht, aber nur durch einen Mann, dem Ihr traut wie Euch ſelbſt, wenn Ihr einen ſolchen kennt.","norm":"Könnet Ihr Euch daheim nicht frei machen, was ein Unglück wäre, so schickt eine Vollmacht, aber nur durch einen Mann, dem Ihr traut wie Euch selbst, wenn Ihr einen solchen kennt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.979300022125244} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2323,"date":1876,"orig":"Vergebt meinen Vorwitz und ſäumt nicht!","norm":"Vergebt meinen Vorwitz und säumt nicht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.251100063323975} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2324,"date":1876,"orig":"Der für meines Herrn Oberſten zeitliches und ewiges Heil täglich betende","norm":"Der für meines Herrn Obersten zeitliches und ewiges Heil täglich betende","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.291100025177002} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2325,"date":1876,"orig":"Pater Pancraz.","norm":"Pater Pankraz.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":5.403200149536133} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2326,"date":1876,"orig":"Das Schreiben des Kapuziners, deſſen menſchenerfahrene Klugheit und ſchlaue Vorſicht der Oberſt zu gut kannte, um ſich über das Gewicht und den Ernſt dieſer Mittheilung zu täuſchen, deckte ihm in blitzartiger Beleuchtung die Windungen eines halsbrechenden Pfades auf.","norm":"Das Schreiben des Kapuziners, dessen menschenerfahrene Klugheit und schlaue Vorsicht der Oberst zu gut kannte, um sich über das Gewicht und den Ernst dieser Mitteilung zu täuschen, deckte ihm in blitzartiger Beleuchtung die Windungen eines halsbrechenden Pfades auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.471499919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2327,"date":1876,"orig":"Vielleicht hatte in ſchlimmen entmuthigten Stunden ſein Blick ſchon früher ſich zuweilen dahin verirrt, aber immer hatte er ihn mit einem Gefühl der Verachtung ſeiner ſelbſt erſchrocken und ekelnd wieder davon abgewandt.","norm":"Vielleicht hatte in schlimmen entmutigten Stunden sein Blick schon früher sich zuweilen dahin verirrt, aber immer hatte er ihn mit einem Gefühl der Verachtung seiner selbst erschrocken und ekelnd wieder davon abgewandt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7220001220703125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2328,"date":1876,"orig":"Dieſer Weg der Gefahr und Schande war das Bündniß mit Spanien.","norm":"Dieser Weg der Gefahr und Schande war das Bündnis mit Spanien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168399810791016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2329,"date":1876,"orig":"Jene Macht, die er von Kindheit an mit der ganzen Kraft ſeines jungen Herzens gehaßt, die er dann in vermeſſenem Jugendmuthe mit faſt wahnſinniger, vor keinem Greuel zurückbebender Leidenſchaft bekämpft, welcher er ſein ganzes Leben hindurch als Todfeind gegenüber geſtanden und deren eigennützige und wortbrüchige Politik er auch heute noch tief verachtete — ſie bot ihm die Hand.","norm":"Jene Macht, die er von Kindheit an mit der ganzen Kraft seines jungen Herzens gehasst, die er dann in vermessenem Jugendmute mit fast wahnsinniger, vor keinem Gräuel zurückbebender Leidenschaft bekämpft, welcher er sein ganzes Leben hindurch als Todfeind gegenüber gestanden und deren eigennützige und wortbrüchige Politik er auch heute noch tief verachtete — sie bot ihm die Hand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.514400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2330,"date":1876,"orig":"Er konnte dieſe Hand ergreifen — nicht in Treu und Glauben, wohl aber um ſich von ihr die franzöſiſche Schlinge löſen zu laſſen und ſie dann zurückzuſtoßen.","norm":"Er konnte diese Hand ergreifen — nicht in Treu und Glauben, wohl aber um sich von ihr die französische Schlinge lösen zu lassen und sie dann zurückzustoßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.280399799346924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2331,"date":1876,"orig":"Jetzt entſchloß er ſich dazu.","norm":"Jetzt entschloss er sich dazu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.90470004081726} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2332,"date":1876,"orig":"Langſam wandelte er auf der dunkeln Heerſtraße nach Thuſis zurück.","norm":"Langsam wandelte er auf der dunklen Heerstraße nach Thusis zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.975900173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2333,"date":1876,"orig":"Es ward ihm ſchwer zu brechen mit der ganzen Vergangenheit.","norm":"Es wurde ihm schwer zu brechen mit der ganzen Vergangenheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.929999828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2334,"date":1876,"orig":"Er wußte, daß er ſich ſelbſt in ſeinen Lebenstiefen damit zerbrach.","norm":"Er wusste, dass er sich selbst in seinen Lebenstiefen damit zerbrach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.602099895477295} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2335,"date":1876,"orig":"Dort jenſeits des Rheines im Domleſchg lag das Dörfchen Scharans, deſſen armer Pfarrer, ſein gottesfürchtiger Vater in Geradheit und Einfalt ihn aufgezogen und ihn zur Treue im proteſtantiſchen Glauben und zum Haſſe der ſpaniſchen Verführung ermahnt hatte.","norm":"Dort jenseits des Rheines im Domleschg lag das Dörfchen Scharans, dessen armer Pfarrer, sein gottesfürchtiger Vater in Geradheit und Einfalt ihn aufgezogen und ihn zur Treue im protestantischen Glauben und zum Hasse der spanischen Verführung ermahnt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.174600124359131} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2336,"date":1876,"orig":"Dort unfern davon ſtand der Thurm von Riedberg, wo er Pompejus Planta, der ſeiner Kindheit wohl gewollt, wegen der eigenſinnigen aber überzeugten und ehrlichen Parteinahme des ſtolzen Herrn für Spanien in ſeinem eigenen feſten Hauſe nächtlich überraſcht und erſchlagen hatte.","norm":"Dort unfern davon stand der Turm von Riedberg, wo er Pompejus Planta, der seiner Kindheit wohl gewollt, wegen der eigensinnigen aber überzeugten und ehrlichen Parteinahme des stolzen Herrn für Spanien in seinem eigenen festen Hause nächtlich überrascht und erschlagen hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098899841308594} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2337,"date":1876,"orig":"Was dort ſchimmerte waren die erhellten Fenſter der einſamen Lucretia . . .","norm":"Was dort schimmerte waren die erhellten Fenster der einsamen Lucretia . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.784999847412109} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2338,"date":1876,"orig":"Und wieder ſtürzten ſeine Gedanken in eine neue Bahn.","norm":"Und wieder stürzten seine Gedanken in eine neue Bahn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.42110013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2339,"date":1876,"orig":"Er ſelbſt konnte dem dringenden Rufe des mit Serbellonis Auftrag betrauten Pancraz jetzt unmöglich folgen.","norm":"Er selbst konnte dem dringenden Rufe des mit Serbellonis Auftrag betrauten Pankraz jetzt unmöglich folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.938799858093262} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2340,"date":1876,"orig":"Er mußte als verderblicher Dämon unter der Maske der Treue neben dem Herzog bleiben, als argwöhniſcher Wächter jede ſeiner Bewegungen beobachten und um jeden Preis verhindern, daß der ermattete Kranke ſeinen Feldherrnſtab nicht am Ende doch in die Hände Richelieus niederlege.","norm":"Er musste als verderblicher Dämon unter der Maske der Treue neben dem Herzog bleiben, als argwöhnischer Wächter jede seiner Bewegungen beobachten und um jeden Preis verhindern, dass der ermattete Kranke seinen Feldherrenstab nicht am Ende doch in die Hände Richelieus niederlege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.267600059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2341,"date":1876,"orig":"Wer aber konnte an ſeiner Stelle mit Serbelloni unterhandeln?","norm":"Wer aber konnte an seiner Stelle mit Serbelloni unterhandeln?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.226399898529053} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2342,"date":1876,"orig":"Allerdings nur einer, dem er traute wie ſich ſelbſt, aber dieſer Mann war nicht vorhanden. —","norm":"Allerdings nur einer, dem er traute wie sich selbst, aber dieser Mann war nicht vorhanden . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.521299839019775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2343,"date":1876,"orig":"Noch einmal blickte er nach den Fenſtern von Riedberg hinüber.","norm":"Noch einmal blickte er nach den Fenstern von Riedberg hinüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054299831390381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2344,"date":1876,"orig":"Ein ſchneller Gedanke durchfuhr ihn und ſtand nach einem Augenblicke der Ueberlegung als klarer Entſchluß in ihm feſt.","norm":"Ein schneller Gedanke durchfuhr ihn und stand nach einem Augenblicke der Überlegung als klarer Entschluss in ihm fest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.068099975585937} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2345,"date":1876,"orig":"Mit raſchen Schritten eilte er nach Thuſis zurück.","norm":"Mit raschen Schritten eilte er nach Thusis zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.509399890899658} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2346,"date":1876,"orig":"Vor der Herberge ſtand ein Haufen Marktleute, ſchweigſam und in gedrückter Stimmung, denn ſie hatten auf ihn und einen günſtigen Beſcheid vom Herzoge lange gewartet.","norm":"Vor der Herberge stand ein Haufen Marktleute, schweigsam und in gedrückter Stimmung, denn sie hatten auf ihn und einen günstigen Bescheid vom Herzoge lange gewartet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.764699935913086} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2347,"date":1876,"orig":"Der alte Lugnetzer trat ihm aus der im Dunkel zuſammengedrängten Gruppe entgegen mit der Frage auf den Lippen, die ihrer aller Gem��th beunruhigte.","norm":"Der alte Lugnetzer trat ihm aus der im Dunkel zusammengedrängten Gruppe entgegen mit der Frage auf den Lippen, die ihrer aller Gemüt beunruhigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.810400009155273} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2348,"date":1876,"orig":"Aber Jenatſch ließ ihn nicht zu Worte kommen.","norm":"Aber Jenatsch ließ ihn nicht zu Worte kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.251800060272217} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2349,"date":1876,"orig":"„Hört an, liebe Landsleute, und bewahrt es in einem feinen Herzen,“ rief er mit eindringlicher aber gedämpfter Stimme:","norm":"„Hört an, liebe Landsleute, und bewahrt es in einem feinen Herzen,“ rief er mit eindringlicher aber gedämpfter Stimme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.915800094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2350,"date":1876,"orig":"„Der Winter ſteht vor der Thür; bleibet ruhig daheim in Euern Dörfern und erharret den Lenz.","norm":"„Der Winter steht vor der Tür; bleibt ruhig daheim in Euren Dörfern und erharret den Lenz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.710999965667725} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2351,"date":1876,"orig":"Kommt die Schneeſchmelze zu Anfang des Märzen, dann machet Euch und Eure Ehrenwaffen bereit.","norm":"Kommt die Schneeschmelze zu Anfang des Märzen, dann macht Euch und Eure Ehrenwaffen bereit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5304999351501465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2352,"date":1876,"orig":"Ich lade Euch zu einem Tage nach Chur.","norm":"Ich lade Euch zu einem Tage nach Kür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.89769983291626} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2353,"date":1876,"orig":"Stunde und Loſung wird Euch noch geſagt werden.","norm":"Stunde und Losung wird Euch noch gesagt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151500225067139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2354,"date":1876,"orig":"Dort richten wir im Namen Gottes den drei Bünden ihre alte Freiheit wieder auf!“ —","norm":"Dort richten wir im Namen Gottes den drei Bünden ihre alte Freiheit wieder auf!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.542699813842773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2355,"date":1876,"orig":"Die Leute hatten in feierlichem Schweigen zugehört.","norm":"Die Leute hatten in feierlichem Schweigen zugehört.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.500500202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2356,"date":1876,"orig":"Als Jenatſch geendigt, dauerte die Stille noch eine Weile fort.","norm":"Als Jenatsch geendigt, dauerte die Stille noch eine Weile fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9446001052856445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2357,"date":1876,"orig":"Dann begannen ſie die Sache flüſternd ſich auszulegen, bis ſie tief in der Nacht auf ihre Heimwege ſich zerſtreuten.","norm":"Dann begannen sie die Sache flüsternd sich auszulegen, bis sie tief in der Nacht auf ihre Heimwege sich zerstreuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.383699893951416} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2358,"date":1876,"orig":"Aber er, der zu ihnen geredet, ſtand nicht mehr in ihrem Kreiſe.","norm":"Aber er, der zu ihnen geredet, stand nicht mehr in ihrem Kreise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.176799774169922} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2359,"date":1876,"orig":"Der Oberſt Guler hatte ihn weggeholt und ſtreckte ihm jetzt in der Gaſtſtube inmitten der Offiziere ein Papier und eine eingetunkte Feder entgegen.","norm":"Der Oberst Guler hatte ihn weggeholt und streckte ihm jetzt in der Gaststube inmitten der Offiziere ein Papier und eine eingetunkte Feder entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.982399940490723} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2360,"date":1876,"orig":"„Da iſt der Pact — nach Soldatenart kurz gefaßt“ — ſagte er, „haſt Du noch die edle Courage, deren Du Dich heute berühmteſt, Ventrebleu, ſo unterſchreib' ihn.“","norm":"„Da ist der Pakt — nach Soldatenart kurz gefasst“ — sagte er, „hast Du noch die edle Courage, deren Du Dich heute berühmtest, Ventrebleu, so unterschreib ihn .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353400230407715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2361,"date":1876,"orig":"Der Angeſprochene ſtellte ſich unter den Leuchter und las:","norm":"Der Angesprochene stellte sich unter den Leuchter und las:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.241300106048584} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2362,"date":1876,"orig":"„Wenn der rückſtändige Sold der bündneriſchen Regimenter binnen Jahresfriſt von Frankreich nicht ausgezahlt wird, haftet den Bündneroberſten für ihr Guthaben, ſei es Ganzes oder Reſt, der Endunterzeichnete mit ſeinem ſämmtlichen liegenden und fahrenden Gut.“","norm":"„Wenn der rückständige Sold der bündnerischen Regimenter binnen Jahresfrist von Frankreich nicht ausgezahlt wird, haftet den Bündnerobersten für ihr Guthaben, sei es Ganzes oder Rest, der Endunterzeichnete mit seinem sämtlichen liegenden und fahrenden Gut .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.097799777984619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2363,"date":1876,"orig":"Jenatſch ergriff die Feder, ſtrich die zwei einzigen Worte: „von Frankreich“, und unterſchrieb.","norm":"Jenatsch ergriff die Feder, strich die zwei einzigen Worte: „von Frankreich“, und unterschrieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.540200233459473} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2364,"date":1876,"orig":"Sechstes Kapitel.","norm":"Sechstes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.567300081253051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2365,"date":1876,"orig":"Kurze Zeit, nachdem Schweſter Perpetua den ihrer Klugheit als ſehr wichtig empfohlenen Brief des abweſenden Beichtigers glücklich beſtellt hatte, trippelte ſie, ein Arzneikörbchen am Arme und eine kleine Hornlaterne in der Hand, über die Rheinbrücke bei dem Dorfe Sils.","norm":"Kurze Zeit, nachdem Schwester Perpetua den ihrer Klugheit als sehr wichtig empfohlenen Brief des abwesenden Beichtigers glücklich bestellt hatte, trippelte sie, ein Arzneikörbchen am Arme und eine kleine Hornlaterne in der Hand, über die Rheinbrücke bei dem Dorfe Sils.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.420499801635742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2366,"date":1876,"orig":"Jenſeits derſelben beſaß das Kloſter einen Hof, deſſen Pächter krank darniederlag.","norm":"Jenseits derselben besaß das Kloster einen Hof, dessen Pächter krank daniederlag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039599895477295} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2367,"date":1876,"orig":"Die Heilkundige war heute für den vom Fieber geſchwächten Mann durch eines ſeiner Kinder, das die Kloſterſchule beſuchte, um Rath und Hilfe angerufen worden.","norm":"Die Heilkundige war heute für den vom Fieber geschwächten Mann durch eines seiner Kinder, das die Klosterschule besuchte, um Rat und Hilfe angerufen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.235899925231934} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2368,"date":1876,"orig":"Sie ſcheute den nächtlichen Gang nicht, — ſo wenig, daß ſie, nachdem der Sieche ſich ihrer Tröſtungen erfreut, ſtatt das Angeſicht wieder der Brücke und ihrem Kloſter zuzuwenden, auf dunkeln, aber ihr wohlbekannten Straßen in der Richtung weiter eilte, aus welcher ihr die Lichter des Schloſſes Riedberg entgegenſchimmerten.","norm":"Sie scheute den nächtlichen Gang nicht, — so wenig, dass sie, nachdem der Sieche sich ihrer Tröstungen erfreut, statt das Angesicht wieder der Brücke und ihrem Kloster zuzuwenden, auf dunklen, aber ihr wohlbekannten Straßen in der Richtung weiter eilte, aus welcher ihr die Lichter des Schlosses Riedberg entgegenschimmerten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.705599784851074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2369,"date":1876,"orig":"Schon klopfte ſie ans Thor, das der alte Lucas ihr brummend aufſchloß, und bald darauf ſaß ſie neben der edeln Herrin in einem alterthümlich ſchmuckloſen, aber lieblich erleuchteten Gemache vor einem herbſtlichen Kaminfeuer und trocknete die vom Nachtthaue durchnäßten Ränder ihres Kloſtergewandes, dir ſchweigſame Lucretia mit erbaulichen Geſprächen ergötzend.","norm":"Schon klopfte sie ans Tor, das der alte Lucas ihr brummend aufschloss, und bald darauf saß sie neben der edlen Herrin in einem altertümlich schmucklosen, aber lieblich erleuchteten Gemache vor einem herbstlichen Kaminfeuer und trocknete die vom Nachttau durchnässten Ränder ihres Klostergewandes, dir schweigsame Lucretia mit erbaulichen Gesprächen ergötzend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.028200149536133} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2370,"date":1876,"orig":"Das Schreiben des Paters, von deſſen Ueberredungsgeiſt die Nonne eine hohe Meinung hatte, die flüchtige Erſcheinung des Oberſten vor der Kloſterpforte, das glänzende Geldſtück, das er der kleinen barfüßigen Botin gereicht, arbeiteten in ihrer frommen Einbildungskraft.","norm":"Das Schreiben des Paters, von dessen Überredungsgeist die Nonne eine hohe Meinung hatte, die flüchtige Erscheinung des Obersten vor der Klosterpforte, das glänzende Geldstück, das er der kleinen barfüßigen Botin gereicht, arbeiteten in ihrer frommen Einbildungskraft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.112800121307373} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2371,"date":1876,"orig":"Dies Alles hatte ſie, der Himmel weiß durch welche Gedankenverknüpfungen, bewogen, dem Fräulein unverzüglich einen nächtlichen Beſuch abzuſtatten und dieſe Ereigniſſe haarklein zu erzählen.","norm":"Dies alles hatte sie, der Himmel weiß durch welche Gedankenverknüpfungen, bewogen, dem Fräulein unverzüglich einen nächtlichen Besuch abzustatten und diese Ereignisse haarklein zu erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.939499855041504} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2372,"date":1876,"orig":"Der Oberſt war, meinte ſie, wie ein von Gewiſſensbiſſen gefolterter Kain um die Mauern der heiligen Zufluchtsſtätte geirrt.","norm":"Der Oberst war, meinte sie, wie ein von Gewissensbissen gefolterter Kain um die Mauern der heiligen Zufluchtsstätte geirrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.324999809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2373,"date":1876,"orig":"Sie würde lobpreiſen und anbeten, aber nicht erſtaunen, wenn Gott hier ein großes Wunder vorbereitete, um dieſen wüthenden Feind des chriſtkatholiſchen Glaubens, den Ketzern zum beſchämenden Zeichen, in den Schooß der allein ſeligmachenden Kirche zurückzuführen.","norm":"Sie würde lobpreisen und anbeten, aber nicht erstaunen, wenn Gott hier ein großes Wunder vorbereitete, um diesen wütenden Feind des christkatholischen Glaubens, den Ketzern zum beschämenden Zeichen, in den Schoß der allein seligmachenden Kirche zurückzuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.964400053024292} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2374,"date":1876,"orig":"Da Lucretia nach ihrer ſtillen Weiſe nur mit einem traurigen Lächeln darauf antwortete, fuhr die fromme Schweſter mit ſteigendem Eifer fort: „Bleibet, liebe Tochter, nicht kalt und ungläubig vor der glückſeligen Ausſicht auf die mögliche Bekehrung eines ſo gewaltigen Sünders!","norm":"Da Lucretia nach ihrer stillen Weise nur mit einem traurigen Lächeln darauf antwortete, fuhr die fromme Schwester mit steigendem Eifer fort: „Bleibt, liebe Tochter, nicht kalt und ungläubig vor der glückseligen Aussicht auf die mögliche Bekehrung eines so gewaltigen Sünders!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.186399936676025} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2375,"date":1876,"orig":"Betet lieber, daß dies Unerhörte geſchehe!","norm":"Betet lieber, dass dies Unerhörte geschehe!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.581999778747559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2376,"date":1876,"orig":"Denn Euer Gebet, Fräulein Lucretia, die Ihr den blutigen Mann nach dem natürlichen Menſchen haſſen und verabſcheuen müßt, wäre allerdings bei den Heiligen beſonders wirkſam und ihnen als ein ſchmerzliches Opfer vorzüglich angenehm.","norm":"Denn Euer Gebet, Fräulein Lucretia, die Ihr den blutigen Mann nach dem natürlichen Menschen hassen und verabscheuen müsst, wäre allerdings bei den Heiligen besonders wirksam und ihnen als ein schmerzliches Opfer vorzüglich angenehm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0802001953125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2377,"date":1876,"orig":"Noch kräftiger wäre es freilich, wenn Ihr dieſes Gebet als verlobte Braut Gottes mit einem durch das dreifache Gelübde von allen weltlichen Erinnerungen gelöſten Herzen darbringen könntet.“","norm":"Noch kräftiger wäre es freilich, wenn Ihr dieses Gebet als verlobte Braut Gottes mit einem durch das dreifache Gelübde von allen weltlichen Erinnerungen gelösten Herzen darbringen könntet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.322800159454346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2378,"date":1876,"orig":"Schweſter Perpetua ſagte dies mit einem tiefen Seufzer und machte ſich in Erwartung einer Antwort, die ausblieb, mit dem Feuer zu ſchaffen.","norm":"Schwester Perpetua sagte dies mit einem tiefen Seufzer und machte sich in Erwartung einer Antwort, die ausblieb, mit dem Feuer zu schaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.815000057220459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2379,"date":1876,"orig":"Ach, ihr war nicht entgangen, daß der klöſterliche Beruf Lucretia's, an den ſie unentwegt glaubte, dieſer noch immer nicht klar geworden, ja ſeit die Verwaiſte in ihr väterliches Haus eingezogen, ihr wieder mehr in die Ferne gerückt war.","norm":"Ach, ihr war nicht entgangen, dass der klösterliche Beruf Lucretias, an den sie unentwegt glaubte, dieser noch immer nicht klar geworden, ja seit die Verwaiste in ihr väterliches Haus eingezogen, ihr wieder mehr in die Ferne gerückt war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.0802001953125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2380,"date":1876,"orig":"Sie ſtand allein unter dem in dieſen kriegeriſchen Zeitläuften verwilderten Schloßgeſinde und den verarmten über die franzöſiſche Bedrückung tägliche Klagen vor ihr Ohr bringenden Dorfleuten.","norm":"Sie stand allein unter dem in diesen kriegerischen Zeitläuften verwilderten Schlossgesinde und den verarmten über die französische Bedrückung tägliche Klagen vor ihr Ohr bringenden Dorfleuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.186200141906738} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2381,"date":1876,"orig":"Und dieſe Einſamkeit that ihr offenbar nicht wohl.","norm":"Und diese Einsamkeit tat ihr offenbar nicht wohl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046199798583984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2382,"date":1876,"orig":"Da war Lucas, der rachſüchtige Graubart, der das ſchwarze Kreuz an der Mordmauer nicht erblaſſen ließ, und der das immer ſcharf gehaltene Todesbeil wie eine Reliquie in einer wurmſtichigen Eichentruhe ſorgfältig verwahrt hielt.","norm":"Da war Lucas, der rachsüchtige Graubart, der das schwarze Kreuz an der Mordmauer nicht erblassen ließ, und der das immer scharf gehaltene Todesbeil wie eine Reliquie in einer wurmstichigen Eichentruhe sorgfältig verwahrt hielt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.013400077819824} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2383,"date":1876,"orig":"Das Fräulein mußte, fürchtete die Schweſter, immer tiefer in ſich ſelbſt und die ihr Gemüth von allen Seiten umrankenden, jeden neuen Lebenskeim erſtickenden Erinnerungen verſinken.","norm":"Das Fräulein musste, fürchtete die Schwester, immer tiefer in sich selbst und die ihr Gemüt von allen Seiten umrankenden, jeden neuen Lebenskeim erstickenden Erinnerungen versinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.780900001525879} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2384,"date":1876,"orig":"Sie konnte den Riß nicht überwinden, der Altes und Neues für ſie trennte.","norm":"Sie konnte den Riss nicht überwinden, der Altes und Neues für sie trennte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.279600143432617} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2385,"date":1876,"orig":"Sie lebte wenig in der Wirklichkeit, ſondern verkehrte im Geiſte mit ihrem todten Vater, von deſſen Gemüthsart ſie viel geerbt hatte, und dem ſie mit jedem Jahre in auffallender Weiſe auch in ihrem Ausſehen ähnlicher wurde.","norm":"Sie lebte wenig in der Wirklichkeit, sondern verkehrte im Geiste mit ihrem toten Vater, von dessen Gemütsart sie viel geerbt hatte, und dem sie mit jedem Jahre in auffallender Weise auch in ihrem Aussehen ähnlicher wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.008800029754639} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2386,"date":1876,"orig":"Es war dieſelbe Pracht der Geſtalt, dieſelbe ſtolze Haltung.","norm":"Es war dieselbe Pracht der Gestalt, dieselbe stolze Haltung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.616199970245361} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2387,"date":1876,"orig":"Ihr Ohm, der Freiherr Rudolf, war in der Verbannung geſtorben und ſie hatte außer ſeinem niedrig geſinnten und eigennützigen Sohne keine nähern Sippen.","norm":"Ihr Ohm, der Freiherr Rudolf, war in der Verbannung gestorben und sie hatte außer seinem niedrig gesinnten und eigennützigen Sohne keine nähern Sippen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.883500099182129} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2388,"date":1876,"orig":"Eine Verwandte ihrer Mutter lebte noch in Chur, und ſie pflegte ſie zu beſuchen; aber dieſe Gräfin Travers war durch ſchwere Schickſale und ein überlanges Leben verſteinert und wenn auch gut katholiſch, kaum mehr als ein ſtumpfes Echo längſt verſchollener Tage.","norm":"Eine Verwandte ihrer Mutter lebte noch in Kür, und sie pflegte sie zu besuchen; aber diese Gräfin Travers war durch schwere Schicksale und ein überlanges Leben versteinert und wenn auch gut katholisch, kaum mehr als ein stumpfes Echo längst verschollener Tage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.892199993133545} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2389,"date":1876,"orig":"Daß Lucretia mit den Juvalta auf Fürſtenau und dem auf den andern Nachbarſchlöſſern ſitzenden Adel keinen Umgang pflog, das freilich konnte ihr Perpetua unmöglich verdenken, denn jene Alle waren Proteſtanten und gehörten zu der franzöſiſchen Partei.","norm":"Dass Lucretia mit den Juvalta auf Fürstenau und dem auf den anderen Nachbarschlössern sitzenden Adel keinen Umgang pflog, das freilich konnte ihr Perpetua unmöglich verdenken, denn jene alle waren Protestanten und gehörten zu der französischen Partei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.163899898529053} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2390,"date":1876,"orig":"So war Lucretia völlig allein, warum denn verließ ſie ihren düſtern einſamen Pfad nicht?","norm":"So war Lucretia völlig allein, warum denn verließ sie ihren düstern einsamen Pfad nicht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.036600112915039} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2391,"date":1876,"orig":"Warum trat ſie nicht in die Gemeinſchaft der demüthigen Töchter des heiligen Dominicus?","norm":"Warum trat sie nicht in die Gemeinschaft der demütigen Töchter des heiligen Dominicus?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.600800037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2392,"date":1876,"orig":"Während die Schweſter dergeſtalt dieſen ihren Lieblingsgedankengang durcheilte, drehte Lucretia ſchweigend ihre Spindel und verfolgte einen andern.","norm":"Während die Schwester dergestalt diesen ihren Lieblingsgedankengang durcheilte, drehte Lucretia schweigend ihre Spindel und verfolgte einen anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436500072479248} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2393,"date":1876,"orig":"Sie fragte ihr Herz, wie es denn möglich ſei, daß Jürg in ſeiner wildeſten blutigſten Zeit ihrem Gefühl und Verſtändniſſe weniger fremd geweſen, als jetzt, da er in den Räthen des Landes und im Heergefolge des franzöſiſchen Herzogs unter die Geachteten und Angeſehenen zählte.","norm":"Sie fragte ihr Herz, wie es denn möglich sei, dass Jürg in seiner wildesten blutigsten Zeit ihrem Gefühl und Verständnisse weniger fremd gewesen, als jetzt, da er in den Räten des Landes und im Heergefolge des französischen Herzogs unter die Geachteten und Angesehenen zählte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7881999015808105} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2394,"date":1876,"orig":"Zweimal ſeit ihrer Heimkehr hatte ſie Georg, wenn ſie zu Beſuch bei ihrer Muhme in Chur war, von ferne erblickt.","norm":"Zweimal seit ihrer Heimkehr hatte sie Georg, wenn sie zu Besuch bei ihrer Muhme in Kür war, von ferne erblickt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.749800205230713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2395,"date":1876,"orig":"Eines Abends ſtand ſie neben dem Lehnſtuhle der alten Dame und ſchaute durch das eiſerne Laubwerk am Gitterkorb des Fenſters, während der Sonnenſchein gradweiſe das Pflaſter des Platzes verließ und nur noch auf dem ſprudelnden Waſſer des Marktbrunnens blitzte.","norm":"Eines Abends stand sie neben dem Lehnstuhle der alten Dame und schaute durch das eiserne Laubwerk am Gitterkorb des Fensters, während der Sonnenschein gradweise das Pflaster des Platzes verließ und nur noch auf dem sprudelnden Wasser des Marktbrunnens blitzte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.168700218200684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2396,"date":1876,"orig":"Der Oberſt ſchritt längs der gegenüberſtehenden Häuſerreihe auf und nieder an der Seite einer gravitätiſchen Magiſtratsperſon, die jedes Wort, das von ſeinen Lippen fiel mit begieriger Aufmerkſamkeit anhörte und ſeine Ausſprüche mit beiſtimmendem Kopfnicken begleitete.","norm":"Der Oberst schritt längs der gegenüberstehenden Häuserreihe auf und nieder an der Seite einer gravitätischen Magistratsperson, die jedes Wort, das von seinen Lippen fiel mit begieriger Aufmerksamkeit anhörte und seine Aussprüche mit beistimmendem Kopfnicken begleitete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6392998695373535} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2397,"date":1876,"orig":"Es ſchien ſich um einen ſchweren Rechtsfall zu handeln.","norm":"Es schien sich um einen schweren Rechtsfall zu handeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.482899904251098} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2398,"date":1876,"orig":"Ein andermal umgab den Oberſten ein Kreis franzöſiſcher Edelleute, mit denen er nach der Mittagstafel in ſchneller, luſtiger Scherzrede ſich erging. —","norm":"Ein andermal umgab den Obersten ein Kreis französischer Edelleute, mit denen er nach der Mittagstafel in schneller, lustiger Scherzrede sich erging . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.269499778747559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2399,"date":1876,"orig":"Immer aber klang es ſo hell von ſeinem Munde und leuchtete es ſo geiſtvoll von ſeiner Stirn, daß er als einer jener ſeltenen Günſtlinge des Glückes erſchien, die ſich alle Wege des Erfolges zu öffnen und zu ebnen wiſſen und die das Vergangene und Unabänderliche wie eine läſtige Feſſel abwerfen.","norm":"Immer aber klang es so hell von seinem Munde und leuchtete es so geistvoll von seiner Stirn, dass er als einer jener seltenen Günstlinge des Glückes erschien, die sich alle Wege des Erfolges zu öffnen und zu ebnen wissen und die das Vergangene und Unabänderliche wie eine lästige Fessel abwerfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.834399938583374} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2400,"date":1876,"orig":"Ich weiß es jetzt — geſtand ſie ſich — dieſer Freund von Jedermann iſt nicht der Jürg mehr, den ich liebte, — nicht der ſcheu verwegene Knabe mit den dunkeln verſchwiegenen Augen, der mein Beſchützer war, — nicht der zornig Dahinbrauſende, der mein Glück wie ein die Ufer zerreißender Wildbach in Trümmer warf, — nicht der Mann, gegen den ich in meinen Racheträumen die Hand erhob, — nicht der Traute, den ich nach Jahren des Jammers auf dem Bernhardin wieder zu erkennen glaubte und in die Arme ſchloß, — nein!","norm":"Ich weiß es jetzt — gestand sie sich — dieser Freund von jedermann ist nicht der Jürg mehr, den ich liebte, — nicht der scheu verwegene Knabe mit den dunklen verschwiegenen Augen, der mein Beschützer war, — nicht der zornig Dahinbrausende, der mein Glück wie ein die Ufer zerreißender Wildbach in Trümmer warf, — nicht der Mann, gegen den ich in meinen Racheträumen die Hand erhob, — nicht der Traute, den ich nach Jahren des Jammers auf dem Bernhardin wiederzuerkennen glaubte und in die Arme schloss, — nein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.892899990081787} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2401,"date":1876,"orig":"es iſt ein weltgewandter Höfling, ein berechnender Staatsmann aus ihm geworden . . .","norm":"es ist ein weltgewandter Höfling, ein berechnender Staatsmann aus ihm geworden . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.981100082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2402,"date":1876,"orig":"Er will ſich von mir ſcheiden und loskaufen, darum gab er mir mein Riedberg wieder.","norm":"Er will sich von mir scheiden und loskaufen, darum gab er mir mein Riedberg wieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100100040435791} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2403,"date":1876,"orig":"Er ſcheut mich wie einen Vorwurf, er flieht mein Antlitz wie das einer Todten! —","norm":"Er scheut mich wie einen Vorwurf, er flieht mein Antlitz wie das einer Toten! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793099880218506} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2404,"date":1876,"orig":"Und ſie vergaß, daß ſie ſelbſt ihn drohend beſchworen, die Schwelle ihres Hauſes nimmermehr zu überſchreiten. —","norm":"Und sie vergaß, dass sie selbst ihn drohend beschworen, die Schwelle ihres Hauses nimmermehr zu überschreiten . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3805999755859375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2405,"date":1876,"orig":"„Heilige Mutter Gottes, was iſt das für ein Lärm!“ fuhr jetzt Schweſter Perpetua auf, denn im Schloßzwinger erſcholl ein raſendes Gebell der Hofhunde.","norm":"„Heilige Mutter Gottes, was ist das für ein Lärm!“ fuhr jetzt Schwester Perpetua auf, denn im Schlosszwinger erscholl ein rasendes Gebell der Hofhunde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.407700061798096} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2406,"date":1876,"orig":"Man hörte das Schelten der ſie beſchwichtigenden Knechte, dazwiſchen wiederholte Schläge gegen das Thor und, als Lucretia das Fenſter öffnete, eine mit langſamer Bedenklichkeit geführte Unterhandlung zwiſchen Lucas und der gebieteriſchen Stimme eines Einlaß Begehrenden.","norm":"Man hörte das Schelten der sie beschwichtigenden Knechte, dazwischen wiederholte Schläge gegen das Tor und, als Lucretia das Fenster öffnete, eine mit langsamer Bedenklichkeit geführte Unterhandlung zwischen Lucas und der gebieterischen Stimme eines Einlass begehrenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135000228881836} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2407,"date":1876,"orig":"Nun erſchien der Alte ſelber mit der beſtürzteſten Miene, deren ſeine felſenharten Züge fähig waren.","norm":"Nun erschien der Alte selber mit der bestürztesten Miene, deren seine felsenharten Züge fähig waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.781899929046631} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2408,"date":1876,"orig":"„Es verlangt Einer allein mit Euch zu reden, Fräulein“","norm":"„Es verlangt Einer allein mit Euch zu reden, Fräulein“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.391499996185303} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2409,"date":1876,"orig":". . . . ſagte er, „der Oberſt Jenatſch, den Gott ſtrafe!“","norm":". . . . sagte er, „der Oberst Jenatsch, den Gott strafe!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.5802001953125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2410,"date":1876,"orig":"— ſetzte er leiſer und mit innerer Empörung hinzu.","norm":"— setzte er leiser und mit innerer Empörung hinzu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.18310022354126} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2411,"date":1876,"orig":"Lucretia ſtand groß und bleich.","norm":"Lucretia stand groß und 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Jenatſch ſtand vor Lucretia mit entſchloſſenem freudigen Antlitz und grüßte ſie als Bekannte, doch mit großer Ehrerbietung.","norm":"Rasche Schritte näherten sich und Georg Jenatsch stand vor Lucretia mit entschlossenem freudigen Antlitz und grüßte sie als Bekannte, doch mit großer Ehrerbietung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.584499835968018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2418,"date":1876,"orig":"Schweſter Perpetua betrachtete mit einem Ausdrucke frommer Einfalt, aber den ſchärfſten Blicken ihrer halbgeſchloſſenen Augen die beiden großen Geſtalten — und ſie wunderte ſich.","norm":"Schwester Perpetua betrachtete mit einem Ausdrucke frommer Einfalt, aber den schärfsten Blicken ihrer halb geschlossenen Augen die beiden großen Gestalten — und sie wunderte sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.889699935913086} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2419,"date":1876,"orig":"Kein Kainszeichen war auf der hohen offenen Stirn des Oberſten zu entdecken, und — merkwürdig — das Fräulein ſtand neben ihm mit ſtrahlenden Augen, kühn und trotzig, wie einſt Herr Pompejus geblickt, und ſchien zur Höhe ihres gewaltigen Feindes emporzuwachſen.","norm":"Kein Kainszeichen war auf der hohen offenen Stirn des Obersten zu entdecken, und — merkwürdig — das Fräulein stand neben ihm mit strahlenden Augen, kühn und trotzig, wie einst Herr Pompejus geblickt, und schien zur Höhe ihres gewaltigen Feindes emporzuwachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.396999835968018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2420,"date":1876,"orig":"Das von Perpetua ſehnlich erwartete Geſpräch jedoch begann nicht.","norm":"Das von Perpetua sehnlich erwartete Gespräch jedoch begann nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134500026702881} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2421,"date":1876,"orig":"Die Schloßherrin richtete das Wort an Lucas, der mit drohender Miene an der Thüre ſtehen geblieben war:","norm":"Die Schlossherrin richtete das Wort an Lucas, der mit drohender Miene an der Türe stehen geblieben war:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.101799964904785} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2422,"date":1876,"orig":"„Die fromme Schweſter begehrt nach Haus.","norm":"„Die fromme Schwester begehrt nach Haus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.959499835968018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2423,"date":1876,"orig":"Die Nacht iſt dunkel und der Weg weit.","norm":"Die Nacht ist dunkel und der Weg weit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.664599895477295} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2424,"date":1876,"orig":"Begleite ſie mindeſtens bis jenſeits der baufälligen Rheinbrücke.“","norm":"Begleite sie mindestens bis jenseits der baufälligen Rheinbrücke .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.289599895477295} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2425,"date":1876,"orig":"Und damit nahm das Fräulein von Perpetua herzlichen Abſchied.","norm":"Und damit nahm das Fräulein von Perpetua herzlichen Abschied.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.524799823760986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2426,"date":1876,"orig":"So ſtand die Schweſter, ehe ſie ſich deſſen verſah, am Hofthore, Lucas aber entzündete eine Pechfackel und ſchritt mit der rauchenden Leuchte vor ihr her in die Nacht hinaus.","norm":"So stand die Schwester, ehe sie sich dessen versah, am Hoftore, Lucas aber entzündete eine Pechfackel und schritt mit der rauchenden Leuchte vor ihr her in die Nacht hinaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.489500045776367} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2427,"date":1876,"orig":"„Jetzt ſchickt ſie mich weg,“ murrte er hörbar, als wollte er es der frommen Schweſter klagen, „und es wäre gerade der rechte Ort und Augenblick!“","norm":"„Jetzt schickt sie mich weg,“ murrte er hörbar, als wollte er es der frommen Schwester klagen, „und es wäre gerade der rechte Ort und Augenblick!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.35860013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2428,"date":1876,"orig":"Als Jenatſch mit dem Fräulein allein war und ihm gegenüber am Feuer ſaß, begann er mit kurzen klaren Worten:","norm":"Als Jenatsch mit dem Fräulein allein war und ihm gegenüber am Feuer saß, begann er mit kurzen klaren Worten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05590009689331} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2429,"date":1876,"orig":"„Ihr ſeid gerechtermaßen erſtaunt, Lucretia, daß ich das Haus Eures Vaters betrete.","norm":"„Ihr seid Gerechtemaßen erstaunt, Lucretia, dass ich das Haus Eures Vaters betrete.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.237800121307373} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2430,"date":1876,"orig":"Doch ich weiß, Ihr traut mir zu, daß ich nicht gekommen bin, Euch zu verwirren mit Wünſchen, die ich in meinem geheimſten Herzen gefangen halte, — ſonſt hättet Ihr mich nicht in den wiederhergeſtellten Burgfrieden von Riedberg eingelaſſen.","norm":"Doch ich weiß, Ihr traut mir zu, dass ich nicht gekommen bin, Euch zu verwirren mit Wünschen, die ich in meinem geheimsten Herzen gefangen halte, — sonst hättet Ihr mich nicht in den wiederhergestellten Burgfrieden von Riedberg eingelassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.799999952316284} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2431,"date":1876,"orig":"— Und doch komme ich, etwas von Euch zu verlangen — einen großen Dienſt, den Ihr mir leiſten werdet, wenn Ihr unſer Land ſo lieb habt, wie ich von Euch glaube und wie ich ſelbſt es liebe; denn an meiner Statt müßt Ihr handeln.","norm":"— Und doch komme ich, etwas von Euch zu verlangen — einen großen Dienst, den Ihr mir leisten werdet, wenn Ihr unser Land so lieb habt, wie ich von Euch glaube und wie ich selbst es liebe; denn an meiner Statt müsst Ihr handeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6159000396728516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2432,"date":1876,"orig":"— Ich ſchließe ein Bündniß mit Spanien.","norm":"— Ich schließe ein Bündnis mit Spanien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162199974060059} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2433,"date":1876,"orig":"Dies iſt unſere einzige Rettung.","norm":"Dies ist unsere einzige Rettung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.787400007247925} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2434,"date":1876,"orig":"Richelieu verräth uns und der gute Herzog iſt ſein Spielzeug — ein ſchönes Scheinbild, womit der Gewiſſenloſe uns täuſcht und blendet. —","norm":"Richelieu verrät uns und der gute Herzog ist sein Spielzeug — ein schönes Scheinbild, womit der Gewissenlose uns täuscht und blendet . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.366799831390381} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2435,"date":1876,"orig":"Aber wer knüpft das rettende Tau? —","norm":"Aber wer knüpft das rettende Tau? —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.922699928283691} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2436,"date":1876,"orig":"Ich ſelbſt kann hier nicht fort, weil ich unſer Volk zum Bewußtſein der über ihm ſchwebenden Gefahr aufwecken und den Herzog, den ich als Pfand behalte, mit Beweiſen meiner Ergebenheit einſchläfern muß . . . . . . Ihr ſtaunt, daß ich, Spaniens Feind, zu dieſem Gifte greife!","norm":"Ich selbst kann hier nicht fort, weil ich unser Volk zum Bewusstsein der über ihm schwebenden Gefahr aufwecken und den Herzog, den ich als Pfand behalte, mit Beweisen meiner Ergebenheit einschläfern muss . . . . . . Ihr staunt, dass ich, Spaniens Feind, zu diesem Gifte greife!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.37529993057251} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2437,"date":1876,"orig":". . . . . Wundert Euch","norm":". . . . . Wundert Euch","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"no","lang_de":0,"norm_lmscore":5.044300079345703} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2438,"date":1876,"orig":"nicht.","norm":"nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.017199993133545} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2439,"date":1876,"orig":"Wenn ich nicht meine Vergangenheit zerſtöre und mein altes Ich von mir werfe, ſo kann ich nicht meines Landes Erlöſer ſein und Bünden iſt verloren.","norm":"Wenn ich nicht meine Vergangenheit zerstöre und mein altes Ich von mir werfe, so kann ich nicht meines Landes Erlöser sein und Bünden ist verloren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.616199970245361} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2440,"date":1876,"orig":"Serbelloni erwartet mich ſelbſt, oder Einen, dem ich traue, wie mir ſelber, — wenn ich, ſagt er, einen ſolchen kenne. —","norm":"Serbelloni erwartet mich selbst, oder Einen, dem ich traue, wie mir selber, — wenn ich, sagt er, einen solchen kenne . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.019000053405762} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2441,"date":1876,"orig":"Ich traue nur Euch.“","norm":"Ich traue nur Euch .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.576499938964844} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2442,"date":1876,"orig":"Lucretia richtete den Blick mit zweifelnder Frage auf das von der Flamme beleuchtete, altbekannte Antlitz und las darin die höchſte Spannung der Thatkraft und einen tödtlichen Ernſt.","norm":"Lucretia richtete den Blick mit zweifelnder Frage auf das von der Flamme beleuchtete, altbekannte Antlitz und las darin die höchste Spannung der Tatkraft und einen tödlichen Ernst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899600028991699} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2443,"date":1876,"orig":"„Ihr wißt, Jenatſch,“ ſagte ſie, „welcher Partei mein Vater angehörte, wie und warum er ſtarb.","norm":"„Ihr wisst, Jenatsch,“ sagte sie, „welcher Partei mein Vater angehörte, wie und warum er starb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.238100051879883} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2444,"date":1876,"orig":"Ihr wißt, wie ich ihm glaubte und ihn liebte.","norm":"Ihr wisst, wie ich ihm glaubte und ihn liebte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.579299926757812} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2445,"date":1876,"orig":"Ich konnte mich nie mit Gedanken befreunden, die nicht die ſeinigen waren.","norm":"Ich konnte mich nie mit Gedanken befreunden, die nicht die seinigen waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9305999279022212} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2446,"date":1876,"orig":"So iſt das franzöſiſche Weſen — trotz der väterlichen Güte des Herzogs gegen mich Heimatloſe — mir immer fern und fremd geblieben.","norm":"So ist das französische Wesen — trotz der väterlichen Güte des Herzogs gegen mich Heimatlose — mir immer fern und fremd geblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162399768829346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2447,"date":1876,"orig":"Ich habe mich nie darin zurecht gefunden.","norm":"Ich habe mich nie darin zurechtgefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.703500032424926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2448,"date":1876,"orig":"Ihr aber ſeid von Spanien durch viele Blutſchuld von Alters her getrennt.","norm":"Ihr aber seid von Spanien durch viele Blutschuld von Alters her getrennt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.946300029754639} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2449,"date":1876,"orig":"Ihr, Jürg, verdankt dem guten Herzog das Leben und Euern Ruhm!","norm":"Ihr, Jürg, verdankt dem guten Herzog das Leben und Euren Ruhm!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424200057983398} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2450,"date":1876,"orig":"Er hat Euch mit Vertrauen überſchüttet und Ihr kennt ſeinen herzlichen Willen gegen unſre Heimat, — habt Ihr ihn denn nicht lieb?","norm":"Er hat Euch mit Vertrauen überschüttet und Ihr kennt seinen herzlichen Willen gegen unsere Heimat, — habt Ihr ihn denn nicht lieb?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.030200004577637} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2451,"date":1876,"orig":". . . . . . . Könnet Ihr, — ich will glauben der Heimat zum Beſten, — immer nach Neuem greifen und ohne daß Ihr daran untergehet das alte Weſen wie eine Schlangenhaut abſtreifen?“","norm":". . . . . . . Könnet Ihr, — ich will glauben der Heimat zum Besten, — immer nach Neuem greifen und ohne dass Ihr daran untergehet das alte Wesen wie eine Schlangenhaut abstreifen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093400001525879} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2452,"date":1876,"orig":"„Was iſt Dir der Herzog, Lucretia!“ rief er.","norm":"„Was ist Dir der Herzog, Lucretia!“ rief er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.294000148773193} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2453,"date":1876,"orig":"Wie magſt Du um einen Fremdling ſorgen!","norm":"Wie magst Du um einen Fremdling sorgen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.865300178527832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2454,"date":1876,"orig":"Biſt Du noch ſo weichlichen Herzens nach Allem, was Du gelitten und was ich ſelbſt an Dir und Deinem Hauſe gefrevelt habe?","norm":"Bist Du noch so weichlichen Herzens nach allem, was Du gelitten und was ich selbst an Dir und Deinem Hause gefrevelt habe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.201200008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2455,"date":1876,"orig":". . . Schau um Dich . . . in allen unſern Thälern Trümmer und Brandſtätten!","norm":". . . Schau um Dich . . . in allen unseren Tälern Trümmer und Brandstätten!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.860099792480469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2456,"date":1876,"orig":"Soll hier nie Friede werden, nie Freiheit und Geſetz hierher zurückkehren?","norm":"Soll hier nie Friede werden, nie Freiheit und Gesetz hierher zurückkehren?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.329100131988525} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2457,"date":1876,"orig":"Der Herzog kann uns nicht herausziehen.","norm":"Der Herzog kann uns nicht herausziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.540599822998047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2458,"date":1876,"orig":"Er will ſein frommhochzeitlich Kleid nicht beflecken.","norm":"Er will sein frommhochzeitlich Kleid nicht beflecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.991700172424316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2459,"date":1876,"orig":"Doch auch ich habe eine Rede Gottes für mich.","norm":"Doch auch ich habe eine Rede Gottes für mich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.062099933624268} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2460,"date":1876,"orig":"Ich wölbte mir die Himmel — ſpricht der Herr — den Spielraum der Erde aber überließ ich den Menſchenkindern . . . Siehſt Du nicht, Lucretia, wie wir Alle in dieſen Bürgerkriegen Gebornen ein freches, ſchuldiges Geſchlecht ſind!","norm":"Ich wölbte mir die Himmel — spricht der Herr — den Spielraum der Erde aber überließ ich den Menschenkindern . . . Siehst Du nicht, Lucretia, wie wir alle in diesen Bürgerkriegen geborenen ein freches, schuldiges Geschlecht sind!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.696000099182129} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2461,"date":1876,"orig":". . . und ein unſeliges.","norm":". . . und ein unseliges.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.493500232696533} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2462,"date":1876,"orig":"Dort hat der Bruder den Bruder erſchlagen und hier liegt trennend eine Leiche zwiſchen Zweien, die ſich lieben und angehören.","norm":"Dort hat der Bruder den Bruder erschlagen und hier liegt trennend eine Leiche zwischen Zwei, die sich lieben und angehören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134600162506103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2463,"date":1876,"orig":"Darum laß uns nicht kleiner 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nur jetzt nicht an mir, hilf mir, Lucretia!“ drang er in sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.458499908447266} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2467,"date":1876,"orig":"„Und was willſt Du, daß ich thun ſoll?“ ſagte die Bündnerin und ihre Augen begannen unternehmend zu leuchten.","norm":"„Und was willst Du, dass ich tun soll?“ sagte die Bündnerin und ihre Augen begannen unternehmend zu leuchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.080399990081787} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2468,"date":1876,"orig":"„Gehe nach Mailand,“ fiel er raſch und freudig ein, „dort findeſt Du den Pancraz, der Dich beim Gubernatore einführen wird.","norm":"„Gehe nach Mailand,“ fiel er rasch und freudig ein, „dort findest Du den Pankraz, der Dich beim Gubernatore einführen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.597400188446045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2469,"date":1876,"orig":"Serbelloni kennt Dich von früher her als die, welche Du biſt.","norm":"Serbelloni kennt Dich von früher her als die, welche Du bist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797599792480469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2470,"date":1876,"orig":"Unterhandle mit ihm über die Bedingungen, die ich Dir niederſchreiben will.","norm":"Unterhandle mit ihm über die Bedingungen, die ich Dir niederschreiben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.31790018081665} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2471,"date":1876,"orig":"Haſt Du mir etwas zu berichten, ſo thue es durch den Pater, deſſen Beiſtand Dir in allen Fällen gewiß iſt.","norm":"Hast Du mir etwas zu berichten, so tue es durch den Pater, dessen Beistand Dir in allen Fällen gewiss ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.509799957275391} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2472,"date":1876,"orig":"„Iſt es Dein Ernſt,“ fragte ſie erſtaunt, „wenn Du mich als Deine Unterhändlerin nach Italien ſchickſt?","norm":"„Ist es Dein Ernst,“ fragte sie erstaunt, „wenn Du mich als Deine Unterhändlerin nach Italien schickst?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.88319993019104} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2473,"date":1876,"orig":"Wie will ich mich im Labyrinthe der Politik zurecht finden?“","norm":"Wie will ich mich im Labyrinthe der Politik zurecht finden?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.424200057983398} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2474,"date":1876,"orig":"„Ich verlange nichts von Dir,“ ermuthigte er. als was Du kannſt und ich Dir auch ſonſt zutraue: daß Du mein Geheimniß bewahreſt, und müßteſt Du es mit dem Leben ſchützen, und daß Du in der Unterhandlung von meinen Bedingungen nicht um eine Linie abweicheſt.","norm":"„Ich verlange nichts von Dir,“ ermutigte er . als was Du kannst und ich Dir auch sonst zutraue: dass Du mein Geheimnis bewahrest, und müsstest Du es mit dem Leben schützen, und dass Du in der Unterhandlung von meinen Bedingungen nicht um eine Linie abweichest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.447199821472168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2475,"date":1876,"orig":"Im Uebrigen wird Dich der brave Pancraz vortrefflich berathen.","norm":"Im Übrigen wird Dich der brave Pankraz vortrefflich beraten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134300231933594} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2476,"date":1876,"orig":"Gieb mir Tinte und Feder, ich will Dir die Punkte aufzeichnen, die Du feſtzuhalten haſt.“","norm":"Gib mir Tinte und Feder, ich will Dir die Punkte aufzeichnen, die Du festzuhalten hast .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.519599914550781} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2477,"date":1876,"orig":"Lucretia erhob ſich und ſchritt zu der mit aſtreichem Nußbaumholze bekleideten Rückwand des Thurmzimmers.","norm":"Lucretia erhob sich und schritt zu der mit astreichem Nussbaumholze bekleideten Rückwand des Turmzimmers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64769983291626} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2478,"date":1876,"orig":"Dort ließ ſie die Platte ihres in das Getäfel kunſtreich eingefügten Schreibtiſches auf die gabelförmige Eiſenſtütze nieder und der Oberſt ſchrieb, während ihm das Fräulein aufmerkſam über die Schulter blickte:","norm":"Dort ließ sie die Platte ihres in das Getäfel kunstreich eingefügten Schreibtisches auf die gabelförmige Eisenstütze nieder und der Oberst schrieb, während ihm das Fräulein aufmerksam über die Schulter blickte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9197001457214355} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2479,"date":1876,"orig":"„Donna Lucretia Planta, meine Bevollmächtigte, wird mit der Excellenz des Herzogs Serbelloni für mich auf Grund folgender Bedingungen unterhandeln:","norm":"„Donna Lucretia Planta, meine Bevollmächtigte, wird mit der Exzellenz des Herzogs Serbelloni für mich auf Grund folgender Bedingungen unterhandeln:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906599998474121} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2480,"date":1876,"orig":"Der Gubernatore ſtellt einen Heerhaufen von über zehntauſend Mann bei Fort Fuentes an den Eingang des Veltlins.","norm":"Der Gubernatore stellt einen Heerhaufen von über zehntausend Mann bei Fort Fuentes an den Eingang des Veltlins.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7291998863220215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2481,"date":1876,"orig":"Er trifft das Abkommen mit dem Hofe in Innsbruck, daß ein kaiſerlicher Heerhaufe von derſelben Stärke gegen die bündneriſche Nordgrenze bei Finſtermünz und am Luzienſteig vorrücke.","norm":"Er trifft das Abkommen mit dem Hofe in Innsbruck, dass ein kaiserlicher Heerhaufe von derselben Stärke gegen die bündnerische Nordgrenze bei Finstermünze und am Luziensteig vorrücke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.671999931335449} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2482,"date":1876,"orig":"Die Führer beider Heere gehorchen dem Oberſten Jenatſch und betreten den Bündnerboden nicht ohne dieſes Oberſten ſchriftlichen Befehl.","norm":"Die Führer beider Heere gehorchen dem Obersten Jenatsch und betreten den Bündnerboden nicht ohne dieses Obersten schriftlichen Befehl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.17579984664917} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2483,"date":1876,"orig":"Der Oberſt Jenatſch verpflichtet ſich gegenüber Spanien in weniger als Jahresfriſt den Abzug aller in Bünden ſtehenden franzöſiſchen Truppen bis auf den letzten Mann zu bewirken.","norm":"Der Oberst Jenatsch verpflichtet sich gegenüber Spanien in weniger als Jahresfrist den Abzug aller in Bünden stehenden französischen Truppen bis auf den letzten Mann zu bewirken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.06659984588623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2484,"date":1876,"orig":"Dafür verſpricht die Krone Spanien, die völlige Unabhängigkeit der drei Bünde in ihren alten Grenzen anzuerkennen und zu gewährleiſten.“","norm":"Dafür verspricht die Krone Spanien, die völlige Unabhängigkeit der drei Bünde in ihren alten Grenzen anzuerkennen und zu gewährleisten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134600162506103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2485,"date":1876,"orig":"Noch einmal überſchaute Jenatſch die trocknenden Federzüge, dann ſetzte er ſeinen vollen Namen unter das Schriftſtück.","norm":"Noch einmal überschaute Jenatsch die trocknenden Federzüge, dann setzte er seinen vollen Namen unter das Schriftstück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.281499862670898} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2486,"date":1876,"orig":"Während er vor der ihm entgegentretenden Geſtalt ſeiner ungeheuern That insgeheim erbebte, wie vor einem heraufbeſchworenen Dämon, der ihm helfen oder ihn verderben konnte, war das Fräulein mit ihren Blicken den ſeinigen über das Blatt gefolgt und hatte ſich mit einem Unternehmen, deſſen praktiſche Seite ihr einleuchtete, ſchneller als zu erwarten war, vertraut gemacht.","norm":"Während er vor der ihm entgegentretenden Gestalt seiner ungeheuren Tat insgeheim erbebte, wie vor einem heraufbeschworenen Dämon, der ihm helfen oder ihn verderben konnte, war das Fräulein mit ihren Blicken den seinigen über das Blatt gefolgt und hatte sich mit einem Unternehmen, dessen praktische Seite ihr einleuchtete, schneller als zu erwarten war, vertraut gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43090009689331} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2487,"date":1876,"orig":"Es ſchien ihr, daß es ſich um einen raſchen, klar geplanten, vielleicht unblutigen Handſtreich handelte und das war ihr lieber, als wenn ihrer einfachen Natur zugemuthet worden wäre, die Fäden eines verwickelten Intriguennetzes in die Hand zu nehmen und zuſammen zu knüpfen.","norm":"Es schien ihr, dass es sich um einen raschen, klar geplanten, vielleicht unblutigen Handstreich handelte und das war ihr lieber, als wenn ihrer einfachen Natur zugemutet worden wäre, die Fäden eines verwickelten Intriguennetzes in die Hand zu nehmen und zusammen zu knüpfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.932100057601928} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2488,"date":1876,"orig":"In dem Augenblicke als Jenatſch die Vollmacht zuſammenfaltete und dem Fräulein übergab, zeigte ſich der alte Kaſtellan, der ſeine Rückkehr möglichſt beſchleunigt hatte, auf der Schwelle und der Oberſt befahl ihm, ſeinen Rappen vorzuführen.","norm":"In dem Augenblicke als Jenatsch die Vollmacht zusammenfaltete und dem Fräulein übergab, zeigte sich der alte Kastellan, der seine Rückkehr möglichst beschleunigt hatte, auf der Schwelle und der Oberst befahl ihm, seinen Rappen vorzuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.664100170135498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2489,"date":1876,"orig":"„Dieſen grauen Bären vergiß mir nicht auf die Fahrt mitzunehmen, Lucretia, ſeine Treue iſt alt und ſeine Tatzen ſind noch gefährlich,“ ſagte er freundlich, ſprang auf und trat mit dem Fräulein ans Fenſter.","norm":"„Diesen grauen Bären vergiss mir nicht auf die Fahrt mitzunehmen, Lucretia, seine Treue ist alt und seine Tatzen sind noch gefährlich,“ sagte er freundlich, sprang auf und trat mit dem Fräulein ans Fenster.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.796299934387207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2490,"date":1876,"orig":"Er zögerte zu ſcheiden.","norm":"Er zögerte zu scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.246200084686279} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2491,"date":1876,"orig":"„Die Nacht iſt klar geworden, ſprach er hinausblickend, „wann gedenkſt du zu reiſen?“","norm":"„Die Nacht ist klar geworden, sprach er hinausblickend, „wann gedenkst du zu reisen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.688499927520752} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2492,"date":1876,"orig":"„Morgen vor Tag,“ erwiederte Lucretia.","norm":"„Morgen vor Tag,“ erwiderte Lucretia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.075799942016602} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2493,"date":1876,"orig":"„Durch Pancraz wirſt du zuerſt von mir hören.","norm":"„Durch Pankraz wirst du zuerst von mir hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.523600101470947} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2494,"date":1876,"orig":"Jürg, du biſt ein gar großer Herr geworden, — wie könnt' es dir fehlen, wenn Kapuziner und Frauen für dich botenlaufen!“","norm":"Jürg, du bist ein gar großer Herr geworden, — wie könnte es dir fehlen, wenn Kapuziner und Frauen für dich Botenlaufen!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611400127410889} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2495,"date":1876,"orig":"Und die Thränen traten ihr in die Augen.","norm":"Und die Tränen traten ihr in die Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.933900117874145} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2496,"date":1876,"orig":"Dieſes halb muthwillige, halb traurige Wort gehörte wieder ganz der Lucretia ſeiner Jugendtage.","norm":"Dieses halb mutwillige, halb traurige Wort gehörte wieder ganz der Lucretia seiner Jugendtage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.388599872589111} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2497,"date":1876,"orig":"Sie ſtand neben ihm, nur größer und herrlicher, neu erblüht zu bräunlicher Geſundheit im Hauche ihrer Berge.","norm":"Sie stand neben ihm, nur größer und herrlicher, neu erblüht zu bräunlicher Gesundheit im Hauche ihrer Berge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.228199958801269} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2498,"date":1876,"orig":"Der Nachtwind bewegte die Löckchen an ihren Schläfen, die ſich aus der Krone der dicken dunkeln Flechten gelöſt hatten und ihre leuchtenden Augen blickten ihn an mit einer lautern Kraft, wie ſie unter dem ermattenden Himmel des Südens nicht gedeiht.","norm":"Der Nachtwind bewegte die Löckchen an ihren Schläfen, die sich aus der Krone der dicken dunklen Flechten gelöst hatten und ihre leuchtenden Augen blickten ihn an mit einer lauteren Kraft, wie sie unter dem ermattenden Himmel des Südens nicht gedeiht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.94350004196167} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2499,"date":1876,"orig":"Alte liebe Erinnerungen erwachten in ihm, er widerſtand nicht und umfing ſie.","norm":"Alte liebe Erinnerungen erwachten in ihm, er widerstand nicht und umfing sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890999794006348} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2500,"date":1876,"orig":"„Mir iſt, es ſei noch nicht lange her, daß wir da unten mit einander ſpielten,“ ſagte er weich und zeigte auf die im Herbſtwinde leiſe rauſchenden Bäume des riedberger Schloßgartens nieder.","norm":"„Mir ist, es sei noch nicht lange her, dass wir da unten miteinander spielten,“ sagte er weich und zeigte auf die im Herbstwinde leise rauschenden Bäume des Riedberger Schlossgartens nieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850900173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2501,"date":1876,"orig":"Sie fuhr ſchaudernd zuſammen — ihr Vater war vor ihr aufgeſtiegen — und blickte, von Jürg ſich abwendend, ins Dunkel hinaus.","norm":"Sie fuhr schaudernd zusammen — ihr Vater war vor ihr aufgestiegen — und blickte, von Jürg sich abwendend, ins Dunkel hinaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.616000175476074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2502,"date":1876,"orig":"„Was ziehn dort für Lichter auf der Straße längs dem Heinzenberg, iſt es ein Todtengeleit?“ fragte ſie auf das jenſeitige Rheinufer deutend.","norm":"„Was ziehen dort für Lichter auf der Straße längs dem Heinzenberg, ist es ein Totengeleit?“ fragte sie auf das jenseitige Rheinufer deutend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039000034332275} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2503,"date":1876,"orig":"Jenatſch warf einen ſcharfen Blick hinüber.","norm":"Jenatsch warf einen scharfen Blick hinüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.031199932098389} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2504,"date":1876,"orig":"„Es ſind die Fackeln des Herzogs, der im Schutze der Nacht hinunter nach Chur fährt,“ ſagte er, blickte noch einmal in ihre naſſen Augen, küßte ihr dann raſch die Hand und eilte von hinnen.","norm":"„Es sind die Fackeln des Herzogs, der im Schutze der Nacht hinunter nach Kür fährt,“ sagte er, blickte noch einmal in ihre nassen Augen, küsste ihr dann rasch die Hand und eilte von hinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.227399826049805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2505,"date":1876,"orig":"Siebentes Kapitel.","norm":"Siebentes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.018199920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2506,"date":1876,"orig":"Herzog Heinrich hatte ſich in Chur das ſtattliche Haus des Ritters Doctor Fortunatus Sprecher zum Quartier erwählt.","norm":"Herzog Heinrich hatte sich in Kür das stattliche Haus des Ritters Doktor Fortunatus Sprecher zum Quartier erwählt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501200199127197} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2507,"date":1876,"orig":"Der gelehrte Bündner ſtellte es ihm mit freudigem Dienſteifer zur Verfügung, denn es war von jeher ſein Ehrgeiz und ſein Glück geweſen, ſich edeln hiſtoriſchen Perſönlichkeiten zu nähern und mit ihnen in einem ſeinem Geſchichtswerke gedeihlichen Verkehr zu bleiben.","norm":"Der gelehrte Bündner stellte es ihm mit freudigem Diensteifer zur Verfügung, denn es war von jeher sein Ehrgeiz und sein Glück gewesen, sich edlen historischen Persönlichkeiten zu nähern und mit ihnen in einem seinem Geschichtswerke gedeihlichen Verkehr zu bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.143400192260742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2508,"date":1876,"orig":"Kaum hatte ſich der herzogliche Haushalt ſo ſtandesgemäß, wie es in dem republikaniſchen Berglande möglich war, in den beſten Gemächern der raumreichen patriziſchen Wohnung eingerichtet, als nach einer Reihe von düſtern ſtürmiſchen Tagen der Schnee in ſchweren Flocken zu fallen begann.","norm":"Kaum hatte sich der herzogliche Haushalt so standesgemäß, wie es in dem republikanischen Berglande möglich war, in den besten Gemächern der raumreichen patrizischen Wohnung eingerichtet, als nach einer Reihe von düstern stürmischen Tagen der Schnee in schweren Flocken zu fallen begann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.487299919128418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2509,"date":1876,"orig":"Der Winter brach früh herein und die weiße Decke blieb auf den ſteilen Dächern und ernſthaften Stufengiebeln der alten Biſchofsſtadt faſt ohne Unterbruch liegen, bis am Ende des Hornungs die Föhnſtürme das Land fegten und mit den erſten Märztagen die Sonne Kraft gewann.","norm":"Der Winter brach früh herein und die weiße Decke blieb auf den steilen Dächern und ernsthaften Stufengiebeln der alten Bischofsstadt fast ohne Unterbruch liegen, bis am Ende des Hornung die Föhnstürme das Land fegten und mit den ersten Märztagen die Sonne Kraft gewann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4105000495910645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2510,"date":1876,"orig":"Der Winter war dem guten Herzog in gezwungener Muße verfloſſen, denn er war von ſeinem Heere im Veltlin durch den unwegſamen Schnee der Berge getrennt, und auch ſeine Verhandlungen mit dem franzöſiſchen Hofe ſtockten und wollten zu keinem Ziele führen.","norm":"Der Winter war dem guten Herzog in gezwungener Muße verflossen, denn er war von seinem Heere im Veltlin durch den unwegsamen Schnee der Berge getrennt, und auch seine Verhandlungen mit dem französischen Hofe stockten und wollten zu keinem Ziele führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.285999774932861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2511,"date":1876,"orig":"Wäre die Sorge um den Abſchluß des Vertrags neben andern Sorgen und Ungewißheiten und wäre die an dem thätigen Geiſte des Feldherrn zehrende gezwungene Muße nicht geweſen, er hätte ſich im Sprecherſchen Hauſe nicht unwohl gefühlt und nicht ungern unter ſeinen ſchlichten proteſtantiſchen Glaubensgenoſſen verkehrt.","norm":"Wäre die Sorge um den Abschluss des Vertrags neben anderen Sorgen und Ungewissheiten und wäre die an dem tätigen Geiste des Feldherrn zehrende gezwungene Muße nicht gewesen, er hätte sich im Sprechärschen Hause nicht unwohl gefühlt und nicht ungern unter seinen schlichten protestantischen Glaubensgenossen verkehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447100162506103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2512,"date":1876,"orig":"Der Doctor Sprecher achtete ſich durch die Gegenwart Rohans hochgeehrt.","norm":"Der Doktor Sprecher achtete sich durch die Gegenwart Rohans hochgeehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7154998779296875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2513,"date":1876,"orig":"Erfüllte ſich ihm doch der langgehegte Wunſch, den Lebenslauf ſeines erlauchten Gaſtes an der Quelle ſchöpfend aufzeichnen zu dürfen.","norm":"Erfüllte sich ihm doch der langgehegte Wunsch, den Lebenslauf seines erlauchten Gastes an der Quelle schöpfend aufzeichnen zu dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.179399967193603} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2514,"date":1876,"orig":"Mit der liebenswürdigſten Herzensgüte bequemte ſich dieſer dazu, ſeinem Wirthe täglich ein Bruchſtück ſeiner Schickſale in italiäniſcher Sprache zu erzählen und in dieſer Sprache verfaßte der Doktor auch das Lebensbild, das ein Geſchenk werden ſollte, denn ſo hatte es der edle Gaſt ausdrücklich verlangt, für die Frau Herzogin, die ſich noch immer in Venedig aufhielt, und für Rohans Tochter, die dem Herzog Bernhard von Weimar anverlobte Marguerite.","norm":"Mit der liebenswürdigsten Herzensgüte bequemte sich dieser dazu, seinem Wirte täglich ein Bruchstück seiner Schicksale in italienischer Sprache zu erzählen und in dieser Sprache verfasste der Doktor auch das Lebensbild, das ein Geschenk werden sollte, denn so hatte es der edle Gast ausdrücklich verlangt, für die Frau Herzogin, die sich noch immer in Venedig aufhielt, und für Rohans Tochter, die dem Herzog Bernhard von Weimar anverlobte Marguerite.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.220900058746338} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2515,"date":1876,"orig":"Mit dieſer erfreulichen, aber privaten Beſtimmung ſeiner gewiſſenhaften und ſchönen Arbeit war der Doctor Sprecher nur halb einverſtanden.","norm":"Mit dieser erfreulichen, aber privaten Bestimmung seiner gewissenhaften und schönen Arbeit war der Doktor Sprecher nur halb einverstanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.51579999923706} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2516,"date":1876,"orig":"Er hätte ſie lieber zum Ruhme des Herzogs und nicht zur Unehre des Verfaſſers ohne falſche Beſcheidenheit alsbald durch die Preſſe verewigen und in die Welt ausgehen laſſen.","norm":"Er hätte sie lieber zum Ruhme des Herzogs und nicht zur Unehre des Verfassers ohne falsche Bescheidenheit alsbald durch die Presse verewigen und in die Welt ausgehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.250500202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2517,"date":1876,"orig":"Auf andere Weiſe bethätigte ſich des Herzogs Adjutant, der junge Wertmüller.","norm":"Auf andere Weise betätigte sich des Herzogs Adjutant, der junge Wertmüller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638299942016602} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2518,"date":1876,"orig":"Ruhelos trieb er ſich in allen hohen und niedern Regionen der kleinen Stadt um.","norm":"Ruhelos trieb er sich in allen hohen und niederen Regionen der kleinen Stadt um.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.381800174713135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2519,"date":1876,"orig":"In kürzeſter Friſt war er in Chur eine bekannte Perſönlichkeit, vom biſchöflichen Palaſte an, wo er ſeiner ſcharfen Augen und boshaften Zunge wegen geſcheut, am Spieltiſche dagegen jederzeit willkommen war, bis hinunter in die dunkelſten Winkelſchenken, wo man ihn, wie dort, an den gedehnten Winterabenden gerne kommen und nicht ſelten noch lieber wieder gehen ſah.","norm":"In kürzester Frist war er in Kür eine bekannte Persönlichkeit, vom bischöflichen Palaste an, wo er seiner scharfen Augen und boshaften Zunge wegen gescheut, am Spieltische dagegen jederzeit willkommen war, bis hinunter in die dunkelsten Winkelschenken, wo man ihn, wie dort, an den gedehnten Winterabenden gerne kommen und nicht selten noch lieber wieder gehen sah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.633200168609619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2520,"date":1876,"orig":"Es gelang ihm hier, die phlegmatiſchen Bündner durch ſeine Sticheleien, politiſchen Vexierreden und mancherlei andere Brennneſſeln ſo lange zu reizen, bis ihnen Dinge entfuhren, die ſie nachher ſchwer bereuten über die Lippen gelaſſen zu haben.","norm":"Es gelang ihm hier, die phlegmatischen Bündner durch seine Sticheleien, politischen Vexierreden und mancherlei andere Brennnesseln so lange zu reizen, bis ihnen Dinge entfuhren, die sie nachher schwer bereuten über die Lippen gelassen zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305799961090088} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2521,"date":1876,"orig":"War das Publikum empfänglich und regte es ihn durch phantaſievolle Beſchränktheit an, ſo entfaltete er noch andere in den herzoglichen Gemächern nicht verwendbare, geheime Wiſſenſchaften, die er ſeinen gründlich getriebenen mathematiſchen und phyſikaliſchen Studien verdankte.","norm":"War das Publikum empfänglich und regte es ihn durch phantasievolle Beschränktheit an, so entfaltete er noch andere in den herzoglichen Gemächern nicht verwendbare, geheime Wissenschaften, die er seinen gründlich getriebenen mathematischen und physikalischen Studien verdankte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.273799896240234} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2522,"date":1876,"orig":"Es waren Kartenkünſte und Zauberſtücke, die dem Locotenenten in den unterſten Schichten ſeines Wirkungskreiſes den ernſtgemeinten Ruf eines Hexenmeiſters eintrugen, eine Auszeichnung, die ihm behagte, die aber in Regionen, wo der Weg aus dem erſchreckten Kopfe in die derbe Fauſt ein kurzer iſt, mit mancher Leibesgefahr verbunden war.","norm":"Es waren Kartenkünste und Zauberstücke, die dem Locotenenten in den untersten Schichten seines Wirkungskreises den ernstgemeinten Ruf eines Hexenmeisters eintrugen, eine Auszeichnung, die ihm behagte, die aber in Regionen, wo der Weg aus dem erschreckten Kopfe in die derbe Faust ein kurzer ist, mit mancher Leibesgefahr verbunden war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321199893951416} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2523,"date":1876,"orig":"Dieſe nächtlichen Anfälle und Handgemenge reizten übrigens die kaltblütige Tapferkeit des Locotenenten mehr, als daß ſie ihn von ſeiner tollen Kurzweil abgebracht hätten.","norm":"Diese nächtlichen Anfälle und Handgemenge reizten übrigens die kaltblütige Tapferkeit des Locotenenten mehr, als dass sie ihn von seiner tollen Kurzweil abgebracht hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712600231170654} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2524,"date":1876,"orig":"Auch wußte er ſich immer glücklich daraus zu ziehen, und ſo raſch, daß ſeine militäriſche Ehre nie Schaden litt und die Verwirrung der Geiſter und die Arbeit der Fäuſte erſt dann ihren Höhepunkt erreichte, wenn er ſchon in den ſtillen Räumen des Sprecherſchen Hauſes an den herzoglichen Gemächern vorüber auf den Zehen ſeiner Kammer zuſchritt.","norm":"Auch wusste er sich immer glücklich daraus zu ziehen, und so rasch, dass seine militärische Ehre nie Schaden litt und die Verwirrung der Geister und die Arbeit der Fäuste erst dann ihren Höhepunkt erreichte, wenn er schon in den stillen Räumen des Sprechärschen Hauses an den herzoglichen Gemächern vorüber auf den Zehn seiner Kammer zuschritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.967100143432617} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2525,"date":1876,"orig":"Der Herzog, welchem Wertmüller mit unbedingter Treue und raſtloſem Dienſteifer ergeben war, und der ihm deshalb vieles nachſah, beunruhigte er ohne Unterlaß durch ſeine ſcharfſinnigen Entdeckungen und warnenden Berichte.","norm":"Der Herzog, welchem Wertmüller mit unbedingter Treue und rastlosem Diensteifer ergeben war, und der ihm deshalb vieles nachsah, beunruhigte er ohne Unterlass durch seine scharfsinnigen Entdeckungen und warnenden Berichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.430500030517578} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2526,"date":1876,"orig":"Wahrlich, er ſchien es darauf anzulegen, den hohen Herrn zu keinem Behagen kommen zu laſſen.","norm":"Wahrlich, er schien es darauf anzulegen, den hohen Herrn zu keinem Behagen kommen zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8010001182556152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2527,"date":1876,"orig":"Auf Jenatſch, deſſen aufopfernde Treue mit den ſchweren Verhältniſſen wuchs, der den Herzog täglich beſuchte und es ſich zur Aufgabe machte, ſeine Sorgen zu verſcheuchen, ſeine leiſeſten Wünſche zu errathen, ſeine Befürchtungen ihm abzulauſchen und ſie entweder durch die eigene fröhliche Zuverſicht zu entwurzeln, oder mit beredten, überzeugenden Worten zu widerlegen — auf Jenatſch, den nützlichſten Rathgeber des Herzogs und den Liebling des Volkes, hatte es der verhärtete Locotenente beſonders abgeſehen.","norm":"Auf Jenatsch, dessen aufopfernde Treue mit den schweren Verhältnissen wuchs, der den Herzog täglich besuchte und es sich zur Aufgabe machte, seine Sorgen zu verscheuchen, seine leisesten Wünsche zu erraten, seine Befürchtungen ihm abzulauschen und sie entweder durch die eigene fröhliche Zuversicht zu entwurzeln, oder mit beredten, überzeugenden Worten zu widerlegen — auf Jenatsch, den nützlichsten Ratgeber des Herzogs und den Liebling des Volkes, hatte es der verhärtete Locotenente besonders abgesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305099964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2528,"date":1876,"orig":"Wertmüllers Gedanken ſpürten dem Oberſten auf allen Schritten und Tritten nach, und er wollte aus der Haut fahren, wenn der Herzog ſeine Warnungen lächelnd fallen ließ, weil er ſie maßloſer Eiferſucht auf ſeinen Günſtling oder der Unverträglichkeit dieſer zwei grundverſchiedenen Temperamente zuſchrieb.","norm":"Wertmüllers Gedanken spürten dem Obersten auf allen Schritten und Tritten nach, und er wollte aus der Haut fahren, wenn der Herzog seine Warnungen lächelnd fallen ließ, weil er sie maßloser Eifersucht auf seinen Günstling oder der Unverträglichkeit dieser zwei grundverschiedenen Temperamente zuschrieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.566400051116943} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2529,"date":1876,"orig":"Was behauptete Wertmüller nicht Alles!","norm":"Was behauptete Wertmüller nicht alles!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.47189998626709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2530,"date":1876,"orig":"Das Scheitern des Vertrags von Chiavenna, welches Rohan von dem einzigen in das Geheimniß gezogenen Bündner verſchwiegen wußte, war, wenn man den Locotenenten hörte, ſchon längſt allgemein bekannt, ja wie abſichtlich bis in die fernſten Hütten verbreitet, eine Kunde, die man ſich nicht verhohlen ins Ohr ſagte, nein, von der die Thäler dieß- und jenſeits der rhätiſchen Alpen wiederhallten.","norm":"Das Scheitern des Vertrags von Chiavenna, welches Rohan von dem einzigen in das Geheimnis gezogenen Bündner verschwiegen wusste, war, wenn man den Locotenenten hörte, schon längst allgemein bekannt, ja wie absichtlich bis in die fernsten Hütten verbreitet, eine Kunde, die man sich nicht verhohlen ins Ohr sagte, nein, von der die Täler dieß- und jenseits der rätischen Alpen widerhallten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785799980163574} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2531,"date":1876,"orig":"Aber das war das Geringſte — Schlimmeres drohte — Bünden unterhandelte mit Spanien, behauptete Wertmüller.","norm":"Aber das war das Geringste — Schlimmeres drohte — Bünden unterhandelte mit Spanien, behauptete Wertmüller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.859600067138672} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2532,"date":1876,"orig":"Und nicht etwa einzelne Parteigänger und Unruhſtifter zettelten, ſondern das geſammte Volk war in Gährung und Verſchwörung gegen Frankreich begriffen, und Jenatſch, der heilloſe Heuchler, hielt das ganze Spiel des Betrugs in der Hand.","norm":"Und nicht etwa einzelne Parteigänger und Unruhestifter zettelten, sondern das gesamte Volk war in Gehrung und Verschwörung gegen Frankreich begriffen, und Jenatsch, der heillose Heuchler, hielt das ganze Spiel des Betrugs in der Hand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4217000007629395} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2533,"date":1876,"orig":"Der Herzog pflegte gemeiniglich leichthin zu erwiedern, derartiges habe ſich noch nie ereignet, es ſei ſchlechterdings undenkbar, daß ein ganzes Volk ſich wie eine geheime Geſellſchaft verſchwöre, unmöglich, daß nicht mindeſtens Einer ihn warnte unter ſeinen vielen redlichen Anhängern im Lande.","norm":"Der Herzog pflegte gemeiniglich leichthin zu erwidern, derartiges habe sich noch nie ereignet, es sei schlechterdings undenkbar, dass ein ganzes Volk sich wie eine geheime Gesellschaft verschwöre, unmöglich, dass nicht mindestens Einer ihn warnte unter seinen vielen redlichen Anhängern im Lande.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321599960327148} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2534,"date":1876,"orig":"Im ſchlimmſten Falle würde ihn ſein Gaſtfreund, der ruhige, wohlunterrichtete und keiner Partei pflichtige Doktor Sprecher, gegen deſſen ehrenwerthe Geſinnung ſelbſt der Locotenent nichts werde einwenden können, vor ſolchen unerhörten verrätheriſchen Anſchlägen ſicher ſtellen.","norm":"Im schlimmsten Falle würde ihn sein Gastfreund, der ruhige, wohlunterrichtete und keiner Partei pflichtige Doktor Sprecher, gegen dessen ehrenwerte Gesinnung selbst der Locotenent nichts werde einwenden können, vor solchen unerhörten verräterischen Anschlägen sicherstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.408599853515625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2535,"date":1876,"orig":"Der unbelehrbare Zürcher ließ das nicht gelten.","norm":"Der unbelehrbare Zürcher ließ das nicht gelten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.06879997253418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2536,"date":1876,"orig":"Was die Verſchwörung eines ganzen Volkes betreffe, ſo wolle er gerne zugeben, ſagte er, daß ſie nirgends möglich wäre, als unter den Bündnern, die mit dem nordiſchen Phlegma die ſüdliche Verſchlagenheit in glücklicher Miſchung vereinigten.","norm":"Was die Verschwörung eines ganzen Volkes betreffe, so wolle er gerne zugeben, sagte er, dass sie nirgends möglich wäre, als unter den Bündnern, die mit dem nordischen Phlegma die südliche Verschlagenheit in glücklicher Mischung vereinigten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.82450008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2537,"date":1876,"orig":"Der Erſte, Beſte dieſes Volkes könne dem geriebenſten Diplomaten zu rathen geben.","norm":"Der Erste, Beste dieses Volkes könne dem geriebensten Diplomaten zu raten geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.396699905395508} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2538,"date":1876,"orig":"Die Staatskunſt ſei hier ſo allgemein verbreitet und landesüblich, daß das ganze Volk wie ein Mann rede oder ſchweige, wenn es ſich um einen deutlichen Vortheil handle; die Schwierigkeit ſei alſo nur, den langſamen Köpfen die Rechnung klar zu machen und dafür werde der Volksredner Jenatſch ausgiebig geſorgt haben.","norm":"Die Staatskunst sei hier so allgemein verbreitet und landesüblich, dass das ganze Volk wie ein Mann rede oder schweige, wenn es sich um einen deutlichen Vorteil handle; die Schwierigkeit sei also nur, den langsamen Köpfen die Rechnung klarzumachen und dafür werde der Volksredner Jenatsch ausgiebig gesorgt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.921800136566162} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2539,"date":1876,"orig":"Was den gelahrten Herrn Doktor angehe, ſo wolle er ihm nicht zu nahe treten, aber für muthig halte er ihn nicht, wenigſtens nicht einer gewiſſen geheimen Vehme gegenüber, von der man munkle.","norm":"Was den gelahrten Herrn Doktor angehe, so wolle er ihm nicht zu nahe treten, aber für mutig halte er ihn nicht, wenigstens nicht einer gewissen geheimen Feme gegenüber, von der man munkle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.548600196838379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2540,"date":1876,"orig":"Er könne hier ſeine Quellen nicht nennen; aber er müſſe glauben, es ſei im Lande ein Geheimbund errichtet mit Statuten, die ſie den Kletten- oder Kettenbrief nennen — wahrſcheinlich um das feſte Ineinandergreifen und Zuſammenhalten der Bundesglieder zu bezeichnen.","norm":"Er könne hier seine Quellen nicht nennen; aber er müsse glauben, es sei im Lande ein Geheimbund errichtet mit Statuten, die sie den Kletten- oder Kettenbrief nennen — wahrscheinlich um das feste Ineinandergreifen und Zusammenhalten der Bundesglieder zu bezeichnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.513599872589111} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2541,"date":1876,"orig":"Auf Verrath ſtehe der Tod.","norm":"Auf Verrat stehe der Tod.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.772299766540527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2542,"date":1876,"orig":"Er wolle nun nicht behaupten, daß der Doktor ein Glied dieſer Kette ſei, er ſei nicht das Eiſen dazu, aber daß er ſich vor dieſen Banditen ſträflich fürchte, das ſei mehr als wahrſcheinlich.","norm":"Er wolle nun nicht behaupten, dass der Doktor ein Glied dieser Kette sei, er sei nicht das Eisen dazu, aber dass er sich vor diesen Banditen sträflich fürchte, das sei mehr als wahrscheinlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9932000637054443} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2543,"date":1876,"orig":"Dieſe Verſchwörung, deren Verräther dem Tode verfalle, behandelte der Herzog als eine vom Müſſiggange erfundene und geglaubte Schauergeſchichte.","norm":"Diese Verschwörung, deren Verräter dem Tode verfalle, behandelte der Herzog als eine vom Müßiggange erfundene und geglaubte Schauergeschichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786300182342529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2544,"date":1876,"orig":"„Man hat Euch das aufgebunden, Wertmüller,“ pflegte er zu ſcherzen, „um Euerm Argwohne gleich das ſtärkſte Gewürz vorzuſetzen!","norm":"„Man hat Euch das aufgebunden, Wertmüller,“ pflegte er zu scherzen, „um Euerem Argwohne gleich das stärkste Gewürz vorzusetzen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.045199871063232} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2545,"date":1876,"orig":"Und geſteht nur, Ihr verdient etwas für Eure böſe Zunge.“","norm":"Und gesteht nur, Ihr verdient etwas für Eure böse Zunge .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5904998779296875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2546,"date":1876,"orig":"Am Verdächtigſten war dem Locotenenten die Keckheit, mit der Jenatſch den Herzog über deſſen eigene Stellung am franzöſiſchen Hofe mit ſchmeichelnden Worten zu täuſchen verſuchte.","norm":"Am Verdächtigsten war dem Locotenenten die Keckheit, mit der Jenatsch den Herzog über dessen eigene Stellung am französischen Hofe mit schmeichelnden Worten zu täuschen versuchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.966400146484375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2547,"date":1876,"orig":"Darüber mußte ſich Heinrich Rohan doch ſelber im Klaren ſein.","norm":"Darüber musste sich Heinrich Rohan doch selber im Klaren sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.064899921417236} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2548,"date":1876,"orig":"Was konnte den Bündner dazu bewegen, fragte ſich Wertmüller, wenn nicht die teufliſche Abſicht, den guten Herzog von allen Seiten mit Netzen der Täuſchung und dämoniſchen Irrſals zu umſpinnen, um den Sichergewordenen um ſo gewiſſer zu verderben?","norm":"Was konnte den Bündner dazu bewegen, fragte sich Wertmüller, wenn nicht die teuflische Absicht, den guten Herzog von allen Seiten mit Netzen der Täuschung und dämonischen Irrsals zu umspinnen, um den Sichergewordenen um so gewisser zu verderben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906499862670898} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2549,"date":1876,"orig":"Und ſein Haß gegen den Oberſten ſteigerte ſich ins Unglaubliche.","norm":"Und sein Hass gegen den Obersten steigerte sich ins Unglaubliche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.596199989318848} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2550,"date":1876,"orig":"Priolo war unverrichteter Dinge von Paris zurückgekommen — Wertmüller nahm an, er ſei in das Zögerungsſyſtem des Kardinals eingeweiht und von dieſem gewonnen — und wurde mit neuen Briefen wieder weggeſandt, welche die dringendſten Vorſtellungen enthielten, doch ja die Unterzeichnung des für Frankreich verhältnißmäßig günſtigen Vertrags nicht länger zu verzögern und die Bündner dadurch ſpaniſchen Anerbietungen zugänglich zu machen.","norm":"Priolo war unverrichteter Dinge von Paris zurückgekommen — Wertmüller nahm an, er sei in das Zögerungssystem des Kardinals eingeweiht und von diesem gewonnen — und wurde mit neuen Briefen wieder weggesandt, welche die dringendsten Vorstellungen enthielten, doch ja die Unterzeichnung des für Frankreich verhältnismäßig günstigen Vertrags nicht länger zu verzögern und die Bündner dadurch spanischen Anerbietungen zugänglich zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.993100166320801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2551,"date":1876,"orig":"Kaum war Priolo abgereiſt, ſo berichtete der tapfere Herr von Lecques, den Rohan an der Spitze ſeines Heeres im Veltlin zurückgelaſſen hatte, von drohenden Zeichen des Ungehorſams unter ſeinen Bündnertruppen, die auf eine allgemeine Gährung im Volke hindeuteten.","norm":"Kaum war Priolo abgereist, so berichtete der tapfere Herr von Lecques, den Rohan an der Spitze seines Heeres im Veltlin zurückgelassen hatte, von drohenden Zeichen des Ungehorsams unter seinen Bündnertruppen, die auf eine allgemeine Gehrung im Volke hindeuteten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.194300174713135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2552,"date":1876,"orig":"Er würde, ſchrieb er, dieſen einzelnen Vorfällen weiter keine Bedeutung beilegen, wenn nicht die Spanier in anſehnlichen Maſſen ſich der Grenze näherten, wenn nicht der Herzog von ſeinem Heere getrennt wäre und ſich in der Mitte eines, wie er fürchte, mit der Politik Frankreichs täglich unzufriedener werdenden Landes befände.","norm":"Er würde, schrieb er, diesen einzelnen Vorfällen weiter keine Bedeutung beilegen, wenn nicht die Spanier in ansehnlichen Massen sich der Grenze näherten, wenn nicht der Herzog von seinem Heere getrennt wäre und sich in der Mitte eines, wie er fürchte, mit der Politik Frankreichs täglich unzufriedener werdenden Landes befände.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305099964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2553,"date":1876,"orig":"Er ſchloß ſeinen Bericht damit, daß er den Herzog bat und beſchwor, ſich um jeden Preis mit ſeinem getreuen Heere im Veltlin zu vereinigen.","norm":"Er schloss seinen Bericht damit, dass er den Herzog bat und beschwor, sich um jeden Preis mit seinem getreuen Heere im Veltlin zu vereinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.514499902725219} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2554,"date":1876,"orig":"Sei dies geſchehen, habe er, Lecques, ſeiner peinigenden Verantwortung ſich entledigt und den Befehl in die ruhmreichſten Hände niedergelegt, ſo freue er ſich, an der Seite ſeines Feldherrn, den Degen in der Fauſt, der ganzen Welt zu trotzen.","norm":"Sei dies geschehen, habe er, Lecques, seiner peinigenden Verantwortung sich entledigt und den Befehl in die ruhmreichsten Hände niedergelegt, so freue er sich, an der Seite seines Feldherrn, den Degen in der Faust, der ganzen Welt zu trotzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.178599834442139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2555,"date":1876,"orig":"Wertmüller vernahm dieſen rettenden Vorſchlag mit Jubel — und fluchte wüthend, als er nach dem nächſten Beſuche des Oberſten wahrnehmen mußte, daß es dieſem gelungen war, den Herzog zu überzeugen, ſein Aufenthalt in Chur ſei völlig gefahrlos, für die franzöſiſchen Intereſſen in Bünden vortheilhaft, bei der Verehrung, die ſeine Perſon im Lande genieße, zur Beruhigung der Gemüther ſogar unumgänglich nothwendig.","norm":"Wertmüller vernahm diesen rettenden Vorschlag mit Jubel — und fluchte wütend, als er nach dem nächsten Besuche des Obersten wahrnehmen musste, dass es diesem gelungen war, den Herzog zu überzeugen, sein Aufenthalt in Kür sei völlig gefahrlos, für die französischen Interessen in Bünden vorteilhaft, bei der Verehrung, die seine Person im Lande genieße, zur Beruhigung der Gemüter sogar unumgänglich notwendig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.783899784088135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2556,"date":1876,"orig":"Ein Augenblick des Zweifels kam auch für den edlen Herzog.","norm":"Ein Augenblick des Zweifels kam auch für den edlen Herzog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018099784851074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2557,"date":1876,"orig":"Es war Wertmüller gelungen eine Spur aufzufinden, deren Verfolgung ihn in den Stand ſetzen konnte, auch das blindeſte Vertrauen zu erſchüttern.","norm":"Es war Wertmüller gelungen eine Spur aufzufinden, deren Verfolgung ihn in den Stand setzen konnte, auch das blindeste Vertrauen zu erschüttern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.748799800872803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2558,"date":1876,"orig":"Er hatte in der Schenke zum ſtaubigen Hüttlein die Bekanntſchaft eines welſchen Quackſalbers gemacht und zufällig erfahren, dieſer gedenke jetzt in das Land des Lorbeers und der Myrte zurückzukehren.","norm":"Er hatte in der Schenke zum staubigen Hüttlein die Bekanntschaft eines welschen Quacksalbers gemacht und zufällig erfahren, dieser gedenke jetzt in das Land des Lorbeers und der Myrte zurückzukehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.976700067520141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2559,"date":1876,"orig":"Das abenteuerliche Männchen, das ſich in dem kalten Klima den Magen mit dem gefährlichen weißen Completer wärmte, rühmte ſich in prahleriſcher Weinlaune ſeiner hohen diplomatiſchen Beziehungen und Fähigkeiten; in Wertmüller, der ihn bewundernd anhörte und ihm fleißig einſchenkte, blitzte eine Erinnerung auf.","norm":"Das abenteuerliche Männchen, das sich in dem kalten Klima den Magen mit dem gefährlichen weißen Kompletter wärmte, rühmte sich in prahlerischer Weinlaune seiner hohen diplomatischen Beziehungen und Fähigkeiten; in Wertmüller, der ihn bewundernd anhörte und ihm fleißig einschenkte, blitzte eine Erinnerung auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7108001708984375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2560,"date":1876,"orig":"Jüngſt als er ſpät in der Nacht den biſchöflichen Palaſt verließ, hatte er dies unverkennbare Figürchen bei ſchwachem Mondſcheine in einer Ecke des Hofes neben einer Holofernesgeſtalt und im eifrigſten Geſpräche mit dieſer erblickt — nur einen Moment, denn die Beiden waren beim Klirren ſeines Schrittes unter einem Thorwege verſchwunden, aber genügend lang für ſein ſcharfes Auge, um die auffallende Geſtalt des Wunderdoktors deutlich gewahr zu werden und in der andern, von einem dunkeln Mantel umhüllten, den Oberſten Jenatſch zu vermuthen.","norm":"Jüngst als er spät in der Nacht den bischöflichen Palast verließ, hatte er dies unverkennbare Figürchen bei schwachem Mondscheine in einer Ecke des Hofes neben einer Holofernesgestalt und im eifrigsten Gespräche mit dieser erblickt — nur einen Moment, denn die Beiden waren beim Klirren seines Schrittes unter einem Torwege verschwunden, aber genügend lang für sein scharfes Auge, um die auffallende Gestalt des Wunderdoktors deutlich gewahr zu werden und in der anderen, von einem dunklen Mantel umhüllten, den Obersten Jenatsch zu vermuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6092000007629395} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2561,"date":1876,"orig":"Das genügte, um den unternehmenden und durch die Winterruhe gelangweilten Locotenenten zu einem luſtigen Handſtreiche anzufeuern.","norm":"Das genügte, um den unternehmenden und durch die Winterruhe gelangweilten Locotenenten zu einem lustigen Handstreiche anzufeuern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.235099792480469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2562,"date":1876,"orig":"Er belauerte die Abreiſe des Italiäners, nahm auf ein paar Tage Urlaub, ritt dem fahrenden Wunderdoktor nach und holte ihn auf ſeinem feurigen Fuchs gegen Abend des erſten Reiſetages ein.","norm":"Er belauerte die Abreise des Italieners, nahm auf ein paar Tage Urlaub, ritt dem fahrenden Wunderdoktor nach und holte ihn auf seinem feurigen Fuchs gegen Abend des ersten Reisetages ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.335400104522705} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2563,"date":1876,"orig":"Wie ein Wegelagerer überfiel er ihn an einer einſamen Stelle der Gebirgsſtraße.","norm":"Wie ein Wegelagerer überfiel er ihn an einer einsamen Stelle der Gebirgsstraße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8473000526428223} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2564,"date":1876,"orig":"Der erſchrockene Quackſalber mußte zuerſt ſeinen Apothekerkaſten ausräumen und ſich dann einer Durchſuchung ſeiner Perſon unterwerfen.","norm":"Der erschrockene Quacksalber musste zuerst seinen Apothekerkasten ausräumen und sich dann einer Durchsuchung seiner Person unterwerfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3744001388549805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2565,"date":1876,"orig":"Wie triumphirte Wertmüller, als er, dem Doktor freundſchaftlich auf den Rücken klopfend, ein kniſterndes Papier verſpürte, das zwiſchen Tuch und Unterfutter eingenäht war, und dann mit der Pflaſterſcheere des Unglücklichen aus deſſen ſcharlachrothem Rocke unverſehrt ein eigenhändiges Schreiben ſeines Feindes an einen Kapuzinerpater herausſchnitt, worin Jenatſch dieſem Aufträge an den Gubernatore Serbelloni in Mailand gab.","norm":"Wie triumphierte Wertmüller, als er, dem Doktor freundschaftlich auf den Rücken klopfend, ein knisterndes Papier verspürte, das zwischen Tuch und Unterfutter eingenäht war, und dann mit der Pflasterschere des Unglücklichen aus dessen scharlachrotem Rocke unversehrt ein eigenhändiges Schreiben seines Feindes an einen Kapuzinerpater herausschnitt, worin Jenatsch diesem Aufträge an den Gubernatore Serbelloni in Mailand gab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.468800067901611} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2566,"date":1876,"orig":"Der Wortlaut freilich war dunkel, aber die Thatſache ſelbſt ſprach um ſo klarer.","norm":"Der Wortlaut freilich war dunkel, aber die Tatsache selbst sprach um so klarer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.368800163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2567,"date":1876,"orig":"Nachdem der Locotenente den ſchlotternden Zahnausreißer beruhigt und aus ſeiner Reiſeflaſche geſtärkt hatte, jagte er in freudigem Galopp nach Chur zurück.","norm":"Nachdem der Locotenente den schlotternden Zahnausreißer beruhigt und aus seiner Reiseflasche gestärkt hatte, jagte er in freudigem Galopp nach Kür zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.293799877166748} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2568,"date":1876,"orig":"Jetzt war der Verräther Jenatſch in ſeinen Händen.","norm":"Jetzt war der Verräter Jenatsch in seinen Händen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.957600116729736} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2569,"date":1876,"orig":"Er erreichte die Stadt in vorgerückter Nachtſtunde und wurde kaum noch vorgelaſſen.","norm":"Er erreichte die Stadt in vorgerückter Nachtstunde und wurde kaum noch vorgelassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.194499969482422} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2570,"date":1876,"orig":"Der Ungeduldige mußte ſich damit begnügen, ſeinem Herrn den verrätheriſchen Brief mit einer gedrängten Auseinanderſetzung des Zuſammenhangs zu überreichen.","norm":"Der Ungeduldige musste sich damit begnügen, seinem Herrn den verräterischen Brief mit einer gedrängten Auseinandersetzung des Zusammenhangs zu überreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.675600051879883} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2571,"date":1876,"orig":"Als Wertmüller dann am nächſten Morgen nach einem glücklichen Schlafe ſich dem Herzog vorſtellte, fand er dieſen in ſehr getrübter Stimmung und nicht geneigt, auf eine Beſprechung des ihm, wie er ſagte, unerklärlichen und ſehr ſchmerzlichen Vorfalles einzugehen.","norm":"Als Wertmüller dann am nächsten Morgen nach einem glücklichen Schlafe sich dem Herzog vorstellte, fand er diesen in sehr getrübter Stimmung und nicht geneigt, auf eine Besprechung des ihm, wie er sagte, unerklärlichen und sehr schmerzlichen Vorfalles einzugehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.056300163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2572,"date":1876,"orig":"Er müſſe auch von anderer Seite ſich darüber Aufklärung verſchaffen.","norm":"Er müsse auch von anderer Seite sich darüber Aufklärung verschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.834099769592285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2573,"date":1876,"orig":"Kurz vor der Stunde, zu welcher Jenatſch täglich dem Herzog aufzuwarten pflegte, wurde der Locotenent mit einem Tagesbefehl nach der Rheinſchanze beordert, und, ſo ſcharf er auch ritt, er kam zu ſpät, um dem Oberſten vor Herzog Heinrich Stirn gegen Stirn entgegenzutreten.","norm":"Kurz vor der Stunde, zu welcher Jenatsch täglich dem Herzog aufzuwarten pflegte, wurde der Locotenent mit einem Tagesbefehl nach der Rheinschanze beordert, und, so scharf er auch ritt, er kam zu spät, um dem Obersten vor Herzog Heinrich Stirn gegen Stirn entgegenzutreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020999908447266} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2574,"date":1876,"orig":"Bei ſeiner Rückkehr traf er dieſen in der heiterſten Laune und wie von einer ſchweren Laſt befreit.","norm":"Bei seiner Rückkehr traf er diesen in der heitersten Laune und wie von einer schweren Last befreit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305300235748291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2575,"date":1876,"orig":"„Beſten Dank“ für Euern löblichen Dienſteifer, braver Wertmüller!“ empfing er den Adjutanten.","norm":"„Besten Dank“ für Euren löblichen Diensteifer, braver Wertmüller!“ empfing er den Adjutanten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128099918365478} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2576,"date":1876,"orig":"Diesmal hat er Euch freilich trotz Eures mit Argusaugen blickenden Scharfſinns in eine grobe Falle gelockt.","norm":"Diesmal hat er Euch freilich trotz Eures mit Argusaugen blickenden Scharfsinns in eine grobe Falle gelockt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.662400007247925} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2577,"date":1876,"orig":"— Ungern thue ich Eurer Eitelkeit weh.","norm":"— Ungern tue ich Eurer Eitelkeit weh.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916999816894531} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2578,"date":1876,"orig":"— Jenatſch war hier und ich habe ihn mit aller Offenheit zur Rede geſtellt.","norm":"— Jenatsch war hier und ich habe ihn mit aller Offenheit zur Rede gestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.85830020904541} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2579,"date":1876,"orig":"Er hat ſich vollkommen gerechtfertigt.","norm":"Er hat sich vollkommen gerechtfertigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.478099822998047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2580,"date":1876,"orig":"Der Brief iſt falſch und die Handſchrift auf merkwürdig geſchickte Weiſe nachgeahmt.","norm":"Der Brief ist falsch und die Handschrift auf merkwürdig geschickte Weise nachgeahmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.745200157165527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2581,"date":1876,"orig":"Der Oberſt hat Feinde, in deren Intereſſe es liegt, ihm mein Vertrauen zu rauben.","norm":"Der Oberst hat Feinde, in deren Interesse es liegt, ihm mein Vertrauen zu rauben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.691400051116943} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2582,"date":1876,"orig":"Sie ahnen nicht, daß ſie es mit ihren Cabalen im Gegentheil immer mehr befeſtigen.","norm":"Sie ahnen nicht, dass sie es mit ihren Kabalen im Gegenteil immer mehr befestigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.367300033569336} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2583,"date":1876,"orig":"Er hat deren namentlich am biſchöflichen Hof unter Euern geiſtlichen Genoſſen am Spieltiſche, Wertmüller.","norm":"Er hat deren namentlich am bischöflichen Hof unter Euren geistlichen Genossen am Spieltische, Wertmüller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.015900135040283} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2584,"date":1876,"orig":"Sie kennen Euch und zählten auf Euern Argwohn und Eure Unternehmungsluſt.","norm":"Sie kennen Euch und zählten auf Euren Argwohn und Eure Unternehmungslust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.684100151062012} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2585,"date":1876,"orig":"Da Ihr aus Euerm Widerwillen gegen den Oberſt und, Euch zur Ehre ſei's geſagt, aus Eurer Anhänglichkeit an meine Perſon kein Geheimniß macht, ſo war die Intrigue der geiſtlichen Herren bald eingefädelt.","norm":"Da Ihr aus Euerem Widerwillen gegen den Oberst und, Euch zur Ehre sei es gesagt, aus Eurer Anhänglichkeit an meine Person kein Geheimnis macht, so war die Intrige der geistlichen Herren bald eingefädelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.451499938964844} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2586,"date":1876,"orig":"Der elende Dottore war ihr beſtochenes Werkzeug.","norm":"Der elende Dottore war ihr bestochenes Werkzeug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.146699905395508} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2587,"date":1876,"orig":"— Geſteht, er hat ſeine Rolle gut geſpielt!","norm":"— Gesteht, er hat seine Rolle gut gespielt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.745699882507324} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2588,"date":1876,"orig":"Wo wird ſich ein Italiäner den Anlaß zu einer Comödie jemals entgehen laſſen! —","norm":"Wo wird sich ein Italiener den Anlass zu einer Komödie jemals entgehen lassen! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.686100006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2589,"date":1876,"orig":"Was endlich jene nächtliche Unterredung zwiſchen Jenatſch und dem Quackſalber unſern der biſchöflichen Reſidenz betrifft, die Euch zu denken gab, ſo hat es damit ſeine Richtigkeit — ſie drehte ſich um das Ausſchneiden von Leichdornen.","norm":"Was endlich jene nächtliche Unterredung zwischen Jenatsch und dem Quacksalber unseren der bischöflichen Residenz betrifft, die Euch zu denken gab, so hat es damit seine Richtigkeit — sie drehte sich um das Ausschneiden von Leichdornen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.957099914550781} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2590,"date":1876,"orig":"Erinnert Euch, daß Ihr über den Oberſten geſpottet habt, als er vor ein paar Tagen mit einem Pantoffel am linken Fuße einherſchritt.“","norm":"Erinnert Euch, dass Ihr über den Obersten gespottet habt, als er vor ein paar Tagen mit einem Pantoffel am linken Fuße einherschritt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.031599998474121} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2591,"date":1876,"orig":"Wertmüllers herbes Geſicht verfinſterte ſich unter dieſer Rede dermaßen, daß der Herzog ihm die Hand auf die Schulter legte und ihn freundlich mit den Worten verabſchiedete:","norm":"Wertmüllers herbes Gesicht verfinsterte sich unter dieser Rede dermaßen, dass der Herzog ihm die Hand auf die Schulter legte und ihn freundlich mit den Worten verabschiedete:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.984899997711181} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2592,"date":1876,"orig":"„Sprechen wir nicht mehr davon, mein Lieber, die Sache iſt nicht von Wichtigkeit.“","norm":"„Sprechen wir nicht mehr davon, mein Lieber, die Sache ist nicht von Wichtigkeit .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.11269998550415} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2593,"date":1876,"orig":"Fruchtlos brütend, wie er dem Oberſten trotz alledem noch beikommen könne, verließ Wertmüller das herzogliche Gemach.","norm":"Fruchtlos brütend, wie er dem Obersten trotz alledem noch beikommen könne, verließ Wertmüller das herzogliche Gemach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92579984664917} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2594,"date":1876,"orig":"In ſeinem Zuſtande verbiſſener Wuth bemerkte er nicht, daß ein blondes Cherubimköpfchen ſich die Treppen heran ihm entgegen bewegte.","norm":"In seinem Zustande verbissener Wut bemerkte er nicht, dass ein blondes Cherubimköpfchen sich die Treppen heran ihm entgegen bewegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.947999954223633} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2595,"date":1876,"orig":"Es war die goldlockige Tochter des Hauſes, Fräulein Amantia Sprecher, die ſich mit einem Strauße erſter Märzglöckchen zu dem Herzog begab.","norm":"Es war die goldlockige Tochter des Hauses, Fräulein Amantia Sprecher, die sich mit einem Strauße erster Märzglöckchen zu dem Herzog begab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275199890136719} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2596,"date":1876,"orig":"Nicht nur überſah ſie der Ungeſtüme, er raſte in ſo weiten Sprüngen die Steinſtufen hinunter, daß er ſie faſt niederrannte.","norm":"Nicht nur übersah sie der Ungestüme, er raste in so weiten Sprüngen die Steinstufen hinunter, dass er sie fast niederrannte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.043200016021728} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2597,"date":1876,"orig":"Beſtürzt hielt ſie ſich an dem reich verſchlungenen Eiſengeländer und ſah ihm mit ihren unſchuldigen blauen Augen ſinnend und vorwurfsvoll nach.","norm":"Bestürzt hielt sie sich an dem reich verschlungenen Eisengeländer und sah ihm mit ihren unschuldigen blauen Augen sinnend und vorwurfsvoll nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.991300106048584} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2598,"date":1876,"orig":"War das derſelbe Wertmüller, der ihrer Lieblichkeit ſonſt in auffallender Weiſe huldigte, der den ganzen Winter einer ihrer bevorzugten Tänzer geweſen war?","norm":"War das derselbe Wertmüller, der ihrer Lieblichkeit sonst in auffallender Weise huldigte, der den ganzen Winter einer ihrer bevorzugten Tänzer gewesen war?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.982399940490723} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2599,"date":1876,"orig":"Auch auf morgen hatte er ſie ja wieder zum Balle, dem letzten und glänzendſten des Faſchings, eingeladen.","norm":"Auch auf morgen hatte er sie ja wieder zum Balle, dem letzten und glänzendsten des Faschings, eingeladen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.150599956512451} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2600,"date":1876,"orig":"Welche Tarantel hatte ihn heute geſtochen?","norm":"Welche Tarantel hatte ihn heute gestochen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.492700099945068} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2601,"date":1876,"orig":"Wohl war er ihr auch ſonſt zu Zeiten rückſichtslos erſchienen, wenn er ſich ſpöttiſch und wegwerfend über bündneriſche Zuſtände und Sitten äußerte.","norm":"Wohl war er ihr auch sonst zu Zeiten rücksichtslos erschienen, wenn er sich spöttisch und wegwerfend über bündnerische Zustände und Sitten äußerte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.373600006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2602,"date":1876,"orig":"Wer oder was blieb überhaupt von ſeiner ſcharfen Zunge verſchont!","norm":"Wer oder was blieb überhaupt von seiner scharfen Zunge verschont!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.676799774169922} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2603,"date":1876,"orig":"Mit ihr hatte er doch bis jetzt immer eine Ausnahme gemacht und ſie war dafür nicht unempfindlich geblieben.","norm":"Mit ihr hatte er doch bis jetzt immer eine Ausnahme gemacht und sie war dafür nicht unempfindlich geblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.301700115203857} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2604,"date":1876,"orig":"Ihre ſanfte kindliche Schönheit und das Gleichgewicht ihrer durchaus friedfertigen Sinnesart wirkte anziehend und beruhigend auf den queckſilbernen Offizier.","norm":"Ihre sanfte kindliche Schönheit und das Gleichgewicht ihrer durchaus friedfertigen Sinnesart wirkte anziehend und beruhigend auf den quecksilbernen Offizier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007400035858154} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2605,"date":1876,"orig":"Das Fräulein ſeinerſeits hatte ſich in allen Züchten zuweilen mit dem Gedanken beſchäftigt, wie ſich dieſer zürcheriſche Unband wohl als Eheherr ausnehmen würde und hatte ſeine Tapferkeit, den unbeſtreitbaren Werth ſeiner Treue an dem edlen frommen Herzog und ſeine hochgehenden Lebensausſichten mit weiſem Herzen in die Wage gelegt gegen ſeine Schroffheiten, ſein abſprechendes Weſen und ſeine Spöttereien über Geiſtlichkeit und Gottesdienſt, die vielleicht doch im Grunde weniger ſchlimm gemeint waren, als ſie übel klangen.","norm":"Das Fräulein seinerseits hatte sich in allen Züchten zuweilen mit dem Gedanken beschäftigt, wie sich dieser zürcherische Unband wohl als Eheherr ausnehmen würde und hatte seine Tapferkeit, den unbestreitbaren Wert seiner Treue an dem edlen frommen Herzog und seine hochgehenden Lebensaussichten mit weisem Herzen in die Waage gelegt gegen seine Schroffheiten, sein absprechendes Wesen und seine Spöttereien über Geistlichkeit und Gottesdienst, die vielleicht doch im Grunde weniger schlimm gemeint waren, als sie übel klangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.808300018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2606,"date":1876,"orig":"Doch war ſie, — nach dieſer rauhen Begegnung mußte ſie ſich's geſtehen, — noch keineswegs zu einem günſtigen Ergebniß gekommen.","norm":"Doch war sie, — nach dieser rauen Begegnung musste sie sich es gestehen, — noch keineswegs zu einem günstigen Ergebnis gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.823500156402588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2607,"date":1876,"orig":"So entſchlug ſie ſich dieſer Gedanken ohne daß es ſie große Mühe koſtete, und wandelte, den ſilberhellen Blumenſtrauß in ihrer Hand ordnend, langſam die letzten Stufen hinauf.","norm":"So entschlug sie sich dieser Gedanken ohne dass es sie große Mühe kostete, und wandelte, den silberhellen Blumenstrauß in ihrer Hand ordnend, langsam die letzten Stufen hinauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111999988555908} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2608,"date":1876,"orig":"Fräulein Amantia hegte für den edlen Gaſt ihres Vaters eine unbegrenzte Verehrung, welche die liebenswürdige Leutſeligkeit des Herzogs von jeder Zuthat beklommener Scheu befreit hatte.","norm":"Fräulein Amantia hegte für den edlen Gast ihres Vaters eine unbegrenzte Verehrung, welche die liebenswürdige Leutseligkeit des Herzogs von jeder Zutat beklommener Scheu befreit hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.507500171661377} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2609,"date":1876,"orig":"Sie pflegte alltäglich zu einer Stunde, wo er ſich nicht ungern ſtören ließ, in ſeinem Empfangszimmer zu erſcheinen und nach ſeinen Wünſchen zu forſchen.","norm":"Sie pflegte alltäglich zu einer Stunde, wo er sich nicht ungern stören ließ, in seinem Empfangszimmer zu erscheinen und nach seinen Wünschen zu forschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.279399871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2610,"date":1876,"orig":"Er ermangelte dann nie, hatte er nicht dringende Geſchäfte, das gute Kind zurückzuhalten und ſich nach den Intereſſen ihres Tages zu erkundigen.","norm":"Er ermangelte dann nie, hatte er nicht dringende Geschäfte, das gute Kind zurückzuhalten und sich nach den Interessen ihres Tages zu erkundigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.534200191497803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2611,"date":1876,"orig":"Heute kam ſie eben aus der Wochenpredigt, weniger erbaut als in Zweifel verſenkt, denn der Pfarrer Saluz hatte über einen außer der Reihenfolge liegenden Text mit großer Heftigkeit gepredigt, und über welchen ſchauerlichen Text — den Verrath des Judas Iſchariot, Matthäus am ſechsundzwanzigſten!","norm":"Heute kam sie eben aus der Wochenpredigt, weniger erbaut als in Zweifel versenkt, denn der Pfarrer Saluz hatte über einen außer der Reihenfolge liegenden Text mit großer Heftigkeit gepredigt, und über welchen schauerlichen Text — den Verrat des Judas Ischariot, Matthäus am sechsundzwanzigsten!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.19189977645874} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2612,"date":1876,"orig":"Er hatte dadurch ſeine Zuhörer in große Aufregung verſetzt, die ſich ängſtlich nach dem Zielpunkte dieſer Anſpielung umſahen, und ſich, ſagte Fräulein Amantia, faſt wie ſeiner Zeit die Jünger fragten:","norm":"Er hatte dadurch seine Zuhörer in große Aufregung versetzt, die sich ängstlich nach dem Zielpunkte dieser Anspielung umsahen, und sich, sagte Fräulein Amantia, fast wie seiner Zeit die Jünger fragten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.20359992980957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2613,"date":1876,"orig":"„Herr, wer iſt es, der Dich verräth?“","norm":"„Herr, wer ist es, der Dich verrät?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.561000108718872} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2614,"date":1876,"orig":"Achtes Kapitel.","norm":"Achtes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"bg-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.3850998878479} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2615,"date":1876,"orig":"Wenige Tage ſpäter, den 19. März, eilte der gelehrte Ritter Fortunatus Sprecher die Treppe zu den Gemächern ſeines erlauchten Gaſtes herauf.","norm":"Wenige Tage später, den 19. März, eilte der gelehrte Ritter Fortunatus Sprecher die Treppe zu den Gemächern seines erlauchten Gastes herauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.797300100326538} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2616,"date":1876,"orig":"Dieſe frühe Morgenſtunde konnte unmöglich zur Fortſetzung der Biographie des Herzogs geeignet ſein; auch war das Antlitz des Ritters, der krampfhaft ein großes mit dem Bündnerwappen verziertes Druckblatt in der Hand hielt, wie ſolche zu öffentlichen Kundgebungen an die Mauer geſchlagen werden, heute beſonders ſchwer verdüſtert.","norm":"Diese frühe Morgenstunde konnte unmöglich zur Fortsetzung der Biographie des Herzogs geeignet sein; auch war das Antlitz des Ritters, der krampfhaft ein großes mit dem Bündnerwappen verziertes Druckblatt in der Hand hielt, wie solche zu öffentlichen Kundgebungen an die Mauer geschlagen werden, heute besonders schwer verdüstert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741000175476074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2617,"date":1876,"orig":"Oben angelangt, blieb er athemlos einen Augenblick ſtehen und ſammelte ſich.","norm":"Oben angelangt, blieb er atemlos einen Augenblick stehen und sammelte sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.014800071716309} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2618,"date":1876,"orig":"Doch ließ er dem Kammerdiener kaum Zeit ihn anzumelden und drang ohne die gewohnte Rückſicht und Höflichkeit in das Arbeitszimmer des Herzogs ein, wo dieſer, ſeine Bibel leſend, im Erker ſaß und jetzt, über die Störung erſtaunt, zu dem Eintretenden aufblickte.","norm":"Doch ließ er dem Kammerdiener kaum Zeit ihn anzumelden und drang ohne die gewohnte Rücksicht und Höflichkeit in das Arbeitszimmer des Herzogs ein, wo dieser, seine Bibel lesend, im Erker saß und jetzt, über die Störung erstaunt, zu dem Eintretenden aufblickte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.826200008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2619,"date":1876,"orig":"„Es ſind unerhörte Ereigniſſe,“ begann Herr Sprecher, „die mich zwingen, erlauchter Herr, Eure Morgenandacht zu ſtören.","norm":"„Es sind unerhörte Ereignisse,“ begann Herr Sprecher, „die mich zwingen, erlauchter Herr, Eure Morgenandacht zu stören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.37309980392456} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2620,"date":1876,"orig":"Es iſt, kaum wage ich es auszuſprechen, die Sorge um die Sicherheit Eurer edlen Perſon, die mich dazu treibt.","norm":"Es ist, kaum wage ich es auszusprechen, die Sorge um die Sicherheit Eurer edlen Person, die mich dazu treibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.696500062942505} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2621,"date":1876,"orig":"Könnt' ich Euch doch in mein Herz blicken laſſen, damit Ihr darin meine aufrichtige und in jeder Probe ſtichhaltige Ergebenheit läſet, überzeugender als mein Mund ſie ausdrücken kann! —","norm":"Könnte ich Euch doch in mein Herz blicken lassen, damit Ihr darin meine aufrichtige und in jeder Probe stichhaltige Ergebenheit läset, überzeugender als mein Mund sie ausdrücken kann! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.611599922180176} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2622,"date":1876,"orig":"In meine geſchichtlichen Arbeiten vertieft und gewohnt auf die eitlen Geräuſche des Tages wenig zu merken, habe ich leider die Bedeutung der wirren Stimmen unterſchätzt, die allerdings in der letzten Zeit an mein Ohr ſchlugen.","norm":"In meine geschichtlichen Arbeiten vertieft und gewohnt auf die eitlen Geräusche des Tages wenig zu merken, habe ich leider die Bedeutung der wirren Stimmen unterschätzt, die allerdings in der letzten Zeit an mein Ohr schlugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014699935913086} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2623,"date":1876,"orig":"Ich wollte Euch nicht unnöthig damit beunruhigen.“","norm":"Ich wollte Euch nicht unnötig damit beunruhigen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107600212097168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2624,"date":1876,"orig":"Der Herzog erhob ſich raſch.","norm":"Der Herzog erhob sich rasch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.341800212860107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2625,"date":1876,"orig":"„Kommt zur Sache, Herr!“ ſagte er beſtimmt und ruhig.","norm":"„Kommt zur Sache, Herr!“ sagte er bestimmt und ruhig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.605299949645996} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2626,"date":1876,"orig":"„Was iſt das für ein Blatt?","norm":"„Was ist das für ein Blatt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.000200033187866} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2627,"date":1876,"orig":"Gebt her.“","norm":"Gebt her .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.168499946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2628,"date":1876,"orig":"Sprecher überreichte das verhängnißvolle Druckblatt und ſtöhnte mit ſinkender Stimme:","norm":"Sprecher überreichte das verhängnisvolle Druckblatt und stöhnte mit sinkender Stimme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.568699836730957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2629,"date":1876,"orig":"„Es iſt der Aufſtand gegen Frankreich und die Ernennung des Jürg Jenatſch zum Obergeneral der drei Bünde!“ —","norm":"„Es ist der Aufstand gegen Frankreich und die Ernennung des Jürg Jenatsch zum Obergeneral der drei Bünde!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.753699779510498} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2630,"date":1876,"orig":"Rohan durchlief das Blatt und erblaßte.","norm":"Rohan durchlief das Blatt und erblasste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.61959981918335} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2631,"date":1876,"orig":"Es enthielt einen Aufruf an das Volk, der die Beſchwerden der Bündner gegen die Krone Frankreich in kurzen, treffenden Worten zuſammenfaßte und zum Vertrauen auf Spanien-Oeſterreich aufforderte, das ſich bereit erkläre, Bündens alte Grenzen und Freiheiten zu gewährleiſten.","norm":"Es enthielt einen Aufruf an das Volk, der die Beschwerden der Bündner gegen die Krone Frankreich in kurzen, treffenden Worten zusammenfasste und zum Vertrauen auf Spanien-Österreich aufforderte, das sich bereit erkläre, Bünden alte Grenzen und Freiheiten zu gewährleisten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.39169979095459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2632,"date":1876,"orig":"Alle bündneriſchen Waffen wurden unter den Befehl des Jürg Jenatſch geſtellt.","norm":"Alle bündnerischen Waffen wurden unter den Befehl des Jürg Jenatsch gestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.869499921798706} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2633,"date":1876,"orig":"Die Schlußworte lauteten:","norm":"Die Schlussworte lauteten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.489300012588501} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2634,"date":1876,"orig":"„Ihr Gemeinden der drei Bünde, greift zum Schwert, erhebt Euch zum Landſturm im Namen des Herrn.","norm":"„Ihr Gemeinden der drei Bünde, greift zum Schwert, erhebt Euch zum Landsturm im Namen des Herrn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.009600162506103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2635,"date":1876,"orig":"Sammelt Euch bei Zizers nächſt Chur am neunzehnten des Märzen.“","norm":"Sammelt Euch bei Zizers nächst Kür am neunzehnten des Märzen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.123199939727783} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2636,"date":1876,"orig":"Hier folgten die Unterſchriften der drei Bundeshäupter, obenan diejenige des Amtsbürgermeiſters Meyer von Chur.","norm":"Hier folgten die Unterschriften der drei Bundeshäupter, obenan diejenige des Amtsbürgermeisters Meyer von Kür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.232600212097168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2637,"date":1876,"orig":"Der Herzog warf das Blatt empört auf den Tiſch.","norm":"Der Herzog warf das Blatt empört auf den Tisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.999100208282471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2638,"date":1876,"orig":"Er rief nach ſeinen Dienern, befahl zu ſatteln und fragte nach Wertmüller.","norm":"Er rief nach seinen Dienern, befahl zu satteln und fragte nach Wertmüller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807000160217285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2639,"date":1876,"orig":"Mit dieſem wollte er nach der Rheinſchanze reiten.","norm":"Mit diesem wollte er nach der Rheinschanze reiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018199920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2640,"date":1876,"orig":"Seine ſchnelle Geiſtesgegenwart und militäriſche Spannkraft verließ ihn nicht einen Augenblick.","norm":"Seine schnelle Geistesgegenwart und militärische Spannkraft verließ ihn nicht einen Augenblick.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299799919128418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2641,"date":1876,"orig":"Während ihn ſein Diener ankleidete, wagte der geängſtigte Sprecher noch einige Betheuerungen, Andeutungen und Räthe.","norm":"Während ihn sein Diener ankleidete, wagte der geängstigte Sprecher noch einige Beteuerungen, Andeutungen und Räte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.392899990081787} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2642,"date":1876,"orig":"„Die Unterſchriebenen ſind alle Mitglieder des Kettenbundes.","norm":"„Die Unterschriebenen sind alle Mitglieder des Kettenbundes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.397600173950195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2643,"date":1876,"orig":"Gott weiß, ich hielt ihn für eine gemeinnützige Geſellſchaft ohne gefährliche Nebenzwecke!","norm":"Gott weiß, ich hielt ihn für eine gemeinnützige Gesellschaft ohne gefährliche Nebenzwecke!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.459400177001953} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2644,"date":1876,"orig":"— Und dieſer Bürgermeiſter Meyer, der ſich immer ſo verächtlich über den charakterloſen Jenatſch und ſo feindſelig gegen das papiſtiſche Spanien äußerte!","norm":"— Und dieser Bürgermeister Meyer, der sich immer so verächtlich über den charakterlosen Jenatsch und so feindselig gegen das papistische Spanien äußerte!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.720300197601318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2645,"date":1876,"orig":". . . Ich fürchte, erlauchter Herr, mein Hausrecht wird Euch hier nicht ſchützen können!","norm":". . . Ich fürchte, erlauchter Herr, mein Hausrecht wird Euch hier nicht schützen können!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.447999954223633} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2646,"date":1876,"orig":". . . Ihr kommt durch die nach Zizers ſtrömenden Volksmaſſen nicht mehr in die Rheinſchanze . . . Horcht!","norm":". . . Ihr kommt durch die nach Zizers strömenden Volksmassen nicht mehr in die Rheinschanze . . . Horcht!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259399890899658} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2647,"date":1876,"orig":"Mein Gott, nun läutet es auch in der Stadt von allen Thürmen Sturm . . . Vielleicht ließe ſich nächtlicher Weile ein Fluchtverſuch nach Zürich wagen und von dort würdet Ihr auf Umwegen Euer Heer im Veltlin erreichen!“ —","norm":"Mein Gott, nun läutet es auch in der Stadt von allen Türmen Sturm . . . Vielleicht ließe sich nächtlicher Weile ein Fluchtversuch nach Zürich wagen und von dort würdet Ihr auf Umwegen Euer Heer im Veltlin erreichen!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.155300140380859} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2648,"date":1876,"orig":"Während dieſer Worte war der Galopp eines Pferdes auf dem Pflaſter erklungen, und ſchon ſtand der Adjutant Wertmüller in dienſtlicher Haltung aber mit zornblitzenden Augen vor dem Herzog.","norm":"Während dieser Worte war der Galopp eines Pferdes auf dem Pflaster erklungen, und schon stand der Adjutant Wertmüller in dienstlicher Haltung aber mit zornblitzenden Augen vor dem Herzog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.839799880981445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2649,"date":1876,"orig":"„Die Bündnerregimenter im Domleſchg meutern und marſchiren mit fliegenden Fahnen auf Chur, Erlaucht,“ meldete er.","norm":"„Die Bündnerregimenter im Domleschg meutern und marschieren mit fliegenden Fahnen auf Kür, Erlaucht,“ meldete er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.60860013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2650,"date":1876,"orig":"„Ich wäre ihnen bei einem Morgenritte nach Reichenau faſt in die Hände gefallen.","norm":"„Ich wäre ihnen bei einem Morgenritte nach Reichenau fast in die Hände gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.434800148010254} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2651,"date":1876,"orig":"Sie ſind mir auf den Ferſen.","norm":"Sie sind mir auf den Fersen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.171700000762939} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2652,"date":1876,"orig":"Hier in der Stadt liegt, wie der edle Herr weiß, nur die Freicompagnie der Prätigauer.","norm":"Hier in der Stadt liegt, wie der edle Herr weiß, nur die Freicompagnie der Prätigauer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.10230016708374} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2653,"date":1876,"orig":"Treue Leute!","norm":"Treue Leute!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.127900123596191} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2654,"date":1876,"orig":"Ich habe ſie an das nördliche Thor beordert.","norm":"Ich habe sie an das nördliche Tor beordert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.27269983291626} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2655,"date":1876,"orig":"Ihr Hauptmann Janett ſchwur mir zu, er ſei mit Leib und Leben der Eurige und werde gegen alle Spaniolen und Meineidigen zu Euch ſtehen.","norm":"Ihr Hauptmann Janett schwor mir zu, er sei mit Leib und Leben der Eurige und werde gegen alle Spaniolen und Meineidigen zu Euch stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.856900215148926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2656,"date":1876,"orig":"Eure Pferde und Leute ſind unten bereit.","norm":"Eure Pferde und Leute sind unten bereit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.182000160217285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2657,"date":1876,"orig":"Noch iſt es möglich, wenn die Prätigauer uns den Rücken decken, nach der Rheinſchanze durchzudringen.","norm":"Noch ist es möglich, wenn die Prätigauer uns den Rücken decken, nach der Rheinschanze durchzudringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.917099952697754} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2658,"date":1876,"orig":"Begegnet uns Volksgeſindel, ſo reiten wir es nieder.“","norm":"Begegnet uns Volksgesindel, so reiten wir es nieder .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.747000217437744} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2659,"date":1876,"orig":"Herzog Heinrich hieß dieſen muthigen Vorſchlag, welcher ſeinen eigenen Entſchluß ausſprach, mit einer zuſtimmenden Kopfbewegung gut und ſchritt, Herrn Sprecher flüchtig grüßend, raſch dem Ausgange zu.","norm":"Herzog Heinrich hieß diesen mutigen Vorschlag, welcher seinen eigenen Entschluss aussprach, mit einer zustimmenden Kopfbewegung gut und schritt, Herrn Sprecher flüchtig grüßend, rasch dem Ausgange zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179599761962891} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2660,"date":1876,"orig":"Aber ſchon war er ein Gefangener.","norm":"Aber schon war er ein Gefangener.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.749000072479248} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2661,"date":1876,"orig":"Als Wertmüller die Thüre des Vorſaales aufriß, ertönte von unten her Gemurmel zahlreicher Stimmen und ſchleifendes Geräuſch treppanſteigender Füße.","norm":"Als Wertmüller die Türe des Vorsaales aufriss, ertönte von unten her Gemurmel zahlreicher Stimmen und schleifendes Geräusch treppansteigender Füße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.99429988861084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2662,"date":1876,"orig":"Man vernahm Sporengeklirr und gedämpften Wortwechſel.","norm":"Mann vernahm Sporengeklirr und gedämpften Wortwechsel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.922599792480469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2663,"date":1876,"orig":"Der Herzog blieb ſtehen und legte die Hand an den Degen.","norm":"Der Herzog blieb stehen und legte die Hand an den Degen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.770400047302246} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2664,"date":1876,"orig":"Vor der Thüre zauderten und drängten ſich Geſtalten, die einen in Waffen, die andern in Staatstracht.","norm":"Vor der Türe zauderten und drängten sich Gestalten, die einen in Waffen, die anderen in Staatstracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.695800065994262} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2665,"date":1876,"orig":"Keiner wagte es, ſich voranzuſtellen.","norm":"Keiner wagte es, sich voranzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.987900018692016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2666,"date":1876,"orig":"Jetzt wichen ſie zur Seite und gaben Raum.","norm":"Jetzt wichen sie zur Seite und gaben Raum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.561999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2667,"date":1876,"orig":"Georg Jenatſch trat aus ihnen hervor und überſchritt die Schwelle.","norm":"Georg Jenatsch trat aus ihnen hervor und überschritt die Schwelle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.15339994430542} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2668,"date":1876,"orig":"Ihm folgten Guler, der Graf Travers und ein ſtattlicher Mann in bürgermeiſterlichem Ornate und goldener Kette mit großgeſchnittenem, fleiſchigen Geſicht und leicht ſchielenden Augen.","norm":"Ihm folgten Guler, der Graf Travers und ein stattlicher Mann in bürgermeisterlichem Ornate und goldener Kette mit großgeschnittenem, fleischigen Gesicht und leicht schielenden Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.738500118255615} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2669,"date":1876,"orig":"Der Oberſt Jenatſch war baarhaupt und näherte ſich mit ſtarren blaſſen Zügen dem Herzog, der ſtolz und fragend vor ihm ſtand.","norm":"Der Oberst Jenatsch war barhaupt und näherte sich mit starren blassen Zügen dem Herzog, der stolz und fragend vor ihm stand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.713399887084961} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2670,"date":1876,"orig":"Seine Stimme klang ruhig und ſeltſam kalt, als er zu reden anhob:","norm":"Seine Stimme klang ruhig und seltsam kalt, als er zu reden anhob:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.519700050354004} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2671,"date":1876,"orig":"„Erlauchter Herr, Ihr ſeid in unſerer Gewalt.","norm":"„Erlauchter Herr, Ihr seid in unserer Gewalt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.224800109863281} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2672,"date":1876,"orig":"Unſer Aufſtand iſt Gegenwehr und gilt nicht Euch‚ ſondern der Krone Frankreich.","norm":"Unser Aufstand ist Gegenwehr und gilt nicht Euch ‚sondern der Krone Frankreich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.682300090789795} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2673,"date":1876,"orig":"Was Euch dunkel blieb, iſt uns klar geworden:","norm":"Was Euch dunkel blieb, ist uns klar geworden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286499977111816} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2674,"date":1876,"orig":"Der Kardinal will den von Euch mit uns vereinbarten Vertrag nicht unterzeichnen.","norm":"Der Kardinal will den von Euch mit uns vereinbarten Vertrag nicht unterzeichnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.648900032043457} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2675,"date":1876,"orig":"Er will uns feſthalten und im Tauſchhandel des in Ausſicht ſtehenden allgemeinen Friedensſchluſſes als franzöſiſche Waare verſchachern.","norm":"Er will uns festhalten und im Tauschhandel des in Aussicht stehenden allgemeinen Friedensschlusses als französische Ware verschachern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172800064086914} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2676,"date":1876,"orig":"Das Pfand Eurer reinen Ehre, das er uns in die Hände gab, würde er leicht verſcherzen.","norm":"Das Pfand Eurer reinen Ehre, das er uns in die Hände gab, würde er leicht verscherzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.493199825286865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2677,"date":1876,"orig":"So hat uns der König von Frankreich und ſein Kardinal dazu getrieben, bei unſerm Erbfeinde billigere Hilfe zu ſuchen, die uns auch gewährt wurde.","norm":"So hat uns der König von Frankreich und sein Kardinal dazu getrieben, bei unserem Erbfeinde billigere Hilfe zu suchen, die uns auch gewährt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.985199928283691} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2678,"date":1876,"orig":"Gott weiß, was es uns gekoſtet hat, unſere Freiheit unter Spaniens Schild zu ſtellen. —","norm":"Gott weiß, was es uns gekostet hat, unsere Freiheit unter Spaniens Schild zu stellen . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.892600059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2679,"date":1876,"orig":"Was wir von Euch verlangen und warum Ihr es uns gewähren werdet, das kann ich Euch mit wenigen Worten darlegen.","norm":"Was wir von Euch verlangen und warum Ihr es uns gewähren werdet, das kann ich Euch mit wenigen Worten darlegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.268199920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2680,"date":1876,"orig":"Vor Eurer Rheinſchanze ſtrömt Bündens ganzer Landſturm zuſammen.","norm":"Vor Eurer Rheinschanze strömt Bünden ganzer Landsturm zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.31820011138916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2681,"date":1876,"orig":"Die Regimenter rücken in Chur ein.","norm":"Die Regimenter rücken in Kür ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.846499919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2682,"date":1876,"orig":"Ich habe ſie ihres Gehorſams gegen Euch entbunden und den Eid ihrer Treue den Häuptern unſerer drei Bünde ſchwören laſſen.","norm":"Ich habe sie ihres Gehorsams gegen Euch entbunden und den Eid ihrer Treue den Häuptern unserer drei Bünde schwören lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.763999938964843} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2683,"date":1876,"orig":"Die Oeſterreicher ſtehen am Luzienſteig, die Spanier bei der Feſtung Fuentes, beide mit Uebermacht.","norm":"Die Österreicher stehen am Luziensteig, die Spanier bei der Festung Fuentes, beide mit Übermacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.90749979019165} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2684,"date":1876,"orig":"Auf ein Wort von mir überſchreiten ſie die Grenze. —","norm":"Auf ein Wort von mir überschreiten sie die Grenze . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.43179988861084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2685,"date":1876,"orig":"Seht hier meine ſpaniſch-öſterreichiſchen vom Kaiſer ſelbſt und vom Gubernatore Serbelloni unterzeichneten Vollmachten!“ —","norm":"Seht hier meine spanisch-österreichischen vom Kaiser selbst und vom Gubernatore Serbelloni unterzeichneten Vollmachten!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.21589994430542} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2686,"date":1876,"orig":"und er entfaltete zwei Papiere.","norm":"und er entfaltete zwei Papiere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.323500156402588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2687,"date":1876,"orig":"„Lecques kann Euch nicht befreien, denn bei ſeiner erſten Bewegung gegen die Alpenpäſſe rücken die Spanier von Fuentes her ins Veltlin.","norm":"„Lecques kann Euch nicht befreien, denn bei seiner ersten Bewegung gegen die Alpenpässe rücken die Spanier von Fuentes her ins Veltlin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.222300052642822} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2688,"date":1876,"orig":"— Ihr ſeht, Euer Heer iſt von allen Seiten eingeklemmt; nur Ihr könnt es Euerm Könige retten, und Ihr thut es, wenn Ihr dieſes Uebereinkommen unterzeichnet.“ —","norm":"— Ihr seht, Euer Heer ist von allen Seiten eingeklemmt; nur Ihr könnt es Euerem Könige retten, und Ihr tut es, wenn Ihr dieses Übereinkommen unterzeichnet .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.51639986038208} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2689,"date":1876,"orig":"Jenatſch nahm ein drittes Papier aus der Hand des Bürgermeiſters von Chur und las:","norm":"Jenatsch nahm ein drittes Papier aus der Hand des Bürgermeisters von Kür und las:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.875500202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2690,"date":1876,"orig":"„Die Rheinſchanze und das Veltlin werden von den Franzoſen geräumt.","norm":"„Die Rheinschanze und das Veltlin werden von den Franzosen geräumt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.081200122833252} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2691,"date":1876,"orig":"Sie verlaſſen Bünden als Freunde und in kürzeſter Friſt.","norm":"Sie verlassen Bünden als Freunde und in kürzester Frist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.157700061798096} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2692,"date":1876,"orig":"Der Herzog Heinrich Rohan, Pair von Frankreich und Generallieutenant der franzöſiſchen Armee, bleibt als unſer Bürge in Chur bis zur Vollziehung dieſes ſeines mit uns geſchloſſenen Uebereinkommens.","norm":"Der Herzog Heinrich Rohan, Pair von Frankreich und Generalleutnant der französischen Armee, bleibt als unser Bürge in Kür bis zur Vollziehung dieses seines mit uns geschlossenen Übereinkommens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.041399955749512} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2693,"date":1876,"orig":"Und dies Uebereinkommen verſpricht der erlauchte Herzog bei ſeiner Ehre auch dann in Treuen zu vollziehen, wenn Gegenbefehl vom franzöſiſchen Hofe einträfe,“ —","norm":"Und dies Übereinkommen verspricht der erlauchte Herzog bei seiner Ehre auch dann in Treuen zu vollziehen, wenn Gegenbefehl vom französischen Hofe einträfe,“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.222899913787842} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2694,"date":1876,"orig":"So ſteht es.","norm":"So steht es.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"es","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.788000106811523} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2695,"date":1876,"orig":"Wir haben nicht das Recht, erlauchter Herr, Eure Liebe zu Bünden anzurufen, denn wir haben uns ohne Euch und wider Euch geholfen.","norm":"Wir haben nicht das Recht, erlauchter Herr, Eure Liebe zu Bünden anzurufen, denn wir haben uns ohne Euch und wider Euch geholfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.23859977722168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2696,"date":1876,"orig":"Aber bedenkt, daß Ihr, wenn Ihr den Vertrag nicht unterzeichnet, dieſes Land, das gewohnt iſt, Euch als ſeinen guten Engel zu verehren, durch Euren Widerſtand in blutiges, unabſehbares Elend ſtürzt.“ —","norm":"Aber bedenkt, dass Ihr, wenn Ihr den Vertrag nicht unterzeichnet, dieses Land, das gewohnt ist, Euch als seinen guten Engel zu verehren, durch Euren Widerstand in blutiges, unabsehbares Elend stürzt .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.139400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2697,"date":1876,"orig":"Der Herzog nahm die Rolle nicht.","norm":"Der Herzog nahm die Rolle nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50439977645874} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2698,"date":1876,"orig":"Er wandte ſich mit einer zornigen Thräne ab, dann ſagte er und ſeine Stimme bebte:","norm":"Er wandte sich mit einer zornigen Träne ab, dann sagte er und seine Stimme bebte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.812299966812134} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2699,"date":1876,"orig":"„Ich habe ſchon vielen Undank erfahren, — aber noch nie iſt mir auf ſo bittere Weiſe mein Vertrauen mit Verrath und die von mir dem Rechte des Kleinen erwieſene Ehre mit Schlangenbiſſen und Schmach heimgezahlt worden.","norm":"„Ich habe schon vielen Undank erfahren, — aber noch nie ist mir auf so bittere Weise mein Vertrauen mit Verrat und die von mir dem Rechte des Kleinen erwiesene Ehre mit Schlangenbissen und Schmach heimgezahlt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.482900142669678} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2700,"date":1876,"orig":"— Ich unterzeichne nicht. —","norm":"— Ich unterzeichne nicht . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.707699775695801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2701,"date":1876,"orig":"So tief kann ich Frankreich und ſeinen Feldherrn unmöglich erniedrigen.“","norm":"So tief kann ich Frankreich und seinen Feldherrn unmöglich erniedrigen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.550600051879883} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2702,"date":1876,"orig":"Die Stille, die jetzt entſtand, wurde durch einen Tumult vor der offen gebliebenen Thüre unterbrochen.","norm":"Die Stille, die jetzt entstand, wurde durch einen Tumult vor der offen gebliebenen Türe unterbrochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.861200094223022} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2703,"date":1876,"orig":"Durch das die Treppen füllende Volk drängte ſich ein breitſchultriger rothhaariger Kriegsmann und man hörte ihn dringend nach dem General Jenatſch fragen.","norm":"Durch das die Treppen füllende Volk drängte sich ein breitschultriger rothaariger Kriegsmann und man hörte ihn dringend nach dem General Jenatsch fragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.863800048828125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2704,"date":1876,"orig":"Unwirſch rief ihm dieſer entgegen:","norm":"Unwirsch rief ihm dieser entgegen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.315800189971924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2705,"date":1876,"orig":"„Ihr ſtört hier, Hauptmann Gallus!","norm":"„Ihr stört hier, Hauptmann Gallus!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"is","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.594399929046631} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2706,"date":1876,"orig":"Was giebt's?“","norm":"Was gibt es?“","lang_fastText":"bg","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.9268999099731445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2707,"date":1876,"orig":"„Ich muß Eure Ordre haben,“ rief die rohe Stimme.","norm":"„Ich muss Eure Ordre haben,“ rief die rohe Stimme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.197299957275391} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2708,"date":1876,"orig":"„Janett's Prätigauer wollen den neuen Eid nicht ſchwören.","norm":"„Janetts Prätigauer wollen den neuen Eid nicht schwören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.78410005569458} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2709,"date":1876,"orig":"Sie meinen, Ihr verhandelt ſie an die ſpaniſchen Pfaffen und ſagen, ſie hätten Frankreich geſchworen und gehorchten niemandem als dem Herzog.“","norm":"Sie meinen, Ihr verhandelt sie an die spanischen Pfaffen und sagen, sie hätten Frankreich geschworen und gehorchten niemandem als dem Herzog .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326300144195557} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2710,"date":1876,"orig":"Jenatſch war vor Wuth todtenbleich geworden.","norm":"Jenatsch war vor Wut totenbleich geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.412499904632568} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2711,"date":1876,"orig":"Er warf den Kopf nach dem Sprechenden herum und ſchrie ihn heiſer an:","norm":"Er warf den Kopf nach dem Sprechenden herum und schrie ihn heiser an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.682799816131592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2712,"date":1876,"orig":"„Mein Regiment gegen ſie vorgeführt!","norm":"„Mein Regiment gegen sie vorgeführt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.979400157928467} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2713,"date":1876,"orig":"Erſchießt ſie Alle!“","norm":"Erschießt sie alle!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.890199899673462} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2714,"date":1876,"orig":"Dann wandte er ſich wieder dem Herzog zu und drohte, wie außer ſich, mit erſtickter Stimme:","norm":"Dann wandte er sich wieder dem Herzog zu und drohte, wie außer sich, mit erstickter Stimme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.722599983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2715,"date":1876,"orig":"„Ihr Blut über Euch, Herzog Rohan!“","norm":"„Ihr Blut über Euch, Herzog Rohan!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.149600028991699} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2716,"date":1876,"orig":"Der Herzog zuckte und ſtand eine Weile in ſchmerzlichem innern Kampf.","norm":"Der Herzog zuckte und stand eine Weile in schmerzlichem inneren Kampf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275700092315674} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2717,"date":1876,"orig":"Endlich ergriff er mit zitternder Hand die auf dem Tiſche liegende Rolle, wandte ſich und ſchritt der Thüre ſeines Arbeitszimmers zu, die der ihm folgende Wertmüller feſt hinter ihm verſchloß.","norm":"Endlich ergriff er mit zitternder Hand die auf dem Tische liegende Rolle, wandte sich und schritt der Türe seines Arbeitszimmers zu, die der ihm folgende Wertmüller fest hinter ihm verschloss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293900012969971} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2718,"date":1876,"orig":"Jenatſch kehrte ſich, immer noch tief erblaßt, zu dem Bürgermeiſter.","norm":"Jenatsch kehrte sich, immer noch tief erblasst, zu dem Bürgermeister.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.655799865722656} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2719,"date":1876,"orig":"„Unſere Sache iſt gewonnen, ſagte er.","norm":"„Unsere Sache ist gewonnen, sagte er.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.999899864196777} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2720,"date":1876,"orig":"„Man muß dem Herzog Ruhe laſſen.","norm":"„Man muss dem Herzog Ruhe lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.965099811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2721,"date":1876,"orig":"Entfernt die Leute.","norm":"Entfernt die Leute.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.290200233459473} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2722,"date":1876,"orig":"Ich ſtehe dafür, daß er unterſchreibt.“","norm":"Ich stehe dafür, dass er unterschreibt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.775199890136719} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2723,"date":1876,"orig":"Dann befahl er dem Hauptmann Gallus, der unſchlüſſig ſtehen geblieben war:","norm":"Dann befahl er dem Hauptmann Gallus, der unschlüssig stehen geblieben war:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.319200038909912} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2724,"date":1876,"orig":"„Sagt dem Janett, ſeine tapferen Prätigauer ſollen des Eides wegen unbehelligt bleiben.","norm":"„Sagt dem Janett, seine tapferen Prätigauer sollen des Eides wegen unbehelligt bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5569000244140625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2725,"date":1876,"orig":"Der Herzog ſei mit der Regierung der drei Bünde einverſtanden und werde die Compagnie in Kurzem ſeinen Willen wiſſen laſſen.“","norm":"Der Herzog sei mit der Regierung der drei Bünde einverstanden und werde die Compagnie in Kurzem seinen Willen wissen lassen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.290500164031982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2726,"date":1876,"orig":"Wenige Minuten waren verſtrichen und die Gemächer des Herzogs hatten ſich zu leeren angefangen, als die innere Thür ſich öffnete und Wertmüller mit dem von Rohan unterſchriebenen Vertrage in der Hand erſchien.","norm":"Wenige Minuten waren verstrichen und die Gemächer des Herzogs hatten sich zu leeren angefangen, als die innere Tür sich öffnete und Wertmüller mit dem von Rohan unterschriebenen Vertrage in der Hand erschien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.221199989318848} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2727,"date":1876,"orig":"„Wer von den Herren hier hat gegenwärtig das Ding in Händen, das in Bünden mit dem unpaſſenden Namen „geſetzliche Gewalt“ bezeichnet wird? fragte er ſchneidend und ſtreckte dem Bürgermeiſter von Chur, der mit ernſter Amtsmiene vortrat, die Bündens Loos entſcheidende Rolle entgegen mit einem Ausdrucke von verächtlicher Schärfe, deren nur ſein Geſicht fähig war.","norm":"„Wer von den Herren hier hat gegenwärtig das Ding in Händen, das in Bünden mit dem unpassenden Namen „gesetzliche Gewalt“ bezeichnet wird? fragte er schneidend und streckte dem Bürgermeister von Kür, der mit ernster Amtsmiene vortrat, die Bünden Los entscheidende Rolle entgegen mit einem Ausdrucke von verächtlicher Schärfe, deren nur sein Gesicht fähig war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8668999671936035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2728,"date":1876,"orig":"Herr Fortunatus Sprecher, der gerade oben an der Treppe einige bündneriſche Staatsperſonen beglückwünſchend wegkomplimentirt hatte, ſah jetzt einen jungen Mann in Reiſekleidern athemlos die Stufen hinaneilen, ergriff ſeine Hand und zog ihn bei Seite, um ihm das Geſchehene mit bedauernden Worten mitzutheilen.","norm":"Herr Fortunatus Sprecher, der gerade oben an der Treppe einige bündnerische Staatspersonen beglückwünschend wegkomplimentiert hatte, sah jetzt einen jungen Mann in Reisekleidern atemlos die Stufen hinaneilen, ergriff seine Hand und zog ihn bei Seite, um ihm das Geschehene mit bedauernden Worten mitzuteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.485599994659424} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2729,"date":1876,"orig":"Es war der längſt erwartete und in dieſem verhängnißvollen Augenblicke eben von Paris angelangte Priolo.","norm":"Es war der längst erwartete und in diesem verhängnisvollen Augenblicke eben von Paris angelangte Priolo.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.86269998550415} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2730,"date":1876,"orig":"„Um Gott,“ rief Priolo, „haltet mich nicht auf, Herr Doctor.","norm":"„Um Gott,“ rief Priolo, „haltet mich nicht auf, Herr Doktor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.692800045013428} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2731,"date":1876,"orig":"Vielleicht iſt es noch Zeit.","norm":"Vielleicht ist es noch Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.014899969100952} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2732,"date":1876,"orig":"Ich muß zum Herzog — der Vertrag von Chiavenna iſt unterſchrieben — Alles und mehr gewährt!","norm":"Ich muss zum Herzog — der Vertrag von Chiavenna ist unterschrieben — alles und mehr gewährt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2733,"date":1876,"orig":"Nur ſchließt keinen Bund mit Spanien!“","norm":"Nur schließt keinen Bund mit Spanien!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.15839958190918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2734,"date":1876,"orig":"Und er durcheilte das Vorgemach.","norm":"Und er durcheilte das Vorgemach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6346001625061035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2735,"date":1876,"orig":"Als ihn Jenatſch, der im Geſpräche mit dem Bürgermeiſter ſtand, mit verſtörtem Geſichte vorüberhaſten ſah, ſagte er zu dieſem mit bitterm Lächeln:","norm":"Als ihn Jenatsch, der im Gespräche mit dem Bürgermeister stand, mit verstörtem Gesichte vorüberhasten sah, sagte er zu diesem mit bitterem Lächeln:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.800300121307373} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2736,"date":1876,"orig":"„Der Cardinal glaubte ſich des Schickſals bemächtigt zu haben, doch diesmal hat es ihn gefoppt.“","norm":"„Der Kardinal glaubte sich des Schicksals bemächtigt zu haben, doch diesmal hat es ihn gefoppt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.654399871826172} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2737,"date":1876,"orig":"Meyer antwortete nicht, aber er umfaßte die Schickſalsrolle mit gefalteten Händen.","norm":"Meyer antwortete nicht, aber er umfasste die Schicksalsrolle mit gefalteten Händen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.137800216674805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2738,"date":1876,"orig":"Eine Stunde ſpäter war es in den äußern Gemächern des Herzogs ſtill und einſam geworden.","norm":"Eine Stunde später war es in den äußeren Gemächern des Herzogs still und einsam geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.442800045013428} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2739,"date":1876,"orig":"Jenatſch allein ſchritt im Vorzimmer auf und nieder, die aus dem Geſchehenen hervorbrechende Zukunft erwägend.","norm":"Jenatsch allein schritt im Vorzimmer auf und nieder, die aus dem Geschehenen hervorbrechende Zukunft erwägend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.382599830627441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2740,"date":1876,"orig":"Was ihn beunruhigte, war das Loos ſeines Gefangenen, und er verweilte hier in der Hoffnung, das unlängſt ihm ſo freundliche Antlitz noch einmal zu ſehen.","norm":"Was ihn beunruhigte, war das Los seines Gefangenen, und er verweilte hier in der Hoffnung, das unlängst ihm so freundliche Antlitz noch einmal zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.885699987411499} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2741,"date":1876,"orig":"Daß Herzog Heinrich ein Sklave ſeines gegebenen Wortes ſein werde, daran zweifelte der Verräther keinen Augenblick; aber es war eben ſo gewiß, daß der Kardinal einen Haß werfen würde auf Rohan, das Werkzeug, deſſen edler feiner Stahl zerbrochen war in ſeiner es mißbrauchenden Hand, und daß der Herzog Frankreich nicht wieder betreten könne, ohne der Rache Richelieus zu verfallen.","norm":"Dass Herzog Heinrich ein Sklave seines gegebenen Wortes sein werde, daran zweifelte der Verräter keinen Augenblick; aber es war eben so gewiss, dass der Kardinal einen Hass werfen würde auf Rohan, das Werkzeug, dessen edler feiner Stahl zerbrochen war in seiner es missbrauchenden Hand, und dass der Herzog Frankreich nicht wieder betreten könne, ohne der Rache Richelieus zu verfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537600040435791} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2742,"date":1876,"orig":"Jenatſch hätte ihn gerne vor dieſer Rache ſicher gewußt — aber wo?","norm":"Jenatsch hätte ihn gerne vor dieser Rache sicher gewusst — aber wo?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.310299873352051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2743,"date":1876,"orig":"Welches war die Stätte, die dem Arme des Cardinals ihn entzog und die doch kein troſtloſes Exil für ihn war, das zu erwählen er ſich weigern würde?","norm":"Welches war die Stätte, die dem Arme des Kardinals ihn entzog und die doch kein trostloses Exil für ihn war, das zu erwählen er sich weigern würde?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.274799823760986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2744,"date":1876,"orig":"Er wartete vergebens.","norm":"Er wartete vergebens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.228899955749512} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2745,"date":1876,"orig":"Der Herzog kam nicht und als endlich die Thüre ſich öffnete, war es der Adjutant Wertmüller, der, ein Schreiben in ſeine Brieftaſche ſteckend, heraustrat und ohne Gruß an ihm vorüber ſchreiten wollte.","norm":"Der Herzog kam nicht und als endlich die Türe sich öffnete, war es der Adjutant Wertmüller, der, ein Schreiben in seine Brieftasche steckend, heraustrat und ohne Gruß an ihm vorüber schreiten wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.920599937438965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2746,"date":1876,"orig":"„Könnt Ihr mir nicht eine kurze Audienz bei dem Herzog verſchaffen, Wertmüller?","norm":"„Könnt Ihr mir nicht eine kurze Audienz bei dem Herzog verschaffen, Wertmüller?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.255000114440918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2747,"date":1876,"orig":". . . In ſeinen eigenen Angelegenheiten,“ fragte der Bündner.","norm":". . . In seinen eigenen Angelegenheiten,“ fragte der Bündner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.658100128173828} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2748,"date":1876,"orig":"„Damit verſchont Ihr ihn beſſer,“ verſetzte der Locotonent.","norm":"„Damit verschont Ihr ihn besser,“ versetzte der Locotonent.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.088799953460693} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2749,"date":1876,"orig":"„Euer Anblick hat für ihn ſeinen Reiz verloren.","norm":"„Euer Anblick hat für ihn seinen Reiz verloren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145199775695801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2750,"date":1876,"orig":"Was ſeine perſönlichen Angelegenheiten betrifft, ſo ſeid Ihr nicht der Mann, ſie erfreulich zu ordnen.","norm":"Was seine persönlichen Angelegenheiten betrifft, so seid Ihr nicht der Mann, sie erfreulich zu ordnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.755000114440918} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2751,"date":1876,"orig":"Er hat es eben ſelbſt gethan.“","norm":"Er hat es eben selbst getan .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.965199947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2752,"date":1876,"orig":"„Er hat ſchon über ſeine Zukunft entſchieden? fragte Jenatſch geſpannt.","norm":"„Er hat schon über seine Zukunft entschieden? fragte Jenatsch gespannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.78980016708374} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2753,"date":1876,"orig":"„Geht er nach Zürich oder Genf? dort könnte er in edler Muße ſeinen Studien leben.“","norm":"„Geht er nach Zürich oder Genf? dort könnte er in edler Muße seinen Studien leben .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.577300071716309} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2754,"date":1876,"orig":"„Ein militäriſches Handbuch ſchreiben, meint Ihr?“ höhnte Wertmüller.","norm":"„Ein militärisches Handbuch schreiben, meint Ihr?“ höhnte Wertmüller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5721001625061035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2755,"date":1876,"orig":"„Nicht doch!","norm":"„Nicht doch!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.785299777984619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2756,"date":1876,"orig":"In der Lage, die Ihr ihm ſo kunſtvoll bereitet habt, bleibt für Herzog Rohan nur eines übrig: der Tod auf dem Schlachtfeld.","norm":"In der Lage, die Ihr ihm so kunstvoll bereitet habt, bleibt für Herzog Rohan nur eines übrig: der Tod auf dem Schlachtfeld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.533199787139893} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2757,"date":1876,"orig":"Ihr begehrt zu wiſſen, wohin mein Herr ſich wenden wird, wenn er aus Euern Judasarmen ſich losgemacht hat, und ich will Euch nicht belügen — entgegen der Sitte, die von Euch hie zu Lande eingeführt wurde.","norm":"Ihr begehrt zu wissen, wohin mein Herr sich wenden wird, wenn er aus Euren Judasarmen sich losgemacht hat, und ich will Euch nicht belügen — entgegen der Sitte, die von Euch hie zu Lande eingeführt wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.987299919128418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2758,"date":1876,"orig":"Ich überbringe ein Schreiben meines edlen Herrn an den Herzog Bernhard von Weimar, ſeinen Schwiegerſohn, worin er ſich zu gemeinem Reiterdienſt im deutſchen Heere anbietet.","norm":"Ich überbringe ein Schreiben meines edlen Herrn an den Herzog Bernhard von Weimar, seinen Schwiegersohn, worin er sich zu gemeinem Reiterdienst im deutschen Heere anbietet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2230000495910645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2759,"date":1876,"orig":"Kann ich Euch etwas an den Herzog Bernhard ausrichten?","norm":"Kann ich Euch etwas an den Herzog Bernhard ausrichten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.017399787902832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2760,"date":1876,"orig":"Beſinn' ich mich recht, ſo folgtet auch Ihr einſt ſeiner Fahne.","norm":"Besinne ich mich recht, so folgtet auch Ihr einst seiner Fahne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2758002281188965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2761,"date":1876,"orig":"Er wird ſich über Euch wundern.","norm":"Er wird sich über Euch wundern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.365200042724609} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2762,"date":1876,"orig":"Noch heute reit' ich ab und genieße ſo auch meinerſeits zum letzten Mal Euern Anblick.","norm":"Noch heute reite ich ab und genieße so auch meinerseits zum letzten Mal Euren Anblick.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.00409984588623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2763,"date":1876,"orig":"Wäre ich deſſen nie theilhaft geworden!","norm":"Wäre ich dessen nie teilhaft geworden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.320199966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2764,"date":1876,"orig":"Beſonders jenes Mal vor der Feſtung Fuentes nicht, als Ihr in gebührenden Ehren einherſchrittet . . . ſchon damals mit ſpaniſchem Gefolge!","norm":"Besonders jenes Mal vor der Festung Fuentes nicht, als Ihr in gebührenden Ehren einherschrittet . . . schon damals mit spanischem Gefolge!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.713699817657471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2765,"date":1876,"orig":"Manches ſtünde beſſer und Ihr wäret ſchon längſt an Euern richtigen Platz erhöht.“","norm":"Manches stünde besser und Ihr wäret schon längst an Euren richtigen Platz erhöht .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.962699890136719} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2766,"date":1876,"orig":"„Ihr reizt mich nicht,“ ſagte der Andere finſter.","norm":"„Ihr reizt mich nicht,“ sagte der Andere finster.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.462699890136719} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2767,"date":1876,"orig":"Ich bin des Blutes ſatt und an Eurer perſönlichen Achtung liegt mir nicht das Mindeſte.","norm":"Ich bin des Blutes satt und an Eurer persönlichen Achtung liegt mir nicht das Mindeste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.090099811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2768,"date":1876,"orig":"— Was ich für mein Land thue, verſteht Ihr nicht. —","norm":"— Was ich für mein Land tue, versteht Ihr nicht . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.881999969482422} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2769,"date":1876,"orig":"Geht und ſagt dem Herzog Bernhard,“ ſchloß Jenatſch und ſchritt das Haupt übermüthig zurückwerfend dem Eingange zu, „er möge ſich vorſehn, daß er ſein Elſaß ſo glücklich den Krallen Frankreichs entwinde wie ich mein Bünden.“","norm":"Geht und sagt dem Herzog Bernhard,“ schloss Jenatsch und schritt das Haupt übermütig zurückwerfend dem Eingange zu, „er möge sich vorsehn, dass er sein Elsass so glücklich den Krallen Frankreichs entwinde wie ich mein Bünden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815999984741211} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2770,"date":1876,"orig":"Neuntes Kapitel.","norm":"Neuntes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.255800008773803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2771,"date":1876,"orig":"Der warme Mai hatte das Thal des Rheines mit Blüthen und üppigem Grün bedeckt, als das franzöſiſche Heer auf ſeinem durch den Märzvertrag erzwungenen Rückmarſche aus dem Veltlin ſich auf der ſtaubigen Landſtraße von Reichenau her den Thoren der Stadt Chur näherte.","norm":"Der warme Mai hatte das Tal des Rheines mit Blüten und üppigem Grün bedeckt, als das französische Heer auf seinem durch den Märzvertrag erzwungenen Rückmarsche aus dem Veltlin sich auf der staubigen Landstraße von Reichenau her den Toren der Stadt Kür näherte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.871099948883057} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2772,"date":1876,"orig":"Das dem Herzog Rohan abgerungene und von Priolo nach Paris gebrachte Uebereinkommen war dort genehmigt worden, wenn auch in gewundenen Ausdrücken, aus welchen das widerwillige Sträuben des Cardinals deutlich hervorblickte.","norm":"Das dem Herzog Rohan abgerungene und von Priolo nach Paris gebrachte Übereinkommen war dort genehmigt worden, wenn auch in gewundenen Ausdrücken, aus welchen das widerwillige Sträuben des Kardinals deutlich hervorblickte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6417999267578125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2773,"date":1876,"orig":"Der Schrecken und Aerger am franzöſiſchen Hofe über den in einem fernen Bergwinkel mit beiſpielloſer Liſt geplanten Gewaltſtreich war groß geweſen.","norm":"Der Schrecken und Ärger am französischen Hofe über den in einem fernen Bergwinkel mit beispielloser List geplanten Gewaltstreich war groß gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020199775695801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2774,"date":1876,"orig":"Niemand hatte bis jetzt den Namen des unbekannten Abenteurers, der ihn ausgeführt, der Beachtung werth gehalten.","norm":"Niemand hatte bis jetzt den Namen des unbekannten Abenteurers, der ihn ausgeführt, der Beachtung wert gehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.455800056457519} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2775,"date":1876,"orig":"Dennoch ging man auf das Uebereinkommen ein, mußte darauf eingehen.","norm":"Dennoch ging man auf das Übereinkommen ein, musste darauf eingehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.824999809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2776,"date":1876,"orig":"Der dem Cardinal an kluger Berechnung ebenbürtige Bündner hatte die Maſchen des Netzes zu feſt geknüpft und zu ſicher zuſammengezogen, als daß ſelbſt die Schlauheit Richelieus eine Lücke zum Durchſchlüpfen gefunden hätte.","norm":"Der dem Kardinal an kluger Berechnung ebenbürtige Bündner hatte die Maschen des Netzes zu fest geknüpft und zu sicher zusammengezogen, als dass selbst die Schlauheit Richelieus eine Lücke zum Durchschlüpfen gefunden hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4028000831604} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2777,"date":1876,"orig":"Vielleicht dachte dieſer noch an die Möglichkeit, es mit Gewalt zu zerreißen, aber dafür war der ſein gegebenes Wort hoch und heilig haltende Rohan nicht zu verwenden.","norm":"Vielleicht dachte dieser noch an die Möglichkeit, es mit Gewalt zu zerreißen, aber dafür war der sein gegebenes Wort hoch und heilig haltende Rohan nicht zu verwenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.443900108337402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2778,"date":1876,"orig":"Dieſer war ſeinem anrückenden Heere nicht entgegen geritten und befand ſich nicht in deſſen Mitte.","norm":"Dieser war seinem anrückenden Heere nicht entgegengeritten und befand sich nicht in dessen Mitte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.792900085449218} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2779,"date":1876,"orig":"Nach dem grauſamen Auftritte im Sprecherſchen Hauſe hatte ihn ein Rückfall ſeines Uebels aufs Krankenlager geworfen, und jetzt war er kaum ſo weit geneſen, um in eigner Perſon ſein Heer über die wenige Meilen von Chur entfernte bündneriſche Grenze führen zu können.","norm":"Nach dem grausamen Auftritte im Sprechärschen Hause hatte ihn ein Rückfall seines Übels aufs Krankenlager geworfen, und jetzt war er kaum so weit genesen, um in eigener Person sein Heer über die wenige Meilen von Kür entfernte bündnerische Grenze führen zu können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.301899909973144} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2780,"date":1876,"orig":"In der friſchen Morgenfrühe des nächſten Tages wollte er ſich zum letzten Male als Feldherr an die Spitze ſeiner Truppen ſtellen, um mit ihnen das Land zu verlaſſen, für das er ſo viel gethan und das ihm ſeine Liebe ſo ſchlecht gelohnt hatte.","norm":"In der frischen Morgenfrühe des nächsten Tages wollte er sich zum letzten Male als Feldherr an die Spitze seiner Truppen stellen, um mit ihnen das Land zu verlassen, für das er so viel getan und das ihm seine Liebe so schlecht gelohnt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.368299961090088} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2781,"date":1876,"orig":"Als die das Heer verkündende große Staubwolke ſich näherte, ſtrömte viel Volk aus der Stadt, Jung und Alt, den anrückenden Franzoſen entgegen, welchen die Bürger von Chur niemals wie die wilden Leute der Gebirgsthäler abhold geweſen, und die ſie jetzt um ſo lieber ſahen, als es das letzte Mal war und die langjährigen Gäſte am nächſten Morgen das Land für immer räumten.","norm":"Als die das Heer verkündende große Staubwolke sich näherte, strömte viel Volk aus der Stadt, Jung und Alt, den anrückenden Franzosen entgegen, welchen die Bürger von Kür niemals wie die wilden Leute der Gebirgstäler abhold gewesen, und die sie jetzt um so lieber sahen, als es das letzte Mal war und die langjährigen Gäste am nächsten Morgen das Land für immer räumten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.411900043487549} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2782,"date":1876,"orig":"Da ſprengte ein Reitertrupp aus dem Thor und trieb die auf der heißen Straße ziehenden Maſſen auseinander.","norm":"Da sprengte ein Reitertrupp aus dem Tor und trieb die auf der heißen Straße ziehenden Massen auseinander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.434199810028076} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2783,"date":1876,"orig":"Es waren Bündnerofficiere, voran auf einem ſchwarzen Hengſt ein Reiter in Scharlach, von deſſen Stülphute blaue Federn wehten, der jedem Kinde bekannte Jürg Jenatſch.","norm":"Es waren Bündneroffiziere, voran auf einem schwarzen Hengst ein Reiter in Scharlach, von dessen Stülphute blaue Federn wehten, der jedem Kinde bekannte Jürg Jenatsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.323299884796143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2784,"date":1876,"orig":"Das Volk ſah dem mit ſeinem Reiterbegleite in den aufgejagten Staubwolken ſchon wieder Verſchwindenden mit Bewunderung und leiſem Grauen nach, denn es ging die Sage, der arme Pfarrersſohn, welcher der mächtigſte und reichſte Herr im Lande geworden, habe ſeinen Chriſtenglauben abgeſchworen und ſeine Seele dem leidigen Satan verſchrieben, darum habe er in den unmöglichſten Anſchlägen Glück und Gelingen.","norm":"Das Volk sah dem mit seinem Reiterbegleite in den aufgejagten Staubwolken schon wieder verschwindenden mit Bewunderung und leisem Grauen nach, denn es ging die Sage, der arme Pfarrerssohn, welcher der mächtigste und reichste Herr im Lande geworden, habe seinen Christenglauben abgeschworen und seine Seele dem leidigen Satan verschrieben, darum habe er in den unmöglichsten Anschlägen Glück und Gelingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6605000495910645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2785,"date":1876,"orig":"Lauter und näher ertönte die Feldmuſik.","norm":"Lauter und näher ertönte die Feldmusik.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.996799945831299} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2786,"date":1876,"orig":"Das Volk vertheilte ſich auf die grünen Wieſen und Halden zu beiden Seiten des Weges und bildete eine lebendige Hecke.","norm":"Das Volk verteilte sich auf die grünen Wiesen und Halden zu beiden Seiten des Weges und bildete eine lebendige Hecke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8935999870300293} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2787,"date":1876,"orig":"Die franzöſiſche Vorhut zog vorüber, aber die gebräunten Krieger ſchritten in raſchem Tempo, ohne den grüßenden Zuruf der neugierigen Churer zu erwiedern, und dieſer wurde ſchüchterner und verſtummte nach und nach.","norm":"Die französische Vorhut zog vorüber, aber die gebräunten Krieger schritten in raschem Tempo, ohne den grüßenden Zuruf der neugierigen Kurer zu erwidern, und dieser wurde schüchterner und verstummte nach und nach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.185900211334228} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2788,"date":1876,"orig":"Dort an der Spitze der jetzt heranrückenden Kerntruppen wurde neben Jürg Jenatſch der franzöſiſche Befehlshaber Baron Lecques ſichtbar.","norm":"Dort an der Spitze der jetzt heranrückenden Kerntruppen wurde neben Jürg Jenatsch der französische Befehlshaber Baron Lecques sichtbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.348400115966797} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2789,"date":1876,"orig":"Aber der Franzoſe ſchien jenem für ſein Geleit wenig Dank zu wiſſen.","norm":"Aber der Franzose schien jenem für sein Geleit wenig Dank zu wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.350100040435791} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2790,"date":1876,"orig":"Stolz und verſchloſſen ritten die Beiden nebeneinander.","norm":"Stolz und verschlossen ritten die Beiden nebeneinander.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.140900135040283} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2791,"date":1876,"orig":"Der alte Degen konnte die Gegenwart des Bündners kaum ertragen.","norm":"Der alte Degen konnte die Gegenwart des Bündners kaum ertragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.493899822235107} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2792,"date":1876,"orig":"Das jugendliche Feuer ſeiner Augen ſprühte Funken des Haſſes und ſtrafte die Silberfarbe ſeines kurz geſchorenen Haares Lügen.","norm":"Das jugendliche Feuer seiner Augen sprühte Funken des Hasses und strafte die Silberfarbe seines kurz geschorenen Haares Lügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.491300106048584} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2793,"date":1876,"orig":"Er hatte heute den ſchneeweißen Schnurrbart noch ſteifer und herausfordernder als ſonſt aufwärts gedreht und das geſund davon abſtechende rothbraune Geſicht glühte von verhaltenem Zorn, während ſeine Fauſt kampfluſtig die tapfere Klinge blitzen ließ.","norm":"Er hatte heute den schneeweißen Schnurrbart noch steifer und herausfordernder als sonst aufwärts gedreht und das gesund davon abstechende rotbraune Gesicht glühte von verhaltenem Zorn, während seine Faust kampflustig die tapfere Klinge blitzen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9893999099731445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2794,"date":1876,"orig":"Die Regimenter zogen nicht durch das Thor ein, ſondern vollführten eine Schwenkung links um die Mauern der Stadt.","norm":"Die Regimenter zogen nicht durch das Tor ein, sondern vollführten eine Schwenkung links um die Mauern der Stadt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.711299896240234} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2795,"date":1876,"orig":"Sie ſollten während der kurzen warmen Mainacht längs der vom Nordthor nach der nahen Grenze führenden Heerſtraße im Freien ein Feldlager aufſchlagen.","norm":"Sie sollten während der kurzen warmen Mainacht längs der vom Nordthor nach der nahen Grenze führenden Heerstraße im Freien ein Feldlager aufschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.296899795532227} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2796,"date":1876,"orig":"Als dies geſchehen war und die Sonne unterging, beeilten ſich die Officiere, über hundert an der Zahl, die Stadt zu beſuchen, um ſich ihrem Feldherrn dem Herzog Rohan vorzuſtellen, die Mängel ihrer perſönlichen Ausſtattung in den Kaufläden von Chur zu erſetzen und ſich, jeder nach ſeinem Geſchmacke, einen möglichſt vergnügten Abend zu machen.","norm":"Als dies geschehen war und die Sonne unterging, beeilten sich die Offiziere, über hundert an der Zahl, die Stadt zu besuchen, um sich ihrem Feldherrn dem Herzog Rohan vorzustellen, die Mängel ihrer persönlichen Ausstattung in den Kaufläden von Kür zu ersetzen und sich, jeder nach seinem Geschmacke, einen möglichst vergnügten Abend zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.038599967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2797,"date":1876,"orig":"Auch Lecques ritt, nachdem er ſeine letzten Befehle für den Aufbruch in der Frühe gegeben, durch die Reihen der überall brennenden Feuer, an welchen die Soldaten eben ihre Abendkoſt bereiteten, und wandte ſich, nachdem er das ganze Lager mit ſcharfen Blicken gemuſtert, langſam nach der Stadt.","norm":"Auch Lecques ritt, nachdem er seine letzten Befehle für den Aufbruch in der Frühe gegeben, durch die Reihen der überall brennenden Feuer, an welchen die Soldaten eben ihre Abendkost bereiteten, und wandte sich, nachdem er das ganze Lager mit scharfen Blicken gemustert, langsam nach der Stadt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.432000160217285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2798,"date":1876,"orig":"Hier trat er zuerſt in das Gaſthaus zum Steinbock, wo er ſeine Officiere nach Abrede verſammelt wußte, und dann begab er ſich ſogleich zu Herzog Rohan, den er in dieſer ſpäten Abendſtunde allein zu finden hoffte.","norm":"Hier trat er zuerst in das Gasthaus zum Steinbock, wo er seine Offiziere nach Abrede versammelt wusste, und dann begab er sich sogleich zu Herzog Rohan, den er in dieser späten Abendstunde allein zu finden hoffte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.200799942016602} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2799,"date":1876,"orig":"Er traf den Herzog zur Abreiſe bereit.","norm":"Er traf den Herzog zur Abreise bereit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.911200046539307} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2800,"date":1876,"orig":"Seine Angelegenheiten waren geordnet und der Abſchied von ſeinen Gaſtfreunden war genommen.","norm":"Seine Angelegenheiten waren geordnet und der Abschied von seinen Gastfreunden war genommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007500171661377} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2801,"date":1876,"orig":"Die franzöſiſchen Officiere hatte der Feldherr zwar empfangen, aber nach wenigen liebenswürdigen Worten ſchnell wieder entlaſſen.","norm":"Die französischen Offiziere hatte der Feldherr zwar empfangen, aber nach wenigen liebenswürdigen Worten schnell wieder entlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.469699859619141} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2802,"date":1876,"orig":"Seine letzten Stunden in Chur wünſchte er in ſtiller Sammlung und einiger Ruhe zu verbringen.","norm":"Seine letzten Stunden in Kür wünschte er in stiller Sammlung und einiger Ruhe zu verbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.003300189971924} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2803,"date":1876,"orig":"Gerne hätte er auch für den nächſten Morgen jedes Geleit und jede Abſchiedsfeierlichkeit abgelehnt, allein Herr Fortunatus Sprecher hatte mit Thränen in ihn gedrungen, doch der Stadt Chur, welche ihm, wie das ganze Land, ſo unendlich viel zu danken habe und deren Ergebenheit gegen ſeine verehrte Perſon trotz allen böſen Scheines immer dieſelbe geblieben ſei, doch ja dieſe unaustilgliche Schmach nicht anzuthun, und der Herzog fügte ſich dieſem aus einer wunderlichen Gefühlsverwirrung hervorgehenden Wunſche, den er im Stillen ironiſch belächelte.","norm":"Gerne hätte er auch für den nächsten Morgen jedes Geleit und jede Abschiedsfeierlichkeit abgelehnt, allein Herr Fortunatus Sprecher hatte mit Tränen in ihn gedrungen, doch der Stadt Kür, welche ihm, wie das ganze Land, so unendlich viel zu danken habe und deren Ergebenheit gegen seine verehrte Person trotz allen bösen Scheines immer dieselbe geblieben sei, doch ja diese unaustilgliche Schmach nicht anzutun, und der Herzog fügte sich diesem aus einer wunderlichen Gefühlsverwirrung hervorgehenden Wunsche, den er im Stillen ironisch belächelte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815100193023682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2804,"date":1876,"orig":"Als Lecques von dem Kammerdiener eingeführt wurde, trat ihm Heinrich Rohan mit vornehmer Ruhe entgegen und ſprach ihm ſeine Anerkennung aus für die Umſicht und Raſchheit, womit er ſeinem Befehle gemäß das Heer aus dem Veltlin zurückgeführt habe.","norm":"Als Lecques von dem Kammerdiener eingeführt wurde, trat ihm Heinrich Rohan mit vornehmer Ruhe entgegen und sprach ihm seine Anerkennung aus für die Umsicht und Raschheit, womit er seinem Befehle gemäß das Heer aus dem Veltlin zurückgeführt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585299968719482} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2805,"date":1876,"orig":"„Da das Unausweichliche geſchehen mußte,“ fügte er bei, „ſo war es ehrenhafter, daß es ſchnell geſchah — und ich danke es Euch, daß Ihr meinen mir peinlich werdenden Aufenthalt in Chur durch Euern ſchnellen Marſch gekürzt habt.“","norm":"„Da das Unausweichliche geschehen musste,“ fügte er bei, „so war es ehrenhafter, dass es schnell geschah — und ich danke es Euch, dass Ihr meinen mir peinlich werdenden Aufenthalt in Kür durch Euren schnellen Marsch gekürzt habt .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.732600212097168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2806,"date":1876,"orig":"Baron Lecques ſah ſeinem General forſchend in das bleiche Angeſicht und ſagte mit einiger Schärfe:","norm":"Baron Lecques sah seinem General forschend in das bleiche Angesicht und sagte mit einiger Schärfe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.375500202178955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2807,"date":1876,"orig":"„Meinerſeits, erlauchter Herr, fürchtete ich durch meinen ſchnellen Gehorſam die Intereſſen Frankreichs bloß geſtellt zu haben.","norm":"„Meinerseits, erlauchter Herr, fürchtete ich durch meinen schnellen Gehorsam die Interessen Frankreichs bloß gestellt zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.530300140380859} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2808,"date":1876,"orig":"Es kann Euch nicht unbekannt ſein, daß Euer Sekretär aus Paris Gegenbefehl gebracht hat; doch er iſt, weil Ihr mir Eile befahlt, zu ſpät gekommen.","norm":"Es kann Euch nicht unbekannt sein, dass Euer Sekretär aus Paris Gegenbefehl gebracht hat; doch er ist, weil Ihr mir Eile befahlt, zu spät gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874899864196777} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2809,"date":1876,"orig":"Bedauerlicherweiſe traf mich Priolo ſchon dieſſeits der Berge im Dorfe Splügen.“","norm":"Bedauerlicherweise traf mich Priolo schon diesseits der Berge im Dorfe Splügen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.134099960327148} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2810,"date":1876,"orig":"„Priolo hat ſich geſtern bei mir beurlaubt,“ erwiederte der Herzog achſelzuckend, „ich kann ihn nicht zur Rede ſtellen.","norm":"„Priolo hat sich gestern bei mir beurlaubt,“ erwiderte der Herzog achselzuckend, „ich kann ihn nicht zur Rede stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.845499992370605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2811,"date":1876,"orig":"Von einem zweiten, die Ordre zum Abmarſche widerrufenden Befehle, der durch meine Vermittlung an Euch geſandt worden wäre, weiß ich nichts.“","norm":"Von einem zweiten, die Ordre zum Abmarsche widerrufenden Befehle, der durch meine Vermittlung an Euch gesandt worden wäre, weiß ich nichts .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2812,"date":1876,"orig":"Lecques öffnete ſeine Brieftaſche und legte dem Herzog eine vom König und Richelieu unterzeichnete, in ſehr beſtimmte Ausdrücke gefaßte Weiſung vor, die ihm befahl, das Veltlin mit ſeinen Truppen zu halten, und die franzöſiſche Ehre mit ſeinen tapfern Waffen um jeden Preis herzuſtellen.","norm":"Lecques öffnete seine Brieftasche und legte dem Herzog eine vom König und Richelieu unterzeichnete, in sehr bestimmte Ausdrücke gefasste Weisung vor, die ihm befahl, das Veltlin mit seinen Truppen zu halten, und die französische Ehre mit seinen tapferen Waffen um jeden Preis herzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.989399909973144} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2813,"date":1876,"orig":"Die Furche des Grams auf der durchſichtigen Stirne des Herzogs zeichnete ſich ſchärfer.","norm":"Die Furche des Grams auf der durchsichtigen Stirn des Herzogs zeichnete sich schärfer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.964000225067139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2814,"date":1876,"orig":"Er öffnete ein Portefeuille, das auf dem Tiſche lag, und entfaltete die an ihn gelangte Vollmacht zum Abſchluſſe des von den Bündnern ihm aufgenöthigten Vertrags.","norm":"Er öffnete ein Portefeuille, das auf dem Tische lag, und entfaltete die an ihn gelangte Vollmacht zum Abschlusse des von den Bündnern ihm aufgenötigten Vertrags.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.18209981918335} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2815,"date":1876,"orig":"— Sie war St. Germain den 30. März datirt und von Ludwig XIII. und Richelieu unterzeichnet.","norm":"— sie war St. Germain den 30. März datiert und von Ludwig XIII. und Richelieu unterzeichnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.898200035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2816,"date":1876,"orig":"Er hielt ſie mit der Ordre zuſammen, die ihm Lecques überreicht hatte.","norm":"Er hielt sie mit der Ordre zusammen, die ihm Lecques überreicht hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683800220489502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2817,"date":1876,"orig":"„Beide Dokumente tragen die Namenszüge des Königs und des Cardinals,“ ſagte er ernſt.","norm":"„Beide Dokumente tragen die Namenszüge des Königs und des Kardinals,“ sagte er ernst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.233500003814697} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2818,"date":1876,"orig":"„Vergleicht.","norm":"„Vergleicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3317999839782715} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2819,"date":1876,"orig":"Die Echtheit keiner dieſer Unterſchriften iſt anzufechten.","norm":"Die Echtheit keiner dieser Unterschriften ist anzufechten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8659000396728525} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2820,"date":1876,"orig":"— Der Euch gegebene Befehl opferte meine Ehre und wohl auch mein Leben . . . . warum habt Ihr ihn nicht ausgeführt?“","norm":"— Der Euch gegebene Befehl opferte meine Ehre und wohl auch mein Leben . . . . warum habt Ihr ihn nicht ausgeführt?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.605000019073486} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2821,"date":1876,"orig":"„Weil es zu ſpät war, denn ich hatte die Feſtungen ſchon geräumt,“ ſagte Lecques trocken.","norm":"„Weil es zu spät war, denn ich hatte die Festungen schon geräumt,“ sagte Lecques trocken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7932000160217285} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2822,"date":1876,"orig":"„Und beſonders,“ fügte er raſch und mit Wärme hinzu, „weil ich, wie die Lage war, ohne Euch, erlauchter Herr, nicht handeln wollte.","norm":"„Und besonders,“ fügte er rasch und mit Wärme hinzu, „weil ich, wie die Lage war, ohne Euch, erlauchter Herr, nicht handeln wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.133299827575684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2823,"date":1876,"orig":"Ich bin der Meinung, mit dieſem letzten königlichen Befehle in meinen Händen ſei auch jetzt noch nichts verloren und es ſei noch früh genug dem Wunſch und Willen des Königs nachzukommen und den Frankreich beſchimpfenden Verrath zu rächen.","norm":"Ich bin der Meinung, mit diesem letzten königlichen Befehle in meinen Händen sei auch jetzt noch nichts verloren und es sei noch früh genug dem Wunsch und Willen des Königs nachzukommen und den Frankreich beschimpfenden Verrat zu rächen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.26200008392334} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2824,"date":1876,"orig":"Jetzt um ſo ſicherer, als Feldherr und Heer wieder vereinigt ſind! —","norm":"Jetzt um so sicherer, als Feldherr und Heer wieder vereinigt sind! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.422599792480469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2825,"date":1876,"orig":"Mein Plan iſt gemacht, wollet ihn anhören.“","norm":"Mein Plan ist gemacht, wollet ihn anhören .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.41540002822876} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2826,"date":1876,"orig":"Er führte den Herzog in den thurmähnlich vorſpringenden Erker, deſſen Fenſter in der lauen ſtillen Mainacht offen ſtanden, und fuhr mit gedämpfter Stimme fort:","norm":"Er führte den Herzog in den turmähnlich vorspringenden Erker, dessen Fenster in der lauen stillen Mainacht offen standen, und fuhr mit gedämpfter Stimme fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.261499881744385} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2827,"date":1876,"orig":"„Es liegen keine Bündnertruppen in der Stadt und ihrer Umgebung.","norm":"„Es liegen keine Bündnertruppen in der Stadt und ihrer Umgebung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.423600196838379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2828,"date":1876,"orig":"Jenatſch hat die Regimenter ins Prätigau verlegt, um jeder Reibung mit unſern durch den ruhmloſen Rückzug gereizten Soldaten vorzubeugen.","norm":"Jenatsch hat die Regimenter ins Prättigau verlegt, um jeder Reibung mit unseren durch den ruhmlosen Rückzug gereizten Soldaten vorzubeugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.36929988861084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2829,"date":1876,"orig":"Nur einige Haufen Landſturm bewachen die Thore.","norm":"Nur einige Haufen Landsturm bewachen die Tore.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.064899921417236} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2830,"date":1876,"orig":"Jenatſch und die Oberſten, die uns ſchamloſer Weiſe morgen ihr ſchadenfrohes Ehrengeleit bis an die Grenze geben wollen, durchzechen die Nacht zur Feier unſers Abzuges im Schenkhauſe zur Glocke.","norm":"Jenatsch und die Obersten, die uns schamloser Weise morgen ihr schadenfrohes Ehrengeleit bis an die Grenze geben wollen, durchzechen die Nacht zur Feier unseres Abzuges im Schenkhause zur Glocke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.278900146484375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2831,"date":1876,"orig":"Die hellen Fenſter dort in der zweiten Straße ſind die Lichter des Gelages. —","norm":"Die hellen Fenster dort in der zweiten Straße sind die Lichter des Gelages . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.893700122833252} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2832,"date":1876,"orig":"Die Rache liegt in unſerer Hand!","norm":"Die Rache liegt in unserer Hand!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.064099788665771} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2833,"date":1876,"orig":"Hundert und fünfzig unſerer Officiere ſind in der Stadt, lauter tapfere Edelleute, alle entſchloſſen den Frankreich verrätheriſch angethanen Schimpf mit ihren Degen zu rächen.","norm":"Hundertundfünfzig unserer Offiziere sind in der Stadt, lauter tapfere Edelleute, alle entschlossen den Frankreich verräterisch angetanen Schimpf mit ihren Degen zu rächen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.240499973297119} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2834,"date":1876,"orig":"Wir beſetzen vorſichtig die Ausgänge der Glocke, dringen mit Uebermacht ein und ſtoßen die trunkenen Meuterer bis auf den letzten Mann nieder.","norm":"Wir besetzen vorsichtig die Ausgänge der Glocke, dringen mit Übermacht ein und stoßen die trunkenen Meuterer bis auf den letzten Mann nieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.155200004577637} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2835,"date":1876,"orig":"Auf ein von mir mit dem Lager verabredetes Zeichen werden die Stadtthore von außen mit Petarden geſprengt.","norm":"Auf ein von mir mit dem Lager verabredetes Zeichen werden die Stadttore von außen mit Petarden gesprengt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92110013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2836,"date":1876,"orig":"Unſere Truppen rücken ein und beſetzen die Stadt.","norm":"Unsere Truppen rücken ein und besetzen die Stadt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.45930004119873} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2837,"date":1876,"orig":"Die Churer ſind in ihrer großen Mehrzahl immer den ſpaniſchen Cabalen entgegen und uns Franzoſen zugethan geweſen.","norm":"Die Kurer sind in ihrer großen Mehrzahl immer den spanischen Kabalen entgegen und uns Franzosen zugetan gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.027500152587891} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2838,"date":1876,"orig":"Sie rufen halb gezwungen, halb einverſtanden:","norm":"Sie rufen halb gezwungen, halb einverstanden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.727200031280518} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2839,"date":1876,"orig":"Vive la France! und ſeid verſichert, Herr, in wenigen Tagen ſtimmt ganz Bünden ein, denn im Grunde verabſcheut es das ſpaniſche Bündniß.","norm":"Vive la France! und seid versichert, Herr, in wenigen Tagen stimmt ganz Bünden ein, denn im Grunde verabscheut es das spanische Bündnis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105999946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2840,"date":1876,"orig":"Einer hat den ganzen Verrath gebraut, der büßt zuerſt — ich nehm' ihn auf mich.","norm":"Einer hat den ganzen Verrat gebraut, der büßt zuerst — ich nehme ihn auf mich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117499828338623} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2841,"date":1876,"orig":"Hat erſt einmal der Judas ſeinen Lohn empfangen, rief er mit unverhaltenem Zorn, „ſo wird ſich die Scene, glaubt mir, mit einem Schlage verwandeln!“","norm":"Hat erst einmal der Judas seinen Lohn empfangen, rief er mit unverhaltenem Zorn, „so wird sich die Szene, glaubt mir, mit einem Schlage verwandeln!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.81850004196167} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2842,"date":1876,"orig":"„Gedenkt Ihr den Ruhm Frankreichs mit einem Wortbruche und einer Mordnacht wieder herzuſtellen? ſagte der Herzog ſtreng.","norm":"„Gedenkt Ihr den Ruhm Frankreichs mit einem Wortbruche und einer Mordnacht wieder herzustellen? sagte der Herzog streng.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.700500011444092} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2843,"date":1876,"orig":"Lecques wies auf ſeine Vollmacht.","norm":"Lecques wies auf seine Vollmacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.34499979019165} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2844,"date":1876,"orig":"„Ich erfülle damit den Willen des Königs meines Herrn,“ vertheidigte er ſich.","norm":"„Ich erfülle damit den Willen des Königs meines Herrn,“ verteidigte er sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9728000164031982} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2845,"date":1876,"orig":"„Der gelehrte Cardinal iſt in Entſcheidung von Gewiſſensfragen ein Meiſter; in ſeinem Katechismus ſteht: Verrath gegen Verrath.","norm":"„Der gelehrte Kardinal ist in Entscheidung von Gewissensfragen ein Meister; in seinem Katechismus steht: Verrat gegen Verrat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.06689977645874} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2846,"date":1876,"orig":"Das durch die rohe Gewaltthat, die am 19. März dieſes Hauſes Gaſtrecht entehrte, Euch entriſſene Wort verpflichtet Euch weder vor Gott noch vor den Menſchen, hättet Ihr es auch auf die Hoſtie oder auf das Evangelium geſchworen.“","norm":"Das durch die rohe Gewalttat, die am 19. März dieses Hauses Gastrecht entehrte, Euch entrissene Wort verpflichtet Euch weder vor Gott noch vor den Menschen, hättet Ihr es auch auf die Hostie oder auf das Evangelium geschworen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.220900058746338} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2847,"date":1876,"orig":"„Mein Gewiſſen entſcheidet anders,“ erklärte Heinrich Rohan beſtimmt und ruhig.","norm":"„Mein Gewissen entscheidet anders,“ erklärte Heinrich Rohan bestimmt und ruhig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.399400234222412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2848,"date":1876,"orig":"„Noch bin ich Euer Feldherr, noch ſeid Ihr mir Gehorſam ſchuldig und Ihr werdet ihn leiſten.","norm":"„Noch bin ich Euer Feldherr, noch seid Ihr mir Gehorsam schuldig und Ihr werdet ihn leisten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.144299983978271} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2849,"date":1876,"orig":"Sprecht mir nicht mehr von Eurem Anſchlage.","norm":"Sprecht mir nicht mehr von Eurem Anschlage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.36329984664917} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2850,"date":1876,"orig":"Er würde, wenn er gelänge, die an der Grenze ſtehenden Oeſterreicher und Spanier ins Land ziehn und den furchtbarſten Krieg entflammen.","norm":"Er würde, wenn er gelänge, die an der Grenze stehenden Österreicher und Spanier ins Land ziehen und den furchtbarsten Krieg entflammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.720499992370605} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2851,"date":1876,"orig":"Ihr ſelbſt habt es geſagt:","norm":"Ihr selbst habt es gesagt:","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.897500038146972} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2852,"date":1876,"orig":"Ein Einziger war fähig, dieſen kalten Verrath zu begehen.","norm":"Ein Einziger war fähig, diesen kalten Verrat zu begehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.768799781799316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2853,"date":1876,"orig":"Das Volk iſt unſchuldig und verdient nicht, was der Eine verbrochen, durch ein ſo grauſames Loos zu büßen.","norm":"Das Volk ist unschuldig und verdient nicht, was der Eine verbrochen, durch ein so grausames Los zu büßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.28000020980835} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2854,"date":1876,"orig":"Ich halte den Vertrag und glaube nicht, daß der Glanz unſrer Lilien dadurch verdunkelt werde; aber ſelbſt wenn Frankreichs Waffenehre, wie Ihr meint, damit getrübt würde — ich müßte den Vertrag dennoch halten.“","norm":"Ich halte den Vertrag und glaube nicht, dass der Glanz unserer Lilien dadurch verdunkelt werde; aber selbst wenn Frankreichs Waffenehre, wie Ihr meint, damit getrübt würde — ich müsste den Vertrag dennoch halten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025000095367432} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2855,"date":1876,"orig":"„So ſpricht kein Franzoſe!“ brauſte der Andere auf.","norm":"„So spricht kein Franzose!“ brauste der Andere auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.165200233459473} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2856,"date":1876,"orig":"Der Herzog machte mit der Hand eine Bewegung nach dem Herzen, als ob er dort einen plötzlichen Schmerz empfinde.","norm":"Der Herzog machte mit der Hand eine Bewegung nach dem Herzen, als ob er dort einen plötzlichen Schmerz empfinde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.207399845123291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2857,"date":1876,"orig":"Es wurde ihm zum erſten Male geſagt, was er ſchon längſt gefürchtet und gewußt — daß er ſein Vaterland verloren habe.","norm":"Es wurde ihm zum ersten Male gesagt, was er schon längst gefürchtet und gewusst — dass er sein Vaterland verloren habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.227099895477295} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2858,"date":1876,"orig":"„Iſt es für mich unmöglich, zugleich ein Franzoſe und ein Ehrenmann zu bleiben,“ ſagte er leiſe, „ſo wähle ich das Letztere, ſollte ich auch darüber heimatlos werden.“","norm":"„Ist es für mich unmöglich, zugleich ein Franzose und ein Ehrenmann zu bleiben,“ sagte er leise, „so wähle ich das Letztere, sollte ich auch darüber heimatlos werden .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.059000015258789} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2859,"date":1876,"orig":"Und die Beiden traten in das Gemach zurück.","norm":"Und die Beiden traten in das Gemach zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.996400117874145} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2860,"date":1876,"orig":"Es war kühl geworden und das Fenſter hatte ſich geſchloſſen.","norm":"Es war kühl geworden und das Fenster hatte sich geschlossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.579699993133545} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2861,"date":1876,"orig":"In den Mondſchein, der den ſtillen Platz vor dem Hauſe füllte, trat jetzt eine große Geſtalt, die ſchon längſt mit verſchränkten Armen, den Rücken an die Mauer gelehnt und den Sprechenden unſichtbar, unter dem Erker geſtanden hatte.","norm":"In den Mondschein, der den stillen Platz vor dem Hause füllte, trat jetzt eine große Gestalt, die schon längst mit verschränkten Armen, den Rücken an die Mauer gelehnt und den Sprechenden unsichtbar, unter dem Erker gestanden hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.826999902725219} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2862,"date":1876,"orig":"Nachdem Herr von Lecques mit harten klirrenden Tritten das Haus verlaſſen und ſich um die Ecke gewendet, ſchritt ſie noch eine Weile geſenkten Hauptes im Schatten der jenſeitigen Häuſerzeile auf und nieder, von Zeit zu Zeit den Blick zu dem Erker des Herzogs erhebend, bis der Lichtſchein erloſch.","norm":"Nachdem Herr von Lecques mit harten klirrenden Tritten das Haus verlassen und sich um die Ecke gewendet, schritt sie noch eine Weile gesenkten Hauptes im Schatten der jenseitigen Häuserzeile auf und nieder, von Zeit zu Zeit den Blick zu dem Erker des Herzogs erhebend, bis der Lichtschein erlosch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.207300186157227} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2863,"date":1876,"orig":"Jetzt blieb ſie an der Einmündung einer Seitenſtraße ſtehen.","norm":"Jetzt blieb sie an der Einmündung einer Seitenstraße stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7685999870300293} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2864,"date":1876,"orig":"Wieder ertönten Schritte.","norm":"Wieder ertönten Schritte.","lang_fastText":"hu","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.874300003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2865,"date":1876,"orig":"Es war ein ſchwankender, hagerer Mann in der Tracht der ſpaniſchen Edelleute, der ſich näherte und einen Augenblick unſchlüſſig ſtehen blieb.","norm":"Es war ein schwankender, hagerer Mann in der Tracht der spanischen Edelleute, der sich näherte und einen Augenblick unschlüssig stehen blieb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.342700004577636} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2866,"date":1876,"orig":"Erſt maß er den auf dem Platze nächtliche Wache Haltenden mit ſcharfen Blicken, dann trat er auf ihn zu und redete ihn als Bekannten an.","norm":"Erst maß er den auf dem Platze nächtliche Wache haltenden mit scharfen Blicken, dann trat er auf ihn zu und redete ihn als Bekannten an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741499900817871} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2867,"date":1876,"orig":"„Dacht' ich mir's doch, Signor Jenatſch,“ begann der im ſpaniſchen Mantel, „daß Ihr Eure Beute zärtlich hütet.","norm":"„Dachte ich mir es doch, Signor Jenatsch,“ begann der im spanischen Mantel, „dass Ihr Eure Beute zärtlich hütet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.870500087738037} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2868,"date":1876,"orig":"In der Glocke wußte man nicht, wo Ihr hingerathen wäret.","norm":"In der Glocke wusste man nicht, wo Ihr hingeraten wäret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.999099969863891} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2869,"date":1876,"orig":"Gut, daß ich Euch finde und gerade wo ich Euch vermuthet.","norm":"Gut, dass ich Euch finde und gerade wo ich Euch vermutet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.643599987030029} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2870,"date":1876,"orig":"Ihr dürft den Herzog nicht abreiſen laſſen!","norm":"Ihr dürft den Herzog nicht abreisen lassen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.116899967193603} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2871,"date":1876,"orig":"Sonſt würdet Ihr Spanien einen ſchlechten Dienſt erweiſen, der auf die Aufrichtigkeit Eurer bisherigen Leiſtungen ein eigenthümliches Licht würfe.","norm":"Sonst würdet Ihr Spanien einen schlechten Dienst erweisen, der auf die Aufrichtigkeit Eurer bisherigen Leistungen ein eigentümliches Licht würfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.260200023651123} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2872,"date":1876,"orig":"Serbelloni hielt es für überflüſſig, Euch nahe zu legen, daß Ihr den Herzog in der Hand behaltet und ihn ſeine berühmte Waffe nicht wieder gegen Spanien-Oeſterreich erheben laſſet.","norm":"Serbelloni hielt es für überflüssig, Euch nahezulegen, dass Ihr den Herzog in der Hand behaltet und ihn seine berühmte Waffe nicht wieder gegen Spanien-Österreich erheben lasst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.583799839019775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2873,"date":1876,"orig":"Er meinte, das wäre gleichſam ein ſelbſtverſtändlicher geheimer Artikel Eures Uebereinkommens mit Spanien, den es nicht nöthig ſei, Euch beſonders unterſchreiben zu laſſen.","norm":"Er meinte, das wäre gleichsam ein selbstverständlicher geheimer Artikel Eures Übereinkommens mit Spanien, den es nicht nötig sei, Euch besonders unterschreiben zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.919899940490723} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2874,"date":1876,"orig":"Ich aber ſagte ihm, daß ich Euch von Kindheit an kenne und daß im Verkehre mit Euch, wie übrigens mit Jedermann auf dieſer, wie die neueſten Gelehrten behaupten, ſich drehenden Erde, nichts beſſer ſei, als ein guter ſchriftlicher Contract.","norm":"Ich aber sagte ihm, dass ich Euch von Kindheit an kenne und dass im Verkehre mit Euch, wie übrigens mit jedermann auf dieser, wie die neuesten Gelehrten behaupten, sich drehenden Erde, nichts besser sei, als ein guter schriftlicher Kontrakt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.443600177764893} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2875,"date":1876,"orig":"Den hab' ich nun mitgebracht und Ihr werdet Euch wundern, welch hübſches Angebot ich Euch mache.","norm":"Den habe ich nun mitgebracht und Ihr werdet Euch wundern, welch hübsches Angebot ich Euch mache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.260200023651123} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2876,"date":1876,"orig":"Gegen Heinrich Rohan die Feſtung Fuentes!","norm":"Gegen Heinrich Rohan die Festung Fuentes!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.767600059509277} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2877,"date":1876,"orig":"Das heißt natürlich ihre von Bünden längſt begehrte Schleifung.","norm":"Das heißt natürlich ihre von Bünden längst begehrte Schleifung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.343100070953369} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2878,"date":1876,"orig":"Den Herzog behaltet Ihr, oder beſſer, da das Sprecher'ſche Haus unter ſeinem Range und ihm durch Euren Beſuch vom neunzehnten März verleidet ſein möchte, Ihr liefert den frommen Herrn nach Mailand, wo ihm ein ſtilles und angenehmes Privatleben geſichert iſt.","norm":"Den Herzog behaltet Ihr, oder besser, da das Sprechärsche Haus unter seinem Range und ihm durch Euren Besuch vom neunzehnten März verleidet sein möchte, Ihr liefert den frommen Herrn nach Mailand, wo ihm ein stilles und angenehmes Privatleben gesichert ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246900081634521} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2879,"date":1876,"orig":"Klüger wäre es freilich geweſen, Ihr hättet ihn, wie es der Wunſch des Herrn Gubernatore war und ich Euch ſchrieb, vor Wochen ſchon in die Hände Eures ſpaniſchen Verbündeten befördert, bevor das franzöſiſche Heer über den Splügen rückte, wo es mich heute —","norm":"Klüger wäre es freilich gewesen, Ihr hättet ihn, wie es der Wunsch des Herrn Gubernatore war und ich Euch schrieb, vor Wochen schon in die Hände Eures spanischen Verbündeten befördert, bevor das französische Heer über den Splügen rückte, wo es mich heute —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.595300197601318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2880,"date":1876,"orig":"denn ich komme ſtracks von Mailand — zeitraubend aufgehalten hat.","norm":"denn ich komme stracks von Mailand — zeitraubend aufgehalten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.152100086212158} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2881,"date":1876,"orig":"Warum habt Ihr meine Briefe nicht beantwortet?","norm":"Warum habt Ihr meine Briefe nicht beantwortet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.6317999362945548} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2882,"date":1876,"orig":"Das iſt nicht klug und auch nicht hübſch von einem Jugendfreunde.","norm":"Das ist nicht klug und auch nicht hübsch von einem Jugendfreunde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5441999435424805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2883,"date":1876,"orig":"Zum Glück iſt es noch Zeit.","norm":"Zum Glück ist es noch Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.3615000247955322} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2884,"date":1876,"orig":"Der Herzog iſt noch da und krank dazu, wie man mir erzählte.","norm":"Der Herzog ist noch da und krank dazu, wie man mir erzählte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.986700057983398} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2885,"date":1876,"orig":"Es wird einem Diplomaten von Eurer Gewandtheit nicht an einem Vorwande fehlen, den unter Eurem Zauber ſtehenden Herrn noch einige Zeit freundſchaftlich in Chur zurück zu halten.","norm":"Es wird einem Diplomaten von Eurer Gewandtheit nicht an einem Vorwande fehlen, den unter Eurem Zauber stehenden Herrn noch einige Zeit freundschaftlich in Kür zurückzuhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.308800220489502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2886,"date":1876,"orig":"Kann er doch nicht in Perſon ſein Heer nach Frankreich zurückführen!","norm":"Kann er doch nicht in Person sein Heer nach Frankreich zurückführen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.120100021362305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2887,"date":1876,"orig":"Schließen wir den Handel?","norm":"Schließen wir den Handel?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.067100048065185} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2888,"date":1876,"orig":"Fuentes gegen den Herzog?","norm":"Fuentes gegen den Herzog?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.594600200653076} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2889,"date":1876,"orig":"Ihr ſchweigt?","norm":"Ihr schweigt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.952300071716309} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2890,"date":1876,"orig":". . . . . Das gilt wohl bei Euch, wie bei gemalten Heiligen und ſchönen Frauen, als Ja.“","norm":". . . . . Das gilt wohl bei Euch, wie bei gemalten Heiligen und schönen Frauen, als Ja .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.561299800872803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2891,"date":1876,"orig":"Jenatſch hatte ihn mit wortloſer, zorniger Verachtung angehört: „Hebet Euch von dannen, Rudolf Planta,“ ſagte er jetzt mit gedämpfter aber heftiger Stimme, „noch ſeid Ihr in Bünden vervehmt, und wer Euch hier betrifft, hat das Recht Euch niederzuſtoßen.","norm":"Jenatsch hatte ihn mit wortloser, zorniger Verachtung angehört: „Hebet Euch von dannen, Rudolf Planta,“ sagte er jetzt mit gedämpfter aber heftiger Stimme, „noch seid Ihr in Bünden verfemt, und wer Euch hier betrifft, hat das Recht Euch niederzustoßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.387899875640869} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2892,"date":1876,"orig":"Serbelloni weiß, daß ich mit Leuten Eures Schlages nicht unterhandle.","norm":"Serbelloni weiß, dass ich mit Leuten Eures Schlages nicht unterhandle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299399852752685} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2893,"date":1876,"orig":"Er kennt meine Bedingungen, von denen ich nicht um die Breite einer Degenklinge abweiche.","norm":"Er kennt meine Bedingungen, von denen ich nicht um die Breite einer Degenklinge abweiche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.745100021362305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2894,"date":1876,"orig":"Ich bin mit Spanien in Unterhandlung getreten, um die Freiheit und Würde meines Heimatlandes zu ſichern; Ihr aber habt Euch darum nie gekümmert, ſonſt würdet Ihr mir eine ſolche Niedertracht nicht zumuthen.","norm":"Ich bin mit Spanien in Unterhandlung getreten, um die Freiheit und Würde meines Heimatlandes zu sicheren; Ihr aber habt Euch darum nie gekümmert, sonst würdet Ihr mir eine solche Niedertracht nicht zumuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.41949987411499} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2895,"date":1876,"orig":"Serbelloni weiß nicht darum — das ſchlägt in Euer Fach und iſt ein Geſchäft zu Eurem Vortheile.","norm":"Serbelloni weiß nicht darum — das schlägt in Euer Fach und ist ein Geschäft zu Eurem Vorteile.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.240799903869629} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2896,"date":1876,"orig":"Iſt es doch nicht das erſte Mal, daß Ihr edles Blut verkauft und ſchnöden, feigen, ſchmachvollen Menſchenhandel treibt!","norm":"Ist es doch nicht das erste Mal, dass Ihr edles Blut verkauft und schnöden, feigen, schmachvollen Menschenhandel treibt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.975199937820434} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2897,"date":1876,"orig":"— Schande über Euch!“","norm":"— Schande über Euch!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.488999843597412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2898,"date":1876,"orig":"Planta lachte höhniſch auf: „Ei, ei, edler Herr, Ihr ſeid den ſpaniſchen Goldſtücken auch nicht abhold . . . . Wie wäret Ihr ſonſt zu Reichthum und Ehren gekommen, während ich von allen meinen angeſtammten Gütern und feſten Sitzen in Bünden durch einen gewiſſen demokratiſchen Pfarrer, den Ihr wohl jetzt nicht mehr leiden mögt, und durch ſeine Pöbelhaufen verjagt wurde, und — Gott ſei's geklagt — noch immer verſchuldet, ein armer fahrender Ritter bin. —","norm":"Planta lachte höhnisch auf: „Ei, ei, edler Herr, Ihr seid den spanischen Goldstücken auch nicht abhold . . . . Wie wäret Ihr sonst zu Reichtum und Ehren gekommen, während ich von allen meinen angestammten Gütern und festen Sitzen in Bünden durch einen gewissen demokratischen Pfarrer, den Ihr wohl jetzt nicht mehr leiden mögt, und durch seine Pöbelhaufen verjagt wurde, und — Gott sei es geklagt — noch immer verschuldet, ein armer fahrender Ritter bin . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.445199966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2899,"date":1876,"orig":"Doch keinen Groll!","norm":"Doch keinen Groll!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.08650016784668} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2900,"date":1876,"orig":"Wir eſſen jetzt das Brot desſelben Herrn.","norm":"Wir essen jetzt das Brot desselben Herrn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.049200057983398} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2901,"date":1876,"orig":"Ich weiß wie große Summen an Euch verſandt wurden — Ihr dürft nicht ſcheel ſehen, daß auch ich ein einträgliches Geſchäft mir ausgedacht habe.“","norm":"Ich weiß wie große Summen an Euch versandt wurden — Ihr dürft nicht scheel sehen, dass auch ich ein einträgliches Geschäft mir ausgedacht habe .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.54449987411499} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2902,"date":1876,"orig":"„O Schmach,“ brach Jenatſch los, „von einem ſolchen Schurken zu Seinesgleichen gezählt zu werden.","norm":"„O Schmach,“ brach Jenatsch los, „von einem solchen Schurken zu Seinesgleichen gezählt zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357100009918213} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2903,"date":1876,"orig":"War es nicht billig, daß Spanien den Sold vergüte, um den Frankreich unſere Truppen betrog!“","norm":"War es nicht billig, dass Spanien den Sold vergüte, um den Frankreich unsere Truppen betrog!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.515600204467773} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2904,"date":1876,"orig":"„Der Ducatenſegen iſt durch Euere Finger geſtrömt,“ ſpottete Planta, „wie ſollte er ſie beim Durchrinnen nicht vergoldet haben!“","norm":"„Der Dukatensegen ist durch Eure Finger geströmt,“ spottete Planta, „wie sollte er sie beim Durchrinnen nicht vergoldet haben!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.802299976348877} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2905,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2906,"date":1876,"orig":"„Zieh, Bube, damit ich Dich nicht ermorde!“ rief Jenatſch bebend und riß den Degen aus der Scheide.","norm":"„Zieh, Bube, damit ich Dich nicht ermorde!“ rief Jenatsch bebend und riss den Degen aus der Scheide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.674099922180176} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2907,"date":1876,"orig":"Der Andere aber hatte ſich ſchon während ſeiner letzten Rede an die Ecke der Seitenſtraße zurückgezogen.","norm":"Der Andere aber hatte sich schon während seiner letzten Rede an die Ecke der Seitenstraße zurückgezogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.596799850463867} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2908,"date":1876,"orig":"„Ich werde Eure guten Geſinnungen in Mailand zu rühmen wiſſen!“ kicherte er noch aus dem Schatten der Häuſer hervor und war verſchwunden.","norm":"„Ich werde Eure guten Gesinnungen in Mailand zu rühmen wissen!“ kicherte er noch aus dem Schatten der Häuser hervor und war verschwunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.642499923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2909,"date":1876,"orig":"Zehntes Kapitel.","norm":"Zehntes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.370200157165527} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2910,"date":1876,"orig":"Kaum erglühten die Thurmſpitzen von Chur im erſten Morgengolde eines wolkenloſen Maitages, als es ſchon vor den Stadtmauern und in der langen Gaſſe, die vom Sprecherſchen Hauſe zum Nordthore führte, lebendig wurde.","norm":"Kaum erglühten die Turmspitzen von Kür im ersten Morgengolde eines wolkenlosen Maitages, als es schon vor den Stadtmauern und in der langen Gasse, die vom Sprechärschen Hause zum Nordtore führte, lebendig wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.918399810791016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2911,"date":1876,"orig":"Franzöſiſche Offiziere ſprengten hin und her, aus der Stadt nach dem Lager, deſſen Zelte ſchon abgebrochen waren, und von den marſchfertigen Truppen zurück zum Herzog, um ihn als ein glänzendes Gefolge zu umringen und in ihm die franzöſiſche Ehre, die, wie es ihnen ſchien, in dieſem Lande Schaden gelitten, mit ihren kriegeriſchen Geſtalten zu decken.","norm":"Französische Offiziere sprengten hin und her, aus der Stadt nach dem Lager, dessen Zelte schon abgebrochen waren, und von den marschfertigen Truppen zurück zum Herzog, um ihn als ein glänzendes Gefolge zu umringen und in ihm die französische Ehre, die, wie es ihnen schien, in diesem Lande Schaden gelitten, mit ihren kriegerischen Gestalten zu decken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.366000175476074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2912,"date":1876,"orig":"In der Straße, die Rohan durchreiten ſollte, ſtanden die Churer barhaupt in zwei gedrängten Reihen längs der Häuſer, und alle Fenſter bis zu den Dachluken hinauf waren mit neugierigen Köpfen gefüllt.","norm":"In der Straße, die Rohan durchreiten sollte, standen die Kurer barhaupt in zwei gedrängten Reihen längs der Häuser, und alle Fenster bis zu den Dachluken hinauf waren mit neugierigen Köpfen gefüllt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.696899890899658} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2913,"date":1876,"orig":"Alles Volk wollte den guten Herzog noch einmal ſehen und begleitete ihn mit Wünſchen und aufrichtigen Thränen.","norm":"Alles Volk wollte den guten Herzog noch einmal sehen und begleitete ihn mit Wünschen und aufrichtigen Tränen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.935100078582764} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2914,"date":1876,"orig":"Als er an der Spitze ſeines ſtolzen Zuges langſam dem Thore ſich näherte, fand er einen löblichen Rath und die Geiſtlichkeit der Stadt zu ſeiner Rechten aufgeſtellt.","norm":"Als er an der Spitze seines stolzen Zuges langsam dem Tore sich näherte, fand er einen löblichen Rat und die Geistlichkeit der Stadt zu seiner Rechten aufgestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.154900074005127} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2915,"date":1876,"orig":"Die Herren hatten ſich in vollem Ornat jeder nach ſeinem Rang auf den Stufen einer breiten Freitreppe vertheilt, die zu der Pforte eines patriziſchen Hauſes führte.","norm":"Die Herren hatten sich in vollem Ornat jeder nach seinem Rang auf den Stufen einer breiten Freitreppe verteilt, die zu der Pforte eines patrizischen Hauses führte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.209700107574463} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2916,"date":1876,"orig":"Beide Thürflügel ſtanden weit offen und im Flur wurden in ſchwarze Seide gekleidete Frauengeſtalten ſichtbar, die Gattinnen und Töchter der Würdenträger, welchen ihre Stellung erlaubte, über die Häupter der Stadt hinweg dem Herzog, den ſie mit Schmerzen ſcheiden ſahen, einen letzten Gruß zuzuwinken.","norm":"Beide Türflügel standen weit offen und im Flur wurden in schwarze Seide gekleidete Frauengestalten sichtbar, die Gattinnen und Töchter der Würdenträger, welchen ihre Stellung erlaubte, über die Häupter der Stadt hinweg dem Herzog, den sie mit Schmerzen scheiden sahen, einen letzten Gruß zuzuwinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.480100154876709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2917,"date":1876,"orig":"Ihr Zartgefühl hatte ihnen verboten, ſich wie bei einem luſtvollen Schauſpiele auf dem Balkon und in den Fenſtern zu zeigen.","norm":"Ihr Zartgefühl hatte ihnen verboten, sich wie bei einem lustvollen Schauspiele auf dem Balkon und in den Fenstern zu zeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.789400100708008} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2918,"date":1876,"orig":"In der Mitte der Rathsherren fiel der Amtsbürgermeiſter Meyer als wahrhaft impoſante Erſcheinung ins Auge.","norm":"In der Mitte der Ratsherren fiel der Amtsbürgermeister Meyer als wahrhaft imposante Erscheinung ins Auge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.749300003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2919,"date":1876,"orig":"Nie hatte eine bürgermeiſterliche Kette mit ihrer großen runden Schaumünze bequemer gelegen und ſelbſtzufriedener geleuchtet, als die auf ſeiner breiten Bruſt ruhende; nie hatten ein ſeidener Strumpf und ein Roſettenſchuh knapper und ſchöner geſeſſen als heute an ſeinem wohlgebildeten, feierlich vorgeſetzten Bein.","norm":"Nie hatte eine bürgermeisterliche Kette mit ihrer großen runden Schaumünze bequemer gelegen und selbstzufriedener geleuchtet, als die auf seiner breiten Brust ruhende; nie hatten ein seidener Strumpf und ein Rosettenschuh knapper und schöner gesessen als heute an seinem wohlgebildeten, feierlich vorgesetzten Bein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183800220489502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2920,"date":1876,"orig":"Bei näherer Betrachtung jedoch verrieth die Befangenheit ſeines gewöhnlich geſunden und ruhigen Geſichts und der bängliche Ausdruck ſeiner irrenden Augenſterne einen geheimen Widerſpruch mit der magiſtralen Sicherheit ſeiner vollkommenen Haltung.","norm":"Bei näherer Betrachtung jedoch verriet die Befangenheit seines gewöhnlich gesunden und ruhigen Gesichts und der bängliche Ausdruck seiner irrenden Augensterne einen geheimen Widerspruch mit der Magistralen Sicherheit seiner vollkommenen Haltung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.56879997253418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2921,"date":1876,"orig":"Der Gruppe der Standeshäupter gegenüber, wo ſich die Ausmündung einer innerhalb der Stadtmauer laufenden Nebengaſſe zu einem kleinen viereckigen Platze erweiterte, hatten ſich, als Repräſentanten der heimiſchen Waffen, die vornehmſten Bündneroffiziere verſammelt und warteten zu Pferde, um ſich dem Gefolge des Herzogs anzuſchließen und ihm das Ehrengeleit bis zur Grenze zu geben.","norm":"Der Gruppe der Standeshäupter gegenüber, wo sich die Ausmündung einer innerhalb der Stadtmauer laufenden Nebengasse zu einem kleinen viereckigen Platze erweiterte, hatten sich, als Repräsentanten der heimischen Waffen, die vornehmsten Bündneroffiziere versammelt und warteten zu Pferde, um sich dem Gefolge des Herzogs anzuschließen und ihm das Ehrengeleit bis zur Grenze zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.441299915313721} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2922,"date":1876,"orig":"Im Gegenſatze zu der gedrückten Stimmung auf der andern Seite der Gaſſe unter den Söhnen der Themis herrſchte hier unter den Kindern des Mars eine friſche und beherzte, der ſie ſich unbefangen überließen, da ſie ſahen, daß der bündneriſche Dictator zur Verabſchiedung ſeines Opfers nicht erſcheine.","norm":"Im Gegensatze zu der gedrückten Stimmung auf der anderen Seite der Gasse unter den Söhnen der Themis herrschte hier unter den Kindern des Mars eine frische und beherzte, der sie sich unbefangen überließen, da sie sahen, dass der bündnerische Diktator zur Verabschiedung seines Opfers nicht erscheine.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.445199966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2923,"date":1876,"orig":"Jetzt erreichte Herzog Rohan den Platz vor der Freitreppe.","norm":"Jetzt erreichte Herzog Rohan den Platz vor der Freitreppe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.382299900054932} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2924,"date":1876,"orig":"Huldvoll hielt er ſeinen ſchlanken Goldfuchs an, denn er ſah, wie der Amtsbürgermeiſter einen goldenen Pokal erhob, den eben ein ergrauter Rathsherr an ſeiner Seite aus einer ſilbernen Kanne gefüllt hatte.","norm":"Huldvoll hielt er seinen schlanken Goldfuchs an, denn er sah, wie der Amtsbürgermeister einen goldenen Pokal erhob, den eben ein ergrauter Ratsherr an seiner Seite aus einer silbernen Kanne gefüllt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.339499950408935} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2925,"date":1876,"orig":"Meyer trat entſchloſſen vor und bat den Herzog in gerührten Worten, den ſeiner Erlaucht von der Stadt Chur mit Dankſagung und Segenswunſch angebotenen Abſchiedstrunk nicht zu verſchmähen.","norm":"Meyer trat entschlossen vor und bat den Herzog in gerührten Worten, den seiner Erlaucht von der Stadt Kür mit Danksagung und Segenswunsch angebotenen Abschiedstrunk nicht zu verschmähen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.808599948883057} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2926,"date":1876,"orig":"Während Rohan ſich die Lippen netzte, ſammelte der Bürgermeiſter ſeinen Geiſt zu einer wohlgeſetzten franzöſiſchen Rede, auf die er ſich ſorgfältig vorbereitet hatte.","norm":"Während Rohan sich die Lippen netzte, sammelte der Bürgermeister seinen Geist zu einer wohlgesetzten französischen Rede, auf die er sich sorgfältig vorbereitet hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.504000186920166} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2927,"date":1876,"orig":"Bürgermeiſter Meyer war kein Redner.","norm":"Bürgermeister Meyer war kein Redner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349400043487549} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2928,"date":1876,"orig":"Im Rath und in der Gemeinde war es ihm ein Leichtes, ſeine Gedanken ſchlicht und zweckdienlich auszudrücken und zu einem bündigen Schluſſe zu gelangen.","norm":"Im Rat und in der Gemeinde war es ihm ein Leichtes, seine Gedanken schlicht und zweckdienlich auszudrücken und zu einem bündigen Schlusse zu gelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.643699884414673} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2929,"date":1876,"orig":"Aber es war ihm nicht gegeben, zwieſpältige Gefühle und zweideutige Gedanken unter zierlichen Blumen der Beredſamkeit zu verbergen.","norm":"Aber es war ihm nicht gegeben, zwiespältige Gefühle und zweideutige Gedanken unter zierlichen Blumen der Beredsamkeit zu verbergen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8336000442504883} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2930,"date":1876,"orig":"Er hatte damit begonnen, des Herzogs ruhmreiche Tapferkeit und ſeine erhabene ſtaatsmänniſche Weisheit zu preiſen, die beide zu Bündens Rettung wie zwei geflügelte Genien herbeigeeilt ſeien.","norm":"Er hatte damit begonnen, des Herzogs ruhmreiche Tapferkeit und seine erhabene staatsmännische Weisheit zu preisen, die beide zu Bünden Rettung wie zwei geflügelte Genien herbeigeeilt seien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.137199878692627} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2931,"date":1876,"orig":"Dann warf er einen Blick in den Abgrund, aus welchem der Herzog das bündneriſche Volk gezogen habe.","norm":"Dann warf er einen Blick in den Abgrund, aus welchem der Herzog das bündnerische Volk gezogen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.714499950408935} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2932,"date":1876,"orig":"Jetzt kam eine dunkle Stelle, in der von ſich überſtürzenden Ereigniſſen, ſeltſamen himmliſchen Conjuncturen und dem großen Herzen Ludwigs XIII die Rede war. —","norm":"Jetzt kam eine dunkle Stelle, in der von sich überstürzenden Ereignissen, seltsamen himmlischen Konjunkturen und dem großen Herzen Ludwigs XIII die Rede war . —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.143899917602539} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2933,"date":1876,"orig":"Hier wurde Herr Meyer warm, überſprang unverſehens die logiſchen Hinderniſſe und behauptete gerührt, die Zurückgabe des Veltlins an die Bündner durch Spanien-Oeſterreich ſei und bleibe das Verdienſt des Herzogs Rohan.","norm":"Hier wurde Herr Meyer warm, übersprang unversehens die logischen Hindernisse und behauptete gerührt, die Zurückgabe des Veltlins an die Bündner durch Spanien-Österreich sei und bleibe das Verdienst des Herzogs Rohan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.881700038909912} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2934,"date":1876,"orig":"Er ſei, nächſt dem gütigen Gott, ihr alleiniger Helfer und Retter geweſen.","norm":"Er sei, nächst dem gütigen Gott, ihr alleiniger Helfer und Retter gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.598299980163574} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2935,"date":1876,"orig":"„Des Landes Dankbarkeit gegen Euch wäre nicht genugſam ausgedrückt, edelſter Herr,“ rief er aus, „wenn wir Euch ſo viele Ehrenſäulen errichteten, als Bünden Felſen und Berge beſitzt!","norm":"„Des Landes Dankbarkeit gegen Euch wäre nicht genügsam ausgedrückt, edelster Herr,“ rief er aus, „wenn wir Euch so viele Ehrensäulen errichteten, als Bünden Felsen und Berge besitzt!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.001200199127197} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2936,"date":1876,"orig":"Und wenn jeder unſerer Berge eine Statua wäre . . . .“ hier ſtockte der Redner und erſtarrte ſelbſt zum Steinbild.","norm":"Und wenn jeder unserer Berge eine Statue wäre . . . .“ hier stockte der Redner und erstarrte selbst zum Steinbild.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.157599925994873} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2937,"date":1876,"orig":"Ein verſpäteter Reiter war durch die Nebengaſſe herangeeilt und auf dem kleinen Platze, dem Bürgermeiſter gegenüber, mitten unter die Bündneroffiziere hineingeſprengt.","norm":"Ein verspäteter Reiter war durch die Nebengasse herangeeilt und auf dem kleinen Platze, dem Bürgermeister gegenüber, mitten unter die Bündneroffiziere hineingesprengt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6508002281188965} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2938,"date":1876,"orig":"Die Oberſten wichen auf ihren ſtampfenden Thieren beſtürzt nach beiden Seiten zurück.","norm":"Die Obersten wichen auf ihren stampfenden Tieren bestürzt nach beiden Seiten zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.850500106811523} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2939,"date":1876,"orig":"Auf das Kommen von Georg Jenatſch hatte Keiner gerechnet.","norm":"Auf das Kommen von Georg Jenatsch hatte keiner gerechnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.363699913024902} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2940,"date":1876,"orig":"Und da war er!","norm":"Und da war er!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"br","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.653500080108642} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2941,"date":1876,"orig":"Auf ſeinem ſchäumenden Rappen in der Mitte des leeren Raumes, von Allen gemieden!","norm":"Auf seinem schäumenden Rappen in der Mitte des leeren Raumes, von allen gemieden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.49429988861084} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2942,"date":1876,"orig":"Zugleich bäumte ſich das Pferd des dicht hinter dem Herzog haltenden Lecques, der einen wüthenden Blick nach Jenatſch hinüberſchoß.","norm":"Zugleich bäumte sich das Pferd des dicht hinter dem Herzog haltenden Lecques, der einen wütenden Blick nach Jenatsch hinüberschoss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.265699863433838} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2943,"date":1876,"orig":"Des Herzogs Augen ruhten mit höflicher Aufmerkſamkeit auf dem Bürgermeiſter, aber dieſem, der den verrathbefleckten Befreier Bündens als eine grelle und unſchickliche Verdeutlichung ſeiner Rede gerade vor Augen ſah und dem die drohende Haltung des Herrn von Lecques nicht entgangen war, entglitt der Faden ſeiner Rede.","norm":"Des Herzogs Augen ruhten mit höflicher Aufmerksamkeit auf dem Bürgermeister, aber diesem, der den verratbefleckten Befreier Bünden als eine grelle und unschickliche Verdeutlichung seiner Rede gerade vor Augen sah und dem die drohende Haltung des Herrn von Lecques nicht entgangen war, entglitt der Faden seiner Rede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653800010681152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2944,"date":1876,"orig":"Seine angſtvollen Blicke begannen mehr als gewöhnlich zu ſchielen und er fuhr unſicher fort:","norm":"Seine angstvollen Blicke begannen mehr als gewöhnlich zu schielen und er fuhr unsicher fort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.650100231170654} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2945,"date":1876,"orig":"„Und wenn in Bünden jeder Berg eine Statua . . . . . . . und jede Statua ein Berg wäre“ . . . . . . .","norm":"„Und wenn in Bünden jeder Berg eine Statue . . . . . . . und jede Statue ein Berg wäre“. . . . . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.805000066757202} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2946,"date":1876,"orig":"„Laßt es gut ſein, lieber Bürgermeiſter!“ ſchnitt der Herzog freundlich ab und, ſich auf die andere Seite zu den Bündneroffizieren wendend, ſagte er mit ruhigem Befehl:","norm":"„Lasst es gut sein, lieber Bürgermeister!“ schnitt der Herzog freundlich ab und, sich auf die andere Seite zu den Bündneroffizieren wendend, sagte er mit ruhigem Befehl:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585100173950195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2947,"date":1876,"orig":"„Ich verzichte auf das Geleit der Herren.","norm":"„Ich verzichte auf das Geleit der Herren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.372300148010254} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2948,"date":1876,"orig":"Es wird der Schicklichkeit Genüge geſchehen, wenn Einer von ihnen unſerm Ueberſchreiten der Grenze beiwohnt.","norm":"Es wird der Schicklichkeit Genüge geschehen, wenn Einer von ihnen unserem Überschreiten der Grenze beiwohnt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.640699863433838} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2949,"date":1876,"orig":"Ich bitte mir die Geſellſchaft des Grafen Travers aus.“","norm":"Ich bitte mir die Gesellschaft des Grafen Travers aus .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.574399948120117} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2950,"date":1876,"orig":"Der ſtille junge Mann mit dem braunen ſcharfgeſchnittenen Kopfe lenkte ſofort mit dankendem Gruße ſein Thier zur Linken des Herzogs.","norm":"Der stille junge Mann mit dem braunen scharfgeschnittenen Kopfe lenkte sofort mit dankendem Gruße sein Tier zur Linken des Herzogs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103899955749512} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2951,"date":1876,"orig":"„Gott ſchütze Euch und Eure gute Stadt, werthe Herren!“ rief dieſer, griff leicht an ſeinen Hut und ſprengte durch das Thor in die lenzduftige Landſchaft hinaus.","norm":"„Gott schütze Euch und Eure gute Stadt, werte Herren!“ rief dieser, griff leicht an seinen Hut und sprengte durch das Tor in die lenzduftige Landschaft hinaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.406300067901611} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2952,"date":1876,"orig":"Der alte Lecques war auffallender Weiſe einer der Letzten zurückgeblieben.","norm":"Der alte Lecques war auffallender Weise einer der Letzten zurückgeblieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.129899978637695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2953,"date":1876,"orig":"Jetzt riß er ſein Pferd herum, ritt Georg Jenatſch einige Schritte entgegen, zog ein Piſtol und ſchrie ihn an:","norm":"Jetzt riss er sein Pferd herum, ritt Georg Jenatsch einige Schritte entgegen, zog ein Pistole und schrie ihn an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8454999923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2954,"date":1876,"orig":"„So ſcheidet Lecques von einem Verräther!“","norm":"„So scheidet Lecques von einem Verräter!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.273399829864502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2955,"date":1876,"orig":"Er drückte los, der Hahn ſchlug nieder, ein Pulverblick flammte auf der Zündpfanne, doch der Schuß verſagte.","norm":"Er drückte los, der Hahn schlug nieder, ein Pulverblick flammte auf der Zündpfanne, doch der Schuss versagte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151899814605713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2956,"date":1876,"orig":"Elftes Kapitel.","norm":"Elftes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.8773999214172363} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2957,"date":1876,"orig":"Während die Ereigniſſe des Frühjahrs die Stadt Chur und das ganze Land in aufgeregte Spannung verſetzten, blieb Lucretia Planta von denſelben ſcheinbar unberührt.","norm":"Während die Ereignisse des Frühjahrs die Stadt Kür und das ganze Land in aufgeregte Spannung versetzten, blieb Lucretia Planta von denselben scheinbar unberührt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.870500087738037} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2958,"date":1876,"orig":"Sie hauſte allein auf ihrem feſten Sitze Riedberg, der, an eine ſonnige Halde fernab von der Heerſtraße ſich lehnend, inmitten ſeiner blühenden Wieſen und wohlgepflegten Felder und Baumgärten ein Bild ländlichen Friedens darſtellte.","norm":"Sie hauste allein auf ihrem festen Sitze Riedberg, der, an eine sonnige Halde fernab von der Heerstraße sich lehnend, inmitten seiner blühenden Wiesen und wohlgepflegten Felder und Baumgärten ein Bild ländlichen Friedens darstellte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.894400119781494} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2959,"date":1876,"orig":"Von ganzer Seele fürchteten und hofften und freuten ſich dagegen mit dem Lande die Frauen von Cazis.","norm":"Von ganzer Seele fürchteten und hofften und freuten sich dagegen mit dem Lande die Frauen von Cazis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4303998947143555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2960,"date":1876,"orig":"Sie hatten, als das Aufgebot des Jürg Jenatſch erſcholl, zum Sturm gegen die gottloſen Franzoſen alle Kloſterleute bis auf das letzte Knechtlein geſtellt.","norm":"Sie hatten, als das Aufgebot des Jürg Jenatsch erscholl, zum Sturm gegen die gottlosen Franzosen alle Klosterleute bis auf das letzte Knechtlein gestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006599903106689} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2961,"date":1876,"orig":"Als fröhliche Geberinnen leerten ſie ihren kleinen Weinkeller, um die vor die Rheinſchanze und wieder heimwärts ziehenden Landſtürmer zu tränken.","norm":"Als fröhliche Geberinnen leerten sie ihren kleinen Weinkeller, um die vor die Rheinschanze und wieder heimwärts ziehenden Landstürmer zu tränken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.686999797821045} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2962,"date":1876,"orig":"Hallebarde und Morgenſtern ruhten an den friedlichen Kreuzen des Nonnenkirchhofs.","norm":"Hallebarde und Morgenstern ruhten an den friedlichen Kreuzen des Nonnenkirchhofs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342199802398682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2963,"date":1876,"orig":"Alt und Jung ſchaarte ſich längs der Kloſtermauer und die frommen Schweſtern eilten leichtfüßig auf und nieder, in kleinen hölzernen Schalen ihren Moſt und Wein bis auf den letzten Tropfen ausſchenkend.","norm":"Alt und Jung scharte sich längs der Klostermauer und die frommen Schwestern eilten leichtfüßig auf und nieder, in kleinen hölzernen Schalen ihren Most und Wein bis auf den letzten Tropfen ausschenkend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.538400173187256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2964,"date":1876,"orig":"Niemand aber ahnte in dem durch den Abzug der Franzoſen mit hellem Jubel erfüllten Domleſchg, welchen Antheil Fräulein Lucretia an den geheimen Verhandlungen genommen, die den Handſtreich in Chur möglich gemacht hatten.","norm":"Niemand aber ahnte in dem durch den Abzug der Franzosen mit hellem Jubel erfüllten Domleschg, welchen Anteil Fräulein Lucretia an den geheimen Verhandlungen genommen, die den Handstreich in Kür möglich gemacht hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854000091552734} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2965,"date":1876,"orig":"Nicht einmal die Frauen in Cazis, obſchon ſie den Verkehr mit dem Fräulein nach dem Wunſche ihres Beichtigers immer eifriger und zuthunlicher pflogen.","norm":"Nicht einmal die Frauen in Cazis, obschon sie den Verkehr mit dem Fräulein nach dem Wunsche ihres Beichtigers immer eifriger und zutunlicher pflegten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.855000019073486} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2966,"date":1876,"orig":"Nicht daß Pancraz den eigenſüchtigen Gedanken in ihnen genährt hätte, die Letzte der Planta von Riedberg unwiderruflich in den Ring des Kloſters zu ziehen.","norm":"Nicht dass Pankraz den eigensüchtigen Gedanken in ihnen genährt hätte, die Letzte der Planta von Riedberg unwiderruflich in den Ring des Klosters zu ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1697998046875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2967,"date":1876,"orig":"Sie verkehrten mit Lucretia, der Weisheit des Paters vertrauend, ohne ſie mit Fragen oder mit Bitten zu beſtürmen, die auf ihre Zukunft und die Hoffnungen des Kloſters Bezug hatten, ſchon aus geſelliger Neigung und natürlicher Gutherzigkeit.","norm":"Sie verkehrten mit Lucretia, der Weisheit des Paters vertrauend, ohne sie mit Fragen oder mit Bitten zu bestürmen, die auf ihre Zukunft und die Hoffnungen des Klosters Bezug hatten, schon aus geselliger Neigung und natürlicher Gutherzigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948299884796143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2968,"date":1876,"orig":"— Das Fräulein hätte ſie gedauert, wenn es von den merkwürdigen Dingen, die ſich im Lande zutrugen und die ſie ſelbſt auf den verſchiedenſten Wegen erfuhren, nicht ungeſäumt unterrichtet worden wäre.","norm":"— Das Fräulein hätte sie gedauert, wenn es von den merkwürdigen Dingen, die sich im Lande zutrugen und die sie selbst auf den verschiedensten Wegen erfuhren, nicht ungesäumt unterrichtet worden wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.195199966430664} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2969,"date":1876,"orig":"Freilich wäre es der Schweſter Perpetua gegen die Natur gegangen, ſich nicht mindeſtens bei Lucas über die letzte lange Abweſenheit des Fräuleins jenſeits der Berge einiges Licht zu verſchaffen, hätte ſie nicht aus der allerbeſten Quelle, einem Briefe des Paters Pancratius ſelber, ſchon im Winter erfahren, daß unangenehme Erb- und Familienangelegenheiten, über die man beſſer nicht mit ihr ſpreche, die Gegenwart Lucretias in Mailand nothwendig machten.","norm":"Freilich wäre es der Schwester Perpetua gegen die Natur gegangen, sich nicht mindestens bei Lucas über die letzte lange Abwesenheit des Fräuleins jenseits der Berge einiges Licht zu verschaffen, hätte sie nicht aus der allerbesten Quelle, einem Briefe des Paters Pancratius selber, schon im Winter erfahren, dass unangenehme Erb- und Familienangelegenheiten, über die man besser nicht mit ihr spreche, die Gegenwart Lucretias in Mailand notwendig machten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.467599868774414} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2970,"date":1876,"orig":"Lucretias Fahrt nach Mailand im vergangenen Jahre war ihr ſchwer geworden, aber ſie hatte das von Jenatſch ihr vorgehaltene Ziel ſtandhaft verfolgt und durch die Feſtigkeit ihres Willens auch erreicht.","norm":"Lucretias Fahrt nach Mailand im vergangenen Jahre war ihr schwer geworden, aber sie hatte das von Jenatsch ihr vorgehaltene Ziel standhaft verfolgt und durch die Festigkeit ihres Willens auch erreicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.845600128173828} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2971,"date":1876,"orig":"Nicht die Mühſale des zweimaligen Ueberſchreitens der im Winter gefährlichen Bergpäſſe hatten ihren Muth auf die größte Probe geſtellt; dieſe Schreckniſſe hatte die kräftige Frau, geleitet von dem treuen wetterharten Lucas und einem ſeiner berggewohnten Söhne, ohne Zagen und Ermüdung überwunden.","norm":"Nicht die Mühsale des zweimaligen Überschreitens der im Winter gefährlichen Bergpässe hatten ihren Mut auf die größte Probe gestellt; diese Schrecknisse hatte die kräftige Frau, geleitet von dem treuen wetterharten Lucas und einem seiner berggewohnten Söhne, ohne Zagen und Ermüdung überwunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.821199893951416} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2972,"date":1876,"orig":"Anders aber war es, als ſie, von dem geſchäftigen Pancraz in Mailand empfangen und bei Serbelloni eingeführt, ſich dem klugen und zähen Staatsmanne gegenüber befand und fühlte, daß ſie ſich auf ein ihr fremdes Gebiet verirrt, in bisher noch nicht von ihr erwogene Fragen ſich verwickelt habe.","norm":"Anders aber war es, als sie, von dem geschäftigen Pankraz in Mailand empfangen und bei Serbelloni eingeführt, sich dem klugen und zähen Staatsmanne gegenüber befand und fühlte, dass sie sich auf ein ihr fremdes Gebiet verirrt, in bisher noch nicht von ihr erwogene Fragen sich verwickelt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.253799915313721} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2973,"date":1876,"orig":"Ihre Stellung als Bevollmächtigte des bündneriſchen Kriegsoberſten war eine höchſt eigenthümliche und mußte in den Augen Aller der Verhältniſſe Unkundigen als eine zweideutige erſcheinen.","norm":"Ihre Stellung als Bevollmächtigte des bündnerischen Kriegsobersten war eine höchst eigentümliche und musste in den Augen aller der Verhältnisse Unkundigen als eine zweideutige erscheinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.041699886322021} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2974,"date":1876,"orig":"Serbelloni, der ſie kannte und wußte, daß der Mörder ihres Vaters ein Gegenſtand des Haſſes für ſie war, verfiel nicht in dieſen Irrthum und fand es begreiflich, daß ſie die politiſchen Ziele ihres Vaters und ihres Oheims mit Aufbietung aller ihrer Kräfte verfolge; aber er gerieth in einen andern.","norm":"Serbelloni, der sie kannte und wusste, dass der Mörder ihres Vaters ein Gegenstand des Hasses für sie war, verfiel nicht in diesen Irrtum und fand es begreiflich, dass sie die politischen Ziele ihres Vaters und ihres Oheims mit Aufbietung aller ihrer Kräfte verfolge; aber er geriet in einen anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.731100082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2975,"date":1876,"orig":"Er glaubte, ſie ſei von Anfang an mit den Umtrieben der Bündnerflüchtlinge von der ſpaniſchen Partei vertraut geweſen, und wollte mit ihr als mit einer in das ganze Gewebe der ſich kreuzenden Intereſſen Eingeweihten verkehren.","norm":"Er glaubte, sie sei von Anfang an mit den Umtrieben der Bündnerflüchtlinge von der spanischen Partei vertraut gewesen, und wollte mit ihr als mit einer in das ganze Gewebe der sich kreuzenden Interessen Eingeweihten verkehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.250100135803223} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2976,"date":1876,"orig":"Er brachte die Unſchuldige mit ihrem Alles um ſich her durch den Hauch ſeiner Schlechtigkeit befleckenden und vergiftenden Vetter in unverdiente Beziehung politiſchen Einverſtändniſſes; er verwirrte ſie, ohne ſie verletzen zu wollen, mit Mittheilungen über den Lohn und Anſpielungen auf die Ehren, welche er den in der angeknüpften Intrigue erfolgreich Handelnden zudachte, er wies auf die glänzenden Ausſichten hin, die das Gelingen vor ihnen öffnete, und er ahnte nicht, daß dabei eine ſteigende Verachtung der niedern Schliche und geheimen Mittel der Politik ſich Lucretias bemächtigte.","norm":"Er brachte die Unschuldige mit ihrem alles um sich her durch den Hauch seiner Schlechtigkeit befleckenden und vergiftenden Vetter in unverdiente Beziehung politischen Einverständnisses; er verwirrte sie, ohne sie verletzen zu wollen, mit Mitteilungen über den Lohn und Anspielungen auf die Ehren, welche er den in der angeknüpften Intrige erfolgreich Handelnden zudachte, er wies auf die glänzenden Aussichten hin, die das Gelingen vor ihnen öffnete, und er ahnte nicht, dass dabei eine steigende Verachtung der niederen Schliche und geheimen Mittel der Politik sich Lucretias bemächtigte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.305600166320801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2977,"date":1876,"orig":"Auch Georg Jenatſch erſchien ihr in einem andern Lichte; ihr Vertrauen auf ſeine reine Vaterlandsliebe wurde von dem allgemeinen Ekel, den ſie empfand, angefreſſen und ihr Glaube an die Einheit ſeines Weſens erſchüttert, ohne daß ſie augenblicklich ſich ganz bewußt wurde, wie durch dieſe Zweifel ihr Verhältniß zu ihm ſich innerlich trübe.","norm":"Auch Georg Jenatsch erschien ihr in einem anderen Lichte; ihr Vertrauen auf seine reine Vaterlandsliebe wurde von dem allgemeinen Ekel, den sie empfand, angefressen und ihr Glaube an die Einheit seines Wesens erschüttert, ohne dass sie augenblicklich sich ganz bewusst wurde, wie durch diese Zweifel ihr Verhältnis zu ihm sich innerlich trübe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.150000095367432} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2978,"date":1876,"orig":"Was ſie aufrecht hielt, war ihre Treue an ſich ſelbſt.","norm":"Was sie aufrecht hielt, war ihre Treue an sich selbst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.274600028991699} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2979,"date":1876,"orig":"Sie hatte verſprochen, von den ihr übergebenen fünf Bedingungen in keiner Weiſe abzuweichen und ſich keinen Punkt davon abmarkten zu laſſen.","norm":"Sie hatte versprochen, von den ihr übergebenen fünf Bedingungen in keiner Weise abzuweichen und sich keinen Punkt davon abmarkten zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.141300201416016} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2980,"date":1876,"orig":"Dabei blieb ſie unerſchütterlich.","norm":"Dabei blieb sie unerschütterlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.150799989700317} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2981,"date":1876,"orig":"Das Andenken ihres Vaters verließ ſie niemals.","norm":"Das Andenken ihres Vaters verließ sie niemals.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324600219726562} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2982,"date":1876,"orig":"Sie ſtärkte ſich in Momenten der Erſchöpfung an ſeinem geiſtigen Anblicke und je ausſchließender ſie in der Erinnerung mit ihm verkehrte, deſto lebendiger ward ſie ſich bewußt, daß ſie in ſeinem Geiſte handle, wenn ſie zum Abſchluſſe des von Jenatſch entworfenen Vertrages mitwirke.","norm":"Sie stärkte sich in Momenten der Erschöpfung an seinem geistigen Anblicke und je ausschließender sie in der Erinnerung mit ihm verkehrte, desto lebendiger wurde sie sich bewusst, dass sie in seinem Geiste handle, wenn sie zum Abschlusse des von Jenatsch entworfenen Vertrages mitwirke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64709997177124} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2983,"date":1876,"orig":"Nachdem ſie als williges und treues Werkzeug ihre Aufgabe erfüllt und mit den von Spanien gewährten und unterzeichneten Bedingungen das Gebirge wieder überſchritten hatte, kehrte ſie in die Stille von Riedberg zurück und wartete dort, bis ihr die Schriften, die ſie verwahrte, — durch die Vermittlung des Kloſters Cazis, vermuthete ſie — abverlangt würden.","norm":"Nachdem sie als williges und treues Werkzeug ihre Aufgabe erfüllt und mit den von Spanien gewährten und unterzeichneten Bedingungen das Gebirge wieder überschritten hatte, kehrte sie in die Stille von Riedberg zurück und wartete dort, bis ihr die Schriften, die sie verwahrte, — durch die Vermittlung des Klosters Cazis, vermutete sie — abverlangt würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.44789981842041} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2984,"date":1876,"orig":"So war der März gekommen.","norm":"So war der März gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.965199947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2985,"date":1876,"orig":"Da erſchien eines Abends bei einbrechender Nacht Jenatſch ſelbſt wieder auf Riedberg.","norm":"Da erschien eines Abends bei einbrechender Nacht Jenatsch selbst wieder auf Riedberg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.039700031280518} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2986,"date":1876,"orig":"Ein Brief des Paters Pancraz hatte ihm aus Mailand gemeldet, daß Lucretia abgereiſt ſei und die ihr gewährten ſpaniſchen Vollmachten auf ihrem Schloſſe bewahre und hüte.","norm":"Ein Brief des Paters Pankraz hatte ihm aus Mailand gemeldet, dass Lucretia abgereist sei und die ihr gewährten spanischen Vollmachten auf ihrem Schlosse bewahre und hüte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.512400150299072} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2987,"date":1876,"orig":"Nun kam er, um die von Serbelloni unterzeichneten Papiere aus ihrer Hand zu empfangen.","norm":"Nun kam er, um die von Serbelloni unterzeichneten Papiere aus ihrer Hand zu empfangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.276899814605713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2988,"date":1876,"orig":"Als er eintrat, pochte Lucretias Herz mit ſchweren Schlägen, aber vor jähem Schrecken mehr als vor Freude.","norm":"Als er eintrat, pochte Lucretias Herz mit schweren Schlägen, aber vor jähem Schrecken mehr als vor Freude.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.19920015335083} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2989,"date":1876,"orig":"Noch einmal war eine Verwandlung mit ihm vorgegangen !","norm":"Noch einmal war eine Verwandlung mit ihm vorgegangen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.340499877929687} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2990,"date":1876,"orig":"Was heute aus ſeinen Augen blitzte war nicht mehr der jugendliche Uebermuth von früher, war nicht die vor keinem Hinderniſſe zurückweichende Sicherheit, mit welcher er, ſeit ſie ihn wieder kannte, ihr entgegen getreten, es war etwas Maßloſes in ſeinem Weſen, eine gereizte Gewaltſamkeit in ſeiner Stimme und Haltung, als hätte eine übermenſchliche Kraftanſtrengung ihn aus dem Geleiſe und über die letzten ſeiner Natur geſetzten Markſteine hinausgeworfen.","norm":"Was heute aus seinen Augen blitzte war nicht mehr der jugendliche Übermut von früher, war nicht die vor keinem Hindernisse zurückweichende Sicherheit, mit welcher er, seit sie ihn wieder kannte, ihr entgegen getreten, es war etwas Maßloses in seinem Wesen, eine gereizte Gewaltsamkeit in seiner Stimme und Haltung, als hätte eine übermenschliche Kraftanstrengung ihn aus dem Geleise und über die letzten seiner Natur gesetzten Marksteine hinausgeworfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1356000900268555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2991,"date":1876,"orig":"Eine wilde Freude flammte über ſein Antlitz, als er endlich die Schriften hielt und durchflog.","norm":"Eine wilde Freude flammte über sein Antlitz, als er endlich die Schriften hielt und durchflog.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.675000190734863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2992,"date":1876,"orig":"Er wollte in ſeinem Triumphe die Kniee ſeiner Botin umfaſſen; aber Lucretia trat ſtolz und zitternd zurück.","norm":"Er wollte in seinem Triumphe die Knie seiner Botin umfassen; aber Lucretia trat stolz und zitternd zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797299861907959} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2993,"date":1876,"orig":"Da ſtreckte er die Hand gen Himmel und rief in herausforderndem Jubel:","norm":"Da streckte er die Hand gen Himmel und rief in herausforderndem Jubel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9962000846862793} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2994,"date":1876,"orig":"„Ich ſchwöre es, Lucretia, wenn das gelingt, ſoll mir fortan Nichts unmöglich ſein!","norm":"„Ich schwöre es, Lucretia, wenn das gelingt, soll mir fortan Nichts unmöglich sein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321100234985352} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2995,"date":1876,"orig":". . . Müßt' ich auch das Blut Deines Vaters durchſchreiten — müßt' ich dem Racheengel das Schwert aus den Händen reißen, um Dich zu beſitzen, Du längſt — Du immer Begehrte!“","norm":". . . Müsste ich auch das Blut Deines Vaters durchschreiten — müsste ich dem Racheengel das Schwert aus den Händen reißen, um Dich zu besitzen, Du längst — Du immer Begehrte!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.567399978637695} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2996,"date":1876,"orig":"Da ergriff Lucretia ſeine Hand und trat mit ihm durch eine ſchmale Pforte in einen gewölbten Nebenraum, ein enges Gelaß, deſſen Rückwand durch einen ungebrauchten alterthümlichen Kamin ganz gefüllt und durch ein grob darauf gezeichnetes Kreuz verunziert war.","norm":"Da ergriff Lucretia seine Hand und trat mit ihm durch eine schmale Pforte in einen gewölbten Nebenraum, ein enges Gelass, dessen Rückwand durch einen ungebrauchten altertümlichen Kamin ganz gefüllt und durch ein grob darauf gezeichnetes Kreuz verunziert war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.074999809265137} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2997,"date":1876,"orig":"„Auf Niedberg wird keine Hochzeit gefeiert!“ ſagte ſie und flüchtete ſich dann, das Antlitz mit den Händen bedeckend, in ihr innerſtes Gemach.","norm":"„Auf Niedberg wird keine Hochzeit gefeiert!“ sagte sie und flüchtete sich dann, das Antlitz mit den Händen bedeckend, in ihr innerstes Gemach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.134300231933594} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2998,"date":1876,"orig":"Als wenige Wochen ſpäter der Verrath an Herzog Rohan und die Befreiung Bündens eine Thatſache wurde, von der das ganze Land erſcholl, beſchlich Lucretia in ihrer Einſamkeit das bange Gefühl, als ſei ſie durch ihre verborgene Mithilfe mit Georg Jenatſch auf immer und ewig verbunden, theilhaftig ſeiner rettenden That, theilhaftig auch ſeiner Schuld.","norm":"Als wenige Wochen später der Verrat an Herzog Rohan und die Befreiung Bünden eine Tatsache wurde, von der das ganze Land erscholl, beschlich Lucretia in ihrer Einsamkeit das bange Gefühl, als sei sie durch ihre verborgene Mithilfe mit Georg Jenatsch auf immer und ewig verbunden, teilhaftig seiner rettenden Tat, teilhaftig auch seiner Schuld.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3993000984191895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":2999,"date":1876,"orig":"Unauflöslich war ſie mit ihm vereinigt im Augenblicke, da ihr Herz vor ihm zu erſchrecken begann und ſie, um in ihrem Gemüthe eine Schutzwehr gegen ihn aufzurichten, ſich täglich zurückrief, daß die Pflicht ihres Lebens noch nicht erfüllt und der Geiſt ihres Vaters durch die ihm gebührende Blutſühne noch nicht geehrt ſei.","norm":"Unauflöslich war sie mit ihm vereinigt im Augenblicke, da ihr Herz vor ihm zu erschrecken begann und sie, um in ihrem Gemüte eine Schutzwehr gegen ihn aufzurichten, sich täglich zurückrief, dass die Pflicht ihres Lebens noch nicht erfüllt und der Geist ihres Vaters durch die ihm gebührende Blutsühne noch nicht geehrt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.954400062561035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3000,"date":1876,"orig":"Zu Ende Mai nach dem Abzuge des Herzogs aus Bünden wurde Lucretia durch einen flüchtigen Beſuch ihres verabſcheuten Vetters beunruhigt.","norm":"Zu Ende Mai nach dem Abzuge des Herzogs aus Bünden wurde Lucretia durch einen flüchtigen Besuch ihres verabscheuten Vetters beunruhigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.15850019454956} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3001,"date":1876,"orig":"Er deutete ihr an, er müſſe ſchleunig nach Mailand zurückkehren.","norm":"Er deutete ihr an, er müsse schleunig nach Mailand zurückkehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.057600021362305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3002,"date":1876,"orig":"Dort befinde ſich Jenatſch und verhandle perſönlich mit Serbelloni die letzten endgültigen Beſtimmungen über die Stellung Bündens zu Spanien.","norm":"Dort befinde sich Jenatsch und verhandle persönlich mit Serbelloni die letzten endgültigen Bestimmungen über die Stellung Bünden zu Spanien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.783699989318848} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3003,"date":1876,"orig":"Durch ſeinen charakterloſen Parteiwechſel und ſeine trügeriſche Beredſamkeit gewinne der Oberſt auf den Gubernatore einen verhängnißvollen Einfluß, welcher die Intereſſen der alten ſpaniſchen Partei in Bünden gef��hrde und ihn ſelbſt der Früchte ſeiner langjährigen Treue an Spanien beraube.","norm":"Durch seinen charakterlosen Parteiwechsel und seine trügerische Beredsamkeit gewinne der Oberst auf den Gubernatore einen verhängnisvollen Einfluss, welcher die Interessen der alten spanischen Partei in Bünden gefährde und ihn selbst der Früchte seiner langjährigen Treue an Spanien beraube.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.632599830627441} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3004,"date":1876,"orig":"Rudolf fügte bei, es ſei die höchſte Zeit, daß er ſein Heimatsrecht und ſeine Stellung im Lande wieder gewinne.","norm":"Rudolf fügte bei, es sei die höchste Zeit, dass er sein Heimatrecht und seine Stellung im Lande wieder gewinne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.780999898910522} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3005,"date":1876,"orig":"Das hoffe er bei den Verhandlungen in Mailand durchzuſetzen.","norm":"Das hoffe er bei den Verhandlungen in Mailand durchzusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.838099956512451} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3006,"date":1876,"orig":"Er wäre der Verwendung Serbellonis zu ſeinen Gunſten gewiß, wenn ihm Lucretia, welcher der Gubernatore von früher her huldvoll gewogen ſei, ihre Hand reiche, und er durch die Verbindung mit ihr das berühmte Geſchlecht der Planta zu Riedberg wieder emporbringe.","norm":"Er wäre der Verwendung Serbellonis zu seinen Gunsten gewiss, wenn ihm Lucretia, welcher der Gubernatore von früher her huldvoll gewogen sei, ihre Hand reiche, und er durch die Verbindung mit ihr das berühmte Geschlecht der Planta zu Riedberg wieder emporbringe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144599914550781} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3007,"date":1876,"orig":"Er wiſſe wohl, meinte Rudolf, an welche Bedingung Lucretia ihr Jawort knüpfe, — an die Vollziehung ihrer Blutrache an Jenatſch — und dieſe Bedingung werde er erfüllen, was ihm jetzt leichter ſei als früher, da ſich die Feinde des Oberſten aus den verſchiedenſten Gründen gemehrt hätten und noch täglich ſich mehrten.","norm":"Er wisse wohl, meinte Rudolf, an welche Bedingung Lucretia ihr Jawort knüpfe, — an die Vollziehung ihrer Blutrache an Jenatsch — und diese Bedingung werde er erfüllen, was ihm jetzt leichter sei als früher, da sich die Feinde des Obersten aus den verschiedensten Gründen gemehrt hätten und noch täglich sich mehrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946499824523926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3008,"date":1876,"orig":"Zuerſt aber müſſe dieſer den Vertrag mit Spanien endgültig abgeſchloſſen haben, denn Jenatſch allein ſei es im Stande.","norm":"Zuerst aber müsse dieser den Vertrag mit Spanien endgültig abgeschlossen haben, denn Jenatsch allein sei es im Stande.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.293200016021728} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3009,"date":1876,"orig":"— So zog er über das Gebirge.","norm":"— So zog er über das Gebirge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735599994659424} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3010,"date":1876,"orig":"Der Eindruck ſeiner Gegenwart war für Lucretia ein häßlicher und beunruhigender geweſen.","norm":"Der Eindruck seiner Gegenwart war für Lucretia ein hässlicher und beunruhigender gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.39109992980957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3011,"date":1876,"orig":"Doch achtete ſie Rudolfs Perſönlichkeit zu gering, als daß ſeine Pläne ſie ernſtlich erſchreckt oder nur beſchäftigt hätten.","norm":"Doch achtete sie Rudolphs Persönlichkeit zu gering, als dass seine Pläne sie ernstlich erschreckt oder nur beschäftigt hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172500133514404} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3012,"date":1876,"orig":"Das Begegniß haftete nicht lange in ihrem Gemüthe, denn ihre Seele war von andern bangen Zweifeln bewegt.","norm":"Das Begegnung haftete nicht lange in ihrem Gemüte, denn ihre Seele war von anderen bangen Zweifeln bewegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217199802398682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3013,"date":1876,"orig":"Der Wald röthete ſich an den Halden und die geleerten Fruchtbäume verſtreuten leiſe ihre goldenen Blätter, als in den letzten ſonnigen Tagen der hart entbehrte Beichtiger der Frauen von Cazis nach langem Fernſein aus Mailand wieder ins Domleſchg zurückkehrte.","norm":"Der Wald rötete sich an den Halden und die geleerten Fruchtbäume verstreuten leise ihre goldenen Blätter, als in den letzten sonnigen Tagen der hart entbehrte Beichtiger der Frauen von Cazis nach langem Fernsein aus Mailand wieder ins Domleschg zurückkehrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8618998527526855} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3014,"date":1876,"orig":"Pater Pancraz hatte die Herſtellung ſeines Kloſters in Almens, für die er ſich bei den Vertragsverhandlungen in Mailand verwendete, nicht erlangt; aber er brachte andere wunderſame und hocherfreuliche Nachrichten.","norm":"Pater Pankraz hatte die Herstellung seines Klosters in Almens, für die er sich bei den Vertragsverhandlungen in Mailand verwendete, nicht erlangt; aber er brachte andere wundersame und hocherfreuliche Nachrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3968000411987305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3015,"date":1876,"orig":"Schon am Abende nach ſeiner Ankunft begab er ſich nach Riedberg und begehrte eine Unterredung mit dem Fräulein, dem er mit freudeglänzenden Augen erzählte, ſeine Excellenz der Herr General Jenatſch, der frühere Todfeind ihrer gut katholiſchen Familie, ſei vor einem Monate, nachdem er die Generalbeichte ſeiner Sünden abgelegt und vollſtändige Abſolution erhalten, in den mütterlichen Schooß der allein ſeligmachenden Kirche zurückgekehrt.","norm":"Schon am Abende nach seiner Ankunft begab er sich nach Riedberg und begehrte eine Unterredung mit dem Fräulein, dem er mit freudeglänzenden Augen erzählte, seine Exzellenz der Herr General Jenatsch, der frühere Todfeind ihrer gut katholischen Familie, sei vor einem Monate, nachdem er die Generalbeichte seiner Sünden abgelegt und vollständige Absolution erhalten, in den mütterlichen Schoß der allein seligmachenden Kirche zurückgekehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.405300140380859} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3016,"date":1876,"orig":"Bei dieſem Berichte ſchaute er das Fräulein triumphirend an.","norm":"Bei diesem Berichte schaute er das Fräulein triumphierend an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.7891998291015625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3017,"date":1876,"orig":"Er ſchien ihr Schickſal mit dieſem erfreulichen Ereigniſſe in Zuſammenhang zu bringen und anzunehmen, mit allen übrigen Freveln und Sünden ſei durch dieſen großen Akt der Buße auch der Tod ihres Vaters vom Gewiſſen des Mörders abgewaſchen und vor Gott und Menſchen geſühnt.","norm":"Er schien ihr Schicksal mit diesem erfreulichen Ereignisse in Zusammenhang zu bringen und anzunehmen, mit allen übrigen Freveln und Sünden sei durch diesen großen Akt der Buße auch der Tod ihres Vaters vom Gewissen des Mörders abgewaschen und vor Gott und Menschen gesühnt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.395500183105469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3018,"date":1876,"orig":"Sie aber erbleichte, und als er einer Antwort der Schweigenden mit ſchlauen erwartungsvollen Blicken entgegenſah, ſagte ſie endlich, ſich faſſend:","norm":"Sie aber erbleichte, und als er einer Antwort der Schweigenden mit schlauen erwartungsvollen Blicken entgegensah, sagte sie endlich, sich fassend:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.753799915313721} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3019,"date":1876,"orig":"„Das iſt ein ſo unerhörtes Wunder der göttlichen Gnade, daß ich ihr dafür nur auf eine Weiſe meinen Dank zu bezeugen weiß, — wenn ich bei den Frauen in Cazis den Schleier nehme.“","norm":"„Das ist ein so unerhörtes Wunder der göttlichen Gnade, dass ich ihr dafür nur auf eine Weise meinen Dank zu bezeugen weiß, — wenn ich bei den Frauen in Cazis den Schleier nehme .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4506001472473145} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3020,"date":1876,"orig":"— Eine Antwort, welche die langgeſchulte Menſchenkenntniß des Paters zu Schanden machte.","norm":"— Eine Antwort, welche die langgeschulte Menschenkenntnis des Paters zu Schanden machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.251699924468994} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3021,"date":1876,"orig":"Er hatte es ſich leichter gedacht, das, wie er wohl wußte, ſeit Jahren an Jenatſch hangende Gemüth Lucretias von einer alten Rachepflicht zu befreien, die dem praktiſchen Manne, wenn er ſie auch nicht gerade verwarf und der ehrwürdigen Landesſitte gemäß achtete, doch, beſonders in dieſem Falle, mit der chriſtlichen Liebe und weltlichen Klugheit unvereinbar erſchien.","norm":"Er hatte es sich leichter gedacht, das, wie er wohl wusste, seit Jahren an Jenatsch hangende Gemüt Lucretias von einer alten Rachepflicht zu befreien, die dem praktischen Manne, wenn er sie auch nicht gerade verwarf und der ehrwürdigen Landessitte gemäß achtete, doch, besonders in diesem Falle, mit der christlichen Liebe und weltlichen Klugheit unvereinbar erschien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.433300018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3022,"date":1876,"orig":"Lucretia war über die Mittheilung des Paters erſchrocken.","norm":"Lucretia war über die Mitteilung des Paters erschrocken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.198599815368652} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3023,"date":1876,"orig":"Daß es Jenatſch mit der Abſchwörung ſeines proteſtantiſchen Glaubens ein Ernſt ſei, das, wußte ſie, war unmöglich.","norm":"Dass es Jenatsch mit der Abschwörung seines protestantischen Glaubens ein Ernst sei, das, wusste sie, war unmöglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39739990234375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3024,"date":1876,"orig":"Es kam ihr vor, als habe er damit ſeine erſte, innerſte Ueberzeugung verleugnet, als ſei er ſich nun ganz untreu geworden und habe ſein Selbſt vernichtet.","norm":"Es kam ihr vor, als habe er damit seine erste, innerste Überzeugung verleugnet, als sei er sich nun ganz untreu geworden und habe sein Selbst vernichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.770900011062622} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3025,"date":1876,"orig":"Und was hatte ihn dazu vermocht?","norm":"Und was hatte ihn dazu vermocht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815299987792969} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3026,"date":1876,"orig":"Konnte er dieſe unlautere That mit ſeiner Liebe zu Bünden entſchuldigen und wie ſeine Untreue an Herzog Rohan als eine Nothwendigkeit ſeines Schickſals darſtellen?","norm":"Konnte er diese unlautere Tat mit seiner Liebe zu Bünden entschuldigen und wie seine Untreue an Herzog Rohan als eine Notwendigkeit seines Schicksals darstellen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.225599765777588} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3027,"date":1876,"orig":"Was immer ihn dazu getrieben, es konnten nur Rückſichten und Berechnungen ſein, denen der Jürg von ehedem unzugänglich geweſen wäre.","norm":"Was immer ihn dazu getrieben, es konnten nur Rücksichten und Berechnungen sein, denen der Jürg von ehedem unzugänglich gewesen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.460700035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3028,"date":1876,"orig":"Immerhin war eine Schranke zwiſchen ihm und ihr, deren ſich ihr ſchwaches Herz zuletzt noch getröſtet hatte, damit gefallen.","norm":"Immerhin war eine Schranke zwischen ihm und ihr, deren sich ihr schwaches Herz zuletzt noch getröstet hatte, damit gefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.253600120544434} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3029,"date":1876,"orig":"Hoher Schnee bedeckte das ſtille Thal und laſtete auf Dach und Thurm des Schloſſes Riedberg.","norm":"Hoher Schnee bedeckte das stille Tal und lastete auf Dach und Turm des Schlosses Riedberg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.037799835205078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3030,"date":1876,"orig":"Da verlautete gegen Ende Jenner, der feſte Friede mit Spanien-Oeſterreich, der Bündens alte Grenzen und Freiheiten herſtelle, ſei endlich abgeſchloſſen, dank der Alles berechnenden Klugheit und eiſernen Beharrlichkeit des größten Mannes, den das Land je beſeſſen.","norm":"Da verlautete gegen Ende Januar, der feste Friede mit Spanien-Österreich, der Bünden alte Grenzen und Freiheiten herstelle, sei endlich abgeschlossen, dank der alles berechnenden Klugheit und eisernen Beharrlichkeit des größten Mannes, den das Land je besessen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9394001960754395} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3031,"date":1876,"orig":"Es wurde bekannt gemacht, Bündens Geſandter, Georg Jenatſch, werde in den nächſten Tagen in Chur einziehen und das mit den Bändern und Riegeln vorſichtiger Klauſeln gegen jede Anfechtung gewahrte und mit den kaiſerlichen und königlichen Unterſchriften und Sigillen bekräftigte Dokument in feierlicher Sitzung den Räthen von Bünden überreichen.","norm":"Es wurde bekannt gemacht, Bünden Gesandter, Georg Jenatsch, werde in den nächsten Tagen in Kür einziehen und das mit den Bändern und Riegeln vorsichtiger Klauseln gegen jede Anfechtung gewahrte und mit den kaiserlichen und königlichen Unterschriften und Sigillen bekräftigte Dokument in feierlicher Sitzung den Räten von Bünden überreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.981500148773193} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3032,"date":1876,"orig":"Zwölftes Kapitel.","norm":"Zwölftes Kapitel.","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"vo","lang_cld3":"mt","lang_de":0,"norm_lmscore":3.131099939346313} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3033,"date":1876,"orig":"Seit einigen Tagen war Thauwetter eingetreten.","norm":"Seit einigen Tagen war Tauwetter eingetreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.411699771881103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3034,"date":1876,"orig":"Der Föhn brauſte durch die Schluchten der Viamala und ſtöhnte und pfiff um die alten Mauern von Riedberg.","norm":"Der Föhn brauste durch die Schluchten der Viamala und stöhnte und pfiff um die alten Mauern von Riedberg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.066699981689453} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3035,"date":1876,"orig":"Die Luft war lau, als wollte der Frühling vorzeitig ins Land brechen, aber ſchwer drohende Wolken bedeckten den Himmel und unheimlich klang in der Nacht das Rieſeln des ſchmelzenden Schnee's und das Brauſen der übermächtigen, durch das ſternloſe Dunkel eilenden Bäche.","norm":"Die Luft war lau, als wollte der Frühling vorzeitig ins Land brechen, aber schwer drohende Wolken bedeckten den Himmel und unheimlich klang in der Nacht das Rieseln des schmelzenden Schnees und das Brausen der übermächtigen, durch das sternlose Dunkel eilenden Bäche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.256100177764893} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3036,"date":1876,"orig":"Lucretia ſtand am Fenſter und ihr Blick bemühte ſich, die Nebel zu durchdringen, die längs der Falten des Heinzenberges krochen und über das jenſeitige Rheinufer und die Heerſtraße wie graue Schleier herabhingen.","norm":"Lucretia stand am Fenster und ihr Blick bemühte sich, die Nebel zu durchdringen, die längs der Falten des Heinzehnberges krochen und über das jenseitige Rheinufer und die Heerstraße wie graue Schleier herabhingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.144000053405762} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3037,"date":1876,"orig":"Es bewegte ſich darin ein langer, unterbrochener Zug, und ferner verwirrter Lärm drang in einzelnen Tönen zu ihr herüber.","norm":"Es bewegte sich darin ein langer, unterbrochener Zug, und ferner verwirrter Lärm drang in einzelnen Tönen zu ihr herüber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.497200012207031} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3038,"date":1876,"orig":"Sprengende Reitergruppen ließen ſich errathen und leiſes Schellengeklingel der Laſtthiere wurde vom Winde herübergeweht.","norm":"Sprengende Reitergruppen ließen sich erraten und leises Schellengeklingel der Lasttiere wurde vom Winde herübergeweht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.848400115966797} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3039,"date":1876,"orig":"Das konnte nur der als Ueberbringer der Friedensurkunde nach Chur ziehende Jenatſch ſein!","norm":"Das konnte nur der als Überbringer der Friedensurkunde nach Kür ziehende Jenatsch sein!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.738100051879883} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3040,"date":1876,"orig":"Doch immer und immer bewegte es ſich von Neuem in den Nebeln und jetzt ſchien ein Theil des zurückgebliebenen Troſſes, da wo die Straße nach Riedberg ſich abzweigt, vom Zuge ſich zu trennen und die Richtung nach dem Schloſſe einzuſchlagen.","norm":"Doch immer und immer bewegte es sich von Neuem in den Nebeln und jetzt schien ein Teil des zurückgebliebenen Trosses, da wo die Straße nach Riedberg sich abzweigt, vom Zuge sich zu trennen und die Richtung nach dem Schlosse einzuschlagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.377799987792969} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3041,"date":1876,"orig":"Sollte er es wagen, Lucretia auf ſeinen Triumphzug, der Welt zum Schauſpiel, abzuholen, ſie mitführen zu wollen als ſeine ſchwierigſte Beute!","norm":"Sollte er es wagen, Lucretia auf seinen Triumphzug, der Welt zum Schauspiel, abzuholen, sie mitführen zu wollen als seine schwierigste Beute!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.768400192260742} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3042,"date":1876,"orig":"Doch nein, — er war voraus.","norm":"Doch nein, — er war voraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.575300216674805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3043,"date":1876,"orig":"Sie hatte durch eine Lücke der Nebelwolken ſeinen glänzend geſchirrten Rappen vorüberblitzen ſehn, und ihr war vorgekommen, das Tanzen des Pferdes und eine Handbewegung des Reiters könnte einen Gruß für ſie bedeuten.","norm":"Sie hatte durch eine Lücke der Nebelwolken seinen glänzend geschirrten Rappen vorüberblitzen sehen, und ihr war vorgekommen, das Tanzen des Pferdes und eine Handbewegung des Reiters könnte einen Gruß für sie bedeuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.051400184631348} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3044,"date":1876,"orig":"Der Nebelſtaub verwandelte ſich unterdeſſen in Regen; die Pferde auf der Riedbergerſtraße aber tauchten jetzt bei einer Wendung ganz nahe zwiſchen den feuchten Wieſen auf.","norm":"Der Nebelstaub verwandelte sich unterdessen in Regen; die Pferde auf der Riedbergerstraße aber tauchten jetzt bei einer Wendung ganz nahe zwischen den feuchten Wiesen auf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.346399784088135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3045,"date":1876,"orig":"Es war des Fräuleins Vetter Rudolf, diesmal mit einem für ſeine bedrängten Umſtände zahlreichen Geleite berittener Knechte, der ſein Gaſtrecht im feſten Hauſe ſeines Ohms geltend machte.","norm":"Es war des Fräuleins Vetter Rudolf, diesmal mit einem für seine bedrängten Umstände zahlreichen Geleite berittener Knechte, der sein Gastrecht im festen Hause seines Ohms geltend machte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.984799861907959} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3046,"date":1876,"orig":"Die meiſten ſeiner Leute zeigten ein verdächtiges und unſauberes Ausſehen.","norm":"Die meisten seiner Leute zeigten ein verdächtiges und unsauberes Aussehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.731400012969971} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3047,"date":1876,"orig":"Er mochte ſie, nach ihrer Statur und Bewaffnung zu urtheilen, in den nach Süden abfallenden Thälern Graubündens geworben haben.","norm":"Er mochte sie, nach ihrer Statur und Bewaffnung zu urteilen, in den nach Süden abfallenden Tälern Graubündens geworben haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.008999824523926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3048,"date":1876,"orig":"Nur Einen in der Rotte ſicherlich nicht.","norm":"Nur Einen in der Rotte sicherlich nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.220799922943115} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3049,"date":1876,"orig":"Es war ein wahrer Rieſe, derb von Gliedern und roth von Geſichtsfarbe, in dem Lucretia einen wegen ſeiner ſprichwörtlichen Körperſtärke weithin gefürchteten Raufbold, den Wirthsſohn von Splügen, erkannte.","norm":"Es war ein wahrer Riese, derb von Gliedern und rot von Gesichtsfarbe, in dem Lucretia einen wegen seiner sprichwörtlichen Körperstärke weithin gefürchteten Raufbold, den Wirtssohn von Splügen, erkannte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3414998054504395} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3050,"date":1876,"orig":"Er hatte ſich gegen den Regen eine Bärenhaut wie einen Haubenmantel übergehängt und blickte unter der Schnauze und den Ohren des erlegten Ungethüms wie ein thieriſcher Waldmenſch hervor.","norm":"Er hatte sich gegen den Regen eine Bärenhaut wie einen Haubenmantel übergehängt und blickte unter der Schnauze und den Ohren des erlegten Ungetüms wie ein tierischer Waldmensch hervor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.347000122070312} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3051,"date":1876,"orig":"Lucretia ließ das wilde Geſinde, das ſeine Ankunft mit Musketenſchüſſen kund that, durch ihren Kaſtellan in einem Nebengebäude unterbringen und bewirthen.","norm":"Lucretia ließ das wilde Gesinde, das seine Ankunft mit Musketenschüssen kund tat, durch ihren Kastellan in einem Nebengebäude unterbringen und bewirten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.380199909210205} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3052,"date":1876,"orig":"Den unwillkommenen Vetter empfing ſie erſt am Abendtiſche, an welchem ihre Dienerſchaft theilzunehmen pflegte und Lucas das Amt des Hausmeiſters verſah.","norm":"Den unwillkommenen Vetter empfing sie erst am Abendtische, an welchem ihre Dienerschaft teilzunehmen pflegte und Lucas das Amt des Hausmeisters versah.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956299781799316} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3053,"date":1876,"orig":"Nachdem die Tiſchgenoſſen ſich entfernt hatten, begehrte Rudolf eine Unterredung mit ſeiner Baſe und blieb ungebeten im Gemache zurück, wo Lucas auf einen Wink des Fräuleins das Abräumen des Tafelgeräthes nur langſam und zögernd beſorgte.","norm":"Nachdem die Tischgenossen sich entfernt hatten, begehrte Rudolf eine Unterredung mit seiner Base und blieb ungebeten im Gemache zurück, wo Lucas auf einen Wink des Fräuleins das Abräumen des Tafelgerätes nur langsam und zögernd besorgte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5767998695373535} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3054,"date":1876,"orig":"Die Gegenwart des alten Knechtes hielt ihn nicht ab, vor ſie hinzutreten und ihr mit leiſer Stimme Drohungen zuzuflüſtern.","norm":"Die Gegenwart des alten Knechtes hielt ihn nicht ab, vor sie hinzutreten und ihr mit leiser Stimme Drohungen zuzuflüstern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.186800003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3055,"date":1876,"orig":"Er warf ihr ins Geſicht, daß er wohl wiſſe, wer für den neuen Despoten Bündens, der morgen in Chur ſeinen prunkenden Einzug halten werde, in Mailand die erſten Botendienſte gethan.","norm":"Er warf ihr ins Gesicht, dass er wohl wisse, wer für den neuen Despoten Bünden, der morgen in Kür seinen prunkenden Einzug halten werde, in Mailand die ersten Botendienste getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.131999969482422} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3056,"date":1876,"orig":"„Der Verſchwender iſt mir mit ſeinem fürſtlichen Gefolge und ſeinen koſtbaren Berberhengſten über den ganzen Berg auf den Ferſen geweſen“, ſagte er neidiſch.","norm":"„Der Verschwender ist mir mit seinem fürstlichen Gefolge und seinen kostbaren Berberhengsten über den ganzen Berg auf den Fersen gewesen“, sagte er neidisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.809099912643432} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3057,"date":1876,"orig":"„In Splügen mußte ich ihm die Straße frei geben, wenn ich nicht immerfort ſeine Knaben hinter mir über die Armuth des Planta wollte ſpotten hören!“","norm":"„In Splügen musste ich ihm die Straße frei geben, wenn ich nicht immerfort seine Knaben hinter mir über die Armut des Planta wollte spotten hören!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433499813079834} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3058,"date":1876,"orig":"Lucretia gab den Zweck ihrer Reiſe nach Mailand ruhig und ſtolz zu.","norm":"Lucretia gab den Zweck ihrer Reise nach Mailand ruhig und stolz zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.163599967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3059,"date":1876,"orig":"Da warf der Freche jede Scheu von ſich und bezichtigte ſie vertraulicher Abhängigkeit von dem Oberſten.","norm":"Da warf der Freche jede Scheu von sich und bezichtigte sie vertraulicher Abhängigkeit von dem Obersten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32829999923706} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3060,"date":1876,"orig":"„Es iſt Zeit mit ihm ein Ende zu machen,“ ſchrie er ihr zu.","norm":"„Es ist Zeit mit ihm ein Ende zu machen,“ schrie er ihr zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.577899932861328} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3061,"date":1876,"orig":"„An Betrogenen und Beſchimpften, die, wie ich, nach dieſem gemeinen Blute dürſten, iſt heute Ueberfluß, ſeiner Feinde ſind in Spanien ſo viel wie in Frankreich!“","norm":"„An Betrogenen und Beschimpften, die, wie ich, nach diesem gemeinen Blute dürsten, ist heute Überfluss, seiner Feinde sind in Spanien so viel wie in Frankreich!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.414899826049805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3062,"date":1876,"orig":"„Du aber, Lucretia, haſt die heilige Pflicht der Rache ſchmählich vergeſſen und biſt Deines Vaters ganz unwürdig geworden!","norm":"„Du aber, Lucretia, hast die heilige Pflicht der Rache schmählich vergessen und bist Deines Vaters ganz unwürdig geworden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.226099967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3063,"date":1876,"orig":"— Weg mit ihm, lieber heute als morgen!","norm":"— Weg mit ihm, lieber heute als morgen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518199920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3064,"date":1876,"orig":"Der Mörder des Pompejus Planta ſoll ſich der Gunſt ſeiner Tochter nicht berühmen!","norm":"Der Mörder des Pompejus Planta soll sich der Gunst seiner Tochter nicht berühmen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.00540018081665} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3065,"date":1876,"orig":"Mir fällt es zu, die Ehre des Hauſes wieder herzuſtellen.","norm":"Mir fällt es zu, die Ehre des Hauses wieder herzustellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.521399974822998} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3066,"date":1876,"orig":"Sobald der Verräther auf dem Rücken liegt, werde ich Dich als mein Weib heimführen.","norm":"Sobald der Verräter auf dem Rücken liegt, werde ich Dich als mein Weib heimführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.122600078582764} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3067,"date":1876,"orig":"Ich laſſe die Güter der Planta nicht von unberechtigten Händen verzetteln.“","norm":"Ich lasse die Güter der Planta nicht von unberechtigten Händen verzetteln .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.688899993896484} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3068,"date":1876,"orig":"Das Fräulein antwortete nicht.","norm":"Das Fräulein antwortete nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.736100196838379} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3069,"date":1876,"orig":"Aber Lucas, dem das Herz vor Ingrimm ſchwoll, als er ſeine Herrin ſo unwürdig behandelt ſah, trat, die Fäuſte ballend, neben ſie.","norm":"Aber Lucas, dem das Herz vor Ingrimm schwoll, als er seine Herrin so unwürdig behandelt sah, trat, die Fäuste ballend, neben sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.061600208282471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3070,"date":1876,"orig":"Aufrecht und bleich mit geſchloſſenen Lippen ſtand Lucretia vor ihrem Beleidiger.","norm":"Aufrecht und bleich mit geschlossenen Lippen stand Lucretia vor ihrem Beleidiger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.65369987487793} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3071,"date":1876,"orig":"„O wie gut weißt Du, daß jedes Deiner Worte eine Lüge iſt,“ ſtöhnte ſie endlich aus gepreßtem Herzen und verließ das Gemach,","norm":"„O wie gut weißt Du, dass jedes Deiner Worte eine Lüge ist,“ stöhnte sie endlich aus gepresstem Herzen und verließ das Gemach,","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.196400165557861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3072,"date":1876,"orig":"Ehe ſie die Thür ihres Thurmzimmers hinter ſich verſchloß, hatte ſie ein Knechtlein nach Cazis hinübergeſchickt, um den Pater Pancraz auf den Riedberg zu holen.","norm":"Ehe sie die Tür ihres Turmzimmers hinter sich verschloss, hatte sie ein Knechtlein nach Cazis hinübergeschickt, um den Pater Pankraz auf den Riedberg zu holen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.468299865722656} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3073,"date":1876,"orig":"Aber der Pater war nach Almens berufen worden, und es war nicht denkbar, daß man ihn von dort in der ſchlimmen Sturmnacht zurückkehren ließ.","norm":"Aber der Pater war nach Almens berufen worden, und es war nicht denkbar, dass man ihn von dort in der schlimmen Sturmnacht zurückkehren ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.372799873352051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3074,"date":1876,"orig":"Er werde morgen in der Frühe hinüberkommen, ließ Schweſter Perpetua berichten.","norm":"Er werde morgen in der Frühe hinüberkommen, ließ Schwester Perpetua berichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.59600019454956} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3075,"date":1876,"orig":"Jetzt war Lucretia allein.","norm":"Jetzt war Lucretia allein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8404998779296875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3076,"date":1876,"orig":"Sie trat ans Fenſter und ſchaute in das nächtliche Land hinaus.","norm":"Sie trat ans Fenster und schaute in das nächtliche Land hinaus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.432400226593018} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3077,"date":1876,"orig":"Der Sturm ſchwieg, aber kein Stern ſtand am Himmel.","norm":"Der Sturm schwieg, aber kein Stern stand am Himmel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.306099891662598} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3078,"date":1876,"orig":"Schwere niedere Dunſtgebilde verdeckten den Mond und ließen kaum auf ihren zerriſſenen Säumen einen ſchwachen Wiederſchein ſeines Lichtes ahnen.","norm":"Schwere niedere Dunstgebilde verdeckten den Mond und ließen kaum auf ihren zerrissenen Säumen einen schwachen Widerschein seines Lichtes ahnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.793300151824951} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3079,"date":1876,"orig":"Ueberall ſchwarze drückende Maſſen des Gebirgs und der Wolken.","norm":"Überall schwarze drückende Massen des Gebirges und der Wolken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.385200023651123} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3080,"date":1876,"orig":"Mitternacht ging vorüber und immer noch ſaß Lucretia am Thurmfenſter und hörte rathlos und ohne klare Gedanken dem dumpfen Rauſchen des Rheines zu.","norm":"Mitternacht ging vorüber und immer noch saß Lucretia am Turmfenster und hörte ratlos und ohne klare Gedanken dem dumpfen Rauschen des Rheines zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.328700065612793} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3081,"date":1876,"orig":"Wie ein rieſenhaftes dunkles Unheil ſtand vor ihr was aus ihrem Leben geworden.","norm":"Wie ein riesenhaftes dunkles Unheil stand vor ihr was aus ihrem Leben geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.350299835205078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3082,"date":1876,"orig":"Aber das Leid um ihren Vater, eine vertrauerte Jugend, ihre jetzige Verlaſſenheit und die Schrecken der Zukunft ſanken in ein unbeſtimmtes, dumpfes Schmerzgefühl zurück, aus dem ein einziger, ſtärker und ſtärker ertönender Vorwurf emporſtieg und ihr ans Herz griff: Sie war ihres Vaters nicht würdig.","norm":"Aber das Leid um ihren Vater, eine vertrauerte Jugend, ihre jetzige Verlassenheit und die Schrecken der Zukunft sanken in ein unbestimmtes, dumpfes Schmerzgefühl zurück, aus dem ein einziger, stärker und stärker ertönender Vorwurf emporstieg und ihr ans Herz griff: sie war ihres Vaters nicht würdig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.190299987792969} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3083,"date":1876,"orig":"Sie hatte ihre Rache verſäumt.","norm":"Sie hatte ihre Rache versäumt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1427998542785645} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3084,"date":1876,"orig":"Konnte ſie nicht jetzt noch von dieſer Laſt ſich befreien?","norm":"Konnte sie nicht jetzt noch von dieser Last sich befreien?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.581699848175049} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3085,"date":1876,"orig":"Nicht jetzt noch einem Feigling das Recht nehmen, ſie im Einklange mit ihrem eigenen Herzen einer leichtfertig vergeſſenen Kindespflicht anzuklagen?","norm":"Nicht jetzt noch einem Feigling das Recht nehmen, sie im Einklange mit ihrem eigenen Herzen einer leichtfertig vergessenen Kindespflicht anzuklagen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.866099834442139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3086,"date":1876,"orig":"Nein!","norm":"Nein!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.121799945831299} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3087,"date":1876,"orig":"Sie war zu ſchwach dazu! —","norm":"Sie war zu schwach dazu! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440199851989746} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3088,"date":1876,"orig":"Nein, ſie wollte nicht ſtark genug ſein.","norm":"Nein, sie wollte nicht stark genug sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.936300039291382} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3089,"date":1876,"orig":"Ihr allein gehörte das Recht der Rache und ſie übte es nicht aus; aber ſie erbebte vor Zorn, als ſie ſich es möglich dachte, daß ein Anderer es ihr entreißen könnte . . . . . Freilich daß Rudolf dieß gelinge, das war ihr auch jetzt, da ſie ihn im höchſten, widerwärtigſten Wuthaufwande ſeiner feigen Natur geſehn, durchaus unglaublich.","norm":"Ihr allein gehörte das Recht der Rache und sie übte es nicht aus; aber sie erbebte vor Zorn, als sie sich es möglich dachte, dass ein Anderer es ihr entreißen könnte . . . . . Freilich dass Rudolf dies gelinge, das war ihr auch jetzt, da sie ihn im höchsten, widerwärtigsten Wutaufwande seiner feigen Natur gesehen, durchaus unglaublich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.746099948883057} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3090,"date":1876,"orig":"Wie ſollte dieſe Viper ihren ſtolzen Adler erreichen!","norm":"Wie sollte diese Viper ihren stolzen Adler erreichen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.719299793243408} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3091,"date":1876,"orig":"Aber ſie erſchrack vor dem Zwieſpalte ihrer eigenen Seele, vor ihrer Ohnmacht die alte Rache zu hegen und vor ihrer verzehrenden Eiferſucht auf jeden, der in ihr Amt eintreten könnte.","norm":"Aber sie erschrak vor dem Zwiespalte ihrer eigenen Seele, vor ihrer Ohnmacht die alte Rache zu hegen und vor ihrer verzehrenden Eifersucht auf jeden, der in ihr Amt eintreten könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.002399921417236} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3092,"date":1876,"orig":"So beſchloß ſie ein Ende zu machen und der Welt abzuſagen.","norm":"So beschloss sie ein Ende zu machen und der Welt abzusagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.386600017547607} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3093,"date":1876,"orig":"Jenſeits der Kloſterſchwelle war ſie ſicher.","norm":"Jenseits der Klosterschwelle war sie sicher.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.646699905395508} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3094,"date":1876,"orig":"Sie verzichtete ja dort auf all' ihren Beſitz, opferte ihre ſtolze, immer bekämpfte Liebe, verzichtete auf die zu lange wie ein Heiligthum bewahrte Rache.","norm":"Sie verzichtete ja dort auf alle ihren Besitz, opferte ihre stolze, immer bekämpfte Liebe, verzichtete auf die zu lange wie ein Heiligtum bewahrte Rache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.131199836730957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3095,"date":1876,"orig":"— Jenſeits der Kloſterſchwelle konnte weder Jürgs frevelhafte Werbung, noch Rudolfs ekler Eigennutz ſie mehr erreichen.","norm":"— Jenseits der Klosterschwelle konnte weder Jürgs frevelhafte Werbung, noch Rudolphs ekler Eigennutz sie mehr erreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.243199825286865} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3096,"date":1876,"orig":"Im Schloſſe war es ruhig geworden.","norm":"Im Schlosse war es ruhig geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.218800067901611} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3097,"date":1876,"orig":"In den Dörfern brannte kein Licht; nur von Cazis drang ein matter Schimmer über den Rhein.","norm":"In den Dörfern brannte kein Licht; nur von Cazis drang ein matter Schimmer über den Rhein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.024799823760986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3098,"date":1876,"orig":"Er kam aus der Kloſterkirche, wo die Schweſtern ſchon Frühmette ſangen.","norm":"Er kam aus der Klosterkirche, wo die Schwestern schon Frühmette sangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.434899806976318} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3099,"date":1876,"orig":"Dort war ihre Friedensſtatt offen und ſie zögerte nicht länger an der Pforte.","norm":"Dort war ihre Friedensstatt offen und sie zögerte nicht länger an der Pforte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.38640022277832} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3100,"date":1876,"orig":"Sie goß Oel in ihre Lampe, die erlöſchen wollte, und begann ihre Papiere zu ordnen.","norm":"Sie goss Öl in ihre Lampe, die erlöschen wollte, und begann ihre Papiere zu ordnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.104700088500977} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3101,"date":1876,"orig":"Sie ſtellte über alle ihre Güter Schenkungsurkunden aus zu Gunſten der Schweſtern in Cazis und gedachte, in ihrem Gemache eingeſchloſſen zu bleiben bis zur Ankunft des Paters Pancraz.","norm":"Sie stellte über alle ihre Güter Schenkungsurkunden aus zu Gunsten der Schwestern in Cazis und gedachte, in ihrem Gemache eingeschlossen zu bleiben bis zur Ankunft des Paters Pankraz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.641900062561035} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3102,"date":1876,"orig":"Nachdem Alles vollendet war, legte ſie ſich angekleidet noch kurze Zeit zur Ruhe.","norm":"Nachdem alles vollendet war, legte sie sich angekleidet noch kurze Zeit zur Ruhe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.127799987792969} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3103,"date":1876,"orig":"Gegen Morgen erhob ſich der Föhn von neuem mit heulender Wuth, wie er nach der oft wiederholten Erzählung des alten Knechtes in jener Nacht getobt, als ihr Vater erſchlagen wurde.","norm":"Gegen Morgen erhob sich der Föhn von neuem mit heulender Wut, wie er nach der oft wiederholten Erzählung des alten Knechtes in jener Nacht getobt, als ihr Vater erschlagen wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.495100021362305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3104,"date":1876,"orig":"Sie fiel in einen unruhigen Schlummer, aus welchem ſie, von den Geräuſchen des Sturmes geweckt, immer wieder emporfuhr.","norm":"Sie fiel in einen unruhigen Schlummer, aus welchem sie, von den Geräuschen des Sturmes geweckt, immer wieder emporfuhr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.867500066757202} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3105,"date":1876,"orig":"Ein Traum führte ſie in die Todesſtunde ihres Vaters.","norm":"Ein Traum führte sie in die Todesstunde ihres Vaters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.369100093841553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3106,"date":1876,"orig":"Sie ſah ihn — groß und blutig lag er hingeſtreckt und jammernd wollte ſie ſich über ihn werfen — aber die Leiche verſchwand, ſie ſtand allein und hielt das geröthete Beil in der Hand, während ſie die Roſſe der Mörder mit ſtampfenden Hufen enteilen hörte.","norm":"Sie sah ihn — groß und blutig lag er hingestreckt und jammernd wollte sie sich über ihn werfen — aber die Leiche verschwand, sie stand allein und hielt das gerötete Beil in der Hand, während sie die Rosse der Mörder mit stampfenden Hufen enteilen hörte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.22160005569458} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3107,"date":1876,"orig":"Ein neuer Windſtoß rüttelte am Thurme und ließ die Fenſterſcheiben des Gemaches in ihrer Bleifaſſung erklirren.","norm":"Ein neuer Windstoß rüttelte am Turme und ließ die Fensterscheiben des Gemaches in ihrer Bleifassung erklirren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.00629997253418} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3108,"date":1876,"orig":"Lucretia erwachte.","norm":"Lucretia erwachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.370500087738037} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3109,"date":1876,"orig":"Im Hofe hörte ſie Pferdegetrappel und das Knarren des ſich öffnenden Thors.","norm":"Im Hofe hörte sie Pferdegetrappel und das Knarren des sich öffnenden Tors.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.686800003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3110,"date":1876,"orig":"Sie eilte ans Fenſter und ſah in der ſtürmiſchen Morgendämmerung zwei Pferde wegtraben.","norm":"Sie eilte ans Fenster und sah in der stürmischen Morgendämmerung zwei Pferde wegtraben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.77239990234375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3111,"date":1876,"orig":"Das eine war der Schimmel ihres Vetters.","norm":"Das eine war der Schimmel ihres Vetters.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.644700050354004} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3112,"date":1876,"orig":"Erſtaunt ließ ſie Lucas rufen.","norm":"Erstaunt ließ sie Lucas rufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.402599811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3113,"date":1876,"orig":"Er war nicht mehr auf dem Schloſſe, ſondern mit Herrn Rudolf nach Chur verritten, deſſen Gefolge, wie ihr geſagt wurde, Befehl erhalten hatte, ſpäter aufzubrechen, um zur Mittagszeit mit dem Herrn in der Schenke zum ſtaubigen Hüttlein bei Chur zuſammenzutreffen.","norm":"Er war nicht mehr auf dem Schlosse, sondern mit Herrn Rudolf nach Kür verritten, dessen Gefolge, wie ihr gesagt wurde, Befehl erhalten hatte, später aufzubrechen, um zur Mittagszeit mit dem Herrn in der Schenke zum staubigen Hüttlein bei Kür zusammenzutreffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.314799785614014} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3114,"date":1876,"orig":"Daß der treue Lucas nach dem Auftritte von geſtern mit Rudolf Planta weggeritten, daß er ſie ohne Urlaub verlaſſen, was er noch nie gethan, das war Lucretia unbegreiflich und erfüllte ſie mit ſchlimmen Ahnungen.","norm":"Dass der treue Lucas nach dem Auftritte von gestern mit Rudolf Planta weggeritten, dass er sie ohne Urlaub verlassen, was er noch nie getan, das war Lucretia unbegreiflich und erfüllte sie mit schlimmen Ahnungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013100147247314} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3115,"date":1876,"orig":"Sie betrat die Kammer des Alten und öffnete eine hölzerne Truhe, worin er mit eigenſinniger Verehrung das Beil aufbewahrte, das ihren Vater erſchlagen hatte und das ſie zum ſchmerzlichen Aerger des greiſen Knechtes nie hatte ſehen wollen.","norm":"Sie betrat die Kammer des Alten und öffnete eine hölzerne Truhe, worin er mit eigensinniger Verehrung das Beil aufbewahrte, das ihren Vater erschlagen hatte und das sie zum schmerzlichen Ärger des greisen Knechtes nie hatte sehen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.187600135803223} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3116,"date":1876,"orig":"Die Truhe war leer.","norm":"Die Truhe war leer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.798799991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3117,"date":1876,"orig":"Lucretia erbleichte.","norm":"Lucretia erbleichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081500053405762} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3118,"date":1876,"orig":"Die mit dem Blute ihres Vaters benetzte Waffe alſo war ihr entriſſen; die ihr allein zuſtehende Rache ſollte heute ſchon von den Händen eines Feiglings oder von denen ihres Knechtes vollzogen werden!","norm":"Die mit dem Blute ihres Vaters benetzte Waffe also war ihr entrissen; die ihr allein zustehende Rache sollte heute schon von den Händen eines Feiglings oder von denen ihres Knechtes vollzogen werden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735300064086914} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3119,"date":1876,"orig":"Das Blut der Planta ſtürzte ihr wild zum Herzen und empörte ſich gegen ſolch unwürdigen Eingriff.","norm":"Das Blut der Planta stürzte ihr wild zum Herzen und empörte sich gegen solch unwürdigen Eingriff.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.357200145721435} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3120,"date":1876,"orig":"Die Entſagung der verwichenen Nacht entſchwand ihrem Gemüthe.","norm":"Die Entsagung der verwichenen Nacht entschwand ihrem Gemüte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080699920654297} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3121,"date":1876,"orig":"Heute war ſie noch die Herrin auf Riedberg, — heute war ſie noch die Erbin ihres Vaters und waltete zum letzten Male ihres Amts.","norm":"Heute war sie noch die Herrin auf Riedberg, — heute war sie noch die Erbin ihres Vaters und waltete zum letzten Male ihres Amts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.527599811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3122,"date":1876,"orig":"Was morgen komme war ihr gleichgültig, lag doch wie ein ſtiller Friedhof das Kloſter Cazis dort über dem Rhein.","norm":"Was morgen komme war ihr gleichgültig, lag doch wie ein stiller Friedhof das Kloster Cazis dort über dem Rhein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.124199867248535} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3123,"date":1876,"orig":"Noch warf ſie einen Blick hinaus in die trübe, ſturmgepeitſchte Gegend, ob der Pater nicht komme.","norm":"Noch warf sie einen Blick hinaus in die trübe, sturmgepeitschte Gegend, ob der Pater nicht komme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.058300018310547} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3124,"date":1876,"orig":"Sie wollte ihm die von ihr in der Nacht geſchriebenen und beſiegelten Documente übergeben.","norm":"Sie wollte ihm die von ihr in der Nacht geschriebenen und besiegelten Dokumente übergeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.697499990463257} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3125,"date":1876,"orig":"Aber Stunden verſtrichen und er kam nicht.","norm":"Aber Stunden verstrichen und er kam nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.638800144195557} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3126,"date":1876,"orig":"Das Gefolge Rudolfs war ſeinem Herrn nachgeeilt.","norm":"Das Gefolge Rudolphs war seinem Herrn nachgeeilt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.492400169372559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3127,"date":1876,"orig":"Jetzt ließ auch ſie ſatteln und ritt nach Chur, von ihrem jüngſten Knechte, dem Sohne des alten Lucas, begleitet.","norm":"Jetzt ließ auch sie satteln und ritt nach Kür, von ihrem jüngsten Knechte, dem Sohne des alten Lucas, begleitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.009600162506103} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3128,"date":1876,"orig":"Sie wollte zu Georg, ihn warnen und retten, oder ihn mit reinen, gerechten Händen tödten.","norm":"Sie wollte zu Georg, ihn warnen und retten, oder ihn mit reinen, gerechten Händen töten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018099784851074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3129,"date":1876,"orig":"„Jürg iſt mein!“ ſagte ſie zu ihrem Herzen.","norm":"„Jürg ist mein!“ sagte sie zu ihrem Herzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.160200119018555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3130,"date":1876,"orig":"Erſt gegen Mittag klopfte der verſpätete Pater ans Thor, und hörte mit Schrecken von dem Erſcheinen Rudolfs, und daß das Fräulein in der Frühe nach Chur verreiſt ſei.","norm":"Erst gegen Mittag klopfte der verspätete Pater ans Tor, und hörte mit Schrecken von dem Erscheinen Rudolphs, und dass das Fräulein in der Frühe nach Kür verreist sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.387599945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3131,"date":1876,"orig":"Eine vertraute Magd hatte den Auftrag, den Kapuziner in das Thurmzimmer zu führen, wo ihre Herrin zu ſchreiben pflegte.","norm":"Eine vertraute Magd hatte den Auftrag, den Kapuziner in das Turmzimmer zu führen, wo ihre Herrin zu schreiben pflegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.007400035858154} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3132,"date":1876,"orig":"Dort fand er die Schenkungsurkunden in vollſtändiger Ordnung und die ſchriftliche Erklärung, daß Lucretia Planta der Welt entſage und im Kloſter Cazis den Schleier nehme.","norm":"Dort fand er die Schenkungsurkunden in vollständiger Ordnung und die schriftliche Erklärung, dass Lucretia Planta der Welt entsage und im Kloster Cazis den Schleier nehme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.847599983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3133,"date":1876,"orig":"Nachdenklich und traurig ſtand der Mönch vor dieſen Zeugen eines ſchweren und ſchmerzlich vollendeten Seelenkampfes.","norm":"Nachdenklich und traurig stand der Mönch vor diesen Zeugen eines schweren und schmerzlich vollendeten Seelenkampfes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.680300235748291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3134,"date":1876,"orig":"Die Entſcheidung erfreute ihn weniger, als es von einem ächten Sohne des heiligen Franziskus zu erwarten geweſen wäre.","norm":"Die Entscheidung erfreute ihn weniger, als es von einem echten Sohne des heiligen Franziskus zu erwarten gewesen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.799099922180176} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3135,"date":1876,"orig":"Auch beunruhigte ihn Lucretias Ritt nach Chur.","norm":"Auch beunruhigte ihn Lucretias Ritt nach Kür.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.295000076293945} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3136,"date":1876,"orig":"Er wußte, daß ſein Beichtkind in ſchwierigen Lagen die kleinen Hülfsmittel und Auswege weltlicher Klugheit nicht fand, daß Lucretias Gefühle mit unzerſtörbarer Liebe im einmal Ergriffenen wurzelten, daß ihre Gedanken mit erſchreckender Gewalt in der einmal betretenen Bahn fortſtürzten.","norm":"Er wusste, dass sein Beichtkind in schwierigen Lagen die kleinen Hilfsmittel und Auswege weltlicher Klugheit nicht fand, dass Lucretias Gefühle mit unzerstörbarer Liebe im einmal Ergriffenen wurzelten, dass ihre Gedanken mit erschreckender Gewalt in der einmal betretenen Bahn fortstürzten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.568600177764893} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3137,"date":1876,"orig":"Es war ihm oft aufgefallen, daß ihr nahe lag und ſie natürlich fand, was Andern als gefahrvoll und unerhört erſchien, und daß ſie es in aller Einfachheit that.","norm":"Es war ihm oft aufgefallen, dass ihr nahe lag und sie natürlich fand, was Anderen als gefahrvoll und unerhört erschien, und dass sie es in aller Einfachheit tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.127500057220459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3138,"date":1876,"orig":"Er horchte die Dienſtleute über die Vorfälle der vergangenen Nacht aus und ihm wurde immer bänger.","norm":"Er horchte die Dienstleute über die Vorfälle der vergangenen Nacht aus und ihm wurde immer banger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64169979095459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3139,"date":1876,"orig":"Er ſteckte die Urkunden ſorgfältig zu ſich, beſtieg ſein Eſelchen und ritt trotz Wind und Wetter ohne Aufenthalt gen Chur, wo er Lucretia bei der greiſen Gräfin Travers zu finden hoffte, feſt entſchloſſen, wenn ſo oder ſo ein Unheil geſchehen ſei, das Fräulein nach Cazis in Sicherheit zu bringen.","norm":"Er steckte die Urkunden sorgfältig zu sich, bestieg sein Eselchen und ritt trotz Wind und Wetter ohne Aufenthalt gen Kür, wo er Lucretia bei der greisen Gräfin Travers zu finden hoffte, fest entschlossen, wenn so oder so ein Unheil geschehen sei, das Fräulein nach Cazis in Sicherheit zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.897600173950195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3140,"date":1876,"orig":"Dreizehntes Kapitel.","norm":"Dreizehntes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.568900108337402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3141,"date":1876,"orig":"Zu derſelben Stunde ſaß in ſeinem Hauſe zu Chur der Ritter Doctor Fortunatus Sprecher mit einem geehrten Gaſte an der feſtlich beſetzten Mittagstafel.","norm":"Zu derselben Stunde saß in seinem Hause zu Kür der Ritter Doktor Fortunatus Sprecher mit einem geehrten Gaste an der festlich besetzten Mittagstafel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.902599811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3142,"date":1876,"orig":"Die erwärmte Stimmung der Tiſchgeſellſchaft und der ſolide Reichthum des Gemaches ſtand in behaglichem Widerſpruche mit dem Unwetter draußen auf der Gaſſe, wo der rauſchende Orkan den ſchmelzenden Schnee von den Dächern warf und mit ohnmächtiger Wuth an den vergoldeten Eiſengittern rüttelte, die in unten weit ausgebauchter Korbform die breiten Fenſter von hellem Glaſe ſchützten.","norm":"Die erwärmte Stimmung der Tischgesellschaft und der solide Reichtum des Gemaches stand in behaglichem Widerspruche mit dem Unwetter draußen auf der Gasse, wo der rauschende Orkan den schmelzenden Schnee von den Dächern warf und mit ohnmächtiger Wut an den vergoldeten Eisengittern rüttelte, die in unten weit ausgebauchter Korbform die breiten Fenster von hellem Glase schützten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.184800148010254} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3143,"date":1876,"orig":"Der mit Silber und venetianiſchen Kelchen beſetzte Tiſch nahm die Mitte des Zimmers ein.","norm":"Der mit Silber und venezianischen Kelchen besetzte Tisch nahm die Mitte des Zimmers ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.572000026702881} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3144,"date":1876,"orig":"Der größte, ebenſo reiche als heimatlich behagliche Schmuck dieſer ſchönen Familienſtube war ihr kunſtreich geſchnitztes Nußbaumgetäfel, das durch zierliche korinthiſche Holzſäulen in zwölf mit Trophäen gefüllte Felder getheilt war.","norm":"Der größte, ebenso reiche als heimatlich behagliche Schmuck dieser schönen Familienstube war ihr kunstreich geschnitztes Nussbaumgetäfel, das durch zierliche korinthische Holzsäulen in zwölf mit Trophäen gefüllte Felder geteilt war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3302001953125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3145,"date":1876,"orig":"Das oberſte Geſimſe wurde von Karyatiden in halber Figur getragen, zwiſchen welchen ein rings herumlaufender Holzfries die verſchiedenen Scenen einer Jagd mit Schützen, Hunden und zum Theil fabelhaftem Gethier in erhabener Arbeit darſtellte, auf welches Werk der Doctor mit Recht beſonders ſtolz war.","norm":"Das oberste Gesimse wurde von Karyatiden in halber Figur getragen, zwischen welchen ein rings herumlaufender Holzfries die verschiedenen Szenen einer Jagd mit Schützen, Hunden und zum Teil fabelhaftem Getier in erhabener Arbeit darstellte, auf welches Werk der Doktor mit Recht besonders stolz war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.676499843597412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3146,"date":1876,"orig":"Die Stelle des Deckengemäldes vertrat das kühngeſchnitzte Wappen der Sprecher von Bernegg.","norm":"Die Stelle des Deckengemäldes vertrat das kühngeschnitzte Wappen der Sprecher von Bernegg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.935299873352051} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3147,"date":1876,"orig":"Die Ecke des Zimmers füllte, ſtattlich und kranzgekrönt, das warme Gebäude des Kachelofens.","norm":"Die Ecke des Zimmers füllte, stattlich und kranzgekrönt, das warme Gebäude des Kachelofens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4679999351501465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3148,"date":1876,"orig":"Ein großartiger und zugleich kurzweiliger Anblick!","norm":"Ein großartiger und zugleich kurzweiliger Anblick!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.094500064849853} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3149,"date":1876,"orig":"Denn da entfaltete ſich zwiſchen zartgefärbten Engeln und Fruchtſchnüren in mehreren Bilderreihen die ganze Geſchichte des Erzvaters Abraham.","norm":"Denn da entfaltete sich zwischen zartgefärbten Engeln und Fruchtschnüren in mehreren Bilderreihen die ganze Geschichte des Erzvaters Abraham.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.696400165557861} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3150,"date":1876,"orig":"Die bibliſchen Scenen waren in violetten, gelben und blauen Umriſſen und Schattirungen mit großem Fleiß auf die weißen Kacheln gemalt und durch darunter geſetzte geiſtreiche Reimſprüche erklärt und nutzbar gemacht.","norm":"Die biblischen Szenen waren in violetten, gelben und blauen Umrissen und Schattierungen mit großem Fleiß auf die weißen Kacheln gemalt und durch darunter gesetzte geistreiche Reimsprüche erklärt und nutzbar gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.752600193023682} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3151,"date":1876,"orig":"Der Tiſchgenoſſen waren jetzt nur noch drei.","norm":"Der Tischgenossen waren jetzt nur noch drei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426599979400635} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3152,"date":1876,"orig":"Die jüngern Kinder des Hauſes, welche das untere Ende der Tafel eingenommen und in beſcheidener Stille ihr Eſſen ſtehend verzehrt hatten, waren beurlaubt worden.","norm":"Die jüngern Kinder des Hauses, welche das untere Ende der Tafel eingenommen und in bescheidener Stille ihr Essen stehend verzehrt hatten, waren beurlaubt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.434100151062012} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3153,"date":1876,"orig":"An dem Ehrenplatze, zwiſchen dem Hausherrn und ſeinem blonden Töchterlein, ſaß, als gefeierter Gaſt, der Herr Amtsbürgermeiſter Heinrich Waſer.","norm":"An dem Ehrenplatze, zwischen dem Hausherrn und seinem blonden Töchterlein, saß, als gefeierter Gast, der Herr Amtsbürgermeister Heinrich Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.714000225067139} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3154,"date":1876,"orig":"Heut am Tage der öffentlichen Ueberreichung der Friedensakte, wozu ihn ſeine den drei Bünden immer beſonders gewogene Vaterſtadt, die Republik Zürich, abgeordnet hatte, befand er ſich in voller Amtstracht und im Schmucke ſeiner bürgermeiſterlichen Kette.","norm":"Heute am Tage der öffentlichen Überreichung der Friedensakte, wozu ihn seine den drei Bünden immer besonders gewogene Vaterstadt, die Republik Zürich, abgeordnet hatte, befand er sich in voller Amtstracht und im Schmucke seiner bürgermeisterlichen Kette.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8694000244140625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3155,"date":1876,"orig":"Die höchſte Würde des Staates war ihm um ſeiner beſonnenen Leiſtungen und mit berechneter Beſcheidenheit nur nach und nach ans Licht geſtellten Verdienſte willen ungewöhnlich früh und neidlos zu Theil geworden, denn er ſtand, friſch und lebensluſtig, erſt am Eingange der Vierzigerjahre.","norm":"Die höchste Würde des Staates war ihm um seiner besonnenen Leistungen und mit berechneter Bescheidenheit nur nach und nach ans Licht gestellten Verdienste Willen ungewöhnlich früh und neidlos zuteilgeworden, denn er stand, frisch und lebenslustig, erst am Eingange der Vierzigerjahre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.968400001525879} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3156,"date":1876,"orig":"Ein Hauch von Jugendlichkeit ſchwebte auf ſeinen vom Gaſtmahle gerötheten Zügen, deren frühere bewegliche Feinheit ſich zum behäbigen Ausdrucke einer wohlwollenden, aber ans Schlaue ſtreifenden Klugheit ausgeprägt hatte.","norm":"Ein Hauch von Jugendlichkeit schwebte auf seinen vom Gastmahle geröteten Zügen, deren frühere bewegliche Feinheit sich zum behäbigen Ausdrucke einer wohlwollenden, aber ans Schlaue streifenden Klugheit ausgeprägt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.538899898529053} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3157,"date":1876,"orig":"Heute ſah er bewegt aus, beſonders wenn er mit ſeiner Nachbarin ſprach, deren Worten und Mienen er eine prüfende liebevolle Aufmerkſamkeit ſchenkte.","norm":"Heute sah er bewegt aus, besonders wenn er mit seiner Nachbarin sprach, deren Worten und Mienen er eine prüfende liebevolle Aufmerksamkeit schenkte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.476799964904785} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3158,"date":1876,"orig":"Ihr kindliches Köpfchen, das auf einem lichten Halſe über dem blauen Tuchkleid und den von ihrer Mutter geerbten Holländerſpitzen des durchſichtigen Flügelkragens ſchwebte, hatte für ihn etwas äußerſt Anziehendes.","norm":"Ihr kindliches Köpfchen, das auf einem lichten Halse über dem blauen Tuchkleid und den von ihrer Mutter geerbten Holländerspitzen des durchsichtigen Flügelkragens schwebte, hatte für ihn etwas äußerst Anziehendes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481400012969971} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3159,"date":1876,"orig":"Die weiche Rundung des hellen Geſichtes, der damit übereinſtimmende ſanfte Glanz ihrer unter langen blonden Wimpern und angenehm gelockten Haaren hervorleuchtenden Augen machten einen Eindruck von befriedigter Ruhe, welche Herrn Waſer an die ſilberne Luna erinnerte, wie ſie ſich in den klaren Waſſern des Zürcherſee's ſpiegelt.","norm":"Die weiche Rundung des hellen Gesichtes, der damit übereinstimmende sanfte Glanz ihrer unter langen blonden Wimpern und angenehm gelockten Haaren hervorleuchtenden Augen machten einen Eindruck von befriedigter Ruhe, welche Herrn Wasser an die silberne Luna erinnerte, wie sie sich in den klaren Wassern des Zürchersees spiegelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813300132751465} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3160,"date":1876,"orig":"Immer ſehnlicher wünſchte er, dieſes anmuthige Geſtirn möchte glückbringend an ſeinem Abendhimmel aufgehen.","norm":"Immer sehnlicher wünschte er, dieses anmutige Gestirn möchte glückbringend an seinem Abendhimmel aufgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.698200225830078} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3161,"date":1876,"orig":"Obgleich des Doctors Lebensauffaſſung in Folge ſeines galligen Temperamentes im Ganzen eine trübe war, ſah er dem unter ſeinen Augen ſich vorbereitenden häuslichen Ereigniſſe nicht ohne väterliche Befriedigung entgegen.","norm":"Obgleich des Doktors Lebensauffassung in Folge seines galligen Temperamentes im Ganzen eine trübe war, sah er dem unter seinen Augen sich vorbereitenden häuslichen Ereignisse nicht ohne väterliche Befriedigung entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.596799850463867} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3162,"date":1876,"orig":"Aber ſeine Gedanken waren zerſtreut.","norm":"Aber seine Gedanken waren zerstreut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.461699962615967} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3163,"date":1876,"orig":"Herr Waſer hatte ihm in allem Vertrauen vor der Mittagstafel eine Kunde mitgetheilt, mit welcher er Fräulein Amantia nicht vorzeitig, nicht heute betrüben wollte — die Kunde vom Tode des Herzogs Rohan.","norm":"Herr Wasser hatte ihm in allem Vertrauen vor der Mittagstafel eine Kunde mitgeteilt, mit welcher er Fräulein Amantia nicht vorzeitig, nicht heute betrüben wollte — die Kunde vom Tode des Herzogs Rohan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.736000061035156} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3164,"date":1876,"orig":"Ein deutſches Flugblatt, das denſelben mit rührenden Worten beſchrieb, war nach Zürich gelangt und Waſer hatte es für ſeinen geſchichtskundigen Freund mitgebracht.","norm":"Ein deutsches Flugblatt, das denselben mit rührenden Worten beschrieb, war nach Zürich gelangt und Wasser hatte es für seinen geschichtskundigen Freund mitgebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.806300163269043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3165,"date":1876,"orig":"Ueberdies beſchäftigte dieſen der jeden Augenblick erwartete Einzug des Triumphators in Chur, deſſen Perſönlichkeit ihm von jeher fremdartig und widerwärtig geweſen und dem er am wenigſten verzeihen konnte, daß er das Sprecher'ſche Haus, eine Feſtung der Ehre, wie der Doctor früher mit Stolz zu ſagen gewohnt war, durch Verrath befleckt hatte.","norm":"Überdies beschäftigte diesen der jeden Augenblick erwartete Einzug des Triumphators in Kür, dessen Persönlichkeit ihm von jeher fremdartig und widerwärtig gewesen und dem er am wenigsten verzeihen konnte, dass er das Sprechärsche Haus, eine Festung der Ehre, wie der Doktor früher mit Stolz zu sagen gewohnt war, durch Verrat befleckt hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.123499870300293} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3166,"date":1876,"orig":"Doch ſonderbar!","norm":"Doch sonderbar!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":6.101699829101562} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3167,"date":1876,"orig":"Was der Bürgermeiſter dem Fräulein in dieſer Stunde feſtlichen Zuſammenſeins noch verſchweigen wollte, ſchien einen magnetiſchen Zug auf deſſen ahnungsvolles Gemüth auszuüben, wenigſtens kam Amantia heute in Gedanken und Worten von dem guten Herzog Heinrich Rohan nicht weg und konnte bei dieſem Anlaſſe nicht umhin, auch ſeines tapfern Adjutanten mit Intereſſe ſich zu erinnern.","norm":"Was der Bürgermeister dem Fräulein in dieser Stunde festlichen Zusammenseins noch verschweigen wollte, schien einen magnetischen Zug auf dessen ahnungsvolles Gemüt auszuüben, wenigstens kam Amantia heute in Gedanken und Worten von dem guten Herzog Heinrich Rohan nicht weg und konnte bei diesem Anlasse nicht umhin, auch seines tapferen Adjutanten mit Interesse sich zu erinnern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.841300010681152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3168,"date":1876,"orig":"Herr Waſer ließ für ſeinen Mitbürger keine übertriebene Vorliebe blicken.","norm":"Herr Wasser ließ für seinen Mitbürger keine übertriebene Vorliebe blicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.03879976272583} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3169,"date":1876,"orig":"Der Bravour und dem aufgeweckten, gebildeten Geiſte Wertmüllers widerfuhr von ſeinem Munde Gerechtigkeit, aber er ſchüttelte bedenklich den Kopf über des Locotenenten ſchneidiges und den Widerſpruch abſichtlich reizendes Weſen, womit er ſeine Landsleute beunruhige und ſich eine unangenehme Berühmtheit in ſeiner Vaterſtadt zugezogen habe.","norm":"Der Bravour und dem aufgeweckten, gebildeten Geiste Wertmüllers widerfuhr von seinem Munde Gerechtigkeit, aber er schüttelte bedenklich den Kopf über des Locotenenten schneidiges und den Widerspruch absichtlich reizendes Wesen, womit er seine Landsleute beunruhige und sich eine unangenehme Berühmtheit in seiner Vaterstadt zugezogen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.978499889373779} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3170,"date":1876,"orig":"So ſelten er in Zürich verweile, ſei es ihm gelungen, durch ſeine Ausfälle gegen eine hohe Geiſtlichkeit Abſcheu, durch ſein hochmüthiges Geringſchätzen der in ihrer Art intereſſanten ſtädtiſchen Angelegenheiten allgemeine Mißbilligung und durch allerlei phyſikaliſchen Hokuspokus, der ihn dem freilich thörichten Verdachte der Zauberei ausſetze, bei dem gemeinen Manne unheimliche Furcht zu erregen.","norm":"So selten er in Zürich verweile, sei es ihm gelungen, durch seine Ausfälle gegen eine hohe Geistlichkeit Abscheu, durch sein hochmütiges Geringschätzen der in ihrer Art interessanten städtischen Angelegenheiten allgemeine Missbilligung und durch allerlei physikalischen Hokuspokus, der ihn dem freilich törichten Verdachte der Zauberei aussetze, bei dem gemeinen Manne unheimliche Furcht zu erregen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.440700054168701} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3171,"date":1876,"orig":"So habe er ſich in Zürich den Weg verrammelt und das Zutrauen einer löblichen Bürgerſchaft in alle Zukunft verſcherzt, welches doch, nebſt einem reinen Gewiſſen, die Lebensluſt des ächten Republikaners ſei.","norm":"So habe er sich in Zürich den Weg verrammelt und das Zutrauen einer löblichen Bürgerschaft in alle Zukunft verscherzt, welches doch, nebst einem reinen Gewissen, die Lebenslust des echten Republikaners sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.474599838256836} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3172,"date":1876,"orig":"— „Das Schlimmſte aber an dem jungen Manne,“ ſchloß der mehr als billig erregte Bürgermeiſter, „iſt ſein Mangel an aller und jeder Pietät, — denn, ich bitt' Euch, innig verehrte — dürft' ich ſagen innig geliebte! —","norm":"— „Das Schlimmste aber an dem jungen Manne,“ schloss der mehr als billig erregte Bürgermeister, „ist sein Mangel an aller und jeder Pietät, — denn, ich bitte Euch, innig verehrte — dürfte ich sagen innig geliebte! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.064499855041504} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3173,"date":1876,"orig":"Jungfer Sprecherin, was iſt alles Wiſſen und Können der Welt ohne die Grundlage eines religiöſen Gemüthes!“","norm":"Jungfer Sprecherin, was ist alles Wissen und Können der Welt ohne die Grundlage eines religiösen Gemütes!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.932600021362305} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3174,"date":1876,"orig":"„Was mir den Locotenenten werth machte,“ ſagte Fräulein Amantia faſt beſchämt, „war ſeine Treue an dem edlen Herzog Heinrich.","norm":"„Was mir den Locotenenten wert machte,“ sagte Fräulein Amantia fast beschämt, „war seine Treue an dem edlen Herzog Heinrich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.685200214385986} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3175,"date":1876,"orig":"Da hat er ſich als ächten Cavalier gezeigt neben dem Verräther Georg Jenatſch, der mir trotz ſeines gewinnenden Weſens immer wie ein böſer Geiſt vorkam, wenn er über unſere Treppen zum Herzog hinaufſprang.“","norm":"Da hat er sich als echten Kavalier gezeigt neben dem Verräter Georg Jenatsch, der mir trotz seines gewinnenden Wesens immer wie ein böser Geist vorkam, wenn er über unsere Treppen zum Herzog hinaufsprang .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.668499946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3176,"date":1876,"orig":"„Ein ſchwer zu beurtheilender Charakter,“ ſagte der zürcheriſche Bürgermeiſter, indem er, in einen traurig ernſten Ton übergehend, ſich an Herrn Fortunatus wandte.","norm":"„Ein schwer zu beurteilender Charakter,“ sagte der zürcherische Bürgermeister, indem er, in einen traurig ernsten Ton übergehend, sich an Herrn Fortunatus wandte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.388400077819824} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3177,"date":1876,"orig":"„In einem Stücke wenigſtens überragt Georg Jenatſch unſere größten Zeitgenoſſen — in ſeiner übermächtigen Vaterlandsliebe.","norm":"„In einem Stücke wenigstens überragt Georg Jenatsch unsere größten Zeitgenossen — in seiner übermächtigen Vaterlandsliebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.191699981689453} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3178,"date":1876,"orig":"Wie ich ihn kenne, ſo ſtrömt ſie ihm wie das Blut durch die Adern.","norm":"Wie ich ihn kenne, so strömt sie ihm wie das Blut durch die Adern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.473000049591064} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3179,"date":1876,"orig":"Sie iſt der einzige überall paſſende Schlüſſel zu ſeinem vielgeſtaltigen Weſen.","norm":"Sie ist der einzige überall passende Schlüssel zu seinem vielgestaltigen Wesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798099994659424} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3180,"date":1876,"orig":"Ich muß zugeben, er hat ihr mehr geopfert, als ein aufrechtes Gewiſſen verantworten kann.","norm":"Ich muss zugeben, er hat ihr mehr geopfert, als ein aufrechtes Gewissen verantworten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.017499923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3181,"date":1876,"orig":"Aber,“ fuhr er zögernd und mit gedämpfter Stimme fort, „iſt es nicht ein Glück für uns ehrenhafte Staatsleute, wenn zum Heile des Vaterlandes nothwendige Thaten, die von reinen Händen nicht vollbracht werden können, von ſolchen geſetzloſen Kraftmenſchen übernommen werden, — die dann der allwiſſende Gott in ſeiner Gerechtigkeit richten mag.","norm":"Aber,“ fuhr er zögernd und mit gedämpfter Stimme fort, „ist es nicht ein Glück für uns ehrenhafte Staatsleute, wenn zum Heile des Vaterlandes notwendige Taten, die von reinen Händen nicht vollbracht werden können, von solchen gesetzlosen Kraftmenschen übernommen werden, — die dann der allwissende Gott in seiner Gerechtigkeit richten mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.764499902725219} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3182,"date":1876,"orig":"Denn auch ſie ſind ſeine Werkzeuge, — wie geſchrieben ſteht:","norm":"Denn auch sie sind seine Werkzeuge, — wie geschrieben steht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.818900108337402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3183,"date":1876,"orig":"Er lenkt die Herzen der Menſchen wie Waſſerbäche.“","norm":"Er lenkt die Herzen der Menschen wie Wasserbäche .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.981100082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3184,"date":1876,"orig":"„Das iſt ein ſeltſam gefährlicher Satz,“ rief Herr Fortunatus entrüſtet, „den ich erſtaunt bin, unter den Betrachtungen und Maximen Eurer Geſtrengen zu finden!","norm":"„Das ist ein seltsam gefährlicher Satz,“ rief Herr Fortunatus entrüstet, „den ich erstaunt bin, unter den Betrachtungen und Maximen Eurer Gestrengen zu finden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.569699764251709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3185,"date":1876,"orig":"Damit iſt man auf geradem Wege, die ſchlimmſten Verbrechen zu rechtfertigen.","norm":"Damit ist man auf geradem Wege, die schlimmsten Verbrechen zu rechtfertigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.367599964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3186,"date":1876,"orig":"Bedenkt, wie leicht ſolch ein geſetz- und gewiſſenloſer Menſch, einmal in ſeine unberechenbare Bahn geſchleudert und von ſeinen Leidenſchaften wie von einem Orkan getrieben, ſein eigen gelungen Werk zerſtört.","norm":"Bedenkt, wie leicht solch ein gesetz- und gewissenloser Mensch, einmal in seine unberechenbare Bahn geschleudert und von seinen Leidenschaften wie von einem Orkan getrieben, sein eigen gelungen Werk zerstört.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.947800159454346} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3187,"date":1876,"orig":"Wißt Ihr, wohin es ſchon mit Jürg Jenatſch gekommen iſt?","norm":"Wisst Ihr, wohin es schon mit Jürg Jenatsch gekommen ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.428100109100342} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3188,"date":1876,"orig":"Ich erfahre aus zuverläſſigen Quellen, daß er bei den Verhandlungen in Mailand dem an ſeinen Vorſchlägen mäkelnden Herzog Serbelloni wie ein Raſender gedroht hat, er rufe die Franzoſen wieder nach Bünden, wenn Spanien nicht ſeinen Willen thue, ja, daß er, um den Beichtvater ſeiner hiſpaniſchen Majeſtät zu gewinnen —","norm":"Ich erfahre aus zuverlässigen Quellen, dass er bei den Verhandlungen in Mailand dem an seinen Vorschlägen mäkelnden Herzog Serbelloni wie ein Rasender gedroht hat, er rufe die Franzosen wieder nach Bünden, wenn Spanien nicht seinen Willen tue, ja, dass er, um den Beichtvater seiner hispanischen Majestät zu gewinnen —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.790299892425537} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3189,"date":1876,"orig":"denn er wollte einen andern Einfluß gegen den Serbellonis zu Madrid in die Wagſchale werfen — ſeinen angeſtammten evangeliſchen Glauben freventlich abgeſchworen hat.“","norm":"denn er wollte einen anderen Einfluss gegen den Serbellonis zu Madrid in die Waagschale werfen — seinen angestammten evangelischen Glauben freventlich abgeschworen hat .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.624100208282471} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3190,"date":1876,"orig":"„Da ſei Gott vor,“ ſagte der Bürgermeiſter aufrichtig erſchrocken.","norm":"„Da sei Gott vor,“ sagte der Bürgermeister aufrichtig erschrocken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.187300205230713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3191,"date":1876,"orig":"„Und was fängt unſer kleines Land mit dieſem jetzt müßig gewordenen und an Thaten noch ungeſättigten Menſchen an,“ fuhr Sprecher fort, „der unſern engen Verhältniſſen entwachſen und von ſeinen beiſpielloſen Erfolgen trunken iſt bis zum Wahnſinn?","norm":"„Und was fängt unser kleines Land mit diesem jetzt müßig gewordenen und an Taten noch ungesättigten Menschen an,“ fuhr Sprecher fort, „der unseren engen Verhältnissen entwachsen und von seinen beispiellosen Erfolgen trunken ist bis zum Wahnsinn?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061500072479248} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3192,"date":1876,"orig":"— In den Pauſen ſeiner Unterhandlungen zu Mailand hat er in unſerer Grafſchaft Chiavenna, wo er ſich von den drei Bünden zum Lohne ſeines Verraths an Herzog Heinrich die ganze Civil- und Militärgewalt unumſchränkt übertragen ließ, gewirthſchaftet wie ein ausſchweifender Nero und einen mehr als fürſtlichen Hofhalt geführt.","norm":"— In den Pausen seiner Unterhandlungen zu Mailand hat er in unserer Grafschaft Chiavenna, wo er sich von den drei Bünden zum Lohne seines Verrats an Herzog Heinrich die ganze Civil- und Militärgewalt unumschränkt übertragen ließ, gewirtschaftet wie ein ausschweifender Nero und einen mehr als fürstlichen Hofhalt geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.693699836730957} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3193,"date":1876,"orig":"Ich könnte Euch manches davon erzählen, denn ich verzeichne ſeine Thaten allwöchentlich mit dem ſcharfen Griffel der Klio, deſſen Spitze ich übrigens zu niemandes Gunſten abſtumpfen würde, nicht einmal zu Gunſten eines Sohnes oder — Schwiegerſohnes,“ ſchloß Herr Fortunatus mit trübem Lächeln.","norm":"Ich könnte Euch manches davon erzählen, denn ich verzeichne seine Taten allwöchentlich mit dem scharfen Griffel der Klio, dessen Spitze ich übrigens zu niemandes Gunsten abstumpfen würde, nicht einmal zu Gunsten eines Sohnes oder — Schwiegersohnes,“ schloss Herr Fortunatus mit trübem Lächeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.85890007019043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3194,"date":1876,"orig":"„Gott genade uns, welch' ein Unwetter!“ rief Fräulein Amantia, unter dieſem Schreckensruf ein zartes Erröthen verbergend, und wirklich hatte ſich der Sturm draußen verdoppelt und ſeine Stöße, welche die Gitterverzierungen am Fenſter wegzureißen drohten, ließen das feſte Haus erbeben und die Gläſer auf der Tafel leiſe klingen.","norm":"„Gott gnade uns, welch ein Unwetter!“ rief Fräulein Amantia, unter diesem Schreckensruf ein zartes Erröten verbergend, und wirklich hatte sich der Sturm draußen verdoppelt und seine Stöße, welche die Gitterverzierungen am Fenster wegzureißen drohten, ließen das feste Haus erbeben und die Gläser auf der Tafel leise klingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570700168609619} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3195,"date":1876,"orig":"Es öffnete ſich die Thür, eine erſchrockene Magd erſchien und berichtete, der alte Glockenthurm zu Sankt Luzi ſei, nachdem man ihn einige Male habe ſchwanken ſehen, in dem Unwetter krachend zuſammengeſtürzt, gerade als der Oberſt Jenatſch mit ſeinem Gefolge durch das Thor eingeritten.","norm":"Es öffnete sich die Tür, eine erschrockene Magd erschien und berichtete, der alte Glockenturm zu Sankt Luzi sei, nachdem man ihn einige Male habe schwanken sehen, in dem Unwetter krachend zusammengestürzt, gerade als der Oberst Jenatsch mit seinem Gefolge durch das Tor eingeritten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.458399772644043} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3196,"date":1876,"orig":"„Das iſt nicht ohne Bedeutung,“ ſagte ernſt Herr Fortunatus, während die Männer ans Fenſter traten.","norm":"„Das ist nicht ohne Bedeutung,“ sagte ernst Herr Fortunatus, während die Männer ans Fenster traten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.318299770355225} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3197,"date":1876,"orig":"„Wir wiſſen aus Tito Livio und haben auch hier die Erfahrung öfter gemacht, daß die Natur mit der Geſchichte in geheimem Zuſammenhange ſteht, große Begebenheiten vorausfühlt und mit ihren Schreckniſſen ankündigt und begleitet.“","norm":"„Wir wissen aus Tito Livio und haben auch hier die Erfahrung öfter gemacht, dass die Natur mit der Geschichte in geheimem Zusammenhang steht, große Begebenheiten vorausfühlt und mit ihren Schrecknissen ankündigt und begleitet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.941999912261963} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3198,"date":1876,"orig":"Unter andern Umſtänden hätte wohl der Bürgermeiſter dieſe abergläubiſche Bemerkung mit einem feinen Lächeln beantwortet, diesmal aber konnte er ſich eines peinlichen Eindrucks nicht erwehren.","norm":"Unter anderen Umständen hätte wohl der Bürgermeister diese abergläubische Bemerkung mit einem feinen Lächeln beantwortet, diesmal aber konnte er sich eines peinlichen Eindrucks nicht erwehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9484000205993652} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3199,"date":1876,"orig":"Das Zuſammenſtürzen des Luzienthurmes erinnerte ihn an die dem Veltlinermord vorhergehenden Tage ſeines Aufenthaltes in Berbenn, an die damaligen Zeichen und Wunder und an den blutigen Tod der ſchönen Lucia.","norm":"Das Zusammenstürzen des Luzienthurmes erinnerte ihn an die dem Veltlinermord vorhergehenden Tage seines Aufenthaltes in Berbenn, an die damaligen Zeichen und Wunder und an den blutigen Tod der schönen Lucia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.959700107574463} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3200,"date":1876,"orig":"Der Sturm ſchien ſich ausgetobt zu haben, aber die Luft war feucht und ſchwer und dunkle Wolken hingen tief herab.","norm":"Der Sturm schien sich ausgetobt zu haben, aber die Luft war feucht und schwer und dunkle Wolken hingen tief herab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.493599891662597} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3201,"date":1876,"orig":"Die Gaſſe hatte ſich mit geringem Volke von zerzauſtem und verſtörtem Ausſehen gefüllt.","norm":"Die Gasse hatte sich mit geringem Volke von zerzaustem und verstörtem Aussehen gefüllt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797399997711182} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3202,"date":1876,"orig":"Jetzt ſprengte ein Reiter um die Ecke in juwelenglänzender rother Tracht und wehendem Mantel, den Hut mit den flatternden Federn feſt in die Stirn gedrückt.","norm":"Jetzt sprengte ein Reiter um die Ecke in juwelenglänzender roter Tracht und wehendem Mantel, den Hut mit den flatternden Federn fest in die Stirn gedrückt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.25600004196167} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3203,"date":1876,"orig":"Es war Jürg Jenatſch, der ſeinen unruhigen Rappen hart vor dem Sprecher'ſchen Hauſe bändigte und ſich nach ſeinem Ehrengeleit umſah, das, vom Sturme aufgehalten, eine Straßenlänge hinter dem Voranjagenden zurückgeblieben war.","norm":"Es war Jürg Jenatsch, der seinen unruhigen Rappen hart vor dem Sprechärschen Hause bändigte und sich nach seinem Ehrengeleit umsah, das, vom Sturme aufgehalten, eine Straßenlänge hinter dem Voranjagenden zurückgeblieben war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111800193786621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3204,"date":1876,"orig":"Waſer konnte ſeinen Blick von der Erſcheinung des Jugendfreundes nicht verwenden.","norm":"Wasser konnte seinen Blick von der Erscheinung des Jugendfreundes nicht verwenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.415200233459473} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3205,"date":1876,"orig":"Er hing wie gebannt an dem ſtarren Ausdrucke des metallbraunen Angeſichts.","norm":"Er hing wie gebannt an dem starren Ausdrucke des metallbraunen Angesichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.112800121307373} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3206,"date":1876,"orig":"Auf den großen Zügen lag gleichgültiger Trotz, der nach Himmel und Hölle, nach Tod und Gericht nichts mehr fragte.","norm":"Auf den großen Zügen lag gleichgültiger Trotz, der nach Himmel und Hölle, nach Tod und Gericht nichts mehr fragte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.479499816894531} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3207,"date":1876,"orig":"Das Auge blickte fremd über den erreichten Triumph hinweg, — welches unbekannte Ziel ergreifend?","norm":"Das Auge blickte fremd über den erreichten Triumph hinweg, — welches unbekannte Ziel ergreifend?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.680600166320801} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3208,"date":1876,"orig":". . . Und wieder tauchte dem Bürgermeiſter eine alte Erinnerung auf: der Brand von Berbenn.","norm":". . . Und wieder tauchte dem Bürgermeister eine alte Erinnerung auf: der Brand von Berbenn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.438899993896484} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3209,"date":1876,"orig":"Er ſah Jürg, die ſchöne Leiche in den Armen, mit jenem aus Gluth und Kälte gemiſchten Ausdrucke, den er nie hatte vergeſſen können.","norm":"Er sah Jürg, die schöne Leiche in den Armen, mit jenem aus Glut und Kälte gemischten Ausdrucke, den er nie hatte vergessen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.661300182342529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3210,"date":1876,"orig":"Wie kommt es, fragte er ſich, daß Jürg heute auf dem Gipfel des Ruhmes gerade ſo drein ſchaut, wie damals in der Tiefe des Elends?","norm":"Wie kommt es, fragte er sich, dass Jürg heute auf dem Gipfel des Ruhmes gerade so drein schaut, wie damals in der Tiefe des Elends?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9305999279022212} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3211,"date":1876,"orig":"„Seht einmal,“ flüſterte Sprecher durch die gleichgültige Haltung des ihn nicht beachtenden Reiters gereizt, „der Abtrünnige trägt die Ordenskette St. Jacobi von Compoſtella!“","norm":"„Seht einmal,“ flüsterte Sprecher durch die gleichgültige Haltung des ihn nicht beachtenden Reiters gereizt, „der Abtrünnige trägt die Ordenskette St. Jacobi von Kompostelle!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.707300186157227} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3212,"date":1876,"orig":"Waſer antwortete nicht, denn ihm zu Häupten ertönte — eine Seltenheit zu Anfang des Frühjahrs — dumpfes Donnerrollen und jäh zerriß ein falber Blitz die niederhangenden Wolken.","norm":"Wasser antwortete nicht, denn ihm zu Häupten ertönte — eine Seltenheit zu Anfang des Frühjahrs — dumpfes Donnerrollen und jäh zerriss ein falber Blitz die niederhangenden Wolken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145500183105469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3213,"date":1876,"orig":"„Der Strahl des Gerichts!“ murmelte Sprecher erbleichend.","norm":"„Der Strahl des Gerichts!“ murmelte Sprecher erbleichend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.300600051879883} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3214,"date":1876,"orig":"Auch Waſer glaubte, Feuer vom Himmel habe den Trotzigen getroffen; aber als ſeine geblendeten Augen wieder aufblickten, ſaß Jenatſch unbewegt auf dem ſich bäumenden, ſtampfenden Rappen.","norm":"Auch Wasser glaubte, Feuer vom Himmel habe den Trotzigen getroffen; aber als seine geblendeten Augen wieder aufblickten, saß Jenatsch unbewegt auf dem sich bäumenden, stampfenden Rappen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.655799865722656} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3215,"date":1876,"orig":"Er zwang ſein Thier mit feſter Hand.","norm":"Er zwang sein Tier mit fester Hand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.23799991607666} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3216,"date":1876,"orig":"Er allein ſchien Blitz und Donner nicht bemerkt zu haben.","norm":"Er allein schien Blitz und Donner nicht bemerkt zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.41349983215332} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3217,"date":1876,"orig":"Waſer verweilte nicht mehr lange.","norm":"Wasser verweilte nicht mehr lange.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.006100177764893} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3218,"date":1876,"orig":"Es drängte ihn, Jürg aufzuſuchen, um den peinigenden Eindruck, den dieſer aus der Ferne auf ihn gemacht, durch ein paar freundſchaftliche Worte von Mund zu Munde zu brechen.","norm":"Es drängte ihn, Jürg aufzusuchen, um den peinigenden Eindruck, den dieser aus der Ferne auf ihn gemacht, durch ein paar freundschaftliche Worte von Mund zu Munde zu brechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.814599990844726} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3219,"date":1876,"orig":"Dies gedachte er noch vor der feierlichen Rathsſitzung zu thun.","norm":"Dies gedachte er noch vor der feierlichen Ratssitzung zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.296500205993652} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3220,"date":1876,"orig":"Sprechers Stimmung gegen Jenatſch konnte, war ſeine Befürchtung, in Bünden eine verbreitete ſein.","norm":"Sprechers Stimmung gegen Jenatsch konnte, war seine Befürchtung, in Bünden eine verbreitete sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9909000396728525} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3221,"date":1876,"orig":"Ich will ihn beſchwören, ſagte ſich Waſer, daß er ſich beſcheide und, nachdem er das Friedensdocument dem Rathe übergeben und ſo den Höhepunkt ſeiner ruhmvollen Bahn erreicht hat, ſich eine Weile zurückziehe, um den Neid der Götter und der Menſchen nicht zu reizen.","norm":"Ich will ihn beschwören, sagte sich Wasser, dass er sich bescheide und, nachdem er das Friedensdokument dem Rate übergeben und so den Höhepunkt seiner ruhmvollen Bahn erreicht hat, sich eine Weile zurückziehe, um den Neid der Götter und der Menschen nicht zu reizen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.424300193786621} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3222,"date":1876,"orig":"Er möge, wollte Waſer ihm andeuten, ſeine kriegeriſche Laufbahn im Auslande fortſetzen, oder den Verſuch machen, ob es ihm gelinge durch Begründung eines häuslichen Herdes auf ſeinen Gütern in Davos ſeine unruhige Seele auf ſtillere Wege zu führen.","norm":"Er möge, wollte Wasser ihm andeuten, seine kriegerische Laufbahn im Auslande fortsetzen, oder den Versuch machen, ob es ihm gelinge durch Begründung eines häuslichen Herdes auf seinen Gütern in Davos seine unruhige Seele auf stillere Wege zu führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948999881744385} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3223,"date":1876,"orig":"Von Herrn Fortunatus unter die Hauspforte geleitet, hatte ſich Waſer bei dieſem erkundigt, wo Jenatſch abſteige und der Ritter in bitterm Tone geantwortet:","norm":"Von Herrn Fortunatus unter die Hauspforte geleitet, hatte sich Wasser bei diesem erkundigt, wo Jenatsch absteige und der Ritter in bitterem Tone geantwortet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.860899925231934} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3224,"date":1876,"orig":"„Wie könnt Ihr fragen, verehrter Freund?","norm":"„Wie könnt Ihr fragen, verehrter Freund?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.140399932861328} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3225,"date":1876,"orig":"Natürlich im biſchöflichen Hof.“","norm":"Natürlich im bischöflichen Hof .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.117599964141846} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3226,"date":1876,"orig":"Als der Bürgermeiſter von einem Diener geleitet durch die hallenden Gänge der biſchöflichen Reſidenz ſchritt, tönte ihm durch eine Thüre zur Rechten die wohlbekannte Stimme ſeines Freundes in heftiger Erregung entgegen.","norm":"Als der Bürgermeister von einem Diener geleitet durch die hallenden Gänge der bischöflichen Residenz schritt, tönte ihm durch eine Türe zur Rechten die wohlbekannte Stimme seines Freundes in heftiger Erregung entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.19980001449585} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3227,"date":1876,"orig":"Sie war im Zwiegeſpräch, um nicht zu ſagen im Wortwechſel, mit einer andern etwas fetten und ſchwerfälligen.","norm":"Sie war im Zwiegespräch, um nicht zu sagen im Wortwechsel, mit einer anderen etwas fetten und schwerfälligen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.226099967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3228,"date":1876,"orig":"Er wurde von dem biſchöflichen Kammerdiener in ein gegenüberliegendes Zimmer geführt und dieſer entfernte ſich, um ihn anzumelden.","norm":"Er wurde von dem bischöflichen Kammerdiener in ein gegenüberliegendes Zimmer geführt und dieser entfernte sich, um ihn anzumelden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.446899890899658} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3229,"date":1876,"orig":"Die fernen Stimmen wurden unhörbar, kurz darauf aber wurde eine Thür im Gange aufgeriſſen.","norm":"Die fernen Stimmen wurden unhörbar, kurz darauf aber wurde eine Tür im Gange aufgerissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.903800010681152} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3230,"date":1876,"orig":"Es war Jenatſch, der Urlaub nahm.","norm":"Es war Jenatsch, der Urlaub nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.494699954986572} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3231,"date":1876,"orig":"„Macht Euch keine Rechnung darauf, Gnaden,“ hörte Waſer ihn auf dem Gange draußen mit heiſerer faſt ſchreiender Stimme zurückreden.","norm":"„Macht Euch keine Rechnung darauf, Gnaden,“ hörte Wasser ihn auf dem Gange draußen mit heiserer fast schreiender Stimme zurückreden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.142499923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3232,"date":1876,"orig":"„Daraus wird nichts!","norm":"„Daraus wird nichts!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.069699764251709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3233,"date":1876,"orig":"Ich will keine hergeſtellten Klöſter im Land!","norm":"Ich will keine hergestellten Klöster im Land!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.635799884796143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3234,"date":1876,"orig":"Ich dulde keine geiſtlichen Uebergriffe!“","norm":"Ich dulde keine geistlichen Übergriffe!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.333000183105469} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3235,"date":1876,"orig":"„An dieſem Euerm Ehrentage, Herr Oberſt,“ beruhigte man von innen mit ſalbungsvollem Tone, „will ich Euch mit unſern beſcheidenen Wünſchen nicht beläſtigen, bin ich doch gewiß, daß unſere kleinen Meinungsverſchiedenheiten ſich mit der Zeit von ſelbſt ausgleichen werden, jetzt, da Ihr im Glauben wiedergeboren und aus einem Saulus ein Paulus geworden ſeid.“ —","norm":"„An diesem Euerem Ehrentage, Herr Oberst,“ beruhigte man von innen mit salbungsvollem Tone, „will ich Euch mit unseren bescheidenen Wünschen nicht belästigen, bin ich doch gewiss, dass unsere kleinen Meinungsverschiedenheiten sich mit der Zeit von selbst ausgleichen werden, jetzt, da Ihr im Glauben wiedergeboren und aus einem Saulus ein Paulus geworden seid .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.398600101470947} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3236,"date":1876,"orig":"Die Zimmerthür flog auf und Jürg ſchritt ſeinem Jugendfreunde mit ausgebreiteten Armen entgegen.","norm":"Die Zimmertür flog auf und Jürg schritt seinem Jugendfreunde mit ausgebreiteten Armen entgegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381999969482422} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3237,"date":1876,"orig":"Er faßte ihn an beiden Schultern:","norm":"Er fasste ihn an beiden Schultern:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.013500213623047} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3238,"date":1876,"orig":"„Auch einer, der ſein Ziel erreicht hat!“ ſagte er mit dem alten, fröhlichen Lachen.","norm":"„Auch einer, der sein Ziel erreicht hat!“ sagte er mit dem alten, fröhlichen Lachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.877700090408325} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3239,"date":1876,"orig":"„Ich gratulire, Herr Bürgermeiſter!“","norm":"„Ich gratuliere, Herr Bürgermeister!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"tr","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.202099800109863} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3240,"date":1876,"orig":"„Es iſt mir eine beſondere Freude,“ erwiederte Waſer, „daß ich, kaum mit meiner neuen Würde bekleidet, von meinen gnädigen Herren zu Deinem Triumphe nach Chur abgeordnet bin.","norm":"„Es ist mir eine besondere Freude,“ erwiderte Wasser, „dass ich, kaum mit meiner neuen Würde bekleidet, von meinen gnädigen Herren zu Deinem Triumphe nach Kür abgeordnet bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.186100006103516} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3241,"date":1876,"orig":"Du haſt, 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—","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179800033569336} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3244,"date":1876,"orig":"Da habe ich die letzte Karte ausgeſpielt — eine ſchmutzige Karte . . . puh!","norm":"Da habe ich die letzte Karte ausgespielt — eine schmutzige Karte . . . puh!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.446199893951416} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3245,"date":1876,"orig":"Aber ich drängte vorwärts, vorwärts, damit der Fieberſchauer meines Lebens nicht ohne Frucht bleibe, nicht umſonſt ſei.","norm":"Aber ich drängte vorwärts, vorwärts, damit der Fieberschauer meines Lebens nicht ohne Frucht bleibe, nicht umsonst sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2743000984191895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3246,"date":1876,"orig":"Nun bin ich am Ziel und gern möcht' ich 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Glauben zum Papismus?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.239299774169922} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3249,"date":1876,"orig":". . . das wird nicht, kann nicht ſein!“","norm":". . . das wird nicht, kann nicht sein!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0802001953125} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3250,"date":1876,"orig":"„Und iſt es,“ rief der Andere mit frevler Heiterkeit, „ſo hab' ich eine Fratze gegen eine Fratze getauſcht!“","norm":"„Und ist es,“ rief der Andere mit Frevler Heiterkeit, „so habe ich eine Fratze gegen eine Fratze getauscht!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.176499843597412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3251,"date":1876,"orig":"„Du haſt in Zürich Gottesgelahrtheit ſtudirt“ . . . ſagte Waſer erſchüttert, wandte ſich ab und bedeckte das Angeſicht mit beiden Händen.","norm":"„Du hast in Zürich Gottesgelahrtheit studiert“. . . sagte Wasser erschüttert, wandte sich ab und bedeckte das Angesicht mit beiden Händen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.366000175476074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3252,"date":1876,"orig":"Schwere Thränen rannen durch ſeine Finger.","norm":"Schwere Tränen rannen durch seine Finger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.155700206756592} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3253,"date":1876,"orig":"Da ſchlug Jenatſch den Arm um ihn und ſagte in einem zornmüthigen Humor:","norm":"Da schlug Jenatsch den Arm um ihn und sagte in einem zornmütigen Humor:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.543700218200684} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3254,"date":1876,"orig":"„Flenne mir nicht wie ein Weib, 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+{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3258,"date":1876,"orig":"Dann plötzlich den Ton wechſelnd, fragte er dringend:","norm":"Dann plötzlich den Ton wechselnd, fragte er dringend:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.588799953460693} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3259,"date":1876,"orig":"„Was habt Ihr denn in Zürich für Bericht von der bei Rheinfelden von Herzog Bernhard den Kaiſerlichen gelieferten Schlacht?","norm":"„Was habt Ihr denn in Zürich für Bericht von der bei Rheinfelden von Herzog Bernhard den Kaiserlichen gelieferten Schlacht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.405099868774414} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3260,"date":1876,"orig":"Ich weiß noch nichts Näheres,“ fügte er bei, „in Thuſis hieß es, Rohan ſei leicht verwundet.“","norm":"Ich weiß noch nichts Näheres,“ fügte er bei, „in Thusis hieß es, Rohan sei leicht verwundet 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mit der Sprache, Heinrich,“ rief Jenatſch rauh, „er iſt geſtorben?“","norm":"„Heraus mit der Sprache, Heinrich,“ rief Jenatsch rau, „er ist gestorben?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.967100143432617} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3265,"date":1876,"orig":"Und es ging wie ein Todesſchatten über ſein Antlitz.","norm":"Und es ging wie ein Todesschatten über sein Antlitz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.123000144958496} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3266,"date":1876,"orig":"In dieſem Augenblick ertönte, — Herrn Waſer ſehr unwillkommen, der noch gern ſeinen Freund gewarnt und ſein eigenes Gemüth in ruhigem Geſpräch mit ihm erleichtert hätte, — die Glocke, welche die Beiden auf das Rathhaus rief.","norm":"In diesem Augenblick ertönte, — Herrn Wasser sehr unwillkommen, der noch gern seinen Freund gewarnt und sein eigenes Gemüt in ruhigem Gespräch mit ihm erleichtert hätte, — die Glocke, welche die Beiden auf das Rathaus rief.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.773099899291992} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3267,"date":1876,"orig":"Jenatſch ergriff die Rolle, welche Bündens Rettung enthielt, hob ſie gegen Waſer empor und rief:","norm":"Jenatsch ergriff die Rolle, welche Bünden Rettung enthielt, hob sie gegen Wasser empor und rief:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8994998931884775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3268,"date":1876,"orig":"„Theuer erkauft!“","norm":"„Teurer erkauft!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.014500141143799} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3269,"date":1876,"orig":"Letztes Kapitel.","norm":"Letztes Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ht","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.747100114822387} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3270,"date":1876,"orig":"Auf dem Rathhauſe zu Chur wurden nach dem Schluſſe der feierlichen Sitzung, in welcher Georg Jenatſch das Friedensdocument überreicht hatte, Vorbereitungen zu einem glänzenden Feſte getroffen, mit dem ihn die Stadt am Abende deſſelben Tages ehren wollte.","norm":"Auf dem Rathause zu Kür wurden nach dem Schlusse der feierlichen Sitzung, in welcher Georg Jenatsch das Friedensdokument überreicht hatte, Vorbereitungen zu einem glänzenden Feste getroffen, mit dem ihn die Stadt am Abende desselben Tages ehren wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9309000968933105} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3271,"date":1876,"orig":"Es war Faſtnachtszeit und die Churerinnen freuten ſich auf den fröhlichen Anlaß; der Winter war den durch die Geſelligkeit der frühern Jahre Verwöhnten allzu ſtill und ernſthaft vergangen, ſie hatten die erfindungsreiche Galanterie der franzöſiſchen Edelleute vermißt, die allwöchentlich aus der nahen Rheinfeſtung nach Chur zu eilen pflegten.","norm":"Es war Fastnachtszeit und die Kurerinnen freuten sich auf den fröhlichen Anlass; der Winter war den durch die Geselligkeit der früheren Jahre Verwöhnten allzu still und ernsthaft vergangen, sie hatten die erfindungsreiche Galanterie der französischen Edelleute vermisst, die allwöchentlich aus der nahen Rheinfestung nach Kür zu eilen pflegten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.480999946594238} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3272,"date":1876,"orig":"Heute ſollte das Verſäumte nachgeholt werden.","norm":"Heute sollte das Versäumte nachgeholt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.358599901199341} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3273,"date":1876,"orig":"Die Väter der Stadt hatten ſich nicht geweigert, die weite, bequeme Halle, wo ſie zur Sommerszeit das Heil des Landes beriethen, dem wirbelnden Reigen und der Maskenfreiheit aufzuthun, und in den beiden zur Rechten und zur Linken auf dieſen Saal ſich öffnenden Sitzungszimmern die Schenktiſche rüſten zu laſſen.","norm":"Die Väter der Stadt hatten sich nicht geweigert, die weite, bequeme Halle, wo sie zur Sommerszeit das Heil des Landes berieten, dem wirbelnden Reigen und der Maskenfreiheit aufzutun, und in den beiden zur Rechten und zur Linken auf diesen Saal sich öffnenden Sitzungszimmern die Schenktische rüsten zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.66540002822876} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3274,"date":1876,"orig":"Das eine dieſer Nebengemächer, vor deſſen Eingang die ſchmale, vom Hausflur auf den weiten Saal führende Wendeltreppe ausmündete, war die Kammer der Juſtitia, deren aus Holz geſchnitztes, buntbemaltes Bildniß, auf einem phantaſtiſchen Sitze von Hirſchgeweihen thronend, an drei Ketten von der Decke herunterhing.","norm":"Das eine dieser Nebengemächer, vor dessen Eingang die schmale, vom Hausflur auf den weiten Saal führende Wendeltreppe ausmündete, war die Kammer der Justitia, deren aus Holz geschnitztes, buntbemaltes Bildnis, auf einem phantastischen Sitze von Hirschgeweihen thronend, an drei Ketten von der Decke herunterhing.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.769000053405761} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3275,"date":1876,"orig":"Unter dem Bilde ſtand ein hoher Holzbock und auf dieſem der beleibte Feſtwirth, der das mächtige Geweih geſchäftig mit Wachskerzen beſteckte.","norm":"Unter dem Bilde stand ein hoher Holzbock und auf diesem der beleibte Festwirt, der das mächtige Geweih geschäftig mit Wachskerzen besteckte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6219000816345215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3276,"date":1876,"orig":"Während ſeine Hände ſich beeilten, ging auch ſeine Zunge nicht müßig.","norm":"Während seine Hände sich beeilten, ging auch seine Zunge nicht müßig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.359300136566162} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3277,"date":1876,"orig":"Sie ließ gewichtige Worte fallen in einen Kreis junger Leute, welche das ſeidene geſchlitzte Feſtwams mit dem breit ausgelegten Spitzenkragen, das reich bebänderte Beinkleid und die verwegenſten Schuhroſetten zur Schau trugen, dabei ſchon den Becher handhabten, um, wie ſie ſagten, die Feſtweine zu prüfen, und die Ausſprüche des Redſeligen luſtig auffingen, ihn zu immer neuen Mittheilungen ermunternd.","norm":"Sie ließ gewichtige Worte fallen in einen Kreis junger Leute, welche das seidene geschlitzte Festwams mit dem breit ausgelegten Spitzenkragen, das reich bebänderte Beinkleid und die verwegensten Schuhrosetten zur Schau trugen, dabei schon den Becher handhabten, um, wie sie sagten, die Festweine zu prüfen, und die Aussprüche des Redseligen lustig auffingen, ihn zu immer neuen Mitteilungen ermunternd.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.520599842071533} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3278,"date":1876,"orig":"„Alſo, Vater Fauſch,“ lachte ein flotter Geſelle, Ihr ſeid es, der das Genie des Oberſten aus den Windeln gewickelt hat, wodurch Ihr, ich will nicht ſagen die kleine, aber die verborgene Urſache großer Dinge geworden ſeid!","norm":"„Also, Vater Fausch,“ lachte ein flotter Geselle, Ihr seid es, der das Genie des Obersten aus den Windeln gewickelt hat, wodurch Ihr, ich will nicht sagen die kleine, aber die verborgene Ursache großer Dinge geworden seid!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5447998046875} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3279,"date":1876,"orig":"Geſteht, Ihr habt ihm auch ſeinen Plan eingehaucht, der eines Niccolò Macchiavelli würdig iſt!","norm":"Gesteht, Ihr habt ihm auch seinen Plan eingehaucht, der eines Niccolo Macchiavelli würdig ist!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.293600082397461} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3280,"date":1876,"orig":"Warum aber habt Ihr die Hauptrolle darin nicht ſelbſt übernommen?“","norm":"Warum aber habt Ihr die Hauptrolle darin nicht selbst übernommen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177299976348877} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3281,"date":1876,"orig":"„Daß es probat ſei, Frankreich gegen Hiſpanien und Hiſpanien gegen Frankreich zu hetzen,“ verſetzte der Kleine, eine Kerze in der Hand, von ſeiner Höhe herunter, „und dann den Kopf leiſe aus der Schlinge zu ziehn, das mag ich Jürg in vertraulichen Stunden wohl angedeutet haben zur Zeit, als wir in der ſchönen Stadt Venezia zuſammentrafen.","norm":"„Dass es probat sei, Frankreich gegen Hispanien und Hispanien gegen Frankreich zu hetzen,“ versetzte der Kleine, eine Kerze in der Hand, von seiner Höhe herunter, „und dann den Kopf leise aus der Schlinge zu ziehen, das mag ich Jürg in vertraulichen Stunden wohl angedeutet haben zur Zeit, als wir in der schönen Stadt Venezia zusammentrafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.273300170898437} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3282,"date":1876,"orig":"Selbſt aber das Geſchäft übernehmen konnte ich nicht, wenn ich nicht dem herben Weine meiner Denkungsart einen unächten Beiſatz geben und meine demokratiſche Vergangenheit beſchämen wollte.","norm":"Selbst aber das Geschäft übernehmen konnte ich nicht, wenn ich nicht dem herben Weine meiner Denkungsart einen unechten Beisatz geben und meine demokratische Vergangenheit beschämen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.751299858093262} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3283,"date":1876,"orig":"Nie ſah Bünden einen ehrenvollern Tag als jenen großen, da ich die franzöſiſche Ambaſſade über die Grenze wies.“","norm":"Nie sah Bünden einen ehrenvolleren Tag als jenen großen, da ich die französische Ambassade über die Grenze wies .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617800235748291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3284,"date":1876,"orig":"Und Fauſch machte eine gebieteriſche Geberde mit ſeiner Wachskerze.","norm":"Und Fausch machte eine gebieterische Gebärde mit seiner Wachskerze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.294400215148926} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3285,"date":1876,"orig":"„Bekannt! Bekannt wie die Schöpfungsgeſchichte! ſcholl es aus allen Ecken.","norm":"„Bekannt! Bekannt wie die Schöpfungsgeschichte! scholl es aus allen Ecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.181600093841553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3286,"date":1876,"orig":"„Etwas anderes, Vater Lorenz! — Erzählt uns lieber, wie Ihr, ein hartgeſottener Ketzer, Kellermeiſter bei ſeinen biſchöflichen Gnaden geworden ſeid.“","norm":"„Etwas anderes, Vater Lorenz! — Erzählt uns lieber, wie Ihr, ein hartgesottener Ketzer, Kellermeister bei seinen bischöflichen Gnaden geworden seid .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.79449987411499} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3287,"date":1876,"orig":"„Gern, meine Herren,“ verſetzte Fauſch, „es iſt in unſern Zeiten eine lehrreiche Geſchichte.","norm":"„Gern, meine Herren,“ versetzte Fausch, „es ist in unseren Zeiten eine lehrreiche Geschichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.721700191497803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3288,"date":1876,"orig":"„Als ſeine Gnaden für ihren weltberühmten biſchöflichen Keller einen Mann nach ihrem Herzen, ausgerüſtet mit den erforderlichen Kenntniſſen und Tugenden ſuchten, ſchrieben ſie mir nach Venedig, an meiner ihnen wohlbekannten Perſon ſei nur eines, das ſie ſtöre — die Verſchiedenheit des Glaubens.","norm":"„Als seine Gnaden für ihren weltberühmten bischöflichen Keller einen Mann nach ihrem Herzen, ausgerüstet mit den erforderlichen Kenntnissen und Tugenden suchten, schrieben sie mir nach Venedig, an meiner ihnen wohlbekannten Person sei nur eines, das sie störe — die Verschiedenheit des Glaubens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.941999912261963} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3289,"date":1876,"orig":"Sie meinten, ihr Malanſer würde ihnen nicht ſchmecken, wenn ihr Kellermeiſter und Mundſchenk die beſtimmte Ausſicht hätte, dereinſt in der Flamme ewigen Durſt zu leiden, und drangen heftig in mich, zum Beſten ihres Kellers und meiner Seele die proteſtantiſchen Ketzereien abzuthun.","norm":"Sie meinten, ihr Malanser würde ihnen nicht schmecken, wenn ihr Kellermeister und Mundschenk die bestimmte Aussicht hätte, dereinst in der Flamme ewigen Durst zu leiden, und drangen heftig in mich, zum Besten ihres Kellers und meiner Seele die protestantischen Ketzereien abzutun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.033999919891357} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3290,"date":1876,"orig":"Lorenz Fauſch aber, meine Herren, blieb feſt und gelangte doch ans Ziel.","norm":"Lorenz Fausch aber, meine Herren, blieb fest und gelangte doch ans Ziel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.902100086212158} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3291,"date":1876,"orig":"Die Unterhandlung ſchloß damit, daß Gnaden einſahen, ein Apoſtat wäre nicht der Mann, ihnen reinen Wein einzuſchenken.“","norm":"Die Unterhandlung schloss damit, dass Gnaden einsahen, ein Apostat wäre nicht der Mann, ihnen reinen Wein einzuschenken .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.029200077056885} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3292,"date":1876,"orig":"Fauſch verſtummte, denn eben war ein junges Rathsglied zu der Gruppe getreten und erzählte mit Lebhaftigkeit, wie ſtolz der Oberſt dem Bürgermeiſter Meyer die Urkunde überreicht und in wie wohlgeſetzten Worten das zürcheriſche Standeshaupt den Glückwunſch ſeiner Vaterſtadt zu Bündens glorreicher und wunderbarer Wiederherſtellung vorgebracht habe.","norm":"Fausch verstummte, denn eben war ein junges Ratsglied zu der Gruppe getreten und erzählte mit Lebhaftigkeit, wie stolz der Oberst dem Bürgermeister Meyer die Urkunde überreicht und in wie wohlgesetzten Worten das zürcherische Standeshaupt den Glückwunsch seiner Vaterstadt zu Bünden glorreicher und wunderbarer Wiederherstellung vorgebracht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.282599925994873} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3293,"date":1876,"orig":"„Der Heini Waſer hat gleichfalls mit mir auf derſelben Schulbank geſchwitzt,“ rief Meiſter Lorenz von ſeinem Holzbock herunter.","norm":"„Der Heini Wasser hat gleichfalls mit mir auf derselben Schulbank geschwitzt,“ rief Meister Lorenz von seinem Holzbock herunter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.775199890136719} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3294,"date":1876,"orig":"„Auch ein Pfiffikus!","norm":"„Auch ein Pfiffikus!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.086400032043457} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3295,"date":1876,"orig":"Aber mit unſerm Jenatio verglichen, ein Ingenium zweiten Ranges.","norm":"Aber mit unserem Jenatio verglichen, ein Ingenium zweiten Ranges.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.168300151824951} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3296,"date":1876,"orig":"Wenn mein Jürg mir nur nicht hoffärtig wird! —","norm":"Wenn mein Jürg mir nur nicht hoffärtig wird! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6458001136779785} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3297,"date":1876,"orig":"Ich will heut Abend die Maskenfreiheit benützen, um ihm ſein erſtes geringes Kleid, den Pfarrrock, und die unterſte Staffel ſeines Ruhms, die arme Kanzel, in heilſame Erinnerung zu bringen.","norm":"Ich will heute Abend die Maskenfreiheit benützen, um ihm sein erstes geringes Kleid, den Pfarrrock, und die unterste Staffel seines Ruhms, die arme Kanzel, in heilsame Erinnerung zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.991399765014648} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3298,"date":1876,"orig":"Gebt mir auf den Spaß wohl Acht, ihr Herren!","norm":"Gebt mir auf den Spaß wohl Acht, ihr Herren!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.999899864196777} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3299,"date":1876,"orig":"Ich ſchleiche als Küſter hinter ihm her und ſpreche ihn um den Liedervers zu ſeiner Predigt an, ſo wahr ich Lorenz Fauſch heiße.“","norm":"Ich schleiche als Küster hinter ihm her und spreche ihn um den Liedervers zu seiner Predigt an, so wahr ich Lorenz Fausch heiße .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.067800045013428} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3300,"date":1876,"orig":"Unterdeſſen hatten ſich alle Lichter entzündet und der Saal begann ſich zu füllen.","norm":"Unterdessen hatten sich alle Lichter entzündet und der Saal begann sich zu füllen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.163599967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3301,"date":1876,"orig":"In den Niſchen der breiten Fenſter flüſterten junge Damen und verzeichneten auf ihren Fächern die Tänze, welche ſie den vor ihnen ſtehenden Cavalieren verſprochen.","norm":"In den Nischen der breiten Fenster flüsterten junge Damen und verzeichneten auf ihren Fächern die Tänze, welche sie den vor ihnen stehenden Kavalieren versprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.930300235748291} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3302,"date":1876,"orig":"Allmälig erſchienen auch die Standesperſonen, voran der Amtsbürgermeiſter Meyer mit ſeiner vornehm blickenden Gemahlin, welche den runden Hals und die vollen Arme mit Perlenſchnüren umwunden, in einem golddurchwirkten Schleppkleide neben dem ſtattlichſten der Gatten einherſchritt.","norm":"Allmählich erschienen auch die Standespersonen, voran der Amtsbürgermeister Meyer mit seiner vornehm blickenden Gemahlin, welche den runden Hals und die vollen Arme mit Perlenschnüren umwunden, in einem golddurchwirkten Schleppkleide neben dem stattlichsten der Gatten einherschritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.364099979400635} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3303,"date":1876,"orig":"Bald nach ihnen betrat den Saal der Ritter Doctor Fortunatus Sprecher, den Alles ſich wunderte hier zu erblicken.","norm":"Bald nach ihnen betrat den Saal der Ritter Doktor Fortunatus Sprecher, den alles sich wunderte hier zu erblicken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.42110013961792} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3304,"date":1876,"orig":"Auch war ſein Antlitz trüb und unfeſtlich.","norm":"Auch war sein Antlitz trüb und unfestlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.345900058746338} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3305,"date":1876,"orig":"Der allen rauſchenden Vergnügungen abholde Doctor hatte wohl ſich heute Gewalt angethan um ſeines zürcheriſchen Freundes und Gaſtes willen, den er auch damit ehrte, daß er durch ihn ſein liebliches Töchterlein aufführen ließ.","norm":"Der allen rauschenden Vergnügungen abholde Doktor hatte wohl sich heute Gewalt angetan um seines zürcherischen Freundes und Gastes Willen, den er auch damit ehrte, dass er durch ihn sein liebliches Töchterlein aufführen ließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.45419979095459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3306,"date":1876,"orig":"Fräulein Amantia ſah in ihrem weißen Seidenkleide und dem vorn von einer Blume aus Edelgeſtein zuſammengehaltenen Florwölklein um Nacken und Schultern an der Hand des ehren- und tugendfeſten Bürgermeiſters glücklich und verſchämt aus, faſt wie eine züchtige Braut.","norm":"Fräulein Amantia sah in ihrem weißen Seidenkleide und dem vorn von einer Blume aus Edelgestein zusammengehaltenen Florwölklein um Nacken und Schultern an der Hand des ehren- und tugendfesten B��rgermeisters glücklich und verschämt aus, fast wie eine züchtige Braut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35069990158081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3307,"date":1876,"orig":"Während Herr Waſer ſie unter ihre Freundinnen führte, welche dem Treppenaufgang und der Kammer der Juſtitia gegenüber am andern Ende des Saales jugendliche Gruppen bildeten, klangen die Stufen von Männertritten und Jenatſch betrat mit einem zahlreichen Gefolge ſeiner Offiziere die Tanzhalle.","norm":"Während Herr Wasser sie unter ihre Freundinnen führte, welche dem Treppenaufgang und der Kammer der Justitia gegenüber am anderen Ende des Saales jugendliche Gruppen bildeten, klangen die Stufen von Männertritten und Jenatsch betrat mit einem zahlreichen Gefolge seiner Offiziere die Tanzhalle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.369200229644775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3308,"date":1876,"orig":"Sein gewaltiger Körperbau und ſein feuriges Antlitz machten ihn noch immer zum Mächtigſten und Schönſten unter Allen.","norm":"Sein gewaltiger Körperbau und sein feuriges Antlitz machten ihn noch immer zum Mächtigsten und Schönsten unter allen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.052700042724609} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3309,"date":1876,"orig":"Noch ſtand er von vielen Seiten begrüßt neben dem Bürgermeiſter Meyer und ſeiner Gemahlin in der Mitte des Saales, als zu nicht geringem Schrecken dieſer Magiſtratsperſon der Doctor Sprecher mit einer Todtengräbermiene ſich unfern von ihnen unter den Kronleuchter ſtellte und, mit einer Bewegung der Rechten Schweigen verlangend, alſo zu reden anhub:","norm":"Noch stand er von vielen Seiten begrüßt neben dem Bürgermeister Meyer und seiner Gemahlin in der Mitte des Saales, als zu nicht geringem Schrecken dieser Magistratsperson der Doktor Sprecher mit einer Totengräbermiene sich unfern von ihnen unter den Kronleuchter stellte und, mit einer Bewegung der rechten Schweigen verlangend, also zu reden anhob:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353899955749512} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3310,"date":1876,"orig":"„Manche von Euch fragen mich, werthe Mitbürger, was dieſe Trauer meines Angeſichts bedeute, die ich vergeblich um des heutigen Ehrenfeſtes willen unter der Maske der Heiterkeit zu verbergen trachte.","norm":"„Manche von Euch fragen mich, werte Mitbürger, was diese Trauer meines Angesichts bedeute, die ich vergeblich um des heutigen Ehrenfestes willen unter der Maske der Heiterkeit zu verbergen trachte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.443900108337402} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3311,"date":1876,"orig":"Wollet es mir verzeihen, wenn ich ein großes Leid, das mir widerfahren iſt, nicht länger verheimliche, weil ich überzeugt bin, daß es in vollſtem Maße auch das Eurige iſt, und wollet es den Boten nicht entgelten laſſen, der Eure Freude in Trauer verwandeln muß.","norm":"Wollet es mir verzeihen, wenn ich ein großes Leid, das mir widerfahren ist, nicht länger verheimliche, weil ich überzeugt bin, dass es in vollstem Maße auch das Eurige ist, und wollet es den Boten nicht entgelten lassen, der Eure Freude in Trauer verwandeln muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.536999940872192} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3312,"date":1876,"orig":"Unſer hoher Gönner und treueſter Freund, der Herzog Heinrich Rohan, hat das Zeitliche geſegnet.“","norm":"Unser hoher Gönner und treuester Freund, der Herzog Heinrich Rohan, hat das Zeitliche gesegnet .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.440499782562256} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3313,"date":1876,"orig":"Hier wanderte Sprechers Blick durch die erſt lautlos ſchweigende und jetzt bei ſeinem letzten Worte beſtürzte Geſellſchaft.","norm":"Hier wanderte Sprechers Blick durch die erst lautlos schweigende und jetzt bei seinem letzten Worte bestürzte Gesellschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.732100009918213} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3314,"date":1876,"orig":"„Ein Flugblatt mit dem Berichte ſeines Endes iſt eben in meine Hände gekommen.","norm":"„Ein Flugblatt mit dem Berichte seines Endes ist eben in meine Hände gekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.880199909210205} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3315,"date":1876,"orig":"Wollt Ihr die traurige Zeitung anhören?“ fragte er, ein bedrucktes Papier aus der Bruſttaſche ziehend.","norm":"Wollt Ihr die traurige Zeitung anhören?“ fragte er, ein bedrucktes Papier aus der Brusttasche ziehend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9191999435424805} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3316,"date":1876,"orig":"„Leſet, leſet!“ ertönte es von allen Seiten.","norm":"„Leset, leset!“ ertönte es von allen Seiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.059700012207031} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3317,"date":1876,"orig":"Sprecher trocknete ſich die Augen und begann:","norm":"Sprecher trocknete sich die Augen und begann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514999866485596} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3318,"date":1876,"orig":"„Allen evangeliſchen Herren, Städten und Landſchaften deutſcher Nation geſchieht hiermit Kunde, daß Herzog Bernhard von Weimar bei Schloß und Stadt Rheinfelden eine glänzende Viktoria über die Kaiſerlichen erfochten hat.","norm":"„Allen evangelischen Herren, Städten und Landschaften deutscher Nation geschieht hiermit Kunde, dass Herzog Bernhard von Weimar bei Schloss und Stadt Rheinfelden eine glänzende Viktoria über die Kaiserlichen erfochten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.718100070953369} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3319,"date":1876,"orig":"In dieſer Feldſchlacht, die zwei Tage dauerte, wurde der in der Tracht eines gemeinen Reiters in unſern Reihen mitfechtende Herzog Heinz Rohan von dem Feinde nach tapferer Gegenwehr und erlittener Verwundung zum Gefangenen gemacht; am zweiten Tage aber bei erneuertem Angriffe von dem Hauptmann Rudolf Wertmüller und ſeinem Reiterfähnlein mit fürtrefflicher Tapferkeit herausgehauen und im Triumphe ins Lager zurückgeführt.","norm":"In dieser Feldschlacht, die zwei Tage dauerte, wurde der in der Tracht eines gemeinen Reiters in unseren Reihen mitfechtend Herzog Heinz Rohan von dem Feinde nach tapferer Gegenwehr und erlittener Verwundung zum Gefangenen gemacht; am zweiten Tage aber bei erneuertem Angriffe von dem Hauptmann Rudolf Wertmüller und seinem Reiterfähnlein mit fürtrefflicher Tapferkeit herausgehauen und im Triumphe ins Lager zurückgeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.51669979095459} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3320,"date":1876,"orig":"Herzog Bernhard ließ ihn in ſein Zelt bringen, allwo die Wunde unterſucht und ungefährlich, der edle Herr aber ſehr ſchwach befunden wurde.","norm":"Herzog Bernhard ließ ihn in sein Zelt bringen, wo die Wunde untersucht und ungefährlich, der edle Herr aber sehr schwach befunden wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.413599967956543} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3321,"date":1876,"orig":"Herr Bernhard wich nicht von ſeiner Seiten.","norm":"Herr Bernhard wich nicht von seiner Seiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.610899925231934} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3322,"date":1876,"orig":"Am fünften Tage danach, als es mit Herzog Heinz zum Sterben gehen ſollte, verlangte er nach einem geiſtlichen deutſchen Lied, wie er ſolche im Heer ſonderlich gern hatte ſingen hören.","norm":"Am fünften Tage danach, als es mit Herzog Heinz zum Sterben gehen sollte, verlangte er nach einem geistlichen deutschen Lied, wie er solche im Heer sonderlich gern hatte singen hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.186800003051758} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3323,"date":1876,"orig":"Da verſammelten ſich wohl hundert Mann aus dem Lager, Reiter und Fußvolk, alle wohl geübt und erfahren in dieſer fröhlichen Kunſt, vor dem Gezelt des Herzogs und ſangen ihm ein neu geiſtlich Lied, das unlängſt in das Lager gekommen war und bald große Gunſt gefunden hatte.","norm":"Da versammelten sich wohl hundert Mann aus dem Lager, Reiter und Fußvolk, alle wohl geübt und erfahren in dieser fröhlichen Kunst, vor dem Gezelt des Herzogs und sangen ihm ein neu geistlich Lied, das unlängst in das Lager gekommen war und bald große Gunst gefunden hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.430200099945068} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3324,"date":1876,"orig":"Nach dem Geſätzlein:","norm":"Nach dem Gesetzlein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"is","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.189700126647949} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3325,"date":1876,"orig":"Wohl Dir, Du Kind der Treue, Du haſt und trägſt davon Mit Lob und Dankgeſchreie Den Sieg und Ehrenkron . . .","norm":"Wohl Dir, Du Kind der Treue, Du hast und trägst davon mit Lob und Dankgeschrei den Sieg und Ehrenkrone . . .","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.652299880981445} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3326,"date":1876,"orig":"that ſich ſachte das Gezelt auf und man winkete, daß der Herr ſelig verſchieden ſei.","norm":"tat sich sachte das Gezelt auf und man winkte, dass der Herr selig verschieden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038300037384033} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3327,"date":1876,"orig":"Als die Aerzte ihn öffneten, um ihn einzubalſamiren, fanden ſie das Herz von Kümmerniß gänzlich zerſtöret.","norm":"Als die Ärzte ihn öffneten, um ihn einzubalsamieren, fanden sie das Herz von Kümmernis gänzlich zerstöret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.786400079727173} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3328,"date":1876,"orig":"So fuhr dahin in Ehren der edle Herzog Heinz aus Welſchland.","norm":"So fuhr dahin in Ehren der edle Herzog Heinz aus Welschland.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.812900066375732} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3329,"date":1876,"orig":"Wenn einſt, wie wir alle unverrücket hoffen, das deutſche Reich erneuet wird in evangeliſcher Freiheit und großer Gloria, ſo wird man auch dieſes gottesfürchtigen welſchen Herzogs gedenken, dieweil er glaubenshalber aus ſeinem Vaterlande gewichen und nachdem er ſich ſeiner hohen Ehren demüthiglich abgethan, im evangeliſchen deutſchen Heer einen frommen Reiterstod geſtorben iſt.","norm":"Wenn einst, wie wir alle unverrückt hoffen, das deutsche Reich erneuet wird in evangelischer Freiheit und großer Gloria, so wird man auch dieses gottesfürchtigen welschen Herzogs gedenken, dieweil er glaubenshalber aus seinem Vaterlande gewichen und nachdem er sich seiner hohen Ehren demütig abgetan, im evangelischen deutschen Heer einen frommen Reiterstod gestorben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.822199821472168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3330,"date":1876,"orig":"Amen.“","norm":"Amen .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.298399925231934} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3331,"date":1876,"orig":"Tiefe Bewegung hatte ſich der ganzen Verſammlung bemächtigt, es bildeten ſich leiſe redende Gruppen.","norm":"Tiefe Bewegung hatte sich der ganzen Versammlung bemächtigt, es bildeten sich leise redende Gruppen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735599994659424} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3332,"date":1876,"orig":"Wie damals da der Herzog am Thore von Chur Abſchied nahm, ſtand Jenatſch eine Weile allein mit verfinſtertem Antlitz.","norm":"Wie damals da der Herzog am Tore von Kür Abschied nahm, stand Jenatsch eine Weile allein mit verfinstertem Antlitz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.148399829864502} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3333,"date":1876,"orig":"Dann trat der Bürgermeiſter Meyer auf ihn zu und redete ihn herzlich und ehrerbietig an:","norm":"Dann trat der Bürgermeister Meyer auf ihn zu und redete ihn herzlich und ehrerbietig an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.663100004196167} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3334,"date":1876,"orig":"„Wir Churer glauben Eurer Genehmigung gewiß zu ſein, Herr Oberſt, wenn wir Euch vorſchlagen, das Euch gebotene Dank- und Ehrenfeſt auf einen ſpätern Tag zu verlegen.","norm":"„Wir Kurer glauben Eurer Genehmigung gewiss zu sein, Herr Oberst, wenn wir Euch vorschlagen, das Euch gebotene Dank- und Ehrenfest auf einen späteren Tag zu verlegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.604800224304199} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3335,"date":1876,"orig":"Habt Ihr doch ſelbſt beſſer als jeder Andere das unſerm Lande wohlgewogene Gemüth des guten Herzogs gekannt und müßte es Euch doch ſelber ſchmerzen, wenn wir ſeinen Tod bei Fackelſchein und Reigentanz mit hartem Herzen zu feiern den Anſchein hätten.“","norm":"Habt Ihr doch selbst besser als jeder Andere das unserem Lande wohlgewogene Gemüt des guten Herzogs gekannt und müsste es Euch doch selber schmerzen, wenn wir seinen Tod bei Fackelschein und Reigentanz mit hartem Herzen zu feiern den Anschein hätten .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329999923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3336,"date":1876,"orig":"Der Oberſt ſchwieg und ließ ſeine dunkeln Blicke verächtlich über die undankbare Menge ſchweifen, die über einem Verſchollenen und Todten die Gegenwart ihres Retters vergaß.","norm":"Der Oberst schwieg und ließ seine dunklen Blicke verächtlich über die undankbare Menge schweifen, die über einem Verschollenen und Toten die Gegenwart ihres Retters vergaß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.980799913406372} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3337,"date":1876,"orig":"An dem obern Ende des Saales wurden die Lichter ſchon ausgelöſcht und die geſchmückten Frauen ließen ſich von ihren Cavalieren zur Treppe geleiten.","norm":"An dem oberen Ende des Saales wurden die Lichter schon ausgelöscht und die geschmückten Frauen ließen sich von ihren Kavalieren zur Treppe geleiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.835900068283081} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3338,"date":1876,"orig":"Herr Sprecher hatte, einer der Erſten, das Rathhaus verlaſſen.","norm":"Herr Sprecher hatte, einer der Ersten, das Rathaus verlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.29010009765625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3339,"date":1876,"orig":"Beſorglich legte ſich eine Hand auf den Arm des Oberſten und als er verſtimmt ſich umwandte, ſah er in das fragende Geſicht des zürcheriſchen Bürgermeiſters, der die in Thränen aufgelöſte Amantia wegführte.","norm":"Besorglich legte sich eine Hand auf den Arm des Obersten und als er verstimmt sich umwandte, sah er in das fragende Gesicht des zürcherischen Bürgermeisters, der die in Tränen aufgelöste Amantia wegführte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.242000102996826} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3340,"date":1876,"orig":"„Ich muß mit Dir reden!","norm":"„Ich muss mit Dir reden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.865400075912475} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3341,"date":1876,"orig":"Heute noch, Jürg!","norm":"Heute noch, Jürg!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.484899997711182} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3342,"date":1876,"orig":"Bleibſt Du hier?“ flüſterte Waſer und, als Jenatſch ihm leicht zunickte:","norm":"Bleibst Du hier?“ flüsterte Wasser und, als Jenatsch ihm leicht zunickte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.218400001525879} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3343,"date":1876,"orig":"„So komm' ich wieder.“","norm":"„So komme ich wieder .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.066999912261963} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3344,"date":1876,"orig":"Jetzt reckte ſich der Oberſt zu ſeiner ganzen Höhe empor und ſagte, das Haupt trotzig zurückwerfend, zu dem noch ſeiner Antwort harrenden Meyer, doch ſo, daß ſeine bebende Stimme durch den ganzen Saal klang: „Ich will mein Feſt, Bürgermeiſter.","norm":"Jetzt reckte sich der Oberst zu seiner ganzen Höhe empor und sagte, das Haupt trotzig zurückwerfend, zu dem noch seiner Antwort harrenden Meyer, doch so, dass seine bebende Stimme durch den ganzen Saal klang: „Ich will mein Fest, Bürgermeister.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.573800086975098} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3345,"date":1876,"orig":"Geht oder bleibt nach Eurem Belieben!“ —","norm":"Geht oder bleibt nach Eurem Belieben!“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.25} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3346,"date":1876,"orig":"Verwirrung füllte den Saal, unheimliche Dämmerung hatte ſich zu verbreiten begonnen, in deren Schutz die meiſten angeſehenen Churer und faſt alle Frauen ſich unbemerkt entfernt hatten.","norm":"Verwirrung füllte den Saal, unheimliche Dämmerung hatte sich zu verbreiten begonnen, in deren Schutz die meisten angesehenen Kurer und fast alle Frauen sich unbemerkt entfernt hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.965099811553955} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3347,"date":1876,"orig":"Doch auf des Oberſten herriſches Wort entzündeten ſich die Lichter von Neuem und beleuchteten den beginnenden Reigen.","norm":"Doch auf des Obersten herrisches Wort entzündeten sich die Lichter von Neuem und beleuchteten den beginnenden Reigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.069300174713135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3348,"date":1876,"orig":"Aber die Gäſte waren andere geworden und die Feier ſchien ſich in eine wilde Luſtbarkeit verwandeln zu wollen.","norm":"Aber die Gäste waren andere geworden und die Feier schien sich in eine wilde Lustbarkeit verwandeln zu wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.313600063323975} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3349,"date":1876,"orig":"Bevor Waſer die Treppe erreichte, war ſein Auge an einer großen Frauengeſtalt in dunkler venetianiſcher Tracht haften geblieben, die dem Strome der forteilenden, den Stufen zudrängenden Churerinnen allein entgegen ſchritt.","norm":"Bevor Wasser die Treppe erreichte, war sein Auge an einer großen Frauengestalt in dunkler venezianischer Tracht haften geblieben, die dem Strome der forteilenden, den Stufen zudrängenden Kurerinnen allein entgegenschritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.301400184631348} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3350,"date":1876,"orig":"Es war etwas in der eigenthümlichen Haltung dieſes edelgeformten Hauptes, in der traurigen Gluth dieſer durch die ſammtene Halbmaske blickenden, ſuchenden Augen, das ihn ſeltſam ſchaurig berührte.","norm":"Es war etwas in der eigentümlichen Haltung dieses edelgeformten Hauptes, in der traurigen Glut dieser durch die samtene Halbmaske blickenden, suchenden Augen, das ihn seltsam schaurig berührte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.966599941253662} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3351,"date":1876,"orig":"Er ſah ihr nach, wie ſie, das Gewühl der Tanzenden meidend, die Kammer der Juſtitia betrat.","norm":"Er sah ihr nach, wie sie, das Gewühl der Tanzenden meidend, die Kammer der Justitia betrat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.840699911117553} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3352,"date":1876,"orig":"Dieſe hohe, reiche Geſtalt kannte er nicht, aber ſie mußte auch Jenatſch aufgefallen ſein, denn der Oberſt richtete ſogleich ſeinen Gang nach derſelben Schwelle.","norm":"Diese hohe, reiche Gestalt kannte er nicht, aber sie musste auch Jenatsch aufgefallen sein, denn der Oberst richtete sogleich seinen Gang nach derselben Schwelle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.944300174713135} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3353,"date":1876,"orig":"Ob er ſie überſchritt, das ſah Waſer nicht mehr, das Gedränge auf der Treppe wurde jetzt ſo groß, daß der Bürgermeiſter ſeiner ganzen Würde und Vorſicht bedurfte, um die verwirrte Amantia ungefährdet durch den Engpaß zu bringen.","norm":"Ob er sie überschritt, das sah Wasser nicht mehr, das Gedränge auf der Treppe wurde jetzt so groß, dass der Bürgermeister seiner ganzen Würde und Vorsicht bedurfte, um die verwirrte Amantia ungefährdet durch den Engpass zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.214499950408935} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3354,"date":1876,"orig":"Es war ein toller Maskenzug, der die Treppe hinauf ſtürmte, wilde Geſellen unter der Führung einer koloſſalen Bärin, der ein großes Schild mit den Wappen der drei Bünde an einer Kette um den zottigen Hals hing.","norm":"Es war ein toller Maskenzug, der die Treppe hinauf stürmte, wilde Gesellen unter der Führung einer kolossalen Bären, der ein großes Schild mit den Wappen der drei Bünde an einer Kette um den zottigen Hals hing.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.155300140380859} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3355,"date":1876,"orig":"Sobald Waſer die heimgeleitete Amantia einer alten Dienerin übergeben hatte, eilte er wieder nach dem Rathhauſe zurück, ohne nach dem Doctor zu fragen, dem er es nicht leicht verzieh, daß er das unſchuldige Flugblatt in ſo feindſeliger und hinterliſtiger Weiſe zur Beleidigung des Oberſten ausgebeutet hatte.","norm":"Sobald Wasser die heimgeleitete Amantia einer alten Dienerin übergeben hatte, eilte er wieder nach dem Rathause zurück, ohne nach dem Doktor zu fragen, dem er es nicht leicht verzieh, dass er das unschuldige Flugblatt in so feindseliger und hinterlistiger Weise zur Beleidigung des Obersten ausgebeutet hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.581999778747559} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3356,"date":1876,"orig":"Schon von fern ſah er vor dem Staatsgebäude ein unſicher beleuchtetes verworrenes Gewühl und es ward ihm ſchwer, bis zur Hauspforte vorzudringen.","norm":"Schon von fern sah er vor dem Staatsgebäude ein unsicher beleuchtetes verworrenes Gewühl und es wurde ihm schwer, bis zur Hauspforte vorzudringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.411300182342529} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3357,"date":1876,"orig":"Die gleichen Masken, denen er vor einer halben Stunde auf der Treppe begegnet war, entſtürzten jetzt dem Hausflur in wilder Haſt.","norm":"Die gleichen Masken, denen er vor einer halben Stunde auf der Treppe begegnet war, entstürzten jetzt dem Hausflur in wilder Hast.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.303299903869629} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3358,"date":1876,"orig":"Inmitten des an die dreißig Vermummte zählenden Haufens glaubte er plötzlich im Scheine einer ſprühenden Fackel die ungeheure Bärin zu erblicken, die zerzauſt und blutig mit einer über die Schultern gelegten Puppe oder Leiche davon ſchritt.","norm":"Inmitten des an die dreißig Vermummte zählenden Haufens glaubte er plötzlich im Scheine einer sprühenden Fackel die ungeheure Bären zu erblicken, die zerzaust und blutig mit einer über die Schultern gelegten Puppe oder Leiche davon schritt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.585100173950195} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3359,"date":1876,"orig":"Waſer hatte die Thüre erreicht.","norm":"Wasser hatte die Türe erreicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.323299884796143} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3360,"date":1876,"orig":"Er warf einen Blick auf die Wendeltreppe, ſie füllte ſich eben wieder mit taumelnden Gäſten, die wirr durcheinander ſchrieen und haſtig davoneilten.","norm":"Er warf einen Blick auf die Wendeltreppe, sie füllte sich eben wieder mit taumelnden Gästen, die wirr durcheinander schrien und hastig davoneilten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7990000247955322} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3361,"date":1876,"orig":"Oben verſtummte mit abgeriſſenen Tönen die Muſik.","norm":"Oben verstummte mit abgerissenen Tönen die Musik.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22760009765625} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3362,"date":1876,"orig":"Jetzt gewahrte Waſer hart neben ſich einen unterſetzten Franziskanermönch, deſſen von der Capuze beſchattetes Augenpaar er forſchend auf ſich gerichtet fühlte.","norm":"Jetzt gewahrte Wasser hart neben sich einen untersetzten Franziskanermönch, dessen von der Kapuze beschattetes Augenpaar er forschend auf sich gerichtet fühlte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.921299934387207} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3363,"date":1876,"orig":"Eine Maske war das nicht.","norm":"Eine Maske war das nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.256499767303467} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3364,"date":1876,"orig":"Der Mönch warf ſeine regentriefende Capuze zurück und Waſer erkannte das nüchterne, geiſteskräftige Geſicht des Paters Pancraz und ſeine klug blitzenden Augen.","norm":"Der Mönch warf seine regentriefende Kapuze zurück und Wasser erkannte das nüchterne, geisteskräftige Gesicht des Paters Pankraz und seine klug blitzenden Augen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.816699981689453} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3365,"date":1876,"orig":"Die beiden Männer ſchüttelten ſich die Hände.","norm":"Die beiden Männer schüttelten sich die Hände.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.715500116348266} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3366,"date":1876,"orig":"„Thun wir uns zuſammen, Herr Bürgermeiſter, ſagte der Pater leis aber eindringlich.","norm":"„Tun wir uns zusammen, Herr Bürgermeister, sagte der Pater leis aber eindringlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.284500122070312} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3367,"date":1876,"orig":"„Welt und Kirche, Ehrenkette und Kuttenſtrick im Bunde werden durch den tollſten Spuck dringen!","norm":"„Welt und Kirche, Ehrenkette und Kuttenstrick im Bunde werden durch den tollsten Spuk dringen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6579999923706055} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3368,"date":1876,"orig":"Ich leſe auf Eurem Geſicht, daß Ihr wie ich in Sorge ſeid um den Oberſten.","norm":"Ich lese auf Eurem Gesicht, dass Ihr wie ich in Sorge seid um den Obersten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.396100044250488} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3369,"date":1876,"orig":"Etwas iſt droben vorgefallen.","norm":"Etwas ist droben vorgefallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331699848175049} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3370,"date":1876,"orig":"Was ſie dort fortſchleppten — ich habe das niederhangende Haupt ſcharf angeſehn — war der todte oder ohnmächtige Rudolf Planta.","norm":"Was sie dort fortschleppten — ich habe das niederhangende Haupt scharf angesehen — war der tote oder ohnmächtige Rudolf Planta.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.823400020599365} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3371,"date":1876,"orig":"Um den iſt's kein Schade und an der Faſtnacht ſind blutige Köpfe nichts beſonderes, aber gut iſt's doch, wenn wir hinaufkommen!“","norm":"Um den ist es kein Schade und an der Fastnacht sind blutige Köpfe nichts Besonderes, aber gut ist es doch, wenn wir hinaufkommen!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.035699844360352} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3372,"date":1876,"orig":"Bei dieſen Worten ſchob er den Bürgermeiſter in eine geſicherte Ecke und ſtellte ſich vor ihn, denn ein paar trunkene Officiere ſtürzten ſich eben, mit den Degen fuchtelnd, in die Menge hinunter.","norm":"Bei diesen Worten schob er den Bürgermeister in eine gesicherte Ecke und stellte sich vor ihn, denn ein paar trunkene Offiziere stürzten sich eben, mit den Degen fuchtelnd, in die Menge hinunter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.686000108718872} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3373,"date":1876,"orig":"Der Pater verſchwieg ſeine Hauptſorge — Lucretia.","norm":"Der Pater verschwieg seine Hauptsorge — Lucretia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450099945068359} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3374,"date":1876,"orig":"Er war, durch das Unwetter verſpätet, vor einer Stunde erſt in Chur angelangt, hatte die alte Gräfin Travers, die, hinfällig wie ſie war, ſich frühzeitig zur Ruhe gelegt hatte, zwar nicht geſehn, aber von der Dienerſchaft erfahren, das Fräulein ſei noch vor Mittag angelangt, habe ihrer Muhme Geſellſchaft geleiſtet und ſich dann, wie ſie bisweilen zu thun pflegte, in ein für ihren Beſuch immer bereit gehaltenes Gemach zurückgezogen, um ſich umzukleiden.","norm":"Er war, durch das Unwetter verspätet, vor einer Stunde erst in Kür angelangt, hatte die alte Gräfin Travers, die, hinfällig wie sie war, sich frühzeitig zur Ruhe gelegt hatte, zwar nicht gesehen, aber von der Dienerschaft erfahren, das Fräulein sei noch vor Mittag angelangt, habe ihrer Muhme Gesellschaft geleistet und sich dann, wie sie bisweilen zu tun pflegte, in ein für ihren Besuch immer bereit gehaltenes Gemach zurückgezogen, um sich umzukleiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.992799997329712} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3375,"date":1876,"orig":"Erſt vor Kurzem habe ſie, in ein weites Uebergewand gehüllt, das Haus wieder verlaſſen, Ihr Knecht, der Sohn des Riedberger Kaſtellans, ſei ihr auf dieſem Gange mit der Fackel vorangeſchritten.","norm":"Erst vor Kurzem habe sie, in ein weites Übergewand gehüllt, das Haus wieder verlassen, Ihr Knecht, der Sohn des Riedberger Kastellans, sei ihr auf diesem Gange mit der Fackel vorangeschritten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.098100185394287} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3376,"date":1876,"orig":"Wohin ſie ſich habe geleiten laſſen, wußte niemand zu ſagen.","norm":"Wohin sie sich habe geleiten lassen, wusste niemand zu sagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.760299921035766} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3377,"date":1876,"orig":"Pancratius hatte aus dem Berichte der Dienſtleute zu Riedberg Verdacht geſchöpft, der junge Planta, den er für einen Feigling hielt, möchte in Bünden beherztere Genoſſen gefunden haben.","norm":"Pancratius hatte aus dem Berichte der Dienstleute zu Riedberg Verdacht geschöpft, der junge Planta, den er für einen Feigling hielt, möchte in Bünden beherztere Genossen gefunden haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.960700035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3378,"date":1876,"orig":"Er fürchtete, der Neid der mächtigen Familien, die Georg Jenatſch beleidigt hatte, könnte, durch ſeinen letzten größten Erfolg aufgeſtachelt, in mörderiſche Gewaltthat ausbrechen.","norm":"Er fürchtete, der Neid der mächtigen Familien, die Georg Jenatsch beleidigt hatte, könnte, durch seinen letzten größten Erfolg aufgestachelt, in mörderische Gewalttat ausbrechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.550300121307373} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3379,"date":1876,"orig":"Damit mußte Lucretias Verſchwinden zuſammenhangen, denn bei ihrer Gemüthsart zweifelte er nicht, daß ſie als Mitſchuldige oder als Warnerin in das Unheil verflochten ſei.","norm":"Damit musste Lucretias Verschwinden zusammenhängen, denn bei ihrer Gemütsart zweifelte er nicht, dass sie als Mitschuldige oder als Warnerin in das Unheil verflochten sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.344099998474121} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3380,"date":1876,"orig":"Dieſes aber ſchwebte über dem Haupte des Oberſten, — als die eine oder die andere war ſie in ſeine Nähe gebannt und er eilte ſie dort zu ſuchen.","norm":"Dieses aber schwebte über dem Haupte des Obersten, — als die eine oder die andere war sie in seine Nähe gebannt und er eilte sie dort zu suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.290800094604492} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3381,"date":1876,"orig":"Und Lucretia war es geweſen, deren ernſte feierliche Geſtalt dem zürcheriſchen Bürgermeiſter in der Verwirrung des Aufbruchs im Saale begegnet und deren Schritten Jenatſch mit aufglühender Freude in die Kammer der Juſtitia gefolgt war.","norm":"Und Lucretia war es gewesen, deren ernste feierliche Gestalt dem zürcherischen Bürgermeister in der Verwirrung des Aufbruchs im Saale begegnet und deren Schritten Jenatsch mit aufglühender Freude in die Kammer der Justitia gefolgt war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007299900054932} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3382,"date":1876,"orig":"„Willkommen Lucretia!“ rief Georg der ſich nach ihm Umwendenden entgegen, „ich danke Dir, daß Du an meinem Feſte nicht fehlſt.","norm":"„Willkommen Lucretia!“ rief Georg der sich nach ihm Umwendenden entgegen, „ich danke Dir, dass Du an meinem Feste nicht fehlst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.356599807739258} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3383,"date":1876,"orig":"Du bringſt mir die Freude!","norm":"Du bringst mir die Freude!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.589399814605713} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3384,"date":1876,"orig":"Die Welt iſt mir ſchal geworden, ihre Beuten und Ehren ſind mir ein Ekel!","norm":"Die Welt ist mir schal geworden, ihre Beuten und Ehren sind mir ein Ekel!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.838500022888184} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3385,"date":1876,"orig":"Gieb mir meine junge, friſche Seele wieder!","norm":"Gib mir meine junge, frische Seele wieder!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.770299911499023} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3386,"date":1876,"orig":"Sie ging mir längſt verloren — ſie blieb bei Dir.","norm":"Sie ging mir längst verloren — sie blieb bei Dir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.480299949645996} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3387,"date":1876,"orig":"Gieb mir ſie mit Deinem treuen Herzen!","norm":"Gib mir sie mit Deinem treuen Herzen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.226200103759766} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3388,"date":1876,"orig":"Du haſt ſie darin aufbewahrt!“","norm":"Du hast sie darin aufbewahrt!“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.122600078582764} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3389,"date":1876,"orig":"Er umfaßte ſie mit beiden Armen und drückte ihr Haupt, dem die Maske entfiel, an ſeine Bruſt.","norm":"Er umfasste sie mit beiden Armen und drückte ihr Haupt, dem die Maske entfiel, an seine Brust.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.152699947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3390,"date":1876,"orig":"„Hüte Dich, hüte Dich, Jürg!“ flüſterte ſie, ſeiner Umſchlingung widerſtrebend und erhob zu ihm Augen voll unendlicher Angſt und Liebe.","norm":"„Hüte Dich, hüte Dich, Jürg!“ flüsterte sie, seiner Umschlingung widerstrebend und erhob zu ihm Augen voll unendlicher Angst und Liebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.233699798583984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3391,"date":1876,"orig":"Er mißverſtand ſie.","norm":"Er missverstand sie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.2846999168396} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3392,"date":1876,"orig":"„Ich weiß es ſchon,“ rief er, auf Riedberg wird keine Hochzeit gefeiert!","norm":"„Ich weiß es schon,“ rief er, auf Riedberg wird keine Hochzeit gefeiert!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.398200035095215} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3393,"date":1876,"orig":"Kehre niemals dorthin zurück!","norm":"Kehre niemals dorthin zurück!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.27370023727417} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3394,"date":1876,"orig":"Du bleibſt bei mir auf ewig!","norm":"Du bleibst bei mir auf ewig!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.68149995803833} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3395,"date":1876,"orig":"Wir verreiten noch heute nach Davos! —","norm":"Wir verreiten noch heute nach Davos! —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.045100212097168} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3396,"date":1876,"orig":"Jetzt aber zum Reigen!“ 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starr an der Tür, wo, hereinblickend, verlarvte Gestalten sich drängten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217100143432617} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3400,"date":1876,"orig":"Sie hatte die ſcharfe widrige Stimme Rudolfs vernommen.","norm":"Sie hatte die scharfe widrige Stimme Rudolphs vernommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.963500022888184} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3401,"date":1876,"orig":"Jetzt ſtellte ſich eine kleine Ungeſtalt im langen ſchwarzen Rocke eines Küſters mit lächerlichen Bücklingen vor den Oberſten.","norm":"Jetzt stellte sich eine kleine Ungestalt im langen schwarzen Rocke eines Küsters mit lächerlichen Bücklingen vor den Obersten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468400001525879} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3402,"date":1876,"orig":"Die Schiefertafel in der einen, ein Stück Kreide in der andern Hand, fragte ſie näſelnd:","norm":"Die Schiefertafel in der einen, ein Stück Kreide in der anderen Hand, fragte sie näselnd:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.655699968338012} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3403,"date":1876,"orig":"„Welchen Pſalm oder Liedervers belieben der Herr Pfarrer von Scharans heut vor der Predigt ſingen zu laſſen?“","norm":"„Welchen Psalm oder Liedervers belieben der Herr Pfarrer von Scharans heute vor der Predigt singen zu lassen?“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.542600154876709} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3404,"date":1876,"orig":"Jenatſch erkannte ſogleich das große Haupt und die kurzen ehrlichen Finger des Kellermeiſters Fauſch.","norm":"Jenatsch erkannte sogleich das große Haupt und die kurzen ehrlichen Finger des Kellermeisters Fausch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.469799995422363} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3405,"date":1876,"orig":"„Ei, Du biſt zu fett für eine Kirchenmaus!“ rief er ihm zu, „doch mein Verslein ſollſt Du haben:","norm":"„Ei, Du bist zu fett für eine Kirchenmaus!“ rief er ihm zu, „doch mein Verslein sollst Du haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5868000984191895} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3406,"date":1876,"orig":"Selig lebt und freudig ſtirbt Wen die Lieb' umfangen!","norm":"Selig lebt und freudig stirbt wen die Liebe umfangen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.471700191497803} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3407,"date":1876,"orig":". . .","norm":". . .","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.014400005340576} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3408,"date":1876,"orig":"Das laß mir ſingen.“ —","norm":"Das lass mir singen .“ —","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.600700378417969} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3409,"date":1876,"orig":"Der Kellermeiſter warf einen liſtig beobachtenden Blick auf die ſich umſchlungen Haltenden und drückte ſeine dicke Perſon, als wollte er ſie von ſeiner Gegenwart befreien, ſo raſch er konnte, durch die Masken an der Thüre in den Saal hinaus, wo die Paare, vom Raſen der Geigen und Pauken fortgeriſſen, immer ſchneller vorüberwirbelten.","norm":"Der Kellermeister warf einen listig beobachtenden Blick auf die sich umschlungen Haltenden und drückte seine dicke Person, als wollte er sie von seiner Gegenwart befreien, so rasch er konnte, durch die Masken an der Türe in den Saal hinaus, wo die Paare, vom Rasen der Geigen und Pauken fortgerissen, immer schneller vorüberwirbelten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5106000900268555} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3410,"date":1876,"orig":"Fauſch hatte nicht bemerkt, wie ängſtlich Lucretia beſtrebt war, ihm, Jenatſch mit ſich fortziehend, auf dem Fuße zu folgen.","norm":"Fausch hatte nicht bemerkt, wie ängstlich Lucretia bestrebt war, ihm, Jenatsch mit sich fortziehend, auf dem Fuße zu folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.506899833679199} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3411,"date":1876,"orig":"Schon war es zu ſpät.","norm":"Schon war es zu spät.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.75570011138916} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3412,"date":1876,"orig":"Das Zimmer füllte ſich mit einem wilden Maskenhaufen und es war eine Unmöglichkeit geworden, den umdrängten Ausgang zu gewinnen.","norm":"Das Zimmer füllte sich mit einem wilden Maskenhaufen und es war eine Unmöglichkeit geworden, den umdrängten Ausgang zu gewinnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899400234222412} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3413,"date":1876,"orig":"Auch dachte Jenatſch nicht mehr daran.","norm":"Auch dachte Jenatsch nicht mehr daran.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.653200149536133} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3414,"date":1876,"orig":"Er war verſunken in die wunderbare, wie von zerſtörenden innern Flammen beleuchtete Schönheit ſeiner Braut und führte ſie, dem Maskenſpiel in der Mitte des Gemaches Raum gebend, in eine Fenſterniſche.","norm":"Er war versunken in die wunderbare, wie von zerstörenden inneren Flammen beleuchtete Schönheit seiner Braut und führte sie, dem Maskenspiel in der Mitte des Gemaches Raum gebend, in eine Fensternische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.608699798583984} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3415,"date":1876,"orig":"Doch das den Zug anführende Bärenungeheuer mit den Wappen der drei Bünde auf der Bruſt ſchritt ſchwerfällig auf ihn zu, ſtreckte, ihm auf den Leib rückend, die rechte Tatze aus und begann mit brummender Stimme:","norm":"Doch das den Zug anführende Bärenungeheuer mit den Wappen der drei Bünde auf der Brust schritt schwerfällig auf ihn zu, streckte, ihm auf den Leib rückend, die rechte Tatze aus und begann mit brummender Stimme:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.976900100708008} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3416,"date":1876,"orig":"„Ich bin die Respublica der drei Bünde und begehre mit meinem Helden ein Tänzlein zu thun!“","norm":"„Ich bin die Respublica der drei Bünde und begehre mit meinem Helden ein Tänzlein zu 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halbgewandtem Haupte, wie seine feine spanische Klinge vorsichtig eine gefährliche Stelle zwischen den Schulterblättern Georgs suchte, der eben mit der freien Linken einen schweren ehernen Leuchter auf dem Schenktische erreicht hatte, und, dessen gewichtigen Fuß gegen die Angreifer schwingend, die von vorn fallenden Hiebe parierte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.138400077819824} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3424,"date":1876,"orig":"Da ſchmetterte ein Axtſchlag neben ihr nieder.","norm":"Da schmetterte ein Axtschlag neben ihr nieder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.667399883270264} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3425,"date":1876,"orig":"Sie erblickte ihren treuen Lucas, ohne Maske und barhaupt, der von hinten vordringend, ein altes Beil zum zweiten Mal auf Rudolfs bleiches Haupt fallen ließ und ihn anſchrie:","norm":"Sie erblickte ihren treuen Lucas, ohne Maske und barhaupt, der von hinten vordringend, ein altes Beil zum zweiten Mal auf Rudolphs bleiches Haupt fallen ließ und ihn anschrie:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.119200229644775} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3426,"date":1876,"orig":"„Weg, Schurke!","norm":"„Weg, Schurke!","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":6.20989990234375} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3427,"date":1876,"orig":"Das iſt nicht Deines Amtes.“","norm":"Das ist nicht Deines Amtes .“","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.715799808502197} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3428,"date":1876,"orig":"Dann warf er den Sterbenden auf die Seite, drückte Lucretia weg und ſtand mit erhobener Axt vor Jenatſch.","norm":"Dann warf er den Sterbenden auf die Seite, drückte Lucretia weg und stand mit erhobener 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feigen Waffen umzuckt und verwundet, — jetzt, in plötzlichem Entschluss, hob sie mit beiden Händen die ihr vererbte Waffe und traf mit ganzer Kraft das teure Haupt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.849400043487549} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3434,"date":1876,"orig":"Jürgs Arme ſanken, er blickte die hoch vor ihm Stehende mit voller Liebe an, ein düſterer Triumph flog über ſeine Züge, dann ſtürzte er ſchwer zuſammen.","norm":"Jürgs Arme sanken, er blickte die hoch vor ihm Stehende mit voller Liebe an, ein düsterer Triumph flog über seine Züge, dann stürzte er schwer zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.903200149536133} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3435,"date":1876,"orig":"Als Lucretia ihrer Sinne wieder mächtig wurde, kniete ſie neben der Leiche, das Haupt des Erſchlagenen lag in ihrem Schooß.","norm":"Als Lucretia ihrer Sinne wieder mächtig wurde, kniete sie neben der Leiche, das Haupt des Erschlagenen lag in ihrem Schoß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.751499891281128} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3436,"date":1876,"orig":"Das Gemach war leer, neben ihr aber ſtand Pancraz und legte die Hand auf ihre Schulter, während unter der Thüre Fauſch dem Bürgermeiſter Waſer das Ereigniß jammernd erzählte.","norm":"Das Gemach war leer, neben ihr aber stand Pankraz und legte die Hand auf ihre Schulter, während unter der Türe Fausch dem Bürgermeister Wasser das Ereignis jammernd erzählte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014500141143799} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3437,"date":1876,"orig":"Willig wie ein Kind folgte ſie dem Mönch, der ſie von der Unglücksſtätte wegführte.","norm":"Willig wie ein Kind folgte sie dem Mönch, der sie von der Unglücksstätte wegführte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.976300001144409} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3438,"date":1876,"orig":"Waſer aber über nahm die Leichenwache.","norm":"Wasser aber übernahm die Leichenwache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.881999969482422} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3439,"date":1876,"orig":"Nicht lange blieb er allein.","norm":"Nicht lange blieb er allein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349999904632568} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3440,"date":1876,"orig":"Als das erſte Entſetzen vorüber war und die Verwirrung der Gemüther ſich löſte, kamen die Häupter der Stadt eines nach dem anderen in die Todtenkammer und klagten um Bündens größten Mann, ſeinen Befreier und Wiederherſteller.","norm":"Als das erste Entsetzen vorüber war und die Verwirrung der Gemüter sich löste, kamen die Häupter der Stadt eines nach dem anderen in die Totenkammer und klagten um Bünden größten Mann, seinen Befreier und Wiederhersteller.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.47100019454956} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3441,"date":1876,"orig":"Sie verzichteten darauf, die Urheber ſeines Todes, die ihnen als die Werkzeuge eines nothwendigen Schickſals erſchienen, vor Gericht zu ziehen.","norm":"Sie verzichteten darauf, die Urheber seines Todes, die ihnen als die Werkzeuge eines notwendigen Schicksals erschienen, vor Gericht zu ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.330599784851074} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3442,"date":1876,"orig":"Keine neue Parteiung und Rache ſollte aus ſeinem Blute entſtehen, — er hätte es ſelbſt nicht gewollt.","norm":"Keine neue Parteiung und Rache sollte aus seinem Blute entstehen, — er hätte es selbst nicht gewollt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.346199989318848} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3443,"date":1876,"orig":"Aber ſie beſchloſſen, ihn mit ungewöhnlichen, ſeinen Verdienſten um das Land angemeſſenen Ehren zu beſtatten.","norm":"Aber sie beschlossen, ihn mit ungewöhnlichen, seinen Verdiensten um das Land angemessenen Ehren zu bestatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.277699947357178} +{"basename":"meyer_jenatsch_1876","par_idx":3444,"date":1876,"orig":"Leipzig, Walter Wigand's Buchdruckerei.","norm":"Leipzig, Walter Wigands Buchdruckerei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741799831390381}