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-{"transcript_id": "101606192", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DST Webvideos Fokus Europa", "beitragstitel": "Italy: Meet the 100-year-old barista", "transkript": "C'est l'initio alla fine Anna s'installe comme elle le fait chaque matin. Son bar est son univers. Et à 100 ans, elle a beaucoup de sagesse à partager. C'est ma vie ici, je me sens bien avec les gens, c'est comme un médicament. Depuis plus de cinquante ans, Anna tient son bar dans le nord de l'Italie. Elle fait du café, regarde le monde passé, rêve, lit, attend les clients, cela douze heures par jour. À l'extérieur, la vie continue. De l'intérieur, Anna s'y mêle à sa manière. La joie, la joie. Il faut commencer la journée avec la joie. Je me réveille le matin avec la joie de vivre. Alors plus jeune, Anna a rencontré l'amour de sa vie, Renato. Ils ont eu deux enfants. Pendant un certain temps, ils ont vécu en Ligurie, dans le nord-ouest de l'Italie. Ils n'ont pas beaucoup voyagé. Les deux ont finalement acheté ce bar au bord du lac majeur. Renato était tout pour elle. Aujourd'hui encore, plus de cinquante ans après sa mort, Anna s'est languie de lui, le cœur loup d'amour et de perte. La seule chose qui me manque vraiment, c'est mon mari. Il ne vous reste plus que les souvenirs. Mais la vie n'a jamais eu raison d'Anna. Aujourd'hui, elle parcourt Facebook, reste en contact avec le monde et s'accroche à son indépendance. Elle vit dans un petit appartement au-dessus du bar. Ses revenus sont tout juste suffisants pour joindre les deux bouts. Je ne jeterai jamais l'éponge. Je n'abandonnerai jamais. Je me battrai aussi longtemps que je le pourrai. C'est dans cet état d'esprit qu'Anna s'assoit au coin du feu avec son habitué Carlo, et à ce moment-là, tout va bien dans le monde.", "summary": "Die 100-jährige Anna betreibt seit über 50 Jahren eine Bar am Lago Maggiore in Norditalien. Das Porträt zeigt ihren Alltag, ihre Lebensfreude und Unabhängigkeit sowie die Erinnerungen an ihren verstorbenen Mann Renato.", "referenz": "Webvideo Fokus Europa, ohne Sachinhalt, mit Manuskript in frz", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Anna richtet sich ein wie jeden Morgen, ihre Bar ist ihre Welt und mit ihren 100 Jahren hat sie viel Weisheit zu teilen.\n\nEs ist mein Leben hier, ich fühle mich gut mit Menschen, es ist wie Medizin.\n\nSeit mehr als fünfzig Jahren betreibt Anna ihre Bar in Norditalien. Sie kocht Kaffee, schaut in die vergangene Welt, träumt, liest, wartet auf Kunden, und das alles zwölf Stunden am Tag. Draußen geht das Leben weiter. Von innen heraus fügt sich Anna auf ihre eigene Art und Weise ein.\n\nFreude, Freude. Du musst den Tag mit Freude beginnen. Ich wache morgens mit Lebensfreude auf.\n\nAls sie jünger war, lernte Anna die Liebe ihres Lebens kennen, Renato. Sie bekamen zwei Kinder. Eine Zeit lang lebten sie in Ligurien, im Nordwesten Italiens. Sie sind nicht viel gereist.\n\nDie beiden kauften schliesslich diese Bar am Lago Maggiore. Renato war alles für sie. Auch heute, mehr als fünfzig Jahre nach seinem Tod, sehnt sich Anna nach ihm, ihr Herz ist ein Wolf der Liebe und des Verlusts.\n\nDie einzige Erinnerung...\n\nDas Einzige, was ich wirklich vermisse, ist mein Mann. Alles, was dir bleibt, sind die Erinnerungen.\n\nEs gibt nur Erinnerungen.\n\nAber das Leben hat Anna nie überwältigt. Heute streift sie auf Facebook, bleibt mit der Welt in Kontakt und klammert sich an ihre Unabhängigkeit.\n\nSie wohnt in einer kleinen Wohnung über der Bar. Sein Einkommen reicht kaum aus, um über die Runden zu kommen.\n\nIch werde niemals das Handtuch werfen. Ich werde niemals aufgeben. Ich werde kämpfen, solange ich kann.\n\nIn diesem Gemütszustand sitzt Anna mit ihrem Stammgast Carlo am Feuer und in diesem Moment ist alles in Ordnung auf der Welt.", "eval_id": "EVAL-001"}
-{"transcript_id": "101299545", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Boulevard Deutschland", "beitragstitel": "003 Serie - Kunst und Botschaft: \"Mutter mit Zwillingen\"", "transkript": "13 Jahre zieht sich Käthe Kollwitz' Arbeit an der großen Plastik-Mutter mit Zwillingen hin. Schneckenartig komme ich vorwärts, schreibt die Künstlerin in ihr Tagebuch. Fast verzweifelt sie an der Skulptur, die sie 1924 als Mutter mit einem Kind begonnen hatte. Doch das persönliche Erlebnis der Geburt ihrer Zwillingsenkelkinder war so stark, dass Käthe Kollwitz ihrer Schwiegertochter gestand, seitdem ich dich damals gesehen hatte, in jedem Arm ein Kind, war mir klar, dass ich auch die Arbeit um ein Kind erweitern musste. Die Zwillingsmutter, eine mächtige Figur mit starkem, kraftausdrückendem Rücken. Urbild einer Mutter, Schutz und Geborgenheit bietend. Die gespreizten Beine, die starken Arme, der geneigte Kopf umschließen die beiden Kinder, lassen sie eins werden mit der Mutter, so als seien sie noch Teil ihres Leibes. Die harmonisch runden Formen drücken gefestigte Sammlung aus, atmen Seele, Glück, Zufriedenheit, aber auch ständig wachsame Sorge um das Wohlergehen der so selig wirkenden Kleinen, Angst um die Unversehrtheit des zarten, durch vielerlei Umstände gefährdeten, jungen Lebens. Die Zwillingsmutter, sie zeigt, was Käthe Kollwitz in der Rundplastik anstrebt, ausgereifte Form und vollkommene Geschlossenheit. Eine gute Plastik muss einen Berg hinunterrollen können und sie wird heil unten ankommen, sagt die Bildhauerin einmal. Käthe Kollwitz wird 1867 in Königsberg geboren. Durch ihren Mann, den Arzt Karl Kollwitz, lernt sie Not und Elend des Proletariats kennen. Ihr Sozialismus war kein parteipolitischer, sondern eher ein ethisch-humanitärer, ein fast urchristlicher, sagt die Enkelin Jutta Bohnke über das Engagement der Künstlerin für ihre Mitmenschen. »Ich will wirken in dieser Zeit« ist einer der Leitsätze, nach denen die Kollwitz lebt und schafft. Die grafischen Arbeiten der Künstlerin sprechen ihre ureigenste, leidenschaftliche Sprache. Die Kollwitz zeigt die Not der Armen ihrer Zeit. Sie klagt niemanden an, doch sie ruft die Gewissen aller wach. Sie demonstriert aber auch das zeitlose, elementare menschlichen Leidens, das den Verstand aufruft und die Herzen anrührt. Immer steht die Frau im Vordergrund von Käthe Kollwitz' Kunst. Selbst die Schrecken des Krieges spiegeln sich für sie im Leid der Frauen wieder. Und das Glück der Frauen stellt sie fast ausschließlich als Glück der Mütter dar. Aber auch Mutterglück mit umgekehrtem Vorzeichen. Untragbare, unerwünschte Schwangerschaft. Kinderkrankheit, Kindertod. Ihre letzte Litografie aus dem Jahre 1942, Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden, bezeichnet die Kollwitz als ihr Testament. Jungen, richtige Berliner Jungen, die wie Pferde gierig nach draußen wittern, werden von einer Frau zurückgehalten, unter ihren Mantel gebracht, gewaltsam und beherrschend breitet sie ihre Arme und Hände über den Jungen aus. Goethe-Kollwitz-Plastik, Mutter mit Zwillingen dagegen, lässt etwas von der Freude spüren, die die Künstlerin im Kreis ihrer Familie empfand, wenn sie ihre Enkel beobachtete und sich über deren Einfälle amüsierte. Bei allem Glück aber bleibt die Kollwitz besorgt. Sie, die im Ersten Weltkrieg ihren Sohn Peter verlor, ist von der unheilvollen Ahnung geplagt, im Zweiten Weltkrieg den Enkel zu verlieren. Ich arbeite an der Mutter mit Zwillingen und fühle mich glücklicher, als es eigentlich angebracht ist, schreibt sie in ihr Tagebuch. 1942 fällt ihr Enkel Peter im Krieg. Leben und Werk bilden bei Käthe Kollwitz eine Einheit. Die Künstlerin sah ihre Aufgabe darin, Hüterin des menschlichen Lebens zu sein, zu wärmen, zu schützen, zu bewahren. Der französische Schriftsteller Romain Rolland nannte ihr Werk die größte Dichtung des Deutschlands jener Zeit. Diese Frau mit dem mannhaften Herzen hat die Menschen mit ihren Blicken und ihren mütterlichen Armen umfangen.", "summary": "Leben und Werk der Künstlerin Käthe Kollwitz mit Fokus auf die Plastik „Mutter mit Zwillingen“. Die Entstehung der Skulptur wurde durch die Geburt ihrer Zwillingsenkel inspiriert. Zentrale Motive ihres Schaffens sind Mutterschaft, soziales Elend, Kriegsleid und der Schutz des Lebens. Ihr ethisch-humanitärer Sozialismus und persönliche Schicksalsschläge prägten ihre Kunst, wie die Lithografie „Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“.", "referenz": "retrodigitalisiertes File, nachbearbeitet, mit Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-002"}
-{"transcript_id": "101607349", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": null, "beitragstitel": null, "transkript": "Versuchen, mich dran zu halten. Ich muss jeden Tag damit leben. Ja. Ja, das stimmt. Aber sie auch nicht. Also insofern sind wir eine Leidensgemeinschaft. Okay. Ihr sagt, wenn ihr bereit seid, Marek. Okay. Ja, die so eine Viertelstunde einfach mitlaufen lassen, falls... Ist das Handy aus? Ich vertraue ihm, aber es ist immer der militärische Blick. Ja, ja, ich kenne da natürlich Ihr Protokoll nicht, aber das Mikro fällt eigentlich nicht auf. Ja, das weiß ich, das da, das da. Ja, ja. Müssen Sie den Kragen dann auch hier unter dienen? Ja, das ist egal. Okay. Da kann ja sein, dass das nicht verdeckt werden darf. Das finde ich auch gerade, Herr Ruder. Natürlich, professionell. Ich schaue sie ja wahr, ne? Ja genau, die Kameras sind nicht da. Das andere rechts? Okay. Aber die fünf Minuten laufen ab jetzt, ne? Deutschlands Generalinspektor der Bundeswehr sagt, dass die neuen geopolitischen Realitäten es erfordern, das Denken in alten Schubladen abzulegen. Und das gelte auch für Deutschlands Militär, die Bundeswehr. Carsten Breuer, vielen Dank, dass Sie der Deutschen Welle das Interview geben. Aus militärischer Sicht. Befindet sich Deutschland im Krieg oder im Frieden mit Russland? Ich glaube, diese Kategorien Frieden, Krise, Krieg, die wir so gerne nutzen, um zu sortieren, um für uns auch eine Verlässlichkeit mit hineinzubringen, diese Kategorien werden von russischer Seite nicht benutzt. Russland sieht Krieg als ein Kontinuum an und insofern werden Maßnahmen genutzt, die jetzt schon wie Krieg aussehen können, die es aber vermutlich noch nicht sind. Ich meine vor allen Dingen hybride Maßnahmen damit. Es wird ein Zustand erzeugt, der nicht mehr ganz Frieden, aber auch nicht ganz Krieg ist. Und genau in dieser Grauzone bewegen wir uns, bewegen wir uns auch im Umgang mit Russland. Sie haben wiederholt gewarnt, dass 2029 es soweit sein könnte, dass Russland in der Position ist, tatsächlich theoretisch einen Angriff auf NATO-Territorium zu starten. Welche Anzeichen sehen Sie dafür? Nun, wir haben verschiedenste Analysen. Wir sehen, dass Russland zurzeit erheblich aufrüstet, und zwar materiell. Eine Produktion von rund 1.500 Kampfpanzern pro Jahr, entweder aus Depots und diese dann instand gesetzt oder eine Neuproduktion. Und diese 1.500 Kampfpanzer, ebenso wie rund 4 Millionen Schuss Artilleriemunition, all das Material, was produziert wird, das sehen wir, geht eben nicht direkt an die Front in die Ukraine, sondern es geht in Depots und wird in Depots dann aufbereitet oder dort gehalten. Gleichzeitig sehen wir, dass Russland im nächsten Jahr auf rund 1,5 Millionen Soldaten seine Streitkräfte anwachsen lässt. Und wir sehen neue Militärstrukturen, militärische Strukturen, Militärbezirke zum Beispiel, die eindeutig gen Westen mit ausgerichtet sind. Wenn man das dann mit der Intention, die wir aus Putins Reden, aus Medvedevs Äußerungen ablesen können, wenn wir das zusammennehmen, dann zeigt mir das deutlich auf der einen Seite, dass ein Zeitpunkt, 2029, der Punkt ist, wo genau das Material so weit aufgewachsen sein kann und auch das Personal so weit aufgewachsen sein kann, dass ein Angriff gegen NATO-Territorium möglich sein wird. Und wir sehen eben die Intention, die mit dahinter liegt und all das bringt mich dazu, in einem Worst-Case-Szenario darüber nachzudenken und das auch eben immer wieder anzunehmen, dass 2029 die Möglichkeit für russische Streitkräfte besteht und dem müssen wir etwas entgegensetzen. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein? Diese Wahrscheinlichkeit kann man nicht einschätzen, sondern es ist eine Möglichkeit, die dadurch besteht, aus dem sich ergibt, was ich gerade eben beschrieben habe, das mit einer Wahrscheinlichkeit zu belegen, ist nahezu unmöglich. Allein die Tatsache, dass es stattfinden könnte, muss uns dazu bringen, dass wir verteidigungsbereit sind, dass wir durch diese Verteidigungsbereitschaft abschrecken können und damit eben genau einen solchen Angriff ins Unmögliche führen. Aber Sie sagen, Russland begreift Krieg als Kontinuum. Inwiefern muss die deutsche Gesellschaft und das deutsche Militär auch strategisch neu denken? Nun, wir müssen uns natürlich genau darauf einstellen, wir müssen sehen, was uns entgegengesetzt werden kann oder wodurch wir angegriffen werden könnten und dem müssen wir etwas entgegensetzen können. Noch einmal, Abschreckung ist für mich der entscheidende Punkt dazu und wir schrecken am besten dadurch ab, indem wir verteidigungsbereit sind und diese Verteidigungsbereitschaft, die ergibt sich nicht nur aus Waffensystemen, die ergibt sich nicht nur aus Personalstärken, sondern die ergibt sich auch aus einer Mentalität, aus einer Resilienz, die sowohl in der Bevölkerung, aber auch in den Streitkräften vorhanden sein kann. Aber sie ergibt sich eben auch aus Streitkräftestärken. Dänemark ist jetzt der jüngste Verbündete, der die Wehrpflicht für Frauen einführt. Welchen Schritt sollte die nächste deutsche Regierung tun? Aus militärischer Sicht kann ich sagen, dass wir ein Aufwuchspotenzial haben müssen. Also wir müssen unsere Streitkräfte vergrößern, den Umfang unserer Streitkräfte vergrößern. Unsere Berechnungen zeigen, dass wir auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten, sowohl Reservisten als auch aktive Soldatinnen und Soldaten kommen müssen. Dieses Aufwuchspotenzial muss so sichergestellt werden, durch irgendeine Form eines Wehrdienstes, egal ob verpflichtend oder freiwillig. Das ist eine politische Entscheidung. Ich kann nur sagen, auf militärischer Seite brauchen wir auf der einen Seite das Aufwuchspotenzial und auf der anderen Seite haben wir in den Streitkräften die Voraussetzungen geschaffen oder sind dabei diese zu schaffen, dass wir genau dieses Aufwuchspotenzial auch umsetzen können. Und die deutsche Gesellschaft, wie steht es um die? Die muss doch auch krisenresilient werden, sie muss bereit werden, sich auf Szenarien vorbereiten zu können. Das Bundesinnenministerium fordert jetzt etwa ein Schulfach oder mehr Unterricht, dass Schüler und auch Studenten besser vorbereitet sind auf solche Szenarien, Katastrophenfälle, Kriegsfälle. Wie stehen Sie dazu? Nun, wir müssen uns natürlich genau mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen. Wir müssen uns mit diesem Worst Case auseinandersetzen, aber wir dürfen es nicht in der Art und Weise tun, dass wir sagen, da passiert etwas und wir können dem nichts entgegensetzen, sondern wir müssen es immer so machen, dass wir die Möglichkeiten erkennen, wo wir einer solchen Bedrohung etwas entgegensetzen können. Das ist Resilienz. Wir machen eine Gesellschaft stärker, machen sie resilienter, indem alle Faktoren ineinandergreifen, indem sowohl Politik als auch Gesellschaft, als auch Wirtschaft, als auch Militär miteinander auf diese Bedrohung schauen und miteinander eben auch festlegen, was man dagegen tun kann. Es ist nichts, wo man nur reagieren kann, sondern wir können aktiv sein und genau in dieses aktive Handeln müssen wir auch kommen. Welchen Ratschlag geben Sie der nächsten Bundesregierung, wo die Prioritäten liegen sollten? Sollten die auf neue Strukturen setzen oder sollten die auf integriertes gemeinsames Arbeiten zwischen den verschiedenen Ressorts, die davon betroffen sind, setzen? Was empfehlen Sie? Militärischerseits ist es für mich klar, wir müssen unsere Einsatzbereitschaft erhöhen. Das heißt also, all das, was wir jetzt tun müssen, all unsere Anstrengungen müssen darauf einzahlen, dass wir einsatzbereiter werden, dass wir den Forderungen der NATO, den berechtigten und von uns eingegangenen Forderungen der NATO entgegenkommen können. Das muss uns gelingen. Das heißt also, all das, was wir beschaffen, muss genau darauf auch einzahlen. In der Gesellschaft und auch zwischen den verschiedenen Bundesressorts muss es darauf ankommen, dass wir den gemeinschaftlichen Blick, den gemeinsamen Blick auf diese Bedrohung haben. Diese Strukturen zu schaffen, sie weiter auszuprägen, da wo sie vorhanden sind, das muss das Ziel der nächsten Jahre sein, weil nur damit mache ich eine Gesellschaft resilient. Karsten Breuer, ich danke Ihnen. Vielen Dank. Danke. Vielen Dank. Danke. So, klasse. Super. Toll, dass das geklappt hat, weil ich das länger als... ...als du. Kommt schon. Ich weiß, Sie kennen uns, und ich kenne Sie, und wir kommen irgendwo in der Mitte rauf. Ja, danke Ihnen, das klappt. Karte muss ich nicht geben. Nee, nee, nee, hab ich alles. Genau. Wir sehen uns das nächste Mal in Shangri-La, oder? Ich finde ja, das muss eine Pflichtveranstaltung werden, auch für deutsche Journalisten. Das ist ja irre, wie wenige da hinfahren. Ich habe wirklich gestaunt. Auch Matthias Gebauer ist, glaube ich, der einzige, der da immer schon ist, seit Jahren. Und wenn man dann da die Unterhaltung mitbekommt, da spielt ja die Musik. Ich war in München, also ich angetreten als Generalsekretär war ich, sowohl auf der Münchner Sicherheitskonferenz als auch auf der Bundeskanzlerkonferenz. Hier zum Beispiel. Ja, siehst du. wir super das ist das das ist die gleiche zeit die gleiche also das war in sieben minuten glaube ich und das würde noch würden noch mal sieben Minuten sein. Prima, danke sehr. Danke. Bis gleich. Tschüss. Kann ich das jetzt nicht überspielen? Da gibt es auch noch einen Blickwinkel, da weiß ich schon wieder, wie das geht. Deutschlands Generalinspektor der Bundeswehr sagt, dass die neuen geopolitischen Realitäten es erfordern, das Denken in alten Schubladen abzulegen. Und das gelte auch für Deutschlands Militär, die Bundeswehr. Herr Kassenbräuer, vielen Dank, dass Sie der Deutschen Rede das Interview geben. Aus militärischer Sicht, befindet sich Deutschland im Krieg oder im Krieg? die wir jetzt gerne nutzen, um zu sortieren, um für uns auch eine Verlässlichkeit mit hineinzubringen, diese Katalogien werden von russischer Seite nicht genutzt. Russland sieht Krieg als ein Continuum an. Insofern werden Maßnahmen genutzt, die jetzt schon wie Krieg aussehen können, die es aber noch nicht so einfach haben, wie die Maßnahmen. Also es wird ja ein Zustand erzeugt, der nicht nur ganz viel, aber auch irgendwie streng sein wird. Sie haben wiederholt gewarnt, dass 2029 soweit sein könnte, dass Russland in der Position ist, theoretisch einen Angriff auf NATO-Territorien zu starten. Welche Anzeichen sehen Sie? Wir haben verschiedenste Analysen. Wir sehen, dass Russland zurzeit erheblich aufrüstet. Und zwar Material. Eine Produktion von rund 1.500 Kampfpanzern pro Jahr. Entweder aus Dekos und diese dann instand gesetzt oder eine neue Produktion. Diese 1.500 Kampfpanzer, ebenso wie rund 4 Millionen Schuss Artillerieproduktionen, all das Material, was produziert wird, geht nicht direkt in eine Front in die Ukraine. Sondern es geht in Dekos und wird in Dekos dann aufbereitet oder dort gehalten. Gleichzeitig sehen wir, dass Russland im nächsten Jahr auf rund 1,5 Millionen Soldaten seine Streitkräfte anwachsen lässt. Und wir sehen neue militärische Strukturen. Militärbezirke zum Beispiel, die eindeutig im Westen und in den Außenländern sind. Wenn man das dann mit der Intention, die wir aus guten Videos und Äußerungen ablesen können, wenn wir das zusammen nehmen, dann zeigt mir das deutlich auf der einen Seite, dass ein Zeitpunkt, 2029, der Punkt ist, wo genau das Material so weit aufgewachsen sein kann, auch das Karbonat so weit aufgewachsen sein kann, dass ein Angriff gegen NATO-Territorien möglich sein wird. Und wir sehen die Möglichkeit dazu, im Alltagsträglichen dazu, in einem größeren Kargo nachzudenken, was passieren kann. Immer wieder anzunehmen, dass 2029 die Möglichkeit für die Zukunft ist. Diese Wahrscheinlichkeit kann man nicht einschätzen, sondern es ist eine Möglichkeit, die dadurch besteht, aus dem sich ergibt, was ich gerade eben beschrieben habe. Das mit einer Wahrscheinlichkeitsvergütung ist ein Art zu unmöglich. Allein die Tatsache, dass es stärken könnte und uns dazu bringen, dass wir verteidigungsbereit sind, dass wir durch diese Verteidigungsbereitschaft abstrecken können. Und dann kriegen wir genau einen solchen Angriff. Sie sagen, Russland begreift Krieg als Continuum. Inwiefern muss die deutsche Gesellschaft und das deutsche Militär auch strategisch neu denken? Wir müssen uns natürlich genau darauf einstellen. was uns entgegengesetzt werden kann oder wodurch wir angegriffen werden könnten, um dem müssen wir etwas entgegengesetzt werden. Und noch einmal, Abschreckung ist für mich der entscheidende Punkt dazu, und wir sprechen am besten miteinander in der Verteidigungsbereitschaft. Diese Verteidigungsbereitschaft, die ergibt sich nicht nur aus Waffensystemen, die ergibt sich nicht nur aus Personalstärken, sondern ergibt sich auch aus einer Mentalität, aus einer Resilienz. sich eben auch aus Streitkräftestärkung. Dänemark ist jetzt der künftige Verbündete, der gewerbliche Frauen einführt. Welchen Streitkräften Wir haben ein Aufwuchspotenzial und müssen unsere Streitkräfte vergrößern. Wir müssen auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten kommen. Das Aufwuchspotenzial muss sichergestellt werden. Auf der einen Seite das Aufwuchspotenzial und auf der anderen Seite die Streitkräfte. Sie muss doch auch krisenresilient werden, sie muss bereit werden, sich auf Szenarien vorbereiten zu können. Das Bundesinnenministerium fordert jetzt etwa ein Schulfach oder mehr Unterricht, dass Schüler und auch Studenten besser vorbereitet sind auf solche Szenarien, Katastrophenfälle, Kriegsfälle. Wie stehen Sie dazu? Wir müssen uns natürlich genau mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen. Wir dürfen es nicht in der Art und Weise tun, dass wir sagen, da passiert etwas und wir können dem nichts entgegensetzen. Wir müssen es immer so machen, dass wir die Möglichkeiten erkennen, wo wir eine solche Bedrohung entgegensetzen können. Das ist Resilienz. Wir machen eine Gesellschaft stärker, machen sie resilienter und nehmen alle Faktoren ineinander. Sowohl Politik als auch Gesellschaft, als auch Wirtschaft, als auch Militär. Damit miteinander auf diese Bedrohung schauen und miteinander festlegen, was man erreichen kann. Es ist nichts, wie man nur reagieren kann. Wir können aktiv sein und wir brauchen dieses aktive Anliegen. Welchen Ratschlag geben Sie der nächsten Bundesregierung, wo die Prioritäten liegen sollen? Sollten die auf neue Strukturen setzen oder sollten die auf integriertes gemeinsames Arbeiten zwischen den verschiedenen Ressorts, die davon betroffen sind, setzen? Ich glaube, das sind unsere Einsatzbereitschaft, das heißt also all das, was wir jetzt tun müssen, alle unsere Einstellungen müssen darauf einfallen, dass wir einsatzbereiter werden, dass wir den Vorgrunden der NATO, den wir berechtigt haben, die jetzt eingegangenen Vorgänge der NATO identifizieren können, das muss uns gelingen. Das heißt also, all das, was wir beschaffen müssen, genau darauf einfallen. In der Gesellschaft und auch zwischen den verschiedenen Bundesressourcen, müssen wir darauf einkommen, dass wir eine Gemeinschaft entwickeln, die gemeinsam mit der Offensive umkommt. Diese Strukturen zu schaffen, sie weiter auszuprägen, da wo sie hinzufahren sind, das muss das Ziel der nächsten Jahre sein. Weil nur damit machen wir eine gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das ist das, worüber ich danke Ihnen. Vielen Dank. Nein, nein, nein.", "summary": "Generalinspektor Carsten Breuer warnt vor einer möglichen russischen Angriffsbereitschaft auf NATO-Gebiet ab 2029. Russland rüste materiell und personell erheblich auf und betrachte Krieg als ein Kontinuum. Breuer fordert eine erhöhte Einsatzbereitschaft der Bundeswehr und eine gesamtgesellschaftliche Resilienz zur Abschreckung. Die Bundeswehr benötige ein Aufwuchspotenzial auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten.", "referenz": "Drehmaterial Interview, Sachinhalt auf englisch", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-003"}
-{"transcript_id": "101623126", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DW DST News and The Day - 29.06.2025", "beitragstitel": "Schaltgespräch mit Rosemary Kelanic (Defense Priorities, USA) über Handlungsoptionen Iran nach Luftschlägen der USA gegen Atomanlagen, Einschätzungen über Aussichten für weitere Verhandlungen, Fortführung der Atomforschung und Nuklearwaffen-Entwicklung", "transkript": "Yeah, it's a great question. I'm afraid the options are all bad. So there are bad options and there are worse options. Of course, the Iranians are angry that the United States struck them. They're angry that Israel struck them in the middle of negotiations with the United States. So far, they've said that they don't want to talk to the United States, but that could change. So I think that what Trump needs to do now is to try to assure Iran that there is room for conversation, that the United States is not bent on overthrowing the regime or going to war with Iran, that Iran has something to gain from cooperating with the United States to reduce its nuclear program and submit it back to monitoring and inspections. Well as we just mentioned, Iran has now said it's suspending all cooperation with the nuclear watchdog, the IAEA. So what does that mean for efforts to at least monitor Iran's nuclear activities? Yeah, so it's not good. It's not good. And it's not clear, though, that they really will suspend it for real. So what the parliament votes on and what the parliament says is not necessarily the policy that Iran's going to adopt. They're sort of advisory incapacity. They're not the last word. But if they don't cooperate, then that becomes very difficult. The United States, if they truly want to prevent Iran from weaponizing, needs to have boots on the ground in the form of, ideally, IAEA inspectors, right? I think when President Trump agreed to do these airstrikes on behalf of Netanyahu, when he agreed to do it, I don't think he was signing up for a long-term war with Iran or any kind of regime change operation. But I'm afraid that there's escalatory dynamics that could lead the United States down that path if it's not careful. Well, we should also mention again that President Trump is claiming that Iran's nuclear program was obliterated and others are more skeptical. What's your assessment? My assessment is that it was clearly not obliterated. You can't obliterate a program that's 20 years old, with many, many sites, and an entire generation of Iranian nuclear scientists. You can't just obliterate that from the air with airstrikes. And even if the three big facilities that the U.S. was involved in striking, even if those are completely destroyed or damaged, we know, or at least we suspect, that Iran removed materials from those sites. We also know that there are sites like Pickaxe Mountain, for instance, that were not touched by airstrikes. So there are nuclear sites that are still potentially in operation in Iran. And even if there weren't, if Iran really wanted to rebuild, they could do so. They know how to do this, which is why a military response or a military solution has never been the best way to solve this issue. So what is the path forward? If you say a military solution is not the path forward, how do we prevent this type of nuclear proliferation in the Middle East? Look, I mean, Iran, I'm not convinced that Iran was set on getting a nuclear weapon. They wanted options. They had enrichment facilities, but they could have built a nuclear weapon years ago if they really wanted to, right? What I think Iran really wants is they want sanctions relief. They want to deal with the United States, something that makes them like a new full member of the international community and not a pariah state anymore. And to do that, we have to have negotiations. We have to talk with them. But to talk with them, right, we also have to convince them that the United States doesn't have it out for the Iranian regime, that we're not sort of determined that we're going to go in and, like, you know, squash them no matter what happens, right? We have to convince Iran that we don't really want regime change in Iran and that we're willing to negotiate on the nuclear issue. And if we can convince them of that, maybe they'll come to the table again. That was Rosemary Kalanick, Director of the Middle East Program at the think tank Defense Priorities. Thank you so much. We appreciate your time. Thank you.", "summary": "Rosemary Kalanick analysiert die Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Nach Luftangriffen hat der Iran die Zusammenarbeit mit der IAEO ausgesetzt. Kalanicks Einschätzung nach wurde das iranische Atomprogramm nicht zerstört. Sie schlägt Verhandlungen anstelle einer militärischen Lösung vor.", "referenz": "News Schaltgespräch, eng o. Akzent, ohne Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-004"}
-{"transcript_id": "101621480", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Como te afecta? - spa", "beitragstitel": null, "transkript": "Estás desesperado, no te queda plata para el alquiler, las facturas están por vencer y necesitas plata ya. De repente, pum, ves un anuncio en redes sociales donde te prometen crédito fácil y rápido o te meten a un grupo de Telegram para invitarte a invertir unos cuantos pesitos en una criptomoneda que te va a hacer millonario. Suena demasiado bueno para ser cierto, ¿no? El problema es que, si parece muy fácil, puede ser que haya gato encerrado. Así que cuidado, porque podría tratarse de una ciberestafa. Yo creí en algo como el tema de los bitcoins, caí redondita. que me llamaron como para, mira, te ganaste algo por tener X o Y tarjeta de crédito y uno como pues obviamente se muestra interesado. Mucho de esto se basa en la urgencia y en la necesidad del usuario, entonces también muchas víctimas están cayendo a eso precisamente por la urgencia y la necesidad que tienen de tener acceso a este tipo de dinero, dinero fácil. A veces simplemente quieres ayudar a alguien, pero igual caes en la trampa. Hablaron con mi sobrina como haciéndose pasar por mí y me estafaron con 30.000 pesos. Si no te ha pasado directamente a vos, estoy casi segura de que mínimo conoces a alguien a quien han intentado o a quien han conseguido estafar a través de redes sociales, mensajes o llamadas fake. a ella no le llegó el link del vendedor, sino que le llegó por otro número desconocido. Ella se confundió y pagó ese link vía WhatsApp. Hizo el pago ahí y ¿qué pasó? Básicamente le vaciaron la cuenta bancaria. En esto de la digitalización hasta los ladrones se han puesto las pilas y han encontrado nuevas formas de seguir haciendo de las suyas. Estafas por Internet, todo el tiempo, todos los días veo. Y a mí me llevan mensajes al correo no deseado o al spam de Gmail, pero nunca abro el link, porque sé que si abrís un link, ya te pueden robar todas las cuentas. Las estafas digitales son un fenómeno que en los últimos años ha aumentado exponencialmente. En el primer semestre de 2024, el volumen de fraude bancario online en América Latina creció un 32% con respecto al mismo periodo de 2023, según un reporte de la empresa especializada en fraude digital BioCatch. Y con ayuda de la inteligencia artificial, los ciberestafadores se han puesto más creativos. ¡Escucha este audio! Los estafadores pueden hacerte creer que estás escuchando a un ser querido, pero en realidad es creado digitalmente. con solo unos segundos de grabación, puede inclonar tu voz. Hay miles de formas en las que podés ser estafado, a través de una supuesta llamada de emergencia de un familiar, por una oferta de trabajo que te llega a WhatsApp al hacer clic en un enlace que no debías, o hasta por perfiles falsos en apps de citas mientras andas buscando al amor de tu vida. En este episodio de ¿Cómo te afecta?, vamos a ver cuáles son las estafas más peligrosas que andan por ahí, cómo podemos identificar qué es real y qué no, y lo más importante, cómo protegernos de todo esto. Si pensabas que las estafas digitales solo afectan a los boomers que no manejan bien la tecnología, pues estás equivocado. Algunos datos relevantes que podemos ver es que hay dos grupos, dependiendo del tipo de estafa que se está realizando. Los muy jóvenes, gente que está entrando al mundo digital o laboral, respecto de digital no me refiero a que estén usando redes sociales, sino que están teniendo su cuenta, sus primeros ingresos y entonces están ingresando a este mundo de las transacciones bancarias digitales. Ese grupo de los jóvenes entre 18 y 22 años son estafados generalmente con temas de empleos, de paquetes que están pendientes de pagos de impuestos para recibir algún tipo de situación o los engañan tan sencillo como si tú entras a esta inversión y traes cuatro personas más vamos a obtener más dinero. Son uno de los grupos donde ven que como no hay mucha educación financiera, también son capaces de poder buscar dinero de manera muy sencilla. Yo creo que una persona más adulta lo piensa, lo analiza y sabe, pero los jóvenes como que, viste, hoy en día es que... Yo tengo 26, no sea tan grande, pero la ambición de uno de 18, 20, 22 es diferente. Y sí, claro, por el otro lado están nuestros papás, tíos o abuelos. El otro, que es mucho más apetitoso, es una tercera parte de las estafas, son las personas mayores de 60 años. Personas que no son propiamente nativos digitales, digamos, la tecnología no es lo que más conocen. a mi tía que le mandaron un mail y apretó un link que no había que apretar y le vació la cuenta al banco. Es decir, de esto no se salva nadie, cualquiera que esté conectado puede ser una víctima. Con más del 84% de su población en línea, Latinoamérica es una de las regiones más conectadas del mundo, solo por detrás de Europa y Norteamérica. También es uno de los mayores mercados digitales del mundo, con más de 368 millones de usuarios de internet. No es de extrañar que los ciberestafadores abunden. El famoso phishing, muy probablemente ya se ha escuchado el término, es uno de los métodos más comunes. Básicamente consiste en engañar a las personas para que revelen información valiosa y confidencial, como nombres de usuario, contraseñas o números de tarjeta de crédito. Se realiza mediante correos electrónicos, mensajes, llamadas o sitios web fraudulentos que se hacen pasar por instituciones confiables o por otras personas. Y ataca tanto a personas como a empresas. El reporte Estado del Phishing 2024, un análisis realizado en más de 15 países por la empresa de ciberseguridad Proofpoint, reveló que, en promedio, se detectaron y bloquearon al mes unos 66 millones de correos electrónicos engañosos diseñados para estafar. Esto representa 1.527 intentos de phishing por minuto. En América Latina, entre los países más atacados, Brasil está a la cabeza, seguido de México. Aquí es muy relevante hacer una pequeña aclaración, en montos y cantidad, México y Brasil, o Brasil y México siguen siendo donde vemos más casos, porque tenemos más población, es más posible que exista también por lo mismo más estafas. Por otro lado, la empresa de seguridad Sofistic con presencia especialmente en España y Latinoamérica hizo un análisis de las vulnerabilidades de sus clientes y ojo, los resultados revelaron que 1 de cada 2 usuarios que recibe un correo de phishing lo abre, un 24% accede a enlaces fraudulentos y un 17% facilita datos. Recibió un mail desde el Ministerio de Salud, que supuestamente era del Ministerio de Salud, que le pedían como un link para entrar a no me acuerdo dónde, y cuando les dio el link, entraron y les hackearon el teléfono, empezaron a pedir plata a todos sus contactos. Hay contactos que le dieron plata. Con la inteligencia artificial, se están creando mayores sitios phishing, con mayor facilidad, a mayor escala, y obviamente se están distribuyendo con mucho más facilidad, y esto permite de alguna forma que los delitos de estafas sean mucho más rápidos, versátiles y que la gente caiga más fácilmente. Antes, esas llamadas telefónicas que se hacían pasar por agentes de banco sonaban muy robóticas. Era muy fácil identificar que eran fake, falsas. Pero ahora, recibís llamadas con voces que suenan muy humanas, o que suenan escalofriantemente iguales a las de tus familiares. Con los famosos audio deepfakes, se clona la voz para mandar mensajes falsos, haciéndose pasar por otras personas o por vos mismo. Entonces, ¿qué hacen? Utilizan esa suplantación para llamar a tus contactos una vez que obtienen información y se empiezan a contar una historia. Oye, estoy en una situación complicada. Ayúdame, préstame dinero. Pero lo hacen con la voz del usuario. Entonces, esto genera que la persona al otro lado de la llamada, pues, confíe totalmente porque dice, sí, sí, es la persona. persona. -¡ si, alguien cercano! que lo llamaron como para que se había accidentado el hijo, y la voz era idéntica al hijo, Y claro, en una emergencia, la desesperación por ayudar, así que queramos actuar rápido, sin analizar mucho. Lo llaman a uno de la cárcel con un cuento de que pise a alguien, de que, ay, primo, necesito dinero, ¿qué tal? Y lo llaman a uno muy desesperadamente. saben lo que hacen y apelan al susto, al miedo, a las emociones y buscan engancharnos por emociones. La una es por este lado negativo, nos meten miedo de que algo está pasando y como estamos asustados entregamos los datos porque queremos solucionar el problema rápido. Y la otra es cuando pasan cosas maravillosas y es igual apelando a las emociones. No te ganaste pasajes de avión, ni siquiera, no es gratis, ven acá y te damos la información. subimos todo a redes sociales, fotos, videos, donde trabajamos, la forma en la que nos expresamos, etc. Este contenido es justamente el combustible que los estafadores necesitan para robar identidades. Sí, me pasó que me robaron las fotos de mi cuenta de Instagram, se hicieron un Instagram poniendo otro nombre y se hicieron cuentas en aplicaciones de citas y además. En Instagram se lo hackearon y empezaron a usar su Instagram para hablarle a la gente. Al final terminamos reportándolo y lo cerraron. Hay algunos que, además de estafados, terminan con el corazón roto. Y nos pidió ayuda, como si fuéramos pareja, pero solo en la parte de atrás. Los estafadores crean perfiles falsos en plataformas de citas como Tinder para engañar a personas que buscan a su media naranja y posteriormente sustraerles dinero. O también te enamoran con otras cosas, por ejemplo, con ofertas de empleo. Mucho cuidado con eso. Sí, una vez postulé a través de un trabajo, es como la última moda, y me contactaron a través de Facebook. Y ahí llegamos a contactos a hablar por WhatsApp, y estaba en una llamada y me hackearon mi WhatsApp. Y claro, yo no podía volver a recuperar mi cuenta. Intenté conectarme, contactarme con mis seres queridos, amigos, a través de redes sociales, como avisar de la situación, y ya fue tarde. Con todas estas formas de manipulación, los hackers buscan una cosa, obtener la mayor información confidencial posible de las potenciales víctimas. Los datos tienen muchos usos, como le dicen que es de nuevo oro. Yo no sé ustedes, pero a mí leer los términos y condiciones de cada sitio web o aplicación que instalar me parece un martirio. Aceptémoslo, esos textos larguísimos redactados en letra minúscula no se los quiere leer nadie. Pero esa es justamente la trampa en la que no debemos caer. Si aceptamos a ciegas, especialmente si estamos instalando una nueva aplicación en el teléfono, podemos llegar a regalar algo sumamente valioso, nuestros datos. Muchas veces los usuarios, al darle el acceso o al descargar la aplicación, pues también comprometen mucho su seguridad, porque mucha de la información que están bajando puede ser comprometida, puede ser utilizada por los delincuentes para, no sé, para cometer delitos posteriores relacionados con el robo de identidad. ejemplos de cómo los ciberestafadores se aprovechan de tus datos es a través de las conocidas como montadeutas. Es un método relativamente reciente y que ha alertado especialmente a las autoridades de México. Estos esquemas otorgan préstamos de dinero fáciles e inmediatos, prácticamente sin requisitos. Si está surgido de plata, es una propuesta muy tentadora. Muchas de estos esquemas conocidos como de montadeudas lo que hacen es precisamente persuadir a las víctimas para que contraten el crédito, ya sea a través de una aplicación, a través de su móvil, y después que puedan aceptar los términos y convencerlas de las condiciones que normalmente son inexistentes. que aceptados los términos y condiciones al bajar la aplicación tienen acceso a todo, a tus contactos, fotos, video y con eso te empiezan a extorsionar. Empiezan a hablar a tus conocidos, oye dile que me paguen, dile que me paguen y empiezan a jugar con muchas cosas, inclusive hasta pueden... tener acceso a tu galería de fotos, es bien pero bien delicado. Entre 2021 y 2024 se identificaron 1,073 apps reportadas al Consejo Ciudadano de la Ciudad de México bajo el modus operandi de montadeudas y tan solo en 2022 ese consejo recibió 11,594 denuncias ciudadanas. Algunos ejemplos de montadeudas son Jose Cash, Cashbook, Talamovil, Cohete Crédito, por mencionar algunas porque la lista es larga. En Colombia a esta modalidad se le conoce como gota a gota virtual. Aquí las autoridades también han advertido de un crecimiento de estas ciberestafas. La Superintendencia de Industria y Comercio ha abierto investigaciones a varias de las empresas que están detrás de estas aplicaciones, por ejemplo de las apps Eastbay y Popcash. Como mencioné, la mayoría de estas estafas de préstamo rápido virtual se enfocan en la instalación de aplicaciones móviles y es que justamente a través de los celulares es donde más casos de ciberestafa se da. Según Biocash, en lo que va de 2025, el 88% de todas las sesiones bancarias fraudulentas se realizaron desde dispositivos móviles. Sea cual sea la forma de estafa, muchas derivan al mismo delito, el fraude bancario, y esos casos de fraude han aumentado también en la región. En Chile, por ejemplo, durante los primeros seis meses de 2024, las estafas bancarias se triplicaron en comparación con 2023. Me han ferido como tres veces, o dos, no sé, varias veces. Lo fue gay, perdió a Tarluca, o sea, como, no sé, 300 Tarluca, no sé. El caso de Chile es muy particular en Latinoamérica. Chile tiene una regulación que reembolsa aquel fraude que es denunciado ante una autoridad judicial. Entonces, en el caso de Chile, lo que estamos viendo obviamente es que hay una mayor denuncia porque existe este camino para poder recuperar el dinero. Entonces, esto está muy relacionado con mayores casos en estafas, mayores reportes. este escenario plantea un desafío enorme para la protección de datos personales en la región. Entonces, ¿cómo podemos estar más seguros? Si tu contraseña es 1, 2, 3, 4 o tu fecha de cumpleaños, te aconsejo que la cambies ya. Muchas veces los ciberestafadores logran acceder a cuentas por medio de lo que se llama fuerza bruta. Esto consiste en introducir frases o combinaciones de números o letras de uso común hasta obtener la contraseña correcta. Así que, nada de poner contraseñas muy obvias como tu nombre o el nombre de tu perrito. Recordemos, toda esta es información que compartimos en redes sociales y los estafadores pueden hacer asociaciones. Por suerte, no. Mantengo mis redes lo más privadas posible, con varias contraseñas, que te reconoce la cara, la palabra clave. Intento estar lo más protegido posible. Quizá a algunos esto les parecerá obvio, pero mucha gente comete ese error. Basta con ver los reportes de NordPass, una empresa gestora de contraseñas que analiza los hábitos de las personas a la hora de establecer sus claves. En 2024, según sus investigaciones, este fue el top 5 de contraseñas más comunes. En el primer puesto tenemos a la famosísima 123456, usada más de 3 millones de veces. Le sigue su hermana mayor los números del 1 al 9 y luego los números del 1 al 8. En cuarto lugar también está la clásica password y en quinto QWERTY123. Yo sinceramente no sé si reír o llorar. Y ojo, NordPass indica que todas esas contraseñas se pueden descifrar en menos de un segundo. Tiene que ser una contraseña de diez, doce caracteres, que tenga letras, que tenga símbolos, mayúscula y minúscula, para que sea más difícil de descifrar. de tener contraseñas fuertes hay más medidas que podemos tomar. Una actitud clave aquí es desconfiar. si parece muy sencillo y muy fácil, duda, dudar ante las cosas, un empleo, un boleto para Taylor Swift con descuento cuando ha sido imposible conseguir boletos, ese tipo de cosas que son atractivas y que suenan muy fáciles, hay que dudar, buscar un poco más tal vez en distintos medios, redes sociales, medios de noticias, entrar a ver. no solo desconfiar de supuestos premios o promociones, sino también de las comunicaciones que recibimos en nombre de instituciones gubernamentales y, sobre todo, del banco. Antes que nada, cuando te llega un correo, independientemente de dónde te llega, tienes que desconfiar, ¿no? Y más si suele ser o viene de una institución bancaria. Normalmente, los bancos y las entidades financieras no mandan correos para solicitar información personal. Entonces, hay que usar, de alguna forma, la lógica para no caer en este tipo de cuestiones de ingeniería, ¿no? O sea, si llega una llamada así, tal vez decir, bueno, muchas gracias, colgar y llamar al banco, averiguar qué pasó. Como, iba a buscar el canal seguro de comunicación con el banco y no que una llamada random. Otra recomendación es revisar bien las direcciones de e-mail para ver si son oficiales. También prestar al contenido de los mensajes. Los errores gramaticales, por ejemplo, son un gran red flag. Sé que hay una página que si vos buscas en Google, por ejemplo, pones, ¿es este link seguro? Y ahí pegás el link y te sale si es seguro o no y si tiene denuncias. En el caso de los audio deepfakes que suenan tan verídicos, ¿cómo podemos saber si realmente se trata o no de un familiar o amigo? En redes sociales e incluso autoridades como el FBI sugieren establecer una palabra clave. ¿Me puedes ayudar y me lo puedes enviar? ¡Claro! ¿Cuál es el cumpleaños de la mamá? eviten claves que sean muy obvias. Por último, siempre está la opción de denunciar, porque sí, denunciar es posible. Como ciudadanos, internautas, consumidores y clientes de bancos, claro que tenemos derechos digitales que, en caso de estafa, son vulnerados. Los derechos ARCO permiten a las personas obtener información sobre sus propios datos y el tratamiento que les dan, cuál es su origen, finalidad y de qué forma se están comunicando o compartiendo. Se desglosan así. La A significa acceso y se refiere al derecho de saber qué datos tienen tuyos, cómo los obtuvieron y para qué los usan. La R viene de rectificación, es el derecho a corregir tus datos si están mal o incompletos. La C significa cancelación, este es el derecho a pedir que dejen de usar tus datos. Y la O viene de oposición, es el derecho a decir no si sentís que el uso de tus datos te está causando problemas. Con el robo de datos personales sin consentimiento del usuario se viola el derecho al control sobre tu información, el derecho a la privacidad. Muchas veces nos entran llamadas de números desconocidos y entonces yo me pregunto, ¿cómo consiguieron mi número? ¿En cuántas bases de datos estamos sin saberlo y sin haber dado nuestro consentimiento? Además de que las bases de datos están filtradas en internet también desde la aparición de las redes sociales la gente también ha publicado su información personal en internet. Se puede combinar las dos cosas. Compré una base de datos de forma clandestina a alguna empresa que las va recabando y esa información la puedo cruzar con cuentas de Facebook, de Instagram, de X, puedo averiguar quiénes son los familiares, digamos, y ese tipo de cosas. Según las leyes de protección de datos personales de países como México, Argentina, Colombia y Chile, los ciudadanos tienen derecho a que su información sea tratada de forma segura, pero los ciberdelincuentes explotan brechas en la seguridad de empresas o descuidos de los usuarios. Otros hacen dinero con ella. Y normalmente no es legal que se puedan vender los datos sin autorización. Incluso la mayoría de países de América Latina ya tenemos leyes de protección de datos personales que hacen que justamente esto no sea posible. Yo no contesto, yo definitivamente a los que tengo, tengo y ya, de resto si es un número desconocido intento no contestar y obviamente no caer en ese cuento de que ah, pise a alguien, mamá, primo, ayúdeme, no, no, eso es muy común y mucha gente cae en eso y si hay que estar pilas con eso porque hay mucha gente ladrona que lo quiera afectar a uno. Si alguno de estos derechos se vulnera, las personas tienen derecho a denunciar, especialmente cuando hay una pérdida económica de por medio. En general, la legislación de todos nuestros países es bastante similar. Generalmente, las estafas vienen o por los bancos o por tarjetas de crédito, que alguien robó mi información y sacó plata de mi banco, o alguien tiene mi tarjeta de débito, o alguien tuvo los datos de mi tarjeta de crédito e hizo compras por internet, etc. Entonces, en general, a la primera persona o organización, para decirlo de hecho, que deberíamos acceder o contactar es al banco y decir, el banco, hay esta compra que yo no hice, quiero saber qué fue, y el banco tiene la obligación de determinar de qué fue esa compra. Sí, lo denunció a la tarjeta primero, porque habían hecho gastos con la tarjeta y después entró a la cuenta del banco y el banco también estaba, digamos, en la cuenta vacía. Lo denunció y la verdad que no sé cómo se manejan ese tipo de estafas o de movimientos legales, pero el banco le devolvió la plata y, digamos, se pudo comprobar que era una estafa. Sin embargo, la efectividad de estas políticas varía según el país y la entidad financiera. Muchos se quedan de brazos cruzados porque sienten que sus autoridades no van a hacer nada. Pero esto pasa tanto últimamente que la gente como que ya no tiene mucha fe como en el denunciar. Entonces, a la final se vuelven unas denuncias que se vuelven un papel más. No, no lo denunció, es que tampoco sabría a quién denunciar. Como usuarios podemos hacer mucho para cuidarnos, pero también necesitamos la protección de terceros. Veamos qué otras soluciones hay. Ya vimos que hay muchas medidas que podemos tomar para evitar caer en una estafa, pero los expertos también sugieren que los bancos tomen medidas. Mientras la tecnología se va desarrollando y se va haciendo más sofisticada el tipo de estafa que se puede hacer, que se pueden replicar en mi voz, pueden replicar en mi cara, y a través de eso engañar a sus sistemas, los bancos, las entidades financieras, tienen la obligación de sofisticar su forma de defendernos. Tiene que mejorar sus sistemas, irse adaptando a estas nuevas tendencias para poder identificar ese tipo de estafas y proteger a sus clientes. Cuando se reporta el delito por el usuario, se puede tener información sobre cómo sucedió, entonces es muy importante que si ya fuimos víctima lo reportemos para que la institución bancaria pueda utilizar esta información. Y parte de las medidas que se pueden tomar es, como platicaba, cuando se empieza a ver una tendencia, poder tomar acciones de bloquear accesos desde algunos lugares que ya se conocen son utilizados por estos estafadores. Esto es todo amigos, nos vemos en el próximo video, ¡hasta la próxima! También que se trabaje conjuntamente industria, bancos, instituciones gubernamentales y redes sociales. Voy a poner un ejemplo muy sencillo, si el estafador crea en el marketplace de cualquier red social un artículo con un precio muy atractivo para empezar a estafar, ¿cómo podemos limitar eso? Con que la red social nos ayude a dar de baja el perfil, con que la telco pueda a lo mejor limitar el acceso a esa IP o si es un número al cual hay que llamar que limite el acceso a ese número y los bancos poniendo controles más conectado, nuestra vida digital es tan importante como la real. No se trata solo de proteger nuestro dinero, sino también de cuidar nuestros datos y nuestra identidad. Ya vemos que las estafas digitales evolucionan demasiado rápido, así que hay que mantenernos alerta e informados. ¿Y a vos? ¿Te han estafado a través de Internet? ¿Qué otros tips tenés para mantenerte seguro? Te leo en los comentarios a través de nuestro canal de YouTube, arroba DW, cómo te afecta.", "summary": "Digitale Betrugsmaschen in Lateinamerika haben stark zugenommen. Betrüger nutzen Phishing, KI und gefälschte Profile. Sie zielen auf persönliche und finanzielle Daten ab. Besonders junge Menschen und Senioren sind betroffen.", "referenz": "Talkformat, kein Sachinhalt, kein Manuskript", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Du bist verzweifelt, du hast kein Geld mehr für die Miete, die Rechnungen laufen bald ab und du brauchst jetzt Geld. Plötzlich, boom, sehen Sie eine Anzeige in sozialen Netzwerken, in der sie Ihnen einen einfachen und schnellen Kredit versprechen oder Sie in eine Telegram-Gruppe bringen, um Sie einzuladen, ein paar Cent in eine Kryptowährung zu investieren, die Sie zum Millionär machen wird. Klingt doch zu schön, um wahr zu sein, oder? Das Problem ist, dass, wenn es sehr einfach erscheint, es sein kann, dass eine Katze im Schrank ist. Seien Sie also vorsichtig, denn es könnte sich um einen Cyber-Betrug handeln.\n\nIch glaubte an so etwas wie das Thema Bitcoins, ich fiel darauf herein.\n\ndass sie mich angerufen haben, um zu sagen, dass du etwas verdient hast, weil du eine Kreditkarte von X oder Y hast, und dass einer offensichtlich Interesse zeigt.\n\nVieles davon basiert auf der Dringlichkeit und dem Bedürfnis des Nutzers. So viele Opfer fallen auch genau deshalb darauf herein, weil sie dringend und dringend Zugang zu dieser Art von Geld haben müssen, leichtem Geld.\n\nManchmal möchte man einfach nur jemandem helfen, aber man tappt trotzdem in die Falle.\n\nSie redeten mit meiner Nichte, als ob sie vorgaben, ich zu sein, und sie betrogen mich um 30.000 Pesos.\n\nWenn es Ihnen nicht direkt passiert ist, bin ich mir fast sicher, dass Sie zumindest jemanden kennen, der vor Gericht gestellt wurde oder der über soziale Netzwerke, Nachrichten oder gefälschte Anrufe betrogen wurde.\n\ndass er den Link des Verkäufers nicht erhalten habe, sondern er durch eine andere unbekannte Nummer zu ihm gekommen sei. Sie war verwirrt und bezahlte für diesen Link über WhatsApp, machte die Zahlung dort und was ist passiert? Sie haben im Grunde sein Bankkonto geleert.\n\nIn dieser Digitalisierungssache haben sich sogar Diebe zusammengerissen und neue Wege gefunden, um ihr Ding weiter zu machen.\n\nInternet-Betrügereien die ganze Zeit, jeden Tag, den ich sehe. Und sie bringen mir Nachrichten in Junk-Mail oder Gmail-Spam, aber ich öffne den Link nie, weil ich weiß, dass sie alle Ihre Konten stehlen können, wenn Sie einen Link öffnen.\n\nDigitale Betrügereien sind ein Phänomen, das in den letzten Jahren exponentiell zugenommen hat. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 stieg das Volumen des Online-Banking-Betrugs in Lateinamerika im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023 um 32 %, wie aus einem Bericht des auf digitalen Betrug spezialisierten Unternehmens BioCatch hervorgeht. Und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sind Cyberbetrüger kreativer\n\nHören Sie sich dieses Audio an!\n\nBetrüger mögen Sie glauben machen, dass Sie einem geliebten Menschen zuhören, aber es ist tatsächlich digital erstellt.\n\nMit nur wenigen Sekunden Aufnahmezeit kann es Ihre Stimme aufnehmen.\n\nEs gibt Tausende von Möglichkeiten, wie Sie betrogen werden können, durch einen angeblichen Notruf eines Familienmitglieds, durch ein Jobangebot, das Ihnen auf WhatsApp zukommt, wenn Sie auf einen Link klicken, den Sie nicht haben sollten, oder sogar durch gefälschte Profile in Dating-Apps, während Sie auf der Suche nach der Liebe Ihres Lebens sind. In dieser Folge von How Does It Affect You? werden wir uns die gefährlichsten Betrügereien ansehen, wie wir erkennen können, was echt ist und was nicht, und vor allem, wie wir uns vor all dem schützen können. Wenn Sie dachten, dass digitale Betrügereien nur Boomer betreffen, die nicht gut mit Technologie umgehen können, dann liegen Sie falsch.\n\nEinige relevante Daten, die wir sehen können, sind, dass es zwei Gruppen gibt, abhängig von der Art des durchgeführten Betrugs. Die sehr jungen, Menschen, die in die digitale oder Arbeitswelt eintreten, in Bezug auf die digitale Ich meine nicht, dass sie soziale Netzwerke nutzen, sondern dass sie ihr Konto haben, ihr erstes Einkommen und dann treten sie in diese Welt der digitalen Bankgeschäfte ein.\n\nDiese Gruppe junger Menschen zwischen 18 und 22 Jahren wird in der Regel mit Fragen von Arbeitsplätzen betrogen, Paketen, deren Steuerzahlungen ausstehen, um eine Art von Situation zu erhalten, oder sie werden so einfach getäuscht, dass wir mehr Geld bekommen werden, wenn Sie diese Investition tätigen und vier weitere Personen mitbringen. Sie sind eine der Gruppen, bei denen sie sehen, dass sie, da es nicht viel finanzielle Bildung gibt, auch sehr leicht nach Geld suchen können.\n\nIch denke, dass ein erwachsenerer Mensch darüber nachdenkt, es analysiert und es weiß, aber junge Leute mögen, siehst du, heutzutage ist es das... Ich bin 26, es ist nicht so groß, aber der Ehrgeiz einer 18, 20, 22 ist ein anderer.\n\nUnd ja, natürlich, auf der anderen Seite gibt es unsere Eltern, Onkel oder Großeltern.\n\nDie andere, die viel appetitlicher ist, ist, dass ein Drittel der Betrügereien Menschen über 60 Jahre sind. Menschen, die nicht wirklich Digital Natives sind, sagen wir, Technologie ist nicht das, was sie am meisten kennen.\n\nMeine Tante, die eine E-Mail erhalten hat und auf einen Link geklickt hat, der nicht angeklickt werden sollte, und das Bankkonto geleert hat.\n\nMit anderen Worten, niemand bleibt davon verschont, jeder, der verbunden ist, kann ein Opfer sein. Mit mehr als 84 % der Bevölkerung, die online leben, ist Lateinamerika nach Europa und Nordamerika eine der am besten vernetzten Regionen der Welt. Es ist auch einer der größten digitalen Marktplätze der Welt mit mehr als 368 Millionen Internetnutzern. Es ist kein Wunder, dass es viele Cyber-Betrüger\n\nDas berühmte Phishing, höchstwahrscheinlich haben Sie den Begriff bereits gehört, ist eine der gängigsten Methoden.\n\nEs besteht im Wesentlichen darin, Menschen dazu zu bringen, wertvolle und vertrauliche Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartennummern preiszugeben. Dies geschieht über betrügerische E-Mails, Nachrichten, Anrufe oder Websites, die sich als vertrauenswürdige Institutionen oder andere Personen ausgeben und sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen angreifen. Der State of Phishing 2024 Report, eine Analyse, die vom Cybersicherheitsunternehmen Proofpoint in mehr als 15 Ländern durchgeführt wurde, ergab, dass pro Monat durchschnittlich rund 66 Millionen betrügerische E-Mails entdeckt und blockiert wurden, die auf Betrug ausgelegt waren.\n\nDies entspricht 1.527 Phishing-Versuchen pro Minute. In Lateinamerika, einem der am häufigsten angegriffenen Länder, liegt Brasilien an der Spitze, gefolgt von Mexiko.\n\nHier ist es sehr wichtig, eine kleine Klarstellung zu machen, in Mengen und Menge, Mexiko und Brasilien, oder Brasilien und Mexiko, sind weiterhin dort, wo wir mehr Fälle sehen, weil wir mehr Bevölkerung haben, es ist eher möglich, dass es auch mehr Betrügereien aus dem gleichen Grund gibt.\n\nAuf der anderen Seite hat das Sicherheitsunternehmen Sofistic, das vor allem in Spanien und Lateinamerika präsent ist, eine Analyse der Schwachstellen seiner Kunden durchgeführt. Und Vorsicht, die Ergebnisse zeigten, dass 1 von 2 Benutzern, die eine Phishing-E-Mail erhalten, diese öffnen. 24 % greifen auf betrügerische Links zu und 17 % geben\n\nEr erhielt eine E-Mail vom Gesundheitsministerium, die angeblich vom Gesundheitsministerium stammte, in der er um einen Link gebeten wurde, den er eingeben sollte, ich weiß nicht mehr, wo. Und als er ihnen den Link gab, drangen sie ein und hackten ihr Telefon, sie begannen, von all ihren Kontakten Geld zu verlangen. Es gibt Kontakte, die ihm Geld gegeben haben.\n\nMit künstlicher Intelligenz werden mehr Phishing-Websites erstellt, einfacher, in größerem Maßstab, und natürlich lassen sie sich viel leichter verbreiten. Und das ermöglicht in gewisser Weise, dass Betrugsverbrechen viel schneller und vielseitiger sind und dass die Menschen leichter darauf hereinfallen.\n\nFrüher hörten sich diese Anrufe, in denen man sich als Bankagenten ausgab, sehr roboterhaft an. Es war sehr leicht zu erkennen, dass es sich um Fakes handelte, Fakes, aber jetzt erhalten Sie Anrufe mit Stimmen, die sehr menschlich klingen oder die erschreckend ähnlich klingen wie die Ihrer Verwandten. Bei den berühmten Audio-Deepfakes wird die Stimme geklont, um falsche Nachrichten zu senden, die vorgeben, andere Personen oder Sie selbst zu sein.\n\nWas machen sie also? Sie nutzen dieses Spoofing, um Ihre Kontakte anzurufen, sobald sie Informationen erhalten haben, und beginnen, sich gegenseitig eine Geschichte zu erzählen. Hey, ich bin in einer komplizierten Situation. Hilf mir, leih mir Geld. Aber sie tun es mit der Stimme des Benutzers. Das führt dazu, dass die Person am anderen Ende des Anrufs völlig vertraut, weil sie sagt: Ja, ja, sie ist die Person.\n\nals Kind der Person. -Ja, jemand in seiner Nähe, der gerufen wurde, als ob der Sohn verletzt worden wäre, und die Stimme war identisch mit der des Sohnes, das heißt,\n\nUnd natürlich im Notfall die Verzweiflung, zu helfen, also wollen wir schnell handeln, ohne zu viel zu analysieren.\n\nSie rufen einen von ihnen aus dem Gefängnis an und erzählen ihm die Geschichte, dass er auf jemanden getreten ist: \"Oh, Cousin, ich brauche Geld, wie geht es dir?\" Und sie rufen dich sehr verzweifelt an.\n\nSie wissen, was sie tun und appellieren an Angst, Angst, Emotionen und versuchen, uns mit Emotionen zu fesseln. Die erste ist, dass sie uns wegen dieser negativen Seite Angst machen, dass etwas passiert, und da wir Angst haben, geben wir die Daten weiter, weil wir das Problem schnell lösen wollen. Und das andere ist, wenn wunderbare Dinge passieren und es ist das Gleiche, was Emotionen anspricht. Haben Sie auf dieser Seite Flugtickets verdient? Ist hier frei? Kommen Sie hierher und wir geben Ihnen die Informationen.\n\nJeden Tag laden wir alles in soziale Netzwerke hoch, Fotos, Videos, wo wir arbeiten, wie wir uns ausdrücken usw. Dieser Inhalt ist genau der Treibstoff, den Betrüger brauchen, um Identitäten zu stehlen.\n\nJa, mir ist es passiert, dass sie die Fotos von meinem Instagram-Konto gestohlen haben, sie haben ein Instagram erstellt, indem sie einen anderen Namen eingegeben haben, und sie haben Konten bei Dating-Apps und Aliasen erstellt.\n\nAuf Instagram hackten sie ihn und begannen, sein Instagram zu nutzen, um mit Menschen zu sprechen. Am Ende haben wir es gemeldet und sie haben es geschlossen.\n\ndie nicht nur betrogen werden, sondern auch ein gebrochenes Herz haben.\n\nIch werde dir helfen, als wären wir ein Paar, aber nur auf der Herzensseite.\n\nBetrüger erstellen gefälschte Profile auf Dating-Plattformen wie Tinder, um Menschen auszutricksen, die nach ihrer besseren Hälfte suchen, und dann Geld von ihnen zu stehlen. Oder sie bringen einen auch dazu, sich in andere Dinge zu verlieben, zum Beispiel in Jobangebote. Seien Sie sehr vorsichtig damit.\n\nJa, ich habe mich einmal über einen Job beworben, es ist wie die neueste Modeerscheinung, und sie haben mich über Facebook kontaktiert. Und dort erreichten wir Kontakte, um über WhatsApp zu sprechen, und ich hatte einen Anruf und sie hackten meine WhatsApp. Und natürlich konnte ich mein Konto nicht wiederherstellen und ich habe versucht, mich zu verbinden, meine Lieben, Freunde und Freunde über soziale Netzwerke zu kontaktieren, um vor der Situation zu warnen, und es war zu spät.\n\nBei all diesen Formen der Manipulation suchen Hacker vor allem eines: so viele vertrauliche Informationen wie möglich von potenziellen Opfern zu erhalten.\n\nDaten haben viele Verwendungszwecke, denn sie sagen, dass es sich wieder um Gold handelt.\n\nIch weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich kommt es mir wie ein Märtyrertod vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jeder Website oder Anwendung zu lesen, die Sie installieren. Seien wir ehrlich, diese sehr langen Texte, die in kleinen Buchstaben geschrieben sind, werden von niemandem gelesen. Aber genau in diese Falle dürfen wir nicht tappen. Wenn wir blind akzeptieren, insbesondere wenn wir eine neue Anwendung auf dem Telefon installieren, können wir etwas äußerst Wertvolles verschenken, unsere Daten.\n\nOft gefährden Benutzer, indem sie ihnen Zugriff auf die Anwendung gewähren oder sie herunterladen, auch ihre Sicherheit, da viele der Informationen, die sie herunterladen, kompromittiert werden können, sie können von Kriminellen verwendet werden, um, ich weiß es nicht, um spätere Straftaten im Zusammenhang mit Identitätsdiebstahl zu begehen.\n\nEin Beispiel dafür, wie Cyberbetrüger Ihre Daten ausnutzen, sind die sogenannten Montadeutas. Es handelt sich um eine relativ neue Methode, die vor allem die mexikanischen Behörden alarmiert hat. Diese Programme bieten einfache und sofortige Geldkredite praktisch ohne Anforderungen. Wenn es kein Geld mehr hat, ist es ein sehr verlockendes Angebot.\n\nViele dieser Schemata, die als Schuldenmontadeuda bekannt sind, überzeugen die Opfer genau davon, den Kredit aufzunehmen, entweder über eine Anwendung oder über ihr Mobiltelefon, und dann können sie die Bedingungen akzeptieren und sie von den Bedingungen überzeugen, die normalerweise nicht existieren.\n\nDass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert haben, wenn Sie die Anwendung herunterladen, sie haben Zugriff auf alles, Ihre Kontakte, Fotos, Videos und damit fangen sie an, Sie zu erpressen.\n\nSie fangen an, mit deinen Bekannten zu sprechen, hey, sie sollen mich bezahlen, sag ihnen, sie sollen mich bezahlen und sie fangen an, mit vielen Dingen zu spielen, sie können sogar Zugang zu deiner Fotogalerie haben, es ist gut, aber sehr heikel.\n\nZwischen 2021 und 2024 wurden 1.073 Apps, die dem Bürgerrat von Mexiko-Stadt gemeldet wurden, im Rahmen des Modus Operandi von Montadeudas identifiziert, und allein im Jahr 2022 gingen bei diesem Rat 11.594 Bürgerbeschwerden ein. Einige Beispiele für Inkassounternehmen sind Jose Cash, Cashbox, Talamovil,\n\nCoetecredito für die Erwähnung einiger weniger, denn die Liste ist lang. In Kolumbien ist diese Modalität als virtueller Tropfen für Tropfen bekannt. Auch hier haben die Behörden vor einer Zunahme dieser Cyber-Betrügereien gewarnt. Die Aufsichtsbehörde für Industrie und Handel hat Ermittlungen gegen mehrere der Unternehmen eingeleitet, die hinter diesen Anwendungen stehen, zum Beispiel gegen die Apps EastBay und Popcash. Wie ich bereits erwähnt habe, konzentrieren sich die meisten dieser Betrügereien mit virtuellen Schnellkrediten auf die Installation mobiler Anwendungen, und gerade über Mobiltelefone treten mehr Fälle von Cyberbetrug auf. Laut Biocash wurden im Jahr 2025 bisher 88 % aller\n\nBetrügerische Bankgeschäfte wurden von mobilen Geräten aus durchgeführt. Unabhängig von der Form des Betrugs führen viele zum gleichen Verbrechen, zum Bankbetrug, und auch diese Betrugsfälle haben in der Region zugenommen. In Chile beispielsweise haben sich die Bankbetrügereien in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 im Vergleich zu 2023 verdreifacht.\n\nIch wurde dreimal verwundet, oder zweimal, ich weiß nicht, mehrmals. Es war, dass er diesen und jenen Luka verloren hat, das heißt, ich weiß nicht, 300 Luka, ich weiß es nicht, so etwas in der Art.\n\nDer Fall Chiles ist in Lateinamerika sehr speziell. Chile hat eine Regelung, die Betrug erstattet, der einer Justizbehörde gemeldet wird. Was wir also im Fall von Chile sehen, ist, dass es eine größere Beschwerde gibt, weil es diesen Weg gibt, das Geld zurückzufordern. Dies hängt also sehr stark mit höheren Fällen von Betrügereien zusammen, die höher gemeldet wurden.\n\nDieses Szenario stellt eine große Herausforderung für den Schutz personenbezogener Daten in der Region dar, wie können wir also sicherer sein? Wenn Ihr Passwort 1, 2, 3, 4 oder Ihr Geburtstag ist, empfehle ich Ihnen, es jetzt zu ändern. Oft gelingt es Cyberbetrügern, durch sogenannte Brute-Force-Angriffe auf Konten zuzugreifen. Dies besteht aus der Eingabe häufig verwendeter Phrasen oder Kombinationen aus Zahlen oder Buchstaben, bis das richtige Passwort erhalten wird. Geben Sie also keine sehr offensichtlichen Passwörter wie Ihren Namen oder den Namen Ihres Hundes ein. Denken Sie daran, dass es sich bei all diesen Informationen um Informationen handelt, die wir in sozialen Netzwerken teilen, und Betrüger können Assoziationen herstellen.\n\nZum Glück nicht. Ich halte meine Netzwerke so privat wie möglich, mit mehreren Passwörtern, die Ihr Gesicht erkennen, welches das Schlüsselwort ist. Ich versuche, so geschützt wie möglich zu sein.\n\nDas mag für manche offensichtlich erscheinen, aber viele Menschen machen diesen Fehler. Schauen Sie sich nur die Berichte von NordPass an, einem Passwortverwaltungsunternehmen, das die Gewohnheiten der Menschen bei der Festlegung ihrer Passwörter analysiert. Im Jahr 2024 waren dies laut ihren Untersuchungen die Top 5 der häufigsten Passwörter.\n\nAn erster Stelle steht die berühmte 123456, die mehr als 3 Millionen Mal verwendet wurde. Ihm folgt seine ältere Schwester, die Zahlen von 1 bis 9 und dann die Zahlen von 1 bis 8. Auf dem vierten Platz liegt auch das klassische Passwort und auf dem fünften QWERTY123. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Und seien Sie vorsichtig, NordPass zeigt an, dass all diese Passwörter in weniger als einer Sekunde geknackt werden können. Das muss es sein.\n\nEs muss ein Passwort von 10, 12 Zeichen sein, das Buchstaben hat, das Symbole hat, Groß- und Kleinbuchstaben, damit es schwieriger zu entschlüsseln ist.\n\nWenn Sie sichere Passwörter haben, gibt es weitere Schritte, die wir unternehmen können. Eine wichtige Haltung dabei ist, misstrauisch zu sein.\n\nWenn es sehr einfach und sehr leicht erscheint, zögern, an Dingen zweifeln, an einem Job, einem Ticket für Taylor Swift mit einem Rabatt, wenn es unmöglich war, Tickets zu bekommen, diese Art von Dingen, die attraktiv sind und die sehr einfach klingen, müssen Sie zweifeln. Schauen Sie vielleicht ein bisschen mehr in verschiedene Medien, soziale Netzwerke, Nachrichtenmedien, gehen Sie hinein, um zu sehen.\n\nSeien Sie nicht nur vorsichtig bei vermeintlichen Preisen oder Werbeaktionen, sondern auch bei den Mitteilungen, die wir im Namen von Regierungsinstitutionen und insbesondere der Bank erhalten.\n\nZunächst einmal, wenn Sie eine E-Mail erhalten, unabhängig davon, wo sie ankommt, müssen Sie misstrauisch sein, oder? Und erst recht, wenn es sich in der Regel um ein Bankinstitut handelt oder von einem Bankinstitut kommt. Normalerweise versenden Banken und Finanzinstitute keine E-Mails, um persönliche Informationen anzufordern. Sie müssen also in gewisser Weise Logik verwenden, um nicht in diese Art von technischen Problemen zu geraten.\n\nDas heißt, wenn ein Anruf wie dieser kommt, sagen Sie vielleicht, nun, vielen Dank, legen Sie auf und rufen Sie die Bank an, finden Sie heraus, was passiert ist, während ich nach dem sicheren Kommunikationskanal mit der Bank suche und nicht nach einem zufälligen Anruf\n\nEine weitere Empfehlung ist, die E-Mail-Adressen gut zu überprüfen, um zu sehen, ob sie offiziell sind. Verleihen Sie auch den Inhalt der Nachrichten. Grammatikalische Fehler sind zum Beispiel ein großes Redfield.\n\nDünn. Ich weiß, dass es eine Seite gibt, die, wenn Sie zum Beispiel bei Google suchen, sie eingeben, ist dieser Link sicher? Und dort fügen Sie den Link ein und es kommt heraus, ob er sicher ist oder nicht und ob es Beschwerden gibt.\n\nWie können wir im Falle von Audio-Deepfakes, die so wahr klingen, wissen, ob es sich wirklich um ein Familienmitglied oder einen Freund handelt oder nicht? In sozialen Netzwerken und sogar Behörden wie dem FBI schlagen sie vor, ein Keyword zu etablieren.\n\nKönnen Sie mir helfen und können Sie es mir schicken?\n\nNatürlich! Und...\n\nWas ist der Geburtstag der Mutter?\n\nVermeiden Sie Hinweise, die sehr offensichtlich sind. Schließlich gibt es immer noch die Möglichkeit der Berichterstattung. Warum so? Eine Berichterstattung ist möglich. Als Bürger, Internetnutzer, Verbraucher und Bankkunden haben wir natürlich digitale Rechte, die im Falle eines Betrugs verletzt werden. Die ARCO-Rechte ermöglichen es den Menschen, Informationen über ihre eigenen Daten und die Behandlung, die sie ihnen gewähren, ihre Herkunft, ihren Zweck und die Art und Weise, wie sie mitgeteilt oder weitergegeben werden, zu erhalten. Sie werden so aufgeschlüsselt. Das A steht für Zugang und bezieht sich auf das Recht zu erfahren, welche Daten sie über Sie haben,\n\nwie sie sie erhalten haben und wofür sie sie verwenden. Das R steht für Rectification. Es haben das Recht, Ihre Daten zu korrigieren, wenn sie unrichtig oder unvollständig sind. Das C steht für Cancellation. Dies ist das Recht, sie aufzufordern, die Verwendung Ihrer Daten einzustellen. Und das O kommt von Opposition. Es ist das Recht, Nein zu sagen, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Verwendung Ihrer Daten Ihnen Probleme bereitet. Mit dem Diebstahl personenbezogener Daten ohne Zustimmung des Nutzers wird das Recht auf Kontrolle über Ihre Daten, das Recht auf Privatsphäre, verletzt. Oft bekommen wir Anrufe von unbekannten Nummern und dann frage ich mich, wie sie an meine Nummer gekommen sind. In wie vielen Datenbanken befinden wir uns, ohne es zu wissen und ohne unsere Zustimmung gegeben zu haben?\n\nNeben der Tatsache, dass Datenbanken im Internet durchgesickert sind, haben die Menschen seit dem Aufkommen der sozialen Medien auch ihre persönlichen Informationen im Internet veröffentlicht. Sie können beides kombinieren. Ich habe heimlich eine Datenbank von einer Firma gekauft, die sie sammelt, und diese Informationen können mit Facebook-, Instagram- und X-Konten abgeglichen werden, ich kann herausfinden, wer die Verwandten sind, sagen wir, und solche Dinge.\n\nGemäß den Gesetzen zum Schutz personenbezogener Daten von Ländern wie Mexiko, Argentinien, Kolumbien und Chile haben die Bürger das Recht, dass ihre Daten sicher behandelt werden, aber Cyberkriminelle nutzen Lücken in der Sicherheit von Unternehmen oder Unachtsamkeit der Benutzer aus. Andere verdienen damit Geld.\n\nUnd es ist in der Regel nicht legal, dass Daten unbefugt verkauft werden dürfen. Selbst in den meisten lateinamerikanischen Ländern gibt es bereits Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten, die dies nicht möglich machen.\n\nIch antworte nicht, ich antworte definitiv denen, die ich habe, die ich habe und das war's, wenn es eine unbekannte Zahl ist, versuche ich nicht zu antworten und natürlich nicht in diese Geschichte zu verfallen, dass ich auf jemanden getreten bin, Mutter, Cousine, hilf mir, nein, nein, das ist sehr häufig und viele Menschen fallen darauf herein und wenn du damit zufrieden sein musst, weil es viele Diebe gibt, die dich beeinflussen wollen.\n\nWenn eines dieser Rechte verletzt wird, haben die Menschen das Recht, eine Beschwerde einzureichen, insbesondere wenn es sich um einen wirtschaftlichen Verlust handelt.\n\nFür die Gesetzgebung aller unserer Länder ist es ziemlich ähnlich, im Allgemeinen kommen die Betrügereien entweder von Banken oder von Kreditkarten, dass jemand meine Daten gestohlen und Geld von meiner Bank genommen hat, oder dass jemand meine Debitkarte hat, oder dass jemand meine Kreditkartendaten hatte und Einkäufe im Internet getätigt hat. usw., dann im Allgemeinen an die erste Person oder Organisation, die eher sagte, dass wir auf die Bank zugreifen oder von ihr Kontakt aufnehmen und sagen sollten, die Bank, da ist dieser Kauf, den ich nicht getätigt habe, ich möchte wissen, was es war, und die Bank hat die Pflicht zu bestimmen, was dieser Kauf\n\nJa, er hat es zuerst der Karte gemeldet, weil sie mit der Karte Ausgaben gemacht hatten und dann ist sie auf dem Bankkonto eingegangen und die Bank war auch, sagen wir, das Konto leer. Er prangerte es an und die Wahrheit ist, dass ich nicht weiß, wie diese Art von Betrug oder legalen Bewegungen gehandhabt werden, aber die Bank hat das Geld zurückgegeben und, sagen wir, es könnte bewiesen werden, dass es ein Betrug war.\n\nDie Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist jedoch je nach Land und Finanzinstitut unterschiedlich. Viele sitzen untätig daneben, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Behörden nichts tun werden.\n\nAber das passiert in letzter Zeit so oft, dass die Menschen nicht mehr viel Vertrauen in das Denunzieren haben.\n\nDann, am Ende, werden sie zu Beschwerden, die nur ein weiteres Stück Papier werden.\n\nNein, er hat es nicht angezeigt, er wüsste auch nicht, wen er anprangern sollte.\n\nAls Nutzer können wir viel tun, um für uns selbst zu sorgen, aber wir brauchen auch den Schutz Dritter. Mal sehen, welche anderen Lösungen es gibt.\n\nWir haben bereits gesehen, dass es viele Maßnahmen gibt, die wir ergreifen können, um nicht in einen Betrug hereinzufallen, aber Experten schlagen auch vor, dass Banken Maßnahmen ergreifen.\n\nWährend sich die Technologie weiterentwickelt und die Art von Betrug, die durchgeführt werden kann, immer raffinierter wird, können sie meine Stimme und mein Gesicht replizieren und dadurch ihre Systeme täuschen, Banken und Finanzinstitute haben die Verpflichtung, ihre Art und Weise, uns zu verteidigen, zu verfeinern. Sie müssen ihre Systeme verbessern, sich an diese neuen Trends anpassen, um diese Art von Betrug zu erkennen und ihre Kunden zu schützen.\n\nKlienten. Wenn das Verbrechen vom Benutzer gemeldet wird, können Sie Informationen darüber erhalten, wie es passiert ist. Es ist sehr wichtig, dass wir, wenn wir bereits Opfer geworden sind, dies melden, damit das Bankinstitut diese Informationen verwenden kann. Und ein Teil der Maßnahmen, die ergriffen werden können, ist, wie ich bereits erwähnt habe, wenn Sie einen Trend erkennen, Maßnahmen ergreifen zu können, um den Zugang von einigen Orten zu blockieren, von denen bereits bekannt ist, dass sie von diesen Betrügern verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.alimmenta.com\n\nAuch, dass Industrie, Banken, staatliche Institutionen und soziale Netzwerke zusammenarbeiten.\n\nIch werde ein sehr einfaches Beispiel geben: Wenn der Betrüger einen Artikel mit einem sehr attraktiven Preis auf dem Marktplatz eines sozialen Netzwerks erstellt, um mit dem Betrug zu beginnen, wie können wir das einschränken, wobei das soziale Netzwerk uns hilft, das Profil zu entfernen, wobei das Telekommunikationsunternehmen in der Lage ist, den Zugriff auf diese IP zu beschränken, oder wenn es sich um eine Nummer handelt, die angerufen werden muss, die den Zugang zu dieser Nummer einschränkt und die Banken Kontrollen\n\nUnser digitales Leben ist immer besser vernetzt und genauso wichtig wie unser reales. Es geht nicht nur darum, unser Geld zu schützen, sondern auch darum, sich um unsere Daten und unsere Identität zu kümmern. Wir sehen bereits, dass sich digitale Betrügereien zu schnell entwickeln, daher müssen wir wachsam und informiert bleiben. Und du? Wurden Sie online betrogen? Welche anderen Tipps haben Sie, um sicher zu bleiben? Ich habe dir in den Kommentaren über unseren YouTube-Kanal, bei der DW, gelesen, wie es dich betrifft. Auf Wiedersehen!", "eval_id": "EVAL-005"}
-{"transcript_id": "101607349", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": null, "beitragstitel": null, "transkript": "Versuchen, mich dran zu halten. Ich muss jeden Tag damit leben. Ja. Ja, das stimmt. Aber sie auch nicht. Also insofern sind wir eine Leidensgemeinschaft. Okay. Ihr sagt, wenn ihr bereit seid, Marek. Okay. Ja, die so eine Viertelstunde einfach mitlaufen lassen, falls... Ist das Handy aus? Ich vertraue ihm, aber es ist immer der militärische Blick. Ja, ja, ich kenne da natürlich Ihr Protokoll nicht, aber das Mikro fällt eigentlich nicht auf. Ja, das weiß ich, das da, das da. Ja, ja. Müssen Sie den Kragen dann auch hier unter dienen? Ja, das ist egal. Okay. Da kann ja sein, dass das nicht verdeckt werden darf. Das finde ich auch gerade, Herr Ruder. Natürlich, professionell. Ich schaue sie ja wahr, ne? Ja genau, die Kameras sind nicht da. Das andere rechts? Okay. Aber die fünf Minuten laufen ab jetzt, ne? Deutschlands Generalinspektor der Bundeswehr sagt, dass die neuen geopolitischen Realitäten es erfordern, das Denken in alten Schubladen abzulegen. Und das gelte auch für Deutschlands Militär, die Bundeswehr. Carsten Breuer, vielen Dank, dass Sie der Deutschen Welle das Interview geben. Aus militärischer Sicht. Befindet sich Deutschland im Krieg oder im Frieden mit Russland? Ich glaube, diese Kategorien Frieden, Krise, Krieg, die wir so gerne nutzen, um zu sortieren, um für uns auch eine Verlässlichkeit mit hineinzubringen, diese Kategorien werden von russischer Seite nicht benutzt. Russland sieht Krieg als ein Kontinuum an und insofern werden Maßnahmen genutzt, die jetzt schon wie Krieg aussehen können, die es aber vermutlich noch nicht sind. Ich meine vor allen Dingen hybride Maßnahmen damit. Es wird ein Zustand erzeugt, der nicht mehr ganz Frieden, aber auch nicht ganz Krieg ist. Und genau in dieser Grauzone bewegen wir uns, bewegen wir uns auch im Umgang mit Russland. Sie haben wiederholt gewarnt, dass 2029 es soweit sein könnte, dass Russland in der Position ist, tatsächlich theoretisch einen Angriff auf NATO-Territorium zu starten. Welche Anzeichen sehen Sie dafür? Nun, wir haben verschiedenste Analysen. Wir sehen, dass Russland zurzeit erheblich aufrüstet, und zwar materiell. Eine Produktion von rund 1.500 Kampfpanzern pro Jahr, entweder aus Depots und diese dann instand gesetzt oder eine Neuproduktion. Und diese 1.500 Kampfpanzer, ebenso wie rund 4 Millionen Schuss Artilleriemunition, all das Material, was produziert wird, das sehen wir, geht eben nicht direkt an die Front in die Ukraine, sondern es geht in Depots und wird in Depots dann aufbereitet oder dort gehalten. Gleichzeitig sehen wir, dass Russland im nächsten Jahr auf rund 1,5 Millionen Soldaten seine Streitkräfte anwachsen lässt. Und wir sehen neue Militärstrukturen, militärische Strukturen, Militärbezirke zum Beispiel, die eindeutig gen Westen mit ausgerichtet sind. Wenn man das dann mit der Intention, die wir aus Putins Reden, aus Medvedevs Äußerungen ablesen können, wenn wir das zusammennehmen, dann zeigt mir das deutlich auf der einen Seite, dass ein Zeitpunkt, 2029, der Punkt ist, wo genau das Material so weit aufgewachsen sein kann und auch das Personal so weit aufgewachsen sein kann, dass ein Angriff gegen NATO-Territorium möglich sein wird. Und wir sehen eben die Intention, die mit dahinter liegt und all das bringt mich dazu, in einem Worst-Case-Szenario darüber nachzudenken und das auch eben immer wieder anzunehmen, dass 2029 die Möglichkeit für russische Streitkräfte besteht und dem müssen wir etwas entgegensetzen. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein? Diese Wahrscheinlichkeit kann man nicht einschätzen, sondern es ist eine Möglichkeit, die dadurch besteht, aus dem sich ergibt, was ich gerade eben beschrieben habe, das mit einer Wahrscheinlichkeit zu belegen, ist nahezu unmöglich. Allein die Tatsache, dass es stattfinden könnte, muss uns dazu bringen, dass wir verteidigungsbereit sind, dass wir durch diese Verteidigungsbereitschaft abschrecken können und damit eben genau einen solchen Angriff ins Unmögliche führen. Aber Sie sagen, Russland begreift Krieg als Kontinuum. Inwiefern muss die deutsche Gesellschaft und das deutsche Militär auch strategisch neu denken? Nun, wir müssen uns natürlich genau darauf einstellen, wir müssen sehen, was uns entgegengesetzt werden kann oder wodurch wir angegriffen werden könnten und dem müssen wir etwas entgegensetzen können. Noch einmal, Abschreckung ist für mich der entscheidende Punkt dazu und wir schrecken am besten dadurch ab, indem wir verteidigungsbereit sind und diese Verteidigungsbereitschaft, die ergibt sich nicht nur aus Waffensystemen, die ergibt sich nicht nur aus Personalstärken, sondern die ergibt sich auch aus einer Mentalität, aus einer Resilienz, die sowohl in der Bevölkerung, aber auch in den Streitkräften vorhanden sein kann. Aber sie ergibt sich eben auch aus Streitkräftestärken. Dänemark ist jetzt der jüngste Verbündete, der die Wehrpflicht für Frauen einführt. Welchen Schritt sollte die nächste deutsche Regierung tun? Aus militärischer Sicht kann ich sagen, dass wir ein Aufwuchspotenzial haben müssen. Also wir müssen unsere Streitkräfte vergrößern, den Umfang unserer Streitkräfte vergrößern. Unsere Berechnungen zeigen, dass wir auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten, sowohl Reservisten als auch aktive Soldatinnen und Soldaten kommen müssen. Dieses Aufwuchspotenzial muss so sichergestellt werden, durch irgendeine Form eines Wehrdienstes, egal ob verpflichtend oder freiwillig. Das ist eine politische Entscheidung. Ich kann nur sagen, auf militärischer Seite brauchen wir auf der einen Seite das Aufwuchspotenzial und auf der anderen Seite haben wir in den Streitkräften die Voraussetzungen geschaffen oder sind dabei diese zu schaffen, dass wir genau dieses Aufwuchspotenzial auch umsetzen können. Und die deutsche Gesellschaft, wie steht es um die? Die muss doch auch krisenresilient werden, sie muss bereit werden, sich auf Szenarien vorbereiten zu können. Das Bundesinnenministerium fordert jetzt etwa ein Schulfach oder mehr Unterricht, dass Schüler und auch Studenten besser vorbereitet sind auf solche Szenarien, Katastrophenfälle, Kriegsfälle. Wie stehen Sie dazu? Nun, wir müssen uns natürlich genau mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen. 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Sollten die auf neue Strukturen setzen oder sollten die auf integriertes gemeinsames Arbeiten zwischen den verschiedenen Ressorts, die davon betroffen sind, setzen? Was empfehlen Sie? Militärischerseits ist es für mich klar, wir müssen unsere Einsatzbereitschaft erhöhen. Das heißt also, all das, was wir jetzt tun müssen, all unsere Anstrengungen müssen darauf einzahlen, dass wir einsatzbereiter werden, dass wir den Forderungen der NATO, den berechtigten und von uns eingegangenen Forderungen der NATO entgegenkommen können. Das muss uns gelingen. Das heißt also, all das, was wir beschaffen, muss genau darauf auch einzahlen. In der Gesellschaft und auch zwischen den verschiedenen Bundesressorts muss es darauf ankommen, dass wir den gemeinschaftlichen Blick, den gemeinsamen Blick auf diese Bedrohung haben. Diese Strukturen zu schaffen, sie weiter auszuprägen, da wo sie vorhanden sind, das muss das Ziel der nächsten Jahre sein, weil nur damit mache ich eine Gesellschaft resilient. Karsten Breuer, ich danke Ihnen. Vielen Dank. Danke. Vielen Dank. Danke. So, klasse. Super. Toll, dass das geklappt hat, weil ich das länger als... ...als du. Kommt schon. Ich weiß, Sie kennen uns, und ich kenne Sie, und wir kommen irgendwo in der Mitte rauf. Ja, danke Ihnen, das klappt. Karte muss ich nicht geben. Nee, nee, nee, hab ich alles. Genau. Wir sehen uns das nächste Mal in Shangri-La, oder? Ich finde ja, das muss eine Pflichtveranstaltung werden, auch für deutsche Journalisten. Das ist ja irre, wie wenige da hinfahren. Ich habe wirklich gestaunt. Auch Matthias Gebauer ist, glaube ich, der einzige, der da immer schon ist, seit Jahren. Und wenn man dann da die Unterhaltung mitbekommt, da spielt ja die Musik. Ich war in München, also ich angetreten als Generalsekretär war ich, sowohl auf der Münchner Sicherheitskonferenz als auch auf der Bundeskanzlerkonferenz. Hier zum Beispiel. Ja, siehst du. wir super das ist das das ist die gleiche zeit die gleiche also das war in sieben minuten glaube ich und das würde noch würden noch mal sieben Minuten sein. Prima, danke sehr. Danke. Bis gleich. Tschüss. Kann ich das jetzt nicht überspielen? Da gibt es auch noch einen Blickwinkel, da weiß ich schon wieder, wie das geht. Deutschlands Generalinspektor der Bundeswehr sagt, dass die neuen geopolitischen Realitäten es erfordern, das Denken in alten Schubladen abzulegen. Und das gelte auch für Deutschlands Militär, die Bundeswehr. Herr Kassenbräuer, vielen Dank, dass Sie der Deutschen Rede das Interview geben. Aus militärischer Sicht, befindet sich Deutschland im Krieg oder im Krieg? die wir jetzt gerne nutzen, um zu sortieren, um für uns auch eine Verlässlichkeit mit hineinzubringen, diese Katalogien werden von russischer Seite nicht genutzt. Russland sieht Krieg als ein Continuum an. Insofern werden Maßnahmen genutzt, die jetzt schon wie Krieg aussehen können, die es aber noch nicht so einfach haben, wie die Maßnahmen. Also es wird ja ein Zustand erzeugt, der nicht nur ganz viel, aber auch irgendwie streng sein wird. Sie haben wiederholt gewarnt, dass 2029 soweit sein könnte, dass Russland in der Position ist, theoretisch einen Angriff auf NATO-Territorien zu starten. Welche Anzeichen sehen Sie? Wir haben verschiedenste Analysen. Wir sehen, dass Russland zurzeit erheblich aufrüstet. Und zwar Material. Eine Produktion von rund 1.500 Kampfpanzern pro Jahr. Entweder aus Dekos und diese dann instand gesetzt oder eine neue Produktion. Diese 1.500 Kampfpanzer, ebenso wie rund 4 Millionen Schuss Artillerieproduktionen, all das Material, was produziert wird, geht nicht direkt in eine Front in die Ukraine. Sondern es geht in Dekos und wird in Dekos dann aufbereitet oder dort gehalten. Gleichzeitig sehen wir, dass Russland im nächsten Jahr auf rund 1,5 Millionen Soldaten seine Streitkräfte anwachsen lässt. Und wir sehen neue militärische Strukturen. Militärbezirke zum Beispiel, die eindeutig im Westen und in den Außenländern sind. Wenn man das dann mit der Intention, die wir aus guten Videos und Äußerungen ablesen können, wenn wir das zusammen nehmen, dann zeigt mir das deutlich auf der einen Seite, dass ein Zeitpunkt, 2029, der Punkt ist, wo genau das Material so weit aufgewachsen sein kann, auch das Karbonat so weit aufgewachsen sein kann, dass ein Angriff gegen NATO-Territorien möglich sein wird. Und wir sehen die Möglichkeit dazu, im Alltagsträglichen dazu, in einem größeren Kargo nachzudenken, was passieren kann. Immer wieder anzunehmen, dass 2029 die Möglichkeit für die Zukunft ist. Diese Wahrscheinlichkeit kann man nicht einschätzen, sondern es ist eine Möglichkeit, die dadurch besteht, aus dem sich ergibt, was ich gerade eben beschrieben habe. 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Wir müssen es immer so machen, dass wir die Möglichkeiten erkennen, wo wir eine solche Bedrohung entgegensetzen können. Das ist Resilienz. Wir machen eine Gesellschaft stärker, machen sie resilienter und nehmen alle Faktoren ineinander. Sowohl Politik als auch Gesellschaft, als auch Wirtschaft, als auch Militär. Damit miteinander auf diese Bedrohung schauen und miteinander festlegen, was man erreichen kann. Es ist nichts, wie man nur reagieren kann. Wir können aktiv sein und wir brauchen dieses aktive Anliegen. Welchen Ratschlag geben Sie der nächsten Bundesregierung, wo die Prioritäten liegen sollen? Sollten die auf neue Strukturen setzen oder sollten die auf integriertes gemeinsames Arbeiten zwischen den verschiedenen Ressorts, die davon betroffen sind, setzen? Ich glaube, das sind unsere Einsatzbereitschaft, das heißt also all das, was wir jetzt tun müssen, alle unsere Einstellungen müssen darauf einfallen, dass wir einsatzbereiter werden, dass wir den Vorgrunden der NATO, den wir berechtigt haben, die jetzt eingegangenen Vorgänge der NATO identifizieren können, das muss uns gelingen. Das heißt also, all das, was wir beschaffen müssen, genau darauf einfallen. In der Gesellschaft und auch zwischen den verschiedenen Bundesressourcen, müssen wir darauf einkommen, dass wir eine Gemeinschaft entwickeln, die gemeinsam mit der Offensive umkommt. Diese Strukturen zu schaffen, sie weiter auszuprägen, da wo sie hinzufahren sind, das muss das Ziel der nächsten Jahre sein. Weil nur damit machen wir eine gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das ist das, worüber ich danke Ihnen. Vielen Dank. Nein, nein, nein.", "summary": "Russland rüstet materiell und personell massiv auf und könnte 2029 einen Angriff auf die NATO starten. 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Die Villa, sie ist ein einst von Studenten besetztes Haus. Ignaz Bubis, der Spekulant. Das, sagt er, das bin ich. Ich bin ein Spekulant, wie jeder andere Kaufmann auch. wenn der Herr Schmitz sich meldet. Ich komme noch hierher, vom Hintergrund hier. Einen tiefen Griff in die Mülltonne tut ein Polizeibeamter in Stuttgart, aus Sicherheitsgründen. Ignaz Bubis wird zum Besuch in der jüdischen Gemeinde erwartet, und das heißt Sicherheitsstufe 1. Das Jackett des Hausmeisters ist mit einer Schusswaffe gepolstert. Juden in Deutschland, jüdische Gemeinden in Deutschland, ganz normale Gemeinden wie jede katholische oder evangelische um die Ecke sind sie eben nicht. Der gepanzerte Mercedes fährt vor. Ignaz Bubis hat um die ständige Begleitung durch Sicherheitsbeamte und die hochorganisierte Rücksichtnahme nicht gebeten. In Bonn machte man sich Sorgen, und da zuckte er mit der Schulter und lebt seitdem bewacht wie der Bundesrat. Ignaz Bubis erkennt sich aus in den jüdischen Gemeinden in Deutschland. Ich bin in der jüdischen Tradition erzogen worden, als Kind. Ich habe dieses Zuhause seit 1940 nicht mehr, seit dem Tag, als meine Mutter verstorben ist. Da war ich noch nicht mal 14 Jahre alt und meinen Vater habe ich zwei Jahre später verloren. Aber ich habe das, was ich als Kind innerhalb meiner Familie mitbekommen habe, das prägt mein Leben bis heute. Die Zahl der jüdischen Gemeinden wie der Gläubigen ist gering. Nur wenige Juden leben nach dem Holocaust noch in Deutschland. Und nicht alle sind Mitglieder jüdischen Gemeinden. Ignaz Bubis geht als liberaler Geist, als junger Mann im ehemals hochbetagten Vorstand der Gemeinden. Jude aus Tradition ist er, jedoch bei Leibe kein orthodoxer Jude. Wir wissen nicht, was morgen wird. Wir wissen wohl, was gestern war. Juden in Deutschland. Vom Gefühl her immer noch auf dem Sprung, nicht nur auf der Hohe. Für viele ist diese Nachdenklichkeit, wir wissen nicht, was morgen wird, vorhanden. Seit Jahren kommen aus der ehemaligen Sowjetunion jüdische Zuwanderer nach Deutschland. Seitdem wachsen die Gemeinden wieder und Ignaz Uwis kann russisch sprechen. Die Sprache, mit der er, er wurde in Polen geboren, nach dem Krieg sein erstes Geld verdient hat, als überaus erfolgreicher Tausendler. Visitenkartendrucker bei Ignaz Uwis, müsste man sagen. Die Postmappen in seinem Büro stecken noch voll hunderten unbeantworteter Briefen. Und Ignaz Uwis verteilt weiter seine Karten. Sprechen Sie mich an, melden Sie sich. Seine Rolle als Sprecher des Zentralrates versteht er auch als die Rolle des Zuhörers in den Gemeinden. Erster Wohnsitz, Flughafen Frankfurter Main, Abflugfall. Der vielreisende und Vielflieger Ignaz Budis. Sitzplatz 1C. Im Lufthansa-Computer die drei Buchstaben HON. Dem deutschen Volke sagte vor dem Reichstag auch an diesem Tag seine Meinung. Noch schnell vor der Podiumsdiskussion ein, zwei Interviews. Ignaz Budis wird zumeist als Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland gefragt. Die Antwort gibt dann Ignaz Budis, ein deutscher Staatsbürger jüdischem Glaubens. Das ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann. Glauben Sie, dass Sie inzwischen an dieser Grenze sind, wo Prominenz zur Popularität wird, so oft wie Sie auftreten? Ja, aber ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht liegt es an meiner Gutmütigkeit, dass ich mich äußere, dass ich mich zur Verfügung stelle. Aber ich muss dazu sagen, ich missbrauche ja auch die Presse. Denn die Presse braucht mich, um von mir was zu hören. Und ich missbrauche die Presse, indem ich das, was ich im Bauch habe, was mich beträgt, auch rausposaren. Und das wird auf diese Weise transportiert. Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Thema, wieder einmal, Ausländer. Ignaz Bubis gehört zu jenen, die noch als Kind den Holocaust überlebt haben. Vergessen ist unmöglich. Direkt im Blick von Ignaz Bubis und im Blick unserer Kamera, ein Tagungsteilnehmer, die Tätowierung als KZ-Häftling, sichtbar auf dem Arm. Treblinka, der Ort, an dem sein Vater ermordet wurde. Treblinka, ist das etwas, über das Sie immer nachdenken, jeden Tag immer mal wieder? Neuerdings immer wieder. Ich habe über Treblinka für mich auch früher nachgedacht, aber bis 1987 war es wohl, habe ich es nie fertig gebracht, dort hinzufahren. Es kann sogar 88 gewesen sein. Es muss wohl 88 gewesen sein. Und bis dahin, wie gesagt, habe ich immer, als ich in Polen war, eine Ausrede gefunden, warum ich nicht hinfuhr. Bis ich dann einmal doch dort war, aber ich glaube nicht, dass ich es fertig bringen werde, wieder hinzufahren. Frankfurt, eine noble Villa, ein Industrieclub, Treffpunkt für jungen Rotarier. Ignaz Bubis selbst ist Mitglied im Lions Club. Nun erzählt er, gerade erst ist er aus Berlin gelandet, jungen Studenten über das Leben in jüdischen Gemeinden in Deutschland. Erzählt blonden jungen Frauen und Männern, die ihn zum Vortrag gebeten haben, in aller Ruhe vom unbekannten Leben um die Ecke. Jüdischer Alltag als Exotik. Und er bleibt ruhig, selbst als Reizworte fallen. Die Frage, kann man nicht stolz sein, Deutscher zu sein? kleine Gemeinden mit etwa 20, 30 oder 50 Mitgliedern. Auch hier in Hessen gibt es solche kleinere Gemeinden wie in Marburg oder Gießen. Darmstadt ist schon größer. Die nächstgrößere Nachfrankfurt in Frankfurt lebten bis vor drei Jahren 5.000 und jetzt sind es etwa 6.000 Juden auch durch die Zuwanderung. Und die nächstgrößere jüdische Gemeinde ist Offenbach mit etwa 1.000 Mitgliedern. Und im Rest Hessen leben nur noch etwa 600 bis 700 Mitglieder jüdischen Gemeinden. Wenn jemand antisemitisch denkt, mit dem habe ich überhaupt keine Probleme. Jeder Mensch kann denken, was er will, solange es nicht in Gewalt ausschlägt. Ich erwarte nicht, dass jeder jeden liebt. Das wäre zwar sehr schön und darauf basiert die Bibel und sonstige Freundlichkeiten, nur die Welt, die Menschen der Welt sind anders. Ich liebe auch nicht jeden und nicht immer jeden und insoweit stört mich das nicht, wenn jemand antisemitisch denkt, sei es, weil er neidisch ist, sei es, weil er meint, die Juden hätten zu viel Macht und das sind alles Dinge, die mich nicht stören, die mich überhaupt nicht stören, solange nicht Gewalt damit verbunden ist. Was sie stört, ist das Gefühl von Deutschen, die manchmal, wie soll man sagen, in sich die Verpflichtung spüren, gleich mit jedem Juden über den Holocaust zu reden. Das ist ihnen unangenehm. Das ist mir, das wirkt peinlich. In der Wirkung schon ist das peinlich manchmal. Vielleicht bin ich auch auf diesem Gebiet zu empfindlich, das weiß ich nicht. Aber ich hab's nicht gerne, wenn das das Thema sein soll. Es gibt so vieles, über das man sich unterhalten kann. Und er unterhält sich gern. Wieder ein gepanzertes Auto. Vorbei an der Polizei, im Rücken zwei sportliche Herren vom Sicherheitskommando, geht er in ein gepanzertes Haus zur jüdischen Gemeinde Frankfurt. Dort, hinter einer grün getönten Panzerglas-Scheibe, empfängt Ignaz Bubis eine Delegation des ökumenischen Weltrates. Und er tut, was er immer tun kann, reden. Frei, ohne Konzept, ohne Papier, gerade heraus, manchmal eben auch ohne Punkt mit vielen Kommatar und wenigen Absätzen. Der Kindergarten der jüdischen Gemeinde, bewacht wie der gesamte Gebäudekomplex, in dem auch eine jüdische Grundschule untergebracht ist. Normalität. Normalität will Ignaz Bubis. Aber ist das schon Normalität? Gehört das ganz einfach dazu zu den 5000 Jahren Geschichte des Judentums, Kameras? Es ist so, es ist ein Aufzug, der immer so ein bisschen... So, vielen Dank. Ich begleite ihn auch. Alles Gute, schönen Tag hier in Deutschland. Der Gastgeber Ignaz Bubis verabschiedet sich und kehrt zurück in den Raum. Dort erwarten ihn Mitglieder des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Frankfurt. Der nächste Termin, Vorstandssitzung. Man wird ihn fragen, ob er denn nicht ein freies Baugrundstück in Frankfurt kennt. Jüdische Gemeinde, sein eigenes Geschäft und auch die Politik. Ignaz Bubis weiß das alles zu verbinden. Ich sagte er, natürlich kumme ich. Das tut in den Parteien doch jedermann. Nur nicht alle geben es zu. Wir sind eigentlich nur informatorisch eingeladen und wir können nicht in einer Informalveranstaltung einladen. Nun auch nicht. Nein, wir können auch nicht nur noch, dass die Stellvertreter dann auch noch Erklärungen haben. Das geht nicht. Der Verantrag besteht aus fünf Mitgliedern und dann können wir nicht effektiv arbeiten. Wissen Sie, man muss mir nicht alles erzählen. Ich habe keine Schwierigkeiten, wenn mir einer sagt, darüber spreche ich nicht. Ich habe Schwierigkeiten, wenn man mich anliegt. Nun gibt es noch Zwecklügen, es gibt ja helfliche Lügen. Ich mag keine, weder die Zwecklüge noch die helfliche Lüge. Aber am schlimmsten ist die Lüge ohne Begründung. Also wenn sie das nicht mögen, dann kann das ja nur bedeuten, dass sie eigentlich ein relativ undiplomatischer Mensch ist. Ich bin sehr undiplomatisch. so kommen sie durch die Welt ohne zu lügen sozusagen. Ja, wem's nicht passt, der kann's lassen. Ignaz Bubis kennt jeden Winkel der Republik. Schmuck aus schwarzen Koffern, so der Titel eines uralten Dokumentarfilms. Hauptdarsteller Ignaz Bubis. Diesen Schmuck hat er verkauft, überall in Deutschland. Ignaz Bubis ist ein ungeduldiger Fahrgast, allerdings einer mit eingebauter Landkarte. Wie hört es eigentlich Herr Bubis, wenn Sie sauer werden, wenn Sie ärgerlich werden? Ich empfehle Ihnen nicht, mir da an die Quere zu kommen. dann werden sie richtig zu fuhr hier weiter kommen. Aber wie? Und wie bremsen sie dann? Oder wer bremst denn? Ich selbst, ich selbst, aber das dauert einen kurzen Moment, aber dann bremse ich mich selbst, aber erst explodiere ich. Man kann also sagen, Sie haben die Grenze bis zur Explosion ziemlich weit nach oben geschoben, aber wenn es da ist... Dann kommt es mit vollem Druck. Sie haben mal selbst gesagt, auf die Frage, wenn Ihre Tochter ein Ausländer heiraten würde, dann wäre ich sehr unglücklich. Da fängt der Rassismus an, Herr Bubis. Ich habe nicht gesagt, wenn meine Tochter einen Ausländer heiraten würde, sondern ich habe gesagt, wenn meine Tochter einen Nichten heiraten würde. Das ist ein offener Schicksal. Das habe ich verstanden. Das würde mich nicht sehr freuen. Da bin ich nicht da. Das ist hier die katholische Kirche. Mir ist irgendwann ein Schock eingefallen, katholikenfeindlich zu sein. Ehe mit Protestanten nur klar schließendes, wenn der protestantische Ehepartner sich verpflichtet, Etwas, was ich denke und nicht sagen könnte, das kann ich nicht. Ich war fest überzeugt, dass Ihnen der Begriff Altige bekannt ist. Ist Ihnen auch der Begriff Alt-Katholik bekannt? Der Mann im blauen Anzug. Er reist von Podium zu Podium, von Termin zu Termin. Vier Veranstaltungen am Tag und dazwischen vom Autotelefon aus die Geschäfte, die Telefonate mit dem Büro oder mit der Frau auf Jiddisch. Weil seine Tochter es so will, redet er jetzt auch mit ihr auf Jiddisch. Die Tochter wie seine Frau in diesem Film sind sie unsichtbar, aber von starkem Einfluss auf den Mann mit den breiten Schultern. Seine Tochter hat eine Affinität zum Journalismus. Vielleicht macht ihn das so gesprächsbereit. Den Mann, der eigentlich immer zwei Dinge auf einmal tun muss. Ungeduldig ist und schnell gelangweilt und der ungern etwas zweimal erzählt und schon gar nicht dreimal. Das muss man aber auch wissen. Da gibt es ein Bild von Ihnen, da sitzt der Ignaz Bubis, während andere auf dem Podium sprechen, still da, hat den Mund ein bisschen offen und das Gesicht bewegt sich überhaupt nicht. Ist das der Moment, wo Sie ganz abschalten oder ist das der Moment, wo Entscheidung entsteht? Nein, ich höre zu, ich versuche zuzuhören, nur, und das ist leider eine schlechte Gewohnheit von mir, da mich das nicht voll ausfüllt, beschäftige ich mich im Kopf mit noch anderen Dingen gleichzeitig. Ignatz Bubis ist ein Nachtmensch. Bis 1, 2, 3 Uhr nachts arbeitet er, morgens dann ist er ein bisschen krantig. Seine Leibwächter zählen die Überstunden, es sind manchmal bis zu 1000. Den letzten Urlaub, den hat er abgesagt, Termine. Heute ist er auf dem Weg zum FDP-Parteitag in Lübeck. Zahlung von 5.000 Mark und eine Monatsrente von 500 Mark erhalten. Es handelt sich dabei um Personen, die keine direkte Entschädigung aus der Bundesrepublik bekommen haben, weil sie vor 1953 nach Israel auswanderten.\" Zwischendurch noch ein Termin in der jüdischen Gemeinde in Essen. aus Protest gegen das heute Bekannte. Besichtigung der Synagoge. Die Gemeinde braucht Geld für Renovierungsmaßnahmen, eine Klimaanlage soll in den Tempel. In der nächsten Woche werden ehemalige jüdische Bürger der Stadt in Essen erwartet. Zum ersten Mal wieder in der Stadt, in der sie geboren und aufgewachsen sind und von wo sie dann vertrieben wurden oder von wo sie sich retten konnten vor den Nazis. Die Hypothek auf dem deutschen Haus, Ignaz Bubis, hat auch diesen Kontostand immer genau im Blick. Und trotzdem immer wieder diese Vokabel, Normalität. Ich als relativ junger Deutscher, der einer Generation angehört, die allenfalls auch Scham empfinden kann, vielleicht auch selbst das nicht mehr, wundere mich, dass sie das sagen, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass es genau das nicht mehr gibt. Erstmal, weil es so wenige Juden in der Bundesrepublik gibt und weil es einen ganz schrecklichen Grund gibt, dass es so wenige Juden in Deutschland gibt. Sicher, wenn ich spreche von Normalität, heißt das für mich nicht, dass man um das Geschehene nicht wissen soll. Normal ist, also ich verstehe eine Normalität, dass wir zwei uns über alle diese Vorgänge unterhalten können, ohne deshalb gleich... in Verlegenheit zu kommen, mit peinlich, dass es einem der zwei peinlich ist. Das ist für mich die gelebte Normalität. Und zu dieser gelebten Normalität, wenn man da nichts... Ich könnte nicht in Deutschland leben, wenn ich diese, das, was man... Ich weiß keinen anderen Ausdruck als Normalität. Selbstverständlichkeit? Ja, vielleicht Selbstverständlichkeit. Es ist der Begriff Normalität, mit dem habe ich Probleme. Aber er ist so übernommen worden. Normalität ist, dass ich hier lebe. Normalität ist, dass ich mit Nichtjuden hier verkehre, von denen ich nicht weiß, waren ihre Väter oder ihre Großväter schuldig geworden. Oder Menschen, mit denen ich verkehre, denen ich weiß, waren sie vielleicht selber schuldig geworden. Menschen, die etwas älter sind als ich. Es ist ja schon die Möglichkeit gegeben. Und das ist für mich Normalität, dass man unbefangen miteinander umgeht. Seit über 20 Jahren ist Ignaz Bubis Mitglied der FDP. Der ehemalige hessische Wirtschaftsminister Kari hat ihn für die Partei geworben. Kari wurde ermordet von Terroristen. Angst als Normalität? Ignaz Bubis hat, sagt er, keine Angst und er wirkt auch so. Ignaz Bubis ist Mitglied im Bundesvorstand der FDP. Er ist ein Mann im Hintergrund, ein erfolgreicher Mittelständler, ein Selfmade-Man, längst wohlhabend. Ich habe keine Zeit, bezahlte Ämter zu übernehmen. Ich bin zu sehr beschäftigt mit Geldverdienen. Früher habe ich gesagt, ich habe einen Beruf und bin kein Funktionär. Ignaz Bubis hat das Büro des Zentralrates Kest im Griff. Er kümmert sich. Wichtiges hat er im Kopf. Die Termine im Kalender, fürs Management hat er das Telefon. Unwichtiges vergisst er. Auf jeden Fall werde ich rechtzeitig aufhören, bevor man mir sagen wird, was will denn der Alte immer noch da, der ist doch längst verkalkt, merkt er es denn nicht. Was tun Sie denn gerne? Darf ich mal ausprobieren? Darf ich mal vermuten? Bitte. Sie unterhalten sich gerne? Ja. Sie feiern gerne? Nicht laut. Ich feiere gerne, aber ich mag keine lauten Feiern. Sie hören gerne Musik, und ich vermute, wenn Sie da stehen ... Ja, es gibt spezifische. Ich mag Kirchenmusik. Ich mag auch... Feldmann? Bitte? Feldmann. Ja, Feinmann liebe ich. Und sie essen gerne. Leider. Nein, das heißt es leider nicht. Ja, leider, weil ich noch nicht mal wählerisch beim Hessen bin. Das finde ich natürlich wiederum schade. Mögen Sie denn Pralinen? Ja, ja, mir machen sie die größte Freude einer Nudelsuppe und Brot dazu. Ich esse zu allem Brot und das macht 40 Kilo zu viel. Ignaz Bubis koordiniert seine Termine auf Hebräisch. Wir sehen uns beim nächsten Mal. Das Waisenkind Ignaz Bubis, seit dem 14. Lebensjahr auf sich gestellt, hat auf dem Weg von unten nach oben die Sprachen seiner Biografie gelernt. Das war's für heute, wir sehen uns im nächsten Video, bis dahin ciao. Längst ist er mehr als der Sprecher der Juden in Deutschland. Er ist der Mann, den man porträtiert. Und er ist stolz, Ignaz Bubis zu sein. Jetzt noch eine Frage. Mir im Rücken sitzen Journalisten-Kolleginnen. Ihre Gattin wartet ein oder zwei Etagen drüber. Der Fahrer wartet in genau 29 Minuten und morgen sind Sie auch wieder unterwegs. Was würden Sie denn jetzt am allerliebsten machen in der Badewanne gegen Pralinen essen? Nee, ich würde am liebsten jetzt eine Stunde schlafen, aber dazu reicht es nicht. Danke.", "summary": "Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland wird in seinem Alltag und Ehrenamt porträtiert. Er thematisiert das jüdische Leben in Deutschland und die historische Verantwortung des Landes.", "referenz": "unbearbeitetes retrodigitalisiertes File, kein Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 1, "korrekt": "ja", "relevant": "ja", "vollstaendig": "ja", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": "Ignaz Bubis hätte genannt werden können.", "eval_id": "EVAL-007"}
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-{"transcript_id": "101309729", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Made in Germany", "beitragstitel": "Oscar - studentische Unternehmensberatung/Köln", "transkript": "Im Hörsaal der Kölner Universität ist Dirk Heinrich ein seltener Gast. Nach sechs Semestern Betriebswirtschaftslehre reichen ihm die trockenen Theorien nicht mehr. Statt wie seine Kommilitonen den Tag nur in langatmigen Vorlesungen abzusitzen, ruft den 25-Jährigen die Arbeit. Praxis statt Theorie lautet sein Motto. Dirk Heinrich tauscht deshalb Pullover mit Jackett und Krawatte und damit das Studentenleben mit dem Geschäftsleben. Ich bin jetzt auf dem Weg zur Oskar GmbH. Oskar wurde 1992 gegründet und ist mittlerweile Europas erfolgreichste studentische Unternehmensberatung. Dort bin ich einer von drei Geschäftsführern und zuständig für den Bereich Unternehmenskontakt. Erst vor kurzem ist Oskar in ein erstklassiges Bürogebäude gezogen. Die hohe Miete ist kein Problem. Oskar hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Jahresumsatz von 600.000 Mark. Dirk Heinrich gehört seit zwei Jahren zu einem Stab von 14 festen und bis zu 30 freien Mitarbeitern. Allein 1994 zogen die engagierten Studenten 20 Aufträge an Land. Unter den Kunden so große Namen wie Thyssen, Bayer und Bertelsmann. Die wesentlichen Stärken der Oskar GmbH sind, auf der einen Seite ein sehr kostengünstiges Projekt durchführen zu können, dadurch, dass wir sehr geringe Personalkosten haben, und auf der anderen Seite natürlich das studentische Element, die Kreativität und die Umgefangenheit unserer Berater. Unkonventionelle Ideen entstehen bei den täglichen Teamsitzungen. Ein Team von circa fünf Studenten betreut jeweils ein Projekt. Gearbeitet wird in allen Bereichen. Marketing, Planung, Kontrolle und Marktforschung. Für Dumpingpreise von 30.000 bis 50.000 Mark bietet Oskar seine Beratungen an. Branchengrößen nehmen das Zehnfache. Für die Studenten bleibt daher nur ein Hungerlohn von 5.000 bis 700 Mark im Monat. Es ist auch nicht der finanzielle Anreiz dieser Tätigkeit, sondern wirklich der Anreiz, was lernen, was leisten, was bewegen. 100 bis 250 Bewerbungen bekommt der Oscar-Geschäftsführer im Jahr auf den Tisch. Ausgewählt wird anhand von Bewerbungsgesprächen. Die meisten Studenten würden für den interessanten Job Vorlesungen und sogar ganze Uni-Semester schwänzen. Da die Studenten bei uns alle Praktiker werden wollen, halte ich es für sehr nützlich, dass sie je früher, je besser hier ihre ersten persönlichen Erfahrungen sammeln. Das darf natürlich nicht dazu führen, dass das Studium ganz aufgegeben wird. Wenig Uni und viele Kundenbesuche. So sieht der Tag für Oskar Jana aus. Ich fahre mehrfach in der Woche zur Hüls AG in Mahl. Das Unternehmen beraten wir seit Januar und erstellen die Marketingkonzeption für eine neu gegründete Tochterunternehmung der Hüls AG. Dirk Heinrich und seine Mitarbeiter sollen die Wirtschaftsbetriebe der Hüls AG unter die Lupe nehmen. Bisher haben die Betriebe hauptsächlich die mehr als 13.000 Hüls-Angestellten verpflegt. Nun will die Geschäftsführung auch Geld mit der Vermietung von Küche und Räumen verdienen. Ein Marketingplan ist erforderlich. Das dürfen wir von der Ratschafen nicht sagen. Zur Aufgabe der Oskarianer gehört es auch, anhand von Interviews die Leistungsfähigkeit der Großküche herauszufinden. Oskar kommt mit einem jungen Team, mit Studenten an und für sich, die theoretisch hervorragend sicher bewandert sind, kann sich Zeit nehmen, sehr viel Zeit eigentlich, die normalerweise bei Beratern sehr, sehr viel Geld kostet, um sich mit unserer speziellen Situation ganz intensiv zu befassen. Für Dirk Heinrich bedeutet die Hüls AG das letzte Projekt in seiner Oscar-Karriere. Ende Mai verlässt er die Unternehmensberatung, um sich auf ein BWL-Examen vorzubereiten. Die Wirtschaftswelt wartet auf den Newcomer.", "summary": "Die studentische Unternehmensberatung Oskar GmbH in Köln bietet Firmen wie Thyssen, Bayer und Hüls AG kostengünstige Beratung. Der Beitrag porträtiert den Geschäftsführer Dirk Heinrich und zeigt die Arbeit der Studenten, die für Praxiserfahrung ihr Studium vernachlässigen.", "referenz": "retrodigitalisiertes File, nachbearbeitet, mit Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-009"}
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Probleme mit dem freien Markt stürzen diese Mitbürger doppelblind in die Freiheit Eine wichtige Brücke zur Welt der sehnten, sind für die 37.000 Blinden in der ehemaligen DDR die Publikation der DZB der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig Wöchentlich des von dort das aktuelle Radio und Fernsehprogramm in Blindenschrift zu beziehen, in regelmäßigen Abständen auch Zeitschriften und Journale. Von Anfang an war klar, dass wir unseren blinden und sehr schwachen Nutzung vor allem Informationen vermitteln müssen, die sie in ihrem Alltag brauchen. Und wir haben darum, äh, zu Beginn des Jahres 1990 eine neue Zeitschrift herausgebracht. Sie nennt sich Ratgeber aktuell in Blindenschrift und daneben auch eine Tunnel auf Kassette, mit dem Titel Recht und Gesetz Seit ihrer Gründung im Jahre 894. Als erste deutsche Blindenbibliothek zählen mehr als 37.000 Bände in Blindenschrift inzwischen zum Bestand, vom Klassiker bis zum Kochbuch, vom Opernlibretto bis zum aktuellen Gesetzestext ein bedeutender Kulturschatz. Die 2500 ständigen Leser und Hörer der Bücherei nutzen ihn Sehr begehrt nun auch bei den neuen Abonnenten aus Westdeutschland ist die Spezialität der Leipziger, der Reliefdruck Landkarten, Kunstkalender und wie hier Kinderbücher Echte Verkaufsknüller. In diesem Jahr waren zwei Deutschlandkarten die Länder mit ihren Grenzen und Hauptstädten, zum anderen das Autobahnnetz. Die Ausleihe hat allein im ersten Halbjahr 91 um 20 Prozent zugenommen. Ein Ansturm kaum zu bewältigen für die 90 Mitarbeiter ein jeder von ihnen ist hochspezialisiert, eine umständliche Fertigung. Klar, dass die Erzeugnisse nicht billig sind. In Blindenschrift ergibt der Duden 26 dieser wunderschönen großen Bände, und die waren auch erhältlich zum Preis von neun Mark. 80 in der DDR hat ja, wieso tut und Mark 80 gekostet. Der Herstellungspreis allerdings bewegt sich doch in anderen Relation. Also wir gehen davon aus pro Band also. Solch ein Band kostet in der Herstellung circa 40 bis 45 Mark. Das heißt, dieser Duden hat einen Herstellungspreis von über tausend Mark und das zum Preis von neun Mark 80 getragen von dem Grundsatz, dass der Blinde nicht durch seine Behinderung auch noch finanziell behindert werden soll. War also der Grundsatz eins zu eins. Wird man das durchhalten können in Zukunft? Das können wir schon jetzt nicht mehr durchhalten. Preise bewegen sich jetzt bei etwa 50 Prozent der Herstellungskosten. Das heißt also, dass dieser Duden in der Form jetzt für 580 Mark zu haben ist, also für einen privat man einer Bezuschussung fast nicht mehr machbar, Was früher vom Staat bezahlt und deshalb für jeden Blinden erschwinglich war. Diese soziale Errungenschaft ist wie so viele andere auch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht finanzierbar. Ebenso finanzieller Art sind die Gründe, weshalb die Zukunft der Blindenbücherei bis heute noch nicht gesichert ist. Aber das scheint nur so in Dresden will man einen anderen Weg gehen. Die sächsische Staatsregierung möchte die DZB privatisieren, notfalls in einer Mischform mit der öffentlichen Hand. So jedenfalls sieht es ein Kabinettsbeschluss vom Dezember 1990 vor. In einem Brief des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 5. Juli diesen Jahres wird die Bücherei gebeten, selbst zu klären, inwieweit eine Überführung der DZ B in privater Hand durch einen der Sache der Blinden verbundenen finanzkräftigen Träger möglich wäre. Eine Forderung, die an ähnlicher einrichten Dutzenden Hamburg und Marburg nie gestellt wurde der Generalbevollmächtigte des Bonner Blinden und Sehbehindertenverbandes für die neuen Bundesländer dazu Ich halte eine derartige Forderung für völlig unmöglich. Erstens deshalb, weil es keinen privaten Träger gibt, der eine solche Einrichtung auf Dauer mit den notwendigen Mitteln versieht und zweitens die blinden einen Anspruch darauf haben, dass der Staat ihnen gegenüber die gleichen Leistungen aufbringt, wie das bei sehen der Fall ist. Denken Sie beispielsweise an die Möglichkeit, in jedem Ort Bücher aus einer öffentlichen Bücherei leihen zu können. Wie ist denn eine Trägerschaft in den alten Bundesländern bei ähnlichen Einrichtungen geregelt und organisiert? In aller Regel tragen die Länder beziehungsweise trägt die öffentliche Hand, die Kosten derartige Einrichtungen fast vollständig. Wie sind denn die Ergebnisse ihrer Bemühungen, hier in Sachsen finanzkräftige Helfer für die die EZB zu finden? Sie werden die Antwort ahnen natürlich gleich null. Es ist so, dass seitens des Landesminister oder Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Land Sachsen eigentlich politisch keinen Zweifel daran besteht, dass diese Einrichtung hier die deutsche Zentralbücherei verbindet, so Leipzig ihre Arbeit fortsetzen muss. Der Druck kommt vor allem von Finanzministerium, die Sorge haben, eine solche Institution als Anstalt des öffentlichen Rechts nicht finanzieren zu können. Zieht sich das Land zurück aus der Verantwortung für diese Einrichtung? Das kann nicht sein und wird auch nicht sein. Im Jahre 91 haben wir 3,3 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Im Haushaltsplanentwurf, der allerdings noch verhandelt werden muss. Um mit dem Finanzminister sehen wir 3,5 Millionen vor, also bereits mit einer gewissen Steigerung. Es ist nicht gelungen, bisher einen privaten Träger zu finden. Ich bin ein anderen für sich Befürworter für Breite, für viele private Trägerschaften. Nur wird sich das Land aus der sozialen Verantwortung nicht stehlen. Es ist sich dieser Verantwortung voll bewusst gerade gegenüber einer Bevölkerungsgruppe, die dermaßen benachteiligt ist. Die wortreiche, im Camp jedoch unverbindliche Bekundung von Solidarität mit den Blinden seitens der Staatsregierung kann die verbindliche Übernahme der DZB durch den Freistaat Sachsen nicht ersetzen. Die steht weiter aus. Reden statt Taten. Wir arbeiten sehr eng mit der deutschen Zentralbibliothek für blinzelt Lindner Zusammenhalt und haben unsere Aktivitäten Aktivitäten koordiniert. Allerdings mit dem bekannten Erfolg. Ich habe den Eindruck, dass man nicht so recht weiß, was man mit uns anfangen soll. Einerseits sind wir eine zu gewichtige Institution, als dass man sie leichtfertig abwickeln könnte. Aber andererseits hat Auch, äh, noch kein Maßgeblicher Beamter der Landesregierung einmal versucht, uns näher kennenzulernen durch einen Besuch eine Besichtigung des Hauses, sich selbst von dem zu überzeugen, was wir hier tun, um sich eine Meinung über die Nützlichkeit dieser Einrichtung zu machen, also die Kontakte seitens der Landesregierung zu uns sind, äh, im Großen und Ganzen mäßig und steigerungsbedürftig", "summary": "Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) in Leipzig steht nach der Wiedervereinigung vor einer ungewissen Zukunft. Die Finanzierung der wichtigen Einrichtung ist nicht gesichert. Die sächsische Staatsregierung plant eine Privatisierung, was die stark gestiegenen Preise weiter erhöht.", "referenz": null, "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-010"}
-{"transcript_id": "101606192", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DST Webvideos Fokus Europa", "beitragstitel": "Italy: Meet the 100-year-old barista", "transkript": "C'est l'initio alla fine Anna s'installe comme elle le fait chaque matin. Son bar est son univers. Et à 100 ans, elle a beaucoup de sagesse à partager. C'est ma vie ici, je me sens bien avec les gens, c'est comme un médicament. Depuis plus de cinquante ans, Anna tient son bar dans le nord de l'Italie. Elle fait du café, regarde le monde passé, rêve, lit, attend les clients, cela douze heures par jour. À l'extérieur, la vie continue. De l'intérieur, Anna s'y mêle à sa manière. La joie, la joie. Il faut commencer la journée avec la joie. Je me réveille le matin avec la joie de vivre. Alors plus jeune, Anna a rencontré l'amour de sa vie, Renato. Ils ont eu deux enfants. Pendant un certain temps, ils ont vécu en Ligurie, dans le nord-ouest de l'Italie. Ils n'ont pas beaucoup voyagé. Les deux ont finalement acheté ce bar au bord du lac majeur. Renato était tout pour elle. Aujourd'hui encore, plus de cinquante ans après sa mort, Anna s'est languie de lui, le cœur loup d'amour et de perte. La seule chose qui me manque vraiment, c'est mon mari. Il ne vous reste plus que les souvenirs. Mais la vie n'a jamais eu raison d'Anna. Aujourd'hui, elle parcourt Facebook, reste en contact avec le monde et s'accroche à son indépendance. Elle vit dans un petit appartement au-dessus du bar. Ses revenus sont tout juste suffisants pour joindre les deux bouts. Je ne jeterai jamais l'éponge. Je n'abandonnerai jamais. Je me battrai aussi longtemps que je le pourrai. C'est dans cet état d'esprit qu'Anna s'assoit au coin du feu avec son habitué Carlo, et à ce moment-là, tout va bien dans le monde.", "summary": "Die 100-jährige Anna betreibt seit über fünfzig Jahren eine Bar in Norditalien. Sie arbeitet dort täglich zwölf Stunden und schätzt den Kontakt zu Menschen. Anna lebt allein über der Bar und bewahrt ihre Unabhängigkeit.", "referenz": "Webvideo Fokus Europa, ohne Sachinhalt, mit Manuskript in frz", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Anna richtet sich ein wie jeden Morgen, ihre Bar ist ihre Welt und mit ihren 100 Jahren hat sie viel Weisheit zu teilen.\n\nEs ist mein Leben hier, ich fühle mich gut mit Menschen, es ist wie Medizin.\n\nSeit mehr als fünfzig Jahren betreibt Anna ihre Bar in Norditalien. Sie kocht Kaffee, schaut in die vergangene Welt, träumt, liest, wartet auf Kunden, und das alles zwölf Stunden am Tag. Draußen geht das Leben weiter. Von innen heraus fügt sich Anna auf ihre eigene Art und Weise ein.\n\nFreude, Freude. Du musst den Tag mit Freude beginnen. Ich wache morgens mit Lebensfreude auf.\n\nAls sie jünger war, lernte Anna die Liebe ihres Lebens kennen, Renato. Sie bekamen zwei Kinder. Eine Zeit lang lebten sie in Ligurien, im Nordwesten Italiens. Sie sind nicht viel gereist.\n\nDie beiden kauften schliesslich diese Bar am Lago Maggiore. Renato war alles für sie. Auch heute, mehr als fünfzig Jahre nach seinem Tod, sehnt sich Anna nach ihm, ihr Herz ist ein Wolf der Liebe und des Verlusts.\n\nDie einzige Erinnerung...\n\nDas Einzige, was ich wirklich vermisse, ist mein Mann. Alles, was dir bleibt, sind die Erinnerungen.\n\nEs gibt nur Erinnerungen.\n\nAber das Leben hat Anna nie überwältigt. Heute streift sie auf Facebook, bleibt mit der Welt in Kontakt und klammert sich an ihre Unabhängigkeit.\n\nSie wohnt in einer kleinen Wohnung über der Bar. Sein Einkommen reicht kaum aus, um über die Runden zu kommen.\n\nIch werde niemals das Handtuch werfen. Ich werde niemals aufgeben. Ich werde kämpfen, solange ich kann.\n\nIn diesem Gemütszustand sitzt Anna mit ihrem Stammgast Carlo am Feuer und in diesem Moment ist alles in Ordnung auf der Welt.", "eval_id": "EVAL-011"}
-{"transcript_id": "6610004.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "Des Teufels Generale vor Gericht", "beitragstitel": null, "transkript": "Gericht. Eine Funkdokumentation zum Prozess Lorenz Knorr Kontramassenmörder. Lorenz Knorr klagt an. Ehemaligen Hitler-Generale Heusinger, Weidel, Förtsch, Kammhuber und Admiral Ruge haben zusammen mit Ex-Minister Strauss ein Gerichtsverfahren gegen mich eingeleitet. Ich habe unter ausdrücklicher Berufung auf das Nürnberger Urteil vom 30.9. und 1.10.1946 ihre Mitschuld an den verbrecherischen Angriffskriegen Adolf Hitlers und den 50 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges festgestellt und gesagt, dass sie insofern Massenmörder seien, als sie kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürften. Generale fühlten sich beleidigt. Mein Rechtsanwalt stellte fest, dass ein Hinweis auf nachprüfbare Tatbestände niemals beleidigend sein könnte. Nun werden nicht nur die Gerichte, sondern auch die deutsche und die internationale Öffentlichkeit festzustellen haben, ob des Teufels Generale Massenmörder sind oder nicht. Ich handle so, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass sich das deutsche Volk nur dann eine bessere Zukunft schaffen kann, wenn es einen Reinigungsprozess durchführt. Wenn es die belasteten Helfer des größten Verbrechers aller Zeiten aus Staatsbürokratie, Justiz und Bundeswehr entfernt. der 17. Mai 1963. Ein regnerischer Tag in der alten Schleifwarenstadt Solingen. 8.30 Uhr. Wir treffen im Amtsgericht in der Wupperstraße ein. Im Flur zum Schöffengericht im zweiten Stockwerk warten bereits dutzende Bürger der Stadt. Sie wollen Zeuge sein, wie in einem geplanten Schauprozess, gegen das Direktoriumsmitglied der Deutschen Friedensunion, Lorenz Knorr, Anklage erhoben werden soll. Anklage gegen das Urteil im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess vom 30.9. und 1.10.1946. Anklage gegen internationales Recht gegen § 25 des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Anklage gegen den Verteidiger dieses Rechts, gegen einen westdeutschen Repräsentanten der Politik der Vernunft und des guten Willens, gegen Lorenz Knorr. Gegen einen aufrechten Kämpfer, gegen Militarismus und Krieg. Einen Kämpfer für die Bewältigung der in Westdeutschland allgegenwärtigen Vergangenheit. Für die Bestrafung von Hitler und Bundeswehrgeneralen, dieser Planer und Organisatoren Hitlers im barbarischsten Ausrottungsfeldzug unserer Epoche. 9 Uhr. Immer mehr Einlasssuchende sammeln sich im Flur des Schöffengerichts. In diesen Minuten wird das Amtsgerichtsgebäude von einem starken Polizeiaufgebot hermetisch abgeriegelt. Draußen auf dem Vorplatz in der Wupperstraße kommt es zu einer Demonstration. Plakate werden mitgeführt. Ihre Aufschriften? Das deutsche Nest haben die Kriegsverbrecher beschmutzt und nicht jene, die ihre Verbrechen aufdecken. Das Volk muss die ganze Wahrheit über die Kriegsverbrecher erfahren. Die Polizei beschlagnahmt die Plakate, verhaftet ihre Träger. 9 Uhr 30. Lorenz Knorr erscheint im Flur des zweiten Stockwerks im Amtsgerichtsgebäude. Im Arm einen großen Strauß roter Nelken, in der anderen Hand einen schweren Koffer. Dokumente, Beweismaterialien. Ich gehe auf ihn zu, stelle mich vor. Er setzt den Koffer auf den Boden, schüttelt mir herzlich die Hand. Wir kommen ins Gespräch. Sofort hat sich ein kleiner Kreis gebildet. Die Vertreter der Verteidigung, Dr. Ammann und Ass. Neumann. Journalisten von New Age, von der Welt, von der österreichischen Volksstimme, vom Spiegel, von der Tat. Blitzlichte zucken. DPA schießt Bilder. 9 Uhr 55. Der Gerichtsdiener öffnet die Tür zur Zuschauertribüne. 30 Teilnehmer werden nur Platz nehmen können, wird mitgeteilt. Ein beängstigendes Gedränge. Der Gerichtsdiener erklärt, seien Sie vernünftig. Der Raum ist klein. Wir können doch nicht anbauen lassen. Dann gehen wir doch in die Stadthalle. Da haben alle Platz, wird dazwischen gerufen. Jeder will dabei sein, wenn der Angeklagte Klage erhebt, wenn er zum Ankläger wird. Aber über die Hälfte muss draußen bleiben, muss sich von Freunden und Bekannten informieren lassen. 10 Uhr 1. Der Prozess sollte schon begonnen haben. Da wird der Verhandlungsraum für die Journalisten freigegeben. 21 Sitzplätze, 40 Journalisten. Wer nicht aufpasst, der kann nur noch durchs Schlüsselloch den Prozess verfolgen. Drei oder vier Stühle werden noch zusätzlich hineingestellt. 10 Uhr 10. Vorsitzender des Gerichts, Amtsgerichtsrat Laudes, eröffnet. Die Hitler- und Bundeswehrgenerale Heusinger-Förtsch und Kammhuber erheben Klage gegen Lorenz Knorr wegen Beleidigung. Die von Knorr als Massenmörder bezeichneten Generale Speidel und Ruge haben wohlweislich auf Klage verzichtet. Aber für alle fünf wiederum liegt Strafantrag von Ex-Kriegsminister Strauß vor. Amtsgerichtsrat Laudes macht mir den Namen der Anklagevertretung bekannt. Oberstaatsanwalt Dr. Walter, Staatsanwalt Minkenberg. Wo ist Dr. Reuter, der Vorbereiter der Anklageschrift? Er musste aus der Schusslinie gebracht werden. Der Grund? Reuter ist einer der Blutrichter des Zweiten Weltkrieges im Gebiet der damals okkupierten tschechoslowakischen Republik. Sein Name steht auf der Kriegsverbrecherliste der CSSR unter der Nummer A38-37 verzeichnet. Dr. Reuter gab im Solinger Tageblatt vom 15.05.1963 folgende Erklärung ab. Diese Vorwürfe sind schon einmal gegen mich erhoben worden. Diese Anwürfe sind von der Generalstaatsanwaltschaft und dem Justizministerium geprüft worden. Die vorgesetzten Dienststellen sahen keine Veranlassung zu irgendwelchen Maßnahmen. Im Übrigen werde ich nicht die Anklage vertreten, sondern Staatsanwalt Minkenberg, der auch mit der Vorbereitung der Anklage beauftragt ist. Staatsanwalt Minkenberg aber führt nicht den Vorsitz der Anklagevertretung. Man hat im letzten Augenblick noch Oberstaatsanwalt Dr. Walter aus Wuppertal nominiert. Die Verteidigung wird vorgestellt. Dr. Ammann Heidelberg, Assessor Neumann Heidelberg. Dann gibt Lorenz Knoch einen kurzen Abriss seines Lebens. Ich bin 1921 in Eger geboren, Sohn einer alten sozialistischen Arbeiterfamilie. Bin verheiratet und Vater eines siebenjährigen Kindes. Von 1935 bis 1938 Mitglied der Deutschen Sozialdemokratischen Partei in der CSR. Besuchte die Bürgerschule, die Gewerbeschule, die höhere Gewerbeschule. Die Lehre schloss ich als Buchdrucker ab. Jetzt bin ich freischaffender Journalist. Im Hitlerkrieg wurde ich schwer verletzt und verlor ein Auge. 1946 trat ich der SPD in Westdeutschland bei. 1947 Landessekretär der Falken in Bayern. Vorsitzender des Bezirksjugendringes in Bayern. 1950 bis 1960 Bundessekretär der sozialistischen Jugend, die Falken. Ich veröffentlichte drei Bücher über demokratische Erziehung und habe einige hundert Jugendseminare durchgeführt. Ich publizierte in Geist und Tat, in Vorwärts, in den gewerkschaftlichen Monatsheften. 1960 trat ich aus der SPD aus. Stehen Sie auf dem Boden des Grundgesetzes? Ich stehe auf dem Boden des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Ich bin Mitbegründer der DFU und wurde in ihr Direktorium gewählt. Ich war Sprecher auf 120 Versammlungen der DFU im Bundestagswahlkampf 1961, an denen etwa 65.000 Bürger teilnahmen. Der Vorsitzende des Gerichts gibt den Eröffnungsbeschluss bekannt. Strafantrag gegen Lorenz Knorr, weil er am 22. Juni 1961 fünf Generale der Bundeswehr auf einem Jugendforum in Solingen Massenmörder genannt hat und folglich beleidigt haben soll. Strafantrag wurde gestellt von den Herren Heusinger, Förtsch und Kammhuber, nicht aber von den Herren Speidel und Ruge. Für alle fünf dagegen ist wiederum von Herrn Strauß Strafantrag gestellt. Die Herren Kammhuber und Ruge befanden sich seinerzeit noch im Dienst. Und das sind die angeklagten Kläger. Adolf Heusinger und Gunther Hitler, Generalleutnant und Chef der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres. Hauptverantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Überfälle der faschistischen Armeen auf die V��lker Europas. Heute Vorsitzender des Ständigen Militärausschusses der NATO in Washington. Seit 1915 im Dienst des deutschen Militarismus, in der Reichswehr dabei, 1930 in deren illegalem Generalstab, 1940 Chef der Operationsabteilung des Oberkommandos des Heeres, 1943 stellvertretender Chef des Generalstabes des Heeres. Aktive Mitwirkung an der Ausarbeitung folgender Aggressionspläne. Fuck. Karl Grün gegen die Tschechoslowakei. Weiß gegen Polen. Weserübung gegen Norwegen und Dänemark. Fall Gelb gegen Holland, Belgien und Luxemburg. Fall Rot gegen Frankreich. Marita gegen Jugoslawien und Griechenland. Sonnenblume gegen Nordafrika. Fritz, erster Überfallplan gegen die Sowjetunion. Barbarossa gegen die Sowjetunion. gegen Ägypten, Italien, Ungarn, Rumänien, England, die Schweiz, Portugal und Spanien. 1. April 1961 im ständigen Militärausschuss der NATO. Mit ähnlichen Aufgaben, wie früher betraut. Die Süddeutsche Zeitung vom 30. September 1958 zitiert dazu Heusinger. sollten uns an unsere Vergangenheit erinnern und die maßgebenden Faktoren der Führung, die die Erfolge bringen, nicht vernachlässigen. Führen wir die alten Grundsätze, die wir früher gehabt haben, auch in Zukunft wieder durch. Dr. Hans Speidel und Gunther Hitler, Generalleutnant, Organisator von Sonderaufträgen in Frankreich, Unterdrücker des französischen Volkes, rücksichtsloser Vollstrecker der Taktik der verbrannten Erde in der Sowjetunion. Heute Befehlshaber der NATO-Landstreitkräfte Europa Mitte. 1914 als Fahnenjunker im Dienst der Wilhelms des Zweiten. Reichswehr. 1930 im Frankreichreferat der 3. Abteilung des Illegalen Generalstabes. im Sonderauftrag als Hauptmann beim Deutschen Militärattaché in Paris. Beteiligt an der Aktion Teutonenschwert. Leiter der Abteilung Fremde Heere West im Generalstab des Heeres. bis 1944 Initiator der sogenannten Sühne-Maßnahmen im besetzten Frankreich. Ab 1944 Vollstrecker des Trümmerbefehls in der Sowjetunion, der Taktik der verbrannten Erde. Friedrich Fertsch Unter Hitler Generalleutnant. heute Generalinspekteur und Chef des Führungsstabes der Bundeswehr. Seit 1918 dabei. und erster Generalstabsoffizier gegen Polen und Frankreich. Chef des Generalstabes der Okkupationsarmee vor Leningrad. Verantwortlich für die Verbrechen in den Gebieten Leningrad, Novgorod, Pskov, Ostrov. als Kriegsverbrecher abgeurteilt. 1955 den westdeutschen Behörden zur weiteren Verbüßung seiner Strafe übergeben. von Bonn zunächst zur Erholung geschickt und dann in die Bundeswehr aufgenommen. Josef Kammhuber Unter Hitler General der Flieger Heute im Ruhestand nach seiner Tätigkeit als Inspekteur der Luftwaffe und als Chef ihres Führungsstabels. 1914 Kriegsfreiwilliger bei der Reichswehr Rekrutenausbilder. Verweigert einmal den Befehl, als es gilt, gegen die faschistischen Putschisten unter Hitler am 9. November 1923 in München vorzugehen. Nach 1933 Bearbeiter von Organisationsfragen im Reichsluftfahrtministerium. 1937 erster Generalstabsoffizier des Luftgau-Kommandos II in Berlin. Im gleichen Jahr Stabschef für Organisation im Generalstab der Luftwaffe. 1939 Chef des Generalstabes der Luftflotte 2. Ein Jahr später Kommandeur des Kampfgeschwaders 51. Sein Befehl an Teile des Geschwaders, am 10. Mai 1940 die deutsche Stadt Freiburg im Breisgau zu bombardieren. Provokation zur Auslösung des totalen Duftkrieges gegen England. Beteiligung am Überfall auf Norwegen Friedrich unter Hitler, Vize-Admiral, Chef des Amtes für Kriegsschiffbau, Mitarbeiter des Kriegsverbrechers Kesselring. Heute im Ruhestand nach seiner Tätigkeit als Inspekteur und Chef des Führungsstabes Marine der Bundeswehr. 1914 Eintritt als Kadett in die Kaiserliche Marine. Von nun an immer dabei! als Admiralstabsoffizier, als Kapitän zur See. unmittelbar beteiligt an den Überfällen auf Polen, Holland, Belgien, Frankreich. Mitglied des Stabes von Kesselring in Italien. Befehle? Bildshaber des Marinekommandos Italien und ab August 1944 Admiral bei der Heeresgruppe B. Schließlich Chef des Amtes für Kriegsschiffbau im Oberkommando der Kriegsmarine. Das sind sie, die angeklagten Ankläger. kehren wir in den kleinen Verhandlungsraum des Solinger Chefengerichts zurück. Es ist inzwischen etwa 10.40 Uhr geworden. Der Vorsitzende des Gerichtsamts, Gerichtsrat Laudes, stellt zur Sache noch einige Fragen an Lorenz Knorr. Es geht um die Ausführung des Direktoriumsmitgliedes der Deutschen Friedensunion auf dem Jugendforum in Solingen am 22. Juni 1961. Sie, Herr Knorr, Ihrer Rede von damals noch heute im Gedächtnis? Ist das Wort Massenmörder gefallen? Ja, dieses Wort ist gefallen. Dazu stehe ich. Ich bestreite nicht, die genannten Generale Massenmörder genannt zu haben. Meine Rede ist mir noch voll im Gedächtnis. Haben Sie irgendeinen Grund zum abstreiten? Nein, im Gegenteil. Lorenz Knorr nennt das Urteil des Nürnberger Gerichtshofes vom 30.09. und 1.10.1946, das den Hitler-Generalen die Mitschuld am Tode von 50 Millionen Menschen zuspricht. Insofern sie mitwirkten, sind sie mitschuldig. War der Zusammenhang in ihrer Rede so, dass die fünf Generale das auf sich beziehen konnten? Ja, ich habe es auch so gemeint. Das Wort Massenmörder kann eine Beleidigung sein. wenn es nicht stimmt. Einige der Angesprochenen haben ja nicht Klage erhoben. Sie waren vielleicht klüger. Der Begriff Massenmörder ist doch ein Werturteil. So etwa, als ob man einen anderen Menschen Spitzbober oder Schweinehund schimpft. Ich habe vorher in meiner Rede in sauberer und sachlicher Weise Tatsachen dargelegt. Beides. Werturteil und Tatsachenbegründung ist nicht voneinander zu trennen. Ich habe zuerst dargestellt, wie die Jugend im ersten Weltkrieg bei Langemark verheizt wurde. Habe nachgewiesen, was im zweiten Weltkrieg in Stalingrad, in Narvik und so weiter geschehen ist. Wenn im zivilen Leben ein Mord begangen wird, werden dem Mörder die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. In der Kriegspraxis muss man gleiche Schlussfolgerungen ziehen. Ich wollte den jungen Menschen ein richtiges Bild vermitteln, damit sie in der Lage sind, die Vergangenheit zu bewältigen. Sie haben also auf 120 Wahlversammlungen gesprochen. Ja. Haben Sie immer die gleichen Ausführungen gemacht und ist damals unmittelbar etwas gegen Sie unternommen worden? ich halte nie dasselbe Referat. Ich bin aber auf die zur Debatte stehenden Tatsachen öfter eingegangen. Gab es hier einen Zwischenfall? Nein, ich bin allerdings angesprochen worden von Teilnehmern, um Materialhinweise, um zusätzliche Informationen zu geben. Klar. Kann man auf Zeugen verzichten? Nein! Soweit die Eröffnung. Darf ich noch? HACKENAUT! Ich will noch meine Grundhaltung darlegen. Für mich stehen die Generale nicht unter Denkmalsschutz. In einem Staat, der demokratisch sein will und soll, muss sich jeder der Kritik stellen. Kritik gefallen lassen, muss sie hören. Der Staatsbürger hat ein Recht zu erfahren, was geplant wird. Es waren Hitler-Generale, die uns ein fast zerstörtes Deutschland, ein Europa der verbrannten Erde hinterlassen haben. Ich habe in meiner Rede am 22. Juni 1961 versucht, den Nachweis konkret zu führen, dass der Staatsbürgerunterricht in der Bundeswehr in seinen Hauptzügen dem Inhalt des Unterrichts in der Wehrmacht von vor 1914 und vor 1939 entspricht. Ich habe in diesem Zusammenhang die fünf Generale erwähnt. Die Generale erklären der Jugend, sie müsse den Waffenrock anziehen, um Frieden und Freiheit zu verteidigen. Der Feind, wurde jeweils vor den Kriegen behauptet, das sind die bösen Franzosen, die bösen Engländer, die Russen. Nach 1918 und nach 1945 wusste das deutsche Volk, dass der Feind stets im eigenen Land gestanden hatte. Wenn die gleichen Leute wie damals, heute den gleichen Unterricht erteilen lassen, dann ist es logisch, diese Leute näher zu betrachten, die dafür verantwortlich sind. Diese Leute also unter die Lupe zu nehmen, die allgemein als Militaristen bezeichnet werden. Die fünf Generale gehörten zu jener Gruppe, die in Nürnberg für mitschuldig befunden wurde. Im Nürnberger Urteil heißt es unter anderem, obwohl der Gerichtshof der Meinung ist, dass die im Artikel 9 enthaltene Bezeichnung Gruppe etwas mehr beinhalten muss als diese Sammlung von Offizieren, hat er viele Zeugenaussagen über die Teilnahme dieser Offiziere an der Planung und Führung des Angriffskrieges und an der Begehung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehört. Und es heißt dann weiter, sie sind im großen Maße verantwortlich gewesen für die Leiden und Nöte, die über Millionen Männer, Frauen und Kinder gekommen sind. Ohne ihre militärische Führung wären die Angriffsgelüste Hitlers und seiner Nazi-Kumpane akademisch und ohne Folgen geblieben. Die Wahrheit ist, dass sie an all diesen Verbrechen rege teilgenommen haben oder in schweigender Zustimmung verharrten, wenn vor ihren Augen größer angelegte und empörendere Verbrechen begangen wurden, als die Welt je zu sehen das Unglück hatte. So viel aus dem Nürnberger Urteil. Gern geschehen. Gehören die fünf Leute dazu? Sie sind zumindest Helfershelfer. Meine Position ist, es geht um die Frage der Verantwortung. Ist die Generalität verantwortlich? Die Beantwortung ist generell im Nürnberger Urteil bestätigt worden. Das Nürnberger Urteil besagt, Hitler konnte keinen Angriffskrieg allein führen. Er benötigte die Mitarbeit von Staatsmännern, militärischen Führern, Diplomaten und Geschäftsleuten. Wenn sie wussten, was sie taten, so können sie nicht aus dem Grunde als unschuldig betrachtet werden, weil Hitler von ihnen Gebrauch machte. Niemand war gezwungen zu gehorchen. Es war möglich, ein Kommando niederzulegen. Es gibt dafür Beispiele. Einer der fünf Generale aber kann von sich sagen, dass er je einen Widerspruch zu den Befehlen Hitlers angemeldet hat. Die Grenze der militärischen Pflichterfüllung ist von den fünf Generalen permanent verletzt worden. Worin bestehen ihre Verbrechen im Einzelnen? Lorenz Knorr nennt die berüchtigten Kommissarbefehle von Hitler. Sie wurden in Anwesenheit aller Generale und Admirale vorgetragen. Es gab keinen Widerspruch der Anwesenden, weder sofort noch nachher. Das ist dokumentarisch. Keiner der fünf kann ein Alibi beibringen, dass er gegen die Geiselerschießungen vorgegangen sei. Knorr weist aufgrund vorliegenden Dokumentenmaterials auf die verbrecherische Rolle Speidels und auf seine Verantwortung für die Strafaktion gegen den französischen Ort Oradour hin. Er erwähnt den Befehl Hitlers, Schiffbrüchigen von Handelsschiffen, die von U-Booten angegriffen worden waren, jede Hilfe zu verweigern. Die Generale und Admirale haben das gewusst. Ruge war zu dieser Zeit im Oberkommando der Marine. Er hat nicht widersprochen, er hat nicht protestiert. Die Hitlergeneralität billigte auch die Judenausrottung. Der Historiker Schairer schreibt darüber unter anderem, Himmler war zu klug, um nicht auch den Generalen einen Teil der Verantwortung zuzuschieben. Am 19. September suchte Heidrich, Himmlers Hauptmitarbeiter, General Wagner im OKH auf und sagte ihm, die SS plane eine Flurbereinigung in Polen. Judentum, Intelligenz, Geistlichkeit, Adel. Wagner meldete dies Halder, der über die Reaktion im OKH notierte, Forderungen her, Bereinigung nach dem Herausziehen des Heeres und nach Übergabe an stabile Zivilverwaltung, Anfang Dezember. Diese kurze Eintragung lieferte einen Schlüssel zum Verständnis der Moral der deutschen Generale. Sie widersetzten sich nicht ernsthaft der Flurbereinigung, das heißt der Ausrottung von Judentum, Intelligenz, Geistlichkeit und Adel in Polen. Sie wollten sie lediglich so lange hinausgeschoben wissen, bis das Heer aus Polen heraus war und sich der Verantwortung entziehen konnte. Und natürlich müsse auch an die öffentliche Meinung im Ausland gedacht werden. Nach einer langen Konferenz mit Brauchitsch notierte Halder, Es darf nichts passieren, was dem Ausland die Möglichkeit gibt, aufgrund dieser Vorkommnisse eine Gräuelpropaganda durchzuführen. Katholische Geistlichkeit, zurzeit noch nicht möglich. Am 21. September reichte Heidrich beim OKH einen Durchschlag seines ersten Flurbereinigungsplanes ein. Zunächst sollten die Juden, zwecks leichterer Erfassung, in den Städten zusammengepfercht werden. Die Erreichung des Endzieles, hieß es in Heidrichs Denkschrift, beanspruche eine gewisse Zeit und es müsse streng geheim gehalten werden. Aber kein General, der die Denkschrift las, kann daran gezweifelt haben, dass das Endziel Ausrottung bedeutet. Wer das feststellte, ist der amerikanische Historiker Schairer. Lorenz Knorr zitierte ihn. Er beschäftigte sich dann mit der Rolle Heusingers als Chef der Organisationsabteilung in Hitlers Oberkommando der Wehrmacht 1937 bis 1944. Heusinger war unmittelbar beteiligt an allen völkerrechtswidrigen Handlungen des Hitlerfaschismus. Er zeichnete verantwortlich für die Ermordung von Kriegsgefangenen und Geiseln, verantwortlich für Kriegsverbrechen, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er war federführend in Fragen der Partisanenbekämpfung im Oberkommando des Heeres. Als Chef der Operationsabteilung oplag ihm die Ausarbeitung von Richtlinien zum Einsatz des sogenannten Jagdkommandos, die, wie es wörtlich hieß, jeden in die Falle hineingelaufenen Gegner in den okkupierten Ländern vernichteten. Der Vertreter der Anklage, Oberstaatsanwalt Walter, fährt dazwischen. Wir kommen ins Uferlose. Wir können nicht einen neuen Nürnberger Prozess aufziehen. Hier geht es um die Klage beleidigter Personen. Es hat ja kein Prozess wegen Mordes gegen die fünf Generale stattgefunden. Die Aufgabe, die Sie heute ausüben, erfüllen Sie mit Billigung des Bundestages. Entscheidend ist in diesem Prozess die Klärung einer formalen Beleidigung. Der Vertreter der Verteidigung, Dr. Amman, erhebt Einspruch. Eine Tatsachenbehauptung muss durch Tatsachenbeweis belegt werden. Die Luft ist hier sehr stickig. Sie sehen ja selbst, der Raum ist klein. Eine Pause wäre vielleicht ganz angebracht. Herr Knaur, wie weit sind Sie mit Ihrem jetzigen Abschnitt? Ich brauche noch drei Minuten. Gut, dann treten wir in drei Minuten in die Pause ein. Nach der Pause weist Lorenz Knorr nach, dass Speigel verantwortlich war für die Geisel-Erschießungen in Frankreich. Es ist dokumentarisch erwiesen, dass er Rommel an die Gestapo verraten hat. Förtsch befahl, Leningrad dem Erdboden gleichzumachen und die Bevölkerung der Stadt zu vernichten, damit sie im Winter nicht ernährt zu werden brauche. Kammhubers Mitwirkung an dem Luftüberfall auf Freiburg 1940 ist erwiesen. Es liegt eine diesbezügliche Erklärung der badischen Staatsregierung vor. Das Verbrechen Kammhubers, die deutsche Stadt Freiburg zu bombardieren, lieferte den Vorwand für die Entfesselung des totalen Luftkrieges gegen England. Lorenz Knorr sagt dann weiter. Anklage gegen mich wäre nicht erhoben worden, wenn die fünf Herren geläutert wären. Aber diese Herren haben sich nicht geändert. Sie haben nicht protestiert, als Göring vom Ausradieren sprach. Sie haben vor allem aber nicht protestiert, als Strauß dieses Ausradierungskonzept wörtlich wiederholte. Das Interessanteste ist, dass die Anklage und die Anklageschrift gegen mich, dem Völkerrecht und dem Nürnberger Prozess widerspricht, wie sie § 25 des Grundgesetzes widerspricht, der als geltendes Recht das internationale Recht bezeichnet. Ich verstehe nicht, dass eine Staatsanwaltschaft, die das Recht schützen soll, sich nicht auf diesen Boden stellt. Wenn die Bundesrepublik der Rechtsstaat wäre, der er sein soll, gehörten jene auf die Anklagebank, die mich angeklagt haben. Sie sind mitschuldig am Tod von 50 Millionen Menschen. Und Knorr schließt mit den Worten... Ich werde nie aufhören, die Wahrheit zu sagen. Ich stehe voll und ganz zu dem, was ich gesagt habe. Ich habe es gesagt, um der Jugend die Augen zu öffnen, um die Vergangenheit bewältigen zu helfen, um den Weg in die Zukunft zu ebnen ohne diese Generale. Wenn der Angeklagte das Recht verpflichtet, warum hat er dann nicht einen sauberen Weg beschritten? Warum ist er den Weg der Beleidigung beschritten? Ich habe leider nicht die besten Erfahrungen mit den deutschen Gerichten, Herr Oberstaatsanwalt. Es sind Veränderungen in der Politik notwendig, um zu verhindern, dass es zu einer Wiederholung der Verbrechen kommt. Nach einer kurzen Pause beginnt die Zeugenvernehmung. Als erster Belastungszeuge wird Kriminalmeister Lüding vorgeführt. Er erklärt auf Befragen, Knaus Äußerungen am 22. Juni 1961 verliefen an der Grenze des Erlaubens. Hat er die Generale erwähnt? Ja, er hat sie erwähnt. Welche Namen sind denn gefallen? Beide. Ja. Welche noch? Heusinger? Ja, Heusinger. Kamuber? Föpf? Ja, Föpf. Darf ich mal meine Aufzeichnungen nachlesen? Die lassen Sie doch vorläufig noch stecken. Wen hat Herr Knorr noch erwähnt? Runge! Ruge! Jawohl, so kann er auch geheißen haben. Sie hatten also den Auftrag, die Rede von Herrn Knorr mitzuschreiben? Jawohl. Ich habe aber nur Stichworte aufschreiben können und sie dann später in Sätze gekleidet. Hat der Angeklagte von den Nürnberger Prozessen gesprochen? Hat er von Eichmann gesprochen? Da muss ich erstmal in meinen Unterlagen nachsehen. Ich habe darüber keine Notizen. Es war für mich nicht einfach, alles mitzunehmen. zu schreiben. Oberstaatsanwalt Walter verwahrt sich gegen die Äußerungen des Publikums und verlangt vom Gericht sie zu unterbinden. Ich habe mein ganzes Leben in der Justiz noch nie von der Polizeigewalt Gebrauch gemacht. Der Vorsitzende lässt den zweiten Belastungszeugen, den Polizeihauptwachtmeister Kille, rufen. Er fordert ihn auf, die Reihenfolge der Argumente in Knorrs Rede darzustellen. Das kann ich nicht mehr genau sagen. Ist der Name des Vizepräsidenten des Bundestages Jäger in meiner Rede gefallen? Dazu kann ich nichts sagen. Sind die Namen Adenauer und Strauß gefallen? Der Vorsitzende fragt den Belastungszeugen, ob er noch Wesentliches zu sagen habe. Nein, ich hatte... Ich war ja während des Jugendforums Dienst und konnte mich nicht ständig im Saal bewegen. 12.26 Uhr. Die Polizeibeamten haben auf der Zeugenbank Platz genommen. Das Gericht hört noch die Aussage des Studienassessors Mutz aus Solingen. Auch er kann sich nicht an Einzelheiten erinnern. Ihm ging es als Teilnehmer am Jugendforum nicht um den genauen Wort, laut der Rede von Lorenz Knoch, sondern um den Gehalt des Referates. Dann beginnt die Vernehmung der Zeugen der Verteidigung. Als erster erscheint Jo Norman, während des Krieges in der Résistance und dort Leiter der Widerstandsgruppe der Pariser Juristen. Nach dem Kriegedirektor im französischen Justizministerium. Er sagt aus, dass er Rechtsanwalt und Verteidiger der 117 jungen französischen Soldaten war, deren Väter auf Befehl Speidels ermordet wurden und die sich geweigert haben, unter Speidel in den NATO-Kontingenten Dienst zu treten. 1957-58, als Speidel zur NATO berufen wurde, haben diese 117 jungen Leute an den Präsidenten der französischen Republik einen Brief geschrieben. Sie erklärten darin die Verweigerung des Dienstes unter Speidel. Sie wurden verhaftet. Aber ein Prozess gegen sie hat nie stattgefunden. Diese jungen Soldaten haben auch den Dienst unter Speidel nicht aufgenommen. Der damalige französische Kriegsminister billigte das also praktisch. Sie wurden zu einem Truppenteil nach Nordafrika versetzt. Die Väter der 117 wurden alle als Widerstandskämpfer in Nordfrankreich erschossen. Wenn das Wort Massenmörder einen Sinn hat, dann bereits am Beispiel der Ermordung der Väter dieser 117. Der Verantwortliche für Sicherheitsfragen in Nordfrankreich war bis 1942 der General Speidel. Das ist nachgewiesen durch den Staatsanwalt des Militärgerichts, das sich mit der Weigerung der 117 jungen Soldaten beschäftigte, durch Major Ficatou. 1957 wurde in Frankreich eine Petition gegen die Berufung Speidels in das NATO-Hauptquartier eingebracht, unter der die Namen eines Ministers der heutigen Regierung und eines hohen Beamten im französischen Justizministerium stehen. Als Verteidiger der 117 jungen Soldaten habe ich das Material über Speidel sorgfältig studiert. Darunter auch solches über die Vorbereitung des hitlerschen Aggressionskrieges. 1933-34 war der damalige Hauptmann Speidel Adjutant des deutschen Militärattachés in Paris. In dieser Eigenschaft hatte er einen Brief von Göring erhalten, über die Operation Teutonenschwert. Sie wissen vielleicht, dass diese Aktion die Ermordung Alexanders von Jerusalemien und des Außenministers Léon Barthoud zum Ziele hatte. Speidel hat den Brief beantwortet und in ihm mitgeteilt, dass alles vorbereitet sei. Die französische Presse hat Speidel als Mitbeteiligten an diesen Morden entlarvt. Es hat aber meines Erachtens nie einen Beleidigungsprozess von Speidel gegeben. Normann überreicht dem Gericht die Fotokopien des Briefwechsels Göring-Speidel zur Einsicht. Sie werden auch von der Anklagevertretung studiert. Darauf bittet Lorenz Knorr um das Wort. Halten Sie, Monsieur Norman, es für möglich, dass es Dokumente gibt, die zur Zeit des Nürnberger Prozesses noch nicht bekannt sind? Ja, wahrscheinlich. Das wollte ich zu Speidel sagen. Ich bin französischer Bürger. Ich bin Anhänger der Verständigung zwischen dem deutschen und dem französischen Volk. Das Urteil von Nürnberg ist für uns eine heilige Sache. Es wird von uns Franzosen nicht nur juristisch, es wird auch moralisch als Basis für die Verurteilung der faschistischen Verbrechen und für die Verständigung zwischen dem deutschen Volk und meinem Volk gewertet. Diese Verständigung ersehne ich mit heißem Herzen. Wir befinden uns… Halt das T-Mask! Herr Staatsanwalt, ich hatte gerade meine Ausführungen beendet. Bitte der nächste Zeuge... Es betritt den Verhandlungsraum der Delegierte des Stadtrates von Aboué, Souveniat. Der heute 40-Jährige ist völlig ergraut. Er war mit 18 Jahren Regimentskommandeur in der französischen Widerstandsbewegung. Er stellt an den Anfang seiner Aussage die Worte Ich habe die Aktionen der Hitlerwehrmacht gegen meine Stadt kennengelernt, aber ich verspüre deshalb keinen Hass gegen das deutsche Volk. 75 meiner Mitbürger wurden verhaftet und in Konzentrationslage überführt, weil sie sich gegen den faschistischen Zwang und Terror zur Wehr gesetzt haben. Der Widerstandskampf wurde zunächst unbewaffnet geführt. Welche Aufgabe hatte die Widerstandsbewegung? Alles Material zu zerstören, was der Weiterführung des Hitlerkrieges diente. Der Leidensweg meiner Mitbürger begann drei Monate nach dem Überfall auf unser Land. Für den Terror gegen die Bevölkerung trug Speidel die Verantwortung im besetzten Frankreich. Er hatte die Macht bis Juni 1942. Aboué wurde ein Ort des Märtyrertums. Unsere Bevölkerung sieht in Speidel den Mörder. Nach der Ernennung Speidels als Befehlshaber von NATO-Streitkräften wurde in Aboué eine Gedenksäule errichtet, die die Inschrift trägt Nein, Speidel, nein! Die französische Regierung hat gegen diese Manifestation niemals etwas eingebettet. Er schließt mit den Worten. Ich bin stolz, einem deutschen Demokraten zu helfen, der den Mut hat zu sagen, wer Speidel war. 13.30 Uhr. Der Vorsitzende gibt bekannt, dass das Gericht in eine einstündige Pause eintritt. 14.40 Uhr. Die Verhandlung wird wieder eröffnet. Das Wort erhält der Vertreter der Verteidigung, Dr. Ammann. In den nächsten 45 Minuten unterbreitet er Dokumente und Beweise. Er weist die Titel der Quellen nach, gibt genaue Seitenzahlen an. Wir kommen jetzt zur Verlesung der Dokumente. Einen Augenblick, bitte. Wenn wir dieses Vorhaben verwirklichen wollten, dann würden Sie mich am Ende in der Leichenhalle wiederfinden. DER der Vorsitzende des Gerichts blickt zur Anklagevertretung hinüber. Oberstaatsanwalt Dr. Walter überlegt und sagt dann... Überrascht? Auf so etwas sind wir nicht vorbei. Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. 15.40 Uhr. Der Vorsitzende gibt den Beschluss bekannt, dass das Gericht sich auf den 27. Mai 1963 9 Uhr vertagt. Dr. Amann erhebt dagegen im Namen der Verteidigung Einspruch.", "summary": "Lorenz Knorr stand am 17. Mai 1963 in Solingen vor Gericht. Er wurde von ehemaligen Generalen der Wehrmacht wegen Beleidigung verklagt. Knorr hatte sie aufgrund ihrer NS-Vergangenheit als Massenmörder bezeichnet. Er begründete seine Aussage mit dem Nürnberger Urteil und ihrer Mitverantwortung.", "referenz": "Funkdokumentation zum Prozess gegen den Journalisten und Antifaschisten Lorenz Knorr wegen Beleidigung ehemaliger Wehrmacht- und Bundeswehrgenerale. Wiedergabe der Gerichtsverhandlung gegen Knorr, teilweise in nachgestellten Szenen. Dazwischen Soundeffekte. Unvollständige Überlieferung.\n\n00:00:00 dramatische Musik, darüber Kopfansage der Sendung, einer \"Funkdokumentation zum Prozess Lorenz Knorr contra Massenmörder\" /\n00:00:31 Anklage des Angeklagten Lorenz Knorr: \"die ehemaligen Hitlergenerale\" Adolf Heusinger, Hans Speidel, Friedrich Foertsch, Josef Kammhuber und Friedrich Ruge hätten zusammen mit \"Ex-Minister\" Strauß ein Gerichtsverfahren gegen ihn eingeleitet, da er deren Mitschuld an Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs festgestellt hätte und sie seiner Meinung nach als Massenmörder kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürften / das deutsche Volk könne sich nur dann eine bessere Zukunft verschaffen, wenn es einen Reinigungsprozess durchführe / \n\n00:02:21 Beschreibung des Gerichtstermins im Amtsgericht am Freitag, dem 17. Mai 1963 in Solingen, bei dem Anklage gegen Lorenz Knorr als westdeutscher Repräsentant der Politik der Vernunft und damit gegen das Gerichtsurteil des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses, gegen internationales Recht und § 25 des Grundgesetzes der Bundesrepublik erhoben werden soll, darin Beschreibung des Interesses in der Bevölkerung und bei den Journalisten / \n00:08:01 Lorenz Knorr gibt seinen Lebenslauf wieder / \n00:09:31 Sprecher zum Strafantrag gegen Knorr / zu früheren und jetzigen Ämtern der \"angeklagten Kläger\" Heusinger, Speidel, Foertsch, Kammhuber und Ruge /\n00:14:53 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene: Befragung Knorrs zu einer Rede auf dem Jugendforum in Solingen am 22.06.1961, darin Bestätigung Knorrs, das Wort \"Massenmörder\" gebraucht zu haben / Knorr zieht Parallelen zwischen dem Staatsbürger-Unterricht in der Bundeswehr und der Wehrmacht, die fünf Generale seien im Nürnberger Prozess für mitschuldig befunden worden / \n00:22:26 Sprecher zu den Kommissarbefehlen, die von der Generalität ohne Widerspruch entgegengenommen worden seien / zur Judenvernichtung / Zitat des Historikers William L. Shirer zur Übertragung der Verantwortung an die Generale durch Heinrich Himmler, zur Planung einer \"Flurbereinigung\" in Polen, der sich die Generale nicht widersetzten, sondern diese nur hinauszögern wollten / zur Rolle Heusingers im Zweiten Weltkrieg / \n00:26:10 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene: Vertreter der Anklage, Oberstaatsanwalt Walter, erinnert an die eigentliche Anklage wegen Beleidigung / Sprecher: Einspruch des Verteidigers, Rollen der anderen Angekläger bei Kriegsverbrechen / nachgestellte Szene: Knorr zur weiteren Schuld der Ankläger, die sich nicht geändert hätten, die Anklage gegen ihn widerspreche dem Völkerrecht und dem Nürnberger Prozess sowie dem Grundgesetz, er stehe voll zu den von ihm getroffenen Aussagen / \n00:29:52 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene zur Befragung der Belastungszeugen, die sich nicht genau erinnern können, Befragung von französischen Zeugen der Verteidigung, die die Schuld Speidels an Kriegsverbrechen in Frankreich untermauern / \n00:38:19 zur Vertagung der Gerichtsverhandlung / Gong //", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-012"}
-{"transcript_id": "101646318", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DST Webvideos Russisch - Wide", "beitragstitel": "Interview mit Tsikhanouskaya", "transkript": "Он все время в работе, занят. Я говорю, давай, успокоимся, с детками мультик посмотрим. И мы решили, что мы не переносим домой политику. Он не очень дипломатичный человек для дипломатии, он явно не подходит. В семье мы точно тандем. На политическом поле пока еще нужно Сергею определиться, чтобы понять, кто мы по отношению друг к другу. Чуть менее года назад Европейский Союз выделил 30 миллионов евро на поддержку белорусских проектов, гражданского общества. Уже называются какие-то цифры, может быть, или, по крайней мере, подобное финансирование, насколько белорусы могут рассчитывать на него. Сейчас, наверное, идет процесс переоценки вот этих нужд, потому что с момента, когда Америка прекратила поддержку всех гражданских инициатив за рубежом, конечно, образовался очень большой пробел в финансировании гражданских активистов. И сейчас наши европейские союзники ищут возможности этот гэп заполнить, но вряд ли получится полностью восстановить тот объем, либо добрать тот объем, который потеряли белорусы в связи с американской новой политикой. Но мы тоже приоритизировались, мы тоже немножечко подумали, где можно урезать, какие главные направления. И вот именно этот анализ был представлен нашим союзникам для оценки. Примерно о каких суммах идёт речь, чтобы заполнить тот пробел, который сейчас оказался настолько критическим? Ну, это не секрет, что американская помощь покрывала примерно половину всего объема помощи белорусскому гражданскому обществу. То есть сейчас Евросоюз остается крупнейшим донором, по сути, и должен стать чуть ли не единственным донором, да, в этой ситуации. Во-первых, никто никому ничего не должен. Европейский Союз понимает, что помощь беларусам – это не какая-то благотворительность, это инвестиции в демократию, это инвестиции в их безопасность. Поэтому такие инвестиции окупятся в разы, когда наши цели будут достигнуты. Когда я говорю «мы», я имею в виду все демократическое общество. Сюда входят и правозащитники, и культурные инициативы, и медиа, и гражданские активисты ищут возможности для помощи на национальном уровне, в разных странах, и выходят за пределы Евросоюза. Это уже такие частные инициативы, но, конечно, это в интересах Европы помочь беларусам, поэтому они берут на себя такую ответственность, такие обязательства. В прошлый раз мы с вами записывали интервью в Брюсселе, и вы тогда еще пришли с портретом Сергея Тихановского, еще много чего, то есть с тех пор много что произошло радостного, теперь вот я вижу, что... Да, у меня сегодня Олесь Беляцкий, но прежде всего мы должны постоянно напоминать о том, что наш нобелевский лауреат находится в тюрьме, и он почетный гражданин Парижа, вчера это было очень символично во Франции. И это напоминание того, что да, мой муж на свободе, но в тюрьмах остается еще как минимум 1300 политических заключенных, реальная цифра гораздо больше. И пока этот портрет, любой портрет будет у меня в руках, это значит, что нам надо продолжать работать, нам надо выстоять, чтобы каждый из наших героев вышел на волю. Ну, Сергей вас уже сопровождает, я так понимаю, в оригинале, и, конечно, интересно, как с тех пор, как он вышел на свободу, изменилась ваша политическая жизнь, ваша социальная, личная жизнь и так далее. Я не могу сказать, что как-то политическая жизнь изменилась, потому что он понимает мою роль, он ее не пытается изменить. Понятно, что ему нужно еще немножечко времени, чтобы найти свое место, потому что есть такая проблема большая, что люди, которые попали в тюрьму в 2020 году, им нужно время осознать, что прошло уже 5 лет, поменялся контекст, поменялась геополитическая обстановка. Сегодня Сергей выдал видео 100 дней после заключения, где он признает, что начал действовать поспешно и сделал несколько ошибок. Ему еще надо много узнать, но невозможно пять лет охватить и понять, что где было, что как происходило. Но мы его потихоньку обучаем, рассказываем, потому что для политики тоже нужен опыт. И тут тоже нужно выбрать свой путь. Либо ты работаешь в медиа, и тогда ты можешь говорить от души все, что хочешь. У нас нет цензурирования медиа. Либо ты политик, и тогда ты должен думать о последствиях своих слов. И должен говорить согласно обстановке, скажем так. Это его путь, я рядом, помогаю ему. Что касается дома. Дома мы семья. У нас было пару незначительных конфликтов на фоне. Ты зачем это сказал так неправильно, зачем ты обидел белорусов. И мы решили, что мы не переносим домой. политику. Мы дома семья, мы дома с детьми. Конечно, не всегда получается, но мы очень стараемся, потому что очень нервная в целом обстановка в политическом поле и, конечно, можно до бесконечности и спорить и дискутировать. И я тоже для себя так подумала. Я когда была одна, без Сергея, ты все равно и приходишь домой, работаешь, и с детьми сказку читаешь, а все равно в мыслях и с политзаключенными, и по работе, и там-то надо сделать и это. И я говорю, ну, наверное, надо и мне дать все время быть рядом с мужем и уделять ему столько внимания, вот что ему не хватало все эти пять лет. Потом, с одной стороны, стало легче, с другой, наши, наверное, силы удвоились, мы друг друга поддерживаем, вот, но посмотрим. Вы говорите, с одной стороны стало легче, а с другой? Ну, стало сложнее, потому что я чувствую ответственность и за путь Сергея тоже. Когда он тебя ищет, и там, опять же, если он делает какие-то ошибки, все равно нас какое-то время, особенно поначалу, воспринимали как одно целое, и все равно спрашивали, так скажем, с меня. Но чем более самостоятельным становится Сергей, тем, конечно, нас связывают в одно целое, и он всегда сам заявляет, что я не работаю в офисе, мы отдельная структура, отдельная ячейка, отдельный человек, и не надо нас как бы смешивать в кучу. Но это тоже своеобразный путь. Заново надо и привыкать друг к другу. Он вышел из тюрьмы, конечно, не сломленным, такой же энергичный, такой же, вот у него много проектов в голове, и он все время в работе, занят, и я говорю, давай дома успокоимся, с детками мультик посмотрим. Ну, пока так, все немножко хаотично, но оно все придет в норму. То есть вы дуэт, вы тандем или вы пока не знаете? Но мы явно не в конкуренции, в семье мы точно тандем. На политическом поле пока еще нужно Сергею определиться, чтобы понять, кто мы по отношению друг к другу. Вы не жалеете, что отказались от интервью у Настины? Ну, вообще, на самом деле, так эту историю раздули, там был ряд обстоятельств, которые вообще привели вот к этому моменту, и, возможно, где-то, может, я была неправа, потому что для Сергея был этот стрим важен, я пообещала прийти, и я как бы его планы разрушила, и понятно, что быть в мировых СМИ – это крайне важно. И такая вот у меня сейчас, знаете, роль – либо ты с мужем, либо ты делаешь свою политическую работу, и в моменте не всегда понятно, что правильнее. Мы тоже учимся, и Сергей явно не хотел, чтобы это выглядело так, как это выглядело. Он очень сильно переживал по этому поводу, но мы справились. Как вы видите ваше будущее политическое, вместе, отдельно, чего вы вообще желаете в этом отношении? Я желаю вернуться домой и жить в Беларуси уже в какой роли? Наверное, это второстепенно. Я понимаю приобретенный опыт, я понимаю приобретенный уровень контактов в мире, да, и понимаю свой вес. И если надо будет служить Беларуси и дальше в любой capacity, то, конечно, я буду, потому что я гиперответственный человек, очень. И если нужно будет, я буду продолжать. Но пока мы за рубежом, то я делаю то, что я должна делать, пока есть силы, физические, моральные. И Сергей, опять же, Сергей тут зависит от того, какой путь он выберет. Он не очень дипломатичный человек для дипломатии, он явно не подходит. Но, возможно, нам нужны такие яркие политики. Unpredictable. У нас такие в мире есть. Ну, посмотрим. Я тут не хочу связывать наше будущее с Сергеем только с политикой. По-разному может сложиться жить.", "summary": "Die politische Rolle nach der Haftentlassung muss noch definiert werden, während das Privatleben von der Politik getrennt bleibt. Die EU ist nach dem Ausfall amerikanischer Hilfe der größte Geldgeber für die belarussische Zivilgesellschaft.", "referenz": "Webvideo, Interview, ohne Sachinhalt, mit Manuskriipt in kyrillisch", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 4, "korrekt": "ja", "relevant": "nein", "vollstaendig": "nein", "kohaerenz": "ausreichend", "anmerkungen": "Im Transkript fehlt der Name Swetlana Tichanowskaja, deshalb wirkt das Abstract etwas kontextlos: wer wurde aus der Haft entlassen? Um wen geht es in dem Videobeitrag? In der jetzigen Form ist das Abstract jedenfalls kein gutes Abstract. Es fehlt zum Beispiel auch die Info, dass es sich um ein Interview handelt. Das Abstract des übersetzten Transkripts ist etwas besser.", "translation": "Er ist immer bei der Arbeit, beschäftigt. Ich sage, lasst uns ruhig werden, lasst uns mit den Kindern einen Zeichentrickfilm anschauen. Und wir beschlossen, dass wir die Politik nicht nach Hause bringen würden. Er ist kein sehr diplomatischer Mensch für die Diplomatie, er ist eindeutig nicht geeignet.\n\nIn der Familie sind wir auf jeden Fall ein Tandem. Auf politischem Gebiet muss sich Sergej noch entscheiden, um zu verstehen, wer wir im Verhältnis zueinander sind.\n\nVor etwas weniger als einem Jahr hat die Europäische Union 30 Millionen Euro zur Unterstützung belarussischer Projekte und der Zivilgesellschaft bereitgestellt. Einige Zahlen werden bereits genannt, vielleicht, oder zumindest ähnliche Finanzierungen, soweit die Belarussen darauf rechnen können.\n\nnachstehend? Jetzt gibt es wahrscheinlich einen Prozess der Neubewertung dieser Bedürfnisse, denn von dem Moment an\n\nAls die Vereinigten Staaten aufhörten, alle zivilgesellschaftlichen Initiativen im Ausland zu unterstützen, gab es natürlich eine sehr große Lücke in der Finanzierung von Aktivisten der Zivilgesellschaft, und jetzt suchen unsere europäischen Verbündeten nach Möglichkeiten, diese Lücke zu füllen, aber es ist unwahrscheinlich, dass es möglich sein wird, das Volumen, das die Belarussen im Zusammenhang mit der neuen amerikanischen Politik verloren haben, vollständig wiederherzustellen oder zurückzugewinnen.\n\nAber wir haben auch Prioritäten gesetzt, ja, wir haben auch ein wenig darüber nachgedacht, wo wir die Hauptbereiche reduzieren könnten, und es war diese Analyse, die unseren Verbündeten zur Bewertung vorgelegt wurde.\n\nÜber welche Beträge sprechen wir ungefähr, um die Lücke zu füllen, die sich jetzt als so kritisch herausgestellt hat?\n\nNun, es ist kein Geheimnis, dass die US-Hilfe etwa die Hälfte aller Hilfen für die belarussische Zivilgesellschaft abdeckte.\n\nDas heißt, jetzt bleibt die Europäische Union in der Tat der größte Geber und sollte in dieser Situation fast der einzige Geber werden.\n\nErstens: Niemand schuldet irgendjemandem etwas. Die Europäische Union versteht, dass die Hilfe für die Belarussen keine Art von Wohltätigkeit ist, sondern eine Investition in die Demokratie, eine Investition in ihre Sicherheit.\n\nUnd daher werden sich solche Investitionen oft auszahlen, wenn unsere Ziele erreicht werden. Wenn ich \"wir\" sage, meine ich die gesamte demokratische Gesellschaft, zu der Menschenrechtsverteidiger, kulturelle Initiativen, Medien und Aktivisten der Zivilgesellschaft gehören, die nach Möglichkeiten suchen, auf nationaler Ebene in verschiedenen Ländern zu helfen und über die Grenzen der Europäischen Union hinauszugehen. Das sind bereits solche privaten Initiativen, aber natürlich ist es im Interesse Europas, den Belarussen zu helfen, also übernehmen sie eine solche Verantwortung, solche Verpflichtungen.\n\nDas letzte Mal, als wir ein Interview in Brüssel aufgenommen haben, und dann kamen Sie noch mit einem Porträt von Siarhei Tsikhanouski, viele andere Dinge, das heißt, seitdem sind viele freudige Dinge passiert, jetzt sehe ich das...\n\nJa, heute habe ich Oles Bjaljazki, aber vor allem müssen wir ständig daran erinnern, dass unser Nobelpreisträger im Gefängnis sitzt und ein Ehrenbürger von Paris ist.\n\nGestern war es in Frankreich sehr symbolisch, und es ist eine Erinnerung daran, dass wir zwar frei sein können, aber es gibt immer noch mindestens 1.300 politische Gefangene in Gefängnissen, die tatsächliche Zahl ist viel höher, und solange dieses Porträt, irgendein Porträt in meinen Händen ist, bedeutet das, dass wir weiterarbeiten müssen, dass wir durchhalten müssen, damit jeder unserer Helden freigelassen wird.\n\nSergej begleitet Sie, so wie ich es verstehe, bereits im Original, und natürlich ist es interessant, wie sich Ihr politisches Leben, Ihr soziales und persönliches Leben und so weiter seit seiner Freilassung verändert haben.\n\nIch kann nicht sagen, dass sich das politische Leben in irgendeiner Weise verändert hat, denn er versteht meine Rolle, er versucht nicht, sie zu ändern.\n\nEs ist klar, dass er noch etwas Zeit braucht, um seinen Platz zu finden, denn es gibt ein so großes Problem, dass Menschen, die 2020 ins Gefängnis gegangen sind, Zeit brauchen, um zu erkennen, dass fünf Jahre vergangen sind, sich der Kontext geändert hat, die geopolitische Situation sich geändert hat. Und gerade heute, hundert Tage nach seiner Inhaftierung, hat Sergej ein Video veröffentlicht, in dem er zugibt, dass er überstürzt zu handeln begann und mehrere Fehler machte.\n\nUnd er hat noch viel zu lernen, es ist unmöglich, fünf Jahre zu überbrücken und zu verstehen, was wo passiert ist, was passiert ist. Wir lehren ihn langsam, sagen es ihm, denn auch Politik braucht Erfahrung, und auch hier muss man seinen eigenen Weg wählen. Entweder arbeitest du in den Medien und kannst dann aus dem Herzen sagen, was du willst, wir haben keine Zensur der Medien, oder du bist Politiker, und dann musst du über die Konsequenzen deiner Worte nachdenken und du musst in Übereinstimmung sprechen.\n\nSituation, sagen wir es so. Deshalb ist dies sein Weg hier, ich bin da, um ihm zu helfen. Was das Zuhause betrifft, so sind wir zu Hause eine Familie. Wir hatten ein paar kleinere Konflikte im Hintergrund, warum haben Sie das so falsch gesagt, warum haben Sie die Weißrussen beleidigt. Und wir beschlossen, dass wir die Politik nicht nach Hause bringen würden. Wir sind zu Hause eine Familie, wir sind zu Hause mit Kindern. Natürlich klappt es nicht immer, aber wir geben uns sehr Mühe, denn die Gesamtsituation im politischen Feld ist sehr nervös und natürlich können wir endlos streiten und\n\ndiskutieren. Und das dachte ich auch für mich selbst. Als ich allein war, ohne Sergej, kommst du immer noch nach Hause, arbeitest und liest mit deinen Kindern ein Märchen, aber immer noch in Gedanken mit politischen Gefangenen und bei der Arbeit, und da musst du das auch tun. Und ich sagte, nun, ich denke, man sollte mir all die Zeit geben, um mit meinem Mann zusammen zu sein und ihm so viel Aufmerksamkeit zu schenken, dass er all die fünf Jahre gefehlt hat. Dann wurde es auf der einen Seite einfacher, auf der anderen Seite hat sich unsere Kraft wahrscheinlich verdoppelt, wir unterstützen uns gegenseitig. Nun, wir werden sehen.\n\nDu sagst, dass es auf der einen Seite einfacher geworden ist, und auf der anderen Seite?\n\nNun, es ist schwieriger geworden, weil ich mich auch für Sergeys Weg verantwortlich fühle. Wenn er dich sucht, und da auch wieder, wenn er einige Fehler macht, so wurden wir noch eine Zeitlang, besonders anfangs, als ein Ganzes wahrgenommen und noch sozusagen von mir verlangt.\n\nAber je unabhängiger Sergej wird, desto mehr sind wir natürlich zu einem Ganzen verbunden, und er erklärt immer selbst, dass ich nicht im Büro arbeite, wir sind ein separates Gebilde, eine getrennte Zelle, eine getrennte Person, und wir sollten nicht auf einen Haufen gemischt werden.\n\nNun, das ist auch eine Art Weg. Man muss sich wieder aneinander gewöhnen, und er kam aus dem Gefängnis, natürlich nicht gebrochen, derselbe, derselbe, er hat viele Projekte im Kopf, und er ist immer bei der Arbeit, beschäftigt, und ich sage, lass uns zu Hause beruhigen, schau uns mit den Kindern einen Zeichentrickfilm an. Nun, im Moment ist alles ein wenig chaotisch, aber es wird sich alles wieder normalisieren.\n\nIhr seid also ein Duo, ihr seid ein Tandem oder ihr wisst es noch nicht?\n\nAber wir stehen ganz klar nicht in Konkurrenz, in der Familie werden wir auf jeden Fall tanden. Auf politischem Gebiet muss sich Sergej noch entscheiden, um zu verstehen, wer wir im Verhältnis zueinander sind.\n\nBereuen Sie, dass Sie ein Interview auf CNN abgelehnt haben?\n\nHören Sie, nun, im Allgemeinen wurde diese Geschichte in der Tat unverhältnismäßig aufgebauscht, es gab eine Reihe von Umständen, die zu diesem Moment geführt haben, und vielleicht habe ich mich irgendwo geirrt, denn dieser Strom war wichtig für Sergey, ich habe versprochen zu kommen, und ich habe sozusagen seine Pläne ruiniert, und es ist klar, dass es extrem wichtig ist, in den Weltmedien zu sein.\n\nUnd das ist jetzt meine Rolle, wissen Sie, entweder Sie und Ihr Mann, ja, oder Sie machen Ihre politische Arbeit, und im Moment ist nicht immer klar, was richtiger ist. Wir lernen auch, und Sergey wollte offensichtlich nicht, dass es so aussieht, wie es aussieht, also war er auch sehr besorgt darüber, aber wir haben es geschafft.\n\nWie sehen Sie Ihre politische Zukunft? Zusammen? Getrennt?\n\nWas wünschen Sie sich in dieser Hinsicht?\n\nIn welcher Funktion möchte ich nach Hause zurückkehren und in Belarus leben? Wahrscheinlich ist das zweitrangig. Ich verstehe die gesammelte Erfahrung, ich verstehe das erworbene Niveau der Kontakte in der Welt, ja, und ich verstehe mein Gewicht.\n\nUnd wenn es notwendig ist, Belarus weiterhin in irgendeiner Funktion zu dienen, dann werde ich das natürlich tun, weil ich ein sehr verantwortungsbewusster Mensch bin. Und wenn nötig, werde ich weitermachen. Aber während wir im Ausland sind, tue ich, was ich tun muss, solange ich die Kraft habe, physisch und moralisch.\n\nUnd Sergey, nochmal, Sergey hängt davon ab, welchen Weg er wählt. Er ist kein sehr diplomatischer Mensch, er ist eindeutig nicht für die Diplomatie geeignet. Aber vielleicht brauchen wir solche klugen Politiker. Unberechenbar. Wir haben solche Leute auf der Welt. Nun, wir werden sehen. Ich möchte unsere Zukunft mit Sergej nicht nur mit der Politik verknüpfen. 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-{"transcript_id": "101625359", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "MADE in Germany - CLF - eng", "beitragstitel": "Pakistan / Zuwachs bei E-Mobilität / E-Auto als Geldanlage und Prestige-Objekt / Expansionspläne BYD (chinesischer Elektroautohersteller) / Käuferverhalten, Luftverschmutzung, Grafiken", "transkript": "The streets of Karachi are gearing up for a major change on the mobility front. This is a showroom for BYD, the world's largest EV manufacturer. For now, all the cars on display are imported from China, like this one, priced at nearly 9 million rupees, or close to 30,000 euros. A luxury product for the super rich. When Pakistanis are going out to buy a vehicle, they're not only looking for a mode of transportation, they're actually investing in an asset. I think in the recent time, we see we come across a lot of enthusiastic customers that like our cars for for the technology and the features that it brings, you know, the voice recognition that it offers, the luxury that it has. It's a similar story at the showroom run by MG Motors Pakistan, one of the first EV providers in the country. Its key car components, like engines and batteries, also come from China. MG Pakistan is majority owned by Shanghai-based auto giant SAIC. I can say safely, people don't buy EV cars for the environment, that's for sure. Environment is least of their concern. Most of these customers, they're the people who adopt technology faster than anyone around. So they're in for the speed. EVs generally have a high torque, so they're in for the kick, if you can say. But on the streets, EVs are few and far between. The market is still in its infancy. I would not buy an EV. They're not suitable where we live. The Chinese EVs operate via charging, so they consume less fuel. The vehicles are very nice, and some of my friends have bought them. And they are very good cars. My friends have bought them. We want to buy Chinese EVs, but at the moment, there's a problem with infrastructure and the prices are too high for ordinary consumers. with it, but it's a good part of it. The average household per capita income in Pakistan is under 600 euros. The expensive new EVs are still largely status symbols, with many sitting unused in the garage. What people are doing is that they own, the higher-income group even, they own an electric vehicle, even a four-wheeler, and then they have a traditional vehicle in place as well. And they do not utilize their electric vehicle for a long route or an intercity travel, because that range anxiety still exists. And the lack of infrastructure for charging also exists there. But now that's set to change. Pakistan's government wants to electrify mobility and for good reason. Measured by particulate matter, Pakistan has some of the worst air quality worldwide. In megacities like Karachi or Lahore, the pollution is especially harmful to health. And studies show a large share of the problem is caused by cars and other vehicles, prompting policymakers to announce new goals for e-mobility. The government is aiming that the new vehicle sales, that are the new energy vehicle sales, will be 30% by 2030 again, but 90% by 2040. And we are also aiming to go completely zero-emission vehicle fleet by 2060. However, the most commonly used vehicles in Pakistan are scooters and motorcycles. Fewer than one in 40 Pakistanis owns a car. But the first steps are now being taken to get motorcycles and scooters going electric. One reason, the high cost of gasoline. and is an import-dependent economy. On the oil prices front, the petrol prices have gone significantly higher. And there's also numbers that states that approximately 40% of our import fuel is being consumed by the transport sector itself. Those high fuel prices can make e-bikes a cost-effective option, despite the initial price tag being two or even three times that of their gasoline-powered counterparts. Still, only 1% of new registrations are electric, a long way short of the government's 30% goal. That said, Pakistan's largest motorcycle manufacturer is planning to launch its first e-model this summer. And the first electric rickshaws are already on the market. They come in a variety of models, some also designed to serve as ambulances or garbage trucks. And promisingly, they're not imported end products. They're made in Pakistan. It's designed and developed in Pakistan by Sazgar. The battery and motor are imported, but the rest of the rickshaw that you see is all made in Pakistan. Local production is also what BYD is aiming for. The Chinese EV giant has plans to build a plant in Pakistan, and hopes to boost demand for cars there. When you look at the penetration in the market, there is a huge gap that still remains in terms of the population and the density of vehicles per capita. So the idea is to increase car ownership in Pakistan, electric cars, of course. But whether this is a climate-friendly objective depends on the energy mix. In Pakistan, about 40% of electricity is still generated from fossil fuels. But the weather is ideal for solar energy. That could help electrify mobility, too, if the infrastructure is expanded. Currently, there are still relatively few fast-charging stations. Experts claim that what matters now is targeted investment from private investors and perhaps also with international funding. So Pakistan recently introduced its carbon trading emission policy. The EV sector in Pakistan is an opportunity for the investors to invest in Pakistan and earn carbon credits through it. What do you think? Should luxury vehicles count as green objects just because they run on electricity? How can Pakistan reform its mobility in a way that benefits everyone, or at least provides cleaner air in the megacities?", "summary": "Pakistan fördert die Elektromobilität, um die hohe Luftverschmutzung in Metropolen wie Karatschi zu senken. Bislang sind E-Autos von Herstellern wie BYD und MG Motors Luxusgüter. Die Regierung will den Umstieg mit Zielen für E-Fahrzeuge und lokal produzierte E-Rikschas vorantreiben.", "referenz": "Goldstandard\nMagazin-Beitrag, mit gutem Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-014"}
-{"transcript_id": "101299545", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Boulevard Deutschland", "beitragstitel": "003 Serie - Kunst und Botschaft: \"Mutter mit Zwillingen\"", "transkript": "13 Jahre zieht sich Käthe Kollwitz' Arbeit an der großen Plastik-Mutter mit Zwillingen hin. Schneckenartig komme ich vorwärts, schreibt die Künstlerin in ihr Tagebuch. Fast verzweifelt sie an der Skulptur, die sie 1924 als Mutter mit einem Kind begonnen hatte. Doch das persönliche Erlebnis der Geburt ihrer Zwillingsenkelkinder war so stark, dass Käthe Kollwitz ihrer Schwiegertochter gestand, seitdem ich dich damals gesehen hatte, in jedem Arm ein Kind, war mir klar, dass ich auch die Arbeit um ein Kind erweitern musste. Die Zwillingsmutter, eine mächtige Figur mit starkem, kraftausdrückendem Rücken. Urbild einer Mutter, Schutz und Geborgenheit bietend. Die gespreizten Beine, die starken Arme, der geneigte Kopf umschließen die beiden Kinder, lassen sie eins werden mit der Mutter, so als seien sie noch Teil ihres Leibes. Die harmonisch runden Formen drücken gefestigte Sammlung aus, atmen Seele, Glück, Zufriedenheit, aber auch ständig wachsame Sorge um das Wohlergehen der so selig wirkenden Kleinen, Angst um die Unversehrtheit des zarten, durch vielerlei Umstände gefährdeten, jungen Lebens. Die Zwillingsmutter, sie zeigt, was Käthe Kollwitz in der Rundplastik anstrebt, ausgereifte Form und vollkommene Geschlossenheit. Eine gute Plastik muss einen Berg hinunterrollen können und sie wird heil unten ankommen, sagt die Bildhauerin einmal. Käthe Kollwitz wird 1867 in Königsberg geboren. Durch ihren Mann, den Arzt Karl Kollwitz, lernt sie Not und Elend des Proletariats kennen. Ihr Sozialismus war kein parteipolitischer, sondern eher ein ethisch-humanitärer, ein fast urchristlicher, sagt die Enkelin Jutta Bohnke über das Engagement der Künstlerin für ihre Mitmenschen. »Ich will wirken in dieser Zeit« ist einer der Leitsätze, nach denen die Kollwitz lebt und schafft. Die grafischen Arbeiten der Künstlerin sprechen ihre ureigenste, leidenschaftliche Sprache. Die Kollwitz zeigt die Not der Armen ihrer Zeit. Sie klagt niemanden an, doch sie ruft die Gewissen aller wach. Sie demonstriert aber auch das zeitlose, elementare menschlichen Leidens, das den Verstand aufruft und die Herzen anrührt. Immer steht die Frau im Vordergrund von Käthe Kollwitz' Kunst. Selbst die Schrecken des Krieges spiegeln sich für sie im Leid der Frauen wieder. Und das Glück der Frauen stellt sie fast ausschließlich als Glück der Mütter dar. Aber auch Mutterglück mit umgekehrtem Vorzeichen. Untragbare, unerwünschte Schwangerschaft. Kinderkrankheit, Kindertod. Ihre letzte Litografie aus dem Jahre 1942, Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden, bezeichnet die Kollwitz als ihr Testament. Jungen, richtige Berliner Jungen, die wie Pferde gierig nach draußen wittern, werden von einer Frau zurückgehalten, unter ihren Mantel gebracht, gewaltsam und beherrschend breitet sie ihre Arme und Hände über den Jungen aus. Goethe-Kollwitz-Plastik, Mutter mit Zwillingen dagegen, lässt etwas von der Freude spüren, die die Künstlerin im Kreis ihrer Familie empfand, wenn sie ihre Enkel beobachtete und sich über deren Einfälle amüsierte. Bei allem Glück aber bleibt die Kollwitz besorgt. Sie, die im Ersten Weltkrieg ihren Sohn Peter verlor, ist von der unheilvollen Ahnung geplagt, im Zweiten Weltkrieg den Enkel zu verlieren. Ich arbeite an der Mutter mit Zwillingen und fühle mich glücklicher, als es eigentlich angebracht ist, schreibt sie in ihr Tagebuch. 1942 fällt ihr Enkel Peter im Krieg. Leben und Werk bilden bei Käthe Kollwitz eine Einheit. Die Künstlerin sah ihre Aufgabe darin, Hüterin des menschlichen Lebens zu sein, zu wärmen, zu schützen, zu bewahren. Der französische Schriftsteller Romain Rolland nannte ihr Werk die größte Dichtung des Deutschlands jener Zeit. Diese Frau mit dem mannhaften Herzen hat die Menschen mit ihren Blicken und ihren mütterlichen Armen umfangen.", "summary": "Das Werk von Käthe Kollwitz thematisiert menschliches Leid und soziales Elend ihrer Zeit. Im Mittelpunkt ihrer Kunst stehen Frauen und Mütter, die Schutz und Sorge verkörpern.", "referenz": "retrodigitalisiertes File, nachbearbeitet, mit Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 3, "korrekt": "ja", "relevant": "ja", "vollstaendig": "nein", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": "Es fehlt die Info, dass es in dem Stück vor allem um ihre Plastik \"Mutter mit Zwillingen\" (eigentlicher Name: \"Mutter mit zwei Kindern\", steht so aber nicht im Transkript) geht.", "eval_id": "EVAL-015"}
-{"transcript_id": "101309729", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Made in Germany", "beitragstitel": "Oscar - studentische Unternehmensberatung/Köln", "transkript": "Im Hörsaal der Kölner Universität ist Dirk Heinrich ein seltener Gast. Nach sechs Semestern Betriebswirtschaftslehre reichen ihm die trockenen Theorien nicht mehr. Statt wie seine Kommilitonen den Tag nur in langatmigen Vorlesungen abzusitzen, ruft den 25-Jährigen die Arbeit. Praxis statt Theorie lautet sein Motto. Dirk Heinrich tauscht deshalb Pullover mit Jackett und Krawatte und damit das Studentenleben mit dem Geschäftsleben. Ich bin jetzt auf dem Weg zur Oskar GmbH. Oskar wurde 1992 gegründet und ist mittlerweile Europas erfolgreichste studentische Unternehmensberatung. Dort bin ich einer von drei Geschäftsführern und zuständig für den Bereich Unternehmenskontakt. Erst vor kurzem ist Oskar in ein erstklassiges Bürogebäude gezogen. Die hohe Miete ist kein Problem. Oskar hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Jahresumsatz von 600.000 Mark. Dirk Heinrich gehört seit zwei Jahren zu einem Stab von 14 festen und bis zu 30 freien Mitarbeitern. Allein 1994 zogen die engagierten Studenten 20 Aufträge an Land. Unter den Kunden so große Namen wie Thyssen, Bayer und Bertelsmann. Die wesentlichen Stärken der Oskar GmbH sind, auf der einen Seite ein sehr kostengünstiges Projekt durchführen zu können, dadurch, dass wir sehr geringe Personalkosten haben, und auf der anderen Seite natürlich das studentische Element, die Kreativität und die Umgefangenheit unserer Berater. Unkonventionelle Ideen entstehen bei den täglichen Teamsitzungen. Ein Team von circa fünf Studenten betreut jeweils ein Projekt. Gearbeitet wird in allen Bereichen. Marketing, Planung, Kontrolle und Marktforschung. Für Dumpingpreise von 30.000 bis 50.000 Mark bietet Oskar seine Beratungen an. Branchengrößen nehmen das Zehnfache. Für die Studenten bleibt daher nur ein Hungerlohn von 5.000 bis 700 Mark im Monat. Es ist auch nicht der finanzielle Anreiz dieser Tätigkeit, sondern wirklich der Anreiz, was lernen, was leisten, was bewegen. 100 bis 250 Bewerbungen bekommt der Oscar-Geschäftsführer im Jahr auf den Tisch. Ausgewählt wird anhand von Bewerbungsgesprächen. Die meisten Studenten würden für den interessanten Job Vorlesungen und sogar ganze Uni-Semester schwänzen. Da die Studenten bei uns alle Praktiker werden wollen, halte ich es für sehr nützlich, dass sie je früher, je besser hier ihre ersten persönlichen Erfahrungen sammeln. Das darf natürlich nicht dazu führen, dass das Studium ganz aufgegeben wird. Wenig Uni und viele Kundenbesuche. So sieht der Tag für Oskar Jana aus. Ich fahre mehrfach in der Woche zur Hüls AG in Mahl. Das Unternehmen beraten wir seit Januar und erstellen die Marketingkonzeption für eine neu gegründete Tochterunternehmung der Hüls AG. Dirk Heinrich und seine Mitarbeiter sollen die Wirtschaftsbetriebe der Hüls AG unter die Lupe nehmen. Bisher haben die Betriebe hauptsächlich die mehr als 13.000 Hüls-Angestellten verpflegt. Nun will die Geschäftsführung auch Geld mit der Vermietung von Küche und Räumen verdienen. Ein Marketingplan ist erforderlich. Das dürfen wir von der Ratschafen nicht sagen. Zur Aufgabe der Oskarianer gehört es auch, anhand von Interviews die Leistungsfähigkeit der Großküche herauszufinden. Oskar kommt mit einem jungen Team, mit Studenten an und für sich, die theoretisch hervorragend sicher bewandert sind, kann sich Zeit nehmen, sehr viel Zeit eigentlich, die normalerweise bei Beratern sehr, sehr viel Geld kostet, um sich mit unserer speziellen Situation ganz intensiv zu befassen. Für Dirk Heinrich bedeutet die Hüls AG das letzte Projekt in seiner Oscar-Karriere. Ende Mai verlässt er die Unternehmensberatung, um sich auf ein BWL-Examen vorzubereiten. Die Wirtschaftswelt wartet auf den Newcomer.", "summary": "Eine studentische Unternehmensberatung bietet Firmen kostengünstige Projekte in Marketing, Planung und Marktforschung an. Studenten sammeln dabei Praxiserfahrung und wenden ihr theoretisches Wissen in realen Aufträgen an.", "referenz": "retrodigitalisiertes File, nachbearbeitet, mit Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 1, "korrekt": "ja", "relevant": "ja", "vollstaendig": "ja", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-016"}
-{"transcript_id": "1252881.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "Musikalische Weltliteratur ausgewählt von Hans Pischner", "beitragstitel": null, "transkript": "Es war ein großes Glück für mich und bestimmt bis zum heutigen Tage, dass ich in einem musischen Elternhaus aufgewachsen bin. Mein Vater stammte aus recht ärmlichen Verhältnissen. Er erzählte mir noch, wie er frühe Brötchen austragen musste, um ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Meine Mutter stammte von einem Werkmeister ab. Sie spielte recht gut Klavier, machte ihre Klavierlehrerprüfung und spielte schon kleine Kinderrollen am Theater, beispielsweise in Nora von Ibsen. Ich möchte sagen, dass Theaterblut und die Beziehungen zu Musik schon recht früh bei mir dadurch gegeben waren. Den ersten Klavierunterricht erhielt ich auch durch meine Mutter selbst. Ich denke noch sehr gerne daran, wenn wir vierhändig spielten. Als ich dann so weit war, konnte ich immerhin schon bei einem sehr strengen Lehrer, dem ich aber bis heute dankbar bin, sonst hätte ich schwierige Zeiten, sieben Jahre Krieg und Gefangenschaft, sicher gar nicht überstanden, technisch mit dem Jugendalbum von Schumann beginnen konnte. Ich bin zwar oft mit Tränen nach Hause gegangen, denn was er von sich selbst abverlangte, er war krank, hatte eine schwere Krankheit, überwunden, und meinte also, das von anderen auch verlangen zu können. Es gab zum Glück damals noch kein Fernsehen, aber wir haben eben die Abende mit gemeinsamen Musizieren verbracht, entweder vierhändig am Klavier, Schöne Müllerin, Schubert-Märsche und so weiter, oder, da mein Vater ja Klavierstimmer und Klavierbauer war, hatten wir auch ein Harmonium zu Hause. Es gab Ausgaben von Werken, Auszüge aus dem Brahms-Requiem und anderes, Heidenschöpfung und so weiter, für Klavier und Harmonium. Er saß am Harmonium und ich am Klavier und lernte da natürlich dann schon ein großes Repertoire kennen und andererseits natürlich auch Blattspielen, was doch für mich dann sehr wesentlich war und sehr wesentlich wurde. Daneben, um das gleich hinzuzufügen, waren meine Eltern kulturell allseitig sehr interessiert. Man nahm mir nicht übel, wenn ich Geld, das für andere Zwecke verwendet werden sollte, benutzte, um mir ein Buch zu kaufen. Genauso liebten wir vor allem das Theater. Die Breslauer Volksbühne hat damals eine große Rolle für uns gespielt und ich habe dadurch ein gutes Verhältnis zum Theater gefunden. Ich habe nachher in meiner Staatsoperzeit, eigentlich das nie verraten, die haben mir mal gedacht, da ist ein Chamberlist, der leitet eine Staatsoper. Die Mitglieder der Staatsoper haben dann jetzt erst erfahren, dass ich eigentlich von Kindheit an mit dem Theater sehr verbunden war, vor allem auch mit dem engagierten Theater der 20er Jahre, ob es Schauspiel oder auch Musik war, wenn ich an Kurt Weill, Hindemith, Schräger und andere Komponisten denke. Meine Eltern kamen nach Breslau, es wurde also meine Heimatstadt, die völlig erhalten war bis 1945, bis die Nazis in ihrem barbarischen Krieg sie zur Festung erklärten und, ich möchte es sagen, selbst zerstörten. Ich war zu dieser Zeit im Krieg, meine Eltern wurden zwangsevakuiert, es gab einen bestimmten Tag, da musste man sich am Bahnhof einfinden und Breslau verlassen. Meine Hochachtung war dann eben, wie diese Stadt durch unsere polnischen Nachbarn wieder aufgebaut wurde. Die Altstadt von Breslau, die Dominsel beispielsweise, finde ich, ist schöner, fast restauriert worden, als sie einmal war. Ich bin diese alten Wege wieder gegangen und habe mich dessen erfreut und kann nur von größter Hochachtung dabei sprechen. Ich bin auch selber darüber sehr froh, dass man mir eines Tages den Orden für Verdienst um die polnische Kultur verliehen hat. Ich gehörte also zu denjenigen, die von vornherein schon in der Gefangenschaft vollkommen verstanden, dass dieses Gebiet für uns verloren sein würde, weil es ein Aufmarschgebiet gegen den Osten war. Wir hatten gute Beziehungen zu polnischen Künstlern, mein Lehrer Bronislaw von Poschniak, der übrigens nach dem Krieg noch in Halle tätig war. Wir hörten sehr oft die Konzerte aus dem Warschauer Rundfunk, Sonntag vormittags, die sehr interessant waren, oder auch polnische Künstler, wie Raul von Kutschalski. Ich habe dann später natürlich zu vielen polnischen Künstlern, Sängern, Dirigenten usw. durch meine Rundfunkzeit, Staatsopernzeit, Verbindung gehabt, auch mit der Chopin-Interpretin Alina Czerny-Stefanska. Ihre Tochter wollte unbedingt Czerny studieren und sie kam zu mir. Czerny-Stefanska war sogar anwesend und korrigierte mich einmal, als ich sagte, wissen Sie, in der alten Musik ist es so, in der linken Hand, die Bässe gehen ganz gerade durch, metronomisch, und in der rechten kann man etwas freier spielen, das ist anders als bei Chopin. Raul von Kutschalski-Czerny-Stefanska sagte, Sie irren sich, das ist bei Chopin das Gleiche. Da habe ich also noch etwas dazugelernt dabei. Es war, wie ich das schon sagte, durch mein Elternhaus an sich eine sehr schöne musische Atmosphäre. Mein Vater baute mir sogar mein eigenes Theater. Ich habe mit Poscenium und allem drum und dran mit Beleuchtung. Ich konnte also regelrecht meine eigenen Opern oder Schauspiele aufführen. Die Schule hat manchmal darunter gelitten, aber es war auf der Schule nicht ganz einfach, da meine Eltern, meine Mutter war 1917 in der SPD eingetreten, gemeinsam mit meinem Vater, absolut zur Weimarer Republik standen und ich auf ein Gymnasium ging, in dem die Lehrer also ganz gegensätzlich zur Weimarer Republik standen, wie ich ja da einmal sagte, alles dazu taten eigentlich, um sie zu untergraben. Das gab Schwierigkeiten für mich selber, meine Eltern hatten mich aus Toleranzgründen vom Religionsunterricht befreien lassen, also ich war mit Atheisten, jüdischen Mitschülern und anderen, hatte ich meine Freistunde im Hof, wenn die anderen Religionsunterricht hatten, fiel schon da nicht angenehm. Auf, bekam dann Kontakt zum Sozialistischen Schülerbund, der Beziehung hatte zur Sozialistischen Arbeiterpartei, deren Begründer Max Seiderwitz war, mit dem ich mich oft darüber unterhalten habe. Und als ich dann den einzigen wirklich demokratischen Deutschlehrer verlor, in Herbstferien, als ich zurückkam, entschloss ich mich, von der Schule abzugehen. Dazu kam die Weltwirtschaftskrise, es waren eben nicht nur schöne Zeiten, sondern wir hatten auch erhebliche Schwierigkeiten, wie sollte man ein Studium durchführen und so weiter. Und so kamen wir auf die Idee, für zwei Berufe zu arbeiten, wie ich es einmal genannt habe. Mein Vater meldete mich mal an in einem Privatseminar, um die Musiklehrerprüfung zu machen und gleichzeitig lernte ich bei ihm den Klavierbauerberuf. Ich habe also vom Polieren bis zum Befilzen, Stimmen und alles bei ihm gelernt. Mit dem Stimmen war er bei mir nicht immer ganz zufrieden. Er hatte eine solch ausgezeichnete Schule, dadurch, dass er durch halb Europa gekommen war, Kurt-Herrn Steinwegstein, wie viele andere Firmen. Aber mir hat das natürlich für mein Leben sehr geholfen und ich war frei in der Entscheidung, welchen Beruf ich einmal ergreifen würde. Man kennt mich als Cembalisten und viele haben mich schon gefragt, wie ich eigentlich zum Cembalo gekommen sei. Nun, das war also wirklich Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre, wo das eigentlich noch ein brotloser Beruf war. Es gab vielleicht fünf oder sechs berühmte Cembalisten in dieser Zeit, nicht wie heute verbreitet, großartige Interpreten über die ganze Welt. Aber da kam Gertrud Wertheim aus Berlin und es gab ja damals noch keine Cembaline in den Städten. Sie brachte ihr eigenes Blegel-Cembalo mit und stellte es bei uns ab, übte bei uns und mein Vater brachte das Instrument in Ordnung und ich fing Feuer und Flamme für das Instrument. Ich war beim Üben dabei, ich blätterte ihr um und es geschah also, ich entschloss mich für das Cembalo und sagte meinen Eltern, also jetzt will ich Cembalo studieren. Jetzt kam ich zu Gertrud Wertheim, wie man als junger Mensch ist, wie die jungen Pferde, also nun wirst du hier auf dem Cembalo loslegen. Und sie fing also an, auf dem Opernmanual eines der feinsten Stücke von Couperin, Les Petits Moulins Avant, mit mir zu arbeiten, natürlich völlig zurecht, um den Anschlag zu lernen, dieses ganz leichte Anschlag, gerade auf dem Opernmanual von dem Blegel-Cembalo. Und ich muss sagen, ich habe also meine ganze musikalische Laufbahn, meine Erfolge, auch in erster Linie ihr, die selbst eine Schülerin von der berühmten Cembalistin Wanda Landowska war, zu verdanken. Es zog mich, als die Nazis kamen, dann völlig auf meine Musik zurück. Es wurde sozusagen mein Refugium, wenn man so will, nahm keine feste Stellung an, damit man sich nicht irgendwo binden musste, aber natürlich auf der anderen Seite hing man an der Musik, mit der man aufgewachsen war. Die Nazis kamen mit ihrer entarteten Kunst. Es gab diese Auseinandersetzung zwischen Furtwängler und Goebbels, als Furtwängler von hinten mit Ausschnitten aus Mathis der Mahle aufführen wollte und ein ganz üblicher Angriff von Goebbels erfolgte, Furtwängler sehr mutig darauf antwortete, man muss das Furtwängler lassen, bei allem hin und her, das es über ihn gibt und was man sagt. Ich versuchte mich in gewisser Weise daran zu beteiligen, insofern als ich Hauskonzerte in unserer Wohnung gab, natürlich in erster Linie mit Cembalo, aber auch mit Klavier, Lieder aus dem Marienleben von Hindemith, aber wenn ich heute über Hindemith spreche, möchte ich ihn doch oder seinen Charakter ganz besonders darin kennzeichnen. Dass er zum Tode Roosevelt sein großes Requiem geschrieben hat, dass er also politisch wusste, was der Tod Roosevelt für die Zukunft in der Welt bedeutete, also sowohl musikalisch wie auch im gesellschaftlichen Bereich halte ich gerade ein solches Werk für sehr entscheidend. Ich hatte Pechglück, zugleich möchte ich sagen, ich bekam in Berlin einen riesen Schreck, als ich Flugblätter sah in den 30er Jahren, die Wehrpflicht ist eingeführt und ich mit dem Jahrgang 14 eigentlich dazu gehörte. Ich kam dann auch aus gesundheitlichen Gründen so zu einer Art Landwehreinheit, wo man zweimal eingezogen war, es war eine fürchterliche Zeit in diesen Kasernen. Es hat mich vor dem Schlimmsten bewahrt, denn die ersten Jahrgänge wurden ja buchstäblich von den Nazis verheizt. Ich wäre sicher heute nicht mehr am Leben. 1942 wurde ich dann eingesetzt in der Sowjetunion nach Stalingrad, in einem völligen Durcheinander, also man konnte sehen, dass der Krieg zu Ende war. Nach drei Verwundungen landete ich dann noch einmal oben in Burland und kam in die Gefangenschaft. Durch Zufall möchte ich sagen, ich hatte mich engagiert im Lager für das Nationalkomitee Freies Deutschland, die Zeitungsschau, hatte aber nicht im Komitee mitgearbeitet, da hatten sich viele Nazis auch eingeschlichen und ich konnte nicht Russisch und ich sagte einem Kameraden, du unsere Zeit kommt. Ich kam dann also zu guter Letzt doch auf eine Antifa Schule, die hervorragend war mit einem sehr guten Lehrer, dem Otto Schwab, der mir sehr viel auch menschlich gegeben hat. Es waren eben nicht nur politische Literatur, sondern es gab dort auch eine ausgezeichnete Bibliothek. Ich habe Anna Segers, Lukas Becher, Bredl, all diese Literatur dort in den freien Stunden lesen können. Ich habe es einmal genannt, es war meine Universität sozusagen. Ich gebe auch zu, dass ich Bücher gesucht habe, die ich nicht gefunden habe, wie Isaac Babel, den ich aus früherer Zeit kannte. Ich habe sogar dort einmal mit Theater gespielt, in den Laboratorien von Kataruh, auch eine Rolle dabei übernommen. Ich kam mir einmal etwas blamiert vor, wenn man es so sagen darf, denn es gab ja dort Aufnahmegespräche. Dieser Lehrer, ein alter Kommunist, fragte mich, kennen Sie eigentlich Werke von Shostakovich? Ich als Musiker musste das also verneinen. Ich konnte damals nicht, beim besten Willen nicht ahnen, dass ich Shostakovich einmal so nahe kommen würde, dass ich sein gesamtes Werk, das mit dem Oper zu tun hat, an der Staatsoper aufgeführt habe, ihn zum Ehrenmitglied machte und mich schon in Weimar für ihn einsetzte, indem wir mit dem Hochschulorchester, aber inzwischen gibt es bestimmt bessere Aufnahmen, sein kleines, sehr hübsches und für meine Begriffe freches, ein echtes Shostakovich-Werk aufführte, das Konzert für Kammerorchester, Klavier und Trompete, das ich ganz besonders schätze. Vor dem Kriege war Maduro für alte Instrumente, ein der Cello-Lehrer an der Weimarer Musikhochschule. Walter Schulz, wesentlich älter als ich, hatte ein großes Zutrauen zu mir, dass er mit mir jungen Menschen, ich war um die 20 herum, Konzerte gab für Gambe und Cembalo usw. Ich entnahm aus den Zeitungen, die wir in die Gefangenschaft bekamen, dass er der Direktor geworden war der ersten Musikhochschule, die überhaupt in der damaligen sogenannten sowjetischen Besatzungszone eröffnet worden war. Und für mich war das ein absoluter Neubeginn, denn jetzt war ich wieder bei der Musik und habe mich dann betätigt mit einem Bach-Zyklus, einer Arbeitsgemeinschaft für alte Musik, für neue Musik. Wir haben alles, was als erartet galt, wieder hervorgeholt. Ich erinnere mich noch an eine sehr gute Aufführung eines Kammermusikwerks von Schönberg, das Morbitzer mit seiner Kammermusikgruppe beispielsweise dort aufführte. Es kam dann noch etwas dazu, meine Illusion nach Weimar zu kommen und jetzt machst du nur noch Musik, die war schnell vorbei, denn Maxim Valentin, der damals dort die Schauspielabteilung führte und gleichzeitig auch politisch bei der Umerziehung tätig sein sollte, das Amt nannte sich Tutor, sah die Gelegenheit kommen, das schnell von seinen Schultern abzuwälzen und mir aufzuhalsen. Ich war gar nicht damit einverstanden, weil ich ihm sagte, erst muss man sich als Musiker, als Fachmann bewähren, ehe man dann auf diesem Gebiet Autorität hat. Aber ich habe sogar mit meinen Notizen, ein Gesellschaftswissenschaftler würde heute darüber lächeln, es gab ja damals auch keine Lehrpläne, Vorlesungen über historischen und dialektischen Materialismus vor den Schauspielstudenten bei Valentin gehalten. Einer, der mit da auf der Schulbank saß, war beispielsweise Minetti. Mir selbst hat es damals Freude gemacht und es war doch sehr anregend. Die vier Jahre, die ich in Weimar war, ich hatte dort schon begonnen mit einer Dissertation, auf das Thema hat mich Prof. Dr. Mönch aufmerksam gemacht, die Musiktheorie von Rameau, die Harmonielehre und ihre Auswirkungen. Dann entschloss ich mich nach vier Jahren doch den Platz zu wechseln. Ich wusste, dass in Berlin am Rundfunk die Stelle frei geworden war und so meldete ich mich dort beim Intendanten. Als es zum endgültigen Abschluss kam, sagte ich ihm, ich kann Ihnen eins versichern, ich werde nie zu den Abteilungsleitern gehören, die irgendwann anfangen zu komponieren oder zu dirigieren. Ich bleibe bei meinem Fach. Es gibt auch aus diesen vier Jahren nicht eine einzige Cembalo-Aufnahme. Die Zeit war wahnsinnig kompliziert. Es war der Höhepunkt des Kalten Krieges, der Rias war gegründet worden, das Rias-Orchester. Es wurde versucht, von uns Musiker abzuwerben, man musste alles dazu tun, entweder die Musiker zu halten, die zum Teil im Westen noch lebten, oder aus der Republik zu holen und auch entsprechend neue Dirigenten zu finden. Ich war verantwortlich für alles in der Musik, von der Produktion bis zur Programmgestaltung. Auch die Auseinandersetzung mit den politischen Redakteuren war nicht immer ganz einfach. Die Musik war ein bisschen der Zubringer. Man musste der Musik erst einmal die notwendige Autorität verschaffen. Das Schlimmste war, dass wir keinen Dirigenten hatten. Ich behaupte immer, Musiker sehen gerne aufs Geld, aber die künstlerische Arbeit ist für sie doch das Entscheidende. Wenn ein guter Dirigent da ist, dann macht das sehr viel aus. Es gelang mir also Abendrot mit einem kleinen Trick durch das Beethoven-Jahr, das interessierte ihn sehr, an das Haus zu binden. Dadurch übernahm er sechs der Konzerte. Dann ging ich noch einen Schritt weiter und holte mir noch Kornwitschni aus Leipzig, den man für einen ein bisschen Verrückten hielt. Aber ich wusste, was für Qualitäten in ihm steckten und habe ihn nicht mit klassischer Symphonik in Berlin vorgestellt, sondern mehr Bruckner, Brahms, Romantik, Bartok usw. Das war auch der richtige Weg und damit hatten wir dann entsprechend alles konsolidiert. Ich versuchte erst wieder diese ganze Breite hereinzubringen. Wir machten zu Weihnachten die große Glockensendung, die einen großen Anklang fand. Wir hatten zum Glück die Bänder der Glocken der größten Kirchen aus ganz Deutschland und dazwischen legten wir Musik ein. In dieser Zeit führte ich auch noch eine Sendereihe ein, die hieß »Die Musik des Friedens« und die reichte von Kindermann bis zu Paul Dessau und Hans Eisler. Das waren Musikbeispiele mit entsprechenden Kommentaren. Außerdem setzte ich mich sehr für Bach ein, für Bach-Kantaten. Die Hr. Mollmesser hatte auch damals eine Auseinandersetzung mit einem Chefredakteur, der meinte, was soll diese Orgelmusik auf dem Rundfunk? Ich ging noch auf die Parteiausschule. Damals war es sehr schwer, das drei Jahre lang neben allem anderen durchzuführen. Im Gegenteil, das Intendanten sagte, ich höre mal zu, du hast das abgesetzt. Ich habe jetzt gerade in »Politik und Kommunikation« eine Zwei gemacht. Wenn du jetzt in »Marxistisch-Leninistischer Ästhetik« eine Drei machst, dann wäre das ganz hübsch und die Hr. Mollmesser blieb im Programm. Der Rundfunkalltag war nicht ganz einfach. Ich wohnte in Schöneweide und fuhr jeden Morgen um neun Uhr in diese Enklave in West-Berlin in der Masurenallee. Ich habe in diesen vier Jahren eigentlich vom Kulturleben in Berlin gar nichts mitbekommen können, weil man von früh bis abends in diesem Funkhaus saß. Es war auch mit den Programmgestaltern nicht so einfach. Ich hatte mal einen Zwischenfall. Wir hatten ein Stück von Hans Eisler vorgesehen. Es war ein Vertreter aus der Unterhaltungsmusik, der an dem Abend Dienst hatte und das Band aufgelegt hatte. Einen anderen Tag kriegte ich einen wütenden, aufgeregten Anruf von Hans Eisler, was mit dem los gewesen sei. Das Band sei verkehrt herum gelaufen. Ich rief mir den Programmgestalter sofort an und sagte, es müsse in jedes Band vorher reingehört werden. Er sagte mir, ich habe mir das abgehört, wie das Vorschrift war, und dachte, das ist typisch Eisler, das muss so sein, das sei so original. Eines Tages, das war im Jahre 1951, wurde ich zum Intendanten Cortes bestellt und er sagte, hör mal, wir drei sind vorgesehen, du probst der technische Leiter und er selbst, der Intendant, nach Moskau zu fahren, um das erste Rundfunkabkommen abzuschließen in Moskau. Das war natürlich für mich ein großes Erlebnis, der einmal dort als Gefangener, nicht in Moskau, aber überhaupt in der Sowjetunion gewesen war, und jetzt diese Stadt zu erleben, die im Wesentlichen erhalten geblieben war mit einem für unsere Begriffe damals erstaunlichen Autoverkehr. Wir kamen aus den Ruinen von Berlin, waren fast jeden Abend im Bolschoi-Theater, aber was ich nicht wissen konnte, als wir damals im Bolschoi-Theater und der ausländischen Delegation saßen, dass eines Tages wir, die Staatsoper selbst, im Bolschoi-Theater gastieren würden und ich selbst auf der Bühne stehen würde und das Publikum begrüße. Für uns war Moskau, der Kreml, Leningrad mit der Remettage ein großes Erlebnis und vor allem die musikpädagogischen Sendungen machten mir, fanden mein großes Interesse, die Mischung von Musik und Kommentar und so weiter. Also ich sah mir das Moskauer Programmschema an und dachte so, das werden wir jetzt in Berlin durchführen. Es waren dann die Redakteure, die sagten, du schieß mal nicht so weit raus wie die jungen Pferde, bleib mal hübsch bei der Sache und halte das im Rahmen. Aber immerhin haben wir doch sehr viel getan mit Musikkommentaren, haben die Orchester aus der Republik eingeladen, haben unsere zeitgenössischen Komponisten in einer besonderen Reihe aufgeführt. Also viel zur Propagierung unserer eigenen Musik und unserer eigenen Musikkultur getan, auch bis zum mit Singen, Sandisch gestaltete eine Sendung an einem bestimmten Tag mit einem einzigen Lied, so dass jeder sich anschließen konnte oder ganze Singegruppen und diese Lieder lernen können. Ich weiß es nicht, ob es das heute noch gibt, es war jedenfalls damals eine sehr gute Einrichtung. Eines Tages wurde ich befragt, noch zur Zeit der Staatlichen Kunstkommission, ob ich die Musikabteilung übernehmen würde. Und während ich noch auf einer Reise nach China war mit dem Staatlichen Volkskunstensemble, erfuhr ich, dass ich der neue Hauptabteilungsleiter für Musik in dem neuen Ministerium mit Becher werden würde. Becher war stolz darauf, dass er Künstler um sich herum hatte, erst als Hauptabteilungsleiter, nachher wurde ich stellvertretender Minister und er war eben ein Künstler und Kulturpolitiker zugleich, mit einer großen Zugewandtheit zum Leben, mit großen Erfahrungen. Ich habe immer gesagt, er war ein Deutscher, der an Deutschland litt in seiner Zeit der Immigration in der Sowjetunion. Er hatte auch seinen eigenen Humor, er stammte ja aus Schwabing und hatte da seine kleinen Scherze, führte einen manchmal auch aufs Glatteis. Beispielsweise, wenn er in ein Gespräch kam, sagte er zu mir, du erklär mir mal den sozialistischen Realismus in einer Symphonie, wobei mir nur die Antwort übrig blieb, solange ihr das in der Literatur noch nicht mal richtig könnt, was verlangst du von mir. Hätte ich ihm eine gut auswendig gelernte Formulierung gesagt, hätte sich gesagt, um Gottes Willen, was habe ich für Mitarbeiter. Kollegiumssitzungen hatte er die Vorlagen meistens nicht gelesen, ich hatte immer den Eindruck, aber dafür war er mindestens zwei, dreimal in der Woche in der Republik draußen in kleinen Städten und hatte das Kulturleben studiert und damit hatte er eigentlich das Problem auf den Tisch gelegt und die Kollegiumsvorlage war schnell vergessen. Enttäuscht war er, als ich stellvertretender Minister wurde und mir 24 Stunden Bedenkzeit aus Bad erfand, dass man doch gleich zugreifen müsse und ich traf abends Paul Wandel dann zufällig im Theater, sagte der Becher, der will, dass ich das mache und ich halte mich gar nicht geeignet als Funktionär für solche Sachen, so sagte Paul Wandel, was willst du denn, die Sache ist ja schon beschlossen und damit war die Sache erledigt. Also eigentlich jede Funktion, die ich übernommen habe, ist auf diese Weise zustande gekommen. Ich habe mich nie darum beworben, mich nie um meine Karriere bemüht, sondern ich purzelte immer in eine neue Funktion. Vor zehn Jahren war ich stellvertretender Minister, als neuer Minister kam zu uns Hans Benzin. Alexander Abusch wurde stellvertretender Ministerpräsident, auch für den Bereich Kultur und Hans Benzin. Er kannte mich noch aus meiner Weimarer Zeit, er hatte als Student, als Schüler von dem Philosophen Klaus mir geholfen, Vorlesungen zu halten und er kannte mich in meinem Wesen und sagte, weißt du, du bist doch Musiker, die Oper ist doch was ganz anderes und Max Burgert wollte aufhören, hatte schwere Zeiten hinter sich und schlug mich als sein Nachfolger vor und so habe ich sogar nach einigem Zögern erst die Oper übernommen, weil ich wusste, was für ein Riesenbetrieb mit 1200 Menschen, vor allem den Technikern, nicht den Künstlern, die Techniker und alles das, ob ich das bewältigen würde. Ich habe es dann 21 Jahre, wie man so schön sagen kann, dieses Handwerk betrieben und sehr, sehr gerne gemacht, habe das traditionelle Erbe sehr gepflegt, mich sehr viel um jungen Nachwuchs gekümmert, der sich ja auch bewährt hat, das kann man in jedem Buch nachlesen oder in jedem Spielplan, wenn man will und dann vor allem kamen die Erinnerungen an die 20er Jahre, Volksbühne, engagiertes Theater, sodass ich sagte, die Oper kann nur existieren, wenn Neues hinzuwächst, sodass wir tatsächlich jedes Jahr eine Uraufführung hatten. Das Schwierige war, gute Librettisten zu finden, aber immerhin gelang es mir durch Anfangserfolge, dass Neutsch, Heiner, Müller, Deicke, Mikkel und viele andere Opern-Libretti geschrieben haben, die früher nie daran gedacht hätten, sondern von der Oper nicht viel hielten. Eine Hilfe war dabei natürlich auch Paul Dessau, weil seine Werke doch eine solche Ausstrahlung hatten, dass sie die Librettisten interessierten. Gericht zu halten, über die rebellischen Physiker wollen, was wir wollen, ob schon sie so hoch bezahlt werden. Geht denn der Geldgeber nichts mehr in den Kreisen der Wissenschaft? Sie etwa das Geld abschaffen? Das ist der Umsturz! Das ist das Ende der Menschheit! Rufe den Ersten! Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Haben Sie das geschrieben? Nein. Aber das ist Ihre Unterschrift! Ja. Wer also hat das geschrieben? Ich weigere mich, ich weigere mich, den betreffenden Namen auszusprechen. Ich habe ein Gewissen, das weigert sich und lebt mir die Zunge. Weil Sie die Unterschrift leisteten, darf ich annehmen, Ihr Gewissen die Hand nicht gelähmt hat. Nehmen Sie also die Hand und schreiben Sie den Namen. Rufe den Zweiten! Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Ich kann mich auf den Kopf stellen! Die Vereinigten Staaten sind stärker als ich. Ich mach weit, ich muss alles wissen. Ich ziehe meine Unterschrift zurück. Macht, was ihr wollt. Wir achten Ihre Gesinnung. Sie sind ein Vorbild. Die Bürger werden Ihrem Beispiel folgen. Rufe den Dritten. Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Auch Ihre wenigen Freunde wenden sich von Ihnen ab. Zu Gewalt aufgerufen, das ist nicht gut. Sie haben Ihre Vertrauenswürdigkeit bewiesen. Sie können tun, was Sie wollen. Das Gericht erkennt, dass Sie die Waffen, die Sie hergestellt haben, verbessern wollen. Sie sind verurteilt. Sie werden, solange Sie leben, sowie nach Ihrem Tode, für die Waffen, die Sie erdacht haben und abschaffen wollen, einem fortgeehrt werden. In dieser ganzen Zeit gab es zwei Dinge, von denen ich mich nie getrennt habe. Das war meine Dissertation über Rameau und das war mein Chamberlain. Mit der Dissertation über Rameau war es sehr schwierig. Während der Rundfunkzeit blieb alles liegen. Auch im Ministerium war es nicht ganz einfach. Aber es war eben so, dass ich nebenher das Material weiter durcharbeitete und diese tausende von Kilometern, die ich durch die Republik fuhr, waren insofern immer günstig, dass ich, wie mein Fahrer das nannte, meine Rameautasche bei mir hatte. Und in dieser Zeit dann arbeitete, es störte kein Telefon, man schaute raus ins Grüne, hatte seine Ideen. Und so wuchs und gedieh langsam diese Dissertation, die ich schließlich abschließen konnte. Das andere war die Arbeit mit dem Chamberlain. Und ich habe das Eisern beibehalten, habe jede freie Stunde benutzt, am Chamberlain zu üben, beim Chamberlain selbst zu stimmen. Ich hatte ja bei meinem Vater das alles gelernt. Um Termine einzuhalten, gab es sogar eine lustige Geschichte. So lustig war sie andererseits nicht. Wir waren in Schierke zu den Ferien im Winter und es brach plötzlich ein ganz kalter Winter ein. Und in unserem Haus in Köpenick fuhr also die Heizung ein, es war alles geplatzt, wir kamen nach Hause und konnten in dem Haus gar nicht wohnen. Und ich nahm das Chamberlain ins Ministerium, in den großen Vorraum von dem Ministerzimmer. Und sobald 17 Uhr war und es still wurde im Haus, setzte ich mich dann ans Chamberlain und übte. Dieser Zeit meiner Arbeit im Ministerium trat plötzlich ein Vertreter der Grammophon an mich heran, weil die Chorproduktion machten mit unserer Eterna. Ob ich nicht mit David Eustach zusammen spielen wolle, er spiele Bachsonaten mit Klavier, sei das nicht das Richtige, es wäre doch besser mit Cembalo. Ich kam etwas in Verlegenheit und bat mir erst einmal Bedenkzeit aus, weil ich dachte, um Gottes Willen, wenn er nicht gut spielt, gibt es diplomatische Verwicklungen mit einem Mann wie David Eustach, den ich schon gut kannte und mit dem ich befreundet war. Aber ich entschloss mich dann schließlich doch dazu und dann am Karfreitag spielten wir erstmal eine Sonate für zwei Violinen und Cembalo mit ihm und Igor Eustach. Und abends sollte er Tartini noch spielen, aber das wieder mit Klavier. Und da kam plötzlich ein Anruf abends um sechs, ich möchte auch wieder in den Rundfunk kommen, er möchte Tartini auch mit Cembalo machen. Und schließlich entstand daraus die musikalische Freundschaft, dass wir dann alle Bachsonaten miteinander aufnahmen. Und das Arbeiten mit ihm war wunderbar, weil er gleich fragte, sagen Sie mal, wie machen Sie die Verzierungen? Und das eine Tempo war ein bisschen langsam, ich dachte, aber du sagst nichts, der große Eustach ist froh, dass du mit ihm spielst. Und als das Satz zu Ende war, schaute er sich nur und sagte, ein bisschen zu langsam das Tempo, nicht? Also wir haben uns sehr gut verstanden und man könnte eine Fülle von Anekdoten aus dieser Arbeit mit David Eustach, einem menschlich einzigartigen Persönlichkeit erzählen. Wie gesagt, es ging mir bei dieser ganzen Arbeit eigentlich immer darum, mithilfe, ob ich im Kulturbund gearbeitet habe, über den ich auch noch vielen Zusammenhang mit der Weimarer Zeit berichten könnte, aber es würde zu weit führen, ob es Kulturbundarbeit war, Rundfunk oder auch was es war, ging es immer um den Zusammenhang zwischen Kunst und Frieden. Ich sprach von dieser Friedenssendung und etwas, was ich dafür ausgewählt hatte und ganz besonders wichtig hielt, war eine Stelle aus Heidens Schöpfung, um darzustellen, was der Mensch tatsächlich bedeutet. Das ist die berühmte Arie aus Heidens Schöpfung, mit Wirt und Hoheit angetan steht der Mensch, ein Wunder der Natur und ich bin der Meinung, dass es die Hauptaufgabe ist, dass in diesem Sinne die Kunst dem Menschen und dem Frieden dienen möge. Ich habe vor kurzem einmal gesagt, es gibt einen wundervollen Kanon, den wir Musizi sehr lieben, der heißt, Himmel und Erde werden vergehen, aber die Musizi bleiben bestehen. Gibt es jemals ein nukleares Inferno, gibt es auch keine Musizi mehr.", "summary": "Schilderung des musikalischen und kulturellen Werdegangs vor dem Hintergrund der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der DDR. Beschreibung der Kindheit in Breslau, der musikalischen Ausbildung am Klavier und Cembalo sowie der Lehre zum Klavierbauer. Erläuterung der Tätigkeiten als Cembalist, Hochschuldozent in Weimar, Hauptabteilungsleiter beim Rundfunk und Intendant der Staatsoper. Thematisiert werden die Kriegsgefangenschaft, die Arbeit im Ministerium für Kultur unter Johannes R. Becher und die Zusammenarbeit mit Künstlern.", "referenz": "Porträt Hans Pischners, Cembalist, ehemaliger Intendant der Deutschen Staatsoper Berlin und ehemaliger stellvertretender Minister für Kultur der DDR, bestehend aus O-Tönen Hans Pischners, der ausführlich aus seinem Leben erzählt, sowie Musikeinspielungen:
00'00: Musik: Traditional: Himmel und Erde müssen vergeh'n (Kanon) (Kinderchor) /
01'19:", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-017"}
-{"transcript_id": "101299545", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Boulevard Deutschland", "beitragstitel": "003 Serie - Kunst und Botschaft: \"Mutter mit Zwillingen\"", "transkript": "13 Jahre zieht sich Käthe Kollwitz' Arbeit an der großen Plastik-Mutter mit Zwillingen hin. Schneckenartig komme ich vorwärts, schreibt die Künstlerin in ihr Tagebuch. Fast verzweifelt sie an der Skulptur, die sie 1924 als Mutter mit einem Kind begonnen hatte. Doch das persönliche Erlebnis der Geburt ihrer Zwillingsenkelkinder war so stark, dass Käthe Kollwitz ihrer Schwiegertochter gestand, seitdem ich dich damals gesehen hatte, in jedem Arm ein Kind, war mir klar, dass ich auch die Arbeit um ein Kind erweitern musste. Die Zwillingsmutter, eine mächtige Figur mit starkem, kraftausdrückendem Rücken. Urbild einer Mutter, Schutz und Geborgenheit bietend. Die gespreizten Beine, die starken Arme, der geneigte Kopf umschließen die beiden Kinder, lassen sie eins werden mit der Mutter, so als seien sie noch Teil ihres Leibes. Die harmonisch runden Formen drücken gefestigte Sammlung aus, atmen Seele, Glück, Zufriedenheit, aber auch ständig wachsame Sorge um das Wohlergehen der so selig wirkenden Kleinen, Angst um die Unversehrtheit des zarten, durch vielerlei Umstände gefährdeten, jungen Lebens. Die Zwillingsmutter, sie zeigt, was Käthe Kollwitz in der Rundplastik anstrebt, ausgereifte Form und vollkommene Geschlossenheit. Eine gute Plastik muss einen Berg hinunterrollen können und sie wird heil unten ankommen, sagt die Bildhauerin einmal. Käthe Kollwitz wird 1867 in Königsberg geboren. Durch ihren Mann, den Arzt Karl Kollwitz, lernt sie Not und Elend des Proletariats kennen. Ihr Sozialismus war kein parteipolitischer, sondern eher ein ethisch-humanitärer, ein fast urchristlicher, sagt die Enkelin Jutta Bohnke über das Engagement der Künstlerin für ihre Mitmenschen. »Ich will wirken in dieser Zeit« ist einer der Leitsätze, nach denen die Kollwitz lebt und schafft. Die grafischen Arbeiten der Künstlerin sprechen ihre ureigenste, leidenschaftliche Sprache. Die Kollwitz zeigt die Not der Armen ihrer Zeit. Sie klagt niemanden an, doch sie ruft die Gewissen aller wach. Sie demonstriert aber auch das zeitlose, elementare menschlichen Leidens, das den Verstand aufruft und die Herzen anrührt. Immer steht die Frau im Vordergrund von Käthe Kollwitz' Kunst. Selbst die Schrecken des Krieges spiegeln sich für sie im Leid der Frauen wieder. Und das Glück der Frauen stellt sie fast ausschließlich als Glück der Mütter dar. Aber auch Mutterglück mit umgekehrtem Vorzeichen. Untragbare, unerwünschte Schwangerschaft. Kinderkrankheit, Kindertod. Ihre letzte Litografie aus dem Jahre 1942, Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden, bezeichnet die Kollwitz als ihr Testament. Jungen, richtige Berliner Jungen, die wie Pferde gierig nach draußen wittern, werden von einer Frau zurückgehalten, unter ihren Mantel gebracht, gewaltsam und beherrschend breitet sie ihre Arme und Hände über den Jungen aus. Goethe-Kollwitz-Plastik, Mutter mit Zwillingen dagegen, lässt etwas von der Freude spüren, die die Künstlerin im Kreis ihrer Familie empfand, wenn sie ihre Enkel beobachtete und sich über deren Einfälle amüsierte. Bei allem Glück aber bleibt die Kollwitz besorgt. Sie, die im Ersten Weltkrieg ihren Sohn Peter verlor, ist von der unheilvollen Ahnung geplagt, im Zweiten Weltkrieg den Enkel zu verlieren. Ich arbeite an der Mutter mit Zwillingen und fühle mich glücklicher, als es eigentlich angebracht ist, schreibt sie in ihr Tagebuch. 1942 fällt ihr Enkel Peter im Krieg. Leben und Werk bilden bei Käthe Kollwitz eine Einheit. Die Künstlerin sah ihre Aufgabe darin, Hüterin des menschlichen Lebens zu sein, zu wärmen, zu schützen, zu bewahren. Der französische Schriftsteller Romain Rolland nannte ihr Werk die größte Dichtung des Deutschlands jener Zeit. Diese Frau mit dem mannhaften Herzen hat die Menschen mit ihren Blicken und ihren mütterlichen Armen umfangen.", "summary": "Die Künstlerin Käthe Kollwitz schuf die Plastik „Mutter mit Zwillingen“. Die Arbeit daran dauerte 13 Jahre. Ihr Werk thematisiert oft das Leid von Frauen und Müttern. Es ist von persönlichen Erlebnissen wie dem Verlust ihres Sohnes geprägt.", "referenz": "retrodigitalisiertes File, nachbearbeitet, mit Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-018"}
-{"transcript_id": "33_092125_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "33_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig", "beitragstitel": "33_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig", "transkript": "Ich kann mir nicht helfen, ich tue mir selbst leid, ich komme nicht so recht mit der heutigen Zeit, der dies unter dem Titel meine Befindlichkeit aufgeschrieben hat, heißt Erich Köhler, wurden in Dresden und ist blind. Die Lebenssituation vieler blinder und stark sehbehinderter Mitbürger in Ostdeutschland ist mit der deutschen Einheit komplizierter geworden. Haben schon die sehnten erhebliche Orientierungsschwierigkeiten im Gestrüpp neuer Gesetze und Verordnungen. Probleme mit dem freien Markt stürzen diese Mitbürger doppelblind in die Freiheit Eine wichtige Brücke zur Welt der sehnten, sind für die 37.000 Blinden in der ehemaligen DDR die Publikation der DZB der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig Wöchentlich des von dort das aktuelle Radio und Fernsehprogramm in Blindenschrift zu beziehen, in regelmäßigen Abständen auch Zeitschriften und Journale. Von Anfang an war klar, dass wir unseren blinden und sehr schwachen Nutzung vor allem Informationen vermitteln müssen, die sie in ihrem Alltag brauchen. Und wir haben darum, äh, zu Beginn des Jahres 1990 eine neue Zeitschrift herausgebracht. Sie nennt sich Ratgeber aktuell in Blindenschrift und daneben auch eine Tunnel auf Kassette, mit dem Titel Recht und Gesetz Seit ihrer Gründung im Jahre 894. Als erste deutsche Blindenbibliothek zählen mehr als 37.000 Bände in Blindenschrift inzwischen zum Bestand, vom Klassiker bis zum Kochbuch, vom Opernlibretto bis zum aktuellen Gesetzestext ein bedeutender Kulturschatz. Die 2500 ständigen Leser und Hörer der Bücherei nutzen ihn Sehr begehrt nun auch bei den neuen Abonnenten aus Westdeutschland ist die Spezialität der Leipziger, der Reliefdruck Landkarten, Kunstkalender und wie hier Kinderbücher Echte Verkaufsknüller. In diesem Jahr waren zwei Deutschlandkarten die Länder mit ihren Grenzen und Hauptstädten, zum anderen das Autobahnnetz. Die Ausleihe hat allein im ersten Halbjahr 91 um 20 Prozent zugenommen. Ein Ansturm kaum zu bewältigen für die 90 Mitarbeiter ein jeder von ihnen ist hochspezialisiert, eine umständliche Fertigung. Klar, dass die Erzeugnisse nicht billig sind. In Blindenschrift ergibt der Duden 26 dieser wunderschönen großen Bände, und die waren auch erhältlich zum Preis von neun Mark. 80 in der DDR hat ja, wieso tut und Mark 80 gekostet. Der Herstellungspreis allerdings bewegt sich doch in anderen Relation. Also wir gehen davon aus pro Band also. Solch ein Band kostet in der Herstellung circa 40 bis 45 Mark. Das heißt, dieser Duden hat einen Herstellungspreis von über tausend Mark und das zum Preis von neun Mark 80 getragen von dem Grundsatz, dass der Blinde nicht durch seine Behinderung auch noch finanziell behindert werden soll. War also der Grundsatz eins zu eins. Wird man das durchhalten können in Zukunft? Das können wir schon jetzt nicht mehr durchhalten. Preise bewegen sich jetzt bei etwa 50 Prozent der Herstellungskosten. Das heißt also, dass dieser Duden in der Form jetzt für 580 Mark zu haben ist, also für einen privat man einer Bezuschussung fast nicht mehr machbar, Was früher vom Staat bezahlt und deshalb für jeden Blinden erschwinglich war. Diese soziale Errungenschaft ist wie so viele andere auch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht finanzierbar. Ebenso finanzieller Art sind die Gründe, weshalb die Zukunft der Blindenbücherei bis heute noch nicht gesichert ist. Aber das scheint nur so in Dresden will man einen anderen Weg gehen. Die sächsische Staatsregierung möchte die DZB privatisieren, notfalls in einer Mischform mit der öffentlichen Hand. So jedenfalls sieht es ein Kabinettsbeschluss vom Dezember 1990 vor. In einem Brief des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 5. Juli diesen Jahres wird die Bücherei gebeten, selbst zu klären, inwieweit eine Überführung der DZ B in privater Hand durch einen der Sache der Blinden verbundenen finanzkräftigen Träger möglich wäre. Eine Forderung, die an ähnlicher einrichten Dutzenden Hamburg und Marburg nie gestellt wurde der Generalbevollmächtigte des Bonner Blinden und Sehbehindertenverbandes für die neuen Bundesländer dazu Ich halte eine derartige Forderung für völlig unmöglich. Erstens deshalb, weil es keinen privaten Träger gibt, der eine solche Einrichtung auf Dauer mit den notwendigen Mitteln versieht und zweitens die blinden einen Anspruch darauf haben, dass der Staat ihnen gegenüber die gleichen Leistungen aufbringt, wie das bei sehen der Fall ist. Denken Sie beispielsweise an die Möglichkeit, in jedem Ort Bücher aus einer öffentlichen Bücherei leihen zu können. Wie ist denn eine Trägerschaft in den alten Bundesländern bei ähnlichen Einrichtungen geregelt und organisiert? In aller Regel tragen die Länder beziehungsweise trägt die öffentliche Hand, die Kosten derartige Einrichtungen fast vollständig. Wie sind denn die Ergebnisse ihrer Bemühungen, hier in Sachsen finanzkräftige Helfer für die die EZB zu finden? Sie werden die Antwort ahnen natürlich gleich null. Es ist so, dass seitens des Landesminister oder Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Land Sachsen eigentlich politisch keinen Zweifel daran besteht, dass diese Einrichtung hier die deutsche Zentralbücherei verbindet, so Leipzig ihre Arbeit fortsetzen muss. Der Druck kommt vor allem von Finanzministerium, die Sorge haben, eine solche Institution als Anstalt des öffentlichen Rechts nicht finanzieren zu können. Zieht sich das Land zurück aus der Verantwortung für diese Einrichtung? Das kann nicht sein und wird auch nicht sein. Im Jahre 91 haben wir 3,3 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Im Haushaltsplanentwurf, der allerdings noch verhandelt werden muss. Um mit dem Finanzminister sehen wir 3,5 Millionen vor, also bereits mit einer gewissen Steigerung. Es ist nicht gelungen, bisher einen privaten Träger zu finden. Ich bin ein anderen für sich Befürworter für Breite, für viele private Trägerschaften. Nur wird sich das Land aus der sozialen Verantwortung nicht stehlen. Es ist sich dieser Verantwortung voll bewusst gerade gegenüber einer Bevölkerungsgruppe, die dermaßen benachteiligt ist. Die wortreiche, im Camp jedoch unverbindliche Bekundung von Solidarität mit den Blinden seitens der Staatsregierung kann die verbindliche Übernahme der DZB durch den Freistaat Sachsen nicht ersetzen. Die steht weiter aus. Reden statt Taten. Wir arbeiten sehr eng mit der deutschen Zentralbibliothek für blinzelt Lindner Zusammenhalt und haben unsere Aktivitäten Aktivitäten koordiniert. Allerdings mit dem bekannten Erfolg. Ich habe den Eindruck, dass man nicht so recht weiß, was man mit uns anfangen soll. Einerseits sind wir eine zu gewichtige Institution, als dass man sie leichtfertig abwickeln könnte. Aber andererseits hat Auch, äh, noch kein Maßgeblicher Beamter der Landesregierung einmal versucht, uns näher kennenzulernen durch einen Besuch eine Besichtigung des Hauses, sich selbst von dem zu überzeugen, was wir hier tun, um sich eine Meinung über die Nützlichkeit dieser Einrichtung zu machen, also die Kontakte seitens der Landesregierung zu uns sind, äh, im Großen und Ganzen mäßig und steigerungsbedürftig", "summary": "Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde in Leipzig ist nach der Wiedervereinigung in ihrer Existenz gefährdet. Steigende Kosten und unklare Finanzierungsmodelle bedrohen die Versorgung blinder Menschen mit wichtigen Publikationen.", "referenz": null, "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 3, "korrekt": "ja", "relevant": "ausreichend", "vollstaendig": "ausreichend", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": "Die Privatisierung der Herstellungsbetriebe als Finanzierungsmodell spielt eine nennenswerte Rolle.", "eval_id": "EVAL-019"}
-{"transcript_id": "23_503061_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "23_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher", "beitragstitel": "23_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher", "transkript": "Im Auswärtigen Amt in Bonn Treffen der beiden Außenminister Oskar Fischer und Hans-Dietrich Genscher im Mittelpunkt steht der Gedankenaustausch über die Möglichkeiten der Sicherung des Friedens sowie die gute nachbarliche Zusammenarbeit auf der Grundlage der Souveränität beider deutscher Staaten. Fischer und Genscher hatten schon bei anderen Gelegenheiten festgestellt, dass der Besuch Erich Honeckers in der Bundesrepublik Deutschland für den weiteren Ausbau der Beziehungen genutzt werden müsse. Ein Abkommen über die doppelte Null-Lösung sei im Interesse beider deutscher Staaten, und eine ständige Verbesserung der Ost-West-Beziehungen sei ein stabilisierender Faktor für die Erhaltung des Friedens.", "summary": "Treffen der Außenminister Oskar Fischer und Hans-Dietrich Genscher im Auswärtigen Amt in Bonn. Themen sind Friedenssicherung, nachbarliche Zusammenarbeit und die Nutzung des Honecker-Besuchs zum Ausbau der Beziehungen. Beide befürworten die doppelte Null-Lösung und eine Verbesserung der Ost-West-Beziehungen als stabilisierenden Faktor.", "referenz": null, "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-020"}
-{"transcript_id": "2863934.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "John Schehr und Genossen", "beitragstitel": null, "transkript": "Die Stille liegt heute über der Gedenkstätte der Sozialisten hier in Berlin-Friedrichsfelde. Hier haben die hervorragendsten Führer der deutschen Arbeiterklasse ihre letzte Ruhestätte gefunden. Und in der Mitte, nahe dem großen Steinobelisk, eine einfache, schlichte Grabplatte. Und darauf steht Jean Cher, ermordet Februar 1934. Ein Kranz, ein frischer Kranz mit frischen Astern auf dieser Grabplatte. Die Toten mahnen uns, steht an diesem Steinobelisk. Und an der gegenüberliegenden Wand dieser rotunde, drei weiße Gedenktafeln. Rudolf Schwarz, Erich Steinfurt, Eugen Schönhaar. Das waren sie, Jean Cher und Genossen, die heute vor 30 Jahren am Kilometerberg zwischen Wannsee und Berlin von den Faschisten ermordet wurden. Jon Scheer und Genossen Erich Steinfurt Rudolf Schwarz Eugen Schönhab. andenken, ehren wir heute. 30 Jahre, nachdem sie ihr Leben gaben für die Befreiung der Arbeiter, für den Sieg des Sozialismus. Ihr Leben, es war angefüllt von Arbeit, unermüdlicher Arbeit. Johnny, du musst heute auf unserer Versammlung sprechen, die jungen Genossen warten auf dich. Und Johnny kam und sprach. Er wusste, was zu sagen war in all jenen Jahren, als die Arbeiter gegen die heraufdämmernde und dann immer stärker werdende Gefahr des Faschismus kämpften. Es sagte Jon Scheer 1932. Wenn der Faschismus, die Diktatur der Trösts, Kartelle, der Finanzgewaltigen, der Junko und Militaristen, die Ausrottung aller demokratischen und sozialistischen Rechte, die sich die Arbeiter ertrotzt haben, herbeiführt, so muss das zur Einheit aller fortschrittlichen demokratischen Kräfte führen unter der Losung EINE NOT, EIN FEIND, EIN KAMPF! Wohren am 9. Februar 1896 in Altona, Schlossergeselle. 1912 als 16-Jähriger Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ersten Lebensstationen eines Kämpfers. Yon-Sheahs Eltern waren Arbeiter. Er war Arbeiter. Sein Gerechtigkeitsgefühl war es, dass ihn die Not und den Widersinn der bestehenden Gesellschaftsordnung zum ersten Mal bitter spüren ließ, als er erfuhr, dass ein Freund von ihm, ein Lehrling wie er, Selbstmord verübt hatte. Wie war so etwas möglich? Wie konnte so etwas geschehen? Yon-Sheah wusste es, denn solche Selbstmorde waren damals unter jungen Menschen nicht selten. Und so führte ihn der Protest in die Reihen der organisierten Arbeiter. Mitglied der Gewerkschaftsjugend, Mitglied der sozialistischen Arbeiterjugend. Es waren die Ideen und die Reden Karl Liebknechts, die auch er verbreitete. Sein Weg führte ihn folgerichtig 1919 über die USPD zur KPD. Unermüdliche Kleinarbeit als politischer Sekretär in seiner Heimatstadt Altona, später im Unterbezirk Harburg. Das waren die ersten verantwortlichen Funktionen, die Jon Scheer innehatte. Und wieder war es die Jugend, der seine besondere Fürsorge galt. Selbst ein junger Mensch würde er von den Hafen- und Werftarbeitern schon liebevoll Johnny genannt. 1923 Nach den Oktoberkämpfen wird er zum Organisationssekretär des Bezirks Wasserkante gewählt. Er arbeitet mit Ernst Thälmann zusammen, selbstlos. Er denkt nicht an sein persönliches Glück. Glück, das bedeutet für ihn, alle müssen glücklich sein. Für alle muss endlich nach Jahren des Krieges und der Not, der Inflation, später der Arbeitslosigkeit, für alle muss endlich das bessere Morgen anbrechen. Für all jene, die bisher im Dunkeln lebten, auf der Schattenseite des Lebens standen, Opfer einer antihumanen Gesellschaft waren. Nächste Station seines Weges. Niedersachsen. Aufbau der Parteiorganisationen in Hannover und in Braunschweig. Hitler und seine SA-Kolonnen in Braunschweig einrücken, da wollen sie auch durch die Arbeiterviertel marschieren. Aber Jon Scheer und seine Genossen sind wachsam. Aus allen Orten Niedersachsens kommen die Arbeiter trotz polizeilicher Verbote nach Braunschweig. Ihre Lohreinheit. Keine SA betritt Braunschweigs Arbeiterviertel. So kann Hitler nur hinter den hohen Gittern des Schlosshofes den Vorbeimarsch seiner braunen Kolonnen abnehmen. Die SA hatte sich blutige Köpfe geholt, als sie versuchte, die Front der Arbeiter zu brechen. 1929. Mitglied des Zentralkomitees der KPD. 1932. Sekretär des Zentralkomitees und Reichstagsabgeordneter. Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale. Von der Tribüne des Reichstages aus entlarvt er die geheime Rüstung. Er weist nach. Enge Verbindung der Konzerngewaltigen mit dem Generalstab und den Faschisten. Das Ergebnis? Im Juli 1932 wird er verhaftet. von der Polizei der Weimarer Republik. Aber die Arbeiter protestieren. Massenkundgebungen. Johnny muss freigelassen werden. Und als er dann frei ist, empfangen ihn die Berliner Arbeiter jubelnd im Sportpark. Dann folgen die letzten großen Kundgebungen der KPD in Berlin. in der neuen Welt, in der Hasenheide? und vor dem Karl-Liebknecht-Haus. 25. Januar 1933. Da steht er auf der Tribüne, die geballte Faust zum proletarischen Gruß erhoben. Zu seiner Linken kommt er. Ernst Tim. zu seiner rechten Walter Ulbrecht Und vor ihnen die Arbeiter Berlins, ausgezehrte Gesichter. Die Weltwirtschaftskrise gebar die Arbeitslosigkeit und diese den Hunger. Da stehen sie und sehen hinauf zur Tribüne, von wo ihnen Jon Scheer die Worte zuruft. Und wenn die Arbeiter Deutschlands auf dem Wege zu ihrer Freiheit und zum Sozialismus ein Meer von Not, Verzweiflung und faschistischem Terror durchwarten müssen, so tragen sie doch das stolze Bewusstsein, unsere Opfer sind nicht umsonst. Wir, die Geknechteten von heute, wir werden die Sieger von morgen sein. Und dann erklingt sie, vor der dunklen Zeit des Faschismus, vor den zwölf Jahren der Illegalität, öffentlich zum letzten Mal, die Internationale, das bewegende Kampflied der Arbeiterklasse. Ja, schlagt sie tot! steigt das sengende Feuer der Mordbrenner zum Himmel empor. Der Reichstag. Vorwand für das Verbot der kommunistischen Partei Deutschlands. Der Kommunistenpräsident Göring hat erklärt, eine ausländische Macht, die Sowjetunion, hat eine Verbindung. Und diese Macht, dieser Land kann alles, was sie will, machen. Aber in Deutschland gegen die Kommunistische Partei. Diese bolschewistische Weltanschauung kriegt die Sowjetunion. Das größte und beste Land in der Welt ist das Bekannte. Herr Karl, jetzt will ich Ihnen sagen, was in der deutschen Folge bekannt ist. Bekannt ist im Deutschland. Ich bin nicht hierhergekommen, um es Ihnen mit Handladen zu lassen. Sie wissen, mein Auge ist an den Galgen gehört. Der Reichstagsbrandprozess. Göring schäumt vor Wut. Dimitrov, der Angeklagte, wird zum Ankläger. Der Faschismus erleidet vor dem Angesicht der Weltöffentlichkeit eine ungeheure Niederlage. Am 3. März 1933 wird Ernst Thälmann verhaftet. Jon Scheer aber führt den Kampf Thälmanns fort. Unter den schwierigsten Bedingungen baut er die illegale Organisation weiter auf. Die Gestapo hetzt ihn. Monatelang kann er sich den Verfolgungen entziehen. Denn die Arbeiter schützen ihn, verbergen ihn vor den Heschern. Doch dann kommt der 13. November 1933. Jon Scheer wird verhaftet. Bei einer illegalen Zusammenkunft in der Großbierenstraße in Berlin fällt er der Gestapo in die Hände. Was? Es folgt, ist entsetzlich. So, der Befehl heißt, dich zum Treten bringen. Noch einmal. Willst du oder willst du nicht? Vier Mann, sie lassen ihre Peitschen schwingen, der erste Schlag gleich mitten ins Gesicht. Er reißt den Mund auf, doch er wundert sich. Kein Laut, der Mund steht trocken offen. Der zweite Schlag, halb Piep, halb Stich, Schlag über Schlag, Schlag wird von Schlag getroffen. Wie wenn ein Finger auf den Mund sich legt, der Mund macht Pst, sagt er zu seinem Mund, der sich ein wenig hin und her bewegt. Halt deinen Mund, verfluchter Pstweighund! Als würde das Gesicht ihm aufgebrochen, bei jedem Schlag die Luft wie abgedreht. Nur Kinn bleibt stehen und Backenknochen, die Augen schwellen an wie zugenäht. Die Zähne springen vor bis an den Rand, um jedes Wort, das kommt, gleich zu zerreißen. Den Namen? Nein, er hat ihn nicht genannt. Er beißt die Zähne zu, ihn zu zerbeißen. Gib her den Namen! Gib ihn her, du Hund! Er schluckt, verschluckt sich. Seine Zunge leckt die Lippen ab. Er hat nichts mehr im Mund. Nichts, nichts, was nach Erinnerung noch schmeckt. Die Schläge brüllten so, als würden sie die Wände klaffend auseinanderschlagen. Er zieht den Kopf ein, sinkt ins Knie. Er hat nichts mehr im Mund. hört sie weit, weit aus der Ferne fröhlich. Den Namen Hund! Der Name ist nicht da. Es geläng sich einfach wegzudenken. Ein Wirtshausgarten. Die Musik spielt nah. Kastanienbäume. Den langen Bänken. Da sitzen viele Namen. Dicht an dicht. Ein Name an dem anderen. Jeder kennt den anderen beim Namen. Alles spricht. Er hört, wie jemand jenen Namen nennt. Den Namen Hund! Peitschen schneiden, als schnitten sie den Namen immer raus. Kann jener Name sich nicht rasch verkleiden? Sitzt er vielleicht ganz ahnungslos zu Haus? Wenn jener Name seinem Mund entfällt, fällt einer nach dem anderen. Hundert fallen, weil einer an den anderen sich hält. Die Peitscher stehen, die mit den Peitschen knallen. Er hört, auch dünn dem Ohr angepresst, wie eine Stimme aus dem Kreise flüstert. Halt fest den Namen! Unsren Namen fest! Stille wird's. So still, stille knistert. Peitscher stehen wie an der Decke oben. Sie treten mit den Stiefeln auf ihn ein. Er kniet die Hände aufgehoben und blickt sie an, um namenlos zu sein. Wuck aus den Namen Hund! Der Name rinnt ihm langsam aus dem Mund, gleitet zu Boden. Wie er sich besinkt, sieht er den Namen vor sich ausgebreitet. Der Name ist ganz rot, unleserlich. Mit seinen beiden Händen zeigt er auf den Namen. Lächelnd wischt er sich das Blut von seinem Mund. Geht auf und schnappt ihn. Spreicht Dill einen Augenblick, Erhebt euch, so schwieg ein Mann, Sein Schweigen lieg auch über euch, Verneigt euch, schweigend vor dem Mann, Der schwiegt. Kein Name kam auch über seine Lippen. Jon Scheer schwieg. Kein Wort über die Namen von Genossen, über illegale Quartiere, Anlauf- und Verbindungsstufen. Columbia Haus am Tempelhofer Feld Gefangenennummer 1884 Zelle Nummer 84 Torturen in der berüchtigten Gestapo-Zentrale Berlins. Ich erkläre, dass ich über die Organisationen der Kommunistischen Partei Deutschlands, über meine politische Arbeit, über die meiner Mitarbeiter keine Aussage zu machen habe. Mein Leben dient der Arbeiterklasse, dem Frieden, der Demokratie und dem Sozialismus. Ich bin und bleibe ein Feind des Faschismus. Feinde des Faschismus. Jon Scheer und Genossen. Erich Steinfurt. Er kam aus Bayern. Mit ihm glaubten die Nazis, besonders abrechnen zu müssen. Denn Erich Steinfurt hatte 1923 die bayerischen Eisenbahner zum Widerstand gegen den Hitlerputsch, gegen den Marsch auf die Feldherrenhalle organisiert. auch Erich Steinforth. Rudolf Schwarz Er kam aus Berlin, einstiger Leiter des kommunistischen Jugendverbandes im Bezirk Prenzlauer Berg, später in der Reichsleitung der Roten Jugendfront, Redakteur der Sturmfahne, der Jungen Garde und des Roten Frontkämpfers. Er wurde einige Tage nach den anderen verhaftet, als er ein wichtiges Archiv vor dem Zugriff der Gestapo retten wollte. Auch in Berlin. Rudolf Schwarzschwieg Eugene Schönhaber Er kam aus Württemberg. Wie Jon Scheer und Rudi Schwarz war er schon von früher Jugend an in der sozialistischen Jugendbewegung tätig. Auch er machte der Schule Thälmanns alle Ehre. Auch Eugen Schön-Harschwieg. Es kam das Weihnachtsfest 1933. Am ersten Feiertag wird Jon Scheer aus seiner Zelle geholt. Du bist doch Reichstagsabgeordneter gewesen und kannst Reden halten. Stell dich in die Mitte des Ganges und halte eine Rede über unseren großen Führer Adolf Hitler. Gnade dir Gott, wenn sie nicht erstklassig ausfällt. Der Gefangene weigert sich. Zehn Mann fallen über ihn her und schlagen ihn zu Boden. Dann hetzen sie ihn auf dem 60 Meter langen Korridor im spießroten Lauf hin und her. Zehnmal, zwanzigmal, dreißigmal, vierzigmal. Man hört in den anderen Zellen, wie er keucht. Endlich stürzt er hin und wird in seine Zelle geschleift. Einer von der SS sagt, Ich glaube, Karim, dass wir den noch lange zu füttern brauchen. Tag und Nacht wurde Jon Scherr gequält. Tag und Nacht. 79 Tage und Nächte. Einen Tag schon nach seiner Verhaftung meldete die Gestapo dem Untersuchungsrichter der Verhaftung. Der Behaftete ist zur Zeit nicht vernehmungsfähig. An seine Zellentür waren mit Kreide drei Kreuze gemalt. Das hieß, hier liegt ein Todeskandidat. Jon Scherr wusste das. Aber keine Versprechungen, keine Folter vermochten seine Kraft, seinen Mut und seinen Stolz zu brechen. Knöppel, Peitschen, Stahlruten. Mit zwei Haken in seiner Zellenwand hängten sie Jon an den Armen auf und schlugen ihn bis zur Bewusstlosigkeit. Dann kaltes Wasser und wiederum Schläge. Es gab auch Vernehmungen in der Prinz-Albrecht-Straße. Hier stießen sie seinem blutunterlaufenen Körper gegen einen glühenden Ofen und drückten ihre Zigaretten an ihm aus. Aber Jonscherschwieg und Göring, der die Namen, die Namen wissen wollte, der die Aussagen von ihm als Beweismaterial gegen Thälmann brauchte, Göring geriet in Raserei. Ich werde den Preußen meine Polizei anweisen, in Zukunft hier von einer Krale zu brutal entschränkt zu sein mit diesem Burschen! Meine Maßnahmen, die werden nicht angekränkt werden durch irgendwelche juristischen Bedenken. Meine Maßnahmen, die werden nicht angekränkt werden durch irgendeine Bürokratie, sondern hier! Und da gab Göring persönlich den Befehl zum Mord. Es war in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934. Jon Scheer und Genossen werden aus der Zelle geholt, zu einer Gegenüberstellung, wie man sagt. Sie werden in ein Auto geladen und es geht hinaus zum Kilometerberg an der Königstraße zwischen Wannsee und Potsdam. Es geht durch die Nacht, die Nacht ist kalt. Der Fahrer bremst. Sie halten im Wald. Zehn Mann geheime Staatspolizei. Vier Kommunisten sitzen dabei. Jon Scheer und Genossen. Der Transportführer sagt. ein Mensch zu sehen. Scher fragt, warum bleiben wir stehen? Der Führer fragt. Die Sache geht glatt, und wissen Sie, was es geschlagen hat, Jonschea genoss. Die sehen, wie die ihre Träume erfüllen. Pistolen ziehen, Johann Schäfer. Der fragt, nicht wahr, jetzt müssen wir fliehen, die Kerle lachen. Na, hört es bald! Runter vom Wagen und rein in den Wald, John Scheer und Genossen! Scheer sagt, so habt ihr es immer gemacht. So habt ihr Karl Liebknecht umgebracht. Der Führer brüllt, gmeißt die Bande raus! Weit mehr. Sie schleppen sie in den dunklen Wald. Zwölfmal knallt es, und wieder halt. Da liegen sie mit erloschenem Blick jeder drei Nahschüsse im Genick. Jon Scheer und Genossin. Der Wagen saust nach Berlin zurück. Das Schauhaus quittiert, geliefert vier Stück. Der Transportführer schreibt ins Lieferbuch Vier Kommunistenführer beim Fluchtversuch, Jon Scheer und Genossen. Dann begibt er sich in den Marmorsaal zum General, der den Mord befahl. Er stellt ihn mitten im brausenden Ball. Zur Fehlexzellenz! Erledigt der Fall, Jon Scheer und Genossen! Erledigt! der Fall. Bis zu einem Tag. Er kracht seine Tür vom Kolbenschlag. Er springt aus dem Bett. Was wollt ihr von mir? Kommt mit, Exzellenz. Die Abrechnung für Jon Schaer und Genossen. Am besten. Am 3. Februar stand es in den Nazi-Zeitungen. Wir Kommunisten auf der Flucht erschossen. Nachruf der Kommunistischen Partei Deutschlands. In tiefster Illegalität, dündlich beste Kämpfer verlierend, stellt die KPD ihre Reihen um. Ohne einen einzigen Tag zu versäumen, arbeitete sie unermüdlich und organisierte das deutsche Proletariat zum Kampf gegen den Faschismus. Diese glänzende, unter verhängendem gegnerischem Feuer vollzogene Umstellung ist das größte Verdienst der Führer der KPD, darunter besonders des Genossens Scheer. Ihr Genoss war nicht umsonst. Sie gaben ihr Leben für das Leben der anderen. Ihr Tod ist Verpflichtung und Mahnung. Und das ist kein leeres Wort. Denn der, der damals den Wagen des Mordkommandos zum Kilometerberg hinlenkte, Der Fuhrunternehmer Elsholz. Er lebte nach 1945 weiter unbehelligt in West-Berlin, Wannsee, Schäferstraße 25. Zuerst trug er noch einen Bart und eine dunkle Brille. Später hatte er es nicht mehr nötig. Und der, der die unmenschlichen Folterungen gegen Jon Scheer und seine Genossen anwandte, Gestapo-Chef Diels. Er lebte nach 1945 unbehelligt in Westdeutschland. Die Mörder liefen frei herum. Und deshalb tritt neben die Mahnung auch die Verpflichtung, im Geiste der unerschrockenen Kämpfer gegen den Faschismus weiterzuwirken. Jon Scheer, Erich Steinfurt, Rudolf Schwarz, Eugen Schönhaar, in der Deutschen Demokratischen Republik ist euer Vermächtnis in guten Händen. Jener Genosse, der damals bei der Januarkundgebung 1933 rechts neben dir, Jon Scheer, auf der Tribüne vor dem Karl-Liebknecht-Haus stand, Walter Ulbricht, er steht an der Spitze dieses Staates. Deine Worte sind in Erfüllung gegangen. Und wenn die Arbeiter Deutschlands auf dem Wege zu ihrer Freiheit und zum Sozialismus ein Meer von Not, Verzweiflung und faschistischem Terror durchwarten müssen, so tragen sie doch das stolze Bewusstsein, unsere Opfer sind nicht umsonst. Wir, die Geknechteten von heute, wir werden die Sieger von morgen sein. Also seid ihr verschwunden, aber nicht vergessen, niedergeknüppelt, aber nicht widerlegt. Zusammen mit allen unverbesserbar weiterkämpfenden, unbelehrbar auf der Wahrheit beharrenden, weiterhin die wahren Führer Deutschlands.", "summary": "Der Kommunist John Scheer und seine Genossen wurden im Februar 1934 von Nationalsozialisten ermordet. Ihr politischer Kampf gegen den Faschismus und ihr Widerstand während der Haft werden gewürdigt.", "referenz": "Porträt des Kommunisten John Scheer aus Anlass des 30. Jahrestages der Ermordung John Scheers und Genossen durch die Nationalsozialisten am 1. Februar 1934:\nSchilderung der Grabstätte John Scheers auf der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde durch Autor Grothe /\nStationen der politischen Entwicklung John Scheers in der Kommunistischen Partei Deutschlands bis zur Arbeit im ZK der KPD in den 1920er und 1930er Jahren / Kampf gegen den Faschismus in Illegalität / Verhaftung am 13. November 1933 in Berlin / Standhaftes Verhalten John Scheers und seiner Mitstreiter in der Haft / Ermordung in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934 / Darstellung der Ermordung als \"Auf der Flucht erschossen\" durch die Nationalsozialisten / Würdigung des Vermächtnisses der vier Ermordeten in der DDR / \nDarin enthalten:\n00:21:28 Gedicht \"John Scheer und Genossen\" von Erich Weinert (-00:24:03) /\n00:10:15 Fremdmaterial:", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 2, "korrekt": "ja", "relevant": "ja", "vollstaendig": "ausreichend", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": "Die Namen der \"Genossen\" konnten im Abstract genannt werden", "eval_id": "EVAL-021"}
-{"transcript_id": "1252881.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "Musikalische Weltliteratur ausgewählt von Hans Pischner", "beitragstitel": null, "transkript": "Es war ein großes Glück für mich und bestimmt bis zum heutigen Tage, dass ich in einem musischen Elternhaus aufgewachsen bin. Mein Vater stammte aus recht ärmlichen Verhältnissen. Er erzählte mir noch, wie er frühe Brötchen austragen musste, um ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Meine Mutter stammte von einem Werkmeister ab. Sie spielte recht gut Klavier, machte ihre Klavierlehrerprüfung und spielte schon kleine Kinderrollen am Theater, beispielsweise in Nora von Ibsen. Ich möchte sagen, dass Theaterblut und die Beziehungen zu Musik schon recht früh bei mir dadurch gegeben waren. Den ersten Klavierunterricht erhielt ich auch durch meine Mutter selbst. Ich denke noch sehr gerne daran, wenn wir vierhändig spielten. Als ich dann so weit war, konnte ich immerhin schon bei einem sehr strengen Lehrer, dem ich aber bis heute dankbar bin, sonst hätte ich schwierige Zeiten, sieben Jahre Krieg und Gefangenschaft, sicher gar nicht überstanden, technisch mit dem Jugendalbum von Schumann beginnen konnte. Ich bin zwar oft mit Tränen nach Hause gegangen, denn was er von sich selbst abverlangte, er war krank, hatte eine schwere Krankheit, überwunden, und meinte also, das von anderen auch verlangen zu können. Es gab zum Glück damals noch kein Fernsehen, aber wir haben eben die Abende mit gemeinsamen Musizieren verbracht, entweder vierhändig am Klavier, Schöne Müllerin, Schubert-Märsche und so weiter, oder, da mein Vater ja Klavierstimmer und Klavierbauer war, hatten wir auch ein Harmonium zu Hause. Es gab Ausgaben von Werken, Auszüge aus dem Brahms-Requiem und anderes, Heidenschöpfung und so weiter, für Klavier und Harmonium. Er saß am Harmonium und ich am Klavier und lernte da natürlich dann schon ein großes Repertoire kennen und andererseits natürlich auch Blattspielen, was doch für mich dann sehr wesentlich war und sehr wesentlich wurde. Daneben, um das gleich hinzuzufügen, waren meine Eltern kulturell allseitig sehr interessiert. Man nahm mir nicht übel, wenn ich Geld, das für andere Zwecke verwendet werden sollte, benutzte, um mir ein Buch zu kaufen. Genauso liebten wir vor allem das Theater. Die Breslauer Volksbühne hat damals eine große Rolle für uns gespielt und ich habe dadurch ein gutes Verhältnis zum Theater gefunden. Ich habe nachher in meiner Staatsoperzeit, eigentlich das nie verraten, die haben mir mal gedacht, da ist ein Chamberlist, der leitet eine Staatsoper. Die Mitglieder der Staatsoper haben dann jetzt erst erfahren, dass ich eigentlich von Kindheit an mit dem Theater sehr verbunden war, vor allem auch mit dem engagierten Theater der 20er Jahre, ob es Schauspiel oder auch Musik war, wenn ich an Kurt Weill, Hindemith, Schräger und andere Komponisten denke. Meine Eltern kamen nach Breslau, es wurde also meine Heimatstadt, die völlig erhalten war bis 1945, bis die Nazis in ihrem barbarischen Krieg sie zur Festung erklärten und, ich möchte es sagen, selbst zerstörten. Ich war zu dieser Zeit im Krieg, meine Eltern wurden zwangsevakuiert, es gab einen bestimmten Tag, da musste man sich am Bahnhof einfinden und Breslau verlassen. Meine Hochachtung war dann eben, wie diese Stadt durch unsere polnischen Nachbarn wieder aufgebaut wurde. Die Altstadt von Breslau, die Dominsel beispielsweise, finde ich, ist schöner, fast restauriert worden, als sie einmal war. Ich bin diese alten Wege wieder gegangen und habe mich dessen erfreut und kann nur von größter Hochachtung dabei sprechen. Ich bin auch selber darüber sehr froh, dass man mir eines Tages den Orden für Verdienst um die polnische Kultur verliehen hat. Ich gehörte also zu denjenigen, die von vornherein schon in der Gefangenschaft vollkommen verstanden, dass dieses Gebiet für uns verloren sein würde, weil es ein Aufmarschgebiet gegen den Osten war. Wir hatten gute Beziehungen zu polnischen Künstlern, mein Lehrer Bronislaw von Poschniak, der übrigens nach dem Krieg noch in Halle tätig war. Wir hörten sehr oft die Konzerte aus dem Warschauer Rundfunk, Sonntag vormittags, die sehr interessant waren, oder auch polnische Künstler, wie Raul von Kutschalski. Ich habe dann später natürlich zu vielen polnischen Künstlern, Sängern, Dirigenten usw. durch meine Rundfunkzeit, Staatsopernzeit, Verbindung gehabt, auch mit der Chopin-Interpretin Alina Czerny-Stefanska. Ihre Tochter wollte unbedingt Czerny studieren und sie kam zu mir. Czerny-Stefanska war sogar anwesend und korrigierte mich einmal, als ich sagte, wissen Sie, in der alten Musik ist es so, in der linken Hand, die Bässe gehen ganz gerade durch, metronomisch, und in der rechten kann man etwas freier spielen, das ist anders als bei Chopin. Raul von Kutschalski-Czerny-Stefanska sagte, Sie irren sich, das ist bei Chopin das Gleiche. Da habe ich also noch etwas dazugelernt dabei. Es war, wie ich das schon sagte, durch mein Elternhaus an sich eine sehr schöne musische Atmosphäre. Mein Vater baute mir sogar mein eigenes Theater. Ich habe mit Poscenium und allem drum und dran mit Beleuchtung. Ich konnte also regelrecht meine eigenen Opern oder Schauspiele aufführen. Die Schule hat manchmal darunter gelitten, aber es war auf der Schule nicht ganz einfach, da meine Eltern, meine Mutter war 1917 in der SPD eingetreten, gemeinsam mit meinem Vater, absolut zur Weimarer Republik standen und ich auf ein Gymnasium ging, in dem die Lehrer also ganz gegensätzlich zur Weimarer Republik standen, wie ich ja da einmal sagte, alles dazu taten eigentlich, um sie zu untergraben. Das gab Schwierigkeiten für mich selber, meine Eltern hatten mich aus Toleranzgründen vom Religionsunterricht befreien lassen, also ich war mit Atheisten, jüdischen Mitschülern und anderen, hatte ich meine Freistunde im Hof, wenn die anderen Religionsunterricht hatten, fiel schon da nicht angenehm. Auf, bekam dann Kontakt zum Sozialistischen Schülerbund, der Beziehung hatte zur Sozialistischen Arbeiterpartei, deren Begründer Max Seiderwitz war, mit dem ich mich oft darüber unterhalten habe. Und als ich dann den einzigen wirklich demokratischen Deutschlehrer verlor, in Herbstferien, als ich zurückkam, entschloss ich mich, von der Schule abzugehen. Dazu kam die Weltwirtschaftskrise, es waren eben nicht nur schöne Zeiten, sondern wir hatten auch erhebliche Schwierigkeiten, wie sollte man ein Studium durchführen und so weiter. Und so kamen wir auf die Idee, für zwei Berufe zu arbeiten, wie ich es einmal genannt habe. Mein Vater meldete mich mal an in einem Privatseminar, um die Musiklehrerprüfung zu machen und gleichzeitig lernte ich bei ihm den Klavierbauerberuf. Ich habe also vom Polieren bis zum Befilzen, Stimmen und alles bei ihm gelernt. Mit dem Stimmen war er bei mir nicht immer ganz zufrieden. Er hatte eine solch ausgezeichnete Schule, dadurch, dass er durch halb Europa gekommen war, Kurt-Herrn Steinwegstein, wie viele andere Firmen. Aber mir hat das natürlich für mein Leben sehr geholfen und ich war frei in der Entscheidung, welchen Beruf ich einmal ergreifen würde. Man kennt mich als Cembalisten und viele haben mich schon gefragt, wie ich eigentlich zum Cembalo gekommen sei. Nun, das war also wirklich Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre, wo das eigentlich noch ein brotloser Beruf war. Es gab vielleicht fünf oder sechs berühmte Cembalisten in dieser Zeit, nicht wie heute verbreitet, großartige Interpreten über die ganze Welt. Aber da kam Gertrud Wertheim aus Berlin und es gab ja damals noch keine Cembaline in den Städten. Sie brachte ihr eigenes Blegel-Cembalo mit und stellte es bei uns ab, übte bei uns und mein Vater brachte das Instrument in Ordnung und ich fing Feuer und Flamme für das Instrument. Ich war beim Üben dabei, ich blätterte ihr um und es geschah also, ich entschloss mich für das Cembalo und sagte meinen Eltern, also jetzt will ich Cembalo studieren. Jetzt kam ich zu Gertrud Wertheim, wie man als junger Mensch ist, wie die jungen Pferde, also nun wirst du hier auf dem Cembalo loslegen. Und sie fing also an, auf dem Opernmanual eines der feinsten Stücke von Couperin, Les Petits Moulins Avant, mit mir zu arbeiten, natürlich völlig zurecht, um den Anschlag zu lernen, dieses ganz leichte Anschlag, gerade auf dem Opernmanual von dem Blegel-Cembalo. Und ich muss sagen, ich habe also meine ganze musikalische Laufbahn, meine Erfolge, auch in erster Linie ihr, die selbst eine Schülerin von der berühmten Cembalistin Wanda Landowska war, zu verdanken. Es zog mich, als die Nazis kamen, dann völlig auf meine Musik zurück. Es wurde sozusagen mein Refugium, wenn man so will, nahm keine feste Stellung an, damit man sich nicht irgendwo binden musste, aber natürlich auf der anderen Seite hing man an der Musik, mit der man aufgewachsen war. Die Nazis kamen mit ihrer entarteten Kunst. Es gab diese Auseinandersetzung zwischen Furtwängler und Goebbels, als Furtwängler von hinten mit Ausschnitten aus Mathis der Mahle aufführen wollte und ein ganz üblicher Angriff von Goebbels erfolgte, Furtwängler sehr mutig darauf antwortete, man muss das Furtwängler lassen, bei allem hin und her, das es über ihn gibt und was man sagt. Ich versuchte mich in gewisser Weise daran zu beteiligen, insofern als ich Hauskonzerte in unserer Wohnung gab, natürlich in erster Linie mit Cembalo, aber auch mit Klavier, Lieder aus dem Marienleben von Hindemith, aber wenn ich heute über Hindemith spreche, möchte ich ihn doch oder seinen Charakter ganz besonders darin kennzeichnen. Dass er zum Tode Roosevelt sein großes Requiem geschrieben hat, dass er also politisch wusste, was der Tod Roosevelt für die Zukunft in der Welt bedeutete, also sowohl musikalisch wie auch im gesellschaftlichen Bereich halte ich gerade ein solches Werk für sehr entscheidend. Ich hatte Pechglück, zugleich möchte ich sagen, ich bekam in Berlin einen riesen Schreck, als ich Flugblätter sah in den 30er Jahren, die Wehrpflicht ist eingeführt und ich mit dem Jahrgang 14 eigentlich dazu gehörte. Ich kam dann auch aus gesundheitlichen Gründen so zu einer Art Landwehreinheit, wo man zweimal eingezogen war, es war eine fürchterliche Zeit in diesen Kasernen. Es hat mich vor dem Schlimmsten bewahrt, denn die ersten Jahrgänge wurden ja buchstäblich von den Nazis verheizt. Ich wäre sicher heute nicht mehr am Leben. 1942 wurde ich dann eingesetzt in der Sowjetunion nach Stalingrad, in einem völligen Durcheinander, also man konnte sehen, dass der Krieg zu Ende war. Nach drei Verwundungen landete ich dann noch einmal oben in Burland und kam in die Gefangenschaft. Durch Zufall möchte ich sagen, ich hatte mich engagiert im Lager für das Nationalkomitee Freies Deutschland, die Zeitungsschau, hatte aber nicht im Komitee mitgearbeitet, da hatten sich viele Nazis auch eingeschlichen und ich konnte nicht Russisch und ich sagte einem Kameraden, du unsere Zeit kommt. Ich kam dann also zu guter Letzt doch auf eine Antifa Schule, die hervorragend war mit einem sehr guten Lehrer, dem Otto Schwab, der mir sehr viel auch menschlich gegeben hat. Es waren eben nicht nur politische Literatur, sondern es gab dort auch eine ausgezeichnete Bibliothek. Ich habe Anna Segers, Lukas Becher, Bredl, all diese Literatur dort in den freien Stunden lesen können. Ich habe es einmal genannt, es war meine Universität sozusagen. Ich gebe auch zu, dass ich Bücher gesucht habe, die ich nicht gefunden habe, wie Isaac Babel, den ich aus früherer Zeit kannte. Ich habe sogar dort einmal mit Theater gespielt, in den Laboratorien von Kataruh, auch eine Rolle dabei übernommen. Ich kam mir einmal etwas blamiert vor, wenn man es so sagen darf, denn es gab ja dort Aufnahmegespräche. Dieser Lehrer, ein alter Kommunist, fragte mich, kennen Sie eigentlich Werke von Shostakovich? Ich als Musiker musste das also verneinen. Ich konnte damals nicht, beim besten Willen nicht ahnen, dass ich Shostakovich einmal so nahe kommen würde, dass ich sein gesamtes Werk, das mit dem Oper zu tun hat, an der Staatsoper aufgeführt habe, ihn zum Ehrenmitglied machte und mich schon in Weimar für ihn einsetzte, indem wir mit dem Hochschulorchester, aber inzwischen gibt es bestimmt bessere Aufnahmen, sein kleines, sehr hübsches und für meine Begriffe freches, ein echtes Shostakovich-Werk aufführte, das Konzert für Kammerorchester, Klavier und Trompete, das ich ganz besonders schätze. Vor dem Kriege war Maduro für alte Instrumente, ein der Cello-Lehrer an der Weimarer Musikhochschule. Walter Schulz, wesentlich älter als ich, hatte ein großes Zutrauen zu mir, dass er mit mir jungen Menschen, ich war um die 20 herum, Konzerte gab für Gambe und Cembalo usw. Ich entnahm aus den Zeitungen, die wir in die Gefangenschaft bekamen, dass er der Direktor geworden war der ersten Musikhochschule, die überhaupt in der damaligen sogenannten sowjetischen Besatzungszone eröffnet worden war. Und für mich war das ein absoluter Neubeginn, denn jetzt war ich wieder bei der Musik und habe mich dann betätigt mit einem Bach-Zyklus, einer Arbeitsgemeinschaft für alte Musik, für neue Musik. Wir haben alles, was als erartet galt, wieder hervorgeholt. Ich erinnere mich noch an eine sehr gute Aufführung eines Kammermusikwerks von Schönberg, das Morbitzer mit seiner Kammermusikgruppe beispielsweise dort aufführte. Es kam dann noch etwas dazu, meine Illusion nach Weimar zu kommen und jetzt machst du nur noch Musik, die war schnell vorbei, denn Maxim Valentin, der damals dort die Schauspielabteilung führte und gleichzeitig auch politisch bei der Umerziehung tätig sein sollte, das Amt nannte sich Tutor, sah die Gelegenheit kommen, das schnell von seinen Schultern abzuwälzen und mir aufzuhalsen. Ich war gar nicht damit einverstanden, weil ich ihm sagte, erst muss man sich als Musiker, als Fachmann bewähren, ehe man dann auf diesem Gebiet Autorität hat. Aber ich habe sogar mit meinen Notizen, ein Gesellschaftswissenschaftler würde heute darüber lächeln, es gab ja damals auch keine Lehrpläne, Vorlesungen über historischen und dialektischen Materialismus vor den Schauspielstudenten bei Valentin gehalten. Einer, der mit da auf der Schulbank saß, war beispielsweise Minetti. Mir selbst hat es damals Freude gemacht und es war doch sehr anregend. Die vier Jahre, die ich in Weimar war, ich hatte dort schon begonnen mit einer Dissertation, auf das Thema hat mich Prof. Dr. Mönch aufmerksam gemacht, die Musiktheorie von Rameau, die Harmonielehre und ihre Auswirkungen. Dann entschloss ich mich nach vier Jahren doch den Platz zu wechseln. Ich wusste, dass in Berlin am Rundfunk die Stelle frei geworden war und so meldete ich mich dort beim Intendanten. Als es zum endgültigen Abschluss kam, sagte ich ihm, ich kann Ihnen eins versichern, ich werde nie zu den Abteilungsleitern gehören, die irgendwann anfangen zu komponieren oder zu dirigieren. Ich bleibe bei meinem Fach. Es gibt auch aus diesen vier Jahren nicht eine einzige Cembalo-Aufnahme. Die Zeit war wahnsinnig kompliziert. Es war der Höhepunkt des Kalten Krieges, der Rias war gegründet worden, das Rias-Orchester. Es wurde versucht, von uns Musiker abzuwerben, man musste alles dazu tun, entweder die Musiker zu halten, die zum Teil im Westen noch lebten, oder aus der Republik zu holen und auch entsprechend neue Dirigenten zu finden. Ich war verantwortlich für alles in der Musik, von der Produktion bis zur Programmgestaltung. Auch die Auseinandersetzung mit den politischen Redakteuren war nicht immer ganz einfach. Die Musik war ein bisschen der Zubringer. Man musste der Musik erst einmal die notwendige Autorität verschaffen. Das Schlimmste war, dass wir keinen Dirigenten hatten. Ich behaupte immer, Musiker sehen gerne aufs Geld, aber die künstlerische Arbeit ist für sie doch das Entscheidende. Wenn ein guter Dirigent da ist, dann macht das sehr viel aus. Es gelang mir also Abendrot mit einem kleinen Trick durch das Beethoven-Jahr, das interessierte ihn sehr, an das Haus zu binden. Dadurch übernahm er sechs der Konzerte. Dann ging ich noch einen Schritt weiter und holte mir noch Kornwitschni aus Leipzig, den man für einen ein bisschen Verrückten hielt. Aber ich wusste, was für Qualitäten in ihm steckten und habe ihn nicht mit klassischer Symphonik in Berlin vorgestellt, sondern mehr Bruckner, Brahms, Romantik, Bartok usw. Das war auch der richtige Weg und damit hatten wir dann entsprechend alles konsolidiert. Ich versuchte erst wieder diese ganze Breite hereinzubringen. Wir machten zu Weihnachten die große Glockensendung, die einen großen Anklang fand. Wir hatten zum Glück die Bänder der Glocken der größten Kirchen aus ganz Deutschland und dazwischen legten wir Musik ein. In dieser Zeit führte ich auch noch eine Sendereihe ein, die hieß »Die Musik des Friedens« und die reichte von Kindermann bis zu Paul Dessau und Hans Eisler. Das waren Musikbeispiele mit entsprechenden Kommentaren. Außerdem setzte ich mich sehr für Bach ein, für Bach-Kantaten. Die Hr. Mollmesser hatte auch damals eine Auseinandersetzung mit einem Chefredakteur, der meinte, was soll diese Orgelmusik auf dem Rundfunk? Ich ging noch auf die Parteiausschule. Damals war es sehr schwer, das drei Jahre lang neben allem anderen durchzuführen. Im Gegenteil, das Intendanten sagte, ich höre mal zu, du hast das abgesetzt. Ich habe jetzt gerade in »Politik und Kommunikation« eine Zwei gemacht. Wenn du jetzt in »Marxistisch-Leninistischer Ästhetik« eine Drei machst, dann wäre das ganz hübsch und die Hr. Mollmesser blieb im Programm. Der Rundfunkalltag war nicht ganz einfach. Ich wohnte in Schöneweide und fuhr jeden Morgen um neun Uhr in diese Enklave in West-Berlin in der Masurenallee. Ich habe in diesen vier Jahren eigentlich vom Kulturleben in Berlin gar nichts mitbekommen können, weil man von früh bis abends in diesem Funkhaus saß. Es war auch mit den Programmgestaltern nicht so einfach. Ich hatte mal einen Zwischenfall. Wir hatten ein Stück von Hans Eisler vorgesehen. Es war ein Vertreter aus der Unterhaltungsmusik, der an dem Abend Dienst hatte und das Band aufgelegt hatte. Einen anderen Tag kriegte ich einen wütenden, aufgeregten Anruf von Hans Eisler, was mit dem los gewesen sei. Das Band sei verkehrt herum gelaufen. Ich rief mir den Programmgestalter sofort an und sagte, es müsse in jedes Band vorher reingehört werden. Er sagte mir, ich habe mir das abgehört, wie das Vorschrift war, und dachte, das ist typisch Eisler, das muss so sein, das sei so original. Eines Tages, das war im Jahre 1951, wurde ich zum Intendanten Cortes bestellt und er sagte, hör mal, wir drei sind vorgesehen, du probst der technische Leiter und er selbst, der Intendant, nach Moskau zu fahren, um das erste Rundfunkabkommen abzuschließen in Moskau. Das war natürlich für mich ein großes Erlebnis, der einmal dort als Gefangener, nicht in Moskau, aber überhaupt in der Sowjetunion gewesen war, und jetzt diese Stadt zu erleben, die im Wesentlichen erhalten geblieben war mit einem für unsere Begriffe damals erstaunlichen Autoverkehr. Wir kamen aus den Ruinen von Berlin, waren fast jeden Abend im Bolschoi-Theater, aber was ich nicht wissen konnte, als wir damals im Bolschoi-Theater und der ausländischen Delegation saßen, dass eines Tages wir, die Staatsoper selbst, im Bolschoi-Theater gastieren würden und ich selbst auf der Bühne stehen würde und das Publikum begrüße. Für uns war Moskau, der Kreml, Leningrad mit der Remettage ein großes Erlebnis und vor allem die musikpädagogischen Sendungen machten mir, fanden mein großes Interesse, die Mischung von Musik und Kommentar und so weiter. Also ich sah mir das Moskauer Programmschema an und dachte so, das werden wir jetzt in Berlin durchführen. Es waren dann die Redakteure, die sagten, du schieß mal nicht so weit raus wie die jungen Pferde, bleib mal hübsch bei der Sache und halte das im Rahmen. Aber immerhin haben wir doch sehr viel getan mit Musikkommentaren, haben die Orchester aus der Republik eingeladen, haben unsere zeitgenössischen Komponisten in einer besonderen Reihe aufgeführt. Also viel zur Propagierung unserer eigenen Musik und unserer eigenen Musikkultur getan, auch bis zum mit Singen, Sandisch gestaltete eine Sendung an einem bestimmten Tag mit einem einzigen Lied, so dass jeder sich anschließen konnte oder ganze Singegruppen und diese Lieder lernen können. Ich weiß es nicht, ob es das heute noch gibt, es war jedenfalls damals eine sehr gute Einrichtung. Eines Tages wurde ich befragt, noch zur Zeit der Staatlichen Kunstkommission, ob ich die Musikabteilung übernehmen würde. Und während ich noch auf einer Reise nach China war mit dem Staatlichen Volkskunstensemble, erfuhr ich, dass ich der neue Hauptabteilungsleiter für Musik in dem neuen Ministerium mit Becher werden würde. Becher war stolz darauf, dass er Künstler um sich herum hatte, erst als Hauptabteilungsleiter, nachher wurde ich stellvertretender Minister und er war eben ein Künstler und Kulturpolitiker zugleich, mit einer großen Zugewandtheit zum Leben, mit großen Erfahrungen. Ich habe immer gesagt, er war ein Deutscher, der an Deutschland litt in seiner Zeit der Immigration in der Sowjetunion. Er hatte auch seinen eigenen Humor, er stammte ja aus Schwabing und hatte da seine kleinen Scherze, führte einen manchmal auch aufs Glatteis. Beispielsweise, wenn er in ein Gespräch kam, sagte er zu mir, du erklär mir mal den sozialistischen Realismus in einer Symphonie, wobei mir nur die Antwort übrig blieb, solange ihr das in der Literatur noch nicht mal richtig könnt, was verlangst du von mir. Hätte ich ihm eine gut auswendig gelernte Formulierung gesagt, hätte sich gesagt, um Gottes Willen, was habe ich für Mitarbeiter. Kollegiumssitzungen hatte er die Vorlagen meistens nicht gelesen, ich hatte immer den Eindruck, aber dafür war er mindestens zwei, dreimal in der Woche in der Republik draußen in kleinen Städten und hatte das Kulturleben studiert und damit hatte er eigentlich das Problem auf den Tisch gelegt und die Kollegiumsvorlage war schnell vergessen. Enttäuscht war er, als ich stellvertretender Minister wurde und mir 24 Stunden Bedenkzeit aus Bad erfand, dass man doch gleich zugreifen müsse und ich traf abends Paul Wandel dann zufällig im Theater, sagte der Becher, der will, dass ich das mache und ich halte mich gar nicht geeignet als Funktionär für solche Sachen, so sagte Paul Wandel, was willst du denn, die Sache ist ja schon beschlossen und damit war die Sache erledigt. Also eigentlich jede Funktion, die ich übernommen habe, ist auf diese Weise zustande gekommen. Ich habe mich nie darum beworben, mich nie um meine Karriere bemüht, sondern ich purzelte immer in eine neue Funktion. Vor zehn Jahren war ich stellvertretender Minister, als neuer Minister kam zu uns Hans Benzin. Alexander Abusch wurde stellvertretender Ministerpräsident, auch für den Bereich Kultur und Hans Benzin. Er kannte mich noch aus meiner Weimarer Zeit, er hatte als Student, als Schüler von dem Philosophen Klaus mir geholfen, Vorlesungen zu halten und er kannte mich in meinem Wesen und sagte, weißt du, du bist doch Musiker, die Oper ist doch was ganz anderes und Max Burgert wollte aufhören, hatte schwere Zeiten hinter sich und schlug mich als sein Nachfolger vor und so habe ich sogar nach einigem Zögern erst die Oper übernommen, weil ich wusste, was für ein Riesenbetrieb mit 1200 Menschen, vor allem den Technikern, nicht den Künstlern, die Techniker und alles das, ob ich das bewältigen würde. Ich habe es dann 21 Jahre, wie man so schön sagen kann, dieses Handwerk betrieben und sehr, sehr gerne gemacht, habe das traditionelle Erbe sehr gepflegt, mich sehr viel um jungen Nachwuchs gekümmert, der sich ja auch bewährt hat, das kann man in jedem Buch nachlesen oder in jedem Spielplan, wenn man will und dann vor allem kamen die Erinnerungen an die 20er Jahre, Volksbühne, engagiertes Theater, sodass ich sagte, die Oper kann nur existieren, wenn Neues hinzuwächst, sodass wir tatsächlich jedes Jahr eine Uraufführung hatten. Das Schwierige war, gute Librettisten zu finden, aber immerhin gelang es mir durch Anfangserfolge, dass Neutsch, Heiner, Müller, Deicke, Mikkel und viele andere Opern-Libretti geschrieben haben, die früher nie daran gedacht hätten, sondern von der Oper nicht viel hielten. Eine Hilfe war dabei natürlich auch Paul Dessau, weil seine Werke doch eine solche Ausstrahlung hatten, dass sie die Librettisten interessierten. Gericht zu halten, über die rebellischen Physiker wollen, was wir wollen, ob schon sie so hoch bezahlt werden. Geht denn der Geldgeber nichts mehr in den Kreisen der Wissenschaft? Sie etwa das Geld abschaffen? Das ist der Umsturz! Das ist das Ende der Menschheit! Rufe den Ersten! Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Haben Sie das geschrieben? Nein. Aber das ist Ihre Unterschrift! Ja. Wer also hat das geschrieben? Ich weigere mich, ich weigere mich, den betreffenden Namen auszusprechen. Ich habe ein Gewissen, das weigert sich und lebt mir die Zunge. Weil Sie die Unterschrift leisteten, darf ich annehmen, Ihr Gewissen die Hand nicht gelähmt hat. Nehmen Sie also die Hand und schreiben Sie den Namen. Rufe den Zweiten! Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Ich kann mich auf den Kopf stellen! Die Vereinigten Staaten sind stärker als ich. Ich mach weit, ich muss alles wissen. Ich ziehe meine Unterschrift zurück. Macht, was ihr wollt. Wir achten Ihre Gesinnung. Sie sind ein Vorbild. Die Bürger werden Ihrem Beispiel folgen. Rufe den Dritten. Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Auch Ihre wenigen Freunde wenden sich von Ihnen ab. Zu Gewalt aufgerufen, das ist nicht gut. Sie haben Ihre Vertrauenswürdigkeit bewiesen. Sie können tun, was Sie wollen. Das Gericht erkennt, dass Sie die Waffen, die Sie hergestellt haben, verbessern wollen. Sie sind verurteilt. Sie werden, solange Sie leben, sowie nach Ihrem Tode, für die Waffen, die Sie erdacht haben und abschaffen wollen, einem fortgeehrt werden. In dieser ganzen Zeit gab es zwei Dinge, von denen ich mich nie getrennt habe. Das war meine Dissertation über Rameau und das war mein Chamberlain. Mit der Dissertation über Rameau war es sehr schwierig. Während der Rundfunkzeit blieb alles liegen. Auch im Ministerium war es nicht ganz einfach. Aber es war eben so, dass ich nebenher das Material weiter durcharbeitete und diese tausende von Kilometern, die ich durch die Republik fuhr, waren insofern immer günstig, dass ich, wie mein Fahrer das nannte, meine Rameautasche bei mir hatte. Und in dieser Zeit dann arbeitete, es störte kein Telefon, man schaute raus ins Grüne, hatte seine Ideen. Und so wuchs und gedieh langsam diese Dissertation, die ich schließlich abschließen konnte. Das andere war die Arbeit mit dem Chamberlain. Und ich habe das Eisern beibehalten, habe jede freie Stunde benutzt, am Chamberlain zu üben, beim Chamberlain selbst zu stimmen. Ich hatte ja bei meinem Vater das alles gelernt. Um Termine einzuhalten, gab es sogar eine lustige Geschichte. So lustig war sie andererseits nicht. Wir waren in Schierke zu den Ferien im Winter und es brach plötzlich ein ganz kalter Winter ein. Und in unserem Haus in Köpenick fuhr also die Heizung ein, es war alles geplatzt, wir kamen nach Hause und konnten in dem Haus gar nicht wohnen. Und ich nahm das Chamberlain ins Ministerium, in den großen Vorraum von dem Ministerzimmer. Und sobald 17 Uhr war und es still wurde im Haus, setzte ich mich dann ans Chamberlain und übte. Dieser Zeit meiner Arbeit im Ministerium trat plötzlich ein Vertreter der Grammophon an mich heran, weil die Chorproduktion machten mit unserer Eterna. Ob ich nicht mit David Eustach zusammen spielen wolle, er spiele Bachsonaten mit Klavier, sei das nicht das Richtige, es wäre doch besser mit Cembalo. Ich kam etwas in Verlegenheit und bat mir erst einmal Bedenkzeit aus, weil ich dachte, um Gottes Willen, wenn er nicht gut spielt, gibt es diplomatische Verwicklungen mit einem Mann wie David Eustach, den ich schon gut kannte und mit dem ich befreundet war. Aber ich entschloss mich dann schließlich doch dazu und dann am Karfreitag spielten wir erstmal eine Sonate für zwei Violinen und Cembalo mit ihm und Igor Eustach. Und abends sollte er Tartini noch spielen, aber das wieder mit Klavier. Und da kam plötzlich ein Anruf abends um sechs, ich möchte auch wieder in den Rundfunk kommen, er möchte Tartini auch mit Cembalo machen. Und schließlich entstand daraus die musikalische Freundschaft, dass wir dann alle Bachsonaten miteinander aufnahmen. Und das Arbeiten mit ihm war wunderbar, weil er gleich fragte, sagen Sie mal, wie machen Sie die Verzierungen? Und das eine Tempo war ein bisschen langsam, ich dachte, aber du sagst nichts, der große Eustach ist froh, dass du mit ihm spielst. Und als das Satz zu Ende war, schaute er sich nur und sagte, ein bisschen zu langsam das Tempo, nicht? Also wir haben uns sehr gut verstanden und man könnte eine Fülle von Anekdoten aus dieser Arbeit mit David Eustach, einem menschlich einzigartigen Persönlichkeit erzählen. Wie gesagt, es ging mir bei dieser ganzen Arbeit eigentlich immer darum, mithilfe, ob ich im Kulturbund gearbeitet habe, über den ich auch noch vielen Zusammenhang mit der Weimarer Zeit berichten könnte, aber es würde zu weit führen, ob es Kulturbundarbeit war, Rundfunk oder auch was es war, ging es immer um den Zusammenhang zwischen Kunst und Frieden. Ich sprach von dieser Friedenssendung und etwas, was ich dafür ausgewählt hatte und ganz besonders wichtig hielt, war eine Stelle aus Heidens Schöpfung, um darzustellen, was der Mensch tatsächlich bedeutet. Das ist die berühmte Arie aus Heidens Schöpfung, mit Wirt und Hoheit angetan steht der Mensch, ein Wunder der Natur und ich bin der Meinung, dass es die Hauptaufgabe ist, dass in diesem Sinne die Kunst dem Menschen und dem Frieden dienen möge. Ich habe vor kurzem einmal gesagt, es gibt einen wundervollen Kanon, den wir Musizi sehr lieben, der heißt, Himmel und Erde werden vergehen, aber die Musizi bleiben bestehen. Gibt es jemals ein nukleares Inferno, gibt es auch keine Musizi mehr.", "summary": "Eine musische Erziehung im Elternhaus prägte den beruflichen Werdegang als Musiker und Kulturfunktionär. Die beruflichen Stationen umfassten Tätigkeiten beim Rundfunk, im Ministerium und als langjähriger Opernintendant.", "referenz": "Porträt Hans Pischners, Cembalist, ehemaliger Intendant der Deutschen Staatsoper Berlin und ehemaliger stellvertretender Minister für Kultur der DDR, bestehend aus O-Tönen Hans Pischners, der ausführlich aus seinem Leben erzählt, sowie Musikeinspielungen:
00'00: Musik: Traditional: Himmel und Erde müssen vergeh'n (Kanon) (Kinderchor) /
01'19:", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 2, "korrekt": "ja", "relevant": "ja", "vollstaendig": "ausreichend", "kohaerenz": "ausreichend", "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-022"}
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-{"transcript_id": "101623126", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DW DST News and The Day - 29.06.2025", "beitragstitel": "Schaltgespräch mit Rosemary Kelanic (Defense Priorities, USA) über Handlungsoptionen Iran nach Luftschlägen der USA gegen Atomanlagen, Einschätzungen über Aussichten für weitere Verhandlungen, Fortführung der Atomforschung und Nuklearwaffen-Entwicklung", "transkript": "Yeah, it's a great question. I'm afraid the options are all bad. So there are bad options and there are worse options. Of course, the Iranians are angry that the United States struck them. They're angry that Israel struck them in the middle of negotiations with the United States. So far, they've said that they don't want to talk to the United States, but that could change. So I think that what Trump needs to do now is to try to assure Iran that there is room for conversation, that the United States is not bent on overthrowing the regime or going to war with Iran, that Iran has something to gain from cooperating with the United States to reduce its nuclear program and submit it back to monitoring and inspections. Well as we just mentioned, Iran has now said it's suspending all cooperation with the nuclear watchdog, the IAEA. So what does that mean for efforts to at least monitor Iran's nuclear activities? Yeah, so it's not good. It's not good. And it's not clear, though, that they really will suspend it for real. So what the parliament votes on and what the parliament says is not necessarily the policy that Iran's going to adopt. They're sort of advisory incapacity. They're not the last word. But if they don't cooperate, then that becomes very difficult. The United States, if they truly want to prevent Iran from weaponizing, needs to have boots on the ground in the form of, ideally, IAEA inspectors, right? I think when President Trump agreed to do these airstrikes on behalf of Netanyahu, when he agreed to do it, I don't think he was signing up for a long-term war with Iran or any kind of regime change operation. But I'm afraid that there's escalatory dynamics that could lead the United States down that path if it's not careful. Well, we should also mention again that President Trump is claiming that Iran's nuclear program was obliterated and others are more skeptical. What's your assessment? My assessment is that it was clearly not obliterated. You can't obliterate a program that's 20 years old, with many, many sites, and an entire generation of Iranian nuclear scientists. You can't just obliterate that from the air with airstrikes. And even if the three big facilities that the U.S. was involved in striking, even if those are completely destroyed or damaged, we know, or at least we suspect, that Iran removed materials from those sites. We also know that there are sites like Pickaxe Mountain, for instance, that were not touched by airstrikes. So there are nuclear sites that are still potentially in operation in Iran. And even if there weren't, if Iran really wanted to rebuild, they could do so. They know how to do this, which is why a military response or a military solution has never been the best way to solve this issue. So what is the path forward? If you say a military solution is not the path forward, how do we prevent this type of nuclear proliferation in the Middle East? Look, I mean, Iran, I'm not convinced that Iran was set on getting a nuclear weapon. They wanted options. They had enrichment facilities, but they could have built a nuclear weapon years ago if they really wanted to, right? What I think Iran really wants is they want sanctions relief. They want to deal with the United States, something that makes them like a new full member of the international community and not a pariah state anymore. And to do that, we have to have negotiations. We have to talk with them. But to talk with them, right, we also have to convince them that the United States doesn't have it out for the Iranian regime, that we're not sort of determined that we're going to go in and, like, you know, squash them no matter what happens, right? We have to convince Iran that we don't really want regime change in Iran and that we're willing to negotiate on the nuclear issue. And if we can convince them of that, maybe they'll come to the table again. That was Rosemary Kalanick, Director of the Middle East Program at the think tank Defense Priorities. Thank you so much. We appreciate your time. Thank you.", "summary": "Analyse der US-Iran-Beziehungen nach Luftangriffen auf das iranische Atomprogramm durch Rosemary Kalanick (Defense Priorities). Iran setzt die Kooperation mit der IAEA aus; eine militärische Lösung wird als ineffektiv bewertet. Kalanick plädiert für Verhandlungen und den Verzicht auf einen Regimewechsel zur Deeskalation. Hauptziel Irans sei die Aufhebung von Sanktionen, nicht zwangsläufig eine Atomwaffe.", "referenz": "News Schaltgespräch, eng o. Akzent, ohne Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-025"}
-{"transcript_id": "10_503060_AktuelleKamera-ErichHoneckerimGesprchmitLotharSpth.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "10_AktuelleKamera-ErichHoneckerimGesprchmitLotharSpth", "beitragstitel": "10_AktuelleKamera-ErichHoneckerimGesprchmitLotharSpth", "transkript": "Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Lothar Späth, ist dann am frühen Abend bei Erich Honecker auf Schloss Gymnich. Bei ihrem Gespräch im Eichensaal knüpfen die beiden Politiker an den Meinungsaustausch, an dem sie im vergangenen Jahr in Berlin begonnen hatten. Lothar Späth nennt nach dem Gespräch die Unterhaltung sehr konstruktiv und aufgeschlossen. Es sei noch Fragen, wirtschaftliche Zusammenarbeit seines Landes mit der DDR besprochen worden, weil Baden-Württemberg daran großes Interesse habe,", "summary": "Baden-Württembergs Ministerpräsident Lothar Späth trifft Erich Honecker auf Schloss Gymnich. Sie setzen ihren Meinungsaustausch fort. Thema ist die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Bundesland und der DDR.", "referenz": null, "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-026"}
-{"transcript_id": "101646318", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DST Webvideos Russisch - Wide", "beitragstitel": "Interview mit Tsikhanouskaya", "transkript": "Он все время в работе, занят. Я говорю, давай, успокоимся, с детками мультик посмотрим. И мы решили, что мы не переносим домой политику. Он не очень дипломатичный человек для дипломатии, он явно не подходит. В семье мы точно тандем. На политическом поле пока еще нужно Сергею определиться, чтобы понять, кто мы по отношению друг к другу. Чуть менее года назад Европейский Союз выделил 30 миллионов евро на поддержку белорусских проектов, гражданского общества. Уже называются какие-то цифры, может быть, или, по крайней мере, подобное финансирование, насколько белорусы могут рассчитывать на него. Сейчас, наверное, идет процесс переоценки вот этих нужд, потому что с момента, когда Америка прекратила поддержку всех гражданских инициатив за рубежом, конечно, образовался очень большой пробел в финансировании гражданских активистов. И сейчас наши европейские союзники ищут возможности этот гэп заполнить, но вряд ли получится полностью восстановить тот объем, либо добрать тот объем, который потеряли белорусы в связи с американской новой политикой. Но мы тоже приоритизировались, мы тоже немножечко подумали, где можно урезать, какие главные направления. И вот именно этот анализ был представлен нашим союзникам для оценки. Примерно о каких суммах идёт речь, чтобы заполнить тот пробел, который сейчас оказался настолько критическим? Ну, это не секрет, что американская помощь покрывала примерно половину всего объема помощи белорусскому гражданскому обществу. То есть сейчас Евросоюз остается крупнейшим донором, по сути, и должен стать чуть ли не единственным донором, да, в этой ситуации. Во-первых, никто никому ничего не должен. Европейский Союз понимает, что помощь беларусам – это не какая-то благотворительность, это инвестиции в демократию, это инвестиции в их безопасность. Поэтому такие инвестиции окупятся в разы, когда наши цели будут достигнуты. Когда я говорю «мы», я имею в виду все демократическое общество. Сюда входят и правозащитники, и культурные инициативы, и медиа, и гражданские активисты ищут возможности для помощи на национальном уровне, в разных странах, и выходят за пределы Евросоюза. Это уже такие частные инициативы, но, конечно, это в интересах Европы помочь беларусам, поэтому они берут на себя такую ответственность, такие обязательства. В прошлый раз мы с вами записывали интервью в Брюсселе, и вы тогда еще пришли с портретом Сергея Тихановского, еще много чего, то есть с тех пор много что произошло радостного, теперь вот я вижу, что... Да, у меня сегодня Олесь Беляцкий, но прежде всего мы должны постоянно напоминать о том, что наш нобелевский лауреат находится в тюрьме, и он почетный гражданин Парижа, вчера это было очень символично во Франции. И это напоминание того, что да, мой муж на свободе, но в тюрьмах остается еще как минимум 1300 политических заключенных, реальная цифра гораздо больше. И пока этот портрет, любой портрет будет у меня в руках, это значит, что нам надо продолжать работать, нам надо выстоять, чтобы каждый из наших героев вышел на волю. Ну, Сергей вас уже сопровождает, я так понимаю, в оригинале, и, конечно, интересно, как с тех пор, как он вышел на свободу, изменилась ваша политическая жизнь, ваша социальная, личная жизнь и так далее. Я не могу сказать, что как-то политическая жизнь изменилась, потому что он понимает мою роль, он ее не пытается изменить. Понятно, что ему нужно еще немножечко времени, чтобы найти свое место, потому что есть такая проблема большая, что люди, которые попали в тюрьму в 2020 году, им нужно время осознать, что прошло уже 5 лет, поменялся контекст, поменялась геополитическая обстановка. Сегодня Сергей выдал видео 100 дней после заключения, где он признает, что начал действовать поспешно и сделал несколько ошибок. Ему еще надо много узнать, но невозможно пять лет охватить и понять, что где было, что как происходило. Но мы его потихоньку обучаем, рассказываем, потому что для политики тоже нужен опыт. И тут тоже нужно выбрать свой путь. Либо ты работаешь в медиа, и тогда ты можешь говорить от души все, что хочешь. У нас нет цензурирования медиа. Либо ты политик, и тогда ты должен думать о последствиях своих слов. И должен говорить согласно обстановке, скажем так. Это его путь, я рядом, помогаю ему. Что касается дома. Дома мы семья. У нас было пару незначительных конфликтов на фоне. Ты зачем это сказал так неправильно, зачем ты обидел белорусов. И мы решили, что мы не переносим домой. политику. Мы дома семья, мы дома с детьми. Конечно, не всегда получается, но мы очень стараемся, потому что очень нервная в целом обстановка в политическом поле и, конечно, можно до бесконечности и спорить и дискутировать. И я тоже для себя так подумала. Я когда была одна, без Сергея, ты все равно и приходишь домой, работаешь, и с детьми сказку читаешь, а все равно в мыслях и с политзаключенными, и по работе, и там-то надо сделать и это. И я говорю, ну, наверное, надо и мне дать все время быть рядом с мужем и уделять ему столько внимания, вот что ему не хватало все эти пять лет. Потом, с одной стороны, стало легче, с другой, наши, наверное, силы удвоились, мы друг друга поддерживаем, вот, но посмотрим. Вы говорите, с одной стороны стало легче, а с другой? Ну, стало сложнее, потому что я чувствую ответственность и за путь Сергея тоже. Когда он тебя ищет, и там, опять же, если он делает какие-то ошибки, все равно нас какое-то время, особенно пона��алу, воспринимали как одно целое, и все равно спрашивали, так скажем, с меня. Но чем более самостоятельным становится Сергей, тем, конечно, нас связывают в одно целое, и он всегда сам заявляет, что я не работаю в офисе, мы отдельная структура, отдельная ячейка, отдельный человек, и не надо нас как бы смешивать в кучу. Но это тоже своеобразный путь. Заново надо и привыкать друг к другу. Он вышел из тюрьмы, конечно, не сломленным, такой же энергичный, такой же, вот у него много проектов в голове, и он все время в работе, занят, и я говорю, давай дома успокоимся, с детками мультик посмотрим. Ну, пока так, все немножко хаотично, но оно все придет в норму. То есть вы дуэт, вы тандем или вы пока не знаете? Но мы явно не в конкуренции, в семье мы точно тандем. На политическом поле пока еще нужно Сергею определиться, чтобы понять, кто мы по отношению друг к другу. Вы не жалеете, что отказались от интервью у Настины? Ну, вообще, на самом деле, так эту историю раздули, там был ряд обстоятельств, которые вообще привели вот к этому моменту, и, возможно, где-то, может, я была неправа, потому что для Сергея был этот стрим важен, я пообещала прийти, и я как бы его планы разрушила, и понятно, что быть в мировых СМИ – это крайне важно. И такая вот у меня сейчас, знаете, роль – либо ты с мужем, либо ты делаешь свою политическую работу, и в моменте не всегда понятно, что правильнее. Мы тоже учимся, и Сергей явно не хотел, чтобы это выглядело так, как это выглядело. Он очень сильно переживал по этому поводу, но мы справились. Как вы видите ваше будущее политическое, вместе, отдельно, чего вы вообще желаете в этом отношении? Я желаю вернуться домой и жить в Беларуси уже в какой роли? Наверное, это второстепенно. Я понимаю приобретенный опыт, я понимаю приобретенный уровень контактов в мире, да, и понимаю свой вес. И если надо будет служить Беларуси и дальше в любой capacity, то, конечно, я буду, потому что я гиперответственный человек, очень. И если нужно будет, я буду продолжать. Но пока мы за рубежом, то я делаю то, что я должна делать, пока есть силы, физические, моральные. И Сергей, опять же, Сергей тут зависит от того, какой путь он выберет. Он не очень дипломатичный человек для дипломатии, он явно не подходит. Но, возможно, нам нужны такие яркие политики. Unpredictable. У нас такие в мире есть. Ну, посмотрим. Я тут не хочу связывать наше будущее с Сергеем только с политикой. По-разному может сложиться жить.", "summary": "Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja spricht über die politische und private Situation nach der Freilassung ihres Mannes Sergej Tichanowski. Sie thematisiert die Finanzierung der Zivilgesellschaft durch die EU und die Notwendigkeit, die Arbeit für politische Gefangene fortzusetzen.", "referenz": "Webvideo, Interview, ohne Sachinhalt, mit Manuskriipt in kyrillisch", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Er ist immer bei der Arbeit, beschäftigt. Ich sage, lasst uns ruhig werden, lasst uns mit den Kindern einen Zeichentrickfilm anschauen. Und wir beschlossen, dass wir die Politik nicht nach Hause bringen würden. Er ist kein sehr diplomatischer Mensch für die Diplomatie, er ist eindeutig nicht geeignet.\n\nIn der Familie sind wir auf jeden Fall ein Tandem. Auf politischem Gebiet muss sich Sergej noch entscheiden, um zu verstehen, wer wir im Verhältnis zueinander sind.\n\nVor etwas weniger als einem Jahr hat die Europäische Union 30 Millionen Euro zur Unterstützung belarussischer Projekte und der Zivilgesellschaft bereitgestellt. Einige Zahlen werden bereits genannt, vielleicht, oder zumindest ähnliche Finanzierungen, soweit die Belarussen darauf rechnen können.\n\nnachstehend? Jetzt gibt es wahrscheinlich einen Prozess der Neubewertung dieser Bedürfnisse, denn von dem Moment an\n\nAls die Vereinigten Staaten aufhörten, alle zivilgesellschaftlichen Initiativen im Ausland zu unterstützen, gab es natürlich eine sehr große Lücke in der Finanzierung von Aktivisten der Zivilgesellschaft, und jetzt suchen unsere europäischen Verbündeten nach Möglichkeiten, diese Lücke zu füllen, aber es ist unwahrscheinlich, dass es möglich sein wird, das Volumen, das die Belarussen im Zusammenhang mit der neuen amerikanischen Politik verloren haben, vollständig wiederherzustellen oder zurückzugewinnen.\n\nAber wir haben auch Prioritäten gesetzt, ja, wir haben auch ein wenig darüber nachgedacht, wo wir die Hauptbereiche reduzieren könnten, und es war diese Analyse, die unseren Verbündeten zur Bewertung vorgelegt wurde.\n\nÜber welche Beträge sprechen wir ungefähr, um die Lücke zu füllen, die sich jetzt als so kritisch herausgestellt hat?\n\nNun, es ist kein Geheimnis, dass die US-Hilfe etwa die Hälfte aller Hilfen für die belarussische Zivilgesellschaft abdeckte.\n\nDas heißt, jetzt bleibt die Europäische Union in der Tat der größte Geber und sollte in dieser Situation fast der einzige Geber werden.\n\nErstens: Niemand schuldet irgendjemandem etwas. Die Europäische Union versteht, dass die Hilfe für die Belarussen keine Art von Wohltätigkeit ist, sondern eine Investition in die Demokratie, eine Investition in ihre Sicherheit.\n\nUnd daher werden sich solche Investitionen oft auszahlen, wenn unsere Ziele erreicht werden. Wenn ich \"wir\" sage, meine ich die gesamte demokratische Gesellschaft, zu der Menschenrechtsverteidiger, kulturelle Initiativen, Medien und Aktivisten der Zivilgesellschaft gehören, die nach Möglichkeiten suchen, auf nationaler Ebene in verschiedenen Ländern zu helfen und über die Grenzen der Europäischen Union hinauszugehen. Das sind bereits solche privaten Initiativen, aber natürlich ist es im Interesse Europas, den Belarussen zu helfen, also übernehmen sie eine solche Verantwortung, solche Verpflichtungen.\n\nDas letzte Mal, als wir ein Interview in Brüssel aufgenommen haben, und dann kamen Sie noch mit einem Porträt von Siarhei Tsikhanouski, viele andere Dinge, das heißt, seitdem sind viele freudige Dinge passiert, jetzt sehe ich das...\n\nJa, heute habe ich Oles Bjaljazki, aber vor allem müssen wir ständig daran erinnern, dass unser Nobelpreisträger im Gefängnis sitzt und ein Ehrenbürger von Paris ist.\n\nGestern war es in Frankreich sehr symbolisch, und es ist eine Erinnerung daran, dass wir zwar frei sein können, aber es gibt immer noch mindestens 1.300 politische Gefangene in Gefängnissen, die tatsächliche Zahl ist viel höher, und solange dieses Porträt, irgendein Porträt in meinen Händen ist, bedeutet das, dass wir weiterarbeiten müssen, dass wir durchhalten müssen, damit jeder unserer Helden freigelassen wird.\n\nSergej begleitet Sie, so wie ich es verstehe, bereits im Original, und natürlich ist es interessant, wie sich Ihr politisches Leben, Ihr soziales und persönliches Leben und so weiter seit seiner Freilassung verändert haben.\n\nIch kann nicht sagen, dass sich das politische Leben in irgendeiner Weise verändert hat, denn er versteht meine Rolle, er versucht nicht, sie zu ändern.\n\nEs ist klar, dass er noch etwas Zeit braucht, um seinen Platz zu finden, denn es gibt ein so großes Problem, dass Menschen, die 2020 ins Gefängnis gegangen sind, Zeit brauchen, um zu erkennen, dass fünf Jahre vergangen sind, sich der Kontext geändert hat, die geopolitische Situation sich geändert hat. Und gerade heute, hundert Tage nach seiner Inhaftierung, hat Sergej ein Video veröffentlicht, in dem er zugibt, dass er überstürzt zu handeln begann und mehrere Fehler machte.\n\nUnd er hat noch viel zu lernen, es ist unmöglich, fünf Jahre zu überbrücken und zu verstehen, was wo passiert ist, was passiert ist. Wir lehren ihn langsam, sagen es ihm, denn auch Politik braucht Erfahrung, und auch hier muss man seinen eigenen Weg wählen. Entweder arbeitest du in den Medien und kannst dann aus dem Herzen sagen, was du willst, wir haben keine Zensur der Medien, oder du bist Politiker, und dann musst du über die Konsequenzen deiner Worte nachdenken und du musst in Übereinstimmung sprechen.\n\nSituation, sagen wir es so. Deshalb ist dies sein Weg hier, ich bin da, um ihm zu helfen. Was das Zuhause betrifft, so sind wir zu Hause eine Familie. Wir hatten ein paar kleinere Konflikte im Hintergrund, warum haben Sie das so falsch gesagt, warum haben Sie die Weißrussen beleidigt. Und wir beschlossen, dass wir die Politik nicht nach Hause bringen würden. Wir sind zu Hause eine Familie, wir sind zu Hause mit Kindern. Natürlich klappt es nicht immer, aber wir geben uns sehr Mühe, denn die Gesamtsituation im politischen Feld ist sehr nervös und natürlich können wir endlos streiten und\n\ndiskutieren. Und das dachte ich auch für mich selbst. Als ich allein war, ohne Sergej, kommst du immer noch nach Hause, arbeitest und liest mit deinen Kindern ein Märchen, aber immer noch in Gedanken mit politischen Gefangenen und bei der Arbeit, und da musst du das auch tun. Und ich sagte, nun, ich denke, man sollte mir all die Zeit geben, um mit meinem Mann zusammen zu sein und ihm so viel Aufmerksamkeit zu schenken, dass er all die fünf Jahre gefehlt hat. Dann wurde es auf der einen Seite einfacher, auf der anderen Seite hat sich unsere Kraft wahrscheinlich verdoppelt, wir unterstützen uns gegenseitig. Nun, wir werden sehen.\n\nDu sagst, dass es auf der einen Seite einfacher geworden ist, und auf der anderen Seite?\n\nNun, es ist schwieriger geworden, weil ich mich auch für Sergeys Weg verantwortlich fühle. Wenn er dich sucht, und da auch wieder, wenn er einige Fehler macht, so wurden wir noch eine Zeitlang, besonders anfangs, als ein Ganzes wahrgenommen und noch sozusagen von mir verlangt.\n\nAber je unabhängiger Sergej wird, desto mehr sind wir natürlich zu einem Ganzen verbunden, und er erklärt immer selbst, dass ich nicht im Büro arbeite, wir sind ein separates Gebilde, eine getrennte Zelle, eine getrennte Person, und wir sollten nicht auf einen Haufen gemischt werden.\n\nNun, das ist auch eine Art Weg. Man muss sich wieder aneinander gewöhnen, und er kam aus dem Gefängnis, natürlich nicht gebrochen, derselbe, derselbe, er hat viele Projekte im Kopf, und er ist immer bei der Arbeit, beschäftigt, und ich sage, lass uns zu Hause beruhigen, schau uns mit den Kindern einen Zeichentrickfilm an. Nun, im Moment ist alles ein wenig chaotisch, aber es wird sich alles wieder normalisieren.\n\nIhr seid also ein Duo, ihr seid ein Tandem oder ihr wisst es noch nicht?\n\nAber wir stehen ganz klar nicht in Konkurrenz, in der Familie werden wir auf jeden Fall tanden. Auf politischem Gebiet muss sich Sergej noch entscheiden, um zu verstehen, wer wir im Verhältnis zueinander sind.\n\nBereuen Sie, dass Sie ein Interview auf CNN abgelehnt haben?\n\nHören Sie, nun, im Allgemeinen wurde diese Geschichte in der Tat unverhältnismäßig aufgebauscht, es gab eine Reihe von Umständen, die zu diesem Moment geführt haben, und vielleicht habe ich mich irgendwo geirrt, denn dieser Strom war wichtig für Sergey, ich habe versprochen zu kommen, und ich habe sozusagen seine Pläne ruiniert, und es ist klar, dass es extrem wichtig ist, in den Weltmedien zu sein.\n\nUnd das ist jetzt meine Rolle, wissen Sie, entweder Sie und Ihr Mann, ja, oder Sie machen Ihre politische Arbeit, und im Moment ist nicht immer klar, was richtiger ist. Wir lernen auch, und Sergey wollte offensichtlich nicht, dass es so aussieht, wie es aussieht, also war er auch sehr besorgt darüber, aber wir haben es geschafft.\n\nWie sehen Sie Ihre politische Zukunft? Zusammen? Getrennt?\n\nWas wünschen Sie sich in dieser Hinsicht?\n\nIn welcher Funktion möchte ich nach Hause zurückkehren und in Belarus leben? Wahrscheinlich ist das zweitrangig. Ich verstehe die gesammelte Erfahrung, ich verstehe das erworbene Niveau der Kontakte in der Welt, ja, und ich verstehe mein Gewicht.\n\nUnd wenn es notwendig ist, Belarus weiterhin in irgendeiner Funktion zu dienen, dann werde ich das natürlich tun, weil ich ein sehr verantwortungsbewusster Mensch bin. Und wenn nötig, werde ich weitermachen. Aber während wir im Ausland sind, tue ich, was ich tun muss, solange ich die Kraft habe, physisch und moralisch.\n\nUnd Sergey, nochmal, Sergey hängt davon ab, welchen Weg er wählt. Er ist kein sehr diplomatischer Mensch, er ist eindeutig nicht für die Diplomatie geeignet. Aber vielleicht brauchen wir solche klugen Politiker. Unberechenbar. Wir haben solche Leute auf der Welt. Nun, wir werden sehen. Ich möchte unsere Zukunft mit Sergej nicht nur mit der Politik verknüpfen. Das Leben kann auch anders kommen.", "eval_id": "EVAL-027"}
-{"transcript_id": "101607349", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": null, "beitragstitel": null, "transkript": "Versuchen, mich dran zu halten. Ich muss jeden Tag damit leben. Ja. Ja, das stimmt. Aber sie auch nicht. Also insofern sind wir eine Leidensgemeinschaft. Okay. Ihr sagt, wenn ihr bereit seid, Marek. Okay. Ja, die so eine Viertelstunde einfach mitlaufen lassen, falls... Ist das Handy aus? Ich vertraue ihm, aber es ist immer der militärische Blick. Ja, ja, ich kenne da natürlich Ihr Protokoll nicht, aber das Mikro fällt eigentlich nicht auf. Ja, das weiß ich, das da, das da. Ja, ja. Müssen Sie den Kragen dann auch hier unter dienen? Ja, das ist egal. Okay. Da kann ja sein, dass das nicht verdeckt werden darf. Das finde ich auch gerade, Herr Ruder. Natürlich, professionell. Ich schaue sie ja wahr, ne? Ja genau, die Kameras sind nicht da. Das andere rechts? Okay. Aber die fünf Minuten laufen ab jetzt, ne? Deutschlands Generalinspektor der Bundeswehr sagt, dass die neuen geopolitischen Realitäten es erfordern, das Denken in alten Schubladen abzulegen. Und das gelte auch für Deutschlands Militär, die Bundeswehr. Carsten Breuer, vielen Dank, dass Sie der Deutschen Welle das Interview geben. Aus militärischer Sicht. Befindet sich Deutschland im Krieg oder im Frieden mit Russland? Ich glaube, diese Kategorien Frieden, Krise, Krieg, die wir so gerne nutzen, um zu sortieren, um für uns auch eine Verlässlichkeit mit hineinzubringen, diese Kategorien werden von russischer Seite nicht benutzt. Russland sieht Krieg als ein Kontinuum an und insofern werden Maßnahmen genutzt, die jetzt schon wie Krieg aussehen können, die es aber vermutlich noch nicht sind. Ich meine vor allen Dingen hybride Maßnahmen damit. Es wird ein Zustand erzeugt, der nicht mehr ganz Frieden, aber auch nicht ganz Krieg ist. Und genau in dieser Grauzone bewegen wir uns, bewegen wir uns auch im Umgang mit Russland. Sie haben wiederholt gewarnt, dass 2029 es soweit sein könnte, dass Russland in der Position ist, tatsächlich theoretisch einen Angriff auf NATO-Territorium zu starten. Welche Anzeichen sehen Sie dafür? Nun, wir haben verschiedenste Analysen. Wir sehen, dass Russland zurzeit erheblich aufrüstet, und zwar materiell. Eine Produktion von rund 1.500 Kampfpanzern pro Jahr, entweder aus Depots und diese dann instand gesetzt oder eine Neuproduktion. Und diese 1.500 Kampfpanzer, ebenso wie rund 4 Millionen Schuss Artilleriemunition, all das Material, was produziert wird, das sehen wir, geht eben nicht direkt an die Front in die Ukraine, sondern es geht in Depots und wird in Depots dann aufbereitet oder dort gehalten. Gleichzeitig sehen wir, dass Russland im nächsten Jahr auf rund 1,5 Millionen Soldaten seine Streitkräfte anwachsen lässt. Und wir sehen neue Militärstrukturen, militärische Strukturen, Militärbezirke zum Beispiel, die eindeutig gen Westen mit ausgerichtet sind. Wenn man das dann mit der Intention, die wir aus Putins Reden, aus Medvedevs Äußerungen ablesen können, wenn wir das zusammennehmen, dann zeigt mir das deutlich auf der einen Seite, dass ein Zeitpunkt, 2029, der Punkt ist, wo genau das Material so weit aufgewachsen sein kann und auch das Personal so weit aufgewachsen sein kann, dass ein Angriff gegen NATO-Territorium möglich sein wird. Und wir sehen eben die Intention, die mit dahinter liegt und all das bringt mich dazu, in einem Worst-Case-Szenario darüber nachzudenken und das auch eben immer wieder anzunehmen, dass 2029 die Möglichkeit für russische Streitkräfte besteht und dem müssen wir etwas entgegensetzen. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein? Diese Wahrscheinlichkeit kann man nicht einschätzen, sondern es ist eine Möglichkeit, die dadurch besteht, aus dem sich ergibt, was ich gerade eben beschrieben habe, das mit einer Wahrscheinlichkeit zu belegen, ist nahezu unmöglich. Allein die Tatsache, dass es stattfinden könnte, muss uns dazu bringen, dass wir verteidigungsbereit sind, dass wir durch diese Verteidigungsbereitschaft abschrecken können und damit eben genau einen solchen Angriff ins Unmögliche führen. Aber Sie sagen, Russland begreift Krieg als Kontinuum. Inwiefern muss die deutsche Gesellschaft und das deutsche Militär auch strategisch neu denken? Nun, wir müssen uns natürlich genau darauf einstellen, wir müssen sehen, was uns entgegengesetzt werden kann oder wodurch wir angegriffen werden könnten und dem müssen wir etwas entgegensetzen können. Noch einmal, Abschreckung ist für mich der entscheidende Punkt dazu und wir schrecken am besten dadurch ab, indem wir verteidigungsbereit sind und diese Verteidigungsbereitschaft, die ergibt sich nicht nur aus Waffensystemen, die ergibt sich nicht nur aus Personalstärken, sondern die ergibt sich auch aus einer Mentalität, aus einer Resilienz, die sowohl in der Bevölkerung, aber auch in den Streitkräften vorhanden sein kann. Aber sie ergibt sich eben auch aus Streitkräftestärken. Dänemark ist jetzt der jüngste Verbündete, der die Wehrpflicht für Frauen einführt. Welchen Schritt sollte die nächste deutsche Regierung tun? Aus militärischer Sicht kann ich sagen, dass wir ein Aufwuchspotenzial haben müssen. Also wir müssen unsere Streitkräfte vergrößern, den Umfang unserer Streitkräfte vergrößern. Unsere Berechnungen zeigen, dass wir auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten, sowohl Reservisten als auch aktive Soldatinnen und Soldaten kommen müssen. Dieses Aufwuchspotenzial muss so sichergestellt werden, durch irgendeine Form eines Wehrdienstes, egal ob verpflichtend oder freiwillig. Das ist eine politische Entscheidung. Ich kann nur sagen, auf militärischer Seite brauchen wir auf der einen Seite das Aufwuchspotenzial und auf der anderen Seite haben wir in den Streitkräften die Voraussetzungen geschaffen oder sind dabei diese zu schaffen, dass wir genau dieses Aufwuchspotenzial auch umsetzen können. Und die deutsche Gesellschaft, wie steht es um die? Die muss doch auch krisenresilient werden, sie muss bereit werden, sich auf Szenarien vorbereiten zu können. Das Bundesinnenministerium fordert jetzt etwa ein Schulfach oder mehr Unterricht, dass Schüler und auch Studenten besser vorbereitet sind auf solche Szenarien, Katastrophenfälle, Kriegsfälle. Wie stehen Sie dazu? Nun, wir müssen uns natürlich genau mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen. Wir müssen uns mit diesem Worst Case auseinandersetzen, aber wir dürfen es nicht in der Art und Weise tun, dass wir sagen, da passiert etwas und wir können dem nichts entgegensetzen, sondern wir müssen es immer so machen, dass wir die Möglichkeiten erkennen, wo wir einer solchen Bedrohung etwas entgegensetzen können. Das ist Resilienz. Wir machen eine Gesellschaft stärker, machen sie resilienter, indem alle Faktoren ineinandergreifen, indem sowohl Politik als auch Gesellschaft, als auch Wirtschaft, als auch Militär miteinander auf diese Bedrohung schauen und miteinander eben auch festlegen, was man dagegen tun kann. Es ist nichts, wo man nur reagieren kann, sondern wir können aktiv sein und genau in dieses aktive Handeln müssen wir auch kommen. Welchen Ratschlag geben Sie der nächsten Bundesregierung, wo die Prioritäten liegen sollten? Sollten die auf neue Strukturen setzen oder sollten die auf integriertes gemeinsames Arbeiten zwischen den verschiedenen Ressorts, die davon betroffen sind, setzen? Was empfehlen Sie? Militärischerseits ist es für mich klar, wir müssen unsere Einsatzbereitschaft erhöhen. Das heißt also, all das, was wir jetzt tun müssen, all unsere Anstrengungen müssen darauf einzahlen, dass wir einsatzbereiter werden, dass wir den Forderungen der NATO, den berechtigten und von uns eingegangenen Forderungen der NATO entgegenkommen können. Das muss uns gelingen. Das heißt also, all das, was wir beschaffen, muss genau darauf auch einzahlen. In der Gesellschaft und auch zwischen den verschiedenen Bundesressorts muss es darauf ankommen, dass wir den gemeinschaftlichen Blick, den gemeinsamen Blick auf diese Bedrohung haben. Diese Strukturen zu schaffen, sie weiter auszuprägen, da wo sie vorhanden sind, das muss das Ziel der nächsten Jahre sein, weil nur damit mache ich eine Gesellschaft resilient. Karsten Breuer, ich danke Ihnen. Vielen Dank. Danke. Vielen Dank. Danke. So, klasse. Super. Toll, dass das geklappt hat, weil ich das länger als... ...als du. Kommt schon. Ich weiß, Sie kennen uns, und ich kenne Sie, und wir kommen irgendwo in der Mitte rauf. Ja, danke Ihnen, das klappt. Karte muss ich nicht geben. Nee, nee, nee, hab ich alles. Genau. Wir sehen uns das nächste Mal in Shangri-La, oder? Ich finde ja, das muss eine Pflichtveranstaltung werden, auch für deutsche Journalisten. Das ist ja irre, wie wenige da hinfahren. Ich habe wirklich gestaunt. Auch Matthias Gebauer ist, glaube ich, der einzige, der da immer schon ist, seit Jahren. Und wenn man dann da die Unterhaltung mitbekommt, da spielt ja die Musik. Ich war in München, also ich angetreten als Generalsekretär war ich, sowohl auf der Münchner Sicherheitskonferenz als auch auf der Bundeskanzlerkonferenz. Hier zum Beispiel. Ja, siehst du. wir super das ist das das ist die gleiche zeit die gleiche also das war in sieben minuten glaube ich und das würde noch würden noch mal sieben Minuten sein. Prima, danke sehr. Danke. Bis gleich. Tschüss. Kann ich das jetzt nicht überspielen? Da gibt es auch noch einen Blickwinkel, da weiß ich schon wieder, wie das geht. Deutschlands Generalinspektor der Bundeswehr sagt, dass die neuen geopolitischen Realitäten es erfordern, das Denken in alten Schubladen abzulegen. Und das gelte auch für Deutschlands Militär, die Bundeswehr. Herr Kassenbräuer, vielen Dank, dass Sie der Deutschen Rede das Interview geben. Aus militärischer Sicht, befindet sich Deutschland im Krieg oder im Krieg? die wir jetzt gerne nutzen, um zu sortieren, um für uns auch eine Verlässlichkeit mit hineinzubringen, diese Katalogien werden von russischer Seite nicht genutzt. Russland sieht Krieg als ein Continuum an. Insofern werden Maßnahmen genutzt, die jetzt schon wie Krieg aussehen können, die es aber noch nicht so einfach haben, wie die Maßnahmen. Also es wird ja ein Zustand erzeugt, der nicht nur ganz viel, aber auch irgendwie streng sein wird. Sie haben wiederholt gewarnt, dass 2029 soweit sein könnte, dass Russland in der Position ist, theoretisch einen Angriff auf NATO-Territorien zu starten. Welche Anzeichen sehen Sie? Wir haben verschiedenste Analysen. Wir sehen, dass Russland zurzeit erheblich aufrüstet. Und zwar Material. Eine Produktion von rund 1.500 Kampfpanzern pro Jahr. Entweder aus Dekos und diese dann instand gesetzt oder eine neue Produktion. Diese 1.500 Kampfpanzer, ebenso wie rund 4 Millionen Schuss Artillerieproduktionen, all das Material, was produziert wird, geht nicht direkt in eine Front in die Ukraine. Sondern es geht in Dekos und wird in Dekos dann aufbereitet oder dort gehalten. Gleichzeitig sehen wir, dass Russland im nächsten Jahr auf rund 1,5 Millionen Soldaten seine Streitkräfte anwachsen lässt. Und wir sehen neue militärische Strukturen. Militärbezirke zum Beispiel, die eindeutig im Westen und in den Außenländern sind. Wenn man das dann mit der Intention, die wir aus guten Videos und Äußerungen ablesen können, wenn wir das zusammen nehmen, dann zeigt mir das deutlich auf der einen Seite, dass ein Zeitpunkt, 2029, der Punkt ist, wo genau das Material so weit aufgewachsen sein kann, auch das Karbonat so weit aufgewachsen sein kann, dass ein Angriff gegen NATO-Territorien möglich sein wird. Und wir sehen die Möglichkeit dazu, im Alltagsträglichen dazu, in einem größeren Kargo nachzudenken, was passieren kann. Immer wieder anzunehmen, dass 2029 die Möglichkeit für die Zukunft ist. Diese Wahrscheinlichkeit kann man nicht einschätzen, sondern es ist eine Möglichkeit, die dadurch besteht, aus dem sich ergibt, was ich gerade eben beschrieben habe. Das mit einer Wahrscheinlichkeitsvergütung ist ein Art zu unmöglich. Allein die Tatsache, dass es stärken könnte und uns dazu bringen, dass wir verteidigungsbereit sind, dass wir durch diese Verteidigungsbereitschaft abstrecken können. Und dann kriegen wir genau einen solchen Angriff. Sie sagen, Russland begreift Krieg als Continuum. Inwiefern muss die deutsche Gesellschaft und das deutsche Militär auch strategisch neu denken? Wir müssen uns natürlich genau darauf einstellen. was uns entgegengesetzt werden kann oder wodurch wir angegriffen werden könnten, um dem müssen wir etwas entgegengesetzt werden. Und noch einmal, Abschreckung ist für mich der entscheidende Punkt dazu, und wir sprechen am besten miteinander in der Verteidigungsbereitschaft. Diese Verteidigungsbereitschaft, die ergibt sich nicht nur aus Waffensystemen, die ergibt sich nicht nur aus Personalstärken, sondern ergibt sich auch aus einer Mentalität, aus einer Resilienz. sich eben auch aus Streitkräftestärkung. Dänemark ist jetzt der künftige Verbündete, der gewerbliche Frauen einführt. Welchen Streitkräften Wir haben ein Aufwuchspotenzial und müssen unsere Streitkräfte vergrößern. Wir müssen auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten kommen. Das Aufwuchspotenzial muss sichergestellt werden. Auf der einen Seite das Aufwuchspotenzial und auf der anderen Seite die Streitkräfte. Sie muss doch auch krisenresilient werden, sie muss bereit werden, sich auf Szenarien vorbereiten zu können. Das Bundesinnenministerium fordert jetzt etwa ein Schulfach oder mehr Unterricht, dass Schüler und auch Studenten besser vorbereitet sind auf solche Szenarien, Katastrophenfälle, Kriegsfälle. Wie stehen Sie dazu? Wir müssen uns natürlich genau mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen. Wir dürfen es nicht in der Art und Weise tun, dass wir sagen, da passiert etwas und wir können dem nichts entgegensetzen. Wir müssen es immer so machen, dass wir die Möglichkeiten erkennen, wo wir eine solche Bedrohung entgegensetzen können. Das ist Resilienz. Wir machen eine Gesellschaft stärker, machen sie resilienter und nehmen alle Faktoren ineinander. Sowohl Politik als auch Gesellschaft, als auch Wirtschaft, als auch Militär. Damit miteinander auf diese Bedrohung schauen und miteinander festlegen, was man erreichen kann. Es ist nichts, wie man nur reagieren kann. Wir können aktiv sein und wir brauchen dieses aktive Anliegen. Welchen Ratschlag geben Sie der nächsten Bundesregierung, wo die Prioritäten liegen sollen? Sollten die auf neue Strukturen setzen oder sollten die auf integriertes gemeinsames Arbeiten zwischen den verschiedenen Ressorts, die davon betroffen sind, setzen? Ich glaube, das sind unsere Einsatzbereitschaft, das heißt also all das, was wir jetzt tun müssen, alle unsere Einstellungen müssen darauf einfallen, dass wir einsatzbereiter werden, dass wir den Vorgrunden der NATO, den wir berechtigt haben, die jetzt eingegangenen Vorgänge der NATO identifizieren können, das muss uns gelingen. Das heißt also, all das, was wir beschaffen müssen, genau darauf einfallen. In der Gesellschaft und auch zwischen den verschiedenen Bundesressourcen, müssen wir darauf einkommen, dass wir eine Gemeinschaft entwickeln, die gemeinsam mit der Offensive umkommt. Diese Strukturen zu schaffen, sie weiter auszuprägen, da wo sie hinzufahren sind, das muss das Ziel der nächsten Jahre sein. Weil nur damit machen wir eine gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das ist das, worüber ich danke Ihnen. Vielen Dank. Nein, nein, nein.", "summary": "Interview mit Generalinspektor Carsten Breuer über die Bedrohungslage durch Russland. Er warnt vor einem möglichen Angriff auf die NATO ab 2029. Die Bundeswehr müsse kriegstüchtig werden und aufwachsen. Auch die Gesellschaft müsse durch eine gemeinsame Anstrengung resilienter werden.", "referenz": "Drehmaterial Interview, Sachinhalt auf englisch", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-028"}
-{"transcript_id": "101606192", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DST Webvideos Fokus Europa", "beitragstitel": "Italy: Meet the 100-year-old barista", "transkript": "C'est l'initio alla fine Anna s'installe comme elle le fait chaque matin. Son bar est son univers. Et à 100 ans, elle a beaucoup de sagesse à partager. C'est ma vie ici, je me sens bien avec les gens, c'est comme un médicament. Depuis plus de cinquante ans, Anna tient son bar dans le nord de l'Italie. Elle fait du café, regarde le monde passé, rêve, lit, attend les clients, cela douze heures par jour. À l'extérieur, la vie continue. De l'intérieur, Anna s'y mêle à sa manière. La joie, la joie. Il faut commencer la journée avec la joie. Je me réveille le matin avec la joie de vivre. Alors plus jeune, Anna a rencontré l'amour de sa vie, Renato. Ils ont eu deux enfants. Pendant un certain temps, ils ont vécu en Ligurie, dans le nord-ouest de l'Italie. Ils n'ont pas beaucoup voyagé. Les deux ont finalement acheté ce bar au bord du lac majeur. Renato était tout pour elle. Aujourd'hui encore, plus de cinquante ans après sa mort, Anna s'est languie de lui, le cœur loup d'amour et de perte. La seule chose qui me manque vraiment, c'est mon mari. Il ne vous reste plus que les souvenirs. Mais la vie n'a jamais eu raison d'Anna. Aujourd'hui, elle parcourt Facebook, reste en contact avec le monde et s'accroche à son indépendance. Elle vit dans un petit appartement au-dessus du bar. Ses revenus sont tout juste suffisants pour joindre les deux bouts. Je ne jeterai jamais l'éponge. Je n'abandonnerai jamais. Je me battrai aussi longtemps que je le pourrai. C'est dans cet état d'esprit qu'Anna s'assoit au coin du feu avec son habitué Carlo, et à ce moment-là, tout va bien dans le monde.", "summary": "Eine hundertjährige Frau betreibt seit über fünfzig Jahren eine Bar in Norditalien. Trotz geringen Einkommens arbeitet sie täglich und bewahrt sich ihre Unabhängigkeit.", "referenz": "Webvideo Fokus Europa, ohne Sachinhalt, mit Manuskript in frz", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 2, "korrekt": "ausreichend", "relevant": "ja", "vollstaendig": "ja", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": "Im Transkript steht nicht, dass sie \"täglich\" arbeitet, nur: 12 Stunden am Tag.", "translation": "Anna richtet sich ein wie jeden Morgen, ihre Bar ist ihre Welt und mit ihren 100 Jahren hat sie viel Weisheit zu teilen.\n\nEs ist mein Leben hier, ich fühle mich gut mit Menschen, es ist wie Medizin.\n\nSeit mehr als fünfzig Jahren betreibt Anna ihre Bar in Norditalien. Sie kocht Kaffee, schaut in die vergangene Welt, träumt, liest, wartet auf Kunden, und das alles zwölf Stunden am Tag. Draußen geht das Leben weiter. Von innen heraus fügt sich Anna auf ihre eigene Art und Weise ein.\n\nFreude, Freude. Du musst den Tag mit Freude beginnen. Ich wache morgens mit Lebensfreude auf.\n\nAls sie jünger war, lernte Anna die Liebe ihres Lebens kennen, Renato. Sie bekamen zwei Kinder. Eine Zeit lang lebten sie in Ligurien, im Nordwesten Italiens. Sie sind nicht viel gereist.\n\nDie beiden kauften schliesslich diese Bar am Lago Maggiore. Renato war alles für sie. Auch heute, mehr als fünfzig Jahre nach seinem Tod, sehnt sich Anna nach ihm, ihr Herz ist ein Wolf der Liebe und des Verlusts.\n\nDie einzige Erinnerung...\n\nDas Einzige, was ich wirklich vermisse, ist mein Mann. Alles, was dir bleibt, sind die Erinnerungen.\n\nEs gibt nur Erinnerungen.\n\nAber das Leben hat Anna nie überwältigt. Heute streift sie auf Facebook, bleibt mit der Welt in Kontakt und klammert sich an ihre Unabhängigkeit.\n\nSie wohnt in einer kleinen Wohnung über der Bar. Sein Einkommen reicht kaum aus, um über die Runden zu kommen.\n\nIch werde niemals das Handtuch werfen. Ich werde niemals aufgeben. Ich werde kämpfen, solange ich kann.\n\nIn diesem Gemütszustand sitzt Anna mit ihrem Stammgast Carlo am Feuer und in diesem Moment ist alles in Ordnung auf der Welt.", "eval_id": "EVAL-029"}
-{"transcript_id": "2863934.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "John Schehr und Genossen", "beitragstitel": null, "transkript": "Die Stille liegt heute über der Gedenkstätte der Sozialisten hier in Berlin-Friedrichsfelde. Hier haben die hervorragendsten Führer der deutschen Arbeiterklasse ihre letzte Ruhestätte gefunden. Und in der Mitte, nahe dem großen Steinobelisk, eine einfache, schlichte Grabplatte. Und darauf steht Jean Cher, ermordet Februar 1934. Ein Kranz, ein frischer Kranz mit frischen Astern auf dieser Grabplatte. Die Toten mahnen uns, steht an diesem Steinobelisk. Und an der gegenüberliegenden Wand dieser rotunde, drei weiße Gedenktafeln. Rudolf Schwarz, Erich Steinfurt, Eugen Schönhaar. Das waren sie, Jean Cher und Genossen, die heute vor 30 Jahren am Kilometerberg zwischen Wannsee und Berlin von den Faschisten ermordet wurden. Jon Scheer und Genossen Erich Steinfurt Rudolf Schwarz Eugen Schönhab. andenken, ehren wir heute. 30 Jahre, nachdem sie ihr Leben gaben für die Befreiung der Arbeiter, f��r den Sieg des Sozialismus. Ihr Leben, es war angefüllt von Arbeit, unermüdlicher Arbeit. Johnny, du musst heute auf unserer Versammlung sprechen, die jungen Genossen warten auf dich. Und Johnny kam und sprach. Er wusste, was zu sagen war in all jenen Jahren, als die Arbeiter gegen die heraufdämmernde und dann immer stärker werdende Gefahr des Faschismus kämpften. Es sagte Jon Scheer 1932. Wenn der Faschismus, die Diktatur der Trösts, Kartelle, der Finanzgewaltigen, der Junko und Militaristen, die Ausrottung aller demokratischen und sozialistischen Rechte, die sich die Arbeiter ertrotzt haben, herbeiführt, so muss das zur Einheit aller fortschrittlichen demokratischen Kräfte führen unter der Losung EINE NOT, EIN FEIND, EIN KAMPF! Wohren am 9. Februar 1896 in Altona, Schlossergeselle. 1912 als 16-Jähriger Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ersten Lebensstationen eines Kämpfers. Yon-Sheahs Eltern waren Arbeiter. Er war Arbeiter. Sein Gerechtigkeitsgefühl war es, dass ihn die Not und den Widersinn der bestehenden Gesellschaftsordnung zum ersten Mal bitter spüren ließ, als er erfuhr, dass ein Freund von ihm, ein Lehrling wie er, Selbstmord verübt hatte. Wie war so etwas möglich? Wie konnte so etwas geschehen? Yon-Sheah wusste es, denn solche Selbstmorde waren damals unter jungen Menschen nicht selten. Und so führte ihn der Protest in die Reihen der organisierten Arbeiter. Mitglied der Gewerkschaftsjugend, Mitglied der sozialistischen Arbeiterjugend. Es waren die Ideen und die Reden Karl Liebknechts, die auch er verbreitete. Sein Weg führte ihn folgerichtig 1919 über die USPD zur KPD. Unermüdliche Kleinarbeit als politischer Sekretär in seiner Heimatstadt Altona, später im Unterbezirk Harburg. Das waren die ersten verantwortlichen Funktionen, die Jon Scheer innehatte. Und wieder war es die Jugend, der seine besondere Fürsorge galt. Selbst ein junger Mensch würde er von den Hafen- und Werftarbeitern schon liebevoll Johnny genannt. 1923 Nach den Oktoberkämpfen wird er zum Organisationssekretär des Bezirks Wasserkante gewählt. Er arbeitet mit Ernst Thälmann zusammen, selbstlos. Er denkt nicht an sein persönliches Glück. Glück, das bedeutet für ihn, alle müssen glücklich sein. Für alle muss endlich nach Jahren des Krieges und der Not, der Inflation, später der Arbeitslosigkeit, für alle muss endlich das bessere Morgen anbrechen. Für all jene, die bisher im Dunkeln lebten, auf der Schattenseite des Lebens standen, Opfer einer antihumanen Gesellschaft waren. Nächste Station seines Weges. Niedersachsen. Aufbau der Parteiorganisationen in Hannover und in Braunschweig. Hitler und seine SA-Kolonnen in Braunschweig einrücken, da wollen sie auch durch die Arbeiterviertel marschieren. Aber Jon Scheer und seine Genossen sind wachsam. Aus allen Orten Niedersachsens kommen die Arbeiter trotz polizeilicher Verbote nach Braunschweig. Ihre Lohreinheit. Keine SA betritt Braunschweigs Arbeiterviertel. So kann Hitler nur hinter den hohen Gittern des Schlosshofes den Vorbeimarsch seiner braunen Kolonnen abnehmen. Die SA hatte sich blutige Köpfe geholt, als sie versuchte, die Front der Arbeiter zu brechen. 1929. Mitglied des Zentralkomitees der KPD. 1932. Sekretär des Zentralkomitees und Reichstagsabgeordneter. Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale. Von der Tribüne des Reichstages aus entlarvt er die geheime Rüstung. Er weist nach. Enge Verbindung der Konzerngewaltigen mit dem Generalstab und den Faschisten. Das Ergebnis? Im Juli 1932 wird er verhaftet. von der Polizei der Weimarer Republik. Aber die Arbeiter protestieren. Massenkundgebungen. Johnny muss freigelassen werden. Und als er dann frei ist, empfangen ihn die Berliner Arbeiter jubelnd im Sportpark. Dann folgen die letzten großen Kundgebungen der KPD in Berlin. in der neuen Welt, in der Hasenheide? und vor dem Karl-Liebknecht-Haus. 25. Januar 1933. Da steht er auf der Tribüne, die geballte Faust zum proletarischen Gruß erhoben. Zu seiner Linken kommt er. Ernst Tim. zu seiner rechten Walter Ulbrecht Und vor ihnen die Arbeiter Berlins, ausgezehrte Gesichter. Die Weltwirtschaftskrise gebar die Arbeitslosigkeit und diese den Hunger. Da stehen sie und sehen hinauf zur Tribüne, von wo ihnen Jon Scheer die Worte zuruft. Und wenn die Arbeiter Deutschlands auf dem Wege zu ihrer Freiheit und zum Sozialismus ein Meer von Not, Verzweiflung und faschistischem Terror durchwarten müssen, so tragen sie doch das stolze Bewusstsein, unsere Opfer sind nicht umsonst. Wir, die Geknechteten von heute, wir werden die Sieger von morgen sein. Und dann erklingt sie, vor der dunklen Zeit des Faschismus, vor den zwölf Jahren der Illegalität, öffentlich zum letzten Mal, die Internationale, das bewegende Kampflied der Arbeiterklasse. Ja, schlagt sie tot! steigt das sengende Feuer der Mordbrenner zum Himmel empor. Der Reichstag. Vorwand für das Verbot der kommunistischen Partei Deutschlands. Der Kommunistenpräsident Göring hat erklärt, eine ausländische Macht, die Sowjetunion, hat eine Verbindung. Und diese Macht, dieser Land kann alles, was sie will, machen. Aber in Deutschland gegen die Kommunistische Partei. Diese bolschewistische Weltanschauung kriegt die Sowjetunion. Das größte und beste Land in der Welt ist das Bekannte. Herr Karl, jetzt will ich Ihnen sagen, was in der deutschen Folge bekannt ist. Bekannt ist im Deutschland. Ich bin nicht hierhergekommen, um es Ihnen mit Handladen zu lassen. Sie wissen, mein Auge ist an den Galgen gehört. Der Reichstagsbrandprozess. Göring schäumt vor Wut. Dimitrov, der Angeklagte, wird zum Ankläger. Der Faschismus erleidet vor dem Angesicht der Weltöffentlichkeit eine ungeheure Niederlage. Am 3. März 1933 wird Ernst Thälmann verhaftet. Jon Scheer aber führt den Kampf Thälmanns fort. Unter den schwierigsten Bedingungen baut er die illegale Organisation weiter auf. Die Gestapo hetzt ihn. Monatelang kann er sich den Verfolgungen entziehen. Denn die Arbeiter schützen ihn, verbergen ihn vor den Heschern. Doch dann kommt der 13. November 1933. Jon Scheer wird verhaftet. Bei einer illegalen Zusammenkunft in der Großbierenstraße in Berlin fällt er der Gestapo in die Hände. Was? Es folgt, ist entsetzlich. So, der Befehl heißt, dich zum Treten bringen. Noch einmal. Willst du oder willst du nicht? Vier Mann, sie lassen ihre Peitschen schwingen, der erste Schlag gleich mitten ins Gesicht. Er reißt den Mund auf, doch er wundert sich. Kein Laut, der Mund steht trocken offen. Der zweite Schlag, halb Piep, halb Stich, Schlag über Schlag, Schlag wird von Schlag getroffen. Wie wenn ein Finger auf den Mund sich legt, der Mund macht Pst, sagt er zu seinem Mund, der sich ein wenig hin und her bewegt. Halt deinen Mund, verfluchter Pstweighund! Als würde das Gesicht ihm aufgebrochen, bei jedem Schlag die Luft wie abgedreht. Nur Kinn bleibt stehen und Backenknochen, die Augen schwellen an wie zugenäht. Die Zähne springen vor bis an den Rand, um jedes Wort, das kommt, gleich zu zerreißen. Den Namen? Nein, er hat ihn nicht genannt. Er beißt die Zähne zu, ihn zu zerbeißen. Gib her den Namen! Gib ihn her, du Hund! Er schluckt, verschluckt sich. Seine Zunge leckt die Lippen ab. Er hat nichts mehr im Mund. Nichts, nichts, was nach Erinnerung noch schmeckt. Die Schläge brüllten so, als würden sie die Wände klaffend auseinanderschlagen. Er zieht den Kopf ein, sinkt ins Knie. Er hat nichts mehr im Mund. hört sie weit, weit aus der Ferne fröhlich. Den Namen Hund! Der Name ist nicht da. Es geläng sich einfach wegzudenken. Ein Wirtshausgarten. Die Musik spielt nah. Kastanienbäume. Den langen Bänken. Da sitzen viele Namen. Dicht an dicht. Ein Name an dem anderen. Jeder kennt den anderen beim Namen. Alles spricht. Er hört, wie jemand jenen Namen nennt. Den Namen Hund! Peitschen schneiden, als schnitten sie den Namen immer raus. Kann jener Name sich nicht rasch verkleiden? Sitzt er vielleicht ganz ahnungslos zu Haus? Wenn jener Name seinem Mund entfällt, fällt einer nach dem anderen. Hundert fallen, weil einer an den anderen sich hält. Die Peitscher stehen, die mit den Peitschen knallen. Er hört, auch dünn dem Ohr angepresst, wie eine Stimme aus dem Kreise flüstert. Halt fest den Namen! Unsren Namen fest! Stille wird's. So still, stille knistert. Peitscher stehen wie an der Decke oben. Sie treten mit den Stiefeln auf ihn ein. Er kniet die Hände aufgehoben und blickt sie an, um namenlos zu sein. Wuck aus den Namen Hund! Der Name rinnt ihm langsam aus dem Mund, gleitet zu Boden. Wie er sich besinkt, sieht er den Namen vor sich ausgebreitet. Der Name ist ganz rot, unleserlich. Mit seinen beiden Händen zeigt er auf den Namen. Lächelnd wischt er sich das Blut von seinem Mund. Geht auf und schnappt ihn. Spreicht Dill einen Augenblick, Erhebt euch, so schwieg ein Mann, Sein Schweigen lieg auch über euch, Verneigt euch, schweigend vor dem Mann, Der schwiegt. Kein Name kam auch über seine Lippen. Jon Scheer schwieg. Kein Wort über die Namen von Genossen, über illegale Quartiere, Anlauf- und Verbindungsstufen. Columbia Haus am Tempelhofer Feld Gefangenennummer 1884 Zelle Nummer 84 Torturen in der berüchtigten Gestapo-Zentrale Berlins. Ich erkläre, dass ich über die Organisationen der Kommunistischen Partei Deutschlands, über meine politische Arbeit, über die meiner Mitarbeiter keine Aussage zu machen habe. Mein Leben dient der Arbeiterklasse, dem Frieden, der Demokratie und dem Sozialismus. Ich bin und bleibe ein Feind des Faschismus. Feinde des Faschismus. Jon Scheer und Genossen. Erich Steinfurt. Er kam aus Bayern. Mit ihm glaubten die Nazis, besonders abrechnen zu müssen. Denn Erich Steinfurt hatte 1923 die bayerischen Eisenbahner zum Widerstand gegen den Hitlerputsch, gegen den Marsch auf die Feldherrenhalle organisiert. auch Erich Steinforth. Rudolf Schwarz Er kam aus Berlin, einstiger Leiter des kommunistischen Jugendverbandes im Bezirk Prenzlauer Berg, später in der Reichsleitung der Roten Jugendfront, Redakteur der Sturmfahne, der Jungen Garde und des Roten Frontkämpfers. Er wurde einige Tage nach den anderen verhaftet, als er ein wichtiges Archiv vor dem Zugriff der Gestapo retten wollte. Auch in Berlin. Rudolf Schwarzschwieg Eugene Schönhaber Er kam aus Württemberg. Wie Jon Scheer und Rudi Schwarz war er schon von früher Jugend an in der sozialistischen Jugendbewegung tätig. Auch er machte der Schule Thälmanns alle Ehre. Auch Eugen Schön-Harschwieg. Es kam das Weihnachtsfest 1933. Am ersten Feiertag wird Jon Scheer aus seiner Zelle geholt. Du bist doch Reichstagsabgeordneter gewesen und kannst Reden halten. Stell dich in die Mitte des Ganges und halte eine Rede über unseren großen Führer Adolf Hitler. Gnade dir Gott, wenn sie nicht erstklassig ausfällt. Der Gefangene weigert sich. Zehn Mann fallen über ihn her und schlagen ihn zu Boden. Dann hetzen sie ihn auf dem 60 Meter langen Korridor im spießroten Lauf hin und her. Zehnmal, zwanzigmal, dreißigmal, vierzigmal. Man hört in den anderen Zellen, wie er keucht. Endlich stürzt er hin und wird in seine Zelle geschleift. Einer von der SS sagt, Ich glaube, Karim, dass wir den noch lange zu füttern brauchen. Tag und Nacht wurde Jon Scherr gequält. Tag und Nacht. 79 Tage und Nächte. Einen Tag schon nach seiner Verhaftung meldete die Gestapo dem Untersuchungsrichter der Verhaftung. Der Behaftete ist zur Zeit nicht vernehmungsfähig. An seine Zellentür waren mit Kreide drei Kreuze gemalt. Das hieß, hier liegt ein Todeskandidat. Jon Scherr wusste das. Aber keine Versprechungen, keine Folter vermochten seine Kraft, seinen Mut und seinen Stolz zu brechen. Knöppel, Peitschen, Stahlruten. Mit zwei Haken in seiner Zellenwand hängten sie Jon an den Armen auf und schlugen ihn bis zur Bewusstlosigkeit. Dann kaltes Wasser und wiederum Schläge. Es gab auch Vernehmungen in der Prinz-Albrecht-Straße. Hier stießen sie seinem blutunterlaufenen Körper gegen einen glühenden Ofen und drückten ihre Zigaretten an ihm aus. Aber Jonscherschwieg und Göring, der die Namen, die Namen wissen wollte, der die Aussagen von ihm als Beweismaterial gegen Thälmann brauchte, Göring geriet in Raserei. Ich werde den Preußen meine Polizei anweisen, in Zukunft hier von einer Krale zu brutal entschränkt zu sein mit diesem Burschen! Meine Maßnahmen, die werden nicht angekränkt werden durch irgendwelche juristischen Bedenken. Meine Maßnahmen, die werden nicht angekränkt werden durch irgendeine Bürokratie, sondern hier! Und da gab Göring persönlich den Befehl zum Mord. Es war in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934. Jon Scheer und Genossen werden aus der Zelle geholt, zu einer Gegenüberstellung, wie man sagt. Sie werden in ein Auto geladen und es geht hinaus zum Kilometerberg an der Königstraße zwischen Wannsee und Potsdam. Es geht durch die Nacht, die Nacht ist kalt. Der Fahrer bremst. Sie halten im Wald. Zehn Mann geheime Staatspolizei. Vier Kommunisten sitzen dabei. Jon Scheer und Genossen. Der Transportführer sagt. ein Mensch zu sehen. Scher fragt, warum bleiben wir stehen? Der Führer fragt. Die Sache geht glatt, und wissen Sie, was es geschlagen hat, Jonschea genoss. Die sehen, wie die ihre Träume erfüllen. Pistolen ziehen, Johann Schäfer. Der fragt, nicht wahr, jetzt müssen wir fliehen, die Kerle lachen. Na, hört es bald! Runter vom Wagen und rein in den Wald, John Scheer und Genossen! Scheer sagt, so habt ihr es immer gemacht. So habt ihr Karl Liebknecht umgebracht. Der Führer brüllt, gmeißt die Bande raus! Weit mehr. Sie schleppen sie in den dunklen Wald. Zwölfmal knallt es, und wieder halt. Da liegen sie mit erloschenem Blick jeder drei Nahschüsse im Genick. Jon Scheer und Genossin. Der Wagen saust nach Berlin zurück. Das Schauhaus quittiert, geliefert vier Stück. Der Transportführer schreibt ins Lieferbuch Vier Kommunistenführer beim Fluchtversuch, Jon Scheer und Genossen. Dann begibt er sich in den Marmorsaal zum General, der den Mord befahl. Er stellt ihn mitten im brausenden Ball. Zur Fehlexzellenz! Erledigt der Fall, Jon Scheer und Genossen! Erledigt! der Fall. Bis zu einem Tag. Er kracht seine Tür vom Kolbenschlag. Er springt aus dem Bett. Was wollt ihr von mir? Kommt mit, Exzellenz. Die Abrechnung für Jon Schaer und Genossen. Am besten. Am 3. Februar stand es in den Nazi-Zeitungen. Wir Kommunisten auf der Flucht erschossen. Nachruf der Kommunistischen Partei Deutschlands. In tiefster Illegalität, dündlich beste Kämpfer verlierend, stellt die KPD ihre Reihen um. Ohne einen einzigen Tag zu versäumen, arbeitete sie unermüdlich und organisierte das deutsche Proletariat zum Kampf gegen den Faschismus. Diese glänzende, unter verhängendem gegnerischem Feuer vollzogene Umstellung ist das größte Verdienst der Führer der KPD, darunter besonders des Genossens Scheer. Ihr Genoss war nicht umsonst. Sie gaben ihr Leben für das Leben der anderen. Ihr Tod ist Verpflichtung und Mahnung. Und das ist kein leeres Wort. Denn der, der damals den Wagen des Mordkommandos zum Kilometerberg hinlenkte, Der Fuhrunternehmer Elsholz. Er lebte nach 1945 weiter unbehelligt in West-Berlin, Wannsee, Schäferstraße 25. Zuerst trug er noch einen Bart und eine dunkle Brille. Später hatte er es nicht mehr nötig. Und der, der die unmenschlichen Folterungen gegen Jon Scheer und seine Genossen anwandte, Gestapo-Chef Diels. Er lebte nach 1945 unbehelligt in Westdeutschland. Die Mörder liefen frei herum. Und deshalb tritt neben die Mahnung auch die Verpflichtung, im Geiste der unerschrockenen Kämpfer gegen den Faschismus weiterzuwirken. Jon Scheer, Erich Steinfurt, Rudolf Schwarz, Eugen Schönhaar, in der Deutschen Demokratischen Republik ist euer Vermächtnis in guten Händen. Jener Genosse, der damals bei der Januarkundgebung 1933 rechts neben dir, Jon Scheer, auf der Tribüne vor dem Karl-Liebknecht-Haus stand, Walter Ulbricht, er steht an der Spitze dieses Staates. Deine Worte sind in Erfüllung gegangen. Und wenn die Arbeiter Deutschlands auf dem Wege zu ihrer Freiheit und zum Sozialismus ein Meer von Not, Verzweiflung und faschistischem Terror durchwarten müssen, so tragen sie doch das stolze Bewusstsein, unsere Opfer sind nicht umsonst. Wir, die Geknechteten von heute, wir werden die Sieger von morgen sein. Also seid ihr verschwunden, aber nicht vergessen, niedergeknüppelt, aber nicht widerlegt. Zusammen mit allen unverbesserbar weiterkämpfenden, unbelehrbar auf der Wahrheit beharrenden, weiterhin die wahren Führer Deutschlands.", "summary": "Gedenken an den 30. Jahrestag der Ermordung von John Schehr und seinen Genossen im Februar 1934. Darstellung des Lebenswegs Schehrs als KPD-Funktionär, Reichstagsabgeordneter und Gegner des Nationalsozialismus. Beschreibung seiner Verhaftung im November 1933, der Folter durch die Gestapo und seiner Ermordung. Würdigung seines Vermächtnisses in der DDR unter Walter Ulbricht.", "referenz": "Porträt des Kommunisten John Scheer aus Anlass des 30. Jahrestages der Ermordung John Scheers und Genossen durch die Nationalsozialisten am 1. Februar 1934:\nSchilderung der Grabstätte John Scheers auf der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde durch Autor Grothe /\nStationen der politischen Entwicklung John Scheers in der Kommunistischen Partei Deutschlands bis zur Arbeit im ZK der KPD in den 1920er und 1930er Jahren / Kampf gegen den Faschismus in Illegalität / Verhaftung am 13. November 1933 in Berlin / Standhaftes Verhalten John Scheers und seiner Mitstreiter in der Haft / Ermordung in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934 / Darstellung der Ermordung als \"Auf der Flucht erschossen\" durch die Nationalsozialisten / Würdigung des Vermächtnisses der vier Ermordeten in der DDR / \nDarin enthalten:\n00:21:28 Gedicht \"John Scheer und Genossen\" von Erich Weinert (-00:24:03) /\n00:10:15 Fremdmaterial:", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-030"}
-{"transcript_id": "101623126", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DW DST News and The Day - 29.06.2025", "beitragstitel": "Schaltgespräch mit Rosemary Kelanic (Defense Priorities, USA) über Handlungsoptionen Iran nach Luftschlägen der USA gegen Atomanlagen, Einschätzungen über Aussichten für weitere Verhandlungen, Fortführung der Atomforschung und Nuklearwaffen-Entwicklung", "transkript": "Yeah, it's a great question. I'm afraid the options are all bad. So there are bad options and there are worse options. Of course, the Iranians are angry that the United States struck them. They're angry that Israel struck them in the middle of negotiations with the United States. So far, they've said that they don't want to talk to the United States, but that could change. So I think that what Trump needs to do now is to try to assure Iran that there is room for conversation, that the United States is not bent on overthrowing the regime or going to war with Iran, that Iran has something to gain from cooperating with the United States to reduce its nuclear program and submit it back to monitoring and inspections. Well as we just mentioned, Iran has now said it's suspending all cooperation with the nuclear watchdog, the IAEA. So what does that mean for efforts to at least monitor Iran's nuclear activities? Yeah, so it's not good. It's not good. And it's not clear, though, that they really will suspend it for real. So what the parliament votes on and what the parliament says is not necessarily the policy that Iran's going to adopt. They're sort of advisory incapacity. They're not the last word. But if they don't cooperate, then that becomes very difficult. The United States, if they truly want to prevent Iran from weaponizing, needs to have boots on the ground in the form of, ideally, IAEA inspectors, right? I think when President Trump agreed to do these airstrikes on behalf of Netanyahu, when he agreed to do it, I don't think he was signing up for a long-term war with Iran or any kind of regime change operation. But I'm afraid that there's escalatory dynamics that could lead the United States down that path if it's not careful. Well, we should also mention again that President Trump is claiming that Iran's nuclear program was obliterated and others are more skeptical. What's your assessment? My assessment is that it was clearly not obliterated. You can't obliterate a program that's 20 years old, with many, many sites, and an entire generation of Iranian nuclear scientists. You can't just obliterate that from the air with airstrikes. And even if the three big facilities that the U.S. was involved in striking, even if those are completely destroyed or damaged, we know, or at least we suspect, that Iran removed materials from those sites. We also know that there are sites like Pickaxe Mountain, for instance, that were not touched by airstrikes. So there are nuclear sites that are still potentially in operation in Iran. And even if there weren't, if Iran really wanted to rebuild, they could do so. They know how to do this, which is why a military response or a military solution has never been the best way to solve this issue. So what is the path forward? If you say a military solution is not the path forward, how do we prevent this type of nuclear proliferation in the Middle East? Look, I mean, Iran, I'm not convinced that Iran was set on getting a nuclear weapon. They wanted options. They had enrichment facilities, but they could have built a nuclear weapon years ago if they really wanted to, right? What I think Iran really wants is they want sanctions relief. They want to deal with the United States, something that makes them like a new full member of the international community and not a pariah state anymore. And to do that, we have to have negotiations. We have to talk with them. But to talk with them, right, we also have to convince them that the United States doesn't have it out for the Iranian regime, that we're not sort of determined that we're going to go in and, like, you know, squash them no matter what happens, right? We have to convince Iran that we don't really want regime change in Iran and that we're willing to negotiate on the nuclear issue. And if we can convince them of that, maybe they'll come to the table again. That was Rosemary Kalanick, Director of the Middle East Program at the think tank Defense Priorities. Thank you so much. We appreciate your time. Thank you.", "summary": "Die USA haben iranische Atomanlagen angegriffen. Der Iran setzt daraufhin die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) aus. Ein Interview über die Eskalationsdynamik und mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur Wiederaufnahme des Atomabkommens.", "referenz": "News Schaltgespräch, eng o. Akzent, ohne Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-031"}
-{"transcript_id": "1252881.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "Musikalische Weltliteratur ausgewählt von Hans Pischner", "beitragstitel": null, "transkript": "Es war ein großes Glück für mich und bestimmt bis zum heutigen Tage, dass ich in einem musischen Elternhaus aufgewachsen bin. Mein Vater stammte aus recht ärmlichen Verhältnissen. Er erzählte mir noch, wie er frühe Brötchen austragen musste, um ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Meine Mutter stammte von einem Werkmeister ab. Sie spielte recht gut Klavier, machte ihre Klavierlehrerprüfung und spielte schon kleine Kinderrollen am Theater, beispielsweise in Nora von Ibsen. Ich möchte sagen, dass Theaterblut und die Beziehungen zu Musik schon recht früh bei mir dadurch gegeben waren. Den ersten Klavierunterricht erhielt ich auch durch meine Mutter selbst. Ich denke noch sehr gerne daran, wenn wir vierhändig spielten. Als ich dann so weit war, konnte ich immerhin schon bei einem sehr strengen Lehrer, dem ich aber bis heute dankbar bin, sonst hätte ich schwierige Zeiten, sieben Jahre Krieg und Gefangenschaft, sicher gar nicht überstanden, technisch mit dem Jugendalbum von Schumann beginnen konnte. Ich bin zwar oft mit Tränen nach Hause gegangen, denn was er von sich selbst abverlangte, er war krank, hatte eine schwere Krankheit, überwunden, und meinte also, das von anderen auch verlangen zu können. Es gab zum Glück damals noch kein Fernsehen, aber wir haben eben die Abende mit gemeinsamen Musizieren verbracht, entweder vierhändig am Klavier, Schöne Müllerin, Schubert-Märsche und so weiter, oder, da mein Vater ja Klavierstimmer und Klavierbauer war, hatten wir auch ein Harmonium zu Hause. Es gab Ausgaben von Werken, Auszüge aus dem Brahms-Requiem und anderes, Heidenschöpfung und so weiter, für Klavier und Harmonium. Er saß am Harmonium und ich am Klavier und lernte da natürlich dann schon ein großes Repertoire kennen und andererseits natürlich auch Blattspielen, was doch für mich dann sehr wesentlich war und sehr wesentlich wurde. Daneben, um das gleich hinzuzufügen, waren meine Eltern kulturell allseitig sehr interessiert. Man nahm mir nicht übel, wenn ich Geld, das für andere Zwecke verwendet werden sollte, benutzte, um mir ein Buch zu kaufen. Genauso liebten wir vor allem das Theater. Die Breslauer Volksbühne hat damals eine große Rolle für uns gespielt und ich habe dadurch ein gutes Verhältnis zum Theater gefunden. Ich habe nachher in meiner Staatsoperzeit, eigentlich das nie verraten, die haben mir mal gedacht, da ist ein Chamberlist, der leitet eine Staatsoper. Die Mitglieder der Staatsoper haben dann jetzt erst erfahren, dass ich eigentlich von Kindheit an mit dem Theater sehr verbunden war, vor allem auch mit dem engagierten Theater der 20er Jahre, ob es Schauspiel oder auch Musik war, wenn ich an Kurt Weill, Hindemith, Schräger und andere Komponisten denke. Meine Eltern kamen nach Breslau, es wurde also meine Heimatstadt, die völlig erhalten war bis 1945, bis die Nazis in ihrem barbarischen Krieg sie zur Festung erklärten und, ich möchte es sagen, selbst zerstörten. Ich war zu dieser Zeit im Krieg, meine Eltern wurden zwangsevakuiert, es gab einen bestimmten Tag, da musste man sich am Bahnhof einfinden und Breslau verlassen. Meine Hochachtung war dann eben, wie diese Stadt durch unsere polnischen Nachbarn wieder aufgebaut wurde. Die Altstadt von Breslau, die Dominsel beispielsweise, finde ich, ist schöner, fast restauriert worden, als sie einmal war. Ich bin diese alten Wege wieder gegangen und habe mich dessen erfreut und kann nur von größter Hochachtung dabei sprechen. Ich bin auch selber darüber sehr froh, dass man mir eines Tages den Orden für Verdienst um die polnische Kultur verliehen hat. Ich gehörte also zu denjenigen, die von vornherein schon in der Gefangenschaft vollkommen verstanden, dass dieses Gebiet für uns verloren sein würde, weil es ein Aufmarschgebiet gegen den Osten war. Wir hatten gute Beziehungen zu polnischen Künstlern, mein Lehrer Bronislaw von Poschniak, der übrigens nach dem Krieg noch in Halle tätig war. Wir hörten sehr oft die Konzerte aus dem Warschauer Rundfunk, Sonntag vormittags, die sehr interessant waren, oder auch polnische Künstler, wie Raul von Kutschalski. Ich habe dann später natürlich zu vielen polnischen Künstlern, Sängern, Dirigenten usw. durch meine Rundfunkzeit, Staatsopernzeit, Verbindung gehabt, auch mit der Chopin-Interpretin Alina Czerny-Stefanska. Ihre Tochter wollte unbedingt Czerny studieren und sie kam zu mir. Czerny-Stefanska war sogar anwesend und korrigierte mich einmal, als ich sagte, wissen Sie, in der alten Musik ist es so, in der linken Hand, die Bässe gehen ganz gerade durch, metronomisch, und in der rechten kann man etwas freier spielen, das ist anders als bei Chopin. Raul von Kutschalski-Czerny-Stefanska sagte, Sie irren sich, das ist bei Chopin das Gleiche. Da habe ich also noch etwas dazugelernt dabei. Es war, wie ich das schon sagte, durch mein Elternhaus an sich eine sehr schöne musische Atmosphäre. Mein Vater baute mir sogar mein eigenes Theater. Ich habe mit Poscenium und allem drum und dran mit Beleuchtung. Ich konnte also regelrecht meine eigenen Opern oder Schauspiele aufführen. Die Schule hat manchmal darunter gelitten, aber es war auf der Schule nicht ganz einfach, da meine Eltern, meine Mutter war 1917 in der SPD eingetreten, gemeinsam mit meinem Vater, absolut zur Weimarer Republik standen und ich auf ein Gymnasium ging, in dem die Lehrer also ganz gegensätzlich zur Weimarer Republik standen, wie ich ja da einmal sagte, alles dazu taten eigentlich, um sie zu untergraben. Das gab Schwierigkeiten für mich selber, meine Eltern hatten mich aus Toleranzgründen vom Religionsunterricht befreien lassen, also ich war mit Atheisten, jüdischen Mitschülern und anderen, hatte ich meine Freistunde im Hof, wenn die anderen Religionsunterricht hatten, fiel schon da nicht angenehm. Auf, bekam dann Kontakt zum Sozialistischen Schülerbund, der Beziehung hatte zur Sozialistischen Arbeiterpartei, deren Begründer Max Seiderwitz war, mit dem ich mich oft darüber unterhalten habe. Und als ich dann den einzigen wirklich demokratischen Deutschlehrer verlor, in Herbstferien, als ich zurückkam, entschloss ich mich, von der Schule abzugehen. Dazu kam die Weltwirtschaftskrise, es waren eben nicht nur schöne Zeiten, sondern wir hatten auch erhebliche Schwierigkeiten, wie sollte man ein Studium durchführen und so weiter. Und so kamen wir auf die Idee, für zwei Berufe zu arbeiten, wie ich es einmal genannt habe. Mein Vater meldete mich mal an in einem Privatseminar, um die Musiklehrerprüfung zu machen und gleichzeitig lernte ich bei ihm den Klavierbauerberuf. Ich habe also vom Polieren bis zum Befilzen, Stimmen und alles bei ihm gelernt. Mit dem Stimmen war er bei mir nicht immer ganz zufrieden. Er hatte eine solch ausgezeichnete Schule, dadurch, dass er durch halb Europa gekommen war, Kurt-Herrn Steinwegstein, wie viele andere Firmen. Aber mir hat das natürlich für mein Leben sehr geholfen und ich war frei in der Entscheidung, welchen Beruf ich einmal ergreifen würde. Man kennt mich als Cembalisten und viele haben mich schon gefragt, wie ich eigentlich zum Cembalo gekommen sei. Nun, das war also wirklich Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre, wo das eigentlich noch ein brotloser Beruf war. Es gab vielleicht fünf oder sechs berühmte Cembalisten in dieser Zeit, nicht wie heute verbreitet, großartige Interpreten über die ganze Welt. Aber da kam Gertrud Wertheim aus Berlin und es gab ja damals noch keine Cembaline in den Städten. Sie brachte ihr eigenes Blegel-Cembalo mit und stellte es bei uns ab, übte bei uns und mein Vater brachte das Instrument in Ordnung und ich fing Feuer und Flamme für das Instrument. Ich war beim Üben dabei, ich blätterte ihr um und es geschah also, ich entschloss mich für das Cembalo und sagte meinen Eltern, also jetzt will ich Cembalo studieren. Jetzt kam ich zu Gertrud Wertheim, wie man als junger Mensch ist, wie die jungen Pferde, also nun wirst du hier auf dem Cembalo loslegen. Und sie fing also an, auf dem Opernmanual eines der feinsten Stücke von Couperin, Les Petits Moulins Avant, mit mir zu arbeiten, natürlich völlig zurecht, um den Anschlag zu lernen, dieses ganz leichte Anschlag, gerade auf dem Opernmanual von dem Blegel-Cembalo. Und ich muss sagen, ich habe also meine ganze musikalische Laufbahn, meine Erfolge, auch in erster Linie ihr, die selbst eine Schülerin von der berühmten Cembalistin Wanda Landowska war, zu verdanken. Es zog mich, als die Nazis kamen, dann völlig auf meine Musik zurück. Es wurde sozusagen mein Refugium, wenn man so will, nahm keine feste Stellung an, damit man sich nicht irgendwo binden musste, aber natürlich auf der anderen Seite hing man an der Musik, mit der man aufgewachsen war. Die Nazis kamen mit ihrer entarteten Kunst. Es gab diese Auseinandersetzung zwischen Furtwängler und Goebbels, als Furtwängler von hinten mit Ausschnitten aus Mathis der Mahle aufführen wollte und ein ganz üblicher Angriff von Goebbels erfolgte, Furtwängler sehr mutig darauf antwortete, man muss das Furtwängler lassen, bei allem hin und her, das es über ihn gibt und was man sagt. Ich versuchte mich in gewisser Weise daran zu beteiligen, insofern als ich Hauskonzerte in unserer Wohnung gab, natürlich in erster Linie mit Cembalo, aber auch mit Klavier, Lieder aus dem Marienleben von Hindemith, aber wenn ich heute über Hindemith spreche, möchte ich ihn doch oder seinen Charakter ganz besonders darin kennzeichnen. Dass er zum Tode Roosevelt sein großes Requiem geschrieben hat, dass er also politisch wusste, was der Tod Roosevelt für die Zukunft in der Welt bedeutete, also sowohl musikalisch wie auch im gesellschaftlichen Bereich halte ich gerade ein solches Werk für sehr entscheidend. Ich hatte Pechglück, zugleich möchte ich sagen, ich bekam in Berlin einen riesen Schreck, als ich Flugblätter sah in den 30er Jahren, die Wehrpflicht ist eingeführt und ich mit dem Jahrgang 14 eigentlich dazu gehörte. Ich kam dann auch aus gesundheitlichen Gründen so zu einer Art Landwehreinheit, wo man zweimal eingezogen war, es war eine fürchterliche Zeit in diesen Kasernen. Es hat mich vor dem Schlimmsten bewahrt, denn die ersten Jahrgänge wurden ja buchstäblich von den Nazis verheizt. Ich wäre sicher heute nicht mehr am Leben. 1942 wurde ich dann eingesetzt in der Sowjetunion nach Stalingrad, in einem völligen Durcheinander, also man konnte sehen, dass der Krieg zu Ende war. Nach drei Verwundungen landete ich dann noch einmal oben in Burland und kam in die Gefangenschaft. Durch Zufall möchte ich sagen, ich hatte mich engagiert im Lager für das Nationalkomitee Freies Deutschland, die Zeitungsschau, hatte aber nicht im Komitee mitgearbeitet, da hatten sich viele Nazis auch eingeschlichen und ich konnte nicht Russisch und ich sagte einem Kameraden, du unsere Zeit kommt. Ich kam dann also zu guter Letzt doch auf eine Antifa Schule, die hervorragend war mit einem sehr guten Lehrer, dem Otto Schwab, der mir sehr viel auch menschlich gegeben hat. Es waren eben nicht nur politische Literatur, sondern es gab dort auch eine ausgezeichnete Bibliothek. Ich habe Anna Segers, Lukas Becher, Bredl, all diese Literatur dort in den freien Stunden lesen können. Ich habe es einmal genannt, es war meine Universität sozusagen. Ich gebe auch zu, dass ich Bücher gesucht habe, die ich nicht gefunden habe, wie Isaac Babel, den ich aus früherer Zeit kannte. Ich habe sogar dort einmal mit Theater gespielt, in den Laboratorien von Kataruh, auch eine Rolle dabei übernommen. Ich kam mir einmal etwas blamiert vor, wenn man es so sagen darf, denn es gab ja dort Aufnahmegespräche. Dieser Lehrer, ein alter Kommunist, fragte mich, kennen Sie eigentlich Werke von Shostakovich? Ich als Musiker musste das also verneinen. Ich konnte damals nicht, beim besten Willen nicht ahnen, dass ich Shostakovich einmal so nahe kommen würde, dass ich sein gesamtes Werk, das mit dem Oper zu tun hat, an der Staatsoper aufgeführt habe, ihn zum Ehrenmitglied machte und mich schon in Weimar für ihn einsetzte, indem wir mit dem Hochschulorchester, aber inzwischen gibt es bestimmt bessere Aufnahmen, sein kleines, sehr hübsches und für meine Begriffe freches, ein echtes Shostakovich-Werk aufführte, das Konzert für Kammerorchester, Klavier und Trompete, das ich ganz besonders schätze. Vor dem Kriege war Maduro für alte Instrumente, ein der Cello-Lehrer an der Weimarer Musikhochschule. Walter Schulz, wesentlich älter als ich, hatte ein großes Zutrauen zu mir, dass er mit mir jungen Menschen, ich war um die 20 herum, Konzerte gab für Gambe und Cembalo usw. Ich entnahm aus den Zeitungen, die wir in die Gefangenschaft bekamen, dass er der Direktor geworden war der ersten Musikhochschule, die überhaupt in der damaligen sogenannten sowjetischen Besatzungszone eröffnet worden war. Und für mich war das ein absoluter Neubeginn, denn jetzt war ich wieder bei der Musik und habe mich dann betätigt mit einem Bach-Zyklus, einer Arbeitsgemeinschaft für alte Musik, für neue Musik. Wir haben alles, was als erartet galt, wieder hervorgeholt. Ich erinnere mich noch an eine sehr gute Aufführung eines Kammermusikwerks von Schönberg, das Morbitzer mit seiner Kammermusikgruppe beispielsweise dort aufführte. Es kam dann noch etwas dazu, meine Illusion nach Weimar zu kommen und jetzt machst du nur noch Musik, die war schnell vorbei, denn Maxim Valentin, der damals dort die Schauspielabteilung führte und gleichzeitig auch politisch bei der Umerziehung tätig sein sollte, das Amt nannte sich Tutor, sah die Gelegenheit kommen, das schnell von seinen Schultern abzuwälzen und mir aufzuhalsen. Ich war gar nicht damit einverstanden, weil ich ihm sagte, erst muss man sich als Musiker, als Fachmann bewähren, ehe man dann auf diesem Gebiet Autorität hat. Aber ich habe sogar mit meinen Notizen, ein Gesellschaftswissenschaftler würde heute darüber lächeln, es gab ja damals auch keine Lehrpläne, Vorlesungen über historischen und dialektischen Materialismus vor den Schauspielstudenten bei Valentin gehalten. Einer, der mit da auf der Schulbank saß, war beispielsweise Minetti. Mir selbst hat es damals Freude gemacht und es war doch sehr anregend. Die vier Jahre, die ich in Weimar war, ich hatte dort schon begonnen mit einer Dissertation, auf das Thema hat mich Prof. Dr. Mönch aufmerksam gemacht, die Musiktheorie von Rameau, die Harmonielehre und ihre Auswirkungen. Dann entschloss ich mich nach vier Jahren doch den Platz zu wechseln. Ich wusste, dass in Berlin am Rundfunk die Stelle frei geworden war und so meldete ich mich dort beim Intendanten. Als es zum endgültigen Abschluss kam, sagte ich ihm, ich kann Ihnen eins versichern, ich werde nie zu den Abteilungsleitern gehören, die irgendwann anfangen zu komponieren oder zu dirigieren. Ich bleibe bei meinem Fach. Es gibt auch aus diesen vier Jahren nicht eine einzige Cembalo-Aufnahme. Die Zeit war wahnsinnig kompliziert. Es war der Höhepunkt des Kalten Krieges, der Rias war gegründet worden, das Rias-Orchester. Es wurde versucht, von uns Musiker abzuwerben, man musste alles dazu tun, entweder die Musiker zu halten, die zum Teil im Westen noch lebten, oder aus der Republik zu holen und auch entsprechend neue Dirigenten zu finden. Ich war verantwortlich für alles in der Musik, von der Produktion bis zur Programmgestaltung. Auch die Auseinandersetzung mit den politischen Redakteuren war nicht immer ganz einfach. Die Musik war ein bisschen der Zubringer. Man musste der Musik erst einmal die notwendige Autorität verschaffen. Das Schlimmste war, dass wir keinen Dirigenten hatten. Ich behaupte immer, Musiker sehen gerne aufs Geld, aber die künstlerische Arbeit ist für sie doch das Entscheidende. Wenn ein guter Dirigent da ist, dann macht das sehr viel aus. Es gelang mir also Abendrot mit einem kleinen Trick durch das Beethoven-Jahr, das interessierte ihn sehr, an das Haus zu binden. Dadurch übernahm er sechs der Konzerte. Dann ging ich noch einen Schritt weiter und holte mir noch Kornwitschni aus Leipzig, den man für einen ein bisschen Verrückten hielt. Aber ich wusste, was für Qualitäten in ihm steckten und habe ihn nicht mit klassischer Symphonik in Berlin vorgestellt, sondern mehr Bruckner, Brahms, Romantik, Bartok usw. Das war auch der richtige Weg und damit hatten wir dann entsprechend alles konsolidiert. Ich versuchte erst wieder diese ganze Breite hereinzubringen. Wir machten zu Weihnachten die große Glockensendung, die einen großen Anklang fand. Wir hatten zum Glück die Bänder der Glocken der größten Kirchen aus ganz Deutschland und dazwischen legten wir Musik ein. In dieser Zeit führte ich auch noch eine Sendereihe ein, die hieß »Die Musik des Friedens« und die reichte von Kindermann bis zu Paul Dessau und Hans Eisler. Das waren Musikbeispiele mit entsprechenden Kommentaren. Außerdem setzte ich mich sehr für Bach ein, für Bach-Kantaten. Die Hr. Mollmesser hatte auch damals eine Auseinandersetzung mit einem Chefredakteur, der meinte, was soll diese Orgelmusik auf dem Rundfunk? Ich ging noch auf die Parteiausschule. Damals war es sehr schwer, das drei Jahre lang neben allem anderen durchzuführen. Im Gegenteil, das Intendanten sagte, ich höre mal zu, du hast das abgesetzt. Ich habe jetzt gerade in »Politik und Kommunikation« eine Zwei gemacht. Wenn du jetzt in »Marxistisch-Leninistischer Ästhetik« eine Drei machst, dann wäre das ganz hübsch und die Hr. Mollmesser blieb im Programm. Der Rundfunkalltag war nicht ganz einfach. Ich wohnte in Schöneweide und fuhr jeden Morgen um neun Uhr in diese Enklave in West-Berlin in der Masurenallee. Ich habe in diesen vier Jahren eigentlich vom Kulturleben in Berlin gar nichts mitbekommen können, weil man von früh bis abends in diesem Funkhaus saß. Es war auch mit den Programmgestaltern nicht so einfach. Ich hatte mal einen Zwischenfall. Wir hatten ein Stück von Hans Eisler vorgesehen. Es war ein Vertreter aus der Unterhaltungsmusik, der an dem Abend Dienst hatte und das Band aufgelegt hatte. Einen anderen Tag kriegte ich einen wütenden, aufgeregten Anruf von Hans Eisler, was mit dem los gewesen sei. Das Band sei verkehrt herum gelaufen. Ich rief mir den Programmgestalter sofort an und sagte, es müsse in jedes Band vorher reingehört werden. Er sagte mir, ich habe mir das abgehört, wie das Vorschrift war, und dachte, das ist typisch Eisler, das muss so sein, das sei so original. Eines Tages, das war im Jahre 1951, wurde ich zum Intendanten Cortes bestellt und er sagte, hör mal, wir drei sind vorgesehen, du probst der technische Leiter und er selbst, der Intendant, nach Moskau zu fahren, um das erste Rundfunkabkommen abzuschließen in Moskau. Das war natürlich für mich ein großes Erlebnis, der einmal dort als Gefangener, nicht in Moskau, aber überhaupt in der Sowjetunion gewesen war, und jetzt diese Stadt zu erleben, die im Wesentlichen erhalten geblieben war mit einem für unsere Begriffe damals erstaunlichen Autoverkehr. Wir kamen aus den Ruinen von Berlin, waren fast jeden Abend im Bolschoi-Theater, aber was ich nicht wissen konnte, als wir damals im Bolschoi-Theater und der ausländischen Delegation saßen, dass eines Tages wir, die Staatsoper selbst, im Bolschoi-Theater gastieren würden und ich selbst auf der Bühne stehen würde und das Publikum begrüße. Für uns war Moskau, der Kreml, Leningrad mit der Remettage ein großes Erlebnis und vor allem die musikpädagogischen Sendungen machten mir, fanden mein großes Interesse, die Mischung von Musik und Kommentar und so weiter. Also ich sah mir das Moskauer Programmschema an und dachte so, das werden wir jetzt in Berlin durchführen. Es waren dann die Redakteure, die sagten, du schieß mal nicht so weit raus wie die jungen Pferde, bleib mal hübsch bei der Sache und halte das im Rahmen. Aber immerhin haben wir doch sehr viel getan mit Musikkommentaren, haben die Orchester aus der Republik eingeladen, haben unsere zeitgenössischen Komponisten in einer besonderen Reihe aufgeführt. Also viel zur Propagierung unserer eigenen Musik und unserer eigenen Musikkultur getan, auch bis zum mit Singen, Sandisch gestaltete eine Sendung an einem bestimmten Tag mit einem einzigen Lied, so dass jeder sich anschließen konnte oder ganze Singegruppen und diese Lieder lernen können. Ich weiß es nicht, ob es das heute noch gibt, es war jedenfalls damals eine sehr gute Einrichtung. Eines Tages wurde ich befragt, noch zur Zeit der Staatlichen Kunstkommission, ob ich die Musikabteilung übernehmen würde. Und während ich noch auf einer Reise nach China war mit dem Staatlichen Volkskunstensemble, erfuhr ich, dass ich der neue Hauptabteilungsleiter für Musik in dem neuen Ministerium mit Becher werden würde. Becher war stolz darauf, dass er Künstler um sich herum hatte, erst als Hauptabteilungsleiter, nachher wurde ich stellvertretender Minister und er war eben ein Künstler und Kulturpolitiker zugleich, mit einer großen Zugewandtheit zum Leben, mit großen Erfahrungen. Ich habe immer gesagt, er war ein Deutscher, der an Deutschland litt in seiner Zeit der Immigration in der Sowjetunion. Er hatte auch seinen eigenen Humor, er stammte ja aus Schwabing und hatte da seine kleinen Scherze, führte einen manchmal auch aufs Glatteis. Beispielsweise, wenn er in ein Gespräch kam, sagte er zu mir, du erklär mir mal den sozialistischen Realismus in einer Symphonie, wobei mir nur die Antwort übrig blieb, solange ihr das in der Literatur noch nicht mal richtig könnt, was verlangst du von mir. Hätte ich ihm eine gut auswendig gelernte Formulierung gesagt, hätte sich gesagt, um Gottes Willen, was habe ich für Mitarbeiter. Kollegiumssitzungen hatte er die Vorlagen meistens nicht gelesen, ich hatte immer den Eindruck, aber dafür war er mindestens zwei, dreimal in der Woche in der Republik draußen in kleinen Städten und hatte das Kulturleben studiert und damit hatte er eigentlich das Problem auf den Tisch gelegt und die Kollegiumsvorlage war schnell vergessen. Enttäuscht war er, als ich stellvertretender Minister wurde und mir 24 Stunden Bedenkzeit aus Bad erfand, dass man doch gleich zugreifen müsse und ich traf abends Paul Wandel dann zufällig im Theater, sagte der Becher, der will, dass ich das mache und ich halte mich gar nicht geeignet als Funktionär für solche Sachen, so sagte Paul Wandel, was willst du denn, die Sache ist ja schon beschlossen und damit war die Sache erledigt. Also eigentlich jede Funktion, die ich übernommen habe, ist auf diese Weise zustande gekommen. Ich habe mich nie darum beworben, mich nie um meine Karriere bemüht, sondern ich purzelte immer in eine neue Funktion. Vor zehn Jahren war ich stellvertretender Minister, als neuer Minister kam zu uns Hans Benzin. Alexander Abusch wurde stellvertretender Ministerpräsident, auch für den Bereich Kultur und Hans Benzin. Er kannte mich noch aus meiner Weimarer Zeit, er hatte als Student, als Schüler von dem Philosophen Klaus mir geholfen, Vorlesungen zu halten und er kannte mich in meinem Wesen und sagte, weißt du, du bist doch Musiker, die Oper ist doch was ganz anderes und Max Burgert wollte aufhören, hatte schwere Zeiten hinter sich und schlug mich als sein Nachfolger vor und so habe ich sogar nach einigem Zögern erst die Oper übernommen, weil ich wusste, was für ein Riesenbetrieb mit 1200 Menschen, vor allem den Technikern, nicht den Künstlern, die Techniker und alles das, ob ich das bewältigen würde. Ich habe es dann 21 Jahre, wie man so schön sagen kann, dieses Handwerk betrieben und sehr, sehr gerne gemacht, habe das traditionelle Erbe sehr gepflegt, mich sehr viel um jungen Nachwuchs gekümmert, der sich ja auch bewährt hat, das kann man in jedem Buch nachlesen oder in jedem Spielplan, wenn man will und dann vor allem kamen die Erinnerungen an die 20er Jahre, Volksbühne, engagiertes Theater, sodass ich sagte, die Oper kann nur existieren, wenn Neues hinzuwächst, sodass wir tatsächlich jedes Jahr eine Uraufführung hatten. Das Schwierige war, gute Librettisten zu finden, aber immerhin gelang es mir durch Anfangserfolge, dass Neutsch, Heiner, Müller, Deicke, Mikkel und viele andere Opern-Libretti geschrieben haben, die früher nie daran gedacht hätten, sondern von der Oper nicht viel hielten. Eine Hilfe war dabei natürlich auch Paul Dessau, weil seine Werke doch eine solche Ausstrahlung hatten, dass sie die Librettisten interessierten. Gericht zu halten, über die rebellischen Physiker wollen, was wir wollen, ob schon sie so hoch bezahlt werden. Geht denn der Geldgeber nichts mehr in den Kreisen der Wissenschaft? Sie etwa das Geld abschaffen? Das ist der Umsturz! Das ist das Ende der Menschheit! Rufe den Ersten! Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Haben Sie das geschrieben? Nein. Aber das ist Ihre Unterschrift! Ja. Wer also hat das geschrieben? Ich weigere mich, ich weigere mich, den betreffenden Namen auszusprechen. Ich habe ein Gewissen, das weigert sich und lebt mir die Zunge. Weil Sie die Unterschrift leisteten, darf ich annehmen, Ihr Gewissen die Hand nicht gelähmt hat. Nehmen Sie also die Hand und schreiben Sie den Namen. Rufe den Zweiten! Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Ich kann mich auf den Kopf stellen! Die Vereinigten Staaten sind stärker als ich. Ich mach weit, ich muss alles wissen. Ich ziehe meine Unterschrift zurück. Macht, was ihr wollt. Wir achten Ihre Gesinnung. Sie sind ein Vorbild. Die Bürger werden Ihrem Beispiel folgen. Rufe den Dritten. Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Auch Ihre wenigen Freunde wenden sich von Ihnen ab. Zu Gewalt aufgerufen, das ist nicht gut. Sie haben Ihre Vertrauenswürdigkeit bewiesen. Sie können tun, was Sie wollen. Das Gericht erkennt, dass Sie die Waffen, die Sie hergestellt haben, verbessern wollen. Sie sind verurteilt. Sie werden, solange Sie leben, sowie nach Ihrem Tode, für die Waffen, die Sie erdacht haben und abschaffen wollen, einem fortgeehrt werden. In dieser ganzen Zeit gab es zwei Dinge, von denen ich mich nie getrennt habe. Das war meine Dissertation über Rameau und das war mein Chamberlain. Mit der Dissertation über Rameau war es sehr schwierig. Während der Rundfunkzeit blieb alles liegen. Auch im Ministerium war es nicht ganz einfach. Aber es war eben so, dass ich nebenher das Material weiter durcharbeitete und diese tausende von Kilometern, die ich durch die Republik fuhr, waren insofern immer günstig, dass ich, wie mein Fahrer das nannte, meine Rameautasche bei mir hatte. Und in dieser Zeit dann arbeitete, es störte kein Telefon, man schaute raus ins Grüne, hatte seine Ideen. Und so wuchs und gedieh langsam diese Dissertation, die ich schließlich abschließen konnte. Das andere war die Arbeit mit dem Chamberlain. Und ich habe das Eisern beibehalten, habe jede freie Stunde benutzt, am Chamberlain zu üben, beim Chamberlain selbst zu stimmen. Ich hatte ja bei meinem Vater das alles gelernt. Um Termine einzuhalten, gab es sogar eine lustige Geschichte. So lustig war sie andererseits nicht. Wir waren in Schierke zu den Ferien im Winter und es brach plötzlich ein ganz kalter Winter ein. Und in unserem Haus in Köpenick fuhr also die Heizung ein, es war alles geplatzt, wir kamen nach Hause und konnten in dem Haus gar nicht wohnen. Und ich nahm das Chamberlain ins Ministerium, in den großen Vorraum von dem Ministerzimmer. Und sobald 17 Uhr war und es still wurde im Haus, setzte ich mich dann ans Chamberlain und übte. Dieser Zeit meiner Arbeit im Ministerium trat plötzlich ein Vertreter der Grammophon an mich heran, weil die Chorproduktion machten mit unserer Eterna. Ob ich nicht mit David Eustach zusammen spielen wolle, er spiele Bachsonaten mit Klavier, sei das nicht das Richtige, es wäre doch besser mit Cembalo. Ich kam etwas in Verlegenheit und bat mir erst einmal Bedenkzeit aus, weil ich dachte, um Gottes Willen, wenn er nicht gut spielt, gibt es diplomatische Verwicklungen mit einem Mann wie David Eustach, den ich schon gut kannte und mit dem ich befreundet war. Aber ich entschloss mich dann schließlich doch dazu und dann am Karfreitag spielten wir erstmal eine Sonate für zwei Violinen und Cembalo mit ihm und Igor Eustach. Und abends sollte er Tartini noch spielen, aber das wieder mit Klavier. Und da kam plötzlich ein Anruf abends um sechs, ich möchte auch wieder in den Rundfunk kommen, er möchte Tartini auch mit Cembalo machen. Und schließlich entstand daraus die musikalische Freundschaft, dass wir dann alle Bachsonaten miteinander aufnahmen. Und das Arbeiten mit ihm war wunderbar, weil er gleich fragte, sagen Sie mal, wie machen Sie die Verzierungen? Und das eine Tempo war ein bisschen langsam, ich dachte, aber du sagst nichts, der große Eustach ist froh, dass du mit ihm spielst. Und als das Satz zu Ende war, schaute er sich nur und sagte, ein bisschen zu langsam das Tempo, nicht? Also wir haben uns sehr gut verstanden und man könnte eine Fülle von Anekdoten aus dieser Arbeit mit David Eustach, einem menschlich einzigartigen Persönlichkeit erzählen. Wie gesagt, es ging mir bei dieser ganzen Arbeit eigentlich immer darum, mithilfe, ob ich im Kulturbund gearbeitet habe, über den ich auch noch vielen Zusammenhang mit der Weimarer Zeit berichten könnte, aber es würde zu weit führen, ob es Kulturbundarbeit war, Rundfunk oder auch was es war, ging es immer um den Zusammenhang zwischen Kunst und Frieden. Ich sprach von dieser Friedenssendung und etwas, was ich dafür ausgewählt hatte und ganz besonders wichtig hielt, war eine Stelle aus Heidens Schöpfung, um darzustellen, was der Mensch tatsächlich bedeutet. Das ist die berühmte Arie aus Heidens Schöpfung, mit Wirt und Hoheit angetan steht der Mensch, ein Wunder der Natur und ich bin der Meinung, dass es die Hauptaufgabe ist, dass in diesem Sinne die Kunst dem Menschen und dem Frieden dienen möge. Ich habe vor kurzem einmal gesagt, es gibt einen wundervollen Kanon, den wir Musizi sehr lieben, der heißt, Himmel und Erde werden vergehen, aber die Musizi bleiben bestehen. Gibt es jemals ein nukleares Inferno, gibt es auch keine Musizi mehr.", "summary": "Der Cembalist und Intendant Hans Pischner blickt auf sein Leben zurück. Er beschreibt seine musikalische Prägung im Elternhaus in Breslau, sein Cembalo-Studium und seine Tätigkeit als Intendant der Staatsoper Berlin. 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Ich bin ein kommunikativer Mensch und wenn ich das Gefühl habe, jemand möchte von mir was hören, bin ich bereit es ihm zu erzählen. Montagmorgen, das erste Interview, das erste von mehr als drei Dutzend in einer Woche. Irgendwann haben auch wir nicht mehr mitgezählt. Er lässt sich geduldig immer wieder die gleiche Frage stellen. Die Hauptfrage, die ich höre, ist, wie kannst du überhaupt in Deutschland leben? Aber das höre ich nicht nur von Israelis. Das höre ich von Amerikanern, von Franzosen, von Englern, Juden wie Nicht-Juden. Wie kann er überhaupt in Deutschland leben mit einem Terminkalender? Er sieht es nüchtern und spricht von Normalität. Seine Geschäfte betreibt er nebenbei, neben dem zeitraubenden Ehrenamt. Die Geschäfte betreibt er aus einer Frankfurter Villa, die Büros hinter Panzerglas. Von hier aus managt der ehemalige Schmuckhändler Bubis mit einem kleinen Stab Immobilienbesitz und Anlagevermögen, Anteile an Hotels in der ganzen Welt. Die Villa, sie ist ein einst von Studenten besetztes Haus. Ignaz Bubis, der Spekulant. Das, sagt er, das bin ich. Ich bin ein Spekulant, wie jeder andere Kaufmann auch. wenn der Herr Schmitz sich meldet. Ich komme noch hierher, vom Hintergrund hier. Einen tiefen Griff in die Mülltonne tut ein Polizeibeamter in Stuttgart, aus Sicherheitsgründen. Ignaz Bubis wird zum Besuch in der jüdischen Gemeinde erwartet, und das heißt Sicherheitsstufe 1. Das Jackett des Hausmeisters ist mit einer Schusswaffe gepolstert. Juden in Deutschland, jüdische Gemeinden in Deutschland, ganz normale Gemeinden wie jede katholische oder evangelische um die Ecke sind sie eben nicht. Der gepanzerte Mercedes fährt vor. Ignaz Bubis hat um die ständige Begleitung durch Sicherheitsbeamte und die hochorganisierte Rücksichtnahme nicht gebeten. In Bonn machte man sich Sorgen, und da zuckte er mit der Schulter und lebt seitdem bewacht wie der Bundesrat. Ignaz Bubis erkennt sich aus in den jüdischen Gemeinden in Deutschland. Ich bin in der jüdischen Tradition erzogen worden, als Kind. Ich habe dieses Zuhause seit 1940 nicht mehr, seit dem Tag, als meine Mutter verstorben ist. Da war ich noch nicht mal 14 Jahre alt und meinen Vater habe ich zwei Jahre später verloren. Aber ich habe das, was ich als Kind innerhalb meiner Familie mitbekommen habe, das prägt mein Leben bis heute. Die Zahl der jüdischen Gemeinden wie der Gläubigen ist gering. Nur wenige Juden leben nach dem Holocaust noch in Deutschland. Und nicht alle sind Mitglieder jüdischen Gemeinden. Ignaz Bubis geht als liberaler Geist, als junger Mann im ehemals hochbetagten Vorstand der Gemeinden. Jude aus Tradition ist er, jedoch bei Leibe kein orthodoxer Jude. Wir wissen nicht, was morgen wird. Wir wissen wohl, was gestern war. Juden in Deutschland. Vom Gefühl her immer noch auf dem Sprung, nicht nur auf der Hohe. Für viele ist diese Nachdenklichkeit, wir wissen nicht, was morgen wird, vorhanden. Seit Jahren kommen aus der ehemaligen Sowjetunion jüdische Zuwanderer nach Deutschland. Seitdem wachsen die Gemeinden wieder und Ignaz Uwis kann russisch sprechen. Die Sprache, mit der er, er wurde in Polen geboren, nach dem Krieg sein erstes Geld verdient hat, als überaus erfolgreicher Tausendler. Visitenkartendrucker bei Ignaz Uwis, müsste man sagen. Die Postmappen in seinem Büro stecken noch voll hunderten unbeantworteter Briefen. Und Ignaz Uwis verteilt weiter seine Karten. Sprechen Sie mich an, melden Sie sich. Seine Rolle als Sprecher des Zentralrates versteht er auch als die Rolle des Zuhörers in den Gemeinden. Erster Wohnsitz, Flughafen Frankfurter Main, Abflugfall. Der vielreisende und Vielflieger Ignaz Budis. Sitzplatz 1C. Im Lufthansa-Computer die drei Buchstaben HON. Dem deutschen Volke sagte vor dem Reichstag auch an diesem Tag seine Meinung. Noch schnell vor der Podiumsdiskussion ein, zwei Interviews. Ignaz Budis wird zumeist als Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland gefragt. Die Antwort gibt dann Ignaz Budis, ein deutscher Staatsbürger jüdischem Glaubens. Das ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann. Glauben Sie, dass Sie inzwischen an dieser Grenze sind, wo Prominenz zur Popularität wird, so oft wie Sie auftreten? Ja, aber ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht liegt es an meiner Gutmütigkeit, dass ich mich äußere, dass ich mich zur Verfügung stelle. Aber ich muss dazu sagen, ich missbrauche ja auch die Presse. Denn die Presse braucht mich, um von mir was zu hören. Und ich missbrauche die Presse, indem ich das, was ich im Bauch habe, was mich beträgt, auch rausposaren. Und das wird auf diese Weise transportiert. Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Thema, wieder einmal, Ausländer. Ignaz Bubis gehört zu jenen, die noch als Kind den Holocaust überlebt haben. Vergessen ist unmöglich. Direkt im Blick von Ignaz Bubis und im Blick unserer Kamera, ein Tagungsteilnehmer, die Tätowierung als KZ-Häftling, sichtbar auf dem Arm. Treblinka, der Ort, an dem sein Vater ermordet wurde. Treblinka, ist das etwas, über das Sie immer nachdenken, jeden Tag immer mal wieder? Neuerdings immer wieder. Ich habe über Treblinka für mich auch früher nachgedacht, aber bis 1987 war es wohl, habe ich es nie fertig gebracht, dort hinzufahren. Es kann sogar 88 gewesen sein. Es muss wohl 88 gewesen sein. Und bis dahin, wie gesagt, habe ich immer, als ich in Polen war, eine Ausrede gefunden, warum ich nicht hinfuhr. Bis ich dann einmal doch dort war, aber ich glaube nicht, dass ich es fertig bringen werde, wieder hinzufahren. Frankfurt, eine noble Villa, ein Industrieclub, Treffpunkt für jungen Rotarier. Ignaz Bubis selbst ist Mitglied im Lions Club. Nun erzählt er, gerade erst ist er aus Berlin gelandet, jungen Studenten über das Leben in jüdischen Gemeinden in Deutschland. Erzählt blonden jungen Frauen und Männern, die ihn zum Vortrag gebeten haben, in aller Ruhe vom unbekannten Leben um die Ecke. Jüdischer Alltag als Exotik. Und er bleibt ruhig, selbst als Reizworte fallen. Die Frage, kann man nicht stolz sein, Deutscher zu sein? kleine Gemeinden mit etwa 20, 30 oder 50 Mitgliedern. Auch hier in Hessen gibt es solche kleinere Gemeinden wie in Marburg oder Gießen. Darmstadt ist schon größer. Die nächstgrößere Nachfrankfurt in Frankfurt lebten bis vor drei Jahren 5.000 und jetzt sind es etwa 6.000 Juden auch durch die Zuwanderung. Und die nächstgrößere jüdische Gemeinde ist Offenbach mit etwa 1.000 Mitgliedern. Und im Rest Hessen leben nur noch etwa 600 bis 700 Mitglieder jüdischen Gemeinden. Wenn jemand antisemitisch denkt, mit dem habe ich überhaupt keine Probleme. Jeder Mensch kann denken, was er will, solange es nicht in Gewalt ausschlägt. Ich erwarte nicht, dass jeder jeden liebt. Das wäre zwar sehr schön und darauf basiert die Bibel und sonstige Freundlichkeiten, nur die Welt, die Menschen der Welt sind anders. Ich liebe auch nicht jeden und nicht immer jeden und insoweit stört mich das nicht, wenn jemand antisemitisch denkt, sei es, weil er neidisch ist, sei es, weil er meint, die Juden hätten zu viel Macht und das sind alles Dinge, die mich nicht stören, die mich überhaupt nicht stören, solange nicht Gewalt damit verbunden ist. Was sie stört, ist das Gefühl von Deutschen, die manchmal, wie soll man sagen, in sich die Verpflichtung spüren, gleich mit jedem Juden über den Holocaust zu reden. Das ist ihnen unangenehm. Das ist mir, das wirkt peinlich. In der Wirkung schon ist das peinlich manchmal. Vielleicht bin ich auch auf diesem Gebiet zu empfindlich, das weiß ich nicht. Aber ich hab's nicht gerne, wenn das das Thema sein soll. Es gibt so vieles, über das man sich unterhalten kann. Und er unterhält sich gern. Wieder ein gepanzertes Auto. Vorbei an der Polizei, im Rücken zwei sportliche Herren vom Sicherheitskommando, geht er in ein gepanzertes Haus zur jüdischen Gemeinde Frankfurt. Dort, hinter einer grün getönten Panzerglas-Scheibe, empfängt Ignaz Bubis eine Delegation des ökumenischen Weltrates. Und er tut, was er immer tun kann, reden. Frei, ohne Konzept, ohne Papier, gerade heraus, manchmal eben auch ohne Punkt mit vielen Kommatar und wenigen Absätzen. Der Kindergarten der jüdischen Gemeinde, bewacht wie der gesamte Gebäudekomplex, in dem auch eine jüdische Grundschule untergebracht ist. Normalität. Normalität will Ignaz Bubis. Aber ist das schon Normalität? Gehört das ganz einfach dazu zu den 5000 Jahren Geschichte des Judentums, Kameras? Es ist so, es ist ein Aufzug, der immer so ein bisschen... So, vielen Dank. Ich begleite ihn auch. Alles Gute, schönen Tag hier in Deutschland. Der Gastgeber Ignaz Bubis verabschiedet sich und kehrt zurück in den Raum. Dort erwarten ihn Mitglieder des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Frankfurt. Der nächste Termin, Vorstandssitzung. Man wird ihn fragen, ob er denn nicht ein freies Baugrundstück in Frankfurt kennt. Jüdische Gemeinde, sein eigenes Geschäft und auch die Politik. Ignaz Bubis weiß das alles zu verbinden. Ich sagte er, natürlich kumme ich. Das tut in den Parteien doch jedermann. Nur nicht alle geben es zu. Wir sind eigentlich nur informatorisch eingeladen und wir können nicht in einer Informalveranstaltung einladen. Nun auch nicht. Nein, wir können auch nicht nur noch, dass die Stellvertreter dann auch noch Erklärungen haben. Das geht nicht. Der Verantrag besteht aus fünf Mitgliedern und dann können wir nicht effektiv arbeiten. Wissen Sie, man muss mir nicht alles erzählen. Ich habe keine Schwierigkeiten, wenn mir einer sagt, darüber spreche ich nicht. Ich habe Schwierigkeiten, wenn man mich anliegt. Nun gibt es noch Zwecklügen, es gibt ja helfliche Lügen. Ich mag keine, weder die Zwecklüge noch die helfliche Lüge. Aber am schlimmsten ist die Lüge ohne Begründung. Also wenn sie das nicht mögen, dann kann das ja nur bedeuten, dass sie eigentlich ein relativ undiplomatischer Mensch ist. Ich bin sehr undiplomatisch. so kommen sie durch die Welt ohne zu lügen sozusagen. Ja, wem's nicht passt, der kann's lassen. Ignaz Bubis kennt jeden Winkel der Republik. Schmuck aus schwarzen Koffern, so der Titel eines uralten Dokumentarfilms. Hauptdarsteller Ignaz Bubis. Diesen Schmuck hat er verkauft, überall in Deutschland. Ignaz Bubis ist ein ungeduldiger Fahrgast, allerdings einer mit eingebauter Landkarte. Wie hört es eigentlich Herr Bubis, wenn Sie sauer werden, wenn Sie ärgerlich werden? Ich empfehle Ihnen nicht, mir da an die Quere zu kommen. dann werden sie richtig zu fuhr hier weiter kommen. Aber wie? Und wie bremsen sie dann? Oder wer bremst denn? Ich selbst, ich selbst, aber das dauert einen kurzen Moment, aber dann bremse ich mich selbst, aber erst explodiere ich. Man kann also sagen, Sie haben die Grenze bis zur Explosion ziemlich weit nach oben geschoben, aber wenn es da ist... Dann kommt es mit vollem Druck. Sie haben mal selbst gesagt, auf die Frage, wenn Ihre Tochter ein Ausländer heiraten würde, dann wäre ich sehr unglücklich. Da fängt der Rassismus an, Herr Bubis. Ich habe nicht gesagt, wenn meine Tochter einen Ausländer heiraten würde, sondern ich habe gesagt, wenn meine Tochter einen Nichten heiraten würde. Das ist ein offener Schicksal. Das habe ich verstanden. Das würde mich nicht sehr freuen. Da bin ich nicht da. Das ist hier die katholische Kirche. Mir ist irgendwann ein Schock eingefallen, katholikenfeindlich zu sein. Ehe mit Protestanten nur klar schließendes, wenn der protestantische Ehepartner sich verpflichtet, Etwas, was ich denke und nicht sagen könnte, das kann ich nicht. Ich war fest überzeugt, dass Ihnen der Begriff Altige bekannt ist. Ist Ihnen auch der Begriff Alt-Katholik bekannt? Der Mann im blauen Anzug. Er reist von Podium zu Podium, von Termin zu Termin. Vier Veranstaltungen am Tag und dazwischen vom Autotelefon aus die Geschäfte, die Telefonate mit dem Büro oder mit der Frau auf Jiddisch. Weil seine Tochter es so will, redet er jetzt auch mit ihr auf Jiddisch. Die Tochter wie seine Frau in diesem Film sind sie unsichtbar, aber von starkem Einfluss auf den Mann mit den breiten Schultern. Seine Tochter hat eine Affinität zum Journalismus. Vielleicht macht ihn das so gesprächsbereit. Den Mann, der eigentlich immer zwei Dinge auf einmal tun muss. Ungeduldig ist und schnell gelangweilt und der ungern etwas zweimal erzählt und schon gar nicht dreimal. Das muss man aber auch wissen. Da gibt es ein Bild von Ihnen, da sitzt der Ignaz Bubis, während andere auf dem Podium sprechen, still da, hat den Mund ein bisschen offen und das Gesicht bewegt sich überhaupt nicht. Ist das der Moment, wo Sie ganz abschalten oder ist das der Moment, wo Entscheidung entsteht? Nein, ich höre zu, ich versuche zuzuhören, nur, und das ist leider eine schlechte Gewohnheit von mir, da mich das nicht voll ausfüllt, beschäftige ich mich im Kopf mit noch anderen Dingen gleichzeitig. Ignatz Bubis ist ein Nachtmensch. Bis 1, 2, 3 Uhr nachts arbeitet er, morgens dann ist er ein bisschen krantig. Seine Leibwächter zählen die Überstunden, es sind manchmal bis zu 1000. Den letzten Urlaub, den hat er abgesagt, Termine. Heute ist er auf dem Weg zum FDP-Parteitag in Lübeck. Zahlung von 5.000 Mark und eine Monatsrente von 500 Mark erhalten. Es handelt sich dabei um Personen, die keine direkte Entschädigung aus der Bundesrepublik bekommen haben, weil sie vor 1953 nach Israel auswanderten.\" Zwischendurch noch ein Termin in der jüdischen Gemeinde in Essen. aus Protest gegen das heute Bekannte. Besichtigung der Synagoge. Die Gemeinde braucht Geld für Renovierungsmaßnahmen, eine Klimaanlage soll in den Tempel. In der nächsten Woche werden ehemalige jüdische Bürger der Stadt in Essen erwartet. Zum ersten Mal wieder in der Stadt, in der sie geboren und aufgewachsen sind und von wo sie dann vertrieben wurden oder von wo sie sich retten konnten vor den Nazis. Die Hypothek auf dem deutschen Haus, Ignaz Bubis, hat auch diesen Kontostand immer genau im Blick. Und trotzdem immer wieder diese Vokabel, Normalität. Ich als relativ junger Deutscher, der einer Generation angehört, die allenfalls auch Scham empfinden kann, vielleicht auch selbst das nicht mehr, wundere mich, dass sie das sagen, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass es genau das nicht mehr gibt. Erstmal, weil es so wenige Juden in der Bundesrepublik gibt und weil es einen ganz schrecklichen Grund gibt, dass es so wenige Juden in Deutschland gibt. Sicher, wenn ich spreche von Normalität, heißt das für mich nicht, dass man um das Geschehene nicht wissen soll. Normal ist, also ich verstehe eine Normalität, dass wir zwei uns über alle diese Vorgänge unterhalten können, ohne deshalb gleich... in Verlegenheit zu kommen, mit peinlich, dass es einem der zwei peinlich ist. Das ist für mich die gelebte Normalität. Und zu dieser gelebten Normalität, wenn man da nichts... Ich könnte nicht in Deutschland leben, wenn ich diese, das, was man... Ich weiß keinen anderen Ausdruck als Normalität. Selbstverständlichkeit? Ja, vielleicht Selbstverständlichkeit. Es ist der Begriff Normalität, mit dem habe ich Probleme. Aber er ist so übernommen worden. Normalität ist, dass ich hier lebe. Normalität ist, dass ich mit Nichtjuden hier verkehre, von denen ich nicht weiß, waren ihre Väter oder ihre Großväter schuldig geworden. Oder Menschen, mit denen ich verkehre, denen ich weiß, waren sie vielleicht selber schuldig geworden. Menschen, die etwas älter sind als ich. Es ist ja schon die Möglichkeit gegeben. Und das ist für mich Normalität, dass man unbefangen miteinander umgeht. Seit über 20 Jahren ist Ignaz Bubis Mitglied der FDP. Der ehemalige hessische Wirtschaftsminister Kari hat ihn für die Partei geworben. Kari wurde ermordet von Terroristen. Angst als Normalität? Ignaz Bubis hat, sagt er, keine Angst und er wirkt auch so. Ignaz Bubis ist Mitglied im Bundesvorstand der FDP. Er ist ein Mann im Hintergrund, ein erfolgreicher Mittelständler, ein Selfmade-Man, längst wohlhabend. Ich habe keine Zeit, bezahlte Ämter zu übernehmen. Ich bin zu sehr beschäftigt mit Geldverdienen. Früher habe ich gesagt, ich habe einen Beruf und bin kein Funktionär. Ignaz Bubis hat das Büro des Zentralrates Kest im Griff. Er kümmert sich. Wichtiges hat er im Kopf. Die Termine im Kalender, fürs Management hat er das Telefon. Unwichtiges vergisst er. Auf jeden Fall werde ich rechtzeitig aufhören, bevor man mir sagen wird, was will denn der Alte immer noch da, der ist doch längst verkalkt, merkt er es denn nicht. Was tun Sie denn gerne? Darf ich mal ausprobieren? Darf ich mal vermuten? Bitte. Sie unterhalten sich gerne? Ja. Sie feiern gerne? Nicht laut. Ich feiere gerne, aber ich mag keine lauten Feiern. Sie hören gerne Musik, und ich vermute, wenn Sie da stehen ... Ja, es gibt spezifische. Ich mag Kirchenmusik. Ich mag auch... Feldmann? Bitte? Feldmann. Ja, Feinmann liebe ich. Und sie essen gerne. Leider. Nein, das heißt es leider nicht. Ja, leider, weil ich noch nicht mal wählerisch beim Hessen bin. Das finde ich natürlich wiederum schade. Mögen Sie denn Pralinen? Ja, ja, mir machen sie die größte Freude einer Nudelsuppe und Brot dazu. Ich esse zu allem Brot und das macht 40 Kilo zu viel. Ignaz Bubis koordiniert seine Termine auf Hebräisch. Wir sehen uns beim nächsten Mal. Das Waisenkind Ignaz Bubis, seit dem 14. Lebensjahr auf sich gestellt, hat auf dem Weg von unten nach oben die Sprachen seiner Biografie gelernt. Das war's für heute, wir sehen uns im nächsten Video, bis dahin ciao. Längst ist er mehr als der Sprecher der Juden in Deutschland. Er ist der Mann, den man porträtiert. Und er ist stolz, Ignaz Bubis zu sein. Jetzt noch eine Frage. Mir im Rücken sitzen Journalisten-Kolleginnen. Ihre Gattin wartet ein oder zwei Etagen drüber. Der Fahrer wartet in genau 29 Minuten und morgen sind Sie auch wieder unterwegs. Was würden Sie denn jetzt am allerliebsten machen in der Badewanne gegen Pralinen essen? Nee, ich würde am liebsten jetzt eine Stunde schlafen, aber dazu reicht es nicht. Danke.", "summary": "Ignaz Bubis war Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland. Er war zudem ein Frankfurter Immobilienkaufmann und FDP-Mitglied. Bubis setzte sich für die Normalität jüdischen Lebens in Deutschland ein. Er lebte unter ständigen Sicherheitsvorkehrungen und reiste viel.", "referenz": "unbearbeitetes retrodigitalisiertes File, kein Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-035"}
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-{"transcript_id": "2863934.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "John Schehr und Genossen", "beitragstitel": null, "transkript": "Die Stille liegt heute über der Gedenkstätte der Sozialisten hier in Berlin-Friedrichsfelde. Hier haben die hervorragendsten Führer der deutschen Arbeiterklasse ihre letzte Ruhestätte gefunden. Und in der Mitte, nahe dem großen Steinobelisk, eine einfache, schlichte Grabplatte. Und darauf steht Jean Cher, ermordet Februar 1934. Ein Kranz, ein frischer Kranz mit frischen Astern auf dieser Grabplatte. Die Toten mahnen uns, steht an diesem Steinobelisk. Und an der gegenüberliegenden Wand dieser rotunde, drei weiße Gedenktafeln. Rudolf Schwarz, Erich Steinfurt, Eugen Schönhaar. Das waren sie, Jean Cher und Genossen, die heute vor 30 Jahren am Kilometerberg zwischen Wannsee und Berlin von den Faschisten ermordet wurden. Jon Scheer und Genossen Erich Steinfurt Rudolf Schwarz Eugen Schönhab. andenken, ehren wir heute. 30 Jahre, nachdem sie ihr Leben gaben für die Befreiung der Arbeiter, für den Sieg des Sozialismus. Ihr Leben, es war angefüllt von Arbeit, unermüdlicher Arbeit. Johnny, du musst heute auf unserer Versammlung sprechen, die jungen Genossen warten auf dich. Und Johnny kam und sprach. Er wusste, was zu sagen war in all jenen Jahren, als die Arbeiter gegen die heraufdämmernde und dann immer stärker werdende Gefahr des Faschismus kämpften. Es sagte Jon Scheer 1932. Wenn der Faschismus, die Diktatur der Trösts, Kartelle, der Finanzgewaltigen, der Junko und Militaristen, die Ausrottung aller demokratischen und sozialistischen Rechte, die sich die Arbeiter ertrotzt haben, herbeiführt, so muss das zur Einheit aller fortschrittlichen demokratischen Kräfte führen unter der Losung EINE NOT, EIN FEIND, EIN KAMPF! Wohren am 9. Februar 1896 in Altona, Schlossergeselle. 1912 als 16-Jähriger Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ersten Lebensstationen eines Kämpfers. Yon-Sheahs Eltern waren Arbeiter. Er war Arbeiter. Sein Gerechtigkeitsgefühl war es, dass ihn die Not und den Widersinn der bestehenden Gesellschaftsordnung zum ersten Mal bitter spüren ließ, als er erfuhr, dass ein Freund von ihm, ein Lehrling wie er, Selbstmord verübt hatte. Wie war so etwas möglich? Wie konnte so etwas geschehen? Yon-Sheah wusste es, denn solche Selbstmorde waren damals unter jungen Menschen nicht selten. Und so führte ihn der Protest in die Reihen der organisierten Arbeiter. Mitglied der Gewerkschaftsjugend, Mitglied der sozialistischen Arbeiterjugend. Es waren die Ideen und die Reden Karl Liebknechts, die auch er verbreitete. Sein Weg führte ihn folgerichtig 1919 über die USPD zur KPD. Unermüdliche Kleinarbeit als politischer Sekretär in seiner Heimatstadt Altona, später im Unterbezirk Harburg. Das waren die ersten verantwortlichen Funktionen, die Jon Scheer innehatte. Und wieder war es die Jugend, der seine besondere Fürsorge galt. Selbst ein junger Mensch würde er von den Hafen- und Werftarbeitern schon liebevoll Johnny genannt. 1923 Nach den Oktoberkämpfen wird er zum Organisationssekretär des Bezirks Wasserkante gewählt. Er arbeitet mit Ernst Thälmann zusammen, selbstlos. Er denkt nicht an sein persönliches Glück. Glück, das bedeutet für ihn, alle müssen glücklich sein. Für alle muss endlich nach Jahren des Krieges und der Not, der Inflation, später der Arbeitslosigkeit, für alle muss endlich das bessere Morgen anbrechen. Für all jene, die bisher im Dunkeln lebten, auf der Schattenseite des Lebens standen, Opfer einer antihumanen Gesellschaft waren. Nächste Station seines Weges. Niedersachsen. Aufbau der Parteiorganisationen in Hannover und in Braunschweig. Hitler und seine SA-Kolonnen in Braunschweig einrücken, da wollen sie auch durch die Arbeiterviertel marschieren. Aber Jon Scheer und seine Genossen sind wachsam. Aus allen Orten Niedersachsens kommen die Arbeiter trotz polizeilicher Verbote nach Braunschweig. Ihre Lohreinheit. Keine SA betritt Braunschweigs Arbeiterviertel. So kann Hitler nur hinter den hohen Gittern des Schlosshofes den Vorbeimarsch seiner braunen Kolonnen abnehmen. Die SA hatte sich blutige Köpfe geholt, als sie versuchte, die Front der Arbeiter zu brechen. 1929. Mitglied des Zentralkomitees der KPD. 1932. Sekretär des Zentralkomitees und Reichstagsabgeordneter. Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale. Von der Tribüne des Reichstages aus entlarvt er die geheime Rüstung. Er weist nach. Enge Verbindung der Konzerngewaltigen mit dem Generalstab und den Faschisten. Das Ergebnis? Im Juli 1932 wird er verhaftet. von der Polizei der Weimarer Republik. Aber die Arbeiter protestieren. Massenkundgebungen. Johnny muss freigelassen werden. Und als er dann frei ist, empfangen ihn die Berliner Arbeiter jubelnd im Sportpark. Dann folgen die letzten großen Kundgebungen der KPD in Berlin. in der neuen Welt, in der Hasenheide? und vor dem Karl-Liebknecht-Haus. 25. Januar 1933. Da steht er auf der Tribüne, die geballte Faust zum proletarischen Gruß erhoben. Zu seiner Linken kommt er. Ernst Tim. zu seiner rechten Walter Ulbrecht Und vor ihnen die Arbeiter Berlins, ausgezehrte Gesichter. Die Weltwirtschaftskrise gebar die Arbeitslosigkeit und diese den Hunger. Da stehen sie und sehen hinauf zur Tribüne, von wo ihnen Jon Scheer die Worte zuruft. Und wenn die Arbeiter Deutschlands auf dem Wege zu ihrer Freiheit und zum Sozialismus ein Meer von Not, Verzweiflung und faschistischem Terror durchwarten müssen, so tragen sie doch das stolze Bewusstsein, unsere Opfer sind nicht umsonst. Wir, die Geknechteten von heute, wir werden die Sieger von morgen sein. Und dann erklingt sie, vor der dunklen Zeit des Faschismus, vor den zwölf Jahren der Illegalität, öffentlich zum letzten Mal, die Internationale, das bewegende Kampflied der Arbeiterklasse. Ja, schlagt sie tot! steigt das sengende Feuer der Mordbrenner zum Himmel empor. Der Reichstag. Vorwand für das Verbot der kommunistischen Partei Deutschlands. Der Kommunistenpräsident Göring hat erklärt, eine ausländische Macht, die Sowjetunion, hat eine Verbindung. Und diese Macht, dieser Land kann alles, was sie will, machen. Aber in Deutschland gegen die Kommunistische Partei. Diese bolschewistische Weltanschauung kriegt die Sowjetunion. Das größte und beste Land in der Welt ist das Bekannte. Herr Karl, jetzt will ich Ihnen sagen, was in der deutschen Folge bekannt ist. Bekannt ist im Deutschland. Ich bin nicht hierhergekommen, um es Ihnen mit Handladen zu lassen. Sie wissen, mein Auge ist an den Galgen gehört. Der Reichstagsbrandprozess. Göring schäumt vor Wut. Dimitrov, der Angeklagte, wird zum Ankläger. Der Faschismus erleidet vor dem Angesicht der Weltöffentlichkeit eine ungeheure Niederlage. Am 3. März 1933 wird Ernst Thälmann verhaftet. Jon Scheer aber führt den Kampf Thälmanns fort. Unter den schwierigsten Bedingungen baut er die illegale Organisation weiter auf. Die Gestapo hetzt ihn. Monatelang kann er sich den Verfolgungen entziehen. Denn die Arbeiter schützen ihn, verbergen ihn vor den Heschern. Doch dann kommt der 13. November 1933. Jon Scheer wird verhaftet. Bei einer illegalen Zusammenkunft in der Großbierenstraße in Berlin fällt er der Gestapo in die Hände. Was? Es folgt, ist entsetzlich. So, der Befehl heißt, dich zum Treten bringen. Noch einmal. Willst du oder willst du nicht? Vier Mann, sie lassen ihre Peitschen schwingen, der erste Schlag gleich mitten ins Gesicht. Er reißt den Mund auf, doch er wundert sich. Kein Laut, der Mund steht trocken offen. Der zweite Schlag, halb Piep, halb Stich, Schlag über Schlag, Schlag wird von Schlag getroffen. Wie wenn ein Finger auf den Mund sich legt, der Mund macht Pst, sagt er zu seinem Mund, der sich ein wenig hin und her bewegt. Halt deinen Mund, verfluchter Pstweighund! Als würde das Gesicht ihm aufgebrochen, bei jedem Schlag die Luft wie abgedreht. Nur Kinn bleibt stehen und Backenknochen, die Augen schwellen an wie zugenäht. Die Zähne springen vor bis an den Rand, um jedes Wort, das kommt, gleich zu zerreißen. Den Namen? Nein, er hat ihn nicht genannt. Er beißt die Zähne zu, ihn zu zerbeißen. Gib her den Namen! Gib ihn her, du Hund! Er schluckt, verschluckt sich. Seine Zunge leckt die Lippen ab. Er hat nichts mehr im Mund. Nichts, nichts, was nach Erinnerung noch schmeckt. Die Schläge brüllten so, als würden sie die Wände klaffend auseinanderschlagen. Er zieht den Kopf ein, sinkt ins Knie. Er hat nichts mehr im Mund. hört sie weit, weit aus der Ferne fröhlich. Den Namen Hund! Der Name ist nicht da. Es geläng sich einfach wegzudenken. Ein Wirtshausgarten. Die Musik spielt nah. Kastanienbäume. Den langen Bänken. Da sitzen viele Namen. Dicht an dicht. Ein Name an dem anderen. Jeder kennt den anderen beim Namen. Alles spricht. Er hört, wie jemand jenen Namen nennt. Den Namen Hund! Peitschen schneiden, als schnitten sie den Namen immer raus. Kann jener Name sich nicht rasch verkleiden? Sitzt er vielleicht ganz ahnungslos zu Haus? Wenn jener Name seinem Mund entfällt, fällt einer nach dem anderen. Hundert fallen, weil einer an den anderen sich hält. Die Peitscher stehen, die mit den Peitschen knallen. Er hört, auch dünn dem Ohr angepresst, wie eine Stimme aus dem Kreise flüstert. Halt fest den Namen! Unsren Namen fest! Stille wird's. So still, stille knistert. Peitscher stehen wie an der Decke oben. Sie treten mit den Stiefeln auf ihn ein. Er kniet die Hände aufgehoben und blickt sie an, um namenlos zu sein. Wuck aus den Namen Hund! Der Name rinnt ihm langsam aus dem Mund, gleitet zu Boden. Wie er sich besinkt, sieht er den Namen vor sich ausgebreitet. Der Name ist ganz rot, unleserlich. Mit seinen beiden Händen zeigt er auf den Namen. Lächelnd wischt er sich das Blut von seinem Mund. Geht auf und schnappt ihn. Spreicht Dill einen Augenblick, Erhebt euch, so schwieg ein Mann, Sein Schweigen lieg auch über euch, Verneigt euch, schweigend vor dem Mann, Der schwiegt. Kein Name kam auch über seine Lippen. Jon Scheer schwieg. Kein Wort über die Namen von Genossen, über illegale Quartiere, Anlauf- und Verbindungsstufen. Columbia Haus am Tempelhofer Feld Gefangenennummer 1884 Zelle Nummer 84 Torturen in der berüchtigten Gestapo-Zentrale Berlins. Ich erkläre, dass ich über die Organisationen der Kommunistischen Partei Deutschlands, über meine politische Arbeit, über die meiner Mitarbeiter keine Aussage zu machen habe. Mein Leben dient der Arbeiterklasse, dem Frieden, der Demokratie und dem Sozialismus. Ich bin und bleibe ein Feind des Faschismus. Feinde des Faschismus. Jon Scheer und Genossen. Erich Steinfurt. Er kam aus Bayern. Mit ihm glaubten die Nazis, besonders abrechnen zu müssen. Denn Erich Steinfurt hatte 1923 die bayerischen Eisenbahner zum Widerstand gegen den Hitlerputsch, gegen den Marsch auf die Feldherrenhalle organisiert. auch Erich Steinforth. Rudolf Schwarz Er kam aus Berlin, einstiger Leiter des kommunistischen Jugendverbandes im Bezirk Prenzlauer Berg, später in der Reichsleitung der Roten Jugendfront, Redakteur der Sturmfahne, der Jungen Garde und des Roten Frontkämpfers. Er wurde einige Tage nach den anderen verhaftet, als er ein wichtiges Archiv vor dem Zugriff der Gestapo retten wollte. Auch in Berlin. Rudolf Schwarzschwieg Eugene Schönhaber Er kam aus Württemberg. Wie Jon Scheer und Rudi Schwarz war er schon von früher Jugend an in der sozialistischen Jugendbewegung tätig. Auch er machte der Schule Thälmanns alle Ehre. Auch Eugen Schön-Harschwieg. Es kam das Weihnachtsfest 1933. Am ersten Feiertag wird Jon Scheer aus seiner Zelle geholt. Du bist doch Reichstagsabgeordneter gewesen und kannst Reden halten. Stell dich in die Mitte des Ganges und halte eine Rede über unseren großen Führer Adolf Hitler. Gnade dir Gott, wenn sie nicht erstklassig ausfällt. Der Gefangene weigert sich. Zehn Mann fallen über ihn her und schlagen ihn zu Boden. Dann hetzen sie ihn auf dem 60 Meter langen Korridor im spießroten Lauf hin und her. Zehnmal, zwanzigmal, dreißigmal, vierzigmal. Man hört in den anderen Zellen, wie er keucht. Endlich stürzt er hin und wird in seine Zelle geschleift. Einer von der SS sagt, Ich glaube, Karim, dass wir den noch lange zu füttern brauchen. Tag und Nacht wurde Jon Scherr gequält. Tag und Nacht. 79 Tage und Nächte. Einen Tag schon nach seiner Verhaftung meldete die Gestapo dem Untersuchungsrichter der Verhaftung. Der Behaftete ist zur Zeit nicht vernehmungsfähig. An seine Zellentür waren mit Kreide drei Kreuze gemalt. Das hieß, hier liegt ein Todeskandidat. Jon Scherr wusste das. Aber keine Versprechungen, keine Folter vermochten seine Kraft, seinen Mut und seinen Stolz zu brechen. Knöppel, Peitschen, Stahlruten. Mit zwei Haken in seiner Zellenwand hängten sie Jon an den Armen auf und schlugen ihn bis zur Bewusstlosigkeit. Dann kaltes Wasser und wiederum Schläge. Es gab auch Vernehmungen in der Prinz-Albrecht-Straße. Hier stießen sie seinem blutunterlaufenen Körper gegen einen glühenden Ofen und drückten ihre Zigaretten an ihm aus. Aber Jonscherschwieg und Göring, der die Namen, die Namen wissen wollte, der die Aussagen von ihm als Beweismaterial gegen Thälmann brauchte, Göring geriet in Raserei. Ich werde den Preußen meine Polizei anweisen, in Zukunft hier von einer Krale zu brutal entschränkt zu sein mit diesem Burschen! Meine Maßnahmen, die werden nicht angekränkt werden durch irgendwelche juristischen Bedenken. Meine Maßnahmen, die werden nicht angekränkt werden durch irgendeine Bürokratie, sondern hier! Und da gab Göring persönlich den Befehl zum Mord. Es war in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934. Jon Scheer und Genossen werden aus der Zelle geholt, zu einer Gegenüberstellung, wie man sagt. Sie werden in ein Auto geladen und es geht hinaus zum Kilometerberg an der Königstraße zwischen Wannsee und Potsdam. Es geht durch die Nacht, die Nacht ist kalt. Der Fahrer bremst. Sie halten im Wald. Zehn Mann geheime Staatspolizei. Vier Kommunisten sitzen dabei. Jon Scheer und Genossen. Der Transportführer sagt. ein Mensch zu sehen. Scher fragt, warum bleiben wir stehen? Der Führer fragt. Die Sache geht glatt, und wissen Sie, was es geschlagen hat, Jonschea genoss. Die sehen, wie die ihre Träume erfüllen. Pistolen ziehen, Johann Schäfer. Der fragt, nicht wahr, jetzt müssen wir fliehen, die Kerle lachen. Na, hört es bald! Runter vom Wagen und rein in den Wald, John Scheer und Genossen! Scheer sagt, so habt ihr es immer gemacht. So habt ihr Karl Liebknecht umgebracht. Der Führer brüllt, gmeißt die Bande raus! Weit mehr. Sie schleppen sie in den dunklen Wald. Zwölfmal knallt es, und wieder halt. Da liegen sie mit erloschenem Blick jeder drei Nahschüsse im Genick. Jon Scheer und Genossin. Der Wagen saust nach Berlin zurück. Das Schauhaus quittiert, geliefert vier Stück. Der Transportführer schreibt ins Lieferbuch Vier Kommunistenführer beim Fluchtversuch, Jon Scheer und Genossen. Dann begibt er sich in den Marmorsaal zum General, der den Mord befahl. Er stellt ihn mitten im brausenden Ball. Zur Fehlexzellenz! Erledigt der Fall, Jon Scheer und Genossen! Erledigt! der Fall. Bis zu einem Tag. Er kracht seine Tür vom Kolbenschlag. Er springt aus dem Bett. Was wollt ihr von mir? Kommt mit, Exzellenz. Die Abrechnung für Jon Schaer und Genossen. Am besten. Am 3. Februar stand es in den Nazi-Zeitungen. Wir Kommunisten auf der Flucht erschossen. Nachruf der Kommunistischen Partei Deutschlands. In tiefster Illegalität, dündlich beste Kämpfer verlierend, stellt die KPD ihre Reihen um. Ohne einen einzigen Tag zu versäumen, arbeitete sie unermüdlich und organisierte das deutsche Proletariat zum Kampf gegen den Faschismus. Diese glänzende, unter verhängendem gegnerischem Feuer vollzogene Umstellung ist das größte Verdienst der Führer der KPD, darunter besonders des Genossens Scheer. Ihr Genoss war nicht umsonst. Sie gaben ihr Leben für das Leben der anderen. Ihr Tod ist Verpflichtung und Mahnung. Und das ist kein leeres Wort. Denn der, der damals den Wagen des Mordkommandos zum Kilometerberg hinlenkte, Der Fuhrunternehmer Elsholz. Er lebte nach 1945 weiter unbehelligt in West-Berlin, Wannsee, Schäferstraße 25. Zuerst trug er noch einen Bart und eine dunkle Brille. Später hatte er es nicht mehr nötig. Und der, der die unmenschlichen Folterungen gegen Jon Scheer und seine Genossen anwandte, Gestapo-Chef Diels. Er lebte nach 1945 unbehelligt in Westdeutschland. Die Mörder liefen frei herum. Und deshalb tritt neben die Mahnung auch die Verpflichtung, im Geiste der unerschrockenen Kämpfer gegen den Faschismus weiterzuwirken. Jon Scheer, Erich Steinfurt, Rudolf Schwarz, Eugen Schönhaar, in der Deutschen Demokratischen Republik ist euer Vermächtnis in guten Händen. Jener Genosse, der damals bei der Januarkundgebung 1933 rechts neben dir, Jon Scheer, auf der Tribüne vor dem Karl-Liebknecht-Haus stand, Walter Ulbricht, er steht an der Spitze dieses Staates. Deine Worte sind in Erfüllung gegangen. Und wenn die Arbeiter Deutschlands auf dem Wege zu ihrer Freiheit und zum Sozialismus ein Meer von Not, Verzweiflung und faschistischem Terror durchwarten müssen, so tragen sie doch das stolze Bewusstsein, unsere Opfer sind nicht umsonst. Wir, die Geknechteten von heute, wir werden die Sieger von morgen sein. Also seid ihr verschwunden, aber nicht vergessen, niedergeknüppelt, aber nicht widerlegt. Zusammen mit allen unverbesserbar weiterkämpfenden, unbelehrbar auf der Wahrheit beharrenden, weiterhin die wahren Führer Deutschlands.", "summary": "Der KPD-Funktionär John Scheer wurde im November 1933 in Berlin verhaftet. Die Gestapo folterte ihn 79 Tage lang im Columbia-Haus. Er verriet keine Namen seiner Genossen. Im Februar 1934 wurde er mit drei weiteren Kommunisten ermordet.", "referenz": "Porträt des Kommunisten John Scheer aus Anlass des 30. Jahrestages der Ermordung John Scheers und Genossen durch die Nationalsozialisten am 1. Februar 1934:\nSchilderung der Grabstätte John Scheers auf der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde durch Autor Grothe /\nStationen der politischen Entwicklung John Scheers in der Kommunistischen Partei Deutschlands bis zur Arbeit im ZK der KPD in den 1920er und 1930er Jahren / Kampf gegen den Faschismus in Illegalität / Verhaftung am 13. November 1933 in Berlin / Standhaftes Verhalten John Scheers und seiner Mitstreiter in der Haft / Ermordung in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934 / Darstellung der Ermordung als \"Auf der Flucht erschossen\" durch die Nationalsozialisten / Würdigung des Vermächtnisses der vier Ermordeten in der DDR / \nDarin enthalten:\n00:21:28 Gedicht \"John Scheer und Genossen\" von Erich Weinert (-00:24:03) /\n00:10:15 Fremdmaterial:", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-037"}
-{"transcript_id": "101607349", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": null, "beitragstitel": null, "transkript": "Versuchen, mich dran zu halten. Ich muss jeden Tag damit leben. Ja. Ja, das stimmt. Aber sie auch nicht. Also insofern sind wir eine Leidensgemeinschaft. Okay. Ihr sagt, wenn ihr bereit seid, Marek. Okay. Ja, die so eine Viertelstunde einfach mitlaufen lassen, falls... Ist das Handy aus? Ich vertraue ihm, aber es ist immer der militärische Blick. Ja, ja, ich kenne da natürlich Ihr Protokoll nicht, aber das Mikro fällt eigentlich nicht auf. Ja, das weiß ich, das da, das da. Ja, ja. Müssen Sie den Kragen dann auch hier unter dienen? Ja, das ist egal. Okay. Da kann ja sein, dass das nicht verdeckt werden darf. Das finde ich auch gerade, Herr Ruder. Natürlich, professionell. Ich schaue sie ja wahr, ne? Ja genau, die Kameras sind nicht da. Das andere rechts? Okay. Aber die fünf Minuten laufen ab jetzt, ne? Deutschlands Generalinspektor der Bundeswehr sagt, dass die neuen geopolitischen Realitäten es erfordern, das Denken in alten Schubladen abzulegen. Und das gelte auch für Deutschlands Militär, die Bundeswehr. Carsten Breuer, vielen Dank, dass Sie der Deutschen Welle das Interview geben. Aus militärischer Sicht. Befindet sich Deutschland im Krieg oder im Frieden mit Russland? Ich glaube, diese Kategorien Frieden, Krise, Krieg, die wir so gerne nutzen, um zu sortieren, um für uns auch eine Verlässlichkeit mit hineinzubringen, diese Kategorien werden von russischer Seite nicht benutzt. Russland sieht Krieg als ein Kontinuum an und insofern werden Maßnahmen genutzt, die jetzt schon wie Krieg aussehen können, die es aber vermutlich noch nicht sind. Ich meine vor allen Dingen hybride Maßnahmen damit. Es wird ein Zustand erzeugt, der nicht mehr ganz Frieden, aber auch nicht ganz Krieg ist. Und genau in dieser Grauzone bewegen wir uns, bewegen wir uns auch im Umgang mit Russland. Sie haben wiederholt gewarnt, dass 2029 es soweit sein könnte, dass Russland in der Position ist, tatsächlich theoretisch einen Angriff auf NATO-Territorium zu starten. Welche Anzeichen sehen Sie dafür? Nun, wir haben verschiedenste Analysen. Wir sehen, dass Russland zurzeit erheblich aufrüstet, und zwar materiell. Eine Produktion von rund 1.500 Kampfpanzern pro Jahr, entweder aus Depots und diese dann instand gesetzt oder eine Neuproduktion. Und diese 1.500 Kampfpanzer, ebenso wie rund 4 Millionen Schuss Artilleriemunition, all das Material, was produziert wird, das sehen wir, geht eben nicht direkt an die Front in die Ukraine, sondern es geht in Depots und wird in Depots dann aufbereitet oder dort gehalten. Gleichzeitig sehen wir, dass Russland im nächsten Jahr auf rund 1,5 Millionen Soldaten seine Streitkräfte anwachsen lässt. Und wir sehen neue Militärstrukturen, militärische Strukturen, Militärbezirke zum Beispiel, die eindeutig gen Westen mit ausgerichtet sind. Wenn man das dann mit der Intention, die wir aus Putins Reden, aus Medvedevs Äußerungen ablesen können, wenn wir das zusammennehmen, dann zeigt mir das deutlich auf der einen Seite, dass ein Zeitpunkt, 2029, der Punkt ist, wo genau das Material so weit aufgewachsen sein kann und auch das Personal so weit aufgewachsen sein kann, dass ein Angriff gegen NATO-Territorium möglich sein wird. Und wir sehen eben die Intention, die mit dahinter liegt und all das bringt mich dazu, in einem Worst-Case-Szenario darüber nachzudenken und das auch eben immer wieder anzunehmen, dass 2029 die Möglichkeit für russische Streitkräfte besteht und dem müssen wir etwas entgegensetzen. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein? Diese Wahrscheinlichkeit kann man nicht einschätzen, sondern es ist eine Möglichkeit, die dadurch besteht, aus dem sich ergibt, was ich gerade eben beschrieben habe, das mit einer Wahrscheinlichkeit zu belegen, ist nahezu unmöglich. Allein die Tatsache, dass es stattfinden könnte, muss uns dazu bringen, dass wir verteidigungsbereit sind, dass wir durch diese Verteidigungsbereitschaft abschrecken können und damit eben genau einen solchen Angriff ins Unmögliche führen. Aber Sie sagen, Russland begreift Krieg als Kontinuum. Inwiefern muss die deutsche Gesellschaft und das deutsche Militär auch strategisch neu denken? Nun, wir müssen uns natürlich genau darauf einstellen, wir müssen sehen, was uns entgegengesetzt werden kann oder wodurch wir angegriffen werden könnten und dem müssen wir etwas entgegensetzen können. Noch einmal, Abschreckung ist für mich der entscheidende Punkt dazu und wir schrecken am besten dadurch ab, indem wir verteidigungsbereit sind und diese Verteidigungsbereitschaft, die ergibt sich nicht nur aus Waffensystemen, die ergibt sich nicht nur aus Personalstärken, sondern die ergibt sich auch aus einer Mentalität, aus einer Resilienz, die sowohl in der Bevölkerung, aber auch in den Streitkräften vorhanden sein kann. Aber sie ergibt sich eben auch aus Streitkräftestärken. Dänemark ist jetzt der jüngste Verbündete, der die Wehrpflicht für Frauen einführt. Welchen Schritt sollte die nächste deutsche Regierung tun? Aus militärischer Sicht kann ich sagen, dass wir ein Aufwuchspotenzial haben müssen. Also wir müssen unsere Streitkräfte vergrößern, den Umfang unserer Streitkräfte vergrößern. Unsere Berechnungen zeigen, dass wir auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten, sowohl Reservisten als auch aktive Soldatinnen und Soldaten kommen müssen. Dieses Aufwuchspotenzial muss so sichergestellt werden, durch irgendeine Form eines Wehrdienstes, egal ob verpflichtend oder freiwillig. Das ist eine politische Entscheidung. Ich kann nur sagen, auf militärischer Seite brauchen wir auf der einen Seite das Aufwuchspotenzial und auf der anderen Seite haben wir in den Streitkräften die Voraussetzungen geschaffen oder sind dabei diese zu schaffen, dass wir genau dieses Aufwuchspotenzial auch umsetzen können. Und die deutsche Gesellschaft, wie steht es um die? Die muss doch auch krisenresilient werden, sie muss bereit werden, sich auf Szenarien vorbereiten zu können. Das Bundesinnenministerium fordert jetzt etwa ein Schulfach oder mehr Unterricht, dass Schüler und auch Studenten besser vorbereitet sind auf solche Szenarien, Katastrophenfälle, Kriegsfälle. Wie stehen Sie dazu? Nun, wir müssen uns natürlich genau mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen. Wir müssen uns mit diesem Worst Case auseinandersetzen, aber wir dürfen es nicht in der Art und Weise tun, dass wir sagen, da passiert etwas und wir können dem nichts entgegensetzen, sondern wir müssen es immer so machen, dass wir die Möglichkeiten erkennen, wo wir einer solchen Bedrohung etwas entgegensetzen können. Das ist Resilienz. Wir machen eine Gesellschaft stärker, machen sie resilienter, indem alle Faktoren ineinandergreifen, indem sowohl Politik als auch Gesellschaft, als auch Wirtschaft, als auch Militär miteinander auf diese Bedrohung schauen und miteinander eben auch festlegen, was man dagegen tun kann. Es ist nichts, wo man nur reagieren kann, sondern wir können aktiv sein und genau in dieses aktive Handeln müssen wir auch kommen. Welchen Ratschlag geben Sie der nächsten Bundesregierung, wo die Prioritäten liegen sollten? Sollten die auf neue Strukturen setzen oder sollten die auf integriertes gemeinsames Arbeiten zwischen den verschiedenen Ressorts, die davon betroffen sind, setzen? Was empfehlen Sie? Militärischerseits ist es für mich klar, wir müssen unsere Einsatzbereitschaft erhöhen. Das heißt also, all das, was wir jetzt tun müssen, all unsere Anstrengungen müssen darauf einzahlen, dass wir einsatzbereiter werden, dass wir den Forderungen der NATO, den berechtigten und von uns eingegangenen Forderungen der NATO entgegenkommen können. Das muss uns gelingen. Das heißt also, all das, was wir beschaffen, muss genau darauf auch einzahlen. In der Gesellschaft und auch zwischen den verschiedenen Bundesressorts muss es darauf ankommen, dass wir den gemeinschaftlichen Blick, den gemeinsamen Blick auf diese Bedrohung haben. Diese Strukturen zu schaffen, sie weiter auszuprägen, da wo sie vorhanden sind, das muss das Ziel der nächsten Jahre sein, weil nur damit mache ich eine Gesellschaft resilient. Karsten Breuer, ich danke Ihnen. Vielen Dank. Danke. Vielen Dank. Danke. So, klasse. Super. Toll, dass das geklappt hat, weil ich das länger als... ...als du. Kommt schon. Ich weiß, Sie kennen uns, und ich kenne Sie, und wir kommen irgendwo in der Mitte rauf. Ja, danke Ihnen, das klappt. Karte muss ich nicht geben. Nee, nee, nee, hab ich alles. Genau. Wir sehen uns das nächste Mal in Shangri-La, oder? Ich finde ja, das muss eine Pflichtveranstaltung werden, auch für deutsche Journalisten. Das ist ja irre, wie wenige da hinfahren. Ich habe wirklich gestaunt. Auch Matthias Gebauer ist, glaube ich, der einzige, der da immer schon ist, seit Jahren. Und wenn man dann da die Unterhaltung mitbekommt, da spielt ja die Musik. Ich war in München, also ich angetreten als Generalsekretär war ich, sowohl auf der Münchner Sicherheitskonferenz als auch auf der Bundeskanzlerkonferenz. Hier zum Beispiel. Ja, siehst du. wir super das ist das das ist die gleiche zeit die gleiche also das war in sieben minuten glaube ich und das würde noch würden noch mal sieben Minuten sein. Prima, danke sehr. Danke. Bis gleich. Tschüss. Kann ich das jetzt nicht überspielen? Da gibt es auch noch einen Blickwinkel, da weiß ich schon wieder, wie das geht. Deutschlands Generalinspektor der Bundeswehr sagt, dass die neuen geopolitischen Realitäten es erfordern, das Denken in alten Schubladen abzulegen. Und das gelte auch für Deutschlands Militär, die Bundeswehr. Herr Kassenbräuer, vielen Dank, dass Sie der Deutschen Rede das Interview geben. Aus militärischer Sicht, befindet sich Deutschland im Krieg oder im Krieg? die wir jetzt gerne nutzen, um zu sortieren, um für uns auch eine Verlässlichkeit mit hineinzubringen, diese Katalogien werden von russischer Seite nicht genutzt. Russland sieht Krieg als ein Continuum an. Insofern werden Maßnahmen genutzt, die jetzt schon wie Krieg aussehen können, die es aber noch nicht so einfach haben, wie die Maßnahmen. Also es wird ja ein Zustand erzeugt, der nicht nur ganz viel, aber auch irgendwie streng sein wird. Sie haben wiederholt gewarnt, dass 2029 soweit sein könnte, dass Russland in der Position ist, theoretisch einen Angriff auf NATO-Territorien zu starten. Welche Anzeichen sehen Sie? Wir haben verschiedenste Analysen. Wir sehen, dass Russland zurzeit erheblich aufrüstet. Und zwar Material. Eine Produktion von rund 1.500 Kampfpanzern pro Jahr. Entweder aus Dekos und diese dann instand gesetzt oder eine neue Produktion. Diese 1.500 Kampfpanzer, ebenso wie rund 4 Millionen Schuss Artillerieproduktionen, all das Material, was produziert wird, geht nicht direkt in eine Front in die Ukraine. Sondern es geht in Dekos und wird in Dekos dann aufbereitet oder dort gehalten. Gleichzeitig sehen wir, dass Russland im nächsten Jahr auf rund 1,5 Millionen Soldaten seine Streitkräfte anwachsen lässt. Und wir sehen neue militärische Strukturen. Militärbezirke zum Beispiel, die eindeutig im Westen und in den Außenländern sind. Wenn man das dann mit der Intention, die wir aus guten Videos und Äußerungen ablesen können, wenn wir das zusammen nehmen, dann zeigt mir das deutlich auf der einen Seite, dass ein Zeitpunkt, 2029, der Punkt ist, wo genau das Material so weit aufgewachsen sein kann, auch das Karbonat so weit aufgewachsen sein kann, dass ein Angriff gegen NATO-Territorien möglich sein wird. Und wir sehen die Möglichkeit dazu, im Alltagsträglichen dazu, in einem größeren Kargo nachzudenken, was passieren kann. Immer wieder anzunehmen, dass 2029 die Möglichkeit für die Zukunft ist. Diese Wahrscheinlichkeit kann man nicht einschätzen, sondern es ist eine Möglichkeit, die dadurch besteht, aus dem sich ergibt, was ich gerade eben beschrieben habe. Das mit einer Wahrscheinlichkeitsvergütung ist ein Art zu unmöglich. Allein die Tatsache, dass es stärken könnte und uns dazu bringen, dass wir verteidigungsbereit sind, dass wir durch diese Verteidigungsbereitschaft abstrecken können. Und dann kriegen wir genau einen solchen Angriff. Sie sagen, Russland begreift Krieg als Continuum. Inwiefern muss die deutsche Gesellschaft und das deutsche Militär auch strategisch neu denken? Wir müssen uns natürlich genau darauf einstellen. was uns entgegengesetzt werden kann oder wodurch wir angegriffen werden könnten, um dem müssen wir etwas entgegengesetzt werden. Und noch einmal, Abschreckung ist für mich der entscheidende Punkt dazu, und wir sprechen am besten miteinander in der Verteidigungsbereitschaft. Diese Verteidigungsbereitschaft, die ergibt sich nicht nur aus Waffensystemen, die ergibt sich nicht nur aus Personalstärken, sondern ergibt sich auch aus einer Mentalität, aus einer Resilienz. sich eben auch aus Streitkräftestärkung. Dänemark ist jetzt der künftige Verbündete, der gewerbliche Frauen einführt. Welchen Streitkräften Wir haben ein Aufwuchspotenzial und müssen unsere Streitkräfte vergrößern. Wir müssen auf 460.000 Soldatinnen und Soldaten kommen. Das Aufwuchspotenzial muss sichergestellt werden. Auf der einen Seite das Aufwuchspotenzial und auf der anderen Seite die Streitkräfte. Sie muss doch auch krisenresilient werden, sie muss bereit werden, sich auf Szenarien vorbereiten zu können. Das Bundesinnenministerium fordert jetzt etwa ein Schulfach oder mehr Unterricht, dass Schüler und auch Studenten besser vorbereitet sind auf solche Szenarien, Katastrophenfälle, Kriegsfälle. Wie stehen Sie dazu? Wir müssen uns natürlich genau mit dieser Möglichkeit auseinandersetzen. Wir dürfen es nicht in der Art und Weise tun, dass wir sagen, da passiert etwas und wir können dem nichts entgegensetzen. Wir müssen es immer so machen, dass wir die Möglichkeiten erkennen, wo wir eine solche Bedrohung entgegensetzen können. Das ist Resilienz. Wir machen eine Gesellschaft stärker, machen sie resilienter und nehmen alle Faktoren ineinander. Sowohl Politik als auch Gesellschaft, als auch Wirtschaft, als auch Militär. Damit miteinander auf diese Bedrohung schauen und miteinander festlegen, was man erreichen kann. Es ist nichts, wie man nur reagieren kann. Wir können aktiv sein und wir brauchen dieses aktive Anliegen. Welchen Ratschlag geben Sie der nächsten Bundesregierung, wo die Prioritäten liegen sollen? Sollten die auf neue Strukturen setzen oder sollten die auf integriertes gemeinsames Arbeiten zwischen den verschiedenen Ressorts, die davon betroffen sind, setzen? Ich glaube, das sind unsere Einsatzbereitschaft, das heißt also all das, was wir jetzt tun müssen, alle unsere Einstellungen müssen darauf einfallen, dass wir einsatzbereiter werden, dass wir den Vorgrunden der NATO, den wir berechtigt haben, die jetzt eingegangenen Vorgänge der NATO identifizieren können, das muss uns gelingen. Das heißt also, all das, was wir beschaffen müssen, genau darauf einfallen. In der Gesellschaft und auch zwischen den verschiedenen Bundesressourcen, müssen wir darauf einkommen, dass wir eine Gemeinschaft entwickeln, die gemeinsam mit der Offensive umkommt. Diese Strukturen zu schaffen, sie weiter auszuprägen, da wo sie hinzufahren sind, das muss das Ziel der nächsten Jahre sein. Weil nur damit machen wir eine gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das ist das, worüber ich danke Ihnen. Vielen Dank. Nein, nein, nein.", "summary": "Interview mit Carsten Breuer, Generalinspektor der Bundeswehr, zur Bedrohungslage durch Russland. Russland verstehe Krieg als Kontinuum und betreibe hybride Kriegsführung in einer Grauzone. Breuer warnt vor russischer Angriffsmöglichkeit auf die NATO ab 2029. Indizien seien massive Aufrüstung, Truppenaufwuchs und neue Militärstrukturen. Deutschland müsse durch Abschreckung und Verteidigungsbereitschaft reagieren, was gesellschaftliche Resilienz erfordere. Die Bundeswehr benötige ein Aufwuchspotenzial auf 460.000 Soldaten und erhöhte Einsatzbereitschaft.", "referenz": "Drehmaterial Interview, Sachinhalt auf englisch", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-038"}
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-{"transcript_id": "6610004.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "Des Teufels Generale vor Gericht", "beitragstitel": null, "transkript": "Gericht. Eine Funkdokumentation zum Prozess Lorenz Knorr Kontramassenmörder. Lorenz Knorr klagt an. Ehemaligen Hitler-Generale Heusinger, Weidel, Förtsch, Kammhuber und Admiral Ruge haben zusammen mit Ex-Minister Strauss ein Gerichtsverfahren gegen mich eingeleitet. Ich habe unter ausdrücklicher Berufung auf das Nürnberger Urteil vom 30.9. und 1.10.1946 ihre Mitschuld an den verbrecherischen Angriffskriegen Adolf Hitlers und den 50 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges festgestellt und gesagt, dass sie insofern Massenmörder seien, als sie kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürften. Generale fühlten sich beleidigt. Mein Rechtsanwalt stellte fest, dass ein Hinweis auf nachprüfbare Tatbestände niemals beleidigend sein könnte. Nun werden nicht nur die Gerichte, sondern auch die deutsche und die internationale Öffentlichkeit festzustellen haben, ob des Teufels Generale Massenmörder sind oder nicht. Ich handle so, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass sich das deutsche Volk nur dann eine bessere Zukunft schaffen kann, wenn es einen Reinigungsprozess durchführt. Wenn es die belasteten Helfer des größten Verbrechers aller Zeiten aus Staatsbürokratie, Justiz und Bundeswehr entfernt. der 17. Mai 1963. Ein regnerischer Tag in der alten Schleifwarenstadt Solingen. 8.30 Uhr. Wir treffen im Amtsgericht in der Wupperstraße ein. Im Flur zum Schöffengericht im zweiten Stockwerk warten bereits dutzende Bürger der Stadt. Sie wollen Zeuge sein, wie in einem geplanten Schauprozess, gegen das Direktoriumsmitglied der Deutschen Friedensunion, Lorenz Knorr, Anklage erhoben werden soll. Anklage gegen das Urteil im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess vom 30.9. und 1.10.1946. Anklage gegen internationales Recht gegen § 25 des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Anklage gegen den Verteidiger dieses Rechts, gegen einen westdeutschen Repräsentanten der Politik der Vernunft und des guten Willens, gegen Lorenz Knorr. Gegen einen aufrechten Kämpfer, gegen Militarismus und Krieg. Einen Kämpfer für die Bewältigung der in Westdeutschland allgegenwärtigen Vergangenheit. Für die Bestrafung von Hitler und Bundeswehrgeneralen, dieser Planer und Organisatoren Hitlers im barbarischsten Ausrottungsfeldzug unserer Epoche. 9 Uhr. Immer mehr Einlasssuchende sammeln sich im Flur des Schöffengerichts. In diesen Minuten wird das Amtsgerichtsgebäude von einem starken Polizeiaufgebot hermetisch abgeriegelt. Draußen auf dem Vorplatz in der Wupperstraße kommt es zu einer Demonstration. Plakate werden mitgeführt. Ihre Aufschriften? Das deutsche Nest haben die Kriegsverbrecher beschmutzt und nicht jene, die ihre Verbrechen aufdecken. Das Volk muss die ganze Wahrheit über die Kriegsverbrecher erfahren. Die Polizei beschlagnahmt die Plakate, verhaftet ihre Träger. 9 Uhr 30. Lorenz Knorr erscheint im Flur des zweiten Stockwerks im Amtsgerichtsgebäude. Im Arm einen großen Strauß roter Nelken, in der anderen Hand einen schweren Koffer. Dokumente, Beweismaterialien. Ich gehe auf ihn zu, stelle mich vor. Er setzt den Koffer auf den Boden, schüttelt mir herzlich die Hand. Wir kommen ins Gespräch. Sofort hat sich ein kleiner Kreis gebildet. Die Vertreter der Verteidigung, Dr. Ammann und Ass. Neumann. Journalisten von New Age, von der Welt, von der österreichischen Volksstimme, vom Spiegel, von der Tat. Blitzlichte zucken. DPA schießt Bilder. 9 Uhr 55. Der Gerichtsdiener öffnet die Tür zur Zuschauertribüne. 30 Teilnehmer werden nur Platz nehmen können, wird mitgeteilt. Ein beängstigendes Gedränge. Der Gerichtsdiener erklärt, seien Sie vernünftig. Der Raum ist klein. Wir können doch nicht anbauen lassen. Dann gehen wir doch in die Stadthalle. Da haben alle Platz, wird dazwischen gerufen. Jeder will dabei sein, wenn der Angeklagte Klage erhebt, wenn er zum Ankläger wird. Aber über die Hälfte muss draußen bleiben, muss sich von Freunden und Bekannten informieren lassen. 10 Uhr 1. Der Prozess sollte schon begonnen haben. Da wird der Verhandlungsraum für die Journalisten freigegeben. 21 Sitzplätze, 40 Journalisten. Wer nicht aufpasst, der kann nur noch durchs Schlüsselloch den Prozess verfolgen. Drei oder vier Stühle werden noch zusätzlich hineingestellt. 10 Uhr 10. Vorsitzender des Gerichts, Amtsgerichtsrat Laudes, eröffnet. Die Hitler- und Bundeswehrgenerale Heusinger-Förtsch und Kammhuber erheben Klage gegen Lorenz Knorr wegen Beleidigung. Die von Knorr als Massenmörder bezeichneten Generale Speidel und Ruge haben wohlweislich auf Klage verzichtet. Aber für alle fünf wiederum liegt Strafantrag von Ex-Kriegsminister Strauß vor. Amtsgerichtsrat Laudes macht mir den Namen der Anklagevertretung bekannt. Oberstaatsanwalt Dr. Walter, Staatsanwalt Minkenberg. Wo ist Dr. Reuter, der Vorbereiter der Anklageschrift? Er musste aus der Schusslinie gebracht werden. Der Grund? Reuter ist einer der Blutrichter des Zweiten Weltkrieges im Gebiet der damals okkupierten tschechoslowakischen Republik. Sein Name steht auf der Kriegsverbrecherliste der CSSR unter der Nummer A38-37 verzeichnet. Dr. Reuter gab im Solinger Tageblatt vom 15.05.1963 folgende Erklärung ab. Diese Vorwürfe sind schon einmal gegen mich erhoben worden. Diese Anwürfe sind von der Generalstaatsanwaltschaft und dem Justizministerium geprüft worden. Die vorgesetzten Dienststellen sahen keine Veranlassung zu irgendwelchen Maßnahmen. Im Übrigen werde ich nicht die Anklage vertreten, sondern Staatsanwalt Minkenberg, der auch mit der Vorbereitung der Anklage beauftragt ist. Staatsanwalt Minkenberg aber führt nicht den Vorsitz der Anklagevertretung. Man hat im letzten Augenblick noch Oberstaatsanwalt Dr. Walter aus Wuppertal nominiert. Die Verteidigung wird vorgestellt. Dr. Ammann Heidelberg, Assessor Neumann Heidelberg. Dann gibt Lorenz Knoch einen kurzen Abriss seines Lebens. Ich bin 1921 in Eger geboren, Sohn einer alten sozialistischen Arbeiterfamilie. Bin verheiratet und Vater eines siebenjährigen Kindes. Von 1935 bis 1938 Mitglied der Deutschen Sozialdemokratischen Partei in der CSR. Besuchte die Bürgerschule, die Gewerbeschule, die höhere Gewerbeschule. Die Lehre schloss ich als Buchdrucker ab. Jetzt bin ich freischaffender Journalist. Im Hitlerkrieg wurde ich schwer verletzt und verlor ein Auge. 1946 trat ich der SPD in Westdeutschland bei. 1947 Landessekretär der Falken in Bayern. Vorsitzender des Bezirksjugendringes in Bayern. 1950 bis 1960 Bundessekretär der sozialistischen Jugend, die Falken. Ich veröffentlichte drei Bücher über demokratische Erziehung und habe einige hundert Jugendseminare durchgeführt. Ich publizierte in Geist und Tat, in Vorwärts, in den gewerkschaftlichen Monatsheften. 1960 trat ich aus der SPD aus. Stehen Sie auf dem Boden des Grundgesetzes? Ich stehe auf dem Boden des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Ich bin Mitbegründer der DFU und wurde in ihr Direktorium gewählt. Ich war Sprecher auf 120 Versammlungen der DFU im Bundestagswahlkampf 1961, an denen etwa 65.000 Bürger teilnahmen. Der Vorsitzende des Gerichts gibt den Eröffnungsbeschluss bekannt. Strafantrag gegen Lorenz Knorr, weil er am 22. Juni 1961 fünf Generale der Bundeswehr auf einem Jugendforum in Solingen Massenmörder genannt hat und folglich beleidigt haben soll. Strafantrag wurde gestellt von den Herren Heusinger, Förtsch und Kammhuber, nicht aber von den Herren Speidel und Ruge. Für alle fünf dagegen ist wiederum von Herrn Strauß Strafantrag gestellt. Die Herren Kammhuber und Ruge befanden sich seinerzeit noch im Dienst. Und das sind die angeklagten Kläger. Adolf Heusinger und Gunther Hitler, Generalleutnant und Chef der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres. Hauptverantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Überfälle der faschistischen Armeen auf die Völker Europas. Heute Vorsitzender des Ständigen Militärausschusses der NATO in Washington. Seit 1915 im Dienst des deutschen Militarismus, in der Reichswehr dabei, 1930 in deren illegalem Generalstab, 1940 Chef der Operationsabteilung des Oberkommandos des Heeres, 1943 stellvertretender Chef des Generalstabes des Heeres. Aktive Mitwirkung an der Ausarbeitung folgender Aggressionspläne. Fuck. Karl Grün gegen die Tschechoslowakei. Weiß gegen Polen. Weserübung gegen Norwegen und Dänemark. Fall Gelb gegen Holland, Belgien und Luxemburg. Fall Rot gegen Frankreich. Marita gegen Jugoslawien und Griechenland. Sonnenblume gegen Nordafrika. Fritz, erster Überfallplan gegen die Sowjetunion. Barbarossa gegen die Sowjetunion. gegen Ägypten, Italien, Ungarn, Rumänien, England, die Schweiz, Portugal und Spanien. 1. April 1961 im ständigen Militärausschuss der NATO. Mit ähnlichen Aufgaben, wie früher betraut. Die Süddeutsche Zeitung vom 30. September 1958 zitiert dazu Heusinger. sollten uns an unsere Vergangenheit erinnern und die maßgebenden Faktoren der Führung, die die Erfolge bringen, nicht vernachlässigen. Führen wir die alten Grundsätze, die wir früher gehabt haben, auch in Zukunft wieder durch. Dr. Hans Speidel und Gunther Hitler, Generalleutnant, Organisator von Sonderaufträgen in Frankreich, Unterdrücker des französischen Volkes, rücksichtsloser Vollstrecker der Taktik der verbrannten Erde in der Sowjetunion. Heute Befehlshaber der NATO-Landstreitkräfte Europa Mitte. 1914 als Fahnenjunker im Dienst der Wilhelms des Zweiten. Reichswehr. 1930 im Frankreichreferat der 3. Abteilung des Illegalen Generalstabes. im Sonderauftrag als Hauptmann beim Deutschen Militärattaché in Paris. Beteiligt an der Aktion Teutonenschwert. Leiter der Abteilung Fremde Heere West im Generalstab des Heeres. bis 1944 Initiator der sogenannten Sühne-Maßnahmen im besetzten Frankreich. Ab 1944 Vollstrecker des Trümmerbefehls in der Sowjetunion, der Taktik der verbrannten Erde. Friedrich Fertsch Unter Hitler Generalleutnant. heute Generalinspekteur und Chef des Führungsstabes der Bundeswehr. Seit 1918 dabei. und erster Generalstabsoffizier gegen Polen und Frankreich. Chef des Generalstabes der Okkupationsarmee vor Leningrad. Verantwortlich für die Verbrechen in den Gebieten Leningrad, Novgorod, Pskov, Ostrov. als Kriegsverbrecher abgeurteilt. 1955 den westdeutschen Behörden zur weiteren Verbüßung seiner Strafe übergeben. von Bonn zunächst zur Erholung geschickt und dann in die Bundeswehr aufgenommen. Josef Kammhuber Unter Hitler General der Flieger Heute im Ruhestand nach seiner Tätigkeit als Inspekteur der Luftwaffe und als Chef ihres Führungsstabels. 1914 Kriegsfreiwilliger bei der Reichswehr Rekrutenausbilder. Verweigert einmal den Befehl, als es gilt, gegen die faschistischen Putschisten unter Hitler am 9. November 1923 in München vorzugehen. Nach 1933 Bearbeiter von Organisationsfragen im Reichsluftfahrtministerium. 1937 erster Generalstabsoffizier des Luftgau-Kommandos II in Berlin. Im gleichen Jahr Stabschef für Organisation im Generalstab der Luftwaffe. 1939 Chef des Generalstabes der Luftflotte 2. Ein Jahr später Kommandeur des Kampfgeschwaders 51. Sein Befehl an Teile des Geschwaders, am 10. Mai 1940 die deutsche Stadt Freiburg im Breisgau zu bombardieren. Provokation zur Auslösung des totalen Duftkrieges gegen England. Beteiligung am Überfall auf Norwegen Friedrich unter Hitler, Vize-Admiral, Chef des Amtes für Kriegsschiffbau, Mitarbeiter des Kriegsverbrechers Kesselring. Heute im Ruhestand nach seiner Tätigkeit als Inspekteur und Chef des Führungsstabes Marine der Bundeswehr. 1914 Eintritt als Kadett in die Kaiserliche Marine. Von nun an immer dabei! als Admiralstabsoffizier, als Kapitän zur See. unmittelbar beteiligt an den Überfällen auf Polen, Holland, Belgien, Frankreich. Mitglied des Stabes von Kesselring in Italien. Befehle? Bildshaber des Marinekommandos Italien und ab August 1944 Admiral bei der Heeresgruppe B. Schließlich Chef des Amtes für Kriegsschiffbau im Oberkommando der Kriegsmarine. Das sind sie, die angeklagten Ankläger. kehren wir in den kleinen Verhandlungsraum des Solinger Chefengerichts zurück. Es ist inzwischen etwa 10.40 Uhr geworden. Der Vorsitzende des Gerichtsamts, Gerichtsrat Laudes, stellt zur Sache noch einige Fragen an Lorenz Knorr. Es geht um die Ausführung des Direktoriumsmitgliedes der Deutschen Friedensunion auf dem Jugendforum in Solingen am 22. Juni 1961. Sie, Herr Knorr, Ihrer Rede von damals noch heute im Gedächtnis? Ist das Wort Massenmörder gefallen? Ja, dieses Wort ist gefallen. Dazu stehe ich. Ich bestreite nicht, die genannten Generale Massenmörder genannt zu haben. Meine Rede ist mir noch voll im Gedächtnis. Haben Sie irgendeinen Grund zum abstreiten? Nein, im Gegenteil. Lorenz Knorr nennt das Urteil des Nürnberger Gerichtshofes vom 30.09. und 1.10.1946, das den Hitler-Generalen die Mitschuld am Tode von 50 Millionen Menschen zuspricht. Insofern sie mitwirkten, sind sie mitschuldig. War der Zusammenhang in ihrer Rede so, dass die fünf Generale das auf sich beziehen konnten? Ja, ich habe es auch so gemeint. Das Wort Massenmörder kann eine Beleidigung sein. wenn es nicht stimmt. Einige der Angesprochenen haben ja nicht Klage erhoben. Sie waren vielleicht klüger. Der Begriff Massenmörder ist doch ein Werturteil. So etwa, als ob man einen anderen Menschen Spitzbober oder Schweinehund schimpft. Ich habe vorher in meiner Rede in sauberer und sachlicher Weise Tatsachen dargelegt. Beides. Werturteil und Tatsachenbegründung ist nicht voneinander zu trennen. Ich habe zuerst dargestellt, wie die Jugend im ersten Weltkrieg bei Langemark verheizt wurde. Habe nachgewiesen, was im zweiten Weltkrieg in Stalingrad, in Narvik und so weiter geschehen ist. Wenn im zivilen Leben ein Mord begangen wird, werden dem Mörder die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. In der Kriegspraxis muss man gleiche Schlussfolgerungen ziehen. Ich wollte den jungen Menschen ein richtiges Bild vermitteln, damit sie in der Lage sind, die Vergangenheit zu bewältigen. Sie haben also auf 120 Wahlversammlungen gesprochen. Ja. Haben Sie immer die gleichen Ausführungen gemacht und ist damals unmittelbar etwas gegen Sie unternommen worden? ich halte nie dasselbe Referat. Ich bin aber auf die zur Debatte stehenden Tatsachen öfter eingegangen. Gab es hier einen Zwischenfall? Nein, ich bin allerdings angesprochen worden von Teilnehmern, um Materialhinweise, um zusätzliche Informationen zu geben. Klar. Kann man auf Zeugen verzichten? Nein! Soweit die Eröffnung. Darf ich noch? HACKENAUT! Ich will noch meine Grundhaltung darlegen. Für mich stehen die Generale nicht unter Denkmalsschutz. In einem Staat, der demokratisch sein will und soll, muss sich jeder der Kritik stellen. Kritik gefallen lassen, muss sie hören. Der Staatsbürger hat ein Recht zu erfahren, was geplant wird. Es waren Hitler-Generale, die uns ein fast zerstörtes Deutschland, ein Europa der verbrannten Erde hinterlassen haben. Ich habe in meiner Rede am 22. Juni 1961 versucht, den Nachweis konkret zu führen, dass der Staatsbürgerunterricht in der Bundeswehr in seinen Hauptzügen dem Inhalt des Unterrichts in der Wehrmacht von vor 1914 und vor 1939 entspricht. Ich habe in diesem Zusammenhang die fünf Generale erwähnt. Die Generale erklären der Jugend, sie müsse den Waffenrock anziehen, um Frieden und Freiheit zu verteidigen. Der Feind, wurde jeweils vor den Kriegen behauptet, das sind die bösen Franzosen, die bösen Engländer, die Russen. Nach 1918 und nach 1945 wusste das deutsche Volk, dass der Feind stets im eigenen Land gestanden hatte. Wenn die gleichen Leute wie damals, heute den gleichen Unterricht erteilen lassen, dann ist es logisch, diese Leute näher zu betrachten, die dafür verantwortlich sind. Diese Leute also unter die Lupe zu nehmen, die allgemein als Militaristen bezeichnet werden. Die fünf Generale gehörten zu jener Gruppe, die in Nürnberg für mitschuldig befunden wurde. Im Nürnberger Urteil heißt es unter anderem, obwohl der Gerichtshof der Meinung ist, dass die im Artikel 9 enthaltene Bezeichnung Gruppe etwas mehr beinhalten muss als diese Sammlung von Offizieren, hat er viele Zeugenaussagen über die Teilnahme dieser Offiziere an der Planung und Führung des Angriffskrieges und an der Begehung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehört. Und es heißt dann weiter, sie sind im großen Maße verantwortlich gewesen für die Leiden und Nöte, die über Millionen Männer, Frauen und Kinder gekommen sind. Ohne ihre militärische Führung wären die Angriffsgelüste Hitlers und seiner Nazi-Kumpane akademisch und ohne Folgen geblieben. Die Wahrheit ist, dass sie an all diesen Verbrechen rege teilgenommen haben oder in schweigender Zustimmung verharrten, wenn vor ihren Augen größer angelegte und empörendere Verbrechen begangen wurden, als die Welt je zu sehen das Unglück hatte. So viel aus dem Nürnberger Urteil. Gern geschehen. Gehören die fünf Leute dazu? Sie sind zumindest Helfershelfer. Meine Position ist, es geht um die Frage der Verantwortung. Ist die Generalität verantwortlich? Die Beantwortung ist generell im Nürnberger Urteil bestätigt worden. Das Nürnberger Urteil besagt, Hitler konnte keinen Angriffskrieg allein führen. Er benötigte die Mitarbeit von Staatsmännern, militärischen Führern, Diplomaten und Geschäftsleuten. Wenn sie wussten, was sie taten, so können sie nicht aus dem Grunde als unschuldig betrachtet werden, weil Hitler von ihnen Gebrauch machte. Niemand war gezwungen zu gehorchen. Es war möglich, ein Kommando niederzulegen. Es gibt dafür Beispiele. Einer der fünf Generale aber kann von sich sagen, dass er je einen Widerspruch zu den Befehlen Hitlers angemeldet hat. Die Grenze der militärischen Pflichterfüllung ist von den fünf Generalen permanent verletzt worden. Worin bestehen ihre Verbrechen im Einzelnen? Lorenz Knorr nennt die berüchtigten Kommissarbefehle von Hitler. Sie wurden in Anwesenheit aller Generale und Admirale vorgetragen. Es gab keinen Widerspruch der Anwesenden, weder sofort noch nachher. Das ist dokumentarisch. Keiner der fünf kann ein Alibi beibringen, dass er gegen die Geiselerschießungen vorgegangen sei. Knorr weist aufgrund vorliegenden Dokumentenmaterials auf die verbrecherische Rolle Speidels und auf seine Verantwortung für die Strafaktion gegen den französischen Ort Oradour hin. Er erwähnt den Befehl Hitlers, Schiffbrüchigen von Handelsschiffen, die von U-Booten angegriffen worden waren, jede Hilfe zu verweigern. Die Generale und Admirale haben das gewusst. Ruge war zu dieser Zeit im Oberkommando der Marine. Er hat nicht widersprochen, er hat nicht protestiert. Die Hitlergeneralität billigte auch die Judenausrottung. Der Historiker Schairer schreibt darüber unter anderem, Himmler war zu klug, um nicht auch den Generalen einen Teil der Verantwortung zuzuschieben. Am 19. September suchte Heidrich, Himmlers Hauptmitarbeiter, General Wagner im OKH auf und sagte ihm, die SS plane eine Flurbereinigung in Polen. Judentum, Intelligenz, Geistlichkeit, Adel. Wagner meldete dies Halder, der über die Reaktion im OKH notierte, Forderungen her, Bereinigung nach dem Herausziehen des Heeres und nach Übergabe an stabile Zivilverwaltung, Anfang Dezember. Diese kurze Eintragung lieferte einen Schlüssel zum Verständnis der Moral der deutschen Generale. Sie widersetzten sich nicht ernsthaft der Flurbereinigung, das heißt der Ausrottung von Judentum, Intelligenz, Geistlichkeit und Adel in Polen. Sie wollten sie lediglich so lange hinausgeschoben wissen, bis das Heer aus Polen heraus war und sich der Verantwortung entziehen konnte. Und natürlich müsse auch an die öffentliche Meinung im Ausland gedacht werden. Nach einer langen Konferenz mit Brauchitsch notierte Halder, Es darf nichts passieren, was dem Ausland die Möglichkeit gibt, aufgrund dieser Vorkommnisse eine Gräuelpropaganda durchzuführen. Katholische Geistlichkeit, zurzeit noch nicht möglich. Am 21. September reichte Heidrich beim OKH einen Durchschlag seines ersten Flurbereinigungsplanes ein. Zunächst sollten die Juden, zwecks leichterer Erfassung, in den Städten zusammengepfercht werden. Die Erreichung des Endzieles, hieß es in Heidrichs Denkschrift, beanspruche eine gewisse Zeit und es müsse streng geheim gehalten werden. Aber kein General, der die Denkschrift las, kann daran gezweifelt haben, dass das Endziel Ausrottung bedeutet. Wer das feststellte, ist der amerikanische Historiker Schairer. Lorenz Knorr zitierte ihn. Er beschäftigte sich dann mit der Rolle Heusingers als Chef der Organisationsabteilung in Hitlers Oberkommando der Wehrmacht 1937 bis 1944. Heusinger war unmittelbar beteiligt an allen völkerrechtswidrigen Handlungen des Hitlerfaschismus. Er zeichnete verantwortlich für die Ermordung von Kriegsgefangenen und Geiseln, verantwortlich für Kriegsverbrechen, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er war federführend in Fragen der Partisanenbekämpfung im Oberkommando des Heeres. Als Chef der Operationsabteilung oplag ihm die Ausarbeitung von Richtlinien zum Einsatz des sogenannten Jagdkommandos, die, wie es wörtlich hieß, jeden in die Falle hineingelaufenen Gegner in den okkupierten Ländern vernichteten. Der Vertreter der Anklage, Oberstaatsanwalt Walter, fährt dazwischen. Wir kommen ins Uferlose. Wir können nicht einen neuen Nürnberger Prozess aufziehen. Hier geht es um die Klage beleidigter Personen. Es hat ja kein Prozess wegen Mordes gegen die fünf Generale stattgefunden. Die Aufgabe, die Sie heute ausüben, erfüllen Sie mit Billigung des Bundestages. Entscheidend ist in diesem Prozess die Klärung einer formalen Beleidigung. Der Vertreter der Verteidigung, Dr. Amman, erhebt Einspruch. Eine Tatsachenbehauptung muss durch Tatsachenbeweis belegt werden. Die Luft ist hier sehr stickig. Sie sehen ja selbst, der Raum ist klein. Eine Pause wäre vielleicht ganz angebracht. Herr Knaur, wie weit sind Sie mit Ihrem jetzigen Abschnitt? Ich brauche noch drei Minuten. Gut, dann treten wir in drei Minuten in die Pause ein. Nach der Pause weist Lorenz Knorr nach, dass Speigel verantwortlich war für die Geisel-Erschießungen in Frankreich. Es ist dokumentarisch erwiesen, dass er Rommel an die Gestapo verraten hat. Förtsch befahl, Leningrad dem Erdboden gleichzumachen und die Bevölkerung der Stadt zu vernichten, damit sie im Winter nicht ernährt zu werden brauche. Kammhubers Mitwirkung an dem Luftüberfall auf Freiburg 1940 ist erwiesen. Es liegt eine diesbezügliche Erklärung der badischen Staatsregierung vor. Das Verbrechen Kammhubers, die deutsche Stadt Freiburg zu bombardieren, lieferte den Vorwand für die Entfesselung des totalen Luftkrieges gegen England. Lorenz Knorr sagt dann weiter. Anklage gegen mich wäre nicht erhoben worden, wenn die fünf Herren geläutert wären. Aber diese Herren haben sich nicht geändert. Sie haben nicht protestiert, als Göring vom Ausradieren sprach. Sie haben vor allem aber nicht protestiert, als Strauß dieses Ausradierungskonzept wörtlich wiederholte. Das Interessanteste ist, dass die Anklage und die Anklageschrift gegen mich, dem Völkerrecht und dem Nürnberger Prozess widerspricht, wie sie § 25 des Grundgesetzes widerspricht, der als geltendes Recht das internationale Recht bezeichnet. Ich verstehe nicht, dass eine Staatsanwaltschaft, die das Recht schützen soll, sich nicht auf diesen Boden stellt. Wenn die Bundesrepublik der Rechtsstaat wäre, der er sein soll, gehörten jene auf die Anklagebank, die mich angeklagt haben. Sie sind mitschuldig am Tod von 50 Millionen Menschen. Und Knorr schließt mit den Worten... Ich werde nie aufhören, die Wahrheit zu sagen. Ich stehe voll und ganz zu dem, was ich gesagt habe. Ich habe es gesagt, um der Jugend die Augen zu öffnen, um die Vergangenheit bewältigen zu helfen, um den Weg in die Zukunft zu ebnen ohne diese Generale. Wenn der Angeklagte das Recht verpflichtet, warum hat er dann nicht einen sauberen Weg beschritten? Warum ist er den Weg der Beleidigung beschritten? Ich habe leider nicht die besten Erfahrungen mit den deutschen Gerichten, Herr Oberstaatsanwalt. Es sind Veränderungen in der Politik notwendig, um zu verhindern, dass es zu einer Wiederholung der Verbrechen kommt. Nach einer kurzen Pause beginnt die Zeugenvernehmung. Als erster Belastungszeuge wird Kriminalmeister Lüding vorgeführt. Er erklärt auf Befragen, Knaus Äußerungen am 22. Juni 1961 verliefen an der Grenze des Erlaubens. Hat er die Generale erwähnt? Ja, er hat sie erwähnt. Welche Namen sind denn gefallen? Beide. Ja. Welche noch? Heusinger? Ja, Heusinger. Kamuber? Föpf? Ja, Föpf. Darf ich mal meine Aufzeichnungen nachlesen? Die lassen Sie doch vorläufig noch stecken. Wen hat Herr Knorr noch erwähnt? Runge! Ruge! Jawohl, so kann er auch geheißen haben. Sie hatten also den Auftrag, die Rede von Herrn Knorr mitzuschreiben? Jawohl. Ich habe aber nur Stichworte aufschreiben können und sie dann später in Sätze gekleidet. Hat der Angeklagte von den Nürnberger Prozessen gesprochen? Hat er von Eichmann gesprochen? Da muss ich erstmal in meinen Unterlagen nachsehen. Ich habe darüber keine Notizen. Es war für mich nicht einfach, alles mitzunehmen. zu schreiben. Oberstaatsanwalt Walter verwahrt sich gegen die Äußerungen des Publikums und verlangt vom Gericht sie zu unterbinden. Ich habe mein ganzes Leben in der Justiz noch nie von der Polizeigewalt Gebrauch gemacht. Der Vorsitzende lässt den zweiten Belastungszeugen, den Polizeihauptwachtmeister Kille, rufen. Er fordert ihn auf, die Reihenfolge der Argumente in Knorrs Rede darzustellen. Das kann ich nicht mehr genau sagen. Ist der Name des Vizepräsidenten des Bundestages Jäger in meiner Rede gefallen? Dazu kann ich nichts sagen. Sind die Namen Adenauer und Strauß gefallen? Der Vorsitzende fragt den Belastungszeugen, ob er noch Wesentliches zu sagen habe. Nein, ich hatte... Ich war ja während des Jugendforums Dienst und konnte mich nicht ständig im Saal bewegen. 12.26 Uhr. Die Polizeibeamten haben auf der Zeugenbank Platz genommen. Das Gericht hört noch die Aussage des Studienassessors Mutz aus Solingen. Auch er kann sich nicht an Einzelheiten erinnern. Ihm ging es als Teilnehmer am Jugendforum nicht um den genauen Wort, laut der Rede von Lorenz Knoch, sondern um den Gehalt des Referates. Dann beginnt die Vernehmung der Zeugen der Verteidigung. Als erster erscheint Jo Norman, während des Krieges in der Résistance und dort Leiter der Widerstandsgruppe der Pariser Juristen. Nach dem Kriegedirektor im französischen Justizministerium. Er sagt aus, dass er Rechtsanwalt und Verteidiger der 117 jungen französischen Soldaten war, deren Väter auf Befehl Speidels ermordet wurden und die sich geweigert haben, unter Speidel in den NATO-Kontingenten Dienst zu treten. 1957-58, als Speidel zur NATO berufen wurde, haben diese 117 jungen Leute an den Präsidenten der französischen Republik einen Brief geschrieben. Sie erklärten darin die Verweigerung des Dienstes unter Speidel. Sie wurden verhaftet. Aber ein Prozess gegen sie hat nie stattgefunden. Diese jungen Soldaten haben auch den Dienst unter Speidel nicht aufgenommen. Der damalige französische Kriegsminister billigte das also praktisch. Sie wurden zu einem Truppenteil nach Nordafrika versetzt. Die Väter der 117 wurden alle als Widerstandskämpfer in Nordfrankreich erschossen. Wenn das Wort Massenmörder einen Sinn hat, dann bereits am Beispiel der Ermordung der Väter dieser 117. Der Verantwortliche für Sicherheitsfragen in Nordfrankreich war bis 1942 der General Speidel. Das ist nachgewiesen durch den Staatsanwalt des Militärgerichts, das sich mit der Weigerung der 117 jungen Soldaten beschäftigte, durch Major Ficatou. 1957 wurde in Frankreich eine Petition gegen die Berufung Speidels in das NATO-Hauptquartier eingebracht, unter der die Namen eines Ministers der heutigen Regierung und eines hohen Beamten im französischen Justizministerium stehen. Als Verteidiger der 117 jungen Soldaten habe ich das Material über Speidel sorgfältig studiert. Darunter auch solches über die Vorbereitung des hitlerschen Aggressionskrieges. 1933-34 war der damalige Hauptmann Speidel Adjutant des deutschen Militärattachés in Paris. In dieser Eigenschaft hatte er einen Brief von Göring erhalten, über die Operation Teutonenschwert. Sie wissen vielleicht, dass diese Aktion die Ermordung Alexanders von Jerusalemien und des Außenministers Léon Barthoud zum Ziele hatte. Speidel hat den Brief beantwortet und in ihm mitgeteilt, dass alles vorbereitet sei. Die französische Presse hat Speidel als Mitbeteiligten an diesen Morden entlarvt. Es hat aber meines Erachtens nie einen Beleidigungsprozess von Speidel gegeben. Normann überreicht dem Gericht die Fotokopien des Briefwechsels Göring-Speidel zur Einsicht. Sie werden auch von der Anklagevertretung studiert. Darauf bittet Lorenz Knorr um das Wort. Halten Sie, Monsieur Norman, es für möglich, dass es Dokumente gibt, die zur Zeit des Nürnberger Prozesses noch nicht bekannt sind? Ja, wahrscheinlich. Das wollte ich zu Speidel sagen. Ich bin französischer Bürger. Ich bin Anhänger der Verständigung zwischen dem deutschen und dem französischen Volk. Das Urteil von Nürnberg ist für uns eine heilige Sache. Es wird von uns Franzosen nicht nur juristisch, es wird auch moralisch als Basis für die Verurteilung der faschistischen Verbrechen und für die Verständigung zwischen dem deutschen Volk und meinem Volk gewertet. Diese Verständigung ersehne ich mit heißem Herzen. Wir befinden uns… Halt das T-Mask! Herr Staatsanwalt, ich hatte gerade meine Ausführungen beendet. Bitte der nächste Zeuge... Es betritt den Verhandlungsraum der Delegierte des Stadtrates von Aboué, Souveniat. Der heute 40-Jährige ist völlig ergraut. Er war mit 18 Jahren Regimentskommandeur in der französischen Widerstandsbewegung. Er stellt an den Anfang seiner Aussage die Worte Ich habe die Aktionen der Hitlerwehrmacht gegen meine Stadt kennengelernt, aber ich verspüre deshalb keinen Hass gegen das deutsche Volk. 75 meiner Mitbürger wurden verhaftet und in Konzentrationslage überführt, weil sie sich gegen den faschistischen Zwang und Terror zur Wehr gesetzt haben. Der Widerstandskampf wurde zunächst unbewaffnet geführt. Welche Aufgabe hatte die Widerstandsbewegung? Alles Material zu zerstören, was der Weiterführung des Hitlerkrieges diente. Der Leidensweg meiner Mitbürger begann drei Monate nach dem Überfall auf unser Land. Für den Terror gegen die Bevölkerung trug Speidel die Verantwortung im besetzten Frankreich. Er hatte die Macht bis Juni 1942. Aboué wurde ein Ort des Märtyrertums. Unsere Bevölkerung sieht in Speidel den Mörder. Nach der Ernennung Speidels als Befehlshaber von NATO-Streitkräften wurde in Aboué eine Gedenksäule errichtet, die die Inschrift trägt Nein, Speidel, nein! Die französische Regierung hat gegen diese Manifestation niemals etwas eingebettet. Er schließt mit den Worten. Ich bin stolz, einem deutschen Demokraten zu helfen, der den Mut hat zu sagen, wer Speidel war. 13.30 Uhr. Der Vorsitzende gibt bekannt, dass das Gericht in eine einstündige Pause eintritt. 14.40 Uhr. Die Verhandlung wird wieder eröffnet. Das Wort erhält der Vertreter der Verteidigung, Dr. Ammann. In den nächsten 45 Minuten unterbreitet er Dokumente und Beweise. Er weist die Titel der Quellen nach, gibt genaue Seitenzahlen an. Wir kommen jetzt zur Verlesung der Dokumente. Einen Augenblick, bitte. Wenn wir dieses Vorhaben verwirklichen wollten, dann würden Sie mich am Ende in der Leichenhalle wiederfinden. DER der Vorsitzende des Gerichts blickt zur Anklagevertretung hinüber. Oberstaatsanwalt Dr. Walter überlegt und sagt dann... Überrascht? Auf so etwas sind wir nicht vorbei. Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. 15.40 Uhr. Der Vorsitzende gibt den Beschluss bekannt, dass das Gericht sich auf den 27. Mai 1963 9 Uhr vertagt. Dr. Amann erhebt dagegen im Namen der Verteidigung Einspruch.", "summary": "Funkdokumentation zum Beleidigungsprozess gegen Lorenz Knorr am Amtsgericht Solingen am 17. Mai 1963. Knorr bezeichnete die Generale Heusinger, Speidel, Förtsch, Kammhuber und Ruge als Massenmörder. Er begründete dies mit deren Mitverantwortung an Hitlers Angriffskriegen und Kriegsverbrechen. Die Verteidigung berief sich auf das Nürnberger Urteil und legte Beweismaterial vor.", "referenz": "Funkdokumentation zum Prozess gegen den Journalisten und Antifaschisten Lorenz Knorr wegen Beleidigung ehemaliger Wehrmacht- und Bundeswehrgenerale. Wiedergabe der Gerichtsverhandlung gegen Knorr, teilweise in nachgestellten Szenen. Dazwischen Soundeffekte. Unvollständige Überlieferung.\n\n00:00:00 dramatische Musik, darüber Kopfansage der Sendung, einer \"Funkdokumentation zum Prozess Lorenz Knorr contra Massenmörder\" /\n00:00:31 Anklage des Angeklagten Lorenz Knorr: \"die ehemaligen Hitlergenerale\" Adolf Heusinger, Hans Speidel, Friedrich Foertsch, Josef Kammhuber und Friedrich Ruge hätten zusammen mit \"Ex-Minister\" Strauß ein Gerichtsverfahren gegen ihn eingeleitet, da er deren Mitschuld an Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs festgestellt hätte und sie seiner Meinung nach als Massenmörder kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürften / das deutsche Volk könne sich nur dann eine bessere Zukunft verschaffen, wenn es einen Reinigungsprozess durchführe / \n\n00:02:21 Beschreibung des Gerichtstermins im Amtsgericht am Freitag, dem 17. Mai 1963 in Solingen, bei dem Anklage gegen Lorenz Knorr als westdeutscher Repräsentant der Politik der Vernunft und damit gegen das Gerichtsurteil des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses, gegen internationales Recht und § 25 des Grundgesetzes der Bundesrepublik erhoben werden soll, darin Beschreibung des Interesses in der Bevölkerung und bei den Journalisten / \n00:08:01 Lorenz Knorr gibt seinen Lebenslauf wieder / \n00:09:31 Sprecher zum Strafantrag gegen Knorr / zu früheren und jetzigen Ämtern der \"angeklagten Kläger\" Heusinger, Speidel, Foertsch, Kammhuber und Ruge /\n00:14:53 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene: Befragung Knorrs zu einer Rede auf dem Jugendforum in Solingen am 22.06.1961, darin Bestätigung Knorrs, das Wort \"Massenmörder\" gebraucht zu haben / Knorr zieht Parallelen zwischen dem Staatsbürger-Unterricht in der Bundeswehr und der Wehrmacht, die fünf Generale seien im Nürnberger Prozess für mitschuldig befunden worden / \n00:22:26 Sprecher zu den Kommissarbefehlen, die von der Generalität ohne Widerspruch entgegengenommen worden seien / zur Judenvernichtung / Zitat des Historikers William L. Shirer zur Übertragung der Verantwortung an die Generale durch Heinrich Himmler, zur Planung einer \"Flurbereinigung\" in Polen, der sich die Generale nicht widersetzten, sondern diese nur hinauszögern wollten / zur Rolle Heusingers im Zweiten Weltkrieg / \n00:26:10 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene: Vertreter der Anklage, Oberstaatsanwalt Walter, erinnert an die eigentliche Anklage wegen Beleidigung / Sprecher: Einspruch des Verteidigers, Rollen der anderen Angekläger bei Kriegsverbrechen / nachgestellte Szene: Knorr zur weiteren Schuld der Ankläger, die sich nicht geändert hätten, die Anklage gegen ihn widerspreche dem Völkerrecht und dem Nürnberger Prozess sowie dem Grundgesetz, er stehe voll zu den von ihm getroffenen Aussagen / \n00:29:52 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene zur Befragung der Belastungszeugen, die sich nicht genau erinnern können, Befragung von französischen Zeugen der Verteidigung, die die Schuld Speidels an Kriegsverbrechen in Frankreich untermauern / \n00:38:19 zur Vertagung der Gerichtsverhandlung / Gong //", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-040"}
-{"transcript_id": "33_092125_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "33_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig", "beitragstitel": "33_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig", "transkript": "Ich kann mir nicht helfen, ich tue mir selbst leid, ich komme nicht so recht mit der heutigen Zeit, der dies unter dem Titel meine Befindlichkeit aufgeschrieben hat, heißt Erich Köhler, wurden in Dresden und ist blind. Die Lebenssituation vieler blinder und stark sehbehinderter Mitbürger in Ostdeutschland ist mit der deutschen Einheit komplizierter geworden. Haben schon die sehnten erhebliche Orientierungsschwierigkeiten im Gestrüpp neuer Gesetze und Verordnungen. Probleme mit dem freien Markt stürzen diese Mitbürger doppelblind in die Freiheit Eine wichtige Brücke zur Welt der sehnten, sind für die 37.000 Blinden in der ehemaligen DDR die Publikation der DZB der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig Wöchentlich des von dort das aktuelle Radio und Fernsehprogramm in Blindenschrift zu beziehen, in regelmäßigen Abständen auch Zeitschriften und Journale. Von Anfang an war klar, dass wir unseren blinden und sehr schwachen Nutzung vor allem Informationen vermitteln müssen, die sie in ihrem Alltag brauchen. Und wir haben darum, äh, zu Beginn des Jahres 1990 eine neue Zeitschrift herausgebracht. Sie nennt sich Ratgeber aktuell in Blindenschrift und daneben auch eine Tunnel auf Kassette, mit dem Titel Recht und Gesetz Seit ihrer Gründung im Jahre 894. Als erste deutsche Blindenbibliothek zählen mehr als 37.000 Bände in Blindenschrift inzwischen zum Bestand, vom Klassiker bis zum Kochbuch, vom Opernlibretto bis zum aktuellen Gesetzestext ein bedeutender Kulturschatz. Die 2500 ständigen Leser und Hörer der Bücherei nutzen ihn Sehr begehrt nun auch bei den neuen Abonnenten aus Westdeutschland ist die Spezialität der Leipziger, der Reliefdruck Landkarten, Kunstkalender und wie hier Kinderbücher Echte Verkaufsknüller. In diesem Jahr waren zwei Deutschlandkarten die Länder mit ihren Grenzen und Hauptstädten, zum anderen das Autobahnnetz. Die Ausleihe hat allein im ersten Halbjahr 91 um 20 Prozent zugenommen. Ein Ansturm kaum zu bewältigen für die 90 Mitarbeiter ein jeder von ihnen ist hochspezialisiert, eine umständliche Fertigung. Klar, dass die Erzeugnisse nicht billig sind. In Blindenschrift ergibt der Duden 26 dieser wunderschönen großen Bände, und die waren auch erhältlich zum Preis von neun Mark. 80 in der DDR hat ja, wieso tut und Mark 80 gekostet. Der Herstellungspreis allerdings bewegt sich doch in anderen Relation. Also wir gehen davon aus pro Band also. Solch ein Band kostet in der Herstellung circa 40 bis 45 Mark. Das heißt, dieser Duden hat einen Herstellungspreis von über tausend Mark und das zum Preis von neun Mark 80 getragen von dem Grundsatz, dass der Blinde nicht durch seine Behinderung auch noch finanziell behindert werden soll. War also der Grundsatz eins zu eins. Wird man das durchhalten können in Zukunft? Das können wir schon jetzt nicht mehr durchhalten. Preise bewegen sich jetzt bei etwa 50 Prozent der Herstellungskosten. Das heißt also, dass dieser Duden in der Form jetzt für 580 Mark zu haben ist, also für einen privat man einer Bezuschussung fast nicht mehr machbar, Was früher vom Staat bezahlt und deshalb für jeden Blinden erschwinglich war. Diese soziale Errungenschaft ist wie so viele andere auch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht finanzierbar. Ebenso finanzieller Art sind die Gründe, weshalb die Zukunft der Blindenbücherei bis heute noch nicht gesichert ist. Aber das scheint nur so in Dresden will man einen anderen Weg gehen. Die sächsische Staatsregierung möchte die DZB privatisieren, notfalls in einer Mischform mit der öffentlichen Hand. So jedenfalls sieht es ein Kabinettsbeschluss vom Dezember 1990 vor. In einem Brief des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 5. Juli diesen Jahres wird die Bücherei gebeten, selbst zu klären, inwieweit eine Überführung der DZ B in privater Hand durch einen der Sache der Blinden verbundenen finanzkräftigen Träger möglich wäre. Eine Forderung, die an ähnlicher einrichten Dutzenden Hamburg und Marburg nie gestellt wurde der Generalbevollmächtigte des Bonner Blinden und Sehbehindertenverbandes für die neuen Bundesländer dazu Ich halte eine derartige Forderung für völlig unmöglich. Erstens deshalb, weil es keinen privaten Träger gibt, der eine solche Einrichtung auf Dauer mit den notwendigen Mitteln versieht und zweitens die blinden einen Anspruch darauf haben, dass der Staat ihnen gegenüber die gleichen Leistungen aufbringt, wie das bei sehen der Fall ist. Denken Sie beispielsweise an die Möglichkeit, in jedem Ort Bücher aus einer öffentlichen Bücherei leihen zu können. Wie ist denn eine Trägerschaft in den alten Bundesländern bei ähnlichen Einrichtungen geregelt und organisiert? In aller Regel tragen die Länder beziehungsweise trägt die öffentliche Hand, die Kosten derartige Einrichtungen fast vollständig. Wie sind denn die Ergebnisse ihrer Bemühungen, hier in Sachsen finanzkräftige Helfer für die die EZB zu finden? Sie werden die Antwort ahnen natürlich gleich null. Es ist so, dass seitens des Landesminister oder Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Land Sachsen eigentlich politisch keinen Zweifel daran besteht, dass diese Einrichtung hier die deutsche Zentralbücherei verbindet, so Leipzig ihre Arbeit fortsetzen muss. Der Druck kommt vor allem von Finanzministerium, die Sorge haben, eine solche Institution als Anstalt des öffentlichen Rechts nicht finanzieren zu können. Zieht sich das Land zurück aus der Verantwortung für diese Einrichtung? Das kann nicht sein und wird auch nicht sein. Im Jahre 91 haben wir 3,3 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Im Haushaltsplanentwurf, der allerdings noch verhandelt werden muss. Um mit dem Finanzminister sehen wir 3,5 Millionen vor, also bereits mit einer gewissen Steigerung. Es ist nicht gelungen, bisher einen privaten Träger zu finden. Ich bin ein anderen für sich Befürworter für Breite, für viele private Trägerschaften. Nur wird sich das Land aus der sozialen Verantwortung nicht stehlen. Es ist sich dieser Verantwortung voll bewusst gerade gegenüber einer Bevölkerungsgruppe, die dermaßen benachteiligt ist. Die wortreiche, im Camp jedoch unverbindliche Bekundung von Solidarität mit den Blinden seitens der Staatsregierung kann die verbindliche Übernahme der DZB durch den Freistaat Sachsen nicht ersetzen. Die steht weiter aus. Reden statt Taten. Wir arbeiten sehr eng mit der deutschen Zentralbibliothek für blinzelt Lindner Zusammenhalt und haben unsere Aktivitäten Aktivitäten koordiniert. Allerdings mit dem bekannten Erfolg. Ich habe den Eindruck, dass man nicht so recht weiß, was man mit uns anfangen soll. Einerseits sind wir eine zu gewichtige Institution, als dass man sie leichtfertig abwickeln könnte. Aber andererseits hat Auch, äh, noch kein Maßgeblicher Beamter der Landesregierung einmal versucht, uns näher kennenzulernen durch einen Besuch eine Besichtigung des Hauses, sich selbst von dem zu überzeugen, was wir hier tun, um sich eine Meinung über die Nützlichkeit dieser Einrichtung zu machen, also die Kontakte seitens der Landesregierung zu uns sind, äh, im Großen und Ganzen mäßig und steigerungsbedürftig", "summary": "Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) in Leipzig nach der Wiedervereinigung. Die Institution steht vor finanziellen Herausforderungen und unsicherer Zukunft. Die sächsische Staatsregierung plant eine Privatisierung der DZB. Dies stößt auf Widerstand, da die Finanzierung durch private Träger als unrealistisch gilt.", "referenz": null, "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-041"}
-{"transcript_id": "2863934.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "John Schehr und Genossen", "beitragstitel": null, "transkript": "Die Stille liegt heute über der Gedenkstätte der Sozialisten hier in Berlin-Friedrichsfelde. Hier haben die hervorragendsten Führer der deutschen Arbeiterklasse ihre letzte Ruhestätte gefunden. Und in der Mitte, nahe dem großen Steinobelisk, eine einfache, schlichte Grabplatte. Und darauf steht Jean Cher, ermordet Februar 1934. Ein Kranz, ein frischer Kranz mit frischen Astern auf dieser Grabplatte. Die Toten mahnen uns, steht an diesem Steinobelisk. Und an der gegenüberliegenden Wand dieser rotunde, drei weiße Gedenktafeln. Rudolf Schwarz, Erich Steinfurt, Eugen Schönhaar. Das waren sie, Jean Cher und Genossen, die heute vor 30 Jahren am Kilometerberg zwischen Wannsee und Berlin von den Faschisten ermordet wurden. Jon Scheer und Genossen Erich Steinfurt Rudolf Schwarz Eugen Schönhab. andenken, ehren wir heute. 30 Jahre, nachdem sie ihr Leben gaben für die Befreiung der Arbeiter, für den Sieg des Sozialismus. Ihr Leben, es war angefüllt von Arbeit, unermüdlicher Arbeit. Johnny, du musst heute auf unserer Versammlung sprechen, die jungen Genossen warten auf dich. Und Johnny kam und sprach. Er wusste, was zu sagen war in all jenen Jahren, als die Arbeiter gegen die heraufdämmernde und dann immer stärker werdende Gefahr des Faschismus kämpften. Es sagte Jon Scheer 1932. Wenn der Faschismus, die Diktatur der Trösts, Kartelle, der Finanzgewaltigen, der Junko und Militaristen, die Ausrottung aller demokratischen und sozialistischen Rechte, die sich die Arbeiter ertrotzt haben, herbeiführt, so muss das zur Einheit aller fortschrittlichen demokratischen Kräfte führen unter der Losung EINE NOT, EIN FEIND, EIN KAMPF! Wohren am 9. Februar 1896 in Altona, Schlossergeselle. 1912 als 16-Jähriger Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. ersten Lebensstationen eines Kämpfers. Yon-Sheahs Eltern waren Arbeiter. Er war Arbeiter. Sein Gerechtigkeitsgefühl war es, dass ihn die Not und den Widersinn der bestehenden Gesellschaftsordnung zum ersten Mal bitter spüren ließ, als er erfuhr, dass ein Freund von ihm, ein Lehrling wie er, Selbstmord verübt hatte. Wie war so etwas möglich? Wie konnte so etwas geschehen? Yon-Sheah wusste es, denn solche Selbstmorde waren damals unter jungen Menschen nicht selten. Und so führte ihn der Protest in die Reihen der organisierten Arbeiter. Mitglied der Gewerkschaftsjugend, Mitglied der sozialistischen Arbeiterjugend. Es waren die Ideen und die Reden Karl Liebknechts, die auch er verbreitete. Sein Weg führte ihn folgerichtig 1919 über die USPD zur KPD. Unermüdliche Kleinarbeit als politischer Sekretär in seiner Heimatstadt Altona, später im Unterbezirk Harburg. Das waren die ersten verantwortlichen Funktionen, die Jon Scheer innehatte. Und wieder war es die Jugend, der seine besondere Fürsorge galt. Selbst ein junger Mensch würde er von den Hafen- und Werftarbeitern schon liebevoll Johnny genannt. 1923 Nach den Oktoberkämpfen wird er zum Organisationssekretär des Bezirks Wasserkante gewählt. Er arbeitet mit Ernst Thälmann zusammen, selbstlos. Er denkt nicht an sein persönliches Glück. Glück, das bedeutet für ihn, alle müssen glücklich sein. Für alle muss endlich nach Jahren des Krieges und der Not, der Inflation, später der Arbeitslosigkeit, für alle muss endlich das bessere Morgen anbrechen. Für all jene, die bisher im Dunkeln lebten, auf der Schattenseite des Lebens standen, Opfer einer antihumanen Gesellschaft waren. Nächste Station seines Weges. Niedersachsen. Aufbau der Parteiorganisationen in Hannover und in Braunschweig. Hitler und seine SA-Kolonnen in Braunschweig einrücken, da wollen sie auch durch die Arbeiterviertel marschieren. Aber Jon Scheer und seine Genossen sind wachsam. Aus allen Orten Niedersachsens kommen die Arbeiter trotz polizeilicher Verbote nach Braunschweig. Ihre Lohreinheit. Keine SA betritt Braunschweigs Arbeiterviertel. So kann Hitler nur hinter den hohen Gittern des Schlosshofes den Vorbeimarsch seiner braunen Kolonnen abnehmen. Die SA hatte sich blutige Köpfe geholt, als sie versuchte, die Front der Arbeiter zu brechen. 1929. Mitglied des Zentralkomitees der KPD. 1932. Sekretär des Zentralkomitees und Reichstagsabgeordneter. Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale. Von der Tribüne des Reichstages aus entlarvt er die geheime Rüstung. Er weist nach. Enge Verbindung der Konzerngewaltigen mit dem Generalstab und den Faschisten. Das Ergebnis? Im Juli 1932 wird er verhaftet. von der Polizei der Weimarer Republik. Aber die Arbeiter protestieren. Massenkundgebungen. Johnny muss freigelassen werden. Und als er dann frei ist, empfangen ihn die Berliner Arbeiter jubelnd im Sportpark. Dann folgen die letzten großen Kundgebungen der KPD in Berlin. in der neuen Welt, in der Hasenheide? und vor dem Karl-Liebknecht-Haus. 25. Januar 1933. Da steht er auf der Tribüne, die geballte Faust zum proletarischen Gruß erhoben. Zu seiner Linken kommt er. Ernst Tim. zu seiner rechten Walter Ulbrecht Und vor ihnen die Arbeiter Berlins, ausgezehrte Gesichter. Die Weltwirtschaftskrise gebar die Arbeitslosigkeit und diese den Hunger. Da stehen sie und sehen hinauf zur Tribüne, von wo ihnen Jon Scheer die Worte zuruft. Und wenn die Arbeiter Deutschlands auf dem Wege zu ihrer Freiheit und zum Sozialismus ein Meer von Not, Verzweiflung und faschistischem Terror durchwarten müssen, so tragen sie doch das stolze Bewusstsein, unsere Opfer sind nicht umsonst. Wir, die Geknechteten von heute, wir werden die Sieger von morgen sein. Und dann erklingt sie, vor der dunklen Zeit des Faschismus, vor den zwölf Jahren der Illegalität, öffentlich zum letzten Mal, die Internationale, das bewegende Kampflied der Arbeiterklasse. Ja, schlagt sie tot! steigt das sengende Feuer der Mordbrenner zum Himmel empor. Der Reichstag. Vorwand für das Verbot der kommunistischen Partei Deutschlands. Der Kommunistenpräsident Göring hat erklärt, eine ausländische Macht, die Sowjetunion, hat eine Verbindung. Und diese Macht, dieser Land kann alles, was sie will, machen. Aber in Deutschland gegen die Kommunistische Partei. Diese bolschewistische Weltanschauung kriegt die Sowjetunion. Das größte und beste Land in der Welt ist das Bekannte. Herr Karl, jetzt will ich Ihnen sagen, was in der deutschen Folge bekannt ist. Bekannt ist im Deutschland. Ich bin nicht hierhergekommen, um es Ihnen mit Handladen zu lassen. Sie wissen, mein Auge ist an den Galgen gehört. Der Reichstagsbrandprozess. Göring schäumt vor Wut. Dimitrov, der Angeklagte, wird zum Ankläger. Der Faschismus erleidet vor dem Angesicht der Weltöffentlichkeit eine ungeheure Niederlage. Am 3. März 1933 wird Ernst Thälmann verhaftet. Jon Scheer aber führt den Kampf Thälmanns fort. Unter den schwierigsten Bedingungen baut er die illegale Organisation weiter auf. Die Gestapo hetzt ihn. Monatelang kann er sich den Verfolgungen entziehen. Denn die Arbeiter schützen ihn, verbergen ihn vor den Heschern. Doch dann kommt der 13. November 1933. Jon Scheer wird verhaftet. Bei einer illegalen Zusammenkunft in der Großbierenstraße in Berlin fällt er der Gestapo in die Hände. Was? Es folgt, ist entsetzlich. So, der Befehl heißt, dich zum Treten bringen. Noch einmal. Willst du oder willst du nicht? Vier Mann, sie lassen ihre Peitschen schwingen, der erste Schlag gleich mitten ins Gesicht. Er reißt den Mund auf, doch er wundert sich. Kein Laut, der Mund steht trocken offen. Der zweite Schlag, halb Piep, halb Stich, Schlag über Schlag, Schlag wird von Schlag getroffen. Wie wenn ein Finger auf den Mund sich legt, der Mund macht Pst, sagt er zu seinem Mund, der sich ein wenig hin und her bewegt. Halt deinen Mund, verfluchter Pstweighund! Als würde das Gesicht ihm aufgebrochen, bei jedem Schlag die Luft wie abgedreht. Nur Kinn bleibt stehen und Backenknochen, die Augen schwellen an wie zugenäht. Die Zähne springen vor bis an den Rand, um jedes Wort, das kommt, gleich zu zerreißen. Den Namen? Nein, er hat ihn nicht genannt. Er beißt die Zähne zu, ihn zu zerbeißen. Gib her den Namen! Gib ihn her, du Hund! Er schluckt, verschluckt sich. Seine Zunge leckt die Lippen ab. Er hat nichts mehr im Mund. Nichts, nichts, was nach Erinnerung noch schmeckt. Die Schläge brüllten so, als würden sie die Wände klaffend auseinanderschlagen. Er zieht den Kopf ein, sinkt ins Knie. Er hat nichts mehr im Mund. hört sie weit, weit aus der Ferne fröhlich. Den Namen Hund! Der Name ist nicht da. Es geläng sich einfach wegzudenken. Ein Wirtshausgarten. Die Musik spielt nah. Kastanienbäume. Den langen Bänken. Da sitzen viele Namen. Dicht an dicht. Ein Name an dem anderen. Jeder kennt den anderen beim Namen. Alles spricht. Er hört, wie jemand jenen Namen nennt. Den Namen Hund! Peitschen schneiden, als schnitten sie den Namen immer raus. Kann jener Name sich nicht rasch verkleiden? Sitzt er vielleicht ganz ahnungslos zu Haus? Wenn jener Name seinem Mund entfällt, fällt einer nach dem anderen. Hundert fallen, weil einer an den anderen sich hält. Die Peitscher stehen, die mit den Peitschen knallen. Er hört, auch dünn dem Ohr angepresst, wie eine Stimme aus dem Kreise flüstert. Halt fest den Namen! Unsren Namen fest! Stille wird's. So still, stille knistert. Peitscher stehen wie an der Decke oben. Sie treten mit den Stiefeln auf ihn ein. Er kniet die Hände aufgehoben und blickt sie an, um namenlos zu sein. Wuck aus den Namen Hund! Der Name rinnt ihm langsam aus dem Mund, gleitet zu Boden. Wie er sich besinkt, sieht er den Namen vor sich ausgebreitet. Der Name ist ganz rot, unleserlich. Mit seinen beiden Händen zeigt er auf den Namen. Lächelnd wischt er sich das Blut von seinem Mund. Geht auf und schnappt ihn. Spreicht Dill einen Augenblick, Erhebt euch, so schwieg ein Mann, Sein Schweigen lieg auch über euch, Verneigt euch, schweigend vor dem Mann, Der schwiegt. Kein Name kam auch über seine Lippen. Jon Scheer schwieg. Kein Wort über die Namen von Genossen, über illegale Quartiere, Anlauf- und Verbindungsstufen. Columbia Haus am Tempelhofer Feld Gefangenennummer 1884 Zelle Nummer 84 Torturen in der berüchtigten Gestapo-Zentrale Berlins. Ich erkläre, dass ich über die Organisationen der Kommunistischen Partei Deutschlands, über meine politische Arbeit, über die meiner Mitarbeiter keine Aussage zu machen habe. Mein Leben dient der Arbeiterklasse, dem Frieden, der Demokratie und dem Sozialismus. Ich bin und bleibe ein Feind des Faschismus. Feinde des Faschismus. Jon Scheer und Genossen. Erich Steinfurt. Er kam aus Bayern. Mit ihm glaubten die Nazis, besonders abrechnen zu müssen. Denn Erich Steinfurt hatte 1923 die bayerischen Eisenbahner zum Widerstand gegen den Hitlerputsch, gegen den Marsch auf die Feldherrenhalle organisiert. auch Erich Steinforth. Rudolf Schwarz Er kam aus Berlin, einstiger Leiter des kommunistischen Jugendverbandes im Bezirk Prenzlauer Berg, später in der Reichsleitung der Roten Jugendfront, Redakteur der Sturmfahne, der Jungen Garde und des Roten Frontkämpfers. Er wurde einige Tage nach den anderen verhaftet, als er ein wichtiges Archiv vor dem Zugriff der Gestapo retten wollte. Auch in Berlin. Rudolf Schwarzschwieg Eugene Schönhaber Er kam aus Württemberg. Wie Jon Scheer und Rudi Schwarz war er schon von früher Jugend an in der sozialistischen Jugendbewegung tätig. Auch er machte der Schule Thälmanns alle Ehre. Auch Eugen Schön-Harschwieg. Es kam das Weihnachtsfest 1933. Am ersten Feiertag wird Jon Scheer aus seiner Zelle geholt. Du bist doch Reichstagsabgeordneter gewesen und kannst Reden halten. Stell dich in die Mitte des Ganges und halte eine Rede über unseren großen Führer Adolf Hitler. Gnade dir Gott, wenn sie nicht erstklassig ausfällt. Der Gefangene weigert sich. Zehn Mann fallen über ihn her und schlagen ihn zu Boden. Dann hetzen sie ihn auf dem 60 Meter langen Korridor im spießroten Lauf hin und her. Zehnmal, zwanzigmal, dreißigmal, vierzigmal. Man hört in den anderen Zellen, wie er keucht. Endlich stürzt er hin und wird in seine Zelle geschleift. Einer von der SS sagt, Ich glaube, Karim, dass wir den noch lange zu füttern brauchen. Tag und Nacht wurde Jon Scherr gequält. Tag und Nacht. 79 Tage und Nächte. Einen Tag schon nach seiner Verhaftung meldete die Gestapo dem Untersuchungsrichter der Verhaftung. Der Behaftete ist zur Zeit nicht vernehmungsfähig. An seine Zellentür waren mit Kreide drei Kreuze gemalt. Das hieß, hier liegt ein Todeskandidat. Jon Scherr wusste das. Aber keine Versprechungen, keine Folter vermochten seine Kraft, seinen Mut und seinen Stolz zu brechen. Knöppel, Peitschen, Stahlruten. Mit zwei Haken in seiner Zellenwand hängten sie Jon an den Armen auf und schlugen ihn bis zur Bewusstlosigkeit. Dann kaltes Wasser und wiederum Schläge. Es gab auch Vernehmungen in der Prinz-Albrecht-Straße. Hier stießen sie seinem blutunterlaufenen Körper gegen einen glühenden Ofen und drückten ihre Zigaretten an ihm aus. Aber Jonscherschwieg und Göring, der die Namen, die Namen wissen wollte, der die Aussagen von ihm als Beweismaterial gegen Thälmann brauchte, Göring geriet in Raserei. Ich werde den Preußen meine Polizei anweisen, in Zukunft hier von einer Krale zu brutal entschränkt zu sein mit diesem Burschen! Meine Maßnahmen, die werden nicht angekränkt werden durch irgendwelche juristischen Bedenken. Meine Maßnahmen, die werden nicht angekränkt werden durch irgendeine Bürokratie, sondern hier! Und da gab Göring persönlich den Befehl zum Mord. Es war in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934. Jon Scheer und Genossen werden aus der Zelle geholt, zu einer Gegenüberstellung, wie man sagt. Sie werden in ein Auto geladen und es geht hinaus zum Kilometerberg an der Königstraße zwischen Wannsee und Potsdam. Es geht durch die Nacht, die Nacht ist kalt. Der Fahrer bremst. Sie halten im Wald. Zehn Mann geheime Staatspolizei. Vier Kommunisten sitzen dabei. Jon Scheer und Genossen. Der Transportführer sagt. ein Mensch zu sehen. Scher fragt, warum bleiben wir stehen? Der Führer fragt. Die Sache geht glatt, und wissen Sie, was es geschlagen hat, Jonschea genoss. Die sehen, wie die ihre Träume erfüllen. Pistolen ziehen, Johann Schäfer. Der fragt, nicht wahr, jetzt müssen wir fliehen, die Kerle lachen. Na, hört es bald! Runter vom Wagen und rein in den Wald, John Scheer und Genossen! Scheer sagt, so habt ihr es immer gemacht. So habt ihr Karl Liebknecht umgebracht. Der Führer brüllt, gmeißt die Bande raus! Weit mehr. Sie schleppen sie in den dunklen Wald. Zwölfmal knallt es, und wieder halt. Da liegen sie mit erloschenem Blick jeder drei Nahschüsse im Genick. Jon Scheer und Genossin. Der Wagen saust nach Berlin zurück. Das Schauhaus quittiert, geliefert vier Stück. Der Transportführer schreibt ins Lieferbuch Vier Kommunistenführer beim Fluchtversuch, Jon Scheer und Genossen. Dann begibt er sich in den Marmorsaal zum General, der den Mord befahl. Er stellt ihn mitten im brausenden Ball. Zur Fehlexzellenz! Erledigt der Fall, Jon Scheer und Genossen! Erledigt! der Fall. Bis zu einem Tag. Er kracht seine Tür vom Kolbenschlag. Er springt aus dem Bett. Was wollt ihr von mir? Kommt mit, Exzellenz. Die Abrechnung für Jon Schaer und Genossen. Am besten. Am 3. Februar stand es in den Nazi-Zeitungen. Wir Kommunisten auf der Flucht erschossen. Nachruf der Kommunistischen Partei Deutschlands. In tiefster Illegalität, dündlich beste Kämpfer verlierend, stellt die KPD ihre Reihen um. Ohne einen einzigen Tag zu versäumen, arbeitete sie unermüdlich und organisierte das deutsche Proletariat zum Kampf gegen den Faschismus. Diese glänzende, unter verhängendem gegnerischem Feuer vollzogene Umstellung ist das größte Verdienst der Führer der KPD, darunter besonders des Genossens Scheer. Ihr Genoss war nicht umsonst. Sie gaben ihr Leben für das Leben der anderen. Ihr Tod ist Verpflichtung und Mahnung. Und das ist kein leeres Wort. Denn der, der damals den Wagen des Mordkommandos zum Kilometerberg hinlenkte, Der Fuhrunternehmer Elsholz. Er lebte nach 1945 weiter unbehelligt in West-Berlin, Wannsee, Schäferstraße 25. Zuerst trug er noch einen Bart und eine dunkle Brille. Später hatte er es nicht mehr nötig. Und der, der die unmenschlichen Folterungen gegen Jon Scheer und seine Genossen anwandte, Gestapo-Chef Diels. Er lebte nach 1945 unbehelligt in Westdeutschland. Die Mörder liefen frei herum. Und deshalb tritt neben die Mahnung auch die Verpflichtung, im Geiste der unerschrockenen Kämpfer gegen den Faschismus weiterzuwirken. Jon Scheer, Erich Steinfurt, Rudolf Schwarz, Eugen Schönhaar, in der Deutschen Demokratischen Republik ist euer Vermächtnis in guten Händen. Jener Genosse, der damals bei der Januarkundgebung 1933 rechts neben dir, Jon Scheer, auf der Tribüne vor dem Karl-Liebknecht-Haus stand, Walter Ulbricht, er steht an der Spitze dieses Staates. Deine Worte sind in Erfüllung gegangen. Und wenn die Arbeiter Deutschlands auf dem Wege zu ihrer Freiheit und zum Sozialismus ein Meer von Not, Verzweiflung und faschistischem Terror durchwarten müssen, so tragen sie doch das stolze Bewusstsein, unsere Opfer sind nicht umsonst. Wir, die Geknechteten von heute, wir werden die Sieger von morgen sein. Also seid ihr verschwunden, aber nicht vergessen, niedergeknüppelt, aber nicht widerlegt. Zusammen mit allen unverbesserbar weiterkämpfenden, unbelehrbar auf der Wahrheit beharrenden, weiterhin die wahren Führer Deutschlands.", "summary": "Der Beitrag erinnert an den 30. Todestag des KPD-Politikers John Scheer und seiner Genossen Erich Steinfurt, Rudolf Schwarz und Eugen Schönhaar. Er zeichnet Scheers Lebensweg nach, von seiner Jugend in Altona bis zur Ermordung durch die Gestapo im Februar 1934 am Kilometerberg bei Berlin.", "referenz": "Porträt des Kommunisten John Scheer aus Anlass des 30. Jahrestages der Ermordung John Scheers und Genossen durch die Nationalsozialisten am 1. Februar 1934:\nSchilderung der Grabstätte John Scheers auf der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde durch Autor Grothe /\nStationen der politischen Entwicklung John Scheers in der Kommunistischen Partei Deutschlands bis zur Arbeit im ZK der KPD in den 1920er und 1930er Jahren / Kampf gegen den Faschismus in Illegalität / Verhaftung am 13. November 1933 in Berlin / Standhaftes Verhalten John Scheers und seiner Mitstreiter in der Haft / Ermordung in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1934 / Darstellung der Ermordung als \"Auf der Flucht erschossen\" durch die Nationalsozialisten / Würdigung des Vermächtnisses der vier Ermordeten in der DDR / \nDarin enthalten:\n00:21:28 Gedicht \"John Scheer und Genossen\" von Erich Weinert (-00:24:03) /\n00:10:15 Fremdmaterial:", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-042"}
-{"transcript_id": "1252881.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "Musikalische Weltliteratur ausgewählt von Hans Pischner", "beitragstitel": null, "transkript": "Es war ein großes Glück für mich und bestimmt bis zum heutigen Tage, dass ich in einem musischen Elternhaus aufgewachsen bin. Mein Vater stammte aus recht ärmlichen Verhältnissen. Er erzählte mir noch, wie er frühe Brötchen austragen musste, um ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Meine Mutter stammte von einem Werkmeister ab. Sie spielte recht gut Klavier, machte ihre Klavierlehrerprüfung und spielte schon kleine Kinderrollen am Theater, beispielsweise in Nora von Ibsen. Ich möchte sagen, dass Theaterblut und die Beziehungen zu Musik schon recht früh bei mir dadurch gegeben waren. Den ersten Klavierunterricht erhielt ich auch durch meine Mutter selbst. Ich denke noch sehr gerne daran, wenn wir vierhändig spielten. Als ich dann so weit war, konnte ich immerhin schon bei einem sehr strengen Lehrer, dem ich aber bis heute dankbar bin, sonst hätte ich schwierige Zeiten, sieben Jahre Krieg und Gefangenschaft, sicher gar nicht überstanden, technisch mit dem Jugendalbum von Schumann beginnen konnte. Ich bin zwar oft mit Tränen nach Hause gegangen, denn was er von sich selbst abverlangte, er war krank, hatte eine schwere Krankheit, überwunden, und meinte also, das von anderen auch verlangen zu können. Es gab zum Glück damals noch kein Fernsehen, aber wir haben eben die Abende mit gemeinsamen Musizieren verbracht, entweder vierhändig am Klavier, Schöne Müllerin, Schubert-Märsche und so weiter, oder, da mein Vater ja Klavierstimmer und Klavierbauer war, hatten wir auch ein Harmonium zu Hause. Es gab Ausgaben von Werken, Auszüge aus dem Brahms-Requiem und anderes, Heidenschöpfung und so weiter, für Klavier und Harmonium. Er saß am Harmonium und ich am Klavier und lernte da natürlich dann schon ein großes Repertoire kennen und andererseits natürlich auch Blattspielen, was doch für mich dann sehr wesentlich war und sehr wesentlich wurde. Daneben, um das gleich hinzuzufügen, waren meine Eltern kulturell allseitig sehr interessiert. Man nahm mir nicht übel, wenn ich Geld, das für andere Zwecke verwendet werden sollte, benutzte, um mir ein Buch zu kaufen. Genauso liebten wir vor allem das Theater. Die Breslauer Volksbühne hat damals eine große Rolle für uns gespielt und ich habe dadurch ein gutes Verhältnis zum Theater gefunden. Ich habe nachher in meiner Staatsoperzeit, eigentlich das nie verraten, die haben mir mal gedacht, da ist ein Chamberlist, der leitet eine Staatsoper. Die Mitglieder der Staatsoper haben dann jetzt erst erfahren, dass ich eigentlich von Kindheit an mit dem Theater sehr verbunden war, vor allem auch mit dem engagierten Theater der 20er Jahre, ob es Schauspiel oder auch Musik war, wenn ich an Kurt Weill, Hindemith, Schräger und andere Komponisten denke. Meine Eltern kamen nach Breslau, es wurde also meine Heimatstadt, die völlig erhalten war bis 1945, bis die Nazis in ihrem barbarischen Krieg sie zur Festung erklärten und, ich möchte es sagen, selbst zerstörten. Ich war zu dieser Zeit im Krieg, meine Eltern wurden zwangsevakuiert, es gab einen bestimmten Tag, da musste man sich am Bahnhof einfinden und Breslau verlassen. Meine Hochachtung war dann eben, wie diese Stadt durch unsere polnischen Nachbarn wieder aufgebaut wurde. Die Altstadt von Breslau, die Dominsel beispielsweise, finde ich, ist schöner, fast restauriert worden, als sie einmal war. Ich bin diese alten Wege wieder gegangen und habe mich dessen erfreut und kann nur von größter Hochachtung dabei sprechen. Ich bin auch selber darüber sehr froh, dass man mir eines Tages den Orden für Verdienst um die polnische Kultur verliehen hat. Ich gehörte also zu denjenigen, die von vornherein schon in der Gefangenschaft vollkommen verstanden, dass dieses Gebiet für uns verloren sein würde, weil es ein Aufmarschgebiet gegen den Osten war. Wir hatten gute Beziehungen zu polnischen Künstlern, mein Lehrer Bronislaw von Poschniak, der übrigens nach dem Krieg noch in Halle tätig war. Wir hörten sehr oft die Konzerte aus dem Warschauer Rundfunk, Sonntag vormittags, die sehr interessant waren, oder auch polnische Künstler, wie Raul von Kutschalski. Ich habe dann später natürlich zu vielen polnischen Künstlern, Sängern, Dirigenten usw. durch meine Rundfunkzeit, Staatsopernzeit, Verbindung gehabt, auch mit der Chopin-Interpretin Alina Czerny-Stefanska. Ihre Tochter wollte unbedingt Czerny studieren und sie kam zu mir. Czerny-Stefanska war sogar anwesend und korrigierte mich einmal, als ich sagte, wissen Sie, in der alten Musik ist es so, in der linken Hand, die Bässe gehen ganz gerade durch, metronomisch, und in der rechten kann man etwas freier spielen, das ist anders als bei Chopin. Raul von Kutschalski-Czerny-Stefanska sagte, Sie irren sich, das ist bei Chopin das Gleiche. Da habe ich also noch etwas dazugelernt dabei. Es war, wie ich das schon sagte, durch mein Elternhaus an sich eine sehr schöne musische Atmosphäre. Mein Vater baute mir sogar mein eigenes Theater. Ich habe mit Poscenium und allem drum und dran mit Beleuchtung. Ich konnte also regelrecht meine eigenen Opern oder Schauspiele aufführen. Die Schule hat manchmal darunter gelitten, aber es war auf der Schule nicht ganz einfach, da meine Eltern, meine Mutter war 1917 in der SPD eingetreten, gemeinsam mit meinem Vater, absolut zur Weimarer Republik standen und ich auf ein Gymnasium ging, in dem die Lehrer also ganz gegensätzlich zur Weimarer Republik standen, wie ich ja da einmal sagte, alles dazu taten eigentlich, um sie zu untergraben. Das gab Schwierigkeiten für mich selber, meine Eltern hatten mich aus Toleranzgründen vom Religionsunterricht befreien lassen, also ich war mit Atheisten, jüdischen Mitschülern und anderen, hatte ich meine Freistunde im Hof, wenn die anderen Religionsunterricht hatten, fiel schon da nicht angenehm. Auf, bekam dann Kontakt zum Sozialistischen Schülerbund, der Beziehung hatte zur Sozialistischen Arbeiterpartei, deren Begründer Max Seiderwitz war, mit dem ich mich oft darüber unterhalten habe. Und als ich dann den einzigen wirklich demokratischen Deutschlehrer verlor, in Herbstferien, als ich zurückkam, entschloss ich mich, von der Schule abzugehen. Dazu kam die Weltwirtschaftskrise, es waren eben nicht nur schöne Zeiten, sondern wir hatten auch erhebliche Schwierigkeiten, wie sollte man ein Studium durchführen und so weiter. Und so kamen wir auf die Idee, für zwei Berufe zu arbeiten, wie ich es einmal genannt habe. Mein Vater meldete mich mal an in einem Privatseminar, um die Musiklehrerprüfung zu machen und gleichzeitig lernte ich bei ihm den Klavierbauerberuf. Ich habe also vom Polieren bis zum Befilzen, Stimmen und alles bei ihm gelernt. Mit dem Stimmen war er bei mir nicht immer ganz zufrieden. Er hatte eine solch ausgezeichnete Schule, dadurch, dass er durch halb Europa gekommen war, Kurt-Herrn Steinwegstein, wie viele andere Firmen. Aber mir hat das natürlich für mein Leben sehr geholfen und ich war frei in der Entscheidung, welchen Beruf ich einmal ergreifen würde. Man kennt mich als Cembalisten und viele haben mich schon gefragt, wie ich eigentlich zum Cembalo gekommen sei. Nun, das war also wirklich Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre, wo das eigentlich noch ein brotloser Beruf war. Es gab vielleicht fünf oder sechs berühmte Cembalisten in dieser Zeit, nicht wie heute verbreitet, großartige Interpreten über die ganze Welt. Aber da kam Gertrud Wertheim aus Berlin und es gab ja damals noch keine Cembaline in den Städten. Sie brachte ihr eigenes Blegel-Cembalo mit und stellte es bei uns ab, übte bei uns und mein Vater brachte das Instrument in Ordnung und ich fing Feuer und Flamme für das Instrument. Ich war beim Üben dabei, ich blätterte ihr um und es geschah also, ich entschloss mich für das Cembalo und sagte meinen Eltern, also jetzt will ich Cembalo studieren. Jetzt kam ich zu Gertrud Wertheim, wie man als junger Mensch ist, wie die jungen Pferde, also nun wirst du hier auf dem Cembalo loslegen. Und sie fing also an, auf dem Opernmanual eines der feinsten Stücke von Couperin, Les Petits Moulins Avant, mit mir zu arbeiten, natürlich völlig zurecht, um den Anschlag zu lernen, dieses ganz leichte Anschlag, gerade auf dem Opernmanual von dem Blegel-Cembalo. Und ich muss sagen, ich habe also meine ganze musikalische Laufbahn, meine Erfolge, auch in erster Linie ihr, die selbst eine Schülerin von der berühmten Cembalistin Wanda Landowska war, zu verdanken. Es zog mich, als die Nazis kamen, dann völlig auf meine Musik zurück. Es wurde sozusagen mein Refugium, wenn man so will, nahm keine feste Stellung an, damit man sich nicht irgendwo binden musste, aber natürlich auf der anderen Seite hing man an der Musik, mit der man aufgewachsen war. Die Nazis kamen mit ihrer entarteten Kunst. Es gab diese Auseinandersetzung zwischen Furtwängler und Goebbels, als Furtwängler von hinten mit Ausschnitten aus Mathis der Mahle aufführen wollte und ein ganz üblicher Angriff von Goebbels erfolgte, Furtwängler sehr mutig darauf antwortete, man muss das Furtwängler lassen, bei allem hin und her, das es über ihn gibt und was man sagt. Ich versuchte mich in gewisser Weise daran zu beteiligen, insofern als ich Hauskonzerte in unserer Wohnung gab, natürlich in erster Linie mit Cembalo, aber auch mit Klavier, Lieder aus dem Marienleben von Hindemith, aber wenn ich heute über Hindemith spreche, möchte ich ihn doch oder seinen Charakter ganz besonders darin kennzeichnen. Dass er zum Tode Roosevelt sein großes Requiem geschrieben hat, dass er also politisch wusste, was der Tod Roosevelt für die Zukunft in der Welt bedeutete, also sowohl musikalisch wie auch im gesellschaftlichen Bereich halte ich gerade ein solches Werk für sehr entscheidend. Ich hatte Pechglück, zugleich möchte ich sagen, ich bekam in Berlin einen riesen Schreck, als ich Flugblätter sah in den 30er Jahren, die Wehrpflicht ist eingeführt und ich mit dem Jahrgang 14 eigentlich dazu gehörte. Ich kam dann auch aus gesundheitlichen Gründen so zu einer Art Landwehreinheit, wo man zweimal eingezogen war, es war eine fürchterliche Zeit in diesen Kasernen. Es hat mich vor dem Schlimmsten bewahrt, denn die ersten Jahrgänge wurden ja buchstäblich von den Nazis verheizt. Ich wäre sicher heute nicht mehr am Leben. 1942 wurde ich dann eingesetzt in der Sowjetunion nach Stalingrad, in einem völligen Durcheinander, also man konnte sehen, dass der Krieg zu Ende war. Nach drei Verwundungen landete ich dann noch einmal oben in Burland und kam in die Gefangenschaft. Durch Zufall möchte ich sagen, ich hatte mich engagiert im Lager für das Nationalkomitee Freies Deutschland, die Zeitungsschau, hatte aber nicht im Komitee mitgearbeitet, da hatten sich viele Nazis auch eingeschlichen und ich konnte nicht Russisch und ich sagte einem Kameraden, du unsere Zeit kommt. Ich kam dann also zu guter Letzt doch auf eine Antifa Schule, die hervorragend war mit einem sehr guten Lehrer, dem Otto Schwab, der mir sehr viel auch menschlich gegeben hat. Es waren eben nicht nur politische Literatur, sondern es gab dort auch eine ausgezeichnete Bibliothek. Ich habe Anna Segers, Lukas Becher, Bredl, all diese Literatur dort in den freien Stunden lesen können. Ich habe es einmal genannt, es war meine Universität sozusagen. Ich gebe auch zu, dass ich Bücher gesucht habe, die ich nicht gefunden habe, wie Isaac Babel, den ich aus früherer Zeit kannte. Ich habe sogar dort einmal mit Theater gespielt, in den Laboratorien von Kataruh, auch eine Rolle dabei übernommen. Ich kam mir einmal etwas blamiert vor, wenn man es so sagen darf, denn es gab ja dort Aufnahmegespräche. Dieser Lehrer, ein alter Kommunist, fragte mich, kennen Sie eigentlich Werke von Shostakovich? Ich als Musiker musste das also verneinen. Ich konnte damals nicht, beim besten Willen nicht ahnen, dass ich Shostakovich einmal so nahe kommen würde, dass ich sein gesamtes Werk, das mit dem Oper zu tun hat, an der Staatsoper aufgeführt habe, ihn zum Ehrenmitglied machte und mich schon in Weimar für ihn einsetzte, indem wir mit dem Hochschulorchester, aber inzwischen gibt es bestimmt bessere Aufnahmen, sein kleines, sehr hübsches und für meine Begriffe freches, ein echtes Shostakovich-Werk aufführte, das Konzert für Kammerorchester, Klavier und Trompete, das ich ganz besonders schätze. Vor dem Kriege war Maduro für alte Instrumente, ein der Cello-Lehrer an der Weimarer Musikhochschule. Walter Schulz, wesentlich älter als ich, hatte ein großes Zutrauen zu mir, dass er mit mir jungen Menschen, ich war um die 20 herum, Konzerte gab für Gambe und Cembalo usw. Ich entnahm aus den Zeitungen, die wir in die Gefangenschaft bekamen, dass er der Direktor geworden war der ersten Musikhochschule, die überhaupt in der damaligen sogenannten sowjetischen Besatzungszone eröffnet worden war. Und für mich war das ein absoluter Neubeginn, denn jetzt war ich wieder bei der Musik und habe mich dann betätigt mit einem Bach-Zyklus, einer Arbeitsgemeinschaft für alte Musik, für neue Musik. Wir haben alles, was als erartet galt, wieder hervorgeholt. Ich erinnere mich noch an eine sehr gute Aufführung eines Kammermusikwerks von Schönberg, das Morbitzer mit seiner Kammermusikgruppe beispielsweise dort aufführte. Es kam dann noch etwas dazu, meine Illusion nach Weimar zu kommen und jetzt machst du nur noch Musik, die war schnell vorbei, denn Maxim Valentin, der damals dort die Schauspielabteilung führte und gleichzeitig auch politisch bei der Umerziehung tätig sein sollte, das Amt nannte sich Tutor, sah die Gelegenheit kommen, das schnell von seinen Schultern abzuwälzen und mir aufzuhalsen. Ich war gar nicht damit einverstanden, weil ich ihm sagte, erst muss man sich als Musiker, als Fachmann bewähren, ehe man dann auf diesem Gebiet Autorität hat. Aber ich habe sogar mit meinen Notizen, ein Gesellschaftswissenschaftler würde heute darüber lächeln, es gab ja damals auch keine Lehrpläne, Vorlesungen über historischen und dialektischen Materialismus vor den Schauspielstudenten bei Valentin gehalten. Einer, der mit da auf der Schulbank saß, war beispielsweise Minetti. Mir selbst hat es damals Freude gemacht und es war doch sehr anregend. Die vier Jahre, die ich in Weimar war, ich hatte dort schon begonnen mit einer Dissertation, auf das Thema hat mich Prof. Dr. Mönch aufmerksam gemacht, die Musiktheorie von Rameau, die Harmonielehre und ihre Auswirkungen. Dann entschloss ich mich nach vier Jahren doch den Platz zu wechseln. Ich wusste, dass in Berlin am Rundfunk die Stelle frei geworden war und so meldete ich mich dort beim Intendanten. Als es zum endgültigen Abschluss kam, sagte ich ihm, ich kann Ihnen eins versichern, ich werde nie zu den Abteilungsleitern gehören, die irgendwann anfangen zu komponieren oder zu dirigieren. Ich bleibe bei meinem Fach. Es gibt auch aus diesen vier Jahren nicht eine einzige Cembalo-Aufnahme. Die Zeit war wahnsinnig kompliziert. Es war der Höhepunkt des Kalten Krieges, der Rias war gegründet worden, das Rias-Orchester. Es wurde versucht, von uns Musiker abzuwerben, man musste alles dazu tun, entweder die Musiker zu halten, die zum Teil im Westen noch lebten, oder aus der Republik zu holen und auch entsprechend neue Dirigenten zu finden. Ich war verantwortlich für alles in der Musik, von der Produktion bis zur Programmgestaltung. Auch die Auseinandersetzung mit den politischen Redakteuren war nicht immer ganz einfach. Die Musik war ein bisschen der Zubringer. Man musste der Musik erst einmal die notwendige Autorität verschaffen. Das Schlimmste war, dass wir keinen Dirigenten hatten. Ich behaupte immer, Musiker sehen gerne aufs Geld, aber die künstlerische Arbeit ist für sie doch das Entscheidende. Wenn ein guter Dirigent da ist, dann macht das sehr viel aus. Es gelang mir also Abendrot mit einem kleinen Trick durch das Beethoven-Jahr, das interessierte ihn sehr, an das Haus zu binden. Dadurch übernahm er sechs der Konzerte. Dann ging ich noch einen Schritt weiter und holte mir noch Kornwitschni aus Leipzig, den man für einen ein bisschen Verrückten hielt. Aber ich wusste, was für Qualitäten in ihm steckten und habe ihn nicht mit klassischer Symphonik in Berlin vorgestellt, sondern mehr Bruckner, Brahms, Romantik, Bartok usw. Das war auch der richtige Weg und damit hatten wir dann entsprechend alles konsolidiert. Ich versuchte erst wieder diese ganze Breite hereinzubringen. Wir machten zu Weihnachten die große Glockensendung, die einen großen Anklang fand. Wir hatten zum Glück die Bänder der Glocken der größten Kirchen aus ganz Deutschland und dazwischen legten wir Musik ein. In dieser Zeit führte ich auch noch eine Sendereihe ein, die hieß »Die Musik des Friedens« und die reichte von Kindermann bis zu Paul Dessau und Hans Eisler. Das waren Musikbeispiele mit entsprechenden Kommentaren. Außerdem setzte ich mich sehr für Bach ein, für Bach-Kantaten. Die Hr. Mollmesser hatte auch damals eine Auseinandersetzung mit einem Chefredakteur, der meinte, was soll diese Orgelmusik auf dem Rundfunk? Ich ging noch auf die Parteiausschule. Damals war es sehr schwer, das drei Jahre lang neben allem anderen durchzuführen. Im Gegenteil, das Intendanten sagte, ich höre mal zu, du hast das abgesetzt. Ich habe jetzt gerade in »Politik und Kommunikation« eine Zwei gemacht. Wenn du jetzt in »Marxistisch-Leninistischer Ästhetik« eine Drei machst, dann wäre das ganz hübsch und die Hr. Mollmesser blieb im Programm. Der Rundfunkalltag war nicht ganz einfach. Ich wohnte in Schöneweide und fuhr jeden Morgen um neun Uhr in diese Enklave in West-Berlin in der Masurenallee. Ich habe in diesen vier Jahren eigentlich vom Kulturleben in Berlin gar nichts mitbekommen können, weil man von früh bis abends in diesem Funkhaus saß. Es war auch mit den Programmgestaltern nicht so einfach. Ich hatte mal einen Zwischenfall. Wir hatten ein Stück von Hans Eisler vorgesehen. Es war ein Vertreter aus der Unterhaltungsmusik, der an dem Abend Dienst hatte und das Band aufgelegt hatte. Einen anderen Tag kriegte ich einen wütenden, aufgeregten Anruf von Hans Eisler, was mit dem los gewesen sei. Das Band sei verkehrt herum gelaufen. Ich rief mir den Programmgestalter sofort an und sagte, es müsse in jedes Band vorher reingehört werden. Er sagte mir, ich habe mir das abgehört, wie das Vorschrift war, und dachte, das ist typisch Eisler, das muss so sein, das sei so original. Eines Tages, das war im Jahre 1951, wurde ich zum Intendanten Cortes bestellt und er sagte, hör mal, wir drei sind vorgesehen, du probst der technische Leiter und er selbst, der Intendant, nach Moskau zu fahren, um das erste Rundfunkabkommen abzuschließen in Moskau. Das war natürlich für mich ein großes Erlebnis, der einmal dort als Gefangener, nicht in Moskau, aber überhaupt in der Sowjetunion gewesen war, und jetzt diese Stadt zu erleben, die im Wesentlichen erhalten geblieben war mit einem für unsere Begriffe damals erstaunlichen Autoverkehr. Wir kamen aus den Ruinen von Berlin, waren fast jeden Abend im Bolschoi-Theater, aber was ich nicht wissen konnte, als wir damals im Bolschoi-Theater und der ausländischen Delegation saßen, dass eines Tages wir, die Staatsoper selbst, im Bolschoi-Theater gastieren würden und ich selbst auf der Bühne stehen würde und das Publikum begrüße. Für uns war Moskau, der Kreml, Leningrad mit der Remettage ein großes Erlebnis und vor allem die musikpädagogischen Sendungen machten mir, fanden mein großes Interesse, die Mischung von Musik und Kommentar und so weiter. Also ich sah mir das Moskauer Programmschema an und dachte so, das werden wir jetzt in Berlin durchführen. Es waren dann die Redakteure, die sagten, du schieß mal nicht so weit raus wie die jungen Pferde, bleib mal hübsch bei der Sache und halte das im Rahmen. Aber immerhin haben wir doch sehr viel getan mit Musikkommentaren, haben die Orchester aus der Republik eingeladen, haben unsere zeitgenössischen Komponisten in einer besonderen Reihe aufgeführt. Also viel zur Propagierung unserer eigenen Musik und unserer eigenen Musikkultur getan, auch bis zum mit Singen, Sandisch gestaltete eine Sendung an einem bestimmten Tag mit einem einzigen Lied, so dass jeder sich anschließen konnte oder ganze Singegruppen und diese Lieder lernen können. Ich weiß es nicht, ob es das heute noch gibt, es war jedenfalls damals eine sehr gute Einrichtung. Eines Tages wurde ich befragt, noch zur Zeit der Staatlichen Kunstkommission, ob ich die Musikabteilung übernehmen würde. Und während ich noch auf einer Reise nach China war mit dem Staatlichen Volkskunstensemble, erfuhr ich, dass ich der neue Hauptabteilungsleiter für Musik in dem neuen Ministerium mit Becher werden würde. Becher war stolz darauf, dass er Künstler um sich herum hatte, erst als Hauptabteilungsleiter, nachher wurde ich stellvertretender Minister und er war eben ein Künstler und Kulturpolitiker zugleich, mit einer großen Zugewandtheit zum Leben, mit großen Erfahrungen. Ich habe immer gesagt, er war ein Deutscher, der an Deutschland litt in seiner Zeit der Immigration in der Sowjetunion. Er hatte auch seinen eigenen Humor, er stammte ja aus Schwabing und hatte da seine kleinen Scherze, führte einen manchmal auch aufs Glatteis. Beispielsweise, wenn er in ein Gespräch kam, sagte er zu mir, du erklär mir mal den sozialistischen Realismus in einer Symphonie, wobei mir nur die Antwort übrig blieb, solange ihr das in der Literatur noch nicht mal richtig könnt, was verlangst du von mir. Hätte ich ihm eine gut auswendig gelernte Formulierung gesagt, hätte sich gesagt, um Gottes Willen, was habe ich für Mitarbeiter. Kollegiumssitzungen hatte er die Vorlagen meistens nicht gelesen, ich hatte immer den Eindruck, aber dafür war er mindestens zwei, dreimal in der Woche in der Republik draußen in kleinen Städten und hatte das Kulturleben studiert und damit hatte er eigentlich das Problem auf den Tisch gelegt und die Kollegiumsvorlage war schnell vergessen. Enttäuscht war er, als ich stellvertretender Minister wurde und mir 24 Stunden Bedenkzeit aus Bad erfand, dass man doch gleich zugreifen müsse und ich traf abends Paul Wandel dann zufällig im Theater, sagte der Becher, der will, dass ich das mache und ich halte mich gar nicht geeignet als Funktionär für solche Sachen, so sagte Paul Wandel, was willst du denn, die Sache ist ja schon beschlossen und damit war die Sache erledigt. Also eigentlich jede Funktion, die ich übernommen habe, ist auf diese Weise zustande gekommen. Ich habe mich nie darum beworben, mich nie um meine Karriere bemüht, sondern ich purzelte immer in eine neue Funktion. Vor zehn Jahren war ich stellvertretender Minister, als neuer Minister kam zu uns Hans Benzin. Alexander Abusch wurde stellvertretender Ministerpräsident, auch für den Bereich Kultur und Hans Benzin. Er kannte mich noch aus meiner Weimarer Zeit, er hatte als Student, als Schüler von dem Philosophen Klaus mir geholfen, Vorlesungen zu halten und er kannte mich in meinem Wesen und sagte, weißt du, du bist doch Musiker, die Oper ist doch was ganz anderes und Max Burgert wollte aufhören, hatte schwere Zeiten hinter sich und schlug mich als sein Nachfolger vor und so habe ich sogar nach einigem Zögern erst die Oper übernommen, weil ich wusste, was für ein Riesenbetrieb mit 1200 Menschen, vor allem den Technikern, nicht den Künstlern, die Techniker und alles das, ob ich das bewältigen würde. Ich habe es dann 21 Jahre, wie man so schön sagen kann, dieses Handwerk betrieben und sehr, sehr gerne gemacht, habe das traditionelle Erbe sehr gepflegt, mich sehr viel um jungen Nachwuchs gekümmert, der sich ja auch bewährt hat, das kann man in jedem Buch nachlesen oder in jedem Spielplan, wenn man will und dann vor allem kamen die Erinnerungen an die 20er Jahre, Volksbühne, engagiertes Theater, sodass ich sagte, die Oper kann nur existieren, wenn Neues hinzuwächst, sodass wir tatsächlich jedes Jahr eine Uraufführung hatten. Das Schwierige war, gute Librettisten zu finden, aber immerhin gelang es mir durch Anfangserfolge, dass Neutsch, Heiner, Müller, Deicke, Mikkel und viele andere Opern-Libretti geschrieben haben, die früher nie daran gedacht hätten, sondern von der Oper nicht viel hielten. Eine Hilfe war dabei natürlich auch Paul Dessau, weil seine Werke doch eine solche Ausstrahlung hatten, dass sie die Librettisten interessierten. Gericht zu halten, über die rebellischen Physiker wollen, was wir wollen, ob schon sie so hoch bezahlt werden. Geht denn der Geldgeber nichts mehr in den Kreisen der Wissenschaft? Sie etwa das Geld abschaffen? Das ist der Umsturz! Das ist das Ende der Menschheit! Rufe den Ersten! Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Haben Sie das geschrieben? Nein. Aber das ist Ihre Unterschrift! Ja. Wer also hat das geschrieben? Ich weigere mich, ich weigere mich, den betreffenden Namen auszusprechen. Ich habe ein Gewissen, das weigert sich und lebt mir die Zunge. Weil Sie die Unterschrift leisteten, darf ich annehmen, Ihr Gewissen die Hand nicht gelähmt hat. Nehmen Sie also die Hand und schreiben Sie den Namen. Rufe den Zweiten! Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Ich kann mich auf den Kopf stellen! Die Vereinigten Staaten sind stärker als ich. Ich mach weit, ich muss alles wissen. Ich ziehe meine Unterschrift zurück. Macht, was ihr wollt. Wir achten Ihre Gesinnung. Sie sind ein Vorbild. Die Bürger werden Ihrem Beispiel folgen. Rufe den Dritten. Kennen Sie diesen Text? Jeder muss bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen. Wenn sich genug Personen finden, die diesen harten Weg gehen, werden wir Erfolg haben. Wenn nicht, verdienen wir die Sklaverei, die uns zugedacht ist. Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben. Auch Ihre wenigen Freunde wenden sich von Ihnen ab. Zu Gewalt aufgerufen, das ist nicht gut. Sie haben Ihre Vertrauenswürdigkeit bewiesen. Sie können tun, was Sie wollen. Das Gericht erkennt, dass Sie die Waffen, die Sie hergestellt haben, verbessern wollen. Sie sind verurteilt. Sie werden, solange Sie leben, sowie nach Ihrem Tode, für die Waffen, die Sie erdacht haben und abschaffen wollen, einem fortgeehrt werden. In dieser ganzen Zeit gab es zwei Dinge, von denen ich mich nie getrennt habe. Das war meine Dissertation über Rameau und das war mein Chamberlain. Mit der Dissertation über Rameau war es sehr schwierig. Während der Rundfunkzeit blieb alles liegen. Auch im Ministerium war es nicht ganz einfach. Aber es war eben so, dass ich nebenher das Material weiter durcharbeitete und diese tausende von Kilometern, die ich durch die Republik fuhr, waren insofern immer günstig, dass ich, wie mein Fahrer das nannte, meine Rameautasche bei mir hatte. Und in dieser Zeit dann arbeitete, es störte kein Telefon, man schaute raus ins Grüne, hatte seine Ideen. Und so wuchs und gedieh langsam diese Dissertation, die ich schließlich abschließen konnte. Das andere war die Arbeit mit dem Chamberlain. Und ich habe das Eisern beibehalten, habe jede freie Stunde benutzt, am Chamberlain zu üben, beim Chamberlain selbst zu stimmen. Ich hatte ja bei meinem Vater das alles gelernt. Um Termine einzuhalten, gab es sogar eine lustige Geschichte. So lustig war sie andererseits nicht. Wir waren in Schierke zu den Ferien im Winter und es brach plötzlich ein ganz kalter Winter ein. Und in unserem Haus in Köpenick fuhr also die Heizung ein, es war alles geplatzt, wir kamen nach Hause und konnten in dem Haus gar nicht wohnen. Und ich nahm das Chamberlain ins Ministerium, in den großen Vorraum von dem Ministerzimmer. Und sobald 17 Uhr war und es still wurde im Haus, setzte ich mich dann ans Chamberlain und übte. Dieser Zeit meiner Arbeit im Ministerium trat plötzlich ein Vertreter der Grammophon an mich heran, weil die Chorproduktion machten mit unserer Eterna. Ob ich nicht mit David Eustach zusammen spielen wolle, er spiele Bachsonaten mit Klavier, sei das nicht das Richtige, es wäre doch besser mit Cembalo. Ich kam etwas in Verlegenheit und bat mir erst einmal Bedenkzeit aus, weil ich dachte, um Gottes Willen, wenn er nicht gut spielt, gibt es diplomatische Verwicklungen mit einem Mann wie David Eustach, den ich schon gut kannte und mit dem ich befreundet war. Aber ich entschloss mich dann schließlich doch dazu und dann am Karfreitag spielten wir erstmal eine Sonate für zwei Violinen und Cembalo mit ihm und Igor Eustach. Und abends sollte er Tartini noch spielen, aber das wieder mit Klavier. Und da kam plötzlich ein Anruf abends um sechs, ich möchte auch wieder in den Rundfunk kommen, er möchte Tartini auch mit Cembalo machen. Und schließlich entstand daraus die musikalische Freundschaft, dass wir dann alle Bachsonaten miteinander aufnahmen. Und das Arbeiten mit ihm war wunderbar, weil er gleich fragte, sagen Sie mal, wie machen Sie die Verzierungen? Und das eine Tempo war ein bisschen langsam, ich dachte, aber du sagst nichts, der große Eustach ist froh, dass du mit ihm spielst. Und als das Satz zu Ende war, schaute er sich nur und sagte, ein bisschen zu langsam das Tempo, nicht? Also wir haben uns sehr gut verstanden und man könnte eine Fülle von Anekdoten aus dieser Arbeit mit David Eustach, einem menschlich einzigartigen Persönlichkeit erzählen. Wie gesagt, es ging mir bei dieser ganzen Arbeit eigentlich immer darum, mithilfe, ob ich im Kulturbund gearbeitet habe, über den ich auch noch vielen Zusammenhang mit der Weimarer Zeit berichten könnte, aber es würde zu weit führen, ob es Kulturbundarbeit war, Rundfunk oder auch was es war, ging es immer um den Zusammenhang zwischen Kunst und Frieden. Ich sprach von dieser Friedenssendung und etwas, was ich dafür ausgewählt hatte und ganz besonders wichtig hielt, war eine Stelle aus Heidens Schöpfung, um darzustellen, was der Mensch tatsächlich bedeutet. Das ist die berühmte Arie aus Heidens Schöpfung, mit Wirt und Hoheit angetan steht der Mensch, ein Wunder der Natur und ich bin der Meinung, dass es die Hauptaufgabe ist, dass in diesem Sinne die Kunst dem Menschen und dem Frieden dienen möge. Ich habe vor kurzem einmal gesagt, es gibt einen wundervollen Kanon, den wir Musizi sehr lieben, der heißt, Himmel und Erde werden vergehen, aber die Musizi bleiben bestehen. Gibt es jemals ein nukleares Inferno, gibt es auch keine Musizi mehr.", "summary": "Der Erzähler beschreibt seinen musikalischen Werdegang in Breslau. Er studierte Cembalo und lernte den Beruf des Klavierbauers. Nach dem Krieg und Gefangenschaft arbeitete er in Weimar. Später war er beim Rundfunk und im Ministerium für Kultur tätig.", "referenz": "Porträt Hans Pischners, Cembalist, ehemaliger Intendant der Deutschen Staatsoper Berlin und ehemaliger stellvertretender Minister für Kultur der DDR, bestehend aus O-Tönen Hans Pischners, der ausführlich aus seinem Leben erzählt, sowie Musikeinspielungen:
00'00: Musik: Traditional: Himmel und Erde müssen vergeh'n (Kanon) (Kinderchor) /
01'19:", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-043"}
-{"transcript_id": "101366335", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Feature", "beitragstitel": null, "transkript": "Das Deutsche Haus in Braunschweig, ein symbolischer Ort, das passt. Vorfahrt Ignaz Bubis, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland. Auch er spricht oft vom Deutschen Haus. Mit dem sei es wie bei jedem anderen Erbfall. Die auf einem Haus lastende Hypothek, sie wird ja auch mit vererbt. Und so sei es auch mit dem Deutschen Haus. Auf dem Deutschen Haus aber lastet eine besondere Hypothek. Die Hypothek, sechs Millionen von Deutschen ermordete Juden. Ignaz Bubis erinnert an den Schuldendienst. Aber Deutschland hat bei ihm Kredit. Der Frankfurter Immobilienkaufmann Ignaz Bubis in seinem Büro. Im Neben-, im Ehrenamt ist er der Sprecher der knapp 40.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinden in Deutschland. Längst ist er schon mehr, der immer Gefragte. Ich bin ein kommunikativer Mensch und wenn ich das Gefühl habe, jemand möchte von mir was hören, bin ich bereit es ihm zu erzählen. Montagmorgen, das erste Interview, das erste von mehr als drei Dutzend in einer Woche. Irgendwann haben auch wir nicht mehr mitgezählt. Er lässt sich geduldig immer wieder die gleiche Frage stellen. Die Hauptfrage, die ich höre, ist, wie kannst du überhaupt in Deutschland leben? Aber das höre ich nicht nur von Israelis. Das höre ich von Amerikanern, von Franzosen, von Englern, Juden wie Nicht-Juden. Wie kann er überhaupt in Deutschland leben mit einem Terminkalender? Er sieht es nüchtern und spricht von Normalität. Seine Geschäfte betreibt er nebenbei, neben dem zeitraubenden Ehrenamt. Die Geschäfte betreibt er aus einer Frankfurter Villa, die Büros hinter Panzerglas. Von hier aus managt der ehemalige Schmuckhändler Bubis mit einem kleinen Stab Immobilienbesitz und Anlagevermögen, Anteile an Hotels in der ganzen Welt. Die Villa, sie ist ein einst von Studenten besetztes Haus. Ignaz Bubis, der Spekulant. Das, sagt er, das bin ich. Ich bin ein Spekulant, wie jeder andere Kaufmann auch. wenn der Herr Schmitz sich meldet. Ich komme noch hierher, vom Hintergrund hier. Einen tiefen Griff in die Mülltonne tut ein Polizeibeamter in Stuttgart, aus Sicherheitsgründen. Ignaz Bubis wird zum Besuch in der jüdischen Gemeinde erwartet, und das heißt Sicherheitsstufe 1. Das Jackett des Hausmeisters ist mit einer Schusswaffe gepolstert. Juden in Deutschland, jüdische Gemeinden in Deutschland, ganz normale Gemeinden wie jede katholische oder evangelische um die Ecke sind sie eben nicht. Der gepanzerte Mercedes fährt vor. Ignaz Bubis hat um die ständige Begleitung durch Sicherheitsbeamte und die hochorganisierte Rücksichtnahme nicht gebeten. In Bonn machte man sich Sorgen, und da zuckte er mit der Schulter und lebt seitdem bewacht wie der Bundesrat. Ignaz Bubis erkennt sich aus in den jüdischen Gemeinden in Deutschland. Ich bin in der jüdischen Tradition erzogen worden, als Kind. Ich habe dieses Zuhause seit 1940 nicht mehr, seit dem Tag, als meine Mutter verstorben ist. Da war ich noch nicht mal 14 Jahre alt und meinen Vater habe ich zwei Jahre später verloren. Aber ich habe das, was ich als Kind innerhalb meiner Familie mitbekommen habe, das prägt mein Leben bis heute. Die Zahl der jüdischen Gemeinden wie der Gläubigen ist gering. Nur wenige Juden leben nach dem Holocaust noch in Deutschland. Und nicht alle sind Mitglieder jüdischen Gemeinden. Ignaz Bubis geht als liberaler Geist, als junger Mann im ehemals hochbetagten Vorstand der Gemeinden. Jude aus Tradition ist er, jedoch bei Leibe kein orthodoxer Jude. Wir wissen nicht, was morgen wird. Wir wissen wohl, was gestern war. Juden in Deutschland. Vom Gefühl her immer noch auf dem Sprung, nicht nur auf der Hohe. Für viele ist diese Nachdenklichkeit, wir wissen nicht, was morgen wird, vorhanden. Seit Jahren kommen aus der ehemaligen Sowjetunion jüdische Zuwanderer nach Deutschland. Seitdem wachsen die Gemeinden wieder und Ignaz Uwis kann russisch sprechen. Die Sprache, mit der er, er wurde in Polen geboren, nach dem Krieg sein erstes Geld verdient hat, als überaus erfolgreicher Tausendler. Visitenkartendrucker bei Ignaz Uwis, müsste man sagen. Die Postmappen in seinem Büro stecken noch voll hunderten unbeantworteter Briefen. Und Ignaz Uwis verteilt weiter seine Karten. Sprechen Sie mich an, melden Sie sich. Seine Rolle als Sprecher des Zentralrates versteht er auch als die Rolle des Zuhörers in den Gemeinden. Erster Wohnsitz, Flughafen Frankfurter Main, Abflugfall. Der vielreisende und Vielflieger Ignaz Budis. Sitzplatz 1C. Im Lufthansa-Computer die drei Buchstaben HON. Dem deutschen Volke sagte vor dem Reichstag auch an diesem Tag seine Meinung. Noch schnell vor der Podiumsdiskussion ein, zwei Interviews. Ignaz Budis wird zumeist als Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland gefragt. Die Antwort gibt dann Ignaz Budis, ein deutscher Staatsbürger jüdischem Glaubens. Das ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann. Glauben Sie, dass Sie inzwischen an dieser Grenze sind, wo Prominenz zur Popularität wird, so oft wie Sie auftreten? Ja, aber ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht liegt es an meiner Gutmütigkeit, dass ich mich äußere, dass ich mich zur Verfügung stelle. Aber ich muss dazu sagen, ich missbrauche ja auch die Presse. Denn die Presse braucht mich, um von mir was zu hören. Und ich missbrauche die Presse, indem ich das, was ich im Bauch habe, was mich beträgt, auch rausposaren. Und das wird auf diese Weise transportiert. Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Thema, wieder einmal, Ausländer. Ignaz Bubis gehört zu jenen, die noch als Kind den Holocaust überlebt haben. Vergessen ist unmöglich. Direkt im Blick von Ignaz Bubis und im Blick unserer Kamera, ein Tagungsteilnehmer, die Tätowierung als KZ-Häftling, sichtbar auf dem Arm. Treblinka, der Ort, an dem sein Vater ermordet wurde. Treblinka, ist das etwas, über das Sie immer nachdenken, jeden Tag immer mal wieder? Neuerdings immer wieder. Ich habe über Treblinka für mich auch früher nachgedacht, aber bis 1987 war es wohl, habe ich es nie fertig gebracht, dort hinzufahren. Es kann sogar 88 gewesen sein. Es muss wohl 88 gewesen sein. Und bis dahin, wie gesagt, habe ich immer, als ich in Polen war, eine Ausrede gefunden, warum ich nicht hinfuhr. Bis ich dann einmal doch dort war, aber ich glaube nicht, dass ich es fertig bringen werde, wieder hinzufahren. Frankfurt, eine noble Villa, ein Industrieclub, Treffpunkt für jungen Rotarier. Ignaz Bubis selbst ist Mitglied im Lions Club. Nun erzählt er, gerade erst ist er aus Berlin gelandet, jungen Studenten über das Leben in jüdischen Gemeinden in Deutschland. Erzählt blonden jungen Frauen und Männern, die ihn zum Vortrag gebeten haben, in aller Ruhe vom unbekannten Leben um die Ecke. Jüdischer Alltag als Exotik. Und er bleibt ruhig, selbst als Reizworte fallen. Die Frage, kann man nicht stolz sein, Deutscher zu sein? kleine Gemeinden mit etwa 20, 30 oder 50 Mitgliedern. Auch hier in Hessen gibt es solche kleinere Gemeinden wie in Marburg oder Gießen. Darmstadt ist schon größer. Die nächstgrößere Nachfrankfurt in Frankfurt lebten bis vor drei Jahren 5.000 und jetzt sind es etwa 6.000 Juden auch durch die Zuwanderung. Und die nächstgrößere jüdische Gemeinde ist Offenbach mit etwa 1.000 Mitgliedern. Und im Rest Hessen leben nur noch etwa 600 bis 700 Mitglieder jüdischen Gemeinden. Wenn jemand antisemitisch denkt, mit dem habe ich überhaupt keine Probleme. Jeder Mensch kann denken, was er will, solange es nicht in Gewalt ausschlägt. Ich erwarte nicht, dass jeder jeden liebt. Das wäre zwar sehr schön und darauf basiert die Bibel und sonstige Freundlichkeiten, nur die Welt, die Menschen der Welt sind anders. Ich liebe auch nicht jeden und nicht immer jeden und insoweit stört mich das nicht, wenn jemand antisemitisch denkt, sei es, weil er neidisch ist, sei es, weil er meint, die Juden hätten zu viel Macht und das sind alles Dinge, die mich nicht stören, die mich überhaupt nicht stören, solange nicht Gewalt damit verbunden ist. Was sie stört, ist das Gefühl von Deutschen, die manchmal, wie soll man sagen, in sich die Verpflichtung spüren, gleich mit jedem Juden über den Holocaust zu reden. Das ist ihnen unangenehm. Das ist mir, das wirkt peinlich. In der Wirkung schon ist das peinlich manchmal. Vielleicht bin ich auch auf diesem Gebiet zu empfindlich, das weiß ich nicht. Aber ich hab's nicht gerne, wenn das das Thema sein soll. Es gibt so vieles, über das man sich unterhalten kann. Und er unterhält sich gern. Wieder ein gepanzertes Auto. Vorbei an der Polizei, im Rücken zwei sportliche Herren vom Sicherheitskommando, geht er in ein gepanzertes Haus zur jüdischen Gemeinde Frankfurt. Dort, hinter einer grün getönten Panzerglas-Scheibe, empfängt Ignaz Bubis eine Delegation des ökumenischen Weltrates. Und er tut, was er immer tun kann, reden. Frei, ohne Konzept, ohne Papier, gerade heraus, manchmal eben auch ohne Punkt mit vielen Kommatar und wenigen Absätzen. Der Kindergarten der jüdischen Gemeinde, bewacht wie der gesamte Gebäudekomplex, in dem auch eine jüdische Grundschule untergebracht ist. Normalität. Normalität will Ignaz Bubis. Aber ist das schon Normalität? Gehört das ganz einfach dazu zu den 5000 Jahren Geschichte des Judentums, Kameras? Es ist so, es ist ein Aufzug, der immer so ein bisschen... So, vielen Dank. Ich begleite ihn auch. Alles Gute, schönen Tag hier in Deutschland. Der Gastgeber Ignaz Bubis verabschiedet sich und kehrt zurück in den Raum. Dort erwarten ihn Mitglieder des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Frankfurt. Der nächste Termin, Vorstandssitzung. Man wird ihn fragen, ob er denn nicht ein freies Baugrundstück in Frankfurt kennt. Jüdische Gemeinde, sein eigenes Geschäft und auch die Politik. Ignaz Bubis weiß das alles zu verbinden. Ich sagte er, natürlich kumme ich. Das tut in den Parteien doch jedermann. Nur nicht alle geben es zu. Wir sind eigentlich nur informatorisch eingeladen und wir können nicht in einer Informalveranstaltung einladen. Nun auch nicht. Nein, wir können auch nicht nur noch, dass die Stellvertreter dann auch noch Erklärungen haben. Das geht nicht. Der Verantrag besteht aus fünf Mitgliedern und dann können wir nicht effektiv arbeiten. Wissen Sie, man muss mir nicht alles erzählen. Ich habe keine Schwierigkeiten, wenn mir einer sagt, darüber spreche ich nicht. Ich habe Schwierigkeiten, wenn man mich anliegt. Nun gibt es noch Zwecklügen, es gibt ja helfliche Lügen. Ich mag keine, weder die Zwecklüge noch die helfliche Lüge. Aber am schlimmsten ist die Lüge ohne Begründung. Also wenn sie das nicht mögen, dann kann das ja nur bedeuten, dass sie eigentlich ein relativ undiplomatischer Mensch ist. Ich bin sehr undiplomatisch. so kommen sie durch die Welt ohne zu lügen sozusagen. Ja, wem's nicht passt, der kann's lassen. Ignaz Bubis kennt jeden Winkel der Republik. Schmuck aus schwarzen Koffern, so der Titel eines uralten Dokumentarfilms. Hauptdarsteller Ignaz Bubis. Diesen Schmuck hat er verkauft, überall in Deutschland. Ignaz Bubis ist ein ungeduldiger Fahrgast, allerdings einer mit eingebauter Landkarte. Wie hört es eigentlich Herr Bubis, wenn Sie sauer werden, wenn Sie ärgerlich werden? Ich empfehle Ihnen nicht, mir da an die Quere zu kommen. dann werden sie richtig zu fuhr hier weiter kommen. Aber wie? Und wie bremsen sie dann? Oder wer bremst denn? Ich selbst, ich selbst, aber das dauert einen kurzen Moment, aber dann bremse ich mich selbst, aber erst explodiere ich. Man kann also sagen, Sie haben die Grenze bis zur Explosion ziemlich weit nach oben geschoben, aber wenn es da ist... Dann kommt es mit vollem Druck. Sie haben mal selbst gesagt, auf die Frage, wenn Ihre Tochter ein Ausländer heiraten würde, dann wäre ich sehr unglücklich. Da fängt der Rassismus an, Herr Bubis. Ich habe nicht gesagt, wenn meine Tochter einen Ausländer heiraten würde, sondern ich habe gesagt, wenn meine Tochter einen Nichten heiraten würde. Das ist ein offener Schicksal. Das habe ich verstanden. Das würde mich nicht sehr freuen. Da bin ich nicht da. Das ist hier die katholische Kirche. Mir ist irgendwann ein Schock eingefallen, katholikenfeindlich zu sein. Ehe mit Protestanten nur klar schließendes, wenn der protestantische Ehepartner sich verpflichtet, Etwas, was ich denke und nicht sagen könnte, das kann ich nicht. Ich war fest überzeugt, dass Ihnen der Begriff Altige bekannt ist. Ist Ihnen auch der Begriff Alt-Katholik bekannt? Der Mann im blauen Anzug. Er reist von Podium zu Podium, von Termin zu Termin. Vier Veranstaltungen am Tag und dazwischen vom Autotelefon aus die Geschäfte, die Telefonate mit dem Büro oder mit der Frau auf Jiddisch. Weil seine Tochter es so will, redet er jetzt auch mit ihr auf Jiddisch. Die Tochter wie seine Frau in diesem Film sind sie unsichtbar, aber von starkem Einfluss auf den Mann mit den breiten Schultern. Seine Tochter hat eine Affinität zum Journalismus. Vielleicht macht ihn das so gesprächsbereit. Den Mann, der eigentlich immer zwei Dinge auf einmal tun muss. Ungeduldig ist und schnell gelangweilt und der ungern etwas zweimal erzählt und schon gar nicht dreimal. Das muss man aber auch wissen. Da gibt es ein Bild von Ihnen, da sitzt der Ignaz Bubis, während andere auf dem Podium sprechen, still da, hat den Mund ein bisschen offen und das Gesicht bewegt sich überhaupt nicht. Ist das der Moment, wo Sie ganz abschalten oder ist das der Moment, wo Entscheidung entsteht? Nein, ich höre zu, ich versuche zuzuhören, nur, und das ist leider eine schlechte Gewohnheit von mir, da mich das nicht voll ausfüllt, beschäftige ich mich im Kopf mit noch anderen Dingen gleichzeitig. Ignatz Bubis ist ein Nachtmensch. Bis 1, 2, 3 Uhr nachts arbeitet er, morgens dann ist er ein bisschen krantig. Seine Leibwächter zählen die Überstunden, es sind manchmal bis zu 1000. Den letzten Urlaub, den hat er abgesagt, Termine. Heute ist er auf dem Weg zum FDP-Parteitag in Lübeck. Zahlung von 5.000 Mark und eine Monatsrente von 500 Mark erhalten. Es handelt sich dabei um Personen, die keine direkte Entschädigung aus der Bundesrepublik bekommen haben, weil sie vor 1953 nach Israel auswanderten.\" Zwischendurch noch ein Termin in der jüdischen Gemeinde in Essen. aus Protest gegen das heute Bekannte. Besichtigung der Synagoge. Die Gemeinde braucht Geld für Renovierungsmaßnahmen, eine Klimaanlage soll in den Tempel. In der nächsten Woche werden ehemalige jüdische Bürger der Stadt in Essen erwartet. Zum ersten Mal wieder in der Stadt, in der sie geboren und aufgewachsen sind und von wo sie dann vertrieben wurden oder von wo sie sich retten konnten vor den Nazis. Die Hypothek auf dem deutschen Haus, Ignaz Bubis, hat auch diesen Kontostand immer genau im Blick. Und trotzdem immer wieder diese Vokabel, Normalität. Ich als relativ junger Deutscher, der einer Generation angehört, die allenfalls auch Scham empfinden kann, vielleicht auch selbst das nicht mehr, wundere mich, dass sie das sagen, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass es genau das nicht mehr gibt. Erstmal, weil es so wenige Juden in der Bundesrepublik gibt und weil es einen ganz schrecklichen Grund gibt, dass es so wenige Juden in Deutschland gibt. Sicher, wenn ich spreche von Normalität, heißt das für mich nicht, dass man um das Geschehene nicht wissen soll. Normal ist, also ich verstehe eine Normalität, dass wir zwei uns über alle diese Vorgänge unterhalten können, ohne deshalb gleich... in Verlegenheit zu kommen, mit peinlich, dass es einem der zwei peinlich ist. Das ist für mich die gelebte Normalität. Und zu dieser gelebten Normalität, wenn man da nichts... Ich könnte nicht in Deutschland leben, wenn ich diese, das, was man... Ich weiß keinen anderen Ausdruck als Normalität. Selbstverständlichkeit? Ja, vielleicht Selbstverständlichkeit. Es ist der Begriff Normalität, mit dem habe ich Probleme. Aber er ist so übernommen worden. Normalität ist, dass ich hier lebe. Normalität ist, dass ich mit Nichtjuden hier verkehre, von denen ich nicht weiß, waren ihre Väter oder ihre Großväter schuldig geworden. Oder Menschen, mit denen ich verkehre, denen ich weiß, waren sie vielleicht selber schuldig geworden. Menschen, die etwas älter sind als ich. Es ist ja schon die Möglichkeit gegeben. Und das ist für mich Normalität, dass man unbefangen miteinander umgeht. Seit über 20 Jahren ist Ignaz Bubis Mitglied der FDP. Der ehemalige hessische Wirtschaftsminister Kari hat ihn für die Partei geworben. Kari wurde ermordet von Terroristen. Angst als Normalität? Ignaz Bubis hat, sagt er, keine Angst und er wirkt auch so. Ignaz Bubis ist Mitglied im Bundesvorstand der FDP. Er ist ein Mann im Hintergrund, ein erfolgreicher Mittelständler, ein Selfmade-Man, längst wohlhabend. Ich habe keine Zeit, bezahlte Ämter zu übernehmen. Ich bin zu sehr beschäftigt mit Geldverdienen. Früher habe ich gesagt, ich habe einen Beruf und bin kein Funktionär. Ignaz Bubis hat das Büro des Zentralrates Kest im Griff. Er kümmert sich. Wichtiges hat er im Kopf. Die Termine im Kalender, fürs Management hat er das Telefon. Unwichtiges vergisst er. Auf jeden Fall werde ich rechtzeitig aufhören, bevor man mir sagen wird, was will denn der Alte immer noch da, der ist doch längst verkalkt, merkt er es denn nicht. Was tun Sie denn gerne? Darf ich mal ausprobieren? Darf ich mal vermuten? Bitte. Sie unterhalten sich gerne? Ja. Sie feiern gerne? Nicht laut. Ich feiere gerne, aber ich mag keine lauten Feiern. Sie hören gerne Musik, und ich vermute, wenn Sie da stehen ... Ja, es gibt spezifische. Ich mag Kirchenmusik. Ich mag auch... Feldmann? Bitte? Feldmann. Ja, Feinmann liebe ich. Und sie essen gerne. Leider. Nein, das heißt es leider nicht. Ja, leider, weil ich noch nicht mal wählerisch beim Hessen bin. Das finde ich natürlich wiederum schade. Mögen Sie denn Pralinen? Ja, ja, mir machen sie die größte Freude einer Nudelsuppe und Brot dazu. Ich esse zu allem Brot und das macht 40 Kilo zu viel. Ignaz Bubis koordiniert seine Termine auf Hebräisch. Wir sehen uns beim nächsten Mal. Das Waisenkind Ignaz Bubis, seit dem 14. Lebensjahr auf sich gestellt, hat auf dem Weg von unten nach oben die Sprachen seiner Biografie gelernt. Das war's für heute, wir sehen uns im nächsten Video, bis dahin ciao. Längst ist er mehr als der Sprecher der Juden in Deutschland. Er ist der Mann, den man porträtiert. Und er ist stolz, Ignaz Bubis zu sein. Jetzt noch eine Frage. Mir im Rücken sitzen Journalisten-Kolleginnen. Ihre Gattin wartet ein oder zwei Etagen drüber. Der Fahrer wartet in genau 29 Minuten und morgen sind Sie auch wieder unterwegs. Was würden Sie denn jetzt am allerliebsten machen in der Badewanne gegen Pralinen essen? 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-{"transcript_id": "101646318", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DST Webvideos Russisch - Wide", "beitragstitel": "Interview mit Tsikhanouskaya", "transkript": "Он все время в работе, занят. Я говорю, давай, успокоимся, с детками мультик посмотрим. И мы решили, что мы не переносим домой политику. Он не очень дипломатичный человек для дипломатии, он явно не подходит. В семье мы точно тандем. На политическом поле пока еще нужно Сергею определиться, чтобы понять, кто мы по отношению друг к другу. Чуть менее года назад Европейский Союз выделил 30 миллионов евро на поддержку белорусских проектов, гражданского общества. Уже называются какие-то цифры, может быть, или, по крайней мере, подобное финансирование, насколько белорусы могут рассчитывать на него. Сейчас, наверное, идет процесс переоценки вот этих нуж��, потому что с момента, когда Америка прекратила поддержку всех гражданских инициатив за рубежом, конечно, образовался очень большой пробел в финансировании гражданских активистов. И сейчас наши европейские союзники ищут возможности этот гэп заполнить, но вряд ли получится полностью восстановить тот объем, либо добрать тот объем, который потеряли белорусы в связи с американской новой политикой. Но мы тоже приоритизировались, мы тоже немножечко подумали, где можно урезать, какие главные направления. И вот именно этот анализ был представлен нашим союзникам для оценки. Примерно о каких суммах идёт речь, чтобы заполнить тот пробел, который сейчас оказался настолько критическим? Ну, это не секрет, что американская помощь покрывала примерно половину всего объема помощи белорусскому гражданскому обществу. То есть сейчас Евросоюз остается крупнейшим донором, по сути, и должен стать чуть ли не единственным донором, да, в этой ситуации. Во-первых, никто никому ничего не должен. Европейский Союз понимает, что помощь беларусам – это не какая-то благотворительность, это инвестиции в демократию, это инвестиции в их безопасность. Поэтому такие инвестиции окупятся в разы, когда наши цели будут достигнуты. Когда я говорю «мы», я имею в виду все демократическое общество. Сюда входят и правозащитники, и культурные инициативы, и медиа, и гражданские активисты ищут возможности для помощи на национальном уровне, в разных странах, и выходят за пределы Евросоюза. Это уже такие частные инициативы, но, конечно, это в интересах Европы помочь беларусам, поэтому они берут на себя такую ответственность, такие обязательства. В прошлый раз мы с вами записывали интервью в Брюсселе, и вы тогда еще пришли с портретом Сергея Тихановского, еще много чего, то есть с тех пор много что произошло радостного, теперь вот я вижу, что... Да, у меня сегодня Олесь Беляцкий, но прежде всего мы должны постоянно напоминать о том, что наш нобелевский лауреат находится в тюрьме, и он почетный гражданин Парижа, вчера это было очень символично во Франции. И это напоминание того, что да, мой муж на свободе, но в тюрьмах остается еще как минимум 1300 политических заключенных, реальная цифра гораздо больше. И пока этот портрет, любой портрет будет у меня в руках, это значит, что нам надо продолжать работать, нам надо выстоять, чтобы каждый из наших героев вышел на волю. Ну, Сергей вас уже сопровождает, я так понимаю, в оригинале, и, конечно, интересно, как с тех пор, как он вышел на свободу, изменилась ваша политическая жизнь, ваша социальная, личная жизнь и так далее. Я не могу сказать, что как-то политическая жизнь изменилась, потому что он понимает мою роль, он ее не пытается изменить. Понятно, что ему нужно еще немножечко времени, чтобы найти свое место, потому что есть такая проблема большая, что люди, которые попали в тюрьму в 2020 году, им нужно время осознать, что прошло уже 5 лет, поменялся контекст, поменялась геополитическая обстановка. Сегодня Сергей выдал видео 100 дней после заключения, где он признает, что начал действовать поспешно и сделал несколько ошибок. Ему еще надо много узнать, но невозможно пять лет охватить и понять, что где было, что как происходило. Но мы его потихоньку обучаем, рассказываем, потому что для политики тоже нужен опыт. И тут тоже нужно выбрать свой путь. Либо ты работаешь в медиа, и тогда ты можешь говорить от души все, что хочешь. У нас нет цензурирования медиа. Либо ты политик, и тогда ты должен думать о последствиях своих слов. И должен говорить согласно обстановке, скажем так. Это его путь, я рядом, помогаю ему. Что касается дома. Дома мы семья. У нас было пару незначительных конфликтов на фоне. Ты зачем это сказал так неправильно, зачем ты обидел белорусов. И мы решили, что мы не переносим домой. политику. Мы дома семья, мы дома с детьми. Конечно, не всегда получается, но мы очень стараемся, потому что очень нервная в целом обстановка в политическом поле и, конечно, можно до бесконечности и спорить и дискутировать. И я тоже для себя так подумала. Я когда была одна, без Сергея, ты все равно и приходишь домой, работаешь, и с детьми сказку читаешь, а все равно в мыслях и с политзаключенными, и по работе, и там-то надо сделать и это. И я говорю, ну, наверное, надо и мне дать все время быть рядом с мужем и уделять ему столько внимания, вот что ему не хватало все эти пять лет. Потом, с одной стороны, стало легче, с другой, наши, наверное, силы удвоились, мы друг друга поддерживаем, вот, но посмотрим. Вы говорите, с одной стороны стало легче, а с другой? Ну, стало сложнее, потому что я чувствую ответственность и за путь Сергея тоже. Когда он тебя ищет, и там, опять же, если он делает какие-то ошибки, все равно нас какое-то время, особенно поначалу, воспринимали как одно целое, и все равно спрашивали, так скажем, с меня. Но чем более самостоятельным становится Сергей, тем, конечно, нас связывают в одно целое, и он всегда сам заявляет, что я не работаю в офисе, мы отдельная структура, отдельная ячейка, отдельный человек, и не надо нас как бы смешивать в кучу. Но это тоже своеобразный путь. Заново надо и привыкать друг к другу. Он вышел из тюрьмы, конечно, не сломленным, такой же энергичный, такой же, вот у него много проектов в голове, и он все время в работе, занят, и я говорю, давай дома успокоимся, с детками мультик посмотрим. Ну, пока так, все немножко хаотично, но оно все придет в норму. То есть вы дуэт, вы тандем или вы пока не знаете? Но мы явно не в конкуренции, в семье мы точно тандем. На политическом поле пока еще нужно Сергею определиться, чтобы понять, кто мы по отношению друг к другу. Вы не жалеете, что отказались от интервью у Настины? Ну, вообще, на самом деле, так эту историю раздули, там бы�� ряд обстоятельств, которые вообще привели вот к этому моменту, и, возможно, где-то, может, я была неправа, потому что для Сергея был этот стрим важен, я пообещала прийти, и я как бы его планы разрушила, и понятно, что быть в мировых СМИ – это крайне важно. И такая вот у меня сейчас, знаете, роль – либо ты с мужем, либо ты делаешь свою политическую работу, и в моменте не всегда понятно, что правильнее. Мы тоже учимся, и Сергей явно не хотел, чтобы это выглядело так, как это выглядело. Он очень сильно переживал по этому поводу, но мы справились. Как вы видите ваше будущее политическое, вместе, отдельно, чего вы вообще желаете в этом отношении? Я желаю вернуться домой и жить в Беларуси уже в какой роли? Наверное, это второстепенно. Я понимаю приобретенный опыт, я понимаю приобретенный уровень контактов в мире, да, и понимаю свой вес. И если надо будет служить Беларуси и дальше в любой capacity, то, конечно, я буду, потому что я гиперответственный человек, очень. И если нужно будет, я буду продолжать. Но пока мы за рубежом, то я делаю то, что я должна делать, пока есть силы, физические, моральные. И Сергей, опять же, Сергей тут зависит от того, какой путь он выберет. Он не очень дипломатичный человек для дипломатии, он явно не подходит. Но, возможно, нам нужны такие яркие политики. Unpredictable. У нас такие в мире есть. Ну, посмотрим. Я тут не хочу связывать наше будущее с Сергеем только с политикой. По-разному может сложиться жить.", "summary": "In einem Interview spricht eine belarussische Politikerin über ihren Mann Sergei Tichanowski. Nach seiner Haftentlassung müsse er sich an die neue politische Lage gewöhnen. Das Paar versucht, Politik und Familienleben zu trennen. Tichanowski muss seine zukünftige politische Rolle noch finden.", "referenz": "Webvideo, Interview, ohne Sachinhalt, mit Manuskriipt in kyrillisch", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Er ist immer bei der Arbeit, beschäftigt. Ich sage, lasst uns ruhig werden, lasst uns mit den Kindern einen Zeichentrickfilm anschauen. Und wir beschlossen, dass wir die Politik nicht nach Hause bringen würden. Er ist kein sehr diplomatischer Mensch für die Diplomatie, er ist eindeutig nicht geeignet.\n\nIn der Familie sind wir auf jeden Fall ein Tandem. Auf politischem Gebiet muss sich Sergej noch entscheiden, um zu verstehen, wer wir im Verhältnis zueinander sind.\n\nVor etwas weniger als einem Jahr hat die Europäische Union 30 Millionen Euro zur Unterstützung belarussischer Projekte und der Zivilgesellschaft bereitgestellt. Einige Zahlen werden bereits genannt, vielleicht, oder zumindest ähnliche Finanzierungen, soweit die Belarussen darauf rechnen können.\n\nnachstehend? Jetzt gibt es wahrscheinlich einen Prozess der Neubewertung dieser Bedürfnisse, denn von dem Moment an\n\nAls die Vereinigten Staaten aufhörten, alle zivilgesellschaftlichen Initiativen im Ausland zu unterstützen, gab es natürlich eine sehr große Lücke in der Finanzierung von Aktivisten der Zivilgesellschaft, und jetzt suchen unsere europäischen Verbündeten nach Möglichkeiten, diese Lücke zu füllen, aber es ist unwahrscheinlich, dass es möglich sein wird, das Volumen, das die Belarussen im Zusammenhang mit der neuen amerikanischen Politik verloren haben, vollständig wiederherzustellen oder zurückzugewinnen.\n\nAber wir haben auch Prioritäten gesetzt, ja, wir haben auch ein wenig darüber nachgedacht, wo wir die Hauptbereiche reduzieren könnten, und es war diese Analyse, die unseren Verbündeten zur Bewertung vorgelegt wurde.\n\nÜber welche Beträge sprechen wir ungefähr, um die Lücke zu füllen, die sich jetzt als so kritisch herausgestellt hat?\n\nNun, es ist kein Geheimnis, dass die US-Hilfe etwa die Hälfte aller Hilfen für die belarussische Zivilgesellschaft abdeckte.\n\nDas heißt, jetzt bleibt die Europ��ische Union in der Tat der größte Geber und sollte in dieser Situation fast der einzige Geber werden.\n\nErstens: Niemand schuldet irgendjemandem etwas. Die Europäische Union versteht, dass die Hilfe für die Belarussen keine Art von Wohltätigkeit ist, sondern eine Investition in die Demokratie, eine Investition in ihre Sicherheit.\n\nUnd daher werden sich solche Investitionen oft auszahlen, wenn unsere Ziele erreicht werden. Wenn ich \"wir\" sage, meine ich die gesamte demokratische Gesellschaft, zu der Menschenrechtsverteidiger, kulturelle Initiativen, Medien und Aktivisten der Zivilgesellschaft gehören, die nach Möglichkeiten suchen, auf nationaler Ebene in verschiedenen Ländern zu helfen und über die Grenzen der Europäischen Union hinauszugehen. Das sind bereits solche privaten Initiativen, aber natürlich ist es im Interesse Europas, den Belarussen zu helfen, also übernehmen sie eine solche Verantwortung, solche Verpflichtungen.\n\nDas letzte Mal, als wir ein Interview in Brüssel aufgenommen haben, und dann kamen Sie noch mit einem Porträt von Siarhei Tsikhanouski, viele andere Dinge, das heißt, seitdem sind viele freudige Dinge passiert, jetzt sehe ich das...\n\nJa, heute habe ich Oles Bjaljazki, aber vor allem müssen wir ständig daran erinnern, dass unser Nobelpreisträger im Gefängnis sitzt und ein Ehrenbürger von Paris ist.\n\nGestern war es in Frankreich sehr symbolisch, und es ist eine Erinnerung daran, dass wir zwar frei sein können, aber es gibt immer noch mindestens 1.300 politische Gefangene in Gefängnissen, die tatsächliche Zahl ist viel höher, und solange dieses Porträt, irgendein Porträt in meinen Händen ist, bedeutet das, dass wir weiterarbeiten müssen, dass wir durchhalten müssen, damit jeder unserer Helden freigelassen wird.\n\nSergej begleitet Sie, so wie ich es verstehe, bereits im Original, und natürlich ist es interessant, wie sich Ihr politisches Leben, Ihr soziales und persönliches Leben und so weiter seit seiner Freilassung verändert haben.\n\nIch kann nicht sagen, dass sich das politische Leben in irgendeiner Weise verändert hat, denn er versteht meine Rolle, er versucht nicht, sie zu ändern.\n\nEs ist klar, dass er noch etwas Zeit braucht, um seinen Platz zu finden, denn es gibt ein so großes Problem, dass Menschen, die 2020 ins Gefängnis gegangen sind, Zeit brauchen, um zu erkennen, dass fünf Jahre vergangen sind, sich der Kontext geändert hat, die geopolitische Situation sich geändert hat. Und gerade heute, hundert Tage nach seiner Inhaftierung, hat Sergej ein Video veröffentlicht, in dem er zugibt, dass er überstürzt zu handeln begann und mehrere Fehler machte.\n\nUnd er hat noch viel zu lernen, es ist unmöglich, fünf Jahre zu überbrücken und zu verstehen, was wo passiert ist, was passiert ist. Wir lehren ihn langsam, sagen es ihm, denn auch Politik braucht Erfahrung, und auch hier muss man seinen eigenen Weg wählen. Entweder arbeitest du in den Medien und kannst dann aus dem Herzen sagen, was du willst, wir haben keine Zensur der Medien, oder du bist Politiker, und dann musst du über die Konsequenzen deiner Worte nachdenken und du musst in Übereinstimmung sprechen.\n\nSituation, sagen wir es so. Deshalb ist dies sein Weg hier, ich bin da, um ihm zu helfen. Was das Zuhause betrifft, so sind wir zu Hause eine Familie. Wir hatten ein paar kleinere Konflikte im Hintergrund, warum haben Sie das so falsch gesagt, warum haben Sie die Weißrussen beleidigt. Und wir beschlossen, dass wir die Politik nicht nach Hause bringen würden. Wir sind zu Hause eine Familie, wir sind zu Hause mit Kindern. Natürlich klappt es nicht immer, aber wir geben uns sehr Mühe, denn die Gesamtsituation im politischen Feld ist sehr nervös und natürlich können wir endlos streiten und\n\ndiskutieren. Und das dachte ich auch für mich selbst. Als ich allein war, ohne Sergej, kommst du immer noch nach Hause, arbeitest und liest mit deinen Kindern ein Märchen, aber immer noch in Gedanken mit politischen Gefangenen und bei der Arbeit, und da musst du das auch tun. Und ich sagte, nun, ich denke, man sollte mir all die Zeit geben, um mit meinem Mann zusammen zu sein und ihm so viel Aufmerksamkeit zu schenken, dass er all die fünf Jahre gefehlt hat. Dann wurde es auf der einen Seite einfacher, auf der anderen Seite hat sich unsere Kraft wahrscheinlich verdoppelt, wir unterstützen uns gegenseitig. Nun, wir werden sehen.\n\nDu sagst, dass es auf der einen Seite einfacher geworden ist, und auf der anderen Seite?\n\nNun, es ist schwieriger geworden, weil ich mich auch für Sergeys Weg verantwortlich fühle. Wenn er dich sucht, und da auch wieder, wenn er einige Fehler macht, so wurden wir noch eine Zeitlang, besonders anfangs, als ein Ganzes wahrgenommen und noch sozusagen von mir verlangt.\n\nAber je unabhängiger Sergej wird, desto mehr sind wir natürlich zu einem Ganzen verbunden, und er erklärt immer selbst, dass ich nicht im Büro arbeite, wir sind ein separates Gebilde, eine getrennte Zelle, eine getrennte Person, und wir sollten nicht auf einen Haufen gemischt werden.\n\nNun, das ist auch eine Art Weg. Man muss sich wieder aneinander gewöhnen, und er kam aus dem Gefängnis, natürlich nicht gebrochen, derselbe, derselbe, er hat viele Projekte im Kopf, und er ist immer bei der Arbeit, beschäftigt, und ich sage, lass uns zu Hause beruhigen, schau uns mit den Kindern einen Zeichentrickfilm an. Nun, im Moment ist alles ein wenig chaotisch, aber es wird sich alles wieder normalisieren.\n\nIhr seid also ein Duo, ihr seid ein Tandem oder ihr wisst es noch nicht?\n\nAber wir stehen ganz klar nicht in Konkurrenz, in der Familie werden wir auf jeden Fall tanden. Auf politischem Gebiet muss sich Sergej noch entscheiden, um zu verstehen, wer wir im Verhältnis zueinander sind.\n\nBereuen Sie, dass Sie ein Interview auf CNN abgelehnt haben?\n\nHören Sie, nun, im Allgemeinen wurde diese Geschichte in der Tat unverhältnismäßig aufgebauscht, es gab eine Reihe von Umständen, die zu diesem Moment geführt haben, und vielleicht habe ich mich irgendwo geirrt, denn dieser Strom war wichtig für Sergey, ich habe versprochen zu kommen, und ich habe sozusagen seine Pläne ruiniert, und es ist klar, dass es extrem wichtig ist, in den Weltmedien zu sein.\n\nUnd das ist jetzt meine Rolle, wissen Sie, entweder Sie und Ihr Mann, ja, oder Sie machen Ihre politische Arbeit, und im Moment ist nicht immer klar, was richtiger ist. Wir lernen auch, und Sergey wollte offensichtlich nicht, dass es so aussieht, wie es aussieht, also war er auch sehr besorgt darüber, aber wir haben es geschafft.\n\nWie sehen Sie Ihre politische Zukunft? Zusammen? Getrennt?\n\nWas wünschen Sie sich in dieser Hinsicht?\n\nIn welcher Funktion möchte ich nach Hause zurückkehren und in Belarus leben? Wahrscheinlich ist das zweitrangig. Ich verstehe die gesammelte Erfahrung, ich verstehe das erworbene Niveau der Kontakte in der Welt, ja, und ich verstehe mein Gewicht.\n\nUnd wenn es notwendig ist, Belarus weiterhin in irgendeiner Funktion zu dienen, dann werde ich das natürlich tun, weil ich ein sehr verantwortungsbewusster Mensch bin. Und wenn nötig, werde ich weitermachen. Aber während wir im Ausland sind, tue ich, was ich tun muss, solange ich die Kraft habe, physisch und moralisch.\n\nUnd Sergey, nochmal, Sergey hängt davon ab, welchen Weg er wählt. Er ist kein sehr diplomatischer Mensch, er ist eindeutig nicht für die Diplomatie geeignet. Aber vielleicht brauchen wir solche klugen Politiker. Unberechenbar. Wir haben solche Leute auf der Welt. Nun, wir werden sehen. Ich möchte unsere Zukunft mit Sergej nicht nur mit der Politik verknüpfen. Das Leben kann auch anders kommen.", "eval_id": "EVAL-045"}
-{"transcript_id": "23_503061_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "23_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher", "beitragstitel": "23_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher", "transkript": "Im Auswärtigen Amt in Bonn Treffen der beiden Außenminister Oskar Fischer und Hans-Dietrich Genscher im Mittelpunkt steht der Gedankenaustausch über die Möglichkeiten der Sicherung des Friedens sowie die gute nachbarliche Zusammenarbeit auf der Grundlage der Souveränität beider deutscher Staaten. Fischer und Genscher hatten schon bei anderen Gelegenheiten festgestellt, dass der Besuch Erich Honeckers in der Bundesrepublik Deutschland für den weiteren Ausbau der Beziehungen genutzt werden müsse. Ein Abkommen über die doppelte Null-Lösung sei im Interesse beider deutscher Staaten, und eine ständige Verbesserung der Ost-West-Beziehungen sei ein stabilisierender Faktor für die Erhaltung des Friedens.", "summary": "Die Außenminister Oskar Fischer und Hans-Dietrich Genscher trafen sich in Bonn. Sie sprachen über die Sicherung des Friedens und gute nachbarliche Zusammenarbeit.", "referenz": null, "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-046"}
-{"transcript_id": "33_092125_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "33_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig", "beitragstitel": "33_PrismaF678-BlindenbchereiLeipzig", "transkript": "Ich kann mir nicht helfen, ich tue mir selbst leid, ich komme nicht so recht mit der heutigen Zeit, der dies unter dem Titel meine Befindlichkeit aufgeschrieben hat, heißt Erich Köhler, wurden in Dresden und ist blind. Die Lebenssituation vieler blinder und stark sehbehinderter Mitbürger in Ostdeutschland ist mit der deutschen Einheit komplizierter geworden. Haben schon die sehnten erhebliche Orientierungsschwierigkeiten im Gestrüpp neuer Gesetze und Verordnungen. Probleme mit dem freien Markt stürzen diese Mitbürger doppelblind in die Freiheit Eine wichtige Brücke zur Welt der sehnten, sind für die 37.000 Blinden in der ehemaligen DDR die Publikation der DZB der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig Wöchentlich des von dort das aktuelle Radio und Fernsehprogramm in Blindenschrift zu beziehen, in regelmäßigen Abständen auch Zeitschriften und Journale. Von Anfang an war klar, dass wir unseren blinden und sehr schwachen Nutzung vor allem Informationen vermitteln müssen, die sie in ihrem Alltag brauchen. Und wir haben darum, äh, zu Beginn des Jahres 1990 eine neue Zeitschrift herausgebracht. Sie nennt sich Ratgeber aktuell in Blindenschrift und daneben auch eine Tunnel auf Kassette, mit dem Titel Recht und Gesetz Seit ihrer Gründung im Jahre 894. Als erste deutsche Blindenbibliothek zählen mehr als 37.000 Bände in Blindenschrift inzwischen zum Bestand, vom Klassiker bis zum Kochbuch, vom Opernlibretto bis zum aktuellen Gesetzestext ein bedeutender Kulturschatz. Die 2500 ständigen Leser und Hörer der Bücherei nutzen ihn Sehr begehrt nun auch bei den neuen Abonnenten aus Westdeutschland ist die Spezialität der Leipziger, der Reliefdruck Landkarten, Kunstkalender und wie hier Kinderbücher Echte Verkaufsknüller. In diesem Jahr waren zwei Deutschlandkarten die Länder mit ihren Grenzen und Hauptstädten, zum anderen das Autobahnnetz. Die Ausleihe hat allein im ersten Halbjahr 91 um 20 Prozent zugenommen. Ein Ansturm kaum zu bewältigen für die 90 Mitarbeiter ein jeder von ihnen ist hochspezialisiert, eine umständliche Fertigung. Klar, dass die Erzeugnisse nicht billig sind. In Blindenschrift ergibt der Duden 26 dieser wunderschönen großen Bände, und die waren auch erhältlich zum Preis von neun Mark. 80 in der DDR hat ja, wieso tut und Mark 80 gekostet. Der Herstellungspreis allerdings bewegt sich doch in anderen Relation. Also wir gehen davon aus pro Band also. Solch ein Band kostet in der Herstellung circa 40 bis 45 Mark. Das heißt, dieser Duden hat einen Herstellungspreis von über tausend Mark und das zum Preis von neun Mark 80 getragen von dem Grundsatz, dass der Blinde nicht durch seine Behinderung auch noch finanziell behindert werden soll. War also der Grundsatz eins zu eins. Wird man das durchhalten können in Zukunft? Das können wir schon jetzt nicht mehr durchhalten. Preise bewegen sich jetzt bei etwa 50 Prozent der Herstellungskosten. Das heißt also, dass dieser Duden in der Form jetzt für 580 Mark zu haben ist, also für einen privat man einer Bezuschussung fast nicht mehr machbar, Was früher vom Staat bezahlt und deshalb für jeden Blinden erschwinglich war. Diese soziale Errungenschaft ist wie so viele andere auch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht finanzierbar. Ebenso finanzieller Art sind die Gründe, weshalb die Zukunft der Blindenbücherei bis heute noch nicht gesichert ist. Aber das scheint nur so in Dresden will man einen anderen Weg gehen. Die sächsische Staatsregierung möchte die DZB privatisieren, notfalls in einer Mischform mit der öffentlichen Hand. So jedenfalls sieht es ein Kabinettsbeschluss vom Dezember 1990 vor. In einem Brief des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 5. Juli diesen Jahres wird die Bücherei gebeten, selbst zu klären, inwieweit eine Überführung der DZ B in privater Hand durch einen der Sache der Blinden verbundenen finanzkräftigen Träger möglich wäre. Eine Forderung, die an ähnlicher einrichten Dutzenden Hamburg und Marburg nie gestellt wurde der Generalbevollmächtigte des Bonner Blinden und Sehbehindertenverbandes für die neuen Bundesländer dazu Ich halte eine derartige Forderung für völlig unmöglich. Erstens deshalb, weil es keinen privaten Träger gibt, der eine solche Einrichtung auf Dauer mit den notwendigen Mitteln versieht und zweitens die blinden einen Anspruch darauf haben, dass der Staat ihnen gegenüber die gleichen Leistungen aufbringt, wie das bei sehen der Fall ist. Denken Sie beispielsweise an die Möglichkeit, in jedem Ort Bücher aus einer öffentlichen Bücherei leihen zu können. Wie ist denn eine Trägerschaft in den alten Bundesländern bei ähnlichen Einrichtungen geregelt und organisiert? In aller Regel tragen die Länder beziehungsweise trägt die öffentliche Hand, die Kosten derartige Einrichtungen fast vollständig. Wie sind denn die Ergebnisse ihrer Bemühungen, hier in Sachsen finanzkräftige Helfer für die die EZB zu finden? Sie werden die Antwort ahnen natürlich gleich null. Es ist so, dass seitens des Landesminister oder Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Land Sachsen eigentlich politisch keinen Zweifel daran besteht, dass diese Einrichtung hier die deutsche Zentralbücherei verbindet, so Leipzig ihre Arbeit fortsetzen muss. Der Druck kommt vor allem von Finanzministerium, die Sorge haben, eine solche Institution als Anstalt des öffentlichen Rechts nicht finanzieren zu können. Zieht sich das Land zurück aus der Verantwortung für diese Einrichtung? Das kann nicht sein und wird auch nicht sein. Im Jahre 91 haben wir 3,3 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Im Haushaltsplanentwurf, der allerdings noch verhandelt werden muss. Um mit dem Finanzminister sehen wir 3,5 Millionen vor, also bereits mit einer gewissen Steigerung. Es ist nicht gelungen, bisher einen privaten Träger zu finden. Ich bin ein anderen für sich Befürworter für Breite, für viele private Trägerschaften. Nur wird sich das Land aus der sozialen Verantwortung nicht stehlen. Es ist sich dieser Verantwortung voll bewusst gerade gegenüber einer Bevölkerungsgruppe, die dermaßen benachteiligt ist. Die wortreiche, im Camp jedoch unverbindliche Bekundung von Solidarität mit den Blinden seitens der Staatsregierung kann die verbindliche Übernahme der DZB durch den Freistaat Sachsen nicht ersetzen. Die steht weiter aus. Reden statt Taten. Wir arbeiten sehr eng mit der deutschen Zentralbibliothek für blinzelt Lindner Zusammenhalt und haben unsere Aktivitäten Aktivitäten koordiniert. Allerdings mit dem bekannten Erfolg. Ich habe den Eindruck, dass man nicht so recht weiß, was man mit uns anfangen soll. Einerseits sind wir eine zu gewichtige Institution, als dass man sie leichtfertig abwickeln könnte. Aber andererseits hat Auch, äh, noch kein Maßgeblicher Beamter der Landesregierung einmal versucht, uns näher kennenzulernen durch einen Besuch eine Besichtigung des Hauses, sich selbst von dem zu überzeugen, was wir hier tun, um sich eine Meinung über die Nützlichkeit dieser Einrichtung zu machen, also die Kontakte seitens der Landesregierung zu uns sind, äh, im Großen und Ganzen mäßig und steigerungsbedürftig", "summary": "Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) in Leipzig ist nach der Wiedervereinigung in ihrer Existenz bedroht. Die sächsische Staatsregierung erwägt eine Privatisierung der wichtigen Einrichtung. Gestiegene Preise für Blindenprodukte sind eine Folge der neuen Marktwirtschaft. Die Finanzierung durch die öffentliche Hand, wie in Westdeutschland üblich, ist für die DZB noch nicht gesichert.", "referenz": null, "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-047"}
-{"transcript_id": "101299545", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Boulevard Deutschland", "beitragstitel": "003 Serie - Kunst und Botschaft: \"Mutter mit Zwillingen\"", "transkript": "13 Jahre zieht sich Käthe Kollwitz' Arbeit an der großen Plastik-Mutter mit Zwillingen hin. Schneckenartig komme ich vorwärts, schreibt die Künstlerin in ihr Tagebuch. Fast verzweifelt sie an der Skulptur, die sie 1924 als Mutter mit einem Kind begonnen hatte. Doch das persönliche Erlebnis der Geburt ihrer Zwillingsenkelkinder war so stark, dass Käthe Kollwitz ihrer Schwiegertochter gestand, seitdem ich dich damals gesehen hatte, in jedem Arm ein Kind, war mir klar, dass ich auch die Arbeit um ein Kind erweitern musste. Die Zwillingsmutter, eine mächtige Figur mit starkem, kraftausdrückendem Rücken. Urbild einer Mutter, Schutz und Geborgenheit bietend. Die gespreizten Beine, die starken Arme, der geneigte Kopf umschließen die beiden Kinder, lassen sie eins werden mit der Mutter, so als seien sie noch Teil ihres Leibes. Die harmonisch runden Formen drücken gefestigte Sammlung aus, atmen Seele, Glück, Zufriedenheit, aber auch ständig wachsame Sorge um das Wohlergehen der so selig wirkenden Kleinen, Angst um die Unversehrtheit des zarten, durch vielerlei Umstände gefährdeten, jungen Lebens. Die Zwillingsmutter, sie zeigt, was Käthe Kollwitz in der Rundplastik anstrebt, ausgereifte Form und vollkommene Geschlossenheit. Eine gute Plastik muss einen Berg hinunterrollen können und sie wird heil unten ankommen, sagt die Bildhauerin einmal. Käthe Kollwitz wird 1867 in Königsberg geboren. Durch ihren Mann, den Arzt Karl Kollwitz, lernt sie Not und Elend des Proletariats kennen. Ihr Sozialismus war kein parteipolitischer, sondern eher ein ethisch-humanitärer, ein fast urchristlicher, sagt die Enkelin Jutta Bohnke über das Engagement der Künstlerin für ihre Mitmenschen. »Ich will wirken in dieser Zeit« ist einer der Leitsätze, nach denen die Kollwitz lebt und schafft. Die grafischen Arbeiten der Künstlerin sprechen ihre ureigenste, leidenschaftliche Sprache. Die Kollwitz zeigt die Not der Armen ihrer Zeit. Sie klagt niemanden an, doch sie ruft die Gewissen aller wach. Sie demonstriert aber auch das zeitlose, elementare menschlichen Leidens, das den Verstand aufruft und die Herzen anrührt. Immer steht die Frau im Vordergrund von Käthe Kollwitz' Kunst. Selbst die Schrecken des Krieges spiegeln sich für sie im Leid der Frauen wieder. Und das Glück der Frauen stellt sie fast ausschließlich als Glück der Mütter dar. Aber auch Mutterglück mit umgekehrtem Vorzeichen. Untragbare, unerwünschte Schwangerschaft. Kinderkrankheit, Kindertod. Ihre letzte Litografie aus dem Jahre 1942, Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden, bezeichnet die Kollwitz als ihr Testament. Jungen, richtige Berliner Jungen, die wie Pferde gierig nach draußen wittern, werden von einer Frau zurückgehalten, unter ihren Mantel gebracht, gewaltsam und beherrschend breitet sie ihre Arme und Hände über den Jungen aus. Goethe-Kollwitz-Plastik, Mutter mit Zwillingen dagegen, lässt etwas von der Freude spüren, die die Künstlerin im Kreis ihrer Familie empfand, wenn sie ihre Enkel beobachtete und sich über deren Einf��lle amüsierte. Bei allem Glück aber bleibt die Kollwitz besorgt. Sie, die im Ersten Weltkrieg ihren Sohn Peter verlor, ist von der unheilvollen Ahnung geplagt, im Zweiten Weltkrieg den Enkel zu verlieren. Ich arbeite an der Mutter mit Zwillingen und fühle mich glücklicher, als es eigentlich angebracht ist, schreibt sie in ihr Tagebuch. 1942 fällt ihr Enkel Peter im Krieg. Leben und Werk bilden bei Käthe Kollwitz eine Einheit. Die Künstlerin sah ihre Aufgabe darin, Hüterin des menschlichen Lebens zu sein, zu wärmen, zu schützen, zu bewahren. Der französische Schriftsteller Romain Rolland nannte ihr Werk die größte Dichtung des Deutschlands jener Zeit. Diese Frau mit dem mannhaften Herzen hat die Menschen mit ihren Blicken und ihren mütterlichen Armen umfangen.", "summary": "Der Beitrag porträtiert die Künstlerin Käthe Kollwitz und ihr Werk. Im Mittelpunkt steht die Entstehungsgeschichte ihrer Plastik \"Mutter mit Zwillingen\". Ihr Schaffen war geprägt von sozialen Themen, dem Leid der Frauen und Mütter sowie den Schrecken des Krieges, den sie selbst erlebte.", "referenz": "retrodigitalisiertes File, nachbearbeitet, mit Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-048"}
-{"transcript_id": "6610004.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "Des Teufels Generale vor Gericht", "beitragstitel": null, "transkript": "Gericht. Eine Funkdokumentation zum Prozess Lorenz Knorr Kontramassenmörder. Lorenz Knorr klagt an. Ehemaligen Hitler-Generale Heusinger, Weidel, Förtsch, Kammhuber und Admiral Ruge haben zusammen mit Ex-Minister Strauss ein Gerichtsverfahren gegen mich eingeleitet. Ich habe unter ausdrücklicher Berufung auf das Nürnberger Urteil vom 30.9. und 1.10.1946 ihre Mitschuld an den verbrecherischen Angriffskriegen Adolf Hitlers und den 50 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges festgestellt und gesagt, dass sie insofern Massenmörder seien, als sie kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürften. Generale fühlten sich beleidigt. Mein Rechtsanwalt stellte fest, dass ein Hinweis auf nachprüfbare Tatbestände niemals beleidigend sein könnte. Nun werden nicht nur die Gerichte, sondern auch die deutsche und die internationale Öffentlichkeit festzustellen haben, ob des Teufels Generale Massenmörder sind oder nicht. Ich handle so, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass sich das deutsche Volk nur dann eine bessere Zukunft schaffen kann, wenn es einen Reinigungsprozess durchführt. Wenn es die belasteten Helfer des größten Verbrechers aller Zeiten aus Staatsbürokratie, Justiz und Bundeswehr entfernt. der 17. Mai 1963. Ein regnerischer Tag in der alten Schleifwarenstadt Solingen. 8.30 Uhr. Wir treffen im Amtsgericht in der Wupperstraße ein. Im Flur zum Schöffengericht im zweiten Stockwerk warten bereits dutzende Bürger der Stadt. Sie wollen Zeuge sein, wie in einem geplanten Schauprozess, gegen das Direktoriumsmitglied der Deutschen Friedensunion, Lorenz Knorr, Anklage erhoben werden soll. Anklage gegen das Urteil im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess vom 30.9. und 1.10.1946. Anklage gegen internationales Recht gegen § 25 des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Anklage gegen den Verteidiger dieses Rechts, gegen einen westdeutschen Repräsentanten der Politik der Vernunft und des guten Willens, gegen Lorenz Knorr. Gegen einen aufrechten Kämpfer, gegen Militarismus und Krieg. Einen Kämpfer für die Bewältigung der in Westdeutschland allgegenwärtigen Vergangenheit. Für die Bestrafung von Hitler und Bundeswehrgeneralen, dieser Planer und Organisatoren Hitlers im barbarischsten Ausrottungsfeldzug unserer Epoche. 9 Uhr. Immer mehr Einlasssuchende sammeln sich im Flur des Schöffengerichts. In diesen Minuten wird das Amtsgerichtsgebäude von einem starken Polizeiaufgebot hermetisch abgeriegelt. Draußen auf dem Vorplatz in der Wupperstraße kommt es zu einer Demonstration. Plakate werden mitgeführt. Ihre Aufschriften? Das deutsche Nest haben die Kriegsverbrecher beschmutzt und nicht jene, die ihre Verbrechen aufdecken. Das Volk muss die ganze Wahrheit über die Kriegsverbrecher erfahren. Die Polizei beschlagnahmt die Plakate, verhaftet ihre Träger. 9 Uhr 30. Lorenz Knorr erscheint im Flur des zweiten Stockwerks im Amtsgerichtsgebäude. Im Arm einen großen Strauß roter Nelken, in der anderen Hand einen schweren Koffer. Dokumente, Beweismaterialien. Ich gehe auf ihn zu, stelle mich vor. Er setzt den Koffer auf den Boden, schüttelt mir herzlich die Hand. Wir kommen ins Gespräch. Sofort hat sich ein kleiner Kreis gebildet. Die Vertreter der Verteidigung, Dr. Ammann und Ass. Neumann. Journalisten von New Age, von der Welt, von der österreichischen Volksstimme, vom Spiegel, von der Tat. Blitzlichte zucken. DPA schießt Bilder. 9 Uhr 55. Der Gerichtsdiener öffnet die Tür zur Zuschauertribüne. 30 Teilnehmer werden nur Platz nehmen können, wird mitgeteilt. Ein beängstigendes Gedränge. Der Gerichtsdiener erklärt, seien Sie vernünftig. Der Raum ist klein. Wir können doch nicht anbauen lassen. Dann gehen wir doch in die Stadthalle. Da haben alle Platz, wird dazwischen gerufen. Jeder will dabei sein, wenn der Angeklagte Klage erhebt, wenn er zum Ankläger wird. Aber über die Hälfte muss draußen bleiben, muss sich von Freunden und Bekannten informieren lassen. 10 Uhr 1. Der Prozess sollte schon begonnen haben. Da wird der Verhandlungsraum für die Journalisten freigegeben. 21 Sitzplätze, 40 Journalisten. Wer nicht aufpasst, der kann nur noch durchs Schlüsselloch den Prozess verfolgen. Drei oder vier Stühle werden noch zusätzlich hineingestellt. 10 Uhr 10. Vorsitzender des Gerichts, Amtsgerichtsrat Laudes, eröffnet. Die Hitler- und Bundeswehrgenerale Heusinger-Förtsch und Kammhuber erheben Klage gegen Lorenz Knorr wegen Beleidigung. Die von Knorr als Massenmörder bezeichneten Generale Speidel und Ruge haben wohlweislich auf Klage verzichtet. Aber für alle fünf wiederum liegt Strafantrag von Ex-Kriegsminister Strauß vor. Amtsgerichtsrat Laudes macht mir den Namen der Anklagevertretung bekannt. Oberstaatsanwalt Dr. Walter, Staatsanwalt Minkenberg. Wo ist Dr. Reuter, der Vorbereiter der Anklageschrift? Er musste aus der Schusslinie gebracht werden. Der Grund? Reuter ist einer der Blutrichter des Zweiten Weltkrieges im Gebiet der damals okkupierten tschechoslowakischen Republik. Sein Name steht auf der Kriegsverbrecherliste der CSSR unter der Nummer A38-37 verzeichnet. Dr. Reuter gab im Solinger Tageblatt vom 15.05.1963 folgende Erklärung ab. Diese Vorwürfe sind schon einmal gegen mich erhoben worden. Diese Anwürfe sind von der Generalstaatsanwaltschaft und dem Justizministerium geprüft worden. Die vorgesetzten Dienststellen sahen keine Veranlassung zu irgendwelchen Maßnahmen. Im Übrigen werde ich nicht die Anklage vertreten, sondern Staatsanwalt Minkenberg, der auch mit der Vorbereitung der Anklage beauftragt ist. Staatsanwalt Minkenberg aber führt nicht den Vorsitz der Anklagevertretung. Man hat im letzten Augenblick noch Oberstaatsanwalt Dr. Walter aus Wuppertal nominiert. Die Verteidigung wird vorgestellt. Dr. Ammann Heidelberg, Assessor Neumann Heidelberg. Dann gibt Lorenz Knoch einen kurzen Abriss seines Lebens. Ich bin 1921 in Eger geboren, Sohn einer alten sozialistischen Arbeiterfamilie. Bin verheiratet und Vater eines siebenjährigen Kindes. Von 1935 bis 1938 Mitglied der Deutschen Sozialdemokratischen Partei in der CSR. Besuchte die Bürgerschule, die Gewerbeschule, die höhere Gewerbeschule. Die Lehre schloss ich als Buchdrucker ab. Jetzt bin ich freischaffender Journalist. Im Hitlerkrieg wurde ich schwer verletzt und verlor ein Auge. 1946 trat ich der SPD in Westdeutschland bei. 1947 Landessekretär der Falken in Bayern. Vorsitzender des Bezirksjugendringes in Bayern. 1950 bis 1960 Bundessekretär der sozialistischen Jugend, die Falken. Ich veröffentlichte drei Bücher über demokratische Erziehung und habe einige hundert Jugendseminare durchgeführt. Ich publizierte in Geist und Tat, in Vorwärts, in den gewerkschaftlichen Monatsheften. 1960 trat ich aus der SPD aus. Stehen Sie auf dem Boden des Grundgesetzes? Ich stehe auf dem Boden des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Ich bin Mitbegründer der DFU und wurde in ihr Direktorium gewählt. Ich war Sprecher auf 120 Versammlungen der DFU im Bundestagswahlkampf 1961, an denen etwa 65.000 Bürger teilnahmen. Der Vorsitzende des Gerichts gibt den Eröffnungsbeschluss bekannt. Strafantrag gegen Lorenz Knorr, weil er am 22. Juni 1961 fünf Generale der Bundeswehr auf einem Jugendforum in Solingen Massenmörder genannt hat und folglich beleidigt haben soll. Strafantrag wurde gestellt von den Herren Heusinger, Förtsch und Kammhuber, nicht aber von den Herren Speidel und Ruge. Für alle fünf dagegen ist wiederum von Herrn Strauß Strafantrag gestellt. Die Herren Kammhuber und Ruge befanden sich seinerzeit noch im Dienst. Und das sind die angeklagten Kläger. Adolf Heusinger und Gunther Hitler, Generalleutnant und Chef der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres. Hauptverantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Überfälle der faschistischen Armeen auf die Völker Europas. Heute Vorsitzender des Ständigen Militärausschusses der NATO in Washington. Seit 1915 im Dienst des deutschen Militarismus, in der Reichswehr dabei, 1930 in deren illegalem Generalstab, 1940 Chef der Operationsabteilung des Oberkommandos des Heeres, 1943 stellvertretender Chef des Generalstabes des Heeres. Aktive Mitwirkung an der Ausarbeitung folgender Aggressionspläne. Fuck. Karl Grün gegen die Tschechoslowakei. Weiß gegen Polen. Weserübung gegen Norwegen und Dänemark. Fall Gelb gegen Holland, Belgien und Luxemburg. Fall Rot gegen Frankreich. Marita gegen Jugoslawien und Griechenland. Sonnenblume gegen Nordafrika. Fritz, erster Überfallplan gegen die Sowjetunion. Barbarossa gegen die Sowjetunion. gegen Ägypten, Italien, Ungarn, Rumänien, England, die Schweiz, Portugal und Spanien. 1. April 1961 im ständigen Militärausschuss der NATO. Mit ähnlichen Aufgaben, wie früher betraut. Die Süddeutsche Zeitung vom 30. September 1958 zitiert dazu Heusinger. sollten uns an unsere Vergangenheit erinnern und die maßgebenden Faktoren der Führung, die die Erfolge bringen, nicht vernachlässigen. Führen wir die alten Grundsätze, die wir früher gehabt haben, auch in Zukunft wieder durch. Dr. Hans Speidel und Gunther Hitler, Generalleutnant, Organisator von Sonderaufträgen in Frankreich, Unterdrücker des französischen Volkes, rücksichtsloser Vollstrecker der Taktik der verbrannten Erde in der Sowjetunion. Heute Befehlshaber der NATO-Landstreitkräfte Europa Mitte. 1914 als Fahnenjunker im Dienst der Wilhelms des Zweiten. Reichswehr. 1930 im Frankreichreferat der 3. Abteilung des Illegalen Generalstabes. im Sonderauftrag als Hauptmann beim Deutschen Militärattaché in Paris. Beteiligt an der Aktion Teutonenschwert. Leiter der Abteilung Fremde Heere West im Generalstab des Heeres. bis 1944 Initiator der sogenannten Sühne-Maßnahmen im besetzten Frankreich. Ab 1944 Vollstrecker des Trümmerbefehls in der Sowjetunion, der Taktik der verbrannten Erde. Friedrich Fertsch Unter Hitler Generalleutnant. heute Generalinspekteur und Chef des Führungsstabes der Bundeswehr. Seit 1918 dabei. und erster Generalstabsoffizier gegen Polen und Frankreich. Chef des Generalstabes der Okkupationsarmee vor Leningrad. Verantwortlich für die Verbrechen in den Gebieten Leningrad, Novgorod, Pskov, Ostrov. als Kriegsverbrecher abgeurteilt. 1955 den westdeutschen Behörden zur weiteren Verbüßung seiner Strafe übergeben. von Bonn zunächst zur Erholung geschickt und dann in die Bundeswehr aufgenommen. Josef Kammhuber Unter Hitler General der Flieger Heute im Ruhestand nach seiner Tätigkeit als Inspekteur der Luftwaffe und als Chef ihres Führungsstabels. 1914 Kriegsfreiwilliger bei der Reichswehr Rekrutenausbilder. Verweigert einmal den Befehl, als es gilt, gegen die faschistischen Putschisten unter Hitler am 9. November 1923 in München vorzugehen. Nach 1933 Bearbeiter von Organisationsfragen im Reichsluftfahrtministerium. 1937 erster Generalstabsoffizier des Luftgau-Kommandos II in Berlin. Im gleichen Jahr Stabschef für Organisation im Generalstab der Luftwaffe. 1939 Chef des Generalstabes der Luftflotte 2. Ein Jahr später Kommandeur des Kampfgeschwaders 51. Sein Befehl an Teile des Geschwaders, am 10. Mai 1940 die deutsche Stadt Freiburg im Breisgau zu bombardieren. Provokation zur Auslösung des totalen Duftkrieges gegen England. Beteiligung am Überfall auf Norwegen Friedrich unter Hitler, Vize-Admiral, Chef des Amtes für Kriegsschiffbau, Mitarbeiter des Kriegsverbrechers Kesselring. Heute im Ruhestand nach seiner Tätigkeit als Inspekteur und Chef des Führungsstabes Marine der Bundeswehr. 1914 Eintritt als Kadett in die Kaiserliche Marine. Von nun an immer dabei! als Admiralstabsoffizier, als Kapitän zur See. unmittelbar beteiligt an den Überfällen auf Polen, Holland, Belgien, Frankreich. Mitglied des Stabes von Kesselring in Italien. Befehle? Bildshaber des Marinekommandos Italien und ab August 1944 Admiral bei der Heeresgruppe B. Schließlich Chef des Amtes für Kriegsschiffbau im Oberkommando der Kriegsmarine. Das sind sie, die angeklagten Ankläger. kehren wir in den kleinen Verhandlungsraum des Solinger Chefengerichts zurück. Es ist inzwischen etwa 10.40 Uhr geworden. Der Vorsitzende des Gerichtsamts, Gerichtsrat Laudes, stellt zur Sache noch einige Fragen an Lorenz Knorr. Es geht um die Ausführung des Direktoriumsmitgliedes der Deutschen Friedensunion auf dem Jugendforum in Solingen am 22. Juni 1961. Sie, Herr Knorr, Ihrer Rede von damals noch heute im Gedächtnis? Ist das Wort Massenmörder gefallen? Ja, dieses Wort ist gefallen. Dazu stehe ich. Ich bestreite nicht, die genannten Generale Massenmörder genannt zu haben. Meine Rede ist mir noch voll im Gedächtnis. Haben Sie irgendeinen Grund zum abstreiten? Nein, im Gegenteil. Lorenz Knorr nennt das Urteil des Nürnberger Gerichtshofes vom 30.09. und 1.10.1946, das den Hitler-Generalen die Mitschuld am Tode von 50 Millionen Menschen zuspricht. Insofern sie mitwirkten, sind sie mitschuldig. War der Zusammenhang in ihrer Rede so, dass die fünf Generale das auf sich beziehen konnten? Ja, ich habe es auch so gemeint. Das Wort Massenmörder kann eine Beleidigung sein. wenn es nicht stimmt. Einige der Angesprochenen haben ja nicht Klage erhoben. Sie waren vielleicht klüger. Der Begriff Massenmörder ist doch ein Werturteil. So etwa, als ob man einen anderen Menschen Spitzbober oder Schweinehund schimpft. Ich habe vorher in meiner Rede in sauberer und sachlicher Weise Tatsachen dargelegt. Beides. Werturteil und Tatsachenbegründung ist nicht voneinander zu trennen. Ich habe zuerst dargestellt, wie die Jugend im ersten Weltkrieg bei Langemark verheizt wurde. Habe nachgewiesen, was im zweiten Weltkrieg in Stalingrad, in Narvik und so weiter geschehen ist. Wenn im zivilen Leben ein Mord begangen wird, werden dem Mörder die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. In der Kriegspraxis muss man gleiche Schlussfolgerungen ziehen. Ich wollte den jungen Menschen ein richtiges Bild vermitteln, damit sie in der Lage sind, die Vergangenheit zu bewältigen. Sie haben also auf 120 Wahlversammlungen gesprochen. Ja. Haben Sie immer die gleichen Ausführungen gemacht und ist damals unmittelbar etwas gegen Sie unternommen worden? ich halte nie dasselbe Referat. Ich bin aber auf die zur Debatte stehenden Tatsachen öfter eingegangen. Gab es hier einen Zwischenfall? Nein, ich bin allerdings angesprochen worden von Teilnehmern, um Materialhinweise, um zusätzliche Informationen zu geben. Klar. Kann man auf Zeugen verzichten? Nein! Soweit die Eröffnung. Darf ich noch? HACKENAUT! Ich will noch meine Grundhaltung darlegen. Für mich stehen die Generale nicht unter Denkmalsschutz. In einem Staat, der demokratisch sein will und soll, muss sich jeder der Kritik stellen. Kritik gefallen lassen, muss sie hören. Der Staatsbürger hat ein Recht zu erfahren, was geplant wird. Es waren Hitler-Generale, die uns ein fast zerstörtes Deutschland, ein Europa der verbrannten Erde hinterlassen haben. Ich habe in meiner Rede am 22. Juni 1961 versucht, den Nachweis konkret zu führen, dass der Staatsbürgerunterricht in der Bundeswehr in seinen Hauptzügen dem Inhalt des Unterrichts in der Wehrmacht von vor 1914 und vor 1939 entspricht. Ich habe in diesem Zusammenhang die fünf Generale erwähnt. Die Generale erklären der Jugend, sie müsse den Waffenrock anziehen, um Frieden und Freiheit zu verteidigen. Der Feind, wurde jeweils vor den Kriegen behauptet, das sind die bösen Franzosen, die bösen Engländer, die Russen. Nach 1918 und nach 1945 wusste das deutsche Volk, dass der Feind stets im eigenen Land gestanden hatte. Wenn die gleichen Leute wie damals, heute den gleichen Unterricht erteilen lassen, dann ist es logisch, diese Leute näher zu betrachten, die dafür verantwortlich sind. Diese Leute also unter die Lupe zu nehmen, die allgemein als Militaristen bezeichnet werden. Die fünf Generale gehörten zu jener Gruppe, die in Nürnberg für mitschuldig befunden wurde. Im Nürnberger Urteil heißt es unter anderem, obwohl der Gerichtshof der Meinung ist, dass die im Artikel 9 enthaltene Bezeichnung Gruppe etwas mehr beinhalten muss als diese Sammlung von Offizieren, hat er viele Zeugenaussagen über die Teilnahme dieser Offiziere an der Planung und Führung des Angriffskrieges und an der Begehung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehört. Und es heißt dann weiter, sie sind im großen Maße verantwortlich gewesen für die Leiden und Nöte, die über Millionen Männer, Frauen und Kinder gekommen sind. Ohne ihre militärische Führung wären die Angriffsgelüste Hitlers und seiner Nazi-Kumpane akademisch und ohne Folgen geblieben. Die Wahrheit ist, dass sie an all diesen Verbrechen rege teilgenommen haben oder in schweigender Zustimmung verharrten, wenn vor ihren Augen größer angelegte und empörendere Verbrechen begangen wurden, als die Welt je zu sehen das Unglück hatte. So viel aus dem Nürnberger Urteil. Gern geschehen. Gehören die fünf Leute dazu? Sie sind zumindest Helfershelfer. Meine Position ist, es geht um die Frage der Verantwortung. Ist die Generalität verantwortlich? Die Beantwortung ist generell im Nürnberger Urteil bestätigt worden. Das Nürnberger Urteil besagt, Hitler konnte keinen Angriffskrieg allein führen. Er benötigte die Mitarbeit von Staatsmännern, militärischen Führern, Diplomaten und Geschäftsleuten. Wenn sie wussten, was sie taten, so können sie nicht aus dem Grunde als unschuldig betrachtet werden, weil Hitler von ihnen Gebrauch machte. Niemand war gezwungen zu gehorchen. Es war möglich, ein Kommando niederzulegen. Es gibt dafür Beispiele. Einer der fünf Generale aber kann von sich sagen, dass er je einen Widerspruch zu den Befehlen Hitlers angemeldet hat. Die Grenze der militärischen Pflichterfüllung ist von den fünf Generalen permanent verletzt worden. Worin bestehen ihre Verbrechen im Einzelnen? Lorenz Knorr nennt die berüchtigten Kommissarbefehle von Hitler. Sie wurden in Anwesenheit aller Generale und Admirale vorgetragen. Es gab keinen Widerspruch der Anwesenden, weder sofort noch nachher. Das ist dokumentarisch. Keiner der fünf kann ein Alibi beibringen, dass er gegen die Geiselerschießungen vorgegangen sei. Knorr weist aufgrund vorliegenden Dokumentenmaterials auf die verbrecherische Rolle Speidels und auf seine Verantwortung für die Strafaktion gegen den französischen Ort Oradour hin. Er erwähnt den Befehl Hitlers, Schiffbrüchigen von Handelsschiffen, die von U-Booten angegriffen worden waren, jede Hilfe zu verweigern. Die Generale und Admirale haben das gewusst. Ruge war zu dieser Zeit im Oberkommando der Marine. Er hat nicht widersprochen, er hat nicht protestiert. Die Hitlergeneralität billigte auch die Judenausrottung. Der Historiker Schairer schreibt darüber unter anderem, Himmler war zu klug, um nicht auch den Generalen einen Teil der Verantwortung zuzuschieben. Am 19. September suchte Heidrich, Himmlers Hauptmitarbeiter, General Wagner im OKH auf und sagte ihm, die SS plane eine Flurbereinigung in Polen. Judentum, Intelligenz, Geistlichkeit, Adel. Wagner meldete dies Halder, der über die Reaktion im OKH notierte, Forderungen her, Bereinigung nach dem Herausziehen des Heeres und nach Übergabe an stabile Zivilverwaltung, Anfang Dezember. Diese kurze Eintragung lieferte einen Schlüssel zum Verständnis der Moral der deutschen Generale. Sie widersetzten sich nicht ernsthaft der Flurbereinigung, das heißt der Ausrottung von Judentum, Intelligenz, Geistlichkeit und Adel in Polen. Sie wollten sie lediglich so lange hinausgeschoben wissen, bis das Heer aus Polen heraus war und sich der Verantwortung entziehen konnte. Und natürlich müsse auch an die öffentliche Meinung im Ausland gedacht werden. Nach einer langen Konferenz mit Brauchitsch notierte Halder, Es darf nichts passieren, was dem Ausland die Möglichkeit gibt, aufgrund dieser Vorkommnisse eine Gräuelpropaganda durchzuführen. Katholische Geistlichkeit, zurzeit noch nicht möglich. Am 21. September reichte Heidrich beim OKH einen Durchschlag seines ersten Flurbereinigungsplanes ein. Zunächst sollten die Juden, zwecks leichterer Erfassung, in den Städten zusammengepfercht werden. Die Erreichung des Endzieles, hieß es in Heidrichs Denkschrift, beanspruche eine gewisse Zeit und es müsse streng geheim gehalten werden. Aber kein General, der die Denkschrift las, kann daran gezweifelt haben, dass das Endziel Ausrottung bedeutet. Wer das feststellte, ist der amerikanische Historiker Schairer. Lorenz Knorr zitierte ihn. Er beschäftigte sich dann mit der Rolle Heusingers als Chef der Organisationsabteilung in Hitlers Oberkommando der Wehrmacht 1937 bis 1944. Heusinger war unmittelbar beteiligt an allen völkerrechtswidrigen Handlungen des Hitlerfaschismus. Er zeichnete verantwortlich für die Ermordung von Kriegsgefangenen und Geiseln, verantwortlich für Kriegsverbrechen, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er war federführend in Fragen der Partisanenbekämpfung im Oberkommando des Heeres. Als Chef der Operationsabteilung oplag ihm die Ausarbeitung von Richtlinien zum Einsatz des sogenannten Jagdkommandos, die, wie es wörtlich hieß, jeden in die Falle hineingelaufenen Gegner in den okkupierten Ländern vernichteten. Der Vertreter der Anklage, Oberstaatsanwalt Walter, fährt dazwischen. Wir kommen ins Uferlose. Wir können nicht einen neuen Nürnberger Prozess aufziehen. Hier geht es um die Klage beleidigter Personen. Es hat ja kein Prozess wegen Mordes gegen die fünf Generale stattgefunden. Die Aufgabe, die Sie heute ausüben, erfüllen Sie mit Billigung des Bundestages. Entscheidend ist in diesem Prozess die Klärung einer formalen Beleidigung. Der Vertreter der Verteidigung, Dr. Amman, erhebt Einspruch. Eine Tatsachenbehauptung muss durch Tatsachenbeweis belegt werden. Die Luft ist hier sehr stickig. Sie sehen ja selbst, der Raum ist klein. Eine Pause wäre vielleicht ganz angebracht. Herr Knaur, wie weit sind Sie mit Ihrem jetzigen Abschnitt? Ich brauche noch drei Minuten. Gut, dann treten wir in drei Minuten in die Pause ein. Nach der Pause weist Lorenz Knorr nach, dass Speigel verantwortlich war für die Geisel-Erschießungen in Frankreich. Es ist dokumentarisch erwiesen, dass er Rommel an die Gestapo verraten hat. Förtsch befahl, Leningrad dem Erdboden gleichzumachen und die Bevölkerung der Stadt zu vernichten, damit sie im Winter nicht ernährt zu werden brauche. Kammhubers Mitwirkung an dem Luftüberfall auf Freiburg 1940 ist erwiesen. Es liegt eine diesbezügliche Erklärung der badischen Staatsregierung vor. Das Verbrechen Kammhubers, die deutsche Stadt Freiburg zu bombardieren, lieferte den Vorwand für die Entfesselung des totalen Luftkrieges gegen England. Lorenz Knorr sagt dann weiter. Anklage gegen mich wäre nicht erhoben worden, wenn die fünf Herren geläutert wären. Aber diese Herren haben sich nicht geändert. Sie haben nicht protestiert, als Göring vom Ausradieren sprach. Sie haben vor allem aber nicht protestiert, als Strauß dieses Ausradierungskonzept wörtlich wiederholte. Das Interessanteste ist, dass die Anklage und die Anklageschrift gegen mich, dem Völkerrecht und dem Nürnberger Prozess widerspricht, wie sie § 25 des Grundgesetzes widerspricht, der als geltendes Recht das internationale Recht bezeichnet. Ich verstehe nicht, dass eine Staatsanwaltschaft, die das Recht schützen soll, sich nicht auf diesen Boden stellt. Wenn die Bundesrepublik der Rechtsstaat wäre, der er sein soll, gehörten jene auf die Anklagebank, die mich angeklagt haben. Sie sind mitschuldig am Tod von 50 Millionen Menschen. Und Knorr schließt mit den Worten... Ich werde nie aufhören, die Wahrheit zu sagen. Ich stehe voll und ganz zu dem, was ich gesagt habe. Ich habe es gesagt, um der Jugend die Augen zu öffnen, um die Vergangenheit bewältigen zu helfen, um den Weg in die Zukunft zu ebnen ohne diese Generale. Wenn der Angeklagte das Recht verpflichtet, warum hat er dann nicht einen sauberen Weg beschritten? Warum ist er den Weg der Beleidigung beschritten? Ich habe leider nicht die besten Erfahrungen mit den deutschen Gerichten, Herr Oberstaatsanwalt. Es sind Veränderungen in der Politik notwendig, um zu verhindern, dass es zu einer Wiederholung der Verbrechen kommt. Nach einer kurzen Pause beginnt die Zeugenvernehmung. Als erster Belastungszeuge wird Kriminalmeister Lüding vorgeführt. Er erklärt auf Befragen, Knaus Äußerungen am 22. Juni 1961 verliefen an der Grenze des Erlaubens. Hat er die Generale erwähnt? Ja, er hat sie erwähnt. Welche Namen sind denn gefallen? Beide. Ja. Welche noch? Heusinger? Ja, Heusinger. Kamuber? Föpf? Ja, Föpf. Darf ich mal meine Aufzeichnungen nachlesen? Die lassen Sie doch vorläufig noch stecken. Wen hat Herr Knorr noch erwähnt? Runge! Ruge! Jawohl, so kann er auch geheißen haben. Sie hatten also den Auftrag, die Rede von Herrn Knorr mitzuschreiben? Jawohl. Ich habe aber nur Stichworte aufschreiben können und sie dann später in Sätze gekleidet. Hat der Angeklagte von den Nürnberger Prozessen gesprochen? Hat er von Eichmann gesprochen? Da muss ich erstmal in meinen Unterlagen nachsehen. Ich habe darüber keine Notizen. Es war für mich nicht einfach, alles mitzunehmen. zu schreiben. Oberstaatsanwalt Walter verwahrt sich gegen die Äußerungen des Publikums und verlangt vom Gericht sie zu unterbinden. Ich habe mein ganzes Leben in der Justiz noch nie von der Polizeigewalt Gebrauch gemacht. Der Vorsitzende lässt den zweiten Belastungszeugen, den Polizeihauptwachtmeister Kille, rufen. Er fordert ihn auf, die Reihenfolge der Argumente in Knorrs Rede darzustellen. Das kann ich nicht mehr genau sagen. Ist der Name des Vizepräsidenten des Bundestages Jäger in meiner Rede gefallen? Dazu kann ich nichts sagen. Sind die Namen Adenauer und Strauß gefallen? Der Vorsitzende fragt den Belastungszeugen, ob er noch Wesentliches zu sagen habe. Nein, ich hatte... Ich war ja während des Jugendforums Dienst und konnte mich nicht ständig im Saal bewegen. 12.26 Uhr. Die Polizeibeamten haben auf der Zeugenbank Platz genommen. Das Gericht hört noch die Aussage des Studienassessors Mutz aus Solingen. Auch er kann sich nicht an Einzelheiten erinnern. Ihm ging es als Teilnehmer am Jugendforum nicht um den genauen Wort, laut der Rede von Lorenz Knoch, sondern um den Gehalt des Referates. Dann beginnt die Vernehmung der Zeugen der Verteidigung. Als erster erscheint Jo Norman, während des Krieges in der Résistance und dort Leiter der Widerstandsgruppe der Pariser Juristen. Nach dem Kriegedirektor im französischen Justizministerium. Er sagt aus, dass er Rechtsanwalt und Verteidiger der 117 jungen französischen Soldaten war, deren Väter auf Befehl Speidels ermordet wurden und die sich geweigert haben, unter Speidel in den NATO-Kontingenten Dienst zu treten. 1957-58, als Speidel zur NATO berufen wurde, haben diese 117 jungen Leute an den Präsidenten der französischen Republik einen Brief geschrieben. Sie erklärten darin die Verweigerung des Dienstes unter Speidel. Sie wurden verhaftet. Aber ein Prozess gegen sie hat nie stattgefunden. Diese jungen Soldaten haben auch den Dienst unter Speidel nicht aufgenommen. Der damalige französische Kriegsminister billigte das also praktisch. Sie wurden zu einem Truppenteil nach Nordafrika versetzt. Die Väter der 117 wurden alle als Widerstandskämpfer in Nordfrankreich erschossen. Wenn das Wort Massenmörder einen Sinn hat, dann bereits am Beispiel der Ermordung der Väter dieser 117. Der Verantwortliche für Sicherheitsfragen in Nordfrankreich war bis 1942 der General Speidel. Das ist nachgewiesen durch den Staatsanwalt des Militärgerichts, das sich mit der Weigerung der 117 jungen Soldaten beschäftigte, durch Major Ficatou. 1957 wurde in Frankreich eine Petition gegen die Berufung Speidels in das NATO-Hauptquartier eingebracht, unter der die Namen eines Ministers der heutigen Regierung und eines hohen Beamten im französischen Justizministerium stehen. Als Verteidiger der 117 jungen Soldaten habe ich das Material über Speidel sorgfältig studiert. Darunter auch solches über die Vorbereitung des hitlerschen Aggressionskrieges. 1933-34 war der damalige Hauptmann Speidel Adjutant des deutschen Militärattachés in Paris. In dieser Eigenschaft hatte er einen Brief von Göring erhalten, über die Operation Teutonenschwert. Sie wissen vielleicht, dass diese Aktion die Ermordung Alexanders von Jerusalemien und des Außenministers Léon Barthoud zum Ziele hatte. Speidel hat den Brief beantwortet und in ihm mitgeteilt, dass alles vorbereitet sei. Die französische Presse hat Speidel als Mitbeteiligten an diesen Morden entlarvt. Es hat aber meines Erachtens nie einen Beleidigungsprozess von Speidel gegeben. Normann überreicht dem Gericht die Fotokopien des Briefwechsels Göring-Speidel zur Einsicht. Sie werden auch von der Anklagevertretung studiert. Darauf bittet Lorenz Knorr um das Wort. Halten Sie, Monsieur Norman, es für möglich, dass es Dokumente gibt, die zur Zeit des Nürnberger Prozesses noch nicht bekannt sind? Ja, wahrscheinlich. Das wollte ich zu Speidel sagen. Ich bin französischer Bürger. Ich bin Anhänger der Verständigung zwischen dem deutschen und dem französischen Volk. Das Urteil von Nürnberg ist für uns eine heilige Sache. Es wird von uns Franzosen nicht nur juristisch, es wird auch moralisch als Basis für die Verurteilung der faschistischen Verbrechen und für die Verständigung zwischen dem deutschen Volk und meinem Volk gewertet. Diese Verständigung ersehne ich mit heißem Herzen. Wir befinden uns… Halt das T-Mask! Herr Staatsanwalt, ich hatte gerade meine Ausführungen beendet. Bitte der nächste Zeuge... Es betritt den Verhandlungsraum der Delegierte des Stadtrates von Aboué, Souveniat. Der heute 40-Jährige ist völlig ergraut. Er war mit 18 Jahren Regimentskommandeur in der französischen Widerstandsbewegung. Er stellt an den Anfang seiner Aussage die Worte Ich habe die Aktionen der Hitlerwehrmacht gegen meine Stadt kennengelernt, aber ich verspüre deshalb keinen Hass gegen das deutsche Volk. 75 meiner Mitbürger wurden verhaftet und in Konzentrationslage überführt, weil sie sich gegen den faschistischen Zwang und Terror zur Wehr gesetzt haben. Der Widerstandskampf wurde zunächst unbewaffnet geführt. Welche Aufgabe hatte die Widerstandsbewegung? Alles Material zu zerstören, was der Weiterführung des Hitlerkrieges diente. Der Leidensweg meiner Mitbürger begann drei Monate nach dem Überfall auf unser Land. Für den Terror gegen die Bevölkerung trug Speidel die Verantwortung im besetzten Frankreich. Er hatte die Macht bis Juni 1942. Aboué wurde ein Ort des Märtyrertums. Unsere Bevölkerung sieht in Speidel den Mörder. Nach der Ernennung Speidels als Befehlshaber von NATO-Streitkräften wurde in Aboué eine Gedenksäule errichtet, die die Inschrift trägt Nein, Speidel, nein! Die französische Regierung hat gegen diese Manifestation niemals etwas eingebettet. Er schließt mit den Worten. Ich bin stolz, einem deutschen Demokraten zu helfen, der den Mut hat zu sagen, wer Speidel war. 13.30 Uhr. Der Vorsitzende gibt bekannt, dass das Gericht in eine einstündige Pause eintritt. 14.40 Uhr. Die Verhandlung wird wieder eröffnet. Das Wort erhält der Vertreter der Verteidigung, Dr. Ammann. In den nächsten 45 Minuten unterbreitet er Dokumente und Beweise. Er weist die Titel der Quellen nach, gibt genaue Seitenzahlen an. Wir kommen jetzt zur Verlesung der Dokumente. Einen Augenblick, bitte. Wenn wir dieses Vorhaben verwirklichen wollten, dann würden Sie mich am Ende in der Leichenhalle wiederfinden. DER der Vorsitzende des Gerichts blickt zur Anklagevertretung hinüber. Oberstaatsanwalt Dr. Walter überlegt und sagt dann... Überrascht? Auf so etwas sind wir nicht vorbei. Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. 15.40 Uhr. Der Vorsitzende gibt den Beschluss bekannt, dass das Gericht sich auf den 27. Mai 1963 9 Uhr vertagt. Dr. Amann erhebt dagegen im Namen der Verteidigung Einspruch.", "summary": "Ein Gerichtsverfahren behandelt die Anklage wegen Beleidigung gegen Lorenz Knorr. Er bezeichnete ehemalige Generale wegen ihrer NS-Vergangenheit als Massenmörder.", "referenz": "Funkdokumentation zum Prozess gegen den Journalisten und Antifaschisten Lorenz Knorr wegen Beleidigung ehemaliger Wehrmacht- und Bundeswehrgenerale. Wiedergabe der Gerichtsverhandlung gegen Knorr, teilweise in nachgestellten Szenen. Dazwischen Soundeffekte. Unvollständige Überlieferung.\n\n00:00:00 dramatische Musik, darüber Kopfansage der Sendung, einer \"Funkdokumentation zum Prozess Lorenz Knorr contra Massenmörder\" /\n00:00:31 Anklage des Angeklagten Lorenz Knorr: \"die ehemaligen Hitlergenerale\" Adolf Heusinger, Hans Speidel, Friedrich Foertsch, Josef Kammhuber und Friedrich Ruge hätten zusammen mit \"Ex-Minister\" Strauß ein Gerichtsverfahren gegen ihn eingeleitet, da er deren Mitschuld an Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs festgestellt hätte und sie seiner Meinung nach als Massenmörder kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürften / das deutsche Volk könne sich nur dann eine bessere Zukunft verschaffen, wenn es einen Reinigungsprozess durchführe / \n\n00:02:21 Beschreibung des Gerichtstermins im Amtsgericht am Freitag, dem 17. Mai 1963 in Solingen, bei dem Anklage gegen Lorenz Knorr als westdeutscher Repräsentant der Politik der Vernunft und damit gegen das Gerichtsurteil des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses, gegen internationales Recht und § 25 des Grundgesetzes der Bundesrepublik erhoben werden soll, darin Beschreibung des Interesses in der Bevölkerung und bei den Journalisten / \n00:08:01 Lorenz Knorr gibt seinen Lebenslauf wieder / \n00:09:31 Sprecher zum Strafantrag gegen Knorr / zu früheren und jetzigen Ämtern der \"angeklagten Kläger\" Heusinger, Speidel, Foertsch, Kammhuber und Ruge /\n00:14:53 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene: Befragung Knorrs zu einer Rede auf dem Jugendforum in Solingen am 22.06.1961, darin Bestätigung Knorrs, das Wort \"Massenmörder\" gebraucht zu haben / Knorr zieht Parallelen zwischen dem Staatsbürger-Unterricht in der Bundeswehr und der Wehrmacht, die fünf Generale seien im Nürnberger Prozess für mitschuldig befunden worden / \n00:22:26 Sprecher zu den Kommissarbefehlen, die von der Generalität ohne Widerspruch entgegengenommen worden seien / zur Judenvernichtung / Zitat des Historikers William L. Shirer zur Übertragung der Verantwortung an die Generale durch Heinrich Himmler, zur Planung einer \"Flurbereinigung\" in Polen, der sich die Generale nicht widersetzten, sondern diese nur hinauszögern wollten / zur Rolle Heusingers im Zweiten Weltkrieg / \n00:26:10 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene: Vertreter der Anklage, Oberstaatsanwalt Walter, erinnert an die eigentliche Anklage wegen Beleidigung / Sprecher: Einspruch des Verteidigers, Rollen der anderen Angekläger bei Kriegsverbrechen / nachgestellte Szene: Knorr zur weiteren Schuld der Ankläger, die sich nicht geändert hätten, die Anklage gegen ihn widerspreche dem Völkerrecht und dem Nürnberger Prozess sowie dem Grundgesetz, er stehe voll zu den von ihm getroffenen Aussagen / \n00:29:52 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene zur Befragung der Belastungszeugen, die sich nicht genau erinnern können, Befragung von französischen Zeugen der Verteidigung, die die Schuld Speidels an Kriegsverbrechen in Frankreich untermauern / \n00:38:19 zur Vertagung der Gerichtsverhandlung / Gong //", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 3, "korrekt": "ja", "relevant": "ja", "vollstaendig": "ausreichend", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-049"}
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Mucho de esto se basa en la urgencia y en la necesidad del usuario, entonces también muchas víctimas están cayendo a eso precisamente por la urgencia y la necesidad que tienen de tener acceso a este tipo de dinero, dinero fácil. A veces simplemente quieres ayudar a alguien, pero igual caes en la trampa. Hablaron con mi sobrina como haciéndose pasar por mí y me estafaron con 30.000 pesos. Si no te ha pasado directamente a vos, estoy casi segura de que mínimo conoces a alguien a quien han intentado o a quien han conseguido estafar a través de redes sociales, mensajes o llamadas fake. a ella no le llegó el link del vendedor, sino que le llegó por otro número desconocido. Ella se confundió y pagó ese link vía WhatsApp. Hizo el pago ahí y ¿qué pasó? Básicamente le vaciaron la cuenta bancaria. En esto de la digitalización hasta los ladrones se han puesto las pilas y han encontrado nuevas formas de seguir haciendo de las suyas. Estafas por Internet, todo el tiempo, todos los días veo. Y a mí me llevan mensajes al correo no deseado o al spam de Gmail, pero nunca abro el link, porque sé que si abrís un link, ya te pueden robar todas las cuentas. Las estafas digitales son un fenómeno que en los últimos años ha aumentado exponencialmente. En el primer semestre de 2024, el volumen de fraude bancario online en América Latina creció un 32% con respecto al mismo periodo de 2023, según un reporte de la empresa especializada en fraude digital BioCatch. Y con ayuda de la inteligencia artificial, los ciberestafadores se han puesto más creativos. ¡Escucha este audio! Los estafadores pueden hacerte creer que estás escuchando a un ser querido, pero en realidad es creado digitalmente. con solo unos segundos de grabación, puede inclonar tu voz. Hay miles de formas en las que podés ser estafado, a través de una supuesta llamada de emergencia de un familiar, por una oferta de trabajo que te llega a WhatsApp al hacer clic en un enlace que no debías, o hasta por perfiles falsos en apps de citas mientras andas buscando al amor de tu vida. En este episodio de ¿Cómo te afecta?, vamos a ver cuáles son las estafas más peligrosas que andan por ahí, cómo podemos identificar qué es real y qué no, y lo más importante, cómo protegernos de todo esto. Si pensabas que las estafas digitales solo afectan a los boomers que no manejan bien la tecnología, pues estás equivocado. Algunos datos relevantes que podemos ver es que hay dos grupos, dependiendo del tipo de estafa que se está realizando. Los muy jóvenes, gente que está entrando al mundo digital o laboral, respecto de digital no me refiero a que estén usando redes sociales, sino que están teniendo su cuenta, sus primeros ingresos y entonces están ingresando a este mundo de las transacciones bancarias digitales. Ese grupo de los jóvenes entre 18 y 22 años son estafados generalmente con temas de empleos, de paquetes que están pendientes de pagos de impuestos para recibir algún tipo de situación o los engañan tan sencillo como si tú entras a esta inversión y traes cuatro personas más vamos a obtener más dinero. Son uno de los grupos donde ven que como no hay mucha educación financiera, también son capaces de poder buscar dinero de manera muy sencilla. Yo creo que una persona más adulta lo piensa, lo analiza y sabe, pero los jóvenes como que, viste, hoy en día es que... Yo tengo 26, no sea tan grande, pero la ambición de uno de 18, 20, 22 es diferente. Y sí, claro, por el otro lado están nuestros papás, tíos o abuelos. El otro, que es mucho más apetitoso, es una tercera parte de las estafas, son las personas mayores de 60 años. Personas que no son propiamente nativos digitales, digamos, la tecnología no es lo que más conocen. a mi tía que le mandaron un mail y apretó un link que no había que apretar y le vació la cuenta al banco. Es decir, de esto no se salva nadie, cualquiera que esté conectado puede ser una víctima. Con más del 84% de su población en línea, Latinoamérica es una de las regiones más conectadas del mundo, solo por detrás de Europa y Norteamérica. También es uno de los mayores mercados digitales del mundo, con más de 368 millones de usuarios de internet. No es de extrañar que los ciberestafadores abunden. El famoso phishing, muy probablemente ya se ha escuchado el término, es uno de los métodos más comunes. Básicamente consiste en engañar a las personas para que revelen información valiosa y confidencial, como nombres de usuario, contraseñas o números de tarjeta de crédito. Se realiza mediante correos electrónicos, mensajes, llamadas o sitios web fraudulentos que se hacen pasar por instituciones confiables o por otras personas. Y ataca tanto a personas como a empresas. El reporte Estado del Phishing 2024, un análisis realizado en más de 15 países por la empresa de ciberseguridad Proofpoint, reveló que, en promedio, se detectaron y bloquearon al mes unos 66 millones de correos electrónicos engañosos diseñados para estafar. Esto representa 1.527 intentos de phishing por minuto. En América Latina, entre los países más atacados, Brasil está a la cabeza, seguido de México. Aquí es muy relevante hacer una pequeña aclaración, en montos y cantidad, México y Brasil, o Brasil y México siguen siendo donde vemos más casos, porque tenemos más población, es más posible que exista también por lo mismo más estafas. Por otro lado, la empresa de seguridad Sofistic con presencia especialmente en España y Latinoamérica hizo un análisis de las vulnerabilidades de sus clientes y ojo, los resultados revelaron que 1 de cada 2 usuarios que recibe un correo de phishing lo abre, un 24% accede a enlaces fraudulentos y un 17% facilita datos. Recibió un mail desde el Ministerio de Salud, que supuestamente era del Ministerio de Salud, que le pedían como un link para entrar a no me acuerdo dónde, y cuando les dio el link, entraron y les hackearon el teléfono, empezaron a pedir plata a todos sus contactos. Hay contactos que le dieron plata. Con la inteligencia artificial, se están creando mayores sitios phishing, con mayor facilidad, a mayor escala, y obviamente se están distribuyendo con mucho más facilidad, y esto permite de alguna forma que los delitos de estafas sean mucho más rápidos, versátiles y que la gente caiga más fácilmente. Antes, esas llamadas telefónicas que se hacían pasar por agentes de banco sonaban muy robóticas. Era muy fácil identificar que eran fake, falsas. Pero ahora, recibís llamadas con voces que suenan muy humanas, o que suenan escalofriantemente iguales a las de tus familiares. Con los famosos audio deepfakes, se clona la voz para mandar mensajes falsos, haciéndose pasar por otras personas o por vos mismo. Entonces, ¿qué hacen? Utilizan esa suplantación para llamar a tus contactos una vez que obtienen información y se empiezan a contar una historia. Oye, estoy en una situación complicada. Ayúdame, préstame dinero. Pero lo hacen con la voz del usuario. Entonces, esto genera que la persona al otro lado de la llamada, pues, confíe totalmente porque dice, sí, sí, es la persona. persona. -¡ si, alguien cercano! que lo llamaron como para que se había accidentado el hijo, y la voz era idéntica al hijo, Y claro, en una emergencia, la desesperación por ayudar, así que queramos actuar rápido, sin analizar mucho. Lo llaman a uno de la cárcel con un cuento de que pise a alguien, de que, ay, primo, necesito dinero, ¿qué tal? Y lo llaman a uno muy desesperadamente. saben lo que hacen y apelan al susto, al miedo, a las emociones y buscan engancharnos por emociones. La una es por este lado negativo, nos meten miedo de que algo está pasando y como estamos asustados entregamos los datos porque queremos solucionar el problema rápido. Y la otra es cuando pasan cosas maravillosas y es igual apelando a las emociones. No te ganaste pasajes de avión, ni siquiera, no es gratis, ven acá y te damos la información. subimos todo a redes sociales, fotos, videos, donde trabajamos, la forma en la que nos expresamos, etc. Este contenido es justamente el combustible que los estafadores necesitan para robar identidades. Sí, me pasó que me robaron las fotos de mi cuenta de Instagram, se hicieron un Instagram poniendo otro nombre y se hicieron cuentas en aplicaciones de citas y además. En Instagram se lo hackearon y empezaron a usar su Instagram para hablarle a la gente. Al final terminamos reportándolo y lo cerraron. Hay algunos que, además de estafados, terminan con el corazón roto. Y nos pidió ayuda, como si fuéramos pareja, pero solo en la parte de atrás. Los estafadores crean perfiles falsos en plataformas de citas como Tinder para engañar a personas que buscan a su media naranja y posteriormente sustraerles dinero. O también te enamoran con otras cosas, por ejemplo, con ofertas de empleo. Mucho cuidado con eso. Sí, una vez postulé a través de un trabajo, es como la última moda, y me contactaron a través de Facebook. Y ahí llegamos a contactos a hablar por WhatsApp, y estaba en una llamada y me hackearon mi WhatsApp. Y claro, yo no podía volver a recuperar mi cuenta. Intenté conectarme, contactarme con mis seres queridos, amigos, a través de redes sociales, como avisar de la situación, y ya fue tarde. Con todas estas formas de manipulación, los hackers buscan una cosa, obtener la mayor información confidencial posible de las potenciales víctimas. Los datos tienen muchos usos, como le dicen que es de nuevo oro. Yo no sé ustedes, pero a mí leer los términos y condiciones de cada sitio web o aplicación que instalar me parece un martirio. Aceptémoslo, esos textos larguísimos redactados en letra minúscula no se los quiere leer nadie. Pero esa es justamente la trampa en la que no debemos caer. Si aceptamos a ciegas, especialmente si estamos instalando una nueva aplicación en el teléfono, podemos llegar a regalar algo sumamente valioso, nuestros datos. Muchas veces los usuarios, al darle el acceso o al descargar la aplicación, pues también comprometen mucho su seguridad, porque mucha de la información que están bajando puede ser comprometida, puede ser utilizada por los delincuentes para, no sé, para cometer delitos posteriores relacionados con el robo de identidad. ejemplos de cómo los ciberestafadores se aprovechan de tus datos es a través de las conocidas como montadeutas. Es un método relativamente reciente y que ha alertado especialmente a las autoridades de México. Estos esquemas otorgan préstamos de dinero fáciles e inmediatos, prácticamente sin requisitos. Si está surgido de plata, es una propuesta muy tentadora. Muchas de estos esquemas conocidos como de montadeudas lo que hacen es precisamente persuadir a las víctimas para que contraten el crédito, ya sea a través de una aplicación, a través de su móvil, y después que puedan aceptar los términos y convencerlas de las condiciones que normalmente son inexistentes. que aceptados los términos y condiciones al bajar la aplicación tienen acceso a todo, a tus contactos, fotos, video y con eso te empiezan a extorsionar. Empiezan a hablar a tus conocidos, oye dile que me paguen, dile que me paguen y empiezan a jugar con muchas cosas, inclusive hasta pueden... tener acceso a tu galería de fotos, es bien pero bien delicado. Entre 2021 y 2024 se identificaron 1,073 apps reportadas al Consejo Ciudadano de la Ciudad de México bajo el modus operandi de montadeudas y tan solo en 2022 ese consejo recibió 11,594 denuncias ciudadanas. Algunos ejemplos de montadeudas son Jose Cash, Cashbook, Talamovil, Cohete Crédito, por mencionar algunas porque la lista es larga. En Colombia a esta modalidad se le conoce como gota a gota virtual. Aquí las autoridades también han advertido de un crecimiento de estas ciberestafas. La Superintendencia de Industria y Comercio ha abierto investigaciones a varias de las empresas que están detrás de estas aplicaciones, por ejemplo de las apps Eastbay y Popcash. Como mencioné, la mayoría de estas estafas de préstamo rápido virtual se enfocan en la instalación de aplicaciones móviles y es que justamente a través de los celulares es donde más casos de ciberestafa se da. Según Biocash, en lo que va de 2025, el 88% de todas las sesiones bancarias fraudulentas se realizaron desde dispositivos móviles. Sea cual sea la forma de estafa, muchas derivan al mismo delito, el fraude bancario, y esos casos de fraude han aumentado también en la región. En Chile, por ejemplo, durante los primeros seis meses de 2024, las estafas bancarias se triplicaron en comparación con 2023. Me han ferido como tres veces, o dos, no sé, varias veces. Lo fue gay, perdió a Tarluca, o sea, como, no sé, 300 Tarluca, no sé. El caso de Chile es muy particular en Latinoamérica. Chile tiene una regulación que reembolsa aquel fraude que es denunciado ante una autoridad judicial. Entonces, en el caso de Chile, lo que estamos viendo obviamente es que hay una mayor denuncia porque existe este camino para poder recuperar el dinero. Entonces, esto está muy relacionado con mayores casos en estafas, mayores reportes. este escenario plantea un desafío enorme para la protección de datos personales en la región. Entonces, ¿cómo podemos estar más seguros? Si tu contraseña es 1, 2, 3, 4 o tu fecha de cumpleaños, te aconsejo que la cambies ya. Muchas veces los ciberestafadores logran acceder a cuentas por medio de lo que se llama fuerza bruta. Esto consiste en introducir frases o combinaciones de números o letras de uso común hasta obtener la contraseña correcta. Así que, nada de poner contraseñas muy obvias como tu nombre o el nombre de tu perrito. Recordemos, toda esta es información que compartimos en redes sociales y los estafadores pueden hacer asociaciones. Por suerte, no. Mantengo mis redes lo más privadas posible, con varias contraseñas, que te reconoce la cara, la palabra clave. Intento estar lo más protegido posible. Quizá a algunos esto les parecerá obvio, pero mucha gente comete ese error. Basta con ver los reportes de NordPass, una empresa gestora de contraseñas que analiza los hábitos de las personas a la hora de establecer sus claves. En 2024, según sus investigaciones, este fue el top 5 de contraseñas más comunes. En el primer puesto tenemos a la famosísima 123456, usada más de 3 millones de veces. Le sigue su hermana mayor los números del 1 al 9 y luego los números del 1 al 8. En cuarto lugar también está la clásica password y en quinto QWERTY123. Yo sinceramente no sé si reír o llorar. Y ojo, NordPass indica que todas esas contraseñas se pueden descifrar en menos de un segundo. Tiene que ser una contraseña de diez, doce caracteres, que tenga letras, que tenga símbolos, mayúscula y minúscula, para que sea más difícil de descifrar. de tener contraseñas fuertes hay más medidas que podemos tomar. Una actitud clave aquí es desconfiar. si parece muy sencillo y muy fácil, duda, dudar ante las cosas, un empleo, un boleto para Taylor Swift con descuento cuando ha sido imposible conseguir boletos, ese tipo de cosas que son atractivas y que suenan muy fáciles, hay que dudar, buscar un poco más tal vez en distintos medios, redes sociales, medios de noticias, entrar a ver. no solo desconfiar de supuestos premios o promociones, sino también de las comunicaciones que recibimos en nombre de instituciones gubernamentales y, sobre todo, del banco. Antes que nada, cuando te llega un correo, independientemente de dónde te llega, tienes que desconfiar, ¿no? Y más si suele ser o viene de una institución bancaria. Normalmente, los bancos y las entidades financieras no mandan correos para solicitar información personal. Entonces, hay que usar, de alguna forma, la lógica para no caer en este tipo de cuestiones de ingeniería, ¿no? O sea, si llega una llamada así, tal vez decir, bueno, muchas gracias, colgar y llamar al banco, averiguar qué pasó. Como, iba a buscar el canal seguro de comunicación con el banco y no que una llamada random. Otra recomendación es revisar bien las direcciones de e-mail para ver si son oficiales. También prestar al contenido de los mensajes. Los errores gramaticales, por ejemplo, son un gran red flag. Sé que hay una página que si vos buscas en Google, por ejemplo, pones, ¿es este link seguro? Y ahí pegás el link y te sale si es seguro o no y si tiene denuncias. En el caso de los audio deepfakes que suenan tan verídicos, ¿cómo podemos saber si realmente se trata o no de un familiar o amigo? En redes sociales e incluso autoridades como el FBI sugieren establecer una palabra clave. ¿Me puedes ayudar y me lo puedes enviar? ¡Claro! ¿Cuál es el cumpleaños de la mamá? eviten claves que sean muy obvias. Por último, siempre está la opción de denunciar, porque sí, denunciar es posible. Como ciudadanos, internautas, consumidores y clientes de bancos, claro que tenemos derechos digitales que, en caso de estafa, son vulnerados. Los derechos ARCO permiten a las personas obtener información sobre sus propios datos y el tratamiento que les dan, cuál es su origen, finalidad y de qué forma se están comunicando o compartiendo. Se desglosan así. La A significa acceso y se refiere al derecho de saber qué datos tienen tuyos, cómo los obtuvieron y para qué los usan. La R viene de rectificación, es el derecho a corregir tus datos si están mal o incompletos. La C significa cancelación, este es el derecho a pedir que dejen de usar tus datos. Y la O viene de oposición, es el derecho a decir no si sentís que el uso de tus datos te está causando problemas. Con el robo de datos personales sin consentimiento del usuario se viola el derecho al control sobre tu información, el derecho a la privacidad. Muchas veces nos entran llamadas de números desconocidos y entonces yo me pregunto, ¿cómo consiguieron mi número? ¿En cuántas bases de datos estamos sin saberlo y sin haber dado nuestro consentimiento? Además de que las bases de datos están filtradas en internet también desde la aparición de las redes sociales la gente también ha publicado su información personal en internet. Se puede combinar las dos cosas. Compré una base de datos de forma clandestina a alguna empresa que las va recabando y esa información la puedo cruzar con cuentas de Facebook, de Instagram, de X, puedo averiguar quiénes son los familiares, digamos, y ese tipo de cosas. Según las leyes de protección de datos personales de países como México, Argentina, Colombia y Chile, los ciudadanos tienen derecho a que su información sea tratada de forma segura, pero los ciberdelincuentes explotan brechas en la seguridad de empresas o descuidos de los usuarios. Otros hacen dinero con ella. Y normalmente no es legal que se puedan vender los datos sin autorización. Incluso la mayoría de países de América Latina ya tenemos leyes de protección de datos personales que hacen que justamente esto no sea posible. Yo no contesto, yo definitivamente a los que tengo, tengo y ya, de resto si es un número desconocido intento no contestar y obviamente no caer en ese cuento de que ah, pise a alguien, mamá, primo, ayúdeme, no, no, eso es muy común y mucha gente cae en eso y si hay que estar pilas con eso porque hay mucha gente ladrona que lo quiera afectar a uno. Si alguno de estos derechos se vulnera, las personas tienen derecho a denunciar, especialmente cuando hay una pérdida económica de por medio. En general, la legislación de todos nuestros países es bastante similar. Generalmente, las estafas vienen o por los bancos o por tarjetas de crédito, que alguien robó mi información y sacó plata de mi banco, o alguien tiene mi tarjeta de débito, o alguien tuvo los datos de mi tarjeta de crédito e hizo compras por internet, etc. Entonces, en general, a la primera persona o organización, para decirlo de hecho, que deberíamos acceder o contactar es al banco y decir, el banco, hay esta compra que yo no hice, quiero saber qué fue, y el banco tiene la obligación de determinar de qué fue esa compra. Sí, lo denunció a la tarjeta primero, porque habían hecho gastos con la tarjeta y después entró a la cuenta del banco y el banco también estaba, digamos, en la cuenta vacía. Lo denunció y la verdad que no sé cómo se manejan ese tipo de estafas o de movimientos legales, pero el banco le devolvió la plata y, digamos, se pudo comprobar que era una estafa. Sin embargo, la efectividad de estas políticas varía según el país y la entidad financiera. Muchos se quedan de brazos cruzados porque sienten que sus autoridades no van a hacer nada. Pero esto pasa tanto últimamente que la gente como que ya no tiene mucha fe como en el denunciar. Entonces, a la final se vuelven unas denuncias que se vuelven un papel más. No, no lo denunció, es que tampoco sabría a quién denunciar. Como usuarios podemos hacer mucho para cuidarnos, pero también necesitamos la protección de terceros. Veamos qué otras soluciones hay. Ya vimos que hay muchas medidas que podemos tomar para evitar caer en una estafa, pero los expertos también sugieren que los bancos tomen medidas. Mientras la tecnología se va desarrollando y se va haciendo más sofisticada el tipo de estafa que se puede hacer, que se pueden replicar en mi voz, pueden replicar en mi cara, y a través de eso engañar a sus sistemas, los bancos, las entidades financieras, tienen la obligación de sofisticar su forma de defendernos. Tiene que mejorar sus sistemas, irse adaptando a estas nuevas tendencias para poder identificar ese tipo de estafas y proteger a sus clientes. Cuando se reporta el delito por el usuario, se puede tener información sobre cómo sucedió, entonces es muy importante que si ya fuimos víctima lo reportemos para que la institución bancaria pueda utilizar esta información. Y parte de las medidas que se pueden tomar es, como platicaba, cuando se empieza a ver una tendencia, poder tomar acciones de bloquear accesos desde algunos lugares que ya se conocen son utilizados por estos estafadores. Esto es todo amigos, nos vemos en el próximo video, ¡hasta la próxima! También que se trabaje conjuntamente industria, bancos, instituciones gubernamentales y redes sociales. Voy a poner un ejemplo muy sencillo, si el estafador crea en el marketplace de cualquier red social un artículo con un precio muy atractivo para empezar a estafar, ¿cómo podemos limitar eso? Con que la red social nos ayude a dar de baja el perfil, con que la telco pueda a lo mejor limitar el acceso a esa IP o si es un número al cual hay que llamar que limite el acceso a ese número y los bancos poniendo controles más conectado, nuestra vida digital es tan importante como la real. No se trata solo de proteger nuestro dinero, sino también de cuidar nuestros datos y nuestra identidad. Ya vemos que las estafas digitales evolucionan demasiado rápido, así que hay que mantenernos alerta e informados. ¿Y a vos? ¿Te han estafado a través de Internet? ¿Qué otros tips tenés para mantenerte seguro? Te leo en los comentarios a través de nuestro canal de YouTube, arroba DW, cómo te afecta.", "summary": "Digitale Betrugsmaschen wie Phishing und Identitätsdiebstahl nehmen zu und werden durch künstliche Intelligenz immer raffinierter. Vorsicht und starke Passwörter sind entscheidend, um persönliche Daten und Finanzen vor Cyberkriminellen zu schützen.", "referenz": "Talkformat, kein Sachinhalt, kein Manuskript", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 1, "korrekt": "ja", "relevant": "ja", "vollstaendig": "ja", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": null, "translation": "Du bist verzweifelt, du hast kein Geld mehr für die Miete, die Rechnungen laufen bald ab und du brauchst jetzt Geld. Plötzlich, boom, sehen Sie eine Anzeige in sozialen Netzwerken, in der sie Ihnen einen einfachen und schnellen Kredit versprechen oder Sie in eine Telegram-Gruppe bringen, um Sie einzuladen, ein paar Cent in eine Kryptowährung zu investieren, die Sie zum Millionär machen wird. Klingt doch zu schön, um wahr zu sein, oder? Das Problem ist, dass, wenn es sehr einfach erscheint, es sein kann, dass eine Katze im Schrank ist. Seien Sie also vorsichtig, denn es könnte sich um einen Cyber-Betrug handeln.\n\nIch glaubte an so etwas wie das Thema Bitcoins, ich fiel darauf herein.\n\ndass sie mich angerufen haben, um zu sagen, dass du etwas verdient hast, weil du eine Kreditkarte von X oder Y hast, und dass einer offensichtlich Interesse zeigt.\n\nVieles davon basiert auf der Dringlichkeit und dem Bedürfnis des Nutzers. So viele Opfer fallen auch genau deshalb darauf herein, weil sie dringend und dringend Zugang zu dieser Art von Geld haben müssen, leichtem Geld.\n\nManchmal möchte man einfach nur jemandem helfen, aber man tappt trotzdem in die Falle.\n\nSie redeten mit meiner Nichte, als ob sie vorgaben, ich zu sein, und sie betrogen mich um 30.000 Pesos.\n\nWenn es Ihnen nicht direkt passiert ist, bin ich mir fast sicher, dass Sie zumindest jemanden kennen, der vor Gericht gestellt wurde oder der über soziale Netzwerke, Nachrichten oder gefälschte Anrufe betrogen wurde.\n\ndass er den Link des Verkäufers nicht erhalten habe, sondern er durch eine andere unbekannte Nummer zu ihm gekommen sei. Sie war verwirrt und bezahlte für diesen Link über WhatsApp, machte die Zahlung dort und was ist passiert? Sie haben im Grunde sein Bankkonto geleert.\n\nIn dieser Digitalisierungssache haben sich sogar Diebe zusammengerissen und neue Wege gefunden, um ihr Ding weiter zu machen.\n\nInternet-Betrügereien die ganze Zeit, jeden Tag, den ich sehe. Und sie bringen mir Nachrichten in Junk-Mail oder Gmail-Spam, aber ich öffne den Link nie, weil ich weiß, dass sie alle Ihre Konten stehlen können, wenn Sie einen Link öffnen.\n\nDigitale Betrügereien sind ein Phänomen, das in den letzten Jahren exponentiell zugenommen hat. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 stieg das Volumen des Online-Banking-Betrugs in Lateinamerika im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023 um 32 %, wie aus einem Bericht des auf digitalen Betrug spezialisierten Unternehmens BioCatch hervorgeht. Und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sind Cyberbetrüger kreativer\n\nHören Sie sich dieses Audio an!\n\nBetrüger mögen Sie glauben machen, dass Sie einem geliebten Menschen zuhören, aber es ist tatsächlich digital erstellt.\n\nMit nur wenigen Sekunden Aufnahmezeit kann es Ihre Stimme aufnehmen.\n\nEs gibt Tausende von Möglichkeiten, wie Sie betrogen werden können, durch einen angeblichen Notruf eines Familienmitglieds, durch ein Jobangebot, das Ihnen auf WhatsApp zukommt, wenn Sie auf einen Link klicken, den Sie nicht haben sollten, oder sogar durch gefälschte Profile in Dating-Apps, während Sie auf der Suche nach der Liebe Ihres Lebens sind. In dieser Folge von How Does It Affect You? werden wir uns die gefährlichsten Betrügereien ansehen, wie wir erkennen können, was echt ist und was nicht, und vor allem, wie wir uns vor all dem schützen können. Wenn Sie dachten, dass digitale Betrügereien nur Boomer betreffen, die nicht gut mit Technologie umgehen können, dann liegen Sie falsch.\n\nEinige relevante Daten, die wir sehen können, sind, dass es zwei Gruppen gibt, abhängig von der Art des durchgeführten Betrugs. Die sehr jungen, Menschen, die in die digitale oder Arbeitswelt eintreten, in Bezug auf die digitale Ich meine nicht, dass sie soziale Netzwerke nutzen, sondern dass sie ihr Konto haben, ihr erstes Einkommen und dann treten sie in diese Welt der digitalen Bankgeschäfte ein.\n\nDiese Gruppe junger Menschen zwischen 18 und 22 Jahren wird in der Regel mit Fragen von Arbeitsplätzen betrogen, Paketen, deren Steuerzahlungen ausstehen, um eine Art von Situation zu erhalten, oder sie werden so einfach getäuscht, dass wir mehr Geld bekommen werden, wenn Sie diese Investition tätigen und vier weitere Personen mitbringen. Sie sind eine der Gruppen, bei denen sie sehen, dass sie, da es nicht viel finanzielle Bildung gibt, auch sehr leicht nach Geld suchen können.\n\nIch denke, dass ein erwachsenerer Mensch darüber nachdenkt, es analysiert und es weiß, aber junge Leute mögen, siehst du, heutzutage ist es das... Ich bin 26, es ist nicht so groß, aber der Ehrgeiz einer 18, 20, 22 ist ein anderer.\n\nUnd ja, natürlich, auf der anderen Seite gibt es unsere Eltern, Onkel oder Großeltern.\n\nDie andere, die viel appetitlicher ist, ist, dass ein Drittel der Betrügereien Menschen über 60 Jahre sind. Menschen, die nicht wirklich Digital Natives sind, sagen wir, Technologie ist nicht das, was sie am meisten kennen.\n\nMeine Tante, die eine E-Mail erhalten hat und auf einen Link geklickt hat, der nicht angeklickt werden sollte, und das Bankkonto geleert hat.\n\nMit anderen Worten, niemand bleibt davon verschont, jeder, der verbunden ist, kann ein Opfer sein. Mit mehr als 84 % der Bevölkerung, die online leben, ist Lateinamerika nach Europa und Nordamerika eine der am besten vernetzten Regionen der Welt. Es ist auch einer der größten digitalen Marktplätze der Welt mit mehr als 368 Millionen Internetnutzern. Es ist kein Wunder, dass es viele Cyber-Betrüger\n\nDas berühmte Phishing, höchstwahrscheinlich haben Sie den Begriff bereits gehört, ist eine der gängigsten Methoden.\n\nEs besteht im Wesentlichen darin, Menschen dazu zu bringen, wertvolle und vertrauliche Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartennummern preiszugeben. Dies geschieht über betrügerische E-Mails, Nachrichten, Anrufe oder Websites, die sich als vertrauenswürdige Institutionen oder andere Personen ausgeben und sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen angreifen. Der State of Phishing 2024 Report, eine Analyse, die vom Cybersicherheitsunternehmen Proofpoint in mehr als 15 Ländern durchgeführt wurde, ergab, dass pro Monat durchschnittlich rund 66 Millionen betrügerische E-Mails entdeckt und blockiert wurden, die auf Betrug ausgelegt waren.\n\nDies entspricht 1.527 Phishing-Versuchen pro Minute. In Lateinamerika, einem der am häufigsten angegriffenen Länder, liegt Brasilien an der Spitze, gefolgt von Mexiko.\n\nHier ist es sehr wichtig, eine kleine Klarstellung zu machen, in Mengen und Menge, Mexiko und Brasilien, oder Brasilien und Mexiko, sind weiterhin dort, wo wir mehr Fälle sehen, weil wir mehr Bevölkerung haben, es ist eher möglich, dass es auch mehr Betrügereien aus dem gleichen Grund gibt.\n\nAuf der anderen Seite hat das Sicherheitsunternehmen Sofistic, das vor allem in Spanien und Lateinamerika präsent ist, eine Analyse der Schwachstellen seiner Kunden durchgeführt. Und Vorsicht, die Ergebnisse zeigten, dass 1 von 2 Benutzern, die eine Phishing-E-Mail erhalten, diese öffnen. 24 % greifen auf betrügerische Links zu und 17 % geben\n\nEr erhielt eine E-Mail vom Gesundheitsministerium, die angeblich vom Gesundheitsministerium stammte, in der er um einen Link gebeten wurde, den er eingeben sollte, ich weiß nicht mehr, wo. Und als er ihnen den Link gab, drangen sie ein und hackten ihr Telefon, sie begannen, von all ihren Kontakten Geld zu verlangen. Es gibt Kontakte, die ihm Geld gegeben haben.\n\nMit künstlicher Intelligenz werden mehr Phishing-Websites erstellt, einfacher, in größerem Maßstab, und natürlich lassen sie sich viel leichter verbreiten. Und das ermöglicht in gewisser Weise, dass Betrugsverbrechen viel schneller und vielseitiger sind und dass die Menschen leichter darauf hereinfallen.\n\nFrüher hörten sich diese Anrufe, in denen man sich als Bankagenten ausgab, sehr roboterhaft an. Es war sehr leicht zu erkennen, dass es sich um Fakes handelte, Fakes, aber jetzt erhalten Sie Anrufe mit Stimmen, die sehr menschlich klingen oder die erschreckend ähnlich klingen wie die Ihrer Verwandten. Bei den berühmten Audio-Deepfakes wird die Stimme geklont, um falsche Nachrichten zu senden, die vorgeben, andere Personen oder Sie selbst zu sein.\n\nWas machen sie also? Sie nutzen dieses Spoofing, um Ihre Kontakte anzurufen, sobald sie Informationen erhalten haben, und beginnen, sich gegenseitig eine Geschichte zu erzählen. Hey, ich bin in einer komplizierten Situation. Hilf mir, leih mir Geld. Aber sie tun es mit der Stimme des Benutzers. Das führt dazu, dass die Person am anderen Ende des Anrufs völlig vertraut, weil sie sagt: Ja, ja, sie ist die Person.\n\nals Kind der Person. -Ja, jemand in seiner Nähe, der gerufen wurde, als ob der Sohn verletzt worden wäre, und die Stimme war identisch mit der des Sohnes, das heißt,\n\nUnd natürlich im Notfall die Verzweiflung, zu helfen, also wollen wir schnell handeln, ohne zu viel zu analysieren.\n\nSie rufen einen von ihnen aus dem Gefängnis an und erzählen ihm die Geschichte, dass er auf jemanden getreten ist: \"Oh, Cousin, ich brauche Geld, wie geht es dir?\" Und sie rufen dich sehr verzweifelt an.\n\nSie wissen, was sie tun und appellieren an Angst, Angst, Emotionen und versuchen, uns mit Emotionen zu fesseln. Die erste ist, dass sie uns wegen dieser negativen Seite Angst machen, dass etwas passiert, und da wir Angst haben, geben wir die Daten weiter, weil wir das Problem schnell lösen wollen. Und das andere ist, wenn wunderbare Dinge passieren und es ist das Gleiche, was Emotionen anspricht. Haben Sie auf dieser Seite Flugtickets verdient? Ist hier frei? Kommen Sie hierher und wir geben Ihnen die Informationen.\n\nJeden Tag laden wir alles in soziale Netzwerke hoch, Fotos, Videos, wo wir arbeiten, wie wir uns ausdrücken usw. Dieser Inhalt ist genau der Treibstoff, den Betrüger brauchen, um Identitäten zu stehlen.\n\nJa, mir ist es passiert, dass sie die Fotos von meinem Instagram-Konto gestohlen haben, sie haben ein Instagram erstellt, indem sie einen anderen Namen eingegeben haben, und sie haben Konten bei Dating-Apps und Aliasen erstellt.\n\nAuf Instagram hackten sie ihn und begannen, sein Instagram zu nutzen, um mit Menschen zu sprechen. Am Ende haben wir es gemeldet und sie haben es geschlossen.\n\ndie nicht nur betrogen werden, sondern auch ein gebrochenes Herz haben.\n\nIch werde dir helfen, als wären wir ein Paar, aber nur auf der Herzensseite.\n\nBetrüger erstellen gefälschte Profile auf Dating-Plattformen wie Tinder, um Menschen auszutricksen, die nach ihrer besseren Hälfte suchen, und dann Geld von ihnen zu stehlen. Oder sie bringen einen auch dazu, sich in andere Dinge zu verlieben, zum Beispiel in Jobangebote. Seien Sie sehr vorsichtig damit.\n\nJa, ich habe mich einmal über einen Job beworben, es ist wie die neueste Modeerscheinung, und sie haben mich über Facebook kontaktiert. Und dort erreichten wir Kontakte, um über WhatsApp zu sprechen, und ich hatte einen Anruf und sie hackten meine WhatsApp. Und natürlich konnte ich mein Konto nicht wiederherstellen und ich habe versucht, mich zu verbinden, meine Lieben, Freunde und Freunde über soziale Netzwerke zu kontaktieren, um vor der Situation zu warnen, und es war zu spät.\n\nBei all diesen Formen der Manipulation suchen Hacker vor allem eines: so viele vertrauliche Informationen wie möglich von potenziellen Opfern zu erhalten.\n\nDaten haben viele Verwendungszwecke, denn sie sagen, dass es sich wieder um Gold handelt.\n\nIch weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich kommt es mir wie ein Märtyrertod vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jeder Website oder Anwendung zu lesen, die Sie installieren. Seien wir ehrlich, diese sehr langen Texte, die in kleinen Buchstaben geschrieben sind, werden von niemandem gelesen. Aber genau in diese Falle dürfen wir nicht tappen. Wenn wir blind akzeptieren, insbesondere wenn wir eine neue Anwendung auf dem Telefon installieren, können wir etwas äußerst Wertvolles verschenken, unsere Daten.\n\nOft gefährden Benutzer, indem sie ihnen Zugriff auf die Anwendung gewähren oder sie herunterladen, auch ihre Sicherheit, da viele der Informationen, die sie herunterladen, kompromittiert werden können, sie können von Kriminellen verwendet werden, um, ich weiß es nicht, um spätere Straftaten im Zusammenhang mit Identitätsdiebstahl zu begehen.\n\nEin Beispiel dafür, wie Cyberbetrüger Ihre Daten ausnutzen, sind die sogenannten Montadeutas. Es handelt sich um eine relativ neue Methode, die vor allem die mexikanischen Behörden alarmiert hat. Diese Programme bieten einfache und sofortige Geldkredite praktisch ohne Anforderungen. Wenn es kein Geld mehr hat, ist es ein sehr verlockendes Angebot.\n\nViele dieser Schemata, die als Schuldenmontadeuda bekannt sind, überzeugen die Opfer genau davon, den Kredit aufzunehmen, entweder über eine Anwendung oder über ihr Mobiltelefon, und dann können sie die Bedingungen akzeptieren und sie von den Bedingungen überzeugen, die normalerweise nicht existieren.\n\nDass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert haben, wenn Sie die Anwendung herunterladen, sie haben Zugriff auf alles, Ihre Kontakte, Fotos, Videos und damit fangen sie an, Sie zu erpressen.\n\nSie fangen an, mit deinen Bekannten zu sprechen, hey, sie sollen mich bezahlen, sag ihnen, sie sollen mich bezahlen und sie fangen an, mit vielen Dingen zu spielen, sie können sogar Zugang zu deiner Fotogalerie haben, es ist gut, aber sehr heikel.\n\nZwischen 2021 und 2024 wurden 1.073 Apps, die dem Bürgerrat von Mexiko-Stadt gemeldet wurden, im Rahmen des Modus Operandi von Montadeudas identifiziert, und allein im Jahr 2022 gingen bei diesem Rat 11.594 Bürgerbeschwerden ein. Einige Beispiele für Inkassounternehmen sind Jose Cash, Cashbox, Talamovil,\n\nCoetecredito für die Erwähnung einiger weniger, denn die Liste ist lang. In Kolumbien ist diese Modalität als virtueller Tropfen für Tropfen bekannt. Auch hier haben die Behörden vor einer Zunahme dieser Cyber-Betrügereien gewarnt. Die Aufsichtsbehörde für Industrie und Handel hat Ermittlungen gegen mehrere der Unternehmen eingeleitet, die hinter diesen Anwendungen stehen, zum Beispiel gegen die Apps EastBay und Popcash. Wie ich bereits erwähnt habe, konzentrieren sich die meisten dieser Betrügereien mit virtuellen Schnellkrediten auf die Installation mobiler Anwendungen, und gerade über Mobiltelefone treten mehr Fälle von Cyberbetrug auf. Laut Biocash wurden im Jahr 2025 bisher 88 % aller\n\nBetrügerische Bankgeschäfte wurden von mobilen Geräten aus durchgeführt. Unabhängig von der Form des Betrugs führen viele zum gleichen Verbrechen, zum Bankbetrug, und auch diese Betrugsfälle haben in der Region zugenommen. In Chile beispielsweise haben sich die Bankbetrügereien in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 im Vergleich zu 2023 verdreifacht.\n\nIch wurde dreimal verwundet, oder zweimal, ich weiß nicht, mehrmals. Es war, dass er diesen und jenen Luka verloren hat, das heißt, ich weiß nicht, 300 Luka, ich weiß es nicht, so etwas in der Art.\n\nDer Fall Chiles ist in Lateinamerika sehr speziell. Chile hat eine Regelung, die Betrug erstattet, der einer Justizbehörde gemeldet wird. Was wir also im Fall von Chile sehen, ist, dass es eine größere Beschwerde gibt, weil es diesen Weg gibt, das Geld zurückzufordern. Dies hängt also sehr stark mit höheren Fällen von Betrügereien zusammen, die höher gemeldet wurden.\n\nDieses Szenario stellt eine große Herausforderung für den Schutz personenbezogener Daten in der Region dar, wie können wir also sicherer sein? Wenn Ihr Passwort 1, 2, 3, 4 oder Ihr Geburtstag ist, empfehle ich Ihnen, es jetzt zu ändern. Oft gelingt es Cyberbetrügern, durch sogenannte Brute-Force-Angriffe auf Konten zuzugreifen. Dies besteht aus der Eingabe häufig verwendeter Phrasen oder Kombinationen aus Zahlen oder Buchstaben, bis das richtige Passwort erhalten wird. Geben Sie also keine sehr offensichtlichen Passwörter wie Ihren Namen oder den Namen Ihres Hundes ein. Denken Sie daran, dass es sich bei all diesen Informationen um Informationen handelt, die wir in sozialen Netzwerken teilen, und Betrüger können Assoziationen herstellen.\n\nZum Glück nicht. Ich halte meine Netzwerke so privat wie möglich, mit mehreren Passwörtern, die Ihr Gesicht erkennen, welches das Schlüsselwort ist. Ich versuche, so geschützt wie möglich zu sein.\n\nDas mag für manche offensichtlich erscheinen, aber viele Menschen machen diesen Fehler. Schauen Sie sich nur die Berichte von NordPass an, einem Passwortverwaltungsunternehmen, das die Gewohnheiten der Menschen bei der Festlegung ihrer Passwörter analysiert. Im Jahr 2024 waren dies laut ihren Untersuchungen die Top 5 der häufigsten Passwörter.\n\nAn erster Stelle steht die berühmte 123456, die mehr als 3 Millionen Mal verwendet wurde. Ihm folgt seine ältere Schwester, die Zahlen von 1 bis 9 und dann die Zahlen von 1 bis 8. Auf dem vierten Platz liegt auch das klassische Passwort und auf dem fünften QWERTY123. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Und seien Sie vorsichtig, NordPass zeigt an, dass all diese Passwörter in weniger als einer Sekunde geknackt werden können. Das muss es sein.\n\nEs muss ein Passwort von 10, 12 Zeichen sein, das Buchstaben hat, das Symbole hat, Groß- und Kleinbuchstaben, damit es schwieriger zu entschlüsseln ist.\n\nWenn Sie sichere Passwörter haben, gibt es weitere Schritte, die wir unternehmen können. Eine wichtige Haltung dabei ist, misstrauisch zu sein.\n\nWenn es sehr einfach und sehr leicht erscheint, zögern, an Dingen zweifeln, an einem Job, einem Ticket für Taylor Swift mit einem Rabatt, wenn es unmöglich war, Tickets zu bekommen, diese Art von Dingen, die attraktiv sind und die sehr einfach klingen, müssen Sie zweifeln. Schauen Sie vielleicht ein bisschen mehr in verschiedene Medien, soziale Netzwerke, Nachrichtenmedien, gehen Sie hinein, um zu sehen.\n\nSeien Sie nicht nur vorsichtig bei vermeintlichen Preisen oder Werbeaktionen, sondern auch bei den Mitteilungen, die wir im Namen von Regierungsinstitutionen und insbesondere der Bank erhalten.\n\nZunächst einmal, wenn Sie eine E-Mail erhalten, unabhängig davon, wo sie ankommt, müssen Sie misstrauisch sein, oder? Und erst recht, wenn es sich in der Regel um ein Bankinstitut handelt oder von einem Bankinstitut kommt. Normalerweise versenden Banken und Finanzinstitute keine E-Mails, um persönliche Informationen anzufordern. Sie müssen also in gewisser Weise Logik verwenden, um nicht in diese Art von technischen Problemen zu geraten.\n\nDas heißt, wenn ein Anruf wie dieser kommt, sagen Sie vielleicht, nun, vielen Dank, legen Sie auf und rufen Sie die Bank an, finden Sie heraus, was passiert ist, während ich nach dem sicheren Kommunikationskanal mit der Bank suche und nicht nach einem zufälligen Anruf\n\nEine weitere Empfehlung ist, die E-Mail-Adressen gut zu überprüfen, um zu sehen, ob sie offiziell sind. Verleihen Sie auch den Inhalt der Nachrichten. Grammatikalische Fehler sind zum Beispiel ein großes Redfield.\n\nDünn. Ich weiß, dass es eine Seite gibt, die, wenn Sie zum Beispiel bei Google suchen, sie eingeben, ist dieser Link sicher? Und dort fügen Sie den Link ein und es kommt heraus, ob er sicher ist oder nicht und ob es Beschwerden gibt.\n\nWie können wir im Falle von Audio-Deepfakes, die so wahr klingen, wissen, ob es sich wirklich um ein Familienmitglied oder einen Freund handelt oder nicht? In sozialen Netzwerken und sogar Behörden wie dem FBI schlagen sie vor, ein Keyword zu etablieren.\n\nKönnen Sie mir helfen und können Sie es mir schicken?\n\nNatürlich! Und...\n\nWas ist der Geburtstag der Mutter?\n\nVermeiden Sie Hinweise, die sehr offensichtlich sind. Schließlich gibt es immer noch die Möglichkeit der Berichterstattung. Warum so? Eine Berichterstattung ist möglich. Als Bürger, Internetnutzer, Verbraucher und Bankkunden haben wir natürlich digitale Rechte, die im Falle eines Betrugs verletzt werden. Die ARCO-Rechte ermöglichen es den Menschen, Informationen über ihre eigenen Daten und die Behandlung, die sie ihnen gewähren, ihre Herkunft, ihren Zweck und die Art und Weise, wie sie mitgeteilt oder weitergegeben werden, zu erhalten. Sie werden so aufgeschlüsselt. Das A steht für Zugang und bezieht sich auf das Recht zu erfahren, welche Daten sie über Sie haben,\n\nwie sie sie erhalten haben und wofür sie sie verwenden. Das R steht für Rectification. Es haben das Recht, Ihre Daten zu korrigieren, wenn sie unrichtig oder unvollständig sind. Das C steht für Cancellation. Dies ist das Recht, sie aufzufordern, die Verwendung Ihrer Daten einzustellen. Und das O kommt von Opposition. Es ist das Recht, Nein zu sagen, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Verwendung Ihrer Daten Ihnen Probleme bereitet. Mit dem Diebstahl personenbezogener Daten ohne Zustimmung des Nutzers wird das Recht auf Kontrolle über Ihre Daten, das Recht auf Privatsphäre, verletzt. Oft bekommen wir Anrufe von unbekannten Nummern und dann frage ich mich, wie sie an meine Nummer gekommen sind. In wie vielen Datenbanken befinden wir uns, ohne es zu wissen und ohne unsere Zustimmung gegeben zu haben?\n\nNeben der Tatsache, dass Datenbanken im Internet durchgesickert sind, haben die Menschen seit dem Aufkommen der sozialen Medien auch ihre persönlichen Informationen im Internet veröffentlicht. Sie können beides kombinieren. Ich habe heimlich eine Datenbank von einer Firma gekauft, die sie sammelt, und diese Informationen können mit Facebook-, Instagram- und X-Konten abgeglichen werden, ich kann herausfinden, wer die Verwandten sind, sagen wir, und solche Dinge.\n\nGemäß den Gesetzen zum Schutz personenbezogener Daten von Ländern wie Mexiko, Argentinien, Kolumbien und Chile haben die Bürger das Recht, dass ihre Daten sicher behandelt werden, aber Cyberkriminelle nutzen Lücken in der Sicherheit von Unternehmen oder Unachtsamkeit der Benutzer aus. Andere verdienen damit Geld.\n\nUnd es ist in der Regel nicht legal, dass Daten unbefugt verkauft werden dürfen. Selbst in den meisten lateinamerikanischen Ländern gibt es bereits Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten, die dies nicht möglich machen.\n\nIch antworte nicht, ich antworte definitiv denen, die ich habe, die ich habe und das war's, wenn es eine unbekannte Zahl ist, versuche ich nicht zu antworten und natürlich nicht in diese Geschichte zu verfallen, dass ich auf jemanden getreten bin, Mutter, Cousine, hilf mir, nein, nein, das ist sehr häufig und viele Menschen fallen darauf herein und wenn du damit zufrieden sein musst, weil es viele Diebe gibt, die dich beeinflussen wollen.\n\nWenn eines dieser Rechte verletzt wird, haben die Menschen das Recht, eine Beschwerde einzureichen, insbesondere wenn es sich um einen wirtschaftlichen Verlust handelt.\n\nFür die Gesetzgebung aller unserer Länder ist es ziemlich ähnlich, im Allgemeinen kommen die Betrügereien entweder von Banken oder von Kreditkarten, dass jemand meine Daten gestohlen und Geld von meiner Bank genommen hat, oder dass jemand meine Debitkarte hat, oder dass jemand meine Kreditkartendaten hatte und Einkäufe im Internet getätigt hat. usw., dann im Allgemeinen an die erste Person oder Organisation, die eher sagte, dass wir auf die Bank zugreifen oder von ihr Kontakt aufnehmen und sagen sollten, die Bank, da ist dieser Kauf, den ich nicht getätigt habe, ich möchte wissen, was es war, und die Bank hat die Pflicht zu bestimmen, was dieser Kauf\n\nJa, er hat es zuerst der Karte gemeldet, weil sie mit der Karte Ausgaben gemacht hatten und dann ist sie auf dem Bankkonto eingegangen und die Bank war auch, sagen wir, das Konto leer. Er prangerte es an und die Wahrheit ist, dass ich nicht weiß, wie diese Art von Betrug oder legalen Bewegungen gehandhabt werden, aber die Bank hat das Geld zurückgegeben und, sagen wir, es könnte bewiesen werden, dass es ein Betrug war.\n\nDie Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist jedoch je nach Land und Finanzinstitut unterschiedlich. Viele sitzen untätig daneben, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Behörden nichts tun werden.\n\nAber das passiert in letzter Zeit so oft, dass die Menschen nicht mehr viel Vertrauen in das Denunzieren haben.\n\nDann, am Ende, werden sie zu Beschwerden, die nur ein weiteres Stück Papier werden.\n\nNein, er hat es nicht angezeigt, er wüsste auch nicht, wen er anprangern sollte.\n\nAls Nutzer können wir viel tun, um für uns selbst zu sorgen, aber wir brauchen auch den Schutz Dritter. Mal sehen, welche anderen Lösungen es gibt.\n\nWir haben bereits gesehen, dass es viele Maßnahmen gibt, die wir ergreifen können, um nicht in einen Betrug hereinzufallen, aber Experten schlagen auch vor, dass Banken Maßnahmen ergreifen.\n\nWährend sich die Technologie weiterentwickelt und die Art von Betrug, die durchgeführt werden kann, immer raffinierter wird, können sie meine Stimme und mein Gesicht replizieren und dadurch ihre Systeme täuschen, Banken und Finanzinstitute haben die Verpflichtung, ihre Art und Weise, uns zu verteidigen, zu verfeinern. Sie müssen ihre Systeme verbessern, sich an diese neuen Trends anpassen, um diese Art von Betrug zu erkennen und ihre Kunden zu schützen.\n\nKlienten. Wenn das Verbrechen vom Benutzer gemeldet wird, können Sie Informationen darüber erhalten, wie es passiert ist. Es ist sehr wichtig, dass wir, wenn wir bereits Opfer geworden sind, dies melden, damit das Bankinstitut diese Informationen verwenden kann. Und ein Teil der Maßnahmen, die ergriffen werden können, ist, wie ich bereits erwähnt habe, wenn Sie einen Trend erkennen, Maßnahmen ergreifen zu können, um den Zugang von einigen Orten zu blockieren, von denen bereits bekannt ist, dass sie von diesen Betrügern verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.alimmenta.com\n\nAuch, dass Industrie, Banken, staatliche Institutionen und soziale Netzwerke zusammenarbeiten.\n\nIch werde ein sehr einfaches Beispiel geben: Wenn der Betrüger einen Artikel mit einem sehr attraktiven Preis auf dem Marktplatz eines sozialen Netzwerks erstellt, um mit dem Betrug zu beginnen, wie können wir das einschränken, wobei das soziale Netzwerk uns hilft, das Profil zu entfernen, wobei das Telekommunikationsunternehmen in der Lage ist, den Zugriff auf diese IP zu beschränken, oder wenn es sich um eine Nummer handelt, die angerufen werden muss, die den Zugang zu dieser Nummer einschränkt und die Banken Kontrollen\n\nUnser digitales Leben ist immer besser vernetzt und genauso wichtig wie unser reales. Es geht nicht nur darum, unser Geld zu schützen, sondern auch darum, sich um unsere Daten und unsere Identität zu kümmern. Wir sehen bereits, dass sich digitale Betrügereien zu schnell entwickeln, daher müssen wir wachsam und informiert bleiben. Und du? Wurden Sie online betrogen? Welche anderen Tipps haben Sie, um sicher zu bleiben? Ich habe dir in den Kommentaren über unseren YouTube-Kanal, bei der DW, gelesen, wie es dich betrifft. Auf Wiedersehen!", "eval_id": "EVAL-050"}
-{"transcript_id": "6610004.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "Des Teufels Generale vor Gericht", "beitragstitel": null, "transkript": "Gericht. Eine Funkdokumentation zum Prozess Lorenz Knorr Kontramassenmörder. Lorenz Knorr klagt an. Ehemaligen Hitler-Generale Heusinger, Weidel, Förtsch, Kammhuber und Admiral Ruge haben zusammen mit Ex-Minister Strauss ein Gerichtsverfahren gegen mich eingeleitet. Ich habe unter ausdrücklicher Berufung auf das Nürnberger Urteil vom 30.9. und 1.10.1946 ihre Mitschuld an den verbrecherischen Angriffskriegen Adolf Hitlers und den 50 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges festgestellt und gesagt, dass sie insofern Massenmörder seien, als sie kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürften. Generale fühlten sich beleidigt. Mein Rechtsanwalt stellte fest, dass ein Hinweis auf nachprüfbare Tatbestände niemals beleidigend sein könnte. Nun werden nicht nur die Gerichte, sondern auch die deutsche und die internationale Öffentlichkeit festzustellen haben, ob des Teufels Generale Massenmörder sind oder nicht. Ich handle so, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass sich das deutsche Volk nur dann eine bessere Zukunft schaffen kann, wenn es einen Reinigungsprozess durchführt. Wenn es die belasteten Helfer des größten Verbrechers aller Zeiten aus Staatsbürokratie, Justiz und Bundeswehr entfernt. der 17. Mai 1963. Ein regnerischer Tag in der alten Schleifwarenstadt Solingen. 8.30 Uhr. Wir treffen im Amtsgericht in der Wupperstraße ein. Im Flur zum Schöffengericht im zweiten Stockwerk warten bereits dutzende Bürger der Stadt. Sie wollen Zeuge sein, wie in einem geplanten Schauprozess, gegen das Direktoriumsmitglied der Deutschen Friedensunion, Lorenz Knorr, Anklage erhoben werden soll. Anklage gegen das Urteil im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess vom 30.9. und 1.10.1946. Anklage gegen internationales Recht gegen § 25 des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Anklage gegen den Verteidiger dieses Rechts, gegen einen westdeutschen Repräsentanten der Politik der Vernunft und des guten Willens, gegen Lorenz Knorr. Gegen einen aufrechten Kämpfer, gegen Militarismus und Krieg. Einen Kämpfer für die Bewältigung der in Westdeutschland allgegenwärtigen Vergangenheit. Für die Bestrafung von Hitler und Bundeswehrgeneralen, dieser Planer und Organisatoren Hitlers im barbarischsten Ausrottungsfeldzug unserer Epoche. 9 Uhr. Immer mehr Einlasssuchende sammeln sich im Flur des Schöffengerichts. In diesen Minuten wird das Amtsgerichtsgebäude von einem starken Polizeiaufgebot hermetisch abgeriegelt. Draußen auf dem Vorplatz in der Wupperstraße kommt es zu einer Demonstration. Plakate werden mitgeführt. Ihre Aufschriften? Das deutsche Nest haben die Kriegsverbrecher beschmutzt und nicht jene, die ihre Verbrechen aufdecken. Das Volk muss die ganze Wahrheit über die Kriegsverbrecher erfahren. Die Polizei beschlagnahmt die Plakate, verhaftet ihre Träger. 9 Uhr 30. Lorenz Knorr erscheint im Flur des zweiten Stockwerks im Amtsgerichtsgebäude. Im Arm einen großen Strauß roter Nelken, in der anderen Hand einen schweren Koffer. Dokumente, Beweismaterialien. Ich gehe auf ihn zu, stelle mich vor. Er setzt den Koffer auf den Boden, schüttelt mir herzlich die Hand. Wir kommen ins Gespräch. Sofort hat sich ein kleiner Kreis gebildet. Die Vertreter der Verteidigung, Dr. Ammann und Ass. Neumann. Journalisten von New Age, von der Welt, von der österreichischen Volksstimme, vom Spiegel, von der Tat. Blitzlichte zucken. DPA schießt Bilder. 9 Uhr 55. Der Gerichtsdiener öffnet die Tür zur Zuschauertribüne. 30 Teilnehmer werden nur Platz nehmen können, wird mitgeteilt. Ein beängstigendes Gedränge. Der Gerichtsdiener erklärt, seien Sie vernünftig. Der Raum ist klein. Wir können doch nicht anbauen lassen. Dann gehen wir doch in die Stadthalle. Da haben alle Platz, wird dazwischen gerufen. Jeder will dabei sein, wenn der Angeklagte Klage erhebt, wenn er zum Ankläger wird. Aber über die Hälfte muss draußen bleiben, muss sich von Freunden und Bekannten informieren lassen. 10 Uhr 1. Der Prozess sollte schon begonnen haben. Da wird der Verhandlungsraum für die Journalisten freigegeben. 21 Sitzplätze, 40 Journalisten. Wer nicht aufpasst, der kann nur noch durchs Schlüsselloch den Prozess verfolgen. Drei oder vier Stühle werden noch zusätzlich hineingestellt. 10 Uhr 10. Vorsitzender des Gerichts, Amtsgerichtsrat Laudes, eröffnet. Die Hitler- und Bundeswehrgenerale Heusinger-Förtsch und Kammhuber erheben Klage gegen Lorenz Knorr wegen Beleidigung. Die von Knorr als Massenmörder bezeichneten Generale Speidel und Ruge haben wohlweislich auf Klage verzichtet. Aber für alle fünf wiederum liegt Strafantrag von Ex-Kriegsminister Strauß vor. Amtsgerichtsrat Laudes macht mir den Namen der Anklagevertretung bekannt. Oberstaatsanwalt Dr. Walter, Staatsanwalt Minkenberg. Wo ist Dr. Reuter, der Vorbereiter der Anklageschrift? Er musste aus der Schusslinie gebracht werden. Der Grund? Reuter ist einer der Blutrichter des Zweiten Weltkrieges im Gebiet der damals okkupierten tschechoslowakischen Republik. Sein Name steht auf der Kriegsverbrecherliste der CSSR unter der Nummer A38-37 verzeichnet. Dr. Reuter gab im Solinger Tageblatt vom 15.05.1963 folgende Erklärung ab. Diese Vorwürfe sind schon einmal gegen mich erhoben worden. Diese Anwürfe sind von der Generalstaatsanwaltschaft und dem Justizministerium geprüft worden. Die vorgesetzten Dienststellen sahen keine Veranlassung zu irgendwelchen Maßnahmen. Im Übrigen werde ich nicht die Anklage vertreten, sondern Staatsanwalt Minkenberg, der auch mit der Vorbereitung der Anklage beauftragt ist. Staatsanwalt Minkenberg aber führt nicht den Vorsitz der Anklagevertretung. Man hat im letzten Augenblick noch Oberstaatsanwalt Dr. Walter aus Wuppertal nominiert. Die Verteidigung wird vorgestellt. Dr. Ammann Heidelberg, Assessor Neumann Heidelberg. Dann gibt Lorenz Knoch einen kurzen Abriss seines Lebens. Ich bin 1921 in Eger geboren, Sohn einer alten sozialistischen Arbeiterfamilie. Bin verheiratet und Vater eines siebenjährigen Kindes. Von 1935 bis 1938 Mitglied der Deutschen Sozialdemokratischen Partei in der CSR. Besuchte die Bürgerschule, die Gewerbeschule, die höhere Gewerbeschule. Die Lehre schloss ich als Buchdrucker ab. Jetzt bin ich freischaffender Journalist. Im Hitlerkrieg wurde ich schwer verletzt und verlor ein Auge. 1946 trat ich der SPD in Westdeutschland bei. 1947 Landessekretär der Falken in Bayern. Vorsitzender des Bezirksjugendringes in Bayern. 1950 bis 1960 Bundessekretär der sozialistischen Jugend, die Falken. Ich veröffentlichte drei Bücher über demokratische Erziehung und habe einige hundert Jugendseminare durchgeführt. Ich publizierte in Geist und Tat, in Vorwärts, in den gewerkschaftlichen Monatsheften. 1960 trat ich aus der SPD aus. Stehen Sie auf dem Boden des Grundgesetzes? Ich stehe auf dem Boden des Grundgesetzes der Bundesrepublik. Ich bin Mitbegründer der DFU und wurde in ihr Direktorium gewählt. Ich war Sprecher auf 120 Versammlungen der DFU im Bundestagswahlkampf 1961, an denen etwa 65.000 Bürger teilnahmen. Der Vorsitzende des Gerichts gibt den Eröffnungsbeschluss bekannt. Strafantrag gegen Lorenz Knorr, weil er am 22. Juni 1961 fünf Generale der Bundeswehr auf einem Jugendforum in Solingen Massenmörder genannt hat und folglich beleidigt haben soll. Strafantrag wurde gestellt von den Herren Heusinger, Förtsch und Kammhuber, nicht aber von den Herren Speidel und Ruge. Für alle fünf dagegen ist wiederum von Herrn Strauß Strafantrag gestellt. Die Herren Kammhuber und Ruge befanden sich seinerzeit noch im Dienst. Und das sind die angeklagten Kläger. Adolf Heusinger und Gunther Hitler, Generalleutnant und Chef der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres. Hauptverantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Überfälle der faschistischen Armeen auf die Völker Europas. Heute Vorsitzender des Ständigen Militärausschusses der NATO in Washington. Seit 1915 im Dienst des deutschen Militarismus, in der Reichswehr dabei, 1930 in deren illegalem Generalstab, 1940 Chef der Operationsabteilung des Oberkommandos des Heeres, 1943 stellvertretender Chef des Generalstabes des Heeres. Aktive Mitwirkung an der Ausarbeitung folgender Aggressionspläne. Fuck. Karl Grün gegen die Tschechoslowakei. Weiß gegen Polen. Weserübung gegen Norwegen und Dänemark. Fall Gelb gegen Holland, Belgien und Luxemburg. Fall Rot gegen Frankreich. Marita gegen Jugoslawien und Griechenland. Sonnenblume gegen Nordafrika. Fritz, erster Überfallplan gegen die Sowjetunion. Barbarossa gegen die Sowjetunion. gegen Ägypten, Italien, Ungarn, Rumänien, England, die Schweiz, Portugal und Spanien. 1. April 1961 im ständigen Militärausschuss der NATO. Mit ähnlichen Aufgaben, wie früher betraut. Die Süddeutsche Zeitung vom 30. September 1958 zitiert dazu Heusinger. sollten uns an unsere Vergangenheit erinnern und die maßgebenden Faktoren der Führung, die die Erfolge bringen, nicht vernachlässigen. Führen wir die alten Grundsätze, die wir früher gehabt haben, auch in Zukunft wieder durch. Dr. Hans Speidel und Gunther Hitler, Generalleutnant, Organisator von Sonderaufträgen in Frankreich, Unterdrücker des französischen Volkes, rücksichtsloser Vollstrecker der Taktik der verbrannten Erde in der Sowjetunion. Heute Befehlshaber der NATO-Landstreitkräfte Europa Mitte. 1914 als Fahnenjunker im Dienst der Wilhelms des Zweiten. Reichswehr. 1930 im Frankreichreferat der 3. Abteilung des Illegalen Generalstabes. im Sonderauftrag als Hauptmann beim Deutschen Militärattaché in Paris. Beteiligt an der Aktion Teutonenschwert. Leiter der Abteilung Fremde Heere West im Generalstab des Heeres. bis 1944 Initiator der sogenannten Sühne-Maßnahmen im besetzten Frankreich. Ab 1944 Vollstrecker des Trümmerbefehls in der Sowjetunion, der Taktik der verbrannten Erde. Friedrich Fertsch Unter Hitler Generalleutnant. heute Generalinspekteur und Chef des Führungsstabes der Bundeswehr. Seit 1918 dabei. und erster Generalstabsoffizier gegen Polen und Frankreich. Chef des Generalstabes der Okkupationsarmee vor Leningrad. Verantwortlich für die Verbrechen in den Gebieten Leningrad, Novgorod, Pskov, Ostrov. als Kriegsverbrecher abgeurteilt. 1955 den westdeutschen Behörden zur weiteren Verbüßung seiner Strafe übergeben. von Bonn zunächst zur Erholung geschickt und dann in die Bundeswehr aufgenommen. Josef Kammhuber Unter Hitler General der Flieger Heute im Ruhestand nach seiner Tätigkeit als Inspekteur der Luftwaffe und als Chef ihres Führungsstabels. 1914 Kriegsfreiwilliger bei der Reichswehr Rekrutenausbilder. Verweigert einmal den Befehl, als es gilt, gegen die faschistischen Putschisten unter Hitler am 9. November 1923 in München vorzugehen. Nach 1933 Bearbeiter von Organisationsfragen im Reichsluftfahrtministerium. 1937 erster Generalstabsoffizier des Luftgau-Kommandos II in Berlin. Im gleichen Jahr Stabschef für Organisation im Generalstab der Luftwaffe. 1939 Chef des Generalstabes der Luftflotte 2. Ein Jahr später Kommandeur des Kampfgeschwaders 51. Sein Befehl an Teile des Geschwaders, am 10. Mai 1940 die deutsche Stadt Freiburg im Breisgau zu bombardieren. Provokation zur Auslösung des totalen Duftkrieges gegen England. Beteiligung am Überfall auf Norwegen Friedrich unter Hitler, Vize-Admiral, Chef des Amtes für Kriegsschiffbau, Mitarbeiter des Kriegsverbrechers Kesselring. Heute im Ruhestand nach seiner Tätigkeit als Inspekteur und Chef des Führungsstabes Marine der Bundeswehr. 1914 Eintritt als Kadett in die Kaiserliche Marine. Von nun an immer dabei! als Admiralstabsoffizier, als Kapitän zur See. unmittelbar beteiligt an den Überfällen auf Polen, Holland, Belgien, Frankreich. Mitglied des Stabes von Kesselring in Italien. Befehle? Bildshaber des Marinekommandos Italien und ab August 1944 Admiral bei der Heeresgruppe B. Schließlich Chef des Amtes für Kriegsschiffbau im Oberkommando der Kriegsmarine. Das sind sie, die angeklagten Ankläger. kehren wir in den kleinen Verhandlungsraum des Solinger Chefengerichts zurück. Es ist inzwischen etwa 10.40 Uhr geworden. Der Vorsitzende des Gerichtsamts, Gerichtsrat Laudes, stellt zur Sache noch einige Fragen an Lorenz Knorr. Es geht um die Ausführung des Direktoriumsmitgliedes der Deutschen Friedensunion auf dem Jugendforum in Solingen am 22. Juni 1961. Sie, Herr Knorr, Ihrer Rede von damals noch heute im Gedächtnis? Ist das Wort Massenmörder gefallen? Ja, dieses Wort ist gefallen. Dazu stehe ich. Ich bestreite nicht, die genannten Generale Massenmörder genannt zu haben. Meine Rede ist mir noch voll im Gedächtnis. Haben Sie irgendeinen Grund zum abstreiten? Nein, im Gegenteil. Lorenz Knorr nennt das Urteil des Nürnberger Gerichtshofes vom 30.09. und 1.10.1946, das den Hitler-Generalen die Mitschuld am Tode von 50 Millionen Menschen zuspricht. Insofern sie mitwirkten, sind sie mitschuldig. War der Zusammenhang in ihrer Rede so, dass die fünf Generale das auf sich beziehen konnten? Ja, ich habe es auch so gemeint. Das Wort Massenmörder kann eine Beleidigung sein. wenn es nicht stimmt. Einige der Angesprochenen haben ja nicht Klage erhoben. Sie waren vielleicht klüger. Der Begriff Massenmörder ist doch ein Werturteil. So etwa, als ob man einen anderen Menschen Spitzbober oder Schweinehund schimpft. Ich habe vorher in meiner Rede in sauberer und sachlicher Weise Tatsachen dargelegt. Beides. Werturteil und Tatsachenbegründung ist nicht voneinander zu trennen. Ich habe zuerst dargestellt, wie die Jugend im ersten Weltkrieg bei Langemark verheizt wurde. Habe nachgewiesen, was im zweiten Weltkrieg in Stalingrad, in Narvik und so weiter geschehen ist. Wenn im zivilen Leben ein Mord begangen wird, werden dem Mörder die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. In der Kriegspraxis muss man gleiche Schlussfolgerungen ziehen. Ich wollte den jungen Menschen ein richtiges Bild vermitteln, damit sie in der Lage sind, die Vergangenheit zu bewältigen. Sie haben also auf 120 Wahlversammlungen gesprochen. Ja. Haben Sie immer die gleichen Ausführungen gemacht und ist damals unmittelbar etwas gegen Sie unternommen worden? ich halte nie dasselbe Referat. Ich bin aber auf die zur Debatte stehenden Tatsachen öfter eingegangen. Gab es hier einen Zwischenfall? Nein, ich bin allerdings angesprochen worden von Teilnehmern, um Materialhinweise, um zusätzliche Informationen zu geben. Klar. Kann man auf Zeugen verzichten? Nein! Soweit die Eröffnung. Darf ich noch? HACKENAUT! Ich will noch meine Grundhaltung darlegen. Für mich stehen die Generale nicht unter Denkmalsschutz. In einem Staat, der demokratisch sein will und soll, muss sich jeder der Kritik stellen. Kritik gefallen lassen, muss sie hören. Der Staatsbürger hat ein Recht zu erfahren, was geplant wird. Es waren Hitler-Generale, die uns ein fast zerstörtes Deutschland, ein Europa der verbrannten Erde hinterlassen haben. Ich habe in meiner Rede am 22. Juni 1961 versucht, den Nachweis konkret zu führen, dass der Staatsbürgerunterricht in der Bundeswehr in seinen Hauptzügen dem Inhalt des Unterrichts in der Wehrmacht von vor 1914 und vor 1939 entspricht. Ich habe in diesem Zusammenhang die fünf Generale erwähnt. Die Generale erklären der Jugend, sie müsse den Waffenrock anziehen, um Frieden und Freiheit zu verteidigen. Der Feind, wurde jeweils vor den Kriegen behauptet, das sind die bösen Franzosen, die bösen Engländer, die Russen. Nach 1918 und nach 1945 wusste das deutsche Volk, dass der Feind stets im eigenen Land gestanden hatte. Wenn die gleichen Leute wie damals, heute den gleichen Unterricht erteilen lassen, dann ist es logisch, diese Leute näher zu betrachten, die dafür verantwortlich sind. Diese Leute also unter die Lupe zu nehmen, die allgemein als Militaristen bezeichnet werden. Die fünf Generale gehörten zu jener Gruppe, die in Nürnberg für mitschuldig befunden wurde. Im Nürnberger Urteil heißt es unter anderem, obwohl der Gerichtshof der Meinung ist, dass die im Artikel 9 enthaltene Bezeichnung Gruppe etwas mehr beinhalten muss als diese Sammlung von Offizieren, hat er viele Zeugenaussagen über die Teilnahme dieser Offiziere an der Planung und Führung des Angriffskrieges und an der Begehung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehört. Und es heißt dann weiter, sie sind im großen Maße verantwortlich gewesen für die Leiden und Nöte, die über Millionen Männer, Frauen und Kinder gekommen sind. Ohne ihre militärische Führung wären die Angriffsgelüste Hitlers und seiner Nazi-Kumpane akademisch und ohne Folgen geblieben. Die Wahrheit ist, dass sie an all diesen Verbrechen rege teilgenommen haben oder in schweigender Zustimmung verharrten, wenn vor ihren Augen größer angelegte und empörendere Verbrechen begangen wurden, als die Welt je zu sehen das Unglück hatte. So viel aus dem Nürnberger Urteil. Gern geschehen. Gehören die fünf Leute dazu? Sie sind zumindest Helfershelfer. Meine Position ist, es geht um die Frage der Verantwortung. Ist die Generalität verantwortlich? Die Beantwortung ist generell im Nürnberger Urteil bestätigt worden. Das Nürnberger Urteil besagt, Hitler konnte keinen Angriffskrieg allein führen. Er benötigte die Mitarbeit von Staatsmännern, militärischen Führern, Diplomaten und Geschäftsleuten. Wenn sie wussten, was sie taten, so können sie nicht aus dem Grunde als unschuldig betrachtet werden, weil Hitler von ihnen Gebrauch machte. Niemand war gezwungen zu gehorchen. Es war möglich, ein Kommando niederzulegen. Es gibt dafür Beispiele. Einer der fünf Generale aber kann von sich sagen, dass er je einen Widerspruch zu den Befehlen Hitlers angemeldet hat. Die Grenze der militärischen Pflichterfüllung ist von den fünf Generalen permanent verletzt worden. Worin bestehen ihre Verbrechen im Einzelnen? Lorenz Knorr nennt die berüchtigten Kommissarbefehle von Hitler. Sie wurden in Anwesenheit aller Generale und Admirale vorgetragen. Es gab keinen Widerspruch der Anwesenden, weder sofort noch nachher. Das ist dokumentarisch. Keiner der fünf kann ein Alibi beibringen, dass er gegen die Geiselerschießungen vorgegangen sei. Knorr weist aufgrund vorliegenden Dokumentenmaterials auf die verbrecherische Rolle Speidels und auf seine Verantwortung für die Strafaktion gegen den französischen Ort Oradour hin. Er erwähnt den Befehl Hitlers, Schiffbrüchigen von Handelsschiffen, die von U-Booten angegriffen worden waren, jede Hilfe zu verweigern. Die Generale und Admirale haben das gewusst. Ruge war zu dieser Zeit im Oberkommando der Marine. Er hat nicht widersprochen, er hat nicht protestiert. Die Hitlergeneralität billigte auch die Judenausrottung. Der Historiker Schairer schreibt darüber unter anderem, Himmler war zu klug, um nicht auch den Generalen einen Teil der Verantwortung zuzuschieben. Am 19. September suchte Heidrich, Himmlers Hauptmitarbeiter, General Wagner im OKH auf und sagte ihm, die SS plane eine Flurbereinigung in Polen. Judentum, Intelligenz, Geistlichkeit, Adel. Wagner meldete dies Halder, der über die Reaktion im OKH notierte, Forderungen her, Bereinigung nach dem Herausziehen des Heeres und nach Übergabe an stabile Zivilverwaltung, Anfang Dezember. Diese kurze Eintragung lieferte einen Schlüssel zum Verständnis der Moral der deutschen Generale. Sie widersetzten sich nicht ernsthaft der Flurbereinigung, das heißt der Ausrottung von Judentum, Intelligenz, Geistlichkeit und Adel in Polen. Sie wollten sie lediglich so lange hinausgeschoben wissen, bis das Heer aus Polen heraus war und sich der Verantwortung entziehen konnte. Und natürlich müsse auch an die öffentliche Meinung im Ausland gedacht werden. Nach einer langen Konferenz mit Brauchitsch notierte Halder, Es darf nichts passieren, was dem Ausland die Möglichkeit gibt, aufgrund dieser Vorkommnisse eine Gräuelpropaganda durchzuführen. Katholische Geistlichkeit, zurzeit noch nicht möglich. Am 21. September reichte Heidrich beim OKH einen Durchschlag seines ersten Flurbereinigungsplanes ein. Zunächst sollten die Juden, zwecks leichterer Erfassung, in den Städten zusammengepfercht werden. Die Erreichung des Endzieles, hieß es in Heidrichs Denkschrift, beanspruche eine gewisse Zeit und es müsse streng geheim gehalten werden. Aber kein General, der die Denkschrift las, kann daran gezweifelt haben, dass das Endziel Ausrottung bedeutet. Wer das feststellte, ist der amerikanische Historiker Schairer. Lorenz Knorr zitierte ihn. Er beschäftigte sich dann mit der Rolle Heusingers als Chef der Organisationsabteilung in Hitlers Oberkommando der Wehrmacht 1937 bis 1944. Heusinger war unmittelbar beteiligt an allen völkerrechtswidrigen Handlungen des Hitlerfaschismus. Er zeichnete verantwortlich für die Ermordung von Kriegsgefangenen und Geiseln, verantwortlich für Kriegsverbrechen, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er war federführend in Fragen der Partisanenbekämpfung im Oberkommando des Heeres. Als Chef der Operationsabteilung oplag ihm die Ausarbeitung von Richtlinien zum Einsatz des sogenannten Jagdkommandos, die, wie es wörtlich hieß, jeden in die Falle hineingelaufenen Gegner in den okkupierten Ländern vernichteten. Der Vertreter der Anklage, Oberstaatsanwalt Walter, fährt dazwischen. Wir kommen ins Uferlose. Wir können nicht einen neuen Nürnberger Prozess aufziehen. Hier geht es um die Klage beleidigter Personen. Es hat ja kein Prozess wegen Mordes gegen die fünf Generale stattgefunden. Die Aufgabe, die Sie heute ausüben, erfüllen Sie mit Billigung des Bundestages. Entscheidend ist in diesem Prozess die Klärung einer formalen Beleidigung. Der Vertreter der Verteidigung, Dr. Amman, erhebt Einspruch. Eine Tatsachenbehauptung muss durch Tatsachenbeweis belegt werden. Die Luft ist hier sehr stickig. Sie sehen ja selbst, der Raum ist klein. Eine Pause wäre vielleicht ganz angebracht. Herr Knaur, wie weit sind Sie mit Ihrem jetzigen Abschnitt? Ich brauche noch drei Minuten. Gut, dann treten wir in drei Minuten in die Pause ein. Nach der Pause weist Lorenz Knorr nach, dass Speigel verantwortlich war für die Geisel-Erschießungen in Frankreich. Es ist dokumentarisch erwiesen, dass er Rommel an die Gestapo verraten hat. Förtsch befahl, Leningrad dem Erdboden gleichzumachen und die Bevölkerung der Stadt zu vernichten, damit sie im Winter nicht ernährt zu werden brauche. Kammhubers Mitwirkung an dem Luftüberfall auf Freiburg 1940 ist erwiesen. Es liegt eine diesbezügliche Erklärung der badischen Staatsregierung vor. Das Verbrechen Kammhubers, die deutsche Stadt Freiburg zu bombardieren, lieferte den Vorwand für die Entfesselung des totalen Luftkrieges gegen England. Lorenz Knorr sagt dann weiter. Anklage gegen mich wäre nicht erhoben worden, wenn die fünf Herren geläutert wären. Aber diese Herren haben sich nicht geändert. Sie haben nicht protestiert, als Göring vom Ausradieren sprach. Sie haben vor allem aber nicht protestiert, als Strauß dieses Ausradierungskonzept wörtlich wiederholte. Das Interessanteste ist, dass die Anklage und die Anklageschrift gegen mich, dem Völkerrecht und dem Nürnberger Prozess widerspricht, wie sie § 25 des Grundgesetzes widerspricht, der als geltendes Recht das internationale Recht bezeichnet. Ich verstehe nicht, dass eine Staatsanwaltschaft, die das Recht schützen soll, sich nicht auf diesen Boden stellt. Wenn die Bundesrepublik der Rechtsstaat wäre, der er sein soll, gehörten jene auf die Anklagebank, die mich angeklagt haben. Sie sind mitschuldig am Tod von 50 Millionen Menschen. Und Knorr schließt mit den Worten... Ich werde nie aufhören, die Wahrheit zu sagen. Ich stehe voll und ganz zu dem, was ich gesagt habe. Ich habe es gesagt, um der Jugend die Augen zu öffnen, um die Vergangenheit bewältigen zu helfen, um den Weg in die Zukunft zu ebnen ohne diese Generale. Wenn der Angeklagte das Recht verpflichtet, warum hat er dann nicht einen sauberen Weg beschritten? Warum ist er den Weg der Beleidigung beschritten? Ich habe leider nicht die besten Erfahrungen mit den deutschen Gerichten, Herr Oberstaatsanwalt. Es sind Veränderungen in der Politik notwendig, um zu verhindern, dass es zu einer Wiederholung der Verbrechen kommt. Nach einer kurzen Pause beginnt die Zeugenvernehmung. Als erster Belastungszeuge wird Kriminalmeister Lüding vorgeführt. Er erklärt auf Befragen, Knaus Äußerungen am 22. Juni 1961 verliefen an der Grenze des Erlaubens. Hat er die Generale erwähnt? Ja, er hat sie erwähnt. Welche Namen sind denn gefallen? Beide. Ja. Welche noch? Heusinger? Ja, Heusinger. Kamuber? Föpf? Ja, Föpf. Darf ich mal meine Aufzeichnungen nachlesen? Die lassen Sie doch vorläufig noch stecken. Wen hat Herr Knorr noch erwähnt? Runge! Ruge! Jawohl, so kann er auch geheißen haben. Sie hatten also den Auftrag, die Rede von Herrn Knorr mitzuschreiben? Jawohl. Ich habe aber nur Stichworte aufschreiben können und sie dann später in Sätze gekleidet. Hat der Angeklagte von den Nürnberger Prozessen gesprochen? Hat er von Eichmann gesprochen? Da muss ich erstmal in meinen Unterlagen nachsehen. Ich habe darüber keine Notizen. Es war für mich nicht einfach, alles mitzunehmen. zu schreiben. Oberstaatsanwalt Walter verwahrt sich gegen die Äußerungen des Publikums und verlangt vom Gericht sie zu unterbinden. Ich habe mein ganzes Leben in der Justiz noch nie von der Polizeigewalt Gebrauch gemacht. Der Vorsitzende lässt den zweiten Belastungszeugen, den Polizeihauptwachtmeister Kille, rufen. Er fordert ihn auf, die Reihenfolge der Argumente in Knorrs Rede darzustellen. Das kann ich nicht mehr genau sagen. Ist der Name des Vizepräsidenten des Bundestages Jäger in meiner Rede gefallen? Dazu kann ich nichts sagen. Sind die Namen Adenauer und Strauß gefallen? Der Vorsitzende fragt den Belastungszeugen, ob er noch Wesentliches zu sagen habe. Nein, ich hatte... Ich war ja während des Jugendforums Dienst und konnte mich nicht ständig im Saal bewegen. 12.26 Uhr. Die Polizeibeamten haben auf der Zeugenbank Platz genommen. Das Gericht hört noch die Aussage des Studienassessors Mutz aus Solingen. Auch er kann sich nicht an Einzelheiten erinnern. Ihm ging es als Teilnehmer am Jugendforum nicht um den genauen Wort, laut der Rede von Lorenz Knoch, sondern um den Gehalt des Referates. Dann beginnt die Vernehmung der Zeugen der Verteidigung. Als erster erscheint Jo Norman, während des Krieges in der Résistance und dort Leiter der Widerstandsgruppe der Pariser Juristen. Nach dem Kriegedirektor im französischen Justizministerium. Er sagt aus, dass er Rechtsanwalt und Verteidiger der 117 jungen französischen Soldaten war, deren Väter auf Befehl Speidels ermordet wurden und die sich geweigert haben, unter Speidel in den NATO-Kontingenten Dienst zu treten. 1957-58, als Speidel zur NATO berufen wurde, haben diese 117 jungen Leute an den Präsidenten der französischen Republik einen Brief geschrieben. Sie erklärten darin die Verweigerung des Dienstes unter Speidel. Sie wurden verhaftet. Aber ein Prozess gegen sie hat nie stattgefunden. Diese jungen Soldaten haben auch den Dienst unter Speidel nicht aufgenommen. Der damalige französische Kriegsminister billigte das also praktisch. Sie wurden zu einem Truppenteil nach Nordafrika versetzt. Die Väter der 117 wurden alle als Widerstandskämpfer in Nordfrankreich erschossen. Wenn das Wort Massenmörder einen Sinn hat, dann bereits am Beispiel der Ermordung der Väter dieser 117. Der Verantwortliche für Sicherheitsfragen in Nordfrankreich war bis 1942 der General Speidel. Das ist nachgewiesen durch den Staatsanwalt des Militärgerichts, das sich mit der Weigerung der 117 jungen Soldaten beschäftigte, durch Major Ficatou. 1957 wurde in Frankreich eine Petition gegen die Berufung Speidels in das NATO-Hauptquartier eingebracht, unter der die Namen eines Ministers der heutigen Regierung und eines hohen Beamten im französischen Justizministerium stehen. Als Verteidiger der 117 jungen Soldaten habe ich das Material über Speidel sorgfältig studiert. Darunter auch solches über die Vorbereitung des hitlerschen Aggressionskrieges. 1933-34 war der damalige Hauptmann Speidel Adjutant des deutschen Militärattachés in Paris. In dieser Eigenschaft hatte er einen Brief von Göring erhalten, über die Operation Teutonenschwert. Sie wissen vielleicht, dass diese Aktion die Ermordung Alexanders von Jerusalemien und des Außenministers Léon Barthoud zum Ziele hatte. Speidel hat den Brief beantwortet und in ihm mitgeteilt, dass alles vorbereitet sei. Die französische Presse hat Speidel als Mitbeteiligten an diesen Morden entlarvt. Es hat aber meines Erachtens nie einen Beleidigungsprozess von Speidel gegeben. Normann überreicht dem Gericht die Fotokopien des Briefwechsels Göring-Speidel zur Einsicht. Sie werden auch von der Anklagevertretung studiert. Darauf bittet Lorenz Knorr um das Wort. Halten Sie, Monsieur Norman, es für möglich, dass es Dokumente gibt, die zur Zeit des Nürnberger Prozesses noch nicht bekannt sind? Ja, wahrscheinlich. Das wollte ich zu Speidel sagen. Ich bin französischer Bürger. Ich bin Anhänger der Verständigung zwischen dem deutschen und dem französischen Volk. Das Urteil von Nürnberg ist für uns eine heilige Sache. Es wird von uns Franzosen nicht nur juristisch, es wird auch moralisch als Basis für die Verurteilung der faschistischen Verbrechen und für die Verständigung zwischen dem deutschen Volk und meinem Volk gewertet. Diese Verständigung ersehne ich mit heißem Herzen. Wir befinden uns… Halt das T-Mask! Herr Staatsanwalt, ich hatte gerade meine Ausführungen beendet. Bitte der nächste Zeuge... Es betritt den Verhandlungsraum der Delegierte des Stadtrates von Aboué, Souveniat. Der heute 40-Jährige ist völlig ergraut. Er war mit 18 Jahren Regimentskommandeur in der französischen Widerstandsbewegung. Er stellt an den Anfang seiner Aussage die Worte Ich habe die Aktionen der Hitlerwehrmacht gegen meine Stadt kennengelernt, aber ich verspüre deshalb keinen Hass gegen das deutsche Volk. 75 meiner Mitbürger wurden verhaftet und in Konzentrationslage überführt, weil sie sich gegen den faschistischen Zwang und Terror zur Wehr gesetzt haben. Der Widerstandskampf wurde zunächst unbewaffnet geführt. Welche Aufgabe hatte die Widerstandsbewegung? Alles Material zu zerstören, was der Weiterführung des Hitlerkrieges diente. Der Leidensweg meiner Mitbürger begann drei Monate nach dem Überfall auf unser Land. Für den Terror gegen die Bevölkerung trug Speidel die Verantwortung im besetzten Frankreich. Er hatte die Macht bis Juni 1942. Aboué wurde ein Ort des Märtyrertums. Unsere Bevölkerung sieht in Speidel den Mörder. Nach der Ernennung Speidels als Befehlshaber von NATO-Streitkräften wurde in Aboué eine Gedenksäule errichtet, die die Inschrift trägt Nein, Speidel, nein! Die französische Regierung hat gegen diese Manifestation niemals etwas eingebettet. Er schließt mit den Worten. Ich bin stolz, einem deutschen Demokraten zu helfen, der den Mut hat zu sagen, wer Speidel war. 13.30 Uhr. Der Vorsitzende gibt bekannt, dass das Gericht in eine einstündige Pause eintritt. 14.40 Uhr. Die Verhandlung wird wieder eröffnet. Das Wort erhält der Vertreter der Verteidigung, Dr. Ammann. In den nächsten 45 Minuten unterbreitet er Dokumente und Beweise. Er weist die Titel der Quellen nach, gibt genaue Seitenzahlen an. Wir kommen jetzt zur Verlesung der Dokumente. Einen Augenblick, bitte. Wenn wir dieses Vorhaben verwirklichen wollten, dann würden Sie mich am Ende in der Leichenhalle wiederfinden. DER der Vorsitzende des Gerichts blickt zur Anklagevertretung hinüber. Oberstaatsanwalt Dr. Walter überlegt und sagt dann... Überrascht? Auf so etwas sind wir nicht vorbei. Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. 15.40 Uhr. Der Vorsitzende gibt den Beschluss bekannt, dass das Gericht sich auf den 27. Mai 1963 9 Uhr vertagt. Dr. Amann erhebt dagegen im Namen der Verteidigung Einspruch.", "summary": "Der Prozess gegen Lorenz Knorr, Direktoriumsmitglied der Deutschen Friedensunion, beginnt am 17. Mai 1963 in Solingen. Er wird der Beleidigung angeklagt, weil er die Bundeswehrgenerale Heusinger, Speidel, Förtsch, Kammhuber und Ruge als Massenmörder bezeichnet hat.", "referenz": "Funkdokumentation zum Prozess gegen den Journalisten und Antifaschisten Lorenz Knorr wegen Beleidigung ehemaliger Wehrmacht- und Bundeswehrgenerale. Wiedergabe der Gerichtsverhandlung gegen Knorr, teilweise in nachgestellten Szenen. Dazwischen Soundeffekte. Unvollständige Überlieferung.\n\n00:00:00 dramatische Musik, darüber Kopfansage der Sendung, einer \"Funkdokumentation zum Prozess Lorenz Knorr contra Massenmörder\" /\n00:00:31 Anklage des Angeklagten Lorenz Knorr: \"die ehemaligen Hitlergenerale\" Adolf Heusinger, Hans Speidel, Friedrich Foertsch, Josef Kammhuber und Friedrich Ruge hätten zusammen mit \"Ex-Minister\" Strauß ein Gerichtsverfahren gegen ihn eingeleitet, da er deren Mitschuld an Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs festgestellt hätte und sie seiner Meinung nach als Massenmörder kein öffentliches Amt mehr bekleiden dürften / das deutsche Volk könne sich nur dann eine bessere Zukunft verschaffen, wenn es einen Reinigungsprozess durchführe / \n\n00:02:21 Beschreibung des Gerichtstermins im Amtsgericht am Freitag, dem 17. Mai 1963 in Solingen, bei dem Anklage gegen Lorenz Knorr als westdeutscher Repräsentant der Politik der Vernunft und damit gegen das Gerichtsurteil des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses, gegen internationales Recht und § 25 des Grundgesetzes der Bundesrepublik erhoben werden soll, darin Beschreibung des Interesses in der Bevölkerung und bei den Journalisten / \n00:08:01 Lorenz Knorr gibt seinen Lebenslauf wieder / \n00:09:31 Sprecher zum Strafantrag gegen Knorr / zu früheren und jetzigen Ämtern der \"angeklagten Kläger\" Heusinger, Speidel, Foertsch, Kammhuber und Ruge /\n00:14:53 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene: Befragung Knorrs zu einer Rede auf dem Jugendforum in Solingen am 22.06.1961, darin Bestätigung Knorrs, das Wort \"Massenmörder\" gebraucht zu haben / Knorr zieht Parallelen zwischen dem Staatsbürger-Unterricht in der Bundeswehr und der Wehrmacht, die fünf Generale seien im Nürnberger Prozess für mitschuldig befunden worden / \n00:22:26 Sprecher zu den Kommissarbefehlen, die von der Generalität ohne Widerspruch entgegengenommen worden seien / zur Judenvernichtung / Zitat des Historikers William L. Shirer zur Übertragung der Verantwortung an die Generale durch Heinrich Himmler, zur Planung einer \"Flurbereinigung\" in Polen, der sich die Generale nicht widersetzten, sondern diese nur hinauszögern wollten / zur Rolle Heusingers im Zweiten Weltkrieg / \n00:26:10 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene: Vertreter der Anklage, Oberstaatsanwalt Walter, erinnert an die eigentliche Anklage wegen Beleidigung / Sprecher: Einspruch des Verteidigers, Rollen der anderen Angekläger bei Kriegsverbrechen / nachgestellte Szene: Knorr zur weiteren Schuld der Ankläger, die sich nicht geändert hätten, die Anklage gegen ihn widerspreche dem Völkerrecht und dem Nürnberger Prozess sowie dem Grundgesetz, er stehe voll zu den von ihm getroffenen Aussagen / \n00:29:52 weiter Beschreibung der Gerichtsverhandlung, nachgestellte Szene zur Befragung der Belastungszeugen, die sich nicht genau erinnern können, Befragung von französischen Zeugen der Verteidigung, die die Schuld Speidels an Kriegsverbrechen in Frankreich untermauern / \n00:38:19 zur Vertagung der Gerichtsverhandlung / Gong //", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-051"}
-{"transcript_id": "101625359", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "MADE in Germany - CLF - eng", "beitragstitel": "Pakistan / Zuwachs bei E-Mobilität / E-Auto als Geldanlage und Prestige-Objekt / Expansionspläne BYD (chinesischer Elektroautohersteller) / Käuferverhalten, Luftverschmutzung, Grafiken", "transkript": "The streets of Karachi are gearing up for a major change on the mobility front. This is a showroom for BYD, the world's largest EV manufacturer. For now, all the cars on display are imported from China, like this one, priced at nearly 9 million rupees, or close to 30,000 euros. A luxury product for the super rich. When Pakistanis are going out to buy a vehicle, they're not only looking for a mode of transportation, they're actually investing in an asset. I think in the recent time, we see we come across a lot of enthusiastic customers that like our cars for for the technology and the features that it brings, you know, the voice recognition that it offers, the luxury that it has. It's a similar story at the showroom run by MG Motors Pakistan, one of the first EV providers in the country. Its key car components, like engines and batteries, also come from China. MG Pakistan is majority owned by Shanghai-based auto giant SAIC. I can say safely, people don't buy EV cars for the environment, that's for sure. Environment is least of their concern. Most of these customers, they're the people who adopt technology faster than anyone around. So they're in for the speed. EVs generally have a high torque, so they're in for the kick, if you can say. But on the streets, EVs are few and far between. The market is still in its infancy. I would not buy an EV. They're not suitable where we live. The Chinese EVs operate via charging, so they consume less fuel. The vehicles are very nice, and some of my friends have bought them. And they are very good cars. My friends have bought them. We want to buy Chinese EVs, but at the moment, there's a problem with infrastructure and the prices are too high for ordinary consumers. with it, but it's a good part of it. The average household per capita income in Pakistan is under 600 euros. The expensive new EVs are still largely status symbols, with many sitting unused in the garage. What people are doing is that they own, the higher-income group even, they own an electric vehicle, even a four-wheeler, and then they have a traditional vehicle in place as well. And they do not utilize their electric vehicle for a long route or an intercity travel, because that range anxiety still exists. And the lack of infrastructure for charging also exists there. But now that's set to change. Pakistan's government wants to electrify mobility and for good reason. Measured by particulate matter, Pakistan has some of the worst air quality worldwide. In megacities like Karachi or Lahore, the pollution is especially harmful to health. And studies show a large share of the problem is caused by cars and other vehicles, prompting policymakers to announce new goals for e-mobility. The government is aiming that the new vehicle sales, that are the new energy vehicle sales, will be 30% by 2030 again, but 90% by 2040. And we are also aiming to go completely zero-emission vehicle fleet by 2060. However, the most commonly used vehicles in Pakistan are scooters and motorcycles. Fewer than one in 40 Pakistanis owns a car. But the first steps are now being taken to get motorcycles and scooters going electric. One reason, the high cost of gasoline. and is an import-dependent economy. On the oil prices front, the petrol prices have gone significantly higher. And there's also numbers that states that approximately 40% of our import fuel is being consumed by the transport sector itself. Those high fuel prices can make e-bikes a cost-effective option, despite the initial price tag being two or even three times that of their gasoline-powered counterparts. Still, only 1% of new registrations are electric, a long way short of the government's 30% goal. That said, Pakistan's largest motorcycle manufacturer is planning to launch its first e-model this summer. And the first electric rickshaws are already on the market. They come in a variety of models, some also designed to serve as ambulances or garbage trucks. And promisingly, they're not imported end products. They're made in Pakistan. It's designed and developed in Pakistan by Sazgar. The battery and motor are imported, but the rest of the rickshaw that you see is all made in Pakistan. Local production is also what BYD is aiming for. The Chinese EV giant has plans to build a plant in Pakistan, and hopes to boost demand for cars there. When you look at the penetration in the market, there is a huge gap that still remains in terms of the population and the density of vehicles per capita. So the idea is to increase car ownership in Pakistan, electric cars, of course. But whether this is a climate-friendly objective depends on the energy mix. In Pakistan, about 40% of electricity is still generated from fossil fuels. But the weather is ideal for solar energy. That could help electrify mobility, too, if the infrastructure is expanded. Currently, there are still relatively few fast-charging stations. Experts claim that what matters now is targeted investment from private investors and perhaps also with international funding. So Pakistan recently introduced its carbon trading emission policy. The EV sector in Pakistan is an opportunity for the investors to invest in Pakistan and earn carbon credits through it. What do you think? Should luxury vehicles count as green objects just because they run on electricity? How can Pakistan reform its mobility in a way that benefits everyone, or at least provides cleaner air in the megacities?", "summary": "Elektromobilität in Pakistan und die Rolle chinesischer Hersteller wie BYD und MG. Hohe Preise und mangelnde Ladeinfrastruktur beschränken E-Fahrzeuge auf eine wohlhabende Käuferschicht. Die Regierung fördert E-Mobilität zur Reduzierung von Luftverschmutzung und Importabhängigkeit bei Kraftstoffen. Lokale Produktion von E-Rikschas und Pläne für ein BYD-Werk sollen den Markt entwickeln.", "referenz": "Goldstandard\nMagazin-Beitrag, mit gutem Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-052"}
-{"transcript_id": "101646318", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DST Webvideos Russisch - Wide", "beitragstitel": "Interview mit Tsikhanouskaya", "transkript": "Он все время в работе, занят. Я говорю, давай, успокоимся, с детками мультик посмотрим. И мы решили, что мы не переносим домой политику. Он не очень дипломатичный человек для дипломатии, он явно не подходит. В семье мы точно тандем. На политическом поле пока еще нужно Сергею определиться, чтобы понять, кто мы по отношению друг к другу. Чуть менее года назад Европейский Союз выделил 30 миллионов евро на поддержку белорусских проектов, гражданского общества. Уже называются какие-то цифры, может быть, или, по крайней мере, подобное финансирование, насколько белорусы могут рассчитывать на него. Сейчас, наверное, идет процесс переоценки вот этих нужд, потому что с момента, когда Америка прекратила поддержку всех гражданских инициатив за рубежом, конечно, образо��ался очень большой пробел в финансировании гражданских активистов. И сейчас наши европейские союзники ищут возможности этот гэп заполнить, но вряд ли получится полностью восстановить тот объем, либо добрать тот объем, который потеряли белорусы в связи с американской новой политикой. Но мы тоже приоритизировались, мы тоже немножечко подумали, где можно урезать, какие главные направления. И вот именно этот анализ был представлен нашим союзникам для оценки. Примерно о каких суммах идёт речь, чтобы заполнить тот пробел, который сейчас оказался настолько критическим? Ну, это не секрет, что американская помощь покрывала примерно половину всего объема помощи белорусскому гражданскому обществу. То есть сейчас Евросоюз остается крупнейшим донором, по сути, и должен стать чуть ли не единственным донором, да, в этой ситуации. Во-первых, никто никому ничего не должен. Европейский Союз понимает, что помощь беларусам – это не какая-то благотворительность, это инвестиции в демократию, это инвестиции в их безопасность. Поэтому такие инвестиции окупятся в разы, когда наши цели будут достигнуты. Когда я говорю «мы», я имею в виду все демократическое общество. Сюда входят и правозащитники, и культурные инициативы, и медиа, и гражданские активисты ищут возможности для помощи на национальном уровне, в разных странах, и выходят за пределы Евросоюза. Это уже такие частные инициативы, но, конечно, это в интересах Европы помочь беларусам, поэтому они берут на себя такую ответственность, такие обязательства. В прошлый раз мы с вами записывали интервью в Брюсселе, и вы тогда еще пришли с портретом Сергея Тихановского, еще много чего, то есть с тех пор много что произошло радостного, теперь вот я вижу, что... Да, у меня сегодня Олесь Беляцкий, но прежде всего мы должны постоянно напоминать о том, что наш нобелевский лауреат находится в тюрьме, и он почетный гражданин Парижа, вчера это было очень символично во Франции. И это напоминание того, что да, мой муж на свободе, но в тюрьмах остается еще как минимум 1300 политических заключенных, реальная цифра гораздо больше. И пока этот портрет, любой портрет будет у меня в руках, это значит, что нам надо продолжать работать, нам надо выстоять, чтобы каждый из наших героев вышел на волю. Ну, Сергей вас уже сопровождает, я так понимаю, в оригинале, и, конечно, интересно, как с тех пор, как он вышел на свободу, изменилась ваша политическая жизнь, ваша социальная, личная жизнь и так далее. Я не могу сказать, что как-то политическая жизнь изменилась, потому что он понимает мою роль, он ее не пытается изменить. Понятно, что ему нужно еще немножечко времени, чтобы найти свое место, потому что есть такая проблема большая, что люди, которые попали в тюрьму в 2020 году, им нужно время осознать, что прошло уже 5 лет, поменялся контекст, поменялась геополитическая обстан��вка. Сегодня Сергей выдал видео 100 дней после заключения, где он признает, что начал действовать поспешно и сделал несколько ошибок. Ему еще надо много узнать, но невозможно пять лет охватить и понять, что где было, что как происходило. Но мы его потихоньку обучаем, рассказываем, потому что для политики тоже нужен опыт. И тут тоже нужно выбрать свой путь. Либо ты работаешь в медиа, и тогда ты можешь говорить от души все, что хочешь. У нас нет цензурирования медиа. Либо ты политик, и тогда ты должен думать о последствиях своих слов. И должен говорить согласно обстановке, скажем так. Это его путь, я рядом, помогаю ему. Что касается дома. Дома мы семья. У нас было пару незначительных конфликтов на фоне. Ты зачем это сказал так неправильно, зачем ты обидел белорусов. И мы решили, что мы не переносим домой. политику. Мы дома семья, мы дома с детьми. Конечно, не всегда получается, но мы очень стараемся, потому что очень нервная в целом обстановка в политическом поле и, конечно, можно до бесконечности и спорить и дискутировать. И я тоже для себя так подумала. Я когда была одна, без Сергея, ты все равно и приходишь домой, работаешь, и с детьми сказку читаешь, а все равно в мыслях и с политзаключенными, и по работе, и там-то надо сделать и это. И я говорю, ну, наверное, надо и мне дать все время быть рядом с мужем и уделять ему столько внимания, вот что ему не хватало все эти пять лет. Потом, с одной стороны, стало легче, с другой, наши, наверное, силы удвоились, мы друг друга поддерживаем, вот, но посмотрим. Вы говорите, с одной стороны стало легче, а с другой? Ну, стало сложнее, потому что я чувствую ответственность и за путь Сергея тоже. Когда он тебя ищет, и там, опять же, если он делает какие-то ошибки, все равно нас какое-то время, особенно поначалу, воспринимали как одно целое, и все равно спрашивали, так скажем, с меня. Но чем более самостоятельным становится Сергей, тем, конечно, нас связывают в одно целое, и он всегда сам заявляет, что я не работаю в офисе, мы отдельная структура, отдельная ячейка, отдельный человек, и не надо нас как бы смешивать в кучу. Но это тоже своеобразный путь. Заново надо и привыкать друг к другу. Он вышел из тюрьмы, конечно, не сломленным, такой же энергичный, такой же, вот у него много проектов в голове, и он все время в работе, занят, и я говорю, давай дома успокоимся, с детками мультик посмотрим. Ну, пока так, все немножко хаотично, но оно все придет в норму. То есть вы дуэт, вы тандем или вы пока не знаете? Но мы явно не в конкуренции, в семье мы точно тандем. На политическом поле пока еще нужно Сергею определиться, чтобы понять, кто мы по отношению друг к другу. Вы не жалеете, что отказались от интервью у Настины? Ну, вообще, на самом деле, так эту историю раздули, там был ряд обстоятельств, которые вообще привели вот к этому моменту, и, возможно, где-то, может, я была неправа, потому что для Сергея был этот стрим важен, я пообещала прийти, и я как бы его планы разрушила, и понятно, что быть в мировых СМИ – это крайне важно. И такая вот у меня сейчас, знаете, роль – либо ты с мужем, либо ты делаешь свою политическую работу, и в моменте не всегда понятно, что правильнее. Мы тоже учимся, и Сергей явно не хотел, чтобы это выглядело так, как это выглядело. Он очень сильно переживал по этому поводу, но мы справились. Как вы видите ваше будущее политическое, вместе, отдельно, чего вы вообще желаете в этом отношении? Я желаю вернуться домой и жить в Беларуси уже в какой роли? Наверное, это второстепенно. Я понимаю приобретенный опыт, я понимаю приобретенный уровень контактов в мире, да, и понимаю свой вес. И если надо будет служить Беларуси и дальше в любой capacity, то, конечно, я буду, потому что я гиперответственный человек, очень. И если нужно будет, я буду продолжать. Но пока мы за рубежом, то я делаю то, что я должна делать, пока есть силы, физические, моральные. И Сергей, опять же, Сергей тут зависит от того, какой путь он выберет. Он не очень дипломатичный человек для дипломатии, он явно не подходит. Но, возможно, нам нужны такие яркие политики. Unpredictable. У нас такие в мире есть. Ну, посмотрим. Я тут не хочу связывать наше будущее с Сергеем только с политикой. По-разному может сложиться жить.", "summary": "Sviatlana Tsikhanouskaya über die Finanzierung der belarusischen Zivilgesellschaft nach dem Wegfall US-amerikanischer Hilfen durch die EU. Sie thematisiert die Situation politischer Gefangener wie Ales Bialiatski und die politische Wiedereingliederung ihres Ehemannes Sergei Tikhanovsky. Die Trennung von politischer Arbeit und Privatleben sowie die Definition ihrer politischen Rollen als Paar werden erörtert.", "referenz": "Webvideo, Interview, ohne Sachinhalt, mit Manuskriipt in kyrillisch", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Er ist immer bei der Arbeit, beschäftigt. Ich sage, lasst uns ruhig werden, lasst uns mit den Kindern einen Zeichentrickfilm anschauen. Und wir beschlossen, dass wir die Politik nicht nach Hause bringen würden. Er ist kein sehr diplomatischer Mensch für die Diplomatie, er ist eindeutig nicht geeignet.\n\nIn der Familie sind wir auf jeden Fall ein Tandem. Auf politischem Gebiet muss sich Sergej noch entscheiden, um zu verstehen, wer wir im Verhältnis zueinander sind.\n\nVor etwas weniger als einem Jahr hat die Europäische Union 30 Millionen Euro zur Unterstützung belarussischer Projekte und der Zivilgesellschaft bereitgestellt. Einige Zahlen werden bereits genannt, vielleicht, oder zumindest ähnliche Finanzierungen, soweit die Belarussen darauf rechnen können.\n\nnachstehend? Jetzt gibt es wahrscheinlich einen Prozess der Neubewertung dieser Bedürfnisse, denn von dem Moment an\n\nAls die Vereinigten Staaten aufhörten, alle zivilgesellschaftlichen Initiativen im Ausland zu unterstützen, gab es natürlich eine sehr große Lücke in der Finanzierung von Aktivisten der Zivilgesellschaft, und jetzt suchen unsere europäischen Verbündeten nach Möglichkeiten, diese Lücke zu füllen, aber es ist unwahrscheinlich, dass es möglich sein wird, das Volumen, das die Belarussen im Zusammenhang mit der neuen amerikanischen Politik verloren haben, vollständig wiederherzustellen oder zurückzugewinnen.\n\nAber wir haben auch Prioritäten gesetzt, ja, wir haben auch ein wenig darüber nachgedacht, wo wir die Hauptbereiche reduzieren könnten, und es war diese Analyse, die unseren Verbündeten zur Bewertung vorgelegt wurde.\n\nÜber welche Beträge sprechen wir ungefähr, um die Lücke zu füllen, die sich jetzt als so kritisch herausgestellt hat?\n\nNun, es ist kein Geheimnis, dass die US-Hilfe etwa die Hälfte aller Hilfen für die belarussische Zivilgesellschaft abdeckte.\n\nDas heißt, jetzt bleibt die Europäische Union in der Tat der größte Geber und sollte in dieser Situation fast der einzige Geber werden.\n\nErstens: Niemand schuldet irgendjemandem etwas. Die Europäische Union versteht, dass die Hilfe für die Belarussen keine Art von Wohltätigkeit ist, sondern eine Investition in die Demokratie, eine Investition in ihre Sicherheit.\n\nUnd daher werden sich solche Investitionen oft auszahlen, wenn unsere Ziele erreicht werden. Wenn ich \"wir\" sage, meine ich die gesamte demokratische Gesellschaft, zu der Menschenrechtsverteidiger, kulturelle Initiativen, Medien und Aktivisten der Zivilgesellschaft gehören, die nach Möglichkeiten suchen, auf nationaler Ebene in verschiedenen Ländern zu helfen und über die Grenzen der Europäischen Union hinauszugehen. Das sind bereits solche privaten Initiativen, aber natürlich ist es im Interesse Europas, den Belarussen zu helfen, also übernehmen sie eine solche Verantwortung, solche Verpflichtungen.\n\nDas letzte Mal, als wir ein Interview in Brüssel aufgenommen haben, und dann kamen Sie noch mit einem Porträt von Siarhei Tsikhanouski, viele andere Dinge, das heißt, seitdem sind viele freudige Dinge passiert, jetzt sehe ich das...\n\nJa, heute habe ich Oles Bjaljazki, aber vor allem müssen wir ständig daran erinnern, dass unser Nobelpreisträger im Gefängnis sitzt und ein Ehrenbürger von Paris ist.\n\nGestern war es in Frankreich sehr symbolisch, und es ist eine Erinnerung daran, dass wir zwar frei sein können, aber es gibt immer noch mindestens 1.300 politische Gefangene in Gefängnissen, die tatsächliche Zahl ist viel höher, und solange dieses Porträt, irgendein Porträt in meinen Händen ist, bedeutet das, dass wir weiterarbeiten müssen, dass wir durchhalten müssen, damit jeder unserer Helden freigelassen wird.\n\nSergej begleitet Sie, so wie ich es verstehe, bereits im Original, und natürlich ist es interessant, wie sich Ihr politisches Leben, Ihr soziales und persönliches Leben und so weiter seit seiner Freilassung verändert haben.\n\nIch kann nicht sagen, dass sich das politische Leben in irgendeiner Weise verändert hat, denn er versteht meine Rolle, er versucht nicht, sie zu ändern.\n\nEs ist klar, dass er noch etwas Zeit braucht, um seinen Platz zu finden, denn es gibt ein so großes Problem, dass Menschen, die 2020 ins Gefängnis gegangen sind, Zeit brauchen, um zu erkennen, dass fünf Jahre vergangen sind, sich der Kontext geändert hat, die geopolitische Situation sich geändert hat. Und gerade heute, hundert Tage nach seiner Inhaftierung, hat Sergej ein Video veröffentlicht, in dem er zugibt, dass er überstürzt zu handeln begann und mehrere Fehler machte.\n\nUnd er hat noch viel zu lernen, es ist unmöglich, fünf Jahre zu überbrücken und zu verstehen, was wo passiert ist, was passiert ist. Wir lehren ihn langsam, sagen es ihm, denn auch Politik braucht Erfahrung, und auch hier muss man seinen eigenen Weg wählen. Entweder arbeitest du in den Medien und kannst dann aus dem Herzen sagen, was du willst, wir haben keine Zensur der Medien, oder du bist Politiker, und dann musst du über die Konsequenzen deiner Worte nachdenken und du musst in Übereinstimmung sprechen.\n\nSituation, sagen wir es so. Deshalb ist dies sein Weg hier, ich bin da, um ihm zu helfen. Was das Zuhause betrifft, so sind wir zu Hause eine Familie. Wir hatten ein paar kleinere Konflikte im Hintergrund, warum haben Sie das so falsch gesagt, warum haben Sie die Weißrussen beleidigt. Und wir beschlossen, dass wir die Politik nicht nach Hause bringen würden. Wir sind zu Hause eine Familie, wir sind zu Hause mit Kindern. Natürlich klappt es nicht immer, aber wir geben uns sehr Mühe, denn die Gesamtsituation im politischen Feld ist sehr nervös und natürlich können wir endlos streiten und\n\ndiskutieren. Und das dachte ich auch für mich selbst. Als ich allein war, ohne Sergej, kommst du immer noch nach Hause, arbeitest und liest mit deinen Kindern ein Märchen, aber immer noch in Gedanken mit politischen Gefangenen und bei der Arbeit, und da musst du das auch tun. Und ich sagte, nun, ich denke, man sollte mir all die Zeit geben, um mit meinem Mann zusammen zu sein und ihm so viel Aufmerksamkeit zu schenken, dass er all die fünf Jahre gefehlt hat. Dann wurde es auf der einen Seite einfacher, auf der anderen Seite hat sich unsere Kraft wahrscheinlich verdoppelt, wir unterstützen uns gegenseitig. Nun, wir werden sehen.\n\nDu sagst, dass es auf der einen Seite einfacher geworden ist, und auf der anderen Seite?\n\nNun, es ist schwieriger geworden, weil ich mich auch für Sergeys Weg verantwortlich fühle. Wenn er dich sucht, und da auch wieder, wenn er einige Fehler macht, so wurden wir noch eine Zeitlang, besonders anfangs, als ein Ganzes wahrgenommen und noch sozusagen von mir verlangt.\n\nAber je unabhängiger Sergej wird, desto mehr sind wir natürlich zu einem Ganzen verbunden, und er erklärt immer selbst, dass ich nicht im Büro arbeite, wir sind ein separates Gebilde, eine getrennte Zelle, eine getrennte Person, und wir sollten nicht auf einen Haufen gemischt werden.\n\nNun, das ist auch eine Art Weg. Man muss sich wieder aneinander gewöhnen, und er kam aus dem Gefängnis, natürlich nicht gebrochen, derselbe, derselbe, er hat viele Projekte im Kopf, und er ist immer bei der Arbeit, beschäftigt, und ich sage, lass uns zu Hause beruhigen, schau uns mit den Kindern einen Zeichentrickfilm an. Nun, im Moment ist alles ein wenig chaotisch, aber es wird sich alles wieder normalisieren.\n\nIhr seid also ein Duo, ihr seid ein Tandem oder ihr wisst es noch nicht?\n\nAber wir stehen ganz klar nicht in Konkurrenz, in der Familie werden wir auf jeden Fall tanden. Auf politischem Gebiet muss sich Sergej noch entscheiden, um zu verstehen, wer wir im Verhältnis zueinander sind.\n\nBereuen Sie, dass Sie ein Interview auf CNN abgelehnt haben?\n\nHören Sie, nun, im Allgemeinen wurde diese Geschichte in der Tat unverhältnismäßig aufgebauscht, es gab eine Reihe von Umständen, die zu diesem Moment geführt haben, und vielleicht habe ich mich irgendwo geirrt, denn dieser Strom war wichtig für Sergey, ich habe versprochen zu kommen, und ich habe sozusagen seine Pläne ruiniert, und es ist klar, dass es extrem wichtig ist, in den Weltmedien zu sein.\n\nUnd das ist jetzt meine Rolle, wissen Sie, entweder Sie und Ihr Mann, ja, oder Sie machen Ihre politische Arbeit, und im Moment ist nicht immer klar, was richtiger ist. Wir lernen auch, und Sergey wollte offensichtlich nicht, dass es so aussieht, wie es aussieht, also war er auch sehr besorgt darüber, aber wir haben es geschafft.\n\nWie sehen Sie Ihre politische Zukunft? Zusammen? Getrennt?\n\nWas wünschen Sie sich in dieser Hinsicht?\n\nIn welcher Funktion möchte ich nach Hause zurückkehren und in Belarus leben? Wahrscheinlich ist das zweitrangig. Ich verstehe die gesammelte Erfahrung, ich verstehe das erworbene Niveau der Kontakte in der Welt, ja, und ich verstehe mein Gewicht.\n\nUnd wenn es notwendig ist, Belarus weiterhin in irgendeiner Funktion zu dienen, dann werde ich das natürlich tun, weil ich ein sehr verantwortungsbewusster Mensch bin. Und wenn nötig, werde ich weitermachen. Aber während wir im Ausland sind, tue ich, was ich tun muss, solange ich die Kraft habe, physisch und moralisch.\n\nUnd Sergey, nochmal, Sergey hängt davon ab, welchen Weg er wählt. Er ist kein sehr diplomatischer Mensch, er ist eindeutig nicht für die Diplomatie geeignet. Aber vielleicht brauchen wir solche klugen Politiker. Unberechenbar. Wir haben solche Leute auf der Welt. Nun, wir werden sehen. Ich möchte unsere Zukunft mit Sergej nicht nur mit der Politik verknüpfen. Das Leben kann auch anders kommen.", "eval_id": "EVAL-053"}
-{"transcript_id": "101634952", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Shift - CLF - spa", "beitragstitel": "Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie durch die Polizei/ Videoüberwachung/ Identifizierung von Verdächtigen/ Strafverfolgung", "transkript": "La Policía compara las grabaciones de las cámaras de vigilancia con los datos biométricos almacenados en las bases de datos. Un procedimiento similar en todo el mundo. En el caso de las heridas jurídicas, las autoridades de la Policía de la República La Policía puede solicitar automáticamente un análisis de imágenes faciales sin ningún tipo de control. Es decir, solo tiene que utilizar el software de reconocimiento facial que le proporciona cinco resultados. Y basándose en estos resultados, el agente selecciona a la persona que, en su opinión, es más parecida a la persona involucrada en la infracción. a través de un proceso de violación de las reglas. Importante, el software solo ofrece sugerencias, no resultados definitivos. El funcionario decide si la imagen grabada coincide con la persona de la base de datos. Si no hay más pruebas, una coincidencia parcial no es suficiente.", "summary": "Die Polizei nutzt Software zur Gesichtserkennung für Ermittlungen. Überwachungsaufnahmen werden mit Datenbanken abgeglichen. Ein Beamter entscheidet, ob die vom System vorgeschlagenen Personen übereinstimmen.", "referenz": "Goldstandard\nMagazin-Beitrag, mit gutem Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Die Polizei vergleicht die Aufzeichnungen von Überwachungskameras mit biometrischen Daten, die in Datenbanken gespeichert sind. Ein ähnliches Verfahren auf der ganzen Welt.\n\nWeitere Informationen finden Sie www.albertosanagustin.com\n\nDie Polizei kann automatisch und ohne jegliche Kontrolle eine Analyse von Gesichtsbildern anfordern. Das heißt, Sie müssen nur eine Gesichtserkennungssoftware verwenden, die Ihnen fünf Ergebnisse liefert. Und auf der Grundlage dieser Ergebnisse wählt der Beamte die Person aus, die seiner Meinung nach der Person, die an dem Verstoß beteiligt ist, am ähnlichsten ist.\n\nMenschen, die unter dem Gesetz des Verstoßes gegen die Regeln stehen.\n\nWichtig, die Software bietet nur Vorschläge, keine endgültigen Ergebnisse. Der Mitarbeiter entscheidet, ob das aufgenommene Bild mit der Person in der Datenbank übereinstimmt. Wenn es keine weiteren Beweise gibt, reicht eine teilweise Übereinstimmung nicht aus.", "eval_id": "EVAL-054"}
-{"transcript_id": "101621480", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Como te afecta? - spa", "beitragstitel": null, "transkript": "Estás desesperado, no te queda plata para el alquiler, las facturas están por vencer y necesitas plata ya. De repente, pum, ves un anuncio en redes sociales donde te prometen crédito fácil y rápido o te meten a un grupo de Telegram para invitarte a invertir unos cuantos pesitos en una criptomoneda que te va a hacer millonario. Suena demasiado bueno para ser cierto, ¿no? El problema es que, si parece muy fácil, puede ser que haya gato encerrado. Así que cuidado, porque podría tratarse de una ciberestafa. Yo creí en algo como el tema de los bitcoins, caí redondita. que me llamaron como para, mira, te ganaste algo por tener X o Y tarjeta de crédito y uno como pues obviamente se muestra interesado. Mucho de esto se basa en la urgencia y en la necesidad del usuario, entonces también muchas víctimas están cayendo a eso precisamente por la urgencia y la necesidad que tienen de tener acceso a este tipo de dinero, dinero fácil. A veces simplemente quieres ayudar a alguien, pero igual caes en la trampa. Hablaron con mi sobrina como haciéndose pasar por mí y me estafaron con 30.000 pesos. Si no te ha pasado directamente a vos, estoy casi segura de que mínimo conoces a alguien a quien han intentado o a quien han conseguido estafar a través de redes sociales, mensajes o llamadas fake. a ella no le llegó el link del vendedor, sino que le llegó por otro número desconocido. Ella se confundió y pagó ese link vía WhatsApp. Hizo el pago ahí y ¿qué pasó? Básicamente le vaciaron la cuenta bancaria. En esto de la digitalización hasta los ladrones se han puesto las pilas y han encontrado nuevas formas de seguir haciendo de las suyas. Estafas por Internet, todo el tiempo, todos los días veo. Y a mí me llevan mensajes al correo no deseado o al spam de Gmail, pero nunca abro el link, porque sé que si abrís un link, ya te pueden robar todas las cuentas. Las estafas digitales son un fenómeno que en los últimos años ha aumentado exponencialmente. En el primer semestre de 2024, el volumen de fraude bancario online en América Latina creció un 32% con respecto al mismo periodo de 2023, según un reporte de la empresa especializada en fraude digital BioCatch. Y con ayuda de la inteligencia artificial, los ciberestafadores se han puesto más creativos. ¡Escucha este audio! Los estafadores pueden hacerte creer que estás escuchando a un ser querido, pero en realidad es creado digitalmente. con solo unos segundos de grabación, puede inclonar tu voz. Hay miles de formas en las que podés ser estafado, a través de una supuesta llamada de emergencia de un familiar, por una oferta de trabajo que te llega a WhatsApp al hacer clic en un enlace que no debías, o hasta por perfiles falsos en apps de citas mientras andas buscando al amor de tu vida. En este episodio de ¿Cómo te afecta?, vamos a ver cuáles son las estafas más peligrosas que andan por ahí, cómo podemos identificar qué es real y qué no, y lo más importante, cómo protegernos de todo esto. Si pensabas que las estafas digitales solo afectan a los boomers que no manejan bien la tecnología, pues estás equivocado. Algunos datos relevantes que podemos ver es que hay dos grupos, dependiendo del tipo de estafa que se está realizando. Los muy jóvenes, gente que está entrando al mundo digital o laboral, respecto de digital no me refiero a que estén usando redes sociales, sino que están teniendo su cuenta, sus primeros ingresos y entonces están ingresando a este mundo de las transacciones bancarias digitales. Ese grupo de los jóvenes entre 18 y 22 años son estafados generalmente con temas de empleos, de paquetes que están pendientes de pagos de impuestos para recibir algún tipo de situación o los engañan tan sencillo como si tú entras a esta inversión y traes cuatro personas más vamos a obtener más dinero. Son uno de los grupos donde ven que como no hay mucha educación financiera, también son capaces de poder buscar dinero de manera muy sencilla. Yo creo que una persona más adulta lo piensa, lo analiza y sabe, pero los jóvenes como que, viste, hoy en día es que... Yo tengo 26, no sea tan grande, pero la ambición de uno de 18, 20, 22 es diferente. Y sí, claro, por el otro lado están nuestros papás, tíos o abuelos. El otro, que es mucho más apetitoso, es una tercera parte de las estafas, son las personas mayores de 60 años. Personas que no son propiamente nativos digitales, digamos, la tecnología no es lo que más conocen. a mi tía que le mandaron un mail y apretó un link que no había que apretar y le vació la cuenta al banco. Es decir, de esto no se salva nadie, cualquiera que esté conectado puede ser una víctima. Con más del 84% de su población en línea, Latinoamérica es una de las regiones más conectadas del mundo, solo por detrás de Europa y Norteamérica. También es uno de los mayores mercados digitales del mundo, con más de 368 millones de usuarios de internet. No es de extrañar que los ciberestafadores abunden. El famoso phishing, muy probablemente ya se ha escuchado el término, es uno de los métodos más comunes. Básicamente consiste en engañar a las personas para que revelen información valiosa y confidencial, como nombres de usuario, contraseñas o números de tarjeta de crédito. Se realiza mediante correos electrónicos, mensajes, llamadas o sitios web fraudulentos que se hacen pasar por instituciones confiables o por otras personas. Y ataca tanto a personas como a empresas. El reporte Estado del Phishing 2024, un análisis realizado en más de 15 países por la empresa de ciberseguridad Proofpoint, reveló que, en promedio, se detectaron y bloquearon al mes unos 66 millones de correos electrónicos engañosos diseñados para estafar. Esto representa 1.527 intentos de phishing por minuto. En América Latina, entre los países más atacados, Brasil está a la cabeza, seguido de México. Aquí es muy relevante hacer una pequeña aclaración, en montos y cantidad, México y Brasil, o Brasil y México siguen siendo donde vemos más casos, porque tenemos más población, es más posible que exista también por lo mismo más estafas. Por otro lado, la empresa de seguridad Sofistic con presencia especialmente en España y Latinoamérica hizo un análisis de las vulnerabilidades de sus clientes y ojo, los resultados revelaron que 1 de cada 2 usuarios que recibe un correo de phishing lo abre, un 24% accede a enlaces fraudulentos y un 17% facilita datos. Recibió un mail desde el Ministerio de Salud, que supuestamente era del Ministerio de Salud, que le pedían como un link para entrar a no me acuerdo dónde, y cuando les dio el link, entraron y les hackearon el teléfono, empezaron a pedir plata a todos sus contactos. Hay contactos que le dieron plata. Con la inteligencia artificial, se están creando mayores sitios phishing, con mayor facilidad, a mayor escala, y obviamente se están distribuyendo con mucho más facilidad, y esto permite de alguna forma que los delitos de estafas sean mucho más rápidos, versátiles y que la gente caiga más fácilmente. Antes, esas llamadas telefónicas que se hacían pasar por agentes de banco sonaban muy robóticas. Era muy fácil identificar que eran fake, falsas. Pero ahora, recibís llamadas con voces que suenan muy humanas, o que suenan escalofriantemente iguales a las de tus familiares. Con los famosos audio deepfakes, se clona la voz para mandar mensajes falsos, haciéndose pasar por otras personas o por vos mismo. Entonces, ¿qué hacen? Utilizan esa suplantación para llamar a tus contactos una vez que obtienen información y se empiezan a contar una historia. Oye, estoy en una situación complicada. Ayúdame, préstame dinero. Pero lo hacen con la voz del usuario. Entonces, esto genera que la persona al otro lado de la llamada, pues, confíe totalmente porque dice, sí, sí, es la persona. persona. -¡ si, alguien cercano! que lo llamaron como para que se había accidentado el hijo, y la voz era idéntica al hijo, Y claro, en una emergencia, la desesperación por ayudar, así que queramos actuar rápido, sin analizar mucho. Lo llaman a uno de la cárcel con un cuento de que pise a alguien, de que, ay, primo, necesito dinero, ¿qué tal? Y lo llaman a uno muy desesperadamente. saben lo que hacen y apelan al susto, al miedo, a las emociones y buscan engancharnos por emociones. La una es por este lado negativo, nos meten miedo de que algo está pasando y como estamos asustados entregamos los datos porque queremos solucionar el problema rápido. Y la otra es cuando pasan cosas maravillosas y es igual apelando a las emociones. No te ganaste pasajes de avión, ni siquiera, no es gratis, ven acá y te damos la información. subimos todo a redes sociales, fotos, videos, donde trabajamos, la forma en la que nos expresamos, etc. Este contenido es justamente el combustible que los estafadores necesitan para robar identidades. Sí, me pasó que me robaron las fotos de mi cuenta de Instagram, se hicieron un Instagram poniendo otro nombre y se hicieron cuentas en aplicaciones de citas y además. En Instagram se lo hackearon y empezaron a usar su Instagram para hablarle a la gente. Al final terminamos reportándolo y lo cerraron. Hay algunos que, además de estafados, terminan con el corazón roto. Y nos pidió ayuda, como si fuéramos pareja, pero solo en la parte de atrás. Los estafadores crean perfiles falsos en plataformas de citas como Tinder para engañar a personas que buscan a su media naranja y posteriormente sustraerles dinero. O también te enamoran con otras cosas, por ejemplo, con ofertas de empleo. Mucho cuidado con eso. Sí, una vez postulé a través de un trabajo, es como la última moda, y me contactaron a través de Facebook. Y ahí llegamos a contactos a hablar por WhatsApp, y estaba en una llamada y me hackearon mi WhatsApp. Y claro, yo no podía volver a recuperar mi cuenta. Intenté conectarme, contactarme con mis seres queridos, amigos, a través de redes sociales, como avisar de la situación, y ya fue tarde. Con todas estas formas de manipulación, los hackers buscan una cosa, obtener la mayor información confidencial posible de las potenciales víctimas. Los datos tienen muchos usos, como le dicen que es de nuevo oro. Yo no sé ustedes, pero a mí leer los términos y condiciones de cada sitio web o aplicación que instalar me parece un martirio. Aceptémoslo, esos textos larguísimos redactados en letra minúscula no se los quiere leer nadie. Pero esa es justamente la trampa en la que no debemos caer. Si aceptamos a ciegas, especialmente si estamos instalando una nueva aplicación en el teléfono, podemos llegar a regalar algo sumamente valioso, nuestros datos. Muchas veces los usuarios, al darle el acceso o al descargar la aplicación, pues también comprometen mucho su seguridad, porque mucha de la información que están bajando puede ser comprometida, puede ser utilizada por los delincuentes para, no sé, para cometer delitos posteriores relacionados con el robo de identidad. ejemplos de cómo los ciberestafadores se aprovechan de tus datos es a través de las conocidas como montadeutas. Es un método relativamente reciente y que ha alertado especialmente a las autoridades de México. Estos esquemas otorgan préstamos de dinero fáciles e inmediatos, prácticamente sin requisitos. Si está surgido de plata, es una propuesta muy tentadora. Muchas de estos esquemas conocidos como de montadeudas lo que hacen es precisamente persuadir a las víctimas para que contraten el crédito, ya sea a través de una aplicación, a través de su móvil, y después que puedan aceptar los términos y convencerlas de las condiciones que normalmente son inexistentes. que aceptados los términos y condiciones al bajar la aplicación tienen acceso a todo, a tus contactos, fotos, video y con eso te empiezan a extorsionar. Empiezan a hablar a tus conocidos, oye dile que me paguen, dile que me paguen y empiezan a jugar con muchas cosas, inclusive hasta pueden... tener acceso a tu galería de fotos, es bien pero bien delicado. Entre 2021 y 2024 se identificaron 1,073 apps reportadas al Consejo Ciudadano de la Ciudad de México bajo el modus operandi de montadeudas y tan solo en 2022 ese consejo recibió 11,594 denuncias ciudadanas. Algunos ejemplos de montadeudas son Jose Cash, Cashbook, Talamovil, Cohete Crédito, por mencionar algunas porque la lista es larga. En Colombia a esta modalidad se le conoce como gota a gota virtual. Aquí las autoridades también han advertido de un crecimiento de estas ciberestafas. La Superintendencia de Industria y Comercio ha abierto investigaciones a varias de las empresas que están detrás de estas aplicaciones, por ejemplo de las apps Eastbay y Popcash. Como mencioné, la mayoría de estas estafas de préstamo rápido virtual se enfocan en la instalación de aplicaciones móviles y es que justamente a través de los celulares es donde más casos de ciberestafa se da. Según Biocash, en lo que va de 2025, el 88% de todas las sesiones bancarias fraudulentas se realizaron desde dispositivos móviles. Sea cual sea la forma de estafa, muchas derivan al mismo delito, el fraude bancario, y esos casos de fraude han aumentado también en la región. En Chile, por ejemplo, durante los primeros seis meses de 2024, las estafas bancarias se triplicaron en comparación con 2023. Me han ferido como tres veces, o dos, no sé, varias veces. Lo fue gay, perdió a Tarluca, o sea, como, no sé, 300 Tarluca, no sé. El caso de Chile es muy particular en Latinoamérica. Chile tiene una regulación que reembolsa aquel fraude que es denunciado ante una autoridad judicial. Entonces, en el caso de Chile, lo que estamos viendo obviamente es que hay una mayor denuncia porque existe este camino para poder recuperar el dinero. Entonces, esto está muy relacionado con mayores casos en estafas, mayores reportes. este escenario plantea un desafío enorme para la protección de datos personales en la región. Entonces, ¿cómo podemos estar más seguros? Si tu contraseña es 1, 2, 3, 4 o tu fecha de cumpleaños, te aconsejo que la cambies ya. Muchas veces los ciberestafadores logran acceder a cuentas por medio de lo que se llama fuerza bruta. Esto consiste en introducir frases o combinaciones de números o letras de uso común hasta obtener la contraseña correcta. Así que, nada de poner contraseñas muy obvias como tu nombre o el nombre de tu perrito. Recordemos, toda esta es información que compartimos en redes sociales y los estafadores pueden hacer asociaciones. Por suerte, no. Mantengo mis redes lo más privadas posible, con varias contraseñas, que te reconoce la cara, la palabra clave. Intento estar lo más protegido posible. Quizá a algunos esto les parecerá obvio, pero mucha gente comete ese error. Basta con ver los reportes de NordPass, una empresa gestora de contraseñas que analiza los hábitos de las personas a la hora de establecer sus claves. En 2024, según sus investigaciones, este fue el top 5 de contraseñas más comunes. En el primer puesto tenemos a la famosísima 123456, usada más de 3 millones de veces. Le sigue su hermana mayor los números del 1 al 9 y luego los números del 1 al 8. En cuarto lugar también está la clásica password y en quinto QWERTY123. Yo sinceramente no sé si reír o llorar. Y ojo, NordPass indica que todas esas contraseñas se pueden descifrar en menos de un segundo. Tiene que ser una contraseña de diez, doce caracteres, que tenga letras, que tenga símbolos, mayúscula y minúscula, para que sea más difícil de descifrar. de tener contraseñas fuertes hay más medidas que podemos tomar. Una actitud clave aquí es desconfiar. si parece muy sencillo y muy fácil, duda, dudar ante las cosas, un empleo, un boleto para Taylor Swift con descuento cuando ha sido imposible conseguir boletos, ese tipo de cosas que son atractivas y que suenan muy fáciles, hay que dudar, buscar un poco más tal vez en distintos medios, redes sociales, medios de noticias, entrar a ver. no solo desconfiar de supuestos premios o promociones, sino también de las comunicaciones que recibimos en nombre de instituciones gubernamentales y, sobre todo, del banco. Antes que nada, cuando te llega un correo, independientemente de dónde te llega, tienes que desconfiar, ¿no? Y más si suele ser o viene de una institución bancaria. Normalmente, los bancos y las entidades financieras no mandan correos para solicitar información personal. Entonces, hay que usar, de alguna forma, la lógica para no caer en este tipo de cuestiones de ingeniería, ¿no? O sea, si llega una llamada así, tal vez decir, bueno, muchas gracias, colgar y llamar al banco, averiguar qué pasó. Como, iba a buscar el canal seguro de comunicación con el banco y no que una llamada random. Otra recomendación es revisar bien las direcciones de e-mail para ver si son oficiales. También prestar al contenido de los mensajes. Los errores gramaticales, por ejemplo, son un gran red flag. Sé que hay una página que si vos buscas en Google, por ejemplo, pones, ¿es este link seguro? Y ahí pegás el link y te sale si es seguro o no y si tiene denuncias. En el caso de los audio deepfakes que suenan tan verídicos, ¿cómo podemos saber si realmente se trata o no de un familiar o amigo? En redes sociales e incluso autoridades como el FBI sugieren establecer una palabra clave. ¿Me puedes ayudar y me lo puedes enviar? ¡Claro! ¿Cuál es el cumpleaños de la mamá? eviten claves que sean muy obvias. Por último, siempre está la opción de denunciar, porque sí, denunciar es posible. Como ciudadanos, internautas, consumidores y clientes de bancos, claro que tenemos derechos digitales que, en caso de estafa, son vulnerados. Los derechos ARCO permiten a las personas obtener información sobre sus propios datos y el tratamiento que les dan, cuál es su origen, finalidad y de qué forma se están comunicando o compartiendo. Se desglosan así. La A significa acceso y se refiere al derecho de saber qué datos tienen tuyos, cómo los obtuvieron y para qué los usan. La R viene de rectificación, es el derecho a corregir tus datos si están mal o incompletos. La C significa cancelación, este es el derecho a pedir que dejen de usar tus datos. Y la O viene de oposición, es el derecho a decir no si sentís que el uso de tus datos te está causando problemas. Con el robo de datos personales sin consentimiento del usuario se viola el derecho al control sobre tu información, el derecho a la privacidad. Muchas veces nos entran llamadas de números desconocidos y entonces yo me pregunto, ¿cómo consiguieron mi número? ¿En cuántas bases de datos estamos sin saberlo y sin haber dado nuestro consentimiento? Además de que las bases de datos están filtradas en internet también desde la aparición de las redes sociales la gente también ha publicado su información personal en internet. Se puede combinar las dos cosas. Compré una base de datos de forma clandestina a alguna empresa que las va recabando y esa información la puedo cruzar con cuentas de Facebook, de Instagram, de X, puedo averiguar quiénes son los familiares, digamos, y ese tipo de cosas. Según las leyes de protección de datos personales de países como México, Argentina, Colombia y Chile, los ciudadanos tienen derecho a que su información sea tratada de forma segura, pero los ciberdelincuentes explotan brechas en la seguridad de empresas o descuidos de los usuarios. Otros hacen dinero con ella. Y normalmente no es legal que se puedan vender los datos sin autorización. Incluso la mayoría de países de América Latina ya tenemos leyes de protección de datos personales que hacen que justamente esto no sea posible. Yo no contesto, yo definitivamente a los que tengo, tengo y ya, de resto si es un número desconocido intento no contestar y obviamente no caer en ese cuento de que ah, pise a alguien, mamá, primo, ayúdeme, no, no, eso es muy común y mucha gente cae en eso y si hay que estar pilas con eso porque hay mucha gente ladrona que lo quiera afectar a uno. Si alguno de estos derechos se vulnera, las personas tienen derecho a denunciar, especialmente cuando hay una pérdida económica de por medio. En general, la legislación de todos nuestros países es bastante similar. Generalmente, las estafas vienen o por los bancos o por tarjetas de crédito, que alguien robó mi información y sacó plata de mi banco, o alguien tiene mi tarjeta de débito, o alguien tuvo los datos de mi tarjeta de crédito e hizo compras por internet, etc. Entonces, en general, a la primera persona o organización, para decirlo de hecho, que deberíamos acceder o contactar es al banco y decir, el banco, hay esta compra que yo no hice, quiero saber qué fue, y el banco tiene la obligación de determinar de qué fue esa compra. Sí, lo denunció a la tarjeta primero, porque habían hecho gastos con la tarjeta y después entró a la cuenta del banco y el banco también estaba, digamos, en la cuenta vacía. Lo denunció y la verdad que no sé cómo se manejan ese tipo de estafas o de movimientos legales, pero el banco le devolvió la plata y, digamos, se pudo comprobar que era una estafa. Sin embargo, la efectividad de estas políticas varía según el país y la entidad financiera. Muchos se quedan de brazos cruzados porque sienten que sus autoridades no van a hacer nada. Pero esto pasa tanto últimamente que la gente como que ya no tiene mucha fe como en el denunciar. Entonces, a la final se vuelven unas denuncias que se vuelven un papel más. No, no lo denunció, es que tampoco sabría a quién denunciar. Como usuarios podemos hacer mucho para cuidarnos, pero también necesitamos la protección de terceros. Veamos qué otras soluciones hay. Ya vimos que hay muchas medidas que podemos tomar para evitar caer en una estafa, pero los expertos también sugieren que los bancos tomen medidas. Mientras la tecnología se va desarrollando y se va haciendo más sofisticada el tipo de estafa que se puede hacer, que se pueden replicar en mi voz, pueden replicar en mi cara, y a través de eso engañar a sus sistemas, los bancos, las entidades financieras, tienen la obligación de sofisticar su forma de defendernos. Tiene que mejorar sus sistemas, irse adaptando a estas nuevas tendencias para poder identificar ese tipo de estafas y proteger a sus clientes. Cuando se reporta el delito por el usuario, se puede tener información sobre cómo sucedió, entonces es muy importante que si ya fuimos víctima lo reportemos para que la institución bancaria pueda utilizar esta información. Y parte de las medidas que se pueden tomar es, como platicaba, cuando se empieza a ver una tendencia, poder tomar acciones de bloquear accesos desde algunos lugares que ya se conocen son utilizados por estos estafadores. Esto es todo amigos, nos vemos en el próximo video, ¡hasta la próxima! También que se trabaje conjuntamente industria, bancos, instituciones gubernamentales y redes sociales. Voy a poner un ejemplo muy sencillo, si el estafador crea en el marketplace de cualquier red social un artículo con un precio muy atractivo para empezar a estafar, ¿cómo podemos limitar eso? Con que la red social nos ayude a dar de baja el perfil, con que la telco pueda a lo mejor limitar el acceso a esa IP o si es un número al cual hay que llamar que limite el acceso a ese número y los bancos poniendo controles más conectado, nuestra vida digital es tan importante como la real. No se trata solo de proteger nuestro dinero, sino también de cuidar nuestros datos y nuestra identidad. Ya vemos que las estafas digitales evolucionan demasiado rápido, así que hay que mantenernos alerta e informados. ¿Y a vos? ¿Te han estafado a través de Internet? ¿Qué otros tips tenés para mantenerte seguro? Te leo en los comentarios a través de nuestro canal de YouTube, arroba DW, cómo te afecta.", "summary": "Zunahme digitaler Betrugsmaschen in Lateinamerika, insbesondere Phishing, Deepfakes und betrügerische Kredit-Apps (\"montadeutas\"). Analyse der Täterstrategien wie Social Engineering und der Opfergruppen, darunter junge Erwachsene und Senioren. Erörterung von Schutzmaßnahmen für Nutzer, der Rolle von KI bei Betrug sowie rechtlicher und institutioneller Verantwortlichkeiten.", "referenz": "Talkformat, kein Sachinhalt, kein Manuskript", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Du bist verzweifelt, du hast kein Geld mehr für die Miete, die Rechnungen laufen bald ab und du brauchst jetzt Geld. Plötzlich, boom, sehen Sie eine Anzeige in sozialen Netzwerken, in der sie Ihnen einen einfachen und schnellen Kredit versprechen oder Sie in eine Telegram-Gruppe bringen, um Sie einzuladen, ein paar Cent in eine Kryptowährung zu investieren, die Sie zum Millionär machen wird. Klingt doch zu schön, um wahr zu sein, oder? Das Problem ist, dass, wenn es sehr einfach erscheint, es sein kann, dass eine Katze im Schrank ist. Seien Sie also vorsichtig, denn es könnte sich um einen Cyber-Betrug handeln.\n\nIch glaubte an so etwas wie das Thema Bitcoins, ich fiel darauf herein.\n\ndass sie mich angerufen haben, um zu sagen, dass du etwas verdient hast, weil du eine Kreditkarte von X oder Y hast, und dass einer offensichtlich Interesse zeigt.\n\nVieles davon basiert auf der Dringlichkeit und dem Bedürfnis des Nutzers. So viele Opfer fallen auch genau deshalb darauf herein, weil sie dringend und dringend Zugang zu dieser Art von Geld haben müssen, leichtem Geld.\n\nManchmal möchte man einfach nur jemandem helfen, aber man tappt trotzdem in die Falle.\n\nSie redeten mit meiner Nichte, als ob sie vorgaben, ich zu sein, und sie betrogen mich um 30.000 Pesos.\n\nWenn es Ihnen nicht direkt passiert ist, bin ich mir fast sicher, dass Sie zumindest jemanden kennen, der vor Gericht gestellt wurde oder der über soziale Netzwerke, Nachrichten oder gefälschte Anrufe betrogen wurde.\n\ndass er den Link des Verkäufers nicht erhalten habe, sondern er durch eine andere unbekannte Nummer zu ihm gekommen sei. Sie war verwirrt und bezahlte für diesen Link über WhatsApp, machte die Zahlung dort und was ist passiert? Sie haben im Grunde sein Bankkonto geleert.\n\nIn dieser Digitalisierungssache haben sich sogar Diebe zusammengerissen und neue Wege gefunden, um ihr Ding weiter zu machen.\n\nInternet-Betrügereien die ganze Zeit, jeden Tag, den ich sehe. Und sie bringen mir Nachrichten in Junk-Mail oder Gmail-Spam, aber ich öffne den Link nie, weil ich weiß, dass sie alle Ihre Konten stehlen können, wenn Sie einen Link öffnen.\n\nDigitale Betrügereien sind ein Phänomen, das in den letzten Jahren exponentiell zugenommen hat. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 stieg das Volumen des Online-Banking-Betrugs in Lateinamerika im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023 um 32 %, wie aus einem Bericht des auf digitalen Betrug spezialisierten Unternehmens BioCatch hervorgeht. Und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sind Cyberbetrüger kreativer\n\nHören Sie sich dieses Audio an!\n\nBetrüger mögen Sie glauben machen, dass Sie einem geliebten Menschen zuhören, aber es ist tatsächlich digital erstellt.\n\nMit nur wenigen Sekunden Aufnahmezeit kann es Ihre Stimme aufnehmen.\n\nEs gibt Tausende von Möglichkeiten, wie Sie betrogen werden können, durch einen angeblichen Notruf eines Familienmitglieds, durch ein Jobangebot, das Ihnen auf WhatsApp zukommt, wenn Sie auf einen Link klicken, den Sie nicht haben sollten, oder sogar durch gefälschte Profile in Dating-Apps, während Sie auf der Suche nach der Liebe Ihres Lebens sind. In dieser Folge von How Does It Affect You? werden wir uns die gefährlichsten Betrügereien ansehen, wie wir erkennen können, was echt ist und was nicht, und vor allem, wie wir uns vor all dem schützen können. Wenn Sie dachten, dass digitale Betrügereien nur Boomer betreffen, die nicht gut mit Technologie umgehen können, dann liegen Sie falsch.\n\nEinige relevante Daten, die wir sehen können, sind, dass es zwei Gruppen gibt, abhängig von der Art des durchgeführten Betrugs. Die sehr jungen, Menschen, die in die digitale oder Arbeitswelt eintreten, in Bezug auf die digitale Ich meine nicht, dass sie soziale Netzwerke nutzen, sondern dass sie ihr Konto haben, ihr erstes Einkommen und dann treten sie in diese Welt der digitalen Bankgeschäfte ein.\n\nDiese Gruppe junger Menschen zwischen 18 und 22 Jahren wird in der Regel mit Fragen von Arbeitsplätzen betrogen, Paketen, deren Steuerzahlungen ausstehen, um eine Art von Situation zu erhalten, oder sie werden so einfach getäuscht, dass wir mehr Geld bekommen werden, wenn Sie diese Investition tätigen und vier weitere Personen mitbringen. Sie sind eine der Gruppen, bei denen sie sehen, dass sie, da es nicht viel finanzielle Bildung gibt, auch sehr leicht nach Geld suchen können.\n\nIch denke, dass ein erwachsenerer Mensch darüber nachdenkt, es analysiert und es weiß, aber junge Leute mögen, siehst du, heutzutage ist es das... Ich bin 26, es ist nicht so groß, aber der Ehrgeiz einer 18, 20, 22 ist ein anderer.\n\nUnd ja, natürlich, auf der anderen Seite gibt es unsere Eltern, Onkel oder Großeltern.\n\nDie andere, die viel appetitlicher ist, ist, dass ein Drittel der Betrügereien Menschen über 60 Jahre sind. Menschen, die nicht wirklich Digital Natives sind, sagen wir, Technologie ist nicht das, was sie am meisten kennen.\n\nMeine Tante, die eine E-Mail erhalten hat und auf einen Link geklickt hat, der nicht angeklickt werden sollte, und das Bankkonto geleert hat.\n\nMit anderen Worten, niemand bleibt davon verschont, jeder, der verbunden ist, kann ein Opfer sein. Mit mehr als 84 % der Bevölkerung, die online leben, ist Lateinamerika nach Europa und Nordamerika eine der am besten vernetzten Regionen der Welt. Es ist auch einer der größten digitalen Marktplätze der Welt mit mehr als 368 Millionen Internetnutzern. Es ist kein Wunder, dass es viele Cyber-Betrüger\n\nDas berühmte Phishing, höchstwahrscheinlich haben Sie den Begriff bereits gehört, ist eine der gängigsten Methoden.\n\nEs besteht im Wesentlichen darin, Menschen dazu zu bringen, wertvolle und vertrauliche Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartennummern preiszugeben. Dies geschieht über betrügerische E-Mails, Nachrichten, Anrufe oder Websites, die sich als vertrauenswürdige Institutionen oder andere Personen ausgeben und sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen angreifen. Der State of Phishing 2024 Report, eine Analyse, die vom Cybersicherheitsunternehmen Proofpoint in mehr als 15 Ländern durchgeführt wurde, ergab, dass pro Monat durchschnittlich rund 66 Millionen betrügerische E-Mails entdeckt und blockiert wurden, die auf Betrug ausgelegt waren.\n\nDies entspricht 1.527 Phishing-Versuchen pro Minute. In Lateinamerika, einem der am häufigsten angegriffenen Länder, liegt Brasilien an der Spitze, gefolgt von Mexiko.\n\nHier ist es sehr wichtig, eine kleine Klarstellung zu machen, in Mengen und Menge, Mexiko und Brasilien, oder Brasilien und Mexiko, sind weiterhin dort, wo wir mehr Fälle sehen, weil wir mehr Bevölkerung haben, es ist eher möglich, dass es auch mehr Betrügereien aus dem gleichen Grund gibt.\n\nAuf der anderen Seite hat das Sicherheitsunternehmen Sofistic, das vor allem in Spanien und Lateinamerika präsent ist, eine Analyse der Schwachstellen seiner Kunden durchgeführt. Und Vorsicht, die Ergebnisse zeigten, dass 1 von 2 Benutzern, die eine Phishing-E-Mail erhalten, diese öffnen. 24 % greifen auf betrügerische Links zu und 17 % geben\n\nEr erhielt eine E-Mail vom Gesundheitsministerium, die angeblich vom Gesundheitsministerium stammte, in der er um einen Link gebeten wurde, den er eingeben sollte, ich weiß nicht mehr, wo. Und als er ihnen den Link gab, drangen sie ein und hackten ihr Telefon, sie begannen, von all ihren Kontakten Geld zu verlangen. Es gibt Kontakte, die ihm Geld gegeben haben.\n\nMit künstlicher Intelligenz werden mehr Phishing-Websites erstellt, einfacher, in größerem Maßstab, und natürlich lassen sie sich viel leichter verbreiten. Und das ermöglicht in gewisser Weise, dass Betrugsverbrechen viel schneller und vielseitiger sind und dass die Menschen leichter darauf hereinfallen.\n\nFrüher hörten sich diese Anrufe, in denen man sich als Bankagenten ausgab, sehr roboterhaft an. Es war sehr leicht zu erkennen, dass es sich um Fakes handelte, Fakes, aber jetzt erhalten Sie Anrufe mit Stimmen, die sehr menschlich klingen oder die erschreckend ähnlich klingen wie die Ihrer Verwandten. Bei den berühmten Audio-Deepfakes wird die Stimme geklont, um falsche Nachrichten zu senden, die vorgeben, andere Personen oder Sie selbst zu sein.\n\nWas machen sie also? Sie nutzen dieses Spoofing, um Ihre Kontakte anzurufen, sobald sie Informationen erhalten haben, und beginnen, sich gegenseitig eine Geschichte zu erzählen. Hey, ich bin in einer komplizierten Situation. Hilf mir, leih mir Geld. Aber sie tun es mit der Stimme des Benutzers. Das führt dazu, dass die Person am anderen Ende des Anrufs völlig vertraut, weil sie sagt: Ja, ja, sie ist die Person.\n\nals Kind der Person. -Ja, jemand in seiner Nähe, der gerufen wurde, als ob der Sohn verletzt worden wäre, und die Stimme war identisch mit der des Sohnes, das heißt,\n\nUnd natürlich im Notfall die Verzweiflung, zu helfen, also wollen wir schnell handeln, ohne zu viel zu analysieren.\n\nSie rufen einen von ihnen aus dem Gefängnis an und erzählen ihm die Geschichte, dass er auf jemanden getreten ist: \"Oh, Cousin, ich brauche Geld, wie geht es dir?\" Und sie rufen dich sehr verzweifelt an.\n\nSie wissen, was sie tun und appellieren an Angst, Angst, Emotionen und versuchen, uns mit Emotionen zu fesseln. Die erste ist, dass sie uns wegen dieser negativen Seite Angst machen, dass etwas passiert, und da wir Angst haben, geben wir die Daten weiter, weil wir das Problem schnell lösen wollen. Und das andere ist, wenn wunderbare Dinge passieren und es ist das Gleiche, was Emotionen anspricht. Haben Sie auf dieser Seite Flugtickets verdient? Ist hier frei? Kommen Sie hierher und wir geben Ihnen die Informationen.\n\nJeden Tag laden wir alles in soziale Netzwerke hoch, Fotos, Videos, wo wir arbeiten, wie wir uns ausdrücken usw. Dieser Inhalt ist genau der Treibstoff, den Betrüger brauchen, um Identitäten zu stehlen.\n\nJa, mir ist es passiert, dass sie die Fotos von meinem Instagram-Konto gestohlen haben, sie haben ein Instagram erstellt, indem sie einen anderen Namen eingegeben haben, und sie haben Konten bei Dating-Apps und Aliasen erstellt.\n\nAuf Instagram hackten sie ihn und begannen, sein Instagram zu nutzen, um mit Menschen zu sprechen. Am Ende haben wir es gemeldet und sie haben es geschlossen.\n\ndie nicht nur betrogen werden, sondern auch ein gebrochenes Herz haben.\n\nIch werde dir helfen, als wären wir ein Paar, aber nur auf der Herzensseite.\n\nBetrüger erstellen gefälschte Profile auf Dating-Plattformen wie Tinder, um Menschen auszutricksen, die nach ihrer besseren Hälfte suchen, und dann Geld von ihnen zu stehlen. Oder sie bringen einen auch dazu, sich in andere Dinge zu verlieben, zum Beispiel in Jobangebote. Seien Sie sehr vorsichtig damit.\n\nJa, ich habe mich einmal über einen Job beworben, es ist wie die neueste Modeerscheinung, und sie haben mich über Facebook kontaktiert. Und dort erreichten wir Kontakte, um über WhatsApp zu sprechen, und ich hatte einen Anruf und sie hackten meine WhatsApp. Und natürlich konnte ich mein Konto nicht wiederherstellen und ich habe versucht, mich zu verbinden, meine Lieben, Freunde und Freunde über soziale Netzwerke zu kontaktieren, um vor der Situation zu warnen, und es war zu spät.\n\nBei all diesen Formen der Manipulation suchen Hacker vor allem eines: so viele vertrauliche Informationen wie möglich von potenziellen Opfern zu erhalten.\n\nDaten haben viele Verwendungszwecke, denn sie sagen, dass es sich wieder um Gold handelt.\n\nIch weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich kommt es mir wie ein Märtyrertod vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jeder Website oder Anwendung zu lesen, die Sie installieren. Seien wir ehrlich, diese sehr langen Texte, die in kleinen Buchstaben geschrieben sind, werden von niemandem gelesen. Aber genau in diese Falle dürfen wir nicht tappen. Wenn wir blind akzeptieren, insbesondere wenn wir eine neue Anwendung auf dem Telefon installieren, können wir etwas äußerst Wertvolles verschenken, unsere Daten.\n\nOft gefährden Benutzer, indem sie ihnen Zugriff auf die Anwendung gewähren oder sie herunterladen, auch ihre Sicherheit, da viele der Informationen, die sie herunterladen, kompromittiert werden können, sie können von Kriminellen verwendet werden, um, ich weiß es nicht, um spätere Straftaten im Zusammenhang mit Identitätsdiebstahl zu begehen.\n\nEin Beispiel dafür, wie Cyberbetrüger Ihre Daten ausnutzen, sind die sogenannten Montadeutas. Es handelt sich um eine relativ neue Methode, die vor allem die mexikanischen Behörden alarmiert hat. Diese Programme bieten einfache und sofortige Geldkredite praktisch ohne Anforderungen. Wenn es kein Geld mehr hat, ist es ein sehr verlockendes Angebot.\n\nViele dieser Schemata, die als Schuldenmontadeuda bekannt sind, überzeugen die Opfer genau davon, den Kredit aufzunehmen, entweder über eine Anwendung oder über ihr Mobiltelefon, und dann können sie die Bedingungen akzeptieren und sie von den Bedingungen überzeugen, die normalerweise nicht existieren.\n\nDass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert haben, wenn Sie die Anwendung herunterladen, sie haben Zugriff auf alles, Ihre Kontakte, Fotos, Videos und damit fangen sie an, Sie zu erpressen.\n\nSie fangen an, mit deinen Bekannten zu sprechen, hey, sie sollen mich bezahlen, sag ihnen, sie sollen mich bezahlen und sie fangen an, mit vielen Dingen zu spielen, sie können sogar Zugang zu deiner Fotogalerie haben, es ist gut, aber sehr heikel.\n\nZwischen 2021 und 2024 wurden 1.073 Apps, die dem Bürgerrat von Mexiko-Stadt gemeldet wurden, im Rahmen des Modus Operandi von Montadeudas identifiziert, und allein im Jahr 2022 gingen bei diesem Rat 11.594 Bürgerbeschwerden ein. Einige Beispiele für Inkassounternehmen sind Jose Cash, Cashbox, Talamovil,\n\nCoetecredito für die Erwähnung einiger weniger, denn die Liste ist lang. In Kolumbien ist diese Modalität als virtueller Tropfen für Tropfen bekannt. Auch hier haben die Behörden vor einer Zunahme dieser Cyber-Betrügereien gewarnt. Die Aufsichtsbehörde für Industrie und Handel hat Ermittlungen gegen mehrere der Unternehmen eingeleitet, die hinter diesen Anwendungen stehen, zum Beispiel gegen die Apps EastBay und Popcash. Wie ich bereits erwähnt habe, konzentrieren sich die meisten dieser Betrügereien mit virtuellen Schnellkrediten auf die Installation mobiler Anwendungen, und gerade über Mobiltelefone treten mehr Fälle von Cyberbetrug auf. Laut Biocash wurden im Jahr 2025 bisher 88 % aller\n\nBetrügerische Bankgeschäfte wurden von mobilen Geräten aus durchgeführt. Unabhängig von der Form des Betrugs führen viele zum gleichen Verbrechen, zum Bankbetrug, und auch diese Betrugsfälle haben in der Region zugenommen. In Chile beispielsweise haben sich die Bankbetrügereien in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 im Vergleich zu 2023 verdreifacht.\n\nIch wurde dreimal verwundet, oder zweimal, ich weiß nicht, mehrmals. Es war, dass er diesen und jenen Luka verloren hat, das heißt, ich weiß nicht, 300 Luka, ich weiß es nicht, so etwas in der Art.\n\nDer Fall Chiles ist in Lateinamerika sehr speziell. Chile hat eine Regelung, die Betrug erstattet, der einer Justizbehörde gemeldet wird. Was wir also im Fall von Chile sehen, ist, dass es eine größere Beschwerde gibt, weil es diesen Weg gibt, das Geld zurückzufordern. Dies hängt also sehr stark mit höheren Fällen von Betrügereien zusammen, die höher gemeldet wurden.\n\nDieses Szenario stellt eine große Herausforderung für den Schutz personenbezogener Daten in der Region dar, wie können wir also sicherer sein? Wenn Ihr Passwort 1, 2, 3, 4 oder Ihr Geburtstag ist, empfehle ich Ihnen, es jetzt zu ändern. Oft gelingt es Cyberbetrügern, durch sogenannte Brute-Force-Angriffe auf Konten zuzugreifen. Dies besteht aus der Eingabe häufig verwendeter Phrasen oder Kombinationen aus Zahlen oder Buchstaben, bis das richtige Passwort erhalten wird. Geben Sie also keine sehr offensichtlichen Passwörter wie Ihren Namen oder den Namen Ihres Hundes ein. Denken Sie daran, dass es sich bei all diesen Informationen um Informationen handelt, die wir in sozialen Netzwerken teilen, und Betrüger können Assoziationen herstellen.\n\nZum Glück nicht. Ich halte meine Netzwerke so privat wie möglich, mit mehreren Passwörtern, die Ihr Gesicht erkennen, welches das Schlüsselwort ist. Ich versuche, so geschützt wie möglich zu sein.\n\nDas mag für manche offensichtlich erscheinen, aber viele Menschen machen diesen Fehler. Schauen Sie sich nur die Berichte von NordPass an, einem Passwortverwaltungsunternehmen, das die Gewohnheiten der Menschen bei der Festlegung ihrer Passwörter analysiert. Im Jahr 2024 waren dies laut ihren Untersuchungen die Top 5 der häufigsten Passwörter.\n\nAn erster Stelle steht die berühmte 123456, die mehr als 3 Millionen Mal verwendet wurde. Ihm folgt seine ältere Schwester, die Zahlen von 1 bis 9 und dann die Zahlen von 1 bis 8. Auf dem vierten Platz liegt auch das klassische Passwort und auf dem fünften QWERTY123. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Und seien Sie vorsichtig, NordPass zeigt an, dass all diese Passwörter in weniger als einer Sekunde geknackt werden können. Das muss es sein.\n\nEs muss ein Passwort von 10, 12 Zeichen sein, das Buchstaben hat, das Symbole hat, Groß- und Kleinbuchstaben, damit es schwieriger zu entschlüsseln ist.\n\nWenn Sie sichere Passwörter haben, gibt es weitere Schritte, die wir unternehmen können. Eine wichtige Haltung dabei ist, misstrauisch zu sein.\n\nWenn es sehr einfach und sehr leicht erscheint, zögern, an Dingen zweifeln, an einem Job, einem Ticket für Taylor Swift mit einem Rabatt, wenn es unmöglich war, Tickets zu bekommen, diese Art von Dingen, die attraktiv sind und die sehr einfach klingen, müssen Sie zweifeln. Schauen Sie vielleicht ein bisschen mehr in verschiedene Medien, soziale Netzwerke, Nachrichtenmedien, gehen Sie hinein, um zu sehen.\n\nSeien Sie nicht nur vorsichtig bei vermeintlichen Preisen oder Werbeaktionen, sondern auch bei den Mitteilungen, die wir im Namen von Regierungsinstitutionen und insbesondere der Bank erhalten.\n\nZunächst einmal, wenn Sie eine E-Mail erhalten, unabhängig davon, wo sie ankommt, müssen Sie misstrauisch sein, oder? Und erst recht, wenn es sich in der Regel um ein Bankinstitut handelt oder von einem Bankinstitut kommt. Normalerweise versenden Banken und Finanzinstitute keine E-Mails, um persönliche Informationen anzufordern. Sie müssen also in gewisser Weise Logik verwenden, um nicht in diese Art von technischen Problemen zu geraten.\n\nDas heißt, wenn ein Anruf wie dieser kommt, sagen Sie vielleicht, nun, vielen Dank, legen Sie auf und rufen Sie die Bank an, finden Sie heraus, was passiert ist, während ich nach dem sicheren Kommunikationskanal mit der Bank suche und nicht nach einem zufälligen Anruf\n\nEine weitere Empfehlung ist, die E-Mail-Adressen gut zu überprüfen, um zu sehen, ob sie offiziell sind. Verleihen Sie auch den Inhalt der Nachrichten. Grammatikalische Fehler sind zum Beispiel ein großes Redfield.\n\nDünn. Ich weiß, dass es eine Seite gibt, die, wenn Sie zum Beispiel bei Google suchen, sie eingeben, ist dieser Link sicher? Und dort fügen Sie den Link ein und es kommt heraus, ob er sicher ist oder nicht und ob es Beschwerden gibt.\n\nWie können wir im Falle von Audio-Deepfakes, die so wahr klingen, wissen, ob es sich wirklich um ein Familienmitglied oder einen Freund handelt oder nicht? In sozialen Netzwerken und sogar Behörden wie dem FBI schlagen sie vor, ein Keyword zu etablieren.\n\nKönnen Sie mir helfen und können Sie es mir schicken?\n\nNatürlich! Und...\n\nWas ist der Geburtstag der Mutter?\n\nVermeiden Sie Hinweise, die sehr offensichtlich sind. Schließlich gibt es immer noch die Möglichkeit der Berichterstattung. Warum so? Eine Berichterstattung ist möglich. Als Bürger, Internetnutzer, Verbraucher und Bankkunden haben wir natürlich digitale Rechte, die im Falle eines Betrugs verletzt werden. Die ARCO-Rechte ermöglichen es den Menschen, Informationen über ihre eigenen Daten und die Behandlung, die sie ihnen gewähren, ihre Herkunft, ihren Zweck und die Art und Weise, wie sie mitgeteilt oder weitergegeben werden, zu erhalten. Sie werden so aufgeschlüsselt. Das A steht für Zugang und bezieht sich auf das Recht zu erfahren, welche Daten sie über Sie haben,\n\nwie sie sie erhalten haben und wofür sie sie verwenden. Das R steht für Rectification. Es haben das Recht, Ihre Daten zu korrigieren, wenn sie unrichtig oder unvollständig sind. Das C steht für Cancellation. Dies ist das Recht, sie aufzufordern, die Verwendung Ihrer Daten einzustellen. Und das O kommt von Opposition. Es ist das Recht, Nein zu sagen, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Verwendung Ihrer Daten Ihnen Probleme bereitet. Mit dem Diebstahl personenbezogener Daten ohne Zustimmung des Nutzers wird das Recht auf Kontrolle über Ihre Daten, das Recht auf Privatsphäre, verletzt. Oft bekommen wir Anrufe von unbekannten Nummern und dann frage ich mich, wie sie an meine Nummer gekommen sind. In wie vielen Datenbanken befinden wir uns, ohne es zu wissen und ohne unsere Zustimmung gegeben zu haben?\n\nNeben der Tatsache, dass Datenbanken im Internet durchgesickert sind, haben die Menschen seit dem Aufkommen der sozialen Medien auch ihre persönlichen Informationen im Internet veröffentlicht. Sie können beides kombinieren. Ich habe heimlich eine Datenbank von einer Firma gekauft, die sie sammelt, und diese Informationen können mit Facebook-, Instagram- und X-Konten abgeglichen werden, ich kann herausfinden, wer die Verwandten sind, sagen wir, und solche Dinge.\n\nGemäß den Gesetzen zum Schutz personenbezogener Daten von Ländern wie Mexiko, Argentinien, Kolumbien und Chile haben die Bürger das Recht, dass ihre Daten sicher behandelt werden, aber Cyberkriminelle nutzen Lücken in der Sicherheit von Unternehmen oder Unachtsamkeit der Benutzer aus. Andere verdienen damit Geld.\n\nUnd es ist in der Regel nicht legal, dass Daten unbefugt verkauft werden dürfen. Selbst in den meisten lateinamerikanischen Ländern gibt es bereits Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten, die dies nicht möglich machen.\n\nIch antworte nicht, ich antworte definitiv denen, die ich habe, die ich habe und das war's, wenn es eine unbekannte Zahl ist, versuche ich nicht zu antworten und natürlich nicht in diese Geschichte zu verfallen, dass ich auf jemanden getreten bin, Mutter, Cousine, hilf mir, nein, nein, das ist sehr häufig und viele Menschen fallen darauf herein und wenn du damit zufrieden sein musst, weil es viele Diebe gibt, die dich beeinflussen wollen.\n\nWenn eines dieser Rechte verletzt wird, haben die Menschen das Recht, eine Beschwerde einzureichen, insbesondere wenn es sich um einen wirtschaftlichen Verlust handelt.\n\nFür die Gesetzgebung aller unserer Länder ist es ziemlich ähnlich, im Allgemeinen kommen die Betrügereien entweder von Banken oder von Kreditkarten, dass jemand meine Daten gestohlen und Geld von meiner Bank genommen hat, oder dass jemand meine Debitkarte hat, oder dass jemand meine Kreditkartendaten hatte und Einkäufe im Internet getätigt hat. usw., dann im Allgemeinen an die erste Person oder Organisation, die eher sagte, dass wir auf die Bank zugreifen oder von ihr Kontakt aufnehmen und sagen sollten, die Bank, da ist dieser Kauf, den ich nicht getätigt habe, ich möchte wissen, was es war, und die Bank hat die Pflicht zu bestimmen, was dieser Kauf\n\nJa, er hat es zuerst der Karte gemeldet, weil sie mit der Karte Ausgaben gemacht hatten und dann ist sie auf dem Bankkonto eingegangen und die Bank war auch, sagen wir, das Konto leer. Er prangerte es an und die Wahrheit ist, dass ich nicht weiß, wie diese Art von Betrug oder legalen Bewegungen gehandhabt werden, aber die Bank hat das Geld zurückgegeben und, sagen wir, es könnte bewiesen werden, dass es ein Betrug war.\n\nDie Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist jedoch je nach Land und Finanzinstitut unterschiedlich. Viele sitzen untätig daneben, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Behörden nichts tun werden.\n\nAber das passiert in letzter Zeit so oft, dass die Menschen nicht mehr viel Vertrauen in das Denunzieren haben.\n\nDann, am Ende, werden sie zu Beschwerden, die nur ein weiteres Stück Papier werden.\n\nNein, er hat es nicht angezeigt, er wüsste auch nicht, wen er anprangern sollte.\n\nAls Nutzer können wir viel tun, um für uns selbst zu sorgen, aber wir brauchen auch den Schutz Dritter. Mal sehen, welche anderen Lösungen es gibt.\n\nWir haben bereits gesehen, dass es viele Maßnahmen gibt, die wir ergreifen können, um nicht in einen Betrug hereinzufallen, aber Experten schlagen auch vor, dass Banken Maßnahmen ergreifen.\n\nWährend sich die Technologie weiterentwickelt und die Art von Betrug, die durchgeführt werden kann, immer raffinierter wird, können sie meine Stimme und mein Gesicht replizieren und dadurch ihre Systeme täuschen, Banken und Finanzinstitute haben die Verpflichtung, ihre Art und Weise, uns zu verteidigen, zu verfeinern. Sie müssen ihre Systeme verbessern, sich an diese neuen Trends anpassen, um diese Art von Betrug zu erkennen und ihre Kunden zu schützen.\n\nKlienten. Wenn das Verbrechen vom Benutzer gemeldet wird, können Sie Informationen darüber erhalten, wie es passiert ist. Es ist sehr wichtig, dass wir, wenn wir bereits Opfer geworden sind, dies melden, damit das Bankinstitut diese Informationen verwenden kann. Und ein Teil der Maßnahmen, die ergriffen werden können, ist, wie ich bereits erwähnt habe, wenn Sie einen Trend erkennen, Maßnahmen ergreifen zu können, um den Zugang von einigen Orten zu blockieren, von denen bereits bekannt ist, dass sie von diesen Betrügern verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.alimmenta.com\n\nAuch, dass Industrie, Banken, staatliche Institutionen und soziale Netzwerke zusammenarbeiten.\n\nIch werde ein sehr einfaches Beispiel geben: Wenn der Betrüger einen Artikel mit einem sehr attraktiven Preis auf dem Marktplatz eines sozialen Netzwerks erstellt, um mit dem Betrug zu beginnen, wie können wir das einschränken, wobei das soziale Netzwerk uns hilft, das Profil zu entfernen, wobei das Telekommunikationsunternehmen in der Lage ist, den Zugriff auf diese IP zu beschränken, oder wenn es sich um eine Nummer handelt, die angerufen werden muss, die den Zugang zu dieser Nummer einschränkt und die Banken Kontrollen\n\nUnser digitales Leben ist immer besser vernetzt und genauso wichtig wie unser reales. Es geht nicht nur darum, unser Geld zu schützen, sondern auch darum, sich um unsere Daten und unsere Identität zu kümmern. Wir sehen bereits, dass sich digitale Betrügereien zu schnell entwickeln, daher müssen wir wachsam und informiert bleiben. Und du? Wurden Sie online betrogen? Welche anderen Tipps haben Sie, um sicher zu bleiben? Ich habe dir in den Kommentaren über unseren YouTube-Kanal, bei der DW, gelesen, wie es dich betrifft. Auf Wiedersehen!", "eval_id": "EVAL-055"}
-{"transcript_id": "101623126", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DW DST News and The Day - 29.06.2025", "beitragstitel": "Schaltgespräch mit Rosemary Kelanic (Defense Priorities, USA) über Handlungsoptionen Iran nach Luftschlägen der USA gegen Atomanlagen, Einschätzungen über Aussichten für weitere Verhandlungen, Fortführung der Atomforschung und Nuklearwaffen-Entwicklung", "transkript": "Yeah, it's a great question. I'm afraid the options are all bad. So there are bad options and there are worse options. Of course, the Iranians are angry that the United States struck them. They're angry that Israel struck them in the middle of negotiations with the United States. So far, they've said that they don't want to talk to the United States, but that could change. So I think that what Trump needs to do now is to try to assure Iran that there is room for conversation, that the United States is not bent on overthrowing the regime or going to war with Iran, that Iran has something to gain from cooperating with the United States to reduce its nuclear program and submit it back to monitoring and inspections. Well as we just mentioned, Iran has now said it's suspending all cooperation with the nuclear watchdog, the IAEA. So what does that mean for efforts to at least monitor Iran's nuclear activities? Yeah, so it's not good. It's not good. And it's not clear, though, that they really will suspend it for real. So what the parliament votes on and what the parliament says is not necessarily the policy that Iran's going to adopt. They're sort of advisory incapacity. They're not the last word. But if they don't cooperate, then that becomes very difficult. The United States, if they truly want to prevent Iran from weaponizing, needs to have boots on the ground in the form of, ideally, IAEA inspectors, right? I think when President Trump agreed to do these airstrikes on behalf of Netanyahu, when he agreed to do it, I don't think he was signing up for a long-term war with Iran or any kind of regime change operation. But I'm afraid that there's escalatory dynamics that could lead the United States down that path if it's not careful. Well, we should also mention again that President Trump is claiming that Iran's nuclear program was obliterated and others are more skeptical. What's your assessment? My assessment is that it was clearly not obliterated. You can't obliterate a program that's 20 years old, with many, many sites, and an entire generation of Iranian nuclear scientists. You can't just obliterate that from the air with airstrikes. And even if the three big facilities that the U.S. was involved in striking, even if those are completely destroyed or damaged, we know, or at least we suspect, that Iran removed materials from those sites. We also know that there are sites like Pickaxe Mountain, for instance, that were not touched by airstrikes. So there are nuclear sites that are still potentially in operation in Iran. And even if there weren't, if Iran really wanted to rebuild, they could do so. They know how to do this, which is why a military response or a military solution has never been the best way to solve this issue. So what is the path forward? If you say a military solution is not the path forward, how do we prevent this type of nuclear proliferation in the Middle East? Look, I mean, Iran, I'm not convinced that Iran was set on getting a nuclear weapon. They wanted options. They had enrichment facilities, but they could have built a nuclear weapon years ago if they really wanted to, right? What I think Iran really wants is they want sanctions relief. They want to deal with the United States, something that makes them like a new full member of the international community and not a pariah state anymore. And to do that, we have to have negotiations. We have to talk with them. But to talk with them, right, we also have to convince them that the United States doesn't have it out for the Iranian regime, that we're not sort of determined that we're going to go in and, like, you know, squash them no matter what happens, right? We have to convince Iran that we don't really want regime change in Iran and that we're willing to negotiate on the nuclear issue. And if we can convince them of that, maybe they'll come to the table again. That was Rosemary Kalanick, Director of the Middle East Program at the think tank Defense Priorities. Thank you so much. We appreciate your time. Thank you.", "summary": "Irans Atomprogramm wurde durch Luftschläge nicht vollständig zerstört und die Kooperation mit der IAEO ausgesetzt. Verhandlungen werden als Lösung vorgeschlagen, um eine nukleare Aufrüstung zu verhindern und Sanktionen aufzuheben.", "referenz": "News Schaltgespräch, eng o. Akzent, ohne Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 4, "korrekt": "ja", "relevant": "ausreichend", "vollstaendig": "nein", "kohaerenz": "ausreichend", "anmerkungen": "Es fehlt Kontext (USA haben Luftschläge durchgeführt, die Interviewpartnerin schlägt Verhandlungen vor). Der erste Satz vermengt zwei nicht direkt zusammmenhängende Themen.", "eval_id": "EVAL-056"}
-{"transcript_id": "101366335", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Feature", "beitragstitel": null, "transkript": "Das Deutsche Haus in Braunschweig, ein symbolischer Ort, das passt. Vorfahrt Ignaz Bubis, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland. Auch er spricht oft vom Deutschen Haus. Mit dem sei es wie bei jedem anderen Erbfall. Die auf einem Haus lastende Hypothek, sie wird ja auch mit vererbt. Und so sei es auch mit dem Deutschen Haus. Auf dem Deutschen Haus aber lastet eine besondere Hypothek. Die Hypothek, sechs Millionen von Deutschen ermordete Juden. Ignaz Bubis erinnert an den Schuldendienst. Aber Deutschland hat bei ihm Kredit. Der Frankfurter Immobilienkaufmann Ignaz Bubis in seinem Büro. Im Neben-, im Ehrenamt ist er der Sprecher der knapp 40.000 Mitglieder der jüdischen Gemeinden in Deutschland. Längst ist er schon mehr, der immer Gefragte. Ich bin ein kommunikativer Mensch und wenn ich das Gefühl habe, jemand möchte von mir was hören, bin ich bereit es ihm zu erzählen. Montagmorgen, das erste Interview, das erste von mehr als drei Dutzend in einer Woche. Irgendwann haben auch wir nicht mehr mitgezählt. Er lässt sich geduldig immer wieder die gleiche Frage stellen. Die Hauptfrage, die ich höre, ist, wie kannst du überhaupt in Deutschland leben? Aber das höre ich nicht nur von Israelis. Das höre ich von Amerikanern, von Franzosen, von Englern, Juden wie Nicht-Juden. Wie kann er überhaupt in Deutschland leben mit einem Terminkalender? Er sieht es nüchtern und spricht von Normalität. Seine Geschäfte betreibt er nebenbei, neben dem zeitraubenden Ehrenamt. Die Geschäfte betreibt er aus einer Frankfurter Villa, die Büros hinter Panzerglas. Von hier aus managt der ehemalige Schmuckhändler Bubis mit einem kleinen Stab Immobilienbesitz und Anlagevermögen, Anteile an Hotels in der ganzen Welt. Die Villa, sie ist ein einst von Studenten besetztes Haus. Ignaz Bubis, der Spekulant. Das, sagt er, das bin ich. Ich bin ein Spekulant, wie jeder andere Kaufmann auch. wenn der Herr Schmitz sich meldet. Ich komme noch hierher, vom Hintergrund hier. Einen tiefen Griff in die Mülltonne tut ein Polizeibeamter in Stuttgart, aus Sicherheitsgründen. Ignaz Bubis wird zum Besuch in der jüdischen Gemeinde erwartet, und das heißt Sicherheitsstufe 1. Das Jackett des Hausmeisters ist mit einer Schusswaffe gepolstert. Juden in Deutschland, jüdische Gemeinden in Deutschland, ganz normale Gemeinden wie jede katholische oder evangelische um die Ecke sind sie eben nicht. Der gepanzerte Mercedes fährt vor. Ignaz Bubis hat um die ständige Begleitung durch Sicherheitsbeamte und die hochorganisierte Rücksichtnahme nicht gebeten. In Bonn machte man sich Sorgen, und da zuckte er mit der Schulter und lebt seitdem bewacht wie der Bundesrat. Ignaz Bubis erkennt sich aus in den jüdischen Gemeinden in Deutschland. Ich bin in der jüdischen Tradition erzogen worden, als Kind. Ich habe dieses Zuhause seit 1940 nicht mehr, seit dem Tag, als meine Mutter verstorben ist. Da war ich noch nicht mal 14 Jahre alt und meinen Vater habe ich zwei Jahre später verloren. Aber ich habe das, was ich als Kind innerhalb meiner Familie mitbekommen habe, das prägt mein Leben bis heute. Die Zahl der jüdischen Gemeinden wie der Gläubigen ist gering. Nur wenige Juden leben nach dem Holocaust noch in Deutschland. Und nicht alle sind Mitglieder jüdischen Gemeinden. Ignaz Bubis geht als liberaler Geist, als junger Mann im ehemals hochbetagten Vorstand der Gemeinden. Jude aus Tradition ist er, jedoch bei Leibe kein orthodoxer Jude. Wir wissen nicht, was morgen wird. Wir wissen wohl, was gestern war. Juden in Deutschland. Vom Gefühl her immer noch auf dem Sprung, nicht nur auf der Hohe. Für viele ist diese Nachdenklichkeit, wir wissen nicht, was morgen wird, vorhanden. Seit Jahren kommen aus der ehemaligen Sowjetunion jüdische Zuwanderer nach Deutschland. Seitdem wachsen die Gemeinden wieder und Ignaz Uwis kann russisch sprechen. Die Sprache, mit der er, er wurde in Polen geboren, nach dem Krieg sein erstes Geld verdient hat, als überaus erfolgreicher Tausendler. Visitenkartendrucker bei Ignaz Uwis, müsste man sagen. Die Postmappen in seinem Büro stecken noch voll hunderten unbeantworteter Briefen. Und Ignaz Uwis verteilt weiter seine Karten. Sprechen Sie mich an, melden Sie sich. Seine Rolle als Sprecher des Zentralrates versteht er auch als die Rolle des Zuhörers in den Gemeinden. Erster Wohnsitz, Flughafen Frankfurter Main, Abflugfall. Der vielreisende und Vielflieger Ignaz Budis. Sitzplatz 1C. Im Lufthansa-Computer die drei Buchstaben HON. Dem deutschen Volke sagte vor dem Reichstag auch an diesem Tag seine Meinung. Noch schnell vor der Podiumsdiskussion ein, zwei Interviews. Ignaz Budis wird zumeist als Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland gefragt. Die Antwort gibt dann Ignaz Budis, ein deutscher Staatsbürger jüdischem Glaubens. Das ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann. Glauben Sie, dass Sie inzwischen an dieser Grenze sind, wo Prominenz zur Popularität wird, so oft wie Sie auftreten? Ja, aber ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht liegt es an meiner Gutmütigkeit, dass ich mich äußere, dass ich mich zur Verfügung stelle. Aber ich muss dazu sagen, ich missbrauche ja auch die Presse. Denn die Presse braucht mich, um von mir was zu hören. Und ich missbrauche die Presse, indem ich das, was ich im Bauch habe, was mich beträgt, auch rausposaren. Und das wird auf diese Weise transportiert. Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Thema, wieder einmal, Ausländer. Ignaz Bubis gehört zu jenen, die noch als Kind den Holocaust überlebt haben. Vergessen ist unmöglich. Direkt im Blick von Ignaz Bubis und im Blick unserer Kamera, ein Tagungsteilnehmer, die Tätowierung als KZ-Häftling, sichtbar auf dem Arm. Treblinka, der Ort, an dem sein Vater ermordet wurde. Treblinka, ist das etwas, über das Sie immer nachdenken, jeden Tag immer mal wieder? Neuerdings immer wieder. Ich habe über Treblinka für mich auch früher nachgedacht, aber bis 1987 war es wohl, habe ich es nie fertig gebracht, dort hinzufahren. Es kann sogar 88 gewesen sein. Es muss wohl 88 gewesen sein. Und bis dahin, wie gesagt, habe ich immer, als ich in Polen war, eine Ausrede gefunden, warum ich nicht hinfuhr. Bis ich dann einmal doch dort war, aber ich glaube nicht, dass ich es fertig bringen werde, wieder hinzufahren. Frankfurt, eine noble Villa, ein Industrieclub, Treffpunkt für jungen Rotarier. Ignaz Bubis selbst ist Mitglied im Lions Club. Nun erzählt er, gerade erst ist er aus Berlin gelandet, jungen Studenten über das Leben in jüdischen Gemeinden in Deutschland. Erzählt blonden jungen Frauen und Männern, die ihn zum Vortrag gebeten haben, in aller Ruhe vom unbekannten Leben um die Ecke. Jüdischer Alltag als Exotik. Und er bleibt ruhig, selbst als Reizworte fallen. Die Frage, kann man nicht stolz sein, Deutscher zu sein? kleine Gemeinden mit etwa 20, 30 oder 50 Mitgliedern. Auch hier in Hessen gibt es solche kleinere Gemeinden wie in Marburg oder Gießen. Darmstadt ist schon größer. Die nächstgrößere Nachfrankfurt in Frankfurt lebten bis vor drei Jahren 5.000 und jetzt sind es etwa 6.000 Juden auch durch die Zuwanderung. Und die nächstgrößere jüdische Gemeinde ist Offenbach mit etwa 1.000 Mitgliedern. Und im Rest Hessen leben nur noch etwa 600 bis 700 Mitglieder jüdischen Gemeinden. Wenn jemand antisemitisch denkt, mit dem habe ich überhaupt keine Probleme. Jeder Mensch kann denken, was er will, solange es nicht in Gewalt ausschlägt. Ich erwarte nicht, dass jeder jeden liebt. Das wäre zwar sehr schön und darauf basiert die Bibel und sonstige Freundlichkeiten, nur die Welt, die Menschen der Welt sind anders. Ich liebe auch nicht jeden und nicht immer jeden und insoweit stört mich das nicht, wenn jemand antisemitisch denkt, sei es, weil er neidisch ist, sei es, weil er meint, die Juden hätten zu viel Macht und das sind alles Dinge, die mich nicht stören, die mich überhaupt nicht stören, solange nicht Gewalt damit verbunden ist. Was sie stört, ist das Gefühl von Deutschen, die manchmal, wie soll man sagen, in sich die Verpflichtung spüren, gleich mit jedem Juden über den Holocaust zu reden. Das ist ihnen unangenehm. Das ist mir, das wirkt peinlich. In der Wirkung schon ist das peinlich manchmal. Vielleicht bin ich auch auf diesem Gebiet zu empfindlich, das weiß ich nicht. Aber ich hab's nicht gerne, wenn das das Thema sein soll. Es gibt so vieles, über das man sich unterhalten kann. Und er unterhält sich gern. Wieder ein gepanzertes Auto. Vorbei an der Polizei, im Rücken zwei sportliche Herren vom Sicherheitskommando, geht er in ein gepanzertes Haus zur jüdischen Gemeinde Frankfurt. Dort, hinter einer grün getönten Panzerglas-Scheibe, empfängt Ignaz Bubis eine Delegation des ökumenischen Weltrates. Und er tut, was er immer tun kann, reden. Frei, ohne Konzept, ohne Papier, gerade heraus, manchmal eben auch ohne Punkt mit vielen Kommatar und wenigen Absätzen. Der Kindergarten der jüdischen Gemeinde, bewacht wie der gesamte Gebäudekomplex, in dem auch eine jüdische Grundschule untergebracht ist. Normalität. Normalität will Ignaz Bubis. Aber ist das schon Normalität? Gehört das ganz einfach dazu zu den 5000 Jahren Geschichte des Judentums, Kameras? Es ist so, es ist ein Aufzug, der immer so ein bisschen... So, vielen Dank. Ich begleite ihn auch. Alles Gute, schönen Tag hier in Deutschland. Der Gastgeber Ignaz Bubis verabschiedet sich und kehrt zurück in den Raum. Dort erwarten ihn Mitglieder des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Frankfurt. Der nächste Termin, Vorstandssitzung. Man wird ihn fragen, ob er denn nicht ein freies Baugrundstück in Frankfurt kennt. Jüdische Gemeinde, sein eigenes Geschäft und auch die Politik. Ignaz Bubis weiß das alles zu verbinden. Ich sagte er, natürlich kumme ich. Das tut in den Parteien doch jedermann. Nur nicht alle geben es zu. Wir sind eigentlich nur informatorisch eingeladen und wir können nicht in einer Informalveranstaltung einladen. Nun auch nicht. Nein, wir können auch nicht nur noch, dass die Stellvertreter dann auch noch Erklärungen haben. Das geht nicht. Der Verantrag besteht aus fünf Mitgliedern und dann können wir nicht effektiv arbeiten. Wissen Sie, man muss mir nicht alles erzählen. Ich habe keine Schwierigkeiten, wenn mir einer sagt, darüber spreche ich nicht. Ich habe Schwierigkeiten, wenn man mich anliegt. Nun gibt es noch Zwecklügen, es gibt ja helfliche Lügen. Ich mag keine, weder die Zwecklüge noch die helfliche Lüge. Aber am schlimmsten ist die Lüge ohne Begründung. Also wenn sie das nicht mögen, dann kann das ja nur bedeuten, dass sie eigentlich ein relativ undiplomatischer Mensch ist. Ich bin sehr undiplomatisch. so kommen sie durch die Welt ohne zu lügen sozusagen. Ja, wem's nicht passt, der kann's lassen. Ignaz Bubis kennt jeden Winkel der Republik. Schmuck aus schwarzen Koffern, so der Titel eines uralten Dokumentarfilms. Hauptdarsteller Ignaz Bubis. Diesen Schmuck hat er verkauft, überall in Deutschland. Ignaz Bubis ist ein ungeduldiger Fahrgast, allerdings einer mit eingebauter Landkarte. Wie hört es eigentlich Herr Bubis, wenn Sie sauer werden, wenn Sie ärgerlich werden? Ich empfehle Ihnen nicht, mir da an die Quere zu kommen. dann werden sie richtig zu fuhr hier weiter kommen. Aber wie? Und wie bremsen sie dann? Oder wer bremst denn? Ich selbst, ich selbst, aber das dauert einen kurzen Moment, aber dann bremse ich mich selbst, aber erst explodiere ich. Man kann also sagen, Sie haben die Grenze bis zur Explosion ziemlich weit nach oben geschoben, aber wenn es da ist... Dann kommt es mit vollem Druck. Sie haben mal selbst gesagt, auf die Frage, wenn Ihre Tochter ein Ausländer heiraten würde, dann wäre ich sehr unglücklich. Da fängt der Rassismus an, Herr Bubis. Ich habe nicht gesagt, wenn meine Tochter einen Ausländer heiraten würde, sondern ich habe gesagt, wenn meine Tochter einen Nichten heiraten würde. Das ist ein offener Schicksal. Das habe ich verstanden. Das würde mich nicht sehr freuen. Da bin ich nicht da. Das ist hier die katholische Kirche. Mir ist irgendwann ein Schock eingefallen, katholikenfeindlich zu sein. Ehe mit Protestanten nur klar schließendes, wenn der protestantische Ehepartner sich verpflichtet, Etwas, was ich denke und nicht sagen könnte, das kann ich nicht. Ich war fest überzeugt, dass Ihnen der Begriff Altige bekannt ist. Ist Ihnen auch der Begriff Alt-Katholik bekannt? Der Mann im blauen Anzug. Er reist von Podium zu Podium, von Termin zu Termin. Vier Veranstaltungen am Tag und dazwischen vom Autotelefon aus die Geschäfte, die Telefonate mit dem Büro oder mit der Frau auf Jiddisch. Weil seine Tochter es so will, redet er jetzt auch mit ihr auf Jiddisch. Die Tochter wie seine Frau in diesem Film sind sie unsichtbar, aber von starkem Einfluss auf den Mann mit den breiten Schultern. Seine Tochter hat eine Affinität zum Journalismus. Vielleicht macht ihn das so gesprächsbereit. Den Mann, der eigentlich immer zwei Dinge auf einmal tun muss. Ungeduldig ist und schnell gelangweilt und der ungern etwas zweimal erzählt und schon gar nicht dreimal. Das muss man aber auch wissen. Da gibt es ein Bild von Ihnen, da sitzt der Ignaz Bubis, während andere auf dem Podium sprechen, still da, hat den Mund ein bisschen offen und das Gesicht bewegt sich überhaupt nicht. Ist das der Moment, wo Sie ganz abschalten oder ist das der Moment, wo Entscheidung entsteht? Nein, ich höre zu, ich versuche zuzuhören, nur, und das ist leider eine schlechte Gewohnheit von mir, da mich das nicht voll ausfüllt, beschäftige ich mich im Kopf mit noch anderen Dingen gleichzeitig. Ignatz Bubis ist ein Nachtmensch. Bis 1, 2, 3 Uhr nachts arbeitet er, morgens dann ist er ein bisschen krantig. Seine Leibwächter zählen die Überstunden, es sind manchmal bis zu 1000. Den letzten Urlaub, den hat er abgesagt, Termine. Heute ist er auf dem Weg zum FDP-Parteitag in Lübeck. Zahlung von 5.000 Mark und eine Monatsrente von 500 Mark erhalten. Es handelt sich dabei um Personen, die keine direkte Entschädigung aus der Bundesrepublik bekommen haben, weil sie vor 1953 nach Israel auswanderten.\" Zwischendurch noch ein Termin in der jüdischen Gemeinde in Essen. aus Protest gegen das heute Bekannte. Besichtigung der Synagoge. Die Gemeinde braucht Geld für Renovierungsmaßnahmen, eine Klimaanlage soll in den Tempel. In der nächsten Woche werden ehemalige jüdische Bürger der Stadt in Essen erwartet. Zum ersten Mal wieder in der Stadt, in der sie geboren und aufgewachsen sind und von wo sie dann vertrieben wurden oder von wo sie sich retten konnten vor den Nazis. Die Hypothek auf dem deutschen Haus, Ignaz Bubis, hat auch diesen Kontostand immer genau im Blick. Und trotzdem immer wieder diese Vokabel, Normalität. Ich als relativ junger Deutscher, der einer Generation angehört, die allenfalls auch Scham empfinden kann, vielleicht auch selbst das nicht mehr, wundere mich, dass sie das sagen, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass es genau das nicht mehr gibt. Erstmal, weil es so wenige Juden in der Bundesrepublik gibt und weil es einen ganz schrecklichen Grund gibt, dass es so wenige Juden in Deutschland gibt. Sicher, wenn ich spreche von Normalität, heißt das für mich nicht, dass man um das Geschehene nicht wissen soll. Normal ist, also ich verstehe eine Normalität, dass wir zwei uns über alle diese Vorgänge unterhalten können, ohne deshalb gleich... in Verlegenheit zu kommen, mit peinlich, dass es einem der zwei peinlich ist. Das ist für mich die gelebte Normalität. Und zu dieser gelebten Normalität, wenn man da nichts... Ich könnte nicht in Deutschland leben, wenn ich diese, das, was man... Ich weiß keinen anderen Ausdruck als Normalität. Selbstverständlichkeit? Ja, vielleicht Selbstverständlichkeit. Es ist der Begriff Normalität, mit dem habe ich Probleme. Aber er ist so übernommen worden. Normalität ist, dass ich hier lebe. Normalität ist, dass ich mit Nichtjuden hier verkehre, von denen ich nicht weiß, waren ihre Väter oder ihre Großväter schuldig geworden. Oder Menschen, mit denen ich verkehre, denen ich weiß, waren sie vielleicht selber schuldig geworden. Menschen, die etwas älter sind als ich. Es ist ja schon die Möglichkeit gegeben. Und das ist für mich Normalität, dass man unbefangen miteinander umgeht. Seit über 20 Jahren ist Ignaz Bubis Mitglied der FDP. Der ehemalige hessische Wirtschaftsminister Kari hat ihn für die Partei geworben. Kari wurde ermordet von Terroristen. Angst als Normalität? Ignaz Bubis hat, sagt er, keine Angst und er wirkt auch so. Ignaz Bubis ist Mitglied im Bundesvorstand der FDP. Er ist ein Mann im Hintergrund, ein erfolgreicher Mittelständler, ein Selfmade-Man, längst wohlhabend. Ich habe keine Zeit, bezahlte Ämter zu übernehmen. Ich bin zu sehr beschäftigt mit Geldverdienen. Früher habe ich gesagt, ich habe einen Beruf und bin kein Funktionär. Ignaz Bubis hat das Büro des Zentralrates Kest im Griff. Er kümmert sich. Wichtiges hat er im Kopf. Die Termine im Kalender, fürs Management hat er das Telefon. Unwichtiges vergisst er. Auf jeden Fall werde ich rechtzeitig aufhören, bevor man mir sagen wird, was will denn der Alte immer noch da, der ist doch längst verkalkt, merkt er es denn nicht. Was tun Sie denn gerne? Darf ich mal ausprobieren? Darf ich mal vermuten? Bitte. Sie unterhalten sich gerne? Ja. Sie feiern gerne? Nicht laut. Ich feiere gerne, aber ich mag keine lauten Feiern. Sie hören gerne Musik, und ich vermute, wenn Sie da stehen ... Ja, es gibt spezifische. Ich mag Kirchenmusik. Ich mag auch... Feldmann? Bitte? Feldmann. Ja, Feinmann liebe ich. Und sie essen gerne. Leider. Nein, das heißt es leider nicht. Ja, leider, weil ich noch nicht mal wählerisch beim Hessen bin. Das finde ich natürlich wiederum schade. Mögen Sie denn Pralinen? Ja, ja, mir machen sie die größte Freude einer Nudelsuppe und Brot dazu. Ich esse zu allem Brot und das macht 40 Kilo zu viel. Ignaz Bubis koordiniert seine Termine auf Hebräisch. Wir sehen uns beim nächsten Mal. Das Waisenkind Ignaz Bubis, seit dem 14. Lebensjahr auf sich gestellt, hat auf dem Weg von unten nach oben die Sprachen seiner Biografie gelernt. Das war's für heute, wir sehen uns im nächsten Video, bis dahin ciao. Längst ist er mehr als der Sprecher der Juden in Deutschland. Er ist der Mann, den man porträtiert. Und er ist stolz, Ignaz Bubis zu sein. Jetzt noch eine Frage. Mir im Rücken sitzen Journalisten-Kolleginnen. Ihre Gattin wartet ein oder zwei Etagen drüber. Der Fahrer wartet in genau 29 Minuten und morgen sind Sie auch wieder unterwegs. Was würden Sie denn jetzt am allerliebsten machen in der Badewanne gegen Pralinen essen? Nee, ich würde am liebsten jetzt eine Stunde schlafen, aber dazu reicht es nicht. Danke.", "summary": "Der Beitrag porträtiert Ignaz Bubis, den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er begleitet ihn bei Terminen, Interviews und Vorträgen. Themen sind sein Selbstverständnis als deutscher Jude, die Normalität jüdischen Lebens und die Erinnerung an den Holocaust.", "referenz": "unbearbeitetes retrodigitalisiertes File, kein Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-057"}
-{"transcript_id": "101621480", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Como te afecta? - spa", "beitragstitel": null, "transkript": "Estás desesperado, no te queda plata para el alquiler, las facturas están por vencer y necesitas plata ya. De repente, pum, ves un anuncio en redes sociales donde te prometen crédito fácil y rápido o te meten a un grupo de Telegram para invitarte a invertir unos cuantos pesitos en una criptomoneda que te va a hacer millonario. Suena demasiado bueno para ser cierto, ¿no? El problema es que, si parece muy fácil, puede ser que haya gato encerrado. Así que cuidado, porque podría tratarse de una ciberestafa. Yo creí en algo como el tema de los bitcoins, caí redondita. que me llamaron como para, mira, te ganaste algo por tener X o Y tarjeta de crédito y uno como pues obviamente se muestra interesado. Mucho de esto se basa en la urgencia y en la necesidad del usuario, entonces también muchas víctimas están cayendo a eso precisamente por la urgencia y la necesidad que tienen de tener acceso a este tipo de dinero, dinero fácil. A veces simplemente quieres ayudar a alguien, pero igual caes en la trampa. Hablaron con mi sobrina como haciéndose pasar por mí y me estafaron con 30.000 pesos. Si no te ha pasado directamente a vos, estoy casi segura de que mínimo conoces a alguien a quien han intentado o a quien han conseguido estafar a través de redes sociales, mensajes o llamadas fake. a ella no le llegó el link del vendedor, sino que le llegó por otro número desconocido. Ella se confundió y pagó ese link vía WhatsApp. Hizo el pago ahí y ¿qué pasó? Básicamente le vaciaron la cuenta bancaria. En esto de la digitalización hasta los ladrones se han puesto las pilas y han encontrado nuevas formas de seguir haciendo de las suyas. Estafas por Internet, todo el tiempo, todos los días veo. Y a mí me llevan mensajes al correo no deseado o al spam de Gmail, pero nunca abro el link, porque sé que si abrís un link, ya te pueden robar todas las cuentas. Las estafas digitales son un fenómeno que en los últimos años ha aumentado exponencialmente. En el primer semestre de 2024, el volumen de fraude bancario online en América Latina creció un 32% con respecto al mismo periodo de 2023, según un reporte de la empresa especializada en fraude digital BioCatch. Y con ayuda de la inteligencia artificial, los ciberestafadores se han puesto más creativos. ¡Escucha este audio! Los estafadores pueden hacerte creer que estás escuchando a un ser querido, pero en realidad es creado digitalmente. con solo unos segundos de grabación, puede inclonar tu voz. Hay miles de formas en las que podés ser estafado, a través de una supuesta llamada de emergencia de un familiar, por una oferta de trabajo que te llega a WhatsApp al hacer clic en un enlace que no debías, o hasta por perfiles falsos en apps de citas mientras andas buscando al amor de tu vida. En este episodio de ¿Cómo te afecta?, vamos a ver cuáles son las estafas más peligrosas que andan por ahí, cómo podemos identificar qué es real y qué no, y lo más importante, cómo protegernos de todo esto. Si pensabas que las estafas digitales solo afectan a los boomers que no manejan bien la tecnología, pues estás equivocado. Algunos datos relevantes que podemos ver es que hay dos grupos, dependiendo del tipo de estafa que se está realizando. Los muy jóvenes, gente que está entrando al mundo digital o laboral, respecto de digital no me refiero a que estén usando redes sociales, sino que están teniendo su cuenta, sus primeros ingresos y entonces están ingresando a este mundo de las transacciones bancarias digitales. Ese grupo de los jóvenes entre 18 y 22 años son estafados generalmente con temas de empleos, de paquetes que están pendientes de pagos de impuestos para recibir algún tipo de situación o los engañan tan sencillo como si tú entras a esta inversión y traes cuatro personas más vamos a obtener más dinero. Son uno de los grupos donde ven que como no hay mucha educación financiera, también son capaces de poder buscar dinero de manera muy sencilla. Yo creo que una persona más adulta lo piensa, lo analiza y sabe, pero los jóvenes como que, viste, hoy en día es que... Yo tengo 26, no sea tan grande, pero la ambición de uno de 18, 20, 22 es diferente. Y sí, claro, por el otro lado están nuestros papás, tíos o abuelos. El otro, que es mucho más apetitoso, es una tercera parte de las estafas, son las personas mayores de 60 años. Personas que no son propiamente nativos digitales, digamos, la tecnología no es lo que más conocen. a mi tía que le mandaron un mail y apretó un link que no había que apretar y le vació la cuenta al banco. Es decir, de esto no se salva nadie, cualquiera que esté conectado puede ser una víctima. Con más del 84% de su población en línea, Latinoamérica es una de las regiones más conectadas del mundo, solo por detrás de Europa y Norteamérica. También es uno de los mayores mercados digitales del mundo, con más de 368 millones de usuarios de internet. No es de extrañar que los ciberestafadores abunden. El famoso phishing, muy probablemente ya se ha escuchado el término, es uno de los métodos más comunes. Básicamente consiste en engañar a las personas para que revelen información valiosa y confidencial, como nombres de usuario, contraseñas o números de tarjeta de crédito. Se realiza mediante correos electrónicos, mensajes, llamadas o sitios web fraudulentos que se hacen pasar por instituciones confiables o por otras personas. Y ataca tanto a personas como a empresas. El reporte Estado del Phishing 2024, un análisis realizado en más de 15 países por la empresa de ciberseguridad Proofpoint, reveló que, en promedio, se detectaron y bloquearon al mes unos 66 millones de correos electrónicos engañosos diseñados para estafar. Esto representa 1.527 intentos de phishing por minuto. En América Latina, entre los países más atacados, Brasil está a la cabeza, seguido de México. Aquí es muy relevante hacer una pequeña aclaración, en montos y cantidad, México y Brasil, o Brasil y México siguen siendo donde vemos más casos, porque tenemos más población, es más posible que exista también por lo mismo más estafas. Por otro lado, la empresa de seguridad Sofistic con presencia especialmente en España y Latinoamérica hizo un análisis de las vulnerabilidades de sus clientes y ojo, los resultados revelaron que 1 de cada 2 usuarios que recibe un correo de phishing lo abre, un 24% accede a enlaces fraudulentos y un 17% facilita datos. Recibió un mail desde el Ministerio de Salud, que supuestamente era del Ministerio de Salud, que le pedían como un link para entrar a no me acuerdo dónde, y cuando les dio el link, entraron y les hackearon el teléfono, empezaron a pedir plata a todos sus contactos. Hay contactos que le dieron plata. Con la inteligencia artificial, se están creando mayores sitios phishing, con mayor facilidad, a mayor escala, y obviamente se están distribuyendo con mucho más facilidad, y esto permite de alguna forma que los delitos de estafas sean mucho más rápidos, versátiles y que la gente caiga más fácilmente. Antes, esas llamadas telefónicas que se hacían pasar por agentes de banco sonaban muy robóticas. Era muy fácil identificar que eran fake, falsas. Pero ahora, recibís llamadas con voces que suenan muy humanas, o que suenan escalofriantemente iguales a las de tus familiares. Con los famosos audio deepfakes, se clona la voz para mandar mensajes falsos, haciéndose pasar por otras personas o por vos mismo. Entonces, ¿qué hacen? Utilizan esa suplantación para llamar a tus contactos una vez que obtienen información y se empiezan a contar una historia. Oye, estoy en una situación complicada. Ayúdame, préstame dinero. Pero lo hacen con la voz del usuario. Entonces, esto genera que la persona al otro lado de la llamada, pues, confíe totalmente porque dice, sí, sí, es la persona. persona. -¡ si, alguien cercano! que lo llamaron como para que se había accidentado el hijo, y la voz era idéntica al hijo, Y claro, en una emergencia, la desesperación por ayudar, así que queramos actuar rápido, sin analizar mucho. Lo llaman a uno de la cárcel con un cuento de que pise a alguien, de que, ay, primo, necesito dinero, ¿qué tal? Y lo llaman a uno muy desesperadamente. saben lo que hacen y apelan al susto, al miedo, a las emociones y buscan engancharnos por emociones. La una es por este lado negativo, nos meten miedo de que algo está pasando y como estamos asustados entregamos los datos porque queremos solucionar el problema rápido. Y la otra es cuando pasan cosas maravillosas y es igual apelando a las emociones. No te ganaste pasajes de avión, ni siquiera, no es gratis, ven acá y te damos la información. subimos todo a redes sociales, fotos, videos, donde trabajamos, la forma en la que nos expresamos, etc. Este contenido es justamente el combustible que los estafadores necesitan para robar identidades. Sí, me pasó que me robaron las fotos de mi cuenta de Instagram, se hicieron un Instagram poniendo otro nombre y se hicieron cuentas en aplicaciones de citas y además. En Instagram se lo hackearon y empezaron a usar su Instagram para hablarle a la gente. Al final terminamos reportándolo y lo cerraron. Hay algunos que, además de estafados, terminan con el corazón roto. Y nos pidió ayuda, como si fuéramos pareja, pero solo en la parte de atrás. Los estafadores crean perfiles falsos en plataformas de citas como Tinder para engañar a personas que buscan a su media naranja y posteriormente sustraerles dinero. O también te enamoran con otras cosas, por ejemplo, con ofertas de empleo. Mucho cuidado con eso. Sí, una vez postulé a través de un trabajo, es como la última moda, y me contactaron a través de Facebook. Y ahí llegamos a contactos a hablar por WhatsApp, y estaba en una llamada y me hackearon mi WhatsApp. Y claro, yo no podía volver a recuperar mi cuenta. Intenté conectarme, contactarme con mis seres queridos, amigos, a través de redes sociales, como avisar de la situación, y ya fue tarde. Con todas estas formas de manipulación, los hackers buscan una cosa, obtener la mayor información confidencial posible de las potenciales víctimas. Los datos tienen muchos usos, como le dicen que es de nuevo oro. Yo no sé ustedes, pero a mí leer los términos y condiciones de cada sitio web o aplicación que instalar me parece un martirio. Aceptémoslo, esos textos larguísimos redactados en letra minúscula no se los quiere leer nadie. Pero esa es justamente la trampa en la que no debemos caer. Si aceptamos a ciegas, especialmente si estamos instalando una nueva aplicación en el teléfono, podemos llegar a regalar algo sumamente valioso, nuestros datos. Muchas veces los usuarios, al darle el acceso o al descargar la aplicación, pues también comprometen mucho su seguridad, porque mucha de la información que están bajando puede ser comprometida, puede ser utilizada por los delincuentes para, no sé, para cometer delitos posteriores relacionados con el robo de identidad. ejemplos de cómo los ciberestafadores se aprovechan de tus datos es a través de las conocidas como montadeutas. Es un método relativamente reciente y que ha alertado especialmente a las autoridades de México. Estos esquemas otorgan préstamos de dinero fáciles e inmediatos, prácticamente sin requisitos. Si está surgido de plata, es una propuesta muy tentadora. Muchas de estos esquemas conocidos como de montadeudas lo que hacen es precisamente persuadir a las víctimas para que contraten el crédito, ya sea a través de una aplicación, a través de su móvil, y después que puedan aceptar los términos y convencerlas de las condiciones que normalmente son inexistentes. que aceptados los términos y condiciones al bajar la aplicación tienen acceso a todo, a tus contactos, fotos, video y con eso te empiezan a extorsionar. Empiezan a hablar a tus conocidos, oye dile que me paguen, dile que me paguen y empiezan a jugar con muchas cosas, inclusive hasta pueden... tener acceso a tu galería de fotos, es bien pero bien delicado. Entre 2021 y 2024 se identificaron 1,073 apps reportadas al Consejo Ciudadano de la Ciudad de México bajo el modus operandi de montadeudas y tan solo en 2022 ese consejo recibió 11,594 denuncias ciudadanas. Algunos ejemplos de montadeudas son Jose Cash, Cashbook, Talamovil, Cohete Crédito, por mencionar algunas porque la lista es larga. En Colombia a esta modalidad se le conoce como gota a gota virtual. Aquí las autoridades también han advertido de un crecimiento de estas ciberestafas. La Superintendencia de Industria y Comercio ha abierto investigaciones a varias de las empresas que están detrás de estas aplicaciones, por ejemplo de las apps Eastbay y Popcash. Como mencioné, la mayoría de estas estafas de préstamo rápido virtual se enfocan en la instalación de aplicaciones móviles y es que justamente a través de los celulares es donde más casos de ciberestafa se da. Según Biocash, en lo que va de 2025, el 88% de todas las sesiones bancarias fraudulentas se realizaron desde dispositivos móviles. Sea cual sea la forma de estafa, muchas derivan al mismo delito, el fraude bancario, y esos casos de fraude han aumentado también en la región. En Chile, por ejemplo, durante los primeros seis meses de 2024, las estafas bancarias se triplicaron en comparación con 2023. Me han ferido como tres veces, o dos, no sé, varias veces. Lo fue gay, perdió a Tarluca, o sea, como, no sé, 300 Tarluca, no sé. El caso de Chile es muy particular en Latinoamérica. Chile tiene una regulación que reembolsa aquel fraude que es denunciado ante una autoridad judicial. Entonces, en el caso de Chile, lo que estamos viendo obviamente es que hay una mayor denuncia porque existe este camino para poder recuperar el dinero. Entonces, esto está muy relacionado con mayores casos en estafas, mayores reportes. este escenario plantea un desafío enorme para la protección de datos personales en la región. Entonces, ¿cómo podemos estar más seguros? Si tu contraseña es 1, 2, 3, 4 o tu fecha de cumpleaños, te aconsejo que la cambies ya. Muchas veces los ciberestafadores logran acceder a cuentas por medio de lo que se llama fuerza bruta. Esto consiste en introducir frases o combinaciones de números o letras de uso común hasta obtener la contraseña correcta. Así que, nada de poner contraseñas muy obvias como tu nombre o el nombre de tu perrito. Recordemos, toda esta es información que compartimos en redes sociales y los estafadores pueden hacer asociaciones. Por suerte, no. Mantengo mis redes lo más privadas posible, con varias contraseñas, que te reconoce la cara, la palabra clave. Intento estar lo más protegido posible. Quizá a algunos esto les parecerá obvio, pero mucha gente comete ese error. Basta con ver los reportes de NordPass, una empresa gestora de contraseñas que analiza los hábitos de las personas a la hora de establecer sus claves. En 2024, según sus investigaciones, este fue el top 5 de contraseñas más comunes. En el primer puesto tenemos a la famosísima 123456, usada más de 3 millones de veces. Le sigue su hermana mayor los números del 1 al 9 y luego los números del 1 al 8. En cuarto lugar también está la clásica password y en quinto QWERTY123. Yo sinceramente no sé si reír o llorar. Y ojo, NordPass indica que todas esas contraseñas se pueden descifrar en menos de un segundo. Tiene que ser una contraseña de diez, doce caracteres, que tenga letras, que tenga símbolos, mayúscula y minúscula, para que sea más difícil de descifrar. de tener contraseñas fuertes hay más medidas que podemos tomar. Una actitud clave aquí es desconfiar. si parece muy sencillo y muy fácil, duda, dudar ante las cosas, un empleo, un boleto para Taylor Swift con descuento cuando ha sido imposible conseguir boletos, ese tipo de cosas que son atractivas y que suenan muy fáciles, hay que dudar, buscar un poco más tal vez en distintos medios, redes sociales, medios de noticias, entrar a ver. no solo desconfiar de supuestos premios o promociones, sino también de las comunicaciones que recibimos en nombre de instituciones gubernamentales y, sobre todo, del banco. Antes que nada, cuando te llega un correo, independientemente de dónde te llega, tienes que desconfiar, ¿no? Y más si suele ser o viene de una institución bancaria. Normalmente, los bancos y las entidades financieras no mandan correos para solicitar información personal. Entonces, hay que usar, de alguna forma, la lógica para no caer en este tipo de cuestiones de ingeniería, ¿no? O sea, si llega una llamada así, tal vez decir, bueno, muchas gracias, colgar y llamar al banco, averiguar qué pasó. Como, iba a buscar el canal seguro de comunicación con el banco y no que una llamada random. Otra recomendación es revisar bien las direcciones de e-mail para ver si son oficiales. También prestar al contenido de los mensajes. Los errores gramaticales, por ejemplo, son un gran red flag. Sé que hay una página que si vos buscas en Google, por ejemplo, pones, ¿es este link seguro? Y ahí pegás el link y te sale si es seguro o no y si tiene denuncias. En el caso de los audio deepfakes que suenan tan verídicos, ¿cómo podemos saber si realmente se trata o no de un familiar o amigo? En redes sociales e incluso autoridades como el FBI sugieren establecer una palabra clave. ¿Me puedes ayudar y me lo puedes enviar? ¡Claro! ¿Cuál es el cumpleaños de la mamá? eviten claves que sean muy obvias. Por último, siempre está la opción de denunciar, porque sí, denunciar es posible. Como ciudadanos, internautas, consumidores y clientes de bancos, claro que tenemos derechos digitales que, en caso de estafa, son vulnerados. Los derechos ARCO permiten a las personas obtener información sobre sus propios datos y el tratamiento que les dan, cuál es su origen, finalidad y de qué forma se están comunicando o compartiendo. Se desglosan así. La A significa acceso y se refiere al derecho de saber qué datos tienen tuyos, cómo los obtuvieron y para qué los usan. La R viene de rectificación, es el derecho a corregir tus datos si están mal o incompletos. La C significa cancelación, este es el derecho a pedir que dejen de usar tus datos. Y la O viene de oposición, es el derecho a decir no si sentís que el uso de tus datos te está causando problemas. Con el robo de datos personales sin consentimiento del usuario se viola el derecho al control sobre tu información, el derecho a la privacidad. Muchas veces nos entran llamadas de números desconocidos y entonces yo me pregunto, ¿cómo consiguieron mi número? ¿En cuántas bases de datos estamos sin saberlo y sin haber dado nuestro consentimiento? Además de que las bases de datos están filtradas en internet también desde la aparición de las redes sociales la gente también ha publicado su información personal en internet. Se puede combinar las dos cosas. Compré una base de datos de forma clandestina a alguna empresa que las va recabando y esa información la puedo cruzar con cuentas de Facebook, de Instagram, de X, puedo averiguar quiénes son los familiares, digamos, y ese tipo de cosas. Según las leyes de protección de datos personales de países como México, Argentina, Colombia y Chile, los ciudadanos tienen derecho a que su información sea tratada de forma segura, pero los ciberdelincuentes explotan brechas en la seguridad de empresas o descuidos de los usuarios. Otros hacen dinero con ella. Y normalmente no es legal que se puedan vender los datos sin autorización. Incluso la mayoría de países de América Latina ya tenemos leyes de protección de datos personales que hacen que justamente esto no sea posible. Yo no contesto, yo definitivamente a los que tengo, tengo y ya, de resto si es un número desconocido intento no contestar y obviamente no caer en ese cuento de que ah, pise a alguien, mamá, primo, ayúdeme, no, no, eso es muy común y mucha gente cae en eso y si hay que estar pilas con eso porque hay mucha gente ladrona que lo quiera afectar a uno. Si alguno de estos derechos se vulnera, las personas tienen derecho a denunciar, especialmente cuando hay una pérdida económica de por medio. En general, la legislación de todos nuestros países es bastante similar. Generalmente, las estafas vienen o por los bancos o por tarjetas de crédito, que alguien robó mi información y sacó plata de mi banco, o alguien tiene mi tarjeta de débito, o alguien tuvo los datos de mi tarjeta de crédito e hizo compras por internet, etc. Entonces, en general, a la primera persona o organización, para decirlo de hecho, que deberíamos acceder o contactar es al banco y decir, el banco, hay esta compra que yo no hice, quiero saber qué fue, y el banco tiene la obligación de determinar de qué fue esa compra. Sí, lo denunció a la tarjeta primero, porque habían hecho gastos con la tarjeta y después entró a la cuenta del banco y el banco también estaba, digamos, en la cuenta vacía. Lo denunció y la verdad que no sé cómo se manejan ese tipo de estafas o de movimientos legales, pero el banco le devolvió la plata y, digamos, se pudo comprobar que era una estafa. Sin embargo, la efectividad de estas políticas varía según el país y la entidad financiera. Muchos se quedan de brazos cruzados porque sienten que sus autoridades no van a hacer nada. Pero esto pasa tanto últimamente que la gente como que ya no tiene mucha fe como en el denunciar. Entonces, a la final se vuelven unas denuncias que se vuelven un papel más. No, no lo denunció, es que tampoco sabría a quién denunciar. Como usuarios podemos hacer mucho para cuidarnos, pero también necesitamos la protección de terceros. Veamos qué otras soluciones hay. Ya vimos que hay muchas medidas que podemos tomar para evitar caer en una estafa, pero los expertos también sugieren que los bancos tomen medidas. Mientras la tecnología se va desarrollando y se va haciendo más sofisticada el tipo de estafa que se puede hacer, que se pueden replicar en mi voz, pueden replicar en mi cara, y a través de eso engañar a sus sistemas, los bancos, las entidades financieras, tienen la obligación de sofisticar su forma de defendernos. Tiene que mejorar sus sistemas, irse adaptando a estas nuevas tendencias para poder identificar ese tipo de estafas y proteger a sus clientes. Cuando se reporta el delito por el usuario, se puede tener información sobre cómo sucedió, entonces es muy importante que si ya fuimos víctima lo reportemos para que la institución bancaria pueda utilizar esta información. Y parte de las medidas que se pueden tomar es, como platicaba, cuando se empieza a ver una tendencia, poder tomar acciones de bloquear accesos desde algunos lugares que ya se conocen son utilizados por estos estafadores. Esto es todo amigos, nos vemos en el próximo video, ¡hasta la próxima! También que se trabaje conjuntamente industria, bancos, instituciones gubernamentales y redes sociales. Voy a poner un ejemplo muy sencillo, si el estafador crea en el marketplace de cualquier red social un artículo con un precio muy atractivo para empezar a estafar, ¿cómo podemos limitar eso? Con que la red social nos ayude a dar de baja el perfil, con que la telco pueda a lo mejor limitar el acceso a esa IP o si es un número al cual hay que llamar que limite el acceso a ese número y los bancos poniendo controles más conectado, nuestra vida digital es tan importante como la real. No se trata solo de proteger nuestro dinero, sino también de cuidar nuestros datos y nuestra identidad. Ya vemos que las estafas digitales evolucionan demasiado rápido, así que hay que mantenernos alerta e informados. ¿Y a vos? ¿Te han estafado a través de Internet? ¿Qué otros tips tenés para mantenerte seguro? Te leo en los comentarios a través de nuestro canal de YouTube, arroba DW, cómo te afecta.", "summary": "Der Beitrag beleuchtet die Zunahme von Cyberbetrug in Lateinamerika. Anhand von Fallbeispielen werden gängige Betrugsmaschen wie Phishing, gefälschte Jobangebote oder KI-gestützte Stimmimitationen erklärt. Zudem werden Schutzmaßnahmen und die Rolle von Banken thematisiert.", "referenz": "Talkformat, kein Sachinhalt, kein Manuskript", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Du bist verzweifelt, du hast kein Geld mehr für die Miete, die Rechnungen laufen bald ab und du brauchst jetzt Geld. Plötzlich, boom, sehen Sie eine Anzeige in sozialen Netzwerken, in der sie Ihnen einen einfachen und schnellen Kredit versprechen oder Sie in eine Telegram-Gruppe bringen, um Sie einzuladen, ein paar Cent in eine Kryptowährung zu investieren, die Sie zum Millionär machen wird. Klingt doch zu schön, um wahr zu sein, oder? Das Problem ist, dass, wenn es sehr einfach erscheint, es sein kann, dass eine Katze im Schrank ist. Seien Sie also vorsichtig, denn es könnte sich um einen Cyber-Betrug handeln.\n\nIch glaubte an so etwas wie das Thema Bitcoins, ich fiel darauf herein.\n\ndass sie mich angerufen haben, um zu sagen, dass du etwas verdient hast, weil du eine Kreditkarte von X oder Y hast, und dass einer offensichtlich Interesse zeigt.\n\nVieles davon basiert auf der Dringlichkeit und dem Bedürfnis des Nutzers. 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Sie haben im Grunde sein Bankkonto geleert.\n\nIn dieser Digitalisierungssache haben sich sogar Diebe zusammengerissen und neue Wege gefunden, um ihr Ding weiter zu machen.\n\nInternet-Betrügereien die ganze Zeit, jeden Tag, den ich sehe. Und sie bringen mir Nachrichten in Junk-Mail oder Gmail-Spam, aber ich öffne den Link nie, weil ich weiß, dass sie alle Ihre Konten stehlen können, wenn Sie einen Link öffnen.\n\nDigitale Betrügereien sind ein Phänomen, das in den letzten Jahren exponentiell zugenommen hat. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 stieg das Volumen des Online-Banking-Betrugs in Lateinamerika im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023 um 32 %, wie aus einem Bericht des auf digitalen Betrug spezialisierten Unternehmens BioCatch hervorgeht. Und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz sind Cyberbetrüger kreativer\n\nHören Sie sich dieses Audio an!\n\nBetrüger mögen Sie glauben machen, dass Sie einem geliebten Menschen zuhören, aber es ist tatsächlich digital erstellt.\n\nMit nur wenigen Sekunden Aufnahmezeit kann es Ihre Stimme aufnehmen.\n\nEs gibt Tausende von Möglichkeiten, wie Sie betrogen werden können, durch einen angeblichen Notruf eines Familienmitglieds, durch ein Jobangebot, das Ihnen auf WhatsApp zukommt, wenn Sie auf einen Link klicken, den Sie nicht haben sollten, oder sogar durch gefälschte Profile in Dating-Apps, während Sie auf der Suche nach der Liebe Ihres Lebens sind. In dieser Folge von How Does It Affect You? werden wir uns die gefährlichsten Betrügereien ansehen, wie wir erkennen können, was echt ist und was nicht, und vor allem, wie wir uns vor all dem schützen können. Wenn Sie dachten, dass digitale Betrügereien nur Boomer betreffen, die nicht gut mit Technologie umgehen können, dann liegen Sie falsch.\n\nEinige relevante Daten, die wir sehen können, sind, dass es zwei Gruppen gibt, abhängig von der Art des durchgeführten Betrugs. Die sehr jungen, Menschen, die in die digitale oder Arbeitswelt eintreten, in Bezug auf die digitale Ich meine nicht, dass sie soziale Netzwerke nutzen, sondern dass sie ihr Konto haben, ihr erstes Einkommen und dann treten sie in diese Welt der digitalen Bankgeschäfte ein.\n\nDiese Gruppe junger Menschen zwischen 18 und 22 Jahren wird in der Regel mit Fragen von Arbeitsplätzen betrogen, Paketen, deren Steuerzahlungen ausstehen, um eine Art von Situation zu erhalten, oder sie werden so einfach getäuscht, dass wir mehr Geld bekommen werden, wenn Sie diese Investition tätigen und vier weitere Personen mitbringen. Sie sind eine der Gruppen, bei denen sie sehen, dass sie, da es nicht viel finanzielle Bildung gibt, auch sehr leicht nach Geld suchen können.\n\nIch denke, dass ein erwachsenerer Mensch darüber nachdenkt, es analysiert und es weiß, aber junge Leute mögen, siehst du, heutzutage ist es das... Ich bin 26, es ist nicht so groß, aber der Ehrgeiz einer 18, 20, 22 ist ein anderer.\n\nUnd ja, natürlich, auf der anderen Seite gibt es unsere Eltern, Onkel oder Großeltern.\n\nDie andere, die viel appetitlicher ist, ist, dass ein Drittel der Betrügereien Menschen über 60 Jahre sind. Menschen, die nicht wirklich Digital Natives sind, sagen wir, Technologie ist nicht das, was sie am meisten kennen.\n\nMeine Tante, die eine E-Mail erhalten hat und auf einen Link geklickt hat, der nicht angeklickt werden sollte, und das Bankkonto geleert hat.\n\nMit anderen Worten, niemand bleibt davon verschont, jeder, der verbunden ist, kann ein Opfer sein. Mit mehr als 84 % der Bevölkerung, die online leben, ist Lateinamerika nach Europa und Nordamerika eine der am besten vernetzten Regionen der Welt. Es ist auch einer der größten digitalen Marktplätze der Welt mit mehr als 368 Millionen Internetnutzern. Es ist kein Wunder, dass es viele Cyber-Betrüger\n\nDas berühmte Phishing, höchstwahrscheinlich haben Sie den Begriff bereits gehört, ist eine der gängigsten Methoden.\n\nEs besteht im Wesentlichen darin, Menschen dazu zu bringen, wertvolle und vertrauliche Informationen wie Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartennummern preiszugeben. Dies geschieht über betrügerische E-Mails, Nachrichten, Anrufe oder Websites, die sich als vertrauenswürdige Institutionen oder andere Personen ausgeben und sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen angreifen. Der State of Phishing 2024 Report, eine Analyse, die vom Cybersicherheitsunternehmen Proofpoint in mehr als 15 Ländern durchgeführt wurde, ergab, dass pro Monat durchschnittlich rund 66 Millionen betrügerische E-Mails entdeckt und blockiert wurden, die auf Betrug ausgelegt waren.\n\nDies entspricht 1.527 Phishing-Versuchen pro Minute. In Lateinamerika, einem der am häufigsten angegriffenen Länder, liegt Brasilien an der Spitze, gefolgt von Mexiko.\n\nHier ist es sehr wichtig, eine kleine Klarstellung zu machen, in Mengen und Menge, Mexiko und Brasilien, oder Brasilien und Mexiko, sind weiterhin dort, wo wir mehr Fälle sehen, weil wir mehr Bevölkerung haben, es ist eher möglich, dass es auch mehr Betrügereien aus dem gleichen Grund gibt.\n\nAuf der anderen Seite hat das Sicherheitsunternehmen Sofistic, das vor allem in Spanien und Lateinamerika präsent ist, eine Analyse der Schwachstellen seiner Kunden durchgeführt. Und Vorsicht, die Ergebnisse zeigten, dass 1 von 2 Benutzern, die eine Phishing-E-Mail erhalten, diese öffnen. 24 % greifen auf betrügerische Links zu und 17 % geben\n\nEr erhielt eine E-Mail vom Gesundheitsministerium, die angeblich vom Gesundheitsministerium stammte, in der er um einen Link gebeten wurde, den er eingeben sollte, ich weiß nicht mehr, wo. Und als er ihnen den Link gab, drangen sie ein und hackten ihr Telefon, sie begannen, von all ihren Kontakten Geld zu verlangen. Es gibt Kontakte, die ihm Geld gegeben haben.\n\nMit künstlicher Intelligenz werden mehr Phishing-Websites erstellt, einfacher, in größerem Maßstab, und natürlich lassen sie sich viel leichter verbreiten. Und das ermöglicht in gewisser Weise, dass Betrugsverbrechen viel schneller und vielseitiger sind und dass die Menschen leichter darauf hereinfallen.\n\nFrüher hörten sich diese Anrufe, in denen man sich als Bankagenten ausgab, sehr roboterhaft an. Es war sehr leicht zu erkennen, dass es sich um Fakes handelte, Fakes, aber jetzt erhalten Sie Anrufe mit Stimmen, die sehr menschlich klingen oder die erschreckend ähnlich klingen wie die Ihrer Verwandten. Bei den berühmten Audio-Deepfakes wird die Stimme geklont, um falsche Nachrichten zu senden, die vorgeben, andere Personen oder Sie selbst zu sein.\n\nWas machen sie also? Sie nutzen dieses Spoofing, um Ihre Kontakte anzurufen, sobald sie Informationen erhalten haben, und beginnen, sich gegenseitig eine Geschichte zu erzählen. Hey, ich bin in einer komplizierten Situation. Hilf mir, leih mir Geld. Aber sie tun es mit der Stimme des Benutzers. Das führt dazu, dass die Person am anderen Ende des Anrufs völlig vertraut, weil sie sagt: Ja, ja, sie ist die Person.\n\nals Kind der Person. -Ja, jemand in seiner Nähe, der gerufen wurde, als ob der Sohn verletzt worden wäre, und die Stimme war identisch mit der des Sohnes, das heißt,\n\nUnd natürlich im Notfall die Verzweiflung, zu helfen, also wollen wir schnell handeln, ohne zu viel zu analysieren.\n\nSie rufen einen von ihnen aus dem Gefängnis an und erzählen ihm die Geschichte, dass er auf jemanden getreten ist: \"Oh, Cousin, ich brauche Geld, wie geht es dir?\" Und sie rufen dich sehr verzweifelt an.\n\nSie wissen, was sie tun und appellieren an Angst, Angst, Emotionen und versuchen, uns mit Emotionen zu fesseln. Die erste ist, dass sie uns wegen dieser negativen Seite Angst machen, dass etwas passiert, und da wir Angst haben, geben wir die Daten weiter, weil wir das Problem schnell lösen wollen. Und das andere ist, wenn wunderbare Dinge passieren und es ist das Gleiche, was Emotionen anspricht. Haben Sie auf dieser Seite Flugtickets verdient? Ist hier frei? Kommen Sie hierher und wir geben Ihnen die Informationen.\n\nJeden Tag laden wir alles in soziale Netzwerke hoch, Fotos, Videos, wo wir arbeiten, wie wir uns ausdrücken usw. Dieser Inhalt ist genau der Treibstoff, den Betrüger brauchen, um Identitäten zu stehlen.\n\nJa, mir ist es passiert, dass sie die Fotos von meinem Instagram-Konto gestohlen haben, sie haben ein Instagram erstellt, indem sie einen anderen Namen eingegeben haben, und sie haben Konten bei Dating-Apps und Aliasen erstellt.\n\nAuf Instagram hackten sie ihn und begannen, sein Instagram zu nutzen, um mit Menschen zu sprechen. Am Ende haben wir es gemeldet und sie haben es geschlossen.\n\ndie nicht nur betrogen werden, sondern auch ein gebrochenes Herz haben.\n\nIch werde dir helfen, als wären wir ein Paar, aber nur auf der Herzensseite.\n\nBetrüger erstellen gefälschte Profile auf Dating-Plattformen wie Tinder, um Menschen auszutricksen, die nach ihrer besseren Hälfte suchen, und dann Geld von ihnen zu stehlen. Oder sie bringen einen auch dazu, sich in andere Dinge zu verlieben, zum Beispiel in Jobangebote. Seien Sie sehr vorsichtig damit.\n\nJa, ich habe mich einmal über einen Job beworben, es ist wie die neueste Modeerscheinung, und sie haben mich über Facebook kontaktiert. Und dort erreichten wir Kontakte, um über WhatsApp zu sprechen, und ich hatte einen Anruf und sie hackten meine WhatsApp. Und natürlich konnte ich mein Konto nicht wiederherstellen und ich habe versucht, mich zu verbinden, meine Lieben, Freunde und Freunde über soziale Netzwerke zu kontaktieren, um vor der Situation zu warnen, und es war zu spät.\n\nBei all diesen Formen der Manipulation suchen Hacker vor allem eines: so viele vertrauliche Informationen wie möglich von potenziellen Opfern zu erhalten.\n\nDaten haben viele Verwendungszwecke, denn sie sagen, dass es sich wieder um Gold handelt.\n\nIch weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich kommt es mir wie ein Märtyrertod vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jeder Website oder Anwendung zu lesen, die Sie installieren. Seien wir ehrlich, diese sehr langen Texte, die in kleinen Buchstaben geschrieben sind, werden von niemandem gelesen. Aber genau in diese Falle dürfen wir nicht tappen. Wenn wir blind akzeptieren, insbesondere wenn wir eine neue Anwendung auf dem Telefon installieren, können wir etwas äußerst Wertvolles verschenken, unsere Daten.\n\nOft gefährden Benutzer, indem sie ihnen Zugriff auf die Anwendung gewähren oder sie herunterladen, auch ihre Sicherheit, da viele der Informationen, die sie herunterladen, kompromittiert werden können, sie können von Kriminellen verwendet werden, um, ich weiß es nicht, um spätere Straftaten im Zusammenhang mit Identitätsdiebstahl zu begehen.\n\nEin Beispiel dafür, wie Cyberbetrüger Ihre Daten ausnutzen, sind die sogenannten Montadeutas. Es handelt sich um eine relativ neue Methode, die vor allem die mexikanischen Behörden alarmiert hat. Diese Programme bieten einfache und sofortige Geldkredite praktisch ohne Anforderungen. Wenn es kein Geld mehr hat, ist es ein sehr verlockendes Angebot.\n\nViele dieser Schemata, die als Schuldenmontadeuda bekannt sind, überzeugen die Opfer genau davon, den Kredit aufzunehmen, entweder über eine Anwendung oder über ihr Mobiltelefon, und dann können sie die Bedingungen akzeptieren und sie von den Bedingungen überzeugen, die normalerweise nicht existieren.\n\nDass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert haben, wenn Sie die Anwendung herunterladen, sie haben Zugriff auf alles, Ihre Kontakte, Fotos, Videos und damit fangen sie an, Sie zu erpressen.\n\nSie fangen an, mit deinen Bekannten zu sprechen, hey, sie sollen mich bezahlen, sag ihnen, sie sollen mich bezahlen und sie fangen an, mit vielen Dingen zu spielen, sie können sogar Zugang zu deiner Fotogalerie haben, es ist gut, aber sehr heikel.\n\nZwischen 2021 und 2024 wurden 1.073 Apps, die dem Bürgerrat von Mexiko-Stadt gemeldet wurden, im Rahmen des Modus Operandi von Montadeudas identifiziert, und allein im Jahr 2022 gingen bei diesem Rat 11.594 Bürgerbeschwerden ein. Einige Beispiele für Inkassounternehmen sind Jose Cash, Cashbox, Talamovil,\n\nCoetecredito für die Erwähnung einiger weniger, denn die Liste ist lang. In Kolumbien ist diese Modalität als virtueller Tropfen für Tropfen bekannt. Auch hier haben die Behörden vor einer Zunahme dieser Cyber-Betrügereien gewarnt. Die Aufsichtsbehörde für Industrie und Handel hat Ermittlungen gegen mehrere der Unternehmen eingeleitet, die hinter diesen Anwendungen stehen, zum Beispiel gegen die Apps EastBay und Popcash. Wie ich bereits erwähnt habe, konzentrieren sich die meisten dieser Betrügereien mit virtuellen Schnellkrediten auf die Installation mobiler Anwendungen, und gerade über Mobiltelefone treten mehr Fälle von Cyberbetrug auf. Laut Biocash wurden im Jahr 2025 bisher 88 % aller\n\nBetrügerische Bankgeschäfte wurden von mobilen Geräten aus durchgeführt. Unabhängig von der Form des Betrugs führen viele zum gleichen Verbrechen, zum Bankbetrug, und auch diese Betrugsfälle haben in der Region zugenommen. In Chile beispielsweise haben sich die Bankbetrügereien in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 im Vergleich zu 2023 verdreifacht.\n\nIch wurde dreimal verwundet, oder zweimal, ich weiß nicht, mehrmals. Es war, dass er diesen und jenen Luka verloren hat, das heißt, ich weiß nicht, 300 Luka, ich weiß es nicht, so etwas in der Art.\n\nDer Fall Chiles ist in Lateinamerika sehr speziell. Chile hat eine Regelung, die Betrug erstattet, der einer Justizbehörde gemeldet wird. Was wir also im Fall von Chile sehen, ist, dass es eine größere Beschwerde gibt, weil es diesen Weg gibt, das Geld zurückzufordern. Dies hängt also sehr stark mit höheren Fällen von Betrügereien zusammen, die höher gemeldet wurden.\n\nDieses Szenario stellt eine große Herausforderung für den Schutz personenbezogener Daten in der Region dar, wie können wir also sicherer sein? Wenn Ihr Passwort 1, 2, 3, 4 oder Ihr Geburtstag ist, empfehle ich Ihnen, es jetzt zu ändern. Oft gelingt es Cyberbetrügern, durch sogenannte Brute-Force-Angriffe auf Konten zuzugreifen. Dies besteht aus der Eingabe häufig verwendeter Phrasen oder Kombinationen aus Zahlen oder Buchstaben, bis das richtige Passwort erhalten wird. Geben Sie also keine sehr offensichtlichen Passwörter wie Ihren Namen oder den Namen Ihres Hundes ein. Denken Sie daran, dass es sich bei all diesen Informationen um Informationen handelt, die wir in sozialen Netzwerken teilen, und Betrüger können Assoziationen herstellen.\n\nZum Glück nicht. Ich halte meine Netzwerke so privat wie möglich, mit mehreren Passwörtern, die Ihr Gesicht erkennen, welches das Schlüsselwort ist. Ich versuche, so geschützt wie möglich zu sein.\n\nDas mag für manche offensichtlich erscheinen, aber viele Menschen machen diesen Fehler. Schauen Sie sich nur die Berichte von NordPass an, einem Passwortverwaltungsunternehmen, das die Gewohnheiten der Menschen bei der Festlegung ihrer Passwörter analysiert. Im Jahr 2024 waren dies laut ihren Untersuchungen die Top 5 der häufigsten Passwörter.\n\nAn erster Stelle steht die berühmte 123456, die mehr als 3 Millionen Mal verwendet wurde. Ihm folgt seine ältere Schwester, die Zahlen von 1 bis 9 und dann die Zahlen von 1 bis 8. Auf dem vierten Platz liegt auch das klassische Passwort und auf dem fünften QWERTY123. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Und seien Sie vorsichtig, NordPass zeigt an, dass all diese Passwörter in weniger als einer Sekunde geknackt werden können. Das muss es sein.\n\nEs muss ein Passwort von 10, 12 Zeichen sein, das Buchstaben hat, das Symbole hat, Groß- und Kleinbuchstaben, damit es schwieriger zu entschlüsseln ist.\n\nWenn Sie sichere Passwörter haben, gibt es weitere Schritte, die wir unternehmen können. Eine wichtige Haltung dabei ist, misstrauisch zu sein.\n\nWenn es sehr einfach und sehr leicht erscheint, zögern, an Dingen zweifeln, an einem Job, einem Ticket für Taylor Swift mit einem Rabatt, wenn es unmöglich war, Tickets zu bekommen, diese Art von Dingen, die attraktiv sind und die sehr einfach klingen, müssen Sie zweifeln. Schauen Sie vielleicht ein bisschen mehr in verschiedene Medien, soziale Netzwerke, Nachrichtenmedien, gehen Sie hinein, um zu sehen.\n\nSeien Sie nicht nur vorsichtig bei vermeintlichen Preisen oder Werbeaktionen, sondern auch bei den Mitteilungen, die wir im Namen von Regierungsinstitutionen und insbesondere der Bank erhalten.\n\nZunächst einmal, wenn Sie eine E-Mail erhalten, unabhängig davon, wo sie ankommt, müssen Sie misstrauisch sein, oder? Und erst recht, wenn es sich in der Regel um ein Bankinstitut handelt oder von einem Bankinstitut kommt. Normalerweise versenden Banken und Finanzinstitute keine E-Mails, um persönliche Informationen anzufordern. Sie müssen also in gewisser Weise Logik verwenden, um nicht in diese Art von technischen Problemen zu geraten.\n\nDas heißt, wenn ein Anruf wie dieser kommt, sagen Sie vielleicht, nun, vielen Dank, legen Sie auf und rufen Sie die Bank an, finden Sie heraus, was passiert ist, während ich nach dem sicheren Kommunikationskanal mit der Bank suche und nicht nach einem zufälligen Anruf\n\nEine weitere Empfehlung ist, die E-Mail-Adressen gut zu überprüfen, um zu sehen, ob sie offiziell sind. Verleihen Sie auch den Inhalt der Nachrichten. Grammatikalische Fehler sind zum Beispiel ein großes Redfield.\n\nDünn. Ich weiß, dass es eine Seite gibt, die, wenn Sie zum Beispiel bei Google suchen, sie eingeben, ist dieser Link sicher? Und dort fügen Sie den Link ein und es kommt heraus, ob er sicher ist oder nicht und ob es Beschwerden gibt.\n\nWie können wir im Falle von Audio-Deepfakes, die so wahr klingen, wissen, ob es sich wirklich um ein Familienmitglied oder einen Freund handelt oder nicht? In sozialen Netzwerken und sogar Behörden wie dem FBI schlagen sie vor, ein Keyword zu etablieren.\n\nKönnen Sie mir helfen und können Sie es mir schicken?\n\nNatürlich! Und...\n\nWas ist der Geburtstag der Mutter?\n\nVermeiden Sie Hinweise, die sehr offensichtlich sind. Schließlich gibt es immer noch die Möglichkeit der Berichterstattung. Warum so? Eine Berichterstattung ist möglich. Als Bürger, Internetnutzer, Verbraucher und Bankkunden haben wir natürlich digitale Rechte, die im Falle eines Betrugs verletzt werden. Die ARCO-Rechte ermöglichen es den Menschen, Informationen über ihre eigenen Daten und die Behandlung, die sie ihnen gewähren, ihre Herkunft, ihren Zweck und die Art und Weise, wie sie mitgeteilt oder weitergegeben werden, zu erhalten. Sie werden so aufgeschlüsselt. Das A steht für Zugang und bezieht sich auf das Recht zu erfahren, welche Daten sie über Sie haben,\n\nwie sie sie erhalten haben und wofür sie sie verwenden. Das R steht für Rectification. Es haben das Recht, Ihre Daten zu korrigieren, wenn sie unrichtig oder unvollständig sind. Das C steht für Cancellation. Dies ist das Recht, sie aufzufordern, die Verwendung Ihrer Daten einzustellen. Und das O kommt von Opposition. Es ist das Recht, Nein zu sagen, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Verwendung Ihrer Daten Ihnen Probleme bereitet. Mit dem Diebstahl personenbezogener Daten ohne Zustimmung des Nutzers wird das Recht auf Kontrolle über Ihre Daten, das Recht auf Privatsphäre, verletzt. Oft bekommen wir Anrufe von unbekannten Nummern und dann frage ich mich, wie sie an meine Nummer gekommen sind. In wie vielen Datenbanken befinden wir uns, ohne es zu wissen und ohne unsere Zustimmung gegeben zu haben?\n\nNeben der Tatsache, dass Datenbanken im Internet durchgesickert sind, haben die Menschen seit dem Aufkommen der sozialen Medien auch ihre persönlichen Informationen im Internet veröffentlicht. Sie können beides kombinieren. Ich habe heimlich eine Datenbank von einer Firma gekauft, die sie sammelt, und diese Informationen können mit Facebook-, Instagram- und X-Konten abgeglichen werden, ich kann herausfinden, wer die Verwandten sind, sagen wir, und solche Dinge.\n\nGemäß den Gesetzen zum Schutz personenbezogener Daten von Ländern wie Mexiko, Argentinien, Kolumbien und Chile haben die Bürger das Recht, dass ihre Daten sicher behandelt werden, aber Cyberkriminelle nutzen Lücken in der Sicherheit von Unternehmen oder Unachtsamkeit der Benutzer aus. Andere verdienen damit Geld.\n\nUnd es ist in der Regel nicht legal, dass Daten unbefugt verkauft werden dürfen. Selbst in den meisten lateinamerikanischen Ländern gibt es bereits Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten, die dies nicht möglich machen.\n\nIch antworte nicht, ich antworte definitiv denen, die ich habe, die ich habe und das war's, wenn es eine unbekannte Zahl ist, versuche ich nicht zu antworten und natürlich nicht in diese Geschichte zu verfallen, dass ich auf jemanden getreten bin, Mutter, Cousine, hilf mir, nein, nein, das ist sehr häufig und viele Menschen fallen darauf herein und wenn du damit zufrieden sein musst, weil es viele Diebe gibt, die dich beeinflussen wollen.\n\nWenn eines dieser Rechte verletzt wird, haben die Menschen das Recht, eine Beschwerde einzureichen, insbesondere wenn es sich um einen wirtschaftlichen Verlust handelt.\n\nFür die Gesetzgebung aller unserer Länder ist es ziemlich ähnlich, im Allgemeinen kommen die Betrügereien entweder von Banken oder von Kreditkarten, dass jemand meine Daten gestohlen und Geld von meiner Bank genommen hat, oder dass jemand meine Debitkarte hat, oder dass jemand meine Kreditkartendaten hatte und Einkäufe im Internet getätigt hat. usw., dann im Allgemeinen an die erste Person oder Organisation, die eher sagte, dass wir auf die Bank zugreifen oder von ihr Kontakt aufnehmen und sagen sollten, die Bank, da ist dieser Kauf, den ich nicht getätigt habe, ich möchte wissen, was es war, und die Bank hat die Pflicht zu bestimmen, was dieser Kauf\n\nJa, er hat es zuerst der Karte gemeldet, weil sie mit der Karte Ausgaben gemacht hatten und dann ist sie auf dem Bankkonto eingegangen und die Bank war auch, sagen wir, das Konto leer. Er prangerte es an und die Wahrheit ist, dass ich nicht weiß, wie diese Art von Betrug oder legalen Bewegungen gehandhabt werden, aber die Bank hat das Geld zurückgegeben und, sagen wir, es könnte bewiesen werden, dass es ein Betrug war.\n\nDie Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist jedoch je nach Land und Finanzinstitut unterschiedlich. Viele sitzen untätig daneben, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Behörden nichts tun werden.\n\nAber das passiert in letzter Zeit so oft, dass die Menschen nicht mehr viel Vertrauen in das Denunzieren haben.\n\nDann, am Ende, werden sie zu Beschwerden, die nur ein weiteres Stück Papier werden.\n\nNein, er hat es nicht angezeigt, er wüsste auch nicht, wen er anprangern sollte.\n\nAls Nutzer können wir viel tun, um für uns selbst zu sorgen, aber wir brauchen auch den Schutz Dritter. Mal sehen, welche anderen Lösungen es gibt.\n\nWir haben bereits gesehen, dass es viele Maßnahmen gibt, die wir ergreifen können, um nicht in einen Betrug hereinzufallen, aber Experten schlagen auch vor, dass Banken Maßnahmen ergreifen.\n\nWährend sich die Technologie weiterentwickelt und die Art von Betrug, die durchgeführt werden kann, immer raffinierter wird, können sie meine Stimme und mein Gesicht replizieren und dadurch ihre Systeme täuschen, Banken und Finanzinstitute haben die Verpflichtung, ihre Art und Weise, uns zu verteidigen, zu verfeinern. Sie müssen ihre Systeme verbessern, sich an diese neuen Trends anpassen, um diese Art von Betrug zu erkennen und ihre Kunden zu schützen.\n\nKlienten. Wenn das Verbrechen vom Benutzer gemeldet wird, können Sie Informationen darüber erhalten, wie es passiert ist. Es ist sehr wichtig, dass wir, wenn wir bereits Opfer geworden sind, dies melden, damit das Bankinstitut diese Informationen verwenden kann. Und ein Teil der Maßnahmen, die ergriffen werden können, ist, wie ich bereits erwähnt habe, wenn Sie einen Trend erkennen, Maßnahmen ergreifen zu können, um den Zugang von einigen Orten zu blockieren, von denen bereits bekannt ist, dass sie von diesen Betrügern verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.alimmenta.com\n\nAuch, dass Industrie, Banken, staatliche Institutionen und soziale Netzwerke zusammenarbeiten.\n\nIch werde ein sehr einfaches Beispiel geben: Wenn der Betrüger einen Artikel mit einem sehr attraktiven Preis auf dem Marktplatz eines sozialen Netzwerks erstellt, um mit dem Betrug zu beginnen, wie können wir das einschränken, wobei das soziale Netzwerk uns hilft, das Profil zu entfernen, wobei das Telekommunikationsunternehmen in der Lage ist, den Zugriff auf diese IP zu beschränken, oder wenn es sich um eine Nummer handelt, die angerufen werden muss, die den Zugang zu dieser Nummer einschränkt und die Banken Kontrollen\n\nUnser digitales Leben ist immer besser vernetzt und genauso wichtig wie unser reales. Es geht nicht nur darum, unser Geld zu schützen, sondern auch darum, sich um unsere Daten und unsere Identität zu kümmern. Wir sehen bereits, dass sich digitale Betrügereien zu schnell entwickeln, daher müssen wir wachsam und informiert bleiben. Und du? Wurden Sie online betrogen? Welche anderen Tipps haben Sie, um sicher zu bleiben? Ich habe dir in den Kommentaren über unseren YouTube-Kanal, bei der DW, gelesen, wie es dich betrifft. Auf Wiedersehen!", "eval_id": "EVAL-058"}
-{"transcript_id": "101625359", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "MADE in Germany - CLF - eng", "beitragstitel": "Pakistan / Zuwachs bei E-Mobilität / E-Auto als Geldanlage und Prestige-Objekt / Expansionspläne BYD (chinesischer Elektroautohersteller) / Käuferverhalten, Luftverschmutzung, Grafiken", "transkript": "The streets of Karachi are gearing up for a major change on the mobility front. This is a showroom for BYD, the world's largest EV manufacturer. For now, all the cars on display are imported from China, like this one, priced at nearly 9 million rupees, or close to 30,000 euros. A luxury product for the super rich. When Pakistanis are going out to buy a vehicle, they're not only looking for a mode of transportation, they're actually investing in an asset. I think in the recent time, we see we come across a lot of enthusiastic customers that like our cars for for the technology and the features that it brings, you know, the voice recognition that it offers, the luxury that it has. It's a similar story at the showroom run by MG Motors Pakistan, one of the first EV providers in the country. Its key car components, like engines and batteries, also come from China. MG Pakistan is majority owned by Shanghai-based auto giant SAIC. I can say safely, people don't buy EV cars for the environment, that's for sure. Environment is least of their concern. Most of these customers, they're the people who adopt technology faster than anyone around. So they're in for the speed. EVs generally have a high torque, so they're in for the kick, if you can say. But on the streets, EVs are few and far between. The market is still in its infancy. I would not buy an EV. They're not suitable where we live. The Chinese EVs operate via charging, so they consume less fuel. The vehicles are very nice, and some of my friends have bought them. And they are very good cars. My friends have bought them. We want to buy Chinese EVs, but at the moment, there's a problem with infrastructure and the prices are too high for ordinary consumers. with it, but it's a good part of it. The average household per capita income in Pakistan is under 600 euros. The expensive new EVs are still largely status symbols, with many sitting unused in the garage. What people are doing is that they own, the higher-income group even, they own an electric vehicle, even a four-wheeler, and then they have a traditional vehicle in place as well. And they do not utilize their electric vehicle for a long route or an intercity travel, because that range anxiety still exists. And the lack of infrastructure for charging also exists there. But now that's set to change. Pakistan's government wants to electrify mobility and for good reason. Measured by particulate matter, Pakistan has some of the worst air quality worldwide. In megacities like Karachi or Lahore, the pollution is especially harmful to health. And studies show a large share of the problem is caused by cars and other vehicles, prompting policymakers to announce new goals for e-mobility. The government is aiming that the new vehicle sales, that are the new energy vehicle sales, will be 30% by 2030 again, but 90% by 2040. And we are also aiming to go completely zero-emission vehicle fleet by 2060. However, the most commonly used vehicles in Pakistan are scooters and motorcycles. Fewer than one in 40 Pakistanis owns a car. But the first steps are now being taken to get motorcycles and scooters going electric. One reason, the high cost of gasoline. and is an import-dependent economy. On the oil prices front, the petrol prices have gone significantly higher. And there's also numbers that states that approximately 40% of our import fuel is being consumed by the transport sector itself. Those high fuel prices can make e-bikes a cost-effective option, despite the initial price tag being two or even three times that of their gasoline-powered counterparts. Still, only 1% of new registrations are electric, a long way short of the government's 30% goal. That said, Pakistan's largest motorcycle manufacturer is planning to launch its first e-model this summer. And the first electric rickshaws are already on the market. They come in a variety of models, some also designed to serve as ambulances or garbage trucks. And promisingly, they're not imported end products. They're made in Pakistan. It's designed and developed in Pakistan by Sazgar. The battery and motor are imported, but the rest of the rickshaw that you see is all made in Pakistan. Local production is also what BYD is aiming for. The Chinese EV giant has plans to build a plant in Pakistan, and hopes to boost demand for cars there. When you look at the penetration in the market, there is a huge gap that still remains in terms of the population and the density of vehicles per capita. So the idea is to increase car ownership in Pakistan, electric cars, of course. But whether this is a climate-friendly objective depends on the energy mix. In Pakistan, about 40% of electricity is still generated from fossil fuels. But the weather is ideal for solar energy. That could help electrify mobility, too, if the infrastructure is expanded. Currently, there are still relatively few fast-charging stations. Experts claim that what matters now is targeted investment from private investors and perhaps also with international funding. So Pakistan recently introduced its carbon trading emission policy. The EV sector in Pakistan is an opportunity for the investors to invest in Pakistan and earn carbon credits through it. What do you think? Should luxury vehicles count as green objects just because they run on electricity? How can Pakistan reform its mobility in a way that benefits everyone, or at least provides cleaner air in the megacities?", "summary": "In Pakistan sind Elektroautos von Herstellern wie BYD Luxusprodukte. Hohe Preise und fehlende Ladeinfrastruktur behindern ihre Verbreitung. Die Regierung fördert E-Mobilität zur Verbesserung der Luftqualität. Erste lokal produzierte Elektrorikschas und -motorräder kommen auf den Markt.", "referenz": "Goldstandard\nMagazin-Beitrag, mit gutem Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-059"}
-{"transcript_id": "23_503061_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher.txt", "rfa": "DRA", "sende_haupttitel": "23_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher", "beitragstitel": "23_AktuelleKamera-OskarFischerimGesprchmitHans-DietrichGenscher", "transkript": "Im Auswärtigen Amt in Bonn Treffen der beiden Außenminister Oskar Fischer und Hans-Dietrich Genscher im Mittelpunkt steht der Gedankenaustausch über die Möglichkeiten der Sicherung des Friedens sowie die gute nachbarliche Zusammenarbeit auf der Grundlage der Souveränität beider deutscher Staaten. Fischer und Genscher hatten schon bei anderen Gelegenheiten festgestellt, dass der Besuch Erich Honeckers in der Bundesrepublik Deutschland für den weiteren Ausbau der Beziehungen genutzt werden müsse. Ein Abkommen über die doppelte Null-Lösung sei im Interesse beider deutscher Staaten, und eine ständige Verbesserung der Ost-West-Beziehungen sei ein stabilisierender Faktor für die Erhaltung des Friedens.", "summary": "Die Sicherung des Friedens und die gute nachbarliche Zusammenarbeit waren zentrale Themen eines außenpolitischen Treffens. Eine ständige Verbesserung der Ost-West-Beziehungen wurde als stabilisierender Faktor für den Frieden erachtet.", "referenz": null, "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 4, "korrekt": "ausreichend", "relevant": "ausreichend", "vollstaendig": "ausreichend", "kohaerenz": "ja", "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-060"}
-{"transcript_id": "101606192", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "DST Webvideos Fokus Europa", "beitragstitel": "Italy: Meet the 100-year-old barista", "transkript": "C'est l'initio alla fine Anna s'installe comme elle le fait chaque matin. Son bar est son univers. Et à 100 ans, elle a beaucoup de sagesse à partager. C'est ma vie ici, je me sens bien avec les gens, c'est comme un médicament. Depuis plus de cinquante ans, Anna tient son bar dans le nord de l'Italie. Elle fait du café, regarde le monde passé, rêve, lit, attend les clients, cela douze heures par jour. À l'extérieur, la vie continue. De l'intérieur, Anna s'y mêle à sa manière. La joie, la joie. Il faut commencer la journée avec la joie. Je me réveille le matin avec la joie de vivre. Alors plus jeune, Anna a rencontré l'amour de sa vie, Renato. Ils ont eu deux enfants. Pendant un certain temps, ils ont vécu en Ligurie, dans le nord-ouest de l'Italie. Ils n'ont pas beaucoup voyagé. Les deux ont finalement acheté ce bar au bord du lac majeur. Renato était tout pour elle. Aujourd'hui encore, plus de cinquante ans après sa mort, Anna s'est languie de lui, le cœur loup d'amour et de perte. La seule chose qui me manque vraiment, c'est mon mari. Il ne vous reste plus que les souvenirs. Mais la vie n'a jamais eu raison d'Anna. Aujourd'hui, elle parcourt Facebook, reste en contact avec le monde et s'accroche à son indépendance. Elle vit dans un petit appartement au-dessus du bar. Ses revenus sont tout juste suffisants pour joindre les deux bouts. Je ne jeterai jamais l'éponge. Je n'abandonnerai jamais. Je me battrai aussi longtemps que je le pourrai. C'est dans cet état d'esprit qu'Anna s'assoit au coin du feu avec son habitué Carlo, et à ce moment-là, tout va bien dans le monde.", "summary": "Porträt der 100-jährigen Barbesitzerin Anna in Norditalien. Seit über 50 Jahren betreibt sie ihre Bar am Lago Maggiore. Themen sind ihre Lebensgeschichte, der verstorbene Ehemann Renato und ihre tägliche Arbeit. Sie thematisiert ihre finanzielle Lage, Unabhängigkeit und Lebensfreude im hohen Alter.", "referenz": "Webvideo Fokus Europa, ohne Sachinhalt, mit Manuskript in frz", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "translation": "Anna richtet sich ein wie jeden Morgen, ihre Bar ist ihre Welt und mit ihren 100 Jahren hat sie viel Weisheit zu teilen.\n\nEs ist mein Leben hier, ich fühle mich gut mit Menschen, es ist wie Medizin.\n\nSeit mehr als fünfzig Jahren betreibt Anna ihre Bar in Norditalien. Sie kocht Kaffee, schaut in die vergangene Welt, träumt, liest, wartet auf Kunden, und das alles zwölf Stunden am Tag. Draußen geht das Leben weiter. Von innen heraus fügt sich Anna auf ihre eigene Art und Weise ein.\n\nFreude, Freude. Du musst den Tag mit Freude beginnen. Ich wache morgens mit Lebensfreude auf.\n\nAls sie jünger war, lernte Anna die Liebe ihres Lebens kennen, Renato. Sie bekamen zwei Kinder. Eine Zeit lang lebten sie in Ligurien, im Nordwesten Italiens. Sie sind nicht viel gereist.\n\nDie beiden kauften schliesslich diese Bar am Lago Maggiore. Renato war alles für sie. Auch heute, mehr als fünfzig Jahre nach seinem Tod, sehnt sich Anna nach ihm, ihr Herz ist ein Wolf der Liebe und des Verlusts.\n\nDie einzige Erinnerung...\n\nDas Einzige, was ich wirklich vermisse, ist mein Mann. Alles, was dir bleibt, sind die Erinnerungen.\n\nEs gibt nur Erinnerungen.\n\nAber das Leben hat Anna nie überwältigt. Heute streift sie auf Facebook, bleibt mit der Welt in Kontakt und klammert sich an ihre Unabhängigkeit.\n\nSie wohnt in einer kleinen Wohnung über der Bar. Sein Einkommen reicht kaum aus, um über die Runden zu kommen.\n\nIch werde niemals das Handtuch werfen. Ich werde niemals aufgeben. Ich werde kämpfen, solange ich kann.\n\nIn diesem Gemütszustand sitzt Anna mit ihrem Stammgast Carlo am Feuer und in diesem Moment ist alles in Ordnung auf der Welt.", "eval_id": "EVAL-061"}
-{"transcript_id": "101309729", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Made in Germany", "beitragstitel": "Oscar - studentische Unternehmensberatung/Köln", "transkript": "Im Hörsaal der Kölner Universität ist Dirk Heinrich ein seltener Gast. Nach sechs Semestern Betriebswirtschaftslehre reichen ihm die trockenen Theorien nicht mehr. Statt wie seine Kommilitonen den Tag nur in langatmigen Vorlesungen abzusitzen, ruft den 25-Jährigen die Arbeit. Praxis statt Theorie lautet sein Motto. Dirk Heinrich tauscht deshalb Pullover mit Jackett und Krawatte und damit das Studentenleben mit dem Geschäftsleben. Ich bin jetzt auf dem Weg zur Oskar GmbH. Oskar wurde 1992 gegründet und ist mittlerweile Europas erfolgreichste studentische Unternehmensberatung. Dort bin ich einer von drei Geschäftsführern und zuständig für den Bereich Unternehmenskontakt. Erst vor kurzem ist Oskar in ein erstklassiges Bürogebäude gezogen. Die hohe Miete ist kein Problem. Oskar hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Jahresumsatz von 600.000 Mark. Dirk Heinrich gehört seit zwei Jahren zu einem Stab von 14 festen und bis zu 30 freien Mitarbeitern. Allein 1994 zogen die engagierten Studenten 20 Aufträge an Land. Unter den Kunden so große Namen wie Thyssen, Bayer und Bertelsmann. Die wesentlichen Stärken der Oskar GmbH sind, auf der einen Seite ein sehr kostengünstiges Projekt durchführen zu können, dadurch, dass wir sehr geringe Personalkosten haben, und auf der anderen Seite natürlich das studentische Element, die Kreativität und die Umgefangenheit unserer Berater. Unkonventionelle Ideen entstehen bei den täglichen Teamsitzungen. Ein Team von circa fünf Studenten betreut jeweils ein Projekt. Gearbeitet wird in allen Bereichen. Marketing, Planung, Kontrolle und Marktforschung. Für Dumpingpreise von 30.000 bis 50.000 Mark bietet Oskar seine Beratungen an. Branchengrößen nehmen das Zehnfache. Für die Studenten bleibt daher nur ein Hungerlohn von 5.000 bis 700 Mark im Monat. Es ist auch nicht der finanzielle Anreiz dieser Tätigkeit, sondern wirklich der Anreiz, was lernen, was leisten, was bewegen. 100 bis 250 Bewerbungen bekommt der Oscar-Geschäftsführer im Jahr auf den Tisch. Ausgewählt wird anhand von Bewerbungsgesprächen. Die meisten Studenten würden für den interessanten Job Vorlesungen und sogar ganze Uni-Semester schwänzen. Da die Studenten bei uns alle Praktiker werden wollen, halte ich es für sehr nützlich, dass sie je früher, je besser hier ihre ersten persönlichen Erfahrungen sammeln. Das darf natürlich nicht dazu führen, dass das Studium ganz aufgegeben wird. Wenig Uni und viele Kundenbesuche. So sieht der Tag für Oskar Jana aus. Ich fahre mehrfach in der Woche zur H��ls AG in Mahl. Das Unternehmen beraten wir seit Januar und erstellen die Marketingkonzeption für eine neu gegründete Tochterunternehmung der Hüls AG. Dirk Heinrich und seine Mitarbeiter sollen die Wirtschaftsbetriebe der Hüls AG unter die Lupe nehmen. Bisher haben die Betriebe hauptsächlich die mehr als 13.000 Hüls-Angestellten verpflegt. Nun will die Geschäftsführung auch Geld mit der Vermietung von Küche und Räumen verdienen. Ein Marketingplan ist erforderlich. Das dürfen wir von der Ratschafen nicht sagen. Zur Aufgabe der Oskarianer gehört es auch, anhand von Interviews die Leistungsfähigkeit der Großküche herauszufinden. Oskar kommt mit einem jungen Team, mit Studenten an und für sich, die theoretisch hervorragend sicher bewandert sind, kann sich Zeit nehmen, sehr viel Zeit eigentlich, die normalerweise bei Beratern sehr, sehr viel Geld kostet, um sich mit unserer speziellen Situation ganz intensiv zu befassen. Für Dirk Heinrich bedeutet die Hüls AG das letzte Projekt in seiner Oscar-Karriere. Ende Mai verlässt er die Unternehmensberatung, um sich auf ein BWL-Examen vorzubereiten. Die Wirtschaftswelt wartet auf den Newcomer.", "summary": "Dirk Heinrich ist Geschäftsführer der studentischen Unternehmensberatung Oskar GmbH in Köln. Das 1992 gegründete Unternehmen berät Firmen wie die Hüls AG in Marl. Studenten erstellen kostengünstige Marketingkonzeptionen und sammeln dabei praktische Erfahrungen. Dirk Heinrich verlässt die Firma, um sich auf sein BWL-Examen vorzubereiten.", "referenz": "retrodigitalisiertes File, nachbearbeitet, mit Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-062"}
-{"transcript_id": "101625359", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "MADE in Germany - CLF - eng", "beitragstitel": "Pakistan / Zuwachs bei E-Mobilität / E-Auto als Geldanlage und Prestige-Objekt / Expansionspläne BYD (chinesischer Elektroautohersteller) / Käuferverhalten, Luftverschmutzung, Grafiken", "transkript": "The streets of Karachi are gearing up for a major change on the mobility front. This is a showroom for BYD, the world's largest EV manufacturer. For now, all the cars on display are imported from China, like this one, priced at nearly 9 million rupees, or close to 30,000 euros. A luxury product for the super rich. When Pakistanis are going out to buy a vehicle, they're not only looking for a mode of transportation, they're actually investing in an asset. I think in the recent time, we see we come across a lot of enthusiastic customers that like our cars for for the technology and the features that it brings, you know, the voice recognition that it offers, the luxury that it has. It's a similar story at the showroom run by MG Motors Pakistan, one of the first EV providers in the country. Its key car components, like engines and batteries, also come from China. MG Pakistan is majority owned by Shanghai-based auto giant SAIC. I can say safely, people don't buy EV cars for the environment, that's for sure. Environment is least of their concern. Most of these customers, they're the people who adopt technology faster than anyone around. So they're in for the speed. EVs generally have a high torque, so they're in for the kick, if you can say. But on the streets, EVs are few and far between. The market is still in its infancy. I would not buy an EV. They're not suitable where we live. The Chinese EVs operate via charging, so they consume less fuel. The vehicles are very nice, and some of my friends have bought them. And they are very good cars. My friends have bought them. We want to buy Chinese EVs, but at the moment, there's a problem with infrastructure and the prices are too high for ordinary consumers. with it, but it's a good part of it. The average household per capita income in Pakistan is under 600 euros. The expensive new EVs are still largely status symbols, with many sitting unused in the garage. What people are doing is that they own, the higher-income group even, they own an electric vehicle, even a four-wheeler, and then they have a traditional vehicle in place as well. And they do not utilize their electric vehicle for a long route or an intercity travel, because that range anxiety still exists. And the lack of infrastructure for charging also exists there. But now that's set to change. Pakistan's government wants to electrify mobility and for good reason. Measured by particulate matter, Pakistan has some of the worst air quality worldwide. In megacities like Karachi or Lahore, the pollution is especially harmful to health. And studies show a large share of the problem is caused by cars and other vehicles, prompting policymakers to announce new goals for e-mobility. The government is aiming that the new vehicle sales, that are the new energy vehicle sales, will be 30% by 2030 again, but 90% by 2040. And we are also aiming to go completely zero-emission vehicle fleet by 2060. However, the most commonly used vehicles in Pakistan are scooters and motorcycles. Fewer than one in 40 Pakistanis owns a car. But the first steps are now being taken to get motorcycles and scooters going electric. One reason, the high cost of gasoline. and is an import-dependent economy. On the oil prices front, the petrol prices have gone significantly higher. And there's also numbers that states that approximately 40% of our import fuel is being consumed by the transport sector itself. Those high fuel prices can make e-bikes a cost-effective option, despite the initial price tag being two or even three times that of their gasoline-powered counterparts. Still, only 1% of new registrations are electric, a long way short of the government's 30% goal. That said, Pakistan's largest motorcycle manufacturer is planning to launch its first e-model this summer. And the first electric rickshaws are already on the market. They come in a variety of models, some also designed to serve as ambulances or garbage trucks. And promisingly, they're not imported end products. They're made in Pakistan. It's designed and developed in Pakistan by Sazgar. The battery and motor are imported, but the rest of the rickshaw that you see is all made in Pakistan. Local production is also what BYD is aiming for. The Chinese EV giant has plans to build a plant in Pakistan, and hopes to boost demand for cars there. When you look at the penetration in the market, there is a huge gap that still remains in terms of the population and the density of vehicles per capita. So the idea is to increase car ownership in Pakistan, electric cars, of course. But whether this is a climate-friendly objective depends on the energy mix. In Pakistan, about 40% of electricity is still generated from fossil fuels. But the weather is ideal for solar energy. That could help electrify mobility, too, if the infrastructure is expanded. Currently, there are still relatively few fast-charging stations. Experts claim that what matters now is targeted investment from private investors and perhaps also with international funding. So Pakistan recently introduced its carbon trading emission policy. The EV sector in Pakistan is an opportunity for the investors to invest in Pakistan and earn carbon credits through it. What do you think? Should luxury vehicles count as green objects just because they run on electricity? How can Pakistan reform its mobility in a way that benefits everyone, or at least provides cleaner air in the megacities?", "summary": "Pakistan fördert Elektromobilität, um Luftverschmutzung und Kraftstoffimporte zu reduzieren. Trotz hoher Preise und mangelnder Infrastruktur beginnt die lokale Produktion von Elektrofahrzeugen.", "referenz": "Goldstandard\nMagazin-Beitrag, mit gutem Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": 3, "korrekt": "ausreichend", "relevant": "ausreichend", "vollstaendig": "ausreichend", "kohaerenz": "ausreichend", "anmerkungen": "Im Transkript geht es viel um den chinesischen Hersteller BYD, der in Pakistan investiert. Der Aspekt fehlt im Abstract. Der zweite Satz ist etwas irritierend: \"trotz\". Pakistan fördert Elektromibilität, \"indem\" es in Infrastruktur und die Produktion von E-Fahrzeugen investiert. 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-{"transcript_id": "101309729", "rfa": "DW", "sende_haupttitel": "Made in Germany", "beitragstitel": "Oscar - studentische Unternehmensberatung/Köln", "transkript": "Im Hörsaal der Kölner Universität ist Dirk Heinrich ein seltener Gast. Nach sechs Semestern Betriebswirtschaftslehre reichen ihm die trockenen Theorien nicht mehr. Statt wie seine Kommilitonen den Tag nur in langatmigen Vorlesungen abzusitzen, ruft den 25-Jährigen die Arbeit. Praxis statt Theorie lautet sein Motto. Dirk Heinrich tauscht deshalb Pullover mit Jackett und Krawatte und damit das Studentenleben mit dem Geschäftsleben. Ich bin jetzt auf dem Weg zur Oskar GmbH. Oskar wurde 1992 gegründet und ist mittlerweile Europas erfolgreichste studentische Unternehmensberatung. Dort bin ich einer von drei Geschäftsführern und zuständig für den Bereich Unternehmenskontakt. Erst vor kurzem ist Oskar in ein erstklassiges Bürogebäude gezogen. Die hohe Miete ist kein Problem. Oskar hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Jahresumsatz von 600.000 Mark. Dirk Heinrich gehört seit zwei Jahren zu einem Stab von 14 festen und bis zu 30 freien Mitarbeitern. Allein 1994 zogen die engagierten Studenten 20 Aufträge an Land. Unter den Kunden so große Namen wie Thyssen, Bayer und Bertelsmann. Die wesentlichen Stärken der Oskar GmbH sind, auf der einen Seite ein sehr kostengünstiges Projekt durchführen zu können, dadurch, dass wir sehr geringe Personalkosten haben, und auf der anderen Seite natürlich das studentische Element, die Kreativität und die Umgefangenheit unserer Berater. Unkonventionelle Ideen entstehen bei den täglichen Teamsitzungen. Ein Team von circa fünf Studenten betreut jeweils ein Projekt. Gearbeitet wird in allen Bereichen. Marketing, Planung, Kontrolle und Marktforschung. Für Dumpingpreise von 30.000 bis 50.000 Mark bietet Oskar seine Beratungen an. Branchengrößen nehmen das Zehnfache. Für die Studenten bleibt daher nur ein Hungerlohn von 5.000 bis 700 Mark im Monat. Es ist auch nicht der finanzielle Anreiz dieser Tätigkeit, sondern wirklich der Anreiz, was lernen, was leisten, was bewegen. 100 bis 250 Bewerbungen bekommt der Oscar-Geschäftsführer im Jahr auf den Tisch. Ausgewählt wird anhand von Bewerbungsgesprächen. Die meisten Studenten würden für den interessanten Job Vorlesungen und sogar ganze Uni-Semester schwänzen. Da die Studenten bei uns alle Praktiker werden wollen, halte ich es für sehr nützlich, dass sie je früher, je besser hier ihre ersten persönlichen Erfahrungen sammeln. Das darf natürlich nicht dazu führen, dass das Studium ganz aufgegeben wird. Wenig Uni und viele Kundenbesuche. So sieht der Tag für Oskar Jana aus. Ich fahre mehrfach in der Woche zur Hüls AG in Mahl. Das Unternehmen beraten wir seit Januar und erstellen die Marketingkonzeption für eine neu gegründete Tochterunternehmung der Hüls AG. Dirk Heinrich und seine Mitarbeiter sollen die Wirtschaftsbetriebe der Hüls AG unter die Lupe nehmen. Bisher haben die Betriebe hauptsächlich die mehr als 13.000 Hüls-Angestellten verpflegt. Nun will die Geschäftsführung auch Geld mit der Vermietung von Küche und Räumen verdienen. Ein Marketingplan ist erforderlich. Das dürfen wir von der Ratschafen nicht sagen. Zur Aufgabe der Oskarianer gehört es auch, anhand von Interviews die Leistungsfähigkeit der Großküche herauszufinden. Oskar kommt mit einem jungen Team, mit Studenten an und für sich, die theoretisch hervorragend sicher bewandert sind, kann sich Zeit nehmen, sehr viel Zeit eigentlich, die normalerweise bei Beratern sehr, sehr viel Geld kostet, um sich mit unserer speziellen Situation ganz intensiv zu befassen. Für Dirk Heinrich bedeutet die Hüls AG das letzte Projekt in seiner Oscar-Karriere. Ende Mai verlässt er die Unternehmensberatung, um sich auf ein BWL-Examen vorzubereiten. Die Wirtschaftswelt wartet auf den Newcomer.", "summary": "Die studentische Unternehmensberatung Oskar GmbH, gegründet 1992, berät Unternehmen wie Thyssen, Bayer und Bertelsmann. BWL-Student Dirk Heinrich arbeitet als Geschäftsführer und betreut Projekte wie eine Marketingkonzeption für die Hüls AG. Die Studenten sammeln Praxiserfahrung und erhalten dafür eine geringe Vergütung.", "referenz": "retrodigitalisiertes File, nachbearbeitet, mit Sachinhalt", "model_name": "ARD-summarizer-gemini-2.5-pro", "model_version": "v1", "bewertung": null, "korrekt": null, "relevant": null, "vollstaendig": null, "kohaerenz": null, "anmerkungen": null, "eval_id": "EVAL-064"}